Kommentare: Meisters Romantic http://meisters-romantic.my-designblog.de/ Kommentar-Feed zum Beitrag: Wer studierte in der DDR? Kommentar von:Linda http://meisters-romantic.my-designblog.de/index.php?use=comment&id=777#3.1 Stimme Dir auch voll zu.<br />LG LG]]> Linda Linda 2009--1-0-T08: 1:9:+01:00 Kommentar von:Irene http://meisters-romantic.my-designblog.de/index.php?use=comment&id=777#2.1 Stimme dem voll zu.Ich verstehe bis heute nicht:warum hatten die Lehrer in der DDR kein Interesse Kinder aus Arbeiterfamilien mit guten Noten und gutem Gesamtverhalten zu fördern und zur EOS vorzuschlagen?Lag es daran,daß die wenigen Plätze politisch vorreserviert waren?Daß vor dem Schuljahr schon beschlossen wurde ,wer den Platz bekommt?Genau wie bei den Gerichten,wo vorher das Urteil auch schon feststand.Wer traf eigentlich die letzendliche Entscheidung über die Vergabe?Die Partei?Ich glaube ,daß es im Prinzip die besonders linientreuen Eltern waren,die die Macht und die Mittel hatten ihre Kinder durchzusetzen.Aber vielleicht war es auf dem Dorf oder in der Kleinstadt noch etwas anderes als in der Hauptstadt. Irene Irene 2009--0-7-T21: 0:9:+01:00 Antwort für:Liesel http://meisters-romantic.my-designblog.de/index.php?use=comment&id=777#1.2 :Ich dnke Dir fuer den ausfuerlichen Kommentar. Dass der Zugang zur EOS auf der Oberflaeche anders aussah, ist mir schon klar. Es ist eine insgsamt interessante Frage.<br />Der Vergleich mit dem Westen ist immer in Problem: es war ein grundsaetzliches Missverstaendnis in der DDR vor 89, dass im Westen alles Gold waere. Aber wenn man damals als Westler sagte, macht euch keine Illusionen, dann wollte das absolut keiner hoeren. <br />Aber trotz gewisser Ungerechtigkeiten kann man nicht sagen, dass man heutzutage von Bildungschancen absichtlich fern gehalten wird, wie das in der DDR war. Heute geht es, denke ich, mehr darum, wie die Leute an Bildungschancen herangefuehrt werden, die von Hause aus unterprivilegiert sind, bildungsfern oder verhaltensproblematisch, wie auch immer.<br /><div style="text-align: left;">&nbsp;</div> Der Vergleich mit dem Westen ist immer in Problem: es war ein grundsaetzliches Missverstaendnis in der DDR vor 89, dass im Westen alles Gold waere. Aber wenn man damals als Westler sagte, macht euch keine Illusionen, dann wollte das absolut keiner hoeren.
Aber trotz gewisser Ungerechtigkeiten kann man nicht sagen, dass man heutzutage von Bildungschancen absichtlich fern gehalten wird, wie das in der DDR war. Heute geht es, denke ich, mehr darum, wie die Leute an Bildungschancen herangefuehrt werden, die von Hause aus unterprivilegiert sind, bildungsfern oder verhaltensproblematisch, wie auch immer.
 
]]>
2009--0-7-T19: 2:3:+01:00
Kommentar von:Liesel http://meisters-romantic.my-designblog.de/index.php?use=comment&id=777#1.1 Naja, ganz so war es wohl nicht. Ich kann es nur an meinem Jahrgang und meiner Schule festmachen. Wir waren drei 8. Klassen mit jeweils 25 Schüler/innen. Fakt war, dass nicht jeder Abitur machen konnte. Für den gesamten Kreis gab es nur ein Gymnasium (Erweiterte Oberschule genannt). Aus unseren drei 8. Klassen durften jeweils nur 3 Schüler auf dieses Gymnasium. Natürlich nur die Besten von denen, die Abitur machen wollten. Wir waren 5 Bewerber/innen. 3 Jungs - 2 Mädels. Davon 1 Lehrerkind, 3 Arbeiterkinder, 1 Medizinerkind. Alle 5 hatten wir einen Notendurchschnitt von 1,2 bis 1,4. Genommen wurden das Lehrerkind (heute selber Lehrer) und 2 von den Arbeiterkindern (einer heute Zahnarzt, der andere Chefarzt in einer Klinik). Ok, der Zahnarzt hatte damals als Berufswunsch "Berufssoldat" angegeben und das war wohl der ausschlaggebende Punkt, dass er genommen wurde, denn er war der "Schlechteste" von uns fünfen. Auf der "Penne" mal gelandet, entschied er sich dann doch fürs Medizinstudium. <br />Bei den Parallelklassen war es ähnlich. Da war so gar ein Sohn von einem "Parteibonzen" dabei, der abgelehnt wurde (der wollte sich auch partout nicht für den 3jährigen Wehrdienst verpflichten, was bei den Jungs eine Voraussetzung war). <br />Allerdings in der Klassenstufe unter mir war der Sohn vom Pfarrer des Ortes dabei, der abgelehnt wurde. Ich kann mich noch genau dran erinnern, dass ein "Aufschrei" durch den Ort ging und es hieß, der wurde nur aufgrund seiner kirchlichen Verbindung abgelehnt.<br />Das war Ende der 70er Jahre, also 10 Jahre vor der "Wende". <br />Es ging schon nicht immer alles mit gerechten Dingen zu, aber hier im Westen ist es nicht anders. Das hab ich bei meinen Jungs gesehen, als die in der Schule waren. Haben die Eltern den "richtigen Job" oder die "entsprechende Position im Gemeinderat" läufts auch für die Sprößlinge... Bei den Parallelklassen war es ähnlich. Da war so gar ein Sohn von einem "Parteibonzen" dabei, der abgelehnt wurde (der wollte sich auch partout nicht für den 3jährigen Wehrdienst verpflichten, was bei den Jungs eine Voraussetzung war).
Allerdings in der Klassenstufe unter mir war der Sohn vom Pfarrer des Ortes dabei, der abgelehnt wurde. Ich kann mich noch genau dran erinnern, dass ein "Aufschrei" durch den Ort ging und es hieß, der wurde nur aufgrund seiner kirchlichen Verbindung abgelehnt.
Das war Ende der 70er Jahre, also 10 Jahre vor der "Wende".
Es ging schon nicht immer alles mit gerechten Dingen zu, aber hier im Westen ist es nicht anders. Das hab ich bei meinen Jungs gesehen, als die in der Schule waren. Haben die Eltern den "richtigen Job" oder die "entsprechende Position im Gemeinderat" läufts auch für die Sprößlinge...]]>
Liesel Liesel 2009--0-7-T19: 2:3:+01:00