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Thema: Stupid´s Economy

To big to fail ??


Hallo liebe Freunde ! Hier ist wieder Eure treue Freundin Stupid die Amateurin der Wirtschaft und der sieben Meere. Heute soll es mal um so was Simples gehen, wer untergehen darf und warum nicht.

Wenn es heisst, dass Firmen, wie beispielsweise die Hyporealestate zu gross seien, um sie absaufen zu lassen, und man deshalb in maroden Unternehmen Milliarden Steuergelder versenkt (mit dem zweifelhaften Erfolg des Fasses ohne Boden, versteht sich) dann sollte man ueber die zugrunde liegende Behauptung doch noch ein zweites Mal nachdenken.

Es ist doch die Natur der Marktwirtschaft, dass die untergehen, die am Markt versagen, das ist auch gar nichts Schlimmes, das bringt doch gerade Innovation und Dynamik. Die unschuldigen Opfer von dem sinkenden Dampfer zu holen, steht auf einem anderen Blatt, aber zu meinen, dieser Seelenverkaeufer muesse weiter schwimmen, ist barer Unsinn. Und der verantwortliche Kapitaen und Reeder, Management und Eigentuemer brauchen auch keine warmen Decken.

Und wenn es sich nun um systemrelevante Marktsubjekte handelt, die mit ihrer Pleite andere mit sich in die kalte Tiefe reissen wuerden?

Zunaechst muesste mal geprueft werden, ob diejenigen die angeblich "to big to fail" sind, nicht in Wirklichkeit "to big to exist" sind, d.h. ob sie nicht in Wirklichkeit kartellrechtlich gar nicht so exisitieren sollten, denn sie haben moeglicherweise eine marktbeherrschende Stellung, die den ganzen to big-Schlamassel ausgeloest hat.

Um in dem Schiffsbild zu bleiben: wenn ein Oeltanker bei seinem moeglichen Untergang einen unbeherrschbaren Schaden verursachen wuerde, dann sollte man ihn nicht bauen, Aehnliches gilt fuer Atomkraftwerke.

Das Kartellrecht sollte also ueberdacht und internationalisiert werden.

To big to fail should not exist!

Und wenn es dann doch so ist? Dann sollte die Loesung mit einer Entflechtung anfangen. Man streut uns doch Sand in die Augen, wenn behauptet wird, mit der HRE wuerden notwendig alle Pfandbriefe den Bach runter gehen. Ich koennte mir vorstellen, dass die Rettung der Passagiere erfolgreicher laeuft, wenn diejenigen, die gerettet werden muessen in Rettungsbooten sitzen und nicht vom Kapitaen im Zwischendeck eingesperrt sind.

Es heisst ja, die Politiker seien durch die Umstaende gezwungen, mit Steuergeldern die Verluste der Uebeltaeter auszugleichen, um Schlimmeres zu verhindern. Dass diese Taeter das so verlangen und so darstellen, kann man ja verstehen, aber ob die Politiker eigentlich verstehen, was ihnen da lanciert wird, daran kann man zweifeln. Ihre Kompetenz wird doch  daran gemessen, inwieweit sie der Oeffentlichkeit einen glaubwuerdigen Eindruck machen, jedoch in der Sache selbst verlassen sie sich wahrscheinlich unbemerkt von der Oeffentlichkeit auf Leute, die aus der gleichen Marinekameradschaft kommen wie die Offiziere des Wracks (eine Abwrackpraemie fuer Banken, waere auch mal zu erwaegen).

Gut, bei einer Rettungsaktion muss vielleicht auch mal schnell und vor Ort entschieden werden, Fehler sind dabei auch unvermidlich, aber die Seeamtsverhandlung, die den Untergang untersucht, sollte schon genau hinschauen, was im Detail passiert ist. Vor der Wahl wird das nichts, aber danach wird der Kadaver des Wals, den sie gerammt haben, so sehr stinken, dass man einen Untersuchungsausschuss machen muss und dann werden wir sehen, ob Herr Steinbrueck der rechtschaffene Schlepperkapitaen ist, oder ob er sich die Prise unter den Nagel reissen wollte, oder nur im Auftrag der Eigner das Gold aus dem Schiffstresor rausholen.

Eins ist klar, das Schrottschiff hieß "To big to fail" ! Es war unsinkbar! Scheinbar!

Meister 18.05.2009, 22.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Von der Abwrackrepublik zur Abf...republik



Hi, liebe Leute, hier ist wieder eure Ökonomieamateurin Billie B. Stupid und heute möchte ich mit Euch allen mal richtig abwracken. Abwracken und mehr, sag ich mal.

Über die Abwrackprämie, ihren Sinn oder Unsinn, ihre Auswirkungen wirtschaftlich und germanomental ist schon viel geschrieben worden und wird es auch noch. Sie hat sich zu einem poltischen Selbstläufer im Wahljahr entwickelt, sich verselbstständigt könnte man sagen, abwracken als Bürgerrecht.

Ich möchte hier ein paar subjektive Aspekte beisteuern. Das Fatale an dieser Prämie ist ihre Höhe: 2.500,- € ist wahrlich kein Pappenstil - man wird dadurch schon unter Druck gesetzt.

Nehmen wir mal an, man kann die Voraussetzungen nicht erfüllen, z.B. man hat gar kein so altes Auto. Dann wird man eigentlich ziemlich steuerlich benachteiligt, denn man muß mit für die Abwrackprämienkosten aufkommen, hat aber nichts davon, zahlt also eigentlich eine Strafsteuer. Es ist eine Umverteilung von den Nichtabwrackern zu den Abwrackern, gewollt oder ungewollt. Opfer dieser Umverteilung ist ein illustres Publikum von der Oma ohne Führerschein, über den HartzIVer ohne Schotter bis zum Gutverdiener, der sich jedes Jahr einen neuen Daimler leistet.

Nehmen wir umgekehrt an, man könnte die Voraussetzungen erfüllen, was dann? Man muss leider sagen, dass man dadurch unter Handlungsdruck gesetzt wird. Nehmen wir an, ich will gar kein neues Auto kaufen, aber damit versetze ich mich nicht nur von den Krisenprofiteuren zu den Abwrackopfern, sondern zusätzlich qualifiziere ich mich natürlich auch noch für den republikanischen Preis für Idiotie und Dummheit, so ähnlich als hätte man 25 mal das Begrüßungsgeld nicht abgeholt.

Also Probleme wohin man schaut, kein Wunder dass in Deutschland keine Krisenstimmung aufkommt, alle sind damit beschäftigt ihre Abwrackpärämienprobleme zu lösen.

Psychologisch hat die Regierung mit der Abwrackprämie Ungeheures bewirkt, auch wenn man noch nicht so genau weiß, wie das Großexperiment endet. Es ist jedenfalls ein interessanter Ansatz. Schon werden Fragen gestellt, was wir als nächstes abwracken, Kaffeemaschinen vielleicht, oder Waschmaschinen oder wie wäre es mit Wohnungseinrichtungen, die könnte man auch der Straße vor dem Haus verbrennen, hat man zwar ein CO2-Problemchen, aber wenigstens kein Lagerproblem auf dem Schrottplatz. Das Ordnungsamt bescheinigt einfach das ordnungsgemäße Abfackeln der Wohnungseinrichtung.Das Gute an der Abfackelprämie: fast alle sind qualifiziert, selbst die Wohnungslosen, die ihren verlausten Schlafsack abfackeln, und es müßte natürlich noch ein bißchen mehr Geld rüberwachsen, damit es sich lohnt, 25-50 T€ pro Haushalt, für höhere Gegenvorschläge gibt es im Wahljahr bestimmt auch offene Ohren. Und die einheimische Industrie würde davon wohl mehr profitieren als von mancher anderer Maßnahme.

Aber lassen wir die überkreativen Ideen vielleicht mal beiseite: das Modell Abwrackprämie ist so modellhaft, dass man sicher noch davon hören wird. Es könnte eine neue Variante in der Brot-und-Spiele Politik des XXI-Jahrhunderts werden. Grundsätzlich funktioniert es so, dass eine beträchtliche Summe als Prämie ausgelobt wird, "beträchtlich" in dem Sinne, dass auch der minderbemittelte Phlegmatiker zu sofortiger Aktion provoziert wird ("shock and awe" auf bundesrepublikanisch). Für die ausgelobte Summe muss der Anwärter aber auch etwas tun, natürlich genau das, was sich die Regierung wünscht, das kann etwas Kleines sein, wofür man auch nur relativ wenig Bares bekommt, beispielsweise die Teilnahme an einer regierungsfreundlichen Demonstration könnte mit 100 € prämiert werden, aber auch größere Anreize sind möglich, beispielsweise wer 3 Wochen Urlaub in Deutschland macht, kriegt 500 €, oder die Demographiepuls-prämie: für jedes Neugeborene kriegt die Mutter 50.000 € und der Vater Alimentefreiheit versprochen, dann ist was los in Deutschland!

Letzteres ist weitere Überlegung wert: diese Prämie könnte die Abwrackprämie zukunftsweisend überwinden, volkstümlich vielleicht  "Abfuckprämie" genannt, könnte sie die Leute voll anmachen und unmittelbar in Bewegung setzen. Wenn es heutzutage ca. 600.000 Geburten gibt, so könnten es mit der Prämie auch 1 Million Geburten im Jahr sein. Rechnen wir damit einfach weiter : 1 Mio Frauen bekommen also 50.000 €, das sind 50 Milliarden Euro und Alimente 1000,- Euro im Monat, aufs Jahr 12.000,- Euro, auf 20 Jahre (ein bichen Beschränkung muss sein, Vater Staat wird seinen Kindern dann auch BaföG-mäßig weiter unter die Arme greifen) sind 240.000 €, für einen Jahrgang, also rechnen wir mit 300.000 Kosten pro Kind, für eine Million Kinder macht das Gesamtkosten von 300 Milliarden, die fallen aber über 20 Jahre an, im ersten Jahr kostet es vielleicht 50+12 also 62 Milliarden, das klingt doch bezahlbar, auf 10 Jahre rechnen wir mal 620 Milliarden plus (9+8+7+6+5+4+3+2+1)x 12 Milliarden, das sind 45x12=540, also Summa summarum 1.16 Billionen €, das läßt sich doch machen!

Insgesamt werden die Alimentenkosten sogar wesentlich niedriger ausfallen, weil eine ganze Reihe von Familien es vorziehen wird, nicht Vater Staat als Vormund zu haben, sondern selber die Alimente aufzubringen, zumindest solange die Familie Bestand hat.

Die Sache ist gar nicht so verwegen wie sie klingt: wenn die Gesellschaft für ein Kind 300.000 € zusätzlich investiert, in das man vielleicht ansonsten 500.000 € gesteckt hätte, dann müssen wir die Alimentenkosten wieder heraus rechnen, vielleicht rechnen wir sie nur teilweise raus, weil es den Kindern ja besser gehen soll, dann haben wir vielleicht 100.000 (mindestens aber 50.000) mehr investiert,also 600.000 €, der gesellschaftliche Nutzen eines Kindes dürfte aber weit höher liegen, da gibt es bestimmt eine Zahl, ich kenne sie nicht , aber ich taxiere sie auf vielleicht 2-5 Millionen, also 100.000 investiert für 2 Millionen Gewinn, ein sehr gutes Geschäft, würde ich sagen.

Die Schulden würden außerdem genau für die Leute aufgenommen, die sie später zurückzahlen sollen, ein fairer Deal, würde ich sagen, besser als manch andere Schuldenmacherei.

Einziges Risiko: auch diese Prämie könnte  wesentlich erfolgreicher sein als geplant, siehe Abwrackprämie. Aber es gibt natürliche Schranken: wenn wir von 80 Millionen Einwohnern ausgehen und annehmen das die Hälfte Frauen sind kommen wir auf 40 Millionen, diese verteilen sich vielleicht auf 80 Jahrgänge,da kämen wir auf 500.000 pro Jahrgang, rechnen wir lieber mit 400.000 pro Jahrgang, dann sind das zwischen 18 und 38 = 20 Jahrgänge, also 8 Millionen Frauen, die sich für die Prämie qualifizieren könnten, also erscheint 1 Million im Jahr schon reichlich viel, 2 Millionen wäre das Äußerste des Denkbaren. Teuer wird die Sache auch erst über die Jahre, aber man sollte nicht vergessen, dass damit auch zunehmende Wirtschaftsleistung verbunden ist, die Rendite der Geschichte steigt auch von Jahr zu Jahr, denn auch die 50 Milliarden, die die Frauen kassieren, würden ja in den Wirtschaftskreislauf zurückfliessen, jedes Jahr ein Konjunkturprogramm von 50 Milliarden, da staunen sie, Herr Obama! Und dieses Geld in den Händen von den Leuten, die es sich am Besten mit Geldausgeben auskennen, mit Freuden und mit Gewinn für die Volkswirtschaft.

Es gibt  eigentlich nur einen einzigen Punkt, der dagegen spricht: die Welt ist schon übervölkert, was wir können, können die anderen auch und das würde ein neues demographisches Wettrüsten bedeuten mit den entsprechenden Folgen. Würde man das gleiche Geld in schon lebende Menschen in den armen Ländern investieren, würde man einen ungleich größeren Effekt erzielen und  das Weltbevölkerungswachstum bremsen helfen.

Meister 12.04.2009, 19.17 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Schulden - wessen Schulden?


Hi, hier ist mal wieder Eure Billie B. Stupid, um Euch die Welt aus meiner stupid Sicht zu erklaeren.

Heute geht es um Schulden. Grosse Schulden, immer groessere Schulden. Die Schulden, die wir alle schon haben und die jetzt neu gemacht werden sollen, Milliarden, hunderte davon ,insgesamt Billionen (deutsche Terminologie, englische entspricht trillions), unvorstellbare Summen. Es wird immer so schoen gesagt, die Schulden der Staaten seien etwas ganz anderes als die Schulden einzelner Menschen,weil ja das ganze Gemeinwesen dafuer einsteht, also die Wirtschaftskraft des Landes. Ich glaube wir sollten versuchen, die Staatsschulden mal so zu betrachten wie ganz normale persoenliche Schulden, die wir auf unserem Konto haben.

Es wird immer gesagt, dass wir die Schulden unseren Kindern aufbuerden, dass die dafuer bezahlen muessten. Irgendein Experte hat sich neulich sogar dazu verstiegen zu sagen, dass die Schulden nur die Leute mit Kindern betraefen, nicht diejenigen die keine Kinder haben. Wenn das wahr waere, koennten wir ja Ueberbevoelkerung und Schulden ganz prima gleichzeitig los werden, aber in Wirklichkeit handelt es sich nur um einen der duemmsten Sprueche des Jahrees.

Sagen wir es doch mal gerade heraus: bei den Staatsschulden handelt es sich um unsere Schulden, und sie sind ganz gemeine normale Schulden, fuer die niemand anders aufkommen wird als wir selbst! Natuerlich sind sie so eingrichtet, dass sie kurzfristig nicht zurueck gezahlt werden muessen, aber wir zahlen fuer die wachsende Schuldenlast immer mehr Zinsen. Diese vermindern unsere Gestaltungsmoeglichkeiten und schaffen einen Sockelbetrag von Staatsausgaben, der fuer uns voellig nutzlos, aber immer schwerer zu tragen ist.

Lange Jahre war es das stillschweigende Einverstaendnis der Politiker, dass man die Inflation die Schulden zahlen laesst, aber Inflation ist doch auch nichts Anderes als Enteignung, die Enteignung des kleinen Mannes muss man im Lichte der deutschen Erfahrungen des 20.Jahrhunderts sagen. Da wir mit dem Euro aus wahrscheinlich berechtigtem Misstrauen gegenueber der Inflationsmentalitat unserer Nachbarn die eingebaute Inflation verboten haben, verschwinden die Schulden nicht mehr so automatisch. Wir sind halt nicht Herr Obama, der einfach Banknoten drucken lassen kann und auch nicht Herr Brown. Vielleicht zum Glueck!

Die ganze huebsche Idee des "deficit spending" haette doch sowieso nur funktioniert, wenn man in den fetten Jahren die Schulden zurueckbezahlt haette. Hat man aber nicht, irgendwelche Geier koennen immer Geld gebrauchen. Deshalb sollte man heute auch sehr misstrauisch sein, wenn die Politiker aus einer Wirtschaftskrise vor 80 Jahren, die sie selbst nicht recht verstanden haben, den Schluss ziehen, man muesste diese heutige Krise durch mehr Schulden machen bekampfen. Nehmen wir mal die Amerikaner: wenn sie so ganz privat stark ueberschuldet sind und deshalb ihren Konsum einschraenken, dann kann man das Problem doch nicht dadurch bekaempfen, dass man ihren Kreditrahmen vergroessert, sondern nur dadurch, dass man ihnen wieder die Moeglichkeit zum Geld verdienen gibt. Und fuer uns gilt das doch genauso. Geld kann Reichtum bedeuten, muss es aber nicht. Schulden koennen aber hoechstwahrscheinlich Armut bedeuten, natuerlich kann man pleite gehen, sich entschulden lassen, aber warum in aller Welt sollte einem dann in seinem gesamten weiteren Leben jemand einen mueden Euro leihen? Und wenn die Pleite statt dem Zurueckzahlen normal wird, untergraebt das doch das gesamtee Kreditwesen.

Positiv gesprochen sollten Schulden immer nur dann aufgenommen werden, wenn man nur so ein wichtiges Ziel erreichen kann. Mit jeder Schuldenaufnahme sollte eine Rueckzahlungsplanung verbunden sein. Vielleicht sollte man erwaegen, eine andere Form von Anleihen auszugeben, die in ihrer Verzinsung an die Inflationsrate gebunden sind, jederzeit zurueckbezahlt werden, koennen und auch bei einer Waehrungsreform mit umgestellt werden,also nicht verloren sind. Fuer Profitgeier voellig uninteressant, aber fuer Normalbuerger ein unklaubarer Sparstrumpf.

Meister 20.03.2009, 14.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Rettung fuer alle ?




Opel retten? Alle retten? Wen retten?

Hallo, hier ist wieder Billie B. Stupid, Eure weltumspannende Wirtschaftsamateurin. Es geht heute um Fragen von Leben und Tod, nicht unerheblich voellig klar.

Die Frage, welche maroden Teile der Wirtschaft, Banken oder Realwirtschaft mit staatlichem Geld, also Steuerzahlergeld gerettet werden sollen, ist wahrhaftig nicht unerheblich, besonders wenn die Probleme um sich greifen. Das Totschlagargument in diesem Zusammenhang heisst Arbeitsplaetze.

Wenn Tausende von Leutn arbeitslos werden, ist das natuerlich schlimm fuer die Betroffenen, ihre Familien, die Region und die Volkswirtschaft, aber ist das ein Grund, die Firmen kuenstlich am Leben zu halten und ist es ueberhaupt aussichtsreich?

Mindestens seit Karl Marx wissen wir doch, dass es im Kapitalismus Krisen gibt, und es ist auch nichts Neues, dass diese Krisen zu Innovationen und weiteren Verbesserungen der Produktivitaet fuehren. Der Markt reinigt sich selbst und genau das ist auch seine Funktion: das Produktive foerdern, das nicht Kokurrenzfaehige kaputt gehen lassen, wenn man das ausser Kraft setzt durch Subventionen und Staatseingriffe,wird man genau diese positive Macht des Marktes beeintraechtigen. Dummerweise haengen die Schicksale der Menschen an diesen pleitegehenden Strukturen mit dran.

Es gibt aber eine Loesung: Der Staat muss die Menschen auffangen und nicht die Pleitefirmen, er muss die Reserverarmee selbst organisieren, d.h. niemanden mehr in Arbeitslosigkeit schicken, sondern beschaeftigen und qualifizieren. Das wird gar nicht viel mehr kosten als Arbeitslosigkeit zu bezahlen und viel effektiver sein. Das bedeutet keine Zwangsarbeit, niemand muss mitmachen, aber wer Geld will,der muss entweder im Wirtschaftssektor odr im Reservesektor arbeiten. Die Gehaelter im Reservesektor werden deutlich geringer sein als im Wirtschaftssektor, um einen Anreiz zu schaffen, wieder in den ersten Bereich zu gehen, aber sie muessen und koennen wesentlich hoeher sein als heute HartzIV gezahlt wird. Fuer die Menschen bedeutete das viel mehr Zukunftssicherheit, sie wuerden Arbeit und Auskommen haben, entweder hier oder dort.

Und die Pleiteunternehmen gehen eben pleite. Das heisst die Strukturen duerfen sich marktkonform anpassen. Im Automobilbereich gibt es riesige Ueberkapazitaeten weltweit, also waere es Wahnsinn, sie mit Subventionen zu erhalten.

Sind Subventionen denn immer schlecht? Sie sind schlecht, wenn sie ueberholte Strukturen zu erhalten versuchen, sie koennen manchmal gut sein, neuen Technologien zum Durchbruch zu verhelfen, aber auch da muss man vorsichtig sein, oftmals wird etwas hoch subventioniert, was sich am Markt gerade nicht durchsetzen kann, siehe Transrapid.

Eine Wirtschaft kann nur marktgerecht funktionieren, aber es ist nicht alles Wirtschaft, eine Gesellschaft braucht auch andere Bereiche, die die uebrigen Beduerfnisse der Menschen abdecken und der Staat ist im Grunde das Dienstleistungsunternehmen der Gesellschaft. Ein Staat muss vor allem auch daran gemessen werden, wie gut er diese Dienstleistungssfunktion erfuellt.

Meister 10.03.2009, 06.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Stupid New Deal ?



Hi, hier ist wieder Billie B. Stupid Eure bewährte Wirtschaftsamateurin.

Heute soll es um die Frage des New Deal gehen, hierzulande und überall sonstwo. Im Englischen sagen sich manche Sachen offenbar einfacher als auf deutsch. Da sagte doch vorgestern ein Wirtschaftsfritze in der BBC schlicht:"It will become necessary to employ the people directly by the state. It makes more sense to pay them for doing something than paying them for doing nothing." Versuchen wir es mal auf deutsch zu sagen: "Es wird notwendig werden, dass der Staat die Leute direkt beschäftigt. Es macht doch mehr Sinn, sie dafür zu bezahlen, dass sie was tun, als dafür, dass sie nichts tun." Na, geht doch, kann man auch auf deutsch sagen! Sagt bisher bloß keiner hier, außer Eure alte Stupid.

Dabei könnte so ein Satz der Kern des so sehr gesuchten New Deals werden!

Betrachten wir mal genauer, was das bedeuten könnte.

Wir haben schon früher gesagt, dass man Arbeitslosengeld nur noch dafür kriegen sollte, dass man arbeitet, und diejenigen, die nichts tun wollen, auch kein Geld kriegen sollten. Das ist kein Arbeitszwang: wenn man kein Geld will, muss man auch nicht arbeiten.

Aber fassen wir es doch mal positiver: man muss allen Arbeit geben, dann haben sie auch Geld, dass sie für ihre Bedürfnisse  und Wünsche (kann man auch Konsum nennen) ausgeben können. Dabei wird gesellschaftlich nüzliche Arbeit geleistet, das kann auch Ausbildung, Studium, Weiterbildung sein  -  aber keine Alibiumschulungen ohne wirkliche Qualifikationsvermittlung -  das kann auch Kindererziehung sein, das kann auch Pflege und Betreuung von Alten, Kranken, Bedürftigen sein, aber auch Parkpflege, U-Bahn-Sicherheit oder Jugendlichenbetreuung. Es gibt so viel nützliche Arbeit zu leisten, man könnte Millionen beschäftigen. Man könnte sie auch bezahlen, denn die jetzt ohne Gegenleistung erbrachten Geldsummen von Arbeitslosengeld, HartzIV usw. stehen zur Verfügung, gut, es muss noch was drauf gelegt werden, für etwas, was Sinn macht. Für sinnvolle und nachhaltige Programme muss man das Geld auf den Tisch legen nicht für Blödsinn, zeigt das nicht gerade das Konjunkturprogrammgefummel?

Die Wirkungen wären weitergehend als man zunächst denkt: Das fängt damit an, dass Kindererziehung wirklich bezahlt wird, was auch die notorische Rentenlücke bei Frauen ausgleicht.

Weiter kann man nach dem Vorbild der sogenannten atmenden Fabrik einen atmenden Arbeitsmarkt schaffen, wenn Leute aus dem ersten Arbeitsmarkt rausfliegen, werden sie nicht arbeitslos, sondern können gleich einen neuen Job in der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (B&QG) annehmen, es ist als ob man die Stelle wechsel. Ok, die B&QG zahlt nicht so viel,  wie man vorher hatte, aber dafür ist sie auch nicht da: sie soll auffangen und die Kultur der Arbeit verteidigen.

Die in der B&QG gezahlten Gehälter fungieren damit als gesellschaftlicher Mindestlohn, denn darunter wird der erste Arbeitsmarkt nicht bezahlen können. Und die B&QG Gehälter sollten auch genau das sein: ein Mindestlohn, mit dem man leben kann, der aber Appetit auf eine andere besser bezahlte Tätigkeit macht.

Weitere Funktion des atmenden Arbeitsmarkts ist die Aus- und Weiterbildungsfunktion, es könnten die Begabungsreserven der Gesellschaft besser genutzt werden, es könnten die cleveren Leute, deren Qualifikation überholt und entwertet worden ist, eine neue Qualifikation bekommen, und es könnten ältere Leute, die nicht mehr voll arbeiten können, oder auch rüstige Rentner, die etwas tun wollen, zur Rente noch Geld verdienen und etwas Sinnvolles tun, in ihren Arbeitsstunden angepasst an Alter und Gesundheit versteht sich.

Es gäbe keine Arbeitslosen mehr, außer denen die bewußt das Recht auf Faulheit wählen. Es handelt sich dabei, das muss vielleicht immer wieder betont werden, nicht um eine sozialistische Zwangsbeglückung, sondern um ein Angebot das man annehmen kann.

Aber kann denn der Kapitalismus überhaupt ohne eine Armee von Arbeitslosen auskommen, wer besetzt die Stellen im ersten Arbeitsmarkt, macht der Staat nicht der normalen Wirtschaft Konkurrenz?

Die B&QG wäre keine sozialistische Wärmestube, da soll wirklich gearbeitet werden nach wirtschaftlichen Prinzipien, und wer nicht zur Arbeit kommt, der kriegt auch ganz marktübliche Abzüge, deshalb kann der erste Arbeitsmarkt auch sicher jederzeit die benötigten Leute aus den B&QG abwerben, muss natürlich angemessen zahlen. Dabei ist es sicher einfacher den Lohnabstand von B&QG zum ersten Arbeitsmarkt zu erzeugen als vom Sofa bei HartzIV zum jetzigen Arbeitsmarkt. Weiterhin sollen die B&Q-Gesellschaften eigentlich keine Konkurrenz zu den Wirtschaftunternehmen sein. Es könnte trotzdem aber vorkommen, aber dann kann man diese doch einfach verkaufen, als ganz normale Unternehmen privatisieren, sobald sie profitabel sind.

Das Einzige, was man nicht machen darf, ist mit staatlichen Subventionen der normalen Wirtschaft Konkurrenz machen, das ist aber auch nicht so einfach möglich, da man ja gar kein Geld für Wirtschaftssubventionen mehr hat, und die B&QG auch nicht zur Erhaltung überholter Wirtschaftsstrukturen da sind.

So ihr lieben Wirtschafts- und Sozialpolitiker, jetzt sagt ihr mal, was ihr als New Deal vorschlagt. Mein Tipp ist, dass Obama es sein wird, der auf so etwas Ähnliches kommt, wenn er nicht die Billionen vorher in Quatschprogrammen verjuxt hat. Denn er kennt die Geschichte von F.D.Roosevelt bestimmt besser als viele andere.

Es soll aber hiezulande niemand sagen, dass der New Deal bei uns noch nicht vorgeschlagen wurde: Eure B.B.Stupid hat den Plan heute auf den Tisch gelegt, auch wenn sie leider bisher noch nicht die vakante Position der Bundeswirtschaftsministerin angeboten bekommen hat. Es gab noch nie eine Bundeswirtschaftsministerin, oder?

Kann ja noch kommen.

Meister 10.02.2009, 10.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Stupid´s bad bank




Hi, schon wieder BBS mit einem Kommentar für Euch.

Es heisst deutsche Banken hätten 300 Millionen vergiftete Wertpapiere in ihren Büchern, von denen sei erst ein Viertel abgeschrieben, es könnte sich aber auch um 1 Billion handeln.

Es ist vielleicht weniger weltanschauungserschütternd wenn wir das Problem weiter im kleinen deutschen Rahmen betrachten, denn  -  nur ein kurzer Exkurs  - wieviel wird es dann weltweit sein? Die deutschen Bänker waren doch die armen Waisenknaben der "High performance wordwide banking scene". Schätze ich mit 10 Billionen zu gering? Sind es vielleicht 20 oder gar 30.000.000.000.000 ? Kann man überhaupt so viel Geld verbrennen ohne dass der Rauch die Sonne verdunkelt? -Exkurschluss-

Was also tun mit dem Schrott, wie kann man ihn entsorgen? Die Idee mit der >bad bank< ist möglicherweise genau da entstanden, wo die ganzen kreativen Geldjongliermodelle erdacht worden sind, im Spielereicenter einer angelsächsischen Großbank. Der Gedanke ist doch bestechend: man verkauft die Giftpapiere, für die es keinen Preis mehr gibt, zum Buchwert wohlgemerkt, an diese bad bank und die muss die dann so allmählich abschreiben. Das ist aber nicht schlimm, denn man erwartet es ja von ihr: ihre schlechten Nachrichten sind gar keine. Dann können die anderen Banken wieder unbeschwert ihren Geschäften nachgehen, vielleicht fängt man dann einfach wieder von vorne an, das Modell hat sich doch aus der Sicht der Konten der Bänker voll bewährt. Vielleicht kann man sogar ein bißchen Zugeständnisse machen: man verkauft zu 80% des Buchwerts oder läßt sich sogar noch auf 70% herunterhandeln,das  ist doch auch schon wieder eine hübsche Wette im angelsächsischen Sinne, vielleicht kann ja die bad bank sogar was verdienen mit den Schrottpapieren, sollte sich der Hauch einer solchen Lösung zeigen, kann man vielleicht mit ihr sogar an die Börse gehen.

Es gibt nur Vorteile bei der bad bank, nur einen einzigen Nachteil: irgendwoher müsste das Kapital kommen, die Giftpapiere aufzukaufen. Haben sie da nicht eine Idee Herr Finanzminister? So 300 Milliarden, vielleicht ein kleines bißchen mehr. Das ist doch drin, schließlich geht es doch ums große Ganze, um Arbeitsplätze, um die Überwindung der Krise. Können sie sich eigentlich vorstellen Herr Finanzminister, wie toll sie dastehen, wenn sie die Bankenkrise im Alleingang gekillt haben?

Ich befürchte, das wird nicht so klappen. In Deutschland ist zwar schon lange keine Regierung mehr gelyncht worden, obwohl es Anlässe genug gegeben hätte in den letzten 100 Jahren, aber bei einem solchen Vorhaben kann man das nicht ausschliessen.

Ich hätte da einen anderen Vorschlag: B.B.Stupid übernimmt die Leitung der bad bank, adoptiert die Leitungsetagen der Großbanken, die Herren dürfen an ihren Namen dann ein -Stupid anhängen, sie übertragen die Schrottpapiere auf meine SBB (Stupid´s bad bank) zum Nulltarif. Ich bunkere die Papiere und stecke alles Geld, was ich retten kann in die Wohlfahrt der Bedürftigen und in den Kampf gegen den Hunger in der Welt. Die zum Schluß wirklich wertlosen Papiere können letzendlich dem thermischen Recycling zugeführt werden, falls wir sie nicht noch als Wandtapete für Bänkervillen losschlagen können.

Ist das nicht verlockend? Okay, sie werden dann die Schrottpapiere in vollem Umfang abschreiben müssen, aber macht doch nichts, sie siedeln mit den Resten der Bank auf die Cayman-Inseln ber oder vielleicht nach Lichtenstein, dem wir volle Souvernität geben, auf den Namen Bankanien umbenennen und wo wir eine große Wertpapierdruckerei ansiedeln. Die neue Regierung von Bankanien, deren Mitglieder alle einen bekannten guten Namen haben der auf -Stupid endet, gibt den Bankaniendollar heraus, dann sind alle wieder liquide und man druckt diese neue Reservewährung der Welt in der benötigten Höhe.

Jetzt sind aber wirklich alle Probleme gelöst, nicht wahr? Man muss die Kreativität nur zu Ende denken, so einfach ist das.

Meister 18.01.2009, 17.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Woher kommen die Bankverluste?



Hi, hier spricht wieder eure Wirtschaftsamateurin Billie B.Stupid.

Heute geht es um die ganz aktuelle Frage, warum die Banken Milliarden verloren haben. Man verliert doch nicht so einfach sein Geld, das macht man doch in eine Geldbörse und die legt man doch nicht aufs Autodach, oder? Und dann noch Milliarden - die stellen doch schon einen ganzen Haufen Kies dar, selbst in großen Scheinen, die können doch nicht so mir nichts dir nichts weg sein, oder?

Die Antwort ist stupid einfach: sie haben die Milliarden verloren, weil sie vorher die Milliarden gewonnen hatten.

Früher dachte ich, und ganz früher war das ja vielleicht auch mal so, dass Banken die Geldeinlagen ihrer Sparer und Anleger mit einem kleinen Zins honorieren, dieses Geld dann als Kredite an Wirtschaft, Staat und wen auch immer ausleihen, daüfr höhere Zinsen kassieren und ihren Profit aus dieser Zinsdifferenz erzielen. Aber das ist wohl lange her und die Banken sind seitdem kreativ geworden. Wenn Banken kreativ werden, ist das so ähnlich als wenn die Verwaltungsbeamten fleissig werden: es riecht nach Ärger und Katastrophe. Wenn "Bankbeamte" zu Inverstmentbänkern mutieren, dann hat die Evolution eine neue Stufe erklommen, weiter geht es dann mit der Selektion der Gierlappen: nur die fittesten überleben.

Die Bänker hatten plötzlich haufenweise kreative, innovative Geschäftsmodelle, die alle eines gemeinsam hatten: es sollte ein Riesenprofit entstehen. 25% Umsatzrendite sollte es sein, meinte beispielsweise eine Bank, die jahrelang keine normalen Kunden mehr wollte, sondern sie in eine -24 Bank abschob.

Mit einer normalen Ausleihung konnte das nicht gehen, man stelle sich vor, man bekommt 3% Zinsen füs Guthaben und soll 28% Zinsen fürs Darlehen bezahlen.

Also wurde >investmentbanking< betrieben: man kauft, man spekuliert, man terminiert, man filetiert, man verwettet seinen Arsch.

Wenn man mit kaufen Preise hochtreiben kann, dann muss man viel kaufen, um die Preise so richtig hochzutreiben. Man muss den Glauben an die steigenden Preise erzeugen und auf den Glauben an steigende Werte übertragen, dann wird das, was man gekauft hat, von alleine wertvoller. Man kann aber auch auf fallende Preise wetten, so kann man auch Geld machen, dann muss man bloß Nichtbesitz verkaufen und billiger zurückkaufen.

Es ist heute viel davon die Rede, die Gier sei das Problem gewesen, klingt gut, erklärt aber gar nichts, ist eine oberflächliche Diagnose. Das zugrunde liegende Problem war der Glaube, man könne im Finanzsektor unabhängig von der Realwirtschaft Werte schaffen, Geld würde wirklich Geld hecken. Da saßen dann Tausendschaften von smarten, geschniegelten Anzugträgern und verfolgten rund um den Globus, wie durch schlichtes Kaufen und Verkaufen das Geld immer mehr wurde. Dabei waren sie vollkommen unproduktiv, selbst wenn sie reale Wirtschaftsgüter kauften, Rohstoffe, Nahrungsmittel, Fabriken und Konzerne, wollten sie in Wirklichkeit keine Waren produzieren, sondern nur mit Profit weiterverkaufen.

Sie verbuchten Milliardengewinne, weil alle mitmachten und der Schneeball immer weiter wuchs, und sie verbreiteten die Illusion sie seien unverzichtbar, damit die Realwirtschaft wachse. Von dem virtuell erzeugten Milliardenwerten zweigten sie sich reale Millionen ab, die sie als Boni, Leistungsprämien, selbstbewußt als verdient einsteckten.

Es waren nicht nur die amerikanischen Immobilien die überbewertet wurden, die gesamte Palette von Wertpapieren war zeitweise sehr hoch bewertet, mal reine Phantasie, mal Spekulation auf zukünftige Ertäge. Sie hatten ja ihre eigenen Auguren geschaffen, genauso lackierte Anzugträger, die für Bewertungen zuständig waren, sprich für Entwicklung von Wertphantasien. Sie wurden Analysten genannt, dabei waren sie Phantasten, die Schrott zu Gold erklären mußten. König Midas virtuell könnte man sagen. Es passte doch alles wunderbar zusammen.

Doch es gibt eine Realität, und es gibt ein Gesetz, dass die Realität jede Phantasie irgendwann durchbricht. Warum das so sein muss, sei mal dahin gestellt, unbeirrt  auf Dauer im Land der Phantasie zu leben, ist ein anderes Thema wahrscheinlich aber nicht für Stupid sondern für Gaga (die stellen wir demnächst auch noch an).

Wenn die Realität dann aber durchbricht, dann steht der Kaiser plötzlich nackt da und dann setzt heulen und zähneklappern ein, und die schönsten Derivate machen aus der Bank ne Kate (oh Knittelreim!).

Mit anderen Worte, retten, was man noch kann, verkaufen zu jedem Preis, solange es noch einen Preis gibt.

Es gibt offenbar eine ganze Menge von Wertpapieren für die es keinen Preis mehr gibt. Da man leider gezwungen ist, die Papiere, die man besitzt, zeitnah in einer Bilanz zu bewerten, sind die Milliardengewinne, die man in den vergangenen Jahren gemacht hat jetzt futsch, was man früher als Gewinn ausgewiesen hat, muss man heute als Verlust einbuchen. Deshalb hört es auch vorerst nicht auf, weil man den Schrott, den man zu Gold erklärt hat, zunächst mal als Silber, als Kupfer, dann als soliden Stahl bezeichnet, wann man wirklich wieder richtig unten angekommen ist, wer weiß es. Selbst die obersten Anzugträger sind da völlig überfragt, kommt halt darauf an, wie diese Werte morgen oder übermorgen vom Merkt bewertet werden. Deshalb würden sie diese Papiere ja auch gerne los werden, eine "bad bank" schaffen. Darauf gehe ich dann mal demnächst ein.

Meister 17.01.2009, 15.41 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Stupid Spending





Hi, es grüsst Euch Billi B.Stupid, die Wirtschaftsamateurin.

Sie machen was, die US-Politiker, sie senken die Zinsen, sie geben Geld mit vollen Händen aus, sie demonstrieren Aktivität und Umtriebigkeit. Die US-Zinsen werden auf sogutwienull gesenkt, die Innovation wäre es, wenn man sie bis ins Minus schiebt: wer 1000$ Kredit aufnimmt kriegt noch jährlich 2% Zinsen, wer eine Million aufnimmt kriegt 3% - dann nehmen wir doch die Million. Würde mich nicht wundern, wenn sie es so weit treiben.

Sie wollen Anleihen zurück kaufen. Mit selbst gedrucktem Geld, versteht sich, so kann man Schulden natürlich auch gut loswerden, nur schade dass uns allen die Lizenz zum Geld drucken fehlt. Das wäre auch noch so eine Innovation auf den Finanzmärkten, so viel wie Mugabes Geld wär meins auch noch wert.

Sie wollen, dass der Konsumtanz weiter geht, verständlich. Aber wenn ich all mein Geld ausgegeben habe und einen Riesenhaufen Schulden, sollte ich dann wirklich einen Kredit aufnehmen und shoppen gehen?

Sie haben mordsmäßig Angst vor Deflation und Depression, dabei sitzen sie auf einem Haufen von Inflation, allerdings bisher gut versteckt und scheinbar sicher.
 Alle diese Karten haben sie schon mal gespielt und wenn sie das Spiel in die Länge ziehen, wird nur die Farce größer und der Bankrott noch schlimmer. Wenn all die Dollars eingelöst werden sollten, die irgendwo eingelagert sind, als Reserven aller Art sogar als Währungsreserven die anderen Währungen aufblähend, dann ist die Situation da, ja Herr Adenauer, dann könnte man das mit Recht sagen.

Wenn die Fassade zusammen kracht, sieht man klar, nachdem der Staub sich verzogen hat: Werte sind Werte, auch wenn man sie nicht immer zu den richtigen Preisen verkaufen kann. Geld ist aber nur Wertzeichen und kann deshalb auch plötzlich nur bunt bedrucktes Papier sein, wenn kein Wert dahinter steht und der Wert der Illusion verfliegt.

Also liebe Freunde, seid vorsichtig mit dem Geld drucken. Und seid vorsichtig mit dem Geld ausgeben, wenn ihr keins habt.

Und worauf kommt es an: Wert schaffen, Maß halten und Gleichgewicht. Arbeit für alle heisst Wohlstand für alle, konsumieren ist schön, aber man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt, alles andere ist stupid spending.

Meister 21.12.2008, 10.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Was tun gegen die Krise?




Hi, hier ist wieder B.B.Stupid, Eure Wirtschaftsamateurin. Heute geht es um 2 Fragen:

Was tun gegen die Krise?

Kann man in Deutschland denn gar nichts machen?

Überall in der Welt überbieten sie sich mit ihren Konjunkturprogrammen. Warum? Weil sie wissen, dass die Krise unterwegs ist, weil sie nicht wissen, wie die Krise läuft und weil ihnen nichts Besseres einfällt als "deficit spending", sie haben ja alle Ökonomie studiert, schade dass sie das nicht kreativ anwenden können.

Beantworten wir zunächst die Frage, ob Konjunkturprogramme helfen. In dieser Situation, in der wir einen Zusammenbruch der Nachfrage nach schuldenfinanziertem Überkonsum haben, könnte man noch ein Feuerchen entzünden,um das Problem noch weiter zu verschleppen und auf die Schulden noch ein bichen draufzusatteln, helfen wird das gar nichts. Auch nicht in Deutschland, wo die Situation ein bißchen anders ist. Hier läuft der Laden noch, auch wenn er gerade abschmiert. Aber die sich abschwächende Nachfrage nach Maschinen kann man nicht durch Konsumgutscheine bekämpfen. Niemand wird Geld ausgeben, wenn er glaubt, dass es ihm nächstes Jahr fehlt. Trotzdem ist es eine interessante Feststellung, dass gerade die ärmeren Gesellschaftkreise gerne mehr Geld ausgeben würden, sie haben wirklich nicht nur Konsumwünsche sondern einen manifesten Konsumbedarf.

Wie kann man den stillen? Nicht dadurch, dass man ihnen Geld zuschustert, das hätte keinerlei Nachhaltigkeit.

Die Lösung liegt darin, dass man ihnen Arbeit und Verdienstmöglichkeit geben muss. Wenn das nicht auf dem Markt geht, dann eben auf einem Ersatzmarkt: statt Alimentierung von Nichtstuern, bessere Bezahlung von Leuten, die gesellschaftlich notwendige Arbeit machen. Wenn man alle HartzIV-Leute, natürlich nur wenn sie weiter Geld kriegen wollen, morgens um 7 zur Arbeit antreten lässt und ihnen für diese Arbeit das Doppelte von dem gibt, was sie jetzt ohne Arbeit kriegen, dann könnten sie deutlich mehr konsumieren,  sie würden auch etwas leisten und sie würden einen stützenden Einfluss auf die anderen Löhne ausüben. Es geht dabei nicht um staatliche Konkurrenz für die Wirtschaft, das wäre fatal, sondern es geht um die Arbeiten, die bei uns nicht erledigt werden ,weil sie zwar sinnvoll aber marktwirtschaftlich nicht zu bezahlen sind (Aufgaben im Bereich Soziales, Ordnung, Sicherheit, Sauberkeit und so vieles mehr).

Das wäre auch eine enorme Menge Geld, die aufgebracht werden müsste, aber sie hätte einen produktiven Effekt, nicht nur einen konsumptiven.

Der neue New Deal sind staatliche Beschftigungsprogramme, je eher die Verantwortlichen das merken, um so besser.

Wer könnte das merken? Da fallen mir auf der oberen Ebene 3 Leute ein. Zunächst Barack Obama, der F.D.Roosevelt doch irgendwie gedanklich so nahesteht, das er dessen New Deal verstehen können müsste. Dann Monsieur Sarkozy, der den französischen Staatsmerkantilismus so verkörpert, dass ihm die Idee nahe liegen könnte, wenngleich ich ihn für zu arrogant und unkreativ halte, auf so eine Idee zu kommen. Und da ist noch Angela Merkel, die von ihrer Herkunft her und ihrer wissenschaftlichen Ausbildung auch so vorurteilsfrei sein sollte, die positive Brisanz einer solchen Idee zu erkennen. Zwar schwebt über ihr immer noch der Schatten ihres übergewichtigen Mentors, aber vielleicht hat  Deutschland inzwischen erkannt, dass der einzige wirkliche Fehler der Wiedervereinigung war,  die DDR-Industrie nicht zu sanieren sondern den Wölfen zum Frass vorzuwerfen.

Meister 13.12.2008, 14.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ursachen der Krise



Hi, hier ist wieder Billie B. Stupid, Ihre Wirtschaftsamateurin. Heute möchte ich mit Ihnen mal über die Ursachen der Krise sprechen. Dass es im Kapitalismus Krisen gibt, ist ja nun wirklich nichts Neues, sie kommen gesetzmäßig vor. Aber nachgewiesen werden müßte, ob es eine andere Art von Ökonomie gibt, in der es keine Krisen gibt und wenn ja, was das dann kostet.

Die Tatsache, daß es Krisen gibt, heisst natürlich nicht, daß sie keine vermeidbaren Ursachen haben, dass man nicht Einiges tun könnte, um sie abzumildern und zu überwinden, und dass man umgekehrt natürlich auch schlimme Fehler oder Sünden begehen kann, die sie schlimmer machen.

Was haben wir denn hier für eine Krise und warum ist sie so schlimm geworden. Zunächst: sie ist noch längst nicht in ihren ganzen Dimensionen entfaltet, aber alle wisen schon, dass es schwer bergab gehen wird, das ist die Psychologie der Krise.

Ja, eine solche Krise hat ihre gefährliche Psychologie, man könnte es die Psychologie des Strudels bezeichnen, im Kopfe der Protagonisten findet man eine kreisförmige Abwärtsbewegung mit einem harten Aufschlag oder Versinken in dunkler Tiefe als Endpunkt.

Aber die Krise ist nicht nur Psychologie, sie hat schon materielle Ursachen, in der Regel bestehen die in Ungleichgewichten, die sich chronifiziert haben und deshalb eine Eigendynamik haben, wie die Massenanziehung eines großen Himmelskörpers.

Wir haben hier eine sich globalisierende Wirtschaft, die durch diesen Transformationsprozess labil geworden ist. Die teilsweise nie gekannt riesigen Profite, die die Gierphantasie vieler Marktteilnehmer stimuliert haben, sind Ausdruck dieser Labiliät. Verläßliche Wege wurden verlassen, neue Chancen und Märkte erschlossen und Risiken eingegangen, die sich als unübersehbar erwiesen.

Dabei ruhte das Ganze im Grunde auf der Dominanz einer Volkswirtschaft dieser Welt, der amerikanischen, die nicht nur die Welt wirtschaftlich, militärisch und kulturell dominierte, sondern auch das Weltwährungssystem. Wenn alle Länder als Sicherheiten für ihre eigene Währung Dollar halten, dann kann das so lange gut gehen, wie die Zentrale damit verantwortlich umgeht. Wenn man aber Dollars in Umlauf setzt nach Belieben wirkt das genauso, als hätte man in früheren Zeiten mittels Allchemie Gold in beliebiger Menge machen können.

Und genau dieser Sündenfall ist passiert: die Amerikaner haben komsumiert >auf Teufel komm raus< im wahrsten Sinne des Wortes. Konsum feuert eine Wirtschaft an, und es gibt genügend Leute in unserem Land, die das für eine prima Alternative für unsere Volkswirtschaft halten und sparen für Teufelszeug. Aber sie haben Unrecht: sparen heisst Werte behalten, konsumieren heisst verbrauchen. Und man kann einen Kuchen nicht zweimal essen. Wenn man nun mehr verbraucht als man erarbeitet, dann sieht das auf den ersten Blick so aus, als würde alles florieren, aber in Wirklichkeit muß jede Schuld beglichen werden, wenn nicht jetzt dann später, wenn nicht vom Schuldner, dann eben vom Gläubiger. Vielleicht haltet Ihr mich ja für völlig stupid, aber ich befürchte, dass die einfache Ökonomie heute gepredigt werden muß, um wieder auf den Boden den Tatsachen zu kommen.

Der Teufel, der da aus dem übermäßigen Konsum heraus kam, hieß weltweite maßlose Schulden, die dadurch scheinbar ausgeglichen wurden, dass die Gläubiger damit ihre Dollarreserven auffüllten. Länder wie Deutschland haben damit ihre Ölrechnungen bezahlt und das Geld wieder im Ausland ausgegeben, andere wie China und die Ölländer haben Billionen an Dollar aufgehäuft, ihnen gehört eigentlich Amerika, fatal!

Wir haben also als erste Weltkrise der Globalisierung im Grunde eine massive Inflation.

Ach wirklich, Inflation? Wieso merkt man dann nichts davon, haben wir nicht jetzt Deflation, keiner hat Geld und keiner kauft was, und die Märkte brechen deshalb zusammen, wie damals nach 1929?

An der Oberfläche sieht es nach Deflation aus. Es ist dadurch gekommen, dass jetzt für überzogene Kredite Gegenwert gefordert wird und der ist nicht vorhanden, deshalb bricht der Konsumrausch jetzt zusammen, es entsteht eine Zusammenbruchskaskade. Derjenige der seine Kredite nicht bezahlen kann, reisst den anderen, der ihm Kredit gab in den Abgrund. Und die Banken, die zahlen sollen, können nicht, sind zahlungsunfähig und reissen damit ein Loch ins ökonomische Vertrauen, das das Eiswasser in den Bauch der Titanic laufen läßt. Wenn jetzt der Kiel bricht, ist das Schiff verloren. Dummerweise hat man beim Bau des Schiffes an der falschen Stelle gespart, die Struktur ist zu schwach.

Das Geld ist ja da, aber nicht da,wo es sein müßte. Sollen die Scheichs und die chinesiche Regierung jetzt in Amerika shoppen gehen, was sollen sie da kaufen? Klingt nach plausibler Lösung: die Dollarbillionäre kaufen die amerikanischen Schrottimmobilien zu Phantasiepreisen, doch Werte und Preise sind zweierlei, fragen sie Herrn Marx.

Das Geld ist da, aber es ist nur solange etwas wert, wie es dort bleibt, es ist eine zurückgestaute Inflation: würden die Dollarbillionen auf den Markt geworfen, würde der Dollar auf ein Hundertsel, Tausendstel oder was auch immer fallen, sprich: die Verluste würden realisiert werden. Kann sich jemand vorstellen, was das für die Weltwirtschaft bedeuten würde? Das Weltwährungssystem wäre endgültig >beim Teufel<, die Weltwirtschaft am Ende. Die Globalisierung Nr.1 endet mit dem vollkommenem Zusammenbruch. Das kann sich keiner wünschen, nicht mal der radikalste Öko, Globalisierungsgegner, nicht mal die überlebenden Kommunisten, aber vielleicht fragt man mal Frau Wagenknecht, ob sie nicht doch klammheimliche Freude empfinden würde?

Viele Leute fragen sich, ob es so schlimm sein kann wie nach 1929, aber kaum jemand glaubt zumindest sagt das absolut niemand- dass die damalige Krise ein Kinderspiel war verglichen mit der heutigen.

In Wirklichkeit gibt es keinen Präzedenzfall: die globale Depression mit der globalen Inflation als Grundlage, das hat es noch nie gegeben.

Die Politik gibt sich selbst gute Noten für Krisenbewältigung, sie schwätzen schon wieder über Oberflächenphanomene wie wohlfeile Konjunkturprogramme. Dabei ist die Frage, ob man in den Chefetagen von Politik und Wirtschaft wirklich nichts begriffen hat, oder ob man versucht durch Kopf in den Sand stecken, den Bankrott noch hinaus zu zögern: Bisher ist doch gar nichts Schlimmes passiert, dachte der vom Wolkenkratzer Gestürzte, als er an der 30. Etage vorbei fiel!

Kann man durch Konjunkturprogramme etwas erreichen? Der Dimension des Problems sind sie absolut nicht angemessen, sie entfachen ein Konsumstrohfeuer, wiederum auf Pump, das jede Nachhaltigkeit vermissen lässt.

Es gibt vielleicht noch einen positiven Punkt, wenn man Konsumgutscheine ausgibt: die ärmeren Bevölkerungsschichten können sich vor dem endgültigen Absturz ins Elend nochmal ein paar letzte Wünsche erfüllen. Es ist so, als ob der Kommandant einer belagerten Festung die Vorräte plündern läßt, damit alle sich nochmal richtig vollfressen können, bevor sie drauf gehen. Sind wir wirklich reif für derartige Verzweifelungstaten?

Nennt mich komplett stupid, aber ich sehe auch in dieser Krise Chancen: man muß vorwärts gehen, zu einer anderen Globalisierung, das vorhandene Geld und die zu machenden Schulden müssen etwas Nachhaltiges bewirken: baut endlich die Teile der Welt auf, die noch in Elend und Armut leben, dort kann investiert werden mit Gewinn für alle. Eine Weltanstrengung, die schließlich allen zu Gute kommen wird. Gibt es denn irgendwelche Hinweise darauf, dass sowas funktionieren kann?

In kleinerem wenn auch gewaltigen Rahmen hat es das schon mal gegeben: nach dem 2.Weltkrieg haben die Amerikaner, sie sollten sich daran erinnern, durch das European Recovery Programm, besser als Marshallplan bekannt, genau das gemacht: sie haben Kredite gegeben und Waren dafür geliefert und Europa wieder aufgebaut, eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht. Was haben sie damit erreicht? Sie haben nicht nur Europa wieder auf die Beine geholfen, sondern sie haben auch ihre Nachkriegsdepression damit abgeschwächt. Es ist also nicht pure Fiktion, dass man, wenn man anderen wirtschaftlich hilft, sich selbst hilft. Es kann funktionieren.

Der Krieg gegen Armut und Hunger kann die Weltwirtschaft retten, klingt völlig absurd, aber denkt an Eure Stupid, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt.

Meister 08.12.2008, 19.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL