Meisters Romantic
Die Zukunft ist die Traumzeit der Romantik
Statistik
Einträge ges.: 1200
ø pro Tag: 0,3
Kommentare: 316
ø pro Eintrag: 0,3
Online seit dem: 21.11.2006
in Tagen: 3988
Letzte Kommentare:
Anke:
Oh jaaaaa, wenn ich manchmal die heftigen Kop
...mehr

Anke:
....nicht das ich meckern will, aber wir hier
...mehr

Linda:
Nur noch die Piraten.LG
...mehr

Marc:
Hallo,ist echt eine üble Sache, mein Bruder h
...mehr

orangata:
Irgendwie denkt man immer , dass Ärzte vor so
...mehr

Linda:
Das sind bestochene Mietmäuler.Sie schreiben
...mehr

Linda:
Das bestochene sind Mietmäuler.Sie schreiben
...mehr

Tirilli:
Schön, dass du wieder da bist! Ich würde auch
...mehr

:
Hallo Herr Mediziner,Wir waren jetzt in Marbu
...mehr

:
Mehr Mist als die anderen Parteien können die
...mehr

Die aktuelle DesignBlog-Statistik


DesignBlog Statistik:
Online seit: 16.12.2002
in aktuell: 138 Blogs
Beiträge: 135011
Kommentare: 500664

powered by BlueLionWebdesign
Freiheit ist die große Liebe der Romantik
2017
<<< Oktober >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
      01
02030405060708
09101112131415
16171819202122
23242526272829
3031     
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3
Shoutbox

Captcha Abfrage



Bärbel
Ich möchte dir mal ganz viel Glück wünschen, dass die Pannenserie nun ihre letzte Folge hatte! Daumen sind doll gedrückt
LG Bärbel
30.1.2010-22:36
Sebastian
Dein letzter Blog Eintrag "Ergoterror macht Kinder fertig" ist dir sehr gut gelungen -baut sehr gut auf dem vorigen auf :ok:
27.11.2009-10:15
Chatty
Ich lasse Dir Wünsche für ein wunderbares Wochenende da ... nutze sie :-)
30.10.2009-19:48
Linda
Auch ich, wie die Schreiberin vorher!
LG
30.9.2009-19:03
Bärbel
Bin heute als Berlinerin über diese Seite gestolpert und...es hat sich gelohnt. Ich werde hier öfter mal stöbern nach Perlen :D

Danke
und Grüße aus dem "hohen Norden"
Bärbel
13.5.2009-19:45

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Politische Romantik vs. Antiro

Plagiate und andere Merkwürdigkeiten


Die Plagiatsjäger kommen jetzt erst richtig in Fahrt. Nach so einem Abschuß kein Wunder. Ist ja auch so einfach : es gibt jetzt die Software, die Texte auf Ähnlichkeiten scannen kann, also wird sie auch angewendet.
Das ist genauso wie mit den Hirnscannern: seitdem es die gibt, vergeht auch keine Woche in der uns nicht enorme Belanglosigkeiten über unser Gehirn verkündet werden, zuletzt war es, so weit ich erinnere, dass bei Liberalen der Mandelkern größer ist und bei Konservativen eine andere Struktur, die ich leider nicht mehr plagiativ nennen kann, weil ich sie vergessen habe.
 Eigentlich ist es ja auch ein bißchen unfair: es werden Methoden auf Texte angewendet, die es noch nicht gab, als diese Texte entstanden. Heutige Doktorarbeiten werden sicher schon auf ihre Scannerdichtigkeit überprüft, bevor sie eingereicht werden.
Eigentlich würde es mich gar nicht stören, wenn jemand Textpassagen von anderen übernimmt, wenn er es sich selbst erarbeitet hat und verstandesmäßig angeeignet, dann ist es doch ok, die Quellen angeben und wörtliche Übernahmen als Zitate kennzeichnen ist natürlich sauber.
Wenn Faktenwissen aufgelistet wird, dann dürfte eine textliche Nähe zu Standardwerken unausweichlich sein, manche Sachen, kann man einfach nicht besser  sagen, als sie schon gesagt sind. Oder man schafft das Berufsbild des Umdichters als notwendigen Handlanger des Dr.in-spe. Der Umdichter klöppelt die Roh-info so zusammen, dass ein kohärenter Text dabei rauskommt, glättet unterschiedliche Stile und verunähnlicht den Terminaltext so, dass er scannerdicht ist.
Die augenblickliche Plagiatsjägerei mag ja ein weiteres Indiz für die Verkommenheit der politischen Klasse sein, die lieber schreiben lässt, als selbst Hand an zu legen. Sie ist aber auch ein Omen über die Titelversessenheit der Deutschen. Ein Politiker muss doch eigentlich kein Doktor sein,  rein von der Qualifikation bringt das doch gar nichts.
Wenn die Politik wirklich wissenschaftlich tätige Leute gewinnen könnte, wäre das unter Umständen gut, aber die haben keine Lust, sich in Parteitretmühlen die Ellenbogen zu ruinieren. Solange die Öffentlichkeit als Doktoren verkleidete Politiker goutiert, wird sie sie auch bekommen.
Und was den Plagiarismus selbst betrifft muss man den doch unter andern Aspekten sehen: zum einen unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Schädigung, wenn ich einen Text verkaufe, der einem anderen gehört. Im Grunde genommen gibt es ja gar kein geistiges PrivatEigentum. Alles, was ich mitteile, was anderswo rezipiert wird, ist schon gemeinsames Wissen, Gemeineigentum. Und das sollte möglichst gut zirkulieren, je mehr sich eine positive Erkenntnis verbreitet, um so besser. Deshalb ist Abschreiben ja oft auch nichts weiter als Erkenntnisverallgemeinerung. In der Geschichte hat es das pausenlos gegeben, nicht schlicht Ideenklau, sondern als entwicklungsdynamisches Element . Eine gute und wichtige Erkenntnis, wird sich verbreiten, manchmal so und so schnell, dass keiner mehr weiss, wer es eigentlich erfunden hat.
Die andere Seite ist der Aspekt, wie es bezüglich der Leute (Schüler&Studenten) wirkt, die wissenschaftliches Arbeiten lernen sollen. Ich denke, es ist heute wichtig, dass man die Informationsquellen, sichten, bearbeiten, auswählen und werten  kann, daraus entsteht dann etwas Eigenes. Der Prozess sollte transparent und die Quellen offen sein. Übernommene Textpassagen als Zitate kennzeichnen, ist doch keine Schande.  Aber wenn man es verpasst ist das eine Unsauberkeit, kein Kapitalverbrechen.
Was schlimm ist, wenn wie ich es unlängst hatte, jemand einfach eine ganze Arbeit, z.B. im Berichtsheft abpinnt, vollkommen ohne sich auseinander zu setzen damit und dementsprechend bei Nachfragen außer heisse Luft nichts produzieren kann. Oder wenn man die Arbeit gleich ganz von anderen schreiben lässt, wie es in den plagiatypischen Kreisen wohl vorkommt.

Meister 16.04.2011, 09.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Vertriebene, Verirrte und Verrueckte

Der Eiertanz um die ominoese Frau Erika Steinbach rueckt mal wieder ein uebles Thema in die Offentlichkeit. Die graessliche Lobbyarbeit von Verbaenden, die versuchen nach dem Ableben des Problems uns weiter zu erpressen.
Ja, es gab 15 Millionen Vertriebene und sie haben gelitten und es war ein grosses Unrecht, das ihnen widerfahren ist.
Aber: sie waren nicht die Einzigen, denen im Zusammenhang mit den verdammten Weltkriegen und der verbrecherischen Politik einer deutschen Regierung Unrecht geschehen ist. Millionen sind gestorben, wenn nicht gar ermordet worden, die Heimat von Abermillionen Menschen ist zerstoert, ihr Besitz vernichtet, ihr Leben schwerst traumatisiert. Die Folgen treffen bis heute uns alle.
Abgesehen davon, dass wir alle daran zu tragen hatten und haben, kann man aber auch positiv sagen, es war eine grossartige Leistung nach dem Kriege diese Millionen von
Vertriebenen in einem geteilten und weitgehend zerstoerten Land zu integrieren, ihnen Arbeit und Brot, Wohnung und neue Heimat zu geben.
Auch eines der Wunder von Nooz, und zwar ein positives. Nooz ist naemlich nicht "das Land der unbegrenzten Moeglichkeiten", sondern das Land in dem alles moeglich ist.
Und dann gab es da auch noch den Lastenausgleich, d.h. die Verttriebenen haben eine Entschaedigung fuer das Verlorene bekommen, natuerlich konnte das die Verluste nicht vollstaendig kompensieren, kaputt ist kaputt und verloren ist verloren.
Jetzt hat sich die Nachkriegslage aufgeloest und es koennten Leute auf die Idee kommen, man koennte ihnen doch jetzt wieder zurueck geben, was sie verloren hatten.
Da wird nur eine Kleinigkeit vergessen: Deutschland hat den WK II nicht nur angefangen, sondern auch verloren und wir koennen sehr froh sein, wenn die ehemaligen Gegner nicht noch Ansprueche an uns stellen. Mit anderen Worten: angesichts der schwer unuebersichtlichen Situation gibt es so eine Art unausgesprochenen "Deal", dass man gegenseitig keine Ansprueche stellt. Wuerde so etwas von irgendwelchen Leuten in Deutschland aufgekuendigt, dann koennte uns das teuer kommen.
Frau Steinbach und ihre Spiessgesellen sind ja keine "Vertriebenen", denn die sind so gut wie alle tot nach 65 Jahren, sie sind bestenfalls die wohlsituierten Erben von Vertriebenen, politisch gesehen sind sie eher Verirrte, um nicht das schlimmere Wort Verrueckte zu gebrauchen.
 

Meister 09.01.2010, 09.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Fröhliche Einheit



Das politromantische Büro erklärt:

Heute zum Nationalfeiertag sollten wir mal darüber nachdenken, wie wir selbigen besser ausgestalten könnten, schließlich wird nächstes Jahr am 3.Oktober 20 Jahre Wiedervereinigung gefeiert, und bis dahin könnte man sich da etwas positives ausdenken.

Sich >Fröhliche Einheit< zu wünschen ist vielleicht etwas trivial, klingt wie Ostern und Weihnachten. Die Jahreszeit ist vielleicht auch nicht so geeignet, um Straßenfeste mit Tanz auf den Straßen zu organisieren, wie am 14.Juli in Frankreich beispielsweise.

Es muss keine großen Feiern mit salbungsvollen Worten mehr geben, sondern eher lokale und private Feste des Zusammenkommens, vielleicht mit einem Herbstfeuer.

Die Familien können sich treffen, man kann Freunde treffen, alle Paare können sich lieben an diesem Tag speziell, beispielsweise auch die, die schon immer mal wollten, aber nicht den Anlaß dafür gefunden haben, oder auch diejenigen, die sich schon lange nicht mehr so bewußt gefeiert haben und es zum Anlaß nehmen für eine private Wiedervereinigungsfeier.

Und man sollte auch das Ausland einbeziehen, mal bei Freunden in Amerika oder England anrufen, ein Gläschen Wodka gemeinsam mit jemandem in Nowosibirsk oder eine Glückwunschkarte nach Paris, oder eine Spende für Darfur. Vieles ist möglich. Denken wir daran, dass die Wiedervereinigung eine Leistung des deutschen Volkes war, die aber von den anderen Völkern ermöglicht wurde. Sie haben uns damit die nach dem Kriege für die Verbrechen Nazi-Deutschlands auferlegte Strafe der Teilung erlassen, wir dürfen das ruhig dankbar würdigen.

Man könnte noch weiter gehen und unser Land auch neu und positiv definieren. Australien beispielsweise bezeichnet sich ganz inoffiziell als >Oz<, was sich ursprünglich auf das Buch "The Wizard of Oz" bezieht ( Oz spricht sich mit "O" und weichem langen "S"). Wir könnten unser Land mit großem Recht als >Nord-Oz< definieren, Nooz, das Land in dem alle Wunder glich sind. Wir hatten davon schon eine Reihe in den letzten 60 Jahren, beispielsweise das Wunder davon gekommen zu sein, das Wunder wieder hochgekommen zu sein, das Wirtschaftwunder und das Wunder der Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit.

Und die Bewohner dieses Landes >Nooz< sind die >Noosies< ( mit langem "Oo" und weichem "Ss"), das passt auch gut zu unseren südlichen Nachbarn den Ösis. Da wir ja Vielfalt in der Einheit haben, können sich unsere Landsleute in den Gefilden von Bayern und Sachsen gleichzeitig auch noch als "Südies" verstehen, wenn sie es wollen.

In Nooz ist, wie gesagt, jedes Wunder möglich, und die Noosies können alles erreichen, wenn sie gemeinsam anpacken.

Ein friedliches, freies, fleissiges Land, weltoffen, aber auch mit einer kulturellen Identität, bei der alle, woher sie auch kommen, mitmachen können, wenn sie denn wollen, selbstbewußt, aber auch seiner wechselvollen Geschichte bewußt und auch seiner verantwortungsvollen Rolle in der einen neuen Welt.

Können wir uns noch mehr wünschen?

Meister 03.10.2009, 11.48 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Abgewatscht

Wenn ein Politiker ansatzweise gute Vorschläge macht, dann wird er natürlich abgewatscht nach allen Regeln der Kunst. Da hat Herr Lindner von der FDP vorgeschlagen, den HartzIV-Leuten, die sich weigern eine gemeinnützige Arbeit zu machen die Stütze um 30% zu kürzen und gleich stürzt sich die selbsternannte Riege der Sozialgutmenschen auf ihn. Frau Engelen-Kefer  prophezeit soziale Unruhen (das macht sie öfters, damit sie, wenn es mal passiert auf ihr Urheberrecht pochen kann), der Vorsitzende des Erwerbslosenverbandes, der auch lieber politisiert als arbeitet, findet Lindners Vorschläge zutiest menschenverachtend, und die FDP distanziert sich lieber, weil Wahlkampf ist und die Brot-und Spiele-Gesellschaft in dem Scheinkonsens Wählerstimmen gegen Staatsknete besteht.
Was kann man Herrn Lindner vorwerfen? Eigentlich nur, dass er inkonsequent ist: kein Geld ohne Gegenleistung ist die notwendige Maßnahme der Zukunft.
Und das dürften auch mehr Leute in der Politik wissen, als sie es sich zu sagen trauen. Die Sozialmafia beherrscht die veröffentlichte Meinung, letzendlich werden diese Leute ihren eigenen Lebensunterhalt ja gerade aus den Sozialtransfers herausschneiden. Die Brot-und-Spiele-Gesellschaft ist doch großartig, hat schon im alten Rom prima funktioniert, gibt es etwas Besseres als Leben von Sozialtransfers und Nichtstun? Natürlich ist das Brot noch etwas knapp (deshalb HOCH mit den Transfers) und die Spiele etwas mau (trainiert endlich Gladiatoren, >Ultimate Fighting< geht schon in die richtige Richtung, züchtet Kampflöwen, einen Ersatz für die Christen  als deren Opfer im Zirkus finden wir dann auch noch).
Wozu überhaupt noch arbeiten, lassen wir es doch die anderen tun. Zahlen sollen die "Reichen", Geld kann man doch drucken, auf ein paar Billionen Schulden mehr oder weniger kommt es doch auch nicht mehr an.

Meister 04.07.2009, 09.51 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Streik im öffentlichen Dienst

ist immer unpopulär. Aber wenn man sich anschaut, was die angestellten Lehrer verdienen in Berlin, muß man sagen: es ist eine Schande. Lehrer sollte freier Beruf sein und nicht Staatssklave!
Und die Erzieher in den Kitas: ihnen wird jede Erwartung aufgebürdet und ich tue das auch: sie sollen die Kinder fördern und erziehen, es ist ihre verdammte Pflicht! Aber dafür müssen sie auch anständig bezahlt werden.
Jeder "Bildungsgipfel" ist verlogen, wenn er nicht das Geld in die Hand nimmt, um eine gute Bildung und Erziehung zu gewährleisten.
Die elenden Politpropagandaschreier fabulieren über Bildung und Chancen und Gerechtigkeit und Förderung, aber es darf alles nichts kosten.
So kann das nicht weitergehen!
Aber so wird es auch nicht weitergehen: der notwendige Stellenwert der Bildung wird sich wie ein Naturgesetz durchsetzen. Das sagt die politische Romantik und sie hat Recht.

Meister 10.11.2008, 19.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wer ist denn nun schuld?


Mit diesen unsäglichen Vergleichs+Entschuldigungsorgien wird doch immer wieder von der einen Frage abgelenkt: Ist es richtig, daß die Manager diese Krise eingebrockt haben? Ist es richtig, daß die armen, unschuldigen Politiker sie jetzt auslöfeln müssen, den LArren wieder aus dem  Dreck ziehen müssen?
Ich denke schon, daß es gewisse Probleme dadurch gibt, daß Manager nicht wirklich verantwortlich für das, was sie anrichten sind. Ihr Erfolg oder Mißerfolg wird an falschen und viel zu kurzfristigen Kriterien gemessen.
Aber gerade dieser Artikel über die Verflechtung von Politik und Management gestern im Tsp., den ich in dem Blog über die "3 Artikel" zitierte, zeigte doch sehr gut, daß es diesen Gegensatz Wirtschaft/Politik gar nicht so gibt.
Was passiert ist, und zwar hauptsächlich in der angelsächsischen Welt, man könnte auch sagen in der Geburtsheimat der "Globalisierung", ist eine sehr zweifelhafte Erfindung: es wurde herausgefunden, daß man viel Geld machen kann, ohne wirkliche Wirtschaftsleistung. Das wurde dann als New Economy der Old Economy, bei der wirklich etwas erzeugt wird, gegenüber gestellt und weltweit hochgejubelt. Der Finanzsektor sollte den Reichtum schaffen, das Geld sollte arbeiten noch besser, das Geld, daß man sich geborgt hatte sollte für einen arbeiten. Das waren nicht Manager im eigentlichen Sinne, die das erfunden haben, das war die smarte neue Elite der westlichen Welt. Und wer hat diesem Spiel zum Durchbruch verholfen? Niemand anders als die Politik. Sie haben dieses Casino eingerichtet, in dem dann die Investorengemeinde gezockt, den Mammon vergötzt und ihre Seele geopfert hat. Und die Manager? Sie waren nichts weiter als die hochbezahlten Diener, die Gutsverwalter von heute, sie haben entlang der ihnen vorgegebenen Regeln die ihnen gestellten Aufgaben exekutiert. Waren sie zu gierig? Nicht eigentlich. Sie haben nur gemacht, was von ihnen erwartet wurde. Wenn ein Spiel gespielt wird, darf man es auch bis an seine Grenze treiben. Gierig war im GRunde das Kapital, so altbacken, wie das klingen mag, aber man sollte sich an eines erinnern: die Verwertungsinteressen des Kapitals sind etwas Objektives, nicht die Bosheit des bösen Kapitalisten.
Das hat dann auch Jonny Kleinsparer erfahren müssen, dessen Bankberater ihm Zertifikate und andere Wetten aufgeschwatzt hat, weil er doch nicht mit dem bisherigen Profit zufrieden sein könne.
Da sind wir dann natürlich auch bei der Auflösung der ganzen Intrige: man mußte da nicht mitmachen. Es hat durchaus auch Warner gegeben, und es hat auch Leute gegeben, die den Mist einfach nicht gekauft haben, weil sie meinten, daß wetten nichts mit seriöser Wirtschaft zu tun hat.
Aber wenn der Wahnsinn sich erstmal richtig Bahn bricht, dann wird er auch auf die Spitze getrieben und den letzten beissen die Hunde und im Kettenbrief ist auch der letzte der Dumme, was ein besseres Bild ist, weil die vor ihm nämlich abgesahnt haben und zwar nicht zu knapp.

Meister 08.11.2008, 10.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Tag nach dem Ypsilende


Die hessische SPD demaskiert sich als Stalinistenhaufen. Die "Abweichler" waren so sichtbar mit den Nerven am Ende gestern, man kann sich den Druck dem sie ausgesetzt waren sehr lebhaft vorstellen. Die SPD außerhalb Hessens ist ja auch nicht viel besser, Herr Stegner aus SH zeigte sich auch als ein übler Demagoge, der von Charakterlosigkeit fabuliert, damit sich aber eigentlich nur sich selber meinen kann, der weiter schwadroniert, daß er die Linkspartei(i.e. SED) nicht mag, um seine Präferenzen zu maskieren. Er wäre sicher der Erste, der dort mitmacht.
Die aufrechten Vier von Hessen verdienen allen demokratischen Respekt, sie hätten auch den "Heidemörder" imitieren können, den haben sie bis heute nicht gefasst. Aber sie haben offen Position bezogen, obwohl sie vom ZK der Y-Partei angespuckt wurden. Eigentlich versteht man den "Heidemörder" heute besser als früher, den hätten sie sicher sofort gelyncht. Ist die SPD eine Lyncher-Partei, wenn nicht Ku-Klux-clan, dann vielleicht Kuckucksklan?
Wie geht es weiter?
Ich glaube, daß eine Reorganisation des Parteiensystems ansteht: Die SED wird die stalinistischen Kräfte der SPD aufsaugen, damit können sie auf ihrem Weg in die Bedeutungslosigkeit keinen Schaden mehr anrichten. Die SPD wird dann, unter Wehen, wie es bei ihr Tradition hat, den Weg der sozialen und liberalen Verantwortung gehen und dadurch erstarken, sie könnte dann auch auf der anderen Seite die sozial und liberal denkenden Kräfte aus der CDU an sich binden und diese Mittenverwischung endlich durch ein klares Profil beenden.
Natürlich traue ich ihnen mal wieder ein bißchen zu viel zu, könnte auch sein, daß die FDP diese Position besetzen kann, aber die müßten im Bereich der sozialen Verantwortung dann auch noch einige Entwicklung machen.

Meister 04.11.2008, 20.47 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Von der Krise zum Weltkrieg?




Kommunique des politromantischen Büros

Die weltweite Finanzkrise hat sich zugespitzt, sie offenbart, dass wir es nicht nur mit der gierigsten, sondern auch mit der unfähigsten und verantwortungslosesten Generation von Managern zu tun haben, die die Welt je gesehen hat. Nicht dass sie viel Geld kassiert haben ist der Skandal, sondern dass ihre Leistung darin bestand, das ihnen anvertraute Geld zu verschleudern und die Weltwirtschaft gegen die Wand zu fahren. Und jetzt schreien sie nach dem Staat, der es bekanntlich auch nicht kann, aber der noch Vertrauen geniesst (wieso eigentlich, die staatlich gelenkten Banken haben doch als Erste sich verzockt, Sachsen-LB, IKB ?).

Und jetzt wird die Weltwirtschaftskrise beschworen, wird sie nicht sogar herbei geredet? Es besteht zunehmend der Eindruck, dass nicht die Konsumenten und nicht die Sparer in Panik sind, sondern die Meinungsführer. Und dass diese es darauf anlegen, die Panik in die Massen zu tragen. Es hat doch offenbar bisher niemand sein Geld von der Bank abgeholt, und die Leute werden es auch erst tun, wenn ihnen noch mehr Angst gemacht wird. Es sind doch auch nicht die Kleinanleger, die die Aktien verkaufen, sondern wiederum gerade die institutionellen Profis, die ihre Unfähigkeit jetzt in Abwärtsspekulation verwandeln. Vergessen wir nicht, dass man auch mit fallenden Kursen viel Geld verdienen kann, die verbotenen "Leerverkäufe" waren doch nur die Spitze des Eisbergs.

Wenn dann die herbei geredete Weltwirtschaftskrise endlich produziert ist, werden sie es alle wieder nicht gewesen sein, wie könnten die Nadelstreifenfuzzies auch schuld sein, sie haben doch immer nur das Beste gewollt, zumindest für ihr eigenes Wohlleben.

Und dann kommt Heulen und Zähneklappern. Wie kommen wir wieder raus aus dem Elend? Wieder die gleiche Lösung wie damals ? -Aufürstung und Krieg?

Man müßte ja jetzt eigentlich massiv Geld ausgeben, Investitionsprogramme auflegen und Konsumanreize geben, aber die Amis zumal haben das Konsumpferd doch schon tot geritten und auch hierzulande ist mit dem Soli so viel Geld in alle Infrastruktur gepumpt, dass diese Methode nicht trägt. Und eine weitere Stimulierung des Konsums für die Nichtstuer ist auch kontraproduktiv.

Also doch Krieg?

Die Antwort ist: Ja klar, her mit dem Krieg, es muss nur der richtige sein! Wir brauchen einen Weltkrieg gegen die Armut, den Hunger und die Unterentwicklung in der Welt. Dieser Krieg wird mit Schulden finanziert werden wie jeder Krieg, und er wird die Welt total verändern. Aber es ist ein Krieg, der nicht Tod und Zerstörung hinterlässt, sondern eine weltweite Gesundung, eine vollständige Veränderung der Globalisierung, hin zu Leben, Wohlstand und Mitspracherechten für alle. Sind das Illusionen? Der sogenannte Marshallplan, dem wir in Deutschland und Europa so viel verdankten nach dem Krieg, hatte auch eine andere weniger bekannte Seite: er verhinderte dass die USA nach dem Kriegsende in eine Nachkriegsdepression fielen, denn das Ende der Kriegsproduktion hätte sonst einen totalen Wirtschaftsabschwung gebracht.

Es gibt also eine reale Chance, die Weltwirtschaft jetzt so zu verändern, dass eine weltweite Depression verhindert und gleichzeitig Hunger und Elend zurück gedrängt werden Damit wird man längerfristig zusätzlich auch eine friedliche Verminderung  der Weltbevökerung und eine Entlastung des Weltklimas erreichen können.

Also vorwärts in diesen anderen Weltkrieg, bevor wieder jemand einen Krieg alter Schule anzettelt.

Meister 11.10.2008, 11.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL

SPD-ade?

Kommunique des politromantischen Büros:

Die Schwierigkeiten der SPD liegen schlicht darin, daß sie nicht eine Partei ist sondern zwei.

Das war vielleicht schon früher so, aber seitdem die SED-PDS die Neo-SED Strategie entwickelt hat und den Ex-SPD-Chef Rotlicht-Oskar eingekauft hat, ist das eine tödliche Gefahr geworden. Oskar war in der SPD  eine umjubelte Gestalt, deren skandalöse Fahnenflucht zum Menetekel der Partei wurde.

Die SPD besteht aus einem sozialliberalen Teil, der an der Basis wahrscheinlich die Minderheit darstellt und aus einem »linken« Teil, der das System Bundesrepublik bestenfalls als das kleinere Übel ansieht.

Damit ist die Spaltung vorprogrammiert, wenn dieser Teil unter den Einfluß von linksaußen kommt. Denn der Unterschied zwischen Oskar und Schreiner oder Wagenknecht und Nahles besteht wahrscheinlich hauptsächlich darin, daß Erstere glauben mit einer »richtig linken« Partei Einfluß zu gewinnen, während Letztere glauben, daß ihre Machtpositionen verdeckt im Mantel der »Volkspartei SPD« besser aufgehoben sind.

Die Diskussionen unter den Linken gehen schon von altersher darum, ob man nicht notgedrungen in der SPD arbeiten muß, weil eine richtig linke Partei in Deutschland sowieso keine Macht gewinnt. Dies scheint durch Oskar&Co falsifiziert.

Man kann also prognostizieren, daß eine Neo-SED entstehen wird, die sich wahrscheinlich aber weiter »Linke« nennt, weil dieser Name so modern und sympathisch klingt. Dieser Prozeß ist jetzt gerade im Gange und bedeutet Abwanderung von Teilen der SPD zu Oskar.

Man kann weiter vorhersagen, daß das zur Spaltung der Alt-SPD führen wird, aber vielleicht ist das auchgut und richtig, denn damit entsteht die Chance auf eine Neu-SPD, die befreit von den Krypto-Umstürzlern einen eindeutig sozialliberalen Kurs steuern kann, eine lange zu Unrecht vernachlässigte Position in Deutschland.

Diese neue SPD hätte durchaus ihren Charme und ihre Chancen. Es gibt sicher mehr sozialliberal denkende Menschen in Deutschland als sich manche Leute träumen lassen. Menschen, die zu diesem Staat und seinen Errungenschaften stehen, Freiheit und Liberalität an die erste Stelle setzen, aber trotzdem der Meinung sind, daß sozialer Ausgleich Kern einer modernen Gesellschaft ist. Die aber sozial als Chancen für alle definieren und nicht als "verteilt alles von denen die es verdienen zu denen, die keine Lust haben, etwas zu tun". Die Solidarität als Hilfe zur Selbsthilfe verstehen und nicht als Subvention für Schmarotzer.

Eine solche neue SPD könnte die moderne fortschrittliche Mitte Deutschlands darstellen und für sich gewinnen und so auch regieren, denn es gibt in diesem Land keine Mehrheit links von..., aber auch keine wirklich konservative Mehrheit.

Wieviel dann für Oskars (und Gregors) Traditionsverein übrig bleibt, wird man dann sehen, wahrscheinlich weniger als man denkt, denn Populismus ist doch in Wirklichkeit eine abgelaschte Veranstaltung und Sozialismus im traditionellen Sinne keine Lösung für die Probleme der Zukunft.

Meister 09.09.2008, 10.37 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Russenfreunde und Russenfeinde vereinigt Euch!

    
(Kommunique des politromantischen Büros)

Die Deutschen haben ein stark emotionales Verhältnis zu den Russen, das ist nicht neu. Romantische Vorstellungen verschiedener Couleur changieren mit Horrorvorstellungen, Schuldgefühle, Seelenverwandschaftsgefühle, Harmonie- und Anlehnungsbedürfnisse, gibt es alles, die Geschichte war ja auch wechselvoll genug.

Überraschend ist es für mich aber doch, daß in den augenblicklichen Gesprächen über Georgien und den Kaukasuskonflikt so deutliche Polarisierungen in Russenfreunde und Russenfeinde auftreten, das hätte ich nicht gedacht.  Wir haben  doch allen Grund den großen indirekten Nachbarn im Osten etwas vorsichtig distanziert zu betrachten. Denn wie die Amerikaner ist er eine Nummer zu groß für uns und zwar als Freund wie auch als Feind. Wir sollten die romantisch-freundschaftlichen Gefühle mehr auf das russische Volk, seine Seele, seine Literatur und Geschichte beziehen und nicht auf den russischen Staat und seine Repräsentanten. Die politische Rückständigkeit Russlands liegt in seinen autoritären Traditionen, das wird sich natürlich irgendwann ändern, aber heute und morgen noch nicht. Darin liegt auch die Ursache dafür, daß ein liberaler Reformer wie Gorbatschow keine Chance hatte. Putin ist sicher für Rußland repräsentativer als Gorbatschow, nur ob er besser für Rußland ist, sei dahin gestellt. Es wird ja immer wieder das Bild des aufgeklärten Diktators beschworen, der mit autoritären Mitteln den Nutzen des Landes fördert, nur dummerweise sind alle dieser Herrscher mehr eigennützig, korrupt und folgen im Zweifel immer eher den bösen Wegen als den guten.

Für Rußland gilt das Gleiche wie für China: wir sollten genau hinschauen und die verschiedenen Wege sehen, die diese Länder gehen können und die positiven Möglichkeiten unterstützen. Von den negativen Mächten dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen und müssen fest an der Seite unserer polnischen und baltischen Nachbarn stehen, auf die die Einschüchterungen zielen. Handel und Wandel und verflochtene Wirtschaftsbeziehungen sind gut, aber nur wenn sie fair und offen sind, nicht wenn sie einseitige Abhängigkeiten schaffen und nur die Oligarchen profitieren.

Wir sollten die eine Welt, die den Menschen gehört, als romantisches Zukunftsbild immer im Auge haben und uns keine neuen Feindbilder einreden lassen. Aber wir sollten auch keine Illusionen haben, welche negativen Kräfte in der Welt von heute noch drin stecken. Und es sind nicht immer die gleichen Guten oder Bösen, sondern da kann sich von Zeit zu Zeit etwas ändern.

Meister 30.08.2008, 11.38 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL