Kommentare: Meisters Romantic http://meisters-romantic.my-designblog.de/ Kommentar-Feed zum Beitrag: Woher die Gier und wohin damit? Antwort für:Tirilli http://meisters-romantic.my-designblog.de/index.php?use=comment&id=825#1.2 :Du hast ja ganz schön viel geschrieben, aber alles sehr treffend. <br />Ein wichtiger Aspekt bei der Sache sind allerdings die &quot;Eliten&quot; dieser 3.Welt-Länder, die dem Weltfortschritt vielleicht genauso im Wege stehen wie die Megaprofiteure in den Metropolen.<br />Wenn man nur die Böcke von den Schafen besser trennen könnte!<br />Aber die Welt ist genau so konstruiert, dass alles ineinander verläuft und das Chaos ist das Konstrukrionsprinzip. Trotzdem kommt irgendwie Fortschritt dabei raus, an den müssen wir glauben, das ist die Zukunftsromantik. Nicht Weltverbesserei, sondern Anerkennung dieser großen absurden Komödie, in deren absoluten Zentrum wir mitmachen dürfen. Damit überschätze ich nicht unsere Rolle, sondern ich seh uns nur an unserem Platz einfach das Beste machen, koste es, was es wolle !<br /> Ein wichtiger Aspekt bei der Sache sind allerdings die "Eliten" dieser 3.Welt-Länder, die dem Weltfortschritt vielleicht genauso im Wege stehen wie die Megaprofiteure in den Metropolen.
Wenn man nur die Böcke von den Schafen besser trennen könnte!
Aber die Welt ist genau so konstruiert, dass alles ineinander verläuft und das Chaos ist das Konstrukrionsprinzip. Trotzdem kommt irgendwie Fortschritt dabei raus, an den müssen wir glauben, das ist die Zukunftsromantik. Nicht Weltverbesserei, sondern Anerkennung dieser großen absurden Komödie, in deren absoluten Zentrum wir mitmachen dürfen. Damit überschätze ich nicht unsere Rolle, sondern ich seh uns nur an unserem Platz einfach das Beste machen, koste es, was es wolle !
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2009--0-8-T14: 0:2:+01:00
Kommentar von:Tirilli http://meisters-romantic.my-designblog.de/index.php?use=comment&id=825#1.1 Hallo Achim.<br />Unlängst sah ich eine Doku über den Jemen. Thema war eigentlich die Unterdrückung der Frau, aber man sah auch viel von der Dürftigkeit des Lebens dort. Neben den Hütten sehr sehr armen Menschen zeigte man ein Haus... ich sage dir, da blieb einem die Luft weg. Man muss schon von Palast reden.<br />Zweites Beispiel:<br />Gib mal in Google Maps "Naypyidaw Myanmar" ein. Das ist die künstliche Hauptstadt von Burma. Zoome ran und schau dir die Villen der Militärbonzen an.<br />.....<br />Denkst du, solche sind glücklich?<br />Es ist wohl meist die innere Leere die solche Gier bewirkt. Und mit solchen Ersatzhandlungen handelt man sich so alle möglichen Gebundenheiten und Ängste ein. Ich stelle mir vor, so ein Reichtum ist wie ein riesiger schwerer Rucksack den man v o r sich herschieben muss, weil man sich gar nichts anderes mehr vorstellen kann. Würde er nicht den Blick verstellen, was sähe man wohl..., das schwerere Leben vor dem einem grauen könnte? Man ist es ja nicht mehr gewöhnt und kann sich Durchschnittlichkeit gar nicht mehr vorstellen, mehr noch, etwa nicht mehr herausragend zu sein (und man denkt ja, durch den Reichtum ist man das) bedeutet der Untergang in der Masse, bedeutet in dem Sinn den Untergang selbst.. Dieser Rucksack muss intensiv bewacht werden und man muss alles tun, dass er ja nicht schrumpft. Und weil man dafür auf anderen herumtreten muss, redet man sich ein, der Andere sei sowieso ein Minderer, nichts Wert, vernachlässigbar. Macht braucht man sowieso, man nimmt ja an, dass alle anderen die gleiche Habsucht in sich tragen. Und allmählich verliert man die Realität, man hat ja schon so lange nicht mehr über seinen Rucksack drüber geblickt.<br />Das alles schafft Ängste und Angst ist ja bekanntlich die stärkste Emotion.<br />Unglückliche Menschen... mein Mitleid hält sich aber in Grenzen.<br /><br />Was die Manager der höheren Etagen betrifft, hörte ich einmal wie das läuft.<br />Sie krempeln die Ärmel hoch und schuften ein paar Jahre hart und rücksichtslos, denken nicht wirklich an die Zukunft der Firma noch an die anderer, denken vielmehr nur: "hinter mir die Sintflut", ein paar Jahre die große Kohle machen und dann 20 - 30 Jahre einfach nur gut leben.<br />Deshalb sind sie rücksichtslos, es muss schnelles Geld sein, koste es was es wolle und dann ab in die Freizeit, dass das System kollabieren könnte - egal. Pension? Ach was, Abfertigung!<br />Gegen das alles scheint ja kein Kraut gewachsen zu sein... Es war immer schon so, die Feudalherren! Nur jetzt ist es den Normalos weniger bewusst das es die noch gibt und so können sie halb im Verborgenen fuhrwerken.<br /><br />Ich für meinen Teil habe kein Interesse daran, mich übermäßig schick zu kleiden um gesellschaftlich mehr zu gelten. Diese Sache wird mir von Jahr zu Jahr widerwärtiger, ich halte mich von allen Schickmickis fern und bin zufrieden mit meinem Lehrergehalt, mehr brauche ich nicht. Ist mir alles zu oberflächlich. Und mir kommt vor, es schadet meinem Seelenfrieden, zu viel an diese Seite der Gesellschaft zu denken.<br /><br />Huch! Das war jetzt zu lang! *g* "Der Vorhang fällt und alle Fragen offen" sagte ja Marcel Ranitzky immer. Recht hat er, es gäbe endlos viele Seiten bei allem, auch hier noch zudiskutieren.<br />Nu aber Schluß!<br />Liebe Grüße!<br />Tirilli Unlängst sah ich eine Doku über den Jemen. Thema war eigentlich die Unterdrückung der Frau, aber man sah auch viel von der Dürftigkeit des Lebens dort. Neben den Hütten sehr sehr armen Menschen zeigte man ein Haus... ich sage dir, da blieb einem die Luft weg. Man muss schon von Palast reden.
Zweites Beispiel:
Gib mal in Google Maps "Naypyidaw Myanmar" ein. Das ist die künstliche Hauptstadt von Burma. Zoome ran und schau dir die Villen der Militärbonzen an.
.....
Denkst du, solche sind glücklich?
Es ist wohl meist die innere Leere die solche Gier bewirkt. Und mit solchen Ersatzhandlungen handelt man sich so alle möglichen Gebundenheiten und Ängste ein. Ich stelle mir vor, so ein Reichtum ist wie ein riesiger schwerer Rucksack den man v o r sich herschieben muss, weil man sich gar nichts anderes mehr vorstellen kann. Würde er nicht den Blick verstellen, was sähe man wohl..., das schwerere Leben vor dem einem grauen könnte? Man ist es ja nicht mehr gewöhnt und kann sich Durchschnittlichkeit gar nicht mehr vorstellen, mehr noch, etwa nicht mehr herausragend zu sein (und man denkt ja, durch den Reichtum ist man das) bedeutet der Untergang in der Masse, bedeutet in dem Sinn den Untergang selbst.. Dieser Rucksack muss intensiv bewacht werden und man muss alles tun, dass er ja nicht schrumpft. Und weil man dafür auf anderen herumtreten muss, redet man sich ein, der Andere sei sowieso ein Minderer, nichts Wert, vernachlässigbar. Macht braucht man sowieso, man nimmt ja an, dass alle anderen die gleiche Habsucht in sich tragen. Und allmählich verliert man die Realität, man hat ja schon so lange nicht mehr über seinen Rucksack drüber geblickt.
Das alles schafft Ängste und Angst ist ja bekanntlich die stärkste Emotion.
Unglückliche Menschen... mein Mitleid hält sich aber in Grenzen.

Was die Manager der höheren Etagen betrifft, hörte ich einmal wie das läuft.
Sie krempeln die Ärmel hoch und schuften ein paar Jahre hart und rücksichtslos, denken nicht wirklich an die Zukunft der Firma noch an die anderer, denken vielmehr nur: "hinter mir die Sintflut", ein paar Jahre die große Kohle machen und dann 20 - 30 Jahre einfach nur gut leben.
Deshalb sind sie rücksichtslos, es muss schnelles Geld sein, koste es was es wolle und dann ab in die Freizeit, dass das System kollabieren könnte - egal. Pension? Ach was, Abfertigung!
Gegen das alles scheint ja kein Kraut gewachsen zu sein... Es war immer schon so, die Feudalherren! Nur jetzt ist es den Normalos weniger bewusst das es die noch gibt und so können sie halb im Verborgenen fuhrwerken.

Ich für meinen Teil habe kein Interesse daran, mich übermäßig schick zu kleiden um gesellschaftlich mehr zu gelten. Diese Sache wird mir von Jahr zu Jahr widerwärtiger, ich halte mich von allen Schickmickis fern und bin zufrieden mit meinem Lehrergehalt, mehr brauche ich nicht. Ist mir alles zu oberflächlich. Und mir kommt vor, es schadet meinem Seelenfrieden, zu viel an diese Seite der Gesellschaft zu denken.

Huch! Das war jetzt zu lang! *g* "Der Vorhang fällt und alle Fragen offen" sagte ja Marcel Ranitzky immer. Recht hat er, es gäbe endlos viele Seiten bei allem, auch hier noch zudiskutieren.
Nu aber Schluß!
Liebe Grüße!
Tirilli]]>
Tirilli Tirilli 2009--0-8-T14: 0:2:+01:00