Kommentare: Meisters Romantic http://meisters-romantic.my-designblog.de/ Kommentar-Feed zum Beitrag: Orlando Figes: Die Tragödie eines Volkes Antwort für:juwi http://meisters-romantic.my-designblog.de/index.php?use=comment&id=575#1.2 :Du hast völlig Recht und die Krise bietet gerade den Ansatz eine Veränderung herbei zu führen. Es geht gar nicht um die üblichen Schuldzuweisungen, sondern es geht um wirkliche Veränderungen. Wenn versucht wird, die satten zum Konsum auf Pump zu stimulieren, dann wird der Scherbenhaufen größer. Wenn man die gleiche Menge Geld als Hilfe zur Selbsthilfe gibt, kann man vielleicht erreichen, dass die Welt anders tickt. Es geht wohlgemerkt weder hier noch in der ganzen weiten Welt darum Almosen zu verteilen oder Nichtstuer durchzufüttern, sondern denen eine Chance zu geben, die sie haben wollen, die sie brauchen, die sie sofort ergreifen würden, wenn man sie ihnen gäbe. <br />Natürlich ist Hunger und Armut auch die große Sprengkraft in der heutigen Welt. Da kommt es auch wieder nicht darauf an, kurzschlüssige &quot;Terrorist-weil&quot;-Schlüsse zu ziehen, sondern sich vorzustellen, dass auch noch ganz andere Explosionen in der Welt möglich sind. Das Wort &quot;Weltrevolution&quot; hat heute wahrscheinlich mehr Gehalt als vor hundert Jahren, gleichzeitig wäre das dann die Urkatastrophe des 21. Jahrhunderts, mit anderen Worten, wer &quot;Weltrevolution&quot; predigt, steckt die Welt endgültig in Brand.<br />Was wir lernen müssen ist, dass man Revolutionen verhindern muss, indem man <span style="text-decoration: underline;">rechtzeitig </span>für einen Ausgleich der Gegensätze sorgt. Und ich befürchte, dass wir das noch nicht gelernt haben, dass man noch nicht mal ansatzweise darüber nachdenkt, wie man das machen könnte.<br />Es wird dann immer gern Verzicht gepredigt, vielleicht sogar von den Leuten, die eine solche Diskussion im Keim ersticken wollen, dabei geht es gar nicht darum. Der Kampf gegen die Armut in der Welt würde vielmehr für alle wahnsinnig viel bringen.<br /> Natürlich ist Hunger und Armut auch die große Sprengkraft in der heutigen Welt. Da kommt es auch wieder nicht darauf an, kurzschlüssige "Terrorist-weil"-Schlüsse zu ziehen, sondern sich vorzustellen, dass auch noch ganz andere Explosionen in der Welt möglich sind. Das Wort "Weltrevolution" hat heute wahrscheinlich mehr Gehalt als vor hundert Jahren, gleichzeitig wäre das dann die Urkatastrophe des 21. Jahrhunderts, mit anderen Worten, wer "Weltrevolution" predigt, steckt die Welt endgültig in Brand.
Was wir lernen müssen ist, dass man Revolutionen verhindern muss, indem man rechtzeitig für einen Ausgleich der Gegensätze sorgt. Und ich befürchte, dass wir das noch nicht gelernt haben, dass man noch nicht mal ansatzweise darüber nachdenkt, wie man das machen könnte.
Es wird dann immer gern Verzicht gepredigt, vielleicht sogar von den Leuten, die eine solche Diskussion im Keim ersticken wollen, dabei geht es gar nicht darum. Der Kampf gegen die Armut in der Welt würde vielmehr für alle wahnsinnig viel bringen.
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2009--0-1-T11: 1:8:+01:00
Kommentar von:juwi http://meisters-romantic.my-designblog.de/index.php?use=comment&id=575#1.1 Der Aussage deines letzten Absatzes kann ich nur zustimmen. Allerdings fürchte ich, das der richtige Zeitpunkt dafür vor ungefähr zwanzig Jahren verpasst wurde.<br /><br />So wie ich es empfinde, liegen die Wurzeln des internationalen Terrorismus nicht in erster Linie in religiösen Gegensätzen begründet, sondern in der Ausbeutung der sogenannten dritten Welt sowie in der Arroganz und der himmelschreienden sozialen Ungerechtigkeit der Reichen, gegenüber den armen Ländern. Die Terroristen wollen sich ihren Teil vom Kuchen jetzt mit Gewalt holen.<br /><br />Die Versuche der US-Army, mit ihrer gigantischen Millitärmaschinerie gegen Freischärler oder Terroristen vorzugehen scheiterten schon in Vietnam, und sind auch weiterhin zum Scheitern verurteilt. Die Fehler der Vergangenheit wiederholen sich gerade im Irak, in Afghanistan, in Tschetschenien, seit zig Jahren in Israel bis ins noch junge Jahr 2009 usw. usw.<br /><br />Der Sumpf aus Gewalt und Gegengewalt wird sich nur trockenlegen lassen, wenn die reichen Staaten ohne wirtschaftliche oder machtpolitische Hintergedanken für einen Ausgleich mit den armen Ländern sorgen. Das eine würde nur Geld, alles andere aber nur immer noch mehr Leid, Blut und Menschenleben kosten. Der eine Weg böte der Welt die Chance auf eine friedlichere und menschenwürdige Zukunft für alle, während der andere Weg für vorübergehenden Reichtum für einige wenige sorgen, und letztlich nur Verlierer zurücklassen wird.
So wie ich es empfinde, liegen die Wurzeln des internationalen Terrorismus nicht in erster Linie in religiösen Gegensätzen begründet, sondern in der Ausbeutung der sogenannten dritten Welt sowie in der Arroganz und der himmelschreienden sozialen Ungerechtigkeit der Reichen, gegenüber den armen Ländern. Die Terroristen wollen sich ihren Teil vom Kuchen jetzt mit Gewalt holen.

Die Versuche der US-Army, mit ihrer gigantischen Millitärmaschinerie gegen Freischärler oder Terroristen vorzugehen scheiterten schon in Vietnam, und sind auch weiterhin zum Scheitern verurteilt. Die Fehler der Vergangenheit wiederholen sich gerade im Irak, in Afghanistan, in Tschetschenien, seit zig Jahren in Israel bis ins noch junge Jahr 2009 usw. usw.

Der Sumpf aus Gewalt und Gegengewalt wird sich nur trockenlegen lassen, wenn die reichen Staaten ohne wirtschaftliche oder machtpolitische Hintergedanken für einen Ausgleich mit den armen Ländern sorgen. Das eine würde nur Geld, alles andere aber nur immer noch mehr Leid, Blut und Menschenleben kosten. Der eine Weg böte der Welt die Chance auf eine friedlichere und menschenwürdige Zukunft für alle, während der andere Weg für vorübergehenden Reichtum für einige wenige sorgen, und letztlich nur Verlierer zurücklassen wird.]]>
juwi juwi 2009--0-1-T11: 1:8:+01:00