Meisters Romantic
Die Zukunft ist die Traumzeit der Romantik
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Bärbel
Ich möchte dir mal ganz viel Glück wünschen, dass die Pannenserie nun ihre letzte Folge hatte! Daumen sind doll gedrückt
LG Bärbel
30.1.2010-22:36
Sebastian
Dein letzter Blog Eintrag "Ergoterror macht Kinder fertig" ist dir sehr gut gelungen -baut sehr gut auf dem vorigen auf :ok:
27.11.2009-10:15
Chatty
Ich lasse Dir Wünsche für ein wunderbares Wochenende da ... nutze sie :-)
30.10.2009-19:48
Linda
Auch ich, wie die Schreiberin vorher!
LG
30.9.2009-19:03
Bärbel
Bin heute als Berlinerin über diese Seite gestolpert und...es hat sich gelohnt. Ich werde hier öfter mal stöbern nach Perlen :D

Danke
und Grüße aus dem "hohen Norden"
Bärbel
13.5.2009-19:45

Gesundheitsterror und Pharmahorror



Liebe Freunde des Gesundheitsterrors und Feinde des Pharmaindustriehorrors,
wieder einmal hat es heftige Enthüllungen ber die Machenschaften der Pharmakonzerne gegeben (frontal 21 am 10.12.08). So ganz neu ist das alles nicht, was es nicht besser macht. Und wenn Seehofer sagt, es ist schon seit 30 Jahren so, dass die Pharmalobby alles bestimmt, dann hat er sicher Recht.

Meine Patienten hier im Spreebogen leiden nun mal häufig unter Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit und manchmal auch unter heftigen Depressionen, je nachdem was sie gerade verbrochen haben, und dann sind sie schon sehr dankbar, wenn sie auf ihrem Nachttisch ein kostenloses, gut gefülltes Pillendöschen finden.

Die Empörung über die Pharmalobby ist leider wieder wohlfeil und folgenlos, besonders wenn sie die typische gesunde Empörung von Leuten ist, die nicht krank sind und den Kranken raten, sie sollten doch die Pillen wegschmeissen.

Vielleicht müßten wir doch mal in das zugrunde liegende Problem einsteigen.

Tatsache ist, dass die Medizin, auch die pillenverschreibende Medizin in den vergangenen Jahrzehnten wahnsinnige Fortschritte gemacht hat. Das bemerken natürlich wiederum nur die Leute, die die Medikamente wirklich brauchen. Die anderen, die wegen "Befindlichkeitsstörungen" irgendwas schlucken, wären natrlich besser dran, wenn sie das lassen würden.

Weitere Tatsache ist, dass die Entwicklung eines Medikaments heute Unsummen verschlingt und dass die Entwickler nur eine sehr kurze Patentschutzzeit haben, aus diesen Kosten Profite zu machen. Es sollte klar sein, dass diese Profite notwendig sind, um die Entwicklung voran zu treiben, so lange man keine besseren Wege dazu findet.

Die altbewährten Medikamente haben zwei Vorteile: sie sind billiger und sie sind in ihrem Wirk- und Nebenwirkungsprofil bekannt. Die neuen haben ihre Chancen und ihre Risiken und sie kosten. Weil die bewährten alten Medikamente jetzt aufgrund der Sicherheitsauflagen unserer geliebten Regierung mit millionenschweren Kosten neu zugelassen werden müssten, verschwinden sie vom Markt, wenn sie keine Riesenumsätze mehr versprechen, es gibt nämlich nicht nur die Generics, die 20 Firmen herstellen, sondern auch die Medikamente, die keiner mehr herstellt, weil es sich angeblich nicht lohnt.

Da die Patentschutzzeit kurz ist, sehen sich die Konzerne gezwungen, so schnell wie möglich ihre Produkte in den Markt zu drngen, koste es was es wolle. Das geschieht dann oft auf Kosten der Sicherheit und auch auf Kosten der Wirtschaftlichkeit.

Jedes neue Medikament, egal was es verspricht, müßte zunächst mal nur vorsichtig angewendet werden, am besten anfngs nur in den Fällen, wo die alten Medikamente nicht helfen konnten. Der Überwachungsprozess muss einige Jahre dauern, dann wird man feststellen, ob man es problemlos und erfolgreich breiter anwenden kann, oder ob man damit vorsichtig umgehen soll, oder ob man es lieber gar nicht mehr anwenden sollte. Dieser Prozess ist eigentlich gar nicht so schwierig, man kann ihn steuern und überwachen. Auch Medikamente, die nicht sehr gut verträglich sind, haben ihren wichtigen Platz und auch Medikamente mit gefährlichen möglichen Nebenwirkungen können verantwortlich angewendet werden, dazu gibt es die >Risikoabwägung<.

Es sollten auch in diesem Bereich deutliche und faire Regeln gelten, vor allem Transparenz ist gefragt. Die Rechte der Pharmaindustrie sind zu beachten, sie sollte längere Patentschutzzeiten bekommen, sie sollte vielleicht sogar für die geringe Anwendung eines sinnvollen Medikaments entschädigt werden, auch um zu erreichen, dass die ganze Forschung nicht nur auf die Massenmarkterkrankungen konzentriert wird. Sie sollte aber auch in ihrem Marketing  streng kontrolliert werden.

Denn die Pharmaindustrie hat das Doppelgesicht von Forschung und Vermarktung,und die zweite ist die häßliche Seite. Es ist ziemlich unerträglich, dass zentrale Bereiche unseres Lebens vom Verwertungsinteresse internationaler Konzerne beeinträchtigt werden, das ist im Pharmabereich nur spürbarer als anderswo. Nur klare öffentliche Umgangsformen können das ändern und ein Geist von gesellschaftlicher Fairness, der überall dort wirkt, wo sensible Entscheidungen getroffen werden müssen.

Meister 13.12.2008, 17.03| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Was tun gegen die Krise?




Hi, hier ist wieder B.B.Stupid, Eure Wirtschaftsamateurin. Heute geht es um 2 Fragen:

Was tun gegen die Krise?

Kann man in Deutschland denn gar nichts machen?

Überall in der Welt überbieten sie sich mit ihren Konjunkturprogrammen. Warum? Weil sie wissen, dass die Krise unterwegs ist, weil sie nicht wissen, wie die Krise läuft und weil ihnen nichts Besseres einfällt als "deficit spending", sie haben ja alle Ökonomie studiert, schade dass sie das nicht kreativ anwenden können.

Beantworten wir zunächst die Frage, ob Konjunkturprogramme helfen. In dieser Situation, in der wir einen Zusammenbruch der Nachfrage nach schuldenfinanziertem Überkonsum haben, könnte man noch ein Feuerchen entzünden,um das Problem noch weiter zu verschleppen und auf die Schulden noch ein bichen draufzusatteln, helfen wird das gar nichts. Auch nicht in Deutschland, wo die Situation ein bißchen anders ist. Hier läuft der Laden noch, auch wenn er gerade abschmiert. Aber die sich abschwächende Nachfrage nach Maschinen kann man nicht durch Konsumgutscheine bekämpfen. Niemand wird Geld ausgeben, wenn er glaubt, dass es ihm nächstes Jahr fehlt. Trotzdem ist es eine interessante Feststellung, dass gerade die ärmeren Gesellschaftkreise gerne mehr Geld ausgeben würden, sie haben wirklich nicht nur Konsumwünsche sondern einen manifesten Konsumbedarf.

Wie kann man den stillen? Nicht dadurch, dass man ihnen Geld zuschustert, das hätte keinerlei Nachhaltigkeit.

Die Lösung liegt darin, dass man ihnen Arbeit und Verdienstmöglichkeit geben muss. Wenn das nicht auf dem Markt geht, dann eben auf einem Ersatzmarkt: statt Alimentierung von Nichtstuern, bessere Bezahlung von Leuten, die gesellschaftlich notwendige Arbeit machen. Wenn man alle HartzIV-Leute, natürlich nur wenn sie weiter Geld kriegen wollen, morgens um 7 zur Arbeit antreten lässt und ihnen für diese Arbeit das Doppelte von dem gibt, was sie jetzt ohne Arbeit kriegen, dann könnten sie deutlich mehr konsumieren,  sie würden auch etwas leisten und sie würden einen stützenden Einfluss auf die anderen Löhne ausüben. Es geht dabei nicht um staatliche Konkurrenz für die Wirtschaft, das wäre fatal, sondern es geht um die Arbeiten, die bei uns nicht erledigt werden ,weil sie zwar sinnvoll aber marktwirtschaftlich nicht zu bezahlen sind (Aufgaben im Bereich Soziales, Ordnung, Sicherheit, Sauberkeit und so vieles mehr).

Das wäre auch eine enorme Menge Geld, die aufgebracht werden müsste, aber sie hätte einen produktiven Effekt, nicht nur einen konsumptiven.

Der neue New Deal sind staatliche Beschftigungsprogramme, je eher die Verantwortlichen das merken, um so besser.

Wer könnte das merken? Da fallen mir auf der oberen Ebene 3 Leute ein. Zunächst Barack Obama, der F.D.Roosevelt doch irgendwie gedanklich so nahesteht, das er dessen New Deal verstehen können müsste. Dann Monsieur Sarkozy, der den französischen Staatsmerkantilismus so verkörpert, dass ihm die Idee nahe liegen könnte, wenngleich ich ihn für zu arrogant und unkreativ halte, auf so eine Idee zu kommen. Und da ist noch Angela Merkel, die von ihrer Herkunft her und ihrer wissenschaftlichen Ausbildung auch so vorurteilsfrei sein sollte, die positive Brisanz einer solchen Idee zu erkennen. Zwar schwebt über ihr immer noch der Schatten ihres übergewichtigen Mentors, aber vielleicht hat  Deutschland inzwischen erkannt, dass der einzige wirkliche Fehler der Wiedervereinigung war,  die DDR-Industrie nicht zu sanieren sondern den Wölfen zum Frass vorzuwerfen.

Meister 13.12.2008, 14.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Wie wird der Winter?


Der Winter hat recht früh angefangen in diesem Jahr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass es ein strenger Winter werden wird. Ob wir mal wieder Schlittschuh laufen können, zuletzt war das vor 3 Jahren so im Winter 2005/06.
 Und weiße Weihnachten? Ich glaube, wir sind ganz dicht dran, aber das heisst, man wird es erst am 24.12. wissen.
Wichtig für unsere Pflanzen wird die Frage sein, wie tief liegt der Tiefpunkt der Kälte? Früher habe ich naiverweise gedacht, es gäbe nur frostempfindliche und frostresistente Pflanzen, aber jede Pflanze hat ihre eigene Grenze und bestimmte Bäume wachsne bei uns einfach deswegen nicht, weil ale paar Jahre wird es mal so kalt, dass sie kaput sind. Hoffen wir also, dass die Temperatur nicht unter -10°C fällt.
Die eigentliche Frage, wie der Winter gewesen sein wird, entscheidet sich gegen Ende: wie lange wird es kalt sein? Der nervigste Teil des Winters ist sein letzter Teil, wenn man hofft, dass es Frühling wird, aber es will nicht.
Aber jetzt drücken wir erstmal die Daumen in der weisse Weihnachtsfrage!

Meister 13.12.2008, 11.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Weihnachtsmärkte - Weihnachtsbäume


In diesem Jahr habe ich bisher nur 1 Weihnachtsmarkt geschafft: am vergangenen Wochenende den Weihnachtsmarkt in Kassel. Der hat mir ganz gut gefallen, weil er weitläufig und bunt war und eine angenehme freundliche Adventsstimmung herrschte.
Die ganze Palette Berliner Weihnachtsmärkte konnte mich noch nicht anlocken, aber es sind ja auch noch ein paar Tage.
Und der 2.Advent ist wieder vergangen ohne dass ein Weihnachtsbaum gekauft ist. Okay, er wird noch kommen, aber es ist sicher wieder zu spät für das ideale Exemplar

Meister 10.12.2008, 22.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wie kann man einen Roman veröffentlichen?


Eigentlich will ich im Moment lieber in Ruhe weiter an meinem Buch arbeiten und nichts davon in die Öffentlichkeit bringen. So etwas muß reifen, ich werde wissen, wenn es wirklich so fertig ist, daß man es loslassen kann. Aber wenn veröffentlichen, wie denn dann?
 Vielleicht sollte man versuchen, etwas als Fortsetzungsroman alten Stils im Internet zu veröffentlichen, also zunächst mal 2-3 Seiten, abwarten, dann  die nächsten Seiten, und die ersten verschwinden wieder. Könnte man problemlos machen und würde vielleicht mit der Zeit auch Rückmeldungen darüber bekommen.
 Gibt es eigentlich heute irgendwo Fortsetzungsromane?
In Zeitungen habe ich das schon lange nicht mehr gesehen, die Verlage setzen offenbar mehr auf Medienpropaganda als auf die Werbewirkung des Werkes selbst. Früher war das doch ein sehr beliebtes Mittel und hat dem Buchabsatz doch nicht geschadet, dabei hätte man sich die Ausschnitte doch auch aufheben und abheften können.
Nebenbei: wie lang waren die einzelnen Fortsetzungen denn eigentlich? Da kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern.
Aber ein Fortsetzungsroman wäre sicher besser als eine willkürliche Leseprobe, weil er ja die Neugier  animiert, wie es weiter geht.
Ich werde mal darüber nachdenken, ob ich das nicht doch machen soll.

Meister 10.12.2008, 21.27| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

EU-Bürokraten und Klimaschutz


Die EU-Bürokraten drehen ein Ding nach dem anderen. Jetzt das wohlfeile Verbot herkömmlicher Glühbirnen. Klingt doch gut, oder?
Energiesparbirnen sind schon was Gutes, aber nur so lange wie sie vernünftig eingesetzt werden. Es ist völlliger Unsinn, in Lampen, die selten brennen, die teuren und  in der Entsorgung schädlichen Energiesparlampen zu verwenden.
Weiterhin sind sie nicht dimbar. Und ihre Haltbarkeit ist längst nicht so groß wie sie versprochen wird.
Wenn es in Zukunft keine normalen Glühbirnen mehr geben soll, wird das einen enormen Kostenschub verursachen. Man könnte auch sagen, dieses Verbot ist auf dem Mist der Elektroindustrielobby gewachsen.
Also ein weiteres Kapitel aus der Serie, die Bürokratie geriert sich umweltfreundlich und erreicht damit zwei Ziele gleichzeitig: der Bevölkerung klimapolitischen Sand in die Augen streuen und das Geld aus der Tasche ziehen, das auf die Konten der Weltkonzerne wandert. Ist der bewährte Job der Euro-Bürokraten. Verwunderlich ist nur, daß sie dafür auch noch gelobt und geliebt werden wollen und überhaupt nicht verstehen, warum sie kein einziges Europareferendum gewinnen können. Dabei könnten sie sicher eins gewinnen, wenn die Frage darin bestehen würde, ob die ganze Europabürokratie nach Hause geschickt werden soll.

Meister 10.12.2008, 20.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Ursachen der Krise



Hi, hier ist wieder Billie B. Stupid, Ihre Wirtschaftsamateurin. Heute möchte ich mit Ihnen mal über die Ursachen der Krise sprechen. Dass es im Kapitalismus Krisen gibt, ist ja nun wirklich nichts Neues, sie kommen gesetzmäßig vor. Aber nachgewiesen werden müßte, ob es eine andere Art von Ökonomie gibt, in der es keine Krisen gibt und wenn ja, was das dann kostet.

Die Tatsache, daß es Krisen gibt, heisst natürlich nicht, daß sie keine vermeidbaren Ursachen haben, dass man nicht Einiges tun könnte, um sie abzumildern und zu überwinden, und dass man umgekehrt natürlich auch schlimme Fehler oder Sünden begehen kann, die sie schlimmer machen.

Was haben wir denn hier für eine Krise und warum ist sie so schlimm geworden. Zunächst: sie ist noch längst nicht in ihren ganzen Dimensionen entfaltet, aber alle wisen schon, dass es schwer bergab gehen wird, das ist die Psychologie der Krise.

Ja, eine solche Krise hat ihre gefährliche Psychologie, man könnte es die Psychologie des Strudels bezeichnen, im Kopfe der Protagonisten findet man eine kreisförmige Abwärtsbewegung mit einem harten Aufschlag oder Versinken in dunkler Tiefe als Endpunkt.

Aber die Krise ist nicht nur Psychologie, sie hat schon materielle Ursachen, in der Regel bestehen die in Ungleichgewichten, die sich chronifiziert haben und deshalb eine Eigendynamik haben, wie die Massenanziehung eines großen Himmelskörpers.

Wir haben hier eine sich globalisierende Wirtschaft, die durch diesen Transformationsprozess labil geworden ist. Die teilsweise nie gekannt riesigen Profite, die die Gierphantasie vieler Marktteilnehmer stimuliert haben, sind Ausdruck dieser Labiliät. Verläßliche Wege wurden verlassen, neue Chancen und Märkte erschlossen und Risiken eingegangen, die sich als unübersehbar erwiesen.

Dabei ruhte das Ganze im Grunde auf der Dominanz einer Volkswirtschaft dieser Welt, der amerikanischen, die nicht nur die Welt wirtschaftlich, militärisch und kulturell dominierte, sondern auch das Weltwährungssystem. Wenn alle Länder als Sicherheiten für ihre eigene Währung Dollar halten, dann kann das so lange gut gehen, wie die Zentrale damit verantwortlich umgeht. Wenn man aber Dollars in Umlauf setzt nach Belieben wirkt das genauso, als hätte man in früheren Zeiten mittels Allchemie Gold in beliebiger Menge machen können.

Und genau dieser Sündenfall ist passiert: die Amerikaner haben komsumiert >auf Teufel komm raus< im wahrsten Sinne des Wortes. Konsum feuert eine Wirtschaft an, und es gibt genügend Leute in unserem Land, die das für eine prima Alternative für unsere Volkswirtschaft halten und sparen für Teufelszeug. Aber sie haben Unrecht: sparen heisst Werte behalten, konsumieren heisst verbrauchen. Und man kann einen Kuchen nicht zweimal essen. Wenn man nun mehr verbraucht als man erarbeitet, dann sieht das auf den ersten Blick so aus, als würde alles florieren, aber in Wirklichkeit muß jede Schuld beglichen werden, wenn nicht jetzt dann später, wenn nicht vom Schuldner, dann eben vom Gläubiger. Vielleicht haltet Ihr mich ja für völlig stupid, aber ich befürchte, dass die einfache Ökonomie heute gepredigt werden muß, um wieder auf den Boden den Tatsachen zu kommen.

Der Teufel, der da aus dem übermäßigen Konsum heraus kam, hieß weltweite maßlose Schulden, die dadurch scheinbar ausgeglichen wurden, dass die Gläubiger damit ihre Dollarreserven auffüllten. Länder wie Deutschland haben damit ihre Ölrechnungen bezahlt und das Geld wieder im Ausland ausgegeben, andere wie China und die Ölländer haben Billionen an Dollar aufgehäuft, ihnen gehört eigentlich Amerika, fatal!

Wir haben also als erste Weltkrise der Globalisierung im Grunde eine massive Inflation.

Ach wirklich, Inflation? Wieso merkt man dann nichts davon, haben wir nicht jetzt Deflation, keiner hat Geld und keiner kauft was, und die Märkte brechen deshalb zusammen, wie damals nach 1929?

An der Oberfläche sieht es nach Deflation aus. Es ist dadurch gekommen, dass jetzt für überzogene Kredite Gegenwert gefordert wird und der ist nicht vorhanden, deshalb bricht der Konsumrausch jetzt zusammen, es entsteht eine Zusammenbruchskaskade. Derjenige der seine Kredite nicht bezahlen kann, reisst den anderen, der ihm Kredit gab in den Abgrund. Und die Banken, die zahlen sollen, können nicht, sind zahlungsunfähig und reissen damit ein Loch ins ökonomische Vertrauen, das das Eiswasser in den Bauch der Titanic laufen läßt. Wenn jetzt der Kiel bricht, ist das Schiff verloren. Dummerweise hat man beim Bau des Schiffes an der falschen Stelle gespart, die Struktur ist zu schwach.

Das Geld ist ja da, aber nicht da,wo es sein müßte. Sollen die Scheichs und die chinesiche Regierung jetzt in Amerika shoppen gehen, was sollen sie da kaufen? Klingt nach plausibler Lösung: die Dollarbillionäre kaufen die amerikanischen Schrottimmobilien zu Phantasiepreisen, doch Werte und Preise sind zweierlei, fragen sie Herrn Marx.

Das Geld ist da, aber es ist nur solange etwas wert, wie es dort bleibt, es ist eine zurückgestaute Inflation: würden die Dollarbillionen auf den Markt geworfen, würde der Dollar auf ein Hundertsel, Tausendstel oder was auch immer fallen, sprich: die Verluste würden realisiert werden. Kann sich jemand vorstellen, was das für die Weltwirtschaft bedeuten würde? Das Weltwährungssystem wäre endgültig >beim Teufel<, die Weltwirtschaft am Ende. Die Globalisierung Nr.1 endet mit dem vollkommenem Zusammenbruch. Das kann sich keiner wünschen, nicht mal der radikalste Öko, Globalisierungsgegner, nicht mal die überlebenden Kommunisten, aber vielleicht fragt man mal Frau Wagenknecht, ob sie nicht doch klammheimliche Freude empfinden würde?

Viele Leute fragen sich, ob es so schlimm sein kann wie nach 1929, aber kaum jemand glaubt zumindest sagt das absolut niemand- dass die damalige Krise ein Kinderspiel war verglichen mit der heutigen.

In Wirklichkeit gibt es keinen Präzedenzfall: die globale Depression mit der globalen Inflation als Grundlage, das hat es noch nie gegeben.

Die Politik gibt sich selbst gute Noten für Krisenbewältigung, sie schwätzen schon wieder über Oberflächenphanomene wie wohlfeile Konjunkturprogramme. Dabei ist die Frage, ob man in den Chefetagen von Politik und Wirtschaft wirklich nichts begriffen hat, oder ob man versucht durch Kopf in den Sand stecken, den Bankrott noch hinaus zu zögern: Bisher ist doch gar nichts Schlimmes passiert, dachte der vom Wolkenkratzer Gestürzte, als er an der 30. Etage vorbei fiel!

Kann man durch Konjunkturprogramme etwas erreichen? Der Dimension des Problems sind sie absolut nicht angemessen, sie entfachen ein Konsumstrohfeuer, wiederum auf Pump, das jede Nachhaltigkeit vermissen lässt.

Es gibt vielleicht noch einen positiven Punkt, wenn man Konsumgutscheine ausgibt: die ärmeren Bevölkerungsschichten können sich vor dem endgültigen Absturz ins Elend nochmal ein paar letzte Wünsche erfüllen. Es ist so, als ob der Kommandant einer belagerten Festung die Vorräte plündern läßt, damit alle sich nochmal richtig vollfressen können, bevor sie drauf gehen. Sind wir wirklich reif für derartige Verzweifelungstaten?

Nennt mich komplett stupid, aber ich sehe auch in dieser Krise Chancen: man muß vorwärts gehen, zu einer anderen Globalisierung, das vorhandene Geld und die zu machenden Schulden müssen etwas Nachhaltiges bewirken: baut endlich die Teile der Welt auf, die noch in Elend und Armut leben, dort kann investiert werden mit Gewinn für alle. Eine Weltanstrengung, die schließlich allen zu Gute kommen wird. Gibt es denn irgendwelche Hinweise darauf, dass sowas funktionieren kann?

In kleinerem wenn auch gewaltigen Rahmen hat es das schon mal gegeben: nach dem 2.Weltkrieg haben die Amerikaner, sie sollten sich daran erinnern, durch das European Recovery Programm, besser als Marshallplan bekannt, genau das gemacht: sie haben Kredite gegeben und Waren dafür geliefert und Europa wieder aufgebaut, eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht. Was haben sie damit erreicht? Sie haben nicht nur Europa wieder auf die Beine geholfen, sondern sie haben auch ihre Nachkriegsdepression damit abgeschwächt. Es ist also nicht pure Fiktion, dass man, wenn man anderen wirtschaftlich hilft, sich selbst hilft. Es kann funktionieren.

Der Krieg gegen Armut und Hunger kann die Weltwirtschaft retten, klingt völlig absurd, aber denkt an Eure Stupid, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt.

Meister 08.12.2008, 19.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Neue Autos?


Großes Gejammer, dass zu wenige neue Autos gekauft werden, gleichzeitig aber völlige Verschleierung der Gründe. Nehmen wir mal an, ich habe ein 12 Jahre altes Auto, das immer noch gut ist. Ich verliere daran heutzutage kaum noch Geld und bin mit den Leistungen immer noch voll zufrieden? Ein neues Auto soll ich kaufen, nehmen wir an, ich hätte das Geld dazu, das wäre ja die Voraussetzung, auf Pump lieber sowieso nicht bei unseren Banken, wer weiß wem sie diesen Kredit dann wieder weiterverkaufen. Das neue Auto wäre teuer, es würde nicht viel mehr bieten als das alte und man würde pro Jahr tausende Euro Wertverlust haben. Zwar hätte es eine heute gute Öko-Klasse, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man mir in ein paar Jahren wieder einreden will, es sei eine Dreckschleuder, ist 100 Prozent. Damit wäre es dann natürlich zusätzlich entwertet, weiterhin dadurch, daß man für die Zukunft sparsamere Autos verspricht, jetzt aber keine hat, also wenn ich jetzt ein neues Auto kaufen würde, müßte ich damit rechnen, dass ich in wenigen Jahren in allen Belangen dumm da stehe.
Dieses Szenario gilt wahrscheinlich für die nächsten 10 Jahre weiter: immer weitere Verschärfung der Ökonormen (Abgas- und Verbrauchswerte), gleichzeitig stark steigende Preise für Neuwagen und Entwertung der Altwagen.
Zwei praktikabele Lösungsmöglichkeiten: keine Neuwagen mehr kaufen, sondern die entwerteten Altwagen oder wenn Neuwagen dann nur eine Billigschleuder aus na sie wissen schon.
Finstere Zeiten für die Autoindustrie, Stupid stuft die bestimmt auch nur noch auf >sell< ein, was dann aber nicht Autos sondern deren junk-Aktien betrifft.
Aber es gibt hier auch eine zukunftsromantische Lösungsmöglichkeit: das Produkt >Auto< muss ganz neu erfunden werden, vielleicht sind die genialen Autokonstrukteure ja doch nicht ausgestorben: Herr Horch, hören sie doch mal zu!
Von den heute schimmernden Fertigprodukten sollte auf modular modernisierbare Fahrzeuge umgestellt werden: auf einer leichten, stabilen und haltbaren Fahrzeugbasis oder Plattform wird ein ebensolcher Karosserierahmen aufgebaut. Alles andere, was drumherum montiert wird, wird voll austauschbar gemacht, so dass ich in einigen Jahren einen moderneren Motor oder ein ganz neues Antriebssystem einbauen lassen kann, natürlich genauso neue Sicherheitselemente oder eine neue Innenausstattung, man könnte sogar das äußere Bleichkleid später aufhübschen. Durch den modularen Aufbau kann jederzeit das Kaputte genauso wie das Überholte erneuert werden. Und modisch kann es auch immer so sein, wie sich die Besitzerin das wünscht.
Ob das technisch geht? Der geniale Konstrukteur wird da kein Problem haben.
Ob das für die Autoindustrie lohnend sein kann? Die Umstellung vom Fertigprodukt auf eine modernisierbare Version würde ein ganz neues Geschäftsmodell sein, das eine Reihe von Vorteilen hätte, damit könnte man Geld verdienen.
Auch vom ökologischen Standpunkt wären da große Vorteile: weniger zu verschrottende Altautos, schnellere Umsetzung von Neuerungen in die Gesamtfahrzeugflotte und auch billigere Umsetzung ökologisch positiver Neuerungen, wenn man nicht wegen eines saubereren Antriebs das ganze Auto wegschmeissen muß.
Also ich finde die Idee gut, sie würde aus einem starken Dilemma helfen.
Natürlich könnten sehr fundamental denkende Grüne alles abtun mit der Bemerkung man solle liebe fahrrad- oder mehdornfahren - nur realistisch ist das nicht. Zur gedanklichen Modernisierung des Fahrrads solten wir demnächst auch mal kommen!


Meister 05.12.2008, 08.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Terror um "Nacktscanner"


Im Anschluß an die Mogadischu-Geschichte kommt mir das Theater um die "Nacktscanner" sehr lächerlich vor. Wer hat eigentlich dieses blöde Wort "Nacktscanner" erfunden, das ist doch schon eine Propagandafloskel. Wenn man mit einem solchen Scanner verhindern kann, daß Leute Sprengstoff in Flugzeuge schmuggeln, würde ich als Flugpassagier dies sicher befürworten, selbst wenn man die gescannte Person wirklich fotographisch nackt sehen könnte, was ja gar nicht so ist. Man kann das doch so organisieren, daß die Intimität gar nicht betroffen ist, also so, daß die Person nicht identifizierbar ist und von den Kontrolleuren auch nicht persönlich gesehen wird usw.
Man sollte sich wirklich vor Augen führen, daß es wirklich sein kann, daß Leute Plastiksprengstoff ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben einschmuggeln, um Unschudige zu töten. Und es gibt doch auch noch ein Argument: diese Technik würde den Gescannten doch ganz persönlich zu Gute kommen, sie wissen worauf sie sich einlassen und wozu es nützt. Das unterscheidet es ganz elementar von anderen Maßnahmen wie beispielsweise der Online-Durchsuchung, wo anonym von außen in die Privatsphäre eingegriffen wird, ohne daß sicher ist,daß man davon erfährt und auch ohne jede Sicherheit, daß es nur eingeschränkt genutzt wird und ohne einen faßbaren Effekt möglicherweise.
Kann es vielleicht sein, daß das Geschrei um "Nacktscanner" nur veranstaltet wird, um von diesen anderen geheimen Überwachungsmaßnahmen abzulenken?

Meister 30.11.2008, 22.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Immer wieder die >Erkältung<




Der liebe Dr. Wewetzer beschäftigt sich in seiner heutigen Tagesspiegelkolumne mal wieder mit der uralten Anti-Erkältungs-propaganda.

Hintergrund der Geschichte ist, dass früher die Eltern mit ihren Kindern im Winter absolut nicht raus gehen wollten, weil sie >Erkältung< fürchteten.Dies hatte für die Kinder natürlich negative gesundheitliche Folgen, ohne dass die Zahl der >Erkältungen< zurück gegangen wäre. Außerdem hatte man inzwischen entdeckt, dass diese Erkrankungen von Viren oder eventuell auch Bakterien verursacht werden, also Infektionen sind. Daraufhin hat die Medizin, besonders die Kindermedizin, den propagandistisches Schluß gezogen, die Existenz der >Erkältung< vollends zu bestreiten. Die jahreszeitliche Häufung in den Wintermonaten wurde duch engere persönliche Kontakte in den Wintermonaten erklärt. Dieser alte Propagandastand wird von Dr.Wewetzer als neueste Erkenntnis verkauft, und er macht sich lächerlich über "Windpunkte" in der chinesichen Medizin, die man warm halten müßte.

Ehrlich gesagt, ich glaube, man muß die Erkältungsfrage etwas differenzierter sehen: natürlich ist es nicht die Kälte allein, die zu diesen Erkrankungen führt, es sind schon Infektionen. Aber diese finden nicht im luftleeren Raum statt, ob es zu ihnen kommt ist eine Frage der konkreten Bedingungen: die Tatsache der Anwesenheit und die Häufigkeit von Infektionserregern gegen die das Individuum nicht immun ist (Syndrom des ersten Kindergartenwinters), Umweltbedingungen - mangelnde Luftfeuchtigkeit und Überhitzung in geschlossenen Räumen genauso wie Kälte und Feuchtigkeit draußen genauso wie die Tabakrauchbelastung der Umgebungsluft, und Faktoren des Individuums wie Alter (Immuntrainingsnotwendigkeit des Kleinkindes) und gesundheitlicher Zustand. Konkret handelt es sich bei der Frage, ob es zu einem solchen Infekt kommt, um ein Grenzflächenproblem: gelingt es der Abwehr in der vordersten Linie, also auf der Schleimhaut der Atemwege. die >Infektion< also das Eindringen der Erreger zu stoppen. Bei einer optimal aufgestellten Abwehr muß es  nicht unbedingt zum Eindringen der Erreger kommen. Diese Grenzfläche, die die erste Linie bildet, kann nun durch verschiedene Faktoren  positiv oder negativ beeinflußt werden, innere z.B. Trainingsfaktoren und Besiedelung mit Schutzorganismen, aber auch äußere wie beispielsweise Kälte. Durch unangemessene Kältereize kann es durchaus dazu kommen, dass reflektorisch die Schleimhaut nicht gut genug durchblutet,  die Frontlinie so geschwächt wird und die Viren durchbrechen können, es also durch Verkühlung hier zur Infektion dort kommt.  Das erklärt die jahreszeitliche Häufung besser als die Theorie des winterlichen Zusammenhockens. Aber gleichzeitig kommt es nicht durch jede Unterkühlung, sei sie lokal oder allgemein zum Infekt. Im Gegenteil, gerade das Trainieren von Kältereizen hilft dem Immunsystem, sich besser mit seinen Aufgaben auseinanderzusetzen.  Beispiel dafür, dass es die oben genannten Kältereflexe gibt, ist allgemein bekannte Tatsache, dass ein Kaltreiz im Nacken ein Nasenbluten stoppt.

Fazit: es gibt Erkältungen, auch wenn sie in Wirklichkeit Infektionen sind. Es gilt nicht der Kälte aus dem Wege zu gehen, sondern schlechte Abwehrbedingungen insgesamt zu vermeiden, dazu muß man auch viel an die frische Luft gehen. Und das gilt für alle.

Kälte hat insgesamt eine ganze Reihe von Folgen für Warmblüter,neben dem Erfrieren . Viele der Schmerzen im Muskel- und Gelenkbereich, die so gern als >Verschleiß< etikettiert werden, sind auch ursächlich  auf  die Kälter unserer  Klimazone zurück zu führen, im wärmeren nämlich wesentlich weniger vorhanden.

Meister 30.11.2008, 13.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Welche Zeitungen und Zeitschriften soll man lesen?


Wahrscheinlich gibt es viele, die das Lesen von Printmedien heutzutage als völlig überflüssig empfinden. Ich persönlich meine aber, dass zwischen elektronischen Medien der Sorten "push"(=TV=Unterhaltung>>stark selektierte Info) und "pull"(=Internet= Selbstgesuchte Info>>Unterhaltung) durchaus noch ein wichtiger Raum für Printmedien ist.
Die Printmedien bringen Informationen  wesentlich breiter und tiefer als die elektronischen. Die plakative Info-darstellung im TV ist bestenfalls Infotainment und errreicht wiederum bestenfalls die Tiefe einer gut illustrierten Vorlesung.
Und es fällt vieles durch den Filter heraus.
Deshalb meine völlig subjektive Auswahl: Ich finde, man muß eine Tageszeitung lesen, leider erfüllen die wenigsten sowohl lokal-regionale als auch national-internationale Informationswünsche, in Berlin ist man mit dem >Tagesspiegel< sicher am Besten bedient. Wenn ich Zeit hätte würde ich auch noch gern die "International Herald Tribune" lesen, weil sie klar macht, dass die Welt noch ganz anders tickt als wir. Aber mehr als eine Tageszeitung ist rausgeworfenes Geld, kann man sowieso nicht schaffen zu lesen, es muß bei >gelegentlich> bleiben
Ich finde auch ein Nachrichtenmagazin gut, da kommt man einfach nicht am "Spiegel" vorbei, da steht immer noch oft die Antwort auf die Fragen drin, die man sich die ganze Woche gestellt hat. Leider kommt "Focus" bei aller Sympathie dagegen in keinster Weise an, die "Zeit", tut mir leid, ist mir zu intellektualistisch, macht mir keinen Spaß zu lesen, und den "Stern" in diesem Zusammenhang zu nennen, könnte nur als Witz gemeint sein.
Eine Computerzeitschrift scheint mir heute unumgänglich, da bin ich nicht so sicher welche die Beste ist, ich bin mit "Chip" nicht unzufrieden, aber wäre auch für Alternativen offen.
Zusätzlich sehr wichtig ist mir eine Zeitschrift, die mir die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in lesbarer und verständlicher Form präsentiert, da ist man wirklich darauf angewiesen, Experten zu haben, die sich auskennen und auswählen, bewerten und präsentieren können. "Bild der Wissenschaft" scheint mir da im Moment konkurrenzlos, und ich lese jeden Monat ein paar interessante Artikel.
Das ist nämlich die andere Seite der Printmedien: breites, tiefes Angebot, aber ich selbst kann in Ruhe mir das auswählen, was mich interessiert.
Natürlich muß man auch noch Fachzeitschriften lesen, aber ich hatte die Anfangsfrage ja nicht beruflich gemeint.

Meister 30.11.2008, 10.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Ein Nachthimmel voller roter Lichter


Ich  fahre durch die Nacht über die weite Ebenen Norddeutschlands. Plötzlich ist der Himmel voller roter Lichter,  doch sie blinken beruhigend.
Es sind doch nur die Warnlichter der Scharen von Windrädern, die man jetzt im Dunkel nicht sieht.

Meister 29.11.2008, 20.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Ist die Evolution wirklich vorbei ?



Es gibt da jetzt Auffassungen von namhaften Genetikern,die behaupten die Evolution sei vorbei, weil es keine Selektion mehr gebe, also fast alle Geborenen auch ins fortpflanzungsfähige Alter kommen.

Abgesehen davon, dass das global sicher absolut nicht stimmt, scheint es mir aber auch einen total falschen mechanistischen Ansatz von Darwinismus zu haben, den ich eigentlich für überwunden hielt, der aber auf jeden Fall überwunden werden muss.

Was haben Charles Darwin und Karl Marx gemeinsam? Nicht nur den Vornamen. Vor allem haben sie beide bahnbrechende Entdeckungen gemacht, daraus dann falsche, weil spekulative Schlüsse gezogen, die dann von ihren späteren Anhängern kanonisiert, ideologisiert und vollkommen ins Falsche verfremdet wurden. Was für Marx die Marxisten sind für Darwin die Darwinisten. Sie erheben wissenschaftliche Ausgangspunkte zur Religion, anstatt sie wissenschaftlich weiter zu entwickeln, sie verschwenden dann die Zeit damit, ihre heilige Kirche gegen Abweichler zu verteidigen und stehen letztlich dann dem Fortschritt im Wege, wenn sie nicht noch schlimmere Verbrechen begehen.

Es ist doch ein Kardinalfehler, eine Entwicklung für beendet zu erkären, die weiter abläuft, erschwert wird dieser Fehler noch dadurch, dass man sie gar nicht vollständig versteht. Aber Unverständnis paart sich immer besonders gerne mit Arroganz, das zeigt die Wissenschaftsgeschichte überdeutlich nicht zuletzt auch in der Medizin: je weniger wirkliche Kenntnisse, um so mehr Halbgott war erforderlich, in weiß oder was auch immer.

Natürlich gibt es auch andere Forscher, die derartigen Auffassungen widersprechen, aber schockierend ist, dass jemand überhaupt so etwas vertritt, ohne Angst sich lächerlich zu machen.

Wie geht denn die Entwicklung weiter? Das >wie< ist offen, aber sie geht rasant weiter, und vor allem deshalb, weil ein Faktor immer wichtiger wird, den Darwin nicht auf der Rechnung hatte, nämlich die Rückwirkung des Objekts auf das System. Die Menschen können sich nicht nur genetisch-biologisch weiter entwickeln, sie können sich heute vor allem sozial&technisch weiter entwickeln, und sie werden sich in Zukunft auch individuell mental weiter entwickeln und dann auch wieder auf ihre Biologie positiv zurück wirken. Das ist gar nicht so utopisch wie es scheint, und man sollte darüber nachdenken, weil solche Prozesse nicht hinter unserem Rücken ablaufen sollten, sie sind ja schließlich nicht so ganz ohne Risiken.

Den Menschen würden keine Flügel wachsen in der Zukunft, meinen die Forscher unisono, so etwas sei nicht drin. Da gibt es natürlich Leute, die darüber anders denken - mich zum Beispiel.

Ich denke, die Menschen werden ohne technische Hilfsmittel fliegen lernen, zumindest ist es nicht jenseits der Möglichkeiten.

Dieses >diesseits und jenseits der Möglichkeiten< ist sowieso eine interessante Frage.

Meister 27.11.2008, 10.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

It´s the economy,stupid!


Hi, ich bin Billie B. Stupid und heute erzähl ich Euch die wahre Geschichte des Spruchs, den Ihr alle kennt.
Ja, ich war Praktikantin bei Bill Clinton. Da ist vieles übertrieben worden damals.  Mit dem Spruch war das ganz einfach so: jedesmal wenn ich Bill eine Zigarre geschenkt hatte - kam schon mal vor daß seine alle waren - hat er zu mir gesagt "Your my economy, Stupid". Der Spruch hat seinen spindoctors dann so gefallen, daß sie ihn gefälscht haben. Und ich durfte den Mund halten, aber jetzt ist sie raus die Wahrheit.

Meister 26.11.2008, 23.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Rückblick und Ausblick


Jetzt hab ich den 24.11. doch verpasst, an dem sich der erste Beitrag zum zweiten Mal jährte. Eigentlichsind es wirklich eine ganze Menge Beiträge geworden, na gut, die Qualität ist auch ziemlich unterschiedlich, aber ich habe doch ein paar ganz hübsche Produkte entwickelt, von Dr.Bloggma bis Stupid´s economy. Ein paar Sachen könnten durchaus etwas mehr vorkommen, beispielsweise das kleine virtuelle Theater, aber es geht eben immer nur um das Umsetzen von Ideen, man kann es nicht an den Haaren herbei schleifen. Außerdem, und ich glaube das geht uns wohl allen so, man hat einfach nicht immer Lust etwas zu schreiben. Was die verschiedenen Seiten der Inhalte anbelangt möchte ich nicht zu sehr ins Kommentieren von Tagespoltik abgleiten, wenn es auch manchmal nötig ist. Aber eigentlich soll auch die Politikabteilung die grundsätzliche romantische Orientierung transportieren, dafür ist ja nicht zuletzt das >politromantische Büro< ins virteulle Leben gerufen worden.
Ich hoffe insgeheim, daß ich nicht zu tierisch ernst genommen werde, auch wenn nicht alles nur scherzhaft gemeint ist. Es liegt mir am Herzen die Balance zwischen ernst und nicht so ganz ernst zu halten, es soll kein Witzblatt werden, aber auch keine moralische Anstalt.
Hoffen wir einfach, daß es weiter so Spaß macht.

Meister 26.11.2008, 19.32| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Die Bankenkrise ein Segen




Hi, ich bin Billie B. Stupid, ihre Wirtschaftsamateurin, und heute möchte ich Ihnen erklären, warum die Bankenkrise ein Segen ist.

Die Bänker, wer auch immer es gewesen sein mag, haben ein Geschäftsmodell erdacht, Geld ohne Wirtschaftsleistung zu machen, dazu haben sie die verschiedensten Instrumente erfunden, gebaut und auch verkauft, ein ganzer Werkzeugkasten des Geldmachens. Es erschien zeitweise so, dass eine Volkswirtschaft auch prosperieren könnte, wenn sie gar nichts mehr produziert, eine Art wirtschaftspolitisches Perpetuum mobile. Man hätte aus der modernen Naturwissenschaft lernen können, dass ein Perpetuum mobile schlicht nicht funktionieren kann. Es ist nicht so, daß es noch nicht entdeckt ist, es geht einfach nicht. Aber was ist Naturwissenschaft gegen Bänkergierverstand (wie finden sie diese Wortkreation?). Man macht es einfach: Laß es doch kosten, wer´s bezahlt (auch ein Spruch, der mehr Gehalt hat, als es oberflächlich aussieht).

Fast die gesamte angelsächsische Welt (USA, England, Sachsen-LB) und einige mehr, hat versucht nur noch Finanzdienstleistungsgesellschaft zu sein, sogar so ein Ländchen wie Island. Im Grunde genommen bestand das Geschäftsmodell aber darin, andere Länder die Wirtschaftsgüter möglichst global billig produzieren zu lassen und ihnen dafür Finanzprodukte anzudrehen. Die eigentliche Dienstleistung bestand darin, diese so verwirrend und aufpoliert zu produzieren, dass ein Anschein von Wert entstand.

Andere Teile des Finanzdienstleistungsapparats (Wirtschaftprüfer und Ratingagenturen) waren nur dazu da, diesen Produkten größten Wert zuzusprechen, eine Art höheren Segen zu schaffen. Sie haben sich alle schon etwas einfallen lassen, diese >Dienstleister<. Die Illusion wurde immer perfekter je komplexer das ganze Gebäude wurde. Es kann doch nicht sein, dass etwas nicht stimmt, wenn da so eine komplexe Struktur unterlegt ist, auch wissenschaftlich abgesegnet (Professoren sind billig!), von Außenseitermeinungen mal abgesehen.

Der größte Fehler alles Scharlatanentums, auch in der Wirtschaft, besteht  darin, dass man früher oder später gewaltig mit der Wirklichkeit kollidiert: jede Titanic findet ihren Eisberg. Dann gibt es nur noch eine Frage: wer hat sein Schäfchen ins Trockene gebracht, wer zahlt die Zeche und wer wird mitgerissen in die dunkle Tiefe?

Sie haben in Wirklichkeit ein Spiel gespielt, das einem Kettenbrief glich, ein Schneeballsystem, und sie haben damit die wirtschaftliche Basis zunehmend in Mitleidenschaft gezogen, gesunde Firmen ruiniert, ausgeplündert und zerstört. Mit Geld, das ihnen nicht gehörte, haben sie Firmen aufgekauft (Grohe, ATU beispielsweise) und haben Arbeitsplätze und Wirtschaftsleistung vernichtet, im Grunde sogar den wirklichen Profit, den eine solche Firma machen konnte. Wenn sie noch ein paar Jahre so weiter gemacht hätten, wäre von den realen Volkswirtschaften gar nichts mehr übrig geblieben. Deshalb ist der Bankrott des Bankensystems ein Segen für die Wirtschaft. Diese ist zwar auf seriöse Bankleistungen angewiesen, aber man kann keine Geschäfte mit Goldmacher & Raffke machen, da wird man übers Ohr gehauen. Aus diesem Grund kann man nur hoffen, dass die Vernichtung des Finanzdienstleistungssektors noch in aller Gründlichkeit weiter gehen wird (alle Bankaktien weiterhin auf >sell< eingestuft) bis nur noch die ehrlichen Marktwirtschaftler übrig bleiben, vielleicht ein bißchen unrealistisch diese Hoffnung, aber man soll sie ja bekanntlich nicht aufgeben.

Schöne Grüße aus der Mauerstraße, Ihre B.B. Stupid.

Meister 21.11.2008, 16.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Heute vor 2 Jahren...


wurde dieser Blogg aus der Taufe gehoben, nochmal anke an den damaligen Sponsor Jokers, nicht nur wegen der Bezahlung des ersten Jahres, sondern auch weil ich dadurch überhaupt zum bloggen gekommen bin.
Ich bekenne, es macht mir Spaß, und ich habe auch noch Einiges vor. Der wirkliche Anfang hat für  mich auch erst am 24.11.06 stattgefunden, vielleicht komme ich in 3 Tagen dazu mal kritisch Bilanz zu ziehen, aber warten wir es ab, Ankündigungspolitik ist niemals gut.

Meister 21.11.2008, 10.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

So dann Herr Sodann!


Als Komissar fand ich ihn gar nicht so übel, wenngleich voll langweilig. Aber jetzt macht er uns öffentlich den Kommunisten und Verfassungsfeind.
Er meint, man solle das sozialistische Experiment "DDR" alsbald wiederholen. Damit kann er doch nichts anderes meinen als die Abschaffung unserer freiheitlichen demokratischen Ordnung zugunsten einer neuen Diktatur.
Er möchte gern Herrn Ackermann verhaften. Nun, wer mag schon Herrn Ackermann? Aber ihn verhaften wollen, heißt doch das Recht brechen, willkürlichen Verhaftungen das Wort reden. Wo kämen wir hin, wenn wieder jeder mißliebige Mensch einfach verhaftet werden könnte? Genau: mitten in die "DDR".
Ich befürchte die Diagnose lautet: Herr Sodann ist Verfasungsfeind.
Und das als Kandidat für die Bundespräsidentschaft? Kann das etwas anderes bedeuten, als daß eine verfassungsfeindliche Partei einen Verfassungsfeind als Kandidaten aufstellt, um die Verfassung kaputt zu machen?
Und diese Leute wollen uns weiß machen, daß sie Antifaschisten seien. Da müßte man lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Meister 20.11.2008, 23.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Niedlicher Spruch


Ein 2jähriger türkischer Junge, total netter Vater. Das Kind hat einen Body an mit der Aufschrift: >Seid lieb zu mir, ich bezahle Eure Rente<.
Das fand ich total lustig und niedlich, besonders bei so einem freundlichen lockigen Kleinkind. "Dann müssen wir ihm aber zunächst mal eine gute Ausbildung und dann eine prima Arbeit sichern", hab ich zu dem Vater gesagt. Ein typisches Inländerproblem.

Meister 20.11.2008, 21.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

>Stupid< -Unsere Neue Kraft stellt sich vor


Guten Abend,
mein Name ist Billie Broke Stupid und ich bin die neue Wirtschaftsamateurin dieses weltenumspannenden Blogs. Sie wundern sich  wegen der "Amateurin"? Aber haben Sie nicht auch die Nase voll von den vielen "Experten"? Mit den Experten habe ich gemeinsam, daß ich auch keine Ahnung von Wirtschaft habe, und genauso laut schreien kann. Aber ich behaupte wenigstens nicht Wirtschaftsguru zu sein, ich habe keine Interessenkonflikte und ich halte das Wort "Bonus" immer noch für ein anderes Wort für Gutschein.
Ich habe hier angeheuert, um mit Ihnen die wirtschaftlichen Grundfragen neu zu diskutieren,wegen dieser Krise, sie wissen schon.
 Ich will ihnen erzählen,was ich so grundsätzlich über Wirtschaft dachte und was ich so täglich dazu lerne.
Grundsätzlich dachte ich, daß man auf dem Markt nur verkaufen kann, was einem wirklich gehört. Dazu gelernt habe ich, daß man viel mehr Geld bekommt, wenn man verkauft, was einem nicht gehört. Manchmal soll das zwar ins Gefängnis führen, aber sicher nur wenn man keinen Nadelstreifenanzug trägt. Vielleicht ist das auch das Geheimnis des Nadelstreifenanzugs: eine Art magische Abwehr gegen andere gestreifte Anzüge?
Früher dachte ich, Wirtschaft sei eine Veranstaltung um materiellen Reichtum zu schaffen. Heute habe ich aber gelernt, daß man durch Vernichtung von materiellem Reichtum viel mehr Geld machen kann.
Früher dachte ich aber auch, daß es gut sei viel Geld zu haben. Jetzt habe ich gelernt, daß Geld nicht nur nicht glücklich macht, sondern auch beunruhigt.
Sie sehen, ich lerne täglich dazu, und diese Lernerfolge bin ich gerne bereit mit ihnen ganz gebühren-, tantiemen- und bonusfrei zu teilen.

Meister 19.11.2008, 23.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Zertifizierung


Das Unwort >Zertifikate< kennen wir ja inzwischen. Weniger bekannt ist vielleicht, daß das Wort >Zertifizierung< für einen ähnlich üblen Sachverhalt steht.
Überall sollen nach dem Willen von Herrn WeißderGeier Zertifizierungen durchgeführt werden. Ob es sich nun um Arztpraxen, Betriebe, Wohlfahrtsorganisationen oder Websites handelt.
Das Gemeinsame daran ist, daß eine Zertifizierungsstelle, die selbst nicht auf Verläßlichkeit zu prüfen ist, sondern meist vollkommen dubios bleibt, gegen Geld in der Regel, eine Zertifizierung des Zielobjekts ausstellt. Diese kann sich dieses Objekt dann irgendwohin pappen und damit Werbung machen. Ob es sich dabei um ein wirkliches Qualitätsmerkmal handelt, ist völlig offen, auch wenn irgendwelche Normnummern (wie zertifiziert nach  ISO 123XYZ) quotiert werden.
Wer hat diesen Zertifizierungswahn hervorgerufen? Macht es mehr Sinn oder ist es nicht viel mehr die Übertragung des Geschäftsmodells der Rating-Agenturen auf alle Lebensbereiche? Sollte man nicht vor allem die Zertifizierungsstellen und Ratingagenturen einer rigiden öffentlichen Kontrolle und voller Schadenersatzpflicht unterwerfen? Wie schnell wäre der ganze Spuk vorbei, wenn die Zertifizierungsstelle für jede Beschwerde über die zertifizierten Objekte zur Kasse gebeten würde?
Fragen über Fragen, nur der Sinn ist dunkel. Einigen wir uns am Besten darauf, Zertifizierungen als Negativmerkmal für das Objekt anzusehen.

Meister 18.11.2008, 23.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Zukunftsforschung?


Im Bild der Wissenschaft ging es gerade um Zukunftsforschung. Fazit: Man kann nicht in die Zukunft schauen, viele Prognosen sind völlig unseriös, bestimmte unerwartete Ereignisse können das ganze Gebäude der Prognose umstürzen.
Ist Zukunftsfoschung eigentlich Forschung im Sinne von Wissenschaft? Zweifel sind angebracht.
Deshalb ist Zukunftsromantik  auch zukunftsträchtiger. Es geht nicht um Voraussagen sondern um die Scharen von Möglichkeiten, die aus der Zukunft auf uns zu fliegen. Wir dürfen bedenkenlos uns diese Möglichkeiten ausmalen, in den veschiedensten Szenarien darstellen und darüber nachdenken, welche Optionen und Chancen wir haben, in welche Richtung wir die Zukunft denn gern entwickeln würden.
Denn viel wichtiger als irgendeine Voraussage ist doch die Frage, wie wir die Zukunft positiv beeinflussen könnten. Das geht natürlich nur beschränkt, erfordert aber vor alem eine Vorstellung davon, wie sie denn werden sollte.

Meister 18.11.2008, 08.32| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Kann man ADHS vorbeugen?


Auf diese Frage, gestellt bei einer Fortbildung neulich, kriegt man natürlich von Kinder- und Jugendpsychiatern kaum eine vernünftige Antwort. Gut, eine Antwort fand ich nicht so schlecht: Man müsse vermeiden, daß die Kinder ein Mißerfolgserlebnis nach dem anderen haben.
Ich persönlich denke, daß man schon vorbeugen kann, und auch sollte. Die ganzen SAchen wie Hirnstoffwechsel aus dem Gleichgewicht und erbliche Belastung - alles geschenkt, wird scon wahr sein, aber da es keine objektive wissenschaftliche Diagnose ADHS/ADS gibt, verbergen sich darunter natürlich auch sehr verschiedene Personen. Man wird sicher nicht bei allen Vorbeugen können, aber man könnte schon i Kleinkindalter einiges machen. Die Kinder brauchen,wie alle anderen, vielleicht sogar mehr als alle anderen Liebe, Zuwendung und viel Zeit. Bei den unruhigen Säuglingen sollte man durch Körperkontakt und interesseweckende Spiele versuchen, die Aufmerksamkeit schon etwas länger zu fesseln, die Sinnesreize so dosieren, daß sie auseinander gehalten werden können und vor allem Exposition gegenüber elektronischen Medien vollkommen vermeiden, was trivial klingt, aber wahrscheinlich nich so selbstverständlich ist, wie es sich anhört. Das gleiche gilt dann für die 1-2 jährigen, die viel Zuwendung und Zeit brauchen, aber auch klare Grenzsetzungen. Durchgängig gilt, daß man Interessen stimulieren sollte ohne die Sensorik und die Verarbeitungssysteme zu überlasten. In diesem Alter muß man anfangen das Selbstwertgefühl aufzubauen und soziale Kontakte in zunehmender Menge einzuführen. Eine frühzeitige Krippenbetreuung ist natürlich für die gefährdeten Kinder das reine Gift, weil sie sozial überlastet werden mit zu vielen Bezugspersonen und Konkurrenten. Einwand gegen diese Behauptung könnte natürlich sein, daß gerade in Familien wo es nicht so gut läuft, eine frühe externe Betreuung gut sein könnte. Richtig, aber die darf dann nicht die unpersönliche Behandlung in der Familie reproduzieren, da wären Tagesmütter besser, wenn sie denn so sind, wie sie sein sollten.
Da sind wir bei einem ganz wichtigen Thema: die Kinder sind unterschiedlich , die ELtern sind sehr unterschiedlich und die Betreuer sowieso. Das macht generelle Aussagen immer so schwierig, sie stehen im Grunde immer unter einer Reihe von Vorbehalten. Ich will es hier im Moment nicht weiter treiben, demnächst weiter mit Kindergartenalter, Vorschule und Schule. Das Thema ist auch ein sprichwörtlich weites Feld, das in verschiedenen Richtungen beackert werden muß.

Meister 16.11.2008, 11.21| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Kein Geld für 3.Welt?


Im Tagesspiegelleitartikel wird die Meinung vertreten, es sei schade dass wegen der Finanzkrise kein Geld mehr fürs Klima und gegen den Hunger in der Welt übrig sei. Gleichzeitig fordern Gewerkschaften und Arbeitgeber Konjunkturprogramme!
Warum sieht eigentlich keiner von diesen Kurzsichtigen, dass weltweite Programme fürs Klima und gegen Hunger und Armut die besten "Konjunktur"programme wären?
Wir haben hier doch alles, noch mehr Infrastrukturinvestitionen führen bestenfalls zu Strohfeuer+größeren Erhaltungskosten.
Würde man das Geld in die 3. Welt stecken könnte man mit dem gleichen Geld viel mehr erreichen: Schluß mit Hunger, runter mit Armut, Verminderung von Krieg und Gewalt, Vermeidung von Völkerwanderungen, effektivere Erreichung von Klimazielen und zu guter Letzt wahrscheinlich auch noch die Förderung der einheimischen Wirtschaft und Forschung in diesem unseren Lande.
Natürlich kann man das nicht alleine machen und auch nicht mit den alten Methoden von Giesskanne und Kolonialismus. Aber es gibt doch hochkarätige Experten genug, und hatten die "Weltpolitiker" nicht vor, die Welt zu retten? Ok, hier ist eine einmalige Chance für eine andere Art von Globalisierung, also tut es!
Und warum wird es nicht passieren? Weil sie alle insgeheim hoffen, dass sie doch so weiter machen können wie bisher, weil die bankrotten Eliten in den Chefetagen weiter auf Konkursverschleppung setzten statt auf wirkliches Umdenken. Und die Politiker sowieso nur ihre Popularitätskurve und ihren Kirchturm im Blick haben, nicht zuletzt in unserem föderalen Gemeinwesen, wo die Kleinstadtbonapartisten vom Traum der Machtergreifung in der örtlichen Bedürfnisanstalt nicht erwachen wollen und die machtgeilen Landespoltiker, auch wenn sie scheinfortschrittlicherweise Frauen in roten Hosenanzügen sind, ihre Gefolgschaft terrorisieren, um sich an die Macht zu putschen.
Und der große Hoffnungsträger auf der anderen Seite des Teichs? "Yes, we can!" lautet die Botschaft, "aber ob wir wirklich wollen, müssen wir uns noch überlegen", der unausgesprochene Nachsatz.
Man könnte so vieles, wenn man denn wollte. Man könnte viele voraussehbare Katastrophen des XXI.Jahrhunderts vermeiden, aber dazu brauchte man wirkliches Umdenken und wirklich neue Rezepte.
 Veränderung ist keine Revolution (die wollen nur die Machtlosen und Hoffnungslosen, die, wenn sie wirklich Erfolg hätten, wieder nur Chaos und Verbrechen anrichten würden, siehe Erfahrung XX.), sondern Veränderung ist gemeinsam gemachter Fortschritt, der den weltweiten fairen Ausgleich anstrebt.
Natürlich ist das pur romantisch gedacht, aber ist es nicht genau das Denken , was wir brauchen fürs XXI. ?

Meister 15.11.2008, 11.34| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Sonnenuntergang in Broome


Es ist eine Welt, ein Globus und wir können rund um die Erde schauen. Ist das nicht wunderbar? In Broome geht jetzt die Sonne unter, richtig romantisches Bild und dann ist es aber auch gleich dunkel.

Meister 15.11.2008, 11.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Träume


Es wäre so bloody hellartig schön im Winter wieder nach Australien zu fahren. Die Träume gehen so quer durch meinen Kopf. Der Mythos Australien ist so lebendig, wenn man ein Weilchen nicht da ist, dabei weiß ich ganz genau, daß ich, wenn ich dort bin, denke, ich sei gar nicht weg gewesen. Der Traum sagt: man könnte von Darwin quer durchs NT und NQLD  nach Cairns fahren, oder auch von Brisbane durchs Qutback von QLD bis man irgenwann wieder ans Ufer des Pacific zurück kommt.
Träume sind nicht nur Träume, sie können auch wahr werden.

Meister 11.11.2008, 20.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Streik im öffentlichen Dienst

ist immer unpopulär. Aber wenn man sich anschaut, was die angestellten Lehrer verdienen in Berlin, muß man sagen: es ist eine Schande. Lehrer sollte freier Beruf sein und nicht Staatssklave!
Und die Erzieher in den Kitas: ihnen wird jede Erwartung aufgebürdet und ich tue das auch: sie sollen die Kinder fördern und erziehen, es ist ihre verdammte Pflicht! Aber dafür müssen sie auch anständig bezahlt werden.
Jeder "Bildungsgipfel" ist verlogen, wenn er nicht das Geld in die Hand nimmt, um eine gute Bildung und Erziehung zu gewährleisten.
Die elenden Politpropagandaschreier fabulieren über Bildung und Chancen und Gerechtigkeit und Förderung, aber es darf alles nichts kosten.
So kann das nicht weitergehen!
Aber so wird es auch nicht weitergehen: der notwendige Stellenwert der Bildung wird sich wie ein Naturgesetz durchsetzen. Das sagt die politische Romantik und sie hat Recht.

Meister 10.11.2008, 19.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Fenster verputzen außen


Immer das Gleiche, ich drücke mich vor Arbeiten, die mir kompliziert vorkommen, dann verlangen die Umstände, hier der kommende Winter, daß sie gemacht werden. Also mache ich es, und siehe da, es war doch gar nicht so schlimm, ist doch sogar ganz gut geworden.
Vielleicht sollte man zum Thema Lernen noch bemerken, daß man manche Sachen einfach nicht lernt, sondern immer wieder in das vorerlernte Schema verfällt.
Na egal, irgendwann kriegt man die Kurve -lernen hat auch mit Geduld zu tun, auch mit Geduld mit sich selbst.

Meister 10.11.2008, 14.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Bildung in Hessen und anderswo

Die fatale Frau Y. richtet noch über ihren politischen Tod hinaus bildungspolitischen Schaden an. Sie will "Bildungsgerechtigkeit" und definiert es, als längeres gemeinsames lernen. Abgesehen davon daß wir unser ganzes Leben lang lernen und auch ständig gemeinsam lernen, meint sie damit offenbar, daß ein staatlicher Zwang erfolgen soll, daß Schüler nicht frühzeitg auf weiterführende Schulen gehen dürfen.
Da sind wir wieder beim "DDR"-Denken reinsten Wassers: besser alle lernen wenig, als daß jemand weiter kommt. Das auch noch als "Bildungsgerechtigkeit" auszugeben, ist wirklich die Höhe.
Es sollte um Bildungschancen für alle gehen, also sollten sowohl für schnellere als auch für langsamere Lerner alle Wege offen stehen, man darf weder die einen für die anderen opfern noch umgekehrt.
Sollen sie doch ihre Gemeinschaftsschulen machen, gegen Experimente hat doch niemand was. Aber sie sollen nicht den anderen Knüppel zwischen die Beine werfen, oder sie zwingen wollen, bei ihren Zwangsschulen mitzumachen. Glücklicherweise nimmt die Neigung der Eltern stark ab, sich so etwas gefallen zu lassen. Mit der Zwangsgesamtschule sind sie doch schon vor Jahrzehnten auf die Nase gefallen und heute ist klar: Gesamtschulen sind gut, aber nicht für jeden und nicht jeder muß mitmachen.
Ohne die Heimwehgefühle der SED-Leute wäre es sicher auch nie zu einer Neuauflage dieser Politfarce gekommen, aber heute spielen diese Heimwehgefühle eben eine Rolle in Deutschland. In der "DDR" war nicht alles schlecht, nein, wirklich nicht, bespielsweise der Todesstreifen, so sauber, so ordentlich. Und die DDR-Schule war auch so ein Todesstreifen. Für sehr viele, fürchte ich.

Meister 09.11.2008, 22.59| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Nachtrag zum Sauerkraut


Schon länger her, daß ich über Sauerkrautproduktion geschrieben habe, ich hae auch über Sommer keine neuen Versuche unternommen, nachdem wir das Vorige vollkommen verschimmelt war. Es hate zwar initial gut geschmeckt, war aber sehr schnell hin.
Jetzt hate ich einen neuen Versuch unternommen und zwar mit einer kleineren Menge, nur etwa 4kg, die ich auch arbeitssparend in der Küchenmaschine zerkleinerte. Der Versuch bestand diesmal im Zusatz von Buttermilch. Ergebnis: positiv! Vor allem war ich über den raschen Fortschritt erfreut. Nach 1-Wochen war es schon optimal. Und dieses Mal habe ich den Lagerungsfehler vermieden, d.h. ich habe das fertige Kraut abgeschüttet und in sauberen Containern im Kühlschrank gelagert, da hat es sich nicht nur gut gehalten, sondern schmeckt sogar. Und da es erstmals alle geworden ist, wird demnächst die neue Auflage fällig

Meister 09.11.2008, 17.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Gedanken zum 9.November







Das XX.Jahrhundert ist glücklicherweise rum und damit hoffentlich auch die Häufung von bedeutungsschweren 9. Novembern.

Was haben sie gemeinsam? Sie waren allesamt Wendepunkte der deutschen Geschichte. Und damit natürlich Ausdruck der Tatsache, daß es ein heftiges Zickzack gab.

Der 9. November 1918 wird vor allem als Tag der Revolution in Deutschland gewertet, vergessen wird dabei merkwürdigerweise, daß es vor allem der Tag war, an dem der große Krieg zu Ende war und auch Schluß  mit dem Kaiserreich, dem drittschlechtesten Staat auf deutschen Boden im XX. Jahrhundert, also schon ein Wendepunkt zum Guten.

Der 9.November 1923 ist heute der am wenigsten prominente, obwohl er sehr ominös war. Hitler und sein Freund Ludendorf marschierten in München auf die Feldherrenhalle. Was sich für uns heute nach Demo anhört, war ein handfester Putsch, so wie es Adolfs Freund Mussolini im Jahr zuvor in Italien mit seinem Marsch auf Rom erfolgreich durchgezogen hatte. Deshalb war es natürlich weder Zufall noch Gemeinheit, daß Adolfs Getreue mit Waffengewalt auseinander getrieben wurden, es war die Staatsraison. Trotzdem war dies der ominöse 9. November und auch ein Wendepunkt zum Schlechten.

Der 9.November 1938 lag schon weit in der Nazideutschlandepoche. Er war das "Signum malum omnium"der Zeit. Ich finde den Ausdruck "Reichskristallnacht" immer noch am besten, weil er so bizarr ist wie das Ereignis Männer Juden verprügelt, abgeholt und ins KZ gesteckt haben. Die Bedeutung liegt darin, daß es den Nazis gelang, Teile der Bevölkerung  -  gut, es war vielleicht der Bodensatz, aber trotzdem  -  dazu zu bringen, aktiv Juden anzugreifen, also wirklich ein Pogrom im russischen Sinne anzuzetteln. Das hätte in Deutschland niemand vorher für möglich gehalten, aber sie kriegten es hin. Die Bedeutung dieses Wendepunktes ist, daß danach man davon ausgehen konnte, daß das deutsche Volk, als handelndes "Subjekt", seinem Führer in jede Hölle folgen würde. Und das taten sie dann auch: in die Hölle des Angriffs- und Vernichtungskrieges, in die Hölle des Völkermordes und in die Hölle des Untergangs.

Der 9. November 1989 dagegen war der Wendepunkt, der uns wieder auf den Weg zur staalichen Einheit in Freiheit gebracht hat, also raus aus dem Schlamassel, der vorher angerichtet wurde, und den wir 45 Jahre auslöffeln mußten. Insofern frage ich mich, ob es nicht vielleicht mehr als Zufall gewesen ist, daß es wieder dieses Datum gewesen ist.

Jetzt ist das XX.Jahrhundert rum, und wir sollten hoffen, daß uns weitere derartige Wendepunkte erspart bleiben.

Wenn allerdings am 9.November 2009 Heide Ypsilanti mit O.Je.Lafontaine den Marsch aufs Frankfurter Bankenviertel anführen, wissen wir, was es geschlagen hat.

Meister 09.11.2008, 15.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Heuschrecken im "Gesundheits"wesen





Liebe Freunde der Gesundheit und Feinde der Geschäftemacherei mit Gesundheit,

hier im Spreebogen betrachtet ein Teil meiner Patienten mit Wohlgefallen, was sie angerichtet haben."Mein lieber Dr. Bloggma", sagte Ulla neulich beim Wiederankleiden, "sie sollten langsam die Zeichen der Zeit sehen und auch in einem MVZ Unterschlupf suchen. Verkaufen sie doch einfach ihren Kassenarztsitz und lassen sie sich als Angestellter von ihrem neuen Arbeitgeber verwöhnen. Sonst sind sie doch dem Wettbewerb im Gesundheitswesen nicht mehr lange gewachsen."

Sie sind so stolz auf ihren Wettbewerb und auf ihre neuartigen Strukturen, und sie haben sogar die SED-PDS-Linke auf ihrer Seite, die wähnt, es handele sich um eine Neuauflage der DDR-Polikliniken.

Eine Art von Polikliniken ist es ja auch, was jetzt als MVZ = Medizinische VersorgungsZentren aus dem Boden schießt, aber nicht die staatliche sondern die kapitalistische Variante: Investoren schaffen sich ein solches Zentrum und stellen Ärzte als Angestellte an, haben natürlich nicht die Gesundheit sondern ihre Profite im Blick, dem hat sich alles unterzuordnen. Zusätzlich gibt es natürlich auch noch Sonderinteressen der Investoren, zum Beispiel Klinikkonzerne, die ihre MVZs vor allem als Patienteneinweisungszentren für ihre Klinikbetten benutzen wollen.

Die Investoren kaufen jetzt also massenhaft Kassenarztsitze auf, verschieben sie dorthin, wo es ihnen am profitabelsten erscheint und besetzen sie mit Ärzten, die mehr gefügig als qualifiziert sein müssen, irgendwo wird man die schon finden, sie müssen mindestens beim Publikum als Arztattrappen durchgehen, notfalls werden ein paar Deutschkurse investiert.

Schöne neue Konkurrenz und so modern. Dann werden hübsche Verträge mit den Krankenkassen gemacht,  scheinbar billiger als vorher, aber sie müssen vor allem natürlich die Rendite der Investoren verdienen. Der Profit liegt in der Differenz zwischen 10% Kostensenkung und 25% Leistungsabsenkung. Die Patienten merken zu spät, was es geschlagen hat, aber warum sollen sie auch besser versorgt werden als beispielsweise in England oder in der 3.Welt, das ist doch auch nicht gerecht,oder?

Merkwürdigerweise war ich immer der Meinung, daß sich die ärztliche Konkurrenz hauptsächlich durch die freie Arztwahl darstellt, wer mehr zufriedene Patienten hat, der sollte auch mehr verdienen. Aber das haben sie mit ihren Budgets ja schon lange abgeschafft: heute heisst es, wer mehr Patienten hat, verdient weniger.

Im Grunde genommen muß man sich die staatlich verordnete Konkurrenz heute so vorstellen, daß die Regierung sich von den Lobbyisten die neuen Konkurrenzregeln in die Gesetze schreiben läßt, das funktioniert wie im Bankensektor: die Geier diktieren, die Heuschrecken souflieren, die Minister parieren und kassieren. Ist doch ganz einfach!

Es gibt bei der schnen neuen kapitalistischen Medizinpolitik (es fällt mir schon lange auf die Nerven, daß der ganze Blödsinn auch noch "Gesundheits"politik genannt wird) nur eine Frage: ob die Ärzte und Patienten mitspielen, oder ob nach dem Bankendesaster vielleicht doch die Erkenntnis reift, daß man nicht die Kernbereiche der Gesellschaft an die Geier ausliefern darf.

Lassen sie uns also das Beste hoffen und überprüfen sie, ob sie nicht in Geieraktien investieren wollen, da steckt Wachstumspotential drin, meine Patienten aus dem Spreebogen haben sich daran auch schon beinahe überfressen.

Deshalb bleiben Sie besser gesund, und ich verbleibe als Ihr ergebener
 Dr. Bloggma

Meister 09.11.2008, 11.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Draußen ist es schön


Wenn man erstmal draußen ist, stellt man fest, daß es angenehm mild ist, gutes Wetter, um was im Garten zu machen. Da ist natürlich jetzt der Krieg gegen den Laubterror angesagt. Warum können diese Blätter nicht einfach an ihren Plätzen bleiben, würde auch im Winter besser aussehen, im Frühling könnten sie dann einfach wieder grün werden.
Aber der liebe Got belohnt Verbesserungswünsche an seiner Schöpfung bekanntlich mit einem großzügigen Stipendium an der paradiesischen TU und die Härte der Prüfungen dort führt zum sogenannten ewigen Studenten. Besser als es an der FU Berlin jemals möglich gewesen ist. Also nehmen wir es lieber so, wie es ist und sagen: auch der Herbst ist eine wunderschöne Jahreszeit.

Meister 08.11.2008, 15.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Wer ist denn nun schuld?


Mit diesen unsäglichen Vergleichs+Entschuldigungsorgien wird doch immer wieder von der einen Frage abgelenkt: Ist es richtig, daß die Manager diese Krise eingebrockt haben? Ist es richtig, daß die armen, unschuldigen Politiker sie jetzt auslöfeln müssen, den LArren wieder aus dem  Dreck ziehen müssen?
Ich denke schon, daß es gewisse Probleme dadurch gibt, daß Manager nicht wirklich verantwortlich für das, was sie anrichten sind. Ihr Erfolg oder Mißerfolg wird an falschen und viel zu kurzfristigen Kriterien gemessen.
Aber gerade dieser Artikel über die Verflechtung von Politik und Management gestern im Tsp., den ich in dem Blog über die "3 Artikel" zitierte, zeigte doch sehr gut, daß es diesen Gegensatz Wirtschaft/Politik gar nicht so gibt.
Was passiert ist, und zwar hauptsächlich in der angelsächsischen Welt, man könnte auch sagen in der Geburtsheimat der "Globalisierung", ist eine sehr zweifelhafte Erfindung: es wurde herausgefunden, daß man viel Geld machen kann, ohne wirkliche Wirtschaftsleistung. Das wurde dann als New Economy der Old Economy, bei der wirklich etwas erzeugt wird, gegenüber gestellt und weltweit hochgejubelt. Der Finanzsektor sollte den Reichtum schaffen, das Geld sollte arbeiten noch besser, das Geld, daß man sich geborgt hatte sollte für einen arbeiten. Das waren nicht Manager im eigentlichen Sinne, die das erfunden haben, das war die smarte neue Elite der westlichen Welt. Und wer hat diesem Spiel zum Durchbruch verholfen? Niemand anders als die Politik. Sie haben dieses Casino eingerichtet, in dem dann die Investorengemeinde gezockt, den Mammon vergötzt und ihre Seele geopfert hat. Und die Manager? Sie waren nichts weiter als die hochbezahlten Diener, die Gutsverwalter von heute, sie haben entlang der ihnen vorgegebenen Regeln die ihnen gestellten Aufgaben exekutiert. Waren sie zu gierig? Nicht eigentlich. Sie haben nur gemacht, was von ihnen erwartet wurde. Wenn ein Spiel gespielt wird, darf man es auch bis an seine Grenze treiben. Gierig war im GRunde das Kapital, so altbacken, wie das klingen mag, aber man sollte sich an eines erinnern: die Verwertungsinteressen des Kapitals sind etwas Objektives, nicht die Bosheit des bösen Kapitalisten.
Das hat dann auch Jonny Kleinsparer erfahren müssen, dessen Bankberater ihm Zertifikate und andere Wetten aufgeschwatzt hat, weil er doch nicht mit dem bisherigen Profit zufrieden sein könne.
Da sind wir dann natürlich auch bei der Auflösung der ganzen Intrige: man mußte da nicht mitmachen. Es hat durchaus auch Warner gegeben, und es hat auch Leute gegeben, die den Mist einfach nicht gekauft haben, weil sie meinten, daß wetten nichts mit seriöser Wirtschaft zu tun hat.
Aber wenn der Wahnsinn sich erstmal richtig Bahn bricht, dann wird er auch auf die Spitze getrieben und den letzten beissen die Hunde und im Kettenbrief ist auch der letzte der Dumme, was ein besseres Bild ist, weil die vor ihm nämlich abgesahnt haben und zwar nicht zu knapp.

Meister 08.11.2008, 10.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Pogromstimmung


Irgendwann drehen sie druch die Politkorrektis, ganz egal welchen Bekenntnisses. Das  Wort "Pogromstimmung" bezeichnet eine bestimmte hervorgerufene Stimmung in einer Menschenmenge, das ist nicht gebunden an bestimmte historische Ereignisse, selbst wenn sie sich gerade wieder prominent jähren. Auch wenn ich Herrn Wulff nicht unbedingt zu meinen persönlichen Freunden zähle, würde ich Leute die diesen Ausdruck in einer Talkschau ihm ankreiden als meschugge bezeichnen.

Meister 07.11.2008, 21.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

3 interessante Artikel


im heutigen Tagesspiegel, nur einer davon ist allerdings gut und zwar der Artikel auf der Seite 3 über "Die Unscharfmacher", der die hochkarätigen Wanderer zwischen Banken und Politik betrifft, die mit ihren Interessenkonflikten nur ihren eigenen Konten wohl getan haben, aber im Grunde die Verantwortlichen für das gesamte Finanzkrisendesaster sind. Mal arbeiten sie ein paar Jahre in der Chefetage einer Bank, dann wieder sind sie angeblich im öffentlichen Interesse in einer hohen Regierungsfunktion tätig, besorgen dort das Geschäft der Schnellgeldindustrie indem sie Regeln durchsetzen, die denen die windigen Geschäfte ermöglichen, um sich dann wieder auf einen hochdotierten Posten bei einer Bank zu begeben um die Dankzahlungen entgegen zu nehmen.
Ich war wirklich überrascht über das Ausmaß der Verflechtungen und daß es also Unsinn ist zwischen Banken (böse) und Staat (gut) zu unterscheiden, da beideeng zusammen hängen und der "Sachverstand" auf beiden Seiten personell mehr oder weniger identisch ist. Da braucht man sich ja nicht zu wundern, was dann passiert. Es hat ja auch genügend Warnungen gegeben, aber die Warner wurden eben systematisch vom "Sachverstand" mundtot gemacht. Und unser sauberes Deutschland? Tickt eigentlich ganz genauso, bloß daß man hier gegen die anglo-amerikanische Finanzindustrie nicht anstinken konnte und deshalb immer ein bißchen versucht hat, denen in die Suppe zu spucken.
Der zweite Artikel ist der Leitartikel "Wo ist der deutsche Traum?". Den finde ich allerdings nicht gut: Man darf sich sicher über Obamas Wahlsieg freuen, aber man sollte die Euphorie nicht überschwappen lassen, wir werden ihn noch besser kennen lernen. Vor allem sollte man nicht etwas einfach auf uns übertragen. Einen Kanzler "mit Migrationshintergrund" würden wir so schnell nicht kriegen, heißt es. Ist doch Unsinn wir haben doch jetzt schon eine Kanzlerin mit Migrationshintergrund. Aus der Uckermark in der DDR ins Kanzleramt der vereinigten BRD ist es mindestens so weit wie von Hawaii nach Washington D.C.
Außerdem ist es sehr fraglich, ob nicht jemand, dessen Familie aus der Türkei stammt auch Kanzler werden könnte. Cem Özdemir beispielsweise wird wahrscheinlich mehr Probleme durch sein Schwäbischsein als durch seine türkische Familienherkunft haben von den Deutschen als Kanzlerkandidat angesehen zu werden.
Und dann die Frage des "German Dream" selbst: denken wir wirklich immer noch so kleinstaatlich? Sollen wir immer noch weiter so kleinstaatlich denken. Wie wäre es  denn mit einem europäischen Traum, oder wie wäre es mit einem Traum einer Globalisierung der anderen Art ?!
Der dritte Artikel ist der Negativhammer des Tages: Ein Interview mit der Bürgermeisterin des Stadtbezirks Lichtenberg (früher SED heute "Linke"). Ein entlarvendes Dokument, daß die ewig gestrigen immer noch unter uns sind. Was sie an rot-braunem Gedankengut ausbreitet ist echt heftig, aber ich hoffe, daß der verantwortliche Redakteur wirklich die entlarvende Brisanz im Sinne hatte, als der dieser Veröffentlichung zustimmte. Für diese Frau, immerhin im öffentlichen Amt und nicht im Gefängnis war die "DDR" natürlich keine Diktatur, sondern es gab so viel Positives und soziale Gerechtigkeit auch. Warum wird eigentlich nicht das Verbot verfassungsfeindlicher Agitation auch auf diese Leute bezogen?
Vor allem stimmt es doch alles nicht, was sie behaupten: die Kinder seien besser betreut worden - sie wurden verwahrt und indoktriniert, das war´s. Die Lebensleistung der Leute im Osten werde nicht anerkannt und nicht vergütet - wir zahlen die Renten für den Osten, der dafür eben nichts angespart sondern alles verludert hatte, teilweise sind die Ost-Renten höher als das, was Rentner im Westen bekommen ,die ihr ganzes Leben in die Rentenkasse einbezahlt haben( heilige Gerechtigkeit, ihr Gerechtigkeits-schreier) . Und die Lebensleistung der Ost-Funktionäre wird schon noch vergolten werden - in der Hölle spätestens, aber vielleicht auch vor Gericht, wenn Ost-68 erstmal beleuchtet, was sie verbrochen haben.
Respekt in diesem Zusammenhang für Carmen Everts, eine der aufrechten 4 der hessischen SPD: ihre Gedanken über den Zusammenhang von Rechts- und Linksaussen sollten sie für ein öffentliches Amt qualifizieren, der Mut gegen das terroristische Parteiestablishment aufzustehen, sogar für eine hohes politisches Amt.

Meister 07.11.2008, 12.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Berlin barrierefrei


Natürlich unterstützen wir das. Wenn man selbst mal nicht gut laufen konnte, oder auch nur im Umfeld diese Erfahrung gemacht hat, weiß man wie wichtig es ist, daß jeder überall hin kommt. Es ist traurig, daß viele Leute das immer noch mit totaler Gedankenlosigkeit quittieren.
Aber nicht vergessen: Die "Generation Rollator" - das sind wir !
Wer wir? Alle die, die heute noch voll Kraft jede Treppe rauf  sprinten und über jede Barriere rüber springen - es wird nur eine sehr begrenzte Zahl von Jahren dauern bis sich das ändert. Dann werden auch wir uns freuen, wenn wir über eine Schwelle kommen. Und darüber ärgern, daß sie da ist, obwohl niemand sie braucht.

Meister 05.11.2008, 09.10| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

500


Es sind noch nicht ganz 2 Jahre, aber der 500. Beitrag ist dieser!
Ist doch nicht schlecht, so auf die Zeit gesehen. Natürlich könnte man mehr und regelmäßiger schreiben. Natürlich könnten die Beiträge auch noch besser sein, Selbstzufriedenheit ist niemals ein guter Ansporn. Aber im Grunde läuft es nicht schlecht, vor allem weil es mir immer noch Spaß macht und ich in dieser Zeit auch nach eigenen Kriterien weiter gekommen bin.
Hoffen wir, daß es im nächsten Jahr weiter voran geht. Die 1000 bis zum Ende des nächsten Jahres? Man soll nicht gierig sein, nicht Zahlen vergötzen. Ich würde schpon gern ein paar schöne Sachen schreiben im nächsten Jahr, aber das zweite ist ja noch gar nicht ganz rum.

Meister 04.11.2008, 23.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Herbsternte: Endiviensalat, Walnüsse


Die Ernte des Endiviensalats dauert glücklicherweise an, wenn der Frost noch weiter auf sich warten läßt, kann sie sogar bis in den Dezember gehen, aber es kann auch jederzeit kalt werden.
Die Walnußernte war auch in diesem Jahr wieder grandios. Wie kann man so viele Nüsse verwerten, es werden wieder über 50 kg sein.

Meister 04.11.2008, 21.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Der Tag nach dem Ypsilende


Die hessische SPD demaskiert sich als Stalinistenhaufen. Die "Abweichler" waren so sichtbar mit den Nerven am Ende gestern, man kann sich den Druck dem sie ausgesetzt waren sehr lebhaft vorstellen. Die SPD außerhalb Hessens ist ja auch nicht viel besser, Herr Stegner aus SH zeigte sich auch als ein übler Demagoge, der von Charakterlosigkeit fabuliert, damit sich aber eigentlich nur sich selber meinen kann, der weiter schwadroniert, daß er die Linkspartei(i.e. SED) nicht mag, um seine Präferenzen zu maskieren. Er wäre sicher der Erste, der dort mitmacht.
Die aufrechten Vier von Hessen verdienen allen demokratischen Respekt, sie hätten auch den "Heidemörder" imitieren können, den haben sie bis heute nicht gefasst. Aber sie haben offen Position bezogen, obwohl sie vom ZK der Y-Partei angespuckt wurden. Eigentlich versteht man den "Heidemörder" heute besser als früher, den hätten sie sicher sofort gelyncht. Ist die SPD eine Lyncher-Partei, wenn nicht Ku-Klux-clan, dann vielleicht Kuckucksklan?
Wie geht es weiter?
Ich glaube, daß eine Reorganisation des Parteiensystems ansteht: Die SED wird die stalinistischen Kräfte der SPD aufsaugen, damit können sie auf ihrem Weg in die Bedeutungslosigkeit keinen Schaden mehr anrichten. Die SPD wird dann, unter Wehen, wie es bei ihr Tradition hat, den Weg der sozialen und liberalen Verantwortung gehen und dadurch erstarken, sie könnte dann auch auf der anderen Seite die sozial und liberal denkenden Kräfte aus der CDU an sich binden und diese Mittenverwischung endlich durch ein klares Profil beenden.
Natürlich traue ich ihnen mal wieder ein bißchen zu viel zu, könnte auch sein, daß die FDP diese Position besetzen kann, aber die müßten im Bereich der sozialen Verantwortung dann auch noch einige Entwicklung machen.

Meister 04.11.2008, 20.47| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Der politische Spruch zum Tage:



IX - YPSILANTI - ZET

Meister 03.11.2008, 21.34| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Herbstgarten


Blätter, überall Blätter. Und man kann sie nicht einfach liegen lassen bis alle runter sind, zu dieser einfachen Lösung neige ich zwar immer, läßt sich aber nicht durchhalten. Im Grunde haben die Herbstarbeiten im Garten aber eine gewisse Gemütlichkeit, die ich gerne auskoste. Am allerwenigsten Spaß macht es natürlich die empfindlichen Pflanzen wie auch immer rein zu schleppen - das ist der Horror des Herbstes! Werden wir aber auch noch schaffen. Wenn es nur nicht schon so früh dunkel würde (Diese Seite der Zeitumstellung ist die Härtere!). Man kann sich zwar einbilden, daß es genauso ist, wie in den Tropen, da ist es auch immer früh dunkel, aber es ist ein schwacher Trost. Außerdem wird die Dunkelheit noch fast 2 Moante zunehmen.

Meister 02.11.2008, 12.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Der beste Spruch der letzten Zeit:


Vorsicht! Wenn man wähnt das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, könnten es die Frontlichter des entgegen kommenden Zuges sein.

Meister 29.10.2008, 19.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Schlauere Politiker?


Ist die Politik schlauer als die Wirtschaft? Ist der Staat besser als der Markt? Im Moment ziehen sie eine hübsche Propagandashow ab, ist ja auch toll, wie sie von ihrem eigenen Versagen ablenken können.
Natürlich sind die Politrucks unseres Staates kein bißchen besser. Letzten Endes haben sie sogar an dem Disaster ein Großteil der Schuld, denn sie haben die "deregulierten" Rahmenbedingungen erst geschaffen, die die Gierlappen ausgenutzt haben.
Jetzt wird die Frage "Markt oder Staat" hochgespielt, dabei ist die Antwort doch trivial: nur der Markt  kann in der Wirtschaft entscheiden, aber die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen allgemeingültig festgelegt werden. Und da liegt der Hase im Pfeffer, die heutigen Staaten sind dazu nicht in der Lage, zumindest sind sie in der nahen Vergangenheit nicht dazu in der Lage gewesen. Die Nationalstaaten sind allesamt Papiertiger, ganz egal wie sie sich jetzt aufspielen. Steueroasen, weltweites Wildwest, gröbste Ungleichgewichte und unfairste Praktiken, alles absolut nicht zu stoppen.
Die Globalisierung hat zwar ihre Gegner hervorgebracht, aber nicht ihre Gestalter: eine Lösung könnte nur in einer weltweiten fairen Gestaltung der Wirtschaftsbeziehungen bestehen, aber unsere Politfuzzies gefallen sich darüber zu jubilieren daß sie ein Pappmachégesetz durchgepeitscht haben und ihren "linken" Spiegelfechter wollen noch mehr Geld für die "Armen" rausschmeissen.
Der Staat, nicht unserer allein wohlgemerkt, ist nur ein Scheinriese, dem auch nicht mehr Vertrauen gebührt als der weltweiten Katastrophenwirtschaft. Und ob die Politfuzzies weniger gierig und mehr ehrenhaft sind als irgendwelche Nadelstreifengeier in Vorstandsetagen, müßte auch noch bewiesen werden.

Meister 19.10.2008, 22.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

E-Books - zukunftsträchtig?


Der Wirbel,der jetzt um die E-Bücher gemacht wird, ist natürlich wieder mal der Versuch, einen Markt anzuheizen, bevor das Produkt überhaupt ausgereift zur Verfügung steht. Je mehr über eine Sache, die es noch gar nicht gibt, geredet wird um so mehr kann man bei den Ever-up-to-dates einen vorzeitigen Kaufrausch erzeugen, siehe das iPhone.
Wenn man sich fragt, ob E-Bs sich durchsetzen werden, dann muß man genauer hinsehen. Bücher haben Vorteile, die durch ihre Selbstverständlichkeit gar nicht auffallen, sie sind handlich, man kann sie angucken, hierund dort benutzen, sie haben eine Anwendungsgemütlichkeit, die ein elektronisches Teil niemals besitzen wird, in einem hübschen Buchladen kann man sie anfassen, rundum angucken, duchblättern und sich emotional für oder gegen den Kauf von etwas entscheiden. Die E-Bs werden wahrscheinlich durch Vermarktungsmacht auffallen, sie werden wahrscheinlich das Medium der großen Weltkonzerne sein, ihre "Inhalte" d.h. Profitwaren in den Markt zu drücken. Damit werden sie zwar groß verdienen, aber trotzdem randständig bleiben.
Für die Zukunft interessant ist doch etwas ganz anderes: wie kann Literatur im weiteren Sinne popularisiert werden, mit wenig Kosten aber möglichst großer Breite und unter Wahrung der Lebensinteressen der Autoren? Wie können Autoren ihre Werke veröffentlichen, ohne von Verlagen abhängig zu werden, ohne für Veröffentlichung zu bezahlen und trotzdem einem breiteren Publikum bekannt werden? Und wie kann das Lesen selbst popularisiert und in den gesellschaftlichen Arbeitszusammenhang besser eingebunden werden.
Da das Drucken von Büchern nicht mehr so teuer ist wie früher und da elektronische Medien zusätzlich zur Verfügung stehen, sehe ich durchaus Möglichkeiten für Verbundlösungen: man könnte wirklich Online-Verlage schaffen, die einer großen Zahl von  Autoren Publikationsmöglichkeiten eröffnen, entweder lektoriert oder unlektoriert (eine Frage des Preises) ihre Schriften ins Netz zustellen, so daß diese einerseits probeschnipsel-kostenlos und insgesamt gegen eine Autorengebühr gelesen werden können, fürs Lesen könnte auch ein E-B taugen, dazu käme natürlich noch eine download-Gebühr des Online-verlages. Da diese Schriften nicht so teuer wären, würde ein Raubkopieren auch nicht so viel Sinn machen und vielleicht besser beherrschbar sein als im Musikbereich. Und im dritten Schritt könnte man nach Bedarf auch gedruckte Exemplare herstellen und vermarkten.
Also Chancen für E-Bs könnte es schon geben, wenn die Zukunft nicht mehr von den Weltkonzernen gesteuert wird.

Meister 19.10.2008, 12.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

TV und Reich-Ranicki


Natürlich ist es schön, mal einen richtigen Eklat zu provozieren wie MRR es gemacht hat. Auch wenn Medienschelte wohlfeil ist, meinte er es gut, vieles ist doch wirklich unerträglich. Man muß es sich nicht ansehen - gut. Aber es verletzt nicht nur das Empfinden vieler Menschen, sondern es verblödet wirklich. Nach der Diskussion mit Gottschalk gestern kann man aber die Kernfragen der Auseinandersetzung heraus arbeiten: Ist es gerechtfertigt, die Gebührenmilliarden, von der GEZ aus dem widerstrebenden Volk herausgepresst, in schwachsinnerzeugenden Blödsinn zu verjuxen, um eine Quote zu halten oder zu erobern? Ist es nicht der Auftrag ans Öffentlich-rechtliche gerade TV jenseits von Quote zu machen oder wenigstens anders Quote zu machen? Kann man nicht auch ein anderes Unterhaltungsfernsehen machen?
Ich denke, die Gebühren, in ihrer Höhe und Art der Eintreibung sowieso stark umstritten, rechtfertigen sich vor allem dadurch, daß ein anderes, besseres TV gemacht wird als die Privatsender vorlegen. Die Privatsender haben das Privileg so TV zu machen, daß sie die höchsten Werbeeinnahmen bekommen, für sie ist die Quote das Lebenselixier und das Ergebnis ist so haarsträubend wie zu erwarten, bei gewissen Sendern kann man nicht mal die Trailershow ansehen ohne Brechreiz zu bekommen. Es gibt aber überhaupt keinen Grund fürs ö-r TV bei dieser Quotenkür mitzumachen, weil sie davon gar nicht betroffen sind. Warum tun sie es trotzdem: aus Angst davor durch mangelnden Massenzuspruch irgendwann abgemeldet zu sein und eingedampft zu werden. Genauso erklärt sich die inzwischen schon penetrant beworbene Internetpräsenz des ö-r-TV, die nutzlos, sinnlos Gebühren verjuxt, um Gebühren von Computerusern eintreiben zu können, das sollte verboten werden, ö-r TV hat im Internet nichts zu suchen!
Man sollte also ein quotenfreies ö-r TV fordern. Geht das denn überhaupt? Einfacher als man denkt, man müßte nur die Programmstruktur umstellen, denn das was spät gesendet wird, ist in der Regel das Interessante. Würde man jedenTag den 20.15-22.15 Block mit dem 22.15-0.15 Block vertauschen, wäre schon sehr viel gewonnen. Vor allem Alternativen zu dem privaten TV-Angebot in diesem Zeitfenster.
Die Frage, ob man anders Unterhaltungs-TV machen kann, ist auch eindeutig zu bejahen. Selbst in einem so von Idiotie belasteten Bereich wie Deutsch-Comedy gibt es gute Gegenbeispiele, beispielsweise aber nicht allein Hape Kerkeling. Wenn MRR für anspruchsvollere Unterhaltung vor allem Shakespeare einfällt, dann kann das nur auf dessen Zeit bezogen sein: wir brauchten einen heutigen Shakespeare. Leider fällt auf, daß vor allem die Bücher, die den TV-Sendungen zugrunde liegen, immer schlechter werden. Das kann man am Tatort fast im Wochentakt besichtigen. Man fragt sich, wer ist dafür verantwortlich, daß derartig hirnrissige Bücher, voller Fehler, Zusammenhanglosigkeiten und billiger Effekthascherei abgenommen und auch noch wirklich verfilmt werden? Gibt es da gar keine Kontrolle mehr? Ist das Angebot so gering, daß man nichts besseres auswählen kann? Hat sich eine Drehbuchmafia die Sache unter den Nagel gerissen und befriedigt ihre Geldgier mit der automatisierten oder vielleicht auch schon ins billigere Ausland verlagerten Billigschreiberei?
Natürlich liegt die Verantwortung hier auf der Leitungsebene des ö-r TV. Wer nimmt den die Bücher ab, wer entscheidet sie zu verfilmen? Vielleicht sollte im ö-r TV vom Ross der Arroganz in Ignoranz abgestiegen werden, die Leitungsebenen ausgewechselt, Nischen für aufstrebende Leute geschaffen und neue basisorientierte öffentliche Arbeitsformen erprobt werden.  Die Aufgabe lautet nicht, hinter den Quotenfuzzies hinterher rennen, sie lautet auch nicht, die alten Bildungsformen immer wieder zu kopieren und die Klischees zu Tode zu reiten. Die Aufgabe besteht darin, mit neuen Formen zu experimentieren und neue Wege zu finden. Das ist nicht mit Hochgestochenheit zu erreichen, sondern mit Phantasie und Gestaltungswillen. Und mit Öffentlichkeit überall. Das Geld dafür ist da.

Meister 18.10.2008, 11.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Von der Krise zum Weltkrieg?




Kommunique des politromantischen Büros

Die weltweite Finanzkrise hat sich zugespitzt, sie offenbart, dass wir es nicht nur mit der gierigsten, sondern auch mit der unfähigsten und verantwortungslosesten Generation von Managern zu tun haben, die die Welt je gesehen hat. Nicht dass sie viel Geld kassiert haben ist der Skandal, sondern dass ihre Leistung darin bestand, das ihnen anvertraute Geld zu verschleudern und die Weltwirtschaft gegen die Wand zu fahren. Und jetzt schreien sie nach dem Staat, der es bekanntlich auch nicht kann, aber der noch Vertrauen geniesst (wieso eigentlich, die staatlich gelenkten Banken haben doch als Erste sich verzockt, Sachsen-LB, IKB ?).

Und jetzt wird die Weltwirtschaftskrise beschworen, wird sie nicht sogar herbei geredet? Es besteht zunehmend der Eindruck, dass nicht die Konsumenten und nicht die Sparer in Panik sind, sondern die Meinungsführer. Und dass diese es darauf anlegen, die Panik in die Massen zu tragen. Es hat doch offenbar bisher niemand sein Geld von der Bank abgeholt, und die Leute werden es auch erst tun, wenn ihnen noch mehr Angst gemacht wird. Es sind doch auch nicht die Kleinanleger, die die Aktien verkaufen, sondern wiederum gerade die institutionellen Profis, die ihre Unfähigkeit jetzt in Abwärtsspekulation verwandeln. Vergessen wir nicht, dass man auch mit fallenden Kursen viel Geld verdienen kann, die verbotenen "Leerverkäufe" waren doch nur die Spitze des Eisbergs.

Wenn dann die herbei geredete Weltwirtschaftskrise endlich produziert ist, werden sie es alle wieder nicht gewesen sein, wie könnten die Nadelstreifenfuzzies auch schuld sein, sie haben doch immer nur das Beste gewollt, zumindest für ihr eigenes Wohlleben.

Und dann kommt Heulen und Zähneklappern. Wie kommen wir wieder raus aus dem Elend? Wieder die gleiche Lösung wie damals ? -Aufürstung und Krieg?

Man müßte ja jetzt eigentlich massiv Geld ausgeben, Investitionsprogramme auflegen und Konsumanreize geben, aber die Amis zumal haben das Konsumpferd doch schon tot geritten und auch hierzulande ist mit dem Soli so viel Geld in alle Infrastruktur gepumpt, dass diese Methode nicht trägt. Und eine weitere Stimulierung des Konsums für die Nichtstuer ist auch kontraproduktiv.

Also doch Krieg?

Die Antwort ist: Ja klar, her mit dem Krieg, es muss nur der richtige sein! Wir brauchen einen Weltkrieg gegen die Armut, den Hunger und die Unterentwicklung in der Welt. Dieser Krieg wird mit Schulden finanziert werden wie jeder Krieg, und er wird die Welt total verändern. Aber es ist ein Krieg, der nicht Tod und Zerstörung hinterlässt, sondern eine weltweite Gesundung, eine vollständige Veränderung der Globalisierung, hin zu Leben, Wohlstand und Mitspracherechten für alle. Sind das Illusionen? Der sogenannte Marshallplan, dem wir in Deutschland und Europa so viel verdankten nach dem Krieg, hatte auch eine andere weniger bekannte Seite: er verhinderte dass die USA nach dem Kriegsende in eine Nachkriegsdepression fielen, denn das Ende der Kriegsproduktion hätte sonst einen totalen Wirtschaftsabschwung gebracht.

Es gibt also eine reale Chance, die Weltwirtschaft jetzt so zu verändern, dass eine weltweite Depression verhindert und gleichzeitig Hunger und Elend zurück gedrängt werden Damit wird man längerfristig zusätzlich auch eine friedliche Verminderung  der Weltbevökerung und eine Entlastung des Weltklimas erreichen können.

Also vorwärts in diesen anderen Weltkrieg, bevor wieder jemand einen Krieg alter Schule anzettelt.

Meister 11.10.2008, 11.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Schönes Herbstwochenende


Tolles sonniges Herbstwetter, auch schön warm. Es macht Spaß draußen im Garten etwas zu machen, es gibt ja jetzt sehr viel zu tun. Außerdem die Gelegentheit nochmal schön zu grillen. Hoffentlich wird der Winter nicht zu hart und zu lang, was ich aber befürchte.
Doch geniesen wir diese schönen Tage, Dasein ist Jetztsein! Und das Dasein ist das wirkliche Wunder.

Meister 11.10.2008, 09.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Zurück aus dem Urlaub


Der Urlaub war super und ich bin noch nicht so ganz da. Irgendwie kommt man sich ja nach einem richtigen Urlaub zuhause fast deplaziert vor. Aber keine Bange, es wird schon wieder.
Vielleicht ist die Tatsache, daß man sich zuhause noch so fremd fühlt und daß man noch keine Lust auf Arbeit und andere alltägliche Rituale hat aber ein Zeichen, daß man sich gut erholt hat, weit weg von all den Gedanken, die einen sonst so beherrschen.
Ein Erholungsurlaub muß schon 3 Wochen dauern, sonst ist einfach alles nicht so richtig weg.

Meister 05.10.2008, 18.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

SPD-ade?

Kommunique des politromantischen Büros:

Die Schwierigkeiten der SPD liegen schlicht darin, daß sie nicht eine Partei ist sondern zwei.

Das war vielleicht schon früher so, aber seitdem die SED-PDS die Neo-SED Strategie entwickelt hat und den Ex-SPD-Chef Rotlicht-Oskar eingekauft hat, ist das eine tödliche Gefahr geworden. Oskar war in der SPD  eine umjubelte Gestalt, deren skandalöse Fahnenflucht zum Menetekel der Partei wurde.

Die SPD besteht aus einem sozialliberalen Teil, der an der Basis wahrscheinlich die Minderheit darstellt und aus einem »linken« Teil, der das System Bundesrepublik bestenfalls als das kleinere Übel ansieht.

Damit ist die Spaltung vorprogrammiert, wenn dieser Teil unter den Einfluß von linksaußen kommt. Denn der Unterschied zwischen Oskar und Schreiner oder Wagenknecht und Nahles besteht wahrscheinlich hauptsächlich darin, daß Erstere glauben mit einer »richtig linken« Partei Einfluß zu gewinnen, während Letztere glauben, daß ihre Machtpositionen verdeckt im Mantel der »Volkspartei SPD« besser aufgehoben sind.

Die Diskussionen unter den Linken gehen schon von altersher darum, ob man nicht notgedrungen in der SPD arbeiten muß, weil eine richtig linke Partei in Deutschland sowieso keine Macht gewinnt. Dies scheint durch Oskar&Co falsifiziert.

Man kann also prognostizieren, daß eine Neo-SED entstehen wird, die sich wahrscheinlich aber weiter »Linke« nennt, weil dieser Name so modern und sympathisch klingt. Dieser Prozeß ist jetzt gerade im Gange und bedeutet Abwanderung von Teilen der SPD zu Oskar.

Man kann weiter vorhersagen, daß das zur Spaltung der Alt-SPD führen wird, aber vielleicht ist das auchgut und richtig, denn damit entsteht die Chance auf eine Neu-SPD, die befreit von den Krypto-Umstürzlern einen eindeutig sozialliberalen Kurs steuern kann, eine lange zu Unrecht vernachlässigte Position in Deutschland.

Diese neue SPD hätte durchaus ihren Charme und ihre Chancen. Es gibt sicher mehr sozialliberal denkende Menschen in Deutschland als sich manche Leute träumen lassen. Menschen, die zu diesem Staat und seinen Errungenschaften stehen, Freiheit und Liberalität an die erste Stelle setzen, aber trotzdem der Meinung sind, daß sozialer Ausgleich Kern einer modernen Gesellschaft ist. Die aber sozial als Chancen für alle definieren und nicht als "verteilt alles von denen die es verdienen zu denen, die keine Lust haben, etwas zu tun". Die Solidarität als Hilfe zur Selbsthilfe verstehen und nicht als Subvention für Schmarotzer.

Eine solche neue SPD könnte die moderne fortschrittliche Mitte Deutschlands darstellen und für sich gewinnen und so auch regieren, denn es gibt in diesem Land keine Mehrheit links von..., aber auch keine wirklich konservative Mehrheit.

Wieviel dann für Oskars (und Gregors) Traditionsverein übrig bleibt, wird man dann sehen, wahrscheinlich weniger als man denkt, denn Populismus ist doch in Wirklichkeit eine abgelaschte Veranstaltung und Sozialismus im traditionellen Sinne keine Lösung für die Probleme der Zukunft.

Meister 09.09.2008, 10.37| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Unaufhörlich naht der Urlaub

Die letzte Arbeitswoche ist angebrochen und ich muß mir eingestehen, daß ich wirklich urlaubsreif bin. Manchma denkt man ja, das alleswürde keine Spuren hinterlassen, tut es aber doch. Man muß einfach mal abschalten, sonst greift die Nerverei immer weiter um sich. Dabei weiß man sehr gut, daß nach 1-2 Wochen Abstand die Probleme stark geschrumpft sein werden.
Lassen wir sie also schrumpfen.
Zuhause ist es so schön - trotzdem denkt man dann irgendwann, daß man mal etwas anderes sehen muß - also los, machen wir uns bald auf den Weg.
Aber langsam, noch sind ein paar Tage zu zählen.
 

Meister 08.09.2008, 19.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Martenstein: Mit wem spricht Gott?

Harald Martenstein fragt sich, was man von Politkern halten soll, die die behaupten, göttliche Aufträge erhalten zu haben, beispielsweise in den Irak einzumarschieren.  In USA sind sie populär, in Europa werden sie eher als Fall für den Therapeuten angesehen.
Ich sehe das so, daß Politiker überall Politiker sind: sie erzählen das, wovon sie annehmen, daß die Öffentlichkeit es ihnen abnimmt. Deshalb sagt so ein Satz mehr über das Land als über den Politiker.
Grundsätzlich denke ich, daß Gott mit jedem von uns spricht, nicht nur mit ausgewählten Ober-Fuzzies und daß man ihm zuhören sollte. Was man aber nicht darf, egal ob man Politiker ist oder Ober-Mufti oder "Prophet", ist daß was Gott mir sagt zur allgemeinen Richtlinie erklären, der die andern alle zu folgen haben. Denn diese Sichtweise, von Gott beauftragt zu sein hat alle Chancen, daß sich die Menschen die Köpfe einschlagen.
Vielleicht sollte man sich darauf einigen, daß Gott mit allen redet, aber jedem nur ganz persönliche Ratschläge gibt und niemandem Gebote für die ganze Menschheit.
 

Meister 07.09.2008, 10.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Wem nützt eigentlich >Ranking


Sicher ist, daß diese Ranking-Manie nicht hierzulande erfunden wurde. Sie dürfte mit den Bedürfnissen Amerikas zusammenhängen, die Welt in Winner und Looser aufzuteilen. Da werden dann schon in der Schule früh IQ-Rankings durchgeführt. Den Schülern nützt das nicht, aber es sieht doch sehr objektiv aus.
Das ist überhaupt eine der wesentlichen Punkte des Rankings: es muß objektiv und wissenschaftlich aussehen. Ganz egal wie subjektiv oder lächerlich die Kriterien sind.
Nehmen wir mal das Schanghai-Ranking der Hochschulen weltweit: die Berliner Universitäten streiten darum, wem die Nobelpreisträger der Vorkriegszeit zugeordnet werden, weil das im Ranking eine Menge ausmacht. Da ist niemand der sagt, dass es lächerlich ist, weil die Nobelpreisträger von annodunnemals nichts und gar nichts sagen über die Qualität der Hochschulen heute.
Dieses Ranking ist eine subjektiv ausgedachte Sache, an der aber scheinbar keiner vorbei kommt, weil es medienpopulär ist.
Ohne Medien würde es gar kein Ranking geben wahrscheinlich, denn die Rankingbastler zielen doch hauptsächlich darauf selbst populär zu werden und damit eine Macht.
Überall zieht sich das heute durch, es gibt sogar ein deutsches Nchrichtenmagazin, angeblich den Fakten verpflichtet, was ständig die "Besten" von nichts und allem kürt.
Es gibt natürlich auch sehr ambitioniertes Ranking, wie besipielsweise den Klinikführer vom Tagesspiegel, praktisch allerdings völlig unbrauchbar. Zwar ambitioniert, aber reiner Pseudoobjektivismus.
Gut, das Ranking nützt hauptsächlich seinen Machern und den Medienheinis, aber braucht man es nicht zur Orientierung in der komplizierten Welt?
Ich befürchte, daß man mehr von Desorientierung und Desinformation sprechen muß, aber sicher gibt es ja auch Fans, die sich freuen, wenn  ihre Stadt, ihre Unis oder ihre Autos im Ranking gut abschneiden.
Oder führt Ranking dazu, daß man sich mehr anstrengt und die Qualität besser wird? Es gibt sicher Leute, die das behaupten, aber wenn ich mir "PISA" anschaue, dann habe ich das Gefühl, daß die rankingorientierten Bemühungen genauso fehl gehen wie das Ranking selbst.

Meister 06.09.2008, 11.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Oskar für Ost-68

Der Oberdemagoge hat es für richtig gehalten die Geschichte der SED neu zu erfinden: da war doch gar nichts mit Zwangsvereinigung, die wollten doch! Diesen Spruch kennt man aus fast jedem Vergewaltigungsprozeß.
Die SPD+KPD=SED-Geschichte hat heute wieder große Bedeutung, weil versucht wird, die gleiche Taktik anzuwenden: den größeren Partner mit netten Linkssprüchen einfangen, binden und aussaugen, vielleicht wird man das später "Ypsilanti-Syndrom" nennen.
Zum Glück gibt es einige in der SPD, die Erfahrungen mit den Genossen von der anderen Feldpostnummer haben, die sie noch kennen, wie sie den "REAL EXISTIERENDEN SOZIALISMUS" im "ERSTEN ARBEITER- UND BAUERNSTAAT AUF DEUTSCHEM BODEN" gemanagt und vor die Wand gefahren haben. Und es gibt auch noch einige, die Oskar ("lieber Rotlicht als Blaulicht") kennen, wie er noch ihr fahnenflüchtiger Oberboss war. Außerdem fehlt jetzt heute der  große Bruder Sowjetunion mit seinen jederzeit zur Verfügung stehenden Lagern, in die man unliebsame Parteigenossen schicken konnte.
Es wird noch ziemlich weh tun, bis sie sich von ihren Linksmehrheitsträumen verabschiedet haben, und es wird sie auch noch eine Menge kosten, aber ich bin zuversichtlich, daß die SPD den Weg aus der Umklammerung des Vampirs und ihre neue fortschrittliche Rolle finden wird.
 

Meister 04.09.2008, 08.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Also da ist was los!


Und noch so ein Segler läuft ein. Was ist denn da los? Störtebeckerfestspiele oder wird ein Film über eine Seeschlacht gedreht. Sieht ja schon fast aus wie auf einem holländischen Seegemälde.

Meister 01.09.2008, 11.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Segelschiffe in Helgoland


Da läuft gerade ein Dreimastsegler in den Südhafen in Helgoland ein, der Fockmast mit Rahtakelung die beiden hinteren Masten mit Schonertakelung. Eine "Schonerbark" sagt das Segelschiffhandbuch, na, hoffentlich stimmt das.

Meister 01.09.2008, 11.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Konzentrationsstörung als Vergnügen

Die Überschrift ist natürlich die Provokation zum Tag des Schulbeginns. Aber für mich ist es heute so, daß Konzentration und Ablenkung beides wichtige Elemente der täglichen Arbeit sind. Ich sitze hier und habe eine Menge Schreibtischarbeit zu tun, dabei ist es wirklich vergnüglich mal hierhin, mal dorthin abzuschweifen, mal in der Webcam in Broome vorbei schauen, mal den einen oder anderen Blog lesen, vielleicht mal sehen, wann die Bäderschiffe in Helgoland ankommen, einen kleinen Blogbeitrag schreiben, dann aber wieder zurück zur Aufgabe, die vor mir liegt.
Ist natürlich die Frage, ob es sich um dabei um Konzentrationsstörungen handelt oder um eine kreativ unterhaltsame Arbeitsweise.
Die Frage könnte man aber verallgemeinern: ist nicht manche "Konzentrationsstörung" in dem heute wieder eröffneten großen Konzentrationsstörungslager Schule nicht auch lediglich eine Folge der Unterrichtsart? Lernt man nicht freier besser?
In diesem Sinne der Gruß an alle Lehrer: Ihr macht einen wichtigen Job, seid anerkannt und respektiert dafür! Nehmt auch nicht alles so ernst im neuen Schuljahr, ist auch besser für die Gesundheit.
Nebenbei: in Sylt regnet es, hier ist es weiter schön sonnig, in Broome geht es dem Sonnenuntergang entgegen.
 

Meister 01.09.2008, 10.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Russenfreunde und Russenfeinde vereinigt Euch!

    
(Kommunique des politromantischen Büros)

Die Deutschen haben ein stark emotionales Verhältnis zu den Russen, das ist nicht neu. Romantische Vorstellungen verschiedener Couleur changieren mit Horrorvorstellungen, Schuldgefühle, Seelenverwandschaftsgefühle, Harmonie- und Anlehnungsbedürfnisse, gibt es alles, die Geschichte war ja auch wechselvoll genug.

Überraschend ist es für mich aber doch, daß in den augenblicklichen Gesprächen über Georgien und den Kaukasuskonflikt so deutliche Polarisierungen in Russenfreunde und Russenfeinde auftreten, das hätte ich nicht gedacht.  Wir haben  doch allen Grund den großen indirekten Nachbarn im Osten etwas vorsichtig distanziert zu betrachten. Denn wie die Amerikaner ist er eine Nummer zu groß für uns und zwar als Freund wie auch als Feind. Wir sollten die romantisch-freundschaftlichen Gefühle mehr auf das russische Volk, seine Seele, seine Literatur und Geschichte beziehen und nicht auf den russischen Staat und seine Repräsentanten. Die politische Rückständigkeit Russlands liegt in seinen autoritären Traditionen, das wird sich natürlich irgendwann ändern, aber heute und morgen noch nicht. Darin liegt auch die Ursache dafür, daß ein liberaler Reformer wie Gorbatschow keine Chance hatte. Putin ist sicher für Rußland repräsentativer als Gorbatschow, nur ob er besser für Rußland ist, sei dahin gestellt. Es wird ja immer wieder das Bild des aufgeklärten Diktators beschworen, der mit autoritären Mitteln den Nutzen des Landes fördert, nur dummerweise sind alle dieser Herrscher mehr eigennützig, korrupt und folgen im Zweifel immer eher den bösen Wegen als den guten.

Für Rußland gilt das Gleiche wie für China: wir sollten genau hinschauen und die verschiedenen Wege sehen, die diese Länder gehen können und die positiven Möglichkeiten unterstützen. Von den negativen Mächten dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen und müssen fest an der Seite unserer polnischen und baltischen Nachbarn stehen, auf die die Einschüchterungen zielen. Handel und Wandel und verflochtene Wirtschaftsbeziehungen sind gut, aber nur wenn sie fair und offen sind, nicht wenn sie einseitige Abhängigkeiten schaffen und nur die Oligarchen profitieren.

Wir sollten die eine Welt, die den Menschen gehört, als romantisches Zukunftsbild immer im Auge haben und uns keine neuen Feindbilder einreden lassen. Aber wir sollten auch keine Illusionen haben, welche negativen Kräfte in der Welt von heute noch drin stecken. Und es sind nicht immer die gleichen Guten oder Bösen, sondern da kann sich von Zeit zu Zeit etwas ändern.

Meister 30.08.2008, 11.38| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Wochenende

Wenn es kein Wochenende gäbe, müsste man es erfinden!
 

Meister 30.08.2008, 10.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

Die neue Arbeitsorganisation

hat schon gute Fortschritte gebracht, auch wenn es noch einige Arbeit erfordern wird, bis alles so läuft, wie es soll. Trotzdem ist es  ein schönes Gefühl, wenn die Dinge sich nach harten Mühen in die richtige Richtung entwickeln. Ich darf mich nicht zu früh freuen, es gibt natürlich auch noch Probleme und Widerstände, und am Ende des Arbeitstages ist man müde, so oder so. Und der Winter ist noch nicht ausgebrochen. Dieses Ereignis verbindet sich immer mit dem Monatsnamen September! Plötzlich sind sie dann alle wieder krank, obwohl man sich jedesmal fragt,warum es schon so früh wieder anfängt? Aber überraschen tut das nicht mehr.
 

Meister 28.08.2008, 21.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

AUS-2 endlich weiter!

Also seit Ende März muß man hier auf die Fortsetzung von AUS-1 warten, das ist ja eine bodenlode Schlamperei. Aber es liegt daran, daß ich in den letzten Monaten nicht nur körperlich sondern auch geistig hier im Lande gewesen bin und sehr in Arbeit verstrickt, vielleicht sogar ein bißchen eine arbeitskreative Phase mit all den Schwierigkeiten.
Kein Grund nicht endlich weiter zu erzählen.
Es ging also von Perth weiter nach Karratha, ein Ort der so ist, wie er klingt. Nähert man sich in den frühen Morgenstunden aus der Luft, dann erscheint er noch bizarrer als er wirklich ist: Salzseen in vertrockneter Mondlandschaft mit aufgewühlter Erde, einer in den aufgerissenen Bergen verschwindenden endlos scheinenden Eisenbahnlinie, auf der ein Zug aus unendlich vielen Waggons zu stehen scheint.
Der Airport ist klein, es kommt aber immer mal ein Flugzeug und man hat den Eindruck, daß die gesamte Flughafeninfrastruktur für jedes Flugzeug extra angeworfen wird.
Das Licht in den frühen Morgenstunden ist schon scharf hell sobald die Sonne am Himmel aufgetaucht ist, und es ist auch schon ohne die Sonne mächtig heiß.
Da es aus Deutschland nicht möglich zu sein schien, ein Auto dort im Voraus zu mieten, müssen wir sehen, was machbar ist. Die positive Überraschung ist, daß 3 Mietwagenfirmen vor Ort anwesend sind, negativer aber nicht überraschend daß man kein One-way-rental Richtung Broome bekommen kann und daß das Fahrzeug, was wir für eine gute Woche mieten, nicht nur reichlich groß, sondern auch reichlich teuer ist. Aber in der Not frißt man eben auch einen Landcruiser, wobei der Scherz dabei natürlich ist, wer wen frißt, denn er frißt wirklich reichlich Treibstoff, aber er hat auch eine ganze Menge dabei, 2x 80l Tanks, man muß aber umschalten, wenn der erste leer ist, und ich war blauäugig genug, es erst dann wirklich zu tun. Wäre eine böse Überraschung gewesen, wenn der zweite leer gewesen wäre. Aber wir sind in Australien, da lohnt sich Vertrrauen noch - bis zum Beweis des Gegenteils jedenfalls.
Wenn man dort ein Auto bestiegen hat, fühlt man sich schon viel besser, nicht zuletzt wegen der Klimaanlage, aber auch, weil man jetzt in der Weite los kann. Nach einer kleinen Runde im morgendlichen "Ort", machen wir uns also auf den Weg nach Westen, wir wollen heute noch nach Coral Bay, das sind 500km, bei leeren Straßen und in Abwesenheit von Flut und Cyclone sollte es kein Problem sein, aber es ist eine langweilige Landschaft und wir sind natürlich müde. Zum Glück können wir uns aber gut abwechseln, da meine Frau angesichts der Abwesenheit anderer Autos dort die Liebe zum Autofahren entdeckt. Der erste Stop auf der Strecke ist das Fortescue River Roadhouse, sehr berühmt wegen der dort in der Nähe immer wieder anlandenden tropischen Cyclone. Die Realität vor Ort ist anheimelnd undramatisch: die Brücke wird zwar durch riesige Steinwiderlager gegen das anströmende Wasser aus den Bergen geschützt, aber jetzt ist absolut kein Wasser da. Das Roadhouse ist ein großer Gastraum, wo man einen guten Kaffee bekommt und sonst ist natürlich absolut nichts los, vielleicht kommt mal ein Roadtrain, vielleicht aber auch eine ganze Weile nicht. Der Parkplatz sieht allerdings, wie bei den anderen Roadhouses auch, aus wie die Rollbahn eines Feldflugplatzes: lang, breit und voll von rotem Staub, schließlich müssen die Roadtrains ja auch irgendwo drehen können.
Da ich jetzt schon von der Fahrerei so müde bin, als wären wir wirklich da, werden wir hier jetzt virtuell übernachten, obwohl wir in Wirklichkeit weiter sind.
(Vielleicht sollte der alte Textpurist auch endlich mal eins von 1800 Bildern hier einstellen, wenigstens eins vielleicht.)
 

Meister 24.08.2008, 21.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Stift-Tablett

Die beste Neuerung der letzten Jahre, die mir buchstäblich in die Hand gefallen ist, ist diese Stifttablett, dabei habe ich es bisher nur als Mausersatz benutzt und gar nicht zum Schreiben oder Malen.
Die ganze Arbrit und Navigation geht einach viel schneller und unkomplizierter damit, ich befürchte es liegt daran, daß die Maus zwar ein nettes Wort ist, aber doch im Grunde eine Fehlkonstruktion, weil man im Finger der den Stift führt mehr Gewalt und Treffsicherheit hat als in der ganzen Hand, die die Maus schiebt. Man schreibt ja auch nicht mit einem Schwamm, in dem man ein Stück Kreide versteckt hat. Der Grund könnte sein, daß die Repräsentation der Fingermotorik im Gehirn wesentlich differenzierter ist als die der Gesamthandmotorik.
Aber vielleicht sehen andere das ja auch ganz anders.
 

Meister 24.08.2008, 12.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ein Vorherbsttag

Nach den spätsommerlichen Gartenaktivitäten gestern ist heute ein Regentag mit herbstlichen Temperaturen. Ist ja auch ganz gemütlich, habe schon ein paar Teelicher auf dem Schreibtisch, daß die irgendwie vorweihnachtlich duften, ist nur eine Nebenwirkung, wobei man bei Nebenwirkungen immer auch auf das Adjektiv davor achten sollte, nicht jede ist eine unerwünschte.
Man sollte den Herbst nicht herbei reden, aber es beschleicht einen schon der Eindruck, daß dieser Sommer nicht zu denen gehört, die sich in den September endlos weiter ziehen.
Aber so ist das mit der Natur, sie unterhält uns mit immer neuen uralten Varianten.
 

Meister 24.08.2008, 10.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kurze Pause in der Mähorgie

Wenn der Mäher erstmal läuft, dann ist er auch voll unterwegs. Seitdem ich einen Mäher mit eigenem Antrieb habe, brauch ich ihn nicht mehr zu motivieren, sondern fliege mehr oder weniger hinterher. Da sich unser Grundstück dank der nimmermüden Baumpflanzaktivität meiner liebsten Frau (sie ist die Größte in Stadt- und Landverwaldung) aus einer Wiese in einen Hindernisparcour verwandelt hat, komme ich mir vor wie ein Tankfahrer im Kaukasus, denn das Gerät hat einen ziemlichen Speed drauf. Besser als jedes Videospiel. Wenn man es als Videospiel verkaufen würde, könnte man es natürlich auch Russki-Rallye nennen und statt der realen Bäume simulierte brennende Häuser als Kulissen aufstellen. Aber ich finde die Bäume doch besser, und ein Mähtank ist doch erhaben über jede schiessende Blechbüchse.
 

Meister 23.08.2008, 12.25| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Auf geht´s

Wetter durchwachsen, aber richtig Lust draußen was zu machen. Hoffentlich verpufft sie nicht so schnell die Arbeitslust.
- Wird natürlich nichts, wenn man erstmal eine Blogtour, dann einen E-mail-check und dann auch noch dies und das guckt.
- Nun geh schon endlich !
 

Meister 23.08.2008, 10.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Heute vor 40 Jahren

war der Tag an dem die Sowjetunion in einem Akt "brüderlicher Hilfe" den Prager Frühling beendete, genauer gesagt mit Panzern und Waffengewalt die CSSR besetzte.
Ein weiterer Tag der Schande für die angeblich fortschrittliche historische Seite. Wieder mal zeigte sich, daß alle Floskeln von Demokratie und Frieden nur hohl waren, daß es um nichts anderes ging als darum das Imperium zusammen zu halten. Genau wie heute,ist man versucht zu sagen.
 

Meister 21.08.2008, 11.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Nur eine lokale Meldung

Vielleicht hat es doch mehr überregionale Bedeutung als die Lokalheroen denken:
Da wird zwischen SPD und SED/PDS/LP verabredet in Berlin auf Bezirksebene sich gegenseitig in den Schöffenwahlausschuß zu wählen, ein Routinevorgang. Dann wählen aber die lokalen SED/PDS/LP-Kader den SPD-Mann nicht, weil der nicht nur gegen Neonazis aktiv ist sondern auch gegen einen Stasi-Nostalgieverein, der den LP-Freaks offenbar sehr am Herzen liegt. Ergebnis: LP-Mann gewählt, SPD-Mann durchgefallen.
Was sagt uns das?
Bei allem Saar-Charme der eingekauft wurde, diese Bäumchen-wechsle-dich-Partei wächst doch immer wieder nur aus den alten Wurzeln und den Einheitsträumer in der SPD kann man nur raten, sich die Geschichte der Vereinigung von SPD und KPD nach 45 in den Ostzonen mal wieder genau anzusehen, bevor ihnen der rote Bruder die Kehle durchgeschnitten hat ( ob es um ihren Hals geht, stelle ich mal dahin, Frau Ypsilanti!).
Für die LP geht es doch nur darum, im SPD-Revier zu wildern und unter dem Mantel von Solidarität die SPD zu zerstören. Denn die Mär der linken Mehrheit führt ja schon jetzt dazu, daß der SPD in der Mitte doppelt so viel wegbricht, wie sie außen an die LP verliert.
Die Anti-Rechts Taktik der LP hat natürlich auch ein perfides Ziel: die Nazis als die einzig Bösen und sich selbst als Teil der Guten darzustellen. Genau deshalb müssen dann natürlich die SPD-Leute verfolgt und isoliert werden die darauf bestehen, daß die Kommunisten nichts weiter als rot lackierte Nazis sind. Ernst Reuter läßt grüßen! Aber der war ja wohl auch nur ein fieser Agent der Amis, der den sozialistischen Aufbau in Deutschland sabotiert hat, den man nur leider nicht erwischt hat, um ihn in Moskau einer Sonderbehandlung zu unterziehen.
In Westdeutschland mußte ich mir neulich sagen lassen, wenn man zu lange in West-Berlin gelebt hätte, hätte man wohl so etwas wie eine Allergie gegen die Ossis.
Allergie ist das nicht, denn die definiert sich als Überreaktion auf etwas Unschädliches, man sollte es vielleicht Sensibilität nennen. Dieses Harmlostun und Verklären der Vergangenheit ist für Deutschland nicht erträglich, es vergiftet das Klima. Sie schreien "Soziale Gerechtigkeit", meinen aber damit die alte Ossiweise, daß es besser ist, wenn alle wenig haben, als daß jemand mehr hat. Sie schwadronieren in der "DDR" habe es keine Arbeitslosigkeit gegeben, aber verschweigen, daß es auch mal kein Klopapier gegeben hat und daß die "DDR" schließlich pleite war.
Verwunderlich ist für mich, daß viele in der SPD diesen Leuten es abnehmen, sie seien links und gehörten dazu. Aber je weiter die Realität Ost-Deutschlands zeitlich aber auch örtlich weg ist, desto harmloser sieht man das alles. Sind doch alles nur nette Opis, die gerne von damals erzählen. Nur könnte man das über Treffen der Ehemaligen der Waffen-SS auch sagen.

 

Meister 21.08.2008, 09.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Gelesen:Die Intrige, Peter von Matt

Im Gegensatz zur Vermutung über den Titel: es ist ein Sachbuch, aber ein tolles. Es beschreibt die Geschichte und Funktion der Intrige in der Geschichte der Weltliteratur. Da kommen schon eine ganze Reihe von weiteren Buchanregungen heraus, von ganz alt und klassisch bis modern. Ich finde das Buch toll und es hat mich jetzt schon eine ganze Weile gefesselt. Jetzt zum Schluß frage ich mich, was es mir eigentlich gesagt hat?
Vieles über gut und böse, deren Relativität und Verwobenheit. Es gibt viel Stoff zum Nachdenken, viele Bücher und Buchstellen zum Nachschlagen und ein interessantes Gefühl, wie die Literatur die Wirklichkeit des Lebens widerspiegelt.
Hat es  etwas mit Romantik zu tun? JA und nein, vielleicht so viel, daß man schon immer wieder überdenken muß, wo denn gut und böse stehen.
Ist es wirklich wahr, daß das Gute nur langweilig ist? Vielleicht darf man das Gute nicht zu eindimensional sehen, sondern schattiert und in dialektischer Bewegung. Vielleicht darf man das Böse nicht dämonisieren, sondern in seiner Bedingtheit erkennen und seine Verwandelbarkeit ohne Illusionen trotzdem behaupten.
 

Meister 20.08.2008, 21.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Endiviensalat gepflanzt

Die Tomaten sind noch teilweise ok, der andere Teil mußte jetzt Platz machen für den Herbstsalat, der zwar etwas zu lange schon in den Pflanztöpfen eingestanden hat, aber es sollte doch noch etwas werden, schön mit Rinderdung unterfüttert, nicht zu viel, schon klar.
Im August weht schon etwas Herbst in den Garten, und man fragt sich insgeheim, ob nicht alles schon wieder auf den Winter-Reset zusteuert. Aber das ist ein total defätistischer Gedanke, und ich will doch jedes Jahr besser und positiver mit alledem umgehen. Es gibt immer viel zu tun und die Vegetationsperiode ist noch lang.
Auch im Herbst und Winter kann viel passieren, der Garten läuft rund um die Uhr , dieser "Reset"-Gedanke ist eigentlich nicht hilfreich.
 

Meister 20.08.2008, 20.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Neue Statistik

Natürlich machen große Zahlen etwas her und die hübschen Adressen und Fähnchen waren ja auch nicht schlecht, aber ich denke, die Sache geht schon in die richtige Richtung und die heisst: Realistische Zahlen sind die Basis jeder Romantik!
Es ist doch gar nicht romantisch, sich über die Wirklichkeit hinweg zu täuschen. Im Gegenteil: wenn man sich romantische Vorstelungen macht, wie etwas werden soll, dann muß man die wirkliche Ausgangslage kennen, sonst wird man außer Enttäuschungen gar nichts erleben.
Es gibt aber doch zwei Punkte, die ich vermisse: einmal die identifizierbaren Leute, die wirklich geguckt haben, weil das schon interessant ist, zum anderen die Suchanfragen, die man verfolgen konnte, da hab ich auch immer gerne nach geschaut. >>Ok, ich hab´s gefunden, geht ja doch, man muß sich halt erst einfuchsen.
 

Meister 19.08.2008, 22.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Ferienkopfschmerzen

Da kommt ein 14jähriger und klagt darüber, er habe seit 3 Wochen bohrende Kopfschmerzen hinter dem rechten Auge, sie werden im Laufe des Tages immer schlimmer. Früher hatte er nie Kopfschmerzen. Da denkt man natürlich an besorgniserregende Krankheitsbilder. Aber es sind doch Ferien, immer noch Ferien. Was er denn so in den Ferien macht, wollte ich wissen, dachte es könnte vom vielen Schwimmen kommen oder von einem Sonnenstich vielleicht. - Nein, macht er nicht, er ist viel am Computer. Was er denn da so macht? - Computerspiele. Und welche? - Ballerspiele. Und wie lange am Tag? - Ungefähr 10 Stunden.
Über diesen Dauerbeschuss bin ich dann aber doch sehr erstaunt, verwundert oder soll ich sagen: fertig auf der Bereifung! Müssen die Lehrbücher demnächst neu geschrieben werden?
Was ist Schulstreß gegen Ferienstreß?
 

Meister 19.08.2008, 21.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Politromantisches Büro: 13.August u. Georgien

Zum 47.Mal jährte sich der Mauerbau gestern, gleichzeitig Krieg im Kaukasus. Hat das etwas miteinander zu tun? Das gemeinsame Bindeglied sind die imperialen Absichten Rußlands. Heute läßt sich vielleicht besser sehen als früher, daß die russische Politik auf Großmacht und Expansion und Dominanz angelegt ist egal ob der Zar, ein roter Zar oder ein moderner Zar das Land regiert. Die ganze kommunistische Rhetorik von damals passt sich nahtlos ein, war der ganze Kommunismus nur ein bitterer Treppenwitz? Millionen haben dafür mit ihrem Leben bezahlt, egal ob sie nun für dieses hehre Ideal gestorben sind oder ihm zum Opfer fielen.
Da gab es diese eine Phase, die so glücklich lief, sie hört eigentlich nur auf einen Namen: Gorbatschow.
Aber die Russen heute denken wahrscheinlich nur, daß er verspielt hat, was Dynastien von Zaren und Roten Zaren zusammengerafft haben.
Dabei eröffnete allein diese Phase die Möglichkeit einer Zusammenarbeit auf Dauer.
Jetzt sind Wladimir und sein neuer Hausmeister dazu angetreten, sich zurück zu holen, was sie verloren haben, und sie haben das Geld und die Männer dazu, denn wir bezahlen ihnen dieses Geld mit unserer Gasrechnung. Die russischen Panzerkolonnen, die sich über die Pässe nach Georgien wälzen werden überall in Osteuropa eiskalten Schrecken auslösen und Abwehrreflexe, die wir verstehen müssen.
Hatten wir nicht ein Riesenglück, daß wir damals den Abzug der russischen Truppen aus Deutschland feiern konnten! Man stelle sich vor, sie seien jetzt noch da!
Wir sollten uns darüber im Klaren sein, daß wir in Westeuropa gegenüber russischem Druck nicht viel zu melden haben. Um so wichtiger ist es, daß wir eng und solidarisch zu unseren östlichen EU-Partnern stehen: Polen und das Baltikum dürfen nicht schutzlos russischem Druck preisgegeben werden. Die eigentliche Kraftprobe wird in der Ukraine ausgefochten werden, die demokratischen und proeuropäischen Kräfte dort können einem jetzt schon leid tun. Aber ist das nicht überall in diesen Gegenden so: prodemokratische, pluralistische man darf auch ruhig sagen prowestliche Kräfte stehen in den Gesellschaften Osteuropas und Vorderasiens überall starken anderen, autoritären oder islamistischen oder ähnlichen Kräften gegenüber.
Wenn wir mit ihnen sympatisieren und ihnen helfen wollen, können wir ihnen trotzdem weder durch unkritische Aufnahme in EU (Türkei, Ukraine) oder andere Schutztruppen (Georgien o.a.)helfen. Man würde sonst unkalkulierbare Risiken für vollkommen vage Chancen eintauschen, denn die Chancen, die ich meine sind nicht Profitinteressen sondern Freiheit, Rechtssicherheit, Besserung des Lebensstandards, was man sich eben so romantisch erträumt als positiver Teil eines solchen Volkes.
Wir müssen sie unterstützen und ihren Fortschritt fördern, aber keine Illusionen aufkommen lassen, die sich dann biter rächen.
Energie sparen hat jedenfalls einen weiteren wichtigen Grund bekommen: Es ist nicht nur gut fürs Klima und gegen die Erderwärmung, es ist auch gut, weil die Ambitionen Wladimirs und seiner Spießgesellen damit gedämpft werden. Denn die schlimmste Form der Erderwärmung ist bekanntlich der heisse Krieg und gezündete Atomwaffen sind um den Faktor 10 hoch X schlimmer als AKWs.
 

Meister 14.08.2008, 10.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Familienhebammen??

Der neueste Gag in der offiziellen Berliner Kinderbesorgnisscene sind die Familienhebammen. Problemfamilien sollen länger als bisher von Hebammen betreut werden, damit sie ihre Kinder nicht mißhandeln, vernachlässigen  oder sonstwie  nicht optimalisieren.
Ein ungeheuer populärer Schritt, da Hebammen ja ein bekannt positives Image haben. Aber wie heisst es so schön: Schuster bleib bei deinen Leisten! Die Hebammen haben nicht nur absolut keine Qualifikation für diesen Job, sie sollten sich auf ihre Kernaufgabe der Betreuung um die Geburt herum beschränken, sie sind darüber hinaus auch heute schon nicht hilfreich, wenn sie sich in medizinische Fragen einmischen. Der größte Gegenwind gegen Vitamin D- und Fluoridprophylaxe und Impfungen kommt heute von ihnen.
Der Neuköllner Bezirksbürgermeister Buschkowsky, den ich sehr schätze, hat dazu mal wieder genau das richtige gesagt: "Da gab es doch mal die Säuglingsfürsorge!" Ja, die gab es in der Tat, und sie haben sie schlicht zu Tode gespart nachdem sie sie zuvor von ihren eigentlichen Aufgaben entfrmedet hatten. Denn die bestanden gerade darin, bei Problemfamilien nach dem Rechten zu sehen.
Wenn jetzt die Hebammen es richten sollen, dann bedeutet das zum einen, daß der Staat die Kosten den Krankenkassen aufbürden will, zum zweiten daß ein Berufsstand der durch die sinkenden Geburtenzahlen um seine Auslastung fürchtet sich ein neues, allerdings falsches, Berufsfeld erschliessen will und zum dritten, daß dann die Hebammenfans monatelang mit ihrer Hebamme sich verlustieren  werden, während die Problemeltern diese gar nicht rein lassen.
Aber die Politik hat mal wieder einen schönen Propagandacoup gelandet.
Wie gesagt: ich schätze die Hebammen und ihre Arbeit sehr,aber man sollte wirklich  dort arbeiten, wo das eigentliche Kompetenz- und Arbeitsfeld liegt, andere Ansprüche sind  zumeist nicht  weiter führend oder gar schädlich.
 

Meister 11.08.2008, 21.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Fortbildung

ist zweifellos eine wichtige Sache. Und sie ist auch vorgeschrieben. Auch wenn ich diese Punktejagd angangs völlig blöde fand muß ich sagen, daß es auch Spaß machen kann. Bsonders in dem Maße wie das Angebot zunimmt. Die Online-Fortbildungen sind inzwischen wirklich vielfältig geworden und man kann sich heraus suchen, was nicht nur Punkte bringt, sondern auch Erkenntnis. Im Prinzip finde ich diese Bevormundung ohne inhaltliches Konzept immer noch blöd - aber man arrangiert sich. Es könnte besser sein, aber man muß auch damit rechnen, daß losgelassene Bürokraten auch noch wesentlich schlimmere Szenarien durchpauken könnten. Vielleicht könnte man mit einem eigenen Konzept auch noch etwas besser machen, vieles ist eben schlicht eine Frage der Kooperation und Kommunikation.
 

Meister 10.08.2008, 19.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

GemischteWochenendarbeit

Büroarbeit ist eigentlich nicht so sehr mein Fall, aber wenn es denn sein muß, kann man es sich doch ruhig etwas gemütlich machen, mit Musik und einer Webcam auf dem Altcomputer, die einem ein hübsches Bild aus der weiten Welt zeigt. Und das Fenster schön offen und ich kann raus schaun ins Grüne. Dann läuft die Arbeit schon fast von alleine. Das Gute ist ja, daß die eigentliche Büroarbeit gar nicht so viel ist. Wird sie erst, wenn man sie länger liegen läßt. Aber das Ablagern lassen von Aufgaben ist sowieso meine Spezialität. Man muß nur richtig einschätzen, was Zeit hat und was gleich erledigt werden muß. Manche Sachen sollte man gar nicht zu schnell angehen, weil man nach Ablagern doch ein besseres distanzierteres Bild davon bekommt und sie leichter abschliessen kann.
Ich gebe aber zu, daß es oft auch die unangenehmeren Sachen sind, die ich liegen lasse, besonders wenn ich nicht so genau weiß, was ich damit anfangen soll. Oft ist man schlußendlich überrascht, wenn man es anpackt, wie einfach es geht, und dann merkt man erst, warum man es vor sich her geschoben hat.
 

Meister 09.08.2008, 11.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Olympia - eine romantische Veranstaltung?

Das könnte eine Frage an Radio Eriwan sein: "Im Prinzip ja, aber...", denn eigentlich sind die sportlichen Wettspiele der Jugend der Welt eine total romantische Idee. Aber Idee alleine genügt nicht, man kann sich über die bittere Realität nicht hinweg täuschen: Mit mehr oder weniger artifiziellen Hilfen aufgeputschte Sportkampfmaschinen werden zum höheren Ruhme  ihrer Geldgeber, Sonsoren,  Staatslenker in Gladiatorenkämpfe geschickt,  die  das Hauptziel haben, viel Geld zu  machen.  Die  Herren des  Geschäfts  werden sich  gesund stossen,  die  Glamourobjekte, die ihre Gesundheit  ruinieren, um auch einen Teil des Kuchens zu bekommen, sind eigentlich Opfer, wissen es aber nicht. Die weltweiten Konsumenten, die an einen romantischen Traum glauben wollen, sind die anderen Opfer. Dazu kommt noch das Problem eine werdenden Großmacht, die ihre Propagandaschau abziehen will, um die Welt zu beeindrucken und die eigenen Volksmassen national zu binden.
Könnte man nicht irgendwann ein anderes Olympia......?
Dazu müßte man zuerst einen ganz anderen Sport haben. Nicht nur haben sondern popularisieren. Einen Sport der den Menschen so nimmt wie er ist und dessen Leistung bewundert, seine sportliche Haltung, sein Feuer, seinen fairen Kampf mit anderen um die Krone des Olymps.
Romantiker glauben daran, daß es irgendwann einen anderen Sport geben wird und andere Spiele.
 

Meister 08.08.2008, 09.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Tibet und China

China ist ein großes und ein romantisches Land, Tibet genauso. Wir dürfen uns durchaus romantische Vorstellungen über diese Länder machen, wenn sie uns nicht den Blick für die Realitäten verstellen. Tibet ist für China ein zu wichtiges Land ,als dass man es einfach in die Unabhängigkeit entlassen könnte. Aber eine wirkliche Autonomie wäre möglich. Allerdings nur, wenn die Staatsführung in Peking sich von einer autokratischen Zentralvorstellung abwendet und nicht mehr so tut, als sei alles in Ordnung, wenn man etwas nominell zugesteht, aber faktisch verhindert. Ähnliches kann man bei Olympia im Moment feststellen.
Wie sollten uns vor schwarz-weiß-Denken hüten. Keine Frage, dass China mit seinem Turbokapitalismus mit kommunistischen Überbau ein merkwürdiges Gebilde ist, das auch leicht umstürzen kann. Es gibt da viele Gefahren, eine der schlimmsten wäre der enthemmte Nationalismus. Aber es gibt auch viele Chancen, die Chinesen sind ein fleissiges und von Alters her sehr kultiviertes Volk, das unsere Hochachtung verdient.
Chinas Positon erinnert im Moment etwas an die Deutschlands vor hundert Jahren, man wird bewundert, aber auch mißtrauisch angesehen, und die Herren der Welt bereiten Abwehrstrategien oder gar Einkreisungen vor. Das ist, wie am am Beispiel des ersten Weltkrieges sehen kann, sehr gefährlich. Wir müssen China als Teil der einen Welt begreifen und sein Anderssein aber trotzdem akzeptieren, auch wenn wir es vielleicht (noch) nicht verstehen können.
Die eine Welt hat viele Gesichter, gerade darin liegt ihre Schönheit. Um die eine Welt zu gewinnen brauchen wir viel Verständnis, und das schaffen wir durch viel Umgang, Reisen, Berichte, Austausch und von einander lernen. Deshalb halte ich auch eine Vorstellung für grundfalsch, man möge aus Umweltschutzgründen zuhause sitzen bleiben, den eigenen Kirchturm anstarren und sich die Welt von den Medienfuzzies erklären lassen.
 

Meister 07.08.2008, 10.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Wo Ost-68 anfängt

Ost 68 fängt eindeutig 1945 an, dort ist das Informationsdefizit, an dem man ansetzen muß. Die Gruppe Ulbricht kommt mit den Sowjettruppen nach Berlin, mir einem klaren Auftrag: in Deutschland und Westeuropa Bahn zu brechen für das System was von J.W. Stalin als Sozialismus ausgegeben wird. Man hat sehr dazu gelernt seit den Tagen des spanischen Bürgerkriegs: Einheitsfront, Demokratische Front ,antifaschistische Front, jede Front ist recht, wenn man die eigenen Ziele voran bringen kann, jedes Mäntelchen wärmt. Sehr viel haben wir in diesem Zusammenhang Wolfgang Leonhard zu verdanken, der mit der Gruppe Ulbricht nach Berlin kommt und dessen Bücher nach seinem Frontwechsel sehr erhellend sind. All das was in diesen ersten Jahren geschieht, wird heute nur sehr ausschnittartig wahrgenommen und nur sehr vordergründig. Wenn die Ulbricht-Leute von Frieden, Antifaschismus und Demokratie reden, dann meinen sie etwas, was dem heutigen Leser nicht sofort ins Auge fällt, nämlich daß sie und ihr Oberguru Stalin für diese Dinge stehen und daß wer gegen die Kommunisten ist also Kriegstreiber, Faschist und Antidemokrat. Sie haben gute Propagandalektionen bekommen, Goebbels hat nicht alleine gestanden, auch auf der anderen Seite hat man gelernt aus schwarz weiß zu machen. Die Propagandalinie ist das eine , die Verschweigenslinie ist das andere: was die Russen wirklich tun im Osten, nicht nur im Osten Deutschlands, das wird konsequent beschwiegen: Vergewaltigungen in den Nachkriegsmonaten genauso wie Deportationen von allen jungen Männern, denen man mißtraut, Demontagen, die die Wirtschaft im Osten verkrüppeln, Liquidation aller politischen Gegner: es ist ein finsters Höllenregime, das der Generalissimus Stalin und seine Lakaien dort aufziehen, aber begeleitet von einer himmlischen Schalmeienmusik von Demokratie, Frieden, Antifaschismus und was man noch an positiven Begriffen auftreiben kann. Der Kampf um Berlin, der Kampf um die Presse in Berlin und die universitäre Freiheit in Berlin wird in diesen Tagen im Tagesspiegel thematisiert. Es sollte uns dazu herausfordern in 1945 anzusetzen. Es gibt so vieles auszugraben aus diesen Tagen, denn wir wurden sehr einseitig gefüttert, was heutzutage nicht mehr richtig ist. Nicht mehr primär Hitler gilt es den Wachskopf abzuschlagen, sondern denen, die ihn beerben wollten.
 

Meister 01.08.2008, 21.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Heisser Sommer

Ich mag es, wenn es richtig warm ist, aber wenn man arbeitet, kann es des Guten auch zuviel geben. Trotzdem ist es bei diesem Wetter glücklicherweise so, daß weniger Kinder krank sind, dafür gibt es Insektenstiche, Sonnenbrand und Unfälle. Aber insgesamt ist es doch eine ruhige Zeit und wenn hin und wieder ein Anruf auf den Urlaubsgebieten der weiten Welt kommt, denkt man dran, daß viele doch einfach zu weit weg sind, um noch rechtzeitig vor Feierabend vorbei kommen zu können. Ich hoffe sie erholen sich alle gut und bleiben schön gesund.
Nachts kann die Hitze zum PRoblem werden, zum Glück komt man hierzulande mit einem Ventilator ganz gut aus, ein Deckenventilator wäre natürlich leiser und angenehmer, aber wenn die Decke das nicht aushält? Lieber keine Experimente in solchen Sachen. ICh bin ja Experimenten nicht abgeneigt, aber möglicher Gewinn und Risiko müssen doch in einem vernünftig abschätzbaren Verhältnis stehen
 

Meister 28.07.2008, 21.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Biosprit auf Wiedervorlage

Nachdem Biosprit gerade wegen der Förderung des Welthungers out ist, geht es jetzt schon wieder anders rum. Biosprit II kommt, d.h. Biosprit aus Abfällen oder eventuell sogar aus CO2 selbst, was ein bißchen absurd klingt. In einem Artikel in Bild der Wisenschaft in diesem Monat werden jedenfalls die Forschungsanstrengungen breit dargestellt.
Diese Welt ist auf der einen Seite zwar überbevölkert, aber da gibt es noch eine andere: die vielen Menschen sind auch ein großes Erneuerungspotential. Die vielen Menschen belasten den Planeten bis zum Anschlag, vielleicht darüber hinaus, aber je mehr Köpfe desto mehr geistiges Potential: immer mehr Entwicklung und immer größere Möglichkeiten, die Welt auch vernünftig zu gestalten.
Es wird die große Jahrhundertfrage welche Seite die Oberhand gewinnt: werden wir durch Unvernunft und Überlastung alles kaputt machen, oder werden wir am Ende des Jahrhunderts viel besser da stehen?
Die Zukunftsromantik glaubt an die Möglichkeiten, will aber auch nicht die Augen vor den Gefahren verschliessen.
 

Meister 24.07.2008, 10.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Ferien in Berlin/Brandenburg

Seit Mitte der vergangenen Woch sind Schulferien in Berlin, bisher hat man aber noch nicht den Eindruck, dass es merklich leerer geworden ist. Ich glaube aber, das kommt ab morgen. Es sind bestimmt viele an diesem Wochenende weg gefahren.
Hoffentlich werden uns die schönsten Wochen nicht durch unendlich viele Baustellen beeinträchtigt, wie es im letzten Jahr war. Außerdem scheint das Wetter sich auch in diesem Jahr nicht zu einem Vollsommer durchringen zu können. Aber wozu Hitze und Trockenheit, dem Garten gefällt es eh besser, wenn es öfters mal regnet.
 

Meister 20.07.2008, 12.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Gewicht und Hunger

Zugegeben, es gibt immer mehr Dicke. Und es gibt immer mehr Leute, die versuchen mit "Diäten" abzunehmen, es aber nicht schaffen, sondern das Gegenteil erreichen.
Ein wichtiger Faktor in der Diätfrage ist der Hunger. So absurd es klingt: Hungern macht dick! Natürlich gilt das nur bei uns, wo die Lebensmittel im Überfluß vorhanden sind und auch alltäglich. Man könnte vielleicht korrekter sagen: Hunger macht nur dünn, wenn man wirklich nichts zu essen hat.
Unser Körper ist eine uralte Konstruktion und eine geniale dazu. Es gab eben früher, und das betrifft alle Lebewesen, die sich selbst vom Lebendigen ernähren, oft Zeiten, in denen nichts oder zu wenig zu essen vorhanden war. Dafür wurden ausgefeilte Sicherheitsprogramme entwickelt. Da ist zum einen der Hunger selbst, eines der quälendsten Gefühle überhaupt, nur zu vergleichen mit Durst und Atemnot. Hunger induziert nicht nur ein Suchverhalten, das bis zum Kannibalismus gehen kann, er setzt auch im Körper Mechanismen in Gang, den Verbrauch zu reduzieren, den Aufbau zu bremsen, und notfalls auf absolute Sparschaltung zu gehen.
Angenommen man hat einen täglichen Bedarf von 2000 Kcal, dann kann man den um mindestens 30% wahrscheinlich sogar 50% reduzieren, wenn man ein tägliches 2000 Kcal Bilanzminus hat, nimmt man knapp 200g ab, man kann mit 10kg Reserve also 50 Tage durchstehen. Sind die Reserven absolut aufgebraucht, kann man immer noch die Struktur abbauen, dann ist aber bald Schluß, alle Kompensationsmechanismen versagen irgendwann. Aber in der natürlichen Umwelt ist es ja auch auch so, daß jede Hungerperiode mal zu Ende geht und dann steht, so absurd wie natürlich übermäßig Eßbares zur Verfügung. Jetzt werden andere Prozesse angeworfen: es muß so schnell wie möglich der Überschuß verwertet werden, bevor der Segen wieder vorbei ist. Nehmen wir mal an, man könne dann 5000 oder gar 6000 Kcal täglich essen, hätte vielleicht 4000 Kcal Bilanzplus, dann könnte man 400g zunehmen, wenn sehr gutes Essen zur Vefügung steht, könnte es sogar noch mehr sein, aber das natürliche Futter ist ja nicht so hochkalorisch, man muß schon ganz schön ackern, um sich von Beeren, Wurzeln und Gemüse aufpäppeln zu können.
Deshalb bestand ein ziemlich großer Teil der menschlichen Zivilisationsarbeit darin , rund ums Jahr eine ausreichende Menge möglichst hochkalorischer Nahrungsmittel bereit zu stellen.
Mit heutigen Lebensmitteln kann man wahrscheinlich, wenn man gesund und jung und hungrig ist, bestimmt täglich 500g und mehr zunehmen, also mehr als 5000 Kcal Überschuß erzielen, an Einzeltagen mehr ,aber im Durchschnitt düfte man es nicht schaffen auf 1 kg Gewichtszunahme zu kommen. Praktisch wird es kaum möglich sein, mehr als 10kg im Monat zuzunehmen und das natürlich auch nicht jeden Monat.
Aber die Asymetrie ist eingebaut, man nimmt leichter zu als ab, wenn genug zu essen vorhanden ist.
Was bedeutet das für die Gewichtsfrage? Hungern ist der falschste Weg, wenn man abnehmen will, man nimmt durch essen ab und nicht durch hungern. Und man kann nur langfristig Erfolg haben und nur langfristig Erfolg beurteilen.
Aussagen wie "20kg in 4 Woche abgenommen" oder noch extremer, sind erfunden, erlogen oder durch Amputation zu erklären, Shylock läßt grüßen.
Deshalb ist es auch völliger Nonsens wenn Kurkliniken die Adipösen nach der Tonnenideologie behandeln: "Die Gewichtsabnahme nach 3 Wochen war....."
Noch ein Wort zu Kindern und Jugendlichen: für die sollten Diäten und Reduktionskost absolut Tabu sein, sie sollen auch in der Regel gar nicht abnehmen, sondern nur langsamer zunehmen. Kinder und Jugendliche bauen auf und wachsen, und sie brauchen einen leichten Kalorienüberschuß , um sich optimal zu entwickeln.
Wenn man sie zum Hungern verurteilt, tut man ihnen etwas an, zum Glück allerdings führt das meist nur zu Umgehungsstrategien, die unglücklicherweise leider wieder zu noch größerer Gewichtszunahme führen.
 

Meister 13.07.2008, 20.03| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Die Krise und der Romantiker

Alle reden von Krise, manche reden von der kommenden Katastrophe. Zukunftsromantiker sehen natürlich die gleichen Krisen, aber sie sehen auch immer die Möglichkeiten darin. Jede Krise die kommt, wird auch überwunden, schlechte Zeiten sind dazu da, um härter zu arbeiten, damit wieder gute Zeiten kommen. Teure Energie ist dazu da, um neue Energiequellen zu erschliessen und unseren Energieverbrauch rationeller zu gestalten.
Niemand wünscht sich Krisen, aber sie sind notwendige Schritte in einer Entwicklung. Es geht nicht einfach immer nur linear voran, sondern eben krisenhaft.
Wo stand das doch neulich: "was man nicht vermeiden kann, muß man eben akzeptieren". Und man muß immer die Chancen sehen.
Pessimismus ist nichts als gedankliche Faulheit.
 

Meister 13.07.2008, 13.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Wir werden unterwandert !






Liebe Freunde der haarsträubenden Enthüllungen und Feinde des bösen Blicks!

Ich muß Sie auf schreckliche Wahrheiten vorbereiten. Deutschland, Europa und wahrscheinlich die ganze Welt wird unterwandert von einer bösartigen Gnomenclique, der Bürokratology Church (=B.C.). Die grausame Realität ist, dass diese informelle Geheimloge alle Bereiche des gesellschaftlichen und privaten Lebens immer mehr durchdringt und bestimmt.

Aus meiner Beobachterposition in meiner Praxis im Spreebogen kann ich diese Entwicklung an vorderster Front mit Grausen beobachten. Denn hier laufen die meisten ihrer Hohen Priester herum, ganz offen in ihren Schafpelz gehüllt. Sie nennen sich teilweise Volksvertreter, andere Minister oder Ministerialdirigenten, wie auch immer sie sich nennen, sie sind im Stillen die Geheimräte des St. Bürokratius, der ihr Schutzheiliger ist, meist auf einem Schimmel reitend abgebildet wird, aber immer mit einem Pferdefuß daher kommt.

Ihr neues Rom ist Brüssel, wo ihr Gegenpapst irgendwo in den Labyrinthen der Bürotürme seine finsteren Messen zelebriert.

Sie haben Hohe Priester, gemeine Biester und willige Arbeitsdrohnen, alle geeint durch den einen brennenden Wunsch, dass ihre Herrschaft allumfassend sein möge und ihre Arbeitsplätze genauso ewig wie sie unproduktiv sind.

Natürlich haben sie ihre Glaubenssätze wie jede Kirche sie hat. Sie glauben daran, dass Sicherheit und Perfektion und Gerechtigkeit durch immer mehr Bürokratie erreicht werden, Freiheit und Vernunft sind ihnen verhasst, alles Unkontrollierte ist Todsünde, alles Unabgeheftete ist Schmutz.

Sie ziehen ihr Selbstbewußtsein aus Aktenschränken, sie beten Codenummern, Strichcodes und Barcodes, sie schöpfen Kraft aus immer aufwendigerer Elektronik mit immer größeren Speicher- und Rechenkapazitten, immer ausgefeilteren Computerprogrammen und immer raffinierteren Kontroll- und Spionagestrategien.

Nicht daß sie jede Datenmenge, die sie erzeugen, wirklich gebrauchen würden, aber jede Datenmenge ist eine Möglichkeit, jedes neue Gesetz eine Lizenz für mehr Bürokratie, jede Verordnung ein neuer Schreibtisch, jeder Protestbrief ein neuer Vorgang, jede Antwort eine neue Akte.

Sie sind perfekt, weil sie alle Zeit und alle Mittel haben und weil sie keinerlei Skrupel haben, aus allem und jedem ein neues Steinchen im unendlichen Reich ihrer heiligen Kirche zu machen. Sie schaffen es sogar abgehalfterte Politiker, die natürlich geheime Mitglieder der Bürokratology Church sein müssen, zu Entbürokratisierungsbeauftragten zu machen. Sie können jegliche angebliche Entbürokratisierung nahtlos in ihre Bürokratie einbauen.

Warum sind sie so erfolgreich? Weil sie alle Lebensbereiche durchdringen, weil sie eine geschlossene umfassende Ideologie haben, weil sie immer mehr Leute für ihre Kirche gewinnen, die gute Versorgung bei wenig anstrengender Tätigkeit und größter persönlicher Sicherheit natürlich vorziehen gegenüber unsicherer Freiheit, bei der man nicht nur seinen Kopf anstrengen muß, sondern auch sonst viel Arbeit hat, jede Menge 0ärger kriegen kann und natürlich völlig abseits des Mainstreams der gesellschaftlichen Entwicklung steht.

Sehen wir uns nur mal an, was sie im Gesundheitswesen erreicht haben:

Sie haben hunderte von Krankenkassen mit Tausenden von Bürokratenjobs geschaffen, die Kassen haben Nummern und die Patienten haben Nummern und einen codierten Status, die Patienten haben Karten auf denen diese Daten festgehalten sind, abrufbar durch Lesegeräte, die Millionen gekostet haben und natürlich auch bald durch eine neue Generation ersetzt werden müssen, denn die Karten sollen auch durch neue ersetzt werden, die noch mehr Daten speichern und diese auch noch umfassender übertragen können. Sie haben die Krankheiten in codierte Diagnosekataloge gesteckt, die dicke Bücher und glänzende Datenträger füllen und es dauert eine ganze Weile, bis man die richtigen Codes gefunden und mit den zusätzlichen Sicherheitscodes versehen hat. Sie haben die Medikamente mit Pharmazentralnummern versehen, die natürlich von Zeit zu Zeit geändert werden müssen, sonst wren die entsprechenden Stellen ja unbeschäftigt.

Die Leistungsanbieter müssen natrlich auch katalogisiert und codiert werden, dazu wird jetzt gerade eine Lebenslange Arztnummer(LANR) eingeführt und damit es nicht zu Problemen kommen kann auch noch eine Betriebsstättennummer(BSNR). Damit das auch Sinn macht muß man diese beiden Nummern ab 1. Juli 2008 auf jedes Rezept und jede Verordnung schreiben und auch jede medizinische Leistung mit diesen Nummern codieren. Auerdem sollen zukünftig auch die Arbeitsvorgänge selbst im Rahmen des Qualitätsmanagements mit Codeziffern versehen werden, diese werden mit zugeordneten Tätigkeitsbeschreibungen versehen und in entsprechenden QM-Ordnern aufbewahrt, nein, natürlich nicht nur aufbewahrt, sondern ständig weiter entwickelt, mit dem Ziel allerdings , da diese dann zu einer externen Zertifizierung der Qualität durch eine dazu besonders zertifizierte Firma führen, damit die Patienten sicher vor unsicheren Praktiken geschützt werden. Die medizinischen Vorgehensweisen können, bei aller Therapiefreiheit versteht sich, nicht unnormiert bleiben. Es sind Konsensstandards in allen medizinischen Bereichen entwickelt worden, die sicher stellen, dass jeder Arzt sich genau an diese Leitlinien halten muß, tut er es nicht, sein Pech, zumindest wird er wegen Unwirtschaftlichkeit dran sein, oder natürlich auch wegen Kunstfehler.

Weil man auf einem Bein nicht stehen kann, gibt es dann natürlich für bestimmte Erkrankungen auch noch besondere von den Krankenkassen gesetzte Standards (Disease Management Programme = DMPs), nach denen es ungeachtet der Besonderheit des Einzelfalls dann laufen muß, hat er halt Pech, der Einzelfall.

Dann gibt es noch eine gute Reihe von Behörden, die alle Beteiligten überwachen und schikanieren, praktischerweise werden sie von den Kontrollierten selbst bezahlt und erhalten eine Funktionärskaste am Wohlleben, die sich brüstet, nichts anderes zu tun als die Interessen der Schikanierten zu vertreten. Eine wunderbare Welt für alle ihre Nutzniesser.



Und es ist überall in unserem Land so, man mag denken in anderen Bereichen, die man nicht so überschaut, sei es anders, ist es aber nicht. Überall haben die Bürokratology-fuzzies die Nase vorn und oben und bestimmen jede Kleinigkeit.



Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass die Priester, Mitglieder und Anhänger der Bürokratoly Church zwar gut oder gar sehr gut verdienen, aber keinerlei Verantwortung tragen, für ihr Tun nicht zur Rechenschaft gezogen werden können. Alles was sie tun ist Gesetz und selbst wenn ihr Gesetz Unrecht ist, ist es Gesetz und wenn man darüber disputiert, ist es neue Bürokratie.

Die B.C. ist eine weltumspannende Company, internationaler und straffer als alle anderen, in Europa hat sie die gesamte Leitungsebene fest im bürokratischen Griff.



Brüssel, das neue Rom, regiert sein Heiliges Bürokratenreich, und das neue Reich ist dominiert von seiner Staatskirche.

Was wird daraus werden? Irgendwann hat jede Götzenreligion abgewirtschaftet, das ist sicher, aber das Mittelalter hat bekanntlich über 1000 Jahre gedauert, und es waren sehr finstere Zeiten darunter.

Vielleicht dürfen wir aber hoffen, es möge so rasant bergab gehen, dass es nur "deutsche 1000 Jahre" bis zu ihrem Untergang dauert, und wir das Ende des dunklen Zeitalters noch erleben könnten.

Somit verbleibe ich wie immer romantisch hoffnungsfroh

Ihr Dr.med. Bloggma

Meister 06.07.2008, 23.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Jetzt wird gesprüht !

Die Nachbarn halten mich wahrscheinlich für einen gnadenlosen Giftspritzer, weil ich in den letzten Wochen jedes Wochenende einmal die Rosen und auch sonst fast alles besprühe. Es ist aber kein Gift, sondern eine Nährlösung, die mir vor Jahren von einem Rosenspezialisten verkauft wurde. Die hatte ich bisher nur inkonsequent angewandt. Jetzt versuche ich es konzentrierter und ensuite solange der Vorrat reicht.
Hilft es ?
 Kann ich noch nicht sagen; ich glaube fast, es hilft, aber bisher ist es noch nicht so, daß ich den Bereich des Erfolgs durch Einbildungskraft schon sicher verlassen hätte.
 

Meister 06.07.2008, 12.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Das Geheimnis stehender Ovationen

... besteht darin, daß in der 1.Reihe 3 Mann aufstehen und alle dahinter nichts mehr sehen können.

Meister 06.07.2008, 10.52| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Fußballer Grand Reserve

Nach der EM kommt ins Blickfeld, wie sich der Fußball unter dem Einfluß von Big Money verändert: Leute die in Nationalmannschaften die große Nummer sind, sitzen bei ihren Geldmopsvereinen nur auf der Reservebank, verdienen dabei sehr gut ohne sich die Knochen zu ruinieren, aber  verlieren dabei ständig an Marktwert. Der Tag ist denkbar, an dem die Fußballoligarchen sich so viele Premiumleute zusammenkaufen, daß für die anderen einfach keine bezahlbaren Hochqualitätskicker mehr übrig sind und sie damit die Ligen beherrschen. Aber da Fußball ein Teil der romantischen Welt ist, entwickelt sich da bestimmt eine Gegenbewegung , die die Geldmöpse rausschmeisst. 

Meister 04.07.2008, 15.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Ein Regentag nach Hitze

Die Abkühlung hat uns gut getan, vor allem auch, daß es endlich mal wieder kräftig geregnet hat. Wird Berlin/Brandenburg wirklich immer trockener ? Zumindest im Sommer könnte das schon sein, aber ein voll verregneter Sommer und keiner glaubt mehr  daran. Im Moment hatten wir aber erstmal einen total verregneten Winter
 

Meister 04.07.2008, 12.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ein Beginn

Zumindest ein Anfang ist gemacht: "Heisse Hölle Karratha" habe ich angegangen, da soll es jetzt auch weiter gehen, ist bei romantic-futur.de eingestellt.
 

Meister 02.07.2008, 23.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Follywood: Virtual Castaways

Arturo Pérez-Reverte: Der Schlachtenmaler

Ein bemerkentswertes Buch in seiner Vieldimensionalität und Vieldeutigkeit. Hochachtung für den Übersetzer, der uns dern Eindruck vermittelt, das Buch sei auf deutsch mit spanischem Feuer geschrieben.
Wie sehr ist unser Bild vom Leben doch abhängig von Ort und Stunde in der wir geboren sind. Wie unterschiedlich sind die Erfahrungen, die man gemacht hat, und das Bild das sich daraus zusammmen fügt.
 

Meister 29.06.2008, 19.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

LB = lernbehindert?

Gespräch mit einer Lehrerin über zwei Kinder mit ADS, die sie als lernbehindert einstufen will. Dabei gibt es folgende interessante Erkenntnis.: die Mutter des einen Kindes hat sich geweigert, es von der Schule testen zu lassen, deshalb haben sie keine Handhabe, es in die Lernbehindertenschule zu stecken. Die Mutter des anderen Kindes hat zugestimmt, der Test hat sie als lernbehindert schulaktenkundig gemacht und das ist jetzt ein Urteil ohen Wiederkehr: sie muß in die Lernbehindertenschule und zwar schon ab nächste Woche.
Da kann man sich nur wundern, vor allem wie umstandslos man im LB-Orkus verschwinden kann.
Natürlich gibt es Kinder, die so schwer lernen, daß sie in der Regelschule so total überfordert sind, daß sie nur leiden und daß man es denen vielleicht leichter machen muß, in dem man sie auf eine Schule schickt, die sie nicht überfordert, aber es verwundert doch sehr, wie leichthändig diese Einstufung heute vorgenommen wird. Vor allem wird den Kindern vorgeworfen, daß sie zu langsam seien. Wer also in dem Tempo das Pisa diktiert nicht mithält kommt aufs Abstellgleis. Früher durfte man sitzen bleiben und wiederholen, heute werden alle soooo gefördert, daß keiner mehr sitzen bleibt. Außer natürlich.... und dann ist man eben nicht mehr normal sondern lernbehindert. Ich finde es perfide, daß Kinder so fertig gemacht werden. Die LB-Schule wird dann natürlich auch als die optimale Förderung verkauft. Komischerweise habe ich aber in allen Fällen, die ich kenne den Eindruck, daß dort mit einem fröhlichen Happy-go-nutty die Schulpflicht abgefeiert wird und viele hinterher gar nichts gelernt haben, von einem Hauptschulabschluß ganz zu schweigen. Angeblich soll man auch wieder auf die Regelschule zurück kommen können. Nur sind alle Versuche, die ich kenne, abgeschmettert worden, es mag natürlich Gegenbeispiele geben.
Ich kann nur raten, wenn es Schwierigkeiten in der Schule gibt, extern untersuchen und testen zu lassen und die Erkenntnisse darüber nur soweit in die Schule zurück fliessen zu lassen wie das aktenverträglich möglich ist. Man kann dann sehen, welche Therapie oder Förderung nötig und möglich ist, man kann eventuell dann auch eine alternative Schule ansteuern.
Kann es sein, frage ich mich angesichts der oben genannten beiden Fälle, daß ein Teil der Sozialselektivität in unserem Schulsystem darin besteht, welche Eltern sich alles gefallen lassen und welche nicht? Würde ein Lehrer sich trauen, beim Kind eines Beamten oder gar eines Akademikers einen Lernbehindertentest vorzuschlagen, auch wenn der über Tisch und Bänke geht in der Schule?
 

Meister 29.06.2008, 13.00| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Vor dem Halbfinale

"Die schönste Nebensache der Welt", eindeutig ein guter Spruch. Wie die WM ist auch diese EM ein Menschenverbinder,ein Thema, eine gute Sache für ganz Europa. Sehe nur ich es so, oder ändern sich wirklich die Perspektiven auf diesem Kontinent allmählich?: gehört doch alles zusammen!
 

Meister 25.06.2008, 20.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Immer besser machen

Immer besser machen, ist der wirkliche Spaß an jeder freien Arbeit. 
 

Meister 21.06.2008, 09.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

william boyd:brazzaville beach

Alles, was mir dazu einfällt: es ist ein belangloses Buch!
 

Meister 15.06.2008, 12.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Holland-Italien 3:0

Win tolles Spiel, keine Frage, aber warum steht es unter "Romantische Welt"?
Weil die Welt sich so schnell verändert! Europa ist doch heute so eine Art Bundesliga, ich meine ein Großteil der Protagonisten wie Luca Toni oder Van der Vaart, sind doch gut bekannt und Holland gegen Italien ist doch heute  wie Leverkusen gegen München vor 20 Jahren. Bei aller Begeisterung für das deutsche Spiel ist es doch so, daß man jetzt einen weiteren, einen europäischen Blick hat, daß einem das alles doch sehr innenpolitisch vorkommt.
Europa beginnt langsam eine alltägliche Selbstverständlichkeit zu werden und auch etwas wofür man sich begeistern kann, auch wenn die Bürokraten in Brüssel alles tun, um es zu verhindern.
Aber wir sollten uns Europa genauso wenig durch die Brüsseler Bürokraten mies machen lassen, wie wir uns Deutschland auch weder durch die Spreebogenmafia noch durch "Linke" oder Nazis herab setzen  lassen.
Spielt weiter Jungs und Mädels !
 

Meister 09.06.2008, 22.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Eine neue Schule?

Soll es hier um Schule gehen oder um Romantik? Eigentlich sowohl als auch. Die "Romantische Schule" von einst hat ja Heinrich Heine schon trefflich erledigt, seitdem wird das Wort nicht mehr so gern benutzt,aber ich denke, es wäre schon schon schön, wenn irgendwo und irgendwie romantische, zukunftsorientierte Geister zusammen kommen und ein Forum finden könnten. Wie das gehen könnte ist eine Frage hier. Aber man kann natürlich auch die Frage stellen., ob Schule und Lernen nicht selbst auch neu, romantisch und futurbetont überdacht werden sollten.? Ich finde schon. Wir haben alle noch so viel zu lernen!
Dann bleibt die Frage, ob diese beiden Seiten zusammen passen? Warum nicht, schließlich geht es um lernen und Bildung und zwar für alle.
 

Meister 09.06.2008, 11.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Was soll das?

Poltische Romantik ist ja wohl ein Witz, oder?
In bestimmtem Sinne schon, wir sollten alles, vor allem uns selbst nicht zu ernst nehmen.
Außerdem immer daran denken, die Zukunftsromantik ist keine realitätsferne Gestrigkeit  und kein vorgestriger Voluntarismus.
Nein, kein Gejammer, daß die böse Welt nicht so schön ist, wie sie sein sollte. Auch kein Wegträumen von der Realität in vergangene Welten und Reiche.
Statt dessen Träume über Möglichkeiten und Chancen der Zukunft. Es gibt nicht nur Risiko, Verfall und Zusammenbruch - es gibt reale Zukunftschancen und man kann romantisch darüber denken und gleichzeitig illusionslos.
Eine Möglichkeit ist noch  keine Realität, aber in der Zukunft ist alles drin.
Also schaffen wir das politromantische Büro, das Pro-Büro !

Meister 01.06.2008, 21.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Abhängen in der Hängematte...

ist ein besonderes Sommervergnügen. Mehr als ein Buch und was Kühles zu trinken ist nicht erforderlich - und natürlich die Voraussetzung: gutes Wetter.
Heute war ein idealer Tag und ich habe ihn genossen. Nur die Illusion, dann zwischendurch mal hoch und was arbeiten - no way!
 

Meister 01.06.2008, 21.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Geben sie Rabatt, Sire!

Liebe Freunde des kryptischen Rätsels und des neudeutschen Absurdistans,

heute möchte ich Ihnen etwas über Rabattverträge für Medikamente erzählen, ein Thema das ich zwar nicht voll verstehe, aber das ist keine Schande. Die Rabattverträge sind für den Medizinbetrieb das, was die Schleswig-Holsteinfrage für die Diplomatie im 19. JAhrhundert war: keiner versteht sie, außer 3 Leuten von denen 2 wahnsinnig geworden sind und die dritte Person hat alles vergessen.
Trotzdem muß darüber geredet werden, denn sie existieren und treiben ihr Unwesen.
Fangen wir mit den tatsächlichen Auswirkungen an: ein Kind hat Angina und bekommt am Sonntag einen Antibiotikasaft vom Krankenhaus verordnet und von der Apotheke geliefert. Nun mußte die Mutter diesen SAft in der Apotheke bezahlen und möchte gerne das Geld wieder haben. Sie geht also zum Arzt und läßt sich ein Kassenrezept über diesen Saft geben, bekommt sie auch genau für diesen Saft, es geht um eine Größenordnung von etwa 11 €. Aber die Apotheke weigert sich ihr das Geld zurück zu geben, weil ihre Kasse einen Rabattvertrag mit einem anderen Hersteller hat. Der Arzt müsse das >aut idem< Kreuz auf dem Rezept setzen. Nun ist das ein vertracktes Kreuz, man weiß von Golgatha wohin das führt. Damit würde der Arzt den Rabattvertrag nämlich aushebeln und das würde der Kasse für eine Kreuzigung schon reichen: der Arzt müßte den Saft bezahlen. Setzt er das Kreuz aber nicht, und der Apotheker gibt das Geld zurück, dann hat der den Saft an der Backe, denn wenn er für die Kasse den wirklich abgegebenen SAft aufs Rezept druckt, kriegt er ihn nicht erstattet, weil er das rabattierte Präparat abgeben muß, druckt er aber das rabattierte Präparat drauf kriegt er eine Anzeige wegen Betrug, weil die Firma Rabatt gewähren müßte für einen Saft, den sie gar nicht verkauft hat.
Sie sehen allmählich, die tragische Handlung wäre eines klassischen Dramas würdig, der Deus ex machina müßte eingreifen, aber heute werden die Stücke lieber in der Form des absurden Theaters weiter geführt.
Die einzige Lösung des Stückes besteht darin, daß man die Mutter zur Krankenkasse schickt, dort werden die in den Wolken thronenden Götter bestimmen, wieviel sie zurück ewrstattet bekommt, das Orakel wird das wohl auspendeln.
Ohne jede legale Lösung geht das Stück aber aus, wenn es etwas anders angelegt wird: der Arzt selbst verordnet einen Antibiotikasaft, das Kind gehört einer unglücklich rabattierten Krankenkasse an, alle Apotheken haben den abzugebenden Saft nicht und können ihn -angeblich- nicht beschaffen. Es droht jetzt der Übergang in die Odysee, weil das weitere Herumfahren der Eltern in den Apotheken wahrscheinlich immer zum gleichen Ergebnis führen wird, wenn es auch noch Freitag ist, wird vor dem Wochenende nichts zu machen sein. Es droht wieder das Kreuzvon >aut idem<, es wird vom Apotheker gefordert, es wird von den Eltern gefordert, aber das finstere Orakel des Krankenkassenbratungsapothekers sagt: "Du machst dieses Kreuz auf eigene Gefahr!"
Was tun? Sind die Götter besoffen? Der Arzt steht da und guckt betroffen, kein Vorhang da, die Frage bleibt nicht offen [ja Herr Reichitzky, ich entschuldige mich formal für die freche Anleihe in ihrer Kolumne!]:
Am Besten wir nehmen ein Arzneimuster aus dem Schrank und zerreissen das Rezept, Kosten eingespart, das ist die Kostendämpfung von heute, die Allgemeingültigkeit dieser Lösung kann jeder sicher nachvollziehen.
Wenn derartiges geschieht, und es geschieht jeden Tag, fragt sich der Unbedarfte, der das heutige Deutschland noch nicht tiefschürfend philosophisch in seiner modernen Absurdität verstanden hat, warum geschieht das? Wem nützt es? Was soll der SCh...?
Tröstendes Wort: es gibt einen tieferen Sinn, zumindest für das Team aus Bürokraten (Kranken Kassen) und Profitmachern (Pharmakonzernen) und Volksverdummern (Politikern).
Wenn ein solcher Antibiotikumsaft (Beispielszahlen geschätzt) 11.99€ im Apothekenabgabepreis kostet, dann kostet er im Firmenabgabepreis vielleicht 1,89€, darauf kommt dann der Großhandelsaufschlag und der Apothekenaufschlag, beide feste Größen unabhängig vom Medikament, ein Aufschlag von 2,xx € dessen Ursache man nicht kennt ,der dann aber von den Apotheken den Kassen wieder erstattet werden muß, aber für die Berechnung der Mehrwertsteuer mitzählt. Mit dieser ist man dann beim Apothekenabgabepreis. Und für jede dieser Flaschen die von seiner Firma auf Kassenrezept ausgeliefert wird, gibt der Hersteller der Kasse einen Rabatt, dessen Höhe geheim ist. Wie kann sich das für den Hersteller lohnen? Lohnt sich auch nicht, deswegen verschwinden die kleineren Generikahersteller jetzt ja auch vom Markt, lohnt sich nur für die großen Konzerne, die dafür in den Sektoren des Marktes die sie kontrollieren dafür so hohe Preise nehmen können, daß ihre Profite wachsen und die Medikamentenausgaben ausufern, obwohl sie doch eigentlich durch die Rabtte sinken sollten.
Haben Sie das verstanden? Naja, Schwamm drüber, Frau Ministerin auch nicht, das macht doch gerade ihren Charme aus, nicht wahr?
 

Meister 24.05.2008, 10.37| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Oskar Lafontaine beweist:

Klonen ist ein schreckliches Verbrechen: die Kreuzung von Lenin mit Napoleon konnte nicht gut gehen.
 

Meister 24.05.2008, 08.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Ossis for President?

Im Gespräch mit Lothar Bisky hat Gesine Schwan, die nochmal versuchen will mit SED-Hilfe das Bundespräsidentenamt zu usurpieren erklärt, die "DDR"-Schule verdiene Respekt und das Gesundheitswesen in der "DDR" sei zwar etwas schlechter gewesen als im Westen, aber immerhin hätten alle das Gleiche bekommen.
Entlarvender hätte sie sich nicht äußern können. Auf die absurde Schulbehauptung will ich hier gar nicht eingehen, aber zum Gesundheitswesen muß man doch Einiges sagen: das Gesundheitswesen der "DDR" war so grottenschlecht, daß viele Menschen ihm einen vorzeitigen Weg zum Friedhof verdanken. In Wirklichkeit war es auch keineswegs so, daß alle das Gleiche bekamen, die Nomenclatura bekam Westmedikamente und gute Betreuung in eigenen Krankenhäusern und Ambulatorien. Aber am Schlimmsten finde ich es, daß sie behauptet:>besser alle kriegen das gleich Schlechte, als wenn es insgesamt besser ist, aber einige mehr bekommen<. Damit outet sie sich als ideologischer Mittäter der SED-PDS-"Linken". Mit so einer Meinung kann man niemals Bundespräsident werden, nicht mal als Frau! Ich bin durchaus der Meinung, daß Horst Köhler eine zweite Amtszeit verdient, und die Tatsache, daß er dem Politbetrieb stinkt, ist dafür wirklich kein Hinderungsgrund. Danach sollte eine Frau erstmals endlich Bundespräsidentin werden, aber bitte keine Enkelin von Lotte Ulbricht und auch keine Cousine von Margot Honnecker.
Die Aussage >besser alle haben wenig, als daß jemand mehr hat<, ist keineswegs ein Zeichen einer solidarischen Gesellschaft, sondern Zeichen einer reaktionären, vom Abstieg bedrohten Neidgesellschaft. Eine solidarische Gesellschaft wird den gemeinsamen Fortschritt von allen Menschen fördern, und wenn Einer mehr hat als der Andere, werden Alle danach streben, daß sie auch bald so weit sind. Und diejenigen, die mehr haben und können, werden die Wohlfahrt der Anderen auch zu ihrer Aufgabe machen. Das klingt romantisch utopisch, ist aber gar nicht so weit her geholt. Die solidarische Gesellschaft ist ein edles Ziel, zu edel um es bolschewistisch verkommen zu lassen.
Sollte Frau Schwan doch irgendwann zum Vorsitzenden des Staatsrates gewählt werden, würde auch nicht die Welt untergehen, im Gegenteil, sie würde als eine Art neuer Lübke das kommende Ost-68 mit jedem schrägen Satz fördern.
Wie heisst es doch in dem bekannten Witz: "In der DDR war nicht alles schlecht! Zum Beispiel der Todesstreifen....."
 

Meister 22.05.2008, 21.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Nigel Barley: Rogue Raider

Ein bemerkenswertes Buch, interesssant schon, daß es in Singapore erschienen ist,also in Europa gar nicht so ganz einfach zu kriegen. Es geht um Julius Lauterbach, im 1.WK Offizier auf dem kleinen Kreuzer Emden und seine folgende Odysee von Fernost bis zurück nach Deutschland. Es ist kein Tatsachenbericht, obwohl die Vorgänge wohl zum großen Teil authentisch sind. Von dieser Meuterei indischer Sapeutruppen in Singapore 1914-15 hatte ich noch nie etwas gehört. Es gibt doch offenbar eine ganze Menge historischer Ereignisse, die von den WK-Siegern nicht so breit getreten wurden, die Geschichtsforschung wird da noch einiges herausfinden. Es ist natürlich zum großen Teil die traurige Geschichte, wie durch diesen idiotischen Krieg alles kaputt gemacht wurde und Deutschland auf die böse Seite geschoben wurde und dann dieser blödsinnige Haß, der daraus folgte und die ganzen schrecklichen Folgen, die dann zu 39-45 führten  und den schrecklichen Rest danach bestimmten.  Ein Wunder, daß wir das alles überstanden haben.
Insgesamt aber ein sehr interessantes Buch. 2 Gedanken noch dazu: Neulich habe ich ein anderes Buch von Niegel Barley über Raffles gelesen, das war auf deutsch und nicht halb so gut. Ich befürchte, daß die Übersetzung doch vieles nicht gut rüber bringt.
Der zweite Gedanke ist, daß wir heute sehr vorsichtig mit China umgehen sollten, das in der gleichen, (wenngleich auch viel besseren) Situation ist wie Deutschland vor 100 Jahren. Ich meine damit, daß China zum Einen große Möglichkeiten und zum
Anderen große Gefahren verkörpert, und die Welt muß es positiv annehmen, dann wird es auch seinen leicht beleidigten Nationalismus und seine innere Politikschwäche überwinden können. Nichts wäre schlimmer, als wenn man wieder eine Einkreisung daraus machte, die diesmal noch viel mehr Millionen Opfer fordern würde.
 

Meister 07.05.2008, 21.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Radtour im Mai

Ein schöner Tag für eine Radtour. Was uns am 1.Mai noch die Petersilie verhagelte hatte sich heut in schönsten Sonnenschein verwandelt. Die Räder haben zum Glück keine akuten Probleme, eigentlich würden sie gern mehr gefahren werden, aber es ist halt immer etwas Anderes zu tun, besonders im Frühling. Aber heute haben wir es bis zum Hangelwirt geschafft am Bahnhof in Hangelsberg ganz nah am grünen Strand der Spree. Die Wälder sind so wunderbar frisch grün, es ist kaum zu glauben jedes Jahr wieder, wie sich die Natur verwandelt, aber es ist ein romantisches Urerlebnis und man muß es auf sich wirken lassen, dann kann man auch daran glauben, daß alles sich immer wieder zum Guten und Schönen wandelt.
 

Meister 04.05.2008, 19.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wie können Romantiker jung bleiben?

Was heißt eigentlich alt werden? Zum großen Teil ist das Altern doch die Alterung im Kopf und die kommt zu großen Teilen daher, daß man mit den Jahren immer mehr durch die Bosheit, den Neid, den Verrat und die Niedertracht von Mitmenschen Erfahrungen macht, die einen in Misanthropie versteinern lassen und einem die Hoffnung nehmen, es könnte sich mal etwas zum Guten ändern in der Welt.
Wenn man jung bleiben will mit den Jahren, muß man sich den romantischen Glauben bewahren, daß die Ideale der Jugend wahr werden können, auch wenn es oft nicht so aussieht. Romantiker sollten also Romantiker bleiben, damit sie jung bleiben.
 

Meister 01.05.2008, 22.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Heute vor 70.000 Jahren

Vor etwa 70.000 Jahren war die Menschheit so gut wie ausgestorben, so liest man. Nur vielleicht 2.000 Menschen hatten überlebt und verteilten sich auf wenige kleine Gruppen. Eine interessante ERkenntnis, denn die Zeit vor 70.000 Jahren ist so nahe an der Gegenwart, daß Auswirkungen bis heute spürbar sein können. Diese können zum einen in den Schöpfungsmythen liegen, denn es mußte für die damaligen Menschen doch so aussehen, als sei die Menschheit aus den wenigen Stammeltern neu geschaffen worden und als habe eine übernatürliche göttliche Kraft sie überleben lassen.
Zum anderen können die Auswirkungen dieser schweren Krise in den Genen und Hirnen bis auf den heutigen Tag fortwirken, in dem Sinne, daß eine tiefst verwurzelte Angst vor dem Aussterben der Art den Fruchtbarkeitskult auch dann noch am Leben erhält , wenn längst die übergroße Zahl von Menschen zur eigentlichen Bedrohung der Art geworden ist.
 

Meister 29.04.2008, 22.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Tempelhof - Volksentscheid

Merkwürdige Dinge passieren in Berlin. Zum ersten Mal in seiner Geschichte gibt es einen Volksentscheid und der findet sogar großes öffentliches Interesse, das ist doch eine tolle Sache.
Und? Dafür oder dagegen?
Man kann mit guten Argumenten auch gegen den Flugbetrieb in Tempelhof sein, aber zwei Dinge finde ich bemerkenswert: 1. Man hat einen Flughafen mitten in der Stadt, aber nicht die Phantasie, daß Fliegen in den nächsten 10-20-30 Jahren sich nochmals revolutionieren könnte, beispielsweise durch lautlose und emmissionfreie Fluggeräte, die dann natürlich mitten in der Stadt landen sollen. Leider hat man diesen Platz gerade zugebaut. 2. Wieso soll man einen Flughafen schliessen und zubauen, bevor ein anderer fertig ist, wer weiß wie lange das dauert, wer weiß ob der nicht dann auch zu klein ist, denn wenn man die Kleinflieger alle nach Schönefeld schickt, sieht es dort bald aus wie in Frankfurt: man kommt zwar hin, aber nicht runter.
Also ich denke, man sollte die Zukunft in Tempelhof offen halten - denn die Zukunft ist immer offen, und im Vertrauen gesagt, was würde denn aus dem Tempelhofer Feld werden, wenn es nach dem Willen des Senats geht: verhöckert an Investoren und zugebaut mit zeitgenössischer Architektur. Ob das so gut ist?
 

Meister 27.04.2008, 10.28| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Langsam wird es mit dem Frühling

Wenn es ein bißchen wärmer ist, macht es doch gleich mehr Spaß draußen zu arbeiten. Sogar das Rasenmähen macht jetzt Spaß. Im Sommer, wenn er dann wächst wie verrückt, neigt es dazu zur lästigen Pflicht zu entarten, aber jetzt fährt man gemütlich den Mäher durch die Gegend und freut sich, wie alles grünt.
Apropos Mäher: ich mußte doch einen neuen kaufen, weil es mir nicht gelungen ist ein passendes Ersatzteil für den alten zu finden. Ist ja auch eine Zumutung nach 10 Jahren ein Ersatzmesser haben zu wollen. Für die neuesten Modelle kann man natürlich Ersatzteile haben, hat dieser alte Mäher einfach nur zu lange gewarte mit seiner Panne. Viellleicht sollte man selbstkritisch anmerken, daß ich es war, der das Messer an einem Stein kaputt gefahren hat und daß man von mir natürlich erwarten kann, daß ich schon seit mindestens 5 Jahren ein Ersatzmesser auf Lager habe
 

Meister 20.04.2008, 10.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Frühling, komm!

Es gibt jetzt so viel zu tun draußen, es fehlt nur noch das richtige Wetter dazu. Aber heute steht einiges auf dem Plan, Pflanzen müssen raus, der Rasenmäher soll aktiviert werden, der Schredder soll Ordnung schaffen , damitdie Schnitthaufen nicht alles überwachsen.
Die Arbeitswoche ist glücklich bewältigt, eigentlich war sie gut gewesen, habe im Moment wieder richtig Spaß an der Arbeit. Muß ich mich schämen, das zu sagen? Eigentlich nicht, da ist eher die Sorge, daß es nicht so bleibt. Aber im Moment habe ich viele Ideen, wie alles besser geht. Da wird es natürlich noch manche Einwände und Hindernisse geben. Aber das Bessere ist des Guten Feind, wir werden etwas erreichen, da bin ich momentan schwer optimistisch. Manchmal muß man nur einen Knoten durchschlagen, der den Karren hemmt und schon kommt er aus dem Dreck raus.

Meister 19.04.2008, 09.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Diskriminierung eines amerikanischen Kindes

Es gibt Dinge, die, denkt man, kann es nicht geben. Da kommt eine Mutter, nachdem sie lange Jahre in USA gelebt hat mit ihrem Kind, jetzt 7 Jahre alt, nach Deutschland und wohnt in Berlin, das Kind kommt in Rudow in die Schule. Das wirklich nette Mädchen ist nicht nur weiß, um Mißverständnissen vorzubeugen, sondern spricht auch gut deutsch, wenn auch mit einem leichten Ami-Akzent, den früher viele gern nachgemacht hätten. Aber sie wird in der Schule, 2.Klasse, NN- Grundschule, den Namen will ich lieber nicht nennen, als Ausländer diskriminiert. Die Kinder spielen nicht mit ihr, lassen sie total außen vor, sie wird nicht eingeladen und die Eltern der anderen Kinder sagen, da könnten sie leider nichtsmachen, wenn ihre Kinder nicht mit ihr spielen wollen, sie sei ja nun mal Ausländerin. Die Schule scheint auch nichts zu machen, wie man hört.
Da bin ich wirklich von den Socken. Natürlich ist Rudow in letzter Zeit ein problematisches Pflaster, man hört manches Negatives über braune Jungs etc. Aber halten wir mal fest, es gehört zum amerikanischen Sektor, und die Eltern die heute ihre Kinder zum Ausländermobben anhalten, haben vor 20 Jahren noch hinter der Mauer gesessen und vor dem Russen gezittert. Ich habe zunächst mal eine Retourkutsche für die Lehrer gestartet, die immer so schöne Diagnosen für die Kinder haben: ich mische mich mal bei ihnen ein und schlage vor, eine Unterrichtseinheit zu machen "Was das freie Berlin den Amerikanern verdankt" mit Besuch ders Platzes der Luftbrücke.
Ansonsten warte ich mal ab, was sich da weiter herausstellt. Was wohl der Herr Schulrat davon hält? Und der Herr Schulsenator? Und wie würde das der regierende Frühstücksdirektor seinen Freunden in New York erklären?
 

Meister 16.04.2008, 22.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Biosprit und Hunger

Am 7.12. hatte ich das Thema schon mal und es bestätigt sich dramatisch: die Lebensmittelpreise auf dem Weltmarkt explodieren und das nicht zuletzt, weil Treibstoffe  statt Lebensmittel erzeugt werden. Eine voraussehbare aber schrecklich unmenschliche Entwicklung. Alles wegessen konnten die reichen Ländern den armen nicht, aber wenn sie es jetzt durch die Auspuffe ihrer dicken Wagen jagen, sieht es sehr finster aus.
Auch ich habe anfangs mal gedacht, nachwachsende Rohstoffe wären eine Alternative, aber es ist offensichtlich, dort wo Sprit wächst kann kein Essen wachsen, und wenn man mit Sprit mehr verdient, wird da auch kein Essen mehr wachsen.
Bei den ganzen Diskussionen, die es jetzt medial darüber gibt, fällt wieder eines auf: vernachlässigt wird (oder soll man >verschwiegen< sagen): die immer größere Zahl der Menschen stellt den  scheinbar unlösbaren Hintergrund des Problems dar.
Die Übervölkerung der Erde gefährdet den Planeten und die Menschheit  eben auch sich selbst.
Die übergroße Zahl führt zur Massenvernichtung, schlägt um in eine übergroße Zahl von Hungernden, von Wandernden, von Krieg führenden und letztendlich in die sehr kleine Zahl von Überlebenden.
Kann es wirklich sein, daß die Übergröße mit der Restschrumpfgröße auf eine dialektische Art verbunden ist?
 

Meister 12.04.2008, 11.03| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen

Regen im Frühling

Die Arbeitswoche war interessant und erfolgreich, sie läßt hoffen, da0 die Schwierigkeiten der vergangenen Jahre überwinden werden können. Keine Gewißheit ,aber für den Romantiker ist Hoffnung fast genauso gut.
Jetzt möchte ich ein paar Sachen am Wochenende schaffen, vor allem draußen, aber das Wetter will noch nicht so mitspielen. Regnet es nicht ein bißchen viel in diesem Frühling? Immerhin sind schon ein paar Dinge heute erolgreich verlaufen, Heizungsleck familiär und fachkundig abgedichtet, Tor trotz gewisser Probleme mit abgebrochenen und nicht zu beschaffenden Schrauben repariert, und Lösung des Wasserleitungsproblem für nächste Woche ausgemacht.
Ein Gang durch den Garten zeigt viele nötige Arbeiten, aber der Regen hat mich zunächst rein getrieben.
 

Meister 11.04.2008, 14.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Deutschlands liebstes Getue:

  ist das Wichtigtuen.
Eine epidemische Krankheit. Je weniger wirklich passiert, um so mehr muß dieses Sogutwienichts aufgeblasen werden.
Die Wichtigtuer sind die führenden Leute dieser Gesellschaft, eng liiert mit den Schaumschlägern, die dann gar nichts mehr wirklich tun.

Meister 02.04.2008, 23.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Gebremste Aktivität

In letzter Zeit war ich nicht sehr blogaktiv. Das liegt zumeinen daran, daß ich nach dem Urlaub noch nicht wieder richtig den Rhythmus gefundne habe, zum anderen, daß ich im Moment etwas spontihaft drauf bin. Ich mache was ich gerade will und versuche keine Pflichten zu sehen, vor allem keine Pflichten selbst zu schaffen.
Und ich habe im Moment zu den Medien ein so distanziertes Verhältnis, daß ich keine Lust habe, zu irgendwelchen hochgepushten Ereignissen auch noch Senf drauf zu streichen.

Meister 02.04.2008, 21.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Urlaub und Arbeit

Eigentlich ist es ja trivial, aber ich sag es trotzdem. Neben dem Urlaub ist die Arbeit auch nicht zu verachten, besonders, wenn sie mal Spaß macht. Und wann macht sie Spaß?
Wenn man Fortschritte macht, Probleme lösen kann und man das Gefühl hat etwas Vernünftiges zu tun.
Manchmal gibt es irgendwie einen Problemstau, z.B. weil man auf jemanden zu viel Rücksicht genommen hat und der das ausnutzt. Aber dann ist es irgendwann vorbei mit der falschen Rücksichtnahme, das Übel  wird an der Wurzel gepackt und ausgerissen. der Knoten durchschlagen und man kann wieder frei atmen.

 

Meister 02.04.2008, 20.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Sommerzeit - Malerzeit

Schön daß wieder Sommerzeit ist. Zwar mögen viele Zeitgenossen die Umstellung nicht, aber ich finde, die führt zu größerer gesitiger Flexibilität. Wenn überhaupt dann sollte man lieber auf der Sommerzeit im Winter stehen bleiben, damit man abends noch ein bißchen Tageslicht hat, aber das würde man durch eine lange Dunkelheit morgens erkaufen, also lassen wir es besser so wie es ist.
Wir haben den ausbrechenden Sommer zum Anlaß genommen mit frischer Wandfarbe in die Veranda zu streichen, damit es auch optsich voran geht.
Ein schöner kräftiger Türkiston und zwar genau so daß es zwischen blau und grün je nach Beleuchtung changiert. Angeregt durch die Turquoise Bay bei Exmouth WA. Das Ergebnis ist begeisternd, mit ein bißchen Phantasie ist man wirklich dort.

Meister 30.03.2008, 11.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Der Anfang - AUS1

Erzählen wir mal von Anfang an : Diesmal haben wir den Zugang über Singapore gewählt, sind aber mit Quantas geflogen, weil wir von Cairns zurück fliegen wollten und innerausstralische Flüge brauchten. Ansonsten hätte ich gerne mal Singapore Airlines genommen, aber deren Verbindungsnetz nach Australien bezieht sich nur auf die großen Zentren. Bei Quantas muß man leider sagen, daß der Sitzabstand im Jumbo auf der Langstrecke verdammt kurz ist. Ich hatte vor allem den fatalen Verdacht, daß er schon mal größer war. Könnte es sein, daß sie die bevorstehende Einführung von Premium Economy durch leichte Verschlechterung in der normalen Economy pushen wollen? Die Reklame für die neue Klasse hört sich ja gut an, aber welchen Preis verlangen sie dafür, möglicherweise das, was man für die Sonderangebote in der Businessclass bisher bezahlt hat?
Ein Stopover in Singapore ist wirklich zu empfehlen, auch beim wiederholten Male wird das nicht langweilig. Allerdings haben die Einkaufslabyrinthe in der Orchard Road etwas, was einen spätestens nach 2-3 Tagen wahnsinnig machen würde.
Der Weiterflug nach Perth am nächsten Tag fand zum Glück schon am frühen Abend statt. Das ist gut, denn es immer nervig, wenn sich der Stopovertag in den späten Abend hinzieht. Der Flug von Singapore nach Perth ist wirklich nicht so sehr lang, man ist ja vom Vortag anderes gewohnt. Aber in Perth geht immer irgenad etwas schief. Da ist man dann nachts um 2 angekommen,um festzustellen, daß man nicht vor 4 zum Domestic Terminal rüber kommen kann, zum einen weil es geschlossen ist, zum anderen, weil erst dann der erste Bus fährt. Aber wenn dieser Bus dann fährt stürzen sich wahre Heerscharen darauf, von <Queue> keine Rede, obwohl man eigentlich in der Pommiehauptstadt Australiens ist. Aber schließlich, was können sie für die Besucher? Da unser Flieger aber schon um 5 weiter gehen soll, müssen wir also das Taxi außen rum nehmen, wir sind ja flexibel, auch wenn man sich unter einem Transfer was anderes vorstellt. Aber ich hätte in dem Moment weder Zeit noch Nerv gehabt bei Quantas jemanden zu suchen, der mir das Geld für den Bus zurück gibt, wie es dort vorgeschlagen wurde.
Aber immerhin wir waren rechtzeitig am Domestic Terminal. Wie es dann Richtung Karratha weiter geht wird demnächst berichtet.
 

Meister 23.03.2008, 11.34| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Weiße Ostern

Alle wünschen sich weiße Weihnachten. Was kriegen wir? Weiße Ostern.
Wenn das kein Zufall ist, kann es nur heissen, der liebe Gott hat viel Humor und will uns  freundlich darauf hinweisen, daß seine Natur von uns nicht gesteuert wird.
In diesem Sinne: Frohe Ostern.

Meister 23.03.2008, 11.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Nach einer Woche Arbeit

hat sich doch langsam alles wieder sortiert. Der erste Tag fällt bekanntlich immer schwer, dann muß man erstmal die ganzen Neuigkeiten verdauen, aber wenn man weiter arbeitet, wird alles doch bald wieder Routine, und zum Glück bemerkt man, daß der Urlaub doch nicht ohne Erholungseffekt geblieben ist, man geht anders mit den Problemen um, ist nicht so leicht genervt und reagiert auch gelassener auf die vielen gestressten und unfreundlichen Zeitgenossen. Hoffen wir, daß dieser Efekt noch ein Weilchen anhält.
Wenn man nach einer längeren Weile aus dem Ausland her kommt, merkt man deutlicher, was hier für ein rauher Wind weht, nicht nur auf des Wetter bezogen.
Aber aus das Osterwetter ist in diesem Jahr nicht gerade hasenfreundlich. Aber was wollen wir eigentlich, wenn wir schon keine weiße WEihnachten kriegen, dann eben weiße Ostern.
Ich werde versuchen, jetzt langsam wieder in Takt zu kommen, so ganz bin ich das nämlich immer noch nicht.
 

Meister 21.03.2008, 11.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Zuhause oder doch nicht?

Dieser sogenannte Jetlag kann einem verschiedene Probleme machen, mal kann man nicht schlafen, dann ist man mal wieder total müde, dann hat man mal wieder das Gefühl neben sich zu stehen oder gar nicht richtig da zu sein.
Im Moment habe ich vor allem das letztere Problem: Australien hat sich in einen Traum verwandelt, war ich wirklich dort? Aber  das Hier hat sich auch verwandelt, vor allem in einen Ort auf dessen Probleme ich überhaupt keine Lust habe. Die Zeitung sagt mir absolut gar nichts, die hier anliegenden Probleme, die kleinen wie die großen interessieren mich nicht oder fallen mir auf die Nerven.
Na, es wird schon wieder werden.
 

Meister 16.03.2008, 12.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wieder zu Hause

Nach etwa 28 Stunden hat die Heimat uns wieder, die reine Flugzeit war allerdings "nur" 20 Stunden, aber es hat gerreicht. Von Cairns nach Darwin, von dort nach Singapore, dort ein paar Stunden Aufenthalt und dann noch 12 Stunden nach Frankfurt. Nachdem man abends in Singapore nicht so eilig los geflogen ist, weil man in Frankfurt nicht zu früh ankommen durfte, hatte man dann hinterher 1 Stunde Verspätung und der Flug von Frankfurt nach Berlin wurde nur deshalb mit aller Hetzerei errreicht, weil die ihrerseits Verspätung hatten. Die Koffer sind natürlich noch irgendwo.
Wie sehr liebe ich die Hetzerei durch Airportterminals, fast genauso viel wie die übermäßig gedrängte Platzanordnung in den Langstreckenjumbos: man hat wirklich bei der Passagierzahl pro qm nicht das Gefühl zu viel CO2  duch die Triebwerke freizusetzen, das ausgeatmete CO2 könnte fast genauso groß sein, fürchtet man. Das kann man wirklich nur mit einer guten Schlaftablette aushalten.
Wir gehören ja auch nicht zu den Viel-Fliegern, die würden sich so einen Hühnerstall  nicht gefallen lassen.

Meister 14.03.2008, 16.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Toilettenfrosch

Seit gestern sitzt ein gruener Treefrog in unserer Toilette. Das ist nicht ungewoehnlich in Australien, aber selten geworden, denn es gibt nicht mehr so viele von ihnen. Sie sitzen gern unter dem Rand des Toilettenbeckens und man sieht dann oft nur beim Spuelen ihre Beine. Ungewoehnlich ist nur, dass wir hier im 3.OG sind, er muss also ganz schoen rauf geklettert sein. Heute war er zunaechst weg, aber eben waere er uns fast entgegen gesprungen. Die Photos sind gut geworden, werden demnaechst hoffentlich nachgeliefert.
 

Meister 12.03.2008, 08.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Daintree

Gestern sind wir nach Daintree gefahren, nicht weiter mit der Faehre ueber den Daintree River nach Cape Tribulation sondern nach Daintree Village. dort hat sich nicht viel veraendert in den letzten Jahren, es gibt ein paar Andenkenlaeden und ein Timbermuseum und Cruises auf dem Daintree River mit Crocodile spotting.  Es gab aber ein neues Schild mit Hinweis auf eine "scenic road", die vom Towncenter abgeht. die sind wir entlang gefahren,und sie brachte uns ein gutes Stueck ins Hinterland, ueber wackelige Holzbruecken und Wege, die offenbar erst unlaengst ueberflutet gewesen sind. An einer Stelle hat man einen tollen Ueberblick ueber den Daintree River, von dichtem Regnwald umflankt, und auf einer der Sandbaenke lag Tatsache ein mindestens 4m Krokodil und sonnte sich. Da wir von vielleicht 10-15m Hoehe herunter blickten, konnten beide Seiten vorinander sicher sein. Man muss bei der Annaeherung an derartige Wasserlaufe vorsichtig sein, die Krokos sind schneller aus dem Wasser als man denkt und sie sind auch hungrig. 

Meister 10.03.2008, 00.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

The Sinking of The Lusitania

Lese gerade ein Buch der englischen Historikerin Diana Preston ueber die Versenkung der Lusitania am 7.Mai 1915 durch ein deutsches U-Boot. Zwei Dinge sind erstaunlich, zum einen, dass es immer wieder englische Historiker sind, die solche interessanten Buecher schreiben, zum anderen dass sie heute zu einem wirklich abgewogenen Urteil faehig sind. Mit der Zeit wird Geschichte eben doch Geschichte und geht es mehr darum zu verstehen, warum und wie etwas gewesen ist, als darum Propagandapunkte zu machen. Aber dazu muessen wohl alle Akteure tot sein, vielleicht so gar eine ganze Weile tot sein, weil sich ja oft noch ihre unmittelbaren Nachkommen auf den Schlips getreten fuehlen.
Manchmal ist es dann sogar schwer. Hier in Australien ist es kaum moeglich ueber die ANZAK-Sache {ANZAK=Australian and NewZealand Army Corps in WK I und II} ein einigermassen neutrales Bild zu gewinnen, weil sie zunehmend wichtig fuer die nationale Identitaet zu werden scheint.
Kann man ja irgendwie verstehen, dass die Schueler in den Schulen keine Lust haben, sich immer wieder die gleichen gut gemeinten Stories ueber die Aboriginies und wie schlimm sie vom weissen Mann behandelt wurden anzuhoeren, sondern lieber die grossartigen Heldentaten ihrer Grossvaeter in Gallipolli und sonstwo sich immer wieder ausbreiten lassen.

 

Meister 08.03.2008, 23.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Markt in Cairns

Der Markt in Cairns ist fuer uns um diese Jahreszeit ein Wunder an Frische und tropischer Obst- und Gemueseauswahl. Der Roemersalat steht immer auf der Einkaufsliste und die Kraeuter dazu, aber auch Ananas, Bananen, von denen es eine grosse Auswahl gibt, Mangos,Melonen verschiedener Art, Avokados, vielleicht auch Tomaten. Kommt drauf an, was man machen will, Salt, Obstsalat, Fruchtdrinks. Man kann natuerlich auch aufwendigere Sachen machen, wie gruene Sosse hessischer Art mit etwas exotischem Touch, wenn man mehr Basilikum ran macht. Meist ist man ja im Urlaub nicht auf aufwendigeres Kochen aus. Der lokale Kaffee ist auch im Angebot. Hauptproblem ist, dass man alles wegschleppen muss. Aber es lohnt sich.
 

Meister 08.03.2008, 22.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Sonne

Jetzt ist die Sonne wieder da, und da sollte ich eine Sache nicht vergessen: die uv-Strahlung hier ist extrem. Man sitzt im Schatten, man hat einen Hut auf und die exponierten Stellen mit Faktor 30 eingecremt und trotzdem hat man nach einer Weile, das Gefuehl bestrahlt zu sein. So ein bisschen wie Sonnenbrand, aber auch ein bisschen ein Allgmeingefuehl. Man kann Strahlung schon irgendwie spueren. Also Vorsicht ist angesagt. Ich bin kein Freund vom Brauenen: es ist Qual fuer nichts, weil die allerschoenste Braeune schnell wieder verschwindet. Dennoch ist ein bisschen Lichtstimulation gut, man lebt auf, das merkt man nch kurzer Zeit, wenn man her kommt. Aber es ist eine Frage der Dosis und es ist leicht zu viel.
 

Meister 08.03.2008, 00.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Am Strand sitzen hilft

Irgendwie hat es etwas Magisches am Strand im Schatten zu sitzen und einfach aufs Meer zu schauen. Es wirkt beruhigend, erholsam und befreiend auf den Geist. Und das Gute ist, man muss nur genuegend Zeit vergehen lassen, dann bekommt man sogar das Gefuehl, dass man erholt ist und man sich langsam wieder nach Hause machen sollte. Noch etwas spaeter kommt - hoffentlich - das Gefuehl, dass man jetzt auch mal wieder etwas arbeiten moechte. Ich glaube die Frage wann diese Gefuehle kommen hat damit zu tun, wie erholungsbedurftig man ist.
 

Meister 06.03.2008, 23.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ueberflutung

Keine Frage, es hatte schon heftig geregnet vorgestern und gestern, aber die Ueberflutungen hier sind doch beeindruckend, genau genommen, fuer uns sehr ungewohnt. Der Highway zwischen Cairns und den Northern Beaches ist unterbrochen, nur eine Bruecke weiter hinten ist offen, der Barron River ist ein reissender Strom. einige der Northerns Beaches, Yorkey's Kknob, Machan's Beach sind voellig abgeschitten, in Pt. Douglas fielen ueber 600mm Regen, auch dort alles dicht und nicht zuletzt die wichtige Strasse nach Sueden, der Bruce Highway:unpassierbar. Heute wird es wohl wieder gehen, da der Regen nachgelassen hat, aber gestern war schon interessant, wo ueberall Wasser stand und lief. In Cairns selbst aber business as ususal, man meint  allgemein, das ist halt das Leben in den Tropen. Apropos Tropen, gar nicht so warm im Moment, max 28, min 22, das sind doch schon fast mitteleuropaeische Sommertemperaturen.
Jetzt kommt gerade wieder eine schwarze Wolke uebers Meer gesegelt, ob die noch nichts davon weiss, dass das Wetter heute besser wird?
 

Meister 05.03.2008, 22.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kuranda im Regen

Der Monsun tobt sich im Moment an der tropischen Nordostkueste voll aus, besonders beim Anstieg der Passatwolken zur Range regnen sie sich voll ab. Gestern sind wir bei vollem Regen zur Kuranda Range rauf, wir wollten den venom zoo in Kuranda besuchen. Wir fanden auch einen Parkplatz in der Naehe des Eingangs, aber es regnete zu stark, man konnt nicht aussteigen. Also sind wir eine kleine Runde gefahren. Von Kuranda ist meist nur das village bekannt, wo die Geschaefte sind. Aber das ist nur eine kleiner Teil des Ortes, die meisten Einheimischen wohnen in Hausern, die von den weit verzweigten Strassen mit versteckten Fahrwegen abgehen und sich nur dienstags durch die Muelltonne am Strassenrand verraten. Sie wohnen also voll im Regenwald, kein Wunder, dass sie dort manchmal auch mit dessen natuerlichen Bewohnern zusammen treffen, wie die Familie deren kleiner Hund unlaengst von einer 5m Python gefressen wurde. Die war von den Leuten des venom zoo abgeholt und inzwischen weiter weg von der Ansiedlung im National Park wieder freigelassen worden.
Der venom zoo, zeigt jetzt auch Schlangen, schaurige Taipans, Death Adder, King Brown snake etc. Denen moechte man nicht im Freien begegnen. Ausserdem gibt es natuerlich auch die huebschesten Giftspinnen, Skorpione und Centrpodes australiens zu sehen, lohnt sich schon, um diese Jahreszeit haelt sich der Besucherandrang auch sehr in Grenzen.
Nachdem wir nachmittags wieder runter gefahren waren, gab es dann noch einen Erdrutsch, so dass die Kuranda Range Road abends gesperrt war. Waere das frueher passiert, haetten wir schon einen mindstens 150km Umweg machen muesse, um nach Trinity Beach zurueck zu kommen.
Heute frueh steht jetzt wirklich viel unter Wasser, der Barron River ist so angeschwollen, dass man nicht auf dem normalen Weg nach Cairns kommt.
 

Meister 04.03.2008, 23.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Zur Lage hier:

Es ist eine wundervolle Monsunzeit hir in tropical north Queensland, ein echtes La Ninja Jahr, wie es sich schon ankuendigte, aber mit mehr Regen als in all den Vorjahren. Das bedeutet nicht, dass es pausenlos regnet, manchmal regnet es den ganzen Tag nicht, aber wenn, dann kommt richtig was runter. Gestern ist hier in der Naehe innerhalb von ein paar Stunden 700mm Regen gefallen, das ist unsere Jahresregenmenge zuhause. Da 700mm bedeutet, dass jeder Quadratmeter 70cm unter Wasser steht, ist es nicht verwunderlich, dass an den betreffenden Orten dann ein Flashflooding auftritt, das koennte man mit tropischem Blitzeis uebersetzen, nicht ganz so glatt, aber genauso aufwuehlend. Der Regen ist wirklich toll, ein tropischer Regenguss ist nicht das Gleiche wie ein heftiger Schauer bei uns, vor allem ist es trotzdem warm, das ist das tolle, man kann trotzdem baden, man muss trotz Regen auch mit der uv-Strahlung aufpassen. Nordqueensland um diese Jahreszeit kann man wirklich nur empfehlen, gerade weil so wenig Touristen hier sind.
 

Meister 03.03.2008, 11.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Noch nicht zurueck!

Nein, ich bin noch nicht zurueck, es bleibt immer noch ein bisschen Zeit hier in Australien, aber ich habe jetzt wieder den Zugang zum Grossen und Ganzen, d.h. ich habe einen kleinen Computer und auch einen Netzzugang. In den ersten Wochen, war ich ganz froh von alledem nichts zu hoeren, aber mit der Zeit vermisst man es doch. Vielleicht ist es ja sogar ein Zeichen von Erholung, dass man sich wieder mit der ausseren Welt befassen kann. Zugegeben: wie sehr ich die Erholung brauchte, habe ich erst bemerkt, als ich weg von allem war. Ich hatte zwar vorher auch von Kur gesprochen, aber eigentlich nur, um die lange Zeit zu rechtfertigen. Aber ich brauchte sie wirklich, und es ist wirklich eine totale Erholung hier. Dass sie noch nicht abgeschlossen ist zeigt sich daran, dass ich noch immer nicht begierig auf meine Arbit bin, was ich sonst nach ein paar Wochen immer war. Vielleicht kommt  es ja noch in den naechsten 2 Wochen.
 

Meister 03.03.2008, 11.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Nur noch kurz...

Tschüß !
Auf nach Australien. Mal sehen, ob ich hin und wieder ein Plätzchen finde, etwas zu berichten, aber momentan steht mein Sinn nur auf Urlaub.

Meister 25.01.2008, 12.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Wasserrechnung und neue Mathematik




Wenn man 20% weniger Wasser verbraucht und dann 40€ in der Abrechnung mehr bezahlen muß, dann ist das neue Mathematik vom Feinsten. Und die Tendenz ist steigend!

Tendenz ist auch noch ein wichtiges Element der neuen Mathematik.

Für Schulkinder habe ich auch noch eine interessante Aufgabe, die gern Verwunderung hervorruft: Wenn 100 ml eines Antibiotikasaftes 11.49€ kosten, was kosten dann 200ml? Antwort 12.49€.

Die neue Mathematik ist wirklich eine kreative Anwendung der Chaostheorie, nicht wahr?

Meister 20.01.2008, 16.49| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Bildungsprivilegien?

Gestern war da noch ein Artikel im Tagesspiegel, der mich geärgert hat: der Autor behauptet, die Bildungsprivilegien würden in Deutschland praktisch vererbt und betet dann natürlich wieder die ganzen Mankos runter, wie schrecklich es ist, daß die einen auf die höheren Schulen kommen, die andern aber nicht.
Ich bin für wirkliche Chancengleichheit  und auch gegen jeden Dünkel der  "besseren  Kreise".  Aber man muß Chancengleichheit  dadurch schaffen, daß  für die Unterprivilegierten zusätzliche Chancen geschaffen werden, nicht dadurch daß denen  Chancen weg genommen werden, die sie jetzt schon nutzen. Sonst sind wir wieder in der "DDR" mit ihrer verlogenen  angeblichen Förderung der Arbeiterkinder. In Wirklichkeit waren es damals nämlich auch nicht die Arbeiterkinder, die studieren durften, sondern die am Besten angepaßten, also wieder die Kinder der Funktionärsklasse.
Die ganze Sozialneiddiskussion in Deutschland schlägt dann ins vollkommen Absurde um, wenn man Gerechtigkeit dadurch erzeugen will, daß man diejenigen die tüchtig,fleissig und intelligent sind bremst, zurück zerrt oder behindert, damit die Faulen nicht zu kurz kommen.
Ich brauche, hoffe ich, nicht zu sagen, welche Konsequenzen es für ein Land hat, wenn man die Besseren vergrault und schikaniert.
 

Meister 19.01.2008, 15.24| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Die Matrosen von Kronstadt

Ein Lob für den ZDF-Theaterkanal: >Die Matrosen von Kronstadt<  gestern abend war wirklich hervorragend.
Leider steht sowas gar nicht mehr im Programmheft, so daß ich zufällig darüber gestolpert bin. Aber es war eine sehr interessante Aufführung, auch herausragend besetzt.
Und ein wichtiges Stück. Im Grunde genommen hat der Bolschewismus in Kronstadt schon seine Unschuld verloren gehabt, man könnte auch sagen, damit war sein Chrakter als Sozialfaschismus schon enthüllt. Und Trotzki, der ja immer noch den "Eispickelrabatt " bekommt, hat sich damals schon sein Ende verdient.
Das Stück ist nicht platt, man kann die bolschwistische Logik schon nachvollziehen.. Aber genau das enthüllt auch ihren volks-, demokratie- und letztlich auch  arbeiterfeindlichen Charakter. Sie haben einfach nur alles getan, um an der Macht zu bleiben, egal wer dafür ins Gras beissen mußte. Und sie haben ihre Schandtaten schlicht damit gerechtfertigt, daß sie sich zu den Guten erklärt haben. So einfach funktionierrt Leninismus!

Meister 18.01.2008, 18.32| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Berlin tut was für die Intensivtäter

Wenn man sich fragt, was denn mit Jugendgewalt ist, und ob man strengere Gesetze braucht, dann schaut man sich am Besten die augenblickliche Praxis an: wenn es mal gut läuft, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichte gut zusammenarbeiten, um die Intensivtäter aus dem Verkehr zu ziehen, dann kommt die geliebte rot-rote Heldenregierung unter ihrem regierenden Frühstücksdirketor, vertreten in diesem Falle durch die Erzieherin der Nicht-Erziehbaren, und löst den leitenden Staatsanwalt ab. Warum? Weil er sich deutlich für Härte in der Sache positioniert hat, was Frau Justizsenatorin als Kritik an ihrem Kuschelkonzept gegenüber den Gewohnheitsverbrechern ansieht.
Es gilt die alte Regel: der Fisch stinkt vom Kopfe her. Es sind die schrecklichen Ideologen, die in der Justizpolitik genau wie in der Bildungspolitik jegliche vernünftige Praxis torpedieren.
Aber ist es denn nicht gut, wenn sie sich Gedanken machen und liberal sein wollen? Frage ist aber  gegenüber wem? Kann ein liberales Herangehen an Gewohnheitsverbrecher richtig sein?
Man wird lernen müssen zu differenzieren: Härte gegen die Schlimmen ohne Freiheitseinschränkung für Alle. Wäre vielleicht gar nicht so schwer, wenn man nicht in der heutigen Desinformationsgesellschaft alles platt und plakativ machen müßte.
Muß man wirklich? Ich glaube nicht . Ich denke, daß man in allen Bereichen mehr differenzieren muß: Ob das in der Schule ist, wo man mehr individuell fördern muß, heute aber alle immer mehr über den Leisten der Gleichheit geschlagen werden. Ob es im Kinderschutz ist, wo man statt Pflichtuntersuchung für Alle besser Konzentration auf die Problemfälle betreiben sollte.
Dezentralisierung , Autonomie und Differenzierung statt Einheitsstaat, Einheitspartei, Einheitsschule und Einheitsbrei.
 

Meister 18.01.2008, 13.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Ehre und Tugend

Oh Gott, wie altmodisch - könnte man kritisch anmerken, aber die Dinge erscheinen immer am Altmodischsten, unmittelbar bevor sie wieder in Mode kommen.
Es wird viel über Jugendgewalt geredet, auch viel Unsinn. Es wird auch viel über "Werte" geredet, wobei es auffällt, daß die Beiträge meist nicht über diesem Gemeinplatz hinaus gehen. Interessant wird es aber erst bei den Fragen : Welche Werte? und : Wie kommt man zu Werten?
Wenn bestimmte bösartige Jugendmoden wie z.B. "Happy slapping" ansieht, dann fällt vor allem die primitive Ehrlosigkeit der Täter und ihres Publikums auf. Wenn es als die Schändlichkeit angesehen würde, die es ist, dann würde sich doch niemand trauen, so etwas als Video herumzuzeigen.
Aber warum haben viele Jugendliche, beleibe nicht nur ausländische, eine derartige Ehrlosigkeit und einen derartig primitiven Charakter?
Die Antwort ist vielleicht einfacher als man denkt: die Jugend ist wie immer nichts weiter als der Spiegel der Erwachsenengesellschaft. Die Jugend rebelliert gegen die Erwachsenenwelt, aber sie reproduziert sie auch. Deswegen muß man die verlogene Ehrpussligkeit der etablierten Welt (ja, man darf auch mal wieder das Wort "Establishment" in den Mund nehmen), ihre Gier, ihre Roheit, ihre kulturelle Flachheit und geistige Orientierungslosigkeit als Quelle unerwünschten Jugendverhaltens identifizieren.
Was kann helfen? Es überrascht vielleicht nicht, welche Antwort ich darauf gebe: die Romantik! Denn dem romantischen Geist geht es um Freiheit, Liebe, Ehre und Tugend. Und zwar nicht nur als Aushängeschild, sondern als Lebensinhalte einer neuen Gesellschaft, eines neuen Bundes.
Und wer, wenn nicht die Jugend, könnte sich dafür begeistern!
Es klingt vielleicht im ersten Moment absurd oder hergeholt, aber in Wirklichkeit setzt der Romantiker auf den Freiheitswillen der Frauen und die Rebellion der Jugend, um die Brot-und-Spiele-Gesellschaft aus ihrem Untergangstaumel zu reissen.
Ich weiß nicht nur, daß es auch viele Jugendliche gibt, die um Welten besser sind ,als der Bodensatz, der in den Medien ausgewalzt wird, sondern ich glaube auch, an eine neue Jugendbewegung. Und die wird romantisch sein!
 

Meister 16.01.2008, 19.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Aufräumen und Grillen

DAs freundliche Winterwetter hat es glücklicherweise möglich gemacht, endlich mit den Aufräumungsarbeiten voran zu kommen, die nun mal sein müssen. Das Zurückschneiden und -sägen von Bäumen, Büschen und hohem Gras ist leider immer notwendig. Ich versuche das immer etwas hinaus zu schieben, weil es danach im Garten nicht mehr hersbstlich sondern kahl aussieht. Aber man darf auch nicht zu spät kommen, denn der Frühling wird kommen und wenn man zu weit die Winterarbeiten verschiebt, dann wird es eng.
Gleichzeitg ist es natürlich schön,wenn man bei den Arbeiten so nebenbei ein paar Würstchen grillen kann, gestern haben wir es soweit getrieben sogar draußen ein bißchen zu sitzen - ohne einen Heizpilz! Wenn man arbeitet wird einem sowieso warm.
 

Meister 13.01.2008, 10.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Erleichterung, oder Dummheit muß bestraft werden



Ja, es herrschen bei mir durchaus zwiespältige Gefühle nach dem erfolgreichen aber auch teuren Ende der Computerpanne. Die Daten waren zu retten, ich hatte es ja auch auf die alternative Art probiert, aber die Platte machte keinen Mucks mehr. Jetzt habe ich sie dank kroll ontrack wieder, ein Jahr Arbeit gerettet, und ich bin wahrhaft erleichtert, ich hätte sonst das Projekt wirklich aufgeben können, von den jetzt existierenden ca. 420 Seiten wären mehr als die Hälfte weg gewesen, genau habe ich noch nicht gezählt. Aber wenn man denkt, daß man nur die üblichen - mir natürlich bekannten - Sicherungen hätte durchführen müssen, ein Klick immer mal, mehr ist es doch nicht, dann könnte man sich doch wirklich irgendwo hin beißen, wo man nicht rankommt. Vielleicht hilft es ja für die Zukunft! Lernt man wirklich aus seinen Fehlern? Oder fällt man immer wieder in den gleichen Trott, wenn etwas längere Zeit gut gegangen ist? Manchmal habe ich Zweifel, aber vielleicht hilft da eine festgeklopfte Routine. Das werde ich mal einführen. Mit dem Service von ontrack war ich sehr zufrieden, aber es ist echt teuer, es kommt darauf an, was die Daten einem wert sind. Ich verschweige verschämt die Kosten, wenn es recht ist.

 

Meister 12.01.2008, 10.25| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Infektionstsunami und Reset

Ein komischer Titel, nicht wahr!
Aber es ist wirklich so, daß sich die Infektionswelle bei den Kindern im Laufe des Herbstes allmählich aufbaut wie ein Tsunami. Vor Weihnachten gibt es dann einen Höhepunkt. Und dann kommt WEihnachten als Reset, alle sind vielleicht 2 Wochen zuhause und werden wieder gesund. Jetzt nach Weihnachten sind alle viel gesünder, d.h. wenn die Kindergärten und SChulen wieder öffnen, gibt es viel weniger ansteckende Kandidaten also viel weniger Ansteckung. Dann baut es sich allmählich wieder auf und im Februar-März ist der nächste Höhepunkt zu erwarten. Sondereffekte wie Grippewellen sind natürlich immer noch extra zu sehen. LEider ist der nächste wirkliche Reset erst die Sommerferien, denn Ostern ist nicht lange genug um einen Infektionsreset zu ermöglichen.
Wenn der Frühling sehr schön und stabil ist wie 2003, kann es im April schon zu einer Besserung der Lage kommen, aber wenn nicht , kann es auch bis zum Sommerferienreset ein Infekjtionstsunamiproblem geben.
Fragen: Kann man nicht Ostern durch Verlängerung der allgemeinen Ruhe auch noch ein Reset bekommen? - Würde nur dann gehen, wenn man die folgende WOche und das Wochenende auch arbeitsfrei machen könnte.
Kann man nicht durch frühzeitiges Zuhause bleiben der frisch Erkrankten eine Verminderung der Ansteckung erreichen? - Das Problem liegt darin, daß die Kinder am vor allem am Anfang ansteckend sind, d.h. alle Maßnahmen, daß die Kinder Bescheinigungen bringen müssen, damit sie wieder kommen, sind völlig unsinnig. Ma müßte Unterbringungsmöglichkeiten finden, in denen die Kinder untergebracht werden, wenn sie gerade etwas ausbrüten. Das würde dann funktionieren, wenn die Kitas zusichern, daß die Kinder, die in die Infektionsbeobachtungsgruppe kommen bis abends auf jeden Fall da bleiben können, nicht frühzeitig nach Hause geschickt werden, denn die Eltern wären damit zu motivieren, ihr nur fraglich gesundes Kind nicht in die Kita zu schicken, wo es die anderen alle ansteckt, sondern in die Beobachtungsgruppe, wo sie nicht angerufen werden, daß sie es abholen sollen.
Nebenbei: es wäre sowieso gut, wenn leicht erkrankte Kinder auch in eine Tagesbetreuung könnten, das würde viele Eltern sehr entlasten und würde auch die krank-gesund-Frage in den Kitas entspannen.

Meister 10.01.2008, 21.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Nein, doch die Festpaltte hin!

Das mit dem Service hat Freitag noch gut geklappt, aber das Ergebnis war leider nicht nach Wunsch, die Festplatte ist hin. Jetzt läuft der Notebook wieder, aber  die Daten?  Nach ja, Depresionen begegnet man am Besten mit Aktivität und es hat ja bekanntlich alles auch seine gute Seite, auch wenn man die vor lauter XYZ nicht so recht sehen kann.
Es war also ein arbeitsreiches und auch erkenntnisreiches Wochenende, fehlt bloß noch das Happy End, daß die Daten wieder zu beschaffen sind. Ansonsten läuft jetzt alles wieder und ich habe auch endlich eine gründliche und hoffentlich auch durchdachte Reorganisation vorgenommen.
 

Meister 06.01.2008, 21.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Traumzeit - Alcheringa

In dem neuen Buch über das Northern Territory habe ich einen interessanten Beitrag zum Thema Traumzeit gefunden. Der Aboriginie-begriff >Alcheringa< bezeichnet den Schöpfungsmythos der Aborigines. Er wird heutzutage normalerweise mit Traumzeit übersetzt, aber es ist strittig, ob dieser Name dafür richtig ist, einige Völker lehnen ihn auch ab.
Ich denke eigentlich auch, daß man lieber >Alcheringa< sagen sollte, das transportiert wahrscheinlich besser, was gemeint ist, als ein Wort >Traumzeit<, was mehr auf  träumen als auf Schöpfung verweist.
Außerdem ist für mich Traumzeit nichts Vergangenes sondern der romantische Traum von der Zukunft, denn träumen bedeutet wünschen und hoffen, planen, ausmalen und gestalten.
 

Meister 03.01.2008, 20.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Zwischenbilanz Computerpanne

Nach telefonischer Diagnostik des Herstellers handelt es sich um einen Motherboarddefekt. Hoffen wir das es stimmt, nach 6 Jahren ist das ja durchaus möglich. Die Dell-hotline war übrigens sehr positiv, freundlich und kooperativ, muß ich wirklich sagen, wenn jetzt auch noch die Reparatur klappt, gibt es echte Pluspunkte.
Außerdem verspreche ich hoch und heilig in aller Netzöffentlichkeit, daß ich in Zukunft nie, nie, niemals wieder meine Pflichten gegenüber den Sicherungskopien vernachlässigen werde! Ich werde mindestens wöchentlich Backups machen und von allen elementar wichtigen Texten auch noch Papierkopien, und ich weiß auch, daß ich es nicht verdient habe, glimpflich davon zu kommen, da ich es hätte besser wissen müssen und auch alle Möglichkeiten dafür eingerichtet habe. Nur die leidige Faulheit! Und dann guckt man und stellt fest, wie schnell doch die Monate vergehen.
 

Meister 02.01.2008, 20.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Erste Computergroßpanne seit xp

das Jahr fängt ja gut an, könnte man denken, aber nein, es war noch der NAckenschlag ders alten JAhres. NAch eigentlich harmlosen Wartungsarbeiten erkennt das Notebook nicht mehr die Festplatte und auch nicht mehr das CD-ROM-Laufwerk, nichts zu machen, bootet nicht das unaussprechliche Objekt. Da stelle ich erstmal fest, daß es besser geworden ist, vor XP gab es öfters mal solche PAnnen, wo gar nichts mehr lief. ZUm anderen aber auch ziemlicher Horror, so ähnlich war das schon mal vor n Jahren und da war die FEstplatte so hin, daß alle DAten im Orcus verscholen blieben. Wass mir etwas Hoffnung macht ist, daß es vom Ablauf eigentlich so  aussieht, als  ob ein FEhler irgendwelche weichtigen Einträge gelöscht hat und daher der ÄRger. Aber jetzt wieder die Katzenjammerfrage, die alt sind die Backups? Lernt man denn nie dazu? Allzu groß können die Verluste nicht sein, aber ärgerlich ist es allemal. Ich habe vorsichtshalber noch nicht geguckt, welches Backup-Datum das jüngste ist
 

Meister 01.01.2008, 21.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Jahresende

So, Schluß für heute und guten Rutsch für Alle !
Auf ein neues schönes 2008 !
 

Meister 28.12.2007, 10.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Arm und Reich und Leistungsgerechtigkeit

Tagespiegel Aufmacher heute: Angeblich sagen 74 % der Deutschen, es gebe in diesem Land starke Spannungen zwischen arm und reich. Was für eine hübsche Medienfälschung.Sicher ist die Aussage nicht erlogen : sie ist herbei gelogen. Sie haben eine Kampagne inszeniert und freuen sich darüber wie viele Leute auf sie rein fallen, immer noch auf sie rein fallen. In Wirklichkeit geht es gar nicht um die Spannungen zwischen arm und reich, die sind künstlich produziert, es geht um die sinkenden Realeinkommen, die den Menschen Sorgen machen in Zusammenhang mit Angst vor Arbeitslosigkeit. Da man natürlich nicht sagen will: kämpft für eine höhere Bezahlung ( das sagt weder Becks regierende Truppe noch Gregors renitente Riege) macht man lieber eine Sozialneidkampagne los gegen die hohen Managergehälter, auch wenn man diese Hochkassierer ein ein paar Händen abzählen kann.
In Wirklichkeit geht es auf allen Ebenen eigentlich darum, ob man verdient was man verdient.
Wenn Lokführer oder Piloten oder Ärzte oder demnächst auch Lehrer fordern, daß sie für ihre Leistung leistungsgerecht bezahlt werden wollen, dann wird dagegen natürlich Front gemacht. Und die Frage der Leistungsgerechtigkeit ist eine der am meisten verschwiegenen.
Wo kamen wir denn hin....
Da darf Gregor tönen, in der "DDR" sei das alles viel besser gewesen.
Der Sozialneid ist in Deutschland eine der am Besten zu organisierenden Sachen, 74% : funktioniert doch gut, da muß Günter Jauchs Publikum sich schon sehr strecken.
Dabei ist diese Frage für unser Land wirklich von großer Wichtigkeit: wer die Leute nicht entsprechend bezahlt, die die Leistungen in einem Land bringen, wird dieses Land zu Grunde richten. Denn die Welt ist klein heutzutage, und die Leistungseliten gehen dorthin, wo sie die besten Bedingungen finden. Das ist nicht nur eine Frage der Zuwanderung, sondern immer mehr eine Frage der Abwanderung. Davon müßten Gregors Genossen in Ostdeutschland ein Lied singen können, denen läuft doch inzwischen jeder davon, der noch zwei Füsse und einen Kopf sein eigen nennt.

Meister 27.12.2007, 15.58| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Medien zu Weihnachten

Da gibt es gar nicht viel zu sagen. Die übliche Langeweile wird zu einem Kulminationspunkt getrieben, manchmal hat man den Eindruck, als sei die Unterhaltung wirklich am Ende, aber das gilt wahrscheinlich nur für Leute, die darüber hinaus sind.
Auch die Zeitungsweihnachtsausgabe sieht so aus, als habe man nicht so recht gewußt, was man reinschreiben soll. Gut, es mag schwer für Zeitungen sein, wenn nicht viel passiert, zum Glück gibt es nicht jede Weihnachten einen Tsunami. Zynisch gesprochen, war der Weihnachtstsunami für die Medien ja ein Riesenglücksfall: ein mitreißendes Ereignis, das auf ein zu Hause sitzendes Millionenpublikum trifft, gelangweilt und sensationsgierig und hilfsbereit. Da konnte man was zeigen, Gefühle provozieren und Mitleid organisieren und so weiter und so fort.
Vielleicht sollten die netsprechenden Medienfritzen sich zu Weihnachten mal ein virtuelles >Special< ausdenken, so etwas wie Orsons Wells Marsmenschenlandung damals und das zu Weihnachten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem virtuellen Vulkanausbruch auf der Weihnachtsinsel, der sich dann in der Folge als Betriebsunfall in den Werkstätten des Weihnachtsmanns entpuppt und damit langsam ins Lustige abgeleitet.

 

Meister 26.12.2007, 12.05| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Weihnachtswetter

Über das Wetter zum Fest können wir nicht meckern. Es ist zwar ziemlich kalt, ohne daß Schnee liegt, aber es ist sonniger als es vorher gesagt wurde.
In Australien dagegen bildet sich gerade eine schöne Monsunwetterlage, und der erste Cyclone ist auch in Vorbereitung. Bisher hatte es wenig geregnet, aber jetzt scheint die >wet< richtig los zu gehen.
 

Meister 26.12.2007, 10.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ruhige friedliche Weihnachten....

wünsche ich Euch allen. Was kann es schöneres geben, als ein Friedensweihnachten. Nicht überall in der Welt ist es so, täuschen wir uns nicht! Aber gerade deswegen sollten wir zum Einen dankbar sein, zum Anderen den Frieden ins unserem Herzen entwickeln und in die ganze Welt schicken. Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen, was für ein wunderbarer Wunsch. Frieden sei mit Euch,  mit Euch allen und alle Tage.
Denken wir global - nur ein Frieden für alle und überall ist wirklicher Frieden, aber er fängt in uns an und verbreitet sich erst dann über die ganze Welt.

Meister 25.12.2007, 16.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ruhige Tage -schöne Tage !

Ich finde es schön, wenn der Jahresabschluß in einer Reihe von ruhigen Tagen besteht. Keine Geschenkewut, keine Freßorgien, und auch nicht das flüssige Analog davon. Einfach das dunkle winterliche Ambiente dazu ausnützen, ein bißchen seine Ruhe zu haben, Leute zu treffen, die man liebt oder mag, ohne schlechtes Gewissen mal nur lesen oder in Haus und Garten rummachen. Draußen ist es leider zu kalt, ich hätte nichts gegen 1 Meter Schnee, aber ich stelle keine Ansprüche, so ist es auch schön.
Und die Pläne fürs neue Jahr. Am Besten nicht so an die große Glocke hängen, sondern so ganz innerlich planen, vornehmen, zusammenphantasieren und sich insgeheim auf schöne Zeiten freuen.
 

Meister 23.12.2007, 17.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wissenschaftlicher Atheismus??

Es klingt ja alles furchtbar wissenschaftlich und modern was sie sagen, die neuen Atheisten, aber ist es mehr als saurer Wein in brüchigen Schläuchen?
Atheismus hat es schon immer gegeben, das ist ja absolut nicht neu. Neu ist nur die Anmaßung , daß man den wissenschaftlichen Beweis für die Nichtexistenz Gottes habe.
Nun ist bloß die Nichtexistenz Gottes genauso unbeweisbar wie seine Existenz, da sie außerhalb unserer Erkenntnisebene liegt.
Ich habe ja einen ganz anderen Verdacht: sie wollen eine Kirche gründen, die Nichtexistenz Gottes ist ihre Offenbarung. Ihre Gebote schustern sie selber zusammen, den Mensch machen sie zum Maß aller Dinge, genau in dem Moment wo diese Aussage fragwürdig wird.
Was heißt denn heute eigentlich Humanismus?
Meine Meinung dazu ist: Mir ist Gott ohne Kirche lieber als eine Kirche ohne Gott.
Ehrlich gesagt, ich habe Angst vor einer derartigen Atheistenkirche: da sie keinen wirklichen Halt hat, könnte sie unter dem Mantel eines >Humanismus< auch einen neuen Wohlfahrstausschuß gründen oder eine neue "Umwertung aller Werte" vornehmen.

 

Meister 23.12.2007, 11.34| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen

Managergehälter begrenzen?

In der Frage der Managergehälter wollen uns die Desinformanten doch mal wieder auf den Arm nehmen. Zum einen sind doch die Firmen, die hohe Gehälter bezahlen längst so international, daß eine gesetzliche Begrenzung in Deutschland  überhaupt nichts bringen dürfte, zum Anderen ist die Höhe der Gehälter doch absolut nicht das Problem, sondern dort wo es ein Problem gibt liegt das daran, daß keine entsprechende Leistung für diese Bezahlung erbracht wird und daß diese Leute keine Verantwortung tragen. Wenn ein ganz normaler Unternehmer, z.B. der Chef von >Trigema< mit dem Werbeaffen schlecht arbeitet, dann ist seine Firma pleite, seine Leute liegen auf  der Straße und sein Vermögen ist hin (Dabei hat ein Unternehmer gegenüber einem Freiberufler noch den Vorteil, daß er nicht mit seinem privaten Vermögen haften muß). Wenn ein Manager  erfolglos oder gar fahrlässig arbeitet, dann gefährdet er schlimmstenfalls seinen Ruf, aber bekommt noch eine Abfindung.
Wenn man also etwas ändern wollte, dann müßte man die Manager mit Verantwortung und Haftung ausstatten und die Firmen mit anderen Investoren dazu. Daß das alles gerade in Deutschland niemand machen wird, ist leider offensichtlich.
 

Meister 23.12.2007, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Auseinanderfallen

Das Wort >Auseinanderfallen< geht mir schon länger durch den Kopf als Beschreibung für die Zustände in Deutschland. Jetzt wurde es vom "Spiegel" in einer Titelgeschichte geadelt, wobei es in dem Artikel nur um das Auseinanderfallen von Arm und Reich geht.
Das ist aber entschieden zu kurz gegriffen. Es fällt in diesem Lande weiter mehr auseinander.
Vor allem fallen zunehmend Anspruch und Wirklichkeit auseinander und das ist schlimmer als die arm-reich-Spaltung.
Ich werde dieses Thema weiter untersuchen. In Kürze mehr. Anregende oder kritische Beiträge willkommen!
 

Meister 22.12.2007, 11.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Grünkohltour nach Helgoland

"Grünkohltour, was ist denn das?" war mein erster Gedanke, als ich bei der besten Helgoland-Webcam über diese Ankündigung stolperte. Soll man im Dezember nach Helgoland fahren? Beim Nachdenken über diese Möglichkeit erschien sie mehr und mehr verlockend. Also gebucht, nicht teuer.
Angesichts des Abfahrttermins 10:30 scheint es aber besser, schon am Freitag nach Cuxhaven zu fahren. Das klappte auch gut, abgesehen davon, daß die Fahrzeit von Berlin bis Hamburg zwar 3 Stunden, aber im Verlauf bis Cuxhaven weitere 2 Stunden dauert. Cuxhaven ist immer noch so schön, wie ich es von früher in Erinnerung hatte, leider kein Fischereihafen mehr, aber die >Alte Liebe< bleibt, was sie heißt. Das Hotel "Stadt Cuxhaven" liegt schön in der Altstadt und ist zu empfehlen.
Am nächsten Morgen geht es mit der "Funny Girl" von der "Alten Liebe" nach Helgoland. Zur Grünkohltour gehört ein anständiges Frühstück an Bord, bei ruhigem Wetter wird es auch seinem natürlichen Weg anvertraut. Die Funny Girl ist zwar kein Hochgeschwindigkeitskatamaran, aber offenbar das seetüchtigste der Seebäderschiffe und sie legt ganz schön los, nach 2 1/2 Stunden, um 13 Uhr, sind wir in Helgoland.
Ich bin schon öfters dort gewesen, aber noch nie habe ich dort übernachtet. Das Hotel "Hilligenlei" liegt mit Blick auf die Düne und ist gemütlich, auch wenn die Betten etwas verbessert werden könnten.
Wir nutzen den Nachmittag für einen ruhigen Spaziergang über das Oberland bis zur "Langen Anna" und sitzen dann gemütlich im Café Krebs mit Blick auf die Düne. Abends gibt es auf dem Schiff das Grünkohlessen. Bekanntlich ist Grünkohl nicht jedermanns Sache, aber er wird hier sehr gut aufgetischt, macht mir Spaß, und ich koche, wie gesagt, selbst gern Grünkohl.
Eine Besonderheit der Nacht in Helgoland ist der Leuchtturmstrahl, der sich über uns dreht und weit übers Meer scheint. Auf dem Weg zum Hotel, aber auch die ganze Nacht schickt er den rotierenden breiten weißen Lichtstrahl übers Meer , man fühlt sich wie unter ihm beschützt. Jedesmal wenn ich nachts aufwache, sehe ich diesen Lichtstrahl und schlafe gleich wieder ein, so beruhigend ist es.
Am nächsten Morgen fahren wir nach einem sehr guten Frühstückbuffet zur Düne rüber. Man muß ein Weilchen laufen, aber die Kegelrobben mit ihren Babies sind es wert. Führer vom Verein Jordsand kümmern sich darum, daß die Robben nicht behelligt werden und die Touristen die nötigen Informationen bekommen, damit sie nichts falsch machen. Niemand will  Fehler machen, aber man ist unsicher, wo man lang gehen soll und wo nicht. Und allein liegende Robbenbabies provozieren falsche Hilfswilligkeit, ihre Mama ist einfach nur auf Fischfang, damit sie wieder was zu essen haben, genau genommen gestillt werden können. Über 30 Kegelrobben sind dort und sie fühlen sich in der Nähe der Menschen ganz wohl, solange diese zivilisiert genug sind, ihnen ihren Lebensdraum zu lassen.
Um 14:30 fährt die "Funny Girl" wieder ab und es war eine schöne Tour, die man nur weiter empfehlen kann. Weitere Termine gibt es ab Januar an fast allen Wochenenden.
Wir hatten Glück mit dem Wetter, aber bis ca Windstärlke 8 fährt das Schiff.

Meister 19.12.2007, 20.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Ein scheinbarer Widerspruch

An Religion glauben heißt Wille zur Unterwerfung -
Gott kennen heißt Freiheit und Licht

Meister 14.12.2007, 11.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Was tun?

Ich verschiebe  das Problem natürlich so lange wie möglich, aber ein Text will dann irgendwie auch veröffentlicht werden. Er setzt mich unter Druck, je länger er  wird. Aber was soll ich mit ihm machen? Ihn einfach ins Netz stellen, einfach so - lieblos! Ihn wie Torsten im Selbstverlag veröffentlichen? - hilflos. Ihn verschweigen - dümmlich, feige!  An irgendwelche Verlage herantreten? - angstbesetzt !

Noch ist Zeit, aber in 1-2 Jahren kommt der Moment, spätestens.

Ich hatte die Sache ursprünglich ganz für mich geplant, aber das wird dem was ich heute denke, und dem was ich heute schon geschrieben habe, nicht gerecht.

Meister 11.12.2007, 22.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Zerstörung des Gesundheitswesens-wozu?




Liebe unfreiwillige Patienten und solche die es lieber nicht werden wollen!

Heute habe ich schlechte Nachrichten für Sie, genau genommen rate ich allen, die schwache Nerven haben, nicht weiter zu lesen.

Nicht nur ich, eine ganze Reihe von Kollegen ganz genauso haben das Gefühl, daß versucht wird das deutsche Gesundheitswesen zu zerschlagen. Wieso? Zum x-ten Male wird ein neues Abrechnungssystem eingeführt , das zu nichts anderem gut ist als unnütze Arbeit zu machen und zu zermürben, Nebenergebnis: die Vergütung wird abgesenkt. Gleichzeitig werden die bürokratischen Nadelstiche immer mehr: alle Praxen sollen online vernetzt werden, auf eigene Kosten und eigenes Risiko versteht sich, der Bundestrojaner läßt genauso grüßen wie der Maxicrash durch Virusangriff, offen für Spionage auf die Krankendaten, spätestens dann wenn die Gesundheitskarte kommt, das zentrale SpionageVernetzungsmittel. Aber das ist noch lange nicht alles: ein Qualitätsmanagementsystem, vollkommen unnütz und von außen übergestülpt saugt die ärztliche Arbeitskraft ab, Regresse nehmen das letzte Geld weg, der Nachwuchs wird durch immer höhere Hürden von der Facharztwürde fern gehalten.

Nur warum? Man zermartert sich das Hirn, warum wollen Politiker und ihre willfährigen Bürokraten das Gesundheitssystem zerstören?

Wenn in einigen Jahren immer mehr Ärzte in Rente gehen, und fast jeder der über 50 ist, denkt darüber nach in Rente zu gehen, und fast alle die unter 30 sind, denken darüber nach ins Ausland zu gehen, dann wird die Arztdichte in Deutschland erschreckend abnehmen und die medizinische Versorgung auf ein Niveau absinken, das man in Mitteleuropa seit langem nicht gewohnt ist.

Nachdem ich vor kurzem mit einem >Eingeweihten< gesprochen habe (er hatte starke Magenschmerzen) weiß ich Bescheid. I know!

Das deutsche Gesundheitswesen ist zu gut, das ist der Kern des Puddings. Zu gut für diese Welt. In England machen sie es billiger, in Amerika sind zwar die Ärzte teurer, aber dafür kann sie sich auch keiner leisten und hat sich jemand mal gefragt, wie viel Krankheitskosten für eine chinesische Wanderarbeiterin anfallen, die einen iPod montiert (designed in California).

Um unsere Konkurrenzfähigkeit zu erhalten, müssen die Kosten runter.

Was heißt runter? - Mittelfristig um die Hälfte, schätze ich mal.

Unglücklicherweise sprechen 2 Trends dagegen: 1.die Lebenserwartung wird immer größer, also immer mehr Alte verbrauchen immer mehr Geld für medizinische Leistungen 2. Die Medizin kann immer mehr, also kostet immer mehr, beispielsweise 1 Mädchen  3x gegen Gebärmutterhalskrebs impfen ca 500€ (davon 480€ für den Impfstoff, 20€ für den Arzt).

Nur die Zerstörung des Gesundheitswesens kann unser Land retten, sagte der Eingeweihte, wenn nicht mehr so viel Angebot ist, muß sich die Nachfrage anpassen.

Die Regierung hat ja gar nichts gegen Ärzte, aber sie verursachen Kosten. Was die Ärzte verdienen, das sind nur Peanuts (gemäß der Ackermanndoktrin). Aber sie schreiben Medikamente auf, weisen ins Krankenhaus ein, verordnen diese Therapie, und wenns schlimm kommt noch jene. Da man nicht damit durchgekommen ist, die Ärzte zu sparenden Gesundbetern umzufunktionieren ist die einzige Rationalität: sie müssen weg! Wenn man keinen Arzt aufsuchen kann, können auch keine Kosten entstehen. Für die Beerdigung muß nicht die Krankenkasse aufkommen!

Die Regierung hat nichts gegen Ärzte, wenn sie gut sind werden sie schon im Ausland ihr Auskommen finden. Und wenn die pensionierten Ärzte es nicht lassen können, können sie ja in Armenambulanzen ohne Bezahlung und mit Spendenmedikamenten weiter arbeiten, hat auch niemand was dagegen.

Außerdem muß sich auch keiner, der genug Geld hat, Sorgen machen: für Leute die privat bezahlen gibt es weiter Ärzte und Krankenhäuser. Privatkassen natürlich nicht mehr, das wird aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit vom Staat eingeebnet.

Wie wird das aussehen? Nicht so schlimm, wie man denkt. Man stirbt ja nicht in aller Öffentlichkeit, im Gegenteil, ein Bett zum Sterben werden wir schon noch für jeden hinkriegen. Das Leben ist doch sowieso nicht unbegrenzt, ein paar Jahre weniger, ist doch nicht schlimm, im Alter nicht mehr sehen zu können, ist doch mehr oder weniger normal. Wenn die Organe nicht mehr mitmachen, dann ist eben Schluß, wir wollen doch keine unnatürlichen Lebensverlängerungen. Das Patiententestament sollte so abgefaßt sein, daß es die Einwilligung zum sozialverträglichen Tod immer hergibt: Es war der Wille des Patienten, daß keine weiteren teuren Maßnahmen ergriffen werden sollten...

Es wird Heulen und Zähneklappern geben, aber jedes Leiden ist mal vorbei.

Tod überall, aber wir müssen doch alle irgendwann sterben, da wollen wir uns doch nicht anstellen und uns zu wichtig nehmen. Wenn wir 60 Jahre Alkohol und Kohlehydrate in uns hinein geschaufelt haben, ist das doch wirklich genug.

Man muß ja auch daran denken, daß jeder, der unnütz weiter lebt, weiter CO2 in die Atmosphäre bläst, direkt oder indirekt.

Ich hörte neulich auf den Fluren des Bundesministeriums für >sagnwirliebernicht< folgenden Witz: >Interessierte Kreise jubeln jetzt wieder das DDR-Gesundheitswesen als hervorragend hoch. Warum? - Antwort: Irgendwie muß man die Leute doch wieder ans vorzeitige Sterben gewöhnen.<

Gregor Günstig soll heftig darüber gelacht haben.

Warum ist eigentlich die Gesundheitsministerin immer noch dieselbe, auch in der großen Koalition. Mein Informant sagt: weil sie eine Mission hat. Welche Mission, fragte ich ihn? Die Noske-Mission, war die Antwort. Welcher Noske, und was hat der denn für eine Mission gehabt? Sein Sinnspruch war: Einer muß der Bluthund sein!

Seien Sie mir nicht böse, lieber Leser, daß ich Ihnen heute den Hiob gemacht habe. Aber manchmal ist die Wahrheit kein Zuckerschlecken.

In diesem Sinne bleibe ich

Ihr ergebener

Robert F. Bloggma

Meister 09.12.2007, 19.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Muß Grünkohl fettig sein?

Es gibt Leute, die meinen, der Grünkohl müsse glänzen vom Fett, am Besten vom Gänseschmalz. Hat natürlich den Nachteil, daß es dann schwer verdaulich und kalorienbombenartig ist.
Ich liebe den Grünkohl ohne Fett, genau genommen nur mit dem Fett von den Knackern, die ich als Fleischeinlage bevorzuge, das ist schon fett genug.
Aber damit es schmeckt muß anständig breit gewürzt werden, gestern kamen neben Grünkohl und Knackern zum Einsatz: Zwiebeln und Knoblauch, Rosmarin, Basilikum, Pfeffer, Chilies, Muskat, ein Löffel Koriander und eine Dose Kosmilch. Dabei darf natürlich nichts vorschmecken sondern es muß ein poly-würziger Geschmackseindruck entstehen. Salz braucht man zunächst nicht zufügen, kann man zur Korrektur zum Schluß noch machen, falls mit der Würzung und dem Salz aus den Knackern  noch nicht genügend drin ist.
Gestern hat es gut geklappt und ist leider schon alle.

Meister 09.12.2007, 11.38| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Zahnarzt

Immer ein gutes Gefühl: Zahnarzt geschaftt, ohne Bohren, ohne Schäden!
Normalerweise bin ich da sehr pingelig und  gehe sehr regelmäßig, weil ich Angst davor habe, es verloddern zu lassen.
Aber mein Zahnarzt war schwer krank, und ich war vor 2 Jahren zuletzt dort. Ich hatte sogar ein bißchen Angst, hören zu müssen, daß er weiterhin nicht da sei, das wäre fatal gewesen, denn ich mag ihn.
Also  gestern optimales  Ergebnis: er ist wieder hergestellt und meine Zähne sind ok.

Meister 08.12.2007, 15.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Der Buchhändler empfiehlt:

Ich habe mir wirklich die Freude gegönnt, das Buch von Torsten Preuß dem Buchhändler zu schenken, obwohl der schon Bücher besitzt. Ich glaube, er wird es lesen!
Aber auch einen tollen Tipp von ihm als Weihnachtsgeschenk: "Weltaltlas der Ozeane".
Gar nicht so teuer und wirklich toll, wenn man mit Ozeanen was am Hut hat.
Die Karten und Reliefzeichnungen der Ozeane sind begeisternd. Und es handelt sich wirklich um einen Weltatlas, alle Details von überall.

 

Meister 08.12.2007, 11.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Wer Mais tankt, schafft Hunger

Gestern ein Artikel von Oliver Müller von Caritas international im Tagesspiegel.
Zusammen fassung : Die auf Agrarflächen gewonnenen Biokraftstoffe vergrößern den Hunger in der Welt, weil die zahlungskräftigen Autofahrer die armen Hungerleider zu Boden konkurrieren. Deshalb muß die individuelle Mobilität runter und das globale Dorf wieder auf lokal gesund schrumpfen.
Was er schreibt, ist vom Ausgangspunkt völlig richtig, von den Schlüssen gefährlicher Unsinn.
Die Biokraftstoffe sind in der Tat in großen Teilen wirtschaftlich, ökologisch und menschlich betrachtet schädlich. Da muß man sehr kritisch hinsehen und darf sich nicht alles unterjubeln lassen. Dazu kommt noch, daß jede Verbrennung CO2 erzeugt, es also auch Augenwischerei ist zu behaupten, Holz, Stroh u.ä. verbrennen sei besser als fossile Brennstoffe.
Aber der Schluß, die Menschen sollten ihre Mobilität einschränken, sich auf ihren Kirchturm zurück ziehen, "näher zu den Wurzeln" umschreibt er das euphemistisch, ist falsch. Das Predigen von Verzicht und Beschränkung, das jetzt wieder aus der Gutmenschenecke erschallt, ist in erster Linie unrealistisch. In einer Situation, in der die sogenannte Dritte Welt mit gutem Grund aufdreht, um selbst einen Schluck aus der Pulle zu nehmen, würde die Zwangseinschränkung in der ersten Welt heftige Aggressionen herbei führen, so moralisch die Argumente auch sein mögen. Diese Aggression kann man als Fahrer eines 3-Literwagens schon heute im Ansatz erleben, dabei hat man ihnen doch wirklich nichts getan,außer ihnen spritpreisdämpfend unter die Arme zu greifen.
Es würde auch deshalb nicht helfen, weil die Effekte in der Dritten Welt mit ihren Menschenmassen jeden Sparerfolg zu Schanden machen.
Nicht die Beschränkung macht den SInn, sondern der Sinn macht die Beschränkung.
Wir müssen an einem neuen sinnvollen Leben arbeiten, das mehr ist als Konsum und Gier. Indem wir diesen Sinn finden (welch wunderbare romantische Aufgabe!) werden wir auch weltweit weniger Schaden verursachen.
 Mobilität einschränken ist falsch. Wie kann eine zunehmende weltweite Mobilität jenseits des Verbrennungsmotors gewährleistet werden? Das ist die Frage.
Globales Denken ist nicht mit dem Finger auf der Landkarte möglich, nur in den Medien noch unmöglicher. Die weltweite Mobilität sollte nicht abnehmen sondern zunehmen, so daß wir das globale Dorf für alle bekommen. Denn Mobilität und Kennen des ganzen Globus und der Menschen überall führt zu globalem Denken, globalem Verantworttungsgefühl und globaler gemeinsamer Bewegung zu einer höheren Zivilisation.
Und es gibt sicher Möglichkeiten jenseits der doch immer noch sehr primitiven Verbrennungstechnik. Wenn die Existenz einer übergroßen Zahl der Menschen einen Vorteil hat, dann den, daß die größere Menschheit schneller auf gute Ideen kommt. Setzen wir sie also frei.

 

Meister 07.12.2007, 18.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Ein Sonntag in "DDA"





Offene Bühne: Sydney. Ein sommerhausartiges Ambiente mit Blick auf Strand, Opernhaus und Harbour Bridge im Hintergrund des Bühnenbildes aufgemalt.

Web Master kommt von links über die Bühne geschlendert, er ist im farbenfrohen Freizeitlook mit langen Shorts und Abo-T-shirt bekleidet.

W.M: Sehr verehrtes Publikum! Unser heutiges Stück spielt in einem Australien in einer virtuellen Zeit des 20.Jahrhunderts. Durch einen geschickten Tausch hat das DDR-Regime das Territorium mit den Australiern getauscht, sie waren damals beide etwas 16 Millionen, das ließ sich machen, auch wenn es etwas umständlich war. So ist jetzt das >Deutsche demokratische Australien< entstanden, das DDA, dessen Bewohner sich der gleichen demokratischen Errungenschaften erfreuen dürfen wie die früheren DDR-Bewohner. Aber sehen sie selbst. Geht zur Seite ab.

Zwei Liegestühle werden rechts auf die Bühne gestellt, es erscheinen Erik Hornimacker, der Staatsratsvorsitzende mit nettem Hütchen, und seine Frau Magottogott im dezenten unmodernen Kostüm. Sie setzen sich in die Liegestühle und prosten sich mit Rotwein zu. Von hinten erscheint von der Strandseite Erwin Miefke, der Sicherheitschef in Generalsuniform mit kurzen Hosen. Er hat einen Eimer in der Hand und ist sichtlich gut gelaunt.

E.H.: Und? Hatten sie Hunger deine Haie?

E.Mief.: Die hatten einen Mordskohldampf, haben mir fast aus der Hand gefressen, fast den Arm abgefressen. Ist lange keiner mehr getürmt hier, an unserer Staatsgrenze Ozean süd-ost. Die Mägen sind leer.

E.H.: Aber surfen können wir nicht!

E.Mief.: Man kann nicht alles haben. Der internationale Klassenkrampf verschärft sich. Wir müssen wachsam sein! Surfen ist bürgerliches Laster!

Mag.: Für Dich ist doch alles bürgerliches Laster, was Du nicht kannst, hab ich Recht? Warum soll unsere Jugend nicht surfen? Ist verdammt weit nach Neuseeland, außerdem ist es dort kälter als hier und die roten Maoris würden jeden zurück schicken, die sind besser als Gomulcka und Jaruselski zusammen.

E.H.: Außerdem steht unsere Jugend loyal zu DDA, hat einen klaren Klassenstandpunkt. Da kommt ja gerade der beliebte Jugendführer Egon Kratz.

Auftritt Egon Kratz, kurze Hose, Holzgewehr, eine Bananenstaude über der Schulter.

E.Kratz.: Freundschaft und fette Beute, mein Vorsitzender Hornimacker! By the way: im re-branding Deines Namens hättest Du auch etwas sorgfältiger sein können.

E.H.: Quatsch Egon! Aber sag, was liegt heute an?

E.Kratz.: Großes nationales Jugendtreffen, Fahnenappell, Bananenbuffet und Bumerangwerfen.

Mag.: Daß es hier so schöne Bananen gibt, die Jugend von heute hat es wirklich gut. Und das Bumerangwerfen, Egon, bestechende Pädagogik: wer abhaut, muß auch wieder kommen. Wie bist Du darauf bloß gekommen?

E.Kratz: Meine Genialität, ganz einfach. Wo stecken sie denn, meine jungen Freunde?

Geht suchend zur Seite ab.

E.H.: Seitdem er diese neue deutsche Jugend gefunden hat, ist er so viel fröhlicher und gelassener geworden. Ein richtiger Freund und Führer der Jugend.

E.Mief.: Und die parieren!

Eine Horde kleiner Kängurus mit blauen Halstüchern kommt im Hintergrund von der Seite auf die Bühne gehüpft. Sie stellen sich in Reih und Glied auf. Egon kommt, schreitet die Front ab, verteilt Bananen an alle, ordnet die Halstücher. Zwei Kängurus schieben einen vielleicht 2 Meter hohen Fahnenmast herein, daran prangt die Fahne, die zwei gekreuzte Bananen im Ährenkranz zeigt. Sie salutieren vor der Fahne, dann wirft Egon den Bumerang zur linken Seite und die ganze Meute rennt johlend hinterher und geht ab.

E.Mief.: Hat er es schon jemals geschafft, daß der Bumerang zurück kommt?

Mag.: Das muß man können. Kann Egon denn etwas?

E.H.: Was liegt denn heute noch an?

E.Mief.: Erstmal die Frage des Mauerbaus, dann noch Bericht von der Nordgrenze.

Mag: Immer wieder diese blöde Mauergeschichte. Ich weiß ja, daß Dir das alles zu weiträumig ist hier. Aber wozu brauchen wir eine Mauer?

E.Mief.: Die Fans von Dynamo Melbourne stürmen immer ungebremst in unser Stadion der falschen Freundschaft und dann kann der BFC nicht gewinnen. Wir machen jetzt eine kleine Mauer drumerum, dann können wir ja ein paar Fans rein lassen, wenn es 4:0 steht.

E.H.: Du und Dein blöder BFC. Was heißt den BFC heute eigentlich? Hieß früher doch auch Dynamo.

E.Mief.: Bondybeach Fußball Club, was sonst? Wegen denen in Melbourne hab ich das >Dynamo< weggelassen.

Mag.: Also ich habe keine gute Erinnerung an diese Mauersache, das hat doch nur Ärger gemacht. Brauchen wir doch hier gar nicht.

E.Mief.: War aber doch so gemütlich!

Auftritt Major und Oberst in eleganten Stasiuniformen, der eine hat zwei kräftige Krokodile an der Leine, die sich sofort für Miefkes Futtereimer interessieren, diesen nach hinten weg schleppen, nachdem sie von der Leine gelassen wurden.

E.Mief.: Grüßt Euch Genossen, bringt ihr die Berichte von der Nordgrenze?

Major: Jawoll, Genosse General, die Grenztruppen der Nordgrenze lassen sie grüssen. Erfüllt von ihrem proletarischen Klassenauftrag halten sie Tag und Nacht Wache gegen den heimtückischen Feind des Friedens. Unermüdlich stehen wir dort auf Wacht, niemals werden wir sie herüber lassen, wir verteidigen unsere Bananen bis zum letzten Blutstropfen.

Oberst: Der Bericht lautet: Haben keinen Einzigen rein gelassen!

E.Mief.: Und wie viele habt Ihr raus gelassen?

Major: Da waren... es sind... die Umstände... und die Witterung.

E.Mief.: Also doch! Wie viele?

Oberst: 2 sind geflitzt. Nach New Guinea.

E.Mief.: Zu den verdammten bloody kannibalistischen Kapitalisten ?! Das darf nicht wahr sein. Wozu füttere ich Euch Versager durch, wo meine Haie solchen Hunger leiden? Ihr unnützen Ultras, ihr trantütigen Doppelagenten. Ihr saudummen Saboteure! Wo waren denn Eure Krokodile, Eure Haifische, Eure Killerqualen. Ihr könnt in der Strafkolonie über Eure Missetaten nachdenken.

E.H.: Wir haben doch gar keine Strafkolonie, oder?

E.Mief.: Ab sofort haben wir eine! Macquarie-Island! Liegt kurz vor dem Südpol.

Mag.: Ich laß Euch dann mal alleine, muß kurz mal weg. Hab noch eine staatstragende Verabredung.

Abgang Magottogott.

E.H.: Möchte zu gerne wissen, was sie treibt?

E.Mief.: Frag mich! Sie hat ein Treffen mit diesem Bierfaß, diesem Leierheini.

E.H.: Was, mit dem? Ich dachte, den hätten wir zum Abschied an den Weidendammer Adler genagelt.

E.Mief.: Nein, der züchtet hier Giftspinnen und Schlangen.

E.H.: Kann der nicht mit nach dieser Insel?

E.Mief.: Nein, den verkauf ich an die Kannibalen.

Vorhang

Web Master kommt von links, Reichitzky von rechts, sie treffen sich in der Mitte.

Reichitzky: Und das wollen Sie mir als Aufklärungstheater über die DDR verkaufen? Da fehlt die nötige Ernsthaftigkeit! Man könnte denken, mit Bananen und Haifischen wäre alles besser gelaufen. Humbug! Vorhang zu und lassen Sie das Fenster offen.

W.M.: Ich fands lustig. Ernste Aufklärung ist auch nicht Jedermanns Sache.

Reichitzky: Genau, warum führen Sie nicht den Jedermann auf, den kennt wenigstens Jedermann und selbst wenn Sie ihn verhunzen, können Sie nichts anrichten.

Meister 05.12.2007, 20.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Victor Hugo: Die Elenden

Dieses Buch hat mich ganz schön lange aufgehalten, man könnte aber auch sagen gefesselt. Es ist mit 1600 Seiten ziemlich lang, keine Frage, aber es stellt auch eine Welt dar, in der man leben kann. Ursprünglich wurde es mir von Ayn Rand empfohlen, doch der eigentliche Anlaß, es zu lesen, war das Musical, das wir im Sommer in Bad Hersfeld gesehen hatten.  Das Musical ist wirklich eine gute Umsetzung des Romans, besser als ich vermutet hatte. Es transportiert das,was Victor Hugo sagen will sehr gut und hat eine tolle Musik.
Das Buch ist deswegen so lang, weil V.H. teilweise sehr ausgeprägte Exkurse in die verschiedensten Richtungen unternimmt, beispielsweise ist man nach diesem Buch besser über Waterloo und über die Pariser Kanalisation informiert, als man sich jemals erträumt hat. Also wirklich lesenswert, wenngleich ich noch darüber nachdenken muß, ob ich Ayn Rand wirklich zustimme, was die Hauptfigur anbelangt: ich finde Jean Valjean teilweise nicht psychologisch verständlich, vielleicht liegt es am historischen Abstand?

Meister 02.12.2007, 17.23| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Pisa-Test:

wenn dieser verdammte Turm doch endlich umfallen würde !

Meister 02.12.2007, 15.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Gemütlicher Adventssonntag

Zum Glück sind die beiden dunklen Sonntage vorbei. Die Adventssonntage sind zu Hause so gemütlich, und heute ist der Erste. Man wuselt schön zu Hause rum, schmückt ein bißchen, kocht was Hübsches - ein Curry ist in Arbeit - und genießt die ruhige Freude des Advent.
Manchmal sieht es so aus, als sei die Welt voller Probleme. Stimmt ja auch. Aber das ganze Leben ist das nicht.
Man kann die Probleme auch mal beiseite stellen, das sollte man sogar machen. Der Romantiker kann das Leben geniessen, kann sich eine schöne Zukunft erträumen, eine gemütliche Gegenwart erleben. Das darf man, soll man, macht man einfach.
Das heißt nicht leugnen von Problemen, Leid und Schwierigkeiten, sondern nur daß wir trotzdem leben.

Meister 02.12.2007, 12.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heute mal eine Kritik zur Leserbriefseite

Leserbriefe im Tagesspiegel sind ja eine interessante Sache, aber ich schreibe keine mehr, weil ich mich jedesmal von den Redakteuren manipuliert fühlte. Leider bekomme ich oft den Eindruck, daß oft die Leserbriefauswahl nichts weiter ist als der Versuch des Redakteurs seine eigene Meinung zu lancieren, dekoriert mit ein bißchen Gegenmeinung.
In letzter Zeit geht es aber häufig, und das ist richtig und gut, um Kinder, Schule und Jugend. Themen die noch viel breiter diskutiert werden müßten, denn die veröffentlichte Meinung liegt da doch oft ziemlich schief oder daneben.
Heute wird ein aufrüttelnder Leserbrief von einem Jugendamtsmitarbeiter im Wedding veröffentlicht, der wirklich Beachtung verdient, weil er nicht der erster Hilferuf aus dieser Gegend ist und weil es nicht die einzige Gegend ist, die sozial den Bach runter geht. Es ist eben Unsinn die Unterschichten nur zu alimentieren und ansonsten immer weiter verkommen zu lassen. Es ist falsch die Probleme mit Ausländern (und es handelt sich hier um Ausländer !) unter den Teppich zu kehren, weil man Angst davor hat, etwas politisch Inkorrektes zu sagen.
Die Politkorrektis meinen, wenn man Probleme mit Ausländern diskutiert, würde man den Rechten Vorschub leisten. Ich halte das für falsch. Im Gegenteil, wenn man die Probleme immer weiter wachsen läßt, führt das zu einer Stärkung von Nationalismus und Haß. Alle müssen sich an die Gesetze dieses Landes halten, rechtsfreie Räume darf man nicht zulassen.
Und man muß den Familien und den Jugendlichen konkrete Hilfen geben. Was in diesem Leserbrief angesprochen wird ist auch für mich eine ständige Quelle des Ärgers: es gibt reichlich Gesetze für Kinder- und Jugenhilfe, aber wenn die HIlfen eingefordert werden, sind sie wegen angeblichem Geldmangel einfach nicht da. Der Staat bricht also seine eigenen Gesetze! Ich brauche wohl nicht auszusprechen, was das für die Leute bedeutet, die selbst Probleme damit haben, sich an Gesetze und Regeln zu halten.
In einer weiteren Leserbriefserie auf der Seite geht es darum, daß Schule nicht alles reparieren kann. Schon richtig, aber wenn die Schule mehr Chancen zum Reparieren bekäme, wäre das trotzdem gut. Leider haben sich in diesem Bereich finstere Ideologen eingenistet, denen es mehr darum geht die ideologischen Konzepte von vorgestern wie die DDR-Einheitschule zu rehabilitieren als Verbesserungen zu schaffen. Und der Pisa-Wahnsinn führt dazu, daß in den Schulen geknüppelt wird, um bessere Pisa-Ränge zu erreichen, die dann wie Sondermeldungen mit trara verkündet werden. Aber die Ausstattung der Schulen mit Personal und Sachmitteln wird vernachlässigt: es darf einfach alles nichts kosten! Dabei ist das ein Riesenfehler. Schule und Ausbildung muß mehr kosten, so brutal das in manchen Ohren auch klingen mag. Wenn es richtig ist, daß Lokführer mehr Geld bekommen, dann ist es bestimmt noch richtiger, daß Lehrer mehr Geld bekommen und nicht nur mehr Geld: mehr Zeit, mehr Hilfe und Unterstützung, denn die Aufgaben der Schule gehen immer mehr über den Lehrstoff hinaus.
Noch ein Punkt auf der Leserbriefseite: überforderte Eltern und der Tod von Lea-Sophie: immer wieder das Geschrei, es müßte mehr Kontrolle und Pflichtuntersuchungen durchgeführt werden, am Besten die Eltern enteignen und die Kinder unter Staatskontrolle stellen. Richtig ist doch, daß gerade die staatliche Subventionierung des Kinderkriegens die Probleme schafft. Wenn es heißt, daß immer mehr Kinder in Armut leben und dafür noch mehr Alimentation gefordert wird, dann muß man sehen was dahinter steckt: es werden (oft wegen der staatlichen Subventionen) immer mehr Kinder in problematische soziale Verhältnisse geboren, also Armut wird geschaffen. Andere soziale Kreise haben wenig Kinder (interessante Frage, warum?), die Politiker tun alles die Geburtenzahl zu erhöhen, dann kommen die Krokodilstränen über die Kinder in Armut. Dann kommen die wohlfeilen Vorschläge, die Kinder am Besten zu verstaatlichen.
Paßt das alles nun zusammen oder nicht?
Ja, Lösungen sind möglich! Sie kosten Geld, aber das darf nicht zur Verschärfung des Elends ausgegeben werden. Es ist falsch die Problemgruppen zu subventionieren, man muß ihnen helfen, vor allem helfen, sich selbst zu helfen.
Was heißt das? Geld nur für die, die arbeiten. Und Arbeit im sozialen Zusammenhang für alle, die Geld wollen. Es ist zuzumuten, daß jeder Empfänger von Sozialunterstützung morgens um 7 (okay, sagen wir 8 Uhr) zur Arbeit in seiner lokalen Beschäftigungsgesellschaft aufläuft. Zu tun gibt es genug, auch Weiterbildung und soziale Betreuung ist sinnvolle Arbeit.
Den Familien muß konkret geholfen werden, nicht mit Geld sondern mit Zuwendung und Helfern.
Die existierenden Familien-, Kinder- und Jugendhilfen müssen wirklich durchgeführt, d.h. auch bezahlt werden.
Deutschstämmige und nicht deutschstämmige Inländer müssen versuchen, alle Ausländer, die dies wünschen, zu Inländern zu machen und denen die Ausländer bleiben wollen eine regelkonforme Ausländerexistenz aufzunötigen.
Zusammenfassend gesagt, wir brauchen mehr Gemeinsinn und das Geld ihn zu verwirklichen. Und es gibt eigentlich keine Alternative dazu, denn eine weitere Verloddderung unseres Gemeinwesens würde uns alle sehr teuer zu stehen kommen.
Aber ich mußte auch schon folgenden Einwand hören: wenn man derartige Veränderungen durchführen würde, dann würde die Masse der Alimentationsempfänger denjenigen abwählen, weil sie ja diejenigen wählen, die >Brot und Spiele< versprechen.
Es käme auf den Versuch an. Wenn das stimmt daß diese Gruppe in Deutschland bestimmt, dann >Gute Nacht<.
Denken wir mal wieder global: man kann ja auch noch auswandern.
 

Meister 02.12.2007, 10.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Mario Barths Leitkultur

Mario Barth wird im Moment in allen Medien wegen seines Publikumserfolgs sehr hochgejubelt. Keine Frage, daß er Erfolg hat, aber womit?
Die Titel seiner Shows >Männer sind Schweine, Frauen aber auch< oder >Männer sind primitiv, aber glücklich< sagen schon alles. Schlüsselworte: schweinisch,primitiv, glücklich.
Ein Versuch die Sendung mal anzusehen mußte wegen Übelkeit abgebrochen werden, aber was mich daran eigentlich stört fiel mir erst auf, als ich die neue Werbekampagne eines Mediengroßmarktes damit in Verbindung brachte: dort steht neuerdings der Primitivkonsument auch im Mittelpunkt der Werbeaussage.
Stören tut mich nicht allein daß es bei M.B. primitv zugeht und Schweinereien ausgebreitet werden, das ist ja auch nicht neu. Vor allem stört mich, daß das Primitive als selbstbewußte Lebensauffassung propagiert wird.
Da haben wir sie also die wirkliche deutsche Leitkultur: wir sind zwar primitv und schweinisch, aber trotzdem froh und glücklich, wir sind zwar asi aber das ist gut so.
Wer das Wort Asi (oder doch Assi? Über die Schreibweise dieses aus der DDR übernommenen Wortes streiten noch die Schriftgelehrten) noch nicht gehört haben sollte: es bezeichnete im DDR-Slang einen Asozialen. Heute hat es sich in der Hauptstadt der Asi-Bewegung als weitverbreite Titulierung der >Brot-und-Spiele-Bevölkerungsgruppe< und ihres tiefkulturellen Lebensansatzes eingebürgert. Der Begriff ist grammatikalisch eine Allzweckwaffe: >der Asi<, >die Asis< >asiartig< ,>asi sein<.
Dementsprechend wird das neue Schlagwort wahrscheinlich >oberasigeil< heißen. Paßt doch! Sind alle wahnsinnig stolz auf die neuen kulturellen Errungenschaften.
Armes Deutschland.
Aber wir wollten doch sowieso zum globalen Denken übergehen. Vielleicht kommen wir ja auf diesem Umweg zurück zu der Frage, ob die deutsche Kultur nicht doch etwas Positiveres in der Welt beitragen könnte.
 

Meister 01.12.2007, 10.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Die Erde hat Fieber

....ist der Titel der sehr interessanten Beilage zu >Bild der Wissenhaft< in diesem Monat.
Aber was ist >Fieber< ? Genau genommen handelt es sich bei Fieber um eine Abwehrreaktion. Vielleicht ist es wirklich so: die Erde wehrt sich gegen die Übervölkerung. Wenn das stimmt, und ich halte es nicht für ausgeschlossen, dann haben wir noch Einiges zu erwarten. Dann werden diese schwachen Deiche, die jetzt von Politikern errrichtet werden um einen guten Eindruck zu machen, in der Natur nicht mal ansatzweise etwas erreichen.
Dann muß man vielmehr damit rechnen, daß die Abwehrreaktionen auch in anderen Bereichen auftauchen. Und daß es nicht aufhören wird, bis dieser Überschuß beseitigt ist.
Man hält es für unabänderlich, daß die Zahl der Menschen steigt. Man hält es sogar für wünschenwert die Geburtenzahl zu steigern, wenn man Politiker in einem entwickelten Land ist, in dem die Geburtenrate zurück geht.
Warum ist es so unpopulär, einen weltweiten Geburtenrückgang zu propagieren und die Befreiung der Frau als die Voraussetzung dafür? Dabei ist das doch die einzige humane Möglichkeit die Weltbevölkerung zu reduzieren.
Nur wegen der Rente? Lächerlich.
Ich befürchte, die Antwort muß man in der Machtfrage suchen: nur wenn ich genügend Untertanen habe, kann ich in der Welt eine große Nummer sein. Wenn die anderen mehr werden, bin ich abgemeldet. Und wenn es zur großen Auseinandersetzung um die schwindenden Ressourcen kommt, dann geht es wieder um die alte Frage, wieviele Gewehre ich kommandiere, auch wenn es sich umständehalber nur noch um Pfeil und Bogen handeln sollte.
Das 21. Jahrhundert birgt viele Gefahren, aber Geburtenrückgang ist keine davon.
Wenn man also die Entfieberung erreichen will, muß man die Krankheit heilen, nicht die Symptome kurieren.
 

Meister 27.11.2007, 21.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Wie lange noch?

Also daß Ost 68 kommt ist für mich mehr als sicher. Die Frage >warum?<. können wir demnächst auch diskutieren, die Frage >wie?< ist natürlich die eigentliche Frage, heute aber behandele ich die Frage >wann?<.
Dazu werde ich mal Eure mathematischen Fähigkeiten auf die Probe stellen, keine Sorge, es ist keine höhere Mathematik, ich würde sagen, es ist Mittelstufenstoff. Gleichungen mit mehreren Unbekannten.
Nun die Aufgabe: 1945 + x = 1968
                                 1989 + x = y
                                 2007 + Z = y
Dabei bezeichnet Z die Anzahl der Jahre, die wir noch warten müssen.
Ob das Problem mit einfachen Gleichungen zu lösen ist, ist allerdings eine offene Frage.
Vielleicht stellt sich die mittlere Gleichung  auch so dar:
                               1989 + x +µ   =  y

Dabei stellt µ die romantisch-futuristische Unschärfekonstante dar.

Mathematik ist doch gar nicht so schwer.
Unser alter Mathelehrer pflegte zu sagen: "Mathematik ist nur probieren!" Ich habe das nie vergessen. Ich weiß natürlich nicht , ob ihm da jeder Mathematiker Recht geben würde, aber mir hat es immer geholfen


 

Meister 26.11.2007, 16.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Rapper und Rechtsrocker

Da hat so ein Rap-Fritze, dem seine Popularität wohl zu Kopfe gestiegen ist, sich ziemlich im Ton vergriffen, wurde angegriffen und fühlt sich jetzt verfolgt, der arme Junge.
Andere Oberraper präsentieren auch bewußt oder unbewußt gern als der Abschaum , den sie ansprechen
wollen.
Gut, der Ton der Jugend ist immer Protest, und Protest ist immer gerechtfertigt. Und ich gehöre auch nicht gerade zu den Verfechtern der unbedingten politischen correctness, man darf alles in Frage stellen.
Aber es gibt ein Wörterbuch des Unmenschen, und daraus sollte man sich nicht bedienen. Sonst ist man selbst nicht besser als diese unsäglichen Rechtsrocker, die dieses Wörterbuch zu ihrer Bibel machen
 

Meister 25.11.2007, 17.44| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Bestimmung Salatschüssel

Bevor es jetzt richtig kalt wurde, habe ich die letzten Salatköpfe doch noch ihrer besten Bestimmung zugeführt,  und es war nochmal köstlich. Hat natürlich eine Menge Arbeit gemacht, das Waschen vor allem, denn dieser Salat kommt ja nicht aus dem Supermarktregal, d.h. da sind eine Menge Stellen, die nicht mehr so ganz frisch sind und weggezupft werden müssen.  Aber so gut wie in diesem Jahr ist die Sache mit dem Salat auch noch nie gelaufen.

Meister 25.11.2007, 17.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Zu viel des Guten

Da hab ich neulich den Zufallsspruch irgendwo gelesen, der sinngemäß sagt: wer das liebt, was er tut, braucht nie mehr arbeiten.
Klingt gut, aber die Praxis sagt, es stimmt nicht.
Ich liebe sehr, was ich tue, auch wenn ich dafür zu schlecht bezahlt werde und Undank der Welten Lohn ist, ich liebe es und versuche es so gut wie möglich in jedem EInzelfall hinzukriegen.
Aber es gibt um diese Jahreszeit Tage und Wochen, da ist es einfach zu viel. Auch wenn man das total gern macht, was man tut, irgendwann ist es genug unf was danach kommt ist mindestens harte Arbeit, kann bei Fortsetzung auch noch eine andere -schlimmere- Qualität annehmen.
Korrigieren wir den Spruch also ein wenig: Wer liebt, was er tut, braucht nicht arbeiten, solange er Maß und Ziel behält.
Nur ist das gar nicht so einfach, weil die Aufgaben nicht dazu da sind, daß ich mich wohl fühle, sie haben ihre eigene Logik und Notwendikeit. Es ist eine Frage der Organisation. Maß halten heißt Grenzen ziehen. Wer seine Grenzen kennt, muß diese selbst respektieren und gegenüber anderen durchsetzen.
 

Meister 25.11.2007, 15.07| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Neue Themen in Vorbereitung

Nachdem es neulich eine kleine Auseinandersetzung über unsere verflossenen Staaten gab, bin ich auf die Idee gekommen eine neue Kategorie :> Ost-68 kommt!< einzurichten, die sich mit der Vorbereitung der Neubearbeitung der "DDR" beschäftigen soll. Damit soll es mir weniger darauf ankommen, meine eigene unmaßgebliche Meinung unters Volk zu streuen, als vielmehr die Re-Aktualisierung des Problems zu propagieren.
Und was soll Ost-68 heißen? So wie >68< die alte Bundesrepublik mit ihrer Nachkriegsheuchelei aufgeschreckt und umgekrempelt hat, so ist es notwendig, daß die Nachwachsenden dann auch endlich mal die richtigen Fragen stellen, bei denen die Alten dann rot werden können.
Geschichtliche Ereignisse werden nicht einmal besprochen und dann abgelegt, sie kommen wieder, das Verdrängte kehrt zurück!

Aber auch >Follywood< ist in Vorbereitung, aber so einfach läßt sich selbst eine virtuelle Filmproduktion nicht ankurbeln.

Habe ich vielleicht zu viele Themenbereiche?  Es sind aber oft die Themenbereiche,  die mich inspirieren etwas zu schreiben.

Meister 25.11.2007, 12.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Von unten

Wer nicht mitunter die Pracht von unten betrachtet, ist kein Denker.
                                                                                               Victor Hugo

Meister 24.11.2007, 17.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Internet kauft Fußballclub

Es ist ja eigentlich ein Medienfundstück, daß der englische Club Ebbsfleet von Tausenden von Internetusern gekauft wurde, die jeder 50 Pfund zahlen für ein Jahr und damit mitbestimmen dürfen. Natürlich weiß ich nicht , ob das funktionieren wird, aber ich habe es unter "Romantische Welt" einsortiert, weil ich denke, daß sich neue Interaktionsformen und Entscheidungskulturen im Moment vorbereiten. Auch wenn es nicht gleich klappt, es ist interessant: wie können Tausende von Individuen, die an einer Sache interessiert sind, gemeinsame Entscheidungen, Pläne und vielleicht gar Erfolge hin kriegen? In vielen Bereichen könnte man neue Assoziationen dieser Art bilden und damit ungeahnte Sachen aus dem Dornröschenschlaf aufwecken. Gleichzeitig ergibt sich nicht nur virtuell sondern auch in der praktizierten Realität eine Veränderung. Dabei sein ist möglich, heißt die Botschaft. Mitentscheiden kann organisiert werden. Demokratie kann auch anders sein, als die Stimme abgeben und 4 Jahre nicht mehr gefragt werden.
 

Meister 24.11.2007, 12.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Heute vor 1 Jahr...

hab ich den ersten Blogeintrag geschrieben. Wnn ich nicht frage, wie viel Zeit ich damit verbracht habe,  sondern frage, was ich davon gehabt habe, dann ist die Bilanz voll positiv.
Also freuen wir uns auf ein zweites Jahr.
 

Meister 24.11.2007, 11.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Schüchternheit ist keine Krankheit

Das war ein schönes Erlebnis heute: eine Fünfjährige wird vorgestellt, weil sie zu verschüchtert sei, die Mutter hat Angst ,was passiert, wenn sie in die Schule kommt, die Großeltern wollen einen Psychologen, die Freundinnen der Mutter Logopädie oder Ergotherapie. Zum Glück hat sie eine liebe und kompetente Kindergärtnerin, die einen guten Bericht schreibt: sprachlich aktiv und passiv sei sie gut, spiele mit den anderen Kindern phantasiereich und kreativ, ihre große Stärke sei Grob- und Feinmotorik. Aber sie sei sehr schüchtern, habe Probleme mit dem Selbstbewußtsein und brauche viel Lob und Anerkennung.
Interessanterweise interpretiert die Muter den Bericht negativ! Ich bin aber sehr froh, denn die Sache ist damit klar: das Kind ist völlig ok, nur das Umfeld verunsichert sie. Sie braucht keine Therapie für ihr Selbstbewußtsein, sondern sie braucht vor allem eine Mutter, die hinter ihr steht und an sie glaubt. Die Mutter meint, sie tue das. Aber es kommt darauf an, daß man wirklich an sie glaubt, nicht nur oberflächlich. Man muß das Kind loben und bestätigen und vor Herabsetzung in Schutz nehmen, dann wird sie auch immer mehr vertrauen und besser aus sich heraus gehen können. Wenn die Großeltern meckern, daß sie ihnen nicht artig die Hand gibt, dann sollten sie ihr vielleicht nicht so viel Angst machen. Wenn ein Kind merkt, daß immer nur etwas Bestimmtes von ihr erwartet wird, dann ist sie natürlich verunsichert und macht am Liebsten gar nichts.
Der erste Punkt bei zurückhaltenden Kindern ist, daß man sie so akzeptieren muß, wie sie sind. Nicht jeder kann ein "Hoppla-jetzt-komm-ich-Typ" sein. Ohne Vertrauen geht gar nichts. Oft liegen die Ängste  in den Persönlichkeiten der Eltern, die ähnliche Probleme hatten, und sich jetzt ängstigen, daß das Kind sie reproduziert. Aber wenn die Eltern gelernt haben, mit ihren Problemen fertig zu werden, dann sollten sie doch genau das ans Kind weiter geben.
Und sie sollten hinter dem Kind stehen, nicht davor, d.h. nicht alles von ihr fern halten, sondern sie machen lassen soweit es geht und stützen, loben, helfen und zwar so durchgängig, daß das Kind immer die vertrauende stützende Hand spürt ohne sie berühren zu müssen.
 

Meister 21.11.2007, 20.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Autolampen

Ich weiß nicht ob ich mir das einbilde, aber ich habe das Gefühl, daß die Scheinwerferbirnen im Auto immer kurzlebiger werden. Letztes Jahr habe ich welche einbauen lassen ,die sollten eine Ewigkeit halten, leider ist die Ewigleit schon wieder vorbei.
Da in Deutschland 1000 Jahre einer Dauer von 12 Jahren entsprechen, nehme ich an, daß  die Ewigkeit demgemäß einem Jahr entspricht .
1000 Jahre sind also 12 Ewigkeiten. Die Zeit ist auch nicht mehr, was sie mal war.
 

Meister 20.11.2007, 21.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Letzter Endiviensalat

Im Herbst hat der Garten eigentlich nur noch Aufräumungsarbeiten zu bieten. Das kann auch Spaß machen, aber nur begrenzt.
Die Salaternte ist heute aber wahrscheinlich mit dem letzten Endivien endgültig beendet.
Der Endiviensalat ist für mich der Beste des Jahres, weil er so würzig ist.
Der Versuch die Ernte im Herbst zu verlängern, gleicht aber einem Vabanquespiel. Wenn man Pech hat ist alles hin.
Heute hat der Salat niochmal gut geschmeckt. Draußen sind jetzt noch ein paar einsame verzweifelte Köpfchen, die sich die Karten legen, ob ihre Bestimmung die Salatschüssel oder der Komposthaufen sein wird. Alles eine Frage des Karma.

Meister 19.11.2007, 18.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Lesebuchaktivitätenständer

Was man dringend erfinden müßte, wäre ein Buchständer, mit dem man bequem lesen und umbättern kann , während man gleichzeitig auf dem Trimrad oder crosstrainer arbeitet. Ich finde es schade, daß man  beim Homesport nicht gemütlich lesen kann, dann würde es mir mehr Spaß machen. Na klar, man kann den TV quälen ,der quält natürlich zurück, oder auditiv etwas geniessen. DAbe i ist intensives Musik hören gut, Hörbücher leider für mich nichts Angenehmes. Also ich fände es gut, wenn man lesen mit Sport verzahnen könnte.

Meister 19.11.2007, 17.35| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Propaganda heute



Der Vorhang ist zu. Heraus tritt Web Master der Theaterdirektor.

W.M.: ´"Wie Sie alle wissen gab es in Deutschland mal eine Zeit, über die man keine Witze machen darf, außer PC-Witzen, versteht sich. Aber die müssen dann auch zunächst von einer großen Kommission abgenommen und mit schwerem Gerät getestet werden. Es ist natürlich eine Unsitte, wenn jeder Schwachkopf als Nazi bezeichnet und jede Schweinerei als faschistisch qualifiziert wird. Aber es geht natürlich auch nicht diese Zeit einfach auszublenden, dafür hat sie zu tiefe Spuren hinterlassen. Heute wird unser geschätzter Dr. Jo seph Hinkefuß uns einen kleinen Beitrag über Medienpluralismus präsentieren."

Tritt ab.

Der Vorhang geht auf, Trompetensignal Einzug der Gladiatoren. Auf der Bühne steht Dr. Jo in einem weiten, weißen Magiermantel mit einem hohen Magierhut auf dem Kopf.

Dr.Jo: "Hoch gewähltes Publikum. Die Propaganda muß mit der Zeit gehen. Hatten wir früher die Zwangsmaßnahme als Lieblingsinstrument mit der Zensur als Lieblingswerkzeug, so müssen wir heute mit weitaus differenzierteren Mitteln arbeiten, um den gleichen Gleichschaltungseffekt zu erzielen. Aber darin genau liegt auch die Kunst: >es muß alles demokratisch aussehen, aber wir müssen es in der Hand haben<. Walter Ulbricht wird dieser Satz zugeschrieben, er war auch ein Meister unseres Faches. Die Tatsache daß ich und nicht er hier heute präsentieren liegt nur daran, daß weder sein Idiom noch seine charaktervolle, ich meine natürlich: charakteristische, Stimme in Deutschland heute nicht so sehr geschätzt wird. Ich soll Sie aber schön grüßen. Sie denken, wir seien Feinde. Aber nicht doch, die wahren Künstler schätzen sich, auch wenn sie früher für verschiedene Seiten gearbeitet haben. Vergessen Sie bitte nicht: >Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang.< Nun wollen wir doch mal sehen, wie wir die Journalisten tanzen lassen."

Ein lauter Knall, Rauch und er hat sich in einen geschniegelten Manager verwandelt, in Halbkreis stehen Liegestühle, in denen sich Damen und Herren der berichtenden Zunft räkeln, teils mit Schreibblöcken, teils mit Mikrofon, auch 2bis3 Kamerateams.

Dr. Jo spricht die Runde an:" Meine Damen und Herren, ich freue mich Sie bei unserem Großevent hier in Höllensee begrüßen zu dürfen. Mein Name ist Dr.Wohlgemuth, und ich darf Sie im Namen der Vorsitzenden Andrea Bergfehring als Gastgeber hier begleiten. Entspannen Sie sich, Sie werden das Weltereignis, das dort einige Kilometer entfernt stattfindet, hier hautnah miterleben."

Ein Riesenstrandkorb mit schwerer Überbreite wird auf die Bühne gefahren.

Dr. Jo:"Nehmen Sie Platz meine Herrschaften und erleben Sie, wie die Mächtigen der Welt hier zusammen die Lösung aller Großprobleme schaffen. Hier zunächst ein kleiner Aperitiv für Sie alle und der erste Teil der Pressemappen, sie können das Material selbst weiter verarbeiten oder auch an ihren von uns gestellten persönlichen Assistenten weiter geben, vergessen Sie bitte nicht ,die Zeiten Ihres Redaktionsschlusses anzugeben."

Attraktive Hostessen und ihre männlichen Komplimentäre kommen herein, bringen hübsche Drinks und goldene Pressemappen, die sie an die Journalisten verteilen, entsprechend deren Geschlechtspräferenz, versteht sich. Die Herrschaften greifen zu, nur die Kameramänner/-frauen schaun zunächst noch irritiert.

Dr. Jo: "Auch die Herrschaften vom bildgebenden Gewerbe sollen sich nicht grämen, wir haben für Sie die besten Szenen schon auf Datenträger bereit, eine ständige Aktualisierung für ihre Redaktionen läuft schon ein, wenn Sie diese nur mit Ihrer Signatur versehen würden, dann kann sie sofort weiter geleitet werden, geben Sie Ihren persönlichen Betreuern doch bitte die entsprechenden Daten."

Die Kameraleute holen eifrig Kärtchen heraus, sicher smart-cards, die von den Hostessen eingesammelt und an das inzwischen auf die Bühne gefahrene Sendehäuschen weiter gegeben werden. Das Sendehäuschen ist natürlich nur eine Art mit Hightec-Elementen dekoriertes Hexenhäusen mit einem Schornstein, der in eine große Parabolantenne übergeht und aus dem es kräftig dampft.

Dr.Jo: "Nachdem Sie sich jetzt hoffentlich richtig wohl fühlen, kommen wir jetzt zur Fragestunde. Reden Sie bitte frei von der Leber weg. Ihre Fragen werden, wenn sie an bestimmte Personen gestellt sind, mit den Antworten der Politiker zusammen weiter geleitet. Ihre Heimatredaktion wird zufrieden sein und wir können dann zum gemütlichen Teil übergehen. Haben Sie schon Ihre Zimmerschlüssel bekommen, vergessen Sie bitte nicht, diese an Ihre Hosts oder Hostessen weiter zu geben, damit es nicht zu Verwechslungen kommt. Wir wollen doch keine unangenehmen Überraschungen erleben, hahaha."

Allgemeines haha-Echo. Man sieht die Korresponten mit wichtiger Miene Fragen in die Kameras sprechen bzw. Zettel mit Fragen an die Hostessen weiterleiten.

Dr. Jo: "Gibt es denn noch allgemeine Fragen an mich?"

Journalist 1: "Bis wann müssen wir die Zimmer geräumt haben?"

Dr.Jo: "Sie sind natürlich das ganze Wochenende unsere Gäste, reisen Sie ab nach Belieben, aber vergessen Sie nicht das die Schlußerklärung erst ab übermorgen 22 Uhr eine Freigabe hat, Sie sollten vorher nicht bei Ihrer Redaktion auftauchen."

Journalist 1: "Keine Sorge, wir sind Profis. Wir kennen die Regeln. Nebenbei: Gibt es denn wieder eine Sonderaktion?"

Dr.Jo:" Für einen Profi sind Sie aber ganz schön direkt. Die Sonderaktion ist dieses Mal das Preisausschreiben auf Seite P17 der Mappe. Für den schönsten Kommentar haben wir eine hübsche Reise im Troßder USA-Reise  ausgelobt, man beachte aber dabei das Abreisedatum, es kann nicht getauscht werden. Für den besten Leitartikel gibt es den Sonderpreis, das kennen Sie ja."

Journalistin 2: "Ich soll auf jeden Fall Stellungnahmen und Bilder von der Opposition mitbringen!"

Dr. Jo: "Ihre Redaktion ist ja so unerhört kritisch und die Recherche immer so ganz doll gründlich. Sie können gern noch bis übermorgen bleiben und wenn Sie einen zweiten Host brauchen, lassen Sie es bitte wissen. Wir haben die Stellungnahmen der Opposition auf den Seiten Op8-505 zusammengestellt und auf Kanal 8 bekommen Sie die Echtzeitbilder vom Zaun und auf Datenleitung2 eine gute Zusammenfassung mit den heftigsten Szenen. An Interviews mit den Verhafteten wird gerade gearbeitet, die wollen dann aber in der Regel zumindest wissen, über welchen Sender ihre Statements gehen, falls Sie das also wünschen, brauchen wir eine Rückmeldung von ihnen. Weitere Fragen?"

Zufriedenes Murmeln der Journalisten, die inzwischen von den Hostessen das Essen serviert bekommen.

Knall, Puff, Rauch und Nebel Dr. Jo hat sich wieder in den Magier zurück verwandelt und spricht zum Publikum:

"Mein Publikum! Waren Sie zufrieden? Haben Sie etwas erlebt? Das ist aber nur ein einfacher Anfang. Erleben Sie demnächst hier wie wir unliebsame Themen verkleinern oder zum Verschwinden bringen. Die Magie kennt keine Grenzen, die Kunst dient dem, der zahlt."

Vorhang.

Meister 18.11.2007, 18.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Auf die Lokomotive

Jetzt wird das Medienecho allmählich zum fortissimo: Im heutigen Tagesspiegel kommen gleich verschiedene Akteure zu Wort. Der erste auf der Medienseite beklagt sich , daß die Medien nicht den entsprechenden Druck machen, um den Streik zu beenden. Druck in welche Richtung? Das wird verschwiegen, ich nehme mal an, im Sinne der Vernunft, was immer das sei.
Dann der Soziolge, Holger Lengfeld, der wortreich "das Ende der Solidarität" beklagt, ein sehr zwiespältiger Artikel. Er nimmt den Fluglotsen, Piloten und Krankenhausärzten immer noch ihr Eintreten für die eigenen Interessen übel und beklagt als Entsolidarisierung, was in Wirklichkeit nur das Versagen des "Alt-Gewerkschaften" ist. Warum integrieren sie nicht die Leistungsträger und vertreten sie mit? Wegen des Sozialneids der unteren Gehaltsgruppen? Möglich, aber nicht notwendig so. Vielleicht muß man die Antwort auf diese Frage eher in solchen Strukturen suchen, wie sie im VW-Betriebsrat geherrscht haben, vielleicht ein zugespitztes Bespiel (hoffentlich!). Die dortigen Protagonisten waren mit der "Gegenseite" so verbacken, daß ihr einziger Lebenszweck der Aufstieg in diese "Nomenklatura" darstellte.
Herr Lengfeld analysiert, daß es die Deregulierung der Arbeitswelt ist, die diesen Prozeß voran bringt, daß es dazu keine Alternative gebe, und er droht daß Krankenschwestern und Kindergärtnerinnen als nächstes mehr verlangen werden. Und was wäre daran schlimm?
Und wer hat Recht? - Harald Martenstein !
Der schreibt, daß Streiks immer Unbequemlichkeiten bringen, aber daß man bei stark steigenden Managergehältern und rückläufigen Realeinkommen als gesellschaftlicher Leistungsträger auf jeden Fall für mehr Geld kämpfen muß. "Ich frage mich, wann Gewerkschaften eigentlich um Lohnerhöhungen kämpfen sollen, wann, zum Teufel, wenn nicht jetzt?" Zu dem Erpressungsvorwurf der kleinen Gruppe meint er, daß das die Manager, Kerner, die Rolling Stones und jeder andere, der etwas Wertvolles anzubieten hat genauso machen, und warum sollen die Lokführer aufs Gemeinwohl achten und die Anderen nicht?
Meine Meinung dazu ist ,daß die Lokführer mehr tun als ihre eigenen Interessen zu vertreten: sie könnten den Durchbruch schaffen für die notwendige Veränderung: mehr Geld für alle, die etwas leisten. Ist das Entsolidarisierung? Aus meiner Sicht nicht. "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung". Weiß man noch aus welcher Ecke dieser Satz stammt?
Solidarität steht auf einem ganz andern Blatt: Letztendlich hilft es Allen, wenn Leistung wieder angemessen bezahlt wird, deshalb sind es die anderen Gewerkschaften, die sich hier entsolidarisieren anstatt mit zu ziehen.
Und Solidarität mit denen, die nichts leisten können, ist auch wieder ein ganz anderer Aspekt: denen helfen auch nicht wirklich Almosen, Brot und Spiele sondern nur Hilfe zur Selbsthilfe.
Der Solidaritätsbegriff sollte mal gemeinsam mit der Frage, was soziale Gerechtigkeit wirklich ist, neu diskuitiert werden.
Also:
Wir sind alle Lokomotivführer! Auf die Lokomotive !
 

Meister 18.11.2007, 12.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Trüber Novembersonntag

Dieser Sonntag macht dem November wirklich alle Ehre. Trübe und dunkel, aber auch ruhig und gemütlich.
Also sind die Gefühle auch zwiespältig: zum einen ein wames "Home"gefühl, ruhig und gemütlich den Tag zu verbringen, zum anderen auch eine etwas düstere Stimmung , die sich auf die drei traurigen Feiertage bezieht, die vor uns liegen und auf den WInter, den sie ankündigen.
Ja, es ist auch Volkstrauertag, auch heutzutage noch nicht ein Tag an dem wir gedankenlos sein können, ich kann es jedenfalls nicht. Die Toten der Weltkriege und der ganzen Verbrechen, die damit zusammenhängen, ein schwarzes Kaleidoskop.
 

Meister 18.11.2007, 10.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Was ist das größere Wunder?

Es ist ein Medienproblem: als ich damals (27.6.07) über Vicky und Albert schrieb, hätte ich nicht gedacht, daß der arme Kerl jetzt immer noch im Knast in der Türkei sitzen muß.
Ich befürchte, daß abgesehen von der englischen Mutter die Medien die Hauptschuld daran tragen.
Zwei Aspekte fallen mir nach der Lektüre des Hintergrunds im "Spiegel" auf:
1. Warum fällt niemandem auf, daß bei sexuellen Aktivitäten zwischen Teenies man nicht von Kindesmißbrauch sprechen kann, auch wenn zufällig ein Teenie noch nicht 14 ist ?
2. Früher galt Jungfrauengeburt als großes Wunder. Heute wird behauptet, daß eine Virgo intacta vergewaltigt wurde. Was wäre das größere Wunder?

 

Meister 17.11.2007, 22.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Themen und Tags

Wie gesagt, die Frage ob es "Follywood" geben soll beschäftigt mich im Augenblick. Mit dem kleinen virtuellen Theater bin ich eigentlich ganz glücklich, auch wenn in letzter ZEit keine neue PRemiere war, da könnte doch ein bißchen Film auch ganz gut sein, eine kleine Serie vielleicht auch noch, irgendwas hübsch albernes: "Gone with the Duck".
Mit Tags habe ich bisher gar nichts gemacht, werde ich mich mal rantasten.
Nicht mit allen Themen bin ich zufrieden: Beste-Schlechteste beispielsweise ist eindeutig die Schlechteste - weil nichts drin steht.
Das Grundsätzliche und das Zukunftswirkliche sollte mehr bearbeitet werden, aber leider sieht es immer noch so aus, daß ich nur das schreibe, wozu ich gerade Lust habe: das solltetvielleicht aber auch gerade so sein, ich bin ja kein Propagandaapparat, nicht mal ein romantischer Propagandaapparat.
(Nebenbei kein schlechtes Wort: "PROPAGANDAAPPARAT".)
Mit Dr.Bloggma bin ich auch ganz zufrieden, einen ärztlichen Beobachter im Spreebogen, wer hat sowas schon. Vielleicht sollte ich das Korrspondentennetz noch ausweiten, die Kosten für virtuelle Korrespondenten sind zum Glück nicht so hoch, man könnte auch eine ganze Redaktion  einkaufen: Dem Redaktör ist auch nichts zu schwör.
Aber zu sehr in die Breite darf die Sache auch nicht laufen.
Brauche ich eine Abgrenzung der  virtuellen von den realen Bereichen? Glaube ich eigentlich nicht, die Leser sind doch schlau, außerdem ist eine gewisse Unschärfe in diesem Bereich, ein leichtes Verwischen der Grenzen zwischen virtuell und real doch ganz reizvoll, oder nicht ?
 

Meister 17.11.2007, 12.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Reisevorbereitung 4

Mit den Äußerlichkeiten der Planung sind wir fertig - auch wenn die Frage bleibt, ob es funktioniert. Wir wollen mit Stopover in Singapore weiter nach Perth und Endstation Karratha.
("Karrathata,Karrathata, Karratha-tata-tata" - frei nach Frank Zappa).
Interessant ist jetzt die Frage, wie es mit einem Mietwagen in Karratha funktioniert. Es ist offenbar von hier aus nicht möglich, einen Wagen Richtung Darwin zu mieten, Frau Kofbinger meint ,vor Ort wohl auch nicht. Na, schaun wir mal. Dafür haben wir im Mailverkehr jetzt schon den Filmtitel "Barfuß nach Darwin" entwickelt. Es ist nämlich die neueste Methode der Filmproduktion in Hollywood, in Bollywood und vor allem in Follywood (wofür das "F" hier steht, ist noch enigmatisch!) zunächst den Filmtitel zu produzieren, dann die Story zu durchleben und sie anschließend zu verfilmen.
Nebenbei wird hier im Moment intern diskutiert, ob ein neues Thema "Follywood" dazu kommen soll, in Ergänzung des "kleinen virtuellen Theaters" mit den Methoden des Films eben.
Zurück zur Reise: ich hoffe eigentlich, daß wir in Karratha einen Wagen mieten können, vielleicht zunächst nur bis Broome. Wir würden dann von Karratha nach Westen zum Ningaloo-Reef fahren, dann nach Erholpause mit zeitlicher und klimatischer Anpassung in Richtung Broome nach Osten. Bis dahin muß man im Normalfall noch nicht mit viel Wasser rechnen, außer wenn ein Cyclone vorbei schaut. Die kommen vielleicht 2-3x pro Saison dort irgendwo an Land. Das könnte natürlich schwierig werden, weil man eventuell schlicht nicht durch kommt und Umfahrung auch nicht möglich sein könnte.
Wenn es bis Broome geklappt hat, kommt die Frage, geht es nach Osten weiter oder nicht. Das ist als erstes eine Frage der Bewässerung, denn eins der besten Bilder vom NT besteht in der weiten Ebene, einer flachen Piste in der Mitte und einem 2 Meter hohen Pegelpfahl daneben mit dem lapidaren Schild "Floodway" an seiner Spitze.
Kann also sein, daß dort alles unter Wasser steht, und auch der "Great Northern Highway" unterbrochen ist. Dann hätte sich die Autofrage erledigt. Falls das aber nicht so ist, wird man schon irgendeine Klapperkiste finden, die man nach Darwin quälen kann, dann kommen wir in Richtunh des Filmtitels voran, der ja absichtlich nicht  "Zu Fuß nach Darwin" heißt, die Gefahr besteht natürlich auch noch, wenn die Klapperkiste aufgibt.
Von zu Hause klingt das alles lustig und interessant, mal sehen, ob das dort auch noch so lustig ist?
 

Meister 17.11.2007, 10.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Heilpraktiker

Liebe Freunde des Heils und Feinde des Unheils,

ich bin gebeten worden, etwas über Heilpraktiker zu schreiben. Aus der Sicht des Spreebogens ist das gar nicht so einfach, weil hier hauptsächlich die Gesundbeter vorherrschen, die von den Wenigsten als Heilpraktiker, von den meisten aber als Teufelspaktierer angesehen werden. Und die Dame und Herren im Gesundheitsministerium sind lediglich, Heiltheroretiker und Heulpraktiker. Der einzige wirkliche Heilpraktiker hier ist Hubert S. Heil, der die siechen Sozis heilen soll, dem aber eher die Rolle des >ich-heil-mich-selbst< auf den Leib geschrieben scheint. Eine Frage von Sein oder Nichtsein offenbar.
Im weiteren Umfeld gibt es dann allerdings auch noch die braunen Jungs mit ihren Knüppeln, die man aber am Treffendsten als Praktiker des Unheils  charakterisiert.
Doch überall in den Nischen des >Gesundheitswesens< sitzen die "Heilpraktiker"-
Wir wissen nicht was Eva Herrmann dazu sagen würde oder ob Harald Schmidts >Nazometer<  beim dem Wort "Heilpraktiker< aufblinkt, aber Tatsache ist, daß das Heilpraktikergesetz aus den ominösen 1000 Jahren stammt.
Bevor mich jemand in die "es-war doch-nicht alles-schlecht"Schublade einordnet, fahre ich lieber auf der Landstraße weiter (Nebenbei: Was rät man einem Engländer, der in eine deutsche Talkshow eingeladen wird? : >Don´t mention the Autobahn!<).
Die Ärzte haben zu den Heilpraktikern natürlich ein gespanntes Verhältnis, weil die von den Patienten das Geld hingelegt kriegen, was die Ärzte gern hätten und zwar dafür, daß sie ihnen viel heiße Luft einblasen. Angeblich haben die Heilpraktiker ja so viel Zeit für die Patienten. Aber die Ärzte könnten das nur dadurch beheben, daß sie die Patienten wirklich auf  die bezahlten 3 Minuten kürzen und ihnen dann den Rest der Zeit zurück verkaufen, weil die Kassenpatienten ja denken, ihre Kasse bezahlt alles.
Ärgerlich ist auch, daß die Heilpraktiker sich als die "Naturheiler" groß raus bringen, obwohl die schnöde Schulmedizin selbst darin um Längen besser ist.
Dennoch: ich bin für die Freiheit des Heilens, d.h. auch Leute, die keine medizinische Qualifikation haben sollen die Erlaubnis behalten, behandeln zu dürfen, aber das Nazigesetz sollte modifiziert werden: der Ausdruck >Heilpraktiker< sollte abgeschafft werden, wie wäre es mit "Nichtmedizinische Krankheitsbehandler" ? Viel wichtiger ist aber, daß diese Leute für das was sie tun auch persönlich einzustehen haben. D.h. wenn ein Heilprakiker einem Patienten Schaden zufügt, muß er genauso dafür gerade stehen, wie ein Arzt es müßte. Denn das ist das Ärgernis schlechthin heute: wenn ein geschädigter Patient einen Heilpraktiker belangen will, der ihm einen Schaden zugefügt hat ,wird ihm erklärt ,daß er selbst daran schuld ist, er hätte es wissen müssen, daß der Heilpraktiker behandeln darf, wie er will und sich nicht an die medizinischen Regeln halten muß wie der Arzt.
Ich denke also Aufklärungspflicht und Haftung müssen auf diese Zunft ausgedehnt werden.

 

Meister 14.11.2007, 21.49| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Jahrgangsübergreifende Ganztagsschule

Er ist jetzt in der zweiten Klasse, die erste lief gut. Aber jetzt haben sie zusätzlich auch noch die Erstklässler dazu bekommen. Er ist nämlich in einer 1,2,3 Klasse, jahrgangsübergreifend nennt man diese neue Konstruktion. Die Lehrerin beklagt sich, daß er nicht mehr konzentriert sei und nicht mehr mitmacht, wenn jemand neben ihm sitzt macht er es prima, aber sie könnten das in der Schule nicht machen, die Eltern können aber auch nichts machen, da er ja erst spät nach Hause kommt. Sie sollen auch nichts machen, also weiß keiner wie es weiter geht? Der Junge ist ganz clever, er braucht halt ein bißchen Aufmerksamkeit, man kann ihn nicht ganz hängen lassen, auch wenn andere sicher mehr Förderung brauchen.
Kommt mir wieder mal ganz typisch für unsere augenblicklichen Schulexperimente vor: Gute Absichten aber nicht die MIttel sie umzusetzen. Ideologische Vorgaben, aber ansonsten laßt sie mal machen. Darf man das auf den Kinderrücken austragen?
Ich habe das Gefühl, mit den jahrgangsübergreifenden Klassen haben sie endlich die alte mehrklassige Dorfschule unterboten. Dort war der Lehrer längst nicht für so viele Kinder zuständig wie heute. Aber aus Heinrich Lübke ist ja auch was geworden.
Aber sie meinen ja, die Kinder sollen voneinander lernen. Prima Idee um Lehrer einzusparen.
In der Medizin hatten wir auch schon früher den Witz, daß der Patient aus Sparsamkeitsgründen sich selbst operiert.
In der Schule wird der Witz zur Wahrheit. Auch über die wundersame Dialektik, die sich in der Wiederauferstehung der Dorfschule verwirklicht, könnte man lachen, wenn es nicht so traurig wäre.
Ich denke, es gibt nur eine Lösung und die heißt ,daß sich die Eltern massiv einmischen und mit allen vernünftigen Lehrern sich zusammentun gegen die Bevormundung durch Ideologen und Bürokraten.
Manchmal befürchte ich, der nächste Amoklauf könnte von Eltern oder Lehrern veranstaltet werden. Hoffentlich haben sie wenigstens die richtige Adresse dafür.
Damit keine Mißverständnisse aufkommen: ich bin für Schulexperimente!
Aber die dürfen nicht von oben oktroiert werden, sondern sollten zusammen mit den Betroffenen geplant und durchgeführt werden. Sie müssen ausreichend oder besser ausgestattet sein und sie müssen kritisch begleitet und untersucht werden.
 

Meister 13.11.2007, 22.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Trägheit spricht für Winter

Vor dem Wochenende habe ich im Moment immer viele Pläne, aber dann passiert längst nicht so viel, wie ich mir wünsche. Im Sommer war es die Hängematte, aber jetzt ist es der SChnee und die frühe Dunkelheit und die gemütliche Atmosphäre, die ienen die Dinge ruhiger angehen läßt. Man fragt sich nach dem Wochenende dann immer, warum hast Du nicht mehr erreicht, aber schließlich muß man sich ja auch für die im Winter anstrengendere Arbeitswoche erholen. Nehmen wir es also mit Gelassenheit.
 

Meister 11.11.2007, 20.54| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schreibtisch und Ablenkung

An einem solchen Tag - schon wieder dunkel - am Schreibtisch zu sitzen und zu schreiben ist einerseits Vergnügen, andererseits kommt man auch nicht umhin, mal hier und mal dort zu gucken. Ich gehöre weder zu den Leuten die ständig TV laufen lassen, noch zu denen , die ständig Musik dudeln. Aber das Internet schalte ich nicht ab, habe ich schnellen Zugriff auf das, was ich suchen könnte. Konzentriert arbeiten ist natürlich schön, aber ich brauche auch mal eine Pause zwischendurch, besonders bei Passagen, wo es nicht geschmiert geht, sondern die Geschichte ein bißchen hin und her schwankt und sich dann erst entscheidet, wie sie weiter geht. Also bei mir ist es so, daß ich das Gefühl habe, daß die Geschichte selbst entscheidet, wie sie weiter geht, ist eben wirkliche Geschichte, die kann man ja auch nicht machen.
 

Meister 11.11.2007, 17.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Stichwort: Weiterleben

Nehmen wir mal an, wir könnten in Zukunft weiter leben  und zwar nicht als alte Wracks sondern zeitlos jung. Das ist zwar nicht gerade die Perspektive bis nächsten Mittwoch, aber wenn ich das Lineal anlege an die Entwicklungskurve der letzten 100 Jahre und den Strich in die Zukunft verlängere, dann erscheint das als Möglichkeit in vielleicht 50 bis 70 Jahren.
Was bedeutet das für uns? Das ist die interessante Frage, denn leben in der Zukunft kann ja nicht heißen, daß wir schon da sind. Sondern daß wir Dinge antizipieren. um sie zu beeinflußen, uns darauf einzustellen und, wenn es geht, daran zu erfreuen, wenn es denn Anlaß dazu gibt.
Und gibt es Anlaß? Ich bin kein Freund von Katastrophenszenarien und Schwarzmalerei, und es macht auch wenig Sinn die Sorgen von heute in die Zukunft zu projizieren. Aber auch eine romantische Betravchtung der Zukunft sieht Chancen und Risiken.
Wir sollten versuchen die Risiken zu sehen, die heute noch nicht populär sind aber trotzdem erkennbar.
Wir sollten die Chancen sehen, die heute noch zu wenig gesehen werden.
Und was wollen wir damit anfangen? Gute Frage, schon wieder eine.

Meister 11.11.2007, 15.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Schneeausblick

Ich schaue aus dem Fenster und es schneit. Ein schöner und beruhigender Anblick. Er bleibt auch zunehmend liegen, und es schneit schon seit Stunden, man könnte immer nur zugucken. Jetzt am Anfang des Winters ist das ja auch etwas wirklich Schönes, mit Blick auf Weihnachten und den immer wieder gleichen Träumen von weißen Weihnachten.
Es erinnert mich an eine Geschichte, die eine Fremdenführerin in Norwegen erzählte von einem deutschen Paar, das sich in Nordnorwegen niedergelassen hatte und wie sie den ersten Schnee enthusistisch begrüßen, wie sie dann allmählich von den ständig fallenden Schneemassen immer mehr genervt werden, abwechselnd in Depression und Wut verfallen und schließlich vor dem Ende des Winters ihr Haus niederbrennen in einem Anfall von Umnachtung. Das war natürlich nur die Kurzfassung, die ich hier wieder gegeben habe. Sie meinte dann noch, daß die Leute in Nordnorwegen deshalb so positiv und lustig sind ,weil alle anderen es sowieso nicht aushalten und nach Oslo ziehen.

Meister 11.11.2007, 10.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kann man in der Zukunft leben?

Es gibt Leute, die leben in der Vergangenheit. Es gibt Leute, die leben in der Gegenwart. Es gibt auch Leute, die leben sonstwo.
Kann man aber auch in der Zukunft leben? Auf lange Sicht gesehen, sind wir alle tot, sagte mal ein Zukunftsforscher.
Aber heute ist ja alles anders! Nehmen wir also an, wir können auch in der Zukunft leben. Wenn wir es annehmen können, sind wir schon so gut wir da. Ok, vielleicht sterben wir inzwischen, aber macht doch nichts. Die Zukunft wird kommen, das ist sicher . Wenn wir daran teilnehmen wollen, können wir das auch, denn wir verursachen die Zukunft. Alles was wir heute tun beeinflußt die Zukunft, vielleicht ein bißchen mehr, vielleicht ein bißchen weniger. Leben wir also auch in der Zukunft ,sind wir also auch selbst verantwortlich für dieses unser zukünftiges Leben.
Es heißt: Bedenke, daß Du sterben wirst. - Durchaus richtig.
Aber es kann auch heissen : Bedenke, daß Du auch weiterleben könntest . - Was dann?!
Was bedeutet leben in der Zukunft? Eine interessante, eine romantische Frage!
Darauf werde ich keine Schnellschußantwort geben !
 

Meister 10.11.2007, 21.25| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Schüler und SED-Staat

Früher habe ich "DDR" nicht mit Anführungszeichen geschrieben, aus Abgrenzung zur "Bildzeitung" und weil Anerkennung der Realitäten nötig schien.
Aber heute ist es erforderlich, daß man deutlich darauf verweist, daß es der zweitschlechteste Staat auf deutschem Boden war.
Die neue Untersuchung der FU Berlin stellt fest, daß das Wissen der Schüler in Berlin und Brandenburg absolut mangelhaft ist. Sie beten oft kritiklos den Unsinn nach, den sie bei ihren Ossieltern und Ossilehrern gehört haben. Der Begriff "Ossi" ist heute nicht als Herkunftsbezeichnung sondernals Lebensauffassung zu verstehen, d.h. "Ossilehrer" sind weder Lehrer die aus dem Osten kommen noch Lehrer, die im Osten unterrichten, sondern diejenigen , die das "früher war es besser " im Sinne des SED-Staates immer noch drauf haben. Sie sind sozusagen die Nazilehrer von heute. Ja, natürlich ist das nicht vergleichbar, das ist ja die deutsche Doktrin, nichts ist mit den Nazis vergleichbar. Nach dem Kriege war das auch so, daß die wieder eingestellten Lehrer ihre Auffassungen von damals unterschwellig unter die Schüler streuten. Nicht offen, dann hätte man sie ja belangen können, sondern so nebenbei, im Sinne "es war doch nicht alles schlecht und manches besser" und "leider haben wir ja den Krieg verloren". Sie hatten keinen Erfolg und konnten keinen Erfolg haben und nach 68 waren sie erledigt.
Das heute Problem mit den "Ossis" und den "Ossilehrern " wird auch erst nach einem "neuen 68" weg sein. Und das wird kommen, da bin ich sicher, so etwas kommt nach 20 bis 25 Jahren. So lange ist das nicht mehr. Und dann werden die groß gewordenen Kinder wieder anfangen zu überlegen, was ihnen so in die Hirne geblasen wurde und anfangen zu fragen: "Papa, was hast Du eigentlich gemacht damals?" Und  "Mutti, was war eigentlich Deine Aufgabe als Parteisekretärin und Kaderleiterin?"
 

Meister 10.11.2007, 10.15| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Heute vor 18 Jahren

hat es zum Glück nicht so doll geregnet wie heute. Wer weiß, was sonst passiert wäre, als die Mauer auf ging?
Nehmen wir an wegen Sauwetter wäre kaum jemand an der Grenze aufgetaucht, vielleicht wäre am nächsten Morgen schon wieder alles vorbei gewesen, Mauer zu, hier herrscht deutsche Ordnung. Innerhalb einer Nacht können sich die staatstragenden Apparate unter Umständen schon reorganisieren und stablisieren. Erscheint nicht unmöglich.
Trotzdem wäre das Ergebnis wahrscheinlich genauso gewesen, denn der 9. November war doch nur ein Umschlagpunkt. Der hätte auch ein paaar Tage oder Wochen später kommen können. Dennoch ist es nicht auszudenken, daß vielleicht ein ganz anderer Verlauf heraus gekommen wäre, wenn das SED-Regime sich an diesem Abend behauptet hätte.
Victor Hugo war der MEinung das Napoleon bei Waterloo gewonnen hätte, wenn es nicht morgens geregnet hätte. Vielleicht war er ein Vordenker der Chaostheorie?
Aber am 9.November war noch mehr. VOn den NAzigreueln 1938 wird in den MEdien natürlich viel berichtet. Aber das wichtigste Ereignis am 9. November war in dern vergangenen 100 Jahren sicher der Waffenstillstand 1918, der das Ende der alten Welt bedeutete. Komisch, daß davon in Deutschland gar nicht geredet wird. Der 1.Weltkrieg war das URtrauma des 20. Jahrhunderts und sein Ende hat eigentlich bis zum 9. November 1989 gereicht. Man könnte auch sagen  dieser Tag in 1918, 1938 und 1989 waren drei entscheidnede Punkte für unsere Geschichte. Die Trilogie dieses Tages soltte vielleicht geschrieben werden.


Meister 09.11.2007, 21.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Wirklich 1 Jahr ?!?

Ein bißchen schockierend - wie immer - ist es schon, daß schon wieder ein Jahr rum ist , diesmal ist es das Jokers-Blog-Jahr. Dank auch noch an den Sponsor !
Dafür daß ich vor einem Jahr noch gar nicht wußte, wozu das alles gut sein soll, habe ich doch eine ganze Menge geschrieben.
Weitermachen? Na klar!
Ich fühle mich hier gut aufgehoben  und auch irgendwie zu Hause. Im Web2.0 muß man sich vielleicht irgendwo zu Hause fühlen, oder möchte jemand lieber den Rolling Stone oder das Irrlicht machen? Ich persönlich schätze es jedenfalls sehr, mich irgendwo zu Hause zu fühlen, und noch mehr, mich HIER zu Hause zu fühlen. Es sieht zwar nicht so aus, aber in Wirklichkeit befinden wir uns in einem unermeßlichen Ozean, mit Tiefen und Untiefen, Stürmen und Calmen,. Treiben wir oder segeln wir, oder benutzen wir eine Seekarte oder gar einen Motor. Haben wir einen Lotsen oder sind wir schiffbrüchig?
Ich persönlich bevorzuge die Vorstellung einer Insel im weiten Ozean. Eine kleine Insel, aber sie soll einen Leuchturm haben, der denen den Weg weist,die in diesen Gewässern navigieren.
 

Meister 05.11.2007, 18.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Reisevorbereitung 3

Der Plan scheint zu funktionieren. Unsere Reisespezialistin Frau Kofbinger (AKOFBINGER@AER.DE) hat mal wieder prima Arbeit geleistet und die besten Flüge heraus gefunden und für uns gebucht. Die Etappen sollen sein TXL-FRA-SIN, dort eine Nacht stopover, dann weiter nach Perth und von dort noch nach Karratha weiter . Dann auf dem Landweg nach Darwin, wenn das Wetter es hergibt, und von dort weiter nach Cairns zum Erholen und schließlich Heimreise von dort wieder über Singapore. Das alles mit Quantas, weil wir da gleich zwei inneraustralische Flüge mit bekommen können für einen günstigen Preis. Zum Glück klappt es auch so über Frankfurt, den auf den Umweg über London hätte ich wenig Lust.
Frau Kofbinger kann man wirklich uneingeschränkt empfehlen, ist auch nicht teurer als über Internet zu buchen, sie hat aber auch noch ein paar Tricks in der Hinterhand, daß es besser klappt.
 

Meister 31.10.2007, 21.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Reformationstag oder Halloween?

Für mich als reformierten Kelten heißt die Antwort: sowohl als auch.
Was allerdings nicht heißt, daß ich die amerikanisierte Kommerzfassung von Halloween gut finde, noch viel weniger freche Kinder, die Süßes erpressen wollen, denen sollte man Saures geben, wenn sie so sehr danach verlangen.
 Halloween ist doch eigentlich eine Art Allerseelentag auf keltisch und es ist nicht schlecht  sondern genau richtig der Vorfahren zu gedenken.
Aber eine Gedanken an den alten Luther zu verschwenden, ist sicher auch nicht falsch, der war wahrscheinlich auch eine Kreuzung aus Fundamentalist und Romantiker.
 

Meister 31.10.2007, 19.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Das Rezept heißt :

Sisu, Stoa und romantisches Denken
 

Meister 29.10.2007, 16.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Dahlien

Die Dahlien sind leider schon verfroren,  und ich habe sie heute ausbuddeln müssen. Zwar ist es nicht so toll, daß man sie jeden Winter einlagern muß, aber sie entschädigen einen mit ihrer sommerlichen Blütenpracht. Das Einlagern ist immer ein gefährliches Spiel: ich versuche immer, sie im Keller frostfrei in einem Bätterhaufen zu lagern, aber zu rocken oder zu feucht ist immer etwas riskant. Einige habe ich im vergangenen Winter abgeschnitten und in Töpfen , überwintert,  schon frühzeitig vorgezogen, aber ich war nicht sehr begeistert über das Ergebnis, also ich würde nicht behaupten, daß ich da die optimale Mehtode praktiziere. Verbesserungsvorschläge willkommen.
 

Meister 28.10.2007, 17.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Fortschritt an spannender Stelle

Heute geht es gut voran. Ich hatte befürchtet, daß jetzt ein langweiliger Abschnitt kommt mit viel Flugübungen und wenig Neuigkeiten, aber im Gegenteil, es ist jetzt sehr spannend geworden. Überall sind Herausforderungen, und ich frage mich gespannt, was als nächstes passieren wird?  Darf man seine Story eigentlich einfach so laufen lassen?  Oder muß man einen Plan verwirklichen? Naja, eigentlich habe ich ja einen Plan, aber was im Einzelnen so passiert, ergibt sich dann immer irgendwie von selbst. Zumindest für mich ist  das sehr unterhaltsam. Man kann ja auch später noch etwas verändern.
Schwierigkeiten gibt es allmählich mit der großen Zahl von Personen, die auftauchen. Im augenblicklichen Kapitel agieren etwa 25  bis 30 Leute, in den anderen sind es weniger, aber es handelt sich auch um eine sehr lange Zeit, über  die erzählt wird, da sind viele Personen  unvermeidlich. Ich muß mehr auf Hauptpersonen fokussieren und die Nebenpersonen knapp und möglichst treffend chrakterisieren , sie ihre Rolle spielen lassen, so sieht das bei Victor Hugo doch auch aus. Bei Josef Conrad dagegen ist die Zahl der Personen meist überschaubar. Es kommt aber einfach auf den Stoff an, man kann sich nicht immer aussuchen, wie viele Leute vorkommen.
 

Meister 28.10.2007, 11.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Sommerzeit ade!

Also ich mag die Sommerzeit, ich finde es schön, wenn es abends lange hell ist und wenn  morgens nicht schon so viele Stunden vor dem Aufstehen die Sonne scheint. Ob sich das wirtschaftlich rechnet, ist für mich nicht die Frage, es ist eine Frage der Lebensqualität.  Schlimm genug, daß es im Winter so lange stockdunkel ist, da dürfen wir doch im Sommer ruhig etwas länger das Sonnenlicht genießen.

Meister 28.10.2007, 09.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Endlich Samstag

Die Wochen werden jetzt wieder stressiger, da es dem Winter entgegen geht. DEshalb ist es besonders schön, wenn das Wochenede endlich ausbricht.
Der Samstag geht immer besonders schnell rum. Man macht ein bißchen dies und das und schon ist er vorbei. Versuche die Zeit langsam laufen zu lassen sind dann auch völlig umsonst. Vielleicht liegt es daran, daß die Erholung Zeit frißt.

Meister 27.10.2007, 17.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Übereinstimmung der Gefühle

Muß man mit seinen Gefühlen immer konform gehen? Eigentlich nicht , es kann schon mal etwas knirschen.
Gutes Besipiel ist die >Schadenfreude<, das Wort ist ein deutscher Weltexport. Niemand ist frei davon, befürchte ich, ich auch nicht.
Da war bei >Wer wird Millionär< am Freitag eine junge Frau, die hatte schon eine 16 T€ gewonnen. Jauch meinte, es wäre doch schön wenn sie die schon fest hätte. DAruaf meinte sie, daß sie das Geld doch schon im KAsten habe, weil sie brauche ja nichts Falsches zu sagen. Dann haben sie ihr eine Frage serviert, was denn >Gravidität< sei? Ein  weiteres Indiz, daß es mit der Fragenauswahl nicht so ganz zufallsbedingt mit rechten Dingen zu geht, denn die Frage passte natürlich wie die Faust aufs Auge. Die Kandidatin war sofort Feuer und Flamme, daß das Schwerelosigkeit heißen müsse, denn schewanger sei sie schon mal gewesen....
Da sie vorher schon ein paar arrogante Sprüche abgelassen hatte, konnte ich nur Schadenfreude über diesen FAll auf 500€ empfinden.
Natürlich ist das blöd, aber Gefühle sind eben nicht immer schlau. Darf man sich blöder Gefühle auch mal schämen? Man darf, manchmal sollte man sogar. Man darf es auch im stillen Kämmerlein tun, niemand verlangt  öffentliche Korrekturen.
Nicht jedes Gefühl ist das Richtige,: der Romantiker zensiert seine Gefühle nicht, aber man kann sie ja nochmal kritisch überdenken.
 

Meister 22.10.2007, 19.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Heimarbeit 2

Eigentlich muß ich mich ein bißchen dementieren. Ich hatte mittags gebloggt, ich würde lieber in Ruhe schreiben, stimmt schon.
Aber wenn man so draußen ist und die herbstliche Natur genießt, dann ist es auch schön.
Und dann mache ich etwas furchtbar gerne, was mein Großvater rumkrokeln nannte: in HAus und Garten ein bißchen dies und ein bißchen jenes tun. Vielleicht nicht ganz so effektiv, wie es sein könnte, aber dafür macht es mehr Spaß.
Und wenn man dann so schaut, hat man doch Einiges geschafft.
Also insgesamt war es wirklich ein schöner Tag heute.
 

Meister 22.10.2007, 19.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Temperaturen in WA

Im Augenblick liegen die Höchsttemperaturen in Broome bei etwa 38°. Es muß in 3 Monaten dort nicht unbedingt kühler sein. Aber eigentlich ist das jetzt eine Hitzewelle, es sollten "nur" 33 bis 34° sein.
 

Meister 22.10.2007, 14.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Heimarbeit

Viel zu tun von Büroarbeiten bis Winterreifen aufziehen und die empfindlichen Pflanzen wollen auch noch evakuiert werden. Dabei würde ich lieber schreiben, aber die dringenden Sachen gehen vor.
 

Meister 22.10.2007, 13.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Reisevorbereitung 2

Die kommende Australienreise wirft ihre Schatten voraus. Wir planen und überlegen und schreiben eine Mail nach der anderen an unsere Reisespezialistin Frau Kofbinger. Es ist  wieder mal gar nicht so einfach den richtigen Flug zu finden. An diesem Wochenende, wie auch am letzten schon haben  wir jeweils eine Mail ständig umgearbeitet, weil wir immer wieder Verbesserungsideen hatten. Heute waren es 3 Versionen , letzte Woche sogar 4. Bisher ist es immer besser geworden, aber es ist immer noch zu konfuß, um es hier darzustellen. Kommt aber noch.
Solche Vorüberlegungen sind ja eine faszinierende Vorfreude, aber auch ein bißchen Kopfzerbrechen. Wenn wir es so machen, was werden die Folgen sein.? Hätten wir nicht vielleicht lieber dies und das machen sollen.? Wir werden es sehen, es sind ja noch 3 Monate bis es losgehen soll.
Der Generalplan lautet von WA übers NT zurück nach Cairns, um sich dort nochmal schön zu erholen. Aber der Anfang, der wird interessant, heiß, vielleicht aber auch anstrengend und vielleicht auch regenreich.
 

Meister 21.10.2007, 20.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Die Lokführer - ein Medienproblem

Jetzt haben sie es bald geschafft, die Lokführer aufs Medienabstellgleis zu rangieren.
Wird ja auch Zeit -
daran wird ja schließlich schon lange genug mit aller Kraft gearbeitet, und es ist  wieder faszinierend, wie der Propagandaapparat funktioniert.
Hier wird nicht aus der Reihe getanzt,
heißt die Botschaft, und die ist nicht nur an die Lokführer addressiert. Wo kämen wir denn hin, wenn Gruppen hier etwas zu sagen hätten, und wie unfein für sich etwas rausholen zu wollen.
Hier herrscht Ordnung -
und die wird von oben dekretiert und vom >Brot und Spiele Volk< abgesegnet.
30 % mehr wollen die,
so eine Unverschämtheit, die sollen sich genauso in der Reihe hinten anstellen wie alle anderen.
Soziale Gerechtigkeit, wie das Politbüro sie definiert hat,heißt: es ist besser, daß Alle wenig haben als das Einige mehr haben.
Dafür braucht man dann wenigstens nicht viel arbeiten und keine Verantwortung zu übernehmen. Und wer mehr arbeitet und mehr verantwortet, der ist halt selbst schuld.
Wer in diesem Land arbeitet, ist sowieso selbst schuld und muß die finanziellen Konsequenzen tragen. Wenn er zu dumm ist, sich in die Schlange der Leistungsempfänger einzureihen und Andere für sich zahlen zu lassen, dann muß er eben selbst bezahlen.
Dummheit muß bestraft werden.
 

Meister 20.10.2007, 12.25| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Urlaubsplanung 1

Darf man denn heute überhaupt noch Fernreisen machen?
Ich denke: man darf, man muß, man sollte! Denn die Fernreisen helfen uns, global zu denken und zu handeln, uns auch global verantwortlich zu fühlen. Wenn man sagen würde, bleibt zuhause und belastet nicht die Umwelt mit Verkehrsemissionen, wäre das ein rückwärts gewandtes Konzept. Von modernem Ablaßhandel, wie Verschmutzungszertifikate kaufen, halte ich gar nichts. Gibt es etwas Schlimmeres als das scheinheilig gute Gewissen? Nicht besser wäre es, wenn sich nur die Superreichen Flugreisen leisten können, und die Anderen dürfen die Welt am TV beobachten. Die wären dann arm dran in unserer Medienschund-Desinformationsgesellschaft.
Die Fernreisen halten die Welt zusammen, und wir sollten zusehen, daß sie so modern und energiesparend wie möglich durchgeführt werden.
Die Vervollkommnung der Technik kommt vor der Überwindung der Technik.
 

Meister 20.10.2007, 11.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Ziel

Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern handeln.
                                                                         Herbert Spencer

Meister 15.10.2007, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Mal geht´s, mal nicht

Nachdem ich im Urlaub wahnsinnig gut voran gekommen bin, hängt es seit der Heimkehr mal wieder.
Ich war total fasziniert: ich hatte Zeit, und es floß einfach so. Ich brauchte mir keinerlei Mühe zu geben, wie es weiter geht, alles entfaltete sich aus sich selbst heraus. Und wenn mal eine Denkpause nötig war, dann war ein Spaziergang am Meer ausreichend um den nächsten Schritt  anzuschieben. Gefällt mir auch ganz gut, was ich erreicht habe in diesem Kapitel.
Aber jetzt hänge ich vor einer wichtigen Hürde. Das Erlernen des Fliegens ist so phantastisch, daß ich irgendwie davor zurück scheue, die Flügel auszubreiten und abzuheben.
Aber vielleicht ist es einfach so. Alles braucht seine Zeit. Warten wir einen Moment ab. Wir werden fliegen!

Meister 14.10.2007, 23.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Daß der Urlaub vorbei ist, hatte ich mit einiger Zerknirschung schon letzte Woche geschrieben. Inzwischen ist die erste Arbeitswoche schon Geschichte und die Zeit blickt mich winterlich arbeitsintensiv an. Da kommen jetzt arbeitsreiche Monate. Hat auch seine Freuden die Arbeit, aber so ganz ist die Erschöpfung doch noch nicht weg.
Also sicher eine gute Idee den nächsten Urlaub vorzubereiten. Urlaubsliebe ist nicht Arbeitsscheu, sondern der Versuch, sich immer wieder so zu regenerieren, daß man weiter machen kann. Vielleicht sollte man stattdessen über eine andere Arbeit nachdenken? Ich hätte da schon einige Vorstellungen, aber man darf nicht vergessen, daß man auch noch sein Geld verdienen muß und daß die Arbeit vielleicht nicht so ganz sinnlos ist.
Also keine Denkverbote aber bleiben wir doch erstmal bei unseren Leisten, versuchen wir, das was wir machen, gut zu machen, gleichzeitig den Verschleiß gering zu halten und die eigene Weiterentwicklung im Auge zu behalten.

Meister 14.10.2007, 22.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Radtour im Herbst

Ja, im Garten wäre viel zu tun. Aber man kann sich ja nicht immer nur anbinden.
Heute haben wir eine schöne Radtour gemacht und festgestellt, daß das öfters vorkommen, müßte. Im Urlaub sind wir viel mit dem Rad gefahren, zuhause hat man immer zu tun.
Aber die wunderbaren Herbstfarben verlangen so dringend, daß man sie anschaut. Und das tolle Wetter verlangt, daß man es nutzt. Ein paar Wochen weiter und alles wird kahl und kalt sein. Also jetzt los!

Meister 14.10.2007, 21.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Der Rasenmäher ist hin

Genau an der gleichen Stelle desGartens an der der Erdwespenzwischenfall stattgefunden hatte (siehe 23. Juli 2007) bin ich mit dem selben Rasenmäher heute so unglücklich über einen Stein gekommen, daß ein Teil des Messers abgebrochen ist. Es sieht zwar so aus, als könnte es noch gehen, aber es ist eine zu starke Unwucht darin, wenn man ihn startet. Dabei hätte der Rasen noch dringend einen Schnitt nötig bevor der WInter kommt.
Jetzt liegt ein mittelgroßes Dilemma an: kriege ich für dieses alte Modell überhaupt noch ein Ersatzmesser? Immerhin hat der Rasenmäher schon 8 Jahre auf em Buckel. Er ist auch nicht mehr so ganz der Frischte, zugegeben. Aber ich gehöre eigentlich nicht zu den Leuten, die etwas sogleich weg schmeissen, wenn es mal kaputt ist, wenn man  das Messer auswechselt könnte es wieder gehen. Oder wenn ich kein neues passendes bekomme, müßte ich vielleicht versuchen, die andere Seite so abzuschleifen, dasß die Unwucht wieder verschwindet. Einen neuen Mäher jetzt kurz vor dem WInter zu kaufen wäre jedenfalls sicher Unsinn.
Sehen wir es positiv:  ich habe den ganzen WInter Zeit eine Lösung zu finden. Was jetzt noch geschnitten  werden muß, schaffe ich auch mit einem geliehenen Mäher.

Meister 08.10.2007, 19.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Was ist Zukunft?

Die Zukunft ist eine Schar von Möglichkeiten, die auf uns zu fliegt.

Die Aufgabe des Zukunftsromantilers besteht nicht darin, die Zukunft vorher zu sagen, sondern sie wie durch den Flügelschlag des Schmetterlings zu beeinflussen.

Wenn ich also über eine Zukunft schreibe, dann ist das nur eine Möglichkeit. Ich könnte andere Möglichkeiten beschreiben, ein Anderer könnte weitere Zukunften entwerfen.
Viele Möglichkeiten machen eine gute Auswahl.

Die Futuristen haben die Zukunf immer nur vorher gesagt, es kommt darauf an, sie zu verändern.

Meister 08.10.2007, 17.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Urlaubsende

So, jetzt ist der schöne Urlaub wieder vorbei. Gute 3 Wochen ist ja eine schöne Zeit, was sie nicht daran hindert vorbei zu sein. Das erholsame an einem Urlaub ist heute neu zu definieren: keine Arbeit machen zu müssen, das ist alt, aber kein Internet, kein Blog, Medien nur auf Sparflamme, mal ein bißchen Zeitung lesen, sonst aber nur Bücher, Zeit genug zum Schreiben, zum Laufen, Radfahren, zum Nachdenken und zum Sonnen, das ist heute Urlaub für mich. Also ich könnte noch wochenlang so weiter machen. Aber ich habe auch so lange gar nicht an die Arbeit gedacht, daß ich das jetzt wieder machen kann und es gibt auch durchaus Aspekte davon, auf die ich mich freue. Und über die ich mich nicht freue, werde ich mit Ruhe und Gelassenheit hinweg gehen - basta!
 

Meister 08.10.2007, 10.40| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heute vor 6 Jahren...

....ist mir das Brot im Ofen verbrannt, weil ich wegen der Ereignisse in New York vergessen hatte, daß es drin war. Kommt mir seltsam vor, daß das schon so lange her ist.
Genauso war ich verwundert, daß der "deutsche Herbst" schon 30 Jahre her ist.  Dabei ist aber ein komisches Zerfallsphänomen zu beobachten: einerseits denkt man, es sei gestern gewesen, andererseits assoziiert man graue Vorzeit.

Meister 11.09.2007, 22.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Christopher Clark : Preußen

Das Buch ist wirklich voll zu empfehlen, ob man nun schon was über Preußen weiß oder nicht. Es bringt interessante Aspekte, auf Einzelheiten will ich später eingehen. Daß ein  Australier über  preussische Geschichte schreibt, ist nicht so  abwegig, wie es zunächst scheint:  Deutsche können das heutzutage nicht, die sind viel zu befangen von den ganzen Komplexen deutscher Geschichte. Aber Engländer können das auch nicht so gut, sie haben ihre eigenen Komplexe,
 

Meister 11.09.2007, 21.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Erfolgreiche Fahndung im Botanischen Garten


Wir hatten einen Hinweis bekommen. Der Gesuchte sollte sich im Botanischen Garten in Dahlem aufhalten. Dem mußten wir nachgehen auch wenn es das Spesenkonto nicht unwesentlich belastete, denn der Eintritt kostet dort 5€ p.P.
Die Fahndung gestaltete sich nicht so einfach wie gedacht, denn es gibt im Gegensatz z.B. zum Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel keine Broschüre in der die Lage der einzelnen Subjekte verzeichnet ist . Entweder die Zentraleinreichtung der FU hat keine Studenten, die man für so etwas interessieren könnte oder die Uni hat keine Lust, für so etwas ein bißchen Geld locker zu machen.
Wir suchen die >Kaukasische Flügelnuß< und die versteckt sich zunächst effektiv, was uns zu einem weiten Spaziergang verhilft, denn wo gehört sie hin, nach Asien, Europa, zu den Nußbäumen oder was auch immer?
Leider ist sie nicht zu finden, nur eine wenig spektakuläre chinesische Flügelnuß wird ermittelt, aber die Vermutung, daß die kaukasische sich in der Nähe rumtreibt läßt sich nicht erhärten.
Schließlich treten wir den Rückzug an und sindgar nicht mehr weit vom Ausgang entfernt, da entdeckt meine scharfäugige Hobbybotanikerin einen Riesenbaum ein Stückchen ab vom Wege. Sie hat sich nicht getäuscht, diese große Installation der Pflanzenwelt mit ihren beachtlichen großgefiederten Blättern und ihren herabhängenden Fruchtständen, die kleine geflügelte Nüsse enthalten, ist der besagte Baum. Er hat nicht nur einene Stamm sondern viele, er schiebt in die Umgebung Ausläufer , die sich dann selbst zu Bäumen entwickeln, und er dürfte hier villeicht zwanzig Meter hoch sein, füllt den Horizont so aus, daß vom Kaukasus gar nix zu sehen ist. Wriklich beachtlich und toll. Die Belohnung gehört uns.
 

Meister 08.09.2007, 18.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Nochmal : spielen

Heute im Tagesspiegel ein Artikel über die IFA. Die Autorin Ursula Weidenfeld schreibt unter der Überschrift "Sein und Scheinsein", daß die neuen Welten nicht ignoriert werden dürfen,weil die Kinder und Jugendlichen von heute damit groß werden in virtuellen Welten zu spielen, und wer dazu keinen Zugang findet sieht alt aus. Lassen wir mal das alt sein oder aussehen beiseite, die virtuellen Spielwelten sind schon eine differenzierte Betrachtung wert, und der Verweis der Autorin, daß sie gesellschaftliche Gewalt gewinnen, ist völlig richtig.
Aber warum gewinnt diese Spielerei eine solche Macht, sind es nicht nur Scheinwelten?
Die Antwort die Gerald Hüther gibt, hat mir doch einiges klar gemacht. Er sagt: die Kinder brauchen Herausforderungen, die sie selbst bestehen können, und wenn sie sie bestehen, macht es sie stärker. In einer heutigen Welt, wo die Kinder von den Erwachsenen alles diktiert kriegen, überall erzogen, gefördert und sonstwie manipuliert werden, ist es nur natürlich daß die Kinder ihre Herausforderungen in der virtuellen Welt suchen. Dort können sie relativ gefahrlos die tollsten Abenteuer bestehen und Herausforderungen meistern, an denen sie für ihr Leben lernen.
Ich finde diese Erklärung sehr plausibel, auch wenn man über die genauen Implikationen des Computerhockens sicher verschiedener Meinung sein kann.
Jetzt sehen wir die Sache aber mal romantisch:
Die virtuellen Welten sind auch eine Art Protest gegen diese ach so rationale, völlig absurde, einzig wahre Welt, mit ihrer Pseudologik, ihrer überall Korrektheit, ihrer internen Alternativlosigkeit. Man könnte die virtuellen Spielwelten auch als die Märchen von heute betrachten, zumindest als eine neoromantische Lebensform, nicht die Einzige, nicht notwendigerweise die Beste, aber eine zweifellos in diese Kategorie gehörende Form.

Meister 04.09.2007, 21.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Schule hat begonnen

Kaum hat die Schule wieder begonnen, geht es wieder los. Da sagt die Lehrerin eines 7jährigen jetzt Zweitklässlers zwischen Tür und Angel der Mutter, ihr Kind sei von zwei Spezialkräften getestet worden und es habe Lese-Rechtschreibschwäche, sie ,die Lehrerin, glaube es zwar nicht, aber er solle doch ab sofort am Legasthenikerförderunterricht teilnehmen. Man braucht nicht viel Zeit, um sich davon zu überzeugen, daß diese "Diagnose" völliger Blödsinn ist, er liest gut und schreibt besser als mancher andere. Wie kann es bloß kommen ,daß diese "Spezialkräfte" oft so falsch liegen und daß dann daraus Konsequenzen erfolgen, selbst wenn die unmittelbar befaßten Lehrer und Eltern dem nicht zustimmen.
Ich kann mir das nur so erklären, daß über all in Kitas und Schulen heute spezielle >Schanghai-Gangs< rumlaufen, die für ihre Fördermaßnahmen oder "Therapien" nach geeigneten Opfern suchen. Mit individueller Förderung von Kindern hat das gar nichts zu tun, es handelt sich mehr oder weniger um ABM-Maßnahmen auf Kosten der Kinder. Und die Eltern dürfen noch dankbar sein, daß man herausgefunden hat, was mit ihrem Kind nicht stimmt. Je weniger Probleme die Kinder wirklich haben, um so besser wird die Förderbilanz ausfallen.
Merkwürdigerweise werden die Kinder, die wirkliche Probleme haben, besonders wenn auch noch Verhaltensprobleme dabei sind, nicht so gerne gefördert: das würde ja Mühe machen und vielleicht wenig positive Ergebnisse bringen, also wird man die besser als Kranke abstempeln und versuchen auf Sonderschulen oder ähnliche Institutionen abzuschieben
 

Meister 03.09.2007, 21.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Spielen

In letzter Zeit hat man den EIndruck, daß es überall nur noch ums Spielen geht. Die Werbemails der Internet-Casinos, die Online-spiele , die DAddelgeräte mit denen die Kinder ihre Zeit vertrödeln.
Sicher ist spielen, also zweckfreie Tätigkeit ein menschliches Grundbedürfnis und auch eine wichtige Quelle der Kreativität. Aber spielen hat auch böse Abgründe: das Spielen um Geld, wie es beispielsweise von den Online-Casinos nahe gelegt wird, ist einer der schlimmsten; wie viele Leute haben sich schon um Haus und Hof gespielt, in der trügerischen Hoffnuing auf den großen Gewinn und im falschen Glauben an die Beeinflußbarkeit der Karten oder der Kugel. Aber auch die virtuellen Welten können süchtig machen und das Daddeln mit diesen oder jenen Electronica hat oft keine kreative Komponente,
Ich stelle mal die These auf, daß die guten Spiele die sind, die offen und kreativ sind, wo man selbst an den Regeln dreht und wo ein gewisses Maß an geistiger Aktivität erforderlich ist, in denen man selbst Beherrscher des Spiels sein kann und nicht der Sklave.
Natürlich muß man auch noch unterscheiden zwischen Spielen für Kinder und für Erwachsene, aber sind es wirklich verschiedene Dinge?
 

Meister 03.09.2007, 20.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Falsche Gelenke und Desinformation

Liebe Freunde des staunenden Wortes und des offenen Mundes,

ich muß hier mal zu einem akuten Problem Stellung nehmen, genau genommen, einem kleinen Rätsel, dessen Lösung ich heute in einem Nebensatz gefunden habe.
Da waren doch in einem Krankenhaus, gar nicht so weit weg vom Spreebogen (meine hochkarätigen Patienten waren natürlich nicht betroffen) Kniegelenksprothesen falsch eingebaut worden. Sie hätten einzementiert werden müssen, wurden sie aber nicht , weil jemand meinte die englische Aufschrift so interpretieren zu sollen, daß das nicht nötig sei. Wäre das 1-2 mal vorgekommen, hätte man sagen können, daß es sich um normale FEhler handelt, aber es soll sich um über 40 Fälle handeln. Peinlich, peinlich! Aber da waren auch einige Ungereimtheiten: man kann an den Prothesen, wenn man vom Fach ist, recht einfach erkennen, ob sie einzementiert werden müssen, das müßte eine qualifizierte OP-Schwester schon sehen und die Krankenhausärzte allemal. Wenn neue Modelle eingeführt werden, müßte in einem Krankenhaus eigentlich von den Verantwortlichen genau studiert werden, was und wie eingebaut wird, deshalb verwunderte die Aussage, der Chefarzt trage keine Verantwortung dafür, doch schon sehr.
Aber jetzt nach einigen Wochen kommt ein nicht unwesentliches Detail in einem Halbsatz heraus: >das Krankenhaus habe die Zusammenarbeit mit den Ärzten, die diese OPs durchführten eingestellt<. Das ist des Pudels Kern: es waren Belegärzte, die diese OPs durchgeführt haben. Das erklärt natürlich alles.
Vielleicht sollte man Gelenkersatz-OPs doch nicht so ganz leichthändig vornehmen?
Handelt es sich um bewußte Desinformation, oder haben die Journalisten bloß nicht so genau gewußt, was wichtig ist?
Seien Sie ergebenst gegrüßt
Robert F. Bloggma
 

Meister 02.09.2007, 21.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Vorschulbücher

DA will ein bekannter deutscher Sachbuchverlag eine Vorschulkassette verkaufen mit einem Buch über lesen und schreiben, einem Buch über rechnen und dem dritten über Englisch.
Wie weitesoll der Wahnsinn noch gehen?
Da haben sie nun die nicht schulreifen Kinder in die erste Klasse gesteckt und die Kindergartenkinder sollen jetzt auch schon mit den Schulinhalten malträtiert werden.
Das alles natürlich, damit Deutschland pisamäßig voran kommt, oder was. Im Interesse der Kinder ist das sicher nicht, ich glaube auch nicht im Interesse der Lehrer und der Schule. Was bringt es, wenn das Wissensniveau in den Eingangsstufen noch unterschiedlicher ist? Dann werden die einen zu Überfliegern erklärt, die natürlich scheitern, weil sie es gar nicht sind und die anderen zu Gestörten, weil sie nicht damit zurecht kommen, daß in der Klasse ein enormes Anfangstempo vorgelegt wird. Die Lieblingsklagen, die nach 3-4 Wochen Schule kommen sind, daß den Eltern verklickert wird, ihr Kind sei zu langsam und zu unkonzentriert.
Ich rate den Eltern der noch nicht in die Schule kommenden schlaueren Kinder immer, die Schulinhalte möglichst zu meiden. Es gibt zwischen 4 und 6 Jahren so viele Talente zu entdecken und Begabungen zu fördern, da muß und soll man sich nicht mit den gemeinen Schulfertigkeiten begnügen, die  intelligente Kinder sowieso schnell lernen, wenn sie denn den Spaß am Lernen beigebracht bekommen haben.
 

Meister 02.09.2007, 12.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Herbst?

Es ist doch schon recht kühl geworden, deshalb gestern abend zum ersten Mal den Kamin angesteckt. So ganz ohne Heizung geht es eben doch nicht.
Die Tage sind schon reichlich kürzer geworden, Hängemattennachmittage scheinen schon zu fernen Träumen zu werden - ganz habe ich die Hoffnung  allerdings noch nicht aufgegeben.
Aber dafür kann man ohne in Schweiß zu kommen, etwas unternehmen, z.B:
gestern haben wir neue Zaunpfähle gesetzt, glücklicherweise bevor der Zaun umgefallen ist. Auch hier gilt, nicht zu früh freuen, die andere Seite könnte immer noch umfallen.
Herbstliches Vergnügen: abends am Kaminfeuer sitzen und lesen, ist wirklich eine schöne Beschäftigung

Meister 01.09.2007, 13.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kuh-Altersheim

Im Tagesspiegel heute ein wunderbarer Artikel über ein Altersheim für Kühe im Vogelsberg, der einem diese gutmütigen Tiere so richtig nahe bringt. Leider auch die negativen Seiten der Milchwirtschaft.  Man weiß es ja, aber trotzdem finde ich es immer wieder so todtraurig, wie der Mensch mit den Tieren umgeht, sie quält, ausquetscht und wegwirft. Und wir sind immer mit schuld , weil wir immer das billigste wollen.
In Zukunft muß noch sehr vieles anders werden, nicht zuletzt unser Verhältnis zu unseren Mit-Lebewesen. Albert Schweitzer war auch auf diesem Feld richtungweisend: es geht nicht immer nur um Menschen; es geht um die Ehrfurcht vor dem Leben.

Meister 29.08.2007, 20.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Tomatenbilanz

Ich hatte zwar schon früh Sorgen um die Tomaten, aber glücklicherweise haben sie sich besser gehalten als befürchtet, obwohl es ziemlich viel geregnet hat. Die Braunfäule war zwar schon ziemlich früh da, ist aber nicht so schnell voran geschritten wie in diesem Sommer.
Die beiden verschiedenen Sorten Tomaten haben sich durchaus bewährt. Das "Harzfeuer" wird ziemlich früh reif, ist insofern gut an die nördlichen Witterungsbedingungen angepasst. Die zweite Sorte "Sioux", fing erst 3 Wochewnspäter an rot zu werden ,schmeckte aber ausgereift wesentlich besser. In einem richtig schlechten Tomatenjahr hätte ich aber keine Einzige von denen geerntet. Also insgesamt bin ich mit der Tomatenernte ganz zufrieden, am Wochenende werde ich aber abräumen, jetzt kommt nicht mehr viel rüber.
 

Meister 29.08.2007, 20.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Ist der Ossi Ausländerfeind?

Es heißt oft der Ossi - nicht als geographische Bezeichnung sondern als Lebensaufassung - sei Ausländerfeind - das stimmt so gar nicht ! Der Ossi ist Feind alles Fremden, auch wenn es aus dem Nachbarort kommt.
Schon direkt hinter der Berliner Stadtgrenze fängt es an: wenn man nicht dazu gehört, gehört man nicht dazu, dann wird man als Nachbar nicht gegrüßt, auch nicht nach Jahr und Tag, der Ossi hat Prinzipien!
Wenn also bei irgendeinem Pogrom, das kommt schon mal vor, zufällig Ausländer die Opfer sein sollten - was haben sie sich auch dort rumzutreiben? - ist es doch natürlich, daß  "Ausländer raus!" gerufen wird, der Ossi ist korrekt.
Aber jetzt kommen wir zum eigentlichen dialektischen Witz: der Ossi ist ein Fremder in diesem Land, er ist uns Deutschen fremd, er gehört eigentlich nicht hierher. Aber wer soll ihn uns abnehmen? Wir werden mit diesen Fremden noch ein Weilchen leben müssen. Aber wir Deutschen sind ja keine Fremdenhasser.

 

Meister 28.08.2007, 21.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Die besten Pflaumen der Welt

Ein großartiges Pflaumenjahr, die Äste biegen sich, und die Früchte sind von hervor ragender Qualität, kaum eine Made drin. Dieses Jahr ist  sowieso ein gutes Bespiel dafür, daß ein milder Winter nicht unbedingt zu mehr Ungeziefer führt, was so gern verbreitet wird. Im Gegenteil. möchte man für dieses  Jahr sagen.
Viel Obst bedeutet viel Arbeit und auch wenn man es gern macht, tun einem hinterher doch die Finger weh, wenn man eine Weile Pflaumen entsteint hat, und die zu erledigende Menge scheint nicht weniger zu werden.
Als ich so im Baum die Pflaumen pflückte, kam mir zuerst ein wunderbares Erntedankgefühl. Dann aber mußte ich daran denken, wie hart es wäre, wenn wir von dem, was wir ernten, rund ums Jahr leben müßten. Dann würde keine Frucht verkommen und wir würden uns den Bauch vollschlagen so gut es geht und der volle Bauch würde trotzdem auf Hunger verweisen, der in wenigen Monaten wieder auf uns zu kommen könnte, wenn wir jetzt zu faul oder zu nachlässig sind oder wenn die Ernte einfach schlecht ist.
Wir wissen gar nicht, wie gut wir es haben. Wenn jemand aus der Steinzeit zu Besuch käme, er könnte sicher alles nicht begreifen. Wahrscheinlich könnte es auch jemand nicht fassen, der aus einer Hungerzone Afrikas kommt. Besonders dann, wenn ihm noch erklärt wird, daß wir aus den Feldfrüchten heute gern Bioalkohol machen, um Autos zu betreiben, und daß das gut fürs Klima sei.
 

Meister 26.08.2007, 21.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Geheimnisse des Kassenarztwesens

Liebe Freunde,
nachdem der Spreebogen aus dem Urlaub zurück ist, bin auch ich, der Leibarzt, wieder dort verortet. Daß ich heute etwas über das Kassenarztwesen schreiben soll, ist auf der einen Seite so, als ob man den Blinden auffordert über die Farbe zu schreiben, andererseits habe ich natürlich auch den von gierigen Interessen ungetrübten Blick von außen, denn wie Sie sicher schon vermutet haben, ist meine Spreebogenpraxis natürlich nicht von dieser Kassenwelt. Wie meinte doch neulich meine Patientin U. von GM, als sie es sich auf meinem Behandlungsstuhl gemütlich gemacht hatte: "Wenn Sie Kassenarzt wären , mein lieber Doctor, ich wäre ja meines Lebens nicht mehr sicher!" Und sie kann versichert sein, solange ich meine Hand über ihre Gesundheit halte, wird sie kein Schnupfen dahin raffen.
Eine meiner wichtigen Aufgaben in der Behandlung des Spreebogens besteht ja darin, meine Halbgötter in Zwirn und Nadelstreifen nicht nur von ihrer eigenen Sterblichkeit und Kränklichkeit zu befreien, sondern sie auch mit dem Leiden des gemeinen Volkes empathisch vertraut zu machen.
Und dieses Leiden verbindet sich aufs Engste mit dem sogenannten Kassenarztwesen. Eine Institution, die ihrer Kundschaft voraus hat, daß sie nicht sterben, aber trotz ihrer Fortexistenz auch nicht leben kann.
Die Erfinder, deren Gebeine schon lange irgendwo gnädig modern, haben eine so geniale Konstruktion gefunden, daß die Beteiligten alle sich nicht trauen, sie wieder aus der Welt zu schaffen, so sehr sie es sich andererseits wünschen.
Die Erwählten dieses System, die sogenannten "niedergelassenen Ärzte", ein Wort auf das man trefflich Witze machen könnte, bekommen den Cocktail einer großen Illusion gereicht: daß sie frei, selbstständig und unabhängig seien, daß sie selbst wirtschaften könnten, daß sie ihres Glückes Schmied und ihrer Patienten Heil seien und daß sie sicher und gut in diesem System leben könnten, daß sie die frei assoziierten Mitglieder der kassenärztlichen Vereinigungen seien, deren Politik sie bestimmten.
Die Wirklichkeit sieht natürlich anders aus: es handelt sich um eine Art mittelalterliches Lehen, d.h. dafür daß man in den erlauchten Kreis aufgenommen wird - man muß dafür oft auch noch heftig bezahlen - bekommt man einen Wirkungskreis, den man, vor Konkurrenz zumindest scheinbar beschützt, für sich ausbeuten darf, so man sich an die Regeln hält. Diese Regeln sind gefaßt in Bücher, vor denen die Bücher der Weltreligionen in Umfang und Rigor erblassen müßten, wenn sie denn außerhalb des iniitiieren Kreises überhaupt gelesen und verstanden würden. Diese Regeln definieren Notwendigkeiten und Wirtschaftlichkeiten, und sie kommunizieren kryptische Leistungsziffern, deren wirklicher Inhalt in € und Cent in einer quartalsweisen Ziehung der Lottozahlen genauso adäquat bestimmt werden könnte.
Heerscharen von Schreibtischbewohnern im Solde der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigungen und auch der hohen Politik sind ständig damit befasst diese heiligen Bücher auszulegen und umzudeuten und natürlich auch damit ihren Inhalt zu vermehren und zu reformieren. Die Reformation ist für das Kassenarztwesen ein so ständiger Begleiter, daß man in Umdeutung anderer Theoretiker auch von einem "Stadium der permanenten Reformation" sprechen könnte und das ganze unter Oberhoheit zumeist weiblicher Päpste.
Aber der Sinn ? Es ist nicht ohne Sinn, denn es geht darum, daß für die Krankenbehandlung der Massen nicht mehr ausgegeben wird als unbedingt nötig, und daß man die Agenten findet, die das für die hohen Herrschaften erledigen. Diese Agenten müssen das Gefühl der Privilegierung haben, sie dürfen aber auch nicht so viel kosten, und das ganze muß den Anschein eines heiligen Zweckes haben: die Gesundheit unser höchstes Gut.
Die horrenden Geldsummen, die für die Krankenkassen aufgebracht werden, stellen natürlich ein Objekt für große Begehrlichkeiten dar. Viele gierige Menschen sind ständig damit beschäftigt darüber nachzudenken, wie sie immer größere Teile dieser Milliarden in ihre Taschen umlenken könnten, durchaus auch Ärzte, denn sie werden ja gerade für die Monetik des Lehens ausgebildet und angeworben. Aber die eigentlichen Profiteure sitzen wie üblich anderswo: je undurchsichtiger das System ist, um so weiter verteilen sich die Profite.
Warum wird das System nicht abgeschafft? Gibt es wirklich nichts Besseres? Durchaus möglich, aber alle Beteiligten haben sich mit den Regeln dieses Verteilungskampfes eingerichtet. Würde man alles vereinfachen, käme es zu möglicherweise heftigeren Verteilungskämpfen nach unstabilen, unberechenbaren Regeln. Das könnte zur der späten Erkenntnis führen, daß permanente Reformation ein Klacks ist gegen permanente Revolution.


Meister 26.08.2007, 11.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Apfelmost

Etwa 60 Liter Most sind es gestern geworden, die verarbeitete Apfelmenge dürfte 120 bis 150kg gewesen sein, es waren 5 Schubkarren voll. Ein gutes Stück Arbeit allemal. Jezt lassen wir also erstmal gären und in 2-3 Tagen werden wir mal schüchtern probieren. Hauptproblem: das muß dann auch rasant weg getrunken werden bevor der Rauscher zum Sauer wird.
Nebenbei gab es für alle Beteiligten gestern auch noch den besten Zwiebelkuchen aller Zeiten, der typischer Weise trotz doppelter Menge heute schon alle ist. Großes Lob und Verdienstorden des Hauses an die Bäckerin
 

Meister 25.08.2007, 11.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Das Mostprojekt

Heute läuft das Mostprojekt, eigentlich geht es um Apfelmost. Wir haben, etwa 3-4 Schubkarren Äpfel, in diesem Jahr endlich mal rechtzeitig geernet. Die werden jetzt gewaschen, geschnitten, geschreddert und gepresst und mit Gärhefe im Ballon angesetzt.
Stand im Moment: vielleicht 1/3 geschafft.  Machen wir also weiter.
 

Meister 24.08.2007, 14.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Hochbegabte 2

Aus dem gestrigen Beitrag über Hochbegabtenförderung könnte der flasche Eindruck entstehen, die Hochbegabtenfrage sei irrelevant oder gar Hochbegabung sei Humbug.
Im Gegenteil, ich denke, daß es eine äußerst wichtige Frage ist, denn es ist unsere gemeinsame Aufgabe,unsere Zivilisation und die Möglichkeiten des einzelnen Menschen weiter zu entwickeln. Es ist also eine tolle Sache, wenn immer mehr Menschen immer schlauer werden.
Gerade deshalb kommt es aber darauf an, diese Fragen richtig zu behandeln.Deshalb reicht es keineswegs auf IQs zu starren. Es sollte statt dessen an neuen Kriterien und Verknüpfungen gearbeitet werden um sicher zu stellen, daß es sich nicht ledglich  um wandelnde Computer sondern um voran bringende Menschen handelt.
Was können wir tun, daß wir alle immer schlauer und zivilisierter werden, was können wir tun, daß wir schnell genug zivilisierter werden?
 

Meister 24.08.2007, 12.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Hochbegabtenförderung

Heute kam eine Einladung bezüglich Fortbildung zur Hochbegabtenförderung. Ein schwieirgers Kapitel, nicht zuletzt deshalb weil die "Hochbegabten-Lobby" oft ziemlich unintellignet daher kommt.
Versuchen wir uns dem Thema mit einigen Fragen anzunähern:
1. Brauchen Hochbegabte eigentlich "Förderung" ? - Im engeren Sinne des Wortes sicher nicht, aber sie brauchen Hilfe, sich besser auf ihre Umwelt einzustellen.
2. Welche Hilfen brauchen Hochbegabte? - Ich denke, sie brauchen mehr Freiheit selbst mit ihrem Kopf etwas anzustellen, sie brauchen weniger Festlegungen und Projektionen, was sie denn für großartige Kerlchen sind oder werden könnten, sie brauchen vielleicht auch Kurse in geistiger Disziplin, in konventionellem Denken und in emotionaler Kompetenz, ein weites Feld. Sie brauchen vielleicht auch Anregung Dinge zu tun, die keine intellektuellen Höhenflüge sind.
3. Wenn die "Hochbegabtenförderer" einen IQ von 120 zur Eintrittsvoraussetzung für ihre Kurse machen, wirft das wieder eine Reihe von Fragen auf: Ist der IQ wirklich nützlich, oder ist er gerade in den Randbereichen ein eher unscharfes Instrument? ISt diese Grenze von 120 nicht eine Kommerzschwelle, denn Leute bis über 130 kommen doch zumeist ganz gut zurecht? Sind nicht die Querdenker auch im Bereich darunter vorhanden, nur ein bißchen weniger unbescheiden?
4. Tut man den Kindern wirklich einen Gefallen, wenn man jeden, der recht helle ist, in ein solches Kästchen tut?
5. Was gilt es bei Hochbegabten eigentlich zu erreichen ? - Sie sollen ihre Fähigkeiten entfalten können, aber nicht zu reinen Kopfmenschen verkommen. Sie sollten in die Lage versetzt werden, mit anderen "normalen Menschen", auch ganz normal umgehen können. Wenn beispielsweise so ein Schlaumeier nicht mit Fußball spielen kann, weil er statt zu spielen mit den anderen über die Flugbahnen von Bällen diskutieren will, dann muß man so ein Defizit auch Defizit nennen dürfen und ihm klar machen, daß die Welt sich nicht um ihn alleine dreht. Soziale Wahrnehmung und Empathie sind für intelligentere Leute durchaus nicht verzichtbar - wir hatten schon genug skrupellose und verantwortungslose Techniker der Unmenschlichkeit. Inteligenz ist kein Wert an sich.
6. Ist nicht das ganze Problem in Wirklichkeit ein Problem mit Namen >Schule<?  - Statt alle nach ihren Fähigkeiten zu fördern, sollen alle auf ein Level gebracht werden, man könnte das mit "einebnen" oder "platt machen" übersetzen. Eine Art Geleitzugtraining für ABC-Schützen, als ob jeder, der aus der Reihe tanzt, vom unbekannten Feind aus der Tiefe torpediert werden könnte.
Die heutige Schule kann vielleicht gar nichts Besseres, dazu sind die Strukturen zu verkehrt, die Zahlenverhältnisse zu ungünstig und das zentrale Ziel lernen zu lernen und geistig aktiv-kritisch-selbstständig zu werden wird zumindest verfehlt, wenn überhaupt erkannt.

Meister 23.08.2007, 22.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Gerald Hüther: Was Kinder brauchen

Eines vorneweg:Ja - ich habe es begriffen, und es ist wahr und richtig: Kein Wort mehr gegen Hirnforscher generell !!
Ich hoffte es ja im Grunde, aber es stimmt auch: es gibt nicht nur die Wichtigtuer, die ihr leeres Stroh zu Reliquien hochstilisieren, es gibt auch Wissenschaftler, die aus experimentellen Ergebnissen vernünftige Schlüsse ziehen.
Und ein Musterbesipiel dafür ist Gerald Hüther, der es in dem Vortrag, den ich eben gesehen habe - kann man als DVD bei Jokers kaufen - wirklich hervorragend versteht, die Erkenntnisse der Hirnforschung in positive, vernünftige und praktische Hinweise umzusetzen, was Kinder brauchen, um sich vernünftig zu entwickeln. Das ist eben nicht ein Übermaß an Methoden und Programmen, sondern zunächst stabile Bindung und Vertrauen, das Wort Liebe setze ich mal zu. Und dann brauchen sie viel Anregung und selbstständige Möglichkeiten Aufgaben zu bewältigen , ohne Gängelung von Erwachsenen, und Abenteuer, die das Leben und Lernen spannend machen.
Eine andereKleinigkeit ist mir da wie Schuppen von den Augen gefallen: warum die Neigung zur Computerspielsucht bei den Kids immer schlimmer wird: genau aus dem Grund: sie können in der virtuellen Welt die Abenteuer haben und die Selbstständigkeit und den Erfolg, den ihnen die Erwachsenen in der realen Welt ständig vorenthalten.
Wenn ich also einem etwas dicken Kind sage, geh doch lieber in den Sportverein, dort kannst du mit anderen zusammen was Vernünftiges machen, dann erscheint das aus meiner eingeschränkten Sicht richtig, aber das Kind denkt: was soll ich da hin gehen, um mich anmachen zu lassen und nach deren Pfeiffe zu springen, und wenn ich es nicht so toll mache, dann gibt es Mecker oder Gelächter, bei meinen Spielen hab ich viel mehr Macht und Spaß. Die Realität darf nicht enttäuschen, das ist auch ziemlöich wichtig und die Erwachsenen müssen endlich lernen, den Kindern und überhaupt anderen mehr Raum zu lassen.
Mehr Freiheit, ist immer noch die richtige Forderung.
 

Meister 20.08.2007, 18.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Wochenendenttäuschung

Da fährt man nun ein paar hindert Kilometer, nur um dann fast dass ganze Wochenende krank im Bett zu liegen, alle hübschen Pläne Makulatur.
Aber so ist das Leben, jetzt geht es wieder aufwärts und neue Pläne ersetzen die alten.
 

Meister 20.08.2007, 12.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Katastrophen und Romantik

Ich frage mich oft, ob es in einer romantischen Zukunftsbetrachtung Katastrophen geben darf und muß. Ich würde es als unromantisch blauäugig ansehen, wenn ich die ganzen Gefahren des 21. Jahrhunderts, einfach durch den Deus ex machina abschmettere. So wird es nicht sein. Es gibt Chancen und Möglichkeiten, aber auch heftige Bedrohungen und Gefahren, es wird nicht alles gut gehen. Es ist wohl auch besser, wenn wir uns darauf einstellen. Wenn man über mögliche Kastastrophen redet, heißt das doch nicht, daß man sie herbei redet, im Gegenteil, daß man sie weg schreibt. Vielleicht ist es wirklich besser, die Katastrophen in der Phantasie ablaufen zu lassen, vielleicht kann man damit ihren Ablauf in der Wirklichkeit unwahrscheinlicher machen.
 

Meister 15.08.2007, 21.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Schwer unmögliche Vehikel (SUV)

Täusche ich mich oder werden diese nicht mehr so ganz normalen Autos immer mehr?
Die Zulasungszahlen sagen, daß ich mich nicht täusche. Wozu braucht man sowas?
Leider haben offenbar viele Zeitgenossen derartige Krücken nötig. Vielleicht ist es auch die Trotzreaktion auf die Rufe nach Mäßigung? Oder ist es gar ein Endzeitverhalten? Kaufen wir uns so einen Karren, solange wir es noch können - geniesst den Krieg, der Frieden wird furchtbar - besuchen sie Europa, solange es noch steht.
Natürlich ist es unvernünftiges Verhalten, aber doch offenbar gewollt unvernünftig - wir wollen nicht vernünftig sein, wir wollen unseren Spaß haben - auch wenn alles in Scherben fällt, oder wenn wir andere damit in Grund und Boden rammen.
Steckt da mal wieder die Faszination des Bösen dahinter?: ich weiß zwar daß anders Verhalten besser wäre, aber das wäre doch langweilig. Ich bin doch etwas Besonderes und ich darf das.
Besondere Menschen müssen sich distinguieren, indem sie das haben, was andere nicht haben können und was man nicht haben soll. Genauso kommt auch der Markt für vom Aussterben bedrohte Tiere und der Markt für gestohlene Kunstwerke zu Stande.
Was kann man da tun, ohne wieder in die Gruselkiste zu greifen?
Was tun für die Faszination des Guten, was tun für die Freiheit tun und lassen zu können, was man will, aber trotzdem positiv und verantwortlich zu handeln?

Meister 14.08.2007, 23.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Club of Budapest

Dieser Club scheint ganz interessant, ich werde ihm Aufmerksamkeit schenken müssen, besonders gefällt mir, daß es nicht nur um Gutmenschenverhalten geht, sondern daß die menschlich Spiritualität  thematisiert wird.
Ein bißchen störend erscheint mir im Moment der elitäre Anstrich, aber vielleicht täusche ich mich da ja auch.
Wenn die Menschen voran kommen wollen und wenn sie Schaden vom Leben auf der Erde abwenden wollen, werden sie vieles anders machen müssen. Aber das kann nicht eine Geschichte von Verzicht, Einschränkung und steuernden Gesetzen sein, sondern "kommen muß eine Vergeistigung der Massen", wie Albert Schweitzer schon vor langer Zeit sagte. Wir müssen ein neues Leben für alle finden. Was für eine Aufgabe !
 

Meister 14.08.2007, 22.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Probleme lösen, wenn´s denn geht

Seit inzwischen ein paar Wochen war der Satelittenempfang weg, gut es geht auch ohne TV, deshalb hatte ich auch nicht gerade Eile, aber alle nicht gelösten PRobleme stapeln sich dann ja auch irgendwann. Ich hatte schon mehrere halbherzige Versuche unternommen, aber  da es nicht ging immer wieder die Lust verloren. Heute habe ich nun endlich mal systematisch angefangen: erstmal gecheckt ob das Kabel hin ist, war es aber nicht, dann wollte ich eigentlich schaun, ob die Antenne verdreht ist , aber glücklicherweise war die so fest, daß ich sie nicht leicht verdrehen konnte, das konnte der Wind also auch nicht gemacht haben. So habe dann endlich einen Blick unter die LNB-Abdeckung geworfen und mußte feststellen, daß dort ein paar Spinnengelege waren. Ich hätte gar nicht gedacht, daß die störeten, aber oh Wunder, nachdem sie weg sind geht es wieder.
Es muß mein Technkikarma sein, es läuft immer genauso: ich probiere, dies und das , es geht nicht, ich verliere die Lust und vertage, irgendwann geht es dann wieder, manchmal hätte ich nur mehr nachsetzen müssen, dann wäre es gleich gegangen, manchmal ist doch eine systematische Herangehensweise nötig.
Vom Handwerker unterscheiden mich zwei Dinge: ich meine zu oft, die tückischen Objekte müßten mir einfach wieder gehorchen - die denken gar nicht dran. Zweitens: ich gehe mit zu viel Laxheit vor, anstatt gleich den Nagel auf den Kopf zu hauen, versuche ich es erstmal auf die leichteTour. Ob ich mich noch jemals ändere? Warten wir es ab, das Leben ist lang, der Weg ist gewunden und man darf die Hoffnung nicht aufgeben. Andererseits muß man natürlich auch lernnen, mit seinen eigenen Schwächen zu leben - darin bin ich nicht schlecht.
 

Meister 11.08.2007, 14.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Design oder Echt?

Wir hatten eine Diskussion über Restaurants: man kann heute unterscheiden zwischen solchen, die von echten Gastronomen geführt werden und oft auch eine "echte" Küche haben, z.B. Griechen oder Italiener, und Designer-Restaurants, die von Investoren betrieben werden und ein bestimmtes Design haben, z.B kalifornisch, südasiatisch, australisch-ozenanisch oder cool-modern. Das Gastronomenrestaurant ist mir eigentlich lieber, wobei nicht jeder Gastronom gut sein muß, aber die Designerrestaurants müssen auch nicht schlecht sein, sind sie zwar oft, was dann aber meist daran liegt, daß die Besitzer an der Investorenkrankheit Gier leiden.
Die Design-oder Echt-Frage stellt sich heute auf verschiedensten Ebenen, im Prinzip gilt: für das Gefälschte gibt es keinen Ersatz. Aber es gibt auch hübsches Design, fraglos.

Meister 10.08.2007, 21.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ervin Laszlo: Das 3. Jahrtausend

Ich bin mit dem Lesen des  Buchs noch nicht fertig, deshalb ist noch keine Bewertung möglich, aber es ist interessant. Es enthält allerdings ein paar recht nutzlose Kapitel, die wieder mal die üblichen Verdächtigen aufs Korn nehmen.
Heute nur zu einem Punkt eine Bemerkung: die Übervölkerung wird lakonisch abgefertigt, weil man sowieso nichts dagegen machen könne. Wirklich nicht? Wenn es wahr ist, daß durch die Übernutzung des Planeten Hunger, Katastrophen und Kriege drohen, die die Menschheit stark dezimieren würden, dann sollte man es sich an diesem Punkt nicht zu einfach machen, sondern viel und genau darüber nachdenken, wie man auf humane Art die Zahl der Menschen reduzieren kann, bevor es auf andere Art geschieht.
Auch wenn man damit rechnen muß, daß kurzfristig nicht viel erreicht wird, wäre es doch auch schon ein Erfolg, wenn in 20 Jahren die Weltbevölkerung nicht mehr zunimmt, oder in 30 vielleicht. Die Kurve hat irgendwo einen Höhepunkt, so viel ist sicher, offen ist, wie weit er in der Zukunft liegt und wie hoch.
Vielleicht ist es sogar leichter die Menschenzahl zu reduzieren als den Pro-Kopf -Verbrauch; und man darf nicht vergessen, daß der Gesamtverbrauch an Ressourcen und Energie und die Gesamtfreisetzung von Abgasen und Abfallprodukten mehr oder minder das Produkt aus Pro-Kopf-Verbrauch und Menschenzahl ist.
Wir haben vielleicht eine besondere Verantwortung in dieser Frage, denn wir können bei uns eine Reihe wichtiger Fragen studieren, weil unsere Bevölkerungsentwicklung die zeitlich fortgeschrittenste ist. In Europa hat die Bevölkerungsexplosion angefangen und deshalb hört sie hier auch zuerst auf. Statt immer neue (quasi-rassistische) erfolglose >schafft-mehr-Babies-Programme< aufzulegen, sollte man lieber die Auswirkungen des Bevölkerungsrückganges positiv gestalten und genau studieren, denn es ist ein Modell für andere Länder. Ich verstehe ja, daß man Angst hat, daß "die Anderen" dann immer mehr werden und uns an die Wand drücken, aber vielleicht ist es auch so, daß dort wo man sich nicht so auf den Füssen steht dann besser gelebt wird.
Ich glaube, daß man alleFolgen des Bevölkerungsrückganges  beherrschen kann, wenn man sich dem Problem stellt. Vielleicht wird dadurch eine ganz andere Bewertung der Menschen entstehen, vor allem auch der älteren Menschen, vielleicht wird auch eine ganz andere Arbeitswelt entstehen, in der nicht mehr malocht oder rentiert wird, sondern jeder nach seinen körperlichen undgesitigen Fähigkeiten mitmachen kann. Die heutigen Diskussionen ums Renteneintrittsalter sind vielleicht völlig schief, sollte man nicht lieber darüber reden, wie ältere Menschen sinnvoll und  an ihre Wünsche und Kräfte angepasst mitarbeiten können. Es würde sie wahrscheinlich jung erhalten. Vielleicht kann man auch die Lebensarbeitszeit weiter umverteilen, in jüngeren JAhren weniger arbeiten, wenn man keine Rente mehr erarbeiten muß. Wenn die Leute nicht kaputt gearbeitet werden, können sie länger sinnvoll leben und arbeiten. Aber da stehen wir noch ganz am Anfang befürchte ich. WEnn man heute vorschlagen würde, die Altersrente abzuschaffen.... gar nicht auszudenken was dann passieren würde. ein Politiker dürfte das jedenfalls nicht sagen.

 

Meister 09.08.2007, 22.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Der Höhepunkt des Sommers

ist sicher jetzt überschritten.
Noch sind Sommerferien, noch ist es warm, die Tomaten haben sich besser gehalten als befürchtet, auch wenn die eine oder andere Braunfäule hat. Die Dahlien stehen jetzt in voller Blüte, sie sind auch noch nicht herbstlich schwächlich. Trotzdem ist da ein Hauch Sommersattheit, eine Idee von bergab, es wird schon früher dunkel, auch wenn die Abende noch schön warm sind. Der August kommt mir immer etwas gealtert vor, auch wenn es noch nicht der "Altweibersommer" ist. Die Felder sind oft schon kahl, die Bäume gehen der Ernte entgegen, alles ist nicht mehr frisch. Im Garten überlegt man schon, was man nächstes Jahr besser machen will.
Das Komische ist, daß man den Sommer eigentlich nicht festhalten will, sondern man will, daß es weiter geht, auch der Herbst ist schön.
 

Meister 09.08.2007, 20.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Moslemische Beschneidung - und wie verschieden man darüber denken kann



Da kommt eine Mutter zu mir und sagt, sie möchte ihren Jungen beschneiden lassen, ob sie eine Überweisung bekommt. Aber sie möchte eine "moslemische Beschneidung" und am liebsten im "Jüdischen Krankenhaus", weil die es so gut  machen.
Da kommen mir  hintereinander verschiedene Gedanken: Zuerst denke ich, wenn sie eine religiöse Beschneidung will, warum soll das die Krankenkasse bezahlen? Dann: wenn man eine Beschneidung als religiöses Rirual will, ist es dann nicht auch nötig, sie als religiöses Ritual ablaufen zu lassen? Dann: Moslemische Beschneidung und jüdisches Krankenhaus, ist das nicht ein Widerspruch?
Aber zum Schluß komme ich zu der Überlegung, daß es doch ein gutes Zeichen ist, wie das hier gewünscht wird: es wird keine fundamentalistische Zeremonie abgehalten, sondern eben nur die Beschneidung, weil sie eben so  in ihrer Religion vorgeschrieben ist, also offenbar eine liberale Einstellung zur Religion mit der wir  alle leben können. Und wenn diese Moslems das im Jüdischen Krankenhaus machen lassen, heißt das doch, daß sie nicht von Haß auf die Juden getrieben werden, sondern sie als Anhänger einer anderen Religion respektieren.

Meister 08.08.2007, 20.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Wir sind keine Wilden mehr.....

.....wir tun nur manchmal so!
Unsere biologische Grundausstattung ist immer noch die in der Steinzeit passende. Die Alarmierungsreaktion ist im Körper tief verankert und führt zu Konsequenzen, die uns heutzutage nicht mehr gut tun.
Adrenalin und andere Katecholamine, sind gut dazu geeignet, einem Gegenüber eins über den Schädel zu geben oder auch die Beine in die Hand zu nehmen, falls das Gegenüber die besseren Karten hat, aber heutzutage führt das vielleicht zu Fehlverhalten, Fehlern oder bösem Streß.
Man wäre gut, wenn man diese Reaktion abtrainieren oder abmildern könnte. Ist das eine unlösbare Aufgabe? Nicht grundsätzlich. Man könnte mit verschiedenen Selbstentwicklungsprogrammen daran arbeiten.Es ist sicher nicht ganz einfach, da es sich um sehr tief liegende Verankerungen handelt, aber es muß ja auch nicht eine totale Veränderung durchgeführt werden, man könnte modifizieren, abschwächen und Kompensationsmechanismen einsetzen, die schon existieren.
Ich glaube, daß man damit einiges erreichen könnte, streßbedingten Erkrankungen z.B. Herzerkrankungen vorbeugen, Unfälle vermeiden, vielleicht auch Opfer von Aggression zu werden oder selbst Täter zu werden, denn nicht jede böse Tat ist ja Folge eines bösen Planes sondern oft auch der spontanen Wut und aggressiver Durchbrüche.
Selbst wenn man angegriffen wird, ist die archaische Art der Reaktion heute oft falsch und unheilbringend, weil man durch eine überlegtere und gelassenere Antwort vielleicht mehr Schaden abwendet, als wenn man auf den groben Klotz den groben Keil setzt.
Mir ist diese Sache auch als Modell wichtig: für die Entwicklung des Individuums, die ich als zukunftwichtig ansehe. Wir müssen alle immer besser werden, um die Zukunft zu meistern. Unsere Kooperation, unsere Gesellschaft muß besser werden, aber auch jeder einzelne Mensch!

Meister 07.08.2007, 19.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Tom Cole: The Last Paradise

Dieses zweite autobiographische Buch von Tom Cole behandelt seine Zeit in New Guinea als Krokodiljäger in den 40er bis 60er Jahren. Das erste Buch "Hell West an Crooked" hatte sein Leben vor dem Krieg in Queensland und im NT zum Thema.
Der Titel des zweiten Buchse ist schon ganz richtig, aber das Buch hionterläßt doch wehmütige und zweispältige Gefühle, denn leider geht die dahinter stehende Entwicklung genau dahin, daß auch diese unberührte Welt nicht mehr existiert. Und diejenigen, die sie lieben wie Tom Cole, sind gleichzeitig diejenigen die zu ihrem Untergang beitragen. Das kann man gerade an der Krokodiljagd festmachen: die Preise, die in Singapore und Sydney für die Krokodilhäute bezahlt werden führen alsbald dazu, daß die Tiere so dezimiert sind, daß sich die Jagd nicht mehr lohnt.
Was ist denn dieses PAradies eigentlich? Nicht die Kanibalen, Kopfjäger und Steinzeitmenschen, sie gehären eigentlich wie die Natur, nur zu den Randbedingungen, ihre ursprüngliche Natürlichkeit hat schopn etwas paradiesisches, aber nur in dem SInne, daß ihre ständigen Fehden, Kriege und Totschlägereien eben vor-zivilisatorisch unschuldig sind - eben nicht in dem Sinne wie paradiesisch sonst oft verstanden wird, daß Lamm und Löwe friedlich nebeneinander liegen.
Aber für Tom Cole und seine Peers ist das Paradies ertwas anderes: die Freiheit Grenzen zu überschreiten, sich auszudehnen, neues Land zu erschliessen, gemeinsam etwas anzufangen und als Pioneer ein abenteuerliches Leben zu führen.
Das Paradies des weißen Mannes: immer weiter immer größer, immer mehr.
Man kann auch diese Paradiesvorstellung anchvollziehen, aber auch sie ist in Wirklichkeit destruktiv. An einer Stelle desBuches als Bäume für die Sägemühle gefällt werden, die huinderte von Jahren alt sind, bedauert es auch der Autor, der keineswegs ein typischer schießwütiger Imperialist ist, nein, er ist mehr Pioneer, mit den verscheidenen Seiten, die dieses Dasein und diese Zeit hat. Es war ja damals schon abzusehen, was heute Realität ist: die Welt aufgeteilt und nur noch ein Objekt zum Ausquetschen.
Aber gerade deshalb ist da auch die Vorstellung eines neuen Paradieses: mit weniger Menschen und einer höheren Zivilisation und neuen Zielen und neuen Pionieren. Und sie werden weder rote noch blaue Halstücher tragen, sie werden gar keine Uniform tragen, an ihrem Geist und ihrer Zivilisiertheit, ihrem Edelmut und ihrer Kühnheit wird man sie erkennen.
 

Meister 05.08.2007, 21.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Der freie Wille

Ich habe diesen Beitrag in die Rubrik romantische Welt gesetzt, weil es mir jetzt weder ums Biologisten abwatschen noch um dier Lebensumstände geht, die unseren freien Willen beeinträchtigen oder von vornherein beeinflußen.
Es geht mir darum, daß der Mensch sich entwickelt, daß sein Geist sich entwickelt, daß seine Gesellschaft sich entwickelt, seine Zivilisation sich entwickelt, daß die Höherentwicklung ein Grundgesetz des Lebens (und der Materie insgesamt) ist. Ich meine damit nicht nur unser individuelles Leben, sondern unsere Lebensform Mensch und das Leben auf diesem Planeten insgesamt.
Das Leben ist eine Riesenbesonderheit, vor der Ehrfurcht zu haben, wie Albert Schweitzer es entwickelt hat, mehr als notwendig ist. Daß es Leben gibt, ist ein Wunder, daß es so großartig entwickelt,ist ein Wunder und daß es sich weiter entwickeln wird, ist wahrscheinlich.
Wenn wir fragen, warum das so ist, kommt eigentlich keine andere Antwort in Frage, als die, daß Gott es soll will und so eingerichtet hat.
Kommen wir auf den freien Willen zurück: wir können so, wir können auch anders. Aber wir sind auch verpflichtet: der Wirklichkeit und Allem und Allen, die wir lieben, unserem romantischen Auftrag, dem Guten, was wir wünschen und erstreben.
Freiheit ist nicht, tun und lassen können, was man will, Freiheit ist das zu tun, was man anstrebt und das anzustreben, was gut und richtig ist.
Diese Zivilisation steht noch ganz am Anfang und unser freier Wille ist es,diese Zivilisation voran zu bringen.
Wenn ich sage "unser Wille", meine ich damit natürlich nicht, daß alle es müssen, sondern nur daß alle verwandten Geister es so sehen werden.
 

Meister 03.08.2007, 17.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Zappa reloaded

Seit einer ganzen Reihe von Jahren habe ich die Frank Zappa-Platten nicht gehört. Jetzt habe ich sie mir auf das tragbare Gerät geladen und ich bin wirklich erschlagen, was für eine tolle Musik. Klassik der Moderne. Ich bin begeistert.  Zum Glück gibt es eine große Menge Musik, die er uns hinterlassen hat. Jetzt werde ich mir das alles mal neu zu Gemüte führen.
 

Meister 03.08.2007, 14.40| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Brutaler Biologismus

Im >Spiegel< diese Woche der Titel über Gut und Böse, da geht es wieder um unsere Freunde die überschnappenden Neurowissenschaftler.
Nachdem sie angeblich den freien Willen schon erledigt haben - durch Über- und Fehlinterpretation schwacher Daten - geht es jetzt noch viel weiter: die Menschen sind nicht verantwortlich, alles ist biologisch bestimmt. Wenn jemand was anstellt, dann kann er eigentlich nichts dafür, sein Gehirn tickt nicht so ganz richtig, das muß man entschuldigen.
So was kann man natürlich behaupten, aber daß diese Leute so gern praktische Kurzschlüsse aus ihren Scannerbildchen ziehen und daraus die ganze Welt umstürzen wollen - angeblich natürlich voll wissenschaftlich - ist wirklich haarsträubend. Man möchte es fast nicht glauben, aber dieser Mensch vertritt das im Interview in aller Deutlchkeit. Er meint, daß gesamte Strafrecht muß geändert werden, man kann keinen bestrafen, weil er nicht verantwortlich ist. Wenn er meint, man sollte diese Leute therapieren, ist das völlig absurd, da es keine Therapie für unwillige Verbrecher gibt.
Eine zivilisierte Gesellschaft hat nicht zuletzt deshalb ein Strafrecht, um die persönliche Rache, die in der Form der Blutrache noch immer mancherorts praktiziert wird, zu überwinden.
Wenn der Missetäter nicht verantwortlich ist, werden andere sich auch nicht mehr verantwortlich fühlen, nicht selbst Rache zu üben.
Und wie soll therapiert werden, wenn doch die heutige Psychotherapie schon im Normalfall ein schwaches Instrument ist und gegen unwillige Bösewichter absolut wirkungslos? Stellen sie sich da eventuell vor, daß sie aus ihren Scannerfilmchen dann schöne neue gehirnchirurgische Verfahren entwickeln? Na dann gute Nacht, schöne neue Welt!
Ich finde es auch erschreckend, daß diese "Wissenschaftler" nicht den faschistischen Kern ihrer Vorstellungen erkennen. Es klingt auf den ersten Blick liberal, aber sehen wir der Realität ins Auge: Wenn der Missetäter - und es geht u.a. um die schlimmsten Gewalttaten - nicht verantwortlich ist, sondern biologisch abweichend, dann wird man ihn nicht entschuldigen und gewähren lassen, sondern dann wird notwendig und schnell einen Schritt weiter gedacht, und das heißt physische Vernichtung des abweichenden Organismus.
Bei allem Respekt vor Darwin und der Abstammungslehre darf man nicht vergessen, daß es schon einen Sozialdarwinismus gegeben hat. Dieser propagierte daß die gesünderen und stärkeren Völker, Volksgruppen und Individuen sich auch gewaltsam durchsetzen sollten und müßten, und daß der Untergang des Schwächeren richtig und notwendig sei. Damit hat er zur Legitimation der schrecklichsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts beigetragen und diese aktiv gefördert.
Diese biologistischen Vorstellungen heute kommen mit der gleichen pseudowissenschaftlichen Arroganz daher, sie sind nach meiner Auffasssung nicht weit entfernt vom alten Sozialdarwinismus, darüber können auch augenblickliche liberale Masken nicht hinweg täuschen: der Kern einer Ideologie enthüllt sich immer erst  im Laufe der Zeit.
Wo werden diese "Wissenschaftler" in 10 Jahren stehen? Ich als Romantiker hoffe natürlich, daß nach dieser ersten wichtigtuerischen Phase eine Besinnung eintritt und man gründlicher nachdenkt, da gäbe es einiges zu denken und zu sagen, und, im Vertrauen gesagt, ich bin eigentlich Wissenschaftsfan, das macht mich gerade so sauer über diese Leute.
Aber ich habe zeitweise auch schwarze Visionen, in den diese Leute in einem OP Designergehirne zu schaffen versuchen. Oder sie stehen wieder an irgendeiner Rampe und selektieren zwischen unwertem und wertvollem Leben.

Meister 02.08.2007, 21.45| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Man kommt zu gar nichts

Im Augenblick bin ich etwas sommerlich verzettelt, habe das Gefühl zu nichts zu kommen. aber ich nehme es leicht und rege mich nicht mehr über irgendwas auf. Auch hier kommt nur was an, wenn es mich dazu drängt. Man muß ja nicht immer übersprudeln.
Ein bißchen sommerliches Laissez-faire, ist auch sehr schön.

Meister 31.07.2007, 22.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Verkehr und Sommerferien

Berlin in den Sommerferien ist normalerweise ein Autofahrerparadies gewesen, wenig Leute da und freie Fahrt. Aber in den letzten 2-3 Jahren haben sie sich angewöhnt, eine Baustellenlandschaft aus den Straßen zu machen. Gut, es mag naheliegend sein, daß man an neuralgischen Punkrten in den Ferien baut ,aber daß sie dann die Baustellen so einrichten, als ob es gar keinen Verkehr gäbe, ist schon etwas verstimmend. Im Ergebnis braucht man dann für eine Strecke länger als normalerweise.
Vielleicht handelt es sich um ein gezieltes Mobbing, um mehr Leute zum Wegfahren zu überreden: wenn ich hier im Stau stehe, kann ich das auf der Autobahn in Bayern auch haben, oder soll den Zurückgebliebenen in der typisch ostdeutschen Art von sozialer Gerechtigkeit auch die übliche Staudosis verabreicht werden? 

Meister 29.07.2007, 18.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Endivienssalat gepflanzt

Endivienpflanzen aus KAssel warteten schon ein paar Tage, aber jetzt habe ich sie alle im Boden drin. Schöne kräftige Pflanzen, gute Wurzelballen.
Endiviensalat ist eigentlich mein Lieblingssalat. Diese Vorliebe teile ich allerdings mit Millionen von Schnecken.  Wenn ich die fern haltebn kann,hoffe ich in 4 Wochen mit der Ernte beginnen zu können, wenn Tomaten und Gurken zu Ende sind.

Meister 28.07.2007, 13.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Kein Signal

Ich befürchte zum Technik-Freak werde ich nie. Ich kann es nämlich nicht leiden, wenn etwas nicht funktioniert. Seit gestern ist es der Satelliten-TV-Empfang. Ich muß ja nicht unbedingt fernsehen, aber es nervt, daß das Signal weg ist, und ich einfach nicht rauskriege warum. Wenn ich Technik-Freak wäre, würde ich sicher meinen Spaß daran haben, den Fehler zu finden, habe ich aber nicht. Nebenbei besteht natürlich die Gefahr, daß der Fehler gar nicht in einem mir zugänglichen Bereich liegt, z.B. in der Verstärkerdose oder im Receiver. Aber neulich konnte ich durch arbeiten am Kabelstecker es wieder hinbiegen, liegt also nicht fern daß es wieder dort hakt. Gerade weil es Bereich gibt, die man gar nicht checken kann, ist es so frustig. Die Antenne kann sich nicht verstellt haben, die ist bombenfest, das Kabel scheint mir jetzt auch über jeden Zweifel erhaben, also was tun? Da müssen wohl die Experten ran, aber vielleicht fällt mir ja morgen noch was Neues ein. Inzwischen habe ich dem Patient Ruhe verordnet, d.h. den Receiver abgeschaltet.
 

Meister 27.07.2007, 21.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Denken und Fühlen

Die Neurowissenschaft, sie bringt uns ständig wunderbare neue Erkenntnisse. Nachdem sie neulichj den freien Willen erledigt hat, haben sie jetzt herausgefunden, daß denken ohne fühlen nicht geht. So neu ist diese Erkenntnis nicht, aber komischerweise wird alles was die jetzt mit ihren "Hirnscannern" heraus finden zu einer religionsartigen Wahrheit erhoben.Diese neuen Spielzeuge haben das Zeug dazu, eine ganze Forschergeneration berühmt zu machen, glauben sie jedenfalls.
Ich befürchte, daß sie eigentlich mehr mit dem Blindenstock im Nebel umherstochern, nicht so genau wissen, was sie eigentlich erforschen sollen und wie. Mit der Zeit wird das besser werden, denke ich, und diese oberflächlichen Schnellschüsse werden aufhören.
Das Rationalität und Gefühle zusammen hängen ist nicht nur deshalb selbstverständlich, weil es keinen Bereich des menschlichen Denken, Handelns und Elebens gibt, der nicht mit Gefühlen einher geht, sondern auch deshalb weil unser tägliches Leben, dies uns ständig vor Augen führt.
Der rationale Mensch ist ein Konstrukt, es gibt ihn gar nicht. Der gefühllose Mensch genauso: diejenigen die als gefühllos angesehen werden, sind es nicht, sie haben nur eine verschobene oder gar perverse Gefühlswelt.
Der ganze Mensch versucht seine Gefühle positiv zu organisieren, um rational nachdenken zu können und kreative Ideen zu entwickeln: wenn man deprimiert ist, laufen alle Gedanken schief und man wird nichts erreichen. "Cheerfullness" (ein Wort daß ich deshalb benutze weil es im Deutschen nichts Bedeutungsgleiches gibt ,>Optimismus< ist nicht das Gleiche) führt dazu, daß ein Individuum oder eine Gruppe zu Höchstform auflaufen, Dinge verwirklichen die ihnen selbst unglaublich vorkommen.
Ein anderes Thema in diesem Zusammenhang ist das Drama der sogenannten Hochbegabten. Alle Welt macht sich Gedanken darüber ,wie man ihre Begabungen fördern könne, Eltern sind sogar oft stolz darauf, wenn ihr Kind als hochbegabt eingestuft wird.
Dabei ist diese "Hochbegabung" [Nicht die Definition vergessen: >Intelligenz ist das, was der Intelligenztest mißt<] oft nur ein geistiges Mangelsyndrom, die Kindern erfassen zwar schnell und haben Fähigkeiten, die sie einen IQ-Test bravurös bestehen lassen, aber sie sind oft Gefühlskrüppel und oft auch intellektuelle Versager, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Fähigkeiten geistig zu verarbeiten, in praktische Zusammenhänge zu stellen und gefühlsmäßig zu bewerten. Man müßte versuchen, bei ihnen die Mängelbereich zu entwickeln, vor allem das Fühlen, das Bewerten und geistige Disziplin.
Der menschliche Geist ist eine vieldimensionierte Einheit, eine nicht neue aber wunderbare Erkenntnis.
 

Meister 26.07.2007, 22.18| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Zivilisatorische Höherentwicklung

Was heißt das eigentlich? Welche Kriterien kann man erarbeiten, wie eine Zukunftmenschheit individuell und en gros zivilisiert sein kann?
Wenn man eine Vorstellung einer zukünftigen Zivilisation hat, ist diese notwendig rein romantisch spekulativ, oder kann sie auch zu einer materiellen Produktivkraft werden?
Hat es Sinn über die Zivilisation der Zukunft nachzudenken, oder sollte man sich nur um die drängenden Überlebensfragen unserer Zivilisation kümmern? Könnte es sein, daß die beiden Fragen zusammen hängen?
 

Meister 26.07.2007, 21.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Was mich von einem Schriftsteller unterscheidet


Wenn ich mir die Kapriolen meines Arbeitsstils ansehe, muß ich leider sagen, daß mich noch sehr viel von einem Schriftsteller unterscheidet. Ein Schriftsteller setzt sich hin und schreibt - so denke ich mir das zumindest. Ich dagegen bin eine Weile voll dabei, dann habe ich wieder etwas anderes zu tun, oder irgendein geistiges Wehwehchen hält mich von der Arbeit ab.
Aber muß ich denn ein Schriftsteller sein? Die Frage ist etwa genauso wie die Frage, ob man Oxfordenglish sprechen sollte. Es geht so , es geht auch anders.
Ich habe auch noch anderes zu tun, und ich mache meine Arbeit auch sehr gern, selbst wenn es manchmal etwas viel wird. Wenn ich schlicht Schriftsteller wäre, dann wäre ich auch dem Erfolg/Mißerfolg ausgeliefert und jeder Hänger würde mich schwer betroffen machen, und die Aussicht, sowieso nicht gedruckt und noch weniger gelesen zu werden, würde mich deprimieren.
So handelt es sich darum, daß langsam und unstet etwas entsteht. Lassen wir es also werden und sind wir einfach, was wir sind.
Ich könnte auch so zusammenfassen: in den letzten 2 Wochen bin ich wenig voran gekommen, nicht auf dem Papier und im Geiste auch nicht.
 

Meister 25.07.2007, 22.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Heute vor 2 Jahren...

....haben wir geheiratet.
Heute ist also der 2. Hochzeitstag, und ich gratuliere mir dazu, seit 2 Jahren mit der besten aller Frauen verheiratet zu sein.
Es war wirklich die allerbeste Idee damals, und es war ein wundervoller Sommertag, den ich nie vergessen werde. Wenn man den oder die Richtige gefunden hat, sollte man nicht mehr zögern, man tut sich gemeinsam etwas sehr Gutes an.
Stoßen wir also an, auf viele weitere glückliche Jahre!

Meister 25.07.2007, 21.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Ist der Mensch schlecht?

Nein, der Mensch ist nicht schlecht, er ist zivilisierbar.

Aber er steht noch am Anfang dieser Zivilisierung.

Ein Tier kennt nicht gut und böse. Der Mensch hat es zu unterscheiden gelernt. Deshalb gibt es für ihn beides.
Durch einen langen Prozeß der Zivilisierung wird er aus der Unterscheidung  auch die Entscheidung für das Gute machen.
 

Meister 25.07.2007, 20.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Wespenstiche

So ein halbes Dutzend Wespenstiche sind nicht so ganz ohne, besonders wenn sie auf engem Raum sind. Es schmerzt doch wesentlich mehr als andere Stiche und es juckt auch mehr. Es ist ein wundervoller Ratschlag nicht zu kratzen, den ich auch gern  andern gebe, aber es ist   verdammt schwer, ihn zu erfüllen. Tatsache ist, daß etwas wie Autan akut oder Beiersdorf Insektenstichgel viel besser hilft als Cortisonsalbe, das war das wesentliche Ergebnis des Selbstversuchs, den ich damit gleich mal durchgeführt habe. Im Vertrauen gesagt, vertraue ich am meisten Therapien, die ich selbst ausprobiert habe. Gut, man kann nicht alles probieren, aber sobald sich eine Gelegentheit ergibt, mache ich es.
Die Wespen hat es inzwischen erwischt- man kann sie nicht gewähren lassen, sonst können wir bald ausziehen - oder sieht das jemand anders?
 

Meister 24.07.2007, 21.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Wespenangriff

Ja die Natur, die ewige Quelle romantischer Inspiration. Sie kann auch anders. Man sollte nicht vergessen, daß wir nicht alleine sind. Andere haben auch Rechte und die verteidigen sie beinhart.
Arglos mit dem Rasenmäher gearbeitet, plötzlich, ehe ich kapiert hatte, was los war,  sechs Stiche in die Beine und noch mehr hinter mir her. Erdwespennest, kann noch nicht lange da sein. Aber heftige Stiche. Vielen Dank, liebe Natur.
 

Meister 23.07.2007, 22.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Documenta 12 von außen

Kassel steht in diesen Wochen natürlich im Zeichen der >Documenta<, es ist inzwischen schon die XII te. An diesem Wochenende wäre es zu viel gewesen, sie zu besuchen, aber wenigstens einen Blick außen, haben wir geworfen. Das ist auch nicht so uninteressant. Die Austellung selbst werden wir, so Gott will, im August besuchen. Die Besonderheit dieser 12. Documenta ist, daß sie mehr als alle ihre Vorgängerinnen in Kassel selbst angekommen ist. D.h. es wird dort über die Ausstellung und ihre Zusammenhänge mehr und positiver diskutiert als früher. Vor vielleicht zwanzig Jahren konnte man den Eindruck haben, daß die Stadt und die Ausstellung nebeneinander existierten; die dX vor zehn Jahren, war beinahe gegen die Stadt gerichtet (nebenbei war sie auch gegen die Kunst selbst gerichtet).
Aber in diesem Jahr wird überall in der Stadt darüber geredet, sei es über die 1001 Chinesen oder über das Mohnfeld oder das Karussel.
Wenn Documenta ist ist Kassel sowieso eine andere Stadt, es liegt ein Flair über ihr, als würde sie wo anders liegen, hier spielt eine Indianderkapelle dort sitzen skandinavische Studenten (sorry, genauer konne ich sie nicht identifizieren) und diskutieren laut. Am Friedrichsplatz stehen die Liegestühle dem Mohnfeld zugewandt, als würde man eine Action erwarten.
Die Beuysbäume in der ganzen Stadt raunen, als würden sie sie sich über eine (Studenten?)Action erregen, daß auf der Treppenstraße eine gefällte Eiche mit vollem, vertrockneten Laub hingelegt wurde unter dem Titel "wer fällte die Beuys-Eiche?" - Nebenbei fand ich das auch ziemlich abgeschmackt, weil die einzige Kunst in der Sache die Idee mit dem Titelsatz war und dafür eine Baum fällen? - blöd, finde ich.
Aber insgesamt ist die Dokumenta wieder eine großartige Sache. Ich habe mir für 25€ den Katalog gekauft. den werde ich mir erstmal angucken und dann im August nochmal schaun.
 

Meister 22.07.2007, 21.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Festspiele Bad Hersfeld: Les Miserables

Die Festspiele in Bad Hersfeld sind schon eine jahrzehntelange Institution. Wenn man im Oktober den richtigen Zeitpunkt nicht verpasst, kann man auch gut Karten bekommen. Die Besonderheit in Bad Hersfeld ist natürlich die Stiftsruinie als Bühnenkulisse, ein Bühnenbild wird meist gar nicht gebraucht. Als Schüler sah ich dort mal >Hamlet< und konnte diese besondere Situation damals gar nicht erfassen (auch nicht das Glück daß wir hatten, denn Regenschuitz gab es damals nicht). Durch einen glücklichen Zufall, sind wir seit 3 Jahren wieder regelmäßig dort. In diesem Jahr haben wir das Musical >Les Miserables< nach Victor Hugo gesehen. Sehr beeindruckend, gerade auch auf dieser Bühne. Die Massenszenen kommen natürlich supergut bei einer derartig eindrucksvollen Kulisse. Mit der modernen Mikrofontechnik ist auch die Akkustik eine reine Freude, das Orchester kommt aber auch in seiner ganzen Spielfreude sehr gut über das ganze große Auditorium.
Das Musical selbst ist grandios in seiner Musik, sehr französisch, was ich sehr positiv meine, und wunderbar beeindruckend, gerade auch weil es keine Phantome oder Mietzekatzen zum Thema hat, sondern einen urromantischen Befreiungskampf und Menschen, die um das Gute, die Befreiung und für das Glück der Menschen kämpfen, so bewegend, daß es vorkommen kann, daß man sich die eine oder andere Träne abwischen muß, was ich nicht schlimm finde.
Ich war sehr beglückt über die Aufführung und ich empfehle allen, die es machen können: Besuchen Sie Bad Hersfeld und schauen Sie sich >Les Miserables< an. Auch der >Faust< ist sehr sehenswert.
Als Arbeitsaufgabe für mich: jetzt den Roman von Victor Hugo lesen, den ich vor einiger Zeit bei Jokers (auf Empfehlung von Ayn Rand) gekauft habe.
 

Meister 22.07.2007, 20.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Wochendende in Kassel

SchönesWochenende in Kassel verbracht: es ist wirklich toll dort. Bei genauerem Nachdenken komme ich zu der Überzeugung, daß Kassel eiogentlich die Stadt in der Mitte Deutschlands ist. Ich kam darauf in Braunschweig, als ich dachte Braunschweig ist doch mehr Norddeutschland. Dann ging ich so im Geiste entlang des Uhrzeigers: im Osten ist da Erfurt, aber Erfurt gehört zum Osten. Im Süden ist die nächste große Stadt Frankfurt, aber FRankffurt ist Süddeutschland, vielleicht Südwestdeutschland. Nach Westen kommt als nächste größere Stadt  Dortmund, eindeutigstes Westdeutschland und im Norden Hannover, vielleicht die Hauptstadt Norddeutschlands.
Kassel gehört zu Hessen und schaut insofern nach Süden, gehört auch zu Regionalliga Süd im Fußball (leider - hätte mehr verdient!), es hat auch enge Verbindungen nach Westen (Autobahn nach Dortmund 190km) und nach Osten (ehemalige Zonengrenze keien 50km aber auch nicht weit nach Eisennach und Erfurt, selbst Lepizig war mit dem Interzonenzug schnell zu erreichen). Und Kassel ist aber auch mit Norddeutschland so eng verbunden, daß man sagen könnte. der Vorposten des Südens im Norden und des Nordens im Süden. Der Apfelwein kostet in Kassel nicht mehr als in Frankfurt, aber Grünkohl ißt man auch gern.
Ich komme immer wieder gerne nach Kassel  und wenn mich der Herkules von der Höhe grüßt, habe ich immer ein warmes Gefühl von Heimat.

 

Meister 22.07.2007, 19.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

1 Tablette: der große Unterschied

Gestern habe ich ein Erlebnis mit 1 Tablette gehabt. Nachdem es schon eine ganze Reihe von Tagen irgendwie schlecht ging, nahm ich diese 1 Tablette, kein Dope, nichts Aufregendes, und oh Wunder, es hilft, es geht mir besser.
Bei aller Kritik an Medizin und Pharma etc: es ist schon teilweise großartig, was heute möglich ist. Vielleicht fällt es einem erst auf, wenn man Gesundheitsprobleme hat.
 

Meister 19.07.2007, 22.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Tote Äste und lebendige Gefahren

Aus unerfindlichen Gründen ist ein hoher Ast einer hohen Birke abgestorben, ohne daß schon eine wirkliche Gefahr bestand. Aber ein Nachbar behauptete das sehr vehement. Gut, ich unternehme etwas. Aber vor 1 Woche als ich auf der Leiter stand und überlegte, wie ich sägen soll - die Kettensäge schon in der Hand - kamen mir doch Bedenken, wie der schwere Ast fallen könnte, und ich hatte wenig Neigung mir den Hals zu brechen. Es fing heftig an zu regnen und ich akzeptierte das als Warnung von oben und stellte die Arbeiten ein. Nachdem sich ein angesprochener Experte mangels Zeit noch nicht gemeldet hatte, kam ich auf eine neue Idee und probierte es gestern mit einer Handbaumsäge und einer Teleskopstange. Der Erfolg war so gut  wie das gestrige Wetter, der weiter oben abgesägte Ast fiel genau wie er sollte, ohne daß jemand zu Schaden kam - nicht zuletzt ich auch nicht.
 

Meister 19.07.2007, 21.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

No Katecholamins, please!


Das ist meine neue gesundheitliche Arbeitsaufgabe!
Ich litt unter dem Irrglauben, ein bißchen Aufregung könnte nicht schaden. Leider war das eine Fehleinschätzung.
Korrigieren wir ab sofort.
Wenn ich genauer drüber nachdenke, komme ich zu der Überlegung, daß Aufregung  genau wie Angst erigentlich ein entbehrliches, nutzloses Relikt unserer stammesgeschichtlichen Herkunft ist, am Besten dazu geeignet, einem potentiellen Feind oder  Opfer eins über zu ziehen oder  aber die Beine in die Hand zu nehmen.
Wird die aktive Endstrecke also zuschlagen oder abhauen nicht körperlich durchgeführt, bleiben diese Katecholamine zu lange aktiv und wir werden Streßopfer, also früher oder später körperlich mehr oder minder geschädigt.
Also am Besten gar nicht entstehen lassen, sondern in aller Ruhe nachdenken, was zu tun ist.
"Keine Katecholamine, bitte!" heißt dann auch: macht euch euren Alarm alleine, ich hab was anderes zu tun.
 

Meister 17.07.2007, 22.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Nachlese Gartenfest

Alles hatte sehr gut geklappt, und es hat, soweit ich es einschätzen kann, auch allen richtig gut gefallen. Es war aber auch das ideale Wochenende dieses Sommers.
Ich hoffe, wir können es nächstes Jahr wiederholen!
 

Meister 17.07.2007, 22.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Tim Flannery: Wir Wettermacher

Sehr gutes kenntnisreiches Buch, das im analytischen Teil wirklich sehr viel bringt. Aber bis zur eigentlichen Ursache dringt er nicht vor. Die Überbevölkerung wird als Hintergrund des Klimaproblems nicht erkannt. Dabei ist er kurz davor, in dem Kapitel, in dem es um die Bedrohung der Zivilisation durch die Klimaveränderung geht. Er befürchtet zu Recht, daß die Zivilisation durch massive Klimaveränderungen bedroht ist und daß ein großer Teil der Menschheit den Anpassungen zum Opfer fallen könnte (Anpassung= Massenmord). Und daß dann nur noch kleinere Gemeinden oder GRuppen ein ländliches Leben führen werden. An dieser Stelle erreicht das Buch den springenden Punkt, aber es springt nicht. Man müßte jetzt nämlich weiter fragen, was macht unsere Zivilisation denn eigentlich aus, ist es die Milliardenzahl Menschen, sind es die Zigmillionenmetropolen, ist es die weltumspannende Wirtschaft? Ist die große Zahl ein Wert? Ist nicht der Abbau der Überbevölkerung auf humane Art und Weise vielleicht die Voraussetzung um die Klimaveränderungen aufzuhalten? Ist die menschliche Zivilisation nicht vielleicht doch noch weiter zu entwickeln?
Nun ist Tim Flannery Australier und damit kommt er aus einem Land, daß seit Menschengedenken daran arbeitet seine Bevölkerungszahl zu erhöhen, wo es heute noch viel Platz und Möglichkeiten gibt. Deshalb ist sein Denken nicht zu dieser Frage vorgedrungen und er beleibt im >Klimatismus< befangen. Das ist auch die Schwäche des Buches: alles auf dieser 'Welt wird aus dem Klima abgeleitet, das Klima bestimmt alles. Das ist nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig.
Bei den Lösungsvorschlägen ist ein unverbrauchter australischer Optimismus gepaart mit einer guten Kritik an den Oberwettermachern festzustellen, aber es ist auch ein bißchen hilflos naiv, wenn bestimmte Automodelle empfohlen werden oder Atomkraftwerke recht positiv diskutiert werden. Es ist sicher nicht falsch, auch im Kleinen nach Lösungen zu suchen, aber man sollte die Erfahrungen  mit der Mülltrennung nicht vergessen: eine Beschäftigungstherapie mit guten Absichten und dem Ergebnis, daß Leerlaufhandeln zu einem guten Gewissen führt, sonst aber folgenlos ist.
 

Meister 16.07.2007, 20.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Vorbereitung Gartenfest

Ja, es macht etwas Arbeit so ein Gartenfest. Aber eigentlich eine der schönsten Arbeiten, die ich mir vorstellen kann. Ich bin so froh über das Wetter!
Außerdem ist heute auch noch der 14. Juli. Vive la Republique!
 

Meister 14.07.2007, 13.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Reserve & Ruh

Um nochmal auf die Frage zurück zu kommen, was man besser nicht bloggt:
Leider juckt es einen ja immer in den Fingern gegen irgendwelche ärgerlichen Personen - ja die gibt es auch für Romantiker - heftig vom Leder zu ziehen, und gerade wenn man sich angewöhnt hat, einfach so zu schreiben, was einen in den Kopf kommt, ist das nicht ungefährlich.
Da kann die "Weinkellermethode" helfen: Grand Reserve lautet das Stichwort.
Neben dem Blog hat man dann noch eine geheime Reserve, die nicht öffentlich ist.
In Abwandlung des alten Reservistenspruches kann man dann sagen:
Reserve schafft Ruh

Meister 14.07.2007, 10.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Wochenendwetter: Aktien steigen

Ich hoffe inständig, daß das Wetter am Wochenende so gut wird, wie die Voraussagen sagen. Wir haben das Sommerfest auf morgen gelegt in der vagen Hoffnung, daß es besser wird als die letzten Wochenenden. Und momentan scheint es so, daß die Hoffnung eingelöst wird.
Aber warten wir morgen ab.
 

Meister 13.07.2007, 21.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Endlich erste Tomaten

Die ersten Tomaten sind reif, und wir hatten heute abend den ersten richtigen Tomatensalat. Trotzdem bleibt die Sorge, daß es sich auch in diesem Jahr wieder um ein kurzes Vergnügen handeln könnte, denn es regnet unverdroßen und das Siebenschläferorakel....
Hoffen wir aber erst einmal, daß das Wetter am Wochenende unserem Sommerfest gnädig ist.
 

Meister 11.07.2007, 21.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Hierarchie - Anarchie

Die Hierarchie wurde erfunden, weil es zu wenig Spaß macht Beschlüsse zu fassen und Befehle zu geben, wenn man das alles dann selbst ausführen muß.
Die Anarchie wurde erfunden, weil es noch weniger Spaß macht die Beschlüsse und Befehle auszuführen, die andere erlassen haben.

Meister 08.07.2007, 21.07| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Wozu brauchen wir noch Ärzte?


Liebe Freunde des offenen Mundes,

heute befassen wir uns mal mit dem unter den Füßen und auf der Zunge brennenden Thema, wozu wir eigentlich noch Ärzte brauchen, das von verschiedenster Seite an mich herangetragen wird, unter anderem von studentischer. Mein Ohr auf dem Campus, cand.med. Studiosus longus, sagt mir, daß man sich in Humanmedizin-Studentenkreisen fragt, ob außer dem Kurs in Monetik, Auswanderungs-Geographie und Firmengründungskunde noch andere Seminare wirklich notwendig sind.
Nun, ich habe eine hochnotpeinliche Studie zu diesem Thema durchgeführt und - doppelblind wie ich bin - bin ich zu blitzüberraschenden Ergebnissen gekommen, natürlich rein randomisiert und prospektiv-präventiv auf überhohem Signifikanznivea.
In dem Bereich der klassischer Weise als ärztlicher gilt, ist der Arzt als solcher weitgehend entbehrlich. Deutsche Krankenschwestern können jederzeit die Schuhe und Strümpfe ausziehen und barfußärztlich agieren, wobei sie hochsignifikant besser agieren als die medizinische Hochschule Darfur-West unter Dauerbeschuß. Hebammen sind heute so qualifiziert, daß sie die Eltern kurz nach der Entbindung über Konzentrationsstörungen in der Schule und Pubertätskrisen beraten können. Oberschwestern in jedem Feldwaldundwiesenkrankenhaus sind gut in der Lage, die Studierten morgens in Reih und Glied antreten zu lassen und sie dann einer sozial nützlichen Arbeit zuzuführen.
Jede Logopädin kann heute Neusprech und Medienkunde propagieren, jede Krankengymnastin die Patienten durch  Reifen springen lassen. Es gibt genügend Heilpraktiker, um die Menschen ins Grab zu bringen und das noch ohne Belastung der Krankenkassen, dazu sind wirklich keine Ärzte mehr nötig.
Ein bestimmtes Berufsfeld haben die Ärzte aber bisher zäh verteidigen können: das des Leistungsverweigerungserklärers, denn es gibt immer noch Patienten, die nicht verstehen, warum ihre notwendigen Medikamente nicht von der Krankenkasse bezahlt werden, warum sie monatelang auf eine notwenige Opertation warten müssen, oder warum sich eine Reha-maßnahme bei ihnen nicht mehr lohnt. In diesen und ähnlichen Fällen wird immer noch ein überzeugender Arzt gebraucht, der die Sache der Kassen treuherzig vermitteln kann.
Im Einzugsbereich meiner Praxis im Spreebogen stellt sich die Notwendigkeit ärztlicher Tätigkeit aber noch ganz anders dar. Zum einen haben immer noch nur wir Ärzte das Privileg der Zwangseinweisung. Das bedeutet, wenn wieder mal jemand durchgekanllt ist, muß ich dafür sorgen, daß er oder sie schnell aus dem Verkehr gezogen wird. Denn der Weg nach Bonnies Ranch ist vom Spreebogen doch recht weit und so drohen Befreiungsversuche vom politischen Gegner. Ja wirklich von letzteren, wer sonst hätte denn ein Interesse daran?
Zum anderen muß ich ständig Gutachten erstellen, wer noch zu retten ist.
Weitere Aufgaben sind chirurgische Lösung von Leuten, die an ihrem Sessel kleben, Seelenmassage für Hinterbänkler und Behandlung von Wahnvorstellungen.
Die Arbeit in diesem Bereich muß natürlich sehr diskret erfolgen und die ärztliche Schweigepflicht muß strikt beachtet werden.
Ich muß darauf achten, andere Forschungsvorhaben nicht durch forsche Maßnahmen zu beeinträchtigen, deshalb darf ich beispielsweise Politiker der Linkspartei auch bei fortgeschrittenem Durchgeknalltsein nicht aus dem Verkehr ziehen, denn dort läuft das Forschungsprojekt der Mentalfakultät der Universität von Semipalatschinks, das die Vereinbarkeit von Folie à deux mit kollektivem Wahn testet. Nachdem der jahrzehntelange Großversuch dieser berühmten Humanwissenschaftler in einem Teil unseres Landes im Herbst 89 aus ethischen Gründen abgebrochen werden mußte, wird jetzt versucht, das Projekt von unten neu anzuschieben, fürs ganze Land und mit dem Charme des 21. Jahrhunderts und frisch aufgesetzten Charaktermasken.
Ich darf nicht zu viel verraten, ich bin schließlich Geheimnisträger und ich trage schwer daran. Ich darf ihnen aber versichern, daß aus meiner Sicht Ärzte auch heute noch eine gewisse Zukunft haben, auch wenn sie ungewiß ist. Nur krank werden sollte man besser nicht mehr. Das ist doch auch schon ein Fortschritt.  Die Krankheiten haben uns doch immer nur Ärger gebracht, dabei haben die Ärzte ihren Reibach gemacht, nun ist´s vorbei und zusammengekracht, das wäre doch gelacht.
In diesem Sinne
Ihr ergebener
Dr.med.Robert F. Bloggma

 

Meister 07.07.2007, 11.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Immer noch die Computer

Ich komme nicht über das Stadium hinweg: wenn ich eine relevante Änderung an der ganzen Computerchose durchführen will geht es immer genauso und das schon seit Jahr und Tag:  es geht nicht , es geht nicht es geht immer noch nicht. Man schaut hier , man versucht so und es geht nicht . Und wenn man dann gerade die Zündschnur verlegt und das FEuer in der Hand hat  oder die ganze Maschine gerade abwurfbereit zur Balkonbrüstung gebracht hat, dann geht es doch. Und man weiß entweder nicht warum, oder es war irgendeine Kleinigkeit oder es war ein frischgewaschenes Wunder.
Heute war wiedermal so eine Tag, vor dem ich mich schon lange gedrückt habe. Ich wollte den Wuellcomputer für den ipod wechseln, beide Methoden haben so lange nicht funktioniert bis sie dann jetzt beide gehen. Aber nach Stunden und der obligaten verwandlung der Stimmung in schlechte Laune. Irgendetwas war immer falsch, mal mit GRündlichkeit mal mit Nonchalance gemacht. Ich glaube, ich sollte eine Liste der PRobleme machen und jeden Tag eins frontal angehen. Wahrscheinlich geht es  dann auch nicht schneller, aber man ist mehr daran gewöhnt.
Ob es diesesProblem in 10,20 Jahren auch noch gibt? Vielleicht gibt es dann einen Problemautoanalizer, der einem dann wahrscheinlich aber ständig den Vogel zeigt, die Zunge rausstreckt oder eine Nase dreht ( einstellbar!)
 

Meister 06.07.2007, 18.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Vorstellung Dr. Bloggma

Meine Damen, meine Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich darf mich vorstellen: mein Name ist Dr.med. Robert F. Bloggma, ich habe ab sofort diese Kolumne übernommen. Meine Praxis liegt im Zentrum des Zentrums, Praxisadresse: > Am Spreebogen 33<. Ich bin der neue ärztliche Beobachter des Geschehens, nicht nur im Bereich der großen Waschmaschine und ihrer Peripheriegeräte, sondern auch der sonstigen Triebe und Umtriebe. Meine weiteren Aufgaben sind Beobachtung der ambulanten und stationären Szene, der medizinischen Schulen, Kindergärten , Versehrten- und Altenheime. Ich soll den Kollegen auf die Finger gucken und den Medizinalbürokraten in die Suppe spucken. Ich will die Medizin erklären, die Psychologie verklären, die Ethik kurieren und die Monetik sanieren.
Gemeinsam mit Dr. Faustan bilde ich den medizinischen Beirat dieser Insititution, für studentische Angelegenheiten assistiert uns Cand. med. Studiosus longus, der sich sein Zubrot zum BaföG in der Seuchenabwehr verdient, wie sie schon erleben durften.
Ich agiere unabhängig von unserem gnädigen Oberherren Web Master, der natürlich allen Ärger zu verantworten hat, den ich anrichte. Ich vertrete zwar nicht seine Meinung, aber ich bitte die Beschwerden an ihn zu adressieren.
Patientenanfragen sind natürlich an mich zu richten, Kunstfehlerprozesse werden nur vor der Akademie der schönen Künste verhandelt.
Ich werden Ihnen schreiben, sobald mir die Feder juckt, jemand was verbockt oder die große medizinische Neuerung mich verlockt.
Bis dahin verbleibe ich als Ihr ergebener
Dr.med. Robert F. Bloggma
 

Meister 06.07.2007, 13.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Gesundheitsorakel

Die Zeit heilt keine Wunden - das mußt Du selber tun.
 

Meister 06.07.2007, 10.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Was macht Ärzte zu Terroristen ?

Nein, keine Angst, ich werde nicht behaupten, daß es die schlechte Bezahlung ist.
Ich sehe, soweit man solche Leute (den Ausdruck Menschen lieber vermeidend) überhaupt verstehen kann, vor allem 2 spezifische Gründe, neben dem Religionsverbrecherwahn, der immer dahinter steckt.
Der erste ist subjektiv: Unbescheidenheit. Es handelt sich um Menschen die helfen wollen und können, aber es reicht ihnen nicht aus, was sie tun können. Ihre Handlungen kommen ihnen zu klein vor, dabei sind sie es nicht. Sie könnten auch noch mehr tun für ihre Patienten, aber daran hindert sie der gesamte Betrieb und die Zusammenhänge unter denen sie arbeiten müssen. Trotzdem ist es Anmaßung und Unbescheidenheit was sie treibt, denn sie sollten zufrieden sein, daß sie etwas Großes und Wichtiges leisten können.
Aber der zweite Grund ist mit Ursache für den ersten, und der ist objektiv: Undankbarkeit.
Die Ärzte erfahren für ihre Leistungen nicht die Dankbarkeit, Anerkennung und den Respekt, den sie verdienen. Nein, sie sind durch ihr Verhalten, auch nicht so ganz unschuldig daran, aber die öffentliche Meinung (und ihre meist nichtsnutzigen Produzenten) ist der Hauptschuldige, daß man auch mit einer guten zugewandten ärztlichen Arbeit heute das Gefühl bekommt, daß man nicht wirklich hilft.
 

Meister 05.07.2007, 12.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Öffentlich rechtliches Internet?

Die Anbieter des öffentlich-rechtlichtlichen Rundfunks wollen ihre Internetprogramme ausbauen und werden dafür von der Politik teilweise  sogar noch beklatscht.
Sie wollen also unter dem Mantel einer angeblichen Grundversorgung  Teile der Gebührenmilliarden, die sie auf mehr oder weniger feine Art vom gesamten "Publikum" (egal ob man zuhört oder nicht) eintreiben, in neuen Internetportalen  verschwenden.
Ist das gut, ist das notwendig, ist das Grundversorgung?
Angesichts der Möglichkeit Radfio+TV überall empfangen zu können, scheint es mir nicht notwendig, dies auch noch im Internet zu verdoppeln. Haben sie Angst, daß ihnen jemand entkommt?
Ob die Sendungen gut sind, sei mal dahin gestellt. Es gibt Gutes, aber es gibt auch sehr viel Schrott, den man eher woanders vermuten würde. Nehmen wir mal das Flagschiff >Tagesschau< : da handelt es sich doch lediglich um eine durchschnittliche Nachrichtensendung mit der mindestens durchschnittlichen Desinformatonsquote, die lediglich einen historisch bedingten Ruf von Objektivität hat, die man auch nicht mehrfach täglich anschauen muß, weil sowieso immer das Gleiche gebracht wird.
Grundversorgung im Internet ist sicher entbehrlich, da es anders funktioniert als TV und TV ja keineswegs eingeschränkt wird (leider).
Sie behaupten, sie dürften nicht von der Medienentwicklung abgekoppelt werden. Damit meinen sie, daß sie Angst haben, entbehrlich zu werden. Aber sie schaufeln sich in Wirklichkeit so ihr eigenes Grab, denn wie sie werden sind sie entbehrlich, und  wenn sie den Privaten mit der Einschaltquote nachlaufen sind sie vollkommen entbehrlich.
Die einzige Zukunft für ARD+ZDF besteht in der Konzentration auf das Kerngeschäft von Information, Wissen und Bildung, wobei ich mit Information Hintergrundinformation und nicht Regierungs-TV meine.
Man sollte den Anstalten die Werbung verbieten, man sollte ihnen die Gebühren herunter fahren, z.B. halbieren, eine Austrittsmöglichkeit bei der GEZ schaffen, Staatsfinanzierung der Bildungsaufgaben, Entlassung des gesamten Wasserkopfes öffentlich-rechtlicher Sendeverwaltungen, redaktionseigene Sender, Sender, die aus Mitgliedsbeiträgen eingeschriebener Zuschauer finanziert werden. Es fällt einem viel ein, wie man den ÖRR weiter entwickeln könnte. Er muß sich nicht so weiter entwickeln, wie die Landesfürsten und Senderherrscher sich das vorstellen.
Und der Drogenhandel könnte durch Umwidmung der GEZ auch wirksamer bekämpft werden.

 

Meister 05.07.2007, 10.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Sorge um Tomaten

Eigentlich finde ich es nicht schlimm, daß das Wetter kühl und regnerisch ist, daß das Siebenschläferorakel so schlecht ausgefallen ist und scheinbar auch wieder Wahrheit transportiert. aber um die Tomaten wäre es schade, weil ich auch in diesem Jahr wieder in meiner immer wieder neuen, grenzenlosen Naivität auf eine Überdachung verzichtet habe. Wenn es so weiter geht mit dem Wetter, wird die Braunfäule nicht mehr lange auf sich warten lassen, dabei fangen sie jetzt erst an rot zu werden. Aber jedes Jahr die gleichen Schwüre für´s nächste auszubringen ist doch auch blöd, da ich ja sowieso nicht dazu lerne, wie es scheint.
 

Meister 04.07.2007, 15.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Kritischer Idealismus

Noch so ein neuer Begriff, den es eigentlich noch nicht gibt. Der vielleicht vernünftgiger ist, als man denkt. Der springende Punkt ist, daß der krtische Idealismus das Primat der Materie anerkennt, d.h. eigentlch materialistisch ist. Aber er weigert sich natürlich die existierende Welt auf das Materielle zu reduzieren, nach dem freundlichen Spruch der Materialisten " Sonst ist da nix!"
Der kritische Idealismus behauptet, daß die Idee, daß das Geistige aus der Materie heraus wächst, und dann eine eigene Qualität gewinnt,  nicht metaphysisch, sondern einfach wirklich so.
Nehmen wir mal unser beliebtes Thema Hirnforschung, das von den Positivisten heute so gern als Waffe eingesetzt wird um zu behaupten: "Licht aus und das war´s".
Was produziert das Hirn an Ideen, welche materielle Kraft können sie gewinnen, wie wirkt diese auf andere denkende Organismen, welche Synergieeffekte, welche Dynamik entwickelt sich.
Ich finde das erstmal eine hübsche Skizze.
 

Meister 03.07.2007, 19.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Zufrieden?

Eigentlich bin ich schon zufrieden wie sich dieser Blog entwickelt hat. Besonders das "Kleine virtuelle Theater" und das "Märchenhafte" haben mir Ausdrucksformen gegeben, die ich bisher nicht hatte.
Die aktuellen Sachen sind vielleicht ein bißchen viel, besonders, wenn sie oft um ähnliche Thematiken kreisen. Ich versuche da, mich nicht zu sehr aus dem Fenster zu lehnen, man möchte ja niemanden verärgern und auch nicht bei ObL auf die ToDoListe. Aber andererseits ist der Blog ja gerade auch dazu gut, das was man eigentlich als Leserbrief schreiben  würde einfach ins Netz zu stellen. Leserbriefe finde ich heutzutage nervig, da der zuständige Redakteur sowieso nach dem Motto >eins dafür und eins dagegen< aussucht.
Das Grundsätzliche kommt etwas zu kurz, da halte ich mich aber auch absichtlich etwas bedeckt, d.h. einiges, was ich dazu geschrieben habe, habe ich noch nicht öffentlich gemacht, weil der Zeitpunkt nicht gekommen ist, oder weil es mir noch zu unausgereift erscheint: man dementiert ja nicht so gerne Grundsatzartikel.
Zum Problem wird manchmal, daß man denkt, man müßte doch jetzt mal wieder was schreiben. Ich versuche, mich von diesem internen Druck zu befreien und dann was zu schreiben, wenn ich etwas zu sagen habe.
 

Meister 01.07.2007, 21.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Rosen: über den Höhepunkt hinweg

Heute hatte ich die Freude die Rosenbeete sauber machen zu dürfen. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn ich es nicht hätte so weit kommen lassen, daß alles reichlich überwuchert war. So artete es richtig in Arbeit aus. Außerdem ist die Hauptblüte jetzt natürlich vorbei, man muß also das Abgeblühte weg schneiden. Es wäre sicher auch nicht schlecht, wenn ich mal mit dem Blätterdünger sprühen würde, aber dazu bin ich heute nicht mehr gekommen.
 

Meister 01.07.2007, 21.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

NUR OHNE KOPFTUCH

So ist der hervorragende Artikel von Bassam Tibi im heutigen Tagespiegel überschrieben. Eigentlich wollte ich zu dem Thema in nächster Zeit erstmal nichts mehr schreiben, aber der Artikel ist so gut, daß man ihn unbedingt empfehlen muß. Ich kann ihn natürlich nicht referieren, aber ein paar Punkte sind mir wichtig.
Wir müssen uns viel mehr mit der Türkei und ihren inneren Verhältnissen befassen, nicht wegen der EU-Aufnahmefrage, die ist wahrscheinlich objektiv negativ entschieden, sondern weil dort der momentane Kulminationspunkt der kulturellen Auseinandersetzugen ist.
Es geht, und das beschreibt er sehr gut, nicht um eine Auseinadersetzung zwischen Christentum und Islam, sondern um die zwischen Laizismus/Säkularismus auf der einen und religiöser Bevormundung welcher Art auch immer auf der anderen Seite.
Er betont, daß wir uns nicht täuschen lassen sollen, wer dort für was steht und daß man leicht fehl gehen kann die "Demokraten" und "Europäer" der AKP als positiv und das Miltär, das den Kemalismus hoch hält negativ anzusehen.
Und das Kopftuch, das man ja hierzulande manchmal geneigt ist als individuelle Religionsausübung anzusehen, ist dort jedenfalls als Kampfbegriff gegen die säkulare Gesellschaft anzusehen.
Wir sollten die Sache der modernen Türkei und ihrer (mehrheitlich?) zur europäischen Kultur neigenden Bevölkerung mehr zu unserer eigenen machen, anstatt über EU-Beitritt oder nicht zu streiten.
 

Meister 01.07.2007, 13.26| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Das Theater um die Zeckenimpfung - 3.Akt



Alle Vorigen sitzen auf den Stühlen am Rand.

Medium (springt auf, tanzt zum Bühnenrand vor): "Überall Zecken! Kein Platz sich zu verstecken. Massenhaft Tote, mein Kind. Woran die wohl gestorben sind? Schützt Euch und Eure Kinder. Rennt sofort zum Doktor hin. Laßt Euch nicht vertrösten, laßt Euch nicht abspeisen, sonst könnt ihr nicht mehr verreisen. Die Zecke lauert überall, ja das ist ein Überfall. Seht die Karte an, die Gefahr wächst weltweit an." (Eine Karte erscheint in Projektion auf die Bühnenrückwand, zuerst Deutschland: immer mehr Flecken werden rot und blinken, dann Europa genauso, dann die ganze Welt)."Wenn Ihr Euch nicht impfen laßt, seid ihr dran, das ist kein Spaß. Massengräber überall, stellt Euch schon mal hinten an."

Eine panische Horde von Statisten stürmt von hinten rechts und links auf die Bühne. Sie tragen Transparente: Zeckenimpfung, bitte, bitte. Oder Zeckenimpfung her, aber plötzlich.

Die Zecke ist ganz klein geworden und versucht sich hinter ihrem PR-Berater zu verstecken, Dr. Faustan ist in die Bühnenmitte gerannt und fuchtelt aufgeregt mit den Armen in Richtung Famulus Studiosus longus, der knöpft wichtig seinen weißen Kittel zu und gebietet mit ausladenden Armbewegungen den panischen Massen sich in einer langen Schlange aufzustellen. Sie tuns. Jetzt winkt er die Spritze herbei. Sie kommt zu ihm, er gibt ihr mit eindeutigen Gesten zu verstehen, was passieren soll. Der erste der Reihe tritt vor, wendet seine Rückseite zur Spritze, die nimmt Anlauf und piekt ihn in den Hintern. Das wiederholt sich dann fortlaufend. Ein kleinerer Teil der Gespritzten fällt um und bleibt auf einem Haufen liegen. Die anderen sammeln sich fröhlich auf der rechten Bühnenseite.

Inzwischen hat Borell von Burgdorff sich an die Zecke herangemacht und beißt ihn theatralisch in den Hals. Dann hängt er der Zecke ein gelb-schwarzes Schild >infiziert von BvB< um. Unschuldig mischt sich die Zecke unter die fröhlich Geimpften auf der rechten Bühnenseite und geht mit ihnen ab. Die Impfungen sind inzwischen beendet, die Spritze sinkt erschöpft zu Boden, Sarko Sanostoli verteilt große Schecks an Prof. Unflat, Dr. Faustan und Studiosus longus.

Medium: "Sieg ! Sieg ! Die Wahrheit triumphiert, die Einschaltquote maximiert. Die Welt ist gerettet, da seid ihr geplättet."

F.S.M.E.: "Ich bin begeistert über meine Popularität. Ich bin das populärste Phantom der Welt. Ich mach jetzt als Phantom der Oper weiter, das wird sicher auch ganz heiter. Hab ich mich dort erst etabliert, ist die Oper auch ruiniert."

Mit wildem, Irren-Geheul rennen Rothäute von links nach rechts über die Bühne, die Zecke ist ihr Häuptling mit hübschem Kopfschmuck, ruft: "So gehts natürlich auch, ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Fraksauß, dein Vertrag ist kassiert, alle werden Indianer und rasiert."

PR-F.: "Ich weiß gar nicht, was er moniert, ich war erfolgreich, hab die Kampagne kreiert!"

Dr. Faustan: "So dien ich der Gesundheit alle Tage, wenns so weiter geht, lieg ich bald auf der Trage. Die Welt weiß nicht was sie verliert, wenn sie ohne mich weiter vegetiert."

Studiosus longus:" Wird Zeit daß der Alte krepiert, ich habs kapiert, als nächstes werden die Indianer skalpiert."

Prof. Unflat: "Ihr könnt mir meine Professur vergolden, keiner kann ihn mir nehmen, meinen Ruf den holden; es ist erreicht, auf ewig : mein Ruhm ist poliert, mein Konto saniert, der Platz in der Ruhmeshalle schon präpariert."

Sarko Sanostoli: "Die Börse zufrieden, die Kranken verschieden, Politiker korrumpiert, Wirtschaft saturiert; was kann ich als nächstes anzetteln, wie wärs mit 380 Großraum-Jetten?"

Vorhang.

Vor dem Vorhang treffen sich Reichitzky, der Kritiker, und Web Master der Theaterdirektor.

Reichitzky: "Und so was nennen sie also Aufklärungstheater?! Ich nenne das Klamauk, sie sind ein Pfuscher, wie ihre Figuren auch. Sie ham das Theater massakriert."

Web M. refft den Vorhang etwas zurück und gibt ein Zeichen .

Die Spritze kommt von hinten und piekt Reichitzky ins Gesäß. Die Zecke kommt und setzt ihm einen Indianerkopfschmuck auf.

Web M.:"Fühlen sie sich jetzt besser, Herr Reichitzky?"

Licht aus.

Ende.

Meister 30.06.2007, 20.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Broome jetzt im Augenblick

Sonnenuntergang am Cable Beach in Broome: Wunderschön !
Aber schnell wird es dunkel.
 

Meister 30.06.2007, 11.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Kann man auf Dauer als Ausländer leben?

Die Antwort lautet: man kann, aber es bringt Probleme.

>Alle Menschen sind Ausländer - fast überall !<

kaum ein Spruch ist treffender.
Man kann nur hoffen, daß in diesen Sommerwochen die Millionen deutscher Urlauber im Ausland, sich dessen bewußt sind, daß sie die Sitten und Gesetze der Gastländer zu beachten und befolgen haben und uns nicht blamieren.
Aber es ist etwas anderes im Urlaub im Ausland zu sein oder lange oder dauerhaft dort zu leben. Natürlich kann man das, aber es kommt natürlich darauf an, warum? Sucht man anderswo ein neues Leben, dann ist man Aus- bzw. Einwanderer und sollte anstreben, Inländer zu sein  in dem Land. Das bedeutet nicht, daß man seine heimatlichen Wurzeln verleugnen muß, aber es bedeutet, daß man eine neue Heimat hat und loyal zu dieser steht.
Oder man ist Exilant, d.h. man kann und will momentan oder dauerhaft nicht im Heimatland leben. Dann bleibt man Gast in dem Land in dem man wohnt und hofft igendwann nach Hause zurück kehren zu können. Leider ist das ein Leben voller Heimweh und ohne klare Perspektive.
Oder aber man möchte irgendwo einwandern, aber man fühlt sich dort nicht angenommen, nicht akzeptiert und unwohl. Dann hat man Probleme, weil man nirgendwo so recht dazu gehört und zwischen den Stühlen sitzt.
Vielleicht gehört eine erste Einwanderergeneration niemals so ganz in die neue Heimat. Aber die zweite sollte sich ganz als Bürger der neuen Heimat fühlen, sonst sind sie keine Einwanderer - bleiben Fremde.
Es ist also möglich auf Dauer Ausländer in einem Land zu bleiben, aber es ist nicht angenehm.
Das Land und seine Bewohner tragen dabei aber auch eine große Verantwortung: sie müssen die Menschen, die bei ihnen als Inländer leben wollen auch akzeptieren und ihnen eine dauerhafte Perspektive bieten, keine Halbheiten. Jeder, der will, soll seine Chance bekommen Inländer zu werden.
 

Meister 30.06.2007, 09.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Autogene Humanisten

Das Wort >Humanist< macht erstaunliche Karriere als Kampfbegriff.
Wenn sich jemand heute selbst als Humanisten bezeichnet, dann meint er damit in der Regel, daß er der Gute ist und die anderen die Bösen.
Früher wurde das Wort anders benutzt, aber heute braucht man eben "Schlagworte" im wörtlichsten Sinne.
Seid also gegrüßt Ihr Humanisten alle, vergeßt das Humane nicht und versucht Mensch zu bleiben.

Meister 29.06.2007, 23.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Gut -böse

Niemand ist vollständig gut oder böse, denn wir sind nur Menschen.

Dennoch ist das Streben nach Vollkommenheit ein schönes Ideal.
 

Meister 29.06.2007, 21.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Feridan Zaimoglu: Furchtbar !

Im Tagesspiegel von heute ein Artikel des türkischen Schriftstellers  Feridun Zaimoglu, der auf einer Rede basiert, die er vor der Bundestagsfraktion der Grünen gehalten hat.Tenor: Alle, die etwas gegen Islam oder über Probleme mit Ausländern sagen, sind Rechte, Fremdenhasser oder schlimmer. Wenn er einfach Ausländer wäre, würde ich sagen, rede über Dinge, von denen Du etwas verstehst. Aber da er die Inländer-Kompetenz beansprucht in Deutschland mitzureden, muß man ihm sagen dürfen: das ist Bürgerkriegshetzerei !
Nun sind Schriftsteller, auch wenn sie Bücher verkaufen, keineswegs per se weiser als der Rest, aber etwas derart Schlimmes habe ich seit langem nicht gelesen.
Nicht nur die furchtbare Schwarz-Weiß-Malerei (wir Humanisten, die Andersdenkenden dumpf und Fremdenhasser), läßt einen schaudern, sondern auch ,daß sein Pro-Türkismus auch gleichzeitig Pro-Islamismus ist: wer gegen Moscheen und Minarette ist ,gehört zu den Finsterlingen.
Er muß intime Kenntnisse der Mentalität des grünen Establishments haben, denn seine Tiraden sind sehr gut darauf abgestimmt: " Sie und ich fühlen uns einem Humanismus verbunden, auf den sich zu beziehen heute dringlicher ist als gestern...Deshalb werden wir angefeindet und diffamiert. Linkssein heute ehrt diese großartige Tradition... Der Kampf geht weiter."
Keiner hat ihm gesagt, daß der spanische Bürgerkrieg verloren wurde. Schade.
Ich finde es furchtbar, wenn Leute Bürgerkrieg predigen. Ich finde es furchtbar, wenn jedes Ansprechen von Problemen mit Ausländern als "rechts" abgetan wird. Wenn man so argumentiert wie dieser angebliche "Humanist" braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Feinde immer mehr werden, da man  alle zu Feinden erklärt, die nicht auf der eigenen Linie mitmachen.  Er könnte sicher in der Türkei ein angemessenes Betätigungsfeld finden, dort ist Bürgerkrieg eine ständige Drohkulisse.  Aber bitte nicht hier.
 Ich befürchte, er hält sich für einen Linksintellektuellen, obwohl Nachdenken nicht so sehr seine Stärke ist.
Interessant ist die Frage, warum der Tagesspiegel dieses Pamphlet veröffentlicht: zur Abschreckung, nehme ich an?
Als Schriftsteller dürfte sein Ruf durch  so etwas stark beschädigt werden, vielleicht kann er in Zukunft Frau Roth die Reden schreiben? Sind die Grünen wirklich so weit von der deutschen Realität abgedriftet?
 

Meister 29.06.2007, 20.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Populäre Elite

Ein Begriff, der mir interessant erscheint, obwohl er auf den ersten Blick als ein glatter Widerspruch in sich erscheint.
Aber kommt es nicht gerade darauf an, daß eine geistige Elite sich der großen Masse der Menschen verpflichtet und verbunden fühlt und versucht eine volksnahe geistige Führung zu entwickeln?
Eliten neigen dazu, sich abzukapseln, sich für etwas besseres zu halten und über die Köpfe der anderen hinweg zu denken, zu schreiben oder zu handeln. Damit machen sie aber einen Riesenfehler, der sie unwirksam macht und eigentlich wertlos.
Das Populäre andererseits ist oftmals einfach nur flach und unterhaltsam, in der Konsequenz oft verdummend. Bestes Beispiel dafür ist die Pop-art und Popkultur, der ich früher auch sehr angehangen habe. Aber sie hat doch im zeitlichen Verlauf nur der kulturellen Verflachung die Tür geöffnet.
Wie soll denn "populäre Elite" aussehen?
Dafür habe ich noch keine fertige Antwort, ist ja erstmal eine Aufgabe.
Aber gewisse Ideen gibt es schon. Arbeiten wir also daran.
 

Meister 29.06.2007, 11.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

GEZ und öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Nachdem ich heute einen heftigen Auftritt mit GEZ-Agenten hatte, die für nicht vorhandene Autoradios in nicht vorhandenen Geschäftswagen Geld rückwärts bis in die jüngere Steinzeit abkassieren wollten, muß ich dazu wohl etwas sagen.

Ich bin ein treuer GEZ-Zahler gewesen, weil ich bis heute das, was diese Leute mir einhämmern wollten geglaubt habe, nämlich daß der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine Errungenschaft sei, die man sich etwas kosten lassen müsse.

Aber ihre maßlose Gier hat mich belehrt. Ich zahle schon TV+Rundfunk und meine Frau auch noch. Aber das reicht ihnen nicht. Sie wollen auch noch die Rundfunkgebühr für Autos, die es nicht gibt. Ich benutze TV und Radio nicht gerade sehr intensiv, deshalb war ich der Meinung, daß meine großzügige Spende ihnen reichen müßte. Aber keineswegs, das macht sie nur noch begieriger, auch noch eine weitere Zusatzgebühr einzufahren.

Wenn sie Feinde brauchen, kann man ihnen vielleicht helfen.

Denken wir mal über die GEZ nach: sie ist eine Institution, die man vielleicht am ehesten mit einer kommunistischen Partei stalinistischer Prägung vergleichen kann: man kann nicht austreten, wenn man drin ist. Für gewisse Kirchen und Sekten sollen ähnliche Bedingungen gelten.

Die GEZ kassiert, bis man den Totenschein vorlegt. Und das alles im Dienste der guten Sache öffentliches Fernsehen.

Das kann doch nicht richtig sein, sage nicht nur ich.

Aber sie behaupten, das sei notwendig um das tolle öffentlich-rechtliche TV und Radio aufrecht zu erhalten, sonst werde alles nur von den privaten Profitgeiern bestimmt ,"wie bei Berlusconi, sie verstehen!."

Aber stimmt das denn überhaupt? Zugegeben ist das TV in vielen anderen Ländern noch schlechter als in Deutschland. Ist das ein Verdienst des ÖR-TV? Ich zweifele schwer daran. Anstatt ihren Grundversorgungsauftrag zu erfüllen, versuchen die ÖR-Sender doch nichts weiter als den Privaten die Einschaltquoten abzujagen. Und das mit Hilfe unserer Gebührenmilliarden. Ja, es gibt die dritten Programme und Arte und noch ein paar Nischen, die kommerziell nicht zu finanzieren wären. Aber das dürfte mit 5-10% des Gebührenvolumens finanziert werden, der Rest geht drauf für unlauteren Wettbewerb mit den Privaten, für Eigenwerbung (Großplakat: >Mit dem Zweiten sieht man besser<) und für den Apparat und die Apparatschicks.

Ich sehe es jetzt so, daß der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland auch nur Teil des Klüngels ist, also hauptsächlich der Versorgung der bewährten Kräfte der etablierten Parteien dient, daß er eigentlich nur die Propaganda dieser etablierten Parteien macht und daß er deshalb weitgehend entbehrlich ist. Eine Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks würde mich jedenfalls nicht mehr aufregen, im Gegenteil.

Aber sind wir positiv und romantisch: ich würde vorschlagen, >das Erste< abzuschalten, die dritten Programme als Kultursender aus Steuergeldern finanziert weiter zu führen, aber stärker ihrem Auftrag zu verpflichten und >das Zweite< versuchsweise als Abosender mit eingeschriebenen, freiwilligen Beitragszahlern fortzusetzen. Die GEZ kann dann natürlich abgeschafft werden.

Was soll aus den GEZ-Agenten werden? Ohne Zorn gesagt: sie könnten doch gut Drogendealer jagen, das wäre doch eine lohnende Aufgabe, die sie so richtig fordert.

Meister 27.06.2007, 22.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Vicky und Albert


Im Lande Albion herrschte ein eifersüchtiger König. Er hatte eine listige Frau und zwei Töchter. Die Ältere war Vicky und sie war 13 Jahre alt in dem Jahr in dem unsere Geschichte beginnt.

Der König wollte dem Sultan in Konstantinopel, das die Türken nun Stambul nannten die Dardanellen wegnehmen, und seine Frau wollte ihre Töchter verheiraten. Dazu schickte der König Frau und Töchter zum Urlaub ins Türkenland, und sie mieteten sich ein in Gallipolli, einem Flecken, wo es damals heiß her ging. Viele heiratsfähige Junker des Adels der Welt versammelten sich hier, um das Leben der Jeunesse d`oré zu geniessen. Unter ihnen war in diesem Sommer auch Albert von Niedersachsen-Uelzen-Coburg-Gotha, ein attraktiver Prinz aus edlem Geblüt.

Die Töchter des Königs wurden zuhause sehr streng gehalten. Hier durften sie kräftig über die Stränge schlagen, weil ihre Mutter große Pläne hatte. Sie wohnte im Zimmer neben den Töchtern und wartete wie eine Spinne nur darauf, daß sich eine fette Beute in ihrem Netz fangen würde. Sie hatte ihren Töchtern volle Freiheit gegeben, und ihnen als einzige Anweisung zum Umgang mit deutschen Prinzen die englische Weisung "Don´t mention the war" mitgegeben, weiter nichts. Ihre Töchter trieben sich Nacht für Nacht in den üppigen Gärten und Hotelanlagen herum, und spät in der Nacht kamen sie ins Zimmer zurück, oft in Begleitung junger Männer. Die Mutter inspizierte diese und schickte sie dann  regelmäßig weg. So ging es manchen Abend und die Mädchen dachten schon, daß ihre Mutter ihnen nur den Spaß verderben wolle. Aber eines Nachts war es anders. Sie kamen mit ihren neuen Freunden ins Hotelzimmer, gefaßt darauf, daß es wie immer nach der Art des Murmeltiers ablaufen würde. Aber in dieser Nacht passierte nicht das Erwartete. So nutzten sie die vermeintliche Schläfrigkeit der Mutter aus, um sich sehr liebevoll zu amüsieren, natürlich in der unschuldigen Art wie es englische Mädchen tun. Die Mutter schlief aber nicht, sie bereitete ihre Schachzüge vor. Als der Morgen graute, waren die Mädchen und ihre Freunde eingeschlafen. Da klopfte es an der Tür und die Häscher des Sultans standen davor; sie nahmen die jungen Leute mit sich. Die Mädchen wurden peinlich untersucht, die Jungs ins dunkelste Verließ geworfen. Denn die Mutter der Mädchen hatte Anzeige erstattet: weil ihre Töchter noch minderjährig seien, müßten die Verführer streng bestraft werden. Sie hoffte damit ein doppeltes Ziel zu erreichen: wenn der Sultan nicht ihren Willen tat, wäre sie und ganz Albion schwer beleidigt und der König würde seinen treuen Aussidiggern, die schon auf Landungsschiffen vor der Küste warteten, befehlen, Gallipolli anzugreifen und die Dardanellen zu nehmen. Denn Albion brauchte immer andere, die für sie die Drecksarbeit erledigten. Und sie hoffte, daß der Prinz Albert, um sich aus der mißlichen Lage zu befreien, um Vickys Hand anhalten würde. Aber der Sultan durchschaute ihre List und ließ den armen Albert im Verließ schmoren bis die Aussidigger vor Durst und Heimweh abgezogen waren und in Uelzen-Coburg-Gotha die Wut auf Albion so hoch kochte, daß die Königin ihre Anzeige zurück ziehen mußte. Das Schlimmste war aber, daß die arme Vicky sich Tag und Nacht die Augen ausheulte wegen ihrer unglücklichen Liebe zum schönen Prinzen, bis ihre Mutter endgültig aufgab.

Als der Prinz endlich aus dem schrecklichen Kerker befreit war, reiste er dennoch nach Albion und hielt beim König um die Hand von Vicky an, weil er sie auch genauso sehr liebte und sie ihm im Kerker immer vor Augen gestanden hatte.

So wurde Vicky bald eine junge Königin und Albert ihr abgöttisch geliebter Prinzgemahl. Und weil die Ausschweifungen beinahe so böse geendet hätten, wurde Vicky im Rest ihres Lebens ganz sittenstreng und das ganze Zeitalter wurde danach benannt.

Und der Sultan behielt die Dardanellen und durfte nicht in die EU eintreten, und die Aussis redeten noch nach 100 Jahren davon, wie Gallipolli sie zu einer Nation gemacht hatte.

Und dieses ganze Märchen ist eine furchtbare Geschichtsklitterung.

Meister 27.06.2007, 21.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Theater um die Zeckenimpfung - 2.Akt





Vorhang auf. Die Vorigen auf ihren Plätzen. In der Mitte der Bühne die Spritze. Sie ragt vorn und hinten aus dem Spieler heraus, waagrecht nach vorn weisend, mindestens 3m Gesamtlänge, vorne die große Nadel zielt auf denjenigen, der vor dem Spieler steht. Die Spritze singt und tanzt über die Bühne: "Ich bin die Spritze, die Zeckenspritze, Ihr müßt mich kaufen, kaufen, kaufen. Ich bin für alles gut, ich schütz Euch vor der Zeckenbrut, nur ich, nur ich, ganz allein ich! Nur wenn das Geld im Beutel klingt, Ihr nicht über die Klinge springt. Kauft Euch frei, von der Zeckentyrannei!"

Zecke: "Was soll der Blödsinn? Du kannst mir gar nix?"

Pr-Fracksauß: "Contenance! Laß ihn sich selbst entlarven."

Zu Spritze: "Nun gebt mal Antwort, was vermögt Ihr gegen Zecken? Gar nichts, wenn ich mich nicht irre, hihi."

Spritze: "Ich bin die einzig wahre Waffe, getestet an so manchem Affe, wenn man mich nicht nutzt, wird man von Zecken weggeputzt!"

Zecke: "Er lügt, er lügt, er macht mich schlecht, so geht das nicht, wir gehen vor Gericht."

Auftritt Anwalt Naturkind: "Man ruft mich, wunderbar. Ich vertrete stets die saubere Natur, von Winkelzügen keine Spur. Ich weiß das Recht zu wahren, für jedes Kind, sei es auch hoch an Jahren."

Zur Spritze: "Wenn sie weiter derart künstliche Lügen verbreiten, werden wir sie gerichtlich bestreiten. Legen sie doch mal auf den Tisch, die Forschungsergebnisse, flink und frisch."

Spritze: "Ihr könnt mich gern verklagen, Ihr Schätze, das steigert noch die Umsätze. Denn Medien sind´s die mich beschützen und Industrielle, die mich benützen."

Auftritt Medium: "Ich bin neutral, ich bin wahr. Ich dien der Abwehr der Gefahr. Man muß mich immer nur gut schmieren, dann habt ihr nichts mehr zu verlieren."

Auftritt Konzernchef Sarko Sanostoli: " Wer schafft denn die Gesundheit, wenn nicht wir? Milliarden pumpen wir in Forschung rein, wenn Mist rauskommt, müssen wir ihn trotzdem Euch verkaufen. Hört auf die Worte der Wissenschaftler, wir haben sie gut bezahlt, so sagen sie die Wahrheit. Ich hab Euch Prof. Unflat mitgebracht, der ist wahnsinnig brilliant, der war bei Darwin noch als Praktikant."

Auftritt Prof. U.: "All mein Leben und mein Streben gilt der Wissenschaft der holden, sie tut mein Leben vergolden. Natürlich laß ich mich bezahlen, wer tut das nicht. Ich hör sie >cui bono< schreien, sei´s drum. Ich werde Euch befreien von allem Glauben, Ihr dürft stattdessen wissen, wie unbestechlich der Professor schafft, indem er viel Geld zusammenrafft. So hört und wißt es ein für allemal: wer diese Spritze kauft wird leben, vielleicht nicht lange aber wenigstens ganz ohne Bange."

Plötzlich geht das Licht aus, und in einem Spot am rechten Bühnenrand steht mit weißem Anzug, weiß geschminktem Gesicht und schwarzem Zylinder Dr. Josef Hinkefuß, der Propagandist des Bösen: "Ihr könnt es Kleinkram nennen, Ihr könnt aus dem Theater rennen; ich muß mich heute nach der Decke strecken, kann mich nicht verstecken, kann mich vor Aufträgen nicht retten, muß ständig um den Globus jetten. Diese Kampagne beweist glasklar, wer stets der Meister der Volksaufklärung war. Der beste Erfolg seit dem >Sender Gleiwitz<: wer so verkauft, kann auch die Hölle retten. Habt acht, es wird bald wieder Nacht."

Spot aus, raunen auf der Bühne, Vorhang fällt.

Ende 2.Akt.

Meister 26.06.2007, 22.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Böse

Fürchtet nicht das Böse - es kann euch nichts anhaben.

Fürchtet nur, daß Ihr ihm gleicht.

Meister 26.06.2007, 21.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

>Kinder lernen besser ohne Computer<

Das ist die Überschrift eines Interviews mit Prof. Manfred Spitzer im Sonntagstagesspiegel am 24.6.2007. Er ist Prof. für Psychiatrie in Ulm und Hirnforscher. Und er kontrastiert sehr positiv zu vielen aus seiner Branche.
Seit langem habe ich kein derartiges Interview gelesen , dem ich so vorbehaltlos zustimmen konnte. Prof. Spitzer vertritt nicht nur total richtige Ansichten, er kämpft auch heftig dafür und er behauptet nicht nur, sondern er kann seine Ansichten auch sehr gut begründen und er kann auch Alternativen aufzeigen.
Sicherlich ist es nicht neu, daß Fernsehen schädlich für Kinder ist, daß Computer keineswegs so gut sind, wie anfänglich behauptet, von anderen Daddelspielen mal ganz abgesehen.
Aber ich finde es toll, wie er erklärt, warum TV die Gehirnentwicklung behindert, warum TV Gewaltbereitschaft fördert, warum Computer für Kinder keinerlei Vorteil bringen, wie wichtig es ist, aktiv denken zu lernen und wie notwendig es ist ,die Kinder zu geistiger Tätigkeit zu motivieren. Ich stimme auch voll zu, daß unsere Lehrer einen der wichtigsten Jobs in diesem Land haben, daß ihre Leistungen nicht genügend anerkannt werden und daß sie viel zu wenig Unterstützung haben, wenn sie gute Arbeit machen wollen.
Lernen und geistige Entwicklung können so viel Spaß machen, wenn man richtig herangeführt wird.
Und im Kontrast dazu sieht man so viele Kinder, die sich in einem Stadium geistiger Deprivation befinden, demotiviert, nur auf "Unterhaltung" getrimmt, jeglicher Arbeit vor allem aber geistiger Anstrengung total abhold, es ist ein Trauerspiel. Deshalb hat der Satz von M.Spitzner, daß "unsere Kinder in 30 Jahren für die Chinesen die T-shirts zusammennähen werden, wenn wir so weiter machen " seit heute Eingang in mein alltägliches Repertoire von Platten gefunden die ich an den einschlägigen Stellen abspiele.
Schade daß ich das Interview nicht verlinken kann, so verweise ich ersatzweise (ohne es gelesen zu haben)  auf sein Buch "Vorsicht Bildschirm".
 

Meister 25.06.2007, 21.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Namen, und wie sie sich anhören

Es ist schön, wenn Eltern ihren Kindern schöne klangvolle Vornamen geben. Ich denke alle Eltern sehen die Namensgebung als etwas sehr Wichtiges an, und das ist auch richtig, denn dieser Mensch wird mit diesem Namen sein ganzes Leben herum laufen, oft prägt auch der Namen das Leben, ein bißchen zumindest.
Nicht schön finde ich es, wenn Namen genommen werden, die ganz anders ausgesprochen werden sollen, als sie geschrieben werden. Gut, manchmal ist es nicht einfach, oder doppeldeutig, kann man machen, wenn es sein muß.
Aber wenn Namen genommen weren, die ihren Ursprung vergewaltigen, finde ich das nicht nur unangenehm, sondern ich sehe da auch Probleme auf das Kind zukommen.
Heute hatte ich ein Neugeborenes, das den Namen >Gordon< bekommen hatte. Das dumme war bloß, daß die Mutter meinte, der Name solle "Djschorden" ausgesprochen werden. Auf meinen schüchternen Einwand, das schreibe man aber >Jordan< meinte sie nur, sie fände die andere Schreibweise interessanter. Da habe ich besser nichts mehr dazu gesagt.
Ich hätte sonst sagen müssen, daß >Gordon< und >Jordan< zwei sehr verschiedene Namen in der "english speaking world" sind und daß man dort für derartige Schreibvariationen kein großes Verständnis finden wird. Das man es stattdessen sehr komisch finden würde, im Sinne "Jordan´s Dry Gin" beispielsweise. Und wenn mir schon sowas einfällt....
 

Meister 25.06.2007, 21.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Türkendiskriminierung durch Sprachverpflichtung?


Irgendein türkischer Gemeindemufti gibt im Tagesspiegel die Parole aus, die Türken würden diskriminiert, wenn auf Schulhöfen nur deutsch gesprochen werden dürfe. WEnn die Türkenorganisationen wirklich solche Behauptungen aufstellen, dann sollten sie schleunigst in ein Land umziehen, in dem ihre Sprache die einzig zugelassene ist - nicht schwer zu raten welches, oder? Die Türkei fällt nicht gerade durch Toleranz in religiösen, nationalen, sprachlichen oder kulturellen Fragen auf, befürchte ich.
Wenn Schulen hier versuchen, den Schülern durch eine bessere Beherrschung der Sprache des Landes in dem sie leben, zu helfen, dann ist das nicht nur richtig sondern auch notwendig. Wenn türkische Funktionäre dagegen wettern, tun sie es hauptsächlich, um die eigene Klientel bei der fremdländischen Stange zu halten. Denn bessere Integration könnte ja die Positionen dieser nationalistischen Organisationen und ihrer Obermuftis schwächen. Nebenbei verrät diese Position auch eine gehörige Portion Chauvinismus, denn es laufen ja nicht nur Türken und Deutsche auf deutschen Schulhöfen herum, die anderen zählen dann sowieso nicht, oder?
Nichts dagegen daß die Türken zuhause oder wo auch immer türkisch miteinander reden, aber dort wo auch Nichttürken anwesend sind, sollten sie doch bitteschön deutsch sprechen.
Andere Nationalitäten, die zahlenmäßig nicht so überhand genommen haben, haben überhaupt keine Probleme damit die deutsche Sprache zu lernen, Deutsche, die im Ausland leben müssen das genauso tun - also tut mir leid, es wird keine Hammelextrawurst geben.
 

Meister 24.06.2007, 21.20| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Sehnsucht nach Australien

Wenn Zeit vergeht, und sie tut es, kommt dann die Sehnsucht nach dieser romantischen Welt dort down under im stärker herauf.
Je länger es her ist, daß man dort weg ist, um so unwirklicher erscheint es, daß man dort war. Ist man dort, hält man es für ganz normal, aber jetzt denke ich manchmal, ob ich das alles nicht  einfach nur geträumt habe. Weil ich so viel davon träume.
Ich hoffe so, daß es wieder wahr werden wird !
 

Meister 24.06.2007, 21.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Theater um die Zeckenimpfung - 1.Akt

Die Bühne ist leer doch ringsum stehen Stühle.
Auftritt: die Zecke - dick, schwarz und häßlich mit haarigen Beinen:" Ach weh ,ach nein, ich tu mir so leid. Ein schlechter Ruf wie meiner ist schwer nur zu ertragen. Alle Welt haßt mich so, dabei: was bin ich denn? Ein ganz gewöhnlicher Blutsauger wie viele andere: Moskitos, Vampire, Fabrikanten, Banker, Hedgefondmanger, Poltiker, Bürokraten,Finanzbeamte, GEZ-Agenten. Haben sie nicht alle einen besseren Ruf als ich? Weh mir armem Sauger, saugen sie nicht viel mehr ab als ich? Ich muß es ändern, will so nicht weiter leben. Will geachtet sein, es ist ehrbares Handwerk, das ich mit meines Mundes Werkzeugen betreibe."
Auftritt PR-Berater -voll geschniegelt, ganz die moderne Geschäftswelt: " Mein Name ist P.R . Fraksauß. Du verlangst nach mir, dem Spin-doctor, dem Retter der Verhärmten, dem Aufrichter der Beleidigten, dem Weißwäscher der Schwarzärgerer. Was kann ich für Dich tun mein Freund? Unterschreibe mir rasch den Beratervertrag, dann geht es los."
Zecke: beäugt den Vertrag, "Ah, noch einer unserer Saugerzunft, welch unstillbarer Durst!" -unterschreibt.
PR-Fraksauß:" Jetzt kann ich Dir helfen, Freund! Ich weiß, was Du willst, ich weiß was Du brauchst. Du brauchst ein neues Imätsch. Versuchen wir es mit Musik, machen wir einen Videoclip. Kannst Du singen?"
Zecke: " Soll ich´s versuchen?" Singt lautstark: " Ich bin die Zecke, ich bin die Zecke, ich komm unter die Decke, ich bring Dich um die Ecke.."
PR-F: "Halt! Amateur! Die Wahrheit ist die Dummheit in diesem Geschäft. Versuch ein andres Lied! Mehr Rhythmus, Dynamik, Tempo und Gefüüüühl!"
Zecke, jetzt mit Schlapphut, schwarzem Schlips und dunkler Brille,singt: " Ich bin der Holzbock, ich bin der Holzbock, ich sing den härtesten Rock. Ich mach Euch heiß, ich mach Euch kühl, ich bring Euch blutleeres Gefühhhhhhl. Habt Ihr noch nen Tropfen Blut im Leib, dann rückt ihn raus ,rückt iihn raaaaaauus!"
Auftritt zwei finstere Gestalten, der eine schlank, elegant mit Bärtchen, der andere ziemlich winzig in moderner geometrischer Verpackung.
Erster Finsterling: " Salve, mein Name ist Borell von Burgdorff. Aus dem Geschlecht der Spirochäten. Ich wollte nicht versäumen, Euch meine Freundschaft anzutragen. Ich kann Euch wichtig machen, kann Euch zu rothäutigen Migranten führen, wenn´ s gut geht, die Birne erweichen sogar. Ich bin für alle ein treuer Freund."
PR-F: " Wie, was? Die Indianer wandern auch schon ein? Kohl wird weich auf seine alten Tage?"
Zweiter Finsterling: "Gestatten, F.S.M.E."
Zecke: "Que ce que ca veut dire? Parlez- vous chinois? Oder was?"
2.Finsterling: "Mein Name: Franz Sonderbar Moor, Entertainer. Man kennt mich, man liebt mich, ich bin populär, ich bin millionenschwer. Bin meist zwar nur Phantom, doch mein Job ist Horrorshow. Über Europas Landkarte verbreit ich mich von Ort zu Ort, wie Blitzkrieg Bonaparte, der große Freund des Massenmords."
PR-F: "Nehmt Platz, Jungs, Ihr werdet noch gebraucht." Sie setzen sich auf die Stühle links.
Auftritt zwei Weißkittel, ein älterer, Doctor Faustan und ein jüngerer, Famulus Studiosus longus.
Dr.F: "Hast Du nun lange genug studiert, um zu wissen, welche Aktie wir kaufen müssen?"
F.S.l.: "Der Stoff, aus dem die Träume vom Reichwerden sind, wird produziert von XXXX und VB. Doch sie stehn hoch im Kurs - besonders in Australien."
Dr.F: "Australien? Was faselt der Famulus? Kaufen, kaufen, der Gewinn ist der Genuß!"
F.S.l.: Wir impfen wie die Bekloppten, sei´s drum. Immer drauf und dran. Solang die Zecke uns noch nährt und Punkte in die Scheuer fährt"
Zecke: "Was mach ich? Ich denk ja gar nicht dran! "
P.R-F zu den Weißkitteln:" Bitte setzen Sie sich, und halten sie die Füsse still!" Sie tun´s.
Auftritt ein Bote: "Der Impfstoff wird knapp!"
Chor aus dem Off: "Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe!"
Licht schlagartig aus.
Ende Akt 1.
 

Meister 19.06.2007, 22.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Der Riese und der Zwerg; Teil IV

Eines Morgens im ersten Sonnenlicht saß der Zauberer Patricus betrübt auf einem der weißen Eisenstühle am Kap der kleinen Hoffnung und schaute auf die trägte vorbei gurgelnden Fluten des Flußes Latux. Er betete zu Gott und fragte, was er bloß tun könne. Da erschien plötzlich ein großer Fisch und sprach zu ihm: "Weißt Du noch wer ich bin? Ich bin der Karpfen den Du im letzten Jahr aus höchster Todesnot gerettet hast, genau wie meinen Bruder, der ist auch hier in der Nähe. Du hast uns nicht nur gerettet, sondern auch noch die Freiheit geschenkt und Du hast die arglistigenen Angler gebannt uns zu fangen. Kann ich Dir helfen?" Und er schob seine kugelrunde Karpfenschnauze weit aus dem Wasser. "Es wäre so schön, wenn mir jemand helfen könnte, ich habe so große Probleme das Böse zu beseitigen." "Du mußt das Böse und das Gute von einander scheiden, dann kannst zu das Böse mit der guten Macht vertreiben." "Es ist nicht immer leicht das Böse zu erkennen, aber hier ist es erkannt. Es ist vor allem aber schwer, das Böse aus einem Menschen heraus zu bekommen, denn dieser Mensch ist doch nicht böse. Und es ist ganz schwer die eigentlich bösen Wesen zu beseitigen ohne selbst böse zu werden und sich damit ihnen gleich zu machen." Der Fisch hatte genau zugehört, ruhig wiegte er seine Schwanzflosse hin und her. "Du weißt, sagte er, daß Gott in diese Welt nicht eingreift, aber daß er will, daß das Gute das Böse überwindet. Du wirst selbst zaubern müssen. Mit Gottes Segen tue es!" Und er verschwand in der Tiefe. Es war nicht gerade eine genaue Handlungsanleitung gewesen, was er gesagt hatte, trotzdem fühlte sich Patricus gestärkt und erquickt.
Er ging hinauf zum Schloß und er begann seinen Zauberplan zu entwickeln. Plötzlich war alles ganz einfach. Er mußte die magischen Mächte des Guten bündeln, zunächst seine Frau und seine Gefährten im guten, weißen, magischen Zauber unterweisen, und dann mußte er den Zwerg entfernen. Wenn er den Zwerg erst entfernt hätte, würde er den Riesen von dem bösen Zauber befreien können.
Er hatte einen Plan.
Als der Zwerg sich wieder seinem Schloß nahte, um verlogen seine listigen, lügenhaften Dienste anzubieten, holte er ein kleines Papier aus der Tasche, das mit ganz winzigen Buchstaben beschrieben war. "Du wolltest doch eine Nachricht vom Christlichen Andreas, nicht wahr? Du wolltest doch, daß er Dir die gleiche Segnung gibt, wie ich. Weil Du denkst, daß er mehr vermag als ich. Schau dir dieses Papier genau an, es trägt unsere beiden Unterschriften und es ist die Abschlußsegnung für Dich" Neugierig aber auch voller Mißtrauen schaute der Zwerg auf das kleine Papier. Er hatte die Macht des Zauberers heraus gefordert, indem er behauptet hatte, der Christliche Andreas würde in Wirklichkeit auf der Seite der Zwergenfraktion stehen. Was würde auf diesem Papier stehen, er konnte von weitem die Schrift nicht lesen, denn lesen fiel ihm sowieso schwer. Aber dann erkannte er die Unterschrift des Christlichen Andreas neben der des Patricus und er nahm das Papier ganz nahe vor seine zwergenhaft nach oben gebogene Nase. Es war aber ein Zauberpapier, was seinen Inhalt sofort selbst ausführte: es wickelte den Zwerg fest ein, dann trug es ihn in der Luft davon, ein stürmischer Wind - wo mochte er her kommen? - trug ihn über den Fluß herüber nach Horx und dort landete er unsanft auf seinem unförmigen Zwergenhintern.
Jetzt konnte der Zauberer seinen Bann sprechen: "Du sollst niemals wieder diesen Fluß Latux überschreiten, genau wie Deine Herrin Avidia sollt ihr niemals mehr durch die Luft fliegen oder über das Wasser kommen dürfen! Bleibt wo ihr seid und trollt Euch!"
Der Zwerg schrumpfte und kroch als Erdnuckel in Richtung des Horix davon.
Der arglose Riese stand neben dem Zauberer, hatte eine häßliche schwarze Brille auf der Nase und einen gerupften Papagei auf der Schulter. "Husch", rief der Zauberer, und der räudige Vogel wurde vom Wind davon getragen. Dann nahm der Zauberer dem Riesen die Brille von der Nase, faltete sie zusammen und steckte sie ihm in die Brusttasche: "Zur ewigen Erinnerung", sagte er, "nochmal 25 Jahre bezahlen hättest Du nicht durchgestanden."
Der Riese sagte erst gar nichts."Die Fakten", murmelte er und schaute sich blinzelnd um, "sie sehen ganz anders aus,....... als ich sie bisher gesehen habe"; dann nahm er seine beiden Schwestern in die Arme und lachte und lachte, lachte noch stundenlang.
So leben sie weiter glücklich im Lande Erx, und ab und zu schauen sie herüber zum Horix in der Ferne wo Avidia und ihre heidnischen Hexenhorden ihre alten Besentänze für die Touristen aus Übersee aufführen. Nur wenn sie losfliegen wollen, gibt es regelmäßig blutige Nasen.
Denn das Böse läßt sich nicht aus dder Welt schaffen, so wie sie aussieht. Aber wir können es klein und häßlich machen.
Wir können den arglosen Riesen natürlich auch als Riesendepp ansehen.
[Ende]
 

Meister 17.06.2007, 22.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Der Riese und der Zwerg, Teil III

Der Riese war nicht nur stark, er war auch ein begnadeter Handwerker, ein Künstler in seiner Zeit. Er hatte viel gelernt als er half das Schloß des Patricus zu bauen und er war schon gut als er Beowulf half seine Festunng Milenia zu bauen, aber das war schon zu der Zeit des Kampfes mit Avidias horrorhafter Horde und also hatte der Riese den Zwerg immer dabei.
Tip und Tap hatten den Zwerg zuerst als Freund ihres Bruders angenommen, auch wenn sie sich über dieses seltsame Paar so ihre Gedanken machten. Aber er war ihr Bruder und sie liebten ihn. Die Eltern der drei waren zu früh gestorben. aber die Geschwister hielten sehr zusammen. Das lag auch daran, daß ihr Vater, der Ritter Friedrich, auf seinem Sterbebett ihnen den Eid abgenommen hatte, sich immer zu lieben und zusammen zu halten, woran sie getreulich fest gehalten hatten. Sie waren deshalb auch sehr betroffen, als ihr Bruder plötzlich so merkwürdig fremd redete, aber er war ihr Bruder.
Als nun die Festung Milenia gebaut wurde, um das Land Erx vor den heimtücktischen Hexenbanden aus Horx zu schützen, war der Riese eifrig dabei. Er schleppte die größten Felsen herbei, er baute den Festungswall, er errichtete die Zinnen auf den Dächern. Aber der Zwerg war immer dabei und er war sehr aufmerksam, er spionierte alle Pläne aus und er versuchte überall Zwietracht zu säen. Der Recke Beowulf sei ein müder Schwächling der tagsüber dieBeine hoch lege, das habe er selbst beobachtet, ließ er verlauten. Keine Ruhe gab es, ständig hetzte der Zwerg den Riesen auf und der wiederholte über seinen Papagei pausenlos dessen Tiraden, so daß es Beowulf und seiner Frau so erscheinen mußte, als ob der Riese selbst all das sagen würde. Der Zwerg selbst hielt sich gern geduckt im Hintergrund, saß auf der Schulter des Riesen und bearbeitete ihn mit einer Zauberpeitsche, die dem Riesen schreckliche Qualen bereitete, die aber niemand sehen konnte.
Der Zwerg hatte von Avidia, die selbst gebannt war, über den Fluß zu kommen, den Auftrag die Verteidigung des Landes Erx zu schwächen, den Recken Beowulf lächerlich zu machen, Zwietracht in Erx zu säen und den Zauberer Patricus in seiner Macht zu schwächen. Viele und schreckliche Aufgaben, die dem Zwerg die Nachtruhe raubten. Aber wenn er nicht schlafen konnte, quälte er den Riesen der neben ihm lag, damit dieser auch kein Auge zu tun möge. Dabei halfen dem Zwerg zwei verwunschene Wesen, die das Aussehen von Katzen hatten, aber in Wirklichkeit aber perverse Prionen waren, aus Avidias Gehirn entsprungen, um den Zwerg in ihrer Gewalt zu halten. Nächtelang stöhnte der Riese, wenn sie ihn quälten, aber immer mehr erlahmte seine Abwehr. Er konnte nichts mehr klar sehen, er konnte nichts mehr hören, was vom Zwerg nicht gefiltert wurde, er konnte nichts mehr sagen, was der Zwer ihm nicht vorgesagt hatte. Aber jede Nacht erschien in seinen Träumen sein Vater der Ritter Friedrich und redet ihm ins Gewissen, sein Gelübde zu erfüllen, seine Schwestern zu lieben und zu beschützen. Aber er konnte es nicht ,weil er unter dem Einfluß des bösen Giftzwerges stand und er litt grausame Qualen. Je mehr der Zwerg von Avidia bestürmt wurde, um so heftiger wurden die Attacken. Avidia wollte unbedingt das Land Erx haben, weil ihre heillosen Hexenhorden hungerten. Denn sie hatten das Land Horx so zu Grunde gerichtet, daß die letzen Menschen von dort in den Westen abwanderten und auch nicht durch die Heiligenbilder von Emil Hornbecker und Wally Olberich, die sie immer noch in jedem Zimmer hängen hatten, daran gehindert wurden.
Denn eigentlich wurde der alte faule Zauber, den Avidia noch mit der blutroten Hexenmilch eingesogen hatte, immer schwächer und wirkungsloser und der gute Zauber breitete sich überall aus. Aber sie hatten doch immer noch die Macht in Horx und ohne einen Endkampf würden sie sich nicht vertreiben lassen, dafür sorgte schon Avidia, die auf dem Berg Horix jeden Freitag die rostig-roten Rituale bizarr zelebrierte, um ihre verwunschenen Verschwörer zur Zirkelfahne zu zwingen.
Aber von alledem wußte der Riese nichts, er wurde immer mehr von seinen Schwestern entfremdet und redete gegenüber allen nur noch schlecht. Die Welt sei schwarz und traurig und gemein, vor allem sei seine Familie so gemein zu ihm und seine Schwestern würden ihn und seine liebe schöne Frau hassen, und der Zauberer sei ein finsterer Fiesling, der ihn immer nur ausgenutzt habe.
Als der Zauberer das hörte wurde er sehr traurig, denn er hatte den Riesen nicht nur als seinen Schwager geachtet und als begnadeten Handwerker geschätzt, sondern auch als guten Menschen sehr lieb gehabt.
Aber der Zauberer erkannte auch, woher das Böse kam und was es erreichen wollte. Avidia hatte diesen Zwerg geschickt, ihn mit Gift voll gepumpt und beauftragt, das Böse in Erx zu verbreiten. Dazu hatte sich der Zwerg des Riesen bemächtigt, aber dieser war nur ein Mittel zum Zweck Zwietracht zu säen, Tip und Tap unglücklich und hilflos zu machen, dem Recken die Kraft auszusaugen und den Zauberer als machtlosen Trottel aus dem Weg zu räumen. Denn das Böse breitet sich immer gern aus, wo man es läßt und wo das Gutenicht wachsam und stark genug ist. Vor allem nutzt es den Glauben des Guten an das Gute aus.
Was konnte der Zauberer jetzt tun?
[Ende Teil 3]
 

Meister 17.06.2007, 21.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

How the Irish saved Civilisation

Das Buch "How the Irish saved Civilisation" von Thomas Cahill wurde irgendwo erwähnt, ich weiß nicht mehr wo (vielleicht in "History of the Isles"?), aber ich fand es einen interessant, weil ich wenig wußte über den Übergang vom Römischen Imperium zum Mittelalter, die "dark ages" waren für mich  schon immer schwer dunkel. Ich bekenne, daß ich das ,was der Titel behauptet, trotzdem für eine heftige Übertreibung hielt.
Aber das Buch ist wirklich hochinteressant. Es bringt uns die Zeiten von St.Patrick sehr lebendig nahe. Es beleuchtet die Zeit der Völkerwanderung und der Christianisierung Europas aus einem ganz anderen Blickwinkel, und ich glaube, daß die Behauptung richtig ist, wären da nicht die irischen Klöster gewesen, viele Werke Roms und der Antike insgesamt wären unwiederbringlich verloren. Und die Christianisierung Europas und die Verteidigung Europas gegen die Mohammedaner wäre anders verlaufen ohne die irischen Mönche.
Das Buch wirft Licht nicht nur auf längst vergangene Jahrhunderte sondern auch auf die Iren und ihre Geschichte, es ist ein Gewinn, es gelesen zu haben.
Wenn es nicht im letzten Kapitel  erwähnt würde, wäre ich auch auf die Idee gekommen: es ist auch ein Leerstück darüber, wie Zivilisation verloren gehen kann, daß man das Denken nicht aufgeben darf und daß die Probleme der Welt heute gar nicht so viel anders sind als in der Endphase des römischen Imperiums.
 

Meister 17.06.2007, 13.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Der Riese und der Zwerg; Teil II

Nun wanderte der Riese immer zusammen mit dem Zwerg durch die Lande und alle Leute wunderten sich, wie er sich verändert hatte, denn sie konnten ja die Zauberbrille und den Papageien nicht sehen. Deshalb dachten sie, daß der Unsinn, den der Riese jetzt von sich gab, von ihm selbst stamme, und sie konnten ihn nicht verstehen.
Der Riese hatte aber zwei Schwestern, die Prinzessinnen Tip und Tap, die auf ihren Schlössern an der Grenze des Landes wohnten. Die Jüngere, Tip, war mit dem Recken Beowulf verheiratet, die Ältere, Tap, mit dem Zauberer Patricus.
Das Land Erx lag hinter den großen Seen und grenzte an das Land Horx, der große Fluß Latux floß durch die Kette der großen Seen und war der Grenzfluß. Es gab nur eine einzige Brücke über diesen Fluß, aber kaum ein Mensch ging hinüber oder herüber. Denn das Land Horx war eine Ödnis. Weit von der Grenze, aber noch zu sehen, ragte der Berg Horix steil, einsam und drohend aus der Ebene. Immer flogen Scharen schwarzer Raben um diesen Berg herum und immer war der Gipfel von zerrissenen Wolken eingehüllt. Die Menschen in Erx wußten, daß dort die Oberhexe Avidia ihr finsteres Reich hatte. Sie und ihre schattenhafte Schar hatten das Land Horx leer gefressen, so daß kein Halm und kein Gras mehr wuchs und jetzt hatten sie ihre gierigen Finger nach Erx ausgestreckt. Eines schönen Tages hatte die Oberhexe Avidia höchst persönlich an der Brückenpforte Einlaß für sich und ihre Familie verlangt. Aber der Zauberer Patricus, hatte davon rechtzeitig erfahren, da die schwarzen Scharen immer eine stinkende Rauchfahne hinter sich her zogen. Er hatte sein undurchdringliches Zauberschloß direkt hinter der Brücke aus dem Boden empor wachsen lassen, so daß das räudige Rudel abprallte und mit blutigen Nasen in Richtung Horix abzog. Nur Avidia selbst stand immer noch am Ufer des Latux und schleuderte die gemeinsten Verwünschungen herüber, als ob sie nicht wüßte, daß diese gegen das Gute nichts ausrichten konnten. Als sie aber gar nicht aufhören wollte zu wüten, schleuderte Patricus einen Bannstrahl herüber, der sie für alle Zeit daran hindern würde, dieses Wasser zu überschreiten. Als Tap ihn fragte, warum er die nicht vernichtet habe, antwortete er: " Wer sich dem Guten geweiht hat, darf nicht Böses tun, darf nicht wie das Böse werden, darf auch dem Bösen nicht Böses tun. Denn dadurch würde er seine Zauberkraft des Guten verlieren. Das Böse versucht uns doch gerade ständig zu verlocken, böse zu sein ,wie es selbst, denn dadurch gewinnt es." Seine Frau fragte noch, wie man das Böse denn überwinden solle, wenn man es nicht mit seinen eigenen Waffen bekämpfen könne, aber Patricus bestand darauf, daß es besser sei, daß Böse durch Gutes zu bekämpfen, weil man es nur so unschädlich machen könne. Und der Zauberer rief den Recken Beowulf herbei, damit er diese magische Grenze bewache und Beowulf baute seine strahlende Burg,um die meuchelnde Meute von der Grenze abzuschrecken. Tip und Tap aber pflanzten einen Zauberwald, dessen lebendige grüne Kraft jeden Tag stärker heran wuchs und wichtelartigen Widerlingen den Durchgang verwehrten. Und es waren mächtige magische Zauberbäume darunter wie tosende Trompetenbäume und die gewaltige Flügelnuß, die furchteinflößende Blutbuche und die galante Mähnenfichte. Da gab es mächtige Mammutbäume und zauberhafte Zedern. Und das Wasser des Flußes Latux ließ die Bäume prächtig heranwachsen, so daß Avidia von ihrer fernen Festung aus kochend beobachtete wie ihre Beute immer unerreichbarer wurde.
Wenige Monate später tauchte dann dieser Zwerg auf und bemächtigte sich des arglosen Riesen.
[Ende Teil 2]

Meister 16.06.2007, 22.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Der Riese und der Zwerg, Teil I

Im Lande Erx hinter den großen Seen lebte einst der Riese Hastdunichgesehn. Er war ein freundlicher Riese, der an nichts Böses glaubte, weil er ein Riese war. Dieser arglose Riese war immer auf der Wanderschaft im Lande Erx, weil er nirgendwo sich so richtig zuhause fühlte.
Eines Tages, als er so vor sich hin wanderte sah er einen Zwerg am Wege sitzen, der ganz bitterlich weinte. "Warum weinst Du so, Zwerg?" fragte der arglose Riese und beugte sich zu ihm herunter. "Ich weine, weil die ganze Welt so schwarz, traurig und gemein ist", sagte der Zwerg mit einem listigen Blick durch seine Finger, den der Riese aber nicht bemerkte. "Aber sie ist doch ganz bunt, die Welt", sagte der Riese, in dem er sich umschaute in dem wunderbaren Frühlingstal, das die beiden umgab. "Wenn Du die Welt so sehen könntest wie sie ist, so wie ich sie sehen kann, dann wüßtest Du, was ich meine", schluchzte der Zwerg erbärmlich. "Aber ich sehe sie doch, wie sie ist, die grünen Bäume und die bunten Blumen auf den Wiesen und den blauen Himmel, der uns lacht", wunderte sich der Riese. "Du verstehst mich nicht, Du willst mich nicht verstehen, Du willst mir nicht helfen, Du willst mich in meinem Elend sitzen lassen", jammerte der Zwerg mit einem falschen Unterton, der dem Riesen entging. "Aber na klar doch, ich helfe Dir, ich lasse nicht den Kleinsten im Elend sitzen, ich liebe die Gerechtigkeit und Elend kann ich gar nicht leiden. Aber wie soll ich die Welt anders sehen?" "Das ist ganz einfach," sagte der Zwerg etwas aufgeregt, denn jetzt kam es drauf an, "setze diese Brille auf, dann siehst Du alles anders, völlig anders!" Er brach ab, weil er fürchtete, zu viel gesagt zu haben. aber der Riese war arglos. Er nahm die Brille, schaute sie in Ruhe an, während der Zwerg vor Aufregung bald platzte. Dann nahm er sie mit beiden Händen und setzte sie sich auf seine große Nase. Es war aber eine Zauberbrille, die ihm sofort an der Nasenwurzel festwuchs. "Es ist ja alles ganz dunkel geworden", sagte er erschreckt, "ist es denn schon Nacht?" "Nein", erwiderte der Zwerg jubilierend, "das ist die Welt, die Du jetzt immer sehen wirst, ich habe Dir doch gesagt, sie ist schwarz, traurig und gemein. Jetzt siehst Du die Wahrheit, jetzt kannst Du mich auch richtig sehen." Der Riese drehte sich um und an der Stelle des Zwerges sah er eine wunderschöne junge Frau, die ihm freundlich zulächelte. "Das ist Deine wahre Gestalt?" fragte er ungläubig, "aber warum ist die Welt traurig und gemein?" " Das wirst Du schon noch herausfinden", bellte der Zwerg, aber dem Riesen erschien es wie Liebesgeflüster, denn die Bügel der Brille hatten sich inzwischen mit seinen Ohren verwachsen, die zwar jetzt wie zwei große Blumenkohlköpfe aussahen, aber alles was er hörte wirkungsvoll filterten.
"Magst Du Vögel?" fragte ihn der Zwerg plötzlich. "Ja klar", anwortete er ins Dunkel starrend, "diese bunten Gesellen, die immer so schön singen, wer mag sie nicht?" "Ich habe da ein Geschenk für Dich, er kann sogar für Dich reden." Der Zwerg holte einen grauen Papageien hervor und setzte ihn dem Riesen auf die Schulter. Es war aber ein böser Zauberpapagei, dessen Krallen sich gleich tief in die Schulter des Riesen eingruben und jedesmal wenn der Riese sprechen wollte, hackte ihm der Papagei böse in die Lippe und antwortete stattdessen mit den Worten, die der Zwerg ihm vorgesagt hatte.
[Ende Teil 1]
 

Meister 16.06.2007, 15.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Dortselbst: Eines langen Tages Reise in die Nacht


Das Stück von Eugene O`Neill hat den morbiden Charme, den das Theater des XX.Jahrhunderts so liebt. Familiendrama mit Crescendocharakter: Mutter Morphinistin, Vater Schauspieler, erfolgreich, gescheitert,obergeizig; der eine Sohn versoffener Versager, der andere Sohn schwindsüchtiger, verkrachter Dichter - was braucht man mehr um heftige Streitereien auf die Bühne zu stellen?
Ich fand es saulangweilig! Man kann natürlich die gesamten 3:30 h darüber nachdenken, warum sie so etwas in Potsdam spielen. Ergebnis: ich habe keinen Schimmer!
In der Pause hatte ich Mühe meine Frau von einem vorzeitigen Nachhausefahren abzubringen.
Meine Versprechungen, es könnte vielleicht nach der Pause noch etwas Interessantes kommen, konnte ich leider nicht einlösen. Ein Teil des Publikums hatte sich aber für den vorzeitigen Heimweg entschlossen.
Daß Schauspieler gut Besoffene spielen können, war zu erwarten. Daß Angelika Domröse als Morphinistin nicht überzeugt ( nicht dezent genug, zu übertrieben) vielleicht auch. Sie scheint über den Höhepunkt schon etwas hinweg zu sein, wird vom (Ost-) Publikum aber sehr gefeiert, für ihr Lebenswerk, nehme ich an.
Das Stück soll offenbar den Zerfall der bürgerlichen Familie darstellen, aber in der Realität zerfällt das Stück unter dem bemühten Wirken der Akteure.
Hat es denn Sinn solche Morbiditäten auszustellen? Man könnte sagen, die Welt ist doch genauso morbide wie früher, vielleicht noch schlimmer. Aber wozu das auf die Bretter bringen?
 

Meister 16.06.2007, 12.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Gestern: Theater in Potsdam

Das neue Theater in Potsdam ist souverän gelegen, direkt am See gegenüber dem malerischen Babelsberger Park, amphitheaterartig angelegte Außenumgebung, die das innere des Theaters spiegelt, gefällig abgerundete Architektur (vielleicht eine Spur zu viel >Pagode< ). Doch: es erinnert an die Oper in Sydney! An so einem Platz müßte man schon sehr viel falsch machen, wenn es nicht schön werden sollte. Es ist schön geworden. Man sitzt auch angenehm und hübsch dort draußen. Innen ist es auch gelungen, das Foyer und auch der Theaterraum, nach hinten zum See verglast, so daß man auch mit Tageslichteinfall spielen könnte. Die Optik innen mit den runden Deckenelementen - rot, Holz in Sichtbetonoptik, überraschender Effekt - auch gelungen, die Sitze leider weniger, befürchte ich. Schwer enttäuscht war ich von der Akkustik: es kann nicht normal sein, daß man im Parkett 4. Reihe nicht gut den Dialogen folgen kann. Ein Hall wie in einer Grotte.Vielleicht liegt es nur am Bühnenbild des Stücks? Hoffentlich!

 

Meister 16.06.2007, 12.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Roger Boyes: Über Ärztehass

Roger Boyes schreibt jeden Samstag im Tagesspiegel seine Kolumne, die sicher viele, wie mich, als treue Leser hat. Er trifft auch heute wie so oft auf amüsante Art und Weise den Nerv.
Dabei tut der englisch-deutsche Vergleichsblick wie immer gut. Das Paradoxon, daß englische Patienten alles tun würden, um in deutsche Krankenhäuser zu kommen( kurze Wartelisten, bessere Diagnostik), während junge deutsche Ärzte gern in England arbeiten (mehr Geld, mehr Verantwortung, weniger Ärztehaß) erklärt er nicht zu Unrecht aus dem Spannungsverhältnis zwischen verwirrten Patienten und dem unter massiven Druck gesetzten Arzt, der deutsche Krankenhäuser zu unglücklichen Orten macht.
Das gemeine am Ärztehaß ist, daß die Ärzte für die Dinge verantwortlich gemacht werden, deren Opfer sie selbst sind. Bürokratie und Hierarchie im Krankenhaus nehmen ihnen die Zeit weg sich um ihrre Patienten zu kümmern und ihre Anleitungsfunktion über das Pflegepersonal ausüben zu können. Das die Schwestern angeblich alles besser wissen als die "Studierten", ist leider genauso wahr wie die Tatsache, daß das Pflegepersonal medizinisch keine Ahnung hat und seine Kenntnisse aus Kaffeeklatsch im Schwesternzimmer bezieht. Es sind oft gerade die jungen Schwestern, deren Selbstbewußtsein quadratisch schneller wächst als deren Kenntnisse und es sind oft die jungen Ärztinnen, die es am schwersten haben, weil der Neid der angeblich unterprivilegierten Geschlechtsgenossinnen sie zusätzlich fertig macht.
Was könnte helfen? Für den Pflegebereich kurzfristig, daß die Ärzte das Pflegepersonal besser fortbilden und leiten, dafür brauchen sie natürlich Zeit, aber nur leichte strukturelle Reformen wären nötig: man könnte einfach eine Pflegegruppe einem Arzt unterstellen und damit die unseelige Schwesternhierarchie aufheben, denn der Dualismus zwischen ärztlicher und pflegerischer Hierarchie ist auch noch ein Fluch des deutschen Krankenhauses. Langfristig sollte es gar keine zwei getrennten Wege mehr geben, sondern es sollte im medizinischen Bereich nach dem Abitur in einer medizinisch-pflegerischen Ausbildung begonnen werden und diejenigen die die Prüfungen bestehen und die Neigung und Hingabe dazu haben, sollen dann das Studium Richtung Arzt weiter betreiben dürfen, die andern bleiben dann eben im Pflegebereich. Damit würde aufhören, daß sich die Schwestern ständig als die besseren, eigentlichen, nur leider verhinderten Ärztinnen aufspielen. Eigentlich ist es auch heute so, daß man sagen kann daß diejenigen, die die Pflegearbeit machen, eben nicht zu mehr in der Lage waren, denn jede fähige Krankenschwester hat noch den Weg zum Studium gefunden, aber dann gäbe es die Ausrede nicht mehr, man sei verhindert worden.
Natürlich darf man das pflegerische Grummeln auch nicht nur negativ sehen: es ist auch oft Ausdruck der Tatsache, daß die Schwestern darunter leiden, daß die Ärzte keine Zeit haben ihre Aufgaben richtig zu erfüllen und die Patienten damit suboptimal betreut werden.
Abgesehen vom spannungsreichen Verhältnis Arzt-Pflegepersonal gibt es aber auch noch weitere Probleme, an erster Stelle das Problem Arzt-Patient. Sicherlich sind die Ärzte auch heute immer noch nicht sehr gut darin, mit ihren Patienten zu reden, zumindest nicht gut genug. Und die Zeit dafür wird ihnen auch geklaut durch die mannigfachen bürokratischen Auflagen. Es ist nur absurd, daß die Patienten um so mißtrauischer sind, je mehr die Medizin vermag. Schauen wir mal 30-40-50 Jahre zurück: die Medizin konnte vieles nicht und die Ärzte haben aus ihrer Ignoranz sich in Arroganz geflüchtet: der Halbgott in weiß war ein magisches Mittel, um die Patienten zu heilen, die an ihn glaubten. Es gelang wahrscheinlich öfter als man denkt. Und wenn nicht, war man es gewohnt. Ein berühmter Professor der Kinderheilkunde, war dafür berühmt bei seinen Visiten den Müttern zu sagen: "Ihr Kind wird bald wieder gesund werden" oder "Ihr Kind wird sterben". Von Heilkunst kann man da nicht unbedingt sprechen, aber er war die Authorität. Heute könnte man niemanden davor überzeugen, daß eine bestimmte Absterbequote natürlich ist. Selbst die Naturfreaks würden sich nicht damit abfinden, wenn ihr Kind die Niete im natürlichen Ausleseprozeß gezogen hätte. Zum Glück profitieren sie davon, daß die Nieten selten sind heutzutage, und wenn man sein Kind eben nicht impfen läßt, dann ist die Wahrscheinlichkeit z.B. an Diphtherie zu sterben trotzdem klein.
Hier will ich zunächst einen Strich ziehen, es gäbe noch einiges zum Thema Ärztehaß zu sagen, aber davon vielleicht später. Inzwischen Dank an Roger Boyes und die Empfehlung ihn zu lesen, auch sein Buch "My dear Krauts" ist sehr lesenswert.
 

Meister 16.06.2007, 10.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Verwaltungsarbeiten:

gehören nicht gerade zu meinen großen Leidenschaften. Trotzdem muß man sie immer wieder durchführen, auch im schönsten Sommer. Aber wenn es heiß und schwül draußen ist, kann man auch am Computer irgendwelchen Irrsinn abziehen, man sollte es einfach als eine Art Computerspiel betrachten. Gehen wir also zum nächsten Level über!

Meister 15.06.2007, 13.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Was man besser nicht bloggt...

sind Gedanken und Gefühle über schreckliche Taten. Wenn zum Beispiel ein 17jähriger Ausländer ein 23jährigen tot sticht, weil er einem Gewaltopfer beistehen will, dann ist es besser nicht die eigenen Gedanken dazu raus zu lassen. Sagen wir schlicht, hoffen wir, daß man diesen Unmenschen niemals wieder sehen muß. Es muß irgendwann aufhören, daß derartige Täter mit Samthandschuhen angefaßt werden, seien sie nun Ausländer oder Deutsche. Hätte man in diesem Falle rechtzeitig gehandelt, wäre das jetzige Opfer noch am leben.
 

Meister 15.06.2007, 12.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Gott existiert - ein leerer Satz??



Arroganz reimt sich nicht nur auf Ignoranz, sie ist Ignoranz.

Heute war ein Interview mit einem Oberschlaui im Tagesspiegel unter dem Titel "Gott existiert? Das ist ein leerer Satz" mit einem gewißen Thomas Metzinger, der die Chuzpe hat ,sich als Philosoph vorzustellen, soll angeblich sogar Geld von der Uni Mainz bekommen.

Es ist nicht neu, daß der sogenannte kritische Rationalismus nur das gelten läßt, was experimentell falsifizierbar ist, aber bisher nicht falsifiziert werden konnte.

Die neue Offensive besteht darin, daß die Leute, die eigentlich nichts in der Hand haben, jetzt behaupten, es gäbe auch nichts, außer dem, was sie für wahr erklären. Eine verdammt arme Welt ,die sie zu bieten haben, aber sie machen es mit dem Radikalismus von Fanatikern.

Sie machen neurophysiologische Experimente und haben gerade angefangen, einen winzigen Teil der Natur beschreiben zu können. Sie glauben, etwas zu verstehen, dabei sind sie nicht mal in der Lage, über ihre eigenen Forschungsergebnisse kritisch nachzudenken.

Sie untersuchen, was sich im Gehirn physiologisch abspielt und haben dabei bestimmte Aktivitäten entdeckt, nicht so wahnsinnig neu, muß ich sagen. Interessant ist nicht was sie entdeckt haben, sondern, daß sie daraus jetzt radikal ideologische Schlüsse ziehen. Vor allem den, daß das was sie nicht entdeckt haben, auch nicht existiert. Sie finden keinen Geist, also gibt es keinen, genausowenig ein >Selbst< oder einen >freien Willen<. Sie können Gott nicht mit einer Elektrode aus der Reserve locken, also kann es keinen Gott geben.

Es ist etwas verrückt, daß diese Leute, die ein paar Inseln in einem riesigen Meer erkannt haben, meinen die Welt zu erkennen. Ihre Arroganz ist wirklich unbeschreiblich.

Wenn es Gott in der Form gäbe, wie ihn sich die Altvorderen vorgestellt haben, würde er sich ausschütten vor lachen. Aber er dürfte sehr viel größer sein.

Das was diese Leute als evolutionären Humanismus bezeichnen ist ein Nichts.

Aus irgendwelchen Gründen meinen sie, in der Offensive zu sein. Aber wenn man nichts in der Hand hat, wird man auch nur zu nichts kommen.

Die Tatsache, daß sie Gegenargumente von vornherein disqualifizieren, spricht für ihre ideologische Verblendung und argumentative Schwäche. Metzinger:"Meine Studenten lernen das schon in der Einführungsübung: Rationale, erwachsene Personen äußern solche leeren Sätze" (wie >Gott existiert<)" nicht im Ernst und zwar, weil man mit ihnen nicht zu neuen Erkenntnissen kommt und sich letztlich als Diskussionsteilnehmer disqualifiziert." Dümmer kann man nicht argumentieren, aber es ist ihre eigene Ignoranz, die diese Arroganz hervor bringt.

Was mir nicht klar ist, ist die Frage, warum sie so dümmlich arrogant daher kommen? Sie möchten sich als Menschenfreunde darstellen, aber sie können nicht mal zwischen gut und böse unterscheiden.

Sind sie gefährlich? Nicht in dem Sinne, wie sie glauben und hoffentlich auch nicht als Hilfskorps der Religionsverbrecher. Vielleicht helfen sie zuletzt sogar, durch Überwindung ihrer Plattheiten ein neues freieres Verhältnis zu Gott, unserer Existenz und einer menschlichen Ethik zu bahnen.

Aber die Art und Weise, wie sie versuchen, ihre Ignoranz als Perle der Wissenschaft zu verkaufen, läßt einen als romantischen Humanisten nur den Kopf schütteln. Ohne Geist wird es nicht gehen. Der Geist wächst aus der Materie. Das Produkt des Gehirn ist mehr als die Nervenerregungen die es produziert.

Die spannende Frage ist nach meiner Auffassung: wieviel und welcher Geist kann aus der Materie entstehen? Ist er nur eine Widerspiegelung dessen, was er selbst erfährt? Oder kann er dies überschreiten und selbst zu einer weiter führenden Kraft werden? Ich glaube das schon.

Meister 12.06.2007, 22.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen

Migranten - ein dummes Wort

Das Wort >Migranten< muß von einem Schwachkopf der political corectness erfunden worden sein. Es ist - natürlich - gut gemeint, und antidiskriminierend vor allem, aber es ist unsinnig. Es soll statt >Ausländer< gesagt werden, aber es meint einfach >Wanderer<. Korrekt wäre allerdings >Einwanderer<, das kann man auch mit dem Wort >Immigranten< vertarnen, aber das wäre ja schon wieder viel zu deutlich gewesen. Wohin wandern sie denn? Vielleicht wandern sie ja weiter? Mag ja sein, oder?
Tatsache ist ,daß das Wort nicht aufklärt sondern verunklart. Es soll ablenken von der Ausländer-Inländer-Frage. Es leben in Deutschland viele Ausländer mit deutschem Pass, aber auch Inländer, die keinen solchen besitzen. Schön wäre es natürlich, wenn alle die einen deutschen Pass haben auch Inländer wären, alle die Inländer sind einen solchen haben könnten und diejenigen die Ausländer bleiben wollen, hier eben ganz normale Gäste sind.
Das Wort Migranten diskriminiert die Menschen nach ihrer Herkunft, man ist Migrant, weil man zugewandert ist, und man bleibt es also auch. Aber es kommt nicht darauf an, wo jemand her kommt, sondern ob er hier als Deutscher mit uns leben will. Das ist nicht eine Frage von Bekenntnissen,sondern von Lebensauffassung, von Lebensart. Jeder der das möchte, sollte alle Hilfe dazu bekommen, Inländer zu werden, unabhängig von Rasse, Herkunft auch Religion. Das heißt natürlich auch kulturell zu unserem Land stehen. In der Religionsfrage zum Beispiel heißt es, die Toleranz aufbringen, die in unserem Land das Zusammenleben der verschiedenen Religionen ermöglicht.
Wir können Zuwanderer gebrauchen, die Inländer werden wollen. Wir brauchen keine Migranten, die her wandern, nehmen was sie kriegen können, nicht hierher und nicht dorthin gehören, vielleicht auch mal wieder woanders hin wandern, gut, als Gäste sind sie willkommen, wie wir selbst auch gern mal im Ausland zu Gast sind. Aber man sollte das nicht verwischen. Gerade im Zeitalter der Globalisierung, sollte man sich nicht die Heimat rauben lassen.
Ein noch dümmeres Wort ist natürlich >mit Migrationshintergrund<, der den Leuten ewig nachschleicht, die zwar hier geboren, aber trotzdem keine Inländer geworden sind. Dabei handelt es sich um ein großes Versagen auf beiden Seiten. Zum einen auf Seiten der ausländischen Eltern, die sich nicht entscheiden können, ob sie und ihre Kinder nun hier eine Perspektive haben sollen oder nicht, zum anderen auf Seiten der Gesellschaft hier, die sich auch nicht so recht entscheiden kann, ob sie diese Menschen nun will oder nicht. Zu den ausländischen Eltern kann man natürlich nicht viel sagen, aber das Versagen der Gesellschaft gegenüber den Jugendlichen, die hier geboren sind und ihr ganzes Leben hier verbracht haben, ist eine Schande, denn sie haben in Wirklichkeit keine andere Heimat als diese. Und deshalb hat diese Heimat die verdammte Pflicht sie anzunehmen.
Diese jungen Leute haben natürlich auch die Option sich für oder gegen Deutschland zu entscheiden, wenn sie dafür optieren, muß ihnen alles offen stehen, und jede Hilfe gegeben werden, von Schule, Ausbildung und Uni bis hin zum Knast, wenn es nötig wird.
Und wenn sie dagegen optieren? Dann bleiben sie eben Ausländer und müssen über kurz oder lang ausreisen, kein gewisser staatenloser Bodensatz wird übrig bleiben, die aufgabe besteht darin, ihn möglichst klein zu halten.
 

Meister 10.06.2007, 23.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Sonntags Sommerwetter

Bei diesem wunderbaren Sommerwetter gibt es nichts Schöneres als draußen zu sitzen und zu lesen, zu denken und zu schreiben. Dann muß auch mal etwas gegossen werden, aber hauptsächlich soll  sich der Garten doch auch mal mit sich selbst beschäftigen, blühen, wachsen und gedeihen. Na klat, das Unkraut kann das am Besten. Aber soll es doch auch, ohne Unkraut wäre die Natur doch auch nicht vollständig.
Man muß auch mal faul sein, sonst  könnte man ja nicht fleißig sein.
 

Meister 10.06.2007, 14.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Ausländerintegration

Nach einem Bericht im heutigen Tagesspiegel sind die Ausländer in Ländern mit schlechtern Sozialstandards(USA,GB) besser integriert als hier. Das stimmt wahrscheinlich hat aber mehrere Aspekte: zum Ersten kann es sich um überlagernde Phänomene handeln, daß die Aufgeschlossenheit der einheimischen Bevölkerung die Fremden besser annimmt, zum Zweiten  und bezogen auf die Sozialstandards ist es natürlich so, daß man, wenn man kein Geld bekommt, arbeiten muß und das integriert; zum Dritten lockt man dadurch daß man Leuten Geld gibt natürlich genau die Leute an, die man eigentlich nicht haben will, nämlich nicht die Fleissigen, Kreativen und Innovativen, die man brauchen könnte, sondern die maligne Schlauen, die schnell heraus kriegen, daß man in Deutschland nicht arbeiten braucht, sondern nur KInder in die Welt setzen, wenn man ein gutes Leben gemäß heimatlichen Standards führen will. Soll man also die Sozialstandards senken oder Ausländer davon ausschliessen? Es ist schon die Frage, wer eigentlich in Deutschland Sozialleistungen beziehen darf, aber eine schwierige. Besser und einfacher ist es, wenn Sozialleistungen an Bedingungen gebunden werden: kein Geld fürs Nichtstun, kein Geld für Kinder ohne Gegenleistung. Das gilt natürlich für Inländer genauso wie für Ausländer. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen -  jedenfalls nicht auf unsere Kosten. Das ist auch überhaupt nicht böse gemeint, es ist für alle nicht gut, als Parasit zu leben. Das geht heute schon so weit, daß die Kinder von Hartz IV-Empfängern nicht verstehen, warum sie in die Schule gehen sollen. Niemand wird zur Arbeit gezwungen - aber wer Geld will, muß dafür arbeiten, sich ausbilden lassen, einen familiären Fulltimejob erledigen - es gibt so viel Arbeit in diesem Land....
Es ist vielleicht aufgefallen, daß ich nicht den Modeausdruck "Migranten" verwende, daüber mehr in der Fortsetzung.
 

Meister 09.06.2007, 10.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Vorzeitiges Ende der Spargelernte

Die Spargelernte habe ich für dieses Jahr beendet um die Pflanzen zu schonen, damit sie kräftiger werden. Bei manchen schönen Spargelstangen tut es einem natürlich leid, aber wenn man es übertreibt, wird man es im nächsten Jahr bereuen. Jetzt gibt es schon schönen Deko-Spargel zu bewundern, das ist doch auch nicht schlecht.
 

Meister 08.06.2007, 23.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Materie und Geist

Der Geist wächst aus der Materie.
 

Meister 08.06.2007, 23.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Hängemattenblog

Wie funktioniert Hängemattenblog? Gar nicht so einfach: ich liege in der Hängematte und wenn mir etwas einfällt, was gebloggt werden muß, dann renne ich rauf und schreibe es.
Da gibt es natürlich einen gewissen Anlaufwiderstand, den Hängemattenbeharrungsfaktor.
 

Meister 08.06.2007, 20.54| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Sauerkraut fertig

Hurra, es ist was geworden!  Vorgestern habe ich das Faß aufgemacht und das Ergebnis hat mich diesmal voll glücklich gemacht, der Geschmack ist schon fast so, wie er bei meiner Oma war, allerdings könnte die  Salzmenge noch etwas weiter reduziert werden. allerdings ist es noch sehr frisch und hat damit eine absolut durchschlagende Wirkung, also nicht zu viel auf einmal essen.
Jetzt werden erstmal Sauerkrautrezepte gewälzt, wie wäre es zum Beispiel mit Szegediner Gulasch? Oder Sauerkrautsuppe?
 

Meister 06.06.2007, 22.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Eifrig voran !

Ich bin in den letzten Tagen und Wochen doch recht flott voran gekommen, Seite reiht sich an Seite und zwei wichtige Abschnitte sind zu einem vorläufigen Ende gebracht. Jetzt geht es weiter nach der Katastrophe. Damit wird es einfacher und schwieriger zugleich. Zum einen habe ich von diesem Katastrophenmist die Nase voll, er hat sich mir aufgedrängt, wenn es mir nach gegangen wäre, hätte die Welt sich diese Megaausrottung erspart, aber ich hätte das für blauäugige Romantik gehalten. Man kann nicht einfach alles gut gehen lassen, so gern man das auch möchte. Lieber die Katastrophe im Buch als in der Wirklichkeit. Wenn man das so einfach austauschen könnte ! Aber Romantik ist keine Gesundbeterei, es kam so, weil es mußte und jetzt werden wir eben von vorne anfangen. Damit wird es spannend. Es werden sich jetzt ungeahnte Perspektiven auftun, aber auch ständig neue Probleme und Schwierigkeiten, ich glaube, die kenne ich selbst bisher nur zum kleinsten Teil.
 

Meister 03.06.2007, 19.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Wenn der Mai zum Juni wird

Eindeutig ist es jetz die schönste Zeit draußen. Mit welcher Macht jetzt alles wächst, voran das Unkraut, was sein "un" gerade seiner biologischen Kraft verdankt. Im Harz und übrhaupt weiter  draußen sind zwei Dinge wunderschön, zum Einen die blühenden Wiesen, bei denen irgendwie der Wunsch eine Kuh zu sein verständlich wird, zum Anderen die wogenden Kornfelder, die mich immer mit einem ganz besonderen Gefühl von  Ehrfurcht vor der Natur und ihrer Kultivierung ergreift. Sie sind so schön, und sie verhindern auch, daß wir hungern müssen. Ist das nicht Grund zur Bewunderung genug?
 

Meister 03.06.2007, 17.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Harzreise

Es muß nicht immer weit weg sein. Ein paar Tage wandern im Harz ist auch wunderbar. Wenn man dann noch ein schönes Quartier und die angenehmste Begleitung der Welt hat, kann nichts schief gehen. Wenn die Bode unter dem Schlafzimmerfenster gurgelt, schläft man wie in Morpheus Armen.  Es ist wirklich gar nicht weit und man wundert sich, wie dieses Gebirge plötzlich aus der norddeutschen Tiefebene steigt.  Der Brocken ist ein Erlebnis, besonders, wenn man hinauf wandert. Aber auch die Schmalspurbahn ist toll, wie sie rauf dampft.  Die Rübeländer Baumanns Höhle hat mich sehr beeindruckt mit ihren Stalagmiten und Stalagtiten, ich hatte das in Realität noch nie gesehen, und es gehört auch zu den "Toller-als -gedacht"-Items. Insgesamt also sehr schöne Tage im Harz, auch sehr inspierierend, habe mehr Seiten in diesen Tagen geschrieben, als in den letzten 2 Monaten.
 

Meister 03.06.2007, 11.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Gut ohne Gott (?)-Tagesspiegel 250507

Aus Amerika schwappt die neue Welle wissenschaftlichen Atheismus herüber, dort entzündet durch die christlichen Fundamentalisten, die die Erkenntnissse der Wissenschaft vor allem die Evolutionstherorie ablehnen, soweit sie dem Buchstaben der Bibel wiedersprechen. Diese christlichen Fundamentalisten sind in ihren Ansichten, durchaus vergleichbar den muslimischen Fundamentalisten, kultuerell im ausgehenden Mittelalter verhaftet. Gegen sie wissenschaftlich vorzugehen ist also durchaus geboten, besonders wenn sie versuchen in der Tradition der Religionsverbrecher die Jugend und die Menschen allgemein zu verdummen und zu quälen.
Aber unsere Wissenschaftsfreunde sind nicht ungefährdet, sich selbst in eine Sekte zu verwandeln. Wissenschaft kann auch sehr besserwisserisch auftreten, und wenn man meint ,man hätte wissenschaftlich alle Rätsel dieser Welt gelöst, dann ist das sicher zumindest ein bißchen arrogant um ein nettes Wort zu gebrauchen. Wenn man sich selbst als "bright" bezeichnet, macht das - auf mich zumindest - nicht unbedingt einen besonders guten Eindruck.
Vor allem daß sie in ihrem Angriff gegen die Religionen auch gleich Gott mit erledigen, finde ich recht kühn. Man kann die Religionen befragen, ob ihre Ansprüche göttliche Offenbahrung zu verkünden mit irgendetwas zu rechtfertigen sind, man kann sie für ihre Riten, Gebote und Verbote und ihre ganzen gottes- und menschenfeindlichen Machenschaften kritisieren oder auch verurteilen, aber was hat das mit Gott zu tun?
Man kann Gott nicht erfinden, aber auch nicht abschaffen, er ist als Urgrund alles Seins schlicht vorhanden, man braucht nicht so oder anders an ihn zu glauben, sondern man kann ihn wissen!
Wenn WIssenschaftler aus der Tatsache, daß er sie in ihren Experimenten und Therorien gewähren läßt, schliessen, daß es ihn nicht gibt, dann zeugt das nur von überheblicher Ignoranz: Was ich nicht kenne, das gibt es auch nicht.
Jetzt haben sie zehn AnGebote des evolutionären Humanismus zusammengestellt, zu denen möchte ich mich nicht gleich insgesamt äußern, aber eine Sache fällt mir gleich ins Auge, die Nr.5:
>Befreie dich von der Unart des Moralisierens. Es gibt in der Welt nicht "das Gute" und "das Böse", sondern bloß Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Bedürfnissen und Lernerfahrungen.< (Zitat nach Tagespiegel vom 25.5.07)
Diesen Satz wenden wir jetzt mal auf Hitler, Stalin, Mao und Konsorten an, dann stellt sich sofort heraus, daß diese atheistische Ethik offenbar auf dem Problemniveau amerikanischer Villenvororte angesiedelt ist.
Anderes was in diesen Sätzen steht, ist durchaus nicht unvernünftig, aber ein solcher Satz kann schon die ganze gute Absicht ruinieren.
Weiterhin bin ich der Meinung, daß wir durchaus Diskussionen darüber brauchen, wie eine menschliche Ethik in der heutigen Zeit aussehen kann und soll oder gar muß. Aber da brauchen wir keine Harvard-Fuzzis, die mal den Moses geben wollen.
 

Meister 25.05.2007, 21.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen

Romantik bei Champions League Finale

Die romantische Welt gibt es sogar im Fußballoberhaus!
Zitat aus Tagesspiegel vom 25.5.07:
"Trotzdem mußte er einsehen, daß Inzaghis Kunst, Inzagi zu sein, sein System besiegt hatte.>Er war isoliert, hatte aber die Qualität, das Spiel zu entscheiden<, sagte der Spanier.
Je ausgefeilter die Konzepte werden, desto größer ist der Bedarf an Spielern, die diese überwinden. Inzaghi triumphierte über den Gegner und die taktischen Zwänge. Ein 33-jähriger gegen die Maschine: das ist eine äußerst romantische und im speziellen Fall von Inzaghi ziemlich absurde Vorstellung."
 

Meister 25.05.2007, 10.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Neuigkeiten vom Sauerkraut

Nach 3 Tagen ist der Blick in den Bottich schon überrascht: es gärt schon heftig mit Blasenbildung, es riecht schon etwas angenehm sauerkrautartig. Jetzt nicht die Nerven verlieren und Finger weg!
 

Meister 23.05.2007, 22.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wer kann zaubern?

Der Zauber des Guten ist für Jeden und gleichzeitig nur für Eingeweihte. Um zaubern zu können, muß man sich dem Guten weihen und mit ganzem Herzen dafür eintreten wollen. Wenn man das tut, kann man den ersten guten Zauber versuchen. Welche Zaubermethode man anwendet, mache man von dem Objekt des Zaubers abhängig. Man kann nicht für sich zaubern, sondern nur das Gute für andere. Man kann versuchen diese anderen vor Bösem zu beschützen, aus dem Kreis des Bösen zu ziehen, oder sie zu erleuchten und ihnen Gutes zukommen zu lassen. Man kann die Bösen nicht direkt angreifen , man kann nicht Böses mit Bösem vergelten, man kann die Bösen nur in ihrere Macht einschränken, ihnen die Möglichkeit nehmen sich auszutoben, ihre Macht beschneiden, sie austrocknen. Aber man muß wachsam sein, denn das Böse schläft nie und es hat auch seine Macht. Aber dem wirklichen Guten können böse Mächte nicht schaden, deswegen umschleichen sie sie mit ihrer ganzen Gemeinheit um Verwirrung zu stiften und um die in ihren Bannkreis zu ziehen, die sie errreichen können.
Auf Dauer hat das Böse keine Chance, es wird im Laufe der weiteren Entwicklung langsam immer weitrer zurück gedrängt werden und verschwinden. Viele positive Menschen müssen es lernen gemeinsamen Zauber auszuüben. Sie dürfen sich nicht auf die Methoden des Bösen einlassen, denn es ist ein schlimmer Irrweg, zu denken, man müßte das Böse mit den eigenen Waffen schlagen.
Wenn man versucht positiven Zauber durchzuführen, eine Krankheit zu bekämpfen, oder eine Personzu erleuchten, muß man natürlich damit rechnen, daß man keinen Erfolg hat, denn wenn man mit dem guten Zauber beginnt, hat man noch wenig Macht. Aber sie wächst mit der Zeit und mit den Anstrengungen, die man aufwendet. Man sollte auch nur mit vertrauenswürdigen Personen  darüber reden, weil viele Menschen heute auf diesem dritten Auge völlig blind sind. Aber wenn man mit Güte zaubert, wird man auf Dauer sicher  etwas erreichen, vor allem auch sich selbst veredeln.
 

Meister 23.05.2007, 21.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Schottland IV

Wir fahren von McDuff aber zunächst nach Osten an der Küste weiter. Aus einem bestimmten Grund: wir wollen in Fraserburgh das einzige Leuchturmmuseum besuchen. Und das lohnt sich wirklich. Die Leuchtturmtechnk der vergangenen Jahrhunderte wird sehr schön und umfassend dargestellt. Dann kann man den alten Leuchtturm besichtigen. Er ist auf das Dach des letzten verbliebenen Turms des Fraserschlosses gebaut, und er ist nicht automatisiert worden , wie fast alle andern Leuchtfeuer (sondern ein kleines neues Leuchtfeuer wurde daneben gebaut). Man kann also die alte Mechanik ebenso bewundern wie die Wohnung der Leuchtturmwärter, die dort einige Wochen auszuharren hatten. Beeindruckend ist auch noch das riesige alte Nebelhorn, das wie der alte Leuchtturm bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts in Betrieb war. Jetzt haben Radar und GPS das alles unnötig gemacht, aber es wird hier sehr schön erhalten und gezeigt.
 

Meister 22.05.2007, 23.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Die Probleme des Zauberers

Der Zauberer hat ein großes Problem. Es ist ihm nur gestattet seine Zauberei zum Guten zu verwenden. Jeder gute Zauber macht seine Macht größer. Aber er kann nichts Böses zaubern, dann versagt sein Zauber und seine Macht nimmt rapide ab.
Er hat deshalb Schwierigkeiten, wie er mit dem Bösen umgehen kann. Er kann die böse Oberhexe nicht einfach vernichten , genausowenig den Giftzwerg, den sie geschaffen hat. Wenn er das könnte hätte das Böse keine Chance auf dieser Welt, die guten Zauberer würden es im Namen Gottes ausreißen sobald es auftaucht. Aber so ist die Welt nicht gebaut, es wäre wohl zu einfach sonst.
Der Zauberer kann sich selbst und seinen Umkreis vor dem Wirken des Bösen schützen, er muß auch versuchen dem Bösen immer mehr  zu entreißen und es unschädlich zu machen. So muß er versuchen dem arglosen Riesen, den der Giftzwerg in Bann geschlagen hat, die schwarze Brille von der Nase zu stoßen und den finsteren Papageien von der Schulter des Riesen zu vertreiben.
Kann er den Giftzwerg aus dem Bannkreis der Oberhexe entfernen, ist der Giftzwerg auch nur ein Gefangener der Oberhexe oder ist er eine Kreatur der Hexenküche?
Der Zauberer muß sich sehr anstrengen, denn das Böse hat sehr um sich gegriffen im Tal des Johannes. Und der Zauberer hat die Aufgabe das Böse einzudämmen und die unschuldigen Lämmer im Tal zu beschützen.
Aber eines Tages werden die Zauberer die Welt vom Bösen befreit haben und dann wird die Welt eine ganz andere sein.
 

Meister 22.05.2007, 21.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Projektkopf

Ich liebe den Märchenblog, und ich höre und lese gern Märchen.
Aber hier soll es um etwas Anderes gehen, um das Entstehen von neuem >Märchenhaften<.
Also doch >Supernaturalism< ?
Nein, es bleibt bei der Priorität des Materiellen, und dem umfassenden Gelten der Naturgesetze, aber wir kennen die Wirklichkeit noch nicht so umfassend und tief, wie wir glauben. Das Geistige wächst aus dem Materiellen, in unserem Gehirn, in unseren Produkten (=z..B.Computer) und in der Natur, die wir immer noch nur unvollkommen kennen.
Ich bin bekennender Wissenschaftsfan, aber ich glaube, daß es immer noch sehr viel mehr Dinge gibt, als unsere Wissenschaft sich träumen läßt. Wenn jemand behauptet, er habe in seiner Wissenschaft keinen Gott gefunden, deshalb gebe es ihn nicht, denke ich, er ist ein arroganter Heini.
Was hat das mit >Märchenhaft< zu tun?
Ich hoffe ,das werden wir hier bald sehen .
Erster Plan: "Der gute Zauberer und seine Aufgabe"
 

Meister 21.05.2007, 22.07| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Märchenhaftes

Sauerkraut 2

Ja, der aufmerksame Beobachter hat recht, Sauerkraut 1 gibt es nicht. Der Grund dafür liegt darin, daß der erste Versuch selbst Sauerkraut zu machen im letzten Jahr voll daneben ging, es ist verschimmelt und zwar ziemlich schnell. Jetzt also ein neuer Versuch mit verbesserter Ausrüstung. Ein schöner Krauthobel ist mir über den Weg gelaufen, das war der Aulöser, es nochmal zu versuchen. Und einen besseren Steintopf habe ich mir auch besorgt, mit geraden Wänden so daß man das Abdeckbrett genau reinpassen kann. Den im letzten Jahr schon vorbereiteten dicken Feldstein - ein Prunkstück - habe ich nochmal neu geschrubbt. Ein Netz mit 10kg Kohlköpfen ist nicht teuer, ich habe mich mit Waschen und Putzen diesmal richtig angestrengt, auch den Topf so mit Essig ausgewischt, wie es vorgeschrieben wurde im Rezept. Das Hobeln mit dem neuen Hobel hat diesmal echt Spaß gemacht, beim letzten Mal hab ich das Kraut durch die Küchenmaschine gejagt, was es zwar ziemlich fein geschnitten hat, aber irgendwie sah es gar nicht nach Sauerkraut aus. Als Zuästze habe ich diesmal nur Wachholderbeeren und geschnetzelte Karotten genommen, alles zusammen war es eine schöne Wanne voll, ich hatte schon Sorge, ob ich es in den Steintopf reinkriege. Aber das Geheimnis ist das Stampfen, da habe ich mir auch mehr Mühe gegeben, echt sportliches Stampfen und zwar keine Kurzsztrecke. Beim Salz bin ich diesmal etwas zurückhaltender gewesen, nur etwa ein halbes Pfund auf die 10kg, im Rezept stand 3/4kg auf 25kg Kohl unfd beim letzten Mal hatte ich da ein bißchen viel, was es auch nicht konservierte. So und jetzt hab ich natürlich noch ein bißchen gefuscht: 3 Beutel Symbiolact B, die milchsäurebildende Bakterien bilden, hab ich zugesetzt, man muß ja schließlich einen Grund haben, falls es nicht klappt. Durch das Stampfen ist es mit diesmal wesentlich besser gelungen Flüssigkeit zu erzeugen, obwohl ich weniger Salz und nicht so ganz fein zerkleinertes Kraut hatte. Der Topf war danach zu 3/4 voll und ließ sich prima mit einem sauberen Leinentuch abdecken, das Holzbrett paßte ideal. Ich hatte es wie den Topf und den Stein kräftig mit Essig bearbeitet und mit dem Stein hab ich guten Druck erzeugt. alles steht gut unter Flüssigkeit, ich habe nur eine kleine Menge Wasser zugesetzt.
Jetzt heßt es etwa 2-3 Wochen warten.


 

Meister 20.05.2007, 13.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Die Spargelernte

ist in diesem Jahr bisher ausgezeichnet, was aber auch daran liegt, daß ich rechtzeitiger die Stangen steche und nicht zu sehr auswachsen lasse. Die Pflanzen sind deutlich kräftiger geworden im Verlauf der letzten Jahre,  das jüngste Beet ist jetzt 4 Jahre alt, das älteste 6. Sie müßten also im besten Spargelbeetalter sein. Weiterhin  war der Boden durch den milden Winter schon früh so warm, daß seit kurz nach dem Aprilbeginn es los ging mit dem Wachstum, erst spärlich aber mit der Temperatur nimmt auch die Menge zu. Jetzt geht es demnächst wieder um die Frage, wie lange geerntet wird. Wenn man die Pflanzen schonen will, hört man etwas früher damit auf.
 

Meister 19.05.2007, 22.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien


Durch mies machen werden die Dinge auch nicht besser!
 

Meister 19.05.2007, 21.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Ist rückwärts romantisch?

Die rückwärtsgewandte Romantik kann aus meiner Sicht gar nicht romantisch sein, das ist die grundlegende Kritik an der deutschen Romantik des 19. Jahrhunderts. Denn was vorbei ist ist vorbei, entfernt sich immer weiter von uns, und wir können es nicht mehr ändern. Wenn wir es verklären, verfälschen wir es, und das sollten wir nicht tun. Wir sollten versuchen, die Vergangenheit so zu sehen , wie sie war, mit ihren guten und ihren schlechten Seiten, nur dann werden wir etwas damit anfangen können.
Die Rückwärtswendung der Romantik damals war es, was sie letzendlich zerbrochen hat.
Aber Romantik war auch damals nicht nur rückwärtsgewandt, eigentlich war sie genauso zukunftsverliebt, wie sie sein sollte, träumte auch davon, daß eine neue Welt mit besser kultivierten Menschen erreicht werden könnte.
Genau da müssen wir heute ansetzen: Romantisches Träumen kann nur das Täumen von einer besseren Zukunft sein. Und diese Träume brauchen wir, weil wir eine Zukunft haben wollen. Die Zukunft kommt auf uns zu, sie können wir noch gestalten, auch wenn wir uns keine Illusionen über die Gefahren machen, die sie auch bringt. Aber keine Angst vor Gefahren, es ist immer alles drin, und deshalb brauchen wir keine drögen Prognosen, die sowieso nicht stimmen, sondern ungezügelte Träume, die sich dann von der Wirklichkeit zausen lassen, aber auch zerzaust tausendmal besser sind als phantasieloses, technikhöriges schöne neue Welt Geseier.
Ich sag es mal ziemlich zugespitzt: die Technik wird sich noch zu weiteren Höhen aufschwingen, aber letzendlich geht es in der nächsten Phase um die Überwindung der Technik und die Gewinnung eines neuen Entwicklungsschubs für den Menschen selbst, den einzelnen Menschen und die überindividuellen Subjekte.  Der einzelne Mensch muß viel mehr  Kräfte entwickeln, körperliche Fähigkeiten, geistige Kräfte, seelische Stärke und soziale Kompetenz, kulturelle Macht. Und die gemeinsame Ausübung dieser kulturellen Macht wird überindividuelle Subjekte zu Stande kommen lassen, die man mit heutigen Gruppen und Gesellschaften gar nicht mehr vergleichen kann. Die ganze Welt wird eine neue Weltkultur entwickeln, die nicht von einem Wirtschaftsimperium diktiert wird, wie es heute als Globalisierung verkauft wird, sondern die aus den Menschen, ihren Aktivitäten und Zusammenschlüssen heraus wächst. Das wird eine sehr spannende Entwicklung sein und keinesfalls langweilig.
Heute  wird oft so getan, als sei nur das Böse interessant. Ich stimme dem absolut nicht zu: das Böse ist nur abgeschmackt und ich glaube auch nicht darna, daß es interessant oder wichtig ist , es zu verstehen. Das Böse ist nichts weiter als menschliche Fehlfunktion, das Versagen wein Mensch zu sein. Klingt trivial, aber mehr ist es einfach nicht. Oder hat jemand eine bessere Idee?
Die neue Kultur zu entwickeln, die menschlichen Fähigkeiten unf Möglichkeiten zu entwickeln, das ist das Spannende. Wie wird dieser Mensch von heute zu einem höheren Kulturwesen? Das  ist die Frage Nr.1.
 

Meister 19.05.2007, 20.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen

Kleiner Beitrag zum Vatertag

Vatertag ist ein lustiger Tag, im Osten auch Herrentag genannt, auch wieder komisch, weil man ja mit den Herren nichts am Hut hatte, aber beide Ausdrücke atmen den Zweck des Tages: kräftig einen drauf machen.
Gestern war ein Artikel im Tagesspiegel: "Die Männer haben es schwer, aber die Frauen können nichts dafür !"
Interessante Frage: haben die Männer es schwer? Wenn sie es sich schwer machen, dann haben sie es schwer. Wenn man denkt ,alles bleibt so wie es ist, dann hat man es schwer.
Und die Frauen können nichts dafür? Ganz so ist das auch nicht, denn wenn sie selbst nicht so genau wissen, was sie wollen, dann kann man es ihnen auch nicht recht machen.
Die Zukunft hat schon begonnen, aber vieles ist noch so unklar. Das ist an sich nicht schlimm, denn es ist immer gut, wenn eine Veränderung mehr Offenheit bringt. Aber da gibt es natürlich auch hier Ideologen, die genau wissen, daß es nur so und auf keinen Fall anders geht. Die Zukunft von Mann und Frau ist eine spannende und offene Frage.  Klar ist nur eines:  sie sind wie die zwei Seiten einer Münze, ein für immer vereinter Gegensatz. Gerade die Gegensätze machen aber die Entwicklung aus, und das Homophile ist zwar tolerabel aber keineswegs ein Alternativmodell. Auch wenn man heutzutage bemerken muß, daß Homophilie geburtenvermeidend wirkt. Damit ist es auch ein Aspekt in der Tendenz der Natur die Zahl der Menschen zu begrenzen.
 

Meister 17.05.2007, 16.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Kühles Wetter zum Vatertag

Eigentlich müßte ich heute draußen noch eine Menge schaffen, die Dahlien schreien mich ständig an, sie wollen in die Erde, aber wenn das Wetter nicht so danach ist, habe ich auch nicht so riesige Lust dazu. Aber gehen wir einfach ans Werk
 

Meister 17.05.2007, 15.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Zeckenimpfung ?

Wenn ich das Wort "Zeckenimpfung" höre, kriege ich jetzt sofort rote Flecke, eventuell sogar kariert gemustert. Noch nie war die Medienkampagne der Industrie so massiv. Es kann vorkommen, daß man an einem Tag 20-30x diese Platte abspielen muß:
>Es gibt keine Zeckenimpfung. Es gibt lediglich eine Impfung gegen die sog. Frühsommermeningencepahalitis (FSME) ein Virus, daß in bestimmten umschriebenen Gegenden die Zecken befallen kann, aber nicht bei uns und auch nicht im weiten Umkreis, sondern in Deutschland nur in bestimmten Kreisen Süddeutschlands. Und die Impfung schützt auch nicht gegen Borreliose, die bei uns von Zecken übertragen wird, gegen die man sich und die Kinder aber am besten schützt, wenn man abends immer alle nach Zecken absucht und diese möglichst schnell entfernt.<
Leider sind die Leute in großer Zahl Opfer der massiven Propaganda, die sagt, es gibt überall Zecken und in diesem Jahr besonders viele ( völliger Unsinn, Zecken sind sehr kälteunempfindlich, es gibt genauso viele wie sonst auch) und die gefälschte Landkarten veröffentlicht und die verheimlicht, daß FSME eine für Kinder in der Regel harmlose grippeartige Erkrankung ist. Solange man durch die Zeckenhysterie wenigstens die Aufklärung über die Borreliose voran treiben kann, kann man der Sche ja noch eine positive Bedeutung abgewinnen, aber andere Leute haben auch den Dreh gefunden, daß ihre KInder unbedingt geimpft werden müssen, weil sie ja nach Bayern fahren. Dort muß es in diesem Sommer sehr voll werden!
Da sehr viel geimpft wird , ist jetzt nicht nur der Impfstroff knapp geworden, sondern es hat auch die ersten ernsten Nebenwirkungen gegeben: ein 12jähriger Junge hat nach der Impfung hohes Fieber und sehr schlimme Kopfschmerzen bekommen, wir hoffen , daß er nicht noch weitere neurologische Symptome bekommt. Es wird Zeit diese Impfung auf die wirklich Notwendigen zu begrenzen.
Es ist doch wirklich komisch, daß in den Medien oft Ängste gegen die guten und notwendigen Impfungen geschürt werden, während diese unnötige und nicht ungefährliche Impfung so popularisiert wird.
 

Meister 14.05.2007, 19.40| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Die Eisheiligen sind morgen vorbei

Tomaten sind gepflanzt. Jetzt sind wir gespannt, ob es ein gutes Tomatenjahr wird.
Ansonsten ist jetzt alles zum Sommer rausgetreten. Ich glaube nicht mehr an Nachtfrost.
 

Meister 14.05.2007, 19.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Erinnerung an Kyrill

Heute habe ich wieder geschreddert und zersägt und zwar immer noch Reste des bei "Kyrill" umgestüzten Baumes. Das war wirklich ein ziemlich großer Baum, die Äste nehmen kein Ende. Die Verwurzelung von Tannen ist wirklich nicht besonders, Kiefern halten da wesentlich mehr aus, sind für unsere Sandböden viel besser geeignet,  wenn es schon Nadelbäume sein sollen.
 

Meister 09.05.2007, 20.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Dumpfdeutschland will nicht abtreten

Samstag Morgen in einer Kleinstadt nicht weit von der östlichen Berliner Stadtgrenze in einem Elektronikladen. Ein älterer Mann, vielleicht 65, optisch nicht unsympathisch, erkundigt sich, wie er sei Handy in Norwegen benutzen kann. Nachdem ihm der Verkäufer Auskunft gegeben hat, erzählt er einem andern Mann, den er zufällig dort getroffen hat, und der etwa seine Altersgruppe ist, sie kennen sich offenbar, daß er mit der Hurtigruten fahren will. Ich bemerke freundlich , daß das toll ist, und wir das neulich gemacht haben. Die Reaktion überrascht mich doch sehr: Sie schauen mich an, als ob ich ihnen ein unmoralisches Angebot gemacht hätte, ein Blick aus dem Giftschrank,, beschliessen dann mich zu ignorieren und setzen ihr Gespräch fort. Im Nachhinein fällt mir wieder ein, wo wir hier hier sind, und was das für Menschen sind. Wir sind im tiefsten Osten, hier gehen die Uhren anders, und Menschen dieser Altersgruppe sind wahrscheinlich wohlsituiert pensionierte Stasioffiizere. Nicht jeder der hier wohnt ist so stur und feindlich, aber doch ein nicht unerheblicher Teil.
Oder bin ich da falsch informiert, gehört es sich vielleicht nicht, jemanden unaufgefordert freundlich anzusprechen?
Ich denke, es ist eine Lektion, daß Dumpfdeutschland immer noch lebt?
Soll man auswandern? Ich denke, nein. Die alten Nazis sind bald ausgestorben, die alten Stasis sollen es ihnen gleich tun. Es ist doch das gleiche Verfahren angewendet worden, die Ex-Eliten der beiden totalitären Staaten wurde mit Pensionen ruhig gestellt und politisch neutralisiert, leider mußten wir jahrzehntelang Tür an Tür mit den Unmenschen leben.
Aber es sind jetzt schon bald 18 Jahre seit der zweitschlimmste Staat auf deutschen Boden verblichen ist. Nach 1945 hat es etwa 20 Jahre gedauert, bis man die schreckliche Zeit wieder neu aufrollen konnte. Also müßte es jetzt auch bald soweit sein.
Ich könnte mir vorstellen, daß eine Kürzung der Stasipensionen auf Hartz IV Niveau ein guter Anfang wäre.

 

Meister 09.05.2007, 20.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Heute vor 62 Jahren......

war der zweite Weltkrieg zu ende.  Ich denke ein Anlaß an die Millionen von Toten zu denken, und die Verbrecher zu verfluchen, die sie auf dem Gewissen haben und alle zu bedauern, die bis heute darunter leiden. Und ein Tag Lehren zu ziehen, wie in jedem Jahr an diesem Tag.
>Nie wieder Krieg< lautete diese Lehre damals. Und heute? Laßt uns die Kriege und Verbrechen des 21. Jahrhunderts versuchen zu erkennen und zu vermeiden, bevor sie geschehen sind.  Die Toten sagen nichts mehr, so scheint es. Es sind die Überlebenden, die das Wort führen. Aber die Toten mahnen uns: Auch im 21. Jahrhundert wird es ähnliche Konflikte geben , und ähnliche Führer und Verführer und ähnliche Lösungsangebote, die alles ganz einfach erscheinen lassen, poliitisch korrekt und hurra! Denkt selbst, sagen die Toten, und es gibt ein Leben vor dem Tod. Verlacht die, die Euch Heldentod und Opfer für die gute Sache abverlangen oder Euch einen Platz im Paradies versprechen, wenn Ihr ihre finsteren Pläne verwirklicht.  Vergeßt nicht  das Schreckliche, damit Ihr das Schreckliche in Eurer Zukunft
verhindert.
 

Meister 08.05.2007, 22.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

John Prebble: Highland Clearances



Ich hätte von diesem Autor entweder dieses Buch kaufen können oder eins über Culloden 1745. Aber die Zeit nach Culloden schien mir interessanter, und die Entscheidung war richtig, denn wenn man diesen Teil der Geschichte nicht kennt, kann man das heutige Schottland nicht richtig verstehen.

Ich will versuchen das Wesentliche zusammenzufassen.

Nach der Niederlage des Aufstandes von 1745 wollten die Engländer weitere derartige Ereignisse unmöglich machen, deshalb wurden nicht nur die Verantwortlichen und ihre Anhänger schwer bestraft, sondern die gesamte Clangesellschaft endgültig zerschlagen. Die Güter der an dem Aufstand Beteiligten wurden eingezogen und an Engländer verkauft, die loyal gebliebenen Clanchiefs durften zum Dank zu Mitgliedern der britischen Aristokratie aufsteigen. Dabei wurde ein perfider Trick angewandt. Gehörte das Land vorher den Clans und nur nominell den Clanchiefs, so wurden diese jetzt zu Grundherren im normalen englischen Stil. Die Clanmitglieder, die das Land bewohnten und bearbeiteten, waren auch schon vorher tributpflichtig, aber da es sich um familiäre Clanabhängigkeiten handelte, waren die Abgaben in der Regel nicht höher, als die Familien sie leisten konnten.

Jetzt hatten die neuen Grundherren nicht nur die gleichen Rechte wie die englischen, sondern sie wurden auch in den Lebensstil der britischen Aristokratie integriert und der war teuer.

Also beschritten sie denselben Weg, den ihnen die englischen Grundherren der enteigneten Güter vormachten: die wenig profitablen Pächter wurden von ihrem Land vertrieben und durch große Schafherden ersetzt, mit denen man damals viel Geld verdienen konnte. Vertreibung hieß, sie wurden gekündigt, mit Polizei oder Militär aus ihrem Haus gejagt, das dann abgerissen oder verbrannt wurde. Viele wurden zur Auswanderung nach Kanada oder Australien gezwungen. Der gesamte Prozeß zog sich über fast 100 Jahre hin.

Der Großteil der Bevölkerung wurde ausgesiedelt, damit erklärt sich, warum es in den Highlands so viele Ruinen alter Häuser gibt, und warum es in Kanada und Australien so viele Schotten gibt.

Interessant ist das auch im Zusammenhang der englischen und schottischen Romantik: während z.B. Walter Scott die Highlands und ihre Clans romantisierte und die Herren, bis hin zu König George IV im Tartankilt, das toll fanden, wurde gleichzeitig die wirkliche Highlandbevölkerung ihrer Heimat, ihrer Rechte, ihrer Sprache und ihres Zusammenhangs beraubt, zwar nicht physisch vernichtet, aber real waren sie nicht mehr da.

Da wundert es nicht wenn den Romantikern zugerufen wurde: "Laßt das romantische Getue, schaut Euch lieber die Wirklichkeit an, sie stimmt nicht überein mit dem was ihr schreibt."

Festzuhalten ist: Die damalige Romantik hatte große Schwächen mit der sozialen Realität in einer sich stark wandelnden Gesellschaft umzugehen, man könnte es auch schärfer ausdrücken: sie fungierte teilweise als Ideologie der Besitzenden, die hübsche Träume statt harter Realität gern träumten und noch lieber verkauften.

Eine neue Romantik darf mit ihren Träumen nicht die Wirklichkeit ignorieren, die Zukunft kann man nur von der realen Welt aus erträumen und positiv beeinflussen.

Meister 07.05.2007, 22.32| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Scotland III

Von Killin gehrt es quer durch Nordostschottland zur Nordseeküste. Diese Küste ist ziemlich rauh, Aberdeen auch samtags nachmittags so voll, daß man es in Ruhe aus dem Verkehrsstau anschauen kann, aber eigentlich nicht zum Verweilen einladend. Also weiter an die Ostecke und wir erreichen McDuff, einen kleinen Hafen, der eindeutig den Eindruck macht, daß er öfters von starken Stürmen gebeutelt wird. Das Highland Haven Hotel schaut direkt auf dem Hafen. Die Fischkutter hier erinnern eher an Seenotrettungskreuzer ,so stabil und kompakt wie sie gebaut sind. Eine alte Hafenkneipe, McDuff Arms, steht zum Verkauf, auch eine sehr romantische Vorstellung hier eine Hafenkneipe aufzumachen. Aber nicht jeder schöne Traum eignet sich auch zur Realisation.
 

Meister 07.05.2007, 17.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Mairegen

Endlich Regen und auch noch ergiebiger! Ist das nicht wunderschön! Gerade um diese Jahreszeit gibt es dann eine grüne Explosion. Außerdem reine Luft zum tief Durchatmen.
Auch im Sommer sollte es mal regnen, am liebsten aber mal ein, zwei Tage ergiebig und dann gern wieder Sonne. Aber die Natur ist nicht für unsere Wünsche da.
 

Meister 07.05.2007, 15.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Traumjob

Heute spiele ich meinen Traumjob: der Schriftsteller sitzt gemütlich draußen im warmen Klima und läßt seine romantischen Gedanken in Texte fließen. Wenn er dabei droht auszutrockenen, holt er sich ein gekühltes Getränk. Zwischendurch schaut er mal, ob der Sprenger, der mit seinem monotonen Geräusch die subtropische Atmosphäre unterstreicht , umgestellt werden sollte. Er überlegt, wie seine Reiseindrücke in seine  Arbeit eingehen sollen und wohin eine weitere Studienreise gehen könnte.
Klingt ja alles toll, aber demnächst muß wieder richtig gearbeitet werden, die materielle Reproduktion ist immer noch notwendig.
 

Meister 06.05.2007, 13.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Wieder mit Zeitung

Urlaubsbedingt war dieZeitung abbestellt, ab heute ist sie wieder da.
Feststellung: es klaut einem doch eine Menge Zeit und es steht einfach viel Mist drin, aber auch ein paar interessante Sachen. Zum Glück ist das Medium Zeitung doch besser für eine selektive Aufnahme geeignet als TV, man kann eine Seite schnell überfliegen und dann entscheiden, ob man den einen oder anderen Artikel lesen will.
Und es ist natürlich Gewohnheitssache, nach zwei Wochen ohne vermißt man es kaum noch.
Beim TV ist das eigentlich noch extremer. Ist man entwöhnt findet man die Inhalte oft rein absurd.
 

Meister 06.05.2007, 10.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Raketenbambus

Ich hatte schon davon gehört, daß bestimmte Bambusarten sich sehr aggressiv ausbreiten können. Trotzdem war ich wirklich heftig überrascht, als wir aus dem Urlaub zurück kamen. Der Bambus spectabilis, der bisher nur etwa 1cm durchmessende Rohre gehabt hatte und auch recht langsam gewachsen war, hatte plötzlich meterlange Ausläufer entwickelt und bedrohte andere Pflanzen. Die einzelnen Rohre hatten jetzt etwa 3-4cm Durchmesser und sahen aus wie eine Ansammlung von Mittelstreckenraketen.
Wir haben die aggressiven Auswüchse jetzt abgestochen und eine Wurzelschutzfolie 70cm tief eingegraben. Mal sehen, wie das jetzt weiter geht.
 

Meister 05.05.2007, 20.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Mehr als ärgerlich..

ist es, wenn man etwas längeres schreibt und es dann weg ist , weil man wegen Zeitüberschreitung rausgeflogen ist.
Ich muß mir endlich angewöhnen, Bausteine zu schreiben und zwischendurch zu speichern, oder etwas zu schreiben und dann hochzuladen.
 

Meister 05.05.2007, 13.24| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Orakel: Der nächste Schritt

Die nächste kulturelle Errungenschaft der Menschheit ist die Beschränkung ihrer eigenen Zahl.
Nur wenn dieser Schritt gelingt, kann sie überleben.
 

Meister 03.05.2007, 21.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Charité: Impfung gegen Allergie

oder:
Auch das Rad wurde zweimal erfunden

Manchmal weiß man nicht recht, ob man sich über einen Fortschritt freuen soll, man möchte zwar, aber es fällt einem schwer.
Gestern im heutejournal ein Beitrag an zentraler Stelle: > hurra, sie haben an der Charité eine Impfung gegen Allergie erfunden<. Ist doch toll, oder ? Schon toll, nur daß man das schon seit mehr als 20 Jahren kennt: nützliche Bakterien stimulieren das Immunsystem und verhindern damit Erkrankungen und vermeiden prophylaktisch Allergien oder behandeln auch allergische Erkrankungen, man nennt das mikrobiologische Therapie oder Symbioselenkung. Ein bewährtes Verfahren,  was nur einen Nachteil hat, es wird von der Hochschulmedizin nicht anerkannt,Was dann dazu führt (besonders bei den ach so großzügigen Privatkassen, die jeden Heilpraktiker bezahlen, sei er noch so quacksalberisch), daß die Kosten nicht übernommen werden.
Ist doch aber toll, daß die jetzt auch darauf kommen, oder? Schon toll, aber einmal kommen sie zwanzig  Jahre zu spät, zum anderen haben sie das, so klingt es zumindest im TV, ganz neu und selbst erfunden. Deshalb kann man sich nicht so ganz haltlos freuen.
Da suchen wir doch mal Trost in der Geschichte und stellen fest, daß auch das Rad zweimal erfunden wurde. Und zwar in der Steinzeit, ziemlich lange her, aber man hat ja die wunderbarsten Kenntnisse von den alten Zeiten heute.
Das Rad wurde zum ersten Mal nicht vom großen Häuptling erfunden, denn der hatte genug Leute, die ihm die Sachen schleppten. Sondern es wurde von irgendeinem faulen Sack erfunden, der die Schlepperei satt hatte. Der baute sich dann also einen Wagen zusammen und siehe da, es funktionierte. Als der große Häuptling  das sah, schossen ihm gleichzeitg zwei Gedanken durch den Kopf: >1.Warum bin ich da nicht drauf gekommen? und 2. Wenn es nicht von mir ,ist kann es nichts taugen.<.
Also ließ er die Sache mit dem Rad erstmal mies machen und der faule  Sack, der es erfunden hatte wurde irgendwo entsorgt: Lästerung des Fußgängergottes oder was Ähnliches, man war ja in der Steinzeit ja weder phantasielos noch zimperlich.
Als dieses Hindernis aus dem Weg geräumt war, konnte der große Häuptling dann eines Tages seine große Idee verkünden und durch seine braven Leute auch prompt in die Tat umsetzen lassen. Er hatte es ja nur gut gemeint mit seinen Leute, sie brauchten nicht mehr die Sachen schleppen, sie durften sie ihm jetzt hinterherfahren, da kam man doch viel weiter. Und als die Sache eine Weile gelaufen war, wußte natürlich jedes KInd, welche großartige Erfindung der große Häuptling gemacht hatte,und er konnte sich die Patentgebühren bis in die jüngere Steinzeit auszahlen lassen.
Nur ein paar ewige Nörgler, meinten, man brauche gar kein Rad und die wanderten dann nach Australien aus und wurden erst viele tausend Jahre später mit dem Rad  beglückt. Und wenn sie es nicht wollen, leben sie heute noch ohne.

 

Meister 02.05.2007, 21.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Scotland II

Von Glasgow zum Loch Lomond ist es gar nicht weit, man muß eigentlich nur den Weg über die Erskine Bridge finden. Deas Loch Lomond ist wirklich so schön, daß es wert ist so besungen zu  werden, eine traumhafte Landschaft, dabei mehr Garten als Landschaft. Es ist schon beachtlich wieviel Liebe und Anstrengung die Leute in ihren Garten investieren.  Die Straßen sind gut, man fährt aber besser die kleineren, auf den großen gibt es doch viele Leute, die es ein bißchen zu eilig haben. Hinter dem Loch Lomond gehtr es dann richtig rein in die Berge und wir kommen bis Killin am Loch Tay, die LAndschaft ist inzwischen mehr ins märchenhafte umgeschlagen, die Wasserfälle des Dochart führen auf die Märchenbrücke von Killen . Auf deren Mittelinsel stehen zwei uralte Eingangstürme, moosüberwuchtert und eine etwas verfallene Mauer mit einem verschlossenen Eisentor . Es handelt sich um die Begräbnisstätte des McNab Clans und der scheint schon recht lange tot zu sein. An anderen Ende der Brücke ist ein interessantes Museum über die Clans der Highlands und deren Gebräuche in einer alten Wassermühle.
 

Meister 02.05.2007, 13.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Rasen+Wiese

Das ist auch so ein Thema, da kann man nichts oder alles machen. Eigentlich versuche ich, ein unkompliziertes Verhältnis dazu praktizieren, meistens habe ich sowieso anderes zu tun. aber im Moment versuche ich, etwas aufwendiger den Rasen zu pflegen mit mähen, düngen, wässern und walzen.(Das kommt davon,wenn man zu viel schottischen Rasen sieht). Wahrscheinlich geht der Anfall aber bald wieder vorbei.
 

Meister 02.05.2007, 11.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Ohne Wasser geht es nicht

Der Frühling ist toll, aber doch auch schon wieder sehr trocken, alles was wachsen soll, muß kräftig bewässert werden. Heute bin ich schon den ganzen Tag dabei. Kleine Wasserspiele sind schon immer eine Freude meines kindlichen Gemüts gewesen.
Leider ist der Boden bei uns sehr sandig, das hat zwatr auch manchmal Vorteile, z.B. für den Spargelanbau, aber bedeutet leider auch, daß das Wasser schnell wieder weg ist, Also ist Bodenverbesserung und mulchen die nächste Aufgabe, wobei man leider sagen muß, daß das mulchen beim Sandboden leider nicht so viel bringt, weil hier das Wasser nicht verdunstet, sondern versickert. Der Boden kann also oberflächlich noch gut aussehen, kratz man ein bißchen kommt man auf den sogenannten "Zuckersand".
Heute übrigend ein gutes Kilo Spargel geerntet, das sieht in diesem Jahr ganz gut aus.
 

Meister 01.05.2007, 17.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Scotland - wunderbar (I)

Eigentlich hatte ich schon immer vor, mal eine Reise nach Schottland zu machen. Aber das es jetzt geklappt hat, lag in erster Linie an einem zu verführerischen Angebot von EasyJet. Ohne Reklame machen zu wollen, muß ich auch nach Durchführung des Fluges sagen, daß es ein "very good deal" war. Der Preis war nicht nur unabweisbar niedrig, sondern auch Organisation und Flugeug, Pünktlichkeit, Freundlichkeit des Personals, alles Bestnote.
Und Schottland selbst:: ich bin ja nicht so leicht zu beeindrucken, meist sind die Dinge so wie ich sie mir vorgestellt habe oder vielleicht auch ein bißchen schlechter. Nicht so hier! Es ist ein wahnsinnig schönes Land, es hat viel zu bieten und die Menschen sind sehr freundlich, kann man mehr verlangen? Ich beziehe mich bei all den Aussagen nur auf die Highlands, denn wir waren fast nur dort. Aber die Highlands sind auch das eigentliche Schottland, denke ich. Es ist eine unheimlich romantische Landschaft, der Eindruck schwankt zwischen Wundergarten und Märchenwelt. In einer der Touristeninformationen, die es dort genauso schön gibt wie in Australien, meinte jemand: man kann in Schottland sehr viele unterschiedliche Dinge und Landschaften sehen, ohne große Entfernungen zurücklegen zu müssen. Sie hatte völlig Recht!
Man fühlt sich nach Australien, Kanada, Norwegen, Griechenland die Schweiz etc. versetzt, trotzdem ist es ein ganz unverwechselbares Land. Und das Klima ist milde, ok es kann auch wunderbar regnen und stürmen, aber wenn man um diese Jahreszeit fährt, erwartet man sowieso keinen Hochsommer. Insgesamt hattten wir totales Glück mit dem Wetter, mal eine Schauer, einen Abend mal anhaltender Regen, aber auch 4 Tage totaler Sonnenschein, da kann man nicht meckern bei bis zu 58° nördlicher Breite.
Die Vegetation ist gerade um diese Jahreszeit wunderbar frühlingshaft mit leuchtend gelb blühenden Ginsterlandschaften. Demnächst werden die riesigen Rhododendrenhecken blühen und die blühende Heide im Herbst kann ich mir sehr toll vorstellen.
Also ich hoffe, wir kommen da wieder hin, es ist auch eine Art Australien nur mit eingeschalteter Klimaanlage im gesamten Außenbereich.
Oder wie es in Glasgow auf dem Flughafen angeschrieben steht: "One of the best small countries in the world."
 

Meister 01.05.2007, 15.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Wieder zu Hause

Nach einem 10tägigen Urlaub sind Schottland sind wir gestern wieder zu Hause eingetroffen. Es war ein wunderbarer Urlaub, von dem noch Einiges zu berichten sein wird, aber es ist auch schön hier alles blühend und wachsend vorzufinden. Dank an die, die hier so fleißig gegossen haben, denn es hat ja offenbar überhaupt nicht geregnet. Jetzt werden wir noch ein paar Tage uns hier erfreuen können, bevor die Arbeit wieder losbricht.
 

Meister 01.05.2007, 11.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Shake´s beer





Offene Bühne. Web M. kommt aus dem Hintergrund und schlendert läßig zum Bühnenrand. Er hat eine goldene Krone auf dem Kopf, als er vorn angekommen ist, nimmt er sie ab und poliert sie:" Wir geben heute eins von Shake´s beers Sportkönigsdramen: >Heinrich der Maskierte<. Hoffentlich bin ich danach nicht der Blamierte."

Auftritt Heinrich mit roten Boxershorts und übergroßen Boxhandschuhen bekleidet: "Mir fehlt die Kohle, mir fehlt das Gold, damit ichs hole, zu meinem Wohle, stehe ich hier. Und bin ich auch älter als Ahnherr Lear, ich mach sie fertig, alle vier!"

Auftritt 4 Sandsäcke, einer schlapper als der andere:" Zu unserer Promoter Ehre, stehen wir here. Ave, Heinrich, mori-dingsbum salutieren Dich!"

Heinrich: "Wer seid ihr feurigen Flitzpiepen und welche Titel habt ihr mir mitgebracht?"

1.Sandsack: "Mein Name ist Mohammed Ulli, ich bin der Chämpien der WBWCu.ä. Mein Motto ist >Rope a dope< und Du kannst Dich hier aufhängen. " Wirft eine Schlinge über eine der Lampen.

2.Sandsack:" Mein Name ist Viktor Illushin Klitschenkuß, ich bin der oberintelligene Champ der WBUAZBVKGBuCoKG und ich werde Dir eine neues Gesicht anmodellieren."

3.Sandsack: "Ich bin der Allergrößte, der Sohn vom Größten und der Champagner vom FCChelseaInc. Dur kannst mir die Füße waschen und dann das Wasser trinken."

4.Sandsack: "Ich bin Adolf der deutsche Schäferhund, treu wie Katzengold und schlagfertig wie ein deutscher Stammtisch. Mein Titel ist Gröfaz i.R. "

Die 4 Säcke stellen sich im Halbkreis auf und bewegen sich nicht mehr.

Eine schlanke Bikini-Blondine, die von Verona Ferrara gedoubelt wird, läuft über die Bühne mit einem Schild: Runde 1.

Heinrich rennt hin und her und brüllt zwischendurch ins Publikum:

"Wollt Ihr Verlängerung?" Publikum: "Nein!"

Heinrich:" Wollt Ihr Elfmeterschiessen?" Publikum:" Nein!"

Heinrich: "Was wollt Ihr denn?" Publikum: "Mas-sen-mord!"

Web M. von der Seite hervor springend: " Zensiert! Wir sind ein freies Theater in einem freien Land, aber das ist Volksverhetzung und wir haben doch einen kulturellen Auftrag und außerdem könnten auch Kinder im Saal sein. Die letzte Bemerkung des Publikums wird gestrichen. Sie haben das nie gehört."

Heinrich: "Ihr wollt also ein bekanntes Fruchtbonbon, dessen erste drei Buchstaben >Mao< lauten."

Web M.: " Veto! Schleichwerbung in Tateinheit mit linksradikaler Propaganda! Auch dieser Satz wird aus dem Protokoll gestrichen und darf nicht in die Urteilsfindung eingehen."

Heinrich: " Ihr wollt also...."

Bevor ihm etwas einfällt kommt Reichitzky nur mit Boxershorts bekleidet von der Seite mit einem Essensgong und gongt die Runde an.

Heinrich der Maskierte stürzt sich auf die Sandsäcke und bearbeitet alle gleichzeitig mit seinen Fäusten bis sie umfallen. Der Ringrichter, der eine merkwürdige Ähnlichkeit mit einem übergewichtigen Pfarrerdarsteller hat, zählt sie alle aus, bekreuzigt sich, nimmt Heinrichs Faust und hebt sie nach oben.

Ringrichter: " Heinrich, mir graut vor Dir! Vierfacher K.o. in der ersten Runde, so wie wir es gemeinsam gewettet hatten."

Alle fallen um und bleiben auf offener Bühne liegen (muß bei Shake´s beer leider sein!)

Licht aus.

Meister 19.04.2007, 23.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Alle in einem Boot vor dem Wasserfall

Heute im Tagesspiegel ein Artikel des Anthropologen Carsten Niemitz  unter dem Titel "Alle in einem Boot, kurz vor dem Wasserfall" schreibt er :"Jeder redet über den Klimawandel. Dabei ist der gar nicht das wahre Problem. Folgenschwerer und dringender ist ein anderes, das noch viel konsequenter angegangen werden muß: wir sind einfach zu viele Menschen. " Jedes Wort ist wahr! Auch die Folgerung ,daß es nicht ausreicht "das Wachstum der Menschheit zu verlangsamen, sondern wir müssen weniger Menschen werden, als wir jetzt sind." Die geforderten Konsequenzen finde ich aber allzu harmlos: "Famileinpolitik darf nicht allein nationale Aufgabe bleiben, sie muß internationale Politik werden und zwar schnell!"

Ich befürchte, daß der Author ein bißchen vorsichtig sein möchte in einem nationalen Umfeld, das mehr Kinder fordert. Dies als Rassismus zu geisseln, würde die heutige Zeitung wohl überfordern.

Für mich ist es keine Frage, daß in Deutschland in 50 Jahren mehr Menschen leben werden als heute. Es ist unabwendbar, daß viele Menschen herkommen werden, also sollten wir wenn wir unsere Eigenart bewahren wollen, uns nicht mit Gebärpropaganda und Abschottungsversuchen aufhalten, sondern statt dessen lernen auszuwählen, wer zu uns kommen soll. Ich will es mal ganz einfach sagen: je mehr von den Richtigen zu uns kommen, desto weniger Falsche werden wir in Kauf nehmen müssen.

Global gesehen müssen wir Armut bekämpfen und Freiheit fördern, vor allem die Freiheit der Frauen. Denn gerade unser Beispiel zeigt: die Freiheit der Frau entscheidet über die Eindämmung derBevölkerungsexplosion.

Meister 19.04.2007, 22.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Spuk

Auf der Mitte der Bühne steht der versoffene Jurist ETA Sandmann und deklamiert: "Wenn ich Marinerichter wär, und auch ein Vöglein hät, wäre es in diesem Keller nicht gar so nett". Es ist seine Spezialität als drei total häßliche Frauen erscheinen zu können: E. und T. und A. Er metamorphosiert über die Bühne, jedesmal wenn er verschwindet erscheinen die 3 und kreischen "Das ist Lützows wilde verwegene Jagd."
Am rechten Bühenrand erscheint kurz Reichitzky und murmelt scharf aber kaum hörbar: "Das ist furchtbar. Das ist gräßlich- Ich fühle mich mehr als unpäßlich"
Sandmann hält eine Flasche hoch, die Antigrazien verschwinden im Orkus. Sandmann: "Der deutsche Geist ist der konzentrierte Weingeist. Ich kenne sie alle die deutschen Geister . Ich bin der Geistersinger von Kreuzberg" Rick Wagoner erscheint von oben ins Bild fallend: "Man beachte mein Urheberrecht, ich hol die Gema, ich kauf die UFA, ich versetze das ganze Theater" Sandmann: Urheberrecht auf diesen Wein, gepanscht wie er ist, muß er aus China sein. Liebfrauenmilch der Name, ist das nicht Mandarin für Methylalk?" Wagoner schiebt eine Bahre mit der Wasserleiche des Kini von links nach rechts über die Bühne. Die Wasserleiche richtet sich auf und spricht: "Guten Abend, König von Preußen, ich bin gekommen, Dich zu holen." Sandmann geht hinter der Bahre in Deckung und E.,T. und A. erscheinen kreischend, der Kini fällt wasserleichenohnmächtig zurück, und still wird es auf der Bühne. So still dass man das Gluckern hört als Sandmann die Flasche auf einen Zug leert und umfällt: " Methyl ist kühl" bemerkt er noch, die drei Antis stürzen über ihn. Es wird dunkel. Reichitzki brüllt: "Macht den Vorhang zu oder hat noch jemand Fragen?"
Der Vorhang ist gefallen. Web M. erscheint: "Also so toll fand ich es noch nicht, aber es erinnert an den Rosa-Luxenburg-Platz!"
Rosa erscheint mit einem Geldkoffer mit der Aufschrift: "Auf nach Luxenburg!"
"Wer hat mich gerufen?" fragt sie dunkel.
"Für heut ist´s gut , das Spiel ist aus, nach Friedrichsfelde da hinaus!"

 

Meister 18.04.2007, 21.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Weg mit den Blutsaugern

Die Idee, daß die Stechmücken weg müssen, ist keineswegs neu, sie ist auch nicht sonderlich originell, aber es wäre ein großer Schritt für die Menschheit. Kaum ist  das Wetter warm, geht die Plage wieder los.
Leider muß man sagen, daß die früheren Versuche, Stichwort DDT , eine Riesenpleite waren. Die Natur ist doch eine Nummer zu groß für uns.
Aber man kann in Einklang mit der Natur zu leben nicht als Koexistenz mit Pest , Cholera  und Malariamücken definieren. Im Gegenteil, nach dem gescheiterten Versuch, die Natur beherrschen zu wollen, wäre als nächste Wendung der Entwicklung ein neuer Einklang auf höherer Ebene anzustreben. Und da könnten die Plagegeister auf Plätze verwiesen werden, wo sie uns nicht mehr quälen.  Also wie?
 Neuer Einklang mit der Natur, mehr als ein Schlagwort?
Noch erscheint es unmöglich, aber vielleicht ist es ein Programm. Es geht hier ja nicht um Rezepte, sondern um Pläne, Programme und Perspektiven.
.Wie man die Fragen stellt, so bekommt man die Antworten. Kontrapunkt: Wenn man so allgemeine Fragen stellt, wird man auch nur allgemeine Antworten kriegen.
Mal sehen.
 

Meister 17.04.2007, 22.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Vorhang

Das Licht geht aus im Saal, aus dem Orchestergraben strahlen Scheinwerfer fast senkrecht nach oben den schweren roten Vorhang an. Durch eine Lücke tritt ein Mann im dunklen Frack heraus, einen schwarzen Zylinder auf dem Kopf. Nachdem das Publikum sich beruhigt hat, beginnt er zu sprechen: "Guten Abend werte Damen und Herren. Ich bin Wilhelm A. Meister, die Ausgeburt des deutschen Bildungsromans, man nenne mich heute neudeutsch Web Master. Ich hoffe sie durch eine wilde Jagd zu führen. Aber im Moment, um es mit B.B. Reichitzky zu sagen: >Der Vorhang noch zu und trotzdem sind die Fragen offen.< Laßt uns das Beste hoffen."
Aus der rechten Ecke der Bühne erscheint ein runder weiß geschmickter Kopf in einem plötzlichen Loch des Vorhangs, es ist der Böse Dr. Josef Hinkefuß und er lacht gellend und spricht mit stark betonender Stimme: " Ihr gleicht dem Geld,  das ihr begreift, nicht mir. Ich bin der Geist , der hier bestimmt ,nur weiß das keiner, und soll es keiner wissen." Er ist kurz hervor getreten und verschwindet plötzlich in einer stinkenden gelben Wolke im Untergrund.
Von links treten ein paar Schatten ins Licht: "Wir sind die Geister der deutschen Romantik. Wir wollen nicht mehr Alpdruck sein, wir wollen der Zukunft uns verschwören, doch dabei darf uns keiner stören". Das Licht fällt aus. "Spuk" ruft die Stimme hinter dem Vorhang.

 

Meister 17.04.2007, 21.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Wenig Meßbares

Ich habe nicht viel  geschrieben an diesem Wochenende, das Wetter war zu schön. Aber die Denkprozesse laufen immer weiter. Ich denke jetzt, daß ich den Schwerpunkt mehr auf die neue Welt des 22. Jahrhunderts verschieben sollte, bisher bin ich noch zu sehr mit den Problemen des 21. und seiner Katastrophen beschäftigt. Gut , es geht nicht anders, weil man sonst das 22. nicht verstehen wird, aber  der Schwerpunkt muß mehr auf das was dann entsteht. Nächste Überlegung zielt auf das "wie?"
Natürlich könnte man einwenden, warum erzählst Du vom 22., wenn wir doch das ganze 21. noch vor uns haben? Vielleicht deswegen, weil das 22. seinen besonderen Reiz haben wird! Allerdings nicht zu Beginn, da sieht es noch gar nicht so gut aus.
 

Meister 16.04.2007, 23.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Romantik tags und nachts

Die Anschauung, daß dire Nacht romantisch ist, kann ich ohne Bedenken zustimmen. Aber die Behauptung, daß der Tag als Gegensatz dazu unromantisch sei, finde ich falsch.
Wir können doch nicht den wunderschönen hellen Tag abschreiben!  Tagträume sind genauso schöne Träume, wie die Träume der Nacht.  Ich halte nichts von einer schattenhaften Romantik, die sich im Dunkel nur bewegt und dort auf irgendwelche Illusionen aus ist. Auch am hellsten Tag spielen sich die romantischsten DInge ab., die Wunder des Lebens warten an jeder Ecke auf uns. Es sollen doch gar keine übernatürlichen Dinge sein, noch viel weniger Illusionen!
Das Wirkliche ist dem Romantiker wunderbar, er ist ein optimistischer Realist, kein bloßer Phantast, auch wenn seine Phantasie weit aussschweift. Das Phantastische zu denken und vorzustellen, bedeutet nicht die Realität zu leugnen. Das Romantische ist die Möglichkeit, die in jedem Moment  der Realität steckt, der Traum, der wahr werden kann, die Phantasie, die zur romantischen Tat wird.
 

Meister 16.04.2007, 23.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Spargel

Heute der erste eigene Spargel, durchaus eine schöne Menge! Der Geschmack ist wirklich gut, das Format natürlich nicht wie beim Kommerziellen. Aber Spargel ist wirklich ein Gemüse, dessen Anbau sich lohnt. Besonders wenn die Saison doch ziemlich früh anfängt, wie in diesem Jahr.
 

Meister 16.04.2007, 21.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Regenzeit

Es gibt Leute, die denken, man könne nicht zur Regenzeit nach Queensland oder ins NT fahren. In der Tat kann es manchmal ganz schön heftig und lange regnen. Aber das ist gerade schön. Die Flüsse angeschwollen, die Wasserfälle berströmend, die Berge von Weitem manchmal wie ein großer Springbrunnen mit rundherum herabstürzenden Wassermassen.
Es regnet ja nicht pausenlos, es gibt auch trockene Tage oder gar Wochen. Aber wenn der Monsun richtig loslegt, dann steht man auch mal knietief im Wasser oder wartet ein paar Stunden vor einer Flußdurchfahrt. Im Inland ist das dann sogar noch schlimmer. Wenn man durch eine eigentlich recht flache Gegend kommt und neben der Straße stehen die Tiefenindikatorpfähle bis zu einer Höhe von 2 Metern, dann kann man sich vorstellen, wie sich diese Gegend in der Regenzeit in einen riesigen See verwandeln kann. In diesem Zusammenhang kann ich auch das Buch  "Hell West and Crooked" von Tom Coole empfehlen, wobei ich nicht weiß, ob man das hier bekommt.
 

Meister 15.04.2007, 12.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Sommer im April

Schnell ist es warm geworden und jetzt kann man iieder sehr gut sehen, warum der Frühling die gefährlichste Jahreszeit ist, die Bäume schlagen so heftig aus, daß man schwer aufpassen muß, und wenn der Salat noch nicht schießt, vorsicht, wenn es im Gewächshaus zu warm ist , kann das auch bald passieren. Heute wird weiter Salat mit Schlitzfolie ins Freiland gepflanzt. Es kann immer noch nachts frieren und zwar noch eine ganze Weile!
 

Meister 15.04.2007, 11.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Was tun gegen Neid?

Es ist ein uraltes, sogar biblisches Thema, deshalb erwarte auch niemand von mir oder der Romantik die Lösung, die es in sich zusammenfallen läßt.
Aber das Einzige, was wirklich gegen Neid hilft, ist Selbstbewußtsein. D.h. wenn ich die Dinge so mache, wie ich es will, dann interessiert mich nicht mehr  so  sehr,was  die anderen haben.
Das Leben ist nicht nur Besitz, sondern vor allem Dasein, also was ein anderer hat, ist für mich persönlich eigentlich ohne Bedeutung, weil ich mein Leben so gestalte, wie ich will.
Die Bedingung ist also, daß ich wirklich mache, was ich will. Also Freiheit und Selbstentfaltung schützt gegen Neid am Besten.

 

Meister 14.04.2007, 16.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Zufriedenheit in Deutschland, Australien etc

Ein neue Untersuchung, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde bringt Resultate, die nicht unbedingt neu sind. In Australien und Holland und Dänemark sind die Menschen am Zufriedensten, in Deutschland eher sehr unzufrieden. Nur woran liegt das? Zum einen die Variablen Freiheit und Vertrauen in die Mitmenschen, da gehe ich voll konform: große individuelle Freiheit, Platz zum Handeln und zum Leben, ist für Glück und Zufriedenheit total wichtig. Das Vertrauen zu den Mitmenschen auch, deshalb bewundere ich ja in Australien "Mateship" und die vorherrschende Anschauung "to give everbody a fair go", einfahc gesagt, sich gegenseitig fair zu behandeln und darauf auch vertrauen zu können. Ich glaube diese beiden Punkte sind es auch ,die Thorsten Preuß von Australien immer nur als "Lucky Country" sprechen lassen.
In Deutschland ist da einiges anders, und zum Teil nur aus der Geschichte heraus zu verstehen und zu überwinden.
Zum einen liegen die Schrecken des XX.Jahrhunderts auf Deutschland wie ein Alpdruck: zwei verlorene Kriege, die in der Psyche der heutigen Menschen, ihren Lebenschancen und -einstellungen noch viel mehr Folgen hinterlassen haben, als es oberflächlich aussieht. Dann die Schuld an der ganzen Misere, die zum größten Teil zu Recht den Deutschen anhängt. Warum reden die Engländer so gerne über den Krieg: ganz einfach, weil sie ihn gewonnen haben. Natürlich gibt es auch heute noch eine deutsche Verantwortung vor allem natürlich für den Holocaust und für den zweiten Weltkrieg. den Hitlerdeutschland angezettelt hat, die maßlosen Verbrechen dieser Kriege sind zum großen Teil von Deutschen begangen worden, aber die Deutschen haben dafür aber auch so gründlich bezahlt haben, wie sonst kaum jemals jemand. Die Deutschen müssen genau wie alle anderen Völker Hitler und seine Untaten haßen. Nach dem Krieg saßen sie dann da, die Täter und die Opfer und alles war kaputt, die Teilung und die Fortsetzung des Leidens im kalten Krieg und vor allem in der "DDR". Kein Wunder, daß die Menschen sich nicht so vertrauen wie anderswo. Die giftartige kommunistische Ideologie wirkt in vielen Köpfen im Osten noch nach, sie hat dden Sozialneid in Deutschland hoffähig gemacht und führt zu der fiesen Art des Belauerns und der Feindlichkeit gegen Neues, Unbekanntes und Fremdes.
"Ausländerhaß" im eigentlichen Sinne, ist nur die Sache von wenigen Verirrten, aber in Wirklichkeit eben nur die Spitze des Eisbergs, die Ablehnung richtet sich nicht nur gengen Ausländer,sondern gegen alles, was der eigenen schlichten Weltsicht widerspricht.
Die Unzufriedenheit ist also einprogrammiert.
Wenn es auch schwer fällt: gegen diese Überreste der Finsternis muß sich die romantische Anstrengung richten, sie muß Freiheit und Zuversicht auf die besseere Zukunft propagieren und versuchen, die Menschen im positivsten aller denkbaren Sinne zu bilden.
Die Existenz von vielen Menschen, die noch sehr negativ sind, darf uns nicht abschrecken, die romantische Zukunft in die Hand zu nehmen.
Auch die Deutschen können Australier werden, oder wenigstens Holländer
Die andere Seite in dem gennanten Artikel ist die Behauptung, daß eine hohe Geburtenrate zu größerer Zufriedenheit führt. Das sehe ich genau umgekehrt: die größere Zufriedenheit, das größere Vertrauen, die größere Freiheit führt dazu, daß Leute mehr Kinder in die Welt setzen.

 

Meister 14.04.2007, 13.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Neuer Plan: Kleines virtuelles Theater

Ich habe vor eine neue Themenkategorie einzurichten, die kleines virtuelles Theater heißen soll. Einige bekannte oder unbekannte etwas verfremdete Personen sollen szenenartig agieren. Und zwar habe ich mir vorgestellt, daß sie hier an Ort und Stelle erstmal sich warm laufen und in kleinen Statements und  Auftritten sich darstellen, um dann vielleicht demnächst auch in einer längeren Gesamthandlung mitzuzspielen.
Aber erstmal möchte ich sehen, ob das Format sich bewährt.
 

Meister 14.04.2007, 11.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Königsblau: Preußenkrimis

Bei meinem Kreuzberger Buchhändler Herrn Kirchner in der Körtestraße ( der Laden heißt Buchhandlung Wilde) stolperte ich neulich über eine Serie von Preußenkrimis. Einen - Königsblau- mußte ich mir - mehr Preußen- als Krimi-Fan natürlich mitnehmen. Ich war positiv überrascht. Der Verfasser fällt nicht aus der historischen Rolle, es ist zwar nicht historisch korekt, sondern  ein Roman, aber man kann darin leben, es könnte so gewesen sein. Es ist spannend gemacht, die Frage "who´s done it?" ist doch immer die interessanteste Sache bei Krimis. Kennt eigentlich jemand noch die Radioserie "Wer war´s, wie geschah´s, was war los? Das Wort hat Kriminalrat Obermoos!" Lief früher mal im Hessischen Rundfunk. Die Radiohörspiele sind schon so lange out, die könnten allmählich wieder Mode werden.
Demnächst besorge ich mir dann den nächsten Preußenkrimi, der spielt im Freimaurermilieu, das finde ich auch  sehr interessant.
Wenn jemand mal bei der Buchandlung Wilde reinschauen sollte, der grüße die Kirchners von mir. Dieser Laden ist die einzige Buchhandlung, bei der man die Menge der Bücher nicht nicht den Regalen zählt, sondern wie einen Pegelstand ablesen kann.
 

Meister 13.04.2007, 21.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Senf zu Kinderkrippen

Zunächst zur Begriffsklärung: es geht bei der Frage der Krippenplätze um Tagesbetreuung der Kinder im 1. bis 3. Lebensjahr, nicht um das Kindergartenalter zwischen 3. Geburtstag und Einschulung.
Aus der Sicht der Kinder und der Kinderärzte hat sich nichts geändert, erstere wie letztere würden es bevorzugen, wenn die Kinder bis zum 3. Geburtstag bei der Mutter in der Familie bleiben würden.
Aus der Sicht der Mütter/Eltern und auch aus bevölkerungspolitischer Sicht sieht das anders aus.
Es gibt viele Mütter, die gern bald wieder arbeiten würden, zum einen, weil ihre Karriere das verlangt, zum anderen, weil es für die Familie finanziell notwendig ist. Dafür ist eine Tagesbetreuung der Kinder  erforderlich.
Ich halte es für durchaus legitim, daß Frauen  ihre Karrierechancen wahrnehmen und dazu die Kinder frühzeitig in die Krippe geben. Die freie Entfaltung der Frauen ist für die Befreiung  von einer Nur-Mutterschaftsrolle unbedingt nötig..
Und nur die weltweite Befreiung der Frau kann die Überbevölkerung stoppen.
Eine Frau, die ihre Chancen wahrnimmt, wird mit recht  großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr als  2 Kinder in die Welt setzen, damit erfüllt sie die Minimalvoraussetzungen zur Reduzierung der Weltbevölkerung, denn es gibt ja auch viele Frauen ,die keine Kinder oder nur ein Kind wollen. Damit sind wir auf dem richtigen Wege.  Ich finde, im Gegensatz zu  wahrscheinlich sehr vielen, daß die Geburtenrate in Deutschland  nicht zu niedrig ist,sondern modellhaft für die Welt.
Gerade die Möglichkeit, daß jede Frau frei entscheiden kann, wann sie Kinder hat, wieviele Kinder sie hat und daß diese optimal betreut werden, wird dazu führen, daß die Geburtenrate weiter sinkt.
Damit führen unsere staatlichen Bevölkerungspolitiker, ohne es zu wollen, nehme ich an, die Bewegung zur Bevölkerungsreduzierung an.
Wenn dann der Staat auch noch in weiteren Bereichen versucht, die Kinder nicht der Familie zu überlasssen, sondern möglichst schnell und umfassend unter staatliche Kuratel zu stellen, dann wird er auch noch erreichen, daß diejenigen, die nicht bewußte Familienplanung betreiben, die Anzahl ihrere Kinder vermindern. Wenn einem die ersten Kinder vom Jugendamt weggenommen worden sind, dann überlegt  man sich, ob man weitere haben will.
Wenn dann auch noch die Väter immer regelmäßiger und häufiger nur noch Zahlväter sein dürfen, bricht der Bevölkerungsexplosion eine weitere Stütze weg.
Das einzige verbleibende Problem ist, daß es sich für eine bestimmte Art von Familien, die ich  aus Gründen des religiösen und ethnischen Diskriminierungssschutzes nicht nenne, es immer noch lohnt in Deutschland ihr patriarchialisches Familenmodell aus der Kindergeldkasse zu finanzieren und  damit die Jugendgangszene der zwanziger Jahre zu vergößern. Aber auch für diese Leute gilt:  Nur die Befreiung der Frauen kann Abhilfe schaffen.
 

Meister 11.04.2007, 22.02| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Heute vor 23 Jahren.....

.....hab ich das 3. Staatsexamen bestanden. Ich war eigentlich ziemlich sauer nach der Prüfung, wel sie mir eine "3" gegeben haben, bloß weil ich mich in einer Frage hab aufs Glatteis führen  lassen. Es ist verdammt lang her. Danach durfte ich mich Arzt nennen und zum Glück auch bald arbeiten, deshalb habe ich dann die Dissertation nicht mehr fertig gemacht, deshalb darf ich mich nicht "Dr.med." nennen, was mich aber gar nicht stört.
Vielleicht sollte ich den alten Kram gar nicht rauszerren, ich oute mich doch nur als vorgestrig, oder?
Aber eigentlich war es gestern, ich erinnere mich an alles noch so gut, es kann nur gestern gewesen sein.
Fazit: wenn einem "heute vor..." einfällt, darf man auch "heute vor.... " schreiben.

Meister 10.04.2007, 22.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Kein Talent zum Wetterprophet

Schon seit Wochen erzähle ich, daß es toll wäre, wenn wir wieder ein so schönwettriges stabiles Frühjahr  bekommen würden wie 2003. In dem Jahr war es von April bis September so stabil, daß die Kinder wirkllich im April-Mai schon alle gesund waren und es die ganze Zeit blieben. Zuerst habe ich mich dazu verstiegen, das als Prognse auszugeben.
Aber auf meine Prognose gab es erstmal einen Wintereinbruch.
Dann habe ich es als Hoffnung ausgedrückt: Ergebnis: kühle nördliche Winde und völlig instabil.
Jetzt sage ich, es wäre schön gewesen und hoffe nochmal wiederlegt zu werden.
Vielleicht habe ich auch schlicht kein Talent zum Wetterprophet. Man kann halt nicht jeden Job machen.
 

Meister 10.04.2007, 22.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Osterfortschritte

Vergleichsweise rasante Fortschritte am vielleicht schlimmsten Abschnitt des Buches: der großen Katastrophe. Ich bin mehr als 5 Seiten voran gekommen, vor allem ist sie jetzt wirklich eingetreten. Aber das ist gerade, was mich so abschockt. Es kommt mir so vor, als hätte ich sie selbst veranstaltet, und ich würde es gern ungeschehen machen. Das Absurde ist, ich könnte es ungeschehen machen, aber das wäre absolut unsinnig, weil sie ja passieren muß. Also werde ich mein Geschocktsein überwinden und sehen, wie wir jetzt aus der Falle, in der wir sitzen, wieder raus kommen.
 

Meister 09.04.2007, 19.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Zuwanderungspolitik damals

"Niemand wird Preuße denn aus Not. Ist er´s geworden, dankt er Gott."

Eines ist klar: diese unsägliche Blutdeutschheit gab es damals nicht. Der König von Preußen brauchte Leute, und deshalb konnten die Verfolgten von anderswo, Hugenotten, Hussiten und andere bei ihm mitmachen.
 

Meister 09.04.2007, 14.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Aus dem Bauch heraus

Gleichnamiger Artikel von Bas Kast im Tagesspiegel vom 7.April beschreibt mit welchen Nebenwirkungen unser Leben verwissenschaftlicht wird. Dabei geht es zum großen Teil ums Essen, aber auch um Partnerbeziehungsprobleme und um Kinderförderung.
Interessant ist, daß nüchtern konstatiert wird, daß das Befolgen scheinbarer wissenschaftlicher Wahrheitenschwer in die Irre geführt hat und daß man komplexe  Zusammenhänge  eben nicht  in meßbare  Einzelphänomene aufspalten kann, seien  es die Omega-3- Fettsäuren, die Karotinpille, das Partnertraining  oder  die  Intelligentzförderung durch Mozart für Foeten und Kleinkinder.  Zur Beschreibung der  Wissenschaft-Alltag-Beziehung wird auch der treffende Witz  von dem Mann  angeführt, der unter der Laterne seinen Schlüssel sucht, nicht weil er ihn dort verloren hat, sondern, weil er dort etwas sehen kann.
Ich finde das alles sehr interessant, nicht aus Wissenschaftlichkeitsfeindlichkeit, sondern um klar zu machen, wie heutige kritisch rationalistische Wissenschaft funktioniert: nur was falsifizierbar ist, kann wahr sein, Nur was meßbar ist , kann falsifizierbar sein, deshalb wird  alles in immer kleinere Stückchen zerlegt, aber eine Reintegration findet kaum statt. Studien uns Studien werden durchgeführt, aber erleuchtet werden immer nur Punkte um eine Lampe herum. Metastudien zählen dann aus, welche Taschenlampe welchen Anteil an diesem Licht hat und wer verdunkelnd gewirkt hat.
Keine Frage, daß Wissenschaft ein äußerst wichtige Rolle in der heutigen Welt spielt und unser Leben auch in vielen Bereichen sehr positiv beeinflußt hat.
Wir müssen aber auch erkennen, daß die Wissenschaft nur einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit durchdringt, daß große dunkle Löcher bleiben, daß das Niveau wissenschaftlicher Erkenntnisse in vielen Bereichen nicht über "es funktioniert" hinaus geht, daß oft nur geforscht wird, wo irgend jemand sich Profit verspricht und die Ergebnisse auch nur darauf abzielen, und daß deshalb eine große Bescheidenheit und kritische Sicht durchaus angebracht ist.
Gleichzeitig müssen wir mißtrauisch sein, wenn uns derartige Erkenntnisse dann über die Medien als Lebensanleitungen serviert werden: was wir essen sollen, wie wir miteinander umgehen sollen etc. Es handelt sich oft nur um Manipulationen aus der leeren Hand.
Wir dürfen uns unser Leben und unser kritisches Denken nicht  aus der Hand nehmen lassen. Für das eigene Denken gibt es keinen Ersatz. Und je mehr Leute selbst denken, um so schlauer werden wir alle zusammen sein, und um so weiter werden wir kommen.
 

Meister 09.04.2007, 10.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Natur - Garten - Romantik


Freie Natur ist Quelle und Inspiration der Romantik.
Garten ist nicht freie Natur.
Aber Garten ist Natur für uns und deshalb auch pure Romantik.

 

Meister 08.04.2007, 14.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Cooktown

Der Weg über den Bloomfield track nach Cokktown ist nicht so ohne, aber eigentlich nur im ersten Abschnitt, die letzten 2/3 des Weges sind ganz normale, einfache Dschungelstraßen und vor Cooktown kommt man wieder in ganz normale australische Outbacklandschaft.
Cooktown selbst gilt als die aufstrebenste Stadt im Far North, seitdem sie vor nicht allzu langer Zeit durch eine sealed road mit den Tablelands verbunden ist. Es ist also über das Inland jetzt auch ganz ohne PRoblem möglich nach Cooktown zu kommen. Der Ort selbst war aber bei unserem Besuch noch sehr verschlafen und bietet ein etwas merkwürdiges Bild, auf dessen Ursache man erst kommen muß. Das gleiche Bild gibt es auch in Bowen, ein gutes Stück weiter südlich. Es handelt sich um ein riesiges Stadtgebiet mit reichlich wenig Häusern, die total weit auseinander liegen. Ursache dafür ist der damalige Goldrausch. Zu  Zeiten vor jetzt schon bald 150 Jahren war Cooktown eine Boomtown, also ein mehrfaches an Bevölkerung und reichlich Geld durch die Goldsucher, die her kamen um sich zu verproviantieren, ihre Funde zu verkaufen und sich zu amüsieren. Man denkt unwillkürlich daran, wie es damals wohl hier und dort hergegangen sein mag. Heute ist alles noch sehr ruhig und man mag noch nicht an eine großartige Touristenstadt glauben, aber warten wir es ab, anderswo sah es vor 20-30 Jahren so aus, wie hier jetzt. Die Tendenz nach Queensland und ans Meer ist in Australien ungebrochen und je teurer die Häuser weiter im Süden werden, um so schneller werden sie hier entstehen. Wenn einem jemand also ein Grundstück billig anbieten sollte, dann zugreifen, es ist nicht der Mond.
In Port Douglas erzählte ein Busfahrer, ihm sei vor 20 Jahren der gesamte große Felsen für 10.000 AUD angeboten worden. Er lehnte ab. Heute wird jede Parzelle dort mit 1 Mio AUD bezahlt - und er fährt weiter den Bus.
 

Meister 08.04.2007, 12.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Knut der Medienhengst

Ja klar, ist Knut süß. Aber wenn ich heute in der Zeitung das Bild von der Schlange sehe, die sich um den halben Zoo windet, dann sehe ich darin die eigentliche biologische Sensation: Serpens megalomedia knutensis.
Wird etwas in dieser heutigen Welt zum Medienereignis, dann ist schon fast alles zu spät. Merken die Leute, die im Bauch der Schlange warten müssen, eigentlich nicht daß sie manipuliert werden von den Medien, oder gefällt es ihnen. Schließlich heißt medienmanipuliert ja auch, dazu zu gehören, dabei zu sein, mitreden zu können. Das ist dann die Oberkante des Medieneinflusses erreicht, wenn sogar die Leute hingehen, die es eigentlich gar nicht interessiert, weil man ja mitreden können muß.
Aber tun wir uns nicht Unrecht: die Allermeisten gehen ja gar nicht hin.
Und: nichts für ungut Knut!
 

Meister 07.04.2007, 10.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Pilgerschaft

Das Leben ist ein Pilgerpfad. Er führt von Gott zu Gott zurück und dennoch bist Du nachher anderswo als zuvor.
 

Meister 07.04.2007, 09.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Was ist mit der Uhr?

Ich komme schon längere Zeit ohne Armbanduhr aus. Das wird dadurch erleichert, daß überall Uhren sind, auch auf dem Mobiltelefon hat man ständig Zugriff auf die aktuelle Zeit. Aber irgendwie interessiert sie mich nicht mehr so sehr wie früher. Ok, man muß pünktlich zur Arbeit da sein, aber wenn ich rechtzeitig wegfahre, geht das klar, wenn ich 5 Minuten zu spät komme, wird das auch keine Katastrophe. Die Arbeit dauert bis sie fertig ist, interessiert mich kaum, wieviel Zeit vergangen ist, ich habe mich um die Probleme zu kümmern und versuche zwar zügig zu arbeiten, aber auch immer die Zeit zu haben, die ich brauche, um der Sache gerecht zu werden. Auf die Uhr gucken, würde mich nur nervös machen.
 Am Wochenende spielt die Uhr gar keine Rolle, außer wenn Verabredungen oder Veranstaltungen anliegen, aber da muß man auch nur eine Abmarschzeit einhalten. Wenn nichts im Zeithorizont anliegt, finde ich das Leben  am Schönsten. Ich muß zwar einiges erledigen, aber wenn etwas liegen bleibt, dann bleibt es eben liegen. Alles Wichtige macht sich schon laut genug bemerkbar. Außerdem vertraue ich  darauf, daß mir schon wieder rechtzeitig einfallen wird, wenn etwas wichtig wird. Es ist schlicht richtig für ein romantisches Leben, sich Zeit zu lassen für alles, kein Pensum abzuspulen, sondern die Zeit einfach laufen zu lassen, ihr Auslauf  wie einem Hund zu geben. Dann läuft sie auch langsam!  Wenn ich mal auf die Uhr gucke, ist es in der Regel noch nicht so spät, wie ich dachte.

 

Meister 06.04.2007, 22.16| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Erste Impfung gegen Krebs

Die HPV-Impfung gegen Human Papilloma Virus, wird demnächst Frauen gegen Gebärmutterhalskrebs schützen. Dieses Virus, das weit verbreitet ist und durch Intimkontakt übertragen wird löst diese fiese Krebsart aus. Eine tolle Erkenntnis, besonders da sie auch mit einem Mittel dagegen daher kommt. Es wird nicht nur vor schlimmen Krebserkrankungen schützen, sondern auch vor vielen angstvollen Momenten, wenn die heutigen Pap-Abstriche irgendwelche mehr oder weniger klaren Befunde erbracht haben. Hoffentlich kann für andere Krebserkrankungen auch bald eine Verursachung und eine Präventionsmöglichkeit gefunden werden.
Schade ist es allerdings, daß diese Impfung gleich mit 2 handfesten Skandalen eingeführt wird. Der erste ist der Preis von 150€ pro Impfdosis und diese wird dann auch noch 3x benötigt. Sicher sind die Entwicklungskosten hoch gewesen, aber es handelt sich hier nicht um ein Nischenpräparat, sondern dieser Impfstoff wird in den nächsten 10 Jahren zigmillionenfach verkauft werden, d.h. die Entwicklungskosten verteilen sich auf sehr viele Impfdosen. Ich denke, der Impfstoff ist stark überteuert, die Hälfte wäre  angemessen gewesen. Klar ist, daß die enormen Kosten, die verursacht werden, nicht extra aufgebracht werden, sondern das Geld wird wieder anderswo weggenommen werden. Anderswo heißt im Klartext, andere Behandlungen werden nicht bezahlt, Betten und Liegezeiten werden weiter vermindert, die ambulante Versdorgung wird immer weiter verschlechtert, etc.
Der zweite Skandal ist, daß ein Eitertanz darum stattfindet, wer wann und wie die Impfung bezahlt. Profilierungssüchtige Krankenkassenfunktionäre, die ihre Kasse im Konkurrenzkampf positionieren wollen, preschen vor: lautstark wird erklärt, daß ihre Superkasse die Impfung bezahlt, natürlich werden die Mitglieder aufgefordert, das sofort wahrzunehmen. Gleichzeitig, weil sie ja so wichtig sind, hat jede Kasse dann auch ihre eigene Idee, wie denn der Impfstoff zu beziehen sei, wer denn geimpft werden darf, ob das normal abgerechnet wird, oder auf dem Wege der Kostenerstattung. Es gäbe einen einfachen Weg, den üblichen nämlich: die ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung, und es werden klare und für alle Kassen geltende Bedingungen festgelegt. Das ist bei allen anderen Impfungen so. Hoffentlich wird im Laufe dieses Jahres das noch kommen.
Das Unwesen des deutschen Krankenkassenwesens muß irgendwann beseitigt werden. Seitdem die Heldenregierung die Krankenkassen als die Guten im Gesundheitswesen  ausgemacht hat, gibt es nur Ärger und Chaos, weil sich jeder Bürokrat und Funktionär wichtig machen muß. Man beachte im Fernsehen die äußerst wichtigen Ausführungen der Spitzen der Krankenkassen zu allen möglichen gesundheitlichen Fragen.
 

Meister 06.04.2007, 09.56| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Das Böse

Für das Böse in der Welt braucht es keinen Teufel.
Alles Böse ist nichts weiter als menschliche Fehlfunktion.
Je mehr die Menschen zu Menschen werden, um so weniger Böses wird es geben.
 

Meister 05.04.2007, 21.57| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Verweile doch !

Die Zeit langsamer laufen lassen -es geht. In der Jugend läuft die Zeit immer viel langsamer, als wenn man älter wird. Was waren die Sommerferien früher für eine herrliche Ewigkeit. Die Zeit läuft langsamer, wenn das Leben voller Wunder ist, sie läuft schneller ,wenn es eine unendliche, öde Routine ist.
Man kann etwas tun, ein Werkzeug dafür ist in einem bekannten Stück offen ausgesprochen, wenn es anders verstanden wurde, kann man es auch so verstehen. Wenn Faust sich wünscht und zum Schluß auch erlebt, daß er zum Augenblick sagt, "verweile doch, Du bist so schön", dann ist genau das der Schlüssel.
Man möge es versuchen, es werden nicht gleich die Zeiger der Uhr herab fallen, aber die Zeit wird langsamer laufen. Man nehme sich jeden Tag einen Augenblick, oder vielleicht auch mehrere und bitte sie zu verweilen, weil sie schön sind. Wundersam lang werden sie sein und die Schönheit, die man empfunden hat ,wird den Tag beleuchten
 

Meister 04.04.2007, 19.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Mageres Ergebnis

An diesem Wochenende keine meßbaren Fortschritte, aber  gedanklich geht es immer voran.
Gleichzeitig wieder darüber nachgedacht, ob ich es schlicht im Internet veröffentlichen sollte und zwar Stück für Stück.  Kostet nichts, aber bringt auch nichts. Jedoch: ist das nicht eine falsche Autorenpolitik?
 

Meister 03.04.2007, 22.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Heute vor 250 bis 183 Millionen Jahren

In Bild der Wissenschaft  4/2007 sind tolle Bilder und vor allem Karten aus Deutschlands Urzeit abgebildet, die ich zeigen würde, wenn ich dafür die Rechte hätte, so aber der Verweis darauf. Nach der größten Katastrophe der Erdgeschichte vor 251 Millionen Jahren liegt der Erdpunkt, der später Deutschland werden wird,  auf dem Riesenkontinent Pangäa bei ca. 11Uhr in einem großen "C" innen am Rande des Thethys Meeres. In den folgenden 80 Millionern Jahren wird dieses Land mal vom Meer überflutet, mal eine sumpfige Niederung, dann aber wieder zu einem flachen Meer mit tropischen Klima, während Skandinavien  in der ganzen Zeit ein Gebirge bleibt. Wirklich toller Artikel, der mir auch endlich die Frage beantwortet hat, warum es in Norddeutschland nach der letzten Eiszeit flach war und Norwegen aber so gebirgig blieb, obwohl da noch mehr Eis drauf lag: ganz einfach deshalb, weil Norwegen ein Gebrige war, das vom Eis runter gedrückt wurde und Norddeutschland ein weicheres flacheres Becken, desssen Unebenheiten vom  Eis weggeschoben wurden. Als das Eis taute, hat es in Norwegen die Fjordriefen reingefräst, während das Land sich um  100 Meter aus dem Wasser hob, während bei uns die Moränen und Seen in der flachen Landschaft des Urstromtals zurückblieben.

 

Meister 03.04.2007, 22.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Patientenverfügung

Das interessante an der Diskusion über die Patientenverfügung ist, daß viele Leute mehr Angst davor zu haben scheinen, daß ein Arzt sie zu lange überleben läßt, als daß ihre Krankenkasse sie vorzeitig sterben läßt.
Es handelt sich offenbar mal wieder um ein medienvermitteltes Phänomen, befürchte ich.
Es sind ja nicht die chronisch Kranken, die die Befürchtung haben, man werde sie zu lange am Leben halten,  sondern die immer gesund Gewesenen, die jetzt alt werden und Angst davor haben, einem Medizinbetrieb in die Hände zu fallen, den sie nur medienvermittelt kennen.
Und in diesem Medienmedizinbetrieb werden die Menschen eben auf Intensivstationen gequält, während in Wirklichkeit das Problem ist, daß Intensivbetten knapp und teuer sind und man eher Angst haben muß, daß keines frei ist, wenn man selbst gerettet werden muß.
Diese immer gesund Gewesenen kommen nicht auf die Idee, daß die Medizin sie auch retten könnte, für sie beginnt das Koma gleich hinter der ersten  Blutdrucktablette,
Besonders pikant wird die Sache dadurch, daß dies gleichzeitig  von den Rationierungstendenzen ablenkt. Wenn Intensivstattionen sowieso nur dazu da sind, um Menschen zu quälen.........
 

Meister 03.04.2007, 09.42| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Früher Morgen in Trinity Beach

Die Papageien in den Palmen erwachen vor dem ersten Lichtschein. Sie wecken uns, damit wir das spektakuläre Schauspiel der Natur nicht versäumen.
Die Sonne  geht postkartenartig über dem Korallenmeer auf, das tropische Farbenspiel verändert sich schnell. Vom ersten schmalen Lichstreif bis zum Erscheinen des feuerroten Balls vergeht nur eine halbe Stunde. Ist sie erst aufgegangen, wird sie auch bald sehr heiß fühlbar. Am Besten wir gehen gleich mal runter zum Strand für ein Morgenbad. Wunderbar ist das Wasser, auch dies wird ein schöner Ferientag, möge die Zeit weiter langsam laufen ! Jetzt holen wir uns erstmal die Zeitung, >Cairns Post<,die wir uns mit einem tollen Kaffee auf dem Balkon vornehmen. Aber inzwischen wird es schon so heiß, daß wir unsin den Schatten  zurückziehen müssen. Jetzt wird der Tag geplant: heute werden wir den Morgen am Strand verbringen, suchen uns einen schattigen Platz unter großen dickblättrigen Bäumen, lesen, schaun aufs Meer und schwimmen hin und wieder. Schade, daß man in seinen Tagträumen das Wasser so wenig fühlen kann!
 

Meister 01.04.2007, 09.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Frühling

Frühling ist die herrliche Brutstätte der Romantik. Tulpen und Osterglocken  ein romantisches Farbenmeeer, die blühenden Bäume das romantische Frühlingswunder.
 

Meister 31.03.2007, 08.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Nochmal Verjüngung

 Karin hat in ihrem Kommentar  völlig  richtig ausgeführt, daß jünger werden künstlich wäre. Aber was heißt das heute schon, es ist so vieles künstlich, eigentlich besteht unsere ganze "moderne" Welt nur in Künstlichkeiten. Wenn es möglich würde, jünger zu werden, würde man das bald als normal ansehen, wie so vieles, was vor 100 Jahren undenkbar war.
Und ob man dann mitmachen würde? Die Frage sollte man nicht zu schnell beantworten, wenn alle anderen mitmachen, warum sollte ich oder wer auch immer das Pflegeheim vorziehen?
Jünger werden würde nicht bedeuten, ewig zu leben, denn unsterblich kann der Mensch nicht werden,  aber seine Sterblichkeit ist zeitlich relativ.
Die Konsequenzen wären unübersehbar, darum geht es mir vor allem, denn die Überbevölkerung ist schon heute die eigentliche Sprengkraft dieser Welt. 
Aber gerade deswegen beschäftige ich mich mir dieser Frage.
Ich habe natürlich keinen Plan, wie man das macht mit dem Verjüngen, aber ich bin der Überzeugung, daß es irgendwo in uns dieses Programm gibt, wie das Alterungsprogramm auch. Aber  was sind die Konsequenzen! 
Ich denke, daß die Weltbevölkerung sich stark verringern muß, und zwar auf dem schnellsten und humansten Wege. Die Vorstellung des Immer-länger-lebens, eventuell sogar Immer-jünger-lebens, scheint dem diametral entgegen zu stehen. Aber vielleicht ist das nur scheinbar so, vielleicht hilft gerade die Auseinandersetzung mit dieser Frage, eine Antwort zu geben, wie wir in Zukunft leben können und wollen.
 

Meister 30.03.2007, 22.16| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Salat und Tomaten

Heute nach der Arebit habe ich 2 Stunden damit verbracht,  die Tomaten- und Salatpflanzen  zu pikieren.  Früher habe ich mir weniger Mühe gegeben damit, habe zu lange damit gewartet und  keine besondere  Erde dafür genommen. Aber man lernt ja dazu. Heute nehme ich besonders gute Erde, und ich gebe mir große Mühe  die kleinen Würzelchen nicht zu verletzen, denn je weniger Wurzeln dran sind, um so langsamer und schlechter wird die Pflanze wachsen.  Die  Aussaat selbst ist immer noch stark verbesserungswürdig, immer noch zu eng und ungleichmäßig. Das wird als Nächstes verbessert. In diesem Jahr will ich vor allem mit  dem Salat so gut dastehen, daß ich regelmäßig welchen habe. Ich kann mehr Salat verzehren, als 100 Schnecken,und das will etwas heissen, hungrig wie die Biester sind. Bei den Tomaten geht es wieder um das Lieblingsthema Braunfäule. Im letzten Jahr ging es, aber wer weiß, wie naß der Sommer dieses Jahr wird.  Soll ich Hauben nehmen oder eine andere Abdeckung, oder lasse ich es wie immer drauf ankommen?
Es ist ja eigentlich schön, daß der Winter für den Garten in unseren Breiten wie eine große Reset-Taste wirkt, man kann immer wieder von vorne anfangen,  es neu machen und besser. Er sollte bloß nicht zu lang sein. In diesem Jahr konnten wir uns nicht beklagen, wir konnten fast den ganzen Winter draußen arbeiten, deshalb sind wir auch schon ziemlich gut voran geschritten, haben viel Zeit mit Baumschnitt und Kompostumsetzung verbracht, leider bin ich mit meinem Projekt der besseren Isolierung des Gewächshauses noch nicht weiter gekommen. Aber es bleibt ja zwangsläufig immer etwas liegen. Besonders bei mir, weil ich immer 10x mehr vornehme, als ich schaffen kann. Macht aber nichts, alles,was wichtig ist, wird schon irgendwie gemacht, und die ganzen Hintergrundprojekte lassen einen immer angeregt nachdenken.
 

Meister 30.03.2007, 21.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Jünger werden?

Können Menschen jünger  werden? Sicher ist, daß es der natürliche Verlauf ist, daß Menschen, wie alle anderen vergleichbaren Lebewesen auch, altern und dann schließlich sterben . Das Altern und Sterben hinauszuzögern gelingt ja durchaus, nur macht es natürlich keinen Spaß immer älter zu werden, wenn man davon immer längere Zeit alt und hinfällig ist.
Theoretisch ist es durchaus möglich, daß Menschen wieder jünger werden, es liegt jedenfalls nicht außerhalb der Bedingungen unserer Existenz wie zum Bespiel eine Zeitreise.
Das Altern ist ein Programm, das abgespult wird, es könnte auch umkehrbar sein, es ist auch keinswegs so, daß kein anderes Programm vorhanden ist. In der Jugend läuft dieses andere Programm, es heißt Aufbau und Wachsen. Es ist durchaus denkbar, daß man diese Programme so gut verstehen lernt, daß der Alterungsprozeß rückwärts laufen könnte, man also vom Alter genauso wieder aufbaut, wie man in der Kindheit aufbaut. Ob das machbar ist ist die eine Frage, ob es wünschenwert ist, eine ganz andere. Individuell ist es sicher wünschenswert, ich sehe auch keine grundsätzlichen moralischen Verbote in dieser Frage. Aber die Konsequenzen für eine schon überfüllte Welt könnten ungeheuer sein.

 

Meister 28.03.2007, 22.18| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Wochenendfortschritt

Schön geschrieben am Wochenende, die Geschichte entfaltet sich vor meinen Augen, macht richtig Spaß, so müßte ich jeden Tag voran kommen.
Eigentlich soll das hier ja der Montagsbericht sein, aber den Termin, hab ich mal wieder nicht gehalten.
 

Meister 27.03.2007, 22.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Unerwartetes Erlebnis

Wir hatten  gestern 16:00 Theaterkarten für die Lindenoper. Als ich diese vor einiger Zeit gekauft  hatte, wußte ich natürlich nicht, daß es sich um einen so problematischen Tag handeln würde. Aber in der vergangenen Woche wurde täglich klarer, daß es nicht so einfach sein werde, dorthin zu gelangen, weil sich Angie mit den anderen europäischen Häuptlingen im Zeughaus versammeln würde. Dummerweise liegt dieses Zeughaus genau gegenüber der Oper. Und es wurden auch schon alle möglichen Absperrungen bekannt gegeben und die lapidaren Vorschläge die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen kennt man ja  schon zur Genüge. Aber darauf sind wir früher mal reingefallen, den Gefallen tun wir ihnen nicht mehr, denn im Zweifelsfall ist gerade dieser U-Bahnhof dann abgesperrt und genau diese Buslinie wird weiträumig umgeleitet. Deshalb ist es doch besser , mit dem Auto in die Gegend zu fahren, natürlich die Route der Gegendemonstration meidend und einen etwas abgelegenen Parkplatz zu finden. Dann brauchen wir nur noch genügend Vorlaufzeit und ein paar Laufschuhe, denn ein längerer Spaziergang vom Parkplatz  zum Ziel wird noch dazu spendiert. Zum Glück klappte gestern alles prima, die Absperrungen waren zwar gewaltig, aber als Fußgänger kam man überall hin, die Anzahl der Polizisten war ungeheuer ( da werden wieder Millionen von Überstunden auflaufen), aber alle waren freundlich und zum Glück ließ sich auch kein einziger Terrorist sehen.
Wir waren so rechtzeitig da (ohne Zeitpuffer geht es nicht), daß wir im Operncafé noch eine Kleinigkeit essen und trinken konnten, man konnte sogar draußen sitzen, Europagipfelwetter sozusagen, ohne dem ollen Kaiser, der den Ausdruck gepachtet hatte, zu nahe treten zu wollen.  Legionen von Touristen, Kolonnen schwarzer Limosinen, richtig was los da. Wenn wir nicht sowieso dorthin gemußt hätten, wäre ich natürlich nicht auf die Idee gekommen, mich in den Rummel zu begeben, aber andererseits ist es auch mal interessant, was in der Stadt so los ist.
Es ist dann aber auch schön, ihr wieder den Rücken zu kehren und nach Hause zu fahren.
 

Meister 26.03.2007, 13.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Freiheit für die Schulen!

Da schreibt gestern einer  im Tagesspiegel einen Leserbrief und fragt, warum den seine Kinder bis 16 Uhr in der Ganztagsschule eingesperrt sein müssen, wenn irgendwo anders ein Problemjugendlicher ein Handy klaut?  Ich finde, der Schreiber hat Recht: es ist überhaupt nicht einzusehen, warum unsere leitenden Schulideologen die ganze Welt nach ihren Wahnbildern formen sollen.
Sollen sie doch ihre Einheitsschulen, Förderkonzentrationsspezialschulen , Frühundnochfrüherschulen oder Ichweißesnochbesserschulen einrichten wo sie wollen, aber sie sollen es mit den Kindern tun, die sie dafür anheuern können und nicht alle Kinder schanghaien.
Was unser Schulsystem braucht, ist mehr Freiheit. Das heißt einen festen Rahmen von Anforderungen und bundeseinheitlichen Prüfungen auf der einen Seite und völlige Freiheit für die Schulen diesen Rahmen auszufüllen, auf der anderen Seite.
Die Schulen unterliegen natürlich einer Rechtsaufsicht, aber keiner Fachaufsicht. Einer der wichtigsten Berfufe der Welt, der Beruf des Lehrers, bekommt mehr Macht und Anerkennung, weil die Lehrer natürlich in den autonomeren Schulen bestimmen, wie die Konzepte realisiert werden, sogar wann und wie lange sie Ferien haben. Die Schulen bekommen eine Finanzausstattung, die sie selbst frei verwalten können, natürlich muß die zumindest teilwesie von der Anzahl und vom Prüfungserfolg ihrer Schüler abhängig sein.
Die Eltern können auswählen, auf welche Schulen ihre Kinder gehen sollen, aber die Schulen können auswählen, wen sie nehmen, wen sie behalten und  wer die Schule verlassen muß. Die Tage des Lehrerangstschweisses wären zu Ende.
Ok, irgendwo muß es auch noch "Restschulen" geben, für diejenigen, die keine andere Schule mehr nehmen will. Dort können unsere Schulideologen dann zeigen, was sie mit ihren großartigen Ideen praktisch  erreichen.
Natürlich ist das für Deutschland völlig utopisch, aber nicht in dem Sinne, daß es nicht machbar wäre.
 

Meister 26.03.2007, 12.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Tablelands

Heute geht es in die Atherton Tablelands. Eine tolle Gegend, fruchtbar durch die Bewässerung durch den großen Stausee, denn es gibt natürlich eine lange Trockenzeit zu überstehen. Angebaut wird fast alles an tropischen Früchten, Mangos,  Ananas, Bananen, Passionsfrüchte, aber auch Kaffee und Tee und Zuckerohr. Soweit die Bewässerung reicht gehen die Farmen, dahinter beginnt dann erst der Busch. Die Orte sind schön und aufgeräumt, man könnte auch sagen ein bißchen langweilig, aber die Menschen haben eben zu tun, man lebt auch in Australien von der Landwirtschaft nur mit viel Mühe.
Weiterhin gibt es in den Tablelands eine ganze Rotte von tollen Wasserfällen, die man der Reihe nach besuchen kann, manche sind sehr eindrucksvoll, andere weniger. Es gibt eine Reihe von Seen , in denen man schön baden kann, am bekannstesten ist Lake Echam,keine Krokodile, keine Quallen. Insgesamt ist es eine sehr interessante Gegend die wieder ein ganz anderes Australien zeigt, ein Stückchen weiter kann man dann im PAlmerston Nationalpark wieder den totalen Dschungel haben.  Für Backpaker gibt es in den Tablelands gute Arbeitsmöglichkeiten als Erntehelfer, dabei lernt man nicht nur Land und Leute kennen, sondern hat auch einen Einblick, wie körperliche Arbeit unter tropischen Bedingungen so aussieht.
 

Meister 25.03.2007, 12.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Recht und fremde Rechte

Jetzt muß ich doch mal meinen Senf zu der Affäre um die Richterin, die angeblich Verständnis für das islamische Züchtigungsrecht gegenüber Frauen äußerte, geben.
Zunächst mal möchte ich die Richterin persönlich ein bißchen in Schutz nehmen, in dem ich frage, was denn wirklich in welchem Zusammenhang gesagt wurde? Hat sie vielleicht die Klägerin nur gefragt, ob sie denn,als sie heiratete  nicht  damit habe rechnen müssen, daß ihr Ehemann  ein Züchtigungsrecht in Anspruch nehmen werde. Diese Frage ist nicht unerheblich, denn wenn sie verneint wird, was ich mal annehmen würde, dann ist klar, daß die Klägerin von Beginn an , nicht mit irgendwelchen derartigen Übergriffen  rechnete oder gar einverstanden war. Es könnte ja sein, daß diese Frage der Richterin dann ein bißchen verdreht und aufgebauscht wurde?
Aber zu der Affäre selbst, wenn sie denn wirklich so war muß man vor allem sagen, daß es gar nicht um die Frage des Verständnisses für den Islam oder derartiger Gewaltpraktiken geht, sondern um die Frage der Gültigkeit des Rechtssystems.
In diesem Land gilt unsere demokratische Rechtsordnung und keine andere. Es kommt nicht darauf an , was irgend jemand in der Welt für Rechtsnormen hat, hierzulande gelten nur unsere Rechtsnormen. Der Kannibale von Rotenburg hätte sein Verhalten ja auch nicht damit rechtfertigen können, daß er aus einer alten Kannibalensippe stamme.
Wir beanspruchen nicht, daß dieses Rechtssystem überall in der Welt gilt, wie das teilweise die USA tun, aber innerhalb unserer Landesgrenzen auf jeden Fall.
Am schlimmsten ist es natürlich, wenn es so wahr wäre, wenn die Richterin jemandem, der den Schutz unseres Rechts anruft, wie es diese Frau getan hat,  diesen Schutz verweigert, den zu gewähren ihre wichtigste Aufgabe ist, mit der Begründung andere Leute hätten eben andere Rechtsnormen.  Nehmen wir mal an, es sei irgendwo in der Welt wirklich erlaubt seine Frau  zu schlagen, dann könnte das zwar der Täter als Ausrede anführen, aber das macht es keinen Deut duldbarer hier und erträglicher anderswo.
Aber geschieht es anderswo ist das  eine ethische Frage,  wird die Tat hier ausgeübt,  ist es eine Rechtsfrage.
 

Meister 24.03.2007, 12.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Verbrauch/CO2-Relation

Ein nützlichlicher Umrechnungsfaktor: Ständig liest man jetzt von CO2 -Ausstoß der Autos, der aber nicht in RElation zum Verbrauch gesetzt wird. Das ist aber gerade nürtzlich ,weil man dann leicht selbst ausrechnen kann, wieviel man verheizt. Jetzt habe ich den Umrechnungsfaktor in der Zeitung gefunden: für Benzin 23,7 und für Diesel 26,5. Das heißt mein Lupo 3L verbraucht 3,0l auf 100km, das macht einen Co2-Ausstoß von 3,0x26,5=79,5 gCO2 auf 100km.
Fahre ich einen Benziner und verbrauche 10l auf 100km , dann habe ich einen ausstoß von 10x23,7=237gCO2/100km.
Vielleicht noch die leicht triviale Bemerkung zum Schluß, daß es natürlich beim CO2 ganausowenig wie beim Verbrauch darauf ankommt was auf dem Etikett steht, sondern wieivel ich wirklich verbrenne. Das Stichwort heißt : Reale Verbrennungsmenge > reale CO2 Menge
 

Meister 24.03.2007, 10.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Spät kommt Ihr....

aber noch ist der Tag nicht ganz vorbei. Nach dem abendlichen Ausklingen des letzten Wochenarbeitstages sammeln sich da doch noch ein paar Kräfte, und es ist schön noch ein bißchen zu schreiben . Ich komme wie immer gern in eine Vorstellungswelt hinein ,die sich wie von alleine entfaltet, die BIlder stehen vor meinen Augen und die weitere Geschichte entfaltet sich vor mir, wie die Landschaft des Flusses sich an jeder Biegung neu enthüllt und die Ufer an mir vorüber ziehen, wie ich still mit der Strömung mich treiben lasse. Die Nacht umhüllt mich, aber sie ist hell, und das Strömen wird nicht enden, es wird immer weiter gehen bis zu einem fernen Ziel, das ich noch nicht erkenne, das aber wunderbar ist.
 

Meister 23.03.2007, 23.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heute vor 1Jahr :Larry Cat.5

Queensland: Tag 1nach Cyclon Larry. Bei uns nördlich von Carins ist nicht viel passiert, Larry ist ca 50km südlich von Cairns bei Innisfail an Land gegangen und ist, weil die Geographie dafür günstig war, gleich in die Tablelands weiter gerast, hat dort viele Plantagen platt gemacht. Hauptproblem ist, daß es 2 Tage dauerte, bis die Stormversorgung wieder hergestellt war. Außerdem mußte natürlich überall sauber gemacht und aufgeräumt werden, Äste und Blätter und alles lockere Zeug war hübsch durch die Gegend geflogen. Ansonsten alles ruhig, natürlich durch die Elektrizitätsausfälle  noch etwas ausnahmeartig, für alle die nicht aufräumen müssen ein freier Tag. Es sind natürlich noch Straßen gesperrt und die Schulen geschlossen. Aber doch interessant, wie schnell sich alles wieder normalisiert. Nur daß selbst große Supermärkte kein Notstromaggregat haben und deshalb den Inhalt aller Kühltruhen wegschmeissen müssen, ist schon verwunderlich, deshalb wird viel gegrillt in diesen Tagen. Die Eingeweihten haben sich natürlich vor dem Sturm schon im bottle shop versorgt, denn die sind auch geschlossen. Wenn also Cyclone Partytime bedeutet, dann muß man rechtzeitig vorbereitet sein.
 

Meister 21.03.2007, 21.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Früheinschulung

Jetzt ist sie wieder da, die schreckliche Zeit der Schuluntersuchungen. Völlig normale Kinder werden von Amtspersonen, die sie einmal gesehen haben, doppelt verurteilt: zum Einen sie müssen in die Schule, weil sie vor dem Stichtag geboren sind. Zum Zweiten: sie sind nicht normal und sollen Therapie machen.
Damit beginnt natürlich großer Ärger, denn nicht schulreife Kinder werden es natürlich auch durch Therapie nicht, und Therapie bedeutet für die Kinder oft eine Störung ihres Selbstbewußtseins und Selbstwertgefühls.
Schlimm finde ich, daß diese Amtspersonen, deren Profession ich aus Scham verschweige, ganz genau wissen, daß diese Kinder noch nicht in die Schule kommen sollten. Aber sie haben eben ihren amtlichen Auftrag durchzuziehen, Rückzug ist vom Hauptquartier verboten (Verkürzte Version, um nicht wieder diese unsäglichen Vergleiche zu bemühen).
Nun haben die Autoritäten beschlossen, daß es nötig ist, um Deutschland zu retten, die Kinder früher in die Schule zu schicken, coute que coute. Sie haben festgestellt, daß die Kinder in diesem Alter sehr intensiv lernen und deshalb: rein in die Schule. Die Vorschule haben sie vorher schon planvoll ruiniert, damit man sie ja nicht als Alternative sehen kann.
Daß die Art und Weise, wie die Kinder im Vorschulalter lernen, das Spiel ist, haben sie glatt übersehen.
Aber sie werden doch mit allen Mittel gefördert - ist die nächstbeste Ausrede, die nur den Nachteil hat, daß sie absolut nicht wahr ist - Förderung und Rücksichtnahme. Fehlanzeige. Statt dessen wird dann gleich wieder medikalisiert: das Kind ist zu langsam, zu unkonzentriert, motorisch gestört oder verhaltensauffällig. Irgendwann werden sie dafür haftbar gemacht werden, daß sie tausenden von Kindern das Lernen vermiest haben.
Natürlich gibt es eine ganzer Menge von Kindern, die früher eingeschult werden können, sogar nach dem Stichtag geborene, aber es sind eben nicht alle. Ich kann nicht verstehen, warum es gerade in einer solch sensiblen Frage nicht nach individueller Situation sondern nach Schema F geht. Gerade in der Schule müßte man doch dem einzelnen Schüler gerecht werden. Leider tut man das absolut nicht. Warum bloß nicht, es handelt sich doch angeblich um Pädagogen und ähnliche Kinderspezialisten, die an den Schalthebeln sitzen ?
 

Meister 21.03.2007, 20.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Fortschritt am Wochenende

Es war zwar kein großartiger Fortschritt, aber ich habe am zweiten Abschnitt des Buches (2087) weiter geschrieben, nachdem ich ein paar Monate jetzt nur hauptsächlich am ersten und am vierten Teil gearbeitet hatte. Die einzelnen Teile befruchten sich gegenseitig. Mal geht es an einer Stelle nicht mehr voran, dann mache ich besser woanders weiter, meist fällt mir bald auf, wo der Punkt ist, an dem der andereTeil gehakt hat.
Ich müßte auch mal einen Termin setzen, wann denn die erste Version insgesamt fertig ist, oder sollen die Teile nacheinander fertig gestellt und veröffentlicht werden? Darüber besteht noch keine Klarheit, aber es gibt sowieso noch eine ganze Reihe offener Fragen.
Ich hoffe, daß ich nächste Woche wieder über Fortschritte berichten kann.

 

Meister 19.03.2007, 22.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Nägelknabbern

Fast jedesmal ,wenn ich damit konfroniert werde, daß Kinder nägelknabbern, stelle ich fest, daß die Fingernägel und Hände schlecht gepflegt sind, insbesonderescheint es typisch für die Knabberer zu sein, daß die Nagelhaut nicht zurückgestossen wird und die Kinder  dann oft schlimme Nietnägel haben. Das tut weh und diese Reize  führen natürlich leicht dazu, daß man ständig an den Fingern rumfummelt und sie in den Mund nimmt. Wenn man sich das erstmal angewöhnt hat, ist es schwer wegzukriegen. Dabei ist es doch ganz einfach die Nagelbetten zu pflegen, die Nagelhaut zurück zu stossen. Regelmäßig die Nägel zu feilen oder jedenfalls kurz zu halten, ist auch nicht zu viel verlangt .
Dann wird vielleicht auch irgendwann der Aberglaube aussterben, daß Nägelknabbern eine Psychomacke ist.
 

Meister 19.03.2007, 20.01| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Nicht ablenken lassen!

Das Erste, was ich gemacht habe, war, mein zukunftsromantisches Projekt zu entwickeln, das bedeutete vor allem das Buch über mein Leben in 150 Jahren und die Geschichte dahin. Dann habe ich im vergangenen Sommer angefangen eine zukunftsromantische Homepage aufzubauen, und dann bin ich durch die Jokers Glücksfee in die Designblogsache reingerutscht. Alles macht mir Spaß! Aber ich habe auch noch eine kleine Nebenbeschäftigung, mit der ich mein Geld verdienen muß, und ich darf mich auch nicht vom eigentlichen Projekt Zukunftsromantik ablenken lassen. Deshalb gibt es ab jetzt neben  dem Australiensonntagsblog als zweite Kolumne montags "Buchfortschritt und Probleme" und wenn da nichts drin steht, wißt Ihr, daß ich mal wieder nicht zum Eigentlichen gekommen bin.
 

Meister 19.03.2007, 18.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Die Lage im März

Ich hatte ja schon einmal darauf verwiesen, daß die Fortschritte und Probleme des Buchprojekts im Wesentlichen bei romantic-futur.de dargestellt werden, aber ein bißchen muß ich hier auch dazu schreiben, da es ja einer meiner wesentlichen Arbeitsbereiche ist.
Tatsache ist, ich schreibe zu selten und zu wenig, ich könnte schon viel weiter sein, das ist sicher eine triviale Erkenntnis, man könnte immer weiter sein. Erfreulicherweise gefallen mit die Abschnitte, die ich vor einiger Zeit geschrieben habe immer noch ganz gut.
Aber es ist so ein weites Feld, daß ich manchmal nicht weiß, wo ich den Arbeitsschwerpunkt hinsetzen soll. Jetzt hat er sich vom ersten Teil 2059 wieder auf den zweiten 2087 verschoben.
Ich bin mir auch immer noch unsicher, ob ich schon im Netz etwas veröffentlichen soll. Im Moment habe ich das auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, aber ich schaue mich schon mal im Manuskript um, welcher Teil geeignet wäre.
 

Meister 18.03.2007, 21.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

Afrikanisches Sprichwort

Heute im Tagesspiegel gefunden:
"Willst du schnell gehen, dann geh allein. Willst Du weit gehen, dann geh gemeinsam mit anderen.
 

Meister 18.03.2007, 20.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Gemütliche tätige Unproduktivität

Die Wochenenden verlaufen im Moment sehr ähnlich: ich pflege eine tätige Unproduktivität, bei der ich mich aber sher wohl fühle, es ist schön und gemütlich zu Hause. Ich mache mal dies und mal jenes, lese mal was, schreibe mal was, mache was im Haus oder Garten und wenn ich mich abends frage, was ich eigentlich gemacht habe, dann habe ich das Gefühl, es ist nicht viel dabei raus gekommen und wieder ist vieles liegen geblieben.
Aber vielleicht muß das jetzt auch sein, denn die Arbeit ist doch nach wie vor sehr streßig und wenn sie für die Woche vorbei ist, fühle ich mich doch reichlich kaputt, brauche das Wochenende zur Erholung.
Es scheint dementsprechend am Besten, wenn ich diese gemütliche tätige Unproduktivität einfach akzeptiere und geniesse, dieZeit weiter langsam laufen lasse, alles was wichtig ist, wird schon irgendwann voll rechtzeitig gemacht werden.
 

Meister 18.03.2007, 15.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Reef-Tour

Am heutigen Sonntag machen wir mal eine Reef-Tour, am Besten von Cairns aus und mit unserer Lieblingsfirma Reefmagic. Die besten Touren sind die, auf denen nicht zu viel Bohai gemacht wird, sondern man viel Zeit zum Schnorcheln hat. Reefmagic hat seit einigen Jahren einen eigenen Ponton am Flynn Reef, das heißt wir fahren mit dem Catamaran etwa 90 Minuten von der Marina in Cairns bis zum Outer Reef und legen dort an dem Ponton an. Dieser ist schön geräumig, so daß alle genügend Platz haben, sich mit ihrem Tauch- oder Schnorchelzeug in Ruhe etwas ausbreiten können Meistens hat man, wenn man aus Europa kommt, nicht mehr als die Badeanzüge dabei, ein Wetshirt kann aber auch nicht schaden, die Sonne ist tückisch und auch wenn es da draußen keine Quallen geben soll....
Eine eigene Taucherbrille und Schnorchel ist nicht schlecht, kann aber genauso ausgeliehen werden wie die Flossen.
Von dem Ponton aus kann man viel bequemer ins Wasser als früher vom Boot aus ,einfach weil die Einstiegszone größer ist und man über eine breite Treppe hinkommt.
Man setzt sich erstmal in aller Ruhe auf eine Bank im Wasser, zieht die Flossen an und die Brille. Wenn man das richtig macht, hat man weniger Probleme danach. Nicht vergesen vorher auch alle sonnenexponierten Stellen, Schenkel hinten, Nacken und Hinterkopf, am Besten den ganzen Kopf dort wo die Haare nicht wirklich superdicht sind, mit wasserfestem Sonnenschutz eincremen, man wird es sonst bedauern, denn wir werden eine ganze Weile im Wasser sein und darüber die Zeit vergessen. Jetzt schwimmen wir los und orientieren uns erst einmal, die Zone, die wir erkunden können ist riesengroß, es wird nicht langweilig werden. Das Korallenpanorama ist toller als wir es uns je vorgestellt haben und die Fischarten zu zählen wäre schon kaum möglich. Man kann sich nicht satt sehen daran und es ist ganz anders, als wenn man es auf einem BIldschirm sieht. Man schwimmt durch die Korallengärten und vergißt alles andere. Hin und wieder lassen sich auch besondere Tiere blicken, eine Schildkröte, ein Reefshark oder eine Moräne bespielsweise, daß man von einer Napoleonwrasse "belästigt" wird ist nicht ungewöhnlich.
Zwischendurch gibt es aber ein Buffett und eine Pause tut dann auch gut, auch wenn man eigentlich nur widerwillig raus kommt. Nicht zu viel essen, denn wir wollen ja weiter schnorcheln, noch eine Nachmittagsrunde, es wird einem nicht zu viel, auch wenn man hinterher feststellt, daß man 3 Stunden im Wasser war.
Man kann auch tauchen, aber ich finde es hier unnötig, weil die Attraktionen nur 1-3 Meter unter der Wasseroberfläche liegen.
Wenn das Schiff dann zurück fährt, war man volle 4 Stunden am Outer Reef, das ist schon eine gute Zeit. Man würde zwar gern noch länger bleiben, aber auf dem Rückweg merkt man erst, wie müde man doch ist. Die Wahrscheinlichkeit nachts von Korallen und bunten Fischen zu träumen ist hoch.
 

Meister 18.03.2007, 12.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Zeitläufe des Lebens:

Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.
Lassen wir es ruhig langsam laufen.
Bis zum glücklichen Ende.
 

Meister 17.03.2007, 21.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Dezentralisation

Ein Stichwort noch aus Norwegen: Dezentralisation wird dort sehr wichtig genommen, kein Wunder bei einem ziemlich großen schwer zugänglichen Land mit eine relativ kleinen Bevölkerung.
Das scheint mir aber von weitreichender Bedeutung für Deutschland, Europa, die Welt insbesondere die romantische Welt.
Denn die Tendenzen die Entscheidungsgewalt von den unteren Ebenen wegzunehmen und oben ein Befehlszentrum einzurichten sind immer unübersehbarer, werden sogar als prima Errungenschaft gefeiert, besonders sichtbar in Europa. Irgendwelche europäischen Richtlinien werden gar nicht mehr diskutiert sondern schlicht umgesetzt. Werden sie nicht umgesetzt, dann gibt es Prügel aus Brüssel oder Straßburg. Diese Europa kann uns gestohlen bleiben, es hat keine Zukunft, es hat keinen Wert, es wird keinen Bestand haben. Zum Glück gibt es in Skandinavien und vor allem in Großbritannien starke Abneigung gegen das Bürokrateneuropa und auch die Ablehnung der europäischen Verfassung zeigte deutlich, daß die Bevölkerung dieses Europa nicht will. Bezeichnender Weise wird in Deutschland natürlich nicht einmal ein Referedum über derartige Fragen durchgeführt.
Für Europa gilt das Gleiche wie für die ganze Welt: nur wenn die Menschen über ihre eigenen Angelegenheiten selbst entscheiden können hat ein Gemeinwesen Sinn, Wert und Zukunft. Deshalb ist Dezentralisation eine der zentralen Forderungen für die Zukunft.


 

Meister 17.03.2007, 20.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Medien und Interneteinfluß auf die Medizin

Zum T'eil ist es ja erschreckend, wie wir heutzutage von den Medien aber auch teilweise vom Internet gesteuert werden. Zum Beispiel ist uns letzte JAhr die GRippewelle erspart geblieben weil die Menschen die Praxen stürmten, um sich gegen Grippe impfen zu lassen, der Impfstoff war total knapp, es gab ziemlich Unzufriedenheit darüber. Dieses Jahr war Impfstoff in Massen verfügbar, aber keiner ließ sich impfen, weil die Medien andere Säue durchs Dorf trieben. Ergebnis: wir hatten gerade eine Grippewelle, die sich gewaschen hatte.
Anderes Beispiel: die "Zeckenimpfung", die bestvermarktete Impfung überhaupt. Ständig werden die Leute damit verunsichert, daß irgendwelche Landkarten auftauchen, wo angeblich jetzt schon Gefahr besteht, dabei hat sich in Wirklichkeit kaum etwas verändert und man hört von real Erkrankten hierzulande niemals etwas, noch viel weniger kennt man irgendjemanden, der in den letzten 10 Jahren jemanden gesehen hätte, der  daran erkrankt war.Torzutdem wollen alle diese Impfung und wenn man die für Kinder und Jugendliche empfehlenswerte Meningokokkenimpfung erwähnt ,bekommt man von jedem Zweiten die Antwort: "ja gegen die Zecken, nicht wahr!"
Auch wunderschön ist es, wenn die Leute im Internet Behandlungen aussuchen, die irgendwelche Selbstvermarkter eingestellt haben. Die Leute sind dann nicht davon abzubringen, daß es großartig sein muß. Wenn das Ergebnis dann miserabel ist, sind sie natürlich heftig enttäuscht.
Wann wird man endlich lernen, mit den ganzen Desinformationen kritisch umzugehen?
 

Meister 17.03.2007, 09.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Soll man nun im Winter nach Norwegen fahren?

Ich bin noch eine Antwort schuldig auf diese Frage: die Antwort heißt  JA,aber......
Die Hurtigruten um diese Jahreszeit zu fahren ist schon eindrucksvoll, außerdem ein sehr ruhiger Trip. Das  "aber" heißt, es ist im Sommer bestimmt noch schöner, wenn alles grün ist und die Mitternachtssonne den Tag unendlich macht und man mehr unternehmen kann. Andererseits würde man es dann auch nicht aushalten, so lange auf einem vollen Schiff rumzusitzen, denn im Sommer ist  es mehr als voll.
Immerhin haben wir das Polarlicht gesehen und auch eine Ahnung davon bekommen, wie es in den Wintermonaten nördlich des Polarkreises ist. Aber mehr als 5 Tage wäre zu lang gewesen.
 

Meister 13.03.2007, 21.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Flatrate-saufen

Da liegt ein Jugendlicher mit schwerer Alkoholvergiftung im Koma und der Politzirkus entdeckt plötzlich, daß das verboten werden muß. Nur wenige scheinen zu merken, daß das bereits verboten ist: Alkoholausschank an Jugendliche - verboten. Alkoholausschank an Betrunkene- auch verboten.
Aber in Deutschland ist es allemal besser, etwas zweimal zu verbieten, als für den Vollzug der geltenden Gesetze zu sorgen.
In Australien, die sind da auch nicht alle Antialkoholiker, hängen überall Schilder, daß es verboten ist  Alkohol an "intoxicated people" auszuschenken. Und sie halten sich auch deswegen dran, weil ein Inspector vorbei kommen könnte und man dann die Licence los ist.
Hierzulande ist zwar alles doppelt verboten, aber keiner hält sich dran. Muß man unser Land als die erste vollbürokratisierte Anarchie der Welt ansehen?
 

Meister 12.03.2007, 20.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Ein tolles Buch:



Torsten Preuß: Verliebt, verlobt, verheiratet?

Ein Buch über das ich uneingeschränkt begeistert bin, ich habe die 588 Seiten in 4 Tagen gelesen. Ich bin auf eine noch immer ungewöhnliche Weise zu diesem Buch gekommen: ich habe im Tagesspiegel am 4.März über Torsten Preuß, sein ungewöhnliches Leben und sein Buch gelesen und wußte gleich, daß ich es haben muß. Man kann es unter

http://www.toponlineverlag.de

bestellen, habe ich auch gleich gemacht , und am 8. war es bei mir. Das Bindeglied heißt Australien und obwohl ich nicht ausgewandert bin, kann ich ihn doch sehr gut verstehen. Denn Torsten Preuß liebt die Freiheit über alles und ist Romantiker im besten Sinne des Wortes. Und Australien ist heute die Sehnsucht für alle Romantiker, weil es Freiheit und Bewegungsraum bietet. Torstens erstes Buch behandelt aber Australien nur am Rande, weil es seine eigene Geschichte erzählt, sein Leben in der DDR, als Übersiedler und wie es weiter geht. Für mich ist es eines der wenigen authentischen Bücher über das Leben in der DDR, weil die meisten, die darüber schreiben irgendwie doch zu dem System dazu gehört haben, wenn nicht mehr. Torstens Buch ist deshalb wichtig, weil es denjenigen eine Stimme gibt, die die DDR wirklich gehaßt haben und sich darin auch nicht durch das Ende dieses zweitschlimmsten Staates auf deutschen Boden haben beirren lassen. Torsten erzählt seine persönlichen Erfahrungen mit den Staatsorganen direkt und ausführlich und er hat wirklich sehr herzzerreißend gelitten, dadurch daß er nach heftigen Querelen ausreisen durfte, aber Frau und Kind jahrelang als Geiseln des Systems zurückgehalten wurden. Es ist wirklich eine sehr bewegende Story und sie wird sehr gut erzählt. Torsten kann wirklich sehr gut schreiben, ich hoffe er erzählt uns demnächst die Fortsetzung der Geschichte.

Was mir an dem Buch auch gefällt, ist die romantische Liebe, die darin beschrieben wird und wie sie hält trotz der Qualen und Gefahren. Nicht nur das Happyend ist dabei schön, sondern vor allem das Zusammenhalten und die Liebe in Freiheit und Bindung.

Torsten ist für mich ein richtiger Australier und wenn er heute nicht da leben kann, dann ist das sicher auch nur eine Etappe auf seinem Weg über die 5 Kontinente gemäß altem Indianerehrenwort. Eigentlich wäre das Buch auch eine gute Filmvorlage für ein Roadmovie durch alle Kontinente oder für eine romantische Odysee, die natürlich nur auf der größten aller denkbaren Inseln enden kann.

Aber eins muß ich noch zu seinem letzten Satz in dem Tagesspiegelartikel sagen: es mag sein, daß Deutschland ein Land ist, "in dem die Leute nicht daran erinnert werden wollen, daß man aus seinem Leben etwas machen kann", aber das heißt für mich: es wird Zeit, daß wir genau daran etwas ändern. Es gibt eine romantische Zukunft, auch für Deutschland und man kann dabei von Australien einiges lernen.

Aber jetzt hoffen wir erstmal, daß dieses tolle Buch viele Leser und eine baldige Fortsetzung findet.

Meister 12.03.2007, 20.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Turbobäume o.ä.

Geforscht wird ja offenbar schon an den CO2-Fressern. Heute stand in der Zeitung, daß man einen wichtigen Katalysator gefunden hat, der Reaktion  mit der das Chlorophyll aus CO2  Glusose und Sauerstoff macht unter Verwendunfg von Sonnenenergie. Die chemischen Bindungen im CO2-Molekül sind sehr stabil, es braucht viel Energie sie aufzubrechen. heißt es in dem Artikel. Also festhalten: was die Pflanze macht, ist unter Energieeinsatz ihre eigenen Substrate produzieren und Sauerstoff freisetzen. Die eigenen Substrate der Pflanze sind dann die Energiespeicher, die man als fossile Brennstoffe oder als Holz oder Biomasse dann wieder unter Energiefreisetzung oxidieren also verbrennen kann. Eine Unterscheidung zwischen dem Verbrennen fossiler Brennstoffe auf der eignen Seite und von Holz, Biomasse und anderen frischpflanzlichen Energieträgern auf der anderen scheint mir aus Sicht der CO2-Wirksamkeit unsinnig, sitzt man da nicht schon wieder der Werbung bestimmter Interessenten auf?
Was man erforschen müßte, ist genau dieser Einsatz von Solarenergie, den die Pflanze kann.
Wie heisst es doch am Eingang des botanischen Gartens: "Habt Ehrfurcht vor der PFlanze, alles lebt durch sie."
Die Idee fürs CO2 ist also schon seit langem Vorhanden. WEnn es richtig ist, daß man nur eine gute Idee braucht und alles andere dann wissenschaftlich-technische Optimierung ist, dann sage ich: Dann forscht mal schön.
 

Meister 12.03.2007, 10.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Shiraz mit Ananas

Auch auf die Gefahr hin,als Lobbyist der australischen Winzer angesehen zu werden ( ein deutscher Riesling ist aber auch wass sehr Schönes!)  hier eines meiner australischen Lieblingsrezepte:
Man nehme eine schöne saftige, süße Ananas und schneide sie in Würfel. Dann mit Shiraz Rotwein, hierzulande am liebsten Lindemann Bin 50, übergiessen und schön langsam geniessen, am besten bei untergehender Tropensonne, hierzulande auch ohne Tropen gut.
 

Meister 11.03.2007, 19.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wunderbarer Vorfrühling

Endlich draußen im Garten was machen! In diesem Jahr sind wir wikrlich privilegiert, wir konnten schon in aller Ruhe die Winterarbeiten abschliessen und jetzt kommt das, was eigentlich Spaß macht: säen, pflanzen und der Natur bei ihrem Ausbruch  zusehen. MAn kann sagar schon wieder etwas in der Sonne sitzen und einfach mal gar nichts tun.
 

Meister 11.03.2007, 12.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Cape Tribulation

Heute fahren wir weiter von Port Douglas nach Norden, wir kommen nach Moosman, kleiner Ort am bekanntesten sit die Moosman Gorge, ein eingeschnittenes felsiges Tal oberhalb des Ortes. Der weitere Weg nach Daintree geht an riesigen alten Bäumen vorbei, die den Ortsausgang von Moosman markieren. Es regnet in der Regenzeit hier sehr viel und die Felder sind fruchtbar. alles wächst wie verrückt. Wir kommen nach Wonga Beach, kleiner Ort, in dem eine Reihe älterer Deutscher leben. Von einem Ehepaar wissen wir, daß er total glücklich war, weil er so schön fischen konnte, aber sie langweilte sich so total dort, daß sie wieder weg sind. Es ist schon so, daß man hier nicht viel machen kann, selbst mit dem Strand muß man aufpassen, große Schilder warnen vor den "Estuarine Crocodiles" , freundlich "Salties" genannt, da denkt man doch eher an Erdnüsse. Man sollte sich mit ihnen nicht einlassen. In Daintree steht einer ausgestopft in einem Laden, mehr als 5 Meter lang und offenbar nach vielen touristischen Fragen trägt er ein Schild im großen Maul: " Yes, I´m stuffed, but I´m happy!"
Aber wir biegen vor Daintree ab, fahren zur Fähre über den Daintree River. Man sieht die Crocodile darin meist nicht, aber man ahnt sie in den brauen Fluten der Regenzeit. Ist man über die Fähre weg, kommt man in ein wildromantisches bergiges Gebiet, in dem es nur noch vereinzelte Häuser oder auch mal eine Eco-Lodge gibt. Viel Wasser läuft die FElsen herunter, über die Straße auch, man muß eine Reihe Creeks auf mehr oder minder engen Holzbrücken überqueren , teilweise auch an inzwischen betonierten Furten durchfahern. Das eigentlich spannende dabei ist, daß diese Creeks teilweise schnell anschwellen können, wenn es weiter oben regnet. Hinter dem Cooper Creek ist ein hübsches Café direkt am Meer, man sitzt dort im Freien, aber doch gegen REgen geschützt und es gibt auch meist was leckeres zu essen. Dann ist man schließlich am Cape Tribulation, "where the rainforest meets the reef" beliebte Backpackerdestination. Neben der Backpackerherberge gibt es noch einen Imbiß und eine Naturschutzstation, in der sie ein paar verletzte "Flying Foxes" aufziehen, Flughunde, sehr niedliche Tiere, sehen aus der Nähe wirklich aus wie kleine Hunde, die sich einen Vampirumhang aus schwarzer Fallschirmseide umgehängt haben, sind aber reine Vegetarier, was sie bei den Obstfarmern nicht gerade beliebter macht, sie sollen einen ziemlichen Appetit haben.
Und dann gibt es noch einen Boardwalk direkt durch den Mangrovendschungel am Meer, man ist wirklich mitten drin im üppigen Regenwald und kommt direkt an den Strand. Schöner weiter Strand mit bergiger Dschungelkulisse im Hintergrund.
Weiter nach Norden kommt man nicht so ohne weiteres, man braucht zumindest einen 4WD aber auch das hilft in der Regenzeit nicht unbedingt, es gibt auf dem "Bloomfoeld track" unbefestigte Flußdurchfahrten und sehr steile Geländepisten, die wenn sie aufgeweicht sind jedem Geländewagen spotten.
 

Meister 11.03.2007, 12.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Romantischer Ort: Sandfire Roadhouse

Ich bin noch nie dort gewesen, vielleicht komme ich auch nie hin, aber die Gegend und der Name machen es zum total romantischen Ort. Es liegt an der ziemlich einsamen Nordküste Westaustraliens,  zwischen Port Headland und Broome. In der ganzen Gegend ist ziemlich wenig los, bekannt ist die Gegens hauptsächlich dadurch, daß die meisten Zyklone WAs dort auf die Küste treffen. Dann werden regelmäßig ein paar Figuren evakuiert, die dort für große Öl- oder Minencompanies arbeiten, falls sie nicht spezielle Schutzräume  an ihren Arbeitsstellen haben. Es gibt natürlich auch ein paar Farmen. Eigentlich eine total langweilige Gegend. Wenn man jetzt dort vorgefahren käme, würde man sich ein eiskaltes Bier gönnen und sich dann aufs Ohr legen. Morgen früh würde man dann meinen: jetzt aber mal weiter.
Trotzdem eine total romantische Vorstellung dort jetzt aufs Meer zu schauen und die Ruhe zu geniessen.
 

Meister 09.03.2007, 17.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Zukunftsorakel

Der freie Mensch der Zukunft überwindet Religion und Geistlosigkeit und findet Gott.
 

Meister 09.03.2007, 10.50| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Lofoten: Heute vor einer Woche-

-war der spannenste Tag der Hurtigrutenreise. Morgens legte die "Finnmarken" in Harstadt an und wir bestiegen den Bus zu einem Landausflug. Harstadt auf den Vesteralen ist eine der hübschesten Städte an diese Küste, ein wunderbarer Blick über die weite bergige Küstenlandschaft. Eine großartige Kirche aus dem 12. Jahrhundert, die Größe ungeheuer für die damalige Zeit. In Fußlaufweite ein Museum über Trondenes und die Vesteralen, modern, aber sehr gut eingepasst in die Landschaft. Dann fahren wir weiter über die Inseln. An einer Stelle, die sich die Reiseleiterin nicht umsonst ausgeguckt hat, können 17 Seeadler gezählt werden. Die Reiseleiterin ist eine lustige Person. Sie meint, es lebt sich im polaren Nordnorwegen deshalb so gut, weil durch das harte Klima, dort nur Optimisten leben können, die anderen sind schon lange nach Südnorwegen verschwunden. Wir kommen nach Sortland, was eigentlich "schwarzes Land" heißt. Aber da man das nicht so toll findet, ist beschlossen worden, daß die ganze Stadt blau angestrichen werden soll. Wer sein Haus blau streichen will, kann sich auf dem Rathaus blaue Farbe in der notwendigen Menge abholen. Natürlich muß niemand blau streichen, deshalb gibt es natürlich auch eine ganze Menge Häuser, die nicht blau sind. Unser Schiff ist inzwischen auch eingetroffen und wir fahren weiter nach Stockmarkenes, wo sich das Hurtigrutenmuseum befindet. Natürlich muß ich da hin, auch wenn wir nur eine Stunde Aufenthalt haben. Das Museum ist schön, es zeigt die ganze Geschichte der Linie seit über 110 Jahren. Die 1956 gebaute Vorgängerausgabe der "Finnmarken" liegt dort aufgebockt, ist leider jedoch im Moment wegen Renovierung nicht zu besichtigen. Ich muß mir natürlich einen Kaffeepott als Andenken kaufen, damit habe ich morgens immer irgendeine schöne Erinnerung.
Wir legen wieder ab und der nächste Höhepunkt des Tages wartet: wir steuern durch die Lofotenmauer hindurch. Der Raftsund ist 26km lang und teilweise aufregend eng, ein Bild jagt das nächste. Wegen der Jahreszeit fährt das Schiff leider nicht in den Trollfjord, aber das wäre auch zu viel des Guten. Abends legen wir in Svolvaer an. Dort kann man etwas spazieren gehen, es ist aber schon alles zu. Es scheinen sich viele Maler auf den Lofoten herumzutreiben ,es gibt mehrere Geschäfte für Malerbedarf und eine Reihe von Galerien. Dann können wir in die Koje sinken und die BIlder desTages REvue passieren lassen.

 

Meister 06.03.2007, 23.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Wunder

Als ZukunftsRomantiker suche ich nicht nach übersinnlichen Phänomenen. Feen oder andere Wesen, die nicht wirklich existieren, interessieren nicht, da die wirkliche diesseitige Welt unser Spielfeld ist. Ob es eine andere Welt gibt? Warum nicht? Aber diese Welt hier ist unsere Aufgabe. Sie enthält alle Wunder, die für uns vorgesehen sind. Das größte  Wunder ist das Wunder des Daseins: wir sind jetzt  wirklich lebendig und hier anwesend. Denke genauer darüber nach, und Du kannst Dich nur wundern !  Und als Romantiker der Zukunft glauben wir auch daran, daß uns jederzeit etwas Wunderbares begegnen kann. Daß es einfach toll weitergehen kann und wird, daß an der nächsten Ecke eine schöne Überraschung auf uns wartet. Nicht an jeder Ecke, vielleicht aber gerade an der nächsten. Wir werden das Wunderbare sicher nicht übersehen, wenn es uns begegnet, denn das wäre die wirkliche Tragik: das Wunderbare treffen, aber es nicht erkennen.
 

Meister 06.03.2007, 22.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Der 1.Arbeitstag nach Urlaub...

...ist immer nicht so ganz einfach, weil man irgendwie noch nicht so richtig wieder da ist. Aber man muß halt funktionieren. Wenn es dann auch noch einen Ansturm gibt und eine Kollegin ausfällt, na dann gute Nacht. Aber wenn man merkt, daß man alles doch leichter nimmt , als vor dem Urlaub, dann hat man doch etwas erreicht. Da ist wirklich ein ERholungseffekt eingetreten, möge er uns eine Weile erhalten bleiben. Nichts ist schlimmer als dieses Gefühl, daß einem alles an irgeneiner Oberkante steht, wie man gertn vor dem Urlaub hat ,ein absolut unromantisches Gefühl. Jetzt danach denkt man auch an die schönen Seiten der Arbeit und läßt die Zeit langsamer laufen.
In diesem Urlaub ist etwas passiert - die Zeit läuft plötzlich langsamer. Und jetzt versuche ich, dabei zu bleiben, sie soll weiter langsam laufen, irgendwie habe ich das Gefühl, daß es geht.
 

Meister 05.03.2007, 21.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Australian Sunday

Heute fahren wir mal von Cairns nach Port Douglas. Die Strecke am Ozean entlang bietet einen  malerischen Ausblick nach dem anderen, leider kann man  sich nicht so sehr darauf konzentrieren ,wenn man selbst fährt, denn eine Kurve reiht sich  an die nächste. Die Diskussionen, ob der Captain Cook Highway 4-spurig ausgebaut werden soll, reißen seit Jahren  nicht ab, aber eigentlich kann es nur schlechter werden, wenn man es tun würde. Man kommt an mehreren Attraktionen vorbei, z.B. an Hartley´s Crocodile Adventures, eine Croc-Farm nicht nur für Touristen, dann an der Wangetti-Schule, nicht zuletzt bekannt durch David Hudsons Album. Kommt man dann nach Port Douglas ,fällt zunächst die kilometerlange Palmenallee auf, die dann plötzlich mit einem Knick nach links in der Hauptstraße endet. Eigentlich ist Port Douglas diese Hauptstraße, sie hat auch eine Reihe ganz unterhaltsame Geschäfte. Am Ende geht es dann rechts auf den Felsen und nach links zur Marina.  Fährt man auf den Felsen rauf, hat man einen atemberaubenden Blick über den kilometerlangen palmengesäumten Strand und natürlich über den weiten Ozean. Die Marina ist  wie in Cairns Ausgangspunkt für eine ganze Reihe  von Reeftouren, die bekannteste ist Quicksilver, ist auch wirklich nicht schlecht. Die ganzen Touren sind schon wirklich Value-for-money, soweit ich das beurteilen kann. Aber davon ein anderes Mal.
 

Meister 04.03.2007, 17.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Zurück aus Norwegen

So, jetzt bin ich wieder da. Die Hurtigrutenreise von Kirkenes nach Bergen im WInter war schon ein großartiges Erlebnis, die norwegische Küste ein einmaliges Naturensemble.
Die Norweger sollen zu den zufriedensten Menschen in Europa gehören. DAvon könnten wir sicher etwas lernen, denn was ist denn anders in Norwegen? Ja sie haben viel Öl und damit keine Staatsschulden, aber das macht nicht den Unterschied aus. Sie haben viel Platz und stehen sich nicht so auf den Füßen, das macht schon einen Unterschied, sie haben mehr Bewegungsspielraum, was eine großartige Sache ist, genauso in Australien.
Aber wenn man so nach Deutschland zurück kommt, dann stellt man doch auch fest, daß es kaum etwas dort oder irgendwo gibt, was wir hier nicht haben. Wir haben auch eine schöne Natur hier und unser Klima ist sicher eines der besten der Welt , wenn man es übers Jahr sieht.  Und arm ist man ja nun wirklich auch nicht in Deutschland, deshalb messen sie ja Armut auch an irgendwelchen Neiddurchschnitten und nicht an realen Lebensmöglichkeiten, weil sie ja sonst keinen Grund hätten zu jammern, sich zu grämen und sich neidvoll anzugiften.
Aber in Wirklichkeit ist Deutschland auch das Land der Romantik, auch wenn das lange verschüttet war.  Wir haben allen Grund, unsere Lebensmöglichkeiten zu ergreifen und optimistisch in eine romantische Zukunft zu gehen.
Deshalb gitb es auch nicht nuir eine Zukunftsromantik, sondern auch eine praktische Romantik des Alltags, die uns helfen kann unsere Leben schlicht positiver, einfallsreicher , romantischer anzunehmen und etwas jeden Tag neu tolles daraus zu machen.
 

Meister 04.03.2007, 11.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Weg?

Heute sind Reisevorbereitungen angesagt. Manchmal ist mir nicht klar, warum die Reislust in dem Moment den Tiefpunkt erreicht, wenn man seinen Kram nun zusammenpacken muß. Für eine Woche kann das doch nicht so schwer sein!
 

Meister 23.02.2007, 14.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Urlaub nötig

Der Urlaub ist jetzt wirklich fällig. Im Winter ist es auch bei bestem Willen nicht zu verhindern, daß die Arbeit einen verschleißt. Eigentlich sollte man hinter dem warmen Ofen liegen und den WInterschlaf emulieren, aber Realität ist das Gegenteil.
Romantische Vorstellung dazu: laßt uns in der Zukunft Zugvögel werden.
 

Meister 21.02.2007, 21.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Kleine Bilanz

Wenn ich die  Einzelbeiträge so Revue passieren lasse, dann bin ich erstmal nicht unzufrieden. Es kommt aber noch zu wenig Romantik vor, auch wenn sie sich überall durchzieht.
Ich überlege, ob ich 1 oder 2 feste Kolumen in der Woche einrichten sollte?  Mit dem australischen Sonntag habe ich eigentlich schon angefangen . Wie wäre es mit einer Kurzpredigt am Sonntag?  Möchte aber nicht, daß es als blasphemisch empfunden wird.
An  alle anderen Blogger: ich schaue in viele Seiten rein, auch wenn ich nur ausnahmsweise mal kommentiere, seid also alle herzlich gegrüßt.
 

Meister 20.02.2007, 22.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Nochmal Byron

Nachdem ich mit der Biographie (Benita Eisler: Byron- Der Held im Kostüm) fertig bin, bleiben widersprüchliche Gefühle zurück. Seine Herzlosigkeiten gegen Frauen und besonders gegen sein letztes Kind, stören stark mein Verständnis für ihn. Seine Mysogynie (=Frauenfeindlichkeit) kontrastiert doch sehr mit seinem intensiven "Liebesumgang" mit Frauen. Gerade seine Irrlichtartigkeit macht aber offenbar seine Faszination aus.
Irgendwie tut er mir auch leid, weil er nicht so leben konnte, wie er vielleicht wollte. Seine Dichtung ist schon großartig. "She walks in beauty", geht mir heute nicht aus dem Kopf.
 

Meister 20.02.2007, 21.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Australischer Sonntagsblog

Heute morgen fahren wir erstmal zum Markt in Cairns. Markt ist Freitag bis Sonntag,also heute der letzte Tag. Die Straße von den Northern Beaches nach Cairns rein, ist meine Lieblingsstraße in Australien, besonder am Anfang des Aufenthaltes kann es mich total glücklich machen, nur  alleine die Straße zu fahren. Wenn wir Glück haben, kriegen wir einen Parkplatz nahe am Markt, dann können wir alles in den Kofferraum packen, wenn die Arme schwer werden. Wenn nicht, müssen wir eben alles bis zum Schluß schleppen. Wir brauchen erstmal genügend Salat, am liebsten Römersalat, der ist in Primaqualität immer zu bekommen. Dann reichlich Kräuter, die sind für den Salat wichtig,  sonst schmeckt er nicht vollsommerlich. Weiterin brauchen wir genügend Früchte, Bananen, Ananas, Mangos, Papayas, und was es sonst noch so gibt. Bei den Mangos muß man trotzdem aufpassen, einmal sind wir reingefallen, als ein voll nach Farm aussehender Typ behauptete es handele sich um eine grüne Sorte, die sei schon reif: sie waren in den nächsten 2 Wochen nicht genießbar. Zum Glück hatten wir für Mangos dann eine andere Quelle. Dort waren sie so gut, daß man wirklich mit Begeisterung eine nach der anderen essen konnte, bis nichts mehr rein ging . Ein ganzer Kasten davon, wurde uns nicht schlecht, der nächste auch nicht. Wenn nötig, kaufen wir auch noch den Arabica-Kaffee aus Mareeba, der kommt in verschiedensten Sorten daher, Natur oder auch mit Flavour.  Letzteres sollte man auch nicht verachten. Ein Brot noch und Käse, vielleicht auch noch Gemüse, das heißt dann aber kochen. Jetzt müssen wir die Schätze aber zunächst mal heim bringen, im Kofferraum würden sie nicht länger überleben. Also zurück zum Appartment. Wenn wir schon dort sind, auch die Gelegenheit für ein Bad im Ozean ergreifen und sich am Strand etwas ausruhen. Nachmittags können wir noch einmal in die Stadt fahren und dann den Charme des tropischen Abends dort erleben, wenn dann alles wieder auf hat, Andy Collins vielleicht seine Guitarre auspackt und in der Muschel an der Lake Street nahe dem Wollsheed spielt,  die Night Markets  uns zu verschiedenen Köstlichkeiten verführen wollen und eine Menge junger Backpacker aus aller Welt die Esplanade bevölkern. Es ist ja eine touristische Stadt , aber irgendwie stört einen das nicht so wie anderswo. Es muß an der relaxten tropischen Atmosphäre liegen. Es wird schnell dunkel, und es ist heiß. Wenn nicht gerade ein Mosunregen nieder geht, kann man sich auch schön an der Esplanade hinsetzen und einfach den Abend geniessen. Aber der Regen ist auch toll, warm und freundlich. Es  macht nichts wenn man plötzlich bis zu den Knöcheln im Wasser steht, man muß ja nicht frieren.
 

Meister 18.02.2007, 19.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Woher kommen Ideen?

Ideen kommen nicht aus dem Nichts. Als Voraussetzungen sind da Erfahtungen und Probleme, die sich plötztlich im Kopf neu gruppieren. Wahrscheinlich in jedem Kopf.
Phantasie ist die Möglichkeit oder vielleicht sollte ich sagen die Freiheit weiter zu denken, die Entwicklung dieser Geisteskombinationen zu erlauben. EIne Vorzensur tötet die meisten Ideen. Wenn man weiter denkt ,andrs denkt, neu im Kopf kombinieren läßt, kommt sicher eine Menge dabei raus. Wenn man viele Ideen hat, ist zwangsläufig viel Schrott dabei. Aber vorsicht, nicht jede Idee offenabrt sofort ob sie Schrott ist oder weiter führt. Jede noch so verrückte Idee ist es wert, daß man nochmal über  sie nachdenkt. Man muß sich nicht alles sofort aufschreiben, was wichtig ist, kommt wieder.
Wie kommt man zu einer Idee zu einem spezifischen Problem? Das kommt auf das Problem an, für schwierige Probleme gibt es keine Patentlösungen, es kann dauern, bis man etwas findet. Es ist aber falsch den Schluß zu ziehen nicht über etwas nachzudenken , weil es zu kompliziert für eine Lösung ist. Man darf sich nicht selbst im Weg stehen.
Die angemessenste Art mit einem zu lösendenProblem umzugehen , scheint mir ,daß man zunächst versucht ,dieses Problem zu durchdenken. Das heißt, man versucht,es von allen Seiten zu betrachten und sich zu merken, was einem spontan dazu einfällt.  Ich glaube nicht , daß es zu diesem frühen Zeitpunkt gut ist, ein "Brainstorming" (ich sage >Ideensturm< dazu)  mit anderen durchzuführen, weil zu verkrampft zum falschen Zeitpunkt die Betonung auf Ergebnisproduktion gelegt wird. In der folgenden Zeit läßt man sich die Sache immer wieder durch den Kopf gehen und probiert darin aus, was einem einfällt. Dann kann man  die eigenen Ergebnisse mit den Ergebnissen von anderen vergleichen, kombinieren und diskutieren.
Mir fällt am Schreibtisch immer am wenigsten ein. Am meisten dann, wenn ich irgendetwas mache, z.B. Gartenarbeit, aber auch beim Autofahren. Manchmal quälen mich nachts Ideen, die ich dann aufschreibe, um sie loszuwerden.
 

Meister 18.02.2007, 11.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Staatsorakel

Der Staat der alles besser weiß und alles wissen will, wird bald gar nichts wissen,
und der, der alles besser meint zu können, wird bald gar nichts mehr vermögen
 

Meister 17.02.2007, 22.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Ökologisches Mißverständnis

Das Verbrennen fossiler Brennstoffe führt zu CO2 Freisetzung und zum Treibhauseffekt. So weit klar, aber was ist mit dem Verbrennen von nicht fosslien Stoffen, z.B. Holz. Das gilt, so hört man, als klimaneutral. Ist das nicht ein Mißverständnis oder gar Blödsinn? Es wird doch durch diese Verbrennung genauso CO2 freigesetzt, daß es nicht vor Millionen von Jahren sondern erst in der jüngeren Vergangenheit aus der Atmosphäre genommen wurde, macht doch in de Bilanz keinen Unterschied. Man könnte das ja für marginal halten ,wenn man nicht auch hören würde, daß wegen des neuerdings beliebten Heizens mit Holz (Pellets etc. ein schönes Geschäft mit angeblichem Umweltschutz?) das Holz für andere Zwecke knapp wird, daß also mal wieder mit Pseudoumweltschutz viel Geld gemacht wird. Ist es denn mit Biogas und anderer Oxydation von Biomasse anders? Oder läuft hier ein Ettiekttenschwindel großen Ausmaßes? Auch Rapsöl für Autos - hat es wirklich irgendeinen Vorteil, außer daß die Scheiche geärgert werden?
 

Meister 17.02.2007, 20.07| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Freitags in Berlin City

Seit längerem mal wieder mitten in der  Stadt gewesen, um ein paar Dinge einzukaufen. Im KaDeWe hat sich wenig geändert, außer ,daß mal wieder alles umgebaut und umgeräumt worden ist. Heftiger Touristenansturm, wie immer. Der Autoverkehr war für einen Freitagnachmittag überraschend zahm,  liegt vielleicht doch an der  Entzerrung der Ladenschlußzeiten. Trotzdem freut man sich, wenn man dann wieder draußen auf dem Lande ist , die Beine hochlegt und den Ausflug in die "dynamische Metropole" überstanden hat.
Ein hübschesTeleobjektiv für die Nordlandreise gekauft, mal gespannt, ob ich bei Rückkehr dann endlich mal ein paar schöne Bilder präsentieren kann?
 

Meister 16.02.2007, 19.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Krimi-Serie

Neue Idee:  man könnte eine Krimiserie schreiben, jenseits des Genres. Damit meine ich es wird nicht nach Herzenslust rumgemordet, sondern es geht um die wirklich großen Verbrechen, die heutzutage wirklich stattfinden, versteckt und heimlich oder in aller Öffentlichkeit. Dabei geht es nebenbei auch um das alte" Who´s done it?" wobei die vordergründige Antwort auf der Hand liegt, die hintergründige aber irgendwo lauert. Das besondere dieser Verbrechen ist ja, das sie entweder nicht strafbar sind, oder die Täter die Mittel haben, sich der  Verantwortung zu entziehen. Klingt es zu kryptisch? Das ist gerade das Interessante.
 

Meister 16.02.2007, 12.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Wiederaufnahme: Kurz-Bildung

Am 4.2. hatte ich geschrieben, ob man sich nicht den Bidungsroman als Kurzgeschichte vorstellen könnte. Jetzt habe ich ein erstes Thema dazu gefunden: Eine Mittelstufenklasse mit einem längerfristig ernsthaft erkrankten Schüler, wie kann sie lernen, sich dazu positiv zu verhalten? Das Therma ist nicht aus derLuft gegriffen und da das reale Vorbild nicht ganz einfach ist, werde ich es mir auch nicht so einfach machen können, nur korrekte Friede-Freude-Eierkuchen zu propagieren. Der Anfang ist gemacht, der Bericht wird fortgesetzt.
 

Meister 16.02.2007, 12.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Frühkindliche Bildung

Die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird heißt "frühkindliche Bildung".
Abgesehen davon , daß es erschreckend ist ,wie schnell wieder mal eine Medienkampagne in der klassischen Propagandaindustrie zusammengezimmert wird, ist die Sache selbst als hochbedenklich anzusehen. Zunächst werden die sogenannten "bildungsfernen Schichten" mit allen Mitteln ( d.h.Geld und gute Worte) dazu gebracht, mehr Kinder in die Welt zu setzen, als die Familie verkraften kann. Dann wird festgestellt, daß der Staat viel besser weiß, was für diese Kinder gut ist. Und dann wird gefolgert, daß man sie so schnell und effektiv wie möglich der Familie wegnehmen soll. Ein völlig unkorrekter Schelm, dem dabei der Kinderklau an den australischen Aborigines einfällt.
Statt den Familien zu helfen, z.B. Kindererziehung als Arbeit i.S. Hartz IV etc. anzusehen, werden die Kinder, möglichst noch gesetzlich verpflichtend, in die Kindertagesstätte gesteckt.
Dort sollen sie gebildet werden! Die armen Kinder, kann man da nur sagen.
Abgesehen davon, daß die Wirklichkeit der Kitas oft  mit Bildung so viel zu tun hat wie ein Schlachthof mit der Rehabilitation von Schweinen, stellt sich die Frage, ob die kleinen Kinder nicht vor allem in einer geschützten und übersichtlichen Umgebung spielen sollten, anstatt schon früh den Trichter in den Kopf zu bekommen. Englischkurse für 3jährige und Ähnliches bedeutet meiner Meinung nach Diebstahl von Kindheit.
Die -völlig überraschend herausgefundene -Tatsache, daß kleine Kinder sehr viel lernen können, hat die Begehrlichkeiten einer der schlimmsten Gruppen erweckt, die von BIldungspolitikern und Bildungsexperten. Dummerweise ist dabei herausgefallen, daß das freie Spiel die Art ist, wie die Kinder am meisten lernen. Und es bleibt auch außer Betracht, daß BIldung keineswegs Vielwisserei oder Kenntnis von Fertigkeiten ist. Gerade in diesem Alter kommt es darauf an, daß stabile eigenständige Persönlichkeiten entstehen. Die lernen dann die Fertigkeiten und Wissensitems später von alleine. Die frühkindliche Deformierung, die jetzt angestrebt wird, wird sich später rächen. Warum fragt niemand danach, was den Kindern damit angetan wird? Ich bin keineswegs der Meinung, daß Kinder unbedingt in den ersten Jahren zu Hause bleiben sollten, das sollte individuell entschieden werden, Kinder brauchen Spielgefährten, aber sie brauchen auch Freiheit sich zu entfalten und keine Schablonen, in die sie gepresst werden.
Schlimm ist auch, daß das alles unter ökonomischem Aspekt gesehen wird: wir müssen das machen. um in einer globalisierten Welt mithalten zu können.
Nichts gegen BIldungschancen, ich bin für mehr Bildungschancen, aber sie sollen doch erstmal ihre Hausaufgaben machen, die Bildungspolitiker, d.h. das Geld heranschaffen, das die vorhandenen Schulen ihren BIldungsauftrag besser erfüllen können. Wir haben leider eine große Diskrepanz zwischen den großen Worten und bürokratischen Regeln, die in Deutschland immer leicht fallen und der Realität vor Ort, wo die Chancen dann aus ganz trivialen Gründen kollabieren, z.B. wegen fehlender Lehrer, verkommender Gebäude, zu große Klassen mit zu inhomogenener Zusammensetzung etc.pp.
Ich bin sehr dafür. daß Bildingspolitik breit diskuiert und wichtiger genommen wird, aber bitte im Sinne der Kinder und ihrer Zukunftschancen.
 

Meister 16.02.2007, 10.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Byron-Biographie

Die Biographie  von Benita Eisler ist gut, keine Frage, es bleibt kaum ein Detail ausgespart und damit steht Lord B. ziemlich nackt da. Das tut ihm nicht so gut. Er lebt mehr durch seine Gedichte als durch sein Leben , befürchte ich.
Es sollte aber eigentlich eine Einheit von romantischem Schaffen und romantischem Leben geben. Tue ich ihm Unrecht?
 

Meister 15.02.2007, 23.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Vorwärts zum Nordkap

Weit weg heute mal vorwärts: Übermorgen in einer Woche geht es los! Nach Kirkenes und dann mit der Hurtigruten runter bis Bergen. Und das in dieser Jahreszeit! Völlig verrückt, nehme ich an. Aber ich freu mich drauf.
 

Meister 15.02.2007, 23.29| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Rainbow Beach-Sarina

Heute vor 1 Jahr:
Unterwegs von Rainbow Beach nach Sarina Beach. Nach 1 Woche baden und Zeitanpassung ging es jetzt weiter nach Norden. Das Tagesziel  war Sarina Beach  in der Nähe von Mackay. Diese Straßen in Australien. Sie sind so erfrischend leer. Man darf zwar nur 110 fahren, aber nach 1 Stunde hat man auch 110km hinter sich.
Ich könnte gleich die Koffer packen!
 

Meister 14.02.2007, 21.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

100 schon vorbei

Der 100. Eintrag, das hätten wir feiern müssen, ist aber schon vorbei. Vor etwa 1 Jahr habe ich eine eigene Homepage noch für völligen Blödsinn gehalten, vor einem halben Jahr habe ich ein eigenes Blog noch für eine Mischung aus Luxus,  Angabe und Nichts-Besseres-zu-tun gehalten.
Man sieht, daß der Bildungsroman kein Ende hat!

 

Meister 14.02.2007, 20.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kein Ende der Konzentrationsstörungen

Es ist mir unerfindlich , warum jetzt auch schon die guten Schüler mit diesem Etikett behaftet werden. Cleveres Mädchen 10 Jahre, steht Englisch 1 und in den anderen Fächern 2, außer Mathe, wo sie etwas schwächelt. Die Lehrer sagen, sie sei oft nicht so richtig dabei, sie träumt manchmal vor sich hin und die Schule wird doch in den nächsten Jahren immer schwerer...
Die letzte Aussage ist schlicht falsch, die Schule wird in Wirklichkeit gar nicht schwerer, sie ist immer  dem Altersstand der Kinder angemessen, wozu also solche Einschüchterungen? Wenn ein Kind, das eigentlich gut  und motiviert ist, nicht bei der Sache ist, dann könnte das eventuell auch am Unterricht liegen, oder ist das Majestätsbeleidigung?
Ich verstehe ja, daß die Lehrer es schwer haben, aber die Flucht in die Medikalisierung von pädagogischen Problemen hilft doch nicht weiter.
 

Meister 14.02.2007, 20.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Montagabend

ist wirklich nur noch zum relaxen zu gebrauchen. Am Montag ist so viel Trubel auf Arbeit, daß ich abends kaum noch ein Wort über die Lippen kriege. Als ob alle Worte ausgegeben sind.
Schweige ich also mal.
 

Meister 12.02.2007, 22.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Orakelspruch

Gegen Giftzwerge hilft nur  Zwergengift.
 

Meister 11.02.2007, 16.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Wie sollen wir leben?

Die Menschen sollen frei leben, sie sollen sich entfalten können, sie sollen Bewegungsspielraum haben, sie sollen in ihrem Denken und ihrem Handeln nicht eingeschränkt oder gegängelt werden.
Klingt zunächst so, als sei es das amerikanische Ideal.
Die Menschen sollen Natur, das Leben und ihre Mitmenschen achten und die Rechte und Notwendigkeiten der ganzen Welt in ihrem Handeln beachten.
Klingt nach europäischem Gutmenschenmoralin.
Die Zukunft besteht darin, beides zu tun und geistiger zu leben.
DieZukunft besteht darin. uns den Bewegungsspielraum wieder zu schaffen.
Die Zukunft besteht darin, die Menschheit und die Natur dadurch zu retten, daß wir die Anzahl der Menschen auf humane Art reduzieren.
Jedes Leben hat ein Recht auf Leben, aber es gibt kein Recht auf je mehr Leben desto besser. Die Natur reguliert das selbst, aber was die Menschen betrifft können wir etwas tun. Wir vernichten kein menschliches Leben, wenn wir es nicht so zahlreich produzieren.
Wir tun unseren Kindern wahrscheinlich den größten Gefallen, wenn wir sie nicht zu zahlreich werden lassen.
 

Meister 11.02.2007, 14.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Klimawandel ist nur ein Symptom

Völlig zu Recht wurde in einer Diskussion eben darauf verwiesen, daß es neben dem Klimawandel noch andere Probleme (=Symptome) gibt, z.B. wird das saubere Wasser knapp, so knapp, daß es die Lebensmöglichkeiten von Menschen mehr beeinträchtigen kann als der Klimawandel. Bevor wir uns also in Diskussionen versrtricken lassen, z.B. wie wir mit Tempolimit und Holzofen die Welt retten, sollten wir dem Problem etwas genauer auf den Grund gehen: es gibt ein Problem, das hinter all diesen Problemen steht und dieses Problem heißt  Übervölkerung.
Ob wir dieses Problem lösen  oder wenigstens einer Lösung zuführen wird die Schicksalsfrage des 21. Jahrhunderts. Deshalb sehe ich die drohende Katastrophe auch genau aus dieser Ecke heraufziehen.

 

Meister 11.02.2007, 13.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Hoffmanns Erzählungen

Gestern in der "Komischen Oper Berlin" zum zweiten Mal seit der Premiere am 4.2.2007 "Hoffmanns Erzählungen" von Jaques Offenbach. Wirklich sehr schöne Auführung, auch sehr gute Sänger . Das Phantastische  der Oper kam sehr gut rüber.  Dauer der Oper gute 3 Stunden.
Die Erzählungen von E.T.A. Hoffmann wollte ich auch schon lange mal lesen.
 

Meister 11.02.2007, 10.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Kuranda III

Am anderen Ende der Hauptstraße sind die eigentlichen Märkte, die sonntags sehr besucht sind und auch noch 3 weitere Attraktionen: ein großes Vogelhaus, das die tropischen Vögel in ihrer Regenwaldumgebung zeigt, ein sehr interessanter Schmetterlings-Zoo, wirklich toll wenn so viele Riesenschmetterlinge einen umschwirren, und noch der "Venomous Zoo", wo es um unsere giftigen Lieblinge geht. Die Schlangenabteilung war 2006 noch nicht offen, also beschränkt sich die Führung auf Spinnen und ähnliches. Es beginnt ein bißchen spröde mit der Betrachtung von einigen Spinnen in Terrarien, wird aber interessant,als es um die giftigsten geht, die sehen nämlich so unscheinbar aus, daß man sie für europäische Hausspinnen halten könnte. Eine weitere Überraschung sind die Tausendfüßler, die dort zwar bescheidener als "Centripodes" benannt werden, aber nicht nur vielleicht 5-10x größer sind, sondern auch giftig und ausgesprochen aggressiv. Die deutschen Besucher  seien immer sehr überrascht, daß ihre harmlosen Tausendfüßler hier so heftige Tiere sind ,heißt es. Dann kommen wir zum Hauptbroterwerb des Zoos, nämlich zum Melken der Taranteln. Das Gift wird von der Pharmaindustrie teuer bezahlt, aber die Zooleute wissen nicht genau , was die Industrie eigentlich damit macht . Sie hoffen, durch die Analyse von Naturstoffen neue Arzneimittel zu finden. Zwischendurch will uns der Tarantelführer zeigen wie die kleinen in Dosen heranwachsen. Beim Öffnen der Dose entwischt sie aber,ohne daß er es bemerkt, er sucht sie erfolglos in der Dose, sie krabbelt inzwischen eilig in Richtung Besucher und verschwindet im Untergrund. Er nimmt es aber gelassen als wir ihm sagen, wo sie abgeblieben ist: er werde eine  Falle aufstellen,  mit Zuckerwasser, dann komme sie schon wieder raus.
 

Meister 11.02.2007, 10.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Turbobaum

Für das Wegschaffen des CO2   aus der Atmosphäre ist jetzt ein Preis ausgesetzt worden, ähnlich wie damals als für die genaue Bestimmung des  Längengrades. Damals war die Lösung eigentlich ganz einfach, man brauchte nur eine genau gehende Uhr, nur die wollte erstmal konstruiert sein.
Heute ist die Lösung auch ganz einfach: sie wird von den Pflanzen seit Jahrmilliarden und täglich vorexerziert. Jetzt müßte man der Natur "nur"  so genau auf die Finger sehen , daß man diesen Prozeß  stark intensivieren kann. Den Turbobaum also schaffen.
 

Meister 10.02.2007, 15.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Autoverbrauch

Da machen sie groß Reklame für ein Auto, das 4,9l/100km verbraucht und damit 118g CO2 pro km und zwar für ein Auto in dem man gerade mal 2 Personen und kaum Einkäufe rein kriegt. Mein 6 Jahre alter Lupo 3L verbraucht 3 Liter, im Sommer 2,6, jetzt 3,4 bei der Kälte, und ich habe schon 13 Getränkekisten geladen gehabt zusätzlich zum Beifahrer, man kann aber auch zu viert drin sitzen.
Ein großer Fortschritt über die letzten Jahre ist das nicht gerade.
Kann keine Werbung sein, was ich mache, denn das Auto wird - wie könnte es anders sein - nicht mehr gebaut.
 

Meister 10.02.2007, 12.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heute im Tagesspiegel: Freie Universität Berlin

Die heutige Beilage  fer FU Berlin  über neues aus Wissenschaft und Forschung  ist sehr zu empfehlen. Ich als Ehemaliger und Fan der Freien Universität und des Freiheitsgedankens, freue mich auch über das Buchstabenbanner >F wie Freiheit< , das zum Jahr der Geisteswissenschaften  an der Rostlaube angebracht wurde.
 

Meister 10.02.2007, 09.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Warum sind alte Computer Schrott?

Es ist doch ärgerlich , daß Computer Wegwerfartikel sind. Selbst wenn man nicht immer das Neueste haben  muß, kommt der Zeitpunkt,  an dem die alte Kiste nur noch Probleme macht. Nicht daß sie eigentlich kaputt wäre, aber sie wird mit neuen Anforderungen - irgendwie absichtlich so gezüchtet - nicht fertig. Also auf den Müll oder  auf einen vergleichbaren Aussonderungsplatz. Man sollte sich nicht einbilden, irgendjemanden noch damit beglücken zu können.
Warum werden Computer eigentlich nicht modular gebaut, in dem Sinne daß ich einen neuen kaufe, der die Neuigkeiten drauf hat, aber die Rechenleistung des alten mit benutzt und dessen Festplatte auch. Man  müßte nicht neu anfangen auf der neuen Machine, sondern überformt die alte Konstellation durch eine neue. Die Natur hat das in der Gehirnentwicklung genau so gemacht, die tieferen älteren Abschnitte wurden mit höheren neuen überbaut.
Die Vorteile liegen auf der Hand.
Man kann einwenden, daß das nicht gemacht wird, weil dann weniger neue Computer, Chips und Hardware gekauft würde, wo sich die Softwareentwickler jetzt schon so anstrengen müssen, die alten Maschinen so zu überfordern, daß neue nötig werden. Doch wozu gibt es Konkurrenz: ich glaube, daß es sich um eine durchaus profitable Sache handelt, die den Fortschritt beschleunigen würde. Hätte ich die Computer der letzten 10 Jahre heute zusammen geschaltet, hätten die eine respektable Rechenleistung. Wenn ich das auf die kommenden 10 JAhre projiziere, dann könnte das viel weiter führen als das Beibehalten der bisherigen Ersatzmethode? Haben wir überhaupt die Anwendungen dafür? Da wäre schon einiges denkbar, oder?
 

Meister 09.02.2007, 20.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Methodikbuch Lernen für Schüler

Das Wort "Konzentrationsstörungen" kann ich bald nicht mehr hören. Meist steckt schlicht Unlust an der Schule oder netter gesagt ein Motivationsproblem dahinter,  aber heute geht es mir um die Leute, die motiviert sind und auch intelligent genug und trotzdem die Anforderungen nicht packen. Den  Eltern wird typischerweise gesagt: "ihr Kind ist ja intelligent, aber es kann sich einfach nicht konzentrieren!" Was dann beim Ausbildungsstand unserer heutigen Lehrer oft mit dem Rat verbunden wird, zum Arzt zu gehen und sich bestimmte medizinische Diagnostik oder Therapie zu besorgen. Nur  sind diese größeren Kinder oder Jugendlichen absolut nicht krank.  Sie sind abgelenkt und schlecht organisiert. Sie werden mit Wissensstoff überlastet und dabei wird nicht nur ihre Charakterbildung vernachlässigt, sondern sie werden auch  nicht unterrichtet, wie sie eigentlich richtig lernen sollen, wie sie wichtig und unwichtig unterscheiden, wie sie Schwerpunkte setzen, wie sie mit Anforderungen richtig umgehen, wo sie Hilfe finden, wie sie sich einen Ausgleich und Entspannung schaffen und noch so viel mehr. Das lernt man vielleicht im Verlauf der Schulkarriere, vielleicht später, vielleicht nie.
Ein Buch wäre hier nützlich, und da es eigentlich alles gibt, werde ich erstmal forschen, ob es so etwas nicht gibt und für Hinweise wäre ich dankbar. Wenn ich nichts Befriedigendes finde, wäre ich auch in der Lage einiges selber zu schreiben, aber es wäre auch ein schönes Buchprojekt für Leute. die in diesem Bereich arbeiten, ich würde mich auch gern an einem solchen Projekt beteiligen.
Man könnte sagen, die ganze Pädagogik befasst sich eigentlich mit dieser Frage. Wunderbar, aber gibt es auch etwas was nicht für Lehrer und andere Profis geschrieben ist?
 

Meister 08.02.2007, 20.59| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Sicherheit für unternehmungslustige Köpfe

Schon seit längerem habe ich eine Idee entwickelt, die ich aber nicht selbst durchführen kann, weil ich keine entsprechenden Hersteller kenne. Ich glaube aber , daß das Produkt  sicher erfolgreich zu verkaufen wäre: es gibt eine ganze Reihe Kinder, die einen ziemlich unfallträchtigen Lebensstil pflegen und der Kopf i st dabei am meisten gefährdet. Während die Kinder beim Fahrradfahren  heute zumeist mit einem Helm geschützt werden, sind sie das sonst nicht, wäre mit einem Fahrradhelm auch nicht sehr praktisch machbar.
Man sollte deshalb einen Leicht&WeichHelm für Kinder entwickeln, der viele Unfälle im Kleinkindesalter verglimpfen würde.  Er muß und soll dabei keine Hochsicherheitsstandards erfüllen ( dabei liegt sicher in Deutschland wieder das Problem, weil es sicher Normen gibt, die so etwas erfüllen muß und dann ist man wieder da, wo man es nicht anwenden kann, deshsalb darf man es sicher nicht Helm nennen und auch nicht als  Sicherheitsprodukt verkaufen) . Aber macht nichts, dann verkauft man es eben einfach als Kinder-Hut.  Verschiedene Ausführungen wären denkbar: als Bauhelm, Tropenhelm, Ritterhelm, wenn gewünscht auch Damenhutdesign. Nützlich wäre es sicher und machbar auch.


 

Meister 08.02.2007, 20.42| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Nochmal zum Klima

Wenn es wirklich so ist, daß wir mit dem Verbrennen fossiler Brennstoffe das Co2 freisetzen, daß in Jahrmillionen aus der Atmosphäre abgeschieden wurde, dann bedeutet das den damaligen Kühlungsprozeß umzukehren. Wir tun das also schon seit Jahrhunderten. Zunächst nur unmerklich, inzwischen aber so ausgiebig, daß wir die Kohlenstofflager in vielleicht 100-200 Jahren voll freigesetzt haben.   Wenn wir nicht wollen, daß wir eine völlig unbewohnbare Erde haben, dann müssen wir endlich Methoden finden, die über den schlichten Oxidationsprozeß von Kohlenstoff hinaus gehen. Wir denken von uns, daß wir fortgeschrittene Technik anwenden, aber selbst Atomkraftwerke sind nur Tauchsieder mit Radioaktivität. Autos sind Ölverbrenner auf Rädern und Kohlekraftwerke sind nur modernisierte Dampfmaschinen.

Da müßte es doch auch noch andere Möglichkeiten geben. Kann es sein, daß man in hundert Jahren uns wegen unserer Dummheit, Arroganz, Gier, Phantasielosigkeit und Verantwortungslosigkeit verachten wird?

Es erschreckt mich eigentlich, daß die Diskussionen nur um Autogrößen, Heizungseinstellungen, Hausisolationen und ähnliche Dimensionen geführt werden. Die Mülltrennung sei uns ein warnendes Beispiel, das Dosenpfand auch. Wir lassen uns mit Ersatzhandlungen füttern, damit wir uns besser fühlen, schauen aber über unseren Tellerrand nicht hinaus. Stellen nicht die Fragen, die den Rahmen sprengen würden - weil wir Angst davor haben, daß der Rahmen gesprengt werden könnte.

Meister 07.02.2007, 20.25| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Kann das wahr sein?

Nachdem gestern das Ausforschen privater Computer gerichtlich abgeschmettert worden war, kommt jetzt unser geliebter Innenminister her und fordert ein Gesetz, das genau das erlauben soll. Meinen unsere großkoalitionären Herren wirklich, sie könnten, weil sie eine Mehrheit im Parlament haben, sich alles erlauben? Sie müssen die Bürger für total beschert halten, befürchte ich. Sie zerstören das Vertrauen in den Staat immer mehr und vergiessen dann Krokodilstränen, weil die Bürger angeblich die Demokratie nicht mehr mögen. Ich sehe das so, daß die Bürger immer weniger Vertrauen haben, daß sie in diesem Staat noch irgendetwas zu sagen haben. Ich glaube die Bürger wollen mehr Freiheit und weniger Bürokratie und nicht eine Regierung die von Verbrechensabwehr redet, aber alle Bürger zum Ziel ihrer Forschungen macht.

Eine der großen Auseinandersetzungen der Zukunft heißt : Freiheit gegen Perfektion: also Freiheit oder perfekte Kontrolle.

Meister 07.02.2007, 19.45| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Kinderdefizite

Sicher meinen sie es nur gut, die  Fürsorge- und Schulärzte, Kindergärtner und Grundschullehrer, Ergotherapeuten und andere Therapeuten, wenn sie Kindern, die sie nicht oder kaum kennen, Defizite anhängen:  Eifrig wird getestet und aufgelistet, was sie angeblich alles nicht können. Die neuen hochoffiziellen Sprachtests tun ein Übriges. Kinder die eigentlich völlig ok sind , werden zu therapiebedürftigen Fällen gemacht. Besonders heftig ist es, wenn Kinder zu früh eingeschult werden müssen, weil angeblich Deutschlands Zukunft das verlangt, und diese, weil sie schlicht noch nicht schulreif sind, zu Entwicklungsgestörten  erklärt werden.
Warum denkt eigentlich niemand darüber nach, was er den Kindern damit antut? Ihr Selbstbewußtsein wird beschädigt, ihr Selbstvertrauen untergraben. Man reitet auf ihren Schwächen herum, anstatt ihre Stärken zu sehen. Es gibt nun mal Kinder ( auch Erwachsene), die z.B. nicht gut malen können. Daraus wird dann eine Feinmotorikstörung und die Eltern werdeni n Angst und Schrecken versetzt ,ihr Kind werde nicht schreiben können, viele von diesen Nichtmalern können zu dem Zeitpunkt sogar schon schreiben.
Einem anderen Kind, geistig schon sehr weit und voll schulfähig, wird eine muskuläre Schwäche nachgesagt, die unbedingt behandelt werden müßte. Das Kind ist geknickt, sonst hat es absolut nichts.
Dummerweise gelingt es den Angstmachern doch viele Eltern sehr zu verunsichern, so daß man als nachlässig angesehen wird, wenn man davon abrät, bei dem Reigen mitzumachen.
Irgendwie müßte diese Kindergarten- und Schulbeginnhysterie wieder gedämpft werden und die Kinder eine Möglichkeit bekommen, eigene Persönlichkeiten zu sein und nicht  Abdrücke von Rasterschablonen.  Sie meinen es ja alle so gut mit den Kindern,  und sie kommen sich so professionell vor, wenn sie ihre Raster auswendig gelernt haben, in die sie dann die jungen Menschen so lange pressen können, bis sie anständig deformiert sind.
Natürlich gilt das nicht für alle  Ärzte, Lehrer  etc.und natürlich gibt es auch Kinder, die wirklich Probleme haben, aber es ist erschreckend, wie hoch der Normierungsdruck heute ist.
 

Meister 06.02.2007, 21.49| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Traumfänger

Ich habe mir einen Traum erfüllt. Am Freitag habe ich mir, nach längerem Umschleichen, beim Akkordeoncentrum Brusch eine tolle neue Club-Harmonika gekauft, eine Morino Direktimport Harmonika. Im letzen Jahr hatte ich mit einer Corona II begonnen, das hat auch schon Spaß gemacht, die corona ist sehr schön leicht, aber es gab doch einige Einschränkungen. Trotzdem hätte das eigentlich für einen Avanti-Dilletanti-Fan wie mich reichen sollen. Aber ich habs gemacht und ich bin glücklich darüber, ein toller Klang und wirklich begeisterungswürdig. Die Auswahl bei  Akkordeon-Brusch ist auch wirklich extrem gut, in Hamburg gibt es natürlich noch mehr als in Berlin , aber nett und hilfsbereit sind die Leute hier wie dort.

Meister 06.02.2007, 21.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Joseph Conrads Epitaph

Sleepe after toyle, port after stormy seas, ease after warre, death after life, does greatly please
das ist die Grabinschift Josef Conrads auf dem Friedhof in Canterbury. Es handelt sich um 2 Zeilen aus Edmund Spensers >The Fairy Queene<.

Auf deutsch heisst das etwa:
Schlaf nach mühseliger Arbeit, Hafen nach stürmischer See, Friede nach Krieg, Tod nach Leben ist eine große Wohltat.
(frei zitiert nach dtv-portrait >Joseph Conrad< von Renate Wiggershausen)
 

Meister 04.02.2007, 13.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Kurz:Bildung

Kann man den Bildungsroman auch als Kurzgeschichte schreiben ? Warum eigentlich nicht?
Ich kann es mir jedenfalls vorstellen. Da müßte man ein BIldungsfragment nehmen, vielleicht einen Schüler und sein Erlebnis oder den Studenten und sein Durchbruch oder den Wissenschaftler und sein neues Niveau. Es geht dabei nicht einfach darum, daß man etwas Neues weiß, sondern daß man an Erkenntnis und an Charakter gewonnen hat.
 

Meister 04.02.2007, 09.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Ein Glück,

daß alles wieder funktioniert. Irgendwie verliert man ja dann doch die Lust, wenn irgendwas nicht richtig geht, es ist wie eine Verletzung, man fühlt sich nicht ganz intakt.
Romantisch gesehen, träume ich von einer Zeit, in der die Dysfunktionen von Maschinen uns genauso wenig Probleme machen wie das Fehlverhalten von Menschen.
Nein, die Welt wird niemals perfekt sein - weil sich dann ja nichts mehr verändern würde.
Aber sie kann immer besser werden.
 

Meister 04.02.2007, 08.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Psychoanalyse und Natur?

Auch in der Natur gilt: das Verdrängte kehrt zurück !
 

Meister 03.02.2007, 11.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Klimawandel

Die Wirklichkeit bricht sich Bahn: der Klimawnadel wird schjneller und stärker als alle Welt  es sich vorstellt. Aber noch völlig verunklart wird die Tatsache, daß nicht nur die Lebensweise sondern die übergroße Anzahl der Menschen daran schuld ist. Wenn  es jetzt heißt, es könnten 100 Millionen Menschen gefährdet sein, dann wird übersehen, daß mindestens 1-2 Milliarden Menschen zu viel auf dieser Welt leben. Wenn man das nicht sehen will und statt dessen über den Durchschnittsverbrauch von Autos oder Energiepässe für Häusern schwadroniert, dann vergibt man die Chance, die Zahl der Menschen bewußt und human zu reduzieren, was nur heißen kann: weniger Geburten. Also keine Propaganda  für Menschenvermehrung mehr und keine  geldliche Bevorteilung des Kinderkriegens. 
Das klingt für heutige Ohren noch schwer erträglich, aber vielleicht besteht die Rettung der menschlichen Art gerade in ihrer Selbstbeschränkung. Wenn wir uns nicht beschränken wird  die Natur das selbst tun, was nicht heißt daß der Tod von Millionen dann gewaltlos wäre. Not und zurück gehende Lebensräume können auch schnell zu Verteilungskämpfen  und Krieg führen.
Zukunftsromantik kann nicht bedeuten, die Augen vor  den Risiken der Zukunft verschliessen, sondern der Glaube daran, daß eine schöne Zukunft für uns alle möglich ist, wenn wir uns den Herausforderungen der Zukunft stellen.
Wir werden anders leben müssen. Wir werden anders leben können, wir werden sogar sehr gut anders leben können.
 

Meister 03.02.2007, 11.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich