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Captcha Abfrage
| Bärbel |
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Ich möchte dir mal ganz viel Glück wünschen, dass die Pannenserie nun ihre letzte Folge hatte! Daumen sind doll gedrückt
LG Bärbel |
| 30.1.2010-22:36 |
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| Sebastian |
Dein letzter Blog Eintrag "Ergoterror macht Kinder fertig" ist dir sehr gut gelungen -baut sehr gut auf dem vorigen auf |
| 27.11.2009-10:15 |
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| Chatty |
| Ich lasse Dir Wünsche für ein wunderbares Wochenende da ... nutze sie :-) |
| 30.10.2009-19:48 |
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| Linda |
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Auch ich, wie die Schreiberin vorher!
LG |
| 30.9.2009-19:03 |
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| Bärbel |
Bin heute als Berlinerin über diese Seite gestolpert und...es hat sich gelohnt. Ich werde hier öfter mal stöbern nach Perlen
Danke und Grüße aus dem "hohen Norden" Bärbel |
| 13.5.2009-19:45 |
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Nur so viel
Wenn man von einem schweren Verlust betroffen ist, möchte man gar nichts mehr schreiben.
Aber irgendwann wird man sich erholt haben.
Aber ich bin Romantiker und nicht Seelenexibitionist, die Sache wird im Dunkel bleiben.
Wenn man so nach Deutschland kommt in diesem WInter hat man ein schlimmes Gefühl. Zum einen ist die Luft in den trockenen Räumen fast unerträglich. Zum anderen hat man das schreckliche Gefühl, dass das Land durch diesen furchtbaren Winter schwer gebeutelt wurde, als würde es um sein Überleben kämpfen.
Aber keine Angst, dasa hier ist Nozz, das Land der Wunder, wir werden es überleben und wir werden in einem schönen Frühling wieder erwachen.
Meister 09.03.2010, 10.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schweigen
Meister 02.03.2010, 09.11 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
First time ever Begegnungen
Kookabooras sind ziemlich grosse Voegel, die auf charakterische Weise lachen, einen grossen Schnabel haben und ueberall besungen,bedidjeridood oder abgebildet werden. Aber wo stecken sie bloss? Unverhofft kommt oft. Heute frueh im Pool sehe ich ploetzlich einene ziemlich grossen Vogel angeflogen kommen, er setzt sich auf das Seil des Sonnensegels und laesst soich anschauen: ein Kookaboora, schoenes Tier, vorher noch nie in echt gesehen. Das macht mich wirklich froh.
Aber an manchen Tagen kommt alles zusammen, mal so und mal anders rum. Wir fahren also heute zum Cape Tribulation, das sind so 100km nach Norden, so ziemlich das Ende der Strecke, die man hier problemlos an der Kueste rauf kommt. Reichlich Urwald dort. dort soll es auch Cassowaries geben, sehr grosse Laufvoegel, auffallend blau-rot und schwarz gefaerbt mit einer helmartigen Haube, in deutsch deshalb auch als "Helm-Kassuar"
Es war jedenfalls ein sehr wunderbarer Tag heute.
Meister 28.02.2010, 12.49 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Aussie Party
Meister 28.02.2010, 08.47 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Keep left
Heute erfahren wir, was passiert ist: ein Schweizer Tourist ist aus einem Parkplatz rausgefahren und auf die rechte Strassenseite. Als er merkte, dass es die falsche Seite war, war es schon zu spaet.
Da liegt die eigentliche Gefahr: man faehrt die ganze Zeit links und dann kommt man aus irgendeinem Parkplatz oder einer einfahrt raus und ganz intuitiv ist man auf der rechten Seite. Da hilft nur aufpassen und ein aufmerksamer Beifahrer, der sofort Alarm schreit.
Meister 27.02.2010, 06.45 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Wochenende in Oz
Meister 27.02.2010, 00.39 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Horoskopspruch des Tages
Meister 25.02.2010, 10.52 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche
Zeitverschiebung
Natuerlich weiss man, dass es so ist: 9 stunden sind wir hier der MEZ voraus. Trotzdem ist es immer wieder komisch, dass es hier gerade frueher Morgen ist, waehrend zuhause alle schlafen gehen. Die Kernzeiten sind genau anders herum: waehrend hier 0-6 Uhr ist, ist zuhause 15-21, also nachmittags und abends, wenn zuhause 0-6 Uhr ist, dann ist hier 9-15 Uhr. Am besten kann man kommunizieren mit zuhause von hier aus zwischen 18 Uhr (=9 UHR MEZ) und 24 Uhr (=15 Uhr MEZ) Am hiesigen Morgen geht es auch notalls: zwischen 6Uhr (=21 Uhr MEZ) und 9 Uhr (=24 Uhr MEZ).
Schlimmer ist es allerdings, wenn man sichj von der einen in die andere Zone bewegt, mir graut schon wieder vor dem bloeden Jetlag. Vielleicht sollte man wirklich ein round the world ticket nehmen: mehrere kleinere Zeitverschiebungen und immer in die gleiche Richtung bis man ueberraschender Weise wieder zuhause eintrifft.
Meister 24.02.2010, 23.19 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Klimaschutz in Australien
Dummerweise gilt auch hier, wie ueberall, dass gute Absichten nicht unbedingt zu guten Ergebnissen fuehren. Man hat ueberhastet, weil man daheim und in der Welt einen guten Eindruck machen will, ein milliardenschweres Hausisolierungsprogramm aufgelegt, das aber voll in die Hose gegangen ist. Die Hausbesitzer brauchten gar nichts zu bezahlen, sondern nur bei einer Firma zu unterschreiben, die haben die Isolierung gemacht und daas Geld direkt vom Staat kassiert. Kein Wunder, dass sich die dubiosesten Firmen auf dieses Geschaeft gestuerzt haben und die Dachisolation auf laecherleiche Weise durchgefuehrt wurde: sie haben schlicht eine Art Alu-folie auf die Zimmerdecken der in der Regel eingeschossigen Haeuser gelegt, Nicht etwa unter das Dach sie gepappt, nein einfach auf die Decke gelegt. Der eine Punkt dabei ist, dass sie voellig ineffektiv ist, die Waerme ist schon im Haus und findet auch ihren Weg weiter nach unten. Waere ja alles nicht so aufgefallen, wenn sie dabei nicht die folie auch auf die Stromleitungen gelegt haetten und die waren oft nicht so perfekt isoliert, so sind einige Arbeiter zu Tode gekommen und auch ein paar Haeuser abgebrannt. Damit war der Skandal da und der frueher bei Midnightoil spielende Umweltminister Peter Garrett hat grossen Aerger, will's aber nicht gewesen sein.
Dass dieses Programm total uneffektiv war, ist dabei kaum thematisiert worden.
Sie haetten dieses Geld besser in die Entwicklung eines Produkts gesteckt, dass die ganze Klimaanlagenfrage umwaelzen wuerde: wo es heiss ist, scheint in der Regel auch viel die sonne, also muesste man ein "self-contained solar powered A/C Device" entwickeln, eine Klimaanlage, die ohne Stromversorgung nur von ihrer eigenen Solarzelle betrieben wird. Damit koennte man das Leben in vielen Teilen der Welt ertraeglich machen, ohne CO2-Ausstoss. Die Komponenten dafuer gibt es, es ginge also nur darum, sie so aufeinander abzustimmen, dass man das Teil zu einem vertretbaren Preis wegtragen kann. Ich finde die Idee eignetlich so gut, dass da in absehbarer Zeit jemand sowas bauen musste. Schade dass man sowas nicht selbst entwickeln kann, das wuerde mir Spass machen - ja, ich habe keine Ahnung und das ist viele Nummern zu gross, man wird doch mal traeumen duerfen.
Meister 24.02.2010, 10.00 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich
Einfach nur...
Schade dass es so oft daran fehlt.
Meister 24.02.2010, 05.29 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Sandalen reparieren?
Meister 23.02.2010, 12.43 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Auf dem Felsen
Meister 23.02.2010, 08.23 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Born as a Sturmtief
Unterschaetze ich den Wunsch einer Frau zu tanzen? Walzer, oder was ?
Meister 22.02.2010, 08.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Romantische Welt und Zukunft
Sozialstaatsumbau
Dabei ist voellig klar, dass dieser >Brot und Spiele<Sozialstaat keine Zukunft hat, er ist nicht mehr zu bezahlen und foerdert mit den falschen Anreizen die falschen Leute. ein solidarischer Sozialstaat wuerde Arbeit und Chancen geben, statt die altroemische Stimmenkaufpolitik fortzusetzen.
Was mich aergert ist, dass man in Deutschland mit solcher Pseudomoral populaer ist und ganze Kampagnen lostreten kann, um eine wirklich inhaltliche Diskussion schon im Keim zu ersticken. Dabei waeren in einer solchen Veraenderung durchaus grosse Chancen im Sozialbereich gegeben. Nur noch Geld fuer Arbeit wuerde auf der anderen Seite auch heissen muessen, dass der Staat diese Arbeit in einem anderen Sektor auch schaffen muesste, dass wuerde ein Recht auf Arbeit ansprechen, welches natuerlich nicht Pflicht zur Arbeit ist, sondern lediglich die Moeglichkeit fuer jeden seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, damit auch die Mindestlohnfrage sich ganz anders stellen wuerde, denn niemand koennt weniger zahlen als die staatliche Beschaeftigungsgesellschaft. Und wer soll das alles bezahlen? alle heutigen Sozialtoepfe stehen dafuer zur Verfuegung und die damit zusammenhaenfgenden Fragen sind zwar offen, aber erst dann loesbar, wenn man die Diskussion ueber den Umbau des Sozialstaates zulaesst, was im Moment durch die Gutmensschenriege mit allen Mitteln verhindert werden soll. Warum eigentlich?
Wer tut eigentlich Frau Bischoefin weh, wenn man darieber nachdenkt, wie man unser Land zukunftsfaehiger macht und die Menschen aus dem Brotundspiele-Ghetto befreien kann? Glaubt jemand wirklich, dass man mit DauerHarztIV, selbst wenn man es umbenennt und verdoppelt jemanden gluecklich machen kann, den man zum Parasiten erzieht?
Ist denn HarztIV nur schlecht? Es gibt eine Gruppe von Leuten, die man auch nicht vergessen sollte: Kuenstler und Freischaffende, die nur durch solche Transfers ohne schlimmste materielle Not etwas schaffen koennen, was sonst nicht werden wuerde. Aber auch fuer derartige "Boheme-Probleme" koennte man eine Loesung finden.
Meister 21.02.2010, 07.16 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram
21. Februar
Meister 20.02.2010, 22.58 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Das Kreuz des Suedens
An dem Morgen als wir um 4 Uhr frueh in Darwin ankamen, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: da war das Kreuz in voller Schoenheit und dort die Pointers und dort also der Himmelssuedpol! Eine ganz einfache Erklaerung. Da sich der Suedhimmel um den himmelssuedpol dreht, steht dieser Pol auch nur 16* ueber dem Horizont, seine Hoehe ganz analog der des Nordsterns bei uns. Also sieht man um diese Jahreszeit das Kreuz auch nur in den Morgenstunden so wie man es sehen moechte, abends ist es etwa 90* verdreht und recht horizontnah. aber morgens um 4-6 Uhr ist es voll praechtig, so wie man es sich romantisch vorstellt.
Meister 20.02.2010, 11.35 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Vegetarische Austern, gibt's das?
Nachtrag: Ich hab's nicht probiert, aber ich koennte mir vorstellen, dass beides auch ganz gut zusammen schmeckt!
Meister 19.02.2010, 14.35 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Roo Pooh
Da beklagt sich der oertliche Fussballclub in der Zeitung, dass sein Trainingsplatz jeden abend von hunderten von Wallabies heimgesucht wird, sie auf dem Rasen aesen und ihre Geschaefte verrichten. Und die Fussballer rutschn dann natuerlich leicht aus auf den weichen "Droppings" auch "pooh" genannt. Einen Zaun haben sie schon, aber der wird von den flinken Tieren unterwandert oder ueberwunden, was tun ?
Also vielleicht sollte der faire australische Sportsman mit den Roos um die Platzherrschaft boxen, aber die Wallabies sind j die kleine Art, das ware nicht fair, auch nicht im Ueberzahlspiel. Besser waere es wahrscheinlich, die Duengung des Platzes zu akzeptieren und vor jeder Trainingseinheit den Platz richtig zu waessern und zu planieren. Schliesslich muessen die Tiere ja auch ihren Lebensraum haben
Meister 19.02.2010, 11.10 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Markttag
Meister 19.02.2010, 00.36 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Cairns wiederbesucht
Die Statue von Captain Cook haben sie jetzt mit einem roten Mantel versehen, der wuerde sich im Grab umdrehen, wenn er hier eins haette, dass sie ihn posthum zu den Redcoats (=Infantrie) versetzt haben.
Die Probleme mit den Marine-Stingers sind unveraendert, liegt jetzt aber auch daran, dass die Biester bei Nordwind voll an die Kueste getrieben werden.
Aber wir haben zum Glueck einen schoenen Pool, koennen am Strans sitzen und dann zum Schwimmen zum Pool rueber gehen. Sie haben ja diese "swimming enclosures" hier, also Netze, aber die halten die kleineren gefaehrlicheren Irukanji-quallen nicht ab. Und die Praxis, den Strand fuer 2 Tage zu schliessen, wenn es einen Irunkanji-stich gegeben hat und dann wieder aufzumchen, ist doch ein bisschen blauaeugig.
Meister 18.02.2010, 11.22 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Gewitternacht
Meister 17.02.2010, 23.53 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
T.B. Tavern
Die Naechte sind tropisch warm, eigentlich schalten wir die Klimaanlage aus, um den Ozean rauschen zu hoeren. aber wenn es zu warm ist, muss man die Tuer schliessen und sich mit dem Rauschen der Klimaanlage begnuegen.
Meister 17.02.2010, 00.51 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Wieder in Trinity Beach
So, jetzt erstmal auspacken, eine kleine Runde geschwommen im Pool sind wir auch gleich. Wir wollen jetzt mal etwas zur Ruhe kommen und mit dem Erholen anfangen.
Meister 16.02.2010, 04.48 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Auf in die heisse Stadt
// ja da war die Internetverbindung abgelaufen, man konnte im Hotel immer 24h buchen, und wenn die rum sind, muss man neu bezahlen.//Jedenfalls waren wir an dem Abend noch in Downtown Darwin und haben auf der Wharf ein bisschen was gegessen und in der Stadt noch ein bisschen guiness getrunken.. Die Kellnerin in der irischn Kneipe war eine Studentin aus der Naehe von zuhause. Es gibt viele Jugendliche Backpacker, die hier arbeiten und dann reisen, soweit das verdiente Geld reicht. die Bezahlung soll zumeist nicht so sehr gut sein, aber immerhin kann man mit einem solchen Studentenvisum hier legal arbeiten, was bei uns sicher ein Riesenproblem waere.
Meister 15.02.2010, 06.45 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Tropisches Erwachen
Denk ich an Deutschland am Morgen, mach ich mir ueber diesen Winter langsam sorgen.
Gerade aus der Ferne hat man das Gefuehl, dass dieser winter jetzt doch verschleissend wirkt und dass nur Maerz oder noch besser April weiterhelfen werden. Es hat auch schon harte Winter gegeben bei denen ein schoenes fruehes Fruehjahr dann die Erloesung gebracht hat. Hoffen wir also darauf. Ich schicke schonmal ein Paeckechen Sonnenschein: >Geschenksendung! Keine Handelsware!< Es moege nuetzen!
Meister 14.02.2010, 23.41 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Zurueck in Darwin
Nun aber zu etwas voellig anderem:
34* und sonne, schoener tropischer Abend jetzt in Darwin, eine Luft wie Samt und Seide. Wir sind noch nicht lange wieder hier.
Gestern morgen sind wir aus Alice Springs weg und haben gestern 900km gefahren, voll nach Norden den Stuart Highway rauf. Es faehrt sich einfach sehr gut hier, weil man kaum ein Auto trifft. solange es Tag ist, gibt es keine Probeleme mit 120km/h auch 120 km in der Stunde wirklich voran zu kommen. Wir wollten gestern eigentlich bis Renner's Springs kommen, das waeren 650km gewesen, aber wir waren so frueh da, dass wir uns zur Weitefahrt entschliessen mussten, was soll man den Nachmittag in einem Motelroom verschlafen? Bevor es dunkel wurde, 250km und zwei heftige Gewitter weiter erreichten wir Daly Waters, einen "Kultpub" mitten im Nirgendwo. Dort haben wir in einer Cabin gemuetlich uebernachtet, ringsum naechtliches Wetterleuchten.
Heute morgen hatten wir dann nur noch 600km bis Darwin zu fahren und die zogen sich doch mehr als gestern, aber um 5 waren wir schlielich da, also vor etwa 5 Stunden.
Es ist so schoen , dann in ein schoenes Hotelzimmer zu kommen und die Klamotten von sich zu schmeissen.
Frisch renoviert sind wir zum Essen in die Stadt gelaufen, das ist ja nicht so weit hier. Danach waren wir so unternehmungslustig, dass wir noch zur neuen Waterfront runter sind, und sehr ueberrascht, was sich in 2 Jahren veraendert hat, man erkennt es gar nicht wieder. Damals war es aber aus sehr verregnet gewesen, waehrend heute am Valentienstag alle Aussis offenbar ihre Liebsten ausfuehren. Auf jeden Fall ist es ein toller warmer abend und es sind so viele june Touristen hier, dass man sich fragt, wer diesen Geheimtipp wohl so verbreitet hat.
Meister 14.02.2010, 13.21 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Feuchte Wueste
Unser Programm heute waren die West Macdonnell Ranges, spektakulae Hoehenzuege westlich von hier, Schluchten und Flusstaeler, die normalerweise aber trocken sind. Bloss wenn es regnet...
Es drohte dann von Osten her schon seit mittags Gewitter, aber wir haben uns an der vielleicht schoensten Stelle, Glen Helen, dazu entschlossen doch den Rundweg weiter zu fahren, auch wenn dort unbefestigte Strasse drohte. Wir sind sogar noch an das spektalulaere Gosse Bluff, wo vor 140 Mio Jahren ein Meteorit eingeschlagen sein soll. Dann fing es aber an richtig zu regnen und wir mussten uns auf den Heimweg ueber Herrmannsburg machen. Die unbefestigte Strasse macht zunaechst einen guten Eindruck, wenn sie ein bisschen nass wir ist das ja eher gut, wassergebundene Fahrbahndecke, pflegte mein Vater frueher dazu zu sagen. aber die Wasserprobleme sind eine Funktioon von Intensitaet und Dauer, will sagen, bei starkem Regen wird es nach einer Weile ungemuetlich. So war es dann auch, erst werden die Pfuetzen immer groesser und tiefer, dann ist die ganze Fahrbahn zunehmend aufgeweicht, und richtig los geht es, wenn das Wasser in den Dips steht und den Floodways quer ueber die Strasse stroemt. Aber es sind immer noch 20 km bis Hermannsburg und die werden nur allmaehlich weniger. So ein 4WD hat gute Moeglichkeiten auch noch durch 40-50 cm Wasser zu kommen, irgendwann wird es dann eng, besonders wenn man dann einen Hang rauf muss, auf dem Wasser und Erde runter stroemen. Wenn man stecken geblieben waere.... naja, nicht so lustig, sind wir aber nicht, Nach Hermannsburg war die Strasse wieder sealed und die Probleme mit dem Regen liessen auch nach. Es hatte sich ganz schoen abgekuehlt, von 34 auf 22*. Aber das ist auch schoen, kann man die Fenster aufmachen und ein wundervoller Eukalyptusduft stroemt durchs Auto.
Meister 12.02.2010, 11.25 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Besuch beim Baden
Wir finden auch einen schoenen Pool und das Wasser ist herrlich, der "Gebirgsbach" hat vielleicht 28-30*.
Indem wir entspannt im Wasser liegen, kommt ein Besucher: ein Lizard, vielleicht 1 bis 1/2m lang. Die Echse guckt ganz interessiert, sie ist offenbar an Menschen gewohnt. Umgekehrt gibt es aber Leute im Pool, ich nenne weder Zahl noch Namen, die gar nicht an schwimmende Grossechsen gewohnt sind und einen heilgen Schreck kriegen, als das Tierchen ins Wasser kommt. Bevor aengstliche Nozzies aber den Pool raeumen koennen, ist der ruecksichtsvolle Gast schon durchgeschwommen und steigt auf der anderen Seite wieder ganz geruhsam aus dem Wasser und geht seines Weges.
Meister 12.02.2010, 01.47 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Alice Springs
Heute frueh gab es dann noch ein Ereignis, das ich demnaechst noch extra erzaehle!
Aber abgehakt als "road adventure".
Die Landschaft entwickelt sich allmaehlch immer mehr Richtung Wueste, aber es ist recht gruen, denn noch haben wir die feuchtere Zeit des Jahres, Regenzeit waere hier wohl zuviel gesagt. Es ist unterhaltsam der Landschaft zuzusehen. Es gibt massenhaft Adler, die ihre Kreise drehen, sie werden schein bar von der Strasse angelockt, die Futter produziert, vor allem wohl nachts. An einer Stelle steht neben den ueblichen Kuhwarnungen noch ein spezielles "cows on the road"-Schild. solche etwas spontan wirkenden Schilder sollte man hier immer ernst nehmen, ersst laufen ein paar Kaelber ueber die Strassse, was nicht so schlimm ist, aber dann sprintet unvershens ein Jungbulle vors Auto, was wohl irgendwie stierkampfartig gemeint ist. Seis drum, er hat's ja ueberlebt.
30km vor alice ist der Wendekreis des Steinbocks, also Ende der Tropenzone. Das hindert Alice nicht daran 38* heiss zu sein.
Liegt ja ganz huebsch das Staedtchen, aber es ist ein Nest. 10x kleiner als sein Ruf, wuerde ich sagen. Wir haben ein sehr schoenes Hotel, kann man nicht meckern, aber die auswahl ist hier auch gross.
Meister 11.02.2010, 14.18 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Darwin/Mataranka/Tenannt Creek
Wir sind jetzt in Tennant Creek, das ist noch 500km noerdlich von Alice Springs mitten im Outback.
Schon gestern waren wir wirklich sehr weit weg von allem in Mataranka, zwar nur 500km von Darwin dafuer die Heimat des Buches "We of the Never Never".
Na ich werde ueber gestern noch was extra schreiben wenn ich kann.
Heute frueh haben wir wundervoll gebadet in einer 34* warmen Suesswasserquelle, die zwar "Bitter Springs" heisst, aber wundervoll klares wohlschmeckendes Suesswasser enthaelt,umstanden von Palmen und Eukalyptusbaeumen. Blaue Seerosen, idealisieren das Bild. Um die Zeit morgens war noch niemand dort, aber der Badeplatz ist voellig krokodilfrei. Wenn es eine Quelle der ewigen Jugend gaebe, muesste sie etwa so aussehen.
Tut mir ja leid wegen dem Wetter zuhause!!
Meister 10.02.2010, 09.17 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Der Tag in Darwin
Das Wetter ist morgens sonnig und nachmittags gibt es eine heftige tropische Schauer, das soll um diese Jahreszeit die Regel hier sein.
Und verschlug diese Schauer ins "mosoons", wo man gemuetlich dden Regenschwaden zusehen konnte, ohne nass zu werden. Das Bier schmeckt gut, genauso das Essen, junges internationales Publikum, auch eine Menge Deutsche, wie es scheint.
die Schauer ist dann auch bald vorbei, und alles dampft, die Sonne scheint wieder.
Meister 08.02.2010, 13.29 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Planaenderung
Also umdisponiert, wir koennen auch etwas anderes machen, von Darwin nach A,lice Springs fahren und dann wieder zurueck, und das Auto wieder hier abgeben und 1500 AUD gespart. Naja nicht ganz, der flug von DRW n ach CNS kostet uns 300 Euro.
die Sache hat auch noch eine positive Nebenwirkung: die Fahrt nach CNS waere bei der momentanen Lage sowieso nur auf dem grossen Highway moeglich gewesen, alls andere ist wegen Ueberflutung gesperrt, und dieser Weg scheint auch noch ziemlich langweilig. Und in Alice sind wir noch nie gewesen, eine Bildungsluecke sozusagen. Es gibt natuerlich Reisefuehrer die sagen, in das rote Zentrum sollte man um diese Jahreszeit nicht fahren, aber seit wann hoeren wir auf Reisefuehrer?
Meister 08.02.2010, 11.16 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Zeit- und Klimaanpassung
Die gleiche Massnahme (Geduld) erfordert die Klimanpassung. Wenn man wie eben nachdem Fruehstueck unvrsehns ins Freie tritt, dann ist es schon ein bisschen kreislaufschockend. Und den Hut und die Sonnenbrille sollte man auch dabei haben.
Gestern wenigstens ohne Sonnenband davon gekommen, abr ein bisschen scheint die krankhafte Winterblaesse schon zu weichen ,wenn ich in den Spiegel sehe. Und auch die Haende sehen nicht mehr so trocken und bleich aus, das war in den letzten Wochen zuhause ja echt furchtbar.
Meister 08.02.2010, 00.50 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Nochmal zu Singapore
Und nicht nur sind alle freundlich, hilfsbereit und relaxt, sondern es klappt auch alles, das erscheint wirklich phaenomenal manchmal.
Es ist eindeutig der beste Platz fuer ein Stopover bei einem Flug in die asiatisch-pazifisch-ozeanische Region.
Meister 07.02.2010, 12.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Angekommen in Darwin N.T.
Wir sind im alten Holiday Inn in Darwin, der schon damals den verheerenden Cyclon Tracy mitgemacht hat, und schauen ueber den Darwin Harbour, wo sich jetzt nachmittags ein Gewitter aufzubauen scheint.
Man muss sich jetzt erstmal neu sortieren und begrifen, was eigentlich los ist.
Wir sind um 2.40 local time angekommen, mit Jet Star aus Singapore. 4 Stunden Flug von dort. Die interntionalen Fluege kommen fast alle um eine deartig ungewoehnliche Zeit an, meist weil sie noch weiter fuehren.
Man ist darauf aber eingestellt, die Hotelrezeption ist darauf aber mit 24h-Dienst eingestellt, und Fruehstueck gibt es ab 3 Uhr frueh, fuer den Jetlag Hunger, denk ich.
Natuerlich merkt man jetzt allmaehlich, was man alles vergessen hat.
Und man kriegt sofort vorgefuehrt, dass man auf die sonne aufpassen muss.
Wir haben das fruehe Fruehstueck glech mal genossen und dann haben wir uns erstmal ausgeschlafen, die Klimaanlage von den voreingestellten 20 auf 25 Grad hochgestellt. Zuhause wuerde man bei 20 grad frieren, hier mahen sie es absichtlich, aber 25 ist wirklich angenehm, vor allem viel angenehmer als die 25Grad Heizungsluft zuhause.
Den Pool probiert, das Wasser ist unnatuerlich heiss, moechte ich fast sagen, kein Wunder die Sonne scheint drauf. Da wir nur kurz baden wollten, haben wir uns nicht eingecremt, aber gleich gemerkt, dass das keine gute Idee war, man kann sich wahnsinnig schnell verbrennen, man spuert direkt die Strahlung auf der Haut, abe rgerade noch rechtzeitig wieder raus aus dem Pool, ein Sonnenbrand am erstenTag? Nein danke!
Also schoene Gruesse von Oz nach Nozz, bis bald.
Meister 07.02.2010, 08.39 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Von Nozz nach Oz: Singapore
Liebe Bloggsburger,
da sind wir nun in Singapore angekommen. Merkwuerdig vertaut hier alles auf dem changi-airport. Nach 12 Stunden Flug ein Transit Hotel ist supergut.
Ausgeschlafen geht es in 2 Stunden weiter nach Dariwn N.T.
Kaum ist man ein paar kilometer raus aus Nozz, schon sieht die Welt ganz anders aus.
Bleibt alle gesund und bloggy.
Meister 06.02.2010, 12.28 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
So - fertig
Dann lebt erstmal wohl, liebe Bloggsburger!
Ich lasse von mir hören. - Bald !
Meister 04.02.2010, 22.45 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
R.D.Precht: Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
Wenn ich genauer nachdenke, kann ich nichts Spezifisches erinnern. Ist es wirklich nur ein Zeitvertreib?
Meister 04.02.2010, 18.05 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Diese Woche
Arbeitsmäßig war diese Woche die Härte und ich kann froh sein, wenn sie überstanden ist.
Alle in Ferien gefahren, bloß die Kranken nicht. Der Winter geht irgendwie seinem Höhepunkt in puncto Nerverei entgegen.
Und es wird ein langer Höhepunkt: der kinderärztliche Winter dauert bis Mai. Mal sehen was als nächstes kaputt geht, im Moment ist das Tor dran, sollte man bei Schnee und Frost besser offen lassen (Merk Dir das für den nächsten strengen Winter in X Jahren!).
Also nun die Neuigkeit: Ab morgen kein Schnee mehr, Schluß mit diesem Monsterwinter.
Wieso, weshalb?
Noch ist es ein Geheimnis, aber ein süsses Geheimnis!
Meister 04.02.2010, 10.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Heftiger Tag gestern - und heute?
Es ist Winter, und es ist die Ferienwoche. Alle sind wohl weg, bloß die Kranken nicht. Es war schon klar, dass ich den Hauptteil des Tages alleine dastehen würde, aber dass der Terminkalender dann auch noch voll ist, war schon ein Schock. Damit waren heftige Wartezeiten programmiert, aber wozu sich aufregen. Was man von den Chirurgen lernen kann, ist, die Arbeit immer in aller Ruhe konzentriert voran zu treiben ohne jegliche Rücksicht darauf wieviele warten, ob Chaos und Wut draussen toben, oder ob man unter Beschuß steht.
Also einfach die Arbeit machen: "shut up and play yeer guitar!"
Viele wirklich kranke waren gestern zum Glück nicht da, nur die übliche >hu-schnu-du<-Riege natürlich mit einer Untermischung von >fi-hs< und >e<, aber manche Leute haben in den Ferien mal so richtig Zeit mal zum Arzt zu gehen, Kuranträge ausfüllen zu lassen oder Fragenkataloge abzuarbeiten, die man schon immer mal fragen wollte.
Ist ja alles legitim, aber manchmal ist es schlicht auch schwierig, besonders gegen Schluß, wenn man langsam nicht mehr weiss, was die Leute eigentlich von einem wollen, ein komisches Gefühl.
Und heute das gleiche Spiel?
Allein bin ich jedenfalls immer noch, aber es ist Dienstag, da müssen vielleicht nicht so viele kommen und außerdem wird das virtuelle Maßband an dem ich die Tage bis zum Urlaub vor meinem inneren Auge abschnippele immer kürzer: Land in Sicht!
Meister 02.02.2010, 09.33 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Der Schneemann des Winters 09/10
Meister 02.02.2010, 09.22 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Eislaufen und Schneemannase
Also wirklich eine formschöne Eisnase habe ich für den Schneemann gefunden, die Kritiker sagen, man kann sie von Weitem nicht so gut sehen. Aber mal ehrlich, soll man so einen Zinken haben, dass man ihn aus 30m hervorstechend sieht? Ein echt griechisches Profil, obwohl die Schneemänner dort sicher auch rar sind. Aber mehr als das, er hat zwei Arme bekommen, aus richtig geraden länglichen Eisblöcken, sieht eindrucksvoll aus. The best snowman you've ever seen, absolutely.
Die Arbeit von gestern, ein Stück Eisfläche frei zu schieben und mit Wasser zu planieren, hat sich heute bezahlt gemacht, wir konnten schön Schlittschuh laufen, wahrscheinlich nur das eine Mal in diesem Winter umständebedingt. Aber in so einem Falle gilt, einmal ist besser als keinmal.
Und im Übrigen gilt: Wasser hat schon Balken, besonders wenn es gerfroren ist.
Meister 31.01.2010, 17.39 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Schwer was los
In diesem Winter sind schon einige Säcke Vogelfutter drauf gegangen, man denkt gar nicht, dass die kleinen Tiere so viel wegschleppen, aber sie tun's. Nun leider ist input=output, aber was soll's?
Es ist schön beim Frühstück zu beobachten, wie sie sich ein Stelldichein geben: erst stürzt ein ganzer Schwarm Spatzen aus dem Schutz eines Rosenstrauchs überfallartig zum Vogelhaus, macht sich alle Taschen voll und verschwindet wieder eilig, bevor ein paar animierte Amseln ihre Revierkämpfe ausfechten und alle wegscheuchen. Meisen und Finken kommen vorbei, ein Rotkehlchen ist zu schüchtern um direkt herna zu kommen, es wartet bis die Konkurrenz eine Pause macht, ein Eichelhäher kommt elegant angeflogen, die Amseln sträuben das Gefieder aber räumen das Feld bis er genug hat. Auch ein Ringeltaubenpäarchen hat Hunger, die Krähen sind zwar frech aber zum Vogelhaus trauen sie sich nicht, wahrscheinlich hat man mit solchen Futterfallen sie in Rußland immer gelockt, um sie dann,.. na sie wissen schon.
Um das Vogelhaus entsteht allmählich ein Abraumhaufen, im Moment vom Schnee gnädig verdeckt.
So kann man den halben Morgen verbringen, mit Kaffee und mal einen Blick in die Zeitung.
Meister 31.01.2010, 10.16 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Der 30. Januar
Heute vor 77 Jahren kam Hitler an die Macht und das Elend nahm seinen Lauf.
12 Jahre später, heute vor 65 Jahren, wurde das Flüchtlingsschiff "Wilhelm Gustloff" in der Ostsee von einem russischen U-Boot versenkt und über 9000 Menschen starben, die größte Zahl von Toten bei einem Schiffsuntergang in der Geschichte überhaupt, so heisst es. Das fiel nur damals nicht so sehr auf, weil überall massenhaft gestorben wurde. Und das hing nun wieder mit diesem anderen Tag vor 77 Jahren zusammen, auf dessen finale Auswirkungen die Zeit gerade hinsteuerte.
Meister 30.01.2010, 23.02 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Heute vor ....
The book of Kings & Queens of Britain
Der Titel klingt ein bißchen nach Rolf Seelmann-Eggebrecht ( oder wie hieß der >Hofberichterstatter< denn gleich?).
Aber es geht um die ganze Reihe der Monarchen der Inseln, und das ziemlich prägnant und zusammenfassend. Es ist ein lesbares Buch, aber auch gut, um mal kurz nachzuschlagen, wenn es irgendwo mal wieder um irgendeinen Henry, George oder William geht.
Um sich von Geschichte ien Bild zu machen gibt es nur einen Weg, man muss sie von verschiedenen Seiten betrachten.
Meister 30.01.2010, 22.55 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Pannen in Serie
An manchen Tagen hat man das Gefühl,der ganze Tag ist vermaledeit. Zum Beispiel Donnerstag: Nach dem Rohrbruch zuhause geht es zünftig weiter mit einer Kloverstopfung in der Praxis mit lange ratlosen Klempnern. Zum Glück gibt es heute Geräte, die das Aufrüsseln von Wänden und Fußboden bei sowas vermeiden helfen. Weil das Unglück auch nicht auf zwei Beinen stehen kann, merke ich beim Arbeitsbeginn am Donnerstag, dass eine 2m lange dicke Edelstahlstange, mit der man die Eingangstür aufmacht, total locker ist, hätte dem nächsten Kind auf den Kopf fallen können (also doch Glück im Unglück, dass ich es bemerke, bevor was passiert). Um den Topf voll zu machen, ist dann auch noch ein Rollladen abgerissen und geht nicht mehr hoch.
Zum Glück gibt es aber Handwerker, und zum Glück keinnen wir auch welche, die gleich kommen, wenn wir um Hilfe schreien - ganz großes Lob !! Aber wir zahlen auch gleich unsere Rechnungen, soviel Fairness muss sein!
Meister 30.01.2010, 19.46 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Leiden eines Schneemanns
Müssen wir eine Nasentransplantation vornehmen? Überall hängen die schönsten Eiszapfen, wenn ich da an einen rankommen würde, wäre das doch eine prima Ersatznase!
Meister 30.01.2010, 17.46 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Blutentnahmen: Ärger auf unsere Kosten
Blutentnahmen bei Kindern sind nicht spassig, sie sind schwer zu machen, den Kindern schwer zu vermitteln, oft mit reichlich Streß verbunden und oft völlig unnötig. Bei Eltern sind sie 100x beliebter als bei den Kindern.
Dazu kommt noch, dass wir sie zum Nulltarif machen. Früher kriegten wir noch etwas von den Laborpauschalen ab, und eine Abrechnungsziffer für die Blutentnahme gab es auch, auch wenn die winzif war, weil sie sich auf Erwachsene bezog, die von Arzthelferinnen gepiekt wurden.
Nicht mal diese kleine Ziffer gibt es mehr und die Laborziffernhonorare wurden auschließlich dem Labor zugeschlagen. Zwar wurde deren Wert auch abgesenkt, reicht aber immer noch dafür, dass die Laborärzte,die sie Untersuchungen ja gar nicht machen, sondern nur die Arbeit ihrer Angestellten verantworten, ihr gutes Geld verdienen, während sie auf dem Golfplatz rumspielen. Gleichzeitig wird dann das Honorar für die Laboruntersuchungen noch von unserem Honorartopf abgezogen.
Zusätzlich wünschen sich dann irgendwelche Kollegen anderer Disziplinen, dass wir für sie bei den Kindern Blut abnehmen.
Und Eltern hätten gern mal die Blutgruppe ihres Kindes gewußt, allerdings nur solange bis sie hören, dass die Krankenkasse das nicht bezahlt.
Man kommt sich also wie ein Volldepp vor, wenn man dann bei unwilligen Kindern eine Blutentnahme macht. Manchmal weiss ich wirklich nicht, warum wir den Zirkus noch mitmachen.
Meister 28.01.2010, 09.33 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Rohrbruch repariert
Ja er ist repariert, dafür ist die Wand wieder aufgeschlagen und klafft häßlich. Meine Stimmung ist so aus dem Keller noch nicht wiedergekehrt. Finstere Pläne, murmelnde Flüche, schwiemelnde Schwörungen, aber noch keine patenten Rezepte.
Ich kann es grob gesprochen nicht leiden, von mir denken zu müssen:"wie kann man nur so blöd sein!"
Meister 27.01.2010, 19.24 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Mehr Licht
Die Haut leidet nicht nur unter der Kälte draussen sondern auch unter der Trockenheit drinnen, je kälter es draussen wird um so schwieriger ist es, eine eingermaßen erträgliche Raumfeuchte einzuhalten. Ja, Australia Du hast es besser: warmer Regen satt überall in den>wet tropics<.
Und es fehlt Lichtstimulation. "Höhensonne" ist aus der Mode gekommen, gibt's offenbar nur noch im Solarium. Dabei wäre eine milde Lichtstimulation gerade gut, nicht nur für die Haut, sondern auch geggen Müdigkeit und Schlappheit. Aber bitte nicht Solarium braten!
Einfacher ist >Urlaub spielen<.
Man nehme einen einfachen Oberkörperbräuner, wie er in vielen Haushalten rumsteht, aber auch nicht teuer zu kaufen ist, stelle den irgendwo auf, aber nicht davor setzen sondern man ziehe sich Badekleidung an, lasse irgendwelche Sommer- und Ferienvideos laufen und spiele Strandurlaub. Man muss dabei die UV-Brillen aufziehen, aber sollte sich vor dem Bräuner eher bewegen, also nicht immer die gleiche Stelle dem Uv-Licht exponieren. Ziel ist nicht braun werden sondern größtmögliche Hautareale unterschwellig bestrahlen. Wenn man das 2-3 mal in der Woche macht, erreicht man was.
Ferien sind auch demnächst, und wie man so hört fahren eine ganze Menge Leute für 1 Woche in die Sonne, Ägypten scheint in diesem Winter der Hit. Da kann man ziemlich sicher sein, dass Sonnenallergie die nächste Diagnose sein wird. Die tritt nämlich besonders dann auf, wenn man nach völliger Sonnenentwöhnung sich ausgiebig in eine intensive Sonnenstrahlung begibt. Das ist dann nämlich schon wieder das Umschlagen von gut in schlecht: nicht milde Lichtstimulation sondern krankhafter Teutonengrill.
Meister 27.01.2010, 17.24 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Rohrbruchdrama
Heute haben wir bei -20° C leider doch wieder das gleiche Problem, und das versetzt mich doch in reichlich schlechte Laune, weil ich eigentlich dachte, alles getan zu haben. Aber abgetückt, es passierte genau an der Stelle, die ich am wenigsten im Blick hatte.
Neue Versprechungen? Nur ganz im Geheimen. Aber es ist vor allem noch gar nicht klar, was denn nun wirklich hinreichend helfen würde. Ich bleibe also vorerst auf dem sauer sein sitzen.
Meister 27.01.2010, 14.50 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Rekordschneemann
In der Stadt haben sie, ich glaube vor dem Reichstag, ein ganzes Schneemannfeld, das mit seinem Dahinschmelzen gegen den Klimawandel demonstrieren sollte, aber jetzt mit seiner Persistenz wahrscheinlich erstmal gegen kalte Füsse demonstriert, mit anderen Worten Demo der WInterdemonstranten in eigener Sache.
Meister 26.01.2010, 10.18 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Kaminträume
Vom weit,weit weg, von Gewittern über dem Darwin Harbour und dem Flughafen von Singapore und dem Outback im Northern Territory, den Krokodilen im East Alligator River und den komischen Vögeln, die im Wappen des N.T. in die Abendsonne fliegen.
Und es ist schön warm, also echt ganz schön doll warm. Und ein Cyclone wettert irgendwo im Gulf von Carpenteria rum und die unbefestigte Strasse von Perth bis zum Uluru ist gar nicht so schwer zu befahren, sagt jemand. Aber wenn man Strassen an denen das "Road closed" Schild steht dennoch fährt kann das 5000 AUD kosten. Und der AUD steht sehr hoch in dieem Jahr, ein Euro sind 1,55 AUD, im letzten Jahr war es fast 1:2. Und studieren in Australien wäre eine tolle Sache, wenn man das nochmal machen dürfte, darf man aber nicht . Aber das Studieren hört ja in Wirklichkeit nie auf. Manfred von Ardenne schrieb, als er kritisiert wurde, er sei doch gar kein Arzt, er sei im 58. Forschungssemester Medizin. Na also, das kann doch jeder, sind doch nur Anfänger die Unis brauchen. Maxim Gorki schrieb ein ganzes Buch über seine Universitäten, obwohl er nie an einer Alma mater studiert hat, aber bei vielen Almas und Matres, denke ich.
Und solange das Holz nicht alle ist, brauchen wir auch nicht frieren, selbst wenn Wladimir schlechte Laune kriegen sollte, aber im Sommer muss wieder viel Holz gespalten werden, da liegen noch ganz große Klötze rum. Wenn man dann einschläft beim ins Feuer gucken, ist es auch nicht schlimm, könnte auch ein Campfire sein, irgendwo da draussen in der Weite des Bushs, besser als hier irgendwo unter einer Brücke, die armen Schweine haben hoffentlich alle ein warmes Plätzchen gefunden, man kann draussen nicht überleben bei den Temperaturen, sind so viele erfroren damals in Russland, mein Opa war auch dabei, von Verbrechern irgendwo hin geschickt, schrecklich.
Wissen wir eigentlich, wie gut wir es haben? Ich hoffe es.
Meister 24.01.2010, 19.15 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Schade ums Eislaufen
Meister 24.01.2010, 15.10 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Alles nur das nicht !
Meister 24.01.2010, 12.56 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Hermann Melville: Omoo
Eigentlich hatte ich gedacht, es ist doch auch nur so ein Südseereisebericht von einst, aber mit der Zeit wurde es doch immer fesselnder. Es kommt schon darauf an, wie jemand schreibt. Wenn man das Gefühl hat miten drin zu sein und die Landschaft vor Augen hat, die Leute reden hört und die Ozeanbrise fühlen kann, dann ist es ein gutes Buch. Und Melville schreibt wirklich gut. Aber wie Joseph Conrad schreibt er nicht gerade ein primitives Englisch, sondern ein ziemlich wortreiches, was dazu geführt hat, das man Joseph Conrad unterstellte, er schreibe mit dem Dictionary auf dem Schoß. Ich kann derartige Kritik nicht nachvollziehen, es muss doch nicht alles so primitv wie möglich sein.
Meister 24.01.2010, 10.48 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Immer neue bildungspolitische Skandale
Wer sind denn die Schwachen, die geschützt werden müssen? Die Messerhelden und Happyslapping-Jünger genausowenig wie die Dope-verteiler, denke ich. Doch eher diejenign, die immer wieder von den Großfressen zu Opfern gemacht werden.
Weil die Eltern nicht mitspielen wollen bei der Einheitsschule der roten Brüder werden sie schon mal prophylaktisch als Bildungsspiesser, elitär und egoistisch beschimpft, als arrogante Besserverdiener, die nicht wollen, dass ihre Kinder mit "Arbeiterkindern" Kontakt haben. Ich wage die Behauptung, dass die Sozialproblematiker in der Regel keine Arbeiterkinder sind, außer man definiert das organisierte Verbrechen jetzt als die neue Arbeiterklasse. Wär das nicht eine Idee für neue Wählerschichten Herr Wowereit?
Da aber Beschimpfung der Eltern nichts bringt, um Schüler für die Neue Hauptschule zu schanghaien, muss man zu anderen Mittel greifen, den Zugang zum Gymnasium erschwerden und das Gymnasium selbst immer unattraktiver machen. Praktisches Vorgehen:1.) teilweise Verlosung der Plätze, damit sicher die falschen Leute an den falschen Plätzen landen und 2.) Abitur am Gymnasium nur noch in 12 Jahren und dabei die Wochenstunden bis an die Grenze des Denkbaren aufgebläht. Dann werden die Eltern doch gefälligst irgendwann kapieren, dass man auf der Neuen Hauptschule das Abi nach 13 Jahren nachgeschmissen kriegt, oder? Ja, das ist die Pädagogik alter Schule, wer nicht hören will, muss fühlen, Steißtrommelei für renitente Eltern! Sie haben schon was drauf die roten Bildungsbrüder und ihre weltgewandten Bildungsexperten. "Yes, we can Pädagogik, logo, we are so heavy on wire, you hold it not out!"
Inzwischen in den Niederungen des Schulalltags: die Schultage gehen bis zum Dunkelwerden, es muss aber noch Zeit bleiben für die Nachhilfe danach und wenn man dann vor dem Schlafengehn die Hausaufgaben macht, bleibt der Inhalt doch am Besten im Kopf bis morgens. Inzwischen werden nicht nur die Eingangsklassen altersgemischt, sondern auch die 4.-6. Klasse wird zusammengelegt "Yes, we can Dorfschule, only a little bit tiefer gelegt."
Und jetzt noch eine Preisfrage: Warum sie die heutigen Bildungspolitiker und B.-experten gegen körperliche Strafen? Ganz einfach: um ihre eigene Haut zu rettten, sie wären die einzigen davon Betroffenen.
Meister 23.01.2010, 14.37 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule
Zuhause Ordnung schaffen
Heute muss ich mal zusehen, in meinem Arbeitszimmer wieder eine arbeitfähigeOrdnung herzustellen. Seitdem ich am letzten Wochenende umgeräumt hatte, hat sich noch nicht alles wieder richtig sortiert. Im Prinzip gefällt es mir ja besser als vorher, aber alles haut noch nicht richtig hin, es ist noch nicht so gemütlich, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber es ist bestimmt auch eine Frage der Zeit bis ich mich daran gewöhnt habe.
Meister 23.01.2010, 11.18 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Geschafft
Meister 22.01.2010, 13.24 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Produktivere und unproduktivere Zeiten
Es gibt eine Zeit fuer alles: mal ist man produktiver und mal nicht. Trivial!
Meister 20.01.2010, 09.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Über-Blog
Ski und Rodel gut
Da hilft nur eine Doppelstrategie aus den WInter so gut es geht geniessen und sich auf wärmere Gefilde freuen.
Also werden wir uns jetzt nochmal auf die Loipe machen. Wie oft kommt es vor, dass wir direkt von zuhause auf den Ski los laufen können.
Und Weitweg-Träume im Kopf dabei, es sind doch nur noch ein paar Wochen
Meister 17.01.2010, 13.39 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Phishing ohne deutsch
Meister 15.01.2010, 13.39 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Einschulung 2011/Logopaedie und Ergotherapie empfohlen
Natuerlich meinen sie es gut, aber gut gemeint ist nicht immer gut. Im Bestreben keinerlei Individualitaet zuzulassen kommen oft derartige Empfehlungen aus Kitas. Besonders misstrauisch macht immer die Behauptung, das Kind brauche gleich 2 Therapien, weil das in der Regel heisst, sie wissen zwar ueberhaupt nicht, was das Kind hat, aber sind sich sicher dass Therapie gemacht werden muss. Welch wunderbare Idee. Noch viel besser waere es natuerlich, wenn die Erzieher ihre Arbeit machen wuerden, d.h. es handelt sich in der Regel um keine therapiepflichtige Entwicklungsstoerung, sondern eine in der Kita zur foerdernde Schwaeche.
Noch nerviger ist es allerdings, wenn das Kind gar nichts hat. Da fragt man sich dann, womit es den Zorn der Erzieherinnen auf sich gezogen hat, oder wollen sie der Mutter was beweisen? Man ueberlegt natuerlich, wie kommen sie zu so einer Ansicht, aber das ist in der Regel frustran. Es liegt manchmal daran, dass das Kind nicht so will wie die anderen und fuer dieses aus der Reihe tanzen dann mit dem Etikett des Kranken belohnt wird.
Meister 14.01.2010, 14.54 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Jetzt noch die Nebenarbeiten
Meister 13.01.2010, 15.36 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Schnee legt Parkplatz endgueltig lahm
Meister 12.01.2010, 16.50 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Also doch: Skilaufen im weissen Wald
Und wirklich, wenn man erstmal draussen ist, ist es richtig schön, so hoher, so schöner Schnee. Seit Jahren nicht auf Langlaufski gestanden, teils aus gesundheitlichen, teils auf wetterbedingten Gründen. Aber es geht, es macht Spaß. Und man wäre verdammt blöd, wenn man die Gelegenheit nicht wahrnehmen würde. Schließlich kann es sein, dass sie nicht wieder kommt, zumindest nicht in den nächsten Jahren. Man muss doch auch was haben vom Winter, wenn man seine negativen Seiten schon ertragen muss.
Im Wald war durchaus eine gute Spur gelegt, wenn sie auch etwas verschneit war, so hat man doch nicht das Gefühl irgendwo in der Botanik umherzuirren. Und wenn man dann den Ausgangspunkt wiederfindet, stellt man erfreut fest, dass man doch noch kein Navi braucht.
Schwer überrascht war ich über die Zeit, fast 3 Stunden waren seit unserem Aufbruch vergangen. Die Klamotten sind natürlich alle nass, aber dass steigert die relative Luftfeuchtigkeit zuhause. Ein schönes Bad hat dann aber auch extrem gut getan. Wie gesagt, man sollte auch was haben vom Winter.
Meister 11.01.2010, 19.39 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Kalt und weiss
Meister 11.01.2010, 10.03 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Das Martensteinexperiment
Harald Martenstein hat im heutigen Tagesspiegel einen sehr interessanten Artikel zur Bildungspolitik veröffentlicht, den ich zur Lektüre im Original empfehle, aus dem ich hier auszugweise zitiere und dem ich eigene Kommentierung kursiv zusetze.
Harald Martenstein: Experimente am lernenden Objekt
Meine Eltern haben mich aufs Gymnasium geschickt, sie hatten beide kein Abitur
...
Natürlich gab es soziale Selektion. Sie bestand aber nicht darin, das diese Gymnasium keine Arbeiterkinder aufgenommen hätten. Sie bestand darin, dass wenige Arbeitereltern es wagten dort anzuklopfen.
...
Das Gymnasium, das ich mir vorstelle ist offen für alle Begabten, es schaut auf die Intelligenz und nicht die Abstammung- Aber es fordert auch Leistung. Jeder soll seine Chance auf Bildung bekommen, aber er muss sie auch nutzen.
...
Alle Bildungsreformen, die von dem verantwortungsbewussten Teil der Elternschaft erwarten, dass sie etwas anderes tun als das, was sie für das Beste für ihre Kinder halten, sind zum Scheitern verurteilt.
....
Fast alle Eltern wissen, dass in einer Schulklasse nicht die Schwachen den Ton angeben, die Braven, die Streber mit den gemachten Hausaufgaben, sondern die scheinbar Starken und Lauten... Fast alle Lehrer wissen, dass zwei oder drei sogenannte schwierige Schüler das Lernklima einer ganzen Klasse ruinieren können. Es ist nicht so, dass die schwierigen Schüler.... von den anderen lernen und sich den anderen anpassen würden. Eher ist das Gegenteil richtig.
Auf diese falschen Grundannahme - die schwierigen Schüler lernen von denen, die keine Schwierigkeiten machen - basiert die gesamte heutige Bildungspolitik. Fast alle Bildungspolitiker und die meisten Bildungsexperten sind genau dieser Ansicht, deshalb sollen die Kinder möglichst lange gemeinsam unterrichtet werden.
Was sagt uns das über diese B-politiker und B-experten: sie sind finstere Ideologen! Liegt es vielleicht daran, dass sie mit ihren Quatsch-Massnahmen versuchen, von ihrer Unfähigkeit die Ressourcen zusammen zu kratzen, die gebraucht werden, ablenken wollen. Oder sind sie wirklich alle noch befangen in einer Klassenkampfdenkweise des frühen 20.Jahrhunderts, die meint, die höheren Klassen, wollen sich gegen Aufsteiger aus dem Proletariat zur Wehr setzen und nur ihre eigenen Kinder schlau werden lassen, während die andern unten malochen dürfen. Diese Denkweise ist doch von vorgestern. Heute braucht ein Land alle seine geistigen Reserven, aber darum scheint sich niemand zu scheren.
Statt die vorhandenen guten Schulen endlich zu stärken, mehr Schüler, mehr Lehrer, mehr Förderung, machen die Reformer den guten Schulen das Leben schwer und erfinden ständig etwas Neues.
...
Die zweite falsche Grundannahme der heutigen Bildungspolitik lautet: Mit der Bildungspolitik, ganz allein mit ihr, lassen sich gesellschaftliche Probleme lösen. In Wirklichkeit sind die Schulen damit überfordert... Eine gute Schule...kann und soll vor allem eines leisten, sie kann den Schülern etwas beibringen. Vielleicht schafft sie es auch, Persönlichkeiten zu formen und eine Lust am Lernen zu vermitteln, die lebenslang anhält....Wenn die Schule die frühe Erziehungsarbeit nachholen soll, die in vielen Elternhäusern nicht mehr getan wird, wenn sie grundlegende Sprachkenntnisse, motorische Fähigkeiten und soziale Grundkompetenzen vermitteln und womöglich sogar Kriminalitätsprävention leisten soll, dann handelt es sich um eine Schule neuen Typs, die völlig anders ausgestattet sein muss, als die Schulen die wir kennen.
Es ist zweifelhaft, ob man Kinder, die mehr oder minder in asozialem Niveau aufwachsen überhaupt noch für einen anderen Weg gewinnen kann, trotzdem sollte man genau über diese Frage nachdenken: wie schafft man eine Schule in der Kinder mit asozialer Herkunft und Lebensgeschichte zu vernünftigen Menschen gemacht werden? Wie kann man diese Frage aber beantworten, wenn man sie ja nicht mal deutlich aussprechen darf?
.....
Wenn das deutsche Bildungssystem heute nicht einmal mehr in der Lage ist, jedem Lesen und Schreiben beizubringen, dann hängt das nicht in erster Linie mit diesem System zusammen, sondern damit dass Bildung für 10 oder 15 % der Bevölkerung objektiv wertlos geworden ist. Es gibt für sie keine Chancen. Früher musste man als Arbeitsloser lesen können, um sich nicht zu langweilen, auch das ist dank des Fernsehens nicht mehr nötig...
Ich glaube nicht, dass die Bildung für einen Teil der Bevölkerung objektiv wertlos geworden ist; richtig ist, dass es so erscheint und dass diese Erscheinung schwer zersetzend wirkt. Aber in Wirklichkeit gibt es nicht nur Chancen, sondern es gibt immer mehr Chancen, je mehr Leute danach suchen: Wir stehen vor der Herausforderung eine geistig dynamische bildungsgestützte mobile Informations- und Industriegesellschaft des 21. Jahrhunderts zu schaffen, dafür haben wir nicht zu viele sondern zu wenige Leute. Ausser wirklicher Doofheit, darf es da gar keine Ausreden geben nicht mitzumachen.
....
Jetzt wird die Hauptschule abgeschafft, aber die Hauptschüler kann man nicht abschaffen... Sie haben nichts zu verlieren und nichts zu gewinnen. Sie werden ihre Hoffnungslosigkeit und ihre berechtigte Wut in die ehemaligen Realschulen tragen...
...
Diese Wut wird die eigentlichen gesellschaftlichen Konflikte der nächsten Jahrzehnte befeuern, denn wir werden uns kein Prekariat leisten können, das dauerhaft auf einem fröhlichen Brot-und-Spiele Niveau verharrt.
...
Ich habe keine Lösung , aber ich ahne, dass man sie nicht findet, indem man an unserem Schulsystem herumbaut... Wenn es nicht einmal genug einfache oder handwerkliche Arbeit mehr gibt, für die vielen, die... für andere Arbeit ungeeignet sind, wie soll das Leben dann aussehen? Ist es gut sie mit zwanzig Jahren zu lebenslänglichen Frührentnern zu machen, auf niedrigem finanziellen Niveau, oder hat diese Gesellschaft ihnen vielleicht doch etwas Besseres zu bieten? Wer diese Fragen beantworten kann, der hat auch die deutsche Bildungskrise gelöst.
Ich denke, das Problem liegt nicht in der fehlenden Arbeit, sondern daran, dass durch einfache Arbeit nicht viel mehr zu erlösen ist, als durch HartzIV. Also ist ein Kernpunkt der Lösung, dass es Geld nur gegen Arbeit gibt. D.h. Keiner wird für's Nichtstun bezahlt, aber jeder hat Anrecht auf Arbeit für die er einen Mindestlohn bekommt, dazu wird man Beschäftigungs- und Ausbildungsgesellschaften schaffen müssen. Erst dann wird man sehen, wer mit dem Leben auf niedrigem Niveau zufrieden ist, und wer dann plötzlich feststellt, dass er vielleicht doch mehr will und mehr erreichen kann.
Meister 10.01.2010, 19.50 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule | Tags: Schule Bildungspolitik
Tagesspiegel 10.1.10
Heute wieder ein paar interessante Punkte in der Sonntagszeitung:
-Leitartikel Winterwetter: Malte Lehming macht am Winterwetter den Unterschied zwischen Kyoto-Kopenhagen-Wetter und unserem tagtäglichen Schicksalswetter fest. Kommt von dort zum Alles-sich-unterwerfen-wollenden Menschen und seine Allmachtsphantasien von Selbstverwirklichuing statt Schicksal. Weiter zu der daraus erfolgenden moralischen Schieflage: der moderne Mensch fühlt sich sehr verantwortlich für allgemeine Ereignisse, die er schwer beeinflussen kann und zu wenig für die Not des Nächsten. Er konstatiert: der Schnee bringt das Schicksal zurück: " Er belebt das Gefühl für die nicht vollständige Beherrschbarkeit der Grundlagen unserer Existenz wieder." Vielleicht ist das der Grund dass die Mediamade Hysterien so gut angehen heute: die Angst davor, dass die Sicherheit im Leben und die Selbstbestimmung nur ein Phantom ist.
-Harald Martenstein konstatiert, dass die Berliner S-Bahn-Pleite mit nichts zu vergleichen ist, nicht mit dem britischen Kolonialreich, nicht mit Vampiren und nicht mal mit dem Starfighter. H.M. hat noch einen zweiten Artikel heute, aber auf den will ich ausführlicher eingehen.
-Die Berliner SPD hat jetzt ein Gutachten anfertigen lasen, dass die Äuserungen von "Parteifreund" Sarrazin wissenschaftlich als >rassistisch< klassifiziert. Darauf haben wir lange gewartet: die Rückkehr der heiligen Inquisition als deutsche Parteiinstitution.
-Buchbesprechung: W. Martynkiewicz: >Salon Deutschland. Geist und Macht 1900-1945<. Das scheint sehr interessant, wie Adolf Hitler in Münchner Salons reüssierte. Überhaupt gibt es da eine Menge weisser Flecken, wenn es darum geht wie bestimmte intellektuelle Kreise zum Nazitum standen.
-Und noch ein kleines Zitat von Albert Einstein: "Falls Gott die Welt geschaffen hat, war seine Hauptsorge sicher nicht, dass wir sie verstehen können." Also ich kann A.E. ja nicht das Wasser reichen, aber ich denke eigentlich, das Gott die Welt so geschaffen hat, dass wir sie bis zu bestimmten definierten Grenzen erkennen können, und jenseits dieser Grenzen eben nicht. Was die wissenschaftliche Arbeit im "Diesseits" auch nicht leichter macht, da hat er Recht der Albert.
Meister 10.01.2010, 15.11 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Winterland
Ist das eine romantsiche Winterlandschaft! So hoch lag der Schnee lange Jahre nicht hier, eine Ruhe breitet sich aus über dem Land, das ermessen lässt, wie das früher wohl gewesen ist, als man im Winter schlicht zuhause geblieben ist.
Die Schneberge sind auch ungeheuer, an der Dachtraufe hängen dicke Eiszapfen, wenn die dann runterkommen.
Aber kein Gedanke an Tauwetter. Es scheint wahr zu sein, was ich vor einger Zeit im Bild der Wissenschaft gelesen habe: Wenn im Pazifik die El Ninjo Konstellation herrscht, kriegen wir besonders strenge Winter.
Meister 10.01.2010, 11.28 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Romantische Welt und Zukunft
Schnee und Pulver
Schneekehren ist bei uns umstritten, weil die beste Landlady der Welt natürlich darauf besteht, es selbst zu tun. Aber gerade haben wir gemeinsam ein Kubikmeterchen umgesetzt: der reine Pulverschnee, Schneemannbauen abgesagt. Es sind nur vielleicht 10cm heute, nicht 40, aber für unsere Verhältnisse hier ist das viel, ich weiß nicht, ob seit 78/79 mal so viel Schnee gefallen ist.
Meister 09.01.2010, 17.47 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
So beruhigend
Meister 09.01.2010, 12.48 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schöner Winter - kalter Winter
Wenn man so raus guckt, sieht man ein wunderbares Winterbild: weisse Landschaft, Schnee türmt sich auf, leichterSchneefall mit einem Ansatz von Schneesturmfeeling. Die Katastrophenfuzzies werden nicht auf ihre Kosten kommen, hatten aber eine gute Show. Inzwischen machen wir es uns ein bißchen zuhause gemütlich, setzen uns mit einem Buch ans Fenster und betreiben nebenbei Vogelhauswatching. Unsere Heerscharen von Spatzen verteidigen ihr Revier gegen ananmassende Amseln und andere hungrige Schnäbel. Das Häuschen selbst hat eine weisse Haube von mehr als 25cm inzwischen, sieht malerisch aus. Das Schilf daneben ist ein gruter Rückzugsplatz fürs kleine Gefieder.
Das Brot ist schon im Ofen. Ob wir heute noch die Langlaufski rausholen? Warten wir's ab, aber morgen ist auch noch ein Wintertag.
Weniger lustig, dass es nächste Woche wieder -15° werden soll.
Meister 09.01.2010, 11.26 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Vertriebene, Verirrte und Verrueckte
Ja, es gab 15 Millionen Vertriebene und sie haben gelitten und es war ein grosses Unrecht, das ihnen widerfahren ist.
Aber: sie waren nicht die Einzigen, denen im Zusammenhang mit den verdammten Weltkriegen und der verbrecherischen Politik einer deutschen Regierung Unrecht geschehen ist. Millionen sind gestorben, wenn nicht gar ermordet worden, die Heimat von Abermillionen Menschen ist zerstoert, ihr Besitz vernichtet, ihr Leben schwerst traumatisiert. Die Folgen treffen bis heute uns alle.
Abgesehen davon, dass wir alle daran zu tragen hatten und haben, kann man aber auch positiv sagen, es war eine grossartige Leistung nach dem Kriege diese Millionen von
Vertriebenen in einem geteilten und weitgehend zerstoerten Land zu integrieren, ihnen Arbeit und Brot, Wohnung und neue Heimat zu geben.
Auch eines der Wunder von Nooz, und zwar ein positives. Nooz ist naemlich nicht "das Land der unbegrenzten Moeglichkeiten", sondern das Land in dem alles moeglich ist.
Und dann gab es da auch noch den Lastenausgleich, d.h. die Verttriebenen haben eine Entschaedigung fuer das Verlorene bekommen, natuerlich konnte das die Verluste nicht vollstaendig kompensieren, kaputt ist kaputt und verloren ist verloren.
Jetzt hat sich die Nachkriegslage aufgeloest und es koennten Leute auf die Idee kommen, man koennte ihnen doch jetzt wieder zurueck geben, was sie verloren hatten.
Da wird nur eine Kleinigkeit vergessen: Deutschland hat den WK II nicht nur angefangen, sondern auch verloren und wir koennen sehr froh sein, wenn die ehemaligen Gegner nicht noch Ansprueche an uns stellen. Mit anderen Worten: angesichts der schwer unuebersichtlichen Situation gibt es so eine Art unausgesprochenen "Deal", dass man gegenseitig keine Ansprueche stellt. Wuerde so etwas von irgendwelchen Leuten in Deutschland aufgekuendigt, dann koennte uns das teuer kommen.
Frau Steinbach und ihre Spiessgesellen sind ja keine "Vertriebenen", denn die sind so gut wie alle tot nach 65 Jahren, sie sind bestenfalls die wohlsituierten Erben von Vertriebenen, politisch gesehen sind sie eher Verirrte, um nicht das schlimmere Wort Verrueckte zu gebrauchen.
Meister 09.01.2010, 09.24 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro
Kindergarten und Bindehautentzündung
Immer wieder gibt es Ärger mit den angeblich gefährlichen "ansteckenden Bindehautentzündungen". Hat das Kind ein bißchen verklebte Augen, fliegt es gnadenlos raus aus der Kita : "Sofort abholen, sofort zum Kinderarzt! Erst wiederkommen erlaubt, wenn behandelt und kinderärztlich Unbedenklichkeit attestiert wird!"
Nun gibt es durchaus eine Konjunktivitis epidemica, das ist aber eine seltene Erkrankung und hat nichts zu tun mit den harmlosen Konjunktivitiden, die die Kleinkinder normalerweise haben.
Diese "Kindergarten-Augenentzündung" zeichnet sich mehr durch ihre auch für absolute Laien sehr gute Sichtbarkeit aus. Jedes bißchen verschnodderte Auge wird da zum Alarmglocken läuten benutzt.
Dabei ist diese Bindehautentzündung für die Kinder völlig ungefährlich, meist Begleiterscheinug eines Schnupfen oder einer ähnlich gefährlichen Erkrankung und es klingt damit auch wieder ab. Angezeigte Maßnahmen: feucht auswischen und abwarten, nur in sehr hartnäckigen Fällen muss man mal ungern Antiobiotikaaugensalbe geben.
Warum bekommt man nicht ständig Binderhautentzündung?
Weil in der Tränenflüssigkeit bakterientötende Substanzen sind, die sich anheftende Keime vernichten, bevor sie sich vermehren können. Diese Funktion muss aber trainiert werden. Genau das passiert durch die Kleinkinderinfekte. Durch Antibiotika wird das aber verhindert, so dass man immer wieder die frustrierende Erkenntnis bekommt, dass die Kinder, die mehrfach mit Antibiotikasalben behandelt wurden , besonders oft wiederum die Erkrankung bekommen. Zusätzlich bedeutet lokale Antibiotikaanwendung ein erhöhtes Risiko für Resistenzen und allergische Reaktionen.
Ist doch alles nicht so schwer zu verstehen, oder?
Außer, wenn man sowieso schon besser bescheid weiß, ja, die Connaisseure ärztlicher Kunst sind in manchem Berufgruppen sehr verbreitet, und im Internet liest man doch sowieso, und man weiß doch vor allem, wo es hinführen würde, wenn....
Also der Kinderarzt hat gefälligst so zu machen, wie wir als die Creme de la creme der Türsteher Berliner Kindergärten das sagen, und wenn nicht, dann kriegen die Eltern den freundlichen Wink, doch den Kinderarzt zu wechseln.
Aber die Eltern fallen kaum auf dieses Spielchen herein, denn sie merken ja in der Regel, worauf es hinaus läuft. Der vorgeschobene Infektionsschutz bedeutet vor allem Verkleinerung der Gruppen und Minimierung der Arbeit der Beschäftigten in der Kita. Da kommt eine Temperatur von 38 gerade recht oder ein etwas weicher Stuhl oder -schreck lass nach- "Piiickelll !!!" Das kann ja sicher nur die Mutter aller Seuchen sein, also sofort rausschmeissen!
Ja, natürlich müssen richtig kranke Kinder nach Hause, wenn es ihnen schlecht geht. Aber das Rausschmeissen der vielleicht möglicherweise krank werdenden ist eine unzumutbare Frechheit.
Und was soll der Kinderarzt machen, wenn das Kind gerade mal einen angeblich etwas weicheren Stuhl abgesetzt hat? Oder wenn ein paar unspezifische Pickel vorhanden sind? Am besten erstmal eine Woche Quarantäne ?
Natürlich wäre es infektiologisch kein Problem fraglich oder leicht kranke Kinder zunächst in der Kita zu belassen, um zumindest bis zum Ende des Tages zu beobachten, ob sich wirklich etwas Schlimmeres ergibt. Es gibt auch eine ganze Reihe positive Beispiele von Kitas, wo das so gemacht wird.
Aber der harte Kern der Kita-Türsteherriege hält durch.
Meister 08.01.2010, 13.51 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Meteorologenmärchen
Wer's glaubt ! Glaubt's wer ?
Sie haben ihre Katastrophenmeldungen so tot geritten, dass man sich schon wunderte, wenn 10cm fallen würden.
Wahrscheinlicher ist, dass gar nichts passiert und hinterher das zur exakten unterhaltsamen Prognose erklärt wird.
Früher wurden die Märchen von Omis vorgelesen, heute werden sie von allen öffentlich Verantwortlichen erzählt und wie immer kommt es weniger auf den Wahrheitsgehalt als auf den Unterhaltungswert an.
Meister 07.01.2010, 09.03 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Romantische Welt und Zukunft | Tags: Wetter
Schweinekälte - weniger Kranke
Aber es gibt auch die jahreszeitlichen Probleme: gestern ein kleines Mädchen, das voll mit dem Schlitten gegen einen Baum gefahren war: zu schlecht gesteuert offenbar, man fährt wohl zu selten Schlitten.
Unser Parkplatz ist tiefverschneit, wenn es noch mehr schneien sollte, werden wir ein Problem haben.
Meister 06.01.2010, 09.16 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Ein zäher, kalter Beginn
Ja, das Blogjahr beginnt zäh, damit steht es aber nicht alleine. Das Jahr beginnt für mich insgesamt zäh. Es ist da so eine untergründige Lustlosigkeit eingetreten, das Nichtstun über zu viele Feiertage hat zu einer gewissen Frustration geführt, die wieder einsetzende Arbeit gestern hat es nicht besser gemacht. Das Wetter tut ein
Übriges dazu, die Kälte verstärkt die Zähigkeit, Das Gefühl, dass man es satt hat.
Am Besten wäre jetzt abhauen - weit,weit weg!
Aber das wird noch dauern.
Also machen wir weiter. Die Energie kommt bei der Arbeit!
Es ist jedenfalls schon oft so gewesen, dass man nach zähem Anlauf und Mißbehagen dann doch die Schwungmasse allmählich in Gang setzt. Und wenn sie erst in Gang ist, dann geht es auch schwungvoll voran und zwar Tendenz zunehmend. Die ganzen Widerstände, die jetzt so ätzend erscheinen, werden mit mehr Energie einfach platt gewalzt.
Meister 05.01.2010, 09.38 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Heute wegfahren?
Meister 30.12.2009, 12.18 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Arbeit ist getan
So für dieses Jahr ist die Arbeit getan, jetzt widmen wir uns nur noch dem Jahresausklang, selbst wenn er kalt und weiß werden sollte.
Heute durfte ich nochmal arbeiten, aber es war ruhig, das Weihnachtsfest macht seinem Ruf als Krankheitsreset offenbar Ehre. Aber warten wir die nächste Woche ab!
Meister 29.12.2009, 22.31 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Normaler Tag ? wohl kaum !
Meister 28.12.2009, 11.02 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Carl Gustav Carus Ausstellung
Nach heimischen Feiertagen mussten wir heute aber endlich mal dringend eine Aussenaktivität unternehmen. Die Ausstellung der Bilder von Carl Gustav Carus ist schon seit Monaten bei mir auf der Agenda gewesen, obwohl ich ihn früher gar nicht kannte, wie ich zugeben muss. Man lernt halt nie aus.
Aber das Plakat und die Notiz, er sei ein Malkumpan von Caspar David Friedrich gewesen reichte mir schon.
Es ist nun nicht das einfachste Unternehmen in Berlin Mitte in eine Austellung vorzudringen, aber glücklicherweise neigte sie sich zeitlich nicht nur dem Ende entgegen (noch bis 10. Januar), sondern die Räume füllende Öffentlichkeit war auch abgelenkt durch das Ach-so-hochgelobte wieder aufgebaute Neue Museum, da war es echt voll, bei Carus zum Glück nicht.
Die Bilder sind wundervoll, aber beeindruckend ist zum wiederholten Male, wie solche Leute vor 200 Jahren es geschafft haben, als Arzt, Naturforscher und Künstler zu wirken und auf welchem Niveau!
Dabei war er gar nicht einzigartig, da geb es viele. Waren die schlauer als wir, oder hatten die damals nicht so viel nebenbei um die Ohren? - Egal.
Es bleibt das Gefühl, dass man damals schon ein Leben führen konnte, was für uns heute ein hübsches Ideal wäre.
Man könnte natürlich auch sagen, was die konnten, das müssten wir doch auch hinkriegen.
Meister 27.12.2009, 21.50 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst | Tags: Romantik Bilder
Merkwürdige Zeit
Die Weihnachtstage sind eine komische Zeit. Dies gilt besonders für dieses Jahr mit dem angeflanschten Wochenende, aber man kann es auch allgemein Zwischen-den-Jahren-Syndrom nennen. Man denkt man hat alle Zeit der Welt, aber in Wirklichkeit zerfliesst sie einem unter den Fingern. Man kommt zu nichts und ist hinterher dann ein bißchen frustriert darüber. Dabei rede ich hier gar nicht von irgendwelchen familiär oder intraktiv vergeigten Festen, sondern vom ganz normalen Ablauf.
Vielleicht ist es am Besten, es einfach als die grosse Reset-Taste anzusehen, dieses Reset durchzuführen und dann in 2010 schlicht loszumachen.
Ich wünsche Euch allen ein erfolgreiches Reset und einen guten neuen Start 2010.
Meister 26.12.2009, 10.08 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Fröhliche Weihnachten
Also der Baum ist in diesem Jahr wirklich so superschön geworden, man kann sich nicht daran satt sehen, das Schmücken hat auch eine ganze Weile gedauert, aber meine begeisterte Schmückerin hat es auch toll gemacht. Genauso toll hat aber auch die begeisterungswürdige Köchin den Putenbraten mit Grünkohl, Rotkohl und Klössen hingezaubert. Wir hatten ein Festmahl gestern und ich freue mich schon auf die bevorstehende zweite Auflage heute Mittag, es ist ja noch ein bißchen da zum Glück. Gestern später hatten wir noch eine kleine Bescherung und haben dann gemütlich am Kamin gesessen. Der spätere Abend ist dann immer ein bißchen ermüdet, aber das ist ja irgendwie jedes Jahr so.
Ansonsten feiert man dann so langsam vor sich hin, ein paar Mails noch geschrieben und telefoniert werden muss auch noch in ein paar Himmelsrichtungen.
Meister 25.12.2009, 13.23 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Der Baum
Meister 24.12.2009, 13.12 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag | Tags: Weihnachten
Rüdiger Safranski: Goethe und Schiller
Natürlich ist das immer eine geschickte Sache, wenn man ein Ding von der einen Seite erarbeitet und beleuchtet hat, es dann einfach in eine andere zu erweitern.
Rüdiger Safranski hatte vor ein paar Jahren die Schillerbiographie heraus gebracht, jetzt macht er uns mit der Freundschaft von Goethe und Schiller vertraut. Die Freundschaft von so herausragenden Leuten ist für heutige Verhältnisse vielleicht sehr ungewöhnlich, aber damals war man wohl insgesamt geistig viel mehr befreundet als heute. Kein Wunder, man musste sich in puncto Kommunikation viel mehr Mühe geben als heute, man konnte niemanden so einfach mal anrufen oder anmailen oder einfach mal vorbei fahren. Entweder man musste wirkliche Briefe schreiben, und das war damals eine häufige Beschäftigung oder man musste beschwerliche Wege auf sich nehmen. Ein Abschied war meist ein Abschied auf lange und oft sogar für immer. Freundschaft war auch sehr nötig, denn ohne Zusammenhalt erreichte man sehr wenig. Es gab also auch durchaus noch andere interessante Freundschaften in diesen Jahren.
Trotzdem war es für mich bemerkenswert, wie Goethe und Schiller sich freundschaftlich ausgetauscht, geholfen, motiviert und ergänzt haben.
Ein sehr lesenswertes Buch. Und ich habe den Eindruck, dass es Rüdiger Safranski immer besser gelingt, dass seine Bücher unterhaltsam lesbar sind. Diese Buch liest sich viel flüssiger als die Schillerbiographie, und gegenüber anderen frühren Büchern ist es gar kein Vergleich.
Bewundernswert finde ich auch die Rolle, die sich R.S. in den letzten Jahren erarbeitet hat, eine populäre Autorität würde ich sagen.
Eine allgemeine Frage am Rande: da sich viele biographische Bücher sehr auf die Briefe der Protagonisten gründen, wie soll man eigentlich Biographien über heutige Menschen schreiben? Werden die dann aus den im Internet kreisenden ewigen Informationen zusammen gemischt? Das kann ja heiter werden.
Meister 23.12.2009, 19.22 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst | Tags: Biographie
Schon wieder fällt die Dunkelheit
Ja es wird schon wieder dunkel, grau ist es draussen, und feuchtkalt ist es auch. Aber der dunkelste Tag liegt schon hinter uns, auch wenn selbst das im Moment graue Theorie ist, denn bisher und auch in den nächsten Wochen, wird man davon noch nicht viel merken.
Die Arbeit ist geschafft vor Weihnachten, einen Arbeitstag gibt es noch für mich zwischen den Jahren, aber so schlimm ist das nicht.
Jetzt haben wir auch alles beisammen für Weihnachten und können etwas Gemütlichkeit walten lassen.
Meister 23.12.2009, 16.20 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schneematsch
aber jetzt bin ich gut angekommen und es darf gearbeitet werden. Aber schnell noch ein Taesschen Kaffee.
Meister 23.12.2009, 09.00 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Noch 2 Arbeitstage bis Weihnachten
Aber die werden es in sich haben, da muss so manch einer noch durchgecheckt werden. Dabei ist Weihnachten als "große REset-Taste" eine prima Sache für die Gesundheit im Winter. Dadurch, dass alle ein Weilchen zuhause bleiben, werden die Infektketen unterbrochen und alle können sich erholt und frohgemut zu neuem Virusaustausch im Januar in der Kita ihres Vertrauens oder der Schule ihrer Sehnsucht wieder treffen.
Und wir werden inzwischen auch ein paar ruhige Tage haben, hoffe ich, denn im Moment bin ich doch wirklich etwas jahreszeitlich müde. Man sollte bei so einem Wetter und Sonnenstand ruhig lesend vor dem Kamin sitzen, statt zu Stresshöchstleistungen aufzulaufen.
Meister 22.12.2009, 10.33 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Trockene Luft
Meister 21.12.2009, 16.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Montag bisher ruhig
Als ich heute morgen aus dem Haus trat war ich erstaunt, wie warm es heute ist, das ist schon ein heftiger kontrast von -15 zu -3. Dafuer schneit es immer mal ganz huebsch, aber nicht so schlimm, dss ich mir fuer die Heimfahrt sorgen machen wuerde.
Meister 21.12.2009, 13.10 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Weihnachtslieder heraufklingend
Meister 20.12.2009, 19.01 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag | Tags: Weihnachten
Ferne und Zukunft
Es ist mit der Ferne wie mit der Zukunft,
ein grosses dämmerndes Ganzes liegt vor unserer Seele.
- Schiller -
Meister 20.12.2009, 18.54 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche | Tags: Zukunft
Weihnachtsbaum jetzt schmücken ???
Aus gegebenem Anlass die Frage: darf, soll oder muss man den Weihnachtsbaum schon jetzt schmücken?
Ich höre, es gibt Leute gibt, die das jetzt schon machen.
Gut, man darf alles, sama liberal, nich wah!
Ausserdem hat jede Familie so ihre Traditionen und wie man es als Kind schön fand, so macht man das meistens heute noch gern.
Für mich persönlich muss der Weihnachtsbaum am 24.12. geschmückt werden, das ist für mich das sichere Mittel, um mich in weihnachtliche Stimmung zu bringen, dann auch gern mit Weihnachtsliedern im Radio, TV oder selbstgesummt.
Wenn jemand da einer anderen Tradition frönt, ok. Aber ist "jetzt schon" eine andere Tradition? Oder ist es die Auflösung der Tradition zugunsten von.... was?
Vielleicht aus praktischen Gründen, weil man später zu wenig Zeit hat? Oder weil man den Baum länger haben will?
Also nach hinten bin ich da auch voll einverstanden, man kann sich schwer davon trennen, besonders, wenn er mal wieder schön war, der Baum.
Aber für mich ist Weihnachten eben erst am 24. genau wie der Advent mit dem ersten Advent anfängt und nicht kurz vor Totensonntag.
Natürlich kann jeder darüber denken wie er will, ohne Zweifel.
Meister 20.12.2009, 15.05 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Elementar | Tags: Weihnachten
Rostiger Anker, Hörnum
Meister 20.12.2009, 10.18 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Vor dem Arzt noch schnell ein Zigarettchen
Das finde ich immer eine tolle Begrüssung, wenn ich morgens in die Praxis komme und die Mütter schon vor der Tür stehen und ein Zigarettchen rauchen. Im Sommer fällt es ja nicht so auf, weil da kann man ja gemütlich auf der Bank sitzen und schmoken, aber wenn es -5° sind, dann fällt jemand der vor der Tür an seinem Nikotinansaugsystem arbeite doch schon auf. Die Kinder toben derweil unbeaufsichtigt im Wartezimmer rum. Hoffentlich dauert es nicht so lange mit der Wartezeit, sonst müsste man noch nachlegen bevor der Spiegel zu sehr absinkt. Dann aber klagen wir darüber, dass der Husten beim Kind einfach nicht besser werden will.
Wenn ich mich in dem Zusammenhand mal über etwas beklagen dürfte, dann sind das die treulich von den Rauchern direkt vor unserer Tür ausgetretenen Zigarettenstummel. Wer soll die eigentlich weg machen? An wem bleibt es hängen? Dreimal darf man raten.
Natürlich könnte man auch einen Aschenbecher aufstellen. Hatten wir schon. Ergebnis: noch mehr Zigaretten auf dem Boden aber nicht weniger.
Meister 19.12.2009, 14.07 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Wie schon gemerkt: wieder zuhause
Man hat es sicher schon bemerkt, wir sind wieder zuhause eingtroffen. Am Donnerstag bei herrlichstem Schneetreiben Hörnum verlassen, auf dem Autozug die schönsten Eisblumen gezüchtet, auf der Heimfahrt dann die tollste Winterlandschaft im gesamten Flensburger Bereich, hochgerechnete Heimfahrzeit nach den ersten zwei Stunden etwa 12-16 Stunden, aber dann wurde es besser. Südlich vom Nord-Ostsee-Kanal kein Schnee mehr auf der Strasse und später schneite es zwar hin und wieder aber die Strassenverhältnisse blieben gut, sodass die Fahrzeit schließlich mit 6 Stunden nur 1 mehr als normal war.
Zuhause war es dann natürlich auch recht kalt, aber das liess sich bald wieder normalisieren.
Gestern durfte dann wieder gearbeitet werden, aber zum Glück war es Freitag und damit auch ein bevorstehendes Wochenende, so dass die Erholung nicht zu sehr strapaziert wird.
Meister 19.12.2009, 12.21 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Puh ! Erstmal aufgetaut, aber nu?
Meister 19.12.2009, 10.18 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen | Tags: Winter
Jetzt hat's uns im Griff
Also so eine klimafeindliche Saukälte ! Und was passiert als erstes: das Wasser friert wieder ein!
"Das hatten wir schon im letzten Winter", möchte ich rufen, "die Geschichte wiederholt sich nur als absurde Karikatur!".
Da haben sich die ganzen Dämm- und Vorsorgemassnahmen als wirkungslos herausgestellt und das schon bei -13°, im letzten Winter war es bei -20°.
Da es erst kurz ist, hoffe ich zwischenzeitlich , dass das Auftauen ohne erneuten Rohrbruch abgehen wird. Möchte lieber nicht wissen, was die Versicherung sagen würde, wenn ich den gleichen Schaden diese Jahr wieder melden würde. Ich befürchte, die würden mich rausschmeissen.
Gleichzeitg heisst es, sich neu Gedanken machen, wie man die Dämmung weiter verbessern könnte, aber das war schon ein Problem im letzten Winter. Die Verhältnisse sind schwierig, man könnte natürlich das ganze Badezimmer abreissen und neu bauen mit innenliegenden Leitungen, aber das wäre natürölich der Vollgau.
Meister 19.12.2009, 09.52 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Kate Williams: Becoming Queen
Es geht um die Vorgeschichte und Jugend der Queen Victoria, also etwa um die Zeit von 1800 bis 1841. Man könnte meinen, eine Art Spätfaksimile der damaligen Yellow Press, aber das ist es nicht, auch wenn reichlich Skandale vorkommen. Das Interessante ist das man etwas genaueres erfährt über das englische Regierungssystem der damaligen Zeit und damit über eine wichtige Etappe der Entwicklung der dortigen Demokratie. Denn diese hat sich eigentlich über Jahrhunderte von der Vorherrschaft der Monarchen zur Dominanz des Parlaments entwickelt, wobei lange Jahrhunderte dieses Parlament keineswegs die Bevölkerung repräsentierte sondern zunächst nur die Barone später dann die Haus- und Grundbesitzer. Damit blieben natürlich wesentliche Anliegen der Geamtbevölkerung aussen vor und das ganze war alles andere als repräsentativ. Aber was sich herausbildete waren eben die Modelle von "checks and balances", die eigentlich Demokratie von Oligarchie oder absoluter Monarchie abgrenzen. Wie das ablief in einem wichtigen Zeitraum dieser Geschichte kann man in diesem Buch gut verstehen lernen. Aber auch die Zusammenhänge der Herrscherhäuser Europas im 19. Jahrhundert, die auch für die GEschichte bis hin zu WK I von großer Bedeutung sind, zum Beispiel die Sachsen-Coburg-Gothas und ihre verschiedenen Kleinstadtdynastien. Über DEutschland und seine Zustände erfährt man also auch sehr viel.
Ein wichtiger Aspekt ist der medizinische: es sträuben sich einem die Haare bei dem was medizinisch so abläuft und bei der Art von Zwei-KLassen-Medizin, die damals ablief: die Armen durften einfach so sterben, den Reichen wurde das Sterben durch nichtskönnende "Ärzte" noch kompliziert.
Aber Dr. Bloggma wird uns darüber in Kürze mal aufklären.
Meister 16.12.2009, 13.53 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Schwimmen tut gut
Wenn man jeden Tag 1 bis 2 Stunden schwimmen könnte, würde es einem wahrscheinlich deutlich besser gehen. Ok, man könnte ja auch laufen, aber das ist doch viel weniger vergnüglich.
Man kann auch beides tun, schwimmen im warmem Wasser und laufen am Strand, beides tut wohl, die gute frische Luft kommt noch dazu.
Aber es sind eben nicht immer Ferien. Loben wir auch mal die Arbeit: wenn man immer nur frei hätte, hätte man keinen Mittelpunkt und keinen Sinn. Ich persönlich wünsche mir keinen frühen Ruhestand, ich würde gern, wenn es die Gesundheit erlaubt noch länger arbeiten als vorgeschrieben, aber dazu muss man die Bedingungen, wie man arbeitet doch sehr positiv selbst konfigurieren können.
Also Rente mit 67 oder später verlangt vor allem, dass man sich nicht vorher kaputt gearbeitet hat. Es wäre schön, wenn in Zukunft alle länger einer sinnvollen und ausfüllenden Arbeit nachgehen könnten, nur sind die meisten Arbeiten nicht danach. Ein wichtiges Feld für romantische Zukunftsgestaltung.
Meister 15.12.2009, 21.04 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Ein aktiver Tag
Man kann nicht sagen, dass wir hier nur rumfaulenzen: morgens 1 1/2 Stunden geschwommen, dann 2 1/2 Stunden am Strand gelaufen und abends dann noch bei einem Vorweihnachtskonzert in der Kirche St. Thomas in Hörnum gewesen.
Ich kannte die Kirche noch gar nicht, aber das kommt davon, wenn man sonst immer am anderen Ende der Insel ist. Die Kirche ist modern aber hübsch und geschmackvoll. Zwischen dem Altar und dem Taufbecken hängt ein grosses Schiffsmodell eines Raddampfers. Der Pastor ist ein netter ziemlich jugendlicher Typ, der aber auch noch für die Kirche in Rantum zuständig ist. Leider waren nur so etwa 25 Leute beim Konzert anwesend, aber es ist im Moment eben sehr ruhig hier, das wird sich sicher nächste Woche ändern, wie man hört.
Diese Ruhe schadet absolur nicht, es stört mich gar nicht , wenn wir die einzigen Gäste im Schwimmbad sind.
Beim Wetter konnte man heute echt nicht meckern, es war zwar morgens ziemlich kühl, aber da der Wind aus Nordost kommt, konnte man am Weststrand ganz gemütlich im Sonnenschein laufen.
Meister 14.12.2009, 00.54 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Ein paar Tage Ruhe am Meer
tun immer gut, besonders, wenn vor Weihnachten die Arbeitswogen sehr hoch schlagen. Ich wollte eigentlich mich ganz aus allem raus halten, aber dann habe ich das Angebot für den Internetanschluss doch angenommen, vielleicht möchte man ja doch mal...
Das Wetter ist erstaunlich gut, wir hatten schon einen längeren Strandspaziergang, der Nord-Ost chillt aber mehr als es sein müsste. Ist halt Winter auf Sylt. Zum Glück ist es vollkommen leer. Erst vor Weihnachten kommt dann die ganze Karawane wieder hier an, aber dann arbeiten wir ja schon wieder.
Natürlich sind 6 Tage kein Erholungsurlaub, aber wenn man merkt wie die Nerven doch wieder etwas mitgenommen sind, freut man sich auch, wenn man mal kurz weg kann.
Meister 12.12.2009, 14.43 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Wetter
Waere ja der Witz ueberhaupt wenn der Klimakonferenz in Kopenhagen der eiskalte Wind ins Gesicht blaest. Aber die Natur ist ja witziger als man gemeinhin denkt.
Meister 10.12.2009, 15.10 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Dezemberzustände
Meister 09.12.2009, 18.51 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schulphobie
Es ist ja immer mal dies oder das Mode, aber in letzter Zeit habe ich das Gefuehl, dass es um sich greift. Wenn man dann noch hoert, dass in Berlin 900 Lehrer dauerkrank sind, muss man sich doch fragen, ob es nicht die Instuitution Schule ist, die alle krank macht?
Meister 09.12.2009, 12.20 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Fieberwahn
Immer wieder erlebt man, dass überbesorgte Eltern ein Fieberzäpfchen nach dem anderen anwenden und dabei auch meinen, sie müssten die Mindestabstände noch verkürzen.
Dabei haben die Eltern eine völlig irrationale Angst vor Fieber, die auch nicht einfach wegzukriegen ist. Dabei passiert durch Fieber in der Regel gar nichts, im Gegenteil das Fieber ist dazu da, die Erkrankung besser zu überwinden.
Die Angst vor Fieberkrämpfen ist unbegründet, weil nur 5% der Kinder jemals Fieberkrämpfe haben und die allermeisten davon sind familiär vorbelastet. Wenn das nicht so ist, darf man bis zum Beweis des Gegenteils davon ausgehen, dass keine Disposition zu Fieberkrämpfen da ist.
Noch unbegründeter ist die Angst davor, dass man einfach durch Überhitzung stirbt oder das Gehirn durch Eiweissveränderung kaputt geht.
Natürlich haben diese Ängste auch Ursachen: früher starben viele Kinder "an Fieber". Das war dann aber in der Regel so etwas wie Typhus oder Diphtherie oder schwerer Scharlach oder ähnliches, was entweder nicht mehr vorkommt, oder ausschließbar oder behandelbar ist.
Man kann mal etwas fiebersenkendes geben, wenn es einem Kind schlecht geht und man ihm etwas Erleichterung verschaffen will, aber man sollte immer den biologischen Sinn des Fiebers bedenken und man sollte auch bedenken, dass der Gebrauch dieser Medikamente nicht nur bei falscher Anwendung gefährlich sein kann, sondern dass er auch bei normaler Anwendung negative Wirkungen hat: es gibt Untersuchungen, die festgestellt haben, dass die Wirkung von Impfungen durch Analgetika abgeschwächt wird. Das heisst natürlich auch, dass die Ausbildung einer Immunität nach einem Infekt durch Gabe von diesen Fiebermitteln vermindert wird.
Die von den Eltern immer wieder beklagte "Abwehrschwäche" ihrer Kinder wird also zum Teil durch sie mitverursacht.
Meister 08.12.2009, 10.46 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen | Tags: Fieber
Adventskranz
Die geborene Dekorateurin hat einen wunderschönen Adventskranz kreiert, den wir heute früh mit 2 Kerzen gleich eingeweiht haben. Wirklich sehr schön vorweihnachtlich gemütlich.
Meister 06.12.2009, 12.55 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Wir haben einen !
4 Blaufichten hatten sie da, eine hat uns am besten gefallen, also ist sie uns zugelaufen. Über den Preis sollte man lieber schweigen, aber irgendwie muss sich Forstwirtschaft ja auch lohnen und die Blaufichten kommen von hier, das lohnt sich nicht im Konzernrahmen. Der wunderbare Fichtenduft hat hat Auto so ausgefüllt, dass ich wirklich weihnachtliche Gefühle seitdem habe und mir ein paar Duftkerzen angemacht, die stehen jetzt direkt in meinem Blickfeld gegenüber vom Schreibtisch.
Das Auto muste ich danach mit dem Staubsauger bearbeiten um die Nadeln rauszukriegen, aber das stand sowieso auf meinem Plan.
Wenn man druassen was macht wird einem auch warm, wenn man nur so mal draussen rumläuft, kann man heute durchaus frieren.
Meister 05.12.2009, 15.59 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Kriegen wir einen?
Heute wollen wir mal rechtzeitig einen Weihnachtsbaum kaufen. In den letzten Jahren haben wir immer das Spiel "Wer nicht kommt zur rechten Zeit.." gespielt, sind aber damit nicht schlecht gefahren eigentlich. Aber der Steeeeess!
Außerdem hätten wir gern mal wieder eine schön duftende Blaufichte, die kriegt man kurz vor Weihnachten sowieso nicht, mal sehen ob heute.
Es besteht allerdings die Gefahr, dass man sich auf Vertagung einigt, wenn man nicht das findet, was man sucht, aber schaun wir mal.
So richtige Vorweihnachtsstimmung will bei mir noch nicht aufkommen, die Schmückerei jetzt vorweg finde ich dieses Jahr wieder mal ein bißchen nervig. Das wechselt so von Jahr zu Jahr, kann sich aber auch allmhlich oder plötzlich ändern.
Meister 05.12.2009, 10.40 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Früher oder später anfangen?
Das ist schon eine Geschmacksfrage: wenn man früh aufstehen mag, ist es immer gut, weil man auch früher fertig ist. Echt blöd ist natürlich früh anfangen und spät aufhören.
Heute fange ich um 12 an, und der Vormittag rinnt einem durch die Finger, aber trotzdem bin ich froh, dass ich nicht jeden Morgen früh los muss, besonders um diese Jahreszeit mit ihrer Dunkelheit.
Ausserdem ist es reichlich kalt geworden, gestern war ich seit langem mal wieder richtig durchgefroren als ich reichlich spät zuhause ankam.
Wie wird denn nun der Winter?
Meister 03.12.2009, 10.26 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schweine ade?
Nicht unmoeglich, aber ich bin misstrauisch. Bei der letzten Grippeepidemie war es anders. Es muss nicht diesmal genauso laufen, aber eigentlich waere diese ploetzliche Ende ungewoehnlich, es sind noch lange nicht alle durch. so etwas ist schwer zu berechnen, aber ich wuerde schaetzen, dass noch nicht mal die Haelfte der "Berechtigten" krank war, auch wenn ich die vielen Leichtkranken einbeziehe. Da koennte natuerlich fur eine spaetere zweite Runde sprechen.
Also kein Grund die Impfempfehlung grosszuegiger zu fassen, aber wegschmeissen sollte man den Impfstoff auch nicht. Mein Eindruck ist, dass auch die Impfung harmloser verlaeuft als vermutet wurde, aber da sollten wir in einigen Wochen ganueres sagen koennen.
Meister 02.12.2009, 10.57 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen | Tags: Schweinegrippe
Heftiger Regen
Kalter tropischer Regen, das war der Eindruck, den ich vor einer Weile hatte, als ich die Zeitung aus dem Briefkasten holte und dabei durchnässt wurde, als würde ich in Singapur über die Straße gehen. Ist das unser "neuer Winter"?
Keine Bange, der Winter, sagt mir mein Gefühl, wird sich dieses Jahr noch ganz anders darstellen.
Meister 01.12.2009, 09.05 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag | Tags: Wetter
Export-Elite
Die Hype über Englisch für Kleinkinder nervt auch ziemlich. Während der eine Teil der Eltern sich überhaupt nicht für die Bildung der Kinder interessiert, ist am anderen Ende mindestens genauso viel Quatsch in der Luft. Die Eltern, die ein karrierebetontes Verhältnis zu ihren Kindern haben, wollen denen schon das Englisch mit der Muttermilch einflössen, weil sie nur so eine internationale Karriere in Aussicht zu nehmen wähnen. Der Förderwahn hat seine spezielle Englischvariante in Deutschland.
Unbestritten ist, dass man ohne solide Sprachkenntnisse in der Welt von heute keine Karriere machen kann, und dass Englisch da an erster Stelle steht auch nicht. Trotzdem ist das Kleinkinderenglisch natürlich Blödsinn, denn dadurch wird man trotzdem nicht zum Englischmuttersprachler und gutes Englisch kann man auch später lernen. Es geht ums Kindertrietzen, um Karrierewünsche der Eltern zu befriedigen, genau wie es früher schon mit Klavier und Eiskunstlaufen und so manchem mehr gewesen ist. Und genau dieses Kindertrietzen finde ich so furchtbar.
Ich gönne jedem seine >international career<, aber ein paar Bemerkungen dazu:
Die Leute, die so eine international career anstreben sind für uns eigentlich verloren: sie werden im Ausland leben und arbeiten, unser Land hat davon gar nichts, was den Einzelnen nicht betreffen muss, aber man sollte festhalten: eine Export-Elite zu schaffen ist für ein Land unsinnig.
Wir müssen nicht die internationale Kompetenz von einzelnen Leuten erhöhen, sondern die Weltoffenheit des Landes insgesamt, wir müssen als Land in der Welt mitspielen können und die Diskussionen der Welt müssen unsere Diskussionen sein.
Die Karriere ist auch nicht alles, Bildung umfasst mehr, wir brauchen nicht früh abgerichtete Sklaven der globalen Konzerne, sondern wir brauchen Leute mit Herzensbildung, geistigem Niveau und Welterfahrenheit. Wir wollen ja durchaus die Leute raus in die Welt schicken, aber sie sollten so viel Bodenständigkeit oder sagen wir lieber kulturelle Identität sich bewahren können, dass sie gern auch wieder hier her kommen und hier mitmachen.
Meister 30.11.2009, 17.59 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Kassel: South Pacific
Nein, es geht nicht um >Geographie mal anders<, obwohl das auch ganz interessant wäre. Es geht um die Aufführung des gleichnamigen "Musicals" im Kassler Staatstheater.
Wenn man es gesehen hat, wundert man sich nicht, dass das Stück trotz seiner teilweise sehr schönen Musik nur selten zur Auführung kommt. Vorsichtig gesagt ist der Inhalt ein klein wenig problematisch. Für mich persönlich sind da einfach zu viele Uniformen auf der Bühne, so ähnlich als wenn man früher nach Ost-Berlin kam. Dummerweise wird dann aber auch noch viel marschiert auf der Bühne und der Heldengesang der US-Navy und Marines erscheint doch so penetrant 50er-jahreartig, dass man denkt, gleich kommt President Dwight D. Eisenhower auf die Bühne. Wenn dann noch die Hauptdarstellerin aussieht wie Infrid Bergmann in >Casablanca< und der stellvertretende Kommandant Richard Nixon wie aus dem Gesicht geschnitten ist, ist das Bild perfekt.
Die rührseelige Geschichte entartet zum Heldenepos mit markigen Durchsagen und Aufbruch zur Schlacht. Kurzzeitig befürchtet man, dass als nächstes >Japse< auf offener Bühne gekillt werden, aber nein, es kommt zwar zum Heldentod des einen Protagonisten aber wenigstens zum Happyend des anderen.
Sollte zufällig ein zukünftiger Regisseur hier zuhören, so sei eine Kleinigkeit mal angemerkt: es ist schon vor langer Zeit die Möglichkeit erfunden worden, ein Stück auch etwas distanziert oder gar gegen seine ursprüngliche Intention zu inszenieren. Dann könnte man sowas auch aufführen. Selbst ein paar ironische Seitenhiebe könnten dem Publikum wenigstens das Gefühl vermitteln, dass hier zitiert wird und alles nicht so ernst gemeint ist.
All das unterbleibt hier, und da wir wirklich nicht mehr die 50er Jahre haben, fragt man sich, ob das Theater jetzt von US-Geldgebern subventioniert wird, die möglicherweise eine Propagandaoffensive zur Sicherung des US-Zugriffs auf europäische Kontodaten durchführen. Oder ob es schlicht daran liegt, dass der Vietnamkrieg jetzt auch schon wieder fast 35 Jahre zurück liegt. Damals liefen im gleichen Theater sehr viel andere Stücke. Tja, die Zeiten ändern sich - und das immer wieder!
Meister 29.11.2009, 11.18 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Archie Brown: Aufstieg und Fall des Kommunismus
Über 800 Seiten, alle Details und Daten des Weltkommunismus mit all seinen Windungen und Wendungen.
Im Nachhinein habe ich allerdings das Gefühl, dass zwar vieles beschrieben wurde, dass man sich das Phänomen trotzdem nicht erklären kann.
Vielleicht kann man den ganzen Kommunismus zusammen mit Faschismus und allen allen anderen Ismussen nur als den Wahnwitz des 20. Jahrhunderts erklären, ein Stadium der Menschheit eben, mit einem Aufbruch in die Moderne, der so unvollkommen war, weil er so von Unbedingheit strotzte.
Absurderweise sind es gerade Wissenschaft und Fortschritt, die so in die Irre führen.
Man meint wissenschaftlich zu wissen und zieht Schlüsse von gewaltsamer Unbedingtheit daraus.
Dann ist es eben ganz objektiv richtig und notwendig Millionen von Menschen umzubringen - es ist der Fortschritt, es ist die Wissenschaft, keineswegs die eitle Hirnverbranntheit von Ideologen, die die Welt nach ihrem Fieberwahnbild formen wollen.
Was schliessen wir daraus fürs neue Jahrtausend:
Nicht alles, was wahr scheint, ist wahr.
Nicht alles, was sich gut dünkt, ist gut.
Bescheidenheit und kritisches Denken führen zu mehr Fortschritt als stählerner Durchbruchswillen.
Purer Rationalismus ist nicht so vernünftig, wie er tut.
Das was heute wahr scheint, kann morgen vollkommmen überholt sein, denn die Dialektik verschwindet nicht aus der Geschichte.
Romantische Vorstellungen von Zukunftsentwicklung sind durchaus gut, wenn sie genügend selbstkritsch sind, nicht Wunsch und Wirklichkeit zu verwechseln, sondern zu dynamisieren.
Meister 27.11.2009, 12.06 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst | Tags: Kommunismus, Zukunft, Geschichtsdialektik,
Ergoterror macht Kinder fertig
Gestern nachmittag hatte ich gleich mehrere Fälle von Kinderniedermachen hintereinander. Es ist zur Massenmode geworden.
Wie läuft das?
Entweder es taucht in der Kita jemand vom ÖGD (öffentlicher Gesundheitsdienst) oder von einer vergleichbaren Sozialkontrollstelle auf, oder das Kitapersonal selbst versucht seine letzte Fortbildung in die Praxis umzusetzen. Letzteres hat wenigstens den Vorteil, dass es sich (meistens) um Leute handelt, die das Kind schon eine Weile kennen. Wenn die Leute von der Sozialkontrolle kommen, beurteilt jemand die Kinder nach der OneTouch-Methode: einmal sehen und Etikett aufkleben.
Natürlich wollen sie alle nur das Beste: Förderung auf Förderkommraus.
Nur sind die Urteile vorschnell und depressionsauslösend: Wahrnehmungstörung, Verhaltensstörung, Konzentrationsstörung, Hyperaktivitätsstörung und was sie sonst noch so finden, wenn sie mit ihrem geschulten Einmalblick die Kinder abstempeln.
Ein bißchen langweilig und damit natürlich auch entlarvend ist dann, was als Empfehlung dabei raus kommt: "Gehen Sie zum Kinderarzt und lassen Sie sich Ergotherapie aufschreiben!" Am besten gleich für die nächsten Jahre, versteht sich.
Wenn man die so stigmatisierten Kinder anschaut, stellt man fest, dass sie völlig normal sind, nur leider haben sie sich nicht so über den Einheitsleisten schlagen lassen wie andere. Einige sind vielleicht zu schüchtern um den Sozialkontrolleuren die geforderten Antworten zu geben, andere sind ein bißchen eigenwillig, was ja nun gar nicht geht, oder es handelt sich um Jungs, das ist ja von vornherein verdächtig: malen nicht so gern und so schön (Feinmotorikstörung), wollen gern ständig körperlich was machen und halten sich nicht an die von den Kontis gemachten Regeln (Hyperaktivität und ADS) oder schubsen gar mal ein Mädchen oder prügeln sich miteinander (Aggressivität!). Manchmal hat man den Eindruck, wenn ein Vierjähriger mal schubst oder an den Haaren zieht, steht er schon kurz vor einem Amoklauf.
Anstatt dass in der Kita entsprechend pädagogisch auf die Kinder eingegangen wird, werden sie krank gemacht und ausgegrenzt. Das Wort, dass Gesunde nur noch nicht genügend diagnostiziert sind, wird so auch für Kinder umgesetzt.
Und die Folgen? Kann doch nicht schaden, wenn ein bißchen Therapie gemacht wird? "Sie wollen doch sicher, dass Ihr Kind die optimale Förderung bekommt, nicht wahr?"
Es wird übersehen, dass die Kinder nicht aus Holz sind: die kriegen nämlich mit, was über sie gesagt wird, vor allem, dass von ihnen behauptet wird, sie seien nicht in Ordnung. Und dass von ihnen erwartet wird zu funktionieren. Schon in der Kita, erst recht in der Vorschulkita, und in der Schule sowieso. Es führt zu Selbstbewußtseinsschäden und Konformitätsdruck und bei anderen zu Widerstand, der dann natürlich als Bestätigung der Diagnose genommen wird.
Und die ganze Förderung? Bestenfalls ist sie eine riesige Verschwendung von Zeit und Geld. Die Tatsache, dass Therapien natürlich niemals beendet werden können, weil alles immer weiter verbesserungswürdig ist ist genauso ominös wie die nach Jahr und Tag gemeldeten Erfolge: die hätten sich durch die ganz natürlich Weiterentwicklung der Kinder oft von selbst ergeben.
Irgendwann wird man erkennen, dass der Förderwahn unsinnig und kontraproduktiv ist. Dass man Kinder Kinder sein lassen muss! Ja, man muss sich viel mit ihnen beschäftigen, ihnen Liebe und Zuwendung geben, das ist elementar, aber man muss sie auch machen lassen, man muss ihren Talenten zwar Futter geben und umfassende Anregungen, aber niemand kann zum Nobelpreis geprügelt werden.
Es ein weiterer Wahn zu meinen, die Kinder müssten so schnell wie möglich in die Tretmühle der Gesellschaft rein. Ehrlich gesagt, ich glaube nicht daran, dass es für den Einzelnen oder für die Allgemeinheit gut ist, wenn die Kinder stromlinienförmig gemacht und schnellstmöglich zum Abschluss gebracht werden. Wer das will, mag das tun, aber es eignet sich nicht als gesellschaftliche Norm.
Wirkliche geistige Elite geht anders.
Meister 27.11.2009, 09.52 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Ein Teufelskreis
Fuer die betroffenen Kinder muss das Leben eine Qual sein, die man kaum noch und wenn dann nur mit weiterem Fehlverhalten ertraegt.
Was kann man tun, kann man was tun? im Prinzip sind diese Kinder absolut nicht unbegabt, selbst wenn sie alle Tests vergeigen.
Man muesste den Teufelskreis durchbrechen und statt einer immer weiteren Zuspitzung von Streisstrommelei die Kinder total anders beschulen: Kleingruppen, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung, Befreiung vom Lehrplandruck und motivationsgesteuertes Lernen. Man koennte so viel machen, aber man muss aus dem Kreis raus. Und wer soll es bezahlen? Tatsache ist jedenfalls dass man sich etwas einfallen lassen muss, wenn man die Schulabbrecherquote verringern will. Das Ziel ist durchaus richtig, es handelt sich durchweg um Leute, die etwas erreichen koennten. Aber man kann nicht so weiter machen.
Meister 26.11.2009, 14.57 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Wer wird Schweinebaron?
Meister 25.11.2009, 20.03 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche
Migranten
Vor einiger Zeit hatte ich al geschrieben, dass es gar keine Migranten gibt, weil es entweder E- oder I- Migranten sind und dass in Wirklichkeit Einwanderer also Immigranten gemeint sind.
Es gibt aber doch >Migranten< - eine neue Erkenntnis für mich.
Es gibt offenbar eine ganze Reihe von Familien, die mal hier und mal dort leben, teilweise polnische, teilweise bosnische aber auch türkische Familien oder Teilfamilien. Natürlich ist es ihr gutes Recht zu leben wo sie wollen. WEnn es wegen der Arbeit ist, dass sie hier sind und sie ansonsten ihre Perspektive in der alten Heimat sehen spricht auch gar nichts dagegen. Wenn sie hier staatliche Leistungen bekommen, ist es allerdings etwas anderes.
Gerade Leute mit Kindern sollten sich aber entscheiden, denn die Zukunft der Kinder kann nicht zwischen den Stühlen sein.
Meister 25.11.2009, 17.25 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Epidemie überwindet Hysterie
Gestern war so viel los, dass ich nicht mal zwischendurch auf den Aussencomputer gucken konnte, noch viel weniger etwas schreiben.
Die SG-Epidemie blüht jetzt so richtig auf.
Absurd aber wahr: dadurch dass immer mehr Leute, Kinder und Erwachsene, erkrankt sind, baut sich die irrationale Angst vor "der" Schweinegrippe allmählich ab.
Spruch dazu: "Es ist eben auch nur eine ganz normale Grippe!"
Die hektisch-hysterischen Reaktionen nehmen scheinbar allmählich ab, scheinen nur noch in Schulen und Kitas vorzukommen, wo man zwar die vorgefertigten Richtlinien des Senats immer noch in vollem Umfang beachtet und anwendet. Aber auch nicht alle Arztpraxen scheinen auf der Höhe zu sein. Ich hörte gestern von einer Mutter, deren Kind an SG erkrankt ist, dass sie selbst aus der Praxis ihres Hausarztes rausgeflogen sei, als sie sich wegen SG behandeln lassen wollte. Naja, muss ja nicht alles wahr sein, was so erzählt wird.
Was die SG-Impfung anbelangt, so muss man natürlich sagen, dass die Gründe sich auf einen unerprobten Impfstoff einzulassen sich allmählich immer mehr verflüchtigen, und die Leute sehen das wohl auch zunehmend so, deshalb ist der Druck an der Frage auch nicht mehr so schlimm.
Und wie wird es weiter gehen? Ich bin kein Prophet, aber die Erfahrungen vergangener Grippewellen sagen, es ist eigentlich solange ich mich erinnern kann nicht vorgekommen, dass eine Grippewelle sich nachradikalisiert hätte. Wenn die Sterblichkeit der SG jetzt weit unterhalb der saisonalen Grippe befindet, was allgemein so angeommen wird jetzt, dann wird das wahrscheinlich auch im Verlauf dieses Winters so bleiben. Frage ist bloß, wie lange sie so rumgrassiert, aber bis Weihnachten dürfte die Welle durch sein.
Die Medienpanikfuzzies können sich allmählich über die nächste Sau, die sie durchs Dorf treiben wollen, verständigen, wie beispielsweise die Hochzeit von Schweinegrippe und Vogelgrippe im fernen Asien oder so.
Ein Problem bleibt allerdings noch: Schwangere sind im Moment wirklich nicht zu beneiden, weil denen ja immer noch ein schlimmer Verlauf prophezeit wird. Ich habe da augenblicklich nur eine Tröstung an der Hand: es ist so viel Mist über die Gefährlichkeit der Schweinegrippe erzählt worden, dass man vielleicht hoffen kann, dass der angelblich "besonders schwere Verlauf bei Schwangeren" genauso wenig stimmt wie die entsprechende Behauptung über Kinder.
Meister 24.11.2009, 09.58 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Es wird besser
Die Erkältung wird allmählich besser und damit hat das Wochenende seine Regenartionsfunktion schon wieder erfüllt. Am Freitag haben mich die Leute schon fast bedauert, das lag aber nur an meiner superheiseren Stimme und meine Prognose, dass diese nach Ende der >Sprech<stunde besser werden würde hat sich erfüllt. Der Winter ist halt hart bei uns, auch gerade wenn er milde ist. Irgendwie denke ich ja, dass man irgendwann da noch was rausfinden wird, warum, wirklich die Infekte in den Wintermonaten so zunehmen. Die bisherigen Erklärungen finde ich jedenfalls insgesamt noch unbefriedigend, inklusive der "alternativen" Erklärungen.
Schön ist es jedenfalls, dass man dieser Tage noch prima draussen im Garten was machen kann, damit legen wir ja schon die Grundlagen fürs Frühjahr. Es ist ein bißchen merkwürdig, dass mir dieses Jahr der kommende Frühling gar nicht so weit weg vorkommt. Aber warten wir's ab, vieleicht wird es einem gerade wegen dieser Erwartung dann besonders lang.
Meister 22.11.2009, 11.04 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Am Wochenende keine Schweinchen!
Die Sache mit der SG-Epidemie hat sich im Laufe der Woche so richtig ausgewachsen, da waren hunderte von Patienten mit Schweinegrippe. Trotzdem ist es bei den Leuten noch nicht angekommen, dass es sich bei SG um eine Grippe wie jede andere handelt und fast alle nach einer Woche wieder voll ok sind. Viele Eltern reagieren auf die Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit dass es SG ist ,so als habe man ihnen ein Todesurteil überbracht. Und eine Mutter sagte, vonwegen keine schwere Krankheit, ihre 13jährige Tochter habe schon 3 Tage 39° Fieber und sei total schwach und erschöpft. Hoffen wir, dass derartige Leute nie mit wirklch schweren Erkrankungen konfrontiert werden, da würden sie ja schon die Verkündung der Diagnose nicht überleben.
Man kann zum Glück hoffen, dass mit der massenhaften Verbreitung auch die Gelassenheit zunimmt. Witzigerweise hatte ich den Eindruck, dass die Etikettierung als "Meerschweinchengrippe" schon bei einer Reihe von Leuten zu einer gewissen Beruhigung geführt hat.
Man könnte denken, dass in derSache allmählich, nach 2 Wochen heftigen Ansteigens vielleicht der Höhepunkt erreicht ist. Von den Erfahrungen der heftigen Grippewelle vom Januar 2009 befürchte ich allerdings, dass bestenfalls ein >Plateau< erreicht ist und es mit den Zahlen so weiter geht in den nächsten 4 Wochen. Dass ist kein Wunder, weil jetzt erstmal eine relativ grosse Basismasse von ansteckenden Personen, da ist von denen ein Großteil so gesund ist, dass es überall rumrennt und weiter ansteckt. Da hilft keinerlei Epidemieschutzmassnahme mehr, eine Grippewelle ist nicht aufzuhalten, dass ist schon lange bekannt. Jetzt wird die Sache einige Wochen rumgereicht bis aus Mangel an weiteren.
Obwohl man sagen muss, das beste Medikament gegen die Grippe ist einen Meter breit und 2 Meter lang, werden am Wochenende wieder viele die Notfallambulanzen verstopfen, um darüber zu wüten, dass sie nach stundenlangem Warten mit symptomatischen Mitteln, ohne Grippetest, ohne Tamiflu oder andere Wunder-Waffen nach Hause geschickt werden. Natürlich ist der Grippetest jetzt völlig unsinnig, aber was schert das die Leute, sie wollen es genau wissen. Dummerweise kostet ein Test 160 Euro, ist keineswegs zuverlässig und die Durchführung ohne Grund erschwert es den Labors nur für die kritischen Fälle rechtzeitig die Diagnose zu stellen.
Jetzt ist schon ein Streit darüber ausgebrochen, ob mehr Kinderärzte am Wochenende in den Notfallambulanzen arbeiten sollten. "Sie wollten halt lieber zuhause bei ihren Familien bleiben" heisst es frech-süffisant in der Zeitung. Merkwürdigerweise bleibt ausser Betracht, dass die Leute, die die ganze Woche die Frontschweinarbeit machen, am Wochenende sich vielleicht mal erholen müssen, aber Schuldzuweisungen sind immer billig.
Man brauchte da schon ein Konzept für ausreichend viele Notfallpraxen an den Wochenenden, oder abgesprochen verschobene Sprechstunden über 7 Tage die Woche. Das liesse sich alles machen. Aber eine ausgelastete Kapazität kann man im Winter nicht dauerhaft überlasten, es kommen noch 6 (!) weitere Wintermonate frontal auf uns zu. Und wenn diejenigen die dem Überlastungsbegehren nachgeben, dann auf der Nase liegen oder wie auch schon vorgekommen in den Sielen sterben, dann heisst vielleicht anerkennend, "er war immer für seine Patienten da", wofür der sich dann aber auch nichts mehr kaufen kann, doch vielleicht heisst es auch nur, "der war doch selbst dran schuld, wenn er sich kaputt gemacht hat".
Meister 21.11.2009, 10.47 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen | Tags: Schweinegrippe, Arbeitsbelastung,
Schweinegrippe wird umbenannt
Aber ich habe festgestellt, dass die Leute einen solchen Schrecken kriegen, wenn man sagt , es koennte Schweinegrippe sein, dass ich seit gestern dazu uebergegangen bin zu sagen, es koennte sich um "Meerschweinchengrippe" handeln. Klingt netter und dem Krankheitsverlauf auch angemessener. Der ist nach wie vor harmloser als bei der letzten "normalen" Grippewelle im vergangenen Januar.
Meister 20.11.2009, 08.30 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Die Glaspatientenkarte
Liebe Freunde der Transparenz und Feinde der wohlfeilen fetten Profite.
Es hat ja nicht lange gedauert nach der Wahl bis verlautet, dass die Einführungsbemühungen für die GlasPatientenkarte wieder aufgenommen werden.
Was ist passiert?
Wahrscheinlich hat die Ministerialbürokratie den neuen Gesundheitsminister darin gebrieft, welche Geheimabsprachen mit der Industrie bestehen und was es kostet, wenn man sie aufkündigt.
Die Glaspatientenkarte, von der Propagandalobby als elektronische "Gesundsheitskarte" hochgejubelt, ist die neue Melkkuh für die Konzerne, die doch nicht geschlachtet werden darf, bevor sie ihre Profite abgeworfen hat. Es wird sich um Milliarden handeln, die damit von der Patientenversorgung weg in die Taschen der Konzerne umgeleitet werden sollen, die bisher sich noch nicht so richtig am Gesundheitswesen bereichern können, die Stärke des Lobbyismus zeigt die erwartete Profithöhe.
Die Tatsache, dass das Gesundheitswesen damit Milliarden verliert, ist aber nur ein Aspekt, der zweite ist, dass diese Glaspatientenkarte optimal an die Zukunftsgesundheitsindustrie angepasst ist, alle Information muss flüssig ineinander fliessen, ohne irgendwelche Verschwiegenheitsrücksichten, ist doch nur im Sinne des Patienten, dass alle, die mit ihm professionell zu tun haben auch alles über ihn wissen. Je mehr man über ihn weiss, desto mehr kann man ihm verkaufen, Leistungen aufdrängen oder verweigern je nach Profitlage.
Die Auseinandersetzungen der Zukunft werden allmählich sichtbar: es geht um den Kampf der Gesundheitsgrossindustrie mit ihren Konzernen gegen die Patienten und ihre Ärzte und Therapeuten. Natürlich wird die Industrie nicht müde, die Ärzte als ihre Verbündeten und Mittäter zu etikettieren, aber in Wirklichkeit will sie Angestellte, die ihre Produkte profitabel absetzen. Die Ärzte sind gut beraten, ihre Unabhängigkeit nicht an die Konzerne zu verkaufen, sondern als Sachwalter der Patienten und deren Rechte aufzutreten, das ist nicht nur ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit, sondern dass ist auch ihre einzige Chance ihre Freiheit und Unabhängigkeit zu behalten und auszubauen.
Kann man es denn verhindern, dass die Konzerne das Gesundheitswesen übernehmen und ausplündern auf den Knochen der Patienten und Beschäftigten?
Eine gute Frage, die die Zukunft beantworten wird.
Wer sind diese Konzerne: die Pharmaindustrie kennt jeder, von ihren Profiten weiss jeder, die Ausrüstungskonzerne wie Fresenius und Draegerwerk beispielsweise kennt man nicht so. Die Krankenhauskonzerne werden immer grösser und immer mehr zu einem die Versorgung bedrohenden Moloch, sie drängen immer mehr in die ambulante Versorgung, schon weil sie von dort aus ihre Klinikbetten füllen müssen, aber auch weil die ambulante Patientenversorgung die Schaltstelle für die Ausgaben im Gesundheitswesen ist. Die Krankenkassen sind auch zunehmend Konzerne im Gesundheitswesen, die auf Profit abzielen. Als sie noch klein und zersplittert waren, haben sie sich darauf beschränkt, ihre eigenen kleinen Posten und Arbeitsplätze zu erhalten, indem sie durch Fusionen zu Grosskonzernen mutieren, sind sie natürlich eine Macht, eine Einkaufsmacht, eine Milliardenverteilmacht, selbst wenn sie rote Zahlen schreiben haben sich eine ganze Reihe von Leute schon die Nase und sonst noch einiges vergoldet. Und jetzt auch noch die Elektronikindustrie, die schon in der Medizintechnik eine Menge Geld macht, sie will die Autobahnmautprofite auf einem neuen Gebiet realisieren. Wre doch zu schade, wenn da was dazwischen käme!
Und der Gesundheitsminister? Es wird für ihn die Nagelprobe sein, wo er eigentlich steht. Man wirft der FDP ja gern vor industriehörig zu sein. Ist sie das vielleicht wirklich , Herr Rössler? Aber man wirft ihnen ja genauso vor Klientelpartei der Ärzte zu sein. Wenn nun die Ärzte und die Patienten einerseits und die Grossindustrielobby andererseits zerren, was wird passieren?
Eines ist klar, die Glaspatientenkarte wird von den Ärzten abgelehnt, und sie wird von den Patienten noch stärker abgelehnt werden, spätestens wenn die mitkriegen, was man mit ihnen vor hat. Die Patienten sie da ziemlich sensibel in diesem Land, sie trauen den Konzernen und auch den Regierungsversprechen nicht so wahnsinnig weit.
Wir werden noch von der Sache hören!
Es grüsst Sie herzlich aus dem Spreebogen
Ihr Dr. med. Bloggma
Meister 19.11.2009, 10.52 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma | Tags: Gesundheitspolitik, Patientenkarte,
Ueberall Schweinchen
Ich versuche klar zu machen, dass es sich schlicht um die Grippe dieser Saison handelt und dass man damit ganz normal umgehen muss.
Die Impfung startet morgen und zwar nsch strengen Kriterien, nur wer unbedingt muss und will und moeglichst nicht unter 3 Jahren. Mal sehen wie das gehen wird.
Selbst bin ich auch schon wieder etwas erkaeltet, aber da ich SG schon hatte, kann es sich ja nur um Stachelschweinegrippe handeln, >porcupine flu<! Echt selbst erfunden!
Vielleicht sollten wir die SG auch etwas entspannter etikettieren: Ferkelgrippe, Schweinegrippe, Wildschweingrippe jund lasyt not least Meerschweinchengrippe!
Aber viele Leute finden es gar nicht komisch, die fuehlen sich dann wieder auf den Arm genommen, dass geht also auch nicht.
Meister 18.11.2009, 13.52 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Bisschen müde
Zum Rudern hat es nicht mehr gerreicht heute, aber zumindest sind wir im Garten doch gut voran gekommen. Die Herbstarbeiten im Garten haben ja leider so einen leicht tristen Unterton, weil dann ja der Winter kommt, aber den negativen Vergleich, den ich gerade bloggen wollte, lasse ich weg, es wird ja auch wieder Frühling und dann werden wir uns freuen über die gute Ausgangsposition.
Nachdem es kühler und dunkler wurde, habe ich dann mit der Buchführung weiter gemacht: ein paar Stunden Buchführung und ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht, einer guter Büromensch wär ich nicht, glaub ich. Dann fehlt so ein blöder Betrag und ich suche ihn, eine ganze Weile, jetzt stimmt es wieder, aber wieso der weg war verstehe ich nicht. Egal.
Und morgen dann wieder zurück zu den Grippeschweinchen!
Meister 16.11.2009, 19.58 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Das Wetter noch ausnützen
Auch heute früh scheint wieder die Sonne und wir werden mal schnell draussen noch etwas machen, bevor der angekündigte Regen kommt. Vielleicht kommt er ja langsamer als gedacht. In den Wetterkartenanimationsfilmchen sieht das ja immer so objektiv wahr aus, dass man sich schon wundert, wenn bei den superschwarzen Wolken dann nur so ein klein bißchen Nieselregen rauskommt.
Ob wir nochmal rudern? Mal sehen, erstmal muss der Lagerplatz für's Ruderboot klariert werden.
Meister 16.11.2009, 10.28 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Novemberrudern
Meister 15.11.2009, 19.12 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Heute mal was anderes
Von gestern ist noch Planerfüllung zu melden. Leider waren die Dahlienknollen nicht mehr so ganz toll, sah so aus, als häte da jemand gefressen, na schön, beschaffen wir nächstes Jahr mal ein bißchen Nachschub und wechselnd wir das Beet.
Das Holzspalten hat auch einen schönen Haufen Spaltprodukte ( nicht radioaktiv) hinterlassen und mich zu der Erkenntnis geführt, dass der Wirkungsgrad beim Verbrennen von Holz im Kaminofen dadurch stark gesteigert werden kann, das man das Holz höchstselbsthändig spaltet: Kraft-Wärme-Kopplung alten Stils sozusagen.
Heute liegt mal wieder was ganz anderes an: Buchführung.
Was ist eine Schweinegrippe gegen Buchführung?
Meister 15.11.2009, 10.56 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Aussenaktivitäten
Meister 14.11.2009, 10.01 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen | Tags: Gartnarbeit, Herbst, waldik walken,
Schlimmer als Hysterie ist......
Doppelhysterie: gestern war wirklich die Hölle los, man hat langsam den Eindruck, dass einige Leute kurz vor dem Ausflippen sind. Die Angst vor der Schweinegrippe treibt merkwürdige Blüten, und die Angst vor der Schweinegrippeimpfung erledigt den Rest. Es sind nicht nur die Leute, die schier verrückt sind, sondern dass setzt sich dann in den professionellen Bereich fort. Die einen Leute telefonieren wie die Verrückten, weil sie unbedingt die Grippeimpfung wollen und zwar sofort. Die sind zwischen todtraurig und aggressiv, wenn sie erfahren, dass impfen noch nicht geht. Als habe man ihnen den Platz im Rettungsboot der Titanic verweigert. Die anderen haben Angst vor der Grippe und Riesenangst vor der Impfung. Es besteht die Gefahr, dass demnächst Todesstrichlisten verglichen werden: auf der einen Seite die Medientoten der Grippe, auf der anderen die Medientoten der Impfung.
Ich habe mich schon bemüht beruhigend zu wirken: weder ist die Grippe bisher so schlimm, noch gibt es Anzeichen dafür, dass die Impfung schlimme Nebenwirkungen hat und man muss doch auch nicht übertriebene Eile bezüglich der Impfung haben, kann doch erstmal die wirklich Gefährdeten impfen und dann diejenigen, die schon halbtot vor Grippeangst sind. Wenn dann ein paar Millionen geimpft sind, wird man besser einschätzen können, ob man bedenkenlos in die Breite impfen kann oder lieber nicht.
Man muss in aller Ruhe die Impfinfrastruktur einrichten, langsam anfangen und genau aufklären. Sollte es zu einer Verschlimmerung des Erkrankungsverlaufs kommen, was gar nicht unbedingt sein muss, kann man jederzeit massenhaft impfen, wenn die gesamte Logistik steht und der Impfstoffnachschub rollt.
Überraschender Weise stellt sich jetzt heraus, dass die bestellten 50 oder gar 80 Millionen Dosen gar nicht vorhanden sind, sondern nach und nach produziert werden. Das ist zwar logisch, denn der Prozess ist zeitaufwendig und die Produktionsanlagenkapazität begrenzt, aber es besteht schon die Frage, welche Liefertermine für welche Mengen verabredet oder möglich sind, denn im Laufe des Jahres 2010 wird es ja auch etwas absurd diese Impfung durchzuführen. Hat sich das Virus eventeull verwandelt bevor der Impfstoff verimpft ist?
Mit wem man gestern auch gesprochen hat, alle waren schwer betroffen von der Wucht der Verunsicherung der Leute. Der Chefarzt der Kinderklinik fragt an, ob wir Leute zum SG-Test zu ihnen geschickt hätten: haben wir natürlich nicht, sondern die Leute haben das schlicht erfunden. Es soll Schreiereiszenen in Krankenhausambulanzen gegeben haben.
Das Labor klagt, dass massenhaft unnütze SG-Tests eingeschickt werden, die damit gerade wieder verhindern, dass die wichtigen innerhalb von 24 Stunden bearbeitet werden können. Denn die Tests haben nur einen Sinn in dieser Situation: bei schwer Kranken mit Grunderkrankung rechtzeitig herausfinden, ob eine entsprechende Therapie gemacht werden muss.
Aber Leute sind jetzt offenbar auf die Idee gekommen, dass sie vielleicht aus dem Dilemma mit der Angst vor Impfung vs Angst vor Erkrankung rauskommen, wenn nachgewiesen wird, dass sie es hatten. Aber auch da muss man sie enttäuschen: der serologische Nachweis kann nicht zwischen früheren Grippen und Impfungen einerseits und SG andererseits unterscheiden. Und der Abstrichtest kann nur gemacht werden, wenn jemand als SG-Verdacht gemeldet und in vorläufige Quarantäne verbracht wird. Und das gilt auch für gesetzlich wie privat Versicherte! Auch das Angebot, es selbst zu bezahlen, macht es nicht möglich.
Das Anwachsen der Doppelhysterie im Verlaufe der Woche ist erschreckend, da fragt man sich wie es weiter geht. Sicher scheint, dass die Fallzahlen in den nächsten Wochen weitere steigen werden. Das ist die Erfahrung jeder Grippeepidemie, z.B. der vom letzten Winter: von dem Zeitpunkt, wenn man feststellt, dass es deutlich massenhaft Grippefälle sind, wachsen die Zahlen zwei drei Wochen an, und dann verharren sie weitere 3 bis 4 Wochen hoch bevor sie langsam zurück gehen. Das muss vielleicht nicht immer so sein, war aber beim letzten Mal ganz eindeutig so.
Weil die Epidemie jetzt so richtig ins Laufen kommt, sind natürlich die früheren Massnahmen wie Schulenschliessung jetzt absurd. Soll man bis März zumachen? Die SG hat einen Vorteil, der ein Nachteil ist: viele Betroffene sind so leicht erkrankt, dass sie weiter rumrennen und anstecken.
Und was soll man tun? Wenn man krank ist, sollte man zuhause bleiben, wenn man sich schlecht fühlt sollte man sich schonen und eventuell ins Bett legen. Damit erspart man sich Komplikationen und der Umwelt Ansteckung.
Fast allen Erkrankten geht es innerhalb von einigen Tagen wieder besser, aber genau dann sollte man vorsichtig statt übermütig sein: wenn man zu schnell wieder aufdreht, riskiert man bei Grippe oft einen Rückfall.
Meister 13.11.2009, 10.51 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen | Tags: Schweinegrippe, Impfung, Hysterie,
Weltverbesserer?
Meister 12.11.2009, 09.04 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche
Pandemrix =?
Welche Marketingabteilung hat sich denn bloß diesen Namen ausgedacht?
Die Impfstoffe dieser Firma klingen zwar schon immer wie ein Dorf unbeugsamer Gallier, aber dieser Name treibt einen doch irgendwie in die negativen Assoziationen:
-Verdamrix
-Pandoramix
-Panoramakix
-Pestundcholerafix
Hat noch jemand eine passende Idee?
Vielleicht noch für Herthafans:
-Pantelixzurückkicks
Meister 10.11.2009, 23.41 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Arbeit sonst nichts Neues
Es gibt viel zu tun und der Abend hat sich ziemlich gezogen. So sehr dass ich überrascht war, als dann wirklich Schluß war.
Viele Fragen heute vor allem wieder, gut dass man auch was Schriftliches da hat, aber man natürlich nicht immer nur verweisen sondern muss die Fragen schon beantworten. Aber wenigstens dann nicht mehr mit allen Facetten, die kann man ja nachlesen falls sie einen interessieren.
Díe Leute hätten es natürlich am Liebsten, wenn man die Impffrage mit einem "ja" oder "nein" beantworten würde, aber warum soll man es ihnen einfacher machen als es ist, um sich dann hinterher dafür prügeln zu lassen.
Es gibt eben immer zwei Möglichkeiten... und daraus ergeben sich dann wieder zwei Möglichkeiten,.... na ich denke jeder kennt dieses alte Spielchen.
Eigentlich sind wir doch in einer komfortablen Situation: die Schweinegrippe hat sich noch nicht zum Raubtier verwandelt, noch nicht mal zur Wildschweinhorde und es gibt einen Impfstoff, auch wenn wir ihn noch nicht haben.
Niemand muss sich gezwungen sehen dies oder das andere zu tun, aber auch das cool bleiben ist für viele Leute schon schwer, der Medienbeschuss war doch sehr schwer in letzter Zeit. Gibt es eigentlich genauere Untersuchungen über die Auswirkungen von Medienbeschuss auf Menschenmassen? An künstlerischen Bearbeitungen fällt mir da gerade Bölls "Verlorene Ehre der Katharina Blum" ein. Na, das ist ganz schön weit weg ! Medienkritik war gestern? Oder vorgestern?
Was passiert eigentlich, wenn es im Lande mal wirklich hart auf hart geht statt "hart aber fair" (was übrigens einer der verlogensten Titel für eine Propagandasendung ist) ?
Meister 10.11.2009, 23.15 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Nooz: Land der Wunder - Tag des Wunders
Ja, das war der Tag des Wunders vor 20 Jahren. Eines der vielen Wunder dieses Landes. Eines der schönsten Wunder dazu. Wie alle nur noch "Wahnsinn!" gerufen haben! Für mich war "Wahnsinn!" mehr der Spruch dieser Zeit damals als alle anderen. Wenn wir uns als Bürger dieses Wunderlandes >Nooz< sehen, dann sollen wir daran glauben, dass noch viel mehr möglich ist, dass die Wunder hier an jeder Ecke darauf warten, dass man sie anspricht. Vielleicht versucht es morgen mal.
Gerade weil wir wissen, dass es auch negativer und schlimmer ging in unserer Geschichte, können wir es auch besser machen und besser herbei phantasieren. Die Wunder kommen bei uns immer wieder vor, und gerade wenn man denkt:"das checken die Deutschen nie!", sind sie schon kurz davor.
Sollen wir uns lieben? - Muss nicht sein.
Sollen wir uns trauen? - Naja, soweit man das eben kann.
Sollen wir uns was zutrauen? - Aber klar, immer ran an die Buletten.
Denk ich an Deutschland in der Nacht? - Schlafen wir besser nachts, sind wir tagsüber besser drauf.
Wunder gibt es hier immer wieder, und sie sind meist selbst gemacht, sogar die Guten!
Meister 09.11.2009, 23.51 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Romantische Welt und Zukunft
Der Witz des Tages
Der Witz des Tages war gleich der Beginn: unsere Azubine sagt, ihr Papa hat gesagt, wir stehen in der B.Z. und zwar als Praxis, die ab heute schon gegen Schweinegrippe impft. Bestätigung? Unnötig, es gibt natürlich gleich massenhaft Anrufe, die sich darauf beziehen.
Der Witz dabei ist: wir wissen nichts davon! Wir haben letzte Woche den Vertrag abgeschickt, aber wir haben bis heute absolut nichts davon gehört, noch viel weniger haben wir Impfstoff bekommen.
Macht ja nichts, das Chaos ist allgegenwärtig.
Der Spruch des Tages ergibt sich aus der Situation, als gleich drei Mädchen einer Familie zusammen mit Schweinegrippe kommen. Ergibt sich wie von alleine "Ein Schwein kommt selten allein!"
Bestimmt heute 50 SG-Fälle, keine Frage mehr, aber auch keinen Sinn etwas wie Meldung ans Ges.-Amt zu machen, das dürfte überholt sein. Die Sache hat jetzt die dynamische Phase erreicht.
Aber es ist nicht die "gefährliche zweite Runde", es ist die Fortsetzung unserer KleinEpidemie vom Sommer mit größeren Zahlen. Auch Kindern, denen es Ende der Woche noch mies ging zum Sorgen machen, sind heute wieder fit. Mexiko ist eben doch nur Klein-Spanien.
Die Leute sind aber immer noch schwer mystifiziert. Wenn ich sage, ich hatte die Schweinegrippe im Sommer selbst, schauen sie mich an wie einen Geist, als ich abends einer Mutter sage, es waren heute bestimmt 50 Schweinegrippefälle hier, kann sie sich nur durch grundsätzlichen Atheismus vor dem Bekreuzigen bewahren.
Aber es kommt allmählich die Erkenntnis, dass SG eben auch nur eine Grippe ist. Dauert bloß ein bißchen, bis sie kommt.
Und die Impfsache, da gibt es auch viel Unsicherheit. Das ausgehängte und verteilte Info von gestern hat ganz gute Arbeit geleistet, schon allein deshalb, weil ich es gleich bei allen e-mail-Fragen verschickt habe, aber ich hatte auch viel weniger Platten zu spielen.
Was wird nun mit der Impfung? Einer Kollegin, die schon rumtelefoniert hat, verdanke ich die richtige Telefonummer, und wenn die uns schon nicht benachrichtigen, können wir doch wenigstens nachfragen. Ist also möglich, auch wenn sie nicht so genau wissen, wen wir eigentlich impfen dürfen. Das macht aber erstmal gar nichts.
Denn das eigentliche Problem ist, ob und wann wir überhaupt Impfstoff bekommen. Die Logistik hat der Senat einer Großapotheke anvertraut, die ist natürlich heute tagsüber kaum zu erreichen gewesen. Immerhin konnten wir abends schließlich ein Fax schicken . Das Schöne beim Faxen ist, dass man nicht weiss, ob es ankommt und wenn ja bei wem.
Das wird die Frage für morgen.
Die Frage für übermorgen wird sein, wer denn nun geimpft werden will/wird. Die Leute sind ja zum Teil voll scharf drauf. Aber wir werden sie erstmal durchs Höllenfeuer der Aufklärung gehen lassen.
Das stelle ich mir augenblicklich so vor: es werden die Risiken von Grippe und neuem Impfstoff schonungslos erklärt, wer unterschreibt wird geimpft, wer Bedenken hat, soll es sich lieber noch überlegen. Zwischendurch habe ich heute auch noch den Spruch gehabt: >wer sich als Kaninchen fühlt, der möge vorangehen<. Aber der ist nicht massentauglich, man muss schon aufpassen, dass man nicht vor lauter Absurdität zu unernst wirkt. Es ist schon einiges absurd in der Sache, aber die Leute wollen einen Ratschlag.
Den sollen sie haben, aber der ist nicht ja oder nein zur Impfung, sondern Information und dann die Möglichkeit selbst zu überlegen, wovor man mehr Angst hat, dass man eine schwere Grippe kriegt oder dass man schwere unbekannte Nebenwirkungen bekommt.
Und die geheime Hoffnung, dass den Leuten, wie sie sich auch entscheiden, nichts Schlimmes passiert. Ist es nicht gut, dass man ihnen die Entscheidungsfreiheit lassen kann?
Meister 09.11.2009, 21.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Porciner Tagesspruch
Meister 09.11.2009, 13.44 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche
Schweinegrippeinfo zum 9.11.09
Morgen wird sicher bezüglich der Schweinegrippe schwer was los sein. Deshalb habe ich ein Infoblatt gemacht, das wir morgen aushängen oder verteilen werden. Den Lesern dieses Blogs mag aber vieles bekannt vorkommen:
Liebe Eltern,
es sind in den letzten Tagen so viele Fragen zur Schweinegrippe gestellt worden, dass man sie mal zusammenfassend beantworten muss.
Schon seit Monaten grassiert diese neue Grippe, zunächst nur in Einzelfällen, allmählich sich vermehrend und jetzt nachdem eine ziemlich grosse Zahl ansteckender Menschen vorhanden ist, geht es rasant.
Die Schweinegrippe hatte bisher zumindest einen Vorteil, der gleichzeitig ein Nachteil war: sie verläuft so leicht bei vielen Leuten, dass diese nicht im Bett bleiben, sondern weiter unterwegs sind und andere anstecken.
Glücklicherweise gibt es bisher zwar eine Mengenvermehrung der Fälle aber keine Verschlimmerung des Verlaufs: die meisten Leute, und ein Großteil der Betroffenen sind Kinder, erholen sich auch recht schnell wieder.
Es ist aber natürlich richtig, dass mit einem Ansteigen der Fallzahl auch die Anzahl schwerer Verläufe zunehmen muss, denn es gibt immer ein Spektrum des Verlaufs zwischen leicht und schwer, und wenn 1 Promille der Fälle schwerer verläuft, dann ist das vielleicht keiner von 500 aber möglich 50 von 50.000 .
Wir haben eine Häufung von Luftwegserkrankungen bei Kindern in den letzten Wochen zu beobachten, wahrscheinlich handelt es sich dabei zu einem erheblichen Teil um Schweinegrippefälle.
Wegen der bürokratischen Hemmnisse ist es leider nicht möglich das genau festzustellen, da es unangemessen ist, jemanden als Verdachtsfall zu melden, wenn er nur leicht erkrankt ist. Im Gegensatz zu Medienberichten vom Wochenende ist es auch nicht richtig, dass ein Schnelltest Klarheit bringt. Dieser ist von der Labors verlassen worden, weil er zu unzuverlässig ist und nicht mal spezifisch für die Schweinegrippe.
Es hätte aber auch keine Konsequenzen, denn mehr als eine symptomatische Behandlung und Bettruhe ist sowieso nicht angezeigt. Die sogenannten Grippemittel wie "Tamiflu" werden bei diesen Krankheitsverläufen nicht eingesetzt, sie werden in ihrer Wirkung allerdings sowieso überschätzt.
Man muss keine Panik wegen der Schweinegrippe haben, sie ist nicht schlimmer als die normale Grippewelle, eher leichter. Natürlich kann sich das noch im Verlauf ändern, aber es gibt keine Anzeichen dafür.
Wenn jetzt Einzelfälle in den Medien hochgespielt werden, muss man daran erinnern, dass man von tausenden von Grippetoten jährlich in der normalen Grippesaison redet.
Es stimmt nicht, dass Grippe immer >plötzlich hohes Fieber, rasende Kopfschmerzen und schlimmer Husten< bedeutet, wie das ständig geschrieben wird, auch ganz normal erscheinende Erkältungssymptome können von dem Virus kommen, das zeigt die Erfahrung mit einer ganzen Reihe von Familien, in denen das Virus vorgekommen ist.
Pandemiemassnahmen wie Mundschutz und sterile Kittel sind in der augenblicklichen Situation genauso wenig sinnvoll wie Politiker, die sich nach solchen Maßnahmen heiser schreien. Genauso wenig sind Schließungen von Schulen oder Kindergärten sinnvoll, wenn es berall Ansteckungsfähige gibt und die Erkrankung eben keine "Killerseuche" ist.
Aber die Impfung!?
Wir können glücklich sein, dass es die Impfmöglichkeit gibt, besonders wenn es zu einer Verschlimmerung des Erkrankungsverlaufs in Zukunft kommen sollte. Wir müssen aber auch die Probleme der Impfung sehen und ohne Aufregung mit der ganzen Sache umgehen.
Es handelt sich bei dem neuen Pandemieimpfstoff nicht um den bekannten gewöhnlichen Grippeimpfstoff, sondern um eine Neukonstruktion. Diese Innovation ist nicht ohne Grund vorgenommen worden: die WHO hatte wegen der Bedrohung durch die "Vogelgrippe" die Pharmaindustrie aufgefordert, einen Impfstoff zu schaffen, den man für den Pandemiefall schnell in grossen Mengen produzieren könnte. Die Aufgabe wurde erfüllt, aber die amerikanischen Zulassungsbehörden waren nicht von seiner Unbedenklichkeit überzeugt. Sie haben den alten Impfstoff bestellt und damit jetzt das Problem, dass es zu wenig davon gibt. Die Industrie hat die deutschen Behörden davon überzeugt, dass deren Wunsch 80 Millionen Impfdosen zu bestellen nur mit dem neuen Impfstoff zu realisieren sei. Der Impfstoff wurde im Laufe dieses Jahres entwickelt und produziert und auch getestet. Die Testergebnisse waren nicht negativ, aber die Anzahl der Testpersonen notgedrungen klein, bei Kindern noch viel geringer.
Es besteht die Hoffnung und Erwartung, dass der Impfstoff gut verträglich sein wird, aber eine Sicherheit gibt es nicht. Bei einem Großversuch wie diesem weiß man eben erst hinterher, wie er ausgegangen ist.
Soll man sich und seine Kinder also impfen lassen?
Die Gesundheitsbehörden und auch der Berufsverband der Kinderärzte empfehlen die Impfung.
Man kann sich dieser Empfehlung anschliessen, wenn man folgendes beachtet: Jeder der sich oder seine Kinder impfen lässt muss eine persönliche Abwägung treffen, ob er oder sie eher bereit sind mögliche seltene Nebenwirkungen zu akzeptieren oder eine mehr oder minder schwere Grippe zu riskieren.
Man kann aber auch vorsichtig pragmatisch mit der Frage umgehen und mit der Impfung nicht drängeln: wenn erstmal ein paar Millionen Erwachsene geimpft sind ohne schwerwiegende Ereignisse, dann kann man sich auch auf den Weg machen. Ein solcher Großversuch kann ja schlielich auch gut gehen!
Wir werden uns trotz der vom Senat aufgebauten bürokratischen Hindernisse an der Impfung beteiligen, sobald es möglich ist. Wir rechnen damit im Laufe dieser oder der nächsten Woche.
Dies kann aber nur zeitlich verzögert geschehen, zum einen da wir mit der Versorgung der Kranken voll ausgelastet sind, zum anderen, weil immer mindestens 10, bei Kindern sogar 20 Patienten geimpft werden müssen, da der knappe Impfstoff in Ampullen geliefert wird die 10 bzw. 20 Impfdosen enthalten die hintereinander verimpft werden müssen.
Ob Kinder und Erwachsene geimpft werden können muss noch geklärt werden genau wie alle anderen Fragen des technischen Ablaufs. Es kann also durchaus noch 1-2 Wochen länger dauern bis die Impfung wirklich möglich ist.
Wir werden aus haftungsrechtlichen Gründen die Patienten eine Einverständniserklärung unterschreiben lassen müssen, denn wir können aus verständlichen Gründen nicht für die Sicherheit eines Impfstoffs haften, den wir nicht kennen und dessen Gefahren noch nicht sicher einschätzbar sind.
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Soweit das Merkblatt! Ist es verständlich genug? Welche Fragen müßten noch beantwortet werden?
Meister 08.11.2009, 17.40 | (5/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen | Tags: Schweinegrippe, Impfung,
Heute vor 70 Jahren
Es war der 8. November 1939 und die schlimmen Zeiten waren gerade erst so richtig am voll schlimm werden, da ging im Bürgerbräukeller in München eine Bombe hoch die vielleicht alles geändert hätte.
Georg Elser hatte sie gebaut und mit viel Arbeit, Enschlossenheit und Geschick in einer Säule plaziert. Um eine halbe Stunde und die gesamte Naziführung wäre direkt von ihren Feldherrnhallenfeiern ins höllische Wallhalla abgetaucht. Es war nicht Elsers Schuld, der Zeitplan war geändert worden.
Was nützen alle die "was wäre gewesen wenn?" In einem hatte Hitler nämlich recht: die "Vorsehung" hatte beschlossen, dass das deutsche Volk den Kelch bis zur Neige leeren musste.
Im Grunde gilt für den 20. Juli 1944 das gleiche: es wäre nur die Hälfte der deutschen Soldaten gestorben, wenn im Sommer 44 Schluss gewesen wäre. Auch wenn die Attentäter vom Juli 44 zur Zeit von Elsers Attentat noch glorreiche Soldaten in der Armee des Gröfaz waren und von Sieg zu Sieg eilten.
Den Kelch bis zu Ende leeren - vielleicht war das die Voraussetzung dafür, dass wir unbelastet in ein neues, besseres Zeitalter eingehen konnten. Die Gnade der späten Geburt ergab sich auch aus der Verdammtheit der früheren Geburt.
Meister 08.11.2009, 16.04 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Heute vor ....
Installationen
Meister 08.11.2009, 13.02 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Die Zukunftsaufgabe
Es geht in den nächsten Jahren darum, Deutschland zukunftsfähig zu machen, bevor es zu spät ist.
Was bedeutet zukunftsfähig machen?
Die Welt verändert sich rasant in diesen ersten Jahren des neuen Jahrtausends. Rasanter als wir es im alltäglichen wahrnehmen. Viele historische Veränderungen laufen nicht als lineare Prozesse ab, sondern bereiten sich untergründig vor, um dann an die Oberfläche durchzubrechen. Die demographischen Veränderungen sind ungeheuer, die Klimaveränderungen, die Verschiebungen in der persönlichen und der geistig-kulturellen Mobilität, die Rolle des Einzelnen wird sich genauso verändern wie die Rolle der Masse.
Im Grunde muss man sagen, es gibt nichts, was sich nicht ändert. Das ist prinzipiell kein Unglück, kann es aber werden, wenn man sich nicht darauf einstellt.
Schon zeichnet sich bei den Klimaveränderungen ab, dass es nicht ausreicht, irgendwelche Alibiveränderungen zu schaffen, um den Eindruck zu erwecken, dass man etwas tut, sondern dass man sich auf das Eintreffen der Klimaveränderungen einstellen muss, eine grosse Aufgabe.
Aber auch auf den demographischen Wandel muss man sich einstellen, in viel breiterer Art und Weise, als man heute denkt. In Deutschland wird diese Diskussion leider unter dem Hauptaspekt des Geburtenrückgangs und dessen Bedeutung für die zukünftige Rentenzahlung geführt, vorsichtig gesagt wird das den Problemen nicht so ganz gerecht. Es ist auch nicht eine schlichte Einwanderungsfrage.
Es geht mehr oder minder darum, dass der nationale Rahmen gar nicht mehr passt, dass selbst ein übernationales Konstrukt wie die EU nicht ausreicht: Menschen und Massen, Talente und Fähigkeiten, Bedürfnisse und Notwendigkeiten, genauso wie Ressourcen, Lebensmittel und Materialien und sowieso die Kapitalien bewegen sich weltweit und das im wörtlichen Sinne.
Wir erscheinen in unserem Land durch Sprache und Geschichte ein bisschen am Rande dieses Prozesses, wir sind aber in Wirklichkeit mitten darin, da unsere ökonomische Existenz absolut antiautark ist, wir sind auf die Welt total angewiesen, realisieren dies aber im Lande selbst kaum, noch viel weniger erkennen wir bisher, was daraus folgt.
Wenn wir in der zukünftigen Welt auch nur ansatzweise mitspielen wollen, dann müssen wir vollkommen offen für diese Welt sein, für ihre Möglichkeiten, ihre Probleme und ihre Entwicklung. Deutschland darf sich nicht nur für die Schneehöhen in Österreich und das Wetter in Mallorca interessieren, sondern genauso für die Industrie in Indien, die Probleme der australischen Farmer und den Wasserstand auf Tahiti. Es fällt immer noch auf, wenn man aus dem Ausland nach Deutschland kommt, dass die Uhren hier anders ticken, vielleicht haben sie das immer getan.
Aber das führt zum zweiten Aspekt der Aufgabe: Deutschland muss international werden und sich gleichzeitig treu bleiben, wenn man die zweite Seite vergisst, wird man an der deutschen Mentalität gefährlich vorbei gehen.
Durch die beiden Weltkriege, die nicht nur angefangen und verloren wurden, sondern auch noch sehr schlimme antizivilatorische Begleiterscheinungen wie Völkermord und Vernichtungskrieg hatten, lag auch das deutsche Ansehen in Trümmern und die Deutschen waren auf sich selbst zurück geworfen. Natürlich ist vieles besser geworden, aber man kann Deutschland nur internationalisieren, was notwendig ist, wenn man es gleichzeitig seine Eigenarten behalten lässt.
Und genau darin liegt die Aufgabe nicht nur für die Regierung in der nächsten Zukunft. Weltoffenheit schaffen, Verhältnisse schaffen, so gut dass die exzellenten Leute aus aller Welt gern bei uns leben und arbeiten und dass auch ein Grossteil unserer jungen Leute hier gehalten werden kann: nicht auf der Ofenbank, sondern raus in die Welt aber dann auch wieder zurück hierher! Diese Weltoffenheit ist nur auf der Basis einer eigenen Identität möglich, also sehen wir zu, dass wir hier an Ort und Stelle eine geistig hochstehende und gleichzeitig produktive und innovative Zivilisation schaffen.
Die Welt sehen und uns selbst, diese Klammerung wird uns helfen viele anstehende Fragen zu beantworten: wer soll hier einwandern, wie sollen die jungen Leute hier gefördert werden, welche Bildungspolitik betreiben, wie das Klima schützen, wie zu einer nachhaltigen Wirtschaft kommen, wie die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung organisieren, wie den Arbeitsmarkt organisieren, wie die Gesellschaft zusammenhalten?
Und was heisst: bevor es zu spät ist?
Bei rasanten Veärnderungen kann man auch den Anschluss verlieren. Dann kann es sein, dass man wirtschaftlich, politisch und kulturell auf dem absteigenden Ast ist und es anhaltend bergab geht.
Wenn man beispielsweise die Frage der sozialen Gerechtigkeit als ein Verteilungsfrage ansieht und nicht als ein Angebot zum Mitmachen und Mitkommen, dann wird man weder alle mitnehmen, noch wird man die behalten, die anderswo mehr erreichen können, noch wird man das erarbeiten, was man verteilen möchte.
Wir sind heute gefordert alle mitzunehmen, die wir mitnehmen können, es gibt so viele Zukunftschancen wie selten, für junge Leute, aber eigentlich für alle. Die Hemmschuhe dafür sind Trägheit durch Alimentation ohne Leistung und tausend bürokratische Blockierungen.
Beide Hemmschuhe kann man aus dem Weg schaffen, wenn der Wille dazu da ist.
Der Zusammenhalt der Gesellschaft erfordert nicht nur Solidarität mit den sozial Schwachen, vor allem keine falsche Alimentationssolidarität sondern Arbeit für alle, welche auch immer und wie auch immer organisiert, und Ausbildung, Bildung und Fortbildung für alle Willigen, und eine Bezahlung, die international konkurrenzfähig ist, denn man muss auch die Leute an der Spitze halten, Zusammenhalt der Gesellschaft ist nicht so eindimensional, wie es immer dargestellt wird.
Wir haben in den letzten Jahren international an Boden verloren, das bedeutete wir haben Arbeitsplätze verloren, die woanders hin gewandert sind, weil die Arbeit dort genauso gut gemacht werden konnte. Wir haben dadurch natürlich Wohlstand verloren, aber diese Annäherung an das Niveau der Welt war notwendig, denn wir können in den nächsten hundert Jahren nicht damit rechnen, dass wir immer so viel mehr verbrauchen können als die anderen. Aber wir werden auch in Zukunft unser Auskommen haben, wenn wir lernen Mass zu halten mit unseren Ansprüchen und unserem Konsum und wenn wir es schaffen, uns richtig in die zukünftige Welt einzupassen. Dazu müssen wir uns und die Welt richtig wahrnehmen und in aller Bescheidenheit mit aller mobilisierbaren Genialität und allem Fleiss des Landes uns dieser Welt kreativ anpassen. Nicht am deutschen Wesen die Welt genesen lassen, sondern Deutschland mit der Welt in eine stabile positive Zukunft schicken, das ist unsere Aufgabe.
Meister 07.11.2009, 10.14 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Romantische Welt und Zukunft | Tags: Modernisierung, Solidarität, Internationalität,
Schweinische Nerverei
Heute gab es reichlich Nerverei wegen der Schweinegrippe. Kein Wunder, die Leute werden von den Medien verrückt gemacht. Ich habe heute die gleiche Platte zu Grippe und zu SG-Impfung mindestens 20 mal gespielt. Und dann kommt eine Mutter und beschwert sich, ihr sei gesagt worden, es würde nur eine halbe Stunde Wartezeit geben und jetzt sitze sie schon 2 Stunden da. Das tut mir ja so leid, dass es längeren Beratungsbedarf gegeben hat, als einkalkuliert. Es gibt leider Leute, die sehen immer nur sich, etwas anderes liegt total außerhalb ihres geistigen Horizonts. Komisch dass die Leute nicht merken, dass sie sich selbst unmöglich machen, man hat doch ein besseres Gedächtnis als manche Leute denken und das kollektive Gedächtnis ist noch besser.
Außerdem war heute aber auch der Tag, an dem erstmals die Hälse der Kinder anfingen, immer eindeutiger nach Grippe auszusehen. Diese Erfahrung hatten wir auch schon öfters, zuletzt im vergangenen Winter: wenn es eine Epidemie gibt, dann synchronisieren sich die klinischen Befunde: die Hälse sehen alle gleich aus, der Husten klingt bei allen gleich, die Vorgeschichte ist immer ähnlich.
Also erst ab heute läuft eigentlich wirklich die Grippeepidemie bei uns richtig. Trotzdem ist der Unterschied zum letzten Winter evident: im vergangenen Januar und Anfang Februar waren die Patienten schwerer krank, aber das massive Medienrauschen gab es nicht.
Das was heute in der Zeitung steht - und es ist noch die seriösteste Zeitung - grenzt an Panikmache. Mag ja sein, dass in Berlin jemand an SG gestorben ist, aber in normalen Wintern ist das den Medien keine Erwähnung wert, kein Wort.
Und die Impfung, sie wird vom Senat und seinen Bürokraten weiter chaotisiert. Es werden Impfempfehlungen mit dem >sofort< und >unbedingt< Zusatz ausgegeben, aber sie haben bisher ihre Infrastruktur nicht auf die Reihe gekriegt.
Wir haben schon vor einer Woche zähneknirschend den Vertrag unterschrieben - und seitdem nichts mehr davon gehört. Anderen soll es genauso gehen. Am Montag wollen sie eine Liste der Impfpraxen veröffentlichen -100- ich hoffe dass diejenigen die auf dieser Liste stehen zumindest den Impfstoff bis dahin bekommen haben, denn es wird zum Angriff der Hysteriker am Montag kommen!
Ich werde am Wochenende zwei Dinge tun: 1. werde ich die Platte, die ich heute gespielt habe mal schriftlich zum Aushang bereit machen (hier wird sie auch erscheinen) und 2. werde ich einen Aufklärungstext über die SG-Impfung vorbereiten, die alle Impfwilligen unterschreiben müssen, wenn sie sie wirklich haben wollen.
Die Sache wird möglicherweise eine Riesenblamage werden - was ich angesichts der wirklichen Ängste der Menschen wirklich nicht wünsche! - aber Hauptsache nicht für uns und unsere Kollegen. Es besteht wirklich die Gefahr, dass die Verantwortung für das Desaster bei uns abgeladen wird, aber sie sollten uns und unsere Hingabe für die Volksgesundheit auch nicht unterschätzen!
Meister 06.11.2009, 19.09 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Schweinisches Dilemma
Es war ja schon zu befürchten, dass pünktlich zum Impfstart die Schlagzeilen mit den Grippetoten kommen, und da sind sie! Man fragt sich natürlich, wie kommt's, aber das ist eine müssige Frage. Fragen wir lieber mit den Patienten, was nun?
Wir haben einen Impfstoff, der ist neu und unerprobt, bei Kindern so gut wie gar nicht erprobt. Es werden ihm eine Reihe möglicher Gefahren nachgesagt, aber so ganz genau weiss das keiner bisher. Es ist ein Großversuch, so viel ist klar. Es kann bei diesem Großversuch natürlich auch herauskommen, dass nicht nur die Grippe harmlos ist, sondern der Impfstoff auch. Das Spezifische an einem Versuch ist eben immer, dass man vorher nicht so genau weiss und dass man hinterher schlauer ist. Aber jetzt geht es um ganz praktische Fragen: Tut man es oder lässt man es, hat man Angst vor der Grippe , hat man Angst vor der Impfung, kann man die Impfung verantworten oder wird man dafür zur Verantwortung gezogen?
Die bürokratische Aufzäumung vom Staat über eine inkompetente Gesundheitsbürokratie tut ein Übriges. Der Berliner Senat hat beschlossen, dass die Ärzte 5,50 Euro für die Impfung kriegen sollen, statt 7,21 , was normalerweise bezahlt wird. Die Ärzte wittern zu recht, dass sie mit einer erfundenen Notlage über den Tisch gezogen werden sollen und dass gleichzeitig ihnen die Verantwortung für das Scheitern der Zwangsimpfkampagne aufgedrückt werden soll: »Gierige Ärzte verhindern den Schutz der Bevölkerung vor der Jahrhundertseuche«.
Was tun wir also, angesichts der Tatsache, dass uns unliebsame Alternativen gestellt werden?
Wir haben auch das Vertragsangebot des Senats bekommen, und wir haben aus den folgenden Gründen beschlossen, es anzunehmen.
Zum einen dürfen wir nicht die Möglichkeit verkennen, dass die Stimmung in der Bevölkerung rasch umschlagen könnte und alle plötzlich nach Impfung schreien. Wenn man sich dann verweigert, wird man sehr schlecht dastehen. Zum anderen können wir nur durch das Mitmachen widerlegen, dass wir total geldfixiert seien. Weiterhin können wir nur so darüber bestimmen, wer wann und wie geimpft wird.
Wir werden dazu gezwungen sein, sehr genau die Indikationen abzuwägen und sehr genau aufzuklären, weil nur so sich Schadenersatzansprüche vermeiden lassen. Es geht nicht um Nebenwirkungen wie Schwellung an der Impfstelle oder ein bißchen Unwohlsein. Es geht um die Nebenwirkungen, die nicht auf dem Zettel stehen: kann es wie schon gehabt neurologische Syndrome wie dieses Guillain-Barré-Syndrom geben, Überempfindlichkeitsreaktionen und Schockzustände und andere lebensgefährliche Wirkungen, die nicht gerade wahrscheinlich sind, aber auch nicht ausgeschlossen.
Das Problem besteht darin, dass Gerichte in den Fällen, in denen etwas passiert ist, den Ärzten gern wegen angeblich mangelhafter Aufklärung die Schuld zugeschoben haben. Sie wollten halt was für die armen Opfer tun und ein besserer Weg fällt ihnen dann nicht ein, so funktioniert Justiz eben in diesem Lande.
Man wird also über alle Möglichkeiten und auch die noch nicht bekannten Möglichkeiten aufklären müssen und man wird sich peinlich genau an die Indikationsanweisungen halten müssen und jeden der trotz zweifelhafter Indikation die Impfung verlangt unterschreiben lassen müssen, dass er das auf eigene Gefahr tut.
Gleichzeitig wird man sich natürlich auf mögliche Zwischenfälle vorbereiten müssen, denn es hilft natürlich nicht, dass man sich hat unterschreiben lassen, dass es zum Schock kommen könnte, wenn er denn da ist. Dann kann man nicht die Arme überkreuzen und sagen, » ich hab's ihnen ja gesagt, dass das passieren kann, jetzt sehen sie mal zu, wie sie damit zurecht kommen!«
Ok, meistens passiert ja nichts oder wenig und man kann natürlich immer Pech haben, dass mal eine seltene Reaktion auftritt, damit muss man halt leben.
Vielleicht oder wahrscheinlich wird das alles ja auch völlig harmlos ablaufen: harmlose Grippe trifft harmlose Impfung.
Wir sind doch in gar keiner schlechten Situation: die Schweinegrippe macht bisher keinen wirklichen Ärger und der Impfstoff steht zur Verfügung. Wenn man jetzt in aller Ruhe erstmal die Freiwilligen impft und dann die Gefährdeten, dann wird man schon mehr wissen. Und wenn alles gut läuft, kann man die Impfungen dann mehr in die Breite durchführen. Wenn es mit der Grippe schlimmer werden sollte, kann man natürlich auch beschleunigen, wenn man denn die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen hat.
Meister 05.11.2009, 22.06 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen | Tags: Schweinegrippe, Impfung,
6-11-19/28-38-49/61-74-88/102-117
Auswendig lernen war noch nie eine besondere Gabe von mir. Aber manchmal ist es schlicht nötig, sich etwas ganz genau zu merken.
Schon eine Weile habe ich darüber nachgedacht, wie ich mir die Umrechnung von Windgeschwindigkeiten von km/h in Beaufort-Windstärken einprägen könnte. Ein Ausdruck davon hängt schon lange am Kühlscharnk angepint. Ich dachte aber, dass es schlicht nicht im Kopf haften bleibt. Aber mit der Gruppierungsmethode ging es: 3er Gruppen bilden, die sagen mir dann auch ohne langes Abzählen bei welcher WIndstärke ich bin: 6-11-19, also 12-19 km/h ist Windstärke 3; 28-38-49, also entspricht 40 km/h Windstärke 6; 61-74-88, also ist 73km/h Windstärke 8; 102-117->, also ist 120 km/h Windstärke 12.
Irgendwie gibt einem so eine kleine Sache doch das Gefühl, dass man das Gedächtnis noch ganz gut händelt und nicht nur lauter Müll im Kopf umtreibt.
Meister 05.11.2009, 09.18 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen
Regen
Meister 04.11.2009, 13.47 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Wieder an der Arbeit
Meister 03.11.2009, 12.43 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Trübsinniger Tag
Eigentlich hatte ich heute viel vor, da ich nicht zur Arbeit muss. Aber es gibt so Tage, die sind zähe, da kommt man icht so recht voran. Draussen ist heute nichts zu machen, denn es regnet ja anhaltend. Ich müsste aufräumen im Arbeitszimmer, dazu habe ich keine Lust, ich müsste mich um die Buchführung und Steuererklärung kümmern, dazu habe ich wenig Lust!
Aber ich werde jetzt mal einfach anfangen, einfach anfangen ist immer das Beste!
Meister 02.11.2009, 13.03 | (3/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Herbstgartenarbeiten
Heue ist vielleicht der letzte sonnige Herbsttag, Regen kommt auf uns zu. Gestern habe ich noch mal gemäht, richtig schön mit dem gleichzeitigen vermulchen der runter gefallenen Blätter, das geht ziemlich gut, wenn es nicht zu viele sind. Heute wartet aber noch eine relativ unangenehme Aufgabe: Pflanzen in den Keller transportieren. Im Frühjahr raus, im Herbst rein, in den Tropen müsste man leben, oder man sollte auf das Rumstehenlassen von frostsensiblen Pflanzen sichlicht verzichten.
Auch die Dahlien müssen noch ausbebuddelt werden und eingelagert.
Mit dem Blätterfall werden wir noch eine ganze Weile zu tun haben, aber die Teichabdeckung bewährt sich.
Ich müsste auch noch ein bisschen Holz spalten, aber das ist die Kür, und die wird wahrscheinlich heute wegfallen.
Meister 01.11.2009, 13.06 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen | Tags: Herbst Gartenarbeit
Martenstein zum Kinderbetreuungsgeld
Harald Martenstein schreibt heut auch seine Kolumne in Tagesspiegel zum >Kinderbetreuungsgeld<. Er meint so ziemlich das gleiche wie ich nur er kann es -zugegeben- besser sagen.
Ein Ausschnitt sei zitiert: "In Gestalt der 150 Euro zahlt also zum ersten Mal in der modernen Geschichte ein europäischer Staat eine Anti-Bildungsprämie. Die 150 Euro sind eine Anschubfinanzierung für die Straßenkriminalität der Zukunft.... Die Anti-Bildungs-Prämie. die so tut, als sei Familie immer gut, gehört zu den wenigern konservativ-ideologischen Bestandteilen des neuen Regierungsprogramms. Ideologie bedeutet: Leugnung der Wirklichkeit zugunsten einer Idee......Einerseits will die Regierung frühkindliche Bildungsangebote ausbauen.... Andererseits bezahlt sie diejenigen, die diese Angebote nicht wahrnehmen.... Der deutsche Staat ist der erste Staat, der Schulden aufnimmt, um seine Kriminalitätsrate zu steigern."
Vielleicht sollte ich zwei Punkte noch hinzu fügen: Sicher kann es auch für Kinder gut, richtig oder gar nötig sein,in den ersten Jahren zu Hause zu bleiben, nicht nur die Familien, auch die Kinder sind sehr unterschiedlich. Man fragt sich, ob bayrische Politiker wirklich Grund haben, die Wirklichkeit so blauäugig zu sehen, schließlich sind zwei der schlimmsten Jugendgewalttaten im Münchner S-Bahnbereich gewesen.
Ich bin aber zuversichtlich, dass es diese Anti-Bildungsprämie nicht geben wird. Zwar hat der Wahnsinn immer Methode, und die geistigen Tiefflieger haben immer Konjunktur, aber die Vernunft in diesem unseren Lande ist weiter verbreitet als man denkt.
Und Zukunftsromatik ist immer Zukunftsoptimismus.
Meister 01.11.2009, 11.04 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Erlösung für verdammte Fußballer
Schon am 23. Oktober ging die nachfolgende E-Mail an Hertha BSC Berlin. Heute wird sie wegen der größeren Zauberkraft zu Halloween zur offenen e-mail:
Liebe, Herthaner,
zu lange habe ich gewartet, aber die Umstände zwingen mich, jetzt zu handeln.
Kraft der mir vom Fussballgott verliehenen Macht als Fussballmagier erlöse ich Euch hiermit vom >Fluch des Pantelic< und von allen anderen Verwünschungen. Ab sofort könnt und werdet Ihr wieder gewinnen, das PEch wird Euch nicht mehr an Euren Stiefeln kleben und die Verletzungsmisere wird aufhören. Seid erlöst und siegt wieder !
Der Magier des Fussballolymp
Meister 31.10.2009, 14.19 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Open e-mail
Neues Projekt: open e-mail
Mal sehen, ob das was wird: offene Briefe gibt es ja schon lange, aber open e-mail habe ich noch nicht gehört.
Kriterium: eine e-mail, die wirklich real irgendwo hin geschickt wird, dann aber auch blog-öffentlich gemacht. Also nicht Blog statt mail, sondern immer beides. Antworten werden natürlich dann vertraulich behandelt, wenn sie nicht ausdrücklich öffentlich gemeint sind.
Ob das Projekt was taugt? Kann ich noch nicht sagen, im Moment habe ich erstmal eine solche Mail, die folgt in Kürze.
Für die Zukunft stellen sich einige Fragen: Was man damit erreichen will?
Kann man damit zum Beispiel in Disussionen mehr Breite bekommen, z.B: wenn jemand an seinen Abgeordneten geschrieben hat, sollte ich das vielleicht auch tun?
An wen könnte oder sollte man offene e-mails schicken, bespielsweise an den Abgeordneten des Wahlkreises oder an eine Zeitung oder was noch so?
Und ob das eine sinnvolle Kombination mail/blog ist oder auch nicht mehr als ein Blogbeitrag, der sich nur als e-mail maskiert aber real keine e-mail ist ?
Aber im Augenblick ist der Plan es zu probieren: e-mail und in-blog kombiniert.
Meister 31.10.2009, 13.12 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Über-Blog
Gestern
Gestern bin ich reineweg zu gar nichts gekommen, es war auch ein Tag ohne jegliche Computerakivitäten.
Nein, es sind keine Entzugserscheinungen aufgetreten, ich kann das durchaus mal ab.
Wie lange?
Man muss ja nicht alles immer bis zum Äußersten treiben!
Meister 31.10.2009, 10.23 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Zwangsjackenimpfung
Impfen muss ja sein, aber je weniger wir uns damit unbeliebt machen um so besser.
Meister 29.10.2009, 11.25 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Re-Religionisierung
Es gibt ein Wort, das fehlt in der deutschen Sprache: Religionisierung, Religionifizierung oder Re-Religionisierung. Wir kennen Säkularisierung, Islamisierung, Christianisierung, aber keine Religionisierung.
Dabei ist das ein wichtiger Begriff der Gegenwart: das Gegenteil der Säkularisierung. Es gibt diesen Begriff nicht, weil es sich in der Vergangenheit immer um eine bestimmte Religion gehandelt hat, die eingeführt wurde, es hat es noch nie gegeben, dass Säkularisierung umgedreht wurde. Es gibt auch genügend Warnungen vor einer Islamisierung Deutschlands oder Europas. Aber ist das überhaupt das Problem?
Ich befürchte, dass wir uns genau mit diesem fehlenden Begriff werden auseinandersetzen müssen: mit dem Versuch, die Säkularisierung rückgängig zu machen.
Mir fiel dies auf, bei der Gerichtsentscheidung über Gebetsräume für Moslems an Beliner Schulen: da gab es Kommentare, die sagten, das sei ja nun mal klar, dass die Religionsfreiheit im Grundgesetz Gebetsräume für Moslems unabdingbar mache.
Da wurde mir klar, dass es gar nicht um die Frage einer Islamisierung Deutschlands geht, auch nicht um die Frage, welche Rechte Moslems hier haben. Es geht um die Definition von Religionsfreiheit, nicht um eine sondern um alle Religionen. Die Reise des Papstes nach Tschechien neulich, um die ehemals katholischen Tschechen wieder für den Stuhl Petri zu gewinnen, verdeutlichte diese Sache.
Es geht um Säkularismus gegen Re-Religionisierung.
Ich sage es mal in aller Deutlichkeit: wir wollen keine Re-Religionisierung. Ich glaube das gilt für die meisten Menschen in Deutschland und Europa.
Religionsfreiheit bedeutet für mich, dass jeder glauben kann, was er will, so an Gott glauben wie er will, und jeden religiösen Ritus ausüben darf, ohne verfolgt zu werden und Nachteile zu erleiden. Aber niemand hat das Recht, seine Religion anderen aufzudrängen, andere für böse Ungläubige zu halten, zu missionieren, Leute daran zu hindern seine Religionsgemeinschaft zu verlassen oder mit ihrem Gewissen zu drangsalieren. Wer das tut, ist nicht nur ein Feind Gottes sondern auch ein Feind der Freiheit und unserer verfassungsmässigen Ordnung.
Religionsfreiheit heisst, dass jeder seine Religion ausüben darf, sie heisst nicht, dass der Staat Religion fördern muss. Es sollte eine Trennung von Kirche und Staat geben, in Zeiten stark divergierender religiöser Interessen muss es eine solche Trennung ganz strikt geben!
Wenn Leute Tempel oder Kirchen oder Moscheen errichten wollen, so müssen sie auch auf die Gefühle der säkular denkenden Mehrheit Rücksicht nehmen. Wenn diese Mehrheit keine Moschee, Synagoge oder Kirche in Übergröße toleriert , dann sollte es die auch nicht geben.
Natürlich soll auf die religiösen Gefühle der Gläubigen aller Richtungen Rücksicht genommen werden, aber es muss auch auf die Gefühle der säkulär denkenden Menschen Rücksicht genommen werden, letztendlich sind sie sogar wohl die Mehrheit in unserem Land. Und sie haben sich von keinem Religionsfreak, welcher Fakultät auch immer, vorschreiben zu lassen, wie sie zu leben, wie sie sich zu kleiden, was sie essen und trinken, wen sie lieben und was sie am Freitag, Samstag oder Sonntag tun. Wenn irgendein Moslemjunge unsere Mädchen als Huren beschimpft, dann haben wir das nicht zu tolerieren, sondern ihm klar zu machen, dass er nur durch unsere Toleranz hier lebt, dass auch wir in unserer säkularen Kultur beleidigt sein können.
Den richtigen Umgang mit dem Islam kann uns eigentlich nur einer lehren: Kemal Pascha, genannnt Atatürk. Genau wie er muss man das machen: die Religion ist nicht Sache des Staates sondern Privatsache. Religiöse haben keine Extrarechte, kein Einziges! Sie haben sich der säkularen Gesellschaft unterzuordnen, dann erfahren sie volle Religionsfreiheit. Tun sie das nicht, stellen sie sich außerhalb und können mit entsprechenden Sanktionen belegt werden.
Das gilt wohlgemerkt nicht nur für Moslems, sondern auch für jede andere Religion, also auch für die christliche.
Man kann nämlich den fatalen Verdacht haben, dass bestimmte Kreise christlicher Kirchen die Islamisierungsversuche gar nicht so ungern sehen, gibt es ihnen doch eine scheinbare Handhabe gegen die säkulare Lebensweise: wenn ihr nicht von den Ayatollahs geschluckt werden wollt, dann kommt gefälligst zurück in den Schoß der heiligen Kirche!!
Aber die säkulare Lebensweise ist nicht nur die der Mehrheit, sie ist auch die Lebensweise der Gegenwart und der Zukunft: sie ist die Lebensweise, die in einer globalisierten Welt das Zusammenleben und Überleben sichert.
Deshalb leiden wir hierzulande nicht unter einer Islamophobie, wenn wir bestimmte Verhaltensweisen von Moslems nicht tolerieren. Die Moslems haben ihre Rechte - von der Religionsfreiheit gedeckt - aber wir Säkularen haben unsere Rechte und sie mögen sie nicht verletzen!
Und Gott, was sagt der dazu?
Niemand möge glauben, dass Gott allein seinen Glauben sanktioniert. Wer das glaubt, ist schon auf dem Weg zum Religionsverbrecher, und die werden nicht nur in der Hölle schmoren, so wahr es Gott gibt, sondern sie werden auch in unserer Gesellschaft und unserer heutigen Welt nicht überleben können.
Meister 28.10.2009, 20.30 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Elementar | Tags: Religionsfreiheit
Die Anti-Sarrazin-Familie
Diese Seite muss ja auch mal erwaehnt werden, man darf halt nicht alle Leute ueber einen Leisten schlagen, das Positive braucht auch viel Raum!
Meister 28.10.2009, 12.31 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Noch von gestern fertig
Heute morgen geht es aber wieder. Heute habe ich auch nur Vorsorgetermine zu absolvieren, also eine ruhige Arbeit. Man kann nicht die ganze Zeit Vollgas fahren, das bekommt nicht.
Meister 28.10.2009, 09.17 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Kinderbetreuungsgeld: Quatsch und Quätscher
Meister 27.10.2009, 10.30 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram | Tags: Kinderbetreuungsgeld
Bloggmas Pharmadialektik
Liebe Freunde wunderbarer Heilungen und Feinde des schweinischen Profits. 2 Ereignisse haben die Pharmaindustrie in den Fokus der Kritik einer misstrauischen Öffentlichkeit gerückt: zum einen die angebliche Verhinderung der Massenheilung von Neurodermitis, Psoriasis und anderer Hautleiden, weil man ein bestimmte Salbe nicht produzieren will, die angeblich wunderbar und toll ist. Zum anderen der Schweinegrippeimpffstoff mit seinen neuartigen Verstärkern und alten Konservierungsstoffen und riesenhaften Profiten.
Also eins nach dem anderen:
Es soll sich um eine Salbe handeln aus Vitamin B12 und Avocadoöl und sie soll bereits als Medizinprodukt zugelassen sein, was offenbar nicht so schwer (und dementsprechend nicht teuer) war, weil es sich ja um 2 bekannt unbedenkliche Substanzen handelt, so etwa als ob man Wasser gemixt mit Apfelsaft als Mittel gegen Durst zulassen möchte(was bekanntlich auch wunderbar hilft). Bei Medizinprodukten muss nur die Unbedenklichkeit und nicht die Wirksamkeit nachgewiesen werden. Eine Firma, fand das Mittel nicht so erfolgversprechend und lehnte ab, es zu produzieren. Unterstellt wird, dass sie es tat, um ihre Profite mit Mitteln wie Cortison etc. zu schützen, obwohl die nur schlimme Nebenwirkungen haben und längst nicht so gut wirken würden.
Ich hatte die Sache schon von Anfang an für unglaubhaft gehalten, weil es sicher kein Problem wäre, so eine Salbe, die jeder Apotheker anrühren könnte, produzieren zu lassen. Es gibt massenhaft kleinere Firmen, die das sicher gerne machen würden, weil sie auf jede lukrative Lücke im Markt lauern. Und es stellt sich jetzt raus, dass die Salbe auch schon kurz vor dem Produktionsbeginn steht, es nur ein Propagandatrick war, der aber nur zu gern geglaubt wurde. Da wird wohl Ernüchterung eintreten, vielleicht sollten manche Leute schlicht ihre Reflexe überprüfen: kritisches Denken sollte man auch gegenüber den scheinbar »Guten« anwenden und misstrauisch werden, wenn man mit schwarz-weiss zugedeckt wird. Ich prognostiziere, dass auch mit der »Wundersalbe« bald Ernüchterung eintreten wird, beide Wirkstoffe sind, wie so viele andere, doch schon oft getestet worden und selbst wenn man bei einigen Leuten Verbesserungen sieht, seien wir bei solchen Berichten auch nicht zu blauäugig. Heerscharen von Scharlatanen zaubern ständig glühende Bewunderer ihrer Heilkunst hervor sobald man hinter den Rauchvorhang schaut, wird klar: viel Rauch um nichts und oft bös abgezockt. Es wäre sicher schön, wenn man so eine Wundersalbe finden würde, aber die Wetten stehen 1:1.000.000 dass das nicht passieren wird. Neurodermitis wird heilbar werden, wenn man sie wirklich grundlegend verstanden hat, vorher wahrscheinlich nicht.
Und der Schweinegrippeimpfstoff. Klar hat die Pharmaindustrie ihre eigenen Ideen entwickelt: einen neuen Musterimpfstoff für Pandemien zulassen, den man dann ohne große Fisematenten mit Austausch der Antigene für diese und andere Pandemien schnell und massenhaft nutzen kann. Die Idee ist ja nicht schlecht, und sie kam sicher auch gar nicht von der Industrie sondern von der WHO. Die Ausführung des Konzepts hat aber die kritischen US-Gesundheitsbehörden nicht überzeugt, die haben lieber auf einen klassischen Grippeimpfstoff gesetzt. Aber andere Gesundheitsbürokraten, sagen wir mal die deutschen, sind darauf angesprungen. Vielleicht deshalb, weil sie sich schon frühzeitig in einen gewissen Pandemiewahn hineingesteigert hatten gegen den sie das Äußerste zu unternehmen bereit waren. Es war ein Spiel mit ernstem Hintergrund: kommt es zur Mörderpandemie, dann werden sie gefeiert, bleibt es bei der Haustiergrippe, werden sie verlacht. Und dieses Spiel ist noch nicht vorüber, die Mörder könnten morgen oder irgendwann doch noch ins Spiel kommen. Nur jetzt sind sie nicht da, und deshalb hat niemand Lust, den Großversuch mit dem Pandemieimpfstoff zu machen. Kann natürlich sein, dass nicht nur die Schweinegrippe sondern auch dieser Impfstoff völlig harmlos ist (hoffen wir's!), aber man muss bei diesem Großversuch nicht mitmachen, sollen sie doch erstmal ein paar Millionen Freiwillige mit gutem Erfolg impfen, kann ein Weilchen dauern, macht aber doch nichts. Wenn man vorsichtig vorgeht, nach und nach impft, wird man Risiken frühzeitig erkennen und kann bei einer Verschärfung der Bedrohungslage jederzeit reagieren. Das Argument, man müsse jetzt sofort alle impfen, um die Radikalisierung des Virus zu verhindern halte ich für vorgeschoben und falsch. In Wirklichkeit gibt es nur einen Druck: wenn keiner hingeht sind die Impfstoffbesteller blamiert, dann werden sie ungemütlich werden. Ich verorte die Schuld in dieser Frage eindeutig bei den Gesundheitsbürokraten und nicht bei der Pharmaindustrie, die hat versucht die Vorgaben zu erfüllen und kriegt dafür jetzt wahrscheinlich Profit und Prügel zugleich.
Profit und Prügel ist sowieso eine gute Überschrift für den zweiten Teil, nämlich Überlegungen über die Rolle Pharmaindustrie überhaupt. Im Gegensatz zu dem, was in der Öffentlichkeit gedacht wird, hat die Pharmaindustrie in der Entwicklung wirksamer Medikamente in den letzten 100 Jahren sehr große Verdienste. Man braucht nur 20 Jahre zurück zu gehen: im Westen gab es alle Medikamente, in der DDR hatten sie nicht mal einen primitiven Penicillinsaft für Kinder. Von den früherblindeten und gedächtnisfrei nostalgischen Freunden des DDR-Gesundheitswesens wird natürlich nicht zu hören sein, dass die so lieben Poliklinikärzte bei Angina nichts Besseres zu tun hatten als mit Angstmache die Mütter dazu zu zwingen, jeden Tag die Kinder zur Penicillinspritze zu bringen, denn eine Depotspritze gab es natürlich auch nicht.
Aber wir wollen uns heute gar nicht über die Ewiggestrigen groß auslassen, nicht mal Bodo Ramelow würde heute.... und Iljitsch sowieso noch nie... und für Oskar sowieso immer nur das Beste...
Die Pharmaindustrie ist ein Dilemma und bleibt es auch: sie sollen und wollen innovative Medikamente entwickeln und liefern, sie wollen dafür Profit machen, das soll sich aber in Grenzen halten. Die Profitbasiertheit ihrer Geschäfte ist natürlich ihr Antrieb und ein besserer hat sich bisher noch nicht gefunden sucht weiter Jungs, ich bin dafür! Diese Profitbasiertheit ist natürlich genauso das große Handicap: sie sorgt dafür, dass nur das erforscht und entwickelt wird, was grossen Absatz und Profit verspricht, dass neue Mittel in den Markt gepuscht werden, um die Patentschutzzeit auszunutzen, obwohl die alten noch genauso gut wären, und dass hochwirksame Medikamente für Befindlichkeitsstörungen also für Nichtkranke empfohlen und verkauft werden, wie neuerdings Protonenpumpenhemmer gegen Sodbrennen, statt weniger essen und andere natürliche Abhilfe.
Das ist die Doppelnatur des kapitalistischen Profits, nicht gerade neu, logisch. Aber hier in einem besonders sensiblen Spannungsfeld: Gesundheit oder Krankheit, länger leben oder früher Tod, Schmerzen und Depression oder feel-good, Impotenz oder Hi-sein, nicht zuletzt Ängste und Erwartungen massenweise.
Die konventionellen Lösungsvorschläge kennt man auch, weg mit den Profiten und hurra. Ergebnis bekannt.
Gibts nichts Besseres? Vielleicht doch und die hätten dann auch über den Sektor hinausreichende Bedeutung. Man muss die Ausgangslage also den Profit akzeptieren und von da aus an den Schrauben so drehen, dass der erwünschte Profit gemacht wird, der unerwünschte nicht gemacht wird, Anreize dort geschaffen werden, wo der Profit zu gering ist und man muss Marketing und Lobbyismus durch Aufklärung und Transparenz einerseits und Begrenzungen und Verbote andererseits kontern. Und wer soll das machen? Der Staat? Sagen wir mal so: das allgemeine Interesse. Dieses sollte sich im Staat genauso ausdrücken wie in der Öffentlichkeit.
Vielleicht zu theoretisch: es gibt verschiedene Einzel- oder Partikularinteressen und es gibt ein allgemeines Interesse, das sich nicht schlicht aus der Summe der Teilinteressen ergibt, sondern als deren Ausgleich. Der gesellschaftliche Ausgleich in unserem Land (und der weltweite Ausgleich nicht zu vergessen) ist die Kernfrage der richtig verstandenen Demokratie, die sich eben nicht als Herrschaft der Mehrheit, der Einflussreichsten oder der lautesten Schreier definieren lässt, sondern als ein austariertes System von Balancen, Kontrollen und Organen des Interessenausgleichs. Und die Grundlage dafür muss sein, dass einen Geist gesellschaftlicher Fairness, ein Bewusstsein eines notwendig gemeinsamen Weges in die Zukunft gibt.
Also zurück: wir müssen der Pharmaindustrie wie jedem anderen Einzelinteresse das organisierte Allgemeininteresse entgegensetzen, also keine Verteufelung sondern öffentliche Diskussion, Belohnung des guten Profits und Vermeidung oder Wegnahme des schlechten, Förderung dessen, was vernachlässigt wird und Verbot von Interessenkollisionen. Letzteres ist sicher das Schwierigste: diejenigen, die das Geld haben, können sich auch ihre Agenten kaufen: Verfilzung von Bänkern und Aufsichtsbehörden ist sprichwörtlich, mit Pharmaindustrie und Gesundheitsbehörden ist es nicht anders in anderen Bereich genauso.
Professoren sind billig zu haben, das ist eine Binsenweisheit. Journalisten sind noch billiger, mediale Aufmerksamkeit ist leicht zu organisieren.
Trotzdem liegt die Chance der Kontrolle in der Öffentlichkeit - wir müssen eine kritische Öffentlichkeit sein und nur durch ein Einbeziehen von immer mehr Menschen in diese kritische Öffentlichkeit wird sie zu einer kritischen Masse.
Darauf einen Krankenschein!
Liebe Grüße aus dem Spreebogen, wo wir auf den neuen Gesundheitsminister warten, ohne Vorschusslorbeeren aber mit Offenheit und Interesse. Man sollte ihn sicher nicht unterschätzen, das ist kein Klientelpolitiker.
Meister 25.10.2009, 23.23 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma | Tags: Pharmaindustrie, Schweinegrippe, Neurodermitis,
Photos
Meister 25.10.2009, 16.02 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Lächelorakel
Meister 25.10.2009, 12.27 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche | Tags: Lächeln Freude
Zeitumstellung
Meister 25.10.2009, 10.23 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
In die Gänge
Meister 24.10.2009, 11.44 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Schweinegrippefront-update
Meister 23.10.2009, 18.54 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen | Tags: Schweinegrippe Bürokratie
Langsam wird's schweinisch
Aber es war ja zu erwarten, dass die Medienkampagne allmaehlich einen Hoehepunkt erreicht. Das interessante an diesem durchs Dorf getriebenen Schwein ist im Gegensatz zu manchen seiner Vorgaenger, dass auf der Endstrecke vom Endverbraucher eine Aktion erwartet wird. Der soll ja irgendwo hingehen und sich impfen lassen und das nur durch die Macht der Medien, umgesetzt in persoenliche Angst.
Ich glaube man kann jetzt schon erraten, wei das ausgehen wird. Und was macht die Propagandaindustrie dann? Na da will ich mal nicht spekulieren.
Meister 22.10.2009, 14.21 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Schweinegrippe
Wunderspruch
////
Sich wundern dagegen, kann jeder!
Meister 20.10.2009, 14.30 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche
Schweinegrippeimpfung- was nun?
Meister 20.10.2009, 10.02 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder | Tags: Schweinegrippe Impfung Bürokraten
Ewig haltende Energiesparlampen
Meister 19.10.2009, 20.55 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Gut gelandet
Meister 19.10.2009, 18.55 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Herbstwald
Ein Spaziergang im Herbstwald ist wunderschön. Könnte man zuhause ja auch haben, aber irgendwie kommt man nicht dazu, es gibt halt immer was zu tun.
In diessem Jahr scheint mir der Wald besonders bunt zu sein. Aber es ist schon ganz schön kalt, man vermisst sogar eine Mütze, wenn man keine hat.
Eigentlich habe ich überhaupt keine Lust auf Winter, muss ich hier mal sagen!
Meister 18.10.2009, 17.04 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Ein Kennenlernen
Heute vor sagichliebernicht Jahren habe ich meine erste Freundin kennengelernt. Dass man sich noch an sowas erinnert??
Es war aber einfach sehr schön, man sollte sich an das Schöne immer erinnern. Es gibt genug anderes, was man nicht vergessen kann.
Meister 17.10.2009, 16.53 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Heute vor ....
Ruhiges Wochenende in Kassel
Schön mal wieder hier zu sein. Es sind 4-5 Stunden zwische nBerlin und Kassel, daran hat sich nichts geändert. Man könnte es auch schneller machen, aber warum? Ich habe keinen Nerv zum Rasen. Es ist ja nicht nur wegen des erhöhten Spritverbrauchs, sondern vor allem, weil man ja nicht als nervliches Wrack ankommen möchte.
In Kassel herrscht immer eine gewisse ruhige Gemütlichkeit vor, die ich nicht missen möchte. Ist natürlich auch vor allem schön, die Lieben wieder zu sehen.
Ich denke jedesmal, man müßte, könnte, sollte dies und das machen. Aber dann ist es doch schöner einfach die Beine baumeln zu lassen, das geht leichter als mit der Seele.
Immerhin kann ich jetzt hier auch mobiles Internet haben, das läuft hier mit UMTS also nur ein 20stel der gewohnten Geschwindigkeit, aber immer noch 10x schneller als es über die normale Mobilfunkleitung im Urlaub war. Das war ja grausam langsam, aber so wie es jetzt ist, kriegt man ein nostalgisches weltweites Wartegefühl. Ist doch noch gar nicht so lange her, dass man mit 3,6 MBit/s zufrieden sein mußte.
Meister 17.10.2009, 14.44 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Angekommen in Kassel
Gut angekommen, immer wieder schön in Kassel. Ich finde es immer wieder toll hier, Immerhin, ich komme von hier, ich bin hier geboren, es ist meine Heimat!
Meister 16.10.2009, 21.05 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Durchgeknallter General - völlig irreal
Gefunden in den Weiten des phantastischen Raumes:
Es handelt sich um Ausführungen von General Lucio Nimmdiebeineindiehand, einer der fähigsten Offiziere unserer Streitkräfte. Sie wurden uns auf dunklem Wege zugespielt:
Tagesbefehl XX09/dx1/koG an die 2. Luftlandedivision:
Kameradinnen und Kameraden, liebe IKKs (informelle Kombattanten und Kollateralschadenorganisatoren). Ich spreche heute zu Euch aus meinem Befehlsstand hier in der geheimen Heide, um Euch klar zu machen, dass wichtige Aufgaben auf uns warten. Eine der wichtigsten ist, dass wir uns auf den Gorillakrieg vorbereiten. Interessierte Kreise verbreiten ständig die Behauptung, der Gorilla würde aussterben, namentlich der Berggorilla. Aber die Wirklichkeit der Berge von Afghanistan belehrt uns jeden Tag, dass die Zahl der Gorillas in den Bergen ständig zunimmt. Vielleicht liegt das an den internationalen Schutzmaßnahmen für bedrohte Tierarten, die Gelder für sowas werden ja oft zweckentfremdet, geht ja hier ganz einfach: anstatt das Geld in Afrika auszugeben, wird es eben in afghanische Gorillas gesteckt, kriegt man gleich prima Dope im Austausch für. Aber in Afrika machen sie es ja auch, mit den Geldern der Gorillaförderung stecken dann plötzlich alle Gorillas in Tarnuniformen und die ballern dann mit automatischen Waffen rum. Und wie Herr Gysi uns immer wieder klar macht, für jeden toten Gorilla kommen 10 neue, das hätte Mao auch nicht besser sagen können. Der Herr Gysi ist einer der besten Männer beim Tierschutz, vielleicht sollte er sich mal um die weltweite Einführung demokratischer Wale bemühen.
Wie kann man denn nun einen Gorillakrieg führen und vor allem wie kann man ihn gewinnen, dass ist die Frage, die weltweit die militärischen Oberaffen bewegt. Wie die Wehrmacht darf man es nicht machen, da laufen heute noch Prozesse, auch wie die Amis in Vietnam darf man es nicht machen, wenn die Bevölkerung erstmal bei den Gorillas mitmacht, ist sowieso alles aus. Das Asymetrische an der asymetrischen Kriegführung besteht darin, dass die Gorillas alles dürfen, Bevölkerung nach belieben drangsalieren und ermorden und ausrauben und sich unter den Zivilen verstecken, dass die Gegenseite nichts darf, wenn sie sich nicht öffentlich bekleckern will. Das wasch-mir-den-Pelz-aber-mach-mich-nicht-naß-Spiel wird hier bös auf unsere Kosten gespielt. Selbst die Amis haben ihr klassisches >erst-schiessen-dann-fragen< modifiziert: beiden denen heisst das jetzt: >erst-schiessen-dann-entschuldigen/entschädigen-später fragen<.
Ist doch auch logisch: wenn man kräftig draufhaut, muss man im Gorillakrieg zwangsläufig auch Falsche neben den Richtigen treffen, also kann man sich schon mal gleich entschuldigen, nachdem man zugelangt hat. Unser junger Minister kapiert sowas natürlich nicht. Der ist Jurist, der will immer Freisprüche, damit ist er natürlich am falschen Platz, denn es gibt keine. Aber die Amis haben eine wichtige Seite der afghanischen Gesellschaft erkannt: man kann für angerichteten Schaden zahlen, Blutgeld oder so heisst das. Damit schlägt man mehrere Gorillafliegen mit einer Klappe: man kann unbesorgt draufhalten, bei einer späteren Untersuchung feststellen, wer wirklich unschuldiger Zivilist war, die kann man entschädigen, mit dem Geld bekämpft man gleich die Armut im Lande, die an dem ganzen Krieg schuld ist.
Wenn die Gorillas also wie Fische im Wasser schwimmen, dann sind sie dadurch natürlich auch anfällig für Fischkrankheiten. Früher hat man gedacht, den Gorillakrieg gewinnt man durch Entfernen des Wassers, aber trocknen sie mal ein Meer aus. Heute muss man sagen, die Fische machen den Unterschied, man muss die Fische füttern, und man muss Raubfische einsetzen, Piranhas beispielsweise, die können einem Gorilla ganz schön das Leben schwer machen. Einen Gorillakrieg gewinnt man also durch viel Geld und durch eine gewogene Bevölkerung, wenn man gut ist, bringt man die einfach mit. So machen es die Israelis und so machen es die Chinesen. Die hätten in Afghanistan die Sache genauso gemacht wie in Tibet. Erst wird in Kabul ein Chinarestaurant aufgemacht, dann kommt die Volksbefreiungsarmee, um unterdrückten Chinesen in dem Laden die Freiheit zu bringen, dann werden viele Chinarestaurants aufgemacht, dann ist man schon mal alle Leute mit Glutamatallergie los. Und dann werden ein paar Millionen Chinesen angesiedelt, die haben natürlich schon seit Jahrhunderten dort gelebt, hat bloß keiner gemerkt. Dann wird Revolution gemacht und die feudalen afghanischen Verhältnisse gründlich beseitigt, die gesamte Feudalherrenclique samt aller ihrer Stammesanhänger werden nach Westsinkiang in Arbeitslager umgesiedelt, dauert natürlich auch eine paar Jahre, aber die Chinesen haben Geduld, arbeiten immer nach Plan, sagen es nur nicht so laut. Die Westler reden immer viel über Pläne, ihnen fällt bloß nichts ein. Die Chinesen sind sowas wie die Wehrmacht auf asiatisch: Vernichtungskrieg mit lächelndem Gesicht, das würden die Amis mit ihrem ständigen Grinsen nie hinkriegen.
Wenn jetzt im Westen nach Jahren mal eine Konferenz veranstaltet wird um die Frage zu klären, wie wir wieder da raus kommen, dann hat die natürlich den Makel etliche Jahre zu spät zu kommen und vor allem müsste sie hintenrum die Anfangsfrage beantworten: was wollen wir eigentlich erreichen, und wie schaffen wir das?
Aber Kameraden, das ist nun mal nicht unser Bier. Wir halten die Küche sauber und lassen unsere Köche nicht von den Gorillas klauen.
Aber bedenkt Kameradinnen und Kameraden, der Feind lauert überall, die biologische Umwelt ist von abgefeimter Gemeinheit, neben Gorillas gibt es auch noch Moskitos, früher sagte man Moskowiter, und dann gibt es auch noch Herden heimischer Blutsauger. Seid also wachsam und auf alles vorbereitet.
Meister 16.10.2009, 11.23 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Follywood: Virtual Castaways
Was soll das?
Meister 16.10.2009, 10.45 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Follywood: Virtual Castaways
Integration oder nicht
Aber es gibt immer auch Gegenbeispiele. Beispielsweise hatte ich gerade eine tuerkische Mutter, die sich im Arztzimmer die ganze Zeit mit ihrer Freundin penetrant und stoerend auf tuerkisch unterhalten hat, soweit ich es verstanden habe, klang es situationsbezogen und abwertend.
Grundsaetzlich muss man sich nicht wundern wenn man in Anwesenheit von Einheimischen sein auslaendisches Idiom insidermaessig verwendet, dass dies nicht nur als unhoeflich bewertet wird, sondern dass der unfreiwillige Zuhoerer auch annimmt, dass man negativ oder beleidigend ueber ihn redet.
Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass wir hier ausserhalb des eigentlichen "Neukoellner Ghettos" arbeiten. D.h. die "Migranten" hieer sind in der Regel Einwanderer im positiven Sinne. Aber es gibt in der letzten Zeit duraus auch Bestrebungen von "Berufsauslaendern" hier mehr Ausland durchzusetzen. Das ist nicht in unserem Sinne und auch nicht im Sinne der wirklichen Einwanderer, die lehnen das naemlich auch ab.
Meister 15.10.2009, 13.52 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Koalitionen und Kollisionen
Die Zeit der Koalitionen ist gekommen. Da gibt es alles heutzutage, von >Jamaika< bis >Höllenfeuer
Und natürlich die >Tigerenten<.
Eine wichtige Koalition gibt es noch nicht, dabei würde das strategisch eine ganze Menge ändern, vielleicht ergibt es sich ja in den nächsten 4 Jahren allmählich, dass die Hemmschuhe dafür beseitigt werden.
Was ich meine und bevorzugen würde wäre die >Sommerwiese<.
Damit meine ich natürlich grün-gelb. Das klingt mal wieder sehr romantisch vielleicht, aber dazu bin ich ja da.
Wenn grün und gelb die Animositäten überwinden könnten, dann könnten sie ein grosses Potential von vernünftigen Leuten ansprechen und wahrscheinlich ein noch wesentlich größeres Wählerpotential gewinnen. Vor allem wäre es dann nicht mehr so, dass grün und gelb immer nur Juniorpartner oder Mehrheitsbeschaffer sein müssten.
Wenn man annimmt, dass grün und gelb zusammen vielleicht 35+x hätten, dann könnten sie auswählen, welche Farbe auf der Sommerwiese noch vorkommen soll, das schwarz des Bergsees oder das sozialdemokratische rot von blühendem Mohn.
Finde ich eine gar nicht so weit her geholte Perspektive.
Und die heutigen Koalitionen?
Da ist einmal schwarz-gelb, und es wurde schon treffend gesagt, es ist nicht so als ob man gemeinsam in eine Wohnung einzieht, sondern als ob Guido in Angies Lotter-WG ein Zimmerchen kriegt. Da bestimmen die Alteingesessenen, da darf man beim Küchendienst mitmachen, aber alle zum sauber machen organisieren, wo kämen wir hin? Vielleicht sollte sich die CDU aber auch nicht täuschen, der neue Partner ist nicht mehr der Leihstimmenverwalter früherer Jahrzehnte, die Wähler erwarten Veränderung, gar nicht die große Steuerentlastung, aber man könnte doch die große Steuerreform machen mit den 3 Stufen (genannt waren 10,25 und 35%), es müssen doch gar nicht die gleichen Ziffern sein wie vorher gesagt wurde. Nehmen wir mal an, es gibt 3 Stufen, aber die liegen zunächst so hoch, dass es eigentlich aufkommensneutral ist (vielleicht bei 11,28 und 40%), und die ganzen Ausnahmen im Steuerrecht werden abgeschafft. Der Charme der 3 Stufen besteht doch darin, dass diese so einfach und transparent wären, so dass man auch Veränderungen der Tarifstufen gut öffentlich diskutieren könnte. Es wäre ein Meilenstein, der doch gar nicht viel kosten muss.
Und dann sind da noch die anderen neuen Koalitionen.
Im Saarland soll es nach Jamaika gehen, die Grünen haben dort begriffen, dass man sich nicht mit seinem Metzger ins Bett legen darf, wenn man überleben will. Eine Erkenntnis von der die SPD noch meilenweit entfernt scheint. Man kann irgendwie verstehen, dass sie kopflos nach der Niederlage ihr Heil irgendwo links aussen suchen und dafür zweitklassiges Personal nach vorne geputscht wird. Aber bei genauerem Nachdenken sollte auffallen, dass bei rot-rotbraun die SPD das Opfer sein wird. Das sieht man in Berlin schon überdeutlich, wo der Frühstücksdirektor Wowereit seine roten Brüder salonfähig gemacht hat, um sich von ihnen manipulieren zu lassen. Dabei hat er seine eigene Partei schon beinahe vollkommen zerlegt.
Das wird auch Herr Platzek in "unsrer kleinen DDR", sprich Brandenburg, erfahren, der dort bereit ist, mit den >Herren von damals< wieder gemeinsame Sache zu machen und ihnen den Weg an die Macht zu ebnen. Das Ergebnis wird ein weiteres Ausbluten der SPD sein, auf den Vereinigungsparteitag darf man gespannt sein, man weiß zwar noch nicht so genau, wann er stattfindet, aber wenn dann wird es in Brandenburg sein, darauf werden noch Wetten angenommen.
Vielleicht findet sich ja auch noch jemand in der SPD, der erkennt, dass man so in den Abgrund stolpert, aber die SED-PDS-LP stellt es geschickt an, man merkt, dass da Leute die Fäden ziehen, die sehr erfahren in allen politischen Kampfformen sind und die ihr Ziel fest im Blick haben. Es hat sich doch gar nicht viel geändert seit damals. Walter Ulbricht sagte so ziemlich ganz am Anfang: "es muss alles ganz demokratisch aussehen, aber wir müssen überall die Kontrolle haben". Diese Worte könnten für die LP heute auch die geheime Richtlinie sein. Da wird dann mal eine Stasifrontfrau eben nicht zur Ministerin, da verzichtet der Herr Ramelow großmütig auf das Ministerprsidentenamt in Thueringen und sucht ganz unbeschwert in seinem Zettelkasten nach gewogenen SPD-Leuten, die unter ihm den Ministerpräsidenten machen würden. Damit hat er bei Herrn Matschie allerdings überzogen, der hat plötzlich gespürt, dass er Bodo nicht trauen kann. Und was machen die linken Genossen? Sie zetteln eine Palastrevolte in der SPD an, so ganz zufällig hat die LP einen nicht unerheblichen Einfluss in der SPD. Unterwanderung? Na sowas darf man doch nicht aussprechen. Es handelt sich doch sicher schlicht um ehrlich empörte SPD-Genossen, die den arbeiterfeindlichen konterrevolutionaeren Führungsstil der Ebert-Noske-Gruppe nicht mehr mitmachen wollen.
Gut, warten wir mal ab, wie sich das alles weiter sortiert.
Meister 14.10.2009, 20.47 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram
Womit man Eltern echt sauer machen kann
Und zwar nicht mal kurz, sondern in Richtung Ewigkeitstherapie. "Kann doch nicht schaden die Kinder zu foerdern", heisst es dann blauauegig.
Aber es schadet doch, nicht nur weil es sinnlos Geld und Zeit kostet, auch weil es das Selbstbewusstsein der Kinder beeintraechtigt und auch, weil diese Aus-Umwege verhindern, dass in der Schule vernuenftige Foerderkonzepte duchgefuehrt werden. Es ist voelliger Unsinn in der Schule in der Eingangsstufe immer heterogenere Gruppen zusammen zu bringen und die Schlechten dann als "Kranke" zu stigmatisieren.
Und diese Mehrjahrgangsklassen sollen ja eigentlich dazu da sein, dass keiner mehr sitzen bleibt. Aber was jetzt veranstaltet wird, ist teilweise noch schlimmer: da wird 1 Jahr und neuerdings manchmal sogar ein zweites Jahr in der Eingangsstufe drangehaengt. FInde ich schlimmer als ein Neustart mit einer anderen Klasse und anderem Lehrer, Das ist doch eigentlich "sitzen bleiben", naemlich in der selben Problemklasse wie vorher, waehrend die anderen weiter duerfen.
Meister 14.10.2009, 11.01 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen | Tags: Schuleprobleme, Therapie, Foerderung,
Dummheit von Geburt?
Meister 13.10.2009, 12.14 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Dummheit, Unterschicht, Einwanderung, Sozialstaatumbau,
Neues zur Schweinegrippeimpfung
Meister 13.10.2009, 10.15 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen | Tags: Schweinegrippe
Jugendgewalt - Gewalt gegen Jugend
Die Ereignisse häufen sich und sind nicht als Einzelfälle anzusehen. Aber es gibt scheinbar nichts, was dagegen gemacht werden kann, die Vorschläge sind hilflos oder leer aktionistisch.
Hilflos ist es, eine andere Erziehung und Anti-Gewalt-Erziehung zu fordern, wenn es doch gerade der besondere Kick ist, hemmungslos Gewalt anzuwenden. Leer aktionistisch ist es, schärfere Gesetze zu fordern, wenn doch selbst die jetzigen nicht ausgeschöpft werden, verwandeln sich die gewalttätigen Unmenschen doch ganz plötzlich in >Mama< winselndes heulendes Elend, sobald sie bedroht werden, die Konsequenzen ihres verbrecherischen Handelns tragen zu müssen. Und es finden sich dann immer wieder mitleidige Gutmenschen, die die bösen Umstände zum Anlaß nehmen, mildernde Umschläge aufzulegen, Chancen bereitwillig an die Unwilligen zu vergeben, selbst dort wo keine Chance mehr besteht, einen Unmenschen zum Menschen zu machen.
Was tun, kann man wirklich nichts tun?
Fangen wir mit dem Vorfeld an: das strukturfreie Rumhängen von Jugendlichen muss nicht sein, wenn entsprechende Angebote vorhanden sind. Das würde echt Geld kosten, aber es würde auch die Anzahl der Problematiker sicher verringern, die Verbreitung von Alkohol und Drogen als Hauptunterhaltungsmittel hemmen und vielleicht auch die frühe Identifizierung von lebenden Zeitbomben erleichtern. Es muss einfach mehr in die Jugend investiert werden, nicht nur in Bildung auch durchaus in Sport, Kultur und Freizeitbeschäftigung. Es wird mehr einbringen als es kostet!
Die Anfängerklasse der Missetäter und Gewalttäter sollte schon im Vorfeld härter angefasst werden, ich befürchte, das ist die einzige Sprache, die sie verstehen, da sollte es nicht bei alibiartigen Sozialdiensten bleiben, da könnten schon beispielsweise 3, 6 vielleicht sogar 12 Monate echte Arbeit in einer sozialen Institution mit erzieherischer Begleitung helfen. Warum soll es nicht Bildungsinternate für Sozialproblematiker geben, die freiwillig oder aber auch auf Anordnung besucht werden können und die in aller Ruhe, Beharrlichkeit aber auch Konsequenz den Leuten das nahe bringen, was die Schule vorher nicht in sie rein gekriegt hat.
Kommen wir zu den eigentlichen Übeltätern. Da wäre eine wichtige Veränderung denkbar, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so einsichtig ist: die Eltern der Jugendlichen sollten immer als Mitverantwortliche angeklagt werden. Wenn sie letztendlich nicht verantwortlich sind, kann man sie ja freisprechen. Aber das würde vielleicht dazu führen, dass Eltern ihre Verantwortung ernster nehmen. Wenn sie keinen Einfluss mehr auf ihre Sprößlinge haben oder total überfordert sind , müssten sie dies anzeigen können und damit dafür sorgen, dass die lieben Kleinen unter eine entsprechende Vormundschaft gestellt werden. Dann sind sie natürlich auch nicht mehr gerichtlich zu belangen. Aber es dürfte nicht mehr so sein, dass für eine Straftat niemand zu belangen ist, weil der Täter minderjährig ist. Je jünger der Täter um so größer die Schuld der Eltern. Kinder die keine Eltern haben, müssten entsprechende Vormünder zugeteilt bekommen, die bestimmen, welchen Weg sie zu gehen haben.
Und die Strafen? Es ist sicher richtig, dass längere Freiheitsstrafen keine prophylaktische Abschreckungswirkung haben. Andererseits kann es auch nicht normal sein, dass Leute, die unsägliche Taten begangen haben nach Verbüßung eines Teiles der Strafe einfach wieder rausgelasssen werden. Es müsste für die vorzeitige Haftentlassung von Gewalttätern ein erneuter Prozess durchgeführt werden, denke ich, in dem die Persönlichkeitsentwicklung des Täters untersucht wird, aber auch die Rechte und Meinung der Gewaltopfer beachtet werden. Es kann doch nicht sein, dass die Opfer unter lebenslangen Schäden leiden, die Täter sich aber nach überraschend kurzer Zeit wieder ungestört an neue Taten heranmachen.
Es gibt aber noch eine sehr wichtige Frage, die Ausgangsfrage: warum? Warum passiert das eigentlich, warum handeln Jugendliche so ehrlos, so unmenschlich so hemmungslos?
Ich befürchte die Antwort auf diese Frage wird wieder mal gar nicht gefallen.
Ich nenne sie: die Unbedingtheit des Gutmenschentums und ihr Spiegelbild.
Die Unbedingtheit des Gutmenschentums heisst: es ist heute alles genau festgelegt: das ist gut und das ist schlecht, und es gibt nichts anderes. Gerade in Deutschland scheint es besonders wichtig, das die Korrektheit eingehalten wird, wer das bezweifelt, steht schnell in einer schlimmen Ecke. Und was soll daran falsch sein? Wenn man nicht mehr selbst entscheiden kann, sondern alles Vorgesetzte nur schlucken muss, dann verwandelt sich Gutes leicht mal in Aufgezwungenes. Und positive Selbstverständlichkeiten in alternativlose Glaubensartikel.
Es ist die Eigenschaft und das Vorrecht der Jugend dagegen zu sein. Jugend ist Rebellion gegen das Althergebrachte und diese Rebellion ist gerechtfertigt. Genauso wie in der Pubertät auch die verständnisvollsten Eltern zu Gegnern werden, genauso wird eine positiv funktionierende Gesellschaft mit ihren Regeln zum Ablehnungsobjekt (um das Wort >Hassobjekt< zu vermeiden).
Das ist alles gar nicht neu, neu ist die Unbedingtheit, in der das durchgesetzt wird. Diese hat als Spiegelbild die unbedingte und übersteigerte Ablehnung dieser Selbstverständlichkeiten. Wenn man nicht offen dagegen sein darf, dann ist man es eben verdeckt und steigert sich in Wutphantasien hinein, die dann in Amok oder sinnlosen Gewaltexzessen enden können oder auch in Saufen bis zur Bewutlosigkeit, was auch nur eine andere Art des Protests , der grundsätzlichen Ablehnung ist. Deshalb weil diese Ablehnung nicht verhandelbar ist, kann auch niemand erklären, warum er dies oder das gemacht hat, warum sie zum zweiten oder dritten Mal volltrunken aufgefunden wurde.
Die grausame Wahrheit ist, dass eine noch viel konsequentere Erziehung zu love, peace und Gutmenschentum gar nichts bringt, jedenfalls nicht solange das nicht in den Menschen selbst gewachsene Ideale sind. Man muss vielleicht auch sagen, ohne das zynisch oder resignativ zu meinen, dass eine herkömmliche Erziehung immer auch Gegenkräfte mobilisiert.
Vielleicht liegt die Antwort oder Lösungsmöglichkeit darin, dass es wieder mehr Spielraum für junge Leute gibt, mehr Raum ihr eigenes Leben so zu leben, wie es ihnen gefällt ohne die ständige Bevormundung derjenigen, die die Weisheit mit Löffeln gefressen und die Wahrheit gepachtet haben - quatsch - nicht nur gepachtet, gekauft haben sie die Wahrheit, sie gehört endgültig und ewig ihnen. Wenn die jungen Leute nicht nur immer den vorgeschriebenen geraden Weg gehen müssten, immer nur auf Karriere und funktionieren getrimmt, dann könnten sie auch eigene Gedanken entwickeln, eigene Ideale finden und eigene Erfahrungen machen. Wir denken heute, dass wir der jungen Generation doch alles geben, und sie müssten halt dankbar sein und funktionieren. Selbst wenn sie viel kriegen, so doch nicht alles und vielleicht nicht mal das Wichtigste: Freiheit! Die Freiheit selbst zu entscheiden und eigenen Wegen und Zeitplänen zu folgen und die Freiheit auf eigenen Beinen zu stehen.
Aber das können sie doch, wenn sie wirklich wollen, wer kommt denn ständig zurück ins >Hotel Mama
Meister 12.10.2009, 22.06 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Konkurrenz in Gesundheit
Liebe Freunde der Gesundheit und Feinde der Bestechlichkeit.
Wie Sie vielleicht, wissen hat unsere geliebte Regierung schon vor etlichen Jahren beschlossen, die Konkurrenz im Gesundheitswesen einzuführen. Konkurrenz ist gut, haben sie damals gesagt, damit wird alles besser. Dabei haben sie geflissentlich übersehen, dass es natürlich schon immer Konkurrenz zwischen den Ärzten, zwischen den Krankenhäusern etc. gegeben hat. Nur war das eine Konkurrenz der Qualität, man mußte dem Patienten dadurch für sich gewinnen, dass man gute oder bessere Leistungen anbot. Diese Konkurrenz wurde damals allerdings auch verzerrt, durch starre ständische Regeln einerseits und durch knappe Kapazitäten andererseits, die durch Bedarfsplanung und manchmal auch bewußte Verknappung zu Stande kam. Der ursprüngliche Ansatz, die Beschränkungen einfach wegfallen zu lassen, war durchaus richtig, aber der wurde von den Lobbyisten natürlich voll unterlaufen.
Natürlich haben wir viele Lobbyisten hier im Spreebogen, auch im ärztlichen Bereich, so bricht immer ein starker Konkurrenzkampf aus, wer denn nun die Hämorrhoiden von.... na Sie wissen schon - ärztliche Schweigepflicht - behandeln darf. Da sind wir bei der Lieblingsbeschäftigung der Lobbyisten, der Proktophilie, die man nicht als Sexualpraktik mißverstehen darf, sondern die harte Arbeit ist. Um ein zu hartes Wort zu vermeiden, sag ich mal »crepitatio a tergo«, vulgo >Kriecherei von hinten< dazu. Also der Lobbyist kriecht und wühlt sonstwo rum, hat aber immer seine Interessen fest im getrübten Blick.
Und was sind diese Interessen im Gesundheitsbereich?
Da sind zum einen die Ärzte, die darf man aber nicht als homogene Masse betrachten, es gibt ja auch noch welche, die wirklich schlicht ärztliche Arbeit machen wollen, und die dafür immer die Dummen sind (kommt einem landestypisch für Deutschland vor). Den Teil der Ärzteschaft, der seine ärztliche Tätigkeit am Liebsten auf Golfplätzen und in wichtigen Entscheidungsgremien ausübt, nenn ich mal >die Patientenfernen<: Funktionärs- und Funktionselite, diejenigen, die, wenn sie an Medizin denken, in ihrer Denkblase ein Individuum im offenen Krankenhaushemd sehen, aus dessen Enddarmöffnung die Talerchen hervorsprudeln.
Weiterhin gibt es natürlich noch die "Gesundheits"industrie, d.h. Konzerne und größere und kleinere Firmen, die entdeckt haben, dass ein Hundertmilliardenmarkt darauf wartet, dass sie Gewinne absaugen, wie der Schönheitschirurg das Fett.
Zum Dritten gibt es noch die Bürokratiefraktion: Krankenkassen, Versicherungen, Pensionskassen, und weitere Organe des Verwaltungsapparats. Diese Fraktion muss dafür sorgen, dass bei den ganzen Transaktionen mit und ohne Patient genügend bei ihnen hängen bleibt. Euphemistisch könnte man das natürlich >Arbeitsplatzerhaltung< nennen, schließlich könnten die Direktoren, Oberbürokraten, Unterbürokraten und Fußvolkbürokraten ja auch alle auf dem Arbeitsamt rumhängen, um uns auf der Tasche zu liegen, anstatt dass sie sich durch immer komplexere und unsinnigere Bürokratie umfassend beschäftigen und uns so auf der Tasche liegen.
So ist die Ausgangslage schon sehr gemischt zu dem Zeitpunkt, wenn das Spiel "Konkurrenz im Gesundheitswesen" beginnt.
Konkurrenz einführen, und das ist der Kern der Sache, heisst kapitalistische Konkurrenz einführen, heisst die Regeln des Marktes aufs Gesundheitswesen übertragen. Keine Illusionen, der Markt hat Regeln und die heissen an erster Stelle: Profit machen, Profit maximieren, freie Bahn den Konzernen, dass sie ungehindert an die Milliarden heran kommen, schließlich gibt es ja nicht nur die Pharmaindustrie, die ja schon als Lieblingswatschenmann der Öffentlichkeit bekannt ist, die macht ihre Geschäfte ganz offen, aber oft auch gar nicht so schlecht. Aber das können andere doch auch: Kliniken aufmachen, Ärzte und anderes Personal lohnabhängig beschäftigen, diese ganze Freiberuflichkeit ist doch nur ein Hemmschuh für die Konkurrenzentfaltung, kann weg, muss weg: die Rolle des Arztes, wie auch des Apothekers oder Psychologen oder was auch immer, muss neu definiert werden: sie sollen eine dienende Funktion nicht am Patienten, sondern am Profit der Konzerne haben, natürlich wird sich dabei auch der eine oder andere gut dotierte Managerposten im Apparat für Ärzte finden, die schon immer eine Neigung zum Administrieren hatten und für die Geld immer schon der eigentliche Antrieb war, aber der Rest soll seine Arbeit machen dort wo man ihn hinstellt und für das Geld was man bereit ist ihnen zu zahlen.
"Finden Sie nicht auch, dass die Ärzte in der Vergangenheit unangemessen hoch honoriert wurden, beispielsweise im Vergleich zu einem Bankmanager, der doch die Verantwortung für enorme Summen trägt?" könnte die Frage des Meinungsforschers lauten. Da war doch neulich bei Anne Will der angebliche Schriftsteller, der sich als SED/PDS/LP Wähler outete und behauptete, es werde ihm Unwohl bei dem Gedanken, dass der Arzt der ihm gegenüber sitzt ein Unternehmer sei und nur seinen Profit wolle. Es sei doch viel besser, wenn es nur angestellte Ärzte gebe, so wie es in den Polikliniken der verblichenen DDR gewesen sei. Er war ein bißchen zu jung um diese Polikliniken persönlich in Aktion gesehen zu haben, denke ich, außerdem erinnerten seine Ausführungen doch zu sehr an Manöver der SED-u-Bootflotte, um ernst genommen zu werden.
Aber nehmen wir das Argument mal ernst: ist es besser, wenn ein Arzt angestellt ist als selbstständig? Der angestellte Arzt hat für sich natürlich den Vorteil, dass er sich nicht um den wirtschaftlichen Erfolg seiner Institution kümmern muss, er kann also immer rechtzeitig nach Hause gehen, und er braucht nicht unbedingt mehr Patienten am Tag anzusehen, als unbedingt erforderlich. Wenn die Leute mit ihm unzufrieden sind, dann lassen sie ihn wenigstens in Ruhe. Wer meint beliebt sein zu müssen, darf dafür für's gleiche Gehalt mehr arbeiten. Da der Angestellte nicht für das Ganze verantwortlich ist, kann er auch immer die Verantwortung für jeden Mangel und Mißstand auf seine Oberherren abschieben, die sind für den Patienten sowieso nicht zu sprechen. Bei aller Staatsgläubigkeit unserer Freunde von der LP und sympathisierender SPD-Ortsvereine: es steht in Deutschland absolut nicht an, den freien Beruf Arzt durch staatliche Polikliken zu ersetzen, diese Investitionen würde sich nicht mal der leibhaftige Nachfolger auf dem heiligen Stuhl Erich Honneckers zumuten. Was sie wollen, die »Reformierer« ist die Ersetzung eines freien Berufs durch rein kapitalistische »Gesundheits«konzerne, die ihre Profite auf dem Rücken von Patienten und Beitragszahlern machen und an ihre Aktionäre die »Gesundheits«dividende und an ihre Manager die »Gesundheit«boni ausschütten.
Also für mich gibt es keinen Zweifel, dass freie Berufe und Selbstständigkeit die Zukunft haben werden, nicht nur im Gesundheitswesen, auch im gesamten Dienstleistungsssektor, denn die Konkurrenz kann nur so transparent organisiert werden nicht mit Konzernen und Kombinaten.
Meister 11.10.2009, 17.31 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma
Gemütliches Heimwetter
Meister 11.10.2009, 14.24 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Heilige Kühe , Monster und Phantome
Hallo liebe Freunde, hier spricht mal wieder eure Wirtschaftsamateurin B.B.Stupid. Heute reden wir mal über solche Reizthemen wie Kündigungsschutz, Leiharbeit und Mindestlöhne. Die Wahl ist vorbei, da kann man doch mal ganz in aller Ruhe derartige Fragen öffentlich durchdenken.
Der Kündigungsschutz gilt in Deutschland als eine wesentliche gewerkschaftliche Errungenschaft, das bedeutet gerade in den Zeiten, in denen es für die Gewerkschaften nicht so gut läuft, eine heilige Kuh. Der Kündigungsschutz ist für die Psyche der Beschäftigen eine Quelle guten Schlafes, man muss keine Angst haben, morgen gefeuert zu werden, denkt man.
Wenn man den Mindestlohn so, also über eine diesen Lohn zahlende Beschäftigungsgesellschaft organisieren würde, dann könnte er auch wirken. Wenn einfach allgemein Mindestlohn für die Wirtschaft verordnet wird, dann wird das schlicht zur Folge haben, dass Arbeiten die nicht in Deutschland profitabel zu organisieren sind, ins Ausland verlagert, schwarz oder gar nicht gemacht werden.
Ja, liebe Freunde, das Feld der Wirtschaft ist ein weites Feld, aber nur wenn wir es beackern, werden wir auch etwas ernten, so sei es.
Meister 10.10.2009, 23.40 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy | Tags: Kündigungsschutz, Leiharbeit, Mindestlohn,
Macht es das Füchschen hier?
Meister 10.10.2009, 19.31 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Über-Blog
Deutschkenntnisse schützen vor Betrug
Meister 10.10.2009, 16.43 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Heute Arbeit zuhause
Heute muss mal ein bißchen zuhause am Schreibtisch gearbeitet werden. Es ist doch immer wieder verwunderlich wie viele bürokratische Tätigkeiten anfallen, und wie schnell die Zeit vergeht: Man denkt man hätte doch erst gerade .... und schon soll man wieder...
Aber ich kann ja auch ganz gemütlich am Schreibtisch arbeiten, mal dies und mal das zwischendurch tun und mich daüber freuen, dass Büroarbeit nicht das Hauptmerkmal meiner Arbeit ist.
Meister 10.10.2009, 12.13 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Clancy Brothers
Meister 09.10.2009, 21.55 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
Wochenend und Herbst
Ein Glück, der Rücken wird allmählich besser, heute morgen hatte ich noch ziemliche Bedenken, aber wenn der Arbeitstag geschafft ist, kann sich auch alles entspannen. Der Rücken war eigentlich vor allem echt häßlich verspannt, ich weiß nicht ,was ich ihm getan hatte, ok das Schreddern am Montag war ein bißchen heftig, aber eigentlich sollte er das abkönnen. Ok, ich sag's ihm!
Ich finde vor allem dieses Gefühl so schrecklich: "bloß keine falsche Bewegung machen!" Wärmen ist wirklich das Beste, eigentlich könnten wir fast alle Schmerzen im Bewegungsapparat vergessen, wenn wir ein hübsches tropisches Klima hätten. Haben wir aber nicht!
Meister 09.10.2009, 19.45 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag | Tags: Rückenschmerzen
Sarrazins Tiraden
Der Versuch das alles aber unter den Teppich zu kehren und Denk- und Redeverbote zu verordnen, scheint sich aber langsam aufzuloesen. Da sind wirkliche Probleme mit Leuten, die sich nicht integrieren wollen. Herr Buschkowksi, einer der wenigen vernuenftigen Leute der Berliner SPD, hat das auch ganz deutlich gesagt erst vorgestern. Er ist ja auch schon oft genug gepruegelt worden von seinen ach so linken Kumpanen, weil er die Wahrheit gesagt hat. Sehr komisch finde ich in dem Zuammenhang, dass man Leuten, die sich gegen den correctness-Megatrend fuer die Wahrheit aud dem Fenster lehnen immer wieder mit dem moeglichen Beifall von Naziseite kommt. Das ist doch Unsinn: wenn man diese Probleme den Nazis ueberlaesst, nur dann koennen sie da punmkten.
Eine Sache muss man auch noch mit aller Deutlichkeit sagen: Es die deutsche inlaendische Politik, die fuer die Missstaende verantwortlich ist. Wenn man den Leuten massenhaft Geld gibt nur dafuer, dass sie hierzulande Kinder in die Welt setzen oder hier nichts tun. Man muesste lediglich die Zahlungen (nicht nur bei Auslaendern sondern bei allen) an taegliche Arbeit binden und die Zahlungen an die Kinder an regelmaessigen Besuch von Kindergarten und Schule.
Wir duerfen keine verlorene Generation heranzuechten, aber es liegt auch an uns, ob wir das tun.
Meister 08.10.2009, 14.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Deutsch in der Praxis
Das kommt natuerlich nicht in Frage. wir haben nicht deshalb auch tuerkische Kraefte, weil sie turkisch sprechen, sondern weil sie gute Leute sind.
In unserer Praxis wird deutsch gesprochen, und das geht auch mit fast allen Leuten sehr gut. Warum sollte man auch fuer die Tuerken eine Extrawurst braten,es gibt doch viele andere Muttersprachen, die bei uns vorkommen?
Ausserdem sollte man eines mit aller Klarheit sagen: man kann keine Kinder in Deutschland aufziehen, wenn man nicht deutsch spricht! Man tut den Kindern etwas damit an.
Ein Einwanderer muss die Sprache seines neuen Heimatlandes lernen. Wer das nicht will, bleibt Gast. Aber Kinder koennen keine Gaeste auf Dauer sein, denn es ist auch eine Illusion zu glauben, dass die hier geborenen Kinder in der Tuerkei ohne weiteres zu recht kommen wurden, dort gehoeren sie dann naemlich auch nicht hin, sind also heimatlos, das bekommt nicht.
Meister 08.10.2009, 12.36 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Müllitouri
Meister 07.10.2009, 17.47 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Herbstarbeiten
Meister 06.10.2009, 09.06 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Großes Ummodeln
Ein neuer Computer ist nicht einfach ein neuer Computer. Eigentlich muss der gesamte Arbeitsbereich umgestellt werden, das fängt mit den ganzen Steckern an und dem "Was steht am Besten wo?" Es sind ja manchmal jahrelange Routinen, die natürlich auch nicht alle gut sind, andererseits aber liebgewonnen. Aber es ist auch schön, wenn etwas funktioniert und toll, wenn etwas besser funktioniert als vorher.
Braucht man überhaupt eine neue Desktopmaschine? Die Frage habe ich lange hin und her gewälzt, aber ich bin zu dem Ergebnis gebkommen, dass irgendwo eben "Zentrale=home=Heimat" sein muss und dass alle Wege immer wieder dorthin zurück führen. Man kann das natürlich auch anders sehen. Aber den Satz "wo mein usb-stick ist, da ist meine Heimat!"(modernistische Variante eine alten lateinischen Spruches) würde ich nicht unterschreiben.
Meister 04.10.2009, 12.19 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Was Neues:safari
Meister 03.10.2009, 23.22 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Über-Blog
Fröhliche Einheit
Das politromantische Büro erklärt:
Heute zum Nationalfeiertag sollten wir mal darüber nachdenken, wie wir selbigen besser ausgestalten könnten, schließlich wird nächstes Jahr am 3.Oktober 20 Jahre Wiedervereinigung gefeiert, und bis dahin könnte man sich da etwas positives ausdenken.
Sich >Fröhliche Einheit< zu wünschen ist vielleicht etwas trivial, klingt wie Ostern und Weihnachten. Die Jahreszeit ist vielleicht auch nicht so geeignet, um Straßenfeste mit Tanz auf den Straßen zu organisieren, wie am 14.Juli in Frankreich beispielsweise.
Es muss keine großen Feiern mit salbungsvollen Worten mehr geben, sondern eher lokale und private Feste des Zusammenkommens, vielleicht mit einem Herbstfeuer.
Die Familien können sich treffen, man kann Freunde treffen, alle Paare können sich lieben an diesem Tag speziell, beispielsweise auch die, die schon immer mal wollten, aber nicht den Anlaß dafür gefunden haben, oder auch diejenigen, die sich schon lange nicht mehr so bewußt gefeiert haben und es zum Anlaß nehmen für eine private Wiedervereinigungsfeier.
Und man sollte auch das Ausland einbeziehen, mal bei Freunden in Amerika oder England anrufen, ein Gläschen Wodka gemeinsam mit jemandem in Nowosibirsk oder eine Glückwunschkarte nach Paris, oder eine Spende für Darfur. Vieles ist möglich. Denken wir daran, dass die Wiedervereinigung eine Leistung des deutschen Volkes war, die aber von den anderen Völkern ermöglicht wurde. Sie haben uns damit die nach dem Kriege für die Verbrechen Nazi-Deutschlands auferlegte Strafe der Teilung erlassen, wir dürfen das ruhig dankbar würdigen.
Man könnte noch weiter gehen und unser Land auch neu und positiv definieren. Australien beispielsweise bezeichnet sich ganz inoffiziell als >Oz<, was sich ursprünglich auf das Buch "The Wizard of Oz" bezieht ( Oz spricht sich mit "O" und weichem langen "S"). Wir könnten unser Land mit großem Recht als >Nord-Oz< definieren, Nooz, das Land in dem alle Wunder möglich sind. Wir hatten davon schon eine Reihe in den letzten 60 Jahren, beispielsweise das Wunder davon gekommen zu sein, das Wunder wieder hochgekommen zu sein, das Wirtschaftwunder und das Wunder der Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit.
Und die Bewohner dieses Landes >Nooz< sind die >Noosies< ( mit langem "Oo" und weichem "Ss"), das passt auch gut zu unseren südlichen Nachbarn den Ösis. Da wir ja Vielfalt in der Einheit haben, können sich unsere Landsleute in den Gefilden von Bayern und Sachsen gleichzeitig auch noch als "Südies" verstehen, wenn sie es wollen.
In Nooz ist, wie gesagt, jedes Wunder möglich, und die Noosies können alles erreichen, wenn sie gemeinsam anpacken.
Ein friedliches, freies, fleissiges Land, weltoffen, aber auch mit einer kulturellen Identität, bei der alle, woher sie auch kommen, mitmachen können, wenn sie denn wollen, selbstbewußt, aber auch seiner wechselvollen Geschichte bewußt und auch seiner verantwortungsvollen Rolle in der einen neuen Welt.
Können wir uns noch mehr wünschen?
Meister 03.10.2009, 11.48 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro
Die erste Arbeitswoche geschafft
Es ist ein Irrtum zu denken, dass man nach dem Urlaub besonders leistungsfähig ist.
Im Gegenteil, man muss noch ein bißchen seine Ruhe haben.
Meister 02.10.2009, 17.41 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Es geht schon wieder los
Da spielen wir natuerlich nicht mit. Man muss den Kindern schon ein bisschen Zeit zur Eingewoehnung geben, bei vielen geht es doch dann nach ein paar Wochen schon ganz gut. Und man darf nicht auf ihrem Selbstbewusstsein rumtrampeln! Ausserdem ist es natuerlich so, dass es sich eigentlich um originaer schulische Aufgaben handelt, die auch paedagogisch geloest werden muessen. Wenn man den Stift noch nicht ideal haelt, ist das nicht gleich eine motorische Stoerung, sondern zumeist nur Unerfahrenheit. Aber in den jahrgangsuebergreifenden Klassen hat man keine Zeit auf Einzelne einzugehen, das Programm muss durchgezogen werden.Friss Vogel oder geh zur Therapie, aber ein bisschen ploetzlich! Armes Deutschland !
Meister 01.10.2009, 12.56 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Dringend fuers Gesundheitswesen
Ein zweiter spontaner Wunsch: Zensurursula sollte sich meinetwegen weiter um ihre Fruchtbarkeitspropaganda kuemmern, aber auf keinen Fall Gesundheitsministerin werden. Wir brauchen wahrhaftig keine neue "Ulla" !
Meister 01.10.2009, 10.21 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Urlaubsbücher
Also ich bin ja wirklich im Urlaub viel zum Lesen gekommen, beeindruckende 14,7 cm Buchrücken (hab ich noch nie gemessen, war aber gerade so provozierend breit auf dem Schreibtisch).
Nicht alles war gut (sorum muss man den Satz auch mal sagen!)
Also eine kleine Bewertungsliste:
Angefangen hab ich mit "The Pale Horseman" von Bernard Cornwell. Das ist der zweite Band der "Alfred the Great"-Reihe. Wirklich gut. Es ist eine Zeit von der man nicht so sehr viel weiß, die mir eigentlich immer sehr rätselhaft vorgekommen ist: die Kelten, die Angelsachsen, die Dänen, die Normannen.... Aber B.C. macht die Zeit sehr lebendig, man lernt eine Menge daraus, auch wenn es manchmal ein bißchen sehr blutrünstig zugeht, kann aber durchaus authenisch sein. B.C. hat die spärlichen Fakten schlicht so mit Phantasie ausgebaut, dass man das Gefühl bekommt, so könnte es gewesen sein.
Ich wollte dann mal was spannend unterhaltsames lesen und habe zu "Der Carthago Code" von Denis Lépée gegriffen. Erst hinterher fiel mir auf, dass das Schlüsselwort im Titel >Code< lautet: natürlich: es ist ein Nachzieher auf den Da-Vinci-Code. Und wie das mit Nachziehern so ist.... Es wird mordsmäßig Spannung aufgebaut, die sich dann ins Nichts verflüchtigt, alles läppisch, zum Schluß merkt man, dass man sich es hätte ersparen sollen.
Weiter mit "Die englischen Jahre" von Norbert Gstrein. Ist auch mehr Getue als wirklich dahinter steckt und man fragt sich zum Schluß, was wollte der Autor damit bloß sagen? Es geht um das Schicksal deutscher zumal jüdischer Emigranten während des Krieges in England. Das ständige montieren von unterschiedlichen Ebenen ist ja ein hübsches Stilmitel, aber erstens nicht gerade neu und zweitens hier sehr storytötend, wozu soll das gut sein, fragt man sich irgendwann wenn man wieder mal am Ende eines Absatzes gemerkt hat, dass der sich wieder auf eine andere Ebene bezog. Vielleicht ziehen ja einige Leser Vergnügen aus solchen Spielchen?
Als Nächstes: "Die Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann, wurde ja wohl sehr gelobt. Es geht um das Zusammentreffen von Gauß und Alexander v. Humboldt. Auch hier gibt es ständig wechselnde Ebenen, als müsse der Leser auf Trab gehalten werden. Es geht um eine interessante Zeit im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, aber irgendwie kommt der eigentliche Inhalt nicht rüber. Beide Protagonisten werden mehr oder weniger als Trottel dargestellt. Ist das eine spezifisch deutsche Herangehensweise?. Wenn ich mal das Buch von Irving Stone über Darwin vergleiche, dann hatte ich dort das Gefühl, dass mir klar, wird, was C.D. geleistet hat. Hier dagegen agieren deutsche Deppen, finde ich unangemessen!
Viel besser hat mir das Buch "Als Mariner im Krieg" von Joachim Ringelnatz gefallen. Er hat wirklich Beachtliches zu erzählen. Wie es denn in der kaiserlichen Flotte so zuging und wie man sich so ein Leben im ersten WK vorstellen kann. Er hat ja sogar Karriere gemacht. Wenn man etwas authentisch erlebt hat, kann man es wohl auch besser darstellen. Und ein Erzähler ist eben ein Erzähler, so einfach ist das wohl. Auf jeden Fall rundet es das Bild des 20. Jahrhunderts auf interessante Art ab.
Und zu guter Letzt das Buch "Die Wurzeln der Romantik" von Isaiah Berlin. Es handelt sich eigentlich um Vorlesungen, aber das ist ja das interessant Lebendige daran. Die Romantik wird ein bißchen vereinfachend betrachtet, aber da hat halt jeder wohl so seine eigene Sichtweise. Kein uninteressantes Buch.
Das letzte Buch des Urlaubs ist noch in Arbeit, darauf komme ich dann später zurück.
Meister 30.09.2009, 20.30 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst
1.Arbeitstag
Der 1. Arbeitstag ist geschafft, war eigentlich positiver als sonst manchmal, ich muß doch ganz gut erholt sein. Gerade deshalb fällt auf, was bei uns doch für eine rauhe Atmosphäre herrscht.
Vom sprichwörtlichen >Schnauze mit Herz< bleibt doch faktisch oft nur die rauhe Schnauze.
Man hat sich so an den Umgangston in Berlin-Neukölln gewöhnt (der Rest von Berlin ist auch nicht viel besser), dass einem eigentlich nur in solchen Situationen der Wiederkehr auffällt, dass diese Tonlage ein klein wenig ungewöhnlich ist, sagen wir mal, "easy going" ist anders als Berlin.
Aber das muss wohl schon seit Goethes Zeiten so sein. Warten wir also noch ein bißchen auf die allgemeine Kultiviertheit.
Meister 28.09.2009, 21.33 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Wieder da
Meister 26.09.2009, 20.50 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Urlaubspause
So, endlich Urlaub, und ich genehmige mir eine kleine Pause. Ausserdem läuft mein Netzzugang hier zwar mobil, aber Tücke des Objekts, nur mit grottenlangsamen 53,6 KBit/s. Da kommt man sich ja mehr als 10 Jahre zurückversetzt vor.
Aber immerhin: letztes Jahr konnte ich hier noch gar keinen Zugang bekommen. Also zur Not geht es. Aber es ist jetzt sowieso hauptsächlich Erholung angesagt.
Meister 05.09.2009, 20.20 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Über-Blog
Neuigkeiten von der SG-Front
Eigentlich haette die Artikelueberschrift lauten muessen: >Praxis der Kinderaerzte enthuellt die laecherkiche Absurditaet behoerdlicher Pandemieplanung< !
Natuerlich haben wir hier Schweinegrippefaelle, aber da sie sich nicht von den anderen fieberhaften Kin dererkrsankungen unterscheiden, gibt es natuerlich keinen Grund sich auf eine Pandemie-Schlitterpartie zu begeben. Zuhause bleiben bis wieder gesund, moeglichst niemanden anstecken, das gilt doch fuer alle derartigen Infekte.
Wenn die Aemter nur irgendetwas Positives dazu anbieten koennten, koennte man ja Tests machen, aber nur dazu, dass alle Beteiligten Schwierigkeiten mit den Fuzzies vom Dies und Das Amt kriegen?
Meister 02.09.2009, 09.10 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen | Tags: Schweinegrippe, Buerokratie,
Die Frau auf dem Zebrastreifen
Da geht eine Frau vor meinem Wagen über den Zebrastreifen. Sie wirkt ein bißchen abgezehrt, ein bißchen gebeugt und nicht gerade glücklich. Dabei ist sie aber keinswegs alt.
Nachdem sie vorbei gegangen ist, sieht man was auf ihrem T-shirt hinten steht:
"Guilty" !
Aha!
Meister 01.09.2009, 21.04 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Blutdruck hochtreiben
Ganz einfach. Vor dem Blutdruckmessen ruft man nach draussen: "Bring mir doch mal das Messer - - - - - das Blutdruckmesser!"
Diese kleine grammatikalische Entgleisung treibt den Blutdruck bestimmt um 10mm Hg nach oben.
Ist natuerlich nur ein alberner Kinderarztscherz, zugegeben.
Meister 01.09.2009, 18.25 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Klaus Hartung: Deutschland Transfer
Vorgestern (29.8.) gab es im Tagesspiegel einen äußerst interessanten und wegweisenden Artikel über die Krise des Sozialstaats, den ich allen nur empfehlen kann: Überschrift: >Deutschland Transfer<.
Ich will den Artikel heute noch gar nicht endgültig bewerten, aber einen Absatz herausgreifen: "Die staatlich verfasste Solidarität (ist)ein merkwürdig Ding: Gegenüber dem Sozialstaat teilt sich der Mensch in den Klienten, der nimmt, was ihm zusteht, und in den Steuerzahler, der allen anderen tendenziell unterstellt, dass sie den Sozialstaat mißbrauchen. Diese prinzipielle Ambivalenz des Sozialstaats ist unvermeidlich."
Ist sie das wirklich?
Das Kernproblem liegt für mich darin, dass unter Sozialstaat Geldtransfer verstanden wird. Warum wird dieser so verfasst, dass irgend jemandem Geld "zusteht"?
Natürlich ist es doch nicht, dass jemandem etwas zusteht, historisch auch nicht Tradition, und in der heutigen Welt dürfte es auch die absolute winzige Minderheit von Menschen sein, dem sein Lebensunterhalt oder gar mehr zusteht.
Globalisierung der Sozialhilfe? Ein Großteil des Einwanderungsdrucks nach Deutschland kommt durch diese Transfers zustande. Die Leute kommen nicht deshalb hierher, weil sie so gute Chancen haben eine vernünftige Arbeit zu finden oder weil es so freiheitlich hier ist oder weil sie hier ihre Erfindungen machen können, ihre Forschungen so großzügig unterstützt werden. Sie kommen her ,weil sie hoffen, sich auch in die Reihe der Transferempfänger einreihen zu können.
Und so arbeitet eine riesige Bürokratie daran herauszufinden, wem was zusteht. Und dies wird immer so fehlerhaft sein, dass der Eindruck des Steuerzahlers unvermeidlich ist, der Sozialstaat werde massenhaft mißbraucht, was seine Solidaritätsgefühle vollkommen abtötet.
Meister 31.08.2009, 11.17 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Sozialstaat, Soziale Gerechtigkeit,
Schulbeginn in der Praxis
Aber jetzt geht es ntuerlich auch gleich um Atteste fuer die Schule: am ersten Tag nicht da sein, schafft einen Anfangsverdacht auf verbrecherische Ferienverlaengerung, der muss gleich ausgeraeumt werden. Und es geht um viel Persilscheine: fuer kita, fuer's Schwimmen ,die Sauna, Filmaufnnahmen und was nicht noch alles.
Meister 31.08.2009, 10.39 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Wahlen vor den Wahlen
Vielleicht muss ich als erster sagen, dass ich die Wahlberichterstattung heute wieder mal unerträglich finde. Eine Reihe von Politfatzkes wird von einer Reihe von Medienfuzzies bedient und schwadroniert den immer wieder gleichen Mist. Das Volk kriegt gesagt was es denkt, denken soll, zu denken hat.
Wozu finden 4 Wochen vor den Bundestagswahlen diese Wahlen statt? Geldverschwendung ist das Mindeste, was man hier vorwerfen müßte. Aber sie machen es wohl deswegen, um sich warmzulaufen und versprechen sich taktische Vorteile davon. Selbst wenn sie heute verlieren, kriegen sie dadruch vielleicht ihre Leute in 4 Wochen an die Urne. Oder sie glauben, der Rückenwind von heute bringt ihren verkorksten Wahlkampf in Schwung.
Aber die Leute sind immer noch zu verdummen, angeblich geht es der Mehrheit um soziale Gerechtigkeit, ein Thema, bei dem alle Parteien die Leute für dumm verkaufen. Aber vielleicht zeigt es auch, dass Brot und Spiele in Deutschland zunehmend der Gradmesser des politischen Interesses sind. Denn was heisst "soziale Gerechtigkeit" für die Parteien in Deutschland: meine Klientel muss sich mehr vom Verteilungskuchen abschneiden dürfen. D.h. wenn eine wachsende Zahl von Leuten in Deutschland heute von Sozialtransfers lebt, dann wird es immer interessanter diese Klientel von Leuten zu bedienen. Selbst wenn die "Linke" sich eines Tages in >Sozialschmarotzer Partei Deutschlands< umbenennen würde, könnte sie dann weiter wachsen, denn sozialschmarotzen wird salonfähig.
Wenn die Nettozahler in diesem Land zur Minderheit werden, steht natürlich die Massenauswanderung auf der Tagesordnung.
Es kommt in Wirklichkeit nämlich nicht darauf an, wie viele Kinder in diesem Land geboren werden, sondern darauf, welche Leute in Zukunft in diesem Land leben wollen. Und das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, aber einer anderen als die der Pleiterverteiler. Leistung sollte sich lohnen in diesem Land und ohne dass man etwas tut sollte man auch kein Einkommen haben. Jeder sollte aber die Möglichkeit haben etwas zu tun und sich sein Einkommen zu verdienen und auch aufzusteigen, wenn er fleissig und ehrlich ist. Ja, natürlich bin ich Sozialromantiker!
Meister 30.08.2009, 20.07 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram
Teichabdeckung abgehakt
Meister 30.08.2009, 18.45 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Wenn der Pflaumenbaum zuschlägt
An manchen Tagen erreicht man absolut nicht, was man geplant hat, kann aber trotzdem voll zufrieden sein. Gestern bin ich mit der Teichabdeckung keinen Millimeter voran gekommen, weil der Pflaumenbaum so laut nach Aberntung rief, dass wir es nicht ignorieren konnten. Und er hat nicht nur laut gerufen, sondern es hat auch fast den ganzen Tag gedauert, und es waren wahrschenilich über 50 Kilo Pflaumen, vielleicht sogar 60. Na ja, ernten ist das eine, und dann muss ja auch noch was passieren. Simone hat gestern noch den tollsten Pflaumenkuchen der Welt gezaubert und unter 2 Stücken konnte ich da nicht aufhören. Wie man leicht vermuten kann, lassen sich 50 Kilo nicht umstandslos in Kuchen verwandeln, auch heute wird noch einiges damit zu tun sein. Es war gestern ein tolles Bild, das ich oben auf der Leiter gesehen habe: rund um mich herum büschelweise reife dicke Pflaumen mit diesem tollen charkteristischen Blau, das hat mich bis in meine Träume verfolgt.
Meister 30.08.2009, 13.03 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Schulbeginn im Tagesspiegel
Frau Vieth-Entus darf heute zum Schulbeginn den Leitartikel unter dem Titel "Fürchten und Freuen" schreiben. Es geht um das neue Schuljahr und die Reformen, die unser geliebter Senat vorhat.
Sie haben die Hauptschule als die Quelle alles Übels ausgemacht, die wird nun abgeschafft, und alles wird gut. Man könnte auch die Krankenhäuser abschaffen, wenn man keine Schwerkranken mehr sehen will.
Die neue >Sekundarschule< wird nun alle beschulen, außer diejenigen, die ehrgeizige Eltern rechtzeitig in die Gymnasien verschieben können, auch nicht immer zum Vorteil der Kinder. Es ist sicher richtig, was eine Studie jetzt sagte, daß ein Drittel der Kinder falsch eingestuft sind, ein Teil zu niedrig, ein Teil zu hoch.
Es kommt doch in Wirklichkeit darauf an, was die Schulen wirklich leisten, wes Geistes sie sind.
Herrschen dort die Grossfressen, Messerhelden und Drogenfuzzies oder werden die konsequent am Boden gehalten und die "normalen" Schüler, also die, die etwas lernen wollen, bestimmen die Peer groups (welches deutsche Wort würde eigentlich dafür passen? Gleichaltrigenclique? ) .
Der Kern ist Frau Entus Artikel lautet : "Allerdings muss man auch wissen, das diese Reformen vorerst die letzten ... großen Stellschrauben sind, an denen die Politik drehen kann. Alles Weitere muss dann von innen kommen, denn Geld für mehr Lehrer und kleinere Klassen wird es nach Stand der Dinge nicht geben."
Damit ist das Schicksal dieser "Reformen" besiegelt: wenn man meint, man könnte die zum nicht kleinen Teil verhaltensgestörte Klientel der Hauptschulen zum Nulltarif in die Gesamt- und Oberschulen integrieren wird die Verhauptschulung dieser neuen Sekundarschule erreichen.
Mir tun jetzt schon die weniger durchsetzungsfähigen Schüler leid, die mit 2-3 oder 5 Schlägern, Gruppenterroristen (d.h. Leute, die ihre Gruppe terrorisieren) und Störenfrieden keinen normalen Lernablauf mehr haben werden.
Und die Lehrer, die wahrscheinlich wieder zu Medikalisierungstricks (Leute zu Kranken zu erklären, die nicht beschulungsfähig sind) greifen müssen, um diese Leute irgendwie daran zu hindern, die Klasse zu verderben.
Wahrscheinlich werden also die "Verdammten dieser Schule", dann eben in Sonderschulen landen oder wenn die auch abgeschafft werden, dann eben in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Aber ehrlich gesagt, es ist vielleicht das kleinere Übel, als sie die normalen Klassen kaputt machen zu lassen. Sicher soll jeder seine Chance haben. Aber das gibt es nicht zum Nulltarif.
Wie lange brauchen die Bildungspolitiker noch, um das zu begreifen? Ist es Tragik, oder Dummheit und Verblendung, dass sie an "Stellschrauben" drehen und nicht das Geld einfordern, was erforderlich ist, um die Schule für alle zu einem Ort der BIldung zu machen.
Ich bin absolut nicht der Meinung, dass es um Abscheidung der Schlechten geht, jeder soll wirklich seine Bildungschancen haben, auch eventuell später, wenn er dann vernünftig wird, aber niemand hat das Recht durch sein Verhalten, die anderen bei hrem Lernen zu stören.
"Fürchten oder Freuen"? Ehrlich gesagt, keine gute Überschrift: >Kopfschütteln und Hände über dem Kopf zusammenschlagen<, scheint mir angesichts des neuen Berliner Schuljahrs eine angemessenere Kommentierung. Was mir weiter in in den Kopf will, wie die vorherrschenden Parteien mit ihrer Bilanz von Bildungsdisaster damit auch noch Wahlpropaganda machen?
Meister 30.08.2009, 10.52 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Schulreform, Bildungskrise,
Endlich Schluß damit !
Nein, nicht von diesem grandiosan Wahlkampf ist die Rede sondern von der Zwangsfrüheinschulung à la Berlin .
Nachdem jahrelang viele Kinder zwangsweise zu früh eingeschult wurden, und es Massenhorror gegeben hatte - selbst die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Krankenhäuser haben Alarm geschlagen - hat der rot-rotbraune Senat endlich diese Position wieder geräumt, sie war auch nicht mehr zu halten. Warten wir ab, was sie sich dafür für eine neue Schikane ausdenken: solange ein Bildungsideologe nicht tot ist, hört er auch nicht auf Unheil anzurichten.
Dabei war der Grundgedanke gar nicht falsch: auch kleinere Kinder können erfolgreich und spaßreich interessante Sachen lernen, und sie können auch davon profitieren. Aber das würde bedeuten unsere Schule als Zwangsinstitution in Frage zu stellen, also phantasiefreier individueller Unterricht mit spielerischen Komponenten und ohne Leistungsdruck, ÜbereinenLeistenSchlägerei und Standardschulitems.
Nur das können sie nicht. Sie können nur Standardschule. Und deshalb können sie es noch so gut meinen, das Ergebnis ist doch immer wieder grottenschlecht.
Aber die neue romantische Schule wird dadurch doch nur gefördert, allgemein wird die Zahl derjenigen zunehmen, die darüber nachdenken, was anders werden könnte.
Meister 29.08.2009, 14.19 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule | Tags: Früheinschulung
Teichabdeckung
Wie in jedem Jahr droht wieder der Blätter- und Nußfall vom Walnußbaum in den Teich. Im letzten Jahr hatte das ein ausgewachsenes Disaster mit Umkippen des Teiches und vielen toten Fischen bedeutet.
Nachdem ich in früheren Jahren schon verschiedene Konstruktionen mit Segeln und Netzen etc. versucht hatte, die alle nicht funktionierten, kommt dieses Jahr eine neue Technik zum Einsatz: Latten und einhandhändelbare Teilnetze, denn bei der Menge von Nüssen und Blättern müssen die Netze zwischendurch geleert werden.
Schaun wir mal wie das gelingt heute!
Meister 29.08.2009, 11.09 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen | Tags: Herbst, Gartenteich,
Zunehmend Fragen
Die Fragen werden jetzt täglich mehr, wie soll es werden mit der Impfung der Kinder gegen die Schweinegrippe?
Die Frage kann man im Moment nur mit einem entschiedenen >wolln mal sehen; kommt drauf an< beantworten. Im Moment ist Schweinegrippe kein schlimmes Problem, alle sind relativ leicht betroffen und bald wieder ok. Aber das könnte sich natürlich ändern in der kommenden Wintersaison. Und der Impfstoff ist neu, so neu, dass man moch keine Erfahrungen haben kann, er wird gerade getestet, aber nicht an Kindern wohlgemerkt. Wir werden also zu beobachten haben: wie verändert sich die Krankheitssituation, wie bewährt sich der Impfstoff in den Tests, wie bewährt er sich, wenn die ersten Massenimpfungen durchgeführt werden. Die erste Frage wird jetzt mal sein, wie nehmen die Leute die Sache überhaupt an, nach meiner jetzigen Beobachtung schwanken sie da: man stelle sich vor, es wird zur Massenimpfung geladen und keiner geht hin! Es ist aber auch das umgekehrte Szenario denkbar, alle wollen sofort. Was wird passieren? Das kann von Kleinigkeiten abhängen. Wie wird sich die Propagandaindustrie verhalten?
Und die Kinder? Ich denke, eine zurückhaltende Vorgehensweise mit einem bei Kindern vollkommen unerprobtem Impfstoff ist angebracht, also vielleicht wirklich erstmal nur die Starkgefährdeten impfen, wie die allgemeine Grundempfehlung lautet. Wenn die Erfahrungen der ersten Million Impfungen gut ist, kann man immer noch großzügiger werden. Wenn wirklich schwerere Erkrankungen auftreten kann man das Tempo beschleunigen.
Also keine Patentlösung in Sicht, aber im Augenblick scheint es eine durchaus händelbare Situation.
Meister 26.08.2009, 22.24 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen | Tags: Schweinegrippe, Impfung,
Das Wahlhearing
Offene Bühne, rechts ein Doppelstehpult, links ein Doppelstehpult, von der Seite kommt Web.A. Master auf die Bühne und adressiert das Publikum.
Web.A.Master:
Hochverehrtes Publikum, heute werden wir das Duell der Quanzlerkandidaten erleben, sie werden hautnah dabei sein, wenn die beiden Kontrahenten um die Gunst der Volksmassen buhlen, vielleicht werden wir heute schon eine Vorentscheidung erleben. Wer wird die Fragen besser auf die Hörner nehmen, wer wird die Schicksalsfragen unserer Zukunft so klar beantworten, dass alle ihm oder ihr zurufen: Du sollst sie haben, die Palme unseres Vertrauens, für die nächsten 4 Jahre wollen wir Deiner Klugheit und Weisheit, Deiner Entscheidungssicherheit und Vision vertrauen. Mir steht zur Seite ein Profi in diesem Geschäft, Charles-Ernest Diablotain, der Mann für die politisch unkorrekten Fragen, er spielt hier den Advocatus diabulimicus, weil er so empfindlich wie ein Seismograph auf problematische politische Aussagen reagiert, vulgo: er neigt stark zum Erbrechen. Kommen Sie zu mir Charles-Ernest!
Beifall. Von der Seite herein kommt der gerufene, im weissen Anzug und mit einem 10 Liter Plastikeimer in der Hand.
C.-E.Diablotain:
Danke für die nette Vorstellung. Aber nennen sie mich doch bitte Ci-Ii, das tun alle meine Freunde. Liebes Publikum, Bulimie ist eine ernste Erkrankung und nichts liegt uns ferner als uns darüber lustig zu machen, im Gegenteil, wir von der diabulimischen Vereinigung kämpfen für die Solidarität mit den Bulimikern, auch wenn die Mitglieder unserer Organisation etwas anders strukturiert sind. Wir sind alle hochsensibel auf politisches Gewäsch und Geseier, auf Lügen und leere Versprechungen, es treibt uns die Übelkeit ins Gesicht und den Mageninhalt heraus, unser ideeler Gründungsvater war Max Liebermann der angesichts der Nazis das Wort prägte: >ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!< Deshalb habe ich heute gut gegessen und mir vorsichtshalber einen geräumigen Eimer mitgebracht, den im Notfall diskret zu nutzen ich ihnen verspreche.
Web.A.Master:
Danke dass sie gekommen sind, lassen sie uns gleich mitten ins politische Wahlkampfgetümmel gehen. Ich rufe auf die Bühne den Quanzlerkandidaten der regierenden Sozialpiraten Deutschlands den äußerst ehrenwerten Franz---Walker---Stonemower !!
Lautes Tröten im Publikum, der Gerufene kommt mit einer roten Fahne mit schwarzem Piratenschädel auf die Bühne, schwenkt jovial die Fahne und stellt sich am linken Stehpult auf.
Web.A.Master:
Und jetzt rufe ich die amtierende Quanzlerin und Vorflitzende der regierenden catholisch demographischen Union Frau Änni Mecker auf die Bühne !!
Weiteres Tröten. Die Gerufene kommt im rot-schwarzen Hosenanzug mit zu kurzer Jacke und einer schwarzen Fahne mit rotem Piratenschädel auf die Bühne und stellt sich neben F.W.S. auf.
Web.A.Master:
Ich erspare mir lange Vorreden, stelle aber fest, dass die beiden Protagonisten ihr Image allerjüngst poliert haben, die Fahnen kommen mir auch noch sehr frisch vor, ist das ihr Kontrastprogramm? Also zunächst Herr Kandidat Stonemower, wieso haben sie ihren Namen so aktualisiert. Was wollen Sie uns damit sagen?
C.-E.Diablotain: Ist >mowe< nicht das schottische Wort für f... ?
Web.A.Master: Stopp, so ein Wort sagt man nicht im Fernsehen!
C.-E.Diablotain: Wir sind doch gar nicht im Fernsehen.
Web.A.Master: Man kann nie wissen!
F.W.S.:
Also meine lieben Wählerinnen und Wähler, liebe Deutsche und solche die ich noch dazu machen werde, das Anliegen der Sozialpiraten Deutschlands, genauer unser Hauptanliegen ist die sowjetische Gewichtigkeit in Deutschland.
Web.A.Master:
Was haben sie gerade gesagt?
F.W.S:
Nun hören Sie doch mal hin, wenn ich etwas sage! Unser Hauptanliegen ist die saisonale Geschlechtlichkeit in Deutschland.
Web.A.Master:
Meinen Sie >soziale Gerechtigkeit < ?
F.W.S.:
Das sag ich doch die ganze Zeit, wollen Sie mich aus dem Konzept bringen, oder was?
C.-E. Diablotain:
Was meinen Sie denn damit in Wirklichkeit?
F.W.S.:
Wir haben die soziale Piraterie auf unsere Fahnen geschrieben, wir nehmen von denen, die haben und geben denen, die nehmen. Und das machen wir so lange bis in diesem Lande alle nichts haben, denn dann ist es viel einfacher zu sagen: mehr für alle ist machbar.
C.-E. Greift zu seinem Eimer.
F.W.S.:
Außerdem ist es eine schreiende Ungerechtigkeit, die ich zu beseitigen trachte, dass diese Person neben mir seit 4 Jahren dieses Amt besetzt, das mir persönlich von Kaiser Gerhard vererbt wurde. Heil seinem Angedenken!
C.-E. Dreht sich zur Seite, den Kopf über den Eimer geneigt.
F.W.S.:
Ich habe einen Plan vorgelegt, wie in diesem Land 80 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden können, einfach indem jeder hier da arbeitet, wo er gerade steht und liegt, er braucht ja nichts zu tun. Wir haben so viele Milliarden verpulvert, da werden wir den Rest auch noch schaffen (lautes Würgen von C.-E). Ich stehe hier für Bildung auf allen Kanälen und fordere hiermit die Oberhoheit der GEZ über alle Schulen und Hochschulen, freies Fernsehen im Unterricht, das frische Leben in den Medien bringt uns die Bildung doch fast gratis. Wir werden durchsetzen, dass jeder deutsche Schüler eine Fernbedienung in der Tasche hat, und wir werden ermöglichen, dass das Zentralabitur für alle, samt richtiger Lösungen allen Bedürftigen kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Auch der freie Zugang zu den Universitäten wird sichergestellt, indem wir damit aufhören all die überflüssigen Leerkräfte zu bezahlen, wozu ist denn der Computer erfunden worden, der freie Zugang zu allem ,vor allem freie Kopiermöglichkeiten rund um die Uhr. Nun sagen sie nur ,wir hätten nicht unsere Lektion gelernt. Wir wissen was Deutschland braucht und will, und wir werden es diesem Lande geben: Geschmierte Brote und schmierige Spiele!
C.-E. Hebt den völlig grünen Kopf aus dem Eimer und fragt matt:
Sind sie jetzt fertig?
F.W.S:
Mit ihnen bin ich fertig, ein für alle Mal, sie ,sie...
Web.A.Master:
Und die catholisch demographische Union, Frau Bundesquanzler, wird sie es schaffen, wie im Parteiprogramm angegeben, den Anteil des ehelichen Verkehrs zu erhöhen und die Geburtenrate wie versprochen um den VonAlleinFaktor von 35plusX mal Pi-Quadrat alles in Klammern hoch Null zu erhöhen?
Änni Mecker:
Danke, dass sie mir diese inhaltlich schwergewichtige Frage gestellt haben. Dieser Faktor, wie man leicht ausrechnen kann, ist ein ehrgeiziges Ziel, da kommt man ins Grübeln, wie sich netto zu brutto verhält, wenn der katholische Verkehr zum Beispiel wie in Irland linksherum veranstaltet wird, aber, wie sie vielleicht wissen, bin ich in einem protestantischen Pfarrhaus aufgewachsen , und das bedeutet, ich verstehe unter >Berlin ist eine Messe wert<, dass der Zaun in der Uckermark, über den man nicht tot hängen möchte, jetzt mitten in dieser Stadt aufgestellt wird. Niemand hat die Absicht eine Mauer aufzubauen, aber vielleicht wenigstens einen Zaun, beispielsweise zwischen rein katholischem Linksverkehr und protestantischem Rechtsverkehr im kontinentalen Stil, wenn sie wissen, was ich meine. Also wenn die Geburtenrate nur durch außergewöhnlichen Verkehr zu erhöhen ist, dann sind wir so katholisch, dass wir trotzdem dafür sind, fragen sie die Ursula, die ich von der Leine gelassen habe. Und was diese soziale Dings und diese Bums, äh, Bildung überhaupt anbelangt schliesse ich mich den Ausreden meines Vorredners an, muss aber betonen, dass er allein für all den Bockmist in diesem Gebiet verantwortlich ist. Und wenn wir jetzt das Haushaltsloch ansehen, das wir verursacht haben, dann gibt das unseren Parolen vom >mehr für alle< eine ganz neue Dimension, nämlich die Dimension nach unten, und wenn sie mich fragen, ob wir die Steuern erhöhen oder erst nach der Wahl , dann sage ich ihnen, Österreich ist so ein schönes Land, und dort war man schon so weit die große Koalition so zu verewigen, dass man wieder den Kaiser holen könnte, das können wir auch, und wenn sie mich fragen, ob ich Franz-Walker als Kanzler für möglich halte, dann muss ich ihnen sagen, da müssen wir erst die Österreicher fragen. Eigentlich haben wir ja noch einen gut, denn sie haben ja schon mal bei uns den Kanzler stellen dürfen.
Web.A.Master:
Ich danke ihnen für die Antwort auf all die Fragen, die ich nicht gestellt habe. Ci-Ii, hast Du noch Fragen?
C.-E.Diablotain, immernoch ziemlich grün, den Eimer vor sich auf demTisch:
Frau Bundesquanzler, warum haben sie denn eigentlich diese schwarze Fahne mit dem roten Piratenschädel drauf, haben sie nicht Angst vor Verwechslungen?
Änni Mecker:
Wie sie ja bemerken, führen wir einen äußerst harten Wahlkampf, der inhaltlich bis an die Belastungsgrenze des Vakuums vordringt, und ich muss das wissen, denn ich habe noch in der DDR studiert, und darum freuen wir uns auch schon so, wenn wir dann endlich wieder gemeinsam an unserem schönen Kabinettstisch Platz nehmen können, und die Ulla eine Schnulze aus Spanien zum Besten gibt und der Sigmar sein selbst gebasteltes AKW-Modell sprengt. Und unsere Fahnen werden dann gemeinsam und harmonisch über Kanzleramt und Reichtag wehen und im strammen Gegenwind flattern. Die Farbabstimmung ist gut gelungen, nicht wahr?
C.-E. Diablotain, jetzt dunkelgrün, in den Eimer murmelnd:
Und die große Koalition geht dann also weiter? Bis wann denn bloß?
Änni Mecker:
Stört Sie das >groß< ? Man könnte sie ja auch umbenennen, vielleicht in "Koalition der Volksgemeinschaft" und das >groß< für mich reservieren. Ich beanspruche ja gar nicht die Erblichkeit meiner Dynastie, vielleicht könnte sogar F.W.S. ja nach meinem Ableben, natürlich nur, wenn er sich immer gesund ernährt und sich nicht so oft künstlich aufregt, dann seine Gerechtigkeit kriegen. Ich meine, diese Titel sind doch nur vordergründig, wir teilen doch nach guter Tradition unter diesen Fahnen die Beute zu gleichen Teilen. Und wir finden auch noch einen passenden Titel für ihn, vielleicht >Papst der Protest-Tanten< oder >Präsident von Europa und der angeschlossenen Territorien< oder so.
So ganz nebenbei haben sich drei große Körbe von hinten in die Mitte der Bühne geschoben. Vom ersten springt der Deckel auf und es erscheint Dildo Westwall der smarte aber gereifte Chef einer gelblichen Oppositionspartei.
Dildo Westwall:
Da haben wir den Skandal. Sie macht uns schöne Augen, will aber lieber wieder mit dem Stonemower ins Koalitionsbett als mit mir.
F.W.S.:
Raten sie mal woran das liegt, sie, sie,...!
Web.A.Master:
Bitte keine politischen Unkorrektheiten, es könnten Kinder zuschauen!
Dildo Westwall:
Schon die ganze Veranstaltung hier suggeriert, dass es nur um die beiden ginge, aber aus meiner Sicht - und ich bin Jurist - machen sich Piraten am Besten an einer Rah, so machte man das im Mutterland der Demokratie, also meine beiden Herrschaften, haben sie zu ihrer Verteidigung noch etwas zu sagen, sonst können wir den Prozeß auch abkürzen, ich beantrage die Höchststrafe! Steuern Runter und Piraten raufziehen!
Der zweite Korb platzt auf, heraus schnellt Claudine Rouge-Vert, eine weitere hoffnungsvolle Oppositionelle:
Aber Dildo, mäßige dich doch, Du kennst sie doch schon alle so lange, Du kennst doch sogar ihr Wohnzimmer, wo ihr den Präsidenten gezeugt habt.
Änni Mecker:
Es war sein Wohnzimmer und nix ist bezeugt worden. Was will die Schlampe hier, mit wem willst Du denn koalieren?
Claudine Rouge-Vert: Ich koalier mit mir selbst!
C.-E.Diablotain, röchelnd brechend:
Schluß mit dem Schweinkram, Kameraden haltet doch die Bühne sauber!
C.R.-V.:
Grün ist immer sauber, die anderen sind die Schmutzfinken, der Stonemower möchte zu gern mit allen, aber er kann mit keiner. Es fehlen ihm potente Prozente, eine ganze Menge Prozente.
Der dritte Korb öffnet sich mit trara und heraus tritt Oskar-Illjitsch Doppelglatzkopf ganz seriös und mild:
Ich kann vielleicht helfen mit den Prozenten. Ich bin so neu, so sauber, so gerecht, an mir ist überhaupt nix schlecht. Ich bin der weisse Ritter, wer das nicht glaubt, bereut es bitter. Ihr könnt mit mir gern koalieren, Sowjetdeutschland kommt erst später, das kann ich garantieren. Ihr müßt nicht gleich das Lager fürchten, das hat noch Zeit, glaubt nicht den Gerüchten. Wir werden nicht gleich über euch lachen, vorher müßt ihr uns erst salonfähig machen.
Die Tür fliegt auf und quer über die Bühne kommt ein Mann herangestapft im okerfarbenen Mantel mit Herrenhandtäschchen, die Zähne sitzen ihm etwas locker:
So jeht das nisch, Herr Webmister, die janzen Affen dürfen hier singen, und was is mit mir, isch bin de aussischtsreischeste Kandidat, aber isch werde totjeschwiejen. Aber nisch mit mir, isch hau aufn Putz. Hier is meine Fahne! Er zieht aus dem Mantel eine riesengroße Fahne, rollt sie auseinander, präsentiert sie und schwenkt sie : darauf steht H U S T !
Web.A.Master:
Was heisst denn das nun wieder? Ich dachte sie haben Rücken und Kreislauf!
Horst Schlimmer:
Nein, nisch nur, wir haben auch Husten. H.U.S.T. : heisst abgekürzt >Horst und seine Truppe< also es is jetz mehr als isch selber schon bin. Und unser Schlachtruf wird erklingen durch die Wahlversammlungen, die Opernhäuser, Schauspielhäuser und alle anderen schweinegrippeverseuschten Häuser. (Lautes Husten im Publikum und Gelächter). Ein bombastisches Husten wird durch unser Land gehen und wird zu einem heftijen massiven Auswurf führen, an den die Herrschaften hier alle noch denken werdn, wenn sie bis zum Knöchel tief drin stehn.
C.-E.Diablotain:
Vorher hieß es doch >Horst Schlimmer Partei<, oder nicht?
Horst Schlimmer:
Wissn se, Herr Diebels, isch lerne auch dazu. Meine Konkursrenten oder wie se alle heissen, haam mir schon mein >mehr für alle< geklaut, aber isch kontere >mehr Meer für alle< und mit dem Namen isses so: es reicht auch bis nach de Wahl, dasse merken, dass alles Schlimmer wird.
Wirft Rauchbomben auf die Bühne und ins Publikum, Rauch entsteht , es folgt ein bombastisches Husten und totaler Nebel.
Aus dem Nebel taucht Web.A.Master auf, hält sich das Taschentuch vors Gesicht:
Ich hoffe wir haben ihnen mit unserer Veranstaltung heute einige Klarheit für ihre Wahlentscheidung bringen können.
Vorhang
Meister 26.08.2009, 20.00 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater | Tags: Wahlkampf
Ian McIntire: Robert Burns - A Life
Es hat schon ein Weilchen gedauert bis ich mit diesem Buch fertig geworden bin, denn es hat sich manchmal doch ziemlich in vielen vielen Briefen verloren und die Details, die vielen Details.
Aber ich habe auch eine Menge gelernt, vor allem was ein wirklicher schottischer Barde ist. Man kann es gar nicht kurz zusammenfassen, was es ist, aber er war es. Deshalb hört man ja auch überall dort diese Lieder, und man weiß manchmal gar nicht dabei, was von ihm ist und was er aufgesammelt hat.
A Scottish Bard is a Bard for a' that.
Meister 26.08.2009, 16.05 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst | Tags: Biographie, Schottland,
Gewitter
So ein schönes Abendgewitter, es blitzt so lange vor sich hin und dann kommt der Regen, jetzt rauscht er , rauschender Regen in der Dunkelheit, so schön.
Meister 25.08.2009, 21.53 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Merkwürdiger Wahlkampf im Tagesspiegel
Schon komisch, was manche Medienfuzzies abziehen, um sich in den Wahlkampf unqualifiziert einzumischen.
Im Tagesspiegel wird in den letzten Tagen mehrfach eine Propaganda gemacht, die in ihrer plakativen Primitivität doch sehr verwundert:
Die FDP ist demnach wegen "Marktradikalität" an der Krise schuld, und sie wird nach der Wahl dann den Sozialabbau voran treiben.
Dagegen wäre es gar nicht so schlimm, wenn FW Steinmeier mit Hilfe der SED regieren würde.
Die CDU hat sich inhaltlich total entleert, heisst es, als ob von der SPD irgendetwas inhaltlich nennenswertes gekommen wäre. Steinmeiers leere Versprechungen über Arbeitsplätze in 10 Jahren sind doch genauso lächerlich wie die angeblichen "Bildungsinvestitionen" für die natürlich die Steuren erhöht werden sollen.
Also aus meiner Sicht muß vor allem die "große" Koalition weg. Da wäre mir ja fast jede andere Konstellation lieber.
Und es tut mir leid: ich finde Steuersenkungen gut, auch wenn ich nicht daran glaube, dass sie kommen werden, die Sieger werden schon eine Ausrede finden. Bloß wenn die Leute schon Parteien wählen die Steuererhöhungen versprechen, brauchen sie sich nicht zu wundern wenn sie sie auch bekommen. Wie war das doch vor der letzten Wahl: die einen sagen keine Mehrwertsteuererhöhung, die anderen sagen 2 % und man einigt sich auf 3%
Nebenbei: die Medienfuzzies sollten sich nicht wundern, wenn sie bald genau so schlecht angesehen sind wie die Politiker, deren Brot sie essen und deren Lied sie singen.
Zum Glück bin ich aber darüber hinaus jedesmal eine Zeitung abzubestellen, wenn da irgendjemand Mist schreibt. Und ich schreibe auch keine Leserbriefe mehr, sollen sie die doch alle selber erfinden, was sie bestimmt schon mit einem großen Teil davon machen.
Meister 24.08.2009, 19.50 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Verwirrende Straßenbahn
Kassel: Da gibt es eine Straßenbahn, die ist als Werbefläche von einer Privatklinik gemietet, und die schreiben da drauf, was sie so machen.
Über der Eingangstür beim Fahrer steht "Geburtsvorbereitung".
Ob das nicht zu Mißverständnissen führen kann?
Sind denn die Straßenbahnfahrer dafür ausreichend geschult?
Meister 24.08.2009, 16.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Nicht so weit weg
Australian Beach Bar
Es gibt in Berlin neuerdings eine ganze Reihe von >Strandbars<. Und es gibt auch ein paar >Australian Sports Bars<.
Was es noch nicht gibt, ist ein echt australischer Strand, könnte man aber machen. Man importiert ein ausgedientes Stinger-Netz aus NQLD und installiert es an einem hübschen sandigen Ufer, die gibt es in der Umgebung von Berlin zur Genüge, man könnte sogar zusätzliche Sandstrände herstellen, Sand ist überall.
Dann muss natürlich noch ein Live Safer her mit rot-gelber Bademütze, genauso colorierter Surferhose/Hemd, das malerisch bereit gestellte Longboard nicht vergessen. Mitten im Sand steht eine schöne tropische Bar: das Bier muss natürlich eiskalt sein, alles andere wäre voll unaustralisch. BBQ könnte man dazu noch anbieten und natürlich entsprechend coole Musik.
Das Highlight des Tages ist natürlich der plötzliche Haiangriff mit Evakuierung der Badenden aus dem Wasser bis die Lifesafer Brigade den Plastikfisch sichergestellt hat. Könnte natürlich auch mal ein Krokobesuch sein, muss ja nicht langweilig werden!
Meister 21.08.2009, 15.14 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen
Besuch abgereist
Unsere liebe Besucherin aus Australien ist gestern abend wieder los, wir haben sie noch nach SXF gebracht. Es war eine schöne Woche, irgendwie ist doch alles ganz anders, wenn Besuch im Haus ist. Noch dazu muss man sich ein paar Gedanken machen über touristische Höhepunkte, an die man sonst nie denkt. Die Stadt war durch die Leichtathletik-WM sowieso noch voller mit Touristen als sonst im Sommer, aber das Wetter hat auf alle Besucher bestimmt auch einen sehr guten Eindruck gemacht. Im Sommer ist die Stadt doch ziemlich grün, genau wie sie im Winter total grau sein kann.
Meister 21.08.2009, 12.14 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Ab nach Kassel
Heute geht's nach Kassel. Allerdings haben gewisse Leute noch das Problem, was sie anziehen sollen. Irgendwann wird es aber soweit sein, dass wir fahren können.
Meister 21.08.2009, 11.28 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Weg und weit weg
Hitzearbeit
Die Arbeit in der Hitze ist natürlich weniger schlimm, wenn man selbst im klimatisierten Raum arbeiten kann und nur von Zeit zu Zeit rauskommt um die anderen zu bemitleiden.
Aber es war heute auch nicht viel los, diejenigen die nicht in Urlaub sind sind entweder nicht krank, oder sie merken es nicht , weil das Wetter zu gut ist.
Mit Sehnsucht denkt man an verhusteten, massenfiebrigen Novembertagen mit stundenlangen Wartezeiten an so einen heissen und ruhigen Augusttag.
Schweinegrippe? - Blödsinn : Hundstage!
Meister 20.08.2009, 23.25 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Es geht immer noch nicht , aber so geht's ja auch
Ich habe von Carol den Tipp bekommen, es mit dem Rausnehmen der Shoutboxx zu versuchen, aber mein Problem ist nicht weg. Ich kann beim Firefox in der Blog-rubrik nicht ohne lange Zeitverzögerungen schreiben, ständig Sanduhr! Aber in der Kommentarspalte geht es. Ein bißchen rätselhaft, aber mit IE geht es also mach ich erstmal damit weiter. Man muss Probleme auch mal aussitzen können.
Meister 20.08.2009, 10.42 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Über-Blog
Das musste ja mal so kommen
Zum Glueck besitzt die Mutter einen Kinderarzt, der die Familie schon 10 Jahre kennt und gegenueber der vernuenftigerweise anrufenden Amtsaerztin bestaetigen kann, dass dieser Verdacht voellig aus der Luft gegriffen ist.
Ich hatte aber schon damit gerechnet, dass so etwas kommen wuerde, da die Medien in letzter Zeit doch staendig Aufrufe bringen, die zu Denunziationen von Eltern aufrufen,
Die Mutter will die anzeigende Person zur Rede stellen, aber das kann sie sich sicher sparen, die sagt garantiert: "Ich hab's doch nur gut gemeint!!!"
Man koennte in Deutschland sicher auch mit viel Erfolg dieses Modell einfuehren, das in Sued-Korea laut TV-Bericht viel Furore macht: Denunziationsgruppen.
Ganz normale Menschen werden dazu ermutigt und sogar ausgebildet, kleine Verstoesse gegen die angeordnete oeffentliche Ordnung mit entsprechenden Beweisen zu denunzieren. Es soll angeblich den Beteiligten viel Spass machen.
Irgendwie fehlt in Deutschland was, seitdem Gestapo und Stasi nicht mehr im Geschaeft sind.
Meister 18.08.2009, 17.34 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Jubilaeum verpasst
Meister 18.08.2009, 15.30 | (4/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Über-Blog
Nochmal abwracken
Wenn man jetzt zurueckschaut, wuerde man sagen, sie haetten das Alles viel einfacher und unkomplizierter machen koennen.
Man haette nur einfach eine Neuwagenkaufsubvention ausloben muessen, ohne jede Abwrackbedingung aber vielleicht mit eine Koppelung an Umweltstandards.
Da Abwracken keine Bedingung gewesen waere, waere man vielleicht sogar mit einem kleineren Betrag ausgekommen, sagen wir mal 1.500 Euro. Da viele "Wracks" noch deutlich ueber 1000 Euro gebracht haetten, waere das ein ExtraGeschaeft fuer den Neuwagenkaeufer gewesen.
Man haette die Altwagen bestimmt noch gut exportieren koennen, selbst wenn die Preise etwas gefallen waeren durch das grosse Angebot.
Und es haette der heimischen Autoindustrie mehr genuetzt, weil der typische Kunde von BMW oder Mercedes die Praemie auch gern genutzt haette, er hatte bloss keinen alten Karren zum Abwracken.
Weiterhin haette man sich die gesamte Buerokratie zur Abwrackpraemie sparen koennen und auch die Fahndung nach moeglichem Missbrauch.
Waere alles ganz einfach gegangen, wer nachweist, dass er ein neues Auto auf seinen Namen zulaesst, der kriegt diese Subvention, einfacher Sachverhalt, einfacher Nachweis, billiger und unkomplizierter.
Kann mir jemand mal sagen, warum man es nicht so einfach gemacht hat, stattdessen kompliziert und schaedlich?
Meister 18.08.2009, 14.11 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Die Banken halten die Kunden immer noch fuer bloed
Hallo liebe Freunde, hier ist wieder Billie B. supid, eure Wirtschaftsamateurin.
Heute will ich nur ein paar kurze Worte schreiben, wie die Banken mit ihren Kunden umgehen.
Da erscheint im Tagesspiegel im Wirtschaftsteil ein Artikel, offenbar von den Baenkern lanciert, der den ueblichen alten Mist wiederkaeut: Der Privatkunde solle um moegliche Verluste zu begrenzen, automatische Stoploss-Auftraege abgeben, die seine Aktien automatisch verkaufen, wenn ein bestimmter Wert unterschritten wird.
Vielleicht ist dieser Rat fur Berufsspekulanten nicht falsch, die steigen aus und steigen wieder ein, aber der Kleinanleger spekuliert doch nicht kurzfristig, denn er muss fuer jeden Kauf und Verkauf saftige Bankspesen zahlen, ausserdem hat er kein Interesse seine Verluste zu realisieren, er wartet einfach ab, dass der Kurs sich wieder normalisiert.
Der Ratschlag bei fallenden Kursen zu verkaufen, bringt also nur den Banken Gewinn und man spuert in solchen Veroeffentlichungen die Absicht, die dahinter steckt.
Im gleichen Artikel wird dann auch schon wieder zu Zerfifikaten geraten. Tenor: >wenn sie die komplizierten Zertifikate nicht verstehen, dann nehmen sie doch einfache<.
Man koennte auch demjenigen, der im Kasino an dem einen einarmigen Bandit Geld verloren hat, sagen, >da drueben steht ein anderer Spielautomat, versuch doch mal den<.
Zertifkate sind Wetten, und die Banken entlarven sich als die Croupiers im Casino, die den Leuten zurufen: "Machen Sie Ihr Spiel!"
Kein Wunder, den in jedem Spielcasino gilt: >Die Bank gewinnt immer!<
Man koennte auch fragen: wozu brauchen wir bad banks, die haben wir doch schon?
Meister 17.08.2009, 15.24 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy
Abrechnung?
Und was ist die Wahrheit?
Sie haben es bis heute nicht geschafft auch nur das erste Quartal 2009 abzurechnen, wir haben also keinerlei Schimmer, wieviel wir bekommen und natuerlich auch noch keinen Euro mehr bekommen.
Aber als Propagandafloskel in der Zeitung hat es doch gut gemacht, nicht wahr?
Meister 17.08.2009, 08.56 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Besuch und Aktivitäten
Wir haben lieben Besuch aus Australien und dann macht man Sachen, da kommt man sonst nie dazu. Gestern hatten wir eine schöne Bootstour und heute haben wir eine Rundfahrt über Potsdam nach Berlin-West gemacht, als kleines Schlußhighlight noch die Stalinallee mitgenommen. Postdam hat sich ja ganz schön rausgemacht in den letzten Jahren, wenn man nicht so oft hinkommt muss man eindeutig sagen, die Veränderungen sind unübersehbar. Aber wenn man dann über die Glienicker Brücke ins alte Westberlin fährt komt einem das auch alles wieder so vertraut vor, die Freie Universität in ihrer Ferienruhe, Botanischer Garten, Charlottengrad, Kurfürstendamm, so ruhig war der früher nie, Gedächtniskirche und Europacenter, letzteres erscheint heutzutage richtig mickrig. Das Bikinihaus wird abgerissen, ich dachte das wäre ein Baudenkmal, der Knast in Moabit versprüht den Charme, den er immer hatte, über die Invalidenstraße in den Osten, wie war das doch damals dort am 9. November 89? Am Alex wird wie immer gebaut, die werden nicht ruhen, bis man nichts mehr erkennt. Die halbe Innenstadt ist natürlich gesperrt wegen Leichtathletik-WM. Die Stalinallee so renoviert als sollte sie neuerlich als Stäadtebaumodell dienen. Aber dann ist man doch froh, wenn man wieder draußen ist und baden kann, war ja heiß heute.
Meister 16.08.2009, 20.15 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag
Wer hat nun das Problem?
Ich bin auf die Idee verfallen, es mal nicht mit Firefox zu probieren, sondern mit Internetexplorer und dort scheint es problemlos zu gehen. Was hat es denn also das feurige Füchschen?Hat es vielleicht mit der Umstellung auf 3.5 angefangen? Hab ich da was falsch gemacht, wieder mal einen Schalter falsch gestellt, oder läuft da was ganz anderes?
Meister 15.08.2009, 22.06 | (2/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Über-Blog
Eigentlich wollte ich was bloggen
Meister 15.08.2009, 01.33 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Über-Blog
So kann telefonieren teuer bleiben
Festnetz zu Festnetz kostet flatrate, aber nein, es wird nicht kostenlos telefoniert, sondern die teuerste Variante und dann moeglichst noch stundenlang: "Was ich noch fragen wollte..."
Meister 13.08.2009, 18.19 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Praxisnotizen
Jugendamt und tote Kinder
Sie fordern mehr Mitarbeiter bei den Jugendämtern, mehr Kontrollen, verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen und was sich der wütige Gutmensch noch so ausdenken mag.
Aber das wird alles nicht helfen, vor allem weil Kontrole und Drohung gerade die angepeilte Klientel der sagen wir mal Sozialschwachen stark abstößt.
Die Jugendämter sind -man muß es mal sagen- doch stark verhasst, im wörtlichen Sinne des Wortes, weil sie mit arroganter "Das Kindswohl bestimmen wir"Attitüde den Eltern und allen anderen Beteiligten gegenüber treten. Ich glaube viele der dort Beschäftigten hätten nichts dagegen, wenn sie in eine Kinder- und Jugendpolizei umbenannt würden, empfinden sie sich doch jetzt schon so.
Und was könnte man tun?
Statt Polizeifunktion sollte mehr Hilfsfunktion ausgebaut werden, am Besten man schafft Institutionen, die unabhängig von Kontrolle, Aufenthaltsbestimmungsrecht und Zwangsmaßnahmen die Leute berät und auch Kinder- und Jugendhilfen finanziert, beispielsweise Einzelfallhelfer, Familienhelfer, Therapien, freiwillige zeitweilige Unterbringung der KInder und vieles mehr. Aber das würde richtig Geld kosten. Möglicherweise aber gut angelegtes Geld, besser als noch mehr Geld in Kontrolle, Zwang und Gieskannensubventionen zu stecken. Den "armen" Familien hilft oft nicht einfach Geld, das versickert genauso wie das, was sie schon haben. Ihnen hilft Geld, das für sie zweckgerichtet ausgegeben wird, von Partnern, die nicht ständig darauf schielen, ob man ihnen die Kinder nicht doch wegnehmen muss.
Das ist nämlich die Kehrseite: je mehr in der Öffentlichkeit Welle gemacht wird, um so mehr sind die Amtsmitarbeiter ängstlich, dass ihnen jemand durch die Lappen geht und sie dann die öffentliche Medienprügel einstecken, wie es bei den toten KIndern oft war, als habe das Jugendamt sie auf dem Gewissen. Damit sind sie noch mißtrauischer und damit verlieren sie bei der Klientel noch weiter an Vertrauen. Ein TEufelskreis, den man erstmal durchbrechen müßte damit sich was ändert.
Und die Profi-Gutmenschen? Sie sollten lieber manchmal schweigen.
Meister 13.08.2009, 08.16 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder
Woher die Gier und wohin damit?
Hi, hier spricht Billie B. Stupid, Eure Weltwirtschaftsamateurin. Heute geht es um etwas sehr Elementares, nämlich um die Gier selbst. Da hat man ja vieles gehört in letzter Zeit: die Bänker sind gierig; die Anleger sind gierig; alle sind gierig.
Nachdem sie das Schlimmste scheinbar (auf öffentliche Kosten) überstanden haben, zocken die Banken schon wieder und machen Milliardengewinne (natürlich nur wenn man die vorherigen Verluste außer Betracht läßt, was sie nach neuen Bilanzregeln dürfen oder mit Staatshilfe wieder können).
Aber heute stellen wir mal die Frage, woher kommt die Gier?
Da werden oft ziemlich wohlfeile Antworten gegeben: sie sei in der menschlichen Natur begründet, die Bänker seien eben spielsüchtige Psychopathen und Soziopathen und dergleichen mehr.
Aber wie das in der Wirtschaft so ist: meistens sind es doch wirtschaftlich objektive Gegebenheiten und nicht nur substanzlose Psychologie, die dahinter stecken, auch wenn Psychologie immer im Hintergrund eine Rolle spielt.
Und welches sind diese Gegebenheiten?
Eine sehr einfache vor allem: GELD, VIEL GELD, ZU VIEL GELD.
Na ist doch toll, mag man sagen, her mit dem Schotter, wir wissen, wie wir den ausgeben könnten.
Aber wie das mit dem Geld so ist: es gehört immer irgend jemandem, und meistens den Falschen.
Grundlage für die ganze Zockerei ist, dass es weltweit schlicht viel zu viel Geld gibt, das in den den Taschen von denen steckt, die kein Bedürfnis haben, es für sich auszugeben, sondern die es anlegen wollen, um später davon zu profitieren, also nicht schlicht Geld sondern KAPITAL, DAS WELTWEITE FINANZKAPITAL.
Und wer ist das?
Ja klar, da sind auch die Superreichen, die Magnaten und andere ehrenwerte Horrorfiguren darunter, aber ein Großteil des Finanzkapitals besteht auch in den Kapitalreserven von Versicherungen, Pensionskassen und Investmentfonds der veschiedensten Art, also in den Reserven von mehr oder minder normalen Leuten.
Die haben das Problem, dass sie ihren Reichtum mit ins Alter nehmen wollen, einen sorgenfreien Lebensabend mit dem im Laufe des Lebens angesammelten Geld verbringen wollen, und dieser Lebensabend wird heutzutage immer länger, die Zeit bis zum Entschlummern immer unübersichtlicher und damit riskanter.
Es ist ein Ammenmärchen, dass alte Menschen kein Geld brauchen und nur darauf warten, es den Erben in den gierigen Schlund zu werfen.
Im Gegenteil, man muss sich im Alter mehr erkaufen als in jüngeren Jahren, nicht zuletzt kann es auch passieren, dass man für Gesundheit und Pflege, sagen wir lieber für die ganzen Altersmalessen zur Kasse gebeten wird.
Deshalb ist das natürlich ein legitimes Anliegen, auch wenn mit diesen Milliarden und Billionen ein Heer von angeblichen Finanzexperten nicht nur durchgefüttert wird, sondern vielmehr in Saus und Braus lebt.
Diese Experten müssen also dem kapitalbesitzenden Publikum vormachen, dass sie und ihre horrenden Einkünfte durch Leistungen gerechtfertigt sind, denn für ein Sparbuch braucht man sie genauso wenig wie dafür einfach Staatsanleihen oder Aktien zu kaufen.
Sie können ihre Existenz nur dadurch rechtfertigen, dass sie mehr versprechen; und sie müssen deshalb zocken, denn in Wirklichkeit ist die Profitrate in keinem Wirtschaftzweig so hoch, vor allem nicht dauerhaft so hoch.
Und zocken heisst in diesem Falle ganz wörtlich, Wetten abschliessen, bei denen man gewinnen oder verlieren kann.
Denn wie schon so oft gesagt, die ganze Spekulation schafft keinerlei Wert, sie schichtet nur das Geld von den Verlierern zu den Gewinnern um, ein Nullsummenspiel, das in Wirklichkeit ein Verlustgeschäft ist, wegen der hohen Reibungsverluste durch die Eigenabzweigungen der Bänker, Versicherer, Wirtschaftprüfer, Ratingfuzzies und der von ihnen Bestochenen.
Damit nicht auffällt, dass sie in Wirklichkeit Geld verlieren, müssen sie Tricks anwenden, die die Werte scheinbar vermehren. Der einfachste davon ist es, die Preise für etwas, beispielsweise Aktien in die Höhe zu treiben: plötzlich ist ein Unternehmen scheinbar ein paar Milliarden mehr wert, ohne dass es ein bißchen mehr erzeugt, verkauft oder gar Gewinn macht. Das Gleiche gilt auch für Immobilien, der Wert des benötigten Bodens ist sowieso nicht seriös und stabil festzustellen, der Wert des Bauwerks besteht in seinen Baukosten zunächst. Aber die Preise können auch viel höher sein.
Das ist aber alles nur die klassische Variante; sie waren kreativ, sie haben jetzt Papiere und "Zertifikate" (was für ein schönes Wort für heisse Luft), die scheinbaren Wert aus sich selbst erzeugen, sie haben also einen hohen Preis, der keine Substanz hat außer dem Versprechen, dass er in Zukunft noch höher sein wird.
Da wird einem nicht nur schwindelig, das ist wirklich Schwindel.
Natürlich braucht da keiner mitzumachen, aber das ist genauso wie mit anderen wirtschaftlichen Sachen: das Ekelfleisch wird für einen Spottpreis gekauft, weil man ein Schnäppchen machen will, und die schlichte Tatsache verdrängt, dass Fleisch zu einem solchen Preis nicht zu erzeugen ist; der Chinabilligschrott wird gekauft, auch wenn man weiß, dass man die eigenen Arbeitspltze damit exportiert, und auch sonst überall folgt die Masse der scheinbaren wirtschaftlichen Logik, dass man einfach so billig wie möglich kaufen und andererseits so viel wie machbar erlösen muss, sonst kann man ES nicht schaffen.
Sind es also letztendlich die legitimen Interessen der Menschen, die eine wirtschaftlich sichere Zukunft haben wollen, die den ganzen Schlamassel verursachen?
Nein, sicherlich nicht allein, aber wenn eine andere wirtschaftliche Logik in der breiten Masse sich durchsetzen würde, könnte man den Zockern und Berufsgierlappen schon einen Großteil ihres Geschäfts wegnehmen. Und der Kern einer anderen Logik wäre die wirtschaftliche Fairness, der faire Handel, die Zurückdrängung der Monopolgruppen und eine weitgehende Dezentralisierung von Leistungen und Arbeiten. Natürlich ist das alles Utopie und Vision.
Und Helmut Schmidt hat gesagt, "wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen".
Aber deshalb sind Sie ja hier.
Meister 12.08.2009, 20.41 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy
Die Grippe-Ente des Tages
Meister 11.08.2009, 20.42 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche
RKI zu SG
Das nenn ich eine Anleitung zum zielgerichteten Handeln,wa!
Meister 11.08.2009, 17.39 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche
Mundartspruch zum Tage
Meister 10.08.2009, 15.59 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche
Türken sind halt auch nur Japaner
Die Türken sehen das immer noch als "Beleidigung des Türkentums" an, die türkische Gemeinde geht laut Tagesspiegel sogar soweit, die Leistungsfähigkeit türkischer Schüler damit in Frage gestellt zu sehen, wenn sowas im Unterricht vorkommt.
Die Türken haben noch ein ähnliches Ruhmesblatt in ihrer jüngeren Geschichte: 1922 nach dem Griechisch-türkischen Krieg haben sie auch im Rahmen der ethnischen Säuberung in der Westtürkei nicht nur Hunderttausende Griechen vertrieben, sondern auch viele ermordet. Mir ist erst vor kurzer Zeit klar geworden, warum es die Stadt Smyrna nicht mehr gibt: ganz einfach, man hat die Bewohner dieser Stadt durch Türken ersetzt und die Stadt Izmir genannt. Diese Verbrechen an unschuldigen Menschen werden natürlich genauso wie andere im zweiten Weltkrieg als nicht so schlimm angesehen, weil die Griechen ja den Krieg angezettelt hatten.
Merke: Ethnische Säuberung, das Vertreiben und Umbringen einer Zivilbevölkerung ist dann eine läßliche Sünde, wenn die Gegenseite an den Auseinandersetzungen schuld war und diese auch verloren hat.
Das kann man auch in den ehemaligen Osten Deutschlands sehen, wo 10 Millionen Menschen die Heimat und unbezifferbar viele ihr Leben verloren hatten. Aber hinter der deutschen Schuld verschwindet halt die der anderen, und die weigern sich heute noch dies zu thematisieren.
Aber die Türken hatten den ersten Weltkrieg auch verloren und deshalb ist ihre Position eher mit der der Japaner zu vergleichen, denen ihr Vernichtungskrieg in China heute noch als völlig normal gilt, na gut, man murmelt mal eine Entschuldigung, aber in Wirklichkeit war man es nicht selbst.
Ich denke, wir in Deutschland haben die Verpflichtung diese Dinge zu thematisieren, gerade weil unsere Geschichte nicht besser war als deren. Wenn hier auch Untaten von anderen aufgegriffen werden, dann nicht, um das zu relativieren, was Deutsche gemacht haben, sondern weil historische Verantwortung nicht heisst, immer ein Mantra von Schuld vor sich her zu tragen, sondern Krieg, Vertreibung und Völkermord immer und überall zu ächten und zu verhindern.
Ein Wort noch zu unseren Freunden von der selbsternannten "Linken" (SED/PDS): sie haben Prof. Lepsius als "extrem rechtsgerichteten Antidemokraten" denunziert und dabei trefflich verschwiegen, dass das Buch "Die 40 Tage des Musa Dagh" über diesen Genozid von Franz Werfel geschrieben wurde.
Meister 10.08.2009, 15.37 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter
Stossfester Papagei - Version Zwei
Die im Kommentar diskutierte Ehefrauenversion - programmierbar auf die möglichen Abwege des Göttergatten und meine alte Lieblingsidee tibetanische Gebetsmühlen für Eltern zu importieren, die immer wieder die gleichen Sätze wiederholen, läßt mich eine einfache Papageienversion vorschlagen: solange man nicht situationsabgestimmte Sätze anbieten kann ( siehe fehlender Sensor), arbeitet man erstmal mit frei programmierbaren, die wahrscheinlich auf die Situation passen könnten: "Nicht einschlafen, mitmachen!" Den Rest der Stunde schaffst Du auch noch" "An alles gedacht?" "Nicht provozieren lassen!" " Wer die Hausaufgaben aufschreibt, hat mehr vom Leben!" "Jetzt nochmal richtig ranklotzen, dann sind auch bald Ferien!". Da ist also vieles denkbar und die Abfolge und Auswahl der Sätze ist genauso variierbar wie die Wiederholungsfrequenz.
Und wie kann das alles stattfinden? Praktisch sieht unser Papagei vielleicht so aus wie das trendyste Händi, man könnte es e-phone nennen, der direkte Draht nach Hause, mit anderen Worten es könnten auch frisch eingesprochene Nachrichten in die Wiederholschleife eingebaut werden, das nennen wir dann:
SWMS =SchnellWiederholendeManipulationsSendung.
Schöne neue Welt, wa?
Meister 10.08.2009, 09.58 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen
Sommerfestnachlese
Meister 09.08.2009, 13.11 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Haus, Garten, Draussen,Kochen
Bildungskinder und Zukunftskapital
Es wird immer so getan, als sei es für unsere Gesellschaft zukunftsrettend, wenn wir unsere Kinder mit allen Mitteln elitär drangsalieren.
Die Zukunft unseres Landes steckt in der Bildung unserer Kinder, hurra!.
Folge: Verpisaisierung der Schulen, Verschulung der Hochschulen, Frühförderung im Kindergarten, am Besten zwangsweise, Nachilfeunterricht, Logopädie für bessere Grammatik, Ergotherapie für bessere Stifthaltung, Ritalin für besseres Aufpassen, Psychotherapie für stromlinienförmige Schulperformanz, Sonderschulen für Querdenker und Schiefschreiber, Internat für Renitente, Stipendium nur für Überflieger, Exellenzpreise und Smilies.
Sind es wirklich die Eltern, die an allem schuld sind? Na, eine Teilschuld haben sie sicher, vor allem, wenn sie die Sprüche der Experten glauben, dass ihr Kind nur dann einen guten Platz im Leben finden wird, wenn es sich in dem Eliteellenbogenwettbewerb durchsetzt.
Es ist richtig und gut, wenn die Eltern für ihr Kind das Beste wollen.
Nur, was ist das Beste?
Viele Kinder leisten nicht ihr Optimum, wenn man sie unter Druck setzt. Kleinkinder lernen mehr durch freies Spielen als durch "Förderprogramme" und "Frühförderung". Es steckt ein ganz schlimmes Menschenbild hinter dem Förderwahn: man wähnt, es käme mehr darauf an früh Fertigkeiten zu entwickeln als Persönlichkeit, Individualität und Charakter. Genauso wird eine Stufe später in der Schule die Vermittlung von Wissen gegenüber der Weckung geistiger Interessen und dem >Lernen lernen< stark überbewertet. Einen Gegenstand kritisch durchdringen zu können, scheint selbst an der Universität eine Sekundärtugend zu sein.
Und worauf kommt es an?
Zum einen ist die liebevolle Betreuung durch liebende Eltern durch kein Förderprogramm zu ersetzen. Der Versuch, immer mehr Kinder in sozialproblematischen Familien erzeugen zu lassen und diese dann in Krippen, Kitas und anderen Förderinstituten zu nützlich sozialisierten Menschen zu machen, scheitert deutlich. Kleine Kinder brauchen Liebe und zeitliche Zuwendung, sie brauchen Sicherheit und Stabilität in ihrem persönlichen Umfeld. Sie brauchen die Freiheit ihre Welt selbstständig zu erobern, und man darf nicht auf ihrem Selbstwertgefühl herumtrampeln, sie herabsetzen und in ihrer Entwicklung verunsichern, sie brauchen Erfolg und Selbstgewißheit und das Gefühl, dass man hinter ihnen steht.
Und in der Schule: da kommt es auch darauf an, dass nicht alle über einen Leisten geschlagen werden, selbst wenn der >Leistung< genannt wird. Es kommt darauf an, die Individualität zu akzeptieren, den richtigen Weg für jeden Einzelnen zu finden und viele Wege zu eröffnen. Wenn es gelingt, den Funken des >Wissen wollen< im Gehirn des Kindes zu erzeugen, dann hat man etwas erreicht.
Und die Elite?
Man solte sich darüber nicht zu viele Gedanken machen, die wirklich guten Leute bilden sich schon heraus, ragen dann schon heraus, auch sie muss man weniger fördern als einen Rahmen geben, in dem sie arbeiten, sich entfalten kreativ sein können. Vulgär gesprochen: Leistung muss sich lohnen, nicht nur materiell, sondern auch durch Anerkennung und durch die Einräumung der Freiheit, die der kreative Geist braucht. Die Regel scheint in diesem Lande dagegen zu sein, dass man diejenigen, die etwas leisten, kritisch neidisch beargwöhnt, und wir in die absurde Situation kommen könnten, dass wir eine Elite ausbilden, die dann im Ausland erfolgreich ist. Das können wir schon an den Nobelpreisen sehen. Deutschland freut sich ber Nobelpreise von Forschern, die ihre gesamt Forschungsarbeit im Ausland machen.
Was bedeutet es also für das Wohl unseres Landes, genauer der Zukunft unseres Landes?
Unsere Zukunftsfähigkeit hängt am meisten davon ab, dass wir eine geistig aufgeschlossene Gesellschaft werden, wo Kreativität, Leistung, Erfindungsreichtum und Fleiß nicht mies gemacht sondern nachgemacht wird. Eine Gesellschaft, in der geniale Geister aus aller Welt gern leben und arbeiten. In der die nicht so ganz Genialen nicht Haß gegen die Besseren empfinden, sondern Ansporn es ihnen gleich zu tun.
Und die Kinder?
Die sollen alle Möglichkeiten haben, aber auch die Freiheit, sie so zu nutzen, wie es ihnen bekommt. Wie vielen Leuten hat man es schon schwer gemacht, weil sie in ihrer Entwicklung etwas später dran waren als andere, wie viele sind schon von den Schulen geflogen, weil sie sich pubertär nicht rechtzeitig eingekriegt haben. All das müßte nicht sein, es sind ganz andere Formen von Bildung und Ausbildung denkbar als die, die heute als die allein seelig machenden gelten.
Meister 08.08.2009, 16.05 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule
Heute wird mal nicht gegrillt!
Kassler auf zweierlei Art, einmal mit Sauerkrautunterlage und als Gag kleiner Grünkohlecke. Zweite Art: das Kassler in Kokos-Porreesosse. Und Prager Schinken gibt es auch noch. Die Salatproduktion ist dafür auf die Gäste ausgelagert, das Einzige, was wir


