Meisters Romantic
Die Zukunft ist die Traumzeit der Romantik
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Bärbel
Ich möchte dir mal ganz viel Glück wünschen, dass die Pannenserie nun ihre letzte Folge hatte! Daumen sind doll gedrückt
LG Bärbel
30.1.2010-22:36
Sebastian
Dein letzter Blog Eintrag "Ergoterror macht Kinder fertig" ist dir sehr gut gelungen -baut sehr gut auf dem vorigen auf :ok:
27.11.2009-10:15
Chatty
Ich lasse Dir Wünsche für ein wunderbares Wochenende da ... nutze sie :-)
30.10.2009-19:48
Linda
Auch ich, wie die Schreiberin vorher!
LG
30.9.2009-19:03
Bärbel
Bin heute als Berlinerin über diese Seite gestolpert und...es hat sich gelohnt. Ich werde hier öfter mal stöbern nach Perlen :D

Danke
und Grüße aus dem "hohen Norden"
Bärbel
13.5.2009-19:45

Kinderbetreuungsgeld: Quatsch und Quätscher

Also eigentlich finde ich diesen Nachwahlkampf ziemlich blödsinnig, so ein Koalitionsvertrag ist doch nur Absichtserklärung und insofern wird man die neue Regierung erstmal loslegen lassen müssen. Früher gab es da mal eine 100 Tage Regel, heute ist das Geheul der roten Brüder nicht zu dämpfen und die gesamte Agitpropmaschine der Medien nicht zu bremsen.
Trotzdem muss ich an einem Punkt auch schon einhaken: das geplante >Kinderbetreuungsgeld< ist ein Wehnerismus: "Quatsch und Quätscher!"
Natürlich stellt der brave CSU-Mann da die brave Bürgersfrau  in den netten Vororten Münchens vor, die schön zuhause ihre Kinderschar treu katholisch erzieht, unbeirrt von staatlicher Bevormundung und unbeeinträchtigt von Erwerbsnotwendigkeiten, im 3-Jahres-Rhythmus ein neues Schäfchen in die heilige Kirche setzend. Nur werden sie dieses Geld auch an die Sarrazinfamilie im Araberghetto Rollbergviertel zahlen müssen. 
Also genau das Gegenteil des richtigen Signals. Dabei müsste doch auch der letzte denkende Mensch langsam einsehen, dass Geld für nichts tun das Kontraproduktivum Deutschlands  ist.
Ich hoffe aber zuversichtlich, dass es wenn es an die konkrete Umsetzung solcher Dummheiten geht, nochmal neu nachgedacht wird.
Es kann doch mit der Brot und Spiele Mentalität nicht so weiter gehen in Deutschland. 

Meister 27.10.2009, 10.30| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram | Tags: Kinderbetreuungsgeld

Bloggmas Pharmadialektik



Liebe Freunde wunderbarer Heilungen und Feinde des schweinischen Profits. 2 Ereignisse haben die Pharmaindustrie in den Fokus der Kritik einer misstrauischen Öffentlichkeit gerückt: zum einen die angebliche Verhinderung der Massenheilung von Neurodermitis, Psoriasis und anderer Hautleiden, weil man ein bestimmte Salbe nicht produzieren will, die angeblich wunderbar und toll ist. Zum anderen der Schweinegrippeimpffstoff mit seinen neuartigen Verstärkern und alten Konservierungsstoffen und riesenhaften Profiten.

Also eins nach dem anderen:

Es soll sich um eine Salbe handeln aus Vitamin B12 und Avocadoöl und sie soll bereits als Medizinprodukt zugelassen sein, was offenbar nicht so schwer (und dementsprechend nicht teuer) war, weil es sich ja um 2 bekannt unbedenkliche Substanzen handelt, so etwa als ob man Wasser gemixt mit Apfelsaft als Mittel gegen Durst zulassen möchte(was bekanntlich auch wunderbar hilft). Bei Medizinprodukten muss nur die Unbedenklichkeit und nicht die Wirksamkeit nachgewiesen werden. Eine Firma, fand das Mittel nicht so erfolgversprechend und lehnte ab, es zu produzieren. Unterstellt wird, dass sie es tat, um ihre Profite mit Mitteln wie Cortison etc. zu schützen, obwohl die nur schlimme Nebenwirkungen haben und längst nicht so gut wirken würden.

Ich hatte die Sache schon von Anfang an für unglaubhaft gehalten, weil es sicher kein Problem wäre, so eine Salbe, die jeder Apotheker anrühren könnte, produzieren zu lassen. Es gibt massenhaft kleinere Firmen, die das sicher gerne machen würden, weil sie auf jede lukrative Lücke im Markt lauern. Und es stellt sich jetzt raus, dass die Salbe auch schon kurz vor dem Produktionsbeginn steht, es nur ein Propagandatrick war, der aber nur zu gern geglaubt wurde. Da wird wohl Ernüchterung eintreten, vielleicht sollten manche Leute schlicht ihre Reflexe überprüfen: kritisches Denken sollte man auch gegenüber den scheinbar »Guten« anwenden und misstrauisch werden, wenn man mit schwarz-weiss zugedeckt wird. Ich prognostiziere, dass auch mit der »Wundersalbe« bald Ernüchterung eintreten wird, beide Wirkstoffe sind, wie so viele andere, doch schon oft getestet worden und selbst wenn man bei einigen Leuten Verbesserungen sieht, seien wir bei solchen Berichten auch nicht zu blauäugig. Heerscharen von Scharlatanen zaubern ständig glühende Bewunderer ihrer Heilkunst hervor sobald man hinter den Rauchvorhang schaut, wird klar: viel Rauch um nichts und oft bös abgezockt. Es wäre sicher schön, wenn man so eine Wundersalbe finden würde, aber die Wetten stehen 1:1.000.000 dass das nicht passieren wird. Neurodermitis wird heilbar werden, wenn man sie wirklich grundlegend verstanden hat, vorher wahrscheinlich nicht.

Und der Schweinegrippeimpfstoff. Klar hat die Pharmaindustrie ihre eigenen Ideen entwickelt: einen neuen Musterimpfstoff für Pandemien zulassen, den man dann ohne große Fisematenten mit Austausch der Antigene für diese und andere Pandemien schnell und massenhaft nutzen kann. Die Idee ist ja nicht schlecht, und sie kam sicher auch gar nicht von der Industrie sondern von der WHO. Die Ausführung des Konzepts hat aber die kritischen US-Gesundheitsbehörden nicht überzeugt, die haben lieber auf einen klassischen Grippeimpfstoff gesetzt. Aber andere Gesundheitsbürokraten, sagen wir mal die deutschen, sind darauf angesprungen. Vielleicht deshalb, weil sie sich schon frühzeitig in einen gewissen Pandemiewahn hineingesteigert hatten gegen den sie das Äußerste zu unternehmen bereit waren. Es war ein Spiel mit ernstem Hintergrund: kommt es zur Mörderpandemie, dann werden sie gefeiert, bleibt es bei der Haustiergrippe, werden sie verlacht. Und dieses Spiel ist noch nicht vorüber, die Mörder könnten morgen oder irgendwann doch noch ins Spiel kommen. Nur jetzt sind sie nicht da, und deshalb hat niemand Lust, den Großversuch mit dem Pandemieimpfstoff zu machen. Kann natürlich sein, dass nicht nur die Schweinegrippe sondern auch dieser Impfstoff völlig harmlos ist (hoffen wir's!), aber man muss bei diesem Großversuch nicht mitmachen, sollen sie doch erstmal ein paar Millionen Freiwillige mit gutem Erfolg impfen, kann ein Weilchen dauern, macht aber doch nichts. Wenn man vorsichtig vorgeht, nach und nach impft, wird man Risiken frühzeitig erkennen und kann bei einer Verschärfung der Bedrohungslage jederzeit reagieren. Das Argument, man müsse jetzt sofort alle impfen, um die Radikalisierung des Virus zu verhindern halte ich für vorgeschoben und falsch. In Wirklichkeit gibt es nur einen Druck: wenn keiner hingeht sind die Impfstoffbesteller blamiert, dann werden sie ungemütlich werden. Ich verorte die Schuld in dieser Frage eindeutig bei den Gesundheitsbürokraten und nicht bei der Pharmaindustrie, die hat versucht die Vorgaben zu erfüllen und kriegt dafür jetzt wahrscheinlich Profit und Prügel zugleich.

Profit und Prügel ist sowieso eine gute Überschrift für den zweiten Teil, nämlich Überlegungen über die Rolle Pharmaindustrie überhaupt. Im Gegensatz zu dem, was in der Öffentlichkeit gedacht wird, hat die Pharmaindustrie in der Entwicklung wirksamer Medikamente in den letzten 100 Jahren sehr große Verdienste. Man braucht nur 20 Jahre zurück zu gehen: im Westen gab es alle Medikamente, in der DDR hatten sie nicht mal einen primitiven Penicillinsaft für Kinder. Von den früherblindeten und gedächtnisfrei nostalgischen Freunden des DDR-Gesundheitswesens wird natürlich nicht zu hören sein, dass die so lieben Poliklinikärzte bei Angina nichts Besseres zu tun hatten als mit Angstmache die Mütter dazu zu zwingen, jeden Tag die Kinder zur Penicillinspritze zu bringen, denn eine Depotspritze gab es natürlich auch nicht.

Aber wir wollen uns heute gar nicht über die Ewiggestrigen groß auslassen, nicht mal Bodo Ramelow würde heute.... und Iljitsch sowieso noch nie... und für Oskar sowieso immer nur das Beste...

Die Pharmaindustrie ist ein Dilemma und bleibt es auch: sie sollen und wollen innovative Medikamente entwickeln und liefern, sie wollen dafür Profit machen, das soll sich aber in Grenzen halten. Die Profitbasiertheit ihrer Geschäfte ist natürlich ihr Antrieb und ein besserer hat sich bisher noch nicht gefunden sucht weiter Jungs, ich bin dafür! Diese Profitbasiertheit ist natürlich genauso das große Handicap: sie sorgt dafür, dass nur das erforscht und entwickelt wird, was grossen Absatz und Profit verspricht, dass neue Mittel in den Markt gepuscht werden, um die Patentschutzzeit auszunutzen, obwohl die alten noch genauso gut wären, und dass hochwirksame Medikamente für Befindlichkeitsstörungen also für Nichtkranke empfohlen und verkauft werden, wie neuerdings Protonenpumpenhemmer gegen Sodbrennen, statt weniger essen und andere natürliche Abhilfe.

Das ist die Doppelnatur des kapitalistischen Profits, nicht gerade neu, logisch. Aber hier in einem besonders sensiblen Spannungsfeld: Gesundheit oder Krankheit, länger leben oder früher Tod, Schmerzen und Depression oder feel-good, Impotenz oder Hi-sein, nicht zuletzt Ängste und Erwartungen massenweise.

Die konventionellen Lösungsvorschläge kennt man auch, weg mit den Profiten und hurra. Ergebnis bekannt.

Gibts nichts Besseres? Vielleicht doch und die hätten dann auch über den Sektor hinausreichende Bedeutung. Man muss die Ausgangslage also den Profit akzeptieren und von da aus an den Schrauben so drehen, dass der erwünschte Profit gemacht wird, der unerwünschte nicht gemacht wird, Anreize dort geschaffen werden, wo der Profit zu gering ist und man muss Marketing und Lobbyismus durch Aufklärung und Transparenz einerseits und Begrenzungen und Verbote andererseits kontern. Und wer soll das machen? Der Staat? Sagen wir mal so: das allgemeine Interesse. Dieses sollte sich im Staat genauso ausdrücken wie in der Öffentlichkeit.

Vielleicht zu theoretisch: es gibt verschiedene Einzel- oder Partikularinteressen und es gibt ein allgemeines Interesse, das sich nicht schlicht aus der Summe der Teilinteressen ergibt, sondern als deren Ausgleich. Der gesellschaftliche Ausgleich in unserem Land (und der weltweite Ausgleich nicht zu vergessen) ist die Kernfrage der richtig verstandenen Demokratie, die sich eben nicht als Herrschaft der Mehrheit, der Einflussreichsten oder der lautesten Schreier definieren lässt, sondern als ein austariertes System von Balancen, Kontrollen und Organen des Interessenausgleichs. Und die Grundlage dafür muss sein, dass einen Geist gesellschaftlicher Fairness, ein Bewusstsein eines notwendig gemeinsamen Weges in die Zukunft gibt.

Also zurück: wir müssen der Pharmaindustrie wie jedem anderen Einzelinteresse das organisierte Allgemeininteresse entgegensetzen, also keine Verteufelung sondern öffentliche Diskussion, Belohnung des guten Profits und Vermeidung oder Wegnahme des schlechten, Förderung dessen, was vernachlässigt wird und Verbot von Interessenkollisionen. Letzteres ist sicher das Schwierigste: diejenigen, die das Geld haben, können sich auch ihre Agenten kaufen: Verfilzung von Bänkern und Aufsichtsbehörden ist sprichwörtlich, mit Pharmaindustrie und Gesundheitsbehörden ist es nicht anders in anderen Bereich genauso.

Professoren sind billig zu haben, das ist eine Binsenweisheit. Journalisten sind noch billiger, mediale Aufmerksamkeit ist leicht zu organisieren.

Trotzdem liegt die Chance der Kontrolle in der Öffentlichkeit - wir müssen eine kritische Öffentlichkeit sein und nur durch ein Einbeziehen von immer mehr Menschen in diese kritische Öffentlichkeit wird sie zu einer kritischen Masse.

Darauf einen Krankenschein!

Liebe Grüße aus dem Spreebogen, wo wir auf den neuen Gesundheitsminister warten, ohne Vorschusslorbeeren aber mit Offenheit und Interesse. Man sollte ihn sicher nicht unterschätzen, das ist kein Klientelpolitiker.

Ihr ergebener Dr. med. Bloggma

Meister 25.10.2009, 23.23| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma | Tags: Pharmaindustrie, Schweinegrippe, Neurodermitis,

Photos

Heute hänge ich seit Stunden am Photoentwicklungsprogramm. Es kommt im Blog bisher ja nicht vor, aber eigentlich habe ich zum Photographieren und Entwickeln ein sehr auf und ab schaukelndes Verhältnis. Es braucht halt immer viel Zeit. Klar würde ich gern mal ein richtiges Album wieder machen, vielleicht nehm ich mir ja die Zeit, demnächst mal.

Meister 25.10.2009, 16.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Lächelorakel

The Smile You Send Out  Returns To You

Meister 25.10.2009, 12.27| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate | Tags: Lächeln Freude

Zeitumstellung

Wer redet da von Zeitenwende? Wir haben gerade mal die Uhr auf die  reale Zeit gestellt, weil es sonst morgens zu duster geworden wäre. Dafür ist es jetzt abends zappenduster. Okay, keine Wirkung ohne Nebenwirkung.
Es vergeht natürlich ein Weilchen bevor man alles neu justiert hat, aber eigentlich hab ich diese Umstellungen gar nicht so ungern, endlich geht mal wieder alles synchron!
Im Frühjahr bringt die Umstellung auf die Sommerzeit ein richtiges Aufbruchsgefühl in den Sommer und im Herbst ist dann auch endgültig klar, was es geschlagen hat. 
Irgendwie haben diese Zeitumstellungswochenenden immer etwas Besonderes. 

Meister 25.10.2009, 10.23| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

In die Gänge

Irgendwie komme ich heute nicht so recht in die Gänge. Samstags ist es oft so, dass da ein Haufen von Sachen ist, die man sich schon die ganze Zeit vorgenommen hat, aber auch das Beharrungsvermögen des Ruhebedürftigen. Da hilft eigentlich nur der berühmte Tritt in den...
Aber bei diesem trüben Wetter kommt auch noch das Gefühl dazu, dass man auf Winterschlaf umschalten sollte, das Signal die Energie runter zu fahren und es sich im Warmen gemütlich zu machen, in ein schläfriges Nichtstun zu fallen, eine Pre-Winterschlaf-Trance.
Manchmal lass ich dieses Gefühl einfach gewähren. Mal sehen wie das heute wird.

Meister 24.10.2009, 11.44| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schweinegrippefront-update

Es gibt mal wieder Neuigkeiten an der Schweinegrippefront. Zum einen 1000 Fragen zur Impfung. Die Leute sind von den  sich widersprechenden Informationen allmählich voll verwirrt, man wird demnächst mal darüber nachdenken müssen, was die SG für die Desinformationsgesellschaft bedeutet. Wieder mal muss man ständig die gleiche Platte spielen, aber das ist in der Kinderarztpraxis nichts Neues, das sind wir gewohnt.
Die Schweinegrippe selbst ist keineswegs verschwunden, im Gegenteil, die Fälle werden immer mehr, leider werden wir durch die Umstände daran gehindert unvoreingenommen Tests zu machen, aber eigentlich ist das kein Unterschied zur normalen Grippewelle, dort merken wir auch nicht durch Tests sondern durch das uniformer werdende Bild der fieberhaften Erkrankungen, dass die Fälle mehr werden. Im Moment werden die fieberhaften Infekte deutlich mehr und bei einigen denkt man >könnte sein< ohne einen dann natürlich meldepflichtigen Verdacht daraus machen zu müssen. Aber die erste Meldung ans Gesundheitsamt hatten wir gestern auch, liess sich von den Umständen nicht umgehen. Der Fußballclub der Umgebung hat ein Trainingslager irgendwo gehabt, wo sich plötzlich die S-Grippe ausgebreitet hat, einer von den Heimkehrern wurde gestern bei uns vorgestellt und im Auto auf dem Parkplatz untersucht: Ergebnis unspezifisch, aber bei Virusnachweis im Ansteckerkollektiv sicher ein Verdacht. Und wenn Tamiflu aufgeschrieben wird, kann man wohl nicht leugnen, dass man einen Verdacht geäußert hat, also muss man melden! Es besteht die Gefahr, dass man sich bei der administrativ aufgeladenen Situation sonst ins Schußfeld bürokratischer Sanktionen der amtlichen Gesundbeter begibt, was zu vermeiden ist. Sie suchen jetzt schon Sündenböcke für das von ihnen angerichtete Desaster. Je mehr Letzteres anwächst, um so mehr wird diese Tendenz zunehmen. Eine angeschlagene Bürokratie ist gefährlich, da ist ein angeschossenes Wildschwein gar nichts gegen. 
Bei dem erwähnten Trainingslager wurden alle Betroffenen sofort mit Tamiflu behandelt und alle nicht Betroffenen gleich mit einer Prophylaxedosis. Das kann man medizinisch durchaus als vollkommen unsinnig ansehen,  aber niemand will sich nachsagen lassen, dass er nicht das Äußerste unternimmt. Bei den so Behandelten kommt es dann gleich zur nächsten Verunsicherung: schreckliche Nebenwirkungen seien in Japan aufgetreten. Das ist sicher wieder ein haltloses Gerücht, die Japaner haben schon in dem Vogelgrippewinter vor 3 Jahren ungebremst Tamiflu in Massen geschluckt und damit sicher in Einzelfällen auch unerwünschte Wirkungen gehabt. Aber als ich die Putativ-SG im Frühsommer hatte, habe ich festgestellt, dass das Mittel eigentlich nicht schlecht verträglich ist, auch wirkt, aber keineswegs stark wirkt, das ist nicht das, was man von Antibiotika kennt. Ob man es nehmen soll, ist weniger eine Frage der Nebenwirkungen, sondern mehr eine Frage vom therapeutischen Sinn: wenn es jemandem nicht gut geht, würde ich es schon empfehlen, aber jeden der sich angesteckt haben könnte zu behandeln ist vielleicht doch ein bisschen sehr "japanisch".
Die Zahl der Fälle nimmt also offenbar momentan deutlich zu, aber glücklicherweise gibt es bisher nur Leichtkranke. In einer Familie, in der es vor 2 Monaten nachgewiesen wurde, hatte sich die Mutter in Spanien angesteckt, hatte Fieber und Husten, war nach einer Woche wieder hergestellt, der Sohn hatte auch etwas Fieber, Vater und Tochter waren aber nicht sichtbar betroffen. Das könnte vielleicht repräsentativ sein, in einer Reihe von Familien sind eine Reihe von Mitgliedern betroffen, aber die meisten so unspezifisch leicht, dass niemand die Diagnose stellen würde.
Und der Impfskandal:  im Land Berlin wird heftig gestritten, der Senat hat bei der kassenärztlichen Vereinigung, mit dem Wunsch ein Billighonorar zu diktieren, auf Granit gebissen und will jetzt seine Hiwis im öffentlichen Gesundheitsdienst die Sache machen lassen und eine Koalition der Willigen aus  2000 Praxen rekrutieren, die sich umfänglich formularmäßig beim Senat bewerben, um für das herabgesetzte Honorar die Impfung machen zu dürfen. Das Geheul der roten Brüder im Senat wird  durch ihre publizistischen Hilfstruppen verstärkt: die bösen, bösen raffgierigen Ärzte verhindern die rechtzeitige Rettung der unschuldigen Bevölkerung  vor der tödlichen Seuche, weil sie nicht bereit sind, die Impfung zu den Bedingungen durchzuführen, die ihnen vom Senat gestellt werden. 
Dabei wird wieder genau der Fehler gemacht, der schon die ganze Zeit sich durch die SG-Frage zieht: es wird einfach behauptet, dass ein Notstand vorliegt, den man nur durch Notstandsmassnahmen beherrschen könne: deshalb Impfstoffe, die nicht getestet sind, sondern notfallmässig zusammengeschustert, deshalb Impfung durch Leute, die man nicht normal bezahlt sondern zu einem Nottarif oder am besten notfallmässig dienstverpflichtet. Von der Haftungsfrage wurde in diesem Zusammenhang auch gar nicht gesprochen: d.h. sie erwarten von Ärzten, dass sie für ein reduziertes Honorar einen Impfstoff verimpfen, von dem diese nicht überzeugt sind und für den sie bei schlimmen Resultaten vielleicht sogar noch haften sollen. Die allgemeine Behauptung, der Staat hafte für empfohlene Impfungen wurde in der Vergangenheit schon mehrfach per Gericht auf Impfärzte abgewälzt, notfalls mit fadenscheinigen Begründungen wie >mangelnde Aufklärung< (Beispiel vor einigen Jahren: Poliomyelitis =Kinderlähmung bei Kontaktpersonen von Lebendimpfstoffempfängern).
Aus meiner Sicht geht es nicht um 2€ mehr pro Impfung, im Notfall würde ich das auch ohne Bezahlung machen, nur es handelt sich keineswegs um eine Notsituation : warum sollten die Ärzte sich dafür hergeben, dem Staat das Geld zu wieder einzusparen, was jener (so viel,  viel zu viel) an die Impfstoffhersteller verdaddelt hat, vor allem, warum sollten sie sich das von der Gesundheitsbürokratie diktieren lassen?
Ich denke, man sollte Ruhe und Vernunft wieder einkehren lassen, die Panikmache  beenden, die Anmassung der Gesundheitsbürokraten durch deren fristlose Entlassung beenden und demnächst offener und bedächtiger mit derartigen Problemen umgehen. Hysterie ist niemals ein guter Ratgeber. 
Diese Schweinegrippeimpfung werden wir wohl als "Ulla Schmidts Abschiedsgeschenk" in Erinnerung behalten.

Meister 23.10.2009, 18.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe Bürokratie

Langsam wird's schweinisch

Also die Sendung >hart aber fair< gestern abend ueber Schweinegrippe war mal wieder nicht sehr fair, eine Versammlung von Schwaetzerei, irgendwann kriegt der Plasberg noch den Sudel-Ede-Gedenkpreis.
Aber es war ja zu erwarten, dass die Medienkampagne allmaehlich einen Hoehepunkt erreicht. Das interessante an diesem durchs Dorf getriebenen Schwein ist im Gegensatz zu manchen seiner Vorgaenger, dass auf der Endstrecke vom Endverbraucher eine Aktion erwartet wird. Der soll ja irgendwo hingehen und sich impfen lassen und das nur durch die Macht der Medien, umgesetzt in persoenliche Angst.
Ich glaube man kann jetzt schon erraten, wei das ausgehen wird. Und was macht die Propagandaindustrie dann? Na da will ich mal nicht spekulieren.
 

Meister 22.10.2009, 14.21| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Schweinegrippe

Wunderspruch

Willst Du  Wunder sehen, musst Du Wunder bewirken.
////
Sich wundern dagegen, kann jeder!

Meister 20.10.2009, 14.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Schweinegrippeimpfung- was nun?

Schon wieder wird eine wichtige Sache übersehen: die Schweinegrippe verläuft völlig harmlos, aber das könnte sich ändern.
Die Gesundheitsbürokratie hat mit ihrer Massenimpfkampagne einen Riesenscherbenhaufen angerichtet, aber man muss halt das Beste draus machen.
Die 1 Milliarde Euro ist eh ausgegeben, kann man abschreiben. Die Heldenträume der Bürokraten auch, was man daraus lernen und wen man dafür verantwortlich machen soll, fragen wir später.
Jetzt geht es erstmal darum, ganz in Ruhe umzustellen: aus der Notfallkampagne muss eine ganz normale zusätzliche Grippeimpfung werden: Einzeldosen abfüllen, auf normalem Wege vertreiben, überall impfen, jedem anbieten, aber ohne >sofort< und >muss unbedingt<.
Dann können sich die Leute ganz in Ruhe überlegen, ob sie wollen oder nicht und man kann notfalls, wenn alles bereit und verteilt ist, die ganze Bevölkerung auch schnell überall impfen, wenn es schlimmer werden sollte mit der Schweinegrippe.
Was steht dem entgegen?
Eigentlich nur der Starsinn der Bürokraten, die nicht verstehen wollen, dass sie Mist gebaut haben. Sie haben natürlich Angst ihr Gesicht zu verlieren, aber keine Angst wir sind nicht in Asien, sie werden ihre Pensionen behalten, selbst wenn sie sie demnächst schon kurzfristig bekommen. 

Meister 20.10.2009, 10.02| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder | Tags: Schweinegrippe Impfung Bürokraten

Ewig haltende Energiesparlampen

Diese Energiesparlampen sollen ja angeblich sehr lange halten. Jetzt ist da eine wieder mal kaputt, dabei meine ich eigentlich, dass die weder besonders viel brennt, noch besonders alt ist. Man kann ja die realen Brennstunden nicht wirklich messen.
Es würde mich nicht wundern, wenn es sich bei diesen Dingern um einen Riesenschwindel handelt. Gehen sie vielleicht schneller kaputt, wenn sie nicht im Dauerbetrieb brennen. Für Lampen, die nur kurz eingeschaltet werden, beispielsweise im Flur oder Kellerräumen, sind sie doch sowieso unwirtschaftlich. Schade dass man nicht weiss, wie das in 10-20 Jahren beurteilt wird.

Meister 19.10.2009, 20.55| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Gut gelandet

400 Autobahnkilometer ist kein Pappenstil, aber es lief ganz gut heute, nur ein kleiner Stau und nicht allzu viele LKWs. Ich fahr ja nicht schnell, 110-120, >schneller als die LKW< heisst das Konzept. Und wenn man dann angekommen ist: dann hat man gar keine Lust mehr, was zu machen, sondern will erstmal ausspannen.

Meister 19.10.2009, 18.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Herbstwald

Ein Spaziergang im Herbstwald ist wunderschön. Könnte man zuhause ja auch haben, aber irgendwie kommt man nicht dazu, es gibt halt immer was zu tun.

In diessem Jahr scheint mir der Wald besonders bunt zu sein. Aber es ist schon ganz schön kalt, man vermisst sogar eine Mütze, wenn man keine hat.

Eigentlich habe ich überhaupt keine Lust auf Winter, muss ich hier mal sagen!

Meister 18.10.2009, 17.04| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ein Kennenlernen

Heute vor sagichliebernicht Jahren habe ich meine erste Freundin kennengelernt. Dass man sich noch an sowas erinnert??

Es war aber einfach sehr schön, man sollte sich an das Schöne immer erinnern. Es gibt genug anderes, was man nicht vergessen kann.

Meister 17.10.2009, 16.53| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Ruhiges Wochenende in Kassel

Schön mal wieder hier zu sein. Es sind 4-5 Stunden zwische nBerlin und Kassel, daran hat sich nichts geändert. Man könnte es auch schneller machen, aber warum? Ich habe keinen Nerv zum Rasen. Es ist ja nicht nur wegen des erhöhten Spritverbrauchs, sondern vor allem, weil man ja nicht als nervliches Wrack ankommen möchte.

In Kassel herrscht immer eine gewisse ruhige Gemütlichkeit vor, die ich nicht missen möchte. Ist natürlich auch vor allem schön, die Lieben wieder zu sehen.

Ich denke jedesmal, man müßte, könnte, sollte dies und das machen. Aber dann ist es doch schöner einfach die Beine baumeln zu lassen, das geht leichter als mit der Seele.

Immerhin kann ich jetzt hier auch mobiles Internet haben, das läuft hier mit UMTS also  nur ein 20stel der gewohnten Geschwindigkeit, aber immer noch 10x schneller als es über die normale Mobilfunkleitung im Urlaub war. Das war ja grausam langsam, aber so wie es jetzt ist, kriegt man ein nostalgisches weltweites Wartegefühl. Ist doch noch gar nicht so lange her, dass man mit 3,6 MBit/s zufrieden sein mußte.

Meister 17.10.2009, 14.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Angekommen in Kassel

Gut angekommen, immer wieder schön in Kassel. Ich finde es immer wieder toll hier, Immerhin, ich komme von hier, ich bin hier geboren, es ist meine Heimat!

Meister 16.10.2009, 21.05| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Durchgeknallter General - völlig irreal






Gefunden in den Weiten des phantastischen Raumes:

Es handelt sich um Ausführungen von General Lucio Nimmdiebeineindiehand, einer der fähigsten Offiziere unserer Streitkräfte. Sie wurden uns auf dunklem Wege zugespielt:

Tagesbefehl XX09/dx1/koG an die 2. Luftlandedivision:

Kameradinnen und Kameraden, liebe IKKs (informelle Kombattanten und Kollateralschadenorganisatoren). Ich spreche heute zu Euch aus meinem Befehlsstand hier in der geheimen Heide, um Euch klar zu machen, dass wichtige Aufgaben auf uns warten. Eine der wichtigsten ist, dass wir uns auf den Gorillakrieg vorbereiten. Interessierte Kreise verbreiten ständig die Behauptung, der Gorilla würde aussterben, namentlich der Berggorilla. Aber die Wirklichkeit der Berge von Afghanistan belehrt uns jeden Tag, dass die Zahl der Gorillas in den Bergen ständig zunimmt. Vielleicht liegt das an den internationalen Schutzmaßnahmen für bedrohte Tierarten, die Gelder für sowas werden ja oft zweckentfremdet, geht ja hier ganz einfach: anstatt das Geld in Afrika auszugeben, wird es eben in afghanische Gorillas gesteckt, kriegt man gleich prima Dope im Austausch für. Aber in Afrika machen sie es ja auch, mit den Geldern der Gorillaförderung stecken dann plötzlich alle Gorillas in Tarnuniformen und die ballern dann mit automatischen Waffen rum. Und wie Herr Gysi uns immer wieder klar macht, für jeden toten Gorilla kommen 10 neue, das hätte Mao auch nicht besser sagen können. Der Herr Gysi ist einer der besten Männer beim Tierschutz, vielleicht sollte er sich mal um die weltweite Einführung demokratischer Wale bemühen.

Wie kann man denn nun einen Gorillakrieg führen und vor allem wie kann man ihn gewinnen, dass ist die Frage, die weltweit die militärischen Oberaffen bewegt. Wie die Wehrmacht darf man es nicht machen, da laufen heute noch Prozesse, auch wie die Amis in Vietnam darf man es nicht machen, wenn die Bevölkerung erstmal bei den Gorillas mitmacht, ist sowieso alles aus. Das Asymetrische an der asymetrischen Kriegführung besteht darin, dass die Gorillas alles dürfen, Bevölkerung nach belieben drangsalieren und ermorden und ausrauben und sich unter den Zivilen verstecken, dass die Gegenseite nichts darf, wenn sie sich nicht öffentlich bekleckern will. Das wasch-mir-den-Pelz-aber-mach-mich-nicht-naß-Spiel wird hier bös auf unsere Kosten gespielt. Selbst die Amis haben ihr klassisches >erst-schiessen-dann-fragen< modifiziert: beiden denen heisst das jetzt: >erst-schiessen-dann-entschuldigen/entschädigen-später fragen<.

Ist doch auch logisch: wenn man kräftig draufhaut, muss man im Gorillakrieg zwangsläufig auch Falsche neben den Richtigen treffen, also kann man sich schon mal gleich entschuldigen, nachdem man zugelangt hat. Unser junger Minister kapiert sowas natürlich nicht. Der ist Jurist, der will immer Freisprüche, damit ist er natürlich am falschen Platz, denn es gibt keine. Aber die Amis haben eine wichtige Seite der afghanischen Gesellschaft erkannt: man kann für angerichteten Schaden zahlen, Blutgeld oder so heisst das. Damit schlägt man mehrere Gorillafliegen mit einer Klappe: man kann unbesorgt draufhalten, bei einer späteren Untersuchung feststellen, wer wirklich unschuldiger Zivilist war, die kann man entschädigen, mit dem Geld bekämpft man gleich die Armut im Lande, die an dem ganzen Krieg schuld ist.

Wenn die Gorillas also wie Fische im Wasser schwimmen, dann sind sie dadurch natürlich auch anfällig für Fischkrankheiten. Früher hat man gedacht, den Gorillakrieg gewinnt man durch Entfernen des Wassers, aber trocknen sie mal ein Meer aus. Heute muss man sagen, die Fische machen den Unterschied, man muss die Fische füttern, und man muss Raubfische einsetzen, Piranhas beispielsweise, die können einem Gorilla ganz schön das Leben schwer machen. Einen Gorillakrieg gewinnt man also durch viel Geld und durch eine gewogene Bevölkerung, wenn man gut ist, bringt man die einfach mit. So machen es die Israelis und so machen es die Chinesen. Die hätten in Afghanistan die Sache genauso gemacht wie in Tibet. Erst wird in Kabul ein Chinarestaurant aufgemacht, dann kommt die Volksbefreiungsarmee, um unterdrückten Chinesen in dem Laden die Freiheit zu bringen, dann werden viele Chinarestaurants aufgemacht, dann ist man schon mal alle Leute mit Glutamatallergie los. Und dann werden ein paar Millionen Chinesen angesiedelt, die haben natürlich schon seit Jahrhunderten dort gelebt, hat bloß keiner gemerkt. Dann wird Revolution gemacht und die feudalen afghanischen Verhältnisse gründlich beseitigt, die gesamte Feudalherrenclique samt aller ihrer Stammesanhänger werden nach Westsinkiang in Arbeitslager umgesiedelt, dauert natürlich auch eine paar Jahre, aber die Chinesen haben Geduld, arbeiten immer nach Plan, sagen es nur nicht so laut. Die Westler reden immer viel über Pläne, ihnen fällt bloß nichts ein. Die Chinesen sind sowas wie die Wehrmacht auf asiatisch: Vernichtungskrieg mit lächelndem Gesicht, das würden die Amis mit ihrem ständigen Grinsen nie hinkriegen.

Wenn jetzt im Westen nach Jahren mal eine Konferenz veranstaltet wird um die Frage zu klären, wie wir wieder da raus kommen, dann hat die natürlich den Makel etliche Jahre zu spät zu kommen und vor allem müsste sie hintenrum die Anfangsfrage beantworten: was wollen wir eigentlich erreichen, und wie schaffen wir das?

Aber Kameraden, das ist nun mal nicht unser Bier. Wir halten die Küche sauber und lassen unsere Köche nicht von den Gorillas klauen.

Aber bedenkt Kameradinnen und Kameraden, der Feind lauert überall, die biologische Umwelt ist von abgefeimter Gemeinheit, neben Gorillas gibt es auch noch Moskitos, früher sagte man Moskowiter, und dann gibt es auch noch Herden heimischer Blutsauger. Seid also wachsam und auf alles vorbereitet.

Meister 16.10.2009, 11.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Follywood: Virtual Castaways

Was soll das?

Diese Rubrik soll einige Verrücktheiten ins Netz stellen, die zum Wegschmeissen zu schade wären. Sie dürfen aber nicht zu ernst genommen werden!

Meister 16.10.2009, 10.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Follywood: Virtual Castaways

Integration oder nicht

Zum Thema Integration muss man aber auch sagen, dass wir sehr viele tuerkische und arabische Familien haben, die sehr gut integriert sind, sich sehr positiv um ihre Kinder sorgen und auch darum, dass ihre Kinder hier alles richtig lernen.
Aber es gibt immer auch Gegenbeispiele. Beispielsweise hatte ich gerade eine tuerkische Mutter, die sich im Arztzimmer die ganze Zeit mit ihrer Freundin penetrant und stoerend auf tuerkisch unterhalten hat, soweit ich es verstanden habe, klang es situationsbezogen und abwertend.
Grundsaetzlich muss man sich nicht wundern wenn man in Anwesenheit von Einheimischen sein auslaendisches Idiom insidermaessig verwendet, dass dies nicht nur als unhoeflich bewertet wird, sondern dass der unfreiwillige Zuhoerer auch annimmt, dass man negativ oder beleidigend ueber ihn redet.
Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass wir hier ausserhalb des eigentlichen "Neukoellner Ghettos" arbeiten. D.h. die "Migranten" hieer sind in der Regel Einwanderer im positiven Sinne. Aber es gibt in der letzten Zeit duraus auch Bestrebungen von "Berufsauslaendern" hier mehr Ausland durchzusetzen. Das ist nicht in unserem Sinne und auch nicht im Sinne der wirklichen Einwanderer, die lehnen das naemlich auch ab.
 

Meister 15.10.2009, 13.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Koalitionen und Kollisionen




Die Zeit der Koalitionen ist gekommen. Da gibt es alles heutzutage, von >Jamaika< bis >Höllenfeuer<.

Und natürlich die >Tigerenten<.

Eine wichtige Koalition gibt es noch nicht, dabei würde das strategisch eine ganze Menge ändern, vielleicht ergibt es sich ja in den nächsten 4 Jahren allmählich, dass die Hemmschuhe dafür beseitigt werden.

Was ich meine und bevorzugen würde wäre die >Sommerwiese<.

Damit meine ich natürlich grün-gelb. Das klingt mal wieder sehr romantisch vielleicht, aber dazu bin ich ja da.

Wenn grün und gelb die Animositäten überwinden könnten, dann könnten sie ein grosses Potential von vernünftigen Leuten ansprechen und wahrscheinlich ein noch wesentlich größeres Wählerpotential gewinnen. Vor allem wäre es dann nicht mehr so, dass grün und gelb immer nur Juniorpartner oder Mehrheitsbeschaffer sein müssten.

Wenn man annimmt, dass grün und gelb zusammen vielleicht 35+x hätten, dann könnten sie auswählen, welche Farbe auf der Sommerwiese noch vorkommen soll, das schwarz des Bergsees oder das sozialdemokratische rot von blühendem Mohn.

Finde ich eine gar nicht so weit her geholte Perspektive.

Und die heutigen Koalitionen?

Da ist einmal schwarz-gelb, und es wurde schon treffend gesagt, es ist nicht so als ob man gemeinsam in eine Wohnung einzieht, sondern als ob Guido in Angies Lotter-WG ein Zimmerchen kriegt. Da bestimmen die Alteingesessenen, da darf man beim Küchendienst mitmachen, aber alle zum sauber machen organisieren, wo kämen wir hin? Vielleicht sollte sich die CDU aber auch nicht täuschen, der neue Partner ist nicht mehr der Leihstimmenverwalter früherer Jahrzehnte, die Wähler erwarten Veränderung, gar nicht die große Steuerentlastung, aber man könnte doch die große Steuerreform machen mit den 3 Stufen (genannt waren 10,25 und 35%), es müssen doch gar nicht die gleichen Ziffern sein wie vorher gesagt wurde. Nehmen wir mal an, es gibt 3 Stufen, aber die liegen zunächst so hoch, dass es eigentlich aufkommensneutral ist (vielleicht bei 11,28 und 40%), und die ganzen Ausnahmen im Steuerrecht werden abgeschafft. Der Charme der 3 Stufen besteht doch darin, dass diese so einfach und transparent wären, so dass man auch Veränderungen der Tarifstufen gut öffentlich diskutieren könnte. Es wäre ein Meilenstein, der doch gar nicht viel kosten muss.

Und dann sind da noch die anderen neuen Koalitionen.

Im Saarland soll es nach Jamaika gehen, die Grünen haben dort begriffen, dass man sich nicht mit seinem Metzger ins Bett legen darf, wenn man überleben will. Eine Erkenntnis von der die SPD noch meilenweit entfernt scheint. Man kann irgendwie verstehen, dass sie kopflos nach der Niederlage ihr Heil irgendwo links aussen suchen und dafür zweitklassiges Personal nach vorne geputscht wird. Aber bei genauerem Nachdenken sollte auffallen, dass bei rot-rotbraun die SPD das Opfer sein wird. Das sieht man in Berlin schon überdeutlich, wo der Frühstücksdirektor Wowereit seine roten Brüder salonfähig gemacht hat, um sich von ihnen manipulieren zu lassen. Dabei hat er seine eigene Partei schon beinahe vollkommen zerlegt.

Das wird auch Herr Platzek in "unsrer kleinen DDR", sprich Brandenburg, erfahren, der dort bereit ist, mit den >Herren von damals< wieder gemeinsame Sache zu machen und ihnen den Weg an die Macht zu ebnen. Das Ergebnis wird ein weiteres Ausbluten der SPD sein, auf den Vereinigungsparteitag darf man gespannt sein, man weiß zwar noch nicht so genau, wann er stattfindet, aber wenn dann wird es in Brandenburg sein, darauf werden noch Wetten angenommen.

Vielleicht findet sich ja auch noch jemand in der SPD, der erkennt, dass man so in den Abgrund stolpert, aber die SED-PDS-LP stellt es geschickt an, man merkt, dass da Leute die Fäden ziehen, die sehr erfahren in allen politischen Kampfformen sind und die ihr Ziel fest im Blick haben. Es hat sich doch gar nicht viel geändert seit damals. Walter Ulbricht sagte so ziemlich ganz am Anfang: "es muss alles ganz demokratisch aussehen, aber wir müssen überall die Kontrolle haben". Diese Worte könnten für die LP heute auch die geheime Richtlinie sein. Da wird dann mal eine Stasifrontfrau eben nicht zur Ministerin, da verzichtet der Herr Ramelow großmütig auf das Ministerprsidentenamt in Thueringen und sucht ganz unbeschwert in seinem Zettelkasten nach gewogenen SPD-Leuten, die unter ihm den Ministerpräsidenten machen würden. Damit hat er bei Herrn Matschie allerdings überzogen, der hat plötzlich gespürt, dass er Bodo nicht trauen kann. Und was machen die linken Genossen? Sie zetteln eine Palastrevolte in der SPD an, so ganz zufällig hat die LP einen nicht unerheblichen Einfluss in der SPD. Unterwanderung? Na sowas darf man doch nicht aussprechen. Es handelt sich doch sicher schlicht um ehrlich empörte SPD-Genossen, die den arbeiterfeindlichen konterrevolutionaeren Führungsstil der Ebert-Noske-Gruppe nicht mehr mitmachen wollen.

Gut, warten wir mal ab, wie sich das alles weiter sortiert.

Meister 14.10.2009, 20.47| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Womit man Eltern echt sauer machen kann

ist wenn man ihnen sagt, dass ihr Kind keine Therapie (Ergotherapie, Logo, aber irgend jemand hat sie dann schon so wuschig gemacht, dass sie glauben, der Schulerfolg ihres Kindes haenge an dieser Therapie. Bemerkenswert ist, dass dieses Theater in der Schule schon ziemlich frueh in der ersten Klasse beginnt. Manche Lehrer gehen sogar soweit, gleich Adressen von Therapie- und Behandlungszentren mitzugeben. Selbst die Krankenkassen erkennen inzwischen ,dass versucht wird die Defizite der Schule zu Defiziten der Kinder zu machen, die in Stoerungen der Kinder umdefiniert werden, um dann mit Therapie auf Kosten der Kassen die Schulaufgaben zu machen.
Und zwar nicht mal kurz, sondern in Richtung Ewigkeitstherapie. "Kann doch nicht schaden die Kinder zu foerdern", heisst es dann blauauegig.
Aber es schadet doch, nicht nur weil es sinnlos Geld und Zeit kostet, auch weil es das Selbstbewusstsein der Kinder beeintraechtigt und auch, weil diese Aus-Umwege verhindern, dass in der Schule vernuenftige Foerderkonzepte duchgefuehrt werden. Es ist voelliger Unsinn in der Schule in der Eingangsstufe immer heterogenere Gruppen zusammen zu bringen und die Schlechten dann als "Kranke" zu stigmatisieren.
Und diese Mehrjahrgangsklassen sollen ja eigentlich dazu da sein, dass keiner mehr sitzen bleibt. Aber was jetzt veranstaltet wird, ist teilweise noch schlimmer: da wird 1 Jahr und neuerdings manchmal sogar ein zweites Jahr in der Eingangsstufe drangehaengt. FInde ich schlimmer als ein Neustart mit einer anderen Klasse und anderem Lehrer, Das ist doch eigentlich "sitzen bleiben",  naemlich in der selben Problemklasse wie vorher, waehrend die anderen weiter duerfen.
 

Meister 14.10.2009, 11.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schuleprobleme, Therapie, Foerderung,

Dummheit von Geburt?

Da schriebt Tissy Bruns heute in einem Artikel der sich mit den Äußerungen von Herrn Sarrazin auseinandersetzt : "Kein Land wird dümmer, wenn 40 Prozent der Geburten in der Unterschicht stattfinden. Jedenfalls nicht zwangsläufig."
Gut dass ihr wenigstens noch der Nachsatz eingefallen ist. Die Aussage insgesamt ist nämlich mit reihenweise Fragezeichen zu versehen. Ich befürchte sogar, dass sie vollkommen falsch ist. Die Dummheit ist schon zum Teil von der Herkunft abhängig, besonders dann, wenn die Eltern Dummheit für normal halten, um so mehr , wenn Eltern kulturell so divergieren, dass sie eine deutsche Bildungskarriere nicht anstreben oder gar ablehnen.
Der Nachsatz des Zitats zeigt die herrschende Ideologie: >prügelt sie in die deutsche Schule, dann wird das schon was<. Vor dem ersten Weltkrieg wurde Ähnliches mit den polnischen Minderheiten im Osten des Reiches versucht, hat auch nicht geklappt.
Es ist ein fataler Irrtum zu glauben, man könne irgendwo "Menschenmaterial" aufklauben und dann zu dem machen, was man selbst gebrauchen kann.
Wir müssen bei der Zuwanderung darauf achten, da führt kein Weg dran vorbei, dass die Einwanderer bei uns nach den herrschenden Normen mitmachen wollen. Dann sind sie willkommen und sollen alle Vorteile haben. Das ist überall in der Welt so, jedenfalls dort, wo man erfolgreiche Immigration durchführt.
Irgendjemand hatte jetzt zu Recht geschrieben, dass die Kombination von Immigration und Sozialstaat alter Prägung die Probleme erzeugt. Der Meinung bin ich auch. Man kann Einwanderer nicht mit Sozialtransfers bezahlen. Man muss sie arbeiten lassen, mitmachen lassen und ihnen Chancen geben, aber man darf ihnen kein Geld in die Hand drücken. Man wird sonst nicht die richtigen Leute anziehen und massenhaft soziale Probleme für Jahrzehnte erzeugen.
Und da wir natürlich nicht die Einwanderer diskriminieren wollen und Geld für Faulheit für die Deutschen genauso wenig gut tut muss der Sozialstaat grundlegend geändert werden: kein Geld für's Nichtstun, aber ausreichendes Mindesteinkommen für alle die nützliche Arbeit machen, also eine Arbeit, ggf. in Beschäftigungsgesellschaften für jeden,der Geld will und Kindergeld nur gegen Schulerfolg.

Meister 13.10.2009, 12.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Dummheit, Unterschicht, Einwanderung, Sozialstaatumbau,

Neues zur Schweinegrippeimpfung

Die neueste Nachricht in diesem Zusammenhang ist, dass sich in einer Ampulle 10 Impfdosen befinden sollen. Da waren wieder die richtigen Pandemieexperten am Werk offenbar. Die sehen sich ständig in einer Szenerie wie im "Outbreak"-Film die Welt retten und haben sich sicher schon ausgemalt, wie sie in aller Eile Millionen Menschen die lebensrettende Dosis in die dankbaren Arme jagen.
Dummerweise wird es nicht so laufen, es wird kaum einer hingehen, wie die Dinge liegen und die Impfung in den Praxen kann man dann sicher auch vergessen, weil eben nicht 10 Leute hintereinander weg geimpft werden können, befürchte ich.
Und wegen dieser >10 Dosen in 1Ampulle< haben sie auch den Konservierungsstoff Thiomersal zugefügt, eine Quecksilberverbindung, die man aus allen Impfstoffen für Kinder schon lange heraus genommen hat, weil es ein rotes Tuch für die Eltern war.
Mir ist im Nachhinein überhaupt nicht klar, warum, man die H1N1-Komponente nicht einfach dem normalen Grippeimpfstoff zugefügt hat, wie man es mit den andern ausgewählten Typen jeweils macht? Da steckt vielleicht die hektische Art dahinter wie die WHO mit der Sache umgegangen ist. Aber da nicht in allen Ländern derartiger Impfstoff bestellt wurde, sind sicher auch hausgemachte Fehlentscheidungen dabei. Ein Abschiedsgruß der kompetenten Ulla?
Die einzige Sache, die wirklich klar ist, ist, dass die !00Mio-Kosten dem Gesundheitswesen fehlen werden.
Praktisch hat sich für uns als Kinderärzte momentan nichts geändert. Bevor wir das erste Kind impfen werden wir die erste Million Erwachsene abwarten. 

Meister 13.10.2009, 10.15| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe

Jugendgewalt - Gewalt gegen Jugend




Die Ereignisse häufen sich und sind nicht als Einzelfälle anzusehen. Aber es gibt scheinbar nichts, was dagegen gemacht werden kann, die Vorschläge sind hilflos oder leer aktionistisch.

Hilflos ist es, eine andere Erziehung und Anti-Gewalt-Erziehung zu fordern, wenn es doch gerade der besondere Kick ist, hemmungslos Gewalt anzuwenden. Leer aktionistisch ist es, schärfere Gesetze zu fordern, wenn doch selbst die jetzigen nicht ausgeschöpft werden, verwandeln sich die gewalttätigen Unmenschen doch ganz plötzlich in >Mama< winselndes heulendes Elend, sobald sie bedroht werden, die Konsequenzen ihres verbrecherischen Handelns tragen zu müssen. Und es finden sich dann immer wieder mitleidige Gutmenschen, die die bösen Umstände zum Anlaß nehmen, mildernde Umschläge aufzulegen, Chancen bereitwillig an die Unwilligen zu vergeben, selbst dort wo keine Chance mehr besteht, einen Unmenschen zum Menschen zu machen.

Was tun, kann man wirklich nichts tun?

Fangen wir mit dem Vorfeld an: das strukturfreie Rumhängen von Jugendlichen muss nicht sein, wenn entsprechende Angebote vorhanden sind. Das würde echt Geld kosten, aber es würde auch die Anzahl der Problematiker sicher verringern, die Verbreitung von Alkohol und Drogen als Hauptunterhaltungsmittel hemmen und vielleicht auch die frühe Identifizierung von lebenden Zeitbomben erleichtern. Es muss einfach mehr in die Jugend investiert werden, nicht nur in Bildung auch durchaus in Sport, Kultur und Freizeitbeschäftigung. Es wird mehr einbringen als es kostet!

Die Anfängerklasse der Missetäter und Gewalttäter sollte schon im Vorfeld härter angefasst werden, ich befürchte, das ist die einzige Sprache, die sie verstehen, da sollte es nicht bei alibiartigen Sozialdiensten bleiben, da könnten schon beispielsweise 3, 6 vielleicht sogar 12 Monate echte Arbeit in einer sozialen Institution mit erzieherischer Begleitung helfen. Warum soll es nicht Bildungsinternate für Sozialproblematiker geben, die freiwillig oder aber auch auf Anordnung besucht werden können und die in aller Ruhe, Beharrlichkeit aber auch Konsequenz den Leuten das nahe bringen, was die Schule vorher nicht in sie rein gekriegt hat.

Kommen wir zu den eigentlichen Übeltätern. Da wäre eine wichtige Veränderung denkbar, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so einsichtig ist: die Eltern der Jugendlichen sollten immer als Mitverantwortliche angeklagt werden. Wenn sie letztendlich nicht verantwortlich sind, kann man sie ja freisprechen. Aber das würde vielleicht dazu führen, dass Eltern ihre Verantwortung ernster nehmen. Wenn sie keinen Einfluss mehr auf ihre Sprößlinge haben oder total überfordert sind , müssten sie dies anzeigen können und damit dafür sorgen, dass die lieben Kleinen unter eine entsprechende Vormundschaft gestellt werden. Dann sind sie natürlich auch nicht mehr gerichtlich zu belangen. Aber es dürfte nicht mehr so sein, dass für eine Straftat niemand zu belangen ist, weil der Täter minderjährig ist. Je jünger der Täter um so größer die Schuld der Eltern. Kinder die keine Eltern haben, müssten entsprechende Vormünder zugeteilt bekommen, die bestimmen, welchen Weg sie zu gehen haben.

Und die Strafen? Es ist sicher richtig, dass längere Freiheitsstrafen keine prophylaktische Abschreckungswirkung haben. Andererseits kann es auch nicht normal sein, dass Leute, die unsägliche Taten begangen haben nach Verbüßung eines Teiles der Strafe einfach wieder rausgelasssen werden. Es müsste für die vorzeitige Haftentlassung von Gewalttätern ein erneuter Prozess durchgeführt werden, denke ich, in dem die Persönlichkeitsentwicklung des Täters untersucht wird, aber auch die Rechte und Meinung der Gewaltopfer beachtet werden. Es kann doch nicht sein, dass die Opfer unter lebenslangen Schäden leiden, die Täter sich aber nach überraschend kurzer Zeit wieder ungestört an neue Taten heranmachen.

Es gibt aber noch eine sehr wichtige Frage, die Ausgangsfrage: warum? Warum passiert das eigentlich, warum handeln Jugendliche so ehrlos, so unmenschlich so hemmungslos?

Ich befürchte die Antwort auf diese Frage wird wieder mal gar nicht gefallen.

Ich nenne sie: die Unbedingtheit des Gutmenschentums und ihr Spiegelbild.

Die Unbedingtheit des Gutmenschentums heisst: es ist heute alles genau festgelegt: das ist gut und das ist schlecht, und es gibt nichts anderes. Gerade in Deutschland scheint es besonders wichtig, das die Korrektheit eingehalten wird, wer das bezweifelt, steht schnell in einer schlimmen Ecke. Und was soll daran falsch sein? Wenn man nicht mehr selbst entscheiden kann, sondern alles Vorgesetzte nur schlucken muss, dann verwandelt sich Gutes leicht mal in Aufgezwungenes. Und positive Selbstverständlichkeiten in alternativlose Glaubensartikel.

Es ist die Eigenschaft und das Vorrecht der Jugend dagegen zu sein. Jugend ist Rebellion gegen das Althergebrachte und diese Rebellion ist gerechtfertigt. Genauso wie in der Pubertät auch die verständnisvollsten Eltern zu Gegnern werden, genauso wird eine positiv funktionierende Gesellschaft mit ihren Regeln zum Ablehnungsobjekt (um das Wort >Hassobjekt< zu vermeiden).

Das ist alles gar nicht neu, neu ist die Unbedingtheit, in der das durchgesetzt wird. Diese hat als Spiegelbild die unbedingte und übersteigerte Ablehnung dieser Selbstverständlichkeiten. Wenn man nicht offen dagegen sein darf, dann ist man es eben verdeckt und steigert sich in Wutphantasien hinein, die dann in Amok oder sinnlosen Gewaltexzessen enden können oder auch in Saufen bis zur Bewutlosigkeit, was auch nur eine andere Art des Protests , der grundsätzlichen Ablehnung ist. Deshalb weil diese Ablehnung nicht verhandelbar ist, kann auch niemand erklären, warum er dies oder das gemacht hat, warum sie zum zweiten oder dritten Mal volltrunken aufgefunden wurde.

Die grausame Wahrheit ist, dass eine noch viel konsequentere Erziehung zu love, peace und Gutmenschentum gar nichts bringt, jedenfalls nicht solange das nicht in den Menschen selbst gewachsene Ideale sind. Man muss vielleicht auch sagen, ohne das zynisch oder resignativ zu meinen, dass eine herkömmliche Erziehung immer auch Gegenkräfte mobilisiert.

Vielleicht liegt die Antwort oder Lösungsmöglichkeit darin, dass es wieder mehr Spielraum für junge Leute gibt, mehr Raum ihr eigenes Leben so zu leben, wie es ihnen gefällt ohne die ständige Bevormundung derjenigen, die die Weisheit mit Löffeln gefressen und die Wahrheit gepachtet haben - quatsch - nicht nur gepachtet, gekauft haben sie die Wahrheit, sie gehört endgültig und ewig ihnen. Wenn die jungen Leute nicht nur immer den vorgeschriebenen geraden Weg gehen müssten, immer nur auf Karriere und funktionieren getrimmt, dann könnten sie auch eigene Gedanken entwickeln, eigene Ideale finden und eigene Erfahrungen machen. Wir denken heute, dass wir der jungen Generation doch alles geben, und sie müssten halt dankbar sein und funktionieren. Selbst wenn sie viel kriegen, so doch nicht alles und vielleicht nicht mal das Wichtigste: Freiheit! Die Freiheit selbst zu entscheiden und eigenen Wegen und Zeitplänen zu folgen und die Freiheit auf eigenen Beinen zu stehen.

Aber das können sie doch, wenn sie wirklich wollen, wer kommt denn ständig zurück ins >Hotel Mama

Meister 12.10.2009, 22.06| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Konkurrenz in Gesundheit



Liebe Freunde der Gesundheit und Feinde der Bestechlichkeit.
Wie Sie vielleicht, wissen hat unsere geliebte Regierung schon vor etlichen Jahren beschlossen, die Konkurrenz im Gesundheitswesen einzuführen. Konkurrenz ist gut, haben sie damals gesagt, damit wird alles besser. Dabei haben sie geflissentlich übersehen, dass es natürlich schon immer Konkurrenz zwischen den Ärzten, zwischen den Krankenhäusern etc. gegeben hat. Nur war das eine Konkurrenz der Qualität, man mußte dem Patienten dadurch für sich gewinnen, dass man gute oder bessere Leistungen anbot. Diese Konkurrenz wurde damals allerdings auch verzerrt, durch starre ständische Regeln einerseits und durch knappe Kapazitäten andererseits, die durch Bedarfsplanung und manchmal auch bewußte Verknappung zu Stande kam. Der ursprüngliche Ansatz, die Beschränkungen einfach wegfallen zu lassen, war durchaus richtig, aber der wurde von den Lobbyisten natürlich voll unterlaufen.

Natürlich haben wir viele Lobbyisten hier im Spreebogen, auch im ärztlichen Bereich, so bricht immer ein starker Konkurrenzkampf aus, wer denn nun die Hämorrhoiden von.... na Sie wissen schon - ärztliche Schweigepflicht - behandeln darf. Da sind wir bei der Lieblingsbeschäftigung der Lobbyisten, der Proktophilie, die man nicht als Sexualpraktik mißverstehen darf, sondern die harte Arbeit ist. Um ein zu hartes Wort zu vermeiden, sag ich mal »crepitatio a tergo«, vulgo >Kriecherei von hinten< dazu. Also der Lobbyist kriecht und wühlt sonstwo rum, hat aber immer seine Interessen fest im getrübten Blick.

Und was sind diese Interessen im Gesundheitsbereich?

Da sind zum einen die Ärzte, die darf man aber nicht als homogene Masse betrachten, es gibt ja auch noch welche, die wirklich schlicht ärztliche Arbeit machen wollen, und die dafür immer die Dummen sind (kommt einem landestypisch für Deutschland vor). Den Teil der Ärzteschaft, der seine ärztliche Tätigkeit am Liebsten auf Golfplätzen und in wichtigen Entscheidungsgremien ausübt, nenn ich mal >die Patientenfernen<: Funktionärs- und Funktionselite, diejenigen, die, wenn sie an Medizin denken, in ihrer Denkblase ein Individuum im offenen Krankenhaushemd sehen, aus dessen Enddarmöffnung die Talerchen hervorsprudeln.

Weiterhin gibt es natürlich noch die "Gesundheits"industrie, d.h. Konzerne und größere und kleinere Firmen, die entdeckt haben, dass ein Hundertmilliardenmarkt darauf wartet, dass sie Gewinne absaugen, wie der Schönheitschirurg das Fett.

Zum Dritten gibt es noch die Bürokratiefraktion: Krankenkassen, Versicherungen, Pensionskassen, und weitere Organe des Verwaltungsapparats. Diese Fraktion muss dafür sorgen, dass bei den ganzen Transaktionen mit und ohne Patient genügend bei ihnen hängen bleibt. Euphemistisch könnte man das natürlich >Arbeitsplatzerhaltung< nennen, schließlich könnten die Direktoren, Oberbürokraten, Unterbürokraten und Fußvolkbürokraten ja auch alle auf dem Arbeitsamt rumhängen, um uns auf der Tasche zu liegen, anstatt dass sie sich durch immer komplexere und unsinnigere Bürokratie umfassend beschäftigen und uns so auf der Tasche liegen.

So ist die Ausgangslage schon sehr gemischt zu dem Zeitpunkt, wenn das Spiel "Konkurrenz im Gesundheitswesen" beginnt.

Konkurrenz einführen, und das ist der Kern der Sache, heisst kapitalistische Konkurrenz einführen, heisst die Regeln des Marktes aufs Gesundheitswesen übertragen. Keine Illusionen, der Markt hat Regeln und die heissen an erster Stelle: Profit machen, Profit maximieren, freie Bahn den Konzernen, dass sie ungehindert an die Milliarden heran kommen, schließlich gibt es ja nicht nur die Pharmaindustrie, die ja schon als Lieblingswatschenmann der Öffentlichkeit bekannt ist, die macht ihre Geschäfte ganz offen, aber oft auch gar nicht so schlecht. Aber das können andere doch auch: Kliniken aufmachen, Ärzte und anderes Personal lohnabhängig beschäftigen, diese ganze Freiberuflichkeit ist doch nur ein Hemmschuh für die Konkurrenzentfaltung, kann weg, muss weg: die Rolle des Arztes, wie auch des Apothekers oder Psychologen oder was auch immer, muss neu definiert werden: sie sollen eine dienende Funktion nicht am Patienten, sondern am Profit der Konzerne haben, natürlich wird sich dabei auch der eine oder andere gut dotierte Managerposten im Apparat für Ärzte finden, die schon immer eine Neigung zum Administrieren hatten und für die Geld immer schon der eigentliche Antrieb war, aber der Rest soll seine Arbeit machen dort wo man ihn hinstellt und für das Geld was man bereit ist ihnen zu zahlen.

"Finden Sie nicht auch, dass die Ärzte in der Vergangenheit unangemessen hoch honoriert wurden, beispielsweise im Vergleich zu einem Bankmanager, der doch die Verantwortung für enorme Summen trägt?" könnte die Frage des Meinungsforschers lauten. Da war doch neulich bei Anne Will der angebliche Schriftsteller, der sich als SED/PDS/LP Wähler outete und behauptete, es werde ihm Unwohl bei dem Gedanken, dass der Arzt der ihm gegenüber sitzt ein Unternehmer sei und nur seinen Profit wolle. Es sei doch viel besser, wenn es nur angestellte Ärzte gebe, so wie es in den Polikliniken der verblichenen DDR gewesen sei. Er war ein bißchen zu jung um diese Polikliniken persönlich in Aktion gesehen zu haben, denke ich, außerdem erinnerten seine Ausführungen doch zu sehr an Manöver der SED-u-Bootflotte, um ernst genommen zu werden.

Aber nehmen wir das Argument mal ernst: ist es besser, wenn ein Arzt angestellt ist als selbstständig? Der angestellte Arzt hat für sich natürlich den Vorteil, dass er sich nicht um den wirtschaftlichen Erfolg seiner Institution kümmern muss, er kann also immer rechtzeitig nach Hause gehen, und er braucht nicht unbedingt mehr Patienten am Tag anzusehen, als unbedingt erforderlich. Wenn die Leute mit ihm unzufrieden sind, dann lassen sie ihn wenigstens in Ruhe. Wer meint beliebt sein zu müssen, darf dafür für's gleiche Gehalt mehr arbeiten. Da der Angestellte nicht für das Ganze verantwortlich ist, kann er auch immer die Verantwortung für jeden Mangel und Mißstand auf seine Oberherren abschieben, die sind für den Patienten sowieso nicht zu sprechen. Bei aller Staatsgläubigkeit unserer Freunde von der LP und sympathisierender SPD-Ortsvereine: es steht in Deutschland absolut nicht an, den freien Beruf Arzt durch staatliche Polikliken zu ersetzen, diese Investitionen würde sich nicht mal der leibhaftige Nachfolger auf dem heiligen Stuhl Erich Honneckers zumuten. Was sie wollen, die »Reformierer« ist die Ersetzung eines freien Berufs durch rein kapitalistische »Gesundheits«konzerne, die ihre Profite auf dem Rücken von Patienten und Beitragszahlern machen und an ihre Aktionäre die »Gesundheits«dividende und an ihre Manager die »Gesundheit«boni ausschütten.
Also für mich gibt es keinen Zweifel, dass freie Berufe und Selbstständigkeit die Zukunft haben werden, nicht nur im Gesundheitswesen, auch im gesamten Dienstleistungsssektor, denn die Konkurrenz kann nur so transparent organisiert werden nicht mit Konzernen und Kombinaten.

Meister 11.10.2009, 17.31| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Gemütliches Heimwetter

Heute ist das trüb regnerische Wetter und die Jahreszeit ideal geeignet um gemütlich zuhause rumzumachen. Musik spielt, ein bißchen Beleuchtung und es gibt viels zu tun, aber ich habe es nicht eilig, ich mache einfach so vor mich hin, kann man nicht arbeiten nennen, aber Freizeitbeschäftigung ist es auch nicht, nennen wir es gemächlich strömendes Leben mit gemütlich heimeliger Grundstimmung.

Meister 11.10.2009, 14.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heilige Kühe , Monster und Phantome




Hallo liebe Freunde, hier spricht mal wieder eure Wirtschaftsamateurin B.B.Stupid. Heute reden wir mal über solche Reizthemen wie Kündigungsschutz, Leiharbeit und Mindestlöhne. Die Wahl ist vorbei, da kann man doch mal ganz in aller Ruhe derartige Fragen öffentlich durchdenken.

Der Kündigungsschutz gilt in Deutschland als eine wesentliche gewerkschaftliche Errungenschaft, das bedeutet gerade in den Zeiten, in denen es für die Gewerkschaften nicht so gut läuft, eine heilige Kuh. Der Kündigungsschutz ist für die Psyche der Beschäftigen eine Quelle guten Schlafes, man muss keine Angst haben, morgen gefeuert zu werden, denkt man.
 In Wirklichkeit gibt es natürlich gar keinen Kündigungsschutz, sondern es handelt sich lediglich um das Recht der Arbeitsplatzbesitzer auf eine Entlassungsprämie. Wer entlassen wird, zettelt einen juristischen Prozeß an, bei dem möglichst die Verfehlungen beider Seiten nicht so ans Licht kommen sollen, aber dafür ein Geldbetrag festgelegt wird. Arbeitsplätze werden dadurch individuell nicht gerettet und allgemein wird die Schaffung von Arbeitsplätzen damit nur behindert. Wenn meine Firma mehr als 10 Beschäftigte hat, besteht dieser Kündigungsschutz. Wenn ich plötzlich viele Aufträge habe und 12, 15 oder gar 20 Leute beschäftigen könnte, dann werde ich natürlich versuchen niemanden einzustellen, wenn ich befürchten muss, dass ich in 6,9 oder 12 Monaten nur noch für 10 Leute Arbeit habe. Also werde ich die vorhandenen Leute mehr arbeiten lassen, Aufträge strecken oder nicht annehmen. Für die Großbetriebe gibt es aber noch einen anderen Ausweg, nämlich die Leiharbeit. Die Politiker fanden das offenbar geschickt, weil sie die heiligen Kühe der Gewerkschaften nämlich Kündigungsschutz und Tariflohn nicht antasteten, aber praktisch unwirksam machten. Für die Leiharbeiter wird nämlich wesentlich weniger Lohn bezahlt als für die Stammbelegschaft. Das hätte die Gewerkschaft nicht zulassen dürfen, aber die waren froh ihre heiligen Kühe zu verteidigen, den ihre Klientel sind nicht alle Arbeitenden, sondern in erster Linie die Arbeitsplatzbesitzer. Und die werden geschont, also ist es ok. Im Prinzip wäre es richtig, wenn man den Kündigungsschutz abschaffen würde und dafür die Leiharbeit verbieten, d.h. es könnten alle benötigten Arbeitskräfte ganz normal in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zum Tariflohn eingestellt werden, falls erforderlich aber auch wieder entlassen werden. Die staatliche Aufgabe bestünde lediglich darin, die Leute aufzufangen,die entlassen werden, anderweitig zu beschäftigen und zu qualifizieren bis sie wieder im ersten Arbeitsmarkt gebraucht werden. Und der Lohn, der in diesen Beschäftigungsgesellschaften gezahlt wird, wäre der wirkliche Mindestlohn. Die Arbeitslosenversicherung würde also nicht mehr von den Arbeitenden bezahlt werden, sondern von den Betrieben, die sich damit das Recht erkaufen, dem Staat die Beschäftigung der zeitweilig überflüssigen zuzuschieben. Das Arbeits/amt/agentur hätte die Aufgabe, die Arbeit im Mindestlohnsektor zu organisieren, Qualifizierungen zu fördern und im Qualitätsstandard zu überwachen und den Lohn in der Beschäftigungsgesellschaft festzulegen. Eigentlich sollten die Gewerkschaften für all diese Ziele kämpfen: Tariflohn für alle Beschäftigten, staatliches Auffangen von allen,die nicht im ersten Markt beschäftigt werden und Qualifizierung von allen, die das wünschen und es leisten können. Aber machen wir uns keine kurzfristigen Illusionen, es sind viele heilige Kühe im Spiel, und man wird ein dickes Brett bohren müssen: neben Kündigungsschutz ist das genauso der Horror vor staatlicher Organisation von Arbeit, da kriegt dann die andere Seite rote Ohren und denkt an staatliche Planwirtschaft. Dabei geht es gar nicht darum, dass der Staat der Wirtschaft Konkurrenz macht, sondern darum, dass staatlich organisiert wird, was privatwirtschaftlich nicht zu organisieren ist, und das die Erfüllung dieser allgemeingesellschaftlichen Aufgaben neben der Wohlfahrt für alle nicht zu letzt auch der Wirtschaft zu gute kommt.
Wenn man den Mindestlohn so, also über eine diesen Lohn zahlende Beschäftigungsgesellschaft organisieren würde, dann könnte er auch wirken. Wenn einfach allgemein Mindestlohn für die Wirtschaft verordnet wird, dann wird das schlicht zur Folge haben, dass  Arbeiten die nicht in Deutschland  profitabel zu organisieren sind,  ins Ausland verlagert, schwarz oder gar nicht gemacht werden. 
Nehmen wir mal die ominöse Friseurin in Thüringen, die nur 2,93 € bekommt. Nehmen wir an, der wird jetzt, was ich ihr sicher gönnen würde, ein staatlich verordneter Mindestlohn von 8,79 € bezahlt, dann wird selbiger ja nicht aus den bestimmt horrenden Profiten des Friseurladenbesitzers bezahlt, sondern sicher auf die Preise für die wenig zahlungskräftige thüringer Kundschaft aufgeschlagen. Die wird dann wahrscheinlich eine Verdoppelung der Preise sich nicht leisten können, also den Friseurladen nicht mehr besuchen, der wird pleite gehen und die Friseure werden jeder für sich seine Kunden schwarz, privat und zuhause frisieren, also mehr verdienen als heute, aber keine Sozialbeiträge mehr bezahlen.
Ja, liebe Freunde, das Feld der Wirtschaft ist ein weites Feld, aber nur wenn wir es beackern, werden wir auch etwas ernten, so sei es.

Meister 10.10.2009, 23.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy | Tags: Kündigungsschutz, Leiharbeit, Mindestlohn,

Macht es das Füchschen hier?

Nachdem ich neulich Pech hatte mit dem Bloggen im Firefox auf XP, versuche ich es jetzt auf dem Mac nochmal, und noch gibt es nichts zu meckern.
Was jetzt schon die ganze Zeit interessant daher kommt ist die Meldung auf "Safari" : "Mozilla< 1.3 beta is not supported. I'll try though,  but it might not work."
 Da kann ich mir keinen Reim drauf machen, aber es geht bisher immer.

Meister 10.10.2009, 19.31| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Deutschkenntnisse schützen vor Betrug

Da erreicht mich eine Phishing-mail , die ist zwar ganz eindrucksvoll designt, aber in so schlechtem Deutsch verfasst, dass darauf bestimmt nicht mal ein Analphabet hereinfällt. Habe ich natürlich gleich gelöscht. Hoffe das war ausrechend.
Die Phisher müssen irgendwo ganz  far away sitzen, glaube nicht dass ein Russe oder Chinese so schlechtes Phishing-Deutsch schreiben würde, da sei Vladimir vor. 
Vielleicht sollten sie es mal auf English versuchen, das fällt in Deutschland nicht so sehr auf, selbst wenn es von der Telekom selbst kommt. Oder sie versuchen es auf Teschetschenisch, das machen die Leute dann aus lauter Neugier auf.
//Und jetzt gleich noch eine Phishing-mail auf English, sprachlich besser,  viel Geld als Angebot (500.000 GPD) aber inhaltlich eine echte Zumutung: man soll ein Formblatt ausfüllen (ha,ha!)

Meister 10.10.2009, 16.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heute Arbeit zuhause

Heute muss mal ein bißchen zuhause am Schreibtisch gearbeitet werden. Es ist doch immer wieder verwunderlich wie viele bürokratische Tätigkeiten anfallen, und wie schnell die Zeit vergeht: Man denkt man hätte doch erst gerade .... und schon soll man wieder...

Aber ich kann ja auch ganz gemütlich am Schreibtisch arbeiten, mal dies und mal das zwischendurch tun und mich daüber freuen, dass Büroarbeit nicht das Hauptmerkmal meiner Arbeit ist.

Meister 10.10.2009, 12.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Clancy Brothers

Ich höre gerade die Clancy Brothers: immer wieder toll!

Meister 09.10.2009, 21.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Wochenend und Herbst

Ein Glück, der Rücken wird allmählich besser, heute morgen hatte ich noch ziemliche Bedenken, aber wenn der Arbeitstag geschafft ist, kann sich auch alles entspannen. Der Rücken war eigentlich vor allem echt häßlich verspannt, ich weiß nicht ,was ich ihm getan hatte, ok das Schreddern am Montag war ein bißchen heftig, aber eigentlich sollte er das abkönnen. Ok, ich sag's ihm!

Ich finde vor allem dieses Gefühl so schrecklich: "bloß keine falsche Bewegung machen!" Wärmen ist wirklich das Beste, eigentlich könnten wir fast alle Schmerzen im Bewegungsapparat vergessen, wenn wir ein hübsches tropisches Klima hätten. Haben wir aber nicht!

Meister 09.10.2009, 19.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag | Tags: Rückenschmerzen

Sarrazins Tiraden

Natuerlich ist Herr Sarrazin mal wieder ueberpolemisch und zum Teil muss man seine Sprueche auch unter dem Titel Uebertreibung macht anschaulich sehen.
Der Versuch das alles aber unter den Teppich zu kehren und Denk- und Redeverbote zu verordnen, scheint sich aber langsam aufzuloesen. Da sind wirkliche Probleme mit Leuten, die sich nicht integrieren wollen. Herr Buschkowksi, einer der wenigen vernuenftigen Leute der Berliner SPD, hat das auch ganz deutlich gesagt erst vorgestern. Er ist ja auch schon oft genug gepruegelt worden von seinen ach so linken Kumpanen, weil er die Wahrheit gesagt hat. Sehr komisch finde ich in dem Zuammenhang, dass man Leuten, die sich gegen den correctness-Megatrend fuer die Wahrheit aud dem Fenster lehnen immer wieder mit dem moeglichen Beifall von Naziseite kommt. Das ist doch Unsinn: wenn man diese Probleme den Nazis ueberlaesst, nur dann koennen sie da punmkten.
Eine Sache muss man auch noch mit aller Deutlichkeit sagen: Es die deutsche inlaendische Politik, die fuer die Missstaende verantwortlich ist. Wenn man den Leuten massenhaft Geld gibt nur dafuer, dass sie hierzulande Kinder in die Welt setzen oder hier nichts tun. Man muesste lediglich die Zahlungen (nicht nur bei Auslaendern sondern bei allen) an taegliche Arbeit binden und die Zahlungen an die Kinder an regelmaessigen Besuch von Kindergarten und Schule.
Wir duerfen keine verlorene Generation heranzuechten, aber es liegt auch an uns, ob wir das tun.
 

Meister 08.10.2009, 14.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Deutsch in der Praxis

Da kommt eine tuerkische Mutter, die gar nicht schlecht deutsch spricht und streitet sich mit den tuerkischen Arzthelferinnen, weil sie in der Praxis tuerkisch sprechen will.
Das kommt natuerlich nicht in Frage. wir haben nicht deshalb auch tuerkische Kraefte, weil sie turkisch sprechen, sondern weil sie gute Leute sind.
In unserer Praxis wird deutsch gesprochen, und das geht auch mit fast allen Leuten sehr gut. Warum sollte man auch fuer die Tuerken eine Extrawurst braten,es gibt doch viele andere Muttersprachen, die bei uns vorkommen?
Ausserdem sollte man eines mit aller Klarheit sagen: man kann keine Kinder in Deutschland aufziehen, wenn man nicht deutsch spricht! Man tut den Kindern etwas damit an.
Ein Einwanderer muss die Sprache seines neuen Heimatlandes lernen. Wer das nicht will, bleibt Gast. Aber Kinder koennen keine Gaeste auf Dauer sein, denn es ist auch eine Illusion zu glauben, dass die hier geborenen Kinder in der Tuerkei ohne weiteres zu recht kommen wurden, dort gehoeren sie dann naemlich auch nicht hin, sind also heimatlos, das bekommt nicht.
 

Meister 08.10.2009, 12.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Müllitouri

Heute nach der Sprechstunde musste ich doch unbedingt draußen den Müll aufheben (Wer macht's denn, wenn wir's nicht machen?). Dazu haben wir einen "Müllitouri" ( Ave Cäsar, Müllitouri te salutant!), einen Müllaufheber, funktioniert gut, man braucht sich nicht bücken, sondern kann ganz locker mit dem Greifer greifen und in eine Mülltüte eintüten. Ein ganzer Eimer ist zusammen gekommen. Eigentlich fragt man sich wirklich, was die Leute sich dabei denken, alles mögliche so einfach bei uns auf den Parkplatz zu schmeissen? Die rauchenden Eltern müssen natürlich bevor sie in die Praxis gehen noch schnell einen durchziehen und schmeissen ihre Kippen dann direkt vor den Eingang hin. Vielleicht sind sie aber auch sauer über Wartezeiten und müssen dann zur Streßabfuhr ein Zigarettchen rauchen. Auf jeden Fall ist sauber machen angesagt, weil Müll die Eigenschaft hat, qnderen Müll anzuziehen.

Meister 07.10.2009, 17.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Herbstarbeiten

Gestern den ganzen Tag das schöne Herbstwetter ausgenutzt und draußen gearbeitet, gemäht, geschnitten und geschreddert. Ja der Winter steht vor der Tür, und da muss noch einiges in Ordnung gebracht werden. 
Aber heute geht es erstmal mit der wirklichen Arbeit weiter.

Meister 06.10.2009, 09.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Großes Ummodeln

Ein neuer Computer ist nicht einfach ein neuer Computer. Eigentlich muss der gesamte Arbeitsbereich umgestellt werden, das fängt mit den ganzen Steckern an und dem "Was steht am Besten wo?" Es sind ja manchmal jahrelange Routinen, die natürlich auch nicht alle gut sind, andererseits aber liebgewonnen. Aber es ist auch schön, wenn etwas funktioniert und toll, wenn etwas besser funktioniert als vorher.

Braucht man überhaupt eine neue Desktopmaschine? Die Frage habe ich lange hin und her gewälzt, aber ich bin zu dem Ergebnis gebkommen, dass irgendwo eben "Zentrale=home=Heimat" sein muss und dass alle Wege immer wieder dorthin zurück führen. Man kann das natürlich auch anders sehen. Aber den Satz "wo mein usb-stick ist, da ist meine Heimat!"(modernistische Variante eine alten lateinischen Spruches)  würde ich nicht unterschreiben.

Meister 04.10.2009, 12.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Was Neues:safari

Na da bin ich ja mal gespannt, jetzt habe ich mir mal einen Mac zugelegt, da die Desktopseite unbedingt renoviert werden mußte. Bisher gefällt mir das ganz gut, aber natürlich muß man sich wieder an ganz neue Abläufe gewöhnen. Jetzt bin ich hier mit "Safari" unterwegs, mal sehen wo die Safari uns so hinführt.
Naja jedenfalls: die Noosies sind immer für Innovationen zu haben.

Meister 03.10.2009, 23.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Fröhliche Einheit



Das politromantische Büro erklärt:

Heute zum Nationalfeiertag sollten wir mal darüber nachdenken, wie wir selbigen besser ausgestalten könnten, schließlich wird nächstes Jahr am 3.Oktober 20 Jahre Wiedervereinigung gefeiert, und bis dahin könnte man sich da etwas positives ausdenken.

Sich >Fröhliche Einheit< zu wünschen ist vielleicht etwas trivial, klingt wie Ostern und Weihnachten. Die Jahreszeit ist vielleicht auch nicht so geeignet, um Straßenfeste mit Tanz auf den Straßen zu organisieren, wie am 14.Juli in Frankreich beispielsweise.

Es muss keine großen Feiern mit salbungsvollen Worten mehr geben, sondern eher lokale und private Feste des Zusammenkommens, vielleicht mit einem Herbstfeuer.

Die Familien können sich treffen, man kann Freunde treffen, alle Paare können sich lieben an diesem Tag speziell, beispielsweise auch die, die schon immer mal wollten, aber nicht den Anlaß dafür gefunden haben, oder auch diejenigen, die sich schon lange nicht mehr so bewußt gefeiert haben und es zum Anlaß nehmen für eine private Wiedervereinigungsfeier.

Und man sollte auch das Ausland einbeziehen, mal bei Freunden in Amerika oder England anrufen, ein Gläschen Wodka gemeinsam mit jemandem in Nowosibirsk oder eine Glückwunschkarte nach Paris, oder eine Spende für Darfur. Vieles ist möglich. Denken wir daran, dass die Wiedervereinigung eine Leistung des deutschen Volkes war, die aber von den anderen Völkern ermöglicht wurde. Sie haben uns damit die nach dem Kriege für die Verbrechen Nazi-Deutschlands auferlegte Strafe der Teilung erlassen, wir dürfen das ruhig dankbar würdigen.

Man könnte noch weiter gehen und unser Land auch neu und positiv definieren. Australien beispielsweise bezeichnet sich ganz inoffiziell als >Oz<, was sich ursprünglich auf das Buch "The Wizard of Oz" bezieht ( Oz spricht sich mit "O" und weichem langen "S"). Wir könnten unser Land mit großem Recht als >Nord-Oz< definieren, Nooz, das Land in dem alle Wunder glich sind. Wir hatten davon schon eine Reihe in den letzten 60 Jahren, beispielsweise das Wunder davon gekommen zu sein, das Wunder wieder hochgekommen zu sein, das Wirtschaftwunder und das Wunder der Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit.

Und die Bewohner dieses Landes >Nooz< sind die >Noosies< ( mit langem "Oo" und weichem "Ss"), das passt auch gut zu unseren südlichen Nachbarn den Ösis. Da wir ja Vielfalt in der Einheit haben, können sich unsere Landsleute in den Gefilden von Bayern und Sachsen gleichzeitig auch noch als "Südies" verstehen, wenn sie es wollen.

In Nooz ist, wie gesagt, jedes Wunder möglich, und die Noosies können alles erreichen, wenn sie gemeinsam anpacken.

Ein friedliches, freies, fleissiges Land, weltoffen, aber auch mit einer kulturellen Identität, bei der alle, woher sie auch kommen, mitmachen können, wenn sie denn wollen, selbstbewußt, aber auch seiner wechselvollen Geschichte bewußt und auch seiner verantwortungsvollen Rolle in der einen neuen Welt.

Können wir uns noch mehr wünschen?

Meister 03.10.2009, 11.48| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Die erste Arbeitswoche geschafft

Es ist ein Irrtum zu denken, dass man nach dem Urlaub besonders leistungsfähig ist.

Im Gegenteil, man muss noch ein bißchen seine Ruhe haben. 

Meister 02.10.2009, 17.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Es geht schon wieder los

Das Schuljahr hat kaum angefangen, da geht es wieder los: der Erste-Klasse-Terror. Die Lehrer entdecken nach wenigen Tagen, dass in ihrer jahrgangsuebergreifenden Grossklasse einige Leute sind, die dringend Ergotherapie brauchen. Die Eltern werden dann wild gemacht, sie muessten sofort....
Da spielen wir natuerlich nicht mit. Man muss den Kindern schon ein bisschen Zeit zur Eingewoehnung geben, bei vielen geht es doch dann nach ein paar Wochen schon ganz gut. Und man darf nicht auf ihrem Selbstbewusstsein rumtrampeln! Ausserdem ist es natuerlich so, dass es sich eigentlich um originaer schulische Aufgaben handelt, die auch paedagogisch geloest werden muessen. Wenn man den Stift noch nicht ideal haelt, ist das nicht gleich eine motorische Stoerung, sondern zumeist nur Unerfahrenheit. Aber in den jahrgangsuebergreifenden Klassen hat man keine Zeit auf Einzelne einzugehen, das Programm muss durchgezogen werden.Friss Vogel oder geh zur Therapie, aber ein bisschen ploetzlich! Armes Deutschland !

Meister 01.10.2009, 12.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Dringend fuers Gesundheitswesen

Ganz spontan, ist der erste wichtige Punkt, ob sich was zum Positiven aendert im Gesundheitswesen diese unsagbare elektronische "Gesundheitskarte". Nutzt nur den Betreiberfirmen, ansonsten weder fuer die Patienten noch fuer alle im Gesundheitswesen Beschaeftigten gut, ausserdem ein offener Verstoss gegen Datenschutz und aerztliche Schweigepflicht. Die sollte sofort gestoppt werden bevor es teuer kommt, im augenblick waere der Stopp des ganzen Projekts noch ganz einfach durch politische entscheidung moeglich. Wenn sie weiter betrieben werden sollte, kann sich das nur durch Einfluesse einer fiesen Lobby begruenden. Vielleicht sollte man schon mal mit einer Unterschriftendsammlung beginnen, in dem Sinne, dass die Patienten >Patientenverfuegungen< an Krankenkassen und Ministerium schicken, in denen sie der Speicherung ihrer Gesundheitsdaten auf Karten und  zugaenglichen Servern widersprechen.
Ein zweiter spontaner Wunsch: Zensurursula sollte sich meinetwegen weiter um ihre Fruchtbarkeitspropaganda kuemmern, aber auf keinen Fall Gesundheitsministerin werden. Wir brauchen wahrhaftig keine neue "Ulla" !
 

Meister 01.10.2009, 10.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Urlaubsbücher

Also ich bin ja wirklich im Urlaub viel zum Lesen gekommen, beeindruckende 14,7 cm Buchrücken (hab ich noch nie gemessen, war aber gerade so provozierend breit auf dem Schreibtisch).

Nicht alles war gut (sorum muss man den Satz auch mal sagen!)

Also eine kleine Bewertungsliste:

Angefangen hab ich mit  "The Pale Horseman" von Bernard Cornwell. Das ist der zweite Band der "Alfred the Great"-Reihe. Wirklich gut. Es ist eine Zeit von der man nicht so sehr viel weiß, die mir eigentlich immer sehr rätselhaft vorgekommen ist: die Kelten, die Angelsachsen, die Dänen, die Normannen.... Aber B.C. macht die Zeit sehr lebendig, man lernt eine Menge daraus, auch wenn es manchmal ein bißchen sehr blutrünstig zugeht, kann aber durchaus authenisch sein. B.C. hat die spärlichen Fakten schlicht so mit Phantasie ausgebaut, dass man das Gefühl bekommt, so könnte es gewesen sein.

Ich wollte dann mal was spannend unterhaltsames lesen und habe zu "Der Carthago Code" von Denis Lépée gegriffen. Erst hinterher fiel mir auf, dass das Schlüsselwort im Titel >Code< lautet: natürlich: es ist ein Nachzieher auf den Da-Vinci-Code. Und wie das mit Nachziehern so ist.... Es wird mordsmäßig Spannung aufgebaut, die sich dann ins Nichts verflüchtigt, alles läppisch, zum Schluß merkt man, dass man sich es hätte ersparen sollen.

Weiter mit "Die englischen Jahre" von Norbert Gstrein. Ist auch mehr Getue als wirklich dahinter steckt und man fragt sich zum Schluß, was wollte der Autor damit bloß sagen? Es geht um das Schicksal deutscher zumal jüdischer Emigranten während des Krieges in England.  Das ständige montieren von unterschiedlichen Ebenen ist ja ein hübsches Stilmitel, aber erstens nicht gerade neu und zweitens hier sehr storytötend, wozu soll das gut sein, fragt man sich irgendwann wenn man wieder mal  am Ende eines Absatzes gemerkt hat, dass der sich wieder auf eine andere Ebene bezog. Vielleicht ziehen ja einige Leser Vergnügen aus solchen Spielchen?

Als Nächstes: "Die Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann, wurde ja wohl sehr gelobt. Es geht um das Zusammentreffen von Gauß und Alexander v. Humboldt. Auch hier gibt es ständig wechselnde Ebenen, als müsse der Leser auf Trab gehalten werden. Es geht um eine interessante Zeit im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, aber irgendwie kommt der eigentliche Inhalt nicht rüber. Beide Protagonisten werden mehr oder weniger als Trottel dargestellt. Ist das eine spezifisch deutsche Herangehensweise?. Wenn ich mal das Buch von Irving Stone über Darwin vergleiche, dann hatte ich dort das Gefühl, dass mir klar, wird, was C.D. geleistet hat. Hier dagegen agieren deutsche Deppen, finde ich unangemessen!

Viel besser hat mir das Buch "Als Mariner im Krieg" von Joachim Ringelnatz gefallen. Er hat wirklich Beachtliches zu erzählen. Wie es denn in der kaiserlichen Flotte so zuging und wie man sich so ein Leben im ersten WK vorstellen kann. Er hat ja sogar Karriere gemacht. Wenn man etwas authentisch erlebt hat, kann man es wohl auch besser darstellen. Und ein Erzähler ist eben ein Erzähler, so einfach ist das wohl. Auf jeden Fall rundet es das Bild des 20. Jahrhunderts auf interessante Art ab.

Und zu guter Letzt  das Buch "Die Wurzeln der Romantik" von Isaiah Berlin. Es handelt sich eigentlich um Vorlesungen, aber das ist ja das interessant Lebendige daran. Die  Romantik wird ein bißchen vereinfachend betrachtet, aber da hat halt jeder wohl so seine eigene Sichtweise. Kein uninteressantes Buch.

Das letzte Buch des Urlaubs ist noch in Arbeit, darauf komme ich dann später zurück.

Meister 30.09.2009, 20.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

1.Arbeitstag

Der 1. Arbeitstag ist geschafft, war eigentlich positiver als sonst manchmal, ich muß doch ganz gut erholt sein. Gerade deshalb fällt auf, was bei uns doch für eine rauhe Atmosphäre herrscht.

Vom sprichwörtlichen >Schnauze mit Herz< bleibt doch faktisch oft nur die rauhe Schnauze.

Man hat sich so an den Umgangston in Berlin-Neukölln gewöhnt (der Rest von Berlin ist auch nicht viel besser), dass einem eigentlich nur in solchen Situationen der Wiederkehr auffällt, dass diese Tonlage ein klein wenig ungewöhnlich ist, sagen wir mal,  "easy going" ist anders als Berlin.

Aber das muss wohl schon seit Goethes Zeiten so sein. Warten wir also noch ein bißchen auf die allgemeine Kultiviertheit.

Meister 28.09.2009, 21.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wieder da

Tja, auch dieser Urlaub ist Geschichte. Aber eine schöne Geschichte. Ich fühle mich sehr gut erholt. Ich hatte es aber auch wieder nötig, das merkt man am besten wenn der Urlaub anfängt und man eigentlich gar keine Lust hat, was zu machen, außer sich auszuruhen und von allem nichts mehr zu hören. Wenn man dann auch noch keine richtige Internetverbindung hat und sich um e-mails und Ähnliches also auch nicht mehr kümmern muss, kann man einen sehr medienarmen Urlaub machen. TV war zwar am Ort , aber da gibt es ja eh nichts, was einen vom Hocker reisst. Also ehrlich, man kann auch ohne die ganze Medienvernetzung leben, sogar ziemlich gut. Man kann auch wirklich mal eine ganze Weile gar nichts machen und sich dabei völlig prima fühlen. Wenn dann noch das Wetter gut, das Meer blau, der Strand sandig, die Gesellschaft optimal und die Unterkunft schön ist, dann müßte das alles eigentlich noch lange nichts aufhören. Aber sind wir nicht undankbar, es ist schon eine schön lange Zeit gewesen, geniessen wir sie jetzt also in der Vergangenheitsform, das geht nämlich auch!

Meister 26.09.2009, 20.50| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Urlaubspause

So, endlich Urlaub, und ich genehmige mir eine kleine Pause. Ausserdem läuft mein Netzzugang hier zwar mobil, aber Tücke des Objekts, nur mit grottenlangsamen 53,6 KBit/s. Da kommt man sich ja mehr als 10 Jahre zurückversetzt vor.

Aber immerhin: letztes Jahr konnte ich hier noch gar keinen Zugang bekommen. Also zur Not geht es. Aber es ist jetzt sowieso hauptsächlich Erholung angesagt.

Meister 05.09.2009, 20.20| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Neuigkeiten von der SG-Front

Tagesspiegel: >Kinderaerzte kapitulieren vor Pandemieplan<. Darin wird ausgefuehrt, dass ein Vater zwischen Krankenhaus und verschiedenen Aerzten hin und her geschickt wurde. Und der Kinderarzt, der ihm helfen wollte, hat dann die meiste Haeme abgekriegt. Der hat zwar die Abstriche gemacht, wo auch immer isoliert und wie auch immer geschutzkleidet, aber musste daran scheitern, dass es gar keine andere Moeglichkeit gibt, dass der Vater die Probe selbst ins Labor bringt, worueber sich pflichtschuldigst aufgeregt wurde.
Eigentlich haette die Artikelueberschrift lauten muessen: >Praxis der Kinderaerzte enthuellt die laecherkiche Absurditaet behoerdlicher Pandemieplanung< !
Natuerlich haben wir hier Schweinegrippefaelle, aber da sie sich nicht von den anderen fieberhaften Kin dererkrsankungen unterscheiden, gibt es natuerlich keinen Grund sich auf eine Pandemie-Schlitterpartie zu begeben. Zuhause bleiben bis wieder gesund, moeglichst niemanden anstecken, das gilt doch fuer alle derartigen Infekte.
Wenn die Aemter nur irgendetwas Positives dazu anbieten koennten, koennte man ja Tests machen, aber nur dazu, dass alle Beteiligten Schwierigkeiten mit den Fuzzies vom Dies und Das Amt kriegen?
 

Meister 02.09.2009, 09.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe, Buerokratie,

Die Frau auf dem Zebrastreifen

Da geht eine Frau vor meinem Wagen über den Zebrastreifen. Sie wirkt ein bißchen abgezehrt, ein bißchen gebeugt und nicht gerade glücklich. Dabei ist sie aber keinswegs alt.

Nachdem sie vorbei gegangen ist, sieht man was auf ihrem T-shirt hinten steht:

"Guilty" !

Aha!

Meister 01.09.2009, 21.04| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Blutdruck hochtreiben

Wie kann man jugendlichen Patienten den Blutdruck hochtreiben?
Ganz einfach. Vor dem Blutdruckmessen ruft man nach draussen: "Bring mir doch mal das Messer - - - - - das Blutdruckmesser!"
Diese kleine grammatikalische Entgleisung treibt den Blutdruck bestimmt um 10mm Hg nach oben.
Ist natuerlich nur ein alberner Kinderarztscherz, zugegeben.
 

Meister 01.09.2009, 18.25| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Klaus Hartung: Deutschland Transfer

Vorgestern (29.8.) gab es im Tagesspiegel einen äußerst interessanten und wegweisenden Artikel über die Krise des Sozialstaats, den ich allen nur empfehlen kann: Überschrift: >Deutschland Transfer<.

Ich will den Artikel heute noch gar nicht endgültig bewerten, aber einen Absatz herausgreifen: "Die staatlich verfasste Solidarität (ist)ein merkwürdig Ding: Gegenüber dem Sozialstaat teilt sich der Mensch in den Klienten, der nimmt, was ihm zusteht, und in den Steuerzahler, der allen anderen tendenziell unterstellt, dass sie den Sozialstaat mißbrauchen. Diese prinzipielle Ambivalenz des Sozialstaats ist unvermeidlich."

Ist sie das wirklich?

Das Kernproblem liegt für mich darin, dass unter Sozialstaat Geldtransfer verstanden wird. Warum wird dieser so verfasst, dass irgend jemandem Geld "zusteht"?

Natürlich ist es doch nicht, dass jemandem etwas zusteht, historisch auch nicht Tradition, und in der heutigen Welt dürfte es auch die absolute winzige Minderheit von Menschen sein, dem sein Lebensunterhalt oder gar mehr zusteht.

Globalisierung der Sozialhilfe? Ein Großteil des Einwanderungsdrucks nach Deutschland kommt durch diese Transfers zustande. Die Leute kommen nicht deshalb hierher, weil sie so gute Chancen haben eine vernünftige Arbeit zu finden oder weil es so freiheitlich hier ist oder weil sie hier ihre Erfindungen machen können, ihre Forschungen so großzügig unterstützt werden. Sie kommen her ,weil sie hoffen, sich auch in die Reihe der Transferempfänger einreihen zu können.

Und so arbeitet eine riesige Bürokratie daran herauszufinden, wem was zusteht. Und dies wird immer so fehlerhaft sein, dass der Eindruck des Steuerzahlers unvermeidlich ist, der Sozialstaat werde massenhaft mißbraucht, was seine Solidaritätsgefühle vollkommen abtötet.

Meister 31.08.2009, 11.17| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Sozialstaat, Soziale Gerechtigkeit,

Schulbeginn in der Praxis

Auch die laengsten Ferien sind mal zu Ende. Und das ist heute. Da draengt es sich natuerlich auch gleich wieder in der Praxis. Dabei beginnt der Monat des grossen Schalters doch erst morgen. Im September ist es traditionell so, dass alle wieder krank sind, vor allem die, die gerade in die kita oder Schule gekommen sind, als ob ein grosser Schalter umgelegt worden waere.
Aber jetzt geht es ntuerlich auch gleich um Atteste fuer die Schule: am ersten Tag nicht da sein, schafft einen Anfangsverdacht auf verbrecherische Ferienverlaengerung, der muss gleich ausgeraeumt werden. Und es geht um viel Persilscheine: fuer kita, fuer's Schwimmen ,die Sauna, Filmaufnnahmen und was nicht noch alles.

Meister 31.08.2009, 10.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Wahlen vor den Wahlen

Vielleicht muss ich als erster sagen, dass ich die Wahlberichterstattung heute wieder mal unerträglich finde. Eine Reihe von Politfatzkes wird von einer Reihe von Medienfuzzies bedient und schwadroniert den immer wieder gleichen Mist. Das Volk kriegt gesagt was es denkt, denken soll, zu denken hat.

Wozu finden 4 Wochen vor den Bundestagswahlen diese Wahlen statt? Geldverschwendung ist das Mindeste, was man hier vorwerfen müßte. Aber sie machen es wohl deswegen, um sich warmzulaufen und versprechen sich taktische Vorteile davon. Selbst wenn sie heute verlieren, kriegen sie dadruch vielleicht ihre Leute in 4 Wochen an die Urne. Oder sie glauben, der Rückenwind von heute bringt ihren verkorksten Wahlkampf in Schwung.

Aber die Leute sind immer noch zu verdummen, angeblich geht es der Mehrheit um soziale Gerechtigkeit, ein Thema, bei dem alle Parteien die Leute für dumm verkaufen. Aber vielleicht zeigt es auch, dass Brot und Spiele in Deutschland zunehmend der  Gradmesser des politischen Interesses sind. Denn was heisst "soziale Gerechtigkeit" für die Parteien in Deutschland: meine Klientel muss sich mehr vom Verteilungskuchen abschneiden dürfen. D.h. wenn eine wachsende Zahl von Leuten in Deutschland heute von Sozialtransfers lebt, dann wird es immer interessanter diese Klientel von Leuten zu bedienen. Selbst wenn die "Linke" sich eines Tages in >Sozialschmarotzer Partei Deutschlands< umbenennen würde, könnte sie dann weiter wachsen, denn sozialschmarotzen wird salonfähig.

Wenn die Nettozahler in diesem Land zur Minderheit werden, steht natürlich die Massenauswanderung auf der Tagesordnung.

Es kommt in Wirklichkeit nämlich nicht darauf an, wie viele Kinder in diesem Land geboren werden, sondern darauf, welche Leute in Zukunft in diesem Land leben wollen. Und das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, aber einer anderen als die der Pleiterverteiler. Leistung sollte sich lohnen in diesem Land und ohne dass man etwas tut sollte man auch kein Einkommen haben. Jeder sollte aber die Möglichkeit haben etwas zu tun und sich sein Einkommen zu verdienen und auch aufzusteigen, wenn er fleissig und ehrlich ist. Ja, natürlich bin ich Sozialromantiker!

Meister 30.08.2009, 20.07| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Teichabdeckung abgehakt

Also wer sagt es denn, es hat genau so geklappt, wie ich es mir gedacht hatte, die Zitterpartie war zum Glück schnell zu Ende, weil die gekauften Latten wirklich lang genug waren. Und die Netze sind toll, richtig stabil und sehen auch gut aus. Jetzt muss das ganze noch optimiert werden, und dann kommt die Bewährungsprobe wenn Nüsse und Blätter fallen. Ich bin optimistisch, aber auch in der Lage nachzubessern, wenn es so noch nicht ganz hinhaut.

Meister 30.08.2009, 18.45| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Wenn der Pflaumenbaum zuschlägt

An manchen  Tagen erreicht man absolut nicht, was man geplant hat, kann aber trotzdem voll zufrieden sein. Gestern bin ich mit der Teichabdeckung keinen Millimeter voran gekommen, weil der Pflaumenbaum so laut nach Aberntung rief, dass wir es nicht ignorieren konnten. Und er hat nicht nur laut gerufen, sondern es hat auch fast den ganzen Tag gedauert, und es waren wahrschenilich über 50 Kilo Pflaumen, vielleicht sogar 60. Na ja, ernten ist das eine, und dann muss ja auch noch was passieren. Simone hat gestern noch den tollsten Pflaumenkuchen der Welt gezaubert und unter 2 Stücken konnte ich da  nicht aufhören. Wie man leicht vermuten kann, lassen sich 50 Kilo nicht umstandslos in Kuchen verwandeln, auch heute wird noch einiges damit zu tun sein. Es war gestern ein tolles Bild, das ich oben auf der Leiter gesehen habe: rund um mich herum büschelweise reife dicke Pflaumen mit diesem tollen charkteristischen Blau, das hat mich bis in meine Träume verfolgt.

Meister 30.08.2009, 13.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Schulbeginn im Tagesspiegel

Frau Vieth-Entus darf heute zum Schulbeginn den Leitartikel unter dem Titel "Fürchten und Freuen" schreiben. Es geht um das neue Schuljahr und die Reformen, die unser geliebter Senat vorhat.

Sie haben die Hauptschule als die Quelle alles Übels ausgemacht, die wird nun abgeschafft, und alles wird gut. Man könnte auch die Krankenhäuser abschaffen, wenn man keine Schwerkranken mehr sehen will.

Die neue >Sekundarschule< wird nun alle beschulen, außer diejenigen, die ehrgeizige Eltern rechtzeitig in die Gymnasien verschieben können, auch nicht immer zum Vorteil der Kinder. Es ist sicher richtig, was eine Studie jetzt sagte, daß ein Drittel der Kinder falsch eingestuft sind, ein Teil zu niedrig, ein Teil zu hoch.

Es kommt doch in Wirklichkeit  darauf an, was die Schulen wirklich leisten, wes Geistes sie sind.

Herrschen dort die Grossfressen, Messerhelden und Drogenfuzzies oder werden die konsequent am Boden gehalten und die "normalen" Schüler, also die, die etwas lernen wollen, bestimmen die Peer groups (welches deutsche Wort würde eigentlich dafür passen? Gleichaltrigenclique? ) .

Der Kern ist Frau Entus Artikel lautet : "Allerdings muss man auch wissen, das diese Reformen vorerst die letzten ... großen Stellschrauben sind, an denen die Politik drehen kann. Alles Weitere muss dann von innen kommen, denn Geld für mehr Lehrer und kleinere Klassen wird es nach Stand der Dinge nicht geben."

Damit ist  das Schicksal dieser "Reformen" besiegelt: wenn man meint, man könnte die zum nicht kleinen Teil verhaltensgestörte Klientel der Hauptschulen zum Nulltarif in die Gesamt- und Oberschulen integrieren wird die Verhauptschulung dieser neuen Sekundarschule erreichen.

Mir tun jetzt schon die weniger durchsetzungsfähigen Schüler leid, die mit 2-3 oder 5 Schlägern, Gruppenterroristen (d.h. Leute, die ihre Gruppe terrorisieren) und Störenfrieden keinen normalen Lernablauf mehr haben werden.

Und die Lehrer, die wahrscheinlich wieder zu Medikalisierungstricks (Leute zu Kranken zu erklären, die nicht beschulungsfähig sind) greifen müssen, um diese Leute irgendwie daran zu hindern, die Klasse zu verderben.
Wahrscheinlich werden also die "Verdammten dieser Schule", dann eben in Sonderschulen landen oder wenn die auch abgeschafft werden, dann eben in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Aber ehrlich gesagt, es ist vielleicht das kleinere Übel, als sie die normalen Klassen kaputt machen zu lassen. Sicher soll jeder seine Chance haben. Aber das gibt es nicht zum Nulltarif.

Wie lange brauchen die Bildungspolitiker noch, um das zu begreifen? Ist es Tragik, oder Dummheit und Verblendung, dass sie an "Stellschrauben" drehen und nicht das Geld einfordern, was erforderlich ist, um die Schule für alle zu einem Ort der BIldung zu machen.

Ich bin absolut nicht der Meinung, dass es um Abscheidung der Schlechten geht, jeder soll wirklich seine Bildungschancen haben, auch eventuell später, wenn er dann vernünftig wird, aber niemand hat das Recht durch sein Verhalten, die anderen bei hrem Lernen zu stören.

"Fürchten oder Freuen"? Ehrlich gesagt, keine gute Überschrift: >Kopfschütteln und Hände über dem Kopf zusammenschlagen<, scheint mir angesichts des neuen Berliner Schuljahrs eine angemessenere Kommentierung. Was mir weiter in in den Kopf will, wie die vorherrschenden Parteien mit ihrer Bilanz von Bildungsdisaster damit auch noch Wahlpropaganda machen?

Meister 30.08.2009, 10.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Schulreform, Bildungskrise,

Endlich Schluß damit !

Nein, nicht von diesem grandiosan Wahlkampf ist die Rede sondern von der Zwangsfrüheinschulung à la Berlin .

Nachdem jahrelang viele Kinder zwangsweise zu früh eingeschult wurden, und es Massenhorror gegeben hatte - selbst die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Krankenhäuser haben Alarm geschlagen - hat der rot-rotbraune Senat endlich diese Position wieder geräumt, sie war auch nicht mehr zu halten. Warten wir ab, was sie sich dafür für eine neue Schikane ausdenken: solange ein Bildungsideologe nicht tot ist, hört er auch nicht auf Unheil anzurichten.

Dabei war der Grundgedanke gar nicht falsch: auch kleinere Kinder können erfolgreich und spaßreich interessante Sachen lernen, und sie können auch davon profitieren. Aber das würde bedeuten unsere Schule als Zwangsinstitution in Frage zu stellen, also phantasiefreier individueller Unterricht mit spielerischen Komponenten und ohne Leistungsdruck, ÜbereinenLeistenSchlägerei  und Standardschulitems.

Nur das können sie nicht. Sie können nur Standardschule. Und deshalb können sie es noch so gut meinen, das Ergebnis ist doch immer wieder grottenschlecht.

Aber die neue romantische Schule wird dadurch doch nur gefördert, allgemein wird die Zahl derjenigen zunehmen, die darüber nachdenken, was anders werden könnte.

Meister 29.08.2009, 14.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule | Tags: Früheinschulung

Teichabdeckung

Wie in jedem Jahr droht wieder der Blätter- und Nußfall vom Walnußbaum in den Teich. Im letzten Jahr hatte das ein ausgewachsenes Disaster mit Umkippen des Teiches und vielen toten Fischen bedeutet.

Nachdem ich in früheren Jahren schon verschiedene Konstruktionen mit Segeln und Netzen etc. versucht hatte, die alle nicht funktionierten, kommt dieses Jahr eine neue Technik zum Einsatz: Latten und einhandhändelbare Teilnetze, denn bei der Menge von Nüssen und Blättern müssen die Netze zwischendurch geleert werden.

Schaun wir mal wie das gelingt heute!

Meister 29.08.2009, 11.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien | Tags: Herbst, Gartenteich,

Zunehmend Fragen

Die Fragen werden jetzt täglich mehr, wie soll es werden mit der Impfung der Kinder gegen die Schweinegrippe?

Die Frage kann man im Moment nur mit einem entschiedenen >wolln mal sehen; kommt drauf an< beantworten. Im Moment ist Schweinegrippe kein schlimmes Problem, alle sind relativ leicht betroffen und bald wieder ok. Aber das könnte sich natürlich ändern in der kommenden Wintersaison. Und der Impfstoff ist neu, so neu, dass man moch keine Erfahrungen haben kann, er wird gerade getestet, aber nicht an Kindern wohlgemerkt. Wir werden also zu beobachten haben: wie verändert sich die Krankheitssituation, wie bewährt sich der Impfstoff in den Tests, wie bewährt er sich, wenn die ersten Massenimpfungen durchgeführt werden. Die erste Frage wird jetzt mal sein, wie nehmen die Leute die Sache überhaupt an, nach meiner jetzigen Beobachtung schwanken sie da: man stelle sich vor, es wird zur Massenimpfung geladen und keiner geht hin! Es ist aber auch das umgekehrte Szenario denkbar, alle wollen sofort. Was wird passieren? Das kann von Kleinigkeiten abhängen. Wie wird sich die Propagandaindustrie verhalten?

Und die Kinder? Ich denke, eine zurückhaltende Vorgehensweise mit einem bei Kindern vollkommen unerprobtem Impfstoff ist angebracht, also vielleicht wirklich erstmal nur die Starkgefährdeten impfen, wie die allgemeine Grundempfehlung lautet. Wenn die Erfahrungen der ersten Million Impfungen gut ist, kann man immer noch großzügiger werden. Wenn wirklich schwerere Erkrankungen auftreten kann man das Tempo beschleunigen.

Also keine Patentlösung in Sicht, aber im Augenblick scheint es eine durchaus händelbare Situation.

Meister 26.08.2009, 22.24| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe, Impfung,

Das Wahlhearing





Offene Bühne, rechts ein Doppelstehpult, links ein Doppelstehpult, von der Seite kommt Web.A. Master auf die Bühne und adressiert das Publikum.

Web.A.Master:

Hochverehrtes Publikum, heute werden wir das Duell der Quanzlerkandidaten erleben, sie werden hautnah dabei sein, wenn die beiden Kontrahenten um die Gunst der Volksmassen buhlen, vielleicht werden wir heute schon eine Vorentscheidung erleben. Wer wird die Fragen besser auf die Hörner nehmen, wer wird die Schicksalsfragen unserer Zukunft so klar beantworten, dass alle ihm oder ihr zurufen: Du sollst sie haben, die Palme unseres Vertrauens, für die nächsten 4 Jahre wollen wir Deiner Klugheit und Weisheit, Deiner Entscheidungssicherheit und Vision vertrauen. Mir steht zur Seite ein Profi in diesem Geschäft, Charles-Ernest Diablotain, der Mann für die politisch unkorrekten Fragen, er spielt hier den Advocatus diabulimicus, weil er so empfindlich wie ein Seismograph auf problematische politische Aussagen reagiert, vulgo: er neigt stark zum Erbrechen. Kommen Sie zu mir Charles-Ernest!

Beifall. Von der Seite herein kommt der gerufene, im weissen Anzug und mit einem 10 Liter Plastikeimer in der Hand.

C.-E.Diablotain:

Danke für die nette Vorstellung. Aber nennen sie mich doch bitte Ci-Ii, das tun alle meine Freunde. Liebes Publikum, Bulimie ist eine ernste Erkrankung und nichts liegt uns ferner als uns darüber lustig zu machen, im Gegenteil, wir von der diabulimischen Vereinigung kämpfen für die Solidarität mit den Bulimikern, auch wenn die Mitglieder unserer Organisation etwas anders strukturiert sind. Wir sind alle hochsensibel auf politisches Gewäsch und Geseier, auf Lügen und leere Versprechungen, es treibt uns die Übelkeit ins Gesicht und den Mageninhalt heraus, unser ideeler Gründungsvater war Max Liebermann der angesichts der Nazis das Wort prägte: >ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!< Deshalb habe ich heute gut gegessen und mir vorsichtshalber einen geräumigen Eimer mitgebracht, den im Notfall diskret zu nutzen ich ihnen verspreche.

Web.A.Master:

Danke dass sie gekommen sind, lassen sie uns gleich mitten ins politische Wahlkampfgetümmel gehen. Ich rufe auf die Bühne den Quanzlerkandidaten der regierenden Sozialpiraten Deutschlands den äußerst ehrenwerten Franz---Walker---Stonemower !!

Lautes Tröten im Publikum, der Gerufene kommt mit einer roten Fahne mit schwarzem Piratenschädel auf die Bühne, schwenkt jovial die Fahne und stellt sich am linken Stehpult auf.

Web.A.Master:

 Und jetzt rufe ich die amtierende Quanzlerin und Vorflitzende der regierenden catholisch demographischen Union Frau Änni Mecker auf die Bühne !!

Weiteres Tröten. Die Gerufene kommt im rot-schwarzen Hosenanzug mit  zu kurzer Jacke und einer schwarzen Fahne mit rotem Piratenschädel auf die Bühne und stellt sich neben F.W.S. auf.

Web.A.Master:

Ich erspare mir lange Vorreden, stelle aber fest, dass die beiden Protagonisten ihr Image allerjüngst poliert haben, die Fahnen kommen mir auch noch sehr frisch vor, ist das ihr Kontrastprogramm? Also zunächst Herr Kandidat Stonemower, wieso haben sie ihren Namen so aktualisiert. Was wollen Sie uns damit sagen?

C.-E.Diablotain: Ist >mowe< nicht das schottische Wort für f... ?

Web.A.Master: Stopp, so ein Wort sagt man nicht im Fernsehen!

C.-E.Diablotain: Wir sind doch gar nicht im Fernsehen.

Web.A.Master: Man kann nie wissen!

F.W.S.:

Also meine lieben Wählerinnen und Wähler, liebe Deutsche und solche die ich noch dazu machen werde, das Anliegen der Sozialpiraten Deutschlands, genauer unser Hauptanliegen ist die sowjetische Gewichtigkeit in Deutschland.

Web.A.Master:

Was haben sie gerade gesagt?

F.W.S:

Nun hören Sie doch mal hin, wenn ich etwas sage! Unser Hauptanliegen ist die saisonale Geschlechtlichkeit in Deutschland.

Web.A.Master:

Meinen Sie >soziale Gerechtigkeit < ?


F.W.S.:

Das sag ich doch die ganze Zeit, wollen Sie mich aus dem Konzept bringen, oder was?

C.-E. Diablotain:

 Was meinen Sie denn damit in Wirklichkeit?

F.W.S.:

Wir haben die soziale Piraterie auf unsere Fahnen geschrieben, wir nehmen von denen, die haben und geben denen, die nehmen. Und das machen wir so lange bis in diesem Lande alle nichts haben, denn dann ist es viel einfacher zu sagen: mehr für alle ist machbar.

C.-E. Greift zu seinem Eimer.

F.W.S.:

Außerdem ist es eine schreiende Ungerechtigkeit, die ich zu beseitigen trachte, dass diese Person neben mir seit 4 Jahren dieses Amt besetzt, das mir persönlich von Kaiser Gerhard vererbt wurde. Heil seinem Angedenken!

C.-E. Dreht sich zur Seite, den Kopf über den Eimer geneigt.

F.W.S.:

Ich habe einen Plan vorgelegt, wie in diesem Land 80 Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden können, einfach indem jeder hier da arbeitet, wo er gerade steht und liegt, er braucht ja nichts zu tun. Wir haben so viele Milliarden verpulvert, da werden wir den Rest auch noch schaffen (lautes Würgen von C.-E). Ich stehe hier für Bildung auf allen Kanälen und fordere hiermit die Oberhoheit der GEZ über alle Schulen und Hochschulen, freies Fernsehen im Unterricht, das frische Leben in den Medien bringt uns die Bildung doch fast gratis. Wir werden durchsetzen, dass jeder deutsche Schüler eine Fernbedienung in der Tasche hat, und wir werden ermöglichen, dass das Zentralabitur für alle, samt richtiger Lösungen allen Bedürftigen kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Auch der freie Zugang zu den Universitäten wird sichergestellt, indem wir damit aufhören all die überflüssigen Leerkräfte zu bezahlen, wozu ist denn der Computer erfunden worden, der freie Zugang zu allem ,vor allem freie Kopiermöglichkeiten rund um die Uhr. Nun sagen sie nur ,wir hätten nicht unsere Lektion gelernt. Wir wissen was Deutschland braucht und will, und wir werden es diesem Lande geben: Geschmierte Brote und schmierige Spiele! 

C.-E. Hebt den völlig grünen Kopf aus dem Eimer und fragt matt:

Sind sie jetzt fertig?

F.W.S:

Mit ihnen bin ich fertig, ein für alle Mal, sie ,sie...

Web.A.Master:

Und die catholisch demographische Union, Frau Bundesquanzler, wird sie es schaffen, wie im Parteiprogramm angegeben, den Anteil des ehelichen Verkehrs zu erhöhen und die Geburtenrate wie versprochen um den VonAlleinFaktor von 35plusX mal Pi-Quadrat alles in Klammern hoch Null zu erhöhen?

Änni Mecker:

Danke, dass sie mir diese inhaltlich schwergewichtige Frage gestellt haben. Dieser Faktor, wie man leicht ausrechnen kann, ist ein ehrgeiziges Ziel, da kommt man ins Grübeln, wie sich netto zu brutto verhält, wenn der katholische Verkehr zum Beispiel wie in Irland linksherum veranstaltet wird, aber, wie sie vielleicht wissen, bin ich in einem protestantischen Pfarrhaus aufgewachsen , und das bedeutet, ich verstehe unter >Berlin ist eine Messe wert<, dass der Zaun in der Uckermark, über den man nicht tot hängen möchte, jetzt mitten in dieser Stadt aufgestellt wird. Niemand hat die Absicht eine Mauer aufzubauen, aber vielleicht wenigstens einen Zaun, beispielsweise zwischen rein katholischem Linksverkehr und protestantischem Rechtsverkehr im kontinentalen Stil, wenn sie wissen, was ich meine. Also wenn die Geburtenrate nur durch außergewöhnlichen Verkehr zu erhöhen ist, dann sind wir so katholisch, dass wir trotzdem dafür sind, fragen sie die Ursula, die ich von der Leine gelassen habe. Und was diese soziale Dings und diese Bums, äh,  Bildung überhaupt anbelangt schliesse ich mich den Ausreden meines Vorredners an, muss aber betonen, dass er allein für all den Bockmist in diesem Gebiet verantwortlich ist. Und wenn wir jetzt das Haushaltsloch ansehen, das wir verursacht haben, dann gibt das unseren Parolen vom >mehr für alle< eine ganz neue Dimension, nämlich die Dimension nach unten, und wenn sie mich fragen, ob wir die Steuern erhöhen oder erst nach der Wahl , dann sage ich ihnen, Österreich ist so ein schönes Land, und dort war man schon so weit die große Koalition so zu verewigen, dass man wieder den Kaiser holen könnte, das können wir auch, und wenn sie mich fragen, ob ich Franz-Walker als Kanzler für möglich halte, dann muss ich ihnen sagen, da müssen wir erst die Österreicher fragen. Eigentlich haben wir ja noch einen gut, denn sie haben ja schon mal bei uns den Kanzler stellen dürfen.

Web.A.Master:

Ich danke ihnen für die Antwort auf all die Fragen, die ich nicht gestellt habe. Ci-Ii, hast Du noch Fragen?

C.-E.Diablotain, immernoch ziemlich grün, den Eimer vor sich auf demTisch:

Frau Bundesquanzler, warum haben sie denn eigentlich diese schwarze Fahne mit dem roten Piratenschädel drauf, haben sie nicht Angst vor Verwechslungen?

Änni Mecker:

Wie sie ja bemerken, führen wir einen äußerst harten Wahlkampf, der inhaltlich bis an die Belastungsgrenze des Vakuums vordringt, und ich muss das wissen, denn ich habe noch in der DDR studiert, und darum freuen wir uns auch schon so, wenn wir dann endlich wieder gemeinsam an unserem schönen Kabinettstisch Platz nehmen können, und die Ulla eine Schnulze aus Spanien zum Besten gibt und der Sigmar sein selbst gebasteltes AKW-Modell sprengt. Und unsere Fahnen werden dann gemeinsam und harmonisch über  Kanzleramt und Reichtag wehen und im strammen Gegenwind flattern. Die Farbabstimmung ist gut gelungen, nicht wahr?

C.-E. Diablotain, jetzt dunkelgrün, in den Eimer murmelnd:

Und die große Koalition geht dann also weiter? Bis wann denn bloß?

Änni Mecker:

Stört Sie das >groß< ? Man könnte sie ja auch umbenennen, vielleicht in "Koalition der Volksgemeinschaft" und das >groß< für mich reservieren. Ich beanspruche ja gar nicht die Erblichkeit meiner Dynastie, vielleicht könnte sogar F.W.S. ja nach meinem Ableben, natürlich nur, wenn er sich immer gesund ernährt und sich nicht so oft künstlich aufregt, dann seine Gerechtigkeit kriegen. Ich meine, diese Titel sind doch nur vordergründig, wir teilen doch nach guter Tradition unter diesen Fahnen die Beute zu gleichen Teilen. Und wir finden auch noch einen passenden Titel für ihn, vielleicht >Papst der Protest-Tanten< oder >Präsident von Europa und der angeschlossenen Territorien< oder so.

So ganz nebenbei haben sich drei große Körbe von hinten in die Mitte der Bühne geschoben. Vom ersten springt der Deckel auf und es erscheint Dildo Westwall der smarte aber gereifte Chef einer gelblichen Oppositionspartei.
 
Dildo Westwall:

Da haben wir den Skandal. Sie macht uns schöne Augen, will aber lieber wieder mit dem Stonemower ins Koalitionsbett als mit mir.

F.W.S.:

Raten sie mal woran das liegt, sie, sie,...!

Web.A.Master:

Bitte keine politischen Unkorrektheiten, es könnten Kinder zuschauen!

Dildo Westwall:

Schon die ganze Veranstaltung hier suggeriert, dass es nur um die beiden ginge, aber aus meiner Sicht - und ich bin Jurist - machen sich Piraten am Besten an einer Rah, so machte man das im Mutterland der Demokratie, also meine beiden Herrschaften, haben sie zu ihrer Verteidigung noch etwas zu sagen, sonst können wir den Prozeß auch abkürzen, ich beantrage die Höchststrafe! Steuern Runter und Piraten raufziehen!

Der zweite Korb platzt auf, heraus schnellt Claudine Rouge-Vert, eine weitere hoffnungsvolle Oppositionelle:

Aber Dildo, mäßige dich doch, Du kennst sie doch schon alle so lange, Du kennst doch sogar ihr Wohnzimmer, wo ihr den Präsidenten gezeugt habt.

Änni Mecker:

Es war sein Wohnzimmer und nix ist bezeugt worden. Was will die Schlampe hier, mit wem willst Du denn koalieren?

Claudine Rouge-Vert: Ich koalier  mit mir selbst!


C.-E.Diablotain, röchelnd brechend:

Schluß mit dem Schweinkram, Kameraden haltet doch die Bühne sauber!

C.R.-V.:

Grün ist immer sauber, die anderen sind die Schmutzfinken, der Stonemower möchte zu gern mit allen, aber er kann mit keiner. Es fehlen ihm potente Prozente, eine ganze Menge Prozente.

Der dritte Korb öffnet sich mit trara und heraus tritt Oskar-Illjitsch Doppelglatzkopf ganz seriös und mild:

Ich kann vielleicht helfen mit den Prozenten. Ich bin so neu, so sauber, so gerecht, an mir ist überhaupt nix schlecht. Ich bin der weisse Ritter, wer das nicht glaubt, bereut es bitter. Ihr könnt mit mir gern koalieren, Sowjetdeutschland kommt erst später, das kann ich garantieren. Ihr müßt nicht gleich das Lager fürchten, das hat noch Zeit, glaubt nicht den Gerüchten. Wir werden nicht gleich über euch lachen, vorher müßt ihr uns erst salonfähig machen.

Die Tür fliegt auf und quer über die Bühne kommt ein Mann herangestapft im okerfarbenen Mantel mit Herrenhandtäschchen, die Zähne sitzen ihm etwas locker:

So jeht das nisch, Herr Webmister, die janzen Affen dürfen hier singen, und was is mit mir, isch bin de aussischtsreischeste Kandidat, aber isch werde totjeschwiejen. Aber nisch mit mir, isch hau aufn Putz. Hier is meine Fahne! Er zieht aus dem Mantel eine riesengroße Fahne, rollt sie auseinander, präsentiert sie und schwenkt sie : darauf steht H U S T !

Web.A.Master:

Was heisst denn das nun wieder? Ich dachte sie haben Rücken und Kreislauf!

Horst Schlimmer:

Nein, nisch nur, wir haben auch Husten. H.U.S.T. : heisst abgekürzt >Horst und seine Truppe< also es is jetz mehr als isch selber schon bin. Und unser Schlachtruf wird erklingen durch die Wahlversammlungen, die Opernhäuser, Schauspielhäuser und alle anderen schweinegrippeverseuschten Häuser. (Lautes Husten im Publikum und Gelächter). Ein bombastisches Husten wird durch unser Land gehen und wird zu einem heftijen massiven Auswurf führen, an den die Herrschaften hier alle noch denken werdn, wenn sie bis zum Knöchel tief drin stehn.

C.-E.Diablotain:

Vorher hieß es doch >Horst Schlimmer Partei<, oder nicht?

Horst Schlimmer:

Wissn se, Herr Diebels, isch lerne auch dazu. Meine Konkursrenten oder wie se alle heissen, haam mir schon mein >mehr für alle< geklaut, aber isch kontere >mehr Meer für alle< und mit dem Namen isses so: es reicht auch bis nach de Wahl, dasse merken, dass alles Schlimmer wird.

Wirft Rauchbomben auf die Bühne und ins Publikum, Rauch entsteht , es folgt ein bombastisches Husten und totaler Nebel.

Aus dem Nebel taucht Web.A.Master auf, hält sich das Taschentuch vors Gesicht:

Ich hoffe wir haben ihnen mit unserer Veranstaltung heute einige Klarheit für ihre Wahlentscheidung bringen können.

Vorhang

Meister 26.08.2009, 20.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater | Tags: Wahlkampf

Ian McIntire: Robert Burns - A Life

Es hat schon ein Weilchen gedauert bis ich mit diesem Buch fertig geworden bin, denn es hat sich manchmal doch ziemlich in vielen vielen Briefen verloren und die Details, die vielen Details.

Aber ich habe auch eine Menge gelernt, vor allem was ein wirklicher schottischer Barde ist. Man kann es gar nicht kurz zusammenfassen, was es ist, aber er war es. Deshalb hört man ja auch überall dort diese Lieder, und man weiß manchmal gar nicht dabei, was von ihm ist und was er aufgesammelt hat.

A Scottish Bard is a Bard for a' that.

Meister 26.08.2009, 16.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst | Tags: Biographie, Schottland,

Gewitter

So ein schönes Abendgewitter, es blitzt so lange vor sich hin und dann kommt der Regen, jetzt rauscht er , rauschender Regen in der Dunkelheit, so schön.

Meister 25.08.2009, 21.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Merkwürdiger Wahlkampf im Tagesspiegel

Schon komisch, was manche Medienfuzzies abziehen, um sich in den Wahlkampf unqualifiziert einzumischen.

Im Tagesspiegel wird in den letzten Tagen mehrfach eine Propaganda gemacht, die in ihrer plakativen Primitivität doch sehr verwundert:

Die FDP ist demnach wegen "Marktradikalität" an der Krise schuld, und sie wird nach der Wahl dann den Sozialabbau voran treiben.

Dagegen wäre es gar nicht so schlimm, wenn FW Steinmeier mit Hilfe der SED regieren würde.

Die CDU hat sich inhaltlich total entleert, heisst es, als ob von der SPD irgendetwas inhaltlich nennenswertes gekommen wäre. Steinmeiers leere Versprechungen über Arbeitsplätze in 10 Jahren sind doch genauso lächerlich wie die angeblichen "Bildungsinvestitionen" für die natürlich die Steuren erhöht werden sollen.

Also aus meiner Sicht muß vor allem die "große" Koalition weg. Da wäre mir ja fast jede andere Konstellation lieber.

Und es tut mir leid: ich finde Steuersenkungen gut, auch wenn ich nicht daran glaube, dass sie kommen werden, die Sieger werden schon eine Ausrede finden. Bloß wenn die Leute schon Parteien wählen die Steuererhöhungen versprechen, brauchen sie sich nicht zu wundern wenn sie sie auch bekommen. Wie war das doch vor der letzten Wahl: die einen sagen keine Mehrwertsteuererhöhung, die anderen sagen 2 % und man einigt sich auf 3% 

Nebenbei: die Medienfuzzies sollten sich nicht wundern, wenn sie bald genau so schlecht  angesehen sind wie die Politiker, deren Brot sie essen und deren Lied sie singen.

Zum Glück bin ich aber darüber hinaus jedesmal eine Zeitung abzubestellen, wenn da irgendjemand Mist schreibt. Und ich schreibe auch keine Leserbriefe mehr, sollen sie die doch alle selber erfinden, was sie bestimmt schon mit einem großen Teil davon machen.

Meister 24.08.2009, 19.50| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Verwirrende Straßenbahn

Kassel: Da gibt es eine Straßenbahn, die ist als Werbefläche von einer Privatklinik gemietet, und die schreiben da  drauf, was sie  so machen.

Über der Eingangstür beim Fahrer steht "Geburtsvorbereitung".

Ob das nicht zu Mißverständnissen führen kann?

Sind denn die Straßenbahnfahrer dafür ausreichend geschult?

Meister 24.08.2009, 16.45| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nicht so weit weg

Australian Beach Bar

Es gibt in Berlin neuerdings eine ganze Reihe von >Strandbars<. Und es gibt auch ein paar >Australian Sports Bars<.

Was es noch nicht gibt, ist ein echt australischer Strand, könnte man aber machen. Man importiert ein ausgedientes Stinger-Netz aus NQLD und installiert es an einem hübschen sandigen Ufer, die gibt es in der Umgebung von Berlin zur Genüge, man könnte sogar zusätzliche Sandstrände herstellen, Sand ist überall.

Dann muss natürlich noch ein Live Safer her mit rot-gelber Bademütze, genauso colorierter Surferhose/Hemd, das malerisch bereit gestellte Longboard nicht vergessen. Mitten im Sand steht eine schöne tropische Bar: das Bier muss natürlich eiskalt sein, alles andere wäre voll unaustralisch. BBQ könnte man dazu noch anbieten und natürlich entsprechend coole Musik.

 Das Highlight des Tages ist natürlich der plötzliche Haiangriff mit Evakuierung der Badenden aus dem Wasser bis die Lifesafer Brigade den Plastikfisch sichergestellt hat. Könnte natürlich auch mal ein Krokobesuch sein, muss ja nicht langweilig werden!

Meister 21.08.2009, 15.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Besuch abgereist

Unsere liebe Besucherin aus Australien ist gestern abend wieder los, wir haben sie noch nach SXF gebracht. Es war eine schöne Woche, irgendwie ist doch alles ganz anders, wenn Besuch im Haus ist. Noch dazu muss man sich ein paar Gedanken machen über touristische Höhepunkte, an die man sonst nie denkt. Die Stadt war durch die Leichtathletik-WM sowieso noch voller mit Touristen als sonst im Sommer, aber das Wetter hat auf alle Besucher bestimmt auch einen sehr guten Eindruck gemacht. Im Sommer ist die Stadt doch ziemlich grün, genau wie sie im Winter total grau sein kann.

Meister 21.08.2009, 12.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ab nach Kassel

Heute geht's nach Kassel. Allerdings haben gewisse Leute noch das Problem, was sie anziehen sollen. Irgendwann wird es aber soweit sein, dass wir fahren können.

Meister 21.08.2009, 11.28| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Hitzearbeit

Die Arbeit in der Hitze ist natürlich weniger schlimm, wenn man selbst im klimatisierten Raum arbeiten kann und nur von Zeit zu Zeit rauskommt um die anderen zu bemitleiden.

Aber es war heute auch nicht viel los, diejenigen die nicht in Urlaub sind sind entweder nicht krank, oder sie merken es nicht , weil das Wetter zu gut ist.

Mit Sehnsucht denkt man an verhusteten, massenfiebrigen Novembertagen mit stundenlangen Wartezeiten an so einen heissen und ruhigen Augusttag.

Schweinegrippe? - Blödsinn : Hundstage!

Meister 20.08.2009, 23.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Es geht immer noch nicht , aber so geht's ja auch

Ich habe von Carol den Tipp bekommen, es mit dem Rausnehmen der Shoutboxx zu versuchen, aber mein Problem ist nicht weg. Ich kann beim Firefox in der Blog-rubrik nicht ohne lange Zeitverzögerungen schreiben, ständig Sanduhr! Aber in der Kommentarspalte geht es. Ein bißchen rätselhaft, aber mit IE geht es also mach ich erstmal damit weiter. Man muss Probleme auch mal aussitzen können.

Meister 20.08.2009, 10.42| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Das musste ja mal so kommen

Man stelle sich vor: ine Muttter hat zwei Kinder, das eine ist schon 10 Jahre und etwas zu kraeftig, das andere 18 Monate und nimmt nicht gut zu. Die Mutter ist gerade unterwegs mit dem Fahrrad, als sie ein Anruf vom Amt ereilt: sie sei angezeigt worden, weil sie ihr Kind vernachlaessige und ihm nichts zu essen gebe. Die anzeigende Frau habe gesagt, der muesse das Kind weggenommen werden, es muesse unbedingt sofort ins Heim.
Zum Glueck besitzt die Mutter einen Kinderarzt, der die Familie schon 10 Jahre kennt und gegenueber der vernuenftigerweise anrufenden Amtsaerztin bestaetigen kann, dass dieser Verdacht voellig aus der Luft gegriffen ist.
Ich hatte aber schon damit gerechnet, dass so etwas kommen wuerde, da die Medien in letzter Zeit doch staendig Aufrufe bringen, die zu Denunziationen  von Eltern aufrufen,
Die Mutter will die anzeigende Person zur Rede stellen, aber das kann sie sich sicher sparen, die sagt garantiert: "Ich hab's doch nur gut gemeint!!!"

Man koennte in Deutschland sicher auch mit viel Erfolg dieses Modell einfuehren, das in Sued-Korea laut TV-Bericht viel Furore macht: Denunziationsgruppen.
Ganz normale Menschen werden dazu ermutigt und sogar ausgebildet, kleine Verstoesse gegen die angeordnete oeffentliche Ordnung mit entsprechenden Beweisen zu denunzieren. Es soll angeblich den Beteiligten viel Spass machen.
Irgendwie fehlt in Deutschland  was, seitdem Gestapo und Stasi nicht mehr im Geschaeft sind.
 

Meister 18.08.2009, 17.34| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Jubilaeum verpasst

Jetzt hab ich's doch verpasst: gestern waren es 1000 Tage in diesem Blog.
 

Meister 18.08.2009, 15.30| (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Nochmal abwracken

Doch, ich muss nochmal drauf zurueckkommen. Im "Spiegel" eine Bilanz des Abwrackens, die mir nicht so sehr gefaellt, dann muss ich da auch nochmal nachkarten.
Wenn man jetzt zurueckschaut, wuerde man sagen, sie  haetten das Alles viel einfacher und unkomplizierter machen koennen.
Man haette nur einfach eine Neuwagenkaufsubvention ausloben muessen, ohne jede Abwrackbedingung aber vielleicht mit eine Koppelung an Umweltstandards.
Da Abwracken keine Bedingung gewesen waere, waere man vielleicht sogar mit einem kleineren Betrag ausgekommen, sagen wir mal 1.500 Euro. Da viele "Wracks" noch  deutlich ueber 1000 Euro gebracht haetten, waere das ein ExtraGeschaeft fuer den  Neuwagenkaeufer  gewesen.
Man haette die Altwagen bestimmt noch gut exportieren koennen, selbst wenn die Preise etwas gefallen waeren durch das grosse Angebot.
Und es haette der heimischen Autoindustrie mehr genuetzt, weil der typische Kunde von BMW oder Mercedes die Praemie auch gern genutzt haette, er hatte bloss keinen alten Karren zum Abwracken.
Weiterhin haette man sich die gesamte Buerokratie zur Abwrackpraemie sparen koennen und auch die Fahndung nach moeglichem Missbrauch.
Waere alles ganz einfach gegangen, wer nachweist, dass er ein neues Auto auf seinen Namen zulaesst, der kriegt diese Subvention, einfacher Sachverhalt, einfacher Nachweis, billiger und unkomplizierter.
Kann mir jemand mal sagen, warum man es nicht so einfach gemacht hat, stattdessen kompliziert und schaedlich?

Meister 18.08.2009, 14.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Die Banken halten die Kunden immer noch fuer bloed



Hallo liebe Freunde, hier ist wieder Billie B. supid, eure Wirtschaftsamateurin.
Heute will ich nur ein paar kurze Worte schreiben, wie die Banken mit ihren Kunden umgehen.
Da erscheint im Tagesspiegel im Wirtschaftsteil ein Artikel, offenbar von den Baenkern lanciert, der den ueblichen alten Mist wiederkaeut: Der Privatkunde solle um moegliche Verluste zu begrenzen, automatische Stoploss-Auftraege abgeben, die seine Aktien automatisch verkaufen, wenn ein bestimmter Wert unterschritten wird.
Vielleicht ist dieser Rat fur Berufsspekulanten nicht falsch, die steigen aus und steigen wieder ein, aber der Kleinanleger spekuliert doch nicht kurzfristig, denn er muss fuer jeden Kauf und Verkauf  saftige Bankspesen zahlen, ausserdem hat er kein Interesse seine Verluste zu realisieren, er wartet einfach ab, dass der Kurs sich wieder normalisiert.
Der Ratschlag bei fallenden Kursen zu verkaufen, bringt also nur den Banken Gewinn und man spuert in solchen Veroeffentlichungen die Absicht, die dahinter steckt.
Im gleichen Artikel wird dann auch schon wieder zu Zerfifikaten geraten. Tenor: >wenn sie die komplizierten Zertifikate nicht verstehen, dann nehmen sie doch einfache<.
Man koennte auch demjenigen, der im Kasino an dem einen einarmigen Bandit Geld verloren hat, sagen, >da drueben steht ein anderer Spielautomat, versuch doch mal den<.
Zertifkate sind Wetten, und die Banken entlarven sich als die Croupiers im Casino, die den Leuten zurufen: "Machen Sie Ihr Spiel!"
Kein Wunder, den in jedem Spielcasino gilt: >Die Bank gewinnt immer!<
Man koennte auch fragen: wozu brauchen wir bad banks, die haben wir doch schon?

 

Meister 17.08.2009, 15.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Abrechnung?

Wie lange ist das her, dass vollmundig politisch verkuendet wurde, die Aerzte bekaemmen soundsoviel Prozent mehr, schoen detailliert nach Arztgruppen  und Regionen aufgelistet und sozialneidheischend aufgebauscht?
Und was ist die Wahrheit?
Sie haben es bis heute nicht geschafft auch nur das erste Quartal 2009 abzurechnen, wir haben also keinerlei Schimmer, wieviel wir bekommen und natuerlich auch noch keinen Euro mehr bekommen.
Aber als Propagandafloskel in der Zeitung hat es doch gut gemacht, nicht wahr?
 

Meister 17.08.2009, 08.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Besuch und Aktivitäten

Wir haben lieben Besuch aus Australien und dann macht man Sachen, da kommt man sonst nie dazu. Gestern hatten wir eine schöne Bootstour und heute haben wir eine Rundfahrt über Potsdam nach Berlin-West gemacht, als kleines Schlußhighlight noch die Stalinallee mitgenommen. Postdam hat sich ja ganz schön rausgemacht in den letzten Jahren, wenn man nicht so oft hinkommt muss man eindeutig sagen, die Veränderungen sind unübersehbar. Aber wenn man dann über die Glienicker Brücke ins alte Westberlin fährt komt einem das auch alles wieder so vertraut vor, die Freie Universität in ihrer Ferienruhe, Botanischer Garten, Charlottengrad, Kurfürstendamm, so ruhig war der früher nie, Gedächtniskirche und Europacenter, letzteres erscheint heutzutage richtig mickrig. Das Bikinihaus wird abgerissen, ich dachte das wäre ein Baudenkmal, der Knast in Moabit versprüht den Charme, den er immer hatte, über die Invalidenstraße in den Osten, wie war das doch damals dort am 9. November 89? Am Alex wird wie immer gebaut, die werden nicht ruhen, bis man nichts mehr erkennt. Die halbe Innenstadt ist natürlich gesperrt wegen Leichtathletik-WM. Die Stalinallee so renoviert als sollte sie neuerlich als Stäadtebaumodell dienen. Aber dann ist man doch froh, wenn man wieder draußen ist und baden kann, war ja heiß heute.

Meister 16.08.2009, 20.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wer hat nun das Problem?

Ich bin auf die Idee verfallen, es mal nicht mit Firefox zu probieren, sondern mit Internetexplorer und dort scheint es problemlos zu gehen. Was hat es denn also das feurige Füchschen?Hat es vielleicht mit der Umstellung auf 3.5 angefangen? Hab ich da was falsch gemacht, wieder mal einen Schalter falsch gestellt, oder läuft da was ganz anderes?

Meister 15.08.2009, 22.06| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Eigentlich wollte ich was bloggen

aber es geht nicht richtig, nach ein paar Zeichen kommt eine Sanduhrpause. Es scheint aber im Designblog selbst zu liegen, andere Fehler sind im Moment nicht vorhanden. Komischerweise geht es jetzt gerade wieder besser - Vorführeffekt?

Meister 15.08.2009, 01.33| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

So kann telefonieren teuer bleiben

Immer mehr Leute schaffen offenbar den Festnetzanschluss ab und erwarten ganz selbstverstaendlich, dass man sie fuer teures Geld auf ihrem Haendi anruft.
Festnetz zu Festnetz kostet flatrate, aber nein, es wird nicht kostenlos telefoniert, sondern die teuerste Variante und dann moeglichst noch stundenlang: "Was ich noch fragen wollte..."
 

Meister 13.08.2009, 18.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Jugendamt und tote Kinder

Der tragische Tod von vernachlässigten kleinen Kindern ruft mal wieder alle möglichen "Profis" auf den Plan, die alle mehr oder weniger dasgleiche Schreien: "Mehr Staat, mehr Amt, mehr Kontrolle".
Sie fordern mehr Mitarbeiter bei den Jugendämtern, mehr Kontrollen, verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen und was sich der wütige Gutmensch noch so ausdenken mag.
Aber das wird alles nicht helfen, vor allem weil Kontrole und Drohung gerade die angepeilte Klientel der sagen wir mal Sozialschwachen stark abstößt.
Die Jugendämter sind -man muß es mal sagen- doch stark verhasst, im wörtlichen Sinne des Wortes, weil sie mit arroganter "Das Kindswohl bestimmen wir"Attitüde den Eltern und allen anderen Beteiligten gegenüber treten. Ich glaube viele der dort Beschäftigten hätten nichts dagegen, wenn sie in eine Kinder- und Jugendpolizei umbenannt würden, empfinden sie sich doch jetzt schon so.
Und was könnte man tun?
Statt Polizeifunktion sollte mehr Hilfsfunktion ausgebaut werden, am Besten man schafft Institutionen, die unabhängig von Kontrolle, Aufenthaltsbestimmungsrecht und Zwangsmaßnahmen die Leute berät und auch Kinder- und Jugendhilfen finanziert, beispielsweise Einzelfallhelfer, Familienhelfer, Therapien, freiwillige zeitweilige Unterbringung der KInder und vieles mehr. Aber das würde richtig Geld kosten. Möglicherweise aber gut angelegtes Geld, besser als noch mehr Geld in Kontrolle, Zwang und Gieskannensubventionen zu stecken. Den "armen" Familien hilft oft nicht einfach Geld, das versickert genauso wie das, was sie schon haben. Ihnen hilft Geld, das für sie zweckgerichtet ausgegeben wird, von Partnern, die nicht ständig darauf schielen, ob man ihnen die Kinder nicht doch wegnehmen muss.
Das ist nämlich die Kehrseite: je mehr in der Öffentlichkeit Welle gemacht wird, um so mehr sind die Amtsmitarbeiter ängstlich, dass ihnen jemand durch die Lappen geht und sie dann die öffentliche Medienprügel einstecken, wie es bei den toten KIndern oft war, als habe das Jugendamt sie auf dem Gewissen. Damit sind sie noch mißtrauischer und damit verlieren sie bei der Klientel noch weiter an Vertrauen. Ein TEufelskreis, den man erstmal durchbrechen müßte damit sich was ändert.
Und die Profi-Gutmenschen? Sie sollten lieber manchmal schweigen.

Meister 13.08.2009, 08.16| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Woher die Gier und wohin damit?




Hi, hier spricht Billie B. Stupid, Eure Weltwirtschaftsamateurin. Heute geht es um etwas sehr Elementares, nämlich um die Gier selbst. Da hat man ja vieles gehört in letzter Zeit: die Bänker sind gierig; die Anleger sind gierig; alle sind gierig.
Nachdem sie das Schlimmste scheinbar (auf öffentliche Kosten) überstanden haben, zocken die Banken schon wieder und machen Milliardengewinne (natürlich nur wenn man die vorherigen Verluste außer Betracht läßt, was sie nach neuen Bilanzregeln dürfen oder mit Staatshilfe wieder können).

Aber heute stellen wir mal die Frage, woher kommt die Gier?
Da werden oft ziemlich wohlfeile Antworten gegeben: sie sei in der menschlichen Natur begründet, die Bänker seien eben spielsüchtige Psychopathen und Soziopathen und dergleichen mehr.

Aber wie das in der Wirtschaft so ist: meistens sind es doch wirtschaftlich objektive Gegebenheiten und nicht nur substanzlose Psychologie, die dahinter stecken, auch wenn Psychologie immer im Hintergrund eine Rolle spielt.

Und welches sind diese Gegebenheiten?

Eine sehr einfache vor allem: GELD, VIEL GELD, ZU VIEL GELD.

Na ist doch toll, mag man sagen, her mit dem Schotter, wir wissen, wie wir den ausgeben könnten.

Aber wie das mit dem Geld so ist: es gehört immer irgend jemandem, und meistens den Falschen.

Grundlage für die ganze Zockerei ist, dass es weltweit schlicht viel zu viel Geld gibt, das in den den Taschen von denen steckt, die kein Bedürfnis haben, es für sich auszugeben, sondern die es anlegen wollen, um später davon zu profitieren, also nicht schlicht Geld sondern KAPITAL, DAS WELTWEITE FINANZKAPITAL.

Und wer ist das?

Ja klar, da sind auch die Superreichen, die Magnaten und andere ehrenwerte Horrorfiguren darunter, aber ein Großteil des Finanzkapitals besteht auch in den Kapitalreserven von Versicherungen, Pensionskassen und Investmentfonds der veschiedensten Art, also in den Reserven von mehr oder minder normalen Leuten.
Die haben das Problem, dass sie ihren Reichtum mit ins Alter nehmen wollen, einen sorgenfreien Lebensabend mit dem im Laufe des Lebens angesammelten Geld verbringen wollen, und dieser Lebensabend wird heutzutage immer länger, die Zeit bis zum Entschlummern immer unübersichtlicher und damit riskanter.
Es ist ein Ammenmärchen, dass alte Menschen kein Geld brauchen und nur darauf warten, es den Erben in den gierigen Schlund zu werfen.
Im Gegenteil, man muss sich im Alter mehr erkaufen als in jüngeren Jahren, nicht zuletzt kann es auch passieren, dass man für Gesundheit und Pflege, sagen wir lieber für die ganzen Altersmalessen zur Kasse gebeten wird.
Deshalb ist das natürlich ein legitimes Anliegen, auch wenn mit diesen Milliarden und Billionen  ein Heer von angeblichen Finanzexperten nicht nur durchgefüttert wird, sondern vielmehr in Saus und Braus lebt.
Diese Experten müssen also dem kapitalbesitzenden Publikum vormachen, dass sie und ihre horrenden Einkünfte durch Leistungen gerechtfertigt sind, denn für ein Sparbuch braucht man sie genauso wenig wie dafür einfach Staatsanleihen oder Aktien zu kaufen.
Sie können ihre Existenz nur dadurch rechtfertigen, dass sie mehr versprechen; und sie müssen deshalb zocken, denn in Wirklichkeit ist die Profitrate in keinem Wirtschaftzweig so hoch, vor allem nicht dauerhaft so hoch.
Und zocken heisst in diesem Falle ganz wörtlich, Wetten abschliessen, bei denen man gewinnen oder verlieren kann.
Denn wie schon so oft gesagt, die ganze Spekulation schafft keinerlei Wert, sie schichtet nur das Geld von den Verlierern zu den Gewinnern um, ein Nullsummenspiel, das in Wirklichkeit ein Verlustgeschäft ist, wegen der hohen Reibungsverluste durch die Eigenabzweigungen der Bänker, Versicherer, Wirtschaftprüfer, Ratingfuzzies und der von ihnen Bestochenen.

Damit  nicht auffällt, dass sie in Wirklichkeit Geld verlieren, müssen sie Tricks anwenden, die die Werte scheinbar vermehren. Der einfachste davon ist es, die Preise für etwas, beispielsweise Aktien in die Höhe zu treiben: plötzlich ist ein Unternehmen scheinbar ein paar Milliarden mehr wert, ohne dass es ein bißchen mehr erzeugt, verkauft oder gar Gewinn macht. Das Gleiche gilt auch für Immobilien, der Wert des benötigten Bodens ist sowieso nicht seriös und stabil festzustellen, der Wert des Bauwerks besteht in seinen Baukosten zunächst. Aber die Preise können auch viel höher sein.
Das ist aber alles nur die klassische Variante; sie waren kreativ, sie haben jetzt Papiere und "Zertifikate" (was für ein schönes Wort für heisse Luft), die scheinbaren Wert aus sich selbst erzeugen, sie haben also einen hohen Preis, der keine Substanz hat außer dem Versprechen, dass er in Zukunft noch höher sein wird.

Da wird einem nicht nur schwindelig, das ist wirklich Schwindel.

Natürlich braucht da keiner mitzumachen, aber das ist genauso wie mit anderen wirtschaftlichen Sachen: das Ekelfleisch wird für einen Spottpreis gekauft, weil man ein Schnäppchen machen will, und die schlichte Tatsache verdrängt, dass Fleisch zu einem solchen Preis nicht zu erzeugen ist; der Chinabilligschrott wird gekauft, auch wenn man weiß, dass man die eigenen Arbeitspltze damit exportiert, und auch sonst überall folgt die Masse der scheinbaren wirtschaftlichen Logik, dass man einfach so billig wie möglich kaufen und andererseits so viel wie machbar erlösen muss, sonst kann man ES nicht schaffen.

Sind es also letztendlich die legitimen Interessen der Menschen, die eine wirtschaftlich sichere Zukunft haben wollen, die den ganzen Schlamassel verursachen?

Nein, sicherlich nicht allein, aber wenn eine andere wirtschaftliche Logik in der breiten Masse sich durchsetzen würde, könnte man den Zockern und Berufsgierlappen schon einen Großteil ihres Geschäfts wegnehmen. Und der Kern einer anderen Logik wäre die wirtschaftliche Fairness, der faire Handel, die Zurückdrängung der Monopolgruppen und eine weitgehende Dezentralisierung von Leistungen und Arbeiten. Natürlich ist das alles Utopie und Vision.

Und Helmut Schmidt hat gesagt, "wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen".

Aber deshalb sind Sie ja hier.

Meister 12.08.2009, 20.41| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Die Grippe-Ente des Tages

Bei Rückreise aus Spanien: Toter Vogel im Kofferraum von Ulla Schmidts Dienstwagen entdeckt.

Meister 11.08.2009, 20.42| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

RKI zu SG

"Ein Krankheitsverdacht liegt vor, wenn respiratorische Beschwerden mit oder ohne Fieber im zeitlichen Zusammenhang zu moeglichen Kontakten mit erkrankten Personen im engeren privaten oder beruflichen Umfeld (auch im Rahmen einer Reise) auftreten, die zur (sic!) einer Ansteckung durch neue Influenza gefuehrt haben koennen." {Copyright RKI}

Das nenn ich eine Anleitung zum zielgerichteten Handeln,wa!

Meister 11.08.2009, 17.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Mundartspruch zum Tage

Mä hon schon >Mundart< gschprochn, als annere ihrn >Mund< noch fürne Fress haln hon.

Meister 10.08.2009, 15.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Türken sind halt auch nur Japaner

  Da erregt sich die türkische Gemeinde darüber, dass der Völkermord an den Armeniern in den Schulen vorkommt und dass ein Lepsiuszentrum in Berlin, an die  vergeblichen Versuche von Prof. Lepsius erinnert 1915/16 mitten im ersten Weltkrieg den Genozid an den Armeniern durch Intervention in Konstantinopel und bei den Verbündeten in Berlin zu stoppen.
Die Türken sehen das immer noch als "Beleidigung des Türkentums" an, die türkische Gemeinde geht laut Tagesspiegel sogar soweit, die Leistungsfähigkeit türkischer Schüler damit in Frage gestellt zu sehen, wenn sowas im Unterricht vorkommt.
Die Türken haben noch ein ähnliches Ruhmesblatt in ihrer jüngeren Geschichte: 1922 nach dem Griechisch-türkischen Krieg haben sie auch im Rahmen der ethnischen Säuberung in der Westtürkei nicht nur Hunderttausende Griechen vertrieben, sondern auch  viele ermordet. Mir ist erst vor kurzer Zeit klar geworden, warum es die Stadt Smyrna nicht mehr gibt: ganz einfach, man hat die Bewohner dieser Stadt durch Türken ersetzt und die Stadt Izmir genannt. Diese Verbrechen an unschuldigen Menschen werden natürlich genauso wie andere im zweiten Weltkrieg als nicht so schlimm angesehen, weil die Griechen ja den Krieg angezettelt hatten.
Merke: Ethnische Säuberung, das Vertreiben und Umbringen einer Zivilbevölkerung ist dann eine läßliche Sünde, wenn die Gegenseite an den Auseinandersetzungen schuld war und diese auch verloren hat.
Das kann man auch in den ehemaligen Osten Deutschlands sehen, wo 10 Millionen Menschen die Heimat und unbezifferbar viele ihr Leben verloren hatten. Aber hinter der deutschen Schuld verschwindet halt die der anderen, und die weigern sich heute noch dies zu thematisieren.
Aber die Türken hatten den ersten Weltkrieg auch verloren und deshalb ist ihre Position eher mit der der Japaner zu vergleichen, denen ihr Vernichtungskrieg in China heute noch als völlig normal gilt, na gut, man murmelt mal eine Entschuldigung, aber in Wirklichkeit war man es nicht selbst.
Ich denke, wir in Deutschland haben die Verpflichtung diese Dinge zu thematisieren, gerade weil unsere Geschichte nicht besser war als deren. Wenn hier auch Untaten von anderen aufgegriffen werden, dann nicht, um das zu relativieren, was Deutsche gemacht haben, sondern weil historische Verantwortung nicht heisst, immer ein Mantra von Schuld vor sich her zu tragen, sondern Krieg, Vertreibung und Völkermord immer und überall zu ächten und zu verhindern.
Ein Wort noch zu  unseren  Freunden von der selbsternannten "Linken" (SED/PDS): sie haben Prof. Lepsius als "extrem rechtsgerichteten Antidemokraten" denunziert und dabei trefflich verschwiegen, dass das Buch "Die 40 Tage des Musa Dagh" über diesen Genozid von Franz Werfel geschrieben wurde.

Meister 10.08.2009, 15.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Stossfester Papagei - Version Zwei

Ich muss nochmal auf die Sache mit dem stossfesten Papagei zurück kommen,  in seiner totalen HyperHiTec-Version ist  er natürlich eine romantische Zukunftsvision, vor allem weil er erspüren müßte, welches Kommando jetzt gerade gebraucht wird, der Sensor für das ADHSler-Navi fehlt halt noch. Und natürlich ein zünftiger Name, da ist mir zwar schon Einiges eingefallen, aber noch nichts echt Zündendes, nennen wir ihn also vorerst "Papazwei" (vielleicht für schlimme Fälle auf die andere Schulter auch noch "Mamazwei").
Die im Kommentar diskutierte Ehefrauenversion - programmierbar auf die möglichen Abwege des Göttergatten und meine alte Lieblingsidee tibetanische Gebetsmühlen für Eltern zu importieren, die immer wieder die gleichen Sätze wiederholen, läßt mich eine einfache Papageienversion vorschlagen: solange man nicht situationsabgestimmte Sätze anbieten kann ( siehe fehlender Sensor), arbeitet man erstmal mit frei programmierbaren, die wahrscheinlich auf die Situation passen könnten: "Nicht einschlafen, mitmachen!" Den Rest der Stunde schaffst Du auch noch" "An alles gedacht?" "Nicht provozieren lassen!" " Wer die Hausaufgaben aufschreibt, hat mehr vom Leben!" "Jetzt nochmal richtig ranklotzen, dann sind auch bald Ferien!". Da ist also vieles denkbar und die Abfolge und Auswahl der Sätze ist genauso variierbar wie die Wiederholungsfrequenz.
Und wie kann das alles stattfinden? Praktisch sieht unser Papagei vielleicht so aus wie das trendyste Händi, man könnte es e-phone nennen, der direkte Draht nach Hause, mit anderen Worten es könnten auch frisch eingesprochene Nachrichten in die Wiederholschleife eingebaut werden, das nennen wir dann:
SWMS =SchnellWiederholendeManipulationsSendung.
Schöne neue Welt, wa?

Meister 10.08.2009, 09.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Sommerfestnachlese

Das Wetter hat uns wieder mal nicht im Stich gelassen, war ein schöner warmer Abend gestern. Leider konnten nicht alle kommen, schade, aber vielleicht klappt es nächstes Mal. Ohne Grillen war es wirklich viel entspannter, man konnte essen wann man wollte und auch nacheinander, wiederholt  und kombiniert, der Überraschungshit war das KAssler in Kokossosse mit ZImt, Koriander und Ingwer, das ist fast alle geworden. Die mitgebrachten Salate passten auch prima dazu und die Kombibowle hat sich bewährt, es ist halt heutzutage wichtig, dass man etwas gut schmeckendes nicht alkoholisches anbieten kann. Und die Beleuchtung hat gut hingehauen, die Lichterkette hat Bäume und Bambus schön kulissenhaft angestrahlt.  Inzwischen sind wir mit dem Aufräumen auch schon fast fertig, denn heute machen wir einen ruhigen Ausruhtag, die Hängematte hat sich auch schon aufgehängt.

Meister 09.08.2009, 13.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Bildungskinder und Zukunftskapital



 

Es wird immer so getan, als sei es für unsere Gesellschaft zukunftsrettend, wenn wir unsere Kinder mit allen Mitteln elitär drangsalieren.
Die Zukunft unseres Landes steckt in der Bildung unserer Kinder, hurra!.

Folge: Verpisaisierung der Schulen, Verschulung der Hochschulen, Frühförderung im Kindergarten, am Besten zwangsweise, Nachilfeunterricht, Logopädie für bessere Grammatik, Ergotherapie für bessere Stifthaltung, Ritalin für besseres Aufpassen, Psychotherapie für stromlinienförmige Schulperformanz, Sonderschulen für Querdenker und Schiefschreiber, Internat für Renitente, Stipendium nur für Überflieger, Exellenzpreise und Smilies.

Sind es wirklich die Eltern, die an allem schuld sind? Na, eine Teilschuld haben sie sicher, vor allem, wenn sie die Sprüche der Experten glauben, dass ihr Kind nur dann einen guten Platz im Leben finden wird, wenn es sich in dem Eliteellenbogenwettbewerb durchsetzt.

Es ist richtig und gut, wenn die Eltern für ihr Kind das Beste wollen.
Nur, was ist das Beste?

Viele Kinder leisten nicht ihr Optimum, wenn man sie unter Druck setzt. Kleinkinder lernen mehr durch freies Spielen als durch "Förderprogramme" und "Frühförderung". Es steckt ein ganz schlimmes Menschenbild hinter dem Förderwahn: man wähnt, es käme mehr darauf an früh Fertigkeiten zu entwickeln als Persönlichkeit, Individualität und Charakter. Genauso wird eine Stufe später in der Schule die Vermittlung von Wissen gegenüber der Weckung geistiger Interessen und dem >Lernen lernen< stark überbewertet. Einen Gegenstand kritisch durchdringen zu können, scheint selbst an der Universität eine Sekundärtugend zu sein.

Und worauf kommt es an?

Zum einen ist die liebevolle Betreuung durch liebende Eltern durch kein Förderprogramm zu ersetzen. Der Versuch, immer mehr Kinder in sozialproblematischen Familien erzeugen zu lassen und diese dann in Krippen, Kitas und anderen Förderinstituten zu nützlich sozialisierten Menschen zu machen, scheitert deutlich. Kleine Kinder brauchen Liebe und zeitliche Zuwendung, sie brauchen Sicherheit und Stabilität in ihrem persönlichen Umfeld. Sie brauchen die Freiheit ihre Welt selbstständig zu erobern, und man darf nicht auf ihrem Selbstwertgefühl herumtrampeln, sie herabsetzen und in ihrer Entwicklung verunsichern, sie brauchen Erfolg und Selbstgewißheit und das Gefühl, dass man hinter ihnen steht.

Und in der Schule: da kommt es auch darauf an, dass nicht alle über einen Leisten geschlagen werden, selbst wenn der >Leistung< genannt wird. Es kommt darauf an, die Individualität zu akzeptieren, den richtigen Weg für jeden Einzelnen zu finden und viele Wege zu eröffnen. Wenn es gelingt, den Funken des >Wissen wollen< im Gehirn des Kindes zu erzeugen, dann hat man etwas erreicht.

Und die Elite?

Man solte sich darüber nicht zu viele Gedanken machen, die wirklich guten Leute bilden sich schon heraus, ragen dann schon heraus, auch sie muss man weniger fördern als  einen Rahmen geben, in dem sie arbeiten, sich entfalten kreativ sein können. Vulgär gesprochen: Leistung muss sich lohnen, nicht nur materiell, sondern auch durch Anerkennung und durch die Einräumung der Freiheit, die der kreative Geist braucht. Die Regel scheint in diesem Lande dagegen zu sein, dass man diejenigen, die etwas leisten, kritisch neidisch beargwöhnt, und wir in die absurde Situation kommen könnten, dass wir eine Elite ausbilden, die dann im Ausland erfolgreich ist. Das können wir schon an den Nobelpreisen sehen. Deutschland freut sich ber Nobelpreise von Forschern, die ihre gesamt Forschungsarbeit im Ausland machen.

Was bedeutet es also für das Wohl unseres Landes, genauer der Zukunft unseres Landes?

Unsere Zukunftsfähigkeit hängt am meisten davon ab, dass wir eine geistig aufgeschlossene Gesellschaft werden, wo Kreativität, Leistung, Erfindungsreichtum und Fleiß nicht mies gemacht sondern nachgemacht wird. Eine Gesellschaft, in der geniale Geister aus aller Welt gern leben und arbeiten. In der die nicht so ganz Genialen nicht Haß gegen die Besseren empfinden, sondern Ansporn es ihnen gleich zu tun.

Und die Kinder?

Die sollen alle Möglichkeiten haben, aber auch die Freiheit, sie so zu nutzen, wie es ihnen bekommt. Wie vielen Leuten hat man es schon schwer gemacht, weil sie in ihrer Entwicklung etwas später dran waren als andere, wie viele sind schon von den Schulen geflogen, weil sie sich pubertär nicht rechtzeitig eingekriegt haben. All das müßte nicht sein, es sind ganz andere Formen von Bildung und Ausbildung denkbar als die, die heute als die allein seelig machenden gelten.

Meister 08.08.2009, 16.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Heute wird mal nicht gegrillt!

Das Grillen mit relativ vielen Leuten ist doch ein bißchen nervig auf Dauer, deshalb haben wir uns in diesem Jahr dazu entschlossen, lieber im Ofen was zu machen.
Kassler auf zweierlei Art, einmal mit Sauerkrautunterlage und als Gag kleiner Grünkohlecke. Zweite Art: das Kassler in Kokos-Porreesosse. Und Prager Schinken gibt es auch noch. Die Salatproduktion ist dafür auf die Gäste ausgelagert, das Einzige, was wir machen ist Hommus, weil ich das so gerne esse. Neuerung dabei auf Initiative von Simone: mit frisch gemahlenem Sesam, das macht sich sehr gut offenbar.

Meister 08.08.2009, 12.24| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Sommerfest

Heute ist Sommerfest und man kann eines zum Glück jetzt schon sagen, das Wetter spielt mit!
Und was bedeutet Sommerfest?
 Vor allem einen Sack voll Arbeit.
Also los, erst die Arbeit, dann kommt hoffentlich auch Vegnügen auf!
Erzählt wird später.

Meister 08.08.2009, 09.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Erschöpfende Woche

Irgendwie hat mich die Woche erschöpft, war zwar niemand so schlimm krank, aber dadurch dass ich so viele unbekannte Vertretungspatienten hatte, kam es mir wie ein Strom vor, der an mir vorbei zieht. Außerdem habe ich noch nie so viele Kopftuchmütter gesehen, wie in dieser Woche, echt auffallend. Es gibt offensichtlich und unbestreitbar eine Verschiebung bei den Eltern: bei den Deutschen von den Besser gestellten zu den Sozialempfängern, bei den Ausländern von den Normalen zu den Religionsleuten, und insgesamt von den Deutschen zu den Ausländern. Und es gibt bei uns allmählich immer mehr Ausländer, die schlecht deutsch sprechen. Es gibt auch andere, aber irgendwie verändern sich die Zahlen.
Zugegeben, ich kann nicht verstehen, warum man in diesem Land Kinder in die Welt setzt ohne nur annähernd die Landessprache zu beherrschen, was denken sie, was aus ihren Kindern werden soll?
Natürlich kann man sich genauso fragen, warum deutsche Eltern Kinder in die Welt setzen ohne nur ansatzweise die Mittel dafür zu haben. Glauben sie wirklich daran, dass es immer Subventionen geben wird?

Meister 07.08.2009, 23.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

ADS-Therapie mit Roboterhilfe

ADS würde es eigentlich gar nicht geben, wenn immer einer daneben stehen würde, der korrigierend eingreift. Es gibt heute schon Navigationsgeräte, die Leute mit unterentwickeltem Navigationssinn zur Seite stehen können.
Die Idee besteht nun darin, dass man ein persönliches Navi für ADSler entwickelt. Müßte natürlich ein lernender und sensitiver Roboter sein, der merkt, was sein Schützling macht und korrigierend eingreift. Man könnte es sich als eine Art intelligenten, stoßfesten Papagei vorstellen, der auf der Schulter sitzt und Regieanweisungen gibt:  "Denke an die Hausaufgaben, hast Du alles notiert?" "Jetzt nach links zum Chemieraum abbiegen!" "immer dran denken, dass Frau XYZ, großen Wert auf mündliche Mitarbeit legt!". "Für morgen auf jeden Fall die Tasche zusammenstellen!"
Ok, so ein Roboter ersetzt nicht die Internalisierung und geistige Selbstständigkeit, aber er wäre ein irrer Verkaufserfolg.

Meister 07.08.2009, 18.01| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Polizeiaufgabe Stauproduktion

auf der A113 Richtung Berlin Mitte nördlich der Ausfahrt Schönefeld Nord, Donnerstag etwa 11.30: plötzlich Stau, zu spät noch in Schönefeld Nord rauszufahren. Die 3 Spuren werden auf 2 und im Tunnel dann noch auf 1 Spur reduziert, nicht so ganz ungefährlich im Tunnel. Hinter dem ersten Tunnel steht ein Polizeifahrzeug quer über die rechten beiden Spuren, sicher ein schwerer Unfall!
Nein keineswegs, zum Glück kein Unfall! Eine Routineverkehrskontrolle der Berliner Polizei direkt hinter der Landesgrenze. Kein Parkplatz, keine Ableitung der zu Kontrollierenden, einfach die rechten beiden Spuren dicht gemacht und LKWs, PKWs und Kleintransporter nach Zufallsauswahl kontrolliert.
Eine Frechheit sondergleichen: es geht nicht um Terror, es geht nicht um Schwerkriminalität, es geht darum für eine Routinekontrolle die Autobahn dicht zu machen. Diejenigen, die dort in die Innnenstadt fahren wollen, haben natürlich alle Zeit der Welt, da muß keiner zu irgendwelchen Terminen, ach bewahre! Ich weiß nicht wie viele Anzeigen wegen Beamtenbeleidigung dort geschrieben worden sind, ich würde die Beamten vor Ort auch nicht beleidigen wollen, aber wäre der verantwortliche Polizeioffizier nicht strafrechtlich zu belangen?
Für so etwas muß doch jemand die Verantwortung tragen,wa?
Im Stau schaltet man dann Inforadio vom RBB ein, diejenigen, die immer so gerne Gebühren von uns hätten,weil sie uns so gut informieren! Komischerweise gibt es diesen Stau nicht, eine halbe Stunde später auch nicht!
Ich denke, dass viele Stauopfer die Zeit genutzt haben beim RBB anzurufen, um den Stau zu melden. Kann es sein, dass unser Desinformationsradio  vom RBB Staumeldungen unterdrückt, wenn der Stau von der Berliner Polizei organisiert wurde?

Meister 06.08.2009, 23.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Beim Foltern sollten wirklich alttestamentarische Maßstäbe gelten



Im Tagesspiegel heute ein Artikel über die Schauprozesse im Iran. Warum wird nicht endlich mit den Folterern nach dem Auge um Auge, Zahn um Zahn umgegangen, im Islam findet sich da bestimmt auch eine ähnliche Bestimmung.
Die Unmenschen, die foltern, haben kein Recht noch einen Tag auf dieser Erde zu leben. Und man hofft irgendwie inständig, dass die richtende höhere Instanz im Jenseits wirklich da ist ,um es ihnen heimzuzahlen, dass Hitler, Stalin, Mao und ihre Schergen dort genauso schmoren, wie es die Ayatollahs und ihre Folterknechte tun werden: nix Jungfrauen im Paradies, finsterste Folterhölle.
Der letzte Satz des Artikels macht mich vor allem betroffen. Jean Amery, der sich viele lange Jahre nach seiner Folter durch die Nazis selbst umbrachte, hatte sinngemäß geschrieben, dass durch die Folter das Urvertrauen, mehr zu sein als ein Haufen schmerzempfindlicher Dreck, unwiederbringlich zerstört wird.
Sage mir keiner, es könne auch eine gerechtfertigte Folter geben, man entwertet selbst die beste Sache durch dreckige Methoden.

Meister 06.08.2009, 10.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Hat sonst noch jemand auf?

Heute ist so ein Tag, da fragt man sich, ob ueberhaupt noch eine andere Praxis in dieser Gegend auf hat. Die Mehrheit kommt vertretungsweise vorbei, und man fragt sich wirklich, muss man eigentlich wirklich sofort zum Arzt, wenn das Kind nicht richtig krank  und der eigene Doktor morgen oder uebermorgen wieder da ist?
Aber zum Glueck ist niemand ernsthaft krank heute, und man merkt, dass die Ferien dem Hoehepunkt entgegen gehen.
Die Verlaengerung der Ferien wegen SG war ja hoffentlich auch nur ein Witz. denn bis wann sollt man sie denn verlaengern? Bis Weihnachten?

Meister 05.08.2009, 14.00| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Bankenärger2

Die Sparkasse, sie macht jetzt Werbung mit einem >Mayday> schreienden Bond und möchte sich als ganz anders als die 08/15 Bank mit ihren Fähnchen präsentieren. Dann fällt aber das schöne Bild wieder in sich zusammen,wenn es ans Praktische geht, dann sind die Privatkunden doch wieder nur die nützlichen Idioten, die den "Bänkern" das Geld rüber schieben sollen, damit sie um den Bonus zocken können.
Sie schreiben schlicht, das alte Konto gibt es nicht mehr (weil es nicht mehr nachgefragt wird - Lieblingslüge von Krankenkassen, Telefongesellschaften und auch Banken), wir haben -hurra- ein paar neue Modelle für sie. Das beste ist -natürlich- das Teuerste, kostet so pauschal 5,90 im Monat, dafür sind da aber auch eine Menge hübscher Sachen in der Wundertüte, die sie zwar nicht brauchen, aber doch eine Liste füllen, eine Unfallversicherung, die im ersten Jahr beitragsfrei ist, ein Depot, das sie sich jetzt doch unbedingt anschaffen sollten, 50 Frei-SMS - ein Highlight- und ein Newsletter - ja da gucken sie!
Es gibt auch Alternativen, beispielsweise ein Onlinekonto für 0,00, ein Onlineplus für 3,30 und noch ein anderes für 4,40, bei dem die unnützen Sachen natürlich trotzdem inklusive sind.
Die Alternativen werden natürlich im Sparkassenfaltblatt nur genannt, aber nicht erklärt.
Also schauen wir mal in der Internetfiliale nach: das kostenlose Onlinekonto hat beispielsweise zur Bedingung, dass man gleichzeitig eine Art monatlichen Sparvertrag abschliesst. Also nehmen wir onlineplus für 3,30, gehen hoffnungsfroh in die "Konto wechseln"-Seite, füllen das Formular aus, um dann, nachdem wir mehrfach zum Nachbessern aufgefordert worden waren bei erfolgreichem Abschluß zu erfahren, dass der online-Wechsel bei diesem Wunsch nicht möglich ist -obwohl diese Wechseloption in der Liste stand. Man möge einen Beratungstermin vereinbaren.
Nachdem man den "persönlichen Berater" angerufen hat, stellt sich raus, dass einer der Hauptwünsche scheinbar darin besteht, Termine in der Filiale zu machen.
Wollen die wirklich, dass alle Kunden in die Filiale kommen, um für ein neues Kontogebührenmodell zu unterschreiben? Wollten die nicht angeblich Kosten senken? Glauben die eigentlich, dass ihre Kunden sonst gar nichts zu tun haben? Ist es wirklich gerechtfertigt, einen Termin für sowas zu machen, dauert mit An- und Abfahrt sicher 1 wahrscheinlich 2 Stunden?
Vielleicht liegt es doch einfach daran, dass Privatkunden für die Jungbauern (Söhne Ackermanns) nur als Melkkühe in Frage kommen.
Sie sollten sich daran erinnern, dass man das erntet, was man gesät hat.
Ich weiß zwar nicht, was sie erspielen, aber dafür sehr gut, was sie verspielen.

Meister 04.08.2009, 12.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Gurkenmacke

Die Gurken bringen es in diesem Jahr nicht, sie blühen zwar, aber sie fruchten nicht, und wenn Früchte ansetzen, dannfaulen sie gleich weg. Liegt es am düngen? Liegt es am Wasser, das ich in diesem Jahr zwar warm und reichlich aber nur von unten zuführe. Ich muss mal sehen, ob ich nicht noch dahinter komme.

Meister 04.08.2009, 08.57| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

SG-Ämter

Nichts gegen die Kollegen im öffentlichen Gesundheitsdienst, ich kenne ienige von ihne npresönlich und weiß dass sie nichts dafür können.
Trotzdem gehört der ÖGD zu den Mies-Performern in diesem Land, es werden Kompetenzen beansprucht, die sie nicht haben, es werden gesundheitliche Belange von einer Position hoheitlicher Hilflosigkeit angegangen.
Sie erklären Kinder zu Kranken, die sie zum ersten Mal sehen, weil die bei ihnen nicht vorschriftsmäßig mitgemacht haben, sie erklären kleine Kinder massenhaft zu Schulreifen, wenn ihnen die vorgesetzte Behörde befiehlt, dass alle zum Stichtag Geborenen in die Schule müssen, sie verteilen großzügig die Behinderungsparagraphen aber verweigern die im Gesetz vorgesehenen Kinder und Jugendhilfen, weil sie nicht das Geld für diese Maßnahmen kriegen. Sie haben ein Infektionsschutzgesetz zu händeln, mit dem niemand was anfangen kann, sie ordnen die Verteilung von Medikamenten an Infektionskontakte von Meningokokkenkranken an, aber sie lassen die Kosten auf die Krankenkassen fallen und das Risiko dafür auf die Niedergelassenen Ärzte.
Und jetzt sollen sie eine Pandemie managen und eine Millionenimpfung organisieren!?
An der Pandemie arbeiten sie schon!
Natürlich sind sie nicht an den bürokratischen Vorgaben schuld, und ich sprach auch heute eine sehr vernünftige Amtsärztin, die sich auch weigert die Hysterie zu organisieren.
Und jetzt die Impfung: da kommen die oberen Chargen der Offizialfuzzies auf die glorreiche Idee, der ÖGD müsse das machen (ausschließlich machen!), weil es doch Geld kosten würde, wenn die normalen Ärzte es auch tun.
Man muss wahrscheinlich annehmen, dass die SG bei bestimmten Offiziellen als Kopfgrippe abläuft und zwar primär chronisch.
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der öffentliche Gesundheitsbereich meint, man könne Viren mit Paragraphen erschlagen.
Vielleicht haben sie ja Recht und die Viren machen einen Bogen, wenn sie die Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes verlesen bekommen und den Pandemieplan um die kleinen Ohren gehauen.
Sollte es doch härter kommen, wird es allerdings saugefährlich.

Meister 03.08.2009, 23.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

SG-Massenimpfung, der nächste Schocker

Da kommt schon der nächste Schocker im Sommerlochwechselbad: Eben noch hieß es, >Massenimpfung vor Horrorgrippe<, jetzt heisst es plötzlich >Horrorimpfung aus Geschäftemacherei<.
 Die Medien sind die eigentlichen Schweine in dieser Grippe, so scheint es. Sie schaffen die volle Verwirrung, langsam drehen die Leute durch, dabei ist doch in Wirklichkeit gar nicht viel passiert, die SG verläuft so leicht, dass  sie sich zwar verbreitet , aber niemanden umwirft. Die letzte Grippewelle im Januar habe ich in schlimmerer Erinnerung.
Aber jetzt werden die Leute zerrieben zwischen der geschürten SG-Angst und der Angst davor, bei der Impfung Opfer von "Massenmenschenversuchen" zu werden.
Wozu soll man raten?
Ich glaube eigentlich nicht, dass der Impfstoff, wenn er denn überhaupt kommt, so wahnsinnig anders sein wird als der, der jedes Jahr gegen Grippe verimpft wird und in den letzten Jahren niemanden sonderlich aufgeregt hat. Es werden ein paar antigene Determinanten ausgetauscht, das wird auch jedes Jahr gemacht, ohne dass es schadet, ist der neue Impfstoff wirklich so sehr anders? Ich glaube es nicht.
Aber muss denn überhaupt gegen diese harmlose Form von Grippe geimpft werden?
So wie es im Moment aussieht, ginge es sicher auch ohne Impfung, aber man muss mit einer Verschlimmerung rechnen, das ist schon öfters vorgekommen. Wir werden abwarten müssen wie sich das SG-Virus entwickelt und wie sich der Impfstoff, wenn er denn da ist, zeigt. Kein Grund sich verrückt zu machen. Es gibt recht gute Chancen, dass wir alle das auch noch überleben werden.
Aberfür die SG-Medien fehlt jetzt eigentlich nur noch ein toter Vogel. Mal sehen wie lange es dauert bis sie den finden?
 

Meister 03.08.2009, 20.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

SG = Schweinegrippe

Ich will gar nicht behaupten, dass ich sie erfunden habe, aber ich fuehre jetzt die Abkuerzung SG fuer Schweinegrippe ein.
Hat ein Gegenstand erstmal seine Abkuerzung, dann hat man ihn schon fast im Griff.
Weiterhin hat diese Abkuerzung eine sportliche Note und es zeigt sich, dass es doch wirklich besser ist, dass diese Grippe Schweinegrippe heisst, denn >Neue Grippe< ware mit >NG< abzukuerzen, was irgendwie zwischen Gewerkschaft und voelkischer Kampforganisation klingt< und >Amerikanische Grippe< , was ebenfalls als Begriff lanciert wurde, abgekuerzt >AG< das klingt doch sehr kapitalistisch und das in dieser Wirtschaftskrise. Dabei muss man immer auch sehen, welche Witze man verpasst. Beispielsweise:"die Aktien der AG steigen" .
Sobald Zeit ist werden wir heute mal ueber die Probleme mit der SG-Impfung, den SG-Aemtern und den SG-Medien reden.
 

Meister 03.08.2009, 08.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Prince Charly und Willie II



 

Heute wird Professor Selbstistdermann darüber dozieren, welche Auswirkung die Niederlage von Bonnie Prince Charly 1746 in Culloden Moor auf den Ausbruch des ersten Weltkrieges hatte, eine etwas ungewöhnliche Frage vielleicht, aber nicht uninteressant, wie sie sehen werden. Das Wort hat unser werter Kollege Professor Selbstistdermann von der Virtuellen Univerität Bärlin.

Werte Collegae, teure Studiosi, liebe Leute! In diesen Tagen jährt sich zum 95.Mal der Beginn des ersten Weltkrieges, der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Über die Ursachen, Gründe und über die Schuld an diesem Krieg sind schon Bibliotheken veröffentlicht, aber es gibt immer noch übersehene Gesichtspunkte.

Gehen wir also sogleich mitten hinein in die Sache. Im 17. Jahrhundert war in England die Familie Stuart vom Thron gestossen worden, ein längerer und komplizierter Prozeß, bei dem es unter anderem um Religion und die Rechte des Parlaments ging und um Einiges mehr, das ist auch interessant, aber heute nicht unser Thema. Festzuhalten ist, dass das Haus Stuart katholisch war, weil das für die weitere Entwicklung wesentlich ist. Nach einer Periode der Unsicherheit wurde dann von Adel und Parlament Anfang des 18. Jahrhunderts unter vollkommener Umgehung der Thronfolgeregeln und kategorischer Übergehung des Hauses Stuart aus Deutschland eine neue Herrscherfamilie importiert: das Haus Hannover. Diese neue Dynastie war protestantisch wie es sein sollte, und sie ging konform mit den Wünschen des Parlaments. Da sie aber eine von außen oktroierte Herrscherfamilie war, gelang es den Stuarts zweimal 1715 und 1745 Rebellionen gegen sie anzuzetteln, bei denen sie vor allem mit Hilfe der Schotten und Iren, und unterstützt und finanziert durch den König von Frankreich das Haus Hannover in beträchliche Schwierigkeiten brachten. Aber Hannover triumphierte, und nach der Niederlage von 1746 in Culloden konnte Bonnie Prince Charly (The Young Pretender) nur noch aus dem Exil zuschauen, wie die Engländer Schottland auseinandernahmen und die traditionelle schottische Gesellschaft vollkommen ummodelten. England hing jetzt eng mit Hannover zusammen, was sich zu einem totalen Revirement der Allianzen auf dem Kontinent führte und im siebenjährigen Krieg die Weltherrschaft des Empire begründete, die französiche Revolution war dann eine weitere Folge davon. Das Haus Hannover bezog seine Söldner im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg aus Deutschland, denn der hessische Kurfürst, der seine Landeskinder dazu verkaufte, war der direkte Nachbar von Hannover. Und nach den Georges kam Victoria und die importierte aus Deutschland ihren Albert (von Sachsen Coburg-Gotha). Die Tochter von Königin Victoria hieß auch Victoria und sie heiratete wieder nach Deutschland, den Sohn von Kaiser Wilhelm (und Enkel Königin Luises) Friedrich, der ein aufgeklärter fortschrittlicher Mann war, aber nur wenige Monate deutscher Kaiser im sogenannten DreiKaiserJahr 1888. Und dieser dritte Kaiser in diesem Jahr war dann Wilhelm Zwo, Kind liberaler weltoffener Eltern mit guter Ausbildung und allen Voraussetzungen für eine positive Weiterentwicklung des Reiches zu Demokratie und  konstitutioneller Monarchie. Aber leider : Gerade die Tatsache, dass er halber Engländer und Enkel Queen Victorias war, ließ ihn denken, dass er sich alles erlauben könnte. Wenn er eine Flotte baute, um die Engländer herauszufordern, dann meinte er das ja nicht feindlich sondern mehr sportlich, dass er die Deutschen herrlichen Zeiten entgegen führen würde, das war seine tiefste Überzeugung. Und die wirklichen politischen Kräfteverhältnisse in Europa waren nichts gegen seine subjektivistischen Vorstellungen. Was er sich nicht vorstellen konnte, das gab es auch nicht. Deshalb war dieser Krieg für ihn auch nur ein Spielchen, angeblich hatte er alle Macht im Reich, in Wirklichkeit war er ein Spielball, zunächst sah man das aber nicht, das Zündeln war zunächst seine Sache, dass andere von allen Seiten dann in das Feuerchen hineinbliesen, damit hat er nicht gerechnet, genau wie ein zündelndes Kind sich schlicht nicht vorstellen kann, dass das Haus abbrennt.

Es war für ihn ein totaler Schock, dass die Engländer ihm den Krieg erklärten, er konnte es nicht verstehen, denn es war natürlich nicht die Verletzung der Neutralität Belgiens gewesen, was sie dazu veranlasste, sondern die kalte imperiale Logik: hätte Deutschland den Krieg auf dem Kontinent gewonnen, was bei englischer Neutralität wahrscheinlich gewesen wäre, dann hätten sie einen mächtigen Herausforderer im Weltmaßstab gehabt, so weit durfte man es nicht kommen lassen. Wilhelm Zwo wußte sofort beim Eintritt Englands in den Krieg, dass der Krieg für Deutschland nicht zu gewinnen war, aber da war jetzt ein Mechanismus in Gang gesetzt, der sich nicht mehr stoppen ließ, die Hunde von der Leine, die Büchse des Übels offen, die Truppen marschierten und der Hass vergiftete die Welt.

Erst nach totaler Erschöpfung der ganzen Welt würde dieses Unglück zum Stehen kommen. Um sofort zur Vorbereitung auf ein weiteres noch größeres Unglück wieder Kräfte zu sammeln.

Und wenn Bonnie Prince Charly gewonnen hätte damals 1745, dann wäre alles anders gekommen, 1914, 1939 und auch 1945, 200 Jahre nach der Rebellion des Young Pretender. Die Stuarts hätten uns keinen Kaiser Wilhelm vermacht.

Soweit der Flügelschlag des Schmetterlings, der den Tropensturm am anderen Ende der Welt auslöst.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
In unserem nächsten Kolleg werden wir uns mal mit der Beliebtheit von Adolf Hitler befassen, seine Popularitätskurve durchleuchten, da gibt es auch Bemerkungen zu machen, die sie verwundern werden.

Meister 02.08.2009, 19.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Geschichte mal anders

Kombi-Bowle

Heute probiere ich mal was Neues, ok, ganz neu ist es nicht ,aber als System fürs Sommerfest vielleicht zu gebrauchen.
Früher war mein Favorit die >Sponti-Bowle<, das bedeutete Früchte in Wein einlegen und kühlen, dann bei Bedarf mit Sekt oder Selters aufgiessen.
Jetzt will ich mal Folgendes machen: Früchte mit Saft einlegen und Kühlen, dann gibt es noch mehr Wege: mit anderem Fruchtsaft in ein fruchtiges Getränk verwandeln alkoholfrei; genauso mit Selters bloß verdünnter, alkoholfrei und kalorienarm; oder mit Wein in Sangria verwandelbar, Alkoholgehalt wählbar und kontrollierbar; oder mit Sekt und vielleicht Wein in richtige Bowle verwandeln.
Vorteil: jeder kann es sich so zusammenmixen wie er will, und vor allem gibt es keine bösen Überraschungen.

Meister 02.08.2009, 14.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Elektroautos, die nächste Hype

Vor einiger Zeit hatte ich angeregt, das Auto neu zu erfinden, indem es mit austauschbaren Modulen um ein unkaputtbares Zentrum gebaut wird.
Diesem Wunsch hat bisher noch keiner entsprochen, stattdessen  springen sie jetzu alle auf den Elektroautozug auf, das scheint die nächste Hype in diesem Bereich zu werden.
Dabei hat diese Frage durchaus auch Tücken.
Natürlich können Elektroautos leise und sauber laufen und auch schnell sein bei geringem Motorgewicht.
Aber man darf nicht blauäugig da ran gehen, woher kommt der Strom, ist die entscheidende Frage?
Verbrennungsmotoren haben ziemlich sicher eine höhere Energieeffektivität, als wenn die Verbrennung im Kraftwerk stattfindet und mit diesem Strom Batterien aufgeladen werden. Es könnte interessant sein, sein Akkus aufzuladen mit Strom aus erneuerbaren Energien, mit Windstrom soll es das in Dänemark schon geben.
Aber man darf die Dimensionen nicht aus den Augen verlieren. Es wird allgemein zum Strom sparen ermutigt, weil mit strengeren ökoöogischen Anforderungen an Kraftwerke der Strom knapp werden könnte.
Und da will man jetzt einen der Hauptenergieverbraucher, den Straßenverkehr, noch mit an dieses Netz hängen? Zur Frage des Elektroautos kommt die Frage, wie man den benötigten Strom umweltverträglich herstellen kann, also noch mehr Kraftwerke und Windräder?
Naheliegender scheint es wirklich zu sein, den Kombiantrieb zu optimieren. Nicht den japanischen Benzinhybrids gehört die Zukunft, vielleicht eher einer Kombination aus klein dimensioniertem Diesel mit Elektromotoren,  denn Diesel sind effektiver als Benziner und können so besser im Fahrbetrieb die Akkus laden. Und man könnte zusätzlich Wechselakkus haben, die man mit zu Schwachauslastungszeiten der Windräder und Sonnenmodule auflädt.
Die modulare Bauweise von Autos liesse auch hier weiter Zukunftswege offen.
Ich glaube nicht , dass der Autokunde einen Wagen kaufen wird, bei dem er alle 300km für Stunden an die Steckdose muß oder den Akku wechseln. Und er wird auch keine Lust haben, für teures Geld Autos zu kaufen, die er in weingen Jahren wieder verschrotten kann, weil sie überholt und damit wertlos sind.

Meister 02.08.2009, 11.21| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Einiges erreicht

Gestern ist aus den großen Plänen doch schon eine Menge erfolgt, von Rasen mähen über Wege reinigen, Bewässerung legen, Bäume schneiden. Bleibt nur noch die heftigste Aufgabe, weil sie voll in der Sonne stattfinden muss: den Holzzaun neu streichen. Ob ich mich dazu heute aufraffen kann, bin ich noch nicht sicher, es sollen 34° werden.
Gleichzeitig wird es immer trockener hier , d.h. man braucht Zeit fürs Giessen, aber vielleicht bekommen wir ja einen kräftigen Guß ab heute abend.

Meister 02.08.2009, 09.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

75%: ungerechte Gesellschaft

Zugegeben die Sendung "Hart aber Fair" gehoert nicht grade zu meinen Lieblingsveranstaltungen, aber diesmal war es echt einen Zacken zu scharf. Brauchen sie wirklich eine Sozialneidfoerdernde Propaganda in diesem Land?
Schon die Frage ist falsch gestellt und wird immer eine derartige Mehrheit finden. Wer waere nicht der Meinung das die Gesellschaft ungerecht ist? Sie ist es doch notwendig immer, eine ideale Gesellschaft ist eine schoene romantische Vorstellung, aber davon sind wir einfach noch Lichtjahre entfernt. Die stark positive Antwort auf diese Frage kann auch ganz unterschiedliche Ursachen haben: die einen denken, sie seien zu kurz gekommen, die anderen denken, sie zahlen zu viel Steuern, die dritten meinen, es sei ungerecht, dass siezu viel arbeiten muessen, die naechsten, dass sie zu wenig Arbeit haben, andere waehnen, es sei ungerecht, dass sie allein sind, die uebrigen, dass alle gegen sie seien.
Aber eigentlich sagt diese 75% positive antwort auf die Frage, ob die Gesellschaft gerecht sei nur eins: man ist in Deutschland mehrheitlich unzufrieden, unsolidarisch und neidisch. Und das in einem Land, das zu den reichsten der Welt zaehlt, ueber 60 Jahre Frieden erlebt hat, seine einheit und seine internationale Anerkennung zurueck bekommen hat, obwohl das alles nicht selbstverstaendlich war.
Man kann also sagen, es handelt sich um ein seinem Schicksal gegenueber auesserst
undankbares Volk, was statt an den Problemen im Lande solidarisch zu arbeiten lieber Sozialneidkomplexe kultiviert, Leute zur Kasse bitten will, die das Land voranbringen und der alten DDR-ansicht huldigt, dass es besser ist, wenn alle gleich wenig haben, als das alle mehr haben, aber einige reicher sind.
Ich bin voll dafuer, jedem seine Chance zu geben, aber dafuer niemandem Geld ohne Gegenleistung.
Wenn der Eindruck erweckt wird, man muesste nur "Wenigen" nehmen, um "Vielen" zu geben, dann ist das schlicht Bolschewismus Spaetlese: So tun, als ob nur Wenigen eine Kleinigkeit weggenommen wird, aber in Wirklichkeit wird eine Diktatur ueber alle daraus.



Meister 31.07.2009, 13.29| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Polzei, Professor ,Wohnungseinbruch

>Harvardprofessor versucht mit Gewalt in eigenes Haus zu kommen und beschimpft die Polizisten, die seinen Ausweis  sehen wollen, als Rassisten.< Vielleicht war er erstaunt über die etwas rüden amerikanischen Polizeimethoden, weil er nicht die entsprechenden TV-Serien sieht, vielleicht war er auch etwas arrogant, vielleicht war aber auch er der Rassist, der nicht erkennen konnte, was wirklich geschah.
Als ich mal vorzeitig von einer Reise zurück kam und die Nachbarn die Polizei geholt hatten, weil sie Einbruch vermuteten, klingelte auch bei mir mal die Funkstreife an der Tür. Sie waren korrekt und freundlich, und ich konnte mich als Wohnungsinhaber ausweisen. Und ich habe mich bei ihnen und auch bei den Nachbarn bedankt, dass sie auf meine Sachen aufgepasst haben.
War doch dort eigentlich auch so: die Polizei hat nichts anderes gemacht als das Eigentum vom Professor zu schützen.

Meister 30.07.2009, 10.32| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Haendeschuetteln - nein danke!

Schon lange versuche ich mir und den Eltern das Haendeschuetteln abzugewoehnen, bislang mit wenig Erfolg. Wie sagte doch ein bekannter deutscher Hygieniker: >Sie koennen sich bedenkenlos auf jede Toilette setzen, aber vermeiden sie es, Ihrem Arzt die Hand zu geben!<
Ab heute nun der Versuch die Grippeangst auch mal positiv auszunuetzen um das abzustellen. Wenn es >Luftguitarren< gibt kann man auch das >Lufthaendeschuetteln< einfuehren: Man schuettelt auesserst freundlich in der Luft die Hand, auf Hygieneentfernung so wie man es traditionell beim >Kontakthaendeschuetteln< gemacht hat. Wird das nicht so einfach verstanden, kann man oral sekundieren: "Wir haben jetzt das Grippezeithaendeschuetteln eingefuehrt!"
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass in diesem kurzen Beitrag ziemlich viele Haende geschuettelt wurden. Aber wenn's hilft.
 

Meister 29.07.2009, 13.43| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Grippespruch zum Tage

Von der Grippe lernen, heisst Haendeschuetteln vermeiden!

Meister 29.07.2009, 11.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Was Kassen so sagen

Wenn mich was sauer machen kann, dann sind es die flotten Zusagen von Kassenmitarbeitern gegenueber ihren Mitgliedern, die sie natuerlich niemals schriftlich betaetigen wuerden.
Da haben sie mit der Arzneimittelrichtlinie eine grosse Menge Medikamente von der kassenmaessigen Erstattung ausgenommen, so darf beispielsweise Symbioflor nicht mehr aufgeschrieben werden. Da diese Behgandlung nicht nur sehr gut, sindern auch fuer unsere Klientel sehr wichtig ist, habe ich alles versucht, um rauszukriegen, ob es nicht doch geht. Leider war das Ergebnis negativ, das musste sogar die Herstellerfirma eingestehen.
Und jetzt kommt da ein Vater, den ich durchaus als zuverlaessig wahrheitsgetreu halte, und sagt, seine Kasse wuerde das Symbioflor weiter bezahlen, erstatten koennten sie es ihm aber nicht, der Arzt muesse das halt aufschreiben, wenn er es fuer noetig halte.
Sowas kann mich echt sauer machen, immer noch die alten Sprueche. Ich kann ja verstehen, dass die Krankenkassenmitarbeiter Befehl haben sich bei den Patienten auf jeden Fall Liebkind zu machen, aber diese Spielchen sollte ihnen eigentlich auf die Fuesse fallen. Wenn sie die selbstgeschaffenen Richtlinien ausser Kraft setzen wollen dann gerne, sollen sie sie schlicht abschjaffen. Oder sollen sie ihren Versicherten doch auch einfach das Geld erstatten,wenn sie so grosszuegig sind. Sind sie aber gar nicht, sie wollten Sympathiepunkte machen, aber es darf nichts kosten. Wenn wir ihnen glauben wuerden und die Medikamente trotzdem aufschreiben, wuerden sie schlicht einen Regress gegen uns einleiten und von dieser heutigen muendlichen Zusage eines Mitarbeiters weiss dann sicher keiner mehr was.
 

Meister 29.07.2009, 08.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Zeitungsgedanken 28.7.09

Ulla:Was außer Wahlkampf steckt eigentlich hinter der Ullaaffäre: in Wirklichkeit wollte sie ihrem Fahrer auch mal ein bißchen Spanienurlaub zukommen lassen, der war nicht der arme Mann, der sich über die staubigen Straßen da runter quälen mußte, sondern durfte mit seinem 15 jährigen Sohn und vollen Spesen die klimatisierte Luxuskarosse in den Urlaub bewegen, natürlich mit der vagen Aussicht auch mal kurz für Ullas Repräsentation offiziell werden zu müssen, also am Strand mit dem Handy in der Tasche die Arbeitszeit geniessen. Dumme Sache mit dem Diebstahl, sowas kann einem den schönsten Urlaub vermiesen.
Amis, Swift und Islamiker: Wenn Kontobewegungen von Terrorplanern überprüft werden und dies auf einer rechtstaatlich und datenschutzmäßig überprüften Basis passiert, mag das ok sein, aber trotzdem 2 Skandale: 1. Bisher wußte man gar nicht, daß dieser Swiftserver in USA steht und den Diensten dort voll zu Diensten steht ohne uns nur im geringsten zu fragen. 2. Man darf darauf wetten, dass die Amis mal wieder Rechte eingeräumt haben wollen, von denen sie nicht im Traum daran dächten, sie umgekehrt genauso zu gewähren. Man male sich nur mal aus, dass deutsche Fahnder die Überweisungen von GoldmanSachs auf verdächtige Bewegungen überprüfen. Die Amis sind da genauso frech wie die islamischen Staaten, die auch viel besser darin sind Rechte für Islamiker bei uns zu fordern, als Christen oder freiheitlich denkende Menschen bei ihnen welche einzuräumen.
Grippe: Die Panikmache wird die Medien jetzt jeden Tag ein bißchen mehr füllen: Grippe und Urlaub sind einfach eine unwiderstehliche Mischung.
Berlin auf dem Weg in den Ökofaschismus?: Der Senat will jetzt zwangsweise vorschreiben, dass ältere Heizungsanlagen ausgetauscht und durch Anlagen mit Sonnenkollektoren ersetzt werden, oder man muß fette Ausgleichzahlungen leisten. Ist ja alles gut gedacht, man muß doch was tun fürs Klima, nich wa! Was Brüssel die Glühlampenverbote ist dem Berliner Senat die Zwangssolarenergie: Volksbeglückung und Weltrettung durch Gebote und Verbote, die die Beglücker nichts kosten, von zweifelhaftem oder  gar keinem Nutzen sind und die Bevölkerung kujonieren: die wollten doch Öko, dann sollen sie auch die Konsequenzen tragen! Die Tendenz vorgegebene Ziele mit Zwangsmaßnahmen zu verfolgen kann zum Ökofaschismus führen. Das würde aber durch den erzeugten Widerstand vor allem dazu führen, dass die Ziele mit Sicherheit nicht erreicht werden. Warum macht man denn keine Abwrackprämie für alte Heizungen, die kann ja sogar danach gestaffelt sein, wie nachhaltig umweltverträglich die neue ist? Das dürfte den öokologischen und wirtschaftlichen Nutzen der Auto"umwelt"prämie um den Faktor 1000 bis 100.000 übertreffen
Ärztehonorare: Na also, Ziel erreicht! Die Ärzte in Berlin kriegen angeblich 32% mehr, zertifiziert von der kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Komisch nur, dass die Kollegen, die man kennt, keine Zuwächse sondern Verluste haben, da fragt man sich doch allmählich, und die Frage wird auch allgemein immer interessanter: wird die Wirklichkeitsoberfläche jetzt schon richtig gefälscht, also gibt es diesen angeblichen Zuwachs in Wirklichkeit gar nicht, oder gibt es ihn, und er wandert in die Taschen der Funktionärsclique und derjenigen Ärzte, die den richtigen Dreh im Abzocken haben, das wäre auch nicht neu. Unsere geliebten orthopädischen Kollegen hatten in früheren Jahren es verstanden, sich ein immer größeres Stück aus dem Kuchen heraus zu schneiden, solange sie das konnten. Jetzt ist es auch merkwürdig zu lesen, dass in manchen Regionen die "dringenden Nachtbesuche" mehrhundertprozentig angestiegen sind. Die peinliche Frage lautet: ist man vielleicht zu anständig um mehr zu verdienen? Müßte nicht dieses ganze System kassenärztlicher Vereinigungen weg? Aber dann wird uns statt dessen natürlich nur die Diktatur der Krankenkassen angeboten, stirbt man nun besser an Pest oder an Cholera?
Stand ja heute früh wieder Einiges drin in der Zeitung!

Meister 28.07.2009, 10.51| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Geheimnisse der Berliner S-Bahn

Die Oberfläche des S-Bahnproblems sind die Sparmaßnahmen bei der Bahn, davon weiß ja nun jeder.
Es gibt aber noch 2 andere wesentliche Probleme:
Jahrzehntelang, durch Krieg, Nachkrieg und Mauerzeit ruckelten diesselben alten S-Bahnwagen aus den 30er Jahren, unkaputtbar würde man heute dazu sagen. Die galten als überholt, überaltert und überaus unkomfortabel, aber sie fuhren und fuhren. Dann kam die schöne neue Zeit und es wurden neue Wagen bestellt, die alten natürlich im Austausch abgewrackt ( Reserven? Wozu brauchen wir Reserven?). Die neuen Wagen waren natürlich reichlich teuer , die Hersteller liessen es sich vergolden, dass sie die Wagonprodukttion in Henningsdorf bei Berlin beliessen. Dummerweise waren sie absolut nicht haltbar, die Räder seien "unterdimensioniert" konnte man gerade lesen, der neue Stahl so hart, dass es beim Stahl auf Stahl schon mal einen Flurschaden geben mußte. Und jetzt sind sie kaputt. Komischerweise scheint jeder davon überzeugt, dass es normal ist, dass sie schon kaputt sind. Geht ja alles mal kaputt, und in einer schnellen Zeit geht eben alles schneller kaputt (Früher im Schulaufsatz war das Wort>kaputt< tabu, ist ja schon eine Weile her, aber vielleicht gingen die Dinge damals noch nicht so einfach kaputt).
Der zweite wichtige Punkt ist die Stromversorgung der Berliner S-Bahn: vor langer, langer Zeit hat man die aus heutiger Sicht falsche Entscheidung getroffen, sie mit Gleichstrom fahren zu lassen, deshalb stehen an jedem S-Bahngleis Gleichstromschienen, können die S-Bahnen nur auf ihren eigenen Gleisen fahren und auch keine "normalen" E-Triebwagen auf den S-Bahngleisen. Bei der Beschaffung der neuen S-Bahnzüge hat man natürlich genau an dieser falschen Entscheidung festgehalten und auch nicht etwa eine Korrektur dadurch eingebracht, dass man Doppelstromabnehmer eingebaut hätte, um die Linien Zug um Zug auf den normalen Wechselstromfahrdraht der Bahn umzustellen. Damit hat man sich zwei wesentliche Nachteile eingehandelt: zum Einen ist das S-Bahnnetz kaum erweiterbar, denn man müßte Extratrassen neu bauen, was an vielen lohnenden Stellen nicht möglich und an den entfernteren nicht lohnend ist. Zum Anderen kann man keine anderen, beispielsweise ausgeliehenen, Züge auf den S-Bahngleisen fahren lassen, was diesen augenblicklichen Wagenmangel erst so richtig spürbar katastrophal macht.
Zusammenfassend kann man sagen: ein vielschichtig-skandalöses Geschehen, wie es hierher passt.

Meister 27.07.2009, 22.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nicht so weit weg

Schweinische Hysterie

so langsam laeuft sie an die Grippehysterie, wir werden und noch auf einiges gefasst machen koennen.
Gleichzeitig haeufen sich auch die fieberhaften Infekte doch ziemlich auffaellig und sie erscheinen doch allmaehlich klinisch durchaus grippeartiger.
Aber niemand ist schwerer krank bisher, es gibt also wirklich keinen Grund sich verrueckt zu machen.
 

Meister 27.07.2009, 15.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Grillen, oder wie man´s macht

Seit einiger Zeit habe ich einen Gasgrill. Bisher hatte ich Lavasteine drin, aber es gefiel mir nicht, dass das runter tropfende Fett so schön in sie einzog. Dann habe ich statt des Grillrosts eine Art Teflonpfanne benutzt, aber die passte nicht gut auf den Grill. Ich wollte eigentlich eine Edelstahlplatte, wie sie sie in Australien auch immer zum BBQ nehmen:Reinung schlicht mit einer Spachtel. Habe ich jetzt endlich gefunden und auf den ersten Hieb scheint es gut zu funktionieren. Aber ich hab jetzt auch Keramiksteine gefunden, die kann man besser reinigen, mit Rost geht es also auch.
Richtig altmodisches Grillen mit Holzkohle ist natürlich  immer eine gute Sache, finde ich.

Meister 26.07.2009, 18.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Heute gibt´s Sonnenblumenbrot

Heute backe ich Sonnenblumenbrot. Die Sonnenblumenkerne sind neu in meinem Repertoire.
Frage dabei, nur ganze Kerne verwenden oder auch noch geschrotete?
Ich habe mich für Halbe/Halbe entschieden.

Meister 26.07.2009, 16.04| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Ordnung, oder was?

Ein heikles Thema, was haltet Ihr davon?
eigentlich finde ich eine gewisse Unordnung kreativer und gemütlicher. Aber irgendwann muss dann auch mal aufgerräumt werden, schon deshalb, damit man gewisse vergessene Items und Aufgaben wiederfindet.
Außerdem wende ich gegenüber den Papieren und Zeitschriften, die ich nicht sowieso regelmäßig lese, die Ablagerungsmethode an: ich lagere sie erstmal (un)übersichtlich bis ich sie entweder doch lese oder als zeitlich über die Wupper gegangen ansehe und endlich doch wegschmeisse oder archiviere, je nachdem.
Heute habe ich gerade wieder so einen ordnungsschöpfenden Tag. Computermagazine muss man sicher nicht länger als ein Jahr aufheben, Ärztezeitungen nicht länger als 3 Monate und selbst die Verlautbarungen von Kammer und KV sind nach 6 Moanten sicher überholt (Zusatz für meine liebe Frau: es ist nicht so gemeint, dass Du sie wegschmeissen sollst!).
Eigentlich irre wie viel Papier sich im digitalen Zeitalter sammelt, auch die Post wird immer unübersichtlicher seitdem die Werbefuzzies ihre inhaltleeren Prospekte gern als Infopost vertarnen. Gleichzeitig hat man natürlich Angst, dass ein wichtiger Brief irgendwo zum Schmoren abgelegt wird.
Außerdem habe ich Grund zu der Befürchtung, dass jemand anders "aufräumt".
Aber ist es nicht so?: Ein Mann fühlt sich nur da zuhause, wo er seine eigene Ordnung wenigstens auf ein paar Quadratzentimetern haben kann.

Meister 26.07.2009, 12.50| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Salaternte beginnt

Der neulich noch so mit Schnecken umkämpfte Salat ist gut gewachsen, gestern konnten die ersten Köpfe geerntet werden. Es handelt sich um einen glatten Endiviensalat, nicht unähnlich dem Römersalat. Deshalb hatten wir gestern auch eine Art Urlaubsflashbackerlebnis, indem wir ihn mit Fetakäse, Thunfisch und süßer Chilisauce anmachten. Schade, dass wir die tollen Termite-saucen nicht importieren können.
Direktimport wäre zwar im Internetzeitalter auch ganz gut, man alles kriegt man ja nun noch nicht, und die Transportkosten und der Zoll und die Zeit...
Aber wir hatten noch ein tolles Tomatenchutney aus besseren Tomatenjahren, interessanter Weise hat es sich gut gehalten und schmeckt optimal
 

Meister 26.07.2009, 11.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Falla gesunken

Da sage mal einer es passiert nichts am Riff: der alte Pearl Lugger >Falla< mit dem vor allem  Backpacker gerne raus fahren zum Great Barrier Reef ist in der Nähe von Upolu Cay auf ein Riff gelaufen, Leck geschlagen und gesunken. GLücklicherweise ist niemand verletzt worden, war sicherlich ein ziemlicher Event in Cairns. Cairns Post
Irgendwie sehnsucherregend trotz alledem.

Meister 25.07.2009, 13.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Wahlstreet2

Bei Wahlstreet scheint es genauso zu laufen wie vor 4 Jahren, man kauft und verkauft Aktien, mit denen man auf das Bundestagswahlergebnis spekuliert. Man kann auch auf Bundeskanzler und auf Koalitionen spekulieren.
Es ist ganz amüsant, vor allem weil die Kurse natürlich die Stimmung im Lande wiederspiegeln.
Allerdings hatte die Sache vor 4 Jahren den Nachteil, dass eigentlich die bekannten Umfragewerte abgebildet wurden und die Überraschung am Wahltag hier vorher auch nicht zu sehen war. Mal sehen, ob sich diesmal das etwas anders darstellt. Theoretisch sollte sich nicht die Umfrage, sondern das Ergebnis abbilden.

Meister 25.07.2009, 11.20| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Immer neuer Bankenaerger

Da nehmen die Banken jetzt neuerdings fuer eine Abhebung vom "fremden" Geldauto eine Gebuehr von 7,50 Euro. Happich, Happich, wissen die eigentlich wieviel Geld das ist?
Vor allem handelt es sich doch absolut nicht um eine teure Leistung, schliesslich haben sie mit der kostenlosen Auszahlung am GA die Kosten fuer ihre gesamte "Kasse" mit "Schalterbeamten" und Sicherheitsglas gegen Null verkleinert.
Steht jetzt die Einfuehrung einer allgemeinen Abhebegebuehr an?
Wenn man nachfragt, wo man dennnoch kostenlos abheben koennte und wozu diese Gebuehr gut sei, kriegt man eine etwas schnippische Antwort, das wuerden doch alle Banken so machen.
Mag ja sein, aber es sind eben auch alle Banken, die in Verruf gekommen sind. Ich kriege allmaehlich das Gefuehl, dass Sparkassen und Volksbanken ihren Konkurrenzvorteil gegenueber den Grossbanken moeglichst schnell verspielen wollen.
die Bankkunden werden offenbar ueberall immer mehr als laestig empfunden, befasst sich doch ein "richtiger Baenker" lieber mit grossvolumigen Spekulationen als mit den bloeden Dienstleistungen am Kunden.
Der Banklehrling will eben auch gern Ackermann werden, man sollte ihn auf den Acker schicken.
 

Meister 24.07.2009, 13.32| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Spruch des Tages

Frueher hatten wir ADS, jetzt haben wir Pubertaet.

Meister 24.07.2009, 11.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Wahlstreet

Wie ich gestern hoerte gibt es zur Bundestagswahl wieder >Wahlstreet< wie vor 4 Jahren, also den virtuellen Handel mit Parteienaktien.
Das hatte mir beim letzten Mal eigentlich Spass gemacht, ich glaub, da mach ich wieder mit. Ich glaube die Adresse war www.wahlstreet.de
 

Meister 24.07.2009, 08.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Guter Koeder

Da kommt doch heute so Einer vorbei, ca 1 jahr alt und etwa 10 kg. Hat ein T-shirt an mit der Aufschrift >shark bait<.
Da es bei uns diese Tierchen nicht gibt, ist es nicht so makaber wie es sein koennte.
 

Meister 23.07.2009, 16.15| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Wie heisst es denn nu?

Und dann war da noch jemand, der schrieb das Wort  >Karantene<.

Aber vielleicht sollten wie die Rechtschreibung wirklich auf akustische Erkennbarkeit umstellen. Was spräche eigentlich dagegen?

Meister 23.07.2009, 12.56| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Nicht nur die S-Bahn

Ich hatte es mir nach den Erfahrungen der Vorjahre schon gedacht, jetzt direkt nach Ferienbeginn werden natürlich auch massiv Straßenbaustellen eingerichtet: man denkt es geht schneller voran in den Ferien, früher war das auch mal so, aber eine Umleitung jagt die nächste. Aber es scheinen wirklich eine ganze Reihe Leute weg zu sein, wahrscheinlich auf Infektionssuche im Ausland oder in selbst gewählter Quarantäne auf dem eigenen Balkon.
Ist doch auch eine schöne Urlaubsidee: wir spielen Quarantäne, lasen keinen rein und gehen nicht raus, die Lebensmittel stellt uns Tante Käthe vor die Tür oder der Internetversender. Langeweile? Wir verfolgen die Katastrophennachrichten aus aller Welt in TV, Internet und Zeitung. Und freuen uns, dass uns gar nichts passieren kann.
Kommen uns jeden Tag neu gerettet vor.
Man kann vielleicht auch noch die Wohnung umräumen, nur noch in einem Zimmer leben und Quarantäne am fernen Urlaubsort spielen, der ist dann ganz kostenlos frei wählbar.
Urlaub in Acapulco? Kein Problem?

Meister 23.07.2009, 09.56| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Nach einer Ferienwoche

Langsam scheinen doch viele Leute in Urlaub zu sein, es wird spuerbar ruhiger, aber es gibt noch ziemlich viele fieberhafte Infekte und auch einen Familienbrechinfekt, der sich dadurch auszeichnet, dass die ganze Familie gleich angesteckt ist und alle gleichzeitig dieses fuer Erwachsene sehr unangenehme Symptom haben.
Aber die erste telefonische Urlaubskonsultation hatten wir heute auch schon: anruf aus Mallorca, ganze Familie hat Hand-Mund-Fuss-Krankheit.

Meister 22.07.2009, 12.40| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Kranke Banken



Liebe Freunde, hier spricht Eure Billie B. Stupid, die Wirtschaftsamateurin.
Schon wieder ist mir was aufgefallen: die Großbanken verdienen großartig, vor allem in Amerika, aber auch AckerDeutschmann wird sich nicht lumpen lassen.

Weltwirtschaftkrise und Milliardenbankengewinne - wie passt das zusammen?

"Das ist doch krank", höre ich einige Leute sagen, und genau das ist mein Stichwort.

Kann es sein, dass Teile der Wirtschaft krank werden, im richtigen Sinne von krank?

Natürlich ist die Wirtschaft kein biologischer Organismus, trotzdem ist sie ein komplexer hochorganisierter Organismus. Insofern ist es gar nicht so falsch nach Erkrankungen zu suchen oder Fehlentwicklungen als Erkrankungen zu bezeichnen. Ob es sich dabei um schlichte Analogien zu biologischen Erkrankungen handelt oder ob wirkliche nur spezifisch wirtschaftbefallende Krankheiten vorkommen, sei in diesem Moment mal dahin gestellt.

In der Frage, der wir hier nachgehen wollen, wendet sich ein Teil des Organismus gegen den Gesamtorganismus, es handelt sich also um eine Art Autoimmunerkrankung.

Die Banken haben eigentlich im Wirtschaftsgefüge einen wichtigen Platz gehabt, indem sie das Kapital zur Verfügung stellen, das die Realwirtschaft braucht, um Geschäfte zu finanzieren und Investitionen in Wirtschaftsgüter zu tätigen. Fabrikhallen müssen genauso bezahlt werden wie das Material das verarbeitet werden soll, Lücken zwischen dem Verkauf und der Bezahlung müssen überbrückt, Lagerkosten und Personalkosten müssne beglichen werden, so viel Geld kann man nicht flüssig haben, dazu gibt es Kredite und Finanzierungen.

Die Banken verdienen natürlich an diesen Transaktionen, sie sammeln Geld, verzinsen es niedriger und verleihen es teurer, soweit ok.

Aber irgendwie ist der Gedanke aufgekommen und er wird durch die aufgeblähten Riesenmengen von renditesuchendem Kapital genährt, dass Geld wirklich Geld verdient, dass man nur die richtigen cleveren Investmentbänker brauchte, und die ewig wachsende Rendite ist gesichert.
Die Realwirtschaft ist nur noch als das Spielmaterial nötig, man muss ja mit irgendwas spekulieren. Wenn man auf den Weizenpreis in 6 Monaten, den Ölpreis in 1 Jahr oder den Aktienkurs von VW in 4 Wochen spekuliert, dann geht es dabei überhaupt nicht mehr um Weizen, Öl oder Autos, sondern nur um Wetten. Und so vernebelt das alles auch sein mag: es wird bei diesen Spekulationen überhaupt kein Mehrwert erzeugt, kein bißchen, keinen roten Heller: die einen gewinnen das, was die anderen verlieren.
Soweit klingt das ja noch harmlos, sollen sie doch zocken bis zur Pleite. Da sind wir wieder beim nächsten Stichwort: Wessen Pleite wird es sein?
Dass der kleine Anleger betrogen wird von den Großzockern, schlimm genug, aber es geht weiter, die Realwirtschaft wird geschädigt, Firmen zerlegt und ausgepresst, Blasen werden aufgeblasen und platzen, und die Allgemeinheit soll dafür aufkommen. Im Grunde genommen, dürfte man diesen Autoaggressionsprozeß nicht so weiter gehen lassen, vor allem dürfte den Zockern nicht aus der Verlegenheit geholfen werden, sollen sie doch pleite gehen.
Und wenn es dann wieder auch die falschen trifft, Stiftungen, Pensionsfonds, Omis die ihren Notgroschen angelegt haben? Da könnte man klare Grenzen einziehen, vor allem dadurch dass glasklar dargelegt wird, wofür nicht gehaftet wird. Wenn die Leute denken, sie können mitzocken, sind sie wahrscheinlich nur durch Verluste davon zu heilen.
Warum sollen die Schlauen, die Vorsichtigen und die, die gar nichts haben, für die Gierigen und Dummen aufkommen?
Klar müssen die Bänker haften, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen und Inkaufnahme eigener Riesenprovisionen zu Schrottpapieren geraten haben, aber machen wir uns nichts vor: wenn das Geld weg ist, werden sie es schon so einrichten, dass bei ihnen nichts zu holen ist.

Wie kann man diese Autoaggression in der Wirtschaft heilen: klare Maßnahmen und bittere Medizin: keine staatlichen Rettungsaktionen mehr für Banken, der Bankensektor muß die Pleite wieder schmecken lernen, nur dann kann er heilen.
Verbot von allen Transaktionen die wirtschaftlich schädlich sind, Kontrolle über Terminmärkte, Besteuerung von Spekulationsgewinnen, Entwicklung neuer Finanzierungsinstrumente, man hat doch beispielsweise öffentlich kontrollierte Banken, warum ordnen die Eigentümer nicht an, dass diese sich wirtschaftfödernd verhalten?

Meister 21.07.2009, 10.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Verkehrschaos?

Heute soll in Berlin Verkehrschaos sein. Gluecklich der, der nicht ins Zentrum muss, wie ich. Hier am Rande scheint alles friedlich.
Harald Martenstin hatte die S-Bahndirrektoren gestern schon mit der roten Armee verglichen und festgestellt, dass die Russen 45 eine gesamte Armee brauchten um den s-Bahnverkehr vergleichsweise lahm zu legen. Er hatte die militarische Verwendung selbiger Direktoren in Afghanistan angeregt. Fuer einen solchen Vorschlag duerfte man heute auf jedem Bahnsteig eine Mehrheit kriegen.
 

Meister 20.07.2009, 10.11| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wer studierte in der DDR?

Die Generationswechsellegende:
In der DDR gab es eine Legende, vielleicht wurde sie auch quasioffiziell lanciert, bei Hermann Kant hat man beispielsweise davon gelesen, dass die Arbeiterkinder studieren durften und die Intellektuellenkinder Arbeiter werden müßten.

In Wirklichkeit war daran kein Wort wahr.
Wirklich studiert haben meistens Kinder von Intellektuellen, wenn sie denn die Mindestanforderungen an Staatstreue erfüllten.
Die Arbeiterkinder wurden mit der 10. Klasse abgespeist und damit, dass man jede Ausbildung zum Fachschulstudium hochstilisierte.

Der Generationswechsel hat also in Wirklichkeit niemals stattgefunden, der Vorrang des Proletariats auch nicht.

Trotzdem war diese Legende nicht sinnlos: sie sollte die Intellektuellen an den Staat binden: wenn ihr wollt, dass eure Kinder studieren können, dann müßt ihr besonders folgsam mitmachen, eure Kinder zu braven Jasagern erziehen, die alle Doktrinen des Marxismus-Leninismus runter beten können, auch wenn sie nichts davon verstanden haben; ihr selbst und eure Kinder sollt bei allen offiziell verordneten Appellen, Demonstationen und staatlichen Events winkelementeschwingend auftauchen, und ihr dürft euch große Mühe geben, die Politik der Partei als eure persönliche politische Auffassung bei allen privaten und öffentlichen Gelegenheiten zu vertreten. Denkt immer daran, ihr gehört nicht zur eigentlich herrschenden Klasse, das ist natürlich das Proletariat, das sind wir, die Partei, in dessen Vertretung.

Klartext: macht voll mit, dann haben eure Kinder eine Chance, sonst nicht.

D.h. es gab 3 Stufen: 1. die Kinder der Nomenklatura (=Funktionärsclique, für alle, die es nicht wissen), die durften sich schon was raus nehmen. 2. Die Kinder der Intellektuellen, die mußten voll parieren. 3. Die Kinder der Arbeiter und anderer kleiner Leute, die mußten nicht nur parieren, sondern auch noch den Nachweis bringen, dass sie intellektuell besser waren, die mußten "Klassenbewußtsein" raushängen lassen und volle Strebsamkeit drauf haben, sonst wurde das nichts.

Warum hat das Regime das gemacht? Diese Frage ist recht leicht zu beantworten: das Regime hatte zu wenig Unterstützung in der Bevölkerung, alle die es konnten, waren in den Westen abgehauen, man mußte nehmen, was man kriegen konnte, aber dafür voll disziplinieren.
Und die Arbeiter und ihre Kinder?
Naja, irgend jemand mußte ja auch noch die Arbeit machen, und die waren doch noch am wenigsten in der Lage in den Westen rüber zu machen.

Meister 19.07.2009, 17.03| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Kleine Sonntagsarbeiten

Am Samstag kann man schön Krach machen mit Rasenmäher und Holzspalter und vielleicht auch Kettensäge, wenn´s denn sein muss, Sonntags sind dann die ruhigen Sachen angesagt, Fütterungsring für die Goldfische erneuern, Gurken anbinden, Stäbe an die Dahlien, braunfaule Tomaten entsorgen und so weiter.
Außerdem soll heute mal wieder der Grill angeworfen werden, ist ja auch mal ganz schön.

Meister 19.07.2009, 12.44| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

So funktioniert ärztliche Fortbildung

Jahrelang werden Fortbildungspunkte gesammelt, diese muß man dann mit Strichcode und Einheitlicher Fortbildungsnummer (EFN) bei der zuständigen Ärztekammer(ÄK) nachweisen, also einreichen (bitte nur Kopien, denn sie könnten weg kommen). Wenn man dann die ominöse Zahl von 250 Punkten in 5 Jahren erreicht hat, kann man ein Fortbildungszertifikat beantragen, muß man das Fortbildungszertifikat beantragen, denn nach 5 Jahren muß man der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) nachweisen, dass  man der Fortbildungspflicht genüge getan hat, sonst wird das Honorar gekürzt. Und diese Vereinigung ist natürlich nicht das was sie heisst, sondern sie ist eine Behörde, die die niedergelassenen Ärzte überwacht und dafür von den Überwachten gut bezahlt wird.
Spätestens zum 30.6. (bitte aber auf den Tag termingerecht) muß man dieses Zertifikat der Ärztekammer bei der KV einreichen, aber bitte im Original (Behörde!).
Und oh Freude, jetzt bekommt man ein Zertifikat der KV, dass man ihr gegenüber die Fortbildung nachgewiesen hat.
Ein guter Witz ? Kein guter Witz!

Meister 18.07.2009, 16.00| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Stupid Monopoli



Hallo Freunde, Eure Wirtschaftsamateurin B.B.Stupid möchte heute mit Euch mal über staatliche Monopole sprechen, und warum und wie man sie privatisiert.

Aktueller Anlaß dafür ist gerade die Berliner S-Bahn, deren Monopoloberherren in der DB, also sagen wir mal Herr Mehdorn, der wird das wohl noch zu verantworten haben, die S-Bahn gezwungen haben, so viel Geld an den Mutterkonzern abzuführen, dass der Betrieb jetzt faktisch zusammenbricht. Grund für diese erhöhte Gewinnabführung war, dass Mehdorns Oberherren , also Tiefensee plus Restgroßkoalitionäre, die Bahn privatisieren und dafür den Gewinn aufmotzen wollten.

Die Bahn ist so ein staatliches Monopol, und so eine Privatisierung wirft doch einige Fragen auf: handelt es sich um ein notwendiges Monopol oder kann es auch Konkurrenz geben, die bisher künstlich verhindert wurde? Die Bahngleise kann man genauso wenig doppelt verlegen, wie man Straßen doppelt bauen kann, oder Strom-, Gas-, Wasser- oder Abwasserleitungen doppelt verlegen. Solche Bereiche, die keine wirkliche Konkurrenz ermöglichen, sollte man als "notwendige Monopole" ansehen.
Sollte man die privatisieren?
Ich denke, das macht keinen Sinn, weil man dann entweder den privaten Erwerber total reglementieren oder die Öffentlichkeit der Willkür eines privatwirtschaftlichen Monopols ausliefern müßte.

Etwas Anderes sind staatliche Monopole, wo sie nicht sein müssen, beispielsweise können natürlich verschiedene Postdienste Boten und Briefträger schicken, können verschiedene Telekomunternehmen ihre Dienste anbieten, wobei es dabei auch wieder das Problem gibt, dass die Kabelnetze zumindest letzten Meter Kabel notwendig monopolistisch sind. Ungute Beispiele sind da die konkurrenzfeindlichen Machenschaften der Telekom und vor allem das arrogant monopolistische Gehabe des Kabel-TV-Betreibers Kabel Deutschland. Aber immerhin kann man TV auch ohne Kabel empfangen, d.h. die richten sich doch nur selbst zugrunde.

Ich denke, dass man überall dort, wo sie möglich, ist Konkurrenz zulassen sollte und der Staat sich aus dem Marktgeschehen zurückziehen müßte, also dann wirklich ganz raus und nicht so etwas Krankes schaffen wie ein börsennotiertes Unternehmen an dem der Staat die Mehrheit hat.

Aber überall dort, wo es die Substanz nur einmal geben kann, beispielsweise die Gleise, kann es nur so sein, dass diese Substanz öffentlich und konkurrenzneutral verwaltet wird. Das gilt auch für Telekommunikationsnetze, Straßen, und alle Arten von Versorgungsleitungen.

Dann kann man auf der Basis dieser öffentlichen Monopolverwaltung durchaus privat Züge fahren lassen, Strom und Gas leiten und verkaufen lassen und auch verschiedene Telekommunikationsunternehmen ihre Dienste anbieten lassen.

Es dürfte nur keiner von diesen Betreibern mit dem Monopol verquickt sein, so wie es bei der Telekom und noch schlimmer bei den Energie- und Wasserversorgern ist.

Die Traumgewinne der Energieversorger werden doch gerade durch ihre Quasimonopolstellung erzielt.

Ist es nicht eigentlich ganz einfach: Konkurrenz und Markt ist überall dort gut, wo es einen funktionierenden Markt geben kann, aber dort wo Monopolisierung nicht vermieden werden kann, muß öffentliche Kontrolle die üblen Folgen des Monopolismus bremsen.

Meister 18.07.2009, 14.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Was mich schnell nervös macht

Also wenn etwas Wichtiges, wie Schlüssel, Portemonnaie oder der Zentral-USB-Stick nicht da sind, wo  ich sie ganz sicher aufbewahrt habe, dann schrillen gleich Alarmglocken und hektisches Suchen fängt an. Ich hab nämlich von den wichtigen Sachen immer ein genaues Bild, wo sie eigentlich jetzt gerade sein sollten. Wenn das nicht mit der Realität übereinstimmt, befürchte ich Panne im Zentralrechner (im Kopf !). Es muss doch da sein!! Dann wird gesucht und geforscht, meist findet sich ja eine ganz natürliche Erklärung, die einfachste ist, dass ich nicht genau genug hingesehen habe, wie eben gerade als ich den USB-Stick vermißte. Er war doch genau da, wo er sein sollte, aber verkramt in der Tasche. Na, Taschen ist ja auch so ein Thema...

Meister 18.07.2009, 12.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Energiefragen

An manchem Morgen fehlt einem einfach Energie. Woher nehmen ?
Am Besten man fängt einfach irgendwo an, vielleicht läuft sich der Motor dann langsam warm.

Meister 18.07.2009, 10.05| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Neue Schweinerei

Da kommen jetzt zunehmend Leute in die Praxis und wollen fuer die Fahrt in den Urlaub eine Bescheingung, dass die Kinder frei sind von Schweinegrippe.
Hintergrund ist, dass an bestimmten Grenzen in Suedosteuropa eine solche Bescheinigung angeblich verlangt wird. Man hoert von der bulgarischen und mazedonischen Grenze. In  Wirklichkeit geht es allerdings nicht um Seuchenabwehr sondern um Korruption, denn wenn man 100 Euro bezahlt, kann man ganz unbuerokratisch und ohne dass der Arzt kommt, die Bescheinigung dortselbst bekommen.
Deshalb ist es wahrscheinlich unnuetz , wenn man mit einer Bescheinigung von hier kommt, das wird die Zollies dort wahrscheinlich in Wut versetzen, steht doch ihr Bakschisch auf dem Spiel, dann muss die Bescheinigung wahrscheinlich fuer 150 Euro in Landesssprache uebersetzt werden oder sie wird zurueckgewiesen, weil sie nicht am selben Tage ausgestellt ist.
 

Meister 17.07.2009, 08.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Neue Wege der Eindeutschung

Schon wieder so ein Gefühl, bisher nicht eindeutig zu belegen. Aber wenn man mehrere Beispiele in einer Woche bekommt, wird man doch nachdenklich.
Kann es sein, dass nicht nur englische Worte im Deutschen einfach so gebraucht werden  (mach ich auch, aber eigentlich ganz bewußt), sondern neuerdings auch rechtschreibmäßig eingedeutscht werden? Zwei Beispiele hab ich jüngst gesehen: "Flayer" für einen "Flyer" also ein Faltblatt und "Siro" für "Zero" also Null.
Im Deutschen ist die Rechtschreibung ja (mehr oder weniger) an die Aussprache gebunden (was die Funktion der Orthographie im Englischen ist, mag uns ein Kompetenterer erklären). Auch wenn seit der Rechtschreibreform jeder eine Lizenz des "kann-man-auch-so-schreiben" zu haben scheint, wäre es doch neu englische Worte nach dem "wie-mans-spricht"-Prinzip einzudeutschen. Wird das ein Trend?
Dann würde es aber nahe liegen, und das mache ich ab sofort, das Lieblingsscheinenglischwort der Deutschen HÄNDI zu schreiben.

Meister 16.07.2009, 10.52| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen

Schweine in Panik?

Wenn  man die heutige Zeitung so ansieht, dann hat man den Eindruck, dass sie langsam kommt, die Schweinegrippenpanik.
Da sind doch die Fälle in Berlin innerhalb eines Tages "hochgeschnellt"!
Kein Wunder, wenn man testet, wird man auch finden.
Wie Schuppen fällt es mir von den Augen: die Sommerferien sind ausgebrochen, wie eine Massenseuche, und eins der Hauptsymptome ist die Medienebbe, auch Saure-Gurken-Zeit genannt. Haben die Medien jetzt ihr Sommerthema gefunden? Panikmache über Schweinegrippe? Fehlt eigentlich nur noch ein toter Vogel, um daraus ein Riesenevent zu machen.
Ich sehe da die ganze Zeit übrigens eine Karikatur vor mir, die ich leider zu unbegabt bin zu zeichnen: da steht einer mit Kittel und Mundschutz am Ufer, schaut mit dem Fernglas übers Meer und meldet in sein Händi: "Alles im Griff. Kein Schwein lässt sich blicken!" Während hinter ihm im Bild der ganze Strand mit fröhlichen Schweinen bevölkert ist.

Meister 16.07.2009, 10.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Begeisterung auf der ganzen Linie

Was ist ein "Power Spalter"? Ja, es ist etwas ziemlich Männliches, kann aber gut auch von Frauen bedient werden. Es hat durchschlagende Wirkung, ist aber völlig ungefährlich.
Und was ist es nun?
Ein neues Gerät zum Holz spalten, ein vielleicht 180cm langer kräftiger Stahlstab mit einer Art Axt an einem Ende und einem Griff am anderen. Ein Stahlgewicht von ca 4-5kg gleitet auf dem Stab entlang, ist rund um den Stab angebracht. Man nimmt den Holzklotz, den man spalten will, stellt ihn mit der richtigen (also oberen) Seite nach oben auf den Boden, positioniert die Axtschneide auf den mutmaßlichen Spaltungspunkt und schmeisst das Gewicht entlang des Stabes auf den Axtrücken. Nichts kann abrutschen oder durch die Gegend fliegen. Aber was begeistert ist, dass es gar nicht lange dauert, bis man die Spaltaxt richtig ins Holz getrieben hat und der Klotz zerlegt ist. Es ist durchaus anstrengend aber gut dosierbar und wenn der eine Arm müde wird, kann man gut den anderen nehmen.
Gut, vielleicht ist Axtschwingen noch männlicher, aber dann ist ins-Bein-hacken supermännlich. Männlichkeit ist eben auch nur eine Frage der Dosis.

Meister 15.07.2009, 21.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Vorschlag für eine Heckscheibenfolie

" Ich habe nicht abgewrackt ! "

und ab Oktober dann das Folgemodell:


"Ich habe nicht abgewrackt! Zahlt Eure Steuererhöhung alleine!"

Meister 15.07.2009, 17.10| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

50 Millionen Impfdosen

Da bestellt die Bundesregierung 50 Millionen Impfdosen um 1/3 der Bevoelkerung gegen Schweinegrippe impfen zu koennen. Es ist natuerlich eine schwierige Frage, aber es koennte so kommen wie bei der Abwrackpraemie: wenn es wirklich im Herbst zu einer Verschlimmrung des Virus kommt, wird jeder die Impfung wollen und die dringende Frage wird heissen, wo ist der Impfsstoff fuer mich und meine Familie? Und als Naechstes dann : wer ist schuld, dass er nicht da ist?
Es waere wahrscheinlich schlauer gewesen, fuer die Gesamtbevoelkerung den Impfstoff zu bestellen, den haette man zwar dann wahrscheinlich nicht gekriegt, aber immerhin, haette man es versucht. Die franzoesische Regierung hat das so gemacht, die kennen halt ihre Franzosen, die koennen ganz schoen sauer werden. 
Hoffen wir also, dass es nicht so schlimm kommt mit der Schweinegrippe.
 

Meister 15.07.2009, 13.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Nur so ein dummes Gefühl

Es ist natürlich nur so ein dummes Gefühl, aber kann es vielleicht sein, dass das ständige Krisengerede allmählich zu einer Veränderung im Verhalten der Leute führt. Zu einer Veränderung zum Schlechten. Es ist bisher nur so ein Schatten, aber der Umgang scheint rauher und egoistischer zu werden, dass man versucht, sich auch eine unfaire Scheibe abzuschneiden von dem Kuchen, bevor er kleiner wird, dass man seine eigene kleine Gier rausläßt, weil die Großen ja bekanntlich gierig sind, und was ist schließlich das Anschmieren des Nachbarn, Kollegen oder Geschäftspartners gegen die Gründung einer Bank.
Zumindest führt die Krise nicht automatisch zu einer Läuterung zum Zurückfinden zu Maß und Anstand und Fairness; im Gegenteil, wenn schon pleite dann richtig und wenn alle drauf gehen, dann ich besser als Letztes. Und wenn ich auf den Knochen der anderen mich saniere, warum denn nicht, die Zeiten sind schlecht, ist das nicht eine prima Rechtfertigung dafür, dass ich auch ein kleines bißchen beim Verschlechtern mitmache?
Wie gesagt, es ist nur so ein dummes Gefühl, es könnte ja auch anders kommen, besser. Aber vielleicht gibt es noch tiefere Talsohlen als die, die wir kennen.

Meister 14.07.2009, 23.58| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Auf Arbeit gleich Aerger

Manchmal ist es, als ob sich die Leute verabreden, einen zu aergern. Ich versuche ja schon, es abtropfen zu lassen, aber manchmal nagt es doch einfach stundenlang weiter. Vielleicht sollte man ein Vodoopuppe oder Aehnliches einsetzen. Ein Hilfsmittel jedenfalls auf den man den Arger ueber jemanden abladen koennte ohne wirklich Schaden anzurichten.
Die Idee hab ich gleich mal umgesetzt: ein paar gemeine Worte in einer geheimen Datei, kann ich sogar wieder verzeihend loeschen, wenn meine Wut verraucht ist.
 

Meister 14.07.2009, 13.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Kann man Goldfische doppelt unsichtbar machen?

Klar kann man das: wenn man mit dem Schlammsauger in den Goldfischteich geht, machen sie sich sowieso sofort unsichtbar, unter den Seerosenblättern, im Schilf oder wo auch immer sie stecken mögen. Wenn man man anfängt mit dem Schlammsaugen wird der Teich so  undurchsichtig, das sie ein zweites Mal unsichtbar sind.
Das Schlammsaugen hat mich heute einen guien Teil desTages beschäftigt,  ich habe zwar nur ein Fünftel des Teichs bearbeitet (Angeber!: es war vielleicht ein 10tel!),  aber heftige Schlammmengen rausgekriegt. Die Arbeit hat natürlich nur dann wirklich Sinn, wenn ich verhindern kann, dass wieder so viel rein fällt. Ein Teich unter einem Riesennußbaum ist natürlich ein Problem,und es sind auch schon eine Reihe von Versuchen gescheitert, dieses Problem zu lösen, aber in diesem Jahr habe ich einen Plan und ich hoffe, es wird so klappen!
Übrigens: man sagt dass Nußbaumblätter nur schwer verrotten. Das ist allgemein zwar auch schon richtig, aber vor allem die Stiele der Blätter, die verrotten scheinbar nie.

Meister 13.07.2009, 18.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Was wird das denn für ein Tag

Der letzte freie Wochentag für eine ganze Weile -klar steht auch den anderen der Urlaub zu und sie brauchen ihn auch und ich gönne ihn ihnen auch, aber der eigene Urlaub macht halt mehr Spaß, wa, nich wah, n´est-ce pas, hein?
Der Morgen sah trotz gutem Wetterbericht gar nicht gut aus und dementsprechend habe ich erstmal ein paar Schreibtischarbeiten erledigt, aber jetzt scheint mir Zeit und Sonne gekommen draußen was zum machen.

Meister 13.07.2009, 10.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wo soll´s denn hin gehen?

Nachdem wir uns jetzt sogar eine(r) Universität angeschlossen haben wird es ja langsam fast unübersichtlich mit dem ganzen Mitarbeitern, jaja unsere REdaktionskonferenzen platzen aus allen Nähten. Und da es keinen Schluß der Transferliste gibt wie in der Bundesliga, werden wir auch weiter Leute einkaufen, coute que coute. Der nächste, der hier mitschreiben wird, ist unser neuer Sportreporte Olaf von Hasenpusch. Er wird die Abteilung "Sporting Life" leiten und damit dem Doping einen neuen Sinn geben.
Weitere Überraschungen besonders aus der VUB (Virtuelle Universität Bärlin) sind natürlich auch jederzeit möglich.
Dieser Blog überrascht durch seine Wendungen, von denen ich immer als Vorletzter erfahre.

Meister 12.07.2009, 21.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Sebastian Haffner zum 20.Juli

Sonntags gibt es im Tagesspiegel jetzt immer eine Seite, die ein bestimmtes historisches Ereignis beleuchtet, neulich war es der Aufstand der Schillschen Offiziere 1809, heute ging es um Sebastian Haffners Beleuchtung des 20. Juli 1944. Natürlich hat man das alles schon mal gehört, aber gerade die Bewertung der Zusammenhänge ist interessant. Stuafnebberg spielte natürlich ein extremes Vabanquespiel, das nur scheitern konnte, aber es waren dann aber auch wieder Kleinigkeiten, die zum Scheitern führten. Dass er damit die gesamte Opposition mit sich in den Abgrund gerissen hat, wie Hafner mein, klingt so, als habe er eine Mitschuld daran gehabt, das muß man zurückweisen. Aber ein Satz bleibt hängen: "Das Regime mordete jetzt nur noch, um nicht überlebt zu werden."
Natürlich haben nach Kriegsende viele Leute gefehlt, die dem Land wieder hätten auf die Beine helfen können, aber tot war. Trotzdem darf man die Frage stellen, ob sich an der Nachkriegsgeschichte etwas geändert hätte, wenn die Opposition überlebt hätte?
Zumindest  in dem Sinne, dass man besser nichts gemacht hätte, um zu überleben, und nach dem Kriege bereit zu stehen, würde es falsch werden. Denn man hätte ziemlich belämmert dagestanden, wenn man gesagt hätte, wir haben nichts gemacht, damit wir jetzt was machen können. Aber das ist ein sehr altes Dilemma.
Die Jahre mit 4 und die Jahre mit 9 sind in der deutschen Geschichte sehr stark vertreten, deshalb gibt es in diesem Jahr so viele runde Jahrestage.

Meister 12.07.2009, 19.40| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Also doch Rad fahren

Manchmal muß man sich einfach einen Stups geben, und dann rollen die Räder. Wenn man dann so durch den sommerlichen Tann radelt, der umständehalber ein Kiefer ist (Tannen gedeihen hier nicht, sie wurzeln zu flach), dann ist man ganz glücklich, dann könnte es immer so weiter gehen, auch wenn man die zurückgelegten Kilometer dann an zu wenig einschlägig benutzten Körperteilen merkt.

Meister 12.07.2009, 17.40| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in:

Faul sein oder Rad fahren

Die Sonne scheint, man könnte Rad fahren, aber man könnte sich auch zurücklehnen und nichts tun, es gibt immer viele "man könnte".

Meister 12.07.2009, 12.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Der Goldfischteich

Der Goldfischteich ist ein romantischer Ort und ein Ort der Ruhe zugleich . Nehmen wir mal an, das Wasser ist klar und die Fische bewegen sich ruhig in der Tiefe, ich sitze im Schatten eines großen alten Nußbaums.

Meister 11.07.2009, 19.36| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Versailles und Hitler





Unser kleines "Geschichte anders"-Kolleg beginnt heute mit einem Vortrag über den Versailler Vertrag und seine Folgen. Das Kolleg wird veranstaltet von der virtuellen Universität Bärlin, Sektion >Grobe Vereinfachung komplexer Zusammenhänge unter besonderer Berücksichtigung der Randaspekte und alternativen Sichtweisen<. Das Wort hat Prof. Selbstistdermann, der selbstverannte Interpretator deutscher und weltlicher Geschichte.
Liebe Hörerinnen und Hörer, meine Damen und Herren, hochverehrte Collegae!
In diesen Tagen jährt sich zum 90.Mal der Versailler Vertrag, der Friedensvertrag, der den 1. Weltkrieg beenden sollte und den 2. Weltkrieg vorbereitete. Bis vor einigen Jahren dachte ich, dass der Ausdruck Versailler Diktat ein Nazikampfbegriff sei, mußte aber feststellen, dass es wirklich so war, dass die allierten Siegermachte gemeinsam mit allen anderen, die auch ein Stück vom Kuchen wollten, diesen Vertrag allein ausgearbeitet und dann erst die Deutschen zum Unterschreiben herbeizitiert haben. Und es war Gustav Scheidemann der als Reichskanzler zurücktrat, weil er die Ratifizierung dieses Diktats nicht verantworten konnte.

Der >Spiegel< hat den 90. Jahrestag zum Anlaß genommen, einen großen Artikel über Versailles und die Folgen zu veröffentlichen. Tenor: dieser Vertrag war ein wesentlicher Punkt, dass es dann zum zweiten Weltkrieg kam.

Daraufhin mußte ein Politkorrekti im >Tagesspiegel< sich gleich heftig empören, dass man anderen als Hitler einen Teil der Schuld an WK II zuschieben wolle, man wolle mal wieder die deutsche Schuld und Hitlers Verbrechen relativieren.

Bei aller Liebe zur geschichtlichen Verantwortung: wir düfen heute schon genauer hinschauen und brauchen nicht mehr nur mit Kotau plus aufs Hitlerbildchen gerichtetem Zeigefinger zu reagieren.

Die Art und Weise wie dieser erste Weltkrieg beendet wurde war natürlich eine wesentliche Quelle des Unfriedens in der Welt und möglicherweise würde man Hitler mehr durch seine gemalten Postkarten heute kennen oder er wäre Fremdenführer in Braunau geworden, wenn man ihm nicht den Nährboden für Schlimmeres geliefert hätte.

Richtige Katastrophen gibt es immer, wenn mehrere schlimme Sachen zusammenkommen und sich unglücklich kombinieren, das gilt im kleinen wie im großen Maßstab. Und das Isolieren und Verabsolutieren eines dieser Momente führt meist dazu, dass man nicht versteht.

Natürlich war Hitler eines der wesentlichsten unglücklichen Momente, sein Charisma, gepaart mit einem zielgerichteten und trefflichen Wahnsinn, der genau damit das deutsche Volk schicksalhaft genau an dem schwachen Punkt traf, den es ohne den ersten Weltkrieg, seine Schrecken, seine sozialen Folgen und seine Kriegsfolgen nicht so gehabt hätte.

Der erste Weltkrieg also, die Grundkatastrophe des 20. Jahrhunderts und Versailles als seine Ausgeburt, seine reaktionäre Ausgeburt.

Was später als "Dolchstoßlegende" von Nazis und anderen rechten, vaterländischen Kreisen verbreitet wurde, hatte zum Inhalt, man sei im Felde nicht besiegt gewesen sondern  durch einen Dolchstoß von hinten habe man den Krieg verloren. Der wahre Kern daran ist gewesen, dass Deutschland zum Zeitpunkt des Waffenstillstands im November 1918 noch keineswegs besiegt war, aber es war klar geworden, dass man den Krieg nicht mehr gewinnen konnte. Noch im Sommer 1918 hatte es ganz anders ausgesehen, aber da man den ersehnten Durchbruch nicht geschafft hatte, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Niederlage komplett gewesen wäre.
Aus dieser Erkenntnis wurde der Schluß gezogen, dass man den Krieg beenden sollte, man dachte sich das, wie  bei den Kabinettskriegen des 19. Jahrhunderts: die eine Seite gibt auf, bittet um Frieden und bekommt von der anderen im Austausch für die Siegerpalme einen ehrenhaften Frieden mit akzeptablen Bedingungen.
Und USA-Präsident Wilson hatte doch gerade mit seinen 14 Punkten eine Grundlage für Friedensverhandlungen gelegt, auf die bezog man sich.
Da alle kriegsmüde waren, war der Waffenstillstand auch kein Problem, aber man hatte sich verrechnet, die erzeugte Erbitterung durch die schrecklichen Opfer und Leiden führte gerade nach dem Ende des großen Ringes zu Schuldprojektionen: jemand mußte daran schuld sein: da kam natürlich nicht der siegreiche General in Frage sondern nur der böse Feind, der mußte jetzt für alles herhalten.
Ein Ausgleichsfriede kam also nicht mehr in Frage, diejenigen, die fast verloren hatten, waren jetzt der Meinung, dass sie voll gewonnen hatten und die siegreichen europischen Mähte, die eigentlich durch diesen Krieg ihre Vormacht verloren hatten, mußten deshalb jetzt Stärke demonstrieren, die Amerikaner, die einen Ausgleichsfrieden mit Wilsons Punkten propagiert hatten, waren nicht so stark und auch nicht so Willens das auch durchzusetzen.
So war der Friede eigentlich durch Betrug zustande gekommen und die Friedensbedingungen waren ungerecht und betrügerisch, der Gedanke an Revanche mußte daraus erwachsen. Das Gesicht dieses schrecklichen Revanchegedankens war der böhmische Gefreite, und beim nächsten Mal würde er nicht frühzeitig einen verlorenen Krieg beenden, was weiteren Millionen das Leben kostete, zur totalen Niederlage führte. Aber  genau diese totale Vernichtung  gewann uns - Dialektik der Geschichte -  den Frieden.
Beim nächsten Mal werde ich über den Beginn des ersten Weltkriegs sprechen und ihnen die Frage benatworten, warum die Niederlage von Bonnie Prince Charly in Culloden 1746 mitverantwortlich für den ersten Weltkrieg ist.

Meister 11.07.2009, 13.59| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Geschichte mal anders

Spielzeug

Na das ist ja ein hübsches neues Spielzeug: ein Biofeedbackgerät mit dem man den Hautwiderstand messen und durch Entspannen beeinflussen kann. Auf den ersten Blick ziemlich interessant, probieren wir´s aus.

Meister 11.07.2009, 11.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Erste Braunfäule an den Tomaten

Wenn die Braunfäule kommt bevor die erste Tomate rot wird kann man eins schon mal sagen: ein Tomatenjahr wird das nicht. Also nächstes Jahr muß ich mir endgültig mal was anderes überlegen!

Meister 10.07.2009, 16.05| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Stupid Wachstum



Hallo Freunde, hier spricht B.B. Stupid, die Amateurin der Weltwirtschaft.

Heute soll es um das zweite große Übel des Kapitalismus gehen. Das erste sind die Krisen, die immer wieder auftreten, das zweite und vielleicht sogar wichtigere Übel ist der Zwang zum Wachstum. Wenn die Wirtschaft nicht wächst, dann geht es eigentlich bergab. Wenn die Wirtschaft nicht wächst, wächst Arbeitslosigkeit und Stagnation. Diese Eigenschaft dürfte dem Kapitalismus angeboren sein, doch sie ist nicht nur übel sondern andererseits auch seine große Errungenschaft, denn der  Kapitalismus ist die erste Wirtschaftsordnung, die den Reichtum der Menschheit durch ständige Innovationen und ständigen Mehrwert in vorher ungekannte Höhen katapultiert hat, was das bedeutet kann man im Vergleich unserer Lebensweise mit der in den ärmsten Staaten der Welt sehen, und bitte keine Sozialromantik vom Typ >zurück zur Natur<, verhungern ist nicht lustig, vorzeitiges Sterben hat nichts Romantisches.

Der Kapitalismus schafft notwendig den Weltmarkt, die Globalisierung ist notwendige Folge des Kapitalismus und zwar keine prinzipiell schlechte.

Man kann es ganz trivial sagen: solange noch Menschen auf dieser Welt in Armut leben, solange ist der Kapitalismus richtig und notwendig. Klingt absurd, ist aber wahr.

Es wird dann auch eine Wirtschaftsordnung geben können, die ohne Wachstum funktioniert, das ist schon absehbar, nicht nur als Notwendigkeit sondern auch als Möglichkeit. Aber das ist Zukunftsmusik, darüber kann man nachdenken, aber das ist nicht unser eigentliches Problem.

Unser Problem ist heute, dass wir das Wachstum so zu beeinflussen  lernen, dass diejenigen etwas davon haben, die jetzt noch hungern und leiden.

Das geht, bloß nicht so wie es bisher versucht wurde.

Man kann nicht den Abgekoppelten die europäischen Methoden und Standards überstülpen, sondern man muss ihnen die Mittel geben, eigene Strukturen aufzubauen, eigene Arbeit zu finden, eigenen Reichtum zu erarbeiten. Und auf faire Art mit ihnen handeln.

Ist dabei der Kapitalismus hinderlich? - nicht notwenigerweise. Das muss nicht so sein, hinderlich ist der vollmonopolisierte Kapitalismus, die weltumspannenden Konzerne, die der Kontrolle mal wieder entflohen sind. Das ist nicht neu: im nationalen Mastab wurden schon vor 100 Jahren Monopole, Kartelle und Trusts verboten. Das geht, es stimmt überhaupt nicht dass Kapitalismus keine Regeln kennt, schon der Kampf um den Normalarbeitstag zeigte im 19. Jahrhundert, dass es gar kein Problem ist Regeln zu machen, wenn sie für alle gelten, denn dann verzerren sie den Wettbewerb nicht.

Jetzt sind die Weltkonzerne aus der Umzäunung ausgebrochen, weil sie weltweit agieren und die politischen Zusammenhänge nicht so schnell auf der weltweiten Ebene funktionieren. Wieder mal weist der Kapitalismus den Weg: die Notwendigkeit weltweite Regeln zu schaffen wird auf jeden Fall zu diesen weltweiten Konkurrenzregeln führen und damit das Gleichgewicht wieder herstellen. Es ist einfach nicht normal, dass chinesische Wanderarbeiter für 1 € am Tag oder was immer sie kriegen mögen, die teuersten Turnschuhe und die ausgefeilteste Elektronik zusammenbasteln und damit den Konzernen riesige Extraprofite erarbeiten. Und der Konsument in den Metropolen kauft die Sachen, weil sie so viel billiger sind, als die dortselbst produzierten und kriegt natürlich nicht mit, dass er seine eigenen Arbeitsplätze abschafft, verhält er sich doch marktgerecht.

Es müssen also weltweite Regelungen her, das richtet sich nicht gegen die Marktwirtschaft, sondern im Gegenteil, es ist nötig, damit die Märkte weltweit funktionieren und die Ungleichgewichte beseitigt werden, die ungeheuer gefährlich werden können, die sogar schon ungeheuer gefährlich sind. Ungleichgewichte schaffen nicht nur Reichtum, sie schaffen auch Armut,  Wut und Aktivierung. Diese wütenden Aktivierungen führen zu Terror, Piraterie, Völkerwanderung, Krieg und Bürgerkrieg, wenn man die Bedrohung nicht ernst nimmt, kommt es zu einer malignen Spirale. Man sollte nicht denken, dass das 21. Jahrhundert risikolos ist, man sollte erst recht nicht denken, dass Krieg und Revolutionen eine neue Welt erkämpfen würden. Die Millionen Toten des 20. Jahrhunderts sollten uns eines Besseren belehren.

Schaffen wir also die Globalisierung, die wir zum überleben brauchen: mit Regeln, die die Märkte ins Gleichgewicht bringen und ein Wachstum dort ermöglichen, wo noch Hunger und Not ist.

Denn erst die Überwindung von Hunger und Not weltweit ist die Voraussetzung  das Grundproblem der Menschheit  zu lösen: die weltweite Überbevölkerung mit allen ihren Konsequenzen in puncto Ressourcenknappheit und Klimaveränderung, etc.

Meister 10.07.2009, 11.15| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Die Buchhandlung als romantischer Ort

Ob jede Buchhandlung ein romantischer Ort ist, ist natuerlich eine offene Frage. Manche unterkuehlten, stoeberfreien Filialgeschaefte koennten voll unromantisch sein, denn es geht nicht nur um schlicht Buecher, es geht um das Finden, das Aufstoebern von Geheimnissen oder wunderbaren Enthuellungen.
Meine Lieblingsbuchhandlung in der Koertestrasse 24 in Kreuzberg ist auf jeden Fall das Romantischste, was ich mir in diesem Zusammenhang vorstellen kann.
Gestern war ich wieder dort. Die Buecher sind auf kleinem Raum konzentriert, man muesste eigentlich einen Messpegel haben, Man denkt, die koennen doch nicht viel haben, aber im Gegenteil, es ist viel mehr da, als man vermutet.
Es ist aber nicht nur der Raum: die Buchhaendler, die Familie Kirchner sind nicht nur kompetent sondern auch total freundlich und hilfsbereit. Sie haben immer intertessante Tipps uf Lager und sie beschaffen alles. Nachdem sich die alten Kirchners zurueckgezogen haben, konnte zum Glueck ihr Sohn mit seiner  Frau die Sache fortfuehren. Irgednwie ist Buchhandel auch eine Art Kunst, sie muss es auch sein, wenn man in digitalen Zeiten ueberleben will.
Jedesmal finde ich was tolles, mal auf Empfehlung, mal unter einem hohen Buecherstapel. Man darf es bloss nicht zu eilig haben, wenn man sich die Schaetze erschliessen will.
Neulich stand ueber eine andere Buchhandlung in der Zeitung, die Kunden wuerden sich beraten lassen und dann im Internet bestellen. aber umgekehrt macht es doch viel mehr Sinn: sich im Intrnet umschauen und dann in der Lieblingsbuchhandlung bestellen. Schade dass es nicht mehr so viele davon gibt.
Also : Unterstuetzt Euren lokalen Lieblingsbuchhaendler!

Meister 09.07.2009, 12.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Mord im Gerichtssaal

Der Mord an einer Aegypterin durch einen Russen in einem Dresdner Gerichtssaal ist sicher ein ungeheueres Verbrechen und ein Justizskandal sondergleichen.
Aber die Vorwuerfe in Bezug einer "Islamophobie" finde ich ziemlich daneben.
Und wenn jetzt Leute fuer den Schutz moslemischer Frauen in Deutschland demonstrieren wollen und damit nicht die wirkliche Unterdrueckung dieser Frauen durch ihre Maenner, Familien und geistigen Vordenker meinen, sondern die Deutschen, dann foerdert genau so etwas das nicht gerade das Ansehen des Islam als eine in Deutschland integrierbare Religion. Und wenn man deswegen in Aegypten gegen Deutschland demonstriert oder gar die aegyptischen Apotheker deutsche Medikamente boykottieren wollen, dann fragt man sich natuerlich auch, was sie dazu sagen, wenn europaeische Touristen von Islamisten dort ermordet werden?
 

Meister 08.07.2009, 14.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Gibt es romantische Zahlen?

Fuer mich gibt es eine ganze Menge romantische Zahlen, die erste die mir einfaellt ist die 1.000 = Tausend, nicht nur aber auch wegen des >Tausendfuesslers<. Aber auch die 2 ist eine voll romantische Zahl, zuallererst wegen der >Zweisamkeit<. die 1.000.000 = Million ist eine romantische Zahl, weil sie romantische Sehnsuechte ausdrueckt.
 

Meister 08.07.2009, 12.35| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Der Sommer und die Grippe

Die Häufung von Erkrankungen ist schon auffällig für Juli,  aber eigentlich scheint alles leicht zu verlaufen, also kein Grund zur Panik.
Trotzdem bin ich mal gespannt, wie lang die Amtsschimmel noch ihre wichtigtuerische Grippepolitik aufrecht erhalten. Haben sie nicht schon jetzt alle Autorität eingebüßt? Wird man die Ämter noch ernst nehmen, wenn es wirklich zu einer ernsten Pandemie kommt?
Es kann nicht gut gehen, wenn statt medizinischer Kriterien bürokratische eingeführt werden. Die überforderten Beamten arbeiten offenbar nach der Devise: nur alles so machen, daß ihnen keiner an den Karren fahren kann: "Wir haben doch alles gemacht!", werden sie hinterher sagen. Im Moment ist das ja nicht schlimm, aber was passiert, wenn es im Herbst wirklich ernst wird.
Im Spiegel stand ein Artikel darüber, wie in Düsseldorf die Einschleppung der Grippe bekämpft wird. Don Quichotte ist gar nichts dagegen: während die japanische Schule voller Grippe ist, aber ein Massenfest veranstaltet, stehen sie am Flughafen und halten nach Verschnupften Ausschau.
Vielleicht sollte ich es nochmal sagen: stat Meldeterror und Horroranweisungen sollte man einfach möglichst viele Tests in die Breite machen oder zumindest dazu auffordern.
Oder sollen wir das einfach selbst tun? Einfach Grippeabstriche ins Labor schicken ohne den meldepflichtigen Verdacht, einfach so, weil es ja sein könnte. Dann kann es aber ein Problem geben, dass die Kassen das als unwiertschaftlich abstrafen.
Vielleicht sollten wir uns auch lieber den Problemen des kommenden Winters zuwenden.

Meister 07.07.2009, 09.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Heute ein Eichhörnchen in der Kirsche

Heute war zur üblichen nachmittäglichen Patrouillie nur ein Hörnchen da und holte sich wieder ein, zwei Kirschen. Ich hab mir gleich ziemliche Sorgen gemacht, ob sein Kumpel überfahren wurde, aber es muß ja nicht immer gleich das Schlimmste sein.
Es ist eine Schande, dass so viele kleine Tiere überfahren werden, manchmal dnek ich, es ist nicht immer ein Unfall.
Wir hatten jahrelang hier keine Eichhörnchen, aber da es inzwischen reichlich Walnüsse und zunehmend auch Haselnüsse bei uns gibt scheinen wir ein Einwanderungsgebiet zu sein. Nur immer mit der verdammten Straße aufpassen.

Meister 05.07.2009, 21.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Richard Rudgley:Abenteuer Steinzeit

Ein interessantes Buch, das trotz des Schwirrens im Kopf von so vielen Jahrtausenden interessante Erkenntnisse bringt, die einem beim genaueren Nachdenken eigentlich ganz logisch vorkommen. Die Vorgeschichte der Menschen ist einfach viel länger und unsere Vorstellungen von den früheren Menschen als eine Herde von Wilden ist schlicht falsch. Damit erklärt sich einfacher, warum es vor 4-5000 Jahren so voran ging: einfach weil man vorher weiter war, als wir denken.
Vielleicht ist unsere Arroganz gegenüber dem Vorher einer unserer größten Fehler, denn wir neigen dazu, selbst in kürzer zurückliegenden Zeiten alles als primitiv und rückständig anzusehen. Dadurch können wir die Zeiten aber nicht verstehen.
Gleichzeitig ist es offenbar grundfalsch zu sein, die Geschichte nur als eine ständige Aufwärtsentwicklung anzusehen: es hat vielleicht Hochkulturen gegeben von denen wir keine Ahnung haben, und es hat nach Hochkulturen auch wieder böse Abstürze gegeben. Das könnte auch in Zukunft so passieren.

Meister 05.07.2009, 19.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Überförderung und Überforderung

Im Tagesspiegel heute ein Artikel der die Überforderung der Schüler und ihre Probleme thematisiert. Kann ich nur unterschreiben. Aber es sind nicht nur die überehrgeizigen Eltern sondern es ist auch die Schule selbst, die zu diesen Zuständen beiträgt. Es wird gefördert und gefordert und nicht nur auf die Schulreife von kleineren sondern auch auf das psychische Leistungsvermögen von Größeren zu wenig Rücksicht genommen.
Das Grundproblem scheint mir zu sein, dass (möglicherweise fälschlicherweise?) davon ausgegangen wird, dass man brilliant sein muß, um in der heutigen Welt als Jugendlicher einen Platz zu finden. Es sollte weniger Druck ausgeübt werden, es sollten mehr Angebote gemacht werden, das Lernen lernen muß in den Mittelpunkt gestellt werden.
Ich glaube eigentlich, dass die Lehrer das gern tun wollen, aber dass Lehrpläne  in Zeiten des Pisaterrors überfüllt sind und meßbare "Leistung" überbewertet wird.
Wer hat eigentlich das aufgebracht, dass heute nur die Besten und Brilliantesten eine Chance haben?  Alle Kinder können lernen, jeder auf seine Weise. Es fehlt an Freiheit und an Zeit auf alle individuell einzugehen. Das kann nicht durch Druck und "Förderung" ersetzt werden. "Förderung" ist dabei heute etwas sehr Schillerndes, reimt sich aber vor allem auf: Zusatztermine, Einbimsen und das Nichtverstandene solange weiter Eintichtern bis es unverstanden irgendwo wieder rausquillt.
Es kommt darauf an Zeit zum Lernen zu haben, es auch selbst tun zu können, es auch etwas anders tun zu können. Und es kommt letztenendes nicht auf Wissen an, sondern darauf sich mit einem Stoff kritisch auseinandersetzen zu können, sich selbst weiter entwicklen lernen und einen Begriff vom eigenen Wert und Können zu bekommen.
Wenn ich mich mit Schülern unterhalte, bekomme ich heute immer wieder den Eindruck, dass die kritische Auseinandersetzung mit dem Stoff zu kurz kommt, wenn sie denn vorkommt.
Wie kann man zusammenfassen: Mehr Freiheit für die Schulen, die Lehrer und die Schüler. Umdenken in den Zielen, auch bei den Eltern: Elite kann nur geistige Elite sein, nicht Absolventenelite. Und mehr Individualität bitte.

Meister 05.07.2009, 10.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Essen Eichörnchen Kirschen?

Da lieg ich gemütlich in meiner Hängematte und beobachte die reifen  Süßkirschen über mir, soll ich oder lieber doch liegen bleiben. In meine philosophischen Überlegungen hinein kommen zwei Eichhörnchen, jagen sich erst den Baum rauf und runter, dann suchen sie sich ein paar schöne Kirschen und fangen an sie wegzumümmeln. Antwort: Eichhörnchen essen Kirschen ! Aber es scheint für sie nur so eine Art Nachtisch zu sein, beide nehmen nur eine, und das eine Hörnchen mag die eine Kirsche wohl nicht, schmeisst sie direkt runter auf mich, sieht dann aus wie ein Streifschuß auf meinem Hemd.

Meister 04.07.2009, 19.29| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Schönen Tag noch !?

Irre ich mich, oder verändert ein Spruch allmählich seine Bedeutung?
Wenn jemand vor 10-20 Jahren einen schönen Tag wünschte, dann war es in der Regel nett gemeint und kam auch selten vor.
Heute wird der Spruch inflationär angewandt, aber man hört auch immer öfter einen gewissen häßlichen Unterton, der etwas in der Richtung "Du kannst mich mal" oder "Verpiß dich, du Blödmann" heissen kann.
Man kann darauf natürlich mit einem freundlichen "Ich wünsche Ihnen das Gleiche" antworten.

Meister 04.07.2009, 12.57| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Abgewatscht

Wenn ein Politiker ansatzweise gute Vorschläge macht, dann wird er natürlich abgewatscht nach allen Regeln der Kunst. Da hat Herr Lindner von der FDP vorgeschlagen, den HartzIV-Leuten, die sich weigern eine gemeinnützige Arbeit zu machen die Stütze um 30% zu kürzen und gleich stürzt sich die selbsternannte Riege der Sozialgutmenschen auf ihn. Frau Engelen-Kefer  prophezeit soziale Unruhen (das macht sie öfters, damit sie, wenn es mal passiert auf ihr Urheberrecht pochen kann), der Vorsitzende des Erwerbslosenverbandes, der auch lieber politisiert als arbeitet, findet Lindners Vorschläge zutiest menschenverachtend, und die FDP distanziert sich lieber, weil Wahlkampf ist und die Brot-und Spiele-Gesellschaft in dem Scheinkonsens Wählerstimmen gegen Staatsknete besteht.
Was kann man Herrn Lindner vorwerfen? Eigentlich nur, dass er inkonsequent ist: kein Geld ohne Gegenleistung ist die notwendige Maßnahme der Zukunft.
Und das dürften auch mehr Leute in der Politik wissen, als sie es sich zu sagen trauen. Die Sozialmafia beherrscht die veröffentlichte Meinung, letzendlich werden diese Leute ihren eigenen Lebensunterhalt ja gerade aus den Sozialtransfers herausschneiden. Die Brot-und-Spiele-Gesellschaft ist doch großartig, hat schon im alten Rom prima funktioniert, gibt es etwas Besseres als Leben von Sozialtransfers und Nichtstun? Natürlich ist das Brot noch etwas knapp (deshalb HOCH mit den Transfers) und die Spiele etwas mau (trainiert endlich Gladiatoren, >Ultimate Fighting< geht schon in die richtige Richtung, züchtet Kampflöwen, einen Ersatz für die Christen  als deren Opfer im Zirkus finden wir dann auch noch).
Wozu überhaupt noch arbeiten, lassen wir es doch die anderen tun. Zahlen sollen die "Reichen", Geld kann man doch drucken, auf ein paar Billionen Schulden mehr oder weniger kommt es doch auch nicht mehr an.

Meister 04.07.2009, 09.51| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Vakuumhyperaktivität!?

"Das Vakuum litt unter eine Art Hyperaktivität"

so sprach ein CERN-Atomhysiker gestern in 3sat.

Um fortzufahren, dass die Vibrationen im Vakuum dann zu dessen Polarisierung und weiter zum Urknall und somit zum Entstehn von Materie geführt haben.

Schon interessant, wenn auch noch recht dunkel.

Warten wir also ab, was aus den Vibrationen im Vakuum der Köpfe unserer hyperaktiven Kinder wird. Auf welche Urknalle können wir hoffen?

Meister 03.07.2009, 07.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Was soll das mit der Geschichte?

Das  "Vorher" ist eine wichtige Zeit, wenn auch eine für uns völlig unzugängliche. Was vorbei ist, ist vorbei. Aber andererseits ist vieles niemals vorbei, anderes noch lange nicht.
Über Geschichte gibt es ganze Bibliotheken, die werd ich nicht ersetzen.
Aber manche Sachen sind vielleicht auch etwas anders als sie sich in der offiziellen Gechichte so darstellen. Darüber muß man mal nachdenken, darüber kann man auch ein paar interessante Kommentare abgeben. Mal sehen, was draus wird.

Meister 02.07.2009, 21.38| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Geschichte mal anders

Mehr Licht im Garten

Eigentlich sollte der Tulpenbaum ja weg, denn er hat sich in die Umgebung ziemlich verdunkelnd ausgebreitet und leider muß man agen, dass er die Hoffnungen wie er aussehen würde, nicht so ganz erfüllt hat. Es handelt sich dabei nicht um eine Magnolie, sondern um einen Liriodendron tulpifera, im Buch prächtiger als im Garten.
 Aber als ich neulich an ihm vorbei ging hörte ich, wie er mir zuflüsterte: "Laß mich leben". Als Romantiker glaube ich natürlich an solche Einflüsterungen, natürlich ist sie beseelt die Natur. Wenn wir es sind, ist sie es auch. Also bin ich auf die Idee gekommen, wir könnten mal einen Sommerschnitt durchführen und da ich gerade eine Stangenkettensäge bekommen habe, haben wir gesägt, kräftig gesägt, auch noch dne Trompetenbaum und auch noch den Maulbeerbaum.
Ergebnis: ein total neues Licht im Garten und ein Riesenhaufen von Ästen. Wir haben aber gleich den zweiten Schritt gemacht: Simone hat die Äste zugeschnitten und ich habe den Schredder gefüttert. Es ging schneller als gedacht und alles ist hübsch zerkleinert.
Das Licht im Garten ist ein interessanter Aspekt, gerade im sonnigen Sommer. Man darf nicht alles in totales Dunkel fallen lassen, gärtnern heißt eingreifen, sonst kann man ja den Urwald wachsen lassen wie er ursprünglich war. Aber es ist doch gerade schön mit der Natur einen tätigen Einklang zu finden, oder?

Meister 02.07.2009, 19.34| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Steuern rauf oder lieber runter?



Hallo, hier ist wieder Eure Wirtschaftsamateurin Billie B: Stupid.

Heute wollen wir uns mal fragen, wie es mit den Steuern weiter gehen soll?

Kaum haben unsere Poltiker die Milliarden zu hunderten verpulvert, für Abwrackprämien und böse Banken und natürlich für die Rettung von Fässern ohne Boden, kriegen sie mit, dass der Bürger davon nicht so begeistert ist und Inflation wittert. Da werden wir doch mal als Erstes eine gesetzliche Schuldenbremse beschliessen, die kostet uns heute gar nichts, und nach der Sintflut wird schon keiner mehr dran denken. Nach dem abgewandelten Motto: "Was schert mich mein Gesetz für Übermorgen?". Das Gleiche gilt für das gesetzliche Verbot der Rentensenkung.

Und dann "huch!", wir haben ja so viele Schulden, da werden wir wohl die Steuern erhöhen müssen! Komisch, sie haben doch gerade absichtlich die Schulden gemacht, um angeblich die Konjunktur anzukurbeln. Jetzt die Steuern erhöhen, um sie wieder abzuwürgen?

Ich muß Euch mal meine ganz private Meinung anvertrauen: unsere Politikerriege samt ihrer "Experten" versteht von Wirtschaft nicht nur noch weniger als Eure Wirtschaftsamateurin, sie verstehen scheinbar gar nichts davon. Dafür aber immer forsch im Ton. Diejenigen, die für Steuersenkungen sind, werden abgewatscht als böse, böse Marktliberale, das braucht man ihrer Meinung gar nicht mehr zu erklären, so offensichtlich böse ist das. Und sie diskutieren munter, welche Steuern man denn erhöhen sollte und wenn nicht jetzt, wann denn dann. Es ergibt sich ein absurdes Bild: "Wir möchten die Steuern senken, aber wir wissen nicht, wann wir das tun können. Wir müssen die Steuern vielleicht aber auch erhöhen, wir wissen aber auch noch nicht wann und welche". Der Bürger hörts mit Grausen, denn er weiß: sie werden die Steuern erhöhen. Wann? Natürlich gleich nach der Wahl. Welche? Wahrscheinlich ein hübsches Bündel.

Man sollte vielleicht also doch die Leute wählen, die versprechen, dass sie die Steuern senken werden, auch wenn ihnen das keiner zutraut.

Denn eigentlich scheint es doch logisch, dass man in der Krise die Steuern senkt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Und dass man den Einkommensteuertarif senkt und vereinfacht, damit nicht jeder Zuwachs gleich aufgefressen wird. Und die bösen Superreichen? Die Politfuzzies malen die Superreichen als Geiermonster an die Wand, um dem erschreckten Kleinbürger das Portemonnaie in dem Moment aus der Tasche zu ziehen, indem er vor dem aufgemalten Gespenst erschreckt. Das ganze Gefasel, dass die Reichen mehr bezahlen müßten, ist reine Augenwischerei wenn nicht Sozial-Agitprop: denn das Steueraufkommen ist nicht von den obersten Zehntausend zu holen, man sagt Reichensteuer, und durch einen kleinen Taschenspielertrick bezahlt wieder die Mittelschicht die Zeche.

"Dann müssen wir die Leistungen des Staates einschränken", wird gedroht.

Was für eine Drohung! Genau das solten sie tun: Schluß mit dem sinnlosen Geld aus dem Fenster schmeissen,  stattdessen Bürokratie abbauen, Staat verschlanken, Sozialstaat von Subvention auf Hilfe zur Selbsthilfe umstellen und damit die Schmarotzer von den Leistungen abhängen, um den Bedürftigen mehr und wirkliche Hilfe geben zu können.

Kann man denn wirklich die Steuern senken? Bei den Schulden?

Die Schulden haben es in sich, aber die Staatsausgaben sowieso. Man kann diese Schulden nicht kurzfristig abbauen, aber vor allem darf man nicht höher besteuern, was nützlich ist für unser aller Wohlergehen: der ermäßigte Mehrwertsteuersatz auf Lebensmittel ist notwendig, es würde sonst einen ausgeprägten inflationären Schub geben. Ob da nicht ein paar Sachen rausfallen könnten, kann überlegt werden. Ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz auf Handwerkerrechnungen wäre ein ungeheuer positiver Schritt: würde die Wirtschaft da stimulieren, wo im Lande Arbeit geleistet wird, also Arbeitsplätze schaffen, und es wäre ein genialer Schlag gegen die Schwarzarbeit, denn deren Preisvorteil besteht doch zum großen Teil darin, dass sie keine Mehrwertsteuer zahlt.

Leistung darf nicht höher besteuert werden, denn wozu soll jemand mehr schaffen, wenn ihm alles weggesteuert wird? Also runter mit der Lohn- und Einkommensteuer! Und die Reichen? Die Diskussion sollte von Sozialneid befreit werden: wenn jemand aufgrund eigener Leistungen viel Geld verdient, ist das ok. Wenn jemand Gewinne reinvestiert, ist das auch ok. Aber man könnte schon darüber nachdenken, ob man Reichtum, den man nicht selbst erarbeitet hat, also Spekulationsgewinne, Zinsen und Erbschaften nicht höher besteuern kann.

Leistung soll sich wieder lohnen, nicht Besitzvermehrung.

Schon klar, dass es sich dabei angesichts der heutigen wirtschaflichen Weltoffenheit kein national lösbares Problem ist, aber warum kümmern sie sich nicht endlich mal um die Probleme, für die wir sie engagiert haben?

Nicht nur die Manager, auch die Politiker sollten für nachhaltigen Erfolg bezahlt werden.

 Vielleicht sollte demnächst mal darüber abgestimmt werden, welcher Bonus an die Regierungsmitglieder bezahlt wird? - Nein, liebe Politfuzzies, das war natürlich nur ein Scherz, wir wissen doch alle, dass ihr dann keine Chance hättet, an einen Bonus zu kommen. Deshalb macht nur weiter mit dem Spiel: "Wir machen uns die Taschen voll, solange wir dran sind, und dann sollen die anderen sehen, was für sie übrig bleibt."

Wie sprach doch jemand zu mir in meinem Traum neulich?:

"Its the Steuersenkung Stupid!"

Meister 02.07.2009, 09.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Nächtlicher Schneckenalarm: Mord & Totschlag

Gestern Abend nach Einbruch der Dunkelheit plötzlich der Gedanke: ich habe vergessen, den Salat mit Schneckenkorn zu schützen. Ich stürze also raus, hätte ich feinere Ohren, hätte ich sicher schon vom Weitem ein lautes Schmatzen gehört.
In der Tat: Dutzende von Schnecken machen sich über den Salat her. Die Tierschützer mögen mir verzeihen, aber ich bin nicht nur Tierschützer sondern auch Gärtner und diese Biester stehen wie Stechmücken bei mir auf der Zero-Tolerance-Liste. Es war ein Massaker und dann noch Schneckenkorn um die versprengten und versteckten Reserven zu erledigen. Heute morgen lagen diese Leichen dann neben den anderen. Am Salat sind allerdings auch deutliche Verluste entstanden. Besonders erbittert haben mich aber ein halbes Dutzend Schnecken, die eine Petersilienpflanze würgten. Wenn ich nicht noch raus gekommen wäre, wäre davon heute früh sicher nichts mehr übrig gewesen.

Meister 01.07.2009, 18.41| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Salat und Schnecken

Die Salatpflanzen für den Herbst sind eingepflanzt, die Schnecken freuen sich zu früh, wir werden um einen Anteil an der Ernte kämpfen. Das Abfressvermögen einer fetten Schnecke alleine ist ungeheuer. Es reicht nicht aus 80 Prozent der Schnecken zu erwischen, man muß fast alle erwischen sonst sieht es zappenduster aus.
Kommt heute ein Gewitter? Spricht einges dafür.

Meister 30.06.2009, 13.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Arme Kinder von Schwerin ?

Normalerweise kommentiere ich ja keine Fernsehkrimis, aber der "Polizeiruf" von gestern Abend macht eine Ausnahme. Es werden noch Wetten angenommen, ob Drehbuchschreiber und Regisseur aus dem SED-Altersheim im "Tal der immer noch Ahnungslosen" kommen. Nicht nur dass die heutige Wirklichkeit in Meckpomm mit den düstren Farben der Nachkriegszeit gemalt wird. Hungrige Kinder, deren verzweifelte Väter von der bösen kapitalistischen Gesellschaft in die Kriminalität getrieben werden, die es natürlich nicht gerne sehen, wenn ihre Kinder klauen gehen, dann aber die geklaute Jacke selber als Geburtstagsgeschenk für die frierende, verhärmte Mutter benutzen. Die Polizei hat natürlich Verständnis für die Notlagen der Menschen, ißt selbst nur Kuchenreste, und wenn der Kommissar nicht genug Verständnis für die hungernden Massen aufbringt, dann hat er immer noch seinen eine Armensuppenküche betreibenden Vater, der im Stil eines Agitprop-Opis richtig gegen die Reichengesellschaft loslegen darf.
Zusätzlich wird auch noch der latente Fremdenhaß in Ostdeutschalnd bedient: die deutschen Kriminellen sind natürlich alle Ehrenmänner, die von den Verhältnissen zum Klauen getrieben werden, während die Russen und Polen die gewissenlosen Verbrecher sind, die ohne Gnade Komplizen morden und saubere deutsche Kinder entführen, um ihre Eltern zum Verbrechen zu erpressen. Es passt alles zusammen in "Polizeiruf Meckpomm", man fragt sich nur, wo in aller Welt mag dieses Land liegen? Sicher irgendwo im Osten, in Polen vielleicht, oder nahe Moskau?
Wer ist eigentlich für die Ausstrahlung von so etwas verantwortlich? Das geheime Politbüro der SED-Linken? Hat die Doppelspitze Iljitsch und Oskar Bonaparte das abgenickt. Ist es die offizielle Propagandalinie oder die inoffizielle Zersetzungslinie?
Man sieht: Fragen über Fragen und die Antwort ist natürlich : den Soli abschaffen wird in den nächsten Jahrzehnten nicht möglich sein.

Meister 29.06.2009, 10.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Heute mal Sommersonntag

Ein schöner gemütlicher Sommersonntag mit Nichtstun und Ruhe. Auch mal eine schöne Sache. Im Schatten sitzen, dösen, was lesen.

Meister 28.06.2009, 12.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heidelbeerkuchen

Heute hat die beste Hefeteigbäckerin dieser und aller anderen mir bekannten Welten einen HEIDELBEERKUCHEN  gezaubert, der es verdient hier für die nähere Ewigkeit gerühmt zu werden. Er ist auch schon so gut wie alle!

Meister 27.06.2009, 20.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Schwer auf die Beine zu kommen

Was immer es war , Schwein oder nicht Schwein, es ist schwer wieder auf die Beine zu kommen, es zieht sich so elend hin, dass man da wirklich denkt, es geht nicht mit rechten Dingen zu. Aber  angeblich gibt es  im Berliner Raum  5  Infizierte. Ha.ha!
Wenigstens dreht das Wetter in Richtung erholsam, aber die Energielosigkeit nervt.

Meister 27.06.2009, 19.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schlammsauger - gut

Schlamm im Teich ist nicht gut, ein Schlammsauger könnte Abhilfe schaffen. Das im letzten Jahr gekaufte Exemplar war aber ein Witz. Jetzt habe ich heute einen ausprobiert, der es besser bringt. Einziges Problem: das Nußbaumlaub verrotet nur unvollkommen und die Stiele verstopfen ständig die Ansaugdüse.

Meister 26.06.2009, 18.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Fortbildungszertifikat in trockenen Tüchern

Nach reichlich bürokratischen Hindernissen habe ich heute das Fortbildungszertifikat abgeschickt. Fortbildung ist natürlich gut, ein Fortbildungskonzept wäre noch besser, und daraus eine Punktesammelei zu machen, ist eigentlich nicht so toll. Aber andererseits kann man selbst entscheiden, wie man es handhabt und sich interessante und vernünftige Kurse raussuchen, wenn man sowieso die Zeit investieren muß.
Wie so oft kommt es drauf an, wie man´s macht.

Meister 25.06.2009, 12.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Religionsverbrecher und Gottesstaat

Ist es nicht schon wieder typisch, dass die Religionsverbrecher die Schreckensherrschaft, die sie über die Menschen errichtet haben, "Gottesstaat" nennen? Warum haben sie eigentlich gar keine Angst davor, dass Gott ihnen zürnen könnte? {er wird es tun, keine Frage!}
Die Antwort ist einfach: sie glauben gar nicht an Gott sondern an ein Buch. Es ist die Buchgläubigkeit, die die "Buchreligionen" eint. Da stehen irgendwelche Sätze, die von ihnen willkürlich ausgelegt werden, und dann sind sie sich sicher, dass sie es sind, die Gottes Willen tun.
Der Tag wird kommen, dass sie peinvoll erfahren, dass sie in allen denkbaren Universen, diesseits, jenseits und vielen anderen mehr, verdammt sind.

Meister 25.06.2009, 10.26| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Erst krank, dann Urlaub

Na das haben die Arbeitgeber gerne, aus der Krankheit fast nahtlos zum Urlaub. Wenn man selbständig ist, kann man sich natürlich nur selbst anmeckern. Aber in Wirklichkeit ist es so, dass diese fiese schweinische Erkrankung über deren wirklichen Erreger ich jetzt gar nicht mehr spekulieren will, mir schon schwer zugesetzt hat, und ich froh bin, dass ich jetzt ein paar Urlaubstage habe, mich zu erholen, bevor ich dann (hoffentlich) die Sommerferien wieder durcharbeiten kann. Urlaub hat schon eine wichtige Funktion, kein Zweifel. Wenn man zuhause Urlaub macht, gibt es natürlich eine Menge zu tun, wovon einiges auch mit der Arbeit im engeren Sinne zu tun hat. Aber das macht nichts, es ist trotzdem nicht die Alltagsbelastung.

Meister 24.06.2009, 22.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Piraten-GEZ ?




Eine äußerst interessante Diskussion ist angestossen worden. Auch wenn da manches bisher schief läuft, ist es doch genau die Diskussion, die gebraucht wird.

Man möchte downloaden was das Zeug hält und alles ohne individuelle Zahlung, das Urheberrecht abschaffen/ändern, so dass jeder alles haben kann. Eine Downloadflatrate für alle Inhalte, mit einer Art GEZ, die einen Pauschalbeitrag von jedem bekommt und das Geld auf Berechtigte verteilt. Klingt demokratisch und fortschrittlich: >alle Information für jeden - kostenfrei!<

So kann es aber nicht gehen, nicht nur weil man sich die Augen darüber reiben kann, dass Piraten sich plötzlich mit einer der schrecklichsten bürokratischen Zwangsorganisationen Deutschlands anfreunden, der GEZ, die unpopulär durch ihre Agentenheere und grünen Briefe, kurz vor ihrer Abschaffung steht. Sie wird diesen Zuspruch von unerwarteter Seite zu schätzen wissen.

Der freie Zugang zu Informationen ist eine der besten Ideen überhaupt und wird sich deshalb auch immer weiter durchsetzen.

Probleme gibt es aber in zweierlei Hinsicht: Erstens: die frei ins Netz gestellten Informationen können mehr oder weniger Wahrheit enthalten, müssen also irgendwie verifiziert/falsifiziert werden, und zweitens: die wirklich schöpferischen Werke müssen wirksam geschützt und angemessen vergütet werden, um eine geistige Verarmung und die Enteignung der geistig Schaffenden zu verhindern.

Auf der Oberfläche kann man viel viel Blauäugigkeit von Austausch sprechen, aber das ist Augenwischerei: ich kann mit meinen >selfmade content< nicht die Werke eines Beethoven von heute eintauschen.

Ein Musiker sagte mir vor einiger Zeit: "wenn alles, was veröffentlicht wird, sofort geklaut wird, dann wird bald nichts mehr komponiert und aufgeführt". Die Musik ist ein besonders gutes Beispiel, weil sie so leicht zu kopieren ist, gilt aber für Bilder, Texte,Filme etc. ganz genauso.

Ich habe auch kein Patentrezept, aber bestimmte Grundlinien kann man skizzieren:

Das Urheberrecht muss verändert werden, vollkommen klar, und auch anders als die Entertainmentkonzerne sich das vorstellen: der Schöpfer, der eigentliche geistige Eigentümer muss geschützt werden, vor den Konzernen, auch vor den Usern. Wenn man da etwas Geniales hinkriegen wrde, könnte man eine geistige Blüte anschieben.

Es ist ja keineswegs so, dass das bisherige Urheberrecht die wirklichen Urheber in der Vergangenheit sehr bevorteilt hätte, im Gegenteil, irgend jemand hat sich ihre Werke billig angeeignet und dann profitabel vermarktet. Nur sehr wenige Künstler haben von ihren Werken angemessen profitiert.

Man müsste also auf eine neue Ethikebene im Internet kommen: eine Leistung, die über ein normales Maß hinaus geht, ein >Werk< , muß honoriert werden. Honoriert im wörtlichen Sinne, den Schöpfer duch ein Honorar ehren !

Wenn so eine Denkweise um sich greift, wird man auch die Mittel und Möglichkeiten dafür finden.

Nehmen wir mal an, so etwas wäre weitverbreitet etabliert, dann könnte ich vielleicht ein Musikstück oder ein literarisches Werk durch einen relativ kleinen Obulus erwerben, sagen wir mal für einen Song 10-20c, für ein Buch 1-2 Euro, ein Sümmchen, was mich nicht arm macht und für sich allein genommen den Schöpfer nicht reich. Aber wenn 1 Mio Leute ein solches Lied bezahlen wären das 100.000,- Euro, wenn ich 10.000 Bücher absetze, bekomme ich 10.000,- Euro, das wären doch echt honorige Honorare, die die Schaffenskraft der Menschen ankurbeln und durch wirkliche Nachfrage gesteuert werden.

Und wie soll das bezahlt werden?

Die heutigen Bezahlsysteme kranken vielleicht vor allen daran, dass sie für den Warenerwerb im Internet konzipiert wurden, d.h. es werden zu große Summen bewegt, locken damit die Bösewichter an.

Man sollte einen Computersafe konstruieren, der nur auf jedem einzelnen Computer einen Geldbetrag bunkern kann, und der nur von diesem Computer aus weiterbewegt werden kann, also von nirgendwo anders weggeholt. Die Auffüllung könnte man über eine gewöhnliche Geldkarte vornehmen. Und die Kapazität des Tresors könnte stark begrenzt sein: 10-20 maximal 50 Euro. (Für größere Beträge stehen andere Zahlungssysteme bereit).

Der Zweck dieses Tresors wäre ausschließlich der Erwerb von downloads im vorgenannten Sinne, vielleicht auch noch Kleinspenden, wenn es gewünscht wird.

Klingt alles zu idealistisch?

Mag sein, aber die eigentliche Kernaussage, dass wirkliches Schöpfertum honoriert werden muss, erscheint mir voll klar, das >wie?< wird hoffentlich noch breit diskutiert werden.

 Geistiges Eigentum  muß für alle da sein, mag sein, aber wenn man unter sozialisieren versteht, dass man sich persönlich etwas aneignet, dann ist das in Wirklichkeit eine Perversion des Denkens und jedem Schöpfertum feindlich.

Meister 23.06.2009, 10.06| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen

Ewigkeitstherapie

Natürlich sind das größtenteils vernünftige Therapien, aber dass  die Kollegen kein Ende finden, nervt doch schrecklich. Krankengymnastik, Logopädie und Ergotherapie bei Kindern, ansteigend mit der Reihenfolge der Genannten, werden sehr leicht zur Ewigkeitstherapie. Dass ein Therapeut mal seinen Bericht mit "Ziel erreicht, Therapie kann beendet werden" abschließt ist so selten, dass es mich in einen Zustand zwischen Freudentaumel und Überraschungsschlaganfall versetzt. Dabei sollte doch eigentlich was dabei rauskommen.
Wir müssen überlegen, ob man nicht grundsätzlich eine Pause nach einer definierten Anzahl von Stunden einschieben sollte, oder vorher gleich in die Verordnung reinschreiben: "das Therapieziel sollte nach X Sitzungen erreicht sein".
Egal wie wir das machen, wir müssen die Ewigkeitstherapie weg kriegen. Nicht wegen Kostendämpfung, sondern weil es einfach keinen Sinn macht.

 

Meister 22.06.2009, 18.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Ans Werk

Wieder arbeiten, packen wir's an. Besonders toll geht es noch nicht, aber irgendwie geht es schon. Ist ja Sommer.
 

Meister 22.06.2009, 08.55| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Ich bin ein Star - helft mir vom Baum!

Süßkirschen satt: Jetzt sind sie richtig reif die Süßkirschen, und man kann sich daran satt essen und ausprobieren wie man sich fühlt als Star. Einmal im Jahr ein Star!
Nur wie die das schaffen, dann auch noch mit vollem Bauch  wegzufliegen, das ist ihr großes Geheimnis. Für uns dagegen verwandelt sich das Paradies immer in Arbeit. C´est la vie, la condition humaine.

Meister 21.06.2009, 15.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Spruch zum Tage

Kameraden ! Haltet die Küche sauber !

(gesehen auf dem Weihnachtsmarkt. Gutes Gedächtnis, wa?)

Meister 21.06.2009, 11.46| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Sturm über Bankanien, 3.Akt



3.Akt

In einem großen gediegenem Raum mit großem Kaminfeuer (Auf jeden Fall Theaterfeuervorschriften beachten). Draußen ist es dunkel, es stürmt, blitzt und regnet heftig, erkennbar durch ein großes Fenster im Hintergrund. Es sind eine Reihe fein gekleideter Herren anwesend, die aus Aktenmappen Papiere ins Feuer werfen und verbrennen. Die Stimmung ist ruhig, vielleicht etwas unheimlich, das Licht gedämpft, der Feuerschein herrscht vor. Durch die Seitentür kommt Vaterstaat herein, elegant lässig, er schaut und stutzt und fragt.

Vaterstaat:

 Nun meine Herren, verbrennt ihr die Schrottpapiere? Das ist löblich. Haut weg den Schrott und alles ist in Butter. Ich wußte doch, die Lösung ist ganz nahe.

AckerDeutschmann: Das schöne Geld, die assets verbrennen? Das sind doch unsere besten Werte, auch wenn sie heute keiner kaufen will. Sie müssen raus aus der Bilanz, und dabei wirst DU uns helfen, doch im tiefen Bunker lassen wir sie schlummern bis jemand sie nimmt. Aber wir sind nicht so, Du kannst sie auch gleich ganz kaufen, dann weißt Du, was Du hast.

U.B.Schwitz: Wir machen auch nen fairen Preis. Wie wär´s mit 98 Prozent?

Vaterstaat: Prozent von was?

U.B.Schwitz: Vom Nennwert versteht sich, Du kannst ein hübsches Sümmchen gewinnen, 2 Prozent von einer Billion sind 20 Milliarden, dann bist Du sanieeeeert.

Vaterstaat: Ich glaube eher blamiert und vorher rasiert. Denkt ihr ich kenne nicht das Risiko?

U.B.Schwitz: Du verhandelst hart,  also gut: 97%, sie werden Dich feiern, Du bist aus Stein wie eine Brücke.

Vaterstaat: Sie werden mich feuern, wir haben Wahljahr.

AckerDeutschmann: Ach Quatsch, Dich doch nicht, Du bist so groß und haltbar. Wir halten zu Dir, die Krise ist vorbei, wir verkündens und Du wirst gefeiert, 95%, das ist aber das letzte Wort. Du siehst doch das wir hart für dich schaffen, wir schwitzen wie die Affen.

Vaterstaat: Wenn´s nicht der Schrott ist ,den ihr verfeuert, was macht ihr dann?

Goldiesachs: Wir verbrennen nur die alten Geheimpapiere, die Absprachen, die Strategien, die Beweise für die Scheise.

AckerDeutschmann: Du weisst schon, schau, erinnerst Du dich nicht : "Heute gehört uns Deutschbank und morgen die ganze Welt!"

U.B.Schwitz: Oder dies:" Am Bankwesen werden wir ganz persönlich genesen." Wir schmeissen das alles ins Feuer, dann kommt es uns nicht teuer. Der Mensch, der glaubt, das was er wünscht, der Rest ist bald vergessen. Du hast den Hypo doch jetzt in der Tasche, gut,  er liegt dir drauf, genau wie der fette Landbanx, doch Du bist jetzt einer von uns, mach mit, das Geschftsmodell ist noch heiß.

MultiplixLandbanx:

Was redet ihr über mich Kollegen, ich bin gesund und habe meine Kunden - mit Subventionen jedenfalls - immer noch gefunden.

AckerDeutschmann nimmt Vaterstaat, umfasst ihn an der Schulter:

Wir wolln doch alle nur das Beste; fürs Vaterland, Europa und die ganze Welt. Ihr dürft auch schöne Regeln machen, wir stimmen die dann alsbald ab. Wir helfen euch, ihr könnt den Schrott doch leicht verstecken, im dunklen Dreieck der Zukunft. Dann wird wieder kräftig verdient, und alle sind zufrieden, die Krise ist zu Ende, wer sagt denn dass 25% Rendite das Ende der Fahnenstange sind?  Immer weiter kann es aufwärts gehen, wir könnten doch den Mond verkaufen, das lohnt sich irgendwann bestimmt, die Investoren warten schon, die Leute wollen Zukunft.

Über dem Kamin öffnet sich ein Fenster, die Zukunft schaut ins Zimmer:

 Ihr wollt was in meinem dunklen Dreieck verstecken, ihr könnt mich mal am Rücken....

Vaterstaat: Man darf die Zukunft nicht verschrecken, sie ist noch so ein junges Ding. Und außerdem sollt ihr wieder Kredite geben, die Wirtschaft ächzt, die muß auch leben.

Goldiesachs: Was gehen uns diese Blaumänner an, wenn sie schrauben wollen, sollen sie ihren Spaß haben, nicht Kredit. Wir machen  Geld.

Vaterstaat: Sie brauchen den Kredit, das Volk will Arbeit.

U.B.Schwitz: Unsinn! Das Volk will Brot und Spiele. Gib sie ihnen und uns die Lizenz daran zu verdienen.

AckerDeutschmann: Schmeisst den ganzen Rest ins Feuer, damit wir hier zum Ende kommen.

Sie tuns, es blitzt heftig, der Sturm bläst in den Kamin, eine
Stichflamme kommt heraus, die ganze Bühne brennt, das Stück ist vorbei.

(Im virtuellen Theater ist es nicht so schlimm, wenn die Bühne abbrennt.)

WebA.Master kommt von links mit leicht verbrannten Sachen auf die Bühne, er geht auf Reichitzki zu, der von rechts kommend sich den Ruß von der Glatze wischt.

WebA.Master, erwartungsvoll:

 Und? Wie fanden sie´s?

Reichitzki, erschöpft:

 Blödsinn, feuriger Blödsinn, völlig hirnverbrannter Blödsinn. Der heisseste Blödsinn, den ich je erlebt habe.

Eiserner Vorhang

Meister 20.06.2009, 18.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

wa? - hein?

Die fransösische Gastkolumnistin im  Tagesspiegel schreibt heute einen langen Artikel über das berlineske >, wa!(?)<. Schon lesenswert, auch durchaus richtig, dass das >, wa?!< mehr >!< als >?< ist und die mnachmal nicht ganz untergründige belinische Aggressivität transportiert.  Damit unterscheidet es sich deutlich vom >gell<. Aber die Franzsosen sollten sisch nischt so aufblasèn, ihre Schpraché iszt auch nur vordergrundisch öflisch, und das "hein" kann genauso rüber kommen wie das >wa<, besonders wenn es mit anschwellender Lautstärke "hää!" ausgesprochen wird.

Meister 20.06.2009, 17.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Romantische Orte 1

Die Welt ist voller romantischer Orte, andererseits gibt es Orte, die völlig unromantisch sind. Natürlich mag es starke Differenzen geben, wer welchen Ort als romantisch ansieht, lade dazu ein, darüber  vollromantisch zu streiten. Außerdem gibt es romantische Orte auf den verschiedensten Zeitebenen und in allen denkbaren Größen, romantische Kontinente, Ozeane, Inseln, Länder, Metropolen, Städte, Dörfer,Wasserfälle, Wälder und romantische Plätze am Goldfischteich und Haifischbecken.
Was ist denn ein romantischer Ort?
Ich denke, ein romantischer Ort ist ein Ort, der romantische Vorstellungen hervor ruft, wenn dessen Name erklingt, ergießt sich ein Ozean von Assoziationen  durchs Gehirn.
Fangen wir ganz zwanglos an: Der romantische Kontinent heute ist Australien, so weit weg, so viele romantische Items versammelt, vom Kangaroo und Koala, Sydney und Darwin, Aboriginies und Didjeridoos, Uluru und Ayers Rock, Ghan und Royal Flying Doctor Service, das geht fast endlos so weiter über Blokes, Jackaroes, Sheilas, Gins bis zum Surfer, vielleicht  einer der Lieblingsromantikexportartikel.
Natürlich wird auch ein entsprechendes Aufheben über diese Long Distance Romance gemacht, >Down under< ist schon als Begriff ikonoplastisch, "so very far away".
Australien ist das, was zur Hochzeit der alten Romantik "Amerika" war, das Land der Träume, der Freiheit, ein ganz romantischer Traum, den ganz viele geträumt haben.
Ich weiß nicht, wie das damals war, wenn man dort angekommen war, aber das besondere an Australien heute ist, dass das Romantische nicht verschwindet, wenn man dort ist, es ist auch aus der Nähe total romantisch, jeden Tag, den man dort sein kann. Und in der Erinnerung verwandelt sich alles in einen wunderbaren Traum, einen herrlichen Nebel der buntesten romantischen Orte, Ereignisse, Töne, Geräusch und Gerüche, man glaubt kaum noch, dass es wirklich war. Einzelne romantische Ort dort, müssen demnächst noch extra aus diesem Nebel gezogen werden, die Farben der Erinnerung das etwas harte australische Sonnenlicht  verschwischend.

Meister 20.06.2009, 13.02| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Totengräber der Theokratie

So titelt der Tagesspiegel heute und tirfft den Nagel auf den beturbanten Kopf. Wenn ein Religionsführer die Wahrheit, die er sicher genau kennt so auf den Kopf stellt, dann lügt er. Wenn er so lügt, wird das Gott nicht gefallen, denn der kennt auch die Wahrheit. Und es wird auch den Menschen nicht gefallen, denn sie bemerken, dass er lügt. Er hat sich als gewöhnlicher Religionsverbrecher entlarvt.

Meister 20.06.2009, 11.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Sturm über Bankanien, Zwischenakt

der 1.Akt  von Sturm über Bankanien" wurde  am 31.1.2009,  der zweite Akt am 4.2.2009 im "kleinen virtuellen Theater" gespielt

 
Zwischenakt:

WebA.Master kommt auf die Bühne geschlendert, setzt sich auf einen Sessel, der aus der Tiefe herauffuhr, monologisiert:

Da sitz ich nun und weiß nicht weiter, dabei bin ich gar nicht Gefreiter. Na klar, es wird schon weiter gehen, es geht immer weiter, meist heiter, mal mit Sturz von der Leiter, ich spar mir den Reim mit Eiter. Aber da hatten wir doch noch den edlen Streiter. Doch der, ich weiß, kommt auch nicht wieder, trotz aller Heldenlieder. Was machen sie jetzt, sie drucken Geld, verkaufen Pretiosen und Papiere, entsorgen den Müll und kommen wieder zurück. Die Banker diese lausige Brut, ist nur zum Geld verjuxen gut. Mit ein paar klitzekleinen Operationen wolln sie das Geld aus unsern in ihre Taschen holen. Sie werden alles kalt verwischen und uns dann ihre neusten Investmenpläne heiß auftischen. Sie werden uns wieder jegliche Rendite versprechen, als kennten wir das nicht bis zum Erbrechen. Sie sind weiter smart und gut vernetzt, vor allem mit der Politik, auch wenn das ätzt. Denn sie haben messerscharf erkannt, die Politiker kommandieren das meiste Geld im Land. Also werden sie jetzt solange mit unserem Geld Firmen retten, bis wir verarmen, sie kassieren die Subventionen und sitzen im Warmen. Wir verbluten, und sie sind die Guten, sind wieder die Fetten, die Smarten, die Netten. Was will der kernige Pudel dort?

Reichitzki von der Seite herbei tretend:

Sie faseln mein Lieber, was sollen die Sprüche, ich bin kein Pudel, erst recht nicht sein Kern. Doch sie, ich sags, muß man zum Jagen tragen. Sie lahmer Hund, sie verfassen Blödsinn doch in Massen, warum gehts nicht weiter, das Publikum, es kanns nicht lassen, es fleht um ein Ende, hört ihr es nicht, tauber Wicht.

WebA.Master:

Recht habt Ihr, ich wags. Wenn Tausend Teufel unsre Wirtschaft würgen, wenn Banker geile Geierschreie von sich geben, dann können wir nicht lustig schweigen. Dann haben wir die Pflicht, die heilge Pflicht, ich sags Euch, mit brausendem Wort und brennenden Füssen die Freiheit - und das Wohl - des Volkes zu verteidgen. So sollen diese virtuellen Bretter, dies ungehörte Lied, dies schmetternd plastene Wortschwert, die Tat zu Ende führen, dass alle Teufel schrein und fliehn. Zur Hölle mit den feigen Hunden, saugend, saugend, ausssaugend bis zum Erbrechen - nein - sie sollen brechen, kotzen, würgen. Heraus mit ihnen, hinweg in den Orkus mit ihnen.

Reichitzki:

Sie toben mein Lieber, fassen sie sich doch.

WebA.Master:

Schon Recht, morgen kommt der 3.Akt

  

Meister 19.06.2009, 19.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Abnehmen mit Kunstbezoar

Verrückte Ideen sind auch Ideen. Hier ist eine: bei Leuten, die vorsichtig gesprochen starke Übergewichtsprobleme haben, wird ja heute recht erfolgreich mit Magenbändern gearbeitet, natürlich ein ziemlich heftiger Eingriff. Ein Bezoar ist eine Kugel aus Fremdmaterial, die sich im Magen aufhält und nicht verdaut werden kann, häufig handelt es sich um Haare die unwillentlich (oder auch nicht) verschluckt wurden. Es kann passieren, dass Appetit und Gedeihen durch Bezoare beeinträchtigt werden.
Bringt man beides zusammen, so könnte man eventuell ein Kunstbezoar erzeugen, um einen Anti-Adipositasefekt zu erzielen. Man müßte dazu auf natürlichem Wege, also durch essen, einen derartigen Stoff zufügen, der im Magen verbleibt und ein derartiges Bezoar bildet. Welchen Stoff man da nehmen könnte, müßte herausgefunden werden, die natürlichen Bezoare sind da ein möglicher Ausgangspunkt. Der Stoff darf natürlich nicht giftig und auch nicht aggressiv für seine Magenumgebung sein und idealer Weise baut er sich sogar nach einiger Zeit von alleine ab, falls nicht müßte man ihn gastroskopisch absaugen oder mit einem andern Mitel auflösen, was das Verfahren natürlich wesentlich unpraktischer machen würde. Aber sicher trotzdem wesentlich weniger eingreifend als eine Magenband-OP. Und ohne Hürde würde der Mißbrauch natürlich näher liegen, obwohl ich eigentlich glaube, dass es sich um ein eher wenig mißbrauchsanfälliges Verfahren handelt, denn man hat schlicht  einen volleren Magen, das ist weder Lust noch Pein erregend.
Frage ist für mich eigentlich weniger, ob es geht, als vielmehr, ob es so wirkt, wie ich mir das vorstelle.

Meister 19.06.2009, 15.45| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Bundestag hurra?

Die Parteiregisseure hätten doch wissen müssen, dass an diesem Tag gestern besonders viele Kameraschwenks durch den Plenarsaal erfolgen werden und es einen sauschlechten  Eindruck macht, wenn behauptet wird, es sei parlamentarisch heftig um wichtige Gesetze gerungen worden, aber der Saal ist so gut wie leer, und das an einem Donnerstag. (Wer hatte da neulich eine Medienkampagne gestartet gegen die angeblich zu geringe Anwesenheit von Frau Koch-Mehrin im bedeutungslosen Europaparlament?)
Und dann die Ergebnisse dieses Ringens: die Guten haben gewonnen auf der ganzen Linie: hurra fürs selbstbestimmte Sterben, hurra für die Zerschmetterung der Kinderpornographie im Internet.
Man darf bei den guten Taten nur nicht so genau hinsehen, damit sie sich nicht entlarven. Den Patienten, der gegen seinen Willen am Leben erhalten wird  und nicht sterben darf ist ein Mythos, der von der Horrorliteratur der lebendig Begrabenen inspiriert, wahrscheinlich von Gesundheitsökonomen erfunden, mittels der gelben Presse verbreitet, die Köpfe alter Leute vernebelt. Wenn letztere in Zukunft ruhiger schlafen, weil sie ihre Patientenverfügung unterm Kopfkissen liegen haben, dann ist es ja gut. Aber in der Krankenhauswirklichkeit wird es nur dazu kommen, dass weitere juristische Spitzfindigkeiten die medizinische Entscheidungsfindung erschweren. Den mutmaßlichen Willen des Patienten in einer Situation richtig interpretieren kann doch nur der verantwortungsvolle Arzt am Krankenbett, der die wirkliche Situation des Patienten kennt und die sinnvollen von den nicht mehr sinnvollen medizinischen Möglichkeiten ohne Zwang, ohne ökonomischen oder juristischen Zwang, entscheiden kann. Und die Politik sollte sich lieber Mühe geben, diesen verantwortlichen Arzt an jedes Krankenbett zu stellen, genauer: die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.
Und die Kinderpornographiesperre: mich stört da vor allem dass diese "Kinderfreunde" jeden der die Sinnhaftigkeit ihres Tuns bezweifelt gleich zum Sympatisanten von Kinderschändern machen. Eine offene Diskussion über die richtigen Maßnahmen gegen Kindesmißbrauch, Kinderschändung und Kinderpornographie tut not, möglichst  breit sollte sie sein, und sie darf auch länger dauern. Denn die Diskussion hilft mehr die Ächtung zu erreichen als das Abwürgen der Diskussion unter dem Mäntelchen des "Wer gegen unsere Maßnahmen ist, muß schon sehr genau beweisen, dass er nicht selber Mittäter ist". Die getroffenen Maßnahmen sind für sich genommen lächerlich, aber ich denke, sie sind als Einstieg in eine Internetzensur besser geeignet als zum Schutz der Kinder.
Es ist natürlich auch immer wieder die alte "der Zweck heiligt die Mittel"-Frage: darf man foltern, wenn´s denn für die gute Sache ist. Guantanamo, Lenin, Hitler u.v.a. geben die Antworten: es hat schon Mancher gedacht, er mordet für die gute Sache, aber es war die schlechte, hat er bloß nicht rechtzeitig bemerkt, Pech gehabt.

Meister 19.06.2009, 11.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Buchhaltung als Reha-Maßnahme

Man muß ja irgendwie wieder in die Gänge kommen, Schwein oder nicht Schwein, das ist nicht die Frage.
Habe mir Buchaltung verordnet, fällt mir noch ein bißchen schwer, aber läuft sich ein. Man muß es sowieso irgendwann machen, also wann wenn nicht jetzt.

Meister 18.06.2009, 19.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Fritz J. Raddatz: Ich hatte dich anders gedacht

Schrecklich unglaubwürdiges Buch, volle Zeitverschwendung würde ich auf den ersten Blick sagen, aber das schlechteste Beispiel ist auch ein Wichtiges.
Soll man die Lektüre schlechter Bücher eigentlich auch registrieren oder gar kommentieren, oder soll man sie lieber unter den Teppich kehren?

Meister 18.06.2009, 15.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Yeoman

Wenn ich schon beim Nachschlagen bin, kann ich auch mal nach einem anderen schillernden Wort schaun: >Yeoman< ausgesprochen "Yo-men lt. Wikidipedia.
Überraschender Weise ist die Bedeutung genauso schillernd widersprüchlich wie ich das Wort empfunden habe, da damit sowohl ein freier Mann und kleiner Landbesitzer als auch ein Diener und loyaler Abhängiger gemeint ist, nebenbei auch gute, loyale, fachgerechte   Arbeit oder einen der sie ausführt.
Man muß das wohl vor dem Hintergrund der englischen Geschichte und deren bis zumindest ins 20. Jahrhundert starken Hierarchisierung sehen: der Mann war kein Nichts, aber er war Diener der Herrschaft, die nahm nicht irgendwelchen Plebs. Bekanntestes Besipiel dafür ist eben der "Butler" der Herrschaften: Diener aber selbst voll blasiert.
Beste deutsche Übersetzung oder auch Umsetzung: der Unteroffizier, ausführender Lakai und zugleich Herr über 20 Mann und mehr.
Die englische Umsetzung zum führte  dann zur dritten (mittleren) Klasse von Latrinen im Felde, haben es die Deutschen je soweit gebracht?
Die positive Umsetzung in ein ähnlich schillerndes Wort haben wir im Australischen. Ein >Bloke< ist auch so ein unabhängiger, expertenartig agierender Typ, gibt´s männlich wie weiblich, wird am Liebsten in der Mehrzahl >Blokes< angewandt und  jeglicher Unterordnungscharkter geht ihm völlig ab.

Meister 18.06.2009, 13.19| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Bildung statt Schule

Die Parole finde ich sehr gut, denn sie ist positiv mehrdeutig, bezieht sich auf die Uni wie auf die Schule und knackt zusammen, was zusammengeknackt werden muß.
Die zunehmende Abwesenheit von Freiheit wird das Bildungswesen wenn nicht zerstören, dann zumindest stark beeinträchtigen und das zu einer Zeit, in der umfassende Bildung die einzige Quelle der so dringend benötigten Lösungen für die Welt ist.
Aber selbst das Bildungsideal verkommt unter der Regie von Politikern, die in ihren allerbesten Momenten es gerade schaffen, Bildung als Wertschöpfungsinstrument fürs liebe Vaterland zu etikettieren.
Die Regelungswut ist die Dominante und wieder mal zeigt sich Europa mehr gut gemeint als hilfreich. Klar ist es gut, wenn Abschlüsse europaweit anerkannt werden, bloß blöd, wenn sie zwar genauso heissen, überall aber was anderes bedeuten. Einen schnellen berufsqualifizierenden Abschluß zu schaffen ist sicher ok, schon wieder blöd, wenn man damit  nichts anfangen kann, aber umstandlos aus der Uni wieder herauskomplimentiert wird. Der "Bachelor" ist der der unterste Stand der Ritterschaft, gilt als  "in statu pupillari" (vgl. engl. >pupil<), man könnte ihn aber auch in Anklang an die andere Bedeutung des Wortes im Englischen als jemanden bezeichnen, der es nie geschafft hat, sich mit der Wissenschaft zu vermählen (die Vieldeutigkeit der englischen Worte ist immer wieder eine Quelle der Freude).
Die scheinbar immer noch nicht perfektionierte Verschulung des Studiums wird damit natürlich nochmal "geboostert", wenn wir gerade bei solchen Worten sind. "Fachschule für alle" hätte man das in den 50ern auch nennen können.
Wirkliche Wissenschaft braucht Freiheit! Man muß derartig triviale Sätze immer wieder gebetsmühlenartig wiederholen, bis irgendwas hängen bleibt.
Ganz am Anfang dieses Prozesses gab es für mich mal ein denkwürdiges Erlebnis. Es mußten >per ordre de mufti< an der Freien Universität im Rollback der Studentenbewegung Mitte der 70er überall Studienpläne entwickelt werden. Natürlich hatte der Senat schon damals klare Vorstellungen, soundsoviele Wochenstunden und soundsoviele Semester, die Regelstudienzeit war das damals noch ferne Ziel. In dem Gremium im Fachbereich "Philosophie und Sozialwissenschaften", das  die Studienpläne als universitäres Feigenblatt zunächst absegnen musste, wurde über den Studienplan der Philosophen diskutiert, und es wurde kritisiert, dass die vom Philosophischen Institut vorgelegte Planung viel zu wenig Wochenstunden enthielt. Da setzte sich der Philosophieprofessor, ich erinnere mich noch an seinen grauen Zopf, aber nicht mehr an seinen Namen, ganz gelassen hin,hob entschuldigend die Hände und sagte: "Aber meine Damen und Herren, bitte bedenken sie doch: die Philosophiestudenten brauchen viel Zeit zum Nachdenken." Wahrlich gut gesagt. Ich glaube,andere Leute sollten auch mehr nachdenken und brauchen auch die Zeit dazu.

Meister 18.06.2009, 10.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Alle Wege offen

"In der Jugend da sind alle Wege offen, später ist man dann oft besoffen."
Nein Blödsinn, in der Romantik sind auch immer alle Wege offen.
So kann man immer jung sein - if only in Your dreams.
Ist Romantik Träumerei?
Versuchen wir die Frage eriwanesk zu beantworten: Im Prinzip ja, aber mit großartigen wirklichen Wirkungen auf die eigene wahnsinnige Wirklichkeit.

Meister 17.06.2009, 15.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Pandemiepläne und Schoßhündchen

Unter dem Titel "Gefährliches Schoßhündchen" hat Alexander Kekulé im Tagesspiegel heute auf einen wichtigen Aspekt der Grippewellenvorbereitung hingewiesen: gerade die (zumindest bisher) relative Harmlosigkeit der Schweinegrippe macht die Pandemiepläne obsolet, denn diese sehen vor, nach Methode des seeligen Innenminister Mayhofer (ich weiß nicht mal mehr, wie der sich schreibt): "Das Schlimmste annehmen, das Äußerste dagegen unternehmen!" mit heftigen, meist bürokratischen, scheinbar von Filmen wie "Outbreak" inspirierten, Maßnahmen eine tödliche Seuche einzudämmen. Stattdessen haben wir es schon rund um die Welt mit Massen von symptomarmen oder gar symptomlosen Virusausscheidern zu tun, die natürlich nicht erfasst werden.
Wenn man heute nachfragt, was man denn tun soll, wenn man so einen Verdacht hat, dann wird sofort ein Fass aufgemacht: 3 Abstriche, Isolation, Meldung ans zuständige Gesundheitsamt u.v.a.m.
Da man sich weder blamieren möchte (Schweinegrippe, haha!) noch Opfer gesundheitsamtlicher Zwangsmaßnahmen werden, wird man also keine Abstriche einschicken und die offizielle Situation bleibt auf: "Einzelne eingeschleppte Fälle, kaum autochtone Infektionen", wie man es auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts für jedes Bundesland einzeln aufgelistet sieht. Dabei zeigt nicht nur das Beispiel der Düsseldorfer Schule, dass es bei Grippe völlig abwegig ist anzunehmen, dass kaum jemand sich "autochton", also an Ort und Stelle bei Kontakten, infiziert.
Im Grunde genommen handelt es sich um ein vollkommenes bürokratisches Versagen der "Gesundheitsbehörden", allerdings zum Glück am (noch) völlig harmlosen Objekt.
Kekulé schreibt, wir müssten der Vogelgrippe dankbar sein, dass sie dazu inspiriert hat Grippevorsorgemaßnahmen zu treffen. Vielleicht muß man als nächstes sagen, dass wir der Schweinegrippe dankbar sein müssen, dass sie zumindest mit ihrem relativ harmlosen Anfang und motiviert, diese Vorsorgemaßnahmen zu überdenken und nachzuarbeiten, für die Vogelgrippe bespielsweise oder eine verschärfte Form der Schweinegrippe, die bei so einer Pandemie jederzeit entstehen kann.
Was sollte und könnte man anders machen?
Die Testungen auf Grippe sollten mehr in die Breite organisiert werden, damit die realen Infektionszahlen besser abgebildet werden. So ein Einsendernetzwerk ist meines Wissens schon zumindest in Ansätzen existent, scheint die Wirklichkeit aber noch nicht zu erfassen. Auch die reale Erkrankungslage müßte noch besser beobachtet werden.
Die Forschung über antivirale Medikamente sollte voran gebracht werden, schließlich wird sehr viel Geld damit verdient und wird auch in Zukunft damit zu verdienen sein. Denn wir stehen wahrscheinlich mit dem Tamiflu da, wo wir in den 60er Jahren mit dem Penicillin gestanden haben, es gibt mehr und mehr Resistenzen. Und Viren schlagen die Bakterien in ihrem Erfindungsreichtum noch um Längen. Das Einlagern antiviraler Medikamente ist schön und gut, aber ob sie im Ernstfall wirken, das ist die "proof of the pudding by eating"-Frage.
Die Impfstoffentwicklung und -produktion ist eine tolle Aufgabe für die WHO, weil sie diese Vorgänge zeitlich und weltweit optimieren müßte. Da gibt es viel zu tun und zu lernen, aber eines ist klar: wenn wir heute wesentlich besser aufgestellt sind als 1918 dann liegt das zum größten Teil an den Impfmöglichkeiten. Impfung ist die effektivste Maßnahme gegen die Grippepandemiedrohung, wenn man denn genügend effektiven Impfstoff hat.
Die Impfempfehlungen für Grippe sollten auch aus ihrem verwaschenen Zustand heraus geführt werden und das heisst: Impfempfehlung für alle. Das kostet Geld, weniger als man denkt, würde aber dazu führen, dass ein größerer Prozentsatz von Geimpften, die Grippeausbreitung hemmt. Und bei Kindern müßten wir vielleicht auch von dem "müssen wir das arme Kind nochmal mehr pieken"-Gedanken weg kommen, denn die letzte Grippewelle hat doch erst gezeigt wie schlecht die Kranken teilweise dran waren und dass die Geimpften gesund geblieben sind.

Meister 17.06.2009, 13.56| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Tagesbeginn

Den Tag mit einer Rasur begonnen, nachdem mir der Spiegel sagte, dass mein Aussehen doch in unvorteilhafter Weise an einen persischen Usurpator namens Mahmut A. erinnert, bei dem ich nicht als Sympathisant geführt werden möchte.
Frisch rasiert sieht man doch auch gleich wesentlich gesünder aus, auch kein Anklang von Schweineborsten mehr im Gesicht.
Man sollte vielleicht auch festhalten, dass 3-Tage-Bärte eine fatale Altersdialektik haben: zuerst wirken sie erwachsen, dann wirken sie wagemutig, abenteuerlich, männlich, und dann plötzlich wirken sie etwas krank und vernachlässigt, um beim Bild des armen Krankenhaus-Opis zu enden.
Na jedenfalls ist mein Spiegelbild mit mir jetzt wieder einigermaßen zufrieden. Man muß was tun für die Genesung.

Meister 17.06.2009, 10.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kein Vergleich zu gestern

Ob das Schweinegrippe ist? Keine Ahnung. Tatsache ist, dass es mir schon seit Jahren nicht so schlecht gegangen ist mit voll Fieber und schlimmem Husten. Und Tamiflu hilft, zwar nicht wundermittelartig, aber man merkt es. Das Fieber wäre sonst auch nicht runter heute. Die Schlappheit ist ungeheuer.
Am Besten man bleibt zuhause, kuriert sich und steckt niemanden an. Man wird nicht unbedingt Dank ernten, wenn man aus übertriebenem Pflichtgefühl sich zur Arbeit schleppt und dort die Leute ansteckt.

Meister 16.06.2009, 09.58| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

RKI nicht zu errreichen?

Das ist auch nochein wichtiger Aspekt bei einer Epidemie: die entsprechenden Stellen sind überlastet. Wenn man heute versucht, die Seite vom Robert-Koch-Institut aufzurufen, das für die Bewertung der Grippesituation zuständig ist dauert es ewig, mal sehen ob sie jetzt da ist, das Dauerladen hat jedenfalls gerade ein Ende:
Doch erreicht, aber keine Neuigkeiten Stand vom 13.6. wird signalisiert.

Meister 15.06.2009, 13.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Platt

Ich habe absolut keine Lust bei dem schönen Sommerwetter den Tag im Bett zu verbringen, aber platt ist platt. Der Husten ist ganz schön schlimm geworden, tut weh, und es gibt da so ein rohes Gefühl in der Luftröhre. Und das Krankheitsgefühl ist so schlagartig gekommen, dass ich im Moment keine große Meinung habe, die Senkrechte anzusteuern. Am besten Augen zu und abwarten bis es besser wird. Eigentlich habe ich keinen Zweifel mehr, dass es Grippe ist, aber noch zu früh für eine Beurteilung.

Meister 15.06.2009, 13.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Erkältung angekommen ,Grippe ?

Manchmal denkt man ja, man bildet sich schon so viel ein, dass man selbst Symptome entwickelt. Aber realistisch betrachtet, hat sich meine "Erkältung" seit gestern doch sehr unangenehm entwickelt, und einen heftigen Husten bildet man sich nicht ein, glaube ich. Ob das jetzt eine Sommererkältung, oder eine der üblichen Praxisansteckungen oder doch die Grippe ist, sei mal im Moment dahin gestellt. Ich werde jetzt erstmal mich ausruhen und zuhause bleiben, um nicht weiter anzustecken.
Es wäre sicher einer der besten Wege, Infektionsketten zu unterbrechen, wenn alle, die sich krank fühlen, darauf verzichten andere anzustecken,  mit anderen Worten zuhause bleiben.

Meister 15.06.2009, 09.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Lehren für die Schweinegrippe




Im Januar/Februar 2009 hatten wir eine heftige Grippewelle mit zigtausenden Erkrankten. Es waren am meisten Kinder betroffen, kleinere mehr als größere, es gab natürlich auch erkrankte Erwachsene, das fiel aber vergleichsweise wenig ins Gewicht. Die Praxen waren überfüllt, zeitweise konnten für einen Tag keine weiteren Patienten mehr angenommen werden, was Unmut hervor rief, aber eigentlich selbstverständlich ist, denn wenn man unbegrenzt zu viele Patienten annimmt und diese unzumutbar lange warten lassen muß, ist das für alle Beteiligten auch nicht von Vorteil.

Die Zahl der Grippekranken entwickelte sich nicht parallel zur Grippestatstik, sondern sie lief ihr voran, d.h. wir hatten schon mindestens 2 Wochen vor der öffentlichen Ansage das sichere Gefühl, dass wir es mit Grippe zu tun haben.

Das Gefühl haben heisst, man weiß es natürlich nicht genau, weil die Symptomatik sehr variabel ist und die Abstriche sowieso nur gemacht werden, wenn man einen Verdacht hat, da sie aber keine praktische Konsequenz bei der normalen Grippe haben und sowieso erst dann ein Ergebnis kommt, wenn es für den individuellen Patienten zu spät  ist, kann man dies auf begründete Ausnahmefälle beschränken.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, ob wir jetzt in den nächsten Tagen diese begründeten Ausnahmen machen, weil die Frage ist, wann uns die Schweinegrippe erreicht. Aber so einfach wird es auch nicht sein, diesen Nachweis zu führen, da die normalen Labore ihn nicht machen können. Nett ist in diesem Zusammenhang, dass über Meldepflicht amtlich schwadroniert wird, anstatt klare Ansagen zu machen, wohin Abstriche in Verdachtsfällen gehen sollen.

Denn für unsere Maßnahmen ist genau der Zeitpunkt wichtig, wenn wirklich damit zu rechnen ist, dass mindestens 1 Patient mit diesem Virus kommt.

Wenn es heute in der Zeitung heisst, dass in Berlin jemand mit Schweinegrippe identifiziert wurde, dann könnte dieser Zeitpunkt in der letzten Woche schon gekommen sein.

Gerade wenn die Schweinegrippe mit leichten Symptomen im Moment einhergeht, besteht kaum eine Chance, dass die Ausbreitungsdiagnostik da Schritt hält. Die Dunkelziffer wird bei einer sehr ansteckenden leicht verlaufenden Erkrankung wahrscheinlich mindestens 1:1000, eher 1:10000 sein.

Es gibt ein Vorurteil über Grippe, das total falsch ist, auch wenn es ständig gestreut wird: es wird überall geschrieben: "Grippe ist wenn Fieber, Kopfschmerzen, schwerer Husten, schweres Krankheitsgefhl auftreten". In Wirklichkeit ist die Symptomatik total variabel, es kann natürlich so ein Vollbild vorliegen, aber es gibt auch ganz anders verlaufende Grippeerkrankungen im Einzelfall. Deshalb ist es  völlig unsinnig zu versuchen, mit Fieberscannern auf Flughäfen, die Ausbreitung einzudämmen, genauso ist es falsch, wenn gesagt wird, dieser oder jener Patient könne nicht die Grippe haben, weil ihm dieses oder jenes Symptom fehlt.

In Wirklichkeit, das sagt die Grippeepidemie jedes Winters, ist es völlig unmöglich die rasante Ausbreitung eines solchen Virus zu verhindern, die beste Waffe dagegen ist vielleicht der Sommer auf der Nordhalbkugel, weil die Ansteckungswahrscheinlichkeiten im Sommer geringer sein sollten, aber darauf kann man sich nicht verlassen.

Im Moment verlaufen die Erkrankungen leicht, das ist sicher eine gute Nachricht, aber das kann sich natürlich ändern, es ist schon früher so gewesen, dass die zweite Runde um die Welt die eigentlich tödliche war.

Ist es dann nicht besser, sich in der ersten Runde zu infizieren, damit man in der zweiten immun ist? Das ist in der Tat eine sehr interessante Frage, auf die ich bisher aber keine verläßliche Antwort gefunden habe. Wahrscheinlich wird die Antwort aber lauten: es ist im Prinzip ein Vorteil schon in der ersten Runde gegen einen solchen Typ immunisiert zu sein, außer wenn der Typ sich zur zweiten Runde so ändert, dass man nicht mehr immun ist. Aber dann wäre auch die hektische Impfstoffsuche vergebens.

Was sollen wir also tun?

Die eigentlich schwierige Phase ist jetzt. Denn wir wissen nicht, wann wir verschärfte Maßnahmen treffen sollen. Das medizinische Personal wird sicher in erster Front mit dem Virus infiziert, muß also primär geschützt werden.

Da wir in Kinderarztpraxen am meisten durch Anhusten und Niesen von Kindern infiziert werden, könnte die Zurückhaltung von Kindern aus dem Anmeldebereich wirken, wird sich praktisch aber nicht durchsetzen lassen, da keine Mutter akzeptiert, dass ihr Kind eine Infektionsquelle sein könnte. Ein Mundschutz könnte hilfreich sein, aber beim Anhusten wirkungslos, da die Aufnahme der Erreger oft auch über die Augen stattfindet. Deshalb ist das Waschen des Gesichts bei Kontaminationsverdacht sicher eine gute Maßnahme, das muß man aber gleich machen, wenn man angehustet wird. Händewaschen ist selbstverständlich, und das Essen im Arbeitsbereich muß strikt untersagt werden.

Ob man mit solchen Maßnahmen etwas erreicht, ist zweifelhaft, aber man muß gerade in der Anfangsphase versuchen sich zu schützen, denn man steckt sich immer da an, wo man es nicht vermutet, das ist grundsätzlich so von Grippe bis AIDS.

Und wenn die Welle dann da ist?

Auch in diesem Fall sind die Vorgrippewellen lehrreich. Natrlich stürmen bei einer Epidemie Massen von Erkrankten die Praxen und Krankenhäuser, besonders heute, wo vorgegauckelt wird, dass man dort Tamiflu oder andere Wundermittel bekommt. In Wirklichkeit werden diese Orte also vor allem zur Massenansteckung beitragen, mehr noch als Schulen und Kindergärten. Man müßte sie also eigentlich schließen.

Und bezogen auf die Praxen sollte man das wahrscheinlich auch machen. Ich stelle mir das so vor, dass wir nur telefonisch zu erreichen sind und bei Erkrankten Hausbesuche organisiert werden, dazu werden wir dann mit entsprechender Schutzkleidung auftreten. Das wird natürlich die Zahl der behandelbaren Patienten einschränken, aber da wird man dann durch telefonische Vorbesprechung die schweren Fälle herausfinden müssen. Für Krankenhuser wird man das tun müssen, was allgemeine Notfallpraxis ist: >Triage< d.h. vor dem Einlass wird aufgeteilt in 3 Gruppen, die hier wären: 1. Dringend behandlungsbedürftig mit nicht epidemieverdächtigen Krankheitserscheinungen. 2. Dringend behandlungsbedrtig mit epidemieverdächtigen Krankheitserscheinungen und 3. Nicht so dringend behandlungsbedürftig. Die ersten beiden Gruppen müssen in getrennten Kanälen ins Krankenhaus aufgenommen werden, die dritte nach Hause geschickt, auch wenn sie Grippesymtome zeigt.
Panik oder nicht Panik ist hier nicht die Frage, wir müssen mit Konsequenz und Gelassenheit an die sich stellenden Probleme heran gehen. Ich glaube im Moment, dass es nicht so schlimm kommen wird, aber dass wir auf Schlimmeres vorbereitet sein müssen.

Meister 14.06.2009, 14.17| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Der Zaun, der Sommer, die Arbeit

Mit den Jahren neige ich immer mehr dazu Murphys Gesetze in den Rang von Naturgesetzen zu heben. Wieder mal hat sich Herr Blauauge ganz naiv einer Arbeit genähert: die Kopfleiste des Gartenzauns muß neu lasiert werden. Ist doch ganz einfach: lose Lasurreste abbürsten, Leiste lasieren, fertig.
Wenn man dann aber angefangen hat, stellt man fest, dass alles umfangreicher ist: es ist nicht nur die Kopfleiste, auch weiter unten ist reichlich was zu tun. Und die Lasierarbeiten werden auch mehr oder weniger den ganzen Zaun betreffen. Also werden wir den ganzen Sommer Stück für Stück das abarbeiten.
Nebenbei hat Blauäugigkeit aucgh ihre Vorteile: man hat wenigstens mal angefangen. Die meisten Probleme habe ich immer mit den Arbeiten, die ich für schwierig halte. Da fange ich oft recht verspätet an, um dann meist festzustellen, dass sie gar nicht so schwierig waren.
Das Gewächshaus ist jetzt übrigens in seiner Sommerausbaustufe fertig und mit Gurken und ein paar Notfalltomaten bezogen. Im Herbst geht es dann um die Wurst, d.h. um die optimale Dämmung es frostfrei zu halten.

Meister 13.06.2009, 16.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Kleinkinderangst

Warum haben kleine Kinder so viel Angst vor Fremden? Waehrend in den ersten Monaten Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, kommt es mehr oder weniger gesetzmaessig etwa mit 8 Monaten zum "Fremdeln", d.h. alle die, die nicht auf meiner "Buddyliste" stehen, sollen mit gefaelligst vom Halse bleiben.
Und warum ist das so, ist das nuetzlich?
Die Erklaerung ist recht einfach, es liegt mal wieder in unserer Geschichte. Es war wohl lange Zeit so, dass es fuer kleine Kinder nicht gerade ungewoehnlich war, gewaltsam umgebracht zu werden. Wenn der siegreiche Barbar den Papa erschlagen und die Mama verschleppt hatte, dann hat er sich "natuerlich" auch des Nachwuchses des Vorgaengers entledigt : Patchworkfamily im Steinzeitstil.
Diese traumatischen psychsichen Erfahrungen haben sich dann ins genetische Gedaechtnis uebertragen. Dazu benoetigt man gar nicht ein Konzept von Seelenwanderung, das erklaert es natuerlich auch, ist aber viel einfacher: es waren die traumatischen Erfahrungen der Ueberlebenden, die sich verfestigt haben.
 

Meister 11.06.2009, 12.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Blog aktuell nuetzlich!

Mein nuetzlicher Fund aus Australien mit den trocknenden Ohrentropfen habe ich fuer einen unserer hoffnungsvollen Schwimmer gebraucht, der sich staendig die Ohren wieder entzuendet und konnte es in meinen Unterlagen nicht mehr finden,  Aber zum Gluieck hatte ich es ja im Blog selbst notiert und dort habe ich es auch gleich wieder gefunden.
Fazit: wenn man die richtigen Sachen aufschreibt, hat das sogar praktischen Naehrwert.
 

Meister 11.06.2009, 09.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Tote Bäume

Es ist wahrscheinlich müssig zu fragen, warum immer mal wieder ein Baum eingeht, so einfach so, nach 20-30 Jahren. In vergangenen Jahr haben sich 2 Tannen, die nebeneinander standen, einfach so verabschiedet, einen sichtbaren Grund habe ich nicht gefunden. Ein Nachbar meinte, es seien Borkenkäfer, glaube ich aber eigentlich nicht, die Borke sah gut aus, solange sie vital waren, jetzt ist sie natürlich vom Specht zu Schweizer Käse verarbeitet, aber post mortem hat das wohl nichts zu sagen.
Jetzt stehen sie da, die Leichen.
Wenn man dann überlegt, sie weg zu machen, fällt einem erstmal auf, wie hoch sie doch sind, und man erwägt mit Bedenken, wie sie denn fallen würden. Eine Firma holen? Die nehmen Preise, dass man glatt am Baum hochgehen würde, wenn er denn noch stände.
Also fassen wir doch mal einen strategischen Plan und setzen ihn in aller Vorsicht um. Zentraler Gedanke des Plans: mit einer Seilwinde den Baum in die Richtun zum Abknacken in die Planrichtung gebracht wird.
Glücklicherweise habe ich mich bezüglich der Seilwinde in aller Ruhe in verschiedenen Märkten umgesehen, hätte im ersten nämlich garantiert die Falsche gekauft. Die einfachste und billigste, rein mechanische ist nämlich die Richtige, da kann man den Zug von Knack zu Knack vorsichtig dosieren.
Problem ist natürlich die Befestigung: man gebe mir einen festen Punkt!...
Aber mit einem anderen Baum geht es, er muß nur in der richtigen Richtung stehen. Mit einem Strick wird die Seilwinde bodennah an diesem Baum angebunden.
Jetzt geht es los: Seil möglichst weit oben am Baum anbringen; Seil an der Winde befestigen; straff ziehen; schaun, wie fest der Baum steht; dann kommt die Kettensäge zum Einsatz, zum Glück habe ich die Kette nochmal nachgespannt. Die Inzision keilförmig zu setzen ist gar nicht so schwer, sie sollte nicht gleich zu kühn sein, vor allem darf man die Kettensäge nicht vom Baum einquetschen lassen, dann sieht es schlecht aus. Aber es wird sowieso so vorsichtig gesägt, mit Probeziehen an der Seilwinde zwischendurch, dass es nicht zu Überraschungen kommt. Eine Gegeninzision auf der anderen Seite sägen, vorsichtig die Keilschnitte vertiefen, man merkt es, wenn der ultimative Kracks naht, der Zug an der Winde wird dann etwas weicher. Bevor der Baum fällt, sollte man SICHER sein, dass er in die richtige Richtung fällt und dass dort auch nichts im Wege steht, man sollte auch sicher sein, dass man sich nicht in der Länge des Baumes vertan hat: er ist länger in der Waagerechten als man in der Senkrechten vermutet hat! Umkehrspruch: Tritt zurück, er ist viel länger als zu denkst!
Schließlich kommt der "Kracks" man weiß sofort, der ist es jetzt. Und der Baum fällt. Ein Warnruf kann nicht schaden, kommt irgendwie instinktiv, vielleicht ist Baumfällen auch etwas, was in unserem genetischen Steinzeiterbe irgendwo ganz tief verankert ist?
Und er ist richtig gefallen, der Plan ist aufgegangen, jetzt kann er in kamingerechte Stücke zerlegt werden.
Nachdem wir auch den zweiten erfolgreich zerkleinert haben, werden wir mutig.
Da ist nämlich noch ein Problem: eine Birke, die schon 3 Jahre tot ist, und ich habe vorher schon ein paar morsche Äste entfernt. Aber sie ist verdammt hoch und sie steht so an der Straße und am Weg, dass herunterfallende Äste ziemlichen Schaden an Passanten oder an Autos anrichten könnten, Nachbarn hatten sich schon besorgt geäußert. Dummerweise können nicht nur die besagten morschen Äste sondern auch der fallende Baum diese Schäden anrichten, und man kann ihn nicht von oben nach unten zersägen, ich vertraue den toten Ästen nicht so, dass ich ein Raufklettern verantworten könnte.
Aber im Lichte unserer bisherigen Erfolge suchen wir uns jetzt auch einen passenden Platz für die Winde, und die einfachere Seite fällt auch wunderbar. Aber die gefährlichere Seite neigt sich dummerweise ein bißchen in die falsche Richtung, ist dabei aber recht dick und voll steil. Deshalb doppelte Vorsicht und als der Sturz doch vom Plan abzuweichen droht, bringen wir noch ein Extraseil an, an dem 3 Leute korrigierend aber aus sicherer Entfernung ziehen. Schließlich fällt er und - Erleichterung - in die richtige Richtung, aber er liegt unten auf dem Stumpf auf und hat sich oben in einer Astgabel verkanntet. Es kostet noch einige Arbeit und ein letztmomentliches in Deckung gehen hinter einem Baum, aber dann ist es geschafft. Was da zum Schluß runter kam war noch durchaus eine Erschlagungsdosis, aber auch so morsch, man hätte es nicht über den nächsten Orkan hinziehen sollen.
Insgesamt haben die gemeinsamen Anstrengungen sich gelohnt, die Gefahrenstellen sind beseitig und Kaminholz ist jetzt wieder für eine ganze Weile da.
Verbesserungsvorschläge: Schutzhelme hätten wir doch besser haben sollen, werde ich im Wiederholungsfall auf jeden Fall beschaffen.
Fazit: man kann das machen, wenn man es sich zutraut, aber man sollte jede mögliche Vorsicht und Umsicht dabei aufwenden.

Meister 06.06.2009, 11.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Gehälter und Abzüge, ein Dilemma

Wenn man mit Teilzeitkräften arbeitet, dann haben die relativ wenig Abzüge, aber das Problem ist natürlich, dass man von einem Teilzeitgehalt kaum leben kann.
Der Wunsch voll zu arbeiten ist alsp legitim, aber wenn man versucht ihn zu erfüllen, geht es richtig los mit den Problemen: Ausgehend von einem Teilzeitgehalt von 1250,- für 30 Wochenstunden erhöhen wir einfach mal um 400,- auf 1650,- für 38,5 Wochenstunden und stellen fest, dass kaum mehr als 200,- netto mehr dabei raus kommt. Schon die Lohnsteuer steigt von ca 59 auf 171€, die Sozialversicherungsabzüge von 262 auf sage und schreibe  344 €. Die letzte Summe müssen wir dann nochmal auf die 1650 drauf legen, also kostet diese Vollzeitstelle schlappe 2000€ und für die Angestellte bleiben 1120 € übrig.
Fragt sich noch jemand, ob man in diesem Land lieber arbeiten soll, oder auch zum Empfänger von Sozialleistungen werden?
Mag ja sein, dass Hartz IV wenig zum leben ist, aber verglichen mit den Leuten, die arbeiten, sind HartzIV-Empfänger 10fach überbezahlt, denn sie leisten absolut gar nichts .
Es gibt, sage ich immer wieder, nur eine Lösungsmöglichkeit: kein Geld fürs Nichtstun, jeder der Geld will muß dafür arbeiten: 5 € Staatsknete pro Stunde Arbeitszeit in der Beschäftigungsgesellschaft würde bei 38,5 Stundenwoche ca 800 € ergeben, wäre das nicht angemessen? Dann kriegt man vielleicht 720-750 netto raus, und man hat eine Motivation vielleicht einen Job anzunehmen der einen Stundenlohn von 7,50 bringt oder 8.-€
 Ansonsten wäre es natürlich eine gute Idee die Lohnnebenkosten zu senken. Bloß wie, wenn man Rentenniveau und Krankenkosten nicht absenken will? Den Soli abschaffen, wäre zumindest überfällig

Meister 02.06.2009, 21.46| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Anerkennung der Lebensleistung Ost




Ein immer wieder erwähntes Item in der Ost-West-Diskussion ist die Lebensleistung in der DDR. Ex-DDR-Bürger (ich lasse mal außen vor ein Adjektiv wie >viele<, >einige<, oder >bestimmte<) meinen, im Westen werde ihre Lebensleistung nicht hinreichend gewürdigt.

Es kann sich dabei nicht um eine Rentenfrage handeln, denn Ex-DDR-Bürger kriegen eine Rente, die dem entspricht, was sie im Westen gekriegt hätten, unbeschadet der Tatsache, dass ihre Lebensleistung bezüglich Rente in der DDR verjuxt worden ist, d.h. es wurde nichts für sie in der Rentenkasse einbezahlt oder zumindest so, dass nichts davon übrig ist. Schwamm drüber, die Einheit kostet eben auch was.

Es geht um das, was sie geleistet haben, völlig richtig. Merkwürdigerweise wird dabei aber niemals thematisiert, was sie wirklich persönlich geleistet haben, es wird niemals nach der individuellen Lebensleistung gefragt. Dann würde es wahrscheinlich auch peinlich für viele, denn die Frage, was sie in der DDR eigentlich gemacht haben, scheut ein Großteil der Berufs-Ossis mit gutem Grund.

Es ist doch gar kein Problem, die Lebensleistung von Leuten anzuerkennen, die in der DDR unter schwierigen Bedingungen sich und ihre Familie durchgebracht haben, selbst wenn sie Konformität heucheln mussten, obwohl sie anders gedacht haben und diesen Staat vielleicht toleriert oder verabscheut haben.
Auch Leute, die aus der DDR geflohen sind, so oder so, vielleicht eingeknastet, weil sie einen Ausreiseantrag gestellt haben, vielleicht diskriminiert, weil sie nicht so mitgemacht haben, wie man es von ihnen erwartet hat, oder Leute, die immer nur Schwierigkeiten hatten und niemals weg gekommen sind  - meine Hochachtung.
Und die Leute, die gedacht haben, sie müssen sich anpassen, weil sich sowieso nichts ändert und sie nur dies eine Leben haben - vollkommen zu verstehen.

Aber wer sind die Leute, die Probleme haben, ihre Lebensleistung in der DDR anerkannt zu bekommen?

Das sind die Profiteure des Systems, die "Kader" und "Kaderleiter", diejenigen, die andere denunziert, runtergeputzt und fertig gemacht haben. Das war nicht nur die Stasi, das ist auch nur so ein Märchen. Das sind die Parteiverantwortlichen und Kaderleiter und ihre 150% Gefolgsleute, die keinerlei Skrupel hatten im Sinne ihrer wirklichen oder vielleicht auch nur erfundenen Überzeugungen andere Leute fertig zu machen, ihnen die Lebensmöglichkeiten abzuschneiden und, die im gleichen Sinne wie ihre nazibraunen Vorgänger nicht verstehen wollen, dass das, was bei ihnen damals Recht war, in Wirklichkeit Unrecht ist.

Das ist der Kern der Unrechtsstaatdiskussion: wie kann etwas Unrecht sein, was in unserem Leben eine so zentrale Rolle gespielt hat, dem wir so angehangen haben?

Und das ist der Kernpunkt der Lebensleistungsdiskussion: wer Profiteur, Anhänger und Mitmacher des Unrechtstaats war, der sollte Selbstkritik üben, dessen Lebensleistung wird nur in ihrer Negation anerkannt werden können.

Meister 01.06.2009, 19.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Webcam-Tour

Wenn ich mich so umschaue, dann sehe ich, dass überall viel los ist zu Pfingsten.
Am Cable Beach in Broome geht schon die Sonne unter, aber massenhaft Surfer und Schwimmer treiben sich im Wasser rum.
In Helgoland ist scheinabr eine Ivasion von Segelyachten da, aber bisher noch kein einziges Bäderschiff eingetroffen.
In Westerland/Sylt sieht es am Strand noch recht ruhig aus, aber in Hörnum ist Markt am Hafen und viele Leute laufen rum.
In Kassel ist schönes Wetter und der Herkules ist immer noch eingepackt.
In Berlin Schönefeld wächst an der BBI-Baustelle das Terminal schon deutlich aus der Erde, Wetter ist auch schön.
Der Blick vom Torfhaus auf den Brocken ist frei.

Meister 01.06.2009, 11.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Stupid´s Opel

Hallo Freunde, heute möchte ich Euch aus meinem neuen Opel begrüßen, frisch aus der Schrottpresse heraus geklaut.
Unsere Politiker sind mal wieder bis an die Grenze des eigenen persönlichen Abwrackens gegangen, um ausländischen Investoren ein paar Milliarden in den Rachen zu schmeissen, damit die dann für sie die unpopuläre Arbeit der Entsorgung der überflüssigen Autoarbeitsplätze übernehmen.
Parole: es muß für den Wähler gut aus sehen, koste es, was es koste. Nach der Wahl können wir ja die andere Seite dafür verantwortlich machen.
Es ist ja schon fast trivial anzumerken: das wird jetzt so weiter gehen. Als Nächstes möchte Münte Karstadt rettten, er ist ja soooo sozial, fast wie sein Ex-Chef Schröder, der hat doch auch diese Baufirma  populär "gerettet", deren Namen schon keiner mehr weiß ("Holzmann" - war das nicht der Name?), weil deren Pleite schon kurz nach der angeblichen Rettung kam.
Wann werden sie es kapieren, diese "Sozialpolitiker", dass es hirnverbrannt ist, unsere Steuergelder den Pleitiers in den Hals zu werfen, um ihnen die Konkursverschleppung zu vergolden? Wenn sie wirklich sozial wären, dann würden sie die Leute auffangen und qualifizieren für neue Jobs und nicht diejenigen prämieren, die am Markt versagt haben.
Also: passen sie auf mit ihrem Opel, er könnte demnächst von hinter dem Ural kommen, und die Ersatzteile werden mit dem Hammer eingepasst. Aber vielleicht sind es gerade diese Leute, die das Auto neu erfinden. Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben, dass das jemand mal macht.

Meister 31.05.2009, 12.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Gewächshausfortschritte

Gestern war ich wirklich sehr aktiv, nicht nur Hecke geschnitten und Rasen gemäht, sondern auch am Gewächshaus weiter gebaut. Das ging besser als gedacht, insbesondere das Sägen der Plexiglasstegplatten, vor dem ich etwas Angst hatte, klappte besser als gedacht, der Quer-Schnitt sah zwar nicht so ganz optimal aus, aber Handwerk ist doch zum großen Teil kaschieren und verstecken und man wird hinterher nichts mehr davon sehen. Die Front ist also fertig und gedanklich bin ich auch schon wieder einen Schritt weiter, habe Ideen wie die Tür und die Seiten gedämmt werden, dazu muss allerdings neues Material her, alles was ist besorgt hatte, ist verbaut. Das ist aber doch eine gute Nachricht: verbaut, nicht versaut!

Meister 31.05.2009, 10.32| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Autoerfahrungen




Jeder Mietwagen im Urlaub ist eine interessante Erfahrung. Soll man sich so ein Auto zulegen? Hat es was Besonderes, was einen für einen neuen Wagen inspiriert?
Vor mehr als 15 Jahren habe ich zuerst bei einem Mietwagen festgestellt, dass ein Automatikgetriebe doch eine tolle Sache ist und das Gerede von sportlichem Fahren mit Schaltgetriebe völliger Unsinn.

Jetzt in Schottland habe ich einen Toyota Avensis bekommen, günstig, ich wollte eigentlich gar keinen so großen Karren. Der Wagen hatte gerade 6 Meilen auf dem Odometer. Fuhr sich prinzipiell nicht schlecht. Aber abgesehen von der schrecklich schlechten Sicht nach hinten und hinten seitlich, fragte ich mich mit der Zeit, was hat dieser neue Wagen eigentlich, was ein 13 Jahre alter Audi A4 Avant nicht hat.
Ergebnis: eigentlich gibt es bei den Automobilen nichts wesentlich Neues, was einen vom Hocker reisst.
Wie schon vor einiger Zeit gesagt: das Auto muß noch neu erfunden werden, bisher ist das noch nicht geschehen. Selbst vom Verbrauch ist es enttäuschend. Trotz Automatik frißt der A4 Avant seit über 10 Jahren konstant 6,5 l/100km, kann ihn kaum über 7 prügeln und nur schwer auf 6 runter sparen. Aber der Avensis verbraucht mit ganz neuem Diesel und Schaltgetriebe mehr. Fortschritt ist das nicht.

Meister 26.05.2009, 21.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kurras reloaded

Wer hätte das gedacht: der Mord an Benno Ohnesorg war für viele von uns ein Fanal, und nach 42 Jahren kommt raus, der Täter war SED-Mitglied, Stasimann und schießwütig.
Natürlich war es kein Auftragsmord, aber möglicherweise war es schon im Sinne der Auftraggeber dieses Mannes Destabiliserung in die Insel Westberlin zu tragen und die Staatsorgane als quasifaschistisch erscheinen zu lassen. Immer an die alte Weisheit "Cui bono" denken!
Und die Weiterungen: wer weiß bei welchen Sachen SED und Stasi noch die Finger drin hatten? Es gibt ein paar weitere bekannte Beispiele, aber es ist sicher nur die Spitze des Eisbergs.
Kann man nicht irgendwas machen, um die Leute, die etwas wissen, zum Reden zu bringen, eine Amnestie bringt es nicht, da wird sowieso niemand mehr verfolgt. Aber vielleicht eine Historikerprämie: 50.000,-€ für jeden der ein relevantes Teil der geheimen Geschichte einem Historikergremium glaubhaft enthüllt.
So eine Art Geschichtsabwrackprämie.

Meister 24.05.2009, 21.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Antibiotika und Allergie

Haben theoretisch überhaupt nichts miteinander zu tun. Die Realität spricht eine andere Sprache. Schlicht gesprochen: Je mehr Antibiotikaum so mehr Allergie.
Besonders die HNO Kollegen leugnen natürlich gern diesen Zusammenhang:  sie geben gern gleich Antibiotika, dann können sie demnächst auch mal Allergietest machen und daraus folgt dann eine schöne Hyposensibilisierungsbehandlung.
Honit soit qui mal y pense!
Dabei bin ich absolut kein Feind von Antibiotika. Wenn es denn sein muss, sind es elementar wichtige Medikamente. Aber gerade deswegen muss man vorsichtig mit ihnen umgehen. Sie wirken halt wie ein Flächenbombardement, kennen nicht Freund und Feind. Deshalb wird die Schutzflora gleich mit den Invasoren zusammen vernichtet. Ergebnis: Attacke abgeschlagen aber Abwehr geschwächt. Bei Wiederholung verstärkt sich der Effekt. Und dann heisst es plötzlich: ständig nur krank, zunehmende Allergieprobleme. Warum denn die Allergieprobleme? Weil die Allergie ein Reserveimmunsystem ist, das um so stärker aktiviert wird, je schwächer das Hauptsystem ist.
Man kann natürlich auch biologische behandeln, aber das dauert nicht nur länger, sondern wird neuerdings auch nicht mehr von den Kassen bezahlt.
Ich sage es mal ganz deutlich: Daß die mikrobiologische Behandlung mit Symbioflor und ähnlichen Medikamenten nicht mehr bezahlt wird, ist ein Skandal.

Meister 24.05.2009, 19.48| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Elende Kältebrücken

Es ist schon ein ziemlich ehrgeiziger Plan, das Gewächshaus so dicht zu machen, dass man es im Winter frostfrei halten kann ohne großen Energieeinsatz. Ok, dass man bei -20° etwas heizen muss ist klar, aber da es ziemlich geschützt und gleichzeitig im Winter auch Sonne kriegt, sollte es soviel Wärme einfangen, dass es nachts nicht zu weit runter geht. Der Lohn bestünde darin, nicht mehr Pflanzen rein- und raufschleppen zu müssen, was immer schwieriger wird, je größer die Exemplare werden.
Die Front habe ich jetzt schon gedanklich im Griff und praktisch zur Hälftre montiert. Es fehlen natürlich noch die schwierigen Teile, also die, die nicht gerade sind, wo sägen und einpassen angesagt ist. Aber momentan macht es mir Spaß.
Da ist aber auch noch ein Sack voller Probleme, vor allem wie ich die elenden Kältebrücken weg kriege, das Gestell ist dank des genialen Konstrukteurs nämlich aus Metall und leitet hervorragend die Kälte in den Raum.
Beobachten wir also den Fortgang der Arbeiten!

Meister 24.05.2009, 13.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Bundesliga: Saisonende

Da können wir ja gespannt sein, wer das Rennenmacht. Ich gönne es den Wolfsburgern, muss ja auch mal jemanc anders dran sein. Wäre natürlich schön, wenn Hertha in der Champions League mitspielen würde.
Eine Sache wird aber immer bedenklicher: wer oben steht hat die besten Chancen oben zu bleiben, weil ihm durch das internationale Geschäft das Geld zufließt und auch noch die nationalen TV-Einnahmen nach Tabellenrang verteilt werden.
 Wenn man aber abstürzt, dann ist man pleite.
Ein bißchen mehr Chancengleichheit wäre gut, muss man ja nicht bürokratisch machen, vielleicht würde schon die Gleichverteilung der TV-Gelder helfen.
Nebenbei: ich gehöre zu den Leuten, die es gut finden, dass man Bundesliga im öffentlich-rechtlichen Bereich in der Sportschau sehen kann, auch wenn die Werbepausen grausam lang sind. Aber wegen Fußball bei pay-TV blechen - nein danke, dann sollen sie unter Ausschluß der Öffentlichkeit spielen.

Meister 23.05.2009, 15.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Spruch zum 23.Mai 2009

Oh Souverän,
laß dieses häßliche Entlein an uns vorüber gehen

und mach den Sodann ehrlicher.

Meister 23.05.2009, 12.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Mit Flugangstmache Geld verdienen




Da bringt ein amerikanischer Autor, der natürlich alles genau analysiert und alle möglichen Experten interviewt hat, ein Buch raus unter dem Titel "wer überlebt?" und kriegt damit gleich schöne Publizität und sicher auch fette Tantiemen.

Aber was macht er eigentlich?

Er erzeugt Flugangst und gibt billige Tipps Abstürze zu überleben, die mehr oder weniger darauf beruhen, dass man sich mit Gewalt durchsetzen soll, um aus der Maschine zu kommen. Die besten Chancen für schlanke junge Männer, die in der Nähe des Notausgangs sitzen und in den ersten 3 und letzten 8 Minuten des Fluges sich bereit machen, ihren Fluchtplan zu realisieren.

Dabei liegt andererseits das Risiko bei einem Flugzeugabsturz zu sterben für den Passagier bei 1 zu 60 Millionen, eine traumhafte Rate, wie ich finde.

Soll man also den Tipps dieses Angstmachers auf den Leim gehen und nahkampfgerüstet ins Flugzeug steigen?

Aus meiner Sicht soll man lieber zuhause bleiben, wenn man so denkt. Bei den oben zitierten Risikozahlen ist es doch eher angesagt sich entspannt der Schönheit des Fliegens zu widmen, als um sein armes Leben zu zittern. Umkommen kann man auch woanders, oft mit wesentlich schlechteren Risikowahrscheinlichkeiten. Und letztlich ist es doch so, auch wenn es trivial klingt, dass es schlicht Schicksal ist, wenn es einen trifft, wenn es kommen soll, dann kommt es.

Vielleicht sollte man andererseits mal die Streßwerte der Überlebenskämpfer in den Flugzeugen untersuchen: wer jede Landung zu einem Überlebenskampf hochstilisiert und seine Steinzeitreflexe anschmeisst, der könnte dem Infarkt oder Schlaganfall schneller näher kommen als der Rettung aus einem brennenden Flugzeug.

Meister 23.05.2009, 09.34| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Ein Brückentag

Wenn man an einem Tag wie diesem arbeitet, kommt man sich ein bißchen wenig à la mode vor, besonders wenn man von jedem zweiten Patienten hört, dass sie sich wundern, dass man auf hat, aber sonst wäre es ein bißchen sehr langes Wochenende mal wieder. Zum Glück hält sich der Ansturm dann aber doch in Grenzen (wenig war´s nicht), aber nach dem Maße des morgendlichen Telefonklingelns hatte ich Schlimmeres erwartet.
Zum Glück niemand so ganz furchtbar schlimm krank, aber wenn es mir nach geht, muss niemand schlimm krank sein. Wir haben wahrhaftig keinerlei Interesse daran, dass die Kinder krank sind. Das sind die einfach so ohne und auch gegen unser Interesse, aber gesund sein ist keine Schande.
So, und jetzt geniessen wir das Wochenende!

Meister 22.05.2009, 16.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Hinter dem Witz

Da schreibt eine Else Buschheuer im Spiegel, soll Autorin sein, über Wessi/Ossi, sie lache heute noch über Sprüche wie "Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, beim Wessi ist es andersrum."
Der Charme des Witzes liegt in seinem netten Reim, aber fragen wir mal, was dahinter steckt.
 Der Ossi hielt nach der Wende den Wessi für etwas Großartiges und stellte dann fest, daß es keineswegs so war. Die Wessis kochten mit dem selben Wasser, wie die im Osten, bloß kam mehr dabei raus.
Es war ein Frustrationserlebnis: die sind doch wie wir (genauso doof!), warum erreichen die mehr als wir?
Natürlich waren die Wessis nicht schlauer oder besser, aber das war nicht deren Problem, sondern das war das Problem derjenigen, die sie für schlauer hielten. Die Wessis waren schlicht besser angepasst an die Verhältnisse und deshalb erfolgreicher als die Ossis ( wir sind hier bei der W/O-Terminologie der frühen Neunziger: Wessi=kommt aus  dem Westen, Ossi=kommt aus dem Osten).
Das eigentliche Problem war ein Komplex der Ossis selbst: sie dachten, der Westen, alles im Westen, die Leute allgemein im Westen, sind so viel besser als wir. Und sie waren frustriert als sie feststellten, daß das gar nicht so war: Der Westen hatte genauso Licht und Schatten und die Wessis waren keineswegs Lichtgestalten, konnten aber so aussehen.
Schon vor 89 war es schwierig, Leuten in der DDR zu vermitteln, daß im Westen nicht alles Gold war. Nach der Wiedervereinigung war zunächst Euphorie dann Katzenjammer im Osten angesagt. Und wiederum war es schwierig den Ossis zu vermitteln, daß im Westen nicht alles Gold, aber auch nicht alles Scheiße war. Denn der frustrierte Ossi neigte dazu, das was er in Unkenntnis in den Himmel gehoben hatte in Viertelkenntnis wieder in die Hölle zu tun, wie er es ja vorher gelernt hatte.
Denn die Ostpropaganda hatte tiefe Spuren im Ossi hinterlassen, aber das wollte oder konnte er nicht wahrnehmen: der Westen mußte entweder das Paradies sein, oder Karl-Eduard und seine Spießgesellen hatten doch recht.
Natürlich ist heute vieles anders und besser. Es ist ja auch viel Zeit vergangen. Als Manfred Krug am Ende der zweiten Staffel von >Liebling Kreuzberg< mit der Rikscha durchs Brandenburger Tor nach Westen zurück fährt, sagt er, sinngemäß zitiert: "Ost-West, alles Quatsch, in 20,30 Jahren ist das alles zusammengewachsen". Jurek Becker lebte damals noch, und dies "20,30 Jahre" fand man damals komisch, aber es war prophetisch.
Trotzdem sind wir von Ost-68 noch weit entfernt. Das kommt erst dann, sagt die deutsche Geschichte, wenn die Kinder, die sich heute gar nicht dafür zu interessieren scheinen, fragen: "Was hasst Du eigentlich damals gemacht in der DDR?" Und das wird dann ziemlich peinlich für viele, die heute noch über obigen Witz lachen können.

Meister 21.05.2009, 16.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Spruch zum Tage


HAPPY VADDERTACH
alle zusammen!

Meister 21.05.2009, 09.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Bilder zweier erster Klassen

Es gibt in der gleichen Situation durchaus unterschiedliche Probleme, kein Wunder, aber wie unterschiedlich sie sein können. Da werden mir heute zwei sehr unterschiedliche Geschichten erzählt.
In der einen ersten Klasse, die aber eigentlich eine drei Klassen umfasende Eingangsstufe ist, spielt man offenbar Dorfschule:  während der erste Jahrgang im Flüsterton rund um den Lehrertisch in die Geheimnisse  des Alphabets eingewewit werden, ist die dritte Jahrgangsstufe auf dem Gang mit Forschungsaufgaben befasst, während die zweite Altersstufe freies Arbeiten treibt. Dummerweise ist das Kind um das es hier geht nicht so sehr gut zu diszipliniertem eigenen Arbeiten in der Lage, die Unstrukturiertheit der Klasse führt sie immer mehr ins Abseits, und niemand scheint zuständig, ihr die notwendige Klarheit und Struktur zu geben. Zugegeben, ich kann die Probleme dieses Mädchens gut  nachempfinden, ich würde in dieser Klasse keine Woche bleiben.
Aber die zweite Geschichte ist auch nicht viel besser. Hier haben wir eine sehr ehrgeizige Klasse, genauer eine ehrgeizige Lehrerin trifft auf eine Mehrheit ehrgeiziger Eltern und gemeinsam wird beschlossen in der ersten Klasse Noten einzuführen, damit jeder gleich weiß, wie die Gewichte verteilt sind. Das wäre vielleicht noch gar nicht so schlimm, wenn man diese Benotung in erstklassigem Stil durchführen würde, mit anderen Worten, wenn man sie freundlich, nett locker durchführen würde: >sehr schön<, >wunderschön<, >supergut<, >ganz prima<, na jedenfalls so ähnlich. WEnn man aber das Leistungsprinzip schon ungefiltert auf die kaum Schulangepassten durchschlagen läßt wird man eine Menge psychischen Schaden anrichten. Nicht alle sind durch die Schule der Ellenbogengesellschaft (KITA) schon so gut abgerichtet, daß sie diesen Ernst des Lebens gleich voll schlucken.
Fazit: Es muß auch anders gehen, angeblich sind sie doch alle so modern, aber das Individuum im Kind scheint trotzdem oft nicht vorzukommen. Dabei ist das vielleicht in der ersten Klasse die eigentliche Aufgabe: das einzelne Kind an seine individuelle Art des Lernens heranführen, ein Lernen das Spaß macht und geistige Wachheit und Interesse erzeugt. Nur wenn man hier die Weichen richtig stellt, wird man in den folgenden Jahren erfolgreich und ohne gesundheitliche Gefährdung lernen und sich persönlich ungestört entwickeln können.
Es erscheint vielleicht so, als würden die Lebenschancen in dieser ernsten Welt schon so früh verteilt, wenn das stimmt, dann anders als es erscheint: gewinnen werden die, die eine positive Einstellung zum Lernen und zu ihrem Lernumfeld gewinnen können und nicht die Geprügelten, die umständehalber heute zwar keinen Stock mehr spüren, aber eine oft noch erbarmungslosere Rute des Drucks und der Einzwängung unter angebliche Förderung oder gar Therapie. Diese Geprügelten haben keine sichtbaren Striemen, aber später werden sie genauso über ihre Qualen berichten, wie die früher den Rohrstock spürten

Meister 19.05.2009, 23.07| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

To big to fail ??


Hallo liebe Freunde ! Hier ist wieder Eure treue Freundin Stupid die Amateurin der Wirtschaft und der sieben Meere. Heute soll es mal um so was Simples gehen, wer untergehen darf und warum nicht.

Wenn es heisst, dass Firmen, wie beispielsweise die Hyporealestate zu gross seien, um sie absaufen zu lassen, und man deshalb in maroden Unternehmen Milliarden Steuergelder versenkt (mit dem zweifelhaften Erfolg des Fasses ohne Boden, versteht sich) dann sollte man ueber die zugrunde liegende Behauptung doch noch ein zweites Mal nachdenken.

Es ist doch die Natur der Marktwirtschaft, dass die untergehen, die am Markt versagen, das ist auch gar nichts Schlimmes, das bringt doch gerade Innovation und Dynamik. Die unschuldigen Opfer von dem sinkenden Dampfer zu holen, steht auf einem anderen Blatt, aber zu meinen, dieser Seelenverkaeufer muesse weiter schwimmen, ist barer Unsinn. Und der verantwortliche Kapitaen und Reeder, Management und Eigentuemer brauchen auch keine warmen Decken.

Und wenn es sich nun um systemrelevante Marktsubjekte handelt, die mit ihrer Pleite andere mit sich in die kalte Tiefe reissen wuerden?

Zunaechst muesste mal geprueft werden, ob diejenigen die angeblich "to big to fail" sind, nicht in Wirklichkeit "to big to exist" sind, d.h. ob sie nicht in Wirklichkeit kartellrechtlich gar nicht so exisitieren sollten, denn sie haben moeglicherweise eine marktbeherrschende Stellung, die den ganzen to big-Schlamassel ausgeloest hat.

Um in dem Schiffsbild zu bleiben: wenn ein Oeltanker bei seinem moeglichen Untergang einen unbeherrschbaren Schaden verursachen wuerde, dann sollte man ihn nicht bauen, Aehnliches gilt fuer Atomkraftwerke.

Das Kartellrecht sollte also ueberdacht und internationalisiert werden.

To big to fail should not exist!

Und wenn es dann doch so ist? Dann sollte die Loesung mit einer Entflechtung anfangen. Man streut uns doch Sand in die Augen, wenn behauptet wird, mit der HRE wuerden notwendig alle Pfandbriefe den Bach runter gehen. Ich koennte mir vorstellen, dass die Rettung der Passagiere erfolgreicher laeuft, wenn diejenigen, die gerettet werden muessen in Rettungsbooten sitzen und nicht vom Kapitaen im Zwischendeck eingesperrt sind.

Es heisst ja, die Politiker seien durch die Umstaende gezwungen, mit Steuergeldern die Verluste der Uebeltaeter auszugleichen, um Schlimmeres zu verhindern. Dass diese Taeter das so verlangen und so darstellen, kann man ja verstehen, aber ob die Politiker eigentlich verstehen, was ihnen da lanciert wird, daran kann man zweifeln. Ihre Kompetenz wird doch  daran gemessen, inwieweit sie der Oeffentlichkeit einen glaubwuerdigen Eindruck machen, jedoch in der Sache selbst verlassen sie sich wahrscheinlich unbemerkt von der Oeffentlichkeit auf Leute, die aus der gleichen Marinekameradschaft kommen wie die Offiziere des Wracks (eine Abwrackpraemie fuer Banken, waere auch mal zu erwaegen).

Gut, bei einer Rettungsaktion muss vielleicht auch mal schnell und vor Ort entschieden werden, Fehler sind dabei auch unvermidlich, aber die Seeamtsverhandlung, die den Untergang untersucht, sollte schon genau hinschauen, was im Detail passiert ist. Vor der Wahl wird das nichts, aber danach wird der Kadaver des Wals, den sie gerammt haben, so sehr stinken, dass man einen Untersuchungsausschuss machen muss und dann werden wir sehen, ob Herr Steinbrueck der rechtschaffene Schlepperkapitaen ist, oder ob er sich die Prise unter den Nagel reissen wollte, oder nur im Auftrag der Eigner das Gold aus dem Schiffstresor rausholen.

Eins ist klar, das Schrottschiff hieß "To big to fail" ! Es war unsinkbar! Scheinbar!

Meister 18.05.2009, 22.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Fisch-Spargel-Curry

Heute kochen wir mal was Ungewöhnliches: zunächst gehen wir mal Spargel ernten, ich schätze ein Kilo wird schon zusammen gekommen sein, der muss natürlich geschält werden, das ist die meiste Arbeit. Dann nehmen wir Tiefkühlfisch, heute haben wir 600g Dorade unseres Hauslieferanten genommen, und vom gleichen Lieferanten auch noch ein Pack tiefgekühlte Erbsen. Zunächst also in die Riesenpfanne die Doradenfilets  und 2 Zehen Knoblauch, auch ein bißchen Olivenöl, ein Deckel muss natürlich drüber. Nachsdem der Fisch aufgetaut und ein bißchen angebraten ist, kommt der Spargel dazu, gleich noch ein Gläschen Kapern mit rein. Einen kurzen Moment später auch noch der Beutel Tiefkühlerbsen. Das Ganze sieht dann so grün aus, wie der Parteitag der entsprechenden Partei. Ein Päckchen Kokosmilch dazu (500ml), und zwei TL Koriander und einen TL Provencemix und 1TL Ingwer. Da uns auch noch ein Blumentopf mit frischem Thymian und Rosmarin zur Verfügung steht, friesieren wir den Thymian ein bißchen und nehmen 3-4 Spitzen vom Rosmarin. Auch ein bißchen Muskat wird noch reingerieben (ok, man kann mich Würzpolypragmatiker nennen, dazu stehe ich). Trotzdem darf man das Salz nicht vergessen, und jetzt nehmen wir doch noch vielleicht 10ml Currypaste gelb dazu (grün wäre vielleicht noch besser gewesen). Insgesamt köchelt das in der großen Pfanne wunderbar, und wenn der Reiskocher fertig meldet, sind wir mit dem Curry auch soweit,der Spargel ist schneller durch als man denkt und die Menge der Sauce kann man durch Zugabe von Weißwein oder Kokosmilch noch variieren. Tatsächlich ist es etwas ungewöhnlich, aber es war geschmacklich toll geworden, deshalb sage ich: Fisch mit Spargel und Erbsen ist empfehlenswert.

Meister 14.05.2009, 21.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Schottischer Geiz?

Urlaubsnachlese: Wie kommt es, dass Schotten als geizig gelten?
Wenn man Schottland ein bisschen kennt, stellt man natuerlich fet, dass die Schotten keineswegs geizig sind.
aber der Ruf, der ihnen da vorangeht, hat trotzdem seine historischen Ursachen. Zum einen ist Schottland von alters her ein armes Land gewesen, d.h. nichts wurde so einfach weggeworfen, sondern weiter- oder wiederverwertet.
Zum anderen ist dieser ruf der Schotten sicher gar nicht in Schottlnd entstanden sondern in Uebersee, wohin sie ausgewandert sind. dort haben sie sicher mit aller schottischen Beharrlichkeit und Fleiss versucht, sich ein neues Leben aufzubauen, nachdem sie auf den Inseln so schlecht behandelt worden waren, mit anderen Worten sie hatten nichts zu verchenken, sondern haben zielstrebig auf neue Prosperitaet hingearbeitet. Namen wie McDonald oder Campbell zeigen, dass sie damit sehr erfolgreich waren.

Meister 13.05.2009, 14.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

E.L.Doctorow:The March

Dieses Buch war eine große Enttäuschung für mich. Ich hatte es ursprünglich wegen des Themas gekauft; der berüchtigte Marsch Shermans durch die Südstaaten Georgia und die Carolinas zum Meer 1864/65. Den Name Doctorow kannte ich gar nicht zu dem Zeitpunkt, über seinen "Ragtime" Erfolg hörte ich erst danach.
Das Buch selbst enttäuscht mich gleich aus mehreren Gründen. Der wichtigste ist vielleicht, dass er nicht so scheibt, dass man das Gefühl hat in der Geschichte  selbst drin zu stecken, das man durch seine Zusammensetztechnik auch zu sehr Schausplätze und Perspektive ständig wechselt und das er sehr lieblos mit seinen Figuren umgeht, sie tauchen auf und verrschwinden wieder und zwar nicht unbedingt kriegsbedingt, es ist dann einfach nicht mehr die Rede von einer Person, man weiss nicht ,was aus ihr geworden ist. Das könnte natürlich Absicht sein, der Krieg läßt es alles im Winde verwehen, aber wenn ja, ist es besser gedacht als durchgeführt. Doctorows Prosa bleibt irgendwie flach und so obercool, das auch die Grausamkeiten einfach nur passieren. Man hat nicht das Gefühl etwas Neues durch das Buch zu erfahren, man hat auch nicht das Gefühl, so könnte es gewesen sein. Und es wird zwar referiert, warum dieser Krieg geführt wurde, aber das wird auch blutleer vorgetragen, nicht verständlich gemacht, nicht mal in seinem Antagonismus verständlich gemacht. Das Agieren der Personen erscheint seltsam künstlich und matt. Der Marsch findet einfach statt und dann ist er vorbei.

Meister 10.05.2009, 10.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Banknoten in Schottland

Dass die Schotten ihren eigenen Staat haben wollen (mit Abstufungen dieses Wollens, versteht sich) ist bekannt. Dass es eine mehr oder minder  grosse Autonomie gibt, vielleicht auch. Aber was das konkret bedeutet fuers Geld beispielsweise ist doch interessant. Bezahlt wird hier wie im gesamten UK ( nicht Republik Irland wohlgemerkt) mit Pfund Sterling. Aber die Banknoten sind in Schottland teilweise anders. Da sind naturlich die ueblichen mit Elisabeth II drauf, dann gibt es aber auch andere mit Robert the Bruce beispielsweise . Und fuer den gleichen Wert gibt es unterschiedliche Noten, auch mal mit einer anderen Rueckseite. Ein bisschen verwirrend ist das schon, aber sie scheinen  doch alle echt zu sein. Auch Scheine mit Elisabeth werden hier problemlos akzeptiert. Ob man allerdings den Eintritt zum Tower of London auch mit einer 20 Pfund-Note mit Robert Bruce drauf bezahlen kann, habe ich noch nicht probiert, vielleicht landet man dann doch in einem Verliess, die Geister der entsprechenden Leute werden dort sicher  noch umgehen, bei der Geschichte des Towers waere das kein Wunder.
 

Meister 07.05.2009, 12.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Perth& Dundee

Beides schoene Orte am firth of Tay. Interessanterweise ist in Dundee mehr los, haette ich umgkehrt vermutet, die Innenstadt ist lebhafter und eine besondere Attraktion ist RRS Discovery, das ehemalige Forschungsschiff, das lange Jahre wenig beachtet in London lag und jetzt  hier, zurueckgekehrt an den Ort,wo es 1901 gebaut wurde, zu einem grossen Ereignis wird. Die Besichtigung lohnt sich, weil man auch unter Deck ein Gefuehl dafuer kriegt, wie sie auf solchen Expeditionen gelebt haben. Also die Quartiere fuer die Herren Forscher waren nicht so unluxerioes. Die Mannschaftsquartiere sind etwas anderes. aber das ist der Stil des britischen Empire gewesen. Insgesamt sehr schoen die gnze Ggnd, auch das Wetteer zeigt eine schoene Regelmaessigkeit; morgens gut, dann truebt es ein, ann nieselt es ein bisschen und dann regnet es richtig, ist eben Schottland.
 

Meister 06.05.2009, 17.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Highlands

Von Gleneagles kann man nicht nur prima nach Edinburgh oder Perth und Dundee, sondern auch richtig toll in die suedlichen Highlands fahren, haben wir gestern gemacht. Ueber Aberfeldy bis zum Loch Tummel und Loch Rannoch. In der Watermill in Aberfeldy noch etwas passende Bagpipemusik gekauft, die wirkt sich als Reisebegleitung im Auto dann auch sehr verbindend mit der Landschaft aus. Man kann toll wandern dort oben, ein bisschen kuehl und windig ohne Zweifel, aber so schlimm ist das nicht und die Luft ist einziartig und das Rauschen der Baeume im Hochwald unnachahmlich.
 

Meister 04.05.2009, 12.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Levitt&Dubner: >Freakonomics<

Ein interessantes ungewoehnliches Buch, weil es ueberall die allgemeinen Weisheiten wie die Dinge sind in Frage stellt und die versteckten Seiten von Allem versucht herauszufinden.
Dabei kommt es zu ungwoehnlichen Feststellungen: das besipielsweise der Rueckgang der Kriminalitaet in den USA zum grossen Teil auf die Freigabe der Abtreibung zurueck gefuehrt werden kann oder auch, dass es mehr darauf ankommt, wer die Eltern von Kindern sind, als was sie mit den Kindern machen, wenn es um den Erfolg der Kinder im Leben geht.
Es kommt schon darauf an, die Dinge, die uns so als Wahrheiten hingehalten werden in Frage zu stellen. Es kommt drauf an ueberhaupt Fragen zu stellen. Aber es kommt natuerlich auch darauf an, sich selbst Gedanken zu machen und nicht in seinen eigenen Vorurteilen verhaftet zu bleiben.

Meister 02.05.2009, 23.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Schottland laesst gruessen

Das haette ich ja nicht gedacht, dass ich so schnell und unkompliziert hier ins Netz komme, es gibt hier nur einen Accesspunkt und der ist in der Bar, aber die ist da gegenueber und es ist offenbar nichts dazwischen, was die Verbindung stoert, auch wenn es bestimmt 20-30m Luftlinie sind.
Es sind nur ein paar Tage hier, aber als ich diesen guenstigen Flug kriegen konnnte, konnte ich nicht nein sagen, denn es ist toll hier. Es ist kaelter, es ist anders, aber Schottland ist ein genauso romantischer Ort wie Australien es ist ein naeheres Australien. Und wir haben ein schoenes Quartier, brauchen nicht hin und rum zu fahren, sondern koennen von fester Basis explorieren. Wir sind hier in Duchally, etwas mehr als 25km westlich von Perth und vielleicht 50km noerdlich von Edinburgh und zwar richtig in the country, was hier nicht ds Gleiche ist, wie bei uns auf dem Lande.
Wenn man irgendwo zum zweiten Mal ist, sieht man viel mehr als beim ersten. Vielleicht kann man sogar sagen, wenn man irgendwo nur einmal hinfaehrt, hat es einem wohl nicht gefallen. Es sind nur 2 Flugstunden, trotzdem taucht man in eine andere Welt ein.
 

Meister 02.05.2009, 18.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Werkstatt abgewrackt

Da komme ich zu meiner wirklich guten freien Autowerkstatt und es herrscht gähnende Leere. Kein Wunder, alle Kunden haben abgewrackt.
Irgendwie beschleicht einen der Verdacht, dass die ganze Sache auch beabsichtigt, die Kunden endlich vollstaendig und unabweisbar an die unsaeglich schlechten Vertragswerkstaetten zu binden.
Bei diesem Unterfangen ist die A-praemie ja nicht der einzige Schritt: die Komplizierung und Elektronifizierung der Fahrzeuge, die ueberlangen Garantiefristen fuer Neuwagen, die natuerlich auch uberlang regelmaessige  Zwangsbesuche in der werksgebundenen Werkstatt bedeuten mit enormen Servicekosten, denn diese Garantieservicearbeiten sind ja keineswegs kostenlos, im Gegenteil sauteuer und fehlerbehaftet.
Der Schritt, die freien Werkstaetten fertig machen zu wollen, scheint geplant, und wird vielleicht auch Erfolg haben.
Aber andererseits ist das nur ein weiterer Grund keinen Neuwagen zu kaufen: es spricht einfach zu viel dagegen. Gebrauchtwagen unter 2.500,- gibt es ja praktisch nicht mehr, aber dafuer duerften die Preise fuer etwas juengere Gebrauchte stark verfallen, eigentlich sind die doch noch ganz gut, wenn die Garantie abgelaufen ist und man geht vielen Problemen aus dem Weg.

 

Meister 30.04.2009, 13.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Aspekte der Schweinegrippe

Bemerkenswert ist, wie schnell sich diese Grippe ueber die Welt ausbreitet. Wo haben sich die touristen in Mexico angesteckt? Die einzig vernuenftige antwort: die Schweinegrippe ist in Mexico schon sehr viel weiter verbreitet, als dargestellt wird, wahrcheinlich sind dort schon 100 000de oder gar Millionen betroffen, das waere nicht ungewoehnlich, ddenn bei unserer "normalen" Grippewelle hier im Februar waren auch schon hunderte Erkrankt in der Praxis bevor es amtlich und medial wurde. Das liegt schlicht daran, dass nicht bei allen Erkrankten nach dem Erreger gesucht wird, sondern nur bei wenigen und in einem Land wie Mexico ist es wahrscheinlich noch um einen Faktor 1000-100 000 weniger. D.H. 99% der Faelle werden nicht auf Grippe getestet, waere auch unnoetig und hilft ja auch nicht.
Ausserdem und das ist die naechste Lehre aus der vergangenen Grippewelle, sieht die Grippe bei weitem nicht bei allen gleich aus, es gibt Leute, die haben sie, wie sie im Buche steht, andere haben Varianten.
Die anfaenglich 150 Grippetoten wurden nach unten korrigiert: das ist kein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass die Sache in Mexico offenbar laengst nicht so offen und ehrlich gehandelt wird, wie behauptet. Das liegt natuerlich daran, dass gemunkelt wurde, die toten waeren durch ein schlechtes Gesundheitssystem verursacht, und das moechte sich ein Touristenland wie Mexico nicht sagen lassen.
Und wie gefaehrlich ist sie nun, die Schweinegrippe? In analogie zur Wirtschaftskrise muss man sagen: keine Ahnung wie schlimm es wird. In beiden Faellen gibt es schreckliche historische Vorbilder und die Behauptung, dass man ja viel weiter sei als damals. Diese Behauptuing trifft sicher zu, hat aber auch wieder mehrere Seiten: man ist mit den erkenntnissn weiter, man ist aber auch mit dem Gefahrenpotential weiter.
Fuer die Frage, wie schlimm die Grippeepidemie wird sind zwei Punkte wichtig: 1. die biologische Entwicklung des Virus, die ist noch gar nicht zu prognostizieren, kann aber als Moeglichkeit sehr ins Boese drehen. 2. die Anzahl der kontakte bestimmt die ausbreitungsgeschwindigkeit und kann nicht nur weltweit rasant sein, sondern die kann auch in einem Land sehrschnell um sich greifen, das konnte man wiederum im Februar bei uns sehr gut sehen.
Man sollte sich also schon Gedanken machen, was man tun koennte, die normale Grippeepidemie koennen wir regelmaessig nicht aufhalten, aber man macht auch keine anstrengungen deswegen. Diesmal waere das aber vielleichtnoetig. Und rechtzeitiges Nachdenken ist vielleicht eine der besten Massnahmen in der augenblicklichen Situation.
 

Meister 30.04.2009, 11.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Formalkram

An diesem durchaus schönen Sonntagabend  bin ich schon seit Stunden mit Formalkram beschäftigt.
Wie wunderbar!
Besonders wenn es sich um völlig unnötigen Kram handelt, wie Kammerangelegenheiten und aufgezwungene Rechtshändel.
Vielleicht sollte die Gesellschaft ihre ganze Kraft nur in sich gegenseitig verwalten stecken!
Wenn man denn davon leben kann!
Aber wenigstens habe ich einen neuen Scanner, nachdem der alte wegen Inkompatibilitäten nicht mehr zu gebrauchen war.
Wir schmeissen einfach zu wenig weg, der war doch schon 7-8 Jahre alt, wie soll denn da die Konjunktur überleben?



 

Meister 26.04.2009, 19.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Was darf man aufschreiben, was nicht?

Das bleibt nach wie vor eine Ueberraschungsfrage, da diese merkwuerdig Verordnung so abgefasst ist, dass man gar nicht auf den ersten Blick merkt, was gemeint ist. Dafuer kommt dann die Pharmainduastrie ein bisschen haemisch daher und schreibt, dass ihr Produkt aufgeschrieben werden duerfe, statt dem Produkt xyz von der Konkurrenz. Dummerweise muss das auch nicht unbedingt stimmen. es gibt keine Liste des Verbotenen, solche Klarheit weurden sie nie erlauben! Wir duerfen zusehen, dass wir den ukas in Klartwet dechiffrieren, wenn wir es nicht richtig machen, dann werden wir den Aerger kriegen. Am Besten waere es natuerlich, alles privat aufzuschreiben und die Eltern zur Krankenkasse schicken, dass die ihnen das Geld zurueck geben, aber das duerfen wir natuerlich auch nicht.
 

Meister 22.04.2009, 11.35| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Salat gepflanzt

Der Salat ist gepflanzt, die Pflanzen aus dem Keller sind draußen, hoffen wir, dass auch dieses Jahr die Spätfröste uns verschonen!

Meister 20.04.2009, 18.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Schön aber kühl

Das Wetter hat wieder Richtung sonnig-trocken gedreht, was langsam ein Problem wird, denn wo kein Regen dort Gieskanne. Aber die Temperatur ist auch noch im Auge zu behalten: bis zu den Eisheiligen kann noch Einiges pasieren, besonders an so kalten Ecken wie bei uns. Die Kirschblüte ist in diesem JAhr aber wundervoll prächtig und sie dürfte über das frostempfindliche Stadium hinaus sein, hoffe ich. Und der Spargel kommt sehr gut.

Meister 19.04.2009, 12.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Unrechtsstaat DDR






Seit Wochen geistert die Unrechtsstaatsdebatte durch Deutschland und man müßte sich doch eigentlich freuen können, dass das Thema aufgegriffen wird.

Nur wie?!

Gestern am 16. April versucht sich im Tagesspiegel mal wieder ein Ex-DDR-Bewohner, Lothar Heinke daran (Seite 8: >16 Millionen Seelen<) .

Sein Beitrag zeigt sehr gut, woran die Diskussion krankt, wenn sie von Ex-DDRlern bedient wird: es geht scheinbar gar nicht darum, was die DDR wirklich für ein Staat war, sondern wie sie sich gefühlt haben darin. Sie wähnen sich angegriffen durch die Unrechtsstaatsdiskussion, weil sie das Gefühl haben, ihnen werde vorgeworfen, ihr "Dasein in einem Unrechtsstaat vergeudet zu haben", anstatt dass ihre >Lebensleistung< anerkannt werde.

Deshalb kommt es dann zu so merkwürdigen Verdrehungen: "Wo fängt Unrecht an? Hat Unrecht getan, wer jeden Monat pünktlich seinen Beitrag für die Gewerkschaft... gezahlt hat. Oder wer dankbar mit dem Ferienscheck dieses FDGB an die Ostsee gefahren ist?"

Der Verfasser hat das Problem, dass er glaubt, wenn die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei, könne es nur Täter und Opfer geben, niemand auch nur irgendwas Positives tun oder zustande kriegen oder sich auch nur angenehm fühlen oder einrichten.

Tenor: Es war doch nicht alles schlecht, also kann es kein Unrechtsstaat gewesen sein: "Es geht um die eigenen Erfahrungen in einem Staat, in dem viel Unrecht geschehen ist. Deshalb war das noch lange kein totaler Unrechtsstaat , den wir uns 40 Jahre gefallen liessen."

Sagen wir es mal in aller Deutlichkeit: ob ein Staat ein Unrechtsstaat ist, bestimmt sich an der Ausübung seiner Staatsmacht gegenüber den Menschen: ist sie willkrlich oder rechtsstaatlich, d.h. entsprechend den Gesetzen, sind diese Gesetze demokratisch entstanden oder oktroiert, sind sie von unabhängigen Gerichten überprüfbar oder stehen vielleicht die Urteile schon vorher fest oder werden staatlich diktiert.

Es steht zu befürchten, dass sich auch in Nazi-Deutschland ( ein bekanntlich amtlich gesicherter Unrechtsstaat) eine ganze Menge Leute zeitweise ziemlich wohl gefühlt haben und sich eingerichtet hatten, manche sogar ein bißchen zu gut.

Also liebe Leute, wie man sich fühlt und einrichtet ist subjektiv und sagt nichts über den Zustand des Staates! Vielleicht sagt es etwas über die gefühlte Stabilität des Systems.

Das Symptomatische an dem, was Lothar Heinke schreibt, ist aber etwas ganz anderes: einerseits fühlt man sich immer noch von den Besserwessis übers Ohr gehauen, andererseits hat man doch ein schlechtes Gewissen, dass man in dem Laden mitgemacht hat, nicht weggegangen ist. Denn eins der Geheimnisse der Ossi-Wessi-Sache war immer, dass es sich in Wirklichkeit in großem Umfang um eine Auseinandersetzung zwischen den Ostlern, die weggegangen, und denen, die dageblieben waren, handelte. Wer wollte denn seine Grundstücke rückübertragen haben? Waren das Wessis gewesen? Nein, das waren Leute, die den Osten früher oder später verlassen hatten, deren Besitz sich die Zurückgebliebenen angeeignet hatten, die ihn nun wieder rausrücken sollten. Die Leute, die aus der Zone oder DDR nach Westen rübergemacht waren, bekamen natürlich den Zorn der Sitzengebliebenen ab. Es war ganz genau wie mit den Anti-Nazi-Emigranten, die wurden nach 45 auch nicht mit offenen Armen aufgenommen sondern als Verräter angesehen von den braven Bürgern, die mitgemacht und sich eingerichtet hatten.

Deshalb ist der schlimmste Satz von Heinkes Artikel der folgende: "Die, die Macht hatten, waren nur auf dem Papier die Starken in Wahrheit hatte die schweigende Mehrheit die Macht, freilich ohne sie anwenden zu dürfen." Lieber Herr Heinke, die eine Seite ist trivial: es ist immer die schweigende Mehrheit die die Macht haben könnte. Die andere Seite ist ein Armutszeugnis: "ohne sie anwenden zu dürfen", wer hat es ihnen denn verboten, wenn sie doch die Macht hatten: ihre eigene Feigheit und ihr eigenes Korrumpiertsein?

In Wirklichkeit ist es wahrscheinlich so, dass ein Unrechtsstaat immer die Herrschaft einer Machtelite ist, die mit Hilfe ihrer bezahlten Büttel und ein bichen Bestechung die Mehrheit zum Schweigen bringt.

Und ein Rechtsstaat? Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Unrechtsstaatsdebatte auch auf die andere Seite verweist: auch auf der anderen Seite ist nicht alles goldig, und niemand hat Anlaß sich auf ein hohes Ross zu setzen. Denn der Rechtsstaat ist ein in der Praxis verschwimmendes immer wieder umkämpftes Gelände. Man wird nicht durch Behauptung Rechtsstaat sondern nur die ständige Aufmerksamkeit einer möglichst großen staatstragenden Mehrheit, die auch die Rechte von Minderheiten und Andersdenkenden verteidigt.

Meister 18.04.2009, 11.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Stabiles Fruehjahr?

Wenn es doch nur wieder so ein schoen stabiles Fruehjahrswetter gaebe wie 2003, dann waeren unsere Kandidaten vielleicht alle bald gesund, aber wahrscheinlich sind es nur die Osterferien, die im Moment den Ansturm etwas verringern. Das Wetter ist zwar bisher ideal, aber wahrscheinlich aendert sich das ja auch bald ins Negative.
Man sagt zwar, es gaebe gar keine Erkaeltung sondern nur Infektion, aber die ganze Wahrheit ist daas auch nicht.
 

Meister 15.04.2009, 08.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Ostereier adé, es darf wieder gearbeitet werden


Nach den Feiertagen gibt es natürlich jetzt wieder volles Programm und wenig Verständnis dafür, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können. Aber daran wird man sich im Gesundheitswesen gewöhnen müssen. Wir verwalten jetzt schon den Mangel und nicht deshalb, weil wir uns das so wünschen.

Meister 14.04.2009, 10.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Von der Abwrackrepublik zur Abf...republik



Hi, liebe Leute, hier ist wieder eure Ökonomieamateurin Billie B. Stupid und heute möchte ich mit Euch allen mal richtig abwracken. Abwracken und mehr, sag ich mal.

Über die Abwrackprämie, ihren Sinn oder Unsinn, ihre Auswirkungen wirtschaftlich und germanomental ist schon viel geschrieben worden und wird es auch noch. Sie hat sich zu einem poltischen Selbstläufer im Wahljahr entwickelt, sich verselbstständigt könnte man sagen, abwracken als Bürgerrecht.

Ich möchte hier ein paar subjektive Aspekte beisteuern. Das Fatale an dieser Prämie ist ihre Höhe: 2.500,- € ist wahrlich kein Pappenstil - man wird dadurch schon unter Druck gesetzt.

Nehmen wir mal an, man kann die Voraussetzungen nicht erfüllen, z.B. man hat gar kein so altes Auto. Dann wird man eigentlich ziemlich steuerlich benachteiligt, denn man muß mit für die Abwrackprämienkosten aufkommen, hat aber nichts davon, zahlt also eigentlich eine Strafsteuer. Es ist eine Umverteilung von den Nichtabwrackern zu den Abwrackern, gewollt oder ungewollt. Opfer dieser Umverteilung ist ein illustres Publikum von der Oma ohne Führerschein, über den HartzIVer ohne Schotter bis zum Gutverdiener, der sich jedes Jahr einen neuen Daimler leistet.

Nehmen wir umgekehrt an, man könnte die Voraussetzungen erfüllen, was dann? Man muss leider sagen, dass man dadurch unter Handlungsdruck gesetzt wird. Nehmen wir an, ich will gar kein neues Auto kaufen, aber damit versetze ich mich nicht nur von den Krisenprofiteuren zu den Abwrackopfern, sondern zusätzlich qualifiziere ich mich natürlich auch noch für den republikanischen Preis für Idiotie und Dummheit, so ähnlich als hätte man 25 mal das Begrüßungsgeld nicht abgeholt.

Also Probleme wohin man schaut, kein Wunder dass in Deutschland keine Krisenstimmung aufkommt, alle sind damit beschäftigt ihre Abwrackpärämienprobleme zu lösen.

Psychologisch hat die Regierung mit der Abwrackprämie Ungeheures bewirkt, auch wenn man noch nicht so genau weiß, wie das Großexperiment endet. Es ist jedenfalls ein interessanter Ansatz. Schon werden Fragen gestellt, was wir als nächstes abwracken, Kaffeemaschinen vielleicht, oder Waschmaschinen oder wie wäre es mit Wohnungseinrichtungen, die könnte man auch der Straße vor dem Haus verbrennen, hat man zwar ein CO2-Problemchen, aber wenigstens kein Lagerproblem auf dem Schrottplatz. Das Ordnungsamt bescheinigt einfach das ordnungsgemäße Abfackeln der Wohnungseinrichtung.Das Gute an der Abfackelprämie: fast alle sind qualifiziert, selbst die Wohnungslosen, die ihren verlausten Schlafsack abfackeln, und es müßte natürlich noch ein bißchen mehr Geld rüberwachsen, damit es sich lohnt, 25-50 T€ pro Haushalt, für höhere Gegenvorschläge gibt es im Wahljahr bestimmt auch offene Ohren. Und die einheimische Industrie würde davon wohl mehr profitieren als von mancher anderer Maßnahme.

Aber lassen wir die überkreativen Ideen vielleicht mal beiseite: das Modell Abwrackprämie ist so modellhaft, dass man sicher noch davon hören wird. Es könnte eine neue Variante in der Brot-und-Spiele Politik des XXI-Jahrhunderts werden. Grundsätzlich funktioniert es so, dass eine beträchtliche Summe als Prämie ausgelobt wird, "beträchtlich" in dem Sinne, dass auch der minderbemittelte Phlegmatiker zu sofortiger Aktion provoziert wird ("shock and awe" auf bundesrepublikanisch). Für die ausgelobte Summe muss der Anwärter aber auch etwas tun, natürlich genau das, was sich die Regierung wünscht, das kann etwas Kleines sein, wofür man auch nur relativ wenig Bares bekommt, beispielsweise die Teilnahme an einer regierungsfreundlichen Demonstration könnte mit 100 € prämiert werden, aber auch größere Anreize sind möglich, beispielsweise wer 3 Wochen Urlaub in Deutschland macht, kriegt 500 €, oder die Demographiepuls-prämie: für jedes Neugeborene kriegt die Mutter 50.000 € und der Vater Alimentefreiheit versprochen, dann ist was los in Deutschland!

Letzteres ist weitere Überlegung wert: diese Prämie könnte die Abwrackprämie zukunftsweisend überwinden, volkstümlich vielleicht  "Abfuckprämie" genannt, könnte sie die Leute voll anmachen und unmittelbar in Bewegung setzen. Wenn es heutzutage ca. 600.000 Geburten gibt, so könnten es mit der Prämie auch 1 Million Geburten im Jahr sein. Rechnen wir damit einfach weiter : 1 Mio Frauen bekommen also 50.000 €, das sind 50 Milliarden Euro und Alimente 1000,- Euro im Monat, aufs Jahr 12.000,- Euro, auf 20 Jahre (ein bichen Beschränkung muss sein, Vater Staat wird seinen Kindern dann auch BaföG-mäßig weiter unter die Arme greifen) sind 240.000 €, für einen Jahrgang, also rechnen wir mit 300.000 Kosten pro Kind, für eine Million Kinder macht das Gesamtkosten von 300 Milliarden, die fallen aber über 20 Jahre an, im ersten Jahr kostet es vielleicht 50+12 also 62 Milliarden, das klingt doch bezahlbar, auf 10 Jahre rechnen wir mal 620 Milliarden plus (9+8+7+6+5+4+3+2+1)x 12 Milliarden, das sind 45x12=540, also Summa summarum 1.16 Billionen €, das läßt sich doch machen!

Insgesamt werden die Alimentenkosten sogar wesentlich niedriger ausfallen, weil eine ganze Reihe von Familien es vorziehen wird, nicht Vater Staat als Vormund zu haben, sondern selber die Alimente aufzubringen, zumindest solange die Familie Bestand hat.

Die Sache ist gar nicht so verwegen wie sie klingt: wenn die Gesellschaft für ein Kind 300.000 € zusätzlich investiert, in das man vielleicht ansonsten 500.000 € gesteckt hätte, dann müssen wir die Alimentenkosten wieder heraus rechnen, vielleicht rechnen wir sie nur teilweise raus, weil es den Kindern ja besser gehen soll, dann haben wir vielleicht 100.000 (mindestens aber 50.000) mehr investiert,also 600.000 €, der gesellschaftliche Nutzen eines Kindes dürfte aber weit höher liegen, da gibt es bestimmt eine Zahl, ich kenne sie nicht , aber ich taxiere sie auf vielleicht 2-5 Millionen, also 100.000 investiert für 2 Millionen Gewinn, ein sehr gutes Geschäft, würde ich sagen.

Die Schulden würden außerdem genau für die Leute aufgenommen, die sie später zurückzahlen sollen, ein fairer Deal, würde ich sagen, besser als manch andere Schuldenmacherei.

Einziges Risiko: auch diese Prämie könnte  wesentlich erfolgreicher sein als geplant, siehe Abwrackprämie. Aber es gibt natürliche Schranken: wenn wir von 80 Millionen Einwohnern ausgehen und annehmen das die Hälfte Frauen sind kommen wir auf 40 Millionen, diese verteilen sich vielleicht auf 80 Jahrgänge,da kämen wir auf 500.000 pro Jahrgang, rechnen wir lieber mit 400.000 pro Jahrgang, dann sind das zwischen 18 und 38 = 20 Jahrgänge, also 8 Millionen Frauen, die sich für die Prämie qualifizieren könnten, also erscheint 1 Million im Jahr schon reichlich viel, 2 Millionen wäre das Äußerste des Denkbaren. Teuer wird die Sache auch erst über die Jahre, aber man sollte nicht vergessen, dass damit auch zunehmende Wirtschaftsleistung verbunden ist, die Rendite der Geschichte steigt auch von Jahr zu Jahr, denn auch die 50 Milliarden, die die Frauen kassieren, würden ja in den Wirtschaftskreislauf zurückfliessen, jedes Jahr ein Konjunkturprogramm von 50 Milliarden, da staunen sie, Herr Obama! Und dieses Geld in den Händen von den Leuten, die es sich am Besten mit Geldausgeben auskennen, mit Freuden und mit Gewinn für die Volkswirtschaft.

Es gibt  eigentlich nur einen einzigen Punkt, der dagegen spricht: die Welt ist schon übervölkert, was wir können, können die anderen auch und das würde ein neues demographisches Wettrüsten bedeuten mit den entsprechenden Folgen. Würde man das gleiche Geld in schon lebende Menschen in den armen Ländern investieren, würde man einen ungleich größeren Effekt erzielen und  das Weltbevölkerungswachstum bremsen helfen.

Meister 12.04.2009, 19.17| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Schönstes Osterwetter

Womit haben wir das verdient? Das schönste Osterwetter seit Menschengedenken. Da kann man raus gehen, da kann man was machen, da kann man sich auf den Sommer freuen. Und außerdem noch 4 Tage frei!
Grundstimmung dreifach positiv (mindestens!)

Meister 10.04.2009, 10.29| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Irgendwie bin ich noch nicht ganz da

Wenn ein Urlaub besonders schön ist, hat er offenbar auch so seine Nebenwirkungen. Es ist alles ein bißchen viel, was in den letzten 1 1/2 Wochen passiert ist und noch nicht alle Anschlüsse sind wieder geschaltet. Die Mitarbeiter scheinen auch alle noch irgendwo unterwegs verschütt zu sein. Aber nehmen wir´s leicht: Ordnung ist kein Zustand sondern ein Prozeß

Meister 07.04.2009, 20.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Ganz vorbei war der Ärger doch noch nicht

Kleines zu früh gefreut, heute ging es doch wieder nicht, aber das Gefühl es muss doch gehen ist gewachsen. Und so komme ich nach ca 480g Gehirnschmalzverschleiss auf die Idee den Router doch in ein anderes Zimmer zu verlegen und jetzt geht es wirklich - hoffentlich

Meister 07.04.2009, 20.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

WLAN Aerger abklingend

Da haben wir uns nun vor eingier Zeit endlich ein Praxis WLAN einrichten lassen, das aber leider bis heute einen kleinen Fehler hatte, man konnte in einem der beiden erwaehlten Zimmer keine Verbindung kriegen, was mich heute ein bisschen sehr irritierte, da ich eigentlich 78-87%Prozent Signalstaerke hatte, aber er wollte nicht so und nicht anders. Nochmehr Irritation als ich mit dem kleinen Tragbaren nur 5m weiter problemlos ran komme. Der Geistesblitz sagt, vielleicht ist ein Pfeiler genau im Weg und zufaellig steht dort in der Gebaeudemitte auch der gesamte Versorgungsstrang eingemauert. Also vesuchen wir doch einfach mal den Router einen schlappen Meter nach links zu schieben. Und Wunder ueber Wunder, es scheint zu gehen!!!

Meister 02.04.2009, 16.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Fruehling komm!

So das erste Quartal des Jahres ist geschafft, inklusive der immer schrecklichen  Abrechnung, deren Buerokratie immer schlimmer wird. Das erste Quartal war durch die heftige Grippewelle so schlimm, dass es zeitweise alles nicht mehr zu bewaeltigen war. ein Glueck, dass ich es nicht ungebremst geniessen musste, sonst koennte man mich vielleicht sonstwo besuchen.Das zweite bringt meist Linderung, warten wir es ab. Es sieht ja draussen schon fruehlingshaft aus, hoffentlich kommt es bei den Kindern bald auch an.

Meister 01.04.2009, 14.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

2. ungute Neuigkeit

Die Bundesregierung fährt unter Federführung des Karl Lauterbach eine massive Medienkampagne gegen die Ärzte. Das geht bis zu einem bestellten >Spiegel<artikel, der konstatiert, dass sich das Klima jetzt gegen die Ärzte gedreht habe, die seien ja so maßlos gierig (Assoziation Ärzte=Bänker erwünscht). Wenn der >Spiegel< sowas konstatiert, dann ist ja auf jeden Fall zur bundesrepublikanischen Wahrheit erhoben.
Aus meines Sicht handelt es sich aber mehr um eine gigantische Falle: die Regierung verkündet, die Ärzte kriegen 2,5 Milliarden mehr Geld, dafür müssten sie jetzt aber auch die Versorgung verbessern. Das wird so laut verkündet, dass man schon im Vorfeld ein negatives Medienecho erzeugt, dabei war von Anfang an klar, dass man keineswegs mehr einen kleinen Teil davon wirklich Erhöhung der Honorarsumme nennen kann. Praktisch passiert jetzt aber Folgendes: es kommt gar nichts an, sondern die Vergütung geht runter und die Leistungen müssen weiter abgebaut werden. Damit kommt es zu verschärftem Unmut der Ärzte, die sich getäuscht sehen und öffentlich ihren Ärger herausposaunen. Und genau das sollen sie, denn es ist eine Falle: die Regierung hat das Geld in Wirklichkeit in die Medizinkonzerne gesteckt, damit diese eine den modernen Kapitalverwertungsbedingungen angepasstes billiges Poliklinikmodell ( Sogen.Medizinische Versorgungszentren) aufbauen, das ambulante Ärzte nur noch als angestellte Selektionsgehilfen an der Rampe des "Gesundheitskonzerns" (2stellige Rendite angestrebt) vorsieht. Die Funktionärsclique der Ärzteschaft ist natürlich ein williger Komplize dieser Entwicklung, da wird der eine oder andere gut dotierte Aufsichtsratsposten drin sein.
In der Öffentlichkeit können die Ärzte jetzt als die Gierlappen vorgeführt werden, die angeblich immer mehr Geld reingeschoben, aber den Hals nicht voll kriegen. Angeblich verdienen sie ja soooo viel und fahren alle mit Porsche zur Demo, wenn sie sich nicht gerade Demonstranten mieten. Die Krise kommt dem Propagandaministerium da gerade recht: wie können diese Volksschädlinge in Weiß sich so an der darbenden Volksgemeinschaft versündigen. Das Ziel ist klar:  da der Abbau der Leistungen im Gesundheitswesen für die Regierung unabwendbar notwendig erscheint, aber  die Bevölkerung dem allerbittersten Widerstand entgegensetzt und ihre gesundheitlichen Erwartungen im Gegenteil höher schraubt, muss die Ärzteschaft als Sündenbock aufgebaut werden. Ein bisher scheinbar erfolgreiches Spiel, aber freut euch nicht zu früh, die Wirklichkeit ist der Todfeind jeder Propaganda. Spätestens wenn die Leute keine Ärzte mehr haben, was in bestimmten Gegenden jetzt schon im Kommen ist, werden sie merken, dass sie reingefallen sind.
Und was machen wir inzwischen? Na, weiterarbeiten so gut es geht, wir sind ja eben nicht nur wegen des Geldes dabei. Und den wirtschaftlichen Notwendigkeiten gehorchen: wenn wir Leistungen einschränken müssen, dann tun wir es eben. Aber wir werden auch Dr.Bloggma mal bitten, die Sache aus der Sicht des Spreebogens zu analysieren.

Meister 31.03.2009, 12.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Wieder an der Arbeit

Seit gestern früh 9:00 wieder an der Arbeit und erfreulicherweise fällt sie momentan gar nicht so schwer, d.h. dieses furchtbare 1.Tag-Gefühl war gar nicht. Liegt vielleicht an der besonders guten Erholung. 
Auch wenn nicht nur gute Nachrichten hier lauern: zum 1.4. wieder mal Einschränkung der Verordnung von Arzneimitteln, Durchfallmittel dürfen jetzt so gut wie gar nicht mehr aufgeschrieben werden. Und das natürlich wieder auf die fiese Tour: man darf es ja aufschreiben, aber es "wird als unwirtschaftlich erachtet". Das heisst im Klartext: wenn sich Eltern bei der Krankenkasse beschweren, dass sie etwas nicht mehr aufgeschrieben kriegen, dann sagen die süffissant, "wenn ihr Arzt das für nötig hält, kann er es natürlich aufschreiben", wohl wissend, dass sie selbst dann einen Regressantrag stellen wegen unwirtschaftlicher Verordnungsweise.

Meister 31.03.2009, 10.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Wieder zuhause

Die Bemerkung, dass jede Reise ihr Ende hat, ist trivial, aber  trotzdem kommt sie einem immer wieder in den Kopf. Es war eine ganz wundervolle Reise, die sich dadurch auszeichnete, dass von Anfang bis Ende alles geklappt hat, das ist ja, weiss Gott, nicht immer so. Aber selbst nach einem perfekten Heimflug kommt es zum Jetlag, auch wenn man versucht alles so positiv wie möglich zu organisieren. Deshalb bin ich froh, dass wir erst morgen wieder arbeiten müssen. Ein bißchen freue ich mich sogar darauf, denn wir haben doch große Fortschritte gemacht seit letztem Jahr, als wir genauso nach Hause kamen. Arbeit ist auch eine schöne Sache, wenn sie eine schöne Arbeit ist

Meister 29.03.2009, 19.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Lust auf Heimfahrt?

Ehrlich gesagt, eigentlich noch nicht, aber es gibt nicht nur Urlaub auf dieser Welt, es gibt auch noch Einiges zu tun, also los, gehen wir demnaechst mal wieder an die Arbeit. >Und immer besser machen<, lautet die Devise. Mal sehen wie lange die Energie anhaelt, immerhin hat der Urlaub den Zweck erfuellt, sie zu bringen und natuerlich ist auch wieder viel nachgedacht worden. Aber >Deutschland ist ein Knueppeldamm<, alles Knueppel, die einem staendig zwischen die Beine geworfen werden, und das hindert am voran kommen.
aber "no worries" wo anders ist es auch nicht so viel besser.
 

Meister 24.03.2009, 11.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Morgenritual

Es ist schoen aufzuwachen, wenn die Sonne ueber der Coral Sea aufgeht, auch wenn das ziemlich frueh, so kurz nach 6 ist, aber dafuer wird es ja auch abends frueh wieder dunkel, da muss man sich halt anpassen. Nach der ueblichen Renovierungsroutine gehe ich dann erstmal die "Cairns Post" holen. Kein langer Weg, vielleicht 100m bis zur Ecke Esplanade/Trinity Beach Road. Dort sitzt man um diese Zeit schon bei kraeftigem Fruehstueck. Die Leute sind schon ziemlich aktiv um diese Zeit, laufen am Strand joggen an der Esplanade oder sind mit dem Rad von weiter oben runter zum Meer gekommen. Um diese Zeit ist es eben noch nicht so heiss. Ausser auf unserem Balkon, dort scheint die Sonne ganz frueh ungehindert herein, deshalb dauert es noch einen Moment bis wir draussen Kaffee trinken koennen, wenn die Sonne oberhalb des Sonnenschutzes steht Aber dann gibt es heute "Irish Cream" Kaffee ( nur vom Aroma, kein Likoer!).
Wenn der Kaffee dann ausgetrunken und die Zeitung ausgelesen ist, wird es Zeit fuers Morgenbad, das kann natuerlich ein Stuendchen dauern, wenn es so schoen ist wie ueblich. Nicht vergessen Sonnenschutz fuers Gesicht und den Kopf und auch nicht die Sonnenbrille, denn das Wasser glitzert gerade morgens ziemlich heftig , wenn die Sonne noch nicht so senkrecht darauf scheint.
Dann koennen wir allmaehlich darueber nachdenken, ws wir mit dem Tag anfangen, heute ist es aber einfach gesagt: packen!
 

Meister 24.03.2009, 00.34| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Kuranda Eis

Wir nennen es "Kuranda Eis", weil wir es dort vor einigen Jahren zuerst gesehen und probiert haben. Es ist eigentlich kein Eiscreme sondern frozen fruit, d.h. Fruechte werden eingefroren und dann durch eine Art Fleischwolf gedreht, heraus kommt eine homogene Eismasse, die nicht noch weiter mit Zucker oder Aroma veraendert wird, sondern so gegessen. Sehr erfrischend. Gibt es in den Sorten Mango, Wassermelone, Ananas, Banane,Erdbeer, Apfel Papaja, Kokos, Jackfruit und Rockmelon. Sowas sollte man bei uns auch mal machen, schwer ist es sicher nicht, man muss nur eine Tiefkuehltruhe und einen elektrischen Fleischwolfvorsatz haben, den man auch in den Kuehler tun kann. Und Fruechte natuerlich.

Meister 21.03.2009, 09.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Lederhut

Ohne Hut geht gar nichts hier, man kann sich sogar bei voll bewoelktem Himmel den Skalp verbrennen und bei fast senkrrecht stehender Sonne leicht "einen ans Dach kriegen". Wenn dr Hut schoen breitkrempig ist, schuetzt er einen gegen einen Grossteil der zentral einfallenden Strahlung, mit T-shirt und shorts bekleidet kann einem dann nicht viel passieren, die Beine sind beim Laufn zum Glueck nicht das Problem.
Diese Lederhuete, die man hier bekommt, sind wunderbar gegen Sonne und regen, sie sind leicht und sie sind to toll formstabil, dass man sie im koffer zusammenknautschen kann und dann wieder auseinanderfalten. Ich habe meinen Hut schon seit 7 Jahren und er hat inzwischen schon derartig Patina angenommen,eindrucksvoll wie eine alte Lederhose frueher. Selbst mit Krokozaehnen wuerde er nicht besser aussehen. Diese Huete mit Krokozaehnen wwerden hier auch verkauft finde ich aber albern, man schmueckt sich mit fremden Federn.
Apropos Federn: eine tolle Adlerfeder habe ich gefunden, die finde ich nicht nur schmueckend, sondern auch keineswegs fremd, da ich sie ja selbst gefunden habe. Ins Adlernest steigen ist ja wohl nicht Bedingung.
 

Meister 21.03.2009, 00.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Schulden - wessen Schulden?


Hi, hier ist mal wieder Eure Billie B. Stupid, um Euch die Welt aus meiner stupid Sicht zu erklaeren.

Heute geht es um Schulden. Grosse Schulden, immer groessere Schulden. Die Schulden, die wir alle schon haben und die jetzt neu gemacht werden sollen, Milliarden, hunderte davon ,insgesamt Billionen (deutsche Terminologie, englische entspricht trillions), unvorstellbare Summen. Es wird immer so schoen gesagt, die Schulden der Staaten seien etwas ganz anderes als die Schulden einzelner Menschen,weil ja das ganze Gemeinwesen dafuer einsteht, also die Wirtschaftskraft des Landes. Ich glaube wir sollten versuchen, die Staatsschulden mal so zu betrachten wie ganz normale persoenliche Schulden, die wir auf unserem Konto haben.

Es wird immer gesagt, dass wir die Schulden unseren Kindern aufbuerden, dass die dafuer bezahlen muessten. Irgendein Experte hat sich neulich sogar dazu verstiegen zu sagen, dass die Schulden nur die Leute mit Kindern betraefen, nicht diejenigen die keine Kinder haben. Wenn das wahr waere, koennten wir ja Ueberbevoelkerung und Schulden ganz prima gleichzeitig los werden, aber in Wirklichkeit handelt es sich nur um einen der duemmsten Sprueche des Jahrees.

Sagen wir es doch mal gerade heraus: bei den Staatsschulden handelt es sich um unsere Schulden, und sie sind ganz gemeine normale Schulden, fuer die niemand anders aufkommen wird als wir selbst! Natuerlich sind sie so eingrichtet, dass sie kurzfristig nicht zurueck gezahlt werden muessen, aber wir zahlen fuer die wachsende Schuldenlast immer mehr Zinsen. Diese vermindern unsere Gestaltungsmoeglichkeiten und schaffen einen Sockelbetrag von Staatsausgaben, der fuer uns voellig nutzlos, aber immer schwerer zu tragen ist.

Lange Jahre war es das stillschweigende Einverstaendnis der Politiker, dass man die Inflation die Schulden zahlen laesst, aber Inflation ist doch auch nichts Anderes als Enteignung, die Enteignung des kleinen Mannes muss man im Lichte der deutschen Erfahrungen des 20.Jahrhunderts sagen. Da wir mit dem Euro aus wahrscheinlich berechtigtem Misstrauen gegenueber der Inflationsmentalitat unserer Nachbarn die eingebaute Inflation verboten haben, verschwinden die Schulden nicht mehr so automatisch. Wir sind halt nicht Herr Obama, der einfach Banknoten drucken lassen kann und auch nicht Herr Brown. Vielleicht zum Glueck!

Die ganze huebsche Idee des "deficit spending" haette doch sowieso nur funktioniert, wenn man in den fetten Jahren die Schulden zurueckbezahlt haette. Hat man aber nicht, irgendwelche Geier koennen immer Geld gebrauchen. Deshalb sollte man heute auch sehr misstrauisch sein, wenn die Politiker aus einer Wirtschaftskrise vor 80 Jahren, die sie selbst nicht recht verstanden haben, den Schluss ziehen, man muesste diese heutige Krise durch mehr Schulden machen bekampfen. Nehmen wir mal die Amerikaner: wenn sie so ganz privat stark ueberschuldet sind und deshalb ihren Konsum einschraenken, dann kann man das Problem doch nicht dadurch bekaempfen, dass man ihren Kreditrahmen vergroessert, sondern nur dadurch, dass man ihnen wieder die Moeglichkeit zum Geld verdienen gibt. Und fuer uns gilt das doch genauso. Geld kann Reichtum bedeuten, muss es aber nicht. Schulden koennen aber hoechstwahrscheinlich Armut bedeuten, natuerlich kann man pleite gehen, sich entschulden lassen, aber warum in aller Welt sollte einem dann in seinem gesamten weiteren Leben jemand einen mueden Euro leihen? Und wenn die Pleite statt dem Zurueckzahlen normal wird, untergraebt das doch das gesamtee Kreditwesen.

Positiv gesprochen sollten Schulden immer nur dann aufgenommen werden, wenn man nur so ein wichtiges Ziel erreichen kann. Mit jeder Schuldenaufnahme sollte eine Rueckzahlungsplanung verbunden sein. Vielleicht sollte man erwaegen, eine andere Form von Anleihen auszugeben, die in ihrer Verzinsung an die Inflationsrate gebunden sind, jederzeit zurueckbezahlt werden, koennen und auch bei einer Waehrungsreform mit umgestellt werden,also nicht verloren sind. Fuer Profitgeier voellig uninteressant, aber fuer Normalbuerger ein unklaubarer Sparstrumpf.

Meister 20.03.2009, 14.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Schoene Wellen

Heute gab es so tolle Wellen, dass man Muehe hatte sich davon wieder loszureissen, aber irgendwann ,wenn man es dann geschafft hat, stellt man fest wie viel Zeit vergangen ist. Morgens ist der Ozean immer ruhig, mit der Sonne kommt dann die Seebrise und die Wellen. Abends beruhigen sich Wind und Wellen dann wieder.
Immer noch schoen, einfach so aufs Meer zu schauen und den eigenen Gedanken nachzuhaengen.
 

Meister 20.03.2009, 11.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Australische Spritpreise

Der Sprit kostet hier etwa die Haelfte von dem, was er bei uns kostet. Trotzdem wird viel ueber die Spritpreise gemeutert. Klar sind die Entfernungen gross in diesem scheinbar unendlichen Land, aber andererseits faehrt man auch gern die Spritschlucker und das auch oft mit ueberhoehtem Tempo. Aber das ist wohl das gleiche Thema wie zuhause.
 

Meister 19.03.2009, 11.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Nuetzlicher Fund

Ganz nebenbei und zufaellig etwas nuetzliches im Drugstoreregal gefunden: nicht antiobiotische Ohrentropfen, die gegen die wasserbedingte Gehoergangsentzuendung helfen sollen und auch trocknend und vorbeugend wirken. Wenn man viel schwimmt und das kommt bei uns im Sommer ja auch vor, besonders bei Kindern, kann es oft sei, dass man eine ziemlich schmerzhafte Entzuendung im Gehoergang bekommt, Es wird oft versucht mit Gehoergangsstoepseln das zu vermeiden, aber das klappt meist nicht, und wenn es bei mir nicht klappt, dann kann man es bei den Kindern vergessen.
Als "Aqua ear solution" wird hier ein  Loesung verkauft, die enthaelt pro 1 ml Acetic Acid-glacial 17,3mg und Isopropyl alcohol 634mg. Erste Aufgabe; ausprobieren ob es hilft und wie es lokal bekommt, das mache ich gerade. Zweite Aufgabe; rauskriegen ob es was Vergleichbares in Deutschland gibt, wenn nicht Apotheker fragen, ob man es machen kann. Scheint von der Zusammensetzung jedenfalls ganz einfach

Meister 16.03.2009, 23.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Ozeanrauschen bei einbrechender Dunkelheit

Es ist Sonntagabend und es beginnt dunkel zu werden. Viele "locals" sitzen jetzt am Strand und lassen das Wochenende ausklingen. Eine kraeftige suedliche Brise hat dafuer gesorgt, dass jetzt Wellen mit kraeftigem Brandungsschlag auf den Strand laufen. Es wird schnell dunkel hier und frueh. Am Besten man geht frueh ins Bett, hoert den Wellen zu, dann ist man im Nu eingeschlafen. Wenn es richtig dunkel ist, werden die Familien ihr Picknick zusammenpacken und heim fahren, ausser denen natuerlich die an den oeffentlichen BBQ-Plaetzen hinter dem Strand ein zuenftiges Australian BBQ zubereiten, die bleiben noch laenger. So verwunderlich es ist, diese BBQ-plaetze sind oeffentlich, es sind auch Gasflaschen vorhanden und man braucht nichts daruer zu bezahlen ,wenn man sie benutzt, es wird natuerlich erwartet, dass man sie einigermassen sauber hinterlaesst, was die allermeisten "Blokes" auch tun.

Meister 15.03.2009, 09.53| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Morgenbad

Man kann sich dran gewoehnen, an das Morgenbad im 28 Grad warmen Suedpazifik, sich von den sanften Wellen tragen lasen, den Auftrieb durch das Salzwasser spueren, eine Strecke schwimmen, man spuert die Erholung, wie sie sich im Koerper ausbreitet. Danach  ein kleiner Strandspaziergang solange die sonne noch nicht so hoch ist, denn sie brennt dann ziemlich, man muss aufpassen. Dann sitzt man besser im Schatten unter den Baeumen und geniesst das Schillern des Meeres im Sonnenschein.
 

Meister 15.03.2009, 01.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Glueckliches Australien...

....dass du solche Buerger hast !
samstag nachmittag Trinity Beach, da hat jemand,solche Leute gibt es natuerlich auch hier, einen Muelleimer ausgekippt, an der Esplanade vorn.
Waas passiert?
Kurz darauf kommt ein Wagen angefahren, ein Paerchen um die 30 vielleicht, mit einem Hund. Wie selbstverstaendlich gehen sie nach einem ersten Kopfschuetteln daran, den Muell zusammenzupacken und in den Muelleimer zu schmeissen.
 Bewunderung aus der Ferne meinerseits!
Waere das bei uns zuhause auch passiert? Haette ich es gemacht? Oder haetten wir gemeinsam ueber das Schwein geflucht, der das ausgekippt hat, und gehofft oder erwartet, dass jemand von der Gemeinde oder BSR oder wer sonst kommt und es sauber macht?
Wenn es vor Kurzem hier hiess, der Staat sei am Besten als Dienstleistungsberieb fuer die Buerger zu verstehen, dann sei hier jetzt hinzugefuegt, dass man natuerlich nicht alless an den staat abschieben kann und darf. die Buerger sind gefordert, fuer ihren sozialen Nahbereich selbst einzustehen und der "Dienstleistungsbetrieb" kann nur funktionieren, wenn er nicht mit jeder Kleinigkeit ueberlastet wird, denn es muss auch alles bezahlt werden, das sei nicht vergessen. Und Gemeinsinn ist unbezahlbar
 

Meister 14.03.2009, 09.00| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Die Fototapete lebt

Wenn ich rausgucke, schaue ich auf eine grosse Fototapete von Meer und Palmenstrand.
Aber das besondere ist, die Wellen bewegen sich, die Wolken ziehen ruhig ueber den Himmel, die Kajakfahrer dort im Hintergrund kommen ganz allmaehlich ueber die Bucht herueber, und das Schiff dorthinten steigt langsam ueber den Horizont herauf.
Ich versuche diesen Film aufzunehmen mit meinem inneren Auge, damit ich ihn spaeter wieder abspielen kann. Es wird Zeiten geben, in denen es gut ist diesen Film zu zeigen.
 

Meister 14.03.2009, 03.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Benjamin Franklin

soll gesagt haben: Demokratie ist, wenn zwei Woelfe und ein Lamm darueber entscheiden, was es zum Mittagessen geben soll.
Kein schlechter Spruch besonders heutzutage, wo es wirklich Leute gibt, die meinen, der Kern der Demokratie bestuende darin, dass die Mehrheit bestimmt.

Meister 14.03.2009, 00.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Australia2


Far away vorn auf dem Gregory Highway stoppt der Roadtrain, der uns vor einer Weile ueberholt hat.
Warum, es ist so weit weg von irgendwo?
Da ist eine Staubwolke, da passiert was, da sind Leute, aber noch was anderes, wir kommen ja langsam naeher und da sieht man schliesslich: es sind Stockman, Jackarooes, die treiben eine Herde Rinder ueber die Strasse, viel Staub, viele Rinder, es ist immer noch die Zeit des Viehtriebs, in Townsville sollen Tausende von Rindern verladen werden auf ein Schiff, das sie nach Indonesien bringt, heisst es abends im TV, das wir in Charters Towers sehen, die Kuehe schauen vom Schiff runter wie Kreuzfahrttouristen, ganz so komfortabel wird es in Wirklichkeit nicht sein, aber was mich fasziniert hat, war die Szene am Nachmittag mit dem Roadtrain, der Herde und den Jackarooes, die Australian Icons sind noch am Leben!

Meister 13.03.2009, 13.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Seebrise

Stundenlang koennte ich dasitzen und aufs Meer schauen, die leicht Seebrise im Gesicht und die Wellen rollen auf mich zu. Wolken entwickeln sich am Himmel und vergehen wieder. Es ist eine Trance, die sich durch den anhaltenden Blick aufs Meer einstellt, und sie gibt mir ein Gluecksgefuehl und ein Gefuehl tiefer Erholung und Regeneration. Die Zeit scheint still zu stehen
 

Meister 13.03.2009, 11.08| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Wandspruch-Erinnerung

In Berlin Schoeneberg gab es frueher eine Pizzeria >Roma<, die nur eine Sorte Pizza anbot, aber diese eine war wirklich toll. Der Laden war etwas auf altroemisch eingerichtet und an der Wand prangte ein grosser lateinischer sinnspruch, der hiess nach meiner Erinnerung:" Quaeres quo bene vivitur. Aut hic, aut nullubi!"

Das heisst meiner Meinung nach etwa: "Du fragst, wo man gut leben kann? Entweder hier oder nirgendwo!"

Warum mit das wohl heute einfaellt?
 

Meister 12.03.2009, 02.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Morgen in Trinity Beach

Wenn man morgens bei einem Cairns Hochland Kaffee, heute Macadamia-Chocolate, so aufs Meer und auf die Wolken schaut, das Meeresrauschen und das Geschreie der Kakadus und Papageien hoert, dann fragt man sich, ob man sich irgendwas anderes jetzt wuenschen koennte. Und die Antwort ist: nein, hier und jetzt, und so und nicht anders
 

Meister 12.03.2009, 00.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Australia




Das Schicksal hat es so gewollt, dass wir den Film genau in dem Moment gesehen haben, als wir von Singapore kommend in der Naehe von Derby am King Sound beginnend quer ueber diesen Kontinent flogen. Vielleicht war es auch deshalb, dass ich den Film grossartig fand. Schoenes Melodrama mit positiver Botschaft ueber diese Land uns seine unterschiedlichen Einwohner. Und ein Happy end ist auch nicht das Schlimmste, was dann passieren kann!

Es ist schoen wieder hier zu sein war der gleichzeitige Gedanke des Zuschauers. Extraordinary circumstances eben!

Meister 11.03.2009, 23.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Cairns-Salat

Der Titel wird nicht gerade bekannt vorkommen, kein Wunder, habe ich gerade erfunden. Wenn man versucht es aus dem Schottischen zzu erschliessen, wird man ebenfalls falsch liegen: es handelt sich nicht um einen Stein-Salat!
Ausgangspunkt ist der Markt von Cairns, genau genommen FR-SA-
SO vormittags. Man kauft Romangna lettuce, bei uns als Roemersalat bekannt und grosse Mengen von Kraeutern: je 1 Bund Petersilie, Koriander, Basilikum und Lauchzwiebeln, Dill auch wenn man ihn kriegen kann. Ich muss vielleicht nicht dazu sagen, dass "Bund" eine andere Quantitaet darstellt als bei uns zuhause in Deutschland. Alles wird gut gewaschen auch wenn ich bisher niemals den Eindruck hatte, dass das tropische Australien Montezuma-country ist - nicht vergessen trotz alledem, wir sind in den Tropen.
die Kaeuter schoen fein geschnitten fuellen schoin die halbe Schuessel, mit dem geschnittenen Salatzusammen ist der Dschungel perfekt. wir brauchen auch noch 1-2 Zehen frischen Knoblauch zerkleinert unfd bestes Olivenoel, das hier in austrlien natuerlich inzwischen aus exzellenter einheimnischer Produktion ist, genauso der Essig, von dem brauchen wir auch reichlich, denn es ist eine schoene Menge Salat geworden. Alles gut vermengen und jetzt kommen wir zum zweiten Teil:
Auf dem Teller wird ein schoener grosser Berg Salat aufgeschichtet, an den Ecken wird Tomato Relish und Mango Chutney und eine kleine Buechse Thunfisch, die etwa einer halben deutschen Buchse entspricht aufgebaut und dann kann man noch eine Chilimangososse nch Bedarf dazu nehmen und anschliessend  rund um den Teller geniessen.
 

Meister 11.03.2009, 15.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Bernard Cornwell: Der Winterkoenig

Ich gebe zu, dass ich sowohl historische Buecher als auch die Artuslegende mag. Gleichzeitig gibt es aber so viele wirklich bloede Historienromane, dass man leicht eine Allergie entwickelt. Aber wenn mir der Buchhaendler meines Vertrauens es empfiehlt, nehme ich es. Und ich bin nicht enttaeuscht worden. Die Zustaende des dunklen Zeitalters der Voelkerwanderung werden so dargstellt, dass man nicht aus der Geschichte faellt. Auch wenn alles vielleicht historisch gar nicht stimmt, egal - es koennte so gewesen sein.
Ich war jedenfalls voll in der Geschichte drin, und ich habe das Gefuehl, ueber die Epoche eine ganze Menge gelernt zu haben. Cornwells Stil ist gut lesbar und er verzichtet auch im Geegnsatz zu anderen auf Sex-Aufpeppung, was ich gut finde. Nichts gegen Sex in der Literatur, wo er literarisch hingehoert, aber Sex um den Leser zum Weiterlesen zu animieren ist doch schal.
 

Meister 11.03.2009, 12.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Schoen aber gefaehrlich

ist das Baden im tropischen Ozean in NordQueensland um diese Jahreszeit, da diese haesslichen Giftquallen noch vorhanden sind. Natuerlich verdanken wir es nicht zuletzt ihnen, dass es um diese Jahreszeit so leer hier ist. Seit gestern ist nach Ende der augenblicklichen Zyklongefahr das Netz wieder im Wasser. >Stinger resistant swimming enclosure< ist woertlich zu nehmen, es ist nicht so ganz sicher, die kleinen Irukandji koennen auch durch die Maschen schluepfen. Nun bin ich nicht gerade Anhaenger der "no risk- no fun"-Ideologie, trotzdem ist es einfach nur toll in diesem Ozean zu schwimmen.

Meister 11.03.2009, 03.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Rainbow Beach QLD



Ein Geheimtipp ist es vielleicht schon lange nicht mehr, man merkt auch hier dass QLD reichlich Zuzug hat, >Interstate migration< nennt man das hier und das heisst, dass immer mehr Australier aus dem kalten Sueden nach Queensland ziehen, was teilweise die Intrastrukur etwas ueberlastet, aber auch gute Geschaefte bedeutet. Es wird schon recht viel gebaut, an der Kueste vor allem.Trotzdem ist Rainbow Beach ein bisschen weit weg fuer einen Tagesausflug von Brisbane, es sind ca. 200 km, da gibt es Naeheres. Und man faehrt schon noch ein ganzes langes Stueck, wenn man vom Bruce Hwy abgebogen ist.

Und was ist toll an R.B.?

Vor allem der Ozean! Hier kann man baden wie man will, der Strand ist von der Lifeguard ueberwacht aber auch sonst hai-unfreundlich, weil weit offen und keine tiefen Kanaele. Der Strand ist einige Kilometer lang, gesauemt von den bunten Sandduenen im Sueden, was der Gegend den Namen verliehen hat. Es liegen offen sichtbar Schichten verschiedenfarbigen Sands in den Duenen, vom Meer aus ein bemerkenswert malerischer Ausblick. Der Ort selbst ist nach wie vor ziemlich klein, aber es gibt alles, was man so braucht. Fuer uns ist Rainbow Sands Motel immer noch die beste Adresse, besonders, wenn es so leer ist wie momentan, man sitzt gemuetlich auf seiner eigenen kleinen Terrasse und hat den Pool vor sich und meist fuer sich allein. Wenn es voller waere, wuerde man natuerlich ein Appartment weiter hinten vorziehen, aber jetzt ist es toll so.

Man kann zum Strand laufen, aber auch in 1-2 Minuten direkt runter fahren, dann hat man leicht alles dabei. Es stehen schoene Baeume oberhalb vom Strand, dort kann man auch im Schatten sitzen der Strand selbst ist aber nicht beschattet.

Wenn man keine Lust mehr auf Baden hat, kann man die Umgebung erkunden. Es ist nicht weit zum Inskip Point, von dort geht die Faehre nach Fraser Island. Die mit Regenwald bewachsene groesste Sandinsel der Welt, kann aber auch etwas ueberlaufen sein, bei dem Zyklon sollen jetzt ueber 1000 Leute evakuiert worden sein, wo die wohl alle gesteckt haben? Aber die Festlandsumgebung von R.B. ist eigentlich ein genaues Abbild von Fraser island, nur ohne die Nebenwirkungen, der Cooloolola National Park ist ausgedehnt und toll und man kommt nach ein paar Kilometern an eine voellig einsame Kueste mit weiten Sandstraenden.

Also insgesamt kann man zu einem Besuch in Rainbow Beach nur raten.

Meister 10.03.2009, 23.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Rettung fuer alle ?




Opel retten? Alle retten? Wen retten?

Hallo, hier ist wieder Billie B. Stupid, Eure weltumspannende Wirtschaftsamateurin. Es geht heute um Fragen von Leben und Tod, nicht unerheblich voellig klar.

Die Frage, welche maroden Teile der Wirtschaft, Banken oder Realwirtschaft mit staatlichem Geld, also Steuerzahlergeld gerettet werden sollen, ist wahrhaftig nicht unerheblich, besonders wenn die Probleme um sich greifen. Das Totschlagargument in diesem Zusammenhang heisst Arbeitsplaetze.

Wenn Tausende von Leutn arbeitslos werden, ist das natuerlich schlimm fuer die Betroffenen, ihre Familien, die Region und die Volkswirtschaft, aber ist das ein Grund, die Firmen kuenstlich am Leben zu halten und ist es ueberhaupt aussichtsreich?

Mindestens seit Karl Marx wissen wir doch, dass es im Kapitalismus Krisen gibt, und es ist auch nichts Neues, dass diese Krisen zu Innovationen und weiteren Verbesserungen der Produktivitaet fuehren. Der Markt reinigt sich selbst und genau das ist auch seine Funktion: das Produktive foerdern, das nicht Kokurrenzfaehige kaputt gehen lassen, wenn man das ausser Kraft setzt durch Subventionen und Staatseingriffe,wird man genau diese positive Macht des Marktes beeintraechtigen. Dummerweise haengen die Schicksale der Menschen an diesen pleitegehenden Strukturen mit dran.

Es gibt aber eine Loesung: Der Staat muss die Menschen auffangen und nicht die Pleitefirmen, er muss die Reserverarmee selbst organisieren, d.h. niemanden mehr in Arbeitslosigkeit schicken, sondern beschaeftigen und qualifizieren. Das wird gar nicht viel mehr kosten als Arbeitslosigkeit zu bezahlen und viel effektiver sein. Das bedeutet keine Zwangsarbeit, niemand muss mitmachen, aber wer Geld will,der muss entweder im Wirtschaftssektor odr im Reservesektor arbeiten. Die Gehaelter im Reservesektor werden deutlich geringer sein als im Wirtschaftssektor, um einen Anreiz zu schaffen, wieder in den ersten Bereich zu gehen, aber sie muessen und koennen wesentlich hoeher sein als heute HartzIV gezahlt wird. Fuer die Menschen bedeutete das viel mehr Zukunftssicherheit, sie wuerden Arbeit und Auskommen haben, entweder hier oder dort.

Und die Pleiteunternehmen gehen eben pleite. Das heisst die Strukturen duerfen sich marktkonform anpassen. Im Automobilbereich gibt es riesige Ueberkapazitaeten weltweit, also waere es Wahnsinn, sie mit Subventionen zu erhalten.

Sind Subventionen denn immer schlecht? Sie sind schlecht, wenn sie ueberholte Strukturen zu erhalten versuchen, sie koennen manchmal gut sein, neuen Technologien zum Durchbruch zu verhelfen, aber auch da muss man vorsichtig sein, oftmals wird etwas hoch subventioniert, was sich am Markt gerade nicht durchsetzen kann, siehe Transrapid.

Eine Wirtschaft kann nur marktgerecht funktionieren, aber es ist nicht alles Wirtschaft, eine Gesellschaft braucht auch andere Bereiche, die die uebrigen Beduerfnisse der Menschen abdecken und der Staat ist im Grunde das Dienstleistungsunternehmen der Gesellschaft. Ein Staat muss vor allem auch daran gemessen werden, wie gut er diese Dienstleistungssfunktion erfuellt.

Meister 10.03.2009, 06.32| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Der beste Weg nach Australien

Man kommt auf vielen wegen nach Australien, es kann aber ein ziemlicher Stress sein bis man dort ist. Ist natuerlich alles Geschmackssache, aber ich finde heute, man sollte es nicht auf die heroische, sondern auf die gemuetliche Tour machen, dann ist auch der Jetlag nicht so schlimm. Wir haben diesmal den Tagflug von Singapore Airlines genommen, das bedeutete natuerlich, ist aber bei fast allen Airlines heute so, dass  man zunaechst den Umweg ueber Frankfurt machen muss. Wenn der neue Flughafen BBI etwas Positives bewirken koennte, dann vielleicht, dass die Frankfurt-Tortur aufhoert (ob wir das noch erleben werden?). Aber die London-Tortur ist natuerlich noch schlimmer, in Frankfurt herrscht wenigstens meistens kein Chaos. Man muss also frueh los in Berlin, auch wenn es in FRA erst mittags weiter geht (bloss keine zu straffen Anschluesse waehlen!). Es gibt natuerlich so kleine Gefaelligkeiten: da Singapore Airlines zur gleichen Star Alliance gehoert wie Lufthansa, muss man nicht so weit laufen, sondern kann auch vom Terminal1 fliegen. Der Jumbo von SA ist nicht 100% voll, und wir haben Glueck, naemlich einen optimalen Platz, deutlich hinter dem Fluegel also gute Sicht und einen H&K Platz,also Aisle und Window und Niemand (!) dazwischen. Welch Gluecksprivileg! Haben wir aber nicht alleine, vielleicht hat die Krise auch Vorteile?
Wenn man optimal sitzt, kann eigentlich nicht mehr viel passieren, trotzdem sei bemerkt: der Sitzreihenabstand in der Touristenklasse bei Singapore Airlines ist gut, der Service prima und die Stewardessen huebsch und freundlich. Trotzdem ziehen sich 11:30 Stunden natuerlich, aber wenn man in Singapore landet, ist es nach eigener Zeitrechnung Mitternacht, aber dort stehen wir vor dem Sonnenaufgang. Die Formalitaeten in Singapore sind die ueblichen ,aber freundlich und korrekt und alles funktioniert, und auch an dem Stopoverschalter von SA ist morgens um 6 Uhr freundliches Personal anwesend, und der Transferbus laesst nicht lange auf sich warten. Singapore selbst ist ohne Zweifel die faszinierendeste Stopover-Destination in diesem Teil der Welt und auch schon fast in Australien. (Irgendjemand hat mir mal vor Jahren gesagt, nach Klagenfurt sei das naechste gute Krankenhaus in Singapore; ich kann das nicht ueberrpruefen, aber es scheint mir nicht unplausibel.)
Aber diesmal wollen wir gar nicht die Stadt erlaufen, diese Schmerzen hatten wir schon, sondern haben ein Hotel auf Sentosa Island genommen, a very popular destination in Singapore, Kein Wunder, es ist direkt am Meer, hat tolle Ausblicke auf das Archipel und die Schiffe auf Reede. Wir haben ein bisschen zu viel Geld dafuer ausgegeben, dass wir schon morgens um 8 ins Zimmer koennen, aber die Strategie, gleich in paar Stuendchen schlafen um den Jetlag zu bekaempfen, bewaehrt sich. Der Ausblick vom Hotelzimmer geht direkt den Dschungel und ein offenbar hungriges Aeffchen begruesst uns auf dem Balkongelaender (bloss nicht fuettern!).
Nach 3-4 Stunden schlafen, reissen wir uns ein bisschen aus den Betten, geniessen das warme Klima, laufen ein bisschen auf der Insel herum und finden schliesslich einen ruhigen schattigen Platz am Pool - okay, man haette auch nebenan ins Meer gehen koennen, aber wir wollen ja nicht unvorsichtig werden.  Nach einem Nachmittag am Pool ein huebsches  Buffett zum Abendessen, echt orientalisch-indisch-sehr gut. Nicht zu spaet schlafen, denn um  5:30 local time kommt der Weckruf, alles gut organisiert sind wir natuerlich rechtzeitig wieder am Terminal und fliegen von 10-17 Uhr nach Brisbane, dort ist es wieder 2 Stunden weiter und schon dunkel, aber nachdem wir in Rekordzeit auch die Einreise bewaeltigt haben - nein, keine Lebensmittel, Pflanzen oder Erde an den Schuhen  dabei - und auch das Auto wie bestellt da ist und wir nach kleiner Verirrungsrunde auch das Hotel gefunden haben, muessen wir sagen: alles optimal gelaufen. Geht es noch besser? Man kann alles verbessern, aber so sind wir schon zufrieden und Jetlag war diesmal gar nicht.
 

Meister 09.03.2009, 11.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Nein, hier, nicht da!

Jetzt gibt es zum ersten Mal seit Singapore vor 8 Tagen wieder Netzzugang , dort waere es gegangen, aber der Stecker im Hotel war kaputt - vive le detail - und auf dem Airport haben sie die Internetterminals ausgeweitet, aber ich hatte keinen Nerv, was zu schreiben. Dann abends in Brisbane gab es auch einen Zugang, aber ich war misstrauisch und muede. In der ganzen Woche lief dann gar nichts, aber ab morgen werde ich hoffentlich ein bisschen erzaehlen koennen. Jetzt erstmal liebe Gruesse aus dem schoenen weiten Australien an Alle!
Ein warmer Abend mit Meeresrauschen, und wir haben es hierher geschafft.
 

Meister 07.03.2009, 12.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Endlich Urlaub

Also urlaubsreif bin ich genug. Heute noch gearbeitet, aber damit ist jetzt für 4 Wochen Schluß! Morgen früh geht es los, falls die lieben Kollegen in Tegel nichts dagegen haben und der Wettergott nicht und das Schicksal im Allgemeinen auch nicht. Mal gespannt, wann ich wieder mich blogmässig einloggen kann, die eigenen Ressourcen dafür sind da, also schauen wir mal. Ich hoffe Ihr hört bald von mir.

Meister 25.02.2009, 19.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

D&M Preston: A Pirate of exquisite Mind

Nachtrag: ein tolles Buch über William Dampier, nachdem in WA eine Stadt benannt ist, heutzutage eher als Pirat angesehen, war aber eigentlich mehr  Naturforscher des 17. Jahrhunderts und Erfinder der Reiseliteratur, zumindest der erste der mit seinen Reiseaufzeichnungen Geld verdiente. Er soll auch der Erste gewesen sein, der dreimal um die Welt segelte. Auf jeden Fall ein tolles Buch.

Meister 24.02.2009, 19.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Tauwetter kann auch extrem sein

Erst schneit es bis überall die großen Schneehaufen liegen, dann taut  es zum Schneemannumfallen, und alles steht unter kaltem Wasser. Also dieser Winter bietet so viel, dass man ihn doch schnell loswerden möchte, endlich loswerden möchte. Oder hat jemand noch nicht genug?

Meister 22.02.2009, 15.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Man hoert: Was tun Jugendliche abends?

"Man hoert" heisst, es wird mir erzaehlt, und es wird mir viel erzaehlt den lieben langen Tag, und jetzt habe ich gehoert, dass Scharen von Jugendlichen abends ueber die U-Bahnhoefe stromern, mit grossen Spriteflaschen, in denen aber ein explosives Gemisch ist, Limonade plus viel Wodka oder Sprit. Die Alkopops sind ja geaechtet worden, aber das selbst gemachte Gemisch duerfte ueberall zu haben sein. Das ist ja auch das Geheimnis des jugendlichen Alkoholkonsums: es muss suess schmecken und schnell besoffen machen, besonders fuer die maedels ist das ganz wichtig. Und der Grund dafuer den Maedels kraeftig einzuschenken duerfte, so befuerchte ich, immer noch der gleiche sein wie frueher. Es ist deswegen auch nicht verwundrlich, dass es immer wieder dazu kommt, dass jemand im Alk-koma landet: man weiss nicht wieviel Sprit in der Sprite sind und wenn man zulangt kann man schnell ueber alle Grenzen sein. Ich hatte auch schon mal eine 14jaehrige da, die schon zweimal mit Alk-koma im Krankenhaus war. sie konnte mir nicht erklaeren,warum es nochml passiert ist, Absicht war es jedenfalls nicht, das habe ich ihr durchaus geglaubt.
 

Meister 20.02.2009, 08.33| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Egon mir graut vor dir

Die Rubrik "kreuzweise deutsch" im Tagesspiegel macht sich um Ost-68 verdient. Heute schreibt Angela Elis über die neuesten Umtriebe des Berufs- Ober-Ossis Egon Krenz.
[Nur nochmal zur Verdeutlichung: Ossi ist keine Herkunftsbezeichnung sondern  Geisteshaltung und Lebensstil. Vereinfachte Definiton: Ossi ist, wer die "DDR" gut findet. Analog dazu: Wessi ist, wer alles im Westen toll und richtig findet. Gemeinsames Charakteristikum: verbohrt und rückwärtsgewandt. Beide Haltungen sind nicht zukunftstauglich aber noch sehr präsent.]
Egon verteidigt neuerdings aktiv gewalttätige Dikaturen, so hört man, das wird seine kreidefutternden Genossen ärgern, mit sowas haben sie natürlich nichts zu tun. Nun hat es Egon aber auch schwer, er ist ja eines der wenigen Opfer der "Siegerjustiz" gewesen, die wirklich in den (milden West-)Knast gekommen sind, Freigang inklusive. Er war sozusagen der "Speer" der 90er Jahre, deshalb jetzt auch die publizistische Offensive.
Kernsatz von Frau Elis Artikel: "Krenz reduziert historische Wahrheit auf den gemeingefährlichen Nenner, jeder habe das Recht sich so zu erinnern, wie es ihm ins Weltbild passt."
Genau das ist es, was die Speers und Krenz verbindet: wir sprechen uns frei, da war doch gar nichts!
Aber genau deswegen war 68 nötig und wird Ost-68 kommen. Keine Sorgen ihr wohlberenteten Vergangenheitsverklärer des Arbeiter-Bauern-Paradieses, auch bei Euch kommt noch jemand und fragt: "Sag mal Opa, was hast Du damals eigentlich gemacht? Wen hast Du auf dem Gewissen?"
Nachsatz: Nicht alle Ossis sind natürlich Täter-Ossis, es gibt natürlich auch die große Masse des Mitläufer-Ossis, die zwar auf keiner Stasiliste gestanden haben, aber Profiteure des Systems waren, sich eingerichtet hatten in diesem gemütlichen Filz aus Datsche und Trabbi, von allem Schlimmen nichts gewußt haben und heute sagen, es sei doch alles ganz ok gewesen in der DDR, dies war schön und jenes gerecht und solches vieeeeel besser als heute. Mit anderen Worten nichts dazu gelernt.
War das nicht nach 45 genau das gleiche Problem gewesen, bevor 68 da aufgeräumt hat?

Meister 19.02.2009, 09.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Vorteile einer Grippewelle?

Die Grippewelle klingt scheinbar allmählich ab, und wir können jetzt einige Charakteristika deutlich erkennen: es handelte sich um einen sehr ansteckenden Virus, der mehr kleiner Kinder als größere und Erwachsene betroffen hat, der weniger schwere Komplikationen  verursacht hat als Grippe normalerweise, aber der bei vielen Patienten ziemlich in die Länge gezogen verlaufen ist.
Aber interessant ist auch, was in den letzten Wochen nicht vorgekommen ist: es hat viel weniger andere schwere Erkrankungen bei Kleinkindern gegeben, es sind vielleicht 50-60% weniger Antibiotika aufgeschrieben worden, weil kaum Angina, Scharlach, eitrige Mitelohrentzündung  und Lungenentzündung vorgekommen ist, also sonst im Februar.
Auch Bronchitis gab es viel weniger.
Kann man das erklären?
Wenn ein PAtient akut erkrankt ist, dann kommt es durch Interferonausschüttung zu einer Bremsung anderer Infekte, es kann trotzdem Superinfektionen mit Bakterien geben, das liegt aber an der Art des Primärinfekt, wenn dieser nicht zu Komplikationen neigt, dann wirkt die Epidemie als Bremse für andere Infekte.
Es ist natürlich reine Zukunftsmusik, wenn man sich vorstellt, dass man durch die planmäßige Verstreuung von leichten Infekten bei Kindern das Immunsystem trainiert, ohne dass es zu Infektüberlastung und schweren Infekten kommt.
Trotzdem ein interessanter Gedanke, der zusätzlich zu Impfung gegen schwere Infekte und Immunsystemstimulierung durch Symbionten eine neue Perspektive für die Kleinkinderimmunität sein könnte.

 

Meister 18.02.2009, 19.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Von Irrlichtern zu Geisterfahrern

Die Schulpolitik des Berliner Senats ist zur Geisterfahrerei verkommen. Auf der Spur, auf die er schwungvoll gesteuert hat kommen ihm 90% der Eltern frontal entgegen. Es ist ein Denkansatz für Geisterfahrer. wenn auch ein kühner, ihr Tun als >Reform< zu bezeichnen, schließlich könnte man bei uns ja auch den Linksverkehr einführen, und ist es nicht normal, dass einem bei einer wagemutigen Reform  zunächst alle frontal begegnen?
Als Konsequenz ihrer Reformpläne mit der Sekundarschule für alle, man kann auch sagen: Hauptschulzustände für alle mit neuem Namen, sollen jetzt in Berlin mindestens 10 Gymnasien überflüssig werden, die kann man dann natürlich schließen. Damit sie überflüssig werden, muss man ihnen aber zunächst den Zulauf abgraben, das tut man mit Verschärfung der Zugangsbedingungen, am Besten mit einem 2,0 Numerus clausus, damit die in der Grundschule sich schon mal richtig aufs Abitur vorbereiten können.
Außerdem soll man von Gymnasien nicht mehr zurück auf andere Schulen dürfen, das wird offenbar sogar schon praktiziert, damit kann man sicher einige Eltern abschrecken, ihre Kinder aufs Gymansium zu schicken.
Hintergrund der geplanten Maßnahmen gegen die Gymnasien ist es, die Schüler die Abitur machen wollen in die Senatseinheitschule zu zwingen. Da man sich offenbar nicht zutraut diese Schulen so auszustatten, dass sie attraktiv werden, muss man eben Zwang anwenden. Der Kern des Problems scheint mir darin zu liegen, dass sie nicht wissen, was sie mit den Problemschülern der Hauptschulen machen sollen, die jetzt schon zu Restschulen geführt haben und die natürlich auch die Einheitsschule zur Einheitsschule zur Einheitsrestschule machen können, indem sie vernünftigen Unterricht unmöglich machen und den Schulhof und Schule in ein Drogen- und Messerheldenrevier verwandeln. Es würde einiges kosten, diese Leute zu resozialisieren - ja, ich meine das wörtlich! Da ist es doch besser zu versuchen, diejenigen, die vor solchen Verhältnissen fliehen zurück zu zwingen, in der Hoffnung, dass die Rabauken dann wenigstens nicht in der Mehrheit sind. Kein Wunder, dass die Eltern dagegen sind, aber was macht das schon? Der Leitartikler im Tagesspiegel konstruiert da heute schon mal einfach einen Gegensatz zwischen Elterninteresse und Gemeinwohl, ist doch klar, dass das Gemeinwohl vorgeht, oder?
Besteht nur die Gefahr, man könnte auch >Hoffnung< dazu sagen, dass die große Masse der Eltern sich das nicht gefallen lässt und einige rot-braune Politikerköpfe wackeln. Bisher vertrauen die hohen Herrern in Berlin immer noch darauf, dass es in Berlin kein breites Bildungsbürgertum gibt und sie nicht die Schwierigkeiten kriegen können wie in anderen Bundesländern, wo Schulpolitik schon mal Wahlen entscheidet. Aber warten wir es ab, es sind doch hier nicht nur die bürgerlichen Bildungseltern betroffen, sondern alle, die wollen, dass ihr Kind eine vernünftige Schulbildung bekommt.
Was könnte man denn vernünftigerweise tun?
Zum einen sollte die Durchlässigkeit der Schulformen verbessert werden, sehr gute Leute aufs Gymnasium aufsteigen, nicht so streßfeste auf andere Schulformen zurückfallen können. Auch der Schulwechsel insgesamt sollte erleichert statt erschwert werden.
Zum Zweiten müssen die Schulen besonders die belasteten Schulen so ausgestattet werden, dass sie Erfolg haben können, dann werden auch mehr Schüler dort bleiben, aber Angst vor Übergriffen und Drogen sollten keinem Schüler zugemutet werden.
Zum Dritten müssten Maßnahmen entwickelt werden, wie man die Problemschüler beschulen kann, das könnte bis zur Zwangsinternaten gehen, für solche Schüler, die von zuhause nicht mehr ausreichend kontrolliert werden können. Wie wäre es mit einem Pilotintenat irgendwo auf der grünen Wiese in Brandenburg, weitr weg von der Stadt?
Alles kostet Geld, braucht aber vor allem politischen Willen.

Meister 17.02.2009, 10.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Bildungspolitische Irrläufer


In Berlin irrlichtern noch immer die Schwachsinnsbildungsexperten. Die >Sozialquote< hat es ihnen wirklich angetan. Haben sie wirklich keine Angst sich lächerlich zu machen oder in die geschlossene Anstalt eingewiesen zu werden.

Da schreibt heute ein solcher Wicht, und es ist wirklich im Tagesspiegel abgedruckt: "...hinter der Diagnose (arm geboren ist halb verloren) verbirgt sich folgende Ungerechtigkeit: Wessen Eltern kein Geld für Nachhilfe und kein Talent zum Bezirzen der Lieblingsschule hatten , bei dem wird es nichts mit Abitur und Studium. Das Kind darf sich...bestenfalls mit den Abiturienten um eine Lehrstelle balgen. Wenn das schiefgeht und es geht oft schief, gibts irgendwann HartzIV.... Hundertausende Kinder sind bereits so auf der Strecke geblieben. Dagegen hilft eine Sozialquote...."

Ich weiß nicht, ob der Autor derartiger Ergüsse in diesem Land wohnt, Einiges läßt mich vermuten, dass sein Geisteshorizont irgendwo im Ghetto der Ewig-gestrigen-Ossis liegt.

Zum einen mißverstehen derartige Irrlichter, was in diesem Land heute wirklich angesagt ist: es wird -leider nicht mit adäquaten Mitteln- versucht, die letzten Talentreserven zu mobilisieren und auch Leute zu qualifizieren, bei denen das mühsam ist. Die Irrlichter sind noch in einer Denkweise befangen, die meint, die oberen Klassen wollen keine Arbeiterkinder hochkommen lassen. Wer so etwas denkt, kann außer dem >Neuen Deutschland< in den letzten 40 Jahren keine anderen Zeitungen gelesen haben ( ok, es gab in ihrem Machtbereich auch noch andere derartig schlimme  Blätter, zugegeben).

Die Probleme liegen eben nicht darin, dass man die Bildungsunterprivilegierten fernhalten will, sondern darin, dass unser Bildungssystem nicht die Mittel, Pädagogen und Fähigkeiten mobilisiert, die bildungsambitionsmäßig zurückgebliebenen Kinder aus Familien, die selbst Bildung weder kennen noch wollen, über ihre scheinbaren Grenzen zu befördern.

Das wachsende Problem ist aus meiner Sicht die scheinbar unaufhaltsam zunehmende Schulunlust eines großen Teils der nicht von zu Hause stimulierten Schüler. Wer sein Leben mit immer mehr elektronischer Unterhaltung verbringt und zusätzlich das Gefühl von zuhause vermittelt bekommt, es habe sowieso alles keinen Zweck, weil der Papa ja auch schon seit Jahren HartzIV bekommt und die Mama ja auch nichts gelernt hat, wie soll der auf die strebsame Seite kommen? Der HartzIV-Klasse fehlt es im Unterschied zur früheren Arbeiterklasse am Aufstiegswillen. Den Satz "unsere Kinder sollen es mal besser haben" hört man bezeichnender Weise  so gut wie nie heutzutage.

Und da soll nun eine Sozialquote helfen !?

Das könnte sie natürlich, wenn das Problem darin läge, dass fleissige Schüler mit guten Noten aus ausländischen oder bildungsfernen Familien nicht auf weiterführenden Schulen Erfolg haben könnten oder gar davon ferngehalten würden. Das ist aber aus meiner eigenen Anschauung und Erfahrung absolut nicht der Fall. Ich sehe viele gute und sogar brilliante Schüler und Schülerinnen aus Einwandererfamilien und auch aus bio-deutschen Familien, denen man es vom sonstigen Umfeld gar nicht zutrauen würde. Andererseits gibt es Schüler auch aus besser gestellten bürgerlichen Familien, die so vernagelt faul und schulunlustig sind, dass man sie weder im Guten noch anderswie dazu kriegt nur ein bißchen zu lernen.

Wenn man aber eine Sozialquote ohne Leistungsforderung will, dann ist das ganze doch nur ein unpraktikabler Scherz auf Kosten dieser Kinder. Da werden Quotenkinder auf ein Gymnasium aufgenommen, sie kommen nicht mit, sie werden vielleicht auch als Quotendoofies gehänselt  -  man unterschätze nicht den sozialen Sprengstoff in vielen Klassen und Schulen - was soll dabei rauskommen?

Natürlich ist das Problem, wie man die Lernunlustigen und die vielleicht auch Lernunwilligen wieder integrieren kann eine ungelöste Frage: ich empfehle: Geld in die Hand nehmen, Lehrer einstellen, offenere Schulkonzepte und phantasievolleres Lernenlernen - sicher alles leichter gesagt als gemacht.

Aber diese >Sozialquote< ist doch rot-brauer Bullshit, eine in die Irre führende Lüge, eine Propagandafloskel von Leuten, denen entweder wirklich gar nichts an der Zukunft der Kinder liegt oder die keinen Strich über ihre ideologischen Scheuklappen hinaus denken können.

Oder muss man annehmen, dass ein Teil der Bildungspolitker selbst in Wirklichkeit nicht rehabilitierte arme Opfer des Bildungssystems sind, geistig flach, zu logischem Denken unfähig und vor HartzIV nur durch die Politkarriere vorläufig gerettet?

P.S. Gibt es Zahlen über die Anzahl abgehalfterter Politiker, die jetzt HartzIV beziehen?

Meister 15.02.2009, 18.16| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Warum dieser Winter nervt !

Ja, er nervt dieser Winter, von Tag zu Tag mehr. Und warum?
Machen wir eine kleine Liste, die gerne von allen Lesern noch ergänzt werden kann:
-Der Winter nervt, weil er  sich hinzieht. Wenn es jetzt richtig mit Frühling losgehen würde, könnte man nichts sagen, macht es aber nicht, mindestens 4-6 Wochen stehen uns noch ins Haus.
- Wenn man nach Altvätersitte im Winter auf der faulen Haut liegen würde, wäre es auch noch etwas Anderes (ob ich das mögen würde, wäre eine ganz andere Frage). Aber ein Teil des Problems liegt darin, dass man eigentlich um diese Jahreszeit eher aktivitätsarm ist, liegt an Licht und Hormonen, aber voll arbeiten muss. Das führt zu Verschleiß und den merkt man.
-Die Dunkelheit nervt, die längere Abwesenheit der Sonne nervt und das Ständiggraue nervt auch. Und das Naßkalte und der kalte Wind, der Windchill ist manchmal einfach abstossend häßlich.

Meister 15.02.2009, 12.32| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Meldungen aus dem nassen Teil Australiens

Da wird in der Cairns Post gemeldet, dass an einer bestimmten Homestead (Bauernhof) ca. 80km Inland vom Gulf of Carpenteria die Krokodile schwimmend das Haus umkreisen, nachdem innerhalb von kurzer Zeit 1000mm Regen gefallen sind. Der Farmer ist rausgegangen und hat die Gartentür zugemacht, damit sie nicht in den Garten kommen. So ungewöhnlich sei das aber nicht, vor 2 Jahren hätten Haifische die Farm umkreist. Erinnert mich irgendwie an Halligen im Wattenmeer, auch wenn bisher Krokos und Sharks  dort noch fehlen.
Weiterhin: In der traurigen Angelegenheit des 5jährigen der am Daintree River vom überfluteten Boardwalk verschwunden ist, haben sie jetzt zwei Krokodile gefangen, die nach Cairns zur Untersuchung gebracht wurden. Während im Magen des einen Überreste gefunden wurden , die wahrscheinlich von dem Opfer stammen, konnte das andere von den Anschuldigungen befreit werden, es wird aber weiterhin in Haft gehalten. Aber auch das wahrscheinlich schuldige Kroko wurde weder getötet noch verletzt, man habe auf chirurgischem Wege die Beweise gesichert. Also werden sie eine Kroko-Gastroskopie durchgeführt haben.
Beide Meldungen sind irgendwie eine komische Mischung von exotisch, romantisch und bizarr, finde ich.

Meister 14.02.2009, 10.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Zum Arzt mit Kleinigkeiten

Warum, frage ich mich immer wieder verwundert, kommen die Leute jeden Morgen mit Kindern die seit ein paar Stunden Schnupfen, Husten oder 38 Temperatur haben?
gut, freitgs gibt es mildernde Umstaende, denn das Wochenende kommt nach und man moechte ausschliessen, dass es unangenehme Ueberraschungen gibt.
Aber allgemein gesprochen, sollte man die Kleinigkeiten doch als Kleinigkeiten erkennen koennen, viele lernen das, andere leider nie, wie mir scheint.
 

Meister 13.02.2009, 08.50| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

E-book und Google-Bücherei-Projekt

Ein Artikel im Spiegel beschreibt die Probleme die das Google-Digitalbücherprokjekt macht, offenbar hauptsächlich urheberrechtliche Probleme, aber auch scheinbar Probleme damit, dass niemand anders das Gleiche machen dürfte, mit anderen Wort ein Monopol für alle Zukunft entsteht.
Ein zweiter Artikel heute im Tagesspiegel ist ein Interview mit einem Verleger zu den E-books und was Verlage und arrivierte Autoeren davon halten.
Der Zusammenblick auf beide Artikel führt zu interessanten Erkenntnissen.
1. Die Digitalisierung von den alten urheberrechtsfreien Büchern ist kein Problem, aber bei den noch nicht so alten nicht mehr gedruckt lieferbaren Büchern.
2. Bei den E-books geht es bislang nicht darum irgendwas >Neues< zu schaffen, sondern nur um einen neuen Vertriebskanal für gerade aktuell auch gedruckte Bücher. Diese werden dann digital auch nicht billiger als in der Papierform.
3. Das E-book ist also schlicht als Vermarktungsinstrument gedacht.
4. So wie es gedacht ist, ist es uninteressant für den Leser.
5. Es hätte genau da ein Potential, wo es die Bücher lieferbar macht, die in der Papierform nicht mehr verfügbar sind und das muss eine gewaltige Menge sein. Da kommt das Google Bücherei-Projekt ins Spiel.
6.Weiterhin könnten als E-books auch Bücher angeboten werden, die nicht von den etablierten Verlagen gedruckt werden, also eine größere Spannbreite des Neuen erzeugt werden, was im Erfolgsfall auch zu gedruckten Büchern führen kann.
7. Die etablierten Verlage haben genauso wenig ein Interesse, diese breitere Nutzungsmöglichkeit zu ermöglichen wie die TV-Anstalten am Internet: beide wollen die neuen Möglichkeiten nur für ihre eigenen Vermarktungszwecke nutzen und die weitergehenden abwürgen.
8. Die Gemeinde selbst hat aber ein Interesse daran gerade die neuen Möglichkeiten zu nutzen, und sie wird sich damit auch durchsetzen, denn es ist nicht nur ein Interesse sondern auch ein wirtschaftlich interessantes neues Modell.
Zusammenfassend: das E-book wird erst im Zusammenhang mit den E-Bibliotheken wirklich interessant, dabei von besonderer Bedeutung die E-Bibliothek der nicht mehr lieferbaren Bücher und die E-Bibliothek der noch nicht entdeckten Bücher. 
Dabei kommt es darauf an, dass die Gemeinde auch neue Regeln zum Umgang mit dem Urheberrecht findet, eine E-Moral ist besser als jeder Kopierschutz. Das Klauen von Büchern war schon nicht so toll wie die 68er dachten, aber das Klauen von Büchern (und Musik u.v.a.m.) aus dem Netz schädigt nicht nur den eigentlichen geistigen Urheber, sondern den Geist selbst.

Meister 10.02.2009, 13.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Stupid New Deal ?



Hi, hier ist wieder Billie B. Stupid Eure bewährte Wirtschaftsamateurin.

Heute soll es um die Frage des New Deal gehen, hierzulande und überall sonstwo. Im Englischen sagen sich manche Sachen offenbar einfacher als auf deutsch. Da sagte doch vorgestern ein Wirtschaftsfritze in der BBC schlicht:"It will become necessary to employ the people directly by the state. It makes more sense to pay them for doing something than paying them for doing nothing." Versuchen wir es mal auf deutsch zu sagen: "Es wird notwendig werden, dass der Staat die Leute direkt beschäftigt. Es macht doch mehr Sinn, sie dafür zu bezahlen, dass sie was tun, als dafür, dass sie nichts tun." Na, geht doch, kann man auch auf deutsch sagen! Sagt bisher bloß keiner hier, außer Eure alte Stupid.

Dabei könnte so ein Satz der Kern des so sehr gesuchten New Deals werden!

Betrachten wir mal genauer, was das bedeuten könnte.

Wir haben schon früher gesagt, dass man Arbeitslosengeld nur noch dafür kriegen sollte, dass man arbeitet, und diejenigen, die nichts tun wollen, auch kein Geld kriegen sollten. Das ist kein Arbeitszwang: wenn man kein Geld will, muss man auch nicht arbeiten.

Aber fassen wir es doch mal positiver: man muss allen Arbeit geben, dann haben sie auch Geld, dass sie für ihre Bedürfnisse  und Wünsche (kann man auch Konsum nennen) ausgeben können. Dabei wird gesellschaftlich nüzliche Arbeit geleistet, das kann auch Ausbildung, Studium, Weiterbildung sein  -  aber keine Alibiumschulungen ohne wirkliche Qualifikationsvermittlung -  das kann auch Kindererziehung sein, das kann auch Pflege und Betreuung von Alten, Kranken, Bedürftigen sein, aber auch Parkpflege, U-Bahn-Sicherheit oder Jugendlichenbetreuung. Es gibt so viel nützliche Arbeit zu leisten, man könnte Millionen beschäftigen. Man könnte sie auch bezahlen, denn die jetzt ohne Gegenleistung erbrachten Geldsummen von Arbeitslosengeld, HartzIV usw. stehen zur Verfügung, gut, es muss noch was drauf gelegt werden, für etwas, was Sinn macht. Für sinnvolle und nachhaltige Programme muss man das Geld auf den Tisch legen nicht für Blödsinn, zeigt das nicht gerade das Konjunkturprogrammgefummel?

Die Wirkungen wären weitergehend als man zunächst denkt: Das fängt damit an, dass Kindererziehung wirklich bezahlt wird, was auch die notorische Rentenlücke bei Frauen ausgleicht.

Weiter kann man nach dem Vorbild der sogenannten atmenden Fabrik einen atmenden Arbeitsmarkt schaffen, wenn Leute aus dem ersten Arbeitsmarkt rausfliegen, werden sie nicht arbeitslos, sondern können gleich einen neuen Job in der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (B&QG) annehmen, es ist als ob man die Stelle wechsel. Ok, die B&QG zahlt nicht so viel,  wie man vorher hatte, aber dafür ist sie auch nicht da: sie soll auffangen und die Kultur der Arbeit verteidigen.

Die in der B&QG gezahlten Gehälter fungieren damit als gesellschaftlicher Mindestlohn, denn darunter wird der erste Arbeitsmarkt nicht bezahlen können. Und die B&QG Gehälter sollten auch genau das sein: ein Mindestlohn, mit dem man leben kann, der aber Appetit auf eine andere besser bezahlte Tätigkeit macht.

Weitere Funktion des atmenden Arbeitsmarkts ist die Aus- und Weiterbildungsfunktion, es könnten die Begabungsreserven der Gesellschaft besser genutzt werden, es könnten die cleveren Leute, deren Qualifikation überholt und entwertet worden ist, eine neue Qualifikation bekommen, und es könnten ältere Leute, die nicht mehr voll arbeiten können, oder auch rüstige Rentner, die etwas tun wollen, zur Rente noch Geld verdienen und etwas Sinnvolles tun, in ihren Arbeitsstunden angepasst an Alter und Gesundheit versteht sich.

Es gäbe keine Arbeitslosen mehr, außer denen die bewußt das Recht auf Faulheit wählen. Es handelt sich dabei, das muss vielleicht immer wieder betont werden, nicht um eine sozialistische Zwangsbeglückung, sondern um ein Angebot das man annehmen kann.

Aber kann denn der Kapitalismus überhaupt ohne eine Armee von Arbeitslosen auskommen, wer besetzt die Stellen im ersten Arbeitsmarkt, macht der Staat nicht der normalen Wirtschaft Konkurrenz?

Die B&QG wäre keine sozialistische Wärmestube, da soll wirklich gearbeitet werden nach wirtschaftlichen Prinzipien, und wer nicht zur Arbeit kommt, der kriegt auch ganz marktübliche Abzüge, deshalb kann der erste Arbeitsmarkt auch sicher jederzeit die benötigten Leute aus den B&QG abwerben, muss natürlich angemessen zahlen. Dabei ist es sicher einfacher den Lohnabstand von B&QG zum ersten Arbeitsmarkt zu erzeugen als vom Sofa bei HartzIV zum jetzigen Arbeitsmarkt. Weiterhin sollen die B&Q-Gesellschaften eigentlich keine Konkurrenz zu den Wirtschaftunternehmen sein. Es könnte trotzdem aber vorkommen, aber dann kann man diese doch einfach verkaufen, als ganz normale Unternehmen privatisieren, sobald sie profitabel sind.

Das Einzige, was man nicht machen darf, ist mit staatlichen Subventionen der normalen Wirtschaft Konkurrenz machen, das ist aber auch nicht so einfach möglich, da man ja gar kein Geld für Wirtschaftssubventionen mehr hat, und die B&QG auch nicht zur Erhaltung überholter Wirtschaftsstrukturen da sind.

So ihr lieben Wirtschafts- und Sozialpolitiker, jetzt sagt ihr mal, was ihr als New Deal vorschlagt. Mein Tipp ist, dass Obama es sein wird, der auf so etwas Ähnliches kommt, wenn er nicht die Billionen vorher in Quatschprogrammen verjuxt hat. Denn er kennt die Geschichte von F.D.Roosevelt bestimmt besser als viele andere.

Es soll aber hiezulande niemand sagen, dass der New Deal bei uns noch nicht vorgeschlagen wurde: Eure B.B.Stupid hat den Plan heute auf den Tisch gelegt, auch wenn sie leider bisher noch nicht die vakante Position der Bundeswirtschaftsministerin angeboten bekommen hat. Es gab noch nie eine Bundeswirtschaftsministerin, oder?

Kann ja noch kommen.

Meister 10.02.2009, 10.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Interview Jan Josef Liefers

Im Tagesspiegel heute Sonntagsinterview mit J.J. Liefers. Interessant und echt nett. Als Wenig-TV-Konsument mußte ich erst auf den Münster-Tatort hingewiesen werden, aber der ist wirklich einer der Amüsantesten. Was nicht nur an dem arrogant- intensiven Pathologen Boerne (=Liefers) und auch nicht nur an Axel Prahl als Kommisar liegt, sondern zum großen Teil auch an den interessanten Büchern von einem (geschätzten) Unbekannten.
Aber Liefers selbst ist auch ein interessanter Typ, das ist das Bemerkenswerte an dem Interview, nicht nur ein Schauspieler sondern auch Musiker. Er soll z.Z. mit der Band >Oblivion< auf der Bühne stehen (aber wo, wird uns verschwiegen, keine Promotion offenbar). Wirklich jemand den man sich merken sollte.
Übrigens nach Thorsten Preuß schon der Zweite, auf dessen Person ich durch so ein Tagesspiegel-Sonntagsinterview aufmerksam gemacht wurde.

Meister 08.02.2009, 16.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Vorfeld-Reisevorbereitungen

Reisevorbereitungen sind eine tolle Sache mit viel Vorfreude. Trotzdem ist da immer eine gewisse Angst dabei, etwas total Wichtiges übersehen zu haben. Besonders wenn diese Vorbereitungen in eine hektische Arbeitszeit fallen sind sie einerseits etwas zerissen und belastet, aber auch als Vorfreude ungeheuer wichtig. Man zählt die Tage und erstaunt stelle ich fest: -18 ist die Zahl des Tages.
Die wichtigsten Sachen sind auch erledigt, selbst die Erneuerung des internationalen Führerscheins. Was darf weiterhin nicht vergessen werden?

Meister 08.02.2009, 10.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Roger Boyes und die Bundestagswahl

Bemerkenswerter Weise schreibt Roger Boyes heute in seiner wöchentlichen Kolumne im Tagesspiegel, dass man die FDP wählen muss, um die große Koalition zu beenden.
Damit hat er ohne Zweifel Recht. Ich persönlich als alter Zukunftsromantiker kann mich allerdings nicht so sehr damit anfreunden, dass Angie schlicht den Partner wechselt. Auch wenn es völlig undenkbar ist: ich würde eine gelb-grüne Koalition favorisieren.
Was spricht eigentlich dagegen? In Wirklichkeit spricht nur dagegen, dass die potentiellen Partner sich gegenseitig nicht leiden können, sicher ein nicht unerhebliches Argument. Aber liegt das nicht daran, dass sie sich in Wirklichkeit recht ähnlich sind?
Zieht man von der FDP das Großbürgerliche und von den Grünen das Fundamental-Dogmatische ab, passen sie doch prima zusammen. Liberalität und Verantwortung, Freiraum für Initiative und neue Wege in eine wirtschaftlich und ökologisch bessere Zukunft, soziale Verantwortung ohne Versorgungs- und Umverteilungsmentalität, so könnte ich mir einen Politikwechsel vorstellen, und nicht etwa nach rotbraun mit immer mehr Staat, Umverteilung zu den Faulenzern und Reglementierung aller gesellschaftlichen Bereiche bis zum Abwinken.

Meister 07.02.2009, 11.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Sind gute Schüler nur in den Ferien krank?

Ich habe mir in dieser Ferienwoche den kleinen Spass erlaubt, alle grippekranken Schueler zu fragen, ob sie gut sind in der Schule. Zunaechst ueberraschender Weise waren so gut wie alle Kranken gut in der Schule. Es bestaetigt sich also der alte Spruch, dass die guten Schueler ihre Krankheiten in den Ferien nehmen.
Kommt also naechste Woche die Welle der kranken schlechten Schueler?
 

Meister 06.02.2009, 14.36| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Grippewelle abklingend

Scheint ja langsam besser zu werden mit der Grippewelle, jetzt kommt die interessante Frage, ob die Erwachsenenwelle hinterher kommt.
Ansonsten muss man sagen, dass auch diese Welle lehrt, dass Leute mit Asthma auf jeden Fall gegen Grippe geimpft sein sollten.
 

Meister 06.02.2009, 12.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Verschleissfrei Arbeiten

Der letzte Arbeitstag der ersten Februarwoche. Wenn von >verschleissfrei arbeiten< die Rede ist, ist sicher klar, dass genau das das Problem ist in diesen Wochen. Deshalb ist es auch so wichtig im Winter mal Urlaub zu machen. Februar-Maerz und auch teilweise noch April sind die schlimmsten Monate, die Kinder sind krank, sie werden scheinbar gar nicht mehr gesund, die Eltern sind genervt und sehen kein Land mehr. Da hilft nur, die Ruhe bewahren, gut zureden und die Kalenderblaetter immer schneller abreissen.
Standardwitz: wir reissen jetzt mal die naechsten 3 Monate ab, dann geht es uns allen besser. 

Meister 06.02.2009, 08.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Kein guter Eindruck vom Kino

Da fährt man mal ausnahmsweise ganz zentral in die Stadt um einen Film zu sehen, weil man sich dort mit jemandem treffen will.
Der Film, den man sich ausgesucht hat, ist auch weiter drausen angeschlagen, aber vorzeitiges April-April, man hat den Film abgesetzt, weil die Berlinale anfängt.
Keine Information - nichts.
Aber weiterhin ist es auch kein Ruhmesblatt wenn diese Maxxe so gut wie Null Informationen über die laufenden Filme geben, selbst was in welchem Saal läuft wird nur auf dem Wechseldisplay gezeigt. Die halten das wahrscheinlich für das coole Weltniveau, und vieleicht fällt es auch gar nicht so auf, wenn man täglich hingeht, aber sie sollten sich vielleicht nicht wundern, wenn man zuhause bleibt, weil man da wenigstens weiß welcher Film in welche Programm läuft.

Meister 05.02.2009, 09.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Sturm über Bankanien 2.Akt



GierbertDummbacke sitzt auf einem Sessel rechts vor der Bühne, schaut ahnungslos ins Publikum und raucht eine dicke Zigarre. Er liest eine Wirtschaftszeitung mit der boulevardgroßen Überschrift:>MEGA-RENDITEN EXPLODIEREN<.

Als der Vorhang langsam aufgeht sieht man einen ungeheuren Haufen Papierschrott in Ballen, Tüten, Stapeln, der sich bewegt, auftürmt und nach vorne drückt. Die Schwarzanzugträger hetzen herum, versuchen dem Berg Herr zu werden, werden aber im hektischer.

Schwarzanzugträgerchor: Hilf, König Market, hilf uns, bitte, bitte, hilf uns.

Marktmännchen kommt von links panisch auf die Bühne gerannt.

Marktmännchen: Was habt ihr angestellt, ihr Deppen, sind das eure Zettel? Soll uns das alles verschlucken?

HerrLehmann: Das sind alles Kredite, AAA-Rating von MentallyPoor.

Marktmännchen: AAA heisst das vielleicht Alles-Am-Arsch? Und wo ist BBB und was heisst das dann?

HerrLehmann: Die BBB drücken von hinten und CCC sind grottenmäßig drunter. AAA heisst "Abwärts-am-Abgrund", BBB heisst "Bewuß-bösartige-Bonusmelker" und CCC heisst  "Calkulierter-complett-Concurs". Wir haben von allen gebunkert bis zur Oberkante, die Renditen sind gigantisch, wenn sie denn jemals zurückgezahlt werden.

Marktmännchen:  Da kann der Markt helfen, wir lassen sie alle verfallen und die Schulden sind weg.

HerrLehmann (plötzlich erbleichend- weisses Puder überstreut ihn): Wir sind weg, das gehört alles uns. Wir haben gehebelt, wir haben gewettet, es steht in unserer Bilanz, hunderte Milliarden, Billionen, es mußte sich ja lohnen.

Marktmännchen: Dann ab in den Keller damit, es darf keiner sehen, sonst ist der Markt aus dem Gleichgewicht, und dann kommt das jüngste Gericht.

Schwarzanzugträgerchor: Wir versuchen doch alles in den Keller zu drücken. Doch es verfault, es gärt, es stinkt, es zu verdrücken, will uns nicht glücken. Wir stehen auf verlornem Posten, das wird sehr viel kosten.

Marktmännchen: Wir versuchen´s auf die einfache Tour, Greenkeeper bringt das Grün.

4 noble englische Greenkeeper fahren einen Handwagen herein mit hübschem Platikkunstrasen.

HerrLehmann: Was soll das mit dem Rasen, wollt ihr jetzt golfen?

Marktmännchen: Das ist das Gras, in das Du beisst! Du tust ein gutes Werk, also verrecke!

Schubst HerrLehmann rüde auf den Handwagen, der wird rasant heraus gefahren.

Marktmännchen, schaut auf den quellenden Schrott: Das wird alles nicht reichen. Es quillt, es quält, es fault, es jault, es stinkt zur Hölle. Lasst verschwinden was ihr könnt, ich hole Hilfe!

Marktmännchen, rausrennend: Mama ! Papa ! Hiiiilfe !

Auftritt Vater Staat und Mutter Erde, Vaterstaat im feinen Zwirn einen dicken Knüppel auf der Schulter, schiebt Muttererde im Rollstuhl vor sich her. Muttererde, mager, blaß und matt löffelt unlustig aus einer großen Schüssel mit der Aufschrift >Investitionen< einen zähen Brei. Die Schwarzanzugträger schnitzeln immer neue Geldscheine in die
Schüssel und schütten aus einer großen Ölkanne Öl hinein. Marktmännchen kommt Vaterstaat und Muttererde entgegen und trifft sie in der Bühnenmitte.

Marktmännchen: Gut dass ihr da seid! Wir müssen diese Zettel hier entsorgen, könnt ihr dafür uns ne Kleinigkeit borgen, uns ein bißchen versorgen, zumindest bis morgen, oder übermorgen, oder überübermorgen.

Muttererde: Ich kann nicht mehr, die Suppe ist zu schwer, ich geb sie gerne her, ansonsten bin ich  - fertig!

Marktmännchen, haut ihr eine: Beschwer Dich nicht, friß oder wir sterben.

Vaterstaat: Was haust Du Deine Mutter? (Haut ihr selber eine mit dem Knüppel) Das darf nur ich! Ich mache die Regeln, auch wenn ihr sie diktiert, ich mache sie. Also jetzt mal wieder ein bißchen Respekt, und vor allem, ich will meinen Anteil am Profit, wenn ich Euch raushaue. Ich werd Mutter überzeugen, sich noch ein bßichen krumm zu legen, für Euch, für uns alle. (Zur Mutter) Friß Deine Suppe, rette Deine gierigen Söhne, sie sind fett und feist, aber auch dreist. Sie sind >tobigtofail<, wenn Du weißt, was das heisst?

Muttererde: Und was heisst das >tobigtofail<. Das klingt für mich außerirdisch oder gälisch , so wie >nobrainjusttail<.

Vaterstaat: Das heisst, das sie zwar groß sind, aber krank, wenn sie sterben, werden wir nichts erben, außer Schulden und Gestank.

Marktmännchen: Red nicht, mach was!

Schwarzanzugträgerchor: Rette uns den Arsch, wir sind der geschenkte Barsch.

Vaterstaat: Ich bin so toll, ich bin so wundervoll, ich kann Billionen herbeizaubern, ich kann garantieren, ich kann mich verbürgen, denn ich habe Bürger, die kann ich würgen, und auspressen, bis ins 6. Glied. Ich drucke Geld, ich gebe Staatsanleihen, die Zukunft soll´s zahlen, sag ich. Wenn die es auch nicht zahlt, dann machen wir eben einen Schnitt, der Währung, dann gehen alle mit  - zugrunde.

Auftritt die Zukunft, eine schöne junge Frauengestalt.

Zukunft: Ich soll zahlen, da kann ich nur lachen, ich hab Besseres vor, als solche Sachen.

Vorhang

GierbertDummbacke mit einer Zeitung >HerrLehmann tot!< hat die kalte Zigarre im Mund.

GierbertDummbacke: Bisher ist doch gar nichts passiert. Aber mulmig ist mir doch allmählich.

Ende 2.Akt

Reichitzki, von der Seite hereinschauend: Ich sag jetzt nichts, ich checke meine Konten. Panik droht, was tuen die Besonnten?

Meister 04.02.2009, 17.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Faeden ziehen

Dass bei einer 5jaehrigen es kein Vergnuegen ist, 8 Faeden am Unterschenkel zu ziehen, kann man sich sicher vorstellen. eine sehr schrille Veranstaltung, die durchaus eine Viertelstunde dauern kann, besonders weil das Bein staendig verdreht wird.
Ist es geschafft, sind es alle Beteiligten auch.
Sicher nicht ueberraschend ist, dass diese Veranstaltung natuerlich ohne jede Verguetung stattfindet( sollte aber trotzdem mal gesagt werden).
Also liebe Kinder, seid beim Spielen schoen vorsichtig!

Meister 04.02.2009, 10.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Bildungsmuffel Wowereit

Der geliebte Fruehstueckdirektor Wowereit meldete sich mit der auffasssung zu Wort, die Lehrergehaelter sollten bundesweit >gedeckelt< werden.
Man koennte sagen, merkt der arme Thor nicht, dass er dabei ist, die Berliner Schullandschaft nachhaltig zu zerstoeren?
Man muss aber wohl sagen, dass es symptomatisch ist fuer diese Politiker, denen Bildung in Wirklichkeit nur ein Werbeartikel ist.
Statt die Lehrer endlich leistungsgerecht zu bezahlen, haben sie sie in Berlin immer billiger einkaufen wollen. Dass das bei einem schrumpfenden Angebot schief geht, sollte selbst ein mittelmaessiger Absolvent einer rot-rotbrauen Wowi-Klippschule kapieren.
Die Blindheit der Politiker hat offenbar verschiedene Schattierungen, aber allgemein schein zu gelten: mit einem Huehnerauge sieht man besser.
 

Meister 04.02.2009, 08.50| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Der geplante Tod der Kinderärzte




Liebe Freunde des Gruselns und liebe immer wieder gern bös Überraschte,

heute möchte ich ihnen mal etwas ber die erneute Honorarreform erzählen, das sie überraschen wird. Die Entwicklung des Systems der ambulanten Krankenversorgung und die geplante Abwicklung der Kinderärzte als Berufsgruppe hängt damit nicht so ganz zufällig zusammen.

Unsere geliebte Regierung hat mit großem Stolz verkündet, dass sie 2,5 Milliarden locker macht für die ambulante Versorgung in Deutschland und Ulla ist so aus dem Häuschen darüber, dass ich ständig Hypereuphorieanfälle bei ihr und ihrer Leibgarde behandeln muss.

>Mein lieber Dr. Bloggma<, sagt sie dann ganz aufgeräumt, >das haben wir so prima hingekriegt. Alle denken es gibt mehr Geld, und die Patienten kommen zu ihrem Arzt, mit dem hübschen Sozialneidgefühl: der hat es gut. In Wirklichkeit geht es natürlich darum, das Geld in die Umstrukturierung des ambulanten Sektors in Richtung auf konzern- oder kassenabhängige Ambulatorien zu stecken. Die Arztpraxis muss endgültig weg. Sonst kriegen wir die Kerle nie unter Kontrolle.< Das war natürlich ein sehr offenes Wort, das sicher nur dem euphorischen Zustand geschuldet war.

Aber untersuchen wir die Frage mal genauer: nehmen wir mal an, es werden wirklich 2,5 Milliarden mehr ausgegeben, wohin gehen sie?

Sie haben ein neues Regelwerk gemacht, das so kompliziert ist, dass es nur die Eingeweihten verstehen, und die sagen zuerst, dass sie auch nicht wissen, wieviel die Ärzte bekommen, dass es aber sicher mehr sei, als man denkt. Wenn sich dann herausstellt, dass es in Wirklichkeit viel weniger ist als vorher, sagen sie, dass sie keine Ahnung haben, wie das kommen konnte. Das Geld landet offenbar genau da, wo man ausbauen will und wird dort verknappt, wo man abbauen will.

Nehmen wir mal die Kinderärzte,die honorarmäßig voll abgestraft werden, man hat den Eindruck, dass sie von der Politik und den Kassen- und KV-Funktionären in die Zange genommen werden. Warum bloß?

Vielleicht kann man es so erklären: Die Kinderärzte sind eine kleine Ärztegruppe, die ein bißchen zwischen Hausärzten und Fachärzten positioniert ist, sich deshalb gut dazu eignet, sie im Gegeneinanderausspielen der Ärzte exemplarisch zu zerreiben.

Dieses Spiel dient dazu, den Arztberuf als freien Beruf abzuschaffen: der angestellte Arzt, der von Investoren in gemanagten Kliniken und Ambulatorien bezahlt wird, ist die Zukunftsvorstellung der hohen Herrschaften. Dann können die Ärzte endlich nicht mehr ihr Ansehen in der Bevölkerung in Geldforderungen ummünzen, sondern können sich mit Pflegepersonal, nichtärtzlichen Therapeuten und anderen in einen öffentlich verordneten Tarifvertrag einordnen, geht doch im stationären Sektor auch.

Man ist ja mit den MVZs schon ein Stück voran gekommen, aber die Arztpraxis weigert sich bisher zu sterben. Also muss nachgeholfen werden. Aber Schritt für Schritt, wie es heutzutage die erprobte Methode der Sozialingenieurtechnik ist, man kann das natürlich auch etwas altertümlich einen Cocktail aus Salamitaktik, >Teile und Herrsche< und >Tarnen und Täuschen< nennen.

Wenn man das an den Kinderärzten vorexerziert, wird man zwar noch nicht den Durchbruch erzielt, aber schon wichtige Erfahrungen für den nächsten Schritt gesammelt haben.

Dieser ist dann die Umwandlung aller Facharztpraxen in investorengesteuerte Zentren oder Klinikdependencen.

In der Endphase gibt es die Arztpraxis dann nur noch als medizinische Vorfeldorganisation in der praktische Ärzte, vielleicht sogar medizinisch kurzausgebildete Lightärzte (Bachelorstudiengang 3 Jahre) oder Ambulanzschwestern sortieren, welche Patienten für weitere Behandlung an die MVZ überwiesen werden und welche nicht. Diese Struktur von 1.Vorfeldpraxis-2.Versorgungszentrum-3.Krankenhaus ist doch das einzige Mittel, wirklich Geld zu sparen, vorausgesetzt, dass der Zugang streng von 1 nach 2 nach 3 geregelt ist und die freie Arztwahl dementsprechend abgeschafft ist.

Sie werden das als Überwindung der Zweiklassenmedizin verkaufen, dabei ist es natürlich das Gegenteil: Holzklasse für alle, gute Versorgung nur für die, die reich genug sind, selbst für etwas Besseres zu zahlen. Sie werden natürlich sagen, besser Holzklasse für alle, als ein unbezahlbares System, bei dem unten die Armen rausfallen. Denn der Ausgangspunkt unserer Sozialingenieure ist doch, dass wir uns in Zukunft ein so aufwendiges Gesundheitssystem wie heute nicht mehr leisten können, da die Demographie und der medizinische Fortschritt die Menschen immer älter und teurer machen.

Je älter ein Mensch wird, um so mehr medizinische Leistung -also Geldsumme- ist ihn hereingesteckt worden, ähnlich wie Bildung und Ausbildung in die jungen Leute. Nur dass die Alten nichts mehr zurück zahlen von den in ihnen aufgehäuften Geldsummen, das ist der kleine Unterschied.

Weiter in der Logik der hohen Sozialingenieurtechnik: Will man also verhindern, dass die Gesellschaft verarmt, indem sie immer mehr die Alten vergoldet, die diesen Reichtum dann ins Grab tragen, muss man diese Vergoldung begrenzen oder beenden, dazu muss man heute die Steuerungsinstrumente schaffen.

Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass wir diese Alten sind, um die es geht.

Wenn das >warum?< also klar ist, kommen wir zurück auf die Kinderärzte: ihr Problem ist, man kann ohne sie auskommen, Kinder haben keine Lobby: die Praktiker können die Kinder zwar nicht kompetent behandeln, brauchen sie aber auch gar nicht: sie sollen die Verschnupften billig erledigen und diejenigen, bei denen sie nicht weiter kommen, irgendwann ans MVZ weiter schicken, so einfach ist das. MVZ die Kinder behandeln, können aus den heutigen SPZ (Sozialpdiatrischen Zentren) ohne allzu großen Aufwand weiter entwickelt werden, die haben heute schon eine Wartezeit von 4 Monaten bis zum Erstkontakt.

Nachdem ich das alles so entwickelt habe, kommt es mir so logisch vor, dass mir die Kinderärzte heute schon leid tun, sie sind die Indianer des deutschen Gesundheitswesens, zum Aussterben vorgesehen.

Seien Sie bitte aber nicht allzu deprimiert, lieber Leser, es gibt auch Alternativen. Also Kopf hoch!

Ihr ergegener Dr.Robert F. Bloggma

Meister 03.02.2009, 10.49| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Warum sind immer die Kinderärzte dran?

Im stolz geschwellter Brust verkünden sie, sie hätten 2,5 Milliarden mehr für die ambulante Versorgung spendiert, sei ja kaum verantwortbar, aber so großzügig sei man nun mal.
Jedoch wieder das übliche Verfahren: vorzeitiger Jubel, Ernüchterung, ewiger Jammer.
Von dem Geld kommt nicht nur gar nichts an, die Kinderärzte werden sogar existenzgefährdend schlechter gestellt, bekommen weniger für den Fall als der Praktiker, der das gleiche Kind behandelt und insgesamt so wenig, dass man den Konkursrichter rufen möchte.
Ich denke, dass muss uns Dr.Bloggma mal genauer erklären.

Meister 03.02.2009, 08.45| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Montagmorgen tieftster Winter

Da kann man sich lebhaft vorstellen, was los ist, an so einem Wintermontag. Aber zum Glueck sind Ferien, am Strssenverkehr merkt man das heute deutlich. Aber leider haben auch meine Kollegen alle Ferien....
Na warten wir's ab.
 

Meister 02.02.2009, 08.46| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Sturm über Bankanien; 1.Akt



Der Vorhang ist geschlossen. Von links tritt Reichitzki von rechts Direktor WebA.Master auf die Bühne.

Reichitzki:

Sie wollen also die Finanzkrise auf der Bühne dramatisch in Szene setzen. Sie überschätzen wie üblich ihre Fähigkeiten und ihre Kompetenz, Sie Amateur!

WebA.Master:

Das wird ein wunder voller Spaß!

Reichitzki:

Ich seh den Schund schon stinken.

WebA.Master:

Seien Sie doch nicht so negativ. Schauen Sie doch erstmal, was unsere virtuelle Weltbühne sich hat einfallen lassen.

Schwungvoll bis rasant wird der Vorhang aufgezogen. Auf der Bühne laufen ein gutes Dutzend Schwarzanzugtärger kreuz und quer, jeder hat ein großes weisses Namensschild um den Hals hängen. Sie stecken sich Zettel zu und singen im Chor.

Schwarzanzugträgerchor:

Heil König Market, heil, heil heil. Oh großer Spender von Wohltaten, lang sollst Du leben, viel sollst Du geben.

Ein kleines dickes Männchen wuselt eilig von links nach rechts über die Bühne und kreuzt genauso wieder zurück

Marktmännchen singt:

Ich bin der Markt, ich bin erstarkt. Ich regle alles, ganz allein, allein, Alleingang und Allausgang. Ihr dürft mir huldigen, ihr dürft mich nicht beschuldigen, ich mache seelig, wer´s nicht glaubt wird insolvent, wer´s glaubt verliert sein letztes Hemd.

Schwarzanzugträgerchor:

Heil Dir im Siegerkranz, bis hin ins Siegerland, sollst Du uns führen. Gib uns das Geld das wir erstreben, mach uns reich, mach uns glücklich. Her mit dem Schotter, ein bißchen plötzlich.

Marktmännchen:

Was macht ihr mit den Zetteln, sprecht?

Schwarzanzugträgerchor:

Wir vermehren, wir erhebeln, wir explodieren den Kredit, macht alle mit, haltet alle Schritt. Wir kaufen, wir verkaufen, wir wetten und wir wetten noch mal drauf. Immer höher und höher steigt der Index. Die Papiere, die Zertifikate, die Derivate, wir liefern die frischeste Ware, die besten Ideen, aus nichts wird Reichtum im Handumdrehn.

Ein großer Baum wird von oben auf die Bühne herabgelassen, es ist der Bonussbaum, in einer Astgabel hält sich mühsam eine in weite Gewänder gehüllte Frauengestalt, Cassandra Register, das Unheilorakel. Die Schwarzanzugträger tanzen um den Bonussbaum mit steigender Extase.

Schwarzanzugträgerchor:

Dein Geschenk, oh König Market, wir danken Dir. Du schenkst uns den Baum des Bonuss, die reichen Früchte, sie fallen uns in den Schoß, sei fruchtbar Du Baum, sei fruchtbar, und lasse weiter reiche Ernte fallen, spende mehr, lass dicke Früchte uns erquicken, bis sie uns erdrücken, können sie uns nur beglücken, gibt mehr, noch mehr und immer mehr, gib schon her, los, los , her, her, losloslos,her-her-her.

CassandraRegister:

Ihr armen Toren, ihr habt Euch verschworen, zum Fell über die Ohren, dabei seid ihr verloren, schon völlig geschoren und dann auch verfroren. Ist der Arsch erst verwettet, ist er bald nicht mehr verfettet.

Reichitzki zur Seite:

Oh Jammer, grausamer Blödsinn. Ich will Shakesbeer. Anspruchsvolle Unterhaltung. Nicht immer diese bürgerlichen Trauerspiele.

Vortretend Schwarzanzugträger Acker Deutschmann.

AckerDeutschmann:

 Ich brauch 25 Pronzent Rendite, denn in Eurer Mitte lasst mich sein der Dritte, oder der Zweite oder der Erste.

Kleiner Sprechchor aus City, HerrLehmann und Goldiesachs:

Acker, Du kleiner Fixer, Du bist kein Angelsachse, also bleib auf Deinem Platze. Die große Finanzwelt,  die Feine, sollst Du nicht beschmutzen mit Deiner Kleinlichkeit.

U.B.Schwitz:

Es ist doch die eine Welt, die globale, die uns allen gemeinsam gehört. Und dieser schöne Baum, hat er nicht Früchte für uns alle? Für mich natürlich die meisten, wenn ich bitten darf, schließlich bin ich neutral und steuerparadiesisch, da darf es etwas mehr sein.

Sie tanzen wüst um den Baum, sie rütteln heftig daran, fette Bonüsse fallen herab, mühsam klammert sich CassandraRegister an den Ästen fest.

CassandraRegister:

Wißt Ihr was Ihr tut, Ihr Toren, Ihr zerstört, mit Eurer Gier, doch alles? Es kann, nicht gut gehen, wenn, die Hebel immer länger, werden, der Kredit, ist doch nur, ein Versprechen. Macht das Versprechen, zum Verbrechen, es wird sich rächen.

Es erscheint der gemeine Anleger, das kleine gierige Subjekt, Gierbert Dummbacke.

GierbertDummbacke:

Da hab ich nun auf meiner hohen Kante ein paar Zigtausend. Sie sind zwar schön, doch möcht ich mehr davon. Wer wagt es in Bankanien, mein Geld zu vermehren, ich will ihn ehren, er soll mich lehren, die Zauberkunst des Reichtummachens. Zwar hab ich viel, doch möcht ich mehr, noch mehr und immer mehr. Was sie können, die Herren in den Anzügen, in den Chefetagen, ich will es auch.

Auftritt des treuen Anlageberaters, der Dackelblick rechts mit listigem Aug links schielend verbindet,sein Name DresdnerCommers, alias Dasistnichtnormalfüreinebank.

Dasistnichtnormalfüreinebank:

Ihr habt zwar Geld, doch ich hab was Besseres, den Stein der Weisen, der aus Eurem bißchen Geld wirklichen Reichtum macht. Kauft ihn mir ab, den Stein der Weisen, berührt mit ihm ein Ding, und es wird pures Geld, frisch gedruckt, wo immer ihr wollt. Kauft sie die Zertifikate, die Sichergemachten, die Derivate, die Abgeleiteten, die Komponierten, die Kunstwerke, geschaffen Euch zu betören, Euch zu gehören, Euch zu verführen, Euch reich zu machen, Euch gleich zu machen, den Großen, den ganz Großen, dieser Welt.

GierbertDummbacke:

Ich wag´s, ich kauf´s. Ich will mit ganzem Herzen, reich sein, global sein , dabei sein, mir mein Stück nehmen vom Kuchen. Denn steht´s mir denn nicht zu? Bin ich denn nicht wie sie, die großen Hunde, die große Haufen machen und sie verkaufen, aus purem Gold, vielleicht?

CassandraRegister:

Ach Unheil, nimm Deinen Lauf. Es giert der Mensch solang er lebt, und wenn er tot ist, bleibt genug, für den Billigbestatter, hoff ich.

Vorhang. Ende 1.Akt.

Meister 31.01.2009, 11.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kleines virtuelles Theater

Lehrerverbeamtung

Da streiten sie in der Zeitung heute wieder über Lehrerverbeamtung. Was für ein Blödsinn.  Wollen sie die wirklichen Probleme nicht sehen, oder was?
Die Verbeamtung hält doch nur fest an der Obrichkeitsschule, vielleicht unter rot-brauner Regie, trotzdem immer gleich. Verhindern tut sie vor allem auch die bessere Bezahlung der Lehrer. Lehrer sein, sollte kein Amt sein, sondern ein freier Beruf. Das wird es nicht in einem Schritt, aber der angestellte Lehrer muss wesentlich höher bezahlt werden in der Zukunft. Das wird schon die Konkurrenz richten, da bin ich ziemlich sicher. Der Rückfall in Verbeamtungsträume dient doch nur als Beruhigungspille: nehmt euren Beamtenstatus, gebt Ruhe und bereitet euch auf die Pensionierung vor.

Meister 30.01.2009, 14.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Grippewelle-Aktualisierung

Beeindruckend wie sich die Karte in den letzten Wochen entwickelt hat, jetzt ist fast ganz Deutschland rot. Ausnahme Ruhrgebiet. Jetzt weiß ich auch warum: dort hat es angefangen und ist inzwischen im Abklingen. Aber Vorsicht! Grippewellen können zweimal kommen.
Die von der AGI gegebenen Informationen passen sehr gut mit unseren Beobachtungen zusammen: es sind hauptsächlich Kinder betroffen und zwar mehr kleine als große. Der Verlauf derInfektione scheint dabei im Moment eher harmlos: die Erkrankten haben zwar am Anfang oft hohes Fieber und den typischen schweren Husten, erholen sich dann aber nach 3-5 Tagen. Leider scheint es so zu sein, dass es in den Folgetagen nochmal zu einem Rückfall kommen kann, besonders wenn man zu forciert sich wieder gesund erklärt. Zum Glück bisher kaum schwerere Komplikationen, wie sie bei diesem Inluenza A Typ H3N2 aber durchaus beschrieben sind. Leider muss man sagen, dass das noch kommen kann.
Zusatzbemerkung: In den Veröffentlichungen akut wie auch grundsätzlich steht immer, dass echte Grippe nur so verläuft , dass man plötzlich hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und starken Husten bekommt. Alles andere seien eben nur grippale Infekte ohne Grippevirus. Diese Unterscheidung mag im Grunde zutreffend sein, aber umgekehrt ist es oft auch so, dass in der Familie eines richtig doll Grippekranken andere nur leichter betroffen sind. Diehaben dann aber sicher kein anderes Virus.

Meister 30.01.2009, 10.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Schlagzeile zum Tage

UFOs schiessen Fluggaeste ab !

Meister 29.01.2009, 13.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

SED-Täter klagen gegen Opfer

Wirklich empörend ist es, dass die SED-Verbrecher, die bereit waren jegliches Unrecht auf Kosten ihrer Landsleute zu begehen, jetzt die Segnungen des Rechtsstaates ausnutzen, um ihre ehemaligen Opfer zu verklagen, wenn diese die Täter beim Namen nennen. Das hat ihnen natürlich ihr Vormann Iljitsch beigebracht, gleichzeitig gibt es Anlaß zu Spekulationen, ob die SED neben ihrem legalen "linken" Arm noch einen illegalen rechten hat, eine Geheimporganisation der Getreuen von Walter&Erich, die im Dunklen vernetzt sind.
Ist der Rechtsstaat wirklich machtlos?
Ich denke, die Gerichte dürfen da nicht versagen, es müsste in jedem dieser Prozesse eine gründliche öffentliche Erörterung des Umfeldes der Taten der SED-Leute geben, eine Abschätzung des persönlichen Anteils der Verbrecher und eine eventuelle nachfolgende Anklage gegen diese. Das würde ihnen den Appetit auf gerichtliche Auseinandersetzungen verderben.
Gleichzeitig müssten diese Prozesse ein derartiges Medienecho finden, dass die legale Seite der Partei diese Leute zurück in die Kellerlöcher schickt, aus Angst, dass sie die Wahlchancen der schönken "linken" Schmusewelt verhageln.
Weiterhin müsste ein Hilfsfond gegründet werden, der SED-Opfer vor Gericht gegen die mit schwarzen SED-Geldern munitionierten Genossen beisteht.

Meister 29.01.2009, 10.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Bitte warten.....bis in alle Ewigkeit

Die Wartezeiten fuer eine Untersuchung im sozialpaediatrischen Zentrum steigen immer weiter an, gehen jetzt offenbar auf 6 Monate zu. Es liegt einfach daran, dass der Prozentsatz der Kinder, an denen herumgemaeckelt wird, immer groesser wird. Wie das weiter gehen wird, ist wirklich eine interessante, aber offene Frage.

Meister 28.01.2009, 14.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Traurig, aber typisch

Das Kind ist bald 5 Jahre alt und hat Probleme mit der deutschen Sprache, zu kleiner Wortschatz und undeutliche Aussprache. In der Muttersprache spricht sie aber sehr gut.
Sie ist auch schon ueber 2 Jahre in der kita, aber dort ist nur ein einziges Kind, das deutsch als Muttersprache hat...
Ich glaube zwar, dass sie clever genug ist, das selbst aufzuholen, aber immerhin kommt sie naechstes Jahr in die Schule, das koennte knapp werden. Eine Therapie kommt natuerlich nicht in Frage, denn es ist ja keine Entwicklungsstoerung.
Die Lage ist sicher schwierig, aber die Kitas muessen eben ihre Aufgaben erfuellen, genau wie die Schulen. Und wenn sie es nicht koennen, muessen sie eben in Stand gesetzt werden, es zu koennen.
 

Meister 28.01.2009, 12.52| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Schnelllaeufergymnasien als Falle

Da ist jemand ziemlich gut in der Grundschule und wird aufs Schnellgymnasium aufgenommen. Dummerweise besteht sein Leben dann nur noch aus Schule, langem Schulweg, viel lernen und Hausaufgaben. Da er motiviert ist, kommt er schon mit, aber entwickelt zunehmende psychosomatische Probleme und kann irgendwann nicht mehr.
Aber jetzt kommt er nicht mehr runter auf eine normale Schule, weil die Schnelllaeufer ihn nicht loslassen wollen, es waeren dann nur noch 10 Schueler in der Klasse, heisst es. Und die andere Schule sieht auch keinen Grund ihn aufzunehmen, weil er ja aus dem Gymnasium nicht rausgeflogen ist.
Muss man jetzt zum Mittel des kuenstlichen Schulversagens greifen, um das Problem zu loesen?


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Meister 27.01.2009, 13.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Volles Fortbildungswochenende

Ein zweitägiger Kurs am Wochenende, und es ist weg. Aber wenn es sich gelohnt hat, dann ist es ja gut. War wirklich sein sehr guter Kurs, und ich bin zufrieden und begeistert wieder zurück gekommen.
NA dann wollen wir mal sehen, ob die kommende Arbeitswoche etwas freundlicher wird als die letzte. Ich befürchte, dass die Grippewelle noch nicht vorbei ist. Aber sie könnte doch bald den Höhepunkt überschritten haben.

Meister 25.01.2009, 16.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wetterfühlig?

Fühle mich heute so unmotiviert müde, dass ich fast glaube, es liegt am supertiefen Luftdruck in Tateinheit mit vorzeitiger Frühjahrsmüdigkeit.
Wirklich - das Problem >Winter< beginnt eigentlich erst gegen Ende Januar, wenn das Wetter naßkalt, die Arbeit erschöpfend nervig und der Frühling unerreichbar scheint.
Da hilft nur der Traum vom baldigen weit weg. Und Buttermilch als Kraftquelle! Mag nicht jeder, aber ich.

Meister 23.01.2009, 19.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Neues von der Grippewelle

Weiter heftiger Ansturm der Grippekranken und es bestaetigt sich inzwischen, dass es sich um Influenza handelt, offenbar vor allem Inluenza A Typ H3N2.
Erfreulicherweise handelt es sich um Grippeviren, die vom aktullen Impfstoff abgedeckt werden, das war auch unseer bisheriger Eindruck. Ausserdem scheint es so zu sein, dass hauptsaechlich die Kinder bisher betroffen sind, Laut Info der Grippe-AG sind 80% der Konsultationen Kinder besonders viele auch unter 4 Jahre. Bisher hatten wir aber noch keine besonders schlimmn Faelle und auch noch keine ernsten Komplikationen. Das kann allerdings noch kommen.
 

Meister 22.01.2009, 10.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Weiße,schwarze und bunte Zukunftsromantik


Die Zukunft ist eine Schar von Möglichkeiten, die auf uns zu fliegt. Soweit so gut.
Es sind äußerst unterschiedliche Möglichkeiten. Neben der positiven Vorstellung, wie toll alles werden könnte, was ich "weiße Romantik" nenne, gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit, oder sagen wir die Gefahr, dass dieses neue Jahrhundert genauso viele Katastrophen enthalten könnte wie das vorherige, also "schwarze Romantik", wenn man über diese Vorstellungen schreibt. Doch bunt ist des Lebens goldener Baum, also wird man die Durchwachsung der guten, schlechten, tollen und miserablen Vorstellungen in Wirklichkeit haben."Life goes on in desperation and hate, as it goes on in contentment and happiness" (Uraltes Zitat, von wem wohl?)
Was soll man beschreiben, wenn man zukunftsromantisch schreibt? Ich denke, auch schwarze Romantik hat ihren Platz, es kommt darauf an, sich klar zu machen, dass das Leben immer weiter geht, so oder so, mit uns oder ohne uns, nach dem Tal kommt die Höhe,und ist es nicht immer großartig?
 

Meister 21.01.2009, 17.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Im Knast in Thailand

Da sitzt ein armer Australier namens Harry Nicolaides im Thailand im Gefängnis, verurteilt für 3 Jahre. Warum? Weil er als Schriftsteller vor Jahren ein Buch veröffentlicht hat (Verisimititude), was in Thailand als Majestätsbeleidigung eingestuft wurde.
Gut, wenn man solch Bücher schreibt, sollte man vielleicht nicht mehr nach Thailand fahren, aber vielleicht sollten dann wir alle anderen auch nicht mehr dort Urlaub machen.
 

Meister 21.01.2009, 13.58| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Obama zukunftsromantisch

Ich finde zwar, dass der Mann ein bisschen viele Vorschusslorbeeren bekommt und dass die Erwartungen vielleicht zu hoch gespannt sind, aber der Stoff wird voll zukunftromantisch inszeniert, das ist beachtlich und eigentlich sehr erfreulich. Hoffen wir nur, dass es nicht nur Augenwischerei bei business as usual ist.
Trotzdem: ich finde die Herangehensweise gut, man muss die Zukunft optimistisch anpacken, die Probleme loesen oder wenn man sie nicht loesen kann, dann aber bearbeiten, so dass man einer Loesung naeher kommt. Diese Welt kann es viel besser, die Globalisierung muss eine andere werden
 

Meister 21.01.2009, 11.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Nebenwirkung


 Bei der >Abwrackprämie< gibt es eine Nebenwirkung, die für viele Autokäufer ziemlich unangenehm sein könnte: es wird keine Gebrauchtwagen mehr geben, die weniger als 2.500€ kosten.

Meister 21.01.2009, 09.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Mehr als zuviel geht nicht

Wartezeiten und Grippewelle erteilen uns gerade eine deutliche Lektion: wenn wir den Ansturm nicht begrenzen, werden die Wartezeiten unzumutbar lang und der Unmut dafür übergroß. Natürlich werden Leute sauer sein, wenn wir sie nicht mehr für die laufende Sprechstunde annehmen, aber das ist besser als wenn sie 3 Stunden warten und sich dann wütend verabschieden. Man muss sich von dem Gedanken verabschieden, dass man den Leuten einen Gefallen tut, wenn man sie rannimmt, sie aber überlange warten müssen. Da ist es besser, wenn sie weggeschickt werden, dann können sie entscheiden, ob sie woanders hingehen, oder ob es vielleicht doch nicht so ganz schlimm ist.
Die Alternative wäre Katastrophenmedizin, das müßte man machen, wenn man plötzlich hunderte Opfer nach einer Katastrophe hat oder wenn der nächste Arzt hundert Kilometer weg ist.  Die Methode heisst >Triage<, alle Patienten werden schnell durchgemustert und in 3 Gruppen eingeteilt: 1. dringend bevorzugt behandeln; 2. warten lassen, 3. gar nicht behandeln, weil nicht dringend (oder bei Katastophen auch weil nicht mehr sinnvoll).
Aber zum Glück haben wir keine Katastrophe. Deshalb heisst es :
Mehr als zuviel geht nicht

Meister 20.01.2009, 08.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Stupid´s bad bank




Hi, schon wieder BBS mit einem Kommentar für Euch.

Es heisst deutsche Banken hätten 300 Millionen vergiftete Wertpapiere in ihren Büchern, von denen sei erst ein Viertel abgeschrieben, es könnte sich aber auch um 1 Billion handeln.

Es ist vielleicht weniger weltanschauungserschütternd wenn wir das Problem weiter im kleinen deutschen Rahmen betrachten, denn  -  nur ein kurzer Exkurs  - wieviel wird es dann weltweit sein? Die deutschen Bänker waren doch die armen Waisenknaben der "High performance wordwide banking scene". Schätze ich mit 10 Billionen zu gering? Sind es vielleicht 20 oder gar 30.000.000.000.000 ? Kann man überhaupt so viel Geld verbrennen ohne dass der Rauch die Sonne verdunkelt? -Exkurschluss-

Was also tun mit dem Schrott, wie kann man ihn entsorgen? Die Idee mit der >bad bank< ist möglicherweise genau da entstanden, wo die ganzen kreativen Geldjongliermodelle erdacht worden sind, im Spielereicenter einer angelsächsischen Großbank. Der Gedanke ist doch bestechend: man verkauft die Giftpapiere, für die es keinen Preis mehr gibt, zum Buchwert wohlgemerkt, an diese bad bank und die muss die dann so allmählich abschreiben. Das ist aber nicht schlimm, denn man erwartet es ja von ihr: ihre schlechten Nachrichten sind gar keine. Dann können die anderen Banken wieder unbeschwert ihren Geschäften nachgehen, vielleicht fängt man dann einfach wieder von vorne an, das Modell hat sich doch aus der Sicht der Konten der Bänker voll bewährt. Vielleicht kann man sogar ein bißchen Zugeständnisse machen: man verkauft zu 80% des Buchwerts oder läßt sich sogar noch auf 70% herunterhandeln,das  ist doch auch schon wieder eine hübsche Wette im angelsächsischen Sinne, vielleicht kann ja die bad bank sogar was verdienen mit den Schrottpapieren, sollte sich der Hauch einer solchen Lösung zeigen, kann man vielleicht mit ihr sogar an die Börse gehen.

Es gibt nur Vorteile bei der bad bank, nur einen einzigen Nachteil: irgendwoher müsste das Kapital kommen, die Giftpapiere aufzukaufen. Haben sie da nicht eine Idee Herr Finanzminister? So 300 Milliarden, vielleicht ein kleines bißchen mehr. Das ist doch drin, schließlich geht es doch ums große Ganze, um Arbeitsplätze, um die Überwindung der Krise. Können sie sich eigentlich vorstellen Herr Finanzminister, wie toll sie dastehen, wenn sie die Bankenkrise im Alleingang gekillt haben?

Ich befürchte, das wird nicht so klappen. In Deutschland ist zwar schon lange keine Regierung mehr gelyncht worden, obwohl es Anlässe genug gegeben hätte in den letzten 100 Jahren, aber bei einem solchen Vorhaben kann man das nicht ausschliessen.

Ich hätte da einen anderen Vorschlag: B.B.Stupid übernimmt die Leitung der bad bank, adoptiert die Leitungsetagen der Großbanken, die Herren dürfen an ihren Namen dann ein -Stupid anhängen, sie übertragen die Schrottpapiere auf meine SBB (Stupid´s bad bank) zum Nulltarif. Ich bunkere die Papiere und stecke alles Geld, was ich retten kann in die Wohlfahrt der Bedürftigen und in den Kampf gegen den Hunger in der Welt. Die zum Schluß wirklich wertlosen Papiere können letzendlich dem thermischen Recycling zugeführt werden, falls wir sie nicht noch als Wandtapete für Bänkervillen losschlagen können.

Ist das nicht verlockend? Okay, sie werden dann die Schrottpapiere in vollem Umfang abschreiben müssen, aber macht doch nichts, sie siedeln mit den Resten der Bank auf die Cayman-Inseln ber oder vielleicht nach Lichtenstein, dem wir volle Souvernität geben, auf den Namen Bankanien umbenennen und wo wir eine große Wertpapierdruckerei ansiedeln. Die neue Regierung von Bankanien, deren Mitglieder alle einen bekannten guten Namen haben der auf -Stupid endet, gibt den Bankaniendollar heraus, dann sind alle wieder liquide und man druckt diese neue Reservewährung der Welt in der benötigten Höhe.

Jetzt sind aber wirklich alle Probleme gelöst, nicht wahr? Man muss die Kreativität nur zu Ende denken, so einfach ist das.

Meister 18.01.2009, 17.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Wie macht´s der Gümbel

Natürlich gewinnt er die Hessenwahl. Da alle annehmen, dass die SPD stark verliert, ist es völlig egal, wie viel er wirklich bekommt, wenn er weniger als 5% verliert ist er der große Sieger, wenn er weniger als 10% verliert, hat er eigentlich gewonnen, wenn er weniger als 15% verliert  hat er sich angesichts der Umstände achtbar geschlagen, wenn er weniger als 20% verliert hat er das Beste gegeben, wurde aber kurzfristig noch nicht honoriert, wenn er mehr als 20% verliert ist es die Schuld von Frau Ypsilanti, die wird sowieso in das Ergebnis mit -25% eingerechnet.
Und die Leftipartei von Bonaparte und Iljitsch: wenn sie aus dem hessischen Landtag verschwindet, wäre das die beste Nachricht seit dem hessischen Landboten.
Und Ronald Koch: der wurde vom Dalai Lama wahrscheinlich mit der Chance der zweiten Geburt gesegnet.
Und die Grünen: sollten sich nicht zu sehr freuen, wenn sie gewinnen, denn die Wirtschaftskrise bedroht ihre Querschüsse gegen den Frankfurter Flughafen.
Und die FDP: ihr Sieg in Hessen und eine Regierungsbeteiligung könnte segensreich für diesen Staat sein, denn es droht die ewige große Koalition, Angie und Steini lieben sich ein bißchen zu sehr, fürchte ich.

Meister 18.01.2009, 15.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Stasi-Ossi-Leserbrief

Heute im Tagesspiegel endlich mal wieder ein richtig vollmundiger Ossi-Leserbrief, kein normaler allerdings, ist so herb, dass er schon fast gefälscht sein könnte. Der Schreiber fühlt sich in Deutschland als Bürger 2. Klasse, was leider zur Ursache hat, dass er ein Bürger 2.Klasse ist, denn er ist eigentlich Ausländer: nach dem Mauerfall ging er mal in den Westen rüber und stellte fest, dass dort nur zufällig deutsch gesprochen wurde, es aber ein anderes Land sei. Er meint immer noch, die "DDR" hätte es auch gut alleine schaffen können - schade dass man nicht irgendwo im deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebiet ein Reservat für diese Aussiedler in die Vergangenheit eingerichtet hat.
Nicht die Menschen im Osten Deutschlands sind die Menschen zweiter Klasse sondern diese rotbraunen Restbestände. Sie sind in Wirklichkeit sogar Bürger 3. Klasse, denn jeder Einwanderer, der hier als Inländer mit uns leben will, ist als Bürger mehr wert.
Der Schreiber hüllt vorsichtshalber in Schweigen über seine eigenen Untaten im Arbeiter-&Bauernstaat auf deutschen Boden. Ich befürchte aber, dass er sein physisches Überleben nur der Tatsache zu vedanken hat, dass die 89-Bürgerbewegung menschlicher war als die gestürzte Ausbeuterclique. Und ich befürchte weiter, dass wir solchen Leuten auch noch Renten und Pensionen zahlen wie den Alt-Nazis auch.
Mit dem Aussterben dieser Altlasten sollte in Deutschland aber aufgehört werden die Berentung der  Verbrecher als Staatsräison anzusehen.

Meister 18.01.2009, 14.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Sonnenschein und Glatteis

Was für eine hübsche Zusammenstellung, man möchte zwar raus gehen, aber man riskiert auf den Hinerkopf zu fallen. Nur ganz waghalsige und verantwortungsbewußte Leute gehen jetzt raus, das Eis auf dem Bürgersteig weghacken.
Dieser Winter scheint mal wieder alles zu bieten.

Meister 18.01.2009, 12.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Woher kommen die Bankverluste?



Hi, hier spricht wieder eure Wirtschaftsamateurin Billie B.Stupid.

Heute geht es um die ganz aktuelle Frage, warum die Banken Milliarden verloren haben. Man verliert doch nicht so einfach sein Geld, das macht man doch in eine Geldbörse und die legt man doch nicht aufs Autodach, oder? Und dann noch Milliarden - die stellen doch schon einen ganzen Haufen Kies dar, selbst in großen Scheinen, die können doch nicht so mir nichts dir nichts weg sein, oder?

Die Antwort ist stupid einfach: sie haben die Milliarden verloren, weil sie vorher die Milliarden gewonnen hatten.

Früher dachte ich, und ganz früher war das ja vielleicht auch mal so, dass Banken die Geldeinlagen ihrer Sparer und Anleger mit einem kleinen Zins honorieren, dieses Geld dann als Kredite an Wirtschaft, Staat und wen auch immer ausleihen, daüfr höhere Zinsen kassieren und ihren Profit aus dieser Zinsdifferenz erzielen. Aber das ist wohl lange her und die Banken sind seitdem kreativ geworden. Wenn Banken kreativ werden, ist das so ähnlich als wenn die Verwaltungsbeamten fleissig werden: es riecht nach Ärger und Katastrophe. Wenn "Bankbeamte" zu Inverstmentbänkern mutieren, dann hat die Evolution eine neue Stufe erklommen, weiter geht es dann mit der Selektion der Gierlappen: nur die fittesten überleben.

Die Bänker hatten plötzlich haufenweise kreative, innovative Geschäftsmodelle, die alle eines gemeinsam hatten: es sollte ein Riesenprofit entstehen. 25% Umsatzrendite sollte es sein, meinte beispielsweise eine Bank, die jahrelang keine normalen Kunden mehr wollte, sondern sie in eine -24 Bank abschob.

Mit einer normalen Ausleihung konnte das nicht gehen, man stelle sich vor, man bekommt 3% Zinsen füs Guthaben und soll 28% Zinsen fürs Darlehen bezahlen.

Also wurde >investmentbanking< betrieben: man kauft, man spekuliert, man terminiert, man filetiert, man verwettet seinen Arsch.

Wenn man mit kaufen Preise hochtreiben kann, dann muss man viel kaufen, um die Preise so richtig hochzutreiben. Man muss den Glauben an die steigenden Preise erzeugen und auf den Glauben an steigende Werte übertragen, dann wird das, was man gekauft hat, von alleine wertvoller. Man kann aber auch auf fallende Preise wetten, so kann man auch Geld machen, dann muss man bloß Nichtbesitz verkaufen und billiger zurückkaufen.

Es ist heute viel davon die Rede, die Gier sei das Problem gewesen, klingt gut, erklärt aber gar nichts, ist eine oberflächliche Diagnose. Das zugrunde liegende Problem war der Glaube, man könne im Finanzsektor unabhängig von der Realwirtschaft Werte schaffen, Geld würde wirklich Geld hecken. Da saßen dann Tausendschaften von smarten, geschniegelten Anzugträgern und verfolgten rund um den Globus, wie durch schlichtes Kaufen und Verkaufen das Geld immer mehr wurde. Dabei waren sie vollkommen unproduktiv, selbst wenn sie reale Wirtschaftsgüter kauften, Rohstoffe, Nahrungsmittel, Fabriken und Konzerne, wollten sie in Wirklichkeit keine Waren produzieren, sondern nur mit Profit weiterverkaufen.

Sie verbuchten Milliardengewinne, weil alle mitmachten und der Schneeball immer weiter wuchs, und sie verbreiteten die Illusion sie seien unverzichtbar, damit die Realwirtschaft wachse. Von dem virtuell erzeugten Milliardenwerten zweigten sie sich reale Millionen ab, die sie als Boni, Leistungsprämien, selbstbewußt als verdient einsteckten.

Es waren nicht nur die amerikanischen Immobilien die überbewertet wurden, die gesamte Palette von Wertpapieren war zeitweise sehr hoch bewertet, mal reine Phantasie, mal Spekulation auf zukünftige Ertäge. Sie hatten ja ihre eigenen Auguren geschaffen, genauso lackierte Anzugträger, die für Bewertungen zuständig waren, sprich für Entwicklung von Wertphantasien. Sie wurden Analysten genannt, dabei waren sie Phantasten, die Schrott zu Gold erklären mußten. König Midas virtuell könnte man sagen. Es passte doch alles wunderbar zusammen.

Doch es gibt eine Realität, und es gibt ein Gesetz, dass die Realität jede Phantasie irgendwann durchbricht. Warum das so sein muss, sei mal dahin gestellt, unbeirrt  auf Dauer im Land der Phantasie zu leben, ist ein anderes Thema wahrscheinlich aber nicht für Stupid sondern für Gaga (die stellen wir demnächst auch noch an).

Wenn die Realität dann aber durchbricht, dann steht der Kaiser plötzlich nackt da und dann setzt heulen und zähneklappern ein, und die schönsten Derivate machen aus der Bank ne Kate (oh Knittelreim!).

Mit anderen Worte, retten, was man noch kann, verkaufen zu jedem Preis, solange es noch einen Preis gibt.

Es gibt offenbar eine ganze Menge von Wertpapieren für die es keinen Preis mehr gibt. Da man leider gezwungen ist, die Papiere, die man besitzt, zeitnah in einer Bilanz zu bewerten, sind die Milliardengewinne, die man in den vergangenen Jahren gemacht hat jetzt futsch, was man früher als Gewinn ausgewiesen hat, muss man heute als Verlust einbuchen. Deshalb hört es auch vorerst nicht auf, weil man den Schrott, den man zu Gold erklärt hat, zunächst mal als Silber, als Kupfer, dann als soliden Stahl bezeichnet, wann man wirklich wieder richtig unten angekommen ist, wer weiß es. Selbst die obersten Anzugträger sind da völlig überfragt, kommt halt darauf an, wie diese Werte morgen oder übermorgen vom Merkt bewertet werden. Deshalb würden sie diese Papiere ja auch gerne los werden, eine "bad bank" schaffen. Darauf gehe ich dann mal demnächst ein.

Meister 17.01.2009, 15.41| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Künstliches Koma

Immer häufiger spukt der Begriff des >künstlichen Komas< durch die Medien, zuletzt bei Ministerpräsident Althaus und bei Monika Lierhaus.
Ich habe das Gefühl, dass in der Öffentlichkeit der falsche Eindruck hervorgerufen wird, es handele sich um ein "Koma" im natürlichen medizinischen Sinne.
In Wirklichkeit handelt es sich um ein Narkoseverfahren, was bei schwerwiegenden Erkrankungen und postoperativ den Patienten vor Schmerzen und Streß abschirmt und die Stoffwechselvorgänge so verändert, dass eine unkompliziertere Heilung stattfinden kann. Der Patient ist dabei schon  ernsthaft erkrankt, aber das "Koma" zeigt nicht , dass es ihm so schlecht geht, sondern ist ein Heilmittel.
Beim "natürlichen" Koma dagegen sind die Körpervorgänge durch die Erkrankung so ernsthaft gestört, dass die Gehirnfunktion so stark beeinträchtigt ist, dass der Patient mehr oder weniger tief bewußtlos ist oder gar kurz vor dem endgültigen Ausfall der Hirnfunktionen.
Am liebsten also gar kein Koma, aber wenn dann nur das künstliche. Dabei meine ich natürlich nicht das selbst herbeigeführte künstliche Koma!

Meister 17.01.2009, 14.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Eislaufen2

Wird doch immer besser im dem Eislaufen, noch ein paar Mal und es ginge wieder richtig gut. Aber wahrscheinlich wird es heute schon wieder das letzte Mal gewesen sei. Die Sonne scheint so richtig schön, und die Oberfläche des Eises wird stumpf und feucht. Noch ist es reichlich dick, aber wenn es weiter wärmer wird, ist es bald aus.
Es ist halt bei uns ein Seltenheitssport. Wie wäre es mit der Olympiade der Seltenheitssportler. Können nur Leute dran teilnehmen, die den Sport in den letzten 3 Jahren nur höchstens 10x ausgeübt haben. Ein dopingfreies Vergnügen, schätze ich.

Meister 17.01.2009, 12.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Grippewelle, so isses!

Was gestern noch Frage war, ist heute Gewissheit: es ist die Grippe. Massenansturm und alle haben das gleiche typische Bild: hohes Fieber und doller Husten, der hoert sich auch ganz typisch an.
Wenn dann auch noch die Haelfte des Personals krank ist, haben wir natuerlich ein Problem. Aber mit der Zeit ist alles abgearbeitet, und jetzt hoffen wir mal, dass wir gesund bleiben, mit anderen Worten, die diesjaehrige Grippeimpfung es bringt. Das kann von Jahr zu Jahr wechseln, wenn man Glueck hat, wird nichts passieren, wenn die WHO sich vertan hat, haben wir Pech. In diesem Jahr haben sich nicht so viele Leute impfen lassen, koennte sein, dass wir das jetzt zu spueren kriegen.
Also jetzt ist Feierabend fuer heute!
 

Meister 16.01.2009, 15.31| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Grippewelle?

Feierabend. Heute schien die Liste wieder nicht enden zu wollen. Koennte sein, dass wir schon mitten in der Grippewelle sind. Die vorgestellten Kinder haben fast alle das Gleiche: Fieber und dollen Husten. Von mir aus koennte der Winter schon rum sein.
 

Meister 15.01.2009, 18.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Auf Kosten der Kinder

Furchtbar sind diese Elternauseinandersetzungen auf Kosten der Kinder. Wie kann man das bloss verhindern? Und ich soll dann Partei nehmen - das lasse ich besser!
Es ginge doch auch anders!

Meister 15.01.2009, 13.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Neuer Blogplatz

Ganz neu: DSL am Praxisarbeitsplatz, so dass man jetzt auch von der Arbeitsstelle was notieren kann. Besteht nur die Gefahr, dass ich keine Zeit dafuer habe.
Aber ich kann, wenn mir etwas Wichtiges einfaellt, es gleich schreiben.
 

Meister 15.01.2009, 12.40| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Der Spiegel: Kämpfer im Krisengebiet

Interessanter Artikel im neuen Spiegel darüber, dass in den städtischen Problemvierteln immer weniger Kinderärzte arbeiten. Dort wo die meisten Kinder, die heftigsten Probleme, die schwierigsten Eltern sind, ist die Betreuung der Kinder am Schlechtesten. Kein Wunder, möchte man sagen, denn für viel Arbeit und viel Ärger wird man bundesdeutschlogischerweise natürlich am Schlechtesten bezahlt. Und mit dem neuen schon bundesweit hurragespriesenen Abrechnungssystem, was ja angeblich die Ärzte reich machen soll, bekommt der Kinderarzt für die Behandlung eines Kindes weniger als jeglicher praktischer Arzt für die gleiche Behandlung selbigen  Kindes. Der "Allgemein"mediziner darf natürlich völlig unabhängig von einer bestehenden Qualifikation Kinder behandeln, während ein Kinder- und Jugendmediziner selbstverständlich keinen Kassenpatienten behandeln darf, wenn er den 18. Geburtstags passiert hat, selbst dann nicht, wenn er diesen Patienten jahrelang behandelt hat und keine geeigneten Erwachsenenmediziner dafür zur Verfügung stehen, z.B. bei ADHS.
Zum Dank dafür strebt eine Funktionärsclique der Allgemeinmediziner an, dass Kinder immer zuerst zum "Allgemein"mediziner gehen müssen: dann können sie das Geld mit den einfachen Sachen verdienen und nur das, was ihnen kompliziert erscheint an den Kinderarzt weiter schicken.
Es ist nicht verwunderlich, dass viele Kollegen in die besseren Stadtteile abwandern. Wenn  die Politik wollte, könnte sie durch eine Zulage in den Problembezirken dies ändern. Aber das schaffen sie ja nicht mal auf dem flachen Land, wo es bald gar keine Ärzte mehr gibt.
Solche Vorwürfe werden natürlich empört zurückgewiesen, und dann zählen sie auf, was sie gemacht haben. Ist aber alles nur Augenwischerei, es klaffen Welten zwischen dem Nobelviertel und Neukölln. Denken sie, dass die Betroffenen das nicht merken?
Trotzdem bleiben wir in Neukölln, sind aber froh, dass wir nicht so ganz im Zentrum des Krisengebiets kämpfen müssen.

Meister 15.01.2009, 10.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Jetzt ist er weg ...

der Weihnachtsbaum.
Ein bißchen spät, was ? Da gibt es ja ziemlich heftige philosophische Auseinandersetzungen drüber, manche schmeissen ihn direkt nach den Feiertagen raus. Aber bei den Preisen für Weihnachtsbäume, sollte man ein bißchen länger was von haben, denke ich.
Frage: Was hat die Polypen-OP beim Kleinkind mit dem Abräumen des Weihnachtsbaums gemein?
Antwort: Erst wenn es allen Beteiligten klar ist, muss es wirklich sein.

Meister 11.01.2009, 19.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schlittschuhlaufen

Es hat  jetzt und hier lange genug gefroren dass man  guten Gewissens aufs Eis gehen kann. Leider sind es schon wieder 3 Jahre, dass es zuletzt so zugefroren war. Deshalb ist es wieder eine echte Herausforderung mit Schlittschuhlaufen anzufangen. Ich kam mir vor wie am ersten Tag Aber es hat trotzdem Riesenspaß gemacht, auch wenn jetzt die alten Knochen weh tun. Mal sehen, ob es noch ein Weilchen so weiter geht mit dem Frost und Schnee. Nachdem wir die Nachteile des Winters schon hatten, können wir jetzt auch mal ein paar Vorteile haben.

Meister 11.01.2009, 17.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Orlando Figes: Die Tragödie eines Volkes



Die russische Revolution von 1891 bis 1924. Es sind etwa 880 Seiten, aber es lohnt sich wirklich. Die Ereignisse werden in ihren umfassenden Zusammenhängen geschildert. Es ist ein erschütterndes Bild, eine wirkliche Tragödie. Zwar scheinen es nur Reihen von Zufällen, die die Ereignisse bestimmt haben, wäre dies nicht, dann wäre jenes nicht geschehen. Trotzdem bekommt man das Gefühl, dass alles vollkommen schicksalhaft abläuft, dass alles so kam, wie es kommen sollte und dass Viele Gutes gewollt, aber Böses getan haben. Der hellsichtige aber machtlose Beobachter war Gorki, der alles versuchte, aber nur verzweifeln konnte, denn seine Menschlichkeit stand auf verlorenem Posten.

Auch wenn man nach der Lektre ein Gefühl von hilflosem Bedauern hat, trotzdem kann man einiges lernen.

Zunächst: man darf es nicht so weit kommen lassen! Wenn die verschieden Klassen, Gruppen, Völker oder was auch immer soweit auseinander driften, dann wird das Ergebnis eben so schlimm werden. Wenn man zuälsst, dass aus arm und reich schließlich todbettelarm und überallemaßenreich wird, dann braucht man sich nicht wundern, wenn die unten nicht mehr bereit sind, sich das gefallen zu lassen. Für die rusische Revolution gilt genau wie für die französische: die herrschende Klasse des ancien regime hat so viel falsch gemacht, es mußte zur Revolution kommen. Deshalb ist es richtig, wenn man den sozialen Ausgleich sucht, allen Chancen eröffnet und gleichzeitig aber die gesellschaftlichen Schmarotzer und Sozialneidstrategen nicht hochkommen läßt. In den entwickelten Ländern scheint das klar zu sein, aber es gilt auch im Weltmaßstab: wir dürfen nicht tolerieren, dass die eine Hälfte der Welt auf Kosten des Elends der anderen sich unendlich bereichert, der Hunger muß weg, sonst hat auch die Bevölkerungsbegrenzung keine Chance.

Weiterhin: Wenn der Prozeß >Revolution< erst einmal abläuft, können alle Lebenden gleich abschliessen, in ihrer Lebensspanne wird es kein vernünftiges Leben mehr geben. Niemand kann die Ereignisse steuern, die Sache läuft dahin, wo sie hinläuft und auf lange Sicht sind alle tot. Es komt gesetzmäßig zu immer weiterer Radikalisierung, weil die untersten Elemente der alten Gesellschaft nach oben gespült werden und damit die politischen Führer auch immer rücksichtsloser und charkterschweinartiger werden. Dieses Buch ist übrigens geeignet, die letzten Illusionen über einen Herrn Uljanow, der sich Lenin nannte, zu verlieren.

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist ein wirklicher Tragödienhaufen. Wir sollten es als Aufgabe begreifen, das im 21. nicht zu wiederholen. Denn die Gefahr besteht.

Meister 10.01.2009, 12.07| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

4 Rohrbrüche weiter

Was für ein Gefühl, wenn das Wasser in der Küche durch die Decke gelaufen kommt! Glück im Unglück wenn man da ist, sonst wäre es nicht auszudenken. Erfreulicherweise kommen die Klempner ziemlich gleich, großes Lob und Weiterempfehlung. Nachdem die Fliesenwand dann auf ist, stellt sich raus: 4 Rohrbrüche, alle ziemlich nahe zusammen, aber sehr schwer zu erreichen. Es dauert eine ganze Weile, aber schließlich sind alle Rohre dicht - Erleichterung! Wird aber noch eine ganze Weile dauern, bis alles wieder ok ist. Immerhin ist in der Küche die ganze Tapete runter gefallen und die Holzbalkendecke macht einen reichlich feuchten Eindruck. Aber nehmen wir es mit Gelassenheit. Nur die Dachdämmung, da wird etwas Entschiedenes passieren müssen.

Meister 10.01.2009, 10.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Jetzt ist´s passiert!

Rohrbruch und nicht zu knapp und natürlich an der allerunglücklichsten Stelle hinter der geschlossenen Fliesenwand, Murphy´s lässt grüssen. Ich hatte es zwar schon befürchtet, aber nicht entschieden genug gegengesteuert. Aber wahrscheinlich lag es schlicht an den 20° minus. Wenn ich aber nicht neulich das Heisswasser runter gestellt hätte....Wie schrieb ich doch unlängst in anderem Zusammenhang "the first mistake is the worst mistake", aber man kann ihn oft reparieren, wenn man entschieden handelt. WEnn man aber denkt" wird schon gutgehen, dann könnte ist man Glück und Unglück ausgeliefert. Und eine Katastrophe ist immer durch Fehler bedingt, die sich mit Pech kombinieren.
Lamentieren hilft nicht. Das Leben ist eben ein ständiges auf und ab, das weiss doch der Romantiker. Und in jeder Katastrophe stecken auch massenhaft Möglichkeiten.
Zum Glück ist es ein Versicherungsschaden.
Ärgerlich ist trotzdem, dass ich nicht in den vergangen Jahren Konsequenzen gezogen habe.
Warten wir also auf die Handwerker. Die erste Fliese habe ich schon raus.

Meister 09.01.2009, 12.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Was tun mit dem Kälteproblem?

Natürlich sollte ich nichts überhasten, sondern lieber gründlich nachdenken. Manchmal neigt man ja zu Aktionismus, und hinterher denkt man, hättest du bloß...
Aber die eingefrorene Toilette ist nicht nur eine Unbequemlichkeit, sondern sie könnte auch zu eine Gefahr werden, wenn ein Rohr kaputt friert.
Es gäbe grundsätzlich 3 Zugangswege: von außen vom Dach her, aber da kommt man zunächst mal nur zur Außenwand, auf deren Innenseite die Rohre liegen. Oder von der Seite, da wäre ein vielleicht 20cm breites Kompartiment aufzustemmen, da könnte man dann wärmere Luft rein lassen, hat aber gar keinen Zugriff auf die Rohre selbst.
Oder von innen, also versuchen, Revisionsöffnungen in die Fliesenwand einzubauen, für die ich schon beim Bau gewesen war. KAnn leider die eine oder andere Fliese kaputt gehen -gut, man muss vorsichtig sein, aberdie Erfahrung sagt, so ganz ohne Flurschaden wird es nicht gehen. Ich habe mich eigentlich für letztere Möglichkeit entschieden, nur wann und wie genau. Ich befürchte, ich sollte nicht bis zum Sommer warten, denn es könnten noch einge kalte Nächte in diesem Winter kommen. Wenn er erstmal so angefangen hat, dann macht er oft so weiter.

Meister 07.01.2009, 17.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Die Kälte hat uns im Griff

Gemessene Temperatur heute abend -15°, gefühlte noch niedriger. Da helfen nur tropicale Gedanken an australische Urlaubsideen. Wie wäre es mit einer sichelartigen Tour von Brisbane, quer durchs outback bis Cairns? Im Hinterland ist es noch wärmer als an der Küste. Das Gute an einer solchenTour ist, dass man nicht drauf angewiesen ist durchzukommen, wie auf dem Savannahway von Broome nach Cairns, wo man schön festsitzen kann. Okay, man kann in Australien überall festsitzen in der Regenzeit, aber wenn man die road conditions in den tourist information centres abfragt, kann man diese Sicheltour nach Wetterlage modifizieren. Am Anfang kann wieder ein bißchen Baden in Rainbow Beach stehen, ist in der Nähe von Frazer Island, hat aber einen guten und von den Lifersavers prima überwachten Badestrand, die sehen die Haie bevor sie Hunger kriegen. Wer sagt es denn, ein paar solche Sätze, und es kommt mir schon fast vor, als wenn ich schwitze! Und Faktor 30 nicht vergessen: >slip,slap,slop!<
Selbst der Gedanke an ein eiskaltes XXXX in einem outback pub wärmt mich im Moment mehr als er mich abkühlt. Dort könnte man dann schön von Schnee und Schlittschuhlaufen erzählen, most fascinating!

Meister 06.01.2009, 23.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kälteschock!

Jetzt wird es aber wirklich unangenehm: die Toilette im Bad ist eingefroren. Ist mir ja schon fast peinlich, das zu schreiben, klingt so, als wohne man in einer Baracke! Aber es ist ja auch arg kalt. Nur - eigentlich dürfte das nicht passieren, muss doch ein Konstruktionsfehler sein. Jetzt kann ich einmal sehen, wie ich das wieder in Gang kriege, zum anderen muss ich mir überlegen, wie ich das grundsätzliche Problem im Sommer angehe. Die Schweinerei muss eine andere werden!

Meister 06.01.2009, 09.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Bremer Schulfrieden

Heute steht in der Zeitung, dass sich die Parteien in Bremen auf einen >Schulfrieden< geeinigt haben, soll heissen, sie wollen sich nicht mehr bei den Wahlen ideologisch über Schulformen bekriegen und nicht mehr bei jedem Regierungswechsel die Schulpolitik grundsätzlich ändern.
Natürlich weiß man bei unseren Politikern nicht, ob so eine Übereinkunft das Papier wert ist, auf das sie gedruckt ist. Aber die Idee ist doch schon mal nicht schlecht. >Schulfrieden< klingt wie >Landfrieden< oder >Weltfrieden< und >Bremer Schulfrieden< klingt nach >Westfälischem Frieden<.
Gut fände ich es, wenn man statt ideologischer Schulformstreierei endlich mal die wichtigen Fragen angehen würde: Wie kann das deutsche Bildungswesen wieder Anschluß gewinnen? Wie kann man erreichen, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche ihre Begabungen umfassend ausbilden können? Wie kann man erreichen, dass immer mehr Lehrer zufrieden mit ihrem Beruf, ihrem Arbeitsumfeld und den Ergebnissen ihrer harten Arbeit sind, und die notwendige Anerkennung bekommen. Wie kann man erreichen, dass das Bildungswesen real verbessert wird und nicht nur zum Parteiengezänk taugt? Wie viele Milliarden müßten nachhaltig und nicht nur gerade mal wegen einer Konjunkturschwäche ins Bildungssystem gepumpt werden?
>Schulfrieden< - nicht schlecht, wenn man wirklich statt Gezänk etwas schaffen würde.

Meister 05.01.2009, 21.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Neue Fahrräder?

Nachdem wir heute vor einem Monat das Auto neu erfunden haben - schade, ich hab noch keins von den neuen rumfahren sehen, wahrscheinlich hat doch keiner zugehorcht - könnte natürlich auch sein, dass ich besser japanisch oder chinesich gesprochen hätte - ich entschuldige mich ausdrücklich für meine mangelhaften (Angeber!)   fehlenden Sprachkenntnisse in diesen Sprachen.
Und jetzt das Fahrrad: zunächst mal handelt es sich beim konventionellen Fahrrad um eine durchaus ausgereifte Technik, wafür schon alleine spricht, dass das Fahrrad so relativ unverändert seit üebr 100 Jahren gibt. Die verschiedenen Optimierungen haben auch gute Verbesserungen gebracht, zum einen die Leichtgewichtigkeit, zum anderen die zunehmende Elektrifizierung haben gute Perspektiven.
Aber da sind auch noch wichtige Schwachpunkte, die diesem Verkehrssystem eine größere Rolle verleiden.
Der erste Punkt ist das Diebstahlrisiko: die neuen Fahrräder sind so teuer, dass sie weniger leicht zu klauen sein müssten, ich denke, dass man sie mit Nummerierung und entsprechenden technischen Massnahmen schaffen können müsste. Denn daran hängt es, dass mehr Leute bereit sind, ein so teures Gerät zu kaufen. Bei Motorrollern und Motorrädern geht es ja auch.
Der zweite Punkt wäre Sicherheit und Wettertauglichkeit: beides wäre durch eine Art Leichtbaukapsel zu lösen, die Regen- und Aufprallschutz gewährleisten würde, leicht zu montieren oder zu demontieren sein müsste. Bremsen und Beleuchtung müssten auch auf entsprechend hohem Niveau sein.
Der dritte Punkt wäre Geschwindigkeit, Reichweite und Transportlast. Es gibt ja jetzt schon elektrische Hilfsmotoren, da ist die Entwicklung weiter unterwegs. Es kommt aber darauf an, dass der spezifische Vorteil des Fahrrades gegenüber vollmotorisierten Gefährten erhalten bleibt: die hauptsächliche Fortbewegung mit eigener Kraft. Das neue Fahrrad sollte in der Lage sein seinen Lenker und Pedaleur mit einer Reisegeschwindigkeit von 30-40 km/h zu befördern und für durchschnittlich trainierte eine Reichweite von 100-200 km/Tag ohne größere Erschöpfung ermöglichen. Die Nutzlast wäre dann sicher auch kein Problem, 70-100kg Zuladung, mit Anhängemodul oder Auflieger oder wie auch immer, sicher wird man mit voller Zuladung nicht so schnell und so weit fahren können, aber vielleicht die Hälfte? Wie ist es mit Bergen? Sie sollten auch leichter befahrbar sein, nicht jeder will die Tourstrapazen nacherleben.
Der vierte und auch nicht unerhebliche Punkt ist der Komfort: wenn das Fahrrad nicht mehr lediglich ein Nottransportmittel, Freizeit- oder Sportgerät sein soll, dann müßte  der Sitzkomfort genauso wie der Pedalierkomfort und der Lenkkomfort noch um einiges besser werden.
Kann man mit so einem Vehikel denn überhaupt auf unseren Strassen fahren, wo schon Mopeds und Mofas als Verkehrshindernisse gemobt werden? Ich denke, da kommen Veränderungen auf uns zu, die den Strassenverkehr sehr stark umwälzen werden, die Mobile dafür sollten da sein, wenn das Verheizen von mehreren Litern Sprit und der Ausstoß von etlichen Kilo CO2/km nicht mehr möglich oder erschwinglich sein sollte.

Meister 05.01.2009, 20.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Fahren im Schnee

Gestern noch Theorie, heute schon Notwendigkeit: bei Eis und Schnee mit dem Auto los müssen. Gerade Berlin ist dafür bekannt, dass am ersten Tag, wenn es geschneit hat, sagen wir mal 5-10cm, vielleicht auch nur 3, das morgendliche Verkehrschaos ausbricht. So war es heute auch wieder, besonders weil es dann ziemlich kalt geworden ist und der Schnee sich dann schön in Eis verwandelte. Wie gestern schon besprochen: besondere Vorsicht ist angesagt und man muss auch einige Zeit zusätzlich einplanen, aber oh Wunder, es waren alle heute früh so gut wie pünktlich. 

Meister 05.01.2009, 18.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Vierschanzentournee

Der Winter hat auch seine Vergnügungen, sogar ohne raus ins Kalte zu gehen. Skispringen ist zwar eine Sportart, die ich niemals selbst ausgeübt hätte, da ich mal auf einer (kleinen) Schanze im Sommer oben  gestanden habe, die aber beim Zuschauen durchaus attraktiv ist, allerdings mehr durch die Begleitumstände: es schneit draussen anhaltend ( wie heute), das Feuer im Kamin prasselt (wie heute) und man hat das Gefühl einem interessanten Ereignis aus nächster Nähe beizuwohnen. Okay, selbst Sport machen wäre besser, aber es ist doch auch mal schön so, vor allem bei diesem Wetter und dieser Jahreszeit.

Meister 04.01.2009, 19.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Soll man bei dem Wetter Auto fahren?

Wenn es sein müßte, dann schon, aber es ist schon sehr rutschig hier und ich bin deshalb froh, dass ich heute nicht fahren muß. MAn würde sich schon ganz schön ärgern, wenn dann etwas passiert. Da fällt mir ein, dass ich vor ziemlich genau 12 Jahren genau diese Erfahrung machen mußte. Ich hätte nicht fahren müssen, aber .... An den Rest denke ich gar nicht so sehr gern: "the first mistake is the worst mistake" !

Meister 04.01.2009, 12.53| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Zurück nach Jahreswechsel

Den Jahreswechsel haben wir in aller Ruhe in Westdeutschland verbracht, heute sind wir aber wieder zurück, weil Arbeit anliegt und Schneefall droht. Wenn man mit 120km/h die Autobahn  lang schleicht, hat man das Gefühl, der Sprit ist schon wieder zu billig- oder ist das schon wieder die neue deutsche Vorfreude am Untergang.
Das komische ist doch, dass >german angst< in der Welt sprichwörtlich war und jetzt, wo es wirklich gefährlich wird, scheinen die Deutschen völlig immun gegenüber Knieschlottern.  Heisst das nun, dass sie dazu gelernt haben und die Welt wirklich relaxter nehmen? Oder heisst das, sie sind inzwischen von der Angst zum Fatalismus übergegangen und feiern in den Untergang rein?
Na ja, irgendwo dazwischen wahrscheinlich.

Meister 03.01.2009, 17.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

best 2008




Wenn ich ein Stöckchen zugeworfen kriege, wie hier von juwi, dann ist es für mich schon eine Verpflichtung, darüber nachzudenken.

Also meine Besten 2008:

*Bestes Land: Australien, weil es immer toll dort ist. Jetzt scheint es auch noch eine vernünftige Regierung zu haben. Aber im Vertrauen: Deutschland steht bei mir auch nicht so weit hinten, trotz alledem.

*Bester Sonnenuntergang: Vor dem Cable Beach in Broome, auf der Webcam jeden Tag gegen Mittag zu besichtigen.

*Bestes Gewitter: In Darwin am 12.März, so heftigen tropischen Regen mit kannenvoll Wasser und den dichtesten Regenvorhängen und hefttigsten Regenschwaden der Welt.

*Bester Entschluß: nicht aufzugeben, sondern lieber mit radikalen Maßnahmen das Gute durchzusetzen.

*Bestes Erlebnis: Das freiwillige Verschwinden des Negativen. Man kann es dann kaum glauben, aber es passiert wirklich mal.

*Beste Weltaufklärer: die Manager der Banken, die uns die Verderbtheit der alten Globalisierung so klar vor Augen geführt haben, dass die neue endlich eine Chance hat.

*Bestes Fossil: Der Gümbel, schon lange ausgestorben, aber er merkt es nicht.

*Bester Politiker: Derjenige der sich entschlossen hat, seine Karrierepläne aufzugeben. Dabei vor allem Hochachtung für Frau Everts, die den heldenhaften Abgang gewählt hat, und Verachtung für Frau Y., die den erbärmlichen Weg gewählt hat.

*Beste Bürokraten: Eindeutig die EU-Bürokraten, die nicht ruhen, bis sie den letzten Europäer endlich zum Europafeind gemacht haben. Gleichzeitig sind sie die Mütter aller Bürokraten, weil sie den anderen die umsetzungspflichtigen Richtlinien geben.

*Beste Berliner Neuerung: Das Sauerstoffzelt.

*Das Beste überhaupt: Dass es bis zu diesem Augenblick ein gesundheitlich stabiles und auch von anderen persönlichen Katastrophen freies Jahr geworden ist. Das Beste ist immer das, was uns am Selbstverständlichsten vorkommt.

So, jetzt habe ich aber ein schönes Sammelsurium kreirt, und ich sende das Stöckchen weiter an jeden"to whom it may concern".

Meister 30.12.2008, 10.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

AUS4: Coral Bay





Schnorcheln ist wunderbar, aufs Meer schauen ist so entspannend, aber wird alles nicht mit der Zeit ein bichen langweilig? Nicht wirklich langweilig und wenn man 4 Stunden im Wasser war bleibt auch nicht mehr so viel Energie übrig.

Aber dennoch: ein bißchen muss die Umgebung exploriert werden. Da gibt es hauptsächlich 2 Möglichkeiten: zum einen nach Ningaloo zum anderen nach Exmouth.

Ningaloo liegt nördlich von Coral Bay direkt am Meer hinter dem Ningaloo Reef, ungefähr 62km Fahrstrecke. Es handelt sich mehr oder weniger um eine ganz allein liegende Farm, die man über eine von der Hauptstraße abbiegende 24km lange Schotterpiste erreicht. Die Piste ist sehr breit, da könnten 3 Roadtrains nebeneinander fahren, sie ist total staubig und sie geht vollkommen geradeaus über eine wellenartige Dühnung der Landschaft. Man hat den Eindruck über ein trockenes Meer zu fahren, interessant, doch nach 20km hat man davon aber auch genug. Wie so oft in WA, ist man dann da, aber da ist nichts. In der Hauptferienzeit ist da wohl ein Camp, aber jetzt sieht die Farm so öde aus, dass wir uns lieber wieder auf den Weg machen. Man könnte jetzt nach Norden weiter den Ningaloo Trail die Küste rauf, soll schön sein, sieht sehr einsam aus, aber es gibt dann praktisch keinen anderen Rückweg, man müßte an der Küste rauf bis Exmouth, an einem Tag schafft man das nicht und ob man über den Jardie Creek kommt ist auch noch so eine Frage. Also wieder Abdrehen Richtung Coral Bay. Aber bevor wir wieder in die Wellenpiste einbiegen, steht da ein kleiner, unscheinbarer Wegweiser >Coral Bay 35km<. Er zeigt direkt in den Busch, aber die Karte sagt, da gibt es einen Sandweg hinter den Dünen bis runter nach Coral Bay und also wagen wir es. Ohne 4WD wäre der Weg nicht zu befahren, aber so geht es, langsam. Zumindest gibt es auf diesem Weg die Antwort auf eine interessante Frage, auf die ich vorher noch gar nicht gekommen war: was machen die Kängeruhs eigentlich wenn es tagsüber so heiß ist? Antwort: Sie sitzen unter Büschen im Schatten und dösen. Da diese Büsche am Wegrand stehen, taucht immer mal plötzlich ein Kängeruh direkt vor dem Auto auf, da wir langsam fahren kann nichts passieren, aber sie sind zunächst reichlich empört, daß sie jemand bei der Siesta stört, dann aber auch wieder mordsmäßig neugierig. Manche muss man überreden, etwas Platz zu machen.

Auf dem ganzen Weg begegnet uns kein Mensch noch viel weniger ein Auto. Überall zweigen Wege zum Srand ab, eine wirklich einsame Korallenküste. Aber die Sonne sinkt schnell und im Dunklen wäre es sicher nicht so gut, diese Piste zu fahren. Wir kommen wirklich in Coral Bay an und es war ein guter Ausflug.

Der zweite, nach Exmouth, ist noch länger, etwa 140km eine Strecke und die zieht sich wirklich, da ist nichts. Exmouth selbst hatte früher auch mal mehr Bedeutung als heute, war wohl Marinebasis und amerikanischer Horchposten, jetzt versucht man mit einer Riesenmarina Bootstouristen anzulocken, da wird wohl einiges drin sein, denn die Westaustralier sind wohlhabend und der Trip entlang der Küste nach Norden ist im Winter sicher lohnend. Es gibt dort im Nordwesten unzählige Buchten, die nur von See aus zu erreichen sind, Pilbara und die Kimberlyregion sollen dafür Topdestinationen sein. Und das alles unter dem wachsamen Auge der australischen Küstenwache, so daß man trotz der Einsamkeit dort wohl nichts zu fürchten hat als Skipper. Exmouth selbst ist ein kleines Nest, in dem die Emus scharenweise auf der Straße herum laufen. Um das Northwest Cape herum, am Vlamingh Head Lighthouse vorbei kommt man zum Ningaloo Marine Parc, dem Küstennationalpark im Nordwesten. Man muß ein paar AussieDollars in eine Box werfen, um diese Jahreszeit ist da keiner am Parkeingang. Aber das Visitorcentre ist geöffnet und gibt gute Informationen zur naturgeschichtlichen Entwicklung und über die verschiedenen Tauch- und Badeplätze im Park. Wir entscheiden uns für die Turquoise Bay. Sie macht ihrem Namen wirklich Ehre, die verschiedensten Schattierungen von türkis machen das Wasser zu einem Kaleidoskop. Der rechte Teil der Bucht ist ruhig, links muß man mit gefährlicher Strömung rechnen, denn das Wasser, das von den Wellen ber das Außenriff hereingeschaufelt wird, strömt durch eine ziemlich enge Lücke im Riff wieder in den Ozean und erzeugt so einen heftigen Auswärtssog. Man ist nicht ganz allein hier, es campen eine Reihe von >Wicked Campers< in der Bucht, aber alle haben viel Platz. Die einzigen Schattenseiten sind die gnadenlos brennende Sonne und die Stechmücken, die sich hier herumstreiben.

Der Weg zurück wird auch wieder sehr lang.

Meister 28.12.2008, 13.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Zwischen den Jahren....

ist immer eine etwas merkwürdige Zeit. Es ist wie eine Zeitlücke, gehört nicht vorn und nicht hinten dazu, deshalb finde ich den Ausdruck so treffend, auch wenn er offenbar in Deutschland nicht allgemein bekannt ist
Irgendwie kann man das Bilanzieren und den Blick zurück aufs Jahr nicht lassen.
Und wie war das Jahr?
Eigentlich war 2008 keine schlechtes Jahr, ich würde sagen, ein Jahr in dem es aufwärts ging und eine Reihe von Problemen sich besser gelöst haben, als ich vorher gedacht hatte. Natürlich haben sich gleich auch neue ergeben. So wird es wohl immer sein, das Gute und das Schlechte untrennbar verwoben, und man muss die Hauptseite finden.
Und wie wird 2009?
Wie war der Spruch: >Voraussagen sind immer schwierig, besonders wenn sie sich auf die Zukunft beziehen.<
Aber als  Zukunftsromantiker sehe ich immer mehr die Möglichkeiten als die Risiken, denn die Möglichkeiten motivieren mich.

Meister 28.12.2008, 11.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Fortsetzungsroman

Ich hatte neulich darüber nachgedacht, ob man ein exisiterendes Buch als Fortsetzungsroman veröffentlicht.
Eine ganz andere Geschichte wäre aber der Spontanfortsetzungsroman, der sich einfach so von Tag zu Tag weiter schreibt.
Da fehlt jetzt doch eigentlich nur der eine feste Punkt im Universum, der Punkt an dem alles beginnt.
Denken wir einen Moment darüber nach.

Meister 26.12.2008, 23.19| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Respekt für den Vogel

Auch am 3.Tag hat die Pute noch sehr gut geschmeckt und wir haben sie so gut aufgegessen, wie es der Respekt für diesen edlen Vogel gebietet. Wir hoffen, dass sie auf dem Neulandhof ein gutes Leben hatte und wir erinnern uns ihrer in Dankbarkeit. Ich denke, man darf schon Tiere essen, wenn man es mit Verantwortung und Nachdenklichkeit tut, aber ich bekenne, dass ich sicher keins essen müsste, wenn ich sie selbst umbringen müsste. Wobei es sicher noch auf den Grad des Hungers ankäme. Man täuscht sich oftmals über eigene Fähigkeiten in extremen Situationen hinweg. Aber zum Glück besitzen wir das Privileg unser Essen nicht selbst töten zu müssen.
Lob der Köchin: auch Grünkohl und Rotkohl und Kartoffeln und Sosse waren ausgezeichnet.  Ein gutes Essen kann man durchaus auch 3 Tage essen, finde ich.
Danke!

Meister 26.12.2008, 12.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Irving Stone: Der Schöpfung wunderbare Wege

Der biographische Roman über das Leben Charles Darwins lag schon ein Weilchen bei mir rum, ich war durch die knapp 1000 Seiten doch etwas abgeschreckt, aber wie schon bei dem gleichartigen Buch über Sigmund Freud lohnt es sich wirklich, sich auf diese lange Reise zu machen.
Es gelingt I.S.  sehr gut, einen in die Welt des Charles Darwin eintauchen zu lassen, dessen Probleme, Höhen und Tiefen hautnah mit zu erleben, man hat das Gefühl ihn verstanden zu haben, zumindest sein Leben, seine Person .
Darwin, Freud, Marx, die großen Bahnbrecher der Moderne, haben die geistigen Auseinandersetzungen des 19. und 20. Jahrhunderts entscheidend beeinflußt. Damit sind sie leider aber auch zu Säulenheiligen entartet.
Doch jetzt haben wir ein neues Jahrhundert und man sollte vorurteilsfrei über all das neu nachdenken können, was damals gesagt wurde. Sie haben alle drei in den Grundfragen Recht gehabt, aber im Einzelnen auch oft Unrecht. Es kann nicht mehr darum gehen, ob man für oder dagegen sie ist, noch viel weniger kann es darum gehen, dass man ihre Lehren "glauben" muss, sondern wir müssen uns konkret fragen, was war richtig, was war falsch, und was können wir heute daraus lernen.
Da haben wir noch Einiges zu tun!

Meister 25.12.2008, 12.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Fröhliche Weihnachten

für die ganze Bloggergemeinde.
Ich wünsche allen ein friedliches besinnliches Weihnachtsfest

Meister 25.12.2008, 10.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wenn ein Schiff ablegt.....

den Hafen verläßt und langsam am Horizont verschwindet, gibt uns das ein Gefühl des Abschieds im alten Stil. Lange werden wir die Menschen nicht mehr sehen, die über das Meer gefahren sind, vielleicht werden wir sie nie wieder sehen.
Heute steigen die Menschen in ein Flugzeug und werden hoffentlich bald wieder da sein, die Welt erscheint viel kleiner, kein Winkel unerreichbar und wir nehmen es als selbstverständlich hin, dass wir jeden wieder sehen können, wenn wir es wollen, es gibt nur noch einen Weg aus dieser Welt heraus.
Aber wird das immer so sein, ist das eine Selbstverständlichkeit oder könnte es sein, dass man in hundert Jahren wieder gar nicht so einfach überall hin kann?
Wir sollten uns bewusst sein, dass alles was wir heute haben, keine Selbstverständlichkeit ist, noch viel weniger, dass wir ein Anrecht darauf hätten.
Vielleicht wird in hundert Jahren aber auch alles noch viel besser sein als heute, wäre das möglich? Schon, aber es wird nicht von alleine kommen. Wenn alles in hundert Jahren besser wäre, müßten wir eine ganze Reihe von Problemen gelöst haben.

Meister 22.12.2008, 16.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

AUS3: Weiter nach Coral Bay







Nach der virtuellen Übernachtung am Fortescue River Roadhouse sind wir immer noch genauso müde, da virtuelles Schlafen ja nicht zu wirklicher Erholung führt. Die karge Landschaft ist jetzt in der feuchteren Jahreszeit schon einigermaßen grün, trotzdem ist da viel roter Sand und trockener Busch.

Die Strecke zieht sich, die Autos werden immer weniger, je weiter  man sich vom Minengebiet entfernt. 500 km können ganz schön lang sein, und auch wenn es heisst >Coral Bay 35km<, ist das noch ein Schlauch.

Jeder lange Weg hat sein Ende und so rollen wir am hohen Nachmittag nach Coral Bay rein. Links ein Caravan Park, rechts ein Supermarkt, links gibt es sogar eine kleine Tankstelle, rechts öffnet sich die Bucht und links über die Bucht guckend das Ressort. Es ist nicht so sehr viel los hier im Februar, weil es im Süden jetzt auch schön warm ist und die kälteempfindlichen Westaustralier deshalb zuhause bleiben können. Billig ist es nicht hier, und die Treppe zum Appartment ist auch eher Outback-Stil, aber das Appartment selbst ist sauber und komfortabel und der Blick über die palmengesäumte Bucht auf den blauen Ozean ist grandios. Man sitzt so schön, kann versonnen aufs Meer schauen und sich ein Glas Wein gönnen, das Bottleshop gehört zu Bar und Restaurant und hat lange auf. Es war ein weiter Weg hierher, aber er hat sich gelohnt. Man schläft gut bei der frischen Seebrise, auch wenn die Temperaturen deutlich über 30 liegen. Wir erholen uns hier einige Tage und sind natürlich wie alle  begeistert vom Riff. Vom Balkon sieht man in der Ferne den weissen Streifen der Brandung am Außenriff, aber die ganze Bucht schimmert in den dunkleren Blautönen, das Riff ist überall. Man muss nicht weit raus schwimmen. Vorn im flachen Wasser ist sandiger Untergrund, dort tummeln sich auch die großen angefütterten Maoriwrassen, die neugierig jeden Schwimmer begrüssen. Aber kurz dahinter sind schon die Korallen, die zunächst in unterseeischen Inseln, dann die ganze Fläche bedeckend die Bucht ausfüllen. Das Schnorcheln ist hier eine streßfreie Freude, man muss nur auf den gehörigen Sonnenschutz an Kopf, Rücken und Beinen denken, denn die Zeit vergeht schnell, wenn so viel zu sehen ist. Das Riff ist von sehr guter Qualität, in gutem Zustand, das ist ja nicht mehr überall so. Es gibt massenhaft Fische und die verschiedensten Formen von Korallen. Ein buntes Fest unter Wasser. Und das Wasser ist ruhig, klar und angenehm warm. Wir haben jeden Tag mindestens 3-4 Stunden mit schnorcheln verbracht, schnorcheln satt zum Nulltarif: keine teuren langen Reeftours mit Hinfahren, Einchecken, Rausfahren, Sicherheitsbreefings, wieder reinfahren usw. wirklich begeisternd. Einziges Problem ist eine schöne Stelle wieder zu finden, da das Korallengebiet so ausgedehnt ist. Man könnte auch noch weiter raus schwimmen, hinter dem Außenriff ist man eigentlich sicher, aber wenn kaum Leute da sind, sollte man besser vorsichtig sein. Denn wenn man nicht zurck käme, wrde es wahrscheinlich Tage dauern, bis man vermißt würde.

Meister 22.12.2008, 11.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Stupid Spending





Hi, es grüsst Euch Billi B.Stupid, die Wirtschaftsamateurin.

Sie machen was, die US-Politiker, sie senken die Zinsen, sie geben Geld mit vollen Händen aus, sie demonstrieren Aktivität und Umtriebigkeit. Die US-Zinsen werden auf sogutwienull gesenkt, die Innovation wäre es, wenn man sie bis ins Minus schiebt: wer 1000$ Kredit aufnimmt kriegt noch jährlich 2% Zinsen, wer eine Million aufnimmt kriegt 3% - dann nehmen wir doch die Million. Würde mich nicht wundern, wenn sie es so weit treiben.

Sie wollen Anleihen zurück kaufen. Mit selbst gedrucktem Geld, versteht sich, so kann man Schulden natürlich auch gut loswerden, nur schade dass uns allen die Lizenz zum Geld drucken fehlt. Das wäre auch noch so eine Innovation auf den Finanzmärkten, so viel wie Mugabes Geld wär meins auch noch wert.

Sie wollen, dass der Konsumtanz weiter geht, verständlich. Aber wenn ich all mein Geld ausgegeben habe und einen Riesenhaufen Schulden, sollte ich dann wirklich einen Kredit aufnehmen und shoppen gehen?

Sie haben mordsmäßig Angst vor Deflation und Depression, dabei sitzen sie auf einem Haufen von Inflation, allerdings bisher gut versteckt und scheinbar sicher.
 Alle diese Karten haben sie schon mal gespielt und wenn sie das Spiel in die Länge ziehen, wird nur die Farce größer und der Bankrott noch schlimmer. Wenn all die Dollars eingelöst werden sollten, die irgendwo eingelagert sind, als Reserven aller Art sogar als Währungsreserven die anderen Währungen aufblähend, dann ist die Situation da, ja Herr Adenauer, dann könnte man das mit Recht sagen.

Wenn die Fassade zusammen kracht, sieht man klar, nachdem der Staub sich verzogen hat: Werte sind Werte, auch wenn man sie nicht immer zu den richtigen Preisen verkaufen kann. Geld ist aber nur Wertzeichen und kann deshalb auch plötzlich nur bunt bedrucktes Papier sein, wenn kein Wert dahinter steht und der Wert der Illusion verfliegt.

Also liebe Freunde, seid vorsichtig mit dem Geld drucken. Und seid vorsichtig mit dem Geld ausgeben, wenn ihr keins habt.

Und worauf kommt es an: Wert schaffen, Maß halten und Gleichgewicht. Arbeit für alle heisst Wohlstand für alle, konsumieren ist schön, aber man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als man einnimmt, alles andere ist stupid spending.

Meister 21.12.2008, 10.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Nachtrag : Lucia di Lammermoor


Heute vor einer Woche bin ich nicht dazu gekommen, aber Donizettis >Lucia di Lammermoor in der Deutschen Oper Berlin in der Bismarckstraße war schon großartig. Die Inszenierung datierte von 1980, damit diesmal die 100. Vorstellung, sehr schwungvoll und eindrucksvolle Musik. Das Bühnenbild gemalt im klassischen Stil, sieht man heute kaum noch so, aber richtig schön. Es war nicht nur ausverkauft ,sondern auch echt begeisterte Stimmung. Ein Opernhaus in Berlin dicht machen? Nein Herr Wowereit, da sparen wir lieber sie und ihre rotbraunen Komparsen ein! Und statt eines Repertoiretheaters ein Wanderzirkus? Ebenfalls nein danke!

Meister 20.12.2008, 19.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Sauerkraut - Weihnachtsausgabe


Doch noch geschafft die Kohlköpfe am Vergammeln zu hindern. Ist ja gar nicht  so viel Arbeit, die Küchenmaschine zerkeleinert den Kohl wie nix. Hauptarbeit ist das Stampfen! Das haben wir heute exzessiv betrieben, man könnte schon von einer Art Kriegstanz sprechen oder von  Anwendung rhythmischer Prozesse. Zusätze heute nur Karotten und Wachholderbeeren und Salz natürlich. Keine Gärbeschleuniger wie beim letzten Mal, es sollte auch ohne gehen.
Durch die Wiederholung kriegt man allmählich die Erfahrung, hoffentlich wird auch diese Auflage wieder besser als die letzte.

Meister 20.12.2008, 17.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Regenwetter - Lizenz zur Faulheit?


Natürlich ist die Antwort >nein!<. Aber es ist schon klar, dass man wenig Lust hat draussen was zu machen, wenn es kalt und regnerisch ist. Und die Winterarbeiten draußen sind sowieso einerseits notwendig, andererseits wenig erfreulich. Laub harken und aufräumen und zurecht schneiden und das alles mit kalten Händen. Es gibt immer was zu tun, man muss nur Lust dazu haben. Man könnte natürlich auch dne Keller aufräumen, da ist man im Trockenen und man sieht auch echt was davon. Aber so kurz vor Weihnachten wird man sich so eine Zumutung doch nicht zumuten, oder?

Meister 20.12.2008, 11.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Was ich weniger schätze...


Sind Drucker, die nicht mehr mitspielen wollen. Gut, er ist nicht mehr der Jüngste, aber auch nicht so alt, dass man ihm automatisch einen Platz im Mülleimer reservieren müßte. Aber er will nicht mehr in Frabe drucken und es ist doch immer noch dieselbe Nerverei mit der Computerei: es geht nicht , es geht nicht , es geht immer noch nicht. Meist geht es ja dann doch irgendwann, aber diesmal hab ich Zweifel. ob es sich nicht um einen versteckten Wirfmichweg-Automatismus handelt. Dabei solle es das bei Druckern eigentlich nicht geben, denn die machen doch mit den Farbpatronen weiter Kasse.

Meister 19.12.2008, 18.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Punkt 16 Uhr: >Funny Girl< goes home


MS>Funny Girl< legt pünktlich  in Helgoland Südhafen ab und macht sich auf den Weg nach Cuxhaven. Mit der neuen Linse bringt die Webcam Südhafen einen tollen Überblick.
Was ich besonders schätze sind webcams, die sich kurzfrsitig selbst aktualisieren.

Meister 19.12.2008, 16.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Man darf auch mal gar nichts machen


Heute ist so ein Tag, an dem irgendwie gar nichts läuft. Ich denke, ich mache was ,aber irgendwie komme ich nicht dazu, das Wetter ist dagegen, ich verliere die Lust bevor ich anfange, oder ich fange etwas an, aber es klappt nicht. Gut, eigentlich wollte ich einen ruhigen Tag, also nehmen wir es wie es ist und erholen uns einfach so.

Meister 19.12.2008, 15.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Die Gewichtsfrage


Überall stehen die Ratgeberartikel zur Gewichtsfrage. Eigentlich sind sie alle voll langweilig: unisono wird Sport gepredigt, richtig aber  das weiß doch jeder und wissen allein hilft sowieso nicht. Und es werden mehr oder weniger vollkommen unsinnige Ernährungsratschläge gegeben. Dabei wird entweder eine >Diät< empfohlen, dabei weiß auch wiederum jeder, dass die alles schlimmer macht egal wie sie heisst oder was sie beinhaltet. Noch schöner sind aber die Artikel, die den schönen Satz enthalten: "Vor allem muss die Ernährung umgestellt werden!"
Dabei ist mir allerdings gerade in einem  "Expertenartikel" von Dr.med.XYZ folgende Neuerung aufgefallen: "Die Ernährung soll eiweißreich, fettarm und kohlenhydratarm sein." Nach dem low-fat und low-carb jetzt also das low-fat-carb. Aber eine übermäßige Proteinzufuhr ist doch keineswegs gesund! Wenn sich das auch noch bei den "Experten" rumspricht wird es bald heissen: "Essen sie eiweißarm, stark fettreduziert und verzichten sie nach Möglichkeit auf Kohlenhydrate. Dafür essen sie reichlich! Aber passen sie auf, dass die neben ihnen grasende Kuh nicht futterneidisch wird"

Meister 16.12.2008, 12.51| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Spinnen die Zapfsäulen?


Es ist doch noch gar nicht lange her, da wollten sie für den Liter Diesel 1,50€ haben. Und jetzt steht da, und ich habe es gestern erstmals mit eigenen Augen an der Zapfsäule gesehen, für 1l ein Preis 0,99€.
Da ist an aber schlicht von den Socken. Wann hat es eine solche PReisentwicklung schon mal gegeben? -Nie!
Es ist aber eigentlich ein ominöses Zeichen für die Wirtschaftsentwicklung. Wird unser Einkommen im nächsten Jahr genauso abnehmen?


Meister 16.12.2008, 10.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Gesundheitsterror und Pharmahorror



Liebe Freunde des Gesundheitsterrors und Feinde des Pharmaindustriehorrors,
wieder einmal hat es heftige Enthüllungen ber die Machenschaften der Pharmakonzerne gegeben (frontal 21 am 10.12.08). So ganz neu ist das alles nicht, was es nicht besser macht. Und wenn Seehofer sagt, es ist schon seit 30 Jahren so, dass die Pharmalobby alles bestimmt, dann hat er sicher Recht.

Meine Patienten hier im Spreebogen leiden nun mal häufig unter Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit und manchmal auch unter heftigen Depressionen, je nachdem was sie gerade verbrochen haben, und dann sind sie schon sehr dankbar, wenn sie auf ihrem Nachttisch ein kostenloses, gut gefülltes Pillendöschen finden.

Die Empörung über die Pharmalobby ist leider wieder wohlfeil und folgenlos, besonders wenn sie die typische gesunde Empörung von Leuten ist, die nicht krank sind und den Kranken raten, sie sollten doch die Pillen wegschmeissen.

Vielleicht müßten wir doch mal in das zugrunde liegende Problem einsteigen.

Tatsache ist, dass die Medizin, auch die pillenverschreibende Medizin in den vergangenen Jahrzehnten wahnsinnige Fortschritte gemacht hat. Das bemerken natürlich wiederum nur die Leute, die die Medikamente wirklich brauchen. Die anderen, die wegen "Befindlichkeitsstörungen" irgendwas schlucken, wären natrlich besser dran, wenn sie das lassen würden.

Weitere Tatsache ist, dass die Entwicklung eines Medikaments heute Unsummen verschlingt und dass die Entwickler nur eine sehr kurze Patentschutzzeit haben, aus diesen Kosten Profite zu machen. Es sollte klar sein, dass diese Profite notwendig sind, um die Entwicklung voran zu treiben, so lange man keine besseren Wege dazu findet.

Die altbewährten Medikamente haben zwei Vorteile: sie sind billiger und sie sind in ihrem Wirk- und Nebenwirkungsprofil bekannt. Die neuen haben ihre Chancen und ihre Risiken und sie kosten. Weil die bewährten alten Medikamente jetzt aufgrund der Sicherheitsauflagen unserer geliebten Regierung mit millionenschweren Kosten neu zugelassen werden müssten, verschwinden sie vom Markt, wenn sie keine Riesenumsätze mehr versprechen, es gibt nämlich nicht nur die Generics, die 20 Firmen herstellen, sondern auch die Medikamente, die keiner mehr herstellt, weil es sich angeblich nicht lohnt.

Da die Patentschutzzeit kurz ist, sehen sich die Konzerne gezwungen, so schnell wie möglich ihre Produkte in den Markt zu drngen, koste es was es wolle. Das geschieht dann oft auf Kosten der Sicherheit und auch auf Kosten der Wirtschaftlichkeit.

Jedes neue Medikament, egal was es verspricht, müßte zunächst mal nur vorsichtig angewendet werden, am besten anfngs nur in den Fällen, wo die alten Medikamente nicht helfen konnten. Der Überwachungsprozess muss einige Jahre dauern, dann wird man feststellen, ob man es problemlos und erfolgreich breiter anwenden kann, oder ob man damit vorsichtig umgehen soll, oder ob man es lieber gar nicht mehr anwenden sollte. Dieser Prozess ist eigentlich gar nicht so schwierig, man kann ihn steuern und überwachen. Auch Medikamente, die nicht sehr gut verträglich sind, haben ihren wichtigen Platz und auch Medikamente mit gefährlichen möglichen Nebenwirkungen können verantwortlich angewendet werden, dazu gibt es die >Risikoabwägung<.

Es sollten auch in diesem Bereich deutliche und faire Regeln gelten, vor allem Transparenz ist gefragt. Die Rechte der Pharmaindustrie sind zu beachten, sie sollte längere Patentschutzzeiten bekommen, sie sollte vielleicht sogar für die geringe Anwendung eines sinnvollen Medikaments entschädigt werden, auch um zu erreichen, dass die ganze Forschung nicht nur auf die Massenmarkterkrankungen konzentriert wird. Sie sollte aber auch in ihrem Marketing  streng kontrolliert werden.

Denn die Pharmaindustrie hat das Doppelgesicht von Forschung und Vermarktung,und die zweite ist die häßliche Seite. Es ist ziemlich unerträglich, dass zentrale Bereiche unseres Lebens vom Verwertungsinteresse internationaler Konzerne beeinträchtigt werden, das ist im Pharmabereich nur spürbarer als anderswo. Nur klare öffentliche Umgangsformen können das ändern und ein Geist von gesellschaftlicher Fairness, der überall dort wirkt, wo sensible Entscheidungen getroffen werden müssen.

Meister 13.12.2008, 17.03| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Was tun gegen die Krise?




Hi, hier ist wieder B.B.Stupid, Eure Wirtschaftsamateurin. Heute geht es um 2 Fragen:

Was tun gegen die Krise?

Kann man in Deutschland denn gar nichts machen?

Überall in der Welt überbieten sie sich mit ihren Konjunkturprogrammen. Warum? Weil sie wissen, dass die Krise unterwegs ist, weil sie nicht wissen, wie die Krise läuft und weil ihnen nichts Besseres einfällt als "deficit spending", sie haben ja alle Ökonomie studiert, schade dass sie das nicht kreativ anwenden können.

Beantworten wir zunächst die Frage, ob Konjunkturprogramme helfen. In dieser Situation, in der wir einen Zusammenbruch der Nachfrage nach schuldenfinanziertem Überkonsum haben, könnte man noch ein Feuerchen entzünden,um das Problem noch weiter zu verschleppen und auf die Schulden noch ein bichen draufzusatteln, helfen wird das gar nichts. Auch nicht in Deutschland, wo die Situation ein bißchen anders ist. Hier läuft der Laden noch, auch wenn er gerade abschmiert. Aber die sich abschwächende Nachfrage nach Maschinen kann man nicht durch Konsumgutscheine bekämpfen. Niemand wird Geld ausgeben, wenn er glaubt, dass es ihm nächstes Jahr fehlt. Trotzdem ist es eine interessante Feststellung, dass gerade die ärmeren Gesellschaftkreise gerne mehr Geld ausgeben würden, sie haben wirklich nicht nur Konsumwünsche sondern einen manifesten Konsumbedarf.

Wie kann man den stillen? Nicht dadurch, dass man ihnen Geld zuschustert, das hätte keinerlei Nachhaltigkeit.

Die Lösung liegt darin, dass man ihnen Arbeit und Verdienstmöglichkeit geben muss. Wenn das nicht auf dem Markt geht, dann eben auf einem Ersatzmarkt: statt Alimentierung von Nichtstuern, bessere Bezahlung von Leuten, die gesellschaftlich notwendige Arbeit machen. Wenn man alle HartzIV-Leute, natürlich nur wenn sie weiter Geld kriegen wollen, morgens um 7 zur Arbeit antreten lässt und ihnen für diese Arbeit das Doppelte von dem gibt, was sie jetzt ohne Arbeit kriegen, dann könnten sie deutlich mehr konsumieren,  sie würden auch etwas leisten und sie würden einen stützenden Einfluss auf die anderen Löhne ausüben. Es geht dabei nicht um staatliche Konkurrenz für die Wirtschaft, das wäre fatal, sondern es geht um die Arbeiten, die bei uns nicht erledigt werden ,weil sie zwar sinnvoll aber marktwirtschaftlich nicht zu bezahlen sind (Aufgaben im Bereich Soziales, Ordnung, Sicherheit, Sauberkeit und so vieles mehr).

Das wäre auch eine enorme Menge Geld, die aufgebracht werden müsste, aber sie hätte einen produktiven Effekt, nicht nur einen konsumptiven.

Der neue New Deal sind staatliche Beschftigungsprogramme, je eher die Verantwortlichen das merken, um so besser.

Wer könnte das merken? Da fallen mir auf der oberen Ebene 3 Leute ein. Zunächst Barack Obama, der F.D.Roosevelt doch irgendwie gedanklich so nahesteht, das er dessen New Deal verstehen können müsste. Dann Monsieur Sarkozy, der den französischen Staatsmerkantilismus so verkörpert, dass ihm die Idee nahe liegen könnte, wenngleich ich ihn für zu arrogant und unkreativ halte, auf so eine Idee zu kommen. Und da ist noch Angela Merkel, die von ihrer Herkunft her und ihrer wissenschaftlichen Ausbildung auch so vorurteilsfrei sein sollte, die positive Brisanz einer solchen Idee zu erkennen. Zwar schwebt über ihr immer noch der Schatten ihres übergewichtigen Mentors, aber vielleicht hat  Deutschland inzwischen erkannt, dass der einzige wirkliche Fehler der Wiedervereinigung war,  die DDR-Industrie nicht zu sanieren sondern den Wölfen zum Frass vorzuwerfen.

Meister 13.12.2008, 14.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Wie wird der Winter?


Der Winter hat recht früh angefangen in diesem Jahr, irgendwie habe ich das Gefühl, dass es ein strenger Winter werden wird. Ob wir mal wieder Schlittschuh laufen können, zuletzt war das vor 3 Jahren so im Winter 2005/06.
 Und weiße Weihnachten? Ich glaube, wir sind ganz dicht dran, aber das heisst, man wird es erst am 24.12. wissen.
Wichtig für unsere Pflanzen wird die Frage sein, wie tief liegt der Tiefpunkt der Kälte? Früher habe ich naiverweise gedacht, es gäbe nur frostempfindliche und frostresistente Pflanzen, aber jede Pflanze hat ihre eigene Grenze und bestimmte Bäume wachsne bei uns einfach deswegen nicht, weil ale paar Jahre wird es mal so kalt, dass sie kaput sind. Hoffen wir also, dass die Temperatur nicht unter -10°C fällt.
Die eigentliche Frage, wie der Winter gewesen sein wird, entscheidet sich gegen Ende: wie lange wird es kalt sein? Der nervigste Teil des Winters ist sein letzter Teil, wenn man hofft, dass es Frühling wird, aber es will nicht.
Aber jetzt drücken wir erstmal die Daumen in der weisse Weihnachtsfrage!

Meister 13.12.2008, 11.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Weihnachtsmärkte - Weihnachtsbäume


In diesem Jahr habe ich bisher nur 1 Weihnachtsmarkt geschafft: am vergangenen Wochenende den Weihnachtsmarkt in Kassel. Der hat mir ganz gut gefallen, weil er weitläufig und bunt war und eine angenehme freundliche Adventsstimmung herrschte.
Die ganze Palette Berliner Weihnachtsmärkte konnte mich noch nicht anlocken, aber es sind ja auch noch ein paar Tage.
Und der 2.Advent ist wieder vergangen ohne dass ein Weihnachtsbaum gekauft ist. Okay, er wird noch kommen, aber es ist sicher wieder zu spät für das ideale Exemplar

Meister 10.12.2008, 22.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wie kann man einen Roman veröffentlichen?


Eigentlich will ich im Moment lieber in Ruhe weiter an meinem Buch arbeiten und nichts davon in die Öffentlichkeit bringen. So etwas muß reifen, ich werde wissen, wenn es wirklich so fertig ist, daß man es loslassen kann. Aber wenn veröffentlichen, wie denn dann?
 Vielleicht sollte man versuchen, etwas als Fortsetzungsroman alten Stils im Internet zu veröffentlichen, also zunächst mal 2-3 Seiten, abwarten, dann  die nächsten Seiten, und die ersten verschwinden wieder. Könnte man problemlos machen und würde vielleicht mit der Zeit auch Rückmeldungen darüber bekommen.
 Gibt es eigentlich heute irgendwo Fortsetzungsromane?
In Zeitungen habe ich das schon lange nicht mehr gesehen, die Verlage setzen offenbar mehr auf Medienpropaganda als auf die Werbewirkung des Werkes selbst. Früher war das doch ein sehr beliebtes Mittel und hat dem Buchabsatz doch nicht geschadet, dabei hätte man sich die Ausschnitte doch auch aufheben und abheften können.
Nebenbei: wie lang waren die einzelnen Fortsetzungen denn eigentlich? Da kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern.
Aber ein Fortsetzungsroman wäre sicher besser als eine willkürliche Leseprobe, weil er ja die Neugier  animiert, wie es weiter geht.
Ich werde mal darüber nachdenken, ob ich das nicht doch machen soll.

Meister 10.12.2008, 21.27| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Pseudoleaks

EU-Bürokraten und Klimaschutz


Die EU-Bürokraten drehen ein Ding nach dem anderen. Jetzt das wohlfeile Verbot herkömmlicher Glühbirnen. Klingt doch gut, oder?
Energiesparbirnen sind schon was Gutes, aber nur so lange wie sie vernünftig eingesetzt werden. Es ist völlliger Unsinn, in Lampen, die selten brennen, die teuren und  in der Entsorgung schädlichen Energiesparlampen zu verwenden.
Weiterhin sind sie nicht dimbar. Und ihre Haltbarkeit ist längst nicht so groß wie sie versprochen wird.
Wenn es in Zukunft keine normalen Glühbirnen mehr geben soll, wird das einen enormen Kostenschub verursachen. Man könnte auch sagen, dieses Verbot ist auf dem Mist der Elektroindustrielobby gewachsen.
Also ein weiteres Kapitel aus der Serie, die Bürokratie geriert sich umweltfreundlich und erreicht damit zwei Ziele gleichzeitig: der Bevölkerung klimapolitischen Sand in die Augen streuen und das Geld aus der Tasche ziehen, das auf die Konten der Weltkonzerne wandert. Ist der bewährte Job der Euro-Bürokraten. Verwunderlich ist nur, daß sie dafür auch noch gelobt und geliebt werden wollen und überhaupt nicht verstehen, warum sie kein einziges Europareferendum gewinnen können. Dabei könnten sie sicher eins gewinnen, wenn die Frage darin bestehen würde, ob die ganze Europabürokratie nach Hause geschickt werden soll.

Meister 10.12.2008, 20.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Ursachen der Krise



Hi, hier ist wieder Billie B. Stupid, Ihre Wirtschaftsamateurin. Heute möchte ich mit Ihnen mal über die Ursachen der Krise sprechen. Dass es im Kapitalismus Krisen gibt, ist ja nun wirklich nichts Neues, sie kommen gesetzmäßig vor. Aber nachgewiesen werden müßte, ob es eine andere Art von Ökonomie gibt, in der es keine Krisen gibt und wenn ja, was das dann kostet.

Die Tatsache, daß es Krisen gibt, heisst natürlich nicht, daß sie keine vermeidbaren Ursachen haben, dass man nicht Einiges tun könnte, um sie abzumildern und zu überwinden, und dass man umgekehrt natürlich auch schlimme Fehler oder Sünden begehen kann, die sie schlimmer machen.

Was haben wir denn hier für eine Krise und warum ist sie so schlimm geworden. Zunächst: sie ist noch längst nicht in ihren ganzen Dimensionen entfaltet, aber alle wisen schon, dass es schwer bergab gehen wird, das ist die Psychologie der Krise.

Ja, eine solche Krise hat ihre gefährliche Psychologie, man könnte es die Psychologie des Strudels bezeichnen, im Kopfe der Protagonisten findet man eine kreisförmige Abwärtsbewegung mit einem harten Aufschlag oder Versinken in dunkler Tiefe als Endpunkt.

Aber die Krise ist nicht nur Psychologie, sie hat schon materielle Ursachen, in der Regel bestehen die in Ungleichgewichten, die sich chronifiziert haben und deshalb eine Eigendynamik haben, wie die Massenanziehung eines großen Himmelskörpers.

Wir haben hier eine sich globalisierende Wirtschaft, die durch diesen Transformationsprozess labil geworden ist. Die teilsweise nie gekannt riesigen Profite, die die Gierphantasie vieler Marktteilnehmer stimuliert haben, sind Ausdruck dieser Labiliät. Verläßliche Wege wurden verlassen, neue Chancen und Märkte erschlossen und Risiken eingegangen, die sich als unübersehbar erwiesen.

Dabei ruhte das Ganze im Grunde auf der Dominanz einer Volkswirtschaft dieser Welt, der amerikanischen, die nicht nur die Welt wirtschaftlich, militärisch und kulturell dominierte, sondern auch das Weltwährungssystem. Wenn alle Länder als Sicherheiten für ihre eigene Währung Dollar halten, dann kann das so lange gut gehen, wie die Zentrale damit verantwortlich umgeht. Wenn man aber Dollars in Umlauf setzt nach Belieben wirkt das genauso, als hätte man in früheren Zeiten mittels Allchemie Gold in beliebiger Menge machen können.

Und genau dieser Sündenfall ist passiert: die Amerikaner haben komsumiert >auf Teufel komm raus< im wahrsten Sinne des Wortes. Konsum feuert eine Wirtschaft an, und es gibt genügend Leute in unserem Land, die das für eine prima Alternative für unsere Volkswirtschaft halten und sparen für Teufelszeug. Aber sie haben Unrecht: sparen heisst Werte behalten, konsumieren heisst verbrauchen. Und man kann einen Kuchen nicht zweimal essen. Wenn man nun mehr verbraucht als man erarbeitet, dann sieht das auf den ersten Blick so aus, als würde alles florieren, aber in Wirklichkeit muß jede Schuld beglichen werden, wenn nicht jetzt dann später, wenn nicht vom Schuldner, dann eben vom Gläubiger. Vielleicht haltet Ihr mich ja für völlig stupid, aber ich befürchte, dass die einfache Ökonomie heute gepredigt werden muß, um wieder auf den Boden den Tatsachen zu kommen.

Der Teufel, der da aus dem übermäßigen Konsum heraus kam, hieß weltweite maßlose Schulden, die dadurch scheinbar ausgeglichen wurden, dass die Gläubiger damit ihre Dollarreserven auffüllten. Länder wie Deutschland haben damit ihre Ölrechnungen bezahlt und das Geld wieder im Ausland ausgegeben, andere wie China und die Ölländer haben Billionen an Dollar aufgehäuft, ihnen gehört eigentlich Amerika, fatal!

Wir haben also als erste Weltkrise der Globalisierung im Grunde eine massive Inflation.

Ach wirklich, Inflation? Wieso merkt man dann nichts davon, haben wir nicht jetzt Deflation, keiner hat Geld und keiner kauft was, und die Märkte brechen deshalb zusammen, wie damals nach 1929?

An der Oberfläche sieht es nach Deflation aus. Es ist dadurch gekommen, dass jetzt für überzogene Kredite Gegenwert gefordert wird und der ist nicht vorhanden, deshalb bricht der Konsumrausch jetzt zusammen, es entsteht eine Zusammenbruchskaskade. Derjenige der seine Kredite nicht bezahlen kann, reisst den anderen, der ihm Kredit gab in den Abgrund. Und die Banken, die zahlen sollen, können nicht, sind zahlungsunfähig und reissen damit ein Loch ins ökonomische Vertrauen, das das Eiswasser in den Bauch der Titanic laufen läßt. Wenn jetzt der Kiel bricht, ist das Schiff verloren. Dummerweise hat man beim Bau des Schiffes an der falschen Stelle gespart, die Struktur ist zu schwach.

Das Geld ist ja da, aber nicht da,wo es sein müßte. Sollen die Scheichs und die chinesiche Regierung jetzt in Amerika shoppen gehen, was sollen sie da kaufen? Klingt nach plausibler Lösung: die Dollarbillionäre kaufen die amerikanischen Schrottimmobilien zu Phantasiepreisen, doch Werte und Preise sind zweierlei, fragen sie Herrn Marx.

Das Geld ist da, aber es ist nur solange etwas wert, wie es dort bleibt, es ist eine zurückgestaute Inflation: würden die Dollarbillionen auf den Markt geworfen, würde der Dollar auf ein Hundertsel, Tausendstel oder was auch immer fallen, sprich: die Verluste würden realisiert werden. Kann sich jemand vorstellen, was das für die Weltwirtschaft bedeuten würde? Das Weltwährungssystem wäre endgültig >beim Teufel<, die Weltwirtschaft am Ende. Die Globalisierung Nr.1 endet mit dem vollkommenem Zusammenbruch. Das kann sich keiner wünschen, nicht mal der radikalste Öko, Globalisierungsgegner, nicht mal die überlebenden Kommunisten, aber vielleicht fragt man mal Frau Wagenknecht, ob sie nicht doch klammheimliche Freude empfinden würde?

Viele Leute fragen sich, ob es so schlimm sein kann wie nach 1929, aber kaum jemand glaubt zumindest sagt das absolut niemand- dass die damalige Krise ein Kinderspiel war verglichen mit der heutigen.

In Wirklichkeit gibt es keinen Präzedenzfall: die globale Depression mit der globalen Inflation als Grundlage, das hat es noch nie gegeben.

Die Politik gibt sich selbst gute Noten für Krisenbewältigung, sie schwätzen schon wieder über Oberflächenphanomene wie wohlfeile Konjunkturprogramme. Dabei ist die Frage, ob man in den Chefetagen von Politik und Wirtschaft wirklich nichts begriffen hat, oder ob man versucht durch Kopf in den Sand stecken, den Bankrott noch hinaus zu zögern: Bisher ist doch gar nichts Schlimmes passiert, dachte der vom Wolkenkratzer Gestürzte, als er an der 30. Etage vorbei fiel!

Kann man durch Konjunkturprogramme etwas erreichen? Der Dimension des Problems sind sie absolut nicht angemessen, sie entfachen ein Konsumstrohfeuer, wiederum auf Pump, das jede Nachhaltigkeit vermissen lässt.

Es gibt vielleicht noch einen positiven Punkt, wenn man Konsumgutscheine ausgibt: die ärmeren Bevölkerungsschichten können sich vor dem endgültigen Absturz ins Elend nochmal ein paar letzte Wünsche erfüllen. Es ist so, als ob der Kommandant einer belagerten Festung die Vorräte plündern läßt, damit alle sich nochmal richtig vollfressen können, bevor sie drauf gehen. Sind wir wirklich reif für derartige Verzweifelungstaten?

Nennt mich komplett stupid, aber ich sehe auch in dieser Krise Chancen: man muß vorwärts gehen, zu einer anderen Globalisierung, das vorhandene Geld und die zu machenden Schulden müssen etwas Nachhaltiges bewirken: baut endlich die Teile der Welt auf, die noch in Elend und Armut leben, dort kann investiert werden mit Gewinn für alle. Eine Weltanstrengung, die schließlich allen zu Gute kommen wird. Gibt es denn irgendwelche Hinweise darauf, dass sowas funktionieren kann?

In kleinerem wenn auch gewaltigen Rahmen hat es das schon mal gegeben: nach dem 2.Weltkrieg haben die Amerikaner, sie sollten sich daran erinnern, durch das European Recovery Programm, besser als Marshallplan bekannt, genau das gemacht: sie haben Kredite gegeben und Waren dafür geliefert und Europa wieder aufgebaut, eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht. Was haben sie damit erreicht? Sie haben nicht nur Europa wieder auf die Beine geholfen, sondern sie haben auch ihre Nachkriegsdepression damit abgeschwächt. Es ist also nicht pure Fiktion, dass man, wenn man anderen wirtschaftlich hilft, sich selbst hilft. Es kann funktionieren.

Der Krieg gegen Armut und Hunger kann die Weltwirtschaft retten, klingt völlig absurd, aber denkt an Eure Stupid, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt.

Meister 08.12.2008, 19.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Neue Autos?


Großes Gejammer, dass zu wenige neue Autos gekauft werden, gleichzeitig aber völlige Verschleierung der Gründe. Nehmen wir mal an, ich habe ein 12 Jahre altes Auto, das immer noch gut ist. Ich verliere daran heutzutage kaum noch Geld und bin mit den Leistungen immer noch voll zufrieden? Ein neues Auto soll ich kaufen, nehmen wir an, ich hätte das Geld dazu, das wäre ja die Voraussetzung, auf Pump lieber sowieso nicht bei unseren Banken, wer weiß wem sie diesen Kredit dann wieder weiterverkaufen. Das neue Auto wäre teuer, es würde nicht viel mehr bieten als das alte und man würde pro Jahr tausende Euro Wertverlust haben. Zwar hätte es eine heute gute Öko-Klasse, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man mir in ein paar Jahren wieder einreden will, es sei eine Dreckschleuder, ist 100 Prozent. Damit wäre es dann natürlich zusätzlich entwertet, weiterhin dadurch, daß man für die Zukunft sparsamere Autos verspricht, jetzt aber keine hat, also wenn ich jetzt ein neues Auto kaufen würde, müßte ich damit rechnen, dass ich in wenigen Jahren in allen Belangen dumm da stehe.
Dieses Szenario gilt wahrscheinlich für die nächsten 10 Jahre weiter: immer weitere Verschärfung der Ökonormen (Abgas- und Verbrauchswerte), gleichzeitig stark steigende Preise für Neuwagen und Entwertung der Altwagen.
Zwei praktikabele Lösungsmöglichkeiten: keine Neuwagen mehr kaufen, sondern die entwerteten Altwagen oder wenn Neuwagen dann nur eine Billigschleuder aus na sie wissen schon.
Finstere Zeiten für die Autoindustrie, Stupid stuft die bestimmt auch nur noch auf >sell< ein, was dann aber nicht Autos sondern deren junk-Aktien betrifft.
Aber es gibt hier auch eine zukunftsromantische Lösungsmöglichkeit: das Produkt >Auto< muss ganz neu erfunden werden, vielleicht sind die genialen Autokonstrukteure ja doch nicht ausgestorben: Herr Horch, hören sie doch mal zu!
Von den heute schimmernden Fertigprodukten sollte auf modular modernisierbare Fahrzeuge umgestellt werden: auf einer leichten, stabilen und haltbaren Fahrzeugbasis oder Plattform wird ein ebensolcher Karosserierahmen aufgebaut. Alles andere, was drumherum montiert wird, wird voll austauschbar gemacht, so dass ich in einigen Jahren einen moderneren Motor oder ein ganz neues Antriebssystem einbauen lassen kann, natürlich genauso neue Sicherheitselemente oder eine neue Innenausstattung, man könnte sogar das äußere Bleichkleid später aufhübschen. Durch den modularen Aufbau kann jederzeit das Kaputte genauso wie das Überholte erneuert werden. Und modisch kann es auch immer so sein, wie sich die Besitzerin das wünscht.
Ob das technisch geht? Der geniale Konstrukteur wird da kein Problem haben.
Ob das für die Autoindustrie lohnend sein kann? Die Umstellung vom Fertigprodukt auf eine modernisierbare Version würde ein ganz neues Geschäftsmodell sein, das eine Reihe von Vorteilen hätte, damit könnte man Geld verdienen.
Auch vom ökologischen Standpunkt wären da große Vorteile: weniger zu verschrottende Altautos, schnellere Umsetzung von Neuerungen in die Gesamtfahrzeugflotte und auch billigere Umsetzung ökologisch positiver Neuerungen, wenn man nicht wegen eines saubereren Antriebs das ganze Auto wegschmeissen muß.
Also ich finde die Idee gut, sie würde aus einem starken Dilemma helfen.
Natürlich könnten sehr fundamental denkende Grüne alles abtun mit der Bemerkung man solle liebe fahrrad- oder mehdornfahren - nur realistisch ist das nicht. Zur gedanklichen Modernisierung des Fahrrads solten wir demnächst auch mal kommen!


Meister 05.12.2008, 08.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Terror um "Nacktscanner"


Im Anschluß an die Mogadischu-Geschichte kommt mir das Theater um die "Nacktscanner" sehr lächerlich vor. Wer hat eigentlich dieses blöde Wort "Nacktscanner" erfunden, das ist doch schon eine Propagandafloskel. Wenn man mit einem solchen Scanner verhindern kann, daß Leute Sprengstoff in Flugzeuge schmuggeln, würde ich als Flugpassagier dies sicher befürworten, selbst wenn man die gescannte Person wirklich fotographisch nackt sehen könnte, was ja gar nicht so ist. Man kann das doch so organisieren, daß die Intimität gar nicht betroffen ist, also so, daß die Person nicht identifizierbar ist und von den Kontrolleuren auch nicht persönlich gesehen wird usw.
Man sollte sich wirklich vor Augen führen, daß es wirklich sein kann, daß Leute Plastiksprengstoff ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben einschmuggeln, um Unschudige zu töten. Und es gibt doch auch noch ein Argument: diese Technik würde den Gescannten doch ganz persönlich zu Gute kommen, sie wissen worauf sie sich einlassen und wozu es nützt. Das unterscheidet es ganz elementar von anderen Maßnahmen wie beispielsweise der Online-Durchsuchung, wo anonym von außen in die Privatsphäre eingegriffen wird, ohne daß sicher ist,daß man davon erfährt und auch ohne jede Sicherheit, daß es nur eingeschränkt genutzt wird und ohne einen faßbaren Effekt möglicherweise.
Kann es vielleicht sein, daß das Geschrei um "Nacktscanner" nur veranstaltet wird, um von diesen anderen geheimen Überwachungsmaßnahmen abzulenken?

Meister 30.11.2008, 22.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Immer wieder die >Erkältung<




Der liebe Dr. Wewetzer beschäftigt sich in seiner heutigen Tagesspiegelkolumne mal wieder mit der uralten Anti-Erkältungs-propaganda.

Hintergrund der Geschichte ist, dass früher die Eltern mit ihren Kindern im Winter absolut nicht raus gehen wollten, weil sie >Erkältung< fürchteten.Dies hatte für die Kinder natürlich negative gesundheitliche Folgen, ohne dass die Zahl der >Erkältungen< zurück gegangen wäre. Außerdem hatte man inzwischen entdeckt, dass diese Erkrankungen von Viren oder eventuell auch Bakterien verursacht werden, also Infektionen sind. Daraufhin hat die Medizin, besonders die Kindermedizin, den propagandistisches Schluß gezogen, die Existenz der >Erkältung< vollends zu bestreiten. Die jahreszeitliche Häufung in den Wintermonaten wurde duch engere persönliche Kontakte in den Wintermonaten erklärt. Dieser alte Propagandastand wird von Dr.Wewetzer als neueste Erkenntnis verkauft, und er macht sich lächerlich über "Windpunkte" in der chinesichen Medizin, die man warm halten müßte.

Ehrlich gesagt, ich glaube, man muß die Erkältungsfrage etwas differenzierter sehen: natürlich ist es nicht die Kälte allein, die zu diesen Erkrankungen führt, es sind schon Infektionen. Aber diese finden nicht im luftleeren Raum statt, ob es zu ihnen kommt ist eine Frage der konkreten Bedingungen: die Tatsache der Anwesenheit und die Häufigkeit von Infektionserregern gegen die das Individuum nicht immun ist (Syndrom des ersten Kindergartenwinters), Umweltbedingungen - mangelnde Luftfeuchtigkeit und Überhitzung in geschlossenen Räumen genauso wie Kälte und Feuchtigkeit draußen genauso wie die Tabakrauchbelastung der Umgebungsluft, und Faktoren des Individuums wie Alter (Immuntrainingsnotwendigkeit des Kleinkindes) und gesundheitlicher Zustand. Konkret handelt es sich bei der Frage, ob es zu einem solchen Infekt kommt, um ein Grenzflächenproblem: gelingt es der Abwehr in der vordersten Linie, also auf der Schleimhaut der Atemwege. die >Infektion< also das Eindringen der Erreger zu stoppen. Bei einer optimal aufgestellten Abwehr muß es  nicht unbedingt zum Eindringen der Erreger kommen. Diese Grenzfläche, die die erste Linie bildet, kann nun durch verschiedene Faktoren  positiv oder negativ beeinflußt werden, innere z.B. Trainingsfaktoren und Besiedelung mit Schutzorganismen, aber auch äußere wie beispielsweise Kälte. Durch unangemessene Kältereize kann es durchaus dazu kommen, dass reflektorisch die Schleimhaut nicht gut genug durchblutet,  die Frontlinie so geschwächt wird und die Viren durchbrechen können, es also durch Verkühlung hier zur Infektion dort kommt.  Das erklärt die jahreszeitliche Häufung besser als die Theorie des winterlichen Zusammenhockens. Aber gleichzeitig kommt es nicht durch jede Unterkühlung, sei sie lokal oder allgemein zum Infekt. Im Gegenteil, gerade das Trainieren von Kältereizen hilft dem Immunsystem, sich besser mit seinen Aufgaben auseinanderzusetzen.  Beispiel dafür, dass es die oben genannten Kältereflexe gibt, ist allgemein bekannte Tatsache, dass ein Kaltreiz im Nacken ein Nasenbluten stoppt.

Fazit: es gibt Erkältungen, auch wenn sie in Wirklichkeit Infektionen sind. Es gilt nicht der Kälte aus dem Wege zu gehen, sondern schlechte Abwehrbedingungen insgesamt zu vermeiden, dazu muß man auch viel an die frische Luft gehen. Und das gilt für alle.

Kälte hat insgesamt eine ganze Reihe von Folgen für Warmblüter,neben dem Erfrieren . Viele der Schmerzen im Muskel- und Gelenkbereich, die so gern als >Verschleiß< etikettiert werden, sind auch ursächlich  auf  die Kälter unserer  Klimazone zurück zu führen, im wärmeren nämlich wesentlich weniger vorhanden.

Meister 30.11.2008, 13.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Welche Zeitungen und Zeitschriften soll man lesen?


Wahrscheinlich gibt es viele, die das Lesen von Printmedien heutzutage als völlig überflüssig empfinden. Ich persönlich meine aber, dass zwischen elektronischen Medien der Sorten "push"(=TV=Unterhaltung>>stark selektierte Info) und "pull"(=Internet= Selbstgesuchte Info>>Unterhaltung) durchaus noch ein wichtiger Raum für Printmedien ist.
Die Printmedien bringen Informationen  wesentlich breiter und tiefer als die elektronischen. Die plakative Info-darstellung im TV ist bestenfalls Infotainment und errreicht wiederum bestenfalls die Tiefe einer gut illustrierten Vorlesung.
Und es fällt vieles durch den Filter heraus.
Deshalb meine völlig subjektive Auswahl: Ich finde, man muß eine Tageszeitung lesen, leider erfüllen die wenigsten sowohl lokal-regionale als auch national-internationale Informationswünsche, in Berlin ist man mit dem >Tagesspiegel< sicher am Besten bedient. Wenn ich Zeit hätte würde ich auch noch gern die "International Herald Tribune" lesen, weil sie klar macht, dass die Welt noch ganz anders tickt als wir. Aber mehr als eine Tageszeitung ist rausgeworfenes Geld, kann man sowieso nicht schaffen zu lesen, es muß bei >gelegentlich> bleiben
Ich finde auch ein Nachrichtenmagazin gut, da kommt man einfach nicht am "Spiegel" vorbei, da steht immer noch oft die Antwort auf die Fragen drin, die man sich die ganze Woche gestellt hat. Leider kommt "Focus" bei aller Sympathie dagegen in keinster Weise an, die "Zeit", tut mir leid, ist mir zu intellektualistisch, macht mir keinen Spaß zu lesen, und den "Stern" in diesem Zusammenhang zu nennen, könnte nur als Witz gemeint sein.
Eine Computerzeitschrift scheint mir heute unumgänglich, da bin ich nicht so sicher welche die Beste ist, ich bin mit "Chip" nicht unzufrieden, aber wäre auch für Alternativen offen.
Zusätzlich sehr wichtig ist mir eine Zeitschrift, die mir die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in lesbarer und verständlicher Form präsentiert, da ist man wirklich darauf angewiesen, Experten zu haben, die sich auskennen und auswählen, bewerten und präsentieren können. "Bild der Wissenschaft" scheint mir da im Moment konkurrenzlos, und ich lese jeden Monat ein paar interessante Artikel.
Das ist nämlich die andere Seite der Printmedien: breites, tiefes Angebot, aber ich selbst kann in Ruhe mir das auswählen, was mich interessiert.
Natürlich muß man auch noch Fachzeitschriften lesen, aber ich hatte die Anfangsfrage ja nicht beruflich gemeint.

Meister 30.11.2008, 10.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Ein Nachthimmel voller roter Lichter


Ich  fahre durch die Nacht über die weite Ebenen Norddeutschlands. Plötzlich ist der Himmel voller roter Lichter,  doch sie blinken beruhigend.
Es sind doch nur die Warnlichter der Scharen von Windrädern, die man jetzt im Dunkel nicht sieht.

Meister 29.11.2008, 20.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Ist die Evolution wirklich vorbei ?



Es gibt da jetzt Auffassungen von namhaften Genetikern,die behaupten die Evolution sei vorbei, weil es keine Selektion mehr gebe, also fast alle Geborenen auch ins fortpflanzungsfähige Alter kommen.

Abgesehen davon, dass das global sicher absolut nicht stimmt, scheint es mir aber auch einen total falschen mechanistischen Ansatz von Darwinismus zu haben, den ich eigentlich für überwunden hielt, der aber auf jeden Fall überwunden werden muss.

Was haben Charles Darwin und Karl Marx gemeinsam? Nicht nur den Vornamen. Vor allem haben sie beide bahnbrechende Entdeckungen gemacht, daraus dann falsche, weil spekulative Schlüsse gezogen, die dann von ihren späteren Anhängern kanonisiert, ideologisiert und vollkommen ins Falsche verfremdet wurden. Was für Marx die Marxisten sind für Darwin die Darwinisten. Sie erheben wissenschaftliche Ausgangspunkte zur Religion, anstatt sie wissenschaftlich weiter zu entwickeln, sie verschwenden dann die Zeit damit, ihre heilige Kirche gegen Abweichler zu verteidigen und stehen letztlich dann dem Fortschritt im Wege, wenn sie nicht noch schlimmere Verbrechen begehen.

Es ist doch ein Kardinalfehler, eine Entwicklung für beendet zu erkären, die weiter abläuft, erschwert wird dieser Fehler noch dadurch, dass man sie gar nicht vollständig versteht. Aber Unverständnis paart sich immer besonders gerne mit Arroganz, das zeigt die Wissenschaftsgeschichte überdeutlich nicht zuletzt auch in der Medizin: je weniger wirkliche Kenntnisse, um so mehr Halbgott war erforderlich, in weiß oder was auch immer.

Natürlich gibt es auch andere Forscher, die derartigen Auffassungen widersprechen, aber schockierend ist, dass jemand überhaupt so etwas vertritt, ohne Angst sich lächerlich zu machen.

Wie geht denn die Entwicklung weiter? Das >wie< ist offen, aber sie geht rasant weiter, und vor allem deshalb, weil ein Faktor immer wichtiger wird, den Darwin nicht auf der Rechnung hatte, nämlich die Rückwirkung des Objekts auf das System. Die Menschen können sich nicht nur genetisch-biologisch weiter entwickeln, sie können sich heute vor allem sozial&technisch weiter entwickeln, und sie werden sich in Zukunft auch individuell mental weiter entwickeln und dann auch wieder auf ihre Biologie positiv zurück wirken. Das ist gar nicht so utopisch wie es scheint, und man sollte darüber nachdenken, weil solche Prozesse nicht hinter unserem Rücken ablaufen sollten, sie sind ja schließlich nicht so ganz ohne Risiken.

Den Menschen würden keine Flügel wachsen in der Zukunft, meinen die Forscher unisono, so etwas sei nicht drin. Da gibt es natürlich Leute, die darüber anders denken - mich zum Beispiel.

Ich denke, die Menschen werden ohne technische Hilfsmittel fliegen lernen, zumindest ist es nicht jenseits der Möglichkeiten.

Dieses >diesseits und jenseits der Möglichkeiten< ist sowieso eine interessante Frage.

Meister 27.11.2008, 10.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

It´s the economy,stupid!


Hi, ich bin Billie B. Stupid und heute erzähl ich Euch die wahre Geschichte des Spruchs, den Ihr alle kennt.
Ja, ich war Praktikantin bei Bill Clinton. Da ist vieles übertrieben worden damals.  Mit dem Spruch war das ganz einfach so: jedesmal wenn ich Bill eine Zigarre geschenkt hatte - kam schon mal vor daß seine alle waren - hat er zu mir gesagt "Your my economy, Stupid". Der Spruch hat seinen spindoctors dann so gefallen, daß sie ihn gefälscht haben. Und ich durfte den Mund halten, aber jetzt ist sie raus die Wahrheit.

Meister 26.11.2008, 23.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Rückblick und Ausblick


Jetzt hab ich den 24.11. doch verpasst, an dem sich der erste Beitrag zum zweiten Mal jährte. Eigentlichsind es wirklich eine ganze Menge Beiträge geworden, na gut, die Qualität ist auch ziemlich unterschiedlich, aber ich habe doch ein paar ganz hübsche Produkte entwickelt, von Dr.Bloggma bis Stupid´s economy. Ein paar Sachen könnten durchaus etwas mehr vorkommen, beispielsweise das kleine virtuelle Theater, aber es geht eben immer nur um das Umsetzen von Ideen, man kann es nicht an den Haaren herbei schleifen. Außerdem, und ich glaube das geht uns wohl allen so, man hat einfach nicht immer Lust etwas zu schreiben. Was die verschiedenen Seiten der Inhalte anbelangt möchte ich nicht zu sehr ins Kommentieren von Tagespoltik abgleiten, wenn es auch manchmal nötig ist. Aber eigentlich soll auch die Politikabteilung die grundsätzliche romantische Orientierung transportieren, dafür ist ja nicht zuletzt das >politromantische Büro< ins virteulle Leben gerufen worden.
Ich hoffe insgeheim, daß ich nicht zu tierisch ernst genommen werde, auch wenn nicht alles nur scherzhaft gemeint ist. Es liegt mir am Herzen die Balance zwischen ernst und nicht so ganz ernst zu halten, es soll kein Witzblatt werden, aber auch keine moralische Anstalt.
Hoffen wir einfach, daß es weiter so Spaß macht.

Meister 26.11.2008, 19.32| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Die Bankenkrise ein Segen




Hi, ich bin Billie B. Stupid, ihre Wirtschaftsamateurin, und heute möchte ich Ihnen erklären, warum die Bankenkrise ein Segen ist.

Die Bänker, wer auch immer es gewesen sein mag, haben ein Geschäftsmodell erdacht, Geld ohne Wirtschaftsleistung zu machen, dazu haben sie die verschiedensten Instrumente erfunden, gebaut und auch verkauft, ein ganzer Werkzeugkasten des Geldmachens. Es erschien zeitweise so, dass eine Volkswirtschaft auch prosperieren könnte, wenn sie gar nichts mehr produziert, eine Art wirtschaftspolitisches Perpetuum mobile. Man hätte aus der modernen Naturwissenschaft lernen können, dass ein Perpetuum mobile schlicht nicht funktionieren kann. Es ist nicht so, daß es noch nicht entdeckt ist, es geht einfach nicht. Aber was ist Naturwissenschaft gegen Bänkergierverstand (wie finden sie diese Wortkreation?). Man macht es einfach: Laß es doch kosten, wer´s bezahlt (auch ein Spruch, der mehr Gehalt hat, als es oberflächlich aussieht).

Fast die gesamte angelsächsische Welt (USA, England, Sachsen-LB) und einige mehr, hat versucht nur noch Finanzdienstleistungsgesellschaft zu sein, sogar so ein Ländchen wie Island. Im Grunde genommen bestand das Geschäftsmodell aber darin, andere Länder die Wirtschaftsgüter möglichst global billig produzieren zu lassen und ihnen dafür Finanzprodukte anzudrehen. Die eigentliche Dienstleistung bestand darin, diese so verwirrend und aufpoliert zu produzieren, dass ein Anschein von Wert entstand.

Andere Teile des Finanzdienstleistungsapparats (Wirtschaftprüfer und Ratingagenturen) waren nur dazu da, diesen Produkten größten Wert zuzusprechen, eine Art höheren Segen zu schaffen. Sie haben sich alle schon etwas einfallen lassen, diese >Dienstleister<. Die Illusion wurde immer perfekter je komplexer das ganze Gebäude wurde. Es kann doch nicht sein, dass etwas nicht stimmt, wenn da so eine komplexe Struktur unterlegt ist, auch wissenschaftlich abgesegnet (Professoren sind billig!), von Außenseitermeinungen mal abgesehen.

Der größte Fehler alles Scharlatanentums, auch in der Wirtschaft, besteht  darin, dass man früher oder später gewaltig mit der Wirklichkeit kollidiert: jede Titanic findet ihren Eisberg. Dann gibt es nur noch eine Frage: wer hat sein Schäfchen ins Trockene gebracht, wer zahlt die Zeche und wer wird mitgerissen in die dunkle Tiefe?

Sie haben in Wirklichkeit ein Spiel gespielt, das einem Kettenbrief glich, ein Schneeballsystem, und sie haben damit die wirtschaftliche Basis zunehmend in Mitleidenschaft gezogen, gesunde Firmen ruiniert, ausgeplündert und zerstört. Mit Geld, das ihnen nicht gehörte, haben sie Firmen aufgekauft (Grohe, ATU beispielsweise) und haben Arbeitsplätze und Wirtschaftsleistung vernichtet, im Grunde sogar den wirklichen Profit, den eine solche Firma machen konnte. Wenn sie noch ein paar Jahre so weiter gemacht hätten, wäre von den realen Volkswirtschaften gar nichts mehr übrig geblieben. Deshalb ist der Bankrott des Bankensystems ein Segen für die Wirtschaft. Diese ist zwar auf seriöse Bankleistungen angewiesen, aber man kann keine Geschäfte mit Goldmacher & Raffke machen, da wird man übers Ohr gehauen. Aus diesem Grund kann man nur hoffen, dass die Vernichtung des Finanzdienstleistungssektors noch in aller Gründlichkeit weiter gehen wird (alle Bankaktien weiterhin auf >sell< eingestuft) bis nur noch die ehrlichen Marktwirtschaftler übrig bleiben, vielleicht ein bißchen unrealistisch diese Hoffnung, aber man soll sie ja bekanntlich nicht aufgeben.

Schöne Grüße aus der Mauerstraße, Ihre B.B. Stupid.

Meister 21.11.2008, 16.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Heute vor 2 Jahren...


wurde dieser Blogg aus der Taufe gehoben, nochmal anke an den damaligen Sponsor Jokers, nicht nur wegen der Bezahlung des ersten Jahres, sondern auch weil ich dadurch überhaupt zum bloggen gekommen bin.
Ich bekenne, es macht mir Spaß, und ich habe auch noch Einiges vor. Der wirkliche Anfang hat für  mich auch erst am 24.11.06 stattgefunden, vielleicht komme ich in 3 Tagen dazu mal kritisch Bilanz zu ziehen, aber warten wir es ab, Ankündigungspolitik ist niemals gut.

Meister 21.11.2008, 10.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

So dann Herr Sodann!


Als Komissar fand ich ihn gar nicht so übel, wenngleich voll langweilig. Aber jetzt macht er uns öffentlich den Kommunisten und Verfassungsfeind.
Er meint, man solle das sozialistische Experiment "DDR" alsbald wiederholen. Damit kann er doch nichts anderes meinen als die Abschaffung unserer freiheitlichen demokratischen Ordnung zugunsten einer neuen Diktatur.
Er möchte gern Herrn Ackermann verhaften. Nun, wer mag schon Herrn Ackermann? Aber ihn verhaften wollen, heißt doch das Recht brechen, willkürlichen Verhaftungen das Wort reden. Wo kämen wir hin, wenn wieder jeder mißliebige Mensch einfach verhaftet werden könnte? Genau: mitten in die "DDR".
Ich befürchte die Diagnose lautet: Herr Sodann ist Verfasungsfeind.
Und das als Kandidat für die Bundespräsidentschaft? Kann das etwas anderes bedeuten, als daß eine verfassungsfeindliche Partei einen Verfassungsfeind als Kandidaten aufstellt, um die Verfassung kaputt zu machen?
Und diese Leute wollen uns weiß machen, daß sie Antifaschisten seien. Da müßte man lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Meister 20.11.2008, 23.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Niedlicher Spruch


Ein 2jähriger türkischer Junge, total netter Vater. Das Kind hat einen Body an mit der Aufschrift: >Seid lieb zu mir, ich bezahle Eure Rente<.
Das fand ich total lustig und niedlich, besonders bei so einem freundlichen lockigen Kleinkind. "Dann müssen wir ihm aber zunächst mal eine gute Ausbildung und dann eine prima Arbeit sichern", hab ich zu dem Vater gesagt. Ein typisches Inländerproblem.

Meister 20.11.2008, 21.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

>Stupid< -Unsere Neue Kraft stellt sich vor


Guten Abend,
mein Name ist Billie Broke Stupid und ich bin die neue Wirtschaftsamateurin dieses weltenumspannenden Blogs. Sie wundern sich  wegen der "Amateurin"? Aber haben Sie nicht auch die Nase voll von den vielen "Experten"? Mit den Experten habe ich gemeinsam, daß ich auch keine Ahnung von Wirtschaft habe, und genauso laut schreien kann. Aber ich behaupte wenigstens nicht Wirtschaftsguru zu sein, ich habe keine Interessenkonflikte und ich halte das Wort "Bonus" immer noch für ein anderes Wort für Gutschein.
Ich habe hier angeheuert, um mit Ihnen die wirtschaftlichen Grundfragen neu zu diskutieren,wegen dieser Krise, sie wissen schon.
 Ich will ihnen erzählen,was ich so grundsätzlich über Wirtschaft dachte und was ich so täglich dazu lerne.
Grundsätzlich dachte ich, daß man auf dem Markt nur verkaufen kann, was einem wirklich gehört. Dazu gelernt habe ich, daß man viel mehr Geld bekommt, wenn man verkauft, was einem nicht gehört. Manchmal soll das zwar ins Gefängnis führen, aber sicher nur wenn man keinen Nadelstreifenanzug trägt. Vielleicht ist das auch das Geheimnis des Nadelstreifenanzugs: eine Art magische Abwehr gegen andere gestreifte Anzüge?
Früher dachte ich, Wirtschaft sei eine Veranstaltung um materiellen Reichtum zu schaffen. Heute habe ich aber gelernt, daß man durch Vernichtung von materiellem Reichtum viel mehr Geld machen kann.
Früher dachte ich aber auch, daß es gut sei viel Geld zu haben. Jetzt habe ich gelernt, daß Geld nicht nur nicht glücklich macht, sondern auch beunruhigt.
Sie sehen, ich lerne täglich dazu, und diese Lernerfolge bin ich gerne bereit mit ihnen ganz gebühren-, tantiemen- und bonusfrei zu teilen.

Meister 19.11.2008, 23.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy

Zertifizierung


Das Unwort >Zertifikate< kennen wir ja inzwischen. Weniger bekannt ist vielleicht, daß das Wort >Zertifizierung< für einen ähnlich üblen Sachverhalt steht.
Überall sollen nach dem Willen von Herrn WeißderGeier Zertifizierungen durchgeführt werden. Ob es sich nun um Arztpraxen, Betriebe, Wohlfahrtsorganisationen oder Websites handelt.
Das Gemeinsame daran ist, daß eine Zertifizierungsstelle, die selbst nicht auf Verläßlichkeit zu prüfen ist, sondern meist vollkommen dubios bleibt, gegen Geld in der Regel, eine Zertifizierung des Zielobjekts ausstellt. Diese kann sich dieses Objekt dann irgendwohin pappen und damit Werbung machen. Ob es sich dabei um ein wirkliches Qualitätsmerkmal handelt, ist völlig offen, auch wenn irgendwelche Normnummern (wie zertifiziert nach  ISO 123XYZ) quotiert werden.
Wer hat diesen Zertifizierungswahn hervorgerufen? Macht es mehr Sinn oder ist es nicht viel mehr die Übertragung des Geschäftsmodells der Rating-Agenturen auf alle Lebensbereiche? Sollte man nicht vor allem die Zertifizierungsstellen und Ratingagenturen einer rigiden öffentlichen Kontrolle und voller Schadenersatzpflicht unterwerfen? Wie schnell wäre der ganze Spuk vorbei, wenn die Zertifizierungsstelle für jede Beschwerde über die zertifizierten Objekte zur Kasse gebeten würde?
Fragen über Fragen, nur der Sinn ist dunkel. Einigen wir uns am Besten darauf, Zertifizierungen als Negativmerkmal für das Objekt anzusehen.

Meister 18.11.2008, 23.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Zukunftsforschung?


Im Bild der Wissenschaft ging es gerade um Zukunftsforschung. Fazit: Man kann nicht in die Zukunft schauen, viele Prognosen sind völlig unseriös, bestimmte unerwartete Ereignisse können das ganze Gebäude der Prognose umstürzen.
Ist Zukunftsfoschung eigentlich Forschung im Sinne von Wissenschaft? Zweifel sind angebracht.
Deshalb ist Zukunftsromantik  auch zukunftsträchtiger. Es geht nicht um Voraussagen sondern um die Scharen von Möglichkeiten, die aus der Zukunft auf uns zu fliegen. Wir dürfen bedenkenlos uns diese Möglichkeiten ausmalen, in den veschiedensten Szenarien darstellen und darüber nachdenken, welche Optionen und Chancen wir haben, in welche Richtung wir die Zukunft denn gern entwickeln würden.
Denn viel wichtiger als irgendeine Voraussage ist doch die Frage, wie wir die Zukunft positiv beeinflussen könnten. Das geht natürlich nur beschränkt, erfordert aber vor alem eine Vorstellung davon, wie sie denn werden sollte.

Meister 18.11.2008, 08.32| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Kann man ADHS vorbeugen?


Auf diese Frage, gestellt bei einer Fortbildung neulich, kriegt man natürlich von Kinder- und Jugendpsychiatern kaum eine vernünftige Antwort. Gut, eine Antwort fand ich nicht so schlecht: Man müsse vermeiden, daß die Kinder ein Mißerfolgserlebnis nach dem anderen haben.
Ich persönlich denke, daß man schon vorbeugen kann, und auch sollte. Die ganzen SAchen wie Hirnstoffwechsel aus dem Gleichgewicht und erbliche Belastung - alles geschenkt, wird scon wahr sein, aber da es keine objektive wissenschaftliche Diagnose ADHS/ADS gibt, verbergen sich darunter natürlich auch sehr verschiedene Personen. Man wird sicher nicht bei allen Vorbeugen können, aber man könnte schon i Kleinkindalter einiges machen. Die Kinder brauchen,wie alle anderen, vielleicht sogar mehr als alle anderen Liebe, Zuwendung und viel Zeit. Bei den unruhigen Säuglingen sollte man durch Körperkontakt und interesseweckende Spiele versuchen, die Aufmerksamkeit schon etwas länger zu fesseln, die Sinnesreize so dosieren, daß sie auseinander gehalten werden können und vor allem Exposition gegenüber elektronischen Medien vollkommen vermeiden, was trivial klingt, aber wahrscheinlich nich so selbstverständlich ist, wie es sich anhört. Das gleiche gilt dann für die 1-2 jährigen, die viel Zuwendung und Zeit brauchen, aber auch klare Grenzsetzungen. Durchgängig gilt, daß man Interessen stimulieren sollte ohne die Sensorik und die Verarbeitungssysteme zu überlasten. In diesem Alter muß man anfangen das Selbstwertgefühl aufzubauen und soziale Kontakte in zunehmender Menge einzuführen. Eine frühzeitige Krippenbetreuung ist natürlich für die gefährdeten Kinder das reine Gift, weil sie sozial überlastet werden mit zu vielen Bezugspersonen und Konkurrenten. Einwand gegen diese Behauptung könnte natürlich sein, daß gerade in Familien wo es nicht so gut läuft, eine frühe externe Betreuung gut sein könnte. Richtig, aber die darf dann nicht die unpersönliche Behandlung in der Familie reproduzieren, da wären Tagesmütter besser, wenn sie denn so sind, wie sie sein sollten.
Da sind wir bei einem ganz wichtigen Thema: die Kinder sind unterschiedlich , die ELtern sind sehr unterschiedlich und die Betreuer sowieso. Das macht generelle Aussagen immer so schwierig, sie stehen im Grunde immer unter einer Reihe von Vorbehalten. Ich will es hier im Moment nicht weiter treiben, demnächst weiter mit Kindergartenalter, Vorschule und Schule. Das Thema ist auch ein sprichwörtlich weites Feld, das in verschiedenen Richtungen beackert werden muß.

Meister 16.11.2008, 11.21| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Kein Geld für 3.Welt?


Im Tagesspiegelleitartikel wird die Meinung vertreten, es sei schade dass wegen der Finanzkrise kein Geld mehr fürs Klima und gegen den Hunger in der Welt übrig sei. Gleichzeitig fordern Gewerkschaften und Arbeitgeber Konjunkturprogramme!
Warum sieht eigentlich keiner von diesen Kurzsichtigen, dass weltweite Programme fürs Klima und gegen Hunger und Armut die besten "Konjunktur"programme wären?
Wir haben hier doch alles, noch mehr Infrastrukturinvestitionen führen bestenfalls zu Strohfeuer+größeren Erhaltungskosten.
Würde man das Geld in die 3. Welt stecken könnte man mit dem gleichen Geld viel mehr erreichen: Schluß mit Hunger, runter mit Armut, Verminderung von Krieg und Gewalt, Vermeidung von Völkerwanderungen, effektivere Erreichung von Klimazielen und zu guter Letzt wahrscheinlich auch noch die Förderung der einheimischen Wirtschaft und Forschung in diesem unseren Lande.
Natürlich kann man das nicht alleine machen und auch nicht mit den alten Methoden von Giesskanne und Kolonialismus. Aber es gibt doch hochkarätige Experten genug, und hatten die "Weltpolitiker" nicht vor, die Welt zu retten? Ok, hier ist eine einmalige Chance für eine andere Art von Globalisierung, also tut es!
Und warum wird es nicht passieren? Weil sie alle insgeheim hoffen, dass sie doch so weiter machen können wie bisher, weil die bankrotten Eliten in den Chefetagen weiter auf Konkursverschleppung setzten statt auf wirkliches Umdenken. Und die Politiker sowieso nur ihre Popularitätskurve und ihren Kirchturm im Blick haben, nicht zuletzt in unserem föderalen Gemeinwesen, wo die Kleinstadtbonapartisten vom Traum der Machtergreifung in der örtlichen Bedürfnisanstalt nicht erwachen wollen und die machtgeilen Landespoltiker, auch wenn sie scheinfortschrittlicherweise Frauen in roten Hosenanzügen sind, ihre Gefolgschaft terrorisieren, um sich an die Macht zu putschen.
Und der große Hoffnungsträger auf der anderen Seite des Teichs? "Yes, we can!" lautet die Botschaft, "aber ob wir wirklich wollen, müssen wir uns noch überlegen", der unausgesprochene Nachsatz.
Man könnte so vieles, wenn man denn wollte. Man könnte viele voraussehbare Katastrophen des XXI.Jahrhunderts vermeiden, aber dazu brauchte man wirkliches Umdenken und wirklich neue Rezepte.
 Veränderung ist keine Revolution (die wollen nur die Machtlosen und Hoffnungslosen, die, wenn sie wirklich Erfolg hätten, wieder nur Chaos und Verbrechen anrichten würden, siehe Erfahrung XX.), sondern Veränderung ist gemeinsam gemachter Fortschritt, der den weltweiten fairen Ausgleich anstrebt.
Natürlich ist das pur romantisch gedacht, aber ist es nicht genau das Denken , was wir brauchen fürs XXI. ?

Meister 15.11.2008, 11.34| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Sonnenuntergang in Broome


Es ist eine Welt, ein Globus und wir können rund um die Erde schauen. Ist das nicht wunderbar? In Broome geht jetzt die Sonne unter, richtig romantisches Bild und dann ist es aber auch gleich dunkel.

Meister 15.11.2008, 11.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Träume


Es wäre so bloody hellartig schön im Winter wieder nach Australien zu fahren. Die Träume gehen so quer durch meinen Kopf. Der Mythos Australien ist so lebendig, wenn man ein Weilchen nicht da ist, dabei weiß ich ganz genau, daß ich, wenn ich dort bin, denke, ich sei gar nicht weg gewesen. Der Traum sagt: man könnte von Darwin quer durchs NT und NQLD  nach Cairns fahren, oder auch von Brisbane durchs Qutback von QLD bis man irgenwann wieder ans Ufer des Pacific zurück kommt.
Träume sind nicht nur Träume, sie können auch wahr werden.

Meister 11.11.2008, 20.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Streik im öffentlichen Dienst

ist immer unpopulär. Aber wenn man sich anschaut, was die angestellten Lehrer verdienen in Berlin, muß man sagen: es ist eine Schande. Lehrer sollte freier Beruf sein und nicht Staatssklave!
Und die Erzieher in den Kitas: ihnen wird jede Erwartung aufgebürdet und ich tue das auch: sie sollen die Kinder fördern und erziehen, es ist ihre verdammte Pflicht! Aber dafür müssen sie auch anständig bezahlt werden.
Jeder "Bildungsgipfel" ist verlogen, wenn er nicht das Geld in die Hand nimmt, um eine gute Bildung und Erziehung zu gewährleisten.
Die elenden Politpropagandaschreier fabulieren über Bildung und Chancen und Gerechtigkeit und Förderung, aber es darf alles nichts kosten.
So kann das nicht weitergehen!
Aber so wird es auch nicht weitergehen: der notwendige Stellenwert der Bildung wird sich wie ein Naturgesetz durchsetzen. Das sagt die politische Romantik und sie hat Recht.

Meister 10.11.2008, 19.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Fenster verputzen außen


Immer das Gleiche, ich drücke mich vor Arbeiten, die mir kompliziert vorkommen, dann verlangen die Umstände, hier der kommende Winter, daß sie gemacht werden. Also mache ich es, und siehe da, es war doch gar nicht so schlimm, ist doch sogar ganz gut geworden.
Vielleicht sollte man zum Thema Lernen noch bemerken, daß man manche Sachen einfach nicht lernt, sondern immer wieder in das vorerlernte Schema verfällt.
Na egal, irgendwann kriegt man die Kurve -lernen hat auch mit Geduld zu tun, auch mit Geduld mit sich selbst.

Meister 10.11.2008, 14.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Bildung in Hessen und anderswo

Die fatale Frau Y. richtet noch über ihren politischen Tod hinaus bildungspolitischen Schaden an. Sie will "Bildungsgerechtigkeit" und definiert es, als längeres gemeinsames lernen. Abgesehen davon daß wir unser ganzes Leben lang lernen und auch ständig gemeinsam lernen, meint sie damit offenbar, daß ein staatlicher Zwang erfolgen soll, daß Schüler nicht frühzeitg auf weiterführende Schulen gehen dürfen.
Da sind wir wieder beim "DDR"-Denken reinsten Wassers: besser alle lernen wenig, als daß jemand weiter kommt. Das auch noch als "Bildungsgerechtigkeit" auszugeben, ist wirklich die Höhe.
Es sollte um Bildungschancen für alle gehen, also sollten sowohl für schnellere als auch für langsamere Lerner alle Wege offen stehen, man darf weder die einen für die anderen opfern noch umgekehrt.
Sollen sie doch ihre Gemeinschaftsschulen machen, gegen Experimente hat doch niemand was. Aber sie sollen nicht den anderen Knüppel zwischen die Beine werfen, oder sie zwingen wollen, bei ihren Zwangsschulen mitzumachen. Glücklicherweise nimmt die Neigung der Eltern stark ab, sich so etwas gefallen zu lassen. Mit der Zwangsgesamtschule sind sie doch schon vor Jahrzehnten auf die Nase gefallen und heute ist klar: Gesamtschulen sind gut, aber nicht für jeden und nicht jeder muß mitmachen.
Ohne die Heimwehgefühle der SED-Leute wäre es sicher auch nie zu einer Neuauflage dieser Politfarce gekommen, aber heute spielen diese Heimwehgefühle eben eine Rolle in Deutschland. In der "DDR" war nicht alles schlecht, nein, wirklich nicht, bespielsweise der Todesstreifen, so sauber, so ordentlich. Und die DDR-Schule war auch so ein Todesstreifen. Für sehr viele, fürchte ich.

Meister 09.11.2008, 22.59| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Nachtrag zum Sauerkraut


Schon länger her, daß ich über Sauerkrautproduktion geschrieben habe, ich hae auch über Sommer keine neuen Versuche unternommen, nachdem wir das Vorige vollkommen verschimmelt war. Es hate zwar initial gut geschmeckt, war aber sehr schnell hin.
Jetzt hate ich einen neuen Versuch unternommen und zwar mit einer kleineren Menge, nur etwa 4kg, die ich auch arbeitssparend in der Küchenmaschine zerkleinerte. Der Versuch bestand diesmal im Zusatz von Buttermilch. Ergebnis: positiv! Vor allem war ich über den raschen Fortschritt erfreut. Nach 1-Wochen war es schon optimal. Und dieses Mal habe ich den Lagerungsfehler vermieden, d.h. ich habe das fertige Kraut abgeschüttet und in sauberen Containern im Kühlschrank gelagert, da hat es sich nicht nur gut gehalten, sondern schmeckt sogar. Und da es erstmals alle geworden ist, wird demnächst die neue Auflage fällig

Meister 09.11.2008, 17.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Gedanken zum 9.November







Das XX.Jahrhundert ist glücklicherweise rum und damit hoffentlich auch die Häufung von bedeutungsschweren 9. Novembern.

Was haben sie gemeinsam? Sie waren allesamt Wendepunkte der deutschen Geschichte. Und damit natürlich Ausdruck der Tatsache, daß es ein heftiges Zickzack gab.

Der 9. November 1918 wird vor allem als Tag der Revolution in Deutschland gewertet, vergessen wird dabei merkwürdigerweise, daß es vor allem der Tag war, an dem der große Krieg zu Ende war und auch Schluß  mit dem Kaiserreich, dem drittschlechtesten Staat auf deutschen Boden im XX. Jahrhundert, also schon ein Wendepunkt zum Guten.

Der 9.November 1923 ist heute der am wenigsten prominente, obwohl er sehr ominös war. Hitler und sein Freund Ludendorf marschierten in München auf die Feldherrenhalle. Was sich für uns heute nach Demo anhört, war ein handfester Putsch, so wie es Adolfs Freund Mussolini im Jahr zuvor in Italien mit seinem Marsch auf Rom erfolgreich durchgezogen hatte. Deshalb war es natürlich weder Zufall noch Gemeinheit, daß Adolfs Getreue mit Waffengewalt auseinander getrieben wurden, es war die Staatsraison. Trotzdem war dies der ominöse 9. November und auch ein Wendepunkt zum Schlechten.

Der 9.November 1938 lag schon weit in der Nazideutschlandepoche. Er war das "Signum malum omnium"der Zeit. Ich finde den Ausdruck "Reichskristallnacht" immer noch am besten, weil er so bizarr ist wie das Ereignis Männer Juden verprügelt, abgeholt und ins KZ gesteckt haben. Die Bedeutung liegt darin, daß es den Nazis gelang, Teile der Bevölkerung  -  gut, es war vielleicht der Bodensatz, aber trotzdem  -  dazu zu bringen, aktiv Juden anzugreifen, also wirklich ein Pogrom im russischen Sinne anzuzetteln. Das hätte in Deutschland niemand vorher für möglich gehalten, aber sie kriegten es hin. Die Bedeutung dieses Wendepunktes ist, daß danach man davon ausgehen konnte, daß das deutsche Volk, als handelndes "Subjekt", seinem Führer in jede Hölle folgen würde. Und das taten sie dann auch: in die Hölle des Angriffs- und Vernichtungskrieges, in die Hölle des Völkermordes und in die Hölle des Untergangs.

Der 9. November 1989 dagegen war der Wendepunkt, der uns wieder auf den Weg zur staalichen Einheit in Freiheit gebracht hat, also raus aus dem Schlamassel, der vorher angerichtet wurde, und den wir 45 Jahre auslöffeln mußten. Insofern frage ich mich, ob es nicht vielleicht mehr als Zufall gewesen ist, daß es wieder dieses Datum gewesen ist.

Jetzt ist das XX.Jahrhundert rum, und wir sollten hoffen, daß uns weitere derartige Wendepunkte erspart bleiben.

Wenn allerdings am 9.November 2009 Heide Ypsilanti mit O.Je.Lafontaine den Marsch aufs Frankfurter Bankenviertel anführen, wissen wir, was es geschlagen hat.

Meister 09.11.2008, 15.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Heuschrecken im "Gesundheits"wesen





Liebe Freunde der Gesundheit und Feinde der Geschäftemacherei mit Gesundheit,

hier im Spreebogen betrachtet ein Teil meiner Patienten mit Wohlgefallen, was sie angerichtet haben."Mein lieber Dr. Bloggma", sagte Ulla neulich beim Wiederankleiden, "sie sollten langsam die Zeichen der Zeit sehen und auch in einem MVZ Unterschlupf suchen. Verkaufen sie doch einfach ihren Kassenarztsitz und lassen sie sich als Angestellter von ihrem neuen Arbeitgeber verwöhnen. Sonst sind sie doch dem Wettbewerb im Gesundheitswesen nicht mehr lange gewachsen."

Sie sind so stolz auf ihren Wettbewerb und auf ihre neuartigen Strukturen, und sie haben sogar die SED-PDS-Linke auf ihrer Seite, die wähnt, es handele sich um eine Neuauflage der DDR-Polikliniken.

Eine Art von Polikliniken ist es ja auch, was jetzt als MVZ = Medizinische VersorgungsZentren aus dem Boden schießt, aber nicht die staatliche sondern die kapitalistische Variante: Investoren schaffen sich ein solches Zentrum und stellen Ärzte als Angestellte an, haben natürlich nicht die Gesundheit sondern ihre Profite im Blick, dem hat sich alles unterzuordnen. Zusätzlich gibt es natürlich auch noch Sonderinteressen der Investoren, zum Beispiel Klinikkonzerne, die ihre MVZs vor allem als Patienteneinweisungszentren für ihre Klinikbetten benutzen wollen.

Die Investoren kaufen jetzt also massenhaft Kassenarztsitze auf, verschieben sie dorthin, wo es ihnen am profitabelsten erscheint und besetzen sie mit Ärzten, die mehr gefügig als qualifiziert sein müssen, irgendwo wird man die schon finden, sie müssen mindestens beim Publikum als Arztattrappen durchgehen, notfalls werden ein paar Deutschkurse investiert.

Schöne neue Konkurrenz und so modern. Dann werden hübsche Verträge mit den Krankenkassen gemacht,  scheinbar billiger als vorher, aber sie müssen vor allem natürlich die Rendite der Investoren verdienen. Der Profit liegt in der Differenz zwischen 10% Kostensenkung und 25% Leistungsabsenkung. Die Patienten merken zu spät, was es geschlagen hat, aber warum sollen sie auch besser versorgt werden als beispielsweise in England oder in der 3.Welt, das ist doch auch nicht gerecht,oder?

Merkwürdigerweise war ich immer der Meinung, daß sich die ärztliche Konkurrenz hauptsächlich durch die freie Arztwahl darstellt, wer mehr zufriedene Patienten hat, der sollte auch mehr verdienen. Aber das haben sie mit ihren Budgets ja schon lange abgeschafft: heute heisst es, wer mehr Patienten hat, verdient weniger.

Im Grunde genommen muß man sich die staatlich verordnete Konkurrenz heute so vorstellen, daß die Regierung sich von den Lobbyisten die neuen Konkurrenzregeln in die Gesetze schreiben läßt, das funktioniert wie im Bankensektor: die Geier diktieren, die Heuschrecken souflieren, die Minister parieren und kassieren. Ist doch ganz einfach!

Es gibt bei der schnen neuen kapitalistischen Medizinpolitik (es fällt mir schon lange auf die Nerven, daß der ganze Blödsinn auch noch "Gesundheits"politik genannt wird) nur eine Frage: ob die Ärzte und Patienten mitspielen, oder ob nach dem Bankendesaster vielleicht doch die Erkenntnis reift, daß man nicht die Kernbereiche der Gesellschaft an die Geier ausliefern darf.

Lassen sie uns also das Beste hoffen und überprüfen sie, ob sie nicht in Geieraktien investieren wollen, da steckt Wachstumspotential drin, meine Patienten aus dem Spreebogen haben sich daran auch schon beinahe überfressen.

Deshalb bleiben Sie besser gesund, und ich verbleibe als Ihr ergebener
 Dr. Bloggma

Meister 09.11.2008, 11.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Draußen ist es schön


Wenn man erstmal draußen ist, stellt man fest, daß es angenehm mild ist, gutes Wetter, um was im Garten zu machen. Da ist natürlich jetzt der Krieg gegen den Laubterror angesagt. Warum können diese Blätter nicht einfach an ihren Plätzen bleiben, würde auch im Winter besser aussehen, im Frühling könnten sie dann einfach wieder grün werden.
Aber der liebe Got belohnt Verbesserungswünsche an seiner Schöpfung bekanntlich mit einem großzügigen Stipendium an der paradiesischen TU und die Härte der Prüfungen dort führt zum sogenannten ewigen Studenten. Besser als es an der FU Berlin jemals möglich gewesen ist. Also nehmen wir es lieber so, wie es ist und sagen: auch der Herbst ist eine wunderschöne Jahreszeit.

Meister 08.11.2008, 15.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Wer ist denn nun schuld?


Mit diesen unsäglichen Vergleichs+Entschuldigungsorgien wird doch immer wieder von der einen Frage abgelenkt: Ist es richtig, daß die Manager diese Krise eingebrockt haben? Ist es richtig, daß die armen, unschuldigen Politiker sie jetzt auslöfeln müssen, den LArren wieder aus dem  Dreck ziehen müssen?
Ich denke schon, daß es gewisse Probleme dadurch gibt, daß Manager nicht wirklich verantwortlich für das, was sie anrichten sind. Ihr Erfolg oder Mißerfolg wird an falschen und viel zu kurzfristigen Kriterien gemessen.
Aber gerade dieser Artikel über die Verflechtung von Politik und Management gestern im Tsp., den ich in dem Blog über die "3 Artikel" zitierte, zeigte doch sehr gut, daß es diesen Gegensatz Wirtschaft/Politik gar nicht so gibt.
Was passiert ist, und zwar hauptsächlich in der angelsächsischen Welt, man könnte auch sagen in der Geburtsheimat der "Globalisierung", ist eine sehr zweifelhafte Erfindung: es wurde herausgefunden, daß man viel Geld machen kann, ohne wirkliche Wirtschaftsleistung. Das wurde dann als New Economy der Old Economy, bei der wirklich etwas erzeugt wird, gegenüber gestellt und weltweit hochgejubelt. Der Finanzsektor sollte den Reichtum schaffen, das Geld sollte arbeiten noch besser, das Geld, daß man sich geborgt hatte sollte für einen arbeiten. Das waren nicht Manager im eigentlichen Sinne, die das erfunden haben, das war die smarte neue Elite der westlichen Welt. Und wer hat diesem Spiel zum Durchbruch verholfen? Niemand anders als die Politik. Sie haben dieses Casino eingerichtet, in dem dann die Investorengemeinde gezockt, den Mammon vergötzt und ihre Seele geopfert hat. Und die Manager? Sie waren nichts weiter als die hochbezahlten Diener, die Gutsverwalter von heute, sie haben entlang der ihnen vorgegebenen Regeln die ihnen gestellten Aufgaben exekutiert. Waren sie zu gierig? Nicht eigentlich. Sie haben nur gemacht, was von ihnen erwartet wurde. Wenn ein Spiel gespielt wird, darf man es auch bis an seine Grenze treiben. Gierig war im GRunde das Kapital, so altbacken, wie das klingen mag, aber man sollte sich an eines erinnern: die Verwertungsinteressen des Kapitals sind etwas Objektives, nicht die Bosheit des bösen Kapitalisten.
Das hat dann auch Jonny Kleinsparer erfahren müssen, dessen Bankberater ihm Zertifikate und andere Wetten aufgeschwatzt hat, weil er doch nicht mit dem bisherigen Profit zufrieden sein könne.
Da sind wir dann natürlich auch bei der Auflösung der ganzen Intrige: man mußte da nicht mitmachen. Es hat durchaus auch Warner gegeben, und es hat auch Leute gegeben, die den Mist einfach nicht gekauft haben, weil sie meinten, daß wetten nichts mit seriöser Wirtschaft zu tun hat.
Aber wenn der Wahnsinn sich erstmal richtig Bahn bricht, dann wird er auch auf die Spitze getrieben und den letzten beissen die Hunde und im Kettenbrief ist auch der letzte der Dumme, was ein besseres Bild ist, weil die vor ihm nämlich abgesahnt haben und zwar nicht zu knapp.

Meister 08.11.2008, 10.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Pogromstimmung


Irgendwann drehen sie druch die Politkorrektis, ganz egal welchen Bekenntnisses. Das  Wort "Pogromstimmung" bezeichnet eine bestimmte hervorgerufene Stimmung in einer Menschenmenge, das ist nicht gebunden an bestimmte historische Ereignisse, selbst wenn sie sich gerade wieder prominent jähren. Auch wenn ich Herrn Wulff nicht unbedingt zu meinen persönlichen Freunden zähle, würde ich Leute die diesen Ausdruck in einer Talkschau ihm ankreiden als meschugge bezeichnen.

Meister 07.11.2008, 21.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

3 interessante Artikel


im heutigen Tagesspiegel, nur einer davon ist allerdings gut und zwar der Artikel auf der Seite 3 über "Die Unscharfmacher", der die hochkarätigen Wanderer zwischen Banken und Politik betrifft, die mit ihren Interessenkonflikten nur ihren eigenen Konten wohl getan haben, aber im Grunde die Verantwortlichen für das gesamte Finanzkrisendesaster sind. Mal arbeiten sie ein paar Jahre in der Chefetage einer Bank, dann wieder sind sie angeblich im öffentlichen Interesse in einer hohen Regierungsfunktion tätig, besorgen dort das Geschäft der Schnellgeldindustrie indem sie Regeln durchsetzen, die denen die windigen Geschäfte ermöglichen, um sich dann wieder auf einen hochdotierten Posten bei einer Bank zu begeben um die Dankzahlungen entgegen zu nehmen.
Ich war wirklich überrascht über das Ausmaß der Verflechtungen und daß es also Unsinn ist zwischen Banken (böse) und Staat (gut) zu unterscheiden, da beideeng zusammen hängen und der "Sachverstand" auf beiden Seiten personell mehr oder weniger identisch ist. Da braucht man sich ja nicht zu wundern, was dann passiert. Es hat ja auch genügend Warnungen gegeben, aber die Warner wurden eben systematisch vom "Sachverstand" mundtot gemacht. Und unser sauberes Deutschland? Tickt eigentlich ganz genauso, bloß daß man hier gegen die anglo-amerikanische Finanzindustrie nicht anstinken konnte und deshalb immer ein bißchen versucht hat, denen in die Suppe zu spucken.
Der zweite Artikel ist der Leitartikel "Wo ist der deutsche Traum?". Den finde ich allerdings nicht gut: Man darf sich sicher über Obamas Wahlsieg freuen, aber man sollte die Euphorie nicht überschwappen lassen, wir werden ihn noch besser kennen lernen. Vor allem sollte man nicht etwas einfach auf uns übertragen. Einen Kanzler "mit Migrationshintergrund" würden wir so schnell nicht kriegen, heißt es. Ist doch Unsinn wir haben doch jetzt schon eine Kanzlerin mit Migrationshintergrund. Aus der Uckermark in der DDR ins Kanzleramt der vereinigten BRD ist es mindestens so weit wie von Hawaii nach Washington D.C.
Außerdem ist es sehr fraglich, ob nicht jemand, dessen Familie aus der Türkei stammt auch Kanzler werden könnte. Cem Özdemir beispielsweise wird wahrscheinlich mehr Probleme durch sein Schwäbischsein als durch seine türkische Familienherkunft haben von den Deutschen als Kanzlerkandidat angesehen zu werden.
Und dann die Frage des "German Dream" selbst: denken wir wirklich immer noch so kleinstaatlich? Sollen wir immer noch weiter so kleinstaatlich denken. Wie wäre es  denn mit einem europäischen Traum, oder wie wäre es mit einem Traum einer Globalisierung der anderen Art ?!
Der dritte Artikel ist der Negativhammer des Tages: Ein Interview mit der Bürgermeisterin des Stadtbezirks Lichtenberg (früher SED heute "Linke"). Ein entlarvendes Dokument, daß die ewig gestrigen immer noch unter uns sind. Was sie an rot-braunem Gedankengut ausbreitet ist echt heftig, aber ich hoffe, daß der verantwortliche Redakteur wirklich die entlarvende Brisanz im Sinne hatte, als der dieser Veröffentlichung zustimmte. Für diese Frau, immerhin im öffentlichen Amt und nicht im Gefängnis war die "DDR" natürlich keine Diktatur, sondern es gab so viel Positives und soziale Gerechtigkeit auch. Warum wird eigentlich nicht das Verbot verfassungsfeindlicher Agitation auch auf diese Leute bezogen?
Vor allem stimmt es doch alles nicht, was sie behaupten: die Kinder seien besser betreut worden - sie wurden verwahrt und indoktriniert, das war´s. Die Lebensleistung der Leute im Osten werde nicht anerkannt und nicht vergütet - wir zahlen die Renten für den Osten, der dafür eben nichts angespart sondern alles verludert hatte, teilweise sind die Ost-Renten höher als das, was Rentner im Westen bekommen ,die ihr ganzes Leben in die Rentenkasse einbezahlt haben( heilige Gerechtigkeit, ihr Gerechtigkeits-schreier) . Und die Lebensleistung der Ost-Funktionäre wird schon noch vergolten werden - in der Hölle spätestens, aber vielleicht auch vor Gericht, wenn Ost-68 erstmal beleuchtet, was sie verbrochen haben.
Respekt in diesem Zusammenhang für Carmen Everts, eine der aufrechten 4 der hessischen SPD: ihre Gedanken über den Zusammenhang von Rechts- und Linksaussen sollten sie für ein öffentliches Amt qualifizieren, der Mut gegen das terroristische Parteiestablishment aufzustehen, sogar für eine hohes politisches Amt.

Meister 07.11.2008, 12.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Berlin barrierefrei


Natürlich unterstützen wir das. Wenn man selbst mal nicht gut laufen konnte, oder auch nur im Umfeld diese Erfahrung gemacht hat, weiß man wie wichtig es ist, daß jeder überall hin kommt. Es ist traurig, daß viele Leute das immer noch mit totaler Gedankenlosigkeit quittieren.
Aber nicht vergessen: Die "Generation Rollator" - das sind wir !
Wer wir? Alle die, die heute noch voll Kraft jede Treppe rauf  sprinten und über jede Barriere rüber springen - es wird nur eine sehr begrenzte Zahl von Jahren dauern bis sich das ändert. Dann werden auch wir uns freuen, wenn wir über eine Schwelle kommen. Und darüber ärgern, daß sie da ist, obwohl niemand sie braucht.

Meister 05.11.2008, 09.10| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

500


Es sind noch nicht ganz 2 Jahre, aber der 500. Beitrag ist dieser!
Ist doch nicht schlecht, so auf die Zeit gesehen. Natürlich könnte man mehr und regelmäßiger schreiben. Natürlich könnten die Beiträge auch noch besser sein, Selbstzufriedenheit ist niemals ein guter Ansporn. Aber im Grunde läuft es nicht schlecht, vor allem weil es mir immer noch Spaß macht und ich in dieser Zeit auch nach eigenen Kriterien weiter gekommen bin.
Hoffen wir, daß es im nächsten Jahr weiter voran geht. Die 1000 bis zum Ende des nächsten Jahres? Man soll nicht gierig sein, nicht Zahlen vergötzen. Ich würde schpon gern ein paar schöne Sachen schreiben im nächsten Jahr, aber das zweite ist ja noch gar nicht ganz rum.

Meister 04.11.2008, 23.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Herbsternte: Endiviensalat, Walnüsse


Die Ernte des Endiviensalats dauert glücklicherweise an, wenn der Frost noch weiter auf sich warten läßt, kann sie sogar bis in den Dezember gehen, aber es kann auch jederzeit kalt werden.
Die Walnußernte war auch in diesem Jahr wieder grandios. Wie kann man so viele Nüsse verwerten, es werden wieder über 50 kg sein.

Meister 04.11.2008, 21.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Der Tag nach dem Ypsilende


Die hessische SPD demaskiert sich als Stalinistenhaufen. Die "Abweichler" waren so sichtbar mit den Nerven am Ende gestern, man kann sich den Druck dem sie ausgesetzt waren sehr lebhaft vorstellen. Die SPD außerhalb Hessens ist ja auch nicht viel besser, Herr Stegner aus SH zeigte sich auch als ein übler Demagoge, der von Charakterlosigkeit fabuliert, damit sich aber eigentlich nur sich selber meinen kann, der weiter schwadroniert, daß er die Linkspartei(i.e. SED) nicht mag, um seine Präferenzen zu maskieren. Er wäre sicher der Erste, der dort mitmacht.
Die aufrechten Vier von Hessen verdienen allen demokratischen Respekt, sie hätten auch den "Heidemörder" imitieren können, den haben sie bis heute nicht gefasst. Aber sie haben offen Position bezogen, obwohl sie vom ZK der Y-Partei angespuckt wurden. Eigentlich versteht man den "Heidemörder" heute besser als früher, den hätten sie sicher sofort gelyncht. Ist die SPD eine Lyncher-Partei, wenn nicht Ku-Klux-clan, dann vielleicht Kuckucksklan?
Wie geht es weiter?
Ich glaube, daß eine Reorganisation des Parteiensystems ansteht: Die SED wird die stalinistischen Kräfte der SPD aufsaugen, damit können sie auf ihrem Weg in die Bedeutungslosigkeit keinen Schaden mehr anrichten. Die SPD wird dann, unter Wehen, wie es bei ihr Tradition hat, den Weg der sozialen und liberalen Verantwortung gehen und dadurch erstarken, sie könnte dann auch auf der anderen Seite die sozial und liberal denkenden Kräfte aus der CDU an sich binden und diese Mittenverwischung endlich durch ein klares Profil beenden.
Natürlich traue ich ihnen mal wieder ein bißchen zu viel zu, könnte auch sein, daß die FDP diese Position besetzen kann, aber die müßten im Bereich der sozialen Verantwortung dann auch noch einige Entwicklung machen.

Meister 04.11.2008, 20.47| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Der politische Spruch zum Tage:



IX - YPSILANTI - ZET

Meister 03.11.2008, 21.34| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Herbstgarten


Blätter, überall Blätter. Und man kann sie nicht einfach liegen lassen bis alle runter sind, zu dieser einfachen Lösung neige ich zwar immer, läßt sich aber nicht durchhalten. Im Grunde haben die Herbstarbeiten im Garten aber eine gewisse Gemütlichkeit, die ich gerne auskoste. Am allerwenigsten Spaß macht es natürlich die empfindlichen Pflanzen wie auch immer rein zu schleppen - das ist der Horror des Herbstes! Werden wir aber auch noch schaffen. Wenn es nur nicht schon so früh dunkel würde (Diese Seite der Zeitumstellung ist die Härtere!). Man kann sich zwar einbilden, daß es genauso ist, wie in den Tropen, da ist es auch immer früh dunkel, aber es ist ein schwacher Trost. Außerdem wird die Dunkelheit noch fast 2 Moante zunehmen.

Meister 02.11.2008, 12.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Der beste Spruch der letzten Zeit:


Vorsicht! Wenn man wähnt das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, könnten es die Frontlichter des entgegen kommenden Zuges sein.

Meister 29.10.2008, 19.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Schlauere Politiker?


Ist die Politik schlauer als die Wirtschaft? Ist der Staat besser als der Markt? Im Moment ziehen sie eine hübsche Propagandashow ab, ist ja auch toll, wie sie von ihrem eigenen Versagen ablenken können.
Natürlich sind die Politrucks unseres Staates kein bißchen besser. Letzten Endes haben sie sogar an dem Disaster ein Großteil der Schuld, denn sie haben die "deregulierten" Rahmenbedingungen erst geschaffen, die die Gierlappen ausgenutzt haben.
Jetzt wird die Frage "Markt oder Staat" hochgespielt, dabei ist die Antwort doch trivial: nur der Markt  kann in der Wirtschaft entscheiden, aber die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen allgemeingültig festgelegt werden. Und da liegt der Hase im Pfeffer, die heutigen Staaten sind dazu nicht in der Lage, zumindest sind sie in der nahen Vergangenheit nicht dazu in der Lage gewesen. Die Nationalstaaten sind allesamt Papiertiger, ganz egal wie sie sich jetzt aufspielen. Steueroasen, weltweites Wildwest, gröbste Ungleichgewichte und unfairste Praktiken, alles absolut nicht zu stoppen.
Die Globalisierung hat zwar ihre Gegner hervorgebracht, aber nicht ihre Gestalter: eine Lösung könnte nur in einer weltweiten fairen Gestaltung der Wirtschaftsbeziehungen bestehen, aber unsere Politfuzzies gefallen sich darüber zu jubilieren daß sie ein Pappmachégesetz durchgepeitscht haben und ihren "linken" Spiegelfechter wollen noch mehr Geld für die "Armen" rausschmeissen.
Der Staat, nicht unserer allein wohlgemerkt, ist nur ein Scheinriese, dem auch nicht mehr Vertrauen gebührt als der weltweiten Katastrophenwirtschaft. Und ob die Politfuzzies weniger gierig und mehr ehrenhaft sind als irgendwelche Nadelstreifengeier in Vorstandsetagen, müßte auch noch bewiesen werden.

Meister 19.10.2008, 22.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

E-Books - zukunftsträchtig?


Der Wirbel,der jetzt um die E-Bücher gemacht wird, ist natürlich wieder mal der Versuch, einen Markt anzuheizen, bevor das Produkt überhaupt ausgereift zur Verfügung steht. Je mehr über eine Sache, die es noch gar nicht gibt, geredet wird um so mehr kann man bei den Ever-up-to-dates einen vorzeitigen Kaufrausch erzeugen, siehe das iPhone.
Wenn man sich fragt, ob E-Bs sich durchsetzen werden, dann muß man genauer hinsehen. Bücher haben Vorteile, die durch ihre Selbstverständlichkeit gar nicht auffallen, sie sind handlich, man kann sie angucken, hierund dort benutzen, sie haben eine Anwendungsgemütlichkeit, die ein elektronisches Teil niemals besitzen wird, in einem hübschen Buchladen kann man sie anfassen, rundum angucken, duchblättern und sich emotional für oder gegen den Kauf von etwas entscheiden. Die E-Bs werden wahrscheinlich durch Vermarktungsmacht auffallen, sie werden wahrscheinlich das Medium der großen Weltkonzerne sein, ihre "Inhalte" d.h. Profitwaren in den Markt zu drücken. Damit werden sie zwar groß verdienen, aber trotzdem randständig bleiben.
Für die Zukunft interessant ist doch etwas ganz anderes: wie kann Literatur im weiteren Sinne popularisiert werden, mit wenig Kosten aber möglichst großer Breite und unter Wahrung der Lebensinteressen der Autoren? Wie können Autoren ihre Werke veröffentlichen, ohne von Verlagen abhängig zu werden, ohne für Veröffentlichung zu bezahlen und trotzdem einem breiteren Publikum bekannt werden? Und wie kann das Lesen selbst popularisiert und in den gesellschaftlichen Arbeitszusammenhang besser eingebunden werden.
Da das Drucken von Büchern nicht mehr so teuer ist wie früher und da elektronische Medien zusätzlich zur Verfügung stehen, sehe ich durchaus Möglichkeiten für Verbundlösungen: man könnte wirklich Online-Verlage schaffen, die einer großen Zahl von  Autoren Publikationsmöglichkeiten eröffnen, entweder lektoriert oder unlektoriert (eine Frage des Preises) ihre Schriften ins Netz zustellen, so daß diese einerseits probeschnipsel-kostenlos und insgesamt gegen eine Autorengebühr gelesen werden können, fürs Lesen könnte auch ein E-B taugen, dazu käme natürlich noch eine download-Gebühr des Online-verlages. Da diese Schriften nicht so teuer wären, würde ein Raubkopieren auch nicht so viel Sinn machen und vielleicht besser beherrschbar sein als im Musikbereich. Und im dritten Schritt könnte man nach Bedarf auch gedruckte Exemplare herstellen und vermarkten.
Also Chancen für E-Bs könnte es schon geben, wenn die Zukunft nicht mehr von den Weltkonzernen gesteuert wird.

Meister 19.10.2008, 12.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

TV und Reich-Ranicki


Natürlich ist es schön, mal einen richtigen Eklat zu provozieren wie MRR es gemacht hat. Auch wenn Medienschelte wohlfeil ist, meinte er es gut, vieles ist doch wirklich unerträglich. Man muß es sich nicht ansehen - gut. Aber es verletzt nicht nur das Empfinden vieler Menschen, sondern es verblödet wirklich. Nach der Diskussion mit Gottschalk gestern kann man aber die Kernfragen der Auseinandersetzung heraus arbeiten: Ist es gerechtfertigt, die Gebührenmilliarden, von der GEZ aus dem widerstrebenden Volk herausgepresst, in schwachsinnerzeugenden Blödsinn zu verjuxen, um eine Quote zu halten oder zu erobern? Ist es nicht der Auftrag ans Öffentlich-rechtliche gerade TV jenseits von Quote zu machen oder wenigstens anders Quote zu machen? Kann man nicht auch ein anderes Unterhaltungsfernsehen machen?
Ich denke, die Gebühren, in ihrer Höhe und Art der Eintreibung sowieso stark umstritten, rechtfertigen sich vor allem dadurch, daß ein anderes, besseres TV gemacht wird als die Privatsender vorlegen. Die Privatsender haben das Privileg so TV zu machen, daß sie die höchsten Werbeeinnahmen bekommen, für sie ist die Quote das Lebenselixier und das Ergebnis ist so haarsträubend wie zu erwarten, bei gewissen Sendern kann man nicht mal die Trailershow ansehen ohne Brechreiz zu bekommen. Es gibt aber überhaupt keinen Grund fürs ö-r TV bei dieser Quotenkür mitzumachen, weil sie davon gar nicht betroffen sind. Warum tun sie es trotzdem: aus Angst davor durch mangelnden Massenzuspruch irgendwann abgemeldet zu sein und eingedampft zu werden. Genauso erklärt sich die inzwischen schon penetrant beworbene Internetpräsenz des ö-r-TV, die nutzlos, sinnlos Gebühren verjuxt, um Gebühren von Computerusern eintreiben zu können, das sollte verboten werden, ö-r TV hat im Internet nichts zu suchen!
Man sollte also ein quotenfreies ö-r TV fordern. Geht das denn überhaupt? Einfacher als man denkt, man müßte nur die Programmstruktur umstellen, denn das was spät gesendet wird, ist in der Regel das Interessante. Würde man jedenTag den 20.15-22.15 Block mit dem 22.15-0.15 Block vertauschen, wäre schon sehr viel gewonnen. Vor allem Alternativen zu dem privaten TV-Angebot in diesem Zeitfenster.
Die Frage, ob man anders Unterhaltungs-TV machen kann, ist auch eindeutig zu bejahen. Selbst in einem so von Idiotie belasteten Bereich wie Deutsch-Comedy gibt es gute Gegenbeispiele, beispielsweise aber nicht allein Hape Kerkeling. Wenn MRR für anspruchsvollere Unterhaltung vor allem Shakespeare einfällt, dann kann das nur auf dessen Zeit bezogen sein: wir brauchten einen heutigen Shakespeare. Leider fällt auf, daß vor allem die Bücher, die den TV-Sendungen zugrunde liegen, immer schlechter werden. Das kann man am Tatort fast im Wochentakt besichtigen. Man fragt sich, wer ist dafür verantwortlich, daß derartig hirnrissige Bücher, voller Fehler, Zusammenhanglosigkeiten und billiger Effekthascherei abgenommen und auch noch wirklich verfilmt werden? Gibt es da gar keine Kontrolle mehr? Ist das Angebot so gering, daß man nichts besseres auswählen kann? Hat sich eine Drehbuchmafia die Sache unter den Nagel gerissen und befriedigt ihre Geldgier mit der automatisierten oder vielleicht auch schon ins billigere Ausland verlagerten Billigschreiberei?
Natürlich liegt die Verantwortung hier auf der Leitungsebene des ö-r TV. Wer nimmt den die Bücher ab, wer entscheidet sie zu verfilmen? Vielleicht sollte im ö-r TV vom Ross der Arroganz in Ignoranz abgestiegen werden, die Leitungsebenen ausgewechselt, Nischen für aufstrebende Leute geschaffen und neue basisorientierte öffentliche Arbeitsformen erprobt werden.  Die Aufgabe lautet nicht, hinter den Quotenfuzzies hinterher rennen, sie lautet auch nicht, die alten Bildungsformen immer wieder zu kopieren und die Klischees zu Tode zu reiten. Die Aufgabe besteht darin, mit neuen Formen zu experimentieren und neue Wege zu finden. Das ist nicht mit Hochgestochenheit zu erreichen, sondern mit Phantasie und Gestaltungswillen. Und mit Öffentlichkeit überall. Das Geld dafür ist da.

Meister 18.10.2008, 11.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Von der Krise zum Weltkrieg?




Kommunique des politromantischen Büros

Die weltweite Finanzkrise hat sich zugespitzt, sie offenbart, dass wir es nicht nur mit der gierigsten, sondern auch mit der unfähigsten und verantwortungslosesten Generation von Managern zu tun haben, die die Welt je gesehen hat. Nicht dass sie viel Geld kassiert haben ist der Skandal, sondern dass ihre Leistung darin bestand, das ihnen anvertraute Geld zu verschleudern und die Weltwirtschaft gegen die Wand zu fahren. Und jetzt schreien sie nach dem Staat, der es bekanntlich auch nicht kann, aber der noch Vertrauen geniesst (wieso eigentlich, die staatlich gelenkten Banken haben doch als Erste sich verzockt, Sachsen-LB, IKB ?).

Und jetzt wird die Weltwirtschaftskrise beschworen, wird sie nicht sogar herbei geredet? Es besteht zunehmend der Eindruck, dass nicht die Konsumenten und nicht die Sparer in Panik sind, sondern die Meinungsführer. Und dass diese es darauf anlegen, die Panik in die Massen zu tragen. Es hat doch offenbar bisher niemand sein Geld von der Bank abgeholt, und die Leute werden es auch erst tun, wenn ihnen noch mehr Angst gemacht wird. Es sind doch auch nicht die Kleinanleger, die die Aktien verkaufen, sondern wiederum gerade die institutionellen Profis, die ihre Unfähigkeit jetzt in Abwärtsspekulation verwandeln. Vergessen wir nicht, dass man auch mit fallenden Kursen viel Geld verdienen kann, die verbotenen "Leerverkäufe" waren doch nur die Spitze des Eisbergs.

Wenn dann die herbei geredete Weltwirtschaftskrise endlich produziert ist, werden sie es alle wieder nicht gewesen sein, wie könnten die Nadelstreifenfuzzies auch schuld sein, sie haben doch immer nur das Beste gewollt, zumindest für ihr eigenes Wohlleben.

Und dann kommt Heulen und Zähneklappern. Wie kommen wir wieder raus aus dem Elend? Wieder die gleiche Lösung wie damals ? -Aufürstung und Krieg?

Man müßte ja jetzt eigentlich massiv Geld ausgeben, Investitionsprogramme auflegen und Konsumanreize geben, aber die Amis zumal haben das Konsumpferd doch schon tot geritten und auch hierzulande ist mit dem Soli so viel Geld in alle Infrastruktur gepumpt, dass diese Methode nicht trägt. Und eine weitere Stimulierung des Konsums für die Nichtstuer ist auch kontraproduktiv.

Also doch Krieg?

Die Antwort ist: Ja klar, her mit dem Krieg, es muss nur der richtige sein! Wir brauchen einen Weltkrieg gegen die Armut, den Hunger und die Unterentwicklung in der Welt. Dieser Krieg wird mit Schulden finanziert werden wie jeder Krieg, und er wird die Welt total verändern. Aber es ist ein Krieg, der nicht Tod und Zerstörung hinterlässt, sondern eine weltweite Gesundung, eine vollständige Veränderung der Globalisierung, hin zu Leben, Wohlstand und Mitspracherechten für alle. Sind das Illusionen? Der sogenannte Marshallplan, dem wir in Deutschland und Europa so viel verdankten nach dem Krieg, hatte auch eine andere weniger bekannte Seite: er verhinderte dass die USA nach dem Kriegsende in eine Nachkriegsdepression fielen, denn das Ende der Kriegsproduktion hätte sonst einen totalen Wirtschaftsabschwung gebracht.

Es gibt also eine reale Chance, die Weltwirtschaft jetzt so zu verändern, dass eine weltweite Depression verhindert und gleichzeitig Hunger und Elend zurück gedrängt werden Damit wird man längerfristig zusätzlich auch eine friedliche Verminderung  der Weltbevökerung und eine Entlastung des Weltklimas erreichen können.

Also vorwärts in diesen anderen Weltkrieg, bevor wieder jemand einen Krieg alter Schule anzettelt.

Meister 11.10.2008, 11.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Schönes Herbstwochenende


Tolles sonniges Herbstwetter, auch schön warm. Es macht Spaß draußen im Garten etwas zu machen, es gibt ja jetzt sehr viel zu tun. Außerdem die Gelegentheit nochmal schön zu grillen. Hoffentlich wird der Winter nicht zu hart und zu lang, was ich aber befürchte.
Doch geniesen wir diese schönen Tage, Dasein ist Jetztsein! Und das Dasein ist das wirkliche Wunder.

Meister 11.10.2008, 09.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Zurück aus dem Urlaub


Der Urlaub war super und ich bin noch nicht so ganz da. Irgendwie kommt man sich ja nach einem richtigen Urlaub zuhause fast deplaziert vor. Aber keine Bange, es wird schon wieder.
Vielleicht ist die Tatsache, daß man sich zuhause noch so fremd fühlt und daß man noch keine Lust auf Arbeit und andere alltägliche Rituale hat aber ein Zeichen, daß man sich gut erholt hat, weit weg von all den Gedanken, die einen sonst so beherrschen.
Ein Erholungsurlaub muß schon 3 Wochen dauern, sonst ist einfach alles nicht so richtig weg.

Meister 05.10.2008, 18.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

SPD-ade?

Kommunique des politromantischen Büros:

Die Schwierigkeiten der SPD liegen schlicht darin, daß sie nicht eine Partei ist sondern zwei.

Das war vielleicht schon früher so, aber seitdem die SED-PDS die Neo-SED Strategie entwickelt hat und den Ex-SPD-Chef Rotlicht-Oskar eingekauft hat, ist das eine tödliche Gefahr geworden. Oskar war in der SPD  eine umjubelte Gestalt, deren skandalöse Fahnenflucht zum Menetekel der Partei wurde.

Die SPD besteht aus einem sozialliberalen Teil, der an der Basis wahrscheinlich die Minderheit darstellt und aus einem »linken« Teil, der das System Bundesrepublik bestenfalls als das kleinere Übel ansieht.

Damit ist die Spaltung vorprogrammiert, wenn dieser Teil unter den Einfluß von linksaußen kommt. Denn der Unterschied zwischen Oskar und Schreiner oder Wagenknecht und Nahles besteht wahrscheinlich hauptsächlich darin, daß Erstere glauben mit einer »richtig linken« Partei Einfluß zu gewinnen, während Letztere glauben, daß ihre Machtpositionen verdeckt im Mantel der »Volkspartei SPD« besser aufgehoben sind.

Die Diskussionen unter den Linken gehen schon von altersher darum, ob man nicht notgedrungen in der SPD arbeiten muß, weil eine richtig linke Partei in Deutschland sowieso keine Macht gewinnt. Dies scheint durch Oskar&Co falsifiziert.

Man kann also prognostizieren, daß eine Neo-SED entstehen wird, die sich wahrscheinlich aber weiter »Linke« nennt, weil dieser Name so modern und sympathisch klingt. Dieser Prozeß ist jetzt gerade im Gange und bedeutet Abwanderung von Teilen der SPD zu Oskar.

Man kann weiter vorhersagen, daß das zur Spaltung der Alt-SPD führen wird, aber vielleicht ist das auchgut und richtig, denn damit entsteht die Chance auf eine Neu-SPD, die befreit von den Krypto-Umstürzlern einen eindeutig sozialliberalen Kurs steuern kann, eine lange zu Unrecht vernachlässigte Position in Deutschland.

Diese neue SPD hätte durchaus ihren Charme und ihre Chancen. Es gibt sicher mehr sozialliberal denkende Menschen in Deutschland als sich manche Leute träumen lassen. Menschen, die zu diesem Staat und seinen Errungenschaften stehen, Freiheit und Liberalität an die erste Stelle setzen, aber trotzdem der Meinung sind, daß sozialer Ausgleich Kern einer modernen Gesellschaft ist. Die aber sozial als Chancen für alle definieren und nicht als "verteilt alles von denen die es verdienen zu denen, die keine Lust haben, etwas zu tun". Die Solidarität als Hilfe zur Selbsthilfe verstehen und nicht als Subvention für Schmarotzer.

Eine solche neue SPD könnte die moderne fortschrittliche Mitte Deutschlands darstellen und für sich gewinnen und so auch regieren, denn es gibt in diesem Land keine Mehrheit links von..., aber auch keine wirklich konservative Mehrheit.

Wieviel dann für Oskars (und Gregors) Traditionsverein übrig bleibt, wird man dann sehen, wahrscheinlich weniger als man denkt, denn Populismus ist doch in Wirklichkeit eine abgelaschte Veranstaltung und Sozialismus im traditionellen Sinne keine Lösung für die Probleme der Zukunft.

Meister 09.09.2008, 10.37| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Unaufhörlich naht der Urlaub

Die letzte Arbeitswoche ist angebrochen und ich muß mir eingestehen, daß ich wirklich urlaubsreif bin. Manchma denkt man ja, das alleswürde keine Spuren hinterlassen, tut es aber doch. Man muß einfach mal abschalten, sonst greift die Nerverei immer weiter um sich. Dabei weiß man sehr gut, daß nach 1-2 Wochen Abstand die Probleme stark geschrumpft sein werden.
Lassen wir sie also schrumpfen.
Zuhause ist es so schön - trotzdem denkt man dann irgendwann, daß man mal etwas anderes sehen muß - also los, machen wir uns bald auf den Weg.
Aber langsam, noch sind ein paar Tage zu zählen.
 

Meister 08.09.2008, 19.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Martenstein: Mit wem spricht Gott?

Harald Martenstein fragt sich, was man von Politkern halten soll, die die behaupten, göttliche Aufträge erhalten zu haben, beispielsweise in den Irak einzumarschieren.  In USA sind sie populär, in Europa werden sie eher als Fall für den Therapeuten angesehen.
Ich sehe das so, daß Politiker überall Politiker sind: sie erzählen das, wovon sie annehmen, daß die Öffentlichkeit es ihnen abnimmt. Deshalb sagt so ein Satz mehr über das Land als über den Politiker.
Grundsätzlich denke ich, daß Gott mit jedem von uns spricht, nicht nur mit ausgewählten Ober-Fuzzies und daß man ihm zuhören sollte. Was man aber nicht darf, egal ob man Politiker ist oder Ober-Mufti oder "Prophet", ist daß was Gott mir sagt zur allgemeinen Richtlinie erklären, der die andern alle zu folgen haben. Denn diese Sichtweise, von Gott beauftragt zu sein hat alle Chancen, daß sich die Menschen die Köpfe einschlagen.
Vielleicht sollte man sich darauf einigen, daß Gott mit allen redet, aber jedem nur ganz persönliche Ratschläge gibt und niemandem Gebote für die ganze Menschheit.
 

Meister 07.09.2008, 10.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Wem nützt eigentlich >Ranking


Sicher ist, daß diese Ranking-Manie nicht hierzulande erfunden wurde. Sie dürfte mit den Bedürfnissen Amerikas zusammenhängen, die Welt in Winner und Looser aufzuteilen. Da werden dann schon in der Schule früh IQ-Rankings durchgeführt. Den Schülern nützt das nicht, aber es sieht doch sehr objektiv aus.
Das ist überhaupt eine der wesentlichen Punkte des Rankings: es muß objektiv und wissenschaftlich aussehen. Ganz egal wie subjektiv oder lächerlich die Kriterien sind.
Nehmen wir mal das Schanghai-Ranking der Hochschulen weltweit: die Berliner Universitäten streiten darum, wem die Nobelpreisträger der Vorkriegszeit zugeordnet werden, weil das im Ranking eine Menge ausmacht. Da ist niemand der sagt, dass es lächerlich ist, weil die Nobelpreisträger von annodunnemals nichts und gar nichts sagen über die Qualität der Hochschulen heute.
Dieses Ranking ist eine subjektiv ausgedachte Sache, an der aber scheinbar keiner vorbei kommt, weil es medienpopulär ist.
Ohne Medien würde es gar kein Ranking geben wahrscheinlich, denn die Rankingbastler zielen doch hauptsächlich darauf selbst populär zu werden und damit eine Macht.
Überall zieht sich das heute durch, es gibt sogar ein deutsches Nchrichtenmagazin, angeblich den Fakten verpflichtet, was ständig die "Besten" von nichts und allem kürt.
Es gibt natürlich auch sehr ambitioniertes Ranking, wie besipielsweise den Klinikführer vom Tagesspiegel, praktisch allerdings völlig unbrauchbar. Zwar ambitioniert, aber reiner Pseudoobjektivismus.
Gut, das Ranking nützt hauptsächlich seinen Machern und den Medienheinis, aber braucht man es nicht zur Orientierung in der komplizierten Welt?
Ich befürchte, daß man mehr von Desorientierung und Desinformation sprechen muß, aber sicher gibt es ja auch Fans, die sich freuen, wenn  ihre Stadt, ihre Unis oder ihre Autos im Ranking gut abschneiden.
Oder führt Ranking dazu, daß man sich mehr anstrengt und die Qualität besser wird? Es gibt sicher Leute, die das behaupten, aber wenn ich mir "PISA" anschaue, dann habe ich das Gefühl, daß die rankingorientierten Bemühungen genauso fehl gehen wie das Ranking selbst.

Meister 06.09.2008, 11.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Oskar für Ost-68

Der Oberdemagoge hat es für richtig gehalten die Geschichte der SED neu zu erfinden: da war doch gar nichts mit Zwangsvereinigung, die wollten doch! Diesen Spruch kennt man aus fast jedem Vergewaltigungsprozeß.
Die SPD+KPD=SED-Geschichte hat heute wieder große Bedeutung, weil versucht wird, die gleiche Taktik anzuwenden: den größeren Partner mit netten Linkssprüchen einfangen, binden und aussaugen, vielleicht wird man das später "Ypsilanti-Syndrom" nennen.
Zum Glück gibt es einige in der SPD, die Erfahrungen mit den Genossen von der anderen Feldpostnummer haben, die sie noch kennen, wie sie den "REAL EXISTIERENDEN SOZIALISMUS" im "ERSTEN ARBEITER- UND BAUERNSTAAT AUF DEUTSCHEM BODEN" gemanagt und vor die Wand gefahren haben. Und es gibt auch noch einige, die Oskar ("lieber Rotlicht als Blaulicht") kennen, wie er noch ihr fahnenflüchtiger Oberboss war. Außerdem fehlt jetzt heute der  große Bruder Sowjetunion mit seinen jederzeit zur Verfügung stehenden Lagern, in die man unliebsame Parteigenossen schicken konnte.
Es wird noch ziemlich weh tun, bis sie sich von ihren Linksmehrheitsträumen verabschiedet haben, und es wird sie auch noch eine Menge kosten, aber ich bin zuversichtlich, daß die SPD den Weg aus der Umklammerung des Vampirs und ihre neue fortschrittliche Rolle finden wird.
 

Meister 04.09.2008, 08.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Also da ist was los!


Und noch so ein Segler läuft ein. Was ist denn da los? Störtebeckerfestspiele oder wird ein Film über eine Seeschlacht gedreht. Sieht ja schon fast aus wie auf einem holländischen Seegemälde.

Meister 01.09.2008, 11.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Segelschiffe in Helgoland


Da läuft gerade ein Dreimastsegler in den Südhafen in Helgoland ein, der Fockmast mit Rahtakelung die beiden hinteren Masten mit Schonertakelung. Eine "Schonerbark" sagt das Segelschiffhandbuch, na, hoffentlich stimmt das.

Meister 01.09.2008, 11.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Konzentrationsstörung als Vergnügen

Die Überschrift ist natürlich die Provokation zum Tag des Schulbeginns. Aber für mich ist es heute so, daß Konzentration und Ablenkung beides wichtige Elemente der täglichen Arbeit sind. Ich sitze hier und habe eine Menge Schreibtischarbeit zu tun, dabei ist es wirklich vergnüglich mal hierhin, mal dorthin abzuschweifen, mal in der Webcam in Broome vorbei schauen, mal den einen oder anderen Blog lesen, vielleicht mal sehen, wann die Bäderschiffe in Helgoland ankommen, einen kleinen Blogbeitrag schreiben, dann aber wieder zurück zur Aufgabe, die vor mir liegt.
Ist natürlich die Frage, ob es sich um dabei um Konzentrationsstörungen handelt oder um eine kreativ unterhaltsame Arbeitsweise.
Die Frage könnte man aber verallgemeinern: ist nicht manche "Konzentrationsstörung" in dem heute wieder eröffneten großen Konzentrationsstörungslager Schule nicht auch lediglich eine Folge der Unterrichtsart? Lernt man nicht freier besser?
In diesem Sinne der Gruß an alle Lehrer: Ihr macht einen wichtigen Job, seid anerkannt und respektiert dafür! Nehmt auch nicht alles so ernst im neuen Schuljahr, ist auch besser für die Gesundheit.
Nebenbei: in Sylt regnet es, hier ist es weiter schön sonnig, in Broome geht es dem Sonnenuntergang entgegen.
 

Meister 01.09.2008, 10.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Russenfreunde und Russenfeinde vereinigt Euch!

    
(Kommunique des politromantischen Büros)

Die Deutschen haben ein stark emotionales Verhältnis zu den Russen, das ist nicht neu. Romantische Vorstellungen verschiedener Couleur changieren mit Horrorvorstellungen, Schuldgefühle, Seelenverwandschaftsgefühle, Harmonie- und Anlehnungsbedürfnisse, gibt es alles, die Geschichte war ja auch wechselvoll genug.

Überraschend ist es für mich aber doch, daß in den augenblicklichen Gesprächen über Georgien und den Kaukasuskonflikt so deutliche Polarisierungen in Russenfreunde und Russenfeinde auftreten, das hätte ich nicht gedacht.  Wir haben  doch allen Grund den großen indirekten Nachbarn im Osten etwas vorsichtig distanziert zu betrachten. Denn wie die Amerikaner ist er eine Nummer zu groß für uns und zwar als Freund wie auch als Feind. Wir sollten die romantisch-freundschaftlichen Gefühle mehr auf das russische Volk, seine Seele, seine Literatur und Geschichte beziehen und nicht auf den russischen Staat und seine Repräsentanten. Die politische Rückständigkeit Russlands liegt in seinen autoritären Traditionen, das wird sich natürlich irgendwann ändern, aber heute und morgen noch nicht. Darin liegt auch die Ursache dafür, daß ein liberaler Reformer wie Gorbatschow keine Chance hatte. Putin ist sicher für Rußland repräsentativer als Gorbatschow, nur ob er besser für Rußland ist, sei dahin gestellt. Es wird ja immer wieder das Bild des aufgeklärten Diktators beschworen, der mit autoritären Mitteln den Nutzen des Landes fördert, nur dummerweise sind alle dieser Herrscher mehr eigennützig, korrupt und folgen im Zweifel immer eher den bösen Wegen als den guten.

Für Rußland gilt das Gleiche wie für China: wir sollten genau hinschauen und die verschiedenen Wege sehen, die diese Länder gehen können und die positiven Möglichkeiten unterstützen. Von den negativen Mächten dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen und müssen fest an der Seite unserer polnischen und baltischen Nachbarn stehen, auf die die Einschüchterungen zielen. Handel und Wandel und verflochtene Wirtschaftsbeziehungen sind gut, aber nur wenn sie fair und offen sind, nicht wenn sie einseitige Abhängigkeiten schaffen und nur die Oligarchen profitieren.

Wir sollten die eine Welt, die den Menschen gehört, als romantisches Zukunftsbild immer im Auge haben und uns keine neuen Feindbilder einreden lassen. Aber wir sollten auch keine Illusionen haben, welche negativen Kräfte in der Welt von heute noch drin stecken. Und es sind nicht immer die gleichen Guten oder Bösen, sondern da kann sich von Zeit zu Zeit etwas ändern.

Meister 30.08.2008, 11.38| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Wochenende

Wenn es kein Wochenende gäbe, müsste man es erfinden!
 

Meister 30.08.2008, 10.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

Die neue Arbeitsorganisation

hat schon gute Fortschritte gebracht, auch wenn es noch einige Arbeit erfordern wird, bis alles so läuft, wie es soll. Trotzdem ist es  ein schönes Gefühl, wenn die Dinge sich nach harten Mühen in die richtige Richtung entwickeln. Ich darf mich nicht zu früh freuen, es gibt natürlich auch noch Probleme und Widerstände, und am Ende des Arbeitstages ist man müde, so oder so. Und der Winter ist noch nicht ausgebrochen. Dieses Ereignis verbindet sich immer mit dem Monatsnamen September! Plötzlich sind sie dann alle wieder krank, obwohl man sich jedesmal fragt,warum es schon so früh wieder anfängt? Aber überraschen tut das nicht mehr.
 

Meister 28.08.2008, 21.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

AUS-2 endlich weiter!

Also seit Ende März muß man hier auf die Fortsetzung von AUS-1 warten, das ist ja eine bodenlode Schlamperei. Aber es liegt daran, daß ich in den letzten Monaten nicht nur körperlich sondern auch geistig hier im Lande gewesen bin und sehr in Arbeit verstrickt, vielleicht sogar ein bißchen eine arbeitskreative Phase mit all den Schwierigkeiten.
Kein Grund nicht endlich weiter zu erzählen.
Es ging also von Perth weiter nach Karratha, ein Ort der so ist, wie er klingt. Nähert man sich in den frühen Morgenstunden aus der Luft, dann erscheint er noch bizarrer als er wirklich ist: Salzseen in vertrockneter Mondlandschaft mit aufgewühlter Erde, einer in den aufgerissenen Bergen verschwindenden endlos scheinenden Eisenbahnlinie, auf der ein Zug aus unendlich vielen Waggons zu stehen scheint.
Der Airport ist klein, es kommt aber immer mal ein Flugzeug und man hat den Eindruck, daß die gesamte Flughafeninfrastruktur für jedes Flugzeug extra angeworfen wird.
Das Licht in den frühen Morgenstunden ist schon scharf hell sobald die Sonne am Himmel aufgetaucht ist, und es ist auch schon ohne die Sonne mächtig heiß.
Da es aus Deutschland nicht möglich zu sein schien, ein Auto dort im Voraus zu mieten, müssen wir sehen, was machbar ist. Die positive Überraschung ist, daß 3 Mietwagenfirmen vor Ort anwesend sind, negativer aber nicht überraschend daß man kein One-way-rental Richtung Broome bekommen kann und daß das Fahrzeug, was wir für eine gute Woche mieten, nicht nur reichlich groß, sondern auch reichlich teuer ist. Aber in der Not frißt man eben auch einen Landcruiser, wobei der Scherz dabei natürlich ist, wer wen frißt, denn er frißt wirklich reichlich Treibstoff, aber er hat auch eine ganze Menge dabei, 2x 80l Tanks, man muß aber umschalten, wenn der erste leer ist, und ich war blauäugig genug, es erst dann wirklich zu tun. Wäre eine böse Überraschung gewesen, wenn der zweite leer gewesen wäre. Aber wir sind in Australien, da lohnt sich Vertrrauen noch - bis zum Beweis des Gegenteils jedenfalls.
Wenn man dort ein Auto bestiegen hat, fühlt man sich schon viel besser, nicht zuletzt wegen der Klimaanlage, aber auch, weil man jetzt in der Weite los kann. Nach einer kleinen Runde im morgendlichen "Ort", machen wir uns also auf den Weg nach Westen, wir wollen heute noch nach Coral Bay, das sind 500km, bei leeren Straßen und in Abwesenheit von Flut und Cyclone sollte es kein Problem sein, aber es ist eine langweilige Landschaft und wir sind natürlich müde. Zum Glück können wir uns aber gut abwechseln, da meine Frau angesichts der Abwesenheit anderer Autos dort die Liebe zum Autofahren entdeckt. Der erste Stop auf der Strecke ist das Fortescue River Roadhouse, sehr berühmt wegen der dort in der Nähe immer wieder anlandenden tropischen Cyclone. Die Realität vor Ort ist anheimelnd undramatisch: die Brücke wird zwar durch riesige Steinwiderlager gegen das anströmende Wasser aus den Bergen geschützt, aber jetzt ist absolut kein Wasser da. Das Roadhouse ist ein großer Gastraum, wo man einen guten Kaffee bekommt und sonst ist natürlich absolut nichts los, vielleicht kommt mal ein Roadtrain, vielleicht aber auch eine ganze Weile nicht. Der Parkplatz sieht allerdings, wie bei den anderen Roadhouses auch, aus wie die Rollbahn eines Feldflugplatzes: lang, breit und voll von rotem Staub, schließlich müssen die Roadtrains ja auch irgendwo drehen können.
Da ich jetzt schon von der Fahrerei so müde bin, als wären wir wirklich da, werden wir hier jetzt virtuell übernachten, obwohl wir in Wirklichkeit weiter sind.
(Vielleicht sollte der alte Textpurist auch endlich mal eins von 1800 Bildern hier einstellen, wenigstens eins vielleicht.)
 

Meister 24.08.2008, 21.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Stift-Tablett

Die beste Neuerung der letzten Jahre, die mir buchstäblich in die Hand gefallen ist, ist diese Stifttablett, dabei habe ich es bisher nur als Mausersatz benutzt und gar nicht zum Schreiben oder Malen.
Die ganze Arbrit und Navigation geht einach viel schneller und unkomplizierter damit, ich befürchte es liegt daran, daß die Maus zwar ein nettes Wort ist, aber doch im Grunde eine Fehlkonstruktion, weil man im Finger der den Stift führt mehr Gewalt und Treffsicherheit hat als in der ganzen Hand, die die Maus schiebt. Man schreibt ja auch nicht mit einem Schwamm, in dem man ein Stück Kreide versteckt hat. Der Grund könnte sein, daß die Repräsentation der Fingermotorik im Gehirn wesentlich differenzierter ist als die der Gesamthandmotorik.
Aber vielleicht sehen andere das ja auch ganz anders.
 

Meister 24.08.2008, 12.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ein Vorherbsttag

Nach den spätsommerlichen Gartenaktivitäten gestern ist heute ein Regentag mit herbstlichen Temperaturen. Ist ja auch ganz gemütlich, habe schon ein paar Teelicher auf dem Schreibtisch, daß die irgendwie vorweihnachtlich duften, ist nur eine Nebenwirkung, wobei man bei Nebenwirkungen immer auch auf das Adjektiv davor achten sollte, nicht jede ist eine unerwünschte.
Man sollte den Herbst nicht herbei reden, aber es beschleicht einen schon der Eindruck, daß dieser Sommer nicht zu denen gehört, die sich in den September endlos weiter ziehen.
Aber so ist das mit der Natur, sie unterhält uns mit immer neuen uralten Varianten.
 

Meister 24.08.2008, 10.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kurze Pause in der Mähorgie

Wenn der Mäher erstmal läuft, dann ist er auch voll unterwegs. Seitdem ich einen Mäher mit eigenem Antrieb habe, brauch ich ihn nicht mehr zu motivieren, sondern fliege mehr oder weniger hinterher. Da sich unser Grundstück dank der nimmermüden Baumpflanzaktivität meiner liebsten Frau (sie ist die Größte in Stadt- und Landverwaldung) aus einer Wiese in einen Hindernisparcour verwandelt hat, komme ich mir vor wie ein Tankfahrer im Kaukasus, denn das Gerät hat einen ziemlichen Speed drauf. Besser als jedes Videospiel. Wenn man es als Videospiel verkaufen würde, könnte man es natürlich auch Russki-Rallye nennen und statt der realen Bäume simulierte brennende Häuser als Kulissen aufstellen. Aber ich finde die Bäume doch besser, und ein Mähtank ist doch erhaben über jede schiessende Blechbüchse.
 

Meister 23.08.2008, 12.25| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Auf geht´s

Wetter durchwachsen, aber richtig Lust draußen was zu machen. Hoffentlich verpufft sie nicht so schnell die Arbeitslust.
- Wird natürlich nichts, wenn man erstmal eine Blogtour, dann einen E-mail-check und dann auch noch dies und das guckt.
- Nun geh schon endlich !
 

Meister 23.08.2008, 10.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Heute vor 40 Jahren

war der Tag an dem die Sowjetunion in einem Akt "brüderlicher Hilfe" den Prager Frühling beendete, genauer gesagt mit Panzern und Waffengewalt die CSSR besetzte.
Ein weiterer Tag der Schande für die angeblich fortschrittliche historische Seite. Wieder mal zeigte sich, daß alle Floskeln von Demokratie und Frieden nur hohl waren, daß es um nichts anderes ging als darum das Imperium zusammen zu halten. Genau wie heute,ist man versucht zu sagen.
 

Meister 21.08.2008, 11.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Nur eine lokale Meldung

Vielleicht hat es doch mehr überregionale Bedeutung als die Lokalheroen denken:
Da wird zwischen SPD und SED/PDS/LP verabredet in Berlin auf Bezirksebene sich gegenseitig in den Schöffenwahlausschuß zu wählen, ein Routinevorgang. Dann wählen aber die lokalen SED/PDS/LP-Kader den SPD-Mann nicht, weil der nicht nur gegen Neonazis aktiv ist sondern auch gegen einen Stasi-Nostalgieverein, der den LP-Freaks offenbar sehr am Herzen liegt. Ergebnis: LP-Mann gewählt, SPD-Mann durchgefallen.
Was sagt uns das?
Bei allem Saar-Charme der eingekauft wurde, diese Bäumchen-wechsle-dich-Partei wächst doch immer wieder nur aus den alten Wurzeln und den Einheitsträumer in der SPD kann man nur raten, sich die Geschichte der Vereinigung von SPD und KPD nach 45 in den Ostzonen mal wieder genau anzusehen, bevor ihnen der rote Bruder die Kehle durchgeschnitten hat ( ob es um ihren Hals geht, stelle ich mal dahin, Frau Ypsilanti!).
Für die LP geht es doch nur darum, im SPD-Revier zu wildern und unter dem Mantel von Solidarität die SPD zu zerstören. Denn die Mär der linken Mehrheit führt ja schon jetzt dazu, daß der SPD in der Mitte doppelt so viel wegbricht, wie sie außen an die LP verliert.
Die Anti-Rechts Taktik der LP hat natürlich auch ein perfides Ziel: die Nazis als die einzig Bösen und sich selbst als Teil der Guten darzustellen. Genau deshalb müssen dann natürlich die SPD-Leute verfolgt und isoliert werden die darauf bestehen, daß die Kommunisten nichts weiter als rot lackierte Nazis sind. Ernst Reuter läßt grüßen! Aber der war ja wohl auch nur ein fieser Agent der Amis, der den sozialistischen Aufbau in Deutschland sabotiert hat, den man nur leider nicht erwischt hat, um ihn in Moskau einer Sonderbehandlung zu unterziehen.
In Westdeutschland mußte ich mir neulich sagen lassen, wenn man zu lange in West-Berlin gelebt hätte, hätte man wohl so etwas wie eine Allergie gegen die Ossis.
Allergie ist das nicht, denn die definiert sich als Überreaktion auf etwas Unschädliches, man sollte es vielleicht Sensibilität nennen. Dieses Harmlostun und Verklären der Vergangenheit ist für Deutschland nicht erträglich, es vergiftet das Klima. Sie schreien "Soziale Gerechtigkeit", meinen aber damit die alte Ossiweise, daß es besser ist, wenn alle wenig haben, als daß jemand mehr hat. Sie schwadronieren in der "DDR" habe es keine Arbeitslosigkeit gegeben, aber verschweigen, daß es auch mal kein Klopapier gegeben hat und daß die "DDR" schließlich pleite war.
Verwunderlich ist für mich, daß viele in der SPD diesen Leuten es abnehmen, sie seien links und gehörten dazu. Aber je weiter die Realität Ost-Deutschlands zeitlich aber auch örtlich weg ist, desto harmloser sieht man das alles. Sind doch alles nur nette Opis, die gerne von damals erzählen. Nur könnte man das über Treffen der Ehemaligen der Waffen-SS auch sagen.

 

Meister 21.08.2008, 09.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Gelesen:Die Intrige, Peter von Matt

Im Gegensatz zur Vermutung über den Titel: es ist ein Sachbuch, aber ein tolles. Es beschreibt die Geschichte und Funktion der Intrige in der Geschichte der Weltliteratur. Da kommen schon eine ganze Reihe von weiteren Buchanregungen heraus, von ganz alt und klassisch bis modern. Ich finde das Buch toll und es hat mich jetzt schon eine ganze Weile gefesselt. Jetzt zum Schluß frage ich mich, was es mir eigentlich gesagt hat?
Vieles über gut und böse, deren Relativität und Verwobenheit. Es gibt viel Stoff zum Nachdenken, viele Bücher und Buchstellen zum Nachschlagen und ein interessantes Gefühl, wie die Literatur die Wirklichkeit des Lebens widerspiegelt.
Hat es  etwas mit Romantik zu tun? JA und nein, vielleicht so viel, daß man schon immer wieder überdenken muß, wo denn gut und böse stehen.
Ist es wirklich wahr, daß das Gute nur langweilig ist? Vielleicht darf man das Gute nicht zu eindimensional sehen, sondern schattiert und in dialektischer Bewegung. Vielleicht darf man das Böse nicht dämonisieren, sondern in seiner Bedingtheit erkennen und seine Verwandelbarkeit ohne Illusionen trotzdem behaupten.
 

Meister 20.08.2008, 21.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Endiviensalat gepflanzt

Die Tomaten sind noch teilweise ok, der andere Teil mußte jetzt Platz machen für den Herbstsalat, der zwar etwas zu lange schon in den Pflanztöpfen eingestanden hat, aber es sollte doch noch etwas werden, schön mit Rinderdung unterfüttert, nicht zu viel, schon klar.
Im August weht schon etwas Herbst in den Garten, und man fragt sich insgeheim, ob nicht alles schon wieder auf den Winter-Reset zusteuert. Aber das ist ein total defätistischer Gedanke, und ich will doch jedes Jahr besser und positiver mit alledem umgehen. Es gibt immer viel zu tun und die Vegetationsperiode ist noch lang.
Auch im Herbst und Winter kann viel passieren, der Garten läuft rund um die Uhr , dieser "Reset"-Gedanke ist eigentlich nicht hilfreich.
 

Meister 20.08.2008, 20.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Neue Statistik

Natürlich machen große Zahlen etwas her und die hübschen Adressen und Fähnchen waren ja auch nicht schlecht, aber ich denke, die Sache geht schon in die richtige Richtung und die heisst: Realistische Zahlen sind die Basis jeder Romantik!
Es ist doch gar nicht romantisch, sich über die Wirklichkeit hinweg zu täuschen. Im Gegenteil: wenn man sich romantische Vorstelungen macht, wie etwas werden soll, dann muß man die wirkliche Ausgangslage kennen, sonst wird man außer Enttäuschungen gar nichts erleben.
Es gibt aber doch zwei Punkte, die ich vermisse: einmal die identifizierbaren Leute, die wirklich geguckt haben, weil das schon interessant ist, zum anderen die Suchanfragen, die man verfolgen konnte, da hab ich auch immer gerne nach geschaut. >>Ok, ich hab´s gefunden, geht ja doch, man muß sich halt erst einfuchsen.
 

Meister 19.08.2008, 22.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Ferienkopfschmerzen

Da kommt ein 14jähriger und klagt darüber, er habe seit 3 Wochen bohrende Kopfschmerzen hinter dem rechten Auge, sie werden im Laufe des Tages immer schlimmer. Früher hatte er nie Kopfschmerzen. Da denkt man natürlich an besorgniserregende Krankheitsbilder. Aber es sind doch Ferien, immer noch Ferien. Was er denn so in den Ferien macht, wollte ich wissen, dachte es könnte vom vielen Schwimmen kommen oder von einem Sonnenstich vielleicht. - Nein, macht er nicht, er ist viel am Computer. Was er denn da so macht? - Computerspiele. Und welche? - Ballerspiele. Und wie lange am Tag? - Ungefähr 10 Stunden.
Über diesen Dauerbeschuss bin ich dann aber doch sehr erstaunt, verwundert oder soll ich sagen: fertig auf der Bereifung! Müssen die Lehrbücher demnächst neu geschrieben werden?
Was ist Schulstreß gegen Ferienstreß?
 

Meister 19.08.2008, 21.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Politromantisches Büro: 13.August u. Georgien

Zum 47.Mal jährte sich der Mauerbau gestern, gleichzeitig Krieg im Kaukasus. Hat das etwas miteinander zu tun? Das gemeinsame Bindeglied sind die imperialen Absichten Rußlands. Heute läßt sich vielleicht besser sehen als früher, daß die russische Politik auf Großmacht und Expansion und Dominanz angelegt ist egal ob der Zar, ein roter Zar oder ein moderner Zar das Land regiert. Die ganze kommunistische Rhetorik von damals passt sich nahtlos ein, war der ganze Kommunismus nur ein bitterer Treppenwitz? Millionen haben dafür mit ihrem Leben bezahlt, egal ob sie nun für dieses hehre Ideal gestorben sind oder ihm zum Opfer fielen.
Da gab es diese eine Phase, die so glücklich lief, sie hört eigentlich nur auf einen Namen: Gorbatschow.
Aber die Russen heute denken wahrscheinlich nur, daß er verspielt hat, was Dynastien von Zaren und Roten Zaren zusammengerafft haben.
Dabei eröffnete allein diese Phase die Möglichkeit einer Zusammenarbeit auf Dauer.
Jetzt sind Wladimir und sein neuer Hausmeister dazu angetreten, sich zurück zu holen, was sie verloren haben, und sie haben das Geld und die Männer dazu, denn wir bezahlen ihnen dieses Geld mit unserer Gasrechnung. Die russischen Panzerkolonnen, die sich über die Pässe nach Georgien wälzen werden überall in Osteuropa eiskalten Schrecken auslösen und Abwehrreflexe, die wir verstehen müssen.
Hatten wir nicht ein Riesenglück, daß wir damals den Abzug der russischen Truppen aus Deutschland feiern konnten! Man stelle sich vor, sie seien jetzt noch da!
Wir sollten uns darüber im Klaren sein, daß wir in Westeuropa gegenüber russischem Druck nicht viel zu melden haben. Um so wichtiger ist es, daß wir eng und solidarisch zu unseren östlichen EU-Partnern stehen: Polen und das Baltikum dürfen nicht schutzlos russischem Druck preisgegeben werden. Die eigentliche Kraftprobe wird in der Ukraine ausgefochten werden, die demokratischen und proeuropäischen Kräfte dort können einem jetzt schon leid tun. Aber ist das nicht überall in diesen Gegenden so: prodemokratische, pluralistische man darf auch ruhig sagen prowestliche Kräfte stehen in den Gesellschaften Osteuropas und Vorderasiens überall starken anderen, autoritären oder islamistischen oder ähnlichen Kräften gegenüber.
Wenn wir mit ihnen sympatisieren und ihnen helfen wollen, können wir ihnen trotzdem weder durch unkritische Aufnahme in EU (Türkei, Ukraine) oder andere Schutztruppen (Georgien o.a.)helfen. Man würde sonst unkalkulierbare Risiken für vollkommen vage Chancen eintauschen, denn die Chancen, die ich meine sind nicht Profitinteressen sondern Freiheit, Rechtssicherheit, Besserung des Lebensstandards, was man sich eben so romantisch erträumt als positiver Teil eines solchen Volkes.
Wir müssen sie unterstützen und ihren Fortschritt fördern, aber keine Illusionen aufkommen lassen, die sich dann biter rächen.
Energie sparen hat jedenfalls einen weiteren wichtigen Grund bekommen: Es ist nicht nur gut fürs Klima und gegen die Erderwärmung, es ist auch gut, weil die Ambitionen Wladimirs und seiner Spießgesellen damit gedämpft werden. Denn die schlimmste Form der Erderwärmung ist bekanntlich der heisse Krieg und gezündete Atomwaffen sind um den Faktor 10 hoch X schlimmer als AKWs.
 

Meister 14.08.2008, 10.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Familienhebammen??

Der neueste Gag in der offiziellen Berliner Kinderbesorgnisscene sind die Familienhebammen. Problemfamilien sollen länger als bisher von Hebammen betreut werden, damit sie ihre Kinder nicht mißhandeln, vernachlässigen  oder sonstwie  nicht optimalisieren.
Ein ungeheuer populärer Schritt, da Hebammen ja ein bekannt positives Image haben. Aber wie heisst es so schön: Schuster bleib bei deinen Leisten! Die Hebammen haben nicht nur absolut keine Qualifikation für diesen Job, sie sollten sich auf ihre Kernaufgabe der Betreuung um die Geburt herum beschränken, sie sind darüber hinaus auch heute schon nicht hilfreich, wenn sie sich in medizinische Fragen einmischen. Der größte Gegenwind gegen Vitamin D- und Fluoridprophylaxe und Impfungen kommt heute von ihnen.
Der Neuköllner Bezirksbürgermeister Buschkowsky, den ich sehr schätze, hat dazu mal wieder genau das richtige gesagt: "Da gab es doch mal die Säuglingsfürsorge!" Ja, die gab es in der Tat, und sie haben sie schlicht zu Tode gespart nachdem sie sie zuvor von ihren eigentlichen Aufgaben entfrmedet hatten. Denn die bestanden gerade darin, bei Problemfamilien nach dem Rechten zu sehen.
Wenn jetzt die Hebammen es richten sollen, dann bedeutet das zum einen, daß der Staat die Kosten den Krankenkassen aufbürden will, zum zweiten daß ein Berufsstand der durch die sinkenden Geburtenzahlen um seine Auslastung fürchtet sich ein neues, allerdings falsches, Berufsfeld erschliessen will und zum dritten, daß dann die Hebammenfans monatelang mit ihrer Hebamme sich verlustieren  werden, während die Problemeltern diese gar nicht rein lassen.
Aber die Politik hat mal wieder einen schönen Propagandacoup gelandet.
Wie gesagt: ich schätze die Hebammen und ihre Arbeit sehr,aber man sollte wirklich  dort arbeiten, wo das eigentliche Kompetenz- und Arbeitsfeld liegt, andere Ansprüche sind  zumeist nicht  weiter führend oder gar schädlich.
 

Meister 11.08.2008, 21.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Fortbildung

ist zweifellos eine wichtige Sache. Und sie ist auch vorgeschrieben. Auch wenn ich diese Punktejagd angangs völlig blöde fand muß ich sagen, daß es auch Spaß machen kann. Bsonders in dem Maße wie das Angebot zunimmt. Die Online-Fortbildungen sind inzwischen wirklich vielfältig geworden und man kann sich heraus suchen, was nicht nur Punkte bringt, sondern auch Erkenntnis. Im Prinzip finde ich diese Bevormundung ohne inhaltliches Konzept immer noch blöd - aber man arrangiert sich. Es könnte besser sein, aber man muß auch damit rechnen, daß losgelassene Bürokraten auch noch wesentlich schlimmere Szenarien durchpauken könnten. Vielleicht könnte man mit einem eigenen Konzept auch noch etwas besser machen, vieles ist eben schlicht eine Frage der Kooperation und Kommunikation.
 

Meister 10.08.2008, 19.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

GemischteWochenendarbeit

Büroarbeit ist eigentlich nicht so sehr mein Fall, aber wenn es denn sein muß, kann man es sich doch ruhig etwas gemütlich machen, mit Musik und einer Webcam auf dem Altcomputer, die einem ein hübsches Bild aus der weiten Welt zeigt. Und das Fenster schön offen und ich kann raus schaun ins Grüne. Dann läuft die Arbeit schon fast von alleine. Das Gute ist ja, daß die eigentliche Büroarbeit gar nicht so viel ist. Wird sie erst, wenn man sie länger liegen läßt. Aber das Ablagern lassen von Aufgaben ist sowieso meine Spezialität. Man muß nur richtig einschätzen, was Zeit hat und was gleich erledigt werden muß. Manche Sachen sollte man gar nicht zu schnell angehen, weil man nach Ablagern doch ein besseres distanzierteres Bild davon bekommt und sie leichter abschliessen kann.
Ich gebe aber zu, daß es oft auch die unangenehmeren Sachen sind, die ich liegen lasse, besonders wenn ich nicht so genau weiß, was ich damit anfangen soll. Oft ist man schlußendlich überrascht, wenn man es anpackt, wie einfach es geht, und dann merkt man erst, warum man es vor sich her geschoben hat.
 

Meister 09.08.2008, 11.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Olympia - eine romantische Veranstaltung?

Das könnte eine Frage an Radio Eriwan sein: "Im Prinzip ja, aber...", denn eigentlich sind die sportlichen Wettspiele der Jugend der Welt eine total romantische Idee. Aber Idee alleine genügt nicht, man kann sich über die bittere Realität nicht hinweg täuschen: Mit mehr oder weniger artifiziellen Hilfen aufgeputschte Sportkampfmaschinen werden zum höheren Ruhme  ihrer Geldgeber, Sonsoren,  Staatslenker in Gladiatorenkämpfe geschickt,  die  das Hauptziel haben, viel Geld zu  machen.  Die  Herren des  Geschäfts  werden sich  gesund stossen,  die  Glamourobjekte, die ihre Gesundheit  ruinieren, um auch einen Teil des Kuchens zu bekommen, sind eigentlich Opfer, wissen es aber nicht. Die weltweiten Konsumenten, die an einen romantischen Traum glauben wollen, sind die anderen Opfer. Dazu kommt noch das Problem eine werdenden Großmacht, die ihre Propagandaschau abziehen will, um die Welt zu beeindrucken und die eigenen Volksmassen national zu binden.
Könnte man nicht irgendwann ein anderes Olympia......?
Dazu müßte man zuerst einen ganz anderen Sport haben. Nicht nur haben sondern popularisieren. Einen Sport der den Menschen so nimmt wie er ist und dessen Leistung bewundert, seine sportliche Haltung, sein Feuer, seinen fairen Kampf mit anderen um die Krone des Olymps.
Romantiker glauben daran, daß es irgendwann einen anderen Sport geben wird und andere Spiele.
 

Meister 08.08.2008, 09.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Tibet und China

China ist ein großes und ein romantisches Land, Tibet genauso. Wir dürfen uns durchaus romantische Vorstellungen über diese Länder machen, wenn sie uns nicht den Blick für die Realitäten verstellen. Tibet ist für China ein zu wichtiges Land ,als dass man es einfach in die Unabhängigkeit entlassen könnte. Aber eine wirkliche Autonomie wäre möglich. Allerdings nur, wenn die Staatsführung in Peking sich von einer autokratischen Zentralvorstellung abwendet und nicht mehr so tut, als sei alles in Ordnung, wenn man etwas nominell zugesteht, aber faktisch verhindert. Ähnliches kann man bei Olympia im Moment feststellen.
Wie sollten uns vor schwarz-weiß-Denken hüten. Keine Frage, dass China mit seinem Turbokapitalismus mit kommunistischen Überbau ein merkwürdiges Gebilde ist, das auch leicht umstürzen kann. Es gibt da viele Gefahren, eine der schlimmsten wäre der enthemmte Nationalismus. Aber es gibt auch viele Chancen, die Chinesen sind ein fleissiges und von Alters her sehr kultiviertes Volk, das unsere Hochachtung verdient.
Chinas Positon erinnert im Moment etwas an die Deutschlands vor hundert Jahren, man wird bewundert, aber auch mißtrauisch angesehen, und die Herren der Welt bereiten Abwehrstrategien oder gar Einkreisungen vor. Das ist, wie am am Beispiel des ersten Weltkrieges sehen kann, sehr gefährlich. Wir müssen China als Teil der einen Welt begreifen und sein Anderssein aber trotzdem akzeptieren, auch wenn wir es vielleicht (noch) nicht verstehen können.
Die eine Welt hat viele Gesichter, gerade darin liegt ihre Schönheit. Um die eine Welt zu gewinnen brauchen wir viel Verständnis, und das schaffen wir durch viel Umgang, Reisen, Berichte, Austausch und von einander lernen. Deshalb halte ich auch eine Vorstellung für grundfalsch, man möge aus Umweltschutzgründen zuhause sitzen bleiben, den eigenen Kirchturm anstarren und sich die Welt von den Medienfuzzies erklären lassen.
 

Meister 07.08.2008, 10.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Wo Ost-68 anfängt

Ost 68 fängt eindeutig 1945 an, dort ist das Informationsdefizit, an dem man ansetzen muß. Die Gruppe Ulbricht kommt mit den Sowjettruppen nach Berlin, mir einem klaren Auftrag: in Deutschland und Westeuropa Bahn zu brechen für das System was von J.W. Stalin als Sozialismus ausgegeben wird. Man hat sehr dazu gelernt seit den Tagen des spanischen Bürgerkriegs: Einheitsfront, Demokratische Front ,antifaschistische Front, jede Front ist recht, wenn man die eigenen Ziele voran bringen kann, jedes Mäntelchen wärmt. Sehr viel haben wir in diesem Zusammenhang Wolfgang Leonhard zu verdanken, der mit der Gruppe Ulbricht nach Berlin kommt und dessen Bücher nach seinem Frontwechsel sehr erhellend sind. All das was in diesen ersten Jahren geschieht, wird heute nur sehr ausschnittartig wahrgenommen und nur sehr vordergründig. Wenn die Ulbricht-Leute von Frieden, Antifaschismus und Demokratie reden, dann meinen sie etwas, was dem heutigen Leser nicht sofort ins Auge fällt, nämlich daß sie und ihr Oberguru Stalin für diese Dinge stehen und daß wer gegen die Kommunisten ist also Kriegstreiber, Faschist und Antidemokrat. Sie haben gute Propagandalektionen bekommen, Goebbels hat nicht alleine gestanden, auch auf der anderen Seite hat man gelernt aus schwarz weiß zu machen. Die Propagandalinie ist das eine , die Verschweigenslinie ist das andere: was die Russen wirklich tun im Osten, nicht nur im Osten Deutschlands, das wird konsequent beschwiegen: Vergewaltigungen in den Nachkriegsmonaten genauso wie Deportationen von allen jungen Männern, denen man mißtraut, Demontagen, die die Wirtschaft im Osten verkrüppeln, Liquidation aller politischen Gegner: es ist ein finsters Höllenregime, das der Generalissimus Stalin und seine Lakaien dort aufziehen, aber begeleitet von einer himmlischen Schalmeienmusik von Demokratie, Frieden, Antifaschismus und was man noch an positiven Begriffen auftreiben kann. Der Kampf um Berlin, der Kampf um die Presse in Berlin und die universitäre Freiheit in Berlin wird in diesen Tagen im Tagesspiegel thematisiert. Es sollte uns dazu herausfordern in 1945 anzusetzen. Es gibt so vieles auszugraben aus diesen Tagen, denn wir wurden sehr einseitig gefüttert, was heutzutage nicht mehr richtig ist. Nicht mehr primär Hitler gilt es den Wachskopf abzuschlagen, sondern denen, die ihn beerben wollten.
 

Meister 01.08.2008, 21.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ost 68 kommt !

Heisser Sommer

Ich mag es, wenn es richtig warm ist, aber wenn man arbeitet, kann es des Guten auch zuviel geben. Trotzdem ist es bei diesem Wetter glücklicherweise so, daß weniger Kinder krank sind, dafür gibt es Insektenstiche, Sonnenbrand und Unfälle. Aber insgesamt ist es doch eine ruhige Zeit und wenn hin und wieder ein Anruf auf den Urlaubsgebieten der weiten Welt kommt, denkt man dran, daß viele doch einfach zu weit weg sind, um noch rechtzeitig vor Feierabend vorbei kommen zu können. Ich hoffe sie erholen sich alle gut und bleiben schön gesund.
Nachts kann die Hitze zum PRoblem werden, zum Glück komt man hierzulande mit einem Ventilator ganz gut aus, ein Deckenventilator wäre natürlich leiser und angenehmer, aber wenn die Decke das nicht aushält? Lieber keine Experimente in solchen Sachen. ICh bin ja Experimenten nicht abgeneigt, aber möglicher Gewinn und Risiko müssen doch in einem vernünftig abschätzbaren Verhältnis stehen
 

Meister 28.07.2008, 21.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Biosprit auf Wiedervorlage

Nachdem Biosprit gerade wegen der Förderung des Welthungers out ist, geht es jetzt schon wieder anders rum. Biosprit II kommt, d.h. Biosprit aus Abfällen oder eventuell sogar aus CO2 selbst, was ein bißchen absurd klingt. In einem Artikel in Bild der Wisenschaft in diesem Monat werden jedenfalls die Forschungsanstrengungen breit dargestellt.
Diese Welt ist auf der einen Seite zwar überbevölkert, aber da gibt es noch eine andere: die vielen Menschen sind auch ein großes Erneuerungspotential. Die vielen Menschen belasten den Planeten bis zum Anschlag, vielleicht darüber hinaus, aber je mehr Köpfe desto mehr geistiges Potential: immer mehr Entwicklung und immer größere Möglichkeiten, die Welt auch vernünftig zu gestalten.
Es wird die große Jahrhundertfrage welche Seite die Oberhand gewinnt: werden wir durch Unvernunft und Überlastung alles kaputt machen, oder werden wir am Ende des Jahrhunderts viel besser da stehen?
Die Zukunftsromantik glaubt an die Möglichkeiten, will aber auch nicht die Augen vor den Gefahren verschliessen.
 

Meister 24.07.2008, 10.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Ferien in Berlin/Brandenburg

Seit Mitte der vergangenen Woch sind Schulferien in Berlin, bisher hat man aber noch nicht den Eindruck, dass es merklich leerer geworden ist. Ich glaube aber, das kommt ab morgen. Es sind bestimmt viele an diesem Wochenende weg gefahren.
Hoffentlich werden uns die schönsten Wochen nicht durch unendlich viele Baustellen beeinträchtigt, wie es im letzten Jahr war. Außerdem scheint das Wetter sich auch in diesem Jahr nicht zu einem Vollsommer durchringen zu können. Aber wozu Hitze und Trockenheit, dem Garten gefällt es eh besser, wenn es öfters mal regnet.
 

Meister 20.07.2008, 12.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Gewicht und Hunger

Zugegeben, es gibt immer mehr Dicke. Und es gibt immer mehr Leute, die versuchen mit "Diäten" abzunehmen, es aber nicht schaffen, sondern das Gegenteil erreichen.
Ein wichtiger Faktor in der Diätfrage ist der Hunger. So absurd es klingt: Hungern macht dick! Natürlich gilt das nur bei uns, wo die Lebensmittel im Überfluß vorhanden sind und auch alltäglich. Man könnte vielleicht korrekter sagen: Hunger macht nur dünn, wenn man wirklich nichts zu essen hat.
Unser Körper ist eine uralte Konstruktion und eine geniale dazu. Es gab eben früher, und das betrifft alle Lebewesen, die sich selbst vom Lebendigen ernähren, oft Zeiten, in denen nichts oder zu wenig zu essen vorhanden war. Dafür wurden ausgefeilte Sicherheitsprogramme entwickelt. Da ist zum einen der Hunger selbst, eines der quälendsten Gefühle überhaupt, nur zu vergleichen mit Durst und Atemnot. Hunger induziert nicht nur ein Suchverhalten, das bis zum Kannibalismus gehen kann, er setzt auch im Körper Mechanismen in Gang, den Verbrauch zu reduzieren, den Aufbau zu bremsen, und notfalls auf absolute Sparschaltung zu gehen.
Angenommen man hat einen täglichen Bedarf von 2000 Kcal, dann kann man den um mindestens 30% wahrscheinlich sogar 50% reduzieren, wenn man ein tägliches 2000 Kcal Bilanzminus hat, nimmt man knapp 200g ab, man kann mit 10kg Reserve also 50 Tage durchstehen. Sind die Reserven absolut aufgebraucht, kann man immer noch die Struktur abbauen, dann ist aber bald Schluß, alle Kompensationsmechanismen versagen irgendwann. Aber in der natürlichen Umwelt ist es ja auch auch so, daß jede Hungerperiode mal zu Ende geht und dann steht, so absurd wie natürlich übermäßig Eßbares zur Verfügung. Jetzt werden andere Prozesse angeworfen: es muß so schnell wie möglich der Überschuß verwertet werden, bevor der Segen wieder vorbei ist. Nehmen wir mal an, man könne dann 5000 oder gar 6000 Kcal täglich essen, hätte vielleicht 4000 Kcal Bilanzplus, dann könnte man 400g zunehmen, wenn sehr gutes Essen zur Vefügung steht, könnte es sogar noch mehr sein, aber das natürliche Futter ist ja nicht so hochkalorisch, man muß schon ganz schön ackern, um sich von Beeren, Wurzeln und Gemüse aufpäppeln zu können.
Deshalb bestand ein ziemlich großer Teil der menschlichen Zivilisationsarbeit darin , rund ums Jahr eine ausreichende Menge möglichst hochkalorischer Nahrungsmittel bereit zu stellen.
Mit heutigen Lebensmitteln kann man wahrscheinlich, wenn man gesund und jung und hungrig ist, bestimmt täglich 500g und mehr zunehmen, also mehr als 5000 Kcal Überschuß erzielen, an Einzeltagen mehr ,aber im Durchschnitt düfte man es nicht schaffen auf 1 kg Gewichtszunahme zu kommen. Praktisch wird es kaum möglich sein, mehr als 10kg im Monat zuzunehmen und das natürlich auch nicht jeden Monat.
Aber die Asymetrie ist eingebaut, man nimmt leichter zu als ab, wenn genug zu essen vorhanden ist.
Was bedeutet das für die Gewichtsfrage? Hungern ist der falschste Weg, wenn man abnehmen will, man nimmt durch essen ab und nicht durch hungern. Und man kann nur langfristig Erfolg haben und nur langfristig Erfolg beurteilen.
Aussagen wie "20kg in 4 Woche abgenommen" oder noch extremer, sind erfunden, erlogen oder durch Amputation zu erklären, Shylock läßt grüßen.
Deshalb ist es auch völliger Nonsens wenn Kurkliniken die Adipösen nach der Tonnenideologie behandeln: "Die Gewichtsabnahme nach 3 Wochen war....."
Noch ein Wort zu Kindern und Jugendlichen: für die sollten Diäten und Reduktionskost absolut Tabu sein, sie sollen auch in der Regel gar nicht abnehmen, sondern nur langsamer zunehmen. Kinder und Jugendliche bauen auf und wachsen, und sie brauchen einen leichten Kalorienüberschuß , um sich optimal zu entwickeln.
Wenn man sie zum Hungern verurteilt, tut man ihnen etwas an, zum Glück allerdings führt das meist nur zu Umgehungsstrategien, die unglücklicherweise leider wieder zu noch größerer Gewichtszunahme führen.
 

Meister 13.07.2008, 20.03| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Die Krise und der Romantiker

Alle reden von Krise, manche reden von der kommenden Katastrophe. Zukunftsromantiker sehen natürlich die gleichen Krisen, aber sie sehen auch immer die Möglichkeiten darin. Jede Krise die kommt, wird auch überwunden, schlechte Zeiten sind dazu da, um härter zu arbeiten, damit wieder gute Zeiten kommen. Teure Energie ist dazu da, um neue Energiequellen zu erschliessen und unseren Energieverbrauch rationeller zu gestalten.
Niemand wünscht sich Krisen, aber sie sind notwendige Schritte in einer Entwicklung. Es geht nicht einfach immer nur linear voran, sondern eben krisenhaft.
Wo stand das doch neulich: "was man nicht vermeiden kann, muß man eben akzeptieren". Und man muß immer die Chancen sehen.
Pessimismus ist nichts als gedankliche Faulheit.
 

Meister 13.07.2008, 13.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Wir werden unterwandert !






Liebe Freunde der haarsträubenden Enthüllungen und Feinde des bösen Blicks!

Ich muß Sie auf schreckliche Wahrheiten vorbereiten. Deutschland, Europa und wahrscheinlich die ganze Welt wird unterwandert von einer bösartigen Gnomenclique, der Bürokratology Church (=B.C.). Die grausame Realität ist, dass diese informelle Geheimloge alle Bereiche des gesellschaftlichen und privaten Lebens immer mehr durchdringt und bestimmt.

Aus meiner Beobachterposition in meiner Praxis im Spreebogen kann ich diese Entwicklung an vorderster Front mit Grausen beobachten. Denn hier laufen die meisten ihrer Hohen Priester herum, ganz offen in ihren Schafpelz gehüllt. Sie nennen sich teilweise Volksvertreter, andere Minister oder Ministerialdirigenten, wie auch immer sie sich nennen, sie sind im Stillen die Geheimräte des St. Bürokratius, der ihr Schutzheiliger ist, meist auf einem Schimmel reitend abgebildet wird, aber immer mit einem Pferdefuß daher kommt.

Ihr neues Rom ist Brüssel, wo ihr Gegenpapst irgendwo in den Labyrinthen der Bürotürme seine finsteren Messen zelebriert.

Sie haben Hohe Priester, gemeine Biester und willige Arbeitsdrohnen, alle geeint durch den einen brennenden Wunsch, dass ihre Herrschaft allumfassend sein möge und ihre Arbeitsplätze genauso ewig wie sie unproduktiv sind.

Natürlich haben sie ihre Glaubenssätze wie jede Kirche sie hat. Sie glauben daran, dass Sicherheit und Perfektion und Gerechtigkeit durch immer mehr Bürokratie erreicht werden, Freiheit und Vernunft sind ihnen verhasst, alles Unkontrollierte ist Todsünde, alles Unabgeheftete ist Schmutz.

Sie ziehen ihr Selbstbewußtsein aus Aktenschränken, sie beten Codenummern, Strichcodes und Barcodes, sie schöpfen Kraft aus immer aufwendigerer Elektronik mit immer größeren Speicher- und Rechenkapazitten, immer ausgefeilteren Computerprogrammen und immer raffinierteren Kontroll- und Spionagestrategien.

Nicht daß sie jede Datenmenge, die sie erzeugen, wirklich gebrauchen würden, aber jede Datenmenge ist eine Möglichkeit, jedes neue Gesetz eine Lizenz für mehr Bürokratie, jede Verordnung ein neuer Schreibtisch, jeder Protestbrief ein neuer Vorgang, jede Antwort eine neue Akte.

Sie sind perfekt, weil sie alle Zeit und alle Mittel haben und weil sie keinerlei Skrupel haben, aus allem und jedem ein neues Steinchen im unendlichen Reich ihrer heiligen Kirche zu machen. Sie schaffen es sogar abgehalfterte Politiker, die natürlich geheime Mitglieder der Bürokratology Church sein müssen, zu Entbürokratisierungsbeauftragten zu machen. Sie können jegliche a