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Die Bankenkrise ein Segen




Hi, ich bin Billie B. Stupid, ihre Wirtschaftsamateurin, und heute möchte ich Ihnen erklären, warum die Bankenkrise ein Segen ist.

Die Bänker, wer auch immer es gewesen sein mag, haben ein Geschäftsmodell erdacht, Geld ohne Wirtschaftsleistung zu machen, dazu haben sie die verschiedensten Instrumente erfunden, gebaut und auch verkauft, ein ganzer Werkzeugkasten des Geldmachens. Es erschien zeitweise so, dass eine Volkswirtschaft auch prosperieren könnte, wenn sie gar nichts mehr produziert, eine Art wirtschaftspolitisches Perpetuum mobile. Man hätte aus der modernen Naturwissenschaft lernen können, dass ein Perpetuum mobile schlicht nicht funktionieren kann. Es ist nicht so, daß es noch nicht entdeckt ist, es geht einfach nicht. Aber was ist Naturwissenschaft gegen Bänkergierverstand (wie finden sie diese Wortkreation?). Man macht es einfach: Laß es doch kosten, wer´s bezahlt (auch ein Spruch, der mehr Gehalt hat, als es oberflächlich aussieht).

Fast die gesamte angelsächsische Welt (USA, England, Sachsen-LB) und einige mehr, hat versucht nur noch Finanzdienstleistungsgesellschaft zu sein, sogar so ein Ländchen wie Island. Im Grunde genommen bestand das Geschäftsmodell aber darin, andere Länder die Wirtschaftsgüter möglichst global billig produzieren zu lassen und ihnen dafür Finanzprodukte anzudrehen. Die eigentliche Dienstleistung bestand darin, diese so verwirrend und aufpoliert zu produzieren, dass ein Anschein von Wert entstand.

Andere Teile des Finanzdienstleistungsapparats (Wirtschaftprüfer und Ratingagenturen) waren nur dazu da, diesen Produkten größten Wert zuzusprechen, eine Art höheren Segen zu schaffen. Sie haben sich alle schon etwas einfallen lassen, diese >Dienstleister<. Die Illusion wurde immer perfekter je komplexer das ganze Gebäude wurde. Es kann doch nicht sein, dass etwas nicht stimmt, wenn da so eine komplexe Struktur unterlegt ist, auch wissenschaftlich abgesegnet (Professoren sind billig!), von Außenseitermeinungen mal abgesehen.

Der größte Fehler alles Scharlatanentums, auch in der Wirtschaft, besteht  darin, dass man früher oder später gewaltig mit der Wirklichkeit kollidiert: jede Titanic findet ihren Eisberg. Dann gibt es nur noch eine Frage: wer hat sein Schäfchen ins Trockene gebracht, wer zahlt die Zeche und wer wird mitgerissen in die dunkle Tiefe?

Sie haben in Wirklichkeit ein Spiel gespielt, das einem Kettenbrief glich, ein Schneeballsystem, und sie haben damit die wirtschaftliche Basis zunehmend in Mitleidenschaft gezogen, gesunde Firmen ruiniert, ausgeplündert und zerstört. Mit Geld, das ihnen nicht gehörte, haben sie Firmen aufgekauft (Grohe, ATU beispielsweise) und haben Arbeitsplätze und Wirtschaftsleistung vernichtet, im Grunde sogar den wirklichen Profit, den eine solche Firma machen konnte. Wenn sie noch ein paar Jahre so weiter gemacht hätten, wäre von den realen Volkswirtschaften gar nichts mehr übrig geblieben. Deshalb ist der Bankrott des Bankensystems ein Segen für die Wirtschaft. Diese ist zwar auf seriöse Bankleistungen angewiesen, aber man kann keine Geschäfte mit Goldmacher & Raffke machen, da wird man übers Ohr gehauen. Aus diesem Grund kann man nur hoffen, dass die Vernichtung des Finanzdienstleistungssektors noch in aller Gründlichkeit weiter gehen wird (alle Bankaktien weiterhin auf >sell< eingestuft) bis nur noch die ehrlichen Marktwirtschaftler übrig bleiben, vielleicht ein bißchen unrealistisch diese Hoffnung, aber man soll sie ja bekanntlich nicht aufgeben.

Schöne Grüße aus der Mauerstraße, Ihre B.B. Stupid.

Meister 21.11.2008, 16.23

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