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Ausgewählter Beitrag
Geheimnisse der Berliner S-Bahn
Die Oberfläche des S-Bahnproblems sind die Sparmaßnahmen bei der Bahn, davon weiß ja nun jeder.
Es gibt aber noch 2 andere wesentliche Probleme:
Jahrzehntelang, durch Krieg, Nachkrieg und Mauerzeit ruckelten diesselben alten S-Bahnwagen aus den 30er Jahren, unkaputtbar würde man heute dazu sagen. Die galten als überholt, überaltert und überaus unkomfortabel, aber sie fuhren und fuhren. Dann kam die schöne neue Zeit und es wurden neue Wagen bestellt, die alten natürlich im Austausch abgewrackt ( Reserven? Wozu brauchen wir Reserven?). Die neuen Wagen waren natürlich reichlich teuer , die Hersteller liessen es sich vergolden, dass sie die Wagonprodukttion in Henningsdorf bei Berlin beliessen. Dummerweise waren sie absolut nicht haltbar, die Räder seien "unterdimensioniert" konnte man gerade lesen, der neue Stahl so hart, dass es beim Stahl auf Stahl schon mal einen Flurschaden geben mußte. Und jetzt sind sie kaputt. Komischerweise scheint jeder davon überzeugt, dass es normal ist, dass sie schon kaputt sind. Geht ja alles mal kaputt, und in einer schnellen Zeit geht eben alles schneller kaputt (Früher im Schulaufsatz war das Wort>kaputt< tabu, ist ja schon eine Weile her, aber vielleicht gingen die Dinge damals noch nicht so einfach kaputt).
Der zweite wichtige Punkt ist die Stromversorgung der Berliner S-Bahn: vor langer, langer Zeit hat man die aus heutiger Sicht falsche Entscheidung getroffen, sie mit Gleichstrom fahren zu lassen, deshalb stehen an jedem S-Bahngleis Gleichstromschienen, können die S-Bahnen nur auf ihren eigenen Gleisen fahren und auch keine "normalen" E-Triebwagen auf den S-Bahngleisen. Bei der Beschaffung der neuen S-Bahnzüge hat man natürlich genau an dieser falschen Entscheidung festgehalten und auch nicht etwa eine Korrektur dadurch eingebracht, dass man Doppelstromabnehmer eingebaut hätte, um die Linien Zug um Zug auf den normalen Wechselstromfahrdraht der Bahn umzustellen. Damit hat man sich zwei wesentliche Nachteile eingehandelt: zum Einen ist das S-Bahnnetz kaum erweiterbar, denn man müßte Extratrassen neu bauen, was an vielen lohnenden Stellen nicht möglich und an den entfernteren nicht lohnend ist. Zum Anderen kann man keine anderen, beispielsweise ausgeliehenen, Züge auf den S-Bahngleisen fahren lassen, was diesen augenblicklichen Wagenmangel erst so richtig spürbar katastrophal macht.
Zusammenfassend kann man sagen: ein vielschichtig-skandalöses Geschehen, wie es hierher passt.
Es gibt aber noch 2 andere wesentliche Probleme:
Jahrzehntelang, durch Krieg, Nachkrieg und Mauerzeit ruckelten diesselben alten S-Bahnwagen aus den 30er Jahren, unkaputtbar würde man heute dazu sagen. Die galten als überholt, überaltert und überaus unkomfortabel, aber sie fuhren und fuhren. Dann kam die schöne neue Zeit und es wurden neue Wagen bestellt, die alten natürlich im Austausch abgewrackt ( Reserven? Wozu brauchen wir Reserven?). Die neuen Wagen waren natürlich reichlich teuer , die Hersteller liessen es sich vergolden, dass sie die Wagonprodukttion in Henningsdorf bei Berlin beliessen. Dummerweise waren sie absolut nicht haltbar, die Räder seien "unterdimensioniert" konnte man gerade lesen, der neue Stahl so hart, dass es beim Stahl auf Stahl schon mal einen Flurschaden geben mußte. Und jetzt sind sie kaputt. Komischerweise scheint jeder davon überzeugt, dass es normal ist, dass sie schon kaputt sind. Geht ja alles mal kaputt, und in einer schnellen Zeit geht eben alles schneller kaputt (Früher im Schulaufsatz war das Wort>kaputt< tabu, ist ja schon eine Weile her, aber vielleicht gingen die Dinge damals noch nicht so einfach kaputt).
Der zweite wichtige Punkt ist die Stromversorgung der Berliner S-Bahn: vor langer, langer Zeit hat man die aus heutiger Sicht falsche Entscheidung getroffen, sie mit Gleichstrom fahren zu lassen, deshalb stehen an jedem S-Bahngleis Gleichstromschienen, können die S-Bahnen nur auf ihren eigenen Gleisen fahren und auch keine "normalen" E-Triebwagen auf den S-Bahngleisen. Bei der Beschaffung der neuen S-Bahnzüge hat man natürlich genau an dieser falschen Entscheidung festgehalten und auch nicht etwa eine Korrektur dadurch eingebracht, dass man Doppelstromabnehmer eingebaut hätte, um die Linien Zug um Zug auf den normalen Wechselstromfahrdraht der Bahn umzustellen. Damit hat man sich zwei wesentliche Nachteile eingehandelt: zum Einen ist das S-Bahnnetz kaum erweiterbar, denn man müßte Extratrassen neu bauen, was an vielen lohnenden Stellen nicht möglich und an den entfernteren nicht lohnend ist. Zum Anderen kann man keine anderen, beispielsweise ausgeliehenen, Züge auf den S-Bahngleisen fahren lassen, was diesen augenblicklichen Wagenmangel erst so richtig spürbar katastrophal macht.
Zusammenfassend kann man sagen: ein vielschichtig-skandalöses Geschehen, wie es hierher passt.
Meister 27.07.2009, 22.54
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