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| Bärbel |
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Ich möchte dir mal ganz viel Glück wünschen, dass die Pannenserie nun ihre letzte Folge hatte! Daumen sind doll gedrückt
LG Bärbel |
| 30.1.2010-22:36 |
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| Sebastian |
Dein letzter Blog Eintrag "Ergoterror macht Kinder fertig" ist dir sehr gut gelungen -baut sehr gut auf dem vorigen auf |
| 27.11.2009-10:15 |
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| Chatty |
| Ich lasse Dir Wünsche für ein wunderbares Wochenende da ... nutze sie :-) |
| 30.10.2009-19:48 |
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| Linda |
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Auch ich, wie die Schreiberin vorher!
LG |
| 30.9.2009-19:03 |
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| Bärbel |
Bin heute als Berlinerin über diese Seite gestolpert und...es hat sich gelohnt. Ich werde hier öfter mal stöbern nach Perlen
Danke und Grüße aus dem "hohen Norden" Bärbel |
| 13.5.2009-19:45 |
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Weisse Ostern
Meister 01.04.2013, 10.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Weisse Ostern
Meister 01.04.2013, 10.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Wie wird der Winter
Meister 06.12.2012, 11.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Nochmal nachtreten?
Angesichts der ärgerlichen Bemerkungen und dümmlichen Diskussionsbeiträge wäre es vielleicht doch richtig.
Was war denn?
Man hat 60 Minuten traumhaften Fußball gespielt, dann hat man kurz hintereinander 2 blöde Tore bekommen und hat - Angst essen Seele auf - totales Nervenflattern gekriegt und ist zusammengeklappt. Ob das Spiel dann 4:3, 4:4 oder 4:5 endet ist völlig belanglos.
Idiotisch ist aber der Defätismus der Diskussion.
Man kann doch nur daraus lernen: die Abwehr muss besser organisiert werden, am Besten von hinten, da ist Führungskraft und mentale Stärke gefragt. Sowas kann man auch trainieren.
Die mentale Stärke des ganzen Team muss verstärkt werden, man darf sich doch nicht umpusten lassen, sobald es Gegenwind gibt. Sowas nennt man Resilienz. Daran muss man arbeiten, Persönlichkeiten sind gefragt und gefordert.
Aber die Perspektiven sind doch nicht schlecht, vielleicht sind hier gerade die Grundlagen für einen Sieg bei der WM gelegt worden.
Wenn man diesen Traumfußballern mehr Cheerfulness, Resilienz und mentale Stärke beibringen kann, eine Abwehr so aufbaut und steuert, dass sie Ruhe und Sicherheit ausstrahlt, dann wird Deutschland Weltmeister werden.
Meister 18.10.2012, 10.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Kachelmann bei Jauch
Es wird in einer bestimmten Sache aneinander vorbei geredet.
Es handelt sich um zwei Missetaten, die beide ein schweres Verbrechen sind. Aber sie sind unabhängig voneinander.
Zum einen ist es ein schlimmes Verbrechen, wenn Frauen vergewaltigt werden, wie auch immer -und sie haben große Probleme damit, wenn sie Gerechtigkeit suchen und bis ihnen diese gegeben wird.
Zum anderen ist es ein schlimmes Verbrechen, wenn Männer einer Vergewaltigung bezichtigt werden, die sie nicht begangen haben, und sie können auch sehr große Schwierigkeiten haben bis hin zu jahrelanger Ächtung und schwerer unrechter Bestrafung.
Es erscheint aber nur so als ob die beiden Sachen etwas miteinander zu tun hätten, weil man sie auf den ersten Blick nicht auseinander halten kann.
In Wirklichkeit sind es aber zwei ganz unterschiedliche Tätergruppen.
Die vergewaltigte Frau ist Opfer, die Falschanschuldigerin ist Täter. Letzterer ist nichts angetan worden, sondern sie mißbraucht das Recht, um jemanden fertig zu machen.
Beide haben nichts miteinander zu tun, sind ganz verschiedene Personen, deshalb ist es falsch wenn man der Falschanschuldigerin den Opferschutz gibt, der ihr nicht zusteht.
Nur : wie unterscheidet man Engel und Teufel ?
Meister 15.10.2012, 18.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Apfelernte
Und was draus gemacht: Apfelmost, Apfelkuchen, Apfelgelee.
Ich liebe Apfelmost.
Meister 14.10.2012, 13.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Strom speichern - ganz einfach
Das ist aber gar nicht das Bemerkenswerte an dem Artikel:
"Mittels Elektrolyse wird...Strom aus Windenergie in Wasserstoff umgewandelt. Dieser wird zusammengebracht mit CO2 und in einer Methanisierungsanlage in synthetisches, erneuerbares Methan verwandelt. ab Mitte 2013 sollen...{dort}... jährlich 1000 Tonnen e-gas produziert und zugleich 2800 Tonnen CO2 gebunden werden.Das e-gas speist {die Firma} in das normale Gasnetz ein.... Der Wirkungsgrad dieser speziellen Stromumwandlung zu synthetischem Erdgas beträgt 70% ohne und gar 80 Prozent mit Wärmenutzung. Hinzu kommt, dasss immer wieder Windräder still stehen müssen, weil die derzeit verfügbaren Leitungen nicht alles abtransportieren können (In diesem Zusammenhang kommt eine weithin unbekannte Tatsache ins Spiel: das öffentliche Gasnetz stellt mit seiner Kapazizät von 217 Terrawattstunden einen idealen Energiespeicher dar, von dem aus man künstlich produziertes Erdgas jederzeit wieder in Strom zurück verwandeln könnte.)"
Na, wenn das so einfach ist !
Wenn das wirklich stimmt, sind doch ein paar ganz wesentliche Probleme der Energiewende in Wirklichkeit gelöst: man kann überschüssigen Strom aus Sonne und Windkraft mit bekannten Technologien speichern, braucht dazu keine neuen Leitungen für 20 Milliarden, vielleicht auch keine Ökostromabgabe?
Man braucht auch keine Elektroautos, die teuer sind und dürftige Reichweite und lange Ladezeiten haben, keine schweren Batterien. Man kann ganz normale Fahrzeuge mit herkömmlichem Erdgasantrieb ausstatten und mit Ökostrom betreiben. Und man kann so viel überschüssigen Strom speichern wie man will. Man kann sogar zusätzlich die Abhängigkeit von russischem Erdgas vermindern und ein bodenzerstörendes "fracking" von Erdgas in unserem Lande sofort zu den AKten legen.
So, jetzt soll mir jemand mal erklären, warum das alles nicht geht oder warum man davon bisher noch gar nichts gehört hat.
Meister 14.10.2012, 00.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Mit Medien anders umgehen
Die Zeitung kann man immer schneller lesen, weil der Inhalt nur aus Meinungsmache besteht, die TV-Nachrichten bestechen durch all das was sie weglassen. Bei gewissen TV-Sendern reicht es schon sich die Trailer anzuschauen, damit einem schlecht wird.
Nur...
Muss man sich das alles immer wieder neu vor Augen führen? Davon wird es doch auch nicht besser.
Ich werde jetzt mal was ändern: jetzt wird über Medien nur noch das geschrieben, was ich daraus Neues erfahren habe oder Neues gelernt habe.
Denn das war in letzter Zeit bemerkenswert: man durchblättert Schwachsinn und findet plötzlich etwas Interessantes.
Vielleicht ist das ja notwendig so: bis man eine Perle findet muss man sich ja auch durch viel Schlamm wühlen und viele leere Hüllen aufmachen.
Meister 13.10.2012, 15.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Eine Variante
er liebt nur Tauben, keine Taucher.
Glücklicher Haucher!
Meister 22.08.2012, 19.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Der heisse Sommer
Aber ein paar Grad wärmer könnte es schon sein in unserem nichttropischen Regenwald.
Immerhin in Sydney ist es momentan noch kälter, ist doch auch ein Gesichtspunkt.
Es wird nun ständig rumerzählt, die Erderwärmung, das könnt es ja wohl nicht sein.
Aber es könnte sein, dass die plakativen Voraussagen von "Experten" mal wieder nicht so genau überlegt waren. Voraussagen sind halt schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen, ist ja gebongt.
Vielleicht ist es aber auch so, dass bei einer globalen Erwärmung hier einfach mehr Durcheinander entsteht, heftigere Luftmassenbewegungen mit mal mehr und mal weniger Regen und mal heisser und mal kälter, je nachdem welche Richtung gerade die Oberhand gewinnt.
Aber "Experten" werden von Auftraggebern bezahlt oder von Ideologien gesteuert, zumindest die, die in den MEdien breit getreten werden. Vielleicht gibt es ja auch noch andere "wirkliche" Experten. Das sind dann wahrscheinlich eher die kritischen Typen, die saagen, könnte so sein, oder auch anders, aber welcher Medienfuzzi druckt oder sendet denn sowas, groß raus kommen geht anders.
Meister 19.07.2012, 15.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Stupid's Euro
Hallo liebe Freunde des harten Geldes und Feinde des Tapezierens mit Banknoten. Hier spricht wieder Stupid N. Broke, Eure Wirtschaftsamateurin.
Befassen wir uns mal mit dem Euro. Und mit seiner Zukunft.
Europa brauche den Euro nicht, so heisst es. Soweit so gut, aber Europa hat den Euro, das ist nun mal ein Fakt. Man soll ja eine Währung nicht leichtfertig in die Welt setzen - das ist jedoch nun leider schon geschehen.
Man soll eine Währung aber erst recht nicht leichtfertig abschaffen, dann kann einem Einiges um die Ohren fliegen.
Nun hat der Euro eigentlich klare Regeln, beispielsweise eine unabhängige EZB, die Defizitkriterien für Staaten, der Ausschluss einer Transferunion etc.
Aber was helfen die hübschen Regeln, wenn sich keiner dran hält. Es könnte also sein, dass der Euro nicht der Kitt in Europa ist, sondern, der Sprengsatz. Und wenn jemand sagt: "scheitert der Euro, dann scheitert Europa" (ich sag nicht, wer's war!) , dann ist es vielleicht genau anders herum: "wird der Euro zur Tapezierwährung, dann ist Europa erledigt!"
Wenn die Deutschen auf Dauer die Defizite bezahlen sollen, wird Europa über kurz oder lang in Deutschland keine Unterstützung mehr haben, der Euro war sowieso keine deutsche Idee, man könnte auf die Idee kommen, dass er eine antideutsche Idee war. Und wenn die Deutschen Europa nicht mehr tragen, ist das Projekt erledigt, das sollte man verhindern, trotz Brüssel und alledem.
Ein weicher Euro wäre auch vollkommen nutzlos: soll man in einen internen Abwertungskreislauf in Europa eintreten? Recht auf Euro-Gelddrucken für alle?
Wenn Regeln nichts helfen, was dann? Es müsste schon automatische Massnahmen und Konsequenzen geben und definierte Ein- und Austrittsprozeduren. Eine politische Union wäre ja gut, aber wenn man eine politische Union genauso an den Völkern vorbei strickt wie den Euro, wird man daran auch keine Freude haben. Vertagen wir hier die Frage, wie man zur politischen Union Europas kommt.
Fragen wir lieber, ob es für den Euro eine Lösung geben kann?
Im Moment geht der Streit ja darum, dass man riesige Kreditdefizite aufgehäuft hat, so dass an deren Rückzahlung gezweifelt wird. Ist das Vertrauen verspielt, ist der Kredit dahin, so iss'es eben.
Aber wenn man jetzt versucht, die Kreditmenge einzuengen, schrumpft die Wirtschaft, steigt die Arbeitslosigkeit, sinken die Steuern, kommt man in eine wirtschaftliche Abwärtsspirale. Deshalb sagen die angelsächsischen Bänker gemeinsam mit südeuropischen Sozialisten: "weg mit dem Spardiktat, schmeiß raus das Geld!"
Nur woher nehmen, wenn man keins hat und einem auch niemand was leihen will?
Da gibt es ein paar Möglichkeiten: selbst drucken, Steuern erhöhen oder die Deutschen anzapfen, die haben's ja bekanntlich.
Aber wie sagte eine gewisse Frau Thatcher in ähnlichem Zusammenhang?: " I want my money back!" Ein Satz den gewisse Leute in Deutschland mal in Ruhe üben sollten, der wirkt bestimmt immer noch ziemlich eisern.
Alle sind wohl der Meinung, dass die Deutschen schon zahlen werden. Das werden sie vielleicht auch, denn das haben sie ja immer so gemacht (Man muss den Deutschen nur sagen, dass man sie lieben wird, wenn sie zahlen, dass man sie aber hassen wird, wenn sie nicht zahlen, dannn machen sie garantiert das Portemonnaie auf). Aber sie werden einen Preis dafür fordern und der wird ziemlich hoch sein, denn man hat sie ja mit dem Euro eigentlich betrogen: die deutschen Bedingungen für die Euroeinführung waren garantiert, aber sie wurden und werden mißachtet. Das kann nicht so weiter gehen, eine Bekräftigung der Regeln und eine Stärkung und Automatisierung der Maßnahmen und effektive Maßnahmen gegen den Schlendrian muss kommen. Man kann nur garantieren, was sich garantieren lässt, d.h. über die harte Währung können nur die bestimmen, die dafür eintreten, die anderen gehen in die zweite Liga.
Es kann durchaus sein, dass sich einige Länder damit überfordert fühlen, einen Hartwährungskurs zu steuern, es fehlt vielleicht auch am Baren.
Es gibt da aber eine Lösung: während die erste Liga die Hartwährung als Ankerwährung für den Kontinent verteidigt, können die Länder der zweiten Liga sich Zweitwährungen zulegen, die sie selbst verwalten.
Die Zweit- oder Parallelwährung ist eine so gute Idee, dass sie sich sicher durchsetzen wird, auch wenn man davon bisher nur selten hört.
Es ist im Grunde ganz einfach. Nehmen wie das Beispiel Griechenland. Wenn die griechische Regierung keine Euro mehr leihen kann, dann ist sie zahlungsunfähig. Den Euro zu verlassen würde bedeuten, die Menschen zu enteignen, die welche auf der Bank haben, das würde man den griechischen Politikern, gerade denen von Syriza, sicher zutrauen, aber ob sie es überleben würden, wäre eine andere Frage, schließlich wählen die Leute sie, damit es ihnen besser geht und nicht, weil sie Hilfe beim Sprung ins Dauerelend brauchen.
Aber man könnte ja im Euro bleiben und Kredite und Guthaben auch so lassen wie sie sind. Zusätzlich gibt man aber Drachmen aus und dekretiert, dass alle Zahlungen in Griechenland auch in Drachmen erfolgen können, also die Regierung zahlt ihre Angestellten in Drachmen, die Lebensmittel und Mieten etc. können in Drachmen bezahlt werden. Das Drucken der Scheine ist keine große Sache. Münzen braucht man nicht. Wenn es heutzutage mehr Münzautomaten in Griechenland geben sollte als früher, da gab es nämlich gar keine, dann kann man sie in Euro lassen, da merkt man zwar deutlich wie sich der Kurs entwickelt, aber das ist marginal.
Insgesamt sieht man bei der Doppelwährung zwar deutlicher wie man ärmer wird, aber es wird abgefedert, weil die Kosten des täglichen Lebens auch in der Zweitwährung zu bestreiten sind.
Es besteht zwar die Wahrscheinlichkeit, dass die neue Währung ins Uferlose fällt, aber einerseits hat man auch noch die Hartwährung für alle Fälle, andererseits könnte man die Zweitwährung durch besseres Wirtschaften auch wieder stabilisieren und eventuell auch langfristig wieder überflüssig machen.
So könnte das Zweitwährungskonzept vielleicht die schlimmen Folgen der Krise abfedern und gleichzeitig helfen, wieder heraus zu kommen.
Denn der Kern des Problems sind gar nicht die Schulden. Der Kern liegt darin, dass man weltweit nicht mehr konkurrenzfähig ist. Die Globalisierung trifft alle, aber nicht alle gleich. Schon die "DDR" war im Grunde an der Globalisierung eingegangen, weil sie mit Billiglohnländern nicht mehr konkurrieren konnten, immer mehr Ostmark für eine Valutamark aufbringen mussten. Jetzt erleben wir das Gleiche im Süden Europas. Auch Deutschland ist nicht immun dagegen, die Chinesen wollen nicht nur im Billigsektor siegen, sondern in allen. Im Moment kann Deutschland noch in bestimmten Bereichen konkurrieren und die USA auch, aber wenn die Chinesen und das internationale Kapital so weiter machen,wird nur noch Protektionismus weiter helfen. Also keine chinesischen Waren mehr hier aber auch keine Exporte mehr nach China. Keine sehr verlockende Alternative, wenn sie denn überhaupt funktioniert.
Besser wäre es, wenn man denn wieder konkurrenzfähig würde. Aber was muss geschehen, damit die Schuhfabrik in Portugal, die Textilfabrik in Italien und die Möbelfabrik in Griechenland wieder am Markt gegen Billigländer bestehen können? Kann der Arbeiter dann dort noch leben? Oder kann man einen Ausgleich im Welthandel finden, der in Europa u.a. ein überleben ermöglicht, ohne sich vom Weltmarkt auszuschliessen?
Man muss einen Weg finden, die Globalisierung abzufedern, die Anpassungen erträglich zu machen. Das gilt für die Schuldenkrise genauso wie für die Konkurrenzfähigkeitskrise, die ja beide Zwillingsschwestern sind.
Also gut, es gibt keine Patentlösungen, aber lernen wir doch mal was von den Chinesen und von den Griechen gleichzeitig: fleißig arbeiten wie ein Chinese und ständig nach Besserem streben. Gleichzeitig ein relaxter mediterraner Lebensstil griechischer Art.
Ein Widerspruch? Nicht unbedingt, so stelle ich mir ein romantisches Europa vor.
Meister 24.06.2012, 19.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy | Tags: Euro, Krise,
Die Jogiballaffäre
>Über Nebenwirkungen brauchen WIR uns keine Gedanken machen, WIR sind die Guten, WIR sind die wirkliche Öffentlichkeit, wehe dem, den WIR auf dem Kieker haben!<
Jetzt hat es die UEFA, sicher auch nicht unbedingt eine Brutstätte von Heiligen, gewagt, ein kleines nettes Filmchen wie Jogi Löw einem Balljungen einen netten Streich spielt, indie Übertragung des Spiels zu schneiden - und schon schreien die Verantwortlichen von ARDZDF Zeter&Mordio, und der Übelkräherchor des skribbelnden und wellenpöbelnden Gewerbes gibt seine Kakophonie dazu. Es sei nicht authentisch gewesen, Fälschung ! (Vielleicht gar Plagiat, das passt zwar nicht, ist in Deutschland aber so schön verrufen).
Was wollen sie uns da bloß wieder für einen Bären aufbinden? Dass in D bei ARDZDF alles so furchtbar wahr, korrekt und authentisch ist? Das glaubt ihnen doch kein Mensch, nicht mal ein deutscher.
>Lasst die Kirche im Dorf< sollte die neue Parole in Deutschland sein.
Da hat mal ein Deutscher im weltweiten Medienzirkus übermäßig nett ausgesehen, völlig undeutsch von draußen betrachtet, und dann ist es auch wieder nicht recht. Was würden andere darum geben, wenn sie vor Millionenpublikum so sympathisch rüber kämen?
Man hätte doch einen Medienkommentar erwartet, der dies dankbar registriert, aber nein, sowas können WIR uns doch nicht bieten lassen. Dann wird auch noch gemäkelt, die UEFA wolle doch nur in heile Welt machen und das Negative würde rausgeschnitten, beispielsweise ein Streaker oder Klopperein zwischen Fangruppen. Na und? Muss man denn immer das Mieseste und Niedrigste bringen, damit die deutschen Medien die schlechte Laune in Deutschland aufrecht erhalten können?
Meister 17.06.2012, 12.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Keuchhusten
Das kann ich nur unterstreichen! Aus eigener Erfahrung neuesten Datums.
Ich habe ja über die Jahre ziemlich viel mit Keuchhusten zu tun gehabt, und deshalb war ich eigentlich überzeugt immun zu sein, jeder Kontakt stärkt ja nur die Immunität.
Aber vor ein paar Wochen fing ein ganz komischer Husten an, nichts Spezifisches aber komisch, zunehmend komisch , echt komisch und gar nicht mehr komisch.
Ich habe alles Mögliche vermutet von Legionellen bis atypisches Asthma, aber wenigstens habe ich mich dann zu dem richtigen Antibiotikum entschieden: Erythromycin (allerdings mehr aus der Angst vor Legionellen als der Vermutung auf Keuchhusten). Das Antibiotikum hat auch etwas geholfen (war wohl gerade noch so rechtzeitig), aber dann wurde der Husten doch echt schlimm, ich war jedes Mal kurz vor dem Umkippen und mein Umfeld immer kurz davor den Notarzt zu rufen. Ging dann aber immer wieder. In dem die Hustenanfälle sich so mehr und mehr vertypischten (ohohohohohohohoh-hiiiiiiiii- ohohoh) mußte ich doch mal klären,ob es Pertussis sein kann?
Und? Sehr eindeutig: frische Pertussisinfektion also Keuchhusten.
Da ich es richtig behandelt habe, ist es auch schon lange nicht mehr ansteckend, zum Glück sind unsere Patienten ja auch fast alle geimpft. Aber ein Grund mehr die frühe Impfung gegen Keuchhusten ab 3. Monat zu empfehlen. Es könnte immer jemand ansteckend sein, im äußersten Fall sogar der Kinderarzt.
Das dumme am Keuchhusten ist, dass man ihn erst erkennen kann, wenn es schon fast zu spät ist. In der ersten Woche ist es nur ein komischer Husten, der dann mehr und mehr anfallsartig wird. Wenn man dann nicht behandelt, häuft sich das Toxin an und verursacht 6 Wochen lang die schlimmsten Hustenanfälle, dann klingt es langsam ab, kann aber 6 Monate dauern.
Abgesehen von kleinen Säuglingen ist das nicht lebensgefährlich, und es geht einem nach der Anfangswoche sogar wieder ganz gut, außer wenn man den Anfall hat, dann denkt man selbst genau wie das Umfeld, dass man gerade krepiert (dieses Wort scheitn hier nicht übertrieben). Wie es einem so insgesamt geht hängt davon ab, ob man 2-3 Anfälle am Tag hat oder 50. Bei mir sind es jetzt etwa 3-4, also habe ich gerade noch Glück gehabt, jeder Tag, den ich später behandelt hätte, hätte das wahrscheinlich verdoppelt, denke ich.
Aber man lernt durch ein Patientenpraktikum auch immer dazu und zwar ganz praktisch.
So wußte ich bisher nicht, dass ein Hustenanfallmit einem Jucken im Hals anfängt, dass er durch Irritationen wie verschlucken ausgelöst werden kann und dass man ihn psychisch beeinflussen kann, man kann ihn sogar unterdrücken, weitgehend. Das hätte ich nicht gedacht, aber es geht: wenn es los geht, den Husten nicht so einfach kommen lassen, sondern bewußt "nicht husten!", bremsen, Atem anhalten. Je mehr Routine man kriegt, desto besser geht es.
Aber impfen ist besser, müsste man eigentlich alle 5 Jahre machen, aber dummerweise gibt es keinen Solo-Pertussisimpfstoff, kann man nur mit Tetanus und Diphterie zusammen machen. Die Industrie meint offenbar, sie verdienen zu wenig daran.
Meister 15.06.2012, 13.16 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Woran hier im Moment gearbeitet wird
Im Augenblick arbeitet Stupid N.Broke an einer Studie über die Zukunft des Euro, sehr spannend, braucht aber noch Zeit.
Web A.Master unser Theaterdirektor hat auch noch nicht Harakiri auf offener Bühne begangen, das wäre uns sicher nicht entgangen, er arbeitet an einer griechischen Tragödie im klassischen Stil, wird aber durch die ständige lautstarke Kritik von Reichitzki etwas gebremst. Griechische Tragödien sind eben kein Taramaschlecken.
Außerdem müßte mal Einiges kinderarztblogmäßig wieder ans Licht der weiten (ha,ha) Öffentlichkeit.
Und dann gibt es noch den großen Sarrazinplan: wo Sarrazin Recht hat und wo nicht in X+n Kapiteln.
Na, dann wünscht mir Glück, arbeiten wir daran.
: "Stupid ! Wo hängt's denn?"
Meister 12.06.2012, 10.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Nochmal zu Paul's
Aber das ist wie mit Hertha: fangen wir eben von vorne an. Wer hinfällt, muss eben wieder aufstehen

Meister 06.06.2012, 22.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Dornröschen Teil 2: Tatortreinigung
Auf jeden Fall ist da jetzt immer noch ein Verhau, aber nichts Grünes mehr. Also muss das Dörnröschenschloß von den Resten befreit werden. Ich bin der Tatortreiniger in diesem Falle.
Keine leichte Aufgabe, man schnippelt sich buchsäblich die Finger wund und zusätzlich sind die Dornen überall, da hilft nicht der beste Handschuh.
Aber am allerschlimmsten sind die Reste, ein Riesenhaufen dornigen Gestrüpps, könnte man gut benutzen um ungebetene Besucher fern zu halten.Aber das brauchen wir nicht.
Meister 04.06.2012, 12.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Grenzlanderfahrungen
Das ist ja offenbar zum Riesenproblem geworden und droht allmählich von der Grenze langsam den ganzen Raum Richtung Berlin einzunehmen.
Ja das sind wirklich Profis, aber wohl keine polnoschen Nachbarn, sondern eher weitgereiste Gangs aus XYZ-stan. Sie fahren natürlich nur so weit über die Grenze wie sie müssen, um die bestellte Ware zu klauen.
Da haben wir wieder das Grenzproblem. Grenzflächen sind eben unterschiedlich durchlässig für verschiedene Stoffe. In diesem Falle für Gauner und Diebesgut eben mehr durchlässig als für die Polizei. Die so gern wieder geforderten Grenzkontrollen wären keine Lösung. Die muss man da suchen, dass beidseits der Grenzfläche das Risiko für die Bösewichter steigt.
Denn das Problem besteht nicht darin, dass die Grenzkontrollen nach Polen weggefallen sind, sondern darin, dass man das Geld was für die Grenzsicherung früher ausgegeben hat schlicht eingespart hat, anstatt es in mobile Grenzlandfahndungsgruppen zu stecken, die die Bösewichter dort haschen wo sie ihr Unwesen treiben. Frei nach der alten Polizeiregel, dass man die Verbrecher dort suchen muss, wo sie sich aufhalten und nicht dort , wo sie mal vorbei kommen könnten.
Meister 03.06.2012, 11.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Wegfahrsperre für Amateurdiebe
Ich wunderte mich die ganze Zeit, dass heutzutage massenhaft Autos geklaut werden, die die allerhübschesten elektronischen Wegfahrsperren haben. Nun erfahre ich, dass man die Decoder auf jeden Markt Osteuropas billig erwerben kann.
Da fragt man sich doch nur eines: wenn das so klar und bekannt ist, warum werden die Dinger denn dann überhaupt eingebaut? Soll das den Kunden nur falsche Sicherheit suggerieren, damit sie keine anderen Maßnahmen ergreifen?
Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Autoindustrie es gar nicht so ungern sieht, wenn ihre teuren Produkte masenhaft geklaut werden. Zum Einen fördert es den Umsatz, denn sie müssen ja ersetzt werden ("zahlt ja sowieso die Versicherung!"), zum Anderen erhöht es das Renomee ( das bei Autodieben in XYZ-stan beliebteste deutsche Fahrzeug ist der XYZ TDPPXZ) - ist doch tolle Werbung.
Immerhin erhöht die elektronische Wegfahrsperre die Professionalisierung im Gewerbe der Autodiebe. Amateure sind Auto (sollte "out" heissen, aber Fehler sind auch nur Menschen), man muss schon Profi sein.
Meister 02.06.2012, 11.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Was ist JOURNALISTENPORNO ?
Gesucht wird ein im Moment sehr populärer Begriff, der überall durch die Medienlandschaft geistert, schon Wort des Jahres. Ein Wort das wir vor ziemlich kurzer Zeit noch gar nicht kannten, jetzt breitgetreten wie seines Namensgebers erste Silbe auf dem Trottoir.
Ja genau: richtig erkannt:
Gesucht wurde das Wort "shitstorm".
Man könnte meinen, die Journalisten sind verliebt in diesen Begriff.
Und warum Porno?
Wenn man Porno definiert als Schweinerei, die zu Erregungen führen soll, dann wird es klar:
der Shitstorm ist die Jauchegrube, aus der die Journalisten ihre die öffentliche Meinung aufpeitschenden Ergüsse saugen, macht sie ungeheuer an, ist immer was Aufregendes zu holen.
Wenn irgendwo in der Weite des www irgendwelche Leute unmaßgebliche Meinungen verbreiten, ob sie es wirklich massenhaft tun, oder ob einzelne ein Feuerchen anmachen und es selbst weiter anfachen, dann würde davon der berühmte Sack Reis in China nicht mal wanken, noch viel weniger umfallen.
Aber wenn Journalisten die Ergüsse von wenigen Leuten in Massenmeinung umfälschen, dann kann man prima jede Art von Erregung provozieren.
Die Journalisten in den klassischen Medien sind es, die geringe Fehlentwicklungen im Internet aufbauschen und die Häßlichkeiten wie "Mob" und Diffamierung und Diebstahl geistigen Eigentums u.v.m. erst salonfähig machen und massenwirksam.
Man könnte argumentieren, dass sie es aus Angst tun, denn mancher ehrwürdigen Medieninstitution könnte die Pleite drohen. Man könnte auch anführen, dass die elektronisch bedingten Veränderungen die klassischen Medien so transformieren müssen, und man sich nicht abhängen lassen darf.
Aber ist es nicht in Wirklichkeit so, dass die klassischen Medien ihre Chancen dort suchen müssen, wo ihre Stärken liegen: in sauberem klassischen Journalismus, im Berichten aus der Wirklichkeit, in Nachrichten und Hintergrund. Und nicht in Meinungsmache und Gerüchteküche. Die objektive Berichterstattung leidet unter dem, was man heute für modisch aktuell hält.
Aber mit Verlaub: die Meinungen von 1000 Redakteuren und 1 Mio Shitstormern sind doch völlig belanglos. Für mich sicherlich, aber auch für sehr viele Menschen, die sich mit Grausen abwenden von diesem Zirkus.
Meister 01.06.2012, 11.07 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Ach Hertha !
Aber das hier ist Deutschland, hier hat jeder das Recht auf ein nutzloses Gerichtsverfahren. Natürlich ist das deshalb schon witzlos, weil die "Richter" hier doch auch nur Funktionäre sind. Immerhin erklärt es ganz gut, wie das Rechtssystem der Ukraine funktionieren könnte.
Es wird ausführlich verhandelt, als ob es eine Frage gäbe, dass das Spiel irregulär beendet wurde. Dann wird die Urteilsverkündung übers Wochenende vertagt, obwohl jeder weiß, dass man schnell handeln müßte, wenn man das Spiel wirklich wiederholen wollte. Aber es ist ja auch klar, die Klage wird abgewiesen. auch die Berufungsklage, die natürlich vom gleichen Verband mit den gleichen Funktionären.
Interessant sind dann noch die Erklärungen, dass es sich ja nicht um gefährliche, sondern um freudig feiernde Fans gehandelt habe und dass man in der Berufungsinstanz 8 Stunden Eiertanz produziert, um den Eindruck von Rechtstaatlichkeit zu erwecken.
Aber Schwamm drüber.
Gratulation Düsseldorf zum Aufstieg. Hertha fängt halt mal wieder neu an, der Abstieg war doch nicht zufällig. Der kam als der Verein einen erfolgreichen Trainer als Lügenbaron rauskantete, weil der es gewagt hatte, nur seinen Vertrag erfüllen zu wollen.
Verlierer ist der DFB, der nicht in der Lage ist faire Spiele zu organisieren, das wird man sich merken müssen.
Und die Relegationsrunde sollte man doch besser wieder abschaffen.
Meister 29.05.2012, 10.44 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Senfprobleme
Meister 28.05.2012, 10.33 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Am Ende des Tages...
Das heisst, ich habe was gemacht. Hab ich was Vernünftiges gemacht? Hoffen wir das Beste.
In meiner Profession kann es sein, dass sich mein Hnadeln noch in 100 Jahren auswirkt, denn Neugeborene haben nicht selten eine mögliche Lebenserwartung von 100 Jahren.
Aber wenn sich mein Handeln wirklich in 100 Jahrn positiv auswirken würde, dann wäre es wohl erfolgreich gewesen, glaub ich.
Meister 09.01.2012, 19.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Das Schwein und der Dorfdepp
Die erzählte Karikatur1: Das Schwein und der Dorfdepp
Im Hintergrund die Kulisse eines Dorfes. Ein Schwein mit einem Leibchen mit dem bundespräsidialen Stander drauf wird von Dörflern von rechts nach links durchs Dorf gejagt. Rechts im Vordergrund ein Journalist mit Mikrofon, der einen schnauzbärtigen unverkennbaren ARD-Nachrichtengranden interviewt.
Karikaturtext: Jornalist: »Herr Dorfdepp, wie sehen Sie diese Schweinerei? DD: »Diese Schweine haben einfach keinen Anstand!«
Meister 08.01.2012, 10.49 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Bilanz 2011 und Ausblick
Trotzdem gilt: 'Der alte Schwung ist hin!'
Aber vielleicht nicht für immer, es gibt schon eine Reihe neue Pläne.
Hoffentlich kommt die Lust, sie zu verwirklichen!
Wie wäre es beispielsweise mit der erzählten Karikatur, ist doch nicht schlecht, wenn man nicht zeichnen kann, oder?
Versuchen wir doch gleich mal eine aktuelle!
Meister 08.01.2012, 10.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Lob des Vogelfutters
Aber man kann auch viele Vögel damit glücklich machen!
Meister 11.12.2011, 18.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Der nächste Ärger mit Europa
Es ist doch irgendwie merkwürdig, da hoffen die Politfuzzies jeder etablierten Couleur, dass die Menschen ihre Billionenturnübungen akzeptieren. "Europa alternativlos" und ähnliche O-Töne.
Gut ich bin für Europa, sind wir doch alle irgendwie!
Aber Europa ist nicht unser Europa, sondern es gehört der Politbürokamarilla.
Über alle Köpfe hinweg wird verordnet, gefragt werden die Bürger nie (jedenfalls nicht in Deutschland, da sei dieser und jener vor!)
Das Glühbirnendiktat ist nicht vergessen, man bemerkt es ja bei fast jedem Druck auf einen Lichtschalter. Das sollte für die Umwelt sein, haha!
Jetzt sollen alle Bankkonten und Bankleitzahlen in neue kryprochinesische Codes umgerubelt werden. Warum? Europäische Vereinheitlichung! Muss ja wohl sein, weil wir unser Geld ja demnächst direkt nach Athen und Palermo überweisen werden.
Ich glaube die Bürger haben den kommenden Ärger noch nicht so recht registriert.
Aber es beginnt: auf Formularen taucht jetzt "alternativlos" schon die neuen Verbindungscodes auf, ich kann noch nicht mal plagiieren, wie sie heissen bisher, noch habe ich die einzufüllenden Hyroglyphen irgendwo parat. Bisher helfe ich mir die Zumutung durchzustreichen und die alten Kontodaten hinzuschreiben. Aber keine Hoffnung:
Die heutige Herrschaftstechnik heisst Salamizumutung: erst wird beschlossen, ohne dass es jemand mitkriegt, Zeitlimit irgendwo hinter dem Horizont. Dann arbeiten die Bürokraten an ein paar Millionen Ausführungsbestimmungen, da passiert an der Oberfläche gar nichts. Dann kommen plötzlich die erstenhandfesten Zumutungen (erstmal die eine Glühbirnensorte oder die Einstellung der neuen Kontozugänge in Formulare), dann kann man plötzlich dies und jenes nicht mehr machen, zum Schluß wird dann noch ein europäisches Normenkontrollverfahren daraus.
Ergebnis: Jeder Schwachsinn kommt! Eher später als früher aber immer.
(Gibt es natürlich nicht nur in Europa, sondern genauso in unserem geliebten Vaterland, beispielsweise die "Gesundheits"karte, die keiner will. Haben sie jetzt doch eingeführt, das läßt man am Besten immer die Partei machen die dagegen ist. Natürlich jetzt nur mit einem Bild und sonst nichts drauf. So harmlos und völlig nutzlos, kostet in der Einführung aber schon hunderte von Millionen. Wenn die erstmal ausgegeben sind, heisst es, das schöne Geld darf doch nicht verschwendet sein, also drauf mit den Krankendaten und vernetzt von Ministerium bis Hackerclub. Und wenn wir damit fertig sind lancieren wir mit der PKW-Maut den nächsten derartigen Dunghaufen! )
Aber zurück nach Europa: wer soll denn für diese Art von Europa noch einen Finger krumm machen, einen Wahlzettel ausfüllen oder einen Euro freiwillig rausrücken? Vielleicht nicht niemand, aber sicher immer weniger.
Meister 11.10.2011, 22.50 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram
"Klar zum Kielholen"
Ich bin ja kein großer Freund heutiger journalistischer Performanz, aber dieser Spruch ist gut!
Kielholen ist ja bekanntlich ein klassisches Hybrid von Russisch Roulette und Waterboarding aus dem Zeitalter der Segelschiffe. Dabei wurde der Verurteilte gefesselt an einem Strick unter dem Kiel durch von einer Seite des Schiffes zur anderen gezogen und war hinterher entweder halb ersoffen oder hatte sich das Genick am Kiel gebrochen.
Die Methode dürfte bei den Kapitänen (vornehmlich englischer) Kriegsschiffe populärer gewesen sein als bei den Piraten, aber wenn man einen der Ersteren in die Hand bekam, warum nicht? Auch Kriegsschiffkapitäne müssen vielleicht mal ein Opferpraktikum machen.
Von der Gorch Fock ist nebeinbei nichts dergleichen überliefert (bisher).
Ob die Piraten bei dieser SH-Wahl nun aber gleich Kiel holen werden, ist natürlich noch eine ganz andere Frage.
Meister 11.10.2011, 09.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Wintergetreide
So erklärt sich vielleicht auch, dass eine Familie mit mehren Erwachsenen und zwei Kinder fröhlich quer über den Acker rennt und die Pflänzchen zertrampelt. Die Kinder wollen halt so gerne Drachen steigen lassen, muss man doch verstehen. Muss man das verstehen?
Ich befürchte, dass ess reine Dummheit und Gedankenlosigkeit ist. Wahrscheinlich wissen die Städter weder dass es Wintergetreide gibt, was jetzt schon auf dem Acker steht, wenn man Pech hat (Absolventen heutiger Schulen?) wissen sie nicht mal um den Zusammenhang von Acker, Getreide und Brot. "Bei uns kommt das Brot aus dem Supermarkt!"
Aber vollkomende Gedankenlosigkeit muss zumindest dazu kommen, denn man sieht doch deutlich, dass hier schön regelmäßig aufgehende Saat wächst.
Vielleicht sollten sie doch ein bißchen Angst haben, dass das Schicksal sie zu Wasser ohne Brot verurteilen könnte.
Kann ein Volk sich ungestraft von seinen Lebensgrundlagen entfremden?
Meister 09.10.2011, 10.52 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Werbespruch des Tages
Gönnen Sie sich Holz noch während Ihrer Lebenszeit!
Nicht schlecht, finde ich.
Meister 24.09.2011, 20.44 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
50 Jahre ist's her
am 13. August haben sie die Mauer gebaut. Unmenschlich vom ersten bis zum letzten Tag.
Heute wollen gewisse Leute (Kampfgruppe Betonkopf Section Altersheim) dies zur Friedenstag verklären.
Eigentlich müssten sie es wissen, war beispielsweise Herr Kessler seinerzeit Obermilitarist der "DDR".
In bestimmtem Sinne haben sie auch Recht: da die offene Grenze dazu führte, dass dem "Arbeiter- und Bauernstaat" die Arbeiter und Bauern und alle anderen wegliefen, wäre dieser Satelittenstaat nicht mehr lange lebensfähig gewesen. Dies wollte die Sofjetunion (Adenauerschreibweise) nicht hinnehmen und die Obermilitaristen der "DDR" hätten gern bei einem Angriffskrieg auf Westeuropa mitgemacht.
Dummerweise war der aber riskant, es gab das atomare Patt, auf wen die ach so harte "Nationale Volksarmee" im Ernstfall wirklich geschossen hätte blieb offen, und die Suffjetunion (Gorbatschowschreibweise) war vielleicht doch ein Papiertiger auf tönernen Füssen.
Deshalb wählte man lieber die Mauervariante, die ging zwar auf Kosten der Glaubwürdigkeit des angeblich überlegenen und zukunftssiegenden kommunistischen Systems und natürlich auf die Knochen der eingemauerten Deutschen, die die nächsten 38 Jahre im Volksgefängnis verbringen durften, schob das Angriffsrisiko aber dem Westen zu, den man zwar als aggressiv verteufelte, aber in Wirklichkeit nicht zutraute die Mauer wirklich niederzuwalzen.
So konnten Kessler und andere schöne Jahre verbringen und dürfen heute noch auf unsere Kosten leben und ihre Rente verfrühstücken.
Ob sie eigentlich irgendwo im Hinterkopf wissen, dass sie es der Gnade des Volkes verdanken haben, dass sie nicht an einer Laterne aufgehängt oder ihre verstümmelten Leichen durch die Strassen geschleift wurden.
Meister 13.08.2011, 11.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....
Regen
Es können einem nur die Leute leid tun, die jetzt gerade Urlaub hier machen.
Meister 30.07.2011, 16.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Unwahrscheinlich
Aber man muß ja nicht normal sein, oder?
Meister 26.07.2011, 20.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Der 20.Juli
Als so um diese Zeit am 20. Juli 1944 Stauffenberg und Genossen im Hof des Bendlerblocks von den Freunden des totalen Untergangs erschossen wurden, soll er noch ausgerufen haben: "Es lebe das heilige Deutschland!", so hörte man es überall.
Aber man lernt nie aus, das war wohl ein Mißverständnis. Denn er war ja ein Jünger von Stefan George und deren Sache war eine bißchen andere.
In der George- Biographie heisst es, er habe "Es lebe das geheime Deutschland!" gerufen.
Das erscheint schon plausibler, denn das war das Schlagwort der George-Jünger. Das hat nur vor Ort niemand verstanden, deshalb der Hörfehler. Und die Toten geben ja keine Erklärungen mehr ab.
Was es mit dem "geheimen Deutschland" auf sich hatte ist trotz alledem eine schwierige Frage, hatten sich doch viele der Georgeanhänger sehr nahe mit dem "braunen Deutschland" assoziiert, nicht zuletzt Staufenberg auch. Und der "Meister" selbst war ja schon im Dezember 33 gestorben, konnte also die volle Wirklichkeit dieses angeblich "neuen Deutschlands" nicht mehr so recht mitkriegen.
Trotzdem muss man wohl annehmen, dass die Georgesche Vorstellung eines "anderen Deutschlands", also des "geheimen" bei Stauffenberg und anderen noch nachhallte, als der Gröfaz sich anschickte das "unwerte Deutschland" ins Wallhalla zu schicken.
Die Dialektik der Geschichte hat aber dafür gesorgt, dass gerade die vollkommene und totale Niederlage zu einem neuen und "zukunftsfähigen Deutschland" geführt hat.
Teuer erkauft mit Millionen von Toten, aber konnte man etwas Besseres verlangen, nach dem was man angestellt hatte?
Meister 20.07.2011, 22.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....
Schweigen im Blogsberg? _2
Sollte es wirklich wieder gehen?
Scheint wirklich das Problem mit Fäzbocking &Cie gewesen zu sein.
Danke für die Hilfe ! Es geht auch ohne diese "sozialen (haha!) Netzwerke(hoho!"
Meister 20.07.2011, 22.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Schweigen im Blogsberg?
Jetzt aber endlich Schluß damit.
Meister 20.07.2011, 22.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Testblog
Meister 20.07.2011, 12.05 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Jetzt bin ich aber gespannt
Zuletzt kam ich mir vor wie der chronische Bruchpilot.
Meister 17.07.2011, 11.35 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Schweigen
Schweigen ist aber doch auch eine Art von Aeusserung.
Meister 15.06.2011, 09.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Piratennuckel
Vielleicht sollten die einschlaegigen Piraten-Filme wie "Fluch der Karibik" beim Remake mit Piratennuckel im Mund der Hauptdarsteller gedreht werden.
Nuckel vermindern die Angst und geben mehr Ruhe, vielleicht koennen diese sogar nach Somalia exportiert werden, im Rahmen einer Loesegeldzahlung vielleicht?
Meister 04.05.2011, 10.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Der erste Spargel
Ist die Menge nicht so groß, braucht man auch nicht viel schälen.
In der Pfanne mit nicht zu viel Weißwein al dente gegart und nur Pfeffer und Salz dazu. Wenn der Weißwein weg ist noch etwas Butter bei die Stangen.
Köstlich und zur Wiederholung vorgemerkt
Meister 17.04.2011, 23.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Plagiate und andere Merkwürdigkeiten
Die Plagiatsjäger kommen jetzt erst richtig in Fahrt. Nach so einem Abschuß kein Wunder. Ist ja auch so einfach : es gibt jetzt die Software, die Texte auf Ähnlichkeiten scannen kann, also wird sie auch angewendet.
Das ist genauso wie mit den Hirnscannern: seitdem es die gibt, vergeht auch keine Woche in der uns nicht enorme Belanglosigkeiten über unser Gehirn verkündet werden, zuletzt war es, so weit ich erinnere, dass bei Liberalen der Mandelkern größer ist und bei Konservativen eine andere Struktur, die ich leider nicht mehr plagiativ nennen kann, weil ich sie vergessen habe.
Eigentlich ist es ja auch ein bißchen unfair: es werden Methoden auf Texte angewendet, die es noch nicht gab, als diese Texte entstanden. Heutige Doktorarbeiten werden sicher schon auf ihre Scannerdichtigkeit überprüft, bevor sie eingereicht werden.
Eigentlich würde es mich gar nicht stören, wenn jemand Textpassagen von anderen übernimmt, wenn er es sich selbst erarbeitet hat und verstandesmäßig angeeignet, dann ist es doch ok, die Quellen angeben und wörtliche Übernahmen als Zitate kennzeichnen ist natürlich sauber.
Wenn Faktenwissen aufgelistet wird, dann dürfte eine textliche Nähe zu Standardwerken unausweichlich sein, manche Sachen, kann man einfach nicht besser sagen, als sie schon gesagt sind. Oder man schafft das Berufsbild des Umdichters als notwendigen Handlanger des Dr.in-spe. Der Umdichter klöppelt die Roh-info so zusammen, dass ein kohärenter Text dabei rauskommt, glättet unterschiedliche Stile und verunähnlicht den Terminaltext so, dass er scannerdicht ist.
Die augenblickliche Plagiatsjägerei mag ja ein weiteres Indiz für die Verkommenheit der politischen Klasse sein, die lieber schreiben lässt, als selbst Hand an zu legen. Sie ist aber auch ein Omen über die Titelversessenheit der Deutschen. Ein Politiker muss doch eigentlich kein Doktor sein, rein von der Qualifikation bringt das doch gar nichts.
Wenn die Politik wirklich wissenschaftlich tätige Leute gewinnen könnte, wäre das unter Umständen gut, aber die haben keine Lust, sich in Parteitretmühlen die Ellenbogen zu ruinieren. Solange die Öffentlichkeit als Doktoren verkleidete Politiker goutiert, wird sie sie auch bekommen.
Und was den Plagiarismus selbst betrifft muss man den doch unter andern Aspekten sehen: zum einen unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Schädigung, wenn ich einen Text verkaufe, der einem anderen gehört. Im Grunde genommen gibt es ja gar kein geistiges PrivatEigentum. Alles, was ich mitteile, was anderswo rezipiert wird, ist schon gemeinsames Wissen, Gemeineigentum. Und das sollte möglichst gut zirkulieren, je mehr sich eine positive Erkenntnis verbreitet, um so besser. Deshalb ist Abschreiben ja oft auch nichts weiter als Erkenntnisverallgemeinerung. In der Geschichte hat es das pausenlos gegeben, nicht schlicht Ideenklau, sondern als entwicklungsdynamisches Element . Eine gute und wichtige Erkenntnis, wird sich verbreiten, manchmal so und so schnell, dass keiner mehr weiss, wer es eigentlich erfunden hat.
Die andere Seite ist der Aspekt, wie es bezüglich der Leute (Schüler&Studenten) wirkt, die wissenschaftliches Arbeiten lernen sollen. Ich denke, es ist heute wichtig, dass man die Informationsquellen, sichten, bearbeiten, auswählen und werten kann, daraus entsteht dann etwas Eigenes. Der Prozess sollte transparent und die Quellen offen sein. Übernommene Textpassagen als Zitate kennzeichnen, ist doch keine Schande. Aber wenn man es verpasst ist das eine Unsauberkeit, kein Kapitalverbrechen.
Was schlimm ist, wenn wie ich es unlängst hatte, jemand einfach eine ganze Arbeit, z.B. im Berichtsheft abpinnt, vollkommen ohne sich auseinander zu setzen damit und dementsprechend bei Nachfragen außer heisse Luft nichts produzieren kann. Oder wenn man die Arbeit gleich ganz von anderen schreiben lässt, wie es in den plagiatypischen Kreisen wohl vorkommt.
Meister 16.04.2011, 09.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro
Mal was Triviales
Ich muss mal was Triviales schreiben, sonst denken alle hier, ich bin nur hier , wenn mich was furchtbar aufregt, oder ich wieder mal meine, tolle Wahrheiten verkünden zu müssen.
Also: ich bin mal wieder ziemlich froh, das die Arbeitswoche geschafft ist, ich nur noch durch den Garten zu gehen habe und mich über das schnelle Wachstum der Frühlingstriebe freue.
Wenn mal gar nichts los ist und ich gar nichts machen muss, und alles darf liegen bleiben, zumindest für heute.
Meister 15.04.2011, 18.57 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Sind "Zukunftsforscher" Idioten?
Da wird berichtet, dass die "Zukunftsforscher" den Individualverkehr für erledigt halten, die Menschen würden auf Busse und Bahnen und aufs Rad umsteigen. Und Flugverkehr gebe es 2050 gar nicht mehr, Fernreisen würden mit dem Schiff stattfinden.
Natürlich ist es so, dass Prognosen schwierig sind, besonders wenn sie die Zukunft betreffen (Dikpsez! ich weiß bloß nicht wo das Zitat ursprünglich her stammt, scheint umstritten, ist das dann "freeware"?).
Aber wenn man sich Zukunftsforscher schimpft, sollte man doch statt mit "so isses" den Zeitgeist und die eigenen Vorurteile in die Zukunft zu projizieren lieber etwas Phantasie aufbringen.
Also ich prognostiziere mal, dass es 2050 mehr Individualverkehr geben wird als heute, dass Busse und Bahnen wegen ihrer hohen Kosten, ihrer Unzuverlässigkeit, ihrer Unsicherheit und ihrer mangelnden Kapazität weitgehend abgeschafft sind und das der Flugverkehr ein Mehrfaches vom heutigen sein wird.
Gleichzeitigwerden alle diese Verkehre aber wesentlich anders aussehen als heute: der Individualverkehr wird mit weniger "Hardware" und mehr eigener Kraft stattfinden, aber das wird kein "Fahrrad" mehr sein, was man da betreibt, sondern ein leichtgewichtiges Fahrzeug, dass man auf der Kurzstrecke selbst energisieren kann, aber auch längeren Wegen Energie von aussen für sich nutzen kann, durch Anschluss an Energietrassen oder durch direkte Nutzung eingestrahlter Energie. Diese Revolutions-Autos wird man wohl auch nicht ständig mit anderen teilen, sondern ganz individuell für die eigenen Transportbedürfnisse anfertigen lassen und benutzen. Sie werden dementsprechend auch individuell ganz ansprechend aussehen, nicht von wegen Statussymbol, sondern weil der Selbsttransportierer sein eigenes ich darstellen will, wie er es in seiner Kleidung heute auch schon tut.
Der Flugverkehr wird mit ganz anderen Flugapparaten stattfinden, auch individueller und mit weniger Enregieaufwand, ganz anderen Antriebs- und Flugsystemen, aber er wird zunehmen, weil es natürlich schöner und ökonomischer ist, den Luftraum zu nutzen als immer mehr Verkehrsflächen auf dem Boden auszubauen, besonders auch im Bereich der längeren Strecke. Es wird vielleicht keine Großflugzeuge mehr geben, weil deren Infrastruktur zu teuer ist und zu wenig individuell nutzbar.
Ob man in 40-50 Jahren schon einen "Individual-Luftverkehr" durchführen kann, wage ich angesichts der Kürze der Zeit allerdings zu bezweifeln, aber man kann sich ja überraschen lassen.
Also Fazit: lasst lieber zukunftsromantische Amateure an die Prognosen als zukunftsforsche Idioten.
Meister 14.04.2011, 10.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich
Meinungswas?
Harald Martenstein hat heute wieder den Spruch des Tages:
"Vielleicht gibt es Defizite bei der Chancengleichheit und bei der Meinungsfreiheit, aber eines steht fest: Wir haben in Deutschland die Meinungsgleicheit voll verwirklicht." Tsp3.4.2011,Seite1Spalte1unten(Dikpsez!)
Ich habe zitiert, nicht plagiiert, wohlgemerkt. Deshalb der Spezialschutzvermerk >Dikpsez!<, was bedeutet: "Dies ist kein Plagiat, sondern ein Zitat!". (Nur echt mit dem ! am Schluß).
Um mich nun aber endgültug vom Plagiarismus imminens abzusetzen, möchte ich noch dazu kommentieren: Sorry Harry - Du liegst falsch.
Für Martenstein geht es, er ist ja nicht zuletzt Journalist, darum, dass die Parteien der Einheitsmehrheitsmeinung hinterher laufen und alle die gleiche Sosse verkünden, weil sie meinen, so die Mehrheit zu gewinnen.
Das Problem liegt aber anders: die Einheitsmehrheitsmeinung ist künstlich geschaffen, ein Artefakt sondergleichen. Von wem und wie?
Sagen wir mal vom (Des)Informations-Meinungs(manipulations)PolitKomplex-Syndikat.
Ich sag auch manchmal Propagandaministerium dazu.
Die Medien werden in Deutschland als "Informations"quelle reinsten, neutralsten Wasser angesehen: siehe beispielsweise das >Tagesschausyndrom< : wie viele Leute in Deutschland würden dem Satz zustimmen: >Die Tagesschau informatiert umfassend, neutral und wahrheitsgemäß.< Dagegen der Satz: >Die Tagesschau ist eine nachtrichtenmanipulierende Sendung wie jede andere auch.<
Ich schätze das Ergebnis auf 95: 5 . Fehlertoleranz ca 3%.
Der Beweis dafür steht auch im Tagesspiegel von heute auf Seite 1 im Leitartikel einer gewissen Antje Sirletschov, die versucht der Aufgabe nachzukommen, Westerwelle endgültig fertig zu machen. Überschrift: "Es ist vorbei". Inhalt unwesentlich, geht nur darum die selbstverständliche Notwendigkeit des Abgangs Westerwelles als unabänderlichen Gemeinwillen zu zementieren.
Nun wissen wir zwar nicht, was Herr Westerwelle eigentlich verbrochen hat, außer dass er sich gegen seine Mutti nicht durchsetzen konnte, aber dass das Propagandaministerium nicht vergibt ist an seinem Fall genauso zu exemplifizieren, wie an dem von Rudolf Scharping, der außer baden auch nix gemacht hatte.
Falls es noch nicht in Wirklichkeit so ist, könnte man auf die Idee kommen, dass die entsprechenden Politiker Medien-Schutzgelder zahlen müssen, um im Geschäft zu bleiben, wenn sie sich weigern, werden sie eben fertig gemacht, irgendwo wird sich schon ein schwarzer Fleck finden, den man dann so schön ausmalen kann. Irgendwo wird man schon die empörten Massen finden, notfalls sind die Journalisten manns genug sich die Webforen und Lesenbriefseiten so zusammen zu fälschen, dass der gewünschte Effekt einttritt.
Und wozu das Ganze?
Wie bei beinahe allen Gewalttaten, die ausgeübt werden, vom Überfahren von Tieren auf der Strasse, über das Vergewaltigen von Frauen und Kindern bis zum Anzetteln eines Angriffskrieges unter dem Mantel von Menschlichkeit und Demokratie geht es immer nur um das Eine: Macht, dieses für kleine Seelen so süsse befriedigende Gefühl.
Und was hat das mit Deutschland zu tun?
Von außen betrachtet, ticken hier die Uhren immer noch anders.
Der Rest der Welt, so hat man den Eindruck steht miteinander im Austausch, die machen auch viel Mist, keine Frage ob sie nun Sarkotzy heissen oder Osbama, aber sie werden nicht so von einem Gemeinwillen gesteuert, zumindest wird dort mehr ausgeglichen.
Vielleicht sollte man mal wieder darauf hinweisen, dass Demokratie viel mehr "Cheques and Balances" ist als Mehrheitswille. In Deutschland wird das manchmal vergessen. Und da sind wir wieder beim Ausgangspunkt:
Zitat von Martenstein daselbst: "Was aber wenn die Mehrheit sich irrt? Was, wenn die Mehrheit auf dem falschen Trip ist? Wenn jetzt alle der Mehrheit hinterherlaufen, dann würden sie es bei anderen Gelegenheit wohl auch tun."Tsp3.4.2011,S1Sp3unten (Dikpsez!)
Eine Lösung hab ich auch (jedenfalls für mich):
Deutsche Medien nur noch verdünnt und in kleinen Dosen anwenden, das Gegengift eines gesunden Mißtrauens gegen die Desinfobranche immer dabei haben.
Meister 03.04.2011, 12.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Deutschland und die Welt
Hysterie - teaches nothing !
Meister 27.03.2011, 19.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Spinnt Deutschland ?
Hab ich was verpasst? Liegt Fukuschima doch in Deutschland? Oder wrd der radioaktive Fallout ueber eine Direktleitung nach Deutschland transportiert?
Oder sind es wieder die Medienfuzzies, die eine hysterische Oeffentlichkeit auf jeden Baum bringen, indem sie eine Herde radioaktiv verseuchte Schweine durchs Dorf treiben?
Statt sich um seinen eigenen in Sicherheit sitzenden Hintern zu sorgen, sollte man vielleicht lieber fragen, wie man den armen Japanern helfen kann.
Meister 18.03.2011, 00.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Doppelter Gebrauchswert einer kalten Bierdose
Wenn man schon so bloed ist, sich beim Kerzen anzuenden den Daumen zu verbrennen, sollte man den doppelten Gebrauchswert einer kalten Bierdose kennen (auch den einer lokal erzeugten Pfandflasche,fuer die Korrektis gesprochen).
Man kann die verbrannte Stelle prima damit ein Stuendchen kuehlen, dann ist der Verbrennungsschmerz wieder weg. Dann kommt die zweite Haelfte des Gebrauchswertes dran. Aber vorsicht: gleichzeitiges Austrinken der Dose laesst den Gebrauchswert eventuell zu schnell schrumpfen
Meister 04.03.2011, 00.28 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Guttenberg im boesen Tal
Wie man im Ausland immer wieder anmerkt, haben die Deutschen ein besonderes Verhaeltnis zu akademischen Titeln, so wird der Doktortitel ja auch als Namenszusatz im Ausweis gefuehrt. In der Regierung und auch im gesamten Politestablishment sitzen mehr Doktoren rum, als es auf eine Kuhhaut geht.
Ob die die Arbeiten alle selbst geschrieben haben, ist ein gut gehuetetes Geheimnis.
Deshalb war die darauf angesetzte Wadenbeisser-Wahlkampfkampagnetruppe natuerlich auch gut beraten, Guttenbergs Doktorarbeit mal fachspezifisch auseinandernehmen zu lassen. Das geht ja mit Textvergleichsprogrammen heute gar nicht so schwer. Und wenn man den Geheimauftrag hat einen beliebten Politiker zu erledigen, scheuen die Auftraggeber sowieso keine Kosten, es geht ja ums Wahlen gewinnen, coute que coute! Und vielleicht verfaengt es ja sogar, falls die Waehler nicht von einem anderen Spindoctor (kein Titel, nehme ich an) wieder in die andere Richtung gedreht werden. Denn eigentlich war es ja ein >dirty trick<, das koennte auch rauskommen.Ich denke da nur an die Barschelaffaere, da stand auch Saubermann Engholm hinterher nicht mehr so gut da.
Aber was ist nun mit Guttenberg? Er hat natuerlich Pech, dass die Sache mit dem schlichten Uebernehmen von Textpassagen nach dem >cut and paste< System sich im gesamten Schul- und Akademiebetrieb so pestartig ausgebreitet hat, dass es nicht mehr tolerabel ist. Hat Guttenberg denn nun seine ganze Arbeit abgeschrieben?
Insgeheim denke ich, er selbst haette solche Fehler wohl kaum gemacht, aber hat denn ein aufstrebender Politiker seiner Machart ueberhaupt die Zeit, eine 500 Seiten Arbeit zu erarbeiten, das verlangt ja viel mehr, als man gemeinhin denkt. Vielleicht ist er, der ja mehr Geld als Zeit hatte, ja auch von einem Ghostwritter betrogen worden, und war zu schludderig, um das zu bemerken - ok, Uni, Doktorvater und Gutachter haben das ja wohl auch nicht bemerkt.
Was Guttenberg machen koennte, falls er die Arbeit selbst verfasst hat, waere die Fehler zu beseitigen und sie neu einzureichen, er sollte ja jetzt die Zeit und Musse dafuer haben. Es ist ja schliesslich eine Frage der Ehre, sogar der Famileinehre!!
Damir wuerde er natuerlich reichlich Respekt zurueck gewinnen. Aber hat er das noetig, faellt er nicht sowieso demnaechst wieder die Treppe rauf?
Andere Mitglieder der >politischen Klasse< werden hoffen, dass die Sache sich jetzt wieder beruhigt, nachdem die Kampagne ihr Abschussziel errreicht hat, bevor ihre Arbeiten auch genauer untersucht werden und der Vertrauensverlust der Kernschichten der Gesellschaft weiter voran schreitet.
Meister 03.03.2011, 01.30 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram
Urlaub: schoen&noetig
Es ist aber auch noetig nach diesem Winter. Irgendwie ist man ja irgendwann chronisch fertig und es geht an die Substanz. Letzteres muss man unbedingt verhindern.
Man muss weder fuers Vaterland sterben noch fuer die eigenen Patienten. Damit waere keinem geholfen.
Also erholen wir uns besser und denken jeden Tag weniger an die Probleme daheim.
Meister 01.03.2011, 01.57 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Kindergarten-Tsunami
Es meint die Tatsache, dass die Erkrankungen im Kindergarten im Laufe des Winters tsunamiartig sich aufeinanderlagern und damit eine immer größere Welle entsteht, Quelle der Nerverei für Kinderärzte, Eltern und Kinder, besonders die der 1kw-Gruppe (- 1kw=Erster Kita-winter). Die schlimmste Zeit kommt langsam aber sicher frontal auf uns zu, es ist März-April. Auch der Mai kann noch schlecht laufen, aberda gibt es Lichtblicke.
Was tun? Ich hab da so eine Idee.
Meister 13.02.2011, 15.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Eigentlich müsste man...
draussen was machen.
Aber wie sagt der kleine rosa Schweinehund: mach es dir lieber ein bißchen bequem, mein lieber, die Arbeit läuft schon nicht weg.
Meister 05.02.2011, 12.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Beim Arzt geht es demnächst viel langsamer
Unsere geliebte Heldenregierung, genau genommen ist es natürlich die Vorgängerin mit der Fau Ulla Schmidt am Bürokratieknüppel, aber wenn Herr Rössler sowas nicht stoppt ist er natürlich genauso verantwortlich.
Und was haben sie wieder angestellt, die Kleinen?
Das neue Reizwort heisst "Ambulante Kodierrichtlinien" und bedeutet, dass der Arzt demnächst für jeden Patienten geschätzt 5 Minuten zusätzlich braucht, um aus dem umfangreichen Arsenal der Diagnosen die heraus zu kodieren, die hier zutreffen.
Natürlich versucht die Riege der Ärztefunktionäre, die in der Hölle sicher gleich in der Nachbarröstkammer der Ministrialbürokraten sitzen wird, den Ärzten das als eminent wichtig zur Dokumentation ihrer Ackerei und zur Sicherung ihrers Einkommens zu verkaufen. Das wird zwar nur noch bei wenigen verfangen, ist doch klar, dass die Honorarmenge nach Kassenlage und die Honorarverteilung nach Ellenbogenkampfkraft der Funktionäre erfolgt.
Aber wozu denn dann das Ganze? Im Grunde genommen ist es nur dazu da, ein neues Bürokratenheer zu füttern. Das bisherige Heer hat aus den bisherigen Kodierungen nicht den Funken einer vernünftigen Erkenntnis gewonnen, da liegt doch der Gedanke nahe, dass man mit einem Zusatzheer und einer Stalinorgel voller neuer Bürokratie endlich die Ärzte vollkommen von der Arbeit abhält, die langweilen sich ja sonst.
Für einige Ärzte ist das ja vielleicht gar nicht so schlimm, ist doch die Arbeit mit den Patienten das eigentlich anstrengende und gefähliche an ihrer Arbeit. Da das Honorar ja wie gesagt nicht davon abhängt wird man eben die Zeit am Patienten verkürzen, die Wartezeit verlängern und so die zusätzliche Bürokratie stemmen.
In Wirklichkeit ist ja zusätzliche Bürokratie kein Problem, sehr viele Leute leben davon. Manche sogar ziemlich gut.
Meister 08.01.2011, 15.19 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram
Aufräumen !
Das macht man am besten, indem man aufräumt.
Gestern und heute hat es sich so richtig gelohnt, Bücherregale sortieren und den Staub bekämpfen, wegschmeissen solange es einem noch nicht leid tut.
Ich bin jedenfalls ganz zufrieden, dass ich was erreicht habe.
Meister 03.01.2011, 16.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Ruhe ertragen
Ich denke, man sollte sie nicht nur ertragen, sondern positiv für sich nutzen.
ist es nicht toll, mal gar nichts zu machen?
Natürlich hat man immer viel zu tun, das kann man ja nebenbei auch noch machen, aber einfach mal nichts machen - ist doch auch wunderbar!
Meister 30.12.2010, 19.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schneewehe mediterran
Wenn wir den Winter so hinnehmen müssen, dann sollten wir einfach unsere Einstellung dazu ändern!
Statt lamentieren und frustriert sein, sollten wir zu den Schneebergen eine romantisch mediterrane fröhliche Gelassenheit entwicklen, sie einfach so anschauen, wie wir einen sonnigen südlichen Strand betrachten würden.
Und wenn die Züge nicht so fahren, und wenn die Arbeit nicht so pünktlich anfängt- sei's drum.
Der Winter ist doch auch nur eine Jahreszeit, und je besser wir uns drauf einstellen um so besser.
Vor einem Monat hab ich gedacht: "Nicht schon wieder!"
Aber jetzt denke ich: was man nicht ändern kann, muss man eben akzeptieren und daas Beste draus machen. Das Autofahren bei Eis und Schnee kann doch richtig Spass machen, wenn man sich richtig drauf einstellt.
Und ein bißchen Winterruhe schadet doch auch nicht, gibt doch viel zu tun und auch viel zu faulenzen.
Ist doch allgemein mit dem Klima auch so: wir werden die Veränderung nicht aufhalten, dazu sind wir einfach zu klein. Machen wir also das Beste draus: die Welt ist immer Veränderung und wenn man sich dagegen stemmt, kann man nur scheitern.
Natürlich können wir versuchen, vernünftiger und maßvoller zu leben, aber man sollte die ganze Frage unideologisch genug sehen, um sich nicht verrückt zu machen. Die anderen Milliarden tun das offenbar auch nicht.
Meister 28.12.2010, 18.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Kinder-Model-Wahnsinn
Da wir eine 5jährige vorgetellt, weil sie nicht essen will.
Ja, warum denn nicht?
In der Kita war eine Modenschau, dort hat ein "echtes Model" Klamotten vorgeführt und die kleinen Mädels waren begeistert. Sowas wollen sie später auch mal machen!
Naja, jeder wollte früher Lokomotivführer werden, warum also heute nicht Model? Wird wahrscheinlich auch nur so ein Traum sein.
Aber dass Model sich gleich in Diät und hungern umsetzt, ist schon ein Ding.
Vielleicht halten wir es mal in aller Vorsicht zum Mitschreiben fest: Diät jeder Art ist für Kinder völliger Blödsinn, wenn nicht wegen bestimmten Erkrankungen erforderlich.
Den Kitas müsste man auch mal genauer auf die Finger schauen, fürchte ich manchmal.
Meister 19.12.2010, 15.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Erkältung: plus und minus
Am liebsten wäre ich in Winterschlaf gefallen und erst wieder aufgewacht, wenn alles vorbei ist, dummerweise schläft man nicht so gut, wenn man die ganze Zeit husten muss.
Aber trotzdem eine interessante Frage: warum wurde das Konzept des Winterschlafs eigentlich aufgegeben?
Meister 17.12.2010, 18.32 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Das Dach ist wieder zu
Aber bei "richtigen" Handwerkern hat man einfach auch ein gutes Gefühl, dass sie das, was sie machen auch solide machen.
Meister 17.12.2010, 16.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Dachdecker im Schnee
Aber dann kam ein Anruf, dass sie gestern anfangen wollten und gesagt, getan.
Ich kann die Leute nur abwechselnd bewundern und bemitleiden, wie sie auf dem verschneiten Gerüst herumturnen. Zum Glück haben sie die Schwachstelle gefunden und die wird jetzt schön gedämmt.
Am nächsten Wochenende kommt dann gleich der Härtetest. Es soll bis -18° kalt werden in Märkisch Sibirien. Wenn dann nichts einfriert, werde ich beruhigt sein
Meister 15.12.2010, 11.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Der Winter nervt jetzt schon
Ich darf aaus vollem Herzen sagen, der Winter steht mir jetzt schon bis Unterkante Nasenwurzel.
Meister 05.12.2010, 12.19 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Majo oder Malle
Die Touris heute fahren nach "Malle" und meinen damit nicht etwa Male auf den Malediven, sondern schlicht Mallorca.
Dann sollten sie es doch vielleicht lieber "Majo" eindeutschen.
Meister 28.10.2010, 18.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Coffee to fall
Na dann viel Glueck
Meister 27.10.2010, 13.00 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Cyclone season
My wife loves English poetry.
Her favourite verse is:
"The roof is flying away!"
The cyclone season in northern Australia is predicted to be more severe than usual.
Meister 18.10.2010, 09.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate | Tags: Tropical Cyclone
Stephen Hawking und Gott
In seinem vorletzten Buch hat Stephen Hawking gemeint, es gebe Gott.
In seinem letzten Buch hat er gemeint, es gebe keinen Gott.
In seinem allerletzten Buch wird dann wohl nur ein Satz stehen:
"Ich bin dann mal nachsehen!"
Meister 17.10.2010, 15.50 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Manchmal...
...macht Büroarbeit richtig Spaß. Irgendwie hab ich dann meine bürokratische Phase. Dann ist es schön etwas abzuheften, zu ordnen, den Schreibtisch aufzuräumen und sich daran zu erfreuen, dass alle Sachen, die man auf die lange Bank geschoben hat, schön ordentlich auf einem Haufen liegen.
Meistens dauert der Anfall aber nicht allzu lange - würde ja sonst auch alles zu steril aussehen. Unordnung ist auch Deko, vielleicht sogar das >art deco< des Zeitalters der Chaostheorie.
Meister 17.10.2010, 13.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Ich weiss nicht, ob es was bringt...
...aber ich mache es trotzdem.
Ich boykottiere Plastikflaschen, insbesondere Wasserflaschen.
Früher hatte ich es eigentlich praktisch gefunden, dass man nicht mehr schwere Glasflaschen schleppen musste, aber es sind zwei Dinge passiert: Zum einen kam der Gedanke auf, ob Mineralwasser wirklich besser oder zumindest wohlschmeckender ist als normales Leitungswasser? Ich glaube inzwischen, dass man die Frage mit "nein" beantworten muss.
Zum anderen ist zu befürchten, auch wenn es nicht offiziell bestätigt wird, dass das klare Hartplastik mit Bisphenol hergestellt wird. Dieser Stoff ist in seinen Auswirkungen sehr umstritten, er wird vom Propagandaministerium auch möglichst aus den Medien heraus gehalten, aber er soll hormonartige Wirkung haben und bei Ratten im Experiment zur starken Verfettung geführt haben, so dass bei Menschen ähnliches befürchtet wird.
Man kann sicher nicht die heutige Fettsuchtepidemie dadurch erklären, aber es gibt zu denken, wenn man beispielsweise zunimmt, obwahl man eigentlich von Bewegung und Ernährung abnehmen müsste.
Bisphenole sollen vor allem in Mineralwasserflaschen und Babynuckelflaschen verwendet werden, in welchem Umfang wird möglichst beschwiegen, aber interessant ist, dass es wütende Proteste der Industrie gegeben haben soll, als der Stoff jüngst in Kanada verboten wurde.
Also ich denke, ich brauche weder Bisphenol noch Mineralwasser.
Meister 16.10.2010, 13.05 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen | Tags: Mineralwasser Bisphenol
Diese Blamage gehört dem Senat
...und seinem öffentlichen Dienst:
In ihrem heldenhaften Kampf Deutschland abzuschaffen haben die Roten Brüder im Senat wieder eine hübsche Blamage produziert.
Seit dem Sommer irrlichtert ein "Kind" durch Berlin, 13jährig und staatenlos, der Arme, leider bewaffnet und im Heroingeschäft, immerhin aber strafunmündig.
Jedesmal wenn er polizeilich aufgegriffen wird, bringt man ihn zum >Kindernotdienst<, wo sie sich dem armen Kleinen so herzlich annehmen, dass er am gleichen Tage wieder abhaut. Weil das serienartig vorkommt, zettelt sich eine Diskussion über geschlossene Kinderheime an und reitet durchs Sommerloch.
Jetzt hat man herausgefunden, dass das "Kind" mindestens 21 ist! Was für eine Erkenntnis. Eingeweihte wissen natürlich, dass es objektive Methoden gibt, das Alter von Kindern und Jugendlichen zu bestimmen. Eine solche Feststellung kann natürlich auch gerichtlich angeordnet werden. Dann hat man sie in Berlin zumindest aber noch lange nicht, denn man muss einen Gutachter finden, der es macht. Natürlich ist es richtig , dass sich Ärzte weigern dürfen, das zu machen. Abgesehen natürlich von den beamteten und angestellten ärztlichen Funktionären des Staates. Dass es also Monate dauert bis im benachbarten Bundessland jemand gefunden wird, der ein solches Gutachten erstellt, spricht also Bände über den Berliner öffentlichen Dienst und seine Oberherren: sie fabulieren zwar gern mal öffentlich über geschlossene Kinderheime, aber einen Amtsarzt zu verpflichten seine verdammte Pflicht zu tun, ist natürlich nicht möglich.
Schon lange glaube ich, dass es das grundsätzliche Problem des öffentlichen Gesundheitsdiesntes ist,völlig nutzlos zu sein. Dieses Ereignis zeigt es wieder überdeutlich.
Und die roten Brüder? Sie haben doch gar kein Interesse daran solche Praktiken zu unterbinden, es könnte ja jemand aus ihre potentiellen Wählerschaft abgeschreckt werden vom "Staatsterrorismus".
Meister 09.10.2010, 11.19 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram
Manchmal reicht's einem irgendwie
Arbeit beendet, wurde auch Zeit, manchmal reicht es einem eben. Eigentlich sollte man ja erholt sein, aber ständig was Anderes und meistens nichts Gutes.
Alle haben schöne Ideen, die in ihrem Interesse liegen, bloß keine anderen.
Vielleicht sieht man auch zu viele Leute, kann das nicht schon alleine zur Misanthropie führen?
Meister 08.10.2010, 14.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Aggressiver Säkularismus
Wir brauchen einen konsequenten Säkularismus gegen die Re-Religionisierung, die uns im Moment aufgezwungen werden soll.
Wo der Islam hingehört ist doch gar nicht die Frage. Die Frage ist, ob eine aggressive Religion in Europa und unserem Land die Zivilisation zurück zerren darf. Dass andere religiöse Kreise wie die Papstfreunde oder auch die Käsmänner und -frauen in deren Windschatten auch wieder ihre Herrschaft über die armen Seelen errichten wollen ist dabei nicht ungewöhnlich. Dass die politischen Opportunisten jeglicher Couleur (Zitat: SPD und Grüne fordern Anerkennung des Islam) da mitfeiern wollen, zeigt zwar hauptsächlich die Blödheit der Ideologen, ist aber auch bezeichnend dafür, dass niemand mehr nachdenkt in diesen Vereinen, sondern alle der politischen Scheinkorrektheit anhängen.
In Wirklichkeit ist ein friedensstiftender Konsens doch nur dadurch zu erreichen, indem klargestellt wird, dass Religion Privatsache ist. Es gibt Religionsfreiheit, das bedeutet, jeder darf glauben was er denkt, und der Staat mischt sich nicht ein. Er fördert aber auch sowas nicht: keine Kirchensteuer, keinen Religionsunterricht, keine staatlich bezahlten Imame, und keine öffentlichen Gelder für Kirchen und andere religiöse Einrichtungen.
Jeder darf glauben was er will und seinem Kult nachgehen, aber niemand darf seine Religion jemandem aufdrängen, andere Menschen mit religiösen Missionierungen und Zumutungen drangsalieren oder seine Sichtweise von Gott oder angebliche Beleidigungen seiner Religion zur Rechtfertigung von Verbrechen mißbrauchen .
Meister 07.10.2010, 10.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen | Tags: Islam, Säkularismus, Christentum,
Ein Reinfall
Jetzt bin ich zum ersten Mal bei einem Kindlebuch reingefallen, im Nachhinein hätte ich es wissen müssen: es war für eine medizinische Encyclopädie einfach zu billig mit 13,59 $.
Aber es gab lobende Kommentare: im Nachhinein glaube ich, die haben die Protagonisten selber geschrieben.
Ich bin schon ein bißchen sauer, dass Amazon so was zulässt: es war nicht nur eine schlechte Encyclopädie, es war gar keine! Es war ein Riesensammelsurium von völlig nutzlosen Items, die größtenteils gar nichts mit Medizin zu tun haben, zusätzlich stürzt der Kindle alle Nase lang ab, wenn dieses Objekt aufgerufen wird.
Also man muss schon aufpassen.
Meister 06.10.2010, 23.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Früher gab es Arzthelferinnen...
...heute gibt es >medizinische Fachangestellte<. Früher gab es Lehrlinge, heute gibt es Azubis.
Was das bedeutet konnte man dieser Tage praktisch sehen. Da hatte irgendeiner unserer lieben Klienten offenbar nicht verstanden, dass mitteleuropäische Toiletten nicht mit Einmalhandtüchern abgefüllt werden dürfen, die Patiententoilette war also verstopft, gut, es waren auch menschliche Exkremente vorhanden. Aber mit einem durchaus vorhandenen Teil aus Gummi und Holz ( man erinnert sich vielleicht?!) wäre das Problem von einer Arzthelferin beseitigt worden, denn sie hätte gewusst, dass es nicht so gut weiter geht, wenn die Toilette verstopft ist. Ein Lehrling hätte es auf Anweisung vielleicht auch gekonnt, nur die Azubi würde wohl lieber die Menschenrechtsbeauftragte über diese Zumutung informieren. Aber die medizinische Fachangestellte hat die kompetentere Lösung, sie schliesst die Toilette ab und informiert den Chef. Und was macht der? Wenn er nicht dass Glück hat einen Hausmeister beauftragen zu können, muss der Arzt sich eben selber helfen.
Vielleicht seh ich das ja auch falsch, und es ist wirklich eine Zumutung für hochbezahltes Fachpersonal. Vielleicht hätte ich auch eine Klempnerfirma beauftragen sollen und dann vorsichtshalber vorher fragen, ob sich nicht doch jemand der Anwesenden die 100€ verdienen will, die das gekostet hätte?
Oder hätte ich vielleicht ein kleines praktisches Seminar über die Anwendung eines "Gummispülsaugers" durchführen sollen, um den jungen Damen praktische Lebenserfahrung nahe zu bringen, die sie ja vielleicht später in ihrem eigenen Haushalt mal brauchen können?
Meister 06.10.2010, 22.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Was Wulff eigentlich sagen wollte...
- also: es sollte eine ironische Bemerkung werden!
Der Arme, er hat nicht richtig abgelesen!
Der Respekt vor dem Amt gebietet es anzunehmen, dass er nicht so gut ablesen kann. Damit kann man verhindern sein Verhalten anders klassifizieren zu müssen, ist er doch schon seit Sarrazin so angezählt, dass Köhler ihm gegenüber als ein Riese im Amt erscheint
Meister 06.10.2010, 20.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
So schnell...
Meister 30.09.2010, 15.22 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Ein Schild
Ich wollte doch nur Kuchen mitnehmen und kein Haus kaufen.
Meister 29.09.2010, 14.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Alles wieder auf der Reihe?
Meister 26.09.2010, 12.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Neue Überlegungen
Im Grunde genommen, muss man viel mehr Fragen stellen. Eine Frage-Antwort-Rubrik denke ich da im Moment an, bei der ich immer eine Spontanantwort gebe, aber auch weitere differenziertere Antworten jeweils nachschiebe und zu kommentierenden Antworten einlade.
Und eine dialektische Gegensatz-Rubrik, in der die Gegensätze so richtig aufeinander krachen können.
Und müsste ich nicht eigentlich die Anzahl der Rubriken mal endlich verkleinern?
Meister 25.09.2010, 18.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Zurück gekommen....
aus dem Urlaub und irgendwie neu motiviert!
Wie schon früher gesagt geht es im Grunde um das Mitteilungsbedürfnis.
Es scheint sich wieder aufzubauen, habe ich das Gefühl.
Na, ich will (mir?) mal nicht zu viel versprechen. Ich habe 3 Wochen gar keine Computer angemacht, hatte ihn zwar mit , aber kein Bedürfnis den Einschaltknopf zu bedienen. Dafür habe ich mich mehr dem Lesen gewidmet sowohl elektronisch als auch papierern, irgendwie erholsamer als der ganze Netzkram.
Aber jetzt denke ich, man könnte ja mal wieder was schreiben. Es sind halt so die Schaukelbewegungen des Bewußtseins, oder wie soll man das nennen?
Meister 25.09.2010, 16.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
TV-Schule
Da fragt mich doch die Mutter eines ABC-Scützen, wieviele Stunden fernsehen am Tag sind ok, 4,5 oder auch 6 Stunden. Sie hat einen osteuropäischen Einwanderungshintergrund, troztdem bleibt einem bei der Auswahl die Spucke weg.
Eine andere Mutter mit einem11 jährigen Sohn meint, er sei doch schon sehr frühreif, weil er sich Gedanken über das Verhalten von Prostituierten macht. Das wundert einen aber weniger, wenn man hört, dass sein Realitätsbild nicht zu wenig von Richter Holt und Barbara Salisch bestimmt wird.
Wir machen uns vielleicht immer noch Illusionen in der Frage, wie sehr die Kinder vom TV bestimmt werden, ich befürchte es ist alles noch viel schlimmer, als man denkt.
Also muss man sich wohl darauf einstellen: Warum gibt es eigentlich kein Schul-TV? Man könnte das so einstellen, dass die lieben Kleinen nur die Wahl haben zwischen Schul-TV und TV-aus. Eine interessante Wahl, nicht wahr?
Weiterhin könnte man durch eine einfache aber Deutschland wahrscheinlich tief erschütternde Massnahme die Englischkenntnisse und das Lesevermögen der Kids (und auch der größeren Menschen) stark verbessern: in dem das Synchronisieren von ausländischen Sendungen verboten und unterbunden wird: damit müssten sich die TV-Freaks die Sendungen im sprachlichen Orginal ansehen, und wenn sie es nicht verstehen, müssten sie die Untertitel lesen. Ungeheuer wirksam, glaube ich. Hat schon mal jemand untersucht, ob nicht die bessere Fremsprachenperformanz in kleineren Ländern wie Holland und Skandinavien gar nicht von den Schulen sondern vom TV in der Orginalsprache abhängt?
Meister 24.08.2010, 21.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule
Warum so wenig?
Wenn ich mich frage, warum ich so wenig hier vorkomme, dann gibt es im Moment nur eine vernünftige Antwort: irgendwie ist mir das Mitteilungsbedürfnis abhanden gekommen.
Ich denke zwar manchmal, ich sollte dies oder das schreiben, aber bis ich es zum Schreibtisch geschafft habe, habe ich es entweder vergessen, oder es erscheint mir unerheblich, was auf das gleiche hinaus läuft: wozu soll ich eigentlich etwas sagen, hat es eine Bedeutung?
Man kann die eigene Bedeutung wahrscheinlich kaum unterschätzen, aber das ist ja nicht neu. Man sagt es ja trotzdem, wenn man was sagt.
Aber irgendwie ist es jetzt so, das ich keine rechte Lust habe, sondern lieber im Stillen meinen Gedanken nachhänge als sie breit zu treten.
Jede Phase hat so ihre eigene Bedeutung.
Meister 20.08.2010, 14.29 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Endlich mal...
Endlich mal ein richtig faules Wochenende ohne einen einzigen Termin, ohne was vor zu haben und ohne dass was Bestimmtes gemacht werden muss. Tut richtig gut.
Und es regnet schön und das unterstützt die Faulheit noch, nicht mal Anlass draussen was zu machen.
Meister 14.08.2010, 12.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
An einem Sommerabend
Warmes Sommerwetter, einbrechende Dunkelheit, das Z des Mondes schaut mich durchs Fenster an, es ist ruhig draussen.
Ist es nicht wunderbar? Alles ? Es dürfte ruhig verweilen, denn es ist schön.
Meister 21.07.2010, 22.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Kindle-Erfahrungen
Also ich bin immer noch sehr positiv gestimmt, was meinen Kindle betrifft, habe immerhin schon 3 Bücher gelesen, finde das Abo der International Herald Tribune gut, lese ich auch fast täglich, wie man eine Zeitung eben so liest. Ich habe zufällig auch einen Autor entdeckt, den ich noch gar nicht kannte: G.A. Henty, hat englische Imperialschmonzetten geschrieben, auch schon ein Weilchen tot, aber historische Romane waren auch früher schon mal in.
Das Lesen ist so sehr angenehm, schwer ist es auch nicht das Teil und gut händelbar. Es ersetzt einem nicht die ganze Bibliothek, aber man kann sich mal die Bücher zulegen, die man sich sonst nicht hinstellen würde, weil man nicht so genau weiß ob man sie lesen wird, Oscar Wilde beispielsweise. Hatte ich nicht auf dem Schirm, aber da ich das Gesamtwerk so haben konnte, werde ich auch mal reinschauen.
Außerdem ist so ein Lesegerät natürlich dazu gut, in einigen Büchern gleichzeitig zu lesen, geht sonst auch, aber so ist es wie zappen im TV, auf Knopfdruck ein anderes Buch und zwar immer an der Stelle, wo man aufgehört hat.
Mein buchhändler muss aber keine Angst haben, bei ihm finde ich auch immer was Interessantes.
Man könnte natürlich sagen, ich mache das nur ,damit die noch ungelesenen Bücher mich nicht immer so auffordernd anstarren und durch ihre blosse räumliche Existenz am kaufen neuer Bücher hindern wollen. Ein elektronischer Stapel zusätzlich zum papierenen ? Papierbücher sind jedenfalls ziemlich schwer, besonders wenn man sie verlagern muss, daran denkt man nie, wird dann immer darauf gestossen.
Meister 21.07.2010, 21.42 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Das neue Kult-Getränk !
Meister 14.07.2010, 22.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Inaktivitätsausrede
Meister 13.07.2010, 22.03 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Wer wird Kandidat
Open e-mail an Frau Merkel
Sehr geehrte Frau Bundeskanzler,
Wenn Herr Gauck der richtige Kandidat ist, der nur nicht von Ihnen vorgeschlagen werden konnte, weil die gesammelte Opposition dann aufgeheult hätte, dann sollten Sie den Schachzug von SPD/Grünen dadurch abwehren und übertrumpfen, dass Sie jetzt die Souveränität haben zu sagen: ich finde auch dass Gauck der Richtige ist, wählen wir ihn also. Sie haben vielleicht Sorge, dass man Ihnen das als Wankelmütigkeit auslegt? - das wird man aber nicht, man wird es für genial halten.
Meister 12.06.2010, 19.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Open e-mail
So hat sie nun angefangen die WM
Meister 12.06.2010, 16.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Fuersorgliche Elektronik
Heute morgen ginst es mich wieder fruendlich an mit dem Gesicht von - wer war das eigenetlich?
Egal, geht wieder!
Also hat die eingebaute Sensorik offenbar bemerkt, dass der Leser muede war. Ist doch toll, oder?
Dieses "device" bauen wir dann gleich mal in die Geraete der Computerspielefreaks ein: "Spieler ermuedet: Regenerationsschlaf jetzt beginnen!"
Meister 09.06.2010, 09.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Wie bürokratisiert man den Kinderschutz?
Jetzt haben wir den Salat, das Gesetz und die Ausführungsbestimmungen dazu.
Man merkt bei diesem Vorgehen die buerokratische Handschrift von Frau Lompscher, die im Geiste des buerokratischen Zentralismus ausgewachsen und geschult, schon in der Schweinegrippefrage aehnlich schlimm agierte.
Als erstes schafft mal mal ein Zentralbuero, die "Zentralstelle für Einladungs- und Rückmeldewesen für Kinder-Früherkennungsuntersuchungen."
Dann bekommen alle Kinder Strichcodeetiketten und die Ärzte gleich mit - ist ja alles nur für den Datenschutz. Und dann werden die Ärzte aufgefordert alle Vorsorgen ab 1.6. auf einem gesonderten Meldebogen an das ZB zu schicken, brieflich (nur ohne Strichcode) oder per Fax (nur mit Strichcode). Wenn dann der Zeitraum der Vorsorge vorbei ist und keine Meldung eingegangen, werden die Eltern aufgefordert, mit ihrem Kind zur Vorsorge zu gehen. In der Kinderarztpraxis erfahren sie dann, dass es zu spät ist, die Vorsorge nicht mehr gemacht werden kann.
Meister 07.06.2010, 18.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Nur ein neues Spielzeug ?
Ja, ich habe mir da was Neues zugelegt. Nein, es ist kein iPad!
Manchmal komisch, wie man so beeinflusst wird. Da schrieb eine Frau in einem Artikel, sie habe sich kein iPad gekauft, sondern ein Kindle, weil sie primär nicht Unterhaltung und Zestreuung sondern lesen wollte.
Ihre Beschreibung von dem Kindle war durch Interesse weckend und nachdem ich mir die Sache mal selber angeschaut hatte, habe ich es mir letzten Sonntag bestellt. Allerdings den mit dem größeren Diplay (DX).
Und, oh Wunder, am Freitag ist das Paket aus Kentucky da und die ersten Bücher,die ich bestellt hatte, sind schon drauf.
Ein Zeitungsabo probiere ich auch mal, die International Herald Tribune, habe ich mir öfters gekauft, konnte mich aber nicht zu einem Abo durchringen, weil ich mehr nutzlos rumliegendes Papier befürchtete, aber so kann ich erstmal 2 Wochen sehen, ob ich dazu kommen, die Artikel zu lesen, die mich interessieren.
Positiv beeindruckt bin ich auf jeden Fall von der klaren, gut lesbaren Schrift, der Variabilität der Bildschirmdarstellung, der Baterielaufzeit und desleichten Gewichts und der leichten Bedienbarkeit.
Das Lesen ist sehr angenehm, man kann die Schriftgöße haben, die komfortabel ist, es blättert sich leicht um, man hat nichts Schweres in der Hand, selbst wenn eine ganze Bibliothek drin ist.
Also bisher bin ich begeistert.
Meister 05.06.2010, 12.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Koehler hat's richtig gemacht
Ich finde er hat genau das Richtige gemacht. Er konnte es nicht weiter zulassen, dass auf dem Amt und ihm so herumgertrampelt wurde ohne dass jemand einschritt.
Das sein letztes Interview so boesartig und absichtlich missverstanden wurde hat ihm zu recht gereicht. Vom hergelaufendsten Komiker wie Anstaltinsasse Pirol bis zu den echten Nachfolgern von sudel-Ede, alle hatten sie ihn auf der Rechnung als zum abschuss freigegeben, Und wenn jemand medienmaessig in Deutschland zum Abschuss freigegeben ist, dann gibt es kein Halten mehr.
Natuerlich hat er mit seinem Ruecktritt die Politikasterklasse auch vorgefuehrt, denn es hat sich doch niemand schuetzend vor das oberste Staatsamt gestellt, sondenr mn hat vielleicht gemurmelt, es sei halt etwas ungeschickt. so sehen die Zeichen aus, wenn jemand zum Abschuss freigegeben ist. Er sei halt Seitneinsteiger und mit der Politik nicht so ganz warm geworden - da hat sich niemand gefragt, ob das vielleicht fuer die Verkommenheit des Politbetriebes spricht?
Und jetzt wollen sie wieder einen richtigen Politiker aufstellen. Na da koennen wir uins dann wirklich gratulieren, so eine figur wie Zensursula von der Leine etwa. Bisschen nett aussehen, ein bisschen gefaellig reden, na wenn's denn gewuenscht wird.
Und die Bevoelkerung wird mal wieder nicht gefragt.
Man fragt sich bloss, warum sich jemand von der Poltikikasterclique und den Medienheinis noch ueber Politikverdrossenheit wundert.
Meister 02.06.2010, 11.59 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram
Labskauspfanne Pfeffersäcke vor Helgoland
Heute kochen wir mal Labskaus, also in guter maritimer Tradition: alles was weg muss. Auf die roten Beete habe ich da heute mal verzichtet, aber der Bismarkhering, der muss, und deshalb musste der noch herbeigeschafft werden. Das Kartoffelschälen ist natürlich die Hauptarbeit dabei, es geht, logisch, um Kartoffeln, die sich gerade noch nicht als Frühkartoffeln qualifizieren, also ist das Schälen eine großzügige Arbeit.
Ist das Kartoffelpü fertig, tut man den Rest normalerweise dazu in den Topf und rührt es schlicht rein. Aber heute mal anders: in der beliebten übergrossen Pfanne wird erst Knobi und Zwiebel und Porree angeschmurgelt, dann das Corned Beef dazu, aber nicht zu doll braten. Die frischen Kräuter, quer über die Gartentreppe dazu.Dann Zugabe Pü und Hering, Erbsen. Und der grüne Pfeffer, keine zu schmale Dosis.
Schmeckte nicht schlecht, eher im Gegenteil.
Meister 28.05.2010, 21.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Waschbären in Brandenburg
Die Waschbärenhauptstadt soll ja unbestritten Kassel sein.
Aber sie verbreiten sich weiter!
Da fahr ich auf der B 96 aus Berlin nach Süden raus und es wird gerade so dunkel gestern abend.
Und da rennt doch so ein Viech direkt vor mir über die 4spurige Strasse.
Kein Zweifel!
Meister 28.05.2010, 16.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Das Pfingstwochenende
Meister 24.05.2010, 19.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Arbeitsreiche Tage
Aufgaben. Aber es ist ja auch schoen, wenn alles gruent und blueht. Bloss wenn man jetzt zu langsam ist, dann ist es schnell auch wieder zu spaet fuer alles.
Immerhin haben wir mit viel Muehe das Tomatenhaus fertig gestellt. so viel geschippt habe ich auch schon lange nicht mehr. Und ich war ganz schoen schockiert, wie viele Wurzeln da von ueberall rein gewachsen sind. Immerhin: jetzt sollen sie mal schoen wachsen, dazu muss es aber waermer werden.
Liegt das eiigentlich an der ominoesen Aschewolke aus Island, dass wir so ein kaltes Fruehjahr haben?
Meister 20.05.2010, 13.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Ende einer arbeitsreichen Arbeitswoche
und Beginn eines tätigkeitsreichen Wochenendes.
Eigentlich macht mir ja beides Spaß, aber trotzdem ist es gut, dass die beiden Seiten sich abwechseln.
Gestern musste ich wegen Erkrankung einspringen und mal wieder 10 Stunden arbeiten, da hatte ich dann aber auch genug von der Arbeitswoche.
Es muss eben alles sein Mass haben. Und verschleißfrei oder zumindest verschleißarm arbeiten heisst die Parole.
Immerhin habe ich positive gesundheitliche Nachrichten bekommen in dieser Woche, bleibt nur zu hoffen, dass sich das nächste Woche bestätigt, wenn es drauf ankommt.
So und heute gibt es einen Sack voll Aufgaben zu erledigen, die zwei wichtgsten sind schon gemacht.
Meister 30.04.2010, 09.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schweinepriester im Internet
Meister 28.04.2010, 20.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt
Wiederentdeckung der Vernunft
Meister 25.04.2010, 11.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Arbeitswoche und Überblicke
Meister 24.04.2010, 11.45 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Grün und kalt
Meister 22.04.2010, 10.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Statt Praxisnotizen jetzt >Mein Lambarene<
Ich will mich nicht auf die Stufe mit einem grossen Menschen wie Albert Schweitzer stellen.
Vor einiger Zeit habe ich gelesen, jeder koenne sein Lambarene haben,wenn er wolle. Ich finde das einen interessanten Gedanken, weil es uns nahe legt, dass wir in dem, was wir tun und dort wo wir es tun, uns immer bewusst machen sollen, warum wir es tun und uns von unseren Idealen leiten lassen. Und so soll das gemeint sein: dort helfen, wo man hingestellt ist und das tun, was man tun kann, in aller Bescheidenheit, wenn's geht.
Also Lambarene ist ueberall und ist immer Verpflichtung zu menschlichem Denken und Handeln.
Meister 20.04.2010, 14.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Drittklässler Test
Meister 14.04.2010, 19.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule
Osternozz
Meister 04.04.2010, 12.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Was soll das denn werden?
die Umbenennung von "Haus, Garten, Draussen, Kochen" in "Mein Arkadien" soll den romantischen Sinn im Heimischen ausdrücken.
Die alte Bezeichnung war doch nur eine Beschreibung, die neue soll sagen:
Arkadien - das ist hier !
Es wurde schon früher vom märkischen Arkadien gesprochen, dort wo sich die, die es konnten, versuchten sich ein wunderbares Refugium, einen schönen Park, einen irdischen Zufluchtsort, den besonderen, gelobten Ort zu schaffen.
Wir können das heute alle, wenn wir unsere Imaginationen in schöne Wirklichkeiten verwandeln, die Bilder in Wirklichkeit setzen, etwas werden lassen.
Um so mehr im Frühling, wo die Wirklichkeit sich wie von ganz alleine wunderbar verwandelt.
Natürlich ist das weder ein Anspruch noch ein Versprechen, nur ein Versuch, ein bescheidener Versuch.
Aber sind wir nicht genauso zu loben für das was wir versuchen, wie für das was wir geschaffen haben.
Meister 28.03.2010, 17.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Es wird Zeit
dass ich mich wieder neu aufstelle. Und das mache ich jetzt auch.
Es wird aber mal wieder einiges anders werden, denke ich.
Ich will mehr Romantik und weniger Medienbespiegelung und weniger tagespolitischen Ärger wiederkäuen. Eigentlich möchte ich den ganzen Mediencircus nur noch begrenzt wahrnehmen und ihn gar nicht mehr spiegeln, das wird vielleicht nicht ganz gelingen, immerhin ist ein Blog ja der klasische Ort, den Medienfuzzies die Meinung zu sagen. Aber wozu bloß, man muss doch nicht deren Spiel mitspielen und wenn sie eine Sau durchs Dorf treiben, muss man doch nicht mitmachen, auch nicht auf der anderen Seite.
Und was soll romantischer werden?
Die gesamte Anschauung, auch die Themenbereiche, das hatte ich schon im Urlaub überlegt vor dem plötzlich notwendigen Abbruch. Aber damit machen wir demnächst mal weiter.
Meister 22.03.2010, 10.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Nur so viel
Wenn man von einem schweren Verlust betroffen ist, möchte man gar nichts mehr schreiben.
Aber irgendwann wird man sich erholt haben.
Aber ich bin Romantiker und nicht Seelenexibitionist, die Sache wird im Dunkel bleiben.
Wenn man so nach Deutschland kommt in diesem WInter hat man ein schlimmes Gefühl. Zum einen ist die Luft in den trockenen Räumen fast unerträglich. Zum anderen hat man das schreckliche Gefühl, dass das Land durch diesen furchtbaren Winter schwer gebeutelt wurde, als würde es um sein Überleben kämpfen.
Aber keine Angst, das hier ist Nozz, das Land der Wunder, wir werden es überleben und wir werden in einem schönen Frühling wieder erwachen.
Meister 09.03.2010, 10.23 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schweigen
Meister 02.03.2010, 09.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
First time ever Begegnungen
Kookabooras sind ziemlich grosse Voegel, die auf charakterische Weise lachen, einen grossen Schnabel haben und ueberall besungen,bedidjeridood oder abgebildet werden. Aber wo stecken sie bloss? Unverhofft kommt oft. Heute frueh im Pool sehe ich ploetzlich einene ziemlich grossen Vogel angeflogen kommen, er setzt sich auf das Seil des Sonnensegels und laesst soich anschauen: ein Kookaboora, schoenes Tier, vorher noch nie in echt gesehen. Das macht mich wirklich froh.
Aber an manchen Tagen kommt alles zusammen, mal so und mal anders rum. Wir fahren also heute zum Cape Tribulation, das sind so 100km nach Norden, so ziemlich das Ende der Strecke, die man hier problemlos an der Kueste rauf kommt. Reichlich Urwald dort. dort soll es auch Cassowaries geben, sehr grosse Laufvoegel, auffallend blau-rot und schwarz gefaerbt mit einer helmartigen Haube, in deutsch deshalb auch als "Helm-Kassuar"
Es war jedenfalls ein sehr wunderbarer Tag heute.
Meister 28.02.2010, 12.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Aussie Party
Meister 28.02.2010, 08.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Keep left
Heute erfahren wir, was passiert ist: ein Schweizer Tourist ist aus einem Parkplatz rausgefahren und auf die rechte Strassenseite. Als er merkte, dass es die falsche Seite war, war es schon zu spaet.
Da liegt die eigentliche Gefahr: man faehrt die ganze Zeit links und dann kommt man aus irgendeinem Parkplatz oder einer einfahrt raus und ganz intuitiv ist man auf der rechten Seite. Da hilft nur aufpassen und ein aufmerksamer Beifahrer, der sofort Alarm schreit.
Meister 27.02.2010, 06.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Wochenende in Oz
Meister 27.02.2010, 00.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Horoskopspruch des Tages
Meister 25.02.2010, 10.52 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Zeitverschiebung
Natuerlich weiss man, dass es so ist: 9 stunden sind wir hier der MEZ voraus. Trotzdem ist es immer wieder komisch, dass es hier gerade frueher Morgen ist, waehrend zuhause alle schlafen gehen. Die Kernzeiten sind genau anders herum: waehrend hier 0-6 Uhr ist, ist zuhause 15-21, also nachmittags und abends, wenn zuhause 0-6 Uhr ist, dann ist hier 9-15 Uhr. Am besten kann man kommunizieren mit zuhause von hier aus zwischen 18 Uhr (=9 UHR MEZ) und 24 Uhr (=15 Uhr MEZ) Am hiesigen Morgen geht es auch notalls: zwischen 6Uhr (=21 Uhr MEZ) und 9 Uhr (=24 Uhr MEZ).
Schlimmer ist es allerdings, wenn man sichj von der einen in die andere Zone bewegt, mir graut schon wieder vor dem bloeden Jetlag. Vielleicht sollte man wirklich ein round the world ticket nehmen: mehrere kleinere Zeitverschiebungen und immer in die gleiche Richtung bis man ueberraschender Weise wieder zuhause eintrifft.
Meister 24.02.2010, 23.19 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Klimaschutz in Australien
Dummerweise gilt auch hier, wie ueberall, dass gute Absichten nicht unbedingt zu guten Ergebnissen fuehren. Man hat ueberhastet, weil man daheim und in der Welt einen guten Eindruck machen will, ein milliardenschweres Hausisolierungsprogramm aufgelegt, das aber voll in die Hose gegangen ist. Die Hausbesitzer brauchten gar nichts zu bezahlen, sondern nur bei einer Firma zu unterschreiben, die haben die Isolierung gemacht und daas Geld direkt vom Staat kassiert. Kein Wunder, dass sich die dubiosesten Firmen auf dieses Geschaeft gestuerzt haben und die Dachisolation auf laecherleiche Weise durchgefuehrt wurde: sie haben schlicht eine Art Alu-folie auf die Zimmerdecken der in der Regel eingeschossigen Haeuser gelegt, Nicht etwa unter das Dach sie gepappt, nein einfach auf die Decke gelegt. Der eine Punkt dabei ist, dass sie voellig ineffektiv ist, die Waerme ist schon im Haus und findet auch ihren Weg weiter nach unten. Waere ja alles nicht so aufgefallen, wenn sie dabei nicht die folie auch auf die Stromleitungen gelegt haetten und die waren oft nicht so perfekt isoliert, so sind einige Arbeiter zu Tode gekommen und auch ein paar Haeuser abgebrannt. Damit war der Skandal da und der frueher bei Midnightoil spielende Umweltminister Peter Garrett hat grossen Aerger, will's aber nicht gewesen sein.
Dass dieses Programm total uneffektiv war, ist dabei kaum thematisiert worden.
Sie haetten dieses Geld besser in die Entwicklung eines Produkts gesteckt, dass die ganze Klimaanlagenfrage umwaelzen wuerde: wo es heiss ist, scheint in der Regel auch viel die sonne, also muesste man ein "self-contained solar powered A/C Device" entwickeln, eine Klimaanlage, die ohne Stromversorgung nur von ihrer eigenen Solarzelle betrieben wird. Damit koennte man das Leben in vielen Teilen der Welt ertraeglich machen, ohne CO2-Ausstoss. Die Komponenten dafuer gibt es, es ginge also nur darum, sie so aufeinander abzustimmen, dass man das Teil zu einem vertretbaren Preis wegtragen kann. Ich finde die Idee eignetlich so gut, dass da in absehbarer Zeit jemand sowas bauen musste. Schade dass man sowas nicht selbst entwickeln kann, das wuerde mir Spass machen - ja, ich habe keine Ahnung und das ist viele Nummern zu gross, man wird doch mal traeumen duerfen.
Meister 24.02.2010, 10.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich
Einfach nur...
Schade dass es so oft daran fehlt.
Meister 24.02.2010, 05.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Sandalen reparieren?
Meister 23.02.2010, 12.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Auf dem Felsen
Meister 23.02.2010, 08.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Born as a Sturmtief
Unterschaetze ich den Wunsch einer Frau zu tanzen? Walzer, oder was ?
Meister 22.02.2010, 08.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Sozialstaatsumbau
Dabei ist voellig klar, dass dieser >Brot und Spiele<Sozialstaat keine Zukunft hat, er ist nicht mehr zu bezahlen und foerdert mit den falschen Anreizen die falschen Leute. ein solidarischer Sozialstaat wuerde Arbeit und Chancen geben, statt die altroemische Stimmenkaufpolitik fortzusetzen.
Was mich aergert ist, dass man in Deutschland mit solcher Pseudomoral populaer ist und ganze Kampagnen lostreten kann, um eine wirklich inhaltliche Diskussion schon im Keim zu ersticken. Dabei waeren in einer solchen Veraenderung durchaus grosse Chancen im Sozialbereich gegeben. Nur noch Geld fuer Arbeit wuerde auf der anderen Seite auch heissen muessen, dass der Staat diese Arbeit in einem anderen Sektor auch schaffen muesste, dass wuerde ein Recht auf Arbeit ansprechen, welches natuerlich nicht Pflicht zur Arbeit ist, sondern lediglich die Moeglichkeit fuer jeden seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, damit auch die Mindestlohnfrage sich ganz anders stellen wuerde, denn niemand koennt weniger zahlen als die staatliche Beschaeftigungsgesellschaft. Und wer soll das alles bezahlen? alle heutigen Sozialtoepfe stehen dafuer zur Verfuegung und die damit zusammenhaenfgenden Fragen sind zwar offen, aber erst dann loesbar, wenn man die Diskussion ueber den Umbau des Sozialstaates zulaesst, was im Moment durch die Gutmensschenriege mit allen Mitteln verhindert werden soll. Warum eigentlich?
Wer tut eigentlich Frau Bischoefin weh, wenn man darieber nachdenkt, wie man unser Land zukunftsfaehiger macht und die Menschen aus dem Brotundspiele-Ghetto befreien kann? Glaubt jemand wirklich, dass man mit DauerHarztIV, selbst wenn man es umbenennt und verdoppelt jemanden gluecklich machen kann, den man zum Parasiten erzieht?
Ist denn HarztIV nur schlecht? Es gibt eine Gruppe von Leuten, die man auch nicht vergessen sollte: Kuenstler und Freischaffende, die nur durch solche Transfers ohne schlimmste materielle Not etwas schaffen koennen, was sonst nicht werden wuerde. Aber auch fuer derartige "Boheme-Probleme" koennte man eine Loesung finden.
Meister 21.02.2010, 07.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram
21. Februar
Meister 20.02.2010, 22.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Das Kreuz des Suedens
An dem Morgen als wir um 4 Uhr frueh in Darwin ankamen, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: da war das Kreuz in voller Schoenheit und dort die Pointers und dort also der Himmelssuedpol! Eine ganz einfache Erklaerung. Da sich der Suedhimmel um den himmelssuedpol dreht, steht dieser Pol auch nur 16* ueber dem Horizont, seine Hoehe ganz analog der des Nordsterns bei uns. Also sieht man um diese Jahreszeit das Kreuz auch nur in den Morgenstunden so wie man es sehen moechte, abends ist es etwa 90* verdreht und recht horizontnah. aber morgens um 4-6 Uhr ist es voll praechtig, so wie man es sich romantisch vorstellt.
Meister 20.02.2010, 11.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Vegetarische Austern, gibt's das?
Nachtrag: Ich hab's nicht probiert, aber ich koennte mir vorstellen, dass beides auch ganz gut zusammen schmeckt!
Meister 19.02.2010, 14.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Roo Pooh
Da beklagt sich der oertliche Fussballclub in der Zeitung, dass sein Trainingsplatz jeden abend von hunderten von Wallabies heimgesucht wird, sie auf dem Rasen aesen und ihre Geschaefte verrichten. Und die Fussballer rutschn dann natuerlich leicht aus auf den weichen "Droppings" auch "pooh" genannt. Einen Zaun haben sie schon, aber der wird von den flinken Tieren unterwandert oder ueberwunden, was tun ?
Also vielleicht sollte der faire australische Sportsman mit den Roos um die Platzherrschaft boxen, aber die Wallabies sind j die kleine Art, das ware nicht fair, auch nicht im Ueberzahlspiel. Besser waere es wahrscheinlich, die Duengung des Platzes zu akzeptieren und vor jeder Trainingseinheit den Platz richtig zu waessern und zu planieren. Schliesslich muessen die Tiere ja auch ihren Lebensraum haben
Meister 19.02.2010, 11.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Markttag
Meister 19.02.2010, 00.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Cairns wiederbesucht
Die Statue von Captain Cook haben sie jetzt mit einem roten Mantel versehen, der wuerde sich im Grab umdrehen, wenn er hier eins haette, dass sie ihn posthum zu den Redcoats (=Infantrie) versetzt haben.
Die Probleme mit den Marine-Stingers sind unveraendert, liegt jetzt aber auch daran, dass die Biester bei Nordwind voll an die Kueste getrieben werden.
Aber wir haben zum Glueck einen schoenen Pool, koennen am Strans sitzen und dann zum Schwimmen zum Pool rueber gehen. Sie haben ja diese "swimming enclosures" hier, also Netze, aber die halten die kleineren gefaehrlicheren Irukanji-quallen nicht ab. Und die Praxis, den Strand fuer 2 Tage zu schliessen, wenn es einen Irunkanji-stich gegeben hat und dann wieder aufzumchen, ist doch ein bisschen blauaeugig.
Meister 18.02.2010, 11.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Gewitternacht
Meister 17.02.2010, 23.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
T.B. Tavern
Die Naechte sind tropisch warm, eigentlich schalten wir die Klimaanlage aus, um den Ozean rauschen zu hoeren. aber wenn es zu warm ist, muss man die Tuer schliessen und sich mit dem Rauschen der Klimaanlage begnuegen.
Meister 17.02.2010, 00.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Wieder in Trinity Beach
So, jetzt erstmal auspacken, eine kleine Runde geschwommen im Pool sind wir auch gleich. Wir wollen jetzt mal etwas zur Ruhe kommen und mit dem Erholen anfangen.
Meister 16.02.2010, 04.48 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Auf in die heisse Stadt
// ja da war die Internetverbindung abgelaufen, man konnte im Hotel immer 24h buchen, und wenn die rum sind, muss man neu bezahlen.//Jedenfalls waren wir an dem Abend noch in Downtown Darwin und haben auf der Wharf ein bisschen was gegessen und in der Stadt noch ein bisschen guiness getrunken.. Die Kellnerin in der irischn Kneipe war eine Studentin aus der Naehe von zuhause. Es gibt viele Jugendliche Backpacker, die hier arbeiten und dann reisen, soweit das verdiente Geld reicht. die Bezahlung soll zumeist nicht so sehr gut sein, aber immerhin kann man mit einem solchen Studentenvisum hier legal arbeiten, was bei uns sicher ein Riesenproblem waere.
Meister 15.02.2010, 06.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Tropisches Erwachen
Denk ich an Deutschland am Morgen, mach ich mir ueber diesen Winter langsam sorgen.
Gerade aus der Ferne hat man das Gefuehl, dass dieser winter jetzt doch verschleissend wirkt und dass nur Maerz oder noch besser April weiterhelfen werden. Es hat auch schon harte Winter gegeben bei denen ein schoenes fruehes Fruehjahr dann die Erloesung gebracht hat. Hoffen wir also darauf. Ich schicke schonmal ein Paeckechen Sonnenschein: >Geschenksendung! Keine Handelsware!< Es moege nuetzen!
Meister 14.02.2010, 23.41 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Zurueck in Darwin
Nun aber zu etwas voellig anderem:
34* und sonne, schoener tropischer Abend jetzt in Darwin, eine Luft wie Samt und Seide. Wir sind noch nicht lange wieder hier.
Gestern morgen sind wir aus Alice Springs weg und haben gestern 900km gefahren, voll nach Norden den Stuart Highway rauf. Es faehrt sich einfach sehr gut hier, weil man kaum ein Auto trifft. solange es Tag ist, gibt es keine Probeleme mit 120km/h auch 120 km in der Stunde wirklich voran zu kommen. Wir wollten gestern eigentlich bis Renner's Springs kommen, das waeren 650km gewesen, aber wir waren so frueh da, dass wir uns zur Weitefahrt entschliessen mussten, was soll man den Nachmittag in einem Motelroom verschlafen? Bevor es dunkel wurde, 250km und zwei heftige Gewitter weiter erreichten wir Daly Waters, einen "Kultpub" mitten im Nirgendwo. Dort haben wir in einer Cabin gemuetlich uebernachtet, ringsum naechtliches Wetterleuchten.
Heute morgen hatten wir dann nur noch 600km bis Darwin zu fahren und die zogen sich doch mehr als gestern, aber um 5 waren wir schlielich da, also vor etwa 5 Stunden.
Es ist so schoen , dann in ein schoenes Hotelzimmer zu kommen und die Klamotten von sich zu schmeissen.
Frisch renoviert sind wir zum Essen in die Stadt gelaufen, das ist ja nicht so weit hier. Danach waren wir so unternehmungslustig, dass wir noch zur neuen Waterfront runter sind, und sehr ueberrascht, was sich in 2 Jahren veraendert hat, man erkennt es gar nicht wieder. Damals war es aber aus sehr verregnet gewesen, waehrend heute am Valentienstag alle Aussis offenbar ihre Liebsten ausfuehren. Auf jeden Fall ist es ein toller warmer abend und es sind so viele june Touristen hier, dass man sich fragt, wer diesen Geheimtipp wohl so verbreitet hat.
Meister 14.02.2010, 13.21 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Feuchte Wueste
Unser Programm heute waren die West Macdonnell Ranges, spektakulae Hoehenzuege westlich von hier, Schluchten und Flusstaeler, die normalerweise aber trocken sind. Bloss wenn es regnet...
Es drohte dann von Osten her schon seit mittags Gewitter, aber wir haben uns an der vielleicht schoensten Stelle, Glen Helen, dazu entschlossen doch den Rundweg weiter zu fahren, auch wenn dort unbefestigte Strasse drohte. Wir sind sogar noch an das spektalulaere Gosse Bluff, wo vor 140 Mio Jahren ein Meteorit eingeschlagen sein soll. Dann fing es aber an richtig zu regnen und wir mussten uns auf den Heimweg ueber Herrmannsburg machen. Die unbefestigte Strasse macht zunaechst einen guten Eindruck, wenn sie ein bisschen nass wir ist das ja eher gut, wassergebundene Fahrbahndecke, pflegte mein Vater frueher dazu zu sagen. aber die Wasserprobleme sind eine Funktioon von Intensitaet und Dauer, will sagen, bei starkem Regen wird es nach einer Weile ungemuetlich. So war es dann auch, erst werden die Pfuetzen immer groesser und tiefer, dann ist die ganze Fahrbahn zunehmend aufgeweicht, und richtig los geht es, wenn das Wasser in den Dips steht und den Floodways quer ueber die Strasse stroemt. Aber es sind immer noch 20 km bis Hermannsburg und die werden nur allmaehlich weniger. So ein 4WD hat gute Moeglichkeiten auch noch durch 40-50 cm Wasser zu kommen, irgendwann wird es dann eng, besonders wenn man dann einen Hang rauf muss, auf dem Wasser und Erde runter stroemen. Wenn man stecken geblieben waere.... naja, nicht so lustig, sind wir aber nicht, Nach Hermannsburg war die Strasse wieder sealed und die Probleme mit dem Regen liessen auch nach. Es hatte sich ganz schoen abgekuehlt, von 34 auf 22*. Aber das ist auch schoen, kann man die Fenster aufmachen und ein wundervoller Eukalyptusduft stroemt durchs Auto.
Meister 12.02.2010, 11.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Besuch beim Baden
Wir finden auch einen schoenen Pool und das Wasser ist herrlich, der "Gebirgsbach" hat vielleicht 28-30*.
Indem wir entspannt im Wasser liegen, kommt ein Besucher: ein Lizard, vielleicht 1 bis 1/2m lang. Die Echse guckt ganz interessiert, sie ist offenbar an Menschen gewohnt. Umgekehrt gibt es aber Leute im Pool, ich nenne weder Zahl noch Namen, die gar nicht an schwimmende Grossechsen gewohnt sind und einen heilgen Schreck kriegen, als das Tierchen ins Wasser kommt. Bevor aengstliche Nozzies aber den Pool raeumen koennen, ist der ruecksichtsvolle Gast schon durchgeschwommen und steigt auf der anderen Seite wieder ganz geruhsam aus dem Wasser und geht seines Weges.
Meister 12.02.2010, 01.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Alice Springs
Heute frueh gab es dann noch ein Ereignis, das ich demnaechst noch extra erzaehle!
Aber abgehakt als "road adventure".
Die Landschaft entwickelt sich allmaehlch immer mehr Richtung Wueste, aber es ist recht gruen, denn noch haben wir die feuchtere Zeit des Jahres, Regenzeit waere hier wohl zuviel gesagt. Es ist unterhaltsam der Landschaft zuzusehen. Es gibt massenhaft Adler, die ihre Kreise drehen, sie werden schein bar von der Strasse angelockt, die Futter produziert, vor allem wohl nachts. An einer Stelle steht neben den ueblichen Kuhwarnungen noch ein spezielles "cows on the road"-Schild. solche etwas spontan wirkenden Schilder sollte man hier immer ernst nehmen, ersst laufen ein paar Kaelber ueber die Strassse, was nicht so schlimm ist, aber dann sprintet unvershens ein Jungbulle vors Auto, was wohl irgendwie stierkampfartig gemeint ist. Seis drum, er hat's ja ueberlebt.
30km vor alice ist der Wendekreis des Steinbocks, also Ende der Tropenzone. Das hindert Alice nicht daran 38* heiss zu sein.
Liegt ja ganz huebsch das Staedtchen, aber es ist ein Nest. 10x kleiner als sein Ruf, wuerde ich sagen. Wir haben ein sehr schoenes Hotel, kann man nicht meckern, aber die auswahl ist hier auch gross.
Meister 11.02.2010, 14.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Darwin/Mataranka/Tenannt Creek
Wir sind jetzt in Tennant Creek, das ist noch 500km noerdlich von Alice Springs mitten im Outback.
Schon gestern waren wir wirklich sehr weit weg von allem in Mataranka, zwar nur 500km von Darwin dafuer die Heimat des Buches "We of the Never Never".
Na ich werde ueber gestern noch was extra schreiben wenn ich kann.
Heute frueh haben wir wundervoll gebadet in einer 34* warmen Suesswasserquelle, die zwar "Bitter Springs" heisst, aber wundervoll klares wohlschmeckendes Suesswasser enthaelt,umstanden von Palmen und Eukalyptusbaeumen. Blaue Seerosen, idealisieren das Bild. Um die Zeit morgens war noch niemand dort, aber der Badeplatz ist voellig krokodilfrei. Wenn es eine Quelle der ewigen Jugend gaebe, muesste sie etwa so aussehen.
Tut mir ja leid wegen dem Wetter zuhause!!
Meister 10.02.2010, 09.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Der Tag in Darwin
Das Wetter ist morgens sonnig und nachmittags gibt es eine heftige tropische Schauer, das soll um diese Jahreszeit die Regel hier sein.
Und verschlug diese Schauer ins "mosoons", wo man gemuetlich dden Regenschwaden zusehen konnte, ohne nass zu werden. Das Bier schmeckt gut, genauso das Essen, junges internationales Publikum, auch eine Menge Deutsche, wie es scheint.
die Schauer ist dann auch bald vorbei, und alles dampft, die Sonne scheint wieder.
Meister 08.02.2010, 13.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Planaenderung
Also umdisponiert, wir koennen auch etwas anderes machen, von Darwin nach A,lice Springs fahren und dann wieder zurueck, und das Auto wieder hier abgeben und 1500 AUD gespart. Naja nicht ganz, der flug von DRW n ach CNS kostet uns 300 Euro.
die Sache hat auch noch eine positive Nebenwirkung: die Fahrt nach CNS waere bei der momentanen Lage sowieso nur auf dem grossen Highway moeglich gewesen, alls andere ist wegen Ueberflutung gesperrt, und dieser Weg scheint auch noch ziemlich langweilig. Und in Alice sind wir noch nie gewesen, eine Bildungsluecke sozusagen. Es gibt natuerlich Reisefuehrer die sagen, in das rote Zentrum sollte man um diese Jahreszeit nicht fahren, aber seit wann hoeren wir auf Reisefuehrer?
Meister 08.02.2010, 11.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Zeit- und Klimaanpassung
Die gleiche Massnahme (Geduld) erfordert die Klimanpassung. Wenn man wie eben nachdem Fruehstueck unvrsehns ins Freie tritt, dann ist es schon ein bisschen kreislaufschockend. Und den Hut und die Sonnenbrille sollte man auch dabei haben.
Gestern wenigstens ohne Sonnenband davon gekommen, abr ein bisschen scheint die krankhafte Winterblaesse schon zu weichen ,wenn ich in den Spiegel sehe. Und auch die Haende sehen nicht mehr so trocken und bleich aus, das war in den letzten Wochen zuhause ja echt furchtbar.
Meister 08.02.2010, 00.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Nochmal zu Singapore
Und nicht nur sind alle freundlich, hilfsbereit und relaxt, sondern es klappt auch alles, das erscheint wirklich phaenomenal manchmal.
Es ist eindeutig der beste Platz fuer ein Stopover bei einem Flug in die asiatisch-pazifisch-ozeanische Region.
Meister 07.02.2010, 12.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Angekommen in Darwin N.T.
Wir sind im alten Holiday Inn in Darwin, der schon damals den verheerenden Cyclon Tracy mitgemacht hat, und schauen ueber den Darwin Harbour, wo sich jetzt nachmittags ein Gewitter aufzubauen scheint.
Man muss sich jetzt erstmal neu sortieren und begrifen, was eigentlich los ist.
Wir sind um 2.40 local time angekommen, mit Jet Star aus Singapore. 4 Stunden Flug von dort. Die interntionalen Fluege kommen fast alle um eine deartig ungewoehnliche Zeit an, meist weil sie noch weiter fuehren.
Man ist darauf aber eingestellt, die Hotelrezeption ist darauf aber mit 24h-Dienst eingestellt, und Fruehstueck gibt es ab 3 Uhr frueh, fuer den Jetlag Hunger, denk ich.
Natuerlich merkt man jetzt allmaehlich, was man alles vergessen hat.
Und man kriegt sofort vorgefuehrt, dass man auf die sonne aufpassen muss.
Wir haben das fruehe Fruehstueck glech mal genossen und dann haben wir uns erstmal ausgeschlafen, die Klimaanlage von den voreingestellten 20 auf 25 Grad hochgestellt. Zuhause wuerde man bei 20 grad frieren, hier mahen sie es absichtlich, aber 25 ist wirklich angenehm, vor allem viel angenehmer als die 25Grad Heizungsluft zuhause.
Den Pool probiert, das Wasser ist unnatuerlich heiss, moechte ich fast sagen, kein Wunder die Sonne scheint drauf. Da wir nur kurz baden wollten, haben wir uns nicht eingecremt, aber gleich gemerkt, dass das keine gute Idee war, man kann sich wahnsinnig schnell verbrennen, man spuert direkt die Strahlung auf der Haut, abe rgerade noch rechtzeitig wieder raus aus dem Pool, ein Sonnenbrand am erstenTag? Nein danke!
Also schoene Gruesse von Oz nach Nozz, bis bald.
Meister 07.02.2010, 08.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Von Nozz nach Oz: Singapore
Liebe Bloggsburger,
da sind wir nun in Singapore angekommen. Merkwuerdig vertaut hier alles auf dem changi-airport. Nach 12 Stunden Flug ein Transit Hotel ist supergut.
Ausgeschlafen geht es in 2 Stunden weiter nach Dariwn N.T.
Kaum ist man ein paar kilometer raus aus Nozz, schon sieht die Welt ganz anders aus.
Bleibt alle gesund und bloggy.
Meister 06.02.2010, 12.28 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
So - fertig
Dann lebt erstmal wohl, liebe Bloggsburger!
Ich lasse von mir hören. - Bald !
Meister 04.02.2010, 22.45 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
R.D.Precht: Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
Wenn ich genauer nachdenke, kann ich nichts Spezifisches erinnern. Ist es wirklich nur ein Zeitvertreib?
Meister 04.02.2010, 18.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Diese Woche
Arbeitsmäßig war diese Woche die Härte und ich kann froh sein, wenn sie überstanden ist.
Alle in Ferien gefahren, bloß die Kranken nicht. Der Winter geht irgendwie seinem Höhepunkt in puncto Nerverei entgegen.
Und es wird ein langer Höhepunkt: der kinderärztliche Winter dauert bis Mai. Mal sehen was als nächstes kaputt geht, im Moment ist das Tor dran, sollte man bei Schnee und Frost besser offen lassen (Merk Dir das für den nächsten strengen Winter in X Jahren!).
Also nun die Neuigkeit: Ab morgen kein Schnee mehr, Schluß mit diesem Monsterwinter.
Wieso, weshalb?
Noch ist es ein Geheimnis, aber ein süsses Geheimnis!
Meister 04.02.2010, 10.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Heftiger Tag gestern - und heute?
Es ist Winter, und es ist die Ferienwoche. Alle sind wohl weg, bloß die Kranken nicht. Es war schon klar, dass ich den Hauptteil des Tages alleine dastehen würde, aber dass der Terminkalender dann auch noch voll ist, war schon ein Schock. Damit waren heftige Wartezeiten programmiert, aber wozu sich aufregen. Was man von den Chirurgen lernen kann, ist, die Arbeit immer in aller Ruhe konzentriert voran zu treiben ohne jegliche Rücksicht darauf wieviele warten, ob Chaos und Wut draussen toben, oder ob man unter Beschuß steht.
Also einfach die Arbeit machen: "shut up and play yeer guitar!"
Viele wirklich kranke waren gestern zum Glück nicht da, nur die übliche >hu-schnu-du<-Riege natürlich mit einer Untermischung von >fi-hs< und >e<, aber manche Leute haben in den Ferien mal so richtig Zeit mal zum Arzt zu gehen, Kuranträge ausfüllen zu lassen oder Fragenkataloge abzuarbeiten, die man schon immer mal fragen wollte.
Ist ja alles legitim, aber manchmal ist es schlicht auch schwierig, besonders gegen Schluß, wenn man langsam nicht mehr weiss, was die Leute eigentlich von einem wollen, ein komisches Gefühl.
Und heute das gleiche Spiel?
Allein bin ich jedenfalls immer noch, aber es ist Dienstag, da müssen vielleicht nicht so viele kommen und außerdem wird das virtuelle Maßband an dem ich die Tage bis zum Urlaub vor meinem inneren Auge abschnippele immer kürzer: Land in Sicht!
Meister 02.02.2010, 09.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Der Schneemann des Winters 09/10
Meister 02.02.2010, 09.22 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Eislaufen und Schneemannase
Also wirklich eine formschöne Eisnase habe ich für den Schneemann gefunden, die Kritiker sagen, man kann sie von Weitem nicht so gut sehen. Aber mal ehrlich, soll man so einen Zinken haben, dass man ihn aus 30m hervorstechend sieht? Ein echt griechisches Profil, obwohl die Schneemänner dort sicher auch rar sind. Aber mehr als das, er hat zwei Arme bekommen, aus richtig geraden länglichen Eisblöcken, sieht eindrucksvoll aus. The best snowman you've ever seen, absolutely.
Die Arbeit von gestern, ein Stück Eisfläche frei zu schieben und mit Wasser zu planieren, hat sich heute bezahlt gemacht, wir konnten schön Schlittschuh laufen, wahrscheinlich nur das eine Mal in diesem Winter umständebedingt. Aber in so einem Falle gilt, einmal ist besser als keinmal.
Und im Übrigen gilt: Wasser hat schon Balken, besonders wenn es gerfroren ist.
Meister 31.01.2010, 17.39 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Schwer was los
In diesem Winter sind schon einige Säcke Vogelfutter drauf gegangen, man denkt gar nicht, dass die kleinen Tiere so viel wegschleppen, aber sie tun's. Nun leider ist input=output, aber was soll's?
Es ist schön beim Frühstück zu beobachten, wie sie sich ein Stelldichein geben: erst stürzt ein ganzer Schwarm Spatzen aus dem Schutz eines Rosenstrauchs überfallartig zum Vogelhaus, macht sich alle Taschen voll und verschwindet wieder eilig, bevor ein paar animierte Amseln ihre Revierkämpfe ausfechten und alle wegscheuchen. Meisen und Finken kommen vorbei, ein Rotkehlchen ist zu schüchtern um direkt herna zu kommen, es wartet bis die Konkurrenz eine Pause macht, ein Eichelhäher kommt elegant angeflogen, die Amseln sträuben das Gefieder aber räumen das Feld bis er genug hat. Auch ein Ringeltaubenpäarchen hat Hunger, die Krähen sind zwar frech aber zum Vogelhaus trauen sie sich nicht, wahrscheinlich hat man mit solchen Futterfallen sie in Rußland immer gelockt, um sie dann,.. na sie wissen schon.
Um das Vogelhaus entsteht allmählich ein Abraumhaufen, im Moment vom Schnee gnädig verdeckt.
So kann man den halben Morgen verbringen, mit Kaffee und mal einen Blick in die Zeitung.
Meister 31.01.2010, 10.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Der 30. Januar
Heute vor 77 Jahren kam Hitler an die Macht und das Elend nahm seinen Lauf.
12 Jahre später, heute vor 65 Jahren, wurde das Flüchtlingsschiff "Wilhelm Gustloff" in der Ostsee von einem russischen U-Boot versenkt und über 9000 Menschen starben, die größte Zahl von Toten bei einem Schiffsuntergang in der Geschichte überhaupt, so heisst es. Das fiel nur damals nicht so sehr auf, weil überall massenhaft gestorben wurde. Und das hing nun wieder mit diesem anderen Tag vor 77 Jahren zusammen, auf dessen finale Auswirkungen die Zeit gerade hinsteuerte.
Meister 30.01.2010, 23.02 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....
The book of Kings & Queens of Britain
Der Titel klingt ein bißchen nach Rolf Seelmann-Eggebrecht ( oder wie hieß der >Hofberichterstatter< denn gleich?).
Aber es geht um die ganze Reihe der Monarchen der Inseln, und das ziemlich prägnant und zusammenfassend. Es ist ein lesbares Buch, aber auch gut, um mal kurz nachzuschlagen, wenn es irgendwo mal wieder um irgendeinen Henry, George oder William geht.
Um sich von Geschichte ien Bild zu machen gibt es nur einen Weg, man muss sie von verschiedenen Seiten betrachten.
Meister 30.01.2010, 22.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Pannen in Serie
An manchen Tagen hat man das Gefühl,der ganze Tag ist vermaledeit. Zum Beispiel Donnerstag: Nach dem Rohrbruch zuhause geht es zünftig weiter mit einer Kloverstopfung in der Praxis mit lange ratlosen Klempnern. Zum Glück gibt es heute Geräte, die das Aufrüsseln von Wänden und Fußboden bei sowas vermeiden helfen. Weil das Unglück auch nicht auf zwei Beinen stehen kann, merke ich beim Arbeitsbeginn am Donnerstag, dass eine 2m lange dicke Edelstahlstange, mit der man die Eingangstür aufmacht, total locker ist, hätte dem nächsten Kind auf den Kopf fallen können (also doch Glück im Unglück, dass ich es bemerke, bevor was passiert). Um den Topf voll zu machen, ist dann auch noch ein Rollladen abgerissen und geht nicht mehr hoch.
Zum Glück gibt es aber Handwerker, und zum Glück keinnen wir auch welche, die gleich kommen, wenn wir um Hilfe schreien - ganz großes Lob !! Aber wir zahlen auch gleich unsere Rechnungen, soviel Fairness muss sein!
Meister 30.01.2010, 19.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Leiden eines Schneemanns
Müssen wir eine Nasentransplantation vornehmen? Überall hängen die schönsten Eiszapfen, wenn ich da an einen rankommen würde, wäre das doch eine prima Ersatznase!
Meister 30.01.2010, 17.46 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Blutentnahmen: Ärger auf unsere Kosten
Blutentnahmen bei Kindern sind nicht spassig, sie sind schwer zu machen, den Kindern schwer zu vermitteln, oft mit reichlich Streß verbunden und oft völlig unnötig. Bei Eltern sind sie 100x beliebter als bei den Kindern.
Dazu kommt noch, dass wir sie zum Nulltarif machen. Früher kriegten wir noch etwas von den Laborpauschalen ab, und eine Abrechnungsziffer für die Blutentnahme gab es auch, auch wenn die winzif war, weil sie sich auf Erwachsene bezog, die von Arzthelferinnen gepiekt wurden.
Nicht mal diese kleine Ziffer gibt es mehr und die Laborziffernhonorare wurden auschließlich dem Labor zugeschlagen. Zwar wurde deren Wert auch abgesenkt, reicht aber immer noch dafür, dass die Laborärzte,die sie Untersuchungen ja gar nicht machen, sondern nur die Arbeit ihrer Angestellten verantworten, ihr gutes Geld verdienen, während sie auf dem Golfplatz rumspielen. Gleichzeitig wird dann das Honorar für die Laboruntersuchungen noch von unserem Honorartopf abgezogen.
Zusätzlich wünschen sich dann irgendwelche Kollegen anderer Disziplinen, dass wir für sie bei den Kindern Blut abnehmen.
Und Eltern hätten gern mal die Blutgruppe ihres Kindes gewußt, allerdings nur solange bis sie hören, dass die Krankenkasse das nicht bezahlt.
Man kommt sich also wie ein Volldepp vor, wenn man dann bei unwilligen Kindern eine Blutentnahme macht. Manchmal weiss ich wirklich nicht, warum wir den Zirkus noch mitmachen.
Meister 28.01.2010, 09.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Rohrbruch repariert
Ja er ist repariert, dafür ist die Wand wieder aufgeschlagen und klafft häßlich. Meine Stimmung ist so aus dem Keller noch nicht wiedergekehrt. Finstere Pläne, murmelnde Flüche, schwiemelnde Schwörungen, aber noch keine patenten Rezepte.
Ich kann es grob gesprochen nicht leiden, von mir denken zu müssen:"wie kann man nur so blöd sein!"
Meister 27.01.2010, 19.24 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Mehr Licht
Die Haut leidet nicht nur unter der Kälte draussen sondern auch unter der Trockenheit drinnen, je kälter es draussen wird um so schwieriger ist es, eine eingermaßen erträgliche Raumfeuchte einzuhalten. Ja, Australia Du hast es besser: warmer Regen satt überall in den>wet tropics<.
Und es fehlt Lichtstimulation. "Höhensonne" ist aus der Mode gekommen, gibt's offenbar nur noch im Solarium. Dabei wäre eine milde Lichtstimulation gerade gut, nicht nur für die Haut, sondern auch geggen Müdigkeit und Schlappheit. Aber bitte nicht Solarium braten!
Einfacher ist >Urlaub spielen<.
Man nehme einen einfachen Oberkörperbräuner, wie er in vielen Haushalten rumsteht, aber auch nicht teuer zu kaufen ist, stelle den irgendwo auf, aber nicht davor setzen sondern man ziehe sich Badekleidung an, lasse irgendwelche Sommer- und Ferienvideos laufen und spiele Strandurlaub. Man muss dabei die UV-Brillen aufziehen, aber sollte sich vor dem Bräuner eher bewegen, also nicht immer die gleiche Stelle dem Uv-Licht exponieren. Ziel ist nicht braun werden sondern größtmögliche Hautareale unterschwellig bestrahlen. Wenn man das 2-3 mal in der Woche macht, erreicht man was.
Ferien sind auch demnächst, und wie man so hört fahren eine ganze Menge Leute für 1 Woche in die Sonne, Ägypten scheint in diesem Winter der Hit. Da kann man ziemlich sicher sein, dass Sonnenallergie die nächste Diagnose sein wird. Die tritt nämlich besonders dann auf, wenn man nach völliger Sonnenentwöhnung sich ausgiebig in eine intensive Sonnenstrahlung begibt. Das ist dann nämlich schon wieder das Umschlagen von gut in schlecht: nicht milde Lichtstimulation sondern krankhafter Teutonengrill.
Meister 27.01.2010, 17.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Rohrbruchdrama
Heute haben wir bei -20° C leider doch wieder das gleiche Problem, und das versetzt mich doch in reichlich schlechte Laune, weil ich eigentlich dachte, alles getan zu haben. Aber abgetückt, es passierte genau an der Stelle, die ich am wenigsten im Blick hatte.
Neue Versprechungen? Nur ganz im Geheimen. Aber es ist vor allem noch gar nicht klar, was denn nun wirklich hinreichend helfen würde. Ich bleibe also vorerst auf dem sauer sein sitzen.
Meister 27.01.2010, 14.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Rekordschneemann
In der Stadt haben sie, ich glaube vor dem Reichstag, ein ganzes Schneemannfeld, das mit seinem Dahinschmelzen gegen den Klimawandel demonstrieren sollte, aber jetzt mit seiner Persistenz wahrscheinlich erstmal gegen kalte Füsse demonstriert, mit anderen Worten Demo der WInterdemonstranten in eigener Sache.
Meister 26.01.2010, 10.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Kaminträume
Vom weit,weit weg, von Gewittern über dem Darwin Harbour und dem Flughafen von Singapore und dem Outback im Northern Territory, den Krokodilen im East Alligator River und den komischen Vögeln, die im Wappen des N.T. in die Abendsonne fliegen.
Und es ist schön warm, also echt ganz schön doll warm. Und ein Cyclone wettert irgendwo im Gulf von Carpenteria rum und die unbefestigte Strasse von Perth bis zum Uluru ist gar nicht so schwer zu befahren, sagt jemand. Aber wenn man Strassen an denen das "Road closed" Schild steht dennoch fährt kann das 5000 AUD kosten. Und der AUD steht sehr hoch in dieem Jahr, ein Euro sind 1,55 AUD, im letzten Jahr war es fast 1:2. Und studieren in Australien wäre eine tolle Sache, wenn man das nochmal machen dürfte, darf man aber nicht . Aber das Studieren hört ja in Wirklichkeit nie auf. Manfred von Ardenne schrieb, als er kritisiert wurde, er sei doch gar kein Arzt, er sei im 58. Forschungssemester Medizin. Na also, das kann doch jeder, sind doch nur Anfänger die Unis brauchen. Maxim Gorki schrieb ein ganzes Buch über seine Universitäten, obwohl er nie an einer Alma mater studiert hat, aber bei vielen Almas und Matres, denke ich.
Und solange das Holz nicht alle ist, brauchen wir auch nicht frieren, selbst wenn Wladimir schlechte Laune kriegen sollte, aber im Sommer muss wieder viel Holz gespalten werden, da liegen noch ganz große Klötze rum. Wenn man dann einschläft beim ins Feuer gucken, ist es auch nicht schlimm, könnte auch ein Campfire sein, irgendwo da draussen in der Weite des Bushs, besser als hier irgendwo unter einer Brücke, die armen Schweine haben hoffentlich alle ein warmes Plätzchen gefunden, man kann draussen nicht überleben bei den Temperaturen, sind so viele erfroren damals in Russland, mein Opa war auch dabei, von Verbrechern irgendwo hin geschickt, schrecklich.
Wissen wir eigentlich, wie gut wir es haben? Ich hoffe es.
Meister 24.01.2010, 19.15 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Schade ums Eislaufen
Meister 24.01.2010, 15.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Alles nur das nicht !
Meister 24.01.2010, 12.56 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Hermann Melville: Omoo
Eigentlich hatte ich gedacht, es ist doch auch nur so ein Südseereisebericht von einst, aber mit der Zeit wurde es doch immer fesselnder. Es kommt schon darauf an, wie jemand schreibt. Wenn man das Gefühl hat miten drin zu sein und die Landschaft vor Augen hat, die Leute reden hört und die Ozeanbrise fühlen kann, dann ist es ein gutes Buch. Und Melville schreibt wirklich gut. Aber wie Joseph Conrad schreibt er nicht gerade ein primitives Englisch, sondern ein ziemlich wortreiches, was dazu geführt hat, das man Joseph Conrad unterstellte, er schreibe mit dem Dictionary auf dem Schoß. Ich kann derartige Kritik nicht nachvollziehen, es muss doch nicht alles so primitv wie möglich sein.
Meister 24.01.2010, 10.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Immer neue bildungspolitische Skandale
Wer sind denn die Schwachen, die geschützt werden müssen? Die Messerhelden und Happyslapping-Jünger genausowenig wie die Dope-verteiler, denke ich. Doch eher diejenign, die immer wieder von den Großfressen zu Opfern gemacht werden.
Weil die Eltern nicht mitspielen wollen bei der Einheitsschule der roten Brüder werden sie schon mal prophylaktisch als Bildungsspiesser, elitär und egoistisch beschimpft, als arrogante Besserverdiener, die nicht wollen, dass ihre Kinder mit "Arbeiterkindern" Kontakt haben. Ich wage die Behauptung, dass die Sozialproblematiker in der Regel keine Arbeiterkinder sind, außer man definiert das organisierte Verbrechen jetzt als die neue Arbeiterklasse. Wär das nicht eine Idee für neue Wählerschichten Herr Wowereit?
Da aber Beschimpfung der Eltern nichts bringt, um Schüler für die Neue Hauptschule zu schanghaien, muss man zu anderen Mittel greifen, den Zugang zum Gymnasium erschwerden und das Gymnasium selbst immer unattraktiver machen. Praktisches Vorgehen:1.) teilweise Verlosung der Plätze, damit sicher die falschen Leute an den falschen Plätzen landen und 2.) Abitur am Gymnasium nur noch in 12 Jahren und dabei die Wochenstunden bis an die Grenze des Denkbaren aufgebläht. Dann werden die Eltern doch gefälligst irgendwann kapieren, dass man auf der Neuen Hauptschule das Abi nach 13 Jahren nachgeschmissen kriegt, oder? Ja, das ist die Pädagogik alter Schule, wer nicht hören will, muss fühlen, Steißtrommelei für renitente Eltern! Sie haben schon was drauf die roten Bildungsbrüder und ihre weltgewandten Bildungsexperten. "Yes, we can Pädagogik, logo, we are so heavy on wire, you hold it not out!"
Inzwischen in den Niederungen des Schulalltags: die Schultage gehen bis zum Dunkelwerden, es muss aber noch Zeit bleiben für die Nachhilfe danach und wenn man dann vor dem Schlafengehn die Hausaufgaben macht, bleibt der Inhalt doch am Besten im Kopf bis morgens. Inzwischen werden nicht nur die Eingangsklassen altersgemischt, sondern auch die 4.-6. Klasse wird zusammengelegt "Yes, we can Dorfschule, only a little bit tiefer gelegt."
Und jetzt noch eine Preisfrage: Warum sie die heutigen Bildungspolitiker und B.-experten gegen körperliche Strafen? Ganz einfach: um ihre eigene Haut zu rettten, sie wären die einzigen davon Betroffenen.
Meister 23.01.2010, 14.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule
Zuhause Ordnung schaffen
Heute muss ich mal zusehen, in meinem Arbeitszimmer wieder eine arbeitfähigeOrdnung herzustellen. Seitdem ich am letzten Wochenende umgeräumt hatte, hat sich noch nicht alles wieder richtig sortiert. Im Prinzip gefällt es mir ja besser als vorher, aber alles haut noch nicht richtig hin, es ist noch nicht so gemütlich, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber es ist bestimmt auch eine Frage der Zeit bis ich mich daran gewöhnt habe.
Meister 23.01.2010, 11.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Geschafft
Meister 22.01.2010, 13.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Produktivere und unproduktivere Zeiten
Es gibt eine Zeit fuer alles: mal ist man produktiver und mal nicht. Trivial!
Meister 20.01.2010, 09.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Ski und Rodel gut
Da hilft nur eine Doppelstrategie aus den WInter so gut es geht geniessen und sich auf wärmere Gefilde freuen.
Also werden wir uns jetzt nochmal auf die Loipe machen. Wie oft kommt es vor, dass wir direkt von zuhause auf den Ski los laufen können.
Und Weitweg-Träume im Kopf dabei, es sind doch nur noch ein paar Wochen
Meister 17.01.2010, 13.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Phishing ohne deutsch
Meister 15.01.2010, 13.39 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Einschulung 2011/Logopaedie und Ergotherapie empfohlen
Natuerlich meinen sie es gut, aber gut gemeint ist nicht immer gut. Im Bestreben keinerlei Individualitaet zuzulassen kommen oft derartige Empfehlungen aus Kitas. Besonders misstrauisch macht immer die Behauptung, das Kind brauche gleich 2 Therapien, weil das in der Regel heisst, sie wissen zwar ueberhaupt nicht, was das Kind hat, aber sind sich sicher dass Therapie gemacht werden muss. Welch wunderbare Idee. Noch viel besser waere es natuerlich, wenn die Erzieher ihre Arbeit machen wuerden, d.h. es handelt sich in der Regel um keine therapiepflichtige Entwicklungsstoerung, sondern eine in der Kita zur foerdernde Schwaeche.
Noch nerviger ist es allerdings, wenn das Kind gar nichts hat. Da fragt man sich dann, womit es den Zorn der Erzieherinnen auf sich gezogen hat, oder wollen sie der Mutter was beweisen? Man ueberlegt natuerlich, wie kommen sie zu so einer Ansicht, aber das ist in der Regel frustran. Es liegt manchmal daran, dass das Kind nicht so will wie die anderen und fuer dieses aus der Reihe tanzen dann mit dem Etikett des Kranken belohnt wird.
Meister 14.01.2010, 14.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Jetzt noch die Nebenarbeiten
Meister 13.01.2010, 15.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Schnee legt Parkplatz endgueltig lahm
Meister 12.01.2010, 16.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Also doch: Skilaufen im weissen Wald
Und wirklich, wenn man erstmal draussen ist, ist es richtig schön, so hoher, so schöner Schnee. Seit Jahren nicht auf Langlaufski gestanden, teils aus gesundheitlichen, teils auf wetterbedingten Gründen. Aber es geht, es macht Spaß. Und man wäre verdammt blöd, wenn man die Gelegenheit nicht wahrnehmen würde. Schließlich kann es sein, dass sie nicht wieder kommt, zumindest nicht in den nächsten Jahren. Man muss doch auch was haben vom Winter, wenn man seine negativen Seiten schon ertragen muss.
Im Wald war durchaus eine gute Spur gelegt, wenn sie auch etwas verschneit war, so hat man doch nicht das Gefühl irgendwo in der Botanik umherzuirren. Und wenn man dann den Ausgangspunkt wiederfindet, stellt man erfreut fest, dass man doch noch kein Navi braucht.
Schwer überrascht war ich über die Zeit, fast 3 Stunden waren seit unserem Aufbruch vergangen. Die Klamotten sind natürlich alle nass, aber dass steigert die relative Luftfeuchtigkeit zuhause. Ein schönes Bad hat dann aber auch extrem gut getan. Wie gesagt, man sollte auch was haben vom Winter.
Meister 11.01.2010, 19.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Kalt und weiss
Meister 11.01.2010, 10.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Das Martensteinexperiment
Harald Martenstein hat im heutigen Tagesspiegel einen sehr interessanten Artikel zur Bildungspolitik veröffentlicht, den ich zur Lektüre im Original empfehle, aus dem ich hier auszugweise zitiere und dem ich eigene Kommentierung kursiv zusetze.
Harald Martenstein: Experimente am lernenden Objekt
Meine Eltern haben mich aufs Gymnasium geschickt, sie hatten beide kein Abitur
...
Natürlich gab es soziale Selektion. Sie bestand aber nicht darin, das diese Gymnasium keine Arbeiterkinder aufgenommen hätten. Sie bestand darin, dass wenige Arbeitereltern es wagten dort anzuklopfen.
...
Das Gymnasium, das ich mir vorstelle ist offen für alle Begabten, es schaut auf die Intelligenz und nicht die Abstammung- Aber es fordert auch Leistung. Jeder soll seine Chance auf Bildung bekommen, aber er muss sie auch nutzen.
...
Alle Bildungsreformen, die von dem verantwortungsbewussten Teil der Elternschaft erwarten, dass sie etwas anderes tun als das, was sie für das Beste für ihre Kinder halten, sind zum Scheitern verurteilt.
....
Fast alle Eltern wissen, dass in einer Schulklasse nicht die Schwachen den Ton angeben, die Braven, die Streber mit den gemachten Hausaufgaben, sondern die scheinbar Starken und Lauten... Fast alle Lehrer wissen, dass zwei oder drei sogenannte schwierige Schüler das Lernklima einer ganzen Klasse ruinieren können. Es ist nicht so, dass die schwierigen Schüler.... von den anderen lernen und sich den anderen anpassen würden. Eher ist das Gegenteil richtig.
Auf diese falschen Grundannahme - die schwierigen Schüler lernen von denen, die keine Schwierigkeiten machen - basiert die gesamte heutige Bildungspolitik. Fast alle Bildungspolitiker und die meisten Bildungsexperten sind genau dieser Ansicht, deshalb sollen die Kinder möglichst lange gemeinsam unterrichtet werden.
Was sagt uns das über diese B-politiker und B-experten: sie sind finstere Ideologen! Liegt es vielleicht daran, dass sie mit ihren Quatsch-Massnahmen versuchen, von ihrer Unfähigkeit die Ressourcen zusammen zu kratzen, die gebraucht werden, ablenken wollen. Oder sind sie wirklich alle noch befangen in einer Klassenkampfdenkweise des frühen 20.Jahrhunderts, die meint, die höheren Klassen, wollen sich gegen Aufsteiger aus dem Proletariat zur Wehr setzen und nur ihre eigenen Kinder schlau werden lassen, während die andern unten malochen dürfen. Diese Denkweise ist doch von vorgestern. Heute braucht ein Land alle seine geistigen Reserven, aber darum scheint sich niemand zu scheren.
Statt die vorhandenen guten Schulen endlich zu stärken, mehr Schüler, mehr Lehrer, mehr Förderung, machen die Reformer den guten Schulen das Leben schwer und erfinden ständig etwas Neues.
...
Die zweite falsche Grundannahme der heutigen Bildungspolitik lautet: Mit der Bildungspolitik, ganz allein mit ihr, lassen sich gesellschaftliche Probleme lösen. In Wirklichkeit sind die Schulen damit überfordert... Eine gute Schule...kann und soll vor allem eines leisten, sie kann den Schülern etwas beibringen. Vielleicht schafft sie es auch, Persönlichkeiten zu formen und eine Lust am Lernen zu vermitteln, die lebenslang anhält....Wenn die Schule die frühe Erziehungsarbeit nachholen soll, die in vielen Elternhäusern nicht mehr getan wird, wenn sie grundlegende Sprachkenntnisse, motorische Fähigkeiten und soziale Grundkompetenzen vermitteln und womöglich sogar Kriminalitätsprävention leisten soll, dann handelt es sich um eine Schule neuen Typs, die völlig anders ausgestattet sein muss, als die Schulen die wir kennen.
Es ist zweifelhaft, ob man Kinder, die mehr oder minder in asozialem Niveau aufwachsen überhaupt noch für einen anderen Weg gewinnen kann, trotzdem sollte man genau über diese Frage nachdenken: wie schafft man eine Schule in der Kinder mit asozialer Herkunft und Lebensgeschichte zu vernünftigen Menschen gemacht werden? Wie kann man diese Frage aber beantworten, wenn man sie ja nicht mal deutlich aussprechen darf?
.....
Wenn das deutsche Bildungssystem heute nicht einmal mehr in der Lage ist, jedem Lesen und Schreiben beizubringen, dann hängt das nicht in erster Linie mit diesem System zusammen, sondern damit dass Bildung für 10 oder 15 % der Bevölkerung objektiv wertlos geworden ist. Es gibt für sie keine Chancen. Früher musste man als Arbeitsloser lesen können, um sich nicht zu langweilen, auch das ist dank des Fernsehens nicht mehr nötig...
Ich glaube nicht, dass die Bildung für einen Teil der Bevölkerung objektiv wertlos geworden ist; richtig ist, dass es so erscheint und dass diese Erscheinung schwer zersetzend wirkt. Aber in Wirklichkeit gibt es nicht nur Chancen, sondern es gibt immer mehr Chancen, je mehr Leute danach suchen: Wir stehen vor der Herausforderung eine geistig dynamische bildungsgestützte mobile Informations- und Industriegesellschaft des 21. Jahrhunderts zu schaffen, dafür haben wir nicht zu viele sondern zu wenige Leute. Ausser wirklicher Doofheit, darf es da gar keine Ausreden geben nicht mitzumachen.
....
Jetzt wird die Hauptschule abgeschafft, aber die Hauptschüler kann man nicht abschaffen... Sie haben nichts zu verlieren und nichts zu gewinnen. Sie werden ihre Hoffnungslosigkeit und ihre berechtigte Wut in die ehemaligen Realschulen tragen...
...
Diese Wut wird die eigentlichen gesellschaftlichen Konflikte der nächsten Jahrzehnte befeuern, denn wir werden uns kein Prekariat leisten können, das dauerhaft auf einem fröhlichen Brot-und-Spiele Niveau verharrt.
...
Ich habe keine Lösung , aber ich ahne, dass man sie nicht findet, indem man an unserem Schulsystem herumbaut... Wenn es nicht einmal genug einfache oder handwerkliche Arbeit mehr gibt, für die vielen, die... für andere Arbeit ungeeignet sind, wie soll das Leben dann aussehen? Ist es gut sie mit zwanzig Jahren zu lebenslänglichen Frührentnern zu machen, auf niedrigem finanziellen Niveau, oder hat diese Gesellschaft ihnen vielleicht doch etwas Besseres zu bieten? Wer diese Fragen beantworten kann, der hat auch die deutsche Bildungskrise gelöst.
Ich denke, das Problem liegt nicht in der fehlenden Arbeit, sondern daran, dass durch einfache Arbeit nicht viel mehr zu erlösen ist, als durch HartzIV. Also ist ein Kernpunkt der Lösung, dass es Geld nur gegen Arbeit gibt. D.h. Keiner wird für's Nichtstun bezahlt, aber jeder hat Anrecht auf Arbeit für die er einen Mindestlohn bekommt, dazu wird man Beschäftigungs- und Ausbildungsgesellschaften schaffen müssen. Erst dann wird man sehen, wer mit dem Leben auf niedrigem Niveau zufrieden ist, und wer dann plötzlich feststellt, dass er vielleicht doch mehr will und mehr erreichen kann.
Meister 10.01.2010, 19.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule | Tags: Schule Bildungspolitik
Tagesspiegel 10.1.10
Heute wieder ein paar interessante Punkte in der Sonntagszeitung:
-Leitartikel Winterwetter: Malte Lehming macht am Winterwetter den Unterschied zwischen Kyoto-Kopenhagen-Wetter und unserem tagtäglichen Schicksalswetter fest. Kommt von dort zum Alles-sich-unterwerfen-wollenden Menschen und seine Allmachtsphantasien von Selbstverwirklichuing statt Schicksal. Weiter zu der daraus erfolgenden moralischen Schieflage: der moderne Mensch fühlt sich sehr verantwortlich für allgemeine Ereignisse, die er schwer beeinflussen kann und zu wenig für die Not des Nächsten. Er konstatiert: der Schnee bringt das Schicksal zurück: " Er belebt das Gefühl für die nicht vollständige Beherrschbarkeit der Grundlagen unserer Existenz wieder." Vielleicht ist das der Grund dass die Mediamade Hysterien so gut angehen heute: die Angst davor, dass die Sicherheit im Leben und die Selbstbestimmung nur ein Phantom ist.
-Harald Martenstein konstatiert, dass die Berliner S-Bahn-Pleite mit nichts zu vergleichen ist, nicht mit dem britischen Kolonialreich, nicht mit Vampiren und nicht mal mit dem Starfighter. H.M. hat noch einen zweiten Artikel heute, aber auf den will ich ausführlicher eingehen.
-Die Berliner SPD hat jetzt ein Gutachten anfertigen lasen, dass die Äuserungen von "Parteifreund" Sarrazin wissenschaftlich als >rassistisch< klassifiziert. Darauf haben wir lange gewartet: die Rückkehr der heiligen Inquisition als deutsche Parteiinstitution.
-Buchbesprechung: W. Martynkiewicz: >Salon Deutschland. Geist und Macht 1900-1945<. Das scheint sehr interessant, wie Adolf Hitler in Münchner Salons reüssierte. Überhaupt gibt es da eine Menge weisser Flecken, wenn es darum geht wie bestimmte intellektuelle Kreise zum Nazitum standen.
-Und noch ein kleines Zitat von Albert Einstein: "Falls Gott die Welt geschaffen hat, war seine Hauptsorge sicher nicht, dass wir sie verstehen können." Also ich kann A.E. ja nicht das Wasser reichen, aber ich denke eigentlich, das Gott die Welt so geschaffen hat, dass wir sie bis zu bestimmten definierten Grenzen erkennen können, und jenseits dieser Grenzen eben nicht. Was die wissenschaftliche Arbeit im "Diesseits" auch nicht leichter macht, da hat er Recht der Albert.
Meister 10.01.2010, 15.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Winterland
Ist das eine romantsiche Winterlandschaft! So hoch lag der Schnee lange Jahre nicht hier, eine Ruhe breitet sich aus über dem Land, das ermessen lässt, wie das früher wohl gewesen ist, als man im Winter schlicht zuhause geblieben ist.
Die Schneberge sind auch ungeheuer, an der Dachtraufe hängen dicke Eiszapfen, wenn die dann runterkommen.
Aber kein Gedanke an Tauwetter. Es scheint wahr zu sein, was ich vor einger Zeit im Bild der Wissenschaft gelesen habe: Wenn im Pazifik die El Ninjo Konstellation herrscht, kriegen wir besonders strenge Winter.
Meister 10.01.2010, 11.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Schnee und Pulver
Schneekehren ist bei uns umstritten, weil die beste Landlady der Welt natürlich darauf besteht, es selbst zu tun. Aber gerade haben wir gemeinsam ein Kubikmeterchen umgesetzt: der reine Pulverschnee, Schneemannbauen abgesagt. Es sind nur vielleicht 10cm heute, nicht 40, aber für unsere Verhältnisse hier ist das viel, ich weiß nicht, ob seit 78/79 mal so viel Schnee gefallen ist.
Meister 09.01.2010, 17.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
So beruhigend
Meister 09.01.2010, 12.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schöner Winter - kalter Winter
Wenn man so raus guckt, sieht man ein wunderbares Winterbild: weisse Landschaft, Schnee türmt sich auf, leichterSchneefall mit einem Ansatz von Schneesturmfeeling. Die Katastrophenfuzzies werden nicht auf ihre Kosten kommen, hatten aber eine gute Show. Inzwischen machen wir es uns ein bißchen zuhause gemütlich, setzen uns mit einem Buch ans Fenster und betreiben nebenbei Vogelhauswatching. Unsere Heerscharen von Spatzen verteidigen ihr Revier gegen ananmassende Amseln und andere hungrige Schnäbel. Das Häuschen selbst hat eine weisse Haube von mehr als 25cm inzwischen, sieht malerisch aus. Das Schilf daneben ist ein gruter Rückzugsplatz fürs kleine Gefieder.
Das Brot ist schon im Ofen. Ob wir heute noch die Langlaufski rausholen? Warten wir's ab, aber morgen ist auch noch ein Wintertag.
Weniger lustig, dass es nächste Woche wieder -15° werden soll.
Meister 09.01.2010, 11.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Vertriebene, Verirrte und Verrueckte
Ja, es gab 15 Millionen Vertriebene und sie haben gelitten und es war ein grosses Unrecht, das ihnen widerfahren ist.
Aber: sie waren nicht die Einzigen, denen im Zusammenhang mit den verdammten Weltkriegen und der verbrecherischen Politik einer deutschen Regierung Unrecht geschehen ist. Millionen sind gestorben, wenn nicht gar ermordet worden, die Heimat von Abermillionen Menschen ist zerstoert, ihr Besitz vernichtet, ihr Leben schwerst traumatisiert. Die Folgen treffen bis heute uns alle.
Abgesehen davon, dass wir alle daran zu tragen hatten und haben, kann man aber auch positiv sagen, es war eine grossartige Leistung nach dem Kriege diese Millionen von
Vertriebenen in einem geteilten und weitgehend zerstoerten Land zu integrieren, ihnen Arbeit und Brot, Wohnung und neue Heimat zu geben.
Auch eines der Wunder von Nooz, und zwar ein positives. Nooz ist naemlich nicht "das Land der unbegrenzten Moeglichkeiten", sondern das Land in dem alles moeglich ist.
Und dann gab es da auch noch den Lastenausgleich, d.h. die Verttriebenen haben eine Entschaedigung fuer das Verlorene bekommen, natuerlich konnte das die Verluste nicht vollstaendig kompensieren, kaputt ist kaputt und verloren ist verloren.
Jetzt hat sich die Nachkriegslage aufgeloest und es koennten Leute auf die Idee kommen, man koennte ihnen doch jetzt wieder zurueck geben, was sie verloren hatten.
Da wird nur eine Kleinigkeit vergessen: Deutschland hat den WK II nicht nur angefangen, sondern auch verloren und wir koennen sehr froh sein, wenn die ehemaligen Gegner nicht noch Ansprueche an uns stellen. Mit anderen Worten: angesichts der schwer unuebersichtlichen Situation gibt es so eine Art unausgesprochenen "Deal", dass man gegenseitig keine Ansprueche stellt. Wuerde so etwas von irgendwelchen Leuten in Deutschland aufgekuendigt, dann koennte uns das teuer kommen.
Frau Steinbach und ihre Spiessgesellen sind ja keine "Vertriebenen", denn die sind so gut wie alle tot nach 65 Jahren, sie sind bestenfalls die wohlsituierten Erben von Vertriebenen, politisch gesehen sind sie eher Verirrte, um nicht das schlimmere Wort Verrueckte zu gebrauchen.
Meister 09.01.2010, 09.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro
Kindergarten und Bindehautentzündung
Immer wieder gibt es Ärger mit den angeblich gefährlichen "ansteckenden Bindehautentzündungen". Hat das Kind ein bißchen verklebte Augen, fliegt es gnadenlos raus aus der Kita : "Sofort abholen, sofort zum Kinderarzt! Erst wiederkommen erlaubt, wenn behandelt und kinderärztlich Unbedenklichkeit attestiert wird!"
Nun gibt es durchaus eine Konjunktivitis epidemica, das ist aber eine seltene Erkrankung und hat nichts zu tun mit den harmlosen Konjunktivitiden, die die Kleinkinder normalerweise haben.
Diese "Kindergarten-Augenentzündung" zeichnet sich mehr durch ihre auch für absolute Laien sehr gute Sichtbarkeit aus. Jedes bißchen verschnodderte Auge wird da zum Alarmglocken läuten benutzt.
Dabei ist diese Bindehautentzündung für die Kinder völlig ungefährlich, meist Begleiterscheinug eines Schnupfen oder einer ähnlich gefährlichen Erkrankung und es klingt damit auch wieder ab. Angezeigte Maßnahmen: feucht auswischen und abwarten, nur in sehr hartnäckigen Fällen muss man mal ungern Antiobiotikaaugensalbe geben.
Warum bekommt man nicht ständig Binderhautentzündung?
Weil in der Tränenflüssigkeit bakterientötende Substanzen sind, die sich anheftende Keime vernichten, bevor sie sich vermehren können. Diese Funktion muss aber trainiert werden. Genau das passiert durch die Kleinkinderinfekte. Durch Antibiotika wird das aber verhindert, so dass man immer wieder die frustrierende Erkenntnis bekommt, dass die Kinder, die mehrfach mit Antibiotikasalben behandelt wurden , besonders oft wiederum die Erkrankung bekommen. Zusätzlich bedeutet lokale Antibiotikaanwendung ein erhöhtes Risiko für Resistenzen und allergische Reaktionen.
Ist doch alles nicht so schwer zu verstehen, oder?
Außer, wenn man sowieso schon besser bescheid weiß, ja, die Connaisseure ärztlicher Kunst sind in manchem Berufgruppen sehr verbreitet, und im Internet liest man doch sowieso, und man weiß doch vor allem, wo es hinführen würde, wenn....
Also der Kinderarzt hat gefälligst so zu machen, wie wir als die Creme de la creme der Türsteher Berliner Kindergärten das sagen, und wenn nicht, dann kriegen die Eltern den freundlichen Wink, doch den Kinderarzt zu wechseln.
Aber die Eltern fallen kaum auf dieses Spielchen herein, denn sie merken ja in der Regel, worauf es hinaus läuft. Der vorgeschobene Infektionsschutz bedeutet vor allem Verkleinerung der Gruppen und Minimierung der Arbeit der Beschäftigten in der Kita. Da kommt eine Temperatur von 38 gerade recht oder ein etwas weicher Stuhl oder -schreck lass nach- "Piiickelll !!!" Das kann ja sicher nur die Mutter aller Seuchen sein, also sofort rausschmeissen!
Ja, natürlich müssen richtig kranke Kinder nach Hause, wenn es ihnen schlecht geht. Aber das Rausschmeissen der vielleicht möglicherweise krank werdenden ist eine unzumutbare Frechheit.
Und was soll der Kinderarzt machen, wenn das Kind gerade mal einen angeblich etwas weicheren Stuhl abgesetzt hat? Oder wenn ein paar unspezifische Pickel vorhanden sind? Am besten erstmal eine Woche Quarantäne ?
Natürlich wäre es infektiologisch kein Problem fraglich oder leicht kranke Kinder zunächst in der Kita zu belassen, um zumindest bis zum Ende des Tages zu beobachten, ob sich wirklich etwas Schlimmeres ergibt. Es gibt auch eine ganze Reihe positive Beispiele von Kitas, wo das so gemacht wird.
Aber der harte Kern der Kita-Türsteherriege hält durch.
Meister 08.01.2010, 13.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Meteorologenmärchen
Wer's glaubt ! Glaubt's wer ?
Sie haben ihre Katastrophenmeldungen so tot geritten, dass man sich schon wunderte, wenn 10cm fallen würden.
Wahrscheinlicher ist, dass gar nichts passiert und hinterher das zur exakten unterhaltsamen Prognose erklärt wird.
Früher wurden die Märchen von Omis vorgelesen, heute werden sie von allen öffentlich Verantwortlichen erzählt und wie immer kommt es weniger auf den Wahrheitsgehalt als auf den Unterhaltungswert an.
Meister 07.01.2010, 09.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches | Tags: Wetter
Schweinekälte - weniger Kranke
Aber es gibt auch die jahreszeitlichen Probleme: gestern ein kleines Mädchen, das voll mit dem Schlitten gegen einen Baum gefahren war: zu schlecht gesteuert offenbar, man fährt wohl zu selten Schlitten.
Unser Parkplatz ist tiefverschneit, wenn es noch mehr schneien sollte, werden wir ein Problem haben.
Meister 06.01.2010, 09.16 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Ein zäher, kalter Beginn
Ja, das Blogjahr beginnt zäh, damit steht es aber nicht alleine. Das Jahr beginnt für mich insgesamt zäh. Es ist da so eine untergründige Lustlosigkeit eingetreten, das Nichtstun über zu viele Feiertage hat zu einer gewissen Frustration geführt, die wieder einsetzende Arbeit gestern hat es nicht besser gemacht. Das Wetter tut ein
Übriges dazu, die Kälte verstärkt die Zähigkeit, Das Gefühl, dass man es satt hat.
Am Besten wäre jetzt abhauen - weit,weit weg!
Aber das wird noch dauern.
Also machen wir weiter. Die Energie kommt bei der Arbeit!
Es ist jedenfalls schon oft so gewesen, dass man nach zähem Anlauf und Mißbehagen dann doch die Schwungmasse allmählich in Gang setzt. Und wenn sie erst in Gang ist, dann geht es auch schwungvoll voran und zwar Tendenz zunehmend. Die ganzen Widerstände, die jetzt so ätzend erscheinen, werden mit mehr Energie einfach platt gewalzt.
Meister 05.01.2010, 09.38 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Heute wegfahren?
Meister 30.12.2009, 12.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Arbeit ist getan
So für dieses Jahr ist die Arbeit getan, jetzt widmen wir uns nur noch dem Jahresausklang, selbst wenn er kalt und weiß werden sollte.
Heute durfte ich nochmal arbeiten, aber es war ruhig, das Weihnachtsfest macht seinem Ruf als Krankheitsreset offenbar Ehre. Aber warten wir die nächste Woche ab!
Meister 29.12.2009, 22.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Normaler Tag ? wohl kaum !
Meister 28.12.2009, 11.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Carl Gustav Carus Ausstellung
Nach heimischen Feiertagen mussten wir heute aber endlich mal dringend eine Aussenaktivität unternehmen. Die Ausstellung der Bilder von Carl Gustav Carus ist schon seit Monaten bei mir auf der Agenda gewesen, obwohl ich ihn früher gar nicht kannte, wie ich zugeben muss. Man lernt halt nie aus.
Aber das Plakat und die Notiz, er sei ein Malkumpan von Caspar David Friedrich gewesen reichte mir schon.
Es ist nun nicht das einfachste Unternehmen in Berlin Mitte in eine Austellung vorzudringen, aber glücklicherweise neigte sie sich zeitlich nicht nur dem Ende entgegen (noch bis 10. Januar), sondern die Räume füllende Öffentlichkeit war auch abgelenkt durch das Ach-so-hochgelobte wieder aufgebaute Neue Museum, da war es echt voll, bei Carus zum Glück nicht.
Die Bilder sind wundervoll, aber beeindruckend ist zum wiederholten Male, wie solche Leute vor 200 Jahren es geschafft haben, als Arzt, Naturforscher und Künstler zu wirken und auf welchem Niveau!
Dabei war er gar nicht einzigartig, da geb es viele. Waren die schlauer als wir, oder hatten die damals nicht so viel nebenbei um die Ohren? - Egal.
Es bleibt das Gefühl, dass man damals schon ein Leben führen konnte, was für uns heute ein hübsches Ideal wäre.
Man könnte natürlich auch sagen, was die konnten, das müssten wir doch auch hinkriegen.
Meister 27.12.2009, 21.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst | Tags: Romantik Bilder
Merkwürdige Zeit
Die Weihnachtstage sind eine komische Zeit. Dies gilt besonders für dieses Jahr mit dem angeflanschten Wochenende, aber man kann es auch allgemein Zwischen-den-Jahren-Syndrom nennen. Man denkt man hat alle Zeit der Welt, aber in Wirklichkeit zerfliesst sie einem unter den Fingern. Man kommt zu nichts und ist hinterher dann ein bißchen frustriert darüber. Dabei rede ich hier gar nicht von irgendwelchen familiär oder intraktiv vergeigten Festen, sondern vom ganz normalen Ablauf.
Vielleicht ist es am Besten, es einfach als die grosse Reset-Taste anzusehen, dieses Reset durchzuführen und dann in 2010 schlicht loszumachen.
Ich wünsche Euch allen ein erfolgreiches Reset und einen guten neuen Start 2010.
Meister 26.12.2009, 10.08 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Fröhliche Weihnachten
Also der Baum ist in diesem Jahr wirklich so superschön geworden, man kann sich nicht daran satt sehen, das Schmücken hat auch eine ganze Weile gedauert, aber meine begeisterte Schmückerin hat es auch toll gemacht. Genauso toll hat aber auch die begeisterungswürdige Köchin den Putenbraten mit Grünkohl, Rotkohl und Klössen hingezaubert. Wir hatten ein Festmahl gestern und ich freue mich schon auf die bevorstehende zweite Auflage heute Mittag, es ist ja noch ein bißchen da zum Glück. Gestern später hatten wir noch eine kleine Bescherung und haben dann gemütlich am Kamin gesessen. Der spätere Abend ist dann immer ein bißchen ermüdet, aber das ist ja irgendwie jedes Jahr so.
Ansonsten feiert man dann so langsam vor sich hin, ein paar Mails noch geschrieben und telefoniert werden muss auch noch in ein paar Himmelsrichtungen.
Meister 25.12.2009, 13.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Der Baum
Meister 24.12.2009, 13.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag | Tags: Weihnachten
Rüdiger Safranski: Goethe und Schiller
Natürlich ist das immer eine geschickte Sache, wenn man ein Ding von der einen Seite erarbeitet und beleuchtet hat, es dann einfach in eine andere zu erweitern.
Rüdiger Safranski hatte vor ein paar Jahren die Schillerbiographie heraus gebracht, jetzt macht er uns mit der Freundschaft von Goethe und Schiller vertraut. Die Freundschaft von so herausragenden Leuten ist für heutige Verhältnisse vielleicht sehr ungewöhnlich, aber damals war man wohl insgesamt geistig viel mehr befreundet als heute. Kein Wunder, man musste sich in puncto Kommunikation viel mehr Mühe geben als heute, man konnte niemanden so einfach mal anrufen oder anmailen oder einfach mal vorbei fahren. Entweder man musste wirkliche Briefe schreiben, und das war damals eine häufige Beschäftigung oder man musste beschwerliche Wege auf sich nehmen. Ein Abschied war meist ein Abschied auf lange und oft sogar für immer. Freundschaft war auch sehr nötig, denn ohne Zusammenhalt erreichte man sehr wenig. Es gab also auch durchaus noch andere interessante Freundschaften in diesen Jahren.
Trotzdem war es für mich bemerkenswert, wie Goethe und Schiller sich freundschaftlich ausgetauscht, geholfen, motiviert und ergänzt haben.
Ein sehr lesenswertes Buch. Und ich habe den Eindruck, dass es Rüdiger Safranski immer besser gelingt, dass seine Bücher unterhaltsam lesbar sind. Diese Buch liest sich viel flüssiger als die Schillerbiographie, und gegenüber anderen frühren Büchern ist es gar kein Vergleich.
Bewundernswert finde ich auch die Rolle, die sich R.S. in den letzten Jahren erarbeitet hat, eine populäre Autorität würde ich sagen.
Eine allgemeine Frage am Rande: da sich viele biographische Bücher sehr auf die Briefe der Protagonisten gründen, wie soll man eigentlich Biographien über heutige Menschen schreiben? Werden die dann aus den im Internet kreisenden ewigen Informationen zusammen gemischt? Das kann ja heiter werden.
Meister 23.12.2009, 19.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst | Tags: Biographie
Schon wieder fällt die Dunkelheit
Ja es wird schon wieder dunkel, grau ist es draussen, und feuchtkalt ist es auch. Aber der dunkelste Tag liegt schon hinter uns, auch wenn selbst das im Moment graue Theorie ist, denn bisher und auch in den nächsten Wochen, wird man davon noch nicht viel merken.
Die Arbeit ist geschafft vor Weihnachten, einen Arbeitstag gibt es noch für mich zwischen den Jahren, aber so schlimm ist das nicht.
Jetzt haben wir auch alles beisammen für Weihnachten und können etwas Gemütlichkeit walten lassen.
Meister 23.12.2009, 16.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schneematsch
aber jetzt bin ich gut angekommen und es darf gearbeitet werden. Aber schnell noch ein Taesschen Kaffee.
Meister 23.12.2009, 09.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Noch 2 Arbeitstage bis Weihnachten
Aber die werden es in sich haben, da muss so manch einer noch durchgecheckt werden. Dabei ist Weihnachten als "große REset-Taste" eine prima Sache für die Gesundheit im Winter. Dadurch, dass alle ein Weilchen zuhause bleiben, werden die Infektketen unterbrochen und alle können sich erholt und frohgemut zu neuem Virusaustausch im Januar in der Kita ihres Vertrauens oder der Schule ihrer Sehnsucht wieder treffen.
Und wir werden inzwischen auch ein paar ruhige Tage haben, hoffe ich, denn im Moment bin ich doch wirklich etwas jahreszeitlich müde. Man sollte bei so einem Wetter und Sonnenstand ruhig lesend vor dem Kamin sitzen, statt zu Stresshöchstleistungen aufzulaufen.
Meister 22.12.2009, 10.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Trockene Luft
Meister 21.12.2009, 16.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Montag bisher ruhig
Als ich heute morgen aus dem Haus trat war ich erstaunt, wie warm es heute ist, das ist schon ein heftiger kontrast von -15 zu -3. Dafuer schneit es immer mal ganz huebsch, aber nicht so schlimm, dss ich mir fuer die Heimfahrt sorgen machen wuerde.
Meister 21.12.2009, 13.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Weihnachtslieder heraufklingend
Meister 20.12.2009, 19.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag | Tags: Weihnachten
Ferne und Zukunft
Es ist mit der Ferne wie mit der Zukunft,
ein grosses dämmerndes Ganzes liegt vor unserer Seele.
- Schiller -
Meister 20.12.2009, 18.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate | Tags: Zukunft
Weihnachtsbaum jetzt schmücken ???
Aus gegebenem Anlass die Frage: darf, soll oder muss man den Weihnachtsbaum schon jetzt schmücken?
Ich höre, es gibt Leute gibt, die das jetzt schon machen.
Gut, man darf alles, sama liberal, nich wah!
Ausserdem hat jede Familie so ihre Traditionen und wie man es als Kind schön fand, so macht man das meistens heute noch gern.
Für mich persönlich muss der Weihnachtsbaum am 24.12. geschmückt werden, das ist für mich das sichere Mittel, um mich in weihnachtliche Stimmung zu bringen, dann auch gern mit Weihnachtsliedern im Radio, TV oder selbstgesummt.
Wenn jemand da einer anderen Tradition frönt, ok. Aber ist "jetzt schon" eine andere Tradition? Oder ist es die Auflösung der Tradition zugunsten von.... was?
Vielleicht aus praktischen Gründen, weil man später zu wenig Zeit hat? Oder weil man den Baum länger haben will?
Also nach hinten bin ich da auch voll einverstanden, man kann sich schwer davon trennen, besonders, wenn er mal wieder schön war, der Baum.
Aber für mich ist Weihnachten eben erst am 24. genau wie der Advent mit dem ersten Advent anfängt und nicht kurz vor Totensonntag.
Natürlich kann jeder darüber denken wie er will, ohne Zweifel.
Meister 20.12.2009, 15.05 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen | Tags: Weihnachten
Rostiger Anker, Hörnum
Meister 20.12.2009, 10.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Vor dem Arzt noch schnell ein Zigarettchen
Das finde ich immer eine tolle Begrüssung, wenn ich morgens in die Praxis komme und die Mütter schon vor der Tür stehen und ein Zigarettchen rauchen. Im Sommer fällt es ja nicht so auf, weil da kann man ja gemütlich auf der Bank sitzen und schmoken, aber wenn es -5° sind, dann fällt jemand der vor der Tür an seinem Nikotinansaugsystem arbeite doch schon auf. Die Kinder toben derweil unbeaufsichtigt im Wartezimmer rum. Hoffentlich dauert es nicht so lange mit der Wartezeit, sonst müsste man noch nachlegen bevor der Spiegel zu sehr absinkt. Dann aber klagen wir darüber, dass der Husten beim Kind einfach nicht besser werden will.
Wenn ich mich in dem Zusammenhand mal über etwas beklagen dürfte, dann sind das die treulich von den Rauchern direkt vor unserer Tür ausgetretenen Zigarettenstummel. Wer soll die eigentlich weg machen? An wem bleibt es hängen? Dreimal darf man raten.
Natürlich könnte man auch einen Aschenbecher aufstellen. Hatten wir schon. Ergebnis: noch mehr Zigaretten auf dem Boden aber nicht weniger.
Meister 19.12.2009, 14.07 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Wie schon gemerkt: wieder zuhause
Man hat es sicher schon bemerkt, wir sind wieder zuhause eingtroffen. Am Donnerstag bei herrlichstem Schneetreiben Hörnum verlassen, auf dem Autozug die schönsten Eisblumen gezüchtet, auf der Heimfahrt dann die tollste Winterlandschaft im gesamten Flensburger Bereich, hochgerechnete Heimfahrzeit nach den ersten zwei Stunden etwa 12-16 Stunden, aber dann wurde es besser. Südlich vom Nord-Ostsee-Kanal kein Schnee mehr auf der Strasse und später schneite es zwar hin und wieder aber die Strassenverhältnisse blieben gut, sodass die Fahrzeit schließlich mit 6 Stunden nur 1 mehr als normal war.
Zuhause war es dann natürlich auch recht kalt, aber das liess sich bald wieder normalisieren.
Gestern durfte dann wieder gearbeitet werden, aber zum Glück war es Freitag und damit auch ein bevorstehendes Wochenende, so dass die Erholung nicht zu sehr strapaziert wird.
Meister 19.12.2009, 12.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Puh ! Erstmal aufgetaut, aber nu?
Meister 19.12.2009, 10.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien | Tags: Winter
Jetzt hat's uns im Griff
Also so eine klimafeindliche Saukälte ! Und was passiert als erstes: das Wasser friert wieder ein!
"Das hatten wir schon im letzten Winter", möchte ich rufen, "die Geschichte wiederholt sich nur als absurde Karikatur!".
Da haben sich die ganzen Dämm- und Vorsorgemassnahmen als wirkungslos herausgestellt und das schon bei -13°, im letzten Winter war es bei -20°.
Da es erst kurz ist, hoffe ich zwischenzeitlich , dass das Auftauen ohne erneuten Rohrbruch abgehen wird. Möchte lieber nicht wissen, was die Versicherung sagen würde, wenn ich den gleichen Schaden diese Jahr wieder melden würde. Ich befürchte, die würden mich rausschmeissen.
Gleichzeitg heisst es, sich neu Gedanken machen, wie man die Dämmung weiter verbessern könnte, aber das war schon ein Problem im letzten Winter. Die Verhältnisse sind schwierig, man könnte natürlich das ganze Badezimmer abreissen und neu bauen mit innenliegenden Leitungen, aber das wäre natürölich der Vollgau.
Meister 19.12.2009, 09.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Kate Williams: Becoming Queen
Es geht um die Vorgeschichte und Jugend der Queen Victoria, also etwa um die Zeit von 1800 bis 1841. Man könnte meinen, eine Art Spätfaksimile der damaligen Yellow Press, aber das ist es nicht, auch wenn reichlich Skandale vorkommen. Das Interessante ist das man etwas genaueres erfährt über das englische Regierungssystem der damaligen Zeit und damit über eine wichtige Etappe der Entwicklung der dortigen Demokratie. Denn diese hat sich eigentlich über Jahrhunderte von der Vorherrschaft der Monarchen zur Dominanz des Parlaments entwickelt, wobei lange Jahrhunderte dieses Parlament keineswegs die Bevölkerung repräsentierte sondern zunächst nur die Barone später dann die Haus- und Grundbesitzer. Damit blieben natürlich wesentliche Anliegen der Geamtbevölkerung aussen vor und das ganze war alles andere als repräsentativ. Aber was sich herausbildete waren eben die Modelle von "checks and balances", die eigentlich Demokratie von Oligarchie oder absoluter Monarchie abgrenzen. Wie das ablief in einem wichtigen Zeitraum dieser Geschichte kann man in diesem Buch gut verstehen lernen. Aber auch die Zusammenhänge der Herrscherhäuser Europas im 19. Jahrhundert, die auch für die GEschichte bis hin zu WK I von großer Bedeutung sind, zum Beispiel die Sachsen-Coburg-Gothas und ihre verschiedenen Kleinstadtdynastien. Über DEutschland und seine Zustände erfährt man also auch sehr viel.
Ein wichtiger Aspekt ist der medizinische: es sträuben sich einem die Haare bei dem was medizinisch so abläuft und bei der Art von Zwei-KLassen-Medizin, die damals ablief: die Armen durften einfach so sterben, den Reichen wurde das Sterben durch nichtskönnende "Ärzte" noch kompliziert.
Aber Dr. Bloggma wird uns darüber in Kürze mal aufklären.
Meister 16.12.2009, 13.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Schwimmen tut gut
Wenn man jeden Tag 1 bis 2 Stunden schwimmen könnte, würde es einem wahrscheinlich deutlich besser gehen. Ok, man könnte ja auch laufen, aber das ist doch viel weniger vergnüglich.
Man kann auch beides tun, schwimmen im warmem Wasser und laufen am Strand, beides tut wohl, die gute frische Luft kommt noch dazu.
Aber es sind eben nicht immer Ferien. Loben wir auch mal die Arbeit: wenn man immer nur frei hätte, hätte man keinen Mittelpunkt und keinen Sinn. Ich persönlich wünsche mir keinen frühen Ruhestand, ich würde gern, wenn es die Gesundheit erlaubt noch länger arbeiten als vorgeschrieben, aber dazu muss man die Bedingungen, wie man arbeitet doch sehr positiv selbst konfigurieren können.
Also Rente mit 67 oder später verlangt vor allem, dass man sich nicht vorher kaputt gearbeitet hat. Es wäre schön, wenn in Zukunft alle länger einer sinnvollen und ausfüllenden Arbeit nachgehen könnten, nur sind die meisten Arbeiten nicht danach. Ein wichtiges Feld für romantische Zukunftsgestaltung.
Meister 15.12.2009, 21.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Ein aktiver Tag
Man kann nicht sagen, dass wir hier nur rumfaulenzen: morgens 1 1/2 Stunden geschwommen, dann 2 1/2 Stunden am Strand gelaufen und abends dann noch bei einem Vorweihnachtskonzert in der Kirche St. Thomas in Hörnum gewesen.
Ich kannte die Kirche noch gar nicht, aber das kommt davon, wenn man sonst immer am anderen Ende der Insel ist. Die Kirche ist modern aber hübsch und geschmackvoll. Zwischen dem Altar und dem Taufbecken hängt ein grosses Schiffsmodell eines Raddampfers. Der Pastor ist ein netter ziemlich jugendlicher Typ, der aber auch noch für die Kirche in Rantum zuständig ist. Leider waren nur so etwa 25 Leute beim Konzert anwesend, aber es ist im Moment eben sehr ruhig hier, das wird sich sicher nächste Woche ändern, wie man hört.
Diese Ruhe schadet absolur nicht, es stört mich gar nicht , wenn wir die einzigen Gäste im Schwimmbad sind.
Beim Wetter konnte man heute echt nicht meckern, es war zwar morgens ziemlich kühl, aber da der Wind aus Nordost kommt, konnte man am Weststrand ganz gemütlich im Sonnenschein laufen.
Meister 14.12.2009, 00.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Ein paar Tage Ruhe am Meer
tun immer gut, besonders, wenn vor Weihnachten die Arbeitswogen sehr hoch schlagen. Ich wollte eigentlich mich ganz aus allem raus halten, aber dann habe ich das Angebot für den Internetanschluss doch angenommen, vielleicht möchte man ja doch mal...
Das Wetter ist erstaunlich gut, wir hatten schon einen längeren Strandspaziergang, der Nord-Ost chillt aber mehr als es sein müsste. Ist halt Winter auf Sylt. Zum Glück ist es vollkommen leer. Erst vor Weihnachten kommt dann die ganze Karawane wieder hier an, aber dann arbeiten wir ja schon wieder.
Natürlich sind 6 Tage kein Erholungsurlaub, aber wenn man merkt wie die Nerven doch wieder etwas mitgenommen sind, freut man sich auch, wenn man mal kurz weg kann.
Meister 12.12.2009, 14.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Wetter
Waere ja der Witz ueberhaupt wenn der Klimakonferenz in Kopenhagen der eiskalte Wind ins Gesicht blaest. Aber die Natur ist ja witziger als man gemeinhin denkt.
Meister 10.12.2009, 15.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Dezemberzustände
Meister 09.12.2009, 18.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schulphobie
Es ist ja immer mal dies oder das Mode, aber in letzter Zeit habe ich das Gefuehl, dass es um sich greift. Wenn man dann noch hoert, dass in Berlin 900 Lehrer dauerkrank sind, muss man sich doch fragen, ob es nicht die Instuitution Schule ist, die alle krank macht?
Meister 09.12.2009, 12.20 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Fieberwahn
Immer wieder erlebt man, dass überbesorgte Eltern ein Fieberzäpfchen nach dem anderen anwenden und dabei auch meinen, sie müssten die Mindestabstände noch verkürzen.
Dabei haben die Eltern eine völlig irrationale Angst vor Fieber, die auch nicht einfach wegzukriegen ist. Dabei passiert durch Fieber in der Regel gar nichts, im Gegenteil das Fieber ist dazu da, die Erkrankung besser zu überwinden.
Die Angst vor Fieberkrämpfen ist unbegründet, weil nur 5% der Kinder jemals Fieberkrämpfe haben und die allermeisten davon sind familiär vorbelastet. Wenn das nicht so ist, darf man bis zum Beweis des Gegenteils davon ausgehen, dass keine Disposition zu Fieberkrämpfen da ist.
Noch unbegründeter ist die Angst davor, dass man einfach durch Überhitzung stirbt oder das Gehirn durch Eiweissveränderung kaputt geht.
Natürlich haben diese Ängste auch Ursachen: früher starben viele Kinder "an Fieber". Das war dann aber in der Regel so etwas wie Typhus oder Diphtherie oder schwerer Scharlach oder ähnliches, was entweder nicht mehr vorkommt, oder ausschließbar oder behandelbar ist.
Man kann mal etwas fiebersenkendes geben, wenn es einem Kind schlecht geht und man ihm etwas Erleichterung verschaffen will, aber man sollte immer den biologischen Sinn des Fiebers bedenken und man sollte auch bedenken, dass der Gebrauch dieser Medikamente nicht nur bei falscher Anwendung gefährlich sein kann, sondern dass er auch bei normaler Anwendung negative Wirkungen hat: es gibt Untersuchungen, die festgestellt haben, dass die Wirkung von Impfungen durch Analgetika abgeschwächt wird. Das heisst natürlich auch, dass die Ausbildung einer Immunität nach einem Infekt durch Gabe von diesen Fiebermitteln vermindert wird.
Die von den Eltern immer wieder beklagte "Abwehrschwäche" ihrer Kinder wird also zum Teil durch sie mitverursacht.
Meister 08.12.2009, 10.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Fieber
Adventskranz
Die geborene Dekorateurin hat einen wunderschönen Adventskranz kreiert, den wir heute früh mit 2 Kerzen gleich eingeweiht haben. Wirklich sehr schön vorweihnachtlich gemütlich.
Meister 06.12.2009, 12.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Wir haben einen !
4 Blaufichten hatten sie da, eine hat uns am besten gefallen, also ist sie uns zugelaufen. Über den Preis sollte man lieber schweigen, aber irgendwie muss sich Forstwirtschaft ja auch lohnen und die Blaufichten kommen von hier, das lohnt sich nicht im Konzernrahmen. Der wunderbare Fichtenduft hat hat Auto so ausgefüllt, dass ich wirklich weihnachtliche Gefühle seitdem habe und mir ein paar Duftkerzen angemacht, die stehen jetzt direkt in meinem Blickfeld gegenüber vom Schreibtisch.
Das Auto muste ich danach mit dem Staubsauger bearbeiten um die Nadeln rauszukriegen, aber das stand sowieso auf meinem Plan.
Wenn man druassen was macht wird einem auch warm, wenn man nur so mal draussen rumläuft, kann man heute durchaus frieren.
Meister 05.12.2009, 15.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Kriegen wir einen?
Heute wollen wir mal rechtzeitig einen Weihnachtsbaum kaufen. In den letzten Jahren haben wir immer das Spiel "Wer nicht kommt zur rechten Zeit.." gespielt, sind aber damit nicht schlecht gefahren eigentlich. Aber der Steeeeess!
Außerdem hätten wir gern mal wieder eine schön duftende Blaufichte, die kriegt man kurz vor Weihnachten sowieso nicht, mal sehen ob heute.
Es besteht allerdings die Gefahr, dass man sich auf Vertagung einigt, wenn man nicht das findet, was man sucht, aber schaun wir mal.
So richtige Vorweihnachtsstimmung will bei mir noch nicht aufkommen, die Schmückerei jetzt vorweg finde ich dieses Jahr wieder mal ein bißchen nervig. Das wechselt so von Jahr zu Jahr, kann sich aber auch allmhlich oder plötzlich ändern.
Meister 05.12.2009, 10.40 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Früher oder später anfangen?
Das ist schon eine Geschmacksfrage: wenn man früh aufstehen mag, ist es immer gut, weil man auch früher fertig ist. Echt blöd ist natürlich früh anfangen und spät aufhören.
Heute fange ich um 12 an, und der Vormittag rinnt einem durch die Finger, aber trotzdem bin ich froh, dass ich nicht jeden Morgen früh los muss, besonders um diese Jahreszeit mit ihrer Dunkelheit.
Ausserdem ist es reichlich kalt geworden, gestern war ich seit langem mal wieder richtig durchgefroren als ich reichlich spät zuhause ankam.
Wie wird denn nun der Winter?
Meister 03.12.2009, 10.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schweine ade?
Nicht unmoeglich, aber ich bin misstrauisch. Bei der letzten Grippeepidemie war es anders. Es muss nicht diesmal genauso laufen, aber eigentlich waere diese ploetzliche Ende ungewoehnlich, es sind noch lange nicht alle durch. so etwas ist schwer zu berechnen, aber ich wuerde schaetzen, dass noch nicht mal die Haelfte der "Berechtigten" krank war, auch wenn ich die vielen Leichtkranken einbeziehe. Da koennte natuerlich fur eine spaetere zweite Runde sprechen.
Also kein Grund die Impfempfehlung grosszuegiger zu fassen, aber wegschmeissen sollte man den Impfstoff auch nicht. Mein Eindruck ist, dass auch die Impfung harmloser verlaeuft als vermutet wurde, aber da sollten wir in einigen Wochen ganueres sagen koennen.
Meister 02.12.2009, 10.57 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe
Heftiger Regen
Kalter tropischer Regen, das war der Eindruck, den ich vor einer Weile hatte, als ich die Zeitung aus dem Briefkasten holte und dabei durchnässt wurde, als würde ich in Singapur über die Straße gehen. Ist das unser "neuer Winter"?
Keine Bange, der Winter, sagt mir mein Gefühl, wird sich dieses Jahr noch ganz anders darstellen.
Meister 01.12.2009, 09.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag | Tags: Wetter
Export-Elite
Die Hype über Englisch für Kleinkinder nervt auch ziemlich. Während der eine Teil der Eltern sich überhaupt nicht für die Bildung der Kinder interessiert, ist am anderen Ende mindestens genauso viel Quatsch in der Luft. Die Eltern, die ein karrierebetontes Verhältnis zu ihren Kindern haben, wollen denen schon das Englisch mit der Muttermilch einflössen, weil sie nur so eine internationale Karriere in Aussicht zu nehmen wähnen. Der Förderwahn hat seine spezielle Englischvariante in Deutschland.
Unbestritten ist, dass man ohne solide Sprachkenntnisse in der Welt von heute keine Karriere machen kann, und dass Englisch da an erster Stelle steht auch nicht. Trotzdem ist das Kleinkinderenglisch natürlich Blödsinn, denn dadurch wird man trotzdem nicht zum Englischmuttersprachler und gutes Englisch kann man auch später lernen. Es geht ums Kindertrietzen, um Karrierewünsche der Eltern zu befriedigen, genau wie es früher schon mit Klavier und Eiskunstlaufen und so manchem mehr gewesen ist. Und genau dieses Kindertrietzen finde ich so furchtbar.
Ich gönne jedem seine >international career<, aber ein paar Bemerkungen dazu:
Die Leute, die so eine international career anstreben sind für uns eigentlich verloren: sie werden im Ausland leben und arbeiten, unser Land hat davon gar nichts, was den Einzelnen nicht betreffen muss, aber man sollte festhalten: eine Export-Elite zu schaffen ist für ein Land unsinnig.
Wir müssen nicht die internationale Kompetenz von einzelnen Leuten erhöhen, sondern die Weltoffenheit des Landes insgesamt, wir müssen als Land in der Welt mitspielen können und die Diskussionen der Welt müssen unsere Diskussionen sein.
Die Karriere ist auch nicht alles, Bildung umfasst mehr, wir brauchen nicht früh abgerichtete Sklaven der globalen Konzerne, sondern wir brauchen Leute mit Herzensbildung, geistigem Niveau und Welterfahrenheit. Wir wollen ja durchaus die Leute raus in die Welt schicken, aber sie sollten so viel Bodenständigkeit oder sagen wir lieber kulturelle Identität sich bewahren können, dass sie gern auch wieder hier her kommen und hier mitmachen.
Meister 30.11.2009, 17.59 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Kassel: South Pacific
Nein, es geht nicht um >Geographie mal anders<, obwohl das auch ganz interessant wäre. Es geht um die Aufführung des gleichnamigen "Musicals" im Kassler Staatstheater.
Wenn man es gesehen hat, wundert man sich nicht, dass das Stück trotz seiner teilweise sehr schönen Musik nur selten zur Auführung kommt. Vorsichtig gesagt ist der Inhalt ein klein wenig problematisch. Für mich persönlich sind da einfach zu viele Uniformen auf der Bühne, so ähnlich als wenn man früher nach Ost-Berlin kam. Dummerweise wird dann aber auch noch viel marschiert auf der Bühne und der Heldengesang der US-Navy und Marines erscheint doch so penetrant 50er-jahreartig, dass man denkt, gleich kommt President Dwight D. Eisenhower auf die Bühne. Wenn dann noch die Hauptdarstellerin aussieht wie Infrid Bergmann in >Casablanca< und der stellvertretende Kommandant Richard Nixon wie aus dem Gesicht geschnitten ist, ist das Bild perfekt.
Die rührseelige Geschichte entartet zum Heldenepos mit markigen Durchsagen und Aufbruch zur Schlacht. Kurzzeitig befürchtet man, dass als nächstes >Japse< auf offener Bühne gekillt werden, aber nein, es kommt zwar zum Heldentod des einen Protagonisten aber wenigstens zum Happyend des anderen.
Sollte zufällig ein zukünftiger Regisseur hier zuhören, so sei eine Kleinigkeit mal angemerkt: es ist schon vor langer Zeit die Möglichkeit erfunden worden, ein Stück auch etwas distanziert oder gar gegen seine ursprüngliche Intention zu inszenieren. Dann könnte man sowas auch aufführen. Selbst ein paar ironische Seitenhiebe könnten dem Publikum wenigstens das Gefühl vermitteln, dass hier zitiert wird und alles nicht so ernst gemeint ist.
All das unterbleibt hier, und da wir wirklich nicht mehr die 50er Jahre haben, fragt man sich, ob das Theater jetzt von US-Geldgebern subventioniert wird, die möglicherweise eine Propagandaoffensive zur Sicherung des US-Zugriffs auf europäische Kontodaten durchführen. Oder ob es schlicht daran liegt, dass der Vietnamkrieg jetzt auch schon wieder fast 35 Jahre zurück liegt. Damals liefen im gleichen Theater sehr viel andere Stücke. Tja, die Zeiten ändern sich - und das immer wieder!
Meister 29.11.2009, 11.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Archie Brown: Aufstieg und Fall des Kommunismus
Über 800 Seiten, alle Details und Daten des Weltkommunismus mit all seinen Windungen und Wendungen.
Im Nachhinein habe ich allerdings das Gefühl, dass zwar vieles beschrieben wurde, dass man sich das Phänomen trotzdem nicht erklären kann.
Vielleicht kann man den ganzen Kommunismus zusammen mit Faschismus und allen allen anderen Ismussen nur als den Wahnwitz des 20. Jahrhunderts erklären, ein Stadium der Menschheit eben, mit einem Aufbruch in die Moderne, der so unvollkommen war, weil er so von Unbedingheit strotzte.
Absurderweise sind es gerade Wissenschaft und Fortschritt, die so in die Irre führen.
Man meint wissenschaftlich zu wissen und zieht Schlüsse von gewaltsamer Unbedingtheit daraus.
Dann ist es eben ganz objektiv richtig und notwendig Millionen von Menschen umzubringen - es ist der Fortschritt, es ist die Wissenschaft, keineswegs die eitle Hirnverbranntheit von Ideologen, die die Welt nach ihrem Fieberwahnbild formen wollen.
Was schliessen wir daraus fürs neue Jahrtausend:
Nicht alles, was wahr scheint, ist wahr.
Nicht alles, was sich gut dünkt, ist gut.
Bescheidenheit und kritisches Denken führen zu mehr Fortschritt als stählerner Durchbruchswillen.
Purer Rationalismus ist nicht so vernünftig, wie er tut.
Das was heute wahr scheint, kann morgen vollkommmen überholt sein, denn die Dialektik verschwindet nicht aus der Geschichte.
Romantische Vorstellungen von Zukunftsentwicklung sind durchaus gut, wenn sie genügend selbstkritsch sind, nicht Wunsch und Wirklichkeit zu verwechseln, sondern zu dynamisieren.
Meister 27.11.2009, 12.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst | Tags: Kommunismus, Zukunft, Geschichtsdialektik,
Ergoterror macht Kinder fertig
Gestern nachmittag hatte ich gleich mehrere Fälle von Kinderniedermachen hintereinander. Es ist zur Massenmode geworden.
Wie läuft das?
Entweder es taucht in der Kita jemand vom ÖGD (öffentlicher Gesundheitsdienst) oder von einer vergleichbaren Sozialkontrollstelle auf, oder das Kitapersonal selbst versucht seine letzte Fortbildung in die Praxis umzusetzen. Letzteres hat wenigstens den Vorteil, dass es sich (meistens) um Leute handelt, die das Kind schon eine Weile kennen. Wenn die Leute von der Sozialkontrolle kommen, beurteilt jemand die Kinder nach der OneTouch-Methode: einmal sehen und Etikett aufkleben.
Natürlich wollen sie alle nur das Beste: Förderung auf Förderkommraus.
Nur sind die Urteile vorschnell und depressionsauslösend: Wahrnehmungstörung, Verhaltensstörung, Konzentrationsstörung, Hyperaktivitätsstörung und was sie sonst noch so finden, wenn sie mit ihrem geschulten Einmalblick die Kinder abstempeln.
Ein bißchen langweilig und damit natürlich auch entlarvend ist dann, was als Empfehlung dabei raus kommt: "Gehen Sie zum Kinderarzt und lassen Sie sich Ergotherapie aufschreiben!" Am besten gleich für die nächsten Jahre, versteht sich.
Wenn man die so stigmatisierten Kinder anschaut, stellt man fest, dass sie völlig normal sind, nur leider haben sie sich nicht so über den Einheitsleisten schlagen lassen wie andere. Einige sind vielleicht zu schüchtern um den Sozialkontrolleuren die geforderten Antworten zu geben, andere sind ein bißchen eigenwillig, was ja nun gar nicht geht, oder es handelt sich um Jungs, das ist ja von vornherein verdächtig: malen nicht so gern und so schön (Feinmotorikstörung), wollen gern ständig körperlich was machen und halten sich nicht an die von den Kontis gemachten Regeln (Hyperaktivität und ADS) oder schubsen gar mal ein Mädchen oder prügeln sich miteinander (Aggressivität!). Manchmal hat man den Eindruck, wenn ein Vierjähriger mal schubst oder an den Haaren zieht, steht er schon kurz vor einem Amoklauf.
Anstatt dass in der Kita entsprechend pädagogisch auf die Kinder eingegangen wird, werden sie krank gemacht und ausgegrenzt. Das Wort, dass Gesunde nur noch nicht genügend diagnostiziert sind, wird so auch für Kinder umgesetzt.
Und die Folgen? Kann doch nicht schaden, wenn ein bißchen Therapie gemacht wird? "Sie wollen doch sicher, dass Ihr Kind die optimale Förderung bekommt, nicht wahr?"
Es wird übersehen, dass die Kinder nicht aus Holz sind: die kriegen nämlich mit, was über sie gesagt wird, vor allem, dass von ihnen behauptet wird, sie seien nicht in Ordnung. Und dass von ihnen erwartet wird zu funktionieren. Schon in der Kita, erst recht in der Vorschulkita, und in der Schule sowieso. Es führt zu Selbstbewußtseinsschäden und Konformitätsdruck und bei anderen zu Widerstand, der dann natürlich als Bestätigung der Diagnose genommen wird.
Und die ganze Förderung? Bestenfalls ist sie eine riesige Verschwendung von Zeit und Geld. Die Tatsache, dass Therapien natürlich niemals beendet werden können, weil alles immer weiter verbesserungswürdig ist ist genauso ominös wie die nach Jahr und Tag gemeldeten Erfolge: die hätten sich durch die ganz natürlich Weiterentwicklung der Kinder oft von selbst ergeben.
Irgendwann wird man erkennen, dass der Förderwahn unsinnig und kontraproduktiv ist. Dass man Kinder Kinder sein lassen muss! Ja, man muss sich viel mit ihnen beschäftigen, ihnen Liebe und Zuwendung geben, das ist elementar, aber man muss sie auch machen lassen, man muss ihren Talenten zwar Futter geben und umfassende Anregungen, aber niemand kann zum Nobelpreis geprügelt werden.
Es ein weiterer Wahn zu meinen, die Kinder müssten so schnell wie möglich in die Tretmühle der Gesellschaft rein. Ehrlich gesagt, ich glaube nicht daran, dass es für den Einzelnen oder für die Allgemeinheit gut ist, wenn die Kinder stromlinienförmig gemacht und schnellstmöglich zum Abschluss gebracht werden. Wer das will, mag das tun, aber es eignet sich nicht als gesellschaftliche Norm.
Wirkliche geistige Elite geht anders.
Meister 27.11.2009, 09.52 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Ein Teufelskreis
Fuer die betroffenen Kinder muss das Leben eine Qual sein, die man kaum noch und wenn dann nur mit weiterem Fehlverhalten ertraegt.
Was kann man tun, kann man was tun? im Prinzip sind diese Kinder absolut nicht unbegabt, selbst wenn sie alle Tests vergeigen.
Man muesste den Teufelskreis durchbrechen und statt einer immer weiteren Zuspitzung von Streisstrommelei die Kinder total anders beschulen: Kleingruppen, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung, Befreiung vom Lehrplandruck und motivationsgesteuertes Lernen. Man koennte so viel machen, aber man muss aus dem Kreis raus. Und wer soll es bezahlen? Tatsache ist jedenfalls dass man sich etwas einfallen lassen muss, wenn man die Schulabbrecherquote verringern will. Das Ziel ist durchaus richtig, es handelt sich durchweg um Leute, die etwas erreichen koennten. Aber man kann nicht so weiter machen.
Meister 26.11.2009, 14.57 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Wer wird Schweinebaron?
Meister 25.11.2009, 20.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Migranten
Vor einiger Zeit hatte ich al geschrieben, dass es gar keine Migranten gibt, weil es entweder E- oder I- Migranten sind und dass in Wirklichkeit Einwanderer also Immigranten gemeint sind.
Es gibt aber doch >Migranten< - eine neue Erkenntnis für mich.
Es gibt offenbar eine ganze Reihe von Familien, die mal hier und mal dort leben, teilweise polnische, teilweise bosnische aber auch türkische Familien oder Teilfamilien. Natürlich ist es ihr gutes Recht zu leben wo sie wollen. WEnn es wegen der Arbeit ist, dass sie hier sind und sie ansonsten ihre Perspektive in der alten Heimat sehen spricht auch gar nichts dagegen. Wenn sie hier staatliche Leistungen bekommen, ist es allerdings etwas anderes.
Gerade Leute mit Kindern sollten sich aber entscheiden, denn die Zukunft der Kinder kann nicht zwischen den Stühlen sein.
Meister 25.11.2009, 17.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Epidemie überwindet Hysterie
Gestern war so viel los, dass ich nicht mal zwischendurch auf den Aussencomputer gucken konnte, noch viel weniger etwas schreiben.
Die SG-Epidemie blüht jetzt so richtig auf.
Absurd aber wahr: dadurch dass immer mehr Leute, Kinder und Erwachsene, erkrankt sind, baut sich die irrationale Angst vor "der" Schweinegrippe allmählich ab.
Spruch dazu: "Es ist eben auch nur eine ganz normale Grippe!"
Die hektisch-hysterischen Reaktionen nehmen scheinbar allmählich ab, scheinen nur noch in Schulen und Kitas vorzukommen, wo man zwar die vorgefertigten Richtlinien des Senats immer noch in vollem Umfang beachtet und anwendet. Aber auch nicht alle Arztpraxen scheinen auf der Höhe zu sein. Ich hörte gestern von einer Mutter, deren Kind an SG erkrankt ist, dass sie selbst aus der Praxis ihres Hausarztes rausgeflogen sei, als sie sich wegen SG behandeln lassen wollte. Naja, muss ja nicht alles wahr sein, was so erzählt wird.
Was die SG-Impfung anbelangt, so muss man natürlich sagen, dass die Gründe sich auf einen unerprobten Impfstoff einzulassen sich allmählich immer mehr verflüchtigen, und die Leute sehen das wohl auch zunehmend so, deshalb ist der Druck an der Frage auch nicht mehr so schlimm.
Und wie wird es weiter gehen? Ich bin kein Prophet, aber die Erfahrungen vergangener Grippewellen sagen, es ist eigentlich solange ich mich erinnern kann nicht vorgekommen, dass eine Grippewelle sich nachradikalisiert hätte. Wenn die Sterblichkeit der SG jetzt weit unterhalb der saisonalen Grippe befindet, was allgemein so angeommen wird jetzt, dann wird das wahrscheinlich auch im Verlauf dieses Winters so bleiben. Frage ist bloß, wie lange sie so rumgrassiert, aber bis Weihnachten dürfte die Welle durch sein.
Die Medienpanikfuzzies können sich allmählich über die nächste Sau, die sie durchs Dorf treiben wollen, verständigen, wie beispielsweise die Hochzeit von Schweinegrippe und Vogelgrippe im fernen Asien oder so.
Ein Problem bleibt allerdings noch: Schwangere sind im Moment wirklich nicht zu beneiden, weil denen ja immer noch ein schlimmer Verlauf prophezeit wird. Ich habe da augenblicklich nur eine Tröstung an der Hand: es ist so viel Mist über die Gefährlichkeit der Schweinegrippe erzählt worden, dass man vielleicht hoffen kann, dass der angelblich "besonders schwere Verlauf bei Schwangeren" genauso wenig stimmt wie die entsprechende Behauptung über Kinder.
Meister 24.11.2009, 09.58 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Es wird besser
Die Erkältung wird allmählich besser und damit hat das Wochenende seine Regenartionsfunktion schon wieder erfüllt. Am Freitag haben mich die Leute schon fast bedauert, das lag aber nur an meiner superheiseren Stimme und meine Prognose, dass diese nach Ende der >Sprech<stunde besser werden würde hat sich erfüllt. Der Winter ist halt hart bei uns, auch gerade wenn er milde ist. Irgendwie denke ich ja, dass man irgendwann da noch was rausfinden wird, warum, wirklich die Infekte in den Wintermonaten so zunehmen. Die bisherigen Erklärungen finde ich jedenfalls insgesamt noch unbefriedigend, inklusive der "alternativen" Erklärungen.
Schön ist es jedenfalls, dass man dieser Tage noch prima draussen im Garten was machen kann, damit legen wir ja schon die Grundlagen fürs Frühjahr. Es ist ein bißchen merkwürdig, dass mir dieses Jahr der kommende Frühling gar nicht so weit weg vorkommt. Aber warten wir's ab, vieleicht wird es einem gerade wegen dieser Erwartung dann besonders lang.
Meister 22.11.2009, 11.04 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Am Wochenende keine Schweinchen!
Die Sache mit der SG-Epidemie hat sich im Laufe der Woche so richtig ausgewachsen, da waren hunderte von Patienten mit Schweinegrippe. Trotzdem ist es bei den Leuten noch nicht angekommen, dass es sich bei SG um eine Grippe wie jede andere handelt und fast alle nach einer Woche wieder voll ok sind. Viele Eltern reagieren auf die Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit dass es SG ist ,so als habe man ihnen ein Todesurteil überbracht. Und eine Mutter sagte, vonwegen keine schwere Krankheit, ihre 13jährige Tochter habe schon 3 Tage 39° Fieber und sei total schwach und erschöpft. Hoffen wir, dass derartige Leute nie mit wirklch schweren Erkrankungen konfrontiert werden, da würden sie ja schon die Verkündung der Diagnose nicht überleben.
Man kann zum Glück hoffen, dass mit der massenhaften Verbreitung auch die Gelassenheit zunimmt. Witzigerweise hatte ich den Eindruck, dass die Etikettierung als "Meerschweinchengrippe" schon bei einer Reihe von Leuten zu einer gewissen Beruhigung geführt hat.
Man könnte denken, dass in derSache allmählich, nach 2 Wochen heftigen Ansteigens vielleicht der Höhepunkt erreicht ist. Von den Erfahrungen der heftigen Grippewelle vom Januar 2009 befürchte ich allerdings, dass bestenfalls ein >Plateau< erreicht ist und es mit den Zahlen so weiter geht in den nächsten 4 Wochen. Dass ist kein Wunder, weil jetzt erstmal eine relativ grosse Basismasse von ansteckenden Personen, da ist von denen ein Großteil so gesund ist, dass es überall rumrennt und weiter ansteckt. Da hilft keinerlei Epidemieschutzmassnahme mehr, eine Grippewelle ist nicht aufzuhalten, dass ist schon lange bekannt. Jetzt wird die Sache einige Wochen rumgereicht bis aus Mangel an weiteren.
Obwohl man sagen muss, das beste Medikament gegen die Grippe ist einen Meter breit und 2 Meter lang, werden am Wochenende wieder viele die Notfallambulanzen verstopfen, um darüber zu wüten, dass sie nach stundenlangem Warten mit symptomatischen Mitteln, ohne Grippetest, ohne Tamiflu oder andere Wunder-Waffen nach Hause geschickt werden. Natürlich ist der Grippetest jetzt völlig unsinnig, aber was schert das die Leute, sie wollen es genau wissen. Dummerweise kostet ein Test 160 Euro, ist keineswegs zuverlässig und die Durchführung ohne Grund erschwert es den Labors nur für die kritischen Fälle rechtzeitig die Diagnose zu stellen.
Jetzt ist schon ein Streit darüber ausgebrochen, ob mehr Kinderärzte am Wochenende in den Notfallambulanzen arbeiten sollten. "Sie wollten halt lieber zuhause bei ihren Familien bleiben" heisst es frech-süffisant in der Zeitung. Merkwürdigerweise bleibt ausser Betracht, dass die Leute, die die ganze Woche die Frontschweinarbeit machen, am Wochenende sich vielleicht mal erholen müssen, aber Schuldzuweisungen sind immer billig.
Man brauchte da schon ein Konzept für ausreichend viele Notfallpraxen an den Wochenenden, oder abgesprochen verschobene Sprechstunden über 7 Tage die Woche. Das liesse sich alles machen. Aber eine ausgelastete Kapazität kann man im Winter nicht dauerhaft überlasten, es kommen noch 6 (!) weitere Wintermonate frontal auf uns zu. Und wenn diejenigen die dem Überlastungsbegehren nachgeben, dann auf der Nase liegen oder wie auch schon vorgekommen in den Sielen sterben, dann heisst vielleicht anerkennend, "er war immer für seine Patienten da", wofür der sich dann aber auch nichts mehr kaufen kann, doch vielleicht heisst es auch nur, "der war doch selbst dran schuld, wenn er sich kaputt gemacht hat".
Meister 21.11.2009, 10.47 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe, Arbeitsbelastung,
Schweinegrippe wird umbenannt
Aber ich habe festgestellt, dass die Leute einen solchen Schrecken kriegen, wenn man sagt , es koennte Schweinegrippe sein, dass ich seit gestern dazu uebergegangen bin zu sagen, es koennte sich um "Meerschweinchengrippe" handeln. Klingt netter und dem Krankheitsverlauf auch angemessener. Der ist nach wie vor harmloser als bei der letzten "normalen" Grippewelle im vergangenen Januar.
Meister 20.11.2009, 08.30 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Die Glaspatientenkarte
Liebe Freunde der Transparenz und Feinde der wohlfeilen fetten Profite.
Es hat ja nicht lange gedauert nach der Wahl bis verlautet, dass die Einführungsbemühungen für die GlasPatientenkarte wieder aufgenommen werden.
Was ist passiert?
Wahrscheinlich hat die Ministerialbürokratie den neuen Gesundheitsminister darin gebrieft, welche Geheimabsprachen mit der Industrie bestehen und was es kostet, wenn man sie aufkündigt.
Die Glaspatientenkarte, von der Propagandalobby als elektronische "Gesundsheitskarte" hochgejubelt, ist die neue Melkkuh für die Konzerne, die doch nicht geschlachtet werden darf, bevor sie ihre Profite abgeworfen hat. Es wird sich um Milliarden handeln, die damit von der Patientenversorgung weg in die Taschen der Konzerne umgeleitet werden sollen, die bisher sich noch nicht so richtig am Gesundheitswesen bereichern können, die Stärke des Lobbyismus zeigt die erwartete Profithöhe.
Die Tatsache, dass das Gesundheitswesen damit Milliarden verliert, ist aber nur ein Aspekt, der zweite ist, dass diese Glaspatientenkarte optimal an die Zukunftsgesundheitsindustrie angepasst ist, alle Information muss flüssig ineinander fliessen, ohne irgendwelche Verschwiegenheitsrücksichten, ist doch nur im Sinne des Patienten, dass alle, die mit ihm professionell zu tun haben auch alles über ihn wissen. Je mehr man über ihn weiss, desto mehr kann man ihm verkaufen, Leistungen aufdrängen oder verweigern je nach Profitlage.
Die Auseinandersetzungen der Zukunft werden allmählich sichtbar: es geht um den Kampf der Gesundheitsgrossindustrie mit ihren Konzernen gegen die Patienten und ihre Ärzte und Therapeuten. Natürlich wird die Industrie nicht müde, die Ärzte als ihre Verbündeten und Mittäter zu etikettieren, aber in Wirklichkeit will sie Angestellte, die ihre Produkte profitabel absetzen. Die Ärzte sind gut beraten, ihre Unabhängigkeit nicht an die Konzerne zu verkaufen, sondern als Sachwalter der Patienten und deren Rechte aufzutreten, das ist nicht nur ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit, sondern dass ist auch ihre einzige Chance ihre Freiheit und Unabhängigkeit zu behalten und auszubauen.
Kann man es denn verhindern, dass die Konzerne das Gesundheitswesen übernehmen und ausplündern auf den Knochen der Patienten und Beschäftigten?
Eine gute Frage, die die Zukunft beantworten wird.
Wer sind diese Konzerne: die Pharmaindustrie kennt jeder, von ihren Profiten weiss jeder, die Ausrüstungskonzerne wie Fresenius und Draegerwerk beispielsweise kennt man nicht so. Die Krankenhauskonzerne werden immer grösser und immer mehr zu einem die Versorgung bedrohenden Moloch, sie drängen immer mehr in die ambulante Versorgung, schon weil sie von dort aus ihre Klinikbetten füllen müssen, aber auch weil die ambulante Patientenversorgung die Schaltstelle für die Ausgaben im Gesundheitswesen ist. Die Krankenkassen sind auch zunehmend Konzerne im Gesundheitswesen, die auf Profit abzielen. Als sie noch klein und zersplittert waren, haben sie sich darauf beschränkt, ihre eigenen kleinen Posten und Arbeitsplätze zu erhalten, indem sie durch Fusionen zu Grosskonzernen mutieren, sind sie natürlich eine Macht, eine Einkaufsmacht, eine Milliardenverteilmacht, selbst wenn sie rote Zahlen schreiben haben sich eine ganze Reihe von Leute schon die Nase und sonst noch einiges vergoldet. Und jetzt auch noch die Elektronikindustrie, die schon in der Medizintechnik eine Menge Geld macht, sie will die Autobahnmautprofite auf einem neuen Gebiet realisieren. Wre doch zu schade, wenn da was dazwischen käme!
Und der Gesundheitsminister? Es wird für ihn die Nagelprobe sein, wo er eigentlich steht. Man wirft der FDP ja gern vor industriehörig zu sein. Ist sie das vielleicht wirklich , Herr Rössler? Aber man wirft ihnen ja genauso vor Klientelpartei der Ärzte zu sein. Wenn nun die Ärzte und die Patienten einerseits und die Grossindustrielobby andererseits zerren, was wird passieren?
Eines ist klar, die Glaspatientenkarte wird von den Ärzten abgelehnt, und sie wird von den Patienten noch stärker abgelehnt werden, spätestens wenn die mitkriegen, was man mit ihnen vor hat. Die Patienten sie da ziemlich sensibel in diesem Land, sie trauen den Konzernen und auch den Regierungsversprechen nicht so wahnsinnig weit.
Wir werden noch von der Sache hören!
Es grüsst Sie herzlich aus dem Spreebogen
Ihr Dr. med. Bloggma
Meister 19.11.2009, 10.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma | Tags: Gesundheitspolitik, Patientenkarte,
Ueberall Schweinchen
Ich versuche klar zu machen, dass es sich schlicht um die Grippe dieser Saison handelt und dass man damit ganz normal umgehen muss.
Die Impfung startet morgen und zwar nsch strengen Kriterien, nur wer unbedingt muss und will und moeglichst nicht unter 3 Jahren. Mal sehen wie das gehen wird.
Selbst bin ich auch schon wieder etwas erkaeltet, aber da ich SG schon hatte, kann es sich ja nur um Stachelschweinegrippe handeln, >porcupine flu<! Echt selbst erfunden!
Vielleicht sollten wir die SG auch etwas entspannter etikettieren: Ferkelgrippe, Schweinegrippe, Wildschweingrippe jund lasyt not least Meerschweinchengrippe!
Aber viele Leute finden es gar nicht komisch, die fuehlen sich dann wieder auf den Arm genommen, dass geht also auch nicht.
Meister 18.11.2009, 13.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Bisschen müde
Zum Rudern hat es nicht mehr gerreicht heute, aber zumindest sind wir im Garten doch gut voran gekommen. Die Herbstarbeiten im Garten haben ja leider so einen leicht tristen Unterton, weil dann ja der Winter kommt, aber den negativen Vergleich, den ich gerade bloggen wollte, lasse ich weg, es wird ja auch wieder Frühling und dann werden wir uns freuen über die gute Ausgangsposition.
Nachdem es kühler und dunkler wurde, habe ich dann mit der Buchführung weiter gemacht: ein paar Stunden Buchführung und ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht, einer guter Büromensch wär ich nicht, glaub ich. Dann fehlt so ein blöder Betrag und ich suche ihn, eine ganze Weile, jetzt stimmt es wieder, aber wieso der weg war verstehe ich nicht. Egal.
Und morgen dann wieder zurück zu den Grippeschweinchen!
Meister 16.11.2009, 19.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Das Wetter noch ausnützen
Auch heute früh scheint wieder die Sonne und wir werden mal schnell draussen noch etwas machen, bevor der angekündigte Regen kommt. Vielleicht kommt er ja langsamer als gedacht. In den Wetterkartenanimationsfilmchen sieht das ja immer so objektiv wahr aus, dass man sich schon wundert, wenn bei den superschwarzen Wolken dann nur so ein klein bißchen Nieselregen rauskommt.
Ob wir nochmal rudern? Mal sehen, erstmal muss der Lagerplatz für's Ruderboot klariert werden.
Meister 16.11.2009, 10.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Novemberrudern
Meister 15.11.2009, 19.12 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Heute mal was anderes
Von gestern ist noch Planerfüllung zu melden. Leider waren die Dahlienknollen nicht mehr so ganz toll, sah so aus, als häte da jemand gefressen, na schön, beschaffen wir nächstes Jahr mal ein bißchen Nachschub und wechselnd wir das Beet.
Das Holzspalten hat auch einen schönen Haufen Spaltprodukte ( nicht radioaktiv) hinterlassen und mich zu der Erkenntnis geführt, dass der Wirkungsgrad beim Verbrennen von Holz im Kaminofen dadurch stark gesteigert werden kann, das man das Holz höchstselbsthändig spaltet: Kraft-Wärme-Kopplung alten Stils sozusagen.
Heute liegt mal wieder was ganz anderes an: Buchführung.
Was ist eine Schweinegrippe gegen Buchführung?
Meister 15.11.2009, 10.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Aussenaktivitäten
Meister 14.11.2009, 10.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien | Tags: Gartnarbeit, Herbst, waldik walken,
Schlimmer als Hysterie ist......
Doppelhysterie: gestern war wirklich die Hölle los, man hat langsam den Eindruck, dass einige Leute kurz vor dem Ausflippen sind. Die Angst vor der Schweinegrippe treibt merkwürdige Blüten, und die Angst vor der Schweinegrippeimpfung erledigt den Rest. Es sind nicht nur die Leute, die schier verrückt sind, sondern dass setzt sich dann in den professionellen Bereich fort. Die einen Leute telefonieren wie die Verrückten, weil sie unbedingt die Grippeimpfung wollen und zwar sofort. Die sind zwischen todtraurig und aggressiv, wenn sie erfahren, dass impfen noch nicht geht. Als habe man ihnen den Platz im Rettungsboot der Titanic verweigert. Die anderen haben Angst vor der Grippe und Riesenangst vor der Impfung. Es besteht die Gefahr, dass demnächst Todesstrichlisten verglichen werden: auf der einen Seite die Medientoten der Grippe, auf der anderen die Medientoten der Impfung.
Ich habe mich schon bemüht beruhigend zu wirken: weder ist die Grippe bisher so schlimm, noch gibt es Anzeichen dafür, dass die Impfung schlimme Nebenwirkungen hat und man muss doch auch nicht übertriebene Eile bezüglich der Impfung haben, kann doch erstmal die wirklich Gefährdeten impfen und dann diejenigen, die schon halbtot vor Grippeangst sind. Wenn dann ein paar Millionen geimpft sind, wird man besser einschätzen können, ob man bedenkenlos in die Breite impfen kann oder lieber nicht.
Man muss in aller Ruhe die Impfinfrastruktur einrichten, langsam anfangen und genau aufklären. Sollte es zu einer Verschlimmerung des Erkrankungsverlaufs kommen, was gar nicht unbedingt sein muss, kann man jederzeit massenhaft impfen, wenn die gesamte Logistik steht und der Impfstoffnachschub rollt.
Überraschender Weise stellt sich jetzt heraus, dass die bestellten 50 oder gar 80 Millionen Dosen gar nicht vorhanden sind, sondern nach und nach produziert werden. Das ist zwar logisch, denn der Prozess ist zeitaufwendig und die Produktionsanlagenkapazität begrenzt, aber es besteht schon die Frage, welche Liefertermine für welche Mengen verabredet oder möglich sind, denn im Laufe des Jahres 2010 wird es ja auch etwas absurd diese Impfung durchzuführen. Hat sich das Virus eventeull verwandelt bevor der Impfstoff verimpft ist?
Mit wem man gestern auch gesprochen hat, alle waren schwer betroffen von der Wucht der Verunsicherung der Leute. Der Chefarzt der Kinderklinik fragt an, ob wir Leute zum SG-Test zu ihnen geschickt hätten: haben wir natürlich nicht, sondern die Leute haben das schlicht erfunden. Es soll Schreiereiszenen in Krankenhausambulanzen gegeben haben.
Das Labor klagt, dass massenhaft unnütze SG-Tests eingeschickt werden, die damit gerade wieder verhindern, dass die wichtigen innerhalb von 24 Stunden bearbeitet werden können. Denn die Tests haben nur einen Sinn in dieser Situation: bei schwer Kranken mit Grunderkrankung rechtzeitig herausfinden, ob eine entsprechende Therapie gemacht werden muss.
Aber Leute sind jetzt offenbar auf die Idee gekommen, dass sie vielleicht aus dem Dilemma mit der Angst vor Impfung vs Angst vor Erkrankung rauskommen, wenn nachgewiesen wird, dass sie es hatten. Aber auch da muss man sie enttäuschen: der serologische Nachweis kann nicht zwischen früheren Grippen und Impfungen einerseits und SG andererseits unterscheiden. Und der Abstrichtest kann nur gemacht werden, wenn jemand als SG-Verdacht gemeldet und in vorläufige Quarantäne verbracht wird. Und das gilt auch für gesetzlich wie privat Versicherte! Auch das Angebot, es selbst zu bezahlen, macht es nicht möglich.
Das Anwachsen der Doppelhysterie im Verlaufe der Woche ist erschreckend, da fragt man sich wie es weiter geht. Sicher scheint, dass die Fallzahlen in den nächsten Wochen weitere steigen werden. Das ist die Erfahrung jeder Grippeepidemie, z.B. der vom letzten Winter: von dem Zeitpunkt, wenn man feststellt, dass es deutlich massenhaft Grippefälle sind, wachsen die Zahlen zwei drei Wochen an, und dann verharren sie weitere 3 bis 4 Wochen hoch bevor sie langsam zurück gehen. Das muss vielleicht nicht immer so sein, war aber beim letzten Mal ganz eindeutig so.
Weil die Epidemie jetzt so richtig ins Laufen kommt, sind natürlich die früheren Massnahmen wie Schulenschliessung jetzt absurd. Soll man bis März zumachen? Die SG hat einen Vorteil, der ein Nachteil ist: viele Betroffene sind so leicht erkrankt, dass sie weiter rumrennen und anstecken.
Und was soll man tun? Wenn man krank ist, sollte man zuhause bleiben, wenn man sich schlecht fühlt sollte man sich schonen und eventuell ins Bett legen. Damit erspart man sich Komplikationen und der Umwelt Ansteckung.
Fast allen Erkrankten geht es innerhalb von einigen Tagen wieder besser, aber genau dann sollte man vorsichtig statt übermütig sein: wenn man zu schnell wieder aufdreht, riskiert man bei Grippe oft einen Rückfall.
Meister 13.11.2009, 10.51 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe, Impfung, Hysterie,
Weltverbesserer?
Meister 12.11.2009, 09.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Pandemrix =?
Welche Marketingabteilung hat sich denn bloß diesen Namen ausgedacht?
Die Impfstoffe dieser Firma klingen zwar schon immer wie ein Dorf unbeugsamer Gallier, aber dieser Name treibt einen doch irgendwie in die negativen Assoziationen:
-Verdamrix
-Pandoramix
-Panoramakix
-Pestundcholerafix
Hat noch jemand eine passende Idee?
Vielleicht noch für Herthafans:
-Pantelixzurückkicks
Meister 10.11.2009, 23.41 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Arbeit sonst nichts Neues
Es gibt viel zu tun und der Abend hat sich ziemlich gezogen. So sehr dass ich überrascht war, als dann wirklich Schluß war.
Viele Fragen heute vor allem wieder, gut dass man auch was Schriftliches da hat, aber man natürlich nicht immer nur verweisen sondern muss die Fragen schon beantworten. Aber wenigstens dann nicht mehr mit allen Facetten, die kann man ja nachlesen falls sie einen interessieren.
Díe Leute hätten es natürlich am Liebsten, wenn man die Impffrage mit einem "ja" oder "nein" beantworten würde, aber warum soll man es ihnen einfacher machen als es ist, um sich dann hinterher dafür prügeln zu lassen.
Es gibt eben immer zwei Möglichkeiten... und daraus ergeben sich dann wieder zwei Möglichkeiten,.... na ich denke jeder kennt dieses alte Spielchen.
Eigentlich sind wir doch in einer komfortablen Situation: die Schweinegrippe hat sich noch nicht zum Raubtier verwandelt, noch nicht mal zur Wildschweinhorde und es gibt einen Impfstoff, auch wenn wir ihn noch nicht haben.
Niemand muss sich gezwungen sehen dies oder das andere zu tun, aber auch das cool bleiben ist für viele Leute schon schwer, der Medienbeschuss war doch sehr schwer in letzter Zeit. Gibt es eigentlich genauere Untersuchungen über die Auswirkungen von Medienbeschuss auf Menschenmassen? An künstlerischen Bearbeitungen fällt mir da gerade Bölls "Verlorene Ehre der Katharina Blum" ein. Na, das ist ganz schön weit weg ! Medienkritik war gestern? Oder vorgestern?
Was passiert eigentlich, wenn es im Lande mal wirklich hart auf hart geht statt "hart aber fair" (was übrigens einer der verlogensten Titel für eine Propagandasendung ist) ?
Meister 10.11.2009, 23.15 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Nooz: Land der Wunder - Tag des Wunders
Ja, das war der Tag des Wunders vor 20 Jahren. Eines der vielen Wunder dieses Landes. Eines der schönsten Wunder dazu. Wie alle nur noch "Wahnsinn!" gerufen haben! Für mich war "Wahnsinn!" mehr der Spruch dieser Zeit damals als alle anderen. Wenn wir uns als Bürger dieses Wunderlandes >Nooz< sehen, dann sollen wir daran glauben, dass noch viel mehr möglich ist, dass die Wunder hier an jeder Ecke darauf warten, dass man sie anspricht. Vielleicht versucht es morgen mal.
Gerade weil wir wissen, dass es auch negativer und schlimmer ging in unserer Geschichte, können wir es auch besser machen und besser herbei phantasieren. Die Wunder kommen bei uns immer wieder vor, und gerade wenn man denkt:"das checken die Deutschen nie!", sind sie schon kurz davor.
Sollen wir uns lieben? - Muss nicht sein.
Sollen wir uns trauen? - Naja, soweit man das eben kann.
Sollen wir uns was zutrauen? - Aber klar, immer ran an die Buletten.
Denk ich an Deutschland in der Nacht? - Schlafen wir besser nachts, sind wir tagsüber besser drauf.
Wunder gibt es hier immer wieder, und sie sind meist selbst gemacht, sogar die Guten!
Meister 09.11.2009, 23.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Der Witz des Tages
Der Witz des Tages war gleich der Beginn: unsere Azubine sagt, ihr Papa hat gesagt, wir stehen in der B.Z. und zwar als Praxis, die ab heute schon gegen Schweinegrippe impft. Bestätigung? Unnötig, es gibt natürlich gleich massenhaft Anrufe, die sich darauf beziehen.
Der Witz dabei ist: wir wissen nichts davon! Wir haben letzte Woche den Vertrag abgeschickt, aber wir haben bis heute absolut nichts davon gehört, noch viel weniger haben wir Impfstoff bekommen.
Macht ja nichts, das Chaos ist allgegenwärtig.
Der Spruch des Tages ergibt sich aus der Situation, als gleich drei Mädchen einer Familie zusammen mit Schweinegrippe kommen. Ergibt sich wie von alleine "Ein Schwein kommt selten allein!"
Bestimmt heute 50 SG-Fälle, keine Frage mehr, aber auch keinen Sinn etwas wie Meldung ans Ges.-Amt zu machen, das dürfte überholt sein. Die Sache hat jetzt die dynamische Phase erreicht.
Aber es ist nicht die "gefährliche zweite Runde", es ist die Fortsetzung unserer KleinEpidemie vom Sommer mit größeren Zahlen. Auch Kindern, denen es Ende der Woche noch mies ging zum Sorgen machen, sind heute wieder fit. Mexiko ist eben doch nur Klein-Spanien.
Die Leute sind aber immer noch schwer mystifiziert. Wenn ich sage, ich hatte die Schweinegrippe im Sommer selbst, schauen sie mich an wie einen Geist, als ich abends einer Mutter sage, es waren heute bestimmt 50 Schweinegrippefälle hier, kann sie sich nur durch grundsätzlichen Atheismus vor dem Bekreuzigen bewahren.
Aber es kommt allmählich die Erkenntnis, dass SG eben auch nur eine Grippe ist. Dauert bloß ein bißchen, bis sie kommt.
Und die Impfsache, da gibt es auch viel Unsicherheit. Das ausgehängte und verteilte Info von gestern hat ganz gute Arbeit geleistet, schon allein deshalb, weil ich es gleich bei allen e-mail-Fragen verschickt habe, aber ich hatte auch viel weniger Platten zu spielen.
Was wird nun mit der Impfung? Einer Kollegin, die schon rumtelefoniert hat, verdanke ich die richtige Telefonummer, und wenn die uns schon nicht benachrichtigen, können wir doch wenigstens nachfragen. Ist also möglich, auch wenn sie nicht so genau wissen, wen wir eigentlich impfen dürfen. Das macht aber erstmal gar nichts.
Denn das eigentliche Problem ist, ob und wann wir überhaupt Impfstoff bekommen. Die Logistik hat der Senat einer Großapotheke anvertraut, die ist natürlich heute tagsüber kaum zu erreichen gewesen. Immerhin konnten wir abends schließlich ein Fax schicken . Das Schöne beim Faxen ist, dass man nicht weiss, ob es ankommt und wenn ja bei wem.
Das wird die Frage für morgen.
Die Frage für übermorgen wird sein, wer denn nun geimpft werden will/wird. Die Leute sind ja zum Teil voll scharf drauf. Aber wir werden sie erstmal durchs Höllenfeuer der Aufklärung gehen lassen.
Das stelle ich mir augenblicklich so vor: es werden die Risiken von Grippe und neuem Impfstoff schonungslos erklärt, wer unterschreibt wird geimpft, wer Bedenken hat, soll es sich lieber noch überlegen. Zwischendurch habe ich heute auch noch den Spruch gehabt: >wer sich als Kaninchen fühlt, der möge vorangehen<. Aber der ist nicht massentauglich, man muss schon aufpassen, dass man nicht vor lauter Absurdität zu unernst wirkt. Es ist schon einiges absurd in der Sache, aber die Leute wollen einen Ratschlag.
Den sollen sie haben, aber der ist nicht ja oder nein zur Impfung, sondern Information und dann die Möglichkeit selbst zu überlegen, wovor man mehr Angst hat, dass man eine schwere Grippe kriegt oder dass man schwere unbekannte Nebenwirkungen bekommt.
Und die geheime Hoffnung, dass den Leuten, wie sie sich auch entscheiden, nichts Schlimmes passiert. Ist es nicht gut, dass man ihnen die Entscheidungsfreiheit lassen kann?
Meister 09.11.2009, 21.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Porciner Tagesspruch
Meister 09.11.2009, 13.44 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Schweinegrippeinfo zum 9.11.09
Morgen wird sicher bezüglich der Schweinegrippe schwer was los sein. Deshalb habe ich ein Infoblatt gemacht, das wir morgen aushängen oder verteilen werden. Den Lesern dieses Blogs mag aber vieles bekannt vorkommen:
Liebe Eltern,
es sind in den letzten Tagen so viele Fragen zur Schweinegrippe gestellt worden, dass man sie mal zusammenfassend beantworten muss.
Schon seit Monaten grassiert diese neue Grippe, zunächst nur in Einzelfällen, allmählich sich vermehrend und jetzt nachdem eine ziemlich grosse Zahl ansteckender Menschen vorhanden ist, geht es rasant.
Die Schweinegrippe hatte bisher zumindest einen Vorteil, der gleichzeitig ein Nachteil war: sie verläuft so leicht bei vielen Leuten, dass diese nicht im Bett bleiben, sondern weiter unterwegs sind und andere anstecken.
Glücklicherweise gibt es bisher zwar eine Mengenvermehrung der Fälle aber keine Verschlimmerung des Verlaufs: die meisten Leute, und ein Großteil der Betroffenen sind Kinder, erholen sich auch recht schnell wieder.
Es ist aber natürlich richtig, dass mit einem Ansteigen der Fallzahl auch die Anzahl schwerer Verläufe zunehmen muss, denn es gibt immer ein Spektrum des Verlaufs zwischen leicht und schwer, und wenn 1 Promille der Fälle schwerer verläuft, dann ist das vielleicht keiner von 500 aber möglich 50 von 50.000 .
Wir haben eine Häufung von Luftwegserkrankungen bei Kindern in den letzten Wochen zu beobachten, wahrscheinlich handelt es sich dabei zu einem erheblichen Teil um Schweinegrippefälle.
Wegen der bürokratischen Hemmnisse ist es leider nicht möglich das genau festzustellen, da es unangemessen ist, jemanden als Verdachtsfall zu melden, wenn er nur leicht erkrankt ist. Im Gegensatz zu Medienberichten vom Wochenende ist es auch nicht richtig, dass ein Schnelltest Klarheit bringt. Dieser ist von der Labors verlassen worden, weil er zu unzuverlässig ist und nicht mal spezifisch für die Schweinegrippe.
Es hätte aber auch keine Konsequenzen, denn mehr als eine symptomatische Behandlung und Bettruhe ist sowieso nicht angezeigt. Die sogenannten Grippemittel wie "Tamiflu" werden bei diesen Krankheitsverläufen nicht eingesetzt, sie werden in ihrer Wirkung allerdings sowieso überschätzt.
Man muss keine Panik wegen der Schweinegrippe haben, sie ist nicht schlimmer als die normale Grippewelle, eher leichter. Natürlich kann sich das noch im Verlauf ändern, aber es gibt keine Anzeichen dafür.
Wenn jetzt Einzelfälle in den Medien hochgespielt werden, muss man daran erinnern, dass man von tausenden von Grippetoten jährlich in der normalen Grippesaison redet.
Es stimmt nicht, dass Grippe immer >plötzlich hohes Fieber, rasende Kopfschmerzen und schlimmer Husten< bedeutet, wie das ständig geschrieben wird, auch ganz normal erscheinende Erkältungssymptome können von dem Virus kommen, das zeigt die Erfahrung mit einer ganzen Reihe von Familien, in denen das Virus vorgekommen ist.
Pandemiemassnahmen wie Mundschutz und sterile Kittel sind in der augenblicklichen Situation genauso wenig sinnvoll wie Politiker, die sich nach solchen Maßnahmen heiser schreien. Genauso wenig sind Schließungen von Schulen oder Kindergärten sinnvoll, wenn es berall Ansteckungsfähige gibt und die Erkrankung eben keine "Killerseuche" ist.
Aber die Impfung!?
Wir können glücklich sein, dass es die Impfmöglichkeit gibt, besonders wenn es zu einer Verschlimmerung des Erkrankungsverlaufs in Zukunft kommen sollte. Wir müssen aber auch die Probleme der Impfung sehen und ohne Aufregung mit der ganzen Sache umgehen.
Es handelt sich bei dem neuen Pandemieimpfstoff nicht um den bekannten gewöhnlichen Grippeimpfstoff, sondern um eine Neukonstruktion. Diese Innovation ist nicht ohne Grund vorgenommen worden: die WHO hatte wegen der Bedrohung durch die "Vogelgrippe" die Pharmaindustrie aufgefordert, einen Impfstoff zu schaffen, den man für den Pandemiefall schnell in grossen Mengen produzieren könnte. Die Aufgabe wurde erfüllt, aber die amerikanischen Zulassungsbehörden waren nicht von seiner Unbedenklichkeit überzeugt. Sie haben den alten Impfstoff bestellt und damit jetzt das Problem, dass es zu wenig davon gibt. Die Industrie hat die deutschen Behörden davon überzeugt, dass deren Wunsch 80 Millionen Impfdosen zu bestellen nur mit dem neuen Impfstoff zu realisieren sei. Der Impfstoff wurde im Laufe dieses Jahres entwickelt und produziert und auch getestet. Die Testergebnisse waren nicht negativ, aber die Anzahl der Testpersonen notgedrungen klein, bei Kindern noch viel geringer.
Es besteht die Hoffnung und Erwartung, dass der Impfstoff gut verträglich sein wird, aber eine Sicherheit gibt es nicht. Bei einem Großversuch wie diesem weiß man eben erst hinterher, wie er ausgegangen ist.
Soll man sich und seine Kinder also impfen lassen?
Die Gesundheitsbehörden und auch der Berufsverband der Kinderärzte empfehlen die Impfung.
Man kann sich dieser Empfehlung anschliessen, wenn man folgendes beachtet: Jeder der sich oder seine Kinder impfen lässt muss eine persönliche Abwägung treffen, ob er oder sie eher bereit sind mögliche seltene Nebenwirkungen zu akzeptieren oder eine mehr oder minder schwere Grippe zu riskieren.
Man kann aber auch vorsichtig pragmatisch mit der Frage umgehen und mit der Impfung nicht drängeln: wenn erstmal ein paar Millionen Erwachsene geimpft sind ohne schwerwiegende Ereignisse, dann kann man sich auch auf den Weg machen. Ein solcher Großversuch kann ja schlielich auch gut gehen!
Wir werden uns trotz der vom Senat aufgebauten bürokratischen Hindernisse an der Impfung beteiligen, sobald es möglich ist. Wir rechnen damit im Laufe dieser oder der nächsten Woche.
Dies kann aber nur zeitlich verzögert geschehen, zum einen da wir mit der Versorgung der Kranken voll ausgelastet sind, zum anderen, weil immer mindestens 10, bei Kindern sogar 20 Patienten geimpft werden müssen, da der knappe Impfstoff in Ampullen geliefert wird die 10 bzw. 20 Impfdosen enthalten die hintereinander verimpft werden müssen.
Ob Kinder und Erwachsene geimpft werden können muss noch geklärt werden genau wie alle anderen Fragen des technischen Ablaufs. Es kann also durchaus noch 1-2 Wochen länger dauern bis die Impfung wirklich möglich ist.
Wir werden aus haftungsrechtlichen Gründen die Patienten eine Einverständniserklärung unterschreiben lassen müssen, denn wir können aus verständlichen Gründen nicht für die Sicherheit eines Impfstoffs haften, den wir nicht kennen und dessen Gefahren noch nicht sicher einschätzbar sind.
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Soweit das Merkblatt! Ist es verständlich genug? Welche Fragen müßten noch beantwortet werden?
Meister 08.11.2009, 17.40 | (5/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe, Impfung,
Heute vor 70 Jahren
Es war der 8. November 1939 und die schlimmen Zeiten waren gerade erst so richtig am voll schlimm werden, da ging im Bürgerbräukeller in München eine Bombe hoch die vielleicht alles geändert hätte.
Georg Elser hatte sie gebaut und mit viel Arbeit, Enschlossenheit und Geschick in einer Säule plaziert. Um eine halbe Stunde und die gesamte Naziführung wäre direkt von ihren Feldherrnhallenfeiern ins höllische Wallhalla abgetaucht. Es war nicht Elsers Schuld, der Zeitplan war geändert worden.
Was nützen alle die "was wäre gewesen wenn?" In einem hatte Hitler nämlich recht: die "Vorsehung" hatte beschlossen, dass das deutsche Volk den Kelch bis zur Neige leeren musste.
Im Grunde gilt für den 20. Juli 1944 das gleiche: es wäre nur die Hälfte der deutschen Soldaten gestorben, wenn im Sommer 44 Schluss gewesen wäre. Auch wenn die Attentäter vom Juli 44 zur Zeit von Elsers Attentat noch glorreiche Soldaten in der Armee des Gröfaz waren und von Sieg zu Sieg eilten.
Den Kelch bis zu Ende leeren - vielleicht war das die Voraussetzung dafür, dass wir unbelastet in ein neues, besseres Zeitalter eingehen konnten. Die Gnade der späten Geburt ergab sich auch aus der Verdammtheit der früheren Geburt.
Meister 08.11.2009, 16.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....
Installationen
Meister 08.11.2009, 13.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Die Zukunftsaufgabe
Es geht in den nächsten Jahren darum, Deutschland zukunftsfähig zu machen, bevor es zu spät ist.
Was bedeutet zukunftsfähig machen?
Die Welt verändert sich rasant in diesen ersten Jahren des neuen Jahrtausends. Rasanter als wir es im alltäglichen wahrnehmen. Viele historische Veränderungen laufen nicht als lineare Prozesse ab, sondern bereiten sich untergründig vor, um dann an die Oberfläche durchzubrechen. Die demographischen Veränderungen sind ungeheuer, die Klimaveränderungen, die Verschiebungen in der persönlichen und der geistig-kulturellen Mobilität, die Rolle des Einzelnen wird sich genauso verändern wie die Rolle der Masse.
Im Grunde muss man sagen, es gibt nichts, was sich nicht ändert. Das ist prinzipiell kein Unglück, kann es aber werden, wenn man sich nicht darauf einstellt.
Schon zeichnet sich bei den Klimaveränderungen ab, dass es nicht ausreicht, irgendwelche Alibiveränderungen zu schaffen, um den Eindruck zu erwecken, dass man etwas tut, sondern dass man sich auf das Eintreffen der Klimaveränderungen einstellen muss, eine grosse Aufgabe.
Aber auch auf den demographischen Wandel muss man sich einstellen, in viel breiterer Art und Weise, als man heute denkt. In Deutschland wird diese Diskussion leider unter dem Hauptaspekt des Geburtenrückgangs und dessen Bedeutung für die zukünftige Rentenzahlung geführt, vorsichtig gesagt wird das den Problemen nicht so ganz gerecht. Es ist auch nicht eine schlichte Einwanderungsfrage.
Es geht mehr oder minder darum, dass der nationale Rahmen gar nicht mehr passt, dass selbst ein übernationales Konstrukt wie die EU nicht ausreicht: Menschen und Massen, Talente und Fähigkeiten, Bedürfnisse und Notwendigkeiten, genauso wie Ressourcen, Lebensmittel und Materialien und sowieso die Kapitalien bewegen sich weltweit und das im wörtlichen Sinne.
Wir erscheinen in unserem Land durch Sprache und Geschichte ein bisschen am Rande dieses Prozesses, wir sind aber in Wirklichkeit mitten darin, da unsere ökonomische Existenz absolut antiautark ist, wir sind auf die Welt total angewiesen, realisieren dies aber im Lande selbst kaum, noch viel weniger erkennen wir bisher, was daraus folgt.
Wenn wir in der zukünftigen Welt auch nur ansatzweise mitspielen wollen, dann müssen wir vollkommen offen für diese Welt sein, für ihre Möglichkeiten, ihre Probleme und ihre Entwicklung. Deutschland darf sich nicht nur für die Schneehöhen in Österreich und das Wetter in Mallorca interessieren, sondern genauso für die Industrie in Indien, die Probleme der australischen Farmer und den Wasserstand auf Tahiti. Es fällt immer noch auf, wenn man aus dem Ausland nach Deutschland kommt, dass die Uhren hier anders ticken, vielleicht haben sie das immer getan.
Aber das führt zum zweiten Aspekt der Aufgabe: Deutschland muss international werden und sich gleichzeitig treu bleiben, wenn man die zweite Seite vergisst, wird man an der deutschen Mentalität gefährlich vorbei gehen.
Durch die beiden Weltkriege, die nicht nur angefangen und verloren wurden, sondern auch noch sehr schlimme antizivilatorische Begleiterscheinungen wie Völkermord und Vernichtungskrieg hatten, lag auch das deutsche Ansehen in Trümmern und die Deutschen waren auf sich selbst zurück geworfen. Natürlich ist vieles besser geworden, aber man kann Deutschland nur internationalisieren, was notwendig ist, wenn man es gleichzeitig seine Eigenarten behalten lässt.
Und genau darin liegt die Aufgabe nicht nur für die Regierung in der nächsten Zukunft. Weltoffenheit schaffen, Verhältnisse schaffen, so gut dass die exzellenten Leute aus aller Welt gern bei uns leben und arbeiten und dass auch ein Grossteil unserer jungen Leute hier gehalten werden kann: nicht auf der Ofenbank, sondern raus in die Welt aber dann auch wieder zurück hierher! Diese Weltoffenheit ist nur auf der Basis einer eigenen Identität möglich, also sehen wir zu, dass wir hier an Ort und Stelle eine geistig hochstehende und gleichzeitig produktive und innovative Zivilisation schaffen.
Die Welt sehen und uns selbst, diese Klammerung wird uns helfen viele anstehende Fragen zu beantworten: wer soll hier einwandern, wie sollen die jungen Leute hier gefördert werden, welche Bildungspolitik betreiben, wie das Klima schützen, wie zu einer nachhaltigen Wirtschaft kommen, wie die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung organisieren, wie den Arbeitsmarkt organisieren, wie die Gesellschaft zusammenhalten?
Und was heisst: bevor es zu spät ist?
Bei rasanten Veärnderungen kann man auch den Anschluss verlieren. Dann kann es sein, dass man wirtschaftlich, politisch und kulturell auf dem absteigenden Ast ist und es anhaltend bergab geht.
Wenn man beispielsweise die Frage der sozialen Gerechtigkeit als ein Verteilungsfrage ansieht und nicht als ein Angebot zum Mitmachen und Mitkommen, dann wird man weder alle mitnehmen, noch wird man die behalten, die anderswo mehr erreichen können, noch wird man das erarbeiten, was man verteilen möchte.
Wir sind heute gefordert alle mitzunehmen, die wir mitnehmen können, es gibt so viele Zukunftschancen wie selten, für junge Leute, aber eigentlich für alle. Die Hemmschuhe dafür sind Trägheit durch Alimentation ohne Leistung und tausend bürokratische Blockierungen.
Beide Hemmschuhe kann man aus dem Weg schaffen, wenn der Wille dazu da ist.
Der Zusammenhalt der Gesellschaft erfordert nicht nur Solidarität mit den sozial Schwachen, vor allem keine falsche Alimentationssolidarität sondern Arbeit für alle, welche auch immer und wie auch immer organisiert, und Ausbildung, Bildung und Fortbildung für alle Willigen, und eine Bezahlung, die international konkurrenzfähig ist, denn man muss auch die Leute an der Spitze halten, Zusammenhalt der Gesellschaft ist nicht so eindimensional, wie es immer dargestellt wird.
Wir haben in den letzten Jahren international an Boden verloren, das bedeutete wir haben Arbeitsplätze verloren, die woanders hin gewandert sind, weil die Arbeit dort genauso gut gemacht werden konnte. Wir haben dadurch natürlich Wohlstand verloren, aber diese Annäherung an das Niveau der Welt war notwendig, denn wir können in den nächsten hundert Jahren nicht damit rechnen, dass wir immer so viel mehr verbrauchen können als die anderen. Aber wir werden auch in Zukunft unser Auskommen haben, wenn wir lernen Mass zu halten mit unseren Ansprüchen und unserem Konsum und wenn wir es schaffen, uns richtig in die zukünftige Welt einzupassen. Dazu müssen wir uns und die Welt richtig wahrnehmen und in aller Bescheidenheit mit aller mobilisierbaren Genialität und allem Fleiss des Landes uns dieser Welt kreativ anpassen. Nicht am deutschen Wesen die Welt genesen lassen, sondern Deutschland mit der Welt in eine stabile positive Zukunft schicken, das ist unsere Aufgabe.
Meister 07.11.2009, 10.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches | Tags: Modernisierung, Solidarität, Internationalität,
Schweinische Nerverei
Heute gab es reichlich Nerverei wegen der Schweinegrippe. Kein Wunder, die Leute werden von den Medien verrückt gemacht. Ich habe heute die gleiche Platte zu Grippe und zu SG-Impfung mindestens 20 mal gespielt. Und dann kommt eine Mutter und beschwert sich, ihr sei gesagt worden, es würde nur eine halbe Stunde Wartezeit geben und jetzt sitze sie schon 2 Stunden da. Das tut mir ja so leid, dass es längeren Beratungsbedarf gegeben hat, als einkalkuliert. Es gibt leider Leute, die sehen immer nur sich, etwas anderes liegt total außerhalb ihres geistigen Horizonts. Komisch dass die Leute nicht merken, dass sie sich selbst unmöglich machen, man hat doch ein besseres Gedächtnis als manche Leute denken und das kollektive Gedächtnis ist noch besser.
Außerdem war heute aber auch der Tag, an dem erstmals die Hälse der Kinder anfingen, immer eindeutiger nach Grippe auszusehen. Diese Erfahrung hatten wir auch schon öfters, zuletzt im vergangenen Winter: wenn es eine Epidemie gibt, dann synchronisieren sich die klinischen Befunde: die Hälse sehen alle gleich aus, der Husten klingt bei allen gleich, die Vorgeschichte ist immer ähnlich.
Also erst ab heute läuft eigentlich wirklich die Grippeepidemie bei uns richtig. Trotzdem ist der Unterschied zum letzten Winter evident: im vergangenen Januar und Anfang Februar waren die Patienten schwerer krank, aber das massive Medienrauschen gab es nicht.
Das was heute in der Zeitung steht - und es ist noch die seriösteste Zeitung - grenzt an Panikmache. Mag ja sein, dass in Berlin jemand an SG gestorben ist, aber in normalen Wintern ist das den Medien keine Erwähnung wert, kein Wort.
Und die Impfung, sie wird vom Senat und seinen Bürokraten weiter chaotisiert. Es werden Impfempfehlungen mit dem >sofort< und >unbedingt< Zusatz ausgegeben, aber sie haben bisher ihre Infrastruktur nicht auf die Reihe gekriegt.
Wir haben schon vor einer Woche zähneknirschend den Vertrag unterschrieben - und seitdem nichts mehr davon gehört. Anderen soll es genauso gehen. Am Montag wollen sie eine Liste der Impfpraxen veröffentlichen -100- ich hoffe dass diejenigen die auf dieser Liste stehen zumindest den Impfstoff bis dahin bekommen haben, denn es wird zum Angriff der Hysteriker am Montag kommen!
Ich werde am Wochenende zwei Dinge tun: 1. werde ich die Platte, die ich heute gespielt habe mal schriftlich zum Aushang bereit machen (hier wird sie auch erscheinen) und 2. werde ich einen Aufklärungstext über die SG-Impfung vorbereiten, die alle Impfwilligen unterschreiben müssen, wenn sie sie wirklich haben wollen.
Die Sache wird möglicherweise eine Riesenblamage werden - was ich angesichts der wirklichen Ängste der Menschen wirklich nicht wünsche! - aber Hauptsache nicht für uns und unsere Kollegen. Es besteht wirklich die Gefahr, dass die Verantwortung für das Desaster bei uns abgeladen wird, aber sie sollten uns und unsere Hingabe für die Volksgesundheit auch nicht unterschätzen!
Meister 06.11.2009, 19.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Schweinisches Dilemma
Es war ja schon zu befürchten, dass pünktlich zum Impfstart die Schlagzeilen mit den Grippetoten kommen, und da sind sie! Man fragt sich natürlich, wie kommt's, aber das ist eine müssige Frage. Fragen wir lieber mit den Patienten, was nun?
Wir haben einen Impfstoff, der ist neu und unerprobt, bei Kindern so gut wie gar nicht erprobt. Es werden ihm eine Reihe möglicher Gefahren nachgesagt, aber so ganz genau weiss das keiner bisher. Es ist ein Großversuch, so viel ist klar. Es kann bei diesem Großversuch natürlich auch herauskommen, dass nicht nur die Grippe harmlos ist, sondern der Impfstoff auch. Das Spezifische an einem Versuch ist eben immer, dass man vorher nicht so genau weiss und dass man hinterher schlauer ist. Aber jetzt geht es um ganz praktische Fragen: Tut man es oder lässt man es, hat man Angst vor der Grippe , hat man Angst vor der Impfung, kann man die Impfung verantworten oder wird man dafür zur Verantwortung gezogen?
Die bürokratische Aufzäumung vom Staat über eine inkompetente Gesundheitsbürokratie tut ein Übriges. Der Berliner Senat hat beschlossen, dass die Ärzte 5,50 Euro für die Impfung kriegen sollen, statt 7,21 , was normalerweise bezahlt wird. Die Ärzte wittern zu recht, dass sie mit einer erfundenen Notlage über den Tisch gezogen werden sollen und dass gleichzeitig ihnen die Verantwortung für das Scheitern der Zwangsimpfkampagne aufgedrückt werden soll: »Gierige Ärzte verhindern den Schutz der Bevölkerung vor der Jahrhundertseuche«.
Was tun wir also, angesichts der Tatsache, dass uns unliebsame Alternativen gestellt werden?
Wir haben auch das Vertragsangebot des Senats bekommen, und wir haben aus den folgenden Gründen beschlossen, es anzunehmen.
Zum einen dürfen wir nicht die Möglichkeit verkennen, dass die Stimmung in der Bevölkerung rasch umschlagen könnte und alle plötzlich nach Impfung schreien. Wenn man sich dann verweigert, wird man sehr schlecht dastehen. Zum anderen können wir nur durch das Mitmachen widerlegen, dass wir total geldfixiert seien. Weiterhin können wir nur so darüber bestimmen, wer wann und wie geimpft wird.
Wir werden dazu gezwungen sein, sehr genau die Indikationen abzuwägen und sehr genau aufzuklären, weil nur so sich Schadenersatzansprüche vermeiden lassen. Es geht nicht um Nebenwirkungen wie Schwellung an der Impfstelle oder ein bißchen Unwohlsein. Es geht um die Nebenwirkungen, die nicht auf dem Zettel stehen: kann es wie schon gehabt neurologische Syndrome wie dieses Guillain-Barré-Syndrom geben, Überempfindlichkeitsreaktionen und Schockzustände und andere lebensgefährliche Wirkungen, die nicht gerade wahrscheinlich sind, aber auch nicht ausgeschlossen.
Das Problem besteht darin, dass Gerichte in den Fällen, in denen etwas passiert ist, den Ärzten gern wegen angeblich mangelhafter Aufklärung die Schuld zugeschoben haben. Sie wollten halt was für die armen Opfer tun und ein besserer Weg fällt ihnen dann nicht ein, so funktioniert Justiz eben in diesem Lande.
Man wird also über alle Möglichkeiten und auch die noch nicht bekannten Möglichkeiten aufklären müssen und man wird sich peinlich genau an die Indikationsanweisungen halten müssen und jeden der trotz zweifelhafter Indikation die Impfung verlangt unterschreiben lassen müssen, dass er das auf eigene Gefahr tut.
Gleichzeitig wird man sich natürlich auf mögliche Zwischenfälle vorbereiten müssen, denn es hilft natürlich nicht, dass man sich hat unterschreiben lassen, dass es zum Schock kommen könnte, wenn er denn da ist. Dann kann man nicht die Arme überkreuzen und sagen, » ich hab's ihnen ja gesagt, dass das passieren kann, jetzt sehen sie mal zu, wie sie damit zurecht kommen!«
Ok, meistens passiert ja nichts oder wenig und man kann natürlich immer Pech haben, dass mal eine seltene Reaktion auftritt, damit muss man halt leben.
Vielleicht oder wahrscheinlich wird das alles ja auch völlig harmlos ablaufen: harmlose Grippe trifft harmlose Impfung.
Wir sind doch in gar keiner schlechten Situation: die Schweinegrippe macht bisher keinen wirklichen Ärger und der Impfstoff steht zur Verfügung. Wenn man jetzt in aller Ruhe erstmal die Freiwilligen impft und dann die Gefährdeten, dann wird man schon mehr wissen. Und wenn alles gut läuft, kann man die Impfungen dann mehr in die Breite durchführen. Wenn es mit der Grippe schlimmer werden sollte, kann man natürlich auch beschleunigen, wenn man denn die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen hat.
Meister 05.11.2009, 22.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe, Impfung,
6-11-19/28-38-49/61-74-88/102-117
Auswendig lernen war noch nie eine besondere Gabe von mir. Aber manchmal ist es schlicht nötig, sich etwas ganz genau zu merken.
Schon eine Weile habe ich darüber nachgedacht, wie ich mir die Umrechnung von Windgeschwindigkeiten von km/h in Beaufort-Windstärken einprägen könnte. Ein Ausdruck davon hängt schon lange am Kühlscharnk angepint. Ich dachte aber, dass es schlicht nicht im Kopf haften bleibt. Aber mit der Gruppierungsmethode ging es: 3er Gruppen bilden, die sagen mir dann auch ohne langes Abzählen bei welcher WIndstärke ich bin: 6-11-19, also 12-19 km/h ist Windstärke 3; 28-38-49, also entspricht 40 km/h Windstärke 6; 61-74-88, also ist 73km/h Windstärke 8; 102-117->, also ist 120 km/h Windstärke 12.
Irgendwie gibt einem so eine kleine Sache doch das Gefühl, dass man das Gedächtnis noch ganz gut händelt und nicht nur lauter Müll im Kopf umtreibt.
Meister 05.11.2009, 09.18 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen
Regen
Meister 04.11.2009, 13.47 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Wieder an der Arbeit
Meister 03.11.2009, 12.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Trübsinniger Tag
Eigentlich hatte ich heute viel vor, da ich nicht zur Arbeit muss. Aber es gibt so Tage, die sind zähe, da kommt man icht so recht voran. Draussen ist heute nichts zu machen, denn es regnet ja anhaltend. Ich müsste aufräumen im Arbeitszimmer, dazu habe ich keine Lust, ich müsste mich um die Buchführung und Steuererklärung kümmern, dazu habe ich wenig Lust!
Aber ich werde jetzt mal einfach anfangen, einfach anfangen ist immer das Beste!
Meister 02.11.2009, 13.03 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Herbstgartenarbeiten
Heue ist vielleicht der letzte sonnige Herbsttag, Regen kommt auf uns zu. Gestern habe ich noch mal gemäht, richtig schön mit dem gleichzeitigen vermulchen der runter gefallenen Blätter, das geht ziemlich gut, wenn es nicht zu viele sind. Heute wartet aber noch eine relativ unangenehme Aufgabe: Pflanzen in den Keller transportieren. Im Frühjahr raus, im Herbst rein, in den Tropen müsste man leben, oder man sollte auf das Rumstehenlassen von frostsensiblen Pflanzen sichlicht verzichten.
Auch die Dahlien müssen noch ausbebuddelt werden und eingelagert.
Mit dem Blätterfall werden wir noch eine ganze Weile zu tun haben, aber die Teichabdeckung bewährt sich.
Ich müsste auch noch ein bisschen Holz spalten, aber das ist die Kür, und die wird wahrscheinlich heute wegfallen.
Meister 01.11.2009, 13.06 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien | Tags: Herbst Gartenarbeit
Martenstein zum Kinderbetreuungsgeld
Harald Martenstein schreibt heut auch seine Kolumne in Tagesspiegel zum >Kinderbetreuungsgeld<. Er meint so ziemlich das gleiche wie ich nur er kann es -zugegeben- besser sagen.
Ein Ausschnitt sei zitiert: "In Gestalt der 150 Euro zahlt also zum ersten Mal in der modernen Geschichte ein europäischer Staat eine Anti-Bildungsprämie. Die 150 Euro sind eine Anschubfinanzierung für die Straßenkriminalität der Zukunft.... Die Anti-Bildungs-Prämie. die so tut, als sei Familie immer gut, gehört zu den wenigern konservativ-ideologischen Bestandteilen des neuen Regierungsprogramms. Ideologie bedeutet: Leugnung der Wirklichkeit zugunsten einer Idee......Einerseits will die Regierung frühkindliche Bildungsangebote ausbauen.... Andererseits bezahlt sie diejenigen, die diese Angebote nicht wahrnehmen.... Der deutsche Staat ist der erste Staat, der Schulden aufnimmt, um seine Kriminalitätsrate zu steigern."
Vielleicht sollte ich zwei Punkte noch hinzu fügen: Sicher kann es auch für Kinder gut, richtig oder gar nötig sein,in den ersten Jahren zu Hause zu bleiben, nicht nur die Familien, auch die Kinder sind sehr unterschiedlich. Man fragt sich, ob bayrische Politiker wirklich Grund haben, die Wirklichkeit so blauäugig zu sehen, schließlich sind zwei der schlimmsten Jugendgewalttaten im Münchner S-Bahnbereich gewesen.
Ich bin aber zuversichtlich, dass es diese Anti-Bildungsprämie nicht geben wird. Zwar hat der Wahnsinn immer Methode, und die geistigen Tiefflieger haben immer Konjunktur, aber die Vernunft in diesem unseren Lande ist weiter verbreitet als man denkt.
Und Zukunftsromatik ist immer Zukunftsoptimismus.
Meister 01.11.2009, 11.04 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Erlösung für verdammte Fußballer
Schon am 23. Oktober ging die nachfolgende E-Mail an Hertha BSC Berlin. Heute wird sie wegen der größeren Zauberkraft zu Halloween zur offenen e-mail:
Liebe, Herthaner,
zu lange habe ich gewartet, aber die Umstände zwingen mich, jetzt zu handeln.
Kraft der mir vom Fussballgott verliehenen Macht als Fussballmagier erlöse ich Euch hiermit vom >Fluch des Pantelic< und von allen anderen Verwünschungen. Ab sofort könnt und werdet Ihr wieder gewinnen, das PEch wird Euch nicht mehr an Euren Stiefeln kleben und die Verletzungsmisere wird aufhören. Seid erlöst und siegt wieder !
Der Magier des Fussballolymp
Meister 31.10.2009, 14.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Open e-mail
Neues Projekt: open e-mail
Mal sehen, ob das was wird: offene Briefe gibt es ja schon lange, aber open e-mail habe ich noch nicht gehört.
Kriterium: eine e-mail, die wirklich real irgendwo hin geschickt wird, dann aber auch blog-öffentlich gemacht. Also nicht Blog statt mail, sondern immer beides. Antworten werden natürlich dann vertraulich behandelt, wenn sie nicht ausdrücklich öffentlich gemeint sind.
Ob das Projekt was taugt? Kann ich noch nicht sagen, im Moment habe ich erstmal eine solche Mail, die folgt in Kürze.
Für die Zukunft stellen sich einige Fragen: Was man damit erreichen will?
Kann man damit zum Beispiel in Disussionen mehr Breite bekommen, z.B: wenn jemand an seinen Abgeordneten geschrieben hat, sollte ich das vielleicht auch tun?
An wen könnte oder sollte man offene e-mails schicken, bespielsweise an den Abgeordneten des Wahlkreises oder an eine Zeitung oder was noch so?
Und ob das eine sinnvolle Kombination mail/blog ist oder auch nicht mehr als ein Blogbeitrag, der sich nur als e-mail maskiert aber real keine e-mail ist ?
Aber im Augenblick ist der Plan es zu probieren: e-mail und in-blog kombiniert.
Meister 31.10.2009, 13.12 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Gestern
Gestern bin ich reineweg zu gar nichts gekommen, es war auch ein Tag ohne jegliche Computerakivitäten.
Nein, es sind keine Entzugserscheinungen aufgetreten, ich kann das durchaus mal ab.
Wie lange?
Man muss ja nicht alles immer bis zum Äußersten treiben!
Meister 31.10.2009, 10.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Zwangsjackenimpfung
Impfen muss ja sein, aber je weniger wir uns damit unbeliebt machen um so besser.
Meister 29.10.2009, 11.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Re-Religionisierung
Es gibt ein Wort, das fehlt in der deutschen Sprache: Religionisierung, Religionifizierung oder Re-Religionisierung. Wir kennen Säkularisierung, Islamisierung, Christianisierung, aber keine Religionisierung.
Dabei ist das ein wichtiger Begriff der Gegenwart: das Gegenteil der Säkularisierung. Es gibt diesen Begriff nicht, weil es sich in der Vergangenheit immer um eine bestimmte Religion gehandelt hat, die eingeführt wurde, es hat es noch nie gegeben, dass Säkularisierung umgedreht wurde. Es gibt auch genügend Warnungen vor einer Islamisierung Deutschlands oder Europas. Aber ist das überhaupt das Problem?
Ich befürchte, dass wir uns genau mit diesem fehlenden Begriff werden auseinandersetzen müssen: mit dem Versuch, die Säkularisierung rückgängig zu machen.
Mir fiel dies auf, bei der Gerichtsentscheidung über Gebetsräume für Moslems an Beliner Schulen: da gab es Kommentare, die sagten, das sei ja nun mal klar, dass die Religionsfreiheit im Grundgesetz Gebetsräume für Moslems unabdingbar mache.
Da wurde mir klar, dass es gar nicht um die Frage einer Islamisierung Deutschlands geht, auch nicht um die Frage, welche Rechte Moslems hier haben. Es geht um die Definition von Religionsfreiheit, nicht um eine sondern um alle Religionen. Die Reise des Papstes nach Tschechien neulich, um die ehemals katholischen Tschechen wieder für den Stuhl Petri zu gewinnen, verdeutlichte diese Sache.
Es geht um Säkularismus gegen Re-Religionisierung.
Ich sage es mal in aller Deutlichkeit: wir wollen keine Re-Religionisierung. Ich glaube das gilt für die meisten Menschen in Deutschland und Europa.
Religionsfreiheit bedeutet für mich, dass jeder glauben kann, was er will, so an Gott glauben wie er will, und jeden religiösen Ritus ausüben darf, ohne verfolgt zu werden und Nachteile zu erleiden. Aber niemand hat das Recht, seine Religion anderen aufzudrängen, andere für böse Ungläubige zu halten, zu missionieren, Leute daran zu hindern seine Religionsgemeinschaft zu verlassen oder mit ihrem Gewissen zu drangsalieren. Wer das tut, ist nicht nur ein Feind Gottes sondern auch ein Feind der Freiheit und unserer verfassungsmässigen Ordnung.
Religionsfreiheit heisst, dass jeder seine Religion ausüben darf, sie heisst nicht, dass der Staat Religion fördern muss. Es sollte eine Trennung von Kirche und Staat geben, in Zeiten stark divergierender religiöser Interessen muss es eine solche Trennung ganz strikt geben!
Wenn Leute Tempel oder Kirchen oder Moscheen errichten wollen, so müssen sie auch auf die Gefühle der säkular denkenden Mehrheit Rücksicht nehmen. Wenn diese Mehrheit keine Moschee, Synagoge oder Kirche in Übergröße toleriert , dann sollte es die auch nicht geben.
Natürlich soll auf die religiösen Gefühle der Gläubigen aller Richtungen Rücksicht genommen werden, aber es muss auch auf die Gefühle der säkulär denkenden Menschen Rücksicht genommen werden, letztendlich sind sie sogar wohl die Mehrheit in unserem Land. Und sie haben sich von keinem Religionsfreak, welcher Fakultät auch immer, vorschreiben zu lassen, wie sie zu leben, wie sie sich zu kleiden, was sie essen und trinken, wen sie lieben und was sie am Freitag, Samstag oder Sonntag tun. Wenn irgendein Moslemjunge unsere Mädchen als Huren beschimpft, dann haben wir das nicht zu tolerieren, sondern ihm klar zu machen, dass er nur durch unsere Toleranz hier lebt, dass auch wir in unserer säkularen Kultur beleidigt sein können.
Den richtigen Umgang mit dem Islam kann uns eigentlich nur einer lehren: Kemal Pascha, genannnt Atatürk. Genau wie er muss man das machen: die Religion ist nicht Sache des Staates sondern Privatsache. Religiöse haben keine Extrarechte, kein Einziges! Sie haben sich der säkularen Gesellschaft unterzuordnen, dann erfahren sie volle Religionsfreiheit. Tun sie das nicht, stellen sie sich außerhalb und können mit entsprechenden Sanktionen belegt werden.
Das gilt wohlgemerkt nicht nur für Moslems, sondern auch für jede andere Religion, also auch für die christliche.
Man kann nämlich den fatalen Verdacht haben, dass bestimmte Kreise christlicher Kirchen die Islamisierungsversuche gar nicht so ungern sehen, gibt es ihnen doch eine scheinbare Handhabe gegen die säkulare Lebensweise: wenn ihr nicht von den Ayatollahs geschluckt werden wollt, dann kommt gefälligst zurück in den Schoß der heiligen Kirche!!
Aber die säkulare Lebensweise ist nicht nur die der Mehrheit, sie ist auch die Lebensweise der Gegenwart und der Zukunft: sie ist die Lebensweise, die in einer globalisierten Welt das Zusammenleben und Überleben sichert.
Deshalb leiden wir hierzulande nicht unter einer Islamophobie, wenn wir bestimmte Verhaltensweisen von Moslems nicht tolerieren. Die Moslems haben ihre Rechte - von der Religionsfreiheit gedeckt - aber wir Säkularen haben unsere Rechte und sie mögen sie nicht verletzen!
Und Gott, was sagt der dazu?
Niemand möge glauben, dass Gott allein seinen Glauben sanktioniert. Wer das glaubt, ist schon auf dem Weg zum Religionsverbrecher, und die werden nicht nur in der Hölle schmoren, so wahr es Gott gibt, sondern sie werden auch in unserer Gesellschaft und unserer heutigen Welt nicht überleben können.
Meister 28.10.2009, 20.30 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen | Tags: Religionsfreiheit
Die Anti-Sarrazin-Familie
Diese Seite muss ja auch mal erwaehnt werden, man darf halt nicht alle Leute ueber einen Leisten schlagen, das Positive braucht auch viel Raum!
Meister 28.10.2009, 12.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Noch von gestern fertig
Heute morgen geht es aber wieder. Heute habe ich auch nur Vorsorgetermine zu absolvieren, also eine ruhige Arbeit. Man kann nicht die ganze Zeit Vollgas fahren, das bekommt nicht.
Meister 28.10.2009, 09.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Kinderbetreuungsgeld: Quatsch und Quätscher
Meister 27.10.2009, 10.30 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram | Tags: Kinderbetreuungsgeld
Bloggmas Pharmadialektik
Liebe Freunde wunderbarer Heilungen und Feinde des schweinischen Profits. 2 Ereignisse haben die Pharmaindustrie in den Fokus der Kritik einer misstrauischen Öffentlichkeit gerückt: zum einen die angebliche Verhinderung der Massenheilung von Neurodermitis, Psoriasis und anderer Hautleiden, weil man ein bestimmte Salbe nicht produzieren will, die angeblich wunderbar und toll ist. Zum anderen der Schweinegrippeimpffstoff mit seinen neuartigen Verstärkern und alten Konservierungsstoffen und riesenhaften Profiten.
Also eins nach dem anderen:
Es soll sich um eine Salbe handeln aus Vitamin B12 und Avocadoöl und sie soll bereits als Medizinprodukt zugelassen sein, was offenbar nicht so schwer (und dementsprechend nicht teuer) war, weil es sich ja um 2 bekannt unbedenkliche Substanzen handelt, so etwa als ob man Wasser gemixt mit Apfelsaft als Mittel gegen Durst zulassen möchte(was bekanntlich auch wunderbar hilft). Bei Medizinprodukten muss nur die Unbedenklichkeit und nicht die Wirksamkeit nachgewiesen werden. Eine Firma, fand das Mittel nicht so erfolgversprechend und lehnte ab, es zu produzieren. Unterstellt wird, dass sie es tat, um ihre Profite mit Mitteln wie Cortison etc. zu schützen, obwohl die nur schlimme Nebenwirkungen haben und längst nicht so gut wirken würden.
Ich hatte die Sache schon von Anfang an für unglaubhaft gehalten, weil es sicher kein Problem wäre, so eine Salbe, die jeder Apotheker anrühren könnte, produzieren zu lassen. Es gibt massenhaft kleinere Firmen, die das sicher gerne machen würden, weil sie auf jede lukrative Lücke im Markt lauern. Und es stellt sich jetzt raus, dass die Salbe auch schon kurz vor dem Produktionsbeginn steht, es nur ein Propagandatrick war, der aber nur zu gern geglaubt wurde. Da wird wohl Ernüchterung eintreten, vielleicht sollten manche Leute schlicht ihre Reflexe überprüfen: kritisches Denken sollte man auch gegenüber den scheinbar »Guten« anwenden und misstrauisch werden, wenn man mit schwarz-weiss zugedeckt wird. Ich prognostiziere, dass auch mit der »Wundersalbe« bald Ernüchterung eintreten wird, beide Wirkstoffe sind, wie so viele andere, doch schon oft getestet worden und selbst wenn man bei einigen Leuten Verbesserungen sieht, seien wir bei solchen Berichten auch nicht zu blauäugig. Heerscharen von Scharlatanen zaubern ständig glühende Bewunderer ihrer Heilkunst hervor sobald man hinter den Rauchvorhang schaut, wird klar: viel Rauch um nichts und oft bös abgezockt. Es wäre sicher schön, wenn man so eine Wundersalbe finden würde, aber die Wetten stehen 1:1.000.000 dass das nicht passieren wird. Neurodermitis wird heilbar werden, wenn man sie wirklich grundlegend verstanden hat, vorher wahrscheinlich nicht.
Und der Schweinegrippeimpfstoff. Klar hat die Pharmaindustrie ihre eigenen Ideen entwickelt: einen neuen Musterimpfstoff für Pandemien zulassen, den man dann ohne große Fisematenten mit Austausch der Antigene für diese und andere Pandemien schnell und massenhaft nutzen kann. Die Idee ist ja nicht schlecht, und sie kam sicher auch gar nicht von der Industrie sondern von der WHO. Die Ausführung des Konzepts hat aber die kritischen US-Gesundheitsbehörden nicht überzeugt, die haben lieber auf einen klassischen Grippeimpfstoff gesetzt. Aber andere Gesundheitsbürokraten, sagen wir mal die deutschen, sind darauf angesprungen. Vielleicht deshalb, weil sie sich schon frühzeitig in einen gewissen Pandemiewahn hineingesteigert hatten gegen den sie das Äußerste zu unternehmen bereit waren. Es war ein Spiel mit ernstem Hintergrund: kommt es zur Mörderpandemie, dann werden sie gefeiert, bleibt es bei der Haustiergrippe, werden sie verlacht. Und dieses Spiel ist noch nicht vorüber, die Mörder könnten morgen oder irgendwann doch noch ins Spiel kommen. Nur jetzt sind sie nicht da, und deshalb hat niemand Lust, den Großversuch mit dem Pandemieimpfstoff zu machen. Kann natürlich sein, dass nicht nur die Schweinegrippe sondern auch dieser Impfstoff völlig harmlos ist (hoffen wir's!), aber man muss bei diesem Großversuch nicht mitmachen, sollen sie doch erstmal ein paar Millionen Freiwillige mit gutem Erfolg impfen, kann ein Weilchen dauern, macht aber doch nichts. Wenn man vorsichtig vorgeht, nach und nach impft, wird man Risiken frühzeitig erkennen und kann bei einer Verschärfung der Bedrohungslage jederzeit reagieren. Das Argument, man müsse jetzt sofort alle impfen, um die Radikalisierung des Virus zu verhindern halte ich für vorgeschoben und falsch. In Wirklichkeit gibt es nur einen Druck: wenn keiner hingeht sind die Impfstoffbesteller blamiert, dann werden sie ungemütlich werden. Ich verorte die Schuld in dieser Frage eindeutig bei den Gesundheitsbürokraten und nicht bei der Pharmaindustrie, die hat versucht die Vorgaben zu erfüllen und kriegt dafür jetzt wahrscheinlich Profit und Prügel zugleich.
Profit und Prügel ist sowieso eine gute Überschrift für den zweiten Teil, nämlich Überlegungen über die Rolle Pharmaindustrie überhaupt. Im Gegensatz zu dem, was in der Öffentlichkeit gedacht wird, hat die Pharmaindustrie in der Entwicklung wirksamer Medikamente in den letzten 100 Jahren sehr große Verdienste. Man braucht nur 20 Jahre zurück zu gehen: im Westen gab es alle Medikamente, in der DDR hatten sie nicht mal einen primitiven Penicillinsaft für Kinder. Von den früherblindeten und gedächtnisfrei nostalgischen Freunden des DDR-Gesundheitswesens wird natürlich nicht zu hören sein, dass die so lieben Poliklinikärzte bei Angina nichts Besseres zu tun hatten als mit Angstmache die Mütter dazu zu zwingen, jeden Tag die Kinder zur Penicillinspritze zu bringen, denn eine Depotspritze gab es natürlich auch nicht.
Aber wir wollen uns heute gar nicht über die Ewiggestrigen groß auslassen, nicht mal Bodo Ramelow würde heute.... und Iljitsch sowieso noch nie... und für Oskar sowieso immer nur das Beste...
Die Pharmaindustrie ist ein Dilemma und bleibt es auch: sie sollen und wollen innovative Medikamente entwickeln und liefern, sie wollen dafür Profit machen, das soll sich aber in Grenzen halten. Die Profitbasiertheit ihrer Geschäfte ist natürlich ihr Antrieb und ein besserer hat sich bisher noch nicht gefunden sucht weiter Jungs, ich bin dafür! Diese Profitbasiertheit ist natürlich genauso das große Handicap: sie sorgt dafür, dass nur das erforscht und entwickelt wird, was grossen Absatz und Profit verspricht, dass neue Mittel in den Markt gepuscht werden, um die Patentschutzzeit auszunutzen, obwohl die alten noch genauso gut wären, und dass hochwirksame Medikamente für Befindlichkeitsstörungen also für Nichtkranke empfohlen und verkauft werden, wie neuerdings Protonenpumpenhemmer gegen Sodbrennen, statt weniger essen und andere natürliche Abhilfe.
Das ist die Doppelnatur des kapitalistischen Profits, nicht gerade neu, logisch. Aber hier in einem besonders sensiblen Spannungsfeld: Gesundheit oder Krankheit, länger leben oder früher Tod, Schmerzen und Depression oder feel-good, Impotenz oder Hi-sein, nicht zuletzt Ängste und Erwartungen massenweise.
Die konventionellen Lösungsvorschläge kennt man auch, weg mit den Profiten und hurra. Ergebnis bekannt.
Gibts nichts Besseres? Vielleicht doch und die hätten dann auch über den Sektor hinausreichende Bedeutung. Man muss die Ausgangslage also den Profit akzeptieren und von da aus an den Schrauben so drehen, dass der erwünschte Profit gemacht wird, der unerwünschte nicht gemacht wird, Anreize dort geschaffen werden, wo der Profit zu gering ist und man muss Marketing und Lobbyismus durch Aufklärung und Transparenz einerseits und Begrenzungen und Verbote andererseits kontern. Und wer soll das machen? Der Staat? Sagen wir mal so: das allgemeine Interesse. Dieses sollte sich im Staat genauso ausdrücken wie in der Öffentlichkeit.
Vielleicht zu theoretisch: es gibt verschiedene Einzel- oder Partikularinteressen und es gibt ein allgemeines Interesse, das sich nicht schlicht aus der Summe der Teilinteressen ergibt, sondern als deren Ausgleich. Der gesellschaftliche Ausgleich in unserem Land (und der weltweite Ausgleich nicht zu vergessen) ist die Kernfrage der richtig verstandenen Demokratie, die sich eben nicht als Herrschaft der Mehrheit, der Einflussreichsten oder der lautesten Schreier definieren lässt, sondern als ein austariertes System von Balancen, Kontrollen und Organen des Interessenausgleichs. Und die Grundlage dafür muss sein, dass einen Geist gesellschaftlicher Fairness, ein Bewusstsein eines notwendig gemeinsamen Weges in die Zukunft gibt.
Also zurück: wir müssen der Pharmaindustrie wie jedem anderen Einzelinteresse das organisierte Allgemeininteresse entgegensetzen, also keine Verteufelung sondern öffentliche Diskussion, Belohnung des guten Profits und Vermeidung oder Wegnahme des schlechten, Förderung dessen, was vernachlässigt wird und Verbot von Interessenkollisionen. Letzteres ist sicher das Schwierigste: diejenigen, die das Geld haben, können sich auch ihre Agenten kaufen: Verfilzung von Bänkern und Aufsichtsbehörden ist sprichwörtlich, mit Pharmaindustrie und Gesundheitsbehörden ist es nicht anders in anderen Bereich genauso.
Professoren sind billig zu haben, das ist eine Binsenweisheit. Journalisten sind noch billiger, mediale Aufmerksamkeit ist leicht zu organisieren.
Trotzdem liegt die Chance der Kontrolle in der Öffentlichkeit - wir müssen eine kritische Öffentlichkeit sein und nur durch ein Einbeziehen von immer mehr Menschen in diese kritische Öffentlichkeit wird sie zu einer kritischen Masse.
Darauf einen Krankenschein!
Liebe Grüße aus dem Spreebogen, wo wir auf den neuen Gesundheitsminister warten, ohne Vorschusslorbeeren aber mit Offenheit und Interesse. Man sollte ihn sicher nicht unterschätzen, das ist kein Klientelpolitiker.
Meister 25.10.2009, 23.23 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma | Tags: Pharmaindustrie, Schweinegrippe, Neurodermitis,
Photos
Meister 25.10.2009, 16.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Lächelorakel
Meister 25.10.2009, 12.27 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate | Tags: Lächeln Freude
Zeitumstellung
Meister 25.10.2009, 10.23 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
In die Gänge
Meister 24.10.2009, 11.44 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schweinegrippefront-update
Meister 23.10.2009, 18.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe Bürokratie
Langsam wird's schweinisch
Aber es war ja zu erwarten, dass die Medienkampagne allmaehlich einen Hoehepunkt erreicht. Das interessante an diesem durchs Dorf getriebenen Schwein ist im Gegensatz zu manchen seiner Vorgaenger, dass auf der Endstrecke vom Endverbraucher eine Aktion erwartet wird. Der soll ja irgendwo hingehen und sich impfen lassen und das nur durch die Macht der Medien, umgesetzt in persoenliche Angst.
Ich glaube man kann jetzt schon erraten, wei das ausgehen wird. Und was macht die Propagandaindustrie dann? Na da will ich mal nicht spekulieren.
Meister 22.10.2009, 14.21 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Schweinegrippe
Wunderspruch
////
Sich wundern dagegen, kann jeder!
Meister 20.10.2009, 14.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Schweinegrippeimpfung- was nun?
Meister 20.10.2009, 10.02 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder | Tags: Schweinegrippe Impfung Bürokraten
Ewig haltende Energiesparlampen
Meister 19.10.2009, 20.55 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Gut gelandet
Meister 19.10.2009, 18.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Herbstwald
Ein Spaziergang im Herbstwald ist wunderschön. Könnte man zuhause ja auch haben, aber irgendwie kommt man nicht dazu, es gibt halt immer was zu tun.
In diessem Jahr scheint mir der Wald besonders bunt zu sein. Aber es ist schon ganz schön kalt, man vermisst sogar eine Mütze, wenn man keine hat.
Eigentlich habe ich überhaupt keine Lust auf Winter, muss ich hier mal sagen!
Meister 18.10.2009, 17.04 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Ein Kennenlernen
Heute vor sagichliebernicht Jahren habe ich meine erste Freundin kennengelernt. Dass man sich noch an sowas erinnert??
Es war aber einfach sehr schön, man sollte sich an das Schöne immer erinnern. Es gibt genug anderes, was man nicht vergessen kann.
Meister 17.10.2009, 16.53 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....
Ruhiges Wochenende in Kassel
Schön mal wieder hier zu sein. Es sind 4-5 Stunden zwische nBerlin und Kassel, daran hat sich nichts geändert. Man könnte es auch schneller machen, aber warum? Ich habe keinen Nerv zum Rasen. Es ist ja nicht nur wegen des erhöhten Spritverbrauchs, sondern vor allem, weil man ja nicht als nervliches Wrack ankommen möchte.
In Kassel herrscht immer eine gewisse ruhige Gemütlichkeit vor, die ich nicht missen möchte. Ist natürlich auch vor allem schön, die Lieben wieder zu sehen.
Ich denke jedesmal, man müßte, könnte, sollte dies und das machen. Aber dann ist es doch schöner einfach die Beine baumeln zu lassen, das geht leichter als mit der Seele.
Immerhin kann ich jetzt hier auch mobiles Internet haben, das läuft hier mit UMTS also nur ein 20stel der gewohnten Geschwindigkeit, aber immer noch 10x schneller als es über die normale Mobilfunkleitung im Urlaub war. Das war ja grausam langsam, aber so wie es jetzt ist, kriegt man ein nostalgisches weltweites Wartegefühl. Ist doch noch gar nicht so lange her, dass man mit 3,6 MBit/s zufrieden sein mußte.
Meister 17.10.2009, 14.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Angekommen in Kassel
Gut angekommen, immer wieder schön in Kassel. Ich finde es immer wieder toll hier, Immerhin, ich komme von hier, ich bin hier geboren, es ist meine Heimat!
Meister 16.10.2009, 21.05 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Durchgeknallter General - völlig irreal
Gefunden in den Weiten des phantastischen Raumes:
Es handelt sich um Ausführungen von General Lucio Nimmdiebeineindiehand, einer der fähigsten Offiziere unserer Streitkräfte. Sie wurden uns auf dunklem Wege zugespielt:
Tagesbefehl XX09/dx1/koG an die 2. Luftlandedivision:
Kameradinnen und Kameraden, liebe IKKs (informelle Kombattanten und Kollateralschadenorganisatoren). Ich spreche heute zu Euch aus meinem Befehlsstand hier in der geheimen Heide, um Euch klar zu machen, dass wichtige Aufgaben auf uns warten. Eine der wichtigsten ist, dass wir uns auf den Gorillakrieg vorbereiten. Interessierte Kreise verbreiten ständig die Behauptung, der Gorilla würde aussterben, namentlich der Berggorilla. Aber die Wirklichkeit der Berge von Afghanistan belehrt uns jeden Tag, dass die Zahl der Gorillas in den Bergen ständig zunimmt. Vielleicht liegt das an den internationalen Schutzmaßnahmen für bedrohte Tierarten, die Gelder für sowas werden ja oft zweckentfremdet, geht ja hier ganz einfach: anstatt das Geld in Afrika auszugeben, wird es eben in afghanische Gorillas gesteckt, kriegt man gleich prima Dope im Austausch für. Aber in Afrika machen sie es ja auch, mit den Geldern der Gorillaförderung stecken dann plötzlich alle Gorillas in Tarnuniformen und die ballern dann mit automatischen Waffen rum. Und wie Herr Gysi uns immer wieder klar macht, für jeden toten Gorilla kommen 10 neue, das hätte Mao auch nicht besser sagen können. Der Herr Gysi ist einer der besten Männer beim Tierschutz, vielleicht sollte er sich mal um die weltweite Einführung demokratischer Wale bemühen.
Wie kann man denn nun einen Gorillakrieg führen und vor allem wie kann man ihn gewinnen, dass ist die Frage, die weltweit die militärischen Oberaffen bewegt. Wie die Wehrmacht darf man es nicht machen, da laufen heute noch Prozesse, auch wie die Amis in Vietnam darf man es nicht machen, wenn die Bevölkerung erstmal bei den Gorillas mitmacht, ist sowieso alles aus. Das Asymetrische an der asymetrischen Kriegführung besteht darin, dass die Gorillas alles dürfen, Bevölkerung nach belieben drangsalieren und ermorden und ausrauben und sich unter den Zivilen verstecken, dass die Gegenseite nichts darf, wenn sie sich nicht öffentlich bekleckern will. Das wasch-mir-den-Pelz-aber-mach-mich-nicht-naß-Spiel wird hier bös auf unsere Kosten gespielt. Selbst die Amis haben ihr klassisches >erst-schiessen-dann-fragen< modifiziert: beiden denen heisst das jetzt: >erst-schiessen-dann-entschuldigen/entschädigen-später fragen<.
Ist doch auch logisch: wenn man kräftig draufhaut, muss man im Gorillakrieg zwangsläufig auch Falsche neben den Richtigen treffen, also kann man sich schon mal gleich entschuldigen, nachdem man zugelangt hat. Unser junger Minister kapiert sowas natürlich nicht. Der ist Jurist, der will immer Freisprüche, damit ist er natürlich am falschen Platz, denn es gibt keine. Aber die Amis haben eine wichtige Seite der afghanischen Gesellschaft erkannt: man kann für angerichteten Schaden zahlen, Blutgeld oder so heisst das. Damit schlägt man mehrere Gorillafliegen mit einer Klappe: man kann unbesorgt draufhalten, bei einer späteren Untersuchung feststellen, wer wirklich unschuldiger Zivilist war, die kann man entschädigen, mit dem Geld bekämpft man gleich die Armut im Lande, die an dem ganzen Krieg schuld ist.
Wenn die Gorillas also wie Fische im Wasser schwimmen, dann sind sie dadurch natürlich auch anfällig für Fischkrankheiten. Früher hat man gedacht, den Gorillakrieg gewinnt man durch Entfernen des Wassers, aber trocknen sie mal ein Meer aus. Heute muss man sagen, die Fische machen den Unterschied, man muss die Fische füttern, und man muss Raubfische einsetzen, Piranhas beispielsweise, die können einem Gorilla ganz schön das Leben schwer machen. Einen Gorillakrieg gewinnt man also durch viel Geld und durch eine gewogene Bevölkerung, wenn man gut ist, bringt man die einfach mit. So machen es die Israelis und so machen es die Chinesen. Die hätten in Afghanistan die Sache genauso gemacht wie in Tibet. Erst wird in Kabul ein Chinarestaurant aufgemacht, dann kommt die Volksbefreiungsarmee, um unterdrückten Chinesen in dem Laden die Freiheit zu bringen, dann werden viele Chinarestaurants aufgemacht, dann ist man schon mal alle Leute mit Glutamatallergie los. Und dann werden ein paar Millionen Chinesen angesiedelt, die haben natürlich schon seit Jahrhunderten dort gelebt, hat bloß keiner gemerkt. Dann wird Revolution gemacht und die feudalen afghanischen Verhältnisse gründlich beseitigt, die gesamte Feudalherrenclique samt aller ihrer Stammesanhänger werden nach Westsinkiang in Arbeitslager umgesiedelt, dauert natürlich auch eine paar Jahre, aber die Chinesen haben Geduld, arbeiten immer nach Plan, sagen es nur nicht so laut. Die Westler reden immer viel über Pläne, ihnen fällt bloß nichts ein. Die Chinesen sind sowas wie die Wehrmacht auf asiatisch: Vernichtungskrieg mit lächelndem Gesicht, das würden die Amis mit ihrem ständigen Grinsen nie hinkriegen.
Wenn jetzt im Westen nach Jahren mal eine Konferenz veranstaltet wird um die Frage zu klären, wie wir wieder da raus kommen, dann hat die natürlich den Makel etliche Jahre zu spät zu kommen und vor allem müsste sie hintenrum die Anfangsfrage beantworten: was wollen wir eigentlich erreichen, und wie schaffen wir das?
Aber Kameraden, das ist nun mal nicht unser Bier. Wir halten die Küche sauber und lassen unsere Köche nicht von den Gorillas klauen.
Aber bedenkt Kameradinnen und Kameraden, der Feind lauert überall, die biologische Umwelt ist von abgefeimter Gemeinheit, neben Gorillas gibt es auch noch Moskitos, früher sagte man Moskowiter, und dann gibt es auch noch Herden heimischer Blutsauger. Seid also wachsam und auf alles vorbereitet.
Meister 16.10.2009, 11.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Follywood: Virtual Castaways
Was soll das?
Meister 16.10.2009, 10.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Follywood: Virtual Castaways
Integration oder nicht
Aber es gibt immer auch Gegenbeispiele. Beispielsweise hatte ich gerade eine tuerkische Mutter, die sich im Arztzimmer die ganze Zeit mit ihrer Freundin penetrant und stoerend auf tuerkisch unterhalten hat, soweit ich es verstanden habe, klang es situationsbezogen und abwertend.
Grundsaetzlich muss man sich nicht wundern wenn man in Anwesenheit von Einheimischen sein auslaendisches Idiom insidermaessig verwendet, dass dies nicht nur als unhoeflich bewertet wird, sondern dass der unfreiwillige Zuhoerer auch annimmt, dass man negativ oder beleidigend ueber ihn redet.
Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass wir hier ausserhalb des eigentlichen "Neukoellner Ghettos" arbeiten. D.h. die "Migranten" hieer sind in der Regel Einwanderer im positiven Sinne. Aber es gibt in der letzten Zeit duraus auch Bestrebungen von "Berufsauslaendern" hier mehr Ausland durchzusetzen. Das ist nicht in unserem Sinne und auch nicht im Sinne der wirklichen Einwanderer, die lehnen das naemlich auch ab.
Meister 15.10.2009, 13.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Koalitionen und Kollisionen
Die Zeit der Koalitionen ist gekommen. Da gibt es alles heutzutage, von >Jamaika< bis >Höllenfeuer
Und natürlich die >Tigerenten<.
Eine wichtige Koalition gibt es noch nicht, dabei würde das strategisch eine ganze Menge ändern, vielleicht ergibt es sich ja in den nächsten 4 Jahren allmählich, dass die Hemmschuhe dafür beseitigt werden.
Was ich meine und bevorzugen würde wäre die >Sommerwiese<.
Damit meine ich natürlich grün-gelb. Das klingt mal wieder sehr romantisch vielleicht, aber dazu bin ich ja da.
Wenn grün und gelb die Animositäten überwinden könnten, dann könnten sie ein grosses Potential von vernünftigen Leuten ansprechen und wahrscheinlich ein noch wesentlich größeres Wählerpotential gewinnen. Vor allem wäre es dann nicht mehr so, dass grün und gelb immer nur Juniorpartner oder Mehrheitsbeschaffer sein müssten.
Wenn man annimmt, dass grün und gelb zusammen vielleicht 35+x hätten, dann könnten sie auswählen, welche Farbe auf der Sommerwiese noch vorkommen soll, das schwarz des Bergsees oder das sozialdemokratische rot von blühendem Mohn.
Finde ich eine gar nicht so weit her geholte Perspektive.
Und die heutigen Koalitionen?
Da ist einmal schwarz-gelb, und es wurde schon treffend gesagt, es ist nicht so als ob man gemeinsam in eine Wohnung einzieht, sondern als ob Guido in Angies Lotter-WG ein Zimmerchen kriegt. Da bestimmen die Alteingesessenen, da darf man beim Küchendienst mitmachen, aber alle zum sauber machen organisieren, wo kämen wir hin? Vielleicht sollte sich die CDU aber auch nicht täuschen, der neue Partner ist nicht mehr der Leihstimmenverwalter früherer Jahrzehnte, die Wähler erwarten Veränderung, gar nicht die große Steuerentlastung, aber man könnte doch die große Steuerreform machen mit den 3 Stufen (genannt waren 10,25 und 35%), es müssen doch gar nicht die gleichen Ziffern sein wie vorher gesagt wurde. Nehmen wir mal an, es gibt 3 Stufen, aber die liegen zunächst so hoch, dass es eigentlich aufkommensneutral ist (vielleicht bei 11,28 und 40%), und die ganzen Ausnahmen im Steuerrecht werden abgeschafft. Der Charme der 3 Stufen besteht doch darin, dass diese so einfach und transparent wären, so dass man auch Veränderungen der Tarifstufen gut öffentlich diskutieren könnte. Es wäre ein Meilenstein, der doch gar nicht viel kosten muss.
Und dann sind da noch die anderen neuen Koalitionen.
Im Saarland soll es nach Jamaika gehen, die Grünen haben dort begriffen, dass man sich nicht mit seinem Metzger ins Bett legen darf, wenn man überleben will. Eine Erkenntnis von der die SPD noch meilenweit entfernt scheint. Man kann irgendwie verstehen, dass sie kopflos nach der Niederlage ihr Heil irgendwo links aussen suchen und dafür zweitklassiges Personal nach vorne geputscht wird. Aber bei genauerem Nachdenken sollte auffallen, dass bei rot-rotbraun die SPD das Opfer sein wird. Das sieht man in Berlin schon überdeutlich, wo der Frühstücksdirektor Wowereit seine roten Brüder salonfähig gemacht hat, um sich von ihnen manipulieren zu lassen. Dabei hat er seine eigene Partei schon beinahe vollkommen zerlegt.
Das wird auch Herr Platzek in "unsrer kleinen DDR", sprich Brandenburg, erfahren, der dort bereit ist, mit den >Herren von damals< wieder gemeinsame Sache zu machen und ihnen den Weg an die Macht zu ebnen. Das Ergebnis wird ein weiteres Ausbluten der SPD sein, auf den Vereinigungsparteitag darf man gespannt sein, man weiß zwar noch nicht so genau, wann er stattfindet, aber wenn dann wird es in Brandenburg sein, darauf werden noch Wetten angenommen.
Vielleicht findet sich ja auch noch jemand in der SPD, der erkennt, dass man so in den Abgrund stolpert, aber die SED-PDS-LP stellt es geschickt an, man merkt, dass da Leute die Fäden ziehen, die sehr erfahren in allen politischen Kampfformen sind und die ihr Ziel fest im Blick haben. Es hat sich doch gar nicht viel geändert seit damals. Walter Ulbricht sagte so ziemlich ganz am Anfang: "es muss alles ganz demokratisch aussehen, aber wir müssen überall die Kontrolle haben". Diese Worte könnten für die LP heute auch die geheime Richtlinie sein. Da wird dann mal eine Stasifrontfrau eben nicht zur Ministerin, da verzichtet der Herr Ramelow großmütig auf das Ministerprsidentenamt in Thueringen und sucht ganz unbeschwert in seinem Zettelkasten nach gewogenen SPD-Leuten, die unter ihm den Ministerpräsidenten machen würden. Damit hat er bei Herrn Matschie allerdings überzogen, der hat plötzlich gespürt, dass er Bodo nicht trauen kann. Und was machen die linken Genossen? Sie zetteln eine Palastrevolte in der SPD an, so ganz zufällig hat die LP einen nicht unerheblichen Einfluss in der SPD. Unterwanderung? Na sowas darf man doch nicht aussprechen. Es handelt sich doch sicher schlicht um ehrlich empörte SPD-Genossen, die den arbeiterfeindlichen konterrevolutionaeren Führungsstil der Ebert-Noske-Gruppe nicht mehr mitmachen wollen.
Gut, warten wir mal ab, wie sich das alles weiter sortiert.
Meister 14.10.2009, 20.47 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram
Womit man Eltern echt sauer machen kann
Und zwar nicht mal kurz, sondern in Richtung Ewigkeitstherapie. "Kann doch nicht schaden die Kinder zu foerdern", heisst es dann blauauegig.
Aber es schadet doch, nicht nur weil es sinnlos Geld und Zeit kostet, auch weil es das Selbstbewusstsein der Kinder beeintraechtigt und auch, weil diese Aus-Umwege verhindern, dass in der Schule vernuenftige Foerderkonzepte duchgefuehrt werden. Es ist voelliger Unsinn in der Schule in der Eingangsstufe immer heterogenere Gruppen zusammen zu bringen und die Schlechten dann als "Kranke" zu stigmatisieren.
Und diese Mehrjahrgangsklassen sollen ja eigentlich dazu da sein, dass keiner mehr sitzen bleibt. Aber was jetzt veranstaltet wird, ist teilweise noch schlimmer: da wird 1 Jahr und neuerdings manchmal sogar ein zweites Jahr in der Eingangsstufe drangehaengt. FInde ich schlimmer als ein Neustart mit einer anderen Klasse und anderem Lehrer, Das ist doch eigentlich "sitzen bleiben", naemlich in der selben Problemklasse wie vorher, waehrend die anderen weiter duerfen.
Meister 14.10.2009, 11.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schuleprobleme, Therapie, Foerderung,
Dummheit von Geburt?
Meister 13.10.2009, 12.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Dummheit, Unterschicht, Einwanderung, Sozialstaatumbau,
Neues zur Schweinegrippeimpfung
Meister 13.10.2009, 10.15 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe
Jugendgewalt - Gewalt gegen Jugend
Die Ereignisse häufen sich und sind nicht als Einzelfälle anzusehen. Aber es gibt scheinbar nichts, was dagegen gemacht werden kann, die Vorschläge sind hilflos oder leer aktionistisch.
Hilflos ist es, eine andere Erziehung und Anti-Gewalt-Erziehung zu fordern, wenn es doch gerade der besondere Kick ist, hemmungslos Gewalt anzuwenden. Leer aktionistisch ist es, schärfere Gesetze zu fordern, wenn doch selbst die jetzigen nicht ausgeschöpft werden, verwandeln sich die gewalttätigen Unmenschen doch ganz plötzlich in >Mama< winselndes heulendes Elend, sobald sie bedroht werden, die Konsequenzen ihres verbrecherischen Handelns tragen zu müssen. Und es finden sich dann immer wieder mitleidige Gutmenschen, die die bösen Umstände zum Anlaß nehmen, mildernde Umschläge aufzulegen, Chancen bereitwillig an die Unwilligen zu vergeben, selbst dort wo keine Chance mehr besteht, einen Unmenschen zum Menschen zu machen.
Was tun, kann man wirklich nichts tun?
Fangen wir mit dem Vorfeld an: das strukturfreie Rumhängen von Jugendlichen muss nicht sein, wenn entsprechende Angebote vorhanden sind. Das würde echt Geld kosten, aber es würde auch die Anzahl der Problematiker sicher verringern, die Verbreitung von Alkohol und Drogen als Hauptunterhaltungsmittel hemmen und vielleicht auch die frühe Identifizierung von lebenden Zeitbomben erleichtern. Es muss einfach mehr in die Jugend investiert werden, nicht nur in Bildung auch durchaus in Sport, Kultur und Freizeitbeschäftigung. Es wird mehr einbringen als es kostet!
Die Anfängerklasse der Missetäter und Gewalttäter sollte schon im Vorfeld härter angefasst werden, ich befürchte, das ist die einzige Sprache, die sie verstehen, da sollte es nicht bei alibiartigen Sozialdiensten bleiben, da könnten schon beispielsweise 3, 6 vielleicht sogar 12 Monate echte Arbeit in einer sozialen Institution mit erzieherischer Begleitung helfen. Warum soll es nicht Bildungsinternate für Sozialproblematiker geben, die freiwillig oder aber auch auf Anordnung besucht werden können und die in aller Ruhe, Beharrlichkeit aber auch Konsequenz den Leuten das nahe bringen, was die Schule vorher nicht in sie rein gekriegt hat.
Kommen wir zu den eigentlichen Übeltätern. Da wäre eine wichtige Veränderung denkbar, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so einsichtig ist: die Eltern der Jugendlichen sollten immer als Mitverantwortliche angeklagt werden. Wenn sie letztendlich nicht verantwortlich sind, kann man sie ja freisprechen. Aber das würde vielleicht dazu führen, dass Eltern ihre Verantwortung ernster nehmen. Wenn sie keinen Einfluss mehr auf ihre Sprößlinge haben oder total überfordert sind , müssten sie dies anzeigen können und damit dafür sorgen, dass die lieben Kleinen unter eine entsprechende Vormundschaft gestellt werden. Dann sind sie natürlich auch nicht mehr gerichtlich zu belangen. Aber es dürfte nicht mehr so sein, dass für eine Straftat niemand zu belangen ist, weil der Täter minderjährig ist. Je jünger der Täter um so größer die Schuld der Eltern. Kinder die keine Eltern haben, müssten entsprechende Vormünder zugeteilt bekommen, die bestimmen, welchen Weg sie zu gehen haben.
Und die Strafen? Es ist sicher richtig, dass längere Freiheitsstrafen keine prophylaktische Abschreckungswirkung haben. Andererseits kann es auch nicht normal sein, dass Leute, die unsägliche Taten begangen haben nach Verbüßung eines Teiles der Strafe einfach wieder rausgelasssen werden. Es müsste für die vorzeitige Haftentlassung von Gewalttätern ein erneuter Prozess durchgeführt werden, denke ich, in dem die Persönlichkeitsentwicklung des Täters untersucht wird, aber auch die Rechte und Meinung der Gewaltopfer beachtet werden. Es kann doch nicht sein, dass die Opfer unter lebenslangen Schäden leiden, die Täter sich aber nach überraschend kurzer Zeit wieder ungestört an neue Taten heranmachen.
Es gibt aber noch eine sehr wichtige Frage, die Ausgangsfrage: warum? Warum passiert das eigentlich, warum handeln Jugendliche so ehrlos, so unmenschlich so hemmungslos?
Ich befürchte die Antwort auf diese Frage wird wieder mal gar nicht gefallen.
Ich nenne sie: die Unbedingtheit des Gutmenschentums und ihr Spiegelbild.
Die Unbedingtheit des Gutmenschentums heisst: es ist heute alles genau festgelegt: das ist gut und das ist schlecht, und es gibt nichts anderes. Gerade in Deutschland scheint es besonders wichtig, das die Korrektheit eingehalten wird, wer das bezweifelt, steht schnell in einer schlimmen Ecke. Und was soll daran falsch sein? Wenn man nicht mehr selbst entscheiden kann, sondern alles Vorgesetzte nur schlucken muss, dann verwandelt sich Gutes leicht mal in Aufgezwungenes. Und positive Selbstverständlichkeiten in alternativlose Glaubensartikel.
Es ist die Eigenschaft und das Vorrecht der Jugend dagegen zu sein. Jugend ist Rebellion gegen das Althergebrachte und diese Rebellion ist gerechtfertigt. Genauso wie in der Pubertät auch die verständnisvollsten Eltern zu Gegnern werden, genauso wird eine positiv funktionierende Gesellschaft mit ihren Regeln zum Ablehnungsobjekt (um das Wort >Hassobjekt< zu vermeiden).
Das ist alles gar nicht neu, neu ist die Unbedingtheit, in der das durchgesetzt wird. Diese hat als Spiegelbild die unbedingte und übersteigerte Ablehnung dieser Selbstverständlichkeiten. Wenn man nicht offen dagegen sein darf, dann ist man es eben verdeckt und steigert sich in Wutphantasien hinein, die dann in Amok oder sinnlosen Gewaltexzessen enden können oder auch in Saufen bis zur Bewutlosigkeit, was auch nur eine andere Art des Protests , der grundsätzlichen Ablehnung ist. Deshalb weil diese Ablehnung nicht verhandelbar ist, kann auch niemand erklären, warum er dies oder das gemacht hat, warum sie zum zweiten oder dritten Mal volltrunken aufgefunden wurde.
Die grausame Wahrheit ist, dass eine noch viel konsequentere Erziehung zu love, peace und Gutmenschentum gar nichts bringt, jedenfalls nicht solange das nicht in den Menschen selbst gewachsene Ideale sind. Man muss vielleicht auch sagen, ohne das zynisch oder resignativ zu meinen, dass eine herkömmliche Erziehung immer auch Gegenkräfte mobilisiert.
Vielleicht liegt die Antwort oder Lösungsmöglichkeit darin, dass es wieder mehr Spielraum für junge Leute gibt, mehr Raum ihr eigenes Leben so zu leben, wie es ihnen gefällt ohne die ständige Bevormundung derjenigen, die die Weisheit mit Löffeln gefressen und die Wahrheit gepachtet haben - quatsch - nicht nur gepachtet, gekauft haben sie die Wahrheit, sie gehört endgültig und ewig ihnen. Wenn die jungen Leute nicht nur immer den vorgeschriebenen geraden Weg gehen müssten, immer nur auf Karriere und funktionieren getrimmt, dann könnten sie auch eigene Gedanken entwickeln, eigene Ideale finden und eigene Erfahrungen machen. Wir denken heute, dass wir der jungen Generation doch alles geben, und sie müssten halt dankbar sein und funktionieren. Selbst wenn sie viel kriegen, so doch nicht alles und vielleicht nicht mal das Wichtigste: Freiheit! Die Freiheit selbst zu entscheiden und eigenen Wegen und Zeitplänen zu folgen und die Freiheit auf eigenen Beinen zu stehen.
Aber das können sie doch, wenn sie wirklich wollen, wer kommt denn ständig zurück ins >Hotel Mama
Meister 12.10.2009, 22.06 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Konkurrenz in Gesundheit
Liebe Freunde der Gesundheit und Feinde der Bestechlichkeit.
Wie Sie vielleicht, wissen hat unsere geliebte Regierung schon vor etlichen Jahren beschlossen, die Konkurrenz im Gesundheitswesen einzuführen. Konkurrenz ist gut, haben sie damals gesagt, damit wird alles besser. Dabei haben sie geflissentlich übersehen, dass es natürlich schon immer Konkurrenz zwischen den Ärzten, zwischen den Krankenhäusern etc. gegeben hat. Nur war das eine Konkurrenz der Qualität, man mußte dem Patienten dadurch für sich gewinnen, dass man gute oder bessere Leistungen anbot. Diese Konkurrenz wurde damals allerdings auch verzerrt, durch starre ständische Regeln einerseits und durch knappe Kapazitäten andererseits, die durch Bedarfsplanung und manchmal auch bewußte Verknappung zu Stande kam. Der ursprüngliche Ansatz, die Beschränkungen einfach wegfallen zu lassen, war durchaus richtig, aber der wurde von den Lobbyisten natürlich voll unterlaufen.
Natürlich haben wir viele Lobbyisten hier im Spreebogen, auch im ärztlichen Bereich, so bricht immer ein starker Konkurrenzkampf aus, wer denn nun die Hämorrhoiden von.... na Sie wissen schon - ärztliche Schweigepflicht - behandeln darf. Da sind wir bei der Lieblingsbeschäftigung der Lobbyisten, der Proktophilie, die man nicht als Sexualpraktik mißverstehen darf, sondern die harte Arbeit ist. Um ein zu hartes Wort zu vermeiden, sag ich mal »crepitatio a tergo«, vulgo >Kriecherei von hinten< dazu. Also der Lobbyist kriecht und wühlt sonstwo rum, hat aber immer seine Interessen fest im getrübten Blick.
Und was sind diese Interessen im Gesundheitsbereich?
Da sind zum einen die Ärzte, die darf man aber nicht als homogene Masse betrachten, es gibt ja auch noch welche, die wirklich schlicht ärztliche Arbeit machen wollen, und die dafür immer die Dummen sind (kommt einem landestypisch für Deutschland vor). Den Teil der Ärzteschaft, der seine ärztliche Tätigkeit am Liebsten auf Golfplätzen und in wichtigen Entscheidungsgremien ausübt, nenn ich mal >die Patientenfernen<: Funktionärs- und Funktionselite, diejenigen, die, wenn sie an Medizin denken, in ihrer Denkblase ein Individuum im offenen Krankenhaushemd sehen, aus dessen Enddarmöffnung die Talerchen hervorsprudeln.
Weiterhin gibt es natürlich noch die "Gesundheits"industrie, d.h. Konzerne und größere und kleinere Firmen, die entdeckt haben, dass ein Hundertmilliardenmarkt darauf wartet, dass sie Gewinne absaugen, wie der Schönheitschirurg das Fett.
Zum Dritten gibt es noch die Bürokratiefraktion: Krankenkassen, Versicherungen, Pensionskassen, und weitere Organe des Verwaltungsapparats. Diese Fraktion muss dafür sorgen, dass bei den ganzen Transaktionen mit und ohne Patient genügend bei ihnen hängen bleibt. Euphemistisch könnte man das natürlich >Arbeitsplatzerhaltung< nennen, schließlich könnten die Direktoren, Oberbürokraten, Unterbürokraten und Fußvolkbürokraten ja auch alle auf dem Arbeitsamt rumhängen, um uns auf der Tasche zu liegen, anstatt dass sie sich durch immer komplexere und unsinnigere Bürokratie umfassend beschäftigen und uns so auf der Tasche liegen.
So ist die Ausgangslage schon sehr gemischt zu dem Zeitpunkt, wenn das Spiel "Konkurrenz im Gesundheitswesen" beginnt.
Konkurrenz einführen, und das ist der Kern der Sache, heisst kapitalistische Konkurrenz einführen, heisst die Regeln des Marktes aufs Gesundheitswesen übertragen. Keine Illusionen, der Markt hat Regeln und die heissen an erster Stelle: Profit machen, Profit maximieren, freie Bahn den Konzernen, dass sie ungehindert an die Milliarden heran kommen, schließlich gibt es ja nicht nur die Pharmaindustrie, die ja schon als Lieblingswatschenmann der Öffentlichkeit bekannt ist, die macht ihre Geschäfte ganz offen, aber oft auch gar nicht so schlecht. Aber das können andere doch auch: Kliniken aufmachen, Ärzte und anderes Personal lohnabhängig beschäftigen, diese ganze Freiberuflichkeit ist doch nur ein Hemmschuh für die Konkurrenzentfaltung, kann weg, muss weg: die Rolle des Arztes, wie auch des Apothekers oder Psychologen oder was auch immer, muss neu definiert werden: sie sollen eine dienende Funktion nicht am Patienten, sondern am Profit der Konzerne haben, natürlich wird sich dabei auch der eine oder andere gut dotierte Managerposten im Apparat für Ärzte finden, die schon immer eine Neigung zum Administrieren hatten und für die Geld immer schon der eigentliche Antrieb war, aber der Rest soll seine Arbeit machen dort wo man ihn hinstellt und für das Geld was man bereit ist ihnen zu zahlen.
"Finden Sie nicht auch, dass die Ärzte in der Vergangenheit unangemessen hoch honoriert wurden, beispielsweise im Vergleich zu einem Bankmanager, der doch die Verantwortung für enorme Summen trägt?" könnte die Frage des Meinungsforschers lauten. Da war doch neulich bei Anne Will der angebliche Schriftsteller, der sich als SED/PDS/LP Wähler outete und behauptete, es werde ihm Unwohl bei dem Gedanken, dass der Arzt der ihm gegenüber sitzt ein Unternehmer sei und nur seinen Profit wolle. Es sei doch viel besser, wenn es nur angestellte Ärzte gebe, so wie es in den Polikliniken der verblichenen DDR gewesen sei. Er war ein bißchen zu jung um diese Polikliniken persönlich in Aktion gesehen zu haben, denke ich, außerdem erinnerten seine Ausführungen doch zu sehr an Manöver der SED-u-Bootflotte, um ernst genommen zu werden.
Aber nehmen wir das Argument mal ernst: ist es besser, wenn ein Arzt angestellt ist als selbstständig? Der angestellte Arzt hat für sich natürlich den Vorteil, dass er sich nicht um den wirtschaftlichen Erfolg seiner Institution kümmern muss, er kann also immer rechtzeitig nach Hause gehen, und er braucht nicht unbedingt mehr Patienten am Tag anzusehen, als unbedingt erforderlich. Wenn die Leute mit ihm unzufrieden sind, dann lassen sie ihn wenigstens in Ruhe. Wer meint beliebt sein zu müssen, darf dafür für's gleiche Gehalt mehr arbeiten. Da der Angestellte nicht für das Ganze verantwortlich ist, kann er auch immer die Verantwortung für jeden Mangel und Mißstand auf seine Oberherren abschieben, die sind für den Patienten sowieso nicht zu sprechen. Bei aller Staatsgläubigkeit unserer Freunde von der LP und sympathisierender SPD-Ortsvereine: es steht in Deutschland absolut nicht an, den freien Beruf Arzt durch staatliche Polikliken zu ersetzen, diese Investitionen würde sich nicht mal der leibhaftige Nachfolger auf dem heiligen Stuhl Erich Honneckers zumuten. Was sie wollen, die »Reformierer« ist die Ersetzung eines freien Berufs durch rein kapitalistische »Gesundheits«konzerne, die ihre Profite auf dem Rücken von Patienten und Beitragszahlern machen und an ihre Aktionäre die »Gesundheits«dividende und an ihre Manager die »Gesundheit«boni ausschütten.
Also für mich gibt es keinen Zweifel, dass freie Berufe und Selbstständigkeit die Zukunft haben werden, nicht nur im Gesundheitswesen, auch im gesamten Dienstleistungsssektor, denn die Konkurrenz kann nur so transparent organisiert werden nicht mit Konzernen und Kombinaten.
Meister 11.10.2009, 17.31 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma
Gemütliches Heimwetter
Meister 11.10.2009, 14.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Heilige Kühe , Monster und Phantome
Hallo liebe Freunde, hier spricht mal wieder eure Wirtschaftsamateurin B.B.Stupid. Heute reden wir mal über solche Reizthemen wie Kündigungsschutz, Leiharbeit und Mindestlöhne. Die Wahl ist vorbei, da kann man doch mal ganz in aller Ruhe derartige Fragen öffentlich durchdenken.
Der Kündigungsschutz gilt in Deutschland als eine wesentliche gewerkschaftliche Errungenschaft, das bedeutet gerade in den Zeiten, in denen es für die Gewerkschaften nicht so gut läuft, eine heilige Kuh. Der Kündigungsschutz ist für die Psyche der Beschäftigen eine Quelle guten Schlafes, man muss keine Angst haben, morgen gefeuert zu werden, denkt man.
Wenn man den Mindestlohn so, also über eine diesen Lohn zahlende Beschäftigungsgesellschaft organisieren würde, dann könnte er auch wirken. Wenn einfach allgemein Mindestlohn für die Wirtschaft verordnet wird, dann wird das schlicht zur Folge haben, dass Arbeiten die nicht in Deutschland profitabel zu organisieren sind, ins Ausland verlagert, schwarz oder gar nicht gemacht werden.
Ja, liebe Freunde, das Feld der Wirtschaft ist ein weites Feld, aber nur wenn wir es beackern, werden wir auch etwas ernten, so sei es.
Meister 10.10.2009, 23.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy | Tags: Kündigungsschutz, Leiharbeit, Mindestlohn,
Macht es das Füchschen hier?
Meister 10.10.2009, 19.31 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Deutschkenntnisse schützen vor Betrug
Meister 10.10.2009, 16.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Heute Arbeit zuhause
Heute muss mal ein bißchen zuhause am Schreibtisch gearbeitet werden. Es ist doch immer wieder verwunderlich wie viele bürokratische Tätigkeiten anfallen, und wie schnell die Zeit vergeht: Man denkt man hätte doch erst gerade .... und schon soll man wieder...
Aber ich kann ja auch ganz gemütlich am Schreibtisch arbeiten, mal dies und mal das zwischendurch tun und mich daüber freuen, dass Büroarbeit nicht das Hauptmerkmal meiner Arbeit ist.
Meister 10.10.2009, 12.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Clancy Brothers
Meister 09.10.2009, 21.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Wochenend und Herbst
Ein Glück, der Rücken wird allmählich besser, heute morgen hatte ich noch ziemliche Bedenken, aber wenn der Arbeitstag geschafft ist, kann sich auch alles entspannen. Der Rücken war eigentlich vor allem echt häßlich verspannt, ich weiß nicht ,was ich ihm getan hatte, ok das Schreddern am Montag war ein bißchen heftig, aber eigentlich sollte er das abkönnen. Ok, ich sag's ihm!
Ich finde vor allem dieses Gefühl so schrecklich: "bloß keine falsche Bewegung machen!" Wärmen ist wirklich das Beste, eigentlich könnten wir fast alle Schmerzen im Bewegungsapparat vergessen, wenn wir ein hübsches tropisches Klima hätten. Haben wir aber nicht!
Meister 09.10.2009, 19.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag | Tags: Rückenschmerzen
Sarrazins Tiraden
Der Versuch das alles aber unter den Teppich zu kehren und Denk- und Redeverbote zu verordnen, scheint sich aber langsam aufzuloesen. Da sind wirkliche Probleme mit Leuten, die sich nicht integrieren wollen. Herr Buschkowksi, einer der wenigen vernuenftigen Leute der Berliner SPD, hat das auch ganz deutlich gesagt erst vorgestern. Er ist ja auch schon oft genug gepruegelt worden von seinen ach so linken Kumpanen, weil er die Wahrheit gesagt hat. Sehr komisch finde ich in dem Zuammenhang, dass man Leuten, die sich gegen den correctness-Megatrend fuer die Wahrheit aud dem Fenster lehnen immer wieder mit dem moeglichen Beifall von Naziseite kommt. Das ist doch Unsinn: wenn man diese Probleme den Nazis ueberlaesst, nur dann koennen sie da punmkten.
Eine Sache muss man auch noch mit aller Deutlichkeit sagen: Es die deutsche inlaendische Politik, die fuer die Missstaende verantwortlich ist. Wenn man den Leuten massenhaft Geld gibt nur dafuer, dass sie hierzulande Kinder in die Welt setzen oder hier nichts tun. Man muesste lediglich die Zahlungen (nicht nur bei Auslaendern sondern bei allen) an taegliche Arbeit binden und die Zahlungen an die Kinder an regelmaessigen Besuch von Kindergarten und Schule.
Wir duerfen keine verlorene Generation heranzuechten, aber es liegt auch an uns, ob wir das tun.
Meister 08.10.2009, 14.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Deutsch in der Praxis
Das kommt natuerlich nicht in Frage. wir haben nicht deshalb auch tuerkische Kraefte, weil sie turkisch sprechen, sondern weil sie gute Leute sind.
In unserer Praxis wird deutsch gesprochen, und das geht auch mit fast allen Leuten sehr gut. Warum sollte man auch fuer die Tuerken eine Extrawurst braten,es gibt doch viele andere Muttersprachen, die bei uns vorkommen?
Ausserdem sollte man eines mit aller Klarheit sagen: man kann keine Kinder in Deutschland aufziehen, wenn man nicht deutsch spricht! Man tut den Kindern etwas damit an.
Ein Einwanderer muss die Sprache seines neuen Heimatlandes lernen. Wer das nicht will, bleibt Gast. Aber Kinder koennen keine Gaeste auf Dauer sein, denn es ist auch eine Illusion zu glauben, dass die hier geborenen Kinder in der Tuerkei ohne weiteres zu recht kommen wurden, dort gehoeren sie dann naemlich auch nicht hin, sind also heimatlos, das bekommt nicht.
Meister 08.10.2009, 12.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Müllitouri
Meister 07.10.2009, 17.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Herbstarbeiten
Meister 06.10.2009, 09.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Großes Ummodeln
Ein neuer Computer ist nicht einfach ein neuer Computer. Eigentlich muss der gesamte Arbeitsbereich umgestellt werden, das fängt mit den ganzen Steckern an und dem "Was steht am Besten wo?" Es sind ja manchmal jahrelange Routinen, die natürlich auch nicht alle gut sind, andererseits aber liebgewonnen. Aber es ist auch schön, wenn etwas funktioniert und toll, wenn etwas besser funktioniert als vorher.
Braucht man überhaupt eine neue Desktopmaschine? Die Frage habe ich lange hin und her gewälzt, aber ich bin zu dem Ergebnis gebkommen, dass irgendwo eben "Zentrale=home=Heimat" sein muss und dass alle Wege immer wieder dorthin zurück führen. Man kann das natürlich auch anders sehen. Aber den Satz "wo mein usb-stick ist, da ist meine Heimat!"(modernistische Variante eine alten lateinischen Spruches) würde ich nicht unterschreiben.
Meister 04.10.2009, 12.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Was Neues:safari
Meister 03.10.2009, 23.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Fröhliche Einheit
Das politromantische Büro erklärt:
Heute zum Nationalfeiertag sollten wir mal darüber nachdenken, wie wir selbigen besser ausgestalten könnten, schließlich wird nächstes Jahr am 3.Oktober 20 Jahre Wiedervereinigung gefeiert, und bis dahin könnte man sich da etwas positives ausdenken.
Sich >Fröhliche Einheit< zu wünschen ist vielleicht etwas trivial, klingt wie Ostern und Weihnachten. Die Jahreszeit ist vielleicht auch nicht so geeignet, um Straßenfeste mit Tanz auf den Straßen zu organisieren, wie am 14.Juli in Frankreich beispielsweise.
Es muss keine großen Feiern mit salbungsvollen Worten mehr geben, sondern eher lokale und private Feste des Zusammenkommens, vielleicht mit einem Herbstfeuer.
Die Familien können sich treffen, man kann Freunde treffen, alle Paare können sich lieben an diesem Tag speziell, beispielsweise auch die, die schon immer mal wollten, aber nicht den Anlaß dafür gefunden haben, oder auch diejenigen, die sich schon lange nicht mehr so bewußt gefeiert haben und es zum Anlaß nehmen für eine private Wiedervereinigungsfeier.
Und man sollte auch das Ausland einbeziehen, mal bei Freunden in Amerika oder England anrufen, ein Gläschen Wodka gemeinsam mit jemandem in Nowosibirsk oder eine Glückwunschkarte nach Paris, oder eine Spende für Darfur. Vieles ist möglich. Denken wir daran, dass die Wiedervereinigung eine Leistung des deutschen Volkes war, die aber von den anderen Völkern ermöglicht wurde. Sie haben uns damit die nach dem Kriege für die Verbrechen Nazi-Deutschlands auferlegte Strafe der Teilung erlassen, wir dürfen das ruhig dankbar würdigen.
Man könnte noch weiter gehen und unser Land auch neu und positiv definieren. Australien beispielsweise bezeichnet sich ganz inoffiziell als >Oz<, was sich ursprünglich auf das Buch "The Wizard of Oz" bezieht ( Oz spricht sich mit "O" und weichem langen "S"). Wir könnten unser Land mit großem Recht als >Nord-Oz< definieren, Nooz, das Land in dem alle Wunder möglich sind. Wir hatten davon schon eine Reihe in den letzten 60 Jahren, beispielsweise das Wunder davon gekommen zu sein, das Wunder wieder hochgekommen zu sein, das Wirtschaftwunder und das Wunder der Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit.
Und die Bewohner dieses Landes >Nooz< sind die >Noosies< ( mit langem "Oo" und weichem "Ss"), das passt auch gut zu unseren südlichen Nachbarn den Ösis. Da wir ja Vielfalt in der Einheit haben, können sich unsere Landsleute in den Gefilden von Bayern und Sachsen gleichzeitig auch noch als "Südies" verstehen, wenn sie es wollen.
In Nooz ist, wie gesagt, jedes Wunder möglich, und die Noosies können alles erreichen, wenn sie gemeinsam anpacken.
Ein friedliches, freies, fleissiges Land, weltoffen, aber auch mit einer kulturellen Identität, bei der alle, woher sie auch kommen, mitmachen können, wenn sie denn wollen, selbstbewußt, aber auch seiner wechselvollen Geschichte bewußt und auch seiner verantwortungsvollen Rolle in der einen neuen Welt.
Können wir uns noch mehr wünschen?
Meister 03.10.2009, 11.48 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro
Die erste Arbeitswoche geschafft
Es ist ein Irrtum zu denken, dass man nach dem Urlaub besonders leistungsfähig ist.
Im Gegenteil, man muss noch ein bißchen seine Ruhe haben.
Meister 02.10.2009, 17.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Es geht schon wieder los
Da spielen wir natuerlich nicht mit. Man muss den Kindern schon ein bisschen Zeit zur Eingewoehnung geben, bei vielen geht es doch dann nach ein paar Wochen schon ganz gut. Und man darf nicht auf ihrem Selbstbewusstsein rumtrampeln! Ausserdem ist es natuerlich so, dass es sich eigentlich um originaer schulische Aufgaben handelt, die auch paedagogisch geloest werden muessen. Wenn man den Stift noch nicht ideal haelt, ist das nicht gleich eine motorische Stoerung, sondern zumeist nur Unerfahrenheit. Aber in den jahrgangsuebergreifenden Klassen hat man keine Zeit auf Einzelne einzugehen, das Programm muss durchgezogen werden.Friss Vogel oder geh zur Therapie, aber ein bisschen ploetzlich! Armes Deutschland !
Meister 01.10.2009, 12.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Dringend fuers Gesundheitswesen
Ein zweiter spontaner Wunsch: Zensurursula sollte sich meinetwegen weiter um ihre Fruchtbarkeitspropaganda kuemmern, aber auf keinen Fall Gesundheitsministerin werden. Wir brauchen wahrhaftig keine neue "Ulla" !
Meister 01.10.2009, 10.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Urlaubsbücher
Also ich bin ja wirklich im Urlaub viel zum Lesen gekommen, beeindruckende 14,7 cm Buchrücken (hab ich noch nie gemessen, war aber gerade so provozierend breit auf dem Schreibtisch).
Nicht alles war gut (sorum muss man den Satz auch mal sagen!)
Also eine kleine Bewertungsliste:
Angefangen hab ich mit "The Pale Horseman" von Bernard Cornwell. Das ist der zweite Band der "Alfred the Great"-Reihe. Wirklich gut. Es ist eine Zeit von der man nicht so sehr viel weiß, die mir eigentlich immer sehr rätselhaft vorgekommen ist: die Kelten, die Angelsachsen, die Dänen, die Normannen.... Aber B.C. macht die Zeit sehr lebendig, man lernt eine Menge daraus, auch wenn es manchmal ein bißchen sehr blutrünstig zugeht, kann aber durchaus authenisch sein. B.C. hat die spärlichen Fakten schlicht so mit Phantasie ausgebaut, dass man das Gefühl bekommt, so könnte es gewesen sein.
Ich wollte dann mal was spannend unterhaltsames lesen und habe zu "Der Carthago Code" von Denis Lépée gegriffen. Erst hinterher fiel mir auf, dass das Schlüsselwort im Titel >Code< lautet: natürlich: es ist ein Nachzieher auf den Da-Vinci-Code. Und wie das mit Nachziehern so ist.... Es wird mordsmäßig Spannung aufgebaut, die sich dann ins Nichts verflüchtigt, alles läppisch, zum Schluß merkt man, dass man sich es hätte ersparen sollen.
Weiter mit "Die englischen Jahre" von Norbert Gstrein. Ist auch mehr Getue als wirklich dahinter steckt und man fragt sich zum Schluß, was wollte der Autor damit bloß sagen? Es geht um das Schicksal deutscher zumal jüdischer Emigranten während des Krieges in England. Das ständige montieren von unterschiedlichen Ebenen ist ja ein hübsches Stilmitel, aber erstens nicht gerade neu und zweitens hier sehr storytötend, wozu soll das gut sein, fragt man sich irgendwann wenn man wieder mal am Ende eines Absatzes gemerkt hat, dass der sich wieder auf eine andere Ebene bezog. Vielleicht ziehen ja einige Leser Vergnügen aus solchen Spielchen?
Als Nächstes: "Die Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann, wurde ja wohl sehr gelobt. Es geht um das Zusammentreffen von Gauß und Alexander v. Humboldt. Auch hier gibt es ständig wechselnde Ebenen, als müsse der Leser auf Trab gehalten werden. Es geht um eine interessante Zeit im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, aber irgendwie kommt der eigentliche Inhalt nicht rüber. Beide Protagonisten werden mehr oder weniger als Trottel dargestellt. Ist das eine spezifisch deutsche Herangehensweise?. Wenn ich mal das Buch von Irving Stone über Darwin vergleiche, dann hatte ich dort das Gefühl, dass mir klar, wird, was C.D. geleistet hat. Hier dagegen agieren deutsche Deppen, finde ich unangemessen!
Viel besser hat mir das Buch "Als Mariner im Krieg" von Joachim Ringelnatz gefallen. Er hat wirklich Beachtliches zu erzählen. Wie es denn in der kaiserlichen Flotte so zuging und wie man sich so ein Leben im ersten WK vorstellen kann. Er hat ja sogar Karriere gemacht. Wenn man etwas authentisch erlebt hat, kann man es wohl auch besser darstellen. Und ein Erzähler ist eben ein Erzähler, so einfach ist das wohl. Auf jeden Fall rundet es das Bild des 20. Jahrhunderts auf interessante Art ab.
Und zu guter Letzt das Buch "Die Wurzeln der Romantik" von Isaiah Berlin. Es handelt sich eigentlich um Vorlesungen, aber das ist ja das interessant Lebendige daran. Die Romantik wird ein bißchen vereinfachend betrachtet, aber da hat halt jeder wohl so seine eigene Sichtweise. Kein uninteressantes Buch.
Das letzte Buch des Urlaubs ist noch in Arbeit, darauf komme ich dann später zurück.
Meister 30.09.2009, 20.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
1.Arbeitstag
Der 1. Arbeitstag ist geschafft, war eigentlich positiver als sonst manchmal, ich muß doch ganz gut erholt sein. Gerade deshalb fällt auf, was bei uns doch für eine rauhe Atmosphäre herrscht.
Vom sprichwörtlichen >Schnauze mit Herz< bleibt doch faktisch oft nur die rauhe Schnauze.
Man hat sich so an den Umgangston in Berlin-Neukölln gewöhnt (der Rest von Berlin ist auch nicht viel besser), dass einem eigentlich nur in solchen Situationen der Wiederkehr auffällt, dass diese Tonlage ein klein wenig ungewöhnlich ist, sagen wir mal, "easy going" ist anders als Berlin.
Aber das muss wohl schon seit Goethes Zeiten so sein. Warten wir also noch ein bißchen auf die allgemeine Kultiviertheit.
Meister 28.09.2009, 21.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Wieder da
Meister 26.09.2009, 20.50 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Urlaubspause
So, endlich Urlaub, und ich genehmige mir eine kleine Pause. Ausserdem läuft mein Netzzugang hier zwar mobil, aber Tücke des Objekts, nur mit grottenlangsamen 53,6 KBit/s. Da kommt man sich ja mehr als 10 Jahre zurückversetzt vor.
Aber immerhin: letztes Jahr konnte ich hier noch gar keinen Zugang bekommen. Also zur Not geht es. Aber es ist jetzt sowieso hauptsächlich Erholung angesagt.
Meister 05.09.2009, 20.20 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Neuigkeiten von der SG-Front
Eigentlich haette die Artikelueberschrift lauten muessen: >Praxis der Kinderaerzte enthuellt die laecherkiche Absurditaet behoerdlicher Pandemieplanung< !
Natuerlich haben wir hier Schweinegrippefaelle, aber da sie sich nicht von den anderen fieberhaften Kin dererkrsankungen unterscheiden, gibt es natuerlich keinen Grund sich auf eine Pandemie-Schlitterpartie zu begeben. Zuhause bleiben bis wieder gesund, moeglichst niemanden anstecken, das gilt doch fuer alle derartigen Infekte.
Wenn die Aemter nur irgendetwas Positives dazu anbieten koennten, koennte man ja Tests machen, aber nur dazu, dass alle Beteiligten Schwierigkeiten mit den Fuzzies vom Dies und Das Amt kriegen?
Meister 02.09.2009, 09.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe, Buerokratie,
Die Frau auf dem Zebrastreifen
Da geht eine Frau vor meinem Wagen über den Zebrastreifen. Sie wirkt ein bißchen abgezehrt, ein bißchen gebeugt und nicht gerade glücklich. Dabei ist sie aber keinswegs alt.
Nachdem sie vorbei gegangen ist, sieht man was auf ihrem T-shirt hinten steht:
"Guilty" !
Aha!
Meister 01.09.2009, 21.04 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Blutdruck hochtreiben
Ganz einfach. Vor dem Blutdruckmessen ruft man nach draussen: "Bring mir doch mal das Messer - - - - - das Blutdruckmesser!"
Diese kleine grammatikalische Entgleisung treibt den Blutdruck bestimmt um 10mm Hg nach oben.
Ist natuerlich nur ein alberner Kinderarztscherz, zugegeben.
Meister 01.09.2009, 18.25 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Klaus Hartung: Deutschland Transfer
Vorgestern (29.8.) gab es im Tagesspiegel einen äußerst interessanten und wegweisenden Artikel über die Krise des Sozialstaats, den ich allen nur empfehlen kann: Überschrift: >Deutschland Transfer<.
Ich will den Artikel heute noch gar nicht endgültig bewerten, aber einen Absatz herausgreifen: "Die staatlich verfasste Solidarität (ist)ein merkwürdig Ding: Gegenüber dem Sozialstaat teilt sich der Mensch in den Klienten, der nimmt, was ihm zusteht, und in den Steuerzahler, der allen anderen tendenziell unterstellt, dass sie den Sozialstaat mißbrauchen. Diese prinzipielle Ambivalenz des Sozialstaats ist unvermeidlich."
Ist sie das wirklich?
Das Kernproblem liegt für mich darin, dass unter Sozialstaat Geldtransfer verstanden wird. Warum wird dieser so verfasst, dass irgend jemandem Geld "zusteht"?
Natürlich ist es doch nicht, dass jemandem etwas zusteht, historisch auch nicht Tradition, und in der heutigen Welt dürfte es auch die absolute winzige Minderheit von Menschen sein, dem sein Lebensunterhalt oder gar mehr zusteht.
Globalisierung der Sozialhilfe? Ein Großteil des Einwanderungsdrucks nach Deutschland kommt durch diese Transfers zustande. Die Leute kommen nicht deshalb hierher, weil sie so gute Chancen haben eine vernünftige Arbeit zu finden oder weil es so freiheitlich hier ist oder weil sie hier ihre Erfindungen machen können, ihre Forschungen so großzügig unterstützt werden. Sie kommen her ,weil sie hoffen, sich auch in die Reihe der Transferempfänger einreihen zu können.
Und so arbeitet eine riesige Bürokratie daran herauszufinden, wem was zusteht. Und dies wird immer so fehlerhaft sein, dass der Eindruck des Steuerzahlers unvermeidlich ist, der Sozialstaat werde massenhaft mißbraucht, was seine Solidaritätsgefühle vollkommen abtötet.
Meister 31.08.2009, 11.17 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Sozialstaat, Soziale Gerechtigkeit,
Schulbeginn in der Praxis
Aber jetzt geht es ntuerlich auch gleich um Atteste fuer die Schule: am ersten Tag nicht da sein, schafft einen Anfangsverdacht auf verbrecherische Ferienverlaengerung, der muss gleich ausgeraeumt werden. Und es geht um viel Persilscheine: fuer kita, fuer's Schwimmen ,die Sauna, Filmaufnnahmen und was nicht noch alles.
Meister 31.08.2009, 10.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Wahlen vor den Wahlen
Vielleicht muss ich als erster sagen, dass ich die Wahlberichterstattung heute wieder mal unerträglich finde. Eine Reihe von Politfatzkes wird von einer Reihe von Medienfuzzies bedient und schwadroniert den immer wieder gleichen Mist. Das Volk kriegt gesagt was es denkt, denken soll, zu denken hat.
Wozu finden 4 Wochen vor den Bundestagswahlen diese Wahlen statt? Geldverschwendung ist das Mindeste, was man hier vorwerfen müßte. Aber sie machen es wohl deswegen, um sich warmzulaufen und versprechen sich taktische Vorteile davon. Selbst wenn sie heute verlieren, kriegen sie dadruch vielleicht ihre Leute in 4 Wochen an die Urne. Oder sie glauben, der Rückenwind von heute bringt ihren verkorksten Wahlkampf in Schwung.
Aber die Leute sind immer noch zu verdummen, angeblich geht es der Mehrheit um soziale Gerechtigkeit, ein Thema, bei dem alle Parteien die Leute für dumm verkaufen. Aber vielleicht zeigt es auch, dass Brot und Spiele in Deutschland zunehmend der Gradmesser des politischen Interesses sind. Denn was heisst "soziale Gerechtigkeit" für die Parteien in Deutschland: meine Klientel muss sich mehr vom Verteilungskuchen abschneiden dürfen. D.h. wenn eine wachsende Zahl von Leuten in Deutschland heute von Sozialtransfers lebt, dann wird es immer interessanter diese Klientel von Leuten zu bedienen. Selbst wenn die "Linke" sich eines Tages in >Sozialschmarotzer Partei Deutschlands< umbenennen würde, könnte sie dann weiter wachsen, denn sozialschmarotzen wird salonfähig.
Wenn die Nettozahler in diesem Land zur Minderheit werden, steht natürlich die Massenauswanderung auf der Tagesordnung.
Es kommt in Wirklichkeit nämlich nicht darauf an, wie viele Kinder in diesem Land geboren werden, sondern darauf, welche Leute in Zukunft in diesem Land leben wollen. Und das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, aber einer anderen als die der Pleiterverteiler. Leistung sollte sich lohnen in diesem Land und ohne dass man etwas tut sollte man auch kein Einkommen haben. Jeder sollte aber die Möglichkeit haben etwas zu tun und sich sein Einkommen zu verdienen und auch aufzusteigen, wenn er fleissig und ehrlich ist. Ja, natürlich bin ich Sozialromantiker!
Meister 30.08.2009, 20.07 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram
Teichabdeckung abgehakt
Meister 30.08.2009, 18.45 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Wenn der Pflaumenbaum zuschlägt
An manchen Tagen erreicht man absolut nicht, was man geplant hat, kann aber trotzdem voll zufrieden sein. Gestern bin ich mit der Teichabdeckung keinen Millimeter voran gekommen, weil der Pflaumenbaum so laut nach Aberntung rief, dass wir es nicht ignorieren konnten. Und er hat nicht nur laut gerufen, sondern es hat auch fast den ganzen Tag gedauert, und es waren wahrschenilich über 50 Kilo Pflaumen, vielleicht sogar 60. Na ja, ernten ist das eine, und dann muss ja auch noch was passieren. Simone hat gestern noch den tollsten Pflaumenkuchen der Welt gezaubert und unter 2 Stücken konnte ich da nicht aufhören. Wie man leicht vermuten kann, lassen sich 50 Kilo nicht umstandslos in Kuchen verwandeln, auch heute wird noch einiges damit zu tun sein. Es war gestern ein tolles Bild, das ich oben auf der Leiter gesehen habe: rund um mich herum büschelweise reife dicke Pflaumen mit diesem tollen charkteristischen Blau, das hat mich bis in meine Träume verfolgt.
Meister 30.08.2009, 13.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Schulbeginn im Tagesspiegel
Frau Vieth-Entus darf heute zum Schulbeginn den Leitartikel unter dem Titel "Fürchten und Freuen" schreiben. Es geht um das neue Schuljahr und die Reformen, die unser geliebter Senat vorhat.
Sie haben die Hauptschule als die Quelle alles Übels ausgemacht, die wird nun abgeschafft, und alles wird gut. Man könnte auch die Krankenhäuser abschaffen, wenn man keine Schwerkranken mehr sehen will.
Die neue >Sekundarschule< wird nun alle beschulen, außer diejenigen, die ehrgeizige Eltern rechtzeitig in die Gymnasien verschieben können, auch nicht immer zum Vorteil der Kinder. Es ist sicher richtig, was eine Studie jetzt sagte, daß ein Drittel der Kinder falsch eingestuft sind, ein Teil zu niedrig, ein Teil zu hoch.
Es kommt doch in Wirklichkeit darauf an, was die Schulen wirklich leisten, wes Geistes sie sind.
Herrschen dort die Grossfressen, Messerhelden und Drogenfuzzies oder werden die konsequent am Boden gehalten und die "normalen" Schüler, also die, die etwas lernen wollen, bestimmen die Peer groups (welches deutsche Wort würde eigentlich dafür passen? Gleichaltrigenclique? ) .
Der Kern ist Frau Entus Artikel lautet : "Allerdings muss man auch wissen, das diese Reformen vorerst die letzten ... großen Stellschrauben sind, an denen die Politik drehen kann. Alles Weitere muss dann von innen kommen, denn Geld für mehr Lehrer und kleinere Klassen wird es nach Stand der Dinge nicht geben."
Damit ist das Schicksal dieser "Reformen" besiegelt: wenn man meint, man könnte die zum nicht kleinen Teil verhaltensgestörte Klientel der Hauptschulen zum Nulltarif in die Gesamt- und Oberschulen integrieren wird die Verhauptschulung dieser neuen Sekundarschule erreichen.
Mir tun jetzt schon die weniger durchsetzungsfähigen Schüler leid, die mit 2-3 oder 5 Schlägern, Gruppenterroristen (d.h. Leute, die ihre Gruppe terrorisieren) und Störenfrieden keinen normalen Lernablauf mehr haben werden.
Und die Lehrer, die wahrscheinlich wieder zu Medikalisierungstricks (Leute zu Kranken zu erklären, die nicht beschulungsfähig sind) greifen müssen, um diese Leute irgendwie daran zu hindern, die Klasse zu verderben.
Wahrscheinlich werden also die "Verdammten dieser Schule", dann eben in Sonderschulen landen oder wenn die auch abgeschafft werden, dann eben in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Aber ehrlich gesagt, es ist vielleicht das kleinere Übel, als sie die normalen Klassen kaputt machen zu lassen. Sicher soll jeder seine Chance haben. Aber das gibt es nicht zum Nulltarif.
Wie lange brauchen die Bildungspolitiker noch, um das zu begreifen? Ist es Tragik, oder Dummheit und Verblendung, dass sie an "Stellschrauben" drehen und nicht das Geld einfordern, was erforderlich ist, um die Schule für alle zu einem Ort der BIldung zu machen.
Ich bin absolut nicht der Meinung, dass es um Abscheidung der Schlechten geht, jeder soll wirklich seine Bildungschancen haben, auch eventuell später, wenn er dann vernünftig wird, aber niemand hat das Recht durch sein Verhalten, die anderen bei hrem Lernen zu stören.
"Fürchten oder Freuen"? Ehrlich gesagt, keine gute Überschrift: >Kopfschütteln und Hände über dem Kopf zusammenschlagen<, scheint mir angesichts des neuen Berliner Schuljahrs eine angemessenere Kommentierung. Was mir weiter in in den Kopf will, wie die vorherrschenden Parteien mit ihrer Bilanz von Bildungsdisaster damit auch noch Wahlpropaganda machen?
Meister 30.08.2009, 10.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Schulreform, Bildungskrise,
Endlich Schluß damit !
Nein, nicht von diesem grandiosan Wahlkampf ist die Rede sondern von der Zwangsfrüheinschulung à la Berlin .
Nachdem jahrelang viele Kinder zwangsweise zu früh eingeschult wurden, und es Massenhorror gegeben hatte - selbst die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Krankenhäuser haben Alarm geschlagen - hat der rot-rotbraune Senat endlich diese Position wieder geräumt, sie war auch nicht mehr zu halten. Warten wir ab, was sie sich dafür für eine neue Schikane ausdenken: solange ein Bildungsideologe nicht tot ist, hört er auch nicht auf Unheil anzurichten.
Dabei war der Grundgedanke gar nicht falsch: auch kleinere Kinder können erfolgreich und spaßreich interessante Sachen lernen, und sie können auch davon profitieren. Aber das würde bedeuten unsere Schule als Zwangsinstitution in Frage zu stellen, also phantasiefreier individueller Unterricht mit spielerischen Komponenten und ohne Leistungsdruck, ÜbereinenLeistenSchlägerei und Standardschulitems.
Nur das können sie nicht. Sie können nur Standardschule. Und deshalb können sie es noch so gut meinen, das Ergebnis ist doch immer wieder grottenschlecht.
Aber die neue romantische Schule wird dadurch doch nur gefördert, allgemein wird die Zahl derjenigen zunehmen, die darüber nachdenken, was anders werden könnte.
Meister 29.08.2009, 14.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule | Tags: Früheinschulung
Teichabdeckung
Wie in jedem Jahr droht wieder der Blätter- und Nußfall vom Walnußbaum in den Teich. Im letzten Jahr hatte das ein ausgewachsenes Disaster mit Umkippen des Teiches und vielen toten Fischen bedeutet.
Nachdem ich in früheren Jahren schon verschiedene Konstruktionen mit Segeln und Netzen etc. versucht hatte, die alle nicht funktionierten, kommt dieses Jahr eine neue Technik zum Einsatz: Latten und einhandhändelbare Teilnetze, denn bei der Menge von Nüssen und Blättern müssen die Netze zwischendurch geleert werden.
Schaun wir mal wie das gelingt heute!
Meister 29.08.2009, 11.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien | Tags: Herbst, Gartenteich,
Zunehmend Fragen
Die Fragen werden jetzt täglich mehr, wie soll es werden mit der Impfung der Kinder gegen die Schweinegrippe?
Die Frage kann man im Moment nur mit einem entschiedenen >wolln mal sehen; kommt drauf an< beantworten. Im Moment ist Schweinegrippe kein schlimmes Problem, alle sind relativ leicht betroffen und bald wieder ok. Aber das könnte sich natürlich ändern in der kommenden Wintersaison. Und der Impfstoff ist neu, so neu, dass man moch keine Erfahrungen haben kann, er wird gerade getestet, aber nicht an Kindern wohlgemerkt. Wir werden also zu beobachten haben: wie verändert sich die Krankheitssituation, wie bewährt sich der Impfstoff in den Tests, wie bewährt er sich, wenn die ersten Massenimpfungen durchgeführt werden. Die erste Frage wird jetzt mal sein, wie nehmen die Leute die Sache überhaupt an, nach meiner jetzigen Beobachtung schwanken sie da: man stelle sich vor, es wird zur Massenimpfung geladen und keiner geht hin! Es ist aber auch das umgekehrte Szenario denkbar, alle wollen sofort. Was wird passieren? Das kann von Kleinigkeiten abhängen. Wie wird sich die Propagandaindustrie verhalten?
Und die Kinder? Ich denke, eine zurückhaltende Vorgehensweise mit einem bei Kindern vollkommen unerprobtem Impfstoff ist angebracht, also vielleicht wirklich erstmal nur die Starkgefährdeten impfen, wie die allgemeine Grundempfehlung lautet. Wenn die Erfahrungen der ersten Million Impfungen gut ist, kann man immer noch großzügiger werden. Wenn wirklich schwerere Erkrankungen auftreten kann man das Tempo beschleunigen.
Also keine Patentlösung in Sicht, aber im Augenblick scheint es eine durchaus händelbare Situation.
Meister 26.08.2009, 22.24 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe, Impfung,
Das Wahlhearing
Offene Bühne, rechts ein Doppelstehpult, links ein Doppelstehpult, von der Seite kommt Web.A. Master auf die Bühne und adressiert das Publikum.
Web.A.Master:
Hochverehrtes Publikum, heute werden wir das Duell der Quanzlerkandidaten erleben, sie werden hautnah dabei sein, wenn die beiden Kontrahenten um die Gunst der Volksmassen buhlen, vielleicht werden wir heute schon eine Vorentscheidung erleben. Wer wird die Fragen besser auf die Hörner nehmen, wer wird die Schicksalsfragen unserer Zukunft so klar beantworten, dass alle ihm oder ihr zurufen: Du sollst sie haben, die Palme unseres Vertrauens, für die nächsten 4 Jahre wollen wir Deiner Klugheit und Weisheit, Deiner Entscheidungssicherheit und Vision vertrauen. Mir steht zur Seite ein Profi in diesem Geschäft, Charles-Ernest Diablotain, der Mann für die politisch unkorrekten Fragen, er spielt hier den Advocatus diabulimicus, weil er so empfindlich wie ein Seismograph auf problematische politische Aussagen reagiert, vulgo: er neigt stark zum Erbrechen. Kommen Sie zu mir Charles-Ernest!
Beifall. Von der Seite herein kommt der gerufene, im weissen Anzug und mit einem 10 Liter Plastikeimer in der Hand.
C.-E.Diablotain:
Danke für die nette Vorstellung. Aber nennen sie mich doch bitte Ci-Ii, das tun alle meine Freunde. Liebes Publikum, Bulimie ist eine ernste Erkrankung und nichts liegt uns ferner als uns darüber lustig zu machen, im Gegenteil, wir von der diabulimischen Vereinigung kämpfen für die Solidarität mit den Bulimikern, auch wenn die Mitglieder unserer Organisation etwas anders strukturiert sind. Wir sind alle hochsensibel auf politisches Gewäsch und Geseier, auf Lügen und leere Versprechungen, es treibt uns die Übelkeit ins Gesicht und den Mageninhalt heraus, unser ideeler Gründungsvater war Max Liebermann der angesichts der Nazis das Wort prägte: >ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!< Deshalb habe ich heute gut gegessen und mir vorsichtshalber einen geräumigen Eimer mitgebracht, den im Notfall diskret zu nutzen ich ihnen verspreche.
Web.A.Master:
Danke dass sie gekommen sind, lassen sie uns gleich mitten ins politische Wahlkampfgetümmel gehen. Ich rufe auf die Bühne den Quanzlerkandidaten der regierenden Sozialpiraten Deutschlands den äußerst ehrenwerten Franz---Walker---Stonemower !!
Lautes Tröten im Publikum, der Gerufene kommt mit einer roten Fahne mit schwarzem Piratenschädel auf die Bühne, schwenkt jovial die Fahne und stellt sich am linken Stehpult auf.
Web.A.Master:
Und jetzt rufe ich die amtierende Quanzlerin und Vorflitzende der regierenden catholisch demographischen Union Frau Änni Mecker auf die Bühne !!
Weiteres Tröten. Die Gerufene kommt im rot-schwarzen Hosenanzug mit zu kurzer Jacke und einer schwarzen Fahne mit rotem Piratenschädel auf die Bühne und stellt sich neben F.W.S. auf.
Web.A.Master:
Ich erspare mir lange Vorreden, stelle aber fest, dass die beiden Protagonisten ihr Image allerjüngst poliert haben, die Fahnen kommen mir auch noch sehr frisch vor, ist das ihr Kontrastprogramm? Also zunächst Herr Kandidat Stonemower, wieso haben sie ihren Namen so aktualisiert. Was wollen Sie uns damit sagen?
C.-E.Diablotain: Ist >mowe< nicht das schottische Wort für f... ?
Web.A.Master: Stopp, so ein Wort sagt man nicht im Fernsehen!
C.-E.Diablotain: Wir sind doch gar nicht im Fernsehen.
Web.A.Master: Man kann nie wissen!
F.W.S.:
Also meine lieben Wählerinnen und Wähler, liebe Deutsche und solche die ich noch dazu machen werde, das Anliegen der Sozialpiraten Deutschlands, genauer unser Hauptanliegen ist die sowjetische Gewichtigkeit in Deutschland.
Web.A.Master:
Was haben sie gerade gesagt?
F.W.S:
Nun hören Sie doch mal hin, wenn ich etwas sage! Unser Hauptanliegen ist die saisonale Geschlechtlichkeit in Deutschland.
Web.A.Master:
Meinen Sie >soziale Gerechtigkeit < ?
F.W.S.:
Das sag ich doch die ganze Zeit, wollen Sie mich aus dem Konzept bringen, oder was?
C.-E. Diablotain:
Was meinen Sie denn damit in Wirklichkeit?
F.W.S.:
Wir haben die soziale Piraterie auf unsere Fahnen geschrieben, wir nehmen von denen, die haben und geben denen, die nehmen. Und das machen wir so lange bis in diesem Lande alle nichts haben, denn dann ist es viel einfacher zu sagen: mehr für alle ist machbar.
C.-E. Greift zu seinem Eimer.
F.W.S.:
Außerdem ist es eine schreiende Ungerechtigkeit, die ich zu beseitigen trachte, dass diese Person neben mir seit 4 Jahren dieses Amt besetzt, das mir persönlich von Kaiser Gerhard vererbt wurde. Heil seinem Angedenken!
C.-E. Dreht sich zur Seite, den Kopf über den Eimer geneigt.
F.W.S.:
Ich habe einen Plan vorgelegt, wie in diesem Land 80 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden können, einfach indem jeder hier da arbeitet, wo er gerade steht und liegt, er braucht ja nichts zu tun. Wir haben so viele Milliarden verpulvert, da werden wir den Rest auch noch schaffen (lautes Würgen von C.-E). Ich stehe hier für Bildung auf allen Kanälen und fordere hiermit die Oberhoheit der GEZ über alle Schulen und Hochschulen, freies Fernsehen im Unterricht, das frische Leben in den Medien bringt uns die Bildung doch fast gratis. Wir werden durchsetzen, dass jeder deutsche Schüler eine Fernbedienung in der Tasche hat, und wir werden ermöglichen, dass das Zentralabitur für alle, samt richtiger Lösungen allen Bedürftigen kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Auch der freie Zugang zu den Universitäten wird sichergestellt, indem wir damit aufhören all die überflüssigen Leerkräfte zu bezahlen, wozu ist denn der Computer erfunden worden, der freie Zugang zu allem ,vor allem freie Kopiermöglichkeiten rund um die Uhr. Nun sagen sie nur ,wir hätten nicht unsere Lektion gelernt. Wir wissen was Deutschland braucht und will, und wir werden es diesem Lande geben: Geschmierte Brote und schmierige Spiele!
C.-E. Hebt den völlig grünen Kopf aus dem Eimer und fragt matt:
Sind sie jetzt fertig?
F.W.S:
Mit ihnen bin ich fertig, ein für alle Mal, sie ,sie...
Web.A.Master:
Und die catholisch demographische Union, Frau Bundesquanzler, wird sie es schaffen, wie im Parteiprogramm angegeben, den Anteil des ehelichen Verkehrs zu erhöhen und die Geburtenrate wie versprochen um den VonAlleinFaktor von 35plusX mal Pi-Quadrat alles in Klammern hoch Null zu erhöhen?
Änni Mecker:
Danke, dass sie mir diese inhaltlich schwergewichtige Frage gestellt haben. Dieser Faktor, wie man leicht ausrechnen kann, ist ein ehrgeiziges Ziel, da kommt man ins Grübeln, wie sich netto zu brutto verhält, wenn der katholische Verkehr zum Beispiel wie in Irland linksherum veranstaltet wird, aber, wie sie vielleicht wissen, bin ich in einem protestantischen Pfarrhaus aufgewachsen , und das bedeutet, ich verstehe unter >Berlin ist eine Messe wert<, dass der Zaun in der Uckermark, über den man nicht tot hängen möchte, jetzt mitten in dieser Stadt aufgestellt wird. Niemand hat die Absicht eine Mauer aufzubauen, aber vielleicht wenigstens einen Zaun, beispielsweise zwischen rein katholischem Linksverkehr und protestantischem Rechtsverkehr im kontinentalen Stil, wenn sie wissen, was ich meine. Also wenn die Geburtenrate nur durch außergewöhnlichen Verkehr zu erhöhen ist, dann sind wir so katholisch, dass wir trotzdem dafür sind, fragen sie die Ursula, die ich von der Leine gelassen habe. Und was diese soziale Dings und diese Bums, äh, Bildung überhaupt anbelangt schliesse ich mich den Ausreden meines Vorredners an, muss aber betonen, dass er allein für all den Bockmist in diesem Gebiet verantwortlich ist. Und wenn wir jetzt das Haushaltsloch ansehen, das wir verursacht haben, dann gibt das unseren Parolen vom >mehr für alle< eine ganz neue Dimension, nämlich die Dimension nach unten, und wenn sie mich fragen, ob wir die Steuern erhöhen oder erst nach der Wahl , dann sage ich ihnen, Österreich ist so ein schönes Land, und dort war man schon so weit die große Koalition so zu verewigen, dass man wieder den Kaiser holen könnte, das können wir auch, und wenn sie mich fragen, ob ich Franz-Walker als Kanzler für möglich halte, dann muss ich ihnen sagen, da müssen wir erst die Österreicher fragen. Eigentlich haben wir ja noch einen gut, denn sie haben ja schon mal bei uns den Kanzler stellen dürfen.
Web.A.Master:
Ich danke ihnen für die Antwort auf all die Fragen, die ich nicht gestellt habe. Ci-Ii, hast Du noch Fragen?
C.-E.Diablotain, immernoch ziemlich grün, den Eimer vor sich auf demTisch:
Frau Bundesquanzler, warum haben sie denn eigentlich diese schwarze Fahne mit dem roten Piratenschädel drauf, haben sie nicht Angst vor Verwechslungen?
Änni Mecker:
Wie sie ja bemerken, führen wir einen äußerst harten Wahlkampf, der inhaltlich bis an die Belastungsgrenze des Vakuums vordringt, und ich muss das wissen, denn ich habe noch in der DDR studiert, und darum freuen wir uns auch schon so, wenn wir dann endlich wieder gemeinsam an unserem schönen Kabinettstisch Platz nehmen können, und die Ulla eine Schnulze aus Spanien zum Besten gibt und der Sigmar sein selbst gebasteltes AKW-Modell sprengt. Und unsere Fahnen werden dann gemeinsam und harmonisch über Kanzleramt und Reichtag wehen und im strammen Gegenwind flattern. Die Farbabstimmung ist gut gelungen, nicht wahr?
C.-E. Diablotain, jetzt dunkelgrün, in den Eimer murmelnd:
Und die große Koalition geht dann also weiter? Bis wann denn bloß?
Änni Mecker:
Stört Sie das >groß< ? Man könnte sie ja auch umbenennen, vielleicht in "Koalition der Volksgemeinschaft" und das >groß< für mich reservieren. Ich beanspruche ja gar nicht die Erblichkeit meiner Dynastie, vielleicht könnte sogar F.W.S. ja nach meinem Ableben, natürlich nur, wenn er sich immer gesund ernährt und sich nicht so oft künstlich aufregt, dann seine Gerechtigkeit kriegen. Ich meine, diese Titel sind doch nur vordergründig, wir teilen doch nach guter Tradition unter diesen Fahnen die Beute zu gleichen Teilen. Und wir finden auch noch einen passenden Titel für ihn, vielleicht >Papst der Protest-Tanten< oder >Präsident von Europa und der angeschlossenen Territorien< oder so.
So ganz nebenbei haben sich drei große Körbe von hinten in die Mitte der Bühne geschoben. Vom ersten springt der Deckel auf und es erscheint Dildo Westwall der smarte aber gereifte Chef einer gelblichen Oppositionspartei.
Dildo Westwall:
Da haben wir den Skandal. Sie macht uns schöne Augen, will aber lieber wieder mit dem Stonemower ins Koalitionsbett als mit mir.
F.W.S.:
Raten sie mal woran das liegt, sie, sie,...!
Web.A.Master:
Bitte keine politischen Unkorrektheiten, es könnten Kinder zuschauen!
Dildo Westwall:
Schon die ganze Veranstaltung hier suggeriert, dass es nur um die beiden ginge, aber aus meiner Sicht - und ich bin Jurist - machen sich Piraten am Besten an einer Rah, so machte man das im Mutterland der Demokratie, also meine beiden Herrschaften, haben sie zu ihrer Verteidigung noch etwas zu sagen, sonst können wir den Prozeß auch abkürzen, ich beantrage die Höchststrafe! Steuern Runter und Piraten raufziehen!
Der zweite Korb platzt auf, heraus schnellt Claudine Rouge-Vert, eine weitere hoffnungsvolle Oppositionelle:
Aber Dildo, mäßige dich doch, Du kennst sie doch schon alle so lange, Du kennst doch sogar ihr Wohnzimmer, wo ihr den Präsidenten gezeugt habt.
Änni Mecker:
Es war sein Wohnzimmer und nix ist bezeugt worden. Was will die Schlampe hier, mit wem willst Du denn koalieren?
Claudine Rouge-Vert: Ich koalier mit mir selbst!
C.-E.Diablotain, röchelnd brechend:
Schluß mit dem Schweinkram, Kameraden haltet doch die Bühne sauber!
C.R.-V.:
Grün ist immer sauber, die anderen sind die Schmutzfinken, der Stonemower möchte zu gern mit allen, aber er kann mit keiner. Es fehlen ihm potente Prozente, eine ganze Menge Prozente.
Der dritte Korb öffnet sich mit trara und heraus tritt Oskar-Illjitsch Doppelglatzkopf ganz seriös und mild:
Ich kann vielleicht helfen mit den Prozenten. Ich bin so neu, so sauber, so gerecht, an mir ist überhaupt nix schlecht. Ich bin der weisse Ritter, wer das nicht glaubt, bereut es bitter. Ihr könnt mit mir gern koalieren, Sowjetdeutschland kommt erst später, das kann ich garantieren. Ihr müßt nicht gleich das Lager fürchten, das hat noch Zeit, glaubt nicht den Gerüchten. Wir werden nicht gleich über euch lachen, vorher müßt ihr uns erst salonfähig machen.
Die Tür fliegt auf und quer über die Bühne kommt ein Mann herangestapft im okerfarbenen Mantel mit Herrenhandtäschchen, die Zähne sitzen ihm etwas locker:
So jeht das nisch, Herr Webmister, die janzen Affen dürfen hier singen, und was is mit mir, isch bin de aussischtsreischeste Kandidat, aber isch werde totjeschwiejen. Aber nisch mit mir, isch hau aufn Putz. Hier is meine Fahne! Er zieht aus dem Mantel eine riesengroße Fahne, rollt sie auseinander, präsentiert sie und schwenkt sie : darauf steht H U S T !
Web.A.Master:
Was heisst denn das nun wieder? Ich dachte sie haben Rücken und Kreislauf!
Horst Schlimmer:
Nein, nisch nur, wir haben auch Husten. H.U.S.T. : heisst abgekürzt >Horst und seine Truppe< also es is jetz mehr als isch selber schon bin. Und unser Schlachtruf wird erklingen durch die Wahlversammlungen, die Opernhäuser, Schauspielhäuser und alle anderen schweinegrippeverseuschten Häuser. (Lautes Husten im Publikum und Gelächter). Ein bombastisches Husten wird durch unser Land gehen und wird zu einem heftijen massiven Auswurf führen, an den die Herrschaften hier alle noch denken werdn, wenn sie bis zum Knöchel tief drin stehn.
C.-E.Diablotain:
Vorher hieß es doch >Horst Schlimmer Partei<, oder nicht?
Horst Schlimmer:
Wissn se, Herr Diebels, isch lerne auch dazu. Meine Konkursrenten oder wie se alle heissen, haam mir schon mein >mehr für alle< geklaut, aber isch kontere >mehr Meer für alle< und mit dem Namen isses so: es reicht auch bis nach de Wahl, dasse merken, dass alles Schlimmer wird.
Wirft Rauchbomben auf die Bühne und ins Publikum, Rauch entsteht , es folgt ein bombastisches Husten und totaler Nebel.
Aus dem Nebel taucht Web.A.Master auf, hält sich das Taschentuch vors Gesicht:
Ich hoffe wir haben ihnen mit unserer Veranstaltung heute einige Klarheit für ihre Wahlentscheidung bringen können.
Vorhang
Meister 26.08.2009, 20.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater | Tags: Wahlkampf
Ian McIntire: Robert Burns - A Life
Es hat schon ein Weilchen gedauert bis ich mit diesem Buch fertig geworden bin, denn es hat sich manchmal doch ziemlich in vielen vielen Briefen verloren und die Details, die vielen Details.
Aber ich habe auch eine Menge gelernt, vor allem was ein wirklicher schottischer Barde ist. Man kann es gar nicht kurz zusammenfassen, was es ist, aber er war es. Deshalb hört man ja auch überall dort diese Lieder, und man weiß manchmal gar nicht dabei, was von ihm ist und was er aufgesammelt hat.
A Scottish Bard is a Bard for a' that.
Meister 26.08.2009, 16.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst | Tags: Biographie, Schottland,
Gewitter
So ein schönes Abendgewitter, es blitzt so lange vor sich hin und dann kommt der Regen, jetzt rauscht er , rauschender Regen in der Dunkelheit, so schön.
Meister 25.08.2009, 21.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Merkwürdiger Wahlkampf im Tagesspiegel
Schon komisch, was manche Medienfuzzies abziehen, um sich in den Wahlkampf unqualifiziert einzumischen.
Im Tagesspiegel wird in den letzten Tagen mehrfach eine Propaganda gemacht, die in ihrer plakativen Primitivität doch sehr verwundert:
Die FDP ist demnach wegen "Marktradikalität" an der Krise schuld, und sie wird nach der Wahl dann den Sozialabbau voran treiben.
Dagegen wäre es gar nicht so schlimm, wenn FW Steinmeier mit Hilfe der SED regieren würde.
Die CDU hat sich inhaltlich total entleert, heisst es, als ob von der SPD irgendetwas inhaltlich nennenswertes gekommen wäre. Steinmeiers leere Versprechungen über Arbeitsplätze in 10 Jahren sind doch genauso lächerlich wie die angeblichen "Bildungsinvestitionen" für die natürlich die Steuren erhöht werden sollen.
Also aus meiner Sicht muß vor allem die "große" Koalition weg. Da wäre mir ja fast jede andere Konstellation lieber.
Und es tut mir leid: ich finde Steuersenkungen gut, auch wenn ich nicht daran glaube, dass sie kommen werden, die Sieger werden schon eine Ausrede finden. Bloß wenn die Leute schon Parteien wählen die Steuererhöhungen versprechen, brauchen sie sich nicht zu wundern wenn sie sie auch bekommen. Wie war das doch vor der letzten Wahl: die einen sagen keine Mehrwertsteuererhöhung, die anderen sagen 2 % und man einigt sich auf 3%
Nebenbei: die Medienfuzzies sollten sich nicht wundern, wenn sie bald genau so schlecht angesehen sind wie die Politiker, deren Brot sie essen und deren Lied sie singen.
Zum Glück bin ich aber darüber hinaus jedesmal eine Zeitung abzubestellen, wenn da irgendjemand Mist schreibt. Und ich schreibe auch keine Leserbriefe mehr, sollen sie die doch alle selber erfinden, was sie bestimmt schon mit einem großen Teil davon machen.
Meister 24.08.2009, 19.50 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Verwirrende Straßenbahn
Kassel: Da gibt es eine Straßenbahn, die ist als Werbefläche von einer Privatklinik gemietet, und die schreiben da drauf, was sie so machen.
Über der Eingangstür beim Fahrer steht "Geburtsvorbereitung".
Ob das nicht zu Mißverständnissen führen kann?
Sind denn die Straßenbahnfahrer dafür ausreichend geschult?
Meister 24.08.2009, 16.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nicht so weit weg
Australian Beach Bar
Es gibt in Berlin neuerdings eine ganze Reihe von >Strandbars<. Und es gibt auch ein paar >Australian Sports Bars<.
Was es noch nicht gibt, ist ein echt australischer Strand, könnte man aber machen. Man importiert ein ausgedientes Stinger-Netz aus NQLD und installiert es an einem hübschen sandigen Ufer, die gibt es in der Umgebung von Berlin zur Genüge, man könnte sogar zusätzliche Sandstrände herstellen, Sand ist überall.
Dann muss natürlich noch ein Live Safer her mit rot-gelber Bademütze, genauso colorierter Surferhose/Hemd, das malerisch bereit gestellte Longboard nicht vergessen. Mitten im Sand steht eine schöne tropische Bar: das Bier muss natürlich eiskalt sein, alles andere wäre voll unaustralisch. BBQ könnte man dazu noch anbieten und natürlich entsprechend coole Musik.
Das Highlight des Tages ist natürlich der plötzliche Haiangriff mit Evakuierung der Badenden aus dem Wasser bis die Lifesafer Brigade den Plastikfisch sichergestellt hat. Könnte natürlich auch mal ein Krokobesuch sein, muss ja nicht langweilig werden!
Meister 21.08.2009, 15.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen
Besuch abgereist
Unsere liebe Besucherin aus Australien ist gestern abend wieder los, wir haben sie noch nach SXF gebracht. Es war eine schöne Woche, irgendwie ist doch alles ganz anders, wenn Besuch im Haus ist. Noch dazu muss man sich ein paar Gedanken machen über touristische Höhepunkte, an die man sonst nie denkt. Die Stadt war durch die Leichtathletik-WM sowieso noch voller mit Touristen als sonst im Sommer, aber das Wetter hat auf alle Besucher bestimmt auch einen sehr guten Eindruck gemacht. Im Sommer ist die Stadt doch ziemlich grün, genau wie sie im Winter total grau sein kann.
Meister 21.08.2009, 12.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Ab nach Kassel
Heute geht's nach Kassel. Allerdings haben gewisse Leute noch das Problem, was sie anziehen sollen. Irgendwann wird es aber soweit sein, dass wir fahren können.
Meister 21.08.2009, 11.28 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Hitzearbeit
Die Arbeit in der Hitze ist natürlich weniger schlimm, wenn man selbst im klimatisierten Raum arbeiten kann und nur von Zeit zu Zeit rauskommt um die anderen zu bemitleiden.
Aber es war heute auch nicht viel los, diejenigen die nicht in Urlaub sind sind entweder nicht krank, oder sie merken es nicht , weil das Wetter zu gut ist.
Mit Sehnsucht denkt man an verhusteten, massenfiebrigen Novembertagen mit stundenlangen Wartezeiten an so einen heissen und ruhigen Augusttag.
Schweinegrippe? - Blödsinn : Hundstage!
Meister 20.08.2009, 23.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Es geht immer noch nicht , aber so geht's ja auch
Ich habe von Carol den Tipp bekommen, es mit dem Rausnehmen der Shoutboxx zu versuchen, aber mein Problem ist nicht weg. Ich kann beim Firefox in der Blog-rubrik nicht ohne lange Zeitverzögerungen schreiben, ständig Sanduhr! Aber in der Kommentarspalte geht es. Ein bißchen rätselhaft, aber mit IE geht es also mach ich erstmal damit weiter. Man muss Probleme auch mal aussitzen können.
Meister 20.08.2009, 10.42 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Das musste ja mal so kommen
Zum Glueck besitzt die Mutter einen Kinderarzt, der die Familie schon 10 Jahre kennt und gegenueber der vernuenftigerweise anrufenden Amtsaerztin bestaetigen kann, dass dieser Verdacht voellig aus der Luft gegriffen ist.
Ich hatte aber schon damit gerechnet, dass so etwas kommen wuerde, da die Medien in letzter Zeit doch staendig Aufrufe bringen, die zu Denunziationen von Eltern aufrufen,
Die Mutter will die anzeigende Person zur Rede stellen, aber das kann sie sich sicher sparen, die sagt garantiert: "Ich hab's doch nur gut gemeint!!!"
Man koennte in Deutschland sicher auch mit viel Erfolg dieses Modell einfuehren, das in Sued-Korea laut TV-Bericht viel Furore macht: Denunziationsgruppen.
Ganz normale Menschen werden dazu ermutigt und sogar ausgebildet, kleine Verstoesse gegen die angeordnete oeffentliche Ordnung mit entsprechenden Beweisen zu denunzieren. Es soll angeblich den Beteiligten viel Spass machen.
Irgendwie fehlt in Deutschland was, seitdem Gestapo und Stasi nicht mehr im Geschaeft sind.
Meister 18.08.2009, 17.34 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Jubilaeum verpasst
Meister 18.08.2009, 15.30 | (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Nochmal abwracken
Wenn man jetzt zurueckschaut, wuerde man sagen, sie haetten das Alles viel einfacher und unkomplizierter machen koennen.
Man haette nur einfach eine Neuwagenkaufsubvention ausloben muessen, ohne jede Abwrackbedingung aber vielleicht mit eine Koppelung an Umweltstandards.
Da Abwracken keine Bedingung gewesen waere, waere man vielleicht sogar mit einem kleineren Betrag ausgekommen, sagen wir mal 1.500 Euro. Da viele "Wracks" noch deutlich ueber 1000 Euro gebracht haetten, waere das ein ExtraGeschaeft fuer den Neuwagenkaeufer gewesen.
Man haette die Altwagen bestimmt noch gut exportieren koennen, selbst wenn die Preise etwas gefallen waeren durch das grosse Angebot.
Und es haette der heimischen Autoindustrie mehr genuetzt, weil der typische Kunde von BMW oder Mercedes die Praemie auch gern genutzt haette, er hatte bloss keinen alten Karren zum Abwracken.
Weiterhin haette man sich die gesamte Buerokratie zur Abwrackpraemie sparen koennen und auch die Fahndung nach moeglichem Missbrauch.
Waere alles ganz einfach gegangen, wer nachweist, dass er ein neues Auto auf seinen Namen zulaesst, der kriegt diese Subvention, einfacher Sachverhalt, einfacher Nachweis, billiger und unkomplizierter.
Kann mir jemand mal sagen, warum man es nicht so einfach gemacht hat, stattdessen kompliziert und schaedlich?
Meister 18.08.2009, 14.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Die Banken halten die Kunden immer noch fuer bloed
Hallo liebe Freunde, hier ist wieder Billie B. supid, eure Wirtschaftsamateurin.
Heute will ich nur ein paar kurze Worte schreiben, wie die Banken mit ihren Kunden umgehen.
Da erscheint im Tagesspiegel im Wirtschaftsteil ein Artikel, offenbar von den Baenkern lanciert, der den ueblichen alten Mist wiederkaeut: Der Privatkunde solle um moegliche Verluste zu begrenzen, automatische Stoploss-Auftraege abgeben, die seine Aktien automatisch verkaufen, wenn ein bestimmter Wert unterschritten wird.
Vielleicht ist dieser Rat fur Berufsspekulanten nicht falsch, die steigen aus und steigen wieder ein, aber der Kleinanleger spekuliert doch nicht kurzfristig, denn er muss fuer jeden Kauf und Verkauf saftige Bankspesen zahlen, ausserdem hat er kein Interesse seine Verluste zu realisieren, er wartet einfach ab, dass der Kurs sich wieder normalisiert.
Der Ratschlag bei fallenden Kursen zu verkaufen, bringt also nur den Banken Gewinn und man spuert in solchen Veroeffentlichungen die Absicht, die dahinter steckt.
Im gleichen Artikel wird dann auch schon wieder zu Zerfifikaten geraten. Tenor: >wenn sie die komplizierten Zertifikate nicht verstehen, dann nehmen sie doch einfache<.
Man koennte auch demjenigen, der im Kasino an dem einen einarmigen Bandit Geld verloren hat, sagen, >da drueben steht ein anderer Spielautomat, versuch doch mal den<.
Zertifkate sind Wetten, und die Banken entlarven sich als die Croupiers im Casino, die den Leuten zurufen: "Machen Sie Ihr Spiel!"
Kein Wunder, den in jedem Spielcasino gilt: >Die Bank gewinnt immer!<
Man koennte auch fragen: wozu brauchen wir bad banks, die haben wir doch schon?
Meister 17.08.2009, 15.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy
Abrechnung?
Und was ist die Wahrheit?
Sie haben es bis heute nicht geschafft auch nur das erste Quartal 2009 abzurechnen, wir haben also keinerlei Schimmer, wieviel wir bekommen und natuerlich auch noch keinen Euro mehr bekommen.
Aber als Propagandafloskel in der Zeitung hat es doch gut gemacht, nicht wahr?
Meister 17.08.2009, 08.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Besuch und Aktivitäten
Wir haben lieben Besuch aus Australien und dann macht man Sachen, da kommt man sonst nie dazu. Gestern hatten wir eine schöne Bootstour und heute haben wir eine Rundfahrt über Potsdam nach Berlin-West gemacht, als kleines Schlußhighlight noch die Stalinallee mitgenommen. Postdam hat sich ja ganz schön rausgemacht in den letzten Jahren, wenn man nicht so oft hinkommt muss man eindeutig sagen, die Veränderungen sind unübersehbar. Aber wenn man dann über die Glienicker Brücke ins alte Westberlin fährt komt einem das auch alles wieder so vertraut vor, die Freie Universität in ihrer Ferienruhe, Botanischer Garten, Charlottengrad, Kurfürstendamm, so ruhig war der früher nie, Gedächtniskirche und Europacenter, letzteres erscheint heutzutage richtig mickrig. Das Bikinihaus wird abgerissen, ich dachte das wäre ein Baudenkmal, der Knast in Moabit versprüht den Charme, den er immer hatte, über die Invalidenstraße in den Osten, wie war das doch damals dort am 9. November 89? Am Alex wird wie immer gebaut, die werden nicht ruhen, bis man nichts mehr erkennt. Die halbe Innenstadt ist natürlich gesperrt wegen Leichtathletik-WM. Die Stalinallee so renoviert als sollte sie neuerlich als Stäadtebaumodell dienen. Aber dann ist man doch froh, wenn man wieder draußen ist und baden kann, war ja heiß heute.
Meister 16.08.2009, 20.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Wer hat nun das Problem?
Ich bin auf die Idee verfallen, es mal nicht mit Firefox zu probieren, sondern mit Internetexplorer und dort scheint es problemlos zu gehen. Was hat es denn also das feurige Füchschen?Hat es vielleicht mit der Umstellung auf 3.5 angefangen? Hab ich da was falsch gemacht, wieder mal einen Schalter falsch gestellt, oder läuft da was ganz anderes?
Meister 15.08.2009, 22.06 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Eigentlich wollte ich was bloggen
Meister 15.08.2009, 01.33 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
So kann telefonieren teuer bleiben
Festnetz zu Festnetz kostet flatrate, aber nein, es wird nicht kostenlos telefoniert, sondern die teuerste Variante und dann moeglichst noch stundenlang: "Was ich noch fragen wollte..."
Meister 13.08.2009, 18.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Jugendamt und tote Kinder
Sie fordern mehr Mitarbeiter bei den Jugendämtern, mehr Kontrollen, verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen und was sich der wütige Gutmensch noch so ausdenken mag.
Aber das wird alles nicht helfen, vor allem weil Kontrole und Drohung gerade die angepeilte Klientel der sagen wir mal Sozialschwachen stark abstößt.
Die Jugendämter sind -man muß es mal sagen- doch stark verhasst, im wörtlichen Sinne des Wortes, weil sie mit arroganter "Das Kindswohl bestimmen wir"Attitüde den Eltern und allen anderen Beteiligten gegenüber treten. Ich glaube viele der dort Beschäftigten hätten nichts dagegen, wenn sie in eine Kinder- und Jugendpolizei umbenannt würden, empfinden sie sich doch jetzt schon so.
Und was könnte man tun?
Statt Polizeifunktion sollte mehr Hilfsfunktion ausgebaut werden, am Besten man schafft Institutionen, die unabhängig von Kontrolle, Aufenthaltsbestimmungsrecht und Zwangsmaßnahmen die Leute berät und auch Kinder- und Jugendhilfen finanziert, beispielsweise Einzelfallhelfer, Familienhelfer, Therapien, freiwillige zeitweilige Unterbringung der KInder und vieles mehr. Aber das würde richtig Geld kosten. Möglicherweise aber gut angelegtes Geld, besser als noch mehr Geld in Kontrolle, Zwang und Gieskannensubventionen zu stecken. Den "armen" Familien hilft oft nicht einfach Geld, das versickert genauso wie das, was sie schon haben. Ihnen hilft Geld, das für sie zweckgerichtet ausgegeben wird, von Partnern, die nicht ständig darauf schielen, ob man ihnen die Kinder nicht doch wegnehmen muss.
Das ist nämlich die Kehrseite: je mehr in der Öffentlichkeit Welle gemacht wird, um so mehr sind die Amtsmitarbeiter ängstlich, dass ihnen jemand durch die Lappen geht und sie dann die öffentliche Medienprügel einstecken, wie es bei den toten KIndern oft war, als habe das Jugendamt sie auf dem Gewissen. Damit sind sie noch mißtrauischer und damit verlieren sie bei der Klientel noch weiter an Vertrauen. Ein TEufelskreis, den man erstmal durchbrechen müßte damit sich was ändert.
Und die Profi-Gutmenschen? Sie sollten lieber manchmal schweigen.
Meister 13.08.2009, 08.16 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Woher die Gier und wohin damit?
Hi, hier spricht Billie B. Stupid, Eure Weltwirtschaftsamateurin. Heute geht es um etwas sehr Elementares, nämlich um die Gier selbst. Da hat man ja vieles gehört in letzter Zeit: die Bänker sind gierig; die Anleger sind gierig; alle sind gierig.
Nachdem sie das Schlimmste scheinbar (auf öffentliche Kosten) überstanden haben, zocken die Banken schon wieder und machen Milliardengewinne (natürlich nur wenn man die vorherigen Verluste außer Betracht läßt, was sie nach neuen Bilanzregeln dürfen oder mit Staatshilfe wieder können).
Aber heute stellen wir mal die Frage, woher kommt die Gier?
Da werden oft ziemlich wohlfeile Antworten gegeben: sie sei in der menschlichen Natur begründet, die Bänker seien eben spielsüchtige Psychopathen und Soziopathen und dergleichen mehr.
Aber wie das in der Wirtschaft so ist: meistens sind es doch wirtschaftlich objektive Gegebenheiten und nicht nur substanzlose Psychologie, die dahinter stecken, auch wenn Psychologie immer im Hintergrund eine Rolle spielt.
Und welches sind diese Gegebenheiten?
Eine sehr einfache vor allem: GELD, VIEL GELD, ZU VIEL GELD.
Na ist doch toll, mag man sagen, her mit dem Schotter, wir wissen, wie wir den ausgeben könnten.
Aber wie das mit dem Geld so ist: es gehört immer irgend jemandem, und meistens den Falschen.
Grundlage für die ganze Zockerei ist, dass es weltweit schlicht viel zu viel Geld gibt, das in den den Taschen von denen steckt, die kein Bedürfnis haben, es für sich auszugeben, sondern die es anlegen wollen, um später davon zu profitieren, also nicht schlicht Geld sondern KAPITAL, DAS WELTWEITE FINANZKAPITAL.
Und wer ist das?
Ja klar, da sind auch die Superreichen, die Magnaten und andere ehrenwerte Horrorfiguren darunter, aber ein Großteil des Finanzkapitals besteht auch in den Kapitalreserven von Versicherungen, Pensionskassen und Investmentfonds der veschiedensten Art, also in den Reserven von mehr oder minder normalen Leuten.
Die haben das Problem, dass sie ihren Reichtum mit ins Alter nehmen wollen, einen sorgenfreien Lebensabend mit dem im Laufe des Lebens angesammelten Geld verbringen wollen, und dieser Lebensabend wird heutzutage immer länger, die Zeit bis zum Entschlummern immer unübersichtlicher und damit riskanter.
Es ist ein Ammenmärchen, dass alte Menschen kein Geld brauchen und nur darauf warten, es den Erben in den gierigen Schlund zu werfen.
Im Gegenteil, man muss sich im Alter mehr erkaufen als in jüngeren Jahren, nicht zuletzt kann es auch passieren, dass man für Gesundheit und Pflege, sagen wir lieber für die ganzen Altersmalessen zur Kasse gebeten wird.
Deshalb ist das natürlich ein legitimes Anliegen, auch wenn mit diesen Milliarden und Billionen ein Heer von angeblichen Finanzexperten nicht nur durchgefüttert wird, sondern vielmehr in Saus und Braus lebt.
Diese Experten müssen also dem kapitalbesitzenden Publikum vormachen, dass sie und ihre horrenden Einkünfte durch Leistungen gerechtfertigt sind, denn für ein Sparbuch braucht man sie genauso wenig wie dafür einfach Staatsanleihen oder Aktien zu kaufen.
Sie können ihre Existenz nur dadurch rechtfertigen, dass sie mehr versprechen; und sie müssen deshalb zocken, denn in Wirklichkeit ist die Profitrate in keinem Wirtschaftzweig so hoch, vor allem nicht dauerhaft so hoch.
Und zocken heisst in diesem Falle ganz wörtlich, Wetten abschliessen, bei denen man gewinnen oder verlieren kann.
Denn wie schon so oft gesagt, die ganze Spekulation schafft keinerlei Wert, sie schichtet nur das Geld von den Verlierern zu den Gewinnern um, ein Nullsummenspiel, das in Wirklichkeit ein Verlustgeschäft ist, wegen der hohen Reibungsverluste durch die Eigenabzweigungen der Bänker, Versicherer, Wirtschaftprüfer, Ratingfuzzies und der von ihnen Bestochenen.
Damit nicht auffällt, dass sie in Wirklichkeit Geld verlieren, müssen sie Tricks anwenden, die die Werte scheinbar vermehren. Der einfachste davon ist es, die Preise für etwas, beispielsweise Aktien in die Höhe zu treiben: plötzlich ist ein Unternehmen scheinbar ein paar Milliarden mehr wert, ohne dass es ein bißchen mehr erzeugt, verkauft oder gar Gewinn macht. Das Gleiche gilt auch für Immobilien, der Wert des benötigten Bodens ist sowieso nicht seriös und stabil festzustellen, der Wert des Bauwerks besteht in seinen Baukosten zunächst. Aber die Preise können auch viel höher sein.
Das ist aber alles nur die klassische Variante; sie waren kreativ, sie haben jetzt Papiere und "Zertifikate" (was für ein schönes Wort für heisse Luft), die scheinbaren Wert aus sich selbst erzeugen, sie haben also einen hohen Preis, der keine Substanz hat außer dem Versprechen, dass er in Zukunft noch höher sein wird.
Da wird einem nicht nur schwindelig, das ist wirklich Schwindel.
Natürlich braucht da keiner mitzumachen, aber das ist genauso wie mit anderen wirtschaftlichen Sachen: das Ekelfleisch wird für einen Spottpreis gekauft, weil man ein Schnäppchen machen will, und die schlichte Tatsache verdrängt, dass Fleisch zu einem solchen Preis nicht zu erzeugen ist; der Chinabilligschrott wird gekauft, auch wenn man weiß, dass man die eigenen Arbeitspltze damit exportiert, und auch sonst überall folgt die Masse der scheinbaren wirtschaftlichen Logik, dass man einfach so billig wie möglich kaufen und andererseits so viel wie machbar erlösen muss, sonst kann man ES nicht schaffen.
Sind es also letztendlich die legitimen Interessen der Menschen, die eine wirtschaftlich sichere Zukunft haben wollen, die den ganzen Schlamassel verursachen?
Nein, sicherlich nicht allein, aber wenn eine andere wirtschaftliche Logik in der breiten Masse sich durchsetzen würde, könnte man den Zockern und Berufsgierlappen schon einen Großteil ihres Geschäfts wegnehmen. Und der Kern einer anderen Logik wäre die wirtschaftliche Fairness, der faire Handel, die Zurückdrängung der Monopolgruppen und eine weitgehende Dezentralisierung von Leistungen und Arbeiten. Natürlich ist das alles Utopie und Vision.
Und Helmut Schmidt hat gesagt, "wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen".
Aber deshalb sind Sie ja hier.
Meister 12.08.2009, 20.41 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy
Die Grippe-Ente des Tages
Meister 11.08.2009, 20.42 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
RKI zu SG
Das nenn ich eine Anleitung zum zielgerichteten Handeln,wa!
Meister 11.08.2009, 17.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Mundartspruch zum Tage
Meister 10.08.2009, 15.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Türken sind halt auch nur Japaner
Die Türken sehen das immer noch als "Beleidigung des Türkentums" an, die türkische Gemeinde geht laut Tagesspiegel sogar soweit, die Leistungsfähigkeit türkischer Schüler damit in Frage gestellt zu sehen, wenn sowas im Unterricht vorkommt.
Die Türken haben noch ein ähnliches Ruhmesblatt in ihrer jüngeren Geschichte: 1922 nach dem Griechisch-türkischen Krieg haben sie auch im Rahmen der ethnischen Säuberung in der Westtürkei nicht nur Hunderttausende Griechen vertrieben, sondern auch viele ermordet. Mir ist erst vor kurzer Zeit klar geworden, warum es die Stadt Smyrna nicht mehr gibt: ganz einfach, man hat die Bewohner dieser Stadt durch Türken ersetzt und die Stadt Izmir genannt. Diese Verbrechen an unschuldigen Menschen werden natürlich genauso wie andere im zweiten Weltkrieg als nicht so schlimm angesehen, weil die Griechen ja den Krieg angezettelt hatten.
Merke: Ethnische Säuberung, das Vertreiben und Umbringen einer Zivilbevölkerung ist dann eine läßliche Sünde, wenn die Gegenseite an den Auseinandersetzungen schuld war und diese auch verloren hat.
Das kann man auch in den ehemaligen Osten Deutschlands sehen, wo 10 Millionen Menschen die Heimat und unbezifferbar viele ihr Leben verloren hatten. Aber hinter der deutschen Schuld verschwindet halt die der anderen, und die weigern sich heute noch dies zu thematisieren.
Aber die Türken hatten den ersten Weltkrieg auch verloren und deshalb ist ihre Position eher mit der der Japaner zu vergleichen, denen ihr Vernichtungskrieg in China heute noch als völlig normal gilt, na gut, man murmelt mal eine Entschuldigung, aber in Wirklichkeit war man es nicht selbst.
Ich denke, wir in Deutschland haben die Verpflichtung diese Dinge zu thematisieren, gerade weil unsere Geschichte nicht besser war als deren. Wenn hier auch Untaten von anderen aufgegriffen werden, dann nicht, um das zu relativieren, was Deutsche gemacht haben, sondern weil historische Verantwortung nicht heisst, immer ein Mantra von Schuld vor sich her zu tragen, sondern Krieg, Vertreibung und Völkermord immer und überall zu ächten und zu verhindern.
Ein Wort noch zu unseren Freunden von der selbsternannten "Linken" (SED/PDS): sie haben Prof. Lepsius als "extrem rechtsgerichteten Antidemokraten" denunziert und dabei trefflich verschwiegen, dass das Buch "Die 40 Tage des Musa Dagh" über diesen Genozid von Franz Werfel geschrieben wurde.
Meister 10.08.2009, 15.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Stossfester Papagei - Version Zwei
Die im Kommentar diskutierte Ehefrauenversion - programmierbar auf die möglichen Abwege des Göttergatten und meine alte Lieblingsidee tibetanische Gebetsmühlen für Eltern zu importieren, die immer wieder die gleichen Sätze wiederholen, läßt mich eine einfache Papageienversion vorschlagen: solange man nicht situationsabgestimmte Sätze anbieten kann ( siehe fehlender Sensor), arbeitet man erstmal mit frei programmierbaren, die wahrscheinlich auf die Situation passen könnten: "Nicht einschlafen, mitmachen!" Den Rest der Stunde schaffst Du auch noch" "An alles gedacht?" "Nicht provozieren lassen!" " Wer die Hausaufgaben aufschreibt, hat mehr vom Leben!" "Jetzt nochmal richtig ranklotzen, dann sind auch bald Ferien!". Da ist also vieles denkbar und die Abfolge und Auswahl der Sätze ist genauso variierbar wie die Wiederholungsfrequenz.
Und wie kann das alles stattfinden? Praktisch sieht unser Papagei vielleicht so aus wie das trendyste Händi, man könnte es e-phone nennen, der direkte Draht nach Hause, mit anderen Worten es könnten auch frisch eingesprochene Nachrichten in die Wiederholschleife eingebaut werden, das nennen wir dann:
SWMS =SchnellWiederholendeManipulationsSendung.
Schöne neue Welt, wa?
Meister 10.08.2009, 09.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen
Sommerfestnachlese
Meister 09.08.2009, 13.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Bildungskinder und Zukunftskapital
Es wird immer so getan, als sei es für unsere Gesellschaft zukunftsrettend, wenn wir unsere Kinder mit allen Mitteln elitär drangsalieren.
Die Zukunft unseres Landes steckt in der Bildung unserer Kinder, hurra!.
Folge: Verpisaisierung der Schulen, Verschulung der Hochschulen, Frühförderung im Kindergarten, am Besten zwangsweise, Nachilfeunterricht, Logopädie für bessere Grammatik, Ergotherapie für bessere Stifthaltung, Ritalin für besseres Aufpassen, Psychotherapie für stromlinienförmige Schulperformanz, Sonderschulen für Querdenker und Schiefschreiber, Internat für Renitente, Stipendium nur für Überflieger, Exellenzpreise und Smilies.
Sind es wirklich die Eltern, die an allem schuld sind? Na, eine Teilschuld haben sie sicher, vor allem, wenn sie die Sprüche der Experten glauben, dass ihr Kind nur dann einen guten Platz im Leben finden wird, wenn es sich in dem Eliteellenbogenwettbewerb durchsetzt.
Es ist richtig und gut, wenn die Eltern für ihr Kind das Beste wollen.
Nur, was ist das Beste?
Viele Kinder leisten nicht ihr Optimum, wenn man sie unter Druck setzt. Kleinkinder lernen mehr durch freies Spielen als durch "Förderprogramme" und "Frühförderung". Es steckt ein ganz schlimmes Menschenbild hinter dem Förderwahn: man wähnt, es käme mehr darauf an früh Fertigkeiten zu entwickeln als Persönlichkeit, Individualität und Charakter. Genauso wird eine Stufe später in der Schule die Vermittlung von Wissen gegenüber der Weckung geistiger Interessen und dem >Lernen lernen< stark überbewertet. Einen Gegenstand kritisch durchdringen zu können, scheint selbst an der Universität eine Sekundärtugend zu sein.
Und worauf kommt es an?
Zum einen ist die liebevolle Betreuung durch liebende Eltern durch kein Förderprogramm zu ersetzen. Der Versuch, immer mehr Kinder in sozialproblematischen Familien erzeugen zu lassen und diese dann in Krippen, Kitas und anderen Förderinstituten zu nützlich sozialisierten Menschen zu machen, scheitert deutlich. Kleine Kinder brauchen Liebe und zeitliche Zuwendung, sie brauchen Sicherheit und Stabilität in ihrem persönlichen Umfeld. Sie brauchen die Freiheit ihre Welt selbstständig zu erobern, und man darf nicht auf ihrem Selbstwertgefühl herumtrampeln, sie herabsetzen und in ihrer Entwicklung verunsichern, sie brauchen Erfolg und Selbstgewißheit und das Gefühl, dass man hinter ihnen steht.
Und in der Schule: da kommt es auch darauf an, dass nicht alle über einen Leisten geschlagen werden, selbst wenn der >Leistung< genannt wird. Es kommt darauf an, die Individualität zu akzeptieren, den richtigen Weg für jeden Einzelnen zu finden und viele Wege zu eröffnen. Wenn es gelingt, den Funken des >Wissen wollen< im Gehirn des Kindes zu erzeugen, dann hat man etwas erreicht.
Und die Elite?
Man solte sich darüber nicht zu viele Gedanken machen, die wirklich guten Leute bilden sich schon heraus, ragen dann schon heraus, auch sie muss man weniger fördern als einen Rahmen geben, in dem sie arbeiten, sich entfalten kreativ sein können. Vulgär gesprochen: Leistung muss sich lohnen, nicht nur materiell, sondern auch durch Anerkennung und durch die Einräumung der Freiheit, die der kreative Geist braucht. Die Regel scheint in diesem Lande dagegen zu sein, dass man diejenigen, die etwas leisten, kritisch neidisch beargwöhnt, und wir in die absurde Situation kommen könnten, dass wir eine Elite ausbilden, die dann im Ausland erfolgreich ist. Das können wir schon an den Nobelpreisen sehen. Deutschland freut sich ber Nobelpreise von Forschern, die ihre gesamt Forschungsarbeit im Ausland machen.
Was bedeutet es also für das Wohl unseres Landes, genauer der Zukunft unseres Landes?
Unsere Zukunftsfähigkeit hängt am meisten davon ab, dass wir eine geistig aufgeschlossene Gesellschaft werden, wo Kreativität, Leistung, Erfindungsreichtum und Fleiß nicht mies gemacht sondern nachgemacht wird. Eine Gesellschaft, in der geniale Geister aus aller Welt gern leben und arbeiten. In der die nicht so ganz Genialen nicht Haß gegen die Besseren empfinden, sondern Ansporn es ihnen gleich zu tun.
Und die Kinder?
Die sollen alle Möglichkeiten haben, aber auch die Freiheit, sie so zu nutzen, wie es ihnen bekommt. Wie vielen Leuten hat man es schon schwer gemacht, weil sie in ihrer Entwicklung etwas später dran waren als andere, wie viele sind schon von den Schulen geflogen, weil sie sich pubertär nicht rechtzeitig eingekriegt haben. All das müßte nicht sein, es sind ganz andere Formen von Bildung und Ausbildung denkbar als die, die heute als die allein seelig machenden gelten.
Meister 08.08.2009, 16.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule
Heute wird mal nicht gegrillt!
Kassler auf zweierlei Art, einmal mit Sauerkrautunterlage und als Gag kleiner Grünkohlecke. Zweite Art: das Kassler in Kokos-Porreesosse. Und Prager Schinken gibt es auch noch. Die Salatproduktion ist dafür auf die Gäste ausgelagert, das Einzige, was wir machen ist Hommus, weil ich das so gerne esse. Neuerung dabei auf Initiative von Simone: mit frisch gemahlenem Sesam, das macht sich sehr gut offenbar.
Meister 08.08.2009, 12.24 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Sommerfest
Und was bedeutet Sommerfest?
Vor allem einen Sack voll Arbeit.
Also los, erst die Arbeit, dann kommt hoffentlich auch Vegnügen auf!
Erzählt wird später.
Meister 08.08.2009, 09.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Erschöpfende Woche
Zugegeben, ich kann nicht verstehen, warum man in diesem Land Kinder in die Welt setzt ohne nur annähernd die Landessprache zu beherrschen, was denken sie, was aus ihren Kindern werden soll?
Natürlich kann man sich genauso fragen, warum deutsche Eltern Kinder in die Welt setzen ohne nur ansatzweise die Mittel dafür zu haben. Glauben sie wirklich daran, dass es immer Subventionen geben wird?
Meister 07.08.2009, 23.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
ADS-Therapie mit Roboterhilfe
Die Idee besteht nun darin, dass man ein persönliches Navi für ADSler entwickelt. Müßte natürlich ein lernender und sensitiver Roboter sein, der merkt, was sein Schützling macht und korrigierend eingreift. Man könnte es sich als eine Art intelligenten, stoßfesten Papagei vorstellen, der auf der Schulter sitzt und Regieanweisungen gibt: "Denke an die Hausaufgaben, hast Du alles notiert?" "Jetzt nach links zum Chemieraum abbiegen!" "immer dran denken, dass Frau XYZ, großen Wert auf mündliche Mitarbeit legt!". "Für morgen auf jeden Fall die Tasche zusammenstellen!"
Ok, so ein Roboter ersetzt nicht die Internalisierung und geistige Selbstständigkeit, aber er wäre ein irrer Verkaufserfolg.
Meister 07.08.2009, 18.01 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen
Polizeiaufgabe Stauproduktion
Nein keineswegs, zum Glück kein Unfall! Eine Routineverkehrskontrolle der Berliner Polizei direkt hinter der Landesgrenze. Kein Parkplatz, keine Ableitung der zu Kontrollierenden, einfach die rechten beiden Spuren dicht gemacht und LKWs, PKWs und Kleintransporter nach Zufallsauswahl kontrolliert.
Eine Frechheit sondergleichen: es geht nicht um Terror, es geht nicht um Schwerkriminalität, es geht darum für eine Routinekontrolle die Autobahn dicht zu machen. Diejenigen, die dort in die Innnenstadt fahren wollen, haben natürlich alle Zeit der Welt, da muß keiner zu irgendwelchen Terminen, ach bewahre! Ich weiß nicht wie viele Anzeigen wegen Beamtenbeleidigung dort geschrieben worden sind, ich würde die Beamten vor Ort auch nicht beleidigen wollen, aber wäre der verantwortliche Polizeioffizier nicht strafrechtlich zu belangen?
Für so etwas muß doch jemand die Verantwortung tragen,wa?
Im Stau schaltet man dann Inforadio vom RBB ein, diejenigen, die immer so gerne Gebühren von uns hätten,weil sie uns so gut informieren! Komischerweise gibt es diesen Stau nicht, eine halbe Stunde später auch nicht!
Ich denke, dass viele Stauopfer die Zeit genutzt haben beim RBB anzurufen, um den Stau zu melden. Kann es sein, dass unser Desinformationsradio vom RBB Staumeldungen unterdrückt, wenn der Stau von der Berliner Polizei organisiert wurde?
Meister 06.08.2009, 23.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Beim Foltern sollten wirklich alttestamentarische Maßstäbe gelten
Im Tagesspiegel heute ein Artikel über die Schauprozesse im Iran. Warum wird nicht endlich mit den Folterern nach dem Auge um Auge, Zahn um Zahn umgegangen, im Islam findet sich da bestimmt auch eine ähnliche Bestimmung.
Die Unmenschen, die foltern, haben kein Recht noch einen Tag auf dieser Erde zu leben. Und man hofft irgendwie inständig, dass die richtende höhere Instanz im Jenseits wirklich da ist ,um es ihnen heimzuzahlen, dass Hitler, Stalin, Mao und ihre Schergen dort genauso schmoren, wie es die Ayatollahs und ihre Folterknechte tun werden: nix Jungfrauen im Paradies, finsterste Folterhölle.
Der letzte Satz des Artikels macht mich vor allem betroffen. Jean Amery, der sich viele lange Jahre nach seiner Folter durch die Nazis selbst umbrachte, hatte sinngemäß geschrieben, dass durch die Folter das Urvertrauen, mehr zu sein als ein Haufen schmerzempfindlicher Dreck, unwiederbringlich zerstört wird.
Sage mir keiner, es könne auch eine gerechtfertigte Folter geben, man entwertet selbst die beste Sache durch dreckige Methoden.
Meister 06.08.2009, 10.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Hat sonst noch jemand auf?
Aber zum Glueck ist niemand ernsthaft krank heute, und man merkt, dass die Ferien dem Hoehepunkt entgegen gehen.
Die Verlaengerung der Ferien wegen SG war ja hoffentlich auch nur ein Witz. denn bis wann sollt man sie denn verlaengern? Bis Weihnachten?
Meister 05.08.2009, 14.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Bankenärger2
Sie schreiben schlicht, das alte Konto gibt es nicht mehr (weil es nicht mehr nachgefragt wird - Lieblingslüge von Krankenkassen, Telefongesellschaften und auch Banken), wir haben -hurra- ein paar neue Modelle für sie. Das beste ist -natürlich- das Teuerste, kostet so pauschal 5,90 im Monat, dafür sind da aber auch eine Menge hübscher Sachen in der Wundertüte, die sie zwar nicht brauchen, aber doch eine Liste füllen, eine Unfallversicherung, die im ersten Jahr beitragsfrei ist, ein Depot, das sie sich jetzt doch unbedingt anschaffen sollten, 50 Frei-SMS - ein Highlight- und ein Newsletter - ja da gucken sie!
Es gibt auch Alternativen, beispielsweise ein Onlinekonto für 0,00, ein Onlineplus für 3,30 und noch ein anderes für 4,40, bei dem die unnützen Sachen natürlich trotzdem inklusive sind.
Die Alternativen werden natürlich im Sparkassenfaltblatt nur genannt, aber nicht erklärt.
Also schauen wir mal in der Internetfiliale nach: das kostenlose Onlinekonto hat beispielsweise zur Bedingung, dass man gleichzeitig eine Art monatlichen Sparvertrag abschliesst. Also nehmen wir onlineplus für 3,30, gehen hoffnungsfroh in die "Konto wechseln"-Seite, füllen das Formular aus, um dann, nachdem wir mehrfach zum Nachbessern aufgefordert worden waren bei erfolgreichem Abschluß zu erfahren, dass der online-Wechsel bei diesem Wunsch nicht möglich ist -obwohl diese Wechseloption in der Liste stand. Man möge einen Beratungstermin vereinbaren.
Nachdem man den "persönlichen Berater" angerufen hat, stellt sich raus, dass einer der Hauptwünsche scheinbar darin besteht, Termine in der Filiale zu machen.
Wollen die wirklich, dass alle Kunden in die Filiale kommen, um für ein neues Kontogebührenmodell zu unterschreiben? Wollten die nicht angeblich Kosten senken? Glauben die eigentlich, dass ihre Kunden sonst gar nichts zu tun haben? Ist es wirklich gerechtfertigt, einen Termin für sowas zu machen, dauert mit An- und Abfahrt sicher 1 wahrscheinlich 2 Stunden?
Vielleicht liegt es doch einfach daran, dass Privatkunden für die Jungbauern (Söhne Ackermanns) nur als Melkkühe in Frage kommen.
Sie sollten sich daran erinnern, dass man das erntet, was man gesät hat.
Ich weiß zwar nicht, was sie erspielen, aber dafür sehr gut, was sie verspielen.
Meister 04.08.2009, 12.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Gurkenmacke
Meister 04.08.2009, 08.57 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
SG-Ämter
Trotzdem gehört der ÖGD zu den Mies-Performern in diesem Land, es werden Kompetenzen beansprucht, die sie nicht haben, es werden gesundheitliche Belange von einer Position hoheitlicher Hilflosigkeit angegangen.
Sie erklären Kinder zu Kranken, die sie zum ersten Mal sehen, weil die bei ihnen nicht vorschriftsmäßig mitgemacht haben, sie erklären kleine Kinder massenhaft zu Schulreifen, wenn ihnen die vorgesetzte Behörde befiehlt, dass alle zum Stichtag Geborenen in die Schule müssen, sie verteilen großzügig die Behinderungsparagraphen aber verweigern die im Gesetz vorgesehenen Kinder und Jugendhilfen, weil sie nicht das Geld für diese Maßnahmen kriegen. Sie haben ein Infektionsschutzgesetz zu händeln, mit dem niemand was anfangen kann, sie ordnen die Verteilung von Medikamenten an Infektionskontakte von Meningokokkenkranken an, aber sie lassen die Kosten auf die Krankenkassen fallen und das Risiko dafür auf die Niedergelassenen Ärzte.
Und jetzt sollen sie eine Pandemie managen und eine Millionenimpfung organisieren!?
An der Pandemie arbeiten sie schon!
Natürlich sind sie nicht an den bürokratischen Vorgaben schuld, und ich sprach auch heute eine sehr vernünftige Amtsärztin, die sich auch weigert die Hysterie zu organisieren.
Und jetzt die Impfung: da kommen die oberen Chargen der Offizialfuzzies auf die glorreiche Idee, der ÖGD müsse das machen (ausschließlich machen!), weil es doch Geld kosten würde, wenn die normalen Ärzte es auch tun.
Man muss wahrscheinlich annehmen, dass die SG bei bestimmten Offiziellen als Kopfgrippe abläuft und zwar primär chronisch.
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der öffentliche Gesundheitsbereich meint, man könne Viren mit Paragraphen erschlagen.
Vielleicht haben sie ja Recht und die Viren machen einen Bogen, wenn sie die Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes verlesen bekommen und den Pandemieplan um die kleinen Ohren gehauen.
Sollte es doch härter kommen, wird es allerdings saugefährlich.
Meister 03.08.2009, 23.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
SG-Massenimpfung, der nächste Schocker
Die Medien sind die eigentlichen Schweine in dieser Grippe, so scheint es. Sie schaffen die volle Verwirrung, langsam drehen die Leute durch, dabei ist doch in Wirklichkeit gar nicht viel passiert, die SG verläuft so leicht, dass sie sich zwar verbreitet , aber niemanden umwirft. Die letzte Grippewelle im Januar habe ich in schlimmerer Erinnerung.
Aber jetzt werden die Leute zerrieben zwischen der geschürten SG-Angst und der Angst davor, bei der Impfung Opfer von "Massenmenschenversuchen" zu werden.
Wozu soll man raten?
Ich glaube eigentlich nicht, dass der Impfstoff, wenn er denn überhaupt kommt, so wahnsinnig anders sein wird als der, der jedes Jahr gegen Grippe verimpft wird und in den letzten Jahren niemanden sonderlich aufgeregt hat. Es werden ein paar antigene Determinanten ausgetauscht, das wird auch jedes Jahr gemacht, ohne dass es schadet, ist der neue Impfstoff wirklich so sehr anders? Ich glaube es nicht.
Aber muss denn überhaupt gegen diese harmlose Form von Grippe geimpft werden?
So wie es im Moment aussieht, ginge es sicher auch ohne Impfung, aber man muss mit einer Verschlimmerung rechnen, das ist schon öfters vorgekommen. Wir werden abwarten müssen wie sich das SG-Virus entwickelt und wie sich der Impfstoff, wenn er denn da ist, zeigt. Kein Grund sich verrückt zu machen. Es gibt recht gute Chancen, dass wir alle das auch noch überleben werden.
Aberfür die SG-Medien fehlt jetzt eigentlich nur noch ein toter Vogel. Mal sehen wie lange es dauert bis sie den finden?
Meister 03.08.2009, 20.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
SG = Schweinegrippe
Hat ein Gegenstand erstmal seine Abkuerzung, dann hat man ihn schon fast im Griff.
Weiterhin hat diese Abkuerzung eine sportliche Note und es zeigt sich, dass es doch wirklich besser ist, dass diese Grippe Schweinegrippe heisst, denn >Neue Grippe< ware mit >NG< abzukuerzen, was irgendwie zwischen Gewerkschaft und voelkischer Kampforganisation klingt< und >Amerikanische Grippe< , was ebenfalls als Begriff lanciert wurde, abgekuerzt >AG< das klingt doch sehr kapitalistisch und das in dieser Wirtschaftskrise. Dabei muss man immer auch sehen, welche Witze man verpasst. Beispielsweise:"die Aktien der AG steigen" .
Sobald Zeit ist werden wir heute mal ueber die Probleme mit der SG-Impfung, den SG-Aemtern und den SG-Medien reden.
Meister 03.08.2009, 08.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Prince Charly und Willie II
Heute wird Professor Selbstistdermann darüber dozieren, welche Auswirkung die Niederlage von Bonnie Prince Charly 1746 in Culloden Moor auf den Ausbruch des ersten Weltkrieges hatte, eine etwas ungewöhnliche Frage vielleicht, aber nicht uninteressant, wie sie sehen werden. Das Wort hat unser werter Kollege Professor Selbstistdermann von der Virtuellen Univerität Bärlin.
Werte Collegae, teure Studiosi, liebe Leute! In diesen Tagen jährt sich zum 95.Mal der Beginn des ersten Weltkrieges, der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Über die Ursachen, Gründe und über die Schuld an diesem Krieg sind schon Bibliotheken veröffentlicht, aber es gibt immer noch übersehene Gesichtspunkte.
Gehen wir also sogleich mitten hinein in die Sache. Im 17. Jahrhundert war in England die Familie Stuart vom Thron gestossen worden, ein längerer und komplizierter Prozeß, bei dem es unter anderem um Religion und die Rechte des Parlaments ging und um Einiges mehr, das ist auch interessant, aber heute nicht unser Thema. Festzuhalten ist, dass das Haus Stuart katholisch war, weil das für die weitere Entwicklung wesentlich ist. Nach einer Periode der Unsicherheit wurde dann von Adel und Parlament Anfang des 18. Jahrhunderts unter vollkommener Umgehung der Thronfolgeregeln und kategorischer Übergehung des Hauses Stuart aus Deutschland eine neue Herrscherfamilie importiert: das Haus Hannover. Diese neue Dynastie war protestantisch wie es sein sollte, und sie ging konform mit den Wünschen des Parlaments. Da sie aber eine von außen oktroierte Herrscherfamilie war, gelang es den Stuarts zweimal 1715 und 1745 Rebellionen gegen sie anzuzetteln, bei denen sie vor allem mit Hilfe der Schotten und Iren, und unterstützt und finanziert durch den König von Frankreich das Haus Hannover in beträchliche Schwierigkeiten brachten. Aber Hannover triumphierte, und nach der Niederlage von 1746 in Culloden konnte Bonnie Prince Charly (The Young Pretender) nur noch aus dem Exil zuschauen, wie die Engländer Schottland auseinandernahmen und die traditionelle schottische Gesellschaft vollkommen ummodelten. England hing jetzt eng mit Hannover zusammen, was sich zu einem totalen Revirement der Allianzen auf dem Kontinent führte und im siebenjährigen Krieg die Weltherrschaft des Empire begründete, die französiche Revolution war dann eine weitere Folge davon. Das Haus Hannover bezog seine Söldner im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg aus Deutschland, denn der hessische Kurfürst, der seine Landeskinder dazu verkaufte, war der direkte Nachbar von Hannover. Und nach den Georges kam Victoria und die importierte aus Deutschland ihren Albert (von Sachsen Coburg-Gotha). Die Tochter von Königin Victoria hieß auch Victoria und sie heiratete wieder nach Deutschland, den Sohn von Kaiser Wilhelm (und Enkel Königin Luises) Friedrich, der ein aufgeklärter fortschrittlicher Mann war, aber nur wenige Monate deutscher Kaiser im sogenannten DreiKaiserJahr 1888. Und dieser dritte Kaiser in diesem Jahr war dann Wilhelm Zwo, Kind liberaler weltoffener Eltern mit guter Ausbildung und allen Voraussetzungen für eine positive Weiterentwicklung des Reiches zu Demokratie und konstitutioneller Monarchie. Aber leider : Gerade die Tatsache, dass er halber Engländer und Enkel Queen Victorias war, ließ ihn denken, dass er sich alles erlauben könnte. Wenn er eine Flotte baute, um die Engländer herauszufordern, dann meinte er das ja nicht feindlich sondern mehr sportlich, dass er die Deutschen herrlichen Zeiten entgegen führen würde, das war seine tiefste Überzeugung. Und die wirklichen politischen Kräfteverhältnisse in Europa waren nichts gegen seine subjektivistischen Vorstellungen. Was er sich nicht vorstellen konnte, das gab es auch nicht. Deshalb war dieser Krieg für ihn auch nur ein Spielchen, angeblich hatte er alle Macht im Reich, in Wirklichkeit war er ein Spielball, zunächst sah man das aber nicht, das Zündeln war zunächst seine Sache, dass andere von allen Seiten dann in das Feuerchen hineinbliesen, damit hat er nicht gerechnet, genau wie ein zündelndes Kind sich schlicht nicht vorstellen kann, dass das Haus abbrennt.
Es war für ihn ein totaler Schock, dass die Engländer ihm den Krieg erklärten, er konnte es nicht verstehen, denn es war natürlich nicht die Verletzung der Neutralität Belgiens gewesen, was sie dazu veranlasste, sondern die kalte imperiale Logik: hätte Deutschland den Krieg auf dem Kontinent gewonnen, was bei englischer Neutralität wahrscheinlich gewesen wäre, dann hätten sie einen mächtigen Herausforderer im Weltmaßstab gehabt, so weit durfte man es nicht kommen lassen. Wilhelm Zwo wußte sofort beim Eintritt Englands in den Krieg, dass der Krieg für Deutschland nicht zu gewinnen war, aber da war jetzt ein Mechanismus in Gang gesetzt, der sich nicht mehr stoppen ließ, die Hunde von der Leine, die Büchse des Übels offen, die Truppen marschierten und der Hass vergiftete die Welt.
Erst nach totaler Erschöpfung der ganzen Welt würde dieses Unglück zum Stehen kommen. Um sofort zur Vorbereitung auf ein weiteres noch größeres Unglück wieder Kräfte zu sammeln.
Und wenn Bonnie Prince Charly gewonnen hätte damals 1745, dann wäre alles anders gekommen, 1914, 1939 und auch 1945, 200 Jahre nach der Rebellion des Young Pretender. Die Stuarts hätten uns keinen Kaiser Wilhelm vermacht.
Soweit der Flügelschlag des Schmetterlings, der den Tropensturm am anderen Ende der Welt auslöst.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
In unserem nächsten Kolleg werden wir uns mal mit der Beliebtheit von Adolf Hitler befassen, seine Popularitätskurve durchleuchten, da gibt es auch Bemerkungen zu machen, die sie verwundern werden.
Meister 02.08.2009, 19.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Geschichte mal anders
Kombi-Bowle
Früher war mein Favorit die >Sponti-Bowle<, das bedeutete Früchte in Wein einlegen und kühlen, dann bei Bedarf mit Sekt oder Selters aufgiessen.
Jetzt will ich mal Folgendes machen: Früchte mit Saft einlegen und Kühlen, dann gibt es noch mehr Wege: mit anderem Fruchtsaft in ein fruchtiges Getränk verwandeln alkoholfrei; genauso mit Selters bloß verdünnter, alkoholfrei und kalorienarm; oder mit Wein in Sangria verwandelbar, Alkoholgehalt wählbar und kontrollierbar; oder mit Sekt und vielleicht Wein in richtige Bowle verwandeln.
Vorteil: jeder kann es sich so zusammenmixen wie er will, und vor allem gibt es keine bösen Überraschungen.
Meister 02.08.2009, 14.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Elektroautos, die nächste Hype
Diesem Wunsch hat bisher noch keiner entsprochen, stattdessen springen sie jetzu alle auf den Elektroautozug auf, das scheint die nächste Hype in diesem Bereich zu werden.
Dabei hat diese Frage durchaus auch Tücken.
Natürlich können Elektroautos leise und sauber laufen und auch schnell sein bei geringem Motorgewicht.
Aber man darf nicht blauäugig da ran gehen, woher kommt der Strom, ist die entscheidende Frage?
Verbrennungsmotoren haben ziemlich sicher eine höhere Energieeffektivität, als wenn die Verbrennung im Kraftwerk stattfindet und mit diesem Strom Batterien aufgeladen werden. Es könnte interessant sein, sein Akkus aufzuladen mit Strom aus erneuerbaren Energien, mit Windstrom soll es das in Dänemark schon geben.
Aber man darf die Dimensionen nicht aus den Augen verlieren. Es wird allgemein zum Strom sparen ermutigt, weil mit strengeren ökoöogischen Anforderungen an Kraftwerke der Strom knapp werden könnte.
Und da will man jetzt einen der Hauptenergieverbraucher, den Straßenverkehr, noch mit an dieses Netz hängen? Zur Frage des Elektroautos kommt die Frage, wie man den benötigten Strom umweltverträglich herstellen kann, also noch mehr Kraftwerke und Windräder?
Naheliegender scheint es wirklich zu sein, den Kombiantrieb zu optimieren. Nicht den japanischen Benzinhybrids gehört die Zukunft, vielleicht eher einer Kombination aus klein dimensioniertem Diesel mit Elektromotoren, denn Diesel sind effektiver als Benziner und können so besser im Fahrbetrieb die Akkus laden. Und man könnte zusätzlich Wechselakkus haben, die man mit zu Schwachauslastungszeiten der Windräder und Sonnenmodule auflädt.
Die modulare Bauweise von Autos liesse auch hier weiter Zukunftswege offen.
Ich glaube nicht , dass der Autokunde einen Wagen kaufen wird, bei dem er alle 300km für Stunden an die Steckdose muß oder den Akku wechseln. Und er wird auch keine Lust haben, für teures Geld Autos zu kaufen, die er in weingen Jahren wieder verschrotten kann, weil sie überholt und damit wertlos sind.
Meister 02.08.2009, 11.21 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen
Einiges erreicht
Gleichzeitig wird es immer trockener hier , d.h. man braucht Zeit fürs Giessen, aber vielleicht bekommen wir ja einen kräftigen Guß ab heute abend.
Meister 02.08.2009, 09.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
75%: ungerechte Gesellschaft
Schon die Frage ist falsch gestellt und wird immer eine derartige Mehrheit finden. Wer waere nicht der Meinung das die Gesellschaft ungerecht ist? Sie ist es doch notwendig immer, eine ideale Gesellschaft ist eine schoene romantische Vorstellung, aber davon sind wir einfach noch Lichtjahre entfernt. Die stark positive Antwort auf diese Frage kann auch ganz unterschiedliche Ursachen haben: die einen denken, sie seien zu kurz gekommen, die anderen denken, sie zahlen zu viel Steuern, die dritten meinen, es sei ungerecht, dass siezu viel arbeiten muessen, die naechsten, dass sie zu wenig Arbeit haben, andere waehnen, es sei ungerecht, dass sie allein sind, die uebrigen, dass alle gegen sie seien.
Aber eigentlich sagt diese 75% positive antwort auf die Frage, ob die Gesellschaft gerecht sei nur eins: man ist in Deutschland mehrheitlich unzufrieden, unsolidarisch und neidisch. Und das in einem Land, das zu den reichsten der Welt zaehlt, ueber 60 Jahre Frieden erlebt hat, seine einheit und seine internationale Anerkennung zurueck bekommen hat, obwohl das alles nicht selbstverstaendlich war.
Man kann also sagen, es handelt sich um ein seinem Schicksal gegenueber auesserst
undankbares Volk, was statt an den Problemen im Lande solidarisch zu arbeiten lieber Sozialneidkomplexe kultiviert, Leute zur Kasse bitten will, die das Land voranbringen und der alten DDR-ansicht huldigt, dass es besser ist, wenn alle gleich wenig haben, als das alle mehr haben, aber einige reicher sind.
Ich bin voll dafuer, jedem seine Chance zu geben, aber dafuer niemandem Geld ohne Gegenleistung.
Wenn der Eindruck erweckt wird, man muesste nur "Wenigen" nehmen, um "Vielen" zu geben, dann ist das schlicht Bolschewismus Spaetlese: So tun, als ob nur Wenigen eine Kleinigkeit weggenommen wird, aber in Wirklichkeit wird eine Diktatur ueber alle daraus.
Meister 31.07.2009, 13.29 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Polzei, Professor ,Wohnungseinbruch
Als ich mal vorzeitig von einer Reise zurück kam und die Nachbarn die Polizei geholt hatten, weil sie Einbruch vermuteten, klingelte auch bei mir mal die Funkstreife an der Tür. Sie waren korrekt und freundlich, und ich konnte mich als Wohnungsinhaber ausweisen. Und ich habe mich bei ihnen und auch bei den Nachbarn bedankt, dass sie auf meine Sachen aufgepasst haben.
War doch dort eigentlich auch so: die Polizei hat nichts anderes gemacht als das Eigentum vom Professor zu schützen.
Meister 30.07.2009, 10.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Haendeschuetteln - nein danke!
Ab heute nun der Versuch die Grippeangst auch mal positiv auszunuetzen um das abzustellen. Wenn es >Luftguitarren< gibt kann man auch das >Lufthaendeschuetteln< einfuehren: Man schuettelt auesserst freundlich in der Luft die Hand, auf Hygieneentfernung so wie man es traditionell beim >Kontakthaendeschuetteln< gemacht hat. Wird das nicht so einfach verstanden, kann man oral sekundieren: "Wir haben jetzt das Grippezeithaendeschuetteln eingefuehrt!"
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass in diesem kurzen Beitrag ziemlich viele Haende geschuettelt wurden. Aber wenn's hilft.
Meister 29.07.2009, 13.43 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Grippespruch zum Tage
Meister 29.07.2009, 11.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Was Kassen so sagen
Da haben sie mit der Arzneimittelrichtlinie eine grosse Menge Medikamente von der kassenmaessigen Erstattung ausgenommen, so darf beispielsweise Symbioflor nicht mehr aufgeschrieben werden. Da diese Behgandlung nicht nur sehr gut, sindern auch fuer unsere Klientel sehr wichtig ist, habe ich alles versucht, um rauszukriegen, ob es nicht doch geht. Leider war das Ergebnis negativ, das musste sogar die Herstellerfirma eingestehen.
Und jetzt kommt da ein Vater, den ich durchaus als zuverlaessig wahrheitsgetreu halte, und sagt, seine Kasse wuerde das Symbioflor weiter bezahlen, erstatten koennten sie es ihm aber nicht, der Arzt muesse das halt aufschreiben, wenn er es fuer noetig halte.
Sowas kann mich echt sauer machen, immer noch die alten Sprueche. Ich kann ja verstehen, dass die Krankenkassenmitarbeiter Befehl haben sich bei den Patienten auf jeden Fall Liebkind zu machen, aber diese Spielchen sollte ihnen eigentlich auf die Fuesse fallen. Wenn sie die selbstgeschaffenen Richtlinien ausser Kraft setzen wollen dann gerne, sollen sie sie schlicht abschjaffen. Oder sollen sie ihren Versicherten doch auch einfach das Geld erstatten,wenn sie so grosszuegig sind. Sind sie aber gar nicht, sie wollten Sympathiepunkte machen, aber es darf nichts kosten. Wenn wir ihnen glauben wuerden und die Medikamente trotzdem aufschreiben, wuerden sie schlicht einen Regress gegen uns einleiten und von dieser heutigen muendlichen Zusage eines Mitarbeiters weiss dann sicher keiner mehr was.
Meister 29.07.2009, 08.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Zeitungsgedanken 28.7.09
Amis, Swift und Islamiker: Wenn Kontobewegungen von Terrorplanern überprüft werden und dies auf einer rechtstaatlich und datenschutzmäßig überprüften Basis passiert, mag das ok sein, aber trotzdem 2 Skandale: 1. Bisher wußte man gar nicht, daß dieser Swiftserver in USA steht und den Diensten dort voll zu Diensten steht ohne uns nur im geringsten zu fragen. 2. Man darf darauf wetten, dass die Amis mal wieder Rechte eingeräumt haben wollen, von denen sie nicht im Traum daran dächten, sie umgekehrt genauso zu gewähren. Man male sich nur mal aus, dass deutsche Fahnder die Überweisungen von GoldmanSachs auf verdächtige Bewegungen überprüfen. Die Amis sind da genauso frech wie die islamischen Staaten, die auch viel besser darin sind Rechte für Islamiker bei uns zu fordern, als Christen oder freiheitlich denkende Menschen bei ihnen welche einzuräumen.
Grippe: Die Panikmache wird die Medien jetzt jeden Tag ein bißchen mehr füllen: Grippe und Urlaub sind einfach eine unwiderstehliche Mischung.
Berlin auf dem Weg in den Ökofaschismus?: Der Senat will jetzt zwangsweise vorschreiben, dass ältere Heizungsanlagen ausgetauscht und durch Anlagen mit Sonnenkollektoren ersetzt werden, oder man muß fette Ausgleichzahlungen leisten. Ist ja alles gut gedacht, man muß doch was tun fürs Klima, nich wa! Was Brüssel die Glühlampenverbote ist dem Berliner Senat die Zwangssolarenergie: Volksbeglückung und Weltrettung durch Gebote und Verbote, die die Beglücker nichts kosten, von zweifelhaftem oder gar keinem Nutzen sind und die Bevölkerung kujonieren: die wollten doch Öko, dann sollen sie auch die Konsequenzen tragen! Die Tendenz vorgegebene Ziele mit Zwangsmaßnahmen zu verfolgen kann zum Ökofaschismus führen. Das würde aber durch den erzeugten Widerstand vor allem dazu führen, dass die Ziele mit Sicherheit nicht erreicht werden. Warum macht man denn keine Abwrackprämie für alte Heizungen, die kann ja sogar danach gestaffelt sein, wie nachhaltig umweltverträglich die neue ist? Das dürfte den öokologischen und wirtschaftlichen Nutzen der Auto"umwelt"prämie um den Faktor 1000 bis 100.000 übertreffen
Ärztehonorare: Na also, Ziel erreicht! Die Ärzte in Berlin kriegen angeblich 32% mehr, zertifiziert von der kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Komisch nur, dass die Kollegen, die man kennt, keine Zuwächse sondern Verluste haben, da fragt man sich doch allmählich, und die Frage wird auch allgemein immer interessanter: wird die Wirklichkeitsoberfläche jetzt schon richtig gefälscht, also gibt es diesen angeblichen Zuwachs in Wirklichkeit gar nicht, oder gibt es ihn, und er wandert in die Taschen der Funktionärsclique und derjenigen Ärzte, die den richtigen Dreh im Abzocken haben, das wäre auch nicht neu. Unsere geliebten orthopädischen Kollegen hatten in früheren Jahren es verstanden, sich ein immer größeres Stück aus dem Kuchen heraus zu schneiden, solange sie das konnten. Jetzt ist es auch merkwürdig zu lesen, dass in manchen Regionen die "dringenden Nachtbesuche" mehrhundertprozentig angestiegen sind. Die peinliche Frage lautet: ist man vielleicht zu anständig um mehr zu verdienen? Müßte nicht dieses ganze System kassenärztlicher Vereinigungen weg? Aber dann wird uns statt dessen natürlich nur die Diktatur der Krankenkassen angeboten, stirbt man nun besser an Pest oder an Cholera?
Stand ja heute früh wieder Einiges drin in der Zeitung!
Meister 28.07.2009, 10.51 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Geheimnisse der Berliner S-Bahn
Es gibt aber noch 2 andere wesentliche Probleme:
Jahrzehntelang, durch Krieg, Nachkrieg und Mauerzeit ruckelten diesselben alten S-Bahnwagen aus den 30er Jahren, unkaputtbar würde man heute dazu sagen. Die galten als überholt, überaltert und überaus unkomfortabel, aber sie fuhren und fuhren. Dann kam die schöne neue Zeit und es wurden neue Wagen bestellt, die alten natürlich im Austausch abgewrackt ( Reserven? Wozu brauchen wir Reserven?). Die neuen Wagen waren natürlich reichlich teuer , die Hersteller liessen es sich vergolden, dass sie die Wagonprodukttion in Henningsdorf bei Berlin beliessen. Dummerweise waren sie absolut nicht haltbar, die Räder seien "unterdimensioniert" konnte man gerade lesen, der neue Stahl so hart, dass es beim Stahl auf Stahl schon mal einen Flurschaden geben mußte. Und jetzt sind sie kaputt. Komischerweise scheint jeder davon überzeugt, dass es normal ist, dass sie schon kaputt sind. Geht ja alles mal kaputt, und in einer schnellen Zeit geht eben alles schneller kaputt (Früher im Schulaufsatz war das Wort>kaputt< tabu, ist ja schon eine Weile her, aber vielleicht gingen die Dinge damals noch nicht so einfach kaputt).
Der zweite wichtige Punkt ist die Stromversorgung der Berliner S-Bahn: vor langer, langer Zeit hat man die aus heutiger Sicht falsche Entscheidung getroffen, sie mit Gleichstrom fahren zu lassen, deshalb stehen an jedem S-Bahngleis Gleichstromschienen, können die S-Bahnen nur auf ihren eigenen Gleisen fahren und auch keine "normalen" E-Triebwagen auf den S-Bahngleisen. Bei der Beschaffung der neuen S-Bahnzüge hat man natürlich genau an dieser falschen Entscheidung festgehalten und auch nicht etwa eine Korrektur dadurch eingebracht, dass man Doppelstromabnehmer eingebaut hätte, um die Linien Zug um Zug auf den normalen Wechselstromfahrdraht der Bahn umzustellen. Damit hat man sich zwei wesentliche Nachteile eingehandelt: zum Einen ist das S-Bahnnetz kaum erweiterbar, denn man müßte Extratrassen neu bauen, was an vielen lohnenden Stellen nicht möglich und an den entfernteren nicht lohnend ist. Zum Anderen kann man keine anderen, beispielsweise ausgeliehenen, Züge auf den S-Bahngleisen fahren lassen, was diesen augenblicklichen Wagenmangel erst so richtig spürbar katastrophal macht.
Zusammenfassend kann man sagen: ein vielschichtig-skandalöses Geschehen, wie es hierher passt.
Meister 27.07.2009, 22.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nicht so weit weg
Schweinische Hysterie
Gleichzeitig haeufen sich auch die fieberhaften Infekte doch ziemlich auffaellig und sie erscheinen doch allmaehlich klinisch durchaus grippeartiger.
Aber niemand ist schwerer krank bisher, es gibt also wirklich keinen Grund sich verrueckt zu machen.
Meister 27.07.2009, 15.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Grillen, oder wie man´s macht
Richtig altmodisches Grillen mit Holzkohle ist natürlich immer eine gute Sache, finde ich.
Meister 26.07.2009, 18.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Heute gibt´s Sonnenblumenbrot
Frage dabei, nur ganze Kerne verwenden oder auch noch geschrotete?
Ich habe mich für Halbe/Halbe entschieden.
Meister 26.07.2009, 16.04 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Ordnung, oder was?
eigentlich finde ich eine gewisse Unordnung kreativer und gemütlicher. Aber irgendwann muss dann auch mal aufgerräumt werden, schon deshalb, damit man gewisse vergessene Items und Aufgaben wiederfindet.
Außerdem wende ich gegenüber den Papieren und Zeitschriften, die ich nicht sowieso regelmäßig lese, die Ablagerungsmethode an: ich lagere sie erstmal (un)übersichtlich bis ich sie entweder doch lese oder als zeitlich über die Wupper gegangen ansehe und endlich doch wegschmeisse oder archiviere, je nachdem.
Heute habe ich gerade wieder so einen ordnungsschöpfenden Tag. Computermagazine muss man sicher nicht länger als ein Jahr aufheben, Ärztezeitungen nicht länger als 3 Monate und selbst die Verlautbarungen von Kammer und KV sind nach 6 Moanten sicher überholt (Zusatz für meine liebe Frau: es ist nicht so gemeint, dass Du sie wegschmeissen sollst!).
Eigentlich irre wie viel Papier sich im digitalen Zeitalter sammelt, auch die Post wird immer unübersichtlicher seitdem die Werbefuzzies ihre inhaltleeren Prospekte gern als Infopost vertarnen. Gleichzeitig hat man natürlich Angst, dass ein wichtiger Brief irgendwo zum Schmoren abgelegt wird.
Außerdem habe ich Grund zu der Befürchtung, dass jemand anders "aufräumt".
Aber ist es nicht so?: Ein Mann fühlt sich nur da zuhause, wo er seine eigene Ordnung wenigstens auf ein paar Quadratzentimetern haben kann.
Meister 26.07.2009, 12.50 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Salaternte beginnt
Direktimport wäre zwar im Internetzeitalter auch ganz gut, man alles kriegt man ja nun noch nicht, und die Transportkosten und der Zoll und die Zeit...
Aber wir hatten noch ein tolles Tomatenchutney aus besseren Tomatenjahren, interessanter Weise hat es sich gut gehalten und schmeckt optimal
Meister 26.07.2009, 11.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Falla gesunken
Irgendwie sehnsucherregend trotz alledem.
Meister 25.07.2009, 13.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Wahlstreet2
Es ist ganz amüsant, vor allem weil die Kurse natürlich die Stimmung im Lande wiederspiegeln.
Allerdings hatte die Sache vor 4 Jahren den Nachteil, dass eigentlich die bekannten Umfragewerte abgebildet wurden und die Überraschung am Wahltag hier vorher auch nicht zu sehen war. Mal sehen, ob sich diesmal das etwas anders darstellt. Theoretisch sollte sich nicht die Umfrage, sondern das Ergebnis abbilden.
Meister 25.07.2009, 11.20 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Immer neuer Bankenaerger
Vor allem handelt es sich doch absolut nicht um eine teure Leistung, schliesslich haben sie mit der kostenlosen Auszahlung am GA die Kosten fuer ihre gesamte "Kasse" mit "Schalterbeamten" und Sicherheitsglas gegen Null verkleinert.
Steht jetzt die Einfuehrung einer allgemeinen Abhebegebuehr an?
Wenn man nachfragt, wo man dennnoch kostenlos abheben koennte und wozu diese Gebuehr gut sei, kriegt man eine etwas schnippische Antwort, das wuerden doch alle Banken so machen.
Mag ja sein, aber es sind eben auch alle Banken, die in Verruf gekommen sind. Ich kriege allmaehlich das Gefuehl, dass Sparkassen und Volksbanken ihren Konkurrenzvorteil gegenueber den Grossbanken moeglichst schnell verspielen wollen.
die Bankkunden werden offenbar ueberall immer mehr als laestig empfunden, befasst sich doch ein "richtiger Baenker" lieber mit grossvolumigen Spekulationen als mit den bloeden Dienstleistungen am Kunden.
Der Banklehrling will eben auch gern Ackermann werden, man sollte ihn auf den Acker schicken.
Meister 24.07.2009, 13.32 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Spruch des Tages
Meister 24.07.2009, 11.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Wahlstreet
Das hatte mir beim letzten Mal eigentlich Spass gemacht, ich glaub, da mach ich wieder mit. Ich glaube die Adresse war www.wahlstreet.de
Meister 24.07.2009, 08.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Guter Koeder
Da es bei uns diese Tierchen nicht gibt, ist es nicht so makaber wie es sein koennte.
Meister 23.07.2009, 16.15 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Wie heisst es denn nu?
Aber vielleicht sollten wie die Rechtschreibung wirklich auf akustische Erkennbarkeit umstellen. Was spräche eigentlich dagegen?
Meister 23.07.2009, 12.56 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Nicht nur die S-Bahn
Ist doch auch eine schöne Urlaubsidee: wir spielen Quarantäne, lasen keinen rein und gehen nicht raus, die Lebensmittel stellt uns Tante Käthe vor die Tür oder der Internetversender. Langeweile? Wir verfolgen die Katastrophennachrichten aus aller Welt in TV, Internet und Zeitung. Und freuen uns, dass uns gar nichts passieren kann.
Kommen uns jeden Tag neu gerettet vor.
Man kann vielleicht auch noch die Wohnung umräumen, nur noch in einem Zimmer leben und Quarantäne am fernen Urlaubsort spielen, der ist dann ganz kostenlos frei wählbar.
Urlaub in Acapulco? Kein Problem?
Meister 23.07.2009, 09.56 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Nach einer Ferienwoche
Aber die erste telefonische Urlaubskonsultation hatten wir heute auch schon: anruf aus Mallorca, ganze Familie hat Hand-Mund-Fuss-Krankheit.
Meister 22.07.2009, 12.40 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Kranke Banken
Liebe Freunde, hier spricht Eure Billie B. Stupid, die Wirtschaftsamateurin.
Schon wieder ist mir was aufgefallen: die Großbanken verdienen großartig, vor allem in Amerika, aber auch AckerDeutschmann wird sich nicht lumpen lassen.
Weltwirtschaftkrise und Milliardenbankengewinne - wie passt das zusammen?
"Das ist doch krank", höre ich einige Leute sagen, und genau das ist mein Stichwort.
Kann es sein, dass Teile der Wirtschaft krank werden, im richtigen Sinne von krank?
Natürlich ist die Wirtschaft kein biologischer Organismus, trotzdem ist sie ein komplexer hochorganisierter Organismus. Insofern ist es gar nicht so falsch nach Erkrankungen zu suchen oder Fehlentwicklungen als Erkrankungen zu bezeichnen. Ob es sich dabei um schlichte Analogien zu biologischen Erkrankungen handelt oder ob wirkliche nur spezifisch wirtschaftbefallende Krankheiten vorkommen, sei in diesem Moment mal dahin gestellt.
In der Frage, der wir hier nachgehen wollen, wendet sich ein Teil des Organismus gegen den Gesamtorganismus, es handelt sich also um eine Art Autoimmunerkrankung.
Die Banken haben eigentlich im Wirtschaftsgefüge einen wichtigen Platz gehabt, indem sie das Kapital zur Verfügung stellen, das die Realwirtschaft braucht, um Geschäfte zu finanzieren und Investitionen in Wirtschaftsgüter zu tätigen. Fabrikhallen müssen genauso bezahlt werden wie das Material das verarbeitet werden soll, Lücken zwischen dem Verkauf und der Bezahlung müssen überbrückt, Lagerkosten und Personalkosten müssne beglichen werden, so viel Geld kann man nicht flüssig haben, dazu gibt es Kredite und Finanzierungen.
Die Banken verdienen natürlich an diesen Transaktionen, sie sammeln Geld, verzinsen es niedriger und verleihen es teurer, soweit ok.
Aber irgendwie ist der Gedanke aufgekommen und er wird durch die aufgeblähten Riesenmengen von renditesuchendem Kapital genährt, dass Geld wirklich Geld verdient, dass man nur die richtigen cleveren Investmentbänker brauchte, und die ewig wachsende Rendite ist gesichert.
Die Realwirtschaft ist nur noch als das Spielmaterial nötig, man muss ja mit irgendwas spekulieren. Wenn man auf den Weizenpreis in 6 Monaten, den Ölpreis in 1 Jahr oder den Aktienkurs von VW in 4 Wochen spekuliert, dann geht es dabei überhaupt nicht mehr um Weizen, Öl oder Autos, sondern nur um Wetten. Und so vernebelt das alles auch sein mag: es wird bei diesen Spekulationen überhaupt kein Mehrwert erzeugt, kein bißchen, keinen roten Heller: die einen gewinnen das, was die anderen verlieren.
Soweit klingt das ja noch harmlos, sollen sie doch zocken bis zur Pleite. Da sind wir wieder beim nächsten Stichwort: Wessen Pleite wird es sein?
Dass der kleine Anleger betrogen wird von den Großzockern, schlimm genug, aber es geht weiter, die Realwirtschaft wird geschädigt, Firmen zerlegt und ausgepresst, Blasen werden aufgeblasen und platzen, und die Allgemeinheit soll dafür aufkommen. Im Grunde genommen, dürfte man diesen Autoaggressionsprozeß nicht so weiter gehen lassen, vor allem dürfte den Zockern nicht aus der Verlegenheit geholfen werden, sollen sie doch pleite gehen.
Und wenn es dann wieder auch die falschen trifft, Stiftungen, Pensionsfonds, Omis die ihren Notgroschen angelegt haben? Da könnte man klare Grenzen einziehen, vor allem dadurch dass glasklar dargelegt wird, wofür nicht gehaftet wird. Wenn die Leute denken, sie können mitzocken, sind sie wahrscheinlich nur durch Verluste davon zu heilen.
Warum sollen die Schlauen, die Vorsichtigen und die, die gar nichts haben, für die Gierigen und Dummen aufkommen?
Klar müssen die Bänker haften, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und Inkaufnahme eigener Riesenprovisionen zu Schrottpapieren geraten haben, aber machen wir uns nichts vor: wenn das Geld weg ist, werden sie es schon so einrichten, dass bei ihnen nichts zu holen ist.
Wie kann man diese Autoaggression in der Wirtschaft heilen: klare Maßnahmen und bittere Medizin: keine staatlichen Rettungsaktionen mehr für Banken, der Bankensektor muß die Pleite wieder schmecken lernen, nur dann kann er heilen.
Verbot von allen Transaktionen die wirtschaftlich schädlich sind, Kontrolle über Terminmärkte, Besteuerung von Spekulationsgewinnen, Entwicklung neuer Finanzierungsinstrumente, man hat doch beispielsweise öffentlich kontrollierte Banken, warum ordnen die Eigentümer nicht an, dass diese sich wirtschaftfödernd verhalten?
Meister 21.07.2009, 10.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy
Verkehrschaos?
Harald Martenstin hatte die S-Bahndirrektoren gestern schon mit der roten Armee verglichen und festgestellt, dass die Russen 45 eine gesamte Armee brauchten um den s-Bahnverkehr vergleichsweise lahm zu legen. Er hatte die militarische Verwendung selbiger Direktoren in Afghanistan angeregt. Fuer einen solchen Vorschlag duerfte man heute auf jedem Bahnsteig eine Mehrheit kriegen.
Meister 20.07.2009, 10.11 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Wer studierte in der DDR?
In der DDR gab es eine Legende, vielleicht wurde sie auch quasioffiziell lanciert, bei Hermann Kant hat man beispielsweise davon gelesen, dass die Arbeiterkinder studieren durften und die Intellektuellenkinder Arbeiter werden müßten.
In Wirklichkeit war daran kein Wort wahr.
Wirklich studiert haben meistens Kinder von Intellektuellen, wenn sie denn die Mindestanforderungen an Staatstreue erfüllten.
Die Arbeiterkinder wurden mit der 10. Klasse abgespeist und damit, dass man jede Ausbildung zum Fachschulstudium hochstilisierte.
Der Generationswechsel hat also in Wirklichkeit niemals stattgefunden, der Vorrang des Proletariats auch nicht.
Trotzdem war diese Legende nicht sinnlos: sie sollte die Intellektuellen an den Staat binden: wenn ihr wollt, dass eure Kinder studieren können, dann müßt ihr besonders folgsam mitmachen, eure Kinder zu braven Jasagern erziehen, die alle Doktrinen des Marxismus-Leninismus runter beten können, auch wenn sie nichts davon verstanden haben; ihr selbst und eure Kinder sollt bei allen offiziell verordneten Appellen, Demonstationen und staatlichen Events winkelementeschwingend auftauchen, und ihr dürft euch große Mühe geben, die Politik der Partei als eure persönliche politische Auffassung bei allen privaten und öffentlichen Gelegenheiten zu vertreten. Denkt immer daran, ihr gehört nicht zur eigentlich herrschenden Klasse, das ist natürlich das Proletariat, das sind wir, die Partei, in dessen Vertretung.
Klartext: macht voll mit, dann haben eure Kinder eine Chance, sonst nicht.
D.h. es gab 3 Stufen: 1. die Kinder der Nomenklatura (=Funktionärsclique, für alle, die es nicht wissen), die durften sich schon was raus nehmen. 2. Die Kinder der Intellektuellen, die mußten voll parieren. 3. Die Kinder der Arbeiter und anderer kleiner Leute, die mußten nicht nur parieren, sondern auch noch den Nachweis bringen, dass sie intellektuell besser waren, die mußten "Klassenbewußtsein" raushängen lassen und volle Strebsamkeit drauf haben, sonst wurde das nichts.
Warum hat das Regime das gemacht? Diese Frage ist recht leicht zu beantworten: das Regime hatte zu wenig Unterstützung in der Bevölkerung, alle die es konnten, waren in den Westen abgehauen, man mußte nehmen, was man kriegen konnte, aber dafür voll disziplinieren.
Und die Arbeiter und ihre Kinder?
Naja, irgend jemand mußte ja auch noch die Arbeit machen, und die waren doch noch am wenigsten in der Lage in den Westen rüber zu machen.
Meister 19.07.2009, 17.03 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !
Kleine Sonntagsarbeiten
Außerdem soll heute mal wieder der Grill angeworfen werden, ist ja auch mal ganz schön.
Meister 19.07.2009, 12.44 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
So funktioniert ärztliche Fortbildung
Spätestens zum 30.6. (bitte aber auf den Tag termingerecht) muß man dieses Zertifikat der Ärztekammer bei der KV einreichen, aber bitte im Original (Behörde!).
Und oh Freude, jetzt bekommt man ein Zertifikat der KV, dass man ihr gegenüber die Fortbildung nachgewiesen hat.
Ein guter Witz ? Kein guter Witz!
Meister 18.07.2009, 16.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Stupid Monopoli
Hallo Freunde, Eure Wirtschaftsamateurin B.B.Stupid möchte heute mit Euch mal über staatliche Monopole sprechen, und warum und wie man sie privatisiert.
Aktueller Anlaß dafür ist gerade die Berliner S-Bahn, deren Monopoloberherren in der DB, also sagen wir mal Herr Mehdorn, der wird das wohl noch zu verantworten haben, die S-Bahn gezwungen haben, so viel Geld an den Mutterkonzern abzuführen, dass der Betrieb jetzt faktisch zusammenbricht. Grund für diese erhöhte Gewinnabführung war, dass Mehdorns Oberherren , also Tiefensee plus Restgroßkoalitionäre, die Bahn privatisieren und dafür den Gewinn aufmotzen wollten.
Die Bahn ist so ein staatliches Monopol, und so eine Privatisierung wirft doch einige Fragen auf: handelt es sich um ein notwendiges Monopol oder kann es auch Konkurrenz geben, die bisher künstlich verhindert wurde? Die Bahngleise kann man genauso wenig doppelt verlegen, wie man Straßen doppelt bauen kann, oder Strom-, Gas-, Wasser- oder Abwasserleitungen doppelt verlegen. Solche Bereiche, die keine wirkliche Konkurrenz ermöglichen, sollte man als "notwendige Monopole" ansehen.
Sollte man die privatisieren?
Ich denke, das macht keinen Sinn, weil man dann entweder den privaten Erwerber total reglementieren oder die Öffentlichkeit der Willkür eines privatwirtschaftlichen Monopols ausliefern müßte.
Etwas Anderes sind staatliche Monopole, wo sie nicht sein müssen, beispielsweise können natürlich verschiedene Postdienste Boten und Briefträger schicken, können verschiedene Telekomunternehmen ihre Dienste anbieten, wobei es dabei auch wieder das Problem gibt, dass die Kabelnetze zumindest letzten Meter Kabel notwendig monopolistisch sind. Ungute Beispiele sind da die konkurrenzfeindlichen Machenschaften der Telekom und vor allem das arrogant monopolistische Gehabe des Kabel-TV-Betreibers Kabel Deutschland. Aber immerhin kann man TV auch ohne Kabel empfangen, d.h. die richten sich doch nur selbst zugrunde.
Ich denke, dass man überall dort, wo sie möglich, ist Konkurrenz zulassen sollte und der Staat sich aus dem Marktgeschehen zurückziehen müßte, also dann wirklich ganz raus und nicht so etwas Krankes schaffen wie ein börsennotiertes Unternehmen an dem der Staat die Mehrheit hat.
Aber überall dort, wo es die Substanz nur einmal geben kann, beispielsweise die Gleise, kann es nur so sein, dass diese Substanz öffentlich und konkurrenzneutral verwaltet wird. Das gilt auch für Telekommunikationsnetze, Straßen, und alle Arten von Versorgungsleitungen.
Dann kann man auf der Basis dieser öffentlichen Monopolverwaltung durchaus privat Züge fahren lassen, Strom und Gas leiten und verkaufen lassen und auch verschiedene Telekommunikationsunternehmen ihre Dienste anbieten lassen.
Es dürfte nur keiner von diesen Betreibern mit dem Monopol verquickt sein, so wie es bei der Telekom und noch schlimmer bei den Energie- und Wasserversorgern ist.
Die Traumgewinne der Energieversorger werden doch gerade durch ihre Quasimonopolstellung erzielt.
Ist es nicht eigentlich ganz einfach: Konkurrenz und Markt ist überall dort gut, wo es einen funktionierenden Markt geben kann, aber dort wo Monopolisierung nicht vermieden werden kann, muß öffentliche Kontrolle die üblen Folgen des Monopolismus bremsen.
Meister 18.07.2009, 14.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy
Was mich schnell nervös macht
Meister 18.07.2009, 12.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Energiefragen
Am Besten man fängt einfach irgendwo an, vielleicht läuft sich der Motor dann langsam warm.
Meister 18.07.2009, 10.05 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Neue Schweinerei
Hintergrund ist, dass an bestimmten Grenzen in Suedosteuropa eine solche Bescheinigung angeblich verlangt wird. Man hoert von der bulgarischen und mazedonischen Grenze. In Wirklichkeit geht es allerdings nicht um Seuchenabwehr sondern um Korruption, denn wenn man 100 Euro bezahlt, kann man ganz unbuerokratisch und ohne dass der Arzt kommt, die Bescheinigung dortselbst bekommen.
Deshalb ist es wahrscheinlich unnuetz , wenn man mit einer Bescheinigung von hier kommt, das wird die Zollies dort wahrscheinlich in Wut versetzen, steht doch ihr Bakschisch auf dem Spiel, dann muss die Bescheinigung wahrscheinlich fuer 150 Euro in Landesssprache uebersetzt werden oder sie wird zurueckgewiesen, weil sie nicht am selben Tage ausgestellt ist.
Meister 17.07.2009, 08.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Neue Wege der Eindeutschung
Kann es sein, dass nicht nur englische Worte im Deutschen einfach so gebraucht werden (mach ich auch, aber eigentlich ganz bewußt), sondern neuerdings auch rechtschreibmäßig eingedeutscht werden? Zwei Beispiele hab ich jüngst gesehen: "Flayer" für einen "Flyer" also ein Faltblatt und "Siro" für "Zero" also Null.
Im Deutschen ist die Rechtschreibung ja (mehr oder weniger) an die Aussprache gebunden (was die Funktion der Orthographie im Englischen ist, mag uns ein Kompetenterer erklären). Auch wenn seit der Rechtschreibreform jeder eine Lizenz des "kann-man-auch-so-schreiben" zu haben scheint, wäre es doch neu englische Worte nach dem "wie-mans-spricht"-Prinzip einzudeutschen. Wird das ein Trend?
Dann würde es aber nahe liegen, und das mache ich ab sofort, das Lieblingsscheinenglischwort der Deutschen HÄNDI zu schreiben.
Meister 16.07.2009, 10.52 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen
Schweine in Panik?
Da sind doch die Fälle in Berlin innerhalb eines Tages "hochgeschnellt"!
Kein Wunder, wenn man testet, wird man auch finden.
Wie Schuppen fällt es mir von den Augen: die Sommerferien sind ausgebrochen, wie eine Massenseuche, und eins der Hauptsymptome ist die Medienebbe, auch Saure-Gurken-Zeit genannt. Haben die Medien jetzt ihr Sommerthema gefunden? Panikmache über Schweinegrippe? Fehlt eigentlich nur noch ein toter Vogel, um daraus ein Riesenevent zu machen.
Ich sehe da die ganze Zeit übrigens eine Karikatur vor mir, die ich leider zu unbegabt bin zu zeichnen: da steht einer mit Kittel und Mundschutz am Ufer, schaut mit dem Fernglas übers Meer und meldet in sein Händi: "Alles im Griff. Kein Schwein lässt sich blicken!" Während hinter ihm im Bild der ganze Strand mit fröhlichen Schweinen bevölkert ist.
Meister 16.07.2009, 10.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Begeisterung auf der ganzen Linie
Und was ist es nun?
Ein neues Gerät zum Holz spalten, ein vielleicht 180cm langer kräftiger Stahlstab mit einer Art Axt an einem Ende und einem Griff am anderen. Ein Stahlgewicht von ca 4-5kg gleitet auf dem Stab entlang, ist rund um den Stab angebracht. Man nimmt den Holzklotz, den man spalten will, stellt ihn mit der richtigen (also oberen) Seite nach oben auf den Boden, positioniert die Axtschneide auf den mutmaßlichen Spaltungspunkt und schmeisst das Gewicht entlang des Stabes auf den Axtrücken. Nichts kann abrutschen oder durch die Gegend fliegen. Aber was begeistert ist, dass es gar nicht lange dauert, bis man die Spaltaxt richtig ins Holz getrieben hat und der Klotz zerlegt ist. Es ist durchaus anstrengend aber gut dosierbar und wenn der eine Arm müde wird, kann man gut den anderen nehmen.
Gut, vielleicht ist Axtschwingen noch männlicher, aber dann ist ins-Bein-hacken supermännlich. Männlichkeit ist eben auch nur eine Frage der Dosis.
Meister 15.07.2009, 21.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Vorschlag für eine Heckscheibenfolie
und ab Oktober dann das Folgemodell:
"Ich habe nicht abgewrackt! Zahlt Eure Steuererhöhung alleine!"
Meister 15.07.2009, 17.10 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
50 Millionen Impfdosen
Es waere wahrscheinlich schlauer gewesen, fuer die Gesamtbevoelkerung den Impfstoff zu bestellen, den haette man zwar dann wahrscheinlich nicht gekriegt, aber immerhin, haette man es versucht. Die franzoesische Regierung hat das so gemacht, die kennen halt ihre Franzosen, die koennen ganz schoen sauer werden.
Hoffen wir also, dass es nicht so schlimm kommt mit der Schweinegrippe.
Meister 15.07.2009, 13.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Nur so ein dummes Gefühl
Zumindest führt die Krise nicht automatisch zu einer Läuterung zum Zurückfinden zu Maß und Anstand und Fairness; im Gegenteil, wenn schon pleite dann richtig und wenn alle drauf gehen, dann ich besser als Letztes. Und wenn ich auf den Knochen der anderen mich saniere, warum denn nicht, die Zeiten sind schlecht, ist das nicht eine prima Rechtfertigung dafür, dass ich auch ein kleines bißchen beim Verschlechtern mitmache?
Wie gesagt, es ist nur so ein dummes Gefühl, es könnte ja auch anders kommen, besser. Aber vielleicht gibt es noch tiefere Talsohlen als die, die wir kennen.
Meister 14.07.2009, 23.58 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt
Auf Arbeit gleich Aerger
Die Idee hab ich gleich mal umgesetzt: ein paar gemeine Worte in einer geheimen Datei, kann ich sogar wieder verzeihend loeschen, wenn meine Wut verraucht ist.
Meister 14.07.2009, 13.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Kann man Goldfische doppelt unsichtbar machen?
Das Schlammsaugen hat mich heute einen guien Teil desTages beschäftigt, ich habe zwar nur ein Fünftel des Teichs bearbeitet (Angeber!: es war vielleicht ein 10tel!), aber heftige Schlammmengen rausgekriegt. Die Arbeit hat natürlich nur dann wirklich Sinn, wenn ich verhindern kann, dass wieder so viel rein fällt. Ein Teich unter einem Riesennußbaum ist natürlich ein Problem,und es sind auch schon eine Reihe von Versuchen gescheitert, dieses Problem zu lösen, aber in diesem Jahr habe ich einen Plan und ich hoffe, es wird so klappen!
Übrigens: man sagt dass Nußbaumblätter nur schwer verrotten. Das ist allgemein zwar auch schon richtig, aber vor allem die Stiele der Blätter, die verrotten scheinbar nie.
Meister 13.07.2009, 18.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Was wird das denn für ein Tag
Der Morgen sah trotz gutem Wetterbericht gar nicht gut aus und dementsprechend habe ich erstmal ein paar Schreibtischarbeiten erledigt, aber jetzt scheint mir Zeit und Sonne gekommen draußen was zum machen.
Meister 13.07.2009, 10.43 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Wo soll´s denn hin gehen?
Weitere Überraschungen besonders aus der VUB (Virtuelle Universität Bärlin) sind natürlich auch jederzeit möglich.
Dieser Blog überrascht durch seine Wendungen, von denen ich immer als Vorletzter erfahre.
Meister 12.07.2009, 21.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog
Sebastian Haffner zum 20.Juli
Natürlich haben nach Kriegsende viele Leute gefehlt, die dem Land wieder hätten auf die Beine helfen können, aber tot war. Trotzdem darf man die Frage stellen, ob sich an der Nachkriegsgeschichte etwas geändert hätte, wenn die Opposition überlebt hätte?
Zumindest in dem Sinne, dass man besser nichts gemacht hätte, um zu überleben, und nach dem Kriege bereit zu stehen, würde es falsch werden. Denn man hätte ziemlich belämmert dagestanden, wenn man gesagt hätte, wir haben nichts gemacht, damit wir jetzt was machen können. Aber das ist ein sehr altes Dilemma.
Die Jahre mit 4 und die Jahre mit 9 sind in der deutschen Geschichte sehr stark vertreten, deshalb gibt es in diesem Jahr so viele runde Jahrestage.
Meister 12.07.2009, 19.40 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Also doch Rad fahren
Meister 12.07.2009, 17.40 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in:
Faul sein oder Rad fahren
Meister 12.07.2009, 12.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Der Goldfischteich
Meister 11.07.2009, 19.36 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Versailles und Hitler
Unser kleines "Geschichte anders"-Kolleg beginnt heute mit einem Vortrag über den Versailler Vertrag und seine Folgen. Das Kolleg wird veranstaltet von der virtuellen Universität Bärlin, Sektion >Grobe Vereinfachung komplexer Zusammenhänge unter besonderer Berücksichtigung der Randaspekte und alternativen Sichtweisen<. Das Wort hat Prof. Selbstistdermann, der selbstverannte Interpretator deutscher und weltlicher Geschichte.
Liebe Hörerinnen und Hörer, meine Damen und Herren, hochverehrte Collegae!
In diesen Tagen jährt sich zum 90.Mal der Versailler Vertrag, der Friedensvertrag, der den 1. Weltkrieg beenden sollte und den 2. Weltkrieg vorbereitete. Bis vor einigen Jahren dachte ich, dass der Ausdruck Versailler Diktat ein Nazikampfbegriff sei, mußte aber feststellen, dass es wirklich so war, dass die allierten Siegermachte gemeinsam mit allen anderen, die auch ein Stück vom Kuchen wollten, diesen Vertrag allein ausgearbeitet und dann erst die Deutschen zum Unterschreiben herbeizitiert haben. Und es war Gustav Scheidemann der als Reichskanzler zurücktrat, weil er die Ratifizierung dieses Diktats nicht verantworten konnte.
Der >Spiegel< hat den 90. Jahrestag zum Anlaß genommen, einen großen Artikel über Versailles und die Folgen zu veröffentlichen. Tenor: dieser Vertrag war ein wesentlicher Punkt, dass es dann zum zweiten Weltkrieg kam.
Daraufhin mußte ein Politkorrekti im >Tagesspiegel< sich gleich heftig empören, dass man anderen als Hitler einen Teil der Schuld an WK II zuschieben wolle, man wolle mal wieder die deutsche Schuld und Hitlers Verbrechen relativieren.
Bei aller Liebe zur geschichtlichen Verantwortung: wir düfen heute schon genauer hinschauen und brauchen nicht mehr nur mit Kotau plus aufs Hitlerbildchen gerichtetem Zeigefinger zu reagieren.
Die Art und Weise wie dieser erste Weltkrieg beendet wurde war natürlich eine wesentliche Quelle des Unfriedens in der Welt und möglicherweise würde man Hitler mehr durch seine gemalten Postkarten heute kennen oder er wäre Fremdenführer in Braunau geworden, wenn man ihm nicht den Nährboden für Schlimmeres geliefert hätte.
Richtige Katastrophen gibt es immer, wenn mehrere schlimme Sachen zusammenkommen und sich unglücklich kombinieren, das gilt im kleinen wie im großen Maßstab. Und das Isolieren und Verabsolutieren eines dieser Momente führt meist dazu, dass man nicht versteht.
Natürlich war Hitler eines der wesentlichsten unglücklichen Momente, sein Charisma, gepaart mit einem zielgerichteten und trefflichen Wahnsinn, der genau damit das deutsche Volk schicksalhaft genau an dem schwachen Punkt traf, den es ohne den ersten Weltkrieg, seine Schrecken, seine sozialen Folgen und seine Kriegsfolgen nicht so gehabt hätte.
Der erste Weltkrieg also, die Grundkatastrophe des 20. Jahrhunderts und Versailles als seine Ausgeburt, seine reaktionäre Ausgeburt.
Was später als "Dolchstoßlegende" von Nazis und anderen rechten, vaterländischen Kreisen verbreitet wurde, hatte zum Inhalt, man sei im Felde nicht besiegt gewesen sondern durch einen Dolchstoß von hinten habe man den Krieg verloren. Der wahre Kern daran ist gewesen, dass Deutschland zum Zeitpunkt des Waffenstillstands im November 1918 noch keineswegs besiegt war, aber es war klar geworden, dass man den Krieg nicht mehr gewinnen konnte. Noch im Sommer 1918 hatte es ganz anders ausgesehen, aber da man den ersehnten Durchbruch nicht geschafft hatte, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Niederlage komplett gewesen wäre.
Aus dieser Erkenntnis wurde der Schluß gezogen, dass man den Krieg beenden sollte, man dachte sich das, wie bei den Kabinettskriegen des 19. Jahrhunderts: die eine Seite gibt auf, bittet um Frieden und bekommt von der anderen im Austausch für die Siegerpalme einen ehrenhaften Frieden mit akzeptablen Bedingungen.
Und USA-Präsident Wilson hatte doch gerade mit seinen 14 Punkten eine Grundlage für Friedensverhandlungen gelegt, auf die bezog man sich.
Da alle kriegsmüde waren, war der Waffenstillstand auch kein Problem, aber man hatte sich verrechnet, die erzeugte Erbitterung durch die schrecklichen Opfer und Leiden führte gerade nach dem Ende des großen Ringes zu Schuldprojektionen: jemand mußte daran schuld sein: da kam natürlich nicht der siegreiche General in Frage sondern nur der böse Feind, der mußte jetzt für alles herhalten.
Ein Ausgleichsfriede kam also nicht mehr in Frage, diejenigen, die fast verloren hatten, waren jetzt der Meinung, dass sie voll gewonnen hatten und die siegreichen europischen Mähte, die eigentlich durch diesen Krieg ihre Vormacht verloren hatten, mußten deshalb jetzt Stärke demonstrieren, die Amerikaner, die einen Ausgleichsfrieden mit Wilsons Punkten propagiert hatten, waren nicht so stark und auch nicht so Willens das auch durchzusetzen.
So war der Friede eigentlich durch Betrug zustande gekommen und die Friedensbedingungen waren ungerecht und betrügerisch, der Gedanke an Revanche mußte daraus erwachsen. Das Gesicht dieses schrecklichen Revanchegedankens war der böhmische Gefreite, und beim nächsten Mal würde er nicht frühzeitig einen verlorenen Krieg beenden, was weiteren Millionen das Leben kostete, zur totalen Niederlage führte. Aber genau diese totale Vernichtung gewann uns - Dialektik der Geschichte - den Frieden.
Beim nächsten Mal werde ich über den Beginn des ersten Weltkriegs sprechen und ihnen die Frage benatworten, warum die Niederlage von Bonnie Prince Charly in Culloden 1746 mitverantwortlich für den ersten Weltkrieg ist.
Meister 11.07.2009, 13.59 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Geschichte mal anders
Spielzeug
Meister 11.07.2009, 11.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Erste Braunfäule an den Tomaten
Meister 10.07.2009, 16.05 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Stupid Wachstum
Hallo Freunde, hier spricht B.B. Stupid, die Amateurin der Weltwirtschaft.
Heute soll es um das zweite große Übel des Kapitalismus gehen. Das erste sind die Krisen, die immer wieder auftreten, das zweite und vielleicht sogar wichtigere Übel ist der Zwang zum Wachstum. Wenn die Wirtschaft nicht wächst, dann geht es eigentlich bergab. Wenn die Wirtschaft nicht wächst, wächst Arbeitslosigkeit und Stagnation. Diese Eigenschaft dürfte dem Kapitalismus angeboren sein, doch sie ist nicht nur übel sondern andererseits auch seine große Errungenschaft, denn der Kapitalismus ist die erste Wirtschaftsordnung, die den Reichtum der Menschheit durch ständige Innovationen und ständigen Mehrwert in vorher ungekannte Höhen katapultiert hat, was das bedeutet kann man im Vergleich unserer Lebensweise mit der in den ärmsten Staaten der Welt sehen, und bitte keine Sozialromantik vom Typ >zurück zur Natur<, verhungern ist nicht lustig, vorzeitiges Sterben hat nichts Romantisches.
Der Kapitalismus schafft notwendig den Weltmarkt, die Globalisierung ist notwendige Folge des Kapitalismus und zwar keine prinzipiell schlechte.
Man kann es ganz trivial sagen: solange noch Menschen auf dieser Welt in Armut leben, solange ist der Kapitalismus richtig und notwendig. Klingt absurd, ist aber wahr.
Es wird dann auch eine Wirtschaftsordnung geben können, die ohne Wachstum funktioniert, das ist schon absehbar, nicht nur als Notwendigkeit sondern auch als Möglichkeit. Aber das ist Zukunftsmusik, darüber kann man nachdenken, aber das ist nicht unser eigentliches Problem.
Unser Problem ist heute, dass wir das Wachstum so zu beeinflussen lernen, dass diejenigen etwas davon haben, die jetzt noch hungern und leiden.
Das geht, bloß nicht so wie es bisher versucht wurde.
Man kann nicht den Abgekoppelten die europäischen Methoden und Standards überstülpen, sondern man muss ihnen die Mittel geben, eigene Strukturen aufzubauen, eigene Arbeit zu finden, eigenen Reichtum zu erarbeiten. Und auf faire Art mit ihnen handeln.
Ist dabei der Kapitalismus hinderlich? - nicht notwenigerweise. Das muss nicht so sein, hinderlich ist der vollmonopolisierte Kapitalismus, die weltumspannenden Konzerne, die der Kontrolle mal wieder entflohen sind. Das ist nicht neu: im nationalen Mastab wurden schon vor 100 Jahren Monopole, Kartelle und Trusts verboten. Das geht, es stimmt überhaupt nicht dass Kapitalismus keine Regeln kennt, schon der Kampf um den Normalarbeitstag zeigte im 19. Jahrhundert, dass es gar kein Problem ist Regeln zu machen, wenn sie für alle gelten, denn dann verzerren sie den Wettbewerb nicht.
Jetzt sind die Weltkonzerne aus der Umzäunung ausgebrochen, weil sie weltweit agieren und die politischen Zusammenhänge nicht so schnell auf der weltweiten Ebene funktionieren. Wieder mal weist der Kapitalismus den Weg: die Notwendigkeit weltweite Regeln zu schaffen wird auf jeden Fall zu diesen weltweiten Konkurrenzregeln führen und damit das Gleichgewicht wieder herstellen. Es ist einfach nicht normal, dass chinesische Wanderarbeiter für 1 € am Tag oder was immer sie kriegen mögen, die teuersten Turnschuhe und die ausgefeilteste Elektronik zusammenbasteln und damit den Konzernen riesige Extraprofite erarbeiten. Und der Konsument in den Metropolen kauft die Sachen, weil sie so viel billiger sind, als die dortselbst produzierten und kriegt natürlich nicht mit, dass er seine eigenen Arbeitsplätze abschafft, verhält er sich doch marktgerecht.
Es müssen also weltweite Regelungen her, das richtet sich nicht gegen die Marktwirtschaft, sondern im Gegenteil, es ist nötig, damit die Märkte weltweit funktionieren und die Ungleichgewichte beseitigt werden, die ungeheuer gefährlich werden können, die sogar schon ungeheuer gefährlich sind. Ungleichgewichte schaffen nicht nur Reichtum, sie schaffen auch Armut, Wut und Aktivierung. Diese wütenden Aktivierungen führen zu Terror, Piraterie, Völkerwanderung, Krieg und Bürgerkrieg, wenn man die Bedrohung nicht ernst nimmt, kommt es zu einer malignen Spirale. Man sollte nicht denken, dass das 21. Jahrhundert risikolos ist, man sollte erst recht nicht denken, dass Krieg und Revolutionen eine neue Welt erkämpfen würden. Die Millionen Toten des 20. Jahrhunderts sollten uns eines Besseren belehren.
Schaffen wir also die Globalisierung, die wir zum überleben brauchen: mit Regeln, die die Märkte ins Gleichgewicht bringen und ein Wachstum dort ermöglichen, wo noch Hunger und Not ist.
Denn erst die Überwindung von Hunger und Not weltweit ist die Voraussetzung das Grundproblem der Menschheit zu lösen: die weltweite Überbevölkerung mit allen ihren Konsequenzen in puncto Ressourcenknappheit und Klimaveränderung, etc.
Meister 10.07.2009, 11.15 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy
Die Buchhandlung als romantischer Ort
Meine Lieblingsbuchhandlung in der Koertestrasse 24 in Kreuzberg ist auf jeden Fall das Romantischste, was ich mir in diesem Zusammenhang vorstellen kann.
Gestern war ich wieder dort. Die Buecher sind auf kleinem Raum konzentriert, man muesste eigentlich einen Messpegel haben, Man denkt, die koennen doch nicht viel haben, aber im Gegenteil, es ist viel mehr da, als man vermutet.
Es ist aber nicht nur der Raum: die Buchhaendler, die Familie Kirchner sind nicht nur kompetent sondern auch total freundlich und hilfsbereit. Sie haben immer intertessante Tipps uf Lager und sie beschaffen alles. Nachdem sich die alten Kirchners zurueckgezogen haben, konnte zum Glueck ihr Sohn mit seiner Frau die Sache fortfuehren. Irgednwie ist Buchhandel auch eine Art Kunst, sie muss es auch sein, wenn man in digitalen Zeiten ueberleben will.
Jedesmal finde ich was tolles, mal auf Empfehlung, mal unter einem hohen Buecherstapel. Man darf es bloss nicht zu eilig haben, wenn man sich die Schaetze erschliessen will.
Neulich stand ueber eine andere Buchhandlung in der Zeitung, die Kunden wuerden sich beraten lassen und dann im Internet bestellen. aber umgekehrt macht es doch viel mehr Sinn: sich im Intrnet umschauen und dann in der Lieblingsbuchhandlung bestellen. Schade dass es nicht mehr so viele davon gibt.
Also : Unterstuetzt Euren lokalen Lieblingsbuchhaendler!
Meister 09.07.2009, 12.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Mord im Gerichtssaal
Aber die Vorwuerfe in Bezug einer "Islamophobie" finde ich ziemlich daneben.
Und wenn jetzt Leute fuer den Schutz moslemischer Frauen in Deutschland demonstrieren wollen und damit nicht die wirkliche Unterdrueckung dieser Frauen durch ihre Maenner, Familien und geistigen Vordenker meinen, sondern die Deutschen, dann foerdert genau so etwas das nicht gerade das Ansehen des Islam als eine in Deutschland integrierbare Religion. Und wenn man deswegen in Aegypten gegen Deutschland demonstriert oder gar die aegyptischen Apotheker deutsche Medikamente boykottieren wollen, dann fragt man sich natuerlich auch, was sie dazu sagen, wenn europaeische Touristen von Islamisten dort ermordet werden?
Meister 08.07.2009, 14.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt
Gibt es romantische Zahlen?
Meister 08.07.2009, 12.35 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Der Sommer und die Grippe
Trotzdem bin ich mal gespannt, wie lang die Amtsschimmel noch ihre wichtigtuerische Grippepolitik aufrecht erhalten. Haben sie nicht schon jetzt alle Autorität eingebüßt? Wird man die Ämter noch ernst nehmen, wenn es wirklich zu einer ernsten Pandemie kommt?
Es kann nicht gut gehen, wenn statt medizinischer Kriterien bürokratische eingeführt werden. Die überforderten Beamten arbeiten offenbar nach der Devise: nur alles so machen, daß ihnen keiner an den Karren fahren kann: "Wir haben doch alles gemacht!", werden sie hinterher sagen. Im Moment ist das ja nicht schlimm, aber was passiert, wenn es im Herbst wirklich ernst wird.
Im Spiegel stand ein Artikel darüber, wie in Düsseldorf die Einschleppung der Grippe bekämpft wird. Don Quichotte ist gar nichts dagegen: während die japanische Schule voller Grippe ist, aber ein Massenfest veranstaltet, stehen sie am Flughafen und halten nach Verschnupften Ausschau.
Vielleicht sollte ich es nochmal sagen: stat Meldeterror und Horroranweisungen sollte man einfach möglichst viele Tests in die Breite machen oder zumindest dazu auffordern.
Oder sollen wir das einfach selbst tun? Einfach Grippeabstriche ins Labor schicken ohne den meldepflichtigen Verdacht, einfach so, weil es ja sein könnte. Dann kann es aber ein Problem geben, dass die Kassen das als unwiertschaftlich abstrafen.
Vielleicht sollten wir uns auch lieber den Problemen des kommenden Winters zuwenden.
Meister 07.07.2009, 09.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Heute ein Eichhörnchen in der Kirsche
Es ist eine Schande, dass so viele kleine Tiere überfahren werden, manchmal dnek ich, es ist nicht immer ein Unfall.
Wir hatten jahrelang hier keine Eichhörnchen, aber da es inzwischen reichlich Walnüsse und zunehmend auch Haselnüsse bei uns gibt scheinen wir ein Einwanderungsgebiet zu sein. Nur immer mit der verdammten Straße aufpassen.
Meister 05.07.2009, 21.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Richard Rudgley:Abenteuer Steinzeit
Vielleicht ist unsere Arroganz gegenüber dem Vorher einer unserer größten Fehler, denn wir neigen dazu, selbst in kürzer zurückliegenden Zeiten alles als primitiv und rückständig anzusehen. Dadurch können wir die Zeiten aber nicht verstehen.
Gleichzeitig ist es offenbar grundfalsch zu sein, die Geschichte nur als eine ständige Aufwärtsentwicklung anzusehen: es hat vielleicht Hochkulturen gegeben von denen wir keine Ahnung haben, und es hat nach Hochkulturen auch wieder böse Abstürze gegeben. Das könnte auch in Zukunft so passieren.
Meister 05.07.2009, 19.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Überförderung und Überforderung
Das Grundproblem scheint mir zu sein, dass (möglicherweise fälschlicherweise?) davon ausgegangen wird, dass man brilliant sein muß, um in der heutigen Welt als Jugendlicher einen Platz zu finden. Es sollte weniger Druck ausgeübt werden, es sollten mehr Angebote gemacht werden, das Lernen lernen muß in den Mittelpunkt gestellt werden.
Ich glaube eigentlich, dass die Lehrer das gern tun wollen, aber dass Lehrpläne in Zeiten des Pisaterrors überfüllt sind und meßbare "Leistung" überbewertet wird.
Wer hat eigentlich das aufgebracht, dass heute nur die Besten und Brilliantesten eine Chance haben? Alle Kinder können lernen, jeder auf seine Weise. Es fehlt an Freiheit und an Zeit auf alle individuell einzugehen. Das kann nicht durch Druck und "Förderung" ersetzt werden. "Förderung" ist dabei heute etwas sehr Schillerndes, reimt sich aber vor allem auf: Zusatztermine, Einbimsen und das Nichtverstandene solange weiter Eintichtern bis es unverstanden irgendwo wieder rausquillt.
Es kommt darauf an Zeit zum Lernen zu haben, es auch selbst tun zu können, es auch etwas anders tun zu können. Und es kommt letztenendes nicht auf Wissen an, sondern darauf sich mit einem Stoff kritisch auseinandersetzen zu können, sich selbst weiter entwicklen lernen und einen Begriff vom eigenen Wert und Können zu bekommen.
Wenn ich mich mit Schülern unterhalte, bekomme ich heute immer wieder den Eindruck, dass die kritische Auseinandersetzung mit dem Stoff zu kurz kommt, wenn sie denn vorkommt.
Wie kann man zusammenfassen: Mehr Freiheit für die Schulen, die Lehrer und die Schüler. Umdenken in den Zielen, auch bei den Eltern: Elite kann nur geistige Elite sein, nicht Absolventenelite. Und mehr Individualität bitte.
Meister 05.07.2009, 10.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule
Essen Eichörnchen Kirschen?
Meister 04.07.2009, 19.29 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Schönen Tag noch !?
Wenn jemand vor 10-20 Jahren einen schönen Tag wünschte, dann war es in der Regel nett gemeint und kam auch selten vor.
Heute wird der Spruch inflationär angewandt, aber man hört auch immer öfter einen gewissen häßlichen Unterton, der etwas in der Richtung "Du kannst mich mal" oder "Verpiß dich, du Blödmann" heissen kann.
Man kann darauf natürlich mit einem freundlichen "Ich wünsche Ihnen das Gleiche" antworten.
Meister 04.07.2009, 12.57 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Abgewatscht
Was kann man Herrn Lindner vorwerfen? Eigentlich nur, dass er inkonsequent ist: kein Geld ohne Gegenleistung ist die notwendige Maßnahme der Zukunft.
Und das dürften auch mehr Leute in der Politik wissen, als sie es sich zu sagen trauen. Die Sozialmafia beherrscht die veröffentlichte Meinung, letzendlich werden diese Leute ihren eigenen Lebensunterhalt ja gerade aus den Sozialtransfers herausschneiden. Die Brot-und-Spiele-Gesellschaft ist doch großartig, hat schon im alten Rom prima funktioniert, gibt es etwas Besseres als Leben von Sozialtransfers und Nichtstun? Natürlich ist das Brot noch etwas knapp (deshalb HOCH mit den Transfers) und die Spiele etwas mau (trainiert endlich Gladiatoren, >Ultimate Fighting< geht schon in die richtige Richtung, züchtet Kampflöwen, einen Ersatz für die Christen als deren Opfer im Zirkus finden wir dann auch noch).
Wozu überhaupt noch arbeiten, lassen wir es doch die anderen tun. Zahlen sollen die "Reichen", Geld kann man doch drucken, auf ein paar Billionen Schulden mehr oder weniger kommt es doch auch nicht mehr an.
Meister 04.07.2009, 09.51 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro
Vakuumhyperaktivität!?
so sprach ein CERN-Atomhysiker gestern in 3sat.
Um fortzufahren, dass die Vibrationen im Vakuum dann zu dessen Polarisierung und weiter zum Urknall und somit zum Entstehn von Materie geführt haben.
Schon interessant, wenn auch noch recht dunkel.
Warten wir also ab, was aus den Vibrationen im Vakuum der Köpfe unserer hyperaktiven Kinder wird. Auf welche Urknalle können wir hoffen?
Meister 03.07.2009, 07.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Was soll das mit der Geschichte?
Über Geschichte gibt es ganze Bibliotheken, die werd ich nicht ersetzen.
Aber manche Sachen sind vielleicht auch etwas anders als sie sich in der offiziellen Gechichte so darstellen. Darüber muß man mal nachdenken, darüber kann man auch ein paar interessante Kommentare abgeben. Mal sehen, was draus wird.
Meister 02.07.2009, 21.38 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Geschichte mal anders
Mehr Licht im Garten
Aber als ich neulich an ihm vorbei ging hörte ich, wie er mir zuflüsterte: "Laß mich leben". Als Romantiker glaube ich natürlich an solche Einflüsterungen, natürlich ist sie beseelt die Natur. Wenn wir es sind, ist sie es auch. Also bin ich auf die Idee gekommen, wir könnten mal einen Sommerschnitt durchführen und da ich gerade eine Stangenkettensäge bekommen habe, haben wir gesägt, kräftig gesägt, auch noch dne Trompetenbaum und auch noch den Maulbeerbaum.
Ergebnis: ein total neues Licht im Garten und ein Riesenhaufen von Ästen. Wir haben aber gleich den zweiten Schritt gemacht: Simone hat die Äste zugeschnitten und ich habe den Schredder gefüttert. Es ging schneller als gedacht und alles ist hübsch zerkleinert.
Das Licht im Garten ist ein interessanter Aspekt, gerade im sonnigen Sommer. Man darf nicht alles in totales Dunkel fallen lassen, gärtnern heißt eingreifen, sonst kann man ja den Urwald wachsen lassen wie er ursprünglich war. Aber es ist doch gerade schön mit der Natur einen tätigen Einklang zu finden, oder?
Meister 02.07.2009, 19.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Steuern rauf oder lieber runter?
Hallo, hier ist wieder Eure Wirtschaftsamateurin Billie B: Stupid.
Heute wollen wir uns mal fragen, wie es mit den Steuern weiter gehen soll?
Kaum haben unsere Poltiker die Milliarden zu hunderten verpulvert, für Abwrackprämien und böse Banken und natürlich für die Rettung von Fässern ohne Boden, kriegen sie mit, dass der Bürger davon nicht so begeistert ist und Inflation wittert. Da werden wir doch mal als Erstes eine gesetzliche Schuldenbremse beschliessen, die kostet uns heute gar nichts, und nach der Sintflut wird schon keiner mehr dran denken. Nach dem abgewandelten Motto: "Was schert mich mein Gesetz für Übermorgen?". Das Gleiche gilt für das gesetzliche Verbot der Rentensenkung.
Und dann "huch!", wir haben ja so viele Schulden, da werden wir wohl die Steuern erhöhen müssen! Komisch, sie haben doch gerade absichtlich die Schulden gemacht, um angeblich die Konjunktur anzukurbeln. Jetzt die Steuern erhöhen, um sie wieder abzuwürgen?
Ich muß Euch mal meine ganz private Meinung anvertrauen: unsere Politikerriege samt ihrer "Experten" versteht von Wirtschaft nicht nur noch weniger als Eure Wirtschaftsamateurin, sie verstehen scheinbar gar nichts davon. Dafür aber immer forsch im Ton. Diejenigen, die für Steuersenkungen sind, werden abgewatscht als böse, böse Marktliberale, das braucht man ihrer Meinung gar nicht mehr zu erklären, so offensichtlich böse ist das. Und sie diskutieren munter, welche Steuern man denn erhöhen sollte und wenn nicht jetzt, wann denn dann. Es ergibt sich ein absurdes Bild: "Wir möchten die Steuern senken, aber wir wissen nicht, wann wir das tun können. Wir müssen die Steuern vielleicht aber auch erhöhen, wir wissen aber auch noch nicht wann und welche". Der Bürger hörts mit Grausen, denn er weiß: sie werden die Steuern erhöhen. Wann? Natürlich gleich nach der Wahl. Welche? Wahrscheinlich ein hübsches Bündel.
Man sollte vielleicht also doch die Leute wählen, die versprechen, dass sie die Steuern senken werden, auch wenn ihnen das keiner zutraut.
Denn eigentlich scheint es doch logisch, dass man in der Krise die Steuern senkt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Und dass man den Einkommensteuertarif senkt und vereinfacht, damit nicht jeder Zuwachs gleich aufgefressen wird. Und die bösen Superreichen? Die Politfuzzies malen die Superreichen als Geiermonster an die Wand, um dem erschreckten Kleinbürger das Portemonnaie in dem Moment aus der Tasche zu ziehen, indem er vor dem aufgemalten Gespenst erschreckt. Das ganze Gefasel, dass die Reichen mehr bezahlen müßten, ist reine Augenwischerei wenn nicht Sozial-Agitprop: denn das Steueraufkommen ist nicht von den obersten Zehntausend zu holen, man sagt Reichensteuer, und durch einen kleinen Taschenspielertrick bezahlt wieder die Mittelschicht die Zeche.
"Dann müssen wir die Leistungen des Staates einschränken", wird gedroht.
Was für eine Drohung! Genau das solten sie tun: Schluß mit dem sinnlosen Geld aus dem Fenster schmeissen, stattdessen Bürokratie abbauen, Staat verschlanken, Sozialstaat von Subvention auf Hilfe zur Selbsthilfe umstellen und damit die Schmarotzer von den Leistungen abhängen, um den Bedürftigen mehr und wirkliche Hilfe geben zu können.
Kann man denn wirklich die Steuern senken? Bei den Schulden?
Die Schulden haben es in sich, aber die Staatsausgaben sowieso. Man kann diese Schulden nicht kurzfristig abbauen, aber vor allem darf man nicht höher besteuern, was nützlich ist für unser aller Wohlergehen: der ermäßigte Mehrwertsteuersatz auf Lebensmittel ist notwendig, es würde sonst einen ausgeprägten inflationären Schub geben. Ob da nicht ein paar Sachen rausfallen könnten, kann überlegt werden. Ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz auf Handwerkerrechnungen wäre ein ungeheuer positiver Schritt: würde die Wirtschaft da stimulieren, wo im Lande Arbeit geleistet wird, also Arbeitsplätze schaffen, und es wäre ein genialer Schlag gegen die Schwarzarbeit, denn deren Preisvorteil besteht doch zum großen Teil darin, dass sie keine Mehrwertsteuer zahlt.
Leistung darf nicht höher besteuert werden, denn wozu soll jemand mehr schaffen, wenn ihm alles weggesteuert wird? Also runter mit der Lohn- und Einkommensteuer! Und die Reichen? Die Diskussion sollte von Sozialneid befreit werden: wenn jemand aufgrund eigener Leistungen viel Geld verdient, ist das ok. Wenn jemand Gewinne reinvestiert, ist das auch ok. Aber man könnte schon darüber nachdenken, ob man Reichtum, den man nicht selbst erarbeitet hat, also Spekulationsgewinne, Zinsen und Erbschaften nicht höher besteuern kann.
Leistung soll sich wieder lohnen, nicht Besitzvermehrung.
Schon klar, dass es sich dabei angesichts der heutigen wirtschaflichen Weltoffenheit kein national lösbares Problem ist, aber warum kümmern sie sich nicht endlich mal um die Probleme, für die wir sie engagiert haben?
Nicht nur die Manager, auch die Politiker sollten für nachhaltigen Erfolg bezahlt werden.
Vielleicht sollte demnächst mal darüber abgestimmt werden, welcher Bonus an die Regierungsmitglieder bezahlt wird? - Nein, liebe Politfuzzies, das war natürlich nur ein Scherz, wir wissen doch alle, dass ihr dann keine Chance hättet, an einen Bonus zu kommen. Deshalb macht nur weiter mit dem Spiel: "Wir machen uns die Taschen voll, solange wir dran sind, und dann sollen die anderen sehen, was für sie übrig bleibt."
Wie sprach doch jemand zu mir in meinem Traum neulich?:
"Its the Steuersenkung Stupid!"
Meister 02.07.2009, 09.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy
Nächtlicher Schneckenalarm: Mord & Totschlag
In der Tat: Dutzende von Schnecken machen sich über den Salat her. Die Tierschützer mögen mir verzeihen, aber ich bin nicht nur Tierschützer sondern auch Gärtner und diese Biester stehen wie Stechmücken bei mir auf der Zero-Tolerance-Liste. Es war ein Massaker und dann noch Schneckenkorn um die versprengten und versteckten Reserven zu erledigen. Heute morgen lagen diese Leichen dann neben den anderen. Am Salat sind allerdings auch deutliche Verluste entstanden. Besonders erbittert haben mich aber ein halbes Dutzend Schnecken, die eine Petersilienpflanze würgten. Wenn ich nicht noch raus gekommen wäre, wäre davon heute früh sicher nichts mehr übrig gewesen.
Meister 01.07.2009, 18.41 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Salat und Schnecken
Kommt heute ein Gewitter? Spricht einges dafür.
Meister 30.06.2009, 13.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Arme Kinder von Schwerin ?
Zusätzlich wird auch noch der latente Fremdenhaß in Ostdeutschalnd bedient: die deutschen Kriminellen sind natürlich alle Ehrenmänner, die von den Verhältnissen zum Klauen getrieben werden, während die Russen und Polen die gewissenlosen Verbrecher sind, die ohne Gnade Komplizen morden und saubere deutsche Kinder entführen, um ihre Eltern zum Verbrechen zu erpressen. Es passt alles zusammen in "Polizeiruf Meckpomm", man fragt sich nur, wo in aller Welt mag dieses Land liegen? Sicher irgendwo im Osten, in Polen vielleicht, oder nahe Moskau?
Wer ist eigentlich für die Ausstrahlung von so etwas verantwortlich? Das geheime Politbüro der SED-Linken? Hat die Doppelspitze Iljitsch und Oskar Bonaparte das abgenickt. Ist es die offizielle Propagandalinie oder die inoffizielle Zersetzungslinie?
Man sieht: Fragen über Fragen und die Antwort ist natürlich : den Soli abschaffen wird in den nächsten Jahrzehnten nicht möglich sein.
Meister 29.06.2009, 10.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Heute mal Sommersonntag
Meister 28.06.2009, 12.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Heidelbeerkuchen
Meister 27.06.2009, 20.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Schwer auf die Beine zu kommen
Wenigstens dreht das Wetter in Richtung erholsam, aber die Energielosigkeit nervt.
Meister 27.06.2009, 19.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schlammsauger - gut
Meister 26.06.2009, 18.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Fortbildungszertifikat in trockenen Tüchern
Wie so oft kommt es drauf an, wie man´s macht.
Meister 25.06.2009, 12.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Religionsverbrecher und Gottesstaat
Die Antwort ist einfach: sie glauben gar nicht an Gott sondern an ein Buch. Es ist die Buchgläubigkeit, die die "Buchreligionen" eint. Da stehen irgendwelche Sätze, die von ihnen willkürlich ausgelegt werden, und dann sind sie sich sicher, dass sie es sind, die Gottes Willen tun.
Der Tag wird kommen, dass sie peinvoll erfahren, dass sie in allen denkbaren Universen, diesseits, jenseits und vielen anderen mehr, verdammt sind.
Meister 25.06.2009, 10.26 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Erst krank, dann Urlaub
Meister 24.06.2009, 22.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Piraten-GEZ ?
Eine äußerst interessante Diskussion ist angestossen worden. Auch wenn da manches bisher schief läuft, ist es doch genau die Diskussion, die gebraucht wird.
Man möchte downloaden was das Zeug hält und alles ohne individuelle Zahlung, das Urheberrecht abschaffen/ändern, so dass jeder alles haben kann. Eine Downloadflatrate für alle Inhalte, mit einer Art GEZ, die einen Pauschalbeitrag von jedem bekommt und das Geld auf Berechtigte verteilt. Klingt demokratisch und fortschrittlich: >alle Information für jeden - kostenfrei!<
So kann es aber nicht gehen, nicht nur weil man sich die Augen darüber reiben kann, dass Piraten sich plötzlich mit einer der schrecklichsten bürokratischen Zwangsorganisationen Deutschlands anfreunden, der GEZ, die unpopulär durch ihre Agentenheere und grünen Briefe, kurz vor ihrer Abschaffung steht. Sie wird diesen Zuspruch von unerwarteter Seite zu schätzen wissen.
Der freie Zugang zu Informationen ist eine der besten Ideen überhaupt und wird sich deshalb auch immer weiter durchsetzen.
Probleme gibt es aber in zweierlei Hinsicht: Erstens: die frei ins Netz gestellten Informationen können mehr oder weniger Wahrheit enthalten, müssen also irgendwie verifiziert/falsifiziert werden, und zweitens: die wirklich schöpferischen Werke müssen wirksam geschützt und angemessen vergütet werden, um eine geistige Verarmung und die Enteignung der geistig Schaffenden zu verhindern.
Auf der Oberfläche kann man viel viel Blauäugigkeit von Austausch sprechen, aber das ist Augenwischerei: ich kann mit meinen >selfmade content< nicht die Werke eines Beethoven von heute eintauschen.
Ein Musiker sagte mir vor einiger Zeit: "wenn alles, was veröffentlicht wird, sofort geklaut wird, dann wird bald nichts mehr komponiert und aufgeführt". Die Musik ist ein besonders gutes Beispiel, weil sie so leicht zu kopieren ist, gilt aber für Bilder, Texte,Filme etc. ganz genauso.
Ich habe auch kein Patentrezept, aber bestimmte Grundlinien kann man skizzieren:
Das Urheberrecht muss verändert werden, vollkommen klar, und auch anders als die Entertainmentkonzerne sich das vorstellen: der Schöpfer, der eigentliche geistige Eigentümer muss geschützt werden, vor den Konzernen, auch vor den Usern. Wenn man da etwas Geniales hinkriegen wrde, könnte man eine geistige Blüte anschieben.
Es ist ja keineswegs so, dass das bisherige Urheberrecht die wirklichen Urheber in der Vergangenheit sehr bevorteilt hätte, im Gegenteil, irgend jemand hat sich ihre Werke billig angeeignet und dann profitabel vermarktet. Nur sehr wenige Künstler haben von ihren Werken angemessen profitiert.
Man müsste also auf eine neue Ethikebene im Internet kommen: eine Leistung, die über ein normales Maß hinaus geht, ein >Werk< , muß honoriert werden. Honoriert im wörtlichen Sinne, den Schöpfer duch ein Honorar ehren !
Wenn so eine Denkweise um sich greift, wird man auch die Mittel und Möglichkeiten dafür finden.
Nehmen wir mal an, so etwas wäre weitverbreitet etabliert, dann könnte ich vielleicht ein Musikstück oder ein literarisches Werk durch einen relativ kleinen Obulus erwerben, sagen wir mal für einen Song 10-20c, für ein Buch 1-2 Euro, ein Sümmchen, was mich nicht arm macht und für sich allein genommen den Schöpfer nicht reich. Aber wenn 1 Mio Leute ein solches Lied bezahlen wären das 100.000,- Euro, wenn ich 10.000 Bücher absetze, bekomme ich 10.000,- Euro, das wären doch echt honorige Honorare, die die Schaffenskraft der Menschen ankurbeln und durch wirkliche Nachfrage gesteuert werden.
Und wie soll das bezahlt werden?
Die heutigen Bezahlsysteme kranken vielleicht vor allen daran, dass sie für den Warenerwerb im Internet konzipiert wurden, d.h. es werden zu große Summen bewegt, locken damit die Bösewichter an.
Man sollte einen Computersafe konstruieren, der nur auf jedem einzelnen Computer einen Geldbetrag bunkern kann, und der nur von diesem Computer aus weiterbewegt werden kann, also von nirgendwo anders weggeholt. Die Auffüllung könnte man über eine gewöhnliche Geldkarte vornehmen. Und die Kapazität des Tresors könnte stark begrenzt sein: 10-20 maximal 50 Euro. (Für größere Beträge stehen andere Zahlungssysteme bereit).
Der Zweck dieses Tresors wäre ausschließlich der Erwerb von downloads im vorgenannten Sinne, vielleicht auch noch Kleinspenden, wenn es gewünscht wird.
Klingt alles zu idealistisch?
Mag sein, aber die eigentliche Kernaussage, dass wirkliches Schöpfertum honoriert werden muss, erscheint mir voll klar, das >wie?< wird hoffentlich noch breit diskutiert werden.
Geistiges Eigentum muß für alle da sein, mag sein, aber wenn man unter sozialisieren versteht, dass man sich persönlich etwas aneignet, dann ist das in Wirklichkeit eine Perversion des Denkens und jedem Schöpfertum feindlich.
Meister 23.06.2009, 10.06 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen
Ewigkeitstherapie
Wir müssen überlegen, ob man nicht grundsätzlich eine Pause nach einer definierten Anzahl von Stunden einschieben sollte, oder vorher gleich in die Verordnung reinschreiben: "das Therapieziel sollte nach X Sitzungen erreicht sein".
Egal wie wir das machen, wir müssen die Ewigkeitstherapie weg kriegen. Nicht wegen Kostendämpfung, sondern weil es einfach keinen Sinn macht.
Meister 22.06.2009, 18.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Ans Werk
Meister 22.06.2009, 08.55 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Ich bin ein Star - helft mir vom Baum!
Nur wie die das schaffen, dann auch noch mit vollem Bauch wegzufliegen, das ist ihr großes Geheimnis. Für uns dagegen verwandelt sich das Paradies immer in Arbeit. C´est la vie, la condition humaine.
Meister 21.06.2009, 15.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Spruch zum Tage
(gesehen auf dem Weihnachtsmarkt. Gutes Gedächtnis, wa?)
Meister 21.06.2009, 11.46 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Sturm über Bankanien, 3.Akt
3.Akt
In einem großen gediegenem Raum mit großem Kaminfeuer (Auf jeden Fall Theaterfeuervorschriften beachten). Draußen ist es dunkel, es stürmt, blitzt und regnet heftig, erkennbar durch ein großes Fenster im Hintergrund. Es sind eine Reihe fein gekleideter Herren anwesend, die aus Aktenmappen Papiere ins Feuer werfen und verbrennen. Die Stimmung ist ruhig, vielleicht etwas unheimlich, das Licht gedämpft, der Feuerschein herrscht vor. Durch die Seitentür kommt Vaterstaat herein, elegant lässig, er schaut und stutzt und fragt.
Vaterstaat:
Nun meine Herren, verbrennt ihr die Schrottpapiere? Das ist löblich. Haut weg den Schrott und alles ist in Butter. Ich wußte doch, die Lösung ist ganz nahe.
AckerDeutschmann: Das schöne Geld, die assets verbrennen? Das sind doch unsere besten Werte, auch wenn sie heute keiner kaufen will. Sie müssen raus aus der Bilanz, und dabei wirst DU uns helfen, doch im tiefen Bunker lassen wir sie schlummern bis jemand sie nimmt. Aber wir sind nicht so, Du kannst sie auch gleich ganz kaufen, dann weißt Du, was Du hast.
U.B.Schwitz: Wir machen auch nen fairen Preis. Wie wär´s mit 98 Prozent?
Vaterstaat: Prozent von was?
U.B.Schwitz: Vom Nennwert versteht sich, Du kannst ein hübsches Sümmchen gewinnen, 2 Prozent von einer Billion sind 20 Milliarden, dann bist Du sanieeeeert.
Vaterstaat: Ich glaube eher blamiert und vorher rasiert. Denkt ihr ich kenne nicht das Risiko?
U.B.Schwitz: Du verhandelst hart, also gut: 97%, sie werden Dich feiern, Du bist aus Stein wie eine Brücke.
Vaterstaat: Sie werden mich feuern, wir haben Wahljahr.
AckerDeutschmann: Ach Quatsch, Dich doch nicht, Du bist so groß und haltbar. Wir halten zu Dir, die Krise ist vorbei, wir verkündens und Du wirst gefeiert, 95%, das ist aber das letzte Wort. Du siehst doch das wir hart für dich schaffen, wir schwitzen wie die Affen.
Vaterstaat: Wenn´s nicht der Schrott ist ,den ihr verfeuert, was macht ihr dann?
Goldiesachs: Wir verbrennen nur die alten Geheimpapiere, die Absprachen, die Strategien, die Beweise für die Scheise.
AckerDeutschmann: Du weisst schon, schau, erinnerst Du dich nicht : "Heute gehört uns Deutschbank und morgen die ganze Welt!"
U.B.Schwitz: Oder dies:" Am Bankwesen werden wir ganz persönlich genesen." Wir schmeissen das alles ins Feuer, dann kommt es uns nicht teuer. Der Mensch, der glaubt, das was er wünscht, der Rest ist bald vergessen. Du hast den Hypo doch jetzt in der Tasche, gut, er liegt dir drauf, genau wie der fette Landbanx, doch Du bist jetzt einer von uns, mach mit, das Geschftsmodell ist noch heiß.
MultiplixLandbanx:
Was redet ihr über mich Kollegen, ich bin gesund und habe meine Kunden - mit Subventionen jedenfalls - immer noch gefunden.
AckerDeutschmann nimmt Vaterstaat, umfasst ihn an der Schulter:
Wir wolln doch alle nur das Beste; fürs Vaterland, Europa und die ganze Welt. Ihr dürft auch schöne Regeln machen, wir stimmen die dann alsbald ab. Wir helfen euch, ihr könnt den Schrott doch leicht verstecken, im dunklen Dreieck der Zukunft. Dann wird wieder kräftig verdient, und alle sind zufrieden, die Krise ist zu Ende, wer sagt denn dass 25% Rendite das Ende der Fahnenstange sind? Immer weiter kann es aufwärts gehen, wir könnten doch den Mond verkaufen, das lohnt sich irgendwann bestimmt, die Investoren warten schon, die Leute wollen Zukunft.
Über dem Kamin öffnet sich ein Fenster, die Zukunft schaut ins Zimmer:
Ihr wollt was in meinem dunklen Dreieck verstecken, ihr könnt mich mal am Rücken....
Vaterstaat: Man darf die Zukunft nicht verschrecken, sie ist noch so ein junges Ding. Und außerdem sollt ihr wieder Kredite geben, die Wirtschaft ächzt, die muß auch leben.
Goldiesachs: Was gehen uns diese Blaumänner an, wenn sie schrauben wollen, sollen sie ihren Spaß haben, nicht Kredit. Wir machen Geld.
Vaterstaat: Sie brauchen den Kredit, das Volk will Arbeit.
U.B.Schwitz: Unsinn! Das Volk will Brot und Spiele. Gib sie ihnen und uns die Lizenz daran zu verdienen.
AckerDeutschmann: Schmeisst den ganzen Rest ins Feuer, damit wir hier zum Ende kommen.
Sie tuns, es blitzt heftig, der Sturm bläst in den Kamin, eine
Stichflamme kommt heraus, die ganze Bühne brennt, das Stück ist vorbei.
(Im virtuellen Theater ist es nicht so schlimm, wenn die Bühne abbrennt.)
WebA.Master kommt von links mit leicht verbrannten Sachen auf die Bühne, er geht auf Reichitzki zu, der von rechts kommend sich den Ruß von der Glatze wischt.
WebA.Master, erwartungsvoll:
Und? Wie fanden sie´s?
Reichitzki, erschöpft:
Blödsinn, feuriger Blödsinn, völlig hirnverbrannter Blödsinn. Der heisseste Blödsinn, den ich je erlebt habe.
Eiserner Vorhang
Meister 20.06.2009, 18.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater
wa? - hein?
Meister 20.06.2009, 17.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Romantische Orte 1
Was ist denn ein romantischer Ort?
Ich denke, ein romantischer Ort ist ein Ort, der romantische Vorstellungen hervor ruft, wenn dessen Name erklingt, ergießt sich ein Ozean von Assoziationen durchs Gehirn.
Fangen wir ganz zwanglos an: Der romantische Kontinent heute ist Australien, so weit weg, so viele romantische Items versammelt, vom Kangaroo und Koala, Sydney und Darwin, Aboriginies und Didjeridoos, Uluru und Ayers Rock, Ghan und Royal Flying Doctor Service, das geht fast endlos so weiter über Blokes, Jackaroes, Sheilas, Gins bis zum Surfer, vielleicht einer der Lieblingsromantikexportartikel.
Natürlich wird auch ein entsprechendes Aufheben über diese Long Distance Romance gemacht, >Down under< ist schon als Begriff ikonoplastisch, "so very far away".
Australien ist das, was zur Hochzeit der alten Romantik "Amerika" war, das Land der Träume, der Freiheit, ein ganz romantischer Traum, den ganz viele geträumt haben.
Ich weiß nicht, wie das damals war, wenn man dort angekommen war, aber das besondere an Australien heute ist, dass das Romantische nicht verschwindet, wenn man dort ist, es ist auch aus der Nähe total romantisch, jeden Tag, den man dort sein kann. Und in der Erinnerung verwandelt sich alles in einen wunderbaren Traum, einen herrlichen Nebel der buntesten romantischen Orte, Ereignisse, Töne, Geräusch und Gerüche, man glaubt kaum noch, dass es wirklich war. Einzelne romantische Ort dort, müssen demnächst noch extra aus diesem Nebel gezogen werden, die Farben der Erinnerung das etwas harte australische Sonnenlicht verschwischend.
Meister 20.06.2009, 13.02 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches
Totengräber der Theokratie
Meister 20.06.2009, 11.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Sturm über Bankanien, Zwischenakt
Zwischenakt:
WebA.Master kommt auf die Bühne geschlendert, setzt sich auf einen Sessel, der aus der Tiefe herauffuhr, monologisiert:
Da sitz ich nun und weiß nicht weiter, dabei bin ich gar nicht Gefreiter. Na klar, es wird schon weiter gehen, es geht immer weiter, meist heiter, mal mit Sturz von der Leiter, ich spar mir den Reim mit Eiter. Aber da hatten wir doch noch den edlen Streiter. Doch der, ich weiß, kommt auch nicht wieder, trotz aller Heldenlieder. Was machen sie jetzt, sie drucken Geld, verkaufen Pretiosen und Papiere, entsorgen den Müll und kommen wieder zurück. Die Banker diese lausige Brut, ist nur zum Geld verjuxen gut. Mit ein paar klitzekleinen Operationen wolln sie das Geld aus unsern in ihre Taschen holen. Sie werden alles kalt verwischen und uns dann ihre neusten Investmenpläne heiß auftischen. Sie werden uns wieder jegliche Rendite versprechen, als kennten wir das nicht bis zum Erbrechen. Sie sind weiter smart und gut vernetzt, vor allem mit der Politik, auch wenn das ätzt. Denn sie haben messerscharf erkannt, die Politiker kommandieren das meiste Geld im Land. Also werden sie jetzt solange mit unserem Geld Firmen retten, bis wir verarmen, sie kassieren die Subventionen und sitzen im Warmen. Wir verbluten, und sie sind die Guten, sind wieder die Fetten, die Smarten, die Netten. Was will der kernige Pudel dort?
Reichitzki von der Seite herbei tretend:
Sie faseln mein Lieber, was sollen die Sprüche, ich bin kein Pudel, erst recht nicht sein Kern. Doch sie, ich sags, muß man zum Jagen tragen. Sie lahmer Hund, sie verfassen Blödsinn doch in Massen, warum gehts nicht weiter, das Publikum, es kanns nicht lassen, es fleht um ein Ende, hört ihr es nicht, tauber Wicht.
WebA.Master:
Recht habt Ihr, ich wags. Wenn Tausend Teufel unsre Wirtschaft würgen, wenn Banker geile Geierschreie von sich geben, dann können wir nicht lustig schweigen. Dann haben wir die Pflicht, die heilge Pflicht, ich sags Euch, mit brausendem Wort und brennenden Füssen die Freiheit - und das Wohl - des Volkes zu verteidgen. So sollen diese virtuellen Bretter, dies ungehörte Lied, dies schmetternd plastene Wortschwert, die Tat zu Ende führen, dass alle Teufel schrein und fliehn. Zur Hölle mit den feigen Hunden, saugend, saugend, ausssaugend bis zum Erbrechen - nein - sie sollen brechen, kotzen, würgen. Heraus mit ihnen, hinweg in den Orkus mit ihnen.
Reichitzki:
Sie toben mein Lieber, fassen sie sich doch.
WebA.Master:
Schon Recht, morgen kommt der 3.Akt
Meister 19.06.2009, 19.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater
Abnehmen mit Kunstbezoar
Bringt man beides zusammen, so könnte man eventuell ein Kunstbezoar erzeugen, um einen Anti-Adipositasefekt zu erzielen. Man müßte dazu auf natürlichem Wege, also durch essen, einen derartigen Stoff zufügen, der im Magen verbleibt und ein derartiges Bezoar bildet. Welchen Stoff man da nehmen könnte, müßte herausgefunden werden, die natürlichen Bezoare sind da ein möglicher Ausgangspunkt. Der Stoff darf natürlich nicht giftig und auch nicht aggressiv für seine Magenumgebung sein und idealer Weise baut er sich sogar nach einiger Zeit von alleine ab, falls nicht müßte man ihn gastroskopisch absaugen oder mit einem andern Mitel auflösen, was das Verfahren natürlich wesentlich unpraktischer machen würde. Aber sicher trotzdem wesentlich weniger eingreifend als eine Magenband-OP. Und ohne Hürde würde der Mißbrauch natürlich näher liegen, obwohl ich eigentlich glaube, dass es sich um ein eher wenig mißbrauchsanfälliges Verfahren handelt, denn man hat schlicht einen volleren Magen, das ist weder Lust noch Pein erregend.
Frage ist für mich eigentlich weniger, ob es geht, als vielmehr, ob es so wirkt, wie ich mir das vorstelle.
Meister 19.06.2009, 15.45 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen
Bundestag hurra?
Und dann die Ergebnisse dieses Ringens: die Guten haben gewonnen auf der ganzen Linie: hurra fürs selbstbestimmte Sterben, hurra für die Zerschmetterung der Kinderpornographie im Internet.
Man darf bei den guten Taten nur nicht so genau hinsehen, damit sie sich nicht entlarven. Den Patienten, der gegen seinen Willen am Leben erhalten wird und nicht sterben darf ist ein Mythos, der von der Horrorliteratur der lebendig Begrabenen inspiriert, wahrscheinlich von Gesundheitsökonomen erfunden, mittels der gelben Presse verbreitet, die Köpfe alter Leute vernebelt. Wenn letztere in Zukunft ruhiger schlafen, weil sie ihre Patientenverfügung unterm Kopfkissen liegen haben, dann ist es ja gut. Aber in der Krankenhauswirklichkeit wird es nur dazu kommen, dass weitere juristische Spitzfindigkeiten die medizinische Entscheidungsfindung erschweren. Den mutmaßlichen Willen des Patienten in einer Situation richtig interpretieren kann doch nur der verantwortungsvolle Arzt am Krankenbett, der die wirkliche Situation des Patienten kennt und die sinnvollen von den nicht mehr sinnvollen medizinischen Möglichkeiten ohne Zwang, ohne ökonomischen oder juristischen Zwang, entscheiden kann. Und die Politik sollte sich lieber Mühe geben, diesen verantwortlichen Arzt an jedes Krankenbett zu stellen, genauer: die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.
Und die Kinderpornographiesperre: mich stört da vor allem dass diese "Kinderfreunde" jeden der die Sinnhaftigkeit ihres Tuns bezweifelt gleich zum Sympatisanten von Kinderschändern machen. Eine offene Diskussion über die richtigen Maßnahmen gegen Kindesmißbrauch, Kinderschändung und Kinderpornographie tut not, möglichst breit sollte sie sein, und sie darf auch länger dauern. Denn die Diskussion hilft mehr die Ächtung zu erreichen als das Abwürgen der Diskussion unter dem Mäntelchen des "Wer gegen unsere Maßnahmen ist, muß schon sehr genau beweisen, dass er nicht selber Mittäter ist". Die getroffenen Maßnahmen sind für sich genommen lächerlich, aber ich denke, sie sind als Einstieg in eine Internetzensur besser geeignet als zum Schutz der Kinder.
Es ist natürlich auch immer wieder die alte "der Zweck heiligt die Mittel"-Frage: darf man foltern, wenn´s denn für die gute Sache ist. Guantanamo, Lenin, Hitler u.v.a. geben die Antworten: es hat schon Mancher gedacht, er mordet für die gute Sache, aber es war die schlechte, hat er bloß nicht rechtzeitig bemerkt, Pech gehabt.
Meister 19.06.2009, 11.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram
Buchhaltung als Reha-Maßnahme
Habe mir Buchaltung verordnet, fällt mir noch ein bißchen schwer, aber läuft sich ein. Man muß es sowieso irgendwann machen, also wann wenn nicht jetzt.
Meister 18.06.2009, 19.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Fritz J. Raddatz: Ich hatte dich anders gedacht
Soll man die Lektüre schlechter Bücher eigentlich auch registrieren oder gar kommentieren, oder soll man sie lieber unter den Teppich kehren?
Meister 18.06.2009, 15.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Yeoman
Überraschender Weise ist die Bedeutung genauso schillernd widersprüchlich wie ich das Wort empfunden habe, da damit sowohl ein freier Mann und kleiner Landbesitzer als auch ein Diener und loyaler Abhängiger gemeint ist, nebenbei auch gute, loyale, fachgerechte Arbeit oder einen der sie ausführt.
Man muß das wohl vor dem Hintergrund der englischen Geschichte und deren bis zumindest ins 20. Jahrhundert starken Hierarchisierung sehen: der Mann war kein Nichts, aber er war Diener der Herrschaft, die nahm nicht irgendwelchen Plebs. Bekanntestes Besipiel dafür ist eben der "Butler" der Herrschaften: Diener aber selbst voll blasiert.
Beste deutsche Übersetzung oder auch Umsetzung: der Unteroffizier, ausführender Lakai und zugleich Herr über 20 Mann und mehr.
Die englische Umsetzung zum
Die positive Umsetzung in ein ähnlich schillerndes Wort haben wir im Australischen. Ein >Bloke< ist auch so ein unabhängiger, expertenartig agierender Typ, gibt´s männlich wie weiblich, wird am Liebsten in der Mehrzahl >Blokes< angewandt und jeglicher Unterordnungscharkter geht ihm völlig ab.
Meister 18.06.2009, 13.19 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Bildung statt Schule
Die zunehmende Abwesenheit von Freiheit wird das Bildungswesen wenn nicht zerstören, dann zumindest stark beeinträchtigen und das zu einer Zeit, in der umfassende Bildung die einzige Quelle der so dringend benötigten Lösungen für die Welt ist.
Aber selbst das Bildungsideal verkommt unter der Regie von Politikern, die in ihren allerbesten Momenten es gerade schaffen, Bildung als Wertschöpfungsinstrument fürs liebe Vaterland zu etikettieren.
Die Regelungswut ist die Dominante und wieder mal zeigt sich Europa mehr gut gemeint als hilfreich. Klar ist es gut, wenn Abschlüsse europaweit anerkannt werden, bloß blöd, wenn sie zwar genauso heissen, überall aber was anderes bedeuten. Einen schnellen berufsqualifizierenden Abschluß zu schaffen ist sicher ok, schon wieder blöd, wenn man damit nichts anfangen kann, aber umstandlos aus der Uni wieder herauskomplimentiert wird. Der "Bachelor" ist der der unterste Stand der Ritterschaft, gilt als "in statu pupillari" (vgl. engl. >pupil<), man könnte ihn aber auch in Anklang an die andere Bedeutung des Wortes im Englischen als jemanden bezeichnen, der es nie geschafft hat, sich mit der Wissenschaft zu vermählen (die Vieldeutigkeit der englischen Worte ist immer wieder eine Quelle der Freude).
Die scheinbar immer noch nicht perfektionierte Verschulung des Studiums wird damit natürlich nochmal "geboostert", wenn wir gerade bei solchen Worten sind. "Fachschule für alle" hätte man das in den 50ern auch nennen können.
Wirkliche Wissenschaft braucht Freiheit! Man muß derartig triviale Sätze immer wieder gebetsmühlenartig wiederholen, bis irgendwas hängen bleibt.
Ganz am Anfang dieses Prozesses gab es für mich mal ein denkwürdiges Erlebnis. Es mußten >per ordre de mufti< an der Freien Universität im Rollback der Studentenbewegung Mitte der 70er überall Studienpläne entwickelt werden. Natürlich hatte der Senat schon damals klare Vorstellungen, soundsoviele Wochenstunden und soundsoviele Semester, die Regelstudienzeit war das damals noch ferne Ziel. In dem Gremium im Fachbereich "Philosophie und Sozialwissenschaften", das die Studienpläne als universitäres Feigenblatt zunächst absegnen musste, wurde über den Studienplan der Philosophen diskutiert, und es wurde kritisiert, dass die vom Philosophischen Institut vorgelegte Planung viel zu wenig Wochenstunden enthielt. Da setzte sich der Philosophieprofessor, ich erinnere mich noch an seinen grauen Zopf, aber nicht mehr an seinen Namen, ganz gelassen hin,hob entschuldigend die Hände und sagte: "Aber meine Damen und Herren, bitte bedenken sie doch: die Philosophiestudenten brauchen viel Zeit zum Nachdenken." Wahrlich gut gesagt. Ich glaube,andere Leute sollten auch mehr nachdenken und brauchen auch die Zeit dazu.
Meister 18.06.2009, 10.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule
Alle Wege offen
Nein Blödsinn, in der Romantik sind auch immer alle Wege offen.
So kann man immer jung sein - if only in Your dreams.
Ist Romantik Träumerei?
Versuchen wir die Frage eriwanesk zu beantworten: Im Prinzip ja, aber mit großartigen wirklichen Wirkungen auf die eigene wahnsinnige Wirklichkeit.
Meister 17.06.2009, 15.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Pandemiepläne und Schoßhündchen
Wenn man heute nachfragt, was man denn tun soll, wenn man so einen Verdacht hat, dann wird sofort ein Fass aufgemacht: 3 Abstriche, Isolation, Meldung ans zuständige Gesundheitsamt u.v.a.m.
Da man sich weder blamieren möchte (Schweinegrippe, haha!) noch Opfer gesundheitsamtlicher Zwangsmaßnahmen werden, wird man also keine Abstriche einschicken und die offizielle Situation bleibt auf: "Einzelne eingeschleppte Fälle, kaum autochtone Infektionen", wie man es auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts für jedes Bundesland einzeln aufgelistet sieht. Dabei zeigt nicht nur das Beispiel der Düsseldorfer Schule, dass es bei Grippe völlig abwegig ist anzunehmen, dass kaum jemand sich "autochton", also an Ort und Stelle bei Kontakten, infiziert.
Im Grunde genommen handelt es sich um ein vollkommenes bürokratisches Versagen der "Gesundheitsbehörden", allerdings zum Glück am (noch) völlig harmlosen Objekt.
Kekulé schreibt, wir müssten der Vogelgrippe dankbar sein, dass sie dazu inspiriert hat Grippevorsorgemaßnahmen zu treffen. Vielleicht muß man als nächstes sagen, dass wir der Schweinegrippe dankbar sein müssen, dass sie zumindest mit ihrem relativ harmlosen Anfang und motiviert, diese Vorsorgemaßnahmen zu überdenken und nachzuarbeiten, für die Vogelgrippe bespielsweise oder eine verschärfte Form der Schweinegrippe, die bei so einer Pandemie jederzeit entstehen kann.
Was sollte und könnte man anders machen?
Die Testungen auf Grippe sollten mehr in die Breite organisiert werden, damit die realen Infektionszahlen besser abgebildet werden. So ein Einsendernetzwerk ist meines Wissens schon zumindest in Ansätzen existent, scheint die Wirklichkeit aber noch nicht zu erfassen. Auch die reale Erkrankungslage müßte noch besser beobachtet werden.
Die Forschung über antivirale Medikamente sollte voran gebracht werden, schließlich wird sehr viel Geld damit verdient und wird auch in Zukunft damit zu verdienen sein. Denn wir stehen wahrscheinlich mit dem Tamiflu da, wo wir in den 60er Jahren mit dem Penicillin gestanden haben, es gibt mehr und mehr Resistenzen. Und Viren schlagen die Bakterien in ihrem Erfindungsreichtum noch um Längen. Das Einlagern antiviraler Medikamente ist schön und gut, aber ob sie im Ernstfall wirken, das ist die "proof of the pudding by eating"-Frage.
Die Impfstoffentwicklung und -produktion ist eine tolle Aufgabe für die WHO, weil sie diese Vorgänge zeitlich und weltweit optimieren müßte. Da gibt es viel zu tun und zu lernen, aber eines ist klar: wenn wir heute wesentlich besser aufgestellt sind als 1918 dann liegt das zum größten Teil an den Impfmöglichkeiten. Impfung ist die effektivste Maßnahme gegen die Grippepandemiedrohung, wenn man denn genügend effektiven Impfstoff hat.
Die Impfempfehlungen für Grippe sollten auch aus ihrem verwaschenen Zustand heraus geführt werden und das heisst: Impfempfehlung für alle. Das kostet Geld, weniger als man denkt, würde aber dazu führen, dass ein größerer Prozentsatz von Geimpften, die Grippeausbreitung hemmt. Und bei Kindern müßten wir vielleicht auch von dem "müssen wir das arme Kind nochmal mehr pieken"-Gedanken weg kommen, denn die letzte Grippewelle hat doch erst gezeigt wie schlecht die Kranken teilweise dran waren und dass die Geimpften gesund geblieben sind.
Meister 17.06.2009, 13.56 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Tagesbeginn
Frisch rasiert sieht man doch auch gleich wesentlich gesünder aus, auch kein Anklang von Schweineborsten mehr im Gesicht.
Man sollte vielleicht auch festhalten, dass 3-Tage-Bärte eine fatale Altersdialektik haben: zuerst wirken sie erwachsen, dann wirken sie wagemutig, abenteuerlich, männlich, und dann plötzlich wirken sie etwas krank und vernachlässigt, um beim Bild des armen Krankenhaus-Opis zu enden.
Na jedenfalls ist mein Spiegelbild mit mir jetzt wieder einigermaßen zufrieden. Man muß was tun für die Genesung.
Meister 17.06.2009, 10.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Kein Vergleich zu gestern
Am Besten man bleibt zuhause, kuriert sich und steckt niemanden an. Man wird nicht unbedingt Dank ernten, wenn man aus übertriebenem Pflichtgefühl sich zur Arbeit schleppt und dort die Leute ansteckt.
Meister 16.06.2009, 09.58 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
RKI nicht zu errreichen?
Doch erreicht, aber keine Neuigkeiten Stand vom 13.6. wird signalisiert.
Meister 15.06.2009, 13.09 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Platt
Meister 15.06.2009, 13.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Erkältung angekommen ,Grippe ?
Es wäre sicher einer der besten Wege, Infektionsketten zu unterbrechen, wenn alle, die sich krank fühlen, darauf verzichten andere anzustecken, mit anderen Worten zuhause bleiben.
Meister 15.06.2009, 09.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Lehren für die Schweinegrippe
Im Januar/Februar 2009 hatten wir eine heftige Grippewelle mit zigtausenden Erkrankten. Es waren am meisten Kinder betroffen, kleinere mehr als größere, es gab natürlich auch erkrankte Erwachsene, das fiel aber vergleichsweise wenig ins Gewicht. Die Praxen waren überfüllt, zeitweise konnten für einen Tag keine weiteren Patienten mehr angenommen werden, was Unmut hervor rief, aber eigentlich selbstverständlich ist, denn wenn man unbegrenzt zu viele Patienten annimmt und diese unzumutbar lange warten lassen muß, ist das für alle Beteiligten auch nicht von Vorteil.
Die Zahl der Grippekranken entwickelte sich nicht parallel zur Grippestatstik, sondern sie lief ihr voran, d.h. wir hatten schon mindestens 2 Wochen vor der öffentlichen Ansage das sichere Gefühl, dass wir es mit Grippe zu tun haben.
Das Gefühl haben heisst, man weiß es natürlich nicht genau, weil die Symptomatik sehr variabel ist und die Abstriche sowieso nur gemacht werden, wenn man einen Verdacht hat, da sie aber keine praktische Konsequenz bei der normalen Grippe haben und sowieso erst dann ein Ergebnis kommt, wenn es für den individuellen Patienten zu spät ist, kann man dies auf begründete Ausnahmefälle beschränken.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, ob wir jetzt in den nächsten Tagen diese begründeten Ausnahmen machen, weil die Frage ist, wann uns die Schweinegrippe erreicht. Aber so einfach wird es auch nicht sein, diesen Nachweis zu führen, da die normalen Labore ihn nicht machen können. Nett ist in diesem Zusammenhang, dass über Meldepflicht amtlich schwadroniert wird, anstatt klare Ansagen zu machen, wohin Abstriche in Verdachtsfällen gehen sollen.
Denn für unsere Maßnahmen ist genau der Zeitpunkt wichtig, wenn wirklich damit zu rechnen ist, dass mindestens 1 Patient mit diesem Virus kommt.
Wenn es heute in der Zeitung heisst, dass in Berlin jemand mit Schweinegrippe identifiziert wurde, dann könnte dieser Zeitpunkt in der letzten Woche schon gekommen sein.
Gerade wenn die Schweinegrippe mit leichten Symptomen im Moment einhergeht, besteht kaum eine Chance, dass die Ausbreitungsdiagnostik da Schritt hält. Die Dunkelziffer wird bei einer sehr ansteckenden leicht verlaufenden Erkrankung wahrscheinlich mindestens 1:1000, eher 1:10000 sein.
Es gibt ein Vorurteil über Grippe, das total falsch ist, auch wenn es ständig gestreut wird: es wird überall geschrieben: "Grippe ist wenn Fieber, Kopfschmerzen, schwerer Husten, schweres Krankheitsgefhl auftreten". In Wirklichkeit ist die Symptomatik total variabel, es kann natürlich so ein Vollbild vorliegen, aber es gibt auch ganz anders verlaufende Grippeerkrankungen im Einzelfall. Deshalb ist es völlig unsinnig zu versuchen, mit Fieberscannern auf Flughäfen, die Ausbreitung einzudämmen, genauso ist es falsch, wenn gesagt wird, dieser oder jener Patient könne nicht die Grippe haben, weil ihm dieses oder jenes Symptom fehlt.
In Wirklichkeit, das sagt die Grippeepidemie jedes Winters, ist es völlig unmöglich die rasante Ausbreitung eines solchen Virus zu verhindern, die beste Waffe dagegen ist vielleicht der Sommer auf der Nordhalbkugel, weil die Ansteckungswahrscheinlichkeiten im Sommer geringer sein sollten, aber darauf kann man sich nicht verlassen.
Im Moment verlaufen die Erkrankungen leicht, das ist sicher eine gute Nachricht, aber das kann sich natürlich ändern, es ist schon früher so gewesen, dass die zweite Runde um die Welt die eigentlich tödliche war.
Ist es dann nicht besser, sich in der ersten Runde zu infizieren, damit man in der zweiten immun ist? Das ist in der Tat eine sehr interessante Frage, auf die ich bisher aber keine verläßliche Antwort gefunden habe. Wahrscheinlich wird die Antwort aber lauten: es ist im Prinzip ein Vorteil schon in der ersten Runde gegen einen solchen Typ immunisiert zu sein, außer wenn der Typ sich zur zweiten Runde so ändert, dass man nicht mehr immun ist. Aber dann wäre auch die hektische Impfstoffsuche vergebens.
Was sollen wir also tun?
Die eigentlich schwierige Phase ist jetzt. Denn wir wissen nicht, wann wir verschärfte Maßnahmen treffen sollen. Das medizinische Personal wird sicher in erster Front mit dem Virus infiziert, muß also primär geschützt werden.
Da wir in Kinderarztpraxen am meisten durch Anhusten und Niesen von Kindern infiziert werden, könnte die Zurückhaltung von Kindern aus dem Anmeldebereich wirken, wird sich praktisch aber nicht durchsetzen lassen, da keine Mutter akzeptiert, dass ihr Kind eine Infektionsquelle sein könnte. Ein Mundschutz könnte hilfreich sein, aber beim Anhusten wirkungslos, da die Aufnahme der Erreger oft auch über die Augen stattfindet. Deshalb ist das Waschen des Gesichts bei Kontaminationsverdacht sicher eine gute Maßnahme, das muß man aber gleich machen, wenn man angehustet wird. Händewaschen ist selbstverständlich, und das Essen im Arbeitsbereich muß strikt untersagt werden.
Ob man mit solchen Maßnahmen etwas erreicht, ist zweifelhaft, aber man muß gerade in der Anfangsphase versuchen sich zu schützen, denn man steckt sich immer da an, wo man es nicht vermutet, das ist grundsätzlich so von Grippe bis AIDS.
Und wenn die Welle dann da ist?
Auch in diesem Fall sind die Vorgrippewellen lehrreich. Natrlich stürmen bei einer Epidemie Massen von Erkrankten die Praxen und Krankenhäuser, besonders heute, wo vorgegauckelt wird, dass man dort Tamiflu oder andere Wundermittel bekommt. In Wirklichkeit werden diese Orte also vor allem zur Massenansteckung beitragen, mehr noch als Schulen und Kindergärten. Man müßte sie also eigentlich schließen.
Und bezogen auf die Praxen sollte man das wahrscheinlich auch machen. Ich stelle mir das so vor, dass wir nur telefonisch zu erreichen sind und bei Erkrankten Hausbesuche organisiert werden, dazu werden wir dann mit entsprechender Schutzkleidung auftreten. Das wird natürlich die Zahl der behandelbaren Patienten einschränken, aber da wird man dann durch telefonische Vorbesprechung die schweren Fälle herausfinden müssen. Für Krankenhuser wird man das tun müssen, was allgemeine Notfallpraxis ist: >Triage< d.h. vor dem Einlass wird aufgeteilt in 3 Gruppen, die hier wären: 1. Dringend behandlungsbedürftig mit nicht epidemieverdächtigen Krankheitserscheinungen. 2. Dringend behandlungsbedrtig mit epidemieverdächtigen Krankheitserscheinungen und 3. Nicht so dringend behandlungsbedürftig. Die ersten beiden Gruppen müssen in getrennten Kanälen ins Krankenhaus aufgenommen werden, die dritte nach Hause geschickt, auch wenn sie Grippesymtome zeigt.
Panik oder nicht Panik ist hier nicht die Frage, wir müssen mit Konsequenz und Gelassenheit an die sich stellenden Probleme heran gehen. Ich glaube im Moment, dass es nicht so schlimm kommen wird, aber dass wir auf Schlimmeres vorbereitet sein müssen.
Meister 14.06.2009, 14.17 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Der Zaun, der Sommer, die Arbeit
Wenn man dann aber angefangen hat, stellt man fest, dass alles umfangreicher ist: es ist nicht nur die Kopfleiste, auch weiter unten ist reichlich was zu tun. Und die Lasierarbeiten werden auch mehr oder weniger den ganzen Zaun betreffen. Also werden wir den ganzen Sommer Stück für Stück das abarbeiten.
Nebenbei hat Blauäugigkeit aucgh ihre Vorteile: man hat wenigstens mal angefangen. Die meisten Probleme habe ich immer mit den Arbeiten, die ich für schwierig halte. Da fange ich oft recht verspätet an, um dann meist festzustellen, dass sie gar nicht so schwierig waren.
Das Gewächshaus ist jetzt übrigens in seiner Sommerausbaustufe fertig und mit Gurken und ein paar Notfalltomaten bezogen. Im Herbst geht es dann um die Wurst, d.h. um die optimale Dämmung es frostfrei zu halten.
Meister 13.06.2009, 16.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Kleinkinderangst
Und warum ist das so, ist das nuetzlich?
Die Erklaerung ist recht einfach, es liegt mal wieder in unserer Geschichte. Es war wohl lange Zeit so, dass es fuer kleine Kinder nicht gerade ungewoehnlich war, gewaltsam umgebracht zu werden. Wenn der siegreiche Barbar den Papa erschlagen und die Mama verschleppt hatte, dann hat er sich "natuerlich" auch des Nachwuchses des Vorgaengers entledigt : Patchworkfamily im Steinzeitstil.
Diese traumatischen psychsichen Erfahrungen haben sich dann ins genetische Gedaechtnis uebertragen. Dazu benoetigt man gar nicht ein Konzept von Seelenwanderung, das erklaert es natuerlich auch, ist aber viel einfacher: es waren die traumatischen Erfahrungen der Ueberlebenden, die sich verfestigt haben.
Meister 11.06.2009, 12.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Blog aktuell nuetzlich!
Fazit: wenn man die richtigen Sachen aufschreibt, hat das sogar praktischen Naehrwert.
Meister 11.06.2009, 09.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Tote Bäume
Jetzt stehen sie da, die Leichen.
Wenn man dann überlegt, sie weg zu machen, fällt einem erstmal auf, wie hoch sie doch sind, und man erwägt mit Bedenken, wie sie denn fallen würden. Eine Firma holen? Die nehmen Preise, dass man glatt am Baum hochgehen würde, wenn er denn noch stände.
Also fassen wir doch mal einen strategischen Plan und setzen ihn in aller Vorsicht um. Zentraler Gedanke des Plans: mit einer Seilwinde den Baum in die Richtun zum Abknacken in die Planrichtung gebracht wird.
Glücklicherweise habe ich mich bezüglich der Seilwinde in aller Ruhe in verschiedenen Märkten umgesehen, hätte im ersten nämlich garantiert die Falsche gekauft. Die einfachste und billigste, rein mechanische ist nämlich die Richtige, da kann man den Zug von Knack zu Knack vorsichtig dosieren.
Problem ist natürlich die Befestigung: man gebe mir einen festen Punkt!...
Aber mit einem anderen Baum geht es, er muß nur in der richtigen Richtung stehen. Mit einem Strick wird die Seilwinde bodennah an diesem Baum angebunden.
Jetzt geht es los: Seil möglichst weit oben am Baum anbringen; Seil an der Winde befestigen; straff ziehen; schaun, wie fest der Baum steht; dann kommt die Kettensäge zum Einsatz, zum Glück habe ich die Kette nochmal nachgespannt. Die Inzision keilförmig zu setzen ist gar nicht so schwer, sie sollte nicht gleich zu kühn sein, vor allem darf man die Kettensäge nicht vom Baum einquetschen lassen, dann sieht es schlecht aus. Aber es wird sowieso so vorsichtig gesägt, mit Probeziehen an der Seilwinde zwischendurch, dass es nicht zu Überraschungen kommt. Eine Gegeninzision auf der anderen Seite sägen, vorsichtig die Keilschnitte vertiefen, man merkt es, wenn der ultimative Kracks naht, der Zug an der Winde wird dann etwas weicher. Bevor der Baum fällt, sollte man SICHER sein, dass er in die richtige Richtung fällt und dass dort auch nichts im Wege steht, man sollte auch sicher sein, dass man sich nicht in der Länge des Baumes vertan hat: er ist länger in der Waagerechten als man in der Senkrechten vermutet hat! Umkehrspruch: Tritt zurück, er ist viel länger als zu denkst!
Schließlich kommt der "Kracks" man weiß sofort, der ist es jetzt. Und der Baum fällt. Ein Warnruf kann nicht schaden, kommt irgendwie instinktiv, vielleicht ist Baumfällen auch etwas, was in unserem genetischen Steinzeiterbe irgendwo ganz tief verankert ist?
Und er ist richtig gefallen, der Plan ist aufgegangen, jetzt kann er in kamingerechte Stücke zerlegt werden.
Nachdem wir auch den zweiten erfolgreich zerkleinert haben, werden wir mutig.
Da ist nämlich noch ein Problem: eine Birke, die schon 3 Jahre tot ist, und ich habe vorher schon ein paar morsche Äste entfernt. Aber sie ist verdammt hoch und sie steht so an der Straße und am Weg, dass herunterfallende Äste ziemlichen Schaden an Passanten oder an Autos anrichten könnten, Nachbarn hatten sich schon besorgt geäußert. Dummerweise können nicht nur die besagten morschen Äste sondern auch der fallende Baum diese Schäden anrichten, und man kann ihn nicht von oben nach unten zersägen, ich vertraue den toten Ästen nicht so, dass ich ein Raufklettern verantworten könnte.
Aber im Lichte unserer bisherigen Erfolge suchen wir uns jetzt auch einen passenden Platz für die Winde, und die einfachere Seite fällt auch wunderbar. Aber die gefährlichere Seite neigt sich dummerweise ein bißchen in die falsche Richtung, ist dabei aber recht dick und voll steil. Deshalb doppelte Vorsicht und als der Sturz doch vom Plan abzuweichen droht, bringen wir noch ein Extraseil an, an dem 3 Leute korrigierend aber aus sicherer Entfernung ziehen. Schließlich fällt er und - Erleichterung - in die richtige Richtung, aber er liegt unten auf dem Stumpf auf und hat sich oben in einer Astgabel verkanntet. Es kostet noch einige Arbeit und ein letztmomentliches in Deckung gehen hinter einem Baum, aber dann ist es geschafft. Was da zum Schluß runter kam war noch durchaus eine Erschlagungsdosis, aber auch so morsch, man hätte es nicht über den nächsten Orkan hinziehen sollen.
Insgesamt haben die gemeinsamen Anstrengungen sich gelohnt, die Gefahrenstellen sind beseitig und Kaminholz ist jetzt wieder für eine ganze Weile da.
Verbesserungsvorschläge: Schutzhelme hätten wir doch besser haben sollen, werde ich im Wiederholungsfall auf jeden Fall beschaffen.
Fazit: man kann das machen, wenn man es sich zutraut, aber man sollte jede mögliche Vorsicht und Umsicht dabei aufwenden.
Meister 06.06.2009, 11.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Gehälter und Abzüge, ein Dilemma
Der Wunsch voll zu arbeiten ist alsp legitim, aber wenn man versucht ihn zu erfüllen, geht es richtig los mit den Problemen: Ausgehend von einem Teilzeitgehalt von 1250,- für 30 Wochenstunden erhöhen wir einfach mal um 400,- auf 1650,- für 38,5 Wochenstunden und stellen fest, dass kaum mehr als 200,- netto mehr dabei raus kommt. Schon die Lohnsteuer steigt von ca 59 auf 171€, die Sozialversicherungsabzüge von 262 auf sage und schreibe 344 €. Die letzte Summe müssen wir dann nochmal auf die 1650 drauf legen, also kostet diese Vollzeitstelle schlappe 2000€ und für die Angestellte bleiben 1120 € übrig.
Fragt sich noch jemand, ob man in diesem Land lieber arbeiten soll, oder auch zum Empfänger von Sozialleistungen werden?
Mag ja sein, dass Hartz IV wenig zum leben ist, aber verglichen mit den Leuten, die arbeiten, sind HartzIV-Empfänger 10fach überbezahlt, denn sie leisten absolut gar nichts .
Es gibt, sage ich immer wieder, nur eine Lösungsmöglichkeit: kein Geld fürs Nichtstun, jeder der Geld will muß dafür arbeiten: 5 € Staatsknete pro Stunde Arbeitszeit in der Beschäftigungsgesellschaft würde bei 38,5 Stundenwoche ca 800 € ergeben, wäre das nicht angemessen? Dann kriegt man vielleicht 720-750 netto raus, und man hat eine Motivation vielleicht einen Job anzunehmen der einen Stundenlohn von 7,50 bringt oder 8.-€
Meister 02.06.2009, 21.46 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Anerkennung der Lebensleistung Ost
Ein immer wieder erwähntes Item in der Ost-West-Diskussion ist die Lebensleistung in der DDR. Ex-DDR-Bürger (ich lasse mal außen vor ein Adjektiv wie >viele<, >einige<, oder >bestimmte<) meinen, im Westen werde ihre Lebensleistung nicht hinreichend gewürdigt.
Es kann sich dabei nicht um eine Rentenfrage handeln, denn Ex-DDR-Bürger kriegen eine Rente, die dem entspricht, was sie im Westen gekriegt hätten, unbeschadet der Tatsache, dass ihre Lebensleistung bezüglich Rente in der DDR verjuxt worden ist, d.h. es wurde nichts für sie in der Rentenkasse einbezahlt oder zumindest so, dass nichts davon übrig ist. Schwamm drüber, die Einheit kostet eben auch was.
Es geht um das, was sie geleistet haben, völlig richtig. Merkwürdigerweise wird dabei aber niemals thematisiert, was sie wirklich persönlich geleistet haben, es wird niemals nach der individuellen Lebensleistung gefragt. Dann würde es wahrscheinlich auch peinlich für viele, denn die Frage, was sie in der DDR eigentlich gemacht haben, scheut ein Großteil der Berufs-Ossis mit gutem Grund.
Es ist doch gar kein Problem, die Lebensleistung von Leuten anzuerkennen, die in der DDR unter schwierigen Bedingungen sich und ihre Familie durchgebracht haben, selbst wenn sie Konformität heucheln mussten, obwohl sie anders gedacht haben und diesen Staat vielleicht toleriert oder verabscheut haben.
Auch Leute, die aus der DDR geflohen sind, so oder so, vielleicht eingeknastet, weil sie einen Ausreiseantrag gestellt haben, vielleicht diskriminiert, weil sie nicht so mitgemacht haben, wie man es von ihnen erwartet hat, oder Leute, die immer nur Schwierigkeiten hatten und niemals weg gekommen sind - meine Hochachtung.
Und die Leute, die gedacht haben, sie müssen sich anpassen, weil sich sowieso nichts ändert und sie nur dies eine Leben haben - vollkommen zu verstehen.
Aber wer sind die Leute, die Probleme haben, ihre Lebensleistung in der DDR anerkannt zu bekommen?
Das sind die Profiteure des Systems, die "Kader" und "Kaderleiter", diejenigen, die andere denunziert, runtergeputzt und fertig gemacht haben. Das war nicht nur die Stasi, das ist auch nur so ein Märchen. Das sind die Parteiverantwortlichen und Kaderleiter und ihre 150% Gefolgsleute, die keinerlei Skrupel hatten im Sinne ihrer wirklichen oder vielleicht auch nur erfundenen Überzeugungen andere Leute fertig zu machen, ihnen die Lebensmöglichkeiten abzuschneiden und, die im gleichen Sinne wie ihre nazibraunen Vorgänger nicht verstehen wollen, dass das, was bei ihnen damals Recht war, in Wirklichkeit Unrecht ist.
Das ist der Kern der Unrechtsstaatdiskussion: wie kann etwas Unrecht sein, was in unserem Leben eine so zentrale Rolle gespielt hat, dem wir so angehangen haben?
Und das ist der Kernpunkt der Lebensleistungsdiskussion: wer Profiteur, Anhänger und Mitmacher des Unrechtstaats war, der sollte Selbstkritik üben, dessen Lebensleistung wird nur in ihrer Negation anerkannt werden können.
Meister 01.06.2009, 19.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !
Webcam-Tour
Am Cable Beach in Broome geht schon die Sonne unter, aber massenhaft Surfer und Schwimmer treiben sich im Wasser rum.
In Helgoland ist scheinabr eine Ivasion von Segelyachten da, aber bisher noch kein einziges Bäderschiff eingetroffen.
In Westerland/Sylt sieht es am Strand noch recht ruhig aus, aber in Hörnum ist Markt am Hafen und viele Leute laufen rum.
In Kassel ist schönes Wetter und der Herkules ist immer noch eingepackt.
In Berlin Schönefeld wächst an der BBI-Baustelle das Terminal schon deutlich aus der Erde, Wetter ist auch schön.
Der Blick vom Torfhaus auf den Brocken ist frei.
Meister 01.06.2009, 11.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Stupid´s Opel
Unsere Politiker sind mal wieder bis an die Grenze des eigenen persönlichen Abwrackens gegangen, um ausländischen Investoren ein paar Milliarden in den Rachen zu schmeissen, damit die dann für sie die unpopuläre Arbeit der Entsorgung der überflüssigen Autoarbeitsplätze übernehmen.
Parole: es muß für den Wähler gut aus sehen, koste es, was es koste. Nach der Wahl können wir ja die andere Seite dafür verantwortlich machen.
Es ist ja schon fast trivial anzumerken: das wird jetzt so weiter gehen. Als Nächstes möchte Münte Karstadt rettten, er ist ja soooo sozial, fast wie sein Ex-Chef Schröder, der hat doch auch diese Baufirma populär "gerettet", deren Namen schon keiner mehr weiß ("Holzmann" - war das nicht der Name?), weil deren Pleite schon kurz nach der angeblichen Rettung kam.
Wann werden sie es kapieren, diese "Sozialpolitiker", dass es hirnverbrannt ist, unsere Steuergelder den Pleitiers in den Hals zu werfen, um ihnen die Konkursverschleppung zu vergolden? Wenn sie wirklich sozial wären, dann würden sie die Leute auffangen und qualifizieren für neue Jobs und nicht diejenigen prämieren, die am Markt versagt haben.
Also: passen sie auf mit ihrem Opel, er könnte demnächst von hinter dem Ural kommen, und die Ersatzteile werden mit dem Hammer eingepasst. Aber vielleicht sind es gerade diese Leute, die das Auto neu erfinden. Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben, dass das jemand mal macht.
Meister 31.05.2009, 12.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy
Gewächshausfortschritte
Meister 31.05.2009, 10.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Autoerfahrungen
Jeder Mietwagen im Urlaub ist eine interessante Erfahrung. Soll man sich so ein Auto zulegen? Hat es was Besonderes, was einen für einen neuen Wagen inspiriert?
Vor mehr als 15 Jahren habe ich zuerst bei einem Mietwagen festgestellt, dass ein Automatikgetriebe doch eine tolle Sache ist und das Gerede von sportlichem Fahren mit Schaltgetriebe völliger Unsinn.
Jetzt in Schottland habe ich einen Toyota Avensis bekommen, günstig, ich wollte eigentlich gar keinen so großen Karren. Der Wagen hatte gerade 6 Meilen auf dem Odometer. Fuhr sich prinzipiell nicht schlecht. Aber abgesehen von der schrecklich schlechten Sicht nach hinten und hinten seitlich, fragte ich mich mit der Zeit, was hat dieser neue Wagen eigentlich, was ein 13 Jahre alter Audi A4 Avant nicht hat.
Ergebnis: eigentlich gibt es bei den Automobilen nichts wesentlich Neues, was einen vom Hocker reisst.
Wie schon vor einiger Zeit gesagt: das Auto muß noch neu erfunden werden, bisher ist das noch nicht geschehen. Selbst vom Verbrauch ist es enttäuschend. Trotz Automatik frißt der A4 Avant seit über 10 Jahren konstant 6,5 l/100km, kann ihn kaum über 7 prügeln und nur schwer auf 6 runter sparen. Aber der Avensis verbraucht mit ganz neuem Diesel und Schaltgetriebe mehr. Fortschritt ist das nicht.
Meister 26.05.2009, 21.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Kurras reloaded
Natürlich war es kein Auftragsmord, aber möglicherweise war es schon im Sinne der Auftraggeber dieses Mannes Destabiliserung in die Insel Westberlin zu tragen und die Staatsorgane als quasifaschistisch erscheinen zu lassen. Immer an die alte Weisheit "Cui bono" denken!
Und die Weiterungen: wer weiß bei welchen Sachen SED und Stasi noch die Finger drin hatten? Es gibt ein paar weitere bekannte Beispiele, aber es ist sicher nur die Spitze des Eisbergs.
Kann man nicht irgendwas machen, um die Leute, die etwas wissen, zum Reden zu bringen, eine Amnestie bringt es nicht, da wird sowieso niemand mehr verfolgt. Aber vielleicht eine Historikerprämie: 50.000,-€ für jeden der ein relevantes Teil der geheimen Geschichte einem Historikergremium glaubhaft enthüllt.
So eine Art Geschichtsabwrackprämie.
Meister 24.05.2009, 21.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !
Antibiotika und Allergie
Besonders die HNO Kollegen leugnen natürlich gern diesen Zusammenhang: sie geben gern gleich Antibiotika, dann können sie demnächst auch mal Allergietest machen und daraus folgt dann eine schöne Hyposensibilisierungsbehandlung.
Honit soit qui mal y pense!
Dabei bin ich absolut kein Feind von Antibiotika. Wenn es denn sein muss, sind es elementar wichtige Medikamente. Aber gerade deswegen muss man vorsichtig mit ihnen umgehen. Sie wirken halt wie ein Flächenbombardement, kennen nicht Freund und Feind. Deshalb wird die Schutzflora gleich mit den Invasoren zusammen vernichtet. Ergebnis: Attacke abgeschlagen aber Abwehr geschwächt. Bei Wiederholung verstärkt sich der Effekt. Und dann heisst es plötzlich: ständig nur krank, zunehmende Allergieprobleme. Warum denn die Allergieprobleme? Weil die Allergie ein Reserveimmunsystem ist, das um so stärker aktiviert wird, je schwächer das Hauptsystem ist.
Man kann natürlich auch biologische behandeln, aber das dauert nicht nur länger, sondern wird neuerdings auch nicht mehr von den Kassen bezahlt.
Ich sage es mal ganz deutlich: Daß die mikrobiologische Behandlung mit Symbioflor und ähnlichen Medikamenten nicht mehr bezahlt wird, ist ein Skandal.
Meister 24.05.2009, 19.48 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Elende Kältebrücken
Die Front habe ich jetzt schon gedanklich im Griff und praktisch zur Hälftre montiert. Es fehlen natürlich noch die schwierigen Teile, also die, die nicht gerade sind, wo sägen und einpassen angesagt ist. Aber momentan macht es mir Spaß.
Da ist aber auch noch ein Sack voller Probleme, vor allem wie ich die elenden Kältebrücken weg kriege, das Gestell ist dank des genialen Konstrukteurs nämlich aus Metall und leitet hervorragend die Kälte in den Raum.
Beobachten wir also den Fortgang der Arbeiten!
Meister 24.05.2009, 13.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Bundesliga: Saisonende
Eine Sache wird aber immer bedenklicher: wer oben steht hat die besten Chancen oben zu bleiben, weil ihm durch das internationale Geschäft das Geld zufließt und auch noch die nationalen TV-Einnahmen nach Tabellenrang verteilt werden.
Wenn man aber abstürzt, dann ist man pleite.
Ein bißchen mehr Chancengleichheit wäre gut, muss man ja nicht bürokratisch machen, vielleicht würde schon die Gleichverteilung der TV-Gelder helfen.
Nebenbei: ich gehöre zu den Leuten, die es gut finden, dass man Bundesliga im öffentlich-rechtlichen Bereich in der Sportschau sehen kann, auch wenn die Werbepausen grausam lang sind. Aber wegen Fußball bei pay-TV blechen - nein danke, dann sollen sie unter Ausschluß der Öffentlichkeit spielen.
Meister 23.05.2009, 15.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Spruch zum 23.Mai 2009
laß dieses häßliche Entlein an uns vorüber gehen
und mach den Sodann ehrlicher.
Meister 23.05.2009, 12.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Mit Flugangstmache Geld verdienen
Da bringt ein amerikanischer Autor, der natürlich alles genau analysiert und alle möglichen Experten interviewt hat, ein Buch raus unter dem Titel "wer überlebt?" und kriegt damit gleich schöne Publizität und sicher auch fette Tantiemen.
Aber was macht er eigentlich?
Er erzeugt Flugangst und gibt billige Tipps Abstürze zu überleben, die mehr oder weniger darauf beruhen, dass man sich mit Gewalt durchsetzen soll, um aus der Maschine zu kommen. Die besten Chancen für schlanke junge Männer, die in der Nähe des Notausgangs sitzen und in den ersten 3 und letzten 8 Minuten des Fluges sich bereit machen, ihren Fluchtplan zu realisieren.
Dabei liegt andererseits das Risiko bei einem Flugzeugabsturz zu sterben für den Passagier bei 1 zu 60 Millionen, eine traumhafte Rate, wie ich finde.
Soll man also den Tipps dieses Angstmachers auf den Leim gehen und nahkampfgerüstet ins Flugzeug steigen?
Aus meiner Sicht soll man lieber zuhause bleiben, wenn man so denkt. Bei den oben zitierten Risikozahlen ist es doch eher angesagt sich entspannt der Schönheit des Fliegens zu widmen, als um sein armes Leben zu zittern. Umkommen kann man auch woanders, oft mit wesentlich schlechteren Risikowahrscheinlichkeiten. Und letztlich ist es doch so, auch wenn es trivial klingt, dass es schlicht Schicksal ist, wenn es einen trifft, wenn es kommen soll, dann kommt es.
Vielleicht sollte man andererseits mal die Streßwerte der Überlebenskämpfer in den Flugzeugen untersuchen: wer jede Landung zu einem Überlebenskampf hochstilisiert und seine Steinzeitreflexe anschmeisst, der könnte dem Infarkt oder Schlaganfall schneller näher kommen als der Rettung aus einem brennenden Flugzeug.
Meister 23.05.2009, 09.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Ein Brückentag
Zum Glück niemand so ganz furchtbar schlimm krank, aber wenn es mir nach geht, muss niemand schlimm krank sein. Wir haben wahrhaftig keinerlei Interesse daran, dass die Kinder krank sind. Das sind die einfach so ohne und auch gegen unser Interesse, aber gesund sein ist keine Schande.
So, und jetzt geniessen wir das Wochenende!
Meister 22.05.2009, 16.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Hinter dem Witz
Der Charme des Witzes liegt in seinem netten Reim, aber fragen wir mal, was dahinter steckt.
Der Ossi hielt nach der Wende den Wessi für etwas Großartiges und stellte dann fest, daß es keineswegs so war. Die Wessis kochten mit dem selben Wasser, wie die im Osten, bloß kam mehr dabei raus.
Es war ein Frustrationserlebnis: die sind doch wie wir (genauso doof!), warum erreichen die mehr als wir?
Natürlich waren die Wessis nicht schlauer oder besser, aber das war nicht deren Problem, sondern das war das Problem derjenigen, die sie für schlauer hielten. Die Wessis waren schlicht besser angepasst an die Verhältnisse und deshalb erfolgreicher als die Ossis ( wir sind hier bei der W/O-Terminologie der frühen Neunziger: Wessi=kommt aus dem Westen, Ossi=kommt aus dem Osten).
Das eigentliche Problem war ein Komplex der Ossis selbst: sie dachten, der Westen, alles im Westen, die Leute allgemein im Westen, sind so viel besser als wir. Und sie waren frustriert als sie feststellten, daß das gar nicht so war: Der Westen hatte genauso Licht und Schatten und die Wessis waren keineswegs Lichtgestalten, konnten aber so aussehen.
Schon vor 89 war es schwierig, Leuten in der DDR zu vermitteln, daß im Westen nicht alles Gold war. Nach der Wiedervereinigung war zunächst Euphorie dann Katzenjammer im Osten angesagt. Und wiederum war es schwierig den Ossis zu vermitteln, daß im Westen nicht alles Gold, aber auch nicht alles Scheiße war. Denn der frustrierte Ossi neigte dazu, das was er in Unkenntnis in den Himmel gehoben hatte in Viertelkenntnis wieder in die Hölle zu tun, wie er es ja vorher gelernt hatte.
Denn die Ostpropaganda hatte tiefe Spuren im Ossi hinterlassen, aber das wollte oder konnte er nicht wahrnehmen: der Westen mußte entweder das Paradies sein, oder Karl-Eduard und seine Spießgesellen hatten doch recht.
Natürlich ist heute vieles anders und besser. Es ist ja auch viel Zeit vergangen. Als Manfred Krug am Ende der zweiten Staffel von >Liebling Kreuzberg< mit der Rikscha durchs Brandenburger Tor nach Westen zurück fährt, sagt er, sinngemäß zitiert: "Ost-West, alles Quatsch, in 20,30 Jahren ist das alles zusammengewachsen". Jurek Becker lebte damals noch, und dies "20,30 Jahre" fand man damals komisch, aber es war prophetisch.
Trotzdem sind wir von Ost-68 noch weit entfernt. Das kommt erst dann, sagt die deutsche Geschichte, wenn die Kinder, die sich heute gar nicht dafür zu interessieren scheinen, fragen: "Was hasst Du eigentlich damals gemacht in der DDR?" Und das wird dann ziemlich peinlich für viele, die heute noch über obigen Witz lachen können.
Meister 21.05.2009, 16.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !
Spruch zum Tage
HAPPY VADDERTACH
alle zusammen!
Meister 21.05.2009, 09.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate
Bilder zweier erster Klassen
In der einen ersten Klasse, die aber eigentlich eine drei Klassen umfasende Eingangsstufe ist, spielt man offenbar Dorfschule: während der erste Jahrgang im Flüsterton rund um den Lehrertisch in die Geheimnisse des Alphabets eingewewit werden, ist die dritte Jahrgangsstufe auf dem Gang mit Forschungsaufgaben befasst, während die zweite Altersstufe freies Arbeiten treibt. Dummerweise ist das Kind um das es hier geht nicht so sehr gut zu diszipliniertem eigenen Arbeiten in der Lage, die Unstrukturiertheit der Klasse führt sie immer mehr ins Abseits, und niemand scheint zuständig, ihr die notwendige Klarheit und Struktur zu geben. Zugegeben, ich kann die Probleme dieses Mädchens gut nachempfinden, ich würde in dieser Klasse keine Woche bleiben.
Aber die zweite Geschichte ist auch nicht viel besser. Hier haben wir eine sehr ehrgeizige Klasse, genauer eine ehrgeizige Lehrerin trifft auf eine Mehrheit ehrgeiziger Eltern und gemeinsam wird beschlossen in der ersten Klasse Noten einzuführen, damit jeder gleich weiß, wie die Gewichte verteilt sind. Das wäre vielleicht noch gar nicht so schlimm, wenn man diese Benotung in erstklassigem Stil durchführen würde, mit anderen Worten, wenn man sie freundlich, nett locker durchführen würde: >sehr schön<, >wunderschön<, >supergut<, >ganz prima<, na jedenfalls so ähnlich. WEnn man aber das Leistungsprinzip schon ungefiltert auf die kaum Schulangepassten durchschlagen läßt wird man eine Menge psychischen Schaden anrichten. Nicht alle sind durch die Schule der Ellenbogengesellschaft (KITA) schon so gut abgerichtet, daß sie diesen Ernst des Lebens gleich voll schlucken.
Fazit: Es muß auch anders gehen, angeblich sind sie doch alle so modern, aber das Individuum im Kind scheint trotzdem oft nicht vorzukommen. Dabei ist das vielleicht in der ersten Klasse die eigentliche Aufgabe: das einzelne Kind an seine individuelle Art des Lernens heranführen, ein Lernen das Spaß macht und geistige Wachheit und Interesse erzeugt. Nur wenn man hier die Weichen richtig stellt, wird man in den folgenden Jahren erfolgreich und ohne gesundheitliche Gefährdung lernen und sich persönlich ungestört entwickeln können.
Es erscheint vielleicht so, als würden die Lebenschancen in dieser ernsten Welt schon so früh verteilt, wenn das stimmt, dann anders als es erscheint: gewinnen werden die, die eine positive Einstellung zum Lernen und zu ihrem Lernumfeld gewinnen können und nicht die Geprügelten, die umständehalber heute zwar keinen Stock mehr spüren, aber eine oft noch erbarmungslosere Rute des Drucks und der Einzwängung unter angebliche Förderung oder gar Therapie. Diese Geprügelten haben keine sichtbaren Striemen, aber später werden sie genauso über ihre Qualen berichten, wie die früher den Rohrstock spürten
Meister 19.05.2009, 23.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
To big to fail ??
Hallo liebe Freunde ! Hier ist wieder Eure treue Freundin Stupid die Amateurin der Wirtschaft und der sieben Meere. Heute soll es mal um so was Simples gehen, wer untergehen darf und warum nicht.
Wenn es heisst, dass Firmen, wie beispielsweise die Hyporealestate zu gross seien, um sie absaufen zu lassen, und man deshalb in maroden Unternehmen Milliarden Steuergelder versenkt (mit dem zweifelhaften Erfolg des Fasses ohne Boden, versteht sich) dann sollte man ueber die zugrunde liegende Behauptung doch noch ein zweites Mal nachdenken.
Es ist doch die Natur der Marktwirtschaft, dass die untergehen, die am Markt versagen, das ist auch gar nichts Schlimmes, das bringt doch gerade Innovation und Dynamik. Die unschuldigen Opfer von dem sinkenden Dampfer zu holen, steht auf einem anderen Blatt, aber zu meinen, dieser Seelenverkaeufer muesse weiter schwimmen, ist barer Unsinn. Und der verantwortliche Kapitaen und Reeder, Management und Eigentuemer brauchen auch keine warmen Decken.
Und wenn es sich nun um systemrelevante Marktsubjekte handelt, die mit ihrer Pleite andere mit sich in die kalte Tiefe reissen wuerden?
Zunaechst muesste mal geprueft werden, ob diejenigen die angeblich "to big to fail" sind, nicht in Wirklichkeit "to big to exist" sind, d.h. ob sie nicht in Wirklichkeit kartellrechtlich gar nicht so exisitieren sollten, denn sie haben moeglicherweise eine marktbeherrschende Stellung, die den ganzen to big-Schlamassel ausgeloest hat.
Um in dem Schiffsbild zu bleiben: wenn ein Oeltanker bei seinem moeglichen Untergang einen unbeherrschbaren Schaden verursachen wuerde, dann sollte man ihn nicht bauen, Aehnliches gilt fuer Atomkraftwerke.
Das Kartellrecht sollte also ueberdacht und internationalisiert werden.
To big to fail should not exist!
Und wenn es dann doch so ist? Dann sollte die Loesung mit einer Entflechtung anfangen. Man streut uns doch Sand in die Augen, wenn behauptet wird, mit der HRE wuerden notwendig alle Pfandbriefe den Bach runter gehen. Ich koennte mir vorstellen, dass die Rettung der Passagiere erfolgreicher laeuft, wenn diejenigen, die gerettet werden muessen in Rettungsbooten sitzen und nicht vom Kapitaen im Zwischendeck eingesperrt sind.
Es heisst ja, die Politiker seien durch die Umstaende gezwungen, mit Steuergeldern die Verluste der Uebeltaeter auszugleichen, um Schlimmeres zu verhindern. Dass diese Taeter das so verlangen und so darstellen, kann man ja verstehen, aber ob die Politiker eigentlich verstehen, was ihnen da lanciert wird, daran kann man zweifeln. Ihre Kompetenz wird doch daran gemessen, inwieweit sie der Oeffentlichkeit einen glaubwuerdigen Eindruck machen, jedoch in der Sache selbst verlassen sie sich wahrscheinlich unbemerkt von der Oeffentlichkeit auf Leute, die aus der gleichen Marinekameradschaft kommen wie die Offiziere des Wracks (eine Abwrackpraemie fuer Banken, waere auch mal zu erwaegen).
Gut, bei einer Rettungsaktion muss vielleicht auch mal schnell und vor Ort entschieden werden, Fehler sind dabei auch unvermidlich, aber die Seeamtsverhandlung, die den Untergang untersucht, sollte schon genau hinschauen, was im Detail passiert ist. Vor der Wahl wird das nichts, aber danach wird der Kadaver des Wals, den sie gerammt haben, so sehr stinken, dass man einen Untersuchungsausschuss machen muss und dann werden wir sehen, ob Herr Steinbrueck der rechtschaffene Schlepperkapitaen ist, oder ob er sich die Prise unter den Nagel reissen wollte, oder nur im Auftrag der Eigner das Gold aus dem Schiffstresor rausholen.
Eins ist klar, das Schrottschiff hieß "To big to fail" ! Es war unsinkbar! Scheinbar!
Meister 18.05.2009, 22.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy
Fisch-Spargel-Curry
Meister 14.05.2009, 21.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Schottischer Geiz?
Wenn man Schottland ein bisschen kennt, stellt man natuerlich fet, dass die Schotten keineswegs geizig sind.
aber der Ruf, der ihnen da vorangeht, hat trotzdem seine historischen Ursachen. Zum einen ist Schottland von alters her ein armes Land gewesen, d.h. nichts wurde so einfach weggeworfen, sondern weiter- oder wiederverwertet.
Zum anderen ist dieser ruf der Schotten sicher gar nicht in Schottlnd entstanden sondern in Uebersee, wohin sie ausgewandert sind. dort haben sie sicher mit aller schottischen Beharrlichkeit und Fleiss versucht, sich ein neues Leben aufzubauen, nachdem sie auf den Inseln so schlecht behandelt worden waren, mit anderen Worten sie hatten nichts zu verchenken, sondern haben zielstrebig auf neue Prosperitaet hingearbeitet. Namen wie McDonald oder Campbell zeigen, dass sie damit sehr erfolgreich waren.
Meister 13.05.2009, 14.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
E.L.Doctorow:The March
Das Buch selbst enttäuscht mich gleich aus mehreren Gründen. Der wichtigste ist vielleicht, dass er nicht so scheibt, dass man das Gefühl hat in der Geschichte selbst drin zu stecken, das man durch seine Zusammensetztechnik auch zu sehr Schausplätze und Perspektive ständig wechselt und das er sehr lieblos mit seinen Figuren umgeht, sie tauchen auf und verrschwinden wieder und zwar nicht unbedingt kriegsbedingt, es ist dann einfach nicht mehr die Rede von einer Person, man weiss nicht ,was aus ihr geworden ist. Das könnte natürlich Absicht sein, der Krieg läßt es alles im Winde verwehen, aber wenn ja, ist es besser gedacht als durchgeführt. Doctorows Prosa bleibt irgendwie flach und so obercool, das auch die Grausamkeiten einfach nur passieren. Man hat nicht das Gefühl etwas Neues durch das Buch zu erfahren, man hat auch nicht das Gefühl, so könnte es gewesen sein. Und es wird zwar referiert, warum dieser Krieg geführt wurde, aber das wird auch blutleer vorgetragen, nicht verständlich gemacht, nicht mal in seinem Antagonismus verständlich gemacht. Das Agieren der Personen erscheint seltsam künstlich und matt. Der Marsch findet einfach statt und dann ist er vorbei.
Meister 10.05.2009, 10.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Banknoten in Schottland
Meister 07.05.2009, 12.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Perth& Dundee
Meister 06.05.2009, 17.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Highlands
Meister 04.05.2009, 12.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Levitt&Dubner: >Freakonomics<
Dabei kommt es zu ungwoehnlichen Feststellungen: das besipielsweise der Rueckgang der Kriminalitaet in den USA zum grossen Teil auf die Freigabe der Abtreibung zurueck gefuehrt werden kann oder auch, dass es mehr darauf ankommt, wer die Eltern von Kindern sind, als was sie mit den Kindern machen, wenn es um den Erfolg der Kinder im Leben geht.
Es kommt schon darauf an, die Dinge, die uns so als Wahrheiten hingehalten werden in Frage zu stellen. Es kommt drauf an ueberhaupt Fragen zu stellen. Aber es kommt natuerlich auch darauf an, sich selbst Gedanken zu machen und nicht in seinen eigenen Vorurteilen verhaftet zu bleiben.
Meister 02.05.2009, 23.40 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Schottland laesst gruessen
Es sind nur ein paar Tage hier, aber als ich diesen guenstigen Flug kriegen konnnte, konnte ich nicht nein sagen, denn es ist toll hier. Es ist kaelter, es ist anders, aber Schottland ist ein genauso romantischer Ort wie Australien es ist ein naeheres Australien. Und wir haben ein schoenes Quartier, brauchen nicht hin und rum zu fahren, sondern koennen von fester Basis explorieren. Wir sind hier in Duchally, etwas mehr als 25km westlich von Perth und vielleicht 50km noerdlich von Edinburgh und zwar richtig in the country, was hier nicht ds Gleiche ist, wie bei uns auf dem Lande.
Wenn man irgendwo zum zweiten Mal ist, sieht man viel mehr als beim ersten. Vielleicht kann man sogar sagen, wenn man irgendwo nur einmal hinfaehrt, hat es einem wohl nicht gefallen. Es sind nur 2 Flugstunden, trotzdem taucht man in eine andere Welt ein.
Meister 02.05.2009, 18.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Werkstatt abgewrackt
Irgendwie beschleicht einen der Verdacht, dass die ganze Sache auch beabsichtigt, die Kunden endlich vollstaendig und unabweisbar an die unsaeglich schlechten Vertragswerkstaetten zu binden.
Bei diesem Unterfangen ist die A-praemie ja nicht der einzige Schritt: die Komplizierung und Elektronifizierung der Fahrzeuge, die ueberlangen Garantiefristen fuer Neuwagen, die natuerlich auch uberlang regelmaessige Zwangsbesuche in der werksgebundenen Werkstatt bedeuten mit enormen Servicekosten, denn diese Garantieservicearbeiten sind ja keineswegs kostenlos, im Gegenteil sauteuer und fehlerbehaftet.
Der Schritt, die freien Werkstaetten fertig machen zu wollen, scheint geplant, und wird vielleicht auch Erfolg haben.
Aber andererseits ist das nur ein weiterer Grund keinen Neuwagen zu kaufen: es spricht einfach zu viel dagegen. Gebrauchtwagen unter 2.500,- gibt es ja praktisch nicht mehr, aber dafuer duerften die Preise fuer etwas juengere Gebrauchte stark verfallen, eigentlich sind die doch noch ganz gut, wenn die Garantie abgelaufen ist und man geht vielen Problemen aus dem Weg.
Meister 30.04.2009, 13.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Aspekte der Schweinegrippe
Ausserdem und das ist die naechste Lehre aus der vergangenen Grippewelle, sieht die Grippe bei weitem nicht bei allen gleich aus, es gibt Leute, die haben sie, wie sie im Buche steht, andere haben Varianten.
Die anfaenglich 150 Grippetoten wurden nach unten korrigiert: das ist kein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass die Sache in Mexico offenbar laengst nicht so offen und ehrlich gehandelt wird, wie behauptet. Das liegt natuerlich daran, dass gemunkelt wurde, die toten waeren durch ein schlechtes Gesundheitssystem verursacht, und das moechte sich ein Touristenland wie Mexico nicht sagen lassen.
Und wie gefaehrlich ist sie nun, die Schweinegrippe? In analogie zur Wirtschaftskrise muss man sagen: keine Ahnung wie schlimm es wird. In beiden Faellen gibt es schreckliche historische Vorbilder und die Behauptung, dass man ja viel weiter sei als damals. Diese Behauptuing trifft sicher zu, hat aber auch wieder mehrere Seiten: man ist mit den erkenntnissn weiter, man ist aber auch mit dem Gefahrenpotential weiter.
Fuer die Frage, wie schlimm die Grippeepidemie wird sind zwei Punkte wichtig: 1. die biologische Entwicklung des Virus, die ist noch gar nicht zu prognostizieren, kann aber als Moeglichkeit sehr ins Boese drehen. 2. die Anzahl der kontakte bestimmt die ausbreitungsgeschwindigkeit und kann nicht nur weltweit rasant sein, sondern die kann auch in einem Land sehrschnell um sich greifen, das konnte man wiederum im Februar bei uns sehr gut sehen.
Man sollte sich also schon Gedanken machen, was man tun koennte, die normale Grippeepidemie koennen wir regelmaessig nicht aufhalten, aber man macht auch keine anstrengungen deswegen. Diesmal waere das aber vielleichtnoetig. Und rechtzeitiges Nachdenken ist vielleicht eine der besten Massnahmen in der augenblicklichen Situation.
Meister 30.04.2009, 11.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Formalkram
Wie wunderbar!
Besonders wenn es sich um völlig unnötigen Kram handelt, wie Kammerangelegenheiten und aufgezwungene Rechtshändel.
Vielleicht sollte die Gesellschaft ihre ganze Kraft nur in sich gegenseitig verwalten stecken!
Wenn man denn davon leben kann!
Aber wenigstens habe ich einen neuen Scanner, nachdem der alte wegen Inkompatibilitäten nicht mehr zu gebrauchen war.
Wir schmeissen einfach zu wenig weg, der war doch schon 7-8 Jahre alt, wie soll denn da die Konjunktur überleben?
Meister 26.04.2009, 19.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Was darf man aufschreiben, was nicht?
Meister 22.04.2009, 11.35 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Salat gepflanzt
Meister 20.04.2009, 18.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Schön aber kühl
Meister 19.04.2009, 12.17 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien
Unrechtsstaat DDR
Seit Wochen geistert die Unrechtsstaatsdebatte durch Deutschland und man müßte sich doch eigentlich freuen können, dass das Thema aufgegriffen wird.
Nur wie?!
Gestern am 16. April versucht sich im Tagesspiegel mal wieder ein Ex-DDR-Bewohner, Lothar Heinke daran (Seite 8: >16 Millionen Seelen<) .
Sein Beitrag zeigt sehr gut, woran die Diskussion krankt, wenn sie von Ex-DDRlern bedient wird: es geht scheinbar gar nicht darum, was die DDR wirklich für ein Staat war, sondern wie sie sich gefühlt haben darin. Sie wähnen sich angegriffen durch die Unrechtsstaatsdiskussion, weil sie das Gefühl haben, ihnen werde vorgeworfen, ihr "Dasein in einem Unrechtsstaat vergeudet zu haben", anstatt dass ihre >Lebensleistung< anerkannt werde.
Deshalb kommt es dann zu so merkwürdigen Verdrehungen: "Wo fängt Unrecht an? Hat Unrecht getan, wer jeden Monat pünktlich seinen Beitrag für die Gewerkschaft... gezahlt hat. Oder wer dankbar mit dem Ferienscheck dieses FDGB an die Ostsee gefahren ist?"
Der Verfasser hat das Problem, dass er glaubt, wenn die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei, könne es nur Täter und Opfer geben, niemand auch nur irgendwas Positives tun oder zustande kriegen oder sich auch nur angenehm fühlen oder einrichten.
Tenor: Es war doch nicht alles schlecht, also kann es kein Unrechtsstaat gewesen sein: "Es geht um die eigenen Erfahrungen in einem Staat, in dem viel Unrecht geschehen ist. Deshalb war das noch lange kein totaler Unrechtsstaat , den wir uns 40 Jahre gefallen liessen."
Sagen wir es mal in aller Deutlichkeit: ob ein Staat ein Unrechtsstaat ist, bestimmt sich an der Ausübung seiner Staatsmacht gegenüber den Menschen: ist sie willkrlich oder rechtsstaatlich, d.h. entsprechend den Gesetzen, sind diese Gesetze demokratisch entstanden oder oktroiert, sind sie von unabhängigen Gerichten überprüfbar oder stehen vielleicht die Urteile schon vorher fest oder werden staatlich diktiert.
Es steht zu befürchten, dass sich auch in Nazi-Deutschland ( ein bekanntlich amtlich gesicherter Unrechtsstaat) eine ganze Menge Leute zeitweise ziemlich wohl gefühlt haben und sich eingerichtet hatten, manche sogar ein bißchen zu gut.
Also liebe Leute, wie man sich fühlt und einrichtet ist subjektiv und sagt nichts über den Zustand des Staates! Vielleicht sagt es etwas über die gefühlte Stabilität des Systems.
Das Symptomatische an dem, was Lothar Heinke schreibt, ist aber etwas ganz anderes: einerseits fühlt man sich immer noch von den Besserwessis übers Ohr gehauen, andererseits hat man doch ein schlechtes Gewissen, dass man in dem Laden mitgemacht hat, nicht weggegangen ist. Denn eins der Geheimnisse der Ossi-Wessi-Sache war immer, dass es sich in Wirklichkeit in großem Umfang um eine Auseinandersetzung zwischen den Ostlern, die weggegangen, und denen, die dageblieben waren, handelte. Wer wollte denn seine Grundstücke rückübertragen haben? Waren das Wessis gewesen? Nein, das waren Leute, die den Osten früher oder später verlassen hatten, deren Besitz sich die Zurückgebliebenen angeeignet hatten, die ihn nun wieder rausrücken sollten. Die Leute, die aus der Zone oder DDR nach Westen rübergemacht waren, bekamen natürlich den Zorn der Sitzengebliebenen ab. Es war ganz genau wie mit den Anti-Nazi-Emigranten, die wurden nach 45 auch nicht mit offenen Armen aufgenommen sondern als Verräter angesehen von den braven Bürgern, die mitgemacht und sich eingerichtet hatten.
Deshalb ist der schlimmste Satz von Heinkes Artikel der folgende: "Die, die Macht hatten, waren nur auf dem Papier die Starken in Wahrheit hatte die schweigende Mehrheit die Macht, freilich ohne sie anwenden zu dürfen." Lieber Herr Heinke, die eine Seite ist trivial: es ist immer die schweigende Mehrheit die die Macht haben könnte. Die andere Seite ist ein Armutszeugnis: "ohne sie anwenden zu dürfen", wer hat es ihnen denn verboten, wenn sie doch die Macht hatten: ihre eigene Feigheit und ihr eigenes Korrumpiertsein?
In Wirklichkeit ist es wahrscheinlich so, dass ein Unrechtsstaat immer die Herrschaft einer Machtelite ist, die mit Hilfe ihrer bezahlten Büttel und ein bichen Bestechung die Mehrheit zum Schweigen bringt.
Und ein Rechtsstaat? Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Unrechtsstaatsdebatte auch auf die andere Seite verweist: auch auf der anderen Seite ist nicht alles goldig, und niemand hat Anlaß sich auf ein hohes Ross zu setzen. Denn der Rechtsstaat ist ein in der Praxis verschwimmendes immer wieder umkämpftes Gelände. Man wird nicht durch Behauptung Rechtsstaat sondern nur die ständige Aufmerksamkeit einer möglichst großen staatstragenden Mehrheit, die auch die Rechte von Minderheiten und Andersdenkenden verteidigt.
Meister 18.04.2009, 11.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !
Stabiles Fruehjahr?
Man sagt zwar, es gaebe gar keine Erkaeltung sondern nur Infektion, aber die ganze Wahrheit ist daas auch nicht.
Meister 15.04.2009, 08.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Ostereier adé, es darf wieder gearbeitet werden
Nach den Feiertagen gibt es natürlich jetzt wieder volles Programm und wenig Verständnis dafür, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können. Aber daran wird man sich im Gesundheitswesen gewöhnen müssen. Wir verwalten jetzt schon den Mangel und nicht deshalb, weil wir uns das so wünschen.
Meister 14.04.2009, 10.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene
Von der Abwrackrepublik zur Abf...republik
Hi, liebe Leute, hier ist wieder eure Ökonomieamateurin Billie B. Stupid und heute möchte ich mit Euch allen mal richtig abwracken. Abwracken und mehr, sag ich mal.
Über die Abwrackprämie, ihren Sinn oder Unsinn, ihre Auswirkungen wirtschaftlich und germanomental ist schon viel geschrieben worden und wird es auch noch. Sie hat sich zu einem poltischen Selbstläufer im Wahljahr entwickelt, sich verselbstständigt könnte man sagen, abwracken als Bürgerrecht.
Ich möchte hier ein paar subjektive Aspekte beisteuern. Das Fatale an dieser Prämie ist ihre Höhe: 2.500,- € ist wahrlich kein Pappenstil - man wird dadurch schon unter Druck gesetzt.
Nehmen wir mal an, man kann die Voraussetzungen nicht erfüllen, z.B. man hat gar kein so altes Auto. Dann wird man eigentlich ziemlich steuerlich benachteiligt, denn man muß mit für die Abwrackprämienkosten aufkommen, hat aber nichts davon, zahlt also eigentlich eine Strafsteuer. Es ist eine Umverteilung von den Nichtabwrackern zu den Abwrackern, gewollt oder ungewollt. Opfer dieser Umverteilung ist ein illustres Publikum von der Oma ohne Führerschein, über den HartzIVer ohne Schotter bis zum Gutverdiener, der sich jedes Jahr einen neuen Daimler leistet.
Nehmen wir umgekehrt an, man könnte die Voraussetzungen erfüllen, was dann? Man muss leider sagen, dass man dadurch unter Handlungsdruck gesetzt wird. Nehmen wir an, ich will gar kein neues Auto kaufen, aber damit versetze ich mich nicht nur von den Krisenprofiteuren zu den Abwrackopfern, sondern zusätzlich qualifiziere ich mich natürlich auch noch für den republikanischen Preis für Idiotie und Dummheit, so ähnlich als hätte man 25 mal das Begrüßungsgeld nicht abgeholt.
Also Probleme wohin man schaut, kein Wunder dass in Deutschland keine Krisenstimmung aufkommt, alle sind damit beschäftigt ihre Abwrackpärämienprobleme zu lösen.
Psychologisch hat die Regierung mit der Abwrackprämie Ungeheures bewirkt, auch wenn man noch nicht so genau weiß, wie das Großexperiment endet. Es ist jedenfalls ein interessanter Ansatz. Schon werden Fragen gestellt, was wir als nächstes abwracken, Kaffeemaschinen vielleicht, oder Waschmaschinen oder wie wäre es mit Wohnungseinrichtungen, die könnte man auch der Straße vor dem Haus verbrennen, hat man zwar ein CO2-Problemchen, aber wenigstens kein Lagerproblem auf dem Schrottplatz. Das Ordnungsamt bescheinigt einfach das ordnungsgemäße Abfackeln der Wohnungseinrichtung.Das Gute an der Abfackelprämie: fast alle sind qualifiziert, selbst die Wohnungslosen, die ihren verlausten Schlafsack abfackeln, und es müßte natürlich noch ein bißchen mehr Geld rüberwachsen, damit es sich lohnt, 25-50 T€ pro Haushalt, für höhere Gegenvorschläge gibt es im Wahljahr bestimmt auch offene Ohren. Und die einheimische Industrie würde davon wohl mehr profitieren als von mancher anderer Maßnahme.
Aber lassen wir die überkreativen Ideen vielleicht mal beiseite: das Modell Abwrackprämie ist so modellhaft, dass man sicher noch davon hören wird. Es könnte eine neue Variante in der Brot-und-Spiele Politik des XXI-Jahrhunderts werden. Grundsätzlich funktioniert es so, dass eine beträchtliche Summe als Prämie ausgelobt wird, "beträchtlich" in dem Sinne, dass auch der minderbemittelte Phlegmatiker zu sofortiger Aktion provoziert wird ("shock and awe" auf bundesrepublikanisch). Für die ausgelobte Summe muss der Anwärter aber auch etwas tun, natürlich genau das, was sich die Regierung wünscht, das kann etwas Kleines sein, wofür man auch nur relativ wenig Bares bekommt, beispielsweise die Teilnahme an einer regierungsfreundlichen Demonstration könnte mit 100 € prämiert werden, aber auch größere Anreize sind möglich, beispielsweise wer 3 Wochen Urlaub in Deutschland macht, kriegt 500 €, oder die Demographiepuls-prämie: für jedes Neugeborene kriegt die Mutter 50.000 € und der Vater Alimentefreiheit versprochen, dann ist was los in Deutschland!
Letzteres ist weitere Überlegung wert: diese Prämie könnte die Abwrackprämie zukunftsweisend überwinden, volkstümlich vielleicht "Abfuckprämie" genannt, könnte sie die Leute voll anmachen und unmittelbar in Bewegung setzen. Wenn es heutzutage ca. 600.000 Geburten gibt, so könnten es mit der Prämie auch 1 Million Geburten im Jahr sein. Rechnen wir damit einfach weiter : 1 Mio Frauen bekommen also 50.000 €, das sind 50 Milliarden Euro und Alimente 1000,- Euro im Monat, aufs Jahr 12.000,- Euro, auf 20 Jahre (ein bichen Beschränkung muss sein, Vater Staat wird seinen Kindern dann auch BaföG-mäßig weiter unter die Arme greifen) sind 240.000 €, für einen Jahrgang, also rechnen wir mit 300.000 Kosten pro Kind, für eine Million Kinder macht das Gesamtkosten von 300 Milliarden, die fallen aber über 20 Jahre an, im ersten Jahr kostet es vielleicht 50+12 also 62 Milliarden, das klingt doch bezahlbar, auf 10 Jahre rechnen wir mal 620 Milliarden plus (9+8+7+6+5+4+3+2+1)x 12 Milliarden, das sind 45x12=540, also Summa summarum 1.16 Billionen €, das läßt sich doch machen!
Insgesamt werden die Alimentenkosten sogar wesentlich niedriger ausfallen, weil eine ganze Reihe von Familien es vorziehen wird, nicht Vater Staat als Vormund zu haben, sondern selber die Alimente aufzubringen, zumindest solange die Familie Bestand hat.
Die Sache ist gar nicht so verwegen wie sie klingt: wenn die Gesellschaft für ein Kind 300.000 € zusätzlich investiert, in das man vielleicht ansonsten 500.000 € gesteckt hätte, dann müssen wir die Alimentenkosten wieder heraus rechnen, vielleicht rechnen wir sie nur teilweise raus, weil es den Kindern ja besser gehen soll, dann haben wir vielleicht 100.000 (mindestens aber 50.000) mehr investiert,also 600.000 €, der gesellschaftliche Nutzen eines Kindes dürfte aber weit höher liegen, da gibt es bestimmt eine Zahl, ich kenne sie nicht , aber ich taxiere sie auf vielleicht 2-5 Millionen, also 100.000 investiert für 2 Millionen Gewinn, ein sehr gutes Geschäft, würde ich sagen.
Die Schulden würden außerdem genau für die Leute aufgenommen, die sie später zurückzahlen sollen, ein fairer Deal, würde ich sagen, besser als manch andere Schuldenmacherei.
Einziges Risiko: auch diese Prämie könnte wesentlich erfolgreicher sein als geplant, siehe Abwrackprämie. Aber es gibt natürliche Schranken: wenn wir von 80 Millionen Einwohnern ausgehen und annehmen das die Hälfte Frauen sind kommen wir auf 40 Millionen, diese verteilen sich vielleicht auf 80 Jahrgänge,da kämen wir auf 500.000 pro Jahrgang, rechnen wir lieber mit 400.000 pro Jahrgang, dann sind das zwischen 18 und 38 = 20 Jahrgänge, also 8 Millionen Frauen, die sich für die Prämie qualifizieren könnten, also erscheint 1 Million im Jahr schon reichlich viel, 2 Millionen wäre das Äußerste des Denkbaren. Teuer wird die Sache auch erst über die Jahre, aber man sollte nicht vergessen, dass damit auch zunehmende Wirtschaftsleistung verbunden ist, die Rendite der Geschichte steigt auch von Jahr zu Jahr, denn auch die 50 Milliarden, die die Frauen kassieren, würden ja in den Wirtschaftskreislauf zurückfliessen, jedes Jahr ein K



Wann kommt dieser Frühling?