Meisters Romantic
Die Zukunft ist die Traumzeit der Romantik
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Weisse Ostern

Alle wünschen sich weisse Weihnachten.
Kriegen tun wir weisse Ostern.
Kann es sein, dass die Wunschbearbeitung so in Verzug gekommen ist?

Meister 01.04.2013, 10.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wie wird der Winter

Zumindest ist er ziemlich früh dran in diesem Jahr. Wenn man so dem Schneien zusieht kriegt man ja richtig vorweihnachtliche Gefühle. Abe Res ist ganz schön naßkalt!

Meister 06.12.2012, 11.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Nochmal nachtreten?

Soll man nun nochmal auf das 4:4 gegen Schweden zurück kommen?
Angesichts der ärgerlichen Bemerkungen und dümmlichen Diskussionsbeiträge wäre es vielleicht doch richtig.
Was war denn?
Man hat 60 Minuten traumhaften Fußball gespielt, dann hat man kurz hintereinander 2 blöde Tore bekommen und hat - Angst essen Seele auf - totales Nervenflattern gekriegt und ist zusammengeklappt. Ob das Spiel dann 4:3, 4:4 oder 4:5 endet ist völlig belanglos.
Idiotisch ist aber der Defätismus der Diskussion.
Man kann doch nur daraus lernen: die Abwehr muss besser organisiert werden, am Besten von hinten, da ist Führungskraft und mentale Stärke gefragt.  Sowas kann man auch trainieren.
Die mentale Stärke des ganzen Team muss verstärkt werden, man darf sich doch nicht umpusten lassen, sobald es Gegenwind gibt. Sowas nennt man Resilienz. Daran muss man arbeiten, Persönlichkeiten sind gefragt und gefordert.
Aber die Perspektiven sind doch nicht schlecht, vielleicht sind hier gerade die Grundlagen für einen Sieg bei der WM gelegt worden.
Wenn man diesen Traumfußballern mehr Cheerfulness, Resilienz und mentale Stärke beibringen kann, eine Abwehr so aufbaut und steuert, dass sie Ruhe und Sicherheit ausstrahlt, dann wird Deutschland Weltmeister werden.

Meister 18.10.2012, 10.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kachelmann bei Jauch

Was ist mir klar geworden:
Es wird in einer bestimmten Sache aneinander vorbei geredet.
Es handelt sich um zwei Missetaten, die beide ein schweres Verbrechen sind. Aber sie sind unabhängig voneinander.
Zum einen ist es ein schlimmes Verbrechen, wenn Frauen vergewaltigt werden, wie auch immer -und sie haben große Probleme damit, wenn sie Gerechtigkeit suchen und bis ihnen diese gegeben wird.
Zum anderen ist es ein schlimmes Verbrechen, wenn Männer einer Vergewaltigung bezichtigt werden, die sie nicht begangen haben, und sie können auch sehr große Schwierigkeiten haben bis hin zu jahrelanger Ächtung und schwerer unrechter Bestrafung.
Es erscheint aber nur so als ob die beiden Sachen etwas miteinander zu tun hätten, weil man sie auf den ersten Blick nicht auseinander halten kann.
In Wirklichkeit sind es aber zwei ganz unterschiedliche Tätergruppen.
Die vergewaltigte Frau ist Opfer, die Falschanschuldigerin ist Täter. Letzterer ist nichts angetan worden, sondern sie mißbraucht das Recht, um jemanden fertig zu machen.
Beide haben nichts miteinander zu tun, sind ganz verschiedene Personen, deshalb ist es falsch wenn man der Falschanschuldigerin den Opferschutz gibt, der ihr nicht zusteht.
Nur : wie unterscheidet man Engel und Teufel ?

Meister 15.10.2012, 18.34| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Apfelernte

So eine tolle Apfelernte in diesem Jahr.
Und was draus gemacht: Apfelmost, Apfelkuchen, Apfelgelee.
Ich liebe Apfelmost.

Meister 14.10.2012, 13.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Strom speichern - ganz einfach

 Okay vielleicht wissen andere das schon lange, für mich war es jedenfalls neu, was ich am 6.Oktober im "Mobil"-Teil des Tagesspiegel gelesen habe: Überschrift: "Wind im Tank" und es geht darum, dass man bei Audi jetzt ein gasgetriebenes Auto kaufen kann , das mit Windenergie betankt wird.
Das ist aber gar nicht das Bemerkenswerte an dem Artikel:
"Mittels Elektrolyse wird...Strom aus Windenergie in Wasserstoff umgewandelt. Dieser wird zusammengebracht mit CO2 und in einer Methanisierungsanlage in synthetisches, erneuerbares Methan verwandelt. ab Mitte 2013 sollen...{dort}... jährlich 1000 Tonnen e-gas  produziert und zugleich 2800 Tonnen CO2 gebunden werden.Das e-gas speist {die Firma} in das normale Gasnetz ein.... Der Wirkungsgrad dieser speziellen Stromumwandlung zu synthetischem Erdgas beträgt 70% ohne und gar 80 Prozent mit Wärmenutzung. Hinzu kommt, dasss immer wieder Windräder still stehen müssen, weil die derzeit verfügbaren Leitungen nicht alles abtransportieren können (In diesem Zusammenhang kommt eine weithin unbekannte Tatsache ins Spiel: das öffentliche Gasnetz stellt mit seiner Kapazizät von 217 Terrawattstunden einen idealen Energiespeicher dar, von dem aus man künstlich produziertes Erdgas jederzeit wieder in Strom zurück verwandeln könnte.)"
Na, wenn das so einfach ist !
Wenn das wirklich stimmt, sind doch ein paar ganz wesentliche Probleme der Energiewende in Wirklichkeit gelöst: man kann überschüssigen Strom aus Sonne und Windkraft mit bekannten Technologien speichern, braucht dazu keine neuen Leitungen für 20 Milliarden, vielleicht auch keine Ökostromabgabe?
Man braucht auch keine Elektroautos, die teuer sind und dürftige Reichweite und lange Ladezeiten haben, keine schweren Batterien. Man kann ganz normale Fahrzeuge mit herkömmlichem Erdgasantrieb ausstatten und mit Ökostrom betreiben. Und man kann so viel überschüssigen Strom speichern wie man will. Man kann sogar zusätzlich die Abhängigkeit von russischem Erdgas vermindern und ein bodenzerstörendes "fracking" von Erdgas in unserem Lande sofort  zu den AKten legen.
So, jetzt soll mir jemand mal erklären, warum das alles nicht geht oder warum man davon bisher noch gar nichts gehört hat.

Meister 14.10.2012, 00.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Mit Medien anders umgehen

Also wie schlecht die Medien sind, wissen wir doch alle zur Genüge.
Die Zeitung kann man immer schneller lesen, weil der Inhalt nur aus Meinungsmache besteht, die TV-Nachrichten bestechen durch all das was sie weglassen. Bei gewissen TV-Sendern reicht es schon sich die Trailer anzuschauen, damit einem schlecht wird.
Nur...
Muss man sich das alles immer wieder neu vor Augen führen? Davon wird es doch auch nicht besser.
Ich werde jetzt mal was ändern: jetzt wird über Medien nur noch das geschrieben, was ich daraus  Neues erfahren habe oder Neues gelernt habe.
Denn das war in letzter Zeit bemerkenswert: man durchblättert Schwachsinn und findet plötzlich etwas Interessantes.
Vielleicht ist das ja notwendig so: bis man eine Perle findet muss man sich ja auch durch viel Schlamm wühlen und viele leere Hüllen aufmachen.

Meister 13.10.2012, 15.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Eine Variante

Im Wasser schwimmt der Taubenhaucher,
er liebt nur Tauben, keine Taucher.
Glücklicher Haucher!

Meister 22.08.2012, 19.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Der heisse Sommer

Na klar, alles wächst toll und grün ist der Dschungel.
Aber ein paar Grad wärmer könnte es schon sein in unserem nichttropischen Regenwald.
Immerhin in Sydney ist es momentan noch kälter, ist doch auch ein Gesichtspunkt.
Es wird nun ständig rumerzählt, die Erderwärmung, das könnt es ja wohl nicht sein.
Aber es könnte sein, dass die plakativen Voraussagen von "Experten" mal wieder nicht so genau überlegt waren. Voraussagen sind halt schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen, ist ja gebongt.
Vielleicht ist es aber auch so, dass bei einer globalen Erwärmung hier einfach mehr Durcheinander entsteht, heftigere Luftmassenbewegungen mit mal mehr und mal weniger Regen und mal heisser und mal kälter, je nachdem welche Richtung gerade die Oberhand gewinnt.
Aber "Experten" werden von Auftraggebern bezahlt oder von Ideologien gesteuert, zumindest die, die in den MEdien breit getreten werden. Vielleicht gibt es ja auch noch andere "wirkliche" Experten. Das sind dann wahrscheinlich eher die kritischen Typen, die saagen, könnte so sein, oder auch anders, aber  welcher Medienfuzzi druckt oder sendet denn sowas, groß raus kommen geht anders.

Meister 19.07.2012, 15.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Stupid's Euro




Hallo liebe Freunde des harten Geldes und Feinde des Tapezierens mit Banknoten. Hier spricht wieder Stupid N. Broke, Eure Wirtschaftsamateurin.

Befassen wir uns mal mit dem Euro. Und mit seiner Zukunft.

Europa brauche den Euro nicht, so heisst es. Soweit so gut, aber Europa hat den Euro, das ist nun mal ein Fakt. Man soll ja eine Währung nicht leichtfertig in die Welt setzen - das ist jedoch nun leider schon geschehen.

Man soll eine Währung aber erst recht nicht leichtfertig abschaffen, dann kann einem Einiges um die Ohren fliegen.

Nun hat der Euro eigentlich klare Regeln, beispielsweise eine unabhängige EZB, die Defizitkriterien für Staaten, der Ausschluss einer Transferunion etc.

Aber was helfen die hübschen Regeln, wenn sich keiner dran hält. Es könnte also sein, dass der Euro nicht der Kitt in Europa ist, sondern, der Sprengsatz. Und wenn jemand sagt: "scheitert der Euro, dann scheitert Europa" (ich sag nicht, wer's war!) , dann ist es vielleicht genau anders herum: "wird der Euro zur Tapezierwährung, dann ist Europa erledigt!"

Wenn die Deutschen auf Dauer die Defizite bezahlen sollen, wird Europa über kurz oder lang in Deutschland keine Unterstützung mehr haben, der Euro war sowieso keine deutsche Idee, man könnte auf die Idee kommen, dass er eine antideutsche Idee war. Und wenn die Deutschen Europa nicht mehr tragen, ist das Projekt erledigt, das sollte man verhindern, trotz Brüssel und alledem.

Ein weicher Euro wäre auch vollkommen nutzlos: soll man in einen internen Abwertungskreislauf in Europa eintreten? Recht auf Euro-Gelddrucken für alle?

Wenn Regeln nichts helfen, was dann? Es müsste schon automatische Massnahmen und Konsequenzen geben und definierte Ein- und Austrittsprozeduren. Eine politische Union wäre ja gut, aber wenn man eine politische Union genauso an den Völkern vorbei strickt wie den Euro, wird man daran auch keine Freude haben. Vertagen wir hier die Frage, wie man zur politischen Union Europas kommt.

Fragen wir lieber, ob es für den Euro eine Lösung geben kann?

Im Moment geht der Streit ja darum, dass man riesige Kreditdefizite aufgehäuft hat, so dass an deren Rückzahlung gezweifelt wird. Ist das Vertrauen verspielt, ist der Kredit dahin, so iss'es eben.

Aber wenn man jetzt versucht, die Kreditmenge einzuengen, schrumpft die Wirtschaft, steigt die Arbeitslosigkeit, sinken die Steuern, kommt man in eine wirtschaftliche Abwärtsspirale. Deshalb sagen die angelsächsischen Bänker gemeinsam mit südeuropischen Sozialisten: "weg mit dem Spardiktat, schmeiß raus das Geld!"

Nur woher nehmen, wenn man keins hat und einem auch niemand was leihen will?

Da gibt es ein paar Möglichkeiten: selbst drucken, Steuern erhöhen oder die Deutschen anzapfen, die haben's ja bekanntlich.

Aber wie sagte eine gewisse Frau Thatcher in ähnlichem Zusammenhang?: " I want my money back!" Ein Satz den gewisse Leute in Deutschland mal in Ruhe üben sollten, der wirkt bestimmt immer noch ziemlich eisern.

Alle sind wohl der Meinung, dass die Deutschen schon zahlen werden. Das werden sie vielleicht auch, denn das haben sie ja immer so gemacht (Man muss den Deutschen nur sagen, dass man sie lieben wird, wenn sie zahlen, dass man sie aber hassen wird, wenn sie nicht zahlen, dannn machen sie garantiert das Portemonnaie auf). Aber sie werden einen Preis dafür fordern und der wird ziemlich hoch sein, denn man hat sie ja mit dem Euro eigentlich betrogen: die deutschen Bedingungen für die Euroeinführung waren garantiert, aber sie wurden und werden mißachtet. Das kann nicht so weiter gehen, eine Bekräftigung der Regeln und eine Stärkung und Automatisierung der Maßnahmen und effektive Maßnahmen gegen den Schlendrian muss kommen. Man kann nur garantieren, was sich garantieren lässt, d.h. über die harte Währung können nur die bestimmen, die dafür eintreten, die anderen gehen in die zweite Liga.

Es kann durchaus sein, dass sich einige Länder damit überfordert fühlen, einen Hartwährungskurs zu steuern, es fehlt vielleicht auch am Baren.

Es gibt da aber eine Lösung: während die erste Liga die Hartwährung als Ankerwährung für den Kontinent verteidigt, können die Länder der zweiten Liga sich Zweitwährungen zulegen, die sie selbst verwalten.

Die Zweit- oder Parallelwährung ist eine so gute Idee, dass sie sich sicher durchsetzen wird, auch wenn man davon bisher nur selten hört.

Es ist im Grunde ganz einfach. Nehmen wie das Beispiel Griechenland. Wenn die griechische Regierung keine Euro mehr leihen kann, dann ist sie zahlungsunfähig. Den Euro zu verlassen würde bedeuten, die Menschen zu enteignen, die welche auf der Bank haben, das würde man den griechischen Politikern, gerade denen von Syriza, sicher zutrauen, aber ob sie es überleben würden, wäre eine andere Frage, schließlich wählen die Leute sie, damit es ihnen besser geht und nicht, weil sie Hilfe beim Sprung ins Dauerelend brauchen.

Aber man könnte ja im Euro bleiben und Kredite und Guthaben auch so lassen wie sie sind. Zusätzlich gibt man aber Drachmen aus und dekretiert, dass alle Zahlungen in Griechenland auch in Drachmen erfolgen können, also die Regierung zahlt ihre Angestellten in Drachmen, die Lebensmittel und Mieten etc. können in Drachmen bezahlt werden. Das Drucken der Scheine ist keine große Sache. Münzen braucht man nicht. Wenn es heutzutage mehr Münzautomaten in Griechenland geben sollte als früher, da gab es nämlich gar keine, dann kann man sie in Euro lassen, da merkt man zwar deutlich wie sich der Kurs entwickelt, aber das ist marginal.

Insgesamt sieht man bei der Doppelwährung zwar deutlicher wie man ärmer wird, aber es wird abgefedert, weil die Kosten des täglichen Lebens auch in der Zweitwährung zu bestreiten sind.

Es besteht zwar die Wahrscheinlichkeit, dass die neue Währung ins Uferlose fällt, aber einerseits hat man auch noch die Hartwährung für alle Fälle, andererseits könnte man die Zweitwährung durch besseres Wirtschaften auch wieder stabilisieren und eventuell auch langfristig wieder überflüssig machen.

So könnte das Zweitwährungskonzept vielleicht die schlimmen Folgen der Krise abfedern und gleichzeitig helfen, wieder heraus zu kommen.

Denn der Kern des Problems sind gar nicht die Schulden. Der Kern liegt darin, dass man weltweit nicht mehr konkurrenzfähig ist. Die Globalisierung trifft alle, aber nicht alle gleich. Schon die "DDR" war im Grunde an der Globalisierung eingegangen, weil sie mit Billiglohnländern nicht mehr konkurrieren konnten, immer mehr Ostmark für eine Valutamark aufbringen mussten. Jetzt erleben wir das Gleiche im Süden Europas. Auch Deutschland ist nicht immun dagegen, die Chinesen wollen nicht nur im Billigsektor siegen, sondern in allen. Im Moment kann Deutschland noch in bestimmten Bereichen konkurrieren und die USA auch, aber wenn die Chinesen und das internationale Kapital so weiter machen,wird nur noch Protektionismus weiter helfen. Also keine chinesischen Waren mehr hier aber auch keine Exporte mehr nach China. Keine sehr verlockende Alternative, wenn sie denn überhaupt funktioniert.

Besser wäre es, wenn man denn wieder konkurrenzfähig würde. Aber was muss geschehen, damit die Schuhfabrik in Portugal, die Textilfabrik in Italien und die Möbelfabrik in Griechenland wieder am Markt gegen Billigländer bestehen können? Kann der Arbeiter dann dort noch leben? Oder kann man einen Ausgleich im Welthandel finden, der in Europa u.a. ein überleben ermöglicht, ohne sich vom Weltmarkt auszuschliessen?

Man muss einen Weg finden, die Globalisierung abzufedern, die Anpassungen erträglich zu machen. Das gilt für die Schuldenkrise genauso wie für die Konkurrenzfähigkeitskrise, die ja beide Zwillingsschwestern sind.

Also gut, es gibt keine Patentlösungen, aber lernen wir doch mal was von den Chinesen und von den Griechen gleichzeitig: fleißig arbeiten wie ein Chinese und ständig nach Besserem streben. Gleichzeitig ein relaxter mediterraner Lebensstil griechischer Art.

Ein Widerspruch? Nicht unbedingt, so stelle ich mir ein romantisches Europa vor.

Meister 24.06.2012, 19.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy | Tags: Euro, Krise,

Die Jogiballaffäre

Die spinnen die Journalisten! Keine neue Erkenntnis, aber es wird immer schlimmer. Die Übelkräher werden immer zahlreicher, die Anlässe immer lächerlicher, man skandalisiert, man wiegelt auf, Hauptsache man kann die Öffentlichkeit anmachen.
>Über Nebenwirkungen brauchen WIR uns keine Gedanken machen, WIR sind die Guten, WIR sind die wirkliche Öffentlichkeit, wehe dem, den WIR auf dem Kieker haben!<
Jetzt hat es die UEFA, sicher auch nicht unbedingt eine Brutstätte von Heiligen, gewagt, ein kleines nettes Filmchen wie Jogi Löw einem Balljungen einen netten Streich spielt, indie Übertragung des Spiels zu schneiden - und schon schreien die Verantwortlichen von ARDZDF Zeter&Mordio, und der Übelkräherchor des skribbelnden und wellenpöbelnden Gewerbes gibt seine Kakophonie dazu. Es sei nicht authentisch gewesen, Fälschung ! (Vielleicht gar Plagiat, das passt zwar nicht, ist in Deutschland aber so schön verrufen).
Was wollen sie uns da bloß wieder für einen Bären aufbinden? Dass in D bei ARDZDF alles so furchtbar wahr, korrekt und authentisch ist?  Das glaubt ihnen doch kein Mensch, nicht mal ein deutscher.
>Lasst die Kirche im Dorf< sollte die neue Parole in Deutschland sein.
Da hat mal ein Deutscher im weltweiten Medienzirkus übermäßig nett ausgesehen, völlig undeutsch von draußen betrachtet, und dann ist es auch wieder nicht recht. Was würden andere darum geben, wenn sie vor Millionenpublikum so sympathisch rüber kämen?
Man hätte doch einen Medienkommentar erwartet, der dies dankbar registriert, aber nein, sowas können WIR uns doch nicht bieten lassen. Dann wird auch noch gemäkelt, die UEFA wolle doch nur in heile Welt machen und  das Negative würde rausgeschnitten, beispielsweise ein Streaker oder Klopperein zwischen Fangruppen. Na und?  Muss man denn immer das Mieseste und Niedrigste bringen, damit die deutschen Medien die schlechte Laune in Deutschland aufrecht erhalten können?

Meister 17.06.2012, 12.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Keuchhusten

Erwachsene sollen sich auch gegen Keuchhusten impfen lassen, sagen die Empfehlungen heutzutage.
Das kann ich nur unterstreichen! Aus eigener Erfahrung neuesten Datums.
Ich habe ja über die Jahre ziemlich viel mit Keuchhusten zu tun gehabt, und deshalb war ich eigentlich überzeugt immun zu sein, jeder Kontakt stärkt ja nur die Immunität.
Aber vor ein paar Wochen fing ein ganz komischer Husten an, nichts Spezifisches aber komisch, zunehmend komisch , echt komisch und gar nicht mehr komisch.
Ich habe alles Mögliche vermutet von Legionellen bis atypisches Asthma, aber wenigstens habe ich mich dann zu dem richtigen Antibiotikum entschieden: Erythromycin (allerdings mehr aus der Angst vor Legionellen als der Vermutung auf Keuchhusten). Das Antibiotikum hat auch etwas geholfen (war wohl gerade noch so rechtzeitig), aber dann wurde der Husten doch echt schlimm, ich war jedes Mal kurz vor dem Umkippen und mein Umfeld immer kurz davor den Notarzt zu rufen. Ging dann aber immer wieder. In dem die Hustenanfälle sich so mehr und mehr vertypischten (ohohohohohohohoh-hiiiiiiiii- ohohoh) mußte ich doch mal klären,ob es Pertussis sein kann?
Und? Sehr eindeutig: frische Pertussisinfektion also Keuchhusten.
Da ich es richtig behandelt habe, ist es auch schon lange nicht mehr ansteckend, zum Glück sind unsere Patienten ja auch fast alle geimpft. Aber ein Grund mehr die frühe Impfung gegen Keuchhusten ab 3. Monat zu empfehlen. Es könnte immer jemand ansteckend sein, im äußersten Fall sogar der Kinderarzt.
Das dumme am Keuchhusten ist, dass man ihn erst erkennen kann, wenn es schon fast zu spät ist. In der ersten Woche ist es nur ein komischer Husten, der dann mehr und mehr anfallsartig wird. Wenn man dann nicht behandelt, häuft sich das Toxin an und verursacht 6 Wochen lang die schlimmsten Hustenanfälle, dann klingt es langsam ab, kann aber 6 Monate dauern.
Abgesehen von kleinen Säuglingen ist das nicht lebensgefährlich, und es geht einem nach der Anfangswoche sogar wieder ganz gut, außer wenn man den Anfall hat, dann denkt man selbst genau wie das Umfeld, dass man gerade krepiert (dieses Wort scheitn hier nicht übertrieben). Wie es einem so insgesamt geht hängt davon ab, ob man 2-3 Anfälle am Tag hat oder 50. Bei mir sind es jetzt etwa 3-4, also habe ich gerade noch Glück gehabt, jeder Tag, den ich später behandelt hätte, hätte das wahrscheinlich verdoppelt, denke ich.
Aber man lernt durch ein Patientenpraktikum auch immer dazu und zwar ganz praktisch.
So wußte ich bisher nicht, dass ein Hustenanfallmit einem Jucken im Hals anfängt, dass er durch Irritationen wie verschlucken ausgelöst werden kann  und dass man ihn psychisch beeinflussen kann, man kann ihn sogar unterdrücken, weitgehend. Das hätte ich nicht gedacht,  aber es geht: wenn es los geht, den Husten nicht so einfach kommen lassen, sondern bewußt "nicht husten!", bremsen, Atem anhalten. Je mehr Routine man kriegt, desto besser geht es.
Aber impfen ist besser, müsste man eigentlich alle 5 Jahre machen, aber dummerweise gibt es keinen Solo-Pertussisimpfstoff, kann man nur mit Tetanus und Diphterie zusammen machen. Die Industrie meint offenbar, sie verdienen zu wenig daran.

Meister 15.06.2012, 13.16| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Woran hier im Moment gearbeitet wird

Ankündigungen sind eigentlich immer blöd, aber vielleicht setzen sie einen ein bißchen unter Selbstdruck.
Im Augenblick arbeitet Stupid N.Broke an einer Studie über die Zukunft des Euro, sehr spannend, braucht aber noch Zeit.
Web A.Master unser Theaterdirektor hat auch noch nicht Harakiri auf offener Bühne begangen, das wäre uns sicher nicht entgangen, er arbeitet an einer griechischen Tragödie im klassischen Stil, wird aber durch die ständige lautstarke Kritik von Reichitzki etwas gebremst. Griechische Tragödien sind eben kein Taramaschlecken.
Außerdem müßte mal Einiges kinderarztblogmäßig wieder ans Licht der weiten (ha,ha) Öffentlichkeit.
Und dann gibt es noch den großen Sarrazinplan: wo Sarrazin Recht hat und wo nicht in X+n Kapiteln.
Na, dann wünscht mir Glück, arbeiten wir daran.
:  "Stupid ! Wo hängt's denn?"

Meister 12.06.2012, 10.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Nochmal zu Paul's

Habe gerade nochmal die Bilder von Paul's Himalayan Musk vom letzten Jahr gesehen, das ist ja zum Weinen, dass er hin ist.
Aber das ist wie mit Hertha: fangen wir eben von vorne an. Wer hinfällt, muss eben wieder aufstehen

Meister 06.06.2012, 22.34| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Dornröschen Teil 2: Tatortreinigung

Keine Ahnung warum Paul aufgegeben hat. Er (Paul's Himalyan Musk) war eine sehr schöne große Rose, ein echtes dornröschenartiges Verhau. Vielleicht hat es daran gelegen, dass der Winter erst total mild und dann schlagartig sibirisch kalt wurde.
Auf jeden Fall ist da jetzt immer noch ein Verhau, aber nichts Grünes mehr. Also muss das Dörnröschenschloß von den Resten befreit werden. Ich bin der Tatortreiniger in diesem Falle.
Keine leichte Aufgabe, man schnippelt sich buchsäblich die Finger wund und zusätzlich sind die Dornen überall, da hilft nicht der beste Handschuh.
Aber am allerschlimmsten sind die Reste, ein Riesenhaufen dornigen Gestrüpps, könnte man gut benutzen um ungebetene Besucher fern zu halten.Aber das brauchen wir nicht.

Meister 04.06.2012, 12.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Grenzlanderfahrungen

Im Anschluß an die Autoklaufrage noch die Sache mit den massenhaft im Bereich des Oderlandes verschwindenden Autos, Treckern und allen nicht NietundNagelfestigkeiten.
Das ist ja offenbar zum Riesenproblem geworden und droht allmählich von der Grenze langsam den ganzen Raum Richtung Berlin einzunehmen.
Ja das sind wirklich Profis, aber wohl keine polnoschen Nachbarn, sondern eher weitgereiste Gangs aus XYZ-stan. Sie fahren natürlich nur so weit über die Grenze wie sie müssen, um die bestellte Ware zu klauen.
Da haben wir wieder das Grenzproblem. Grenzflächen sind eben unterschiedlich durchlässig für verschiedene Stoffe. In diesem Falle für Gauner und Diebesgut eben mehr durchlässig als für die Polizei. Die so gern wieder geforderten Grenzkontrollen wären keine Lösung. Die muss man da suchen, dass beidseits der Grenzfläche das Risiko für die Bösewichter steigt.
Denn das Problem besteht nicht darin, dass die Grenzkontrollen nach Polen weggefallen sind, sondern darin, dass man das Geld was für die Grenzsicherung früher ausgegeben hat schlicht eingespart hat, anstatt es in mobile Grenzlandfahndungsgruppen zu stecken, die die Bösewichter dort haschen wo sie ihr Unwesen treiben. Frei nach der alten Polizeiregel, dass man die Verbrecher dort suchen muss, wo sie sich aufhalten und nicht dort , wo sie mal vorbei kommen könnten.

Meister 03.06.2012, 11.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wegfahrsperre für Amateurdiebe

Wahrscheinlich wissen das ja schon alle, nur ich nicht!
Ich wunderte mich die ganze Zeit, dass heutzutage massenhaft Autos geklaut werden, die die allerhübschesten elektronischen Wegfahrsperren haben. Nun erfahre ich, dass man die Decoder auf jeden Markt Osteuropas billig erwerben kann.
Da fragt man sich doch nur eines: wenn das so klar und bekannt ist, warum werden die Dinger denn dann überhaupt eingebaut? Soll das den Kunden nur falsche Sicherheit suggerieren, damit sie keine anderen Maßnahmen ergreifen?
Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Autoindustrie es gar nicht so ungern sieht, wenn ihre teuren Produkte masenhaft geklaut werden. Zum Einen fördert es den Umsatz, denn sie müssen ja ersetzt werden ("zahlt ja sowieso die Versicherung!"), zum Anderen erhöht es das Renomee ( das bei Autodieben in XYZ-stan beliebteste deutsche Fahrzeug ist der XYZ TDPPXZ) - ist doch tolle Werbung.
Immerhin erhöht  die elektronische Wegfahrsperre die Professionalisierung im Gewerbe der Autodiebe. Amateure sind Auto (sollte "out" heissen, aber Fehler sind auch nur Menschen), man muss schon Profi sein.

Meister 02.06.2012, 11.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Was ist JOURNALISTENPORNO ?

Ein kleines Rätsel:
Gesucht wird ein im Moment sehr populärer Begriff, der überall durch die Medienlandschaft geistert, schon Wort des Jahres. Ein Wort das wir vor ziemlich kurzer Zeit noch gar nicht kannten, jetzt breitgetreten wie seines Namensgebers erste Silbe auf dem Trottoir.
Ja genau: richtig erkannt:
Gesucht wurde das Wort "shitstorm".
Man könnte meinen, die Journalisten sind verliebt in diesen Begriff.
Und warum Porno?
Wenn man Porno definiert als Schweinerei, die zu Erregungen führen soll, dann wird es klar:
der Shitstorm ist die Jauchegrube, aus der die Journalisten ihre die öffentliche Meinung aufpeitschenden Ergüsse saugen, macht sie ungeheuer an, ist immer was Aufregendes zu holen.
Wenn irgendwo in der Weite des www irgendwelche Leute unmaßgebliche Meinungen verbreiten, ob sie es wirklich massenhaft tun, oder ob einzelne ein Feuerchen anmachen und es selbst weiter anfachen, dann würde davon der berühmte Sack Reis in China nicht mal wanken, noch viel weniger umfallen.
Aber wenn Journalisten die Ergüsse von wenigen Leuten in Massenmeinung umfälschen, dann kann man prima jede Art von Erregung provozieren.
Die Journalisten in den klassischen Medien sind es, die geringe Fehlentwicklungen im Internet aufbauschen und die Häßlichkeiten wie "Mob" und Diffamierung und Diebstahl geistigen Eigentums u.v.m. erst salonfähig machen und massenwirksam.
Man könnte argumentieren, dass sie es aus Angst tun, denn mancher ehrwürdigen Medieninstitution könnte die Pleite drohen. Man könnte auch anführen, dass die elektronisch bedingten Veränderungen die klassischen Medien so transformieren müssen, und man sich nicht abhängen lassen darf.
Aber ist es nicht in Wirklichkeit so, dass die klassischen Medien ihre Chancen dort suchen müssen, wo ihre Stärken liegen: in sauberem klassischen Journalismus, im Berichten aus der Wirklichkeit, in Nachrichten und Hintergrund. Und nicht in Meinungsmache und Gerüchteküche. Die objektive Berichterstattung leidet unter dem, was man heute für modisch aktuell hält.
Aber mit Verlaub: die Meinungen von 1000 Redakteuren und 1 Mio Shitstormern sind doch völlig belanglos. Für mich sicherlich, aber auch für sehr viele Menschen, die sich mit Grausen abwenden von diesem Zirkus.

Meister 01.06.2012, 11.07| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Ach Hertha !

Natürlich ist Hertha betrogen worden: kurz vor Schluß drängt Hertha auf den entscheidenden Treffer, ein Konter der Düsseldorfer geht daneben. In dem Moment stürmen die Fans (so ganz spontan ?) den Platz um zu feiern. Der "Unparteiische" hat zwar mehrfach mit Abbruch gedroht, aber jetzt kneift er, er hat sicher den Auftrag von den Verbandsoberen die Sache zu Ende zu bringen. Nach 20 Minuten wird das Spiel zu Ende gebracht. So ein Hohn, als ob man dann noch vernünftig spielen könnte. Wenn das in Manchester passiert wäre, nicht auszudenken,  oder aber in Milano...
Aber das hier ist Deutschland, hier hat jeder das Recht auf ein nutzloses Gerichtsverfahren. Natürlich ist das deshalb schon witzlos, weil die "Richter" hier doch auch nur Funktionäre sind. Immerhin erklärt es ganz gut, wie das Rechtssystem der Ukraine funktionieren könnte.
Es wird ausführlich verhandelt, als ob es eine Frage gäbe, dass das Spiel irregulär beendet wurde. Dann wird die Urteilsverkündung übers Wochenende vertagt, obwohl jeder weiß, dass man schnell handeln müßte, wenn man das Spiel wirklich wiederholen wollte. Aber es ist ja auch klar, die Klage wird abgewiesen. auch die Berufungsklage, die natürlich vom gleichen Verband mit den gleichen Funktionären.
Interessant sind dann noch die Erklärungen, dass es sich ja nicht um gefährliche, sondern um freudig feiernde Fans gehandelt habe und dass man in der Berufungsinstanz 8 Stunden Eiertanz produziert, um den Eindruck von Rechtstaatlichkeit zu erwecken.
Aber Schwamm drüber.
Gratulation Düsseldorf zum Aufstieg. Hertha fängt halt mal wieder neu an, der Abstieg war doch nicht zufällig. Der kam als der Verein einen erfolgreichen Trainer  als Lügenbaron rauskantete, weil der es gewagt hatte, nur seinen Vertrag erfüllen zu wollen.
Verlierer ist der DFB, der nicht in der Lage ist faire Spiele zu organisieren, das wird man sich merken müssen.
Und die Relegationsrunde sollte man doch besser wieder abschaffen.

Meister 29.05.2012, 10.44| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Senfprobleme

Irgendwie brauche ich mal einen Neustart. Was mich hindert ist hauptsächlich das Senfproblem: Macht es Sinn - für mich und für andere - wenn man seinen Senf zu irgendetwas dazu gibt ?
Sollte man nicht lieber sein .... halten?
Aber eigentlich hat sich doch schon ein bisschen was angestaut an Senf, vielleicht Versuch ich es einfach mal wieder. So schwer ist es ja auch nicht: Löffel in die Hand und Senf aus dem Kühlschrank nehmen, einen Löffel voll raus holen und über die Tastatur schmieren, einen zweiten über den Bildschirm und ab damit.
Geht doch! Lässt es Euch schmecken.
Nebenbei und ernst gemeint, wer Griechenland helfen will kauft griechischen Senf, scharf und lecker, heißt  "Hellmann's hot mustard" und gibt es im Griechenladen, stammt wahrscheinlich aber aus England wie vieles in Griechenland, Lord elgin lässt grüssen. Nein nicht Lord Byron, der war für die andere Seite Englands tätig.

Meister 28.05.2012, 10.33| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Am Ende des Tages...

bin ich müde.
Das heisst, ich habe was gemacht. Hab ich was Vernünftiges gemacht? Hoffen wir das Beste.
In meiner Profession kann es sein, dass sich mein Hnadeln noch in 100 Jahren auswirkt, denn Neugeborene haben nicht selten eine mögliche Lebenserwartung von 100 Jahren.
Aber wenn sich mein Handeln wirklich in 100 Jahrn positiv auswirken würde, dann wäre es wohl erfolgreich gewesen, glaub ich.

Meister 09.01.2012, 19.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Das Schwein und der Dorfdepp



Die erzählte Karikatur1: Das Schwein und der Dorfdepp

Im Hintergrund die Kulisse eines Dorfes. Ein Schwein mit einem Leibchen mit dem bundespräsidialen Stander drauf wird von Dörflern von rechts nach links durchs Dorf gejagt. Rechts im Vordergrund ein Journalist mit Mikrofon, der einen schnauzbärtigen unverkennbaren ARD-Nachrichtengranden interviewt.

Karikaturtext: Jornalist: »Herr Dorfdepp, wie sehen Sie diese Schweinerei? DD: »Diese Schweine haben einfach keinen Anstand!«

Meister 08.01.2012, 10.49| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Bilanz 2011 und Ausblick

Immerhin sind es noch 31 Blogs in 2011 geworden, besser als nicht.
Trotzdem gilt: 'Der alte Schwung ist hin!'
Aber vielleicht nicht für immer, es gibt schon eine Reihe neue Pläne.
Hoffentlich kommt die Lust, sie zu verwirklichen!
Wie wäre es beispielsweise mit der erzählten Karikatur, ist doch nicht schlecht, wenn man nicht zeichnen kann, oder?
Versuchen wir doch gleich mal eine aktuelle!

Meister 08.01.2012, 10.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Lob des Vogelfutters

Vogelfutter wird nur mit dem halben Mehrwertsteuersatz besteuert!: das heisst, man kann es auch essen?!
Aber man kann auch viele Vögel damit glücklich machen!

Meister 11.12.2011, 18.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Der nächste Ärger mit Europa

Nach den Glühlampen jetzt die Bankkonten!
Es ist doch irgendwie merkwürdig, da hoffen die Politfuzzies jeder etablierten Couleur, dass die Menschen ihre Billionenturnübungen akzeptieren. "Europa alternativlos" und ähnliche O-Töne.
Gut ich bin für Europa, sind wir doch alle irgendwie!
Aber Europa ist nicht unser Europa, sondern es gehört der Politbürokamarilla.
Über alle Köpfe hinweg wird verordnet, gefragt werden die Bürger nie (jedenfalls nicht in Deutschland, da sei dieser und jener vor!)
Das Glühbirnendiktat ist nicht vergessen, man bemerkt es ja bei fast jedem Druck auf einen Lichtschalter. Das sollte für die Umwelt sein, haha!
Jetzt sollen alle Bankkonten und Bankleitzahlen in neue kryprochinesische Codes umgerubelt werden. Warum? Europäische Vereinheitlichung! Muss ja wohl sein, weil wir unser Geld ja demnächst direkt nach Athen und Palermo überweisen werden.
Ich glaube die Bürger haben den kommenden Ärger noch nicht so recht registriert.
Aber es beginnt:  auf Formularen taucht jetzt "alternativlos" schon die neuen Verbindungscodes auf, ich kann noch nicht mal plagiieren, wie sie heissen bisher, noch habe ich die einzufüllenden Hyroglyphen irgendwo parat. Bisher helfe ich mir die Zumutung durchzustreichen und die alten Kontodaten hinzuschreiben. Aber keine Hoffnung:
Die heutige Herrschaftstechnik  heisst Salamizumutung: erst wird beschlossen, ohne dass es jemand mitkriegt, Zeitlimit irgendwo hinter dem Horizont. Dann arbeiten die Bürokraten an ein paar Millionen Ausführungsbestimmungen, da passiert an der Oberfläche gar nichts. Dann kommen plötzlich die erstenhandfesten Zumutungen (erstmal die eine Glühbirnensorte oder die Einstellung der neuen Kontozugänge in Formulare), dann kann man plötzlich dies und jenes nicht mehr machen, zum Schluß wird dann noch ein europäisches Normenkontrollverfahren daraus.
Ergebnis: Jeder Schwachsinn kommt! Eher später als früher aber immer.
(Gibt es natürlich nicht nur in Europa, sondern genauso in unserem geliebten Vaterland, beispielsweise die "Gesundheits"karte, die keiner will. Haben sie jetzt doch eingeführt, das läßt man am Besten immer die Partei machen die dagegen ist. Natürlich jetzt nur mit einem Bild und sonst nichts drauf. So harmlos und völlig nutzlos, kostet in der Einführung aber schon hunderte von Millionen. Wenn die erstmal ausgegeben sind, heisst es, das schöne Geld darf doch nicht verschwendet sein, also drauf mit den Krankendaten und vernetzt von Ministerium bis Hackerclub. Und wenn wir damit fertig sind lancieren wir mit der PKW-Maut  den nächsten derartigen Dunghaufen! )
Aber zurück nach Europa: wer soll denn für diese Art von Europa noch einen Finger krumm machen, einen Wahlzettel ausfüllen oder einen Euro freiwillig rausrücken? Vielleicht nicht niemand, aber sicher immer weniger.

Meister 11.10.2011, 22.50| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

"Klar zum Kielholen"

Hieß die Überschrift eines Artikels zum Wahlkampfauftakt der Piraten in Schleswig-Holstein.
Ich bin ja kein großer Freund heutiger journalistischer Performanz, aber dieser Spruch ist gut!
Kielholen ist ja bekanntlich ein klassisches Hybrid von Russisch Roulette und Waterboarding aus dem Zeitalter der Segelschiffe. Dabei wurde der Verurteilte gefesselt an einem Strick unter dem Kiel durch von einer Seite des Schiffes zur anderen gezogen und war hinterher entweder halb ersoffen oder hatte sich das Genick am Kiel gebrochen.
Die Methode dürfte bei den Kapitänen (vornehmlich englischer) Kriegsschiffe populärer gewesen sein als bei den Piraten, aber wenn man einen der Ersteren in die Hand bekam, warum nicht?  Auch Kriegsschiffkapitäne müssen vielleicht mal ein Opferpraktikum machen.
Von der Gorch Fock ist nebeinbei nichts dergleichen überliefert (bisher).
Ob die Piraten  bei dieser SH-Wahl nun aber gleich Kiel holen werden, ist natürlich noch eine ganz andere Frage.

Meister 11.10.2011, 09.23| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Wintergetreide

Ein weites Feld bei Sonnenschein im Oktober. Das Wintergetreide hat schon schöne Pflänzchen getrieben. Es ist zugegeben nicht so weit von der großen Stadt.
So erklärt sich vielleicht auch, dass eine Familie mit mehren Erwachsenen und zwei Kinder fröhlich quer über den Acker rennt und die Pflänzchen zertrampelt. Die Kinder wollen halt so gerne Drachen steigen lassen, muss man doch verstehen. Muss man das verstehen?
Ich befürchte, dass ess reine Dummheit und Gedankenlosigkeit ist. Wahrscheinlich wissen die Städter weder dass es Wintergetreide gibt, was jetzt schon auf dem Acker steht, wenn man Pech hat (Absolventen heutiger Schulen?) wissen sie nicht mal um den Zusammenhang von Acker, Getreide und Brot. "Bei uns kommt das Brot aus dem Supermarkt!"
Aber vollkomende Gedankenlosigkeit muss zumindest dazu kommen, denn man sieht doch deutlich, dass hier schön regelmäßig aufgehende Saat wächst.
Vielleicht sollten sie doch ein bißchen Angst haben, dass das Schicksal sie zu Wasser ohne Brot verurteilen könnte.
Kann ein Volk sich ungestraft von seinen Lebensgrundlagen entfremden?

Meister 09.10.2011, 10.52| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Werbespruch des Tages

Ein LKW eines Fensterschreiners trägt den Werbespruch:

Gönnen Sie sich Holz noch während Ihrer Lebenszeit!

Nicht schlecht, finde ich.

Meister 24.09.2011, 20.44| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

50 Jahre ist's her


am 13. August haben sie die Mauer gebaut. Unmenschlich vom ersten bis zum letzten Tag.
Heute wollen gewisse Leute (Kampfgruppe Betonkopf Section Altersheim) dies zur Friedenstag verklären.
Eigentlich müssten sie es wissen, war beispielsweise Herr Kessler seinerzeit Obermilitarist  der "DDR".
In bestimmtem Sinne haben sie auch Recht: da die offene Grenze dazu führte, dass dem "Arbeiter- und Bauernstaat" die Arbeiter und Bauern und alle anderen wegliefen, wäre dieser Satelittenstaat nicht mehr lange lebensfähig gewesen. Dies wollte die Sofjetunion (Adenauerschreibweise) nicht hinnehmen und die Obermilitaristen der "DDR" hätten gern bei einem Angriffskrieg auf Westeuropa mitgemacht.
 Dummerweise war der aber riskant, es gab das atomare Patt, auf wen die ach so harte "Nationale Volksarmee" im Ernstfall wirklich geschossen hätte blieb offen, und die Suffjetunion (Gorbatschowschreibweise) war vielleicht doch ein Papiertiger auf tönernen Füssen.
Deshalb wählte man lieber die Mauervariante, die ging zwar auf Kosten der Glaubwürdigkeit des angeblich überlegenen und zukunftssiegenden kommunistischen Systems und natürlich auf die Knochen der eingemauerten Deutschen, die die nächsten 38 Jahre im Volksgefängnis verbringen durften, schob das Angriffsrisiko aber dem Westen zu, den man zwar als aggressiv verteufelte, aber in Wirklichkeit nicht zutraute die Mauer wirklich niederzuwalzen.
So konnten Kessler und andere schöne Jahre verbringen und dürfen heute noch auf unsere Kosten leben und ihre Rente verfrühstücken.
Ob sie eigentlich irgendwo im Hinterkopf wissen, dass sie es der Gnade des Volkes verdanken haben, dass sie nicht an einer Laterne aufgehängt oder ihre verstümmelten Leichen durch die Strassen geschleift wurden.

Meister 13.08.2011, 11.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Regen

Ein Regentag ist auch mal ganz schön, aber schon seit gestern regnet es bei uns hier wie aus Kannen.Muß ja auch mal sein , das ganze Frühjahr war zu trocken.
Es können einem nur die Leute leid tun, die jetzt gerade Urlaub hier machen.

Meister 30.07.2011, 16.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Unwahrscheinlich

Es ist unwahrscheinlich ungeheuer ungewöhnlich wie wenig Zeit ich um diese JAhreszeit vor dem Computer verbringe.
Aber man muß ja nicht normal sein, oder?

Meister 26.07.2011, 20.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Der 20.Juli


Als so um diese Zeit am 20. Juli 1944 Stauffenberg und Genossen im Hof des Bendlerblocks von den Freunden des totalen Untergangs erschossen wurden, soll er noch ausgerufen haben: "Es lebe das heilige Deutschland!", so hörte man es überall.
Aber man lernt nie aus, das war wohl ein Mißverständnis. Denn er war ja ein Jünger von Stefan George und deren Sache war eine bißchen andere.
In der George- Biographie heisst es, er habe "Es lebe das geheime Deutschland!" gerufen.
Das erscheint schon plausibler, denn das war das Schlagwort der George-Jünger. Das hat nur vor Ort niemand verstanden, deshalb der Hörfehler. Und die Toten geben ja keine Erklärungen mehr ab.
Was es mit dem "geheimen Deutschland" auf sich hatte ist trotz alledem eine schwierige Frage, hatten sich doch viele der Georgeanhänger sehr nahe mit dem "braunen Deutschland" assoziiert, nicht zuletzt Staufenberg auch. Und der "Meister" selbst war ja schon im Dezember 33 gestorben, konnte also die volle Wirklichkeit dieses angeblich "neuen Deutschlands" nicht mehr so recht mitkriegen.
Trotzdem muss man wohl annehmen, dass die Georgesche Vorstellung eines "anderen Deutschlands", also des "geheimen" bei Stauffenberg und anderen noch nachhallte, als der Gröfaz sich anschickte das "unwerte Deutschland" ins Wallhalla zu schicken.
Die Dialektik der Geschichte hat aber dafür gesorgt, dass gerade die vollkommene und totale Niederlage zu einem neuen und "zukunftsfähigen Deutschland" geführt hat.
Teuer erkauft mit Millionen von Toten, aber konnte man etwas Besseres verlangen, nach dem was man angestellt hatte?

Meister 20.07.2011, 22.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Schweigen im Blogsberg? _2


Sollte es wirklich wieder gehen?
Scheint wirklich das Problem mit Fäzbocking &Cie gewesen zu sein.
Danke für die Hilfe ! Es geht auch ohne diese "sozialen (haha!) Netzwerke(hoho!"

Meister 20.07.2011, 22.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Schweigen im Blogsberg?


Jetzt aber endlich Schluß damit.

Meister 20.07.2011, 22.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Testblog

    Bisher habe ich noch nicht rausgefunden, wo es hakt.

Meister 20.07.2011, 12.05| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Jetzt bin ich aber gespannt

ob es mit dem Firefox jetzt besser läuft, nachdem ich ihn aktualisiert habe.
Zuletzt kam ich mir vor wie der chronische Bruchpilot.

Meister 17.07.2011, 11.35| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Schweigen

    Ja, ich bin noch da. Aber irgendwie fehlt mir momentan der Mitteilungsdrang.
Schweigen ist aber doch auch eine Art von Aeusserung.

Meister 15.06.2011, 09.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Piratennuckel

Zumindest fuer mich eine Neuigkeit: ein Nuckel im Piratenstil schwarz mit Schaedel und gekreuzten Knochen.
Vielleicht sollten die einschlaegigen Piraten-Filme wie "Fluch der Karibik" beim Remake mit Piratennuckel im Mund der Hauptdarsteller gedreht werden.
Nuckel vermindern die Angst und geben mehr Ruhe, vielleicht koennen diese sogar nach Somalia exportiert werden, im Rahmen einer Loesegeldzahlung vielleicht?

Meister 04.05.2011, 10.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Der erste Spargel

Noch nicht sehr viel, aber doch für 2 eine schöne Vorspeise, was wir heute als ersten Spargel geerntet haben.
Ist die Menge nicht so groß, braucht man auch nicht viel schälen.
In der Pfanne mit nicht zu viel Weißwein al dente gegart und nur Pfeffer und Salz dazu. Wenn der Weißwein weg ist noch etwas Butter bei die Stangen.
Köstlich und zur Wiederholung vorgemerkt
 

Meister 17.04.2011, 23.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Plagiate und andere Merkwürdigkeiten


Die Plagiatsjäger kommen jetzt erst richtig in Fahrt. Nach so einem Abschuß kein Wunder. Ist ja auch so einfach : es gibt jetzt die Software, die Texte auf Ähnlichkeiten scannen kann, also wird sie auch angewendet.
Das ist genauso wie mit den Hirnscannern: seitdem es die gibt, vergeht auch keine Woche in der uns nicht enorme Belanglosigkeiten über unser Gehirn verkündet werden, zuletzt war es, so weit ich erinnere, dass bei Liberalen der Mandelkern größer ist und bei Konservativen eine andere Struktur, die ich leider nicht mehr plagiativ nennen kann, weil ich sie vergessen habe.
 Eigentlich ist es ja auch ein bißchen unfair: es werden Methoden auf Texte angewendet, die es noch nicht gab, als diese Texte entstanden. Heutige Doktorarbeiten werden sicher schon auf ihre Scannerdichtigkeit überprüft, bevor sie eingereicht werden.
Eigentlich würde es mich gar nicht stören, wenn jemand Textpassagen von anderen übernimmt, wenn er es sich selbst erarbeitet hat und verstandesmäßig angeeignet, dann ist es doch ok, die Quellen angeben und wörtliche Übernahmen als Zitate kennzeichnen ist natürlich sauber.
Wenn Faktenwissen aufgelistet wird, dann dürfte eine textliche Nähe zu Standardwerken unausweichlich sein, manche Sachen, kann man einfach nicht besser  sagen, als sie schon gesagt sind. Oder man schafft das Berufsbild des Umdichters als notwendigen Handlanger des Dr.in-spe. Der Umdichter klöppelt die Roh-info so zusammen, dass ein kohärenter Text dabei rauskommt, glättet unterschiedliche Stile und verunähnlicht den Terminaltext so, dass er scannerdicht ist.
Die augenblickliche Plagiatsjägerei mag ja ein weiteres Indiz für die Verkommenheit der politischen Klasse sein, die lieber schreiben lässt, als selbst Hand an zu legen. Sie ist aber auch ein Omen über die Titelversessenheit der Deutschen. Ein Politiker muss doch eigentlich kein Doktor sein,  rein von der Qualifikation bringt das doch gar nichts.
Wenn die Politik wirklich wissenschaftlich tätige Leute gewinnen könnte, wäre das unter Umständen gut, aber die haben keine Lust, sich in Parteitretmühlen die Ellenbogen zu ruinieren. Solange die Öffentlichkeit als Doktoren verkleidete Politiker goutiert, wird sie sie auch bekommen.
Und was den Plagiarismus selbst betrifft muss man den doch unter andern Aspekten sehen: zum einen unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Schädigung, wenn ich einen Text verkaufe, der einem anderen gehört. Im Grunde genommen gibt es ja gar kein geistiges PrivatEigentum. Alles, was ich mitteile, was anderswo rezipiert wird, ist schon gemeinsames Wissen, Gemeineigentum. Und das sollte möglichst gut zirkulieren, je mehr sich eine positive Erkenntnis verbreitet, um so besser. Deshalb ist Abschreiben ja oft auch nichts weiter als Erkenntnisverallgemeinerung. In der Geschichte hat es das pausenlos gegeben, nicht schlicht Ideenklau, sondern als entwicklungsdynamisches Element . Eine gute und wichtige Erkenntnis, wird sich verbreiten, manchmal so und so schnell, dass keiner mehr weiss, wer es eigentlich erfunden hat.
Die andere Seite ist der Aspekt, wie es bezüglich der Leute (Schüler&Studenten) wirkt, die wissenschaftliches Arbeiten lernen sollen. Ich denke, es ist heute wichtig, dass man die Informationsquellen, sichten, bearbeiten, auswählen und werten  kann, daraus entsteht dann etwas Eigenes. Der Prozess sollte transparent und die Quellen offen sein. Übernommene Textpassagen als Zitate kennzeichnen, ist doch keine Schande.  Aber wenn man es verpasst ist das eine Unsauberkeit, kein Kapitalverbrechen.
Was schlimm ist, wenn wie ich es unlängst hatte, jemand einfach eine ganze Arbeit, z.B. im Berichtsheft abpinnt, vollkommen ohne sich auseinander zu setzen damit und dementsprechend bei Nachfragen außer heisse Luft nichts produzieren kann. Oder wenn man die Arbeit gleich ganz von anderen schreiben lässt, wie es in den plagiatypischen Kreisen wohl vorkommt.

Meister 16.04.2011, 09.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Mal was Triviales


Ich muss mal was Triviales schreiben, sonst denken alle hier, ich bin nur hier , wenn mich was furchtbar aufregt, oder ich wieder mal meine, tolle Wahrheiten verkünden zu müssen.

Also: ich bin mal wieder ziemlich froh, das die Arbeitswoche geschafft ist, ich nur noch durch den Garten zu gehen habe und mich über das schnelle Wachstum der Frühlingstriebe freue.
Wenn mal gar nichts los ist und ich gar nichts machen muss,  und alles darf liegen bleiben, zumindest für heute.

Meister 15.04.2011, 18.57| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Sind "Zukunftsforscher" Idioten?


Da wird berichtet, dass die "Zukunftsforscher" den Individualverkehr für erledigt halten, die Menschen würden auf Busse und Bahnen und aufs Rad umsteigen. Und Flugverkehr gebe es 2050 gar nicht mehr, Fernreisen würden mit dem Schiff stattfinden.
Natürlich ist es so, dass Prognosen schwierig sind, besonders wenn sie die Zukunft betreffen (Dikpsez! ich weiß bloß nicht wo das Zitat ursprünglich her stammt, scheint umstritten, ist das dann "freeware"?).
Aber wenn man sich Zukunftsforscher schimpft, sollte man doch statt mit "so isses" den Zeitgeist und die eigenen Vorurteile in die Zukunft zu projizieren lieber etwas Phantasie aufbringen.
Also ich prognostiziere mal, dass es 2050 mehr Individualverkehr geben wird als heute, dass Busse und Bahnen wegen ihrer hohen Kosten, ihrer Unzuverlässigkeit, ihrer Unsicherheit und ihrer mangelnden Kapazität weitgehend abgeschafft sind und das der Flugverkehr ein Mehrfaches vom heutigen sein wird.
Gleichzeitigwerden alle diese Verkehre aber wesentlich anders aussehen als heute: der Individualverkehr wird mit weniger "Hardware" und mehr eigener Kraft stattfinden, aber das wird kein "Fahrrad" mehr sein, was man da betreibt, sondern ein leichtgewichtiges Fahrzeug, dass man auf der Kurzstrecke selbst energisieren kann, aber auch längeren Wegen Energie von aussen für sich nutzen kann, durch Anschluss an Energietrassen oder durch direkte Nutzung eingestrahlter Energie. Diese Revolutions-Autos wird man wohl auch nicht  ständig mit anderen teilen, sondern ganz individuell für die eigenen Transportbedürfnisse anfertigen lassen und benutzen. Sie werden dementsprechend auch individuell ganz ansprechend aussehen, nicht von wegen Statussymbol, sondern weil der Selbsttransportierer sein eigenes ich darstellen will, wie er es in seiner Kleidung heute auch schon tut.
Der Flugverkehr wird mit ganz anderen Flugapparaten stattfinden, auch individueller und mit weniger Enregieaufwand, ganz anderen Antriebs- und Flugsystemen, aber er wird zunehmen, weil es natürlich schöner und ökonomischer ist, den Luftraum zu nutzen als immer mehr Verkehrsflächen auf dem Boden auszubauen, besonders auch im Bereich der längeren Strecke. Es wird vielleicht keine Großflugzeuge mehr geben, weil deren Infrastruktur zu teuer ist und zu wenig individuell nutzbar.
 Ob man in 40-50 Jahren schon einen "Individual-Luftverkehr" durchführen kann, wage ich angesichts der Kürze der Zeit allerdings zu bezweifeln, aber man kann sich ja überraschen lassen.
Also Fazit: lasst lieber zukunftsromantische Amateure an die Prognosen als zukunftsforsche Idioten.

Meister 14.04.2011, 10.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Meinungswas?


Harald Martenstein hat heute wieder den Spruch des Tages:
"Vielleicht gibt es Defizite bei der Chancengleichheit und bei der Meinungsfreiheit, aber eines steht fest: Wir haben in Deutschland die Meinungsgleicheit voll verwirklicht." Tsp3.4.2011,Seite1Spalte1unten(Dikpsez!)
Ich habe zitiert, nicht plagiiert, wohlgemerkt. Deshalb der Spezialschutzvermerk >Dikpsez!<, was bedeutet: "Dies ist kein Plagiat, sondern ein Zitat!". (Nur echt mit dem ! am Schluß).
Um mich nun aber endgültug vom Plagiarismus imminens abzusetzen, möchte ich noch dazu kommentieren: Sorry Harry - Du liegst falsch.
Für Martenstein geht es, er ist ja nicht zuletzt Journalist, darum, dass die Parteien der Einheitsmehrheitsmeinung hinterher laufen und alle die gleiche Sosse verkünden, weil sie meinen, so die Mehrheit zu gewinnen.
Das Problem liegt aber anders: die Einheitsmehrheitsmeinung ist künstlich geschaffen, ein Artefakt sondergleichen. Von wem und wie?
Sagen wir mal vom (Des)Informations-Meinungs(manipulations)PolitKomplex-Syndikat.
Ich sag auch manchmal Propagandaministerium dazu.
Die Medien werden in Deutschland als "Informations"quelle reinsten, neutralsten Wasser angesehen: siehe beispielsweise das >Tagesschausyndrom< : wie viele Leute in Deutschland würden dem Satz zustimmen: >Die Tagesschau informatiert umfassend, neutral und wahrheitsgemäß.< Dagegen der Satz: >Die Tagesschau ist eine nachtrichtenmanipulierende Sendung wie jede andere auch.<
Ich schätze das Ergebnis auf 95: 5 . Fehlertoleranz ca 3%.
Der Beweis dafür steht auch im Tagesspiegel von heute auf Seite 1 im Leitartikel einer gewissen Antje Sirletschov, die versucht der Aufgabe nachzukommen, Westerwelle endgültig fertig zu machen. Überschrift: "Es ist vorbei". Inhalt unwesentlich, geht nur darum die selbstverständliche Notwendigkeit des Abgangs Westerwelles als unabänderlichen Gemeinwillen zu zementieren.
Nun wissen wir zwar nicht, was Herr Westerwelle eigentlich verbrochen hat, außer dass er sich gegen seine Mutti nicht durchsetzen konnte, aber dass das Propagandaministerium nicht vergibt ist an seinem Fall genauso zu exemplifizieren, wie an dem von Rudolf Scharping, der außer baden auch nix gemacht hatte.
Falls es noch nicht in Wirklichkeit so ist, könnte man auf die Idee kommen, dass die entsprechenden Politiker Medien-Schutzgelder zahlen müssen, um im Geschäft zu bleiben, wenn sie sich weigern, werden sie eben fertig gemacht, irgendwo wird sich schon ein schwarzer Fleck finden, den man dann so schön ausmalen kann. Irgendwo wird man schon die empörten Massen finden, notfalls sind die Journalisten manns genug sich die Webforen und Lesenbriefseiten so zusammen zu fälschen, dass der gewünschte Effekt einttritt.
Und wozu das Ganze?
Wie bei beinahe allen Gewalttaten, die ausgeübt werden, vom Überfahren von Tieren auf der Strasse, über das Vergewaltigen von Frauen und Kindern bis zum Anzetteln eines Angriffskrieges unter dem Mantel von Menschlichkeit und Demokratie geht es immer nur um das Eine: Macht, dieses für kleine Seelen so süsse befriedigende Gefühl.
Und was hat das mit Deutschland zu tun?
Von außen betrachtet, ticken hier die Uhren immer noch anders.
Der Rest der Welt, so hat man den Eindruck steht miteinander im Austausch, die machen auch viel Mist, keine Frage ob sie nun Sarkotzy heissen oder Osbama, aber sie werden nicht so von einem Gemeinwillen gesteuert, zumindest wird dort mehr ausgeglichen.
Vielleicht sollte man mal wieder darauf hinweisen, dass Demokratie viel mehr "Cheques and Balances" ist als Mehrheitswille. In Deutschland wird das manchmal vergessen. Und da sind wir wieder beim Ausgangspunkt:
Zitat von Martenstein daselbst: "Was aber wenn die Mehrheit sich irrt? Was, wenn die Mehrheit auf dem falschen Trip ist? Wenn jetzt alle der Mehrheit hinterherlaufen, dann würden sie es bei anderen Gelegenheit wohl auch tun."Tsp3.4.2011,S1Sp3unten (Dikpsez!)
Eine Lösung hab ich auch (jedenfalls für mich):
 Deutsche Medien nur noch verdünnt und in kleinen Dosen anwenden, das Gegengift eines gesunden Mißtrauens gegen die Desinfobranche immer dabei haben. 

Meister 03.04.2011, 12.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Deutschland und die Welt


Hysterie - teaches nothing !

Meister 27.03.2011, 19.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Spinnt Deutschland ?

Von Australien aus betrachtet, hat man das Gefuehl, dass Deutschland das von der nuklearen Katastrophe hauptbetroffene Land ist. Da werden Strahlenschutzrichtlinien in Aerzteforen ausgebreitet, TV-Sendungen abgesagt, berichtet, dass noch keine nuklear verseuchten Lebensmittel aufgetaucht seien und Aehnliches mehr..
Hab ich was verpasst? Liegt Fukuschima doch in Deutschland? Oder wrd der radioaktive Fallout ueber eine Direktleitung nach Deutschland transportiert?
Oder sind es wieder die Medienfuzzies, die eine hysterische Oeffentlichkeit auf jeden Baum bringen, indem sie eine Herde radioaktiv verseuchte Schweine durchs Dorf treiben?
Statt sich um seinen eigenen in Sicherheit sitzenden Hintern zu sorgen, sollte man vielleicht lieber fragen, wie man den armen Japanern helfen kann.
 

Meister 18.03.2011, 00.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Doppelter Gebrauchswert einer kalten Bierdose


Wenn man schon so bloed ist, sich beim Kerzen anzuenden den Daumen zu verbrennen, sollte man den doppelten Gebrauchswert einer kalten Bierdose kennen (auch den einer lokal erzeugten Pfandflasche,fuer die Korrektis gesprochen).
Man kann die verbrannte Stelle prima damit ein Stuendchen kuehlen, dann ist der Verbrennungsschmerz wieder weg. Dann kommt die zweite Haelfte des Gebrauchswertes dran. Aber vorsicht: gleichzeitiges Austrinken der Dose laesst den Gebrauchswert eventuell zu schnell schrumpfen

Meister 04.03.2011, 00.28| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Guttenberg im boesen Tal

Nicht dass ich diesen Smartie so furchtbar sympathish finden wuerde, aber die Umstaende der Sache sind doch bemerkenswert.
Wie man im Ausland immer wieder anmerkt, haben die Deutschen ein besonderes Verhaeltnis zu akademischen Titeln, so wird der Doktortitel ja auch als Namenszusatz im Ausweis gefuehrt. In der Regierung und auch im gesamten Politestablishment sitzen mehr Doktoren rum, als es auf eine Kuhhaut geht.
Ob die die Arbeiten alle selbst geschrieben haben, ist ein gut gehuetetes Geheimnis.
Deshalb war die darauf angesetzte Wadenbeisser-Wahlkampfkampagnetruppe natuerlich auch gut beraten, Guttenbergs Doktorarbeit mal fachspezifisch auseinandernehmen zu lassen. Das geht ja mit Textvergleichsprogrammen heute gar nicht so schwer. Und wenn man den Geheimauftrag hat einen beliebten Politiker zu erledigen, scheuen die Auftraggeber sowieso keine Kosten, es geht ja ums Wahlen gewinnen, coute que coute! Und vielleicht verfaengt es ja sogar, falls die Waehler nicht von einem anderen Spindoctor (kein Titel, nehme ich an) wieder in die andere Richtung gedreht werden. Denn eigentlich war es ja ein >dirty trick<, das koennte auch rauskommen.Ich denke da nur an die Barschelaffaere, da stand auch Saubermann Engholm hinterher nicht mehr so gut da.
Aber was ist nun mit Guttenberg? Er hat natuerlich Pech, dass die Sache mit dem schlichten Uebernehmen von Textpassagen nach dem >cut and paste< System sich im gesamten Schul- und Akademiebetrieb so pestartig ausgebreitet hat, dass es nicht mehr tolerabel ist. Hat Guttenberg denn nun seine ganze Arbeit abgeschrieben?
Insgeheim denke ich, er selbst haette solche Fehler wohl kaum gemacht, aber hat denn ein aufstrebender Politiker seiner Machart ueberhaupt die Zeit, eine 500 Seiten Arbeit zu erarbeiten, das verlangt ja viel mehr, als man gemeinhin denkt. Vielleicht ist er, der ja mehr Geld als Zeit hatte, ja auch von einem Ghostwritter betrogen worden, und war zu schludderig, um das zu bemerken - ok, Uni, Doktorvater und Gutachter haben das ja wohl auch nicht bemerkt.
Was Guttenberg machen koennte, falls er die Arbeit selbst verfasst hat, waere die Fehler zu beseitigen und sie neu einzureichen, er sollte ja jetzt die Zeit und Musse dafuer haben. Es ist ja schliesslich eine Frage der Ehre, sogar der Famileinehre!!
Damir wuerde er natuerlich reichlich Respekt zurueck gewinnen. Aber hat er das noetig, faellt er nicht sowieso demnaechst wieder die Treppe rauf?
Andere Mitglieder der >politischen Klasse< werden hoffen, dass die Sache sich jetzt wieder beruhigt, nachdem die Kampagne ihr Abschussziel errreicht hat, bevor ihre Arbeiten auch genauer untersucht werden und der Vertrauensverlust der Kernschichten der Gesellschaft weiter voran schreitet.

Meister 03.03.2011, 01.30| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Urlaub: schoen&noetig

Ein Glueck es ist Urlaub, weit und lang weg. Da ist wunderbar und der Blick aufs Meer ist Seelenbalsam.
Es ist aber auch noetig nach diesem Winter. Irgendwie ist man ja irgendwann chronisch  fertig und es geht an die Substanz. Letzteres muss man unbedingt verhindern.
Man muss weder fuers Vaterland sterben noch fuer die eigenen Patienten. Damit waere keinem geholfen.
Also erholen wir uns besser und denken jeden Tag weniger an die Probleme daheim.
 

Meister 01.03.2011, 01.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Kindergarten-Tsunami

Dieses Wort gibt es noch nicht im Duden, obwohl es da eigentlich reingehört.
Es meint die Tatsache, dass die Erkrankungen im Kindergarten im Laufe des Winters tsunamiartig sich aufeinanderlagern und damit eine immer größere Welle entsteht, Quelle der Nerverei für Kinderärzte, Eltern und  Kinder, besonders die der 1kw-Gruppe (- 1kw=Erster Kita-winter). Die schlimmste Zeit kommt langsam aber sicher frontal auf uns zu, es ist März-April. Auch der Mai kann noch schlecht laufen, aberda gibt es Lichtblicke.
Was tun? Ich hab da so eine Idee.

Meister 13.02.2011, 15.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Eigentlich müsste man...


draussen was machen.
 Aber wie sagt der kleine rosa Schweinehund: mach es dir lieber ein bißchen bequem, mein lieber, die Arbeit läuft schon nicht weg.

Meister 05.02.2011, 12.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Beim Arzt geht es demnächst viel langsamer

Angeblich soll es demnächst ja schneller Termine bei Ärzten geben : Vergessen Sie das besser !!
Unsere geliebte Heldenregierung, genau genommen ist es natürlich die Vorgängerin mit der Fau Ulla Schmidt am Bürokratieknüppel, aber wenn Herr Rössler sowas nicht stoppt ist er natürlich genauso verantwortlich.
Und was haben sie wieder angestellt, die Kleinen?
Das neue Reizwort heisst "Ambulante Kodierrichtlinien" und bedeutet, dass der Arzt demnächst für jeden Patienten geschätzt 5 Minuten zusätzlich braucht, um aus dem umfangreichen Arsenal der Diagnosen die heraus zu kodieren, die hier zutreffen.
Natürlich versucht die Riege der Ärztefunktionäre, die in der Hölle sicher gleich in der Nachbarröstkammer der Ministrialbürokraten sitzen wird, den Ärzten das als eminent wichtig zur Dokumentation ihrer Ackerei und zur Sicherung ihrers Einkommens zu verkaufen. Das wird zwar nur noch bei wenigen verfangen, ist doch klar, dass die Honorarmenge nach Kassenlage und die Honorarverteilung nach Ellenbogenkampfkraft der Funktionäre erfolgt.
Aber wozu denn dann das Ganze? Im Grunde genommen ist es nur dazu da, ein neues Bürokratenheer zu füttern. Das bisherige Heer hat aus den bisherigen Kodierungen nicht den Funken einer vernünftigen Erkenntnis gewonnen, da liegt doch der Gedanke nahe, dass man mit einem Zusatzheer und einer Stalinorgel voller neuer Bürokratie endlich die Ärzte vollkommen von der Arbeit abhält, die langweilen sich ja sonst.
Für einige Ärzte ist das ja vielleicht gar nicht so schlimm, ist doch die Arbeit mit den Patienten das eigentlich anstrengende und gefähliche an ihrer Arbeit. Da das Honorar ja wie gesagt nicht davon abhängt wird man eben die Zeit am Patienten verkürzen, die Wartezeit verlängern und so die zusätzliche Bürokratie stemmen.
In Wirklichkeit ist ja zusätzliche Bürokratie kein Problem, sehr viele Leute leben davon. Manche sogar ziemlich gut.

Meister 08.01.2011, 15.19| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Aufräumen !

Die ersten Tage des Jahres sind ziemlich ruhig, aber man kann sich ja mal langsam warmlaufen fürs neue Jahr.
Das macht man am besten, indem man aufräumt.
Gestern und heute hat es sich so richtig gelohnt, Bücherregale sortieren und den Staub bekämpfen, wegschmeissen solange es einem noch nicht leid tut.
Ich bin jedenfalls ganz zufrieden, dass ich was erreicht habe.

Meister 03.01.2011, 16.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ruhe ertragen

Die Ruhe zwischen den Jahren ist in diesem Jahr verstärkt durch das winterschlaferzwingende Wetter. Kann man sie ertragen?
Ich denke, man sollte sie nicht nur ertragen, sondern positiv für sich nutzen.
ist es nicht toll, mal gar nichts zu machen?
Natürlich hat man immer viel zu tun, das kann man ja nebenbei auch noch machen, aber einfach mal nichts machen - ist doch auch wunderbar!

Meister 30.12.2010, 19.45| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schneewehe mediterran

Alles eine Frage der Einstellung !
Wenn wir den Winter so hinnehmen müssen, dann sollten wir einfach unsere Einstellung dazu ändern!
Statt lamentieren und frustriert sein, sollten wir zu den Schneebergen eine romantisch mediterrane fröhliche Gelassenheit entwicklen, sie einfach so anschauen, wie wir einen sonnigen südlichen Strand betrachten würden.
Und wenn die Züge nicht so fahren, und wenn die Arbeit nicht so pünktlich anfängt- sei's drum.
Der Winter ist doch auch nur eine Jahreszeit, und je besser wir uns drauf einstellen um so besser.
Vor einem Monat hab ich gedacht: "Nicht schon wieder!"
Aber jetzt denke ich: was man nicht ändern kann, muss man eben akzeptieren und daas Beste draus machen. Das Autofahren bei Eis und Schnee kann doch richtig Spass machen, wenn man sich richtig drauf einstellt.
Und ein bißchen Winterruhe schadet doch auch nicht, gibt doch viel zu tun und auch viel zu faulenzen.
Ist doch allgemein mit dem Klima auch so: wir werden die Veränderung nicht aufhalten, dazu sind wir einfach zu klein. Machen wir also das Beste draus: die Welt ist immer Veränderung und wenn man sich dagegen stemmt, kann man nur scheitern.
Natürlich können wir versuchen, vernünftiger und maßvoller zu leben, aber man sollte die ganze Frage unideologisch genug sehen, um sich nicht verrückt zu machen. Die anderen Milliarden tun das offenbar auch nicht.

Meister 28.12.2010, 18.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Kinder-Model-Wahnsinn

Man hört ja bei dieser Arbeit die verrücktesten Sachen, man kann nicht alles glauben, aber meist ist schon irgednwie was dran:
Da wir eine 5jährige vorgetellt, weil sie nicht essen will.
Ja, warum denn nicht?
In der Kita war eine Modenschau, dort hat ein "echtes Model" Klamotten vorgeführt und die kleinen Mädels waren begeistert. Sowas wollen sie später auch mal machen!
Naja, jeder wollte früher Lokomotivführer werden, warum also heute nicht Model? Wird wahrscheinlich auch nur so ein Traum sein.
Aber dass Model sich gleich in Diät und hungern umsetzt, ist schon ein Ding.
Vielleicht halten wir es mal in aller Vorsicht zum Mitschreiben fest: Diät jeder Art ist für Kinder völliger Blödsinn, wenn nicht wegen bestimmten Erkrankungen erforderlich.
Den Kitas müsste man auch mal genauer auf die Finger schauen, fürchte ich manchmal.

Meister 19.12.2010, 15.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Erkältung: plus und minus

Natürlich ist es immer blöde, wenn man richtig doll erkältet ist und nicht arbeiten kann, aber bei dem Wetter in dieser Woche hat es natürlich auch etwas Gutes, man muss nicht raus und sich mit Eis und Schnee rumschlagen.
Am liebsten wäre ich in Winterschlaf gefallen und erst wieder aufgewacht, wenn alles vorbei ist, dummerweise schläft man nicht so gut, wenn man die ganze Zeit husten muss.
Aber trotzdem eine interessante Frage: warum wurde das Konzept des Winterschlafs eigentlich aufgegeben?

Meister 17.12.2010, 18.32| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Das Dach ist wieder zu

Ein Glück - bevor Petra kam war das Dach wieder zu und bisher bin ich auch wirklich optimistisch, dass der Erfolg nachhaltig ist. Aber nicht zu früh freuen, das habe ich in dieser Sache schon mehrfach getan und immer wieder reingefallen.
Aber bei "richtigen" Handwerkern hat man einfach auch ein gutes Gefühl, dass sie das, was sie machen auch solide machen.

Meister 17.12.2010, 16.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Dachdecker im Schnee

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich : Es hatte zwar auf der Auftragsbestätigung gestanden, die Arbeiten sollten in der 50.Kalenderwoche begonnen werden, aber ich hatte das nicht so ganz ernst genommen, im Verlauf noch weniger, weil das Wetter sich ja schon seit einigen Wochen Richtung Monsterwinter entwickelt.
Aber dann kam ein Anruf, dass sie gestern anfangen wollten und gesagt, getan.
Ich kann die Leute nur abwechselnd bewundern und bemitleiden, wie sie auf dem verschneiten Gerüst herumturnen. Zum Glück haben sie die Schwachstelle gefunden und die wird jetzt schön gedämmt.
Am nächsten Wochenende kommt  dann gleich der Härtetest. Es soll bis -18° kalt werden in Märkisch Sibirien. Wenn dann nichts einfriert, werde ich beruhigt sein

Meister 15.12.2010, 11.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Der Winter nervt jetzt schon

Wer hätte das gedacht, dass es schon so früh so kalt werden würde, da sind wir wirklich auf dem falschen Fuss erwischt worden und prompt ist mal wieder alles eingefroren: Witz des Monats: die Dachdämmung sollte in der 50. Kalenderwoche stattfinden: "April,April!"
Ich darf aaus vollem Herzen sagen, der Winter steht mir jetzt schon bis Unterkante Nasenwurzel.

Meister 05.12.2010, 12.19| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Majo oder Malle


Die Touris heute fahren nach "Malle" und meinen damit nicht etwa Male auf den Malediven, sondern schlicht Mallorca.
Dann sollten sie es doch vielleicht lieber "Majo" eindeutschen.

Meister 28.10.2010, 18.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Coffee to fall

 Die Kaffeebecherunsitte greift in letzter Zeit doch sehr um sich. Alle moeglichen Eltern von Kleinkindern haben zwar schon alle Haende voll, muessen aber trotzdem im Sprechzimmer mit Kaffeebecher anruecken. Dummerweise sind die Deckel dieser Behaelter aber keineswegs wasserdicht. Faellt das Teil um, haben wir den Kaffee auf dem Tisch oder auf dem Boden. Da man die Becher dann noch irgendwo hin stellt, ist das Umfallen nur noch eine Frage der kurzen Zeit. Gestern ein Riesenkaffeefleck auf dem Teppich, heute auf dem Tisch knapp an der Tastatur vorbei.
Na dann viel Glueck

Meister 27.10.2010, 13.00| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Cyclone season


My wife loves English poetry.
Her favourite verse is:
"The roof is flying away!"

The cyclone season in northern Australia is predicted to be more severe than usual.

Meister 18.10.2010, 09.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate | Tags: Tropical Cyclone

Stephen Hawking und Gott


In seinem vorletzten Buch hat Stephen Hawking gemeint, es gebe Gott.
In seinem letzten Buch hat er gemeint, es gebe keinen Gott.
In seinem allerletzten Buch wird dann wohl nur ein Satz stehen:
"Ich bin dann mal nachsehen!"

Meister 17.10.2010, 15.50| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Manchmal...


...macht Büroarbeit richtig Spaß. Irgendwie hab ich dann meine bürokratische Phase. Dann ist es schön etwas abzuheften, zu ordnen, den Schreibtisch  aufzuräumen und sich daran zu erfreuen, dass alle Sachen, die man auf die lange Bank geschoben hat, schön ordentlich auf einem Haufen liegen.
Meistens dauert der Anfall aber nicht allzu lange - würde ja sonst auch alles zu steril aussehen. Unordnung ist auch Deko, vielleicht sogar das >art deco< des Zeitalters der Chaostheorie. 

Meister 17.10.2010, 13.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ich weiss nicht, ob es was bringt...


...aber ich mache es trotzdem.
Ich boykottiere Plastikflaschen, insbesondere Wasserflaschen.
Früher hatte ich es eigentlich praktisch gefunden, dass man nicht mehr schwere Glasflaschen schleppen musste, aber es sind zwei Dinge passiert: Zum einen kam der Gedanke auf, ob Mineralwasser wirklich besser oder zumindest wohlschmeckender ist als normales Leitungswasser? Ich glaube inzwischen, dass man die Frage mit "nein" beantworten muss.
Zum anderen ist zu befürchten, auch wenn es nicht offiziell bestätigt wird, dass das klare Hartplastik mit Bisphenol hergestellt wird. Dieser Stoff ist in seinen Auswirkungen sehr umstritten, er wird vom Propagandaministerium auch möglichst aus den Medien heraus gehalten, aber er soll hormonartige Wirkung haben und bei Ratten im Experiment zur starken Verfettung  geführt haben, so dass bei Menschen ähnliches befürchtet wird.
Man kann sicher nicht die heutige Fettsuchtepidemie dadurch erklären, aber es gibt zu denken, wenn man beispielsweise zunimmt, obwahl man eigentlich von Bewegung und Ernährung abnehmen müsste.
Bisphenole sollen vor allem in Mineralwasserflaschen und Babynuckelflaschen verwendet werden, in welchem Umfang wird möglichst beschwiegen, aber interessant ist, dass es wütende Proteste der Industrie gegeben haben soll, als der Stoff jüngst in Kanada verboten wurde.
Also ich denke, ich brauche weder Bisphenol noch Mineralwasser.

Meister 16.10.2010, 13.05| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen | Tags: Mineralwasser Bisphenol

Diese Blamage gehört dem Senat


...und seinem öffentlichen Dienst:
In ihrem heldenhaften Kampf Deutschland abzuschaffen haben die Roten Brüder im Senat wieder eine hübsche Blamage produziert.
Seit dem Sommer irrlichtert ein "Kind" durch Berlin, 13jährig und staatenlos, der Arme, leider bewaffnet und im Heroingeschäft, immerhin aber strafunmündig.
Jedesmal wenn er polizeilich aufgegriffen wird, bringt man ihn zum >Kindernotdienst<, wo sie sich dem armen Kleinen so herzlich annehmen, dass er am gleichen Tage wieder abhaut. Weil das serienartig vorkommt, zettelt sich eine Diskussion über geschlossene Kinderheime an und reitet durchs Sommerloch.
Jetzt hat man herausgefunden, dass das "Kind" mindestens 21 ist!  Was für eine Erkenntnis. Eingeweihte wissen natürlich, dass es objektive Methoden gibt, das Alter von Kindern und Jugendlichen zu bestimmen. Eine solche Feststellung kann natürlich auch gerichtlich angeordnet werden. Dann hat man sie in Berlin zumindest aber noch lange nicht, denn man muss einen Gutachter finden, der es macht. Natürlich ist es richtig , dass sich Ärzte weigern dürfen, das zu machen. Abgesehen natürlich von den beamteten und angestellten ärztlichen Funktionären des Staates. Dass es also Monate dauert bis im benachbarten Bundessland jemand gefunden wird, der ein solches Gutachten erstellt, spricht also Bände über den Berliner öffentlichen Dienst und seine Oberherren: sie fabulieren zwar gern mal öffentlich über geschlossene Kinderheime, aber einen Amtsarzt zu verpflichten seine verdammte Pflicht zu tun, ist natürlich nicht möglich.
Schon lange glaube ich, dass es das grundsätzliche Problem des öffentlichen Gesundheitsdiesntes ist,völlig nutzlos zu sein. Dieses Ereignis zeigt es wieder überdeutlich.
Und die roten Brüder? Sie haben doch gar kein Interesse daran solche Praktiken zu unterbinden, es könnte ja jemand aus ihre potentiellen Wählerschaft abgeschreckt werden vom "Staatsterrorismus".

Meister 09.10.2010, 11.19| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Manchmal reicht's einem irgendwie


Arbeit beendet, wurde auch Zeit, manchmal reicht es einem eben. Eigentlich sollte man ja erholt sein, aber ständig was Anderes und meistens nichts Gutes.
Alle haben schöne Ideen, die in ihrem Interesse liegen, bloß keine anderen.
Vielleicht sieht man auch zu viele Leute, kann das nicht schon alleine zur Misanthropie führen?

Meister 08.10.2010, 14.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Aggressiver Säkularismus

Der Papst hat Recht - wie üblich im dialektischen Gegensatz : er beklagte jüngst "aggressiven Säkularismus" und hat damit genau auf den Kopf getroffen was Not tut.
Wir brauchen einen konsequenten Säkularismus gegen die Re-Religionisierung, die uns im Moment aufgezwungen werden soll.
Wo der Islam hingehört ist doch gar nicht die Frage. Die Frage ist, ob eine aggressive Religion in Europa und unserem Land die Zivilisation zurück zerren darf. Dass andere religiöse Kreise wie die Papstfreunde oder auch die Käsmänner und -frauen in deren Windschatten auch wieder ihre Herrschaft über die armen Seelen errichten wollen ist dabei nicht ungewöhnlich. Dass die politischen Opportunisten jeglicher Couleur (Zitat: SPD und Grüne fordern Anerkennung des Islam) da mitfeiern wollen, zeigt zwar hauptsächlich die Blödheit der Ideologen, ist aber auch bezeichnend dafür, dass niemand mehr nachdenkt in diesen Vereinen, sondern alle der politischen Scheinkorrektheit anhängen.
In Wirklichkeit ist ein friedensstiftender Konsens doch nur dadurch zu erreichen, indem klargestellt wird, dass Religion Privatsache ist. Es gibt Religionsfreiheit, das bedeutet, jeder darf glauben was er denkt, und der Staat mischt sich nicht ein. Er fördert aber auch sowas nicht: keine Kirchensteuer, keinen Religionsunterricht, keine staatlich bezahlten Imame, und keine öffentlichen Gelder für Kirchen und andere religiöse Einrichtungen.
Jeder darf glauben was er will und seinem Kult nachgehen, aber niemand darf seine Religion jemandem aufdrängen, andere Menschen mit religiösen Missionierungen und Zumutungen  drangsalieren oder seine Sichtweise von Gott oder angebliche Beleidigungen seiner Religion zur Rechtfertigung von Verbrechen mißbrauchen . 

Meister 07.10.2010, 10.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen | Tags: Islam, Säkularismus, Christentum,

Ein Reinfall


Jetzt bin ich zum ersten Mal bei einem Kindlebuch reingefallen, im Nachhinein hätte ich es wissen müssen: es war für eine medizinische Encyclopädie einfach zu billig mit 13,59 $.
Aber es gab lobende Kommentare: im Nachhinein glaube ich, die haben die Protagonisten selber geschrieben.
Ich bin schon ein bißchen sauer, dass Amazon so was zulässt: es war nicht nur eine schlechte Encyclopädie, es war gar keine! Es war ein Riesensammelsurium von völlig nutzlosen Items, die größtenteils gar nichts mit Medizin zu tun haben, zusätzlich stürzt der Kindle alle Nase lang ab, wenn dieses Objekt aufgerufen wird.
Also man muss schon aufpassen.

Meister 06.10.2010, 23.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Früher gab es Arzthelferinnen...


...heute gibt es >medizinische Fachangestellte<. Früher gab es Lehrlinge, heute gibt es Azubis.
Was das bedeutet konnte man dieser Tage praktisch sehen. Da hatte irgendeiner unserer lieben Klienten offenbar nicht verstanden, dass mitteleuropäische Toiletten nicht mit Einmalhandtüchern abgefüllt werden dürfen, die Patiententoilette war also verstopft, gut, es waren auch menschliche Exkremente vorhanden. Aber mit einem durchaus vorhandenen Teil aus Gummi und Holz ( man erinnert sich vielleicht?!) wäre das Problem von einer Arzthelferin beseitigt worden, denn sie hätte gewusst, dass es nicht so gut weiter geht, wenn die Toilette verstopft ist. Ein Lehrling hätte es auf Anweisung vielleicht auch gekonnt, nur die Azubi würde wohl lieber die Menschenrechtsbeauftragte  über diese Zumutung informieren. Aber die medizinische Fachangestellte hat die kompetentere Lösung, sie schliesst die Toilette ab und informiert den Chef. Und was macht der? Wenn er nicht dass Glück hat einen Hausmeister beauftragen zu können, muss der Arzt sich eben selber helfen.
Vielleicht seh ich das ja auch falsch, und es ist wirklich eine Zumutung für hochbezahltes Fachpersonal. Vielleicht hätte ich auch eine Klempnerfirma beauftragen sollen und dann vorsichtshalber vorher fragen, ob sich nicht doch jemand der Anwesenden  die 100€ verdienen will, die das gekostet hätte?
Oder hätte ich vielleicht ein kleines praktisches Seminar über die Anwendung eines "Gummispülsaugers" durchführen sollen, um den jungen Damen praktische Lebenserfahrung nahe zu bringen, die sie ja vielleicht später in ihrem eigenen Haushalt mal brauchen können?

Meister 06.10.2010, 22.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Was Wulff eigentlich sagen wollte...

"Der Islam gehört zu Deutschland, genauso wie das Christentum zur Türkei gehört!"
- also: es sollte eine ironische Bemerkung werden!
Der Arme, er hat nicht richtig abgelesen!
Der Respekt vor dem Amt gebietet es anzunehmen, dass er nicht so gut ablesen kann. Damit kann man verhindern sein Verhalten anders klassifizieren zu müssen, ist er doch schon seit Sarrazin so angezählt, dass Köhler ihm gegenüber als ein Riese im Amt erscheint

Meister 06.10.2010, 20.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

So schnell...

ist man wieder im Alltag eingespannt, kaum zu glauben, dass vor 1 Woche noch Urlaub war. Eigentlich ist es ja troestlich, dass man nicht wochenlang braucht, um wieder rein zu kommen, aber als ich vor ein paar Minutn dachte, wie lange icst dere Urlaub  schon her, 2 wochen oder laenger, war ich doch ein bisschen ueberrascht. Planen wir also was Neues!!

Meister 30.09.2010, 15.22| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ein Schild

da steht auf einem werbeschild fuer ein Cafe: "ausser Hausverkauf" !
Ich wollte doch nur Kuchen mitnehmen und kein Haus kaufen.
 

Meister 29.09.2010, 14.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Alles wieder auf der Reihe?

Bis man so seinen Kram wieder sortiert hat nach dem Urlaub... das dauert! Dabei ist Auspacken doch eigentlich viel einfacher als Einpacken. Nur die Sachen müssen dann auch wieder ihren Platz finden, manchmal klappt das nicht, dann vermisst man was und findet es erst nach Monaten wieder. Ich vermisse momentan noch einiges, mal sehen ob das im Laufe des Tages sich ändert. Eigentlich muss noch einiges im Auto sein... Mal sehen ob es aufhört zu regnen. 

Meister 26.09.2010, 12.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Neue Überlegungen


Im Grunde genommen, muss man viel mehr Fragen stellen. Eine Frage-Antwort-Rubrik denke ich da im Moment an, bei der ich immer eine Spontanantwort gebe, aber auch weitere differenziertere Antworten jeweils nachschiebe und zu kommentierenden Antworten einlade.
Und eine dialektische Gegensatz-Rubrik, in der die Gegensätze so richtig aufeinander krachen können.
Und müsste ich nicht eigentlich die Anzahl der Rubriken mal endlich verkleinern?

Meister 25.09.2010, 18.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Zurück gekommen....


aus dem Urlaub und irgendwie neu motiviert!
Wie schon früher gesagt geht es im Grunde um das Mitteilungsbedürfnis.
Es scheint sich wieder aufzubauen, habe ich das Gefühl.
Na, ich will (mir?) mal nicht zu viel versprechen. Ich habe 3 Wochen gar keine Computer angemacht, hatte ihn zwar mit , aber kein Bedürfnis den Einschaltknopf zu bedienen. Dafür habe ich mich mehr dem Lesen gewidmet sowohl elektronisch als auch papierern, irgendwie erholsamer als der ganze Netzkram.
Aber jetzt denke ich, man könnte ja mal wieder was schreiben. Es sind halt so die Schaukelbewegungen des Bewußtseins, oder wie soll man das nennen?

Meister 25.09.2010, 16.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

TV-Schule

Da fragt mich doch die Mutter eines ABC-Scützen, wieviele Stunden fernsehen am Tag sind ok, 4,5 oder auch 6 Stunden. Sie hat einen osteuropäischen Einwanderungshintergrund, troztdem bleibt einem bei der Auswahl die Spucke weg.

Eine andere Mutter mit einem11 jährigen Sohn meint, er sei doch schon sehr frühreif, weil er sich Gedanken  über das Verhalten von Prostituierten macht. Das wundert einen aber weniger, wenn man hört, dass sein Realitätsbild nicht zu wenig von Richter Holt und Barbara Salisch bestimmt wird.

Wir machen uns vielleicht immer noch Illusionen in der Frage, wie sehr die Kinder vom TV bestimmt werden, ich befürchte es ist alles noch viel schlimmer, als man denkt.

Also muss man sich wohl darauf einstellen: Warum gibt es eigentlich kein Schul-TV? Man könnte das so einstellen, dass die lieben Kleinen nur die Wahl haben zwischen Schul-TV und TV-aus. Eine interessante Wahl, nicht wahr?

Weiterhin könnte man durch eine einfache aber Deutschland wahrscheinlich tief erschütternde Massnahme die Englischkenntnisse und das Lesevermögen der Kids (und auch der größeren Menschen) stark verbessern: in dem das Synchronisieren von ausländischen Sendungen verboten und unterbunden wird: damit müssten sich die TV-Freaks die Sendungen im sprachlichen Orginal ansehen, und wenn sie es nicht verstehen, müssten sie die Untertitel lesen. Ungeheuer wirksam, glaube ich. Hat schon mal jemand untersucht, ob nicht die bessere Fremsprachenperformanz in kleineren Ländern wie Holland und Skandinavien gar nicht von den Schulen sondern vom TV in der Orginalsprache abhängt?

Meister 24.08.2010, 21.34| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Warum so wenig?

Wenn ich mich frage, warum ich so wenig hier vorkomme, dann gibt es im Moment nur eine vernünftige Antwort: irgendwie ist mir das Mitteilungsbedürfnis abhanden gekommen.

Ich denke zwar manchmal, ich sollte dies oder das schreiben, aber bis ich es zum Schreibtisch geschafft habe, habe ich es entweder vergessen, oder es erscheint mir unerheblich, was auf das gleiche hinaus läuft: wozu soll ich eigentlich etwas sagen, hat es eine Bedeutung?

Man kann die eigene Bedeutung wahrscheinlich kaum unterschätzen, aber das ist ja nicht neu. Man sagt es ja trotzdem, wenn man was sagt.

Aber irgendwie ist es jetzt so, das ich keine rechte Lust habe, sondern lieber im Stillen meinen Gedanken nachhänge als sie breit zu treten.

Jede Phase hat so ihre eigene Bedeutung.

Meister 20.08.2010, 14.29| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Endlich mal...

Endlich mal ein richtig faules Wochenende ohne einen einzigen Termin, ohne was vor zu haben und ohne dass was Bestimmtes gemacht werden muss. Tut richtig gut.

Und es regnet schön und das unterstützt die Faulheit noch, nicht mal Anlass draussen was zu machen.

Meister 14.08.2010, 12.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

An einem Sommerabend

Warmes Sommerwetter, einbrechende Dunkelheit, das Z des Mondes schaut mich durchs Fenster an, es ist ruhig draussen.

Ist es nicht wunderbar? Alles ? Es dürfte ruhig verweilen, denn es ist schön.

Meister 21.07.2010, 22.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Kindle-Erfahrungen

Also ich bin immer noch sehr positiv gestimmt, was meinen Kindle betrifft, habe immerhin schon 3 Bücher gelesen, finde das Abo der International Herald Tribune gut, lese ich auch fast täglich, wie man eine Zeitung eben so liest. Ich habe zufällig auch einen Autor entdeckt, den ich noch gar nicht kannte: G.A. Henty, hat englische Imperialschmonzetten geschrieben, auch schon ein Weilchen tot, aber historische Romane waren auch früher schon mal in.

Das Lesen ist so sehr angenehm, schwer ist es auch nicht das Teil und gut händelbar. Es ersetzt einem nicht die ganze Bibliothek, aber man kann sich mal die Bücher zulegen, die man sich sonst nicht hinstellen würde, weil man nicht so genau weiß ob man sie lesen wird, Oscar Wilde beispielsweise. Hatte ich nicht auf dem Schirm, aber da ich das Gesamtwerk so haben konnte, werde ich auch mal reinschauen.

Außerdem ist so ein Lesegerät natürlich dazu gut, in einigen Büchern gleichzeitig zu lesen, geht sonst auch, aber so ist es wie zappen im TV, auf Knopfdruck ein anderes Buch und zwar immer an der Stelle, wo man aufgehört hat.

Mein buchhändler muss aber keine Angst haben, bei ihm finde ich auch immer was Interessantes.

Man könnte natürlich sagen, ich mache das nur ,damit die noch ungelesenen Bücher mich nicht immer so auffordernd anstarren und durch ihre blosse räumliche Existenz am kaufen neuer Bücher hindern wollen. Ein elektronischer Stapel zusätzlich zum papierenen ? Papierbücher sind jedenfalls ziemlich schwer, besonders wenn man sie verlagern muss, daran denkt man nie, wird dann immer darauf gestossen. 

Meister 21.07.2010, 21.42| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Das neue Kult-Getränk !

Frisch erfunden und ausprobiert, gerade bei heissem Wetter sehr zu empfehlen, noch nicht wirklich Kult, aber kann noch werden:
Der Bayern-Preusse :
schlicht ein 1 :1 Gemisch von bayrischem Weissbier und Berliner Weisse.
Durstlöschfaktor: 3,8 

Meister 14.07.2010, 22.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Inaktivitätsausrede

Also meine Bloginaktivität ist eine Schande, aber sei's drum. Wenigstens habe ich eine gute Ausrede jetzt, es ist einfach zu heiss, um etwas zu schreiben.
Nicht sehr originell? 
Mag sein, aber ist bei der Hitze auch egal. Das ganze Wochenende 35° im Schatten - und vor 6 Monaten waren es -20°. 
Früher hab ich mal gedacht, wir wären hier in der gemäßigten Zone!

Meister 13.07.2010, 22.03| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Wer wird Kandidat



Open e-mail an Frau Merkel

Sehr geehrte Frau Bundeskanzler, 
ich erlaube mir in der Frage der Bundespräsidentenwahl Ihnen einen Rat zu geben, weil ich denke, dass dies vielleicht bei Ihnen schon erwogen wird, aber man sich nicht traut:

Wenn Herr Gauck der richtige Kandidat ist, der nur nicht von Ihnen vorgeschlagen werden konnte, weil die gesammelte Opposition dann aufgeheult hätte, dann sollten Sie den Schachzug von SPD/Grünen dadurch abwehren und übertrumpfen, dass Sie jetzt die Souveränität haben zu sagen: ich finde auch dass Gauck der Richtige ist, wählen wir ihn also. Sie haben vielleicht Sorge, dass man Ihnen das als Wankelmütigkeit auslegt? -  das wird man aber nicht, man wird es für genial halten.
 Da müssten Sie sich natürlich mit den Herren W. und S. einigen und da müsste Herr Wulf natürlich mitspielen, aber der könnte doch mit ihnen gemeinsam das verkünden und noch einen Moment in Hannover bleiben, bis höher Aufgaben ihn nach Berlin rufen, wofür in seinem Alter ja noch viel Zeit ist.

Meister 12.06.2010, 19.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Open e-mail

So hat sie nun angefangen die WM

Jetzt können wir wieder Fußball satt sehen, am Anfang ist es ja auch spannend zu sehen, wer eigentlich wie stark ist diesmal. Das schöne ist, dass man bei den nicht so interessanten Spielen nicht ständig davor sitzen muss, sondern man guckt immer mal rein und macht inzwischen was anderes. Ist das Spiel gut, bleibt man natürlich dran hängen.

Meister 12.06.2010, 16.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Fuersorgliche Elektronik

Da will ich gestern Abend noch ein bisschen im Bett lesen, aber das Kindle will sich nicht einschalten lassen. Also gut, Licht aus,schade, muss das Teil eben schon nach ein paar Tagen eingschickt werden. Licht aus und eigentlich gleich eingeschlafen.
Heute morgen ginst es mich wieder fruendlich an mit dem Gesicht von - wer war das eigenetlich?
Egal, geht wieder!
Also hat die eingebaute Sensorik offenbar bemerkt, dass der Leser muede war. Ist doch toll, oder?
Dieses "device" bauen wir dann gleich mal in die Geraete der Computerspielefreaks ein: "Spieler ermuedet: Regenerationsschlaf jetzt beginnen!"
 

Meister 09.06.2010, 09.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wie bürokratisiert man den Kinderschutz?

Natuerlich musste man damit rechnen! Wenn in Deutschland etwas Positives gemacht werden soll, dann wird es von gutmeinenden, gutmenschelnden Politfuzzies mit einem superguten Gewissen und mit Hilfes eines Heers buerokratischer Ameisen mit ein buerokratisches Monster verkehrt. Besonders unsere roten Brüder handeln gern nach dem abgewandelten Ulbrichtwort: " Es muss populär aussehen, aber Hauptsache wir haben alles in der Hand!"
Da gab es und gibt es immer wieder mal Probleme mit Eltern, die ihre Kinder misshandeln und vernachlässigen, so dass der Politklüngel in Berlin meinte, er muesse etwas fuer den Kinderschutz tun. Was tun also? Na machen wir doch mal ein schoenes Gesetz ruft froehlich der regierende Frühstücksdirektor und die roten Brueder heulen laut vor Begeisterung.
Jetzt haben wir den Salat, das Gesetz und die Ausführungsbestimmungen dazu.
Man merkt bei diesem Vorgehen die buerokratische Handschrift von Frau Lompscher, die im Geiste des buerokratischen Zentralismus ausgewachsen und geschult, schon in der Schweinegrippefrage aehnlich schlimm agierte.
Als erstes schafft mal mal ein Zentralbuero, die "Zentralstelle für Einladungs- und Rückmeldewesen für Kinder-Früherkennungsuntersuchungen."
Dann bekommen alle Kinder Strichcodeetiketten und die Ärzte gleich mit - ist ja alles nur für den Datenschutz. Und dann werden die Ärzte aufgefordert alle Vorsorgen ab 1.6. auf einem gesonderten Meldebogen an das ZB zu schicken, brieflich (nur ohne Strichcode) oder per Fax (nur mit Strichcode). Wenn dann der Zeitraum der Vorsorge vorbei ist und keine Meldung eingegangen, werden die Eltern aufgefordert, mit ihrem Kind zur Vorsorge zu gehen. In der Kinderarztpraxis erfahren sie dann, dass es zu spät ist, die Vorsorge nicht mehr gemacht werden kann.
Große Ratlosigkeit !
Es wird darauf hinaus laufen, dass der Kinderarzt entscheiden muss, ob er die Vorsorge macht, obwohl er sie nicht mehr bezahlt bekommt, da sind die Kassen ganz rigoros mit den Terminen, oder ob er die Leute damit zum Fürsorgeamt schickt, wo sowieso keiner freiwillig hingeht.
In Brandenburg, einen Gartenzaun weiter, wird das so gehandhabt, dass die Eltern frühzeitig eine Aufforderung bekommen zum Kinderarzt zur Vorsorge zu gehen. Hat diese stattgefunden, wird ein Stempel auf das Einladungsschreiben gemacht und dieses zurück geschickt. 
Für Berliner Verhältnisse viel zu einfach, das Heer der Hauptstadtbürokraten könnten sich langweilen, ohne eine neue Behörde geht es einfach nicht. Da müssen dann auch schon ein paar wichtige Amtsposten für die Parteisoldaten drin sein.


Meister 07.06.2010, 18.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Nur ein neues Spielzeug ?

 Ja, ich habe mir da was Neues zugelegt. Nein, es ist kein iPad!

Manchmal komisch, wie man so beeinflusst wird. Da schrieb eine Frau in einem Artikel, sie habe sich kein iPad gekauft, sondern ein Kindle, weil sie primär nicht Unterhaltung und Zestreuung sondern lesen wollte.

Ihre Beschreibung von dem Kindle war durch Interesse weckend und nachdem ich mir die Sache mal selber angeschaut hatte, habe ich es mir letzten Sonntag bestellt. Allerdings den mit dem größeren Diplay (DX).

Und, oh Wunder, am Freitag ist das Paket aus Kentucky da und die ersten Bücher,die ich bestellt hatte, sind schon drauf.

Ein Zeitungsabo probiere ich auch mal, die International Herald Tribune, habe ich mir öfters gekauft, konnte mich aber nicht  zu einem Abo durchringen, weil ich mehr nutzlos rumliegendes Papier befürchtete, aber so kann ich erstmal 2 Wochen sehen, ob ich dazu kommen, die Artikel zu lesen, die mich interessieren.

Positiv beeindruckt bin ich auf jeden Fall von der klaren, gut lesbaren Schrift, der Variabilität der Bildschirmdarstellung, der Baterielaufzeit und desleichten Gewichts und der leichten Bedienbarkeit.

Das Lesen ist sehr angenehm, man kann die Schriftgöße haben, die komfortabel ist, es blättert sich leicht um, man hat nichts Schweres in der Hand, selbst wenn eine ganze Bibliothek drin ist.

Also bisher bin ich begeistert.

Meister 05.06.2010, 12.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Koehler hat's richtig gemacht

Da erregen sich jetzt abwechselnd die Politfuzzies und Medienschmierer ueber den zurrueckgetretenen Bundspraesident.
Ich finde er hat genau das Richtige gemacht. Er konnte es nicht weiter zulassen, dass auf dem Amt und ihm so herumgertrampelt wurde ohne dass jemand einschritt.
Das sein letztes Interview so boesartig und absichtlich missverstanden wurde hat ihm zu recht gereicht. Vom hergelaufendsten Komiker wie Anstaltinsasse Pirol bis zu den echten Nachfolgern von sudel-Ede, alle hatten sie ihn auf der Rechnung als zum abschuss freigegeben, Und wenn jemand medienmaessig in Deutschland zum Abschuss freigegeben ist, dann gibt es kein  Halten mehr.
Natuerlich hat er mit seinem Ruecktritt die Politikasterklasse auch vorgefuehrt, denn es hat sich doch niemand schuetzend vor das oberste Staatsamt gestellt, sondenr mn hat vielleicht gemurmelt, es sei halt etwas ungeschickt. so sehen die Zeichen aus, wenn jemand zum Abschuss freigegeben ist. Er sei halt Seitneinsteiger und mit der Politik nicht so ganz warm geworden - da hat sich niemand gefragt, ob das vielleicht fuer die Verkommenheit des Politbetriebes spricht?
Und jetzt wollen sie wieder einen richtigen Politiker aufstellen. Na da koennen wir uins dann wirklich gratulieren, so eine figur wie Zensursula von der Leine etwa. Bisschen nett aussehen, ein bisschen gefaellig reden, na wenn's denn gewuenscht wird.
Und die Bevoelkerung wird mal wieder nicht gefragt.
Man fragt sich bloss, warum sich jemand von der Poltikikasterclique und den Medienheinis noch ueber Politikverdrossenheit wundert.

Meister 02.06.2010, 11.59| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Labskauspfanne Pfeffersäcke vor Helgoland

Heute kochen wir mal Labskaus, also in guter maritimer Tradition: alles was weg muss. Auf die roten Beete habe ich da heute mal verzichtet, aber der Bismarkhering, der muss, und deshalb musste der noch herbeigeschafft werden. Das Kartoffelschälen ist natürlich die Hauptarbeit dabei, es geht, logisch, um Kartoffeln, die sich gerade noch nicht als Frühkartoffeln qualifizieren, also ist das Schälen eine großzügige Arbeit.

Ist das Kartoffelpü fertig, tut man den Rest normalerweise dazu in den Topf und rührt es schlicht rein. Aber heute mal anders: in der beliebten übergrossen Pfanne wird erst Knobi und Zwiebel und Porree angeschmurgelt, dann das Corned Beef dazu, aber nicht zu doll braten. Die frischen Kräuter, quer über die Gartentreppe dazu.Dann Zugabe Pü und Hering, Erbsen. Und der grüne Pfeffer, keine zu schmale Dosis.

Schmeckte nicht schlecht, eher im Gegenteil.

Meister 28.05.2010, 21.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Waschbären in Brandenburg

Die Waschbärenhauptstadt soll ja unbestritten Kassel sein.

Aber sie verbreiten sich weiter!

Da fahr ich auf der B 96 aus Berlin nach Süden raus und es wird gerade so dunkel gestern abend.

Und da rennt doch so ein Viech direkt vor mir über die 4spurige Strasse.

Kein Zweifel!

Meister 28.05.2010, 16.00| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Das Pfingstwochenende

war schön, aber auch voller Aktion. Alles grünt so schön, aber es regnet zum TEil auch heftig. Gestern Abend hatten wir so eine heftige Schauer, kam man sich wie in den Tropen vor, heute ein Gewitter, wie im Hochsommer. Aber wenn es im Mai nass ist,ist das in der Regel gut, auch wenn die Schnecken am meisten profitieren. 
Freu mich  jetzt fast auf die Arbeitswoche, aber ein ruhiger Abend ist auch nicht zu verachten.

Meister 24.05.2010, 19.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Arbeitsreiche Tage

Gluecklicherweise wirkt sich das Fruehjahr doch allmaehlich auf die Zahl der Erkrankten aus, denn die arbeit reisst hier und dort nicht ab. Gerade im Garten jagen sich die
Aufgaben. Aber es ist ja auch schoen, wenn alles gruent und blueht. Bloss wenn man jetzt zu langsam ist, dann ist es schnell auch wieder zu spaet fuer alles.
Immerhin haben wir mit viel Muehe das Tomatenhaus fertig gestellt. so viel geschippt habe ich auch schon lange nicht mehr. Und ich war ganz schoen schockiert, wie viele Wurzeln da von ueberall rein gewachsen sind. Immerhin: jetzt sollen sie mal schoen wachsen, dazu muss es aber waermer werden.
Liegt das eiigentlich an der ominoesen Aschewolke aus Island, dass wir so ein kaltes Fruehjahr haben?
 

Meister 20.05.2010, 13.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ende einer arbeitsreichen Arbeitswoche

und Beginn eines tätigkeitsreichen Wochenendes.

Eigentlich macht mir ja beides Spaß, aber trotzdem ist es gut, dass die beiden Seiten sich abwechseln.

Gestern musste ich wegen Erkrankung einspringen und mal wieder 10 Stunden arbeiten, da hatte ich dann aber auch genug von der Arbeitswoche.

Es muss eben alles sein Mass haben. Und verschleißfrei oder zumindest verschleißarm arbeiten heisst die Parole.

Immerhin habe ich positive gesundheitliche Nachrichten bekommen in dieser Woche, bleibt nur zu hoffen, dass sich das nächste Woche bestätigt, wenn es drauf ankommt.

So und heute gibt es einen Sack voll Aufgaben zu erledigen, die zwei wichtgsten sind schon gemacht.

Meister 30.04.2010, 09.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schweinepriester im Internet

 Da will man kostenlose Software wie "open office" herunterladen und gerät wie durch Zufall auf eine falsche Seite, auf die von top-of-software-de. Wieso die plötzlich so in den Vordergrund kam? Und dann soll man einen Vertrag mit denen abgeschlossen haben und wird mit Geldforderungen und massiven Drohungen  konfrontiert. 
Hat man einen Fehler gemacht, fragt man sich, hat man wirklich überlesen, dass sie Geld wollen und zwar nicht so knapp und zwar für nichts? Es mag ja sein, dass man etwas überlesen hat, aber andererseits dreht man doch sonst sofort ab, wenn so ein Schild kommt. Es könnte auch sein, dass sie die Seite manipulieren, und man nicht immer alles sehen kann. 
Aber klar ist, dass es sich um ein Betrugsunternehmen handelt, dass ihre Geschäfte sittenwidrig sind und man keinesfalls einen müden Euro denen zahlt. Entweder gar nicht reagieren oder sofort nach Erkennen des Betrugs einen Widerspruch schicken und alle Mails von denen verspamen und alle Briefe schlicht wegschmeissen.

Meister 28.04.2010, 20.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dunkle Gegenwelt

Wiederentdeckung der Vernunft

Wenn uns etwas aus den heutigen Problemen heraushelfen kann, dann ist es die Wiederentdeckung der Vernunft und des sogenannten gesunden Menschenverstandes.
Nehmen wir beispielsweise die "Aschewolke", die alle so verrückt gemacht hat
Der gesunde Menschenverstand hat von anfang an gesagt, dass es sich um eine Frage der Konzentration der Aschepartikel handelt und dass man nicht die Horrorerlebnisse von Flugzeugen, die direkt durch die Asche eines Vulkans in der unmittelbaren Nähe geflogen sind mit anderen vergleichen kann , die 1000de Kilometer entfernt fliegen.
Da gibt es, sagt der gesunde Menschenverstand, einen Verdünnungseffekt und man muss schlicht nachschauen, ob mehr oder weniger Asche da ist. Wenn man unten bleibt, wird man das nicht feststellen können.
Und wer ist der Hauptgegner des gesunden Menschenverstandes?
Natürlich die Massenmedien, deren Lieblingsbeschäftigung die Propagierung der Hysterie des Schreckens ist, um die Aufmerksamkeit der Massen zu gewinnen. Nachdenkliche Skeptiker können sie nicht gebrauchen, sondern alle müssen untere Strom stehen und zwar ständig.
Und da unsere Politiker feige sind, nicht nur in Nozz wohlgemerkt, will dann natürlich niemand die Verantwortung dafür übernehmen, zu sagen, Leute, denkt doch mal nach, es ist nicht so schlimm. Man kann ja auch leicht von den Medien geschlachtet werden, wenn es Publikum verspricht, dann wird es gemacht.
Aber die Wiederentdeckung des gesunden Menschenverstandes könnte die Entdeckung des kommenden Jahrzehnts werden. Wir werden ihn brauchen, um unsere Wunder zu machen. 

Meister 25.04.2010, 11.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Arbeitswoche und Überblicke

War mal wieder eine harte Arbeitswoche. Im Moment ist es wieder etwas schwierig bei den ganzen Aufgaben den Überblick zu behalten und vor allem alles abzuarbeiten. 
Der >Überlastabwurf< ist zwar eine prima Methode, aber wie meinte schon Sigmund Freud mit Blick auf seinen überladenen Schreibtisch: "Das Verdrängte kehrt zurück".

Meister 24.04.2010, 11.45| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Grün und kalt

Ist es nicht wunderbar, wie alles wieder grün wird. Trotzdem ist es noch ziemlich kalt, und es macht noch nicht so recht Spaß draussen was zu machen, jedenfalls zeitweise. 
Aber immerhin haben wir gestern den ersten Spargel geerntet.

Meister 22.04.2010, 10.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Statt Praxisnotizen jetzt >Mein Lambarene<

Vielleicht sollte ich die Umbenennung doch erklaeren, denn es koennte auch als Anmassung missverstanden werden.
 Ich will mich nicht auf die Stufe mit einem grossen Menschen wie Albert Schweitzer stellen.
Vor einiger Zeit habe ich gelesen, jeder koenne sein Lambarene haben,wenn er wolle. Ich finde das einen interessanten Gedanken, weil es uns nahe legt, dass wir in dem, was wir tun und dort wo wir es tun, uns immer bewusst machen sollen, warum wir es tun und uns von unseren Idealen leiten lassen. Und so soll das gemeint sein: dort helfen, wo man hingestellt ist und das tun, was man tun kann, in aller Bescheidenheit, wenn's geht.
Also Lambarene ist ueberall und ist immer Verpflichtung zu menschlichem Denken und Handeln.
 

Meister 20.04.2010, 14.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Drittklässler Test

Eigentlich sollte man zur Berliner Schullandschaft gar nichts mehr schreiben, es ist doch immer das gleiche: die offiziellen Akteure nerven durch ihre Ignoranz.
Jetzt soll es einen  Drittklässlertest geben und die organisierten Teile der Lehrerschaft kloppen sich wie die Kesselflicker.
Da heisst es, die Drittklässler dieser oder jener Schule würden nicht mal die Fragestellung verstehen, weil sie ja so arme unterprivilegierte Hascherl wären. Explizit ist dann Von Migranten- und Arbeiterkindern die Rede.
Offenbar darf man Migranten und Arbeiter in einem Atemzug beleidigen: es ist natürlich völliger Unsinn, dass die Kinder von Einwanderern alle schlecht sind, noch größerer Quatsch ist es zu behaupten, wer in Deutschland arbeitet würde seine Kinder vernachlässigen. In Wirklichkeit ist es der soziale Bodensatz der das tut: die Ghettoausländer und die "will-ich-nicht-arbeiten"-Assis.
Ich bin wahrhaftig keine Freund von solchen Tests, aber wenn es ein Niveau der 3. Klasse gibt und das sollte es doch vielleicht, dann kann man doch auch testen, ob es erfüllt wird.
Und wenn nicht?
Dann sollte man vielleicht fragen, ob die Schule da nicht vielleicht einen Fehler gemacht hat, diese Leute in die dritte Klasse zu stecken?
Es mag ja sein, dass viele zum Schulbeginn nicht das geforderte Eingangsniveau haben, aber wenn man ein paar Jahre gefördert hat, dann sollte das doch erreichbar sein, oder war das alles nur Alibi.
Ich sehe ein grosses Problem bei all diesen Förderungen und Therapien, dass sie schlicht nicht ihre Ziele erreichen. Aber genau darauf kommt es doch an, die Ziele zu erreichen. Und wenn man sich weigert das zu überprüfen  und der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, dann kann man sich doch nicht Pädagoge nennen.
Dann sollte man vielleicht lieber den Titel des stattlich besoldeten Gesundbeters oder des Chefideologen der blinden Gutmenschen anstreben.

Meister 14.04.2010, 19.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Osternozz

Ist es nicht immer wieder ein tolles Wunder, wie alles grün wird. Naja, es war  ein furchtbarer Winter und alles hat sehr gelitten, aber vielleicht doch nicht so sehr wie befürchtet. Und jetzt ist es und wir auch "vom Eise befreit". 
Dass das jedes Jahr wieder passiert, ist doch verwunderlich.
Dort wo immer alles gleich ist, kann man keinen Begriff von Auferstehung haben. Wir können es, denn wir müssen es immer wieder. Auferstehung ist doch auch nur ein romantischer Begriff. Muss man dran glauben? 
Es ist ein grosser Irrtum zu denken, man müßte die romantische Vorstellung durch "Glauben" ersetzen. Das macht diese Vorstellung nicht wirklicher, aber angreifbarer. Denn Glauben impliziert auch Zweifel, dagegen ist die romantische Vorstellung ein Raum von unendlichen Möglichkeiten und der wunderbarsten Wege.
Frohe Ostern!

Meister 04.04.2010, 12.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Was soll das denn werden?


die Umbenennung von "Haus, Garten, Draussen, Kochen" in "Mein Arkadien" soll den romantischen Sinn im Heimischen ausdrücken.
Die alte Bezeichnung war doch nur eine Beschreibung, die neue soll sagen:
Arkadien - das ist hier !
Es wurde schon früher vom märkischen Arkadien gesprochen, dort wo sich die, die es konnten, versuchten sich ein wunderbares Refugium, einen schönen Park, einen irdischen Zufluchtsort, den besonderen, gelobten Ort zu schaffen.
Wir können das heute alle, wenn wir unsere Imaginationen in schöne Wirklichkeiten verwandeln, die Bilder in Wirklichkeit setzen, etwas werden lassen.
Um so mehr im Frühling, wo die Wirklichkeit sich wie von ganz alleine wunderbar verwandelt.
Natürlich ist das weder ein Anspruch noch ein Versprechen, nur ein Versuch, ein bescheidener Versuch.
 Aber sind wir nicht genauso zu loben für das was wir versuchen, wie für das was wir geschaffen haben.

Meister 28.03.2010, 17.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Es wird Zeit

dass ich mich wieder neu aufstelle. Und das mache ich jetzt auch.

Es wird aber mal wieder einiges anders werden, denke ich.

Ich will mehr Romantik und weniger Medienbespiegelung und weniger tagespolitischen Ärger wiederkäuen. Eigentlich möchte ich den ganzen Mediencircus nur noch begrenzt wahrnehmen und ihn gar nicht mehr spiegeln, das wird vielleicht nicht ganz gelingen, immerhin ist ein Blog ja der klasische Ort, den Medienfuzzies die Meinung zu sagen. Aber wozu bloß, man muss doch nicht deren Spiel mitspielen und wenn sie eine Sau durchs Dorf treiben, muss man doch nicht mitmachen, auch nicht auf der anderen Seite.

Und was soll romantischer werden?

Die gesamte Anschauung, auch die Themenbereiche, das hatte ich schon im Urlaub überlegt vor dem plötzlich notwendigen Abbruch. Aber damit machen wir demnächst mal weiter.

Meister 22.03.2010, 10.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Nur so viel

Wenn man von einem schweren Verlust betroffen ist, möchte man gar nichts mehr schreiben.

Aber irgendwann wird man sich erholt haben.

Aber ich bin Romantiker und nicht Seelenexibitionist, die Sache wird im Dunkel bleiben.

Wenn man so nach Deutschland kommt in diesem WInter hat man ein schlimmes Gefühl. Zum einen ist die Luft in den trockenen Räumen fast unerträglich. Zum anderen hat man das schreckliche Gefühl, dass das Land durch diesen furchtbaren Winter schwer gebeutelt wurde, als würde es um sein Überleben  kämpfen.

Aber keine Angst, das hier ist Nozz, das Land der Wunder, wir werden es überleben und wir werden in einem schönen Frühling wieder erwachen.

Meister 09.03.2010, 10.23| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schweigen

Es gibt Ereignisse, die einen zum Verstummen bringen. Ich will jetzt gar nichts sagen.
 

Meister 02.03.2010, 09.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

First time ever Begegnungen

Es gibt ein paar australische Icons, die meint man gesehen haben zu muessen. Manche sind Punkte auf der Landkarte, da kann man hinfahren, andere sind so haeufig, die draengen sich einem buchstaeblich auf. Aber es gibt auch solche, die man gern mal sehen wuerde, aber die man einfach nie zu Gesicht bekommt. Neben den Koalas sind das beispielsweise die Kookabooras aber auch die Cassowaries.
Kookabooras sind ziemlich grosse Voegel, die auf charakterische Weise lachen, einen grossen Schnabel haben und ueberall besungen,bedidjeridood oder abgebildet werden. Aber wo stecken sie bloss? Unverhofft kommt oft. Heute frueh im Pool sehe ich ploetzlich einene ziemlich grossen Vogel angeflogen kommen, er setzt sich auf das Seil des Sonnensegels und laesst soich anschauen: ein Kookaboora, schoenes Tier, vorher noch nie in echt gesehen. Das macht mich wirklich froh.
Aber an manchen Tagen kommt alles zusammen, mal so und mal anders rum. Wir fahren also heute zum Cape Tribulation, das sind so 100km nach Norden, so ziemlich das Ende der Strecke, die man hier problemlos an der Kueste rauf kommt. Reichlich Urwald dort. dort soll es auch Cassowaries geben, sehr grosse Laufvoegel, auffallend blau-rot und schwarz gefaerbt mit einer helmartigen Haube, in deutsch deshalb auch als "Helm-Kassuar" bekannt. die sind auch so eine Ikone, ueberall abgebildet und an den Strassen stehen Warnschilder, dass man sie nicht ueberfahren soll. Das erscheint manchmal etwas komisch, weil man sie nie, nie, niemals zu sehen bekommt. In der Zeitung war aber in den letzten Tagen davon die Rede, dass dort in der Naehe einer der Grossvoegel "Mother Bertha" von einem Touristenbus angefahren worden sein soll. Kein Wunder, denn die Fahrer der Kleinbusse mit denen die meist jugendlichen Backpacker zu irgendwelchen adventures gekarrt werden, fahren wie die Henker: time is money und no risk no fun, heavy what loose here, etc usw. aber der Vogel habe sich aufgerappelt und sei in den Urwald abgehauen.Es gebe in der Gegend, so hiess es weiter, nur diesen einzigen weiblichen Altvogel, und zwei maennliche und 4 oder 5 Kuecken. Ein paar Tage spaeter hat man Mother Bertha aber irgendwo wieder wohlbehalten gesehen. Wir waren also heute in der Gegend. Als wir gerade auf dem Boardwalk im Mangrovendschungel unterwegs waren kam recht ploetzlich ein heftiges Gewitter, was einige Leute ein bisschen aengstigte bezueglich Tod durch Blitzschlag. 37 Kuehe wurden neulich tot aufgefunden, nachdem sie unter einem Baum stehend vom Blitz getroffen wurden. Also haben wir uns zum Auto zurueck begeben und sind dann auch los, weil doch ein heftiger tropischer Gewitterregen einsetzte, dann steht dort immer ueberall gleich ziemlich hoch das Wasser, und man kann abgeschnitten werden. Wir fahren also bei hetigem Regen diese Strasse lang, als ich ploetzlich seitlich im Wald ein verdaechtig vertrautes rot-blaues Muster entdecke. Zum Glueck nicht vor dem Auto und zum Glueck kann ich auch bremsen und ein Stueck zurueck setzen: und da ist er, in aller Schoenheit. Begeisterung auf allen Sitzen, leider laesst er sich nicht so gut photographieren, aber seis drum, zuhause werden wir die Bilder mal genauer ansehen, wo er sich da versteckt. Trotzdem haben wir ihn zum ersten Mal gesehen, es gibt sie wirklich in freier Wildbahn. Das Komische daran ist, dass ich so ein Gefuehl vorher hatte, dass es heute passieren koennte. Das hab ich manchmal, dass etwas passiert, an das ich vorher gedacht habe, mit dem verstopften Rohr neulich war es genauso. Ich will damit nicht sagen, dss ich irgendeine Einsicht in die Zukunft habe, aber manchmal habe ich so einen Riecher. eine Sache habe ich mir jedenfalls schon lange abgewoehnt, hoffe ich: wenn ich denke, dies und das koennte passieren, dann mit einem,"ach, das passiert schon nicht" es wegzuwischen, denn dann passiert es immer.
Es war jedenfalls ein sehr wunderbarer Tag heute.

Meister 28.02.2010, 12.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Aussie Party

Gestern abend waren wie zu einer echten Aussie Geburtstagsparty eingeladen, das ist eine Ehre, die nicht jedem zuteil wird, denke ich. Lauren, die Tochter unserer Freunde hier war 21 geworden in dieser Woche. Die Party fand statt im Haus ihres Bruders, weil das Wtter unsicher war, und dort ist ein  grosser ueberdachter Hof, dazu eine grosse Wiese, eingerahmt von Palmen und tropischen Blumen. Das Wetter hielt sich aber zum Glueck. Natuerlich gibt es immer ein paar Bedenken, wenn man kaum jemanden kennt, aber die Leute hier sind einfach alle wunderbar offen, man fuehlt sich niemals ins Abseits gestellt. Weiterhin beeindruckend wie selbstverstaendlich verschiedene Altersgruppen zusammen feiern, das liegt natuerlich vor allem an den lieben Leuten selbst, zum anderen aber auch an einer sehr unverkrampften Atmosphaere. Es gibt leichtes Esen, trotzdem sehr wohlschmeckend,einen riesigen Geburtstagskuchen und natuerlich das hier immer im Vordergrund stehende Bier. Aber Vorsicht, the police don't understand Spass! Es war jedenfalls eine sehr schoene Party und eine neue Erfahrung, fuer die wir dankbar sind.
 

Meister 28.02.2010, 08.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Keep left

Gestern gab es mal wieder einen Frontalzusammenstoss auf dem Captain Cook Highway  noerdlich von Cairns, zum glueck nur leichtere Verletzungen.
Heute erfahren wir, was passiert ist: ein Schweizer Tourist ist aus einem Parkplatz rausgefahren und auf die rechte Strassenseite. Als er merkte, dass es die falsche Seite war, war es schon zu spaet.
Da liegt die eigentliche Gefahr: man faehrt die ganze Zeit links und dann kommt man aus irgendeinem Parkplatz oder einer einfahrt raus und ganz intuitiv ist man auf der rechten Seite. Da hilft nur aufpassen und ein aufmerksamer Beifahrer, der sofort Alarm schreit.
 

Meister 27.02.2010, 06.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Wochenende in Oz

Ein bisschen sind sie immer wie losgelassen am Wochenende, jedenfalls am Strand ist immer viel los und die Barbequeplaetze sind alle voll und es ist auch immer ziemlich laut. Ein bisschen ist dann zumindest abends auch Alkohol im Spiel, aber meist laeuft alles doch ganz friedlich ab.

Meister 27.02.2010, 00.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Horoskopspruch des Tages

Capricorns - nein, bin ich nicht - improve with age.

Meister 25.02.2010, 10.52| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Zeitverschiebung


Natuerlich weiss man, dass es so ist: 9 stunden sind wir hier der MEZ voraus. Trotzdem ist es immer wieder komisch, dass es hier gerade frueher Morgen ist, waehrend zuhause alle schlafen gehen. Die Kernzeiten sind genau anders herum: waehrend hier 0-6 Uhr ist, ist zuhause 15-21, also nachmittags und abends, wenn zuhause 0-6 Uhr ist, dann ist hier 9-15 Uhr. Am besten kann man kommunizieren mit zuhause von hier aus zwischen 18 Uhr (=9 UHR MEZ) und 24 Uhr (=15 Uhr MEZ) Am hiesigen Morgen geht es auch notalls: zwischen 6Uhr (=21 Uhr MEZ) und 9 Uhr (=24 Uhr MEZ).
Schlimmer ist es allerdings, wenn man sichj  von der einen in die andere Zone bewegt, mir graut schon wieder vor dem bloeden Jetlag. Vielleicht sollte man wirklich ein round the world ticket nehmen: mehrere kleinere Zeitverschiebungen und immer in die gleiche Richtung bis man ueberraschender Weise wieder zuhause eintrifft.

Meister 24.02.2010, 23.19| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Klimaschutz in Australien

Es ist ja erfreulich ,dass die australische Regierung jetzt etwas fuer den Klimaschutz tun will, schliesslich hat dieses lucky country einen sehr hohen CO2 pro Kopf Ausstoss. dies liegt wie bei uns an den Gebaeuden, nur nicht um sie zu waermen, sondern um sie zu kuehlen.
Dummerweise gilt auch hier, wie ueberall, dass gute Absichten nicht unbedingt zu guten Ergebnissen fuehren. Man hat ueberhastet, weil man daheim und in der Welt einen guten Eindruck machen will, ein milliardenschweres Hausisolierungsprogramm aufgelegt, das aber voll in die Hose gegangen ist. Die Hausbesitzer brauchten gar nichts zu bezahlen, sondern nur bei einer Firma zu unterschreiben, die haben die Isolierung gemacht und daas Geld direkt vom Staat kassiert. Kein Wunder, dass sich die dubiosesten Firmen auf dieses Geschaeft gestuerzt haben und die Dachisolation auf laecherleiche Weise durchgefuehrt wurde: sie haben schlicht eine Art Alu-folie auf die Zimmerdecken der in der Regel eingeschossigen Haeuser gelegt, Nicht etwa unter das Dach sie gepappt, nein einfach auf die Decke gelegt. Der eine Punkt dabei ist, dass sie voellig ineffektiv ist, die Waerme ist schon im Haus und findet auch ihren Weg weiter nach unten. Waere ja alles nicht so aufgefallen, wenn sie dabei nicht die folie auch auf die Stromleitungen gelegt haetten und die waren oft nicht so perfekt isoliert, so sind einige Arbeiter zu Tode gekommen und auch ein paar Haeuser abgebrannt. Damit war der Skandal da und der frueher bei Midnightoil spielende Umweltminister Peter Garrett hat grossen Aerger, will's aber nicht gewesen sein.
Dass dieses Programm total uneffektiv war, ist dabei kaum thematisiert worden.
Sie haetten dieses Geld besser in die Entwicklung eines Produkts gesteckt, dass die ganze Klimaanlagenfrage umwaelzen wuerde: wo es heiss ist, scheint in der Regel auch viel die sonne, also muesste man ein "self-contained solar powered A/C Device" entwickeln, eine Klimaanlage, die ohne Stromversorgung nur von ihrer eigenen Solarzelle betrieben wird. Damit koennte man das Leben in vielen Teilen der Welt ertraeglich machen, ohne CO2-Ausstoss. Die Komponenten dafuer gibt es, es ginge also nur darum, sie so aufeinander abzustimmen, dass man das Teil zu einem vertretbaren Preis wegtragen kann. Ich finde die Idee eignetlich so gut, dass da in absehbarer Zeit jemand sowas bauen musste. Schade dass man sowas nicht selbst entwickeln kann, das wuerde mir Spass machen - ja, ich habe keine Ahnung und das ist viele Nummern zu gross, man wird doch mal traeumen duerfen.
 

Meister 24.02.2010, 10.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wirklich Zukunftswirklich

Einfach nur...

...mal am Strand sitzen, ein bisschen lesen, mal baden, mal eine kuehle Mango essen. Viel braucht man ja eigentlich nicht um gluecklich zu sein.
Schade dass es so oft daran fehlt.

Meister 24.02.2010, 05.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Sandalen reparieren?

Ich weiss gar nicht, wie lange es her ist, dass ich zum letzten Mal hab Schuhe neu besohlen lassen? Das liegt wohl daran, dass sie obenrum dann auch kaputt sind, wenn die Besohlung fertig ist. Das war bei diesen Sandalen anders. Ich habe sie hier vor 4 Jahren gekauft und habe sie im Sommer viel an, eigentlich immer, wenn es ohne Socken geht. Und -heiige krumme Fuesse!- die Sohlen sind so krummgelatscht, besonders der rechte Absatz, dass es beim Laufen unangenehm wurde. Keine Ahnung warum man die Sohlen erst so schief ablaeuft und dann wieder nicht mehr richtig laufen kasnn, weil sie so schief sind. Das Obenrum war nicht nur tiptop, sondern gerade richtig eingelaufen. Deshalb habe ich auch vor gehabt, sie neu besohlen zu lassen. Lohnt sich das denn? Ich hatte Zweifel, aber ich habe umgerechnet 25 Euro bezahlt und zwei prima neue Sohlen bekommen, also ich bin zufrieden. Man kann doch nicht immer alles gleich wegschmeissen.

Meister 23.02.2010, 12.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Auf dem Felsen

Auf einem Felsen sitzen am Ende der Bucht, das Wasser gurgelnd heraufschlagend. Der Blick ueber die Bucht laesst sie menschenleer erscheinen. Weit ist sie die Bucht, schoener gelber Sand, Palmen, Baeume, viele tropische Voegel. In den Felsenbecken steht flaches wasser, in dem sich winzig kleine fische tummeln und Strandkrabben vorsichtig seitwaerts voran bewegen, wenn eine Welle sie erwischt werden sie wieder zurueck geschwemmt. am Horizont die weite Felsenkueste am Ende der Trinity Bay, vielleicht 50 Kilometer weg. Wenig Wellen heute, leichter Suedostwind bringt immer wieder die eine oder andere Schauer herueber, dann wird es schnell sehr nass. die Schauer ist heftig und aber kurz, dann scheint wieder die Sonne und alles dampft vor feuchter Waerme.
 

Meister 23.02.2010, 08.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Born as a Sturmtief

Da sagt jemand zu mir: "Ich moechte als Tiefdruckgebiet wiedergeboren werden. Dann dreh ich mich und dreh ich mich und stuerme kraeftig!"
Unterschaetze ich den Wunsch einer Frau zu tanzen? Walzer, oder was ?
 

Meister 22.02.2010, 08.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Sozialstaatsumbau

Kaesmann und von der Leyen gemeinsam gegen Westerwelles Umbauplaene, was fuer eine wunderhuebsche Koalition der moralischsten Gutmenschpopulisten Deutschlands. Frau Bischoefin, die Kirchenaustrittsfoerderungsbeauftragte der EKD, meint, sie muesse ein politisches Mandat wahrnehmen, was sie gar nicht hat, oder kennt jemand jemanden, der es ihr gegeben hat? Schon ihr Vorgaenger Huber meinte, er habe die Moral so mit Loeffeln gefressen, dass er sie den Deutschen ungefragt staendig aufs Butterbrot schmieren muesste. Aber Frau kaesmann ist noch um einige Potenzen schaerfer als er. Als  seinerzeit ein Deutscher zum roemischen Papst gewaehlt wurde und BILD titelte :"Wir sind Papst", da hat Frua Kaesmann sich zugeschworen: "Und ich bin die Paepstin Deutschlands". Aber ihre Kumpanin Uschi von der Leine ist aus dem gleichen moraltriefenden Holz, wenn sie den Mund aufmacht muss der deutsche Gutmensch vor geruehrter Begeisterung auf die Knie fallen. Kein Wunder, dass sie dem Sozialgefrierschrank Westerwelle moralisch eins reinsemmeln muessen. "Umbau des Sozialstaates, wo kaemen wir denn da hin?"
Dabei ist voellig klar, dass dieser >Brot und Spiele<Sozialstaat keine Zukunft hat, er ist nicht mehr zu bezahlen und foerdert mit den falschen Anreizen die falschen Leute. ein solidarischer Sozialstaat wuerde Arbeit und Chancen geben, statt die altroemische Stimmenkaufpolitik fortzusetzen.
Was mich aergert ist, dass man in Deutschland mit solcher Pseudomoral populaer ist und ganze Kampagnen lostreten kann, um eine wirklich inhaltliche Diskussion schon im Keim zu ersticken. Dabei waeren in einer solchen Veraenderung durchaus grosse Chancen im Sozialbereich gegeben. Nur noch Geld fuer Arbeit wuerde auf der anderen Seite auch heissen muessen, dass der Staat diese Arbeit in einem anderen Sektor auch schaffen muesste, dass wuerde ein Recht auf Arbeit ansprechen, welches natuerlich nicht Pflicht zur Arbeit ist, sondern lediglich die Moeglichkeit fuer jeden seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, damit auch die Mindestlohnfrage sich ganz anders stellen wuerde, denn niemand koennt weniger zahlen als die staatliche Beschaeftigungsgesellschaft. Und wer soll das alles bezahlen? alle heutigen Sozialtoepfe stehen dafuer zur Verfuegung und die damit zusammenhaenfgenden Fragen sind zwar offen, aber erst dann loesbar, wenn man die Diskussion ueber den Umbau des Sozialstaates zulaesst, was im Moment durch die Gutmensschenriege mit allen Mitteln verhindert werden soll. Warum eigentlich?
Wer tut eigentlich Frau Bischoefin weh, wenn man darieber nachdenkt, wie man unser Land zukunftsfaehiger macht und die Menschen aus dem Brotundspiele-Ghetto befreien kann? Glaubt jemand wirklich, dass man mit DauerHarztIV, selbst wenn man es umbenennt und verdoppelt jemanden gluecklich machen kann, den man zum Parasiten erzieht?
Ist denn HarztIV nur schlecht? Es gibt eine Gruppe von Leuten, die man auch nicht vergessen sollte: Kuenstler und Freischaffende, die nur durch  solche Transfers ohne schlimmste materielle Not etwas schaffen koennen, was sonst nicht  werden wuerde. Aber auch fuer derartige "Boheme-Probleme" koennte man eine Loesung finden.
 

Meister 21.02.2010, 07.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

21. Februar

21. Februar, das heisst immer noch 4 Wochen bis Fruehlingsanfang. Ich hoffe so, dass zuhause kein Schnee mehr liegt, wenn wir zurueck kommen, denn ich habe jetzt schon so fruehlingshafte Vorstellungen, dass es schwer ertraeglich waere heimzukommen und alles ist genauso kalt/grau/ungemuetlich wie zuvor. Ich habe Lust auf Fruehlingsarbeiten im Garten und auf Grillen im Freien und die ersten Schneegloeckchen, Krokusse und auf Osterglocken und Tulpen. Ich glaube, man moege mir verzeihen, wenn ich immer hier leben muesste, haette ich ziemliches Heimweh. Gibt es etwas schoeneres als unseren noerdlichen Fruehling und Sommer? Unsere langen Tage, die Luft mit dem ersten Fruehlingshauch. Ich freu mich drauf. Meist bedeuten diese Gedanken, dass die Erholung voran schreitet, noch 1 woche, dann sollte ich asuch wieder positive Gedanken ueber die Arbeit haben, was nicht heisst, dass ich es drauf anlege, gleich die Aermel hochzukrempeln.
 

Meister 20.02.2010, 22.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Das Kreuz des Suedens

Schon ein paar Mal habe ich vergeblich nach dem Kreuz des Suedens Ausschau gehalten, ich wusste zwar wie es aussieht, aber konnte es nicht finden.
An dem Morgen als wir um 4 Uhr frueh in Darwin ankamen, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: da war das Kreuz in voller Schoenheit und dort die Pointers und dort also der Himmelssuedpol! Eine ganz einfache Erklaerung. Da sich der Suedhimmel um den himmelssuedpol dreht, steht dieser Pol auch nur 16* ueber dem Horizont, seine Hoehe ganz analog der des Nordsterns bei uns. Also sieht man um diese Jahreszeit das Kreuz auch nur in den Morgenstunden so wie man es sehen moechte, abends ist es etwa 90* verdreht und recht horizontnah. aber morgens um 4-6 Uhr ist es voll praechtig, so wie man es sich romantisch vorstellt.

Meister 20.02.2010, 11.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Vegetarische Austern, gibt's das?

Klarer Fall: Passionsfruechte: so aehnlich aufzumachen wie Austern, so aehnlich zu essen wie Austern, fuehlen sich auch aehnlich schlabberig an, wenn man sie im Mund hat - nur der Geschmack ist absolut unvergleichlich !
Nachtrag: Ich hab's nicht probiert, aber ich koennte mir vorstellen, dass beides auch ganz gut zusammen schmeckt!

Meister 19.02.2010, 14.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Roo Pooh

 Sollte es fuer die australischen Fussballer die Socceroos bei der WM doch nicht so gut laufen, koennte das an einer offenbart landestypischen Problematik liegen:
Da beklagt sich der oertliche Fussballclub in der Zeitung, dass sein Trainingsplatz jeden abend von hunderten von Wallabies heimgesucht wird, sie auf dem Rasen aesen und ihre Geschaefte verrichten. Und die Fussballer rutschn dann natuerlich leicht aus auf den weichen "Droppings" auch "pooh" genannt. Einen Zaun haben sie schon, aber der wird von den flinken Tieren unterwandert oder ueberwunden, was tun ?
Also vielleicht sollte der faire australische Sportsman mit den Roos um die Platzherrschaft boxen, aber die Wallabies sind j die kleine Art, das ware nicht fair, auch nicht im Ueberzahlspiel. Besser waere es wahrscheinlich, die Duengung des Platzes zu akzeptieren und vor jeder Trainingseinheit den Platz richtig zu waessern und zu planieren. Schliesslich muessen die Tiere ja auch ihren Lebensraum haben

Meister 19.02.2010, 11.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Markttag

Heute ist Markttag und wir werden jetzt mal unseren Kuehscharnk mit Obst/Gemuese/Kraeutern auffuellen. Hauptproblem dabei, dass man eine Menge schleppen muss bei der Hitze, so ein Markt ist eben nicht klimatisiert.
 

Meister 19.02.2010, 00.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Cairns wiederbesucht

Es hat sich nicht viel geaendert in Cairns, moechte man fast sagen, jedenfalls auf den ersten Blick. Aber irgendwie kriege ich das Gefuehl, dass nicht so viele Touristen da sind. wuerde nicht verwundern, es ist verdammt teuer geworden gegenueber dem vorigen Mal, der Kurs vom Aussiedollar zum Euro ist im Prinzip zu hoch und die Inflation scheint auch ganz munter.
Die Statue von Captain Cook haben sie jetzt mit einem roten Mantel versehen, der wuerde sich im Grab umdrehen, wenn er hier eins haette, dass sie ihn posthum zu den Redcoats (=Infantrie) versetzt haben.
Die Probleme mit den Marine-Stingers sind unveraendert, liegt jetzt aber auch daran, dass die Biester bei Nordwind voll an die Kueste getrieben werden.
Aber wir haben zum Glueck einen schoenen Pool, koennen am Strans sitzen und dann zum Schwimmen zum Pool rueber gehen. Sie haben ja diese "swimming enclosures" hier, also Netze, aber die halten die kleineren gefaehrlicheren Irukanji-quallen nicht ab. Und die Praxis, den Strand fuer 2 Tage zu schliessen, wenn es einen Irunkanji-stich gegeben hat und dann wieder aufzumchen, ist doch ein bisschen blauaeugig.

 

Meister 18.02.2010, 11.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Gewitternacht

Die ganze Nacht hat es heftig geblitzt, gedonnert und der tropische Regen rauschte. Heute frueh ist die Luft wie gereinigt, obwohl sie hier direkt am Ozean sowieso voellig sauber ist. Weiter im  Land kann es ganz schoen staubig sein, aber jetzt in der Wet regnet es sowieso immer ml, also ist der staub kein Problem. hier gibt es zum glueck auch keine fliegen wie im N.T. wo sie einem ganz schoen auf die Nrven fallen koennen. Es ist noch frueh und es it angenehm ruhig in Trinity Beach, durch die wolken scheint die sonne nicht auf den Balkon, was sonst ein schweisstreibendes Problem oft ist. Wir haben tollen Highland Kaffee gekauft, mit Chocolate flavour, sehr lecker. Ein guter Morgen, so hoffe ich.

Meister 17.02.2010, 23.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

T.B. Tavern

Gestern abend sind wir noch in der Tavern gewesen,leider ist sie nach dem Umbau etwas supercool, aber der Blick ueber den Ozean bleibt. Eigentlich wollten wir was essen, aber da wir zufaellig unsere Freunde von hier trafen, blieb es bei etwas Ale/Riesling. Man muss ja nicht  staendig essen.
Die Naechte sind tropisch warm, eigentlich schalten wir die Klimaanlage aus, um den Ozean rauschen zu hoeren. aber wenn es zu warm ist, muss man die Tuer schliessen und sich mit dem Rauschen der Klimaanlage begnuegen.

Meister 17.02.2010, 00.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Wieder in Trinity Beach

Frueh sind wir heute aufgestanden, um 3.30 genau genommen, aber hat alles gut geklappt und  wir hatten noch Zeit am Airport. Der Flug war puenktlich, dauerte 2 1/2 Stunden von Darwin nach Cairns. Wir wurden erwartet von einem Transfer-Menschen, der uns ins Roydon brachte, zum Glueck hatten wir Eddie den Manager schon informiert als wir in Darwin umdisponiert hatten. Er hatte wieder ein tolles Appartment mit Ozean vor der Nase fuer uns.
So, jetzt erstmal auspacken, eine kleine Runde geschwommen im Pool sind wir auch gleich. Wir wollen jetzt mal etwas zur Ruhe kommen und mit dem Erholen  anfangen.

Meister 16.02.2010, 04.48| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Auf in die heisse Stadt

Noch reichlich heiss, wie machen uns jetzt mal auf die Stadt unsicher zu machen.
// ja da war die Internetverbindung abgelaufen, man konnte im Hotel immer 24h buchen, und wenn die rum sind, muss man neu bezahlen.//Jedenfalls waren wir an dem Abend noch in Downtown Darwin und haben auf der Wharf ein bisschen was gegessen und in der Stadt noch ein bisschen guiness getrunken.. Die Kellnerin in  der irischn Kneipe war eine Studentin aus der Naehe von zuhause. Es gibt viele Jugendliche Backpacker, die hier arbeiten und dann reisen, soweit das verdiente Geld reicht. die Bezahlung soll zumeist nicht so sehr gut sein, aber immerhin kann man mit einem solchen Studentenvisum hier legal arbeiten, was bei uns sicher ein Riesenproblem waere.
 

Meister 15.02.2010, 06.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Tropisches Erwachen

Aufgewacht durch die schoene tropische Morgenluft, zuhause ist es jetzt dunle und kalt, die Differenz ist fast ein bisschen zu viel.
Denk ich an Deutschland am Morgen, mach ich mir ueber diesen Winter langsam sorgen.
Gerade aus der Ferne hat man das Gefuehl, dass dieser winter jetzt doch verschleissend wirkt und dass nur Maerz oder noch besser April weiterhelfen werden. Es hat auch schon harte Winter gegeben bei denen ein schoenes fruehes Fruehjahr dann die Erloesung gebracht hat. Hoffen wir also darauf. Ich schicke schonmal ein Paeckechen Sonnenschein: >Geschenksendung! Keine Handelsware!<  Es moege nuetzen!

Meister 14.02.2010, 23.41| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Zurueck in Darwin

Wenn man von Frost und Schnee zuhause hoert, traut man sich ja kaum zu schreiben, was hier los ist. Immer noch dieser Dauerfrost, und es gibt irgendwie keine Perspektive, dass es besser wird.
Nun aber zu etwas voellig anderem:
34* und sonne, schoener tropischer Abend jetzt in Darwin, eine Luft wie Samt und Seide. Wir sind noch nicht lange wieder hier.
Gestern morgen sind wir aus Alice Springs weg und haben gestern 900km gefahren, voll nach Norden den Stuart Highway rauf. Es faehrt sich einfach sehr gut hier, weil man kaum ein Auto trifft. solange es Tag ist, gibt es keine Probeleme mit 120km/h auch 120 km in der Stunde wirklich voran zu kommen. Wir wollten gestern eigentlich bis Renner's Springs kommen, das waeren 650km gewesen, aber wir waren so frueh da, dass wir uns zur Weitefahrt entschliessen mussten, was soll man den Nachmittag in einem Motelroom verschlafen? Bevor es dunkel wurde, 250km und zwei heftige Gewitter weiter erreichten wir Daly Waters, einen "Kultpub" mitten im Nirgendwo. Dort haben wir in einer Cabin gemuetlich uebernachtet, ringsum naechtliches Wetterleuchten.
Heute morgen hatten wir dann nur noch 600km  bis Darwin zu fahren und die zogen sich doch mehr als gestern, aber um 5 waren wir schlielich da, also vor etwa 5 Stunden.
Es ist so schoen , dann in ein schoenes Hotelzimmer zu kommen und die Klamotten von sich zu schmeissen.
Frisch renoviert sind wir zum Essen in die Stadt gelaufen, das ist ja nicht so weit hier. Danach waren wir so unternehmungslustig, dass wir noch zur neuen Waterfront runter sind, und sehr ueberrascht, was sich in 2 Jahren veraendert hat, man erkennt es gar  nicht wieder. Damals war es aber aus sehr verregnet gewesen, waehrend heute am Valentienstag alle Aussis offenbar ihre Liebsten ausfuehren. Auf jeden Fall ist es ein toller warmer abend und es sind so viele june Touristen hier, dass man sich fragt, wer diesen Geheimtipp wohl so verbreitet hat.
 

Meister 14.02.2010, 13.21| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Feuchte Wueste

Alice Springs ist anders als man denkt. Man soll ja hier vor Trockenheit und Hitze umkommen, aber im Moment regnet es kraeftig, und wir hatten heute nachmittag heftig Gewitter. Alles ist gruen und die Wueste lebt auf.
Unser Programm heute waren die West Macdonnell Ranges, spektakulae Hoehenzuege westlich von hier, Schluchten und Flusstaeler, die normalerweise aber trocken sind. Bloss wenn es regnet...
Es drohte dann von Osten her schon seit mittags Gewitter, aber wir haben uns an der vielleicht schoensten Stelle, Glen Helen, dazu entschlossen doch den Rundweg weiter zu fahren, auch wenn dort unbefestigte Strasse drohte. Wir sind sogar noch an das spektalulaere Gosse Bluff, wo vor 140 Mio Jahren ein Meteorit eingeschlagen sein soll. Dann fing es aber an richtig zu regnen und wir mussten uns auf den Heimweg ueber Herrmannsburg machen. Die unbefestigte Strasse macht zunaechst einen guten Eindruck, wenn sie ein bisschen nass wir ist das ja eher gut, wassergebundene Fahrbahndecke, pflegte mein Vater frueher dazu zu sagen. aber die Wasserprobleme sind eine Funktioon von Intensitaet und Dauer, will sagen, bei starkem Regen wird es nach einer Weile ungemuetlich. So war es dann auch, erst werden die Pfuetzen immer groesser und tiefer, dann ist die ganze Fahrbahn zunehmend aufgeweicht, und richtig los geht es, wenn das Wasser in den Dips steht und den Floodways quer ueber die Strasse stroemt. Aber es sind immer noch 20 km bis Hermannsburg und die werden nur allmaehlich weniger. So ein 4WD hat gute Moeglichkeiten auch noch durch 40-50 cm Wasser zu kommen, irgendwann wird es dann eng, besonders wenn man dann einen Hang rauf muss, auf dem Wasser und Erde runter stroemen. Wenn man stecken geblieben waere.... naja, nicht so lustig, sind wir aber nicht, Nach Hermannsburg war die Strasse wieder sealed und die Probleme mit dem Regen liessen auch nach. Es hatte sich ganz schoen abgekuehlt, von 34 auf 22*. Aber das ist auch schoen, kann man die Fenster aufmachen und ein wundervoller Eukalyptusduft stroemt durchs Auto.
 

Meister 12.02.2010, 11.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Besuch beim Baden

Etwa 100km sudlich von Darwin ist der Litchfield Nationalpark. Er ist dafuer bekannt, dass man dort schoen und krokodilfrei baden kann. Es ist schoen warm als wir bei den Bugley Holes ankommen. Man muss sie sich als einen ueberdimensionaler Gebirgsbach vorstellen, in dem das klare Wasser von einem Felsenpool zum naechsten stroemt und in den Pools kan man schoen baden, eine grosse Badewanne mit Whirlpool fuer jeden. Natuerlich sind auch eine Reihe Aussis hier, haben ihre Eskies (=Kuehltaschen mega) neben sich und lassen es sich gut gehen.
Wir finden auch einen schoenen Pool und das Wasser ist herrlich, der "Gebirgsbach" hat vielleicht 28-30*.
Indem wir entspannt im Wasser liegen, kommt ein Besucher: ein Lizard, vielleicht 1 bis 1/2m lang. Die Echse guckt ganz interessiert, sie ist offenbar an Menschen gewohnt. Umgekehrt gibt es aber Leute im Pool, ich nenne weder Zahl noch Namen, die gar nicht an schwimmende Grossechsen gewohnt sind und einen heilgen Schreck kriegen, als das Tierchen ins Wasser kommt. Bevor aengstliche Nozzies aber den Pool raeumen koennen, ist der ruecksichtsvolle Gast schon durchgeschwommen und steigt auf der anderen Seite wieder ganz geruhsam aus dem Wasser und geht seines Weges.
 

Meister 12.02.2010, 01.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Alice Springs

Also tennant Creek war nicht so die Offenbarung, ein ziemlich runtergekommenes Nest wie es scheint, wenigstens hatten wie mit dem "El Dorado" noch das beste Motel am Platze erwischt. Aber rausgehen war kein reines Vergnuegen, merkwuerdige Stimmung, alles schwer vergittert oder eingeschmissen.
Heute frueh gab es dann noch ein Ereignis, das ich demnaechst noch extra erzaehle!
Aber abgehakt als "road adventure".
Die Landschaft entwickelt sich allmaehlch immer mehr Richtung Wueste, aber es ist recht gruen, denn noch haben wir die feuchtere Zeit des Jahres, Regenzeit waere hier wohl zuviel gesagt. Es ist unterhaltsam der Landschaft zuzusehen. Es gibt massenhaft Adler, die ihre Kreise drehen, sie werden schein bar von der Strasse angelockt, die Futter produziert, vor allem wohl nachts. An einer Stelle steht neben den ueblichen Kuhwarnungen noch ein spezielles "cows on the road"-Schild. solche etwas spontan wirkenden Schilder sollte man hier immer ernst nehmen, ersst laufen ein paar Kaelber ueber die Strassse, was nicht so schlimm ist, aber dann sprintet unvershens ein Jungbulle vors Auto, was wohl irgendwie stierkampfartig gemeint ist. Seis drum, er hat's ja ueberlebt.
30km vor alice ist der Wendekreis des Steinbocks, also Ende der Tropenzone. Das hindert Alice nicht daran 38* heiss zu sein.
Liegt ja ganz huebsch das Staedtchen, aber es ist ein Nest. 10x kleiner als sein Ruf, wuerde ich sagen. Wir haben ein sehr schoenes Hotel, kann man nicht meckern, aber die auswahl ist hier auch gross.
 

Meister 11.02.2010, 14.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Darwin/Mataranka/Tenannt Creek

Seit Darwin kein Internet aber 1000km weiter nach Sueden. Es ist schoen warm hier und ich wuerde Euch gern einen Schwall Tropensonne zukommen lassen.
Wir sind jetzt in Tennant Creek, das ist noch 500km noerdlich von Alice Springs mitten im Outback.
Schon gestern waren wir wirklich sehr weit weg von allem in Mataranka, zwar nur 500km von Darwin dafuer die Heimat des Buches "We of the Never Never".
Na ich werde ueber gestern noch was extra schreiben wenn ich kann.
Heute frueh haben wir wundervoll gebadet in einer 34* warmen Suesswasserquelle, die zwar "Bitter Springs" heisst, aber wundervoll klares wohlschmeckendes Suesswasser enthaelt,umstanden von Palmen und Eukalyptusbaeumen. Blaue Seerosen, idealisieren das Bild. Um die Zeit morgens war noch niemand dort, aber der Badeplatz ist voellig krokodilfrei. Wenn es eine Quelle der ewigen Jugend gaebe, muesste sie etwa so aussehen.
Tut mir ja leid wegen dem Wetter zuhause!!

Meister 10.02.2010, 09.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Der Tag in Darwin

Es ist ja ziemlich abgelegen  hier ,aber das verhindert nicht, dass der Platz irgendwie in ist,  ein Treffpunkt der Backpacker-Elite so scheint es.
Das Wetter ist morgens sonnig und nachmittags gibt es eine heftige tropische Schauer, das soll um diese Jahreszeit die Regel hier sein.
Und verschlug diese Schauer ins "mosoons", wo man gemuetlich dden Regenschwaden zusehen konnte, ohne nass zu werden. Das Bier schmeckt gut, genauso das Essen, junges internationales Publikum, auch eine Menge Deutsche, wie es scheint.
die Schauer ist dann auch bald vorbei, und alles dampft, die Sonne scheint wieder.
 

Meister 08.02.2010, 13.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Planaenderung

Das Auto  haben wir wie geplant bekommen, und es war auch gar  nicht teuer, aber   hier sollte dann  die Gebuehr fuer die Einwegmiete noch zusaetzlich bezahlt werden, es hiess das seien 550 AUD also 300 Euro, aber hier wollen sie jetzt 1500 AUD haben, also 900 Euro, verteilt auf 9 Tage wuerde das den Gesamtpreis in schwindelnde Hoehen treiben, sozusagen verdreifachen. Tut mir leid, alles muss irgendwie in fairen Grenzen bleiben, sonst ist es nicht australisch, da koennen wir so nicht mitmachen!
Also umdisponiert, wir koennen auch etwas anderes machen, von Darwin nach A,lice Springs fahren und dann wieder zurueck, und das Auto wieder hier abgeben und 1500 AUD gespart. Naja nicht ganz, der flug von DRW n ach CNS kostet uns 300 Euro.
die Sache hat auch noch eine positive Nebenwirkung: die Fahrt nach CNS waere bei der momentanen Lage sowieso nur auf dem grossen Highway moeglich gewesen, alls andere ist wegen Ueberflutung gesperrt, und dieser Weg scheint auch noch ziemlich langweilig. Und in Alice sind wir noch nie gewesen, eine Bildungsluecke sozusagen. Es gibt natuerlich Reisefuehrer die sagen, in das rote Zentrum sollte man um diese Jahreszeit nicht fahren, aber seit wann hoeren wir auf Reisefuehrer?
 

Meister 08.02.2010, 11.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Zeit- und Klimaanpassung

Die Zeitumstellung ist das eine Problem, aber das kann man bewaeltigen, wenn man sich Zeit nimmt und nichts uebers Knie bricht. Heute Nacht ging das mit dem Schlafnv schon bis nach 3 Uhr.
Die gleiche Massnahme (Geduld) erfordert die Klimanpassung. Wenn man wie eben nachdem Fruehstueck unvrsehns ins Freie tritt, dann ist es schon ein bisschen kreislaufschockend. Und den Hut und die Sonnenbrille sollte man auch dabei haben.
Gestern wenigstens ohne Sonnenband davon gekommen, abr ein bisschen scheint die krankhafte Winterblaesse schon zu weichen ,wenn ich in den Spiegel sehe. Und auch die Haende sehen nicht mehr so trocken und bleich aus, das war in den letzten Wochen zuhause ja echt furchtbar.
 

Meister 08.02.2010, 00.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Nochmal zu Singapore

Leider haben wir es diesmal nicht geschafft mehr als den Flughafen von Singapore zu sehen, aber selbst das lohnt sich. Es herrscht dort eine seltsam relaxte Athmosphaere, obwohl es sich um ein Riesengelaende mit 3 Trminals handelt. Es liegt vielleicht an der Feng-shui-artigen Dekoration mit vielen Blumen, Orchideen, Wasserfaellen etc. Es gibt aber auch ueberall ruhige Plaetze wo man gemuetlich sitzen kann, dagegen ist Frankfurt eine zugige Bahnhofshalle. Wir sassen zwei Stunden in einer ruhigen Sportsbar, direkt hinter einem Koi-Becken, ueber das hinweg auf den Verkehr draussen auf dem Rollfeld schauen konnte und sahen uns bei einem Bier Bremen gegen Hertha an, was die Berliner trotz unseres Zusehens verloren.
Und nicht nur sind alle freundlich, hilfsbereit und relaxt, sondern es klappt auch alles, das erscheint wirklich phaenomenal manchmal.
Es ist eindeutig der beste Platz fuer ein Stopover bei einem Flug in die asiatisch-pazifisch-ozeanische Region.
 

Meister 07.02.2010, 12.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Angekommen in Darwin N.T.

Da sind wir also seit inzwischen 12 Stunden auf autralischem Boden. Ja, es ist tropisch hier, wenn man die Balkontuer aufmacht, kommt eine heisse feuchte Luft rein (und die Klimaanlage geht sinnvoller Weise aus.
Wir sind im alten Holiday Inn in Darwin, der schon damals den verheerenden Cyclon Tracy mitgemacht hat, und schauen ueber den Darwin Harbour, wo sich jetzt nachmittags ein Gewitter aufzubauen scheint.
Man muss sich jetzt erstmal neu sortieren und begrifen, was eigentlich los ist.
Wir sind um 2.40 local time angekommen, mit Jet Star aus Singapore. 4 Stunden Flug von dort. Die interntionalen Fluege kommen fast alle um eine deartig ungewoehnliche Zeit an, meist weil sie noch weiter fuehren.
Man ist darauf aber eingestellt, die Hotelrezeption ist darauf aber mit 24h-Dienst eingestellt, und Fruehstueck gibt es ab 3 Uhr frueh, fuer den Jetlag Hunger, denk ich.
Natuerlich merkt man jetzt allmaehlich, was man alles vergessen hat.
Und man kriegt sofort vorgefuehrt, dass man auf die sonne aufpassen muss.
Wir haben das fruehe Fruehstueck glech mal genossen und dann haben wir uns erstmal ausgeschlafen, die Klimaanlage von den voreingestellten 20 auf 25 Grad hochgestellt. Zuhause wuerde man bei 20 grad frieren, hier mahen sie es absichtlich, aber 25 ist wirklich angenehm, vor allem viel angenehmer als die 25Grad Heizungsluft zuhause.
Den Pool probiert, das Wasser ist unnatuerlich heiss, moechte ich fast sagen, kein Wunder die Sonne scheint drauf. Da wir nur kurz baden wollten, haben wir uns nicht eingecremt, aber gleich gemerkt, dass das keine gute Idee war, man kann sich wahnsinnig schnell verbrennen, man spuert direkt die Strahlung auf der Haut, abe rgerade noch rechtzeitig wieder raus aus dem Pool, ein Sonnenbrand am erstenTag? Nein danke!
Also schoene Gruesse von Oz nach Nozz, bis bald.
 

Meister 07.02.2010, 08.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Von Nozz nach Oz: Singapore

Liebe Bloggsburger,

da sind wir nun in Singapore angekommen. Merkwuerdig vertaut hier alles auf dem changi-airport. Nach 12 Stunden Flug ein Transit Hotel ist supergut.

Ausgeschlafen geht es in 2 Stunden weiter nach Dariwn N.T.

Kaum ist man ein paar kilometer raus aus Nozz, schon sieht die Welt ganz anders aus.

Bleibt alle gesund und bloggy.

Meister 06.02.2010, 12.28| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

So - fertig

So alles beisammen!
Dann lebt erstmal wohl, liebe Bloggsburger!
Ich lasse von mir hören. - Bald !

Meister 04.02.2010, 22.45| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

R.D.Precht: Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Schon ein lesenswertes Buch, auch wenn die Unterhaltung in abwechselndem Freuen und Ärgern besteht. Man fragt sich immer mal, was meint er denn nun eigentlich, hü oder hott, Sekt oder Selters. Es soll irgendwie neutral daher kommen, aber das besonders entschieden. >Sophies Welt< reloaded oder für ältere Semester?
Wenn ich genauer nachdenke, kann ich nichts Spezifisches erinnern. Ist es wirklich nur ein Zeitvertreib?

Meister 04.02.2010, 18.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Diese Woche


Arbeitsmäßig war diese Woche die Härte und ich kann froh sein, wenn sie überstanden ist.
Alle in Ferien gefahren, bloß die Kranken nicht. Der Winter geht irgendwie seinem Höhepunkt in puncto Nerverei entgegen.
Und es wird ein langer Höhepunkt: der kinderärztliche Winter dauert bis Mai. Mal sehen was als nächstes kaputt geht, im Moment ist das Tor dran, sollte man bei Schnee und Frost besser offen lassen (Merk Dir das für den nächsten strengen Winter in X Jahren!).
Also nun die Neuigkeit: Ab morgen kein Schnee mehr, Schluß mit diesem Monsterwinter.
Wieso, weshalb?
Noch ist es ein Geheimnis, aber ein süsses Geheimnis!

Meister 04.02.2010, 10.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heftiger Tag gestern - und heute?


Es ist Winter, und es ist die Ferienwoche. Alle sind wohl weg, bloß die Kranken nicht. Es war schon klar, dass ich den Hauptteil des Tages alleine dastehen würde, aber dass der Terminkalender dann auch noch voll ist, war schon ein Schock. Damit waren heftige Wartezeiten programmiert, aber wozu sich aufregen. Was man von den Chirurgen lernen kann, ist, die Arbeit immer in aller Ruhe konzentriert voran zu treiben ohne jegliche Rücksicht darauf wieviele warten, ob Chaos und Wut draussen toben, oder ob man unter Beschuß steht.
Also einfach die Arbeit machen: "shut up and play yeer guitar!"
Viele wirklich kranke waren gestern zum Glück nicht da, nur die übliche >hu-schnu-du<-Riege natürlich mit einer Untermischung von >fi-hs< und >e<, aber manche Leute haben in den Ferien mal so richtig Zeit mal zum Arzt zu gehen, Kuranträge ausfüllen zu lassen oder Fragenkataloge abzuarbeiten, die man schon immer mal fragen wollte.
Ist ja alles legitim, aber manchmal ist es schlicht auch schwierig, besonders gegen Schluß, wenn man langsam nicht mehr weiss, was die Leute eigentlich von einem wollen, ein komisches Gefühl.
Und heute das gleiche Spiel?
Allein bin ich jedenfalls immer noch, aber es ist Dienstag, da müssen vielleicht nicht so viele kommen und außerdem wird das virtuelle Maßband an dem ich die Tage bis zum Urlaub vor meinem inneren Auge abschnippele immer kürzer: Land in Sicht!

Meister 02.02.2010, 09.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Der Schneemann des Winters 09/10


Da haben wir ihn hoffentlichP1030347_1.JPG - 128.59 KbP1030347_1.JPG - 128.59 KbP1030346.JPG - 535.63 Kb

Meister 02.02.2010, 09.22| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Eislaufen und Schneemannase


Also wirklich eine formschöne Eisnase habe ich für den Schneemann gefunden, die Kritiker sagen, man kann sie von Weitem nicht so gut sehen. Aber mal ehrlich, soll man so einen Zinken haben, dass man ihn aus 30m hervorstechend sieht? Ein echt griechisches Profil, obwohl die Schneemänner dort sicher auch rar sind. Aber mehr als das, er hat zwei Arme bekommen, aus richtig geraden länglichen Eisblöcken, sieht eindrucksvoll aus. The best snowman you've ever seen, absolutely.
Die Arbeit von gestern, ein Stück Eisfläche frei zu schieben und mit Wasser zu planieren, hat sich heute bezahlt gemacht, wir konnten schön Schlittschuh laufen, wahrscheinlich nur das eine Mal in diesem Winter umständebedingt. Aber in so einem Falle gilt, einmal ist besser als keinmal.
Und im Übrigen gilt: Wasser hat schon Balken, besonders wenn es gerfroren ist.

Meister 31.01.2010, 17.39| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Schwer was los

am Vogelhaus!
In diesem Winter sind schon einige Säcke Vogelfutter drauf gegangen, man denkt gar nicht, dass die kleinen Tiere so viel wegschleppen, aber sie tun's. Nun leider ist input=output, aber was soll's?
Es ist schön beim Frühstück zu beobachten, wie sie sich ein Stelldichein geben: erst stürzt ein ganzer Schwarm Spatzen aus dem Schutz eines Rosenstrauchs überfallartig zum Vogelhaus, macht sich alle Taschen voll und verschwindet wieder eilig, bevor ein paar animierte Amseln ihre Revierkämpfe ausfechten und alle wegscheuchen. Meisen und Finken kommen vorbei, ein Rotkehlchen ist zu schüchtern um direkt herna zu kommen, es wartet bis die Konkurrenz eine Pause macht, ein Eichelhäher kommt elegant angeflogen, die Amseln sträuben das Gefieder aber räumen das Feld bis er genug hat. Auch ein Ringeltaubenpäarchen  hat Hunger, die Krähen sind zwar frech aber zum Vogelhaus trauen sie sich nicht, wahrscheinlich hat man mit solchen Futterfallen sie in Rußland immer   gelockt, um sie dann,.. na sie wissen schon.
Um das Vogelhaus entsteht allmählich ein Abraumhaufen, im Moment vom Schnee gnädig verdeckt.
So kann man den halben Morgen verbringen, mit Kaffee und mal einen Blick in die Zeitung.

Meister 31.01.2010, 10.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Der 30. Januar


Heute vor 77 Jahren kam Hitler an die Macht und das Elend nahm seinen Lauf.
12 Jahre später, heute vor 65 Jahren, wurde das Flüchtlingsschiff "Wilhelm Gustloff" in der Ostsee von einem russischen U-Boot versenkt und über 9000 Menschen starben, die größte Zahl von Toten bei einem Schiffsuntergang in der Geschichte überhaupt, so heisst es. Das fiel nur damals nicht so sehr auf, weil überall massenhaft gestorben wurde. Und das hing nun wieder mit diesem anderen Tag vor 77 Jahren zusammen, auf dessen finale Auswirkungen die Zeit gerade hinsteuerte.

Meister 30.01.2010, 23.02| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

The book of Kings & Queens of Britain


Der Titel klingt ein bißchen nach Rolf Seelmann-Eggebrecht ( oder wie hieß der >Hofberichterstatter< denn gleich?).
Aber es geht um die ganze Reihe der Monarchen der Inseln, und das ziemlich prägnant und zusammenfassend. Es ist ein lesbares Buch, aber auch gut, um mal kurz nachzuschlagen, wenn es irgendwo mal wieder um irgendeinen Henry, George oder William geht.
Um sich von Geschichte ien Bild zu machen gibt es nur einen Weg, man muss sie von verschiedenen Seiten betrachten.

Meister 30.01.2010, 22.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Pannen in Serie


An manchen Tagen hat man das Gefühl,der ganze Tag ist vermaledeit. Zum Beispiel Donnerstag: Nach dem Rohrbruch zuhause geht es zünftig weiter mit einer Kloverstopfung in der Praxis mit lange ratlosen Klempnern.  Zum Glück gibt es heute Geräte, die das Aufrüsseln von Wänden und Fußboden bei sowas vermeiden helfen. Weil das Unglück auch nicht auf zwei Beinen stehen kann, merke ich beim Arbeitsbeginn am Donnerstag, dass eine 2m lange dicke Edelstahlstange, mit der man die Eingangstür aufmacht, total locker ist, hätte dem nächsten Kind auf den Kopf fallen können (also doch Glück im Unglück, dass ich es bemerke, bevor was passiert). Um den Topf voll zu machen, ist dann auch noch ein Rollladen abgerissen und geht nicht mehr hoch.
Zum Glück gibt es aber Handwerker, und zum Glück keinnen wir auch welche, die gleich kommen, wenn wir um Hilfe schreien - ganz großes Lob !! Aber wir zahlen auch gleich unsere Rechnungen, soviel Fairness muss sein!

Meister 30.01.2010, 19.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Leiden eines Schneemanns

Der schon erwähnte Schneemann hat leider eine frische Möhre als lange Nase. Der strenge Frost hat jetzt leider zu eine Erfrierung der Nase geführt. Der Arme hat jetzt eine 10cm schlapp herunter hängende Nase, sieht echt peinlich aus.
Müssen wir eine Nasentransplantation vornehmen? Überall hängen die schönsten Eiszapfen, wenn ich da an einen rankommen würde, wäre das doch eine prima Ersatznase!

Meister 30.01.2010, 17.46| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Blutentnahmen: Ärger auf unsere Kosten


Blutentnahmen bei Kindern sind nicht spassig, sie sind schwer zu machen, den Kindern schwer zu vermitteln, oft mit reichlich Streß verbunden und oft völlig unnötig. Bei Eltern sind sie 100x beliebter als bei den Kindern.
Dazu kommt noch, dass wir sie zum Nulltarif machen. Früher kriegten wir noch etwas von den Laborpauschalen ab, und eine Abrechnungsziffer für die Blutentnahme gab es auch, auch wenn die winzif war, weil sie sich auf Erwachsene bezog, die von Arzthelferinnen gepiekt wurden.
Nicht mal diese kleine Ziffer gibt es mehr und die Laborziffernhonorare wurden auschließlich dem Labor zugeschlagen. Zwar wurde deren Wert auch abgesenkt, reicht aber immer noch dafür, dass die Laborärzte,die sie Untersuchungen ja gar nicht machen, sondern nur die Arbeit ihrer Angestellten verantworten, ihr gutes Geld verdienen, während sie auf dem Golfplatz  rumspielen. Gleichzeitig wird dann das Honorar für die Laboruntersuchungen noch von unserem Honorartopf abgezogen.
Zusätzlich wünschen sich dann irgendwelche Kollegen anderer Disziplinen, dass wir für sie bei den Kindern Blut abnehmen.
Und Eltern hätten gern mal die Blutgruppe ihres Kindes gewußt, allerdings nur solange bis sie hören, dass die Krankenkasse das nicht bezahlt.
Man kommt sich also wie ein Volldepp vor, wenn man dann bei unwilligen Kindern eine Blutentnahme macht. Manchmal weiss ich wirklich nicht, warum wir den Zirkus noch mitmachen.

Meister 28.01.2010, 09.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Rohrbruch repariert


Ja er ist repariert, dafür ist die Wand wieder aufgeschlagen und klafft häßlich. Meine Stimmung ist so aus dem Keller noch nicht wiedergekehrt. Finstere Pläne, murmelnde Flüche, schwiemelnde Schwörungen, aber noch keine patenten Rezepte.
Ich kann es grob gesprochen nicht leiden, von mir denken zu müssen:"wie kann man nur so blöd sein!"

Meister 27.01.2010, 19.24| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Mehr Licht

Der Winter hinterläßt doch langsam Spuren: die Hautprobleme werden immer doller, allgemeine Schlappheit, Müdigkeit und Blässe wird geklagt. Und geswtern war da tatsächlich eine 13jährige mit einer erstgradigen Erfrierung am Ohr: Natürlich muss man sich in dem Alter über die Empfehlung der Mutter eine Mütze zu tragen bei der Kälte hinweg setzen, was sollen denn sonst die Kumpels sagen?
Die Haut leidet nicht nur unter der Kälte draussen sondern auch unter der Trockenheit drinnen, je kälter es draussen wird um so schwieriger ist es, eine eingermaßen erträgliche Raumfeuchte einzuhalten. Ja, Australia Du hast es besser: warmer Regen satt überall in den>wet tropics<. 
Und es fehlt Lichtstimulation. "Höhensonne" ist aus der Mode gekommen, gibt's offenbar nur noch im Solarium. Dabei wäre eine milde Lichtstimulation gerade gut, nicht nur für die Haut, sondern auch geggen Müdigkeit und Schlappheit. Aber bitte nicht Solarium braten!
Einfacher ist >Urlaub spielen<.
Man nehme einen einfachen Oberkörperbräuner, wie er in vielen Haushalten rumsteht, aber auch nicht teuer zu kaufen ist, stelle den irgendwo auf, aber nicht davor setzen sondern man ziehe sich Badekleidung an, lasse irgendwelche Sommer- und Ferienvideos laufen und spiele Strandurlaub. Man muss dabei die UV-Brillen aufziehen, aber sollte sich vor dem Bräuner eher bewegen, also nicht immer die gleiche Stelle dem Uv-Licht exponieren. Ziel ist nicht braun werden sondern größtmögliche Hautareale unterschwellig bestrahlen. Wenn man das 2-3 mal in der Woche macht, erreicht man was.
Ferien sind auch demnächst, und wie man so hört fahren eine ganze Menge Leute für 1 Woche in die Sonne, Ägypten scheint in diesem Winter der Hit. Da kann man ziemlich sicher sein, dass Sonnenallergie die nächste Diagnose sein wird. Die tritt nämlich besonders dann auf, wenn man nach völliger Sonnenentwöhnung sich ausgiebig in eine intensive Sonnenstrahlung begibt. Das ist dann nämlich schon wieder das Umschlagen von gut in schlecht: nicht milde Lichtstimulation sondern krankhafter Teutonengrill.

Meister 27.01.2010, 17.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Rohrbruchdrama

Kann sich noch jemand an die Rohrbrüche vor einem Jahr erinnern? Ich schon! Vor allem, dass ich damals vorhatte sicherzustellen, dass das nie wieder vorkommt.
Heute haben wir bei -20° C leider doch wieder das gleiche Problem, und das versetzt mich doch in reichlich schlechte Laune, weil ich eigentlich dachte, alles getan zu haben. Aber abgetückt, es passierte genau an der Stelle, die ich am wenigsten im Blick hatte.
Neue Versprechungen?  Nur ganz im Geheimen. Aber es ist vor allem noch gar nicht klar, was denn nun wirklich hinreichend helfen würde. Ich bleibe also vorerst auf dem sauer sein sitzen.

Meister 27.01.2010, 14.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Rekordschneemann

Also so einen alten Schneemann hatten wir schon lange nicht , der erfreut sich eines langen Lebens in diesem Jahr. Ist aber auch ein Prachtexemplar und er hat dunkle Kohlenaugen, die einen verfolgen. Ganz egal wo man ist, sie schauen hinter einem her.
In der Stadt haben sie, ich glaube vor dem Reichstag, ein ganzes Schneemannfeld, das mit seinem Dahinschmelzen gegen den Klimawandel demonstrieren sollte, aber jetzt mit seiner Persistenz wahrscheinlich erstmal gegen kalte Füsse demonstriert, mit anderen Worten Demo der WInterdemonstranten in eigener Sache.

Meister 26.01.2010, 10.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Kaminträume

Wovon träumt man denn so am Kamin?
Vom weit,weit weg, von Gewittern über dem Darwin Harbour und dem Flughafen von Singapore und dem Outback im Northern Territory, den Krokodilen im East Alligator River und den komischen Vögeln, die im Wappen des N.T. in die Abendsonne fliegen.
Und es ist schön warm, also echt ganz schön doll warm. Und ein Cyclone wettert irgendwo im Gulf von Carpenteria rum und die unbefestigte Strasse von Perth bis zum Uluru ist gar nicht so schwer zu befahren, sagt jemand. Aber wenn man Strassen an denen das "Road closed" Schild steht dennoch fährt kann das 5000 AUD kosten. Und der AUD steht sehr hoch in dieem Jahr, ein Euro sind 1,55 AUD, im letzten Jahr war es fast 1:2. Und studieren in Australien wäre eine tolle Sache, wenn man das nochmal machen dürfte, darf man aber nicht . Aber das Studieren hört ja in Wirklichkeit nie auf. Manfred von Ardenne schrieb, als er kritisiert wurde, er sei doch gar kein Arzt, er sei im 58. Forschungssemester Medizin. Na also, das kann doch jeder, sind doch nur Anfänger die Unis brauchen. Maxim Gorki schrieb ein ganzes Buch über seine Universitäten, obwohl er nie an einer  Alma mater studiert hat, aber bei vielen Almas und Matres, denke ich.
Und solange das Holz nicht alle ist, brauchen wir auch nicht  frieren, selbst wenn Wladimir schlechte Laune kriegen sollte, aber im Sommer muss wieder viel Holz gespalten werden, da liegen noch ganz große Klötze rum. Wenn man dann einschläft beim ins Feuer gucken, ist es auch nicht schlimm, könnte auch ein Campfire sein, irgendwo da draussen in der Weite des Bushs, besser als hier irgendwo unter einer Brücke, die armen Schweine haben hoffentlich alle ein warmes Plätzchen gefunden, man kann draussen nicht überleben bei den Temperaturen, sind so viele erfroren damals in Russland, mein Opa war auch dabei, von Verbrechern irgendwo hin geschickt, schrecklich.
Wissen wir eigentlich, wie gut wir es haben? Ich hoffe es.

Meister 24.01.2010, 19.15| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Schade ums Eislaufen

 Heute ist es sowieso zu kalt, aber leider haben wir in diesem Winter bezüglich Schlitshuhlaufen schlechte Karten. Es hat zu viel geschneit und die Gewässer sind auch zu rumpelig zugefroren. Selbst wenn man ein Stück vom  Schnee freischiebenkönnte, was aber auch nicht geht, weil jetzt total fest überforen, käme man auf eine völlig unebene Fläche. Vielleicht sollte man es mal mit einem Bügeleisen probieren?

Meister 24.01.2010, 15.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Alles nur das nicht !

 Ich sitze gerade am Schreibtisch und lass mir die Sonne ins Gesicht scheinen, aber es ist eine kalte Sonne, draussen sind -15°C. Und wir haben immer noch das Problem mit dem EInfrieren des Wassers im Bad, alle Maßnahmen des vergangenen Jahres haben es nicht verhindertund auch das Abschalten der Nachtabsenkung der Heizung nicht. Es darf alles passieren, bloß nicht wiederein Rohrbruch mit diesen ganzen Folgen wie im letzten Jahr, da sei dieser und jene vor. Immerhin haben wir jetzt 2 Revisionsklappen, von denen aus, wir leichter ran kommen und es auch heute wieder geschafft haben, das Wasser aufzutauen. Im kommenden Jahr muss eine Lösung her - nur welche? Ich würde ja gern eine stärkere Aussenisolierung anbringen lassen, aber ich befürchte es hat bei den konkreten lokalen Verhältnissen keinen Zweck. Aber eine bessere Idee als Experten fragen habe ich momentan nicht , auch wenn ich skeptisch bin.

Meister 24.01.2010, 12.56| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Hermann Melville: Omoo


Eigentlich hatte ich gedacht, es ist doch auch nur so ein Südseereisebericht von einst, aber mit der Zeit wurde es doch immer fesselnder. Es kommt schon darauf an, wie jemand schreibt. Wenn man das Gefühl hat miten drin zu sein und die Landschaft vor Augen hat, die Leute reden hört und die Ozeanbrise fühlen kann, dann ist es ein gutes Buch. Und Melville schreibt wirklich gut. Aber wie Joseph Conrad schreibt er nicht gerade ein primitives Englisch, sondern ein ziemlich wortreiches, was dazu geführt hat, das man Joseph Conrad unterstellte, er schreibe mit dem Dictionary auf dem Schoß. Ich kann derartige Kritik nicht nachvollziehen, es muss doch nicht alles so primitv wie möglich sein.

Meister 24.01.2010, 10.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Immer neue bildungspolitische Skandale

Ständig Neuigkeiten von der Bildungspolitik , nur keine guten. Also gut, die Hauptschule haben sie abgeschafft. Frau Vieth-Entus hat das im Tagesspiegel mit "yes, we can" bejubelt, dem kann ich leider nicht folgen, denn was haben sie gemacht: Realschulen und Hauptschulen zusammengeschmissen, aber sie haben vergessen das Ergebnis "NEUE HAUPTSCHULE" zu nennen, wie es zutreffender gewesen wäre. Nun drückt "Sekundarschule" zwar auch die Zweitklassigkeit des Konzepts aus, aber schön wischi-waschi-artig. Die Hauptschule können sie abschaffen, klar, aber die Hauptschüler können sie nicht abschaffen, also importieren sie die Probleme in die neue Schule und hoffen wohl, dass sie sie damit verdünnen, denn besser wird da ja nichts werden . Dass die Eltern da nicht mitmachen wollen ist nachzuvollziehen. Vor einiger Zeit erzählte mir die Mutter eines ziemlich schüchternen Jungen, dass sie schon als sie das Schulgelände der neuen Schule, wo ihr Sohn hin sollte, betrat und und ihr ein paar halbstarke Messer"migranten" entgegenkamen, wußte, dass diese Schule nicht in Frage kam.
Wer sind denn die Schwachen, die geschützt werden müssen? Die Messerhelden und Happyslapping-Jünger genausowenig wie die Dope-verteiler, denke ich. Doch eher diejenign, die immer wieder von den Großfressen zu Opfern gemacht werden.
Weil die Eltern nicht mitspielen wollen bei der Einheitsschule der roten Brüder werden sie schon mal prophylaktisch als Bildungsspiesser, elitär und egoistisch beschimpft, als arrogante Besserverdiener, die nicht wollen, dass ihre Kinder mit "Arbeiterkindern" Kontakt haben. Ich wage die Behauptung, dass die Sozialproblematiker in der Regel keine Arbeiterkinder sind, außer man definiert das organisierte Verbrechen jetzt als die neue Arbeiterklasse. Wär das nicht eine Idee für neue Wählerschichten Herr Wowereit?
Da aber Beschimpfung der Eltern nichts bringt, um Schüler für die Neue Hauptschule zu schanghaien, muss man zu anderen Mittel greifen, den Zugang zum Gymnasium erschwerden und das Gymnasium selbst immer unattraktiver machen. Praktisches Vorgehen:1.) teilweise Verlosung der Plätze, damit sicher die falschen Leute an den falschen Plätzen landen und 2.) Abitur am Gymnasium nur noch in 12 Jahren und dabei die Wochenstunden bis an die Grenze des Denkbaren aufgebläht. Dann werden die Eltern doch gefälligst irgendwann kapieren, dass man auf der Neuen Hauptschule das Abi nach 13 Jahren nachgeschmissen kriegt, oder? Ja, das ist die Pädagogik alter Schule, wer nicht hören will, muss fühlen, Steißtrommelei für renitente Eltern! Sie haben schon was drauf die roten Bildungsbrüder und ihre weltgewandten Bildungsexperten. "Yes, we can Pädagogik, logo, we are  so heavy on wire, you hold it not out!"
Inzwischen in den Niederungen des Schulalltags: die Schultage gehen bis zum Dunkelwerden, es muss aber noch Zeit bleiben für die Nachhilfe danach und wenn man dann vor dem Schlafengehn die Hausaufgaben macht, bleibt der Inhalt doch am Besten im Kopf bis morgens. Inzwischen werden nicht nur die Eingangsklassen altersgemischt, sondern auch die 4.-6. Klasse wird zusammengelegt "Yes, we can Dorfschule, only a little bit tiefer gelegt."
Und jetzt noch eine Preisfrage: Warum sie die heutigen Bildungspolitiker und B.-experten gegen körperliche Strafen?  Ganz einfach: um ihre eigene Haut zu rettten, sie wären die einzigen davon Betroffenen.

 

Meister 23.01.2010, 14.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule

Zuhause Ordnung schaffen


Heute muss ich mal zusehen, in meinem Arbeitszimmer wieder eine arbeitfähigeOrdnung herzustellen. Seitdem ich am letzten Wochenende umgeräumt hatte, hat sich noch nicht alles wieder richtig sortiert. Im Prinzip gefällt es mir ja besser als vorher, aber alles haut noch nicht richtig hin, es ist noch nicht so gemütlich, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber es ist bestimmt auch eine Frage der Zeit bis ich mich daran gewöhnt habe.

Meister 23.01.2010, 11.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Geschafft

Auch diese arbeitswoche ist geschafft oder ueberstanden, wie ,man's nimmt. Um diese Jahreszeit wird die Arbeit allmaehlich immer zaeher und zaeher. aber den Rest werden wir auch noch schaffen, bis das "weit weg"-Ereignis kommt !!
 

Meister 22.01.2010, 13.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Produktivere und unproduktivere Zeiten

Wenn man so alle Haende voll zu tun hat, hat man zwar vielleicht Zeit etwas zu schreiben, aber irgendwie kommt staendig was dazwischen, vor allem wenn man die geistigen Haende nicht frei hat, kommt man zu gar nichts. Das praktische Konzept des Ueberlastabwurfs hat aber auch gute Seiten: das Wichtige wird gemacht, der Rest wird vertagt. Verschieben ist auch eine Kunst.
Es gibt eine Zeit fuer alles: mal ist man produktiver und mal nicht. Trivial!
 

Meister 20.01.2010, 09.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Ski und Rodel gut

Es schneit bei uns heftig und das auf die bisherigen nicht unerheblichen Schneemengen. Und dann soll es wieder kälter werden.
Da hilft nur eine Doppelstrategie aus den WInter so gut es geht geniessen und sich auf wärmere Gefilde freuen.
Also werden wir uns jetzt nochmal auf die Loipe machen. Wie oft kommt es vor, dass wir direkt von zuhause auf den Ski los laufen können.
Und Weitweg-Träume im Kopf dabei, es sind doch nur noch ein paar Wochen

Meister 17.01.2010, 13.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Phishing ohne deutsch

Sie faelschen den Absender, sie faelschen die Seitenoptik, aber sie sind zum Glueck nicht dazu in der Lage, ihre miesen Absichten in einigermassen lesbares Deutsch zu verwandeln. Moege uns dieser Schutz vor Verbrechern noch lange erhalten bleiben.

Meister 15.01.2010, 13.39| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Einschulung 2011/Logopaedie und Ergotherapie empfohlen


Natuerlich meinen sie es gut, aber gut gemeint ist nicht immer gut. Im Bestreben keinerlei Individualitaet zuzulassen kommen oft derartige Empfehlungen aus Kitas. Besonders misstrauisch macht immer die Behauptung, das Kind brauche gleich 2 Therapien, weil das in der Regel heisst, sie wissen zwar ueberhaupt nicht, was das Kind hat, aber sind sich sicher dass Therapie gemacht werden muss. Welch wunderbare Idee. Noch viel besser waere es natuerlich, wenn die Erzieher ihre Arbeit machen wuerden, d.h. es handelt sich in der Regel um keine therapiepflichtige Entwicklungsstoerung, sondern eine in der Kita zur foerdernde Schwaeche.
Noch nerviger ist es allerdings, wenn das Kind gar nichts hat. Da fragt man sich dann, womit es den Zorn der Erzieherinnen auf sich gezogen hat, oder wollen sie der Mutter was beweisen? Man ueberlegt natuerlich, wie kommen sie zu so einer Ansicht, aber das ist in der Regel frustran. Es liegt manchmal daran, dass das Kind nicht so will wie die anderen und fuer dieses aus der Reihe tanzen dann mit dem Etikett des Kranken belohnt wird.
 

Meister 14.01.2010, 14.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Jetzt noch die Nebenarbeiten

Die eigentliche Arbeit ist geschafft, aber jetzt gilt es noch ein Weiclchen Nebenarbeiten durchzufuehren. die sind zwar nicht so nervenverschleissend aber Arbeit ist es auch. von der verdammten Buerokratie wollen wir mal gar nicht reden.
 

Meister 13.01.2010, 15.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Schnee legt Parkplatz endgueltig lahm

Ist ja nicht verwunderlich beim Barte von Daisy: der Parkplatz ist so dick eingeschneit uebers Wochenende, dass wir gar nicht mehr drauf fahren koennen. Mal gespannt wie lange das geht, freischaufeln ist jedenfalls nicht drin, man koennte es mit fest fahren versuchen, aber dieses Wort hat eine doppelte Bedeutung: man kann den Schnee festfahren, aber man kann sich auch mit dem Auto festfahren
 

Meister 12.01.2010, 16.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Also doch: Skilaufen im weissen Wald

Und wirklich, wenn man erstmal draussen ist, ist es richtig schön, so hoher, so schöner Schnee. Seit Jahren nicht auf Langlaufski gestanden, teils aus gesundheitlichen, teils auf wetterbedingten Gründen. Aber es geht, es macht Spaß. Und man wäre verdammt blöd, wenn man die Gelegenheit nicht wahrnehmen würde. Schließlich kann es sein, dass sie nicht wieder kommt, zumindest nicht in den nächsten Jahren. Man muss doch auch was haben vom Winter, wenn man seine negativen Seiten schon ertragen muss.

Im Wald war durchaus eine gute Spur gelegt, wenn sie auch etwas verschneit war, so hat man doch nicht das Gefühl irgendwo in der Botanik umherzuirren. Und wenn man dann den Ausgangspunkt wiederfindet, stellt man erfreut fest, dass man doch noch kein Navi braucht.

Schwer überrascht war ich über die Zeit, fast 3 Stunden waren seit unserem Aufbruch vergangen. Die Klamotten sind natürlich alle nass, aber dass steigert die relative Luftfeuchtigkeit zuhause. Ein schönes Bad hat dann aber auch extrem gut getan. Wie gesagt, man sollte auch was haben vom Winter.

Meister 11.01.2010, 19.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kalt und weiss

Ein kalter und weisser Tag, mal sehen, ob wir es schaffen draussen was zu unternehmen. Es gibt da ja die gewisse Bibber-Hemmschwelle.
Aber wenn man erstmal darüber hinweg ist....

Meister 11.01.2010, 10.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Das Martensteinexperiment

Harald Martenstein hat im heutigen Tagesspiegel einen sehr interessanten Artikel zur Bildungspolitik veröffentlicht, den ich zur Lektüre im Original empfehle, aus dem ich hier auszugweise zitiere und dem ich eigene Kommentierung kursiv zusetze.

Harald Martenstein: Experimente am lernenden Objekt

Meine Eltern haben mich aufs Gymnasium geschickt, sie hatten beide kein Abitur
...
Natürlich gab es soziale Selektion. Sie bestand aber nicht darin, das diese Gymnasium keine Arbeiterkinder aufgenommen hätten. Sie bestand darin, dass wenige Arbeitereltern es wagten dort anzuklopfen.

...
Das Gymnasium, das ich mir vorstelle ist offen für alle Begabten, es schaut auf die Intelligenz und nicht die Abstammung- Aber es fordert auch Leistung. Jeder soll seine Chance auf Bildung bekommen, aber er muss sie auch nutzen.
...
Alle Bildungsreformen, die von dem verantwortungsbewussten Teil der Elternschaft erwarten, dass sie etwas anderes tun als das, was sie für das Beste für ihre Kinder halten, sind zum Scheitern verurteilt.
....
Fast alle Eltern wissen, dass in einer Schulklasse nicht die Schwachen den Ton angeben, die Braven, die Streber mit den gemachten Hausaufgaben, sondern die scheinbar Starken und Lauten... Fast alle Lehrer wissen, dass zwei oder drei sogenannte schwierige Schüler das Lernklima einer ganzen Klasse ruinieren können. Es ist nicht so, dass die schwierigen Schüler.... von den anderen lernen und sich den anderen anpassen würden. Eher ist das Gegenteil richtig.

Auf diese falschen Grundannahme - die schwierigen Schüler lernen von denen, die keine Schwierigkeiten machen - basiert die gesamte heutige Bildungspolitik. Fast alle Bildungspolitiker und die meisten Bildungsexperten sind genau dieser Ansicht, deshalb sollen die Kinder möglichst lange gemeinsam unterrichtet werden.

Was sagt uns das über diese B-politiker und B-experten: sie sind finstere Ideologen! Liegt es vielleicht daran, dass sie mit ihren Quatsch-Massnahmen versuchen, von ihrer Unfähigkeit die Ressourcen zusammen zu kratzen, die gebraucht werden, ablenken wollen. Oder sind sie wirklich alle noch befangen in einer Klassenkampfdenkweise des frühen 20.Jahrhunderts, die meint, die höheren Klassen, wollen sich gegen Aufsteiger aus dem Proletariat zur Wehr setzen und nur ihre eigenen Kinder schlau werden lassen, während die andern unten malochen dürfen. Diese Denkweise ist doch von vorgestern. Heute braucht ein Land alle seine geistigen Reserven, aber darum scheint sich niemand zu scheren.

Statt die vorhandenen guten Schulen endlich zu stärken, mehr Schüler, mehr Lehrer, mehr Förderung, machen die Reformer den guten Schulen das Leben schwer und erfinden ständig etwas Neues.
...
Die zweite falsche Grundannahme der heutigen Bildungspolitik lautet: Mit der Bildungspolitik, ganz allein mit ihr, lassen sich gesellschaftliche Probleme lösen. In Wirklichkeit sind die Schulen damit überfordert... Eine gute Schule...kann und soll vor allem eines leisten, sie kann den Schülern etwas beibringen. Vielleicht schafft sie es auch, Persönlichkeiten zu formen und eine Lust am Lernen zu vermitteln, die lebenslang anhält....Wenn die Schule die frühe Erziehungsarbeit nachholen soll, die in vielen Elternhäusern nicht mehr getan wird, wenn sie grundlegende Sprachkenntnisse, motorische Fähigkeiten und soziale Grundkompetenzen vermitteln und womöglich sogar Kriminalitätsprävention leisten soll, dann handelt es sich um eine Schule neuen Typs, die völlig anders ausgestattet sein muss, als die Schulen die wir kennen.

Es ist zweifelhaft, ob man Kinder, die mehr oder minder in asozialem Niveau aufwachsen überhaupt noch für einen anderen Weg gewinnen kann, trotzdem sollte man genau über diese Frage nachdenken: wie schafft man eine Schule in der Kinder mit asozialer Herkunft und Lebensgeschichte zu vernünftigen Menschen gemacht werden? Wie kann man diese Frage aber beantworten, wenn  man sie ja nicht mal deutlich aussprechen darf?
.....
Wenn das deutsche Bildungssystem heute nicht einmal mehr in der Lage ist, jedem Lesen und Schreiben beizubringen, dann hängt das nicht in erster Linie mit diesem System zusammen, sondern damit dass Bildung für 10 oder 15 % der Bevölkerung objektiv wertlos geworden ist. Es gibt für sie keine Chancen. Früher musste man als Arbeitsloser lesen können, um sich nicht zu langweilen, auch das ist dank des Fernsehens nicht mehr nötig...

Ich glaube nicht, dass die Bildung für einen Teil der Bevölkerung objektiv wertlos geworden ist; richtig ist, dass es so erscheint und dass diese Erscheinung schwer zersetzend wirkt. Aber in Wirklichkeit gibt es nicht nur Chancen, sondern es gibt immer mehr Chancen, je mehr Leute danach suchen: Wir stehen vor der Herausforderung eine geistig dynamische bildungsgestützte mobile Informations- und Industriegesellschaft des 21. Jahrhunderts zu schaffen, dafür haben wir nicht zu viele sondern zu wenige Leute. Ausser wirklicher Doofheit, darf es da gar keine Ausreden geben nicht mitzumachen.
....
Jetzt wird die Hauptschule abgeschafft, aber die Hauptschüler kann man nicht abschaffen... Sie haben nichts zu verlieren und nichts zu gewinnen. Sie werden ihre Hoffnungslosigkeit und ihre berechtigte Wut in die ehemaligen Realschulen tragen...
...
Diese Wut wird die eigentlichen gesellschaftlichen Konflikte der nächsten Jahrzehnte befeuern, denn wir werden uns kein Prekariat leisten können, das dauerhaft auf einem fröhlichen Brot-und-Spiele Niveau verharrt.
...
Ich habe keine Lösung , aber ich ahne, dass man sie nicht findet, indem man an unserem Schulsystem herumbaut... Wenn es nicht einmal genug einfache oder handwerkliche Arbeit mehr gibt, für die vielen, die... für andere Arbeit ungeeignet sind, wie soll das Leben dann aussehen? Ist es gut sie mit zwanzig Jahren zu lebenslänglichen Frührentnern zu machen, auf niedrigem finanziellen Niveau, oder hat diese Gesellschaft ihnen vielleicht doch etwas Besseres zu bieten? Wer diese Fragen beantworten kann, der hat auch die deutsche Bildungskrise gelöst.

Ich denke, das Problem liegt nicht in der fehlenden Arbeit, sondern daran, dass durch einfache Arbeit nicht viel mehr zu erlösen ist, als durch HartzIV. Also ist ein Kernpunkt der Lösung, dass es Geld nur gegen Arbeit gibt. D.h. Keiner wird für's Nichtstun bezahlt, aber jeder hat Anrecht auf Arbeit für die er einen Mindestlohn bekommt, dazu wird man Beschäftigungs- und Ausbildungsgesellschaften schaffen müssen. Erst dann wird man sehen, wer mit dem Leben auf niedrigem Niveau zufrieden ist, und wer dann plötzlich feststellt, dass er vielleicht doch mehr will und mehr erreichen kann.

Meister 10.01.2010, 19.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Neue romantische Schule | Tags: Schule Bildungspolitik

Tagesspiegel 10.1.10

Heute  wieder ein paar interessante Punkte in der Sonntagszeitung:

-Leitartikel Winterwetter: Malte Lehming macht am Winterwetter den Unterschied zwischen Kyoto-Kopenhagen-Wetter und unserem tagtäglichen Schicksalswetter fest. Kommt von dort zum Alles-sich-unterwerfen-wollenden Menschen und seine Allmachtsphantasien von Selbstverwirklichuing statt Schicksal. Weiter zu der daraus erfolgenden moralischen Schieflage: der moderne Mensch fühlt sich sehr verantwortlich für allgemeine Ereignisse, die er schwer beeinflussen kann und zu wenig für die Not des Nächsten. Er konstatiert: der Schnee bringt das Schicksal zurück: " Er belebt das Gefühl für die nicht vollständige Beherrschbarkeit der Grundlagen unserer Existenz wieder."  Vielleicht ist das der Grund dass die Mediamade Hysterien so gut angehen heute: die Angst davor, dass die Sicherheit im Leben und die Selbstbestimmung nur ein Phantom ist.

-Harald Martenstein konstatiert, dass die Berliner S-Bahn-Pleite mit nichts zu vergleichen ist, nicht mit dem britischen Kolonialreich, nicht mit Vampiren und nicht mal mit dem Starfighter.  H.M. hat noch einen zweiten Artikel heute, aber auf den will ich ausführlicher eingehen.

-Die Berliner SPD hat jetzt ein Gutachten anfertigen lasen, dass die Äuserungen von "Parteifreund" Sarrazin wissenschaftlich als >rassistisch< klassifiziert. Darauf haben  wir lange gewartet: die Rückkehr der heiligen Inquisition als deutsche Parteiinstitution.

-Buchbesprechung: W. Martynkiewicz: >Salon Deutschland. Geist und Macht 1900-1945<. Das scheint sehr interessant, wie Adolf Hitler in Münchner Salons reüssierte. Überhaupt gibt es da eine Menge weisser Flecken, wenn es darum geht wie bestimmte intellektuelle Kreise zum Nazitum standen.

-Und noch ein kleines Zitat von Albert Einstein: "Falls Gott die Welt geschaffen hat, war seine Hauptsorge sicher nicht, dass wir sie verstehen können."  Also ich kann A.E. ja nicht das Wasser reichen, aber ich denke eigentlich, das Gott die Welt so geschaffen hat, dass wir sie bis zu bestimmten definierten Grenzen erkennen können, und jenseits dieser Grenzen eben nicht. Was die wissenschaftliche Arbeit im "Diesseits" auch nicht leichter macht, da hat er Recht der Albert.

Meister 10.01.2010, 15.11| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Winterland

Ist das eine romantsiche Winterlandschaft! So hoch lag der Schnee lange Jahre nicht hier, eine Ruhe breitet sich aus über dem Land, das ermessen lässt, wie das früher wohl gewesen ist, als man im Winter schlicht zuhause geblieben ist.

Die Schneberge sind auch ungeheuer, an der Dachtraufe hängen dicke Eiszapfen, wenn die dann runterkommen.

Aber kein Gedanke an Tauwetter. Es scheint wahr zu sein, was ich vor einger Zeit im Bild der Wissenschaft gelesen habe: Wenn im Pazifik die El Ninjo Konstellation herrscht, kriegen wir besonders strenge Winter.

Meister 10.01.2010, 11.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Schnee und Pulver

Schneekehren ist bei uns umstritten, weil die beste Landlady der Welt natürlich darauf besteht, es selbst zu tun. Aber gerade haben wir gemeinsam ein Kubikmeterchen umgesetzt: der reine Pulverschnee, Schneemannbauen abgesagt. Es sind nur vielleicht 10cm heute, nicht 40, aber für unsere Verhältnisse hier ist das viel, ich weiß nicht, ob seit 78/79 mal so viel Schnee gefallen ist.

Meister 09.01.2010, 17.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

So beruhigend

Es ist so beruhigend und gemütlich am Schreibtisch zu arbeiten und dabei dem Schnee beim Fallen zuzusehen. Könnte stundenlang so weiter gehen, wenn man mich fragt. Auf den Strassen ist es jetzt richtig schön zu fahren im Schne, solange man keine weiten Strecken zurücklegen muss.

Meister 09.01.2010, 12.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schöner Winter - kalter Winter


Wenn man so raus guckt, sieht man ein wunderbares Winterbild: weisse Landschaft, Schnee türmt sich auf, leichterSchneefall mit einem Ansatz von Schneesturmfeeling. Die Katastrophenfuzzies werden nicht auf ihre Kosten kommen, hatten aber eine gute Show. Inzwischen machen wir es uns ein bißchen zuhause gemütlich, setzen uns mit einem Buch ans Fenster und betreiben nebenbei Vogelhauswatching. Unsere Heerscharen von Spatzen verteidigen ihr Revier gegen ananmassende Amseln und andere hungrige Schnäbel. Das Häuschen selbst hat eine weisse Haube von mehr als 25cm inzwischen, sieht malerisch aus. Das Schilf daneben ist ein gruter Rückzugsplatz fürs kleine Gefieder.
Das Brot ist schon im Ofen. Ob wir heute noch die Langlaufski rausholen? Warten wir's ab, aber morgen ist auch noch ein Wintertag.
Weniger lustig, dass es nächste Woche wieder -15° werden soll.

Meister 09.01.2010, 11.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Vertriebene, Verirrte und Verrueckte

Der Eiertanz um die ominoese Frau Erika Steinbach rueckt mal wieder ein uebles Thema in die Offentlichkeit. Die graessliche Lobbyarbeit von Verbaenden, die versuchen nach dem Ableben des Problems uns weiter zu erpressen.
Ja, es gab 15 Millionen Vertriebene und sie haben gelitten und es war ein grosses Unrecht, das ihnen widerfahren ist.
Aber: sie waren nicht die Einzigen, denen im Zusammenhang mit den verdammten Weltkriegen und der verbrecherischen Politik einer deutschen Regierung Unrecht geschehen ist. Millionen sind gestorben, wenn nicht gar ermordet worden, die Heimat von Abermillionen Menschen ist zerstoert, ihr Besitz vernichtet, ihr Leben schwerst traumatisiert. Die Folgen treffen bis heute uns alle.
Abgesehen davon, dass wir alle daran zu tragen hatten und haben, kann man aber auch positiv sagen, es war eine grossartige Leistung nach dem Kriege diese Millionen von
Vertriebenen in einem geteilten und weitgehend zerstoerten Land zu integrieren, ihnen Arbeit und Brot, Wohnung und neue Heimat zu geben.
Auch eines der Wunder von Nooz, und zwar ein positives. Nooz ist naemlich nicht "das Land der unbegrenzten Moeglichkeiten", sondern das Land in dem alles moeglich ist.
Und dann gab es da auch noch den Lastenausgleich, d.h. die Verttriebenen haben eine Entschaedigung fuer das Verlorene bekommen, natuerlich konnte das die Verluste nicht vollstaendig kompensieren, kaputt ist kaputt und verloren ist verloren.
Jetzt hat sich die Nachkriegslage aufgeloest und es koennten Leute auf die Idee kommen, man koennte ihnen doch jetzt wieder zurueck geben, was sie verloren hatten.
Da wird nur eine Kleinigkeit vergessen: Deutschland hat den WK II nicht nur angefangen, sondern auch verloren und wir koennen sehr froh sein, wenn die ehemaligen Gegner nicht noch Ansprueche an uns stellen. Mit anderen Worten: angesichts der schwer unuebersichtlichen Situation gibt es so eine Art unausgesprochenen "Deal", dass man gegenseitig keine Ansprueche stellt. Wuerde so etwas von irgendwelchen Leuten in Deutschland aufgekuendigt, dann koennte uns das teuer kommen.
Frau Steinbach und ihre Spiessgesellen sind ja keine "Vertriebenen", denn die sind so gut wie alle tot nach 65 Jahren, sie sind bestenfalls die wohlsituierten Erben von Vertriebenen, politisch gesehen sind sie eher Verirrte, um nicht das schlimmere Wort Verrueckte zu gebrauchen.
 

Meister 09.01.2010, 09.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Politische Romantik vs. Antiro

Kindergarten und Bindehautentzündung

Immer wieder gibt es Ärger mit den angeblich gefährlichen "ansteckenden Bindehautentzündungen". Hat das Kind ein bißchen verklebte Augen, fliegt es gnadenlos raus aus der Kita : "Sofort abholen, sofort zum Kinderarzt! Erst wiederkommen erlaubt, wenn behandelt und kinderärztlich Unbedenklichkeit attestiert wird!"

Nun gibt es durchaus eine Konjunktivitis epidemica, das ist aber eine seltene Erkrankung und hat nichts zu tun mit den harmlosen Konjunktivitiden, die die Kleinkinder normalerweise haben.

Diese "Kindergarten-Augenentzündung" zeichnet sich mehr durch ihre auch für absolute Laien sehr gute Sichtbarkeit aus. Jedes bißchen verschnodderte Auge wird da zum Alarmglocken läuten benutzt.

Dabei ist diese Bindehautentzündung für die Kinder völlig ungefährlich, meist Begleiterscheinug eines Schnupfen oder einer ähnlich gefährlichen Erkrankung und es klingt damit auch wieder ab. Angezeigte Maßnahmen: feucht auswischen und abwarten, nur in sehr hartnäckigen Fällen muss man mal ungern Antiobiotikaaugensalbe geben.

Warum bekommt man nicht ständig Binderhautentzündung?

Weil in der Tränenflüssigkeit bakterientötende Substanzen sind, die sich anheftende Keime vernichten, bevor sie sich vermehren können. Diese Funktion muss aber trainiert werden. Genau das passiert durch die Kleinkinderinfekte. Durch Antibiotika wird das aber verhindert, so dass man immer wieder die frustrierende Erkenntnis bekommt, dass die Kinder, die mehrfach mit Antibiotikasalben behandelt wurden , besonders oft wiederum die Erkrankung bekommen. Zusätzlich bedeutet lokale Antibiotikaanwendung ein erhöhtes Risiko für Resistenzen und allergische Reaktionen.

Ist doch alles nicht so schwer zu verstehen, oder?

Außer, wenn man sowieso schon besser bescheid weiß, ja, die Connaisseure ärztlicher Kunst sind in manchem Berufgruppen sehr verbreitet, und im Internet liest man doch sowieso, und man weiß doch vor allem, wo es hinführen würde, wenn....

Also der Kinderarzt hat gefälligst so zu machen, wie wir als die Creme de la creme der Türsteher Berliner Kindergärten das sagen, und wenn nicht, dann kriegen die Eltern den freundlichen Wink, doch den Kinderarzt zu wechseln.

Aber die Eltern fallen kaum auf dieses Spielchen herein, denn sie merken ja in der Regel, worauf es hinaus läuft. Der vorgeschobene Infektionsschutz bedeutet vor allem Verkleinerung der Gruppen und Minimierung der Arbeit der Beschäftigten in der Kita. Da kommt eine Temperatur von 38 gerade recht oder ein etwas weicher Stuhl oder -schreck lass nach- "Piiickelll !!!" Das kann ja sicher nur die Mutter aller Seuchen sein, also sofort rausschmeissen!

Ja, natürlich müssen richtig kranke Kinder nach Hause, wenn es ihnen schlecht geht. Aber das Rausschmeissen der vielleicht möglicherweise krank werdenden ist eine unzumutbare Frechheit.

Und was soll der Kinderarzt machen, wenn das Kind gerade mal einen angeblich etwas weicheren Stuhl abgesetzt hat? Oder wenn ein paar unspezifische Pickel vorhanden sind? Am besten erstmal eine Woche Quarantäne ?

Natürlich wäre es infektiologisch kein Problem fraglich oder leicht kranke Kinder zunächst in der Kita zu belassen, um zumindest bis zum Ende des Tages zu beobachten, ob sich wirklich etwas Schlimmeres ergibt. Es gibt auch eine ganze Reihe positive Beispiele von Kitas, wo das so gemacht wird.

Aber der harte Kern der Kita-Türsteherriege hält durch.

Meister 08.01.2010, 13.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Meteorologenmärchen

Jetzt soll es also katastrophenartig schneien, bis zu 40cm in Berlin !
Wer's glaubt ! Glaubt's wer ?
Sie haben ihre Katastrophenmeldungen so tot geritten, dass man sich schon wunderte, wenn 10cm fallen würden.
Wahrscheinlicher ist, dass gar nichts passiert und hinterher das zur exakten unterhaltsamen Prognose erklärt wird.
Früher wurden die Märchen von Omis vorgelesen, heute werden sie von allen öffentlich Verantwortlichen erzählt und wie immer kommt es weniger auf den Wahrheitsgehalt als auf den Unterhaltungswert an.
 

Meister 07.01.2010, 09.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches | Tags: Wetter

Schweinekälte - weniger Kranke

Seit es so kalt geworden ist, ist auffaellig wenig zu tun, sind  nicht so viele krank. Das >Reset< hat offenbar funktioniert und die Kälte bremst die Infektionen, eindeutig jeden Winter zu beobachten, je kälter, desto weniger Infekte.
Aber es gibt auch die jahreszeitlichen Probleme: gestern ein kleines Mädchen, das voll mit dem Schlitten gegen einen Baum gefahren war: zu schlecht gesteuert offenbar, man fährt wohl zu selten Schlitten.
Unser Parkplatz ist tiefverschneit, wenn es noch mehr schneien sollte, werden wir ein Problem haben.

Meister 06.01.2010, 09.16| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Ein zäher, kalter Beginn

Ja, das Blogjahr beginnt zäh, damit steht es aber nicht alleine. Das Jahr beginnt für mich insgesamt zäh. Es ist da so eine untergründige Lustlosigkeit eingetreten, das Nichtstun über zu viele Feiertage hat zu einer gewissen Frustration geführt, die wieder einsetzende Arbeit gestern hat es nicht besser gemacht. Das Wetter tut ein
Übriges dazu, die Kälte verstärkt die Zähigkeit, Das Gefühl, dass man es satt hat.

Am Besten wäre jetzt abhauen - weit,weit weg!

Aber das wird noch dauern.

Also machen wir weiter. Die Energie kommt bei der Arbeit!

Es ist jedenfalls schon oft so gewesen, dass man nach zähem Anlauf und Mißbehagen dann doch die Schwungmasse allmählich in Gang setzt. Und wenn sie erst in Gang ist, dann geht es auch schwungvoll voran und zwar Tendenz zunehmend. Die ganzen Widerstände, die jetzt so ätzend erscheinen, werden mit mehr Energie einfach platt gewalzt.

Meister 05.01.2010, 09.38| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heute wegfahren?

Schneefall am Morgen und ziemlich extreme Grenzwetterlage, soll man da über Land fahren? Das Wetter lädt nicht gerade dazu ein,aber wenn man zu Sylvester verabredet ist.
Fahren wir also vorsichtig und schauen wir mal, wann wir in Kassel ankommen.
Glückauf!

Meister 30.12.2009, 12.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Arbeit ist getan

So für  dieses Jahr ist die Arbeit getan, jetzt widmen wir uns nur noch dem Jahresausklang, selbst wenn er kalt und weiß werden sollte.

Heute durfte ich nochmal arbeiten, aber es war ruhig, das Weihnachtsfest macht seinem Ruf als Krankheitsreset offenbar Ehre. Aber warten wir die nächste Woche ab!

Meister 29.12.2009, 22.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Normaler Tag ? wohl kaum !

Es ist eine merkwürdige Zeit, man möchte Ruhe, man hat Zeit etwas zu machen, trotzdem findet man weder richtig Ruhe, noch kommt man eigenlich dazu, richtig was zu machen.  Machen wir also das Beste draus!

Meister 28.12.2009, 11.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Carl Gustav Carus Ausstellung

Nach heimischen Feiertagen mussten wir heute aber endlich mal dringend eine Aussenaktivität unternehmen. Die Ausstellung der Bilder von Carl Gustav Carus ist schon seit Monaten bei mir auf der Agenda gewesen, obwohl ich ihn früher gar nicht kannte, wie ich zugeben muss. Man lernt halt nie aus.

Aber das Plakat und die Notiz, er sei ein Malkumpan von Caspar David Friedrich gewesen reichte mir schon.

Es ist nun nicht das einfachste Unternehmen in Berlin Mitte in eine Austellung vorzudringen, aber glücklicherweise neigte sie sich zeitlich nicht nur dem Ende entgegen (noch bis 10. Januar), sondern die Räume füllende Öffentlichkeit war auch abgelenkt durch das Ach-so-hochgelobte wieder aufgebaute Neue Museum, da war es echt voll, bei Carus zum Glück nicht.

Die Bilder sind wundervoll, aber beeindruckend ist zum wiederholten Male, wie solche Leute vor 200 Jahren es geschafft haben, als Arzt, Naturforscher und Künstler zu wirken und auf welchem Niveau!

Dabei war er gar nicht einzigartig, da geb es viele. Waren die schlauer als wir, oder hatten die damals nicht so viel nebenbei um die Ohren? - Egal.

Es bleibt das Gefühl, dass man damals schon ein Leben führen konnte, was für uns heute ein hübsches Ideal wäre.

Man könnte natürlich auch sagen, was die konnten, das müssten wir doch auch hinkriegen.

Meister 27.12.2009, 21.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst | Tags: Romantik Bilder

Merkwürdige Zeit

Die Weihnachtstage sind eine komische Zeit. Dies gilt besonders für dieses Jahr mit dem angeflanschten Wochenende, aber man kann es auch allgemein Zwischen-den-Jahren-Syndrom nennen. Man denkt man hat alle Zeit der Welt, aber in Wirklichkeit zerfliesst sie einem unter den Fingern. Man kommt zu nichts und ist hinterher dann ein bißchen frustriert darüber. Dabei rede ich hier gar nicht von irgendwelchen familiär oder intraktiv vergeigten Festen, sondern vom ganz normalen Ablauf.

Vielleicht ist es am Besten, es einfach als die grosse Reset-Taste anzusehen, dieses Reset durchzuführen und dann in 2010 schlicht loszumachen.

Ich wünsche Euch allen ein erfolgreiches Reset und einen guten neuen Start 2010.

Meister 26.12.2009, 10.08| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Fröhliche Weihnachten

Also der  Baum ist in diesem Jahr wirklich so superschön geworden, man kann sich nicht daran satt sehen, das Schmücken hat auch eine ganze Weile gedauert, aber meine begeisterte Schmückerin hat es auch toll gemacht. Genauso toll hat aber auch die begeisterungswürdige Köchin den Putenbraten mit Grünkohl, Rotkohl und Klössen hingezaubert. Wir hatten ein Festmahl gestern und ich freue mich schon auf die bevorstehende zweite Auflage heute Mittag, es ist ja noch ein bißchen da zum Glück. Gestern später hatten wir noch eine kleine Bescherung und haben dann gemütlich am Kamin gesessen. Der spätere Abend ist dann immer ein bißchen ermüdet, aber das ist ja irgendwie jedes Jahr so.

Ansonsten feiert man dann so langsam vor sich hin, ein paar Mails noch geschrieben und telefoniert werden muss auch noch in ein paar Himmelsrichtungen.

Meister 25.12.2009, 13.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Der Baum

So - der Baum steht und er sieht wundervoll aus, wenn auch noch nicht fertig. Es war nicht so ganz einfach, denn er war im Eimer festgefroren, aber auch das war lösbar. Jetzt haben wir die Lichter schon dran, in diesem Jahr der Versuch mit 2 Ketten, also 40 Lichter, ist diesem tollen Baum voll angemessen. Und die Kugeln sind weiß und blau und rot, ohne dass das etwas Spezielles sagen soll. Dies ist aber nur ein Zwischenbericht. Ich liebe es, wenn Heilig Abend so ein gemütliches, gemeinsames Schmücken und Kochen und Essen und Zusammensein ist.

Meister 24.12.2009, 13.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag | Tags: Weihnachten

Rüdiger Safranski: Goethe und Schiller

Natürlich ist das immer eine geschickte Sache, wenn man ein Ding von der einen Seite erarbeitet und beleuchtet hat, es dann einfach in eine andere zu erweitern.

Rüdiger Safranski hatte vor ein paar Jahren die Schillerbiographie heraus gebracht, jetzt macht er uns mit der Freundschaft von Goethe und Schiller vertraut. Die Freundschaft von so herausragenden Leuten ist für heutige Verhältnisse vielleicht sehr ungewöhnlich, aber damals war man wohl insgesamt geistig viel mehr befreundet als heute. Kein Wunder, man musste sich in puncto Kommunikation viel mehr Mühe geben als heute, man konnte niemanden so einfach mal anrufen oder anmailen oder einfach mal vorbei fahren. Entweder man musste wirkliche Briefe schreiben, und das war damals eine häufige Beschäftigung oder man musste beschwerliche Wege auf sich nehmen. Ein Abschied war meist ein Abschied auf lange und oft sogar für immer. Freundschaft war auch sehr nötig, denn ohne Zusammenhalt erreichte man sehr wenig. Es gab also auch durchaus noch andere interessante Freundschaften in diesen Jahren.

Trotzdem war es für mich bemerkenswert, wie Goethe und Schiller sich freundschaftlich ausgetauscht, geholfen, motiviert und ergänzt haben.

Ein sehr lesenswertes Buch. Und ich habe den Eindruck, dass es Rüdiger Safranski immer besser gelingt, dass seine Bücher unterhaltsam lesbar sind. Diese Buch liest sich viel flüssiger als die Schillerbiographie, und gegenüber anderen frühren Büchern ist es gar kein Vergleich.

Bewundernswert finde ich auch die Rolle, die sich R.S. in den letzten Jahren erarbeitet hat, eine populäre Autorität würde ich sagen.

Eine allgemeine Frage am Rande: da sich viele biographische Bücher sehr auf die Briefe der Protagonisten  gründen, wie soll man eigentlich Biographien über heutige Menschen schreiben? Werden die dann aus den im Internet kreisenden ewigen Informationen zusammen gemischt? Das kann ja heiter werden.

Meister 23.12.2009, 19.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst | Tags: Biographie

Schon wieder fällt die Dunkelheit

Ja es wird schon wieder dunkel, grau ist es draussen, und feuchtkalt ist es auch. Aber der dunkelste Tag liegt schon hinter uns, auch wenn selbst das im Moment graue Theorie ist, denn bisher und auch in den nächsten Wochen, wird man davon noch nicht viel merken.

Die Arbeit ist geschafft vor Weihnachten, einen Arbeitstag gibt es noch für mich zwischen den Jahren, aber so schlimm ist das nicht.

Jetzt haben wir auch alles beisammen für Weihnachten und können etwas Gemütlichkeit walten lassen.

Meister 23.12.2009, 16.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schneematsch

Im Moment ist der Weg zur Arbeit wirklich heikel, mal Schnee, mal Matsch, mal aber auch glatt. Also Vorsicht.
aber jetzt bin ich gut angekommen und es darf gearbeitet werden. Aber schnell noch ein Taesschen Kaffee.
 

Meister 23.12.2009, 09.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Noch 2 Arbeitstage bis Weihnachten

Aber die werden es in sich haben, da muss so manch einer noch durchgecheckt werden.  Dabei ist Weihnachten als "große REset-Taste" eine prima Sache für die Gesundheit im Winter. Dadurch, dass alle ein Weilchen zuhause bleiben, werden die Infektketen unterbrochen und alle können sich erholt und frohgemut zu neuem Virusaustausch im Januar in der Kita ihres Vertrauens oder der Schule ihrer Sehnsucht wieder treffen.

Und wir werden inzwischen auch ein paar ruhige Tage haben, hoffe ich, denn im Moment bin ich doch wirklich etwas jahreszeitlich müde. Man sollte bei so einem Wetter und Sonnenstand ruhig lesend vor dem Kamin sitzen, statt zu Stresshöchstleistungen aufzulaufen.

Meister 22.12.2009, 10.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Trockene Luft

Meinen Luftbefeuchter habe ich wieder angeworfen, seitdem es kaelter geworden ist, im Moment werden mit 22.2 Grad Celcisus angezeigt und 31% relative Feuchte. Viel hoeher als 35 % schaffe ich meist nicht bei Temeperaturen um den Gefrierpunkt draussen, aber man merkt den Unterschied schon, ob man in ein Zimmer mit Luftbefeuchter kommt oder ohne. Es ist einfach behaglicher.
 

Meister 21.12.2009, 16.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Montag bisher ruhig

Heute frueh hatte ich ein bisschen Zweifel, wie das heute so wird, aber es scheint doch relativ ruhig zu bleiben, zwar waren da 4 bis 5 Kinder aus einer Klasse, die sich vor den Ferien unbedingt noch alle mit Meerschweinchengrippe anstecken mussten, aber die Hauptlast der Welle scheint vorbei zu sein. Ob es eine zweite geben wird? Waere angesichts eines normalen Grippeverlaufs eher ungewoehnlich, da muesste schon ein verschaerfendes Element dazu kommen,
Als ich heute morgen aus dem Haus trat war ich erstaunt, wie warm es heute ist, das ist schon ein heftiger kontrast von -15 zu -3. Dafuer schneit es immer mal ganz huebsch, aber nicht so schlimm, dss ich mir fuer die Heimfahrt sorgen machen wuerde.

Meister 21.12.2009, 13.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Weihnachtslieder heraufklingend

Jetzt klingen gerade Weihnachtslieder von unten  leise herauf, die fleissige Akkordeonistin übt, was sich immer wunderbar anhört, wenn es denn schon einigermassen geht. Bei dem >entsprungenen Ros(s)< kommt mir immer ein etwas feuchtes Gefühl in die Augen, kann ich gar nichts gegen machen.

Meister 20.12.2009, 19.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag | Tags: Weihnachten

Ferne und Zukunft

Es ist mit der Ferne wie mit der Zukunft,

ein grosses dämmerndes Ganzes liegt vor unserer Seele.

                                                           - Schiller -

Meister 20.12.2009, 18.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate | Tags: Zukunft

Weihnachtsbaum jetzt schmücken ???

Aus gegebenem Anlass die Frage: darf, soll oder muss man den Weihnachtsbaum schon jetzt schmücken?

Ich höre, es gibt Leute gibt, die das jetzt schon machen.

Gut, man darf alles, sama liberal, nich wah!

Ausserdem hat jede Familie so ihre Traditionen und wie man es als Kind schön fand, so macht man das meistens heute noch gern.

Für mich persönlich muss der Weihnachtsbaum am 24.12. geschmückt werden, das ist für mich das sichere Mittel, um mich in weihnachtliche Stimmung zu bringen, dann auch gern mit Weihnachtsliedern im Radio, TV oder selbstgesummt.

Wenn jemand da einer anderen Tradition frönt, ok. Aber ist "jetzt schon" eine andere Tradition? Oder ist es die Auflösung der Tradition zugunsten von.... was?

Vielleicht aus praktischen Gründen, weil man später zu wenig Zeit hat? Oder weil man den Baum länger haben will?

Also nach hinten bin ich da auch voll einverstanden, man kann sich schwer davon trennen, besonders, wenn er mal wieder schön war, der Baum.

Aber für mich ist Weihnachten eben erst am 24. genau wie der Advent mit dem ersten Advent anfängt und nicht kurz vor Totensonntag.

Natürlich kann jeder darüber denken wie er will, ohne Zweifel. 

Meister 20.12.2009, 15.05| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen | Tags: Weihnachten

Rostiger Anker, Hörnum

Hungriger Wanderer kommst Du ins winterliche Hörnum, besuche den "Rostigen Anker" auf dass es Dir gut gehe !

Meister 20.12.2009, 10.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Vor dem Arzt noch schnell ein Zigarettchen

Das finde ich immer eine tolle Begrüssung, wenn ich morgens in die Praxis komme und die Mütter schon vor der Tür stehen und ein Zigarettchen rauchen. Im Sommer fällt es ja nicht so auf, weil da kann man ja gemütlich auf der Bank sitzen und schmoken, aber wenn es -5° sind, dann fällt jemand der vor der Tür an seinem Nikotinansaugsystem arbeite doch schon auf. Die Kinder toben derweil unbeaufsichtigt im Wartezimmer rum. Hoffentlich dauert es nicht so lange mit der Wartezeit, sonst müsste man noch nachlegen bevor der Spiegel zu sehr absinkt. Dann aber klagen wir darüber, dass der Husten beim Kind einfach nicht besser werden will.

Wenn ich mich in dem Zusammenhand mal über etwas beklagen dürfte, dann sind das die treulich von den Rauchern direkt vor unserer Tür ausgetretenen Zigarettenstummel. Wer soll die eigentlich weg machen? An wem bleibt es hängen? Dreimal darf man raten.

Natürlich könnte man auch einen Aschenbecher aufstellen. Hatten wir schon. Ergebnis: noch mehr Zigaretten auf dem Boden aber nicht weniger.

Meister 19.12.2009, 14.07| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Wie schon gemerkt: wieder zuhause

Man hat es sicher schon bemerkt, wir sind wieder zuhause eingtroffen. Am Donnerstag bei herrlichstem Schneetreiben Hörnum verlassen, auf dem Autozug die schönsten Eisblumen gezüchtet, auf der Heimfahrt dann die tollste Winterlandschaft im gesamten Flensburger Bereich, hochgerechnete Heimfahrzeit nach den ersten zwei Stunden etwa 12-16 Stunden, aber dann wurde es besser. Südlich vom Nord-Ostsee-Kanal kein Schnee mehr auf der Strasse und später schneite es zwar hin und wieder aber die Strassenverhältnisse blieben gut, sodass die Fahrzeit schließlich mit 6 Stunden nur 1 mehr als normal war.

Zuhause war es dann natürlich auch recht kalt, aber das liess sich bald wieder normalisieren.

Gestern durfte dann wieder gearbeitet werden, aber zum Glück war es Freitag und damit auch ein bevorstehendes Wochenende, so dass die Erholung nicht zu sehr strapaziert wird.

Meister 19.12.2009, 12.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Puh ! Erstmal aufgetaut, aber nu?

So, das Auftauen ist geschafft, ging ja recht schnell,und es scheint auch keinen Rohrbruch zu geben, aber der Winter hat gerade erst richtig angefangen. Das kann ja noch heiter werden.

Meister 19.12.2009, 10.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien | Tags: Winter

Jetzt hat's uns im Griff

Also so eine klimafeindliche Saukälte ! Und was passiert als erstes: das Wasser friert wieder ein!

"Das hatten wir schon im letzten Winter", möchte ich rufen, "die Geschichte wiederholt sich nur als absurde Karikatur!".

Da haben sich die ganzen Dämm- und Vorsorgemassnahmen als wirkungslos herausgestellt und das schon bei -13°, im letzten Winter war es bei -20°.

Da es erst kurz ist, hoffe ich zwischenzeitlich , dass das Auftauen ohne erneuten Rohrbruch abgehen wird. Möchte lieber nicht wissen, was die Versicherung sagen würde, wenn ich den gleichen Schaden diese Jahr wieder melden würde. Ich befürchte, die würden mich rausschmeissen.

Gleichzeitg heisst es, sich neu Gedanken machen, wie man die Dämmung weiter verbessern könnte, aber das war  schon ein Problem im letzten Winter. Die Verhältnisse sind schwierig, man könnte natürlich das ganze Badezimmer abreissen und neu bauen mit innenliegenden Leitungen, aber das wäre  natürölich der Vollgau.

Meister 19.12.2009, 09.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Kate Williams: Becoming Queen

Es geht um die Vorgeschichte und Jugend der Queen Victoria, also etwa um die Zeit von 1800 bis 1841. Man könnte meinen, eine Art Spätfaksimile der damaligen Yellow Press, aber das ist es nicht, auch wenn reichlich Skandale vorkommen. Das Interessante ist das man etwas genaueres erfährt über das englische Regierungssystem der damaligen Zeit und damit über eine wichtige Etappe der Entwicklung der dortigen Demokratie. Denn diese hat sich eigentlich über Jahrhunderte von der Vorherrschaft der Monarchen zur Dominanz des Parlaments entwickelt, wobei lange Jahrhunderte dieses Parlament keineswegs die Bevölkerung repräsentierte sondern zunächst nur die Barone später dann die Haus- und Grundbesitzer. Damit blieben natürlich wesentliche Anliegen der Geamtbevölkerung aussen vor und  das ganze war alles andere als repräsentativ. Aber was sich herausbildete waren eben die Modelle von "checks and balances", die eigentlich Demokratie von Oligarchie oder absoluter Monarchie abgrenzen. Wie das ablief in einem wichtigen Zeitraum dieser Geschichte kann man in diesem Buch gut verstehen lernen. Aber auch die Zusammenhänge der Herrscherhäuser Europas im 19. Jahrhundert, die auch für die GEschichte bis hin zu WK I von großer Bedeutung sind, zum Beispiel die Sachsen-Coburg-Gothas und ihre verschiedenen Kleinstadtdynastien. Über DEutschland und seine Zustände erfährt man also auch sehr viel.

Ein wichtiger Aspekt ist der medizinische: es sträuben sich einem die Haare bei dem was medizinisch so abläuft und bei der Art von Zwei-KLassen-Medizin, die damals ablief: die Armen durften einfach so sterben, den Reichen wurde das Sterben durch nichtskönnende "Ärzte" noch kompliziert.

Aber Dr. Bloggma wird uns darüber in Kürze mal aufklären.

Meister 16.12.2009, 13.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Schwimmen tut gut

Wenn man jeden Tag 1 bis 2 Stunden schwimmen könnte, würde es einem wahrscheinlich deutlich besser gehen. Ok, man könnte ja auch laufen, aber das ist doch viel weniger vergnüglich.

Man kann auch beides tun, schwimmen im warmem Wasser und laufen am Strand, beides tut wohl, die gute frische Luft kommt noch dazu.

Aber es sind eben nicht immer Ferien. Loben wir auch mal die Arbeit: wenn man immer nur frei hätte, hätte man keinen Mittelpunkt und keinen Sinn. Ich persönlich wünsche mir keinen frühen Ruhestand, ich würde gern, wenn es die Gesundheit erlaubt noch länger arbeiten als vorgeschrieben, aber dazu muss man die Bedingungen, wie man arbeitet doch sehr positiv selbst konfigurieren können.

Also Rente mit 67 oder später verlangt vor allem, dass man sich nicht vorher kaputt gearbeitet hat. Es wäre schön, wenn in Zukunft alle länger einer sinnvollen und ausfüllenden Arbeit nachgehen könnten, nur sind die meisten Arbeiten nicht danach. Ein wichtiges Feld für romantische Zukunftsgestaltung.

Meister 15.12.2009, 21.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Ein aktiver Tag

Man kann nicht sagen, dass wir hier nur rumfaulenzen: morgens 1 1/2 Stunden geschwommen, dann 2 1/2 Stunden am Strand gelaufen und abends dann noch bei einem Vorweihnachtskonzert in der Kirche St. Thomas in Hörnum gewesen.

 Ich kannte die Kirche noch gar nicht, aber das kommt davon, wenn man sonst immer am anderen Ende der Insel ist. Die Kirche ist modern aber hübsch und geschmackvoll. Zwischen dem Altar und dem Taufbecken hängt ein grosses Schiffsmodell eines Raddampfers. Der Pastor ist ein netter ziemlich jugendlicher Typ, der aber auch noch für die Kirche in Rantum zuständig ist. Leider waren nur so etwa 25 Leute beim Konzert anwesend, aber es ist im Moment eben sehr ruhig hier, das wird sich sicher nächste Woche ändern, wie man hört.

Diese Ruhe schadet absolur nicht, es stört mich gar nicht , wenn wir die einzigen Gäste im Schwimmbad sind.

Beim Wetter konnte man heute echt nicht meckern, es war zwar morgens ziemlich kühl, aber da der Wind aus Nordost kommt, konnte man am Weststrand ganz gemütlich im Sonnenschein laufen.

Meister 14.12.2009, 00.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Ein paar Tage Ruhe am Meer

tun immer gut, besonders, wenn vor Weihnachten die Arbeitswogen sehr hoch schlagen. Ich wollte eigentlich mich ganz aus allem raus halten, aber dann habe ich das Angebot für den Internetanschluss doch angenommen, vielleicht möchte man ja doch mal...

Das Wetter ist erstaunlich gut, wir hatten schon einen längeren Strandspaziergang, der Nord-Ost chillt aber mehr als es sein müsste. Ist halt Winter auf Sylt. Zum Glück ist es vollkommen leer. Erst vor Weihnachten kommt dann die ganze Karawane wieder hier an, aber dann arbeiten wir ja schon wieder.

Natürlich sind 6 Tage kein Erholungsurlaub, aber wenn man merkt wie die Nerven doch wieder etwas mitgenommen sind, freut man sich auch, wenn man mal kurz weg kann.

Meister 12.12.2009, 14.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Weg und weit weg

Wetter

Ja natuerlich hat es keinen Sinn uebers Wetter zu lamentieren, aber heute ist das nasskalte wirklich unangenehm. Teilweise nieselt es, dann wird es  wieder staerker, jetzt trommelt es richtig aufs Fensterblech; es ist eben unser Dezember. Wird es jetzt demnaechst auch noch richtig kalt?
Waere ja der Witz ueberhaupt wenn der Klimakonferenz in Kopenhagen der eiskalte Wind ins Gesicht blaest. Aber die Natur ist ja witziger als man gemeinhin denkt.
 

Meister 10.12.2009, 15.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Dezemberzustände

Irgendwie ist der Dezember ermüdend. Heute früh war es so duster, dass das Aufstehen echt eine ZUmutung war. Und es wollte auch irgendwie nicht so recht hell werden. In Kontrast zu den etwas zäh laufenden Lebensenergien meinen viele LEute sehr aktiv krank sein zu sollen und bescheren auf Arbeit einen unguten Kontrast zwischen dem subjektiven Wunsch nach Winterschlaf und den Anforderungen der Kranken. Irgendwie kriegt man das dann hin, aber man hat den EIndruck von Verschleiß. Und das ist nicht gut. Aber nicht mehr so lange bis zum großen Reset. Dann ist erstmal Ruhe und danach ist alles irgendwie wieder anders.

Meister 09.12.2009, 18.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schulphobie

Heute ist scheinbar der Tag der Schulphobiker und alle wollen das Gleiche, dass ich sie krank schreibe. Aber wozu denn bloss? Ich mache das heute nur noch in Zusammenspiel mit der Schule um Missverstaendnisse zu vermeiden, denn die Eltern sagen da manchmal aus Sorge nicht so die ganze Wahrheit. Denn eigentlich ist das Krankschreiben fuer dieses Krankheitsbild gar nicht so guenstig, auch wenn es ohne Krankschreibung scheinbar nicht geht. Aber wenn es einen so einfachen Ausweg gibt, dann muss doch im Kopf dieser Patienten die Meinung aufkommen: wenn ich nicht gehe, dann kriege ich eben einen Krankenschein. Hilfreich ist das dann nicht, es suggeriert den "easy way out" und den gibt es gerade nicht.
Es ist ja immer mal dies oder das Mode, aber in letzter Zeit habe ich das Gefuehl, dass es um sich greift. Wenn man dann noch hoert, dass in Berlin 900 Lehrer dauerkrank sind, muss man sich doch fragen, ob es nicht die Instuitution Schule ist, die alle krank macht?
 

Meister 09.12.2009, 12.20| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Fieberwahn

Immer wieder erlebt man, dass überbesorgte Eltern ein Fieberzäpfchen nach dem anderen anwenden und dabei auch meinen, sie müssten die Mindestabstände noch verkürzen.

Dabei haben die Eltern eine völlig irrationale Angst vor Fieber, die auch nicht einfach wegzukriegen ist. Dabei passiert durch Fieber in der Regel gar nichts, im Gegenteil das Fieber ist dazu da, die Erkrankung besser zu überwinden.

Die Angst vor Fieberkrämpfen ist unbegründet, weil nur 5% der Kinder jemals Fieberkrämpfe haben und die allermeisten davon sind familiär vorbelastet. Wenn das nicht so ist, darf man bis zum Beweis des Gegenteils davon ausgehen, dass keine Disposition zu Fieberkrämpfen da ist.

Noch unbegründeter ist die Angst davor, dass man einfach durch Überhitzung stirbt oder das Gehirn durch Eiweissveränderung kaputt geht.

Natürlich haben diese Ängste auch Ursachen: früher starben viele Kinder "an Fieber". Das war dann aber in der Regel so etwas wie Typhus oder Diphtherie oder schwerer Scharlach oder ähnliches, was entweder nicht mehr vorkommt, oder ausschließbar oder behandelbar ist.

Man kann mal etwas fiebersenkendes geben, wenn es einem Kind schlecht geht und man ihm etwas Erleichterung verschaffen will, aber man sollte immer den biologischen Sinn des Fiebers bedenken und man sollte auch bedenken, dass der Gebrauch dieser Medikamente nicht nur bei falscher Anwendung gefährlich sein kann, sondern dass er auch bei normaler Anwendung negative Wirkungen hat: es gibt Untersuchungen, die festgestellt haben, dass die Wirkung von Impfungen durch Analgetika abgeschwächt wird. Das heisst natürlich auch, dass die Ausbildung einer Immunität nach einem Infekt durch Gabe von diesen Fiebermitteln vermindert wird.

Die von den Eltern immer wieder beklagte "Abwehrschwäche" ihrer Kinder wird also zum Teil durch sie mitverursacht.

Meister 08.12.2009, 10.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Fieber

Adventskranz

Die geborene Dekorateurin hat einen wunderschönen Adventskranz kreiert, den wir heute früh mit 2 Kerzen gleich eingeweiht haben. Wirklich sehr schön vorweihnachtlich gemütlich.

Meister 06.12.2009, 12.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Wir haben einen !

4 Blaufichten hatten sie da, eine hat uns am besten gefallen, also ist sie uns zugelaufen. Über den Preis sollte man lieber schweigen, aber irgendwie muss sich Forstwirtschaft ja auch lohnen und die Blaufichten kommen von hier, das lohnt sich nicht im Konzernrahmen.  Der wunderbare Fichtenduft hat hat Auto so ausgefüllt, dass ich wirklich weihnachtliche Gefühle seitdem habe und mir ein paar Duftkerzen angemacht, die stehen jetzt direkt in meinem Blickfeld gegenüber vom Schreibtisch.

Das Auto muste ich danach mit dem Staubsauger bearbeiten um die Nadeln rauszukriegen, aber das stand sowieso auf meinem Plan.

Wenn man druassen was macht wird einem auch warm, wenn man nur so mal draussen rumläuft, kann man heute durchaus frieren.

Meister 05.12.2009, 15.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Kriegen wir einen?

Heute wollen wir mal rechtzeitig einen Weihnachtsbaum kaufen. In den letzten Jahren haben wir immer das Spiel "Wer nicht kommt zur rechten Zeit.." gespielt, sind aber damit nicht schlecht gefahren eigentlich. Aber der Steeeeess!

Außerdem hätten wir gern mal wieder eine schön duftende Blaufichte, die kriegt man kurz vor Weihnachten sowieso nicht, mal sehen ob heute.

Es besteht allerdings die Gefahr, dass man sich auf Vertagung einigt, wenn man nicht das findet, was man sucht, aber schaun wir mal.

So richtige Vorweihnachtsstimmung will bei mir noch nicht aufkommen, die Schmückerei jetzt vorweg finde ich dieses Jahr wieder mal ein bißchen nervig. Das wechselt so von Jahr zu Jahr, kann sich aber auch allmhlich oder plötzlich  ändern.

Meister 05.12.2009, 10.40| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Früher oder später anfangen?

Das ist schon eine Geschmacksfrage: wenn man früh aufstehen mag, ist es immer gut, weil man auch früher fertig ist. Echt blöd ist natürlich früh anfangen und spät  aufhören.

Heute fange ich um 12 an, und der Vormittag rinnt einem durch die Finger, aber trotzdem bin ich froh, dass ich nicht jeden Morgen früh los muss, besonders um diese Jahreszeit mit ihrer Dunkelheit.

Ausserdem ist es reichlich kalt geworden, gestern war ich seit langem mal wieder richtig durchgefroren als ich reichlich spät zuhause ankam.

Wie wird denn nun der Winter?

Meister 03.12.2009, 10.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schweine ade?

Es wurde schon letzte Woche anderswo gemutmasst, dass es mit der Epidemie vorbei sein koennte. Und jetzt kann man seit Wochenanfang sagen, dass die Zahlen doch deutlich zurueck gehen. Aber heisst das wirklich, dass es vorbei ist?
Nicht unmoeglich, aber ich bin misstrauisch. Bei der letzten Grippeepidemie war es anders. Es muss nicht diesmal genauso laufen, aber eigentlich waere diese ploetzliche Ende ungewoehnlich, es sind noch lange nicht alle durch. so etwas ist schwer zu berechnen, aber ich wuerde schaetzen, dass noch nicht mal die Haelfte der "Berechtigten" krank war, auch wenn ich die vielen Leichtkranken einbeziehe. Da koennte natuerlich fur eine spaetere zweite Runde sprechen.
Also kein Grund die Impfempfehlung grosszuegiger zu fassen, aber wegschmeissen sollte man den Impfstoff auch nicht. Mein Eindruck ist, dass auch die Impfung harmloser verlaeuft als vermutet wurde, aber da sollten wir in einigen Wochen ganueres sagen koennen.

Meister 02.12.2009, 10.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe

Heftiger Regen

Kalter tropischer Regen, das war der Eindruck, den ich vor einer Weile hatte, als ich die Zeitung aus dem Briefkasten holte und dabei durchnässt wurde, als würde ich in Singapur über die Straße gehen. Ist das unser "neuer Winter"?

Keine Bange, der Winter, sagt mir mein Gefühl, wird sich dieses Jahr noch ganz anders darstellen.

Meister 01.12.2009, 09.05| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag | Tags: Wetter

Export-Elite

Die Hype über Englisch für Kleinkinder nervt auch ziemlich. Während der eine Teil der Eltern sich überhaupt nicht für die Bildung der Kinder interessiert, ist am anderen Ende mindestens genauso viel Quatsch in der Luft. Die Eltern, die ein karrierebetontes Verhältnis zu ihren Kindern haben, wollen denen schon das Englisch mit der Muttermilch einflössen, weil sie nur so eine internationale Karriere in Aussicht zu nehmen wähnen. Der Förderwahn hat seine spezielle Englischvariante in Deutschland.

Unbestritten ist, dass man ohne solide Sprachkenntnisse in der Welt von heute keine Karriere machen kann, und dass Englisch da an erster Stelle steht auch nicht. Trotzdem ist das Kleinkinderenglisch natürlich Blödsinn, denn dadurch wird man trotzdem nicht zum Englischmuttersprachler und gutes Englisch kann man auch später lernen. Es geht ums Kindertrietzen, um Karrierewünsche der Eltern zu befriedigen, genau wie es früher schon mit Klavier und Eiskunstlaufen und so manchem mehr gewesen ist. Und genau dieses Kindertrietzen finde ich so furchtbar.

Ich gönne jedem seine >international career<, aber ein paar Bemerkungen dazu:

Die Leute, die so eine international career anstreben sind für uns eigentlich verloren: sie werden im Ausland leben und arbeiten, unser Land hat davon gar nichts, was den Einzelnen nicht betreffen muss, aber man sollte festhalten: eine Export-Elite zu schaffen ist für ein Land unsinnig.

Wir müssen nicht die internationale Kompetenz von einzelnen Leuten erhöhen, sondern die Weltoffenheit des Landes insgesamt, wir müssen als Land in der Welt mitspielen können und die Diskussionen der Welt müssen unsere Diskussionen sein.

Die Karriere ist auch nicht alles, Bildung umfasst mehr, wir brauchen nicht früh abgerichtete Sklaven der globalen Konzerne, sondern wir brauchen Leute mit  Herzensbildung, geistigem Niveau und Welterfahrenheit. Wir wollen ja durchaus die Leute raus in die Welt schicken, aber sie sollten so viel Bodenständigkeit oder sagen wir lieber kulturelle Identität sich  bewahren können, dass sie gern auch wieder hier her kommen und hier mitmachen.

Meister 30.11.2009, 17.59| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Kassel: South Pacific

Nein, es geht nicht um >Geographie mal anders<, obwohl das auch ganz interessant wäre. Es geht um die Aufführung des gleichnamigen "Musicals" im Kassler Staatstheater.

Wenn man es gesehen hat, wundert man sich nicht, dass das Stück trotz seiner teilweise sehr schönen Musik nur selten zur Auführung kommt. Vorsichtig gesagt ist der Inhalt ein klein wenig problematisch. Für mich persönlich sind da einfach zu viele Uniformen auf der Bühne, so ähnlich als wenn man früher nach Ost-Berlin kam. Dummerweise wird dann aber auch noch viel marschiert auf der Bühne und der Heldengesang der US-Navy und Marines erscheint doch so penetrant 50er-jahreartig, dass man denkt, gleich kommt President Dwight D. Eisenhower auf die Bühne. Wenn dann noch die Hauptdarstellerin aussieht wie Infrid Bergmann in >Casablanca< und der stellvertretende Kommandant Richard Nixon wie aus dem Gesicht geschnitten ist, ist das Bild perfekt.

Die rührseelige Geschichte entartet zum Heldenepos mit markigen Durchsagen und Aufbruch zur Schlacht. Kurzzeitig befürchtet man, dass als nächstes >Japse< auf offener Bühne gekillt werden, aber nein, es kommt zwar zum Heldentod des einen Protagonisten aber wenigstens zum Happyend des anderen.

Sollte zufällig ein zukünftiger Regisseur hier zuhören, so sei eine Kleinigkeit mal angemerkt: es ist schon vor langer Zeit die Möglichkeit erfunden worden, ein Stück auch etwas distanziert oder gar gegen seine ursprüngliche Intention zu inszenieren. Dann könnte man sowas auch aufführen. Selbst ein paar ironische Seitenhiebe könnten dem Publikum wenigstens das Gefühl vermitteln, dass hier zitiert wird und alles nicht so ernst gemeint ist.

All das unterbleibt hier, und da wir wirklich nicht mehr die 50er Jahre haben, fragt man sich, ob das Theater jetzt von US-Geldgebern subventioniert wird, die möglicherweise eine Propagandaoffensive zur Sicherung des  US-Zugriffs auf europäische Kontodaten durchführen. Oder ob es schlicht daran liegt, dass der Vietnamkrieg jetzt auch schon wieder fast 35 Jahre zurück liegt. Damals liefen im gleichen Theater sehr viel andere Stücke.  Tja, die Zeiten ändern sich - und das immer wieder!

Meister 29.11.2009, 11.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst

Archie Brown: Aufstieg und Fall des Kommunismus

Über 800 Seiten, alle Details und Daten des Weltkommunismus mit all seinen Windungen und Wendungen.

Im Nachhinein habe ich allerdings das Gefühl, dass zwar vieles beschrieben wurde, dass man sich das Phänomen trotzdem nicht erklären kann.

Vielleicht kann man den ganzen Kommunismus zusammen mit Faschismus und allen allen anderen Ismussen nur als den Wahnwitz des 20. Jahrhunderts erklären, ein Stadium der Menschheit eben, mit einem Aufbruch in die Moderne, der so unvollkommen war, weil er so von Unbedingheit strotzte.

Absurderweise sind es gerade Wissenschaft und Fortschritt, die so in die Irre führen.

Man meint wissenschaftlich zu wissen und zieht Schlüsse von gewaltsamer Unbedingtheit daraus.

Dann ist es eben ganz objektiv richtig und notwendig Millionen von Menschen umzubringen - es ist der Fortschritt, es ist die Wissenschaft, keineswegs die eitle Hirnverbranntheit von Ideologen, die die Welt nach ihrem Fieberwahnbild formen wollen.

Was schliessen wir daraus fürs neue Jahrtausend:

Nicht alles, was wahr scheint, ist wahr.

Nicht alles, was sich gut dünkt, ist gut.

Bescheidenheit und kritisches Denken führen zu mehr Fortschritt als stählerner Durchbruchswillen.

Purer Rationalismus ist nicht so vernünftig, wie er tut.

Das was heute wahr scheint, kann morgen vollkommmen überholt sein, denn die Dialektik verschwindet nicht aus der Geschichte.

Romantische Vorstellungen von Zukunftsentwicklung sind durchaus  gut, wenn sie genügend selbstkritsch sind, nicht Wunsch und Wirklichkeit zu verwechseln, sondern zu dynamisieren.

Meister 27.11.2009, 12.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher, Theater, Musik, Kunst | Tags: Kommunismus, Zukunft, Geschichtsdialektik,

Ergoterror macht Kinder fertig

Gestern nachmittag hatte ich gleich mehrere Fälle von Kinderniedermachen hintereinander. Es ist zur Massenmode geworden.

Wie läuft das?

Entweder es taucht in der Kita jemand vom ÖGD (öffentlicher Gesundheitsdienst) oder von einer vergleichbaren Sozialkontrollstelle auf, oder das Kitapersonal selbst versucht seine letzte Fortbildung in die Praxis umzusetzen. Letzteres hat wenigstens den Vorteil, dass es sich  (meistens) um Leute handelt, die das Kind schon eine Weile kennen. Wenn die Leute von der Sozialkontrolle kommen, beurteilt jemand die Kinder nach der OneTouch-Methode: einmal sehen und Etikett aufkleben.

Natürlich wollen sie alle nur das Beste: Förderung auf Förderkommraus.

Nur sind die Urteile vorschnell und depressionsauslösend: Wahrnehmungstörung, Verhaltensstörung, Konzentrationsstörung, Hyperaktivitätsstörung und was sie sonst noch so finden, wenn sie mit ihrem geschulten Einmalblick die Kinder abstempeln.

Ein bißchen langweilig und damit natürlich auch entlarvend ist dann, was als Empfehlung dabei raus kommt: "Gehen Sie zum Kinderarzt und  lassen Sie sich Ergotherapie aufschreiben!" Am besten gleich für die nächsten Jahre, versteht sich.

Wenn man die so stigmatisierten Kinder anschaut, stellt man fest, dass sie völlig normal sind, nur leider haben sie sich nicht so über den Einheitsleisten schlagen lassen wie andere. Einige sind vielleicht zu schüchtern um den Sozialkontrolleuren die geforderten Antworten zu geben, andere sind ein bißchen eigenwillig, was ja nun gar nicht geht, oder es handelt sich um Jungs, das ist ja von vornherein verdächtig: malen nicht so gern und so schön (Feinmotorikstörung), wollen gern ständig körperlich was machen und halten sich nicht an die von den Kontis gemachten Regeln (Hyperaktivität und ADS) oder schubsen gar mal ein Mädchen oder prügeln sich miteinander (Aggressivität!). Manchmal hat man den Eindruck, wenn ein Vierjähriger mal schubst oder an den Haaren zieht, steht er schon kurz vor einem Amoklauf.

Anstatt dass in der Kita entsprechend pädagogisch auf die Kinder eingegangen wird, werden sie krank gemacht und ausgegrenzt. Das Wort, dass Gesunde nur noch nicht genügend diagnostiziert sind, wird so auch für Kinder umgesetzt.

Und die Folgen? Kann doch nicht schaden, wenn ein bißchen Therapie gemacht wird? "Sie wollen doch sicher, dass Ihr Kind die optimale Förderung bekommt, nicht wahr?"

Es wird übersehen, dass die Kinder nicht aus Holz sind: die kriegen nämlich mit, was über sie gesagt wird, vor allem, dass von ihnen behauptet wird, sie seien nicht in Ordnung. Und dass von ihnen erwartet wird zu funktionieren. Schon in der Kita, erst recht in der Vorschulkita, und in der Schule sowieso. Es führt zu Selbstbewußtseinsschäden und Konformitätsdruck und bei anderen zu Widerstand, der dann natürlich als Bestätigung der Diagnose genommen wird.

Und die ganze Förderung? Bestenfalls ist sie eine riesige Verschwendung von Zeit und Geld. Die Tatsache, dass Therapien natürlich niemals beendet werden können, weil alles immer weiter verbesserungswürdig ist ist genauso ominös wie die nach Jahr und Tag gemeldeten Erfolge: die hätten sich durch die ganz natürlich Weiterentwicklung der Kinder oft von selbst ergeben.

Irgendwann wird man erkennen, dass der Förderwahn unsinnig und kontraproduktiv ist. Dass man Kinder Kinder sein lassen muss! Ja, man muss sich viel mit ihnen beschäftigen, ihnen Liebe und Zuwendung geben, das ist elementar, aber man muss sie auch machen lassen, man muss ihren Talenten zwar Futter geben und umfassende Anregungen, aber  niemand kann zum Nobelpreis geprügelt werden.

 Es ein weiterer Wahn  zu meinen, die Kinder müssten so schnell wie möglich in die Tretmühle der Gesellschaft rein. Ehrlich gesagt, ich glaube nicht daran, dass es für den Einzelnen oder für die Allgemeinheit gut ist, wenn die Kinder stromlinienförmig gemacht und schnellstmöglich zum Abschluss gebracht werden. Wer das will, mag das tun, aber es eignet sich nicht als gesellschaftliche Norm.

Wirkliche geistige Elite geht anders.

Meister 27.11.2009, 09.52| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Ein Teufelskreis

Irgendwie muesste man dafuer mal eine andere Loesung finden: die Leutchen haben nun mal Probleme in der Schule, mit ihrer Aufmerksamkeit, ihrem Verhalten, ihrer Motivation. Dann kommt natuerlich nichts Gutes dabei raus, die Leistungen entgleisen, die Motivation beim Teufel, der Ruf ist ruiniert, das Verhalten geht zum Sturzflug ueber. Gegenmassnahmen werden eingeleitet, aber die fuehren erst recht rein in den Teufelskreis: extra Hausaufgaben, Foerderunterricht, Nachhilfe, Therapie 1 und Therapie 2, Konferenzen, Tadel, Medikamente, Psychiater, psychiatrische stationaere Behandlung - immer tiefer in den Strudel rein. Endstation Sonderschule. Schulabschluss Fehlanzeige.
Fuer die betroffenen Kinder muss das Leben eine Qual sein, die man kaum noch und wenn dann nur mit weiterem Fehlverhalten ertraegt.
Was kann man tun, kann man was tun? im Prinzip sind diese Kinder absolut nicht unbegabt, selbst wenn sie alle Tests vergeigen.
Man muesste den Teufelskreis durchbrechen und statt einer immer weiteren Zuspitzung von Streisstrommelei die Kinder total anders beschulen: Kleingruppen, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung, Befreiung vom Lehrplandruck und motivationsgesteuertes Lernen. Man koennte so viel machen, aber man muss aus dem Kreis raus. Und wer soll es bezahlen? Tatsache ist jedenfalls dass man sich etwas einfallen lassen muss, wenn man die Schulabbrecherquote verringern will. Das Ziel ist durchaus richtig, es handelt sich durchweg um Leute, die etwas erreichen koennten. Aber man kann nicht so weiter machen.
 

Meister 26.11.2009, 14.57| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Wer wird Schweinebaron?

Die chronische Schweinegrippe nennt man? A: Dauerwurst B: Viehtransport C: Rache der Vegetarier D: Alles Blödsinn

Meister 25.11.2009, 20.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Migranten

Vor einiger Zeit hatte ich al geschrieben, dass es gar keine Migranten gibt, weil es entweder E- oder I- Migranten sind und dass in Wirklichkeit Einwanderer also Immigranten gemeint sind.

Es gibt aber doch >Migranten< - eine neue Erkenntnis für mich.

Es gibt offenbar eine ganze Reihe von Familien, die mal hier und mal dort leben, teilweise polnische, teilweise bosnische aber auch türkische Familien oder Teilfamilien. Natürlich ist es ihr gutes Recht  zu leben wo sie wollen. WEnn es wegen der Arbeit ist, dass sie hier sind und sie ansonsten ihre Perspektive in der alten Heimat sehen spricht auch gar nichts dagegen. Wenn sie hier staatliche Leistungen bekommen, ist es allerdings etwas anderes.

Gerade Leute mit Kindern sollten sich aber entscheiden, denn die Zukunft der Kinder kann nicht zwischen den Stühlen sein.

Meister 25.11.2009, 17.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Epidemie überwindet Hysterie

Gestern war so viel los, dass ich nicht mal zwischendurch auf den Aussencomputer gucken konnte, noch viel weniger etwas schreiben.

Die SG-Epidemie blüht jetzt so richtig auf.

Absurd aber wahr: dadurch dass immer mehr Leute, Kinder und Erwachsene, erkrankt sind, baut sich die irrationale Angst vor "der" Schweinegrippe allmählich ab.

Spruch dazu: "Es ist eben auch nur eine ganz normale Grippe!"

Die hektisch-hysterischen Reaktionen nehmen scheinbar allmählich ab, scheinen nur noch in Schulen und Kitas vorzukommen, wo man zwar die vorgefertigten Richtlinien des Senats immer noch in vollem Umfang beachtet und anwendet. Aber auch nicht alle Arztpraxen scheinen auf der Höhe zu sein. Ich hörte gestern von einer Mutter, deren Kind an SG erkrankt ist, dass sie selbst aus der Praxis ihres Hausarztes rausgeflogen sei, als sie sich wegen SG behandeln lassen wollte. Naja, muss ja nicht alles wahr sein, was so erzählt wird.

Was die SG-Impfung anbelangt, so muss man natürlich sagen, dass die Gründe sich auf einen unerprobten Impfstoff einzulassen sich allmählich immer mehr verflüchtigen, und die Leute sehen das wohl auch zunehmend so, deshalb ist der Druck an der Frage auch nicht mehr so schlimm.

Und wie wird es weiter gehen? Ich bin kein Prophet, aber die Erfahrungen vergangener Grippewellen sagen, es  ist eigentlich solange ich mich erinnern kann nicht vorgekommen, dass eine Grippewelle sich nachradikalisiert hätte. Wenn die Sterblichkeit der SG jetzt weit unterhalb der saisonalen Grippe befindet, was allgemein so angeommen wird jetzt, dann wird das wahrscheinlich auch im Verlauf dieses Winters so bleiben. Frage ist bloß, wie lange sie so rumgrassiert, aber bis Weihnachten dürfte die Welle durch sein.

Die Medienpanikfuzzies können sich allmählich über die nächste Sau, die sie durchs Dorf treiben wollen, verständigen, wie beispielsweise die Hochzeit von Schweinegrippe und Vogelgrippe im fernen Asien oder so.

Ein Problem bleibt allerdings noch: Schwangere sind im Moment wirklich nicht zu beneiden, weil denen ja immer noch ein schlimmer Verlauf prophezeit wird. Ich habe da augenblicklich nur eine Tröstung an der Hand: es ist so viel Mist über die Gefährlichkeit der Schweinegrippe erzählt worden, dass man vielleicht hoffen kann, dass der angelblich "besonders schwere Verlauf bei Schwangeren" genauso wenig stimmt wie die entsprechende Behauptung über Kinder.

Meister 24.11.2009, 09.58| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Es wird besser

Die Erkältung wird allmählich besser und damit hat das Wochenende seine Regenartionsfunktion schon wieder erfüllt. Am Freitag haben mich die Leute schon fast bedauert, das lag aber nur an meiner superheiseren Stimme und meine Prognose, dass diese nach Ende der >Sprech<stunde besser werden würde hat sich erfüllt.  Der Winter ist halt hart bei uns, auch gerade wenn er milde ist. Irgendwie denke ich ja, dass man irgendwann da noch was rausfinden wird, warum, wirklich die Infekte in den Wintermonaten so zunehmen. Die bisherigen Erklärungen finde ich jedenfalls insgesamt noch unbefriedigend, inklusive der "alternativen" Erklärungen.

Schön ist es jedenfalls, dass man dieser Tage noch prima draussen im Garten was machen kann, damit legen wir ja schon die Grundlagen fürs Frühjahr. Es ist ein bißchen merkwürdig, dass mir dieses Jahr der kommende Frühling gar nicht so weit weg vorkommt. Aber warten wir's ab, vieleicht wird es einem gerade wegen dieser Erwartung dann besonders lang.

Meister 22.11.2009, 11.04| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Am Wochenende keine Schweinchen!

Die Sache mit der SG-Epidemie hat sich im Laufe der Woche so richtig ausgewachsen, da waren hunderte von Patienten mit Schweinegrippe. Trotzdem ist es bei den Leuten noch nicht angekommen, dass es sich bei SG um eine Grippe wie jede andere handelt und fast alle nach einer Woche wieder voll ok sind. Viele Eltern reagieren auf die Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit dass es SG ist ,so als habe man ihnen ein Todesurteil überbracht. Und eine Mutter sagte, vonwegen keine schwere Krankheit, ihre 13jährige Tochter habe schon 3 Tage 39° Fieber und sei total schwach und erschöpft. Hoffen wir, dass derartige Leute nie mit wirklch schweren Erkrankungen konfrontiert werden, da würden sie ja schon die Verkündung der Diagnose nicht überleben.

Man kann zum Glück hoffen, dass mit der massenhaften Verbreitung auch die Gelassenheit zunimmt. Witzigerweise hatte ich den Eindruck, dass die Etikettierung als "Meerschweinchengrippe" schon bei einer Reihe von Leuten zu einer gewissen Beruhigung geführt hat.

Man könnte denken, dass in derSache allmählich, nach 2 Wochen heftigen Ansteigens vielleicht der Höhepunkt erreicht ist. Von den Erfahrungen der heftigen Grippewelle vom Januar 2009 befürchte ich allerdings, dass bestenfalls ein >Plateau< erreicht ist und es mit den Zahlen so weiter geht in den nächsten 4 Wochen. Dass ist kein Wunder, weil jetzt erstmal eine relativ grosse Basismasse von ansteckenden Personen, da ist von denen ein Großteil so gesund ist, dass es überall rumrennt und weiter ansteckt. Da hilft keinerlei Epidemieschutzmassnahme mehr, eine Grippewelle ist nicht aufzuhalten, dass ist schon lange bekannt. Jetzt wird die Sache einige Wochen rumgereicht bis aus Mangel an weiteren.

Obwohl man sagen muss, das beste Medikament gegen die Grippe ist einen Meter breit und 2 Meter lang, werden am Wochenende wieder viele die Notfallambulanzen verstopfen, um darüber zu wüten, dass sie nach stundenlangem Warten mit symptomatischen Mitteln, ohne Grippetest, ohne Tamiflu oder andere Wunder-Waffen nach Hause geschickt werden. Natürlich ist der Grippetest jetzt völlig unsinnig, aber was schert das die Leute, sie wollen es genau wissen. Dummerweise kostet ein Test 160 Euro, ist keineswegs zuverlässig und die Durchführung ohne Grund  erschwert es den Labors nur für die kritischen Fälle rechtzeitig die Diagnose zu stellen.

Jetzt ist schon ein Streit darüber ausgebrochen, ob mehr Kinderärzte am Wochenende in den Notfallambulanzen arbeiten sollten. "Sie wollten halt  lieber zuhause bei ihren Familien bleiben" heisst es frech-süffisant in der Zeitung. Merkwürdigerweise bleibt ausser Betracht, dass die Leute, die die ganze Woche die Frontschweinarbeit machen, am Wochenende sich vielleicht mal erholen müssen, aber Schuldzuweisungen sind immer billig.

Man brauchte da schon ein Konzept für ausreichend viele Notfallpraxen an den Wochenenden, oder abgesprochen verschobene Sprechstunden über 7 Tage die Woche. Das liesse sich alles machen. Aber eine ausgelastete Kapazität kann man im Winter nicht dauerhaft überlasten, es kommen noch 6 (!) weitere Wintermonate frontal auf uns zu. Und wenn diejenigen die dem Überlastungsbegehren nachgeben, dann auf der Nase liegen oder wie auch schon vorgekommen in den Sielen sterben, dann heisst vielleicht anerkennend, "er war immer für seine Patienten da", wofür der sich dann aber auch nichts mehr kaufen kann, doch vielleicht heisst es auch nur, "der war doch selbst dran schuld, wenn er sich kaputt gemacht hat".

Meister 21.11.2009, 10.47| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe, Arbeitsbelastung,

Schweinegrippe wird umbenannt

Nein, natuerlich ist das nicht offiziell.
Aber ich habe festgestellt, dass die Leute einen solchen Schrecken kriegen, wenn man sagt , es koennte  Schweinegrippe sein, dass ich seit gestern dazu uebergegangen bin zu sagen, es koennte sich um "Meerschweinchengrippe" handeln. Klingt netter und dem Krankheitsverlauf auch angemessener. Der ist nach wie vor harmloser als bei der letzten "normalen" Grippewelle im vergangenen Januar.
 

Meister 20.11.2009, 08.30| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Die Glaspatientenkarte

Liebe Freunde der Transparenz und Feinde der wohlfeilen fetten Profite.

Es hat ja nicht lange gedauert nach der Wahl bis verlautet, dass die Einführungsbemühungen für die GlasPatientenkarte wieder aufgenommen werden.

Was ist passiert?

Wahrscheinlich hat die Ministerialbürokratie den neuen Gesundheitsminister darin gebrieft, welche Geheimabsprachen mit der Industrie bestehen und was es kostet, wenn man sie aufkündigt.

Die Glaspatientenkarte, von der Propagandalobby als elektronische "Gesundsheitskarte" hochgejubelt, ist die neue Melkkuh für die Konzerne, die doch nicht geschlachtet werden darf, bevor sie ihre Profite abgeworfen hat. Es wird sich um Milliarden handeln, die damit von der Patientenversorgung weg in die Taschen der Konzerne umgeleitet werden sollen, die bisher sich noch nicht so richtig am Gesundheitswesen bereichern können, die Stärke des Lobbyismus zeigt die erwartete Profithöhe.

Die Tatsache, dass das Gesundheitswesen damit Milliarden verliert, ist aber nur ein Aspekt, der zweite ist, dass diese Glaspatientenkarte optimal an die Zukunftsgesundheitsindustrie angepasst ist, alle Information muss flüssig ineinander fliessen, ohne irgendwelche Verschwiegenheitsrücksichten, ist doch nur im Sinne des Patienten, dass alle, die mit ihm professionell zu tun haben auch alles über ihn wissen. Je mehr man über ihn weiss, desto mehr kann man ihm verkaufen, Leistungen aufdrängen oder verweigern je nach Profitlage.

Die Auseinandersetzungen der Zukunft werden allmählich sichtbar: es geht um den Kampf der Gesundheitsgrossindustrie mit ihren Konzernen gegen die Patienten und ihre Ärzte und Therapeuten. Natürlich wird die Industrie nicht müde, die Ärzte als ihre Verbündeten und Mittäter zu etikettieren, aber in Wirklichkeit will sie Angestellte, die ihre Produkte profitabel absetzen. Die Ärzte sind gut beraten, ihre Unabhängigkeit nicht an die Konzerne zu verkaufen, sondern als Sachwalter der Patienten und deren Rechte aufzutreten, das ist nicht nur ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit, sondern dass ist auch ihre einzige Chance ihre Freiheit und Unabhängigkeit zu behalten und auszubauen.

Kann man es denn verhindern, dass die Konzerne das Gesundheitswesen übernehmen und ausplündern auf den Knochen der Patienten und Beschäftigten?

Eine gute Frage, die die Zukunft beantworten wird.

Wer sind diese Konzerne: die Pharmaindustrie kennt jeder, von ihren Profiten weiss jeder, die Ausrüstungskonzerne wie Fresenius und Draegerwerk beispielsweise kennt man nicht so. Die Krankenhauskonzerne werden immer grösser und immer mehr zu einem die Versorgung bedrohenden Moloch, sie drängen immer mehr in die ambulante Versorgung, schon weil sie von dort aus ihre Klinikbetten füllen müssen, aber auch weil die ambulante Patientenversorgung die Schaltstelle für die Ausgaben im Gesundheitswesen ist. Die Krankenkassen sind auch zunehmend Konzerne im Gesundheitswesen, die auf Profit abzielen. Als sie noch klein und zersplittert waren, haben sie sich darauf beschränkt, ihre eigenen kleinen Posten und Arbeitsplätze zu erhalten, indem sie durch Fusionen zu Grosskonzernen mutieren, sind sie natürlich eine Macht, eine Einkaufsmacht, eine Milliardenverteilmacht, selbst wenn sie rote Zahlen schreiben haben sich eine ganze Reihe von Leute schon die Nase und sonst noch einiges vergoldet. Und jetzt auch noch die Elektronikindustrie, die schon in der Medizintechnik eine Menge Geld macht, sie will die Autobahnmautprofite auf einem neuen Gebiet realisieren. Wre doch zu schade, wenn da was dazwischen käme!

Und der Gesundheitsminister? Es wird für ihn die Nagelprobe sein, wo er eigentlich steht. Man wirft der FDP ja gern vor industriehörig zu sein. Ist sie das vielleicht wirklich , Herr Rössler? Aber man wirft ihnen ja genauso vor Klientelpartei der Ärzte zu sein. Wenn nun die Ärzte und die Patienten einerseits und die Grossindustrielobby andererseits zerren, was wird passieren?

Eines ist klar, die Glaspatientenkarte wird von den Ärzten abgelehnt, und sie wird von den Patienten noch stärker abgelehnt werden, spätestens wenn die mitkriegen, was man mit ihnen vor hat. Die Patienten sie da ziemlich sensibel in diesem Land, sie trauen den Konzernen und auch den Regierungsversprechen nicht so wahnsinnig weit.

Wir werden noch von der Sache hören!

Es grüsst Sie herzlich aus dem Spreebogen

Ihr Dr. med. Bloggma

Meister 19.11.2009, 10.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma | Tags: Gesundheitspolitik, Patientenkarte,

Ueberall Schweinchen

Weiterhin heftige Nerverei an der SG-Front, sehr viele Faelle, aber die Leute sind total entgeistert, wenn sie hoeren, dass es SG sein koennte. Irgendwie hat die Desinformation im Meidnerauschen dazu gefuehrt dass die Leute es fuer eine total exotische Sache halten, die doch weit weg sein und bleiben sollte. Und fueer ein halbes Todesurteil.
Ich versuche klar zu machen, dass es sich schlicht um die Grippe dieser Saison handelt und dass man damit ganz normal umgehen muss.
Die Impfung startet morgen und zwar nsch strengen Kriterien, nur wer unbedingt muss und will und moeglichst nicht unter 3 Jahren. Mal sehen wie das gehen wird.
Selbst bin ich auch schon wieder etwas erkaeltet, aber da ich SG schon hatte, kann es sich ja nur um Stachelschweinegrippe handeln, >porcupine flu<! Echt selbst erfunden!
Vielleicht sollten wir die SG auch etwas entspannter etikettieren: Ferkelgrippe, Schweinegrippe, Wildschweingrippe jund lasyt not least Meerschweinchengrippe!
Aber viele Leute finden es gar nicht komisch, die fuehlen sich dann wieder auf den Arm genommen, dass geht also auch nicht.
 

Meister 18.11.2009, 13.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Bisschen müde

Zum Rudern hat es nicht mehr gerreicht heute, aber zumindest sind wir im Garten doch gut voran gekommen. Die Herbstarbeiten im Garten haben ja leider so einen leicht  tristen Unterton, weil dann ja der Winter kommt, aber den negativen Vergleich, den ich gerade bloggen wollte, lasse ich weg, es wird ja auch wieder Frühling und dann werden wir uns freuen über die gute Ausgangsposition.

Nachdem es kühler und dunkler wurde, habe ich dann mit der Buchführung weiter gemacht: ein paar Stunden Buchführung und ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht, einer guter Büromensch wär ich nicht, glaub ich. Dann fehlt so ein blöder Betrag und ich suche ihn, eine ganze Weile, jetzt stimmt es wieder, aber wieso der weg war verstehe ich nicht. Egal.

Und morgen dann wieder zurück zu den Grippeschweinchen!

Meister 16.11.2009, 19.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Das Wetter noch ausnützen

Auch heute früh scheint wieder die Sonne und wir werden mal schnell draussen noch etwas machen, bevor der angekündigte Regen kommt. Vielleicht kommt er ja langsamer als gedacht. In den Wetterkartenanimationsfilmchen sieht das ja immer so objektiv wahr aus, dass man sich schon wundert, wenn bei den superschwarzen Wolken dann nur so ein klein bißchen Nieselregen rauskommt.

Ob wir nochmal rudern? Mal sehen, erstmal muss der Lagerplatz für's Ruderboot klariert werden.

Meister 16.11.2009, 10.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Novemberrudern

Das Wetter war heute ja wirklich ungewöhnlich warm. Wir haben die Gelegenheit genutzt mit dem Ruderkahn eine kleine Runde zu drehen. So eine Ruhe auf dem Wasser! Und ich hatte auch noch die privilegierte Position mich rudern zu lassen: " Fahr mich in die Ferne meine brünette Matrosin!"  - --  Ok, sie ist der Käpt'n !
Es war wirklich schön, der ganze Werlsee  für uns ganz alleine, der Spiegel des Sees, total klares Wasser - eine Vision von Sommer, eines anderen Sommers, eines zukünftigen Sommers. 
Wann wird es mal wieder so toll sein?

Meister 15.11.2009, 19.12| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien

Heute mal was anderes

Von gestern ist noch Planerfüllung zu melden. Leider waren die Dahlienknollen nicht mehr so ganz toll, sah so aus, als häte da jemand gefressen, na schön, beschaffen wir nächstes Jahr mal ein bißchen Nachschub und wechselnd wir das Beet.

Das Holzspalten hat auch einen schönen Haufen Spaltprodukte ( nicht radioaktiv) hinterlassen und mich zu der Erkenntnis geführt, dass der Wirkungsgrad beim Verbrennen von Holz im Kaminofen dadurch stark gesteigert werden kann, das man das Holz höchstselbsthändig spaltet: Kraft-Wärme-Kopplung alten Stils sozusagen.

Heute liegt mal wieder was ganz anderes an: Buchführung.

Was ist eine Schweinegrippe gegen Buchführung?

Meister 15.11.2009, 10.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Aussenaktivitäten

Nachdem wir gestern gute 2 Stundes eiliges Waldik-Walken (neu; deutsch auszusprechen, abgekürzt >wa-wa<) hatten, tun mir heue noch die Füsse weh, aber das Wetter ist zu schön, heute werden die Dahlien ausgebuddelt, und dann wollte ich noch Holz spalten. Naja, ist erstmal ein Plan!

Meister 14.11.2009, 10.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien | Tags: Gartnarbeit, Herbst, waldik walken,

Schlimmer als Hysterie ist......

Doppelhysterie: gestern war wirklich die Hölle los, man hat langsam den Eindruck, dass einige Leute kurz vor dem Ausflippen sind. Die Angst vor der Schweinegrippe treibt merkwürdige Blüten, und die Angst vor der Schweinegrippeimpfung erledigt den Rest. Es sind nicht nur die Leute, die schier verrückt sind, sondern dass setzt sich dann in den professionellen Bereich fort. Die einen Leute telefonieren wie die Verrückten, weil sie unbedingt die Grippeimpfung wollen und zwar sofort. Die sind zwischen todtraurig und aggressiv, wenn sie erfahren, dass impfen noch nicht geht. Als habe man ihnen den Platz im Rettungsboot der Titanic verweigert.  Die anderen haben Angst vor der Grippe und Riesenangst vor der Impfung. Es besteht die Gefahr, dass demnächst Todesstrichlisten verglichen werden: auf der einen Seite die Medientoten der Grippe, auf der anderen die Medientoten der Impfung.

Ich habe mich schon bemüht beruhigend zu wirken: weder ist die Grippe bisher so schlimm, noch gibt es Anzeichen dafür, dass die Impfung schlimme Nebenwirkungen hat und man muss  doch auch nicht übertriebene Eile bezüglich der Impfung haben, kann doch erstmal die wirklich Gefährdeten impfen und dann diejenigen, die schon halbtot vor Grippeangst sind. Wenn dann ein paar Millionen geimpft sind, wird man besser einschätzen können, ob man bedenkenlos in die Breite impfen kann oder lieber nicht.

Man muss in aller Ruhe die Impfinfrastruktur einrichten, langsam anfangen und genau aufklären. Sollte es zu einer Verschlimmerung des Erkrankungsverlaufs kommen, was gar nicht unbedingt sein muss, kann man jederzeit massenhaft impfen, wenn die gesamte Logistik steht und der Impfstoffnachschub rollt.

Überraschender Weise stellt sich jetzt heraus, dass die bestellten 50 oder gar 80 Millionen Dosen gar nicht vorhanden sind, sondern nach und nach produziert werden. Das ist zwar logisch, denn der Prozess ist zeitaufwendig und die Produktionsanlagenkapazität begrenzt, aber es besteht schon die Frage,  welche Liefertermine für welche Mengen verabredet oder möglich sind, denn im Laufe des Jahres 2010 wird es ja auch etwas absurd diese Impfung durchzuführen. Hat sich das Virus eventeull verwandelt bevor der Impfstoff verimpft ist?

Mit wem man gestern auch gesprochen hat, alle waren schwer betroffen von der Wucht der Verunsicherung der Leute. Der Chefarzt der Kinderklinik fragt an, ob wir Leute zum SG-Test zu ihnen geschickt hätten: haben wir natürlich nicht, sondern die Leute haben das schlicht erfunden. Es soll Schreiereiszenen in Krankenhausambulanzen gegeben haben.

Das Labor klagt, dass massenhaft unnütze SG-Tests eingeschickt werden, die damit gerade wieder verhindern, dass die wichtigen innerhalb von 24 Stunden bearbeitet werden können. Denn die Tests haben nur einen Sinn in dieser Situation: bei schwer Kranken mit Grunderkrankung rechtzeitig herausfinden, ob eine entsprechende Therapie gemacht werden muss.

Aber Leute sind jetzt offenbar auf die Idee gekommen, dass sie vielleicht aus dem Dilemma mit der Angst vor Impfung vs Angst vor Erkrankung rauskommen, wenn nachgewiesen wird, dass sie es hatten. Aber auch da muss man sie enttäuschen: der serologische Nachweis kann nicht zwischen früheren Grippen und Impfungen einerseits und SG andererseits unterscheiden. Und der Abstrichtest kann nur gemacht werden, wenn jemand als SG-Verdacht gemeldet und in vorläufige Quarantäne verbracht wird. Und das gilt auch für gesetzlich wie privat Versicherte! Auch das Angebot, es selbst zu bezahlen, macht es nicht möglich.

Das Anwachsen der Doppelhysterie im Verlaufe der Woche ist erschreckend, da fragt man sich wie es weiter geht. Sicher scheint, dass die Fallzahlen in den nächsten Wochen weitere steigen werden. Das ist die Erfahrung jeder Grippeepidemie, z.B. der vom letzten Winter: von dem Zeitpunkt, wenn man feststellt, dass es deutlich massenhaft Grippefälle sind, wachsen die Zahlen zwei drei Wochen an, und dann verharren sie weitere 3 bis 4 Wochen hoch bevor sie langsam zurück gehen. Das muss vielleicht nicht immer so sein, war aber beim letzten Mal ganz eindeutig so.

Weil die Epidemie jetzt so richtig ins Laufen kommt, sind natürlich die früheren Massnahmen wie Schulenschliessung jetzt absurd. Soll man bis März zumachen? Die SG hat einen Vorteil, der ein Nachteil ist: viele Betroffene sind so leicht erkrankt, dass sie weiter rumrennen und anstecken.

Und was soll man tun? Wenn man krank ist, sollte man zuhause bleiben, wenn man sich schlecht fühlt sollte man sich schonen und eventuell ins Bett legen. Damit erspart man  sich Komplikationen und der Umwelt Ansteckung.

Fast allen Erkrankten geht es innerhalb von einigen Tagen wieder besser, aber genau dann sollte man vorsichtig statt übermütig sein: wenn man zu schnell wieder aufdreht, riskiert man bei Grippe oft einen Rückfall.

Meister 13.11.2009, 10.51| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe, Impfung, Hysterie,

Weltverbesserer?

Zum "Weltverbesserer" bin ich zu alt - aber zum Senf dazu geben reicht's noch !
 

Meister 12.11.2009, 09.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Pandemrix =?

Welche Marketingabteilung hat sich denn bloß diesen Namen ausgedacht?

Die Impfstoffe dieser Firma klingen zwar schon immer wie ein Dorf unbeugsamer Gallier, aber dieser Name treibt einen doch irgendwie in die negativen Assoziationen:

-Verdamrix

-Pandoramix

-Panoramakix

-Pestundcholerafix

Hat noch jemand eine passende Idee?

Vielleicht noch für Herthafans:

-Pantelixzurückkicks

Meister 10.11.2009, 23.41| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Arbeit sonst nichts Neues

Es gibt viel zu tun und der Abend hat sich ziemlich gezogen. So sehr dass ich überrascht war, als dann wirklich Schluß war.

Viele Fragen heute vor allem wieder, gut dass man auch was Schriftliches da hat, aber man natürlich nicht immer nur verweisen sondern muss die Fragen schon beantworten. Aber wenigstens dann nicht  mehr mit allen Facetten, die kann man ja nachlesen falls sie einen interessieren.

Díe Leute hätten es natürlich am Liebsten, wenn man die Impffrage mit einem "ja" oder "nein" beantworten würde, aber warum soll man es ihnen einfacher machen als es ist, um sich dann hinterher dafür prügeln zu lassen.

Es gibt eben immer zwei Möglichkeiten... und daraus ergeben sich dann wieder zwei Möglichkeiten,.... na ich denke jeder kennt dieses alte Spielchen.

Eigentlich sind wir doch in einer komfortablen Situation: die Schweinegrippe hat sich noch nicht zum Raubtier verwandelt, noch nicht mal zur Wildschweinhorde und es gibt einen Impfstoff, auch wenn wir ihn noch nicht haben.

Niemand muss sich gezwungen sehen dies oder das andere zu tun, aber auch das cool bleiben ist für viele Leute schon schwer, der Medienbeschuss war doch sehr schwer in letzter Zeit.  Gibt es eigentlich genauere Untersuchungen über die Auswirkungen von Medienbeschuss auf Menschenmassen? An künstlerischen Bearbeitungen fällt mir da gerade Bölls "Verlorene Ehre der Katharina Blum" ein. Na, das ist ganz schön weit weg ! Medienkritik war gestern? Oder vorgestern?

Was passiert eigentlich, wenn es im Lande mal wirklich hart auf hart geht statt "hart aber fair" (was übrigens einer der verlogensten Titel für eine Propagandasendung ist) ?

Meister 10.11.2009, 23.15| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Nooz: Land der Wunder - Tag des Wunders

Ja, das war der Tag des Wunders vor 20 Jahren. Eines der vielen Wunder dieses Landes. Eines der schönsten Wunder dazu. Wie alle nur noch "Wahnsinn!" gerufen haben! Für mich war "Wahnsinn!" mehr der Spruch dieser Zeit damals als alle anderen. Wenn wir uns als Bürger dieses Wunderlandes >Nooz< sehen, dann sollen wir daran glauben, dass noch viel mehr möglich ist, dass die Wunder hier an jeder Ecke darauf warten, dass man sie anspricht. Vielleicht versucht es morgen mal.

Gerade weil wir wissen, dass es auch negativer und schlimmer ging in unserer Geschichte, können wir es auch besser machen und besser herbei phantasieren. Die Wunder kommen bei uns immer wieder vor, und gerade wenn man denkt:"das checken die Deutschen nie!", sind sie schon kurz davor.

Sollen wir uns lieben? -  Muss nicht sein.

Sollen wir uns trauen?  - Naja, soweit man das eben kann.

Sollen wir uns was zutrauen?  - Aber klar, immer ran an die Buletten.

Denk ich an Deutschland in der Nacht?  - Schlafen wir besser nachts, sind wir tagsüber besser drauf.

Wunder gibt es hier immer wieder, und sie sind meist selbst gemacht, sogar die Guten!

Meister 09.11.2009, 23.51| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches

Der Witz des Tages

Der Witz des Tages war gleich der Beginn: unsere Azubine sagt, ihr Papa hat gesagt, wir stehen in der B.Z. und zwar als Praxis, die ab heute schon gegen Schweinegrippe impft. Bestätigung? Unnötig, es gibt natürlich gleich massenhaft Anrufe, die sich darauf beziehen.

Der Witz dabei ist: wir wissen nichts davon! Wir haben letzte Woche den Vertrag abgeschickt, aber wir haben bis heute absolut nichts davon gehört, noch viel weniger haben wir Impfstoff bekommen.

Macht ja nichts, das Chaos ist allgegenwärtig.

Der Spruch des Tages ergibt sich aus der Situation, als gleich drei Mädchen einer  Familie zusammen mit Schweinegrippe kommen. Ergibt sich wie von alleine "Ein Schwein kommt selten allein!"

Bestimmt heute 50 SG-Fälle, keine Frage mehr, aber auch keinen Sinn etwas wie Meldung ans Ges.-Amt zu machen, das dürfte überholt sein. Die Sache hat jetzt die dynamische Phase erreicht.

Aber es ist nicht die "gefährliche zweite Runde", es ist die Fortsetzung unserer KleinEpidemie vom Sommer mit größeren Zahlen. Auch Kindern, denen es Ende der Woche noch mies ging zum Sorgen machen, sind heute wieder fit. Mexiko ist eben doch nur Klein-Spanien.

Die Leute sind aber immer noch schwer mystifiziert. Wenn ich sage, ich hatte die Schweinegrippe im Sommer selbst, schauen sie mich an wie einen Geist, als ich abends einer Mutter sage, es waren heute bestimmt 50 Schweinegrippefälle hier, kann sie sich nur durch grundsätzlichen Atheismus vor dem Bekreuzigen bewahren.

Aber es kommt allmählich die Erkenntnis, dass SG eben auch nur eine Grippe ist. Dauert bloß ein bißchen, bis sie kommt.

Und die Impfsache, da gibt es auch viel Unsicherheit. Das ausgehängte und verteilte Info von gestern hat ganz gute Arbeit geleistet, schon allein deshalb, weil ich es gleich bei allen e-mail-Fragen verschickt habe, aber ich hatte auch viel weniger Platten zu spielen.

Was wird nun mit der Impfung? Einer Kollegin, die schon rumtelefoniert hat, verdanke ich die richtige Telefonummer, und wenn die uns schon nicht benachrichtigen, können wir doch wenigstens nachfragen. Ist also möglich, auch wenn sie nicht so genau wissen, wen wir eigentlich impfen dürfen. Das macht aber erstmal gar nichts.

Denn das eigentliche Problem ist, ob und wann wir überhaupt Impfstoff bekommen. Die Logistik hat der Senat einer Großapotheke anvertraut, die ist natürlich heute tagsüber kaum zu erreichen gewesen. Immerhin konnten wir abends schließlich ein Fax schicken . Das Schöne beim Faxen ist, dass man nicht weiss, ob es ankommt und wenn ja bei wem.

Das wird die Frage für morgen.

Die Frage für übermorgen wird sein, wer denn nun geimpft werden will/wird. Die Leute sind ja zum Teil voll scharf drauf. Aber wir werden sie erstmal durchs Höllenfeuer der Aufklärung gehen lassen.

Das stelle ich mir augenblicklich so vor: es werden die Risiken von Grippe und neuem Impfstoff schonungslos erklärt, wer unterschreibt wird geimpft, wer Bedenken hat, soll es sich lieber noch überlegen. Zwischendurch habe ich heute auch noch den Spruch gehabt: >wer sich als Kaninchen fühlt, der möge vorangehen<. Aber der ist nicht massentauglich, man muss schon aufpassen, dass man nicht vor lauter Absurdität zu unernst wirkt. Es ist schon einiges absurd in der Sache, aber die Leute wollen einen Ratschlag.

Den sollen sie haben, aber der ist nicht ja oder nein zur Impfung, sondern Information und dann die Möglichkeit selbst zu überlegen, wovor man mehr Angst hat, dass man eine schwere Grippe kriegt oder dass man schwere unbekannte Nebenwirkungen bekommt.

Und die geheime Hoffnung, dass den Leuten, wie sie sich auch entscheiden, nichts Schlimmes passiert. Ist es nicht gut, dass man ihnen die Entscheidungsfreiheit lassen kann?

Meister 09.11.2009, 21.51| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Porciner Tagesspruch

Ein Schwein kommt selten allein
 

Meister 09.11.2009, 13.44| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Schweinegrippeinfo zum 9.11.09

Morgen wird sicher bezüglich der Schweinegrippe schwer was los sein. Deshalb habe ich ein Infoblatt gemacht, das wir morgen aushängen oder verteilen werden. Den Lesern dieses Blogs mag aber vieles bekannt vorkommen:

Liebe Eltern,

es sind in den letzten Tagen so viele Fragen zur Schweinegrippe gestellt worden, dass man sie mal zusammenfassend beantworten muss.

Schon seit Monaten grassiert diese neue Grippe, zunächst nur in Einzelfällen, allmählich sich vermehrend und jetzt nachdem eine ziemlich grosse Zahl ansteckender Menschen vorhanden ist, geht es rasant.

Die Schweinegrippe hatte bisher zumindest einen Vorteil, der gleichzeitig ein Nachteil war: sie verläuft so leicht bei vielen Leuten, dass diese nicht im Bett bleiben, sondern weiter unterwegs sind und andere anstecken.

Glücklicherweise gibt es bisher zwar eine Mengenvermehrung der Fälle aber keine Verschlimmerung des Verlaufs: die meisten Leute,  und ein Großteil der Betroffenen sind Kinder, erholen sich auch recht schnell wieder.

Es ist aber natürlich richtig, dass mit einem Ansteigen der Fallzahl auch die Anzahl schwerer Verläufe zunehmen muss, denn es gibt immer ein Spektrum des Verlaufs zwischen leicht und schwer, und wenn 1 Promille der Fälle schwerer verläuft, dann ist das vielleicht keiner von 500 aber möglich 50 von 50.000 .

Wir haben eine Häufung von Luftwegserkrankungen bei Kindern in den letzten Wochen zu beobachten, wahrscheinlich handelt es sich dabei zu einem erheblichen Teil um Schweinegrippefälle.

Wegen der bürokratischen Hemmnisse ist es leider nicht möglich das genau festzustellen, da es unangemessen ist, jemanden als Verdachtsfall zu melden, wenn er nur leicht erkrankt ist. Im Gegensatz zu Medienberichten vom Wochenende ist es auch nicht richtig, dass ein Schnelltest Klarheit bringt. Dieser ist von der Labors verlassen worden, weil er zu unzuverlässig ist und nicht mal spezifisch für die Schweinegrippe.

Es hätte aber auch keine Konsequenzen, denn mehr als eine symptomatische Behandlung und Bettruhe ist sowieso nicht angezeigt. Die sogenannten Grippemittel wie "Tamiflu" werden bei diesen Krankheitsverläufen nicht eingesetzt, sie werden in ihrer Wirkung allerdings sowieso überschätzt.

Man muss keine Panik wegen der Schweinegrippe haben, sie ist nicht schlimmer als die normale Grippewelle, eher leichter. Natürlich kann sich das noch im Verlauf ändern, aber es gibt keine Anzeichen dafür.

Wenn jetzt Einzelfälle in den Medien hochgespielt werden, muss man daran erinnern, dass man von tausenden von Grippetoten jährlich in der normalen Grippesaison redet.

Es stimmt nicht, dass Grippe immer >plötzlich hohes Fieber, rasende Kopfschmerzen und schlimmer Husten< bedeutet, wie das ständig geschrieben wird, auch ganz normal erscheinende Erkältungssymptome können von dem Virus kommen, das zeigt die Erfahrung mit einer ganzen Reihe von Familien, in denen das Virus vorgekommen ist.

Pandemiemassnahmen wie Mundschutz und sterile Kittel sind in der augenblicklichen Situation genauso wenig sinnvoll wie Politiker, die sich nach solchen Maßnahmen heiser schreien. Genauso wenig sind Schließungen von Schulen oder Kindergärten sinnvoll, wenn es berall Ansteckungsfähige gibt und die Erkrankung eben keine "Killerseuche" ist.

Aber die Impfung!?

Wir können glücklich sein, dass es die Impfmöglichkeit gibt, besonders wenn es zu einer Verschlimmerung des Erkrankungsverlaufs in Zukunft kommen sollte. Wir müssen aber auch die Probleme der Impfung sehen und ohne Aufregung mit der ganzen Sache umgehen.

Es handelt sich bei dem neuen Pandemieimpfstoff nicht um den bekannten gewöhnlichen Grippeimpfstoff, sondern um eine Neukonstruktion. Diese Innovation ist nicht ohne Grund vorgenommen worden: die WHO hatte wegen der Bedrohung durch die "Vogelgrippe" die Pharmaindustrie aufgefordert, einen Impfstoff zu schaffen, den man für den Pandemiefall schnell in grossen Mengen produzieren könnte. Die Aufgabe wurde erfüllt, aber die amerikanischen Zulassungsbehörden waren nicht von seiner Unbedenklichkeit überzeugt. Sie haben den alten Impfstoff bestellt und damit jetzt das Problem, dass es zu wenig davon gibt. Die Industrie hat die deutschen Behörden davon überzeugt, dass deren Wunsch 80 Millionen Impfdosen zu bestellen nur mit dem neuen Impfstoff zu realisieren sei. Der Impfstoff wurde im Laufe dieses Jahres entwickelt und produziert und auch getestet. Die Testergebnisse waren nicht negativ, aber die Anzahl der Testpersonen notgedrungen klein, bei Kindern noch viel geringer.

Es besteht die Hoffnung und Erwartung, dass der Impfstoff gut verträglich sein wird, aber eine Sicherheit gibt es nicht. Bei einem Großversuch wie diesem weiß man eben erst hinterher, wie er ausgegangen ist.

Soll man sich und seine Kinder also impfen lassen?


Die Gesundheitsbehörden und auch der Berufsverband der Kinderärzte empfehlen die Impfung.

Man kann sich dieser Empfehlung anschliessen, wenn man folgendes beachtet: Jeder der sich oder seine Kinder impfen lässt muss eine persönliche Abwägung treffen, ob er oder sie eher bereit sind mögliche seltene Nebenwirkungen zu akzeptieren oder eine mehr oder minder schwere Grippe zu riskieren.

Man kann aber auch vorsichtig pragmatisch mit der Frage umgehen und mit der Impfung nicht drängeln: wenn erstmal ein paar Millionen Erwachsene geimpft sind ohne schwerwiegende Ereignisse, dann kann man sich auch auf den Weg machen. Ein solcher Großversuch kann ja schlielich auch gut gehen!

Wir werden uns trotz der vom Senat aufgebauten bürokratischen Hindernisse an der Impfung beteiligen, sobald es möglich ist. Wir rechnen damit im Laufe dieser oder der nächsten Woche.

Dies kann aber nur zeitlich verzögert geschehen, zum einen da wir mit der Versorgung der Kranken voll ausgelastet sind, zum anderen, weil immer mindestens 10, bei Kindern sogar 20 Patienten geimpft werden müssen, da der knappe Impfstoff in Ampullen geliefert wird die 10 bzw. 20 Impfdosen enthalten die hintereinander verimpft werden müssen.

Ob Kinder und Erwachsene geimpft werden können muss noch geklärt werden genau wie alle anderen Fragen des technischen Ablaufs. Es kann also durchaus noch 1-2 Wochen länger dauern bis die Impfung wirklich möglich ist.

Wir werden aus haftungsrechtlichen Gründen die Patienten eine Einverständniserklärung unterschreiben lassen müssen, denn wir können aus verständlichen Gründen nicht für die Sicherheit eines Impfstoffs haften, den wir nicht kennen und dessen Gefahren noch nicht sicher einschätzbar sind.

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Soweit das Merkblatt! Ist es verständlich genug? Welche Fragen müßten noch beantwortet werden?

Meister 08.11.2009, 17.40| (5/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe, Impfung,

Heute vor 70 Jahren

Es war der 8. November 1939 und die schlimmen Zeiten waren gerade erst so richtig am voll schlimm werden, da ging im Bürgerbräukeller in München eine Bombe hoch die vielleicht alles geändert hätte.

Georg Elser hatte sie gebaut und mit viel Arbeit, Enschlossenheit und Geschick in einer Säule plaziert. Um eine halbe Stunde und die gesamte Naziführung wäre direkt von ihren Feldherrnhallenfeiern ins höllische Wallhalla abgetaucht. Es war nicht Elsers Schuld, der Zeitplan war geändert worden.

Was nützen alle die "was wäre gewesen wenn?" In einem hatte Hitler nämlich recht: die "Vorsehung" hatte beschlossen, dass das deutsche Volk den Kelch bis zur Neige leeren musste.

Im Grunde gilt für den 20. Juli 1944 das gleiche: es wäre nur die Hälfte der deutschen Soldaten gestorben, wenn im Sommer 44 Schluss gewesen wäre. Auch wenn die Attentäter vom Juli 44 zur Zeit von Elsers Attentat noch glorreiche Soldaten in der Armee des Gröfaz waren und von Sieg zu Sieg eilten.

Den Kelch bis zu Ende leeren - vielleicht war das die Voraussetzung dafür, dass wir unbelastet in ein neues, besseres Zeitalter eingehen konnten. Die Gnade der späten Geburt ergab sich auch aus der  Verdammtheit der früheren Geburt.

Meister 08.11.2009, 16.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Installationen

Schon den ganzen Vormittag fummele ich hier mit neuen Installationen rum, mal macht es Spass mal ist es frustrierend.

Meister 08.11.2009, 13.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Die Zukunftsaufgabe


Es geht in den nächsten Jahren darum, Deutschland zukunftsfähig zu machen, bevor es zu spät ist.

Was bedeutet zukunftsfähig machen?

Die Welt verändert sich rasant in diesen ersten Jahren des neuen Jahrtausends. Rasanter als wir es im alltäglichen wahrnehmen. Viele historische Veränderungen laufen nicht als lineare Prozesse ab, sondern bereiten sich untergründig vor, um dann an die Oberfläche durchzubrechen. Die demographischen Veränderungen sind ungeheuer, die Klimaveränderungen, die Verschiebungen in der persönlichen und der geistig-kulturellen Mobilität, die Rolle des Einzelnen wird sich genauso verändern wie die Rolle der Masse.

Im Grunde muss man sagen, es gibt nichts, was sich nicht ändert. Das ist prinzipiell kein Unglück, kann es aber werden, wenn man sich nicht darauf einstellt.

Schon zeichnet sich bei den Klimaveränderungen ab, dass es nicht ausreicht, irgendwelche Alibiveränderungen zu schaffen, um den Eindruck zu erwecken, dass man etwas tut, sondern dass man sich auf das Eintreffen der Klimaveränderungen einstellen muss, eine grosse Aufgabe.

Aber auch auf den demographischen Wandel muss man sich einstellen, in viel breiterer Art und Weise, als man heute denkt. In Deutschland wird diese Diskussion leider unter dem Hauptaspekt des Geburtenrückgangs und dessen Bedeutung für die zukünftige Rentenzahlung geführt, vorsichtig gesagt wird das den Problemen nicht so ganz gerecht. Es ist auch nicht eine schlichte Einwanderungsfrage.

Es geht mehr oder minder darum, dass der nationale Rahmen gar nicht mehr passt, dass selbst ein übernationales Konstrukt wie die EU nicht ausreicht: Menschen und Massen, Talente und Fähigkeiten, Bedürfnisse und Notwendigkeiten, genauso wie Ressourcen, Lebensmittel und Materialien und sowieso die Kapitalien bewegen sich weltweit und das im wörtlichen Sinne.

Wir erscheinen in unserem Land durch Sprache und Geschichte ein bisschen am Rande dieses Prozesses, wir sind aber in Wirklichkeit mitten darin, da unsere ökonomische Existenz absolut antiautark ist, wir sind auf die Welt total angewiesen, realisieren dies aber im Lande selbst kaum, noch viel weniger erkennen wir bisher, was daraus folgt.

Wenn wir in der zukünftigen Welt auch nur ansatzweise mitspielen wollen, dann müssen wir vollkommen offen für diese Welt sein, für ihre Möglichkeiten, ihre Probleme und ihre Entwicklung. Deutschland darf sich nicht nur für die Schneehöhen in Österreich und das Wetter in Mallorca interessieren, sondern genauso für die Industrie in Indien, die Probleme der australischen Farmer und den Wasserstand auf Tahiti. Es fällt immer noch auf, wenn man aus dem Ausland nach Deutschland kommt, dass die Uhren hier anders ticken, vielleicht haben sie das immer getan.

Aber das führt zum zweiten Aspekt der Aufgabe: Deutschland muss international werden und sich gleichzeitig treu bleiben, wenn man die zweite Seite vergisst, wird man an der deutschen Mentalität gefährlich vorbei gehen.

Durch die beiden Weltkriege, die nicht nur angefangen und verloren wurden, sondern auch noch sehr schlimme antizivilatorische Begleiterscheinungen wie Völkermord und Vernichtungskrieg hatten, lag auch das deutsche Ansehen in Trümmern und die Deutschen waren auf sich selbst zurück geworfen. Natürlich ist vieles besser geworden, aber man kann Deutschland nur internationalisieren, was notwendig ist, wenn man es gleichzeitig seine Eigenarten behalten lässt.

Und genau darin liegt die Aufgabe  nicht nur für die Regierung in der nächsten Zukunft. Weltoffenheit schaffen, Verhältnisse schaffen, so gut dass die exzellenten Leute aus aller Welt gern bei uns leben und arbeiten und dass auch ein Grossteil unserer jungen Leute hier gehalten werden kann: nicht auf der Ofenbank, sondern raus in die Welt aber dann auch wieder zurück hierher! Diese Weltoffenheit ist nur auf der Basis einer eigenen Identität möglich, also sehen wir zu, dass wir hier an Ort und Stelle eine geistig hochstehende und gleichzeitig produktive und innovative Zivilisation schaffen.

Die Welt sehen und uns selbst, diese Klammerung wird uns helfen viele anstehende Fragen zu beantworten: wer soll hier einwandern, wie sollen die jungen Leute hier gefördert werden, welche Bildungspolitik betreiben, wie das Klima schützen, wie zu einer nachhaltigen Wirtschaft kommen, wie die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung organisieren, wie den Arbeitsmarkt organisieren, wie die Gesellschaft zusammenhalten?

Und was heisst: bevor es zu spät ist?

Bei rasanten Veärnderungen kann man auch den Anschluss verlieren. Dann kann es sein, dass man wirtschaftlich, politisch und kulturell auf dem absteigenden Ast ist und es anhaltend bergab geht.

Wenn man beispielsweise die Frage der sozialen Gerechtigkeit als ein Verteilungsfrage ansieht und nicht als ein Angebot zum Mitmachen und Mitkommen, dann wird man weder alle mitnehmen, noch wird man die behalten, die anderswo mehr erreichen können, noch wird man das erarbeiten, was man verteilen möchte.

Wir sind heute gefordert alle mitzunehmen, die wir mitnehmen können, es gibt so viele Zukunftschancen wie selten, für junge Leute, aber eigentlich für alle. Die Hemmschuhe dafür sind Trägheit durch Alimentation ohne Leistung und tausend bürokratische Blockierungen.

Beide Hemmschuhe kann man aus dem Weg schaffen, wenn der Wille dazu da ist.

Der Zusammenhalt der Gesellschaft erfordert nicht nur Solidarität mit den sozial Schwachen, vor allem keine falsche Alimentationssolidarität sondern Arbeit für alle, welche auch immer und wie auch immer organisiert, und Ausbildung, Bildung und Fortbildung für alle Willigen, und eine Bezahlung, die international konkurrenzfähig ist, denn man muss auch die Leute an der Spitze halten, Zusammenhalt der Gesellschaft ist nicht so eindimensional, wie es immer dargestellt wird.

Wir haben in den letzten Jahren international an Boden verloren, das bedeutete wir haben Arbeitsplätze verloren, die woanders hin gewandert sind, weil die Arbeit dort genauso gut gemacht werden konnte. Wir haben dadurch natürlich Wohlstand verloren, aber diese Annäherung an das Niveau der Welt war notwendig, denn wir können in den nächsten hundert Jahren nicht damit rechnen, dass wir immer so viel mehr verbrauchen können als die anderen. Aber wir werden auch in Zukunft unser Auskommen haben, wenn wir lernen Mass zu halten mit unseren Ansprüchen und unserem Konsum und wenn wir es schaffen, uns richtig in die zukünftige Welt einzupassen. Dazu müssen wir uns und die Welt richtig wahrnehmen und in aller Bescheidenheit mit aller mobilisierbaren Genialität und allem Fleiss des Landes uns dieser Welt kreativ anpassen. Nicht am deutschen Wesen die Welt genesen lassen, sondern Deutschland mit der Welt in eine stabile positive Zukunft schicken, das ist unsere Aufgabe.

Meister 07.11.2009, 10.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Romantische Welt, wunderliches | Tags: Modernisierung, Solidarität, Internationalität,

Schweinische Nerverei

Heute gab es reichlich Nerverei wegen der Schweinegrippe. Kein Wunder, die Leute werden von den Medien verrückt gemacht. Ich habe heute die gleiche Platte zu Grippe und zu SG-Impfung mindestens 20 mal gespielt. Und dann kommt eine Mutter und beschwert sich, ihr sei gesagt worden, es würde nur eine halbe Stunde Wartezeit geben und jetzt sitze sie schon 2 Stunden da. Das tut mir ja so leid, dass es längeren Beratungsbedarf gegeben hat, als einkalkuliert. Es gibt leider Leute, die sehen immer nur sich, etwas anderes liegt total außerhalb ihres geistigen Horizonts. Komisch dass die Leute nicht merken, dass sie sich selbst unmöglich machen, man hat doch ein besseres Gedächtnis als manche Leute denken und das kollektive Gedächtnis ist noch besser.

Außerdem war heute aber auch der Tag, an dem  erstmals die Hälse der Kinder anfingen, immer eindeutiger nach Grippe auszusehen. Diese Erfahrung hatten wir auch schon öfters, zuletzt im vergangenen Winter: wenn es eine Epidemie gibt, dann synchronisieren sich die klinischen Befunde: die Hälse sehen alle gleich aus, der Husten klingt bei allen gleich, die Vorgeschichte ist immer ähnlich.

Also erst ab heute läuft eigentlich wirklich die Grippeepidemie bei uns richtig. Trotzdem ist der Unterschied zum letzten Winter evident: im vergangenen Januar und Anfang Februar waren die Patienten schwerer krank, aber das massive Medienrauschen gab es nicht.

Das was heute in der Zeitung steht - und es ist noch die seriösteste Zeitung - grenzt an Panikmache. Mag ja sein, dass in Berlin jemand an SG gestorben ist, aber in normalen Wintern ist das den Medien keine Erwähnung wert, kein Wort.

Und die Impfung, sie wird vom Senat und seinen Bürokraten weiter chaotisiert. Es werden Impfempfehlungen mit dem >sofort< und >unbedingt< Zusatz ausgegeben, aber sie haben bisher ihre Infrastruktur nicht auf die Reihe gekriegt.

Wir haben schon vor einer Woche zähneknirschend den Vertrag unterschrieben - und seitdem nichts mehr davon gehört. Anderen soll es genauso gehen. Am Montag wollen sie eine Liste der Impfpraxen veröffentlichen -100- ich hoffe dass diejenigen die auf dieser Liste stehen zumindest den Impfstoff bis dahin bekommen haben, denn es wird zum Angriff der Hysteriker am Montag kommen!

Ich werde am Wochenende zwei Dinge tun: 1. werde ich die Platte, die ich heute gespielt habe mal schriftlich zum Aushang bereit machen (hier wird sie auch erscheinen) und 2. werde ich einen Aufklärungstext über die SG-Impfung vorbereiten, die alle Impfwilligen unterschreiben müssen, wenn sie sie wirklich haben wollen.

Die Sache wird möglicherweise eine Riesenblamage werden - was ich angesichts der wirklichen Ängste der Menschen wirklich nicht wünsche! -  aber Hauptsache nicht für uns und unsere Kollegen. Es besteht wirklich die Gefahr, dass die Verantwortung für das Desaster bei uns abgeladen wird, aber sie sollten uns und unsere Hingabe für die Volksgesundheit auch nicht unterschätzen!

Meister 06.11.2009, 19.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Schweinisches Dilemma




Es war ja schon zu befürchten, dass pünktlich zum Impfstart die Schlagzeilen mit den Grippetoten kommen, und da sind sie! Man fragt sich natürlich, wie kommt's, aber das ist eine müssige Frage. Fragen wir lieber mit den Patienten, was nun?

Wir haben einen Impfstoff, der ist neu und unerprobt, bei Kindern so gut wie gar nicht erprobt. Es werden ihm eine Reihe möglicher Gefahren nachgesagt, aber so ganz genau weiss das keiner bisher. Es ist ein Großversuch, so viel ist klar. Es kann bei diesem Großversuch natürlich auch herauskommen, dass nicht nur die Grippe harmlos ist, sondern der Impfstoff auch. Das Spezifische an einem Versuch ist eben immer, dass man vorher nicht so genau weiss und dass man hinterher schlauer ist. Aber jetzt geht es um ganz praktische Fragen: Tut man es oder lässt man es, hat man Angst vor der Grippe , hat man Angst vor der Impfung, kann man die Impfung verantworten oder wird man dafür zur Verantwortung gezogen?

Die bürokratische Aufzäumung vom Staat über eine inkompetente Gesundheitsbürokratie tut ein Übriges. Der Berliner Senat hat beschlossen, dass die Ärzte 5,50 Euro für die Impfung kriegen sollen, statt 7,21 , was normalerweise bezahlt wird. Die Ärzte wittern zu recht, dass sie mit einer erfundenen Notlage über den Tisch gezogen werden sollen und dass gleichzeitig ihnen die Verantwortung für das Scheitern der Zwangsimpfkampagne aufgedrückt werden soll: »Gierige Ärzte verhindern den Schutz der Bevölkerung vor der Jahrhundertseuche«.

Was tun wir also, angesichts der Tatsache, dass uns unliebsame Alternativen gestellt werden?

Wir haben auch das Vertragsangebot des Senats bekommen, und wir haben aus den folgenden Gründen beschlossen, es anzunehmen.

Zum einen dürfen wir nicht die Möglichkeit verkennen, dass die Stimmung in der Bevölkerung rasch umschlagen könnte und alle plötzlich nach Impfung schreien. Wenn man sich dann verweigert, wird man sehr schlecht dastehen. Zum anderen können wir nur durch das Mitmachen widerlegen, dass wir total geldfixiert seien. Weiterhin können wir nur so darüber bestimmen, wer wann und wie geimpft wird.

Wir werden dazu gezwungen sein, sehr genau die Indikationen abzuwägen und sehr genau aufzuklären, weil nur so sich Schadenersatzansprüche vermeiden lassen. Es geht nicht um Nebenwirkungen wie Schwellung an der Impfstelle oder ein bißchen Unwohlsein. Es geht um die Nebenwirkungen, die nicht auf dem Zettel stehen: kann es wie schon gehabt neurologische Syndrome wie dieses Guillain-Barré-Syndrom geben, Überempfindlichkeitsreaktionen und Schockzustände und andere lebensgefährliche Wirkungen, die nicht gerade wahrscheinlich sind, aber auch nicht ausgeschlossen.

Das Problem besteht darin, dass Gerichte in den Fällen, in denen etwas passiert ist, den Ärzten gern wegen angeblich mangelhafter Aufklärung die Schuld zugeschoben haben. Sie wollten halt was für die armen Opfer tun und ein besserer Weg fällt ihnen dann nicht ein, so funktioniert Justiz eben in diesem Lande.

Man wird also über alle Möglichkeiten und auch die noch nicht bekannten Möglichkeiten aufklären müssen und man wird sich peinlich genau an die Indikationsanweisungen halten müssen und jeden der trotz zweifelhafter Indikation die Impfung verlangt unterschreiben lassen müssen, dass er das auf eigene Gefahr tut.

Gleichzeitig wird man sich natürlich auf mögliche Zwischenfälle vorbereiten müssen, denn es hilft natürlich nicht, dass man sich hat unterschreiben lassen, dass es zum Schock kommen könnte, wenn er denn da ist. Dann kann man nicht die Arme überkreuzen und sagen, » ich hab's ihnen ja gesagt, dass das passieren kann, jetzt sehen sie mal zu, wie sie damit zurecht kommen!«

Ok, meistens passiert ja nichts oder wenig und man kann natürlich immer Pech haben, dass mal eine seltene Reaktion auftritt, damit muss man halt leben.

Vielleicht oder wahrscheinlich wird das alles ja auch völlig harmlos ablaufen: harmlose Grippe trifft harmlose Impfung.

Wir sind doch in gar keiner schlechten Situation: die Schweinegrippe macht bisher keinen wirklichen Ärger und der Impfstoff steht zur Verfügung. Wenn man jetzt in aller Ruhe erstmal die Freiwilligen impft und dann die Gefährdeten, dann wird man schon mehr wissen. Und wenn alles gut läuft, kann man die Impfungen dann mehr in die Breite durchführen. Wenn es mit der Grippe schlimmer werden sollte, kann man natürlich auch beschleunigen, wenn man denn die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen hat.

Meister 05.11.2009, 22.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe, Impfung,

6-11-19/28-38-49/61-74-88/102-117

Auswendig lernen war noch nie eine besondere Gabe von mir. Aber manchmal ist es schlicht nötig, sich etwas ganz genau zu merken.

Schon eine Weile habe ich darüber nachgedacht, wie ich mir die Umrechnung von Windgeschwindigkeiten von km/h in Beaufort-Windstärken einprägen könnte. Ein Ausdruck davon hängt schon lange am Kühlscharnk angepint. Ich dachte aber, dass es schlicht nicht im Kopf haften bleibt. Aber mit der Gruppierungsmethode ging es: 3er Gruppen bilden, die sagen mir dann auch ohne langes Abzählen bei welcher WIndstärke ich bin: 6-11-19, also 12-19 km/h ist Windstärke 3; 28-38-49, also entspricht 40 km/h Windstärke 6; 61-74-88, also ist 73km/h Windstärke 8; 102-117->, also ist 120 km/h Windstärke 12.

Irgendwie gibt einem so eine kleine Sache doch das Gefühl, dass man das Gedächtnis noch ganz gut händelt und nicht nur lauter Müll im Kopf umtreibt.

Meister 05.11.2009, 09.18| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Arbeitsaufgaben - Ideen

Regen

So ein Regentag! Zum Glueck bin ich jetzt mit den Patienten fertig. Es gibt schon eine Haeufung von Luftwegsinfekten im moment, aber nichts was eindeutig fuer SG sprechen wuerde. an dieser Front ist auch eine momentane Ruhe eingetreten.

Meister 04.11.2009, 13.47| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Wieder an der Arbeit

So, heute wird wieder geschafft, ist schon einiges los, aber an der SG-Front gibt es im Moment nur viele Fragen: Medienaktivitaet fuehrt zu Frageecho!
 

Meister 03.11.2009, 12.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Trübsinniger Tag

Eigentlich hatte ich heute viel vor, da ich nicht zur Arbeit muss. Aber es gibt so Tage, die sind zähe, da kommt man icht so recht voran. Draussen ist heute nichts zu machen, denn es regnet ja anhaltend. Ich müsste aufräumen im Arbeitszimmer, dazu habe ich keine Lust, ich müsste mich um die Buchführung und Steuererklärung kümmern, dazu habe ich wenig Lust!

Aber ich werde jetzt mal einfach anfangen, einfach anfangen ist immer das Beste!

Meister 02.11.2009, 13.03| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Herbstgartenarbeiten

Heue ist vielleicht der letzte sonnige Herbsttag, Regen kommt auf uns zu. Gestern habe ich noch mal gemäht, richtig schön mit dem gleichzeitigen vermulchen der runter gefallenen Blätter, das geht ziemlich gut, wenn es nicht zu viele sind. Heute wartet aber noch eine relativ unangenehme Aufgabe: Pflanzen in den Keller transportieren. Im Frühjahr raus, im Herbst rein, in den Tropen müsste man leben, oder man sollte auf das Rumstehenlassen von frostsensiblen Pflanzen sichlicht verzichten.

Auch die Dahlien müssen noch ausbebuddelt werden und eingelagert.

Mit dem Blätterfall werden wir noch eine ganze Weile zu tun haben, aber die Teichabdeckung bewährt sich.

Ich müsste auch noch ein bisschen Holz spalten, aber das ist die Kür, und die wird wahrscheinlich heute wegfallen.

Meister 01.11.2009, 13.06| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Arkadien | Tags: Herbst Gartenarbeit

Martenstein zum Kinderbetreuungsgeld

Harald Martenstein schreibt heut auch seine Kolumne in Tagesspiegel zum >Kinderbetreuungsgeld<. Er meint so ziemlich das gleiche wie ich nur er kann es -zugegeben- besser sagen.

Ein Ausschnitt sei zitiert: "In Gestalt der 150 Euro zahlt also zum ersten Mal in der modernen Geschichte ein europäischer Staat eine Anti-Bildungsprämie. Die 150 Euro sind eine Anschubfinanzierung für die Straßenkriminalität der Zukunft.... Die Anti-Bildungs-Prämie. die so tut, als sei Familie immer gut, gehört zu den wenigern konservativ-ideologischen  Bestandteilen des neuen Regierungsprogramms. Ideologie bedeutet: Leugnung der Wirklichkeit zugunsten einer Idee......Einerseits will die Regierung frühkindliche Bildungsangebote ausbauen.... Andererseits bezahlt sie diejenigen, die diese Angebote nicht wahrnehmen.... Der deutsche Staat ist der erste Staat, der Schulden aufnimmt, um seine Kriminalitätsrate zu steigern."

Vielleicht sollte ich zwei Punkte noch hinzu fügen: Sicher kann es auch für Kinder gut, richtig oder gar nötig sein,in den ersten Jahren zu Hause zu bleiben, nicht nur die Familien, auch die Kinder sind sehr unterschiedlich. Man fragt sich, ob bayrische Politiker wirklich Grund haben, die Wirklichkeit so blauäugig zu sehen, schließlich sind zwei der schlimmsten Jugendgewalttaten im Münchner S-Bahnbereich gewesen.

Ich bin aber zuversichtlich, dass es diese Anti-Bildungsprämie nicht geben wird. Zwar hat der Wahnsinn immer Methode,  und die geistigen Tiefflieger haben immer Konjunktur, aber die Vernunft in diesem unseren Lande ist weiter verbreitet als man denkt.

Und Zukunftsromatik ist immer Zukunftsoptimismus.

Meister 01.11.2009, 11.04| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter

Erlösung für verdammte Fußballer

Schon am 23. Oktober ging die nachfolgende E-Mail an Hertha BSC Berlin. Heute wird sie wegen der größeren Zauberkraft zu Halloween zur offenen e-mail:

Liebe, Herthaner,

zu lange habe ich gewartet, aber die Umstände zwingen mich, jetzt zu handeln.

Kraft der mir vom Fussballgott verliehenen Macht als Fussballmagier erlöse ich Euch hiermit vom >Fluch des Pantelic< und von allen anderen Verwünschungen. Ab sofort könnt und werdet Ihr wieder gewinnen, das PEch wird Euch nicht mehr an Euren Stiefeln kleben und die Verletzungsmisere wird aufhören. Seid erlöst und siegt wieder !

Der Magier des Fussballolymp

Meister 31.10.2009, 14.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Open e-mail

Neues Projekt: open e-mail

Mal sehen, ob das was wird: offene Briefe gibt es ja schon lange, aber open e-mail habe ich noch nicht gehört.

Kriterium: eine e-mail, die wirklich real irgendwo hin geschickt wird, dann aber auch blog-öffentlich gemacht. Also nicht Blog statt mail, sondern immer beides. Antworten werden natürlich dann vertraulich behandelt, wenn sie nicht ausdrücklich öffentlich gemeint sind.

Ob das Projekt was taugt? Kann ich noch nicht sagen, im Moment habe ich erstmal eine solche Mail, die folgt in Kürze.

Für die Zukunft stellen sich einige Fragen:  Was man damit erreichen will?

Kann man damit zum Beispiel in Disussionen mehr Breite bekommen, z.B: wenn jemand an seinen Abgeordneten geschrieben hat, sollte ich das vielleicht auch tun?

An wen könnte oder sollte man offene e-mails schicken, bespielsweise an den Abgeordneten des Wahlkreises oder an eine Zeitung oder was noch so?

Und ob das eine sinnvolle Kombination mail/blog ist oder auch nicht mehr als ein Blogbeitrag, der sich nur als e-mail maskiert aber real keine  e-mail ist ?

Aber im Augenblick ist der Plan es zu probieren:  e-mail und in-blog kombiniert.

Meister 31.10.2009, 13.12| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Gestern

Gestern bin ich reineweg zu gar nichts gekommen, es war auch ein Tag ohne jegliche Computerakivitäten.

 Nein, es sind keine Entzugserscheinungen aufgetreten, ich kann das durchaus mal ab.

Wie lange?

Man muss ja nicht alles immer bis zum Äußersten treiben!

Meister 31.10.2009, 10.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Zwangsjackenimpfung

Es klingt ja ein bisschen gemein, aber die >Zwangsjackenimpfung nach Professor Bonnies ranch< ist bei unruhig abwehrenden Kleinen doch oft eine gute Alternative, d.h. einfach Hemd oder Pullover in leicht fixierender Weise nach unten ueber den Oberarm ziehen statt hochziehen oder ausziehen. Fuehrt eher zu einem Gefuehl der Kuscheligkeit und zu weniger Rumzappelei und wird ueberraschend  gut toleriert.
Impfen muss ja sein, aber je weniger wir uns damit unbeliebt machen um so besser.
 

Meister 29.10.2009, 11.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Re-Religionisierung



Es gibt ein Wort, das fehlt in der deutschen Sprache: Religionisierung, Religionifizierung oder Re-Religionisierung. Wir kennen Säkularisierung, Islamisierung, Christianisierung, aber keine Religionisierung.

Dabei ist das ein wichtiger Begriff der Gegenwart: das Gegenteil der Säkularisierung. Es gibt diesen Begriff nicht, weil es sich in der Vergangenheit immer um eine bestimmte Religion gehandelt hat, die eingeführt wurde, es hat es noch nie gegeben, dass Säkularisierung umgedreht wurde. Es gibt auch genügend Warnungen vor einer Islamisierung Deutschlands oder Europas. Aber ist das überhaupt das Problem?

Ich befürchte, dass wir uns genau mit diesem fehlenden Begriff werden auseinandersetzen müssen: mit dem Versuch, die Säkularisierung rückgängig zu machen.

Mir fiel dies auf, bei der Gerichtsentscheidung über Gebetsräume für Moslems an Beliner Schulen: da gab es Kommentare, die sagten, das sei ja nun mal klar, dass die Religionsfreiheit im Grundgesetz Gebetsräume für Moslems unabdingbar mache.

Da wurde mir klar, dass es gar nicht um die Frage einer Islamisierung Deutschlands geht, auch nicht um die Frage, welche Rechte Moslems hier haben. Es geht um die Definition von Religionsfreiheit, nicht um eine sondern um alle Religionen. Die Reise des Papstes nach Tschechien neulich, um die ehemals katholischen Tschechen wieder für den Stuhl Petri zu gewinnen, verdeutlichte diese Sache.

Es geht um Säkularismus gegen Re-Religionisierung.

Ich sage es mal in aller Deutlichkeit: wir wollen keine Re-Religionisierung. Ich glaube das gilt für die meisten Menschen in Deutschland und Europa.

Religionsfreiheit bedeutet für mich, dass jeder glauben kann, was er will, so an Gott glauben wie er will, und jeden religiösen Ritus ausüben darf, ohne verfolgt zu werden und Nachteile zu erleiden. Aber niemand hat das Recht, seine Religion anderen aufzudrängen, andere für böse Ungläubige zu halten, zu missionieren, Leute daran zu hindern seine Religionsgemeinschaft zu verlassen oder mit ihrem Gewissen zu drangsalieren. Wer das tut, ist nicht nur ein Feind Gottes sondern auch ein Feind der Freiheit und unserer verfassungsmässigen Ordnung.

Religionsfreiheit heisst, dass jeder seine Religion ausüben darf, sie heisst nicht, dass der Staat Religion fördern muss. Es sollte eine Trennung von Kirche und Staat geben, in Zeiten stark divergierender religiöser Interessen muss es eine solche Trennung ganz strikt geben!

Wenn Leute Tempel oder Kirchen oder Moscheen errichten wollen, so müssen sie auch auf die Gefühle der säkular denkenden Mehrheit Rücksicht nehmen. Wenn diese Mehrheit keine Moschee, Synagoge oder Kirche in Übergröße toleriert , dann sollte es die auch nicht geben.

Natürlich soll auf die religiösen Gefühle der Gläubigen aller Richtungen Rücksicht genommen werden, aber es muss auch auf die Gefühle der säkulär denkenden Menschen Rücksicht genommen werden, letztendlich sind sie sogar wohl die Mehrheit in unserem Land. Und sie haben sich von keinem Religionsfreak, welcher Fakultät auch immer, vorschreiben zu lassen, wie sie zu leben, wie sie sich zu kleiden, was sie essen und trinken, wen sie lieben und was sie am Freitag, Samstag oder Sonntag tun. Wenn irgendein Moslemjunge unsere Mädchen als Huren beschimpft, dann haben wir das nicht zu tolerieren, sondern ihm klar zu machen, dass er nur durch unsere Toleranz hier lebt, dass auch wir in unserer säkularen Kultur beleidigt sein können.

Den richtigen Umgang mit dem Islam kann uns eigentlich nur einer lehren: Kemal Pascha, genannnt Atatürk. Genau wie er muss man das machen: die Religion ist nicht Sache des Staates sondern Privatsache. Religiöse haben keine Extrarechte, kein Einziges! Sie haben sich der säkularen Gesellschaft unterzuordnen, dann erfahren sie volle Religionsfreiheit. Tun sie das nicht, stellen sie sich außerhalb und können mit entsprechenden Sanktionen belegt werden.

Das gilt wohlgemerkt nicht nur für Moslems, sondern auch für jede andere Religion, also auch für die christliche.

Man kann nämlich den fatalen Verdacht haben, dass bestimmte Kreise christlicher Kirchen die Islamisierungsversuche gar nicht so ungern sehen, gibt es ihnen doch eine scheinbare Handhabe gegen die säkulare Lebensweise: wenn ihr nicht von den Ayatollahs geschluckt werden wollt, dann kommt gefälligst zurück in den Schoß der heiligen Kirche!!

Aber die säkulare Lebensweise ist nicht nur die der Mehrheit, sie ist auch die Lebensweise der Gegenwart und der Zukunft: sie ist die Lebensweise, die in einer globalisierten Welt das Zusammenleben und Überleben sichert.

Deshalb leiden wir hierzulande nicht unter einer Islamophobie, wenn wir bestimmte Verhaltensweisen von Moslems nicht tolerieren. Die Moslems haben ihre Rechte - von der Religionsfreiheit gedeckt - aber wir Säkularen haben unsere Rechte und sie mögen sie nicht verletzen!

Und Gott, was sagt der dazu?

 Niemand möge glauben, dass Gott allein seinen Glauben sanktioniert. Wer das glaubt, ist schon auf dem Weg zum Religionsverbrecher, und die werden nicht nur in der Hölle schmoren, so wahr es Gott gibt, sondern sie werden auch in unserer Gesellschaft und unserer heutigen Welt nicht überleben können.

Meister 28.10.2009, 20.30| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Elementar - quer allen Fahnen | Tags: Religionsfreiheit

Die Anti-Sarrazin-Familie

Und sowas gibt es auch: arabische Famile mit 6 Kindern , wohnt im Rollbergviertel, aber nicht nur dass es sich um sehr nette, umsichtige und perfekt deutsch sprechende Leute handelt, die Kinder kommen auch alle sehr gut in der Schule zurecht, haben sehr gute Zeugnisse, sind speziell von Buergermesiter Buschkowski belobigt worden, und die Familie hat jetzt auch eine ausreichend grosse Wohnung bekommen.
Diese Seite muss ja auch mal erwaehnt werden, man darf halt nicht alle Leute ueber einen Leisten schlagen, das Positive braucht auch viel Raum!
 

Meister 28.10.2009, 12.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Noch von gestern fertig

Also gesternwr so viel los, dass es mir zum ersten Mal in diesem Winter echt gereicht hatte. Ich kriege dann zum Schluss so ein >was wollen die alle eigenetlich von mir?<Gefuehl. Dann ist man natuerlich nicht mehr so ganz auf der Hoehe des Geschehens und sollte nach Hause gehen. Gestern abend hatte ich dann auch zu nichts mehr Lust, vor allem nicht darauf im TV das Nachwahlkampfpropagandagesabbel der herrschenden Journalistenhorde mir reinzuziehen, also habe ich mit lieber ein Buch genommen.
Heute morgen geht es aber wieder. Heute habe ich auch nur Vorsorgetermine zu absolvieren, also eine ruhige Arbeit. Man kann nicht die ganze Zeit Vollgas fahren, das bekommt nicht.
 

Meister 28.10.2009, 09.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Kinderbetreuungsgeld: Quatsch und Quätscher

Also eigentlich finde ich diesen Nachwahlkampf ziemlich blödsinnig, so ein Koalitionsvertrag ist doch nur Absichtserklärung und insofern wird man die neue Regierung erstmal loslegen lassen müssen. Früher gab es da mal eine 100 Tage Regel, heute ist das Geheul der roten Brüder nicht zu dämpfen und die gesamte Agitpropmaschine der Medien nicht zu bremsen.
Trotzdem muss ich an einem Punkt auch schon einhaken: das geplante >Kinderbetreuungsgeld< ist ein Wehnerismus: "Quatsch und Quätscher!"
Natürlich stellt der brave CSU-Mann da die brave Bürgersfrau  in den netten Vororten Münchens vor, die schön zuhause ihre Kinderschar treu katholisch erzieht, unbeirrt von staatlicher Bevormundung und unbeeinträchtigt von Erwerbsnotwendigkeiten, im 3-Jahres-Rhythmus ein neues Schäfchen in die heilige Kirche setzend. Nur werden sie dieses Geld auch an die Sarrazinfamilie im Araberghetto Rollbergviertel zahlen müssen. 
Also genau das Gegenteil des richtigen Signals. Dabei müsste doch auch der letzte denkende Mensch langsam einsehen, dass Geld für nichts tun das Kontraproduktivum Deutschlands  ist.
Ich hoffe aber zuversichtlich, dass es wenn es an die konkrete Umsetzung solcher Dummheiten geht, nochmal neu nachgedacht wird.
Es kann doch mit der Brot und Spiele Mentalität nicht so weiter gehen in Deutschland. 

Meister 27.10.2009, 10.30| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram | Tags: Kinderbetreuungsgeld

Bloggmas Pharmadialektik



Liebe Freunde wunderbarer Heilungen und Feinde des schweinischen Profits. 2 Ereignisse haben die Pharmaindustrie in den Fokus der Kritik einer misstrauischen Öffentlichkeit gerückt: zum einen die angebliche Verhinderung der Massenheilung von Neurodermitis, Psoriasis und anderer Hautleiden, weil man ein bestimmte Salbe nicht produzieren will, die angeblich wunderbar und toll ist. Zum anderen der Schweinegrippeimpffstoff mit seinen neuartigen Verstärkern und alten Konservierungsstoffen und riesenhaften Profiten.

Also eins nach dem anderen:

Es soll sich um eine Salbe handeln aus Vitamin B12 und Avocadoöl und sie soll bereits als Medizinprodukt zugelassen sein, was offenbar nicht so schwer (und dementsprechend nicht teuer) war, weil es sich ja um 2 bekannt unbedenkliche Substanzen handelt, so etwa als ob man Wasser gemixt mit Apfelsaft als Mittel gegen Durst zulassen möchte(was bekanntlich auch wunderbar hilft). Bei Medizinprodukten muss nur die Unbedenklichkeit und nicht die Wirksamkeit nachgewiesen werden. Eine Firma, fand das Mittel nicht so erfolgversprechend und lehnte ab, es zu produzieren. Unterstellt wird, dass sie es tat, um ihre Profite mit Mitteln wie Cortison etc. zu schützen, obwohl die nur schlimme Nebenwirkungen haben und längst nicht so gut wirken würden.

Ich hatte die Sache schon von Anfang an für unglaubhaft gehalten, weil es sicher kein Problem wäre, so eine Salbe, die jeder Apotheker anrühren könnte, produzieren zu lassen. Es gibt massenhaft kleinere Firmen, die das sicher gerne machen würden, weil sie auf jede lukrative Lücke im Markt lauern. Und es stellt sich jetzt raus, dass die Salbe auch schon kurz vor dem Produktionsbeginn steht, es nur ein Propagandatrick war, der aber nur zu gern geglaubt wurde. Da wird wohl Ernüchterung eintreten, vielleicht sollten manche Leute schlicht ihre Reflexe überprüfen: kritisches Denken sollte man auch gegenüber den scheinbar »Guten« anwenden und misstrauisch werden, wenn man mit schwarz-weiss zugedeckt wird. Ich prognostiziere, dass auch mit der »Wundersalbe« bald Ernüchterung eintreten wird, beide Wirkstoffe sind, wie so viele andere, doch schon oft getestet worden und selbst wenn man bei einigen Leuten Verbesserungen sieht, seien wir bei solchen Berichten auch nicht zu blauäugig. Heerscharen von Scharlatanen zaubern ständig glühende Bewunderer ihrer Heilkunst hervor sobald man hinter den Rauchvorhang schaut, wird klar: viel Rauch um nichts und oft bös abgezockt. Es wäre sicher schön, wenn man so eine Wundersalbe finden würde, aber die Wetten stehen 1:1.000.000 dass das nicht passieren wird. Neurodermitis wird heilbar werden, wenn man sie wirklich grundlegend verstanden hat, vorher wahrscheinlich nicht.

Und der Schweinegrippeimpfstoff. Klar hat die Pharmaindustrie ihre eigenen Ideen entwickelt: einen neuen Musterimpfstoff für Pandemien zulassen, den man dann ohne große Fisematenten mit Austausch der Antigene für diese und andere Pandemien schnell und massenhaft nutzen kann. Die Idee ist ja nicht schlecht, und sie kam sicher auch gar nicht von der Industrie sondern von der WHO. Die Ausführung des Konzepts hat aber die kritischen US-Gesundheitsbehörden nicht überzeugt, die haben lieber auf einen klassischen Grippeimpfstoff gesetzt. Aber andere Gesundheitsbürokraten, sagen wir mal die deutschen, sind darauf angesprungen. Vielleicht deshalb, weil sie sich schon frühzeitig in einen gewissen Pandemiewahn hineingesteigert hatten gegen den sie das Äußerste zu unternehmen bereit waren. Es war ein Spiel mit ernstem Hintergrund: kommt es zur Mörderpandemie, dann werden sie gefeiert, bleibt es bei der Haustiergrippe, werden sie verlacht. Und dieses Spiel ist noch nicht vorüber, die Mörder könnten morgen oder irgendwann doch noch ins Spiel kommen. Nur jetzt sind sie nicht da, und deshalb hat niemand Lust, den Großversuch mit dem Pandemieimpfstoff zu machen. Kann natürlich sein, dass nicht nur die Schweinegrippe sondern auch dieser Impfstoff völlig harmlos ist (hoffen wir's!), aber man muss bei diesem Großversuch nicht mitmachen, sollen sie doch erstmal ein paar Millionen Freiwillige mit gutem Erfolg impfen, kann ein Weilchen dauern, macht aber doch nichts. Wenn man vorsichtig vorgeht, nach und nach impft, wird man Risiken frühzeitig erkennen und kann bei einer Verschärfung der Bedrohungslage jederzeit reagieren. Das Argument, man müsse jetzt sofort alle impfen, um die Radikalisierung des Virus zu verhindern halte ich für vorgeschoben und falsch. In Wirklichkeit gibt es nur einen Druck: wenn keiner hingeht sind die Impfstoffbesteller blamiert, dann werden sie ungemütlich werden. Ich verorte die Schuld in dieser Frage eindeutig bei den Gesundheitsbürokraten und nicht bei der Pharmaindustrie, die hat versucht die Vorgaben zu erfüllen und kriegt dafür jetzt wahrscheinlich Profit und Prügel zugleich.

Profit und Prügel ist sowieso eine gute Überschrift für den zweiten Teil, nämlich Überlegungen über die Rolle Pharmaindustrie überhaupt. Im Gegensatz zu dem, was in der Öffentlichkeit gedacht wird, hat die Pharmaindustrie in der Entwicklung wirksamer Medikamente in den letzten 100 Jahren sehr große Verdienste. Man braucht nur 20 Jahre zurück zu gehen: im Westen gab es alle Medikamente, in der DDR hatten sie nicht mal einen primitiven Penicillinsaft für Kinder. Von den früherblindeten und gedächtnisfrei nostalgischen Freunden des DDR-Gesundheitswesens wird natürlich nicht zu hören sein, dass die so lieben Poliklinikärzte bei Angina nichts Besseres zu tun hatten als mit Angstmache die Mütter dazu zu zwingen, jeden Tag die Kinder zur Penicillinspritze zu bringen, denn eine Depotspritze gab es natürlich auch nicht.

Aber wir wollen uns heute gar nicht über die Ewiggestrigen groß auslassen, nicht mal Bodo Ramelow würde heute.... und Iljitsch sowieso noch nie... und für Oskar sowieso immer nur das Beste...

Die Pharmaindustrie ist ein Dilemma und bleibt es auch: sie sollen und wollen innovative Medikamente entwickeln und liefern, sie wollen dafür Profit machen, das soll sich aber in Grenzen halten. Die Profitbasiertheit ihrer Geschäfte ist natürlich ihr Antrieb und ein besserer hat sich bisher noch nicht gefunden sucht weiter Jungs, ich bin dafür! Diese Profitbasiertheit ist natürlich genauso das große Handicap: sie sorgt dafür, dass nur das erforscht und entwickelt wird, was grossen Absatz und Profit verspricht, dass neue Mittel in den Markt gepuscht werden, um die Patentschutzzeit auszunutzen, obwohl die alten noch genauso gut wären, und dass hochwirksame Medikamente für Befindlichkeitsstörungen also für Nichtkranke empfohlen und verkauft werden, wie neuerdings Protonenpumpenhemmer gegen Sodbrennen, statt weniger essen und andere natürliche Abhilfe.

Das ist die Doppelnatur des kapitalistischen Profits, nicht gerade neu, logisch. Aber hier in einem besonders sensiblen Spannungsfeld: Gesundheit oder Krankheit, länger leben oder früher Tod, Schmerzen und Depression oder feel-good, Impotenz oder Hi-sein, nicht zuletzt Ängste und Erwartungen massenweise.

Die konventionellen Lösungsvorschläge kennt man auch, weg mit den Profiten und hurra. Ergebnis bekannt.

Gibts nichts Besseres? Vielleicht doch und die hätten dann auch über den Sektor hinausreichende Bedeutung. Man muss die Ausgangslage also den Profit akzeptieren und von da aus an den Schrauben so drehen, dass der erwünschte Profit gemacht wird, der unerwünschte nicht gemacht wird, Anreize dort geschaffen werden, wo der Profit zu gering ist und man muss Marketing und Lobbyismus durch Aufklärung und Transparenz einerseits und Begrenzungen und Verbote andererseits kontern. Und wer soll das machen? Der Staat? Sagen wir mal so: das allgemeine Interesse. Dieses sollte sich im Staat genauso ausdrücken wie in der Öffentlichkeit.

Vielleicht zu theoretisch: es gibt verschiedene Einzel- oder Partikularinteressen und es gibt ein allgemeines Interesse, das sich nicht schlicht aus der Summe der Teilinteressen ergibt, sondern als deren Ausgleich. Der gesellschaftliche Ausgleich in unserem Land (und der weltweite Ausgleich nicht zu vergessen) ist die Kernfrage der richtig verstandenen Demokratie, die sich eben nicht als Herrschaft der Mehrheit, der Einflussreichsten oder der lautesten Schreier definieren lässt, sondern als ein austariertes System von Balancen, Kontrollen und Organen des Interessenausgleichs. Und die Grundlage dafür muss sein, dass einen Geist gesellschaftlicher Fairness, ein Bewusstsein eines notwendig gemeinsamen Weges in die Zukunft gibt.

Also zurück: wir müssen der Pharmaindustrie wie jedem anderen Einzelinteresse das organisierte Allgemeininteresse entgegensetzen, also keine Verteufelung sondern öffentliche Diskussion, Belohnung des guten Profits und Vermeidung oder Wegnahme des schlechten, Förderung dessen, was vernachlässigt wird und Verbot von Interessenkollisionen. Letzteres ist sicher das Schwierigste: diejenigen, die das Geld haben, können sich auch ihre Agenten kaufen: Verfilzung von Bänkern und Aufsichtsbehörden ist sprichwörtlich, mit Pharmaindustrie und Gesundheitsbehörden ist es nicht anders in anderen Bereich genauso.

Professoren sind billig zu haben, das ist eine Binsenweisheit. Journalisten sind noch billiger, mediale Aufmerksamkeit ist leicht zu organisieren.

Trotzdem liegt die Chance der Kontrolle in der Öffentlichkeit - wir müssen eine kritische Öffentlichkeit sein und nur durch ein Einbeziehen von immer mehr Menschen in diese kritische Öffentlichkeit wird sie zu einer kritischen Masse.

Darauf einen Krankenschein!

Liebe Grüße aus dem Spreebogen, wo wir auf den neuen Gesundheitsminister warten, ohne Vorschusslorbeeren aber mit Offenheit und Interesse. Man sollte ihn sicher nicht unterschätzen, das ist kein Klientelpolitiker.

Ihr ergebener Dr. med. Bloggma

Meister 25.10.2009, 23.23| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma | Tags: Pharmaindustrie, Schweinegrippe, Neurodermitis,

Photos

Heute hänge ich seit Stunden am Photoentwicklungsprogramm. Es kommt im Blog bisher ja nicht vor, aber eigentlich habe ich zum Photographieren und Entwickeln ein sehr auf und ab schaukelndes Verhältnis. Es braucht halt immer viel Zeit. Klar würde ich gern mal ein richtiges Album wieder machen, vielleicht nehm ich mir ja die Zeit, demnächst mal.

Meister 25.10.2009, 16.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Lächelorakel

The Smile You Send Out  Returns To You

Meister 25.10.2009, 12.27| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate | Tags: Lächeln Freude

Zeitumstellung

Wer redet da von Zeitenwende? Wir haben gerade mal die Uhr auf die  reale Zeit gestellt, weil es sonst morgens zu duster geworden wäre. Dafür ist es jetzt abends zappenduster. Okay, keine Wirkung ohne Nebenwirkung.
Es vergeht natürlich ein Weilchen bevor man alles neu justiert hat, aber eigentlich hab ich diese Umstellungen gar nicht so ungern, endlich geht mal wieder alles synchron!
Im Frühjahr bringt die Umstellung auf die Sommerzeit ein richtiges Aufbruchsgefühl in den Sommer und im Herbst ist dann auch endgültig klar, was es geschlagen hat. 
Irgendwie haben diese Zeitumstellungswochenenden immer etwas Besonderes. 

Meister 25.10.2009, 10.23| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

In die Gänge

Irgendwie komme ich heute nicht so recht in die Gänge. Samstags ist es oft so, dass da ein Haufen von Sachen ist, die man sich schon die ganze Zeit vorgenommen hat, aber auch das Beharrungsvermögen des Ruhebedürftigen. Da hilft eigentlich nur der berühmte Tritt in den...
Aber bei diesem trüben Wetter kommt auch noch das Gefühl dazu, dass man auf Winterschlaf umschalten sollte, das Signal die Energie runter zu fahren und es sich im Warmen gemütlich zu machen, in ein schläfriges Nichtstun zu fallen, eine Pre-Winterschlaf-Trance.
Manchmal lass ich dieses Gefühl einfach gewähren. Mal sehen wie das heute wird.

Meister 24.10.2009, 11.44| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Schweinegrippefront-update

Es gibt mal wieder Neuigkeiten an der Schweinegrippefront. Zum einen 1000 Fragen zur Impfung. Die Leute sind von den  sich widersprechenden Informationen allmählich voll verwirrt, man wird demnächst mal darüber nachdenken müssen, was die SG für die Desinformationsgesellschaft bedeutet. Wieder mal muss man ständig die gleiche Platte spielen, aber das ist in der Kinderarztpraxis nichts Neues, das sind wir gewohnt.
Die Schweinegrippe selbst ist keineswegs verschwunden, im Gegenteil, die Fälle werden immer mehr, leider werden wir durch die Umstände daran gehindert unvoreingenommen Tests zu machen, aber eigentlich ist das kein Unterschied zur normalen Grippewelle, dort merken wir auch nicht durch Tests sondern durch das uniformer werdende Bild der fieberhaften Erkrankungen, dass die Fälle mehr werden. Im Moment werden die fieberhaften Infekte deutlich mehr und bei einigen denkt man >könnte sein< ohne einen dann natürlich meldepflichtigen Verdacht daraus machen zu müssen. Aber die erste Meldung ans Gesundheitsamt hatten wir gestern auch, liess sich von den Umständen nicht umgehen. Der Fußballclub der Umgebung hat ein Trainingslager irgendwo gehabt, wo sich plötzlich die S-Grippe ausgebreitet hat, einer von den Heimkehrern wurde gestern bei uns vorgestellt und im Auto auf dem Parkplatz untersucht: Ergebnis unspezifisch, aber bei Virusnachweis im Ansteckerkollektiv sicher ein Verdacht. Und wenn Tamiflu aufgeschrieben wird, kann man wohl nicht leugnen, dass man einen Verdacht geäußert hat, also muss man melden! Es besteht die Gefahr, dass man sich bei der administrativ aufgeladenen Situation sonst ins Schußfeld bürokratischer Sanktionen der amtlichen Gesundbeter begibt, was zu vermeiden ist. Sie suchen jetzt schon Sündenböcke für das von ihnen angerichtete Desaster. Je mehr Letzteres anwächst, um so mehr wird diese Tendenz zunehmen. Eine angeschlagene Bürokratie ist gefährlich, da ist ein angeschossenes Wildschwein gar nichts gegen. 
Bei dem erwähnten Trainingslager wurden alle Betroffenen sofort mit Tamiflu behandelt und alle nicht Betroffenen gleich mit einer Prophylaxedosis. Das kann man medizinisch durchaus als vollkommen unsinnig ansehen,  aber niemand will sich nachsagen lassen, dass er nicht das Äußerste unternimmt. Bei den so Behandelten kommt es dann gleich zur nächsten Verunsicherung: schreckliche Nebenwirkungen seien in Japan aufgetreten. Das ist sicher wieder ein haltloses Gerücht, die Japaner haben schon in dem Vogelgrippewinter vor 3 Jahren ungebremst Tamiflu in Massen geschluckt und damit sicher in Einzelfällen auch unerwünschte Wirkungen gehabt. Aber als ich die Putativ-SG im Frühsommer hatte, habe ich festgestellt, dass das Mittel eigentlich nicht schlecht verträglich ist, auch wirkt, aber keineswegs stark wirkt, das ist nicht das, was man von Antibiotika kennt. Ob man es nehmen soll, ist weniger eine Frage der Nebenwirkungen, sondern mehr eine Frage vom therapeutischen Sinn: wenn es jemandem nicht gut geht, würde ich es schon empfehlen, aber jeden der sich angesteckt haben könnte zu behandeln ist vielleicht doch ein bisschen sehr "japanisch".
Die Zahl der Fälle nimmt also offenbar momentan deutlich zu, aber glücklicherweise gibt es bisher nur Leichtkranke. In einer Familie, in der es vor 2 Monaten nachgewiesen wurde, hatte sich die Mutter in Spanien angesteckt, hatte Fieber und Husten, war nach einer Woche wieder hergestellt, der Sohn hatte auch etwas Fieber, Vater und Tochter waren aber nicht sichtbar betroffen. Das könnte vielleicht repräsentativ sein, in einer Reihe von Familien sind eine Reihe von Mitgliedern betroffen, aber die meisten so unspezifisch leicht, dass niemand die Diagnose stellen würde.
Und der Impfskandal:  im Land Berlin wird heftig gestritten, der Senat hat bei der kassenärztlichen Vereinigung, mit dem Wunsch ein Billighonorar zu diktieren, auf Granit gebissen und will jetzt seine Hiwis im öffentlichen Gesundheitsdienst die Sache machen lassen und eine Koalition der Willigen aus  2000 Praxen rekrutieren, die sich umfänglich formularmäßig beim Senat bewerben, um für das herabgesetzte Honorar die Impfung machen zu dürfen. Das Geheul der roten Brüder im Senat wird  durch ihre publizistischen Hilfstruppen verstärkt: die bösen, bösen raffgierigen Ärzte verhindern die rechtzeitige Rettung der unschuldigen Bevölkerung  vor der tödlichen Seuche, weil sie nicht bereit sind, die Impfung zu den Bedingungen durchzuführen, die ihnen vom Senat gestellt werden. 
Dabei wird wieder genau der Fehler gemacht, der schon die ganze Zeit sich durch die SG-Frage zieht: es wird einfach behauptet, dass ein Notstand vorliegt, den man nur durch Notstandsmassnahmen beherrschen könne: deshalb Impfstoffe, die nicht getestet sind, sondern notfallmässig zusammengeschustert, deshalb Impfung durch Leute, die man nicht normal bezahlt sondern zu einem Nottarif oder am besten notfallmässig dienstverpflichtet. Von der Haftungsfrage wurde in diesem Zusammenhang auch gar nicht gesprochen: d.h. sie erwarten von Ärzten, dass sie für ein reduziertes Honorar einen Impfstoff verimpfen, von dem diese nicht überzeugt sind und für den sie bei schlimmen Resultaten vielleicht sogar noch haften sollen. Die allgemeine Behauptung, der Staat hafte für empfohlene Impfungen wurde in der Vergangenheit schon mehrfach per Gericht auf Impfärzte abgewälzt, notfalls mit fadenscheinigen Begründungen wie >mangelnde Aufklärung< (Beispiel vor einigen Jahren: Poliomyelitis =Kinderlähmung bei Kontaktpersonen von Lebendimpfstoffempfängern).
Aus meiner Sicht geht es nicht um 2€ mehr pro Impfung, im Notfall würde ich das auch ohne Bezahlung machen, nur es handelt sich keineswegs um eine Notsituation : warum sollten die Ärzte sich dafür hergeben, dem Staat das Geld zu wieder einzusparen, was jener (so viel,  viel zu viel) an die Impfstoffhersteller verdaddelt hat, vor allem, warum sollten sie sich das von der Gesundheitsbürokratie diktieren lassen?
Ich denke, man sollte Ruhe und Vernunft wieder einkehren lassen, die Panikmache  beenden, die Anmassung der Gesundheitsbürokraten durch deren fristlose Entlassung beenden und demnächst offener und bedächtiger mit derartigen Problemen umgehen. Hysterie ist niemals ein guter Ratgeber. 
Diese Schweinegrippeimpfung werden wir wohl als "Ulla Schmidts Abschiedsgeschenk" in Erinnerung behalten.

Meister 23.10.2009, 18.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe Bürokratie

Langsam wird's schweinisch

Also die Sendung >hart aber fair< gestern abend ueber Schweinegrippe war mal wieder nicht sehr fair, eine Versammlung von Schwaetzerei, irgendwann kriegt der Plasberg noch den Sudel-Ede-Gedenkpreis.
Aber es war ja zu erwarten, dass die Medienkampagne allmaehlich einen Hoehepunkt erreicht. Das interessante an diesem durchs Dorf getriebenen Schwein ist im Gegensatz zu manchen seiner Vorgaenger, dass auf der Endstrecke vom Endverbraucher eine Aktion erwartet wird. Der soll ja irgendwo hingehen und sich impfen lassen und das nur durch die Macht der Medien, umgesetzt in persoenliche Angst.
Ich glaube man kann jetzt schon erraten, wei das ausgehen wird. Und was macht die Propagandaindustrie dann? Na da will ich mal nicht spekulieren.
 

Meister 22.10.2009, 14.21| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Schweinegrippe

Wunderspruch

Willst Du  Wunder sehen, musst Du Wunder bewirken.
////
Sich wundern dagegen, kann jeder!

Meister 20.10.2009, 14.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Orakel & Sprüche&Zitate

Schweinegrippeimpfung- was nun?

Schon wieder wird eine wichtige Sache übersehen: die Schweinegrippe verläuft völlig harmlos, aber das könnte sich ändern.
Die Gesundheitsbürokratie hat mit ihrer Massenimpfkampagne einen Riesenscherbenhaufen angerichtet, aber man muss halt das Beste draus machen.
Die 1 Milliarde Euro ist eh ausgegeben, kann man abschreiben. Die Heldenträume der Bürokraten auch, was man daraus lernen und wen man dafür verantwortlich machen soll, fragen wir später.
Jetzt geht es erstmal darum, ganz in Ruhe umzustellen: aus der Notfallkampagne muss eine ganz normale zusätzliche Grippeimpfung werden: Einzeldosen abfüllen, auf normalem Wege vertreiben, überall impfen, jedem anbieten, aber ohne >sofort< und >muss unbedingt<.
Dann können sich die Leute ganz in Ruhe überlegen, ob sie wollen oder nicht und man kann notfalls, wenn alles bereit und verteilt ist, die ganze Bevölkerung auch schnell überall impfen, wenn es schlimmer werden sollte mit der Schweinegrippe.
Was steht dem entgegen?
Eigentlich nur der Starsinn der Bürokraten, die nicht verstehen wollen, dass sie Mist gebaut haben. Sie haben natürlich Angst ihr Gesicht zu verlieren, aber keine Angst wir sind nicht in Asien, sie werden ihre Pensionen behalten, selbst wenn sie sie demnächst schon kurzfristig bekommen. 

Meister 20.10.2009, 10.02| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder | Tags: Schweinegrippe Impfung Bürokraten

Ewig haltende Energiesparlampen

Diese Energiesparlampen sollen ja angeblich sehr lange halten. Jetzt ist da eine wieder mal kaputt, dabei meine ich eigentlich, dass die weder besonders viel brennt, noch besonders alt ist. Man kann ja die realen Brennstunden nicht wirklich messen.
Es würde mich nicht wundern, wenn es sich bei diesen Dingern um einen Riesenschwindel handelt. Gehen sie vielleicht schneller kaputt, wenn sie nicht im Dauerbetrieb brennen. Für Lampen, die nur kurz eingeschaltet werden, beispielsweise im Flur oder Kellerräumen, sind sie doch sowieso unwirtschaftlich. Schade dass man nicht weiss, wie das in 10-20 Jahren beurteilt wird.

Meister 19.10.2009, 20.55| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Gut gelandet

400 Autobahnkilometer ist kein Pappenstil, aber es lief ganz gut heute, nur ein kleiner Stau und nicht allzu viele LKWs. Ich fahr ja nicht schnell, 110-120, >schneller als die LKW< heisst das Konzept. Und wenn man dann angekommen ist: dann hat man gar keine Lust mehr, was zu machen, sondern will erstmal ausspannen.

Meister 19.10.2009, 18.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Herbstwald

Ein Spaziergang im Herbstwald ist wunderschön. Könnte man zuhause ja auch haben, aber irgendwie kommt man nicht dazu, es gibt halt immer was zu tun.

In diessem Jahr scheint mir der Wald besonders bunt zu sein. Aber es ist schon ganz schön kalt, man vermisst sogar eine Mütze, wenn man keine hat.

Eigentlich habe ich überhaupt keine Lust auf Winter, muss ich hier mal sagen!

Meister 18.10.2009, 17.04| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Ein Kennenlernen

Heute vor sagichliebernicht Jahren habe ich meine erste Freundin kennengelernt. Dass man sich noch an sowas erinnert??

Es war aber einfach sehr schön, man sollte sich an das Schöne immer erinnern. Es gibt genug anderes, was man nicht vergessen kann.

Meister 17.10.2009, 16.53| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Heute vor ....

Ruhiges Wochenende in Kassel

Schön mal wieder hier zu sein. Es sind 4-5 Stunden zwische nBerlin und Kassel, daran hat sich nichts geändert. Man könnte es auch schneller machen, aber warum? Ich habe keinen Nerv zum Rasen. Es ist ja nicht nur wegen des erhöhten Spritverbrauchs, sondern vor allem, weil man ja nicht als nervliches Wrack ankommen möchte.

In Kassel herrscht immer eine gewisse ruhige Gemütlichkeit vor, die ich nicht missen möchte. Ist natürlich auch vor allem schön, die Lieben wieder zu sehen.

Ich denke jedesmal, man müßte, könnte, sollte dies und das machen. Aber dann ist es doch schöner einfach die Beine baumeln zu lassen, das geht leichter als mit der Seele.

Immerhin kann ich jetzt hier auch mobiles Internet haben, das läuft hier mit UMTS also  nur ein 20stel der gewohnten Geschwindigkeit, aber immer noch 10x schneller als es über die normale Mobilfunkleitung im Urlaub war. Das war ja grausam langsam, aber so wie es jetzt ist, kriegt man ein nostalgisches weltweites Wartegefühl. Ist doch noch gar nicht so lange her, dass man mit 3,6 MBit/s zufrieden sein mußte.

Meister 17.10.2009, 14.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Angekommen in Kassel

Gut angekommen, immer wieder schön in Kassel. Ich finde es immer wieder toll hier, Immerhin, ich komme von hier, ich bin hier geboren, es ist meine Heimat!

Meister 16.10.2009, 21.05| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Durchgeknallter General - völlig irreal






Gefunden in den Weiten des phantastischen Raumes:

Es handelt sich um Ausführungen von General Lucio Nimmdiebeineindiehand, einer der fähigsten Offiziere unserer Streitkräfte. Sie wurden uns auf dunklem Wege zugespielt:

Tagesbefehl XX09/dx1/koG an die 2. Luftlandedivision:

Kameradinnen und Kameraden, liebe IKKs (informelle Kombattanten und Kollateralschadenorganisatoren). Ich spreche heute zu Euch aus meinem Befehlsstand hier in der geheimen Heide, um Euch klar zu machen, dass wichtige Aufgaben auf uns warten. Eine der wichtigsten ist, dass wir uns auf den Gorillakrieg vorbereiten. Interessierte Kreise verbreiten ständig die Behauptung, der Gorilla würde aussterben, namentlich der Berggorilla. Aber die Wirklichkeit der Berge von Afghanistan belehrt uns jeden Tag, dass die Zahl der Gorillas in den Bergen ständig zunimmt. Vielleicht liegt das an den internationalen Schutzmaßnahmen für bedrohte Tierarten, die Gelder für sowas werden ja oft zweckentfremdet, geht ja hier ganz einfach: anstatt das Geld in Afrika auszugeben, wird es eben in afghanische Gorillas gesteckt, kriegt man gleich prima Dope im Austausch für. Aber in Afrika machen sie es ja auch, mit den Geldern der Gorillaförderung stecken dann plötzlich alle Gorillas in Tarnuniformen und die ballern dann mit automatischen Waffen rum. Und wie Herr Gysi uns immer wieder klar macht, für jeden toten Gorilla kommen 10 neue, das hätte Mao auch nicht besser sagen können. Der Herr Gysi ist einer der besten Männer beim Tierschutz, vielleicht sollte er sich mal um die weltweite Einführung demokratischer Wale bemühen.

Wie kann man denn nun einen Gorillakrieg führen und vor allem wie kann man ihn gewinnen, dass ist die Frage, die weltweit die militärischen Oberaffen bewegt. Wie die Wehrmacht darf man es nicht machen, da laufen heute noch Prozesse, auch wie die Amis in Vietnam darf man es nicht machen, wenn die Bevölkerung erstmal bei den Gorillas mitmacht, ist sowieso alles aus. Das Asymetrische an der asymetrischen Kriegführung besteht darin, dass die Gorillas alles dürfen, Bevölkerung nach belieben drangsalieren und ermorden und ausrauben und sich unter den Zivilen verstecken, dass die Gegenseite nichts darf, wenn sie sich nicht öffentlich bekleckern will. Das wasch-mir-den-Pelz-aber-mach-mich-nicht-naß-Spiel wird hier bös auf unsere Kosten gespielt. Selbst die Amis haben ihr klassisches >erst-schiessen-dann-fragen< modifiziert: beiden denen heisst das jetzt: >erst-schiessen-dann-entschuldigen/entschädigen-später fragen<.

Ist doch auch logisch: wenn man kräftig draufhaut, muss man im Gorillakrieg zwangsläufig auch Falsche neben den Richtigen treffen, also kann man sich schon mal gleich entschuldigen, nachdem man zugelangt hat. Unser junger Minister kapiert sowas natürlich nicht. Der ist Jurist, der will immer Freisprüche, damit ist er natürlich am falschen Platz, denn es gibt keine. Aber die Amis haben eine wichtige Seite der afghanischen Gesellschaft erkannt: man kann für angerichteten Schaden zahlen, Blutgeld oder so heisst das. Damit schlägt man mehrere Gorillafliegen mit einer Klappe: man kann unbesorgt draufhalten, bei einer späteren Untersuchung feststellen, wer wirklich unschuldiger Zivilist war, die kann man entschädigen, mit dem Geld bekämpft man gleich die Armut im Lande, die an dem ganzen Krieg schuld ist.

Wenn die Gorillas also wie Fische im Wasser schwimmen, dann sind sie dadurch natürlich auch anfällig für Fischkrankheiten. Früher hat man gedacht, den Gorillakrieg gewinnt man durch Entfernen des Wassers, aber trocknen sie mal ein Meer aus. Heute muss man sagen, die Fische machen den Unterschied, man muss die Fische füttern, und man muss Raubfische einsetzen, Piranhas beispielsweise, die können einem Gorilla ganz schön das Leben schwer machen. Einen Gorillakrieg gewinnt man also durch viel Geld und durch eine gewogene Bevölkerung, wenn man gut ist, bringt man die einfach mit. So machen es die Israelis und so machen es die Chinesen. Die hätten in Afghanistan die Sache genauso gemacht wie in Tibet. Erst wird in Kabul ein Chinarestaurant aufgemacht, dann kommt die Volksbefreiungsarmee, um unterdrückten Chinesen in dem Laden die Freiheit zu bringen, dann werden viele Chinarestaurants aufgemacht, dann ist man schon mal alle Leute mit Glutamatallergie los. Und dann werden ein paar Millionen Chinesen angesiedelt, die haben natürlich schon seit Jahrhunderten dort gelebt, hat bloß keiner gemerkt. Dann wird Revolution gemacht und die feudalen afghanischen Verhältnisse gründlich beseitigt, die gesamte Feudalherrenclique samt aller ihrer Stammesanhänger werden nach Westsinkiang in Arbeitslager umgesiedelt, dauert natürlich auch eine paar Jahre, aber die Chinesen haben Geduld, arbeiten immer nach Plan, sagen es nur nicht so laut. Die Westler reden immer viel über Pläne, ihnen fällt bloß nichts ein. Die Chinesen sind sowas wie die Wehrmacht auf asiatisch: Vernichtungskrieg mit lächelndem Gesicht, das würden die Amis mit ihrem ständigen Grinsen nie hinkriegen.

Wenn jetzt im Westen nach Jahren mal eine Konferenz veranstaltet wird um die Frage zu klären, wie wir wieder da raus kommen, dann hat die natürlich den Makel etliche Jahre zu spät zu kommen und vor allem müsste sie hintenrum die Anfangsfrage beantworten: was wollen wir eigentlich erreichen, und wie schaffen wir das?

Aber Kameraden, das ist nun mal nicht unser Bier. Wir halten die Küche sauber und lassen unsere Köche nicht von den Gorillas klauen.

Aber bedenkt Kameradinnen und Kameraden, der Feind lauert überall, die biologische Umwelt ist von abgefeimter Gemeinheit, neben Gorillas gibt es auch noch Moskitos, früher sagte man Moskowiter, und dann gibt es auch noch Herden heimischer Blutsauger. Seid also wachsam und auf alles vorbereitet.

Meister 16.10.2009, 11.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Follywood: Virtual Castaways

Was soll das?

Diese Rubrik soll einige Verrücktheiten ins Netz stellen, die zum Wegschmeissen zu schade wären. Sie dürfen aber nicht zu ernst genommen werden!

Meister 16.10.2009, 10.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Follywood: Virtual Castaways

Integration oder nicht

Zum Thema Integration muss man aber auch sagen, dass wir sehr viele tuerkische und arabische Familien haben, die sehr gut integriert sind, sich sehr positiv um ihre Kinder sorgen und auch darum, dass ihre Kinder hier alles richtig lernen.
Aber es gibt immer auch Gegenbeispiele. Beispielsweise hatte ich gerade eine tuerkische Mutter, die sich im Arztzimmer die ganze Zeit mit ihrer Freundin penetrant und stoerend auf tuerkisch unterhalten hat, soweit ich es verstanden habe, klang es situationsbezogen und abwertend.
Grundsaetzlich muss man sich nicht wundern wenn man in Anwesenheit von Einheimischen sein auslaendisches Idiom insidermaessig verwendet, dass dies nicht nur als unhoeflich bewertet wird, sondern dass der unfreiwillige Zuhoerer auch annimmt, dass man negativ oder beleidigend ueber ihn redet.
Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass wir hier ausserhalb des eigentlichen "Neukoellner Ghettos" arbeiten. D.h. die "Migranten" hieer sind in der Regel Einwanderer im positiven Sinne. Aber es gibt in der letzten Zeit duraus auch Bestrebungen von "Berufsauslaendern" hier mehr Ausland durchzusetzen. Das ist nicht in unserem Sinne und auch nicht im Sinne der wirklichen Einwanderer, die lehnen das naemlich auch ab.
 

Meister 15.10.2009, 13.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene

Koalitionen und Kollisionen




Die Zeit der Koalitionen ist gekommen. Da gibt es alles heutzutage, von >Jamaika< bis >Höllenfeuer<.

Und natürlich die >Tigerenten<.

Eine wichtige Koalition gibt es noch nicht, dabei würde das strategisch eine ganze Menge ändern, vielleicht ergibt es sich ja in den nächsten 4 Jahren allmählich, dass die Hemmschuhe dafür beseitigt werden.

Was ich meine und bevorzugen würde wäre die >Sommerwiese<.

Damit meine ich natürlich grün-gelb. Das klingt mal wieder sehr romantisch vielleicht, aber dazu bin ich ja da.

Wenn grün und gelb die Animositäten überwinden könnten, dann könnten sie ein grosses Potential von vernünftigen Leuten ansprechen und wahrscheinlich ein noch wesentlich größeres Wählerpotential gewinnen. Vor allem wäre es dann nicht mehr so, dass grün und gelb immer nur Juniorpartner oder Mehrheitsbeschaffer sein müssten.

Wenn man annimmt, dass grün und gelb zusammen vielleicht 35+x hätten, dann könnten sie auswählen, welche Farbe auf der Sommerwiese noch vorkommen soll, das schwarz des Bergsees oder das sozialdemokratische rot von blühendem Mohn.

Finde ich eine gar nicht so weit her geholte Perspektive.

Und die heutigen Koalitionen?

Da ist einmal schwarz-gelb, und es wurde schon treffend gesagt, es ist nicht so als ob man gemeinsam in eine Wohnung einzieht, sondern als ob Guido in Angies Lotter-WG ein Zimmerchen kriegt. Da bestimmen die Alteingesessenen, da darf man beim Küchendienst mitmachen, aber alle zum sauber machen organisieren, wo kämen wir hin? Vielleicht sollte sich die CDU aber auch nicht täuschen, der neue Partner ist nicht mehr der Leihstimmenverwalter früherer Jahrzehnte, die Wähler erwarten Veränderung, gar nicht die große Steuerentlastung, aber man könnte doch die große Steuerreform machen mit den 3 Stufen (genannt waren 10,25 und 35%), es müssen doch gar nicht die gleichen Ziffern sein wie vorher gesagt wurde. Nehmen wir mal an, es gibt 3 Stufen, aber die liegen zunächst so hoch, dass es eigentlich aufkommensneutral ist (vielleicht bei 11,28 und 40%), und die ganzen Ausnahmen im Steuerrecht werden abgeschafft. Der Charme der 3 Stufen besteht doch darin, dass diese so einfach und transparent wären, so dass man auch Veränderungen der Tarifstufen gut öffentlich diskutieren könnte. Es wäre ein Meilenstein, der doch gar nicht viel kosten muss.

Und dann sind da noch die anderen neuen Koalitionen.

Im Saarland soll es nach Jamaika gehen, die Grünen haben dort begriffen, dass man sich nicht mit seinem Metzger ins Bett legen darf, wenn man überleben will. Eine Erkenntnis von der die SPD noch meilenweit entfernt scheint. Man kann irgendwie verstehen, dass sie kopflos nach der Niederlage ihr Heil irgendwo links aussen suchen und dafür zweitklassiges Personal nach vorne geputscht wird. Aber bei genauerem Nachdenken sollte auffallen, dass bei rot-rotbraun die SPD das Opfer sein wird. Das sieht man in Berlin schon überdeutlich, wo der Frühstücksdirektor Wowereit seine roten Brüder salonfähig gemacht hat, um sich von ihnen manipulieren zu lassen. Dabei hat er seine eigene Partei schon beinahe vollkommen zerlegt.

Das wird auch Herr Platzek in "unsrer kleinen DDR", sprich Brandenburg, erfahren, der dort bereit ist, mit den >Herren von damals< wieder gemeinsame Sache zu machen und ihnen den Weg an die Macht zu ebnen. Das Ergebnis wird ein weiteres Ausbluten der SPD sein, auf den Vereinigungsparteitag darf man gespannt sein, man weiß zwar noch nicht so genau, wann er stattfindet, aber wenn dann wird es in Brandenburg sein, darauf werden noch Wetten angenommen.

Vielleicht findet sich ja auch noch jemand in der SPD, der erkennt, dass man so in den Abgrund stolpert, aber die SED-PDS-LP stellt es geschickt an, man merkt, dass da Leute die Fäden ziehen, die sehr erfahren in allen politischen Kampfformen sind und die ihr Ziel fest im Blick haben. Es hat sich doch gar nicht viel geändert seit damals. Walter Ulbricht sagte so ziemlich ganz am Anfang: "es muss alles ganz demokratisch aussehen, aber wir müssen überall die Kontrolle haben". Diese Worte könnten für die LP heute auch die geheime Richtlinie sein. Da wird dann mal eine Stasifrontfrau eben nicht zur Ministerin, da verzichtet der Herr Ramelow großmütig auf das Ministerprsidentenamt in Thueringen und sucht ganz unbeschwert in seinem Zettelkasten nach gewogenen SPD-Leuten, die unter ihm den Ministerpräsidenten machen würden. Damit hat er bei Herrn Matschie allerdings überzogen, der hat plötzlich gespürt, dass er Bodo nicht trauen kann. Und was machen die linken Genossen? Sie zetteln eine Palastrevolte in der SPD an, so ganz zufällig hat die LP einen nicht unerheblichen Einfluss in der SPD. Unterwanderung? Na sowas darf man doch nicht aussprechen. Es handelt sich doch sicher schlicht um ehrlich empörte SPD-Genossen, die den arbeiterfeindlichen konterrevolutionaeren Führungsstil der Ebert-Noske-Gruppe nicht mehr mitmachen wollen.

Gut, warten wir mal ab, wie sich das alles weiter sortiert.

Meister 14.10.2009, 20.47| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Staats- und Politkram

Womit man Eltern echt sauer machen kann

ist wenn man ihnen sagt, dass ihr Kind keine Therapie (Ergotherapie, Logo, aber irgend jemand hat sie dann schon so wuschig gemacht, dass sie glauben, der Schulerfolg ihres Kindes haenge an dieser Therapie. Bemerkenswert ist, dass dieses Theater in der Schule schon ziemlich frueh in der ersten Klasse beginnt. Manche Lehrer gehen sogar soweit, gleich Adressen von Therapie- und Behandlungszentren mitzugeben. Selbst die Krankenkassen erkennen inzwischen ,dass versucht wird die Defizite der Schule zu Defiziten der Kinder zu machen, die in Stoerungen der Kinder umdefiniert werden, um dann mit Therapie auf Kosten der Kassen die Schulaufgaben zu machen.
Und zwar nicht mal kurz, sondern in Richtung Ewigkeitstherapie. "Kann doch nicht schaden die Kinder zu foerdern", heisst es dann blauauegig.
Aber es schadet doch, nicht nur weil es sinnlos Geld und Zeit kostet, auch weil es das Selbstbewusstsein der Kinder beeintraechtigt und auch, weil diese Aus-Umwege verhindern, dass in der Schule vernuenftige Foerderkonzepte duchgefuehrt werden. Es ist voelliger Unsinn in der Schule in der Eingangsstufe immer heterogenere Gruppen zusammen zu bringen und die Schlechten dann als "Kranke" zu stigmatisieren.
Und diese Mehrjahrgangsklassen sollen ja eigentlich dazu da sein, dass keiner mehr sitzen bleibt. Aber was jetzt veranstaltet wird, ist teilweise noch schlimmer: da wird 1 Jahr und neuerdings manchmal sogar ein zweites Jahr in der Eingangsstufe drangehaengt. FInde ich schlimmer als ein Neustart mit einer anderen Klasse und anderem Lehrer, Das ist doch eigentlich "sitzen bleiben",  naemlich in der selben Problemklasse wie vorher, waehrend die anderen weiter duerfen.
 

Meister 14.10.2009, 11.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schuleprobleme, Therapie, Foerderung,

Dummheit von Geburt?

Da schriebt Tissy Bruns heute in einem Artikel der sich mit den Äußerungen von Herrn Sarrazin auseinandersetzt : "Kein Land wird dümmer, wenn 40 Prozent der Geburten in der Unterschicht stattfinden. Jedenfalls nicht zwangsläufig."
Gut dass ihr wenigstens noch der Nachsatz eingefallen ist. Die Aussage insgesamt ist nämlich mit reihenweise Fragezeichen zu versehen. Ich befürchte sogar, dass sie vollkommen falsch ist. Die Dummheit ist schon zum Teil von der Herkunft abhängig, besonders dann, wenn die Eltern Dummheit für normal halten, um so mehr , wenn Eltern kulturell so divergieren, dass sie eine deutsche Bildungskarriere nicht anstreben oder gar ablehnen.
Der Nachsatz des Zitats zeigt die herrschende Ideologie: >prügelt sie in die deutsche Schule, dann wird das schon was<. Vor dem ersten Weltkrieg wurde Ähnliches mit den polnischen Minderheiten im Osten des Reiches versucht, hat auch nicht geklappt.
Es ist ein fataler Irrtum zu glauben, man könne irgendwo "Menschenmaterial" aufklauben und dann zu dem machen, was man selbst gebrauchen kann.
Wir müssen bei der Zuwanderung darauf achten, da führt kein Weg dran vorbei, dass die Einwanderer bei uns nach den herrschenden Normen mitmachen wollen. Dann sind sie willkommen und sollen alle Vorteile haben. Das ist überall in der Welt so, jedenfalls dort, wo man erfolgreiche Immigration durchführt.
Irgendjemand hatte jetzt zu Recht geschrieben, dass die Kombination von Immigration und Sozialstaat alter Prägung die Probleme erzeugt. Der Meinung bin ich auch. Man kann Einwanderer nicht mit Sozialtransfers bezahlen. Man muss sie arbeiten lassen, mitmachen lassen und ihnen Chancen geben, aber man darf ihnen kein Geld in die Hand drücken. Man wird sonst nicht die richtigen Leute anziehen und massenhaft soziale Probleme für Jahrzehnte erzeugen.
Und da wir natürlich nicht die Einwanderer diskriminieren wollen und Geld für Faulheit für die Deutschen genauso wenig gut tut muss der Sozialstaat grundlegend geändert werden: kein Geld für's Nichtstun, aber ausreichendes Mindesteinkommen für alle die nützliche Arbeit machen, also eine Arbeit, ggf. in Beschäftigungsgesellschaften für jeden,der Geld will und Kindergeld nur gegen Schulerfolg.

Meister 13.10.2009, 12.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Medien, Zitate, Funde&weiter | Tags: Dummheit, Unterschicht, Einwanderung, Sozialstaatumbau,

Neues zur Schweinegrippeimpfung

Die neueste Nachricht in diesem Zusammenhang ist, dass sich in einer Ampulle 10 Impfdosen befinden sollen. Da waren wieder die richtigen Pandemieexperten am Werk offenbar. Die sehen sich ständig in einer Szenerie wie im "Outbreak"-Film die Welt retten und haben sich sicher schon ausgemalt, wie sie in aller Eile Millionen Menschen die lebensrettende Dosis in die dankbaren Arme jagen.
Dummerweise wird es nicht so laufen, es wird kaum einer hingehen, wie die Dinge liegen und die Impfung in den Praxen kann man dann sicher auch vergessen, weil eben nicht 10 Leute hintereinander weg geimpft werden können, befürchte ich.
Und wegen dieser >10 Dosen in 1Ampulle< haben sie auch den Konservierungsstoff Thiomersal zugefügt, eine Quecksilberverbindung, die man aus allen Impfstoffen für Kinder schon lange heraus genommen hat, weil es ein rotes Tuch für die Eltern war.
Mir ist im Nachhinein überhaupt nicht klar, warum, man die H1N1-Komponente nicht einfach dem normalen Grippeimpfstoff zugefügt hat, wie man es mit den andern ausgewählten Typen jeweils macht? Da steckt vielleicht die hektische Art dahinter wie die WHO mit der Sache umgegangen ist. Aber da nicht in allen Ländern derartiger Impfstoff bestellt wurde, sind sicher auch hausgemachte Fehlentscheidungen dabei. Ein Abschiedsgruß der kompetenten Ulla?
Die einzige Sache, die wirklich klar ist, ist, dass die !00Mio-Kosten dem Gesundheitswesen fehlen werden.
Praktisch hat sich für uns als Kinderärzte momentan nichts geändert. Bevor wir das erste Kind impfen werden wir die erste Million Erwachsene abwarten. 

Meister 13.10.2009, 10.15| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mein Lambarene | Tags: Schweinegrippe

Jugendgewalt - Gewalt gegen Jugend




Die Ereignisse häufen sich und sind nicht als Einzelfälle anzusehen. Aber es gibt scheinbar nichts, was dagegen gemacht werden kann, die Vorschläge sind hilflos oder leer aktionistisch.

Hilflos ist es, eine andere Erziehung und Anti-Gewalt-Erziehung zu fordern, wenn es doch gerade der besondere Kick ist, hemmungslos Gewalt anzuwenden. Leer aktionistisch ist es, schärfere Gesetze zu fordern, wenn doch selbst die jetzigen nicht ausgeschöpft werden, verwandeln sich die gewalttätigen Unmenschen doch ganz plötzlich in >Mama< winselndes heulendes Elend, sobald sie bedroht werden, die Konsequenzen ihres verbrecherischen Handelns tragen zu müssen. Und es finden sich dann immer wieder mitleidige Gutmenschen, die die bösen Umstände zum Anlaß nehmen, mildernde Umschläge aufzulegen, Chancen bereitwillig an die Unwilligen zu vergeben, selbst dort wo keine Chance mehr besteht, einen Unmenschen zum Menschen zu machen.

Was tun, kann man wirklich nichts tun?

Fangen wir mit dem Vorfeld an: das strukturfreie Rumhängen von Jugendlichen muss nicht sein, wenn entsprechende Angebote vorhanden sind. Das würde echt Geld kosten, aber es würde auch die Anzahl der Problematiker sicher verringern, die Verbreitung von Alkohol und Drogen als Hauptunterhaltungsmittel hemmen und vielleicht auch die frühe Identifizierung von lebenden Zeitbomben erleichtern. Es muss einfach mehr in die Jugend investiert werden, nicht nur in Bildung auch durchaus in Sport, Kultur und Freizeitbeschäftigung. Es wird mehr einbringen als es kostet!

Die Anfängerklasse der Missetäter und Gewalttäter sollte schon im Vorfeld härter angefasst werden, ich befürchte, das ist die einzige Sprache, die sie verstehen, da sollte es nicht bei alibiartigen Sozialdiensten bleiben, da könnten schon beispielsweise 3, 6 vielleicht sogar 12 Monate echte Arbeit in einer sozialen Institution mit erzieherischer Begleitung helfen. Warum soll es nicht Bildungsinternate für Sozialproblematiker geben, die freiwillig oder aber auch auf Anordnung besucht werden können und die in aller Ruhe, Beharrlichkeit aber auch Konsequenz den Leuten das nahe bringen, was die Schule vorher nicht in sie rein gekriegt hat.

Kommen wir zu den eigentlichen Übeltätern. Da wäre eine wichtige Veränderung denkbar, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so einsichtig ist: die Eltern der Jugendlichen sollten immer als Mitverantwortliche angeklagt werden. Wenn sie letztendlich nicht verantwortlich sind, kann man sie ja freisprechen. Aber das würde vielleicht dazu führen, dass Eltern ihre Verantwortung ernster nehmen. Wenn sie keinen Einfluss mehr auf ihre Sprößlinge haben oder total überfordert sind , müssten sie dies anzeigen können und damit dafür sorgen, dass die lieben Kleinen unter eine entsprechende Vormundschaft gestellt werden. Dann sind sie natürlich auch nicht mehr gerichtlich zu belangen. Aber es dürfte nicht mehr so sein, dass für eine Straftat niemand zu belangen ist, weil der Täter minderjährig ist. Je jünger der Täter um so größer die Schuld der Eltern. Kinder die keine Eltern haben, müssten entsprechende Vormünder zugeteilt bekommen, die bestimmen, welchen Weg sie zu gehen haben.

Und die Strafen? Es ist sicher richtig, dass längere Freiheitsstrafen keine prophylaktische Abschreckungswirkung haben. Andererseits kann es auch nicht normal sein, dass Leute, die unsägliche Taten begangen haben nach Verbüßung eines Teiles der Strafe einfach wieder rausgelasssen werden. Es müsste für die vorzeitige Haftentlassung von Gewalttätern ein erneuter Prozess durchgeführt werden, denke ich, in dem die Persönlichkeitsentwicklung des Täters untersucht wird, aber auch die Rechte und Meinung der Gewaltopfer beachtet werden. Es kann doch nicht sein, dass die Opfer unter lebenslangen Schäden leiden, die Täter sich aber nach überraschend kurzer Zeit wieder ungestört an neue Taten heranmachen.

Es gibt aber noch eine sehr wichtige Frage, die Ausgangsfrage: warum? Warum passiert das eigentlich, warum handeln Jugendliche so ehrlos, so unmenschlich so hemmungslos?

Ich befürchte die Antwort auf diese Frage wird wieder mal gar nicht gefallen.

Ich nenne sie: die Unbedingtheit des Gutmenschentums und ihr Spiegelbild.

Die Unbedingtheit des Gutmenschentums heisst: es ist heute alles genau festgelegt: das ist gut und das ist schlecht, und es gibt nichts anderes. Gerade in Deutschland scheint es besonders wichtig, das die Korrektheit eingehalten wird, wer das bezweifelt, steht schnell in einer schlimmen Ecke. Und was soll daran falsch sein? Wenn man nicht mehr selbst entscheiden kann, sondern alles Vorgesetzte nur schlucken muss, dann verwandelt sich Gutes leicht mal in Aufgezwungenes. Und positive Selbstverständlichkeiten in alternativlose Glaubensartikel.

Es ist die Eigenschaft und das Vorrecht der Jugend dagegen zu sein. Jugend ist Rebellion gegen das Althergebrachte und diese Rebellion ist gerechtfertigt. Genauso wie in der Pubertät auch die verständnisvollsten Eltern zu Gegnern werden, genauso wird eine positiv funktionierende Gesellschaft mit ihren Regeln zum Ablehnungsobjekt (um das Wort >Hassobjekt< zu vermeiden).

Das ist alles gar nicht neu, neu ist die Unbedingtheit, in der das durchgesetzt wird. Diese hat als Spiegelbild die unbedingte und übersteigerte Ablehnung dieser Selbstverständlichkeiten. Wenn man nicht offen dagegen sein darf, dann ist man es eben verdeckt und steigert sich in Wutphantasien hinein, die dann in Amok oder sinnlosen Gewaltexzessen enden können oder auch in Saufen bis zur Bewutlosigkeit, was auch nur eine andere Art des Protests , der grundsätzlichen Ablehnung ist. Deshalb weil diese Ablehnung nicht verhandelbar ist, kann auch niemand erklären, warum er dies oder das gemacht hat, warum sie zum zweiten oder dritten Mal volltrunken aufgefunden wurde.

Die grausame Wahrheit ist, dass eine noch viel konsequentere Erziehung zu love, peace und Gutmenschentum gar nichts bringt, jedenfalls nicht solange das nicht in den Menschen selbst gewachsene Ideale sind. Man muss vielleicht auch sagen, ohne das zynisch oder resignativ zu meinen, dass eine herkömmliche Erziehung immer auch Gegenkräfte mobilisiert.

Vielleicht liegt die Antwort oder Lösungsmöglichkeit darin, dass es wieder mehr Spielraum für junge Leute gibt, mehr Raum ihr eigenes Leben so zu leben, wie es ihnen gefällt ohne die ständige Bevormundung derjenigen, die die Weisheit mit Löffeln gefressen und die Wahrheit gepachtet haben - quatsch - nicht nur gepachtet, gekauft haben sie die Wahrheit, sie gehört endgültig und ewig ihnen. Wenn die jungen Leute nicht nur immer den vorgeschriebenen geraden Weg gehen müssten, immer nur auf Karriere und funktionieren getrimmt, dann könnten sie auch eigene Gedanken entwickeln, eigene Ideale finden und eigene Erfahrungen machen. Wir denken heute, dass wir der jungen Generation doch alles geben, und sie müssten halt dankbar sein und funktionieren. Selbst wenn sie viel kriegen, so doch nicht alles und vielleicht nicht mal das Wichtigste: Freiheit! Die Freiheit selbst zu entscheiden und eigenen Wegen und Zeitplänen zu folgen und die Freiheit auf eigenen Beinen zu stehen.

Aber das können sie doch, wenn sie wirklich wollen, wer kommt denn ständig zurück ins >Hotel Mama

Meister 12.10.2009, 22.06| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Medizin, Psycholgie, Kinder

Konkurrenz in Gesundheit



Liebe Freunde der Gesundheit und Feinde der Bestechlichkeit.
Wie Sie vielleicht, wissen hat unsere geliebte Regierung schon vor etlichen Jahren beschlossen, die Konkurrenz im Gesundheitswesen einzuführen. Konkurrenz ist gut, haben sie damals gesagt, damit wird alles besser. Dabei haben sie geflissentlich übersehen, dass es natürlich schon immer Konkurrenz zwischen den Ärzten, zwischen den Krankenhäusern etc. gegeben hat. Nur war das eine Konkurrenz der Qualität, man mußte dem Patienten dadurch für sich gewinnen, dass man gute oder bessere Leistungen anbot. Diese Konkurrenz wurde damals allerdings auch verzerrt, durch starre ständische Regeln einerseits und durch knappe Kapazitäten andererseits, die durch Bedarfsplanung und manchmal auch bewußte Verknappung zu Stande kam. Der ursprüngliche Ansatz, die Beschränkungen einfach wegfallen zu lassen, war durchaus richtig, aber der wurde von den Lobbyisten natürlich voll unterlaufen.

Natürlich haben wir viele Lobbyisten hier im Spreebogen, auch im ärztlichen Bereich, so bricht immer ein starker Konkurrenzkampf aus, wer denn nun die Hämorrhoiden von.... na Sie wissen schon - ärztliche Schweigepflicht - behandeln darf. Da sind wir bei der Lieblingsbeschäftigung der Lobbyisten, der Proktophilie, die man nicht als Sexualpraktik mißverstehen darf, sondern die harte Arbeit ist. Um ein zu hartes Wort zu vermeiden, sag ich mal »crepitatio a tergo«, vulgo >Kriecherei von hinten< dazu. Also der Lobbyist kriecht und wühlt sonstwo rum, hat aber immer seine Interessen fest im getrübten Blick.

Und was sind diese Interessen im Gesundheitsbereich?

Da sind zum einen die Ärzte, die darf man aber nicht als homogene Masse betrachten, es gibt ja auch noch welche, die wirklich schlicht ärztliche Arbeit machen wollen, und die dafür immer die Dummen sind (kommt einem landestypisch für Deutschland vor). Den Teil der Ärzteschaft, der seine ärztliche Tätigkeit am Liebsten auf Golfplätzen und in wichtigen Entscheidungsgremien ausübt, nenn ich mal >die Patientenfernen<: Funktionärs- und Funktionselite, diejenigen, die, wenn sie an Medizin denken, in ihrer Denkblase ein Individuum im offenen Krankenhaushemd sehen, aus dessen Enddarmöffnung die Talerchen hervorsprudeln.

Weiterhin gibt es natürlich noch die "Gesundheits"industrie, d.h. Konzerne und größere und kleinere Firmen, die entdeckt haben, dass ein Hundertmilliardenmarkt darauf wartet, dass sie Gewinne absaugen, wie der Schönheitschirurg das Fett.

Zum Dritten gibt es noch die Bürokratiefraktion: Krankenkassen, Versicherungen, Pensionskassen, und weitere Organe des Verwaltungsapparats. Diese Fraktion muss dafür sorgen, dass bei den ganzen Transaktionen mit und ohne Patient genügend bei ihnen hängen bleibt. Euphemistisch könnte man das natürlich >Arbeitsplatzerhaltung< nennen, schließlich könnten die Direktoren, Oberbürokraten, Unterbürokraten und Fußvolkbürokraten ja auch alle auf dem Arbeitsamt rumhängen, um uns auf der Tasche zu liegen, anstatt dass sie sich durch immer komplexere und unsinnigere Bürokratie umfassend beschäftigen und uns so auf der Tasche liegen.

So ist die Ausgangslage schon sehr gemischt zu dem Zeitpunkt, wenn das Spiel "Konkurrenz im Gesundheitswesen" beginnt.

Konkurrenz einführen, und das ist der Kern der Sache, heisst kapitalistische Konkurrenz einführen, heisst die Regeln des Marktes aufs Gesundheitswesen übertragen. Keine Illusionen, der Markt hat Regeln und die heissen an erster Stelle: Profit machen, Profit maximieren, freie Bahn den Konzernen, dass sie ungehindert an die Milliarden heran kommen, schließlich gibt es ja nicht nur die Pharmaindustrie, die ja schon als Lieblingswatschenmann der Öffentlichkeit bekannt ist, die macht ihre Geschäfte ganz offen, aber oft auch gar nicht so schlecht. Aber das können andere doch auch: Kliniken aufmachen, Ärzte und anderes Personal lohnabhängig beschäftigen, diese ganze Freiberuflichkeit ist doch nur ein Hemmschuh für die Konkurrenzentfaltung, kann weg, muss weg: die Rolle des Arztes, wie auch des Apothekers oder Psychologen oder was auch immer, muss neu definiert werden: sie sollen eine dienende Funktion nicht am Patienten, sondern am Profit der Konzerne haben, natürlich wird sich dabei auch der eine oder andere gut dotierte Managerposten im Apparat für Ärzte finden, die schon immer eine Neigung zum Administrieren hatten und für die Geld immer schon der eigentliche Antrieb war, aber der Rest soll seine Arbeit machen dort wo man ihn hinstellt und für das Geld was man bereit ist ihnen zu zahlen.

"Finden Sie nicht auch, dass die Ärzte in der Vergangenheit unangemessen hoch honoriert wurden, beispielsweise im Vergleich zu einem Bankmanager, der doch die Verantwortung für enorme Summen trägt?" könnte die Frage des Meinungsforschers lauten. Da war doch neulich bei Anne Will der angebliche Schriftsteller, der sich als SED/PDS/LP Wähler outete und behauptete, es werde ihm Unwohl bei dem Gedanken, dass der Arzt der ihm gegenüber sitzt ein Unternehmer sei und nur seinen Profit wolle. Es sei doch viel besser, wenn es nur angestellte Ärzte gebe, so wie es in den Polikliniken der verblichenen DDR gewesen sei. Er war ein bißchen zu jung um diese Polikliniken persönlich in Aktion gesehen zu haben, denke ich, außerdem erinnerten seine Ausführungen doch zu sehr an Manöver der SED-u-Bootflotte, um ernst genommen zu werden.

Aber nehmen wir das Argument mal ernst: ist es besser, wenn ein Arzt angestellt ist als selbstständig? Der angestellte Arzt hat für sich natürlich den Vorteil, dass er sich nicht um den wirtschaftlichen Erfolg seiner Institution kümmern muss, er kann also immer rechtzeitig nach Hause gehen, und er braucht nicht unbedingt mehr Patienten am Tag anzusehen, als unbedingt erforderlich. Wenn die Leute mit ihm unzufrieden sind, dann lassen sie ihn wenigstens in Ruhe. Wer meint beliebt sein zu müssen, darf dafür für's gleiche Gehalt mehr arbeiten. Da der Angestellte nicht für das Ganze verantwortlich ist, kann er auch immer die Verantwortung für jeden Mangel und Mißstand auf seine Oberherren abschieben, die sind für den Patienten sowieso nicht zu sprechen. Bei aller Staatsgläubigkeit unserer Freunde von der LP und sympathisierender SPD-Ortsvereine: es steht in Deutschland absolut nicht an, den freien Beruf Arzt durch staatliche Polikliken zu ersetzen, diese Investitionen würde sich nicht mal der leibhaftige Nachfolger auf dem heiligen Stuhl Erich Honneckers zumuten. Was sie wollen, die »Reformierer« ist die Ersetzung eines freien Berufs durch rein kapitalistische »Gesundheits«konzerne, die ihre Profite auf dem Rücken von Patienten und Beitragszahlern machen und an ihre Aktionäre die »Gesundheits«dividende und an ihre Manager die »Gesundheit«boni ausschütten.
Also für mich gibt es keinen Zweifel, dass freie Berufe und Selbstständigkeit die Zukunft haben werden, nicht nur im Gesundheitswesen, auch im gesamten Dienstleistungsssektor, denn die Konkurrenz kann nur so transparent organisiert werden nicht mit Konzernen und Kombinaten.

Meister 11.10.2009, 17.31| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Dr.med. Bloggma

Gemütliches Heimwetter

Heute ist das trüb regnerische Wetter und die Jahreszeit ideal geeignet um gemütlich zuhause rumzumachen. Musik spielt, ein bißchen Beleuchtung und es gibt viels zu tun, aber ich habe es nicht eilig, ich mache einfach so vor mich hin, kann man nicht arbeiten nennen, aber Freizeitbeschäftigung ist es auch nicht, nennen wir es gemächlich strömendes Leben mit gemütlich heimeliger Grundstimmung.

Meister 11.10.2009, 14.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Von Tag zu Tag

Heilige Kühe , Monster und Phantome




Hallo liebe Freunde, hier spricht mal wieder eure Wirtschaftsamateurin B.B.Stupid. Heute reden wir mal über solche Reizthemen wie Kündigungsschutz, Leiharbeit und Mindestlöhne. Die Wahl ist vorbei, da kann man doch mal ganz in aller Ruhe derartige Fragen öffentlich durchdenken.

Der Kündigungsschutz gilt in Deutschland als eine wesentliche gewerkschaftliche Errungenschaft, das bedeutet gerade in den Zeiten, in denen es für die Gewerkschaften nicht so gut läuft, eine heilige Kuh. Der Kündigungsschutz ist für die Psyche der Beschäftigen eine Quelle guten Schlafes, man muss keine Angst haben, morgen gefeuert zu werden, denkt man.
 In Wirklichkeit gibt es natürlich gar keinen Kündigungsschutz, sondern es handelt sich lediglich um das Recht der Arbeitsplatzbesitzer auf eine Entlassungsprämie. Wer entlassen wird, zettelt einen juristischen Prozeß an, bei dem möglichst die Verfehlungen beider Seiten nicht so ans Licht kommen sollen, aber dafür ein Geldbetrag festgelegt wird. Arbeitsplätze werden dadurch individuell nicht gerettet und allgemein wird die Schaffung von Arbeitsplätzen damit nur behindert. Wenn meine Firma mehr als 10 Beschäftigte hat, besteht dieser Kündigungsschutz. Wenn ich plötzlich viele Aufträge habe und 12, 15 oder gar 20 Leute beschäftigen könnte, dann werde ich natürlich versuchen niemanden einzustellen, wenn ich befürchten muss, dass ich in 6,9 oder 12 Monaten nur noch für 10 Leute Arbeit habe. Also werde ich die vorhandenen Leute mehr arbeiten lassen, Aufträge strecken oder nicht annehmen. Für die Großbetriebe gibt es aber noch einen anderen Ausweg, nämlich die Leiharbeit. Die Politiker fanden das offenbar geschickt, weil sie die heiligen Kühe der Gewerkschaften nämlich Kündigungsschutz und Tariflohn nicht antasteten, aber praktisch unwirksam machten. Für die Leiharbeiter wird nämlich wesentlich weniger Lohn bezahlt als für die Stammbelegschaft. Das hätte die Gewerkschaft nicht zulassen dürfen, aber die waren froh ihre heiligen Kühe zu verteidigen, den ihre Klientel sind nicht alle Arbeitenden, sondern in erster Linie die Arbeitsplatzbesitzer. Und die werden geschont, also ist es ok. Im Prinzip wäre es richtig, wenn man den Kündigungsschutz abschaffen würde und dafür die Leiharbeit verbieten, d.h. es könnten alle benötigten Arbeitskräfte ganz normal in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zum Tariflohn eingestellt werden, falls erforderlich aber auch wieder entlassen werden. Die staatliche Aufgabe bestünde lediglich darin, die Leute aufzufangen,die entlassen werden, anderweitig zu beschäftigen und zu qualifizieren bis sie wieder im ersten Arbeitsmarkt gebraucht werden. Und der Lohn, der in diesen Beschäftigungsgesellschaften gezahlt wird, wäre der wirkliche Mindestlohn. Die Arbeitslosenversicherung würde also nicht mehr von den Arbeitenden bezahlt werden, sondern von den Betrieben, die sich damit das Recht erkaufen, dem Staat die Beschäftigung der zeitweilig überflüssigen zuzuschieben. Das Arbeits/amt/agentur hätte die Aufgabe, die Arbeit im Mindestlohnsektor zu organisieren, Qualifizierungen zu fördern und im Qualitätsstandard zu überwachen und den Lohn in der Beschäftigungsgesellschaft festzulegen. Eigentlich sollten die Gewerkschaften für all diese Ziele kämpfen: Tariflohn für alle Beschäftigten, staatliches Auffangen von allen,die nicht im ersten Markt beschäftigt werden und Qualifizierung von allen, die das wünschen und es leisten können. Aber machen wir uns keine kurzfristigen Illusionen, es sind viele heilige Kühe im Spiel, und man wird ein dickes Brett bohren müssen: neben Kündigungsschutz ist das genauso der Horror vor staatlicher Organisation von Arbeit, da kriegt dann die andere Seite rote Ohren und denkt an staatliche Planwirtschaft. Dabei geht es gar nicht darum, dass der Staat der Wirtschaft Konkurrenz macht, sondern darum, dass staatlich organisiert wird, was privatwirtschaftlich nicht zu organisieren ist, und das die Erfüllung dieser allgemeingesellschaftlichen Aufgaben neben der Wohlfahrt für alle nicht zu letzt auch der Wirtschaft zu gute kommt.
Wenn man den Mindestlohn so, also über eine diesen Lohn zahlende Beschäftigungsgesellschaft organisieren würde, dann könnte er auch wirken. Wenn einfach allgemein Mindestlohn für die Wirtschaft verordnet wird, dann wird das schlicht zur Folge haben, dass  Arbeiten die nicht in Deutschland  profitabel zu organisieren sind,  ins Ausland verlagert, schwarz oder gar nicht gemacht werden. 
Nehmen wir mal die ominöse Friseurin in Thüringen, die nur 2,93 € bekommt. Nehmen wir an, der wird jetzt, was ich ihr sicher gönnen würde, ein staatlich verordneter Mindestlohn von 8,79 € bezahlt, dann wird selbiger ja nicht aus den bestimmt horrenden Profiten des Friseurladenbesitzers bezahlt, sondern sicher auf die Preise für die wenig zahlungskräftige thüringer Kundschaft aufgeschlagen. Die wird dann wahrscheinlich eine Verdoppelung der Preise sich nicht leisten können, also den Friseurladen nicht mehr besuchen, der wird pleite gehen und die Friseure werden jeder für sich seine Kunden schwarz, privat und zuhause frisieren, also mehr verdienen als heute, aber keine Sozialbeiträge mehr bezahlen.
Ja, liebe Freunde, das Feld der Wirtschaft ist ein weites Feld, aber nur wenn wir es beackern, werden wir auch etwas ernten, so sei es.

Meister 10.10.2009, 23.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Stupid´s Economy | Tags: Kündigungsschutz, Leiharbeit, Mindestlohn,

Macht es das Füchschen hier?

Nachdem ich neulich Pech hatte mit dem Bloggen im Firefox auf XP, versuche ich es jetzt auf dem Mac nochmal, und noch gibt es nichts zu meckern.
Was jetzt schon die ganze Zeit interessant daher kommt ist die Meldung auf "Safari" : "Mozilla< 1.3 beta is not supported. I'll try though,  but it might not work."
 Da kann ich mir keinen Reim drauf machen, aber es geht bisher immer.

Meister 10.10.2009, 19.31| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Über-Blog

Deutschkenntnisse schützen vor Betrug

Da erreicht mich eine Phishing-mail , die ist zwar ganz eindrucksvoll designt, aber i