Meisters Romantic
Die Zukunft ist die Traumzeit der Romantik
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Das sind bestochene Mietmäuler.Sie schreiben
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Das bestochene sind Mietmäuler.Sie schreiben
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Schön, dass du wieder da bist! Ich würde auch
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Hallo Herr Mediziner,Wir waren jetzt in Marbu
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Bärbel
Ich möchte dir mal ganz viel Glück wünschen, dass die Pannenserie nun ihre letzte Folge hatte! Daumen sind doll gedrückt
LG Bärbel
30.1.2010-22:36
Sebastian
Dein letzter Blog Eintrag "Ergoterror macht Kinder fertig" ist dir sehr gut gelungen -baut sehr gut auf dem vorigen auf :ok:
27.11.2009-10:15
Chatty
Ich lasse Dir Wünsche für ein wunderbares Wochenende da ... nutze sie :-)
30.10.2009-19:48
Linda
Auch ich, wie die Schreiberin vorher!
LG
30.9.2009-19:03
Bärbel
Bin heute als Berlinerin über diese Seite gestolpert und...es hat sich gelohnt. Ich werde hier öfter mal stöbern nach Perlen :D

Danke
und Grüße aus dem "hohen Norden"
Bärbel
13.5.2009-19:45

Heilpraktiker

Liebe Freunde des Heils und Feinde des Unheils,

ich bin gebeten worden, etwas über Heilpraktiker zu schreiben. Aus der Sicht des Spreebogens ist das gar nicht so einfach, weil hier hauptsächlich die Gesundbeter vorherrschen, die von den Wenigsten als Heilpraktiker, von den meisten aber als Teufelspaktierer angesehen werden. Und die Dame und Herren im Gesundheitsministerium sind lediglich, Heiltheroretiker und Heulpraktiker. Der einzige wirkliche Heilpraktiker hier ist Hubert S. Heil, der die siechen Sozis heilen soll, dem aber eher die Rolle des >ich-heil-mich-selbst< auf den Leib geschrieben scheint. Eine Frage von Sein oder Nichtsein offenbar.
Im weiteren Umfeld gibt es dann allerdings auch noch die braunen Jungs mit ihren Knüppeln, die man aber am Treffendsten als Praktiker des Unheils  charakterisiert.
Doch überall in den Nischen des >Gesundheitswesens< sitzen die "Heilpraktiker"-
Wir wissen nicht was Eva Herrmann dazu sagen würde oder ob Harald Schmidts >Nazometer<  beim dem Wort "Heilpraktiker< aufblinkt, aber Tatsache ist, daß das Heilpraktikergesetz aus den ominösen 1000 Jahren stammt.
Bevor mich jemand in die "es-war doch-nicht alles-schlecht"Schublade einordnet, fahre ich lieber auf der Landstraße weiter (Nebenbei: Was rät man einem Engländer, der in eine deutsche Talkshow eingeladen wird? : >Don´t mention the Autobahn!<).
Die Ärzte haben zu den Heilpraktikern natürlich ein gespanntes Verhältnis, weil die von den Patienten das Geld hingelegt kriegen, was die Ärzte gern hätten und zwar dafür, daß sie ihnen viel heiße Luft einblasen. Angeblich haben die Heilpraktiker ja so viel Zeit für die Patienten. Aber die Ärzte könnten das nur dadurch beheben, daß sie die Patienten wirklich auf  die bezahlten 3 Minuten kürzen und ihnen dann den Rest der Zeit zurück verkaufen, weil die Kassenpatienten ja denken, ihre Kasse bezahlt alles.
Ärgerlich ist auch, daß die Heilpraktiker sich als die "Naturheiler" groß raus bringen, obwohl die schnöde Schulmedizin selbst darin um Längen besser ist.
Dennoch: ich bin für die Freiheit des Heilens, d.h. auch Leute, die keine medizinische Qualifikation haben sollen die Erlaubnis behalten, behandeln zu dürfen, aber das Nazigesetz sollte modifiziert werden: der Ausdruck >Heilpraktiker< sollte abgeschafft werden, wie wäre es mit "Nichtmedizinische Krankheitsbehandler" ? Viel wichtiger ist aber, daß diese Leute für das was sie tun auch persönlich einzustehen haben. D.h. wenn ein Heilprakiker einem Patienten Schaden zufügt, muß er genauso dafür gerade stehen, wie ein Arzt es müßte. Denn das ist das Ärgernis schlechthin heute: wenn ein geschädigter Patient einen Heilpraktiker belangen will, der ihm einen Schaden zugefügt hat ,wird ihm erklärt ,daß er selbst daran schuld ist, er hätte es wissen müssen, daß der Heilpraktiker behandeln darf, wie er will und sich nicht an die medizinischen Regeln halten muß wie der Arzt.
Ich denke also Aufklärungspflicht und Haftung müssen auf diese Zunft ausgedehnt werden.

 

Meister 14.11.2007, 21.49| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Jahrgangsübergreifende Ganztagsschule

Er ist jetzt in der zweiten Klasse, die erste lief gut. Aber jetzt haben sie zusätzlich auch noch die Erstklässler dazu bekommen. Er ist nämlich in einer 1,2,3 Klasse, jahrgangsübergreifend nennt man diese neue Konstruktion. Die Lehrerin beklagt sich, daß er nicht mehr konzentriert sei und nicht mehr mitmacht, wenn jemand neben ihm sitzt macht er es prima, aber sie könnten das in der Schule nicht machen, die Eltern können aber auch nichts machen, da er ja erst spät nach Hause kommt. Sie sollen auch nichts machen, also weiß keiner wie es weiter geht? Der Junge ist ganz clever, er braucht halt ein bißchen Aufmerksamkeit, man kann ihn nicht ganz hängen lassen, auch wenn andere sicher mehr Förderung brauchen.
Kommt mir wieder mal ganz typisch für unsere augenblicklichen Schulexperimente vor: Gute Absichten aber nicht die MIttel sie umzusetzen. Ideologische Vorgaben, aber ansonsten laßt sie mal machen. Darf man das auf den Kinderrücken austragen?
Ich habe das Gefühl, mit den jahrgangsübergreifenden Klassen haben sie endlich die alte mehrklassige Dorfschule unterboten. Dort war der Lehrer längst nicht für so viele Kinder zuständig wie heute. Aber aus Heinrich Lübke ist ja auch was geworden.
Aber sie meinen ja, die Kinder sollen voneinander lernen. Prima Idee um Lehrer einzusparen.
In der Medizin hatten wir auch schon früher den Witz, daß der Patient aus Sparsamkeitsgründen sich selbst operiert.
In der Schule wird der Witz zur Wahrheit. Auch über die wundersame Dialektik, die sich in der Wiederauferstehung der Dorfschule verwirklicht, könnte man lachen, wenn es nicht so traurig wäre.
Ich denke, es gibt nur eine Lösung und die heißt ,daß sich die Eltern massiv einmischen und mit allen vernünftigen Lehrern sich zusammentun gegen die Bevormundung durch Ideologen und Bürokraten.
Manchmal befürchte ich, der nächste Amoklauf könnte von Eltern oder Lehrern veranstaltet werden. Hoffentlich haben sie wenigstens die richtige Adresse dafür.
Damit keine Mißverständnisse aufkommen: ich bin für Schulexperimente!
Aber die dürfen nicht von oben oktroiert werden, sondern sollten zusammen mit den Betroffenen geplant und durchgeführt werden. Sie müssen ausreichend oder besser ausgestattet sein und sie müssen kritisch begleitet und untersucht werden.
 

Meister 13.11.2007, 22.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Trägheit spricht für Winter

Vor dem Wochenende habe ich im Moment immer viele Pläne, aber dann passiert längst nicht so viel, wie ich mir wünsche. Im Sommer war es die Hängematte, aber jetzt ist es der SChnee und die frühe Dunkelheit und die gemütliche Atmosphäre, die ienen die Dinge ruhiger angehen läßt. Man fragt sich nach dem Wochenende dann immer, warum hast Du nicht mehr erreicht, aber schließlich muß man sich ja auch für die im Winter anstrengendere Arbeitswoche erholen. Nehmen wir es also mit Gelassenheit.
 

Meister 11.11.2007, 20.54| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schreibtisch und Ablenkung

An einem solchen Tag - schon wieder dunkel - am Schreibtisch zu sitzen und zu schreiben ist einerseits Vergnügen, andererseits kommt man auch nicht umhin, mal hier und mal dort zu gucken. Ich gehöre weder zu den Leuten die ständig TV laufen lassen, noch zu denen , die ständig Musik dudeln. Aber das Internet schalte ich nicht ab, habe ich schnellen Zugriff auf das, was ich suchen könnte. Konzentriert arbeiten ist natürlich schön, aber ich brauche auch mal eine Pause zwischendurch, besonders bei Passagen, wo es nicht geschmiert geht, sondern die Geschichte ein bißchen hin und her schwankt und sich dann erst entscheidet, wie sie weiter geht. Also bei mir ist es so, daß ich das Gefühl habe, daß die Geschichte selbst entscheidet, wie sie weiter geht, ist eben wirkliche Geschichte, die kann man ja auch nicht machen.
 

Meister 11.11.2007, 17.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Stichwort: Weiterleben

Nehmen wir mal an, wir könnten in Zukunft weiter leben  und zwar nicht als alte Wracks sondern zeitlos jung. Das ist zwar nicht gerade die Perspektive bis nächsten Mittwoch, aber wenn ich das Lineal anlege an die Entwicklungskurve der letzten 100 Jahre und den Strich in die Zukunft verlängere, dann erscheint das als Möglichkeit in vielleicht 50 bis 70 Jahren.
Was bedeutet das für uns? Das ist die interessante Frage, denn leben in der Zukunft kann ja nicht heißen, daß wir schon da sind. Sondern daß wir Dinge antizipieren. um sie zu beeinflußen, uns darauf einzustellen und, wenn es geht, daran zu erfreuen, wenn es denn Anlaß dazu gibt.
Und gibt es Anlaß? Ich bin kein Freund von Katastrophenszenarien und Schwarzmalerei, und es macht auch wenig Sinn die Sorgen von heute in die Zukunft zu projizieren. Aber auch eine romantische Betravchtung der Zukunft sieht Chancen und Risiken.
Wir sollten versuchen die Risiken zu sehen, die heute noch nicht populär sind aber trotzdem erkennbar.
Wir sollten die Chancen sehen, die heute noch zu wenig gesehen werden.
Und was wollen wir damit anfangen? Gute Frage, schon wieder eine.

Meister 11.11.2007, 15.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Schneeausblick

Ich schaue aus dem Fenster und es schneit. Ein schöner und beruhigender Anblick. Er bleibt auch zunehmend liegen, und es schneit schon seit Stunden, man könnte immer nur zugucken. Jetzt am Anfang des Winters ist das ja auch etwas wirklich Schönes, mit Blick auf Weihnachten und den immer wieder gleichen Träumen von weißen Weihnachten.
Es erinnert mich an eine Geschichte, die eine Fremdenführerin in Norwegen erzählte von einem deutschen Paar, das sich in Nordnorwegen niedergelassen hatte und wie sie den ersten Schnee enthusistisch begrüßen, wie sie dann allmählich von den ständig fallenden Schneemassen immer mehr genervt werden, abwechselnd in Depression und Wut verfallen und schließlich vor dem Ende des Winters ihr Haus niederbrennen in einem Anfall von Umnachtung. Das war natürlich nur die Kurzfassung, die ich hier wieder gegeben habe. Sie meinte dann noch, daß die Leute in Nordnorwegen deshalb so positiv und lustig sind ,weil alle anderen es sowieso nicht aushalten und nach Oslo ziehen.

Meister 11.11.2007, 10.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kann man in der Zukunft leben?

Es gibt Leute, die leben in der Vergangenheit. Es gibt Leute, die leben in der Gegenwart. Es gibt auch Leute, die leben sonstwo.
Kann man aber auch in der Zukunft leben? Auf lange Sicht gesehen, sind wir alle tot, sagte mal ein Zukunftsforscher.
Aber heute ist ja alles anders! Nehmen wir also an, wir können auch in der Zukunft leben. Wenn wir es annehmen können, sind wir schon so gut wir da. Ok, vielleicht sterben wir inzwischen, aber macht doch nichts. Die Zukunft wird kommen, das ist sicher . Wenn wir daran teilnehmen wollen, können wir das auch, denn wir verursachen die Zukunft. Alles was wir heute tun beeinflußt die Zukunft, vielleicht ein bißchen mehr, vielleicht ein bißchen weniger. Leben wir also auch in der Zukunft ,sind wir also auch selbst verantwortlich für dieses unser zukünftiges Leben.
Es heißt: Bedenke, daß Du sterben wirst. - Durchaus richtig.
Aber es kann auch heissen : Bedenke, daß Du auch weiterleben könntest . - Was dann?!
Was bedeutet leben in der Zukunft? Eine interessante, eine romantische Frage!
Darauf werde ich keine Schnellschußantwort geben !
 

Meister 10.11.2007, 21.25| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Schüler und SED-Staat

Früher habe ich "DDR" nicht mit Anführungszeichen geschrieben, aus Abgrenzung zur "Bildzeitung" und weil Anerkennung der Realitäten nötig schien.
Aber heute ist es erforderlich, daß man deutlich darauf verweist, daß es der zweitschlechteste Staat auf deutschem Boden war.
Die neue Untersuchung der FU Berlin stellt fest, daß das Wissen der Schüler in Berlin und Brandenburg absolut mangelhaft ist. Sie beten oft kritiklos den Unsinn nach, den sie bei ihren Ossieltern und Ossilehrern gehört haben. Der Begriff "Ossi" ist heute nicht als Herkunftsbezeichnung sondernals Lebensauffassung zu verstehen, d.h. "Ossilehrer" sind weder Lehrer die aus dem Osten kommen noch Lehrer, die im Osten unterrichten, sondern diejenigen , die das "früher war es besser " im Sinne des SED-Staates immer noch drauf haben. Sie sind sozusagen die Nazilehrer von heute. Ja, natürlich ist das nicht vergleichbar, das ist ja die deutsche Doktrin, nichts ist mit den Nazis vergleichbar. Nach dem Kriege war das auch so, daß die wieder eingestellten Lehrer ihre Auffassungen von damals unterschwellig unter die Schüler streuten. Nicht offen, dann hätte man sie ja belangen können, sondern so nebenbei, im Sinne "es war doch nicht alles schlecht und manches besser" und "leider haben wir ja den Krieg verloren". Sie hatten keinen Erfolg und konnten keinen Erfolg haben und nach 68 waren sie erledigt.
Das heute Problem mit den "Ossis" und den "Ossilehrern " wird auch erst nach einem "neuen 68" weg sein. Und das wird kommen, da bin ich sicher, so etwas kommt nach 20 bis 25 Jahren. So lange ist das nicht mehr. Und dann werden die groß gewordenen Kinder wieder anfangen zu überlegen, was ihnen so in die Hirne geblasen wurde und anfangen zu fragen: "Papa, was hast Du eigentlich gemacht damals?" Und  "Mutti, was war eigentlich Deine Aufgabe als Parteisekretärin und Kaderleiterin?"
 

Meister 10.11.2007, 10.15| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Heute vor 18 Jahren

hat es zum Glück nicht so doll geregnet wie heute. Wer weiß, was sonst passiert wäre, als die Mauer auf ging?
Nehmen wir an wegen Sauwetter wäre kaum jemand an der Grenze aufgetaucht, vielleicht wäre am nächsten Morgen schon wieder alles vorbei gewesen, Mauer zu, hier herrscht deutsche Ordnung. Innerhalb einer Nacht können sich die staatstragenden Apparate unter Umständen schon reorganisieren und stablisieren. Erscheint nicht unmöglich.
Trotzdem wäre das Ergebnis wahrscheinlich genauso gewesen, denn der 9. November war doch nur ein Umschlagpunkt. Der hätte auch ein paaar Tage oder Wochen später kommen können. Dennoch ist es nicht auszudenken, daß vielleicht ein ganz anderer Verlauf heraus gekommen wäre, wenn das SED-Regime sich an diesem Abend behauptet hätte.
Victor Hugo war der MEinung das Napoleon bei Waterloo gewonnen hätte, wenn es nicht morgens geregnet hätte. Vielleicht war er ein Vordenker der Chaostheorie?
Aber am 9.November war noch mehr. VOn den NAzigreueln 1938 wird in den MEdien natürlich viel berichtet. Aber das wichtigste Ereignis am 9. November war in dern vergangenen 100 Jahren sicher der Waffenstillstand 1918, der das Ende der alten Welt bedeutete. Komisch, daß davon in Deutschland gar nicht geredet wird. Der 1.Weltkrieg war das URtrauma des 20. Jahrhunderts und sein Ende hat eigentlich bis zum 9. November 1989 gereicht. Man könnte auch sagen  dieser Tag in 1918, 1938 und 1989 waren drei entscheidnede Punkte für unsere Geschichte. Die Trilogie dieses Tages soltte vielleicht geschrieben werden.


Meister 09.11.2007, 21.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Wirklich 1 Jahr ?!?

Ein bißchen schockierend - wie immer - ist es schon, daß schon wieder ein Jahr rum ist , diesmal ist es das Jokers-Blog-Jahr. Dank auch noch an den Sponsor !
Dafür daß ich vor einem Jahr noch gar nicht wußte, wozu das alles gut sein soll, habe ich doch eine ganze Menge geschrieben.
Weitermachen? Na klar!
Ich fühle mich hier gut aufgehoben  und auch irgendwie zu Hause. Im Web2.0 muß man sich vielleicht irgendwo zu Hause fühlen, oder möchte jemand lieber den Rolling Stone oder das Irrlicht machen? Ich persönlich schätze es jedenfalls sehr, mich irgendwo zu Hause zu fühlen, und noch mehr, mich HIER zu Hause zu fühlen. Es sieht zwar nicht so aus, aber in Wirklichkeit befinden wir uns in einem unermeßlichen Ozean, mit Tiefen und Untiefen, Stürmen und Calmen,. Treiben wir oder segeln wir, oder benutzen wir eine Seekarte oder gar einen Motor. Haben wir einen Lotsen oder sind wir schiffbrüchig?
Ich persönlich bevorzuge die Vorstellung einer Insel im weiten Ozean. Eine kleine Insel, aber sie soll einen Leuchturm haben, der denen den Weg weist,die in diesen Gewässern navigieren.
 

Meister 05.11.2007, 18.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Reisevorbereitung 3

Der Plan scheint zu funktionieren. Unsere Reisespezialistin Frau Kofbinger (AKOFBINGER@AER.DE) hat mal wieder prima Arbeit geleistet und die besten Flüge heraus gefunden und für uns gebucht. Die Etappen sollen sein TXL-FRA-SIN, dort eine Nacht stopover, dann weiter nach Perth und von dort noch nach Karratha weiter . Dann auf dem Landweg nach Darwin, wenn das Wetter es hergibt, und von dort weiter nach Cairns zum Erholen und schließlich Heimreise von dort wieder über Singapore. Das alles mit Quantas, weil wir da gleich zwei inneraustralische Flüge mit bekommen können für einen günstigen Preis. Zum Glück klappt es auch so über Frankfurt, den auf den Umweg über London hätte ich wenig Lust.
Frau Kofbinger kann man wirklich uneingeschränkt empfehlen, ist auch nicht teurer als über Internet zu buchen, sie hat aber auch noch ein paar Tricks in der Hinterhand, daß es besser klappt.
 

Meister 31.10.2007, 21.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Reformationstag oder Halloween?

Für mich als reformierten Kelten heißt die Antwort: sowohl als auch.
Was allerdings nicht heißt, daß ich die amerikanisierte Kommerzfassung von Halloween gut finde, noch viel weniger freche Kinder, die Süßes erpressen wollen, denen sollte man Saures geben, wenn sie so sehr danach verlangen.
 Halloween ist doch eigentlich eine Art Allerseelentag auf keltisch und es ist nicht schlecht  sondern genau richtig der Vorfahren zu gedenken.
Aber eine Gedanken an den alten Luther zu verschwenden, ist sicher auch nicht falsch, der war wahrscheinlich auch eine Kreuzung aus Fundamentalist und Romantiker.
 

Meister 31.10.2007, 19.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Das Rezept heißt :

Sisu, Stoa und romantisches Denken
 

Meister 29.10.2007, 16.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Dahlien

Die Dahlien sind leider schon verfroren,  und ich habe sie heute ausbuddeln müssen. Zwar ist es nicht so toll, daß man sie jeden Winter einlagern muß, aber sie entschädigen einen mit ihrer sommerlichen Blütenpracht. Das Einlagern ist immer ein gefährliches Spiel: ich versuche immer, sie im Keller frostfrei in einem Bätterhaufen zu lagern, aber zu rocken oder zu feucht ist immer etwas riskant. Einige habe ich im vergangenen Winter abgeschnitten und in Töpfen , überwintert,  schon frühzeitig vorgezogen, aber ich war nicht sehr begeistert über das Ergebnis, also ich würde nicht behaupten, daß ich da die optimale Mehtode praktiziere. Verbesserungsvorschläge willkommen.
 

Meister 28.10.2007, 17.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Fortschritt an spannender Stelle

Heute geht es gut voran. Ich hatte befürchtet, daß jetzt ein langweiliger Abschnitt kommt mit viel Flugübungen und wenig Neuigkeiten, aber im Gegenteil, es ist jetzt sehr spannend geworden. Überall sind Herausforderungen, und ich frage mich gespannt, was als nächstes passieren wird?  Darf man seine Story eigentlich einfach so laufen lassen?  Oder muß man einen Plan verwirklichen? Naja, eigentlich habe ich ja einen Plan, aber was im Einzelnen so passiert, ergibt sich dann immer irgendwie von selbst. Zumindest für mich ist  das sehr unterhaltsam. Man kann ja auch später noch etwas verändern.
Schwierigkeiten gibt es allmählich mit der großen Zahl von Personen, die auftauchen. Im augenblicklichen Kapitel agieren etwa 25  bis 30 Leute, in den anderen sind es weniger, aber es handelt sich auch um eine sehr lange Zeit, über  die erzählt wird, da sind viele Personen  unvermeidlich. Ich muß mehr auf Hauptpersonen fokussieren und die Nebenpersonen knapp und möglichst treffend chrakterisieren , sie ihre Rolle spielen lassen, so sieht das bei Victor Hugo doch auch aus. Bei Josef Conrad dagegen ist die Zahl der Personen meist überschaubar. Es kommt aber einfach auf den Stoff an, man kann sich nicht immer aussuchen, wie viele Leute vorkommen.
 

Meister 28.10.2007, 11.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Sommerzeit ade!

Also ich mag die Sommerzeit, ich finde es schön, wenn es abends lange hell ist und wenn  morgens nicht schon so viele Stunden vor dem Aufstehen die Sonne scheint. Ob sich das wirtschaftlich rechnet, ist für mich nicht die Frage, es ist eine Frage der Lebensqualität.  Schlimm genug, daß es im Winter so lange stockdunkel ist, da dürfen wir doch im Sommer ruhig etwas länger das Sonnenlicht genießen.

Meister 28.10.2007, 09.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Endlich Samstag

Die Wochen werden jetzt wieder stressiger, da es dem Winter entgegen geht. DEshalb ist es besonders schön, wenn das Wochenede endlich ausbricht.
Der Samstag geht immer besonders schnell rum. Man macht ein bißchen dies und das und schon ist er vorbei. Versuche die Zeit langsam laufen zu lassen sind dann auch völlig umsonst. Vielleicht liegt es daran, daß die Erholung Zeit frißt.

Meister 27.10.2007, 17.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Übereinstimmung der Gefühle

Muß man mit seinen Gefühlen immer konform gehen? Eigentlich nicht , es kann schon mal etwas knirschen.
Gutes Besipiel ist die >Schadenfreude<, das Wort ist ein deutscher Weltexport. Niemand ist frei davon, befürchte ich, ich auch nicht.
Da war bei >Wer wird Millionär< am Freitag eine junge Frau, die hatte schon eine 16 T€ gewonnen. Jauch meinte, es wäre doch schön wenn sie die schon fest hätte. DAruaf meinte sie, daß sie das Geld doch schon im KAsten habe, weil sie brauche ja nichts Falsches zu sagen. Dann haben sie ihr eine Frage serviert, was denn >Gravidität< sei? Ein  weiteres Indiz, daß es mit der Fragenauswahl nicht so ganz zufallsbedingt mit rechten Dingen zu geht, denn die Frage passte natürlich wie die Faust aufs Auge. Die Kandidatin war sofort Feuer und Flamme, daß das Schwerelosigkeit heißen müsse, denn schewanger sei sie schon mal gewesen....
Da sie vorher schon ein paar arrogante Sprüche abgelassen hatte, konnte ich nur Schadenfreude über diesen FAll auf 500€ empfinden.
Natürlich ist das blöd, aber Gefühle sind eben nicht immer schlau. Darf man sich blöder Gefühle auch mal schämen? Man darf, manchmal sollte man sogar. Man darf es auch im stillen Kämmerlein tun, niemand verlangt  öffentliche Korrekturen.
Nicht jedes Gefühl ist das Richtige,: der Romantiker zensiert seine Gefühle nicht, aber man kann sie ja nochmal kritisch überdenken.
 

Meister 22.10.2007, 19.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Heimarbeit 2

Eigentlich muß ich mich ein bißchen dementieren. Ich hatte mittags gebloggt, ich würde lieber in Ruhe schreiben, stimmt schon.
Aber wenn man so draußen ist und die herbstliche Natur genießt, dann ist es auch schön.
Und dann mache ich etwas furchtbar gerne, was mein Großvater rumkrokeln nannte: in HAus und Garten ein bißchen dies und ein bißchen jenes tun. Vielleicht nicht ganz so effektiv, wie es sein könnte, aber dafür macht es mehr Spaß.
Und wenn man dann so schaut, hat man doch Einiges geschafft.
Also insgesamt war es wirklich ein schöner Tag heute.
 

Meister 22.10.2007, 19.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Temperaturen in WA

Im Augenblick liegen die Höchsttemperaturen in Broome bei etwa 38°. Es muß in 3 Monaten dort nicht unbedingt kühler sein. Aber eigentlich ist das jetzt eine Hitzewelle, es sollten "nur" 33 bis 34° sein.
 

Meister 22.10.2007, 14.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Heimarbeit

Viel zu tun von Büroarbeiten bis Winterreifen aufziehen und die empfindlichen Pflanzen wollen auch noch evakuiert werden. Dabei würde ich lieber schreiben, aber die dringenden Sachen gehen vor.
 

Meister 22.10.2007, 13.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Reisevorbereitung 2

Die kommende Australienreise wirft ihre Schatten voraus. Wir planen und überlegen und schreiben eine Mail nach der anderen an unsere Reisespezialistin Frau Kofbinger. Es ist  wieder mal gar nicht so einfach den richtigen Flug zu finden. An diesem Wochenende, wie auch am letzten schon haben  wir jeweils eine Mail ständig umgearbeitet, weil wir immer wieder Verbesserungsideen hatten. Heute waren es 3 Versionen , letzte Woche sogar 4. Bisher ist es immer besser geworden, aber es ist immer noch zu konfuß, um es hier darzustellen. Kommt aber noch.
Solche Vorüberlegungen sind ja eine faszinierende Vorfreude, aber auch ein bißchen Kopfzerbrechen. Wenn wir es so machen, was werden die Folgen sein.? Hätten wir nicht vielleicht lieber dies und das machen sollen.? Wir werden es sehen, es sind ja noch 3 Monate bis es losgehen soll.
Der Generalplan lautet von WA übers NT zurück nach Cairns, um sich dort nochmal schön zu erholen. Aber der Anfang, der wird interessant, heiß, vielleicht aber auch anstrengend und vielleicht auch regenreich.
 

Meister 21.10.2007, 20.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Die Lokführer - ein Medienproblem

Jetzt haben sie es bald geschafft, die Lokführer aufs Medienabstellgleis zu rangieren.
Wird ja auch Zeit -
daran wird ja schließlich schon lange genug mit aller Kraft gearbeitet, und es ist  wieder faszinierend, wie der Propagandaapparat funktioniert.
Hier wird nicht aus der Reihe getanzt,
heißt die Botschaft, und die ist nicht nur an die Lokführer addressiert. Wo kämen wir denn hin, wenn Gruppen hier etwas zu sagen hätten, und wie unfein für sich etwas rausholen zu wollen.
Hier herrscht Ordnung -
und die wird von oben dekretiert und vom >Brot und Spiele Volk< abgesegnet.
30 % mehr wollen die,
so eine Unverschämtheit, die sollen sich genauso in der Reihe hinten anstellen wie alle anderen.
Soziale Gerechtigkeit, wie das Politbüro sie definiert hat,heißt: es ist besser, daß Alle wenig haben als das Einige mehr haben.
Dafür braucht man dann wenigstens nicht viel arbeiten und keine Verantwortung zu übernehmen. Und wer mehr arbeitet und mehr verantwortet, der ist halt selbst schuld.
Wer in diesem Land arbeitet, ist sowieso selbst schuld und muß die finanziellen Konsequenzen tragen. Wenn er zu dumm ist, sich in die Schlange der Leistungsempfänger einzureihen und Andere für sich zahlen zu lassen, dann muß er eben selbst bezahlen.
Dummheit muß bestraft werden.
 

Meister 20.10.2007, 12.25| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Urlaubsplanung 1

Darf man denn heute überhaupt noch Fernreisen machen?
Ich denke: man darf, man muß, man sollte! Denn die Fernreisen helfen uns, global zu denken und zu handeln, uns auch global verantwortlich zu fühlen. Wenn man sagen würde, bleibt zuhause und belastet nicht die Umwelt mit Verkehrsemissionen, wäre das ein rückwärts gewandtes Konzept. Von modernem Ablaßhandel, wie Verschmutzungszertifikate kaufen, halte ich gar nichts. Gibt es etwas Schlimmeres als das scheinheilig gute Gewissen? Nicht besser wäre es, wenn sich nur die Superreichen Flugreisen leisten können, und die Anderen dürfen die Welt am TV beobachten. Die wären dann arm dran in unserer Medienschund-Desinformationsgesellschaft.
Die Fernreisen halten die Welt zusammen, und wir sollten zusehen, daß sie so modern und energiesparend wie möglich durchgeführt werden.
Die Vervollkommnung der Technik kommt vor der Überwindung der Technik.
 

Meister 20.10.2007, 11.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Ziel

Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern handeln.
                                                                         Herbert Spencer

Meister 15.10.2007, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Mal geht´s, mal nicht

Nachdem ich im Urlaub wahnsinnig gut voran gekommen bin, hängt es seit der Heimkehr mal wieder.
Ich war total fasziniert: ich hatte Zeit, und es floß einfach so. Ich brauchte mir keinerlei Mühe zu geben, wie es weiter geht, alles entfaltete sich aus sich selbst heraus. Und wenn mal eine Denkpause nötig war, dann war ein Spaziergang am Meer ausreichend um den nächsten Schritt  anzuschieben. Gefällt mir auch ganz gut, was ich erreicht habe in diesem Kapitel.
Aber jetzt hänge ich vor einer wichtigen Hürde. Das Erlernen des Fliegens ist so phantastisch, daß ich irgendwie davor zurück scheue, die Flügel auszubreiten und abzuheben.
Aber vielleicht ist es einfach so. Alles braucht seine Zeit. Warten wir einen Moment ab. Wir werden fliegen!

Meister 14.10.2007, 23.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Daß der Urlaub vorbei ist, hatte ich mit einiger Zerknirschung schon letzte Woche geschrieben. Inzwischen ist die erste Arbeitswoche schon Geschichte und die Zeit blickt mich winterlich arbeitsintensiv an. Da kommen jetzt arbeitsreiche Monate. Hat auch seine Freuden die Arbeit, aber so ganz ist die Erschöpfung doch noch nicht weg.
Also sicher eine gute Idee den nächsten Urlaub vorzubereiten. Urlaubsliebe ist nicht Arbeitsscheu, sondern der Versuch, sich immer wieder so zu regenerieren, daß man weiter machen kann. Vielleicht sollte man stattdessen über eine andere Arbeit nachdenken? Ich hätte da schon einige Vorstellungen, aber man darf nicht vergessen, daß man auch noch sein Geld verdienen muß und daß die Arbeit vielleicht nicht so ganz sinnlos ist.
Also keine Denkverbote aber bleiben wir doch erstmal bei unseren Leisten, versuchen wir, das was wir machen, gut zu machen, gleichzeitig den Verschleiß gering zu halten und die eigene Weiterentwicklung im Auge zu behalten.

Meister 14.10.2007, 22.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Radtour im Herbst

Ja, im Garten wäre viel zu tun. Aber man kann sich ja nicht immer nur anbinden.
Heute haben wir eine schöne Radtour gemacht und festgestellt, daß das öfters vorkommen, müßte. Im Urlaub sind wir viel mit dem Rad gefahren, zuhause hat man immer zu tun.
Aber die wunderbaren Herbstfarben verlangen so dringend, daß man sie anschaut. Und das tolle Wetter verlangt, daß man es nutzt. Ein paar Wochen weiter und alles wird kahl und kalt sein. Also jetzt los!

Meister 14.10.2007, 21.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Der Rasenmäher ist hin

Genau an der gleichen Stelle desGartens an der der Erdwespenzwischenfall stattgefunden hatte (siehe 23. Juli 2007) bin ich mit dem selben Rasenmäher heute so unglücklich über einen Stein gekommen, daß ein Teil des Messers abgebrochen ist. Es sieht zwar so aus, als könnte es noch gehen, aber es ist eine zu starke Unwucht darin, wenn man ihn startet. Dabei hätte der Rasen noch dringend einen Schnitt nötig bevor der WInter kommt.
Jetzt liegt ein mittelgroßes Dilemma an: kriege ich für dieses alte Modell überhaupt noch ein Ersatzmesser? Immerhin hat der Rasenmäher schon 8 Jahre auf em Buckel. Er ist auch nicht mehr so ganz der Frischte, zugegeben. Aber ich gehöre eigentlich nicht zu den Leuten, die etwas sogleich weg schmeissen, wenn es mal kaputt ist, wenn man  das Messer auswechselt könnte es wieder gehen. Oder wenn ich kein neues passendes bekomme, müßte ich vielleicht versuchen, die andere Seite so abzuschleifen, dasß die Unwucht wieder verschwindet. Einen neuen Mäher jetzt kurz vor dem WInter zu kaufen wäre jedenfalls sicher Unsinn.
Sehen wir es positiv:  ich habe den ganzen WInter Zeit eine Lösung zu finden. Was jetzt noch geschnitten  werden muß, schaffe ich auch mit einem geliehenen Mäher.

Meister 08.10.2007, 19.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Was ist Zukunft?

Die Zukunft ist eine Schar von Möglichkeiten, die auf uns zu fliegt.

Die Aufgabe des Zukunftsromantilers besteht nicht darin, die Zukunft vorher zu sagen, sondern sie wie durch den Flügelschlag des Schmetterlings zu beeinflussen.

Wenn ich also über eine Zukunft schreibe, dann ist das nur eine Möglichkeit. Ich könnte andere Möglichkeiten beschreiben, ein Anderer könnte weitere Zukunften entwerfen.
Viele Möglichkeiten machen eine gute Auswahl.

Die Futuristen haben die Zukunf immer nur vorher gesagt, es kommt darauf an, sie zu verändern.

Meister 08.10.2007, 17.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Urlaubsende

So, jetzt ist der schöne Urlaub wieder vorbei. Gute 3 Wochen ist ja eine schöne Zeit, was sie nicht daran hindert vorbei zu sein. Das erholsame an einem Urlaub ist heute neu zu definieren: keine Arbeit machen zu müssen, das ist alt, aber kein Internet, kein Blog, Medien nur auf Sparflamme, mal ein bißchen Zeitung lesen, sonst aber nur Bücher, Zeit genug zum Schreiben, zum Laufen, Radfahren, zum Nachdenken und zum Sonnen, das ist heute Urlaub für mich. Also ich könnte noch wochenlang so weiter machen. Aber ich habe auch so lange gar nicht an die Arbeit gedacht, daß ich das jetzt wieder machen kann und es gibt auch durchaus Aspekte davon, auf die ich mich freue. Und über die ich mich nicht freue, werde ich mit Ruhe und Gelassenheit hinweg gehen - basta!
 

Meister 08.10.2007, 10.40| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heute vor 6 Jahren...

....ist mir das Brot im Ofen verbrannt, weil ich wegen der Ereignisse in New York vergessen hatte, daß es drin war. Kommt mir seltsam vor, daß das schon so lange her ist.
Genauso war ich verwundert, daß der "deutsche Herbst" schon 30 Jahre her ist.  Dabei ist aber ein komisches Zerfallsphänomen zu beobachten: einerseits denkt man, es sei gestern gewesen, andererseits assoziiert man graue Vorzeit.

Meister 11.09.2007, 22.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Christopher Clark : Preußen

Das Buch ist wirklich voll zu empfehlen, ob man nun schon was über Preußen weiß oder nicht. Es bringt interessante Aspekte, auf Einzelheiten will ich später eingehen. Daß ein  Australier über  preussische Geschichte schreibt, ist nicht so  abwegig, wie es zunächst scheint:  Deutsche können das heutzutage nicht, die sind viel zu befangen von den ganzen Komplexen deutscher Geschichte. Aber Engländer können das auch nicht so gut, sie haben ihre eigenen Komplexe,
 

Meister 11.09.2007, 21.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Erfolgreiche Fahndung im Botanischen Garten


Wir hatten einen Hinweis bekommen. Der Gesuchte sollte sich im Botanischen Garten in Dahlem aufhalten. Dem mußten wir nachgehen auch wenn es das Spesenkonto nicht unwesentlich belastete, denn der Eintritt kostet dort 5€ p.P.
Die Fahndung gestaltete sich nicht so einfach wie gedacht, denn es gibt im Gegensatz z.B. zum Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel keine Broschüre in der die Lage der einzelnen Subjekte verzeichnet ist . Entweder die Zentraleinreichtung der FU hat keine Studenten, die man für so etwas interessieren könnte oder die Uni hat keine Lust, für so etwas ein bißchen Geld locker zu machen.
Wir suchen die >Kaukasische Flügelnuß< und die versteckt sich zunächst effektiv, was uns zu einem weiten Spaziergang verhilft, denn wo gehört sie hin, nach Asien, Europa, zu den Nußbäumen oder was auch immer?
Leider ist sie nicht zu finden, nur eine wenig spektakuläre chinesische Flügelnuß wird ermittelt, aber die Vermutung, daß die kaukasische sich in der Nähe rumtreibt läßt sich nicht erhärten.
Schließlich treten wir den Rückzug an und sindgar nicht mehr weit vom Ausgang entfernt, da entdeckt meine scharfäugige Hobbybotanikerin einen Riesenbaum ein Stückchen ab vom Wege. Sie hat sich nicht getäuscht, diese große Installation der Pflanzenwelt mit ihren beachtlichen großgefiederten Blättern und ihren herabhängenden Fruchtständen, die kleine geflügelte Nüsse enthalten, ist der besagte Baum. Er hat nicht nur einene Stamm sondern viele, er schiebt in die Umgebung Ausläufer , die sich dann selbst zu Bäumen entwickeln, und er dürfte hier villeicht zwanzig Meter hoch sein, füllt den Horizont so aus, daß vom Kaukasus gar nix zu sehen ist. Wriklich beachtlich und toll. Die Belohnung gehört uns.
 

Meister 08.09.2007, 18.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Nochmal : spielen

Heute im Tagesspiegel ein Artikel über die IFA. Die Autorin Ursula Weidenfeld schreibt unter der Überschrift "Sein und Scheinsein", daß die neuen Welten nicht ignoriert werden dürfen,weil die Kinder und Jugendlichen von heute damit groß werden in virtuellen Welten zu spielen, und wer dazu keinen Zugang findet sieht alt aus. Lassen wir mal das alt sein oder aussehen beiseite, die virtuellen Spielwelten sind schon eine differenzierte Betrachtung wert, und der Verweis der Autorin, daß sie gesellschaftliche Gewalt gewinnen, ist völlig richtig.
Aber warum gewinnt diese Spielerei eine solche Macht, sind es nicht nur Scheinwelten?
Die Antwort die Gerald Hüther gibt, hat mir doch einiges klar gemacht. Er sagt: die Kinder brauchen Herausforderungen, die sie selbst bestehen können, und wenn sie sie bestehen, macht es sie stärker. In einer heutigen Welt, wo die Kinder von den Erwachsenen alles diktiert kriegen, überall erzogen, gefördert und sonstwie manipuliert werden, ist es nur natürlich daß die Kinder ihre Herausforderungen in der virtuellen Welt suchen. Dort können sie relativ gefahrlos die tollsten Abenteuer bestehen und Herausforderungen meistern, an denen sie für ihr Leben lernen.
Ich finde diese Erklärung sehr plausibel, auch wenn man über die genauen Implikationen des Computerhockens sicher verschiedener Meinung sein kann.
Jetzt sehen wir die Sache aber mal romantisch:
Die virtuellen Welten sind auch eine Art Protest gegen diese ach so rationale, völlig absurde, einzig wahre Welt, mit ihrer Pseudologik, ihrer überall Korrektheit, ihrer internen Alternativlosigkeit. Man könnte die virtuellen Spielwelten auch als die Märchen von heute betrachten, zumindest als eine neoromantische Lebensform, nicht die Einzige, nicht notwendigerweise die Beste, aber eine zweifellos in diese Kategorie gehörende Form.

Meister 04.09.2007, 21.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Schule hat begonnen

Kaum hat die Schule wieder begonnen, geht es wieder los. Da sagt die Lehrerin eines 7jährigen jetzt Zweitklässlers zwischen Tür und Angel der Mutter, ihr Kind sei von zwei Spezialkräften getestet worden und es habe Lese-Rechtschreibschwäche, sie ,die Lehrerin, glaube es zwar nicht, aber er solle doch ab sofort am Legasthenikerförderunterricht teilnehmen. Man braucht nicht viel Zeit, um sich davon zu überzeugen, daß diese "Diagnose" völliger Blödsinn ist, er liest gut und schreibt besser als mancher andere. Wie kann es bloß kommen ,daß diese "Spezialkräfte" oft so falsch liegen und daß dann daraus Konsequenzen erfolgen, selbst wenn die unmittelbar befaßten Lehrer und Eltern dem nicht zustimmen.
Ich kann mir das nur so erklären, daß über all in Kitas und Schulen heute spezielle >Schanghai-Gangs< rumlaufen, die für ihre Fördermaßnahmen oder "Therapien" nach geeigneten Opfern suchen. Mit individueller Förderung von Kindern hat das gar nichts zu tun, es handelt sich mehr oder weniger um ABM-Maßnahmen auf Kosten der Kinder. Und die Eltern dürfen noch dankbar sein, daß man herausgefunden hat, was mit ihrem Kind nicht stimmt. Je weniger Probleme die Kinder wirklich haben, um so besser wird die Förderbilanz ausfallen.
Merkwürdigerweise werden die Kinder, die wirkliche Probleme haben, besonders wenn auch noch Verhaltensprobleme dabei sind, nicht so gerne gefördert: das würde ja Mühe machen und vielleicht wenig positive Ergebnisse bringen, also wird man die besser als Kranke abstempeln und versuchen auf Sonderschulen oder ähnliche Institutionen abzuschieben
 

Meister 03.09.2007, 21.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Spielen

In letzter Zeit hat man den EIndruck, daß es überall nur noch ums Spielen geht. Die Werbemails der Internet-Casinos, die Online-spiele , die DAddelgeräte mit denen die Kinder ihre Zeit vertrödeln.
Sicher ist spielen, also zweckfreie Tätigkeit ein menschliches Grundbedürfnis und auch eine wichtige Quelle der Kreativität. Aber spielen hat auch böse Abgründe: das Spielen um Geld, wie es beispielsweise von den Online-Casinos nahe gelegt wird, ist einer der schlimmsten; wie viele Leute haben sich schon um Haus und Hof gespielt, in der trügerischen Hoffnuing auf den großen Gewinn und im falschen Glauben an die Beeinflußbarkeit der Karten oder der Kugel. Aber auch die virtuellen Welten können süchtig machen und das Daddeln mit diesen oder jenen Electronica hat oft keine kreative Komponente,
Ich stelle mal die These auf, daß die guten Spiele die sind, die offen und kreativ sind, wo man selbst an den Regeln dreht und wo ein gewisses Maß an geistiger Aktivität erforderlich ist, in denen man selbst Beherrscher des Spiels sein kann und nicht der Sklave.
Natürlich muß man auch noch unterscheiden zwischen Spielen für Kinder und für Erwachsene, aber sind es wirklich verschiedene Dinge?
 

Meister 03.09.2007, 20.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Falsche Gelenke und Desinformation

Liebe Freunde des staunenden Wortes und des offenen Mundes,

ich muß hier mal zu einem akuten Problem Stellung nehmen, genau genommen, einem kleinen Rätsel, dessen Lösung ich heute in einem Nebensatz gefunden habe.
Da waren doch in einem Krankenhaus, gar nicht so weit weg vom Spreebogen (meine hochkarätigen Patienten waren natürlich nicht betroffen) Kniegelenksprothesen falsch eingebaut worden. Sie hätten einzementiert werden müssen, wurden sie aber nicht , weil jemand meinte die englische Aufschrift so interpretieren zu sollen, daß das nicht nötig sei. Wäre das 1-2 mal vorgekommen, hätte man sagen können, daß es sich um normale FEhler handelt, aber es soll sich um über 40 Fälle handeln. Peinlich, peinlich! Aber da waren auch einige Ungereimtheiten: man kann an den Prothesen, wenn man vom Fach ist, recht einfach erkennen, ob sie einzementiert werden müssen, das müßte eine qualifizierte OP-Schwester schon sehen und die Krankenhausärzte allemal. Wenn neue Modelle eingeführt werden, müßte in einem Krankenhaus eigentlich von den Verantwortlichen genau studiert werden, was und wie eingebaut wird, deshalb verwunderte die Aussage, der Chefarzt trage keine Verantwortung dafür, doch schon sehr.
Aber jetzt nach einigen Wochen kommt ein nicht unwesentliches Detail in einem Halbsatz heraus: >das Krankenhaus habe die Zusammenarbeit mit den Ärzten, die diese OPs durchführten eingestellt<. Das ist des Pudels Kern: es waren Belegärzte, die diese OPs durchgeführt haben. Das erklärt natürlich alles.
Vielleicht sollte man Gelenkersatz-OPs doch nicht so ganz leichthändig vornehmen?
Handelt es sich um bewußte Desinformation, oder haben die Journalisten bloß nicht so genau gewußt, was wichtig ist?
Seien Sie ergebenst gegrüßt
Robert F. Bloggma
 

Meister 02.09.2007, 21.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Vorschulbücher

DA will ein bekannter deutscher Sachbuchverlag eine Vorschulkassette verkaufen mit einem Buch über lesen und schreiben, einem Buch über rechnen und dem dritten über Englisch.
Wie weitesoll der Wahnsinn noch gehen?
Da haben sie nun die nicht schulreifen Kinder in die erste Klasse gesteckt und die Kindergartenkinder sollen jetzt auch schon mit den Schulinhalten malträtiert werden.
Das alles natürlich, damit Deutschland pisamäßig voran kommt, oder was. Im Interesse der Kinder ist das sicher nicht, ich glaube auch nicht im Interesse der Lehrer und der Schule. Was bringt es, wenn das Wissensniveau in den Eingangsstufen noch unterschiedlicher ist? Dann werden die einen zu Überfliegern erklärt, die natürlich scheitern, weil sie es gar nicht sind und die anderen zu Gestörten, weil sie nicht damit zurecht kommen, daß in der Klasse ein enormes Anfangstempo vorgelegt wird. Die Lieblingsklagen, die nach 3-4 Wochen Schule kommen sind, daß den Eltern verklickert wird, ihr Kind sei zu langsam und zu unkonzentriert.
Ich rate den Eltern der noch nicht in die Schule kommenden schlaueren Kinder immer, die Schulinhalte möglichst zu meiden. Es gibt zwischen 4 und 6 Jahren so viele Talente zu entdecken und Begabungen zu fördern, da muß und soll man sich nicht mit den gemeinen Schulfertigkeiten begnügen, die  intelligente Kinder sowieso schnell lernen, wenn sie denn den Spaß am Lernen beigebracht bekommen haben.
 

Meister 02.09.2007, 12.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Herbst?

Es ist doch schon recht kühl geworden, deshalb gestern abend zum ersten Mal den Kamin angesteckt. So ganz ohne Heizung geht es eben doch nicht.
Die Tage sind schon reichlich kürzer geworden, Hängemattennachmittage scheinen schon zu fernen Träumen zu werden - ganz habe ich die Hoffnung  allerdings noch nicht aufgegeben.
Aber dafür kann man ohne in Schweiß zu kommen, etwas unternehmen, z.B:
gestern haben wir neue Zaunpfähle gesetzt, glücklicherweise bevor der Zaun umgefallen ist. Auch hier gilt, nicht zu früh freuen, die andere Seite könnte immer noch umfallen.
Herbstliches Vergnügen: abends am Kaminfeuer sitzen und lesen, ist wirklich eine schöne Beschäftigung

Meister 01.09.2007, 13.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kuh-Altersheim

Im Tagesspiegel heute ein wunderbarer Artikel über ein Altersheim für Kühe im Vogelsberg, der einem diese gutmütigen Tiere so richtig nahe bringt. Leider auch die negativen Seiten der Milchwirtschaft.  Man weiß es ja, aber trotzdem finde ich es immer wieder so todtraurig, wie der Mensch mit den Tieren umgeht, sie quält, ausquetscht und wegwirft. Und wir sind immer mit schuld , weil wir immer das billigste wollen.
In Zukunft muß noch sehr vieles anders werden, nicht zuletzt unser Verhältnis zu unseren Mit-Lebewesen. Albert Schweitzer war auch auf diesem Feld richtungweisend: es geht nicht immer nur um Menschen; es geht um die Ehrfurcht vor dem Leben.

Meister 29.08.2007, 20.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Tomatenbilanz

Ich hatte zwar schon früh Sorgen um die Tomaten, aber glücklicherweise haben sie sich besser gehalten als befürchtet, obwohl es ziemlich viel geregnet hat. Die Braunfäule war zwar schon ziemlich früh da, ist aber nicht so schnell voran geschritten wie in diesem Sommer.
Die beiden verschiedenen Sorten Tomaten haben sich durchaus bewährt. Das "Harzfeuer" wird ziemlich früh reif, ist insofern gut an die nördlichen Witterungsbedingungen angepasst. Die zweite Sorte "Sioux", fing erst 3 Wochewnspäter an rot zu werden ,schmeckte aber ausgereift wesentlich besser. In einem richtig schlechten Tomatenjahr hätte ich aber keine Einzige von denen geerntet. Also insgesamt bin ich mit der Tomatenernte ganz zufrieden, am Wochenende werde ich aber abräumen, jetzt kommt nicht mehr viel rüber.
 

Meister 29.08.2007, 20.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Ist der Ossi Ausländerfeind?

Es heißt oft der Ossi - nicht als geographische Bezeichnung sondern als Lebensaufassung - sei Ausländerfeind - das stimmt so gar nicht ! Der Ossi ist Feind alles Fremden, auch wenn es aus dem Nachbarort kommt.
Schon direkt hinter der Berliner Stadtgrenze fängt es an: wenn man nicht dazu gehört, gehört man nicht dazu, dann wird man als Nachbar nicht gegrüßt, auch nicht nach Jahr und Tag, der Ossi hat Prinzipien!
Wenn also bei irgendeinem Pogrom, das kommt schon mal vor, zufällig Ausländer die Opfer sein sollten - was haben sie sich auch dort rumzutreiben? - ist es doch natürlich, daß  "Ausländer raus!" gerufen wird, der Ossi ist korrekt.
Aber jetzt kommen wir zum eigentlichen dialektischen Witz: der Ossi ist ein Fremder in diesem Land, er ist uns Deutschen fremd, er gehört eigentlich nicht hierher. Aber wer soll ihn uns abnehmen? Wir werden mit diesen Fremden noch ein Weilchen leben müssen. Aber wir Deutschen sind ja keine Fremdenhasser.

 

Meister 28.08.2007, 21.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Die besten Pflaumen der Welt

Ein großartiges Pflaumenjahr, die Äste biegen sich, und die Früchte sind von hervor ragender Qualität, kaum eine Made drin. Dieses Jahr ist  sowieso ein gutes Bespiel dafür, daß ein milder Winter nicht unbedingt zu mehr Ungeziefer führt, was so gern verbreitet wird. Im Gegenteil. möchte man für dieses  Jahr sagen.
Viel Obst bedeutet viel Arbeit und auch wenn man es gern macht, tun einem hinterher doch die Finger weh, wenn man eine Weile Pflaumen entsteint hat, und die zu erledigende Menge scheint nicht weniger zu werden.
Als ich so im Baum die Pflaumen pflückte, kam mir zuerst ein wunderbares Erntedankgefühl. Dann aber mußte ich daran denken, wie hart es wäre, wenn wir von dem, was wir ernten, rund ums Jahr leben müßten. Dann würde keine Frucht verkommen und wir würden uns den Bauch vollschlagen so gut es geht und der volle Bauch würde trotzdem auf Hunger verweisen, der in wenigen Monaten wieder auf uns zu kommen könnte, wenn wir jetzt zu faul oder zu nachlässig sind oder wenn die Ernte einfach schlecht ist.
Wir wissen gar nicht, wie gut wir es haben. Wenn jemand aus der Steinzeit zu Besuch käme, er könnte sicher alles nicht begreifen. Wahrscheinlich könnte es auch jemand nicht fassen, der aus einer Hungerzone Afrikas kommt. Besonders dann, wenn ihm noch erklärt wird, daß wir aus den Feldfrüchten heute gern Bioalkohol machen, um Autos zu betreiben, und daß das gut fürs Klima sei.
 

Meister 26.08.2007, 21.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Geheimnisse des Kassenarztwesens

Liebe Freunde,
nachdem der Spreebogen aus dem Urlaub zurück ist, bin auch ich, der Leibarzt, wieder dort verortet. Daß ich heute etwas über das Kassenarztwesen schreiben soll, ist auf der einen Seite so, als ob man den Blinden auffordert über die Farbe zu schreiben, andererseits habe ich natürlich auch den von gierigen Interessen ungetrübten Blick von außen, denn wie Sie sicher schon vermutet haben, ist meine Spreebogenpraxis natürlich nicht von dieser Kassenwelt. Wie meinte doch neulich meine Patientin U. von GM, als sie es sich auf meinem Behandlungsstuhl gemütlich gemacht hatte: "Wenn Sie Kassenarzt wären , mein lieber Doctor, ich wäre ja meines Lebens nicht mehr sicher!" Und sie kann versichert sein, solange ich meine Hand über ihre Gesundheit halte, wird sie kein Schnupfen dahin raffen.
Eine meiner wichtigen Aufgaben in der Behandlung des Spreebogens besteht ja darin, meine Halbgötter in Zwirn und Nadelstreifen nicht nur von ihrer eigenen Sterblichkeit und Kränklichkeit zu befreien, sondern sie auch mit dem Leiden des gemeinen Volkes empathisch vertraut zu machen.
Und dieses Leiden verbindet sich aufs Engste mit dem sogenannten Kassenarztwesen. Eine Institution, die ihrer Kundschaft voraus hat, daß sie nicht sterben, aber trotz ihrer Fortexistenz auch nicht leben kann.
Die Erfinder, deren Gebeine schon lange irgendwo gnädig modern, haben eine so geniale Konstruktion gefunden, daß die Beteiligten alle sich nicht trauen, sie wieder aus der Welt zu schaffen, so sehr sie es sich andererseits wünschen.
Die Erwählten dieses System, die sogenannten "niedergelassenen Ärzte", ein Wort auf das man trefflich Witze machen könnte, bekommen den Cocktail einer großen Illusion gereicht: daß sie frei, selbstständig und unabhängig seien, daß sie selbst wirtschaften könnten, daß sie ihres Glückes Schmied und ihrer Patienten Heil seien und daß sie sicher und gut in diesem System leben könnten, daß sie die frei assoziierten Mitglieder der kassenärztlichen Vereinigungen seien, deren Politik sie bestimmten.
Die Wirklichkeit sieht natürlich anders aus: es handelt sich um eine Art mittelalterliches Lehen, d.h. dafür daß man in den erlauchten Kreis aufgenommen wird - man muß dafür oft auch noch heftig bezahlen - bekommt man einen Wirkungskreis, den man, vor Konkurrenz zumindest scheinbar beschützt, für sich ausbeuten darf, so man sich an die Regeln hält. Diese Regeln sind gefaßt in Bücher, vor denen die Bücher der Weltreligionen in Umfang und Rigor erblassen müßten, wenn sie denn außerhalb des iniitiieren Kreises überhaupt gelesen und verstanden würden. Diese Regeln definieren Notwendigkeiten und Wirtschaftlichkeiten, und sie kommunizieren kryptische Leistungsziffern, deren wirklicher Inhalt in € und Cent in einer quartalsweisen Ziehung der Lottozahlen genauso adäquat bestimmt werden könnte.
Heerscharen von Schreibtischbewohnern im Solde der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigungen und auch der hohen Politik sind ständig damit befasst diese heiligen Bücher auszulegen und umzudeuten und natürlich auch damit ihren Inhalt zu vermehren und zu reformieren. Die Reformation ist für das Kassenarztwesen ein so ständiger Begleiter, daß man in Umdeutung anderer Theoretiker auch von einem "Stadium der permanenten Reformation" sprechen könnte und das ganze unter Oberhoheit zumeist weiblicher Päpste.
Aber der Sinn ? Es ist nicht ohne Sinn, denn es geht darum, daß für die Krankenbehandlung der Massen nicht mehr ausgegeben wird als unbedingt nötig, und daß man die Agenten findet, die das für die hohen Herrschaften erledigen. Diese Agenten müssen das Gefühl der Privilegierung haben, sie dürfen aber auch nicht so viel kosten, und das ganze muß den Anschein eines heiligen Zweckes haben: die Gesundheit unser höchstes Gut.
Die horrenden Geldsummen, die für die Krankenkassen aufgebracht werden, stellen natürlich ein Objekt für große Begehrlichkeiten dar. Viele gierige Menschen sind ständig damit beschäftigt darüber nachzudenken, wie sie immer größere Teile dieser Milliarden in ihre Taschen umlenken könnten, durchaus auch Ärzte, denn sie werden ja gerade für die Monetik des Lehens ausgebildet und angeworben. Aber die eigentlichen Profiteure sitzen wie üblich anderswo: je undurchsichtiger das System ist, um so weiter verteilen sich die Profite.
Warum wird das System nicht abgeschafft? Gibt es wirklich nichts Besseres? Durchaus möglich, aber alle Beteiligten haben sich mit den Regeln dieses Verteilungskampfes eingerichtet. Würde man alles vereinfachen, käme es zu möglicherweise heftigeren Verteilungskämpfen nach unstabilen, unberechenbaren Regeln. Das könnte zur der späten Erkenntnis führen, daß permanente Reformation ein Klacks ist gegen permanente Revolution.


Meister 26.08.2007, 11.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Apfelmost

Etwa 60 Liter Most sind es gestern geworden, die verarbeitete Apfelmenge dürfte 120 bis 150kg gewesen sein, es waren 5 Schubkarren voll. Ein gutes Stück Arbeit allemal. Jezt lassen wir also erstmal gären und in 2-3 Tagen werden wir mal schüchtern probieren. Hauptproblem: das muß dann auch rasant weg getrunken werden bevor der Rauscher zum Sauer wird.
Nebenbei gab es für alle Beteiligten gestern auch noch den besten Zwiebelkuchen aller Zeiten, der typischer Weise trotz doppelter Menge heute schon alle ist. Großes Lob und Verdienstorden des Hauses an die Bäckerin
 

Meister 25.08.2007, 11.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Das Mostprojekt

Heute läuft das Mostprojekt, eigentlich geht es um Apfelmost. Wir haben, etwa 3-4 Schubkarren Äpfel, in diesem Jahr endlich mal rechtzeitig geernet. Die werden jetzt gewaschen, geschnitten, geschreddert und gepresst und mit Gärhefe im Ballon angesetzt.
Stand im Moment: vielleicht 1/3 geschafft.  Machen wir also weiter.
 

Meister 24.08.2007, 14.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Hochbegabte 2

Aus dem gestrigen Beitrag über Hochbegabtenförderung könnte der flasche Eindruck entstehen, die Hochbegabtenfrage sei irrelevant oder gar Hochbegabung sei Humbug.
Im Gegenteil, ich denke, daß es eine äußerst wichtige Frage ist, denn es ist unsere gemeinsame Aufgabe,unsere Zivilisation und die Möglichkeiten des einzelnen Menschen weiter zu entwickeln. Es ist also eine tolle Sache, wenn immer mehr Menschen immer schlauer werden.
Gerade deshalb kommt es aber darauf an, diese Fragen richtig zu behandeln.Deshalb reicht es keineswegs auf IQs zu starren. Es sollte statt dessen an neuen Kriterien und Verknüpfungen gearbeitet werden um sicher zu stellen, daß es sich nicht ledglich  um wandelnde Computer sondern um voran bringende Menschen handelt.
Was können wir tun, daß wir alle immer schlauer und zivilisierter werden, was können wir tun, daß wir schnell genug zivilisierter werden?
 

Meister 24.08.2007, 12.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Hochbegabtenförderung

Heute kam eine Einladung bezüglich Fortbildung zur Hochbegabtenförderung. Ein schwieirgers Kapitel, nicht zuletzt deshalb weil die "Hochbegabten-Lobby" oft ziemlich unintellignet daher kommt.
Versuchen wir uns dem Thema mit einigen Fragen anzunähern:
1. Brauchen Hochbegabte eigentlich "Förderung" ? - Im engeren Sinne des Wortes sicher nicht, aber sie brauchen Hilfe, sich besser auf ihre Umwelt einzustellen.
2. Welche Hilfen brauchen Hochbegabte? - Ich denke, sie brauchen mehr Freiheit selbst mit ihrem Kopf etwas anzustellen, sie brauchen weniger Festlegungen und Projektionen, was sie denn für großartige Kerlchen sind oder werden könnten, sie brauchen vielleicht auch Kurse in geistiger Disziplin, in konventionellem Denken und in emotionaler Kompetenz, ein weites Feld. Sie brauchen vielleicht auch Anregung Dinge zu tun, die keine intellektuellen Höhenflüge sind.
3. Wenn die "Hochbegabtenförderer" einen IQ von 120 zur Eintrittsvoraussetzung für ihre Kurse machen, wirft das wieder eine Reihe von Fragen auf: Ist der IQ wirklich nützlich, oder ist er gerade in den Randbereichen ein eher unscharfes Instrument? ISt diese Grenze von 120 nicht eine Kommerzschwelle, denn Leute bis über 130 kommen doch zumeist ganz gut zurecht? Sind nicht die Querdenker auch im Bereich darunter vorhanden, nur ein bißchen weniger unbescheiden?
4. Tut man den Kindern wirklich einen Gefallen, wenn man jeden, der recht helle ist, in ein solches Kästchen tut?
5. Was gilt es bei Hochbegabten eigentlich zu erreichen ? - Sie sollen ihre Fähigkeiten entfalten können, aber nicht zu reinen Kopfmenschen verkommen. Sie sollten in die Lage versetzt werden, mit anderen "normalen Menschen", auch ganz normal umgehen können. Wenn beispielsweise so ein Schlaumeier nicht mit Fußball spielen kann, weil er statt zu spielen mit den anderen über die Flugbahnen von Bällen diskutieren will, dann muß man so ein Defizit auch Defizit nennen dürfen und ihm klar machen, daß die Welt sich nicht um ihn alleine dreht. Soziale Wahrnehmung und Empathie sind für intelligentere Leute durchaus nicht verzichtbar - wir hatten schon genug skrupellose und verantwortungslose Techniker der Unmenschlichkeit. Inteligenz ist kein Wert an sich.
6. Ist nicht das ganze Problem in Wirklichkeit ein Problem mit Namen >Schule<?  - Statt alle nach ihren Fähigkeiten zu fördern, sollen alle auf ein Level gebracht werden, man könnte das mit "einebnen" oder "platt machen" übersetzen. Eine Art Geleitzugtraining für ABC-Schützen, als ob jeder, der aus der Reihe tanzt, vom unbekannten Feind aus der Tiefe torpediert werden könnte.
Die heutige Schule kann vielleicht gar nichts Besseres, dazu sind die Strukturen zu verkehrt, die Zahlenverhältnisse zu ungünstig und das zentrale Ziel lernen zu lernen und geistig aktiv-kritisch-selbstständig zu werden wird zumindest verfehlt, wenn überhaupt erkannt.

Meister 23.08.2007, 22.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Gerald Hüther: Was Kinder brauchen

Eines vorneweg:Ja - ich habe es begriffen, und es ist wahr und richtig: Kein Wort mehr gegen Hirnforscher generell !!
Ich hoffte es ja im Grunde, aber es stimmt auch: es gibt nicht nur die Wichtigtuer, die ihr leeres Stroh zu Reliquien hochstilisieren, es gibt auch Wissenschaftler, die aus experimentellen Ergebnissen vernünftige Schlüsse ziehen.
Und ein Musterbesipiel dafür ist Gerald Hüther, der es in dem Vortrag, den ich eben gesehen habe - kann man als DVD bei Jokers kaufen - wirklich hervorragend versteht, die Erkenntnisse der Hirnforschung in positive, vernünftige und praktische Hinweise umzusetzen, was Kinder brauchen, um sich vernünftig zu entwickeln. Das ist eben nicht ein Übermaß an Methoden und Programmen, sondern zunächst stabile Bindung und Vertrauen, das Wort Liebe setze ich mal zu. Und dann brauchen sie viel Anregung und selbstständige Möglichkeiten Aufgaben zu bewältigen , ohne Gängelung von Erwachsenen, und Abenteuer, die das Leben und Lernen spannend machen.
Eine andereKleinigkeit ist mir da wie Schuppen von den Augen gefallen: warum die Neigung zur Computerspielsucht bei den Kids immer schlimmer wird: genau aus dem Grund: sie können in der virtuellen Welt die Abenteuer haben und die Selbstständigkeit und den Erfolg, den ihnen die Erwachsenen in der realen Welt ständig vorenthalten.
Wenn ich also einem etwas dicken Kind sage, geh doch lieber in den Sportverein, dort kannst du mit anderen zusammen was Vernünftiges machen, dann erscheint das aus meiner eingeschränkten Sicht richtig, aber das Kind denkt: was soll ich da hin gehen, um mich anmachen zu lassen und nach deren Pfeiffe zu springen, und wenn ich es nicht so toll mache, dann gibt es Mecker oder Gelächter, bei meinen Spielen hab ich viel mehr Macht und Spaß. Die Realität darf nicht enttäuschen, das ist auch ziemlöich wichtig und die Erwachsenen müssen endlich lernen, den Kindern und überhaupt anderen mehr Raum zu lassen.
Mehr Freiheit, ist immer noch die richtige Forderung.
 

Meister 20.08.2007, 18.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Wochenendenttäuschung

Da fährt man nun ein paar hindert Kilometer, nur um dann fast dass ganze Wochenende krank im Bett zu liegen, alle hübschen Pläne Makulatur.
Aber so ist das Leben, jetzt geht es wieder aufwärts und neue Pläne ersetzen die alten.
 

Meister 20.08.2007, 12.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Katastrophen und Romantik

Ich frage mich oft, ob es in einer romantischen Zukunftsbetrachtung Katastrophen geben darf und muß. Ich würde es als unromantisch blauäugig ansehen, wenn ich die ganzen Gefahren des 21. Jahrhunderts, einfach durch den Deus ex machina abschmettere. So wird es nicht sein. Es gibt Chancen und Möglichkeiten, aber auch heftige Bedrohungen und Gefahren, es wird nicht alles gut gehen. Es ist wohl auch besser, wenn wir uns darauf einstellen. Wenn man über mögliche Kastastrophen redet, heißt das doch nicht, daß man sie herbei redet, im Gegenteil, daß man sie weg schreibt. Vielleicht ist es wirklich besser, die Katastrophen in der Phantasie ablaufen zu lassen, vielleicht kann man damit ihren Ablauf in der Wirklichkeit unwahrscheinlicher machen.
 

Meister 15.08.2007, 21.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Schwer unmögliche Vehikel (SUV)

Täusche ich mich oder werden diese nicht mehr so ganz normalen Autos immer mehr?
Die Zulasungszahlen sagen, daß ich mich nicht täusche. Wozu braucht man sowas?
Leider haben offenbar viele Zeitgenossen derartige Krücken nötig. Vielleicht ist es auch die Trotzreaktion auf die Rufe nach Mäßigung? Oder ist es gar ein Endzeitverhalten? Kaufen wir uns so einen Karren, solange wir es noch können - geniesst den Krieg, der Frieden wird furchtbar - besuchen sie Europa, solange es noch steht.
Natürlich ist es unvernünftiges Verhalten, aber doch offenbar gewollt unvernünftig - wir wollen nicht vernünftig sein, wir wollen unseren Spaß haben - auch wenn alles in Scherben fällt, oder wenn wir andere damit in Grund und Boden rammen.
Steckt da mal wieder die Faszination des Bösen dahinter?: ich weiß zwar daß anders Verhalten besser wäre, aber das wäre doch langweilig. Ich bin doch etwas Besonderes und ich darf das.
Besondere Menschen müssen sich distinguieren, indem sie das haben, was andere nicht haben können und was man nicht haben soll. Genauso kommt auch der Markt für vom Aussterben bedrohte Tiere und der Markt für gestohlene Kunstwerke zu Stande.
Was kann man da tun, ohne wieder in die Gruselkiste zu greifen?
Was tun für die Faszination des Guten, was tun für die Freiheit tun und lassen zu können, was man will, aber trotzdem positiv und verantwortlich zu handeln?

Meister 14.08.2007, 23.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Club of Budapest

Dieser Club scheint ganz interessant, ich werde ihm Aufmerksamkeit schenken müssen, besonders gefällt mir, daß es nicht nur um Gutmenschenverhalten geht, sondern daß die menschlich Spiritualität  thematisiert wird.
Ein bißchen störend erscheint mir im Moment der elitäre Anstrich, aber vielleicht täusche ich mich da ja auch.
Wenn die Menschen voran kommen wollen und wenn sie Schaden vom Leben auf der Erde abwenden wollen, werden sie vieles anders machen müssen. Aber das kann nicht eine Geschichte von Verzicht, Einschränkung und steuernden Gesetzen sein, sondern "kommen muß eine Vergeistigung der Massen", wie Albert Schweitzer schon vor langer Zeit sagte. Wir müssen ein neues Leben für alle finden. Was für eine Aufgabe !
 

Meister 14.08.2007, 22.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Probleme lösen, wenn´s denn geht

Seit inzwischen ein paar Wochen war der Satelittenempfang weg, gut es geht auch ohne TV, deshalb hatte ich auch nicht gerade Eile, aber alle nicht gelösten PRobleme stapeln sich dann ja auch irgendwann. Ich hatte schon mehrere halbherzige Versuche unternommen, aber  da es nicht ging immer wieder die Lust verloren. Heute habe ich nun endlich mal systematisch angefangen: erstmal gecheckt ob das Kabel hin ist, war es aber nicht, dann wollte ich eigentlich schaun, ob die Antenne verdreht ist , aber glücklicherweise war die so fest, daß ich sie nicht leicht verdrehen konnte, das konnte der Wind also auch nicht gemacht haben. So habe dann endlich einen Blick unter die LNB-Abdeckung geworfen und mußte feststellen, daß dort ein paar Spinnengelege waren. Ich hätte gar nicht gedacht, daß die störeten, aber oh Wunder, nachdem sie weg sind geht es wieder.
Es muß mein Technkikarma sein, es läuft immer genauso: ich probiere, dies und das , es geht nicht, ich verliere die Lust und vertage, irgendwann geht es dann wieder, manchmal hätte ich nur mehr nachsetzen müssen, dann wäre es gleich gegangen, manchmal ist doch eine systematische Herangehensweise nötig.
Vom Handwerker unterscheiden mich zwei Dinge: ich meine zu oft, die tückischen Objekte müßten mir einfach wieder gehorchen - die denken gar nicht dran. Zweitens: ich gehe mit zu viel Laxheit vor, anstatt gleich den Nagel auf den Kopf zu hauen, versuche ich es erstmal auf die leichteTour. Ob ich mich noch jemals ändere? Warten wir es ab, das Leben ist lang, der Weg ist gewunden und man darf die Hoffnung nicht aufgeben. Andererseits muß man natürlich auch lernnen, mit seinen eigenen Schwächen zu leben - darin bin ich nicht schlecht.
 

Meister 11.08.2007, 14.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Design oder Echt?

Wir hatten eine Diskussion über Restaurants: man kann heute unterscheiden zwischen solchen, die von echten Gastronomen geführt werden und oft auch eine "echte" Küche haben, z.B. Griechen oder Italiener, und Designer-Restaurants, die von Investoren betrieben werden und ein bestimmtes Design haben, z.B kalifornisch, südasiatisch, australisch-ozenanisch oder cool-modern. Das Gastronomenrestaurant ist mir eigentlich lieber, wobei nicht jeder Gastronom gut sein muß, aber die Designerrestaurants müssen auch nicht schlecht sein, sind sie zwar oft, was dann aber meist daran liegt, daß die Besitzer an der Investorenkrankheit Gier leiden.
Die Design-oder Echt-Frage stellt sich heute auf verschiedensten Ebenen, im Prinzip gilt: für das Gefälschte gibt es keinen Ersatz. Aber es gibt auch hübsches Design, fraglos.

Meister 10.08.2007, 21.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ervin Laszlo: Das 3. Jahrtausend

Ich bin mit dem Lesen des  Buchs noch nicht fertig, deshalb ist noch keine Bewertung möglich, aber es ist interessant. Es enthält allerdings ein paar recht nutzlose Kapitel, die wieder mal die üblichen Verdächtigen aufs Korn nehmen.
Heute nur zu einem Punkt eine Bemerkung: die Übervölkerung wird lakonisch abgefertigt, weil man sowieso nichts dagegen machen könne. Wirklich nicht? Wenn es wahr ist, daß durch die Übernutzung des Planeten Hunger, Katastrophen und Kriege drohen, die die Menschheit stark dezimieren würden, dann sollte man es sich an diesem Punkt nicht zu einfach machen, sondern viel und genau darüber nachdenken, wie man auf humane Art die Zahl der Menschen reduzieren kann, bevor es auf andere Art geschieht.
Auch wenn man damit rechnen muß, daß kurzfristig nicht viel erreicht wird, wäre es doch auch schon ein Erfolg, wenn in 20 Jahren die Weltbevölkerung nicht mehr zunimmt, oder in 30 vielleicht. Die Kurve hat irgendwo einen Höhepunkt, so viel ist sicher, offen ist, wie weit er in der Zukunft liegt und wie hoch.
Vielleicht ist es sogar leichter die Menschenzahl zu reduzieren als den Pro-Kopf -Verbrauch; und man darf nicht vergessen, daß der Gesamtverbrauch an Ressourcen und Energie und die Gesamtfreisetzung von Abgasen und Abfallprodukten mehr oder minder das Produkt aus Pro-Kopf-Verbrauch und Menschenzahl ist.
Wir haben vielleicht eine besondere Verantwortung in dieser Frage, denn wir können bei uns eine Reihe wichtiger Fragen studieren, weil unsere Bevölkerungsentwicklung die zeitlich fortgeschrittenste ist. In Europa hat die Bevölkerungsexplosion angefangen und deshalb hört sie hier auch zuerst auf. Statt immer neue (quasi-rassistische) erfolglose >schafft-mehr-Babies-Programme< aufzulegen, sollte man lieber die Auswirkungen des Bevölkerungsrückganges positiv gestalten und genau studieren, denn es ist ein Modell für andere Länder. Ich verstehe ja, daß man Angst hat, daß "die Anderen" dann immer mehr werden und uns an die Wand drücken, aber vielleicht ist es auch so, daß dort wo man sich nicht so auf den Füssen steht dann besser gelebt wird.
Ich glaube, daß man alleFolgen des Bevölkerungsrückganges  beherrschen kann, wenn man sich dem Problem stellt. Vielleicht wird dadurch eine ganz andere Bewertung der Menschen entstehen, vor allem auch der älteren Menschen, vielleicht wird auch eine ganz andere Arbeitswelt entstehen, in der nicht mehr malocht oder rentiert wird, sondern jeder nach seinen körperlichen undgesitigen Fähigkeiten mitmachen kann. Die heutigen Diskussionen ums Renteneintrittsalter sind vielleicht völlig schief, sollte man nicht lieber darüber reden, wie ältere Menschen sinnvoll und  an ihre Wünsche und Kräfte angepasst mitarbeiten können. Es würde sie wahrscheinlich jung erhalten. Vielleicht kann man auch die Lebensarbeitszeit weiter umverteilen, in jüngeren JAhren weniger arbeiten, wenn man keine Rente mehr erarbeiten muß. Wenn die Leute nicht kaputt gearbeitet werden, können sie länger sinnvoll leben und arbeiten. Aber da stehen wir noch ganz am Anfang befürchte ich. WEnn man heute vorschlagen würde, die Altersrente abzuschaffen.... gar nicht auszudenken was dann passieren würde. ein Politiker dürfte das jedenfalls nicht sagen.

 

Meister 09.08.2007, 22.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Der Höhepunkt des Sommers

ist sicher jetzt überschritten.
Noch sind Sommerferien, noch ist es warm, die Tomaten haben sich besser gehalten als befürchtet, auch wenn die eine oder andere Braunfäule hat. Die Dahlien stehen jetzt in voller Blüte, sie sind auch noch nicht herbstlich schwächlich. Trotzdem ist da ein Hauch Sommersattheit, eine Idee von bergab, es wird schon früher dunkel, auch wenn die Abende noch schön warm sind. Der August kommt mir immer etwas gealtert vor, auch wenn es noch nicht der "Altweibersommer" ist. Die Felder sind oft schon kahl, die Bäume gehen der Ernte entgegen, alles ist nicht mehr frisch. Im Garten überlegt man schon, was man nächstes Jahr besser machen will.
Das Komische ist, daß man den Sommer eigentlich nicht festhalten will, sondern man will, daß es weiter geht, auch der Herbst ist schön.
 

Meister 09.08.2007, 20.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Moslemische Beschneidung - und wie verschieden man darüber denken kann



Da kommt eine Mutter zu mir und sagt, sie möchte ihren Jungen beschneiden lassen, ob sie eine Überweisung bekommt. Aber sie möchte eine "moslemische Beschneidung" und am liebsten im "Jüdischen Krankenhaus", weil die es so gut  machen.
Da kommen mir  hintereinander verschiedene Gedanken: Zuerst denke ich, wenn sie eine religiöse Beschneidung will, warum soll das die Krankenkasse bezahlen? Dann: wenn man eine Beschneidung als religiöses Rirual will, ist es dann nicht auch nötig, sie als religiöses Ritual ablaufen zu lassen? Dann: Moslemische Beschneidung und jüdisches Krankenhaus, ist das nicht ein Widerspruch?
Aber zum Schluß komme ich zu der Überlegung, daß es doch ein gutes Zeichen ist, wie das hier gewünscht wird: es wird keine fundamentalistische Zeremonie abgehalten, sondern eben nur die Beschneidung, weil sie eben so  in ihrer Religion vorgeschrieben ist, also offenbar eine liberale Einstellung zur Religion mit der wir  alle leben können. Und wenn diese Moslems das im Jüdischen Krankenhaus machen lassen, heißt das doch, daß sie nicht von Haß auf die Juden getrieben werden, sondern sie als Anhänger einer anderen Religion respektieren.

Meister 08.08.2007, 20.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Wir sind keine Wilden mehr.....

.....wir tun nur manchmal so!
Unsere biologische Grundausstattung ist immer noch die in der Steinzeit passende. Die Alarmierungsreaktion ist im Körper tief verankert und führt zu Konsequenzen, die uns heutzutage nicht mehr gut tun.
Adrenalin und andere Katecholamine, sind gut dazu geeignet, einem Gegenüber eins über den Schädel zu geben oder auch die Beine in die Hand zu nehmen, falls das Gegenüber die besseren Karten hat, aber heutzutage führt das vielleicht zu Fehlverhalten, Fehlern oder bösem Streß.
Man wäre gut, wenn man diese Reaktion abtrainieren oder abmildern könnte. Ist das eine unlösbare Aufgabe? Nicht grundsätzlich. Man könnte mit verschiedenen Selbstentwicklungsprogrammen daran arbeiten.Es ist sicher nicht ganz einfach, da es sich um sehr tief liegende Verankerungen handelt, aber es muß ja auch nicht eine totale Veränderung durchgeführt werden, man könnte modifizieren, abschwächen und Kompensationsmechanismen einsetzen, die schon existieren.
Ich glaube, daß man damit einiges erreichen könnte, streßbedingten Erkrankungen z.B. Herzerkrankungen vorbeugen, Unfälle vermeiden, vielleicht auch Opfer von Aggression zu werden oder selbst Täter zu werden, denn nicht jede böse Tat ist ja Folge eines bösen Planes sondern oft auch der spontanen Wut und aggressiver Durchbrüche.
Selbst wenn man angegriffen wird, ist die archaische Art der Reaktion heute oft falsch und unheilbringend, weil man durch eine überlegtere und gelassenere Antwort vielleicht mehr Schaden abwendet, als wenn man auf den groben Klotz den groben Keil setzt.
Mir ist diese Sache auch als Modell wichtig: für die Entwicklung des Individuums, die ich als zukunftwichtig ansehe. Wir müssen alle immer besser werden, um die Zukunft zu meistern. Unsere Kooperation, unsere Gesellschaft muß besser werden, aber auch jeder einzelne Mensch!

Meister 07.08.2007, 19.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Tom Cole: The Last Paradise

Dieses zweite autobiographische Buch von Tom Cole behandelt seine Zeit in New Guinea als Krokodiljäger in den 40er bis 60er Jahren. Das erste Buch "Hell West an Crooked" hatte sein Leben vor dem Krieg in Queensland und im NT zum Thema.
Der Titel des zweiten Buchse ist schon ganz richtig, aber das Buch hionterläßt doch wehmütige und zweispältige Gefühle, denn leider geht die dahinter stehende Entwicklung genau dahin, daß auch diese unberührte Welt nicht mehr existiert. Und diejenigen, die sie lieben wie Tom Cole, sind gleichzeitig diejenigen die zu ihrem Untergang beitragen. Das kann man gerade an der Krokodiljagd festmachen: die Preise, die in Singapore und Sydney für die Krokodilhäute bezahlt werden führen alsbald dazu, daß die Tiere so dezimiert sind, daß sich die Jagd nicht mehr lohnt.
Was ist denn dieses PAradies eigentlich? Nicht die Kanibalen, Kopfjäger und Steinzeitmenschen, sie gehären eigentlich wie die Natur, nur zu den Randbedingungen, ihre ursprüngliche Natürlichkeit hat schopn etwas paradiesisches, aber nur in dem SInne, daß ihre ständigen Fehden, Kriege und Totschlägereien eben vor-zivilisatorisch unschuldig sind - eben nicht in dem Sinne wie paradiesisch sonst oft verstanden wird, daß Lamm und Löwe friedlich nebeneinander liegen.
Aber für Tom Cole und seine Peers ist das Paradies ertwas anderes: die Freiheit Grenzen zu überschreiten, sich auszudehnen, neues Land zu erschliessen, gemeinsam etwas anzufangen und als Pioneer ein abenteuerliches Leben zu führen.
Das Paradies des weißen Mannes: immer weiter immer größer, immer mehr.
Man kann auch diese Paradiesvorstellung anchvollziehen, aber auch sie ist in Wirklichkeit destruktiv. An einer Stelle desBuches als Bäume für die Sägemühle gefällt werden, die huinderte von Jahren alt sind, bedauert es auch der Autor, der keineswegs ein typischer schießwütiger Imperialist ist, nein, er ist mehr Pioneer, mit den verscheidenen Seiten, die dieses Dasein und diese Zeit hat. Es war ja damals schon abzusehen, was heute Realität ist: die Welt aufgeteilt und nur noch ein Objekt zum Ausquetschen.
Aber gerade deshalb ist da auch die Vorstellung eines neuen Paradieses: mit weniger Menschen und einer höheren Zivilisation und neuen Zielen und neuen Pionieren. Und sie werden weder rote noch blaue Halstücher tragen, sie werden gar keine Uniform tragen, an ihrem Geist und ihrer Zivilisiertheit, ihrem Edelmut und ihrer Kühnheit wird man sie erkennen.
 

Meister 05.08.2007, 21.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Der freie Wille

Ich habe diesen Beitrag in die Rubrik romantische Welt gesetzt, weil es mir jetzt weder ums Biologisten abwatschen noch um dier Lebensumstände geht, die unseren freien Willen beeinträchtigen oder von vornherein beeinflußen.
Es geht mir darum, daß der Mensch sich entwickelt, daß sein Geist sich entwickelt, daß seine Gesellschaft sich entwickelt, seine Zivilisation sich entwickelt, daß die Höherentwicklung ein Grundgesetz des Lebens (und der Materie insgesamt) ist. Ich meine damit nicht nur unser individuelles Leben, sondern unsere Lebensform Mensch und das Leben auf diesem Planeten insgesamt.
Das Leben ist eine Riesenbesonderheit, vor der Ehrfurcht zu haben, wie Albert Schweitzer es entwickelt hat, mehr als notwendig ist. Daß es Leben gibt, ist ein Wunder, daß es so großartig entwickelt,ist ein Wunder und daß es sich weiter entwickeln wird, ist wahrscheinlich.
Wenn wir fragen, warum das so ist, kommt eigentlich keine andere Antwort in Frage, als die, daß Gott es soll will und so eingerichtet hat.
Kommen wir auf den freien Willen zurück: wir können so, wir können auch anders. Aber wir sind auch verpflichtet: der Wirklichkeit und Allem und Allen, die wir lieben, unserem romantischen Auftrag, dem Guten, was wir wünschen und erstreben.
Freiheit ist nicht, tun und lassen können, was man will, Freiheit ist das zu tun, was man anstrebt und das anzustreben, was gut und richtig ist.
Diese Zivilisation steht noch ganz am Anfang und unser freier Wille ist es,diese Zivilisation voran zu bringen.
Wenn ich sage "unser Wille", meine ich damit natürlich nicht, daß alle es müssen, sondern nur daß alle verwandten Geister es so sehen werden.
 

Meister 03.08.2007, 17.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Zappa reloaded

Seit einer ganzen Reihe von Jahren habe ich die Frank Zappa-Platten nicht gehört. Jetzt habe ich sie mir auf das tragbare Gerät geladen und ich bin wirklich erschlagen, was für eine tolle Musik. Klassik der Moderne. Ich bin begeistert.  Zum Glück gibt es eine große Menge Musik, die er uns hinterlassen hat. Jetzt werde ich mir das alles mal neu zu Gemüte führen.
 

Meister 03.08.2007, 14.40| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Brutaler Biologismus

Im >Spiegel< diese Woche der Titel über Gut und Böse, da geht es wieder um unsere Freunde die überschnappenden Neurowissenschaftler.
Nachdem sie angeblich den freien Willen schon erledigt haben - durch Über- und Fehlinterpretation schwacher Daten - geht es jetzt noch viel weiter: die Menschen sind nicht verantwortlich, alles ist biologisch bestimmt. Wenn jemand was anstellt, dann kann er eigentlich nichts dafür, sein Gehirn tickt nicht so ganz richtig, das muß man entschuldigen.
So was kann man natürlich behaupten, aber daß diese Leute so gern praktische Kurzschlüsse aus ihren Scannerbildchen ziehen und daraus die ganze Welt umstürzen wollen - angeblich natürlich voll wissenschaftlich - ist wirklich haarsträubend. Man möchte es fast nicht glauben, aber dieser Mensch vertritt das im Interview in aller Deutlchkeit. Er meint, daß gesamte Strafrecht muß geändert werden, man kann keinen bestrafen, weil er nicht verantwortlich ist. Wenn er meint, man sollte diese Leute therapieren, ist das völlig absurd, da es keine Therapie für unwillige Verbrecher gibt.
Eine zivilisierte Gesellschaft hat nicht zuletzt deshalb ein Strafrecht, um die persönliche Rache, die in der Form der Blutrache noch immer mancherorts praktiziert wird, zu überwinden.
Wenn der Missetäter nicht verantwortlich ist, werden andere sich auch nicht mehr verantwortlich fühlen, nicht selbst Rache zu üben.
Und wie soll therapiert werden, wenn doch die heutige Psychotherapie schon im Normalfall ein schwaches Instrument ist und gegen unwillige Bösewichter absolut wirkungslos? Stellen sie sich da eventuell vor, daß sie aus ihren Scannerfilmchen dann schöne neue gehirnchirurgische Verfahren entwickeln? Na dann gute Nacht, schöne neue Welt!
Ich finde es auch erschreckend, daß diese "Wissenschaftler" nicht den faschistischen Kern ihrer Vorstellungen erkennen. Es klingt auf den ersten Blick liberal, aber sehen wir der Realität ins Auge: Wenn der Missetäter - und es geht u.a. um die schlimmsten Gewalttaten - nicht verantwortlich ist, sondern biologisch abweichend, dann wird man ihn nicht entschuldigen und gewähren lassen, sondern dann wird notwendig und schnell einen Schritt weiter gedacht, und das heißt physische Vernichtung des abweichenden Organismus.
Bei allem Respekt vor Darwin und der Abstammungslehre darf man nicht vergessen, daß es schon einen Sozialdarwinismus gegeben hat. Dieser propagierte daß die gesünderen und stärkeren Völker, Volksgruppen und Individuen sich auch gewaltsam durchsetzen sollten und müßten, und daß der Untergang des Schwächeren richtig und notwendig sei. Damit hat er zur Legitimation der schrecklichsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts beigetragen und diese aktiv gefördert.
Diese biologistischen Vorstellungen heute kommen mit der gleichen pseudowissenschaftlichen Arroganz daher, sie sind nach meiner Auffasssung nicht weit entfernt vom alten Sozialdarwinismus, darüber können auch augenblickliche liberale Masken nicht hinweg täuschen: der Kern einer Ideologie enthüllt sich immer erst  im Laufe der Zeit.
Wo werden diese "Wissenschaftler" in 10 Jahren stehen? Ich als Romantiker hoffe natürlich, daß nach dieser ersten wichtigtuerischen Phase eine Besinnung eintritt und man gründlicher nachdenkt, da gäbe es einiges zu denken und zu sagen, und, im Vertrauen gesagt, ich bin eigentlich Wissenschaftsfan, das macht mich gerade so sauer über diese Leute.
Aber ich habe zeitweise auch schwarze Visionen, in den diese Leute in einem OP Designergehirne zu schaffen versuchen. Oder sie stehen wieder an irgendeiner Rampe und selektieren zwischen unwertem und wertvollem Leben.

Meister 02.08.2007, 21.45| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Man kommt zu gar nichts

Im Augenblick bin ich etwas sommerlich verzettelt, habe das Gefühl zu nichts zu kommen. aber ich nehme es leicht und rege mich nicht mehr über irgendwas auf. Auch hier kommt nur was an, wenn es mich dazu drängt. Man muß ja nicht immer übersprudeln.
Ein bißchen sommerliches Laissez-faire, ist auch sehr schön.

Meister 31.07.2007, 22.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Verkehr und Sommerferien

Berlin in den Sommerferien ist normalerweise ein Autofahrerparadies gewesen, wenig Leute da und freie Fahrt. Aber in den letzten 2-3 Jahren haben sie sich angewöhnt, eine Baustellenlandschaft aus den Straßen zu machen. Gut, es mag naheliegend sein, daß man an neuralgischen Punkrten in den Ferien baut ,aber daß sie dann die Baustellen so einrichten, als ob es gar keinen Verkehr gäbe, ist schon etwas verstimmend. Im Ergebnis braucht man dann für eine Strecke länger als normalerweise.
Vielleicht handelt es sich um ein gezieltes Mobbing, um mehr Leute zum Wegfahren zu überreden: wenn ich hier im Stau stehe, kann ich das auf der Autobahn in Bayern auch haben, oder soll den Zurückgebliebenen in der typisch ostdeutschen Art von sozialer Gerechtigkeit auch die übliche Staudosis verabreicht werden? 

Meister 29.07.2007, 18.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Endivienssalat gepflanzt

Endivienpflanzen aus KAssel warteten schon ein paar Tage, aber jetzt habe ich sie alle im Boden drin. Schöne kräftige Pflanzen, gute Wurzelballen.
Endiviensalat ist eigentlich mein Lieblingssalat. Diese Vorliebe teile ich allerdings mit Millionen von Schnecken.  Wenn ich die fern haltebn kann,hoffe ich in 4 Wochen mit der Ernte beginnen zu können, wenn Tomaten und Gurken zu Ende sind.

Meister 28.07.2007, 13.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Kein Signal

Ich befürchte zum Technik-Freak werde ich nie. Ich kann es nämlich nicht leiden, wenn etwas nicht funktioniert. Seit gestern ist es der Satelliten-TV-Empfang. Ich muß ja nicht unbedingt fernsehen, aber es nervt, daß das Signal weg ist, und ich einfach nicht rauskriege warum. Wenn ich Technik-Freak wäre, würde ich sicher meinen Spaß daran haben, den Fehler zu finden, habe ich aber nicht. Nebenbei besteht natürlich die Gefahr, daß der Fehler gar nicht in einem mir zugänglichen Bereich liegt, z.B. in der Verstärkerdose oder im Receiver. Aber neulich konnte ich durch arbeiten am Kabelstecker es wieder hinbiegen, liegt also nicht fern daß es wieder dort hakt. Gerade weil es Bereich gibt, die man gar nicht checken kann, ist es so frustig. Die Antenne kann sich nicht verstellt haben, die ist bombenfest, das Kabel scheint mir jetzt auch über jeden Zweifel erhaben, also was tun? Da müssen wohl die Experten ran, aber vielleicht fällt mir ja morgen noch was Neues ein. Inzwischen habe ich dem Patient Ruhe verordnet, d.h. den Receiver abgeschaltet.
 

Meister 27.07.2007, 21.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Denken und Fühlen

Die Neurowissenschaft, sie bringt uns ständig wunderbare neue Erkenntnisse. Nachdem sie neulichj den freien Willen erledigt hat, haben sie jetzt herausgefunden, daß denken ohne fühlen nicht geht. So neu ist diese Erkenntnis nicht, aber komischerweise wird alles was die jetzt mit ihren "Hirnscannern" heraus finden zu einer religionsartigen Wahrheit erhoben.Diese neuen Spielzeuge haben das Zeug dazu, eine ganze Forschergeneration berühmt zu machen, glauben sie jedenfalls.
Ich befürchte, daß sie eigentlich mehr mit dem Blindenstock im Nebel umherstochern, nicht so genau wissen, was sie eigentlich erforschen sollen und wie. Mit der Zeit wird das besser werden, denke ich, und diese oberflächlichen Schnellschüsse werden aufhören.
Das Rationalität und Gefühle zusammen hängen ist nicht nur deshalb selbstverständlich, weil es keinen Bereich des menschlichen Denken, Handelns und Elebens gibt, der nicht mit Gefühlen einher geht, sondern auch deshalb weil unser tägliches Leben, dies uns ständig vor Augen führt.
Der rationale Mensch ist ein Konstrukt, es gibt ihn gar nicht. Der gefühllose Mensch genauso: diejenigen die als gefühllos angesehen werden, sind es nicht, sie haben nur eine verschobene oder gar perverse Gefühlswelt.
Der ganze Mensch versucht seine Gefühle positiv zu organisieren, um rational nachdenken zu können und kreative Ideen zu entwickeln: wenn man deprimiert ist, laufen alle Gedanken schief und man wird nichts erreichen. "Cheerfullness" (ein Wort daß ich deshalb benutze weil es im Deutschen nichts Bedeutungsgleiches gibt ,>Optimismus< ist nicht das Gleiche) führt dazu, daß ein Individuum oder eine Gruppe zu Höchstform auflaufen, Dinge verwirklichen die ihnen selbst unglaublich vorkommen.
Ein anderes Thema in diesem Zusammenhang ist das Drama der sogenannten Hochbegabten. Alle Welt macht sich Gedanken darüber ,wie man ihre Begabungen fördern könne, Eltern sind sogar oft stolz darauf, wenn ihr Kind als hochbegabt eingestuft wird.
Dabei ist diese "Hochbegabung" [Nicht die Definition vergessen: >Intelligenz ist das, was der Intelligenztest mißt<] oft nur ein geistiges Mangelsyndrom, die Kindern erfassen zwar schnell und haben Fähigkeiten, die sie einen IQ-Test bravurös bestehen lassen, aber sie sind oft Gefühlskrüppel und oft auch intellektuelle Versager, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Fähigkeiten geistig zu verarbeiten, in praktische Zusammenhänge zu stellen und gefühlsmäßig zu bewerten. Man müßte versuchen, bei ihnen die Mängelbereich zu entwickeln, vor allem das Fühlen, das Bewerten und geistige Disziplin.
Der menschliche Geist ist eine vieldimensionierte Einheit, eine nicht neue aber wunderbare Erkenntnis.
 

Meister 26.07.2007, 22.18| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Zivilisatorische Höherentwicklung

Was heißt das eigentlich? Welche Kriterien kann man erarbeiten, wie eine Zukunftmenschheit individuell und en gros zivilisiert sein kann?
Wenn man eine Vorstellung einer zukünftigen Zivilisation hat, ist diese notwendig rein romantisch spekulativ, oder kann sie auch zu einer materiellen Produktivkraft werden?
Hat es Sinn über die Zivilisation der Zukunft nachzudenken, oder sollte man sich nur um die drängenden Überlebensfragen unserer Zivilisation kümmern? Könnte es sein, daß die beiden Fragen zusammen hängen?
 

Meister 26.07.2007, 21.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Was mich von einem Schriftsteller unterscheidet


Wenn ich mir die Kapriolen meines Arbeitsstils ansehe, muß ich leider sagen, daß mich noch sehr viel von einem Schriftsteller unterscheidet. Ein Schriftsteller setzt sich hin und schreibt - so denke ich mir das zumindest. Ich dagegen bin eine Weile voll dabei, dann habe ich wieder etwas anderes zu tun, oder irgendein geistiges Wehwehchen hält mich von der Arbeit ab.
Aber muß ich denn ein Schriftsteller sein? Die Frage ist etwa genauso wie die Frage, ob man Oxfordenglish sprechen sollte. Es geht so , es geht auch anders.
Ich habe auch noch anderes zu tun, und ich mache meine Arbeit auch sehr gern, selbst wenn es manchmal etwas viel wird. Wenn ich schlicht Schriftsteller wäre, dann wäre ich auch dem Erfolg/Mißerfolg ausgeliefert und jeder Hänger würde mich schwer betroffen machen, und die Aussicht, sowieso nicht gedruckt und noch weniger gelesen zu werden, würde mich deprimieren.
So handelt es sich darum, daß langsam und unstet etwas entsteht. Lassen wir es also werden und sind wir einfach, was wir sind.
Ich könnte auch so zusammenfassen: in den letzten 2 Wochen bin ich wenig voran gekommen, nicht auf dem Papier und im Geiste auch nicht.
 

Meister 25.07.2007, 22.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Heute vor 2 Jahren...

....haben wir geheiratet.
Heute ist also der 2. Hochzeitstag, und ich gratuliere mir dazu, seit 2 Jahren mit der besten aller Frauen verheiratet zu sein.
Es war wirklich die allerbeste Idee damals, und es war ein wundervoller Sommertag, den ich nie vergessen werde. Wenn man den oder die Richtige gefunden hat, sollte man nicht mehr zögern, man tut sich gemeinsam etwas sehr Gutes an.
Stoßen wir also an, auf viele weitere glückliche Jahre!

Meister 25.07.2007, 21.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Ist der Mensch schlecht?

Nein, der Mensch ist nicht schlecht, er ist zivilisierbar.

Aber er steht noch am Anfang dieser Zivilisierung.

Ein Tier kennt nicht gut und böse. Der Mensch hat es zu unterscheiden gelernt. Deshalb gibt es für ihn beides.
Durch einen langen Prozeß der Zivilisierung wird er aus der Unterscheidung  auch die Entscheidung für das Gute machen.
 

Meister 25.07.2007, 20.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Wespenstiche

So ein halbes Dutzend Wespenstiche sind nicht so ganz ohne, besonders wenn sie auf engem Raum sind. Es schmerzt doch wesentlich mehr als andere Stiche und es juckt auch mehr. Es ist ein wundervoller Ratschlag nicht zu kratzen, den ich auch gern  andern gebe, aber es ist   verdammt schwer, ihn zu erfüllen. Tatsache ist, daß etwas wie Autan akut oder Beiersdorf Insektenstichgel viel besser hilft als Cortisonsalbe, das war das wesentliche Ergebnis des Selbstversuchs, den ich damit gleich mal durchgeführt habe. Im Vertrauen gesagt, vertraue ich am meisten Therapien, die ich selbst ausprobiert habe. Gut, man kann nicht alles probieren, aber sobald sich eine Gelegentheit ergibt, mache ich es.
Die Wespen hat es inzwischen erwischt- man kann sie nicht gewähren lassen, sonst können wir bald ausziehen - oder sieht das jemand anders?
 

Meister 24.07.2007, 21.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Wespenangriff

Ja die Natur, die ewige Quelle romantischer Inspiration. Sie kann auch anders. Man sollte nicht vergessen, daß wir nicht alleine sind. Andere haben auch Rechte und die verteidigen sie beinhart.
Arglos mit dem Rasenmäher gearbeitet, plötzlich, ehe ich kapiert hatte, was los war,  sechs Stiche in die Beine und noch mehr hinter mir her. Erdwespennest, kann noch nicht lange da sein. Aber heftige Stiche. Vielen Dank, liebe Natur.
 

Meister 23.07.2007, 22.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Documenta 12 von außen

Kassel steht in diesen Wochen natürlich im Zeichen der >Documenta<, es ist inzwischen schon die XII te. An diesem Wochenende wäre es zu viel gewesen, sie zu besuchen, aber wenigstens einen Blick außen, haben wir geworfen. Das ist auch nicht so uninteressant. Die Austellung selbst werden wir, so Gott will, im August besuchen. Die Besonderheit dieser 12. Documenta ist, daß sie mehr als alle ihre Vorgängerinnen in Kassel selbst angekommen ist. D.h. es wird dort über die Ausstellung und ihre Zusammenhänge mehr und positiver diskutiert als früher. Vor vielleicht zwanzig Jahren konnte man den Eindruck haben, daß die Stadt und die Ausstellung nebeneinander existierten; die dX vor zehn Jahren, war beinahe gegen die Stadt gerichtet (nebenbei war sie auch gegen die Kunst selbst gerichtet).
Aber in diesem Jahr wird überall in der Stadt darüber geredet, sei es über die 1001 Chinesen oder über das Mohnfeld oder das Karussel.
Wenn Documenta ist ist Kassel sowieso eine andere Stadt, es liegt ein Flair über ihr, als würde sie wo anders liegen, hier spielt eine Indianderkapelle dort sitzen skandinavische Studenten (sorry, genauer konne ich sie nicht identifizieren) und diskutieren laut. Am Friedrichsplatz stehen die Liegestühle dem Mohnfeld zugewandt, als würde man eine Action erwarten.
Die Beuysbäume in der ganzen Stadt raunen, als würden sie sie sich über eine (Studenten?)Action erregen, daß auf der Treppenstraße eine gefällte Eiche mit vollem, vertrockneten Laub hingelegt wurde unter dem Titel "wer fällte die Beuys-Eiche?" - Nebenbei fand ich das auch ziemlich abgeschmackt, weil die einzige Kunst in der Sache die Idee mit dem Titelsatz war und dafür eine Baum fällen? - blöd, finde ich.
Aber insgesamt ist die Dokumenta wieder eine großartige Sache. Ich habe mir für 25€ den Katalog gekauft. den werde ich mir erstmal angucken und dann im August nochmal schaun.
 

Meister 22.07.2007, 21.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Festspiele Bad Hersfeld: Les Miserables

Die Festspiele in Bad Hersfeld sind schon eine jahrzehntelange Institution. Wenn man im Oktober den richtigen Zeitpunkt nicht verpasst, kann man auch gut Karten bekommen. Die Besonderheit in Bad Hersfeld ist natürlich die Stiftsruinie als Bühnenkulisse, ein Bühnenbild wird meist gar nicht gebraucht. Als Schüler sah ich dort mal >Hamlet< und konnte diese besondere Situation damals gar nicht erfassen (auch nicht das Glück daß wir hatten, denn Regenschuitz gab es damals nicht). Durch einen glücklichen Zufall, sind wir seit 3 Jahren wieder regelmäßig dort. In diesem Jahr haben wir das Musical >Les Miserables< nach Victor Hugo gesehen. Sehr beeindruckend, gerade auch auf dieser Bühne. Die Massenszenen kommen natürlich supergut bei einer derartig eindrucksvollen Kulisse. Mit der modernen Mikrofontechnik ist auch die Akkustik eine reine Freude, das Orchester kommt aber auch in seiner ganzen Spielfreude sehr gut über das ganze große Auditorium.
Das Musical selbst ist grandios in seiner Musik, sehr französisch, was ich sehr positiv meine, und wunderbar beeindruckend, gerade auch weil es keine Phantome oder Mietzekatzen zum Thema hat, sondern einen urromantischen Befreiungskampf und Menschen, die um das Gute, die Befreiung und für das Glück der Menschen kämpfen, so bewegend, daß es vorkommen kann, daß man sich die eine oder andere Träne abwischen muß, was ich nicht schlimm finde.
Ich war sehr beglückt über die Aufführung und ich empfehle allen, die es machen können: Besuchen Sie Bad Hersfeld und schauen Sie sich >Les Miserables< an. Auch der >Faust< ist sehr sehenswert.
Als Arbeitsaufgabe für mich: jetzt den Roman von Victor Hugo lesen, den ich vor einiger Zeit bei Jokers (auf Empfehlung von Ayn Rand) gekauft habe.
 

Meister 22.07.2007, 20.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Wochendende in Kassel

SchönesWochenende in Kassel verbracht: es ist wirklich toll dort. Bei genauerem Nachdenken komme ich zu der Überzeugung, daß Kassel eiogentlich die Stadt in der Mitte Deutschlands ist. Ich kam darauf in Braunschweig, als ich dachte Braunschweig ist doch mehr Norddeutschland. Dann ging ich so im Geiste entlang des Uhrzeigers: im Osten ist da Erfurt, aber Erfurt gehört zum Osten. Im Süden ist die nächste große Stadt Frankfurt, aber FRankffurt ist Süddeutschland, vielleicht Südwestdeutschland. Nach Westen kommt als nächste größere Stadt  Dortmund, eindeutigstes Westdeutschland und im Norden Hannover, vielleicht die Hauptstadt Norddeutschlands.
Kassel gehört zu Hessen und schaut insofern nach Süden, gehört auch zu Regionalliga Süd im Fußball (leider - hätte mehr verdient!), es hat auch enge Verbindungen nach Westen (Autobahn nach Dortmund 190km) und nach Osten (ehemalige Zonengrenze keien 50km aber auch nicht weit nach Eisennach und Erfurt, selbst Lepizig war mit dem Interzonenzug schnell zu erreichen). Und Kassel ist aber auch mit Norddeutschland so eng verbunden, daß man sagen könnte. der Vorposten des Südens im Norden und des Nordens im Süden. Der Apfelwein kostet in Kassel nicht mehr als in Frankfurt, aber Grünkohl ißt man auch gern.
Ich komme immer wieder gerne nach Kassel  und wenn mich der Herkules von der Höhe grüßt, habe ich immer ein warmes Gefühl von Heimat.

 

Meister 22.07.2007, 19.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

1 Tablette: der große Unterschied

Gestern habe ich ein Erlebnis mit 1 Tablette gehabt. Nachdem es schon eine ganze Reihe von Tagen irgendwie schlecht ging, nahm ich diese 1 Tablette, kein Dope, nichts Aufregendes, und oh Wunder, es hilft, es geht mir besser.
Bei aller Kritik an Medizin und Pharma etc: es ist schon teilweise großartig, was heute möglich ist. Vielleicht fällt es einem erst auf, wenn man Gesundheitsprobleme hat.
 

Meister 19.07.2007, 22.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Tote Äste und lebendige Gefahren

Aus unerfindlichen Gründen ist ein hoher Ast einer hohen Birke abgestorben, ohne daß schon eine wirkliche Gefahr bestand. Aber ein Nachbar behauptete das sehr vehement. Gut, ich unternehme etwas. Aber vor 1 Woche als ich auf der Leiter stand und überlegte, wie ich sägen soll - die Kettensäge schon in der Hand - kamen mir doch Bedenken, wie der schwere Ast fallen könnte, und ich hatte wenig Neigung mir den Hals zu brechen. Es fing heftig an zu regnen und ich akzeptierte das als Warnung von oben und stellte die Arbeiten ein. Nachdem sich ein angesprochener Experte mangels Zeit noch nicht gemeldet hatte, kam ich auf eine neue Idee und probierte es gestern mit einer Handbaumsäge und einer Teleskopstange. Der Erfolg war so gut  wie das gestrige Wetter, der weiter oben abgesägte Ast fiel genau wie er sollte, ohne daß jemand zu Schaden kam - nicht zuletzt ich auch nicht.
 

Meister 19.07.2007, 21.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

No Katecholamins, please!


Das ist meine neue gesundheitliche Arbeitsaufgabe!
Ich litt unter dem Irrglauben, ein bißchen Aufregung könnte nicht schaden. Leider war das eine Fehleinschätzung.
Korrigieren wir ab sofort.
Wenn ich genauer drüber nachdenke, komme ich zu der Überlegung, daß Aufregung  genau wie Angst erigentlich ein entbehrliches, nutzloses Relikt unserer stammesgeschichtlichen Herkunft ist, am Besten dazu geeignet, einem potentiellen Feind oder  Opfer eins über zu ziehen oder  aber die Beine in die Hand zu nehmen.
Wird die aktive Endstrecke also zuschlagen oder abhauen nicht körperlich durchgeführt, bleiben diese Katecholamine zu lange aktiv und wir werden Streßopfer, also früher oder später körperlich mehr oder minder geschädigt.
Also am Besten gar nicht entstehen lassen, sondern in aller Ruhe nachdenken, was zu tun ist.
"Keine Katecholamine, bitte!" heißt dann auch: macht euch euren Alarm alleine, ich hab was anderes zu tun.
 

Meister 17.07.2007, 22.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Nachlese Gartenfest

Alles hatte sehr gut geklappt, und es hat, soweit ich es einschätzen kann, auch allen richtig gut gefallen. Es war aber auch das ideale Wochenende dieses Sommers.
Ich hoffe, wir können es nächstes Jahr wiederholen!
 

Meister 17.07.2007, 22.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Tim Flannery: Wir Wettermacher

Sehr gutes kenntnisreiches Buch, das im analytischen Teil wirklich sehr viel bringt. Aber bis zur eigentlichen Ursache dringt er nicht vor. Die Überbevölkerung wird als Hintergrund des Klimaproblems nicht erkannt. Dabei ist er kurz davor, in dem Kapitel, in dem es um die Bedrohung der Zivilisation durch die Klimaveränderung geht. Er befürchtet zu Recht, daß die Zivilisation durch massive Klimaveränderungen bedroht ist und daß ein großer Teil der Menschheit den Anpassungen zum Opfer fallen könnte (Anpassung= Massenmord). Und daß dann nur noch kleinere Gemeinden oder GRuppen ein ländliches Leben führen werden. An dieser Stelle erreicht das Buch den springenden Punkt, aber es springt nicht. Man müßte jetzt nämlich weiter fragen, was macht unsere Zivilisation denn eigentlich aus, ist es die Milliardenzahl Menschen, sind es die Zigmillionenmetropolen, ist es die weltumspannende Wirtschaft? Ist die große Zahl ein Wert? Ist nicht der Abbau der Überbevölkerung auf humane Art und Weise vielleicht die Voraussetzung um die Klimaveränderungen aufzuhalten? Ist die menschliche Zivilisation nicht vielleicht doch noch weiter zu entwickeln?
Nun ist Tim Flannery Australier und damit kommt er aus einem Land, daß seit Menschengedenken daran arbeitet seine Bevölkerungszahl zu erhöhen, wo es heute noch viel Platz und Möglichkeiten gibt. Deshalb ist sein Denken nicht zu dieser Frage vorgedrungen und er beleibt im >Klimatismus< befangen. Das ist auch die Schwäche des Buches: alles auf dieser 'Welt wird aus dem Klima abgeleitet, das Klima bestimmt alles. Das ist nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig.
Bei den Lösungsvorschlägen ist ein unverbrauchter australischer Optimismus gepaart mit einer guten Kritik an den Oberwettermachern festzustellen, aber es ist auch ein bißchen hilflos naiv, wenn bestimmte Automodelle empfohlen werden oder Atomkraftwerke recht positiv diskutiert werden. Es ist sicher nicht falsch, auch im Kleinen nach Lösungen zu suchen, aber man sollte die Erfahrungen  mit der Mülltrennung nicht vergessen: eine Beschäftigungstherapie mit guten Absichten und dem Ergebnis, daß Leerlaufhandeln zu einem guten Gewissen führt, sonst aber folgenlos ist.
 

Meister 16.07.2007, 20.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Vorbereitung Gartenfest

Ja, es macht etwas Arbeit so ein Gartenfest. Aber eigentlich eine der schönsten Arbeiten, die ich mir vorstellen kann. Ich bin so froh über das Wetter!
Außerdem ist heute auch noch der 14. Juli. Vive la Republique!
 

Meister 14.07.2007, 13.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Reserve & Ruh

Um nochmal auf die Frage zurück zu kommen, was man besser nicht bloggt:
Leider juckt es einen ja immer in den Fingern gegen irgendwelche ärgerlichen Personen - ja die gibt es auch für Romantiker - heftig vom Leder zu ziehen, und gerade wenn man sich angewöhnt hat, einfach so zu schreiben, was einen in den Kopf kommt, ist das nicht ungefährlich.
Da kann die "Weinkellermethode" helfen: Grand Reserve lautet das Stichwort.
Neben dem Blog hat man dann noch eine geheime Reserve, die nicht öffentlich ist.
In Abwandlung des alten Reservistenspruches kann man dann sagen:
Reserve schafft Ruh

Meister 14.07.2007, 10.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Wochenendwetter: Aktien steigen

Ich hoffe inständig, daß das Wetter am Wochenende so gut wird, wie die Voraussagen sagen. Wir haben das Sommerfest auf morgen gelegt in der vagen Hoffnung, daß es besser wird als die letzten Wochenenden. Und momentan scheint es so, daß die Hoffnung eingelöst wird.
Aber warten wir morgen ab.
 

Meister 13.07.2007, 21.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Endlich erste Tomaten

Die ersten Tomaten sind reif, und wir hatten heute abend den ersten richtigen Tomatensalat. Trotzdem bleibt die Sorge, daß es sich auch in diesem Jahr wieder um ein kurzes Vergnügen handeln könnte, denn es regnet unverdroßen und das Siebenschläferorakel....
Hoffen wir aber erst einmal, daß das Wetter am Wochenende unserem Sommerfest gnädig ist.
 

Meister 11.07.2007, 21.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Hierarchie - Anarchie

Die Hierarchie wurde erfunden, weil es zu wenig Spaß macht Beschlüsse zu fassen und Befehle zu geben, wenn man das alles dann selbst ausführen muß.
Die Anarchie wurde erfunden, weil es noch weniger Spaß macht die Beschlüsse und Befehle auszuführen, die andere erlassen haben.

Meister 08.07.2007, 21.07| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Wozu brauchen wir noch Ärzte?


Liebe Freunde des offenen Mundes,

heute befassen wir uns mal mit dem unter den Füßen und auf der Zunge brennenden Thema, wozu wir eigentlich noch Ärzte brauchen, das von verschiedenster Seite an mich herangetragen wird, unter anderem von studentischer. Mein Ohr auf dem Campus, cand.med. Studiosus longus, sagt mir, daß man sich in Humanmedizin-Studentenkreisen fragt, ob außer dem Kurs in Monetik, Auswanderungs-Geographie und Firmengründungskunde noch andere Seminare wirklich notwendig sind.
Nun, ich habe eine hochnotpeinliche Studie zu diesem Thema durchgeführt und - doppelblind wie ich bin - bin ich zu blitzüberraschenden Ergebnissen gekommen, natürlich rein randomisiert und prospektiv-präventiv auf überhohem Signifikanznivea.
In dem Bereich der klassischer Weise als ärztlicher gilt, ist der Arzt als solcher weitgehend entbehrlich. Deutsche Krankenschwestern können jederzeit die Schuhe und Strümpfe ausziehen und barfußärztlich agieren, wobei sie hochsignifikant besser agieren als die medizinische Hochschule Darfur-West unter Dauerbeschuß. Hebammen sind heute so qualifiziert, daß sie die Eltern kurz nach der Entbindung über Konzentrationsstörungen in der Schule und Pubertätskrisen beraten können. Oberschwestern in jedem Feldwaldundwiesenkrankenhaus sind gut in der Lage, die Studierten morgens in Reih und Glied antreten zu lassen und sie dann einer sozial nützlichen Arbeit zuzuführen.
Jede Logopädin kann heute Neusprech und Medienkunde propagieren, jede Krankengymnastin die Patienten durch  Reifen springen lassen. Es gibt genügend Heilpraktiker, um die Menschen ins Grab zu bringen und das noch ohne Belastung der Krankenkassen, dazu sind wirklich keine Ärzte mehr nötig.
Ein bestimmtes Berufsfeld haben die Ärzte aber bisher zäh verteidigen können: das des Leistungsverweigerungserklärers, denn es gibt immer noch Patienten, die nicht verstehen, warum ihre notwendigen Medikamente nicht von der Krankenkasse bezahlt werden, warum sie monatelang auf eine notwenige Opertation warten müssen, oder warum sich eine Reha-maßnahme bei ihnen nicht mehr lohnt. In diesen und ähnlichen Fällen wird immer noch ein überzeugender Arzt gebraucht, der die Sache der Kassen treuherzig vermitteln kann.
Im Einzugsbereich meiner Praxis im Spreebogen stellt sich die Notwendigkeit ärztlicher Tätigkeit aber noch ganz anders dar. Zum einen haben immer noch nur wir Ärzte das Privileg der Zwangseinweisung. Das bedeutet, wenn wieder mal jemand durchgekanllt ist, muß ich dafür sorgen, daß er oder sie schnell aus dem Verkehr gezogen wird. Denn der Weg nach Bonnies Ranch ist vom Spreebogen doch recht weit und so drohen Befreiungsversuche vom politischen Gegner. Ja wirklich von letzteren, wer sonst hätte denn ein Interesse daran?
Zum anderen muß ich ständig Gutachten erstellen, wer noch zu retten ist.
Weitere Aufgaben sind chirurgische Lösung von Leuten, die an ihrem Sessel kleben, Seelenmassage für Hinterbänkler und Behandlung von Wahnvorstellungen.
Die Arbeit in diesem Bereich muß natürlich sehr diskret erfolgen und die ärztliche Schweigepflicht muß strikt beachtet werden.
Ich muß darauf achten, andere Forschungsvorhaben nicht durch forsche Maßnahmen zu beeinträchtigen, deshalb darf ich beispielsweise Politiker der Linkspartei auch bei fortgeschrittenem Durchgeknalltsein nicht aus dem Verkehr ziehen, denn dort läuft das Forschungsprojekt der Mentalfakultät der Universität von Semipalatschinks, das die Vereinbarkeit von Folie à deux mit kollektivem Wahn testet. Nachdem der jahrzehntelange Großversuch dieser berühmten Humanwissenschaftler in einem Teil unseres Landes im Herbst 89 aus ethischen Gründen abgebrochen werden mußte, wird jetzt versucht, das Projekt von unten neu anzuschieben, fürs ganze Land und mit dem Charme des 21. Jahrhunderts und frisch aufgesetzten Charaktermasken.
Ich darf nicht zu viel verraten, ich bin schließlich Geheimnisträger und ich trage schwer daran. Ich darf ihnen aber versichern, daß aus meiner Sicht Ärzte auch heute noch eine gewisse Zukunft haben, auch wenn sie ungewiß ist. Nur krank werden sollte man besser nicht mehr. Das ist doch auch schon ein Fortschritt.  Die Krankheiten haben uns doch immer nur Ärger gebracht, dabei haben die Ärzte ihren Reibach gemacht, nun ist´s vorbei und zusammengekracht, das wäre doch gelacht.
In diesem Sinne
Ihr ergebener
Dr.med.Robert F. Bloggma

 

Meister 07.07.2007, 11.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Immer noch die Computer

Ich komme nicht über das Stadium hinweg: wenn ich eine relevante Änderung an der ganzen Computerchose durchführen will geht es immer genauso und das schon seit Jahr und Tag:  es geht nicht , es geht nicht es geht immer noch nicht. Man schaut hier , man versucht so und es geht nicht . Und wenn man dann gerade die Zündschnur verlegt und das FEuer in der Hand hat  oder die ganze Maschine gerade abwurfbereit zur Balkonbrüstung gebracht hat, dann geht es doch. Und man weiß entweder nicht warum, oder es war irgendeine Kleinigkeit oder es war ein frischgewaschenes Wunder.
Heute war wiedermal so eine Tag, vor dem ich mich schon lange gedrückt habe. Ich wollte den Wuellcomputer für den ipod wechseln, beide Methoden haben so lange nicht funktioniert bis sie dann jetzt beide gehen. Aber nach Stunden und der obligaten verwandlung der Stimmung in schlechte Laune. Irgendetwas war immer falsch, mal mit GRündlichkeit mal mit Nonchalance gemacht. Ich glaube, ich sollte eine Liste der PRobleme machen und jeden Tag eins frontal angehen. Wahrscheinlich geht es  dann auch nicht schneller, aber man ist mehr daran gewöhnt.
Ob es diesesProblem in 10,20 Jahren auch noch gibt? Vielleicht gibt es dann einen Problemautoanalizer, der einem dann wahrscheinlich aber ständig den Vogel zeigt, die Zunge rausstreckt oder eine Nase dreht ( einstellbar!)
 

Meister 06.07.2007, 18.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Vorstellung Dr. Bloggma

Meine Damen, meine Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich darf mich vorstellen: mein Name ist Dr.med. Robert F. Bloggma, ich habe ab sofort diese Kolumne übernommen. Meine Praxis liegt im Zentrum des Zentrums, Praxisadresse: > Am Spreebogen 33<. Ich bin der neue ärztliche Beobachter des Geschehens, nicht nur im Bereich der großen Waschmaschine und ihrer Peripheriegeräte, sondern auch der sonstigen Triebe und Umtriebe. Meine weiteren Aufgaben sind Beobachtung der ambulanten und stationären Szene, der medizinischen Schulen, Kindergärten , Versehrten- und Altenheime. Ich soll den Kollegen auf die Finger gucken und den Medizinalbürokraten in die Suppe spucken. Ich will die Medizin erklären, die Psychologie verklären, die Ethik kurieren und die Monetik sanieren.
Gemeinsam mit Dr. Faustan bilde ich den medizinischen Beirat dieser Insititution, für studentische Angelegenheiten assistiert uns Cand. med. Studiosus longus, der sich sein Zubrot zum BaföG in der Seuchenabwehr verdient, wie sie schon erleben durften.
Ich agiere unabhängig von unserem gnädigen Oberherren Web Master, der natürlich allen Ärger zu verantworten hat, den ich anrichte. Ich vertrete zwar nicht seine Meinung, aber ich bitte die Beschwerden an ihn zu adressieren.
Patientenanfragen sind natürlich an mich zu richten, Kunstfehlerprozesse werden nur vor der Akademie der schönen Künste verhandelt.
Ich werden Ihnen schreiben, sobald mir die Feder juckt, jemand was verbockt oder die große medizinische Neuerung mich verlockt.
Bis dahin verbleibe ich als Ihr ergebener
Dr.med. Robert F. Bloggma
 

Meister 06.07.2007, 13.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Gesundheitsorakel

Die Zeit heilt keine Wunden - das mußt Du selber tun.
 

Meister 06.07.2007, 10.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Was macht Ärzte zu Terroristen ?

Nein, keine Angst, ich werde nicht behaupten, daß es die schlechte Bezahlung ist.
Ich sehe, soweit man solche Leute (den Ausdruck Menschen lieber vermeidend) überhaupt verstehen kann, vor allem 2 spezifische Gründe, neben dem Religionsverbrecherwahn, der immer dahinter steckt.
Der erste ist subjektiv: Unbescheidenheit. Es handelt sich um Menschen die helfen wollen und können, aber es reicht ihnen nicht aus, was sie tun können. Ihre Handlungen kommen ihnen zu klein vor, dabei sind sie es nicht. Sie könnten auch noch mehr tun für ihre Patienten, aber daran hindert sie der gesamte Betrieb und die Zusammenhänge unter denen sie arbeiten müssen. Trotzdem ist es Anmaßung und Unbescheidenheit was sie treibt, denn sie sollten zufrieden sein, daß sie etwas Großes und Wichtiges leisten können.
Aber der zweite Grund ist mit Ursache für den ersten, und der ist objektiv: Undankbarkeit.
Die Ärzte erfahren für ihre Leistungen nicht die Dankbarkeit, Anerkennung und den Respekt, den sie verdienen. Nein, sie sind durch ihr Verhalten, auch nicht so ganz unschuldig daran, aber die öffentliche Meinung (und ihre meist nichtsnutzigen Produzenten) ist der Hauptschuldige, daß man auch mit einer guten zugewandten ärztlichen Arbeit heute das Gefühl bekommt, daß man nicht wirklich hilft.
 

Meister 05.07.2007, 12.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Öffentlich rechtliches Internet?

Die Anbieter des öffentlich-rechtlichtlichen Rundfunks wollen ihre Internetprogramme ausbauen und werden dafür von der Politik teilweise  sogar noch beklatscht.
Sie wollen also unter dem Mantel einer angeblichen Grundversorgung  Teile der Gebührenmilliarden, die sie auf mehr oder weniger feine Art vom gesamten "Publikum" (egal ob man zuhört oder nicht) eintreiben, in neuen Internetportalen  verschwenden.
Ist das gut, ist das notwendig, ist das Grundversorgung?
Angesichts der Möglichkeit Radfio+TV überall empfangen zu können, scheint es mir nicht notwendig, dies auch noch im Internet zu verdoppeln. Haben sie Angst, daß ihnen jemand entkommt?
Ob die Sendungen gut sind, sei mal dahin gestellt. Es gibt Gutes, aber es gibt auch sehr viel Schrott, den man eher woanders vermuten würde. Nehmen wir mal das Flagschiff >Tagesschau< : da handelt es sich doch lediglich um eine durchschnittliche Nachrichtensendung mit der mindestens durchschnittlichen Desinformatonsquote, die lediglich einen historisch bedingten Ruf von Objektivität hat, die man auch nicht mehrfach täglich anschauen muß, weil sowieso immer das Gleiche gebracht wird.
Grundversorgung im Internet ist sicher entbehrlich, da es anders funktioniert als TV und TV ja keineswegs eingeschränkt wird (leider).
Sie behaupten, sie dürften nicht von der Medienentwicklung abgekoppelt werden. Damit meinen sie, daß sie Angst haben, entbehrlich zu werden. Aber sie schaufeln sich in Wirklichkeit so ihr eigenes Grab, denn wie sie werden sind sie entbehrlich, und  wenn sie den Privaten mit der Einschaltquote nachlaufen sind sie vollkommen entbehrlich.
Die einzige Zukunft für ARD+ZDF besteht in der Konzentration auf das Kerngeschäft von Information, Wissen und Bildung, wobei ich mit Information Hintergrundinformation und nicht Regierungs-TV meine.
Man sollte den Anstalten die Werbung verbieten, man sollte ihnen die Gebühren herunter fahren, z.B. halbieren, eine Austrittsmöglichkeit bei der GEZ schaffen, Staatsfinanzierung der Bildungsaufgaben, Entlassung des gesamten Wasserkopfes öffentlich-rechtlicher Sendeverwaltungen, redaktionseigene Sender, Sender, die aus Mitgliedsbeiträgen eingeschriebener Zuschauer finanziert werden. Es fällt einem viel ein, wie man den ÖRR weiter entwickeln könnte. Er muß sich nicht so weiter entwickeln, wie die Landesfürsten und Senderherrscher sich das vorstellen.
Und der Drogenhandel könnte durch Umwidmung der GEZ auch wirksamer bekämpft werden.

 

Meister 05.07.2007, 10.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Sorge um Tomaten

Eigentlich finde ich es nicht schlimm, daß das Wetter kühl und regnerisch ist, daß das Siebenschläferorakel so schlecht ausgefallen ist und scheinbar auch wieder Wahrheit transportiert. aber um die Tomaten wäre es schade, weil ich auch in diesem Jahr wieder in meiner immer wieder neuen, grenzenlosen Naivität auf eine Überdachung verzichtet habe. Wenn es so weiter geht mit dem Wetter, wird die Braunfäule nicht mehr lange auf sich warten lassen, dabei fangen sie jetzt erst an rot zu werden. Aber jedes Jahr die gleichen Schwüre für´s nächste auszubringen ist doch auch blöd, da ich ja sowieso nicht dazu lerne, wie es scheint.
 

Meister 04.07.2007, 15.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Kritischer Idealismus

Noch so ein neuer Begriff, den es eigentlich noch nicht gibt. Der vielleicht vernünftgiger ist, als man denkt. Der springende Punkt ist, daß der krtische Idealismus das Primat der Materie anerkennt, d.h. eigentlch materialistisch ist. Aber er weigert sich natürlich die existierende Welt auf das Materielle zu reduzieren, nach dem freundlichen Spruch der Materialisten " Sonst ist da nix!"
Der kritische Idealismus behauptet, daß die Idee, daß das Geistige aus der Materie heraus wächst, und dann eine eigene Qualität gewinnt,  nicht metaphysisch, sondern einfach wirklich so.
Nehmen wir mal unser beliebtes Thema Hirnforschung, das von den Positivisten heute so gern als Waffe eingesetzt wird um zu behaupten: "Licht aus und das war´s".
Was produziert das Hirn an Ideen, welche materielle Kraft können sie gewinnen, wie wirkt diese auf andere denkende Organismen, welche Synergieeffekte, welche Dynamik entwickelt sich.
Ich finde das erstmal eine hübsche Skizze.
 

Meister 03.07.2007, 19.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Zufrieden?

Eigentlich bin ich schon zufrieden wie sich dieser Blog entwickelt hat. Besonders das "Kleine virtuelle Theater" und das "Märchenhafte" haben mir Ausdrucksformen gegeben, die ich bisher nicht hatte.
Die aktuellen Sachen sind vielleicht ein bißchen viel, besonders, wenn sie oft um ähnliche Thematiken kreisen. Ich versuche da, mich nicht zu sehr aus dem Fenster zu lehnen, man möchte ja niemanden verärgern und auch nicht bei ObL auf die ToDoListe. Aber andererseits ist der Blog ja gerade auch dazu gut, das was man eigentlich als Leserbrief schreiben  würde einfach ins Netz zu stellen. Leserbriefe finde ich heutzutage nervig, da der zuständige Redakteur sowieso nach dem Motto >eins dafür und eins dagegen< aussucht.
Das Grundsätzliche kommt etwas zu kurz, da halte ich mich aber auch absichtlich etwas bedeckt, d.h. einiges, was ich dazu geschrieben habe, habe ich noch nicht öffentlich gemacht, weil der Zeitpunkt nicht gekommen ist, oder weil es mir noch zu unausgereift erscheint: man dementiert ja nicht so gerne Grundsatzartikel.
Zum Problem wird manchmal, daß man denkt, man müßte doch jetzt mal wieder was schreiben. Ich versuche, mich von diesem internen Druck zu befreien und dann was zu schreiben, wenn ich etwas zu sagen habe.
 

Meister 01.07.2007, 21.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Rosen: über den Höhepunkt hinweg

Heute hatte ich die Freude die Rosenbeete sauber machen zu dürfen. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn ich es nicht hätte so weit kommen lassen, daß alles reichlich überwuchert war. So artete es richtig in Arbeit aus. Außerdem ist die Hauptblüte jetzt natürlich vorbei, man muß also das Abgeblühte weg schneiden. Es wäre sicher auch nicht schlecht, wenn ich mal mit dem Blätterdünger sprühen würde, aber dazu bin ich heute nicht mehr gekommen.
 

Meister 01.07.2007, 21.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

NUR OHNE KOPFTUCH

So ist der hervorragende Artikel von Bassam Tibi im heutigen Tagespiegel überschrieben. Eigentlich wollte ich zu dem Thema in nächster Zeit erstmal nichts mehr schreiben, aber der Artikel ist so gut, daß man ihn unbedingt empfehlen muß. Ich kann ihn natürlich nicht referieren, aber ein paar Punkte sind mir wichtig.
Wir müssen uns viel mehr mit der Türkei und ihren inneren Verhältnissen befassen, nicht wegen der EU-Aufnahmefrage, die ist wahrscheinlich objektiv negativ entschieden, sondern weil dort der momentane Kulminationspunkt der kulturellen Auseinandersetzugen ist.
Es geht, und das beschreibt er sehr gut, nicht um eine Auseinadersetzung zwischen Christentum und Islam, sondern um die zwischen Laizismus/Säkularismus auf der einen und religiöser Bevormundung welcher Art auch immer auf der anderen Seite.
Er betont, daß wir uns nicht täuschen lassen sollen, wer dort für was steht und daß man leicht fehl gehen kann die "Demokraten" und "Europäer" der AKP als positiv und das Miltär, das den Kemalismus hoch hält negativ anzusehen.
Und das Kopftuch, das man ja hierzulande manchmal geneigt ist als individuelle Religionsausübung anzusehen, ist dort jedenfalls als Kampfbegriff gegen die säkulare Gesellschaft anzusehen.
Wir sollten die Sache der modernen Türkei und ihrer (mehrheitlich?) zur europäischen Kultur neigenden Bevölkerung mehr zu unserer eigenen machen, anstatt über EU-Beitritt oder nicht zu streiten.
 

Meister 01.07.2007, 13.26| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Das Theater um die Zeckenimpfung - 3.Akt



Alle Vorigen sitzen auf den Stühlen am Rand.

Medium (springt auf, tanzt zum Bühnenrand vor): "Überall Zecken! Kein Platz sich zu verstecken. Massenhaft Tote, mein Kind. Woran die wohl gestorben sind? Schützt Euch und Eure Kinder. Rennt sofort zum Doktor hin. Laßt Euch nicht vertrösten, laßt Euch nicht abspeisen, sonst könnt ihr nicht mehr verreisen. Die Zecke lauert überall, ja das ist ein Überfall. Seht die Karte an, die Gefahr wächst weltweit an." (Eine Karte erscheint in Projektion auf die Bühnenrückwand, zuerst Deutschland: immer mehr Flecken werden rot und blinken, dann Europa genauso, dann die ganze Welt)."Wenn Ihr Euch nicht impfen laßt, seid ihr dran, das ist kein Spaß. Massengräber überall, stellt Euch schon mal hinten an."

Eine panische Horde von Statisten stürmt von hinten rechts und links auf die Bühne. Sie tragen Transparente: Zeckenimpfung, bitte, bitte. Oder Zeckenimpfung her, aber plötzlich.

Die Zecke ist ganz klein geworden und versucht sich hinter ihrem PR-Berater zu verstecken, Dr. Faustan ist in die Bühnenmitte gerannt und fuchtelt aufgeregt mit den Armen in Richtung Famulus Studiosus longus, der knöpft wichtig seinen weißen Kittel zu und gebietet mit ausladenden Armbewegungen den panischen Massen sich in einer langen Schlange aufzustellen. Sie tuns. Jetzt winkt er die Spritze herbei. Sie kommt zu ihm, er gibt ihr mit eindeutigen Gesten zu verstehen, was passieren soll. Der erste der Reihe tritt vor, wendet seine Rückseite zur Spritze, die nimmt Anlauf und piekt ihn in den Hintern. Das wiederholt sich dann fortlaufend. Ein kleinerer Teil der Gespritzten fällt um und bleibt auf einem Haufen liegen. Die anderen sammeln sich fröhlich auf der rechten Bühnenseite.

Inzwischen hat Borell von Burgdorff sich an die Zecke herangemacht und beißt ihn theatralisch in den Hals. Dann hängt er der Zecke ein gelb-schwarzes Schild >infiziert von BvB< um. Unschuldig mischt sich die Zecke unter die fröhlich Geimpften auf der rechten Bühnenseite und geht mit ihnen ab. Die Impfungen sind inzwischen beendet, die Spritze sinkt erschöpft zu Boden, Sarko Sanostoli verteilt große Schecks an Prof. Unflat, Dr. Faustan und Studiosus longus.

Medium: "Sieg ! Sieg ! Die Wahrheit triumphiert, die Einschaltquote maximiert. Die Welt ist gerettet, da seid ihr geplättet."

F.S.M.E.: "Ich bin begeistert über meine Popularität. Ich bin das populärste Phantom der Welt. Ich mach jetzt als Phantom der Oper weiter, das wird sicher auch ganz heiter. Hab ich mich dort erst etabliert, ist die Oper auch ruiniert."

Mit wildem, Irren-Geheul rennen Rothäute von links nach rechts über die Bühne, die Zecke ist ihr Häuptling mit hübschem Kopfschmuck, ruft: "So gehts natürlich auch, ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Fraksauß, dein Vertrag ist kassiert, alle werden Indianer und rasiert."

PR-F.: "Ich weiß gar nicht, was er moniert, ich war erfolgreich, hab die Kampagne kreiert!"

Dr. Faustan: "So dien ich der Gesundheit alle Tage, wenns so weiter geht, lieg ich bald auf der Trage. Die Welt weiß nicht was sie verliert, wenn sie ohne mich weiter vegetiert."

Studiosus longus:" Wird Zeit daß der Alte krepiert, ich habs kapiert, als nächstes werden die Indianer skalpiert."

Prof. Unflat: "Ihr könnt mir meine Professur vergolden, keiner kann ihn mir nehmen, meinen Ruf den holden; es ist erreicht, auf ewig : mein Ruhm ist poliert, mein Konto saniert, der Platz in der Ruhmeshalle schon präpariert."

Sarko Sanostoli: "Die Börse zufrieden, die Kranken verschieden, Politiker korrumpiert, Wirtschaft saturiert; was kann ich als nächstes anzetteln, wie wärs mit 380 Großraum-Jetten?"

Vorhang.

Vor dem Vorhang treffen sich Reichitzky, der Kritiker, und Web Master der Theaterdirektor.

Reichitzky: "Und so was nennen sie also Aufklärungstheater?! Ich nenne das Klamauk, sie sind ein Pfuscher, wie ihre Figuren auch. Sie ham das Theater massakriert."

Web M. refft den Vorhang etwas zurück und gibt ein Zeichen .

Die Spritze kommt von hinten und piekt Reichitzky ins Gesäß. Die Zecke kommt und setzt ihm einen Indianerkopfschmuck auf.

Web M.:"Fühlen sie sich jetzt besser, Herr Reichitzky?"

Licht aus.

Ende.

Meister 30.06.2007, 20.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Broome jetzt im Augenblick

Sonnenuntergang am Cable Beach in Broome: Wunderschön !
Aber schnell wird es dunkel.
 

Meister 30.06.2007, 11.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Kann man auf Dauer als Ausländer leben?

Die Antwort lautet: man kann, aber es bringt Probleme.

>Alle Menschen sind Ausländer - fast überall !<

kaum ein Spruch ist treffender.
Man kann nur hoffen, daß in diesen Sommerwochen die Millionen deutscher Urlauber im Ausland, sich dessen bewußt sind, daß sie die Sitten und Gesetze der Gastländer zu beachten und befolgen haben und uns nicht blamieren.
Aber es ist etwas anderes im Urlaub im Ausland zu sein oder lange oder dauerhaft dort zu leben. Natürlich kann man das, aber es kommt natürlich darauf an, warum? Sucht man anderswo ein neues Leben, dann ist man Aus- bzw. Einwanderer und sollte anstreben, Inländer zu sein  in dem Land. Das bedeutet nicht, daß man seine heimatlichen Wurzeln verleugnen muß, aber es bedeutet, daß man eine neue Heimat hat und loyal zu dieser steht.
Oder man ist Exilant, d.h. man kann und will momentan oder dauerhaft nicht im Heimatland leben. Dann bleibt man Gast in dem Land in dem man wohnt und hofft igendwann nach Hause zurück kehren zu können. Leider ist das ein Leben voller Heimweh und ohne klare Perspektive.
Oder aber man möchte irgendwo einwandern, aber man fühlt sich dort nicht angenommen, nicht akzeptiert und unwohl. Dann hat man Probleme, weil man nirgendwo so recht dazu gehört und zwischen den Stühlen sitzt.
Vielleicht gehört eine erste Einwanderergeneration niemals so ganz in die neue Heimat. Aber die zweite sollte sich ganz als Bürger der neuen Heimat fühlen, sonst sind sie keine Einwanderer - bleiben Fremde.
Es ist also möglich auf Dauer Ausländer in einem Land zu bleiben, aber es ist nicht angenehm.
Das Land und seine Bewohner tragen dabei aber auch eine große Verantwortung: sie müssen die Menschen, die bei ihnen als Inländer leben wollen auch akzeptieren und ihnen eine dauerhafte Perspektive bieten, keine Halbheiten. Jeder, der will, soll seine Chance bekommen Inländer zu werden.
 

Meister 30.06.2007, 09.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Autogene Humanisten

Das Wort >Humanist< macht erstaunliche Karriere als Kampfbegriff.
Wenn sich jemand heute selbst als Humanisten bezeichnet, dann meint er damit in der Regel, daß er der Gute ist und die anderen die Bösen.
Früher wurde das Wort anders benutzt, aber heute braucht man eben "Schlagworte" im wörtlichsten Sinne.
Seid also gegrüßt Ihr Humanisten alle, vergeßt das Humane nicht und versucht Mensch zu bleiben.

Meister 29.06.2007, 23.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Gut -böse

Niemand ist vollständig gut oder böse, denn wir sind nur Menschen.

Dennoch ist das Streben nach Vollkommenheit ein schönes Ideal.
 

Meister 29.06.2007, 21.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Feridan Zaimoglu: Furchtbar !

Im Tagesspiegel von heute ein Artikel des türkischen Schriftstellers  Feridun Zaimoglu, der auf einer Rede basiert, die er vor der Bundestagsfraktion der Grünen gehalten hat.Tenor: Alle, die etwas gegen Islam oder über Probleme mit Ausländern sagen, sind Rechte, Fremdenhasser oder schlimmer. Wenn er einfach Ausländer wäre, würde ich sagen, rede über Dinge, von denen Du etwas verstehst. Aber da er die Inländer-Kompetenz beansprucht in Deutschland mitzureden, muß man ihm sagen dürfen: das ist Bürgerkriegshetzerei !
Nun sind Schriftsteller, auch wenn sie Bücher verkaufen, keineswegs per se weiser als der Rest, aber etwas derart Schlimmes habe ich seit langem nicht gelesen.
Nicht nur die furchtbare Schwarz-Weiß-Malerei (wir Humanisten, die Andersdenkenden dumpf und Fremdenhasser), läßt einen schaudern, sondern auch ,daß sein Pro-Türkismus auch gleichzeitig Pro-Islamismus ist: wer gegen Moscheen und Minarette ist ,gehört zu den Finsterlingen.
Er muß intime Kenntnisse der Mentalität des grünen Establishments haben, denn seine Tiraden sind sehr gut darauf abgestimmt: " Sie und ich fühlen uns einem Humanismus verbunden, auf den sich zu beziehen heute dringlicher ist als gestern...Deshalb werden wir angefeindet und diffamiert. Linkssein heute ehrt diese großartige Tradition... Der Kampf geht weiter."
Keiner hat ihm gesagt, daß der spanische Bürgerkrieg verloren wurde. Schade.
Ich finde es furchtbar, wenn Leute Bürgerkrieg predigen. Ich finde es furchtbar, wenn jedes Ansprechen von Problemen mit Ausländern als "rechts" abgetan wird. Wenn man so argumentiert wie dieser angebliche "Humanist" braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Feinde immer mehr werden, da man  alle zu Feinden erklärt, die nicht auf der eigenen Linie mitmachen.  Er könnte sicher in der Türkei ein angemessenes Betätigungsfeld finden, dort ist Bürgerkrieg eine ständige Drohkulisse.  Aber bitte nicht hier.
 Ich befürchte, er hält sich für einen Linksintellektuellen, obwohl Nachdenken nicht so sehr seine Stärke ist.
Interessant ist die Frage, warum der Tagesspiegel dieses Pamphlet veröffentlicht: zur Abschreckung, nehme ich an?
Als Schriftsteller dürfte sein Ruf durch  so etwas stark beschädigt werden, vielleicht kann er in Zukunft Frau Roth die Reden schreiben? Sind die Grünen wirklich so weit von der deutschen Realität abgedriftet?
 

Meister 29.06.2007, 20.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Populäre Elite

Ein Begriff, der mir interessant erscheint, obwohl er auf den ersten Blick als ein glatter Widerspruch in sich erscheint.
Aber kommt es nicht gerade darauf an, daß eine geistige Elite sich der großen Masse der Menschen verpflichtet und verbunden fühlt und versucht eine volksnahe geistige Führung zu entwickeln?
Eliten neigen dazu, sich abzukapseln, sich für etwas besseres zu halten und über die Köpfe der anderen hinweg zu denken, zu schreiben oder zu handeln. Damit machen sie aber einen Riesenfehler, der sie unwirksam macht und eigentlich wertlos.
Das Populäre andererseits ist oftmals einfach nur flach und unterhaltsam, in der Konsequenz oft verdummend. Bestes Beispiel dafür ist die Pop-art und Popkultur, der ich früher auch sehr angehangen habe. Aber sie hat doch im zeitlichen Verlauf nur der kulturellen Verflachung die Tür geöffnet.
Wie soll denn "populäre Elite" aussehen?
Dafür habe ich noch keine fertige Antwort, ist ja erstmal eine Aufgabe.
Aber gewisse Ideen gibt es schon. Arbeiten wir also daran.
 

Meister 29.06.2007, 11.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

GEZ und öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Nachdem ich heute einen heftigen Auftritt mit GEZ-Agenten hatte, die für nicht vorhandene Autoradios in nicht vorhandenen Geschäftswagen Geld rückwärts bis in die jüngere Steinzeit abkassieren wollten, muß ich dazu wohl etwas sagen.

Ich bin ein treuer GEZ-Zahler gewesen, weil ich bis heute das, was diese Leute mir einhämmern wollten geglaubt habe, nämlich daß der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine Errungenschaft sei, die man sich etwas kosten lassen müsse.

Aber ihre maßlose Gier hat mich belehrt. Ich zahle schon TV+Rundfunk und meine Frau auch noch. Aber das reicht ihnen nicht. Sie wollen auch noch die Rundfunkgebühr für Autos, die es nicht gibt. Ich benutze TV und Radio nicht gerade sehr intensiv, deshalb war ich der Meinung, daß meine großzügige Spende ihnen reichen müßte. Aber keineswegs, das macht sie nur noch begieriger, auch noch eine weitere Zusatzgebühr einzufahren.

Wenn sie Feinde brauchen, kann man ihnen vielleicht helfen.

Denken wir mal über die GEZ nach: sie ist eine Institution, die man vielleicht am ehesten mit einer kommunistischen Partei stalinistischer Prägung vergleichen kann: man kann nicht austreten, wenn man drin ist. Für gewisse Kirchen und Sekten sollen ähnliche Bedingungen gelten.

Die GEZ kassiert, bis man den Totenschein vorlegt. Und das alles im Dienste der guten Sache öffentliches Fernsehen.

Das kann doch nicht richtig sein, sage nicht nur ich.

Aber sie behaupten, das sei notwendig um das tolle öffentlich-rechtliche TV und Radio aufrecht zu erhalten, sonst werde alles nur von den privaten Profitgeiern bestimmt ,"wie bei Berlusconi, sie verstehen!."

Aber stimmt das denn überhaupt? Zugegeben ist das TV in vielen anderen Ländern noch schlechter als in Deutschland. Ist das ein Verdienst des ÖR-TV? Ich zweifele schwer daran. Anstatt ihren Grundversorgungsauftrag zu erfüllen, versuchen die ÖR-Sender doch nichts weiter als den Privaten die Einschaltquoten abzujagen. Und das mit Hilfe unserer Gebührenmilliarden. Ja, es gibt die dritten Programme und Arte und noch ein paar Nischen, die kommerziell nicht zu finanzieren wären. Aber das dürfte mit 5-10% des Gebührenvolumens finanziert werden, der Rest geht drauf für unlauteren Wettbewerb mit den Privaten, für Eigenwerbung (Großplakat: >Mit dem Zweiten sieht man besser<) und für den Apparat und die Apparatschicks.

Ich sehe es jetzt so, daß der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland auch nur Teil des Klüngels ist, also hauptsächlich der Versorgung der bewährten Kräfte der etablierten Parteien dient, daß er eigentlich nur die Propaganda dieser etablierten Parteien macht und daß er deshalb weitgehend entbehrlich ist. Eine Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks würde mich jedenfalls nicht mehr aufregen, im Gegenteil.

Aber sind wir positiv und romantisch: ich würde vorschlagen, >das Erste< abzuschalten, die dritten Programme als Kultursender aus Steuergeldern finanziert weiter zu führen, aber stärker ihrem Auftrag zu verpflichten und >das Zweite< versuchsweise als Abosender mit eingeschriebenen, freiwilligen Beitragszahlern fortzusetzen. Die GEZ kann dann natürlich abgeschafft werden.

Was soll aus den GEZ-Agenten werden? Ohne Zorn gesagt: sie könnten doch gut Drogendealer jagen, das wäre doch eine lohnende Aufgabe, die sie so richtig fordert.

Meister 27.06.2007, 22.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Vicky und Albert


Im Lande Albion herrschte ein eifersüchtiger König. Er hatte eine listige Frau und zwei Töchter. Die Ältere war Vicky und sie war 13 Jahre alt in dem Jahr in dem unsere Geschichte beginnt.

Der König wollte dem Sultan in Konstantinopel, das die Türken nun Stambul nannten die Dardanellen wegnehmen, und seine Frau wollte ihre Töchter verheiraten. Dazu schickte der König Frau und Töchter zum Urlaub ins Türkenland, und sie mieteten sich ein in Gallipolli, einem Flecken, wo es damals heiß her ging. Viele heiratsfähige Junker des Adels der Welt versammelten sich hier, um das Leben der Jeunesse d`oré zu geniessen. Unter ihnen war in diesem Sommer auch Albert von Niedersachsen-Uelzen-Coburg-Gotha, ein attraktiver Prinz aus edlem Geblüt.

Die Töchter des Königs wurden zuhause sehr streng gehalten. Hier durften sie kräftig über die Stränge schlagen, weil ihre Mutter große Pläne hatte. Sie wohnte im Zimmer neben den Töchtern und wartete wie eine Spinne nur darauf, daß sich eine fette Beute in ihrem Netz fangen würde. Sie hatte ihren Töchtern volle Freiheit gegeben, und ihnen als einzige Anweisung zum Umgang mit deutschen Prinzen die englische Weisung "Don´t mention the war" mitgegeben, weiter nichts. Ihre Töchter trieben sich Nacht für Nacht in den üppigen Gärten und Hotelanlagen herum, und spät in der Nacht kamen sie ins Zimmer zurück, oft in Begleitung junger Männer. Die Mutter inspizierte diese und schickte sie dann  regelmäßig weg. So ging es manchen Abend und die Mädchen dachten schon, daß ihre Mutter ihnen nur den Spaß verderben wolle. Aber eines Nachts war es anders. Sie kamen mit ihren neuen Freunden ins Hotelzimmer, gefaßt darauf, daß es wie immer nach der Art des Murmeltiers ablaufen würde. Aber in dieser Nacht passierte nicht das Erwartete. So nutzten sie die vermeintliche Schläfrigkeit der Mutter aus, um sich sehr liebevoll zu amüsieren, natürlich in der unschuldigen Art wie es englische Mädchen tun. Die Mutter schlief aber nicht, sie bereitete ihre Schachzüge vor. Als der Morgen graute, waren die Mädchen und ihre Freunde eingeschlafen. Da klopfte es an der Tür und die Häscher des Sultans standen davor; sie nahmen die jungen Leute mit sich. Die Mädchen wurden peinlich untersucht, die Jungs ins dunkelste Verließ geworfen. Denn die Mutter der Mädchen hatte Anzeige erstattet: weil ihre Töchter noch minderjährig seien, müßten die Verführer streng bestraft werden. Sie hoffte damit ein doppeltes Ziel zu erreichen: wenn der Sultan nicht ihren Willen tat, wäre sie und ganz Albion schwer beleidigt und der König würde seinen treuen Aussidiggern, die schon auf Landungsschiffen vor der Küste warteten, befehlen, Gallipolli anzugreifen und die Dardanellen zu nehmen. Denn Albion brauchte immer andere, die für sie die Drecksarbeit erledigten. Und sie hoffte, daß der Prinz Albert, um sich aus der mißlichen Lage zu befreien, um Vickys Hand anhalten würde. Aber der Sultan durchschaute ihre List und ließ den armen Albert im Verließ schmoren bis die Aussidigger vor Durst und Heimweh abgezogen waren und in Uelzen-Coburg-Gotha die Wut auf Albion so hoch kochte, daß die Königin ihre Anzeige zurück ziehen mußte. Das Schlimmste war aber, daß die arme Vicky sich Tag und Nacht die Augen ausheulte wegen ihrer unglücklichen Liebe zum schönen Prinzen, bis ihre Mutter endgültig aufgab.

Als der Prinz endlich aus dem schrecklichen Kerker befreit war, reiste er dennoch nach Albion und hielt beim König um die Hand von Vicky an, weil er sie auch genauso sehr liebte und sie ihm im Kerker immer vor Augen gestanden hatte.

So wurde Vicky bald eine junge Königin und Albert ihr abgöttisch geliebter Prinzgemahl. Und weil die Ausschweifungen beinahe so böse geendet hätten, wurde Vicky im Rest ihres Lebens ganz sittenstreng und das ganze Zeitalter wurde danach benannt.

Und der Sultan behielt die Dardanellen und durfte nicht in die EU eintreten, und die Aussis redeten noch nach 100 Jahren davon, wie Gallipolli sie zu einer Nation gemacht hatte.

Und dieses ganze Märchen ist eine furchtbare Geschichtsklitterung.

Meister 27.06.2007, 21.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Theater um die Zeckenimpfung - 2.Akt





Vorhang auf. Die Vorigen auf ihren Plätzen. In der Mitte der Bühne die Spritze. Sie ragt vorn und hinten aus dem Spieler heraus, waagrecht nach vorn weisend, mindestens 3m Gesamtlänge, vorne die große Nadel zielt auf denjenigen, der vor dem Spieler steht. Die Spritze singt und tanzt über die Bühne: "Ich bin die Spritze, die Zeckenspritze, Ihr müßt mich kaufen, kaufen, kaufen. Ich bin für alles gut, ich schütz Euch vor der Zeckenbrut, nur ich, nur ich, ganz allein ich! Nur wenn das Geld im Beutel klingt, Ihr nicht über die Klinge springt. Kauft Euch frei, von der Zeckentyrannei!"

Zecke: "Was soll der Blödsinn? Du kannst mir gar nix?"

Pr-Fracksauß: "Contenance! Laß ihn sich selbst entlarven."

Zu Spritze: "Nun gebt mal Antwort, was vermögt Ihr gegen Zecken? Gar nichts, wenn ich mich nicht irre, hihi."

Spritze: "Ich bin die einzig wahre Waffe, getestet an so manchem Affe, wenn man mich nicht nutzt, wird man von Zecken weggeputzt!"

Zecke: "Er lügt, er lügt, er macht mich schlecht, so geht das nicht, wir gehen vor Gericht."

Auftritt Anwalt Naturkind: "Man ruft mich, wunderbar. Ich vertrete stets die saubere Natur, von Winkelzügen keine Spur. Ich weiß das Recht zu wahren, für jedes Kind, sei es auch hoch an Jahren."

Zur Spritze: "Wenn sie weiter derart künstliche Lügen verbreiten, werden wir sie gerichtlich bestreiten. Legen sie doch mal auf den Tisch, die Forschungsergebnisse, flink und frisch."

Spritze: "Ihr könnt mich gern verklagen, Ihr Schätze, das steigert noch die Umsätze. Denn Medien sind´s die mich beschützen und Industrielle, die mich benützen."

Auftritt Medium: "Ich bin neutral, ich bin wahr. Ich dien der Abwehr der Gefahr. Man muß mich immer nur gut schmieren, dann habt ihr nichts mehr zu verlieren."

Auftritt Konzernchef Sarko Sanostoli: " Wer schafft denn die Gesundheit, wenn nicht wir? Milliarden pumpen wir in Forschung rein, wenn Mist rauskommt, müssen wir ihn trotzdem Euch verkaufen. Hört auf die Worte der Wissenschaftler, wir haben sie gut bezahlt, so sagen sie die Wahrheit. Ich hab Euch Prof. Unflat mitgebracht, der ist wahnsinnig brilliant, der war bei Darwin noch als Praktikant."

Auftritt Prof. U.: "All mein Leben und mein Streben gilt der Wissenschaft der holden, sie tut mein Leben vergolden. Natürlich laß ich mich bezahlen, wer tut das nicht. Ich hör sie >cui bono< schreien, sei´s drum. Ich werde Euch befreien von allem Glauben, Ihr dürft stattdessen wissen, wie unbestechlich der Professor schafft, indem er viel Geld zusammenrafft. So hört und wißt es ein für allemal: wer diese Spritze kauft wird leben, vielleicht nicht lange aber wenigstens ganz ohne Bange."

Plötzlich geht das Licht aus, und in einem Spot am rechten Bühnenrand steht mit weißem Anzug, weiß geschminktem Gesicht und schwarzem Zylinder Dr. Josef Hinkefuß, der Propagandist des Bösen: "Ihr könnt es Kleinkram nennen, Ihr könnt aus dem Theater rennen; ich muß mich heute nach der Decke strecken, kann mich nicht verstecken, kann mich vor Aufträgen nicht retten, muß ständig um den Globus jetten. Diese Kampagne beweist glasklar, wer stets der Meister der Volksaufklärung war. Der beste Erfolg seit dem >Sender Gleiwitz<: wer so verkauft, kann auch die Hölle retten. Habt acht, es wird bald wieder Nacht."

Spot aus, raunen auf der Bühne, Vorhang fällt.

Ende 2.Akt.

Meister 26.06.2007, 22.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Böse

Fürchtet nicht das Böse - es kann euch nichts anhaben.

Fürchtet nur, daß Ihr ihm gleicht.

Meister 26.06.2007, 21.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

>Kinder lernen besser ohne Computer<

Das ist die Überschrift eines Interviews mit Prof. Manfred Spitzer im Sonntagstagesspiegel am 24.6.2007. Er ist Prof. für Psychiatrie in Ulm und Hirnforscher. Und er kontrastiert sehr positiv zu vielen aus seiner Branche.
Seit langem habe ich kein derartiges Interview gelesen , dem ich so vorbehaltlos zustimmen konnte. Prof. Spitzer vertritt nicht nur total richtige Ansichten, er kämpft auch heftig dafür und er behauptet nicht nur, sondern er kann seine Ansichten auch sehr gut begründen und er kann auch Alternativen aufzeigen.
Sicherlich ist es nicht neu, daß Fernsehen schädlich für Kinder ist, daß Computer keineswegs so gut sind, wie anfänglich behauptet, von anderen Daddelspielen mal ganz abgesehen.
Aber ich finde es toll, wie er erklärt, warum TV die Gehirnentwicklung behindert, warum TV Gewaltbereitschaft fördert, warum Computer für Kinder keinerlei Vorteil bringen, wie wichtig es ist, aktiv denken zu lernen und wie notwendig es ist ,die Kinder zu geistiger Tätigkeit zu motivieren. Ich stimme auch voll zu, daß unsere Lehrer einen der wichtigsten Jobs in diesem Land haben, daß ihre Leistungen nicht genügend anerkannt werden und daß sie viel zu wenig Unterstützung haben, wenn sie gute Arbeit machen wollen.
Lernen und geistige Entwicklung können so viel Spaß machen, wenn man richtig herangeführt wird.
Und im Kontrast dazu sieht man so viele Kinder, die sich in einem Stadium geistiger Deprivation befinden, demotiviert, nur auf "Unterhaltung" getrimmt, jeglicher Arbeit vor allem aber geistiger Anstrengung total abhold, es ist ein Trauerspiel. Deshalb hat der Satz von M.Spitzner, daß "unsere Kinder in 30 Jahren für die Chinesen die T-shirts zusammennähen werden, wenn wir so weiter machen " seit heute Eingang in mein alltägliches Repertoire von Platten gefunden die ich an den einschlägigen Stellen abspiele.
Schade daß ich das Interview nicht verlinken kann, so verweise ich ersatzweise (ohne es gelesen zu haben)  auf sein Buch "Vorsicht Bildschirm".
 

Meister 25.06.2007, 21.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Namen, und wie sie sich anhören

Es ist schön, wenn Eltern ihren Kindern schöne klangvolle Vornamen geben. Ich denke alle Eltern sehen die Namensgebung als etwas sehr Wichtiges an, und das ist auch richtig, denn dieser Mensch wird mit diesem Namen sein ganzes Leben herum laufen, oft prägt auch der Namen das Leben, ein bißchen zumindest.
Nicht schön finde ich es, wenn Namen genommen werden, die ganz anders ausgesprochen werden sollen, als sie geschrieben werden. Gut, manchmal ist es nicht einfach, oder doppeldeutig, kann man machen, wenn es sein muß.
Aber wenn Namen genommen weren, die ihren Ursprung vergewaltigen, finde ich das nicht nur unangenehm, sondern ich sehe da auch Probleme auf das Kind zukommen.
Heute hatte ich ein Neugeborenes, das den Namen >Gordon< bekommen hatte. Das dumme war bloß, daß die Mutter meinte, der Name solle "Djschorden" ausgesprochen werden. Auf meinen schüchternen Einwand, das schreibe man aber >Jordan< meinte sie nur, sie fände die andere Schreibweise interessanter. Da habe ich besser nichts mehr dazu gesagt.
Ich hätte sonst sagen müssen, daß >Gordon< und >Jordan< zwei sehr verschiedene Namen in der "english speaking world" sind und daß man dort für derartige Schreibvariationen kein großes Verständnis finden wird. Das man es stattdessen sehr komisch finden würde, im Sinne "Jordan´s Dry Gin" beispielsweise. Und wenn mir schon sowas einfällt....
 

Meister 25.06.2007, 21.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Türkendiskriminierung durch Sprachverpflichtung?


Irgendein türkischer Gemeindemufti gibt im Tagesspiegel die Parole aus, die Türken würden diskriminiert, wenn auf Schulhöfen nur deutsch gesprochen werden dürfe. WEnn die Türkenorganisationen wirklich solche Behauptungen aufstellen, dann sollten sie schleunigst in ein Land umziehen, in dem ihre Sprache die einzig zugelassene ist - nicht schwer zu raten welches, oder? Die Türkei fällt nicht gerade durch Toleranz in religiösen, nationalen, sprachlichen oder kulturellen Fragen auf, befürchte ich.
Wenn Schulen hier versuchen, den Schülern durch eine bessere Beherrschung der Sprache des Landes in dem sie leben, zu helfen, dann ist das nicht nur richtig sondern auch notwendig. Wenn türkische Funktionäre dagegen wettern, tun sie es hauptsächlich, um die eigene Klientel bei der fremdländischen Stange zu halten. Denn bessere Integration könnte ja die Positionen dieser nationalistischen Organisationen und ihrer Obermuftis schwächen. Nebenbei verrät diese Position auch eine gehörige Portion Chauvinismus, denn es laufen ja nicht nur Türken und Deutsche auf deutschen Schulhöfen herum, die anderen zählen dann sowieso nicht, oder?
Nichts dagegen daß die Türken zuhause oder wo auch immer türkisch miteinander reden, aber dort wo auch Nichttürken anwesend sind, sollten sie doch bitteschön deutsch sprechen.
Andere Nationalitäten, die zahlenmäßig nicht so überhand genommen haben, haben überhaupt keine Probleme damit die deutsche Sprache zu lernen, Deutsche, die im Ausland leben müssen das genauso tun - also tut mir leid, es wird keine Hammelextrawurst geben.
 

Meister 24.06.2007, 21.20| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Sehnsucht nach Australien

Wenn Zeit vergeht, und sie tut es, kommt dann die Sehnsucht nach dieser romantischen Welt dort down under im stärker herauf.
Je länger es her ist, daß man dort weg ist, um so unwirklicher erscheint es, daß man dort war. Ist man dort, hält man es für ganz normal, aber jetzt denke ich manchmal, ob ich das alles nicht  einfach nur geträumt habe. Weil ich so viel davon träume.
Ich hoffe so, daß es wieder wahr werden wird !
 

Meister 24.06.2007, 21.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Theater um die Zeckenimpfung - 1.Akt

Die Bühne ist leer doch ringsum stehen Stühle.
Auftritt: die Zecke - dick, schwarz und häßlich mit haarigen Beinen:" Ach weh ,ach nein, ich tu mir so leid. Ein schlechter Ruf wie meiner ist schwer nur zu ertragen. Alle Welt haßt mich so, dabei: was bin ich denn? Ein ganz gewöhnlicher Blutsauger wie viele andere: Moskitos, Vampire, Fabrikanten, Banker, Hedgefondmanger, Poltiker, Bürokraten,Finanzbeamte, GEZ-Agenten. Haben sie nicht alle einen besseren Ruf als ich? Weh mir armem Sauger, saugen sie nicht viel mehr ab als ich? Ich muß es ändern, will so nicht weiter leben. Will geachtet sein, es ist ehrbares Handwerk, das ich mit meines Mundes Werkzeugen betreibe."
Auftritt PR-Berater -voll geschniegelt, ganz die moderne Geschäftswelt: " Mein Name ist P.R . Fraksauß. Du verlangst nach mir, dem Spin-doctor, dem Retter der Verhärmten, dem Aufrichter der Beleidigten, dem Weißwäscher der Schwarzärgerer. Was kann ich für Dich tun mein Freund? Unterschreibe mir rasch den Beratervertrag, dann geht es los."
Zecke: beäugt den Vertrag, "Ah, noch einer unserer Saugerzunft, welch unstillbarer Durst!" -unterschreibt.
PR-Fraksauß:" Jetzt kann ich Dir helfen, Freund! Ich weiß, was Du willst, ich weiß was Du brauchst. Du brauchst ein neues Imätsch. Versuchen wir es mit Musik, machen wir einen Videoclip. Kannst Du singen?"
Zecke: " Soll ich´s versuchen?" Singt lautstark: " Ich bin die Zecke, ich bin die Zecke, ich komm unter die Decke, ich bring Dich um die Ecke.."
PR-F: "Halt! Amateur! Die Wahrheit ist die Dummheit in diesem Geschäft. Versuch ein andres Lied! Mehr Rhythmus, Dynamik, Tempo und Gefüüüühl!"
Zecke, jetzt mit Schlapphut, schwarzem Schlips und dunkler Brille,singt: " Ich bin der Holzbock, ich bin der Holzbock, ich sing den härtesten Rock. Ich mach Euch heiß, ich mach Euch kühl, ich bring Euch blutleeres Gefühhhhhhl. Habt Ihr noch nen Tropfen Blut im Leib, dann rückt ihn raus ,rückt iihn raaaaaauus!"
Auftritt zwei finstere Gestalten, der eine schlank, elegant mit Bärtchen, der andere ziemlich winzig in moderner geometrischer Verpackung.
Erster Finsterling: " Salve, mein Name ist Borell von Burgdorff. Aus dem Geschlecht der Spirochäten. Ich wollte nicht versäumen, Euch meine Freundschaft anzutragen. Ich kann Euch wichtig machen, kann Euch zu rothäutigen Migranten führen, wenn´ s gut geht, die Birne erweichen sogar. Ich bin für alle ein treuer Freund."
PR-F: " Wie, was? Die Indianer wandern auch schon ein? Kohl wird weich auf seine alten Tage?"
Zweiter Finsterling: "Gestatten, F.S.M.E."
Zecke: "Que ce que ca veut dire? Parlez- vous chinois? Oder was?"
2.Finsterling: "Mein Name: Franz Sonderbar Moor, Entertainer. Man kennt mich, man liebt mich, ich bin populär, ich bin millionenschwer. Bin meist zwar nur Phantom, doch mein Job ist Horrorshow. Über Europas Landkarte verbreit ich mich von Ort zu Ort, wie Blitzkrieg Bonaparte, der große Freund des Massenmords."
PR-F: "Nehmt Platz, Jungs, Ihr werdet noch gebraucht." Sie setzen sich auf die Stühle links.
Auftritt zwei Weißkittel, ein älterer, Doctor Faustan und ein jüngerer, Famulus Studiosus longus.
Dr.F: "Hast Du nun lange genug studiert, um zu wissen, welche Aktie wir kaufen müssen?"
F.S.l.: "Der Stoff, aus dem die Träume vom Reichwerden sind, wird produziert von XXXX und VB. Doch sie stehn hoch im Kurs - besonders in Australien."
Dr.F: "Australien? Was faselt der Famulus? Kaufen, kaufen, der Gewinn ist der Genuß!"
F.S.l.: Wir impfen wie die Bekloppten, sei´s drum. Immer drauf und dran. Solang die Zecke uns noch nährt und Punkte in die Scheuer fährt"
Zecke: "Was mach ich? Ich denk ja gar nicht dran! "
P.R-F zu den Weißkitteln:" Bitte setzen Sie sich, und halten sie die Füsse still!" Sie tun´s.
Auftritt ein Bote: "Der Impfstoff wird knapp!"
Chor aus dem Off: "Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe!"
Licht schlagartig aus.
Ende Akt 1.
 

Meister 19.06.2007, 22.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Der Riese und der Zwerg; Teil IV

Eines Morgens im ersten Sonnenlicht saß der Zauberer Patricus betrübt auf einem der weißen Eisenstühle am Kap der kleinen Hoffnung und schaute auf die trägte vorbei gurgelnden Fluten des Flußes Latux. Er betete zu Gott und fragte, was er bloß tun könne. Da erschien plötzlich ein großer Fisch und sprach zu ihm: "Weißt Du noch wer ich bin? Ich bin der Karpfen den Du im letzten Jahr aus höchster Todesnot gerettet hast, genau wie meinen Bruder, der ist auch hier in der Nähe. Du hast uns nicht nur gerettet, sondern auch noch die Freiheit geschenkt und Du hast die arglistigenen Angler gebannt uns zu fangen. Kann ich Dir helfen?" Und er schob seine kugelrunde Karpfenschnauze weit aus dem Wasser. "Es wäre so schön, wenn mir jemand helfen könnte, ich habe so große Probleme das Böse zu beseitigen." "Du mußt das Böse und das Gute von einander scheiden, dann kannst zu das Böse mit der guten Macht vertreiben." "Es ist nicht immer leicht das Böse zu erkennen, aber hier ist es erkannt. Es ist vor allem aber schwer, das Böse aus einem Menschen heraus zu bekommen, denn dieser Mensch ist doch nicht böse. Und es ist ganz schwer die eigentlich bösen Wesen zu beseitigen ohne selbst böse zu werden und sich damit ihnen gleich zu machen." Der Fisch hatte genau zugehört, ruhig wiegte er seine Schwanzflosse hin und her. "Du weißt, sagte er, daß Gott in diese Welt nicht eingreift, aber daß er will, daß das Gute das Böse überwindet. Du wirst selbst zaubern müssen. Mit Gottes Segen tue es!" Und er verschwand in der Tiefe. Es war nicht gerade eine genaue Handlungsanleitung gewesen, was er gesagt hatte, trotzdem fühlte sich Patricus gestärkt und erquickt.
Er ging hinauf zum Schloß und er begann seinen Zauberplan zu entwickeln. Plötzlich war alles ganz einfach. Er mußte die magischen Mächte des Guten bündeln, zunächst seine Frau und seine Gefährten im guten, weißen, magischen Zauber unterweisen, und dann mußte er den Zwerg entfernen. Wenn er den Zwerg erst entfernt hätte, würde er den Riesen von dem bösen Zauber befreien können.
Er hatte einen Plan.
Als der Zwerg sich wieder seinem Schloß nahte, um verlogen seine listigen, lügenhaften Dienste anzubieten, holte er ein kleines Papier aus der Tasche, das mit ganz winzigen Buchstaben beschrieben war. "Du wolltest doch eine Nachricht vom Christlichen Andreas, nicht wahr? Du wolltest doch, daß er Dir die gleiche Segnung gibt, wie ich. Weil Du denkst, daß er mehr vermag als ich. Schau dir dieses Papier genau an, es trägt unsere beiden Unterschriften und es ist die Abschlußsegnung für Dich" Neugierig aber auch voller Mißtrauen schaute der Zwerg auf das kleine Papier. Er hatte die Macht des Zauberers heraus gefordert, indem er behauptet hatte, der Christliche Andreas würde in Wirklichkeit auf der Seite der Zwergenfraktion stehen. Was würde auf diesem Papier stehen, er konnte von weitem die Schrift nicht lesen, denn lesen fiel ihm sowieso schwer. Aber dann erkannte er die Unterschrift des Christlichen Andreas neben der des Patricus und er nahm das Papier ganz nahe vor seine zwergenhaft nach oben gebogene Nase. Es war aber ein Zauberpapier, was seinen Inhalt sofort selbst ausführte: es wickelte den Zwerg fest ein, dann trug es ihn in der Luft davon, ein stürmischer Wind - wo mochte er her kommen? - trug ihn über den Fluß herüber nach Horx und dort landete er unsanft auf seinem unförmigen Zwergenhintern.
Jetzt konnte der Zauberer seinen Bann sprechen: "Du sollst niemals wieder diesen Fluß Latux überschreiten, genau wie Deine Herrin Avidia sollt ihr niemals mehr durch die Luft fliegen oder über das Wasser kommen dürfen! Bleibt wo ihr seid und trollt Euch!"
Der Zwerg schrumpfte und kroch als Erdnuckel in Richtung des Horix davon.
Der arglose Riese stand neben dem Zauberer, hatte eine häßliche schwarze Brille auf der Nase und einen gerupften Papagei auf der Schulter. "Husch", rief der Zauberer, und der räudige Vogel wurde vom Wind davon getragen. Dann nahm der Zauberer dem Riesen die Brille von der Nase, faltete sie zusammen und steckte sie ihm in die Brusttasche: "Zur ewigen Erinnerung", sagte er, "nochmal 25 Jahre bezahlen hättest Du nicht durchgestanden."
Der Riese sagte erst gar nichts."Die Fakten", murmelte er und schaute sich blinzelnd um, "sie sehen ganz anders aus,....... als ich sie bisher gesehen habe"; dann nahm er seine beiden Schwestern in die Arme und lachte und lachte, lachte noch stundenlang.
So leben sie weiter glücklich im Lande Erx, und ab und zu schauen sie herüber zum Horix in der Ferne wo Avidia und ihre heidnischen Hexenhorden ihre alten Besentänze für die Touristen aus Übersee aufführen. Nur wenn sie losfliegen wollen, gibt es regelmäßig blutige Nasen.
Denn das Böse läßt sich nicht aus dder Welt schaffen, so wie sie aussieht. Aber wir können es klein und häßlich machen.
Wir können den arglosen Riesen natürlich auch als Riesendepp ansehen.
[Ende]
 

Meister 17.06.2007, 22.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Der Riese und der Zwerg, Teil III

Der Riese war nicht nur stark, er war auch ein begnadeter Handwerker, ein Künstler in seiner Zeit. Er hatte viel gelernt als er half das Schloß des Patricus zu bauen und er war schon gut als er Beowulf half seine Festunng Milenia zu bauen, aber das war schon zu der Zeit des Kampfes mit Avidias horrorhafter Horde und also hatte der Riese den Zwerg immer dabei.
Tip und Tap hatten den Zwerg zuerst als Freund ihres Bruders angenommen, auch wenn sie sich über dieses seltsame Paar so ihre Gedanken machten. Aber er war ihr Bruder und sie liebten ihn. Die Eltern der drei waren zu früh gestorben. aber die Geschwister hielten sehr zusammen. Das lag auch daran, daß ihr Vater, der Ritter Friedrich, auf seinem Sterbebett ihnen den Eid abgenommen hatte, sich immer zu lieben und zusammen zu halten, woran sie getreulich fest gehalten hatten. Sie waren deshalb auch sehr betroffen, als ihr Bruder plötzlich so merkwürdig fremd redete, aber er war ihr Bruder.
Als nun die Festung Milenia gebaut wurde, um das Land Erx vor den heimtücktischen Hexenbanden aus Horx zu schützen, war der Riese eifrig dabei. Er schleppte die größten Felsen herbei, er baute den Festungswall, er errichtete die Zinnen auf den Dächern. Aber der Zwerg war immer dabei und er war sehr aufmerksam, er spionierte alle Pläne aus und er versuchte überall Zwietracht zu säen. Der Recke Beowulf sei ein müder Schwächling der tagsüber dieBeine hoch lege, das habe er selbst beobachtet, ließ er verlauten. Keine Ruhe gab es, ständig hetzte der Zwerg den Riesen auf und der wiederholte über seinen Papagei pausenlos dessen Tiraden, so daß es Beowulf und seiner Frau so erscheinen mußte, als ob der Riese selbst all das sagen würde. Der Zwerg selbst hielt sich gern geduckt im Hintergrund, saß auf der Schulter des Riesen und bearbeitete ihn mit einer Zauberpeitsche, die dem Riesen schreckliche Qualen bereitete, die aber niemand sehen konnte.
Der Zwerg hatte von Avidia, die selbst gebannt war, über den Fluß zu kommen, den Auftrag die Verteidigung des Landes Erx zu schwächen, den Recken Beowulf lächerlich zu machen, Zwietracht in Erx zu säen und den Zauberer Patricus in seiner Macht zu schwächen. Viele und schreckliche Aufgaben, die dem Zwerg die Nachtruhe raubten. Aber wenn er nicht schlafen konnte, quälte er den Riesen der neben ihm lag, damit dieser auch kein Auge zu tun möge. Dabei halfen dem Zwerg zwei verwunschene Wesen, die das Aussehen von Katzen hatten, aber in Wirklichkeit aber perverse Prionen waren, aus Avidias Gehirn entsprungen, um den Zwerg in ihrer Gewalt zu halten. Nächtelang stöhnte der Riese, wenn sie ihn quälten, aber immer mehr erlahmte seine Abwehr. Er konnte nichts mehr klar sehen, er konnte nichts mehr hören, was vom Zwerg nicht gefiltert wurde, er konnte nichts mehr sagen, was der Zwer ihm nicht vorgesagt hatte. Aber jede Nacht erschien in seinen Träumen sein Vater der Ritter Friedrich und redet ihm ins Gewissen, sein Gelübde zu erfüllen, seine Schwestern zu lieben und zu beschützen. Aber er konnte es nicht ,weil er unter dem Einfluß des bösen Giftzwerges stand und er litt grausame Qualen. Je mehr der Zwerg von Avidia bestürmt wurde, um so heftiger wurden die Attacken. Avidia wollte unbedingt das Land Erx haben, weil ihre heillosen Hexenhorden hungerten. Denn sie hatten das Land Horx so zu Grunde gerichtet, daß die letzen Menschen von dort in den Westen abwanderten und auch nicht durch die Heiligenbilder von Emil Hornbecker und Wally Olberich, die sie immer noch in jedem Zimmer hängen hatten, daran gehindert wurden.
Denn eigentlich wurde der alte faule Zauber, den Avidia noch mit der blutroten Hexenmilch eingesogen hatte, immer schwächer und wirkungsloser und der gute Zauber breitete sich überall aus. Aber sie hatten doch immer noch die Macht in Horx und ohne einen Endkampf würden sie sich nicht vertreiben lassen, dafür sorgte schon Avidia, die auf dem Berg Horix jeden Freitag die rostig-roten Rituale bizarr zelebrierte, um ihre verwunschenen Verschwörer zur Zirkelfahne zu zwingen.
Aber von alledem wußte der Riese nichts, er wurde immer mehr von seinen Schwestern entfremdet und redete gegenüber allen nur noch schlecht. Die Welt sei schwarz und traurig und gemein, vor allem sei seine Familie so gemein zu ihm und seine Schwestern würden ihn und seine liebe schöne Frau hassen, und der Zauberer sei ein finsterer Fiesling, der ihn immer nur ausgenutzt habe.
Als der Zauberer das hörte wurde er sehr traurig, denn er hatte den Riesen nicht nur als seinen Schwager geachtet und als begnadeten Handwerker geschätzt, sondern auch als guten Menschen sehr lieb gehabt.
Aber der Zauberer erkannte auch, woher das Böse kam und was es erreichen wollte. Avidia hatte diesen Zwerg geschickt, ihn mit Gift voll gepumpt und beauftragt, das Böse in Erx zu verbreiten. Dazu hatte sich der Zwerg des Riesen bemächtigt, aber dieser war nur ein Mittel zum Zweck Zwietracht zu säen, Tip und Tap unglücklich und hilflos zu machen, dem Recken die Kraft auszusaugen und den Zauberer als machtlosen Trottel aus dem Weg zu räumen. Denn das Böse breitet sich immer gern aus, wo man es läßt und wo das Gutenicht wachsam und stark genug ist. Vor allem nutzt es den Glauben des Guten an das Gute aus.
Was konnte der Zauberer jetzt tun?
[Ende Teil 3]
 

Meister 17.06.2007, 21.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

How the Irish saved Civilisation

Das Buch "How the Irish saved Civilisation" von Thomas Cahill wurde irgendwo erwähnt, ich weiß nicht mehr wo (vielleicht in "History of the Isles"?), aber ich fand es einen interessant, weil ich wenig wußte über den Übergang vom Römischen Imperium zum Mittelalter, die "dark ages" waren für mich  schon immer schwer dunkel. Ich bekenne, daß ich das ,was der Titel behauptet, trotzdem für eine heftige Übertreibung hielt.
Aber das Buch ist wirklich hochinteressant. Es bringt uns die Zeiten von St.Patrick sehr lebendig nahe. Es beleuchtet die Zeit der Völkerwanderung und der Christianisierung Europas aus einem ganz anderen Blickwinkel, und ich glaube, daß die Behauptung richtig ist, wären da nicht die irischen Klöster gewesen, viele Werke Roms und der Antike insgesamt wären unwiederbringlich verloren. Und die Christianisierung Europas und die Verteidigung Europas gegen die Mohammedaner wäre anders verlaufen ohne die irischen Mönche.
Das Buch wirft Licht nicht nur auf längst vergangene Jahrhunderte sondern auch auf die Iren und ihre Geschichte, es ist ein Gewinn, es gelesen zu haben.
Wenn es nicht im letzten Kapitel  erwähnt würde, wäre ich auch auf die Idee gekommen: es ist auch ein Leerstück darüber, wie Zivilisation verloren gehen kann, daß man das Denken nicht aufgeben darf und daß die Probleme der Welt heute gar nicht so viel anders sind als in der Endphase des römischen Imperiums.
 

Meister 17.06.2007, 13.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Der Riese und der Zwerg; Teil II

Nun wanderte der Riese immer zusammen mit dem Zwerg durch die Lande und alle Leute wunderten sich, wie er sich verändert hatte, denn sie konnten ja die Zauberbrille und den Papageien nicht sehen. Deshalb dachten sie, daß der Unsinn, den der Riese jetzt von sich gab, von ihm selbst stamme, und sie konnten ihn nicht verstehen.
Der Riese hatte aber zwei Schwestern, die Prinzessinnen Tip und Tap, die auf ihren Schlössern an der Grenze des Landes wohnten. Die Jüngere, Tip, war mit dem Recken Beowulf verheiratet, die Ältere, Tap, mit dem Zauberer Patricus.
Das Land Erx lag hinter den großen Seen und grenzte an das Land Horx, der große Fluß Latux floß durch die Kette der großen Seen und war der Grenzfluß. Es gab nur eine einzige Brücke über diesen Fluß, aber kaum ein Mensch ging hinüber oder herüber. Denn das Land Horx war eine Ödnis. Weit von der Grenze, aber noch zu sehen, ragte der Berg Horix steil, einsam und drohend aus der Ebene. Immer flogen Scharen schwarzer Raben um diesen Berg herum und immer war der Gipfel von zerrissenen Wolken eingehüllt. Die Menschen in Erx wußten, daß dort die Oberhexe Avidia ihr finsteres Reich hatte. Sie und ihre schattenhafte Schar hatten das Land Horx leer gefressen, so daß kein Halm und kein Gras mehr wuchs und jetzt hatten sie ihre gierigen Finger nach Erx ausgestreckt. Eines schönen Tages hatte die Oberhexe Avidia höchst persönlich an der Brückenpforte Einlaß für sich und ihre Familie verlangt. Aber der Zauberer Patricus, hatte davon rechtzeitig erfahren, da die schwarzen Scharen immer eine stinkende Rauchfahne hinter sich her zogen. Er hatte sein undurchdringliches Zauberschloß direkt hinter der Brücke aus dem Boden empor wachsen lassen, so daß das räudige Rudel abprallte und mit blutigen Nasen in Richtung Horix abzog. Nur Avidia selbst stand immer noch am Ufer des Latux und schleuderte die gemeinsten Verwünschungen herüber, als ob sie nicht wüßte, daß diese gegen das Gute nichts ausrichten konnten. Als sie aber gar nicht aufhören wollte zu wüten, schleuderte Patricus einen Bannstrahl herüber, der sie für alle Zeit daran hindern würde, dieses Wasser zu überschreiten. Als Tap ihn fragte, warum er die nicht vernichtet habe, antwortete er: " Wer sich dem Guten geweiht hat, darf nicht Böses tun, darf nicht wie das Böse werden, darf auch dem Bösen nicht Böses tun. Denn dadurch würde er seine Zauberkraft des Guten verlieren. Das Böse versucht uns doch gerade ständig zu verlocken, böse zu sein ,wie es selbst, denn dadurch gewinnt es." Seine Frau fragte noch, wie man das Böse denn überwinden solle, wenn man es nicht mit seinen eigenen Waffen bekämpfen könne, aber Patricus bestand darauf, daß es besser sei, daß Böse durch Gutes zu bekämpfen, weil man es nur so unschädlich machen könne. Und der Zauberer rief den Recken Beowulf herbei, damit er diese magische Grenze bewache und Beowulf baute seine strahlende Burg,um die meuchelnde Meute von der Grenze abzuschrecken. Tip und Tap aber pflanzten einen Zauberwald, dessen lebendige grüne Kraft jeden Tag stärker heran wuchs und wichtelartigen Widerlingen den Durchgang verwehrten. Und es waren mächtige magische Zauberbäume darunter wie tosende Trompetenbäume und die gewaltige Flügelnuß, die furchteinflößende Blutbuche und die galante Mähnenfichte. Da gab es mächtige Mammutbäume und zauberhafte Zedern. Und das Wasser des Flußes Latux ließ die Bäume prächtig heranwachsen, so daß Avidia von ihrer fernen Festung aus kochend beobachtete wie ihre Beute immer unerreichbarer wurde.
Wenige Monate später tauchte dann dieser Zwerg auf und bemächtigte sich des arglosen Riesen.
[Ende Teil 2]

Meister 16.06.2007, 22.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Der Riese und der Zwerg, Teil I

Im Lande Erx hinter den großen Seen lebte einst der Riese Hastdunichgesehn. Er war ein freundlicher Riese, der an nichts Böses glaubte, weil er ein Riese war. Dieser arglose Riese war immer auf der Wanderschaft im Lande Erx, weil er nirgendwo sich so richtig zuhause fühlte.
Eines Tages, als er so vor sich hin wanderte sah er einen Zwerg am Wege sitzen, der ganz bitterlich weinte. "Warum weinst Du so, Zwerg?" fragte der arglose Riese und beugte sich zu ihm herunter. "Ich weine, weil die ganze Welt so schwarz, traurig und gemein ist", sagte der Zwerg mit einem listigen Blick durch seine Finger, den der Riese aber nicht bemerkte. "Aber sie ist doch ganz bunt, die Welt", sagte der Riese, in dem er sich umschaute in dem wunderbaren Frühlingstal, das die beiden umgab. "Wenn Du die Welt so sehen könntest wie sie ist, so wie ich sie sehen kann, dann wüßtest Du, was ich meine", schluchzte der Zwerg erbärmlich. "Aber ich sehe sie doch, wie sie ist, die grünen Bäume und die bunten Blumen auf den Wiesen und den blauen Himmel, der uns lacht", wunderte sich der Riese. "Du verstehst mich nicht, Du willst mich nicht verstehen, Du willst mir nicht helfen, Du willst mich in meinem Elend sitzen lassen", jammerte der Zwerg mit einem falschen Unterton, der dem Riesen entging. "Aber na klar doch, ich helfe Dir, ich lasse nicht den Kleinsten im Elend sitzen, ich liebe die Gerechtigkeit und Elend kann ich gar nicht leiden. Aber wie soll ich die Welt anders sehen?" "Das ist ganz einfach," sagte der Zwerg etwas aufgeregt, denn jetzt kam es drauf an, "setze diese Brille auf, dann siehst Du alles anders, völlig anders!" Er brach ab, weil er fürchtete, zu viel gesagt zu haben. aber der Riese war arglos. Er nahm die Brille, schaute sie in Ruhe an, während der Zwerg vor Aufregung bald platzte. Dann nahm er sie mit beiden Händen und setzte sie sich auf seine große Nase. Es war aber eine Zauberbrille, die ihm sofort an der Nasenwurzel festwuchs. "Es ist ja alles ganz dunkel geworden", sagte er erschreckt, "ist es denn schon Nacht?" "Nein", erwiderte der Zwerg jubilierend, "das ist die Welt, die Du jetzt immer sehen wirst, ich habe Dir doch gesagt, sie ist schwarz, traurig und gemein. Jetzt siehst Du die Wahrheit, jetzt kannst Du mich auch richtig sehen." Der Riese drehte sich um und an der Stelle des Zwerges sah er eine wunderschöne junge Frau, die ihm freundlich zulächelte. "Das ist Deine wahre Gestalt?" fragte er ungläubig, "aber warum ist die Welt traurig und gemein?" " Das wirst Du schon noch herausfinden", bellte der Zwerg, aber dem Riesen erschien es wie Liebesgeflüster, denn die Bügel der Brille hatten sich inzwischen mit seinen Ohren verwachsen, die zwar jetzt wie zwei große Blumenkohlköpfe aussahen, aber alles was er hörte wirkungsvoll filterten.
"Magst Du Vögel?" fragte ihn der Zwerg plötzlich. "Ja klar", anwortete er ins Dunkel starrend, "diese bunten Gesellen, die immer so schön singen, wer mag sie nicht?" "Ich habe da ein Geschenk für Dich, er kann sogar für Dich reden." Der Zwerg holte einen grauen Papageien hervor und setzte ihn dem Riesen auf die Schulter. Es war aber ein böser Zauberpapagei, dessen Krallen sich gleich tief in die Schulter des Riesen eingruben und jedesmal wenn der Riese sprechen wollte, hackte ihm der Papagei böse in die Lippe und antwortete stattdessen mit den Worten, die der Zwerg ihm vorgesagt hatte.
[Ende Teil 1]
 

Meister 16.06.2007, 15.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Dortselbst: Eines langen Tages Reise in die Nacht


Das Stück von Eugene O`Neill hat den morbiden Charme, den das Theater des XX.Jahrhunderts so liebt. Familiendrama mit Crescendocharakter: Mutter Morphinistin, Vater Schauspieler, erfolgreich, gescheitert,obergeizig; der eine Sohn versoffener Versager, der andere Sohn schwindsüchtiger, verkrachter Dichter - was braucht man mehr um heftige Streitereien auf die Bühne zu stellen?
Ich fand es saulangweilig! Man kann natürlich die gesamten 3:30 h darüber nachdenken, warum sie so etwas in Potsdam spielen. Ergebnis: ich habe keinen Schimmer!
In der Pause hatte ich Mühe meine Frau von einem vorzeitigen Nachhausefahren abzubringen.
Meine Versprechungen, es könnte vielleicht nach der Pause noch etwas Interessantes kommen, konnte ich leider nicht einlösen. Ein Teil des Publikums hatte sich aber für den vorzeitigen Heimweg entschlossen.
Daß Schauspieler gut Besoffene spielen können, war zu erwarten. Daß Angelika Domröse als Morphinistin nicht überzeugt ( nicht dezent genug, zu übertrieben) vielleicht auch. Sie scheint über den Höhepunkt schon etwas hinweg zu sein, wird vom (Ost-) Publikum aber sehr gefeiert, für ihr Lebenswerk, nehme ich an.
Das Stück soll offenbar den Zerfall der bürgerlichen Familie darstellen, aber in der Realität zerfällt das Stück unter dem bemühten Wirken der Akteure.
Hat es denn Sinn solche Morbiditäten auszustellen? Man könnte sagen, die Welt ist doch genauso morbide wie früher, vielleicht noch schlimmer. Aber wozu das auf die Bretter bringen?
 

Meister 16.06.2007, 12.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Gestern: Theater in Potsdam

Das neue Theater in Potsdam ist souverän gelegen, direkt am See gegenüber dem malerischen Babelsberger Park, amphitheaterartig angelegte Außenumgebung, die das innere des Theaters spiegelt, gefällig abgerundete Architektur (vielleicht eine Spur zu viel >Pagode< ). Doch: es erinnert an die Oper in Sydney! An so einem Platz müßte man schon sehr viel falsch machen, wenn es nicht schön werden sollte. Es ist schön geworden. Man sitzt auch angenehm und hübsch dort draußen. Innen ist es auch gelungen, das Foyer und auch der Theaterraum, nach hinten zum See verglast, so daß man auch mit Tageslichteinfall spielen könnte. Die Optik innen mit den runden Deckenelementen - rot, Holz in Sichtbetonoptik, überraschender Effekt - auch gelungen, die Sitze leider weniger, befürchte ich. Schwer enttäuscht war ich von der Akkustik: es kann nicht normal sein, daß man im Parkett 4. Reihe nicht gut den Dialogen folgen kann. Ein Hall wie in einer Grotte.Vielleicht liegt es nur am Bühnenbild des Stücks? Hoffentlich!

 

Meister 16.06.2007, 12.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Roger Boyes: Über Ärztehass

Roger Boyes schreibt jeden Samstag im Tagesspiegel seine Kolumne, die sicher viele, wie mich, als treue Leser hat. Er trifft auch heute wie so oft auf amüsante Art und Weise den Nerv.
Dabei tut der englisch-deutsche Vergleichsblick wie immer gut. Das Paradoxon, daß englische Patienten alles tun würden, um in deutsche Krankenhäuser zu kommen( kurze Wartelisten, bessere Diagnostik), während junge deutsche Ärzte gern in England arbeiten (mehr Geld, mehr Verantwortung, weniger Ärztehaß) erklärt er nicht zu Unrecht aus dem Spannungsverhältnis zwischen verwirrten Patienten und dem unter massiven Druck gesetzten Arzt, der deutsche Krankenhäuser zu unglücklichen Orten macht.
Das gemeine am Ärztehaß ist, daß die Ärzte für die Dinge verantwortlich gemacht werden, deren Opfer sie selbst sind. Bürokratie und Hierarchie im Krankenhaus nehmen ihnen die Zeit weg sich um ihrre Patienten zu kümmern und ihre Anleitungsfunktion über das Pflegepersonal ausüben zu können. Das die Schwestern angeblich alles besser wissen als die "Studierten", ist leider genauso wahr wie die Tatsache, daß das Pflegepersonal medizinisch keine Ahnung hat und seine Kenntnisse aus Kaffeeklatsch im Schwesternzimmer bezieht. Es sind oft gerade die jungen Schwestern, deren Selbstbewußtsein quadratisch schneller wächst als deren Kenntnisse und es sind oft die jungen Ärztinnen, die es am schwersten haben, weil der Neid der angeblich unterprivilegierten Geschlechtsgenossinnen sie zusätzlich fertig macht.
Was könnte helfen? Für den Pflegebereich kurzfristig, daß die Ärzte das Pflegepersonal besser fortbilden und leiten, dafür brauchen sie natürlich Zeit, aber nur leichte strukturelle Reformen wären nötig: man könnte einfach eine Pflegegruppe einem Arzt unterstellen und damit die unseelige Schwesternhierarchie aufheben, denn der Dualismus zwischen ärztlicher und pflegerischer Hierarchie ist auch noch ein Fluch des deutschen Krankenhauses. Langfristig sollte es gar keine zwei getrennten Wege mehr geben, sondern es sollte im medizinischen Bereich nach dem Abitur in einer medizinisch-pflegerischen Ausbildung begonnen werden und diejenigen die die Prüfungen bestehen und die Neigung und Hingabe dazu haben, sollen dann das Studium Richtung Arzt weiter betreiben dürfen, die andern bleiben dann eben im Pflegebereich. Damit würde aufhören, daß sich die Schwestern ständig als die besseren, eigentlichen, nur leider verhinderten Ärztinnen aufspielen. Eigentlich ist es auch heute so, daß man sagen kann daß diejenigen, die die Pflegearbeit machen, eben nicht zu mehr in der Lage waren, denn jede fähige Krankenschwester hat noch den Weg zum Studium gefunden, aber dann gäbe es die Ausrede nicht mehr, man sei verhindert worden.
Natürlich darf man das pflegerische Grummeln auch nicht nur negativ sehen: es ist auch oft Ausdruck der Tatsache, daß die Schwestern darunter leiden, daß die Ärzte keine Zeit haben ihre Aufgaben richtig zu erfüllen und die Patienten damit suboptimal betreut werden.
Abgesehen vom spannungsreichen Verhältnis Arzt-Pflegepersonal gibt es aber auch noch weitere Probleme, an erster Stelle das Problem Arzt-Patient. Sicherlich sind die Ärzte auch heute immer noch nicht sehr gut darin, mit ihren Patienten zu reden, zumindest nicht gut genug. Und die Zeit dafür wird ihnen auch geklaut durch die mannigfachen bürokratischen Auflagen. Es ist nur absurd, daß die Patienten um so mißtrauischer sind, je mehr die Medizin vermag. Schauen wir mal 30-40-50 Jahre zurück: die Medizin konnte vieles nicht und die Ärzte haben aus ihrer Ignoranz sich in Arroganz geflüchtet: der Halbgott in weiß war ein magisches Mittel, um die Patienten zu heilen, die an ihn glaubten. Es gelang wahrscheinlich öfter als man denkt. Und wenn nicht, war man es gewohnt. Ein berühmter Professor der Kinderheilkunde, war dafür berühmt bei seinen Visiten den Müttern zu sagen: "Ihr Kind wird bald wieder gesund werden" oder "Ihr Kind wird sterben". Von Heilkunst kann man da nicht unbedingt sprechen, aber er war die Authorität. Heute könnte man niemanden davor überzeugen, daß eine bestimmte Absterbequote natürlich ist. Selbst die Naturfreaks würden sich nicht damit abfinden, wenn ihr Kind die Niete im natürlichen Ausleseprozeß gezogen hätte. Zum Glück profitieren sie davon, daß die Nieten selten sind heutzutage, und wenn man sein Kind eben nicht impfen läßt, dann ist die Wahrscheinlichkeit z.B. an Diphtherie zu sterben trotzdem klein.
Hier will ich zunächst einen Strich ziehen, es gäbe noch einiges zum Thema Ärztehaß zu sagen, aber davon vielleicht später. Inzwischen Dank an Roger Boyes und die Empfehlung ihn zu lesen, auch sein Buch "My dear Krauts" ist sehr lesenswert.
 

Meister 16.06.2007, 10.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Verwaltungsarbeiten:

gehören nicht gerade zu meinen großen Leidenschaften. Trotzdem muß man sie immer wieder durchführen, auch im schönsten Sommer. Aber wenn es heiß und schwül draußen ist, kann man auch am Computer irgendwelchen Irrsinn abziehen, man sollte es einfach als eine Art Computerspiel betrachten. Gehen wir also zum nächsten Level über!

Meister 15.06.2007, 13.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Was man besser nicht bloggt...

sind Gedanken und Gefühle über schreckliche Taten. Wenn zum Beispiel ein 17jähriger Ausländer ein 23jährigen tot sticht, weil er einem Gewaltopfer beistehen will, dann ist es besser nicht die eigenen Gedanken dazu raus zu lassen. Sagen wir schlicht, hoffen wir, daß man diesen Unmenschen niemals wieder sehen muß. Es muß irgendwann aufhören, daß derartige Täter mit Samthandschuhen angefaßt werden, seien sie nun Ausländer oder Deutsche. Hätte man in diesem Falle rechtzeitig gehandelt, wäre das jetzige Opfer noch am leben.
 

Meister 15.06.2007, 12.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Gott existiert - ein leerer Satz??



Arroganz reimt sich nicht nur auf Ignoranz, sie ist Ignoranz.

Heute war ein Interview mit einem Oberschlaui im Tagesspiegel unter dem Titel "Gott existiert? Das ist ein leerer Satz" mit einem gewißen Thomas Metzinger, der die Chuzpe hat ,sich als Philosoph vorzustellen, soll angeblich sogar Geld von der Uni Mainz bekommen.

Es ist nicht neu, daß der sogenannte kritische Rationalismus nur das gelten läßt, was experimentell falsifizierbar ist, aber bisher nicht falsifiziert werden konnte.

Die neue Offensive besteht darin, daß die Leute, die eigentlich nichts in der Hand haben, jetzt behaupten, es gäbe auch nichts, außer dem, was sie für wahr erklären. Eine verdammt arme Welt ,die sie zu bieten haben, aber sie machen es mit dem Radikalismus von Fanatikern.

Sie machen neurophysiologische Experimente und haben gerade angefangen, einen winzigen Teil der Natur beschreiben zu können. Sie glauben, etwas zu verstehen, dabei sind sie nicht mal in der Lage, über ihre eigenen Forschungsergebnisse kritisch nachzudenken.

Sie untersuchen, was sich im Gehirn physiologisch abspielt und haben dabei bestimmte Aktivitäten entdeckt, nicht so wahnsinnig neu, muß ich sagen. Interessant ist nicht was sie entdeckt haben, sondern, daß sie daraus jetzt radikal ideologische Schlüsse ziehen. Vor allem den, daß das was sie nicht entdeckt haben, auch nicht existiert. Sie finden keinen Geist, also gibt es keinen, genausowenig ein >Selbst< oder einen >freien Willen<. Sie können Gott nicht mit einer Elektrode aus der Reserve locken, also kann es keinen Gott geben.

Es ist etwas verrückt, daß diese Leute, die ein paar Inseln in einem riesigen Meer erkannt haben, meinen die Welt zu erkennen. Ihre Arroganz ist wirklich unbeschreiblich.

Wenn es Gott in der Form gäbe, wie ihn sich die Altvorderen vorgestellt haben, würde er sich ausschütten vor lachen. Aber er dürfte sehr viel größer sein.

Das was diese Leute als evolutionären Humanismus bezeichnen ist ein Nichts.

Aus irgendwelchen Gründen meinen sie, in der Offensive zu sein. Aber wenn man nichts in der Hand hat, wird man auch nur zu nichts kommen.

Die Tatsache, daß sie Gegenargumente von vornherein disqualifizieren, spricht für ihre ideologische Verblendung und argumentative Schwäche. Metzinger:"Meine Studenten lernen das schon in der Einführungsübung: Rationale, erwachsene Personen äußern solche leeren Sätze" (wie >Gott existiert<)" nicht im Ernst und zwar, weil man mit ihnen nicht zu neuen Erkenntnissen kommt und sich letztlich als Diskussionsteilnehmer disqualifiziert." Dümmer kann man nicht argumentieren, aber es ist ihre eigene Ignoranz, die diese Arroganz hervor bringt.

Was mir nicht klar ist, ist die Frage, warum sie so dümmlich arrogant daher kommen? Sie möchten sich als Menschenfreunde darstellen, aber sie können nicht mal zwischen gut und böse unterscheiden.

Sind sie gefährlich? Nicht in dem Sinne, wie sie glauben und hoffentlich auch nicht als Hilfskorps der Religionsverbrecher. Vielleicht helfen sie zuletzt sogar, durch Überwindung ihrer Plattheiten ein neues freieres Verhältnis zu Gott, unserer Existenz und einer menschlichen Ethik zu bahnen.

Aber die Art und Weise, wie sie versuchen, ihre Ignoranz als Perle der Wissenschaft zu verkaufen, läßt einen als romantischen Humanisten nur den Kopf schütteln. Ohne Geist wird es nicht gehen. Der Geist wächst aus der Materie. Das Produkt des Gehirn ist mehr als die Nervenerregungen die es produziert.

Die spannende Frage ist nach meiner Auffassung: wieviel und welcher Geist kann aus der Materie entstehen? Ist er nur eine Widerspiegelung dessen, was er selbst erfährt? Oder kann er dies überschreiten und selbst zu einer weiter führenden Kraft werden? Ich glaube das schon.

Meister 12.06.2007, 22.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen

Migranten - ein dummes Wort

Das Wort >Migranten< muß von einem Schwachkopf der political corectness erfunden worden sein. Es ist - natürlich - gut gemeint, und antidiskriminierend vor allem, aber es ist unsinnig. Es soll statt >Ausländer< gesagt werden, aber es meint einfach >Wanderer<. Korrekt wäre allerdings >Einwanderer<, das kann man auch mit dem Wort >Immigranten< vertarnen, aber das wäre ja schon wieder viel zu deutlich gewesen. Wohin wandern sie denn? Vielleicht wandern sie ja weiter? Mag ja sein, oder?
Tatsache ist ,daß das Wort nicht aufklärt sondern verunklart. Es soll ablenken von der Ausländer-Inländer-Frage. Es leben in Deutschland viele Ausländer mit deutschem Pass, aber auch Inländer, die keinen solchen besitzen. Schön wäre es natürlich, wenn alle die einen deutschen Pass haben auch Inländer wären, alle die Inländer sind einen solchen haben könnten und diejenigen die Ausländer bleiben wollen, hier eben ganz normale Gäste sind.
Das Wort Migranten diskriminiert die Menschen nach ihrer Herkunft, man ist Migrant, weil man zugewandert ist, und man bleibt es also auch. Aber es kommt nicht darauf an, wo jemand her kommt, sondern ob er hier als Deutscher mit uns leben will. Das ist nicht eine Frage von Bekenntnissen,sondern von Lebensauffassung, von Lebensart. Jeder der das möchte, sollte alle Hilfe dazu bekommen, Inländer zu werden, unabhängig von Rasse, Herkunft auch Religion. Das heißt natürlich auch kulturell zu unserem Land stehen. In der Religionsfrage zum Beispiel heißt es, die Toleranz aufbringen, die in unserem Land das Zusammenleben der verschiedenen Religionen ermöglicht.
Wir können Zuwanderer gebrauchen, die Inländer werden wollen. Wir brauchen keine Migranten, die her wandern, nehmen was sie kriegen können, nicht hierher und nicht dorthin gehören, vielleicht auch mal wieder woanders hin wandern, gut, als Gäste sind sie willkommen, wie wir selbst auch gern mal im Ausland zu Gast sind. Aber man sollte das nicht verwischen. Gerade im Zeitalter der Globalisierung, sollte man sich nicht die Heimat rauben lassen.
Ein noch dümmeres Wort ist natürlich >mit Migrationshintergrund<, der den Leuten ewig nachschleicht, die zwar hier geboren, aber trotzdem keine Inländer geworden sind. Dabei handelt es sich um ein großes Versagen auf beiden Seiten. Zum einen auf Seiten der ausländischen Eltern, die sich nicht entscheiden können, ob sie und ihre Kinder nun hier eine Perspektive haben sollen oder nicht, zum anderen auf Seiten der Gesellschaft hier, die sich auch nicht so recht entscheiden kann, ob sie diese Menschen nun will oder nicht. Zu den ausländischen Eltern kann man natürlich nicht viel sagen, aber das Versagen der Gesellschaft gegenüber den Jugendlichen, die hier geboren sind und ihr ganzes Leben hier verbracht haben, ist eine Schande, denn sie haben in Wirklichkeit keine andere Heimat als diese. Und deshalb hat diese Heimat die verdammte Pflicht sie anzunehmen.
Diese jungen Leute haben natürlich auch die Option sich für oder gegen Deutschland zu entscheiden, wenn sie dafür optieren, muß ihnen alles offen stehen, und jede Hilfe gegeben werden, von Schule, Ausbildung und Uni bis hin zum Knast, wenn es nötig wird.
Und wenn sie dagegen optieren? Dann bleiben sie eben Ausländer und müssen über kurz oder lang ausreisen, kein gewisser staatenloser Bodensatz wird übrig bleiben, die aufgabe besteht darin, ihn möglichst klein zu halten.
 

Meister 10.06.2007, 23.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Sonntags Sommerwetter

Bei diesem wunderbaren Sommerwetter gibt es nichts Schöneres als draußen zu sitzen und zu lesen, zu denken und zu schreiben. Dann muß auch mal etwas gegossen werden, aber hauptsächlich soll  sich der Garten doch auch mal mit sich selbst beschäftigen, blühen, wachsen und gedeihen. Na klat, das Unkraut kann das am Besten. Aber soll es doch auch, ohne Unkraut wäre die Natur doch auch nicht vollständig.
Man muß auch mal faul sein, sonst  könnte man ja nicht fleißig sein.
 

Meister 10.06.2007, 14.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Ausländerintegration

Nach einem Bericht im heutigen Tagesspiegel sind die Ausländer in Ländern mit schlechtern Sozialstandards(USA,GB) besser integriert als hier. Das stimmt wahrscheinlich hat aber mehrere Aspekte: zum Ersten kann es sich um überlagernde Phänomene handeln, daß die Aufgeschlossenheit der einheimischen Bevölkerung die Fremden besser annimmt, zum Zweiten  und bezogen auf die Sozialstandards ist es natürlich so, daß man, wenn man kein Geld bekommt, arbeiten muß und das integriert; zum Dritten lockt man dadurch daß man Leuten Geld gibt natürlich genau die Leute an, die man eigentlich nicht haben will, nämlich nicht die Fleissigen, Kreativen und Innovativen, die man brauchen könnte, sondern die maligne Schlauen, die schnell heraus kriegen, daß man in Deutschland nicht arbeiten braucht, sondern nur KInder in die Welt setzen, wenn man ein gutes Leben gemäß heimatlichen Standards führen will. Soll man also die Sozialstandards senken oder Ausländer davon ausschliessen? Es ist schon die Frage, wer eigentlich in Deutschland Sozialleistungen beziehen darf, aber eine schwierige. Besser und einfacher ist es, wenn Sozialleistungen an Bedingungen gebunden werden: kein Geld fürs Nichtstun, kein Geld für Kinder ohne Gegenleistung. Das gilt natürlich für Inländer genauso wie für Ausländer. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen -  jedenfalls nicht auf unsere Kosten. Das ist auch überhaupt nicht böse gemeint, es ist für alle nicht gut, als Parasit zu leben. Das geht heute schon so weit, daß die Kinder von Hartz IV-Empfängern nicht verstehen, warum sie in die Schule gehen sollen. Niemand wird zur Arbeit gezwungen - aber wer Geld will, muß dafür arbeiten, sich ausbilden lassen, einen familiären Fulltimejob erledigen - es gibt so viel Arbeit in diesem Land....
Es ist vielleicht aufgefallen, daß ich nicht den Modeausdruck "Migranten" verwende, daüber mehr in der Fortsetzung.
 

Meister 09.06.2007, 10.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Vorzeitiges Ende der Spargelernte

Die Spargelernte habe ich für dieses Jahr beendet um die Pflanzen zu schonen, damit sie kräftiger werden. Bei manchen schönen Spargelstangen tut es einem natürlich leid, aber wenn man es übertreibt, wird man es im nächsten Jahr bereuen. Jetzt gibt es schon schönen Deko-Spargel zu bewundern, das ist doch auch nicht schlecht.
 

Meister 08.06.2007, 23.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Materie und Geist

Der Geist wächst aus der Materie.
 

Meister 08.06.2007, 23.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Hängemattenblog

Wie funktioniert Hängemattenblog? Gar nicht so einfach: ich liege in der Hängematte und wenn mir etwas einfällt, was gebloggt werden muß, dann renne ich rauf und schreibe es.
Da gibt es natürlich einen gewissen Anlaufwiderstand, den Hängemattenbeharrungsfaktor.
 

Meister 08.06.2007, 20.54| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Sauerkraut fertig

Hurra, es ist was geworden!  Vorgestern habe ich das Faß aufgemacht und das Ergebnis hat mich diesmal voll glücklich gemacht, der Geschmack ist schon fast so, wie er bei meiner Oma war, allerdings könnte die  Salzmenge noch etwas weiter reduziert werden. allerdings ist es noch sehr frisch und hat damit eine absolut durchschlagende Wirkung, also nicht zu viel auf einmal essen.
Jetzt werden erstmal Sauerkrautrezepte gewälzt, wie wäre es zum Beispiel mit Szegediner Gulasch? Oder Sauerkrautsuppe?
 

Meister 06.06.2007, 22.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Eifrig voran !

Ich bin in den letzten Tagen und Wochen doch recht flott voran gekommen, Seite reiht sich an Seite und zwei wichtige Abschnitte sind zu einem vorläufigen Ende gebracht. Jetzt geht es weiter nach der Katastrophe. Damit wird es einfacher und schwieriger zugleich. Zum einen habe ich von diesem Katastrophenmist die Nase voll, er hat sich mir aufgedrängt, wenn es mir nach gegangen wäre, hätte die Welt sich diese Megaausrottung erspart, aber ich hätte das für blauäugige Romantik gehalten. Man kann nicht einfach alles gut gehen lassen, so gern man das auch möchte. Lieber die Katastrophe im Buch als in der Wirklichkeit. Wenn man das so einfach austauschen könnte ! Aber Romantik ist keine Gesundbeterei, es kam so, weil es mußte und jetzt werden wir eben von vorne anfangen. Damit wird es spannend. Es werden sich jetzt ungeahnte Perspektiven auftun, aber auch ständig neue Probleme und Schwierigkeiten, ich glaube, die kenne ich selbst bisher nur zum kleinsten Teil.
 

Meister 03.06.2007, 19.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Wenn der Mai zum Juni wird

Eindeutig ist es jetz die schönste Zeit draußen. Mit welcher Macht jetzt alles wächst, voran das Unkraut, was sein "un" gerade seiner biologischen Kraft verdankt. Im Harz und übrhaupt weiter  draußen sind zwei Dinge wunderschön, zum Einen die blühenden Wiesen, bei denen irgendwie der Wunsch eine Kuh zu sein verständlich wird, zum Anderen die wogenden Kornfelder, die mich immer mit einem ganz besonderen Gefühl von  Ehrfurcht vor der Natur und ihrer Kultivierung ergreift. Sie sind so schön, und sie verhindern auch, daß wir hungern müssen. Ist das nicht Grund zur Bewunderung genug?
 

Meister 03.06.2007, 17.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Harzreise

Es muß nicht immer weit weg sein. Ein paar Tage wandern im Harz ist auch wunderbar. Wenn man dann noch ein schönes Quartier und die angenehmste Begleitung der Welt hat, kann nichts schief gehen. Wenn die Bode unter dem Schlafzimmerfenster gurgelt, schläft man wie in Morpheus Armen.  Es ist wirklich gar nicht weit und man wundert sich, wie dieses Gebirge plötzlich aus der norddeutschen Tiefebene steigt.  Der Brocken ist ein Erlebnis, besonders, wenn man hinauf wandert. Aber auch die Schmalspurbahn ist toll, wie sie rauf dampft.  Die Rübeländer Baumanns Höhle hat mich sehr beeindruckt mit ihren Stalagmiten und Stalagtiten, ich hatte das in Realität noch nie gesehen, und es gehört auch zu den "Toller-als -gedacht"-Items. Insgesamt also sehr schöne Tage im Harz, auch sehr inspierierend, habe mehr Seiten in diesen Tagen geschrieben, als in den letzten 2 Monaten.
 

Meister 03.06.2007, 11.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Gut ohne Gott (?)-Tagesspiegel 250507

Aus Amerika schwappt die neue Welle wissenschaftlichen Atheismus herüber, dort entzündet durch die christlichen Fundamentalisten, die die Erkenntnissse der Wissenschaft vor allem die Evolutionstherorie ablehnen, soweit sie dem Buchstaben der Bibel wiedersprechen. Diese christlichen Fundamentalisten sind in ihren Ansichten, durchaus vergleichbar den muslimischen Fundamentalisten, kultuerell im ausgehenden Mittelalter verhaftet. Gegen sie wissenschaftlich vorzugehen ist also durchaus geboten, besonders wenn sie versuchen in der Tradition der Religionsverbrecher die Jugend und die Menschen allgemein zu verdummen und zu quälen.
Aber unsere Wissenschaftsfreunde sind nicht ungefährdet, sich selbst in eine Sekte zu verwandeln. Wissenschaft kann auch sehr besserwisserisch auftreten, und wenn man meint ,man hätte wissenschaftlich alle Rätsel dieser Welt gelöst, dann ist das sicher zumindest ein bißchen arrogant um ein nettes Wort zu gebrauchen. Wenn man sich selbst als "bright" bezeichnet, macht das - auf mich zumindest - nicht unbedingt einen besonders guten Eindruck.
Vor allem daß sie in ihrem Angriff gegen die Religionen auch gleich Gott mit erledigen, finde ich recht kühn. Man kann die Religionen befragen, ob ihre Ansprüche göttliche Offenbahrung zu verkünden mit irgendetwas zu rechtfertigen sind, man kann sie für ihre Riten, Gebote und Verbote und ihre ganzen gottes- und menschenfeindlichen Machenschaften kritisieren oder auch verurteilen, aber was hat das mit Gott zu tun?
Man kann Gott nicht erfinden, aber auch nicht abschaffen, er ist als Urgrund alles Seins schlicht vorhanden, man braucht nicht so oder anders an ihn zu glauben, sondern man kann ihn wissen!
Wenn WIssenschaftler aus der Tatsache, daß er sie in ihren Experimenten und Therorien gewähren läßt, schliessen, daß es ihn nicht gibt, dann zeugt das nur von überheblicher Ignoranz: Was ich nicht kenne, das gibt es auch nicht.
Jetzt haben sie zehn AnGebote des evolutionären Humanismus zusammengestellt, zu denen möchte ich mich nicht gleich insgesamt äußern, aber eine Sache fällt mir gleich ins Auge, die Nr.5:
>Befreie dich von der Unart des Moralisierens. Es gibt in der Welt nicht "das Gute" und "das Böse", sondern bloß Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Bedürfnissen und Lernerfahrungen.< (Zitat nach Tagespiegel vom 25.5.07)
Diesen Satz wenden wir jetzt mal auf Hitler, Stalin, Mao und Konsorten an, dann stellt sich sofort heraus, daß diese atheistische Ethik offenbar auf dem Problemniveau amerikanischer Villenvororte angesiedelt ist.
Anderes was in diesen Sätzen steht, ist durchaus nicht unvernünftig, aber ein solcher Satz kann schon die ganze gute Absicht ruinieren.
Weiterhin bin ich der Meinung, daß wir durchaus Diskussionen darüber brauchen, wie eine menschliche Ethik in der heutigen Zeit aussehen kann und soll oder gar muß. Aber da brauchen wir keine Harvard-Fuzzis, die mal den Moses geben wollen.
 

Meister 25.05.2007, 21.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen

Romantik bei Champions League Finale

Die romantische Welt gibt es sogar im Fußballoberhaus!
Zitat aus Tagesspiegel vom 25.5.07:
"Trotzdem mußte er einsehen, daß Inzaghis Kunst, Inzagi zu sein, sein System besiegt hatte.>Er war isoliert, hatte aber die Qualität, das Spiel zu entscheiden<, sagte der Spanier.
Je ausgefeilter die Konzepte werden, desto größer ist der Bedarf an Spielern, die diese überwinden. Inzaghi triumphierte über den Gegner und die taktischen Zwänge. Ein 33-jähriger gegen die Maschine: das ist eine äußerst romantische und im speziellen Fall von Inzaghi ziemlich absurde Vorstellung."
 

Meister 25.05.2007, 10.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Neuigkeiten vom Sauerkraut

Nach 3 Tagen ist der Blick in den Bottich schon überrascht: es gärt schon heftig mit Blasenbildung, es riecht schon etwas angenehm sauerkrautartig. Jetzt nicht die Nerven verlieren und Finger weg!
 

Meister 23.05.2007, 22.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wer kann zaubern?

Der Zauber des Guten ist für Jeden und gleichzeitig nur für Eingeweihte. Um zaubern zu können, muß man sich dem Guten weihen und mit ganzem Herzen dafür eintreten wollen. Wenn man das tut, kann man den ersten guten Zauber versuchen. Welche Zaubermethode man anwendet, mache man von dem Objekt des Zaubers abhängig. Man kann nicht für sich zaubern, sondern nur das Gute für andere. Man kann versuchen diese anderen vor Bösem zu beschützen, aus dem Kreis des Bösen zu ziehen, oder sie zu erleuchten und ihnen Gutes zukommen zu lassen. Man kann die Bösen nicht direkt angreifen , man kann nicht Böses mit Bösem vergelten, man kann die Bösen nur in ihrere Macht einschränken, ihnen die Möglichkeit nehmen sich auszutoben, ihre Macht beschneiden, sie austrocknen. Aber man muß wachsam sein, denn das Böse schläft nie und es hat auch seine Macht. Aber dem wirklichen Guten können böse Mächte nicht schaden, deswegen umschleichen sie sie mit ihrer ganzen Gemeinheit um Verwirrung zu stiften und um die in ihren Bannkreis zu ziehen, die sie errreichen können.
Auf Dauer hat das Böse keine Chance, es wird im Laufe der weiteren Entwicklung langsam immer weitrer zurück gedrängt werden und verschwinden. Viele positive Menschen müssen es lernen gemeinsamen Zauber auszuüben. Sie dürfen sich nicht auf die Methoden des Bösen einlassen, denn es ist ein schlimmer Irrweg, zu denken, man müßte das Böse mit den eigenen Waffen schlagen.
Wenn man versucht positiven Zauber durchzuführen, eine Krankheit zu bekämpfen, oder eine Personzu erleuchten, muß man natürlich damit rechnen, daß man keinen Erfolg hat, denn wenn man mit dem guten Zauber beginnt, hat man noch wenig Macht. Aber sie wächst mit der Zeit und mit den Anstrengungen, die man aufwendet. Man sollte auch nur mit vertrauenswürdigen Personen  darüber reden, weil viele Menschen heute auf diesem dritten Auge völlig blind sind. Aber wenn man mit Güte zaubert, wird man auf Dauer sicher  etwas erreichen, vor allem auch sich selbst veredeln.
 

Meister 23.05.2007, 21.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Schottland IV

Wir fahren von McDuff aber zunächst nach Osten an der Küste weiter. Aus einem bestimmten Grund: wir wollen in Fraserburgh das einzige Leuchturmmuseum besuchen. Und das lohnt sich wirklich. Die Leuchtturmtechnk der vergangenen Jahrhunderte wird sehr schön und umfassend dargestellt. Dann kann man den alten Leuchtturm besichtigen. Er ist auf das Dach des letzten verbliebenen Turms des Fraserschlosses gebaut, und er ist nicht automatisiert worden , wie fast alle andern Leuchtfeuer (sondern ein kleines neues Leuchtfeuer wurde daneben gebaut). Man kann also die alte Mechanik ebenso bewundern wie die Wohnung der Leuchtturmwärter, die dort einige Wochen auszuharren hatten. Beeindruckend ist auch noch das riesige alte Nebelhorn, das wie der alte Leuchtturm bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts in Betrieb war. Jetzt haben Radar und GPS das alles unnötig gemacht, aber es wird hier sehr schön erhalten und gezeigt.
 

Meister 22.05.2007, 23.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Die Probleme des Zauberers

Der Zauberer hat ein großes Problem. Es ist ihm nur gestattet seine Zauberei zum Guten zu verwenden. Jeder gute Zauber macht seine Macht größer. Aber er kann nichts Böses zaubern, dann versagt sein Zauber und seine Macht nimmt rapide ab.
Er hat deshalb Schwierigkeiten, wie er mit dem Bösen umgehen kann. Er kann die böse Oberhexe nicht einfach vernichten , genausowenig den Giftzwerg, den sie geschaffen hat. Wenn er das könnte hätte das Böse keine Chance auf dieser Welt, die guten Zauberer würden es im Namen Gottes ausreißen sobald es auftaucht. Aber so ist die Welt nicht gebaut, es wäre wohl zu einfach sonst.
Der Zauberer kann sich selbst und seinen Umkreis vor dem Wirken des Bösen schützen, er muß auch versuchen dem Bösen immer mehr  zu entreißen und es unschädlich zu machen. So muß er versuchen dem arglosen Riesen, den der Giftzwerg in Bann geschlagen hat, die schwarze Brille von der Nase zu stoßen und den finsteren Papageien von der Schulter des Riesen zu vertreiben.
Kann er den Giftzwerg aus dem Bannkreis der Oberhexe entfernen, ist der Giftzwerg auch nur ein Gefangener der Oberhexe oder ist er eine Kreatur der Hexenküche?
Der Zauberer muß sich sehr anstrengen, denn das Böse hat sehr um sich gegriffen im Tal des Johannes. Und der Zauberer hat die Aufgabe das Böse einzudämmen und die unschuldigen Lämmer im Tal zu beschützen.
Aber eines Tages werden die Zauberer die Welt vom Bösen befreit haben und dann wird die Welt eine ganz andere sein.
 

Meister 22.05.2007, 21.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Projektkopf

Ich liebe den Märchenblog, und ich höre und lese gern Märchen.
Aber hier soll es um etwas Anderes gehen, um das Entstehen von neuem >Märchenhaften<.
Also doch >Supernaturalism< ?
Nein, es bleibt bei der Priorität des Materiellen, und dem umfassenden Gelten der Naturgesetze, aber wir kennen die Wirklichkeit noch nicht so umfassend und tief, wie wir glauben. Das Geistige wächst aus dem Materiellen, in unserem Gehirn, in unseren Produkten (=z..B.Computer) und in der Natur, die wir immer noch nur unvollkommen kennen.
Ich bin bekennender Wissenschaftsfan, aber ich glaube, daß es immer noch sehr viel mehr Dinge gibt, als unsere Wissenschaft sich träumen läßt. Wenn jemand behauptet, er habe in seiner Wissenschaft keinen Gott gefunden, deshalb gebe es ihn nicht, denke ich, er ist ein arroganter Heini.
Was hat das mit >Märchenhaft< zu tun?
Ich hoffe ,das werden wir hier bald sehen .
Erster Plan: "Der gute Zauberer und seine Aufgabe"
 

Meister 21.05.2007, 22.07| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Sauerkraut 2

Ja, der aufmerksame Beobachter hat recht, Sauerkraut 1 gibt es nicht. Der Grund dafür liegt darin, daß der erste Versuch selbst Sauerkraut zu machen im letzten Jahr voll daneben ging, es ist verschimmelt und zwar ziemlich schnell. Jetzt also ein neuer Versuch mit verbesserter Ausrüstung. Ein schöner Krauthobel ist mir über den Weg gelaufen, das war der Aulöser, es nochmal zu versuchen. Und einen besseren Steintopf habe ich mir auch besorgt, mit geraden Wänden so daß man das Abdeckbrett genau reinpassen kann. Den im letzten Jahr schon vorbereiteten dicken Feldstein - ein Prunkstück - habe ich nochmal neu geschrubbt. Ein Netz mit 10kg Kohlköpfen ist nicht teuer, ich habe mich mit Waschen und Putzen diesmal richtig angestrengt, auch den Topf so mit Essig ausgewischt, wie es vorgeschrieben wurde im Rezept. Das Hobeln mit dem neuen Hobel hat diesmal echt Spaß gemacht, beim letzten Mal hab ich das Kraut durch die Küchenmaschine gejagt, was es zwar ziemlich fein geschnitten hat, aber irgendwie sah es gar nicht nach Sauerkraut aus. Als Zuästze habe ich diesmal nur Wachholderbeeren und geschnetzelte Karotten genommen, alles zusammen war es eine schöne Wanne voll, ich hatte schon Sorge, ob ich es in den Steintopf reinkriege. Aber das Geheimnis ist das Stampfen, da habe ich mir auch mehr Mühe gegeben, echt sportliches Stampfen und zwar keine Kurzsztrecke. Beim Salz bin ich diesmal etwas zurückhaltender gewesen, nur etwa ein halbes Pfund auf die 10kg, im Rezept stand 3/4kg auf 25kg Kohl unfd beim letzten Mal hatte ich da ein bißchen viel, was es auch nicht konservierte. So und jetzt hab ich natürlich noch ein bißchen gefuscht: 3 Beutel Symbiolact B, die milchsäurebildende Bakterien bilden, hab ich zugesetzt, man muß ja schließlich einen Grund haben, falls es nicht klappt. Durch das Stampfen ist es mit diesmal wesentlich besser gelungen Flüssigkeit zu erzeugen, obwohl ich weniger Salz und nicht so ganz fein zerkleinertes Kraut hatte. Der Topf war danach zu 3/4 voll und ließ sich prima mit einem sauberen Leinentuch abdecken, das Holzbrett paßte ideal. Ich hatte es wie den Topf und den Stein kräftig mit Essig bearbeitet und mit dem Stein hab ich guten Druck erzeugt. alles steht gut unter Flüssigkeit, ich habe nur eine kleine Menge Wasser zugesetzt.
Jetzt heßt es etwa 2-3 Wochen warten.


 

Meister 20.05.2007, 13.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Die Spargelernte

ist in diesem Jahr bisher ausgezeichnet, was aber auch daran liegt, daß ich rechtzeitiger die Stangen steche und nicht zu sehr auswachsen lasse. Die Pflanzen sind deutlich kräftiger geworden im Verlauf der letzten Jahre,  das jüngste Beet ist jetzt 4 Jahre alt, das älteste 6. Sie müßten also im besten Spargelbeetalter sein. Weiterhin  war der Boden durch den milden Winter schon früh so warm, daß seit kurz nach dem Aprilbeginn es los ging mit dem Wachstum, erst spärlich aber mit der Temperatur nimmt auch die Menge zu. Jetzt geht es demnächst wieder um die Frage, wie lange geerntet wird. Wenn man die Pflanzen schonen will, hört man etwas früher damit auf.
 

Meister 19.05.2007, 22.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien


Durch mies machen werden die Dinge auch nicht besser!
 

Meister 19.05.2007, 21.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Ist rückwärts romantisch?

Die rückwärtsgewandte Romantik kann aus meiner Sicht gar nicht romantisch sein, das ist die grundlegende Kritik an der deutschen Romantik des 19. Jahrhunderts. Denn was vorbei ist ist vorbei, entfernt sich immer weiter von uns, und wir können es nicht mehr ändern. Wenn wir es verklären, verfälschen wir es, und das sollten wir nicht tun. Wir sollten versuchen, die Vergangenheit so zu sehen , wie sie war, mit ihren guten und ihren schlechten Seiten, nur dann werden wir etwas damit anfangen können.
Die Rückwärtswendung der Romantik damals war es, was sie letzendlich zerbrochen hat.
Aber Romantik war auch damals nicht nur rückwärtsgewandt, eigentlich war sie genauso zukunftsverliebt, wie sie sein sollte, träumte auch davon, daß eine neue Welt mit besser kultivierten Menschen erreicht werden könnte.
Genau da müssen wir heute ansetzen: Romantisches Träumen kann nur das Täumen von einer besseren Zukunft sein. Und diese Träume brauchen wir, weil wir eine Zukunft haben wollen. Die Zukunft kommt auf uns zu, sie können wir noch gestalten, auch wenn wir uns keine Illusionen über die Gefahren machen, die sie auch bringt. Aber keine Angst vor Gefahren, es ist immer alles drin, und deshalb brauchen wir keine drögen Prognosen, die sowieso nicht stimmen, sondern ungezügelte Träume, die sich dann von der Wirklichkeit zausen lassen, aber auch zerzaust tausendmal besser sind als phantasieloses, technikhöriges schöne neue Welt Geseier.
Ich sag es mal ziemlich zugespitzt: die Technik wird sich noch zu weiteren Höhen aufschwingen, aber letzendlich geht es in der nächsten Phase um die Überwindung der Technik und die Gewinnung eines neuen Entwicklungsschubs für den Menschen selbst, den einzelnen Menschen und die überindividuellen Subjekte.  Der einzelne Mensch muß viel mehr  Kräfte entwickeln, körperliche Fähigkeiten, geistige Kräfte, seelische Stärke und soziale Kompetenz, kulturelle Macht. Und die gemeinsame Ausübung dieser kulturellen Macht wird überindividuelle Subjekte zu Stande kommen lassen, die man mit heutigen Gruppen und Gesellschaften gar nicht mehr vergleichen kann. Die ganze Welt wird eine neue Weltkultur entwickeln, die nicht von einem Wirtschaftsimperium diktiert wird, wie es heute als Globalisierung verkauft wird, sondern die aus den Menschen, ihren Aktivitäten und Zusammenschlüssen heraus wächst. Das wird eine sehr spannende Entwicklung sein und keinesfalls langweilig.
Heute  wird oft so getan, als sei nur das Böse interessant. Ich stimme dem absolut nicht zu: das Böse ist nur abgeschmackt und ich glaube auch nicht darna, daß es interessant oder wichtig ist , es zu verstehen. Das Böse ist nichts weiter als menschliche Fehlfunktion, das Versagen wein Mensch zu sein. Klingt trivial, aber mehr ist es einfach nicht. Oder hat jemand eine bessere Idee?
Die neue Kultur zu entwickeln, die menschlichen Fähigkeiten unf Möglichkeiten zu entwickeln, das ist das Spannende. Wie wird dieser Mensch von heute zu einem höheren Kulturwesen? Das  ist die Frage Nr.1.
 

Meister 19.05.2007, 20.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen

Kleiner Beitrag zum Vatertag

Vatertag ist ein lustiger Tag, im Osten auch Herrentag genannt, auch wieder komisch, weil man ja mit den Herren nichts am Hut hatte, aber beide Ausdrücke atmen den Zweck des Tages: kräftig einen drauf machen.
Gestern war ein Artikel im Tagesspiegel: "Die Männer haben es schwer, aber die Frauen können nichts dafür !"
Interessante Frage: haben die Männer es schwer? Wenn sie es sich schwer machen, dann haben sie es schwer. Wenn man denkt ,alles bleibt so wie es ist, dann hat man es schwer.
Und die Frauen können nichts dafür? Ganz so ist das auch nicht, denn wenn sie selbst nicht so genau wissen, was sie wollen, dann kann man es ihnen auch nicht recht machen.
Die Zukunft hat schon begonnen, aber vieles ist noch so unklar. Das ist an sich nicht schlimm, denn es ist immer gut, wenn eine Veränderung mehr Offenheit bringt. Aber da gibt es natürlich auch hier Ideologen, die genau wissen, daß es nur so und auf keinen Fall anders geht. Die Zukunft von Mann und Frau ist eine spannende und offene Frage.  Klar ist nur eines:  sie sind wie die zwei Seiten einer Münze, ein für immer vereinter Gegensatz. Gerade die Gegensätze machen aber die Entwicklung aus, und das Homophile ist zwar tolerabel aber keineswegs ein Alternativmodell. Auch wenn man heutzutage bemerken muß, daß Homophilie geburtenvermeidend wirkt. Damit ist es auch ein Aspekt in der Tendenz der Natur die Zahl der Menschen zu begrenzen.
 

Meister 17.05.2007, 16.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Kühles Wetter zum Vatertag

Eigentlich müßte ich heute draußen noch eine Menge schaffen, die Dahlien schreien mich ständig an, sie wollen in die Erde, aber wenn das Wetter nicht so danach ist, habe ich auch nicht so riesige Lust dazu. Aber gehen wir einfach ans Werk
 

Meister 17.05.2007, 15.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Zeckenimpfung ?

Wenn ich das Wort "Zeckenimpfung" höre, kriege ich jetzt sofort rote Flecke, eventuell sogar kariert gemustert. Noch nie war die Medienkampagne der Industrie so massiv. Es kann vorkommen, daß man an einem Tag 20-30x diese Platte abspielen muß:
>Es gibt keine Zeckenimpfung. Es gibt lediglich eine Impfung gegen die sog. Frühsommermeningencepahalitis (FSME) ein Virus, daß in bestimmten umschriebenen Gegenden die Zecken befallen kann, aber nicht bei uns und auch nicht im weiten Umkreis, sondern in Deutschland nur in bestimmten Kreisen Süddeutschlands. Und die Impfung schützt auch nicht gegen Borreliose, die bei uns von Zecken übertragen wird, gegen die man sich und die Kinder aber am besten schützt, wenn man abends immer alle nach Zecken absucht und diese möglichst schnell entfernt.<
Leider sind die Leute in großer Zahl Opfer der massiven Propaganda, die sagt, es gibt überall Zecken und in diesem Jahr besonders viele ( völliger Unsinn, Zecken sind sehr kälteunempfindlich, es gibt genauso viele wie sonst auch) und die gefälschte Landkarten veröffentlicht und die verheimlicht, daß FSME eine für Kinder in der Regel harmlose grippeartige Erkrankung ist. Solange man durch die Zeckenhysterie wenigstens die Aufklärung über die Borreliose voran treiben kann, kann man der Sche ja noch eine positive Bedeutung abgewinnen, aber andere Leute haben auch den Dreh gefunden, daß ihre KInder unbedingt geimpft werden müssen, weil sie ja nach Bayern fahren. Dort muß es in diesem Sommer sehr voll werden!
Da sehr viel geimpft wird , ist jetzt nicht nur der Impfstroff knapp geworden, sondern es hat auch die ersten ernsten Nebenwirkungen gegeben: ein 12jähriger Junge hat nach der Impfung hohes Fieber und sehr schlimme Kopfschmerzen bekommen, wir hoffen , daß er nicht noch weitere neurologische Symptome bekommt. Es wird Zeit diese Impfung auf die wirklich Notwendigen zu begrenzen.
Es ist doch wirklich komisch, daß in den Medien oft Ängste gegen die guten und notwendigen Impfungen geschürt werden, während diese unnötige und nicht ungefährliche Impfung so popularisiert wird.
 

Meister 14.05.2007, 19.40| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Die Eisheiligen sind morgen vorbei

Tomaten sind gepflanzt. Jetzt sind wir gespannt, ob es ein gutes Tomatenjahr wird.
Ansonsten ist jetzt alles zum Sommer rausgetreten. Ich glaube nicht mehr an Nachtfrost.
 

Meister 14.05.2007, 19.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Erinnerung an Kyrill

Heute habe ich wieder geschreddert und zersägt und zwar immer noch Reste des bei "Kyrill" umgestüzten Baumes. Das war wirklich ein ziemlich großer Baum, die Äste nehmen kein Ende. Die Verwurzelung von Tannen ist wirklich nicht besonders, Kiefern halten da wesentlich mehr aus, sind für unsere Sandböden viel besser geeignet,  wenn es schon Nadelbäume sein sollen.
 

Meister 09.05.2007, 20.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Dumpfdeutschland will nicht abtreten

Samstag Morgen in einer Kleinstadt nicht weit von der östlichen Berliner Stadtgrenze in einem Elektronikladen. Ein älterer Mann, vielleicht 65, optisch nicht unsympathisch, erkundigt sich, wie er sei Handy in Norwegen benutzen kann. Nachdem ihm der Verkäufer Auskunft gegeben hat, erzählt er einem andern Mann, den er zufällig dort getroffen hat, und der etwa seine Altersgruppe ist, sie kennen sich offenbar, daß er mit der Hurtigruten fahren will. Ich bemerke freundlich , daß das toll ist, und wir das neulich gemacht haben. Die Reaktion überrascht mich doch sehr: Sie schauen mich an, als ob ich ihnen ein unmoralisches Angebot gemacht hätte, ein Blick aus dem Giftschrank,, beschliessen dann mich zu ignorieren und setzen ihr Gespräch fort. Im Nachhinein fällt mir wieder ein, wo wir hier hier sind, und was das für Menschen sind. Wir sind im tiefsten Osten, hier gehen die Uhren anders, und Menschen dieser Altersgruppe sind wahrscheinlich wohlsituiert pensionierte Stasioffiizere. Nicht jeder der hier wohnt ist so stur und feindlich, aber doch ein nicht unerheblicher Teil.
Oder bin ich da falsch informiert, gehört es sich vielleicht nicht, jemanden unaufgefordert freundlich anzusprechen?
Ich denke, es ist eine Lektion, daß Dumpfdeutschland immer noch lebt?
Soll man auswandern? Ich denke, nein. Die alten Nazis sind bald ausgestorben, die alten Stasis sollen es ihnen gleich tun. Es ist doch das gleiche Verfahren angewendet worden, die Ex-Eliten der beiden totalitären Staaten wurde mit Pensionen ruhig gestellt und politisch neutralisiert, leider mußten wir jahrzehntelang Tür an Tür mit den Unmenschen leben.
Aber es sind jetzt schon bald 18 Jahre seit der zweitschlimmste Staat auf deutschen Boden verblichen ist. Nach 1945 hat es etwa 20 Jahre gedauert, bis man die schreckliche Zeit wieder neu aufrollen konnte. Also müßte es jetzt auch bald soweit sein.
Ich könnte mir vorstellen, daß eine Kürzung der Stasipensionen auf Hartz IV Niveau ein guter Anfang wäre.

 

Meister 09.05.2007, 20.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Heute vor 62 Jahren......

war der zweite Weltkrieg zu ende.  Ich denke ein Anlaß an die Millionen von Toten zu denken, und die Verbrecher zu verfluchen, die sie auf dem Gewissen haben und alle zu bedauern, die bis heute darunter leiden. Und ein Tag Lehren zu ziehen, wie in jedem Jahr an diesem Tag.
>Nie wieder Krieg< lautete diese Lehre damals. Und heute? Laßt uns die Kriege und Verbrechen des 21. Jahrhunderts versuchen zu erkennen und zu vermeiden, bevor sie geschehen sind.  Die Toten sagen nichts mehr, so scheint es. Es sind die Überlebenden, die das Wort führen. Aber die Toten mahnen uns: Auch im 21. Jahrhundert wird es ähnliche Konflikte geben , und ähnliche Führer und Verführer und ähnliche Lösungsangebote, die alles ganz einfach erscheinen lassen, poliitisch korrekt und hurra! Denkt selbst, sagen die Toten, und es gibt ein Leben vor dem Tod. Verlacht die, die Euch Heldentod und Opfer für die gute Sache abverlangen oder Euch einen Platz im Paradies versprechen, wenn Ihr ihre finsteren Pläne verwirklicht.  Vergeßt nicht  das Schreckliche, damit Ihr das Schreckliche in Eurer Zukunft
verhindert.
 

Meister 08.05.2007, 22.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

John Prebble: Highland Clearances



Ich hätte von diesem Autor entweder dieses Buch kaufen können oder eins über Culloden 1745. Aber die Zeit nach Culloden schien mir interessanter, und die Entscheidung war richtig, denn wenn man diesen Teil der Geschichte nicht kennt, kann man das heutige Schottland nicht richtig verstehen.

Ich will versuchen das Wesentliche zusammenzufassen.

Nach der Niederlage des Aufstandes von 1745 wollten die Engländer weitere derartige Ereignisse unmöglich machen, deshalb wurden nicht nur die Verantwortlichen und ihre Anhänger schwer bestraft, sondern die gesamte Clangesellschaft endgültig zerschlagen. Die Güter der an dem Aufstand Beteiligten wurden eingezogen und an Engländer verkauft, die loyal gebliebenen Clanchiefs durften zum Dank zu Mitgliedern der britischen Aristokratie aufsteigen. Dabei wurde ein perfider Trick angewandt. Gehörte das Land vorher den Clans und nur nominell den Clanchiefs, so wurden diese jetzt zu Grundherren im normalen englischen Stil. Die Clanmitglieder, die das Land bewohnten und bearbeiteten, waren auch schon vorher tributpflichtig, aber da es sich um familiäre Clanabhängigkeiten handelte, waren die Abgaben in der Regel nicht höher, als die Familien sie leisten konnten.

Jetzt hatten die neuen Grundherren nicht nur die gleichen Rechte wie die englischen, sondern sie wurden auch in den Lebensstil der britischen Aristokratie integriert und der war teuer.

Also beschritten sie denselben Weg, den ihnen die englischen Grundherren der enteigneten Güter vormachten: die wenig profitablen Pächter wurden von ihrem Land vertrieben und durch große Schafherden ersetzt, mit denen man damals viel Geld verdienen konnte. Vertreibung hieß, sie wurden gekündigt, mit Polizei oder Militär aus ihrem Haus gejagt, das dann abgerissen oder verbrannt wurde. Viele wurden zur Auswanderung nach Kanada oder Australien gezwungen. Der gesamte Prozeß zog sich über fast 100 Jahre hin.

Der Großteil der Bevölkerung wurde ausgesiedelt, damit erklärt sich, warum es in den Highlands so viele Ruinen alter Häuser gibt, und warum es in Kanada und Australien so viele Schotten gibt.

Interessant ist das auch im Zusammenhang der englischen und schottischen Romantik: während z.B. Walter Scott die Highlands und ihre Clans romantisierte und die Herren, bis hin zu König George IV im Tartankilt, das toll fanden, wurde gleichzeitig die wirkliche Highlandbevölkerung ihrer Heimat, ihrer Rechte, ihrer Sprache und ihres Zusammenhangs beraubt, zwar nicht physisch vernichtet, aber real waren sie nicht mehr da.

Da wundert es nicht wenn den Romantikern zugerufen wurde: "Laßt das romantische Getue, schaut Euch lieber die Wirklichkeit an, sie stimmt nicht überein mit dem was ihr schreibt."

Festzuhalten ist: Die damalige Romantik hatte große Schwächen mit der sozialen Realität in einer sich stark wandelnden Gesellschaft umzugehen, man könnte es auch schärfer ausdrücken: sie fungierte teilweise als Ideologie der Besitzenden, die hübsche Träume statt harter Realität gern träumten und noch lieber verkauften.

Eine neue Romantik darf mit ihren Träumen nicht die Wirklichkeit ignorieren, die Zukunft kann man nur von der realen Welt aus erträumen und positiv beeinflussen.

Meister 07.05.2007, 22.32| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Scotland III

Von Killin gehrt es quer durch Nordostschottland zur Nordseeküste. Diese Küste ist ziemlich rauh, Aberdeen auch samtags nachmittags so voll, daß man es in Ruhe aus dem Verkehrsstau anschauen kann, aber eigentlich nicht zum Verweilen einladend. Also weiter an die Ostecke und wir erreichen McDuff, einen kleinen Hafen, der eindeutig den Eindruck macht, daß er öfters von starken Stürmen gebeutelt wird. Das Highland Haven Hotel schaut direkt auf dem Hafen. Die Fischkutter hier erinnern eher an Seenotrettungskreuzer ,so stabil und kompakt wie sie gebaut sind. Eine alte Hafenkneipe, McDuff Arms, steht zum Verkauf, auch eine sehr romantische Vorstellung hier eine Hafenkneipe aufzumachen. Aber nicht jeder schöne Traum eignet sich auch zur Realisation.
 

Meister 07.05.2007, 17.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Mairegen

Endlich Regen und auch noch ergiebiger! Ist das nicht wunderschön! Gerade um diese Jahreszeit gibt es dann eine grüne Explosion. Außerdem reine Luft zum tief Durchatmen.
Auch im Sommer sollte es mal regnen, am liebsten aber mal ein, zwei Tage ergiebig und dann gern wieder Sonne. Aber die Natur ist nicht für unsere Wünsche da.
 

Meister 07.05.2007, 15.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Traumjob

Heute spiele ich meinen Traumjob: der Schriftsteller sitzt gemütlich draußen im warmen Klima und läßt seine romantischen Gedanken in Texte fließen. Wenn er dabei droht auszutrockenen, holt er sich ein gekühltes Getränk. Zwischendurch schaut er mal, ob der Sprenger, der mit seinem monotonen Geräusch die subtropische Atmosphäre unterstreicht , umgestellt werden sollte. Er überlegt, wie seine Reiseindrücke in seine  Arbeit eingehen sollen und wohin eine weitere Studienreise gehen könnte.
Klingt ja alles toll, aber demnächst muß wieder richtig gearbeitet werden, die materielle Reproduktion ist immer noch notwendig.
 

Meister 06.05.2007, 13.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Wieder mit Zeitung

Urlaubsbedingt war dieZeitung abbestellt, ab heute ist sie wieder da.
Feststellung: es klaut einem doch eine Menge Zeit und es steht einfach viel Mist drin, aber auch ein paar interessante Sachen. Zum Glück ist das Medium Zeitung doch besser für eine selektive Aufnahme geeignet als TV, man kann eine Seite schnell überfliegen und dann entscheiden, ob man den einen oder anderen Artikel lesen will.
Und es ist natürlich Gewohnheitssache, nach zwei Wochen ohne vermißt man es kaum noch.
Beim TV ist das eigentlich noch extremer. Ist man entwöhnt findet man die Inhalte oft rein absurd.
 

Meister 06.05.2007, 10.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Raketenbambus

Ich hatte schon davon gehört, daß bestimmte Bambusarten sich sehr aggressiv ausbreiten können. Trotzdem war ich wirklich heftig überrascht, als wir aus dem Urlaub zurück kamen. Der Bambus spectabilis, der bisher nur etwa 1cm durchmessende Rohre gehabt hatte und auch recht langsam gewachsen war, hatte plötzlich meterlange Ausläufer entwickelt und bedrohte andere Pflanzen. Die einzelnen Rohre hatten jetzt etwa 3-4cm Durchmesser und sahen aus wie eine Ansammlung von Mittelstreckenraketen.
Wir haben die aggressiven Auswüchse jetzt abgestochen und eine Wurzelschutzfolie 70cm tief eingegraben. Mal sehen, wie das jetzt weiter geht.
 

Meister 05.05.2007, 20.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Mehr als ärgerlich..

ist es, wenn man etwas längeres schreibt und es dann weg ist , weil man wegen Zeitüberschreitung rausgeflogen ist.
Ich muß mir endlich angewöhnen, Bausteine zu schreiben und zwischendurch zu speichern, oder etwas zu schreiben und dann hochzuladen.
 

Meister 05.05.2007, 13.24| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Orakel: Der nächste Schritt

Die nächste kulturelle Errungenschaft der Menschheit ist die Beschränkung ihrer eigenen Zahl.
Nur wenn dieser Schritt gelingt, kann sie überleben.
 

Meister 03.05.2007, 21.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Charité: Impfung gegen Allergie

oder:
Auch das Rad wurde zweimal erfunden

Manchmal weiß man nicht recht, ob man sich über einen Fortschritt freuen soll, man möchte zwar, aber es fällt einem schwer.
Gestern im heutejournal ein Beitrag an zentraler Stelle: > hurra, sie haben an der Charité eine Impfung gegen Allergie erfunden<. Ist doch toll, oder ? Schon toll, nur daß man das schon seit mehr als 20 Jahren kennt: nützliche Bakterien stimulieren das Immunsystem und verhindern damit Erkrankungen und vermeiden prophylaktisch Allergien oder behandeln auch allergische Erkrankungen, man nennt das mikrobiologische Therapie oder Symbioselenkung. Ein bewährtes Verfahren,  was nur einen Nachteil hat, es wird von der Hochschulmedizin nicht anerkannt,Was dann dazu führt (besonders bei den ach so großzügigen Privatkassen, die jeden Heilpraktiker bezahlen, sei er noch so quacksalberisch), daß die Kosten nicht übernommen werden.
Ist doch aber toll, daß die jetzt auch darauf kommen, oder? Schon toll, aber einmal kommen sie zwanzig  Jahre zu spät, zum anderen haben sie das, so klingt es zumindest im TV, ganz neu und selbst erfunden. Deshalb kann man sich nicht so ganz haltlos freuen.
Da suchen wir doch mal Trost in der Geschichte und stellen fest, daß auch das Rad zweimal erfunden wurde. Und zwar in der Steinzeit, ziemlich lange her, aber man hat ja die wunderbarsten Kenntnisse von den alten Zeiten heute.
Das Rad wurde zum ersten Mal nicht vom großen Häuptling erfunden, denn der hatte genug Leute, die ihm die Sachen schleppten. Sondern es wurde von irgendeinem faulen Sack erfunden, der die Schlepperei satt hatte. Der baute sich dann also einen Wagen zusammen und siehe da, es funktionierte. Als der große Häuptling  das sah, schossen ihm gleichzeitg zwei Gedanken durch den Kopf: >1.Warum bin ich da nicht drauf gekommen? und 2. Wenn es nicht von mir ,ist kann es nichts taugen.<.
Also ließ er die Sache mit dem Rad erstmal mies machen und der faule  Sack, der es erfunden hatte wurde irgendwo entsorgt: Lästerung des Fußgängergottes oder was Ähnliches, man war ja in der Steinzeit ja weder phantasielos noch zimperlich.
Als dieses Hindernis aus dem Weg geräumt war, konnte der große Häuptling dann eines Tages seine große Idee verkünden und durch seine braven Leute auch prompt in die Tat umsetzen lassen. Er hatte es ja nur gut gemeint mit seinen Leute, sie brauchten nicht mehr die Sachen schleppen, sie durften sie ihm jetzt hinterherfahren, da kam man doch viel weiter. Und als die Sache eine Weile gelaufen war, wußte natürlich jedes KInd, welche großartige Erfindung der große Häuptling gemacht hatte,und er konnte sich die Patentgebühren bis in die jüngere Steinzeit auszahlen lassen.
Nur ein paar ewige Nörgler, meinten, man brauche gar kein Rad und die wanderten dann nach Australien aus und wurden erst viele tausend Jahre später mit dem Rad  beglückt. Und wenn sie es nicht wollen, leben sie heute noch ohne.

 

Meister 02.05.2007, 21.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Scotland II

Von Glasgow zum Loch Lomond ist es gar nicht weit, man muß eigentlich nur den Weg über die Erskine Bridge finden. Deas Loch Lomond ist wirklich so schön, daß es wert ist so besungen zu  werden, eine traumhafte Landschaft, dabei mehr Garten als Landschaft. Es ist schon beachtlich wieviel Liebe und Anstrengung die Leute in ihren Garten investieren.  Die Straßen sind gut, man fährt aber besser die kleineren, auf den großen gibt es doch viele Leute, die es ein bißchen zu eilig haben. Hinter dem Loch Lomond gehtr es dann richtig rein in die Berge und wir kommen bis Killin am Loch Tay, die LAndschaft ist inzwischen mehr ins märchenhafte umgeschlagen, die Wasserfälle des Dochart führen auf die Märchenbrücke von Killen . Auf deren Mittelinsel stehen zwei uralte Eingangstürme, moosüberwuchtert und eine etwas verfallene Mauer mit einem verschlossenen Eisentor . Es handelt sich um die Begräbnisstätte des McNab Clans und der scheint schon recht lange tot zu sein. An anderen Ende der Brücke ist ein interessantes Museum über die Clans der Highlands und deren Gebräuche in einer alten Wassermühle.
 

Meister 02.05.2007, 13.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Rasen+Wiese

Das ist auch so ein Thema, da kann man nichts oder alles machen. Eigentlich versuche ich, ein unkompliziertes Verhältnis dazu praktizieren, meistens habe ich sowieso anderes zu tun. aber im Moment versuche ich, etwas aufwendiger den Rasen zu pflegen mit mähen, düngen, wässern und walzen.(Das kommt davon,wenn man zu viel schottischen Rasen sieht). Wahrscheinlich geht der Anfall aber bald wieder vorbei.
 

Meister 02.05.2007, 11.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Ohne Wasser geht es nicht

Der Frühling ist toll, aber doch auch schon wieder sehr trocken, alles was wachsen soll, muß kräftig bewässert werden. Heute bin ich schon den ganzen Tag dabei. Kleine Wasserspiele sind schon immer eine Freude meines kindlichen Gemüts gewesen.
Leider ist der Boden bei uns sehr sandig, das hat zwatr auch manchmal Vorteile, z.B. für den Spargelanbau, aber bedeutet leider auch, daß das Wasser schnell wieder weg ist, Also ist Bodenverbesserung und mulchen die nächste Aufgabe, wobei man leider sagen muß, daß das mulchen beim Sandboden leider nicht so viel bringt, weil hier das Wasser nicht verdunstet, sondern versickert. Der Boden kann also oberflächlich noch gut aussehen, kratz man ein bißchen kommt man auf den sogenannten "Zuckersand".
Heute übrigend ein gutes Kilo Spargel geerntet, das sieht in diesem Jahr ganz gut aus.
 

Meister 01.05.2007, 17.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Scotland - wunderbar (I)

Eigentlich hatte ich schon immer vor, mal eine Reise nach Schottland zu machen. Aber das es jetzt geklappt hat, lag in erster Linie an einem zu verführerischen Angebot von EasyJet. Ohne Reklame machen zu wollen, muß ich auch nach Durchführung des Fluges sagen, daß es ein "very good deal" war. Der Preis war nicht nur unabweisbar niedrig, sondern auch Organisation und Flugeug, Pünktlichkeit, Freundlichkeit des Personals, alles Bestnote.
Und Schottland selbst:: ich bin ja nicht so leicht zu beeindrucken, meist sind die Dinge so wie ich sie mir vorgestellt habe oder vielleicht auch ein bißchen schlechter. Nicht so hier! Es ist ein wahnsinnig schönes Land, es hat viel zu bieten und die Menschen sind sehr freundlich, kann man mehr verlangen? Ich beziehe mich bei all den Aussagen nur auf die Highlands, denn wir waren fast nur dort. Aber die Highlands sind auch das eigentliche Schottland, denke ich. Es ist eine unheimlich romantische Landschaft, der Eindruck schwankt zwischen Wundergarten und Märchenwelt. In einer der Touristeninformationen, die es dort genauso schön gibt wie in Australien, meinte jemand: man kann in Schottland sehr viele unterschiedliche Dinge und Landschaften sehen, ohne große Entfernungen zurücklegen zu müssen. Sie hatte völlig Recht!
Man fühlt sich nach Australien, Kanada, Norwegen, Griechenland die Schweiz etc. versetzt, trotzdem ist es ein ganz unverwechselbares Land. Und das Klima ist milde, ok es kann auch wunderbar regnen und stürmen, aber wenn man um diese Jahreszeit fährt, erwartet man sowieso keinen Hochsommer. Insgesamt hattten wir totales Glück mit dem Wetter, mal eine Schauer, einen Abend mal anhaltender Regen, aber auch 4 Tage totaler Sonnenschein, da kann man nicht meckern bei bis zu 58° nördlicher Breite.
Die Vegetation ist gerade um diese Jahreszeit wunderbar frühlingshaft mit leuchtend gelb blühenden Ginsterlandschaften. Demnächst werden die riesigen Rhododendrenhecken blühen und die blühende Heide im Herbst kann ich mir sehr toll vorstellen.
Also ich hoffe, wir kommen da wieder hin, es ist auch eine Art Australien nur mit eingeschalteter Klimaanlage im gesamten Außenbereich.
Oder wie es in Glasgow auf dem Flughafen angeschrieben steht: "One of the best small countries in the world."
 

Meister 01.05.2007, 15.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Wieder zu Hause

Nach einem 10tägigen Urlaub sind Schottland sind wir gestern wieder zu Hause eingetroffen. Es war ein wunderbarer Urlaub, von dem noch Einiges zu berichten sein wird, aber es ist auch schön hier alles blühend und wachsend vorzufinden. Dank an die, die hier so fleißig gegossen haben, denn es hat ja offenbar überhaupt nicht geregnet. Jetzt werden wir noch ein paar Tage uns hier erfreuen können, bevor die Arbeit wieder losbricht.
 

Meister 01.05.2007, 11.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Shake´s beer





Offene Bühne. Web M. kommt aus dem Hintergrund und schlendert läßig zum Bühnenrand. Er hat eine goldene Krone auf dem Kopf, als er vorn angekommen ist, nimmt er sie ab und poliert sie:" Wir geben heute eins von Shake´s beers Sportkönigsdramen: >Heinrich der Maskierte<. Hoffentlich bin ich danach nicht der Blamierte."

Auftritt Heinrich mit roten Boxershorts und übergroßen Boxhandschuhen bekleidet: "Mir fehlt die Kohle, mir fehlt das Gold, damit ichs hole, zu meinem Wohle, stehe ich hier. Und bin ich auch älter als Ahnherr Lear, ich mach sie fertig, alle vier!"

Auftritt 4 Sandsäcke, einer schlapper als der andere:" Zu unserer Promoter Ehre, stehen wir here. Ave, Heinrich, mori-dingsbum salutieren Dich!"

Heinrich: "Wer seid ihr feurigen Flitzpiepen und welche Titel habt ihr mir mitgebracht?"

1.Sandsack: "Mein Name ist Mohammed Ulli, ich bin der Chämpien der WBWCu.ä. Mein Motto ist >Rope a dope< und Du kannst Dich hier aufhängen. " Wirft eine Schlinge über eine der Lampen.

2.Sandsack:" Mein Name ist Viktor Illushin Klitschenkuß, ich bin der oberintelligene Champ der WBUAZBVKGBuCoKG und ich werde Dir eine neues Gesicht anmodellieren."

3.Sandsack: "Ich bin der Allergrößte, der Sohn vom Größten und der Champagner vom FCChelseaInc. Dur kannst mir die Füße waschen und dann das Wasser trinken."

4.Sandsack: "Ich bin Adolf der deutsche Schäferhund, treu wie Katzengold und schlagfertig wie ein deutscher Stammtisch. Mein Titel ist Gröfaz i.R. "

Die 4 Säcke stellen sich im Halbkreis auf und bewegen sich nicht mehr.

Eine schlanke Bikini-Blondine, die von Verona Ferrara gedoubelt wird, läuft über die Bühne mit einem Schild: Runde 1.

Heinrich rennt hin und her und brüllt zwischendurch ins Publikum:

"Wollt Ihr Verlängerung?" Publikum: "Nein!"

Heinrich:" Wollt Ihr Elfmeterschiessen?" Publikum:" Nein!"

Heinrich: "Was wollt Ihr denn?" Publikum: "Mas-sen-mord!"

Web M. von der Seite hervor springend: " Zensiert! Wir sind ein freies Theater in einem freien Land, aber das ist Volksverhetzung und wir haben doch einen kulturellen Auftrag und außerdem könnten auch Kinder im Saal sein. Die letzte Bemerkung des Publikums wird gestrichen. Sie haben das nie gehört."

Heinrich: "Ihr wollt also ein bekanntes Fruchtbonbon, dessen erste drei Buchstaben >Mao< lauten."

Web M.: " Veto! Schleichwerbung in Tateinheit mit linksradikaler Propaganda! Auch dieser Satz wird aus dem Protokoll gestrichen und darf nicht in die Urteilsfindung eingehen."

Heinrich: " Ihr wollt also...."

Bevor ihm etwas einfällt kommt Reichitzky nur mit Boxershorts bekleidet von der Seite mit einem Essensgong und gongt die Runde an.

Heinrich der Maskierte stürzt sich auf die Sandsäcke und bearbeitet alle gleichzeitig mit seinen Fäusten bis sie umfallen. Der Ringrichter, der eine merkwürdige Ähnlichkeit mit einem übergewichtigen Pfarrerdarsteller hat, zählt sie alle aus, bekreuzigt sich, nimmt Heinrichs Faust und hebt sie nach oben.

Ringrichter: " Heinrich, mir graut vor Dir! Vierfacher K.o. in der ersten Runde, so wie wir es gemeinsam gewettet hatten."

Alle fallen um und bleiben auf offener Bühne liegen (muß bei Shake´s beer leider sein!)

Licht aus.

Meister 19.04.2007, 23.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Alle in einem Boot vor dem Wasserfall

Heute im Tagesspiegel ein Artikel des Anthropologen Carsten Niemitz  unter dem Titel "Alle in einem Boot, kurz vor dem Wasserfall" schreibt er :"Jeder redet über den Klimawandel. Dabei ist der gar nicht das wahre Problem. Folgenschwerer und dringender ist ein anderes, das noch viel konsequenter angegangen werden muß: wir sind einfach zu viele Menschen. " Jedes Wort ist wahr! Auch die Folgerung ,daß es nicht ausreicht "das Wachstum der Menschheit zu verlangsamen, sondern wir müssen weniger Menschen werden, als wir jetzt sind." Die geforderten Konsequenzen finde ich aber allzu harmlos: "Famileinpolitik darf nicht allein nationale Aufgabe bleiben, sie muß internationale Politik werden und zwar schnell!"

Ich befürchte, daß der Author ein bißchen vorsichtig sein möchte in einem nationalen Umfeld, das mehr Kinder fordert. Dies als Rassismus zu geisseln, würde die heutige Zeitung wohl überfordern.

Für mich ist es keine Frage, daß in Deutschland in 50 Jahren mehr Menschen leben werden als heute. Es ist unabwendbar, daß viele Menschen herkommen werden, also sollten wir wenn wir unsere Eigenart bewahren wollen, uns nicht mit Gebärpropaganda und Abschottungsversuchen aufhalten, sondern statt dessen lernen auszuwählen, wer zu uns kommen soll. Ich will es mal ganz einfach sagen: je mehr von den Richtigen zu uns kommen, desto weniger Falsche werden wir in Kauf nehmen müssen.

Global gesehen müssen wir Armut bekämpfen und Freiheit fördern, vor allem die Freiheit der Frauen. Denn gerade unser Beispiel zeigt: die Freiheit der Frau entscheidet über die Eindämmung derBevölkerungsexplosion.

Meister 19.04.2007, 22.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Spuk

Auf der Mitte der Bühne steht der versoffene Jurist ETA Sandmann und deklamiert: "Wenn ich Marinerichter wär, und auch ein Vöglein hät, wäre es in diesem Keller nicht gar so nett". Es ist seine Spezialität als drei total häßliche Frauen erscheinen zu können: E. und T. und A. Er metamorphosiert über die Bühne, jedesmal wenn er verschwindet erscheinen die 3 und kreischen "Das ist Lützows wilde verwegene Jagd."
Am rechten Bühenrand erscheint kurz Reichitzky und murmelt scharf aber kaum hörbar: "Das ist furchtbar. Das ist gräßlich- Ich fühle mich mehr als unpäßlich"
Sandmann hält eine Flasche hoch, die Antigrazien verschwinden im Orkus. Sandmann: "Der deutsche Geist ist der konzentrierte Weingeist. Ich kenne sie alle die deutschen Geister . Ich bin der Geistersinger von Kreuzberg" Rick Wagoner erscheint von oben ins Bild fallend: "Man beachte mein Urheberrecht, ich hol die Gema, ich kauf die UFA, ich versetze das ganze Theater" Sandmann: Urheberrecht auf diesen Wein, gepanscht wie er ist, muß er aus China sein. Liebfrauenmilch der Name, ist das nicht Mandarin für Methylalk?" Wagoner schiebt eine Bahre mit der Wasserleiche des Kini von links nach rechts über die Bühne. Die Wasserleiche richtet sich auf und spricht: "Guten Abend, König von Preußen, ich bin gekommen, Dich zu holen." Sandmann geht hinter der Bahre in Deckung und E.,T. und A. erscheinen kreischend, der Kini fällt wasserleichenohnmächtig zurück, und still wird es auf der Bühne. So still dass man das Gluckern hört als Sandmann die Flasche auf einen Zug leert und umfällt: " Methyl ist kühl" bemerkt er noch, die drei Antis stürzen über ihn. Es wird dunkel. Reichitzki brüllt: "Macht den Vorhang zu oder hat noch jemand Fragen?"
Der Vorhang ist gefallen. Web M. erscheint: "Also so toll fand ich es noch nicht, aber es erinnert an den Rosa-Luxenburg-Platz!"
Rosa erscheint mit einem Geldkoffer mit der Aufschrift: "Auf nach Luxenburg!"
"Wer hat mich gerufen?" fragt sie dunkel.
"Für heut ist´s gut , das Spiel ist aus, nach Friedrichsfelde da hinaus!"

 

Meister 18.04.2007, 21.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Weg mit den Blutsaugern

Die Idee, daß die Stechmücken weg müssen, ist keineswegs neu, sie ist auch nicht sonderlich originell, aber es wäre ein großer Schritt für die Menschheit. Kaum ist  das Wetter warm, geht die Plage wieder los.
Leider muß man sagen, daß die früheren Versuche, Stichwort DDT , eine Riesenpleite waren. Die Natur ist doch eine Nummer zu groß für uns.
Aber man kann in Einklang mit der Natur zu leben nicht als Koexistenz mit Pest , Cholera  und Malariamücken definieren. Im Gegenteil, nach dem gescheiterten Versuch, die Natur beherrschen zu wollen, wäre als nächste Wendung der Entwicklung ein neuer Einklang auf höherer Ebene anzustreben. Und da könnten die Plagegeister auf Plätze verwiesen werden, wo sie uns nicht mehr quälen.  Also wie?
 Neuer Einklang mit der Natur, mehr als ein Schlagwort?
Noch erscheint es unmöglich, aber vielleicht ist es ein Programm. Es geht hier ja nicht um Rezepte, sondern um Pläne, Programme und Perspektiven.
.Wie man die Fragen stellt, so bekommt man die Antworten. Kontrapunkt: Wenn man so allgemeine Fragen stellt, wird man auch nur allgemeine Antworten kriegen.
Mal sehen.
 

Meister 17.04.2007, 22.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Vorhang

Das Licht geht aus im Saal, aus dem Orchestergraben strahlen Scheinwerfer fast senkrecht nach oben den schweren roten Vorhang an. Durch eine Lücke tritt ein Mann im dunklen Frack heraus, einen schwarzen Zylinder auf dem Kopf. Nachdem das Publikum sich beruhigt hat, beginnt er zu sprechen: "Guten Abend werte Damen und Herren. Ich bin Wilhelm A. Meister, die Ausgeburt des deutschen Bildungsromans, man nenne mich heute neudeutsch Web Master. Ich hoffe sie durch eine wilde Jagd zu führen. Aber im Moment, um es mit B.B. Reichitzky zu sagen: >Der Vorhang noch zu und trotzdem sind die Fragen offen.< Laßt uns das Beste hoffen."
Aus der rechten Ecke der Bühne erscheint ein runder weiß geschmickter Kopf in einem plötzlichen Loch des Vorhangs, es ist der Böse Dr. Josef Hinkefuß und er lacht gellend und spricht mit stark betonender Stimme: " Ihr gleicht dem Geld,  das ihr begreift, nicht mir. Ich bin der Geist , der hier bestimmt ,nur weiß das keiner, und soll es keiner wissen." Er ist kurz hervor getreten und verschwindet plötzlich in einer stinkenden gelben Wolke im Untergrund.
Von links treten ein paar Schatten ins Licht: "Wir sind die Geister der deutschen Romantik. Wir wollen nicht mehr Alpdruck sein, wir wollen der Zukunft uns verschwören, doch dabei darf uns keiner stören". Das Licht fällt aus. "Spuk" ruft die Stimme hinter dem Vorhang.

 

Meister 17.04.2007, 21.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Wenig Meßbares

Ich habe nicht viel  geschrieben an diesem Wochenende, das Wetter war zu schön. Aber die Denkprozesse laufen immer weiter. Ich denke jetzt, daß ich den Schwerpunkt mehr auf die neue Welt des 22. Jahrhunderts verschieben sollte, bisher bin ich noch zu sehr mit den Problemen des 21. und seiner Katastrophen beschäftigt. Gut , es geht nicht anders, weil man sonst das 22. nicht verstehen wird, aber  der Schwerpunkt muß mehr auf das was dann entsteht. Nächste Überlegung zielt auf das "wie?"
Natürlich könnte man einwenden, warum erzählst Du vom 22., wenn wir doch das ganze 21. noch vor uns haben? Vielleicht deswegen, weil das 22. seinen besonderen Reiz haben wird! Allerdings nicht zu Beginn, da sieht es noch gar nicht so gut aus.
 

Meister 16.04.2007, 23.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Romantik tags und nachts

Die Anschauung, daß dire Nacht romantisch ist, kann ich ohne Bedenken zustimmen. Aber die Behauptung, daß der Tag als Gegensatz dazu unromantisch sei, finde ich falsch.
Wir können doch nicht den wunderschönen hellen Tag abschreiben!  Tagträume sind genauso schöne Träume, wie die Träume der Nacht.  Ich halte nichts von einer schattenhaften Romantik, die sich im Dunkel nur bewegt und dort auf irgendwelche Illusionen aus ist. Auch am hellsten Tag spielen sich die romantischsten DInge ab., die Wunder des Lebens warten an jeder Ecke auf uns. Es sollen doch gar keine übernatürlichen Dinge sein, noch viel weniger Illusionen!
Das Wirkliche ist dem Romantiker wunderbar, er ist ein optimistischer Realist, kein bloßer Phantast, auch wenn seine Phantasie weit aussschweift. Das Phantastische zu denken und vorzustellen, bedeutet nicht die Realität zu leugnen. Das Romantische ist die Möglichkeit, die in jedem Moment  der Realität steckt, der Traum, der wahr werden kann, die Phantasie, die zur romantischen Tat wird.
 

Meister 16.04.2007, 23.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Spargel

Heute der erste eigene Spargel, durchaus eine schöne Menge! Der Geschmack ist wirklich gut, das Format natürlich nicht wie beim Kommerziellen. Aber Spargel ist wirklich ein Gemüse, dessen Anbau sich lohnt. Besonders wenn die Saison doch ziemlich früh anfängt, wie in diesem Jahr.
 

Meister 16.04.2007, 21.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Regenzeit

Es gibt Leute, die denken, man könne nicht zur Regenzeit nach Queensland oder ins NT fahren. In der Tat kann es manchmal ganz schön heftig und lange regnen. Aber das ist gerade schön. Die Flüsse angeschwollen, die Wasserfälle berströmend, die Berge von Weitem manchmal wie ein großer Springbrunnen mit rundherum herabstürzenden Wassermassen.
Es regnet ja nicht pausenlos, es gibt auch trockene Tage oder gar Wochen. Aber wenn der Monsun richtig loslegt, dann steht man auch mal knietief im Wasser oder wartet ein paar Stunden vor einer Flußdurchfahrt. Im Inland ist das dann sogar noch schlimmer. Wenn man durch eine eigentlich recht flache Gegend kommt und neben der Straße stehen die Tiefenindikatorpfähle bis zu einer Höhe von 2 Metern, dann kann man sich vorstellen, wie sich diese Gegend in der Regenzeit in einen riesigen See verwandeln kann. In diesem Zusammenhang kann ich auch das Buch  "Hell West and Crooked" von Tom Coole empfehlen, wobei ich nicht weiß, ob man das hier bekommt.
 

Meister 15.04.2007, 12.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Sommer im April

Schnell ist es warm geworden und jetzt kann man iieder sehr gut sehen, warum der Frühling die gefährlichste Jahreszeit ist, die Bäume schlagen so heftig aus, daß man schwer aufpassen muß, und wenn der Salat noch nicht schießt, vorsicht, wenn es im Gewächshaus zu warm ist , kann das auch bald passieren. Heute wird weiter Salat mit Schlitzfolie ins Freiland gepflanzt. Es kann immer noch nachts frieren und zwar noch eine ganze Weile!
 

Meister 15.04.2007, 11.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Was tun gegen Neid?

Es ist ein uraltes, sogar biblisches Thema, deshalb erwarte auch niemand von mir oder der Romantik die Lösung, die es in sich zusammenfallen läßt.
Aber das Einzige, was wirklich gegen Neid hilft, ist Selbstbewußtsein. D.h. wenn ich die Dinge so mache, wie ich es will, dann interessiert mich nicht mehr  so  sehr,was  die anderen haben.
Das Leben ist nicht nur Besitz, sondern vor allem Dasein, also was ein anderer hat, ist für mich persönlich eigentlich ohne Bedeutung, weil ich mein Leben so gestalte, wie ich will.
Die Bedingung ist also, daß ich wirklich mache, was ich will. Also Freiheit und Selbstentfaltung schützt gegen Neid am Besten.

 

Meister 14.04.2007, 16.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Zufriedenheit in Deutschland, Australien etc

Ein neue Untersuchung, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde bringt Resultate, die nicht unbedingt neu sind. In Australien und Holland und Dänemark sind die Menschen am Zufriedensten, in Deutschland eher sehr unzufrieden. Nur woran liegt das? Zum einen die Variablen Freiheit und Vertrauen in die Mitmenschen, da gehe ich voll konform: große individuelle Freiheit, Platz zum Handeln und zum Leben, ist für Glück und Zufriedenheit total wichtig. Das Vertrauen zu den Mitmenschen auch, deshalb bewundere ich ja in Australien "Mateship" und die vorherrschende Anschauung "to give everbody a fair go", einfahc gesagt, sich gegenseitig fair zu behandeln und darauf auch vertrauen zu können. Ich glaube diese beiden Punkte sind es auch ,die Thorsten Preuß von Australien immer nur als "Lucky Country" sprechen lassen.
In Deutschland ist da einiges anders, und zum Teil nur aus der Geschichte heraus zu verstehen und zu überwinden.
Zum einen liegen die Schrecken des XX.Jahrhunderts auf Deutschland wie ein Alpdruck: zwei verlorene Kriege, die in der Psyche der heutigen Menschen, ihren Lebenschancen und -einstellungen noch viel mehr Folgen hinterlassen haben, als es oberflächlich aussieht. Dann die Schuld an der ganzen Misere, die zum größten Teil zu Recht den Deutschen anhängt. Warum reden die Engländer so gerne über den Krieg: ganz einfach, weil sie ihn gewonnen haben. Natürlich gibt es auch heute noch eine deutsche Verantwortung vor allem natürlich für den Holocaust und für den zweiten Weltkrieg. den Hitlerdeutschland angezettelt hat, die maßlosen Verbrechen dieser Kriege sind zum großen Teil von Deutschen begangen worden, aber die Deutschen haben dafür aber auch so gründlich bezahlt haben, wie sonst kaum jemals jemand. Die Deutschen müssen genau wie alle anderen Völker Hitler und seine Untaten haßen. Nach dem Krieg saßen sie dann da, die Täter und die Opfer und alles war kaputt, die Teilung und die Fortsetzung des Leidens im kalten Krieg und vor allem in der "DDR". Kein Wunder, daß die Menschen sich nicht so vertrauen wie anderswo. Die giftartige kommunistische Ideologie wirkt in vielen Köpfen im Osten noch nach, sie hat dden Sozialneid in Deutschland hoffähig gemacht und führt zu der fiesen Art des Belauerns und der Feindlichkeit gegen Neues, Unbekanntes und Fremdes.
"Ausländerhaß" im eigentlichen Sinne, ist nur die Sache von wenigen Verirrten, aber in Wirklichkeit eben nur die Spitze des Eisbergs, die Ablehnung richtet sich nicht nur gengen Ausländer,sondern gegen alles, was der eigenen schlichten Weltsicht widerspricht.
Die Unzufriedenheit ist also einprogrammiert.
Wenn es auch schwer fällt: gegen diese Überreste der Finsternis muß sich die romantische Anstrengung richten, sie muß Freiheit und Zuversicht auf die besseere Zukunft propagieren und versuchen, die Menschen im positivsten aller denkbaren Sinne zu bilden.
Die Existenz von vielen Menschen, die noch sehr negativ sind, darf uns nicht abschrecken, die romantische Zukunft in die Hand zu nehmen.
Auch die Deutschen können Australier werden, oder wenigstens Holländer
Die andere Seite in dem gennanten Artikel ist die Behauptung, daß eine hohe Geburtenrate zu größerer Zufriedenheit führt. Das sehe ich genau umgekehrt: die größere Zufriedenheit, das größere Vertrauen, die größere Freiheit führt dazu, daß Leute mehr Kinder in die Welt setzen.

 

Meister 14.04.2007, 13.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Neuer Plan: Kleines virtuelles Theater

Ich habe vor eine neue Themenkategorie einzurichten, die kleines virtuelles Theater heißen soll. Einige bekannte oder unbekannte etwas verfremdete Personen sollen szenenartig agieren. Und zwar habe ich mir vorgestellt, daß sie hier an Ort und Stelle erstmal sich warm laufen und in kleinen Statements und  Auftritten sich darstellen, um dann vielleicht demnächst auch in einer längeren Gesamthandlung mitzuzspielen.
Aber erstmal möchte ich sehen, ob das Format sich bewährt.
 

Meister 14.04.2007, 11.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Königsblau: Preußenkrimis

Bei meinem Kreuzberger Buchhändler Herrn Kirchner in der Körtestraße ( der Laden heißt Buchhandlung Wilde) stolperte ich neulich über eine Serie von Preußenkrimis. Einen - Königsblau- mußte ich mir - mehr Preußen- als Krimi-Fan natürlich mitnehmen. Ich war positiv überrascht. Der Verfasser fällt nicht aus der historischen Rolle, es ist zwar nicht historisch korekt, sondern  ein Roman, aber man kann darin leben, es könnte so gewesen sein. Es ist spannend gemacht, die Frage "who´s done it?" ist doch immer die interessanteste Sache bei Krimis. Kennt eigentlich jemand noch die Radioserie "Wer war´s, wie geschah´s, was war los? Das Wort hat Kriminalrat Obermoos!" Lief früher mal im Hessischen Rundfunk. Die Radiohörspiele sind schon so lange out, die könnten allmählich wieder Mode werden.
Demnächst besorge ich mir dann den nächsten Preußenkrimi, der spielt im Freimaurermilieu, das finde ich auch  sehr interessant.
Wenn jemand mal bei der Buchandlung Wilde reinschauen sollte, der grüße die Kirchners von mir. Dieser Laden ist die einzige Buchhandlung, bei der man die Menge der Bücher nicht nicht den Regalen zählt, sondern wie einen Pegelstand ablesen kann.
 

Meister 13.04.2007, 21.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Senf zu Kinderkrippen

Zunächst zur Begriffsklärung: es geht bei der Frage der Krippenplätze um Tagesbetreuung der Kinder im 1. bis 3. Lebensjahr, nicht um das Kindergartenalter zwischen 3. Geburtstag und Einschulung.
Aus der Sicht der Kinder und der Kinderärzte hat sich nichts geändert, erstere wie letztere würden es bevorzugen, wenn die Kinder bis zum 3. Geburtstag bei der Mutter in der Familie bleiben würden.
Aus der Sicht der Mütter/Eltern und auch aus bevölkerungspolitischer Sicht sieht das anders aus.
Es gibt viele Mütter, die gern bald wieder arbeiten würden, zum einen, weil ihre Karriere das verlangt, zum anderen, weil es für die Familie finanziell notwendig ist. Dafür ist eine Tagesbetreuung der Kinder  erforderlich.
Ich halte es für durchaus legitim, daß Frauen  ihre Karrierechancen wahrnehmen und dazu die Kinder frühzeitig in die Krippe geben. Die freie Entfaltung der Frauen ist für die Befreiung  von einer Nur-Mutterschaftsrolle unbedingt nötig..
Und nur die weltweite Befreiung der Frau kann die Überbevölkerung stoppen.
Eine Frau, die ihre Chancen wahrnimmt, wird mit recht  großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr als  2 Kinder in die Welt setzen, damit erfüllt sie die Minimalvoraussetzungen zur Reduzierung der Weltbevölkerung, denn es gibt ja auch viele Frauen ,die keine Kinder oder nur ein Kind wollen. Damit sind wir auf dem richtigen Wege.  Ich finde, im Gegensatz zu  wahrscheinlich sehr vielen, daß die Geburtenrate in Deutschland  nicht zu niedrig ist,sondern modellhaft für die Welt.
Gerade die Möglichkeit, daß jede Frau frei entscheiden kann, wann sie Kinder hat, wieviele Kinder sie hat und daß diese optimal betreut werden, wird dazu führen, daß die Geburtenrate weiter sinkt.
Damit führen unsere staatlichen Bevölkerungspolitiker, ohne es zu wollen, nehme ich an, die Bewegung zur Bevölkerungsreduzierung an.
Wenn dann der Staat auch noch in weiteren Bereichen versucht, die Kinder nicht der Familie zu überlasssen, sondern möglichst schnell und umfassend unter staatliche Kuratel zu stellen, dann wird er auch noch erreichen, daß diejenigen, die nicht bewußte Familienplanung betreiben, die Anzahl ihrere Kinder vermindern. Wenn einem die ersten Kinder vom Jugendamt weggenommen worden sind, dann überlegt  man sich, ob man weitere haben will.
Wenn dann auch noch die Väter immer regelmäßiger und häufiger nur noch Zahlväter sein dürfen, bricht der Bevölkerungsexplosion eine weitere Stütze weg.
Das einzige verbleibende Problem ist, daß es sich für eine bestimmte Art von Familien, die ich  aus Gründen des religiösen und ethnischen Diskriminierungssschutzes nicht nenne, es immer noch lohnt in Deutschland ihr patriarchialisches Familenmodell aus der Kindergeldkasse zu finanzieren und  damit die Jugendgangszene der zwanziger Jahre zu vergößern. Aber auch für diese Leute gilt:  Nur die Befreiung der Frauen kann Abhilfe schaffen.
 

Meister 11.04.2007, 22.02| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Heute vor 23 Jahren.....

.....hab ich das 3. Staatsexamen bestanden. Ich war eigentlich ziemlich sauer nach der Prüfung, wel sie mir eine "3" gegeben haben, bloß weil ich mich in einer Frage hab aufs Glatteis führen  lassen. Es ist verdammt lang her. Danach durfte ich mich Arzt nennen und zum Glück auch bald arbeiten, deshalb habe ich dann die Dissertation nicht mehr fertig gemacht, deshalb darf ich mich nicht "Dr.med." nennen, was mich aber gar nicht stört.
Vielleicht sollte ich den alten Kram gar nicht rauszerren, ich oute mich doch nur als vorgestrig, oder?
Aber eigentlich war es gestern, ich erinnere mich an alles noch so gut, es kann nur gestern gewesen sein.
Fazit: wenn einem "heute vor..." einfällt, darf man auch "heute vor.... " schreiben.

Meister 10.04.2007, 22.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Kein Talent zum Wetterprophet

Schon seit Wochen erzähle ich, daß es toll wäre, wenn wir wieder ein so schönwettriges stabiles Frühjahr  bekommen würden wie 2003. In dem Jahr war es von April bis September so stabil, daß die Kinder wirkllich im April-Mai schon alle gesund waren und es die ganze Zeit blieben. Zuerst habe ich mich dazu verstiegen, das als Prognse auszugeben.
Aber auf meine Prognose gab es erstmal einen Wintereinbruch.
Dann habe ich es als Hoffnung ausgedrückt: Ergebnis: kühle nördliche Winde und völlig instabil.
Jetzt sage ich, es wäre schön gewesen und hoffe nochmal wiederlegt zu werden.
Vielleicht habe ich auch schlicht kein Talent zum Wetterprophet. Man kann halt nicht jeden Job machen.
 

Meister 10.04.2007, 22.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Osterfortschritte

Vergleichsweise rasante Fortschritte am vielleicht schlimmsten Abschnitt des Buches: der großen Katastrophe. Ich bin mehr als 5 Seiten voran gekommen, vor allem ist sie jetzt wirklich eingetreten. Aber das ist gerade, was mich so abschockt. Es kommt mir so vor, als hätte ich sie selbst veranstaltet, und ich würde es gern ungeschehen machen. Das Absurde ist, ich könnte es ungeschehen machen, aber das wäre absolut unsinnig, weil sie ja passieren muß. Also werde ich mein Geschocktsein überwinden und sehen, wie wir jetzt aus der Falle, in der wir sitzen, wieder raus kommen.
 

Meister 09.04.2007, 19.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Zuwanderungspolitik damals

"Niemand wird Preuße denn aus Not. Ist er´s geworden, dankt er Gott."

Eines ist klar: diese unsägliche Blutdeutschheit gab es damals nicht. Der König von Preußen brauchte Leute, und deshalb konnten die Verfolgten von anderswo, Hugenotten, Hussiten und andere bei ihm mitmachen.
 

Meister 09.04.2007, 14.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Aus dem Bauch heraus

Gleichnamiger Artikel von Bas Kast im Tagesspiegel vom 7.April beschreibt mit welchen Nebenwirkungen unser Leben verwissenschaftlicht wird. Dabei geht es zum großen Teil ums Essen, aber auch um Partnerbeziehungsprobleme und um Kinderförderung.
Interessant ist, daß nüchtern konstatiert wird, daß das Befolgen scheinbarer wissenschaftlicher Wahrheitenschwer in die Irre geführt hat und daß man komplexe  Zusammenhänge  eben nicht  in meßbare  Einzelphänomene aufspalten kann, seien  es die Omega-3- Fettsäuren, die Karotinpille, das Partnertraining  oder  die  Intelligentzförderung durch Mozart für Foeten und Kleinkinder.  Zur Beschreibung der  Wissenschaft-Alltag-Beziehung wird auch der treffende Witz  von dem Mann  angeführt, der unter der Laterne seinen Schlüssel sucht, nicht weil er ihn dort verloren hat, sondern, weil er dort etwas sehen kann.
Ich finde das alles sehr interessant, nicht aus Wissenschaftlichkeitsfeindlichkeit, sondern um klar zu machen, wie heutige kritisch rationalistische Wissenschaft funktioniert: nur was falsifizierbar ist, kann wahr sein, Nur was meßbar ist , kann falsifizierbar sein, deshalb wird  alles in immer kleinere Stückchen zerlegt, aber eine Reintegration findet kaum statt. Studien uns Studien werden durchgeführt, aber erleuchtet werden immer nur Punkte um eine Lampe herum. Metastudien zählen dann aus, welche Taschenlampe welchen Anteil an diesem Licht hat und wer verdunkelnd gewirkt hat.
Keine Frage, daß Wissenschaft ein äußerst wichtige Rolle in der heutigen Welt spielt und unser Leben auch in vielen Bereichen sehr positiv beeinflußt hat.
Wir müssen aber auch erkennen, daß die Wissenschaft nur einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit durchdringt, daß große dunkle Löcher bleiben, daß das Niveau wissenschaftlicher Erkenntnisse in vielen Bereichen nicht über "es funktioniert" hinaus geht, daß oft nur geforscht wird, wo irgend jemand sich Profit verspricht und die Ergebnisse auch nur darauf abzielen, und daß deshalb eine große Bescheidenheit und kritische Sicht durchaus angebracht ist.
Gleichzeitig müssen wir mißtrauisch sein, wenn uns derartige Erkenntnisse dann über die Medien als Lebensanleitungen serviert werden: was wir essen sollen, wie wir miteinander umgehen sollen etc. Es handelt sich oft nur um Manipulationen aus der leeren Hand.
Wir dürfen uns unser Leben und unser kritisches Denken nicht  aus der Hand nehmen lassen. Für das eigene Denken gibt es keinen Ersatz. Und je mehr Leute selbst denken, um so schlauer werden wir alle zusammen sein, und um so weiter werden wir kommen.
 

Meister 09.04.2007, 10.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Natur - Garten - Romantik


Freie Natur ist Quelle und Inspiration der Romantik.
Garten ist nicht freie Natur.
Aber Garten ist Natur für uns und deshalb auch pure Romantik.

 

Meister 08.04.2007, 14.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Cooktown

Der Weg über den Bloomfield track nach Cokktown ist nicht so ohne, aber eigentlich nur im ersten Abschnitt, die letzten 2/3 des Weges sind ganz normale, einfache Dschungelstraßen und vor Cooktown kommt man wieder in ganz normale australische Outbacklandschaft.
Cooktown selbst gilt als die aufstrebenste Stadt im Far North, seitdem sie vor nicht allzu langer Zeit durch eine sealed road mit den Tablelands verbunden ist. Es ist also über das Inland jetzt auch ganz ohne PRoblem möglich nach Cooktown zu kommen. Der Ort selbst war aber bei unserem Besuch noch sehr verschlafen und bietet ein etwas merkwürdiges Bild, auf dessen Ursache man erst kommen muß. Das gleiche Bild gibt es auch in Bowen, ein gutes Stück weiter südlich. Es handelt sich um ein riesiges Stadtgebiet mit reichlich wenig Häusern, die total weit auseinander liegen. Ursache dafür ist der damalige Goldrausch. Zu  Zeiten vor jetzt schon bald 150 Jahren war Cooktown eine Boomtown, also ein mehrfaches an Bevölkerung und reichlich Geld durch die Goldsucher, die her kamen um sich zu verproviantieren, ihre Funde zu verkaufen und sich zu amüsieren. Man denkt unwillkürlich daran, wie es damals wohl hier und dort hergegangen sein mag. Heute ist alles noch sehr ruhig und man mag noch nicht an eine großartige Touristenstadt glauben, aber warten wir es ab, anderswo sah es vor 20-30 Jahren so aus, wie hier jetzt. Die Tendenz nach Queensland und ans Meer ist in Australien ungebrochen und je teurer die Häuser weiter im Süden werden, um so schneller werden sie hier entstehen. Wenn einem jemand also ein Grundstück billig anbieten sollte, dann zugreifen, es ist nicht der Mond.
In Port Douglas erzählte ein Busfahrer, ihm sei vor 20 Jahren der gesamte große Felsen für 10.000 AUD angeboten worden. Er lehnte ab. Heute wird jede Parzelle dort mit 1 Mio AUD bezahlt - und er fährt weiter den Bus.
 

Meister 08.04.2007, 12.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Knut der Medienhengst

Ja klar, ist Knut süß. Aber wenn ich heute in der Zeitung das Bild von der Schlange sehe, die sich um den halben Zoo windet, dann sehe ich darin die eigentliche biologische Sensation: Serpens megalomedia knutensis.
Wird etwas in dieser heutigen Welt zum Medienereignis, dann ist schon fast alles zu spät. Merken die Leute, die im Bauch der Schlange warten müssen, eigentlich nicht daß sie manipuliert werden von den Medien, oder gefällt es ihnen. Schließlich heißt medienmanipuliert ja auch, dazu zu gehören, dabei zu sein, mitreden zu können. Das ist dann die Oberkante des Medieneinflusses erreicht, wenn sogar die Leute hingehen, die es eigentlich gar nicht interessiert, weil man ja mitreden können muß.
Aber tun wir uns nicht Unrecht: die Allermeisten gehen ja gar nicht hin.
Und: nichts für ungut Knut!
 

Meister 07.04.2007, 10.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Pilgerschaft

Das Leben ist ein Pilgerpfad. Er führt von Gott zu Gott zurück und dennoch bist Du nachher anderswo als zuvor.
 

Meister 07.04.2007, 09.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Was ist mit der Uhr?

Ich komme schon längere Zeit ohne Armbanduhr aus. Das wird dadurch erleichert, daß überall Uhren sind, auch auf dem Mobiltelefon hat man ständig Zugriff auf die aktuelle Zeit. Aber irgendwie interessiert sie mich nicht mehr so sehr wie früher. Ok, man muß pünktlich zur Arbeit da sein, aber wenn ich rechtzeitig wegfahre, geht das klar, wenn ich 5 Minuten zu spät komme, wird das auch keine Katastrophe. Die Arbeit dauert bis sie fertig ist, interessiert mich kaum, wieviel Zeit vergangen ist, ich habe mich um die Probleme zu kümmern und versuche zwar zügig zu arbeiten, aber auch immer die Zeit zu haben, die ich brauche, um der Sache gerecht zu werden. Auf die Uhr gucken, würde mich nur nervös machen.
 Am Wochenende spielt die Uhr gar keine Rolle, außer wenn Verabredungen oder Veranstaltungen anliegen, aber da muß man auch nur eine Abmarschzeit einhalten. Wenn nichts im Zeithorizont anliegt, finde ich das Leben  am Schönsten. Ich muß zwar einiges erledigen, aber wenn etwas liegen bleibt, dann bleibt es eben liegen. Alles Wichtige macht sich schon laut genug bemerkbar. Außerdem vertraue ich  darauf, daß mir schon wieder rechtzeitig einfallen wird, wenn etwas wichtig wird. Es ist schlicht richtig für ein romantisches Leben, sich Zeit zu lassen für alles, kein Pensum abzuspulen, sondern die Zeit einfach laufen zu lassen, ihr Auslauf  wie einem Hund zu geben. Dann läuft sie auch langsam!  Wenn ich mal auf die Uhr gucke, ist es in der Regel noch nicht so spät, wie ich dachte.

 

Meister 06.04.2007, 22.16| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Erste Impfung gegen Krebs

Die HPV-Impfung gegen Human Papilloma Virus, wird demnächst Frauen gegen Gebärmutterhalskrebs schützen. Dieses Virus, das weit verbreitet ist und durch Intimkontakt übertragen wird löst diese fiese Krebsart aus. Eine tolle Erkenntnis, besonders da sie auch mit einem Mittel dagegen daher kommt. Es wird nicht nur vor schlimmen Krebserkrankungen schützen, sondern auch vor vielen angstvollen Momenten, wenn die heutigen Pap-Abstriche irgendwelche mehr oder weniger klaren Befunde erbracht haben. Hoffentlich kann für andere Krebserkrankungen auch bald eine Verursachung und eine Präventionsmöglichkeit gefunden werden.
Schade ist es allerdings, daß diese Impfung gleich mit 2 handfesten Skandalen eingeführt wird. Der erste ist der Preis von 150€ pro Impfdosis und diese wird dann auch noch 3x benötigt. Sicher sind die Entwicklungskosten hoch gewesen, aber es handelt sich hier nicht um ein Nischenpräparat, sondern dieser Impfstoff wird in den nächsten 10 Jahren zigmillionenfach verkauft werden, d.h. die Entwicklungskosten verteilen sich auf sehr viele Impfdosen. Ich denke, der Impfstoff ist stark überteuert, die Hälfte wäre  angemessen gewesen. Klar ist, daß die enormen Kosten, die verursacht werden, nicht extra aufgebracht werden, sondern das Geld wird wieder anderswo weggenommen werden. Anderswo heißt im Klartext, andere Behandlungen werden nicht bezahlt, Betten und Liegezeiten werden weiter vermindert, die ambulante Versdorgung wird immer weiter verschlechtert, etc.
Der zweite Skandal ist, daß ein Eitertanz darum stattfindet, wer wann und wie die Impfung bezahlt. Profilierungssüchtige Krankenkassenfunktionäre, die ihre Kasse im Konkurrenzkampf positionieren wollen, preschen vor: lautstark wird erklärt, daß ihre Superkasse die Impfung bezahlt, natürlich werden die Mitglieder aufgefordert, das sofort wahrzunehmen. Gleichzeitig, weil sie ja so wichtig sind, hat jede Kasse dann auch ihre eigene Idee, wie denn der Impfstoff zu beziehen sei, wer denn geimpft werden darf, ob das normal abgerechnet wird, oder auf dem Wege der Kostenerstattung. Es gäbe einen einfachen Weg, den üblichen nämlich: die ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung, und es werden klare und für alle Kassen geltende Bedingungen festgelegt. Das ist bei allen anderen Impfungen so. Hoffentlich wird im Laufe dieses Jahres das noch kommen.
Das Unwesen des deutschen Krankenkassenwesens muß irgendwann beseitigt werden. Seitdem die Heldenregierung die Krankenkassen als die Guten im Gesundheitswesen  ausgemacht hat, gibt es nur Ärger und Chaos, weil sich jeder Bürokrat und Funktionär wichtig machen muß. Man beachte im Fernsehen die äußerst wichtigen Ausführungen der Spitzen der Krankenkassen zu allen möglichen gesundheitlichen Fragen.
 

Meister 06.04.2007, 09.56| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Das Böse

Für das Böse in der Welt braucht es keinen Teufel.
Alles Böse ist nichts weiter als menschliche Fehlfunktion.
Je mehr die Menschen zu Menschen werden, um so weniger Böses wird es geben.
 

Meister 05.04.2007, 21.57| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Verweile doch !

Die Zeit langsamer laufen lassen -es geht. In der Jugend läuft die Zeit immer viel langsamer, als wenn man älter wird. Was waren die Sommerferien früher für eine herrliche Ewigkeit. Die Zeit läuft langsamer, wenn das Leben voller Wunder ist, sie läuft schneller ,wenn es eine unendliche, öde Routine ist.
Man kann etwas tun, ein Werkzeug dafür ist in einem bekannten Stück offen ausgesprochen, wenn es anders verstanden wurde, kann man es auch so verstehen. Wenn Faust sich wünscht und zum Schluß auch erlebt, daß er zum Augenblick sagt, "verweile doch, Du bist so schön", dann ist genau das der Schlüssel.
Man möge es versuchen, es werden nicht gleich die Zeiger der Uhr herab fallen, aber die Zeit wird langsamer laufen. Man nehme sich jeden Tag einen Augenblick, oder vielleicht auch mehrere und bitte sie zu verweilen, weil sie schön sind. Wundersam lang werden sie sein und die Schönheit, die man empfunden hat ,wird den Tag beleuchten
 

Meister 04.04.2007, 19.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Mageres Ergebnis

An diesem Wochenende keine meßbaren Fortschritte, aber  gedanklich geht es immer voran.
Gleichzeitig wieder darüber nachgedacht, ob ich es schlicht im Internet veröffentlichen sollte und zwar Stück für Stück.  Kostet nichts, aber bringt auch nichts. Jedoch: ist das nicht eine falsche Autorenpolitik?
 

Meister 03.04.2007, 22.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Heute vor 250 bis 183 Millionen Jahren

In Bild der Wissenschaft  4/2007 sind tolle Bilder und vor allem Karten aus Deutschlands Urzeit abgebildet, die ich zeigen würde, wenn ich dafür die Rechte hätte, so aber der Verweis darauf. Nach der größten Katastrophe der Erdgeschichte vor 251 Millionen Jahren liegt der Erdpunkt, der später Deutschland werden wird,  auf dem Riesenkontinent Pangäa bei ca. 11Uhr in einem großen "C" innen am Rande des Thethys Meeres. In den folgenden 80 Millionern Jahren wird dieses Land mal vom Meer überflutet, mal eine sumpfige Niederung, dann aber wieder zu einem flachen Meer mit tropischen Klima, während Skandinavien  in der ganzen Zeit ein Gebirge bleibt. Wirklich toller Artikel, der mir auch endlich die Frage beantwortet hat, warum es in Norddeutschland nach der letzten Eiszeit flach war und Norwegen aber so gebirgig blieb, obwohl da noch mehr Eis drauf lag: ganz einfach deshalb, weil Norwegen ein Gebrige war, das vom Eis runter gedrückt wurde und Norddeutschland ein weicheres flacheres Becken, desssen Unebenheiten vom  Eis weggeschoben wurden. Als das Eis taute, hat es in Norwegen die Fjordriefen reingefräst, während das Land sich um  100 Meter aus dem Wasser hob, während bei uns die Moränen und Seen in der flachen Landschaft des Urstromtals zurückblieben.

 

Meister 03.04.2007, 22.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Patientenverfügung

Das interessante an der Diskusion über die Patientenverfügung ist, daß viele Leute mehr Angst davor zu haben scheinen, daß ein Arzt sie zu lange überleben läßt, als daß ihre Krankenkasse sie vorzeitig sterben läßt.
Es handelt sich offenbar mal wieder um ein medienvermitteltes Phänomen, befürchte ich.
Es sind ja nicht die chronisch Kranken, die die Befürchtung haben, man werde sie zu lange am Leben halten,  sondern die immer gesund Gewesenen, die jetzt alt werden und Angst davor haben, einem Medizinbetrieb in die Hände zu fallen, den sie nur medienvermittelt kennen.
Und in diesem Medienmedizinbetrieb werden die Menschen eben auf Intensivstationen gequält, während in Wirklichkeit das Problem ist, daß Intensivbetten knapp und teuer sind und man eher Angst haben muß, daß keines frei ist, wenn man selbst gerettet werden muß.
Diese immer gesund Gewesenen kommen nicht auf die Idee, daß die Medizin sie auch retten könnte, für sie beginnt das Koma gleich hinter der ersten  Blutdrucktablette,
Besonders pikant wird die Sache dadurch, daß dies gleichzeitig  von den Rationierungstendenzen ablenkt. Wenn Intensivstattionen sowieso nur dazu da sind, um Menschen zu quälen.........
 

Meister 03.04.2007, 09.42| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Früher Morgen in Trinity Beach

Die Papageien in den Palmen erwachen vor dem ersten Lichtschein. Sie wecken uns, damit wir das spektakuläre Schauspiel der Natur nicht versäumen.
Die Sonne  geht postkartenartig über dem Korallenmeer auf, das tropische Farbenspiel verändert sich schnell. Vom ersten schmalen Lichstreif bis zum Erscheinen des feuerroten Balls vergeht nur eine halbe Stunde. Ist sie erst aufgegangen, wird sie auch bald sehr heiß fühlbar. Am Besten wir gehen gleich mal runter zum Strand für ein Morgenbad. Wunderbar ist das Wasser, auch dies wird ein schöner Ferientag, möge die Zeit weiter langsam laufen ! Jetzt holen wir uns erstmal die Zeitung, >Cairns Post<,die wir uns mit einem tollen Kaffee auf dem Balkon vornehmen. Aber inzwischen wird es schon so heiß, daß wir unsin den Schatten  zurückziehen müssen. Jetzt wird der Tag geplant: heute werden wir den Morgen am Strand verbringen, suchen uns einen schattigen Platz unter großen dickblättrigen Bäumen, lesen, schaun aufs Meer und schwimmen hin und wieder. Schade, daß man in seinen Tagträumen das Wasser so wenig fühlen kann!
 

Meister 01.04.2007, 09.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Frühling

Frühling ist die herrliche Brutstätte der Romantik. Tulpen und Osterglocken  ein romantisches Farbenmeeer, die blühenden Bäume das romantische Frühlingswunder.
 

Meister 31.03.2007, 08.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Nochmal Verjüngung

 Karin hat in ihrem Kommentar  völlig  richtig ausgeführt, daß jünger werden künstlich wäre. Aber was heißt das heute schon, es ist so vieles künstlich, eigentlich besteht unsere ganze "moderne" Welt nur in Künstlichkeiten. Wenn es möglich würde, jünger zu werden, würde man das bald als normal ansehen, wie so vieles, was vor 100 Jahren undenkbar war.
Und ob man dann mitmachen würde? Die Frage sollte man nicht zu schnell beantworten, wenn alle anderen mitmachen, warum sollte ich oder wer auch immer das Pflegeheim vorziehen?
Jünger werden würde nicht bedeuten, ewig zu leben, denn unsterblich kann der Mensch nicht werden,  aber seine Sterblichkeit ist zeitlich relativ.
Die Konsequenzen wären unübersehbar, darum geht es mir vor allem, denn die Überbevölkerung ist schon heute die eigentliche Sprengkraft dieser Welt. 
Aber gerade deswegen beschäftige ich mich mir dieser Frage.
Ich habe natürlich keinen Plan, wie man das macht mit dem Verjüngen, aber ich bin der Überzeugung, daß es irgendwo in uns dieses Programm gibt, wie das Alterungsprogramm auch. Aber  was sind die Konsequenzen! 
Ich denke, daß die Weltbevölkerung sich stark verringern muß, und zwar auf dem schnellsten und humansten Wege. Die Vorstellung des Immer-länger-lebens, eventuell sogar Immer-jünger-lebens, scheint dem diametral entgegen zu stehen. Aber vielleicht ist das nur scheinbar so, vielleicht hilft gerade die Auseinandersetzung mit dieser Frage, eine Antwort zu geben, wie wir in Zukunft leben können und wollen.
 

Meister 30.03.2007, 22.16| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Salat und Tomaten

Heute nach der Arebit habe ich 2 Stunden damit verbracht,  die Tomaten- und Salatpflanzen  zu pikieren.  Früher habe ich mir weniger Mühe gegeben damit, habe zu lange damit gewartet und  keine besondere  Erde dafür genommen. Aber man lernt ja dazu. Heute nehme ich besonders gute Erde, und ich gebe mir große Mühe  die kleinen Würzelchen nicht zu verletzen, denn je weniger Wurzeln dran sind, um so langsamer und schlechter wird die Pflanze wachsen.  Die  Aussaat selbst ist immer noch stark verbesserungswürdig, immer noch zu eng und ungleichmäßig. Das wird als Nächstes verbessert. In diesem Jahr will ich vor allem mit  dem Salat so gut dastehen, daß ich regelmäßig welchen habe. Ich kann mehr Salat verzehren, als 100 Schnecken,und das will etwas heissen, hungrig wie die Biester sind. Bei den Tomaten geht es wieder um das Lieblingsthema Braunfäule. Im letzten Jahr ging es, aber wer weiß, wie naß der Sommer dieses Jahr wird.  Soll ich Hauben nehmen oder eine andere Abdeckung, oder lasse ich es wie immer drauf ankommen?
Es ist ja eigentlich schön, daß der Winter für den Garten in unseren Breiten wie eine große Reset-Taste wirkt, man kann immer wieder von vorne anfangen,  es neu machen und besser. Er sollte bloß nicht zu lang sein. In diesem Jahr konnten wir uns nicht beklagen, wir konnten fast den ganzen Winter draußen arbeiten, deshalb sind wir auch schon ziemlich gut voran geschritten, haben viel Zeit mit Baumschnitt und Kompostumsetzung verbracht, leider bin ich mit meinem Projekt der besseren Isolierung des Gewächshauses noch nicht weiter gekommen. Aber es bleibt ja zwangsläufig immer etwas liegen. Besonders bei mir, weil ich immer 10x mehr vornehme, als ich schaffen kann. Macht aber nichts, alles,was wichtig ist, wird schon irgendwie gemacht, und die ganzen Hintergrundprojekte lassen einen immer angeregt nachdenken.
 

Meister 30.03.2007, 21.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Jünger werden?

Können Menschen jünger  werden? Sicher ist, daß es der natürliche Verlauf ist, daß Menschen, wie alle anderen vergleichbaren Lebewesen auch, altern und dann schließlich sterben . Das Altern und Sterben hinauszuzögern gelingt ja durchaus, nur macht es natürlich keinen Spaß immer älter zu werden, wenn man davon immer längere Zeit alt und hinfällig ist.
Theoretisch ist es durchaus möglich, daß Menschen wieder jünger werden, es liegt jedenfalls nicht außerhalb der Bedingungen unserer Existenz wie zum Bespiel eine Zeitreise.
Das Altern ist ein Programm, das abgespult wird, es könnte auch umkehrbar sein, es ist auch keinswegs so, daß kein anderes Programm vorhanden ist. In der Jugend läuft dieses andere Programm, es heißt Aufbau und Wachsen. Es ist durchaus denkbar, daß man diese Programme so gut verstehen lernt, daß der Alterungsprozeß rückwärts laufen könnte, man also vom Alter genauso wieder aufbaut, wie man in der Kindheit aufbaut. Ob das machbar ist ist die eine Frage, ob es wünschenwert ist, eine ganz andere. Individuell ist es sicher wünschenswert, ich sehe auch keine grundsätzlichen moralischen Verbote in dieser Frage. Aber die Konsequenzen für eine schon überfüllte Welt könnten ungeheuer sein.

 

Meister 28.03.2007, 22.18| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Wochenendfortschritt

Schön geschrieben am Wochenende, die Geschichte entfaltet sich vor meinen Augen, macht richtig Spaß, so müßte ich jeden Tag voran kommen.
Eigentlich soll das hier ja der Montagsbericht sein, aber den Termin, hab ich mal wieder nicht gehalten.
 

Meister 27.03.2007, 22.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Unerwartetes Erlebnis

Wir hatten  gestern 16:00 Theaterkarten für die Lindenoper. Als ich diese vor einiger Zeit gekauft  hatte, wußte ich natürlich nicht, daß es sich um einen so problematischen Tag handeln würde. Aber in der vergangenen Woche wurde täglich klarer, daß es nicht so einfach sein werde, dorthin zu gelangen, weil sich Angie mit den anderen europäischen Häuptlingen im Zeughaus versammeln würde. Dummerweise liegt dieses Zeughaus genau gegenüber der Oper. Und es wurden auch schon alle möglichen Absperrungen bekannt gegeben und die lapidaren Vorschläge die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen kennt man ja  schon zur Genüge. Aber darauf sind wir früher mal reingefallen, den Gefallen tun wir ihnen nicht mehr, denn im Zweifelsfall ist gerade dieser U-Bahnhof dann abgesperrt und genau diese Buslinie wird weiträumig umgeleitet. Deshalb ist es doch besser , mit dem Auto in die Gegend zu fahren, natürlich die Route der Gegendemonstration meidend und einen etwas abgelegenen Parkplatz zu finden. Dann brauchen wir nur noch genügend Vorlaufzeit und ein paar Laufschuhe, denn ein längerer Spaziergang vom Parkplatz  zum Ziel wird noch dazu spendiert. Zum Glück klappte gestern alles prima, die Absperrungen waren zwar gewaltig, aber als Fußgänger kam man überall hin, die Anzahl der Polizisten war ungeheuer ( da werden wieder Millionen von Überstunden auflaufen), aber alle waren freundlich und zum Glück ließ sich auch kein einziger Terrorist sehen.
Wir waren so rechtzeitig da (ohne Zeitpuffer geht es nicht), daß wir im Operncafé noch eine Kleinigkeit essen und trinken konnten, man konnte sogar draußen sitzen, Europagipfelwetter sozusagen, ohne dem ollen Kaiser, der den Ausdruck gepachtet hatte, zu nahe treten zu wollen.  Legionen von Touristen, Kolonnen schwarzer Limosinen, richtig was los da. Wenn wir nicht sowieso dorthin gemußt hätten, wäre ich natürlich nicht auf die Idee gekommen, mich in den Rummel zu begeben, aber andererseits ist es auch mal interessant, was in der Stadt so los ist.
Es ist dann aber auch schön, ihr wieder den Rücken zu kehren und nach Hause zu fahren.
 

Meister 26.03.2007, 13.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Freiheit für die Schulen!

Da schreibt gestern einer  im Tagesspiegel einen Leserbrief und fragt, warum den seine Kinder bis 16 Uhr in der Ganztagsschule eingesperrt sein müssen, wenn irgendwo anders ein Problemjugendlicher ein Handy klaut?  Ich finde, der Schreiber hat Recht: es ist überhaupt nicht einzusehen, warum unsere leitenden Schulideologen die ganze Welt nach ihren Wahnbildern formen sollen.
Sollen sie doch ihre Einheitsschulen, Förderkonzentrationsspezialschulen , Frühundnochfrüherschulen oder Ichweißesnochbesserschulen einrichten wo sie wollen, aber sie sollen es mit den Kindern tun, die sie dafür anheuern können und nicht alle Kinder schanghaien.
Was unser Schulsystem braucht, ist mehr Freiheit. Das heißt einen festen Rahmen von Anforderungen und bundeseinheitlichen Prüfungen auf der einen Seite und völlige Freiheit für die Schulen diesen Rahmen auszufüllen, auf der anderen Seite.
Die Schulen unterliegen natürlich einer Rechtsaufsicht, aber keiner Fachaufsicht. Einer der wichtigsten Berfufe der Welt, der Beruf des Lehrers, bekommt mehr Macht und Anerkennung, weil die Lehrer natürlich in den autonomeren Schulen bestimmen, wie die Konzepte realisiert werden, sogar wann und wie lange sie Ferien haben. Die Schulen bekommen eine Finanzausstattung, die sie selbst frei verwalten können, natürlich muß die zumindest teilwesie von der Anzahl und vom Prüfungserfolg ihrer Schüler abhängig sein.
Die Eltern können auswählen, auf welche Schulen ihre Kinder gehen sollen, aber die Schulen können auswählen, wen sie nehmen, wen sie behalten und  wer die Schule verlassen muß. Die Tage des Lehrerangstschweisses wären zu Ende.
Ok, irgendwo muß es auch noch "Restschulen" geben, für diejenigen, die keine andere Schule mehr nehmen will. Dort können unsere Schulideologen dann zeigen, was sie mit ihren großartigen Ideen praktisch  erreichen.
Natürlich ist das für Deutschland völlig utopisch, aber nicht in dem Sinne, daß es nicht machbar wäre.
 

Meister 26.03.2007, 12.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Tablelands

Heute geht es in die Atherton Tablelands. Eine tolle Gegend, fruchtbar durch die Bewässerung durch den großen Stausee, denn es gibt natürlich eine lange Trockenzeit zu überstehen. Angebaut wird fast alles an tropischen Früchten, Mangos,  Ananas, Bananen, Passionsfrüchte, aber auch Kaffee und Tee und Zuckerohr. Soweit die Bewässerung reicht gehen die Farmen, dahinter beginnt dann erst der Busch. Die Orte sind schön und aufgeräumt, man könnte auch sagen ein bißchen langweilig, aber die Menschen haben eben zu tun, man lebt auch in Australien von der Landwirtschaft nur mit viel Mühe.
Weiterhin gibt es in den Tablelands eine ganze Rotte von tollen Wasserfällen, die man der Reihe nach besuchen kann, manche sind sehr eindrucksvoll, andere weniger. Es gibt eine Reihe von Seen , in denen man schön baden kann, am bekannstesten ist Lake Echam,keine Krokodile, keine Quallen. Insgesamt ist es eine sehr interessante Gegend die wieder ein ganz anderes Australien zeigt, ein Stückchen weiter kann man dann im PAlmerston Nationalpark wieder den totalen Dschungel haben.  Für Backpaker gibt es in den Tablelands gute Arbeitsmöglichkeiten als Erntehelfer, dabei lernt man nicht nur Land und Leute kennen, sondern hat auch einen Einblick, wie körperliche Arbeit unter tropischen Bedingungen so aussieht.
 

Meister 25.03.2007, 12.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Recht und fremde Rechte

Jetzt muß ich doch mal meinen Senf zu der Affäre um die Richterin, die angeblich Verständnis für das islamische Züchtigungsrecht gegenüber Frauen äußerte, geben.
Zunächst mal möchte ich die Richterin persönlich ein bißchen in Schutz nehmen, in dem ich frage, was denn wirklich in welchem Zusammenhang gesagt wurde? Hat sie vielleicht die Klägerin nur gefragt, ob sie denn,als sie heiratete  nicht  damit habe rechnen müssen, daß ihr Ehemann  ein Züchtigungsrecht in Anspruch nehmen werde. Diese Frage ist nicht unerheblich, denn wenn sie verneint wird, was ich mal annehmen würde, dann ist klar, daß die Klägerin von Beginn an , nicht mit irgendwelchen derartigen Übergriffen  rechnete oder gar einverstanden war. Es könnte ja sein, daß diese Frage der Richterin dann ein bißchen verdreht und aufgebauscht wurde?
Aber zu der Affäre selbst, wenn sie denn wirklich so war muß man vor allem sagen, daß es gar nicht um die Frage des Verständnisses für den Islam oder derartiger Gewaltpraktiken geht, sondern um die Frage der Gültigkeit des Rechtssystems.
In diesem Land gilt unsere demokratische Rechtsordnung und keine andere. Es kommt nicht darauf an , was irgend jemand in der Welt für Rechtsnormen hat, hierzulande gelten nur unsere Rechtsnormen. Der Kannibale von Rotenburg hätte sein Verhalten ja auch nicht damit rechtfertigen können, daß er aus einer alten Kannibalensippe stamme.
Wir beanspruchen nicht, daß dieses Rechtssystem überall in der Welt gilt, wie das teilweise die USA tun, aber innerhalb unserer Landesgrenzen auf jeden Fall.
Am schlimmsten ist es natürlich, wenn es so wahr wäre, wenn die Richterin jemandem, der den Schutz unseres Rechts anruft, wie es diese Frau getan hat,  diesen Schutz verweigert, den zu gewähren ihre wichtigste Aufgabe ist, mit der Begründung andere Leute hätten eben andere Rechtsnormen.  Nehmen wir mal an, es sei irgendwo in der Welt wirklich erlaubt seine Frau  zu schlagen, dann könnte das zwar der Täter als Ausrede anführen, aber das macht es keinen Deut duldbarer hier und erträglicher anderswo.
Aber geschieht es anderswo ist das  eine ethische Frage,  wird die Tat hier ausgeübt,  ist es eine Rechtsfrage.
 

Meister 24.03.2007, 12.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Verbrauch/CO2-Relation

Ein nützlichlicher Umrechnungsfaktor: Ständig liest man jetzt von CO2 -Ausstoß der Autos, der aber nicht in RElation zum Verbrauch gesetzt wird. Das ist aber gerade nürtzlich ,weil man dann leicht selbst ausrechnen kann, wieviel man verheizt. Jetzt habe ich den Umrechnungsfaktor in der Zeitung gefunden: für Benzin 23,7 und für Diesel 26,5. Das heißt mein Lupo 3L verbraucht 3,0l auf 100km, das macht einen Co2-Ausstoß von 3,0x26,5=79,5 gCO2 auf 100km.
Fahre ich einen Benziner und verbrauche 10l auf 100km , dann habe ich einen ausstoß von 10x23,7=237gCO2/100km.
Vielleicht noch die leicht triviale Bemerkung zum Schluß, daß es natürlich beim CO2 ganausowenig wie beim Verbrauch darauf ankommt was auf dem Etikett steht, sondern wieivel ich wirklich verbrenne. Das Stichwort heißt : Reale Verbrennungsmenge > reale CO2 Menge
 

Meister 24.03.2007, 10.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Spät kommt Ihr....

aber noch ist der Tag nicht ganz vorbei. Nach dem abendlichen Ausklingen des letzten Wochenarbeitstages sammeln sich da doch noch ein paar Kräfte, und es ist schön noch ein bißchen zu schreiben . Ich komme wie immer gern in eine Vorstellungswelt hinein ,die sich wie von alleine entfaltet, die BIlder stehen vor meinen Augen und die weitere Geschichte entfaltet sich vor mir, wie die Landschaft des Flusses sich an jeder Biegung neu enthüllt und die Ufer an mir vorüber ziehen, wie ich still mit der Strömung mich treiben lasse. Die Nacht umhüllt mich, aber sie ist hell, und das Strömen wird nicht enden, es wird immer weiter gehen bis zu einem fernen Ziel, das ich noch nicht erkenne, das aber wunderbar ist.
 

Meister 23.03.2007, 23.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heute vor 1Jahr :Larry Cat.5

Queensland: Tag 1nach Cyclon Larry. Bei uns nördlich von Carins ist nicht viel passiert, Larry ist ca 50km südlich von Cairns bei Innisfail an Land gegangen und ist, weil die Geographie dafür günstig war, gleich in die Tablelands weiter gerast, hat dort viele Plantagen platt gemacht. Hauptproblem ist, daß es 2 Tage dauerte, bis die Stormversorgung wieder hergestellt war. Außerdem mußte natürlich überall sauber gemacht und aufgeräumt werden, Äste und Blätter und alles lockere Zeug war hübsch durch die Gegend geflogen. Ansonsten alles ruhig, natürlich durch die Elektrizitätsausfälle  noch etwas ausnahmeartig, für alle die nicht aufräumen müssen ein freier Tag. Es sind natürlich noch Straßen gesperrt und die Schulen geschlossen. Aber doch interessant, wie schnell sich alles wieder normalisiert. Nur daß selbst große Supermärkte kein Notstromaggregat haben und deshalb den Inhalt aller Kühltruhen wegschmeissen müssen, ist schon verwunderlich, deshalb wird viel gegrillt in diesen Tagen. Die Eingeweihten haben sich natürlich vor dem Sturm schon im bottle shop versorgt, denn die sind auch geschlossen. Wenn also Cyclone Partytime bedeutet, dann muß man rechtzeitig vorbereitet sein.
 

Meister 21.03.2007, 21.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Früheinschulung

Jetzt ist sie wieder da, die schreckliche Zeit der Schuluntersuchungen. Völlig normale Kinder werden von Amtspersonen, die sie einmal gesehen haben, doppelt verurteilt: zum Einen sie müssen in die Schule, weil sie vor dem Stichtag geboren sind. Zum Zweiten: sie sind nicht normal und sollen Therapie machen.
Damit beginnt natürlich großer Ärger, denn nicht schulreife Kinder werden es natürlich auch durch Therapie nicht, und Therapie bedeutet für die Kinder oft eine Störung ihres Selbstbewußtseins und Selbstwertgefühls.
Schlimm finde ich, daß diese Amtspersonen, deren Profession ich aus Scham verschweige, ganz genau wissen, daß diese Kinder noch nicht in die Schule kommen sollten. Aber sie haben eben ihren amtlichen Auftrag durchzuziehen, Rückzug ist vom Hauptquartier verboten (Verkürzte Version, um nicht wieder diese unsäglichen Vergleiche zu bemühen).
Nun haben die Autoritäten beschlossen, daß es nötig ist, um Deutschland zu retten, die Kinder früher in die Schule zu schicken, coute que coute. Sie haben festgestellt, daß die Kinder in diesem Alter sehr intensiv lernen und deshalb: rein in die Schule. Die Vorschule haben sie vorher schon planvoll ruiniert, damit man sie ja nicht als Alternative sehen kann.
Daß die Art und Weise, wie die Kinder im Vorschulalter lernen, das Spiel ist, haben sie glatt übersehen.
Aber sie werden doch mit allen Mittel gefördert - ist die nächstbeste Ausrede, die nur den Nachteil hat, daß sie absolut nicht wahr ist - Förderung und Rücksichtnahme. Fehlanzeige. Statt dessen wird dann gleich wieder medikalisiert: das Kind ist zu langsam, zu unkonzentriert, motorisch gestört oder verhaltensauffällig. Irgendwann werden sie dafür haftbar gemacht werden, daß sie tausenden von Kindern das Lernen vermiest haben.
Natürlich gibt es eine ganzer Menge von Kindern, die früher eingeschult werden können, sogar nach dem Stichtag geborene, aber es sind eben nicht alle. Ich kann nicht verstehen, warum es gerade in einer solch sensiblen Frage nicht nach individueller Situation sondern nach Schema F geht. Gerade in der Schule müßte man doch dem einzelnen Schüler gerecht werden. Leider tut man das absolut nicht. Warum bloß nicht, es handelt sich doch angeblich um Pädagogen und ähnliche Kinderspezialisten, die an den Schalthebeln sitzen ?
 

Meister 21.03.2007, 20.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Fortschritt am Wochenende

Es war zwar kein großartiger Fortschritt, aber ich habe am zweiten Abschnitt des Buches (2087) weiter geschrieben, nachdem ich ein paar Monate jetzt nur hauptsächlich am ersten und am vierten Teil gearbeitet hatte. Die einzelnen Teile befruchten sich gegenseitig. Mal geht es an einer Stelle nicht mehr voran, dann mache ich besser woanders weiter, meist fällt mir bald auf, wo der Punkt ist, an dem der andereTeil gehakt hat.
Ich müßte auch mal einen Termin setzen, wann denn die erste Version insgesamt fertig ist, oder sollen die Teile nacheinander fertig gestellt und veröffentlicht werden? Darüber besteht noch keine Klarheit, aber es gibt sowieso noch eine ganze Reihe offener Fragen.
Ich hoffe, daß ich nächste Woche wieder über Fortschritte berichten kann.

 

Meister 19.03.2007, 22.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Nägelknabbern

Fast jedesmal ,wenn ich damit konfroniert werde, daß Kinder nägelknabbern, stelle ich fest, daß die Fingernägel und Hände schlecht gepflegt sind, insbesonderescheint es typisch für die Knabberer zu sein, daß die Nagelhaut nicht zurückgestossen wird und die Kinder  dann oft schlimme Nietnägel haben. Das tut weh und diese Reize  führen natürlich leicht dazu, daß man ständig an den Fingern rumfummelt und sie in den Mund nimmt. Wenn man sich das erstmal angewöhnt hat, ist es schwer wegzukriegen. Dabei ist es doch ganz einfach die Nagelbetten zu pflegen, die Nagelhaut zurück zu stossen. Regelmäßig die Nägel zu feilen oder jedenfalls kurz zu halten, ist auch nicht zu viel verlangt .
Dann wird vielleicht auch irgendwann der Aberglaube aussterben, daß Nägelknabbern eine Psychomacke ist.
 

Meister 19.03.2007, 20.01| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Nicht ablenken lassen!

Das Erste, was ich gemacht habe, war, mein zukunftsromantisches Projekt zu entwickeln, das bedeutete vor allem das Buch über mein Leben in 150 Jahren und die Geschichte dahin. Dann habe ich im vergangenen Sommer angefangen eine zukunftsromantische Homepage aufzubauen, und dann bin ich durch die Jokers Glücksfee in die Designblogsache reingerutscht. Alles macht mir Spaß! Aber ich habe auch noch eine kleine Nebenbeschäftigung, mit der ich mein Geld verdienen muß, und ich darf mich auch nicht vom eigentlichen Projekt Zukunftsromantik ablenken lassen. Deshalb gibt es ab jetzt neben  dem Australiensonntagsblog als zweite Kolumne montags "Buchfortschritt und Probleme" und wenn da nichts drin steht, wißt Ihr, daß ich mal wieder nicht zum Eigentlichen gekommen bin.
 

Meister 19.03.2007, 18.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Die Lage im März

Ich hatte ja schon einmal darauf verwiesen, daß die Fortschritte und Probleme des Buchprojekts im Wesentlichen bei romantic-futur.de dargestellt werden, aber ein bißchen muß ich hier auch dazu schreiben, da es ja einer meiner wesentlichen Arbeitsbereiche ist.
Tatsache ist, ich schreibe zu selten und zu wenig, ich könnte schon viel weiter sein, das ist sicher eine triviale Erkenntnis, man könnte immer weiter sein. Erfreulicherweise gefallen mit die Abschnitte, die ich vor einiger Zeit geschrieben habe immer noch ganz gut.
Aber es ist so ein weites Feld, daß ich manchmal nicht weiß, wo ich den Arbeitsschwerpunkt hinsetzen soll. Jetzt hat er sich vom ersten Teil 2059 wieder auf den zweiten 2087 verschoben.
Ich bin mir auch immer noch unsicher, ob ich schon im Netz etwas veröffentlichen soll. Im Moment habe ich das auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, aber ich schaue mich schon mal im Manuskript um, welcher Teil geeignet wäre.
 

Meister 18.03.2007, 21.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Afrikanisches Sprichwort

Heute im Tagesspiegel gefunden:
"Willst du schnell gehen, dann geh allein. Willst Du weit gehen, dann geh gemeinsam mit anderen.
 

Meister 18.03.2007, 20.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Gemütliche tätige Unproduktivität

Die Wochenenden verlaufen im Moment sehr ähnlich: ich pflege eine tätige Unproduktivität, bei der ich mich aber sher wohl fühle, es ist schön und gemütlich zu Hause. Ich mache mal dies und mal jenes, lese mal was, schreibe mal was, mache was im Haus oder Garten und wenn ich mich abends frage, was ich eigentlich gemacht habe, dann habe ich das Gefühl, es ist nicht viel dabei raus gekommen und wieder ist vieles liegen geblieben.
Aber vielleicht muß das jetzt auch sein, denn die Arbeit ist doch nach wie vor sehr streßig und wenn sie für die Woche vorbei ist, fühle ich mich doch reichlich kaputt, brauche das Wochenende zur Erholung.
Es scheint dementsprechend am Besten, wenn ich diese gemütliche tätige Unproduktivität einfach akzeptiere und geniesse, dieZeit weiter langsam laufen lasse, alles was wichtig ist, wird schon irgendwann voll rechtzeitig gemacht werden.
 

Meister 18.03.2007, 15.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Reef-Tour

Am heutigen Sonntag machen wir mal eine Reef-Tour, am Besten von Cairns aus und mit unserer Lieblingsfirma Reefmagic. Die besten Touren sind die, auf denen nicht zu viel Bohai gemacht wird, sondern man viel Zeit zum Schnorcheln hat. Reefmagic hat seit einigen Jahren einen eigenen Ponton am Flynn Reef, das heißt wir fahren mit dem Catamaran etwa 90 Minuten von der Marina in Cairns bis zum Outer Reef und legen dort an dem Ponton an. Dieser ist schön geräumig, so daß alle genügend Platz haben, sich mit ihrem Tauch- oder Schnorchelzeug in Ruhe etwas ausbreiten können Meistens hat man, wenn man aus Europa kommt, nicht mehr als die Badeanzüge dabei, ein Wetshirt kann aber auch nicht schaden, die Sonne ist tückisch und auch wenn es da draußen keine Quallen geben soll....
Eine eigene Taucherbrille und Schnorchel ist nicht schlecht, kann aber genauso ausgeliehen werden wie die Flossen.
Von dem Ponton aus kann man viel bequemer ins Wasser als früher vom Boot aus ,einfach weil die Einstiegszone größer ist und man über eine breite Treppe hinkommt.
Man setzt sich erstmal in aller Ruhe auf eine Bank im Wasser, zieht die Flossen an und die Brille. Wenn man das richtig macht, hat man weniger Probleme danach. Nicht vergesen vorher auch alle sonnenexponierten Stellen, Schenkel hinten, Nacken und Hinterkopf, am Besten den ganzen Kopf dort wo die Haare nicht wirklich superdicht sind, mit wasserfestem Sonnenschutz eincremen, man wird es sonst bedauern, denn wir werden eine ganze Weile im Wasser sein und darüber die Zeit vergessen. Jetzt schwimmen wir los und orientieren uns erst einmal, die Zone, die wir erkunden können ist riesengroß, es wird nicht langweilig werden. Das Korallenpanorama ist toller als wir es uns je vorgestellt haben und die Fischarten zu zählen wäre schon kaum möglich. Man kann sich nicht satt sehen daran und es ist ganz anders, als wenn man es auf einem BIldschirm sieht. Man schwimmt durch die Korallengärten und vergißt alles andere. Hin und wieder lassen sich auch besondere Tiere blicken, eine Schildkröte, ein Reefshark oder eine Moräne bespielsweise, daß man von einer Napoleonwrasse "belästigt" wird ist nicht ungewöhnlich.
Zwischendurch gibt es aber ein Buffett und eine Pause tut dann auch gut, auch wenn man eigentlich nur widerwillig raus kommt. Nicht zu viel essen, denn wir wollen ja weiter schnorcheln, noch eine Nachmittagsrunde, es wird einem nicht zu viel, auch wenn man hinterher feststellt, daß man 3 Stunden im Wasser war.
Man kann auch tauchen, aber ich finde es hier unnötig, weil die Attraktionen nur 1-3 Meter unter der Wasseroberfläche liegen.
Wenn das Schiff dann zurück fährt, war man volle 4 Stunden am Outer Reef, das ist schon eine gute Zeit. Man würde zwar gern noch länger bleiben, aber auf dem Rückweg merkt man erst, wie müde man doch ist. Die Wahrscheinlichkeit nachts von Korallen und bunten Fischen zu träumen ist hoch.
 

Meister 18.03.2007, 12.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Zeitläufe des Lebens:

Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.
Lassen wir es ruhig langsam laufen.
Bis zum glücklichen Ende.
 

Meister 17.03.2007, 21.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Dezentralisation

Ein Stichwort noch aus Norwegen: Dezentralisation wird dort sehr wichtig genommen, kein Wunder bei einem ziemlich großen schwer zugänglichen Land mit eine relativ kleinen Bevölkerung.
Das scheint mir aber von weitreichender Bedeutung für Deutschland, Europa, die Welt insbesondere die romantische Welt.
Denn die Tendenzen die Entscheidungsgewalt von den unteren Ebenen wegzunehmen und oben ein Befehlszentrum einzurichten sind immer unübersehbarer, werden sogar als prima Errungenschaft gefeiert, besonders sichtbar in Europa. Irgendwelche europäischen Richtlinien werden gar nicht mehr diskutiert sondern schlicht umgesetzt. Werden sie nicht umgesetzt, dann gibt es Prügel aus Brüssel oder Straßburg. Diese Europa kann uns gestohlen bleiben, es hat keine Zukunft, es hat keinen Wert, es wird keinen Bestand haben. Zum Glück gibt es in Skandinavien und vor allem in Großbritannien starke Abneigung gegen das Bürokrateneuropa und auch die Ablehnung der europäischen Verfassung zeigte deutlich, daß die Bevölkerung dieses Europa nicht will. Bezeichnender Weise wird in Deutschland natürlich nicht einmal ein Referedum über derartige Fragen durchgeführt.
Für Europa gilt das Gleiche wie für die ganze Welt: nur wenn die Menschen über ihre eigenen Angelegenheiten selbst entscheiden können hat ein Gemeinwesen Sinn, Wert und Zukunft. Deshalb ist Dezentralisation eine der zentralen Forderungen für die Zukunft.


 

Meister 17.03.2007, 20.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Medien und Interneteinfluß auf die Medizin

Zum T'eil ist es ja erschreckend, wie wir heutzutage von den Medien aber auch teilweise vom Internet gesteuert werden. Zum Beispiel ist uns letzte JAhr die GRippewelle erspart geblieben weil die Menschen die Praxen stürmten, um sich gegen Grippe impfen zu lassen, der Impfstoff war total knapp, es gab ziemlich Unzufriedenheit darüber. Dieses Jahr war Impfstoff in Massen verfügbar, aber keiner ließ sich impfen, weil die Medien andere Säue durchs Dorf trieben. Ergebnis: wir hatten gerade eine Grippewelle, die sich gewaschen hatte.
Anderes Beispiel: die "Zeckenimpfung", die bestvermarktete Impfung überhaupt. Ständig werden die Leute damit verunsichert, daß irgendwelche Landkarten auftauchen, wo angeblich jetzt schon Gefahr besteht, dabei hat sich in Wirklichkeit kaum etwas verändert und man hört von real Erkrankten hierzulande niemals etwas, noch viel weniger kennt man irgendjemanden, der in den letzten 10 Jahren jemanden gesehen hätte, der  daran erkrankt war.Torzutdem wollen alle diese Impfung und wenn man die für Kinder und Jugendliche empfehlenswerte Meningokokkenimpfung erwähnt ,bekommt man von jedem Zweiten die Antwort: "ja gegen die Zecken, nicht wahr!"
Auch wunderschön ist es, wenn die Leute im Internet Behandlungen aussuchen, die irgendwelche Selbstvermarkter eingestellt haben. Die Leute sind dann nicht davon abzubringen, daß es großartig sein muß. Wenn das Ergebnis dann miserabel ist, sind sie natürlich heftig enttäuscht.
Wann wird man endlich lernen, mit den ganzen Desinformationen kritisch umzugehen?
 

Meister 17.03.2007, 09.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Soll man nun im Winter nach Norwegen fahren?

Ich bin noch eine Antwort schuldig auf diese Frage: die Antwort heißt  JA,aber......
Die Hurtigruten um diese Jahreszeit zu fahren ist schon eindrucksvoll, außerdem ein sehr ruhiger Trip. Das  "aber" heißt, es ist im Sommer bestimmt noch schöner, wenn alles grün ist und die Mitternachtssonne den Tag unendlich macht und man mehr unternehmen kann. Andererseits würde man es dann auch nicht aushalten, so lange auf einem vollen Schiff rumzusitzen, denn im Sommer ist  es mehr als voll.
Immerhin haben wir das Polarlicht gesehen und auch eine Ahnung davon bekommen, wie es in den Wintermonaten nördlich des Polarkreises ist. Aber mehr als 5 Tage wäre zu lang gewesen.
 

Meister 13.03.2007, 21.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Flatrate-saufen

Da liegt ein Jugendlicher mit schwerer Alkoholvergiftung im Koma und der Politzirkus entdeckt plötzlich, daß das verboten werden muß. Nur wenige scheinen zu merken, daß das bereits verboten ist: Alkoholausschank an Jugendliche - verboten. Alkoholausschank an Betrunkene- auch verboten.
Aber in Deutschland ist es allemal besser, etwas zweimal zu verbieten, als für den Vollzug der geltenden Gesetze zu sorgen.
In Australien, die sind da auch nicht alle Antialkoholiker, hängen überall Schilder, daß es verboten ist  Alkohol an "intoxicated people" auszuschenken. Und sie halten sich auch deswegen dran, weil ein Inspector vorbei kommen könnte und man dann die Licence los ist.
Hierzulande ist zwar alles doppelt verboten, aber keiner hält sich dran. Muß man unser Land als die erste vollbürokratisierte Anarchie der Welt ansehen?
 

Meister 12.03.2007, 20.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Ein tolles Buch:



Torsten Preuß: Verliebt, verlobt, verheiratet?

Ein Buch über das ich uneingeschränkt begeistert bin, ich habe die 588 Seiten in 4 Tagen gelesen. Ich bin auf eine noch immer ungewöhnliche Weise zu diesem Buch gekommen: ich habe im Tagesspiegel am 4.März über Torsten Preuß, sein ungewöhnliches Leben und sein Buch gelesen und wußte gleich, daß ich es haben muß. Man kann es unter

http://www.toponlineverlag.de

bestellen, habe ich auch gleich gemacht , und am 8. war es bei mir. Das Bindeglied heißt Australien und obwohl ich nicht ausgewandert bin, kann ich ihn doch sehr gut verstehen. Denn Torsten Preuß liebt die Freiheit über alles und ist Romantiker im besten Sinne des Wortes. Und Australien ist heute die Sehnsucht für alle Romantiker, weil es Freiheit und Bewegungsraum bietet. Torstens erstes Buch behandelt aber Australien nur am Rande, weil es seine eigene Geschichte erzählt, sein Leben in der DDR, als Übersiedler und wie es weiter geht. Für mich ist es eines der wenigen authentischen Bücher über das Leben in der DDR, weil die meisten, die darüber schreiben irgendwie doch zu dem System dazu gehört haben, wenn nicht mehr. Torstens Buch ist deshalb wichtig, weil es denjenigen eine Stimme gibt, die die DDR wirklich gehaßt haben und sich darin auch nicht durch das Ende dieses zweitschlimmsten Staates auf deutschen Boden haben beirren lassen. Torsten erzählt seine persönlichen Erfahrungen mit den Staatsorganen direkt und ausführlich und er hat wirklich sehr herzzerreißend gelitten, dadurch daß er nach heftigen Querelen ausreisen durfte, aber Frau und Kind jahrelang als Geiseln des Systems zurückgehalten wurden. Es ist wirklich eine sehr bewegende Story und sie wird sehr gut erzählt. Torsten kann wirklich sehr gut schreiben, ich hoffe er erzählt uns demnächst die Fortsetzung der Geschichte.

Was mir an dem Buch auch gefällt, ist die romantische Liebe, die darin beschrieben wird und wie sie hält trotz der Qualen und Gefahren. Nicht nur das Happyend ist dabei schön, sondern vor allem das Zusammenhalten und die Liebe in Freiheit und Bindung.

Torsten ist für mich ein richtiger Australier und wenn er heute nicht da leben kann, dann ist das sicher auch nur eine Etappe auf seinem Weg über die 5 Kontinente gemäß altem Indianerehrenwort. Eigentlich wäre das Buch auch eine gute Filmvorlage für ein Roadmovie durch alle Kontinente oder für eine romantische Odysee, die natürlich nur auf der größten aller denkbaren Inseln enden kann.

Aber eins muß ich noch zu seinem letzten Satz in dem Tagesspiegelartikel sagen: es mag sein, daß Deutschland ein Land ist, "in dem die Leute nicht daran erinnert werden wollen, daß man aus seinem Leben etwas machen kann", aber das heißt für mich: es wird Zeit, daß wir genau daran etwas ändern. Es gibt eine romantische Zukunft, auch für Deutschland und man kann dabei von Australien einiges lernen.

Aber jetzt hoffen wir erstmal, daß dieses tolle Buch viele Leser und eine baldige Fortsetzung findet.

Meister 12.03.2007, 20.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Turbobäume o.ä.

Geforscht wird ja offenbar schon an den CO2-Fressern. Heute stand in der Zeitung, daß man einen wichtigen Katalysator gefunden hat, der Reaktion  mit der das Chlorophyll aus CO2  Glusose und Sauerstoff macht unter Verwendunfg von Sonnenenergie. Die chemischen Bindungen im CO2-Molekül sind sehr stabil, es braucht viel Energie sie aufzubrechen. heißt es in dem Artikel. Also festhalten: was die Pflanze macht, ist unter Energieeinsatz ihre eigenen Substrate produzieren und Sauerstoff freisetzen. Die eigenen Substrate der Pflanze sind dann die Energiespeicher, die man als fossile Brennstoffe oder als Holz oder Biomasse dann wieder unter Energiefreisetzung oxidieren also verbrennen kann. Eine Unterscheidung zwischen dem Verbrennen fossiler Brennstoffe auf der eignen Seite und von Holz, Biomasse und anderen frischpflanzlichen Energieträgern auf der anderen scheint mir aus Sicht der CO2-Wirksamkeit unsinnig, sitzt man da nicht schon wieder der Werbung bestimmter Interessenten auf?
Was man erforschen müßte, ist genau dieser Einsatz von Solarenergie, den die Pflanze kann.
Wie heisst es doch am Eingang des botanischen Gartens: "Habt Ehrfurcht vor der PFlanze, alles lebt durch sie."
Die Idee fürs CO2 ist also schon seit langem Vorhanden. WEnn es richtig ist, daß man nur eine gute Idee braucht und alles andere dann wissenschaftlich-technische Optimierung ist, dann sage ich: Dann forscht mal schön.
 

Meister 12.03.2007, 10.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Shiraz mit Ananas

Auch auf die Gefahr hin,als Lobbyist der australischen Winzer angesehen zu werden ( ein deutscher Riesling ist aber auch wass sehr Schönes!)  hier eines meiner australischen Lieblingsrezepte:
Man nehme eine schöne saftige, süße Ananas und schneide sie in Würfel. Dann mit Shiraz Rotwein, hierzulande am liebsten Lindemann Bin 50, übergiessen und schön langsam geniessen, am besten bei untergehender Tropensonne, hierzulande auch ohne Tropen gut.
 

Meister 11.03.2007, 19.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wunderbarer Vorfrühling

Endlich draußen im Garten was machen! In diesem Jahr sind wir wikrlich privilegiert, wir konnten schon in aller Ruhe die Winterarbeiten abschliessen und jetzt kommt das, was eigentlich Spaß macht: säen, pflanzen und der Natur bei ihrem Ausbruch  zusehen. MAn kann sagar schon wieder etwas in der Sonne sitzen und einfach mal gar nichts tun.
 

Meister 11.03.2007, 12.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Cape Tribulation

Heute fahren wir weiter von Port Douglas nach Norden, wir kommen nach Moosman, kleiner Ort am bekanntesten sit die Moosman Gorge, ein eingeschnittenes felsiges Tal oberhalb des Ortes. Der weitere Weg nach Daintree geht an riesigen alten Bäumen vorbei, die den Ortsausgang von Moosman markieren. Es regnet in der Regenzeit hier sehr viel und die Felder sind fruchtbar. alles wächst wie verrückt. Wir kommen nach Wonga Beach, kleiner Ort, in dem eine Reihe älterer Deutscher leben. Von einem Ehepaar wissen wir, daß er total glücklich war, weil er so schön fischen konnte, aber sie langweilte sich so total dort, daß sie wieder weg sind. Es ist schon so, daß man hier nicht viel machen kann, selbst mit dem Strand muß man aufpassen, große Schilder warnen vor den "Estuarine Crocodiles" , freundlich "Salties" genannt, da denkt man doch eher an Erdnüsse. Man sollte sich mit ihnen nicht einlassen. In Daintree steht einer ausgestopft in einem Laden, mehr als 5 Meter lang und offenbar nach vielen touristischen Fragen trägt er ein Schild im großen Maul: " Yes, I´m stuffed, but I´m happy!"
Aber wir biegen vor Daintree ab, fahren zur Fähre über den Daintree River. Man sieht die Crocodile darin meist nicht, aber man ahnt sie in den brauen Fluten der Regenzeit. Ist man über die Fähre weg, kommt man in ein wildromantisches bergiges Gebiet, in dem es nur noch vereinzelte Häuser oder auch mal eine Eco-Lodge gibt. Viel Wasser läuft die FElsen herunter, über die Straße auch, man muß eine Reihe Creeks auf mehr oder minder engen Holzbrücken überqueren , teilweise auch an inzwischen betonierten Furten durchfahern. Das eigentlich spannende dabei ist, daß diese Creeks teilweise schnell anschwellen können, wenn es weiter oben regnet. Hinter dem Cooper Creek ist ein hübsches Café direkt am Meer, man sitzt dort im Freien, aber doch gegen REgen geschützt und es gibt auch meist was leckeres zu essen. Dann ist man schließlich am Cape Tribulation, "where the rainforest meets the reef" beliebte Backpackerdestination. Neben der Backpackerherberge gibt es noch einen Imbiß und eine Naturschutzstation, in der sie ein paar verletzte "Flying Foxes" aufziehen, Flughunde, sehr niedliche Tiere, sehen aus der Nähe wirklich aus wie kleine Hunde, die sich einen Vampirumhang aus schwarzer Fallschirmseide umgehängt haben, sind aber reine Vegetarier, was sie bei den Obstfarmern nicht gerade beliebter macht, sie sollen einen ziemlichen Appetit haben.
Und dann gibt es noch einen Boardwalk direkt durch den Mangrovendschungel am Meer, man ist wirklich mitten drin im üppigen Regenwald und kommt direkt an den Strand. Schöner weiter Strand mit bergiger Dschungelkulisse im Hintergrund.
Weiter nach Norden kommt man nicht so ohne weiteres, man braucht zumindest einen 4WD aber auch das hilft in der Regenzeit nicht unbedingt, es gibt auf dem "Bloomfoeld track" unbefestigte Flußdurchfahrten und sehr steile Geländepisten, die wenn sie aufgeweicht sind jedem Geländewagen spotten.
 

Meister 11.03.2007, 12.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Romantischer Ort: Sandfire Roadhouse

Ich bin noch nie dort gewesen, vielleicht komme ich auch nie hin, aber die Gegend und der Name machen es zum total romantischen Ort. Es liegt an der ziemlich einsamen Nordküste Westaustraliens,  zwischen Port Headland und Broome. In der ganzen Gegend ist ziemlich wenig los, bekannt ist die Gegens hauptsächlich dadurch, daß die meisten Zyklone WAs dort auf die Küste treffen. Dann werden regelmäßig ein paar Figuren evakuiert, die dort für große Öl- oder Minencompanies arbeiten, falls sie nicht spezielle Schutzräume  an ihren Arbeitsstellen haben. Es gibt natürlich auch ein paar Farmen. Eigentlich eine total langweilige Gegend. Wenn man jetzt dort vorgefahren käme, würde man sich ein eiskaltes Bier gönnen und sich dann aufs Ohr legen. Morgen früh würde man dann meinen: jetzt aber mal weiter.
Trotzdem eine total romantische Vorstellung dort jetzt aufs Meer zu schauen und die Ruhe zu geniessen.
 

Meister 09.03.2007, 17.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Zukunftsorakel

Der freie Mensch der Zukunft überwindet Religion und Geistlosigkeit und findet Gott.
 

Meister 09.03.2007, 10.50| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Lofoten: Heute vor einer Woche-

-war der spannenste Tag der Hurtigrutenreise. Morgens legte die "Finnmarken" in Harstadt an und wir bestiegen den Bus zu einem Landausflug. Harstadt auf den Vesteralen ist eine der hübschesten Städte an diese Küste, ein wunderbarer Blick über die weite bergige Küstenlandschaft. Eine großartige Kirche aus dem 12. Jahrhundert, die Größe ungeheuer für die damalige Zeit. In Fußlaufweite ein Museum über Trondenes und die Vesteralen, modern, aber sehr gut eingepasst in die Landschaft. Dann fahren wir weiter über die Inseln. An einer Stelle, die sich die Reiseleiterin nicht umsonst ausgeguckt hat, können 17 Seeadler gezählt werden. Die Reiseleiterin ist eine lustige Person. Sie meint, es lebt sich im polaren Nordnorwegen deshalb so gut, weil durch das harte Klima, dort nur Optimisten leben können, die anderen sind schon lange nach Südnorwegen verschwunden. Wir kommen nach Sortland, was eigentlich "schwarzes Land" heißt. Aber da man das nicht so toll findet, ist beschlossen worden, daß die ganze Stadt blau angestrichen werden soll. Wer sein Haus blau streichen will, kann sich auf dem Rathaus blaue Farbe in der notwendigen Menge abholen. Natürlich muß niemand blau streichen, deshalb gibt es natürlich auch eine ganze Menge Häuser, die nicht blau sind. Unser Schiff ist inzwischen auch eingetroffen und wir fahren weiter nach Stockmarkenes, wo sich das Hurtigrutenmuseum befindet. Natürlich muß ich da hin, auch wenn wir nur eine Stunde Aufenthalt haben. Das Museum ist schön, es zeigt die ganze Geschichte der Linie seit über 110 Jahren. Die 1956 gebaute Vorgängerausgabe der "Finnmarken" liegt dort aufgebockt, ist leider jedoch im Moment wegen Renovierung nicht zu besichtigen. Ich muß mir natürlich einen Kaffeepott als Andenken kaufen, damit habe ich morgens immer irgendeine schöne Erinnerung.
Wir legen wieder ab und der nächste Höhepunkt des Tages wartet: wir steuern durch die Lofotenmauer hindurch. Der Raftsund ist 26km lang und teilweise aufregend eng, ein Bild jagt das nächste. Wegen der Jahreszeit fährt das Schiff leider nicht in den Trollfjord, aber das wäre auch zu viel des Guten. Abends legen wir in Svolvaer an. Dort kann man etwas spazieren gehen, es ist aber schon alles zu. Es scheinen sich viele Maler auf den Lofoten herumzutreiben ,es gibt mehrere Geschäfte für Malerbedarf und eine Reihe von Galerien. Dann können wir in die Koje sinken und die BIlder desTages REvue passieren lassen.

 

Meister 06.03.2007, 23.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Wunder

Als ZukunftsRomantiker suche ich nicht nach übersinnlichen Phänomenen. Feen oder andere Wesen, die nicht wirklich existieren, interessieren nicht, da die wirkliche diesseitige Welt unser Spielfeld ist. Ob es eine andere Welt gibt? Warum nicht? Aber diese Welt hier ist unsere Aufgabe. Sie enthält alle Wunder, die für uns vorgesehen sind. Das größte  Wunder ist das Wunder des Daseins: wir sind jetzt  wirklich lebendig und hier anwesend. Denke genauer darüber nach, und Du kannst Dich nur wundern !  Und als Romantiker der Zukunft glauben wir auch daran, daß uns jederzeit etwas Wunderbares begegnen kann. Daß es einfach toll weitergehen kann und wird, daß an der nächsten Ecke eine schöne Überraschung auf uns wartet. Nicht an jeder Ecke, vielleicht aber gerade an der nächsten. Wir werden das Wunderbare sicher nicht übersehen, wenn es uns begegnet, denn das wäre die wirkliche Tragik: das Wunderbare treffen, aber es nicht erkennen.
 

Meister 06.03.2007, 22.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Der 1.Arbeitstag nach Urlaub...

...ist immer nicht so ganz einfach, weil man irgendwie noch nicht so richtig wieder da ist. Aber man muß halt funktionieren. Wenn es dann auch noch einen Ansturm gibt und eine Kollegin ausfällt, na dann gute Nacht. Aber wenn man merkt, daß man alles doch leichter nimmt , als vor dem Urlaub, dann hat man doch etwas erreicht. Da ist wirklich ein ERholungseffekt eingetreten, möge er uns eine Weile erhalten bleiben. Nichts ist schlimmer als dieses Gefühl, daß einem alles an irgeneiner Oberkante steht, wie man gertn vor dem Urlaub hat ,ein absolut unromantisches Gefühl. Jetzt danach denkt man auch an die schönen Seiten der Arbeit und läßt die Zeit langsamer laufen.
In diesem Urlaub ist etwas passiert - die Zeit läuft plötzlich langsamer. Und jetzt versuche ich, dabei zu bleiben, sie soll weiter langsam laufen, irgendwie habe ich das Gefühl, daß es geht.
 

Meister 05.03.2007, 21.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Australian Sunday

Heute fahren wir mal von Cairns nach Port Douglas. Die Strecke am Ozean entlang bietet einen  malerischen Ausblick nach dem anderen, leider kann man  sich nicht so sehr darauf konzentrieren ,wenn man selbst fährt, denn eine Kurve reiht sich  an die nächste. Die Diskussionen, ob der Captain Cook Highway 4-spurig ausgebaut werden soll, reißen seit Jahren  nicht ab, aber eigentlich kann es nur schlechter werden, wenn man es tun würde. Man kommt an mehreren Attraktionen vorbei, z.B. an Hartley´s Crocodile Adventures, eine Croc-Farm nicht nur für Touristen, dann an der Wangetti-Schule, nicht zuletzt bekannt durch David Hudsons Album. Kommt man dann nach Port Douglas ,fällt zunächst die kilometerlange Palmenallee auf, die dann plötzlich mit einem Knick nach links in der Hauptstraße endet. Eigentlich ist Port Douglas diese Hauptstraße, sie hat auch eine Reihe ganz unterhaltsame Geschäfte. Am Ende geht es dann rechts auf den Felsen und nach links zur Marina.  Fährt man auf den Felsen rauf, hat man einen atemberaubenden Blick über den kilometerlangen palmengesäumten Strand und natürlich über den weiten Ozean. Die Marina ist  wie in Cairns Ausgangspunkt für eine ganze Reihe  von Reeftouren, die bekannteste ist Quicksilver, ist auch wirklich nicht schlecht. Die ganzen Touren sind schon wirklich Value-for-money, soweit ich das beurteilen kann. Aber davon ein anderes Mal.
 

Meister 04.03.2007, 17.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Zurück aus Norwegen

So, jetzt bin ich wieder da. Die Hurtigrutenreise von Kirkenes nach Bergen im WInter war schon ein großartiges Erlebnis, die norwegische Küste ein einmaliges Naturensemble.
Die Norweger sollen zu den zufriedensten Menschen in Europa gehören. DAvon könnten wir sicher etwas lernen, denn was ist denn anders in Norwegen? Ja sie haben viel Öl und damit keine Staatsschulden, aber das macht nicht den Unterschied aus. Sie haben viel Platz und stehen sich nicht so auf den Füßen, das macht schon einen Unterschied, sie haben mehr Bewegungsspielraum, was eine großartige Sache ist, genauso in Australien.
Aber wenn man so nach Deutschland zurück kommt, dann stellt man doch auch fest, daß es kaum etwas dort oder irgendwo gibt, was wir hier nicht haben. Wir haben auch eine schöne Natur hier und unser Klima ist sicher eines der besten der Welt , wenn man es übers Jahr sieht.  Und arm ist man ja nun wirklich auch nicht in Deutschland, deshalb messen sie ja Armut auch an irgendwelchen Neiddurchschnitten und nicht an realen Lebensmöglichkeiten, weil sie ja sonst keinen Grund hätten zu jammern, sich zu grämen und sich neidvoll anzugiften.
Aber in Wirklichkeit ist Deutschland auch das Land der Romantik, auch wenn das lange verschüttet war.  Wir haben allen Grund, unsere Lebensmöglichkeiten zu ergreifen und optimistisch in eine romantische Zukunft zu gehen.
Deshalb gitb es auch nicht nuir eine Zukunftsromantik, sondern auch eine praktische Romantik des Alltags, die uns helfen kann unsere Leben schlicht positiver, einfallsreicher , romantischer anzunehmen und etwas jeden Tag neu tolles daraus zu machen.
 

Meister 04.03.2007, 11.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Weg?

Heute sind Reisevorbereitungen angesagt. Manchmal ist mir nicht klar, warum die Reislust in dem Moment den Tiefpunkt erreicht, wenn man seinen Kram nun zusammenpacken muß. Für eine Woche kann das doch nicht so schwer sein!
 

Meister 23.02.2007, 14.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Urlaub nötig

Der Urlaub ist jetzt wirklich fällig. Im Winter ist es auch bei bestem Willen nicht zu verhindern, daß die Arbeit einen verschleißt. Eigentlich sollte man hinter dem warmen Ofen liegen und den WInterschlaf emulieren, aber Realität ist das Gegenteil.
Romantische Vorstellung dazu: laßt uns in der Zukunft Zugvögel werden.
 

Meister 21.02.2007, 21.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Kleine Bilanz

Wenn ich die  Einzelbeiträge so Revue passieren lasse, dann bin ich erstmal nicht unzufrieden. Es kommt aber noch zu wenig Romantik vor, auch wenn sie sich überall durchzieht.
Ich überlege, ob ich 1 oder 2 feste Kolumen in der Woche einrichten sollte?  Mit dem australischen Sonntag habe ich eigentlich schon angefangen . Wie wäre es mit einer Kurzpredigt am Sonntag?  Möchte aber nicht, daß es als blasphemisch empfunden wird.
An  alle anderen Blogger: ich schaue in viele Seiten rein, auch wenn ich nur ausnahmsweise mal kommentiere, seid also alle herzlich gegrüßt.
 

Meister 20.02.2007, 22.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Nochmal Byron

Nachdem ich mit der Biographie (Benita Eisler: Byron- Der Held im Kostüm) fertig bin, bleiben widersprüchliche Gefühle zurück. Seine Herzlosigkeiten gegen Frauen und besonders gegen sein letztes Kind, stören stark mein Verständnis für ihn. Seine Mysogynie (=Frauenfeindlichkeit) kontrastiert doch sehr mit seinem intensiven "Liebesumgang" mit Frauen. Gerade seine Irrlichtartigkeit macht aber offenbar seine Faszination aus.
Irgendwie tut er mir auch leid, weil er nicht so leben konnte, wie er vielleicht wollte. Seine Dichtung ist schon großartig. "She walks in beauty", geht mir heute nicht aus dem Kopf.
 

Meister 20.02.2007, 21.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Australischer Sonntagsblog

Heute morgen fahren wir erstmal zum Markt in Cairns. Markt ist Freitag bis Sonntag,also heute der letzte Tag. Die Straße von den Northern Beaches nach Cairns rein, ist meine Lieblingsstraße in Australien, besonder am Anfang des Aufenthaltes kann es mich total glücklich machen, nur  alleine die Straße zu fahren. Wenn wir Glück haben, kriegen wir einen Parkplatz nahe am Markt, dann können wir alles in den Kofferraum packen, wenn die Arme schwer werden. Wenn nicht, müssen wir eben alles bis zum Schluß schleppen. Wir brauchen erstmal genügend Salat, am liebsten Römersalat, der ist in Primaqualität immer zu bekommen. Dann reichlich Kräuter, die sind für den Salat wichtig,  sonst schmeckt er nicht vollsommerlich. Weiterin brauchen wir genügend Früchte, Bananen, Ananas, Mangos, Papayas, und was es sonst noch so gibt. Bei den Mangos muß man trotzdem aufpassen, einmal sind wir reingefallen, als ein voll nach Farm aussehender Typ behauptete es handele sich um eine grüne Sorte, die sei schon reif: sie waren in den nächsten 2 Wochen nicht genießbar. Zum Glück hatten wir für Mangos dann eine andere Quelle. Dort waren sie so gut, daß man wirklich mit Begeisterung eine nach der anderen essen konnte, bis nichts mehr rein ging . Ein ganzer Kasten davon, wurde uns nicht schlecht, der nächste auch nicht. Wenn nötig, kaufen wir auch noch den Arabica-Kaffee aus Mareeba, der kommt in verschiedensten Sorten daher, Natur oder auch mit Flavour.  Letzteres sollte man auch nicht verachten. Ein Brot noch und Käse, vielleicht auch noch Gemüse, das heißt dann aber kochen. Jetzt müssen wir die Schätze aber zunächst mal heim bringen, im Kofferraum würden sie nicht länger überleben. Also zurück zum Appartment. Wenn wir schon dort sind, auch die Gelegenheit für ein Bad im Ozean ergreifen und sich am Strand etwas ausruhen. Nachmittags können wir noch einmal in die Stadt fahren und dann den Charme des tropischen Abends dort erleben, wenn dann alles wieder auf hat, Andy Collins vielleicht seine Guitarre auspackt und in der Muschel an der Lake Street nahe dem Wollsheed spielt,  die Night Markets  uns zu verschiedenen Köstlichkeiten verführen wollen und eine Menge junger Backpacker aus aller Welt die Esplanade bevölkern. Es ist ja eine touristische Stadt , aber irgendwie stört einen das nicht so wie anderswo. Es muß an der relaxten tropischen Atmosphäre liegen. Es wird schnell dunkel, und es ist heiß. Wenn nicht gerade ein Mosunregen nieder geht, kann man sich auch schön an der Esplanade hinsetzen und einfach den Abend geniessen. Aber der Regen ist auch toll, warm und freundlich. Es  macht nichts wenn man plötzlich bis zu den Knöcheln im Wasser steht, man muß ja nicht frieren.
 

Meister 18.02.2007, 19.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Woher kommen Ideen?

Ideen kommen nicht aus dem Nichts. Als Voraussetzungen sind da Erfahtungen und Probleme, die sich plötztlich im Kopf neu gruppieren. Wahrscheinlich in jedem Kopf.
Phantasie ist die Möglichkeit oder vielleicht sollte ich sagen die Freiheit weiter zu denken, die Entwicklung dieser Geisteskombinationen zu erlauben. EIne Vorzensur tötet die meisten Ideen. Wenn man weiter denkt ,andrs denkt, neu im Kopf kombinieren läßt, kommt sicher eine Menge dabei raus. Wenn man viele Ideen hat, ist zwangsläufig viel Schrott dabei. Aber vorsicht, nicht jede Idee offenabrt sofort ob sie Schrott ist oder weiter führt. Jede noch so verrückte Idee ist es wert, daß man nochmal über  sie nachdenkt. Man muß sich nicht alles sofort aufschreiben, was wichtig ist, kommt wieder.
Wie kommt man zu einer Idee zu einem spezifischen Problem? Das kommt auf das Problem an, für schwierige Probleme gibt es keine Patentlösungen, es kann dauern, bis man etwas findet. Es ist aber falsch den Schluß zu ziehen nicht über etwas nachzudenken , weil es zu kompliziert für eine Lösung ist. Man darf sich nicht selbst im Weg stehen.
Die angemessenste Art mit einem zu lösendenProblem umzugehen , scheint mir ,daß man zunächst versucht ,dieses Problem zu durchdenken. Das heißt, man versucht,es von allen Seiten zu betrachten und sich zu merken, was einem spontan dazu einfällt.  Ich glaube nicht , daß es zu diesem frühen Zeitpunkt gut ist, ein "Brainstorming" (ich sage >Ideensturm< dazu)  mit anderen durchzuführen, weil zu verkrampft zum falschen Zeitpunkt die Betonung auf Ergebnisproduktion gelegt wird. In der folgenden Zeit läßt man sich die Sache immer wieder durch den Kopf gehen und probiert darin aus, was einem einfällt. Dann kann man  die eigenen Ergebnisse mit den Ergebnissen von anderen vergleichen, kombinieren und diskutieren.
Mir fällt am Schreibtisch immer am wenigsten ein. Am meisten dann, wenn ich irgendetwas mache, z.B. Gartenarbeit, aber auch beim Autofahren. Manchmal quälen mich nachts Ideen, die ich dann aufschreibe, um sie loszuwerden.
 

Meister 18.02.2007, 11.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Staatsorakel

Der Staat der alles besser weiß und alles wissen will, wird bald gar nichts wissen,
und der, der alles besser meint zu können, wird bald gar nichts mehr vermögen
 

Meister 17.02.2007, 22.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Ökologisches Mißverständnis

Das Verbrennen fossiler Brennstoffe führt zu CO2 Freisetzung und zum Treibhauseffekt. So weit klar, aber was ist mit dem Verbrennen von nicht fosslien Stoffen, z.B. Holz. Das gilt, so hört man, als klimaneutral. Ist das nicht ein Mißverständnis oder gar Blödsinn? Es wird doch durch diese Verbrennung genauso CO2 freigesetzt, daß es nicht vor Millionen von Jahren sondern erst in der jüngeren Vergangenheit aus der Atmosphäre genommen wurde, macht doch in de Bilanz keinen Unterschied. Man könnte das ja für marginal halten ,wenn man nicht auch hören würde, daß wegen des neuerdings beliebten Heizens mit Holz (Pellets etc. ein schönes Geschäft mit angeblichem Umweltschutz?) das Holz für andere Zwecke knapp wird, daß also mal wieder mit Pseudoumweltschutz viel Geld gemacht wird. Ist es denn mit Biogas und anderer Oxydation von Biomasse anders? Oder läuft hier ein Ettiekttenschwindel großen Ausmaßes? Auch Rapsöl für Autos - hat es wirklich irgendeinen Vorteil, außer daß die Scheiche geärgert werden?
 

Meister 17.02.2007, 20.07| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Freitags in Berlin City

Seit längerem mal wieder mitten in der  Stadt gewesen, um ein paar Dinge einzukaufen. Im KaDeWe hat sich wenig geändert, außer ,daß mal wieder alles umgebaut und umgeräumt worden ist. Heftiger Touristenansturm, wie immer. Der Autoverkehr war für einen Freitagnachmittag überraschend zahm,  liegt vielleicht doch an der  Entzerrung der Ladenschlußzeiten. Trotzdem freut man sich, wenn man dann wieder draußen auf dem Lande ist , die Beine hochlegt und den Ausflug in die "dynamische Metropole" überstanden hat.
Ein hübschesTeleobjektiv für die Nordlandreise gekauft, mal gespannt, ob ich bei Rückkehr dann endlich mal ein paar schöne Bilder präsentieren kann?
 

Meister 16.02.2007, 19.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Krimi-Serie

Neue Idee:  man könnte eine Krimiserie schreiben, jenseits des Genres. Damit meine ich es wird nicht nach Herzenslust rumgemordet, sondern es geht um die wirklich großen Verbrechen, die heutzutage wirklich stattfinden, versteckt und heimlich oder in aller Öffentlichkeit. Dabei geht es nebenbei auch um das alte" Who´s done it?" wobei die vordergründige Antwort auf der Hand liegt, die hintergründige aber irgendwo lauert. Das besondere dieser Verbrechen ist ja, das sie entweder nicht strafbar sind, oder die Täter die Mittel haben, sich der  Verantwortung zu entziehen. Klingt es zu kryptisch? Das ist gerade das Interessante.
 

Meister 16.02.2007, 12.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Wiederaufnahme: Kurz-Bildung

Am 4.2. hatte ich geschrieben, ob man sich nicht den Bidungsroman als Kurzgeschichte vorstellen könnte. Jetzt habe ich ein erstes Thema dazu gefunden: Eine Mittelstufenklasse mit einem längerfristig ernsthaft erkrankten Schüler, wie kann sie lernen, sich dazu positiv zu verhalten? Das Therma ist nicht aus derLuft gegriffen und da das reale Vorbild nicht ganz einfach ist, werde ich es mir auch nicht so einfach machen können, nur korrekte Friede-Freude-Eierkuchen zu propagieren. Der Anfang ist gemacht, der Bericht wird fortgesetzt.
 

Meister 16.02.2007, 12.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Frühkindliche Bildung

Die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird heißt "frühkindliche Bildung".
Abgesehen davon , daß es erschreckend ist ,wie schnell wieder mal eine Medienkampagne in der klassischen Propagandaindustrie zusammengezimmert wird, ist die Sache selbst als hochbedenklich anzusehen. Zunächst werden die sogenannten "bildungsfernen Schichten" mit allen Mitteln ( d.h.Geld und gute Worte) dazu gebracht, mehr Kinder in die Welt zu setzen, als die Familie verkraften kann. Dann wird festgestellt, daß der Staat viel besser weiß, was für diese Kinder gut ist. Und dann wird gefolgert, daß man sie so schnell und effektiv wie möglich der Familie wegnehmen soll. Ein völlig unkorrekter Schelm, dem dabei der Kinderklau an den australischen Aborigines einfällt.
Statt den Familien zu helfen, z.B. Kindererziehung als Arbeit i.S. Hartz IV etc. anzusehen, werden die Kinder, möglichst noch gesetzlich verpflichtend, in die Kindertagesstätte gesteckt.
Dort sollen sie gebildet werden! Die armen Kinder, kann man da nur sagen.
Abgesehen davon, daß die Wirklichkeit der Kitas oft  mit Bildung so viel zu tun hat wie ein Schlachthof mit der Rehabilitation von Schweinen, stellt sich die Frage, ob die kleinen Kinder nicht vor allem in einer geschützten und übersichtlichen Umgebung spielen sollten, anstatt schon früh den Trichter in den Kopf zu bekommen. Englischkurse für 3jährige und Ähnliches bedeutet meiner Meinung nach Diebstahl von Kindheit.
Die -völlig überraschend herausgefundene -Tatsache, daß kleine Kinder sehr viel lernen können, hat die Begehrlichkeiten einer der schlimmsten Gruppen erweckt, die von BIldungspolitikern und Bildungsexperten. Dummerweise ist dabei herausgefallen, daß das freie Spiel die Art ist, wie die Kinder am meisten lernen. Und es bleibt auch außer Betracht, daß BIldung keineswegs Vielwisserei oder Kenntnis von Fertigkeiten ist. Gerade in diesem Alter kommt es darauf an, daß stabile eigenständige Persönlichkeiten entstehen. Die lernen dann die Fertigkeiten und Wissensitems später von alleine. Die frühkindliche Deformierung, die jetzt angestrebt wird, wird sich später rächen. Warum fragt niemand danach, was den Kindern damit angetan wird? Ich bin keineswegs der Meinung, daß Kinder unbedingt in den ersten Jahren zu Hause bleiben sollten, das sollte individuell entschieden werden, Kinder brauchen Spielgefährten, aber sie brauchen auch Freiheit sich zu entfalten und keine Schablonen, in die sie gepresst werden.
Schlimm ist auch, daß das alles unter ökonomischem Aspekt gesehen wird: wir müssen das machen. um in einer globalisierten Welt mithalten zu können.
Nichts gegen BIldungschancen, ich bin für mehr Bildungschancen, aber sie sollen doch erstmal ihre Hausaufgaben machen, die Bildungspolitiker, d.h. das Geld heranschaffen, das die vorhandenen Schulen ihren BIldungsauftrag besser erfüllen können. Wir haben leider eine große Diskrepanz zwischen den großen Worten und bürokratischen Regeln, die in Deutschland immer leicht fallen und der Realität vor Ort, wo die Chancen dann aus ganz trivialen Gründen kollabieren, z.B. wegen fehlender Lehrer, verkommender Gebäude, zu große Klassen mit zu inhomogenener Zusammensetzung etc.pp.
Ich bin sehr dafür. daß Bildingspolitik breit diskuiert und wichtiger genommen wird, aber bitte im Sinne der Kinder und ihrer Zukunftschancen.
 

Meister 16.02.2007, 10.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Byron-Biographie

Die Biographie  von Benita Eisler ist gut, keine Frage, es bleibt kaum ein Detail ausgespart und damit steht Lord B. ziemlich nackt da. Das tut ihm nicht so gut. Er lebt mehr durch seine Gedichte als durch sein Leben , befürchte ich.
Es sollte aber eigentlich eine Einheit von romantischem Schaffen und romantischem Leben geben. Tue ich ihm Unrecht?
 

Meister 15.02.2007, 23.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Vorwärts zum Nordkap

Weit weg heute mal vorwärts: Übermorgen in einer Woche geht es los! Nach Kirkenes und dann mit der Hurtigruten runter bis Bergen. Und das in dieser Jahreszeit! Völlig verrückt, nehme ich an. Aber ich freu mich drauf.
 

Meister 15.02.2007, 23.29| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Rainbow Beach-Sarina

Heute vor 1 Jahr:
Unterwegs von Rainbow Beach nach Sarina Beach. Nach 1 Woche baden und Zeitanpassung ging es jetzt weiter nach Norden. Das Tagesziel  war Sarina Beach  in der Nähe von Mackay. Diese Straßen in Australien. Sie sind so erfrischend leer. Man darf zwar nur 110 fahren, aber nach 1 Stunde hat man auch 110km hinter sich.
Ich könnte gleich die Koffer packen!
 

Meister 14.02.2007, 21.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

100 schon vorbei

Der 100. Eintrag, das hätten wir feiern müssen, ist aber schon vorbei. Vor etwa 1 Jahr habe ich eine eigene Homepage noch für völligen Blödsinn gehalten, vor einem halben Jahr habe ich ein eigenes Blog noch für eine Mischung aus Luxus,  Angabe und Nichts-Besseres-zu-tun gehalten.
Man sieht, daß der Bildungsroman kein Ende hat!

 

Meister 14.02.2007, 20.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kein Ende der Konzentrationsstörungen

Es ist mir unerfindlich , warum jetzt auch schon die guten Schüler mit diesem Etikett behaftet werden. Cleveres Mädchen 10 Jahre, steht Englisch 1 und in den anderen Fächern 2, außer Mathe, wo sie etwas schwächelt. Die Lehrer sagen, sie sei oft nicht so richtig dabei, sie träumt manchmal vor sich hin und die Schule wird doch in den nächsten Jahren immer schwerer...
Die letzte Aussage ist schlicht falsch, die Schule wird in Wirklichkeit gar nicht schwerer, sie ist immer  dem Altersstand der Kinder angemessen, wozu also solche Einschüchterungen? Wenn ein Kind, das eigentlich gut  und motiviert ist, nicht bei der Sache ist, dann könnte das eventuell auch am Unterricht liegen, oder ist das Majestätsbeleidigung?
Ich verstehe ja, daß die Lehrer es schwer haben, aber die Flucht in die Medikalisierung von pädagogischen Problemen hilft doch nicht weiter.
 

Meister 14.02.2007, 20.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Montagabend

ist wirklich nur noch zum relaxen zu gebrauchen. Am Montag ist so viel Trubel auf Arbeit, daß ich abends kaum noch ein Wort über die Lippen kriege. Als ob alle Worte ausgegeben sind.
Schweige ich also mal.
 

Meister 12.02.2007, 22.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Orakelspruch

Gegen Giftzwerge hilft nur  Zwergengift.
 

Meister 11.02.2007, 16.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Wie sollen wir leben?

Die Menschen sollen frei leben, sie sollen sich entfalten können, sie sollen Bewegungsspielraum haben, sie sollen in ihrem Denken und ihrem Handeln nicht eingeschränkt oder gegängelt werden.
Klingt zunächst so, als sei es das amerikanische Ideal.
Die Menschen sollen Natur, das Leben und ihre Mitmenschen achten und die Rechte und Notwendigkeiten der ganzen Welt in ihrem Handeln beachten.
Klingt nach europäischem Gutmenschenmoralin.
Die Zukunft besteht darin, beides zu tun und geistiger zu leben.
DieZukunft besteht darin. uns den Bewegungsspielraum wieder zu schaffen.
Die Zukunft besteht darin, die Menschheit und die Natur dadurch zu retten, daß wir die Anzahl der Menschen auf humane Art reduzieren.
Jedes Leben hat ein Recht auf Leben, aber es gibt kein Recht auf je mehr Leben desto besser. Die Natur reguliert das selbst, aber was die Menschen betrifft können wir etwas tun. Wir vernichten kein menschliches Leben, wenn wir es nicht so zahlreich produzieren.
Wir tun unseren Kindern wahrscheinlich den größten Gefallen, wenn wir sie nicht zu zahlreich werden lassen.
 

Meister 11.02.2007, 14.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Klimawandel ist nur ein Symptom

Völlig zu Recht wurde in einer Diskussion eben darauf verwiesen, daß es neben dem Klimawandel noch andere Probleme (=Symptome) gibt, z.B. wird das saubere Wasser knapp, so knapp, daß es die Lebensmöglichkeiten von Menschen mehr beeinträchtigen kann als der Klimawandel. Bevor wir uns also in Diskussionen versrtricken lassen, z.B. wie wir mit Tempolimit und Holzofen die Welt retten, sollten wir dem Problem etwas genauer auf den Grund gehen: es gibt ein Problem, das hinter all diesen Problemen steht und dieses Problem heißt  Übervölkerung.
Ob wir dieses Problem lösen  oder wenigstens einer Lösung zuführen wird die Schicksalsfrage des 21. Jahrhunderts. Deshalb sehe ich die drohende Katastrophe auch genau aus dieser Ecke heraufziehen.

 

Meister 11.02.2007, 13.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Hoffmanns Erzählungen

Gestern in der "Komischen Oper Berlin" zum zweiten Mal seit der Premiere am 4.2.2007 "Hoffmanns Erzählungen" von Jaques Offenbach. Wirklich sehr schöne Auführung, auch sehr gute Sänger . Das Phantastische  der Oper kam sehr gut rüber.  Dauer der Oper gute 3 Stunden.
Die Erzählungen von E.T.A. Hoffmann wollte ich auch schon lange mal lesen.
 

Meister 11.02.2007, 10.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Kuranda III

Am anderen Ende der Hauptstraße sind die eigentlichen Märkte, die sonntags sehr besucht sind und auch noch 3 weitere Attraktionen: ein großes Vogelhaus, das die tropischen Vögel in ihrer Regenwaldumgebung zeigt, ein sehr interessanter Schmetterlings-Zoo, wirklich toll wenn so viele Riesenschmetterlinge einen umschwirren, und noch der "Venomous Zoo", wo es um unsere giftigen Lieblinge geht. Die Schlangenabteilung war 2006 noch nicht offen, also beschränkt sich die Führung auf Spinnen und ähnliches. Es beginnt ein bißchen spröde mit der Betrachtung von einigen Spinnen in Terrarien, wird aber interessant,als es um die giftigsten geht, die sehen nämlich so unscheinbar aus, daß man sie für europäische Hausspinnen halten könnte. Eine weitere Überraschung sind die Tausendfüßler, die dort zwar bescheidener als "Centripodes" benannt werden, aber nicht nur vielleicht 5-10x größer sind, sondern auch giftig und ausgesprochen aggressiv. Die deutschen Besucher  seien immer sehr überrascht, daß ihre harmlosen Tausendfüßler hier so heftige Tiere sind ,heißt es. Dann kommen wir zum Hauptbroterwerb des Zoos, nämlich zum Melken der Taranteln. Das Gift wird von der Pharmaindustrie teuer bezahlt, aber die Zooleute wissen nicht genau , was die Industrie eigentlich damit macht . Sie hoffen, durch die Analyse von Naturstoffen neue Arzneimittel zu finden. Zwischendurch will uns der Tarantelführer zeigen wie die kleinen in Dosen heranwachsen. Beim Öffnen der Dose entwischt sie aber,ohne daß er es bemerkt, er sucht sie erfolglos in der Dose, sie krabbelt inzwischen eilig in Richtung Besucher und verschwindet im Untergrund. Er nimmt es aber gelassen als wir ihm sagen, wo sie abgeblieben ist: er werde eine  Falle aufstellen,  mit Zuckerwasser, dann komme sie schon wieder raus.
 

Meister 11.02.2007, 10.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Turbobaum

Für das Wegschaffen des CO2   aus der Atmosphäre ist jetzt ein Preis ausgesetzt worden, ähnlich wie damals als für die genaue Bestimmung des  Längengrades. Damals war die Lösung eigentlich ganz einfach, man brauchte nur eine genau gehende Uhr, nur die wollte erstmal konstruiert sein.
Heute ist die Lösung auch ganz einfach: sie wird von den Pflanzen seit Jahrmilliarden und täglich vorexerziert. Jetzt müßte man der Natur "nur"  so genau auf die Finger sehen , daß man diesen Prozeß  stark intensivieren kann. Den Turbobaum also schaffen.
 

Meister 10.02.2007, 15.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Autoverbrauch

Da machen sie groß Reklame für ein Auto, das 4,9l/100km verbraucht und damit 118g CO2 pro km und zwar für ein Auto in dem man gerade mal 2 Personen und kaum Einkäufe rein kriegt. Mein 6 Jahre alter Lupo 3L verbraucht 3 Liter, im Sommer 2,6, jetzt 3,4 bei der Kälte, und ich habe schon 13 Getränkekisten geladen gehabt zusätzlich zum Beifahrer, man kann aber auch zu viert drin sitzen.
Ein großer Fortschritt über die letzten Jahre ist das nicht gerade.
Kann keine Werbung sein, was ich mache, denn das Auto wird - wie könnte es anders sein - nicht mehr gebaut.
 

Meister 10.02.2007, 12.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heute im Tagesspiegel: Freie Universität Berlin

Die heutige Beilage  fer FU Berlin  über neues aus Wissenschaft und Forschung  ist sehr zu empfehlen. Ich als Ehemaliger und Fan der Freien Universität und des Freiheitsgedankens, freue mich auch über das Buchstabenbanner >F wie Freiheit< , das zum Jahr der Geisteswissenschaften  an der Rostlaube angebracht wurde.
 

Meister 10.02.2007, 09.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Warum sind alte Computer Schrott?

Es ist doch ärgerlich , daß Computer Wegwerfartikel sind. Selbst wenn man nicht immer das Neueste haben  muß, kommt der Zeitpunkt,  an dem die alte Kiste nur noch Probleme macht. Nicht daß sie eigentlich kaputt wäre, aber sie wird mit neuen Anforderungen - irgendwie absichtlich so gezüchtet - nicht fertig. Also auf den Müll oder  auf einen vergleichbaren Aussonderungsplatz. Man sollte sich nicht einbilden, irgendjemanden noch damit beglücken zu können.
Warum werden Computer eigentlich nicht modular gebaut, in dem Sinne daß ich einen neuen kaufe, der die Neuigkeiten drauf hat, aber die Rechenleistung des alten mit benutzt und dessen Festplatte auch. Man  müßte nicht neu anfangen auf der neuen Machine, sondern überformt die alte Konstellation durch eine neue. Die Natur hat das in der Gehirnentwicklung genau so gemacht, die tieferen älteren Abschnitte wurden mit höheren neuen überbaut.
Die Vorteile liegen auf der Hand.
Man kann einwenden, daß das nicht gemacht wird, weil dann weniger neue Computer, Chips und Hardware gekauft würde, wo sich die Softwareentwickler jetzt schon so anstrengen müssen, die alten Maschinen so zu überfordern, daß neue nötig werden. Doch wozu gibt es Konkurrenz: ich glaube, daß es sich um eine durchaus profitable Sache handelt, die den Fortschritt beschleunigen würde. Hätte ich die Computer der letzten 10 Jahre heute zusammen geschaltet, hätten die eine respektable Rechenleistung. Wenn ich das auf die kommenden 10 JAhre projiziere, dann könnte das viel weiter führen als das Beibehalten der bisherigen Ersatzmethode? Haben wir überhaupt die Anwendungen dafür? Da wäre schon einiges denkbar, oder?
 

Meister 09.02.2007, 20.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Methodikbuch Lernen für Schüler

Das Wort "Konzentrationsstörungen" kann ich bald nicht mehr hören. Meist steckt schlicht Unlust an der Schule oder netter gesagt ein Motivationsproblem dahinter,  aber heute geht es mir um die Leute, die motiviert sind und auch intelligent genug und trotzdem die Anforderungen nicht packen. Den  Eltern wird typischerweise gesagt: "ihr Kind ist ja intelligent, aber es kann sich einfach nicht konzentrieren!" Was dann beim Ausbildungsstand unserer heutigen Lehrer oft mit dem Rat verbunden wird, zum Arzt zu gehen und sich bestimmte medizinische Diagnostik oder Therapie zu besorgen. Nur  sind diese größeren Kinder oder Jugendlichen absolut nicht krank.  Sie sind abgelenkt und schlecht organisiert. Sie werden mit Wissensstoff überlastet und dabei wird nicht nur ihre Charakterbildung vernachlässigt, sondern sie werden auch  nicht unterrichtet, wie sie eigentlich richtig lernen sollen, wie sie wichtig und unwichtig unterscheiden, wie sie Schwerpunkte setzen, wie sie mit Anforderungen richtig umgehen, wo sie Hilfe finden, wie sie sich einen Ausgleich und Entspannung schaffen und noch so viel mehr. Das lernt man vielleicht im Verlauf der Schulkarriere, vielleicht später, vielleicht nie.
Ein Buch wäre hier nützlich, und da es eigentlich alles gibt, werde ich erstmal forschen, ob es so etwas nicht gibt und für Hinweise wäre ich dankbar. Wenn ich nichts Befriedigendes finde, wäre ich auch in der Lage einiges selber zu schreiben, aber es wäre auch ein schönes Buchprojekt für Leute. die in diesem Bereich arbeiten, ich würde mich auch gern an einem solchen Projekt beteiligen.
Man könnte sagen, die ganze Pädagogik befasst sich eigentlich mit dieser Frage. Wunderbar, aber gibt es auch etwas was nicht für Lehrer und andere Profis geschrieben ist?
 

Meister 08.02.2007, 20.59| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Sicherheit für unternehmungslustige Köpfe

Schon seit längerem habe ich eine Idee entwickelt, die ich aber nicht selbst durchführen kann, weil ich keine entsprechenden Hersteller kenne. Ich glaube aber , daß das Produkt  sicher erfolgreich zu verkaufen wäre: es gibt eine ganze Reihe Kinder, die einen ziemlich unfallträchtigen Lebensstil pflegen und der Kopf i st dabei am meisten gefährdet. Während die Kinder beim Fahrradfahren  heute zumeist mit einem Helm geschützt werden, sind sie das sonst nicht, wäre mit einem Fahrradhelm auch nicht sehr praktisch machbar.
Man sollte deshalb einen Leicht&WeichHelm für Kinder entwickeln, der viele Unfälle im Kleinkindesalter verglimpfen würde.  Er muß und soll dabei keine Hochsicherheitsstandards erfüllen ( dabei liegt sicher in Deutschland wieder das Problem, weil es sicher Normen gibt, die so etwas erfüllen muß und dann ist man wieder da, wo man es nicht anwenden kann, deshsalb darf man es sicher nicht Helm nennen und auch nicht als  Sicherheitsprodukt verkaufen) . Aber macht nichts, dann verkauft man es eben einfach als Kinder-Hut.  Verschiedene Ausführungen wären denkbar: als Bauhelm, Tropenhelm, Ritterhelm, wenn gewünscht auch Damenhutdesign. Nützlich wäre es sicher und machbar auch.


 

Meister 08.02.2007, 20.42| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Nochmal zum Klima

Wenn es wirklich so ist, daß wir mit dem Verbrennen fossiler Brennstoffe das Co2 freisetzen, daß in Jahrmillionen aus der Atmosphäre abgeschieden wurde, dann bedeutet das den damaligen Kühlungsprozeß umzukehren. Wir tun das also schon seit Jahrhunderten. Zunächst nur unmerklich, inzwischen aber so ausgiebig, daß wir die Kohlenstofflager in vielleicht 100-200 Jahren voll freigesetzt haben.   Wenn wir nicht wollen, daß wir eine völlig unbewohnbare Erde haben, dann müssen wir endlich Methoden finden, die über den schlichten Oxidationsprozeß von Kohlenstoff hinaus gehen. Wir denken von uns, daß wir fortgeschrittene Technik anwenden, aber selbst Atomkraftwerke sind nur Tauchsieder mit Radioaktivität. Autos sind Ölverbrenner auf Rädern und Kohlekraftwerke sind nur modernisierte Dampfmaschinen.

Da müßte es doch auch noch andere Möglichkeiten geben. Kann es sein, daß man in hundert Jahren uns wegen unserer Dummheit, Arroganz, Gier, Phantasielosigkeit und Verantwortungslosigkeit verachten wird?

Es erschreckt mich eigentlich, daß die Diskussionen nur um Autogrößen, Heizungseinstellungen, Hausisolationen und ähnliche Dimensionen geführt werden. Die Mülltrennung sei uns ein warnendes Beispiel, das Dosenpfand auch. Wir lassen uns mit Ersatzhandlungen füttern, damit wir uns besser fühlen, schauen aber über unseren Tellerrand nicht hinaus. Stellen nicht die Fragen, die den Rahmen sprengen würden - weil wir Angst davor haben, daß der Rahmen gesprengt werden könnte.

Meister 07.02.2007, 20.25| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Kann das wahr sein?

Nachdem gestern das Ausforschen privater Computer gerichtlich abgeschmettert worden war, kommt jetzt unser geliebter Innenminister her und fordert ein Gesetz, das genau das erlauben soll. Meinen unsere großkoalitionären Herren wirklich, sie könnten, weil sie eine Mehrheit im Parlament haben, sich alles erlauben? Sie müssen die Bürger für total beschert halten, befürchte ich. Sie zerstören das Vertrauen in den Staat immer mehr und vergiessen dann Krokodilstränen, weil die Bürger angeblich die Demokratie nicht mehr mögen. Ich sehe das so, daß die Bürger immer weniger Vertrauen haben, daß sie in diesem Staat noch irgendetwas zu sagen haben. Ich glaube die Bürger wollen mehr Freiheit und weniger Bürokratie und nicht eine Regierung die von Verbrechensabwehr redet, aber alle Bürger zum Ziel ihrer Forschungen macht.

Eine der großen Auseinandersetzungen der Zukunft heißt : Freiheit gegen Perfektion: also Freiheit oder perfekte Kontrolle.

Meister 07.02.2007, 19.45| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Kinderdefizite

Sicher meinen sie es nur gut, die  Fürsorge- und Schulärzte, Kindergärtner und Grundschullehrer, Ergotherapeuten und andere Therapeuten, wenn sie Kindern, die sie nicht oder kaum kennen, Defizite anhängen:  Eifrig wird getestet und aufgelistet, was sie angeblich alles nicht können. Die neuen hochoffiziellen Sprachtests tun ein Übriges. Kinder die eigentlich völlig ok sind , werden zu therapiebedürftigen Fällen gemacht. Besonders heftig ist es, wenn Kinder zu früh eingeschult werden müssen, weil angeblich Deutschlands Zukunft das verlangt, und diese, weil sie schlicht noch nicht schulreif sind, zu Entwicklungsgestörten  erklärt werden.
Warum denkt eigentlich niemand darüber nach, was er den Kindern damit antut? Ihr Selbstbewußtsein wird beschädigt, ihr Selbstvertrauen untergraben. Man reitet auf ihren Schwächen herum, anstatt ihre Stärken zu sehen. Es gibt nun mal Kinder ( auch Erwachsene), die z.B. nicht gut malen können. Daraus wird dann eine Feinmotorikstörung und die Eltern werdeni n Angst und Schrecken versetzt ,ihr Kind werde nicht schreiben können, viele von diesen Nichtmalern können zu dem Zeitpunkt sogar schon schreiben.
Einem anderen Kind, geistig schon sehr weit und voll schulfähig, wird eine muskuläre Schwäche nachgesagt, die unbedingt behandelt werden müßte. Das Kind ist geknickt, sonst hat es absolut nichts.
Dummerweise gelingt es den Angstmachern doch viele Eltern sehr zu verunsichern, so daß man als nachlässig angesehen wird, wenn man davon abrät, bei dem Reigen mitzumachen.
Irgendwie müßte diese Kindergarten- und Schulbeginnhysterie wieder gedämpft werden und die Kinder eine Möglichkeit bekommen, eigene Persönlichkeiten zu sein und nicht  Abdrücke von Rasterschablonen.  Sie meinen es ja alle so gut mit den Kindern,  und sie kommen sich so professionell vor, wenn sie ihre Raster auswendig gelernt haben, in die sie dann die jungen Menschen so lange pressen können, bis sie anständig deformiert sind.
Natürlich gilt das nicht für alle  Ärzte, Lehrer  etc.und natürlich gibt es auch Kinder, die wirklich Probleme haben, aber es ist erschreckend, wie hoch der Normierungsdruck heute ist.
 

Meister 06.02.2007, 21.49| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Traumfänger

Ich habe mir einen Traum erfüllt. Am Freitag habe ich mir, nach längerem Umschleichen, beim Akkordeoncentrum Brusch eine tolle neue Club-Harmonika gekauft, eine Morino Direktimport Harmonika. Im letzen Jahr hatte ich mit einer Corona II begonnen, das hat auch schon Spaß gemacht, die corona ist sehr schön leicht, aber es gab doch einige Einschränkungen. Trotzdem hätte das eigentlich für einen Avanti-Dilletanti-Fan wie mich reichen sollen. Aber ich habs gemacht und ich bin glücklich darüber, ein toller Klang und wirklich begeisterungswürdig. Die Auswahl bei  Akkordeon-Brusch ist auch wirklich extrem gut, in Hamburg gibt es natürlich noch mehr als in Berlin , aber nett und hilfsbereit sind die Leute hier wie dort.

Meister 06.02.2007, 21.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Joseph Conrads Epitaph

Sleepe after toyle, port after stormy seas, ease after warre, death after life, does greatly please
das ist die Grabinschift Josef Conrads auf dem Friedhof in Canterbury. Es handelt sich um 2 Zeilen aus Edmund Spensers >The Fairy Queene<.

Auf deutsch heisst das etwa:
Schlaf nach mühseliger Arbeit, Hafen nach stürmischer See, Friede nach Krieg, Tod nach Leben ist eine große Wohltat.
(frei zitiert nach dtv-portrait >Joseph Conrad< von Renate Wiggershausen)
 

Meister 04.02.2007, 13.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Kurz:Bildung

Kann man den Bildungsroman auch als Kurzgeschichte schreiben ? Warum eigentlich nicht?
Ich kann es mir jedenfalls vorstellen. Da müßte man ein BIldungsfragment nehmen, vielleicht einen Schüler und sein Erlebnis oder den Studenten und sein Durchbruch oder den Wissenschaftler und sein neues Niveau. Es geht dabei nicht einfach darum, daß man etwas Neues weiß, sondern daß man an Erkenntnis und an Charakter gewonnen hat.
 

Meister 04.02.2007, 09.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Ein Glück,

daß alles wieder funktioniert. Irgendwie verliert man ja dann doch die Lust, wenn irgendwas nicht richtig geht, es ist wie eine Verletzung, man fühlt sich nicht ganz intakt.
Romantisch gesehen, träume ich von einer Zeit, in der die Dysfunktionen von Maschinen uns genauso wenig Probleme machen wie das Fehlverhalten von Menschen.
Nein, die Welt wird niemals perfekt sein - weil sich dann ja nichts mehr verändern würde.
Aber sie kann immer besser werden.
 

Meister 04.02.2007, 08.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Psychoanalyse und Natur?

Auch in der Natur gilt: das Verdrängte kehrt zurück !
 

Meister 03.02.2007, 11.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Klimawandel

Die Wirklichkeit bricht sich Bahn: der Klimawnadel wird schjneller und stärker als alle Welt  es sich vorstellt. Aber noch völlig verunklart wird die Tatsache, daß nicht nur die Lebensweise sondern die übergroße Anzahl der Menschen daran schuld ist. Wenn  es jetzt heißt, es könnten 100 Millionen Menschen gefährdet sein, dann wird übersehen, daß mindestens 1-2 Milliarden Menschen zu viel auf dieser Welt leben. Wenn man das nicht sehen will und statt dessen über den Durchschnittsverbrauch von Autos oder Energiepässe für Häusern schwadroniert, dann vergibt man die Chance, die Zahl der Menschen bewußt und human zu reduzieren, was nur heißen kann: weniger Geburten. Also keine Propaganda  für Menschenvermehrung mehr und keine  geldliche Bevorteilung des Kinderkriegens. 
Das klingt für heutige Ohren noch schwer erträglich, aber vielleicht besteht die Rettung der menschlichen Art gerade in ihrer Selbstbeschränkung. Wenn wir uns nicht beschränken wird  die Natur das selbst tun, was nicht heißt daß der Tod von Millionen dann gewaltlos wäre. Not und zurück gehende Lebensräume können auch schnell zu Verteilungskämpfen  und Krieg führen.
Zukunftsromantik kann nicht bedeuten, die Augen vor  den Risiken der Zukunft verschliessen, sondern der Glaube daran, daß eine schöne Zukunft für uns alle möglich ist, wenn wir uns den Herausforderungen der Zukunft stellen.
Wir werden anders leben müssen. Wir werden anders leben können, wir werden sogar sehr gut anders leben können.
 

Meister 03.02.2007, 11.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich