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Kranke Banken



Liebe Freunde, hier spricht Eure Billie B. Stupid, die Wirtschaftsamateurin.
Schon wieder ist mir was aufgefallen: die Großbanken verdienen großartig, vor allem in Amerika, aber auch AckerDeutschmann wird sich nicht lumpen lassen.

Weltwirtschaftkrise und Milliardenbankengewinne - wie passt das zusammen?

"Das ist doch krank", höre ich einige Leute sagen, und genau das ist mein Stichwort.

Kann es sein, dass Teile der Wirtschaft krank werden, im richtigen Sinne von krank?

Natürlich ist die Wirtschaft kein biologischer Organismus, trotzdem ist sie ein komplexer hochorganisierter Organismus. Insofern ist es gar nicht so falsch nach Erkrankungen zu suchen oder Fehlentwicklungen als Erkrankungen zu bezeichnen. Ob es sich dabei um schlichte Analogien zu biologischen Erkrankungen handelt oder ob wirkliche nur spezifisch wirtschaftbefallende Krankheiten vorkommen, sei in diesem Moment mal dahin gestellt.

In der Frage, der wir hier nachgehen wollen, wendet sich ein Teil des Organismus gegen den Gesamtorganismus, es handelt sich also um eine Art Autoimmunerkrankung.

Die Banken haben eigentlich im Wirtschaftsgefüge einen wichtigen Platz gehabt, indem sie das Kapital zur Verfügung stellen, das die Realwirtschaft braucht, um Geschäfte zu finanzieren und Investitionen in Wirtschaftsgüter zu tätigen. Fabrikhallen müssen genauso bezahlt werden wie das Material das verarbeitet werden soll, Lücken zwischen dem Verkauf und der Bezahlung müssen überbrückt, Lagerkosten und Personalkosten müssne beglichen werden, so viel Geld kann man nicht flüssig haben, dazu gibt es Kredite und Finanzierungen.

Die Banken verdienen natürlich an diesen Transaktionen, sie sammeln Geld, verzinsen es niedriger und verleihen es teurer, soweit ok.

Aber irgendwie ist der Gedanke aufgekommen und er wird durch die aufgeblähten Riesenmengen von renditesuchendem Kapital genährt, dass Geld wirklich Geld verdient, dass man nur die richtigen cleveren Investmentbänker brauchte, und die ewig wachsende Rendite ist gesichert.
Die Realwirtschaft ist nur noch als das Spielmaterial nötig, man muss ja mit irgendwas spekulieren. Wenn man auf den Weizenpreis in 6 Monaten, den Ölpreis in 1 Jahr oder den Aktienkurs von VW in 4 Wochen spekuliert, dann geht es dabei überhaupt nicht mehr um Weizen, Öl oder Autos, sondern nur um Wetten. Und so vernebelt das alles auch sein mag: es wird bei diesen Spekulationen überhaupt kein Mehrwert erzeugt, kein bißchen, keinen roten Heller: die einen gewinnen das, was die anderen verlieren.
Soweit klingt das ja noch harmlos, sollen sie doch zocken bis zur Pleite. Da sind wir wieder beim nächsten Stichwort: Wessen Pleite wird es sein?
Dass der kleine Anleger betrogen wird von den Großzockern, schlimm genug, aber es geht weiter, die Realwirtschaft wird geschädigt, Firmen zerlegt und ausgepresst, Blasen werden aufgeblasen und platzen, und die Allgemeinheit soll dafür aufkommen. Im Grunde genommen, dürfte man diesen Autoaggressionsprozeß nicht so weiter gehen lassen, vor allem dürfte den Zockern nicht aus der Verlegenheit geholfen werden, sollen sie doch pleite gehen.
Und wenn es dann wieder auch die falschen trifft, Stiftungen, Pensionsfonds, Omis die ihren Notgroschen angelegt haben? Da könnte man klare Grenzen einziehen, vor allem dadurch dass glasklar dargelegt wird, wofür nicht gehaftet wird. Wenn die Leute denken, sie können mitzocken, sind sie wahrscheinlich nur durch Verluste davon zu heilen.
Warum sollen die Schlauen, die Vorsichtigen und die, die gar nichts haben, für die Gierigen und Dummen aufkommen?
Klar müssen die Bänker haften, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und Inkaufnahme eigener Riesenprovisionen zu Schrottpapieren geraten haben, aber machen wir uns nichts vor: wenn das Geld weg ist, werden sie es schon so einrichten, dass bei ihnen nichts zu holen ist.

Wie kann man diese Autoaggression in der Wirtschaft heilen: klare Maßnahmen und bittere Medizin: keine staatlichen Rettungsaktionen mehr für Banken, der Bankensektor muß die Pleite wieder schmecken lernen, nur dann kann er heilen.
Verbot von allen Transaktionen die wirtschaftlich schädlich sind, Kontrolle über Terminmärkte, Besteuerung von Spekulationsgewinnen, Entwicklung neuer Finanzierungsinstrumente, man hat doch beispielsweise öffentlich kontrollierte Banken, warum ordnen die Eigentümer nicht an, dass diese sich wirtschaftfödernd verhalten?

Meister 21.07.2009, 10.43

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