Meisters Romantic
Die Zukunft ist die Traumzeit der Romantik
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Bärbel
Ich möchte dir mal ganz viel Glück wünschen, dass die Pannenserie nun ihre letzte Folge hatte! Daumen sind doll gedrückt
LG Bärbel
30.1.2010-22:36
Sebastian
Dein letzter Blog Eintrag "Ergoterror macht Kinder fertig" ist dir sehr gut gelungen -baut sehr gut auf dem vorigen auf :ok:
27.11.2009-10:15
Chatty
Ich lasse Dir Wünsche für ein wunderbares Wochenende da ... nutze sie :-)
30.10.2009-19:48
Linda
Auch ich, wie die Schreiberin vorher!
LG
30.9.2009-19:03
Bärbel
Bin heute als Berlinerin über diese Seite gestolpert und...es hat sich gelohnt. Ich werde hier öfter mal stöbern nach Perlen :D

Danke
und Grüße aus dem "hohen Norden"
Bärbel
13.5.2009-19:45

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Medizin, Psycholgie, Kinder

Winterschmerzen

Sobald es kälter wird, hat man, besonders wenn man älter wird, aber nicht nur dann, mit Schmerzen irgendwo im Bewegungsapparat zu kämpfen.
Eine Tatsache, die sich dieser Tage wieder ins Bewußtsein drängt.
Gestern komme ich zu meinem Lieblingsbuchhändler und muss feststellen, dass die Chefin damit große Probleme hat , am liebsten gleich Ibuprofen 800nehmen möchte. Leider ist es ziemlich kühl im Laden und die Bemerkung vom "umsatzabhängigen Heizen" klang für mich auch nur partiell scherzhaft.
Es ist wirklich zum großen Teil die Kälte, die die Probleme schafft. Besonders wenn man so richtig durchkühlt und dann auch noch Bewegung mit kalter Muskulatur dazu kommt, kann man auf ein entsprechendes "Reissen" warten.
Nein, wir müssen es warm haben und uns leicht bewegen! Die Muskulatur muss durchwärmt werden, der Knorpel wird nur dann genug durch Diffusion ernährt, wenn er durchblutet wird, und er wird nur genug durchblutet, wenn man warm ist. Ja klar, wir halten die Kerntemperatur von 37°, aber das heisst noch lange nicht, dass wir irgnedwo in der Peripherie das auch haben. Was für den Knorpel gilt, gilt fürs ganze Bindegewebe.
Es ist kein Wunder, dass Gelenk- und Weichteilschmerzen in den warmen Ländern viel seltener vorkommen.
Aber solange man noch nicht auf meinen alten Vorschlag eingeht, dass wir auf Zugvogel umschulen, müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen.
Nachdem ich plötzlich gestern abend auch ziemliche Schulterprobleme hatte, konnte ich gleich mal probieren, ob ich mit besserem Händling etwas erreiche:
Ich habe morgens mich zum Sport etwas wärmer angezogen und mit leichtem Kraftaufwand dafür etwas länger trainiert, so dass ich gut durchgeschwitzt war, auch gerade die Schulter locker durchbewegt. Und wirklich, es hilft!
Bleibt die Hoffnung, dass wir unseren Buchhändlern auch zu genügend Umsatz verhelfen, dass sie es warm haben.

Meister 21.11.2014, 00.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Vorlesen lässt Kinder sprechen

In einem Artikel im Tagesspiegel wird darauf verwiesen, das Vorlesen bringe die Kinder zum Sprechen.
Das ist nicht so ganz richtig und nicht so  ganz falsch.
Vorlesen ist ja eine schöne Sache, und man kann die Eltern dazu nur ermutigen. Aber eigentlich schafft das Vorlesen nicht nur ein Interesse an Sprachen und Sprechen, sondern noch mehr ein Interesse an Büchern und Schrift, was ganz wichtig ist, denn die Neugier der Kinder zu wecken ist elementar.
Das Interesse am Sprechen wird nicht nur durch Vorlesen gefördert, sondern allgemein dadurch, dass man viel mit den Kindern redet, ihnen etwas erzählt, sie verbal in das tägliche Familiengeschehen einbezieht. Je mehr dasto besser. Natürlich kann man auch ausgedachte Geschichten erzählen, natürlich kann man sich auch gemeinsam Fortsetzungen von Geschichten ausdenken, na klar, kann der Papa auch erzählen,  was er heute so auf Arbeit gemacht hat, alles ist für die Kinder interessant.
Wenn es in dem Artikel heisst, man könnte Bücher vorlesen, in denen es um spezifische Probleme geht , beispielsweise  um die Einschulung oder  um Geschwister, dann ist das auch schon ganz richtig, aber man muss natürlich nicht immer Umwege über Fremdbeispiele nehmen, sondern, man kann natürlich auch direkt mit den Kindern reden. Dabei kommt es aber darauf an, zu erspüren, welche Probleme die Kinder eigentlich haben. Denn viele sind nicht so, dass sie selbst das so ohne Weiteres ansprechen. In diesem Zusammenhang ist dann das Fremdbeispiel in den Büchern doch oft ein guter Ausgangspunkt.

Meister 30.10.2014, 11.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Piratennuckel

Zumindest fuer mich eine Neuigkeit: ein Nuckel im Piratenstil schwarz mit Schaedel und gekreuzten Knochen.
Vielleicht sollten die einschlaegigen Piraten-Filme wie "Fluch der Karibik" beim Remake mit Piratennuckel im Mund der Hauptdarsteller gedreht werden.
Nuckel vermindern die Angst und geben mehr Ruhe, vielleicht koennen diese sogar nach Somalia exportiert werden, im Rahmen einer Loesegeldzahlung vielleicht?

Meister 04.05.2011, 10.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kindergarten-Tsunami

Dieses Wort gibt es noch nicht im Duden, obwohl es da eigentlich reingehört.
Es meint die Tatsache, dass die Erkrankungen im Kindergarten im Laufe des Winters tsunamiartig sich aufeinanderlagern und damit eine immer größere Welle entsteht, Quelle der Nerverei für Kinderärzte, Eltern und  Kinder, besonders die der 1kw-Gruppe (- 1kw=Erster Kita-winter). Die schlimmste Zeit kommt langsam aber sicher frontal auf uns zu, es ist März-April. Auch der Mai kann noch schlecht laufen, aberda gibt es Lichtblicke.
Was tun? Ich hab da so eine Idee.

Meister 13.02.2011, 15.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wie bürokratisiert man den Kinderschutz?

Natuerlich musste man damit rechnen! Wenn in Deutschland etwas Positives gemacht werden soll, dann wird es von gutmeinenden, gutmenschelnden Politfuzzies mit einem superguten Gewissen und mit Hilfes eines Heers buerokratischer Ameisen mit ein buerokratisches Monster verkehrt. Besonders unsere roten Brüder handeln gern nach dem abgewandelten Ulbrichtwort: " Es muss populär aussehen, aber Hauptsache wir haben alles in der Hand!"
Da gab es und gibt es immer wieder mal Probleme mit Eltern, die ihre Kinder misshandeln und vernachlässigen, so dass der Politklüngel in Berlin meinte, er muesse etwas fuer den Kinderschutz tun. Was tun also? Na machen wir doch mal ein schoenes Gesetz ruft froehlich der regierende Frühstücksdirektor und die roten Brueder heulen laut vor Begeisterung.
Jetzt haben wir den Salat, das Gesetz und die Ausführungsbestimmungen dazu.
Man merkt bei diesem Vorgehen die buerokratische Handschrift von Frau Lompscher, die im Geiste des buerokratischen Zentralismus ausgewachsen und geschult, schon in der Schweinegrippefrage aehnlich schlimm agierte.
Als erstes schafft mal mal ein Zentralbuero, die "Zentralstelle für Einladungs- und Rückmeldewesen für Kinder-Früherkennungsuntersuchungen."
Dann bekommen alle Kinder Strichcodeetiketten und die Ärzte gleich mit - ist ja alles nur für den Datenschutz. Und dann werden die Ärzte aufgefordert alle Vorsorgen ab 1.6. auf einem gesonderten Meldebogen an das ZB zu schicken, brieflich (nur ohne Strichcode) oder per Fax (nur mit Strichcode). Wenn dann der Zeitraum der Vorsorge vorbei ist und keine Meldung eingegangen, werden die Eltern aufgefordert, mit ihrem Kind zur Vorsorge zu gehen. In der Kinderarztpraxis erfahren sie dann, dass es zu spät ist, die Vorsorge nicht mehr gemacht werden kann.
Große Ratlosigkeit !
Es wird darauf hinaus laufen, dass der Kinderarzt entscheiden muss, ob er die Vorsorge macht, obwohl er sie nicht mehr bezahlt bekommt, da sind die Kassen ganz rigoros mit den Terminen, oder ob er die Leute damit zum Fürsorgeamt schickt, wo sowieso keiner freiwillig hingeht.
In Brandenburg, einen Gartenzaun weiter, wird das so gehandhabt, dass die Eltern frühzeitig eine Aufforderung bekommen zum Kinderarzt zur Vorsorge zu gehen. Hat diese stattgefunden, wird ein Stempel auf das Einladungsschreiben gemacht und dieses zurück geschickt. 
Für Berliner Verhältnisse viel zu einfach, das Heer der Hauptstadtbürokraten könnten sich langweilen, ohne eine neue Behörde geht es einfach nicht. Da müssen dann auch schon ein paar wichtige Amtsposten für die Parteisoldaten drin sein.


Meister 07.06.2010, 18.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Export-Elite

Die Hype über Englisch für Kleinkinder nervt auch ziemlich. Während der eine Teil der Eltern sich überhaupt nicht für die Bildung der Kinder interessiert, ist am anderen Ende mindestens genauso viel Quatsch in der Luft. Die Eltern, die ein karrierebetontes Verhältnis zu ihren Kindern haben, wollen denen schon das Englisch mit der Muttermilch einflössen, weil sie nur so eine internationale Karriere in Aussicht zu nehmen wähnen. Der Förderwahn hat seine spezielle Englischvariante in Deutschland.

Unbestritten ist, dass man ohne solide Sprachkenntnisse in der Welt von heute keine Karriere machen kann, und dass Englisch da an erster Stelle steht auch nicht. Trotzdem ist das Kleinkinderenglisch natürlich Blödsinn, denn dadurch wird man trotzdem nicht zum Englischmuttersprachler und gutes Englisch kann man auch später lernen. Es geht ums Kindertrietzen, um Karrierewünsche der Eltern zu befriedigen, genau wie es früher schon mit Klavier und Eiskunstlaufen und so manchem mehr gewesen ist. Und genau dieses Kindertrietzen finde ich so furchtbar.

Ich gönne jedem seine >international career<, aber ein paar Bemerkungen dazu:

Die Leute, die so eine international career anstreben sind für uns eigentlich verloren: sie werden im Ausland leben und arbeiten, unser Land hat davon gar nichts, was den Einzelnen nicht betreffen muss, aber man sollte festhalten: eine Export-Elite zu schaffen ist für ein Land unsinnig.

Wir müssen nicht die internationale Kompetenz von einzelnen Leuten erhöhen, sondern die Weltoffenheit des Landes insgesamt, wir müssen als Land in der Welt mitspielen können und die Diskussionen der Welt müssen unsere Diskussionen sein.

Die Karriere ist auch nicht alles, Bildung umfasst mehr, wir brauchen nicht früh abgerichtete Sklaven der globalen Konzerne, sondern wir brauchen Leute mit  Herzensbildung, geistigem Niveau und Welterfahrenheit. Wir wollen ja durchaus die Leute raus in die Welt schicken, aber sie sollten so viel Bodenständigkeit oder sagen wir lieber kulturelle Identität sich  bewahren können, dass sie gern auch wieder hier her kommen und hier mitmachen.

Meister 30.11.2009, 17.59 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ein Teufelskreis

Irgendwie muesste man dafuer mal eine andere Loesung finden: die Leutchen haben nun mal Probleme in der Schule, mit ihrer Aufmerksamkeit, ihrem Verhalten, ihrer Motivation. Dann kommt natuerlich nichts Gutes dabei raus, die Leistungen entgleisen, die Motivation beim Teufel, der Ruf ist ruiniert, das Verhalten geht zum Sturzflug ueber. Gegenmassnahmen werden eingeleitet, aber die fuehren erst recht rein in den Teufelskreis: extra Hausaufgaben, Foerderunterricht, Nachhilfe, Therapie 1 und Therapie 2, Konferenzen, Tadel, Medikamente, Psychiater, psychiatrische stationaere Behandlung - immer tiefer in den Strudel rein. Endstation Sonderschule. Schulabschluss Fehlanzeige.
Fuer die betroffenen Kinder muss das Leben eine Qual sein, die man kaum noch und wenn dann nur mit weiterem Fehlverhalten ertraegt.
Was kann man tun, kann man was tun? im Prinzip sind diese Kinder absolut nicht unbegabt, selbst wenn sie alle Tests vergeigen.
Man muesste den Teufelskreis durchbrechen und statt einer immer weiteren Zuspitzung von Streisstrommelei die Kinder total anders beschulen: Kleingruppen, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung, Befreiung vom Lehrplandruck und motivationsgesteuertes Lernen. Man koennte so viel machen, aber man muss aus dem Kreis raus. Und wer soll es bezahlen? Tatsache ist jedenfalls dass man sich etwas einfallen lassen muss, wenn man die Schulabbrecherquote verringern will. Das Ziel ist durchaus richtig, es handelt sich durchweg um Leute, die etwas erreichen koennten. Aber man kann nicht so weiter machen.
 

Meister 26.11.2009, 14.57 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Anti-Sarrazin-Familie

Und sowas gibt es auch: arabische Famile mit 6 Kindern , wohnt im Rollbergviertel, aber nicht nur dass es sich um sehr nette, umsichtige und perfekt deutsch sprechende Leute handelt, die Kinder kommen auch alle sehr gut in der Schule zurecht, haben sehr gute Zeugnisse, sind speziell von Buergermesiter Buschkowski belobigt worden, und die Familie hat jetzt auch eine ausreichend grosse Wohnung bekommen.
Diese Seite muss ja auch mal erwaehnt werden, man darf halt nicht alle Leute ueber einen Leisten schlagen, das Positive braucht auch viel Raum!
 

Meister 28.10.2009, 12.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Schweinegrippeimpfung- was nun?

Schon wieder wird eine wichtige Sache übersehen: die Schweinegrippe verläuft völlig harmlos, aber das könnte sich ändern.
Die Gesundheitsbürokratie hat mit ihrer Massenimpfkampagne einen Riesenscherbenhaufen angerichtet, aber man muss halt das Beste draus machen.
Die 1 Milliarde Euro ist eh ausgegeben, kann man abschreiben. Die Heldenträume der Bürokraten auch, was man daraus lernen und wen man dafür verantwortlich machen soll, fragen wir später.
Jetzt geht es erstmal darum, ganz in Ruhe umzustellen: aus der Notfallkampagne muss eine ganz normale zusätzliche Grippeimpfung werden: Einzeldosen abfüllen, auf normalem Wege vertreiben, überall impfen, jedem anbieten, aber ohne >sofort< und >muss unbedingt<.
Dann können sich die Leute ganz in Ruhe überlegen, ob sie wollen oder nicht und man kann notfalls, wenn alles bereit und verteilt ist, die ganze Bevölkerung auch schnell überall impfen, wenn es schlimmer werden sollte mit der Schweinegrippe.
Was steht dem entgegen?
Eigentlich nur der Starsinn der Bürokraten, die nicht verstehen wollen, dass sie Mist gebaut haben. Sie haben natürlich Angst ihr Gesicht zu verlieren, aber keine Angst wir sind nicht in Asien, sie werden ihre Pensionen behalten, selbst wenn sie sie demnächst schon kurzfristig bekommen. 

Meister 20.10.2009, 10.02 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Jugendgewalt - Gewalt gegen Jugend




Die Ereignisse häufen sich und sind nicht als Einzelfälle anzusehen. Aber es gibt scheinbar nichts, was dagegen gemacht werden kann, die Vorschläge sind hilflos oder leer aktionistisch.

Hilflos ist es, eine andere Erziehung und Anti-Gewalt-Erziehung zu fordern, wenn es doch gerade der besondere Kick ist, hemmungslos Gewalt anzuwenden. Leer aktionistisch ist es, schärfere Gesetze zu fordern, wenn doch selbst die jetzigen nicht ausgeschöpft werden, verwandeln sich die gewalttätigen Unmenschen doch ganz plötzlich in >Mama< winselndes heulendes Elend, sobald sie bedroht werden, die Konsequenzen ihres verbrecherischen Handelns tragen zu müssen. Und es finden sich dann immer wieder mitleidige Gutmenschen, die die bösen Umstände zum Anlaß nehmen, mildernde Umschläge aufzulegen, Chancen bereitwillig an die Unwilligen zu vergeben, selbst dort wo keine Chance mehr besteht, einen Unmenschen zum Menschen zu machen.

Was tun, kann man wirklich nichts tun?

Fangen wir mit dem Vorfeld an: das strukturfreie Rumhängen von Jugendlichen muss nicht sein, wenn entsprechende Angebote vorhanden sind. Das würde echt Geld kosten, aber es würde auch die Anzahl der Problematiker sicher verringern, die Verbreitung von Alkohol und Drogen als Hauptunterhaltungsmittel hemmen und vielleicht auch die frühe Identifizierung von lebenden Zeitbomben erleichtern. Es muss einfach mehr in die Jugend investiert werden, nicht nur in Bildung auch durchaus in Sport, Kultur und Freizeitbeschäftigung. Es wird mehr einbringen als es kostet!

Die Anfängerklasse der Missetäter und Gewalttäter sollte schon im Vorfeld härter angefasst werden, ich befürchte, das ist die einzige Sprache, die sie verstehen, da sollte es nicht bei alibiartigen Sozialdiensten bleiben, da könnten schon beispielsweise 3, 6 vielleicht sogar 12 Monate echte Arbeit in einer sozialen Institution mit erzieherischer Begleitung helfen. Warum soll es nicht Bildungsinternate für Sozialproblematiker geben, die freiwillig oder aber auch auf Anordnung besucht werden können und die in aller Ruhe, Beharrlichkeit aber auch Konsequenz den Leuten das nahe bringen, was die Schule vorher nicht in sie rein gekriegt hat.

Kommen wir zu den eigentlichen Übeltätern. Da wäre eine wichtige Veränderung denkbar, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so einsichtig ist: die Eltern der Jugendlichen sollten immer als Mitverantwortliche angeklagt werden. Wenn sie letztendlich nicht verantwortlich sind, kann man sie ja freisprechen. Aber das würde vielleicht dazu führen, dass Eltern ihre Verantwortung ernster nehmen. Wenn sie keinen Einfluss mehr auf ihre Sprößlinge haben oder total überfordert sind , müssten sie dies anzeigen können und damit dafür sorgen, dass die lieben Kleinen unter eine entsprechende Vormundschaft gestellt werden. Dann sind sie natürlich auch nicht mehr gerichtlich zu belangen. Aber es dürfte nicht mehr so sein, dass für eine Straftat niemand zu belangen ist, weil der Täter minderjährig ist. Je jünger der Täter um so größer die Schuld der Eltern. Kinder die keine Eltern haben, müssten entsprechende Vormünder zugeteilt bekommen, die bestimmen, welchen Weg sie zu gehen haben.

Und die Strafen? Es ist sicher richtig, dass längere Freiheitsstrafen keine prophylaktische Abschreckungswirkung haben. Andererseits kann es auch nicht normal sein, dass Leute, die unsägliche Taten begangen haben nach Verbüßung eines Teiles der Strafe einfach wieder rausgelasssen werden. Es müsste für die vorzeitige Haftentlassung von Gewalttätern ein erneuter Prozess durchgeführt werden, denke ich, in dem die Persönlichkeitsentwicklung des Täters untersucht wird, aber auch die Rechte und Meinung der Gewaltopfer beachtet werden. Es kann doch nicht sein, dass die Opfer unter lebenslangen Schäden leiden, die Täter sich aber nach überraschend kurzer Zeit wieder ungestört an neue Taten heranmachen.

Es gibt aber noch eine sehr wichtige Frage, die Ausgangsfrage: warum? Warum passiert das eigentlich, warum handeln Jugendliche so ehrlos, so unmenschlich so hemmungslos?

Ich befürchte die Antwort auf diese Frage wird wieder mal gar nicht gefallen.

Ich nenne sie: die Unbedingtheit des Gutmenschentums und ihr Spiegelbild.

Die Unbedingtheit des Gutmenschentums heisst: es ist heute alles genau festgelegt: das ist gut und das ist schlecht, und es gibt nichts anderes. Gerade in Deutschland scheint es besonders wichtig, das die Korrektheit eingehalten wird, wer das bezweifelt, steht schnell in einer schlimmen Ecke. Und was soll daran falsch sein? Wenn man nicht mehr selbst entscheiden kann, sondern alles Vorgesetzte nur schlucken muss, dann verwandelt sich Gutes leicht mal in Aufgezwungenes. Und positive Selbstverständlichkeiten in alternativlose Glaubensartikel.

Es ist die Eigenschaft und das Vorrecht der Jugend dagegen zu sein. Jugend ist Rebellion gegen das Althergebrachte und diese Rebellion ist gerechtfertigt. Genauso wie in der Pubertät auch die verständnisvollsten Eltern zu Gegnern werden, genauso wird eine positiv funktionierende Gesellschaft mit ihren Regeln zum Ablehnungsobjekt (um das Wort >Hassobjekt< zu vermeiden).

Das ist alles gar nicht neu, neu ist die Unbedingtheit, in der das durchgesetzt wird. Diese hat als Spiegelbild die unbedingte und übersteigerte Ablehnung dieser Selbstverständlichkeiten. Wenn man nicht offen dagegen sein darf, dann ist man es eben verdeckt und steigert sich in Wutphantasien hinein, die dann in Amok oder sinnlosen Gewaltexzessen enden können oder auch in Saufen bis zur Bewutlosigkeit, was auch nur eine andere Art des Protests , der grundsätzlichen Ablehnung ist. Deshalb weil diese Ablehnung nicht verhandelbar ist, kann auch niemand erklären, warum er dies oder das gemacht hat, warum sie zum zweiten oder dritten Mal volltrunken aufgefunden wurde.

Die grausame Wahrheit ist, dass eine noch viel konsequentere Erziehung zu love, peace und Gutmenschentum gar nichts bringt, jedenfalls nicht solange das nicht in den Menschen selbst gewachsene Ideale sind. Man muss vielleicht auch sagen, ohne das zynisch oder resignativ zu meinen, dass eine herkömmliche Erziehung immer auch Gegenkräfte mobilisiert.

Vielleicht liegt die Antwort oder Lösungsmöglichkeit darin, dass es wieder mehr Spielraum für junge Leute gibt, mehr Raum ihr eigenes Leben so zu leben, wie es ihnen gefällt ohne die ständige Bevormundung derjenigen, die die Weisheit mit Löffeln gefressen und die Wahrheit gepachtet haben - quatsch - nicht nur gepachtet, gekauft haben sie die Wahrheit, sie gehört endgültig und ewig ihnen. Wenn die jungen Leute nicht nur immer den vorgeschriebenen geraden Weg gehen müssten, immer nur auf Karriere und funktionieren getrimmt, dann könnten sie auch eigene Gedanken entwickeln, eigene Ideale finden und eigene Erfahrungen machen. Wir denken heute, dass wir der jungen Generation doch alles geben, und sie müssten halt dankbar sein und funktionieren. Selbst wenn sie viel kriegen, so doch nicht alles und vielleicht nicht mal das Wichtigste: Freiheit! Die Freiheit selbst zu entscheiden und eigenen Wegen und Zeitplänen zu folgen und die Freiheit auf eigenen Beinen zu stehen.

Aber das können sie doch, wenn sie wirklich wollen, wer kommt denn ständig zurück ins >Hotel Mama

Meister 12.10.2009, 22.06 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL